Juli13 DAS VENEDIG-PRINZIP - Votivkino

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Juli13 DAS VENEDIG-PRINZIP - Votivkino

Juli 13Info FilmladenNummer 636, Juli 2013.P. b. b. Verlagspostamt 1070 Wien,GZ 02Z031228 M.Impressum: Herausgeber, Medieninhaber: filmladen, Vereinzur angewandten Medienforschung und Medienförderung,Mariahilfer Straße 58/7, 1070 Wien, Tel. 523 43 62-0.Filmtexte: Michael Roth. Grafisches Konzept: alessandridesignSatz: Laudenbach, 1070 Wien.Druck: REMAprint, 1160 Wien. DVR 0640085www.votivkino.at1090 Wien, Währinger Straße 12T 317 35 71www.defrance.at1010 Wien, Schottenring 5T 317 52 36DAS VENEDIG-PRINZIP


DAS VENEDIG PRINZIP„Ein poetischer, ein illusionsloser, ein großartiger Dokumentarfilm,der nach dem verlorenen Herzen dieser Stadtsucht.“ ARDab 12. JuliEin Film von Andreas PichlerDrehbuchAndreas PichlerKameraAttila BoaMusikJan Tilman SchadeVerleih in ÖsterreichFilmladen, der Verleihdes VOTIV KINOSDeutschland/Österreich/Italien 201282 Minuten, FarbeOmU„Gut gewählte Protagonisten und außergewöhnlicheVenedigansichten fügen sich zu einem sehenswertenVenedigporträt der anderen Art.“ filmstarts.de„Für mich ist Venedig ein Symbol für die aktuelle Veränderungunserer Städte. Wo bis vor wenigen Jahren normalesLeben herrschte, stehen jetzt vorwiegend touristischeInfrastrukturen im Dienste des Tourismus. Der zweiteMotor der Veränderung ist die Immobilienspekulation.Viele Innenstädte sind zu Vergnügungsparks und dieIkonografie der Stadt ist durch den Massentourismus zueiner Ware geworden, die Milliarden wert ist. In Venedigfindet das alles seinen wahrhaft spektakulären und dramatischenAusdruck. Spektakulär, weil Venedig immer nocheine der schönsten Städte der Welt ist und die Touristenmassendort im Verhältnis zur Einwohnerzahl in geradezubizarrem Verhältnis stehen. Dramatisch, weil Venedig keinenormale Stadt ist: Jeder Venezianer, der seine Stadt verlässt,um aufs Festland zu ziehen, lässt eine Lebensformzurück, die damit unwiederbringlich verschwindet.“(Regisseur Andreas Pichler)„DAS VENEDIGPRINZIP fügt seineArgumentationsorgfältig zusammen,mit Bildern,die das verrutschteVerhältniszwischen derStadt und dergigantomanischenTourismusindustrieeindrücklichillustrieren.Besser kann mansich die Lust aufeinen Urlaub in dervermeintlichschönsten Stadtder Welt nicht verderbenlassen.“critic.deIn seinem beeindruckenden Dokumentarfilm lässt AndreasPichler treffend ausgewählte ProtagonistInnen als Zeugenseiner Thesen auftreten: Die Autorin und alteingesesseneVenezianerin Tudi Sammarini setzt erst lange nach Mitternachteinen Fuß auf den Markusplatz und klebt die Bilderim Erdgeschoss ihrer Wohnung fest, damit sie beim Einlaufender Kreuzfahrtsschiffe nicht von den Wänden fallen;der Lastenfahrer Flavio transportiert auf seinem Boot dieUmzugskartons derer, die die Stadt verlassen müssen,weil sie sich das Leben dort nicht mehr leisten können –bis auch er seine Koffer packt und nach Mestre bringt;Immobilienmakler Codato begutachtet und verkauft Wohnungenund Palazzi zu absurd hohen Preisen, obwohl ergenau weiß, in welch schlechtem Zustand die Immobiliensind; der alte Gondoliere Giorgio flüchtet sich vor demTouristenstrom in eine Bar und fragt sich, wo die wohl allezum Pinkeln hingehen. Sie alle lieben ihre Stadt, auchwenn diese immer weniger lebens- und liebenswert wird.Mit seinen atemberaubenden Aufnahmen, die der sattsambekannten Ikonografie Venedigs ganz neue Facetten hinzufügen,und seiner erhellenden, aber nie suggestivenMontage zeichnet Pichler ein schonungsloses Bild desheutigen Venedig und singt gleichzeitig ein Hohelied aufdie letzten Venezianer, ihren Witz und ihr Herz.


ab 5. JuliFLIEGENDE LIEBENDELOS AMANTES PASAJEROSEin Film von Pedro Almodóvarab 19. JuliTHE EASTEin Film von Zal BatmanglijDrehbuchPedro AlmodóvarKameraJosé Luis AlcaineMusikAlberto IglesiasMitCarlos ArecesRaul ArévaloJavier CámaraLola DueñasCecilia RothAntonio BanderasPenélope CruzPaz Vegau. a.Verleih in ÖsterreichTobis Film ÖsterreichSpanien 201390 Minuten, Farbe1 : 1,85/OmU/DolbySRD„Die luftig-leichte Komödie spielt mit gängigen Klischees,übt zarte Kritik an der gegenwärtigen Krisen-Politik Spaniens– und unterscheidet sich deutlich von Almodóvarsletzten Dramen.“ Programmkino.de„Pedro Almodóvar erlaubt sich einen Kurztrip in seine altenfilmischen Gefilde. Dorthin, wo die Geschichten schrill unddie Farben grell sind, wo es wimmelt vor Pornostars, Tuntenund halbseidenen Gestalten in ebensolchen Anzügen.Er zitiert und parodiert quasi seine eigenen Filme um 1990.Seine Absicht war, ,einen leichten, sehr leichten‘ Film zumachen, und das ist ihm gelungen. Einen, in dem alles abhebt,fliegt und schwebt, die Identitäten und Existenzen,jedenfalls für die Dauer eines erstaunlich kurzen Fluges,der doch eigentlich von Spanien nach Mexiko hätte gehensollen. Der Film hat Stil ohne Ende, die Bilder sind besoffenvor Retro-Ästhetik, das Farbdesign ist der Wahnsinn.FLIEGENDE LIEBENDE ist ein Film wie ein bunter Cocktail,süß und süffig und selbstverständlich total überflüssig. EinePetitesse in Almodóvars Werk, ganz sicher, aber eine soschamlos vergnügte, dass man das Kino grinsend verlässt.Und fast nicht merkt, dass es da eben um ein paar großeThemen der Menschheit gegangen ist: Sex, Geburt, Liebe,Tod. Nichts weniger.“ (Tagesanzeiger)DrehbuchZal BatmanglijBrit MarlingKameraRoman VasyanovMusikHalli CautheryHarry Gregson-WilliamsMitBrit MarlingAlexander SkarsgårdEllen PageToby KebbellShiloh FernandezJulia OrmondPatricia Clarksonu. a.Verleih in Österreichabc-filmsUSA/BRD/Großbritannien 2013116 Minuten, FarbeCinemascope/OmU/Dolby„THE EAST ist ein zeitgemäßer Thriller, der tief in derKomplexität der heutigen sozioökonomischen Landschaftverwurzelt ist.“ Sundance Film Festival„The East“ – so nennt sich eine Gruppe von anarchistischenUmweltschützern, die auch vor terroristischenAnschlägen nicht zurückschreckt, um auf ökologischeMissstände hinzuweisen und ihren Forderungen Nachdruckzu verleihen. Ex-FBI-Agentin Sarah Moss arbeitet füreine private Sicherheitsfirma, die sich darauf spezialisierthat, ihre Kunden, international agierende Großfirmen,und deren Interessen mit allen Mitteln zu sichern. Sie soll„The East“ infiltrieren und ausheben. Je näher sie denMitgliedern aber kommt, desto mehr sympathisiert sie mitderen Zielen – und mit Benji, dem Anführer.„Was der Beschreibung nach vielleicht wie ein US-Remake von ,Die fetten Jahre sind vorbei‘ klingen mag,entpuppt sich als clever konstruierter Genremix, der mitWendungen unterhält, Suspense erzeugt und doch nie denBoden eines ausgesprochen realistischen Settings verlässt.Seine Verankerung im Zeitgeist, in Strömungen wieder Occupy-Bewegung und einer zunehmend dem Konsumgegenüber kritisch eingestellten Jugend macht ausTHE EAST hochpolitisches Kino.“ (Programmkino.de)


ab 19. JuliPAPADOPOULOS & SÖHNEPAPADOPOULOS & SONSEin Film von Marcus Markou„Eine erfrischende und charmante Komödie.“ BritflicksDrehbuchMarcus MarkouKameraJames FriendMusikStephen WarbeckMitStephen DillaneCosima ShawGeorges CorrafaceThomas UnderhillFrank DillaneGeoriga GroomeEd StoppardSelina CadellCaesare Taurasiu. a.Verleih in ÖsterreichFilmladen, der Verleihdes VOTIV KINOSGroßbritannien 2012109 Minuten, FarbeOmUVerleih gefördert vomMedia-Programm derEuropäischen Union„Mit Intelligenz, Charme und Humor serviert ist diesersanft bestechende Film ein zeitgemäßes und erbaulichesMärchen über die Knappheit der Mittel.“ The SundayPeopleHarry Papadopoulos, englischer Geschäftsmann mitgriechischen Wurzeln, hat sich in London vom Kellner zumreichen Unternehmer emporgearbeitet. Doch als er in dieImmobilienbranche einsteigen will, bricht die Finanzkriseaus. Harry verliert alles – auch seine luxuriöse Villa.Dem Witwer bleibt nur noch ein kleiner Fish&Chips-Ladenin einer üblen Ecke Londons, der aber zur Hälfte seinemBruder Spiros gehört. Wohl oder übel zieht Harry mitseinen drei Kindern in die Wohnung über dem Imbiss ein.Er lässt sich von Spiros überreden, das kleine Restaurantwieder auf Vordermann zu bringen. Während Harrys alterRivale Hassan, dem die Döner-Bude gegenüber gehört,misstrauisch die Aktivitäten der Brüder verfolgt, engagiertsich die Anwältin Sophie eifrig für das neue Unternehmen.„Die britische Komödie von Marcus Markou hat eineMenge Tipps zur Krisenbewältigung auf Lager, nichtnur, aber durchaus auch für arbeitslose Banker.„Fortschritt hatimmer seinenPreis. Und daswollte ich in PAPA-DOPOULOS &SÖHNE entdecken.Was verliertman auf seinemWeg? Als sich derWohlstand derletzten Generationauflöst, beginnenwir neu zu definieren,was Erfolg istund was wirklichwertvoll in unseremLeben ist.“Regisseur MarcusMarkouDer Regisseur und Drehbuchautor wuchs als Sohn griechisch-zypriotischerEinwanderer in England auf und zeigtin seinem Spielfilmdebüt, dass es sich lohnt, in der Krisevon den Griechen zu lernen: Sie haben den Sirtaki – die,Alexis Sorbas‘-Zitate knüpfen geschickt an die Vitalitätdes Originals an – und die Familie. Und Harry weiß noch,wie man Fisch filetiert, obwohl er lieber vom Rückkauf seinesUnternehmens träumt. Wenn er sieht, wie viel Spaßseine Kinder in der Küche mit dem Onkel haben, fällt esihm leichter, den Verlust an Prestige und Reichtum zu verkraften.“(kino-zeit.de)„Dieser Film ist etwas Besonderes. Er erzählt seine Geschichtein seinem ganz eigenen Tempo, ohne Situationskomikoder dramaturgische Tricks, dafür werden Erwartungshaltungensubtil unterlaufen. Jede der eigenwilligenFiguren bekommt Zeit, sich zu entwickeln, niemand wirdnur vorgeführt. Die Unaufdringlichkeit, mit der die Geschichteihren Lauf nimmt und die Charaktere Stück fürStück hinter ihre Fassade schauen lassen, lädt das Publikumauf sehr charmante Weise ein, in den verschiedenenSituationen zu verweilen, ohne sie zu bewerten, sich Zeitzu lassen anzukommen, genauso wie die Figuren das tun.“(Programmkino.de)

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