Pflegen statt spielen und lernen - Volkshilfe Österreich

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Pflegen statt spielen und lernen - Volkshilfe Österreich

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EditorialFür mehrMenschlichkeit© Thomas Blazina/VolkshilfeSeit Jahrzehnten wird in Österreichmit Vorurteilen und SündenbockmentalitätPolitik gegen „AusländerInnen“gemacht. Im Wahlkampf blieben zwardie schlimmsten Anfeindungen undDiskriminierungen aus. Das liegt aberauch daran, dass wir uns alle leider anein hohes Niveau von Ausländerfeindlichkeitund Islamphobie gewöhnt haben.Die Volkshilfe ist Teil der Allianz„Gegen Unmenschlichkeit“ und wirdauch weiterhin für menschlichereFremdengesetze eintreten.Menschlichkeit ist ein Begriff, dersich wie ein roter Faden durch dieArbeit der Volkshilfe zieht. Wenn inUntersuchungen festgestellt wird,wie viele Kinder und Jugendliche inÖsterreich Eltern oder nahe Angehörigepflegen, dann ist es ein Akt derMenschlichkeit, darauf aufmerksamzu machen. Und Maßnahmen anzubieten,die betroffenen Kindern ihrschweres Schicksal erleichtert.Aber auch die Unterstützung beimSchulstart, die von der Volkshilfe inZusammenarbeit mit LIBRO geleistetwird, bringt Entlastung für die Elternund etwas Farbe und Hoffnungin die Kinderzimmer. Die Volkshilfelegt auch beim Thema Armut ihrenSchwerpunkt auf die Situation vonKindern, die oft besonders unter denEntbehrungen und Einschränkungenleiden, was ein Aufwachsen in Armutauch in Österreich mit sich bringt.Viele in Armut aufgewachsene Kinderdurchbrechen den Kreislauf nie, diegeringeren Chancen führen auch alsErwachsene oft zu einem Leben amRande der Gesellschaft.Mehr Menschlichkeit zeigen die Menschenoft, wenn Naturkatastrophengroße Schäden anrichten. HerzlichenDank an alle, die mit ihren Spendengezeigt haben, dass sie gerne auch anandere denken, so konnte den Opferndes letzten Hochwassers sehr raschgeholfen werden. Sowohl im Rahmender ORF-Aktion Hochwasserhilfe, alsauch mit eigenen Spendenmitteln.Die Volkshilfe ist in einigen Bundesländernein sehr großer Anbieter von Projekten,die Menschen wieder an den Arbeitsmarktheranführen. Diese werdenauch in unseren internationalen Projektengenutzt. Gemeinsam mit wienworkwurde beispielsweise vor Kurzem eineSozialkantine in Moldau aufgebaut undin Betrieb genommen.Mehr Miteinander und füreinander – dasist das bessere Rezept, als das gegeneinanderAusspielen und den Hass undNeid zu schüren. Davon sind wir in derVolkshilfe seit Jahrzehnten überzeugt.Ihr Erich FenningerGeschäftsführerVolkshilfe Österreichwww.volkshilfe.at| 3


Inhalt0514162205 Wenn das Kind die Eltern pflegt. Über Kinder kranker Eltern09 Tag gegen Armut. Tagung in Wien14 Frauennotschlafstelle. Öffnet im Herbst in Klagenfurt16 Start für „PAAP”. Volkshilfe Salzburg unterstützt schulpflichtige, beeinträchtigte Kinder22 MOBITIK feiert Geburtstag. 10 Jahre mobile Tiroler Kinderhauskrankenpflege33 Bäume für Burkina Faso. Projekt zur KatastrophenvorsorgeVolkshilfe KärntenPlatzgasse 189020 Klagenfurt% 0463/324 95Fax 0463/324 95-83434 Für Frauenrechte. Volkshilfe unterstützt MUDHAKurznachrichtenVolkshilfe SalzburgInnsbrucker-Bundesstr. 375020 Salzburg%0662/42 39 44Fax 0662/42 39 44-4Volkshilfe TirolSalurnerstraße 2/IV6020 Innsbruck%0512/58 74 75Fax 0512/57 36 35Volkshilfe VorarlbergAnton-Schneider-Str. 196900 Bregenz% und Fax 05574/488 53Volkshilfe im Social Webwww.facebook.com/volkshilfewww.twitter.com/volkshilfewww.youtube.com/volkshilfeosterreichOffenlegung gem. §25 Mediengesetz: Das Volkshilfe Magazin für Menschenerscheint vier Mal jährlich und dient der Information von Mitgliedern, FunktionärInnen,SpenderInnen und haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen über dieAufgaben, Tätigkeiten und die Projekte der Volkshilfe in Österreich.Impressum:Herausgeber: Volkshilfe Österreich, 1010 Wien, Auerspergstraße 4,Tel.: 01/402 62 09, Fax: 01/408 58 01E-Mail: office@volkshilfe.at, www.volkshilfe.atRedaktion: Margit Kubala, Erwin Berger, Karin Ortner, Verena Fabris, DorisWimpissinger, Kerstin Egger, Alois Wind, Othmar Schneglberger, Manuela GreiterMedieninhaber, Verleger, Anzeigenverkauf, Layout und Produktion:RS Medien GmbH, 4800 Attnang, office@rs-medien.at;Druckerei: Ferdinand Berger & Söhne GmbHBildnachweis: Volkshilfe Österreich oder wie angegebenNeubestellung? Umgezogen? Abbestellung?Wenn Sie Fragen oder Wünsche haben, wenden Sie sich bitte an die VolkshilfeBundesgeschäftsstelle, Auerspergstraße 4, 1010 Wien unter 01/402 62 09 oderoffice@volkshilfe.atFlashmob gegen Unmenschlichkeit„Für eine menschliche Flüchtlingspolitik“ protestierten am20. September rund 200 Personen vor dem Parlament. Unterdem Motto „5 vor 12 für eine menschliche Flüchtlingspolitik“wurde die Europahymne „Ode an die Freude“ angestimmt.Mehr Infos: www.gegen-unmenschlichkeit.atFreiWILLigenmesseSie möchten sich freiwillig engagieren oder sich einmal unverbindlichüber Möglichkeiten von Freiwilligenarbeit informieren?Dann am besten vom 12. bis 13. Oktober bei derFreiwilligenmesse vorbei schauen. Ab 10:00 Uhr Vormittagkann man im Museum für angewandte Kunst in Wien mehrals 70 Einrichtungen kennen lernen.Mehr Infos: www.freiwilligenmesse.at4 |Magazin für Menschen


Pflege80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Österreich werdenvon ihren Angehörigen gepflegtWenn das KindMama oder Papa pflegtEine neue Studie gibt erstmals Einblicke in die Situation pflegender Minderjähriger.Erschreckend ist, dass die Zahl der Betroffenen doppelt so hochist, als bisher angenommen. Die Volkshilfe widmet diesen Kindern 2013 den„Österreichischen Pflege- und Betreuungspreis“.Pflegende Angehörige sind die wichtigsteStütze im österreichischen Pflegesystem.Die Mehrfachbelastungen,die pflegende Angehörige tagtäglichtragen, werden seit Jahren öffentlichthematisiert. Die Rolle von Kindernund Jugendlichen in der familiärenPflege fand bisher allerdings kaumBeachtung.„Es geht hier nicht um die normaleMithilfe im Haushalt. Es geht um Kinderund Jugendliche, die tagtäglichmehrere Stunden Mutter, Vater oderGroßeltern pflegen müssen“, weißErich Fenninger, Bundesgeschäftsführerder Volkshilfe Österreich.Eine aktuelle Studie des Instituts fürPflegewissenschaften der UniversitätWien erhob Ende 2012 erstmals repräsentativeZahlen zur Situation pflegenderMinderjähriger. Rund 42.700Kinder und Jugendliche im Alter von 5bis 18 Jahren pflegen demnach einenFamilienangehörigen. Die Studie gibtEinblicke in das Leben von pflegendenMinderjährigen: Je nachdem, wosie gebraucht werden, helfen sie imHaushalt, den gesunden Geschwisternoder in der direkten Pflege für die erkranktePerson. Manchmal fünf odermehr Stunden am Tag. Hilfe von außen,zum Beispiel durch Freunde odereine Pflegeperson, nehmen Kinder nurselten an.„Bisher war man in Österreich vonrund 20.000 betroffenen Kindern undJugendlichen ausgegangen. Dass esdoppelt so viele sind, muss ein Warnsignalan die Politik sein“, kritisiertFenninger.Pflegen statt spielen und lernenPutzen, kochen, den Haushalt führen,Wäsche waschen, bei Körperpflegehelfen und daneben noch in dieSchule gehen. Das durchschnittlicheAlter von pflegenden Kindern liegt bei12,5 Jahren. „Die Kinder erleben tagtäglichSituationen, in denen sie dieRolle des Erwachsenen übernehmenmüssen. Wenn sie rund um die Uhrso große Verantwortung tragen müs-www.volkshilfe.at| 5


PflegeRund 42.700 Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 18 Jahren pflegen einen Familienangehörigensen, sind viele Minderjährige überfordertund erschöpft“, erklärt TeresaMillner-Kurzbauer, Pflegeexpertin derVolkshilfe. Pflegende Kinder leiden öfteran Kopf- oder Rückenschmerzen,an Schlafproblemen oder unter Existenzängsten.Viele haben keine Zeitfür Freunde oder die Schule und dasLernen kommen zu kurz.In Österreich gibt es rund 440.000Menschen, die pflegebedürftig sind.80 Prozent werden daheim von Verwandtengepflegt, den Großteil derArbeit leisten Frauen. Diese Geschlechterrollenspiegeln sich auchunter pflegenden Kindern wider. „70Prozent der pflegenden Kinder sindMädchen“, weiß Millner-Kurzbauer.„Wir brauchen deshalb unbedingt geschlechtsspezifischeMaßnahmen, umbesonders Mädchen zu entlasten undzu unterstützen.“Darf kein Tabuthema seinKurzbauer sieht in der Studie „Kinderund Jugendliche als pflegende Angehörige“einen besonders wichtigenBeitrag zur Enttabuisierung. „PflegendeKinder leisten sehr viel, aber das oftim Verborgenen. Viele Kinder wollenüber ihre Sorgen nicht sprechen undverdrängen die Belastung. Die öffentlicheDiskussion steckt in Österreichnoch in den Kinderschuhen“, weiß diePflegeexpertin. Durch die Studie gibtes erstmals valide Zahlen für Österreich– ein Durchbruch für das Tabu-Thema „pflegende Kinder“.„Kinder dürfen nicht die Hauptlast fürdie Gesundheit eines ErwachsenenUnbeschwert Kind sein! Minderjährige dürfen nichtdie Hauptlast ...tragen. Man stiehlt ihnen damit dieKindheit“, ergänzt Fenninger und stelltForderungen an die Politik. Durch medialeAufklärungs- und Informationskampagnenmüsse das Thema derBevölkerung ins Bewusstsein gerufenwerden. Außerdem brauche es kindergerechteAufklärung und kinder- undfamilienfreundliche Hilfsangebote.„Nicht nur die körperliche, sondernauch die seelische Belastung müssenwir für die Kinder möglichst geringhalten“, so Fenninger.Ein besonderes Anliegen ist Fenningerder Ausbau von Schulsozialarbeit:„Wir müssen Kinder dort abholen, wosie sind. SchulsozialarbeiterInnen sindwichtige Anlaufstellen für Kinder, dienicht wissen, an wen sie sich wendenkönnen.“6 | Magazin für Menschen


Pflege... für die Gesundheit eines Erwachsenen tragenÖsterreichischer Pflege- und BetreuungspreisDie Volkshilfe würdigt seit 2006 pflegendeAngehörige und ehrenamtlicheHelferInnen für ihr tägliches Engagementin der häuslichen Pflege mitdem „Österreichischen Pflege- undBetreuungspreis“. Heuer gab es erstmalseinen Sonderpreis für pflegendeJugendliche. Vier Jungen und Mädchen,die einen Familienangehörigenunterstützten, wurden bei der feierlichenPreisverleihung am 25. Septembermit dem Sonderpreis ausgezeichnet.„Die Freude war natürlich groß.Die Jugendlichen erlebten erstmalsöffentliche Anerkennung für ihre Leistungen“,erzählt Teresa Millner-Kurzbauer,die das Projekt leitet.Die Lebenserwartung in Österreich hat sich in den letzten 100 Jahren beinahe verdoppelt.In Österreich gibt es rund 440.000 Menschen, die pflegebedürftig sindDer „Österreichische Pflege- und Betreuungspreiswird vom Bundesministeriumfür Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz(BMASK) unterstützt.Mehr als 100 Menschen besuchtendie Preisverleihung, die im Marmorsaaldes BMASK stattfand. „Wir wollenpflegende Angehörige ermutigen,über ihre Erfahrungen, aber auchSchwierigkeiten zu berichten. Sie sinddie besten BotschafterInnen“, ist ErichFenninger überzeugt. „Auf diesemWeg wollen wir Pflege gemeinsamzum Thema machen.“Studie nachlesenDie Studie „Kinder und Jugendlicheals pflegende Angehörige“ ist kostenlosabrufbar unterwww.pflegedaheim.atDas fordert die Volkshilfe:< Aufklärungs- und Informations-< kampagnen, um das Bewusst-< sein der Bevölkerung zu schärfen< kindergerechte Informations-< angebote< kinder- und familienfreundliche< Hilfsangebote< geschlechtsspezifische Maß-< nahmen, um besonders< Mädchen zu entlasten< Ausbau von SchulsozialarbeitWir danken den BewohnerInnen und dem Team des Volkshilfe Seniorenzentrums Kittsee sowie dem Fotografen Jürgen Pletterbauer für die gute Zusammenarbeit.www.volkshilfe.at| 7


ArmutLIBRO Geschäftsführer Christian Welles (links) undErich Fenninger, Geschäftsführer der VolkshilfeÖsterreichUnter dem Motto „Große Hilfe für unsereKinder“ rief die Volkshilfe rechtzeitigzu Schulbeginn zum drittenmaldie „Volkshilfe Schulstartaktion“ insLeben. Die Soforthilfe-Aktion unterstütztebenachteiligte Familien mitschulpflichtigen Kindern mit Warengutscheinenfür dringend benötigteSchulartikel.„Die Volkshilfe konnte rund 1.200Familien unterstützen. Dank der Kooperationmit LIBRO und der Hilfezahlreicher SpenderInnen wurdenWarengutscheine im Wert von 50.000Euro ausgegeben“, zieht Erich Fenninger,Bundesgeschäftsführer derVolkshilfe Österreich, Bilanz.Christian Welles, LIBRO Geschäftsführer,unterstützt die Aktion: „LIBRO istdie Nummer 1 bei Schule. Es ist esuns ein besonderes Anliegen, Familienmit der Volkshilfe Schulstartaktion zuunterstützen. Deshalb gibt es pünktlichzum Schulbeginn in allen Filialeneine spezielle Tragtasche zu kaufen.Unterstützung für1.200 FamilienVolkshilfe und LIBROunterstützten Familienzum Schulstart mitWarengutscheinen imWert von 50.000 Euro.Pro verkaufter Tasche spendet LIBRO10 Cent an die Volkshilfe.“In Wien und Niederösterreich engagiertensich rund 40 lokale VolkshilfeVereine im Kampf gegen Armut. ImBurgenland wurden Kinder und Elternunterstützt, die von der mobilen Familienintensivbetreuungder VolkshilfeBurgenland betreut werden. In Salzburgwidmete sich die Soforthilfeaktioninsbesondere Kindern der sonderpädagogischenZentren.In der Steiermark, Kärnten und inOberösterreich standen zahlreicheBezirksstellen mit Rat und Tat zurSeite. In Tirol waren VolkshelferInnenbei zwei Straßenaktionen in Wörgl undInnsbruck im Einsatz. Bei der VolkshilfeVorarlberg stand der ganze MonatSeptember im Zeichen der Schulstartaktion.„Unser Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichenMitarbeiterInnen“, betontFenninger. „Nächstes Jahr wirddie Schulstartaktion auf jeden Fallfortgesetzt.“Alle Bilderwww.volkshilfe.at/bilderAlle Infoswww.volkshilfe.at/schulstartaktionUnterstützen Sie Familienin Österreich!SpendenkontoBIC: OPSKATWWIBAN: AT77 6000 0000 0174 0400Kennwort: „Schulstart“www.volkshilfe.at/onlinespendenSMS-Spende: 0676 800 70 808 | Magazin für Menschen


ArmutArmut grenzt aus. Holen wir gemeinsamKinder und junge Erwachseneaus ihren Armutslagen heraus!Und raus bist du ...Österreich ist eines der reichsten Länder der Weltund dennoch gibt es Kinder, die in Armut aufwachsenmüssen.© Roos Koole / ANP PicturedeskWenn Kinder in Armut aufwachsenmüssen, sind sie gezwungen, mit Entbehrungenzu leben. Vor allem Kindermit nur einem Elternteil, Kinder aus kinderreichenFamilien und Kinder mit Migrationshintergrundsind von Armut bedroht.Vor allem Kinder mit nur einemElternteil, Kinder aus kinderreichen Familienund Kinder mit Migrationshintergrundsind von Armut bedroht. 331.000Kinder und Jugendliche unter 20 Jahrensind armuts- und ausgrenzungsgefährdet.Kinder von armen Eltern habenschlechtere Chancen in der Schule undwerden gehänselt und ausgeschlossen,weil sie kein, Geld für eine Jausehaben oder nicht erzählen können, wosie auf Urlaub waren.„Wir müssen auch die Bedürfnisse undWahrnehmungen der Kinder in denBlick nehmen, um wirksame Maßnahmengegen Kinderarmut zu ergreifen“,sagt Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger.Kinderarmut-TagungWas ein Aufwachsen in Armut bedeutetund welche Wege es aus der Kinderarmutgibt, wird im Rahmen der Fachtagungam 17. Oktober 2013 „Aufwachsenin Armut. Kinderarmut in Österreich– Befunde und Auswege“ diskutiert.Bundesgeschäftsführer Erich Fenningerund Tom Schmid, Leiter der SozialökonomischenForschungsstelle,werden die Ergebnisse einer aktuellenStudie der Volkshilfe Österreich und derSFS - Sozialökonomische Forschungsstellepräsentieren. Gerda Holz vomFrankfurter Institut für Sozialpädagogikberichtet über die Langezeitstudie zuKinderarmut von AWO/ISS. BundesministerRudolf Hundstorfer spricht überdie Herausforderungen für die Sozialpolitikim Kampf gegen Kinderarmut.Mit Wegen aus der Kinderarmut setzensich Monika Klinger, Leiterin der Familienhilfeder Volkshilfe Niederösterreich,Jetzt Ihren Eintritt zurTagung sichern!„Aufwachsen in Armut. Kinderarmutin Österreich. Befunde undAuswege“Wann: 17. Oktober 2013Monika Pinterits, Kinder- und Jugendanwältinund Laura Schoch von derBundesjugendvertretung auseinander.9:00 Uhr - 13:45 UhrWo: Podium, Architekturzentrum WienMuseumsplatz 1, im MQ 1070 Wienwww.volkshilfe.at/taggegenarmutDie Teilnahme ist gegen Voranmeldungper E-Mail kostenlos:veranstaltungen @volkshilfe.atwww.volkshilfe.at| 9


Kärnten„Volkshilfe Schulstartaktion“in KärntenZum dritten Mal unterstützt dieVolkshilfe gemeinsam mit LIBRO ineiner österreichweiten „VolkshilfeSchulstartaktion“ Familien mit Warengutscheinen,deren Einkommenunter der Armutsgefährdungsschwelleliegt (siehe auch Seite 8). Dr. DieterAntoni, Präsident der VolkshilfeKärnten: „In Kärnten werden in allenBezirken Gutscheine verteilt. Das istfür vielen Familien eine große Hilfe.“Volkshilfe Schulstartaktion in VölkermarktVolkshilfe Schulstartaktion in Klagenfurt Volkshilfe Schulstartaktion in Spittal Volkshilfe Schulstartaktion in Villach10 | Magazin für Menschen


KärntenWerner „grill fest“Ewald Wiedenbauer mit Chef-Griller Werner Preschern und Mitarbeiterinnen der Volkshilfe KärntenVizepräsident Ewald Wiedenbauer besuchte das Sommerfestder MitarbeiterInnen der Volkshilfe Kärnten undgenoss gemeinsam mit MitarbeiterInnen aus verschiedenenVolkshilfe-Einrichtungen kulinarische Köstlichkeiten vomGrill. Organisiert wurde das Beisammensein von BetriebsratWerner Preschern. Die Kolleginnen aus dem Hilda SchärfHaus steuerten hausgemachte Salate und Süßspeisen bei.www.volkshilfe.at| 11


KärntenLandeshauptmann-Stv.in Dr. in Gaby SchaunigRedaktion: Was hat Sie zu Ihrempolitischen Comeback bewogen?Schaunig: Im Gegensatz zu meinerersten Amtszeit in der Landesregierungwurde mir jetzt ein respektvoller,höflicher Umgangston im Regierungskollegiumangekündigt und esist auch so. Es wird auf Augenhöhesachpolitisch diskutiert. Weiters hates mich schon sehr gereizt, bei einempolitischen Neubeginn in Kärntendabei zu sein. Gleichzeitig ist mir bewusst,dass ich mit dem Finanzreferatund den Gemeindeagenden Bereicheübernommen habe, die eine besondereHerausforderung darstellen. EineHerausforderung, der ich mich gemeinsammit meinem Team mit vielEnergie und großem Engagement stelle.Besonders positiv ist die spürbareUnterstützung der Bevölkerung undaus dem Gemeindebereich.Redaktion: Welche Prioritätenlistehaben Sie sich gesetzt, um das Landesbudgetin den Griff zu bekommen?„Beschäftigungim Land nachhaltiganheben“Landeshauptmann-Stv. in Dr. in Gaby Schaunig sprichtim Interview mit dem Volkshilfe Magazin über IhrComeback und Ihre Pläne als Finanz- und Gemeindereferentindes Landes Kärnten.Schaunig: Vorrangig war der Kassasturz.Eine tiefergehende Aufarbeitungder budgetären Situation wird längerdauern. Ich schätze, dass wir in dreiJahren so weit sind, auf die erstenerfolgreich umgesetzten Maßnahmenzurückblicken zu können. Dazu gehörenauch eine Aufgabenreform und dieEinführung einer wirkungsorientiertenBudgetierung. Das Budget 2013 wurdeam 19.07.2013 im Kärntner Landtagbeschlossen. Parallel dazu wird aneinem neuen Haushaltsrecht gearbeitet,das mehr Transparenz, Budgetwahrheitund eine Wirkungsorientierungbeinhaltet. Zukünftig muss jedeAusgabe daran gemessen werden, obsie geeignet ist, Arbeitslosigkeit, Armutund Abwanderung zu bekämpfen.Redaktion: Wie und wo wird in Zukunftgespart?Schaunig: Gespart werden muss injedem Referat. Das Kärntner Landesbudgetwird auf Diät gesetzt, aber esist keine Crash-Diät. Wir haben denWeg strukturell vorgegeben und unsauf die Vorgangsweise und den Zeitplangeeinigt. Zuerst ist es notwendig,„die Speisekarte zu ändern“. Dabeiwird den MitarbeiterInnen als bestenExpertInnen die Freiheit und der Mutgegeben, über Einsparungspotentialenachzudenken. An erster Stelle stehtimmer die Beschäftigungswirksamkeit– zuerst ist dort zu sparen, wokeine negative Auswirkung auf dieBeschäftigung zu befürchten ist. AlleAbteilungen haben die Vorgabe, sichGedanken machen, was wäre, wenn25 Prozent weniger Budget zur Verfügungstehen würden. Die Ergebnissewerden dann von der Politik bewertetund festgelegt, welche Einsparungspotentialerealisiert werden.Redaktion: Sie sind auch Wohnbaureferentin.Haben Sie schon Maßnahmengesetzt, damit das Wohnen inKärnten wieder leistbarer wird?Schaunig: Um Wohnungen leistbarerzu machen ist ein ganzes Bündelvon Maßnahmen erforderlich. Zumeinen ist eine bessere Abstimmungzwischen der Raumplanung und derWohnbauförderung erforderlich. SozialerWohnbau soll in gut erschlossenenLagen, so insbesondere iminnerstädtischen Bereich und in Gemeindezentrenerfolgen. Bauten, diean peripheren Lagen errichtet werden,führen zu höheren Aufschließungskosten,die sich in der Miete niederschlagen,und zu einem höheren Mobilitätsaufwandfür die MieterInnen.Zudem muss schon bei dem Bau aufenergieeffizientes Bauen geachtetwerden, um die immer höher werdendenEnergie- und Betriebskostenfür MieterInnen zu senken. Darüberhinaus sind zusätzlich Maßnahmenbei der Wohnbeihilfe erforderlich, uminsbesondere in sozialen Härtefällendie ansteigenden Betriebskosten abzufedern.Diesbezüglich ist geplant,dass die bisherigen mit der Gießkanneverteilten Einmalzahlungen gebündeltund zu einem Bestandteil einer Wohnbeihilfewerden sollen.Parallel dazu wurde eine Novelle desWohnbauförderungsgesetzes beschlossen,um eine drohende Mietensteigerungvon rund einem Europro m2 und Monat für mehr als 6.000MieterInnen in Kärnten zu verhindern.Mit dieser Novelle soll auch der Forderungder „Gemeinnützigen Wohnungswirtschaft“nach günstigeren Fi-12 | Magazin für Menschen


Kärntennanzierungsmöglichkeiten Rechnunggetragen werden, um leistbare Mietenzu garantieren.Redaktion: Wie reagieren Sie aktivauf die derzeitige Arbeitslosigkeit inKärnten?Schaunig: Jede/-r Arbeitslose/-r istein/-e Arbeitslose/-r zu viel. Deshalbmüssen gerade in Zeiten schwacherKonjunktur gezielte Anstrengungenunternommen werden, um die Arbeitslosigkeitzu senken. Mir liegen dieaktuellen beschäftigungspolitischenMaßnahmen besonders am Herzen.Es muss uns gelingen, die Beschäftigungim ganzen Land nachhaltiganzuheben. Um die Bauwirtschaft anzukurbeln,wurde ein Konjunkturpaketim Gemeindebereich geschnürt, daskommunale Hoch- und Tiefbauprojekte– insbesondere Sanierungsprojekte– fördert. In der laufenden Legislaturperiodewerden dafür 10 MillionenEuro jährlich, also insgesamt 50 Millionenin diese Bauoffensive investiert.Bereits 2013 wurden 11 MillionenEuro an Fördermittel zugesichert unddamit ein Investitionsvolumen von 88Millionen Euro ausgelöst. Zusätzlichwurden gemeinsam mit den KärntnerGemeinden und dem AMS 330 zusätzlicheArbeitsplätze im Rahmen vonBeschäftigungsprojekten geschaffen.Redaktion: Danke für das InterviewBesuch bei LandeshauptmannDr. Peter Kaiser(v.l.n.r.) Hermann Riepl (Geschäftsführer Volkshilfe Kärnten) und Landehauptmann Peter Kaiser (SPÖ) mit Dieter Antoni (Präsident Volkshilfe Kärnten)Volkshilfe Kärnten Präsident Dr.Dieter Antoni und GeschäftsführerHermann Riepl statteten kürzlichLandeshauptmann Dr. Peter Kaiserin dessen Amtsräumen einen Besuchab. Antoni informierte Kaiser über dieaktuelle Situation der Volkshilfe inKärnten und über geplante Aktivitätenund Projekte.Wir danken den nachfolgenden Firmen und Institutionen für einen Druckkostenbeitrag:Kärnten: Gemeinde Reichenau, 9565 Reichenau • Stadtgemeinde Friesach, 9360 Friesach • Marktgemeinde Nötsch im Gailtal,9611 Nötsch im Gailtal • Gemeinde Zell, 9170 Zell • St. Peter Apotheke, Mag. Holzgruber KG, 9020 Klagenfurtwww.volkshilfe.at| 13


KärntenFrauennotschlafstelleöffnet im HerbstDie dringend benötigte erste Frauennotschlafstellewird im Hilda Schärf Haus in Klagenfurt eingerichtet.Das Projekt reift schon seit mehrals einem Jahr. Jetzt konnte es mitHilfe des Landes Kärnten und derStadt Klagenfurt am Wörtherseeumgesetzt werden. SozialreferentinLandeshauptmann- Stv. in Dr. in BeatePrettner sagte die Finanzierung desProjektes vorerst bis zum Ende desJahres 2014 zu. Die Stadt Klagenfurtmit Bürgermeister Christian Scheiderübernimmt im Rahmen des Projektes„Sozial betreutes Wohnen“ die Betriebskostenfür die Räumlichkeitender Frauennotschlafstelle.Die Frauennotschlafstelle ist eine vorübergehendeWohnmöglichkeit fürFrauen, die plötzlich von Wohnungslosigkeitbetroffen sind oder vorübergehendeinen Schlafplatz brauchen.Projektleiterin Mag.ª Sieglinde Trannacher:„ Es wird nicht überprüft, obeine Frau berechtigt ist, da zu sein. Esmuss kein Ansuchen gestellt werden.Es müssen keine Voraussetzungenerfüllt werden, um aufgenommen,aufgefangen zu werden und um eineÜbernachtungsmöglichkeit und aucheine Grundversorgungsmöglichkeitzu haben.“Geschäftsführer Hermann Riepl ergänzt:„Bis zu 40 Tage kann denFrauen in der Frauennotschlafstelleeine Unterkunft geboten werden.“Mozartheim voll ausgelastetBis auf den letzten Platz voll ist dasMozartheim der Volkshilfe in Klagenfurtzu Beginn des Studienjahres. Daszeigt, wie notwendig das Mozartheimfür den Bildungsstandort Klagenfurtist. Dank der nachhaltigen Protesteder StudentInnen und der Volkshilfebleibt das Heim weiter als Studentenheimerhalten.Nachdem vor der Landtagswahl vomfrüheren Referenten geplant war, dasHaus an den Bestbieter zu verkaufen,hat nunmehr Landeshauptmann undJugendreferent Dr. Peter Kaiser dieGarantie abgegeben, dass das Hausnur an einen ausgewiesenen Studentenheimvertreterabgegeben wird.14 | Magazin für Menschen


KärntenEwald Wiedenbauer, Horst Hoffmann, Eva Maria Saxer, Heinz Krois, Gerda Sandriesserund Isidor Scheriau unterhielten sich bestens beim Hauskirchtag in VillachBeim Kirchtag in Villachging es hoch herEwald Wiedenbauer (Vizepräsident Volkshilfe Kärnten) versprach auchim nächsten Jahr zu kommenBeste Stimmung herrschte beim traditionellenHauskirchtag der Volkshilfeim Pensionistenwohnheim derStadt Villach. Verwöhnt wurden dieBesucherInnen mit Kirchtagssuppeund Kärntner Reindling aus der hauseigenenKüche. Zünftige Musik undkühle Getränke trugen wesentlich zurguten Stimmung bei. Eva Maria Saxer,Leiterin des Hauses, konnte auchzahlreiche Ehrengäste begrüßen: u.a.Stadträtin Mag.ª Gerda Sandriesserin Vertretung von Bürgermeister HelmutManzenreiter, die GemeinderäteIsidor Scheriau und Horst Hoffmannsowie Volkshilfe Vizepräsident EwaldWiedenbauer. Auch einige Gönnerund SponsorInnen waren der Einladunggefolgt und feierten mit den BewohnerInnen,deren Angehörigen undden MitarbeiterInnen der Volkshilfe.Ewald Wiedenbauer, Vizepräsidentder Volkshilfe Kärnten, freut sich überdas Fest: „Ein herzliches Dankeschöndem Team der Volkshilfe für die hervorragendeVorbereitung und Organisationdes Hauskirchtages.“Villacher KirchtagssuppeZutaten für ca. 10 Personen:300 g Rindfleisch, 300 g Lammfleisch aus der Schulteroder Keule, 1 Suppenhuhn, 200 g Schweinsschulter,200 g Kalbsknochen, Suppengemüse (Karotten, Sellerie,Lauch; geschält und gewaschen), 5 Stängel Basilikum, 2TL Safranfäden, 2 Msp. Muskatnuss, 2 TL Kümmel, 2 TLschwarzer Pfeffer, Sauerrahm, Obers, 2 EL Maizena, 1Zimtstange, 2 Lorbeerblätter, 5 Wacholderbeeren, 5 Eidotter,2 TL SalzZubereitung: Das Fleisch mit dem Suppengemüse undden Gewürzen in 3 Liter Wasser gar kochen, abseihen undkaltstellen (etwa 1 Stunde). Das Fett abschöpfen. DanachSauerrahm, Obersund Maizena gutvermischen undunter ständigemRühren langsamin die kochendeSuppe gießen.Zehn Minutenkochen lassen. In der Zwischenzeit das Fleisch und dasGemüse klein schneiden und dazugeben. Gegebenfallsnachwürzen. Die Suppe soll würzig und leicht säuerlichschmecken. Statt Sauerrahm kann man auch Joghurt verwenden– für einen noch geschmeidigeren Geschmack.Dazu wird Reindling serviert, ein Kuchen aus Germteig,gefüllt mit Zimt, Zucker und Rosinen.www.volkshilfe.at| 15


Salzburg© BildPix.de / fotolia.comStart für „PAAP“120 MitarbeiterInnen unterstützen seit Schulbeginn rund 370 Kindermit Behinderung an 55 SchulenVolkshilfe Salzburg unterstützt schulpflichtige, beeinträchtigte Kinder in denSalzburger Pflichtschulen.Was versteckt sich hinter PAAP?Es ist die Abkürzung für „PflegerischeAssistenzleistungen an Pflichtschulen“.Mit 1. September bietet dieVolkshilfe Salzburg Assistenzleistungenfür schulpflichtige, beeinträchtigteKinder in den Pflichtschulen imLand Salzburg an. Die Assistenzleistungensind vielfältig und spannen einenBogen von einfachen alltäglichenHilfestellungen bis hin zu Tätigkeiten,die ausschließlich ausgebildeten unddiplomierten Pflegekräften vorbehaltensind.Um diese neue Aufgabenstellung bewältigenzu können war es sinnvoll,das beim bisherigen Träger (KB-Verein) mit viel Engagement tätigeBetreuungs- und Pflegepersonal zuübernehmen. Mit diesen zusätzlichenrund 120 Personen beschäftigt dieVolkshilfe Salzburg nun etwas mehrals 400 MitarbeiterInnen.Im Schuljahr 2013/2014 werden aninsgesamt rund 55 Schulstandorten370 Kinder betreut. Die Kosten trägtdas Amt der Salzburger Landesregierung(Abteilung III).Mehr InformationenDr. Heimo GreilingerPAAP BereichsleiterTel.: +43 662/423939 27Wir danken den nachfolgenden Firmen und Institutionen für einen Druckkostenbeitrag:Salzburg: Gemeinde Schleedorf, 5205 Schleedorf • Resmann Couture GmbH & Co. KG, 5020 Salzburg16 | Magazin für Menschen


SalzburgGroße Freude bei allen Beteiligten über die schönen Jacken für die MitarbeiterInnen der Volkshilfe Salzburg! (v.l.n.r.) Alfred Pozetti (Beratungszentrum Kommunenund Institutionen der Salzburger Sparkasse), Karin Mödlhammer (Mitglied der Geschäftsleitung Volkshilfe Salzburg), Othmar Schneglberger (GeschäftsführerVolkshilfe Salzburg), Bezirksdirektor Werner Brandauer und Landesdirektor Mag. Hans Vierziger (beide Wiener Städtischen Versicherung)Dienstjacken neuVolkshilfe Salzburg erfüllt langgehegten Wunsch der MitarbeiterInnen.Mit tatkräftiger finanzieller Unterstützungder Wiener Städtischen Versicherungund der Salzburger Sparkassekonnte endlich ein langgehegterWunsch der Belegschaft der VolkshilfeSalzburg erfüllt werden: Annähernd300 MitarbeiterInnen erhielten eine inRot gehaltene „Dienstjacke“.Die Volkshilfe Salzburg als einer dergrößten Anbieter von sozialen Dienstleistungenim Bundesland Salzburghat besonders viele MitarbeiterInnenin den Bereichen „Weiterführung desHaushaltes“ (Heimhilfe), Hauskrankenpflegeund „Persönliche Assistenzleistungen“:Gerade diese sindden ganzen Tag unterwegs, um ihreKundInnen zu besuchen und ihnen dienotwendige Unterstützung und Pflegein der eigenen Wohnung bzw. im eigenenHaus zukommen zu lassen.Daher gab es schon längere Zeit denWunsch nach einheitlichen Jacken,die einerseits vor Wetterunbildenschützen und andererseits aber auchsignalisieren: Ich bin MitarbeiterIn derVolkshilfe!Der langjährigen und intensiven Kooperationmit unseren beiden Partnernim Versicherungs- und Bankenbereich,der Wiener Städtischen Versicherungund der Salzburger Sparkasse,ist es zu verdanken, dass dieserWunsch nunmehr realisiert werdenkonnte. Beide Firmen haben sich mitnamhafter finanzieller Unterstützungam Ankauf der qualitativ hochwertigenJacken beteiligt. Die Jacken wurdenam 30. Juli 2013 von LandesdirektorMag. Hans Vierziger und BezirksdirektorWerner Brandauer von der WienerStädtischen Versicherung und AlfredPozetti vom Beratungszentrum Kommunenund Institutionen der SalzburgerSparkasse offiziell übergeben.www.volkshilfe.at| 17


SalzburgNeues aus dem Volkshilfe VereinDie Vereinsmitglieder der VolkshilfeSalzburg engagieren sich nicht nurim Kampf gegen Armut, sondern setzensich auch für aktives Altern unddie Kindern in sonderpädagogischenZentren in Salzburg ein. Mehr überdie aktuellen Aktivitäten finden Siehier in unseren Kurzmeldungen undim Internet unter:www.volkshilfe-salzburg.at/vereinGratulation an Christine Homola:Vorstandsmitglied der Volkshilfe Salzburg wirdVizebürgermeisterin!Die bisherige Clubvorsitzende der SPÖ-Fraktion, ChristineHomola, wurde im September als Vizebürgermeisterin derStadt Salzburg angelobt. Damit hat sie Geschichte geschrieben,denn sie ist die erste Frau, die diese Funktionausübt.Beim bisherigen Vizebürgermeister, Dr. Martin Panosch,der in die Privatwirtschaft wechselt, bedankt sich dieVolkshilfe Salzburg auf diesem Weg recht herzlich für diegute Zusammenarbeit.Christine Homola, eine ausgewiesene Expertin im Sozialbereich,ehemalige Mitarbeiterin des Heimhilfedienstes(jetzt Volkshilfe) und engagiertes Mitglied des Landesvorstandeshat bereits angekündigt, in ihrer neuen Funktionals für das Sozialwesen zuständiges Regierungsmitglieddiesem Themenbereich besonderes Augenmerk schenkenzu wollen.Schwerer Schicksalsschlagmacht Rückzug notwendigDie langjährige Leiterin des Seniorenklubs Hallein derVolkshilfe Salzburg, Frau Paula Feichter, musste aus gesundheitlichenGründen die Leitung des Klubs zurücklegen.Unter ihrer umsichtigen Klubleitung ist es gelungen, wiederfrischen Wind in die Seniorennachmittage zu bringen.Zahlreiche Veranstaltungen und Feiern, die sie mit großerHingabe organsierte, sind ein nicht mehr verzichtbarer Bestandteilim Leben vieler Halleiner SeniorInnen geworden.Auch die Übersiedlung des Seniorenklubs, bedingt durchden Abriss und Neubau der bisherigen Heimstätte, hat siemit Hilfe aller Mitarbeiterinnen nicht vom sozialen Engagementfür die älteren MitbürgerInnen abbringen lassen.Wir wünschen ihr auf diesem Weg alles Gute und Gesundheitin den nächsten Jahren. Der Volkshilfe-Klub Halleinwird jetzt von Frau Romana Riedl geleitet.Wir wünschen ihr für den neuen Aufgabenbereich allesGute.SPZ sagt Danke für die UnterstützungDie Volkshilfe Salzburg unterstützt beeinträchtigte Schülerund Schülerinnen der Sonderpädagogischen Zentren im BundeslandSalzburg. Auch 2013 wurden dafür aus Spendenmittelinsgesamt an die € 20.000,- zur Verfügung gestellt.Mehr Infos:www.volkshilfe-salzburg.at/sonderpaed_zentren18 | Magazin für Menschen


SalzburgBlutkirche von St. Petersburg Fahrt durch die Schären Blick auf StockholmPerlen der NordseeMit der Volkshilfe auf der MSC Poesia von Kiel nachSt. Petersburg und zurück – ein Reisebericht.Kreuzfahrten werden bei der älterenGeneration immer beliebter. Istes doch die bequemste Art von einerStadt in die andere zu kommen. VieleSehenswürdigkeiten können in kurzerZeit besichtigt werden. Nach den verschiedenenLandausflügen kehrt manwieder an Board zurück, kann sichin der Kabine ausruhen oder die Annehmlichkeitenam Schiff genießen.Bereits während des Abendessenslegt das Schiff wieder ab und bringtdie „KreuzfahrerInnen“ in die nächsteStadt. Kein Kofferpacken und -schleppenist notwendig, um in kurzer Zeitviele Häfen, Städte und deren Sehenswürdigkeitenzu besuchen. Kopenhagen,Stockholm, Tallin und St. Petersburgmit dem Besuch des berühmtenBernsteinzimmers waren bei dieserTipp:Immer top-informiert sein über dieReiseangebote der Volkshilfe Salzburgunterwww.volkshilfe-salzburg.at/ausflug_reisenKreuzfahrt vom 13. bis 20. Juli 2013die Highlights des Besichtigungsprogrammes.Bestens organisiert wurde diese Reisewieder von der Vorsitzenden derSalzburger Volkshilfe, Frau AnnemarieReitsamer.www.volkshilfe.at| 19


Tirol„Mini-Hilton“für Kindergarten Hall(v.l.n.r.) Christina Ardelt (Hilton Innsbruck Hotel),Torsten Weller (Hotel Manager Hilton InnsbruckHotel), Kerstin Egger (Geschäftsführerin VolkshilfeTirol), Andrea Lindner (Leiterin Volkshilfe Kindergarten& Kinderkrippe Hall), Alexandra Assinger (HiltonInnsbruck Hotel) und Christin Gäbisch(Hilton Innsbruck Hotel)Das Hilton Innsbruck Hotel spendetfür die Anschaffung eines neuenGartenhäuschens für den VolkshilfeKindergarten in Hall. Im Rahmen desMobitik-Familienfestes übergaben HotelManager Torsten Weller und seinTeam vom Hilton Innsbruck Hotel feierlichden Spendenscheck in der Höhevon 1.510,- Euro an Kerstin Egger,Geschäftsführerin der Volkshilfe Tirol,und Andrea Lindner, Leiterin VolkshilfeKindergarten & Kinderkrippe Hall.„Es ist uns ein besonderes Anliegen,dass sich die Kinder bei uns wohlfühlen“, freut sich die Leiterin AndreaLindner über die Spende für das neueSpielhäuschen.20 | Magazin für Menschen


TirolBeliebte FerienaktionDie Ferienaktion der Volkshilfe Tirol ermöglicht über 100 Kindern einenkostenlosen Besuch im Salzburger Tiergarten.Ende Juli organisierte die VolkshilfeTirol gemeinsam mit GemeinderatHelmut Buchacher wieder ihre alljährlicheFerienaktion „Gratis Zoobesuchfür Kinder“ und ermöglichten damitInnsbrucker Familien einen spannendenTag im Salzburger Tiergarten amHellbrunner Berg. Das Angebot richtetesich vor allem an Familien und AlleinerzieherInnen,für die ein Zoobesuchmit ihren Kindern außerhalb ihresWohnortes aus finanziellen Gründennicht möglich ist.An einem strahlenden, bereits 25°Cheißen, Sommermorgen ging es dannfür ganz kleine und große Kinder sowieTierliebhaber mit vier Bussen von Innsbrucknach Salzburg zu rund 1.200Wildtieren, um einmalige Einblicke indas „Leben“ der Tiere zu erleben.Über 100 Kinder und deren Begleitpersonenbestaunten, umgeben vonder wundervollen Salzburger Natur,die bunte Tierwelt von Hellbrunn.Brüllende Löwen, lustige Affen, derNachwuchs der Geparden-Familie,schlafende Eisbären und viele andereinteressante Tiere aus aller Welt begrüßtendie Innsbrucker Kinder undbescherten ihnen einen tollen Tag imZoo.Die Sonne lachte am Samstag denganzen Tag vom Himmel und nebendem Zoobesuch lockte auch ein Spaziergangim wunderschönen HellbrunnerSchlosspark. Am späten Nachmittagging es für Groß und Klein wiederab in die Heimat mit sicher vielen unvergesslichenErlebnissen im Gepäck!www.volkshilfe.at| 21


TirolDie Tiroler Musiker RatzFatz mit ihrem heiteren ProgrammMOBITIK feiert Geburtstag!Strahlende Kinderaugen beim Familienfest zum 10-jährigen Mobitik Jubiläum!Mitte Juni veranstaltete Volkshilfe-Mobitik anlässlich des 10-jährigen Jubiläumsder „Mobilen Tiroler Kinderhauskrankenpflege“,kurz „Mobitik“,ein großes Fest für die ganze Familie.Mit zahlreichen Spielestationen, Bewegungsangebotenund einer gesundenJause standen die Kinder im InnsbruckerRapoldipark im Mittelpunkt.Bei diesem fröhlichen Nachmittagwurden spannende Eindrücke mit einersinnvollen Botschaft verknüpft.Die diplomierten „Mobitik“-Krankenschwesternunterstützen Familienmit schwer kranken Kindern. FamiliePfister und ihr Sohn Michael werdenseit Oktober 2007 von den Mobitik-Schwestern in ihrem Zuhause betreut.„Ich kann beruhigt gehen und weiß,dass Michi in guten Händen ist“, erzähltMutter Birgit Pfister. Ohne Mobitikmöchte sie sich die Pflege ihresSohnes nicht mehr vorstellen.Das Highlight beim Geburtstagsfestwar der Auftritt der Tiroler MusikerRatzFatz mit ihrer spielerischen Musikdarbietung.Das Clown Duo Crövettenschaffte mit ihrem Auftritt„freischwimmer“ gleich zu Beginnausgelassene Stimmung. Für die Kindergab es noch viele weitere Stationen,welche den ganzen Nachmittagfür heiteres Treiben sorgten und vorallem zum Mitmachen einluden: Spieleangeboteder Kinderfreunde Tirol,Mitmachzirkus, KunSCHTschule mitkreativ Werkstatt, Rotes Kreuz mitRettungsauto, ASKÖ Hüpfburgen undeine gesunde Jause rundeten das Festab.Kerstin Egger, Geschäftsführerin derVolkshilfe Tirol: „Das Fest war einvoller Erfolg! Die fröhlichen Kindergesichtersind ein schönes Sinnbild fürunser Wirken in der ‚Mobilen Hauskrankenpflegefür Kinder und JugendlicheTirol‘. Wir freuten uns sehr überdie zahlreichen großen und kleinenBesucherInnen.“Mehr Infos über MOBITIKwww.volkshilfe.net/de/pflege/pflege-mobitik22 | Magazin für Menschen


TirolSpiel und Spaß beim MitmachzirkusStrahlende Kinderaugen beim Clown Duo CrövettenStation „Gesunde Jause“„Gesunde Jause“ betreut von den Volkshilfe PädagogInnenWir danken der nachfolgenden Firma für einen Druckkostenbeitrag:Tirol: Lüftner Cruises Dr. W. Lüftner Teisen G.m.b.H, 5020 Innsbruckwww.volkshilfe.at| 23


TirolFreiwillige ausUngarn im Einsatz fürTiroler JugendMag. a Barbara Kallai arbeitet im Zuge desEuropäischen Freiwilligendienst beim Volkshilfe-Projekt „BETA“ mitDer Europäische Freiwilligendienst– ein Angebot des EU-Programmes„Jugend in Aktion“ – entsendet jungeMenschen aus ganz Europa zur Mitarbeitin sozialen Einrichtungen. Einganzes Jahr lang wird Mag. a BarbaraKallai aus Ungarn die MitarbeiterInnendes Qualifizierungsprojektes „BETA“in ihrer täglichen Arbeit unterstützen.Barbara Kallai ist gelernte Personalmanagerinund freut sich darauf, ihrprofessionelles Wissen in die Arbeitmit den Jugendlichen einbringen zukönnen.Bei der Frage nach den Beweggründenfür ihre freiwillige Tätigkeit lächeltBarbara und meint: „Die Arbeitsmarktsituationist in vielen europäischenLändern sehr angespannt. Insbesonderefür junge Menschen ist esschwierig, in der Arbeitswelt Fuß zufassen. Ich bin deshalb sehr froh, meinEngagement im Bereich der Arbeitsvermittlungfür Jugendliche einsetzenzu können.“„Wir sind äußerst dankbar für FrauKallais Unterstützung. Der ‚EuropäischeFreiwilligendienst‘ ist ein Stückgelebtes Europa, von dem alle Beteiligtenprofitieren“, ergänzt der Projektleiterdes BETA, Mag. Oliver Rodlmayr.Nähere Informationen zum EuropäischenFreiwilligendienst finden sichunter: www.mei-infoeck.atProjekt „BETA“: Berufsvorbereitungfür Jugendlichemit FörderbedarfBETA ist ein Berufsvorbereitungsprojektder Volkshilfe Tirol in Wörgl,das vom Bundessozialamt gefördertwird.Das Projekt bietet Jugendlichen eineChance, die aufgrund ihres sozialen,kognitiven und emotionalen Vermögensauf dem österreichischenArbeitsmarkt nur eingeschränkteMöglichkeiten vorfinden. Jugendlichemit sonderpädagogischem Förderbedarfkönnen im Rahmen desWerkteams ein Jahr lang arbeitsrelevanteFertigkeiten trainieren.Ziel ist es, die TeilnehmerInnenbestmöglich auf ihr zukünftiges Arbeitslebenvorzubereiten. Der Großteilder TeilnehmerInnen verlässtdas Projekt BETA mit einer fixenLehrstelle in der Tasche.Die Leistungen auf einen Blick:handwerkliche Arbeiten mit Holzund MetallGrünflächenpflegeBewerbungstrainingKulturtechniktraining(Lesen, Rechnen, Schreiben –Vorbereitung auf eine integrativeBerufsausbildung)Vermittlung von BetriebspraktikaInformationen zum BerufsvorbereitungsprojektBETA:www.volkshilfe.net24 | Magazin für Menschen


Vorarlberg„Ich geh mit“Volkshilfe beteiligt sich am „VorarlbergerZukunftstag“, einer Berufsorientierungsaktionfür junge Menschen.© Jürgen Fälchle / fotolia.comNach elf erfolgreichen Jahren „GirlsDay“ haben über 650 Unternehmen– darunter auch die Volkshilfe Vorarlberg– am Vorarlberger Zukunftstag„Ich geh mit“ ihre Tore erstmals auchfür Burschen geöffnet. Mit durchschlagendemErfolg: Mehr als 1.200Kinder und Jugendliche von 10 bis 14Jahren besuchten Eltern, Verwandteoder Freunde an deren Arbeitsplatzund informierten sich über die beruflicheVielfalt in Vorarlberg. Informationenund unmittelbare Erfahrung vorOrt erleichtern in der späteren Berufswahlphasedie richtige Entscheidung.Angelina Greiter besuchte ihre Mutterin der Volkshilfe, um ihr über dieSchulter zu schauen und den Berufals Büroangestellte kennenzulernen.„Für mich war es ein sehr interessanterund informativer Tag, zumal ichihn auch noch mit meiner Mama verbringendurfte“, freut sich Angelina.Über den „VorarlbergerZukunftstag“Der „Vorarlberger Zukunftstag“„Ich gehe mit“ gilt als Nachfolgervom „girls day“, welcher elf Jahrelang erfolgreich durchgeführtwurde. 2013 wird erstmals auchBurschen die Möglichkeit geboten,einen ersten Einblick in die Arbeitsweltzu bekommen und den Alltagvon Eltern oder Bekannten besserkennen zu lernen.Mehr Infos: www.ichgehmit.atIn die Berufswelt schnuppern, heißt es am„Vorarlberger Zukunftstag“www.volkshilfe.at| 25


VorarlbergSachspendenübergabe durch Firma „Dar Zäodl“an die Volkshilfe VorarlbergGroßzügigeSpendeDie Firma „Dar Zäodl“ spendetSchultaschen und Rücksäcke für dieSchulstartaktion in Vorarlberg.Schultaschen, Stifte, Blöcke, Hefte– gerade zu Schulbeginn stehen vieleFamilien unter großem finanziellemDruck. Unter dem Motto „Große Hilfefür die Kleinsten“ startet die VolkshilfeVorarlberg auch heuer ihre Schulstartaktion.Seit 6 Jahren führt die Volkshilfe Vorarlbergdie Schulstartaktion durch.Leider nimmt die Zahl der Familien,die um Unterstützung ansuchen, immermehr zu.Die Firma „Dar Zäodl“ in Lustenau begrüßtdiese Aktion und übergab überzehn neue Schultaschen bzw. Rucksäckean Manuela Greiter, Landessekretärinder Volkshilfe Vorarlberg.Mit dieser Spende kann die VolkshilfeVorarlberg noch gezielter einkommensschwacheFamilien mit schulpflichtigenKindern unterstützen.So können Sie helfen!Volkshilfe Vorarlberg SpendenkontoKNr. 10464797012BLZ 58000Hypobank VorarlbergNeueHomepagederVolkshilfeVorarlbergRelaunch für www.volkshilfe-vlbg.atTop-informiert bleiben Sie jetzt mitder neuen Homepage der VolkshilfeVorarlberg. Nicht nur das Designwurde erneuert.Für den guten ZweckBesuchen Sie die Volkshilfe Vorarlbergin der Vorweihnachtszeit auf folgendenWeihnachtsmärkten:Vorklöstner MärktleSonntag, 24. November, von 9.00 UhrUnter www.volkshilfe-vlbg.at findetman allerlei aktuelle Informationenüber die Hilfsprojekte der VolkshilfeVorarlberg.bis 17.00 UhrBregenz, MariahilfstraßeWeihnachtsmarkt Bregenz in derOberstadt, Martinsplatz7. bis 8. Dezember14.bis 15. Dezember21. bis 22. DezemberAm besten vorbeisurfen und weiterempfehlen!jeweils von 15.00 Uhr bis 20.30 UhrIn der Martinskirche wird zu denMarktzeiten ein weihnachtliches Musikprogrammgeboten:www.weihnachtsmarkt-bregenzoberstadt.html26 | Magazin für Menschen


Vorarlbergv.l.n.r. Annegret Senn (Volkshilfe Vorarlberg), SPÖ-Vorsitzender Michael Ritsch, Manuela Greiter (Volkshilfe Vorarlberg), Reinhold Einwallner (SPÖ-Landesgeschäftsführer)Jassen für den guten ZweckMichael Ritsch überreicht 1.400-Euro-Scheck für Schulstartaktion anVolkshilfe Vorarlberg15 Tour-Tage, fast 100 Stundengejasst, gegen 180 Vorarlbergerinnenund Vorarlberger gespielt, spannendeGespräche, unterhaltsame Abendeund 1.400 Euro für die gute Sacheim Topf – das ist der finale Stand der„Jass-den-Ritsch“-Tour von SPÖ-VorsitzendemMichael Ritsch.Pro Spiel und Gegner waren fünf EuroEinsatz fällig. Michael Ritsch legte jeweils10 Euro auf den Tisch. Es scheintfast so, dass Michael Ritsch wochenlanggroßes Glück hatte. Oder: Er kannwirklich gut jassen. Denn er hat nur 27Mal verloren. Aus diesem Grund konnteMichael Ritsch am Ende der Jass-Tour einen Scheck über 1.400 Euro anLandesvorsitzende Annegret Senn undLandessekretärin Manuela Greiter fürdie Volkshilfe Vorarlberg überreichen,wo das Geld für die Schulstartaktion2013 verwendet wird.Die Abende waren geprägt von Spiel,Spaß, einem abwechslungsreichenProgramm und vielen spannendenGesprächen.„Jass-den-Ritsch“-TourDer Hintergrund dieser Tour war aberein durchaus ernster, denn „mit öffentlichenGeldern darf nicht gezockt werden“– ist Michael Ritsch überzeugt.Negativbeispiele hierfür gibt es genug,wie beispielsweise Niederösterreich,Griechenland oder Italien zeigen. DerEindruck, dass die Politik die Eingängeder Parlamente mit Casinotoren verwechselt,erhärtet sich. Spekulationenund Gezocke stehen scheinbar auf derTagesordnung – und das mit Steuergeld.Eine scheinbar verlockende Ideefür verantwortungslose Politikerinnenund Politiker.Daher war es für Michael Ritsch naheliegend zu zeigen, dass Zockerei,wenn überhaupt, an die Stammtischegehört – nicht in die Politik. So hatder SPÖ-Chef mit seinem Team dieseTour geplant und in den vergangenenWochen durchgeführt.„Die Jass-Tour war eine anstrengendeaber sehr schöne Erfahrung“,resümiert Michael Ritsch. „Unser Einsatzhat sich jedoch in jeder Hinsichtgelohnt, vor allem auch deshalb, weilzahlreiche Personen auch abseits desJass-Geschehens und fern der Politikmit ihren Fragen und Anregungen aufuns zugekommen sind. Wir konntenden Menschen zuhören, ihnen Tippsgeben und haben versucht, ihnen entsprechendunserer Möglichkeiten beiso manchem Anliegen Hilfestellung zugeben.“ Und dass wir mit dieser Aktionnebenbei auch noch einige Familienunterstützen können, freut MichaelRitsch besonders.www.volkshilfe.at| 27


Förderer28 | Magazin für Menschen


IntegrationGegen UnmenschlichkeitFür einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik!In Österreich werden Familien auseinandergerissenund Menschen abgeschoben,die seit Jahren hier leben – indas Land, aus dem sie geflüchtet sind.Mit den derzeitigen Fremdengesetzenwerden Flüchtlinge kriminalisiert undMenschen in Polizeigewahrsam genommen,ohne dass sie sich eines Verbrechensschuldig gemacht haben.Weil für die Volkshilfe die aktuelleFlüchtlingspolitik untragbar ist, hatsie sich unter dem Motto „Gegen Unmenschlichkeit“der Allianz aus zivilgesellschaftlichenOrganisationen undbekannten Persönlichkeiten angeschlossen,um einen Kurswechsel inder österreichischen Flüchtlingspolitikeinzuleiten.„Flüchtlinge brauchen gute Startbedingungen,um in ihrer neuen Heimat Fußfassen zu können. Dazu gehören Zugangzu Bildung, die Möglichkeit zu arbeitenund menschenwürdige Bedingungen inder Grundversorgung“, sagt VolkshilfePräsident Josef Weidenholzer.Unterzeichnen Siedie Petition „Gegen Unmenschlichkeit“hier online:www.gegen-unmenschlichkeit.at„Umgang mit Romamuss sich in Europa verändern“Warum eine Roma-feindliche Stimmung nicht Einzug halten darf.Ein Kommentar von Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer.Die Lage der Roma in Europa hatsich in den letzten Jahren kaum verbessert.In Tschechien sorgten jüngstrechtsradikale Proteste in Roma-Vierteln für Aufsehen. Im Hochsommerwurde den BewohnerInnen einerRoma-Siedlung in Ungarn das Trinkwasserabgestellt. Frankreich vertreibtseit Jahren wahllos Roma ausdem Land.Doch auch in Österreich ist Fremdenhassund Hetze gegen Roma keineSeltenheit. Erst Anfang Septembersuchten 20 Jugendliche nachts einenParkplatz auf, wo 100 Roma legalcampierten. Es kam zu Wortgefechtenund Sachbeschädigungen. Im Frühjahrgab es in Linz einen Angriff aufdie Ausstellung der Künstlerin MarikaSchmiedt, die auf die Lage der Romain Europa aufmerksam machte. DiePolizei ließ die Ausstellung entfernen.Alle diese Vorfälle zeigen, wie dringendes notwendig ist, Maßnahmenzu setzen, um Roma zu integrierenund vor Fremdenhass zu schützen.Die Volksgruppe der Sinti und Romaist die größte Minderheit in Europa.Der Europarat schätzt die Zahl derRoma in Europa auf etwa 2 MillionenMenschen. Mit der EU-Erweiterung2004 sind viele Roma EU-BürgerInnengeworden. Die Frage der Roma hateine europäische Dimension. Laut einerUntersuchung der EU-Agentur fürGrundrechte (FRA) ist bereits jede/rZweite Opfer von ethnisch motiviertenDiskriminierungen geworden. DieMitgliedstaaten stehen hier in derVerantwortung, denn ohne den politischenWillen vor Ort geht es nicht.Das Verbot von Diskriminierung istein Grundrecht, das für alle uneingeschränktgelten und eingefordertwerden muss. Eines ist klar: Wortereichen hier nicht aus, es brauchtInformation, Aufklärung und aktiveHandlungen. Die Europäische Unionstellt finanzielle Mittel für Integrationsprojektebereit. Entscheidend ist,dass die Mitgliedstaaten diese Mittelauch klug einsetzen und nicht für andereregionale Aufgaben heranziehen.Die Volkshilfe unterstützt seit 2005mit der Initiative THARA Roma inWien beim Einstieg in den österreichischenArbeitsmarkt:www.volkshilfe.at/thara© Moritz Wustingerwww.volkshilfe.at| 29


DemenzhilfeDemenzfreundlicheGesellschaftDer aktuelle „Volkshilfe Sozialbarometer“ zeigt, dass sich die ÖsterreicherInnenmehr Unterstützung für Demenzerkrankte wünschen.Anlässlich des Welt-Alzheimertagsam 21. September präsentiertenVolkshilfe Geschäftsführer Erich Fenningerund Pflegeexpertin TeresaMillner-Kurzbauer aktuelle Ergebnissedes „Volkshilfe Sozialbarometer“.Die repräsentative Umfrage, die inZusammenarbeit mit SORA erstelltwurde, erhebt die Akzeptanz vonUnterstützungsmaßnahmen für Demenzerkrankteund deren Angehörige.Fünf Forderungen an die Politikwurden abgefragt – darunter u.a. dieSchaffung von Rechtsansprüchen fürmobile Betreuung und einen Platz ineinem Tageszentrum sowie die Förderungneuer Wohnformen für demenzerkrankteMenschen.„Mehr als 80% der Befragten sindfür die Umsetzung der vorgeschlagenenMaßnahmen“, fasst BundesgeschäftsführerFenninger die Ergebnissezusammen. In Österreich gibt esaktuell rund 130.000 demenzerkrankteMenschen, Tendenz steigend. Fenningerfordert, dass demenzerkranktePersonen in der Pflege und Betreuungstärker berücksichtigt und bestehendeBetreuungsangebote ausgebautwerden.Enttabuisierung der Krankheit„Für die Volkshilfe ist Pflege und Betreuungeine solidarisch zu lösendeAufgabe“, betont Fenninger. „Wirbrauchen Investition in innovativePflege- und Betreuungsformen für Demenzerkrankte.Gezielte Aufklärungsarbeitmuss die Krankheit endlich enttabuisieren.“„Einen demenzerkrankten Menschenzu pflegen, bedeutetfür diesen ständig dazu sein. Bedürfnissepflegender Familienmitgliederoder Angehörigerwerden oftübersehen“, kritisiertMillner-Kurzbauer.„Pflegende Angehörigesind Mehrfachbelastungenausgesetzt. Pflegeund Beruf müssen besservereinbart werdenkönnen.“DemenzhilfeÖsterreichUm Demenzerkrankte und Angehörigezu unterstützen, hat die Volkshilfe die„Demenzhilfe Österreich“ ins Lebengerufen. „Ein Online-Demenzratgeberklärt über Krankheitsverlauf sowieSymptome auf und bietet AngehörigenHilfestellungen für den Pflegealltag. Eineigens eingerichteter Hilfsfonds unterstütztbenachteiligte Familien finanziell“,berichtet Millner-Kurzbauer. MehrInformationen zur „Demenzhilfe Österreich“unter www.demenz-hilfe.atDie vollständige Umfrageergebnissesind abrufbar unter:www.volkshilfe.at/sozialbarometerRatgeber„Zu Hausepflegen“Unsere Broschüregibt Tipps für denPflegealltag undkann kostenlostelefonisch unter01/402 62 09 oder per E-Maildemenzhilfe@volkshilfe.at bestelltwerden.Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriumsfür Arbeit, Sozialesund Konsumentenschutz.30 | Magazin für Menschen


Spenden400.000 Euro Spendenfür HochwasserhilfeUnser Dank gilt SpenderInnen, SponsorInnen und HelferInnen!Anträge für die Hochwasser-Aufbauhilfewerden rasch und unbürokratisch von derVolkshilfe vor Ort bearbeitet„Dank der Hilfe zahlreicher SpenderInnenkonnte die Volkshilfe in denletzten Wochen erfolgreich Hochwasseropfernbeim Wiederaufbau unterstützen“,freut sich Volkshilfe BundesgeschäftsführerErich Fenninger.Insgesamt sammelte die Volkshilfemehr als 400.000 Euro an Spenden.„Die Hochwasserkatastrophe hat gezeigt,wie wichtig es ist, dass unsereGesellschaft in Krisen zusammenhält.Nur gemeinsam können wir betroffenenFamilien helfen“, sagt Fenninger.Doch nicht nur zahlreiche Privatpersonenunterstützten die Hochwasserhilfeder Volkshilfe. C&A und Librohalfen mit Warengutscheinen. „DieMittel wurden auf die BundesländerNiederösterreich, Oberösterreich undSalzburg aufgeteilt. Diese waren amstärksten vom Hochwasser betroffen“,berichtet der Bundesgeschäftsführer.Anträge für die Hochwasser-Aufbauhilfewerden rasch und unbürokratischvon der Volkshilfe vor Ort bearbeitet.„Wichtig ist, dass die Hilfe rasch ausbezahltwird. Wir möchten uns an dieserStelle deshalb nicht nur bei allenSpenderInnen und SponsorInnen bedanken,sondern auch bei den zahlreichenhaupt- und ehrenamtlichenMitarbeiterInnen, die die Hochwasserhilfeerst möglich machen“, sagtFenninger.Die Volkshilfe ist Teil der ORF-AktionHochwasserhilfe-Sofort.Tausende Menschen stand nach dem verheerendenHochwasser im Juni 2013 vor dem Nichtswww.volkshilfe.at| 31


SpendenVon Mensch zu MenschSeit Mitte des Sommers sind im Raum Steiermark, Wien, Burgenland undNiederösterreich junge Menschen unterwegs, um für die Arbeit und die Angeboteder Volkshilfe zu werben.Wundern Sie sich nicht, wenn Sie junge Menschenim Volkshilfe-T-Shirt, mit Ausweis und Mappe treffen!Die Volkshilfe sucht nachhaltige Unterstützungin der Bevölkerung für die ArmutsbekämpfungEs braucht mehr als nur guten Willen,bedürftige Familien, Frauen,Männer und Kinder zu unterstützenund sie aus einer prekären Lebenssituationherauszuführen. Soziale Betreuungund Direkthilfe kosten Geld.Die Volkshilfe hat sich der Armutsbekämpfungverschrieben. Unsere MitarbeiterInnengehen von Tür zu Türund plaudern mit den Menschen. Sieerzählen, was die Volkshilfetut und was sie bewirkt.Überzeugung durch daspersönliche GesprächEine monatliche regelmäßigeSpende - und sei sienoch so klein – kann unserenArmutsfond stetigfüllen, sodass wir raschund fast unbürokratischin der Lage sind, zuhelfen. Ihr finanziellerBeitrag hilft vielenMenschen, die Hoffnungnicht zu verlieren.Wir sind allen Menschensehr dankbar,wenn Sie unsdabei durch eineEinzugsermächtigungunterstützen.Auch dieVolkshilfe willin Zeiten wiediesen sparen.Diese einfacheZahlungsart erleichtertdenVerwaltungsaufwand,spartPapier und Porto und sichert denlaufenden Hilfsprojekten regelmäßigeZuwendungen.Ihre Spendeist steuerlichabsetzbar;selbstverständlichkönnen Siejederzeit durcheinen Anruf, einenBrief odereine E-Mail unbürokratischIhren finanziellenBeitragstornieren.Die Aktion „VonMensch zu Mensch“soll motivieren, langfristigund regelmäßigdurch einen kleinenGeldbetrag jenenMenschen zu helfen,mit denen es dasSchicksal nicht so gutmeint, wie den meistenvon uns.Weitere Informationen:www.volkshilfe.at/spendenWenn Sie nicht zuhause sind undunsere MitarbeiterInnen warenda, dann wird am Türgriff dieserTürhänger zu finden sein. Informationenüber die Arbeit der Volkshilfestehen auf der Rückseite32 | Magazin für Menschen


AuslandshilfeEröffnung mit (v.l.) Andreas Schaller (BMASK), Georg Reibmayr (BMASK),Martina Krichmayr (Volkshilfe), Olga Coretchi (BMASK), Ulrike Votypka (WienWork), Sergiu Gurau (Eco Razeni), Wolfgang Sperl (Wien Work)Berufsausbildung fürJugendliche mit BehinderungVolkshilfe, Sozialministerium, Eco Razeni und Wien Work eröffnenoffiziell eine gemeinsame Sozialkantine in Moldau.Viele Stunden Arbeit und viele helfendeHände waren nötig, um die Renovierungunserer Sozialkantine in Moldauabzuschließen. Doch diesen Sommerkonnte unser neuer sozialökonomischerBetrieb, der Jugendliche mit Behinderungauf Berufe in der Gastronomievorbereitet, den vollen Betrieb aufnehmen.Ende Juni trafen sich VertreterInnenvom Bundesministerium für Arbeit,Soziales und Konsumentenschutz(BMASK), WienWork und Volkshilfe zurfeierlichen Eröffnung in Razeni, einemkleinen Ort 30 Kilometer von der HauptstadtChisinau entfernt. „SozialökonomischeBetriebe sind für die RepublikMoldau etwas völlig Neues“, sagt SozialattachéGeorg Reibmayr vom BMASK.„Durch unsere Fördermittel ermöglichenwir die gezielte Beschäftigung vonMenschen mit Behinderungen.“Armut mit Bildung bekämpfenDer sozialökonomische Betrieb ist nämlichder erste seiner Art in Moldau. Mitdem Projekt der Volkshilfe stehen dieChancen gut, dass Menschen mit Handicapder Armut entfliehen können. Inder neuen Sozialkantine wird bereitsfleißig gekocht. „Die von den Jugendlichenzubereiteten Mahlzeiten werdeneinmal pro Tag an die unter Armut leidendeörtliche Bevölkerung verteilt“,berichtet Projektleiterin Martina Krichmayrvon der Volkshilfe. Der Aufbau derKantine wurde großteils von Spendenfinanziert. „Durch bedürfnisgerechteFörderung haben Menschen mit Behinderungenbessere Chancen am Arbeitsmarkt“,freut sich Krichmayr.Wir bauen ein Glashausfür unsere SozialkantineBauen Sie mit! Ihre Spende unterstütztden Bau eines Glashausessowie den Kauf von Transportautosfür unsere Sozialkantine!SpendenkontoBIC: OPSKATWWIBAN: AT77 6000 0000 0174 0400Kennwort: „Moldau“www.volkshilfe.at/moldauBäume für BurkinaFür eine Zukunft ohne Hunger: Die Volkshilfe unterstütztein Wiederaufforstungsprojekt in Burkina Faso.Das Westafrikanische Burkina Fasoist eines der ärmsten Länder der Welt.Jede/r Zweite muss von weniger alseinem Euro pro Tag leben. „Mehr alszwei Drittel der Menschen leben vonder Landwirtschaft. Doch extremeWetterlagen, Stürme, Überflutungenoder wochenlange Dürren zerstörenregelmäßig Ernten“, erklärt Heide Mitsche,Auslandsexpertin der Volkshilfe.Die Volkshilfe unterstützt mit November2013 ein Projekt zur Katastrophenvorsorge.„Wir bieten den Bäuerinnen und Bauerndas nötige Wissen an, damit sieihre Anbaumethoden verbessern,zeigen Wege zur Wasseraufbereitungund Erosionsbekämpfung auf“, berichtetMitsche. Die Volkshilfe arbeiteteng mit der Schweizer HilfsorganisationSolidar Suisse zusammen, die seit30 Jahren in Burkina Faso aktiv ist.Das Projekt erreicht nicht nur mehr als300 Menschen in der Region „PlateauCentral“, gemeinsam werden mehrals 10.000 Bäume von den BewohnerInnengepflanzt und betreut.Wir danken Solidar Suisse und denlokalen Bauernorganisationen Manegdbzanga,Tind Yalgré und BéeogoNèeré für die gute Zusammenarbeit.menarbeit.UnsereProjektschwerpunkte:< Wiederaufforstung< Sensibilisierung für Klimaveränderungen< Gewässerschutz, Bewässerungssystemeund Wasserspeicher< Verbesserung von Anbaumethodenund Einsatz von organischemDünger< Erneuerbare EnergienIhr Baum für Burkina Faso!BIC: OPSKATWWIBAN: AT77 6000 0000 0174 0400Kennwort: „Burkina Faso“www.volkshilfe.at/burkinafasowww.volkshilfe.at| 33


AuslandshilfeMUDHA besucht die Volkshilfe: (v.l) Christiana Luis Francisca (Präsidentin MUDHA),Heide Mitsche (Volkshilfe), Marisol Baez (MUDHA)Kampf fürFrauenrechteDie Volkshilfe unterstütztProjekte des VereinsMUDHA, der sichfür die Rechte von Dominiko-Haitianerinneneinsetzt.„Unnsere Aufgabengebiete lassensich auf vier Schwerpunkte zusammenfassen:Menschenrechte, Bildung,Gesundheit und Kultur.“ ChristianaLuis Francisca ist Präsidentindes Vereins MUDHA. Gemeinsam mitihrer Kollegin Marisol Baez stattete sieder Volkshilfe Österreich im Sommereinen Besuch in Wien ab. Im Gesprächbeschreibt Präsidentin Franciscadie schwierigen Lebensbedingungenvon Dominiko-Haitianerinnen.„Viele HaitianerInnen sind nach demdramatischen Erdbeben 2010 in dieDominikanische Republik geflüchtetoder wurden aufgrund dringendermedizinischer Versorgung dort hingebracht.Ihnen bleiben grundlegendeMenschenrechte verwehrt. BesondersFrauen sind Opfer von Rassismus,Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung“,berichtet die Präsidentin überden Alltag von Dominiko-Haitianerinnen.MUDHA wurde 1983 als regierungsunabhängigerVerein von FrauenrechtlerinSonia Pierre gegründet, derenFamilie als Wanderarbeiter in der DominikanischeRepublik lebte. Seitherkämpft MUDHA für mehr Gleichberechtigung.Sonia Pierre stirbt völligüberraschend im Dezember 2011.Ihre Nachfolgerin als Präsidentin wirdChristiana Luis Francisca.Schutz vor DiskriminierungMarisol Baez ist seit 2010 bei MUDHAdabei. Die Jus-Studentin engagiertsich ehrenamtlich in der Rechtsberatung.Ihre Beratung wird häufig beiMigrationskonflikten gesucht. „Dominiko-Haitianerinnenmüssen laufendRazzien und Abschiebungen befürchten.Grundlegende Menschenrechte,wie Gleichheit vor dem Gesetz oderDiskriminierungsfreiheit, bleibt ihnenverwehrt“, erzählt die Rechtsberaterin.Im Alltag erlebt sie oft, dass dieNot vererbt wird. „Kindern von haitianischenEltern wird häufig das Rechtauf eine Staatsbürgerschaft verweigert.Sie sind de facto staatenlos.“Ihre Spende fürFrauenrechteBIC: OPSKATWWIBAN: AT77 6000 0000 0174 0400Kennwort: „Haiti”www.volkshilfe.at/haitiMUDHA hat eine Schule und einenKindergarten aufgebaut, in welchenMütter ihre Kinder während der Arbeitin sicheren Händen wissen. Esgibt Bildungsangebote, Lesen undSchreiben wird gelehrt und auch dieGesundheitsberatung kommt nicht zukurz. MUDHA schafft Arbeitsplätze fürFrauen. Beispielsweise werden Handwerkskursefür Frauen geboten. DieFrauen stellen Produkte und Güter fürden lokalen Markt her und können soein Einkommen erwirtschaften. „Wirversuchen mit den wenigen Mitteln,die uns zu Verfügung stehen, möglichstviel für die Frauen und Kinderzu erreichen“, sagt Präsidentin Francisca.HintergrundSchätzungen zufolge leben zwischen500.000 und 1.000.000HaitianerInnen in der DominikanischenRepublik. Viele arbeitenzu Billiglöhnen auf Baustellen, inder Landwirtschaft oder in Haushalten.Die Wirtschaft ist auf dieEinwanderer angewiesen. Dominiko-HaitianerInnensind enormenAnfeindungen, Fremdenhass undDiskriminierung ausgesetzt. Immerwieder kommt es zu illegalen Abschiebungenund zu grundlegendenMenschenrechtsverletzungen.34 | Magazin für Menschen


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