KUNSTAUSSTELLUNG 2013 - Robins Mail Art. And other things

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KUNSTAUSSTELLUNG 2013 - Robins Mail Art. And other things

KUNSTAUSSTELLUNG 2013DER NAGOLDER FREIBERUFLER IM GEWERBEVEREIN


Wir danken unseren Sponsorenfür ihre freundliche Unterstützung.VorwortSeit 1999 stellen die organisierten Freiberufler Nagolds jährlichund seit 2007 jedes zweite Jahr im Herbst in ihren Büros,Praxen und Kanzleien die Werke angesehener Künstler aus.Dank der wiederholt guten Resonanz und der Unterstützunggroßzügiger Sponsoren kann dieses Jahr zum10. Mal der Kunstpreis der Nagolder Freiberuflermit Preisgeldern von insgesamt 3000 Euro ausgelobt werden.Die drei Preisträger werden im Rahmen der Vernissagefür die Aktion Kunst auf Abwegen ausgezeichnet.Fachgruppe der Freiberufler im Gewerbeverein NagoldLadinig, Bukowskiwww.labu-steuer.deSteuerberatungsgesellschaft mbhDie Vernissage mit Preisverleihung findet am26. September 2013 um 19.30 Uhr in derAlten Seminarturnhalle in Nagold, Lange Straße 5, statt.Einlass ab 19.00 UhrMusik: Ralf Schuon, PianistWährend der Aktion,die vom 26. September bis 13. Oktober dauert,können Sie zu den üblichen Öffnungszeitender Praxen und Büros die Bilder der ausgestelltenKünstler besuchen. Der eine oder andere Künstlerund seine Aussteller laden außerdem zu einemKünstlergespräch ein. Die genauen Termine findenSie auf den Seiten 10 und 11.An den Sonntagen 29. 09. und 13. 10. haben alle Büros undPraxen noch einmal von 15-18 Uhr geöffnet. In der Heftmittefinden Sie einen Übersichtsplan, auf dem dieAusstellungsräume in der Innenstadt markiert sind.AktionAm 30. September: Sondervorstellung Kunst und FilmDie Krone Lichtspiele in Nagold,Freudenstädter Straße 42,in Zusammenarbeit mitKUNST AUF ABWEGENzeigen den FilmGewerbeverein NagoldBauelemente Vertriebs GmbH„Max Beckmann - Departure“Vorführung: 20.15 UhrEinlass und Bewirtung ab: 19.30 UhrSonderpreis: 5.00 EuroSeite 25


17 | Rainer Zimmermann1 | Dr. Thomas BrotzlerGeboren 1946 in Lahr Schwarzwald. 1969-73 Kunststudium am Staatl.Hochschulinstitut Mainz, Kunstgeschichte und Biologie an der UniversitätMainz. Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler Südbaden undRheinland-Pfalz, Mitglied im Kunstverein Mittleres Kinzigtal. Einzel- undGruppenausstellungen, Werke in privaten und öffentlichen Einrichtungenund Sammlungen.1961 in Bergisch-Gladbach geboren, lebt und praktiziert als niedergelassenerPsychiater und Psychotherapeut in Mühlacker. Im Zweitberufbetätigt er sich als Fotograf. Langjähriger Unterricht u. a. bei Torsten A.Hoffmann und Rolf Walther. Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungenim In- und Ausland.Seite 24Ausstellungsort:AnwaltskanzleiZiefle ∙ Unger & KollegenTurmstraße 28Meine Farbtafeln und Objekte sind Abstrahierungen meiner Naturerfahrungenmit dem „Ortenauer Fruchtland“, das mich umgibt, und dernaturgegebenen Formenwelt meines Gartens in Meißenheim. Es sindSpuren und Strukturen von Pflanzen oder Pflanzenteilen, entdeckt inder eigenen Umgebung, eingearbeitet in die Bildfläche, als Verweis aufden Optimismus des Werdens und Wachsens, eingefangen in Linienund Quadrat. So entsteht ein Dialog von Begrenzung und Dynamik,von Regelhaftigkeit und Widerspruch - Energiefelder zur medidativenBetrachtung.Rainer Zimmermann, 2013Ausstellungsort:ArchitektenbüroDausacker-WohlfarthFreudenstädter Straße 64Die konzeptionelle Architekturfotografie ist seit jeher einer meinerthematischen Schwerpunkte. Mein Augenmerk gilt dabei wenigerden schönen, neuen Fassaden als vielmehr den eingewachsenen,mit Patina und Erinnerungen versehenen Strukturen alter Produktionsstätten.Dr. Thomas Brotzler, 2013Seite 1


2 | Daniel Dumitrache 16 | Heidemarie ZiebandtGeboren 1942 in Bukarest/RO, lebt und arbeitet in Stuttgart.1968-74 Studium am Staatlichen Institut für Bildende Künste Bukarest(Malerei und Kunst am Bau). Seit 1997 Mitglied im Künstlerbund Stuttgartund seit 1998 im Verband Bildender Künstler Württemberg. Einzel- undGruppenausstellungen. Arbeiten befinden sich im öffentlichen und privatenBesitz.1952 geboren. Seit 1986 künstlerische Arbeiten. 1996 Kneippianum-Kunstpreis für Malerei der Stadt Bad Wörishofen. Mitglied im VerbandBildender Künstler Württemberg und im BBK Ulm e.V..Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u. a. in Biberach,Pforzheim, Heidenheim, Geislingen, Ulm, Nördlingen, Hilden, Aalen,Mannheim, Münsingen, Göppingen, Ludwigsburg, Karlsruhe, Stuttgart,Konstanz, Bad Bocklet, Esslingen, Schwäbisch Hall und Waiblingen.Seite 2Ausstellungsort:Stadt ApothekeSchaufensterMarktstraße 1Die Quelle meiner Inspiration für die Gestaltung meinerWerke ist die Natur. Seit ein paar Jahren beschäftigt mich dasThema „Struktur“ in der Natur. Die Vielfältigkeit der Formenund Farben des Malmotivs in verschiedenen Lichtstadien istbeeindruckend. Durch Interpretationen und Abstrahierungwird das Malmotiv umgewandelt, so dass in der Endphasedas Werk eine ästhetische Selbstständigkeit erhält.Daniel Dumitrache, 2013Ausstellungsort:AnwaltskanzleiKlaska, Clauss und SchäferBahnhofstraße 34Linien und Punkte sind die Ausgangselemente meiner Arbeiten.Mit ihnen beschäftige ich mich auch in der Serie „Sprießen“, dieich für diesen Wettbewerb ausgewählt habe. Die konkreten Aspektedes Nichtgegenständlichen zeigen sich hier in den Anmutungeneiner technisch-organischen Idee. Das Liniengefüge der Arbeitenentwickelt bewegt lebendige Strukturen, sie bleiben letzlich aberoffen in ihrer Aussage. Dies entspricht meinem konkreten Arbeitsansatzund dem Bestreben, mit reduzierten Ausdrucksmitteln einesinnliche Wahrnehmung möglich zu machen.Heidemarie Ziebandt, 2013.Seite 23


15 | Susanna Taras 3 | Peter FranckLebt und arbeitet in Stuttgart. Studium an der Staatlichen Akademie derBildenden Künste Stuttgart; Studium der Kunstgeschichte an den UniversitätenMünchen, Tübingen, Stuttgart. Arbeiten in öffentlichen und privatenSammlungen. Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im InundAusland.1964 in Überlingen am Bodensee geboren, lebt und arbeitet in Stuttgart.1987 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der BildendenKünste Nürnberg. 1988-93 Studium der Malerei und freien Grafik ander Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Einzelausstellungenund Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland..Seite 22Ausstellungsort:Anwaltskanzlei Rainer SchmidVorstadtplatz 15Susanna Taras verbindet in ihren Werken zwei polar einander entgegengesetztePrinzipien, die sich dennoch aufeinander beziehen.Zu den überdimensionierten weichen Wandblumen der Künstlerinin leuchtend bunten Synthetikfasern entstehen als harmonischeErgänzung Metallobjekte aus verschiedenen Materialien. Dabeibestimmt das jeweils gewählte Metall die reduzierte Farbigkeit desWerkes. Großformatige abstrakte Wandstücke tragen ihre energetischePräsenz in den Raum. Kleinere Reliefs sind ornamentalgestaltet oder stellen einzelne Blüten und Blätter dar. Aus Stahlgeschnitten, poliert oder mit Kupfer galvanisiert, spielen sie mitdem Thema Licht. Durch die Reflexionen findet eine Überblendungmit dem umgebenden Raum statt. Die Metallarbeiten von SusannaTaras bilden mit ihrer harten, kristallinen und asketischen Fakturso etwas wie das männliche Gegenstück zu den textilen Werkenmit ihrer weiblichen, organischen und sinnlichen Struktur. Zusammenrepräsentieren sie das Ganze des Kosmos, das östliche Yinund Yang, oder die westliche Dialektik von Thesis und Antithesis.Ausstellungsort:Zahnärztliche GemeinschaftspraxisDirlewanger, Lippemeier,Hörner, Roos und MayerTurmstraße 34Meist sind die Menschen auf Peter Francks Bildern nurzu erahnen. Ihre Körper hinterlassen Geschichten, diees zu entdecken und zu generieren gilt. Die Fotografiensind anspielungsreiche Collagen, die unser visuellesGedächtnis fordern und verführen.Alles ist Komposition und die Fotografie nur ein Mittelvon vielen, um im Kopf des Betrachters Assoziationenzu wecken und Geschichten in Gang zu setzen. Und indieser cleveren Setzung der Medien bewegen sich dieBilder an der Grenze von Fotografie und Malerei.Seite 3


4 | Wolfgang Fritz 14 | Henning Schwarz1960 in Reutlingen geboren, lebt und arbeitet in Reutlingen. Seit 1986weitgehend autodidaktische Auseinandersetzung mit Bildender Kunst,Schwerpunkte im Bereich der Zeichnung und der Fotografie. Impulsedurch Künstler aus der Region und im Rahmen von Sommerakademien inSalzburg, Bad Reichenhall und Irsee.Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Reutlingen,Tübingen, Ulm, St. Andreasberg, Köthen, Hilden, Mainz, Tettnang undBreslau.1979 in Karlsruhe geboren, lebt und arbeitet in Rastatt. 1999 -2001Studium der Geschichte und Philosophie an der Albert-Ludwigs-UniversitätFreiburg. 2001-07 Ausbildung und Gesellenjahre zum Steinbildhauerin Freiburg. 2007-13 Studium der Bildhauerei an der StaatlichenAkademie der Bildenden Künste Karsruhe bei Prof. Balkenhol.Mehrere Bühnenbilder, Präsentationen und Ausstellungsbeteiligungenin Rastatt, Freiburg, Mönchengladbach, Karlsruhe, München, Mannheimund Heidelberg,Ausstellungsort:Kanzlei SchimanskiWirtschaftsprüfer-Steuerberater-RechtsbeistandFreudenstädter Straße 41Seite 4Ausstellungsort:IngenieurbüroRainer WohlleberMaiergasse 16Serie „Wald“ im Lauf der JahreszeitenDurch fotografische Reduktion (Bewegungs – Unschärfe) versucheich das Thema „Wald“ in einen grafisch - malerischen, letztendlichkontemplativen Bildraum zu transformieren. Blätter und andereDetails werden dabei zu diffusen Farbflächen. Die Farbspektrenverweisen auf die jeweiligen Jahreszeiten. Bäume bestimmenBild und Komposition durch „Auflösung“ in Linien und Streifen.Gleichzeitig soll Wald als Thema sichtbar und erkennbar bleiben.Wald als Ort der Kindheit und Jugend, an den ich immer wiederzurückkehre.Wolfgang Fritz, 2013Mein Arbeiten als Bildhauer ist geprägt von der leidenschaftlichenAuseinandersetzung mit skulptural zu bearbeitenden Materialien, vorallem Stein, Holz und Metall. Die „klassischen“ Werkstoffe der Bildhauereibergen je nach kultureller Tradierung vielfältiges Potentialzur Bedeutungszuschreibung in sich. Uns bekannte Naturmaterialienbieten von sich aus metaphernreiche Assoziationsmöglichkeiten, diein Ausformung und Kombination miteinander unsere Wahrnehmungerweitern und unsere Phantasie beflügeln können.Mit meinen Reliefs versuche ich vor allem, räumliche Illusionen zukreieren, die uns bekannte Bildwelten aufgreifen, um diese in naturäquivalente,zur Kontemplation einladende Sehstücke zu verwandeln.Oft arrangiere ich meine Materialien, die für Wandarbeiten in Fragekommen, nach malerischen Qualitäten.So wird eine Intarsie zur Architekturzeichnung, eine Halbedelsteinplattezum leuchtenden Abendhimmel oder ein Panoramaformat ausgrob behauenen polierten Granitplatten, montiert auf gerostetem Stahl,zur stimmungsvollen Gebirgslandschaft.Henning Schwarz, 2013Seite 21


13 | Marja Scholten-Reniers 5 | Robin Gommel1957 in Zevenbergen/NL geboren, lebt und arbeitet in Villingen-Schwenningen. 1976-81 Studium Textilkunst / Malerei an der FontysHogescholen, Moller Instituut, Tilburg/NL. 1982-84 Grafische SchoolUtrecht/NL. 1982-87 Lehrauftrag Moller Instituut, Tillburg/NL. Seit2000 Dozentin an der Kunstschule Hohenstein und seit 2002 Dozentinan der Jugendkunstschule Kreisel, Rottweil. Mitglied im BerufsverbandBildender Künstler Südbaden und im Kunstverein Villingen-Schwenningen.Ausstellungen im In- und Ausland. Arbeiten in privaten undöffentlichen Sammlungen.Geboren 1983, lebt und arbeitet in Freiburg. 2000-01 High-SchoolYear in den USA. 2001 Beginn mit Mail Art. 2003-04 FSJ in Brüssel.2004 Beginn Studium Soziologie, Politikwissenschaft in Freiburg undMedienwissenschaften in Basel. 2005 drei Monate in Managua. 2006Arbeit als Stage Manager für die No Strings Theatre Company, USA.2007 Organisator ct-festival, One-Act-Festival, Freiburg. 2008 Assistenzkuratorfür shift - festival der elektronischen Künste im [plug.in], Basel. 2011 drei Monate Aufenthalt in Connecticut und New York.Ausstellungen u. a. in Panama City, Berlin, Kopenhagen, Brno undLenzburg.Ausstellungsort:VersicherungsmaklerUwe CordesMoltkestraße 26Seite 20Ausstellungsort:Dr. med. Rene MalzkornFreudenstädter Straße 3Wie viel muss jemand abwägen, um sich während seiner Reise in dieFremde nicht auf Abwege zu begeben? Und woher weiß man, ob dieseAbwege nicht sogar die besseren sind? Innerhalb meines Projekts„Heimwehtaschentücher“ bin ich diesen Menschen begegnet. Frauenund Männer, die sich, so wie ich, nach langer Überlegung und Abwägungaller möglichen Faktoren, auf dem Weg nach Deutschlandgemacht haben. Die hier eine neue Heimat gefunden haben und trotzallem auch Sehnsucht nach ihrer alten Heimat erfahren, Heimwehhaben. Dieses Projekt ist ein interaktives Kunstprojekt. Die Bilderbestehen aus weißen Taschentüchern bestickt mit einem Spruch inder Muttersprache, der emotionalen Sprache. Taschentuch, Spruch,Heimweh, ein Zusammenspiel, das Trost spenden kann in Zeiten, indenen man sich wie auf Abwegen fühlt.Marja Scholten-Reniers, 2013Die alten Fabrikgebäude der Winchester Repeating Arms Companyin New Haven, Connecticut standen seit 2006 leer. Auf dem Gelände,nicht mal zwei Kilometer vom Hauptcampus der Yale Universityentfernt, waren seit 1870 Waffen hergestellt worden. Zu Hochzeitenarbeiteten bis zu 19.000 Menschen im Schichtbetrieb und stellten„The Gun that Won the West“ her. Verlassene, zerfallende Industriegeländehaben eine einzigartige Aura. Unweigerlich fragt man sich,was hier einmal war. Wie es wohl ausgesehen haben mag. Washier wohl passierte. Gleichzeitig genießt man Tristesse und Stille,das Knirschen des abgefallenen Putzes und der Scherben unter denStiefeln. Auf Spaziergängen durch die Ruinen, auf der Spurensuche.Hier ein altes Schild, dort ein leeres Regal, ein liegengelassenerHammer, enttäuschte Graffitis der vielleicht letzten Angestellten derFabrik. Dazwischen Pfützen, Moos und manchmal sogar Bäume.Nature always reclaims, sogar mitten in der Stadt. Inzwischen istder denkmalgeschützte Abenteuerspielplatz für Große saniert worden.Teilweise haben sich Biotech-Unternehmen angesiedelt, andereGebäude wurden entkernt und zu Luxusapartments umgebaut.Robin Gommel, 2013Seite 5


6 | Christian Hof 12 | Marianne Ranftl1970 in Kempten geboren, lebt und arbeitet in Kempten. Studium derMathematik an der Universität Augsburg am Lehrstuhl für Datenbankenund Multimedia. Anschließend freiberuflicher Softwareentwickler.Daraus entwickelte sich über Jahre hinweg eine eigenständige Form derSelbstverdatung, die der Künstler als „Protocollagen“ bezeichnet. Fürseine ungewöhnlichen Ansätze wurde er bereits mehrfach mit Kunstpreisenausgezeichnet.1955 in Höchstädt/Donau geboren, lebt und arbeitet in Nördlingen.1974-1980 Kunststudium an der Universität München. Seit 1980Kunsterzieherin in Nördlingen. Vorstandsmitglied des KunstvereinsNördlingen. Ab 1980 Batikbilder auf Seide, ab 1990 Entwurf und Ausführungvon Pullover-Unikaten, ab 1996 Nähbilder, Textil-Reliefs undObjekte. Ausstellungsbeteiligungen, Gruppen- und Einzelausstellungenim In- und Ausland. Bilder befinden sich in privaten und öffentlichenSammlungen.Ausstellungsort:ahape GmbHIndustriedesignFreudenstädter Straße 64Seite 6Ausstellungsort:Psychotherapeutische GemeinschaftspraxisFiala, Krieger und TheurerHerrenberger Straße 14Die Werkgruppe „Montagen“ setzt sich mit den Auswirkungen vonVernetzung und Digitalisierung auf unsere Gesellschaft auseinander.Um flächige Struktureinheiten schaffen zu können, müssen die unzähligenComputertasten über lange Zeiträume gesammelt werden. Invielen Fällen handelt es sich dabei um längst ausgediente Einheiten,deren Materialität und Patina von überholter Technik erzählt, die demFortschritt weichen musste. Das thematische Spannungsfeld zwischenhandwerklicher Manufaktur und computergestützter Büromoderneder Serie „Zwischen Zeit und Zauber“ wird durch die kryptische Anordnungder Buchstabentasten noch verstärkt. Den Titeln wohnt einefast nostalgisch wirkende Poesie inne, die Werke selbst haben sich insprachliche Unlesbarkeit zurückgezogen.Christian Hof, 2013Marianne RanftI bewegt sich künstlerisch auf dem vermeintlich weiblichenParkett der Näharbeiten, Dabei sind ihr Nähmaschine, Faden,Stoff und Schere lediglich Mittel zum Zweck, ihre bildnerischen Vorstellungenumzusetzen. Neben Nähbildern und Textilreliefs entstehenseit ein paar Jahren zunehmend auch freiere, raumbezogene Objektesowie Fadenzeichnungen auf Papier. Ausgangsmaterial sind Stoffevon ganz unterschiedlichen Qualitäten und Muster. Als Trägermaterialfür die Objekte dienen Hartschaumplatten, auf die der Stoff aufgenähtwird. In gezeichneten Schablonen vorbereitet wird die Grundform ausder Platte ausgeschnitten und dann mit verschiedenen Stoffen benäht,wobei die Fadenlinien als grafische Elemente eigenständigen Charakterhaben. Sie folgen nicht nur den Konturen eines Motivs, sondern werdenebenso als Binnenzeichnungen eingesetzt. Neben Bleistiftzeichnungenund Figurenskizzen bilden Motive aus Modezeitungen und im weitestenSinne Dinge des Life-Styles das Ideenfundament. Dinge des alltäglichenLebens, seien es Küchenutensilien, Kleidungsstücke, Modeassessoires,Lebensmittel oder Blumenstücke werden miteinander kombiniert undkönnen in der Regel immer wieder neu zusammengestellt werden.Die einzelnen Reliefs werden von der Künstlerin zu spannungsreichenWandobjekten arrangiert.Dr. Sabine HeiligSeite 19


11 | Christian Pilz 7 | Matthias Keller1978 in Ascot/GB geboren, lebt und arbeitet in Berlin. 1998-99 Studium derGermanistik, Kunstgeschichte, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft ander Universität Köln. 2000-06 Studium der Bildenden Kunst an der Hochschuleder Künste Berlin. Ausstellungen im In- und Ausland.1960 in Leonberg geboren, lebt und arbeitet in Markdorf.1980-86 Studium an der Staatlichen Akademie der BildendenKünste Stuttgart, sowie 1982-84 Studium der Kunstgeschichtean der Universität Stuttgart. Arbeiten in öffentlichen und privatenSammlungen. Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungenim In- und Ausland.Ausstellungsort:Architektenbüro Dausacker-WohlfarthFreudenstädter Straße 64Seite 18Ausstellungsort:Anwaltskanzlei CabaRAinnen Caba, TretterFreudenstädter Straße 56Die Bleistiftzeichnungen von Christian Pilz nehmen unverkennbarBezug auf die Kerker-Bilder Giovanni Battista Piranesis undspielen dabei mit den illusionistischen Paradoxien eines M. C.Escher. Seine äußerst detailreichen Blätter, an denen er überMonate arbeitet, knüpfen an unübersichtliche Systeme wie denKosmos oder das Internet an.Christian Pilz braucht die konkrete Darstellung des Menschen inseinen Bleistiftzeichnungen nicht, denn wir, die Menschen sindimplantiert in seine Gravisphäre, wir sind notwendige Realisatorenseiner bestimmten Vorstellungswelt und ihres sich darinbefindenden Energiefeldes. Surreale Welten, die den Betrachterin eine Universum, in Dinge vorstoßen lässt, die er nie geahnthätte.MOTIVATION - MOTIVE - WERK UND TECHNIKMatthias Keller prägte die Kunstszene am nördlichen Bodenseeuferentscheidend mit. Ein Anliegen, das sein bildnerisches Werk bestimmt,ist der Brückenschlag zu alternativen Ausdrucksformen, wie Theaterund Musik. Hier kam es immer wieder zu Kooperationen mit anderenKünstlern oder Künstlergruppen. An seinem informellen Grundansatzhält Keller noch immer fest, obgleich seine Arbeiten inzwischen auchfigurative Elemente aufgreifen. Die verzichten jedoch auf jede Narrativität.Stattdessen binden sie sich in transzendierender Absicht ein in dieFormen- und Flächen-Sprache auf Kellers inzwischen überwiegend mitAcryl ausgeführten Leinwand-Quadraten. Nach einer langen Phase deszeichnerischen Experimentierens und Verknüpfens zweidimensionalerDarstellungsformen überwiegt inzwischen das malerische Tableau.Trotzdem zeichnet sich schon jetzt eine Wiederhinwendung zum dreidimensionalenKunstwerk sowie zur installativen beziehungsweise zurPerformance-Kunst ab. Dabei verknüpft Keller nach wie vor Formalesmit Gestischem, Abstraktes mit Konkretem sowie Zitathaftes als Orientierungs-beziehungsweise Reflexions- Hilfe für den Rezipienten.Jörg Büsche, 2013Seite 7


9 | Dietmar Petzold1950 in Burscheid geboren, lebt und arbeitet in Köln. Mitglied derVG Bild-Kunst. Seit 1970 Ausstellungen u. a. in Troisdorf, Bremen,Neuwied, Wesseling Dresden, Bergisch-Gladbach, Waltrop, Leipzig,Düsseldorf, Remscheid, Herne, Solingen, Frechen, Bonn, Gütersloh,Fulda, Köln, Bilbao und Toronto.Kunst und FilmMax BeckmannDepartureDokumentarfilm, Deutschland 2013Regie: Michael TrabitzschLaufzeit: 97 min.freigegeben ab 6 JahrenSeite 16Ausstellungsort:Praxis für AllgemeinmedizinDr. Rieber / Dr. HämmerleFreudenstädter Straße 5Die Bedingungen für das menschliche Dasein in der InformationsundMediengesellschaft sind vor allem geprägt durch einen stetigenimmer schneller sich vollziehenden Wandel. Für den Menschenwird es zunehmend schwieriger, mit der rasanten Entwicklungbesonders im technischen und kommunikativen Bereich Schritt zuhalten. Der immense Druck, den Anschluss an die Veränderungenunserer schnelllebigen Zeit nicht zu verpassen, spiegelt sich widerin einer beschleunigten Wahrnehmung.Mit diesem Phänomen setzen sich die Fotoarbeiten auseinander.Menschen werden zu anonymisierten Gestalten ohne erkennbareGesichtszüge, Formen und Umrisse verschwimmen, lösen sich auf.Nichts bleibt vom Gesehenen als die verwischte Spur. Das Flüchtige,das Momenthafte wird so zum Sinnbild einer Rastlosigkeit, in derenSog der Mensch immer weniger Muse findet, sich auf sich selbstzu besinnen.Dietmar Paetzold, 2013Der Maler und Grafiker Max Beckmann (1884 bis 1950) gehört zu denbedeutendsten deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Mit fast 1000Gemälden war er ungeheuer produktiv. Trotz expressionistischer Stilmerkmaleentzieht er sich allerdings jeder eindeutigen stilistischen Zuordnung.Der Film stellt eine herausragende Werkgruppe in den Mittelpunkt: drei derzehn Triptychen, die Beckmann von 1932 bis zu seinem plötzlichen Herzinfarkt-Tod1950 gemalt hat und die in der Kunst der Moderne als einzigartigeWerkfolge gelten. Regisseur Michael Trabitzsch lässt die Bilder „Abschied“,„Anfang“ und „Argonauten“ von den Kuratoren der Museen, in denen siehängen, interpretieren, ergänzt durch Erklärungen von ausgewiesenenBeckmann-Kennern. Darüber hinaus werden einige der zahlreichen Selbstporträtserläutert.Michael Trabitzsch‘s Dokumentation ist ein Film der vielfachen Bewegung:an die Orte von Beckmanns Wirken von Berlin über Frankfurt, Paris undAmsterdam bis nach New York; in eine ruhelose Zeit, dokumentiert in denvielfach erst kürzlich erschlossenen Selbstzeugnissen der Briefe und Tagebücher;besonders aber in Beckmanns Kunst selbst, deren Entwicklungsichtbar und erfahrbar wird. Entstanden in Zusammenarbeit mit MayenBeckmann, der Enkelin des Künstlers, und im besten Sinne begeisterndkommentiert, zeigt der Film einen Künstler, der die moderne Kunst mit seinersehr räumlichen Malerei stark beeinflusste, aber auch das Leben einesPrivatmannes, der nicht nur Produkt, sondern vor allem auch Opfer seinerZeit war. Eine vielschichtige Annäherung an ein außergewöhnliches Lebenund Werk.Montag, 30. SeptemberVorführung: 20.15 UhrEinlass und Bewirtung ab: 19.30 UhrSonderpreis: 5.00 EuroSeite 9


Künstlergespräche04. Oktober 201319.30 Uhr >Christian HofPsychotherapeutische GemeinschaftspraxisFiala, Krieger und TheurerHerrenberger Straße 1406. Oktober 201315.00 Uhr >Heidemarie ZiebandtAnwaltskanzleiKlaska, Clauss und SchäferBahnhofstraße 3411. Oktober 201319.00 Uhr >Dr. Thomas Brotzler / Matthias Keller / Jan Hendrik PelzArchitektenbüro Dausacker-Wohlfarth / ahape GmbH IndustriedesignFreudenstädter Straße 6412. Oktober 2013G E W ID MDes Rätsels Lösung ist ein Satz von Friedrich SchillerETSeite 1019.00 Uhr >Susanna TarasAnwaltskanzleiRainer SchmidVorstadtplatz 15Einsendeschluß ist der18.Oktober 2013Unter allen Gewinnernwird ausgelost.PreiseGutscheine für die Gaststätten:Il Due Bar Cucina, Dock-Bar und Restaurant, La Meo Risto∙Cafe∙Bar, Hotel Adler,Taverne Mykonos, Restaurant Burg, Ristorante Waldhorn, Restaurant Panorama,da gino, Cafe-Restaurant Haisch, Ristorante Pizzeria Ochsen, Stadtcafe Coc undAlte Post.Seite 15


PreisrätselPETZOLDS Thema ist dasDie Motive von LEUZE sind nichtPILZ arbeitet Monate anBilder werden bei PELZ in MalereiKünstler vor Ort29. September und 13. Oktober 201315.00 - 18.00 Uhr >Susanna TarasAnwaltskanzleiRainer SchmidVorstadtplatz 15KELLER verknüpft Formales mit Gestischem, Abstraktes mitSerie von HOF: Zwischen Zeit undRANFTL zeigtGOMMEL faszinieren verlasseneSCHOLTEN-RENIERS beschäftigt sich mitFRITZ findet den Wald als Ort derZu erahnen in FRANCKS Bildern sind29. September und 13. Oktober 201315.00 - 18.00 Uhr / 17.00 - 18.00 Uhr >Wolfgang FritzIngenieurbüroRainer WohlleberMaiergasse 16Zu sehen sind von TARAS auchSCHWARZ istAusgangspunkte für ZIEBANDT sind13. Oktober 2013DUMITRACHE nimmt als Quelle dieZIMMERMANN nutztBROTZLER ist im ZweitberufZu sehen ist ein Film ueberDer Film heisstKunst auf Abwegen gibt es nur inEs ist ein Aktion der13. Oktober 201315.00 - 18.00 Uhr >Henning SchwarzKanzlei SchimanskiWirtschaftsprüfer-Steuerberater-RechtsbeistandFreudenstädter Straße 41Seite 14Bilden Sie aus den richtigen Antworten das Lösungswort.Schreiben Sie das Lösungswort auf eine ausreichendfrankierte Postkarte und senden Sie diese an:City-VereinAngela NischBahnhofstr.372202 Nagold15.00 - 18.00 Uhr >Rainer ZimmermannAnwaltskanzleiZiefle ∙ Unger & KollegenTurmstraße 28Seite 11