Kartoffelzeitung Juni 2013 - Syngenta

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4 Ausgabe Juni 2013Wasser und Wirkung – eine klare Sache?Jens Luckhard, Syngenta Agro GmbH, MaintalOhne eine effiziente Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule istein wirtschaftlicher Kartoffelbau nicht möglich. Zum magischenDreieck einer erfolgreichen Pflanzenschutzapplikation zählenneben dem Produkt und dessen Formulierung vor allem der richtigeUmgang mit dem in der Spritzflüssigkeit am häufigsten vorkommendenStoff – dem Wasser.Nicht von ungefähr machen sich Forschung und Praxis Gedankenüber das nasse Element, denn Qualität und Menge des TransportundDispersionsmittels „Wasser“ sind wichtig für■ eine gute Mischbarkeit■ einen reibungslosen Spritzvorgang■ eine gute Benetzung der Zieloberflächen■ die finale Wirkung, beispielsweise gegen PhytophthoraNicht alle Wasser sind gleichDas Wasser für die Pflanzenschutzanwendung kann aus verschiedenenQuellen stammen. Die Herkunft ist dabei keineswegsunerheblich: Sie bestimmt die Eigenschaften, die einen wichtigenEinfluß auf das Verhalten der Pflanzenschutzmittel in der Feldspritzehaben können.Grob lassen sich die Herkünfte in Trink-, Brunnen und Regenwasserunterscheiden. Die wichtigsten Eigenschaften lassen sich mitder Wasserhärte, Temperatur und dem pH-Wert beschreiben. DieSumme dieser Eigenschaften bestimmt beispielsweise auch dieNeigung zum Schäumen, ein Phänomen, das in der Spitze derPflanzenschutzsaison zu unnötigen Verzögerungen führen kann.Nicht alles vermischen!Es ist wichtig, die genannten Wassereigenschaften begrifflich nichtmiteinander zu vermischen. Beispielsweise haben Wasserhärte undpH-Wert nichts miteinander zu tun, dienen aber im einen oder anderenFall als Verkaufsargument für so genannte Wasserkonditionierer.Wagen wir also einen Blick auf die Grundlagen.Als „hart“ wird Wasser dann bezeichnet, wenn es eine hohe Konzentrationan Calcium- oder Magnesium-Ionen aufweist. Die Wasserhärtewird in °dH angegeben. In Deutschland unterscheiden wir die dreiHärtebereiche „1“ (weich), „2“ (mittel) und „3“ (hart). Syngenta testetalle empfohlenen Tankmischungen unter verschiedenen Härtegraden.Hartes Wasser kann unter bestimmten Bedingungen ein Problem darstellen,weil viele Calcium- und Magnesium-Ionen zur Reaktion neigen.Der Säuregrad des Wassers ist eine völlig andere Hausnummer. Dieserwird nämlich durch die Konzentration an Wasserstoffionen bestimmtund als pH-Wert angegeben, wobei die Skala von 0 (= sauer)bis 14 (= basisch) reicht. Im Rahmen der Versuche zur „Applikationstechnik“wurden bei Syngenta Wasserproben in der gesamten Bundesrepublikgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass Wasserhärte undpH-Wert vollkommen unabhängig voneinander zu betrachten sind.Wer also hartes Wasser mit Hilfe von Zugaben „weich“ machen will,verändert den pH-Wert nicht.Einfache Maßnahmen vermeiden ÄrgerWen schaudert es nicht vor dem Sprung ins kalte Wasser. Ähnlichreagieren auch viele Pflanzenschutzmittel. Auch wenn es lapidarerscheinen mag: wer Ärger aufgrund von Ausflockungen vermeidenmöchte, sollte Wasser unterhalb einer Temperatur von 4– 5 °C möglichstnicht in die Spritze füllen. Den Wasserwagen bei angekündigtentiefen Außentemperaturen im Freien stehen zu lassen, kann schondes Guten zuviel sein.Auch die Wassermenge entscheidet in nicht unerheblichem Maßedarüber, ob die Spritzbrühe stabil bleibt oder ausflockt. Wenig Wasserführt zu hohen Stoffkonzentrationen im Tank. Mit jedem Tankmischpartnersteigt jetzt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Problemenkommt. Vor allem bei hartem Wasser können die überschüssigenCalcium- und Magnesium-Ionen zur Komplexbildung und zu Ausfällungenführen. Sogenannte Konditionierer können diesen Effekt sogarnoch verstärken.Deshalb: Eine ausreichende Wassermenge hilft, von Beginnan Probleme zu vermeiden, weil sie die Konzentrationenniedrig hält. Sie ist allemal wichtiger als die Frage nach dempH-Wert. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht überdie verschiedenen Pflanzenschutzgruppen im Kartoffelbauund die zu wählende optimale Wassermenge.Trinkwasser Brunnenwasser RegenwasserWasserhärte weich – hart mittel – hart weichTemperatur kalt – warm kalt kalt – warmpH-Wert 6,5 – 8 (9,5) 6,5 – 8 5,5 – 6Schaumneigung möglich kaum jaTropfenspektrum Wassermenge Düsengröße Besondere EmpfehlungFungizide mittel – grob 250 – 400 l/ha 04 DoppelflachstrahldüseInsektizide mittel 250 – 300 l/ha 03 – 04 DoppelflachstrahldüseSikkation mittel – grob > 400 l/ha 03 – 04 DoppelflachstrahldüseImpressumSyngenta Agro GmbHAm Technologiepark 1– 563477 MaintalTel: +49 06181 - 90 81 0www.syngenta.deGeschäftsführer: Michael A. EscherSitz der Gesellschaft: 63477 MaintalAmtsgericht Hanau HRB-Nr. 7225Umsatzsteuer-Identifikationsnummergemäß § 27a Umsatzsteuergesetz:DE811183094Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. VorVerwendung stets Etikett und Produktinformationenlesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweiseund -symbole in der Gebrauchsanleitung. DieseInformationen ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung.Bindend ist der Text an der deutschenSyngenta-Verkaufsware. Diese Informationengelten nur für das Vertriebsgebiet Deutschland.Irrtum und Druckfehler vorbehalten.Stand: Juni 2013® Eingetragene Marke einer SyngentaKonzerngesellschaft® 1 Registriertes Warenzeichen der ISKBioscience EuropeBeratungsCenter0800/3240275 (gebührenfrei)Beratungscenter.info@syngenta.comInfos zu Bonusland unter:www.bonusland.deoder über dieBonusland-Auskunft 06181/4405868(zum normalen Festnetztarif, Handytarifevariieren nach Anbieter)

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