factum - Hochschule Ulm

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factum - Hochschule Ulm

factum

Technik

Informatik & Medien

Das Magazin der Hochschule Ulm 2009

Hochschule und Nachhaltigkeit

■ Simulation steigert Energieeffizienz

■ Ur-Wetterfrosch von der Alb

■ Aufgedeckt: Der Infochemikalien-Effekt

■ Wellness-Kur für ein Baudenkmal

University of

Applied Sciences


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03 EDITORIAL

04 LEITTHEMA

Nachhaltigkeit umsetzbar machen

Fakten, Hintergründe und Meinungen

10 FACTISSIME

Wissenswertes in aller Kürze

14 STUDIUM & LEHRE

Simulation macht Chancen sichtbar

Studenten erkunden den Weg zu mehr Energieeffizienz

Energy Trophy: And the Winner Is......

Wie Geschichten Informationen vermitteln

Ulm meets Helsinki

Neu: Informationsmanagement im Gesundheitswesen

PROFIN: Internationale Studierende besser integrieren

factum

26 SPEZIAL

INHALT

Ein Pfarrer als Ur-Wetterfrosch

Erste Wetteraufzeichnungen von der Schwäbischen Alb

28 FORSCHUNG & TRANSFER

Wie Duftwelten aus den Fugen geraten

Infochemikalien-Effekt von Duftstoffen aufgedeckt

Zweiter Ulmer Roboter-Tag

Fachkreis Logistik fest etabliert

36 CAMPUS & KULTUR

Wellness-Kur für ein Baudenkmal

Nachhaltigkeitsaspekte bei einem Sanierungsfall

Hochschulgala 2009

Energieausweise ausgehängt

44 AUSGEZEICHNET!

Vom IfKom-Preis bis zum VDI-Preis

49 PERSONEN

Impressum

01


Ein Leitbild ....

....will gelebt sein - und in besonderem Maße das unsrige, das in

seinem ersten Leitsatz formuliert: Wir orientieren unser Handeln am

Prinzip der nachhaltigen Entwicklung. Dieses Prinzip basiert auf dem

Brundtland-Bericht, der in beeindruckender Weise die Vielschichtigkeit

dieses Anspruchs als Zukunftsperspektive für die Menschheit erörtert.

Die neueste Ausgabe von ‚factum‘ beschäftigt sich deshalb mit dem

Thema Nachhaltigkeit auf Hochschulebene. Wir haben nach Beispielen

gesucht, die zeigen, wie an der Hochschule Ulm in Lehre und

Forschung, aber auch im Miteinander und im Umfeld dieses Prinzip

umgesetzt wird. Nachhaltigkeit erschöpft sich sicherlich nicht in

Ressourcen schonenden Technologien, sondern erfordert aktive Mitwirkung.

Dabei können kleine Maßnahmen, große Wirkungen entfalten,

penible Recherchen neue toxiökologische Herausforderungen erkennen

lassen oder respektvolle Begegnungen mit anderen Kulturen gegenseitige

Toleranz wachsen lassen. Und all diese Ansätze machen uns Mut

- Mut, diesen Weg weiterzugehen, um den Wandel im Denken und

Handeln einzuleiten, der auf eine gerechtere Verteilung irdischer Güter

und deren nachhaltige Nutzung durch die Menschheit abzielt.

Dr. Ingrid Horn

Corporate Communications

und Marketing

EDITORIAL 03


Nachhaltige Entwicklung als Leitidee in Forschung und Lehre zu verankern, ist eine Pflichtaufgabe

der Hochschulen. Dafür plädiert Rektor Professor Dr. Achim Bubenzer - denn wer sonst soll der

künftigen Elite das Bewusstsein und den Handlungsrahmen vermitteln, die Wohlstand und Frieden

sichern helfen.

04 LEITTHEMA

Schmelzende Eisberge sind

ein Symbol für die Klimaerwärmung

geworden.

Das Bild zeigt den Goldenen

Plateaueisberg im

Weddelmeer, aufgenommen

in der Abendsonne

bei einer Expedition des

Forschungsschiffes Polarstern

im Jahre 2006/07.

Nachhaltigkeit umsetzbar machen

Nachhaltigkeit, nachhaltiges Wirtschaften

- was ist das eigentlich? Man vermutet, es

hat irgendetwas mit Dauerhaftigkeit und

Haltbarkeit zu tun. Und man spürt, dass es

mittlerweile schon mehr oder weniger zur

„political correctness“ gehört, zumindest

nicht gegen Nachhaltigkeit zu sein. Wahrscheinlich

kann es auch nichts schaden, sich

für nachhaltige Entwicklung auszusprechen,

denn wer will schließlich zum Beispiel in

seinem Unternehmen keinen nachhaltigen

wirtschaftlichen Erfolg?

Achtung: Nachhaltigkeit ist revolutionär

Alle, die so denken, muss man warnen, sie

könnten nämlich auf diese Weise unbeabsichtigt

zu Revolutionären werden – und das

ist bekanntlich nicht unproblematisch. Denn

Nachhaltigkeit im Sinne der allgemein und

international anerkannten Definitionen ist

schlicht revolutionär. Die gängigste Definition

im Sinne des Brundtland Berichtes definiert

Nachhaltigkeit oder präziser, nachhaltige

Entwicklung als „eine Entwicklung, die

den Bedürfnissen der heutigen Generation

entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger

Generationen zu gefährden, ihre eigenen Be-

dürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil

zu wählen“.

Wer in diesem Sinne nachhaltig wirtschaften

will, der muss also bereits heute künftigen

Generationen einen Platz am Verhandlungstisch

einräumen und ihre Interessen ebenso

ernst nehmen wie seine eigenen. Es liegt auf

der Hand, dass diese Sichtweise mit Blick auf

die mehr oder weniger rücksichtslose weltweite

Ausbeutung natürlicher Ressourcen

oder mit Blick auf die Anforderungen von

Shareholdervalue und Quartalssteuerung

einen deutlichen Paradigmenwechsel des

Denkens und Handelns in praktisch allen

unseren Lebensbereichen fordert. Nachhaltige

Entwicklung ist damit auf keinen Fall

beliebig, sondern scharf profiliert und im

Vergleich zum gängigen weltweiten Wirtschaftsstil

tatsächlich revolutionär.

Sorgloses Wirtschaften rächt sich

Der seit über 20 Jahren andauernde publizistische

Siegeszug des ersten international

erarbeiteten und anerkannten Leitbildes

einer „nachhaltigen Entwicklung“ durch die

Brundtland Kommission der Vereinten Na-


tionen enthält nicht ohne Grund eine solch

umfassende und tief in das Leben aller Nationen

eingreifende Forderung. Heute mehr

den je und deutlicher als in den Jahren der

Veröffentlichung des Brundtlandt Berichtes

in 1987 oder der Konferenz von Rio im Jahr

1992 wissen wir um die ökologisch und in

Folge sozial wie wirtschaftlich hochgefährliche

Situation unserer gesamten globalen

Zivilisation.

Mit Nachdruck offenkundig wird dies durch

die überwiegend vom Menschen verursachte

globale Klimaerwärmung. Bergwanderungen

zu den rapide abschmelzenden Gletschern in

unseren Alpenregionen können hier einen

ersten anschaulichen Erkenntnisgewinn

vermitteln. Wenn es nicht gelingt, innerhalb

der nächsten 40 Jahre, weltweit die Emission

von C0 2 etwa zu halbieren, laufen wir in

klimatisch völlig unkontrollierbare Situationen,

die für das gesamte Leben auf der Erde

unabsehbare Folgen haben werden. Dies ist

neben der Bevölkerungsproblematik, dem

Artenverlust insbesondere in den Regenwäldern,

aufkommenden Seuchengefahren

und dem Trinkwassermangel nur eine, aber

vermutlich die dringendste Problematik der

historischen Schwelle, an der unsere globale

Zivilisation derzeit steht. Diese Situation lässt

sich auch mit immer wieder aufkeimender

Fundamentalkritik an der Diagnose der Klimaerwärmung

durch häufig von Interessengruppen

gesteuerte und meist außerhalb der

Wissenschaftlergemeinde stehende Personen

nicht ändern.

Die Hochschulen sind in der Pflicht

An dieser Stelle wird deutlich, warum das

Leitbild der nachhaltigen Entwicklung eine

der vordringlichsten Botschaften der Hochschulen

sein muss: Der heute an den Hochschulen

ausgebildeten Generation müssen

das Wissen, das Bewusstsein, die Handlungsoptionen

und die auf ihren Fachgebieten

notwendigen Kompetenzen für nachhaltiges

Handeln und Wirtschaften vermittelt werden.

Wenn der älteren, heute beruflich aktiven

Generation dies nicht gelingt, wird sie

die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder

mit einer heute in ihren Auswirkungen

noch gar nicht absehbaren Hypothek belastet

haben.

factum fragt den Rat für Nachhaltige Entwicklung

Widerspruch: Nachhaltigkeit ist umsetzbar!

Man muss Nachhaltigkeit nicht erst „umsetzbar“ machen,

um voran zu kommen. Tatsache ist: Das nötige

Wissen ist vorhanden. Die Instrumente sind da. Die

demokratischen Strukturen sind hinreichend, um schon

heute Politik zur Zukunftsfähigkeit und für zukünftige

Generationen zu machen. Zugegeben, in längerfristiger

Sicht muss es zu institutionellen Reformen kommen,

und wir werden ganz umfangreiche Änderungen dessen

sehen, was wir heute als Entscheidungsroutine in

Politik und Wirtschaft kennen. Aber der Hinweis auf das

Ausbleiben dieser Änderungen darf kein Alibi für heutiges

Abwarten sein. Wer heute nicht alle Möglichkeiten

ausnutzt, begeht Raub an der Zukunft.

factum fragt den BUND

Die Warnung von Professor Bubenzer ist zutreffend:

„Achtung – Nachhaltigkeit ist revolutionär“. Die derzeitige

ausufernde Nachhaltigkeitsrhetorik in Politik

und Wirtschaft jedoch verharmlost und gibt eher

Entwarnung. Aber die Integration des Begriffs in den

Sprachgebrauch heißt noch nicht die Umsetzung in den

Praxisgebrauch. Alle Fakten zeigen, dass wir überall

weit entfernt sind von einem Kurswechsel – sei es beim

Schutz des Klimas oder der Biodiversität. Leider bereiten

auch die Hochschulen in Deutschland ihre Studierenden

nicht annähernd auf diese revolutionäre Herausforderung

vor. Es gibt Ausnahmen – die Hochschule Ulm zählt

dazu. Besonders positiv erscheint mir die ausgeprägte

Umsetzungsorientierung und Verbindung der Ebenen

von Bewusstseinsbildung, technischen Innovationen

und Wirtschaftlichkeit.

Der ehemalige Bundesforschungsminister

Dr. Volker

Hauff ist Vorsitzender des

Rates für Nachhaltige

Entwicklung.

Zustimmung: Hochschulen sind in der Pflicht

Volle Zustimmung zu der Einsicht von Hochschulangehörigen, dass die Hochschulen

Teil der Lösung werden müssen. Sie sind es heute noch nicht. Anders als beim nunmehr

ja schon historischen Umweltschutz der 70er Jahre spielen die Wissenschaftler

in der Nachhaltigkeitspolitik unserer Tage keine führende Rolle. Ich halte eine solche

Rolle aber erstens für möglich, zweitens für erforderlich, um Nachhaltigkeit mit mehr

Innovation und qualitativ guter Ausbildung voranzubringen. Die Qualität des Lernens

in Forschung und Lehre ist der Schlüssel. Die Kompetenz zum integrativen Denken

muss im Mittelpunkt stehen. Jede Hochschule braucht eine selbst entwickelte und

selbstreflektive Nachhaltigkeitsstrategie, um diese Aufgabe zu erfüllen und ihrer

gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Volker Hauff

Dr. Angelika Zahrnt ist

Ehrenvorsitzende des

Bundes für Umwelt und

Naturschutz Deutschland.

Trotzdem zwei kritische Punkte: Neben der generationenübergreifenden Gerechtigkeit

ist für die Nachhaltigkeit auch die weltweite Gerechtigkeit essentiell. Wenn

man die notwendige wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbeseitigung in den

Schwellen- und Entwicklungsländern einbezieht, dann werden die Aussagen, wir

müssten unseren „Wohlstand sichern“ fragwürdig. Ob technische Innovationen die

„Hoffnung auf ein weiterhin gutes Leben ohne den drohenden Verzicht auf unsere

heutige Lebensqualität“ erfüllen können, ist eher unwahrscheinlich. Deshalb ist es

wichtig, auch über andere Formen eines guten Lebens nachzudenken – jenseits

unserer heutigen Lebensqualität. Wir brauchen technische Innovationen und

gleichzeitig einen anderen Lebensstil. Und wir brauchen Hochschulen, die sich

dieser Aufgabe stellen - in Forschung, Lehre und Praxis. Angelika Zahrnt


06

Schlüsseltechnologien für nachhaltige Entwicklung

Für den rationellen Umgang mit natürlichen Ressourcen liefern die folgenden

Gebiete Schlüsseltechnologien:

Energietechnik: Energieeinsparung, rationelle Energienutzung, erneuerbare

Energien

Informations- und Kommunikationstechnologie: Energieeffiziente Steuerung

und Regelung, Optimierungsprozesse beim Einsatz natürlicher Ressourcen aller

Art durch mathematische Modellierung

Materialwissenschaften: leistungsfähigere, maßgeschneiderte Werkstoffe für

elektronische, mechanische und chemische Prozesse und Anwendungen

LEITTHEMA

n Der Autor

Professor Dr. Achim Bubenzer

ist Physiker und Photovoltaik-

Experte. 1992 folgte er einem

Ruf an die Fachhochschule

Ulm, heute Hochschule Ulm,

die er seit 2001 als Rektor leitet.

Aufgrund seiner Expertise

ist Professor Bubenzer Mitglied

in mehreren fachlichen

und gesellschaftspolitischen

Gremien.

Aufgabe unserer Hochschule ist nicht primär

die theoretische Beschreibung von Sachverhalten,

in diesem Fall des Problems und der

möglichen Lösungen auf dem Gebiet der

nachhaltigen Entwicklung, sondern es ist die

praxisorientierte Umsetzung. Diese Umsetzung

des Paradigmenwechsels in Richtung

auf nachhaltige Entwicklung wird getragen

von drei Pfeilern: Bewusstseinsbildung,

technische Innovationen und Wirtschaftlichkeit.

Bewusstsein wecken und hegen

Die Bewusstseinsbildung für nachhaltige

Entwicklung ist ein eindeutiger Auftrag auch

und in besonderem Maße an eine Hochschule.

Denn hier wächst die Elite der in Zukunft

wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch

Verantwortlichen heran. Diese Elite muss

mit der Thematik im Detail vertraut sein,

andernfalls wird sich vor allem politisch gar

nichts bewegen. Und ohne eine politische

Unterstützung der Wende in Richtung auf

nachhaltige Entwicklung fehlen notwendige

Weichenstellungen beispielsweise in der

Steuergesetzgebung.

Bewusstseinsbildung ist die Voraussetzung

dafür, dass jeder einzelne seinen Beitrag

leistet. Wer nicht – und dies auch durchaus

emotional - verstanden hat, dass wir heute

weltweit an der genannten historischen

Schwelle stehen, der wird keine Notwendigkeit

sehen, seine Quartalsberichte im Unternehmen

langfristigen nachhaltigen Gesichtspunkten

unterzuordnen oder seinen persönlichen

Konsum unter den Aspekten von

Ökologie, Ressourceneffizienz und sozialer

Gerechtigkeit zu gestalten.

Die Hochschule Ulm hat auf diesem Gebiet

mit ihrem Leitbild versucht, ein Zeichen zu

setzen: an erster Stelle steht hier das Prinzip

der nachhaltigen Entwicklung. Sie steht mit

diesem von Nachhaltigkeit geprägten Leitbild

zwar derzeit immer noch weitgehend allein

in der deutschen Hochschullandschaft. Aber

ein klares Zeichen für die Wirksamkeit einer

solchen Bewusstsein bildenden Maßnahme

ist die Attraktivität dieser Botschaft für neue

Mitarbeiter und Professoren, die bereit sind,

diese Inhalte später an die Studierenden

weiterzugeben.

Technische Innovationen sind wegweisend

Einer Hochschule wie der unsrigen mit dem

Profil Technik, Informatik und Medien,

liegen technische Innovationen im Sinne

nachhaltigen Handelns und Wirtschaftens am

Herzen. Solche Innovationen sind beispielsweise

auf den Gebieten erneuerbarer Energien

oder der Elektrotraktion hocherfolgreich

und attraktiv. Sie stehen für die Hoffnung auf

ein weiterhin gutes Leben ohne den drohenden

Verzicht auf unsere heutige Lebensqualität.

Das macht technische Innovationen

als praktischen Ansatz zur Umsetzung von

Nachhaltigkeit zu einem idealen Einstieg,

auch in Zeiten von noch unzureichend ausgeprägtem

Bewusstsein.

Wirtschaftlichkeit garantiert Erfolg

Die Wirtschaftlichkeit ist von größter Bedeutung,

denn in einer durch und durch von der

Forderung nach Wirtschaftlichkeit geprägten

Gesellschaft muss der Übergang in eine

nachhaltig wirtschaftende Gesellschaft auch

innerhalb der Regeln ökonomischen Handelns

vollzogen werden. Dies ist bei entsprechenden

Randbedingungen und Vorgaben

durchaus möglich und auch sinnvoll. Die Erfahrung

hat gezeigt, dass Ansätze zur Umsetzung

nachhaltiger Technologien immer nur

dann in nennenswertem Umfang erfolgreich

waren, wenn für den Nutzer die Wirtschaftlichkeit

der Investition nachvollziehbar war.

Das immer wieder gegen moderne nachhaltige

Technologien vorgebrachte Argument „das

rechnet sich nicht“, hat in der Vergangenheit

viele sinnvolle Ansätze nachhaltiger Entwicklung

im Keim erstickt. Deshalb ist es absolut

notwendig, dass Gesellschaft und Politik


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die notwendigen Randbedingungen für die

Wirtschaftlichkeit nachhaltiger Technologien

schaffen. Ein sehr erfolgreiches, wenn auch

vom finanziellen Umfang der staatlichen Einwirkung

durchaus extremes Beispiel ist die

kostendeckende Vergütung von Solarstrom

in Deutschland und anderswo. Ein weiteres

ebenso intelligentes wie wirksames Beispiel

ist der Handel mit CO 2 -Zertifikaten. Die

komplexen Aspekte solcher Handels- und

Vergütungssysteme sind Gegenstand aktueller

Lehre und Forschung auf dem Gebiet der

Energiewirtschaft an unserer Hochschule.

Die praktische Umsetzung sichern

Wichtig ist, dass alle drei genannten Ebenen

der praktischen Umsetzung nachhaltigen

08 LEITTHEMA Auszüge aus dem Brundtland-Bericht

Der Begriff Nachhaltigkeit ist die heute geläufige

Übertragung des englischen Begriffs sustainability. Der

konzeptionelle Ansatz der nachhaltigen Entwicklung

- sustainable development - geht auf den sogenannten

Brundtland-Bericht zurück. 1987 veröffentlichte die

Weltkommission für Umwelt und Entwicklung unter

dem Vorsitz der Norwegerin Gro Harlem Brundtland

ihr Thesenpapier „Our Common Future“ als Ergebnis

ihrer mehrjährigen Arbeit. Die Kommission war durch

die 83. UN-Vollversammlung ins Leben gerufen worden

und hatte den Auftrag erhalten, die Zukunftsperspektiven

der Erde und deren verantwortliche Gestaltung

durch die lebende Generation zu erörtern. Der SPD-

Politiker Volker Hauff, ehemaliger Bundesminister für

Verkehr bzw. Forschung und Technologie, gehörte

dieser Kommission an und gab im selben Jahr den

Brundtland-Bericht in deutscher Übersetzung heraus;

dort wird sustainable noch mit dauerhaft übersetzt.

Definition

Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse

der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren,

dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse

nicht befriedigen können.

Ausführungen

.... Zumindest darf dauerhafte Entwicklung die natürlichen

Systeme nicht gefährden, die das Leben

Handelns, Bewusstseinsbildung, technische

Innovationen und Wirtschaftlichkeit, mit

einander verknüpft sind, sie bedingen sich

gegenseitig. Und alle drei Ebenen haben eine

fachliche Basis an den meisten Hochschulen,

so auch an der Hochschule Ulm.

Hochschulen stehen damit nicht nur in der

konzeptionellen, theoretischen Durchdringung

nachhaltiger Entwicklung sondern

insbesondere auch bei deren praktischer Umsetzung

an einer Schlüsselposition. Sie haben

daher die Pflicht und die Chance, dieses für

die ökologische, soziale und wirtschaftliche

Entwicklung der Menschheit zentrale Feld zu

besetzen und zu bestellen – nicht mehr und

nicht weniger. Achim Bubenzer

auf Erden erhalten: die Atmosphäre, das Wasser, den

Boden und die Lebewesen.

.... Für nicht erneuerbare Ressourcen wie fossile

Brennstoffe und Minerale gilt, dass ihre Nutzung die

Bestände für künftige Generationen mindert. Dass

heißt jedoch nicht, dass solche Ressourcen nicht

genutzt werden sollten. Im allgemeinen sollte bei

der Nutzungsrate in Betracht gezogen werden, wie

wichtig diese Ressource ist, ob Technologien zu Verfügung

stehen, die Nutzung zu minimieren, und wie

wahrscheinlich Ersatzstoffe zur Verfügung stehen.

.... Im Wesentlichen ist dauerhafte Entwicklung ein

Wandlungsprozess, in dem die Nutzung von Ressourcen,

das Ziel von Investitionen, die Richtung

technologischer Entwicklung und institutioneller

Wandel miteinander harmonieren und das derzeitige

und künftige Potential vergrößern, menschliche

Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen.

.... Unsere Unfähigkeit, das gemeinsame Interesse

an dauerhafter Entwicklung voranzutreiben, ist oft

eine Folge davon, dass wirtschaftliche und soziale

Gerichtigkeit innerhalb und zwischen den Nationen

vernachlässigt sind.

n Quelle: Die Auszüge stammen aus Kapitel 2 „Auf dem Weg zur dauerhaften

Entwicklung“ in: Unsere gemeinsame Zukunft, Eggenkamp Verlag, 1987


Die Ameisen machen‘s vor!

Ein Leben ohne Müll propagiert der Verfahrenstechniker

Professor Michael Braungart,

Mitbegründer von EPEA Internationale

Umweltforschung und des Hamburger Umweltinstituts.

Seinen Vorstellungen zufolge

gilt es, eine neue Art von Produktion zu entwickeln,

deren Komponenten und Produkte

in biologischen und technischen Kreisläufen

zirkulieren können.

Die Menschen seien, so Braungart, die einzigen

Lebewesen, die Müll erzeugten. Ameisen

gäben dagegen alles, was sie aus der Natur

entnehmen, an diese als Stoffwechselprodukte

zurück. Sie produzierten ausschließlich

Nährstoffe. Wären die Menschen ebenso

intelligent, gäbe es das Problem der Überbevölkerung

nicht. In Zusammenarbeit mit

Konzernen wie BASF, Nike ode Dow Chemicals

entwickelt er solche Konzepte, bei denen

die eingesetzten Materialien im Wertekreislauf

verbleiben. Für den schwäbischen

Sportartikel-Hersteller TRIGEMA beispielsweise

ersann er ein kompostierbares T-Shirt,

das vom Nähgarn bis zu den Farben nur

noch aus biologisch abbaubaren Materialien

gefertigt wird. Auf dem Kompost werden die

Fasern von Pilzen und Bakterien innerhalb

von sechs Monaten rückstandsfrei abgebaut.

In der niederländischen Region Limburg soll

bis 2012 ein Masterplan realisiert werden,

der die Region frei von Restmüll macht.

Dabei werden die Standorte für Fabriken und

Handel so gemischt, dass Firmen und Kunden

von einander profitieren. Die Abwärme

des einen soll den Wärmebedarf des anderen

decken, der Fabrikant soll die Reststoffe

seines Nachbarn als Rohstoffe für seine

Produktion nutzen und die Entwicklung von

Produkten soll untereinander entsprechend

abgestimmt werden. ih

n Die Vorstellungen des Ökovisionärs Braungart sind nachzulesen

in seinem Buch „Cradle to Cradle“, erschienen unter

dem deutschen Titel „Einfach intelligent produzieren“ 2003

im Berliner Taschenbuchverlag.

09


Per Handschlag und Kooperationsvertrag

besiegelt

- die Zusammenarbeit der

Hochschule Ulm mit dem

Klebtechnischen Zentrum

des Fraunhofer-Instituts.

Von links nach rechts:

Dr. Klaus Dieter Häberle,

KWW, Prof. Dr. Andreas

Groß, IFAM, und Prof. Dr.

Christian Dietrich, Hochschule

Ulm.

Kooperation mit Fraunhofer-Institut in Sachen Klebtechnik

Das Weiterbildungsangebot der Hochschule Ulm in

Sachen Verbindungstechnik ist um die international

anerkannten Ausbildungen zum Klebpraktiker und

zur Klebfachkraft nach DVS-Richtlinien erweitert

worden. Als Kooperationspartner hat die Hochschule

Ulm das Klebtechnische Zentrum am Fraunhofer

Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung

(IFAM) in Bremen gewinnen können.

„Für die Klebtechnik an der Hochschule Ulm ist diese

Kooperation ein bedeutsamer Meilenstein“, so Professor

Dr. Christian Dietrich, der vor drei Jahren mit dem

Aufbau des Klebtechnikums an der Ulmer Hochschule

begonnen hatte. Es verfügt über acht Arbeitsplätze

und eine hoch moderne Geräteausstattung für die

10 FACTISSIME Wissenswertes in aller Kürze

Fünf Studenten als Lebensretter geehrt

Im Januar 2008 hatte der langjährige Laborbetriebsleiter,

wie schon so oft zuvor, die Aufsicht über die

angesetzte Klausur, die für die Studenten der Fakultät

Maschinenbau und Fahrzeugtechnik angesetzt war.

Was unspektakulär begann, sollte in einer dramatischen

Rettungsaktion enden. Die Studenten hatten

sich gerade in ihre Prüfungsaufgaben vertieft, als

Winfried Walter (im Bild mit Fliege und wieder ge-

Analytik und die Oberflächenbehandlung. Hierzu

gehören unter anderem ein Infrarot-Spektrometer und

eine Atmosphären-Plasmaanlage. Die Hochschule Ulm

erfüllt damit sämtliche räumlichen Voraussetzungen

für die Ausbildung.

Die Klebtechnik wird in der industriellen Fertigung

immer wichtiger, zum Beispiel beim Flugzeug- und

Automobilbau. Zur Sicherung der klebtechnischen

Qualität gibt es ein differenziertes Regelwerk des

Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte

Verfahren (DVS) – die DVS-Richtlinie 3310, die auf

einer bestimmten Qualifizierungsfolge von Fachpersonal

aufbaut: vom Klebpraktiker über die

Klebfachkraft bis zum Klebfachingenieur. Mit dem

Klebtechnischen Zentrum des IFAM als Partner wird

die Hochschule Ulm in doppelter Hinsicht auf dem

Weiterbildungsmarkt tätig. Zum einen bietet sie ihren

eigenen Studierenden und interessierten Mitarbeitern

gegen eine Gebühr an, den Fachkunde-Nachweis

als DVS-Klebpraktiker bzw. als DVS-Klebfachkraft

zu erlangen. Zum anderen gilt dieses Angebot

über die Technische Akademie Ulm (TAU) und in

Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle für

Wissenschaftliche Weiterbildung (Leitung: Dr. Klaus-

Dieter Häberle) auch für Berufstätige und andere

Weiterbildungswillige. ih

nesen) plötzlich zusammenbrach. Marc Hartmann,

Daniel Knapp, Rolf Stegmaier, Maik Bido und Steffen

Schmid zögerten nicht, die schriftliche Prüfung nach

der ersten Schrecksekunde sofort zu unterbrechen. Sie

alarmierten den Notarzt und leiteten äußerst umsichtig

lebenserhaltende Maßnahmen wie Herzmassage

und Mund-zu-Mund-Beatmung ein, die sie bis zum

Eintreffen des Notarztes durchführten. An diesem Tag

hatte keiner mehr den Nerv, die Klausur zu Ende zu

bringen, weshalb am nächsten Tag nachgeschrieben

werden musste.

Der Notarzt bescheinigte den fünf Helfern inzwischen,

dass infolge des unverzüglichen und sachkundigen

Handelns das Leben von Winfried Walter

gerettet werden konnte und dieses wesentlich dazu

beigetragen hatte, dass der Laborbetriebsleiter keine

bleibende Schädigung davontrug. Auf Anregung von

Professor Dr. Achim Bubenzer ist diese Tat durch die

Landesregierung gewürdigt worden, indem Landesgesundheitsministerin

Dr. Monika Stolz den Studenten

eine Ehrengabe und eine vom Ministerpräsidenten

Günther H. Oettinger unterzeichneten Urkunde

übergab. ih


Symposium Small PV Applications

Fast 200 Teilnehmer aus 42 Ländern trafen sich im

Mai an der Hochschule Ulm, um über Marktreife,

Akzeptanz und Finanzierungen von Konzepten für

eine Elektrifizierung des ländlichen Raum in der

Dritten Welt zu diskutieren. Das Symposium wurde

vom Ostbayrischen Technologietransfer-Institut,

Regensburg, veranstaltet. Im wissenschaftlichen

Beitrat waren seitens der Hochschule Ulm Professor

Dr. Achim Bubenzer, Professor Peter Adelmann

und Professor Dr. Walter Commerell vertreten. Den

Abendvortrag hielt Dipal C. Barua. Als Mitbegründer

von Grameen Shakti, einer mit dem Alternativen

Nobelpreis auszeichneten Organisation, erläuterte

er deren Strategie für die Verbreitung solarer

Inselsysteme und deren Vorteile für die Gesellschaft.

n

Prof. Dürr hielt erste Master-Lecture

Die Graduate School der Hochschule Ulm startete

ihre erste Master-Lecture mit keinem geringeren als

Professor Dr. Hans Peter Dürr, Träger des Alternativen

Nobelpreises. Kurz vor Weihnachten referierte der

experimentierfreudige Quantenphysiker darüber, wie

ein an der Quantenphysik orientiertes Bewusstsein

ein neues Weltbild hervorgebracht hat und künftig

weiter verändern wird. Mit der These „Wir müssen

weg vom materialistisch-mechanistischen Weltbild

und hin zum geistig-lebendigen Kosmos“ zog er in

der vollbesetzten Aula die Zuhörer in seinen Bahn.

Die Master-Lecture ist eine öffentliche Vorlesung,

die für die Master-Studenten der Hochschule Ulm

zum Pflichtprogramm gehört. Ziel ist es, Fachwissen

durch Vernetzung und Grenzüberschreitung von

Wissensgebieten zu erweitern. n

Gemeinsame Photovoltaik-Projekte

Zukunftsfähige Technologien im Bereich der Photovoltaik

voranzubringen, ist das gemeinsame Ziel der

künftigen Zusammenarbeit zwischen der Hochschule

Ulm und der Blaubeurer centrotherm photovoltaics

AG. Im Mittelpunkt stehen zunächst Projekte,

welche die Verfahrenstechnik zur Herstellung von

CIGS-Dünnschicht-Solarzellen weiterentwickeln und

verbessern. „Aktuell arbeiten wir an einem speziellen

Verfahren zum Abscheiden von Zwischenschichten“,

skizziert Dr. Thomas Walter die Kooperation. Er

ist Professor für Mikrosystemtechnik und Mikroelektornik

an der Hochschule Ulm und forscht auf

dem Gebiet der Dünnschicht-Technologie.

„Bei der Zusammenarbeit setzt centrotherm photovoltaics

auf einen intensiven Know-How-Transfer“,

so Dr. Dieter Schmid, Leiter für Dünnschicht-

Technologie des Blaubeurer Unternehmens.

Experten seien rar und die technologischen Herausforderungen

groß. Die Hochschule Ulm gilt in

doppeltem Sinne als ein idealer Partner: einerseits

durch die Ausbildung von qualifizierten Ingenieuren

quasi vor der Haustür und andererseits durch eigene

Forschungsaktivitäten im Bereich Energietechnik und

Energiewirtschaft, den sie bereits in den 90er Jahren

zu einem Schwerpunkt ausbaute. ih

Manager Regulatory Affairs

Mit dem neuen Aufbaustudiengang „Manager

Regulatory Affairs Medical Devices“ wendet sich

die Hochschule Ulm an Einsteiger aus den Bereichen

Produktentwicklung und Qualitätssicherung sowie

Mitarbeiter der Produktzulassung, die sich für die

vielfältigen Funktionen bei der weltweiten Zulassung

von Medizinprodukten qualifizieren wollen. Das

Studium ist für Berufstätige konzipiert und schließt

eine schriftliche und eine mündliche Prüfung sowie

eine Projektarbeit ein. Es wird in Zusammenarbeit

mit dem TÜV Rheinland/LGA und der Technischen

Akademie Ulm durchgeführt. n

In der Produktionshalle

für CIGS-Module, von

links nach rechts: Prof.

Dr. Thomas Walter, Prof.

Dr. Manfred Wehrheim,

Prof. Dr. Achim Bubenzer

(alle Hochschule Ulm)

sowie Immo Kötschau und

Dieter Schmid (beide centrotherm).

FACTISSIME

11


12

FACTISSIME

Sicher Fügen durch Kleben!

Die Möglichkeiten der Klebetechnik haben sich vervielfacht,

was bislang nur einem engeren Kreis von

Fachleuten bekannt ist. In ihrem 13. Produktionstechnischen

Kolloquium (PKU) ging die Fakultät Produktionstechnik

und Produktionswirtschaft deshalb

der Frage nach, wie schnell die neuen Klebeverfahren

in die Produktion eingeführt werden können und

dabei gleichzeitig die Produktionskosten sinken.

Professor Klaus Dilger, Universität Braunschweig, beleuchtete

die Klebetechnik als Schlüsseltechnologie

für das Erschließen neuer Werkstoffe und Designpotentiale.

Das Kleben mit Mehrkomponentenstoffen

erläuterte Bernd Faller von der Firma RAMPF und

stellte dabei Komplettlösungen für das Dichten,

Vergießen und Kleben vor. Um sicher kleben zu können,

müssen Oberflächen gegebenfalls vorbehandelt

werden. Auf diese Problematik ging Peter Langhof

von der Firma Plasmatreat ein, insbesondere auf die

Technologie der Plasmavorbehandlung für eine späteres

Kleben von Kunststoffen, Metallen oder Glas.

Kleben ist bereits ein übliches Verfahren bei der

Fertigung von Hygieneprodukten, wie Wolfgang

Ostertag von der Paul Hartmann AG darlegte, und

ebenso bei der Fertigung von Elektronikgeräten,

worüber Ralf Hose von der Firma DELO Klebstoffe

referierte. Artur Zanotti, Sika Deutschland, stellte

spezialisierte Systemlösungen für Bereiche wie Haushalt,

Bauwerke, Kraftfahrzeuge und Schiene vor. Auf

Vorbehalte stoßen Klebetechniken bei Maschinenelementen,

beispielsweise in der Antriebstechnik.

Rudolf Neumayer, Henkel AG, erörterte in diesem

Zusammenhang den Einsatz hochfester Klebungen.

Abschließend ging Julius Weihrauch, 3M Deutschland,

auf die Möglichkeiten ein, die sich durch das

Kleben für die Gewichtsverringerung im Leichtbau

ergeben. n

Neue Steinbeis-Zentren

Unter dem Dach der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung,

Stuttgart, bieten Professoren

der Hochschule Ulm Industrie und Wirtschaft ihre

Dienstleistungen an. Folgende Zentren wurden

unlängst neugegründet:

Analytical Consulting, Engineering and Software

(ACES)

Informatik-Professor Dr. Reinhold von Schwerin ist

Leiter des Steinbeis-Beratungszentrum ACES. Sein

fachlicher Schwerpunkt liegt vor allem in den Bereichen

Business Intelligence, Informationsintegration,

Data Warehousing, Data Mining und Telematik-Anwendungen.

Das Dienstleistungsangebot umfasst

Beratung, Schulung, Anwendungsentwicklung

und die Einführung von Business Intelligence-Umgebungen.

Derivatives Competence Center (DCC)

Professor Dr. Marc-Oliver Otto, Fakultät Grundlagen,

ist Leiter des Steinbeis-Beratungszentrum DCC, das

sich mit Finanz- und Energiederivaten beschäftigt.

Angeboten werden Schulung und Beratung zur

Modellierung, unabhängigen Bewertung und

Einsatzmöglichkeiten dieser Derivate sowie zum

Risikomanagement.

Fahrzeugsicherheit und CAE

Professor Dr.-Ing. Dietmar Imbsweiler, Fakultät

Maschinenbau und Fahrzeugtechnik, ist Leiter des

Steinbeis-Beratungszentrums „Fahrzeugsicherheit

und CAE“. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf

den Gebieten Passive Sicherheit/Struktursicherheit,

Crash-Simulation, Digitaler Prototyp sowie Werkstoff-

und Bauteiluntersuchungen.

Neue Technik

Seit dem Sommersemester verfügt die Hochschule

Ulm über eine neue Geräteausstattung zur

Digitalisierung und Umformanalyse, die vor allem

von den Bereichen Maschinenbau und Mechatronik

genutzt werden wird. Es handelt sich um ein

Kombinationsgerät der Firma gom, das aus den

Systemen ARGUS, ATOS und TRITOP besteht. Die

Anschaffungskosten von 150 000 Euro hat zur

Hälfte das Land Baden-Württemberg übernommen,

die andere Hälfte wird über Einnahmen aus

Studiengebühren finanziert. n


Zum achten Mal: EEEfCOM

Sie hat sich inzwischen zu einer festen Größe für die

Branche der Hochfrequenztechnik entwickelt. Gemeint

ist die Fachmesse EEEfCOM, die ausgerichtet

von dem Unternehmen gerotron alljährlich im Juni

auf dem Campus Albert-Einstein-Allee der Hochschule

Ulm stattfindet. Dieses Jahr fanden sich 50 Aussteller

ein, die ihre Produkte und Dienstleistungen dem

interessierten Fachpublikum auf einer Fläche von

1000 Quadratmetern vorstellten. Auch für die Fakultät

Elektrotechnik und Informationstechnik ist diese

Veranstaltung ein Pflichttermin, den sie mit einem

eigenen Stand bediente.

Schwerpunkte der EEEfCOM 2009 waren das Thema

Elektromagnetische Verträglichkeit sowie die Ent-

Im Team für Bewegung

sorgen?

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Gesundheitsassistenzsysteme. Beide Gebiete sind

auch an der Hochschule Ulm in Lehre und Forschung

vertreten. Die EEEfCOM eignet sich als Marktplatz für

kleine und mittlere Unternehmen, die dort Gelegenheit

haben mit manch Großem ihrer Branchen in einem

überschaubaren Rahmen Kontakte zu knüpfen.

Die Abkürzung EEEfCOM steht übrigens für Electrical

and Electronic Engineering for Communication. Die

Fachmesse bietet neben dem Ausstellungsbereich

Workshops zu verschiedenen Themen und ein Entwicklerforum.

n

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14

Das Labor für Energietechnische Simulation ist eine junge Einrichtung am Institut

für Energie- und Antriebstechnik. Hier lernen Studierende mit Software-Tools umzugehen,

um die Energieeffizienz bei Gebäuden und Anlagen zu optimieren.

STUDIUM & LEHRE

Studenten begutachten

online das Ergebnis der

Jahressimulation einer

Voll-Klimaanlage.

Simulation macht Chancen sichtbar

In Europa und in den meisten übrigen Regionen

der Welt hat das Thema Klimaschutz

und Energieeffizienz inzwischen politisch wie

ökonomisch einen sehr hohen Stellenwert

erlangt. So hat das EU-Parlament beschlossen,

bis zum Jahr 2020 die CO 2 Emissionen

in Europa um 20 Prozent zu reduzieren, die

Energieeffizienz um 20 Prozent zu erhöhen

und den Anteil der erneuerbaren Energien

an der Energieversorgung auf 20 Prozent zu

steigern. Allein die 160 Millionen Gebäude

in der EU sind für mehr als 40 Prozent des

europäischen Primär-Energieverbrauchs verantwortlich

und bieten damit ein erhebliches

Einsparpotential.

Um dieses Potential ausschöpfen zu können,

sind intelligent angelegte Energiesysteme

nötig. Für deren Konzeption werden insbesondere

im Gebäudebereich in der Forschung

und in der Wirtschaft immer häufiger Simulationsprogramme

eingesetzt. „Damit lassen

sich Entwicklungszeiten beispielsweise für

aufwendige Gebäude-Energiesysteme oder

für spezielle Komponenten wie energieeffiziente

Pumpen verkürzen und die Anzahl an

kostspieligen Laborversuchen reduzieren“,

erklärt Professor Dr.-Ing. Gerhard Mengedoht,

wissenschaftlicher Leiter des Laborbereichs

Thermische Systeme und Simulation.

Aussagekraft von Methoden bewerten lernen

Der Laborbereich ist Teil des Instituts für

Energie- und Antriebstechnik. Er verfügt seit

kurzem über ein höchst modern ausgestattetes

Simulationslabor. Hier werden die Studierenden

praxisorientiert an die Thematik

herangeführt sowie mit der Funktionalität

und der Anwendung von Simulationstools

vertraut gemacht. Denn nur wer Methodenkenntnis

besitzt, so Mengedoht weiter, könne

entscheiden, welches Simulationstool zur

Beantwortung einer bestimmten technischen

Fragestellung geeignet ist, und die Ergebnisse

entsprechend bewerten.

Im Vordergrund stehen Aufgabenstellungen

zur Energieeffizienz von Anlagen und

Gebäuden. „Wir führen hier ausschließlich

Studien- und Abschlussarbeiten durch und

keine kommerziellen Aufträge“, betont der

Experte für Energieeffizienz in Gebäuden.

Schwerpunkte sind Strömungssimulation,

Anlagen-Simulation und Gebäude-Simula-


tion, einschließlich der Datenaufbereitung.

„Wir können sogar Leistungsverläufe für

Heizen, Kühlen, Lüften und Beleuchten in

Abhängigkeit vom Verlauf des Tageslichts

simulieren und die Ergebnisse benutzerfreundlich

darstellen.“ erläutert Mengedoht

die technischen Möglichkeiten (s. Kasten).

Attraktives Studienobjekt ENERGON

Laborbetriebsleiter Friedrich Ziegler weist in

diesem Zusammenhang auf ein ganz besonderes

Studienobjekt hin. Im Ulmer ENER-

GON, dem bis 2006 weltgrößten Bürogebäude

als Passivhaus, hat die Hochschule

Ulm seit der Fertigstellung die exklusive

Möglichkeit, vielfältige klimatechnische und

energietechnische Messungen vorzunehmen

und so die erzielten Simulationsergebnisse zu

verifizieren. Sie verdankt dies einer besonderen

Art von „Joint-Venture“ zwischen dem

Labor und der Steinbeis Innovation gGmbH.

Diese bearbeitet im Auftrag der Rud. Otto

Meyer-Umwelt-Stiftung, Hamburg, und

unter der Leitung von Gunter Lindemann

ein Forschungsprojekt über das Langzeitverhalten

eines großvolumigen Passivhauses.

Im Rahmen des Projektes wird beispielsweise

die im Auftrag der Umwelt-Stiftung an der

Universität Hamburg entwickelte Software

Pimero Licht im praktischen Einsatz erprobt.

Wetter und Licht beeinflussen das Ergebnis

Für den effizienten Einsatz von Energie spielen

auch Wetterdaten ein wichtige Rolle. So

können Simulationen von technischen Anlagen,

wie beispielsweise für die Auslegung

von solarthermischen Komplettsystemen mit

ortsabhängigen Wetterdaten und bestimmtem

Verbrauchsmuster durchgeführt werden.

Die Simulation des Tageslichtverlaufs ist

dagegen für den Bau energiesparender Gebäude

von Bedeutung. Hier kommen spezielle

Softwarepakete zum Einsatz, die zum

Beispiel eine primärenergetische Bewertung

des Beleuchtungskonzepts einschließlich der

Tageslicht-Autonomie zulassen. Außerdem

stehen weitere Tools für solarthermische Anlagen

sowie zur Wärme-, Kälte- und Strombedarfsprognose

zur Verfügung.

Geeignet für künftige Ingenieure aller Art

Das Simulationslabor verfügt über mehrere

Computer-Arbeitsplätze. Für besonders re-

Software-Pakete und ihre Verwendung

FLUENT

SolidEdge, AutoCAD

GAMBIT, TGRID

TRNSYS

POLYSUN, TSOL

INSEL

Solar3D, Primero Licht

TECHPLOT

Ennovatis EnEV+

Strömungssimulation

Modellierung der Simulationsumgebung

Generierung von FLUENT-Berechnungsgittern

Simulation von Gebäuden und technischen Anlagen

(Wetterdaten, Nutzerverhalten, Wärme, Kälte, Strom)

Simulation solarthermischer Anlagen

Simulation photovoltaischer Anlagen

Verlauf des Tageslichtquotienten sowie der Energie für

Beleuchtung

Darstellung komplexer Ergebnisse (2D, 3D, CarpetPlots)

Wärme-, Kälte- und Strombedarfsdiagnose

nach der aktuellen Energieeinsparverordnung

EnEV 2007, DIN V 18599

chenintensive Simulationen kann auf einen

Linux-Rechner am Informations- und Medienzentrum

der Hochschule Ulm zurückgegriffen

werden. Für eine intensive und individuelle

Betreuung der Studierenden wurde

im Sommer 2009 eine Laboringenieur-Stelle

eingerichtet, die Eric Schenkel bekleidet. Das

Lehrangebot richtet sich an alle Studierenden

der höheren Semester, die bereits bestimmte

Grundlagenvorlesungen wie Thermodynamik,

Strömungslehre, Gebäudeklimatik und

andere besucht haben. Für den erfolgreichen

Einsatz von Simulationstools ist nämlich ein

fundiertes Basiswissen über die energietechnischen

Zusammenhänge unabdingbar.

Ingrid Horn

STUDIUM & LEHRE

Mit Hilfe des Software-Paketes FLUENT wird die statische Schichtung der Temperatur

im Atrium des ENERGON-Gebäudes sichtbar. Je röter die Färbung, umso höher ist

die Temperatur. Das Diagramm liefert erste Hinweise, wie Behaglichkeit in den an das

Atrium grenzenden Büros erreicht werden kann.

15


16

STUDIUM & LEHRE

Studenten-Team gewinnt den Wettbewerb im Bereich Motivation

Energy Trophy: And the Winner Is ......

Der nationale Sieger bei der Motivations-

und Informationskampagne für den Wettbewerb

Energy Trophy heißt Hochschule Ulm.

Genauer gesagt ist es ein Studententeam um

Professor Gerd Heilscher, der die Teilnahme

an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb

initiiert hatte und als Lehreinheit

leitete.

Durch die Ausschreibung der Energy Trophy

sollte mit möglichst einfachen und billigen

Landeslehrpreis für Professor Ruderich

Professor Dr.-Ing. Raimund Ruderich, Mitglied der

Fakultät Produktionstechnik und Produktionswirtschaft,

wurde für seine Verdienste um eine gute

motivierende Lehre mit dem Landeslehrpreis 2008

ausgezeichnet. Das Land Baden-Württemberg vergibt

diesen Preis jährlich auf ein Votum der jeweiligen

Fachhochschule, das sich auf einen Vorschlag der

Studierenden stützt. Die Ehrung der Preisträger

nahm Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter

Frankenberg (rechts) im November an der Hochschule

Konstanz vor. n

Maßnahmen ein Höchstmaß an Energie-Einsparung

bei Gebäuden erzielt werden. Auch

wenn es in dieser Kategorie für das Ulmer

Team nur zum dritten Platz reichte, konnten

durch gezielte Maßnahmen bisher vier

Prozent an Energie eingespart werden. Basis

hierfür war ein Ideenwettwerb unter den

Hochschulmitgliedern wie bereits in factum,

Ausgabe 02/2008, berichtet worden war.

Mit plakativen Hinweisen motivieren

Einsparen ist jedoch eine Sache, die alle Nutzer

angeht und damit die aktive Beteiligung

des Einzelnen erfordert. Mit einer begleitenden

Informations- und Motivationskampagne

versuchten die Studenten, möglichst

viele Hochschulmitglieder für Verhaltensänderungen

zu sensibilisieren. Sie informierten

über Plakate und E-Mail, schrieben den

Ideenwettbewerb aus, nutzten die Prämierung

der Vorschläge für einen Pressetermin,

ersannen Aufkleber und Türanhänger mit

den Aufforderungen „PC aus?“ und „Licht

aus?“ und wiesen mit Aufstellern auf die

Strom verbrauchende Standby-Funktion hin.

Außerdem nahmen sie mit dem Reinigungsunternehmen

und dem Rechenzentrum

Kontakt auf, um verhaltens- und gerätetechnische

Defizite aufzudecken und abzustellen.

Erste Maßnahmen beginnen zu greifen

Von dem 1500 Euro schweren Scheck wird

Professor Heilscher neue Energiemessgeräte

kaufen. Aber auch schon jetzt kann mit

Hilfe eines neuen Messverfahrens der elektrische

Energiebedarf pro Gebäudeteil und

pro Stockwerk auf dem Campus Eberhard-

Finckh-Straße sichtbar gemacht werden.

Die Grundlast der gesamten Hochschule

soll später im Rahmen einer Studienarbeit

kritisch unter die Lupe genommen werden.

Und noch einen weiteren Überzeugungserfolg

kann sich das siegreiche Team auf die

Fahnen schreiben: Der technische Leiter des

Rechenzentrums, Peter Nachtmann, hat für

die Laborbereiche neue energiearme Switches

angeschafft. ih


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18

n Der Autor

Manfred Gaida ist Professor

für Kommunikationsdesign.

Als Initiator des Fachgebietes

Interactive Storytelling

betreut er alle Studienprojekte

in diesem Bereich.

STUDIUM & LEHRE

Bild 1: Die Story-Struktur

ist das Grundgerüst der

interaktiven Handlung.

An ihr orientiert sich der

gesamte Handlungsfluss,

aber auch das Erzähltempo

und die Einbettung von

Informationsbausteinen.

Interactive Storytelling ist ein Studienmodul bei Digital Media

Wie Geschichten Informationen vermitteln

Ob Werbeclip, Schulungsvideo oder Nachrichtenüberblick

der Tagesschau, die Nutzung

von Videos im Web ist allgegenwärtig.

Informations- und Handlungsstruktur folgen

dabei einem festen Ablauf von Anfang bis

Ende. Wie wäre es, wenn die Zuschauer

selbst über den Fortgang der Handlung

bestimmen könnten? Das Fachgebiet Interactive

Storytelling beschäftigt sich damit,

wie Videofilme interaktiv erfahrbar werden.

Dramaturgie und Filmgestaltung werden

dabei gezielt genutzt, um Spannungsbögen

zu erzeugen, alternative Handlungsstränge

anzubieten oder zusätzliche Informationsbausteine

einzubetten - ein neues zukunftsträchtiges

Experimentierfeld auch für Studierende

des Studiengangs Digital Media.

Informationen in Rahmenhandlung einbetten

Leitgedanke ist, eine der Themenstellung

und der Zielgruppe angemessene interaktive

Rahmenhandlung - Story genannt - zu entwickeln,

an der sich die gesamte Informationsvermittlung

orientiert. Die Rahmenhand-

lung wird mit filmgestalterischen Mitteln in

Szene gesetzt und als interaktiver Videofilm

auf DVD oder für Webapplikationen realisiert.

An speziellen Stellen des Videofilms

besteht die Möglichkeit, die Handlung

anzuhalten und Zusatzinformationen zu bestimmten

Themenaspekten aufzurufen. Diese

Zusatzinformationen können zum Beispiel

in Form von Texten, Standbildern, Audio-

dateien, Informationsgrafiken oder kurzen

Videosequenzen präsentiert werden. Das

Grundgerüst eines interaktiven Videofilms

ist die Story-Struktur (Bild 1). Sie ist ein

komplexes Gebilde aus inhaltlichen Ebenen,

Handlungsästen, Knotenpunkten und Entscheidungsmöglichkeiten.

An ihr orientiert

sich der gesamte Handlungsfluss, aber auch

das Erzähltempo und die gezielte Einbettung

geeigneter Zusatzinformationen.

Betrachter bestimmt den Handlungsablauf

Bei der Präsentation des Handlungsgeschehens

nimmt der Benutzer eine entscheidende

Rolle ein. Er wird quasi zum Regisseur der

Handlung, denn an speziell gekennzeichneten

Stellen kann er den weiteren Handlungsablauf

bestimmen. Konfliktsituationen und

Wendepunkte sowie der visuelle Rhythmus

und die Spannungsbögen innerhalb der filmischen

Handlung bieten vielfältige Möglichkeiten,

um die Aufmerksamkeit, die Wahrnehmung,

die Motivation und das Interesse

des Betrachters zu erhöhen. Solche Stellen

werden dramaturgisch gezielt genutzt, um

zusätzliche Informationsbausteine in die

filmische Handlung einzubetten. Mit zunehmender

Vernetzung steigt die Komplexität

der Geschichte, die sich in Analogie zu einem

programmierten Ablaufschema in vielfältigen

Wenn-Dann-Bedingungen und Schleifen

in unterschiedliche Richtungen und Enden

entwickeln kann.

Spannungsbögen fördern Informationsaufnahme

Je nach Auswahl der Handlungsabläufe ergibt

sich für den Benutzer ein immer wieder

neues Konstrukt filmischer Realität. Dadurch

entsteht eine starke Motivation, den Film

mehrmals anzuschauen und sich für jeweils

andere Wege, Blickwinkel und Enden der

Geschichte zu entscheiden. Dieses aktive

Spiel mit der Handlung hat einen entscheidenden

Nebeneffekt: der Benutzer betrachtet

auch die themenrelevanten Informationsbausteine

und Zusatzinformationen sehr

aufmerksam und beschäftigt sich dadurch

intensiv mit den präsentierten Inhalten.


StudiUlm - ein Film für Studienbewerber/innen

Im Sommersemester 2008 stellte ich meinen

Studierenden die Aufgabe, einen interaktiven

Film zum Thema „StudiUlm“ zu entwickeln.

Der Film sollte junge Menschen ansprechen,

die sich für ein Studium an der Hochschule

Ulm interessieren und ihnen - eingebettet in

eine unterhaltsame bzw. spannende Handlungsstruktur

- Informationen über Stadt

und Hochschule vermitteln. Hervorragend

gelöst wurde diese Aufgabe in dem Filmprojekt

„Früher-ist-später-besser“, aus dem die

Abbildungen in diesem Artikel stammen. Die

DM-Studierenden Günther Bayerl, Rainer

Frick, Stefan Kempas, Maximillian Lipp,

Christopher Mackamul und Claudio Nadalutti

beschreiben ihr Projekt so:

„Der Film handelt von zwei Jugendlichen, die

nach Ulm gezogen sind, um dort zu studieren. Beide

haben sich für den Job als Pizza-Kurier beworben,

aber nur einer kann den Job haben. Derjenige,

der als erster drei Pizzas erfolgreich ausgeliefert

hat, bekommt den Job. Wer das sein kann, kann

der Zuschauer entscheiden. Ziel bei der Planung

des Films war es, sehr stark mit visuellen Mitteln

zu kommunizieren. Die Zielgruppe wird mit

schönen Aufnahmen über Ulm angsprochen. Um

jedoch auch Hintergrundinfos und Fakten über

die Stadt und die Hochschule zu sehen, haben die

Betrachterinnen und Betrachter die Möglichkeit, je

nach Bedarf über die Auswahl von „Pizza-Pieces“

(d. h. Buttons, die während des Films erscheinen)

weitere Informationen in Form von dokumentarischen

Videos zu erhalten.“

Qualifikation mit Zukunftspotential

Die DM-Studierenden eignen sich in den

Projekten und Vorlesungen einzigartige Konzepte

in Bezug auf die innovative interaktive

Vernetzung von Informationen innerhalb

des filmischen Erzählens an. Sie erhalten so

das Rüstzeug, um zukünftige Trends bei den

wachsenden Einsatzmöglichkeiten des interaktiven

Videos aktiv mitbestimmen zu können.

Im Sommersemester 2009 haben wir

in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale

für gesundheitliche Aufklärung interaktive

Videofilme entwickelt, die Jugendliche und

junge Erwachsene über die Gefahren des

Alkoholismus aufklären sollen und damit

einen Beitrag zur Prävention von Alkoholmissbrauch

leisten. Manfred Gaida

STUDIUM & LEHRE 19

Bild 2: Die Handlungskomponenten

werden in

einem interaktiven Drehbuch

genau beschrieben

und in einem Storyboard

- wie abgebildet - visuell

aufgelöst. Dadurch

können bereits während

der Planungsphase die

Entscheidungsmöglichkeiten

innerhalb der Handlungstruktur

durchgespielt

werden. Gleichzeitig

sichert das Storyboard eine

effiziente Durchführung

der Dreharbeiten.


12 20 STUDIUM && LEHRE

n Weitere Informationen

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Kommunikationsdesign und Animation unter ägyptischen Palmen

Mit einem umfangreichen Arbeitsprogramm im Gepäck

reiste Professor Susanne Radtke, begleitet von

einer Gruppe Studierender des Studiengangs Digital

Media, im Mai an die German University in Cairo

(GUC). Unter dem Motto „Type in Motion“ arbeiteten

diese eine Woche lang an gemeinsamen Projekten mit

ägyptischen Studienkollegen, die an der GUC Medien

und Grafik studieren. „Wir verfolgen dabei zweierlei

Ziele,“ erklärt Susanne Radtke, die den Workshop

zusammen mit ihrer GUC-Kollegin Professor Fred Meier-Menzel

leitete. „Zum einen sollen die Teilnehmer

ihren eigenen künstlerischen Ausdruck in Design und

Animation weiterentwickeln und zum anderen wollen

wir in einem interkuturellen Umfeld Eigeninitiative

und Teamfähigket gefördern.“

Bei „Type in Motion“ geht es um das Erstellen von

typographischen Clips, die mit Musik unterlegt sein

können. Dabei gewinnen die kulturellen Eigenheiten

der Typographie besondere Bedeutung. Die deutschen

Teilnehmer hatten dabei erstmals Gelegenheit

sich in der arabischen Kalligraphie zu üben - unter

Anleitung von Mohammed Hasan, einem der berühmtesten

Kalligraphen der arabischen Welt. Eingebettet

in grafische und andere visuelle Elemente sollte

schließlich eine individuelle Animation entstehen.

Trotz straffem Arbeitsprogramm kamen touristische

Highlights wie die Pyramiden von Sakkara, Gizeh und

die Sphinx nicht zu kurz. ih

Neu: Informationsmanagement im Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen befindet sich im

Umbruch. In einer Gesellschaft mit immer

älter werdenden und chronisch kranken

Menschen entstehen neue Formen der

Finanzierung und Vergütung sowie integrierte

Versorgungsstrukturen unter Einsatz

von Gesundheitstelematik, elektronischer

Gesundheitskarte, Tele-Monitoring und

Tele-Homecare. In diesem Umfeld wird die

Informationstechnik zu einer tragenden Säule

der Versorgungskette, während Planung

und Steuerung des Versorgungsprozesses ein

intelligentes Informationsmanagement erfordern.

Daraus erklärt sich ein wachsender

Bedarf an Fachkräften, die dort tätig werden,

wo im Gesundheitswesen Brückenfunktionen

zwischen Management und Informationstechnologie

zu erfüllen sind.

Vor diesem Hintergrund bietet die Hochschule

Ulm gemeinsam mit der Hochschule

Neu-Ulm ab dem Wintersemester 2009/10

den Bachelor-Studiengang „Informationsmanagement

im Gesundheitswesen“ an. Er

kombiniert Medizin, Betriebswirtschaft und

Gesundheitsmanagement mit Datenanalyse

und Informationstechnologie. Dabei vermittelt

die Hochschule Ulm die medizin- und

informatikzentrierten Inhalte, während die

Hochschule Neu-Ulm für die betriebswirtschaftlichen

und gesundheitsökonomischen

Fächer verantwortlich ist. n


Ulm meets Helsinki: Elisa, Cisco, Vappu!

Dass eine Exkursionswoche in Finnlands

Hauptstadt Helsinki äußerst abwechselungsreich

sein kann, durften im Frühjahr 26

Studenten der Fakultät Elektrotechnik und

Informationstechnik erleben. In Begleitung

der beiden Professoren Dr.-Ing. Frowin Derr

und Dr.-Ing. Dieter Pross lernten sie Lehrverantstaltungen,

Labore und Arbeitsthemen an

der Partnerhochschule Metropolia kennen.

Kari Björn, Leiter des internationalen Studienprogramms

Information Technology and

Communications hatte den Besuch vor Ort

organisiert und für eine große Themenvielfalt

gesorgt. Neben Vorlesungen aus dem

englisch-sprachigen Studienprogramm und

Abschlussvorträgen von Auslandsstudenten

wurden in einem deutsch-finnischen

Workshop die Unterschiede im Elektrotechnik-Studium

zwischen Ulm und Helsinki

herausgearbeitet. Eine Besichtigung des

finnisches Netzbetreiber Elisa und Übungen

im Cisco-Labor von Metropolia rundeten das

Programm ab.

Ein vergnüglicher Finnisch-Crashkurs und

ein Erfahrungsbericht von Christine Weber,

die ihr Auslandssemester in Helsinki ver-

brachte, vermittelten Alltag und persönliche

Erfahrungen. An den Wochenenden und

Abenden erkundete die Gruppe bei phantastischem

Wetter die Sehenswürdigkeiten

der Stadt wie den Marktplatz am Hafen,

den Dom am Senatsplatz, die Festungsinsel

Suomenlinna und die eine oder andere Studentenfete...

Über die Stadtgrenzen hinaus

führten die Besuche nach Tallinn/Estland

bzw. für einen anderen Teil der Gruppe nach

Porvoo nordöstlich von Helsinki.

Ein besonderer Höhepunkt war das Mitfeiern

beim „Vappu“, dem traditionellen Feiertag

am 1. Mai. Er beginnt am Vorabend als Studentenfest

mit einer Brunnentaufe und geht

in ein farbenfrohes und fröhliches Fest aller

Bevölkerungsschichten in den großen Parks

der Stadt über. An diesem Feiertag erlebtman

die Finnen so ausgelassen wie nie. Frowin Derr

STUDIUM & LEHRE

Oben: Beim Vappu trägt

nicht nur die Brunnenfigur

Havis Amanda eine

weiße Studentenmütze,

sondern alle tragen sie.

Die Mützen werden nämlich

zum Schulabschluss

vergeben, nie gewaschen

und an Vappu immer

wieder aufgesetzt. Die

Studenten selbst fallen

durch ihre farbigen und

reichlich dekorierten Studentenoveralls

auf.

Links: Auf den Stufen

zum schneeweißen Dom

von Helsinki formierte sich

die Gruppe zum Erinnerungsfoto.

21


22

STUDIUM & LEHRE

Gratulation: Zwei Abschlüsse auf einen Streich!

Absolventenstatistik WS 2008/09 Absolventenstatistik SS 2009

Studiengänge

Digital Media 21

Fahrzeugelektronik 3

Fahrzeugtechnik 37

Industrieelektronik 29

Maschinenbau 43

Mechatronik 31

Med. Dokumentation

und Informatik 27

Medizintechnik 26

Nachrichtentechnik 16

Produktionstechnik

und Organisation 36

Technische Informatik 24

Wirtschaftsinformatik 39

Wirtschaftsingenieurwesen 44

Wirtschaftsingenieurw. / Logistik 7

Angewandte Informatik 1

Zusatzqualifikationen

Strahlenschutz 42

Röntgenschein allgemein 42

Röntgenschein medizinisch 25

REFA-Grundausbildung 9

REFA-Prozessdatenmanagement 14

Internationaler Schweißfaching. 22

Internationale Wirtschaft 10

Logistik & Vertrieb 3

Tech. Design / Industriedesign 6

Kfz-Sachverständigenwesen 1

Sprachenzeugnis 167

15 Studierende haben im Sommersemester

ihr Studium sowohl mit einem Abschluss an

der Hochschule Ulm als auch mit einem an

einer Partnerhochschule beendet. Vier von

ihnen überreichte Professor Dr.-Ing. Klaus-

Peter Kratzer, Prorektor für Studium und

Internationale Beziehungen, die Urkunden

auf der Hochschulgala. Von links nach rechts:

Michael Brand, Napier University Edinburgh,

Christopher Gertzen, Napier Universtiy

Edinburgh, Klaus Frommer, University of

Bradford, und die Französin Lucie Seguin,

Ecole Nationale d‘Ingenieurs de Brest, die ihr

deutsches Diplom erhielt. n

Studiengänge

Digital Media 5

Fahrzeugelektronik 6

Fahrzeugtechnik 22

Industrieelektronik 25

Maschinenbau 26

Mechatronik 33

Med. Dokumentation

und Informatik 24

Medizintechnik 15

Nachrichtentechnik 12

Produktionstechnik

und Organisation 18

Technische Informatik 19

Wirtschaftsinformatik 27

Wirtschaftsingenieurwesen 20

Wirtschaftsingenieurw. / Logistik 20

Systems Engineering & Manag. 4

Zusatzqualifikationen

Datenschutz 12

Strahlenschutz 69

Röntgenschein allgemein 69

Röntgenschein medizinisch 25

REFA-Grundausbildung 3

REFA-Prozessdatenmanagement 16

Internationaler Schweißfaching. 29

Internationale Wirtschaft 9

Logistik & Vertrieb 1

Umwelt & Management 1

Tech. Design / Industriedesign 7

Sprachenzeugnis 152


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24

An den Hochschulen der Region Ulm/Neu-Ulm sind

ausländische Studierende aus den unterschiedlichsten

Kulturkreisen immatrikuliert. Sie stehen im Mittelpunkt

des Integrationsprogrammes PROFIN. Bei der Auftaktveranstaltung

im Mai hielt die Eröffnungsansprache

seitens der Hochschule Ulm Professor Dr.-Ing. Klaus

Peter Kratzer, Prorektor für Studium und Internationale

Angelegenheiten.

STUDIUM & LEHRE

PROFIN: Internationale Studierende besser integrieren

Integration ist ein wichtiger Faktor für den

Studienerfolg. Besonders die internationalen

Studierenden, die ihr gesamtes Studium

in Deutschland absolvieren, werden bisher

noch nicht genügend in die Hochschule und

in die Gesellschaft einbezogen. Dies ist der

Ansatzpunkt des Programms zur Förderung

der Integration ausländischer Studierender

(PROFIN). Gemeinsam mit der Universität

Ulm und der Hochschule Neu-Ulm macht

sich die Hochschule Ulm dafür stark, Studierende

aus dem Ausland besser in ihr neues

Studien- und Lebensumfeld einzubinden

und sie von der Immatrikulation bis zum

erfolgreichen Abschluss ihres Studiums zu

begleiten. Dafür arbeiten die Akademischen

Auslandsämter derzeit ein Programm aus,

das alle Beteiligten einbezieht: ausländische

und deutsche Studierende, Professoren und

Mitarbeiter an Servicestellen der Hochschulen

und Städte.

Im Mai veranstalteten die Akademischen

Auslandsämter die Auftaktveranstaltung an

der Universität Ulm. Daran nahmen mehr als

80 Vertreter der Hochschulen, der Stadt Ulm,

des Studentenwerks sowie der Studierendenschaften

teil, die sich für die Integration

internationaler Studierender einsetzen. Nach

der Eröffnung durch Prorektor Professor

Dr. Klaus Peter Kratzer, Hochschule Ulm,

und durch die Vizepräsidenten Professor Dr.

Ulrich Stadtmüller, Universität Ulm, und

Professor Dr. Rupert E. Bardens, Hochschule

Neu-Ulm, des Leiters der Ausländerbehörde

und des Vorsitzenden des AStA der Universität,

gab es den Abend über ein gemischtes

Kulturprogramm internationaler Studierender.

Nach vielen gelungenen Vorträgen

und musikalischen Darbietungen wurde der

Abend mit einem internationalen Buffet abgerundet,

das die Möglichkeit für Austausch

und Diskussion konkreter Projekte bot.

Geplant sind unter anderem Diversity-Trainings,

Fachsprachenkurse, Sprachtandems

und Buddyprogramme, studienbezogene

Beratungsangebote und eine stärkere Zusammenarbeit

zwischen Studierendenvereinen.

Das Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren

startete im Sommersemester 2009 und

wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst

(DAAD) und dem Bundesministerium

für Bildung und Forschung (BMBF)

gefördert. Verena Seitz

Und das meint der DAAD

Die Integration ausländischer Nachwuchskräfte bereits

während des Studiums und damit eine nachhaltige

Bindung an den Standort Deutschland spielt eine zentrale

Rolle im globalen Wettbewerb um hochqualifizierte

Fachkräfte. (...) Jüngste Untersuchungen rücken

neben studienspezifischen Faktoren die Integration

der ausländischen Studierenden als einen wichtigen

Faktor für den Studienerfolg in den Blickpunkt. Ausländische

Studierende, die sich in Hochschule und

Studierendenschaften eingebunden fühlen, kommen

häufiger gut mit den Studienanforderungen zurecht

und erwägen wesentlich seltener einen Abbruch des

Studiums. (Auszug aus der Homepage)


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26

Der Beginn der systematischen Wetterbeobachtung liegt, historisch betrachtet,

noch gar nicht allzuweit zurück. Die ältesten regelmäßigen Aufzeichnungen für

den süddeutschen Raum stammen aus dem 18. Jahrhundert von Jeremias Höslin,

einem Pfarrer auf der Schwäbischen Alb.

Jeremias Höslin, Pfarrer

zu Böhringen, plädierte

in seinen Schriften vor

allem für eine nachhaltige

Bewirtschaftung der Weideflächen

und der Wälder.

Nur so konnte die karge

Landschaft der Schwäbischen

Alb das Überleben

der Bevölkerung sicherstellen.

Verlässliche Wettervorhersagen

sollten den

Bauern Planungssicherheit

geben.

Ein Pfarrer als Ur-Wetterfrosch

„Von je her war die Naturgeschichte mein

Lieblingsgeschäft. Dass ich es darin nicht weiter

gebracht habe, ist nicht meine Schuld.“

Mit diesen Sätzen beginnt Jeremias Höslin

das Vorwort zu seinem Buch mit dem etwas

sperrigen Titel „Meteorologische und Witterungsbeobachtungen

auf neunzehn Jahre

sammt einer Anweisung hierzu und der erforderlichen

Tabellen.“ Der Leser findet auf

200 Seiten für die Jahre zwischen 1763 und

1782 Tag für Tag die Beobachtung des Wetters

in Böhringen auf der Schwäbischen Alb.

Höslins Fleißarbeit ist die älteste regelmäßige

und verlässliche Aufzeichnung des Wetters

im süddeutschen Raum.

Von Haus aus Pfarrer

Jeremias Höslin war ein Kind der Schwäbischen

Alb und auch der Beruf des Pfarrers

schien ihm in die Wiege gelegt. Geboren

wurde er am 18. Mai 1722 im Pfarrhaus in

Wippingen, auf der Anhöhe zwischen dem

kleinen Lautertal und dem Blautal, nicht

weit von Ulm. Sein Vater Conrad war von

1720 bis 1734 Pfarrer in Wippingen und Lautern,

bevor er nach Ennabeuren wechselte,

wo er am 3. April 1740 starb. Er unterrichte-

te Jeremias zunächst selbst und ließ ihn dann

in der Lateinschule in Blaubeuren auf das

Landexamen vorbereiten, das dieser im Jahre

1736 mit Glanz bestand. Jeremias erhielt einen

Freiplatz in der Blaubeurer Klosterschule,

gelangte über das Kloster Bebenhausen

ins Tübinger Stift und schloss dort sein Studium

mit der Magisterprüfung ab. Die üblichen

Wanderjahre als Vikar liegen im Dunkel der

Geschichte. Ab 1752 ist er Pfarrer in Suppingen

bei Laichingen, sieben Jahre später wird

er Pfarrer in Böhringen und sollte schließlich

für drei Jahrzehnte bis an sein Lebensende

Seelsorger in dieser Gemeinde bleiben.

Prediger des nachhaltigen Bewirtschaftens

Neben dem Alltagsgeschäft interessierte

sich Jeremias Höslin für die Natur und für

die Landwirtschaft. So wurde er einer der

Pfarrer im Land, die sich um die Besserung

der agrarischen Verhältnisse bemühten. In

zahlreichen Aufsätzen, meist in der physikalisch-ökonomischen

Wochenschrift, veröffentlichte

er seine Beobachtungen und

Verbesserungsvorschläge. Er erkannte, dass

der Getreideanbau auf den mageren steinigen

Böden der Alb „des natürlichen Düngers


ermangelte“, weil die Wiesenwirtschaft und

die Viehhaltung unzureichend waren. Folgerichtig

schlug Höslin den gezielten Anbau

von Futtermitteln vor. Auch erkannte er,

dass die sauren Böden mit gebranntem Kalk

behandelt werden sollten. Den Mangel an

Holz in manchen Gemeinden führt er auf die

übermäßige und vor allem unvernünftige

Nutzung der Waldbestände zurück. Beharrlich

redete er seinen Bauern ins Gewissen,

sie sollten doch ihre Wirtschaftsweise auf

Nachhaltigkeit ausrichten.

Auf der Suche, das Wetter vorherzusagen

Das Wetter bereitete den Bauern seit jeher

Sorgen, besonders dessen Unsicherheit und

Unberechenbarkeit. Auch hier hoffte Jeremias

Höslin, durch seine Arbeiten Abhilfe

schaffen zu können. Er wollte ein System zur

Wettervorhersage finden. Zu diesem Zweck

beobachtete er über einen Zeitraum von

mehr als 19 Jahren hinweg täglich das Wettergeschehen

und hielt es in dem eingangs

erwähnten Tabellenwerk fest.

Höslin vertrat die Ansicht, dass sich das Wetter

am Stande des Mondes orientiert. Sollte

dies tatsächlich der Fall sein, müsste sich das

Wetter alle 19 Jahre wiederholen, denn so

lange dauert ein Mondzirkel. Er hielt, ganz in

der Logik seiner Zeit, Wettererscheinungen

für elektrische Phänomene und zählt dazu

Donnerwetter, Sturmwinde, Nordscheine

und Erdbeben. Letztere deutet er als „unterirdische

Gewitter“. Wärme und Kälte erklärt

er als Körper, die aus feinsten Teilchen bestehen,

welche sich in der Luft elektrisch aufladen

können. Die Aufladung sollte dabei nach

seiner Vorstellung durch die Reibung der

„Äther“ (Atmosphären) von Mond und Erde

geschehen. Daher auch seine Vermutung, das

Wetter sollte dem Mondzyklus folgen.

Aufschlüsse über die „Kleine Eiszeit“

Es zeigte sich allerdings, dass die Annahme

Höslins, das Wetter sei vom Mondzirkel bestimmt,

nicht zu halten war. 1782 wiederholte

sich das Wettergeschehen von 1763

keineswegs. Doch trotz des vermeintlichen

Fehlschlags sind die Beobachtungen und Forschungen

von beträchtlichem Wert. Schließlich

hatte Höslin, auch wenn er eigentlich ja

das Gegenteil zeigen wollte, bewiesen, dass

der Mond auf das irdische Wetter gerade keinen

bestimmenden Einfluss hat.

Seine Arbeit hinterlässt aber Informationen

zum Wettergeschehen vor 250 Jahren, die

interessante Details offenbaren. So erstaunt

etwa die Häufigkeit der Erdbeben oder der

Nordlichter in den Beobachtungen. Und

nicht nur das. Da die Beobachtungszeit Höslins

noch in der Zeitspanne der so genannten

kleinen Eiszeit liegt, jener Kaltperiode, die

vom Mittelalter bis in das beginnende 19.

Jahrhundert dauerte, geben seine Aufzeichnungen

Anhaltspunkte für das Witterungsgeschehen

in der früheren Phase eines Klimawandels.

Die Kleine Eiszeit, deren Name

in Anbetracht der doch geringen Temperaturabsenkung

von wenigen Grad übertrieben

erscheint, brachte immerhin den mittelalterlichen

Weinanbau in England oder die agrarische

Nutzung der grönländischen Küstenregionen

zum Verschwinden. Aus heutiger

Sicht liefern die Aufzeichnungen Höslins,

so einfach und unvollkommen sie auch sein

mögen, einen wertvollen Anknüpfungspunkt

FACTISSIME

für 1 die Klimaforschung.

Gabe zur Naturbeobachtung gefördert

Die Begeisterung für die Naturbeobachtung

ist bei Höslin durch die Erfahrungen in der

Blaubeurer Klosterschule, insbesondere

durch das Wirken des Prälaten Philipp Heinrich

Weißensee (1673 – 1767) geprägt. Nicht

nur im Unterricht, sondern auch auf Ausflügen

in die Umgebung und bei geologischen

Exkursionen auf die Alb, schulte Weißensee

seine Zöglinge in der Deutung der Naturphänomene.

Diese Fähigkeiten kommen auch

im Hauptwerk des Jeremias Höslin zum Ausdruck.

In der „Beschreibung der Wirtembergischen

Alp“, die erst nach seinem Tode von

seinem Sohn veröffentlicht wurde, versucht

er die Alb systematisch zu erfassen. Auch mit

diesem Werk verfolgt Höslin das Ziel, eine

Verbesserung zu erreichen. Hier ist es die,

das Interesse und die Begeisterung für einen

Landstrich zu wecken, der es in jenen Jahren

schwerer hatte als andere, positiv wahrgenommen

zu werden. Aus heutiger Sicht

liefern die Arbeiten Höslins viele wertvolle

Anhaltspunkte, um die Entwicklung der

mittleren Schwäbischen Alb nachzeichnen zu

können. Joachim Werner

SPEZIAL

n Der Autor

Prof. Dr. Joachim Werner ist

Dekan der Fakultät Grundlagen

und lehrt das Fach

Physik. Er leitet außerdem

ehrenamtlich das Institut für

Technikgeschichte der Hochschule

Ulm.

27


28

Duftstoffe können wie Infochemikalien wirken und in die chemische Kommunikation

von Tieren und Pflanzen eingreifen. Professor Dr. Ursula Klaschka fordert daher

mehr Forschung, um die Auswirkungen dieses Effektes abzuschätzen und die Organismen

künftig besser vor den negativen Folgen solcher Stoffe zu schützen.

Wie Duftwelten aus den Fugen geraten

Blütendüfte sind natürliche

Infochemikalien, die

Bestäuber anlocken und

so die Fortpflanzung der

Pflanzen sichern. Hier labt

sich ein Pfauenauge an

Asternblütennektar.

Der Mensch hängt sehr von visuellen und

akustischen Reizen ab, um sich im Alltag

zurechtzufinden und mit seiner Umgebung

zu kommunizieren. Im Gegensatz dazu nehmen

die meisten Tiere ihre Umgebung vor

allem über chemische Stoffe, so genannte

Infochemikalien, wahr. Sie leben in einer

eigenen „Duftwelt“. Infochemikalien spielen

eine entscheidende Rolle für lebenswichtige

Prozesse wie Fortpflanzung, Sozialverhalten,

Nahrungsaufnahme, Verteidigung oder Orientierung

(Bild 1).

Tiere leben in ihrer eigenen Duftwelt

Je mehr über Infochemikalien bekannt wird,

desto mehr wird deutlich, wie viele Organismen

extrem empfindlich auf subtile chemische

Signale im piko- bis nanomolaren Konzentrationsbereich

reagieren. Die Duftsignale

setzen sich meist aus mehreren Einzelstoffen

zusammen; in einem Fall wurden bis zu 300

verschiedene chemische Verbindungen identifiziert.

Zum Beispiel haben Organismen,

die im Wasser leben, entscheidende Vorteile,

wenn sie sich auf chemische Reize verlassen,

da diese auch bei Nacht oder in trübem

Wasser zuverlässige Informationen liefern.

Vom Wasserfloh (Gattung Daphnia) weiß

man, dass die Tiere sehr viele Informationen

aus der „Duftumgebung“ entnehmen können

und darauf entsprechend reagieren. So

wandern sie horizontal oder vertikal im See,

werden unterschiedlich groß oder bekommen

ihre ersten Nachkommen, wenn die

Situation dafür geeignet ist. Sie können sich

sogar gegenseitig mittels Gerüchen darüber

informieren, ob sich ein hungriger Freßfeind

im Gewässer aufhält. Als Reaktion können

sie in andere Bereiche des Gewässers fliehen

oder Helme und Stacheln auf ihrem Panzer

wachsen lassen, so dass sie weniger leicht zu

verschlucken sind.

Nachdem ich mich in früheren Projekten mit

den Inhaltsstoffen von Kosmetika und deren

Auswirkungen auf die Umwelt beschäftigt

hatte, wurde deutlich, dass Duftstoffen eine

ganz besondere Rolle zukommt. Ich habe

daher in einem weiteren Forschungsprojekt

die vielfältigen und verschiedenartigen

Daten aus der Grundlagenforschung der

chemischen Ökologie ausgewertet und die

Erkenntnisse auf die Anforderungen der aktuellen

Ökotoxikologie übertragen. Dies hat


mich zur Beschreibung des Infochemikalien-

Effektes von Stoffen geführt, die vom Menschen

in die Umwelt eingetragen werden

(anthropogene Stoffe). Mit diesem neuen

Begriff wird ein ganz neues Kapitel der Ökotoxikologie

aufgeschlagen.

Infochemikalien lösen Reaktionskaskade aus

Die Funktionsweisen von Infochemikalien

lassen sich besser verstehen, wenn man sich

den Ablauf der Reaktionskaskade in seinen

Grundzügen deutlich macht: Infochemikalien

werden von Organismen abgegeben (Sender).

Wenn diese Stoffe die Geruchsrezeptoren

eines Empfängers erreichen, können sie

sich an spezifische Riechstoff-Bindeproteine

anlagern. Das führt zur Bildung eines elektrischen

Signals, welches zum zentralen Nervensystem

weitergeleitet wird und dort die

Geruchswahrnehmung hervorruft. Darauf

hin kann der Empfänger mit physiologischen

und morphologischen Veränderungen sowie

mit Verhaltensanpassungen reagieren.

Interne Faktoren wie Alter, Geschlecht oder

Aktivitätszustand und externe Faktoren wie

Tageszeit, Jahreszeit oder Temperatur können

sowohl die Emission von Infochemikalien

durch den Sender als auch die verschiedenen

Schritte in der Reaktionskaskade des Empfängers

beeinflussen.

Störungen der Duftwelten

Wenn Organismen die natürlichen Infochemikalien

als Gerüche wahrnehmen, beeinflussen

dann nicht auch vom Menschen

hergestellte Düfte aus Parfüm, Kosmetika,

Wasch- und Reinigungsmitteln deren chemische

Kommunikation? Dafür gibt es starke

Indizien: Viele in Produkten eingesetzte Stoffe

sind chemisch identisch mit natürlichen

Infochemikalien. Die Empfänger können

dann nicht zwischen natürlichen und von

Mensch eingetragenen Infochemikalien unterscheiden,

da sich diese an den selben Duftrezeptor

binden. Nach Schätzungen liegen

die anthropogenen Duftstoffmengen in Konzentrationsbereichen

vor, die die Reaktionen

der Organismen auf Infochemikalien beeinflussen.

Eine Erhöhung der Umweltkonzentration

kann daher den entsprechenden

Empfänger dieser Infochemikalie täuschen.

Die Tabelle (siehe Seite 30) zeigt eine entsprechenden

Duftstoff-Auswahl.

Duftstoffe mit derselben chemischen Struktur

wie natürliche Infochemikalien verkörpern

die einfachste Möglichkeit, wie anthropogene

Stoffe in der Reaktionskaskade eingreifen

könnten. Dieser Fall entspricht dem schwarzen

Pfeil in Bild 2. Substanzen anderer chemischer

Zusammensetzung als die der natürlichen

Infochemikalien können an vielen

Stellen eingreifen, wie durch die anderen

Pfeile angedeutet.

21 FORSCHUNG & TRANSFER 29

Der Infochemikalien-Effekt

Die Wirkung, dass vom Menschen eingetragene

Stoffe diese hochempfindliche natürliche

Wahrnehmung der Umgebung stören,

nenne ich Infochemikalien-Effekt. Infolge

dessen wird ein Organismus seine Umgebung

anders wahrnehmen und einer Täuschung

unterliegen. Die Störung der chemischen

Kommunikation kann sogar größere negative

Folgen für das Überleben einer Population

Bild 1: Zahlreiche Verhaltensreaktionen

werden

bei Tieren durch Infochemikalien

induziert (intraspezifisch:

Sender und

Empfänger gehören zur

selben Art; interspezifisch:

Sender und Empfänger

gehören zu verschiedenen

Arten).

Bild 2: Vereinfachtes Modell

der Reaktionskette der

chemischen Kommunikation

durch Infochemikalien.

Die möglichen Stellen,

an denen vom Menschen

eingetragene (anthropogene)

Stoffe angreifen

können, sind mit Pfeilen

markiert.


Die Tabelle zeigt eine

Auswahl von Stoffen, die

in der Parfümzubereitung

verwendet werden, und

die Rolle derselben Chemikalie

in der Natur.

30 FORSCHUNG & TRANSFER

n Die Autorin

Professor Dr. Ursula Klaschka

ist Mitglied der Fakultät

Grundlagen und vertritt das

Lehrgebiet Umweltverträgliche

Produktion und UmweltverträglicheUnternehmensführung.

Häufig verwendete

Duftstoffe

Benzaldehyd

Benzoesäure

Kampfer

Citral

Linalool

Citral

Citronellal

Isopentenylazetat

alpha-, beta-Pinen

Salizylaldehyd

Terpinolen

Tridecanon

Natürliche Rolle

als Infochemikalie

Sexualpheromon

Phytoalexin

Nahrungserkennung

Allelopathie

Reizung

Insektenabwehr

Keimtötung

Nahrungserkennung

Signal für Eiablage

Verteidigung

Keimtötung

Warnpheromone

Abwehr

Verteidigung

Allelopathie

Reizung

Verteidigung

Hygiene

Nahrungserkennung

Warnpheromone

Abwehr

haben als direkte toxische Effekte wie das

Auslösen von Krebs oder die Schädigung des

Nervensystems. Reduzierte Nahrungsaufnahme,

das Nichterkennen eines Feindes, gestörtes

Sexualverhalten oder anderes unpassendes

Verhalten kann zum Rückgang einer Population

führen, auch wenn die Individuen

völlig gesund sind. Anthropogene Stoffe, die

für den Infochemikalien-Effekt verantwortlich

sind, können an jedem Schritt der chemosensorischen

Signalübetragung eingreifen,

wie mit den Pfeilen in Bild 2 angedeutet ist.

Neue Testsysteme müssen entwickelt werden

Der Infochemikalien-Effekt weist Parallelitäten

mit den endokrinen Wirkungen von

anthropogenen Stoffen, z.B. den Phthalaten,

die beispielswiese als Weichmacher in Kunststoffen

eingesetzt werden, und den Wirkungen

von Arzneimittel-Wirkstoffen in der Umwelt

auf, die in den letzten 10 Jahren sehr

viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.

Er ist außerdem ein Beispiel dafür, dass die

ökotoxikologischen Standardtests, die man

gegenwärtig einsetzt, nicht in der Lage sind,

alle wesentlichen Einflüsse von Chemikalien,

die in die Umwelt eingetragen werden, zu

berücksichtigen.

Meinen Untersuchungen zufolge werden die

Rolle der anthropogenen Infochemikalien in

der Umwelt und die Rolle der natürlichen

Infochemikalien in Labortests bisher unterschätzt

bzw. sogar ignoriert. Ein neuer sehr

empfindlicher Endpunkt in der Ökotoxikologie

– der Infochemikalien-Effekt – könnte

realistischere Aussagen über die Wirkung

von Umweltchemikalien auf das Ökosystem

erlauben, als das bisher der Fall ist. Es ist sehr

wahrscheinlich, dass zahlreiche so genannte

Artefakte, die bisher in Labortests beobachtet

wurden, auf die subtilen Wirkungen von

Infochemikalien zurückzuführen sind. Diese

Erkenntnis führt zur Stärkung des Vorsorgeprinzips:

Der Eintrag von allen Chemikalien

in die Umwelt sollte so gering wie möglich

gehalten werden, weil man bei den meisten

Stoffen die Wirkungen bisher noch nicht

kennt.

Die chemische Kommunikation durch Infochemikalien

ist offensichtlich extrem wichtig

für das Ökosystem, so dass Anstrengungen

unternommen werden sollten, den Infochemikalien-Effekt

experimentell zu prüfen. Die

Entwicklung eines geeigneten Testsystems

wird nicht einfach sein, da eine Vielzahl relevanter

Chemikalien, Rezeptoren und Reaktionen

eine Rolle spielen können. Außerdem

muss man damit rechnen, dass die wirksamen

Konzentrationen sehr niedrig sind.

Ich habe einige mögliche Ansätze für die

ökotoxikologische Prüfung des Infochemikalien-Effektes

ausgearbeitet. Möglich wäre

beispielsweise ein stufenweises Vorgehen. In

einer ersten Stufe könnten durch spezifische

Bindungsstudien an Geruchsrezeptoren Stoffe

identifiziert werden, die in einem zweiten

Schritt in einem Verhaltenstest zum Beispiel

an Wasserflöhen geprüft werden. Daran anschließen

könnten sich Testsysteme mit Mikroökosystemen,

aus denen auf die Wirkung

von anthropogenen Infochemikalien auf die

Umwelt geschlossen werden kann.

Es wird sicher noch viele Jahre dauern, bis

die Bedeutung des Infochemikalien-Effektes

zufriedenstellend aufgeklärt sein wird. Aber

mit den heutigen Befunden ist jetzt schon

deutlich, wie wichtig es ist, die Organismen

vor negativen Einflüssen durch solche Stoffe

zu schützen. Ursula Klaschka


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Die Firmengruppe


32 FORSCHUNG & TRANSFER

Der breite Bogen vom Industrie-Roboter zum Service-Roboter

Zweiter Ulmer Roboter-Tag

Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise wurde im

Februar der 2. Ulmer Robotertag wieder ein

Treffpunkt für viele Interessierte aus Industrie

und Hochschulen. Gastgeber Professor

Dr.-Ing. Manfred Wehrheim, Prorektor Forschung

und Transfer, hatte die Veranstaltung

gemeinsam mit Wolfram Zielke, Mitsubishi

Electric Europe, geplant und unter das Motto

„Voneinander Lernen“ gestellt.

Mit sicherem Auge

Die Beiträge am Vormittag befassten sich

mit Themen von allgemeiner Bedeutung.

Marcus Schlögl von der Firma Pilz GmbH,

Stuttgart,schilderte unter dem Sicherheitsaspekt

im Maschinenbau den Einsatz von SafetyEYE.

Mit Hilfe dieses Sensors lassen sich

mehrere Arbeitsbereiche dreidimensional

und unabhängig voneinander überwachen

und steuern. Auf diese Weise wird ein Körperschutz

in einem maximalen Sichtbereich

von circa 72 Quadratmetern gewährleistet.

Da die Sensoreinheit in einer Höhe von bis

zu 7,5 Meter installiert wird, lassen sich

Arbeitsvorgänge lückenlos aus der Vogelperspektive

überwachen. Verletzungen von

Warn- und Schutzräumen werden im Bild

festgehalten, automatisch registriert, dokumentiert

und ausgewertet.

Kontrollierte, automatisierte Bearbeitung

Rene Kirsten von der ABB Group, Friedberg,

stellt das Prinzip Force Control vor, das wesentliche

Fortschritte in der automatisierten

Bearbeitung wie Entgraten, Schleifen und

Polieren durch Industrieroboter bringt. Mit

Force Control lässt sich dank einer Kraftregelung

ein kontrollierter Materialabtrag

erreichen. Erfolgt die Regulierung in Sensorrichtung,

bleibt die Geschwindigkeit der

Bearbeitung gleich, aber der Pfad wird der

Kontur des Bauteils angepasst. Bleibt die

Kraft in Pfadrichtung konstant, ändert sich

die Geschwindigkeit der Bearbeitung, wenn

eine Unebenheit abgetragen werden soll,

wobei der Pfad beibehalten wird. So kann

der Industrieroboter bei konstanter Andruckkraft

der Kontur eines Werkstückes folgen

bzw. Material zur Oberflächenbearbeitung

entfernen. Dies führt zur besseren Qualität

als bei der bisher üblichen Positionsregelung,

bei der Pfad und Geschwindigkeit unabhängig

von den Reibungskräften konstant sind.

Außerdem halten die Werkzeuge länger, das

Bauteil lässt sich schneller bearbeiten und die

Zykluszeit verkürzt sich ebenso wie der Zeitaufwand

für die Einrichtung des Roboters.

Was Roboter menschlich macht

Anschließend referierte als Gastredner Davide

Faconti über „Humanoide Roboter“. Professor

Dr. Christian Schlegel, selbst Experte

für Servicerobotik, hatte den Spanier eingeladen.

Er gilt als Koryphäe auf diesem Gebiet

und arbeitet mit seinem Team für Pal Technology,

einem Unternehmen der Vereinigten

Emirate. Dieses entwickelt menschenähnliche

Roboter wie REEM-A und REEM-B, die

bereits den RoboCup, eine Art Olympiade der

Roboter gewonnen haben. REEM-B ist eine

Weiterentwicklung von REEM-A. Der neue

Prototyp kann dynamisch laufen, Objekte erkennen

und ergreifen, schwere Lasten heben

und sich innerhalb von Gebäuden orientieren.

Er kann zu Menschen sprechen und

Sprachbefehle befolgen, Gesichter erkennen

und an Termine erinnern. Er ist damit einer

der leistungsstärksten humanoiden Roboter

der Welt.

An der Problematik der räumlichen Orientierung

arbeitet als Mitglied des ZAFH Sevicerobotik

auch die Gruppe um Professor Schlegel.

Gemeinsam mit den Vertretern weiterer am

ZAFH Servicerobotik beteiligten Hochschulen

stellten sie in einer beiden Nachmittagssitzungen

ihre verschiedenen Forschungsrichtungen

auf den Gebieten Software-Entwicklung,

Lokalisierung, Steuerung, Sicherheit,

Objekterkennung und Bildverarbeitung vor.

Der zweite Block blieb der Industrierobotik

vorbehalten. ih


Mit branchenübergreifender Engineering-Kompetenz und mehr als 2.100 Mitarbeitern an 43 Standorten ist die euro engineering AG Partner der Industrie

in der Produktentwicklung entlang der Prozesskette – von Forschung über Konzeption, Umsetzung, Konstruktion und Versuch im Bereich der

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Gemeinschaftsprojekt Ulm/Illmenau ausgezeichnet

Hocherfreut kam Dipl.-Ing. Jochen Neher,

wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe

von Professor Dr.-Ing. Bernd

Wender, Ende Mai vom 8. Paderborner

Workshop „Augmented & Virtual Reality in

der Produktentstehung“ zurück. Gemeinsam

mit ihren Kollegen von der TU Illmenau hatten

die beiden einen Beitrag präsentiert, der

als bester im Hinblick auf Inhalt und Präsentation

ausgezeichnet worden ist.

Bernd Wender, Professor für Technische Mechanik

und Spezialist für Schallsimulationen,

arbeitet schon länger mit Professor Dr.-Ing.

Klaus Augsburg zusammen, der an der TU

Illmenau im Bereich Kraftfahrzeugtechnik

lehrt und forscht. In dem ausgezeichneten

Beitrag geht es um ein Gemeinschaftsprojekt,

das sich mit der audiovisuellen Darstellung

simulierter akustischer Eigenschaften eines

Hinterachsgetriebes unter Einsatz von Virtual

Reality (VR) beschäftigt. Virtual Engineering

gilt als wichtiges Werkzeug, um Produkte in

einer frühen Entwicklungsphase zu verifizieren

und zu optimieren. Mit digitalen Modellen,

die wesentliche Produkteigenschaften

abbilden können, lassen sich Produkte und

Prozesse simulieren, was Zeit und Geld

sparen soll. Damit das akustische Verhalten

eines Produktes anhand eines virtuellen

Prototypen bewertet werden kann, müssen

sowohl das Strukturverhalten als auch die

Schallabstrahlung simuliert werden.

In dem gemeinsamen Projekt haben die

Forschergruppen aus Ulm und Illmenau die

gesamte Prozesskette von der numerischen

Simulation bis zur audiovisuellen interaktiven

Präsentation für ein Hinterachsgetriebe

virtuell vollzogen. Dabei wurden Methoden

entwickelt, die die akustische Simulation des

Körper- und Luftschalls verbessern, Schnittstellen

zur Realisierung einer echtzeitfähigen

VR-Präsentation definiert und Werkzeuge

geschaffen, die die Richtcharakteristik gleichzeitig

hörbar und sichtbar machen. ih

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Holger Schnürle gerne zur Verfügung: holger.schnuerle@ee-ag.com.

FORSCHUNG & TRANSFER 33


34 FORSCHUNG & TRANSFER

Im Förderforum der Hochschule Ulm findet Fachkompetenz zueinander

Fachkreis Logistik fest etabliert

Der Fachkreis versteht sich als Informations- und Kommunikationsplattform

zwischen Unternehmen der Region, die mit Logistik

befasst sind, und den logistikbezogenen Lehr- und Forschungsbereichen

der Hochschule Ulm und der Hochschule Neu-Ulm.

Im Zentrum steht der Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen

– Logistik“, der von den Hochschulen mit deren Institut für Betriebsorganisation

und Logistik (Ulm) bzw. dem Kompetenzzentrum

Logistik (Neu-Ulm) gemeinsam betrieben wird.

Container / Truck

Das Spektrum der Unternehmen, die am

Fachkreis beteiligt sind, ist groß. Logistik

ist als Querschnittsthema in der Industrie

ebenso relevant wie im Handel, bei Logistik-

Dienstleister (LDL), Technologieanbietern

und in der Beratung. Industrieunternehmen

im Fachkreis sind beispielsweise Bosch-

Siemens-Hausgeräte, Daimler, Evobus, Diehl

Aircabin, Paul Hartmann AG und Wieland,

der Handel wird vom Versandhaus Walz vertreten.

Mit Honold, Noerpel, Seifert und Janz

sind alle bedeutenden mittelständischen LDL

der Region vertreten, mit Andreas Schmid

und Panalpina Welttransport auch LDL aus

dem weiteren Umkreis. Als Technologieanbieter

sind Firmen wie ACD, Funkwerk

eurotelematik und T-Systems ebenso dabei

wie die Beratungshäuser InGenics, IWL und

VanBetra.

Im Interesse von Studenten und Unternehmen

Eine lebendige Kooperation entsteht aus

einer alltäglichen Zusammenarbeit, bei der

die Interessen der Beteiligten im Mittelpunkt

stehen. Unternehmen suchen vorrangig den

Zugang zu Praktikanten und Absolventen,

die fachlich und sozial sehr gut qualifiziert

sowie praxisorientiert ausgebildet sind. Studenten

suchen dazu passend interessante

Firmen für Praktika, Abschlussarbeiten und

für den Berufseinstieg. Auf beiden Seiten ist

hierbei ein wichtiger Punkt der schnelle und

unbürokratische Informationsfluss, der die

Kenntnis der richtigen Ansprechpartner voraussetzt.

Hierzu dient ein spezieller Bereich

im Internet-Auftritt der Hochschule Ulm,

das Logistik-Portal (www.hs-ulm.de/Logistik-Portal).

Dort finden Studenten in einem

zugangsgeschützten Bereich die Namen,

Telefonnummern und E-mail-Adressen der

zuständigen Führungskräfte oder Mitarbeiter

aus den Logistik-Fachabteilungen in den Unternehmen.

Diese stehen den Studenten für

direkte Kontakte zur Verfügung, was oft viel

schneller zum Ziel führt als der Weg über Initiativbewerbungen

bei Personalabteilungen.

Die Unternehmen können ihrerseits Stellenangebote

in die öffentliche Stellenbörse der

Hochschule einstellen lassen, aber auch über

die Professoren gezielt Informationen an die

Studenten verteilen.

Ein wichtiges Instrument zum gegenseitigen

Kennenlernen sind Exkursionen zu den

Partnerfirmen. Diese Möglichkeit wird in den

Exkursionswochen reichlich genutzt. So waren

Logistik-Studenten allein im letzten Jahr

bei Versandhaus Walz, BSH, Evobus, Transpharm,

Paul Hartmann, Wieland und einem

IWL-Kunden zu Führungen und Vorträgen

eingeladen.

Aktuell durch Dialog und Engagement

Ein weiteres Interesse, das Unternehmen

und Lehrende verbindet, ist die Abstimmung

der Lehrinhalte mit den Anforderungen

der Unternehmen. In diesem Punkt hat der

Fachkreis, der bereits im Jahr 2004 vom

leider viel zu früh verstorbenen Professor

Dr. Egbert Breyer als „Partnerkreis Logistik“

gegründet wurde, seinen Ausgangspunkt:

Die Unternehmen unterstützten damals die

Einrichtung des Studiengangs WI-Logistik

politisch und moralisch, denn es war zum

damaligen Zeitpunkt keineswegs selbstverständlich,

dass ein solcher Studiengang

etabliert wird.

Mit dem Beginn des Studiengangs trafen sich

die Professoren und Unternehmensvertreter

regelmäßig vor den Semestern, um die

Lehrinhalte abzustimmen und Anregungen


einzubringen. Viele Lehrveranstaltungen sind

daher auch heute noch nicht vom „Reissbrett“

eines Lehrbuchs her aufgezogen, sondern

von den praktisch relevanten Themen

getragen.

Eng im Zusammenhang damit steht die Vielzahl

von Gastvorlesungen und Lehraufträgen,

die von Vertretern der Unternehmen für

den Studiengang gehalten werden. Musste

anfangs hier mancher personelle Engpass

an der Hochschule überbrückt werden, sind

es heute überwiegend vertiefende Wahlfächer

und spezifische praxisorientierte Vorlesungen,

die von Unternehmensvertretern

angeboten werden.

Schliesslich stellen manche Partnerunternehmen

auch Systeme für das Logistik-Labor der

Hochschule zur Verfügung. An den Exponaten

im Labor führen die Studenten verschiedene

Versuche durch und lernen technische

und Software-Systeme „zum Anfassen“

kennen, zum Beispiel für Flottentelematik,

Pick-by-Voice und mobile Datenerfassung.

Fach-Trends erkennen und Projekte kreieren

In aller Interesse steht schließlich der Informationsaustausch

über fachliche Neuerungen

und Entwicklungstrends in der Logistik. Hierzu

trifft sich der Fachkreis zweimal im Jahr:

im Frühjahr zu einer „geschlossenen“ Mitgliederversammlung,

im Herbst zum „Ulmer

Logistik-Meeting“ (U.L.M.), einer öffentlichen

Fachtagung. Die Fachtagung wiederum wird

zu einem großen Teil von Beiträgen aus den

Partnerunternehmen sowie von Professoren

der Hochschulen getragen. Auch die Mitgliederversammlung

wird mittlerweile durch

Fachvorträge angereichert. Diese dienen dazu,

Diskussionen über mögliche Forschungs- und

Entwicklungsvorhaben an-zuregen, die Unternehmen

des Fachkreises gemeinsam mit der

Hochschule angehen könnten. Je mehr Unternehmen

sich an solchen Vorhaben beteiligen,

desto größer sind oft die Chancen, öffentliche

Fördermittel zu bekommen. Auch die verbleibenden

Kosten können sich so auf mehrere

Schultern verteilen. In Zeiten knapper Kassen

und immer härterer Kredit-Bedingungen

kann dies ein wichtiges Thema für die Unternehmen

in der Zukunft werden.

Hartwig Baumgärtel

EvoBus

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Daimler

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Die EvoBus GmbH ist das größte europäische

Tochter-Unternehmen der Daimler AG und

verantwortlich für die europäischen Busaktivitäten

des Daimler-Konzerns. Mit der Zusammenführung

der Marken Mercedes-Benz und

Setra in 1995 unter dem gemeinsamen Dach

der EvoBus sind wir heute als führender Fullline-Anbieter

im europäischen Omnibusmarkt

als auch weltweit präsent.

Mercedes-Benz als Erfi nder des Omnibusses

mit mehr als 100-jähriger Erfahrung und Setra

als Traditionsmarke gehören zu den Pionieren

des Omnibusbaus.

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Das Förderforum der Hochschule Ulm

Das Förderforum hat sein satzungsgemäßes Ziel in der Förderung, Unterstützung

und Beratung der Hochschule Ulm. Zur Erreichung dieses Zieles ist

eine Maßnahme die Bildung von Fachkreisen für den Austausch zwischen

Wissenschaft und Praxis und zur Förderung der praxisnahen Forschung.

Pilotcharakter hat dabei der Fachkreis Logistik, der im Förderforum sein organisatorisches

Dach findet, jedoch bereits eine längere Historie aufzuweisen

hat. Auf Grund der erfolgreichen Arbeit und des regen Interesses am

Fachkreis Logistik prüfen die Hochschule Ulm und das Förderforum aktuell

die Einführung zweier weiterer Fachkreise. Ein Thema ist die „Energieeffizienz

in der Fertigung“, das andere ist die bessere Prozessunterstützung durch

die Integration von IT-Systemen.

Weitere Informationen

www.hs-ulm.de/Förderforum

Geschäftsstelle: Dorothee Zengerling-Mack

Telefon: 0731 50 28 494

E-Mail: mack@hs-ulm.de

Als Technologie- und Innovations-Führer setzen wir Maßstäbe

in Sicherheit, Komfort, Design und Umweltschutz. Umweltverträgliche

und sichere Busse umweltschonend und sicher

herstellen – eine ehrgeizige Zielsetzung, die unsere hoch motivierten

Mitarbeiter mit aller Konsequenz und Freude an der

Aufgabe umsetzen. Nur mit Spitzenleistungen sind wir in der

Lage, die erlangten Wettbewerbsvorteile zu erhalten, weiter

auszubauen und damit unsere Kunden dauerhaft zufrieden zu

stellen. Moderne Produktions- und Fertigungstechniken, aber

vor allem das Engagement, die Begeisterung und das Knowhow

aller beteiligten Menschen sind die Voraussetzung dafür.

Ihnen allen bietet EvoBus im Gegenzug gute Perspektiven: Mit

Anreizen für gute Ideen und besondere Leistungen sowie ein

umfassendes Informations-, Schulungs- und Weiterbildungsangebot

fördern und fordern wir die individuelle Weiterentwicklung

unserer Mitarbeiter – national und international, ganz

entsprechend den jeweiligen Interessen und Fähigkeiten. Dazu

gehören natürlich auch leistungsgerechte Vergütungsmodelle,

umfassende Sozialleistungen und nicht zuletzt hohe Standards

in familienbewusster Personalpolitik. Mit dem Ziel einer ausgewogenen

Balance zwischen Beruf und Privatleben.


12 36

Seit fast zehn Jahren ist der Campus Prittwitzstraße eine Baustelle. Nachdem nun

auch der A-Bau saniert und wieder bezogen ist, wird es Zeit für ein erstes Resümee.

Der 1963 errichtete Gebäude-Komplex wurde gebäudetechnisch auf den neuesten

Stand gebracht, was sich allerdings dem Blick des Betrachters meist entzieht.

Campus Prittwitzstraße: so

stimmungvoll kann funktionale

Architektur sein.

Rechts: Der Behnisch-

Komplex wurde Anfang

der 60er Jahre als Skelettbau

erstellt, dem als

Fassade vorgefertigte Module

mit integrierten Fensterrahmen

vorgehängt

wurden. Für die jetzige

Sanierung hatte dies zur

Folge, dass nur die Fensterscheiben

ausgetauscht

werden konnten.

Wellness-Kur für ein Baudenkmal

Was 2000 begann, soll 2011 abgeschlossen

sein. Gemeint ist die Sanierung des Gebäudekomplexes

auf dem Campus Prittwitzstraße

der Hochschule Ulm. „Neues zu integrieren

und Ursprüngliches zu bewahren, ist uns

Verpflichtung“ erläutert Dipl.-Arch. Wilmut

Lindenthal, der Leiter der Ulmer Niederlassung

der Landesamtes für Vermögen und

Bau, die Strategie der Sanierung. Erst ein

Blick in die Baugeschichte erschließt dem

Laien diesen Ansatz, denn der in mehrere

Trakte gegliederte Baukörper steht unter

Denkmalschutz. Grund hierfür ist seine für

die 60er Jahre revolutionäre Bauweise. Der

Stuttgarter Architekt Günter Behnisch, einem

breiteren Publikum eher als Vater des

Olympia-Parks bekannt, hatte die Trakte in

einem Drei-Meter-Systemraster entworfen,

das die Vorfabrikation von Bauteilen erlaubte.

Damit wurde der Komplex zum ersten

Nutzgebäude der Welt, das ausschließlich

aus Stahlbeton-Fertigteilen erbaut ist. Während

die Nutzer wegen des spröden Charmes

eher zweigeteilter Meinung sind, markiert

dieser funktionale, klare und lichte Bau für

die Fachwelt einen Meilenstein in der Architektur-Geschichte

und zieht immer wieder

Besucher an.

Ursprüngliches bewahren

Keiner kennt das Gebäude besser als Dipl.-

Arch. Hans-Jörg Flauaus, dem als Projektleiter

seitens des Bauamtes die Bauaufsicht

obliegt. „Behnisch hat schon vor mehr als

40 Jahren nachhaltig gedacht, indem er auf

Qualität setzte und wenige Materialien konsequent

verwendete“, äußert Flauaus und

verweist auf den Bodenbelag aus Linoleum

und PVC. „Finden Sie mal heute einen Bodenbelag,

der Jahrzehnte den täglichen Trit-


ten von Tausenden von Füßen standhält und

das bei Sonne, Regen, Schneematsch und

Streusalz.“

Der Bodenbelag ist ein Paradebeispiel dafür,

mit welcher Sorgfalt das Bauamt versucht,

den Grundsatz des Denkmalschutzes zu erfüllen.

Dieser fordert nämlich, dass Gestalt

und Aussehen bis in Details unverändert

bleiben. Nach umfangreichen Recherchen

war es gelungen, mit DWL Armstrong ein

Unternehmen ausfindig zu machen, das den

Original-Bodenbelag mit seinem besonderen

Mischungsverhältnis von Komponenten

nachfertigen konnte. Bewahrt worden sind

auch das Farbklima aus Grautönen, Olivgrün

und Dunkelblau, die Beschläge an Türen und

Fenstern, die heute fast filigran anmutenden

Treppenläufe, die Form der Heizkörper und

die Gestaltung der Decken, hinter deren Original-Lochfries-Muster

sich Teile der neuen

Gebäudetechnik verbergen.

Face-Lifting für die Betonfassade

Eine besondere Herausforderung war die

Sanierung des Betons, bei dem der unschöne

zwischenzeitliche Farbauftrag und der

Schmutz vorsichtig entfernt werden mussten.

Hierzu wurde eigens eine Technik entwickelt,

die mit 500 bar Wasserdruck und 98 Grad

heißem Wasser arbeitet. Über eine Kraftnase

bei 16.000 Umdrehungen pro Minute appliziert,

gelang der kleinflächige Abtrag des Materials

von der Betonoberfläche. Dabei traten

Ausbrüche und freigelegte Bewährungseisen

zu Tage, die mit Reparaturzement wieder

Die Kenndaten des Gebäude-Komplexes

Objekt Prittwitzstraße 10

Baujahr 1961 - 1963

Architekt Günter Behnisch, Stuttgart

Nutzfläche ca. 25.000 qm

Sanierungskosten

bis 2009 21,5 Mio €

Für den Gebäude-Trakt A beispielsweise wurden folgende

Mengen an Materialien verbaut:

Beton 100 cbm

Stahl 20 to

Fenstereinheiten 320

Bodenbelag 3000 qm

Kabel 3300 lfdm

verschlossen wurden, um die Oberfläche zu

glätten. Ein spezielles Auge und Fingerspitzengefühl

verlangte das Aufbringen von Farbe

in Betonoptik; ein Meister seines Faches

reiste hierzu direkt aus Halle an. Damit all

der Aufwand nicht durch Grafitti-Sprayer zunichte

gemacht werden kann, ist der Beton

durch eine spezielle Oberflächenbehandlung

geschützt, so dass derartige Zier direkt abgewaschen

werden könnte.

Nachhaltige Technik integriert

Im Gegensatz zu Gestalt und Aussehen blieb

gebäudetechnisch nichts beim Alten. Vielmehr

galt es - soweit möglich - heutige Baunormen

zu erfüllen und vorausschauend zu

planen. „Wir haben die technische Entwicklung

der kommenden 10 Jahre bereits vorweg

genommen“, so Eberhard Ludwig vom

Blausteiner Ingenieurbüro Sterr-Ludwig,

der die Gewerke koordiniert. Heute versorgt

beispielsweise ein sternförmiges Rohrsystem

das Gebäude mit Fernwärme anstelle des

veralteten Einrohrsystems. Von einer Zentrale

aus ist die Heizung in jedem Raum einzeln

regelbar. Das Beleuchtungssystem setzt auf

energiesparende Neonröhren, die bereits bei

einer Auslastung von 60 Prozent die für eine

volle Ausleuchtung notwendige Lichtmenge

erzeugen. Zudem müssen sie erst nach einer

Betriebsdauer von 100 000 Stunden ausgetauscht

werden.

Bei der Ausführung der elektrischen und

EDV-technischen Versorgung ist man einem

zentralen Grundsatz von Günter Behnisch

treu geblieben: Technik wird offen gezeigt.

Glasfaserkabel und Leitungen werden von

sichtbaren Stahlbrücken und Stahlrohren

aufgenommen und horizontal wie vertikal im

Gebäude verteilt. Zugeführt werden sie aus

dem Kellerbereich über die in den unteren

Geschossen vorhandenen blauen Röhren. Um

die Kabellängen für die Horizontalverteilung

Der Untergrund des A-

Baus lässt sich nicht weiter

ausbauen. Die Stützpfeiler

werden durch ausladende

Druckplatten abgefangen,

die unterfüttert werden

müssten und wenig Raum

ließen. Im Aushub verlaufen

jetzt die Verteilerkanäle

der Leitungssysteme.

CAMPUS & KULTUR

Bewahrte Elemente: Türbeschläge

und PVC-Boden.

37


38

CAMPUS & KULTUR

Rechts: Die Betonfassade des sanierten

A-Baus präsentiert sich in sanftem

Grau. Selbst die wegen der Baumaßnahmen

gefällten Kiefern wurden

nachgepflanzt. Unten und oben: Die

Seminarräume sind neu möbliert, und

für die IT-lastigen Übungen wurden

eigens Computer-Räume installiert.

Und auf ihnen ruhte die Last von links

nach rechts: Eberhard Ludwig, Ingenieurbüro

Steer-Ludwig; die Architekten

des Hochbauamtes Andrea Flauaus,

Joachim Hofmann, Hans-Jörg Flauaus

und Amtsleiter Wilmut Lindenthal.

zu reduzieren, gibt es im A- und B-Trakt pro

Etage drei Verteilerschränke in einzelnen

Büros. Diese sind elektromagnetisch besser

abgeschirmt als jede normale elektrische Leitung.

Die Laborbereiche sind von der Decke

aus und nach einem Raummuster mit einer

offenen Versorgung ausgestattet - ähnlich wie

Messehallen.

Auch das Leitungswassersystem ist komplett

neu. Sämtliche Asbest-Zementröhren, die

bisher als Abwasserrohre dienten, sind aus

dem Gebäudekomplex entfernt und durch

PVC- und Gußrohre ersetzt worden. Die sanierten

Gebäude sind asbestfrei. Allerdings

habe die Asbestbelastung auch bisher unter

der Schadstoffgrenze gelegen, wie Flauaus

betonte. Ein weiterer wichtiger Aspekt war

die Modernisierung des Brandschutzes. Die

Glastüren, welche die langen Trakte in drei

Teile gliedern, fallen bei Brand automatisch

zu und gewähren so ein sicheres Entkommen

von Personen. In allen Fluchtwegen und Verkehrsräumen

sind Brandmeldeanlagen installiert

und die Feuerlöscheinrichtungen auf den

neusten technischen Stand gebracht.

Sanierung ist Teamarbeit

Langwierige Baumaßnahmen erfordern viel

Geduld und Abstimmung, erst recht bei Gebäuden,

die unter Denkmalschutz stehen.

Deshalb arbeitet das Bauamt nicht nur mit

dem Landesdenkmalamt sondern auch mit

dem Büro Behnisch, Stuttgart, sowie dem

Baurechtsamt und dem Brandschutzamt der

Stadt Ulm zusammen. Und auch die Nutzer

haben ihren Teil dazu beizutragen. Umziehen,

Zusammenrücken und wieder in die angestammten

Räume ziehen, Hörsäle und Labore

freiräumen und wieder einräumen, fordern

den Technischen Betrieb ebenso wie die betroffenen

Hochschulmitglieder. Umso größer

ist jedoch der Genuss, im sanierten Bereich

wieder arbeiten zu dürfen: oftmals mit weitem

Blick und stets mit neuem Wohlgefühl.

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40

CAMPUS & KULTUR

Die Formationstanzgruppe

der Tanzschule Trautz

& Salmen aus Augsburg

zeigte mit ihrer Präsentation

„Moulin Rouge“, wie

man es richtig macht.

Fotos: Robert Bauer

....und rück, vor,

Ihren erfolgreichen Studienabschluss am

Ende des Akademischen Jahres 2008/2009

feierten die Absolventinnen und Absolventen

der beiden Hochschulen dieseits und jenseits

des Donau-Ufers bis tief in die Nacht. Zum

dritten Mal in Folge war das Congress Centrum

Ulm illustrer Treffpunkt für stolze Eltern,

Hochschulmitglieder und Vertreter aus

Industrie und Wirtschaft. Eröffnet wurde die

Hochschulgala 2009 in gewohnt professioneller

und beschwingter Weise vom Orchester

der Hochschule Ulm, das die Begrüßungsansprachen

des Rektors der Hochschule Ulm

und der Präsidentin der Hochschule Neu-

Ulm mit Musical-Melodien umrahmte.

Während Professor Dr. Uta M. Feser ein

Loblied auf die dezentrale Intelligenz als

Basis des gelebten Hochschulnetzwerkes mit

seinen inzwischen vier gemeinsamen Studiengängen

am Beispiel eines biologischen

Vergleichs zwischen Bienen und Fliegen

anstimmte, wurde Professor Dr. Achim Bubenzer

wesentlich konkreter. Angesichts der

schwierigen Wirtschaftslage und der Situation

auf dem aktuellen Arbeitsmarkt plädierte

Cha-

Cha-

Cha!

er für mehr Mut und Zuversicht. „Es gibt

keine Alternative zu dem Berufsweg, den Sie

gewählt haben“, so der Rektor. Denn Controller,

Logistiker, Ingenieure, Informatiker,

Dokumentare und Medienfachleute würden

auf lange Sicht gebraucht, die bereit und in

der Lage seien, in einer Welt zu leben und zu

wirtschaften, die mittlerweile gefährlich eng

geworden sei.

Nach der anschließenden Preisverleihung

für hervorragende Studienleistung (siehe S.

46) durch Professor Dr.-Ing. Manfred Wehrheim

und der Übergabe von Doppeldiplomen

(siehe S. 22) durch Professor Dr.-Ing. Klaus

Peter Kratzer, sorgte die Tanzband VOICE für

Stimmung auf dem Parkett, die um Mitternacht

durch den fetzig-rockigen Sound der

Amateur-Band der Hochschule Neu-Ulm

noch getoppt wurde. Einen Ausflug ins Moulin

Rouge, bravourös interpretiert durch die

Formationstanzgruppe der Tanzschule Trautz

& Salmen, Augsburg, war für manchen der

Gäste ein willkommener Anlass für eine

Verschnaufpause, bevor es Unentwegte und

Könner wieder auf die Tanzfläche trieb. ih


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42

Generalsanierung wird zügig fortgesetzt!

Dank des Konjunkturpaketes, das Bund und

Land aufgelegt haben, kann die Generalsanierung

des Gebäude-Komplexes auf dem

Campus Prittwitzstraße bis Ende 2011 abgeschlossen

werden. Circa fünf Millionen erhält

die Hochschule Ulm daraus, die im wesentlichen

für die energetische Sanierung der

restlichen Bauteile vorgesehen sind. Hierzu

gehört der F-Bau, der verschiedene technische

Labore beherbergt. Seine alte Stahlfassade

wird gegen eine neue Fassade mit

verbesserter Wärmedämmung ausgetauscht

und das gesamte Flachdach wird eine neue

Dachhaut mit verbesserter Dämmung erhalten.

Außerdem werden die Heizungen und

das Verteilungssystem erneuert. Gleiches gilt

für den H-Bau, in dem der Schulungsreaktor

SU 100 untergebracht ist.

Auch die Arbeiten an dem Großlabor „Automotive

Center“, das in einer bestehenden

Laborhalle des F-Baus entsteht, können zügig

fortgesetzt werden. Die öffentliche Geldspritze

entlastet zur Freude von Kanzler Herbert

Jarosch sogar den Hochschuletat, da der

Planung nach auch der zweite Bauabschnitt

von der Hochschule Ulm zu zwei Drittel

hätte vorfinanziert werden müssen. Jetzt

geht es um die Fertigstellung der großen

Rüsthalle und der dazugehörenden Gebäude-

und Laborinfrastruktur, den Einbau von

Erfreuliches aus der Sportszene

Fabian Sauter (rechts), Student der Medizintechnik,

wurde deutscher Triathlon-Meister in der Altersklasse

M20. Er setzt damit die Tradition der Ulmer

Medizintechnik-Studenten fort, die in Christian

Brader ein großes Vorbild haben. Für Brader (links),

der bereits 2008 absolvierte, erfüllte sich in Lake

Placid (USA) ein Traum. Er belegte dort im Juli beim

Ironman 2009 unter mehreren Tausend Teilnehmern

den sensationellen 2. Platz. (Fotos: privat)

studentischen Arbeitsbereichen und um die

Fertigstellung der drei Prüfstände.

Die Sanierung der Mensa im Bauteil G ist die

letzte Maßnahme der Generalsanierung der

Campusgebäude Prittwitzstraße 10. Diese

Maßnahme war im Finanzplan der Generalsanierung

nicht enthalten. „Dass wir die

Mensa nun auf diesem Wege auf den neuesten

gebäudetechnischen Stand bringen

können, ist ein echter Mehrgewinn für uns

alle“, begrüßte Rektor Professor Dr. Achim

Bubenzer die Entscheidung der Mittelgeber.

Mit einbezogen werden auch die küchentechnischen

Einrichtungen, indem neue

energiesparende Einbauten beispielsweise für

die Herde und den Warmhaltebereich vorgesehen

sind und eine moderne energiesparende

Spülstraße zum Einsatz kommen soll.

Außerdem soll im D-Bau ein zentraler und

einbruchsicherer Raum für die Unterbringung

aller Server und Zentralrechner eingerichtet

werden. Der Bedarf für diese Maßnahme

wurde mit dem Landeskriminalamt

im Rahmen einer präventiven Sicherheitsberatung

festgestellt. Die Verlagerung in einen

kleineren, fensterlosen Raum mit wassergekühlten

Serverschränken wird zu erheblichen

Energieeinsparungen führen und die

interne Sicherheitslage stark verbessern. n

Alumni-Netz mit erweitertem Vorstand

Auf der Mitgliederversammlung des Alumni-Netz

- Die Absolventen-Vereinigung der Hochschule Ulm

im April haben die Mitglieder ihren Vorstand um drei

Personen erweitert. Gewählt wurden:

Rainer Bleher studierte bis 2001 Fahrzeugtechnik

und ist zur Zeit als Master-Student an der Hochschule

Ulm eingeschrieben. Er hat den Alumni-Stammtisch

ins Leben gerufen.

Jan Köpf, Studiengang Technische Informatik, ist

System-Ingenieur bei ESG, München, und arbeitet

derzeit am Projekt A400 M für EADS.

Norbert Werbach schloss 1980 sein Studium

der Technischen Informatik ab und ist heute

Geschäftsführer und Gesellschafter von NewTec.


14.07.2019

0

0

Geb. für wiss. Lehre/Forschung

Hochtech.ausstattung

Eberhard-Finckh-Str.11, Ulm

Fachhochschule

6.169 m²

Staatl. Vermögens- und Hochbauverwaltu

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg

Lieg.Nr. 52078459 Geb.Nr. 5207845901

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Dieses Gebäude

86 kWh/(m²a)

50 100 150 200 250 >250

Dieses Gebäude

42 kWh/(m²a)

Vergleichswert dieser Gebäudekategorie

für Heizung und Warmwasser

20 40 60 80 100 120 >120

Vergleichswert in dieser Gebäudekategorie

für Strom

15.07.2009

Energieausweise öffentlich ausgehängt

„Wir stehen gut da“, freut sich Professor Gerd

Heilscher (links im Bild). Er ist überzeugt,

dass das gute Resultat für die Energieverbrauchskennwerte,

die das Hochschulgebäude

auf dem Campus Eberhard-Finckh-Straße

charakterisieren, auch ein kleines Bißchen

den Energiesparmaßnahmen zu verdanken

ist, die seine Studenten durch die Beteiligung

an der der Energy Trophy ersonnen und

umgesetzt haben. Dieter Hinderberger vom

Ulmer Amt Vermögen und Bau hat die Energieausweise

für alle drei Hochschulstandorte

inzwischen erarbeitet und öffentlich ausge-

hängt. Für öffentliche Gebäude mit mehr

als 1000 Besuchern täglich schreibt dies die

Energie-Einspar-Verordnung vor.

ausgestellt mit EMIS 3.3

So sieht er aus, der Energieausweis. Hier

bescheinigt er dem Gebäude Eberhard-

Finckh-Straße 11, obwohl vor circa

vier Jahrzehnten errichtet, die besten

Verbrauchswerte der drei Hochschul-

Standorte.

Wie ein Vergleich zeigt, verbraucht der Campus

Eberhard-Finckh-Straße am wenigsten

Heizenergie, gefolgt vom Campus Albert-

Einstein-Allee. Der Campus Prittwitzstraße

liefert dagegen einen orangeroten Kennwert,

was allerdings nicht verwundert, wenn man

die denkmalgeschützte Bauweise in Betracht

zieht. Sein Kennwert für den Stromverlauf

liegt dagegen nur wenig über der Norm, bei

den beiden anderen Standorten liegt er deutlich

darunter.

Der Energieausweis kann anhand einer

Berechnung aus der Bauart des Gebäudes

erfolgen; dann ist er bedarfsorientiert. Von

verbrauchsorientiert spricht man, wenn

dem Energiebedarf tatsächlich gemessene

Werte zugrunde liegen. Letzerer spiegelt bis

zu einem gewissen Grad das Verhalten der

Nutzer wider. ih

CAMPUS & KULTUR

43


Stifter und Preisträger von links nach rechts: Peter Borst (Sparkasse Ulm), Winfried

Speidel (Siemens), Markus Plocher, Kurt Wörz (IfKom), Christian Kelm, Tobias Zeisberg,

Christian Hermann, Christoph Glöggler, Rudolf Ritter, Sebastian Hötzel, Andre

Krajewski, Thomas Grassmann (VDI), Sascha Stiller und Prorektor Professor Dr.

Manfred Wehrheim.

44 AUSGEZEICHNET Unsere Preisträger

Preis des Vereins der Deutschen Ingenieure

Der traditionsreichste Preis an der Hochschule Ulm ist

der Preis des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), den

die Donau-Iller-Bezirksgruppe des VDI jedes Semester

vergibt. Im Wintersemester 2008/09 erhielten ihn

Sebastian Hötzel und Markus Plocher, beide Studiengang

Maschinenbau.

Die preisgekrönten Arbeiten

n Sebastian Hötzel untersuchte das Schwingungsverhalten

von Kurbelwellen bei Schiffsdieselmotoren

sowie von Schwingungsdämpfern theoretisch und

experimentell. Er entwickelte zunächst ein Modell

für das mathematisch-physikalische Problem und

schuf dann einen Algorithmus für die Berechnung

der Schwingungen sowie ein Computerprogramm für

den Berechnungsvorgang und die grafische Ausgabe

des Ergebnisses. In Versuchsreihen konnte er anschließend

die hohe Zuverlässigkeit seines Verfahrens

bestätigen.

Förderpreis der Sparkasse Ulm

Die Sparkasse Ulm vergibt einen Förderpreis für

hervorragende Leistungen in den wirtschafts- und

sozialwissenschaftlichen Zusatzqualifikationen des

Instituts für Fremdsprachen und Management wie

Internationale Wirtschaft, Logistik und Vertrieb sowie

Intra- und Entrepreneurship. Die Preisträger des

Wintersemesters 2008/09 sind Christoph Glöggler

Studiengang Fahrzeugtechnik, Andre Krajewski

Studiengang Produktionstechnik und Organisation,

und Sascha Stiller, Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen.

Die Arbeit wurde in Zusammenarbeit mit MTU

Friedrichshafen durchgeführt und von Professor Dr.

Thomas Baier, Hochschule Ulm, sowie Dipl.-Ing. Frank

Nestler, MTU, betreut.

n Markus Plocher entwarf ein Konzept, wie Saugwalzen,

die zur Herstellung von Papier eingesetzt

werden, optimiert und standardisiert werden können.

Ausgehend von einer systematischen Analyse von

Funktions- und Wirkprinzipien bei der Papiererzeugung

erstellte er ein optimales Lösungskonzept, dessen

Einsparpotentiale einen hohen wirtschaftlichen

Nutzen erkennen lassen.

Die Arbeit wurde bei der Firma Voith, Heidenhein,

durchgeführt und von Professor Dr.-Ing. Werner

Schweizer sowie Dipl.-Ing. Helmut Sterz, Voith,

betreut.

Wintersemester 2008/09


SIEMENS-Preis

Den SIEMENS-Preis der Fakultät Elektrotechnik

und Informationstechnik ging an drei Preisträger,

die ihre Diplomarbeiten in dem Verbundprojekt

„Durchflussung in freien Gerinnen“ angefertigt

hatten. Christian Hermann, Rudolf Ritter und Tobias

Zeisberg, alle Studiengang Nachrichtentechnik,

konnten die Auszeichnung aus den Händen von

Dipl.-Ing. Winfried Speidel, Siemens-Niederlassung

Ulm, entgegennehmen.

Im Zentrum stand die Anwendung von Ultraschall,

um die Wasserströmung in freien Gerinnen

zu messen und ein entsprechendes Verfahren

beispielsweise zur Abwasserbilanzierung oder

zur Hochwasserwarnung einsetzen zu können.

Es wurden Algorithmen entwickelt, die Echos

eines Unterwassersensors an schlupffrei mit der

Strömung mitschwimmenden Teilchen auswerten

(Ritter). In Experimenten wurde nachgewiesen, dass

mit Hilfe einer Dopplerauswertung von Echos an

der Wasseroberfläche mit einem Luft-Ultraschall-

Sensor die Strömungsgeschwindigkeit messbar ist

(Zeisberg). Hierzu wurden Algorithmen eingesetzt,

die Ritter entwickelt hatte. Des weiteren gelang in

einer Vorstudie der Nachweis, dass ein Phased Array

zur gerichteten Messung von Echos realisierbar ist

(Hermann). Mit dieser Sensorarchitektur ist die von

Zeisberg untersuchte Aufgabenstellung mit hoher

Raumauflösung lösbar.

Die Arbeit wurde von den Professoren Dr. Wolfgang

Schroer und Dr. Günter Gramlich betreut.

IfKom-Preis

Für hervorragende Studienleistungen in der Kommunikationstechnik

verleiht der Berufsverband

Ingenieure für Kommunikation, vertreten durch

Dipl.-Ing. (FH) Kurt Wörz, den IfKom-Preis. Christian

Kelm, Studiengang Nachrichtentechnik, erhielt die

Auszeichnung für seine Diplomarbeit.

Der Preisträger entwickelte eine Systemsimulation

für einen digitalen Rundfunkempfänger, die alle

Vorgänge von der Antenne bis zum Analog/Digitalwandler

darstellt wie Antennenvorverstärkung,

Zwischenfrequenzumsetzung, Quadraturmischung

und Basisbandverarbeitung. Die simulierten Parameter

wie Verstärkung oder Rauschzahl weichen

niemals mehr als 0,5 Dezibel von den tatsächlich

gemessenen Werten ab. Die Systemsimulation wird

am Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen

eingesetzt, um digitale Rundfunkempfänger weiterzuentwickeln.

Die Arbeit entstand am Fraunhofer Institut

für Integrierte Schaltungen (IIS), Erlangen, und

wurde von Professor Dr. Frowin Derr sowie Dipl.-Ing.

Gerald Ulbricht, IIS, gemeinsam betreut. n

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45


46

Die Preisträger auf der

Hochschulgala 2009

von links nach rechts:

Jürgen Herbert Lenz,

VDI-Vorstand Thomas

Grassmann, Bernhard

Marx, Ante Trutin,

IfKom-Vorstand Kurt

Wörz und Wilken-Preisträger

Roman Wild.

AUSGEZEICHNET

Wilken-Preis

Der Wilken-Förderpreis der Fakultät Informatik,

gestiftet von dem Ulmer Software-Unternehmen

Wilken, ging an Roman Wild. Der Preis wird für

die beste Gesamt-Studienleistung im Studiengang

Wirtschaftsinformatik verliehen. In seiner Bachelor-

Arbeit erarbeitete er eine Lösung für die Abbildung

eines kundenspezifischen Reporting Prozesses in

der Software Pentaho BI Suite, die den Grundstein

für die Ablösung des bisherigen, auf Dokumenten

basierenden Ansatzes liefert. n

Unsere Preisträger

Preis des Vereins der Deutschen Ingenieure

Den VDI-Preis für die besten Abschlussarbeiten wurde

auf der Hochschulgala 2009 zum 30. Mal verliehen.

Er ging an Jürgen Herbert Lenz, Studiengang

Produktionstechnik und Organisation, und Bernhard

Marx, Studiengang Mechatronik.

Die preisgekrönten Arbeiten

n Jürgen Herbert Lenz beschäftigte sich damit, wie

Druckmaschinenkurven zerstörungsfrei geprüft werden

können. In seiner Machbarkeitsanalyse nutzte er

dabei das 3MA-Verfahren (Mikromagnetische Multiparameter-Mikrostruktur-

und Spannungs-Analyse).

Seine Untersuchungen ergaben, dass prinzipiell eine

prozessbegleitende Prüfung der Oberflächenhärte

und von Gefügemerkmalen möglich ist.

IfKom-Preis

Mit dem IfKom-Preis, welchen der Verband Ingenieure

für Kommunikation, Bezirk Württemberg,

gestiftet hat, wurde Ante Trutin, Studiengang

Nachrichtentechnik, ausgezeichnet. Er entwarf in

seiner Abschlussarbeit ein komplettes Chip-Layout

für einen Analog/Digital-Umsetzer, der nach dem

Sigma-Delta-Prinzip arbeitet. Hierfür nutzte er neue

Methoden der modellbasierten Entwicklung. Die

erarbeiteten Strukturdaten werden derzeit in einer

europäischen Chip-Fabrik mikroelektronisch umgesetzt.

Die aktive Chipfläche wird weniger als 2,5

mm 2 betragen. n

Die Arbeit wurde betreut von Professor Dr.-Ing. Josef

Kurfess, Hochschule Ulm, und Dipl.-Ing. B. Lindner,

Heidelberger Druckmaschinen, Amstetten.

n Bernhard Marx entwickelte ein Schaltungskonzept

für ein EMV-Filter, realisierte dieses und integrierte

es anschließend in bestehende Steuergerät

für die Elektrolenkung. In verschiedenen Tests gelang

es ihm, nachzusweisen, dass das EMV-Filter für den

Serieneinsatz tauglich ist.

Die Arbeit wurde betreut von Professor Dr.-Ing. Thomas

Walter, Hochschule Ulm, und Dipl.-Ing. (FH) P.

Lemmer, ZF Lenkungssysteme, Schwäbisch Gmünd.

n

Sommersemester 2009


Innovationspreis des Förderforums der Hochschule Ulm

Auf der Mitgliederversammlung des Förderforums

wurden folgende Abschlussarbeiten mit dem Innovationspreis

ausgezeichnet: Tobias Feger, erhielt die

Auszeichnung für seine Diplom-Arbeit, in der er einen

Echelle-Spektrografen entwickelte und aufbaute.

Dieser orientiert sich an den Bedürfnissen von Hobbyastronomen

und führt in seiner technischen Ausgereiftheit

zu einer Auflösung, die deutlich im Nanometerbereich

liegt. Damit lässt sich Licht in seine

einzelnen Wellenlängen zerlegen, um beispielsweise

neue Planeten aufzuspüren. Das Ergebnis ist ein

mechatronisch einwandfrei funktionierendes Gerät,

welches die Möglichkeiten von Hobbyastronomen

erheblich erweitert. Die Arbeit wurde von Professor

Dr. Georg Schulz betreut.

Der zweite Preisträger ist Andreas Steigmiller. Er

setzte sich in seiner Bachelor-Arbeit mit der Konzeption

und Implementierung einer Software auseinander,

die CAPTCHAs durch Skelettgraph Matching löst. Unter

CAPTCHA versteht man eine Art Sicherheitsmechanismus,

um bei einer Interaktion mit einem Computer

entscheiden zu können, ob der Gegenüber ein

Computer oder ein Mensch ist. Andreas Steigmiller

untersuchte, ob und wie sich in Gebrauch befindliche

CAPTCHAs, vor allem textbasierte Bilderrätsel, durch

Beratung

Softwareentwicklung

Frameworks und Generatoren

geschickte Kombination bekannter Verfahren aus den

Bereichen Bildverarbeitung und künstliche Intelligenz

lösen lassen. Er wies nach, dass Skelettgraph-basierte

Algorithmen grundsätzlich geeignet sind, stark überlappende

Strukturen zu dekodieren, und dass die

sich dabei ergebende kombinatorische Komplexität

mit Hilfe intelligenter Suchverfahren beherrscht werden

kann. Zahlreiche Softwareexperimente belegen

die viel versprechenden Ergebnisse. Auch werden

Grenzen der Vorgehensweise analysiert, die sich insbesondere

durch die erhebliche Merkmalsreduktion

bei der Skelettbildung ergeben. Die Arbeit wurde von

Professor Dr. Rüdiger Lunde betreut. ih

»Qualität denken, erkennen und schaffen«

Ulrich Altstetter (Mitte)

überreichte in seiner

Eigenschaft als Erster

Vorsitzender des Förderforums

die Auszeichnung an

Tobias Feger (2. von links)

und Andreas Steigmiller

(2. von rechts).

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Geburtstagsempfang zu Ehren

von Professor Bubenzer

In fast familiärer Atmosphäre beging die Hochschule Ulm im Mai den

60. Geburtstag ihres Rektors, Professor Dr. Achim Bubenzer. Hierfür

sorgten zum einen die Gratulanten aus der Hochschule, zu denen

sich eine illustre Gästeschar aus Politik und Wirtschaft gesellte, und

zum anderen Korbinian Bubenzer, der 15jährige Sohn des Rektors.

Gemeinsam mit seiner Partnerin am Flügel und als Solist begeisterte

er die Anwesenden durch sein facettenreiches und bereits vielfach

prämiertes Cello-Spiel, das die Feierstunde umrahmte.

In einer kurzweiligen Laudatio würdigte Professor Peter Obert, ehemaliger

Leiter des Schwerpunktes Energietechnik der Hochschule

Ulm, den „Jungsechziger“ als Person. Am 06. Mai 1949 im Hamburg

geboren und in einem Siegerländer Unternehmerhaushalt aufgewachsen,

entwickelte Bubenzer schon früh naturwissenschaftliches

Interesse. Das Studium der Physik führte ihn von Hamburg nach

Freiburg, wo er auf dem Gebiet der Kristallographie promovierte.

In seinen Jahren als Wissenschaftler beschäftigten ihn die optischen

Eigenschaften von Materialien sowie die Herstellung dünner und

dünnster Schichten. Das führte unvermeidbar zur Photovoltaik und

schließlich 1992 an die Hochschule Ulm, woran der Ulmer Solarpapst

Obert nicht ganz unschuldig gewesen war. Dazwischen lag jedoch

eine ausgesprochen ertragreiche Industriephase bei Messerschmidt-

Bölkow-Blohm, in der er den Aufbau einer heute noch funktionstüchtigen

Pilotfertigungsanlage für Solar-Module verantwortete.

Als Anhänger der Photovoltaik und Verfechter der Nachhaltigkeit

fand Bubenzer in Ulm einen gut vorbereiteten Boden. Dem Lehren,

Motivieren und Überzeugen der nachwachsenden Generation und

von Entscheidungstägern habe er sich verschrieben, weil nur so eine

Technologie wie die Photovoltaik verbreitet werden könne, so Obert.

Dieser rühmte Bubenzers vielseitiges Engagement in der Gesellschaft

- vom Kurator der Solarstiftung Ulm/Neu bis zum Vorstandsmitglied

in der Landes-Rektorenkonferenz der Fachhochschulen - und seine

Beharrlichkeit auch über Umwege und kleine Schritte seinen Visionen

näher zu kommen. Auch der eigentliche Festredner kam aus der

Ecke derer, die das Umdenken schon früh propagierten. Dr. Joachim

Nitsch, ebenfalls Weggefährte von Achim Bubenzer und ehemaliger

Abteilungsleiter am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

(DLR), Stuttgart, sprach über die verschiedenen Wege zu einer klimaverträglichen

Energieversorgung. ih

Wer einen runden Geburtstag

feiert, muss

viele Hände schütteln und

manches Lob aushalten:

Grußworte sprachen

Kanzler Herbert Jarosch

(Bild rechts außen),

Hochschulratsvorsitzender

Jürgen Dangel, Lutz Bölke

als Vertreter des Wissenschaftsministeriums

und

der Oberbürgermeister der

Stadt Ulm, Ivo Gönner

(Bild 4. Spalte unten).

PERSONEN 49

60.


50

RKF-Vorsitzender

Rektor Professor Dr. Achim Bubenzer übernimmt

ab September 2009 den Vorsitz der

Rektorenkonferenz der Fachhochschulen

(RKF) des Landes Baden-Württemberg. Er

wurde von seinen Amtskollegen für zwei

Jahren als Nachfolger von Professor Dr. Winfried

Lieber, Hochschule Offenburg, gewählt.

Bubenzer gehört bereits seit 2007 dem

Vorstand der RKF an. Lieber, der aus persönlichen

Gründen nicht mehr für den Vorsitz

kandidierte, wird die Arbeit Bubenzers als einer

von drei Stellvertretern unterstützen. Die

beiden anderen Stellvertreter sind Professor

Dr. Karl-Heinz Meisel, Hochschule Karlsruhe,

und Professor Dr. Bastian Kaiser, Hochschule

Rottenburg. n

Positionen mit Perspektiven:

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Jürgen Dangel wurde 70

Still und leise ist er im März 70 Jahre alt geworden

- einer der als das Musterbeispiel für

aktive Senioren gilt: Jürgen Dangel, ehemaliger

Chef der DASA/EADS am Standort Ulm,

ist in den vielen Jahrzehnten der vitale und

unruhige Geist geblieben. Und davon profitiert

die Hochschule Ulm schon seit langem.

Als Vorsitzender des Hochschulrats lenkt er

seit fast neun Jahren die strategische Ausrichtung

der Ulmer Fachhochschule. Bereits

Anfang der 90er hatte er den Vorsitz des Vereins

der Freunde und Förderer übernommen,

den er bis 2004 innehatte. Für seine Verdienste

hatte ihn die Hochschule Ulm 2008 zum

Ehrensenator ernannt.

Auch wenn Jürgen Dangel seine Wachablösung

im Hochschulrat für den September

bereits signalisiert hat, wird es künftig noch

genügend Berührungspunkte mit der Ulmer

Fachhochschule geben. Die Glückwünsche

der Hochschule Ulm überbrachte ihm Rektor

Professor Dr. Achim Bubenzer. ih

Neue Funktionsträger

Doris Pellkofer, Mitarbeiterin im Stabsbereich

Corporate Communications & Marketing, ist

von den Wahlberechtigten des nicht-wissenschaftlichen

Personals zur Gleichstellungsbeauftragten

gewählt worden. Ihre Amtszeit

beträgt vier Jahre. Das Amt der Stellvertreterin

hat Konstanze Löffler, Referentin des

Rektorats, übernommen. n

In Memoriam

Die Hochschule Ulm trauert um Professor Dr.

Siegfried Stief, der im Januar verstorben ist. Er

war von 1972 bis 2004 Mitglied der Fakultät

Grundlagen und lehrte das Fach Mathematik.

Auch nach seiner Pensionierung stand

er als Lehrbeauftragter der Hochschule zur

Verfügung und beteiligte sich zudem an

Aktionen, bei denen das Fach Mathematik

im Mittelpunkt stand, beispielsweise an der

Betreuung der Ausstellung über die Werke

von Franz Xaver Lutz n


Neu an der Hochschule Ulm

Dr. Markus Schmidt-Gröttrup

Professur für

Angewandte Mathematik

Vom hohen Norden

in den Süden

wechselte Dr. Markus

Schmidt-Gröttrup, als

er zum Sommersemester

die Professur an

der Fakultät Grundlagen

annahm. Rund

um Bremen beschäftigten

ihn bis dahin

beruflich Themen

wie Bildverarbeitung,

Software-Entwicklung

und elektronischer

Datenaustausch. Sein

Mathematik-Studium

hatte er zwischen 1977

- 1983 in Heidelberg

und Göttingen absolviert.

Danach ging er

an das Deutsche Krebsforschungszentrum

in

Heidelberg, wo er 1988

über Mehrgitterverfahren

promovierte.

Schmidt-Gröttrup ist

verheiratet und hat

einen Pflegesohn. Er

fährt Scooterbike, spielt

Gitarre und singt gerne.

Beschäftigte im Bereich Hochschulmanagement

Verena Seitz, Akademisches Auslandsamt

Beschäftigte in den Fakultäten und Instituten

Kilian Sing

Datenverarbeitung, Institut für Informatik

Ramona Hörmann, Fakultät Informatik

Akademische Mitarbeiter in den Instituten

n Institut für Informatik

Florian Langenbruch

Hennig Weissbach

Daniel Baur

n Institut für Betriebsorganisation und Logistik

Aleksandar Bogojoski

Christian Mayer

Markus Hirschmann

n Institut für Kommunikationstechnik

Peter Kuhn

Gabriele Schmitt

n Institut für Automatisierungssysteme

Thorsten Theiss

Max Fallenschmid

Dr. Manuela Boin

Professur für Physik und Mathematik

für Ingenieure

Die Fahrzeugsicherheit

stand 15

Jahre lang im Mittelpunkt

ihres beruflichen

Lebens bei TAKATA-

Petri im Ulm. Seit dem

Sommersemester ist Dr.

Manuela Boin Mitglied

der Fakultät Grundlagen

und vermittelt

nun Ingenieuren in

n Institut für Fahrzeugsystemtechnik

Lingyan Zheng

n Institut für Konstruktion und CA-Techniken

Stefan Fehrenbacher

Martin Glänzer

n Institut für Fertigungstechnik und Werkstoffprüfung

Julia Schilling

Simon Probst

Daniel Stiehle

n Institut für Energie- und Antriebstechnik

Eric Schenkel

spe das notwendige

Rüstzeug in Physik

und Mathematik. Sie

selbst studierte Physik

an der TU Chemnitz

und promovierte an der

Universität Hamburg.

Bei TAKATA beschäftigte

sie sich in leitender

Funktion mit der Entwicklung

und Serienproduktion

passiver

Insassenschutzsysteme.

Bereits während dieser

Zeit war sie an der

Hochschule Ulm als

Lehrbeauftragte tätig.

Sie ist verheiratet und

hat zwei Töchter.

Akademische Mitarbeiter in Projekten

Matthias Lutz (Prof. Dr. Christian Schlegel)

Denis Stampfer (Prof. Dr. Christian Schlegel)

Jana Deharde (Prof. Dr.-Ing. Frowin Derr)

Matthias Spägele (Prof. Dr.-Ing. Roland Münzner)

Christian Hermann (Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Schroer)

Simone Wäger (Prof. Peter Konold/Prof. Dr. Manfred

Wehrheim)

Fabian Schwäble (Prof. Dr. Thomas Walter)

Christian Merk (Prof. Dr. Thomas Walter)

Andreas Schönberger (Prof. Dr. Christian Dietrich)

n Fortsetzung Seite 52

Alle Porträtbilder privat

PERSONEN

51


52 PERSONEN

Neu an der Hochschule Ulm

Dr. Kai Gutenschwager

Professur für Informationssysteme

in der Logistik

Bereits seit zehn

Jahren engagiert

sich Dr. Kai Gutenschwager

an verschiedenen

Universitäten

wie Braunschweig,

Hildesheim, Sofia

und Hamburg in der

Lehre. Nun ist er als

Mitglied der Fakultät

Produktionstechnik

Impressum

Hochschulmagazin factum

herausgegeben im Auftrag des Rektors

der Hochschule Ulm durch

Corporate Communications & Marketing

Hochschule Ulm

Prittwitzstraße 10

89075 Ulm

Fon (0731) 50 28 279

Fax (0731) 50 28 476

ccm@hs-ulm.de

Chefredaktion: Dr. Ingrid Horn (v.i.S.P.)

Redaktionsassistenz: Doris Pellkofer

Bildredaktion: CCM/Druckerei Schirmer

Gestaltung: CCM in Zusammenarbeit mit

Atelier59 - Visuelle Kommunikation, Eutin

DeskTopPublishing: CCM

Titelseite

Pfauenauge besucht Asternblüten

Foto: Ursula Klaschka

Gestaltung: Annegret Ehmke, Atelier 59, Eutin

und Produktionswirtschafts

hauptberuflich

Dozent geworden. Der

Wirtschaftsinformatiker

erhielt sein Rüstzeug an

der TU Braunschweig.

Dort promovierte er

2001 mit einer Arbeit

über Online-Dispostionsprobleme

in der

Lagerlogistik. Anschließend

war bis zu seiner

Berufung als Niederlassungsleiter

der SimPlan

AG, Braunschweig,

tätig gewesen. Der

39jährige ist verheiratet

und Vater zweier

Kinder.

Fotos

S. 04 Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven

S. 05 Rat für Nachhaltige Entwicklung (oben), BUND

S. 11 phocos, Ulm

S. 11 centrotherm photovoltaics, Blaubeuren

S. 12 BMW

S. 16 Kasten: Hochschule Konstanz

S. 20 Kasten: Grau (oben), Weber (unten); Techniker-Krankenkasse

S. 22 Robert Bauer

Dr. Susanne Schade

Professur für Industriedesign

und Designmanagement

Design im Spannungsfeldzwischen

Ökonomie und

Ökologie ist ihr ein

Anliegen. Seit vielen

Jahren als Lehrbeauftragte

der Hochschule

Ulm verbunden, hat

Dr. Susanne Schade im

Sommersemester eine

Professur an der Fakul-

tät Maschinenbau und

Fahrzeugtechnik angenommen.

Ihre Tätigkeit

als freie Designerin bei

uli schade industriedesign,

dem Büro ihres Vaters,

behält sie jedoch bei.

Die gebürtige Ulmerin

studierte Industrie-Design

an der Universität

Duisburg-Essen und

entschloss sich nach

Jahren erfolgreicher

Berufstätigkeit 2005

zur Promotion, gefördert

durch das Mathilde-Planck-Programm.

Die 42jährige ist Mutter

eines Sohnes.

S. 32 PalTechnology (oben), Mitsubishi (unten)

S. 34 Deutsche Post DHL (unten)

S. 36 M. Duckek, Ulm (oben); Vermögen und Bau BW (unten)

S. 37 M. Duckek, Ulm (unten); Vermögen und Bau BW (oben)

S. 38 M. Duckek, Ulm (Räume); Vermögen und Bau BW (Haus)

S. 40 Robert Bauer

S. 46 Robert Bauer

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info@vmk-verlag.de

Auflage: 4000

ISSN 1864-7812

Preis: 3,00 Euro

Die Meinungen der Autoren müssen nicht mit der Meinung des

Herausgebers oder der Hochschulleitung übereinstimmen. Nachdruck

nur mit Genehmigung.

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe:

30. Juni 2010.


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