Download - Verkehrshaus der Schweiz

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InhaltOffen für neue Ideen3 EntdecktNatur hilftFlugtreibstoff sparenDer überraschende Tod von Verkehrshausgründer AlfredWaldis im vergangenen Juli beendete eine eindrücklicheund faszinierende Ära. Die Verkehrshausfamilie hat ein bedeutendesMitglied verloren. Der offene und zukunftsgerichteteGeist von Alfred Waldis wird jedoch weiterleben.Alfred Waldis hat die Neuausrichtung des Verkehrshausesimmer aktiv unterstützt und war bis wenige Wochen vorseinem Tod im 94. Lebensjahr stark an den Geschehnissendes Verkehrshauses interessiert – immer «offen für neueIdeen» – ein echtes Vorbild.Womit spielen Kinder in Ländern, in denen es keine Spielzeuggeschäftegibt? Ganz einfach – sie basteln ihre Spielsachenselber. Seit September finden Sie eine eindrücklicheAuswahl selbst gebauter Spielfahrzeuge aus Pakistan inunserer Ausstellung.4 FoKusEin Schweizer Pioniervon WeltrangWenn Sie unsere erfolgreiche und europaweit einmaligeSonderausstellung «Cargo – Faszination Transport» nochnicht gesehen haben, so haben Sie noch bis am 20. Oktober2013 Zeit, Ihr Wissen über globale Transporte und weltweiteLogistik auf eine informative und spielerische Art zuvertiefen. Aber nehmen Sie auch Ihre Kinder mit – unserSpiel- und Lernplatz «Kids-Cargo» bietet Ihnen unvergesslicheStunden.8 interviewAus Rostrot wirdwieder ExpoweissPlanen Sie einen Ausflug ins Verkehrshaus der Schweiznach Luzern, unser gesamtes Team freut sich auf Sie!Martin BütikoferDirektorImpressum Herausgeber Verkehrshaus der Schweiz, Lidostrasse 5, 6006 LuzernMitarbeiter dieser Ausgabe Jacqueline Schleier (Gesamtverantwortung & Anzeigen), JasminTrochsler (Redaktionsleitung), Damian Amstutz, Fritz Berger, Michèle Burkard, Olivier Burger,Martin Bütikofer, Claudia Hermann, Andreas Hofmann, Fabian Hochstrasser, Manuel Huber,Henry Wydler Layout aformat.ch, Luzern Titelbild Titelbild: Archiv Verkehrshaus der Schweiz,VA-46049 Bildquellen Archiv Verkehrshaus der Schweiz VA-46022, VA-46981, VA-46983,VA-47345, VA-50413, Damian Amstutz, Fritz Berger, Photopress, RUAG Aviation, Stefan WäflerÜbersetzung TransDoc SA, Crassier Korrektorat typo viva, Ebikon Druck Neue Luzerner ZeitungAG, Luzern Auflage 25 000 Ex. Erscheinung 5 x jährlich Gründung/Jahrgang 2005/4 PreisCHF 4.50/Ex., CHF 18.– pro Jahr Kontakt magazin@verkehrshaus.ch, 041 370 44 4410 in motionWeit weg vomSpielzeugladen14 EducationEine letzte Reisezurück in die Zeit derEisenbahnpioniereOffizielle Partner


EntdecktNatur hilftFlugtreibstoff sparenAutorin Jasmin TrochslerWas in der Halle Luft- und Raumfahrt hinter derLockheed Orion eher unbedeutend, klein undunscheinbar scheint, ist in der Luftfahrt von grosserBedeutung. Winglets sind die an den Enden der Flugzeugtragflächenangebrachten Anbauten, die den entstehendenWiderstand am Flügel verringern.Der Flügel eines Vogels als VorbildAbgeschaut von der Natur, ist das Winglet keine moderneErfindung. Beobachtet man Vögel wie Adler oder Milanbeim Gleitflug, erkennt man lange, fächerförmige Flügelenden,die nach aussen gegen oben gebogen werden.Diese sorgen für bessere aerodynamische Eigenschaften.Bereits 1897 hat Frederick W. Lanchester diesesWunderwerk der Natur erkannt und weiterentwickelt.Produktion in der SchweizDie RUAG in Emmen hat bereits insgesamt 6100 Winglets fürdie Airbustypen A318-321, A330, A340 und A380 geliefert.Die Luftströmung lässt durch die Wölbung des Profils überdem Flügel eine Unterdruck- und unter dem Flügel eineÜberdruckzone entstehen. Diese Zonen treffen an der Flügelspitzezusammen. Dabei entstehen starke Luftwirbel.Das Winglet bündelt den Luftstrom am Ende des Flügelsund verringert so die Randwirbel. Der Luftwiderstand wirdkleiner – und damit reduzieren sich auch der Kerosinverbrauchund die CO 2 -Emissionen. Mit Winglets stösst dieSwiss-Flotte jährlich rund 79 Tonnen weniger CO 2 aus. n3


FokusEin Schweizer Pioniervon WeltrangAlfred Waldis wurde 1919 geboren, trat 1937 als Stationslehrling in den Dienstder SBB und wechselte 1957 von der Kreisdirektion II in Luzern in das damalsgeplante und zwei Jahre später eröffnete Verkehrshaus der Schweiz als Direktor.Unter seiner dynamischen Führung war das Verkehrshaus von Anbeginn dasmeistbesuchte Museum unseres Landes.Autor Henry WydlerAls Museumsdirektor wurde Alfred Waldis zu einemder populärsten Schweizer seiner Zeit und seine Tätigkeitfand auch im Ausland grosse Beachtung.Sein Name wurde zum Synonym für diese Institution, welchezum Rütli der modernen Schweiz wurde und internationalesAnsehen erlangte. Mit dem Hinschied von AlfredWaldis am 10. Juli 2013 hat die Schweiz nicht nur einenpopulären Museumspionier verloren, sondern auch einengrossen Verkehrsfachmann, Verkehrshistoriker, Diplomatenund Repräsentanten einer innovativen Schweiz.Das Unmögliche möglich machenIm Spätherbst 1958 waren die meisten Gebäude des Verkehrshausesbereits erstellt und die Eröffnung auf den1. Juli des folgenden Jahres festgelegt. Nicht der idealerZeitpunkt, um ein dem Schrotthändler bereits zugesprochenesSchiff seinem Schicksal zu entreissen. Für AlfredWaldis war die Anziehungskraft dieses wichtigen Zeitzeugenaber schnell klar: Er handelte rasch, und quasi als«Weihnachtsgeschenk» wurde das Schiff bereits am23. Dezember auf dem Schwimmdock zum Bahnhofplatzgebracht, dort auf Spezialwagen verladen und in derNacht auf den 24. Dezember, begleitet von zahlreichenSchaulustigen, über die Seebrücke ins Verkehrshaustransportiert. Das «Rigali» wurde zum Anziehungspunktund Wahrzeichen des jungen Verkehrshauses und warwährend Jahren auf dem kleinformatigen Werbehänger inallen Eisenbahnwagen und Bergbahnen der Schweiz präsent.DS Rigi ist nicht nur der älteste noch erhaltene Raddampferder Schweiz –, das «Rigali» steht auch ganz amAnfang der Rettungsaktionen unserer Raddampfer aufverschiedenen Schweizer Seen.über das US-Raumfahrtprogramm. Ein Jahr später fandhier die erste Ausstellung über amerikanische Raumgleiterund Raketenflugzeuge statt. Alfred Waldis hatte längsthervorragende Beziehungen zu amerikanischen Raumfahrtexponentenaufgebaut und damit die besten Kartenfür das erste grosse Kultursponsoring eines SchweizerUnternehmens. Es gelang ihm, von der Uhrenfirma Longines1 Million Franken für das erste Grossplanetarium derSchweiz auszuhandeln und dieses nach Luzern zu holen!Das Planetarium wurde am 1. Juli 1969 von John Glennüber den Nachrichtensatelliten «Early Bird» eröffnet. Mitdiesem Bildungsinstrument gelang es Alfred Waldis,einen Verkehrshausbesuch für Familien und Schulen zueinem «Must» zu machen und die Besucherfrequenzen inbisher nicht gekannte Dimensionen zu heben!24Ein Planetarium für die SchweizAnfang der 1960er-Jahre begann vor allem das Wettrennenzum Mond auch unsere Bevölkerung zu begeistern.Im Rahmen seiner grossen Vortragstätigkeit für das Verkehrshausgab Alfred Waldis der Raumfahrt deshalb einenimmer wichtigeren Platz, und bald rapportierte er zusammenmit Eduard Stäuble und Dieter Wismann zahlreicheRaumfahrtunternehmen live am Schweizer Fernsehen.1966 hielt John H. Glenn im Verkehrshaus einen Vortrag


Ein Denkmal für die SwissairAlfred Waldis glaubte im Spätherbst 1974 nicht richtigverstanden zu haben, als ihm Armin O. Baltensweiler,damals Direktionspräsident der Swissair, eine Convair«Coronado» anbot – eines der modernsten Düsenverkehrsflugzeuge.Noch klang die Wirkung der 1972 eröffnetenneuen Halle Luft- und Raumfahrt mit all den prominentenGästen und Pionieren nach – die Halle wurde zumVorbild für das Air and Space Museum in Washington,Alfred Waldis genoss grösste Popularität und Anerkennung,wurde sogar im US-Senat erwähnt. So erklärtesich der Vorsteher des Eidgenössischen Militärdepartements,Bundesrat Rudolf Gnägi, nach einem Gesprächmit Alfred Waldis bereit, den Transport als militärischeÜbung durchzuführen und zu einer nationalen Sache zumachen. Die Bilder der Überführung auf dem Luft- undSeeweg gingen um die Welt. Sicher hat Alfred Waldismit diesem «Maserati der Lüfte» und mit der Lockheed«Orion» – beide waren die jeweils schnellsten Verkehrsflugzeugeihrer Zeit – das wohl schönste Denkmal für dieehemalige Swissair und deren Unternehmergeist geschaffen.Neues aus PrinzipAlfred Waldis machte es zum Prinzip, auch modernsteTechnologien zur Vermittlung der Ausstellungsinhalteeinzusetzen. Reichte es in der Anfangszeit, die Objektebegehbar zu machen und mit einem Hinweis «Bitte fotografieren»zu versehen, so hielten später immer komplexereAnlagen Einzug. Mit der Cosmorama-Schau in derneuen Halle Luftfahrt 1972 erreichte diese mit dem Einsatzvon 36 Diaprojektoren und 2880 Dias auf 18 Projektionsflächeneinen ersten Höhepunkt in technischer wieinhaltlicher Hinsicht. Alfred Waldis nutzte die Neutralitätdes Schweizer Standortes und präsentierte eine Schau,welche erstmals die Geschichte der amerikanischen undder russischen Raumfahrt öffentlich machte – mit Material,das er ja aus erster Hand erhalten hatte! Das Cosmoramastand damit am Anfang einer Reihe von Multivisionen,welche mit dem Swissorama (1984), dem Nautirama(1990), dem IMAX-Filmtheater (1996), der Swissarena(2005) und dem Autotheater (2009) eine Fortsetzung fanden.Diese Attraktionen und deren geschickt inszenierteEröffnungen mit Prominenz und Pionieren wurden zumMarkenzeichen des Verkehrshauses.Gastgeber und Diplomat par excellenceMit dem seit Anbeginn im Verkehrshaus eingegliedertenKonferenzsaal war das Verkehrshaus immer auch einbeliebter Tagungsort. So waren am Jahreskongress derFédération Aéronautique Internationale 1971 der russischeKosmonaut Vitali Sevastianov und der amerikanischeAstronaut James Lovell zu Gast. Dank der Unterstützungvon General Motors wurde auch ein Nachbau desMondautos «Lunar Rover» als Konferenzdekor aufgestellt.Im Rahmen dieses Treffens gelang es Alfred Waldis trotzdes in der Politik wie in der Raumfahrt gespannten Verhältnisseszwischen der Sowjetunion und den USA – eswar Kalter Krieg –, mit den beiden Ehrengästen einen ganzprivaten Ausflug auf den Pilatus zu unternehmen und seinenWunsch für den Fototermin des nächsten Tages vorzubringen.Das Bild aus dem Verkehrshaus war damalseine Sensation. Es war das erste Mal in der Geschichteder Raumfahrt, dass ein amerikanischer Astronaut und einsowjetischer Kosmonaut gemeinsam in einem Raumfahrzeugsassen –Glasnost im Verkehrshaus.Aussergewöhnliche MuseumsführungPioniere mit ihren Visionen, Erfindungen, Rückschlägenund Erfolgen waren Alfred Waldis stets ein besonderesAnliegen. So als Themen seiner Ausstellungen, als Ehrengästean den Eröffnungsanlässen, vor allem aber alsInhalt seiner 800 Reportagen, über 1000 Vorträge undzahlreichen Artikel und Bücher. In diesen hinterlässt ereine eigentliche Verkehrsgeschichte der Welt mit FokusSchweiz. Diese Grundlage inspirierte ihn auch zu über300 Studienreisen, in denen er 23000 Teilnehmer durchdie ganze Welt und an damals kaum zugängliche Ortegeführt hat. Die dazu notwendigen Kontakte hatte AlfredWaldis unter anderem durch seine Mitarbeit und Mitgliedschaftin nationalen und internationalen Museums-Organisationen, als Präsident der Abteilung Luftfahrt undMitglied des Sektorenkomitees Verkehr an der EXPO1964 in Lausanne und in der Eidgenössischen Kommissionfür eine Gesamtverkehrskonzeption, als Vizepräsidentder Astronautischen Kommission der FédérationAéronautique Paris und als Präsident des InternationalenVerbandes der Verkehrsmuseen.Die Möglichkeit, Mitglied des Vereins Verkehrshaus zuwerden und damit eine Art «Mitbesitzer» des Museums,war damals neu und bot grosse Synergien. UnzähligeMitglieder haben so als Botschafter des Verkehrshauses,durch ihre Hinweise auf erhaltenswürdige Objekte oderals Donatoren die Schaffung der bedeutendsten Sammlungzur Schweizer Verkehrsgeschichte ermöglicht.All dies erleichterte Alfred Waldis eine effiziente Mittelbeschaffungfür sein ambitiöses Vorhaben, jedem Verkehrsträgereine eigene Ausstellungshalle zu geben.Stellvertretend für die vielen verdienten Ehrungen undEhrenmitgliedschaften sei hier die im Zusammenhangmit dem Verkehrshaus wohl trefflichste angefügt: 1980die Verleihung des Spezialpreises des Europarates füraussergewöhnliche Museumsführung. nWer mehr über Alfred Waldis nachlesen möchte,sei verwiesen auf das Buch: ISBN 3-9520756-7-1Alfred Waldis – Gastgeber Verkehrshaus der Schweiz,Maihof-Verlag AG, CH-6002 Luzern, 1999.7


zur Person Andreas HofmannGelernter Bauspengler und Polymechaniker E. Nach diversen Tätigkeiten unter anderem alsHilfsschreiner, Trockenmaurer und zuletzt als Allrounder bei Karl’s Kühner Gassenschau seit2011 als projektbefristeter Mitarbeiter beim Verkehrshaus, Projektleiter für die Restaurierungdes Tauchbootes Mésoscaphe.8


InterviewAus Rostrot wirdwieder Expoweiss1964 war das U-Boot der Star der Expo, 2002 nur noch ein moosgrüner Wal.Zurzeit wird der Mésoscaphe im Verkehrshaus aufwendig restauriert.Zu den grössten Herausforderungen gehören für Projektleiter Andreas Hofmannder Zeitplan und das Finden der «richtigen» Kompromisse.Autor MANUEL HUBERDas Tauchboot hat eine bewegte Zeit hinter sich.In welchem Zustand kam es ins Verkehrshaus?In einem bedauernswerten Zustand. Damit das U-Bootüberhaupt nach Luzern transportiert werden konnte, wardas Deck komplett abgetrennt worden. Es fehlten Teilewie die Eingangsluken, Bullaugen sowie der originaleKiosk. Der Mésoscaphe wies zahlreiche Rost- undSchimmelschichten auf und es mussten aus dem Ballasttankganze Bäume entfernt werden. Die Druckkammer(Innenraum) war so gut wie nicht begehbar und mitSchimmelsporen kontaminiert, die sich auf den knapp20-jährigen Dreckschichten und den verwesenden TexanischenMöwen gebildet hatten.Welche Restaurierungsarbeiten wurdenbereits ausgeführt?Bisher konnte das Seitenruder als eines der wenigen Dingekomplett restauriert und konserviert werden. Ansonstenhaben wir die Heckflosse entrostet und konserviert,ebenso acht Ballasttanks. Im Heckbereich wurden Ausrostungenmit Blechflicken wieder eingeschweisst undverputzt.Und woran arbeiten Sie aktuell?Im Moment ergänzen wir die fast vollständig wegkorrodiertenBrückenfragmente und entrosten Ballasttankssowie den Deck-Zwischenraum. Verschiedene Firmenwie RUAG Aviation, Schindler, Stocker Stahl, WiederkehrGerüstbau, Akzo Nobel, Imfeld AG und Musée du Lémanunterstützen uns bei den Arbeiten, wovon die meistenparallel laufen.Wie kommen diese Arbeiten denn voran?Grundsätzlich gut, viel mehr ist mit den jetzigen Mittelnnicht machbar. Da die Arbeitskosten enorm ins Gewichtfallen, arbeiten wir auch mit Zivildienstleistenden, HelpingHands und neuerdings mit Asylbewerbern zusammen.Dies bringt uns voran, ist aber auch anstrengend,weil diese Personen angelernt werden müssen. Etwas,das wir unterschätzt haben, ist der Aufwand für das Entrostender kompletten Hülle.Mussten Sie dadurch Kompromisse eingehen?Ja, das mussten wir. Aber bei so einem Objekt gehörtdas dazu. Das Schwierigste dabei ist, die richtigen Kompromissezu finden.Was ist die grösste Herausforderung?Das ist nach wie vor der Zeitdruck. Bis im Herbst 2014wollen wir den Zugang für die Besucher ermöglichen,und die grössten Rekonstruktionen der Aussenhülle solltenfertig sein. Auch das Verbinden von Originalteilen mitNachbauten erfordert oft viel Fingerspitzengefühl.Wie realistisch ist es somit, dass der Mésoscaphepünktlich zum 50-Jahr-Jubiläum 2014 in neuemGlanz erstrahlt?Die Arbeiten werden zum grössten Teil abgeschlossensein. Anschliessend gilt es, die Details zu realisieren wieScheinwerfer, Bugspitze und Eingangstüren. Aus meinerSicht können nächstes Jahr nicht alle Arbeiten abgeschlossenwerden. Es gilt, noch das gesamte Deck vollständignachzubauen sowie das vordere Tiefenruder, dieEingangstüren, die Bugspitze und 64 Scheinwerfer herzustellenund zu montieren. Auch die Antriebswelle unddie Schiffsschraube müssen noch fachgerecht montiertwerden.Welchen persönlichen Bezug haben Sie zum U-Boot?An der Expo 02 sah ich dieses wahre Monstrum vonLand-Art wie einen gestrandeten moosgrünen Wal daliegen.Es schien, als hätte die Natur den Mésoscapheschon beinahe zurückgeholt. Seither arbeite ich nunschon bald zwei Jahre daran, und das ständige Entdeckenneuer Details macht die Arbeit äusserst interessant.Am meisten Spass macht sicher die Arbeit mit all denLeuten, die mithelfen, diesen alten Stahltank zu retten.Und wie ist es für Sie, nun zu erleben,wie der Mésoscaphe zu neuem Leben erwacht?Im Moment spüren wir die Veränderungen nicht allzu sehr,dafür sind wir wohl zu nahe dran. Aber der Vorher-nachher-Effektwird letztlich sicher eindrücklich ausfallen. n9


Aktionsreicher Sommerauf der ArenaVon Solex über Rolls-Royce bis zumFerrari. Neben den permanenten Ausstellungenund der jährlich wechselndenSonderausstellung organisiert dasVerkehrshaus der Schweiz zahlreicheEvents und Wochenenden rund um dieThemen Strasse, Schifffahrt, Luftfahrtund Schienenverkehr. Diesen Sommerwaren auch Vereine und Clubs aus allerWelt zu Gast. So machten der FerrariClub Holland oder der Rolls-RoyceEnthusiasts’ Club einen Stopp in derVerkehrshausarena.Den aktuellen Eventkalender finden Sie unterwww.verkehrshaus.ch/memberRückblick in Bildern: FerrariClub Holland zu Gast. DieRangierlok Ee 933 mit der neuenABB-Leistungselektronik-Technologie PETT nach derfeierlichen Enthüllung amThemenwochenende Schienenverkehr.Einfahrt eines Rolls-Royce durch die Eingangshalledes Verkehrshauses. Besuchdes Vereins Amicale Solexmit ihren Solex-Mofas.En(t)e gut, alles gutEine Ente hat sich das Solardach der Halle Strassenverkehr als Nestplatzausgesucht. Wie sie die neue Familie über die 12 Meter hohe Fassadezurück in den See führen würde, hatte sie sich wohl nicht überlegt.Die Brut wurde von Verkehrshaus-Mitarbeitern beobachtet und dieKüken danach zusammen mit Wildhütern zurück an den See gebracht.ThemenwochenendeLuft- und RaumfahrtWollten Sie schon immer in einem F/A-18-Kampfflugzeug mitfliegen?Steigen Sie ein in den Simulator und übernehmen Sie dasSteuer. Instruiert werden Sie vom Virtual Flight Instructor Team bestehendaus Hansjörg und Markus Schindler. Vater und Sohn habensich ganz der militärischen Flugsimulation verschrieben. Nervenkitzelist garantiert. Vom 11. bis 13. Oktober findet im Verkehrshausdas Themenwochenende Luft- und Raumfahrt statt. Esther Martinetwird in ihrem Buch «Die Peilsonate» die Schweizer Aviatik in den1930er-Jahren vorstellen und die Stiftung Segelfluggeschichte wirdmit einem Oldtimer-Segelflugzeug vor Ort sein. Weitere Attraktionenund interessante Begegnungen garantieren einmalige Erlebnisse.13


educationEine letzte Reisezurück in die Zeit derEisenbahnpioniereDie Besucher erleben die Geschichte des Tunnelbaushautnah! Verschiedenste Protagonisten wie die EisenbahnpioniereAlfred Escher und Louis Favre, aber auchdie Arbeiter selbst führen durch die animierte Show. Die(Zeit-)Reise beginnt im Tunneldorf Göschenen, bevor sieselber in die Grubenbahn einsteigen und in die Baustelledes Gotthardtunnels einfahren – damals die grösste Baustelleder ganzen Schweiz!Nach zahlreichen Shows ist die Technik dieser Attraktionin die Jahre gekommen, zudem braucht das Verkehrshausder Schweiz Platz für neue moderne Attraktionen.Deshalb wird der Betrieb der Gotthardtunnelshow am3. November 2013 eingestellt.Also: Nutzen Sie bis Ende Oktober noch einmal die Gelegenheitfür eine letzte Reise zurück in die Zeit der Eisenbahnpioniereund geniessen Sie noch einmal die aufwendiggestaltete Show!Selbstverständlich bleibt das Thema Gotthard im Verkehrshauserhalten. Das Gotthardbahnmodell, Originalfahrzeugeund der Tunnelbohrkopf «Sissi» zeugen davon.Im Hinblick auf die Eröffnung des Gotthardbasistunnels2016 wird das Thema in der Halle Schienenverkehr zudemwieder aufgenommen und neu inszeniert. nReservationen für Schulklassen:www.verkehrshaus.ch/schuldienst14


HABEN SIEGEWUSSTDASS……bis heute 3 Autos auf demMond herumgefahren sind?Die sogenannten Lunar RovingVehicles befinden sich noch immerauf dem staubigen Planeten. Mitinsgesamt rund 38 Millionen DollarGesamtkosten ist es bis heute einesder teuersten Elektroautos weltweit.…es am Meeresgrund Stellengibt, an denen das Wasser soknapp ist wie in der Wüste?Unter Wasser gibt es tatsächlichBereiche, in denen fast kein Wasserverfügbar ist! Wie kann das sein?Möglich machen dieses SzenarioSalzseen am Meeresboden – wiezum Beispiel auf dem Grunddes östlichen Mittelmeeres, in einerTiefe von 3500 Metern.…das längste Lied der Weltseit dem Jahr 2000 in Grossbritannienvon einem Computergeneriert wird?Dieser reiht Töne so aneinander,dass sich die «Musik» immer ändert.Das Lied soll noch bis am 31. Dezember2999 laufen, also 1000 Jahre.…die Sonne allein durch ihrabgestrahltes Licht jedeSekunde rund 4 MillionenTonnen Masse verliert?Aber keine Sorge: Im Vergleichzu ihrer Gesamtmasse von rund2 000 000 000 000 000 000 000000 000 Tonnen ist das verschwindendgering.…sich im Jahr 2010 16 jungeFrauen in einen Smart Fortwogequetscht und damit einenWeltrekord aufgestellt haben?Eigentlich ist der nur 2,70 Meterlange Kleinstwagen für einen Fahrerund einen Beifahrer ausgelegt.…ein geübter Tramper maximal15 Minuten an einer Stellesteht, bis er wieder eine Mitfahrgelegenheithat?…bei einem Blitzeinschlag inSand Glas entstehen kann?Wenn in der Natur ein Blitz auf reinenQuarzsand trifft, entstehen Temperaturenvon bis zu 30 000°C. DerBlitz sucht sich seinen Weg durchden Sand und schmilzt dabei dieSandkörner um sich herum. Diegeschmolzenen Sandkörner kristallisierenund bilden eine Röhre in derForm des Blitzes. In der Fachsprachewerden diese Röhren als «Fulgurite»bezeichnet und können einigeMeter lang werden.…man Kälte einfach weglachenkann?Forscher der Universität Zürich habeneine Studie veröffentlicht, die das beweist.Die Testpersonen der Studie,die während eines lustigen Films lachten,konnten ihre Hand 20 Minutenlänger in eiskaltem Wasser baden alsPersonen, die nicht lachten.… die 3D-Brillen im Filmtheaterkeine Einweg-Brillen sind?Sie werden nach jeder Vorstellungwieder gereinigt und für den nächstenFilm bereitgestellt.…das am meisten recycelteKonsumgut das Auto ist?Die fast 13 Millionen recyceltenFahrzeuge aus dem Jahre 1997würden hintereinandergestellt einenStau ergeben, der problemloseinmal um die Erde gehen würde.15


aktuellNEUIM SHOPDas grösste Filmvergnügender SchweizVerewigung einer 100 Jahrealten Legende: Auf demGehäuse boden sind OskarBider und die Limitierungsnummerfein eingraviert.Oskar-Bider-UhrLimited EditionAls Hommage an den Flugpionier Oskar Biderproduzierte der Schweizer UhrenherstellerOris die neue Oskar-Bider-Uhr Limited Edition.Im Juli 1913 flog der Schweizer im Alter vonnur 22 Jahren als Erster über die Alpen.Dabei stellte er einen neuen Höhenrekord auf.Bei der Überquerung des Jungfraujochserreichte er mit dem Bleriot-XI-Eindecker eineHöhe von 3600 Metern.CHF 2500.–Mitglieder des Verkehrshauses und desAero-Clubs der Schweiz erhalten die Uhr10% günstiger, für CHF 2250.–.Erhältlich im Verkehrshaus Shop oder imOnline-Shop: shop.verkehrshaus.chAuf den Spurender Big FiveIm Dokumentarfilm «Kenia 3D»reisen die Zuschauer in einige derschönsten Tierparks der Erde. Siefolgen zwei jungen, furchtlosenMassai auf einer rituellen Safari undentdecken mit ihnen entlegensteEcken Kenias. Vom spektakulärenNakurusee im Rift Valley bis zuden Loita-Bergen, wo jährlich diegrossen Migrationen der Gnus,Zebras und Gazellen auftreten.ab 26. September 2013im TagesprogrammFür Liebhaberklassischer MusikDie renommiertesten Opern- undBallettproduktionen live aus denberühmtesten Opernhäusern undTheatern dieser Welt. Die Werkewerden in brillanter Ton- und Bildqualitätvia Satellit live auf die grössteLeinwand der Schweiz übertragen.Die Besucher stehen regelrecht mittenauf der Bühne zwischen Opernsängernoder Balletttänzerinnen undkönnen sogar während der Pauseneinen Blick hinter die Kulissen werfen.Herzlich willkommen in der MetropolitanOpera in New York oder imBolschoi-Ballett in Moskau.3 Monate gratisSie sind noch nicht Mitglied unseres Vereins?Dann lohnt sich ein Beitritt jetzt ganz besonders!Profitieren Sie mit der Herbstaktion vomkostenlosen Eintritt bis Ende 2013 (Oktober,November und Dezember sind gratis).Ihr Beitrag gilt bereits für das Jahr 2014.Ihre wichtigsten Vorteile:– Täglich freier Eintritt mit direktem Zugang– Diverse Vergünstigungen und Rabatt imVerkehrshaus Shop– Einladung zum exklusiven Mitgliedertaginkl. Mitgliederversammlung– und vieles mehr …Detaillierte Informationen und Statuten unterwww.verkehrshaus.ch/memberMitgliedschaften ab CHF 70.–Nach einer wahrenGeschichteDas Rennfahrerdrama «Rush» zeichnetdie legendäre Rivalität der beidenFormel-1-Piloten Niki Lauda undJames Hunt nach. Im Fokus steht dieSaison 1976, in der Lauda seinenberüchtigten Unfall auf dem Nürburgringhatte.ab 10. Oktober 2013im AbendprogrammProgramm und Tickets unter www.filmtheater.chKleine Schneckeganz grossDie Geschichte der kleinen SchneckeTurbo, die grosse Träume hat undganz schnell sein möchte. NachdemTurbo durch einen verrückten ZufallSupergeschwindig keit erlangt,startet sie voll durch und bricht zueiner aussergewöhnlichen Reise auf.ab 28. September 2013im Abendprogramm

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