Juli13 DAS VENEDIG-PRINZIP - Votivkino

votivkino.at

Juli13 DAS VENEDIG-PRINZIP - Votivkino

DAS VENEDIG PRINZIP„Ein poetischer, ein illusionsloser, ein großartiger Dokumentarfilm,der nach dem verlorenen Herzen dieser Stadtsucht.“ ARDab 12. JuliEin Film von Andreas PichlerDrehbuchAndreas PichlerKameraAttila BoaMusikJan Tilman SchadeVerleih in ÖsterreichFilmladen, der Verleihdes VOTIV KINOSDeutschland/Österreich/Italien 201282 Minuten, FarbeOmU„Gut gewählte Protagonisten und außergewöhnlicheVenedigansichten fügen sich zu einem sehenswertenVenedigporträt der anderen Art.“ filmstarts.de„Für mich ist Venedig ein Symbol für die aktuelle Veränderungunserer Städte. Wo bis vor wenigen Jahren normalesLeben herrschte, stehen jetzt vorwiegend touristischeInfrastrukturen im Dienste des Tourismus. Der zweiteMotor der Veränderung ist die Immobilienspekulation.Viele Innenstädte sind zu Vergnügungsparks und dieIkonografie der Stadt ist durch den Massentourismus zueiner Ware geworden, die Milliarden wert ist. In Venedigfindet das alles seinen wahrhaft spektakulären und dramatischenAusdruck. Spektakulär, weil Venedig immer nocheine der schönsten Städte der Welt ist und die Touristenmassendort im Verhältnis zur Einwohnerzahl in geradezubizarrem Verhältnis stehen. Dramatisch, weil Venedig keinenormale Stadt ist: Jeder Venezianer, der seine Stadt verlässt,um aufs Festland zu ziehen, lässt eine Lebensformzurück, die damit unwiederbringlich verschwindet.“(Regisseur Andreas Pichler)„DAS VENEDIGPRINZIP fügt seineArgumentationsorgfältig zusammen,mit Bildern,die das verrutschteVerhältniszwischen derStadt und dergigantomanischenTourismusindustrieeindrücklichillustrieren.Besser kann mansich die Lust aufeinen Urlaub in dervermeintlichschönsten Stadtder Welt nicht verderbenlassen.“critic.deIn seinem beeindruckenden Dokumentarfilm lässt AndreasPichler treffend ausgewählte ProtagonistInnen als Zeugenseiner Thesen auftreten: Die Autorin und alteingesesseneVenezianerin Tudi Sammarini setzt erst lange nach Mitternachteinen Fuß auf den Markusplatz und klebt die Bilderim Erdgeschoss ihrer Wohnung fest, damit sie beim Einlaufender Kreuzfahrtsschiffe nicht von den Wänden fallen;der Lastenfahrer Flavio transportiert auf seinem Boot dieUmzugskartons derer, die die Stadt verlassen müssen,weil sie sich das Leben dort nicht mehr leisten können –bis auch er seine Koffer packt und nach Mestre bringt;Immobilienmakler Codato begutachtet und verkauft Wohnungenund Palazzi zu absurd hohen Preisen, obwohl ergenau weiß, in welch schlechtem Zustand die Immobiliensind; der alte Gondoliere Giorgio flüchtet sich vor demTouristenstrom in eine Bar und fragt sich, wo die wohl allezum Pinkeln hingehen. Sie alle lieben ihre Stadt, auchwenn diese immer weniger lebens- und liebenswert wird.Mit seinen atemberaubenden Aufnahmen, die der sattsambekannten Ikonografie Venedigs ganz neue Facetten hinzufügen,und seiner erhellenden, aber nie suggestivenMontage zeichnet Pichler ein schonungsloses Bild desheutigen Venedig und singt gleichzeitig ein Hohelied aufdie letzten Venezianer, ihren Witz und ihr Herz.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine