Download - Friedrich Vordemberge-Gildewart

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1VielfältigeGestaltung12 Ausstellungenrund um OsnabrückZur Erinnerung anFriedrich Vordemberge-Gildewart(1899 – 1962)


Vielfältige Gestaltung12 Ausstellungen rund um OsnabrückLebendige Kunst, Harmonie der Geometrie und konkrete Gestaltungsausflügein reizvoller Landschaft – dies alles bietet das von 12 KunstundKulturträgern gemeinsam verantwortete Ausstellungsgeflecht imJahr 2013. Es will Lust machen auf ungegenständliche, konkrete Kunst,die ganz zu Unrecht im Ruf steht, spröde und unzugänglich zu sein.Im Gegenteil!Die Ausstellungen zeigen auf je individuelle Weise verspielte Auseinandersetzungenmit dem Werk des international renommiertenKünstlers Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899 – 1962) und weitererkonkret-konstruktivistischer Künstler. In Osnabrück geboren, bliebV-G, wie sich Vordemberge-Gildewart selbst abkürzte, zeitlebens aufherzliche Weise mit dem Osnabrücker Land verbunden.Allen Kooperationspartnern ist ausdrücklich für das gute, ideenreicheMiteinander und die verblüffend vielfältige Gestaltung zu danken!Unser Dank gilt auch dem Landschaftsverband Osnabrücker Land,dem Kulturbüro des Landkreises Osnabrück und den Sponsoren fürdie großzügige finanzielle Unterstützung.Allen Besuchern wünschen wir lebendige und überraschendeBegegnungen mit den Ausstellungen und der dort jeweils vertretenenKunst!Ergänzend zu den vielfältigen Aktivitäten in der Stadt Osnabrück2013 präsentieren die Ausstellungen im Umland unterschiedlichstekonstruktiv-konkrete Tendenzen der Kunst. Damit erweitert die seit2005 aktive Vordemberge-Gildewart-Initiative erstmals ihren geografischenAusstellungsradius in die Region.Dr. Siegfried HoffmannVordemberge-Gildewart-InitiativeOsnabrückDr. Klaus LangBürgerstiftungOsnabrück3


4…der sturm des lichtesdie stille der zeitFriedrich Vordemberge-Gildewart


V-GFriedrich Vordemberge-Gildewart (Osnabrück 1899 – Ulm 1962)Nach Abschluss der Tischlerlehre in einerangesehenen Werkstatt verlässt V-G mit19 Jahren Osnabrück, um von 1919 bis 1922an der Kunstgewerbeschule und der TechnischenHochschule Hannover Innenarchitektur,Plastik und Architektur zu studieren.Aus dem Jahr 1923 stammen V-Gs ersteBildkonstruktionen. V-G ist am lebendigenAustausch der Hannoveraner Avantgarde(Kurt Schwitters, El Lissitzky, Erich MariaRemarque, Theo van Doesburg) beteiligt.Bereits mit 25 Jahren wird er in die holländischeKünstlergruppe „de stijl“ aufgenommenund zählt bald zu den wichtigsten europäischenVertretern des Konstruktivismus.Den Nationalsozialisten gilt V-Gs Kunst als„entartet“. Nach 16 Jahren Amsterdamer Exilwird V-G 1954 von Max Bill an die Hochschulefür Gestaltung in Ulm berufen, die sichin der Nachfolge des Bauhauses sieht.V-Gs Schaffen ist von großer Vielfalt geprägt:er schuf Gemälde und Reliefs, Collagen undFotomontagen. Zudem war er ein bedeutenderTypograf, Möbeldesigner, Innenarchitektund befasste sich mit Bühnenentwürfen.Er gestaltete Bücher und hinterließ Architekturentwürfegenauso wie Gedichte, derenPoesie der seiner Bilder gleichkam.V-G öffnete sich, vom Handwerk kommend,unmittelbar dem künstlerisch konstruktivenDenken, ohne den Umweg über die gegenständlich-akademischeAusbildung zu gehen.Dies kennzeichnet seinen ungewöhnlichenkünstlerischen Werdegang. Skeptisch gegenüberaller Dogmatisierung, entwickelte V-Gein erfindungsreiches Werk – ausgehend vonder Idee der Konstruktion, fasste V-G seineArbeiten später als Kompositionen auf undentwarf in ihnen Exempel schwebender klarerRelationen, die Hans Arp als „reine eilande inder wirrnis der zeit“ bezeichnete.5


Führungen im Ruller HausElisabeth Lumme, Künstlerin und freie KDonnerstag, 17. Januar 2013, 18 UhrSamstag, 09. Februar 2013, 16 Uhr13. Januar - 17. März 2013Öffnungszeiten: Sonntags von 14 - 18 Uhrund nach telf. Vereinbarung unter 05407/8137750Wir rufen auch gerne zurück.13. Januar bis 17. März 2013Ruller Haus | KlosterstraSSe 449134 WallenhorstEröffnungSo, 13. Januar 2013, 17 UhrÖffnungszeitenSo 14 bis 18 Uhr und nach telefonischerVereinbarung unter 05407 8137750EintrittfreiFührungenDo, 17. Januar 2013, 18 UhrSa, 9. Februar 2013, 16 Uhrwww.rullerhaus.deVergleichend GleichzeitigFunktionsgrafiken, Plakate und Neujahrsgrafikenvon Anton Stankowski und Karl DuschekAnton Stankowski (1906 – 1998) gehört zu jener Künstlergeneration, die von den Pionierender konstruktiv-konkreten Kunst lernte. Ausgebildet von Max Burchartz, der zusammen mitWilli Baumeister, Robert Michel, Kurt Schwitters, Friedrich Vordemberge-Gildewart undanderen den „Ring Neuer Werbegestalter“ gründete, arbeitete Stankowski wie V-G im freienund im angewandten Bereich. In Zürich gehörte er Anfang der 1930er Jahre zu den Pionierender Schweizer Grafik. Nach dem Krieg war er mit seinen Markenzeichen einer der wichtigstendeutschen Gebrauchsgrafiker. Wie V-G unterrichtete auch Stankowski an der Hochschule fürGestaltung in Ulm. Das 1974 von ihm entworfene Signet für die Deutsche Bank wurdegattungsbildend.Mit dieser Aufgabe begann Stankowskis Zusammenarbeit mit Karl Duschek (Jgg. 1947),der sein Atelierpartner wurde. Beide schufen zahlreiche Plakate zu kulturellen Themen, die inhochwertigen Druckverfahren realisiert wurden und z. T. in der Ausstellung zu sehen sind.Ein zweiter Ausstellungspart widmet sich farbintensiven Funktionsgrafiken im Siebdruck.Ein dritter Teil gilt den 1981 bis 2011 erschienenen Neujahrskarten, mit denen beide AtelierpartnerThemen wie Fotomontage, Firmenzeichen, Konkrete Poesie oder Zahlen konstruktiv,doch mit individuell unterschiedlicher Herangehensweise vorstellen.Die Leihgaben wurden von der Stankowski-Stiftung gGmbH zur Verfügung gestellt.6


1. März bis 28. April 2013EröffnungFr, 1. März 201319 Uhr: Alte Mädchenschule Ostercappeln20 Uhr: Schafstall Bad EssenAlte Mädchenschule | Kirchplatz 949179 OstercappelnÖffnungszeitenDi, Mi, Do 14 bis 17 Uhr, Fr, Sa, So 15 bis 17 UhrEintrittfreiSchafstall Bad Essen | Bergstr. 3149152 Bad EssenÖffnungszeitenDi bis So 15 bis 18 UhrEintrittfreiwww.ostercappeln.dewww.schafstallbadessen.deVerschiedene GenerationenBilder, Grafiken, Plakate und Objekteder konstruktiv-konkreten KunstDie Doppelausstellung an zwei Orten versucht, das künstlerischeUmfeld Vordemberge-Gildewarts durch Arbeiten verschiedenerKünstler zu veranschaulichen: bezogen auf V-Gs Hannoveraner Zeitmit Werken Carl Buchheisters, Cesar Domelas, Rudolf Jahns’ oderKurt Schwitters’; bezogen auf die konstruktiv-konkrete Kunst in denNiederlanden, wo V-G weit über das Ende des 2. Weltkriegs hinauslebte, mit Werken von Joost Baljeu oder Herman de Vries, die an die„de stijl“-Pioniere anknüpfen; schließlich bezogen auf die Zeit V-Gs inUlm ab 1952 mit Werken u. a. von Richard Paul Lohse, Max Mahlmannund Gudrun Piper oder der V-G Schülerin Shizuko Yoshikawaoder auch Karl Duschek, Kunibert Fritz und Norbert Thomas.Beide Ausstellungen reflektieren, dass V-G sowohl im freien wie imangewandten Bereich tätig war. Zusammengenommen ergeben sieEinblick in die Vielfalt der konstruktiv-konkreten Gestaltung.Die Leihgaben wurden dankenswerterweise von derStankowski-Stiftung gGmbH zur Verfügung gestellt.7


Gegen den Strom oder mit dem WindKünstlerpositionen 1940/414. Mai bis 30. Juni 2013Museum des Landkreises OsnabrückStiftshof 4 | 49593 BersenbrückEröffnungSa, 4. Mai 2013, 19.30 UhrMusik: Günter GallÖffnungszeitenDi bis Fr 9 bis 17 Uhr,Sa und So 14 bis 17 UhrEintrittErwachsene € 1,50Auszubildende und Jugendliche Eintritt freiGruppen (ab 10 Personen) € 1,- p. P.www.landkreis-osnabrueck.deDie Ausstellung befasst sich mit der Verlorenen Generation vonKünstlern, deren Entwicklung durch die NS-Kulturpolitik gebremstwurde. Sie hatten letztlich nur die Wahl, künstlerisch „mit dem Wind“zu überleben, unter Gefahr „gegen den Strom“ zu schwimmen oderihr Heil in der inneren Emigration zu suchen. Die Ausstellung zeigtexemplarisch die unterschiedlichsten Positionen dieser unumgänglichenAuseinandersetzung und des individuellen künstlerischenUmgangs. Friedrich Vordemberge-Gildewart, der von 1938 bis 1952 inAmsterdam überlebte, ist in der Ausstellung als einziger Exilkünstlerund als einziger konkret-konstruktivistischer Künstler vertreten.Konstruktivismus bezeugt einen deutlichen Gegenentwurf zur NSkonformenKunst. V-Gs Werke galten, wie auch andere in derBersenbrücker Ausstellung, als „entartet“.Die 1949 erschienene Mappe V-Gs mit dem Titel „Époque Néerlandaise“dokumentiert V-Gs holländische Epoche. In seinem Vorwortbeschreibt Hans Arp die darin enthaltenen verblüffend heiteren Bilderals „reine eilande in der wirrnis der zeit“.8


920. Juni 2013 bis Sommer 2014LandschaftsverbandOsnabrücker Land e. V.Schloss Iburg – Hofapotheke49186 Bad IburgEröffnungDo, 20. Juni 2013, 18 UhrÖffnungszeitenMo bis Fr 9 bis 13 Uhrund nach telefonischer Vereinbarungunter 05403 724550Eintrittfreiwww.lvosl.deVielgestaltig GegenwärtigDie Künstlergruppe SysthemaAls Antwort auf die gegenständlich geprägte Berliner Kunstszene der 1960/70er Jahregründeten abstrakt arbeitende Künstler die internationale Gruppe Systhema. Der SchweizerKonstruktivist Richard Paul Lohse war Wegweiser und engagierter Freund der Gruppe, derenMitglieder sich mit den Künstlern der ersten Konstruktivisten-Generationen auseinandersetzten.Systhema kennzeichnet keine gemeinsame Tendenz, sondern die künstlerisch individuelleAusprägung sehr unterschiedlicher konstruktivistischer Ansätze. Lohse schreibt im BernerSysthema-Katalog (1978): „Immanent ist dem Konstruktivisten dieser Epoche wie dem Konstruktivismusder 20er Jahre ein Sozialgerichtetsein, nicht im Sinne eines Weltanschaulich-Dargestellten, sondern des zeitgerechten Verhaltens einer Kunst, die meint, was sie zeigt, undaus der Notwendigkeit zur Humanität kommt. Ist dies weniger realistisch als die illustrativeDarstellung des Realen?“Die Mitglieder von Systhema: Frank Badur, Andreas Brandt, Stefanos Gazis, JohannesGeccelli, Kristin Gerber, Thomas Kaminsky, Jan Kotík, George Rickey, Christian Roeckenschuss,Klaus Schoen, Peter Sedgley, Rudolf Valenta.Die Ausstellung wurde möglich dank Leihgaben eines Mitgliedes der Künstlergruppe Systhema.


6. bis 28. Juli 2013Schloss KönigsbrückKönigsbrücker Weg49326 MelleEröffnungSa, 6. Juli 2013, 18 UhrÖffnungszeitennach Vereinbarung unter Tel. 0179 2052761(Prof. Bernhard Strecker)Eintritt10 Eurowww.melle-geschichte.deErich Wiesner, Bernhard Strecker Carl KrasbergFarbenergie und Brücken zu V-GCarl Krasberg und Erich WiesnerIn der Ausstellung auf Schloss Königsbrück werdenmit Carl Krasberg, Bochum, und Erich Wiesner, Berlin,zwei Künstler der Gegenwart sowohl im Dialog als auchmit Blick auf das Werk Friedrich Vordemberge-Gildewartsgezeigt: mit aktuellen Arbeiten in Malerei, Zeichnung,Grafik, Architektur und Skulptur. Beide Künstler haben mitherausragenden Architekten wie mit dem Büro Behnischund mit Otto Steidle zusammengearbeitet, die in Modellenund Farbserien vorgestellt werden.Schloss Königsbrück wird als Farbenergie-Erlebnisortinszeniert: Die neuesten, elementaren Arbeiten von Krasbergund Wiesner verbinden sich mit ihren vibrierenden,spannungsgeladenen Farbmembranen in verzaubernderWeise mit den Lichtreflexen der das Schloss umfassendenErlen und Wassermembranen. Die Kapelle wird mit CarlKrasbergs Werken zu einem Tempel der Stille. Krasbergund Wiesner lassen verwandte Intensität zueinandersowie Korrespondenzen zu V-G erkennen.BegleitveranstaltungenSa/So, 13./14. Juli 2013, jeweils ab 10 UhrSchloss KönigsbrückFarbenergie in der Architekturund am Blauen TeutoWorkshop mit Vorträgenund DiskussionenEintritt: 10 EuroSo, 21. Juli 2013, 18 UhrSchloss KönigsbrückBrücken zu V-GEin musikalisches Ereignis in Kooperationmit Willem Schulz, Cello, und Fin Wiesner,Saxophon: Klangraum Schloss undGärten – Farbenergie und KlangenergieEintritt: 10 EuroSa, 27. Juli 2013, ab 18 UhrSchloss KönigsbrückFinissage als Maskenball – Maskenballmit Dekorationen und Verkleidungen inder Typologie der frühen Moderne. Esspielen lokale Musikgruppen vom „BlauenTeuto“. Die Gäste erscheinen in eigenenKostümen gemäß den elementarenFarben und Formen der konkreten Kunst.Eintritt: 10 EuroIn Kooperation mit dem Sigmund StreckerMuseum Melle-NeuenkirchenKonzept und OrganisationProf. Bernhard Strecker10


Jenseits von ArkadienTorsten Kaufmann, Nordhorn, im „Atelier auf Zeit“Der Experimentierraum „Atelier auf Zeit“ dient seit 1995 der Förderung von Künstlern in und ausder Region. Dazu stehen für einige Wochen die Räume und der Hof des Kunstvereins zur Verfügung.Begleitet wird der Atelieraufenthalt u. a. durch Publikumsöffnung und Künstlergespräche.15. Juli bis 1. September 2013Kunstverein Grafschaft BentheimHauptstraSSe 3749828 NeuenhausEröffnung / ÖffnungszeitenNäheres zur Eröffnungsowie zu den Öffnungszeiten unterwww.kunstverein-grafschaft-bentheim.deEintrittfreiSpenden erwünschtwww.kunstverein-grafschaft-bentheim.deIn seiner meist figurativen Kunst, die der Tradition des Kritischen Realismus nahe steht, regtTorsten Kaufmann den Betrachter zu überraschenden Perspektivwechseln an, indem erBanales und Erhabenes, Reales und Mythologisches, Historisches und Alltägliches kombiniertund in einen neuen formalen und inhaltlichen Kontext setzt. Unter dem Arbeitstitel „Jenseitsvon Arkadien“ werden in den letzten Jahren entstandene und bisher unbekannte Arbeitenim konkreten Kontext präsentiert. Der in Europa über Jahrhunderte imaginierte ideale Ortmenschlichen Miteinanders in einem harmonischen Naturzusammenhang wird künstlerischausgelotet: Ist „Arkadien“ immer noch, wie bei den römischen Dichtern, mit Idealen aufgeladen?Liegt es in Italien oder Griechenland oder mittlerweile im türkischen All-inclusive-Hotel?Im Rahmen des „Atelier auf Zeit 2013“ entwickelt Torsten Kaufmann eine skulpturale Hommagean Friedrich Vordemberge-Gildewart.11


2. August bis 22. September 2013Kunst- und Kulturverein Dissen e. V.Am Krümpel 1a49201 Dissen a. T. W.EröffnungFr, 2. August 2013, 19 UhrÖffnungszeitenFr 17 bis 20 Uhr, Mi und So jeweils 13 bis 18 Uhrsowie nach Vereinbarung unter Tel. 05421 2005Eintrittfreiwww.kukdissen.deWilli Otremba und Rita RohlfingZwei Künstler zwischen Farbraum und schwebender FlächeZu den Missverständnissen über konstruktiv-konkrete Kunst gehört u. a. ihre Reduktion aufPrimärfarben sowie Schwarz, Weiß und Grau und schließlich rechtwinklige Ordnungen.Dabei belegt schon das Werk Friedrich Vordemberge-Gildewarts das Gegenteil: Kontrastezwischen Matt und Glänzend haben hier einen ebenso wichtigen Stellenwert wie ungewohnteFarbkombinationen oder die sich zur Poesie erweiternde Geometrie. Sie sind auch beijüngeren Künstlern zu finden, wenn sie die Wirkung von Formen und Farben in ihrem Werkuntersuchen.So arbeitet Willi Otremba bewusst mit Flächen, die der exakten Geometrie zu widersprechenscheinen. Auf von der Wand abgerückten, mithin schwebenden Flächen hinterfragt er dasEindeutige, indem etwa Farbwechsel aus der Entfernung eindeutig scheinen, sich aber mitzunehmender Betrachternähe ausdifferenzieren.Bei Rita Rohlfing kann Farbe körperlich werden. Ihre Wand- oder Bodenobjekte behandelnFarbtiefe und die je nach Standpunkt wechselnde Wirkung von Farbe. Die die Bewegung derBetrachtenden ist konstitutiv für das Verständnis der Arbeiten. Diese Farbräume im wörtlichenSinn zeigen feinste Nuancen leuchtender Monochromie in präzisen Begrenzungen.Die Ausstellung lädt ein, sich auf überraschende Erfahrungen und Erkenntnisseeinzulassen. Der Galerie Hoffmann, Friedberg, danken wir für die Unterstützung.12


13Variationen GeometrischArbeiten von Maria C. P. Huls, Jamel Sghaier und Jürgen Paas18. August bis 29. September 2013Museum Villa StahmerCarl-Stahmer-Weg 1349124 GeorgsmarienhütteEröffnungSo 18. August 2013, 11 UhrÖffnungszeitenDi und Do 9 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr,So 10 bis 13 und 15 bis 18 UhrEintritt€ 2,50 für Erwachsene, Kinder freiwww.georgsmarienhuette.deMaria C. P. Huls, die sich seit 1999 mit dem Werk Vordemberge-Gildewarts befasst, arbeitet inStein. In ihrer reduzierten Formsprache bezieht sie sich auf geometrische Grundformen, Hell-Dunkel-Kontraste sowie Oberflächenwirkungen. In Radierungen setzt sie ihre Form-Erkundungenfort. Es entstehen einprägsame Momente der Stille und der Harmonie.Jamel Sghaiers Weg in den Konstruktivismus begann in der Auseinandersetzung mit linearenStrukturen von Seekarten sowie mit der europäischen Kunstgeschichte und der KunstVordemberge-Gildewarts. Jamel Sghaier, der seine Werke als „Beschreibung innerer Landschaften“bezeichnet, die „eigenen harmonischen Gesetzen“ folgen, arbeitet außer in Malereiin Holz, Metall und Mixed media, ferner mit Video- und Audio-Installationen.Jürgen Paas greift Elemente der Minimal Art auf – er schafft Rechtecke, Quadrate, Kuben,übersetzt sie in ein offenes Malereisystem und befragt damit Farbe, Form und Raum.Er verbindet Systematik und Ordnung mit Regellosigkeit, die sich in äußerst variablerMaterialmalerei äußert. In jüngerer Zeit gehören auch Kreise und Kreissegmente zu seinemFormenvokabular. Die mathematische Klarheit von Kreis, Rechteck und Quadrat wird in einpolyphones Gesamtkunstwerk überführt.


Erinnern an Vordemberge-GildewartKonstruktivismus und Konkrete Kunst1. bis 29. September 2013Verein zur Förderung vonKunst und Kultur in Melle e. V.Orangerie Gut OstenwaldeOsnabrücker Str. 7949324 Melle-OstenwaldeEröffnungSo, 1. September 2013, 11.15 UhrÖffnungszeitenSa 15 bis 18 Uhr, So 11 bis 18 UhrEintrittfreiwww.kunstverein-melle.deDer Künstler Vordemberge-Gildewart bietet für die Ausstellung, die mit den formalenMöglichkeiten des Konstruktivismus und der konkreten Kunst spielt, den Ausgangspunkt.Quadrat, Dreieck und Kreis, deren geometrische Formvariationen sowie homogenebunte und unbunte Farbflächen gehören zu den prägenden Grundformen dieser Kunst.Die Ausstellung besteht aus drei Bereichen: einem Informationsfeld, einer Mitmachzone undeinem Künstlerbeitrag. Im Zentrum des Informationsbereichs stehen Reproduktionen vonArbeiten V-Gs, bildliche und textliche Verweise auf ihre Entstehung, auf Künstlerkollegenund die weitere Entwicklung der konkret-konstruktivistischen Kunst. In der Mitmachzonekönnen sich die Ausstellungsbesucher anhand bereit liegender Materialien und Hilfsmittel ineinfachen, spielerischen Bildfindungen erproben. Die Ergebnisse werden in einem separatenAusstellungspart präsentiert. Als Künstlerbeitrag werden Werke der Malerei, Siebdrucke undObjekte des Künstlers Kurt Bahlmann gezeigt, der zu den Mitbegründern des Action paintinggehört. Seine strengen Parallel-Raster-Bilder erinnern sowohl an Op-Art als auch an strengkonstruktivistische Tendenzen.14


Zwei im QuadratChristine und Dieter Weise20. September bis 27. Oktober 2013Tuchmacher Museum BramscheMühlenort 6 | 49565 BramscheEröffnungFr, 20. September 2012, 19 UhrÖffnungszeitenDi bis So 10 bis 17 UhrEintrittErwachsene 5.- €,Kinder bis 18 Jahre freiwww.tuchmachermuseum.deLinie, Farbe und Fläche sind genuin gestalterische Elemente einerjeden Webtechnik. Mit dem Werk des Künstlerpaares Christine(1941–2009) und Dieter Weise (geb. 1941) zeigt das TuchmacherMuseum eine bisher kaum beachtete Facette konkreter Kunst.Im Zentrum der Ausstellung stehen die von streng geometrischerGestaltung geprägten Textilarbeiten Christine Weises. Sie bezog sichu.a. bewusst auf die Zürcher Konkreten Max Bill und Richard PaulLohse. Die Arbeiten von Christine Weise orientieren sich ferner amFarbkreis des Bauhauslehrers Johannes Itten. Gemäß seiner Theoriefolgen ihre Arbeiten einer strengen Ordnung, wobei alle beteiligtenFarben gleichwertig vertreten sind. „Erst dann“, so Christine Weise,„strahlt das Gesamtwerk … eine gewisse Ruhe und Harmonie aus.“Verbindendes Element der Arbeiten von Christine und Dieter Weiseist das Quadrat. Dieter Weise, dessen künstlerische Ausdrucksformender informellen Kunst nahestehen, verweist mit den für ihn charakteristischenquadratischen Verspannungen, wie der Künstler selbst esformuliert, „sinnbildlich auf die Zwänge, Gesetzmäßigkeiten und Gesetzlichkeiten,die das vielfältige und lebhafte Dasein reglementieren“.15


28. Oktober bis 6. Dezember 2013Kreishaus OsnabrückAm Schölerberg 1 | 49082 OsnabrückEröffnungwird über Presse / Internet bekanntgegebenÖffnungszeitenMo bis Mi 8 bis 16 Uhr,Do 8 bis 17.30 Uhr, Fr 8 bis 13 UhrEintrittfreiwww.landkreis-osnabrueck.deDas Schachspiel findet auf 64 schwarzen undweißen Quadratfeldern statt. Das Mühlebrettzeigt – ähnlich den Bildern von Josef Albers –drei ineinander gesetzte Quadrate. Viele Spielebasieren auf Geometrien und systematischgeordneten Flächen oder Reihen. Sie spielenalso mit Mitteln, die auch für die konstruktivkonkreteKunst maßgeblich sind.Die Ausstellung zeigt die verblüffende Vielfaltkonkreter Spiele im zwei- und dreidimensionalenBereich und verdeutlicht den Einfluss der Kunstauf die Spielgrafik der letzten 50 Jahre: Daerinnern beispielsweise Linienverknüpfungen andie Op-Art. Das berühmte grafische Konzept derLondoner Untergrundbahn wird zu einer Spielsituation.Konstruktion wird sichtbar gemacht,wenn Stäbe und Seile der Demonstration vonZug- und Druckkräften dienen. Viele differenzierteWürfelreihungen fügen sich zu einem Gesamt-Würfel. Dies und vieles anderes mehr regt in derAusstellung sowohl Kinder als auch Erwachsenezur Entdeckung und zum eigenen Experiment an.Spielerisch konstruktivKonkrete Spiele16


8. bis 24. November 2013Kultur- und VerkehrsvereinHasbergen e.V.BahnhofstraSSe 1 | 49205 HasbergenEröffnungFr, 8. November 2013, 17 UhrÖffnungszeitentäglich 16 bis 18 UhrEintrittfreiwww.hüggel.dePro MemoriaFlügelaltäre und Streifenbilder von So-Ah YimDie Kunst der in Hamburg lebenden koreanischen Künstlerin So-AhYim beschränkt sich streng auf die geometrischen GrundformenQuadrat, Senkrechte und Waagerechte sowie auf die GrundfarbenGelb, Rot, Blau, Schwarz und Weiß – Mischtöne aus koreanischenPigmenten nicht ausgeschlossen.Die Holzkästen der Künstlerin erinnern an Flügelaltäre, die geöffnetwerden können und dann in schier unglaublicher VariationsvielfaltLinien und Farbverknüpfungen preisgeben. Ihre Streifenbilder lassendie Betrachter im eigenen Auge je nach Standort die Linienführungenstets neu bestimmen.Ihre künstlerischen Bezugspunkte fand die Künstlerin im Konstruktivismus,im amerikanischen Minimalismus und insbesondere in derKunst Piet Mondrians. „Durch das Wechselspiel von Zeigen undVerbergen braucht So-Ah Yims Kunst Zeit zum Entdecken und diedirekte Interaktion mit dem Betrachter.“ (Museum Ritter, Waldenbuch).Für ihre Unterstützung danken wir der Galerie Renate Kammer,Architektur und Kunst, Hamburg und dem Ing.-Büro Krämer-Evers.17


Ausstellungsübersicht Osnabrück2. Dezember 2012 – 24. Februar 2013Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum OsnabrückFriedrich Vordemberge-Gildewart.Dialog mit dem Tischlerhandwerkab 10. März 2013Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum OsnabrückRaumkonzepte von Vordemberge-GildewartDauerausstellung Handwerk und Designab 27. Juli 2013Handwerkskammer Osnabrück-Emsland, Osnabrückaktuell konkret – Stilentwicklung und MaterialeinsatzJuli – September 2013Schaufenster in der Stadt OsnabrückEinblicke – Schaufenstergestaltungnach Vordemberge-Gildewart10. März – 26. Mai 2013Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum OsnabrückDietrich Helms zum 80. GeburtstagKreuzweis, etc.6. Juni – 6. Oktober 2013Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück„nichts … und alles“ – Retrospektive zum WerkFriedrich Vordemberge-Gildewarts20. Oktober 2013 – 9. Februar 2014Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum OsnabrückPhantastiken – Die Bauhäuslerin Lou Scheper-Berkenkamp8. Dezember 2013 – 30. März 2014Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum OsnabrückMensch und Design18


Veranstalter der Ausstellungen rund um OsnabrückKultur- und Verkehrsverein Hasbergen e. V.Kunst- und Kulturverein Dissen e. V.Kunst- und Museumskreis Bad Essen e. V.Kunstverein Grafschaft Bentheim e. V., NeuenhausKURIOS – Kulturring Ostercappeln e. V.Landkreis Osnabrück, KulturbüroLandschaftsverband Osnabrücker Land e. V., Bad IburgMuseum des Landkreises Osnabrück in BersenbrückMuseum Villa Stahmer, GeorgsmarienhütteRuller Haus e. V., WallenhorstSigmund-Strecker-Museum, Melle-NeuenkirchenTuchmacher Museum BramscheVerein zur Förderung von Kunst und Kultur in Melle e. V.Veranstalter in OsnabrückHandwerkskammer Osnabrück-Emsland, OsnabrückStadt OsnabrückAktuelle Informationen zum Ausstellungsnetzwerk erhalten Sie unterwww.vordemberge-gildewart.dewww.osnabrueck.deund bei den jeweiligen Veranstaltern19


Vielfältige Gestaltung12 Ausstellungen rund um OsnabrückZur Erinnerung an Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899 – 1962)Idee, Organisation und FederführungVordemberge-Gildewart-Initiative Osnabrück gemeinsam mit der Bürgerstiftung OsnabrückKuratorische Verantwortungdie beteiligten Kunst- und Kulturinitiativen, beraten von Jörg Stürzebecher, Frankfurt am MainWir danken für die finanzielle Unterstützung:Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V.Pieper – der Malermeister GmbH Wallenhorst – OsnabrückLandkreis OsnabrückUnser Dank gilt ferner allen das Projekt ideell und mit großer Begeisterung mittragendenKunstinteressierten aus dem Osnabrücker Land, allen Leihgebern und Projektpartnern sowieganz besonders dem Kunstwissenschaftler Jörg Stürzebecher für seine vielfältige Beratungund Ermutigung.Impressumvg-initiativeDr. Siegfried HoffmannGroße Gildewart 2749074 OsnabrückTel.: 05 41 - 25 86 54hoffmann@vg-initiative.deGestaltungMax Ciolek AGD _ gutundgruen.deBildrechte © bei den Künstlern, den Leihgebern, ThomasKlaeber (S. 15), der VG Bild-Kunst und der Vordemberge-Gildewart-StiftungAlle Angaben ohne GewährStand: Januar 201320

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