Winter 2010 - Starke Pfoten

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Winter 2010 - Starke Pfoten

k a m p a g n e n > > >Weniger Fleisch istgut für unser KlimaTrotzdem leben Millionen Tiere in MassentierhaltungFoto: VIER PFOTEN/Marcus Mueller Foto: VIER PFOTEN/R&DWas ist Massentierhaltung eigentlich?In der Massentierhaltung werden junge und bewegungsfreudige Tiere meist in fensterlosenTierfabriken auf engstem Raum, ohne jegliche Lebensqualität gehalten, damit der Menschtagtäglich Fleisch, Milchprodukte oder Eier zu einem günstigen Preis einkaufen kann.Der technische Aufwand in diesen Fabriken ist enorm. Man will mit wenig Personal- undZeitaufwand hohe Gewinne erwirtschaften. Deshalb müssen Millionen Tiere ohneStroh auf kaltem, hartem Spaltenboden stehen und schlafen oder in aufeinandergestapeltenKäfigen – oft auf Drahtböden – ihr kurzes Leben fristen. Derunerträgliche Gestank der Gülle macht sie krank.Viel Fleisch zu essen ist ungesundIn Deutschland isst der Durchschnittsmensch mehr als 1 kg Fleischund Wurst pro Woche. Das ist einfach zu viel und einer derHauptgründe für Herzkrankheiten oder Übergewicht. Je mehrGemüse wir essen, desto weniger Platz bleibt im Magen fürFett und Cholesterin und umso besser fühlen wir uns.4Foto: creativecommons.cc


Jedes Schnitzel, jede Wurst, jeder Burger wenigerist ein aktiver Beitrag gegen den Klimawandel undfür den Tierschutz–und kostet uns keinen Cent.Massentierhaltung ist schädlichfür die UmweltDie Massentierhaltung, auch Intensivtierhaltung genannt, istfür das Klima noch viel schädlicher als Verkehrsabgase, Stromverbrauchoder Flugzeugfliegen. Wissenschaftler fandenheraus, dass die Produktion von tierischen Produkten für mehrals die Hälfte der Treibhausgase verantwortlich ist. Treibhausgasebewirken die Erwärmung unseres Klimas und haben verheerendeAuswirkungen auf unseren Planeten (z.B. Schmelzenvon Eisbergen, Überschwemmungen, Dürre).Außerdem müssen immer mehr Wälder gerodet werden, umAnbaufläche für das Futter für Milliarden von Nutztieren zugewinnen. Dies geschieht meist in Ländern, in denen die Bevölkerunghungert – das Vieh der Reichen frisst also das Brotder Armen.Was könnenwir dagegen tun?Um auf Klima und TiereRücksicht zu nehmen,müssen wir lernen, unsbewusst zu ernähren und auf unsereUmwelt zu achten. Wenn wir auf Fleischund tierische Produkte nicht ganz verzichtenwollen, sollten wir Lebensmittel aus tierfreundlicherund regionaler Haltung wählen.Foto: zvg.Schreib unsdeine MeinungSollten wir alle Vegetarier werdenund auf Fleisch verzichten?Wir freuen uns auf deine Antwort anannalena.krebs@vierpfoten.org.Das Umfrageergebnis werden wirnatürlich bekanntgeben.Foto: creativecommons.ccFotos: creativecommons.cc5


die ModeDie nachtaktiven Tiere sehen putzig aus, wie eineMischung aus Marder, Waschbär und Hund. Für diePelzgewinnung werden sie in engsten Käfigen aufDrahtgitter gehalten und wie die anderen Pelztieregetötet.Konsequent handelnWer beim Shoppen unsicher ist, ob der„Flausch“ vom Tier stammt, lässt dasStück am besten hängen. Denn für jedesnoch so kleine Fell ist ein Tier gestorbenund hat in grausamer Haltung gelitten.Zum Glück haben sich schon viele fortschrittlicheDesigner, wie Stella McCartney, und Modehäuser, wieH&M, Zara oder C&A, mit uns gegen Pelz entschieden.Achtung, hinter den KennzeichnungenFinn Racoon, Tanuki oder Murmanskyverbirgt sich Marderhund.Hinter kuscheligen Daunenjackenund -decken stecktoft unendliches Tierleid.Foto: VIER PFOTEN/Marcus MuellerFotos: creativecommons.ccFoto: Piotr Kuczinsky7


t i e r s c h u t z - n e w s > > >TragischesBärenschicksalAm 10. Oktober 2010 entkamen in Sachsen-Anhaltdrei Braunbären aus einem privaten Gehege aneiner Gaststätte. Ein Jäger erschoss die Bären nocham Abend des gleichen Tages.Foto: VIER PFOTEN/R&D„Der Fall wirft viele Fragen auf“, erklärt VIERPFOTEN Wildtierexperte Thomas Pietsch. „Wiekonnten die Bären entkommen und warum wurdenicht versucht, die Tiere zu betäuben? Wir forderneine rasche und sorgfältige Aufklärung.“Die Tragödie zeigt, dass gefährliche Wildtieregrundsätzlich nicht in Privathand gehören.Unfälle mitZirkustierenEs kommt immer wieder zu Unfällen mit Wildtieren imZirkus. Allein für Deutschland hat VIER PFOTEN in denletzten Jahren siebzehn Zwischenfälle gezählt, die mitVerletzten endeten. Hinzu kamen 38 Ausbrüche vonWildtieren, bei denen nur durch großes Glück viele derausgebrochenen Tiere wieder eingefangen werdenkonnten, ohne dass jemand zu Schaden kam. Das zeigt:Wildtiere gehören nicht in die Manege! VIER PFOTENengagiert sich für ein EU-weites Verbot.Unterstütze uns auf www.vier-pfoten.de/stopitFoto: VIER PFOTEN/Desislav ChervenkovTierversuche sindsinnlos und unsicher… trotzdem steigen die Zahlen weiter!Über zwei Millionen Versuchstiere haben letztes Jahr in deutschenLaboren gelitten, noch mehr als im Vorjahr! Dabei sind Tierversuchegar nicht dazu geeignet, die Wirkung und Gefährlichkeit von Stoffenfür den Menschen zu beurteilen. Trotzdem steigen die Zahlen inDeutschland weiter. In ganz Europa waren es sogar zwölf MillionenTiere, die für Experimente benutzt wurden, darunter Hunde, Katzen undPferde.Foto: Peter Kirilov8Wir fordern mehr Forschungsgelder für moderne, sichereund vor allem tierfreie Experimente.


C l u b l e b e n > > >Foto: VIER PFOTENInternationaleTierschutzferien2010Die letzten Tierschutzferien haben uns allen sehrviel Spaß gemacht, und wir haben wieder vielgelernt! Der Abschied fiel allen nicht leicht – wirsind in der Woche zu einer richtig coolen Gruppezusammengewachsen.Nächsten Sommer ist es dann wieder soweit unddarauf freuen wir uns schon tierisch! Anmelde- undTeilnahmebedingungen gehen per Newsletter raus.Also, schnell noch online registrieren:www.starke-pfoten.deTeamwork„Die Arbeitim Teammacht docham meistenSpaß und bringtmehr!“, war der Gedanke einer starkenpfote aus Hamburg. Gern würde sie mitGleichgesinnten ein aktives Team gründenund sich auf den Treffen über Tierschutzthemen austauschen, Schulvorträgezusammen ausarbeiten oder gemeinsamInfostände auf Schulfesten organisieren.Foto: VIER PFOTEN/Fred DottWir freuen uns auf dich!Hast du auch Lust? Dann melde dich beiAmelie Wilckens: 040/39 92 490 oderamelie.wilckens@vierpfoten.org.Sie wird dir bei all deinen Fragen mit Ratund Tat zur Seite stehen.Hennen aus Legebatterie gerettetDie Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8der Hauptschule Dielheim sind im Ethikunterricht derFrage nachgegangen: Wie lebt eigentlich ein Huhn?Foto: privatSchnell fiel den JuniorTierschützern auf, wie sehr sichdie natürlichen Bedürfnisse von dem HühnerLebenin deutschen Legebatterien unterscheiden. VollerTatendrang kamen sie auf eine super Idee: Zwei Hennensollen aus der Käfighaltung befreit werden und einbesseres Leben geschenkt bekommen. Die Klassefand einen Hennenhalter, der ihnen zwei Käfighennenfür ihr Schulprojekt sogar kostenlos überließ.Im Juni 2010 war es endlich soweit: Die schneeweiße Lilly und die braune Lucy wurden erfolgreichin den Hühnergarten in Dielheim überführt undgenießen, zusammen mit Hahn Max, seitdem ihr Leben.Henne Lilly und Hahn Maxverstehen sich prächtig.Großen Dank an die aktiven Hühner-Retter!9


P r o j e k t e > > >Ein neues Lebenfür Mona und BonnyRückblickEnde April wurde Erich Wiesner, einer unserer Aktivisten, auf zweiPonys aufmerksam: Mutterstute Mona (12) und Tochter Bonny (4)lebten auf einer einsamen Weide bei Cuxhaven. Sie humpelten starkund konnten kaum noch stehen, ihre Hufe bogen sich in die Waagrechtenach vorn! Zeitweise bekamen sie weder Futter noch Wasser.VIER PFOTEN setzte alles daran, den Ponys zu helfen, und brachte sieschließlich in eine Tierklinik. Beide hatten Hufrehe, eine sehr schmerzhafteKrankheit. Mona leidet außerdem an einer chronischen Lungenerkrankungund Bonny unter einer Stoffwechselerkrankung. Einige Tage bangten wir umihr Leben – doch dann gaben die Tierärzte Entwarnung:Bei guter Pflege würden Mona und Bonny wieder genesen.Fotos: VIER PFOTENMehr zur Vorgeschichteauf www.starke-pfoten.deHeuteDie erfahrene Pferdewirtin Anja Berdien hat Mona undBonny aufgenommen – auf dem Grevenhof in Wedel beiHamburg. Unter ihrer fachgerechten Pflege geht es denbeiden schon viel besser, auch die Hufe sehen wiedersuper aus.Sinah und Amelie, unsere FÖJ-lerinnen*, kümmern sichliebevoll um die beiden. Zunächst waren die Ponys sehrscheu, ließen niemanden an sich heran. Wenn Bonnyetwas nicht passte, drehte sie sich blitzschnell um undkeilte aus. Doch dann kam uns die Neugierde zu Hilfe.TierischeSchicksaleMit viel Geduld gelang es Sinah und Amelie, das Vertrauenvon Mona und Bonny zu gewinnen. Inzwischenhaben die Kleinen gelernt, am Halfter zu gehen undzeigen Interesse an der Bodenarbeit. Heute erforschensie bei ausgedehnten Spaziergängen ihre neue Umgebungund leben zufrieden in ihrem Offenstall.VIER PFOTEN dankt Karen Zetsche für dieregelmäßige Spende des Spezialfutters.*FÖJ = FreiwilligesÖkologisches Jahr.Auch für 2011 suchenwir zwei Freiwillige, dieuns im Rahmen des FÖJunterstützen, gerne mitPferde-Erfahrung.10


HundebabygerettetAuch im Winter ist in Rumänien unsere Streunerhilfe imEinsatz. In einer verlassenen Fabrik machte unser Teameine herzzerreißende Entdeckung: Ein winziger Welpein einer Schachtel – wimmernd, hungrig und ganzallein.Foto: VIER PFOTENDas Team brachte den flauschigen Findling sofortin die Tierklinik. Hier wurde das kleine Welpenmädchenemsig umsorgt und gefüttert. Alle Mitarbeiterhaben sich sofort in das neugierige und dankbareHundebaby verliebt. Sie tauften den strahlendweißen Winzling Schneeflocke. Als sie gefundenwurde, war Schneeflocke jünger als einen Monatund es ist ein großes Glück, dass sie nicht verhungertoder erfroren ist.Nun ist die Kleine in Sicherheit, denn siewurde vom VIER PFOTEN Team adoptiert.Bärin Maschaauf dem OP-TischBei Bärin Mascha aus dem Bärenwald Müritz wurde letztes Jahreine walnussgroße Beule am Bauch entdeckt. Die Diagnose: Nabelbruch.Dies ist erst mal nichts Schlimmes, solange keine Verschlechterungeintritt. Als Maschas Tierpfleger jedoch beobachteten, dassdie Beule an ihrem Bauch immer größer wurde, ordnete ihr Tierarzteine Operation an.Der Eingriff am 20. Oktober 2010 ist sehr gut verlaufen, sodass sichMascha nun gut auf die Winterruhe vorbereiten kann. Sie gräbtschon fleißig und wird, wenn die Temperaturen dauerhaft unter nullGrad bleiben, bis zum Frühling in ihrer Höhle ruhen.Wir freuen uns schon auf Mascha, wenn sie ausgeschlafen undvoller Frühlingsgefühle wieder mit all ihren bärigen Mitbewohnernherumtollt!Foto: VIER PFOTENMehr über unsere Bärenprojekteunter www.baeren-projekte.orgFoto: VIER PFOTEN/Sabine Vielmo11


n a c h g e f r a g t > > >gut zu wissenSahra M., 11 JahreMein Kaninchen frisst seit ein paar Tagen kein Heu mehr.Woran kann das liegen?Antwortenauf eure FragenWenn ein Kaninchen aufhört zu fressen, muss es sofort zum Tierarzt. Die Nahrungsverweigerung kann viele Gründe haben,einige davon sind lebensbedrohlich.Vielleicht hat dein Kaninchen aber auch ein Problem mit den Zähnen. Durch nicht ausreichende Abnutzung oder Fehlstellungdes Gebisses entstehen an den Backenzähnen häufig Zacken. Diese stechen in die Zunge oder Backenschleimhautund verursachen schmerzhafte Entzündungen. Die Folge: Das Kaninchen vermeidet die notwendigen Kaubewegungen.Da Kaninchenzähne permanent nachwachsen, müssen sie durch ständiges Kauen und Mahlen abgerieben werden. BeiBedarf wird der Tierarzt die Zähne kürzen.Zu zweit istdas Leben schöner.Caroline A., 12 JahreEines meiner zwei Meerschweinchen ist gestorben, braucht es einenneuen Gefährten?Meerschweinchen sind Sippentiere, deshalb braucht dein Tier auf jeden Falleinen neuen Freund. Du holst am besten ein etwa gleichaltriges Meerschweinchenaus dem Tierheim. Jungtiere sind nicht geeignet, da sie spielen wollen undganz schön nerven können. Die Tiere müssen ihre Rangordnung alleine klärenund das kann oft sehr heftig für uns aussehen. Damit sie sich aus dem Weggehen können, brauchen sie viel Platz. Misch Dich bitte nicht ein, es sei dennein Tier ist verletzt, denn jedes Einmischen führt zu erneuten, noch heftigerenAuseinandersetzungen! Wenn Du ein Böckchen zu einem Weibchen setzenmöchtest, lass es bitte vorher kastrieren und warte mit der Zusammenführungnoch sechs Wochen, denn so lange sind Böckchen nach der Kastration nochzeugungsfähig. Für die Tiere ist es am schönsten, wenn ein kastriertes Böckchenund zwei Weibchen in einem großen und strukturierten Gehege leben.Veronika L., 13 JahreSind Hundemäntel in der kalten Jahreszeit sinnvoll?Es kommt ganz darauf an, welchen Hund du hast. Die Kälte trifft besondersdie Vierbeiner, die über wenig oder gar keine Unterwolle verfügen, sowiealte und kranke Tiere. Bei kleinen Hunden mit kurzen Beinen, deren Bauch imSchnee streift, wäre ein Mantel sehr empfehlenswert. Dieser sollte atmungsaktivund wasserabweisend sein. Außerdem ist es in der kalten Jahreszeit gut,wenn sich dein Hund draußen viel bewegt.12


alle Fotos: creativecommons.ccJanine S., 13 JahreMeine Katze ist schon über zehnJahre alt. Ich habe Angst, dasssie bald stirbt. Kann ich etwas tun,damit sie noch lange bei mir bleibt?Wichtig ist, dass du deine Katze jedesJahr für einen Alters- oder Geriatriecheckzum Tierarzt bringst. Häufigerkranken alte Katzen an den Nierenoder der Schilddrüse. Durch dieVorsorgeuntersuchung können dieseErkrankungen frühzeitig erkannt undbehandelt werden. Tierärzte empfehlendie jährlichen Checks für Seniorkatzenab dem achten Lebensjahr.Hast du auch Fragen zu Tieren oder zum Tierschutz?Dann schreibe einen Brief an VIER PFOTEN –Stiftung für Tierschutz, Schomburgstraße 120,22767 Hamburg oder sende eine Mail ansinah.hollingworth@vier-pfoten.org.Vielleicht erscheint deine Frage schon in der nächstenAusgabe!Kevin O., 14 JahreWas mache ich, wenn mir ein Hund oder eineKatze zuläuft?Bitte gib das Tier im nächsten Tierheim ab,denn aufgefundene Heimtiere unterliegendem Fundrecht. Dort wird der Halter das Tieram schnellsten wiederfinden. Wenn ein Hundgechippt ist, kann der Besitzer sehr leicht ausfindiggemacht werden. Sollte innerhalb von sechsMonaten keiner das Tier abholen, kann der Finderes möglicherweise übernehmen.Alle Jahre wieder endetWeihnachten für tausendeverschenkte Tiere hinterTierheimGittern.Tiere sind keineGeschenke!Foto: creativecommons.ccUdo Leitner13


Foto: pixelio.de< < < F U N > > >SchweinischesSilvesterbastelnZum Selbermachen fürdeine besten Freundeund lieben VerwandtenZutatenfür ein Schweinchen:ca. 25 g Marzipan,Zuckerguss oder Schokolade,1-Cent-StückSo geht’s:Für den Körper eineMarzipankugel zueiner Birne formen.Eine weitere als Kopfmodellieren und an denKörper fügen. Vier kleineMarzipankugeln zu Beinchenkneten und am Körper befestigen.Dann zwei kleine Dreieckeals Ohren und ein kleines StückMarzipan zur Schweinenaseformen. Beides an den Kopf desSchweinchens setzen und mit einemZahnstocher vorsichtig zwei kleineLöcher in die Nase pieksen. Aus demRest des Marzipans formst du dasRingelschwänzchen.Für Augen und Ohren Zuckergussoder Schokolade verwenden.Zuletzt noch ein 1-Cent-Stück inden Mund oder auf den Rückendes Glücksschweinchens stecken.Fertig!Fotos: VIER PFOTENTierischeTatsachenGeruchs-GenieWer hätte das gedacht: Schweine können besser riechen alsHunde! Während die Hundenase auf einemQuadratmillimeterca. 3.000 bis 4.000Riechzellen hat,verfügen Schweineüber 5.000 pro Quadratmillimeter.Dassind rund tausendmalmehr als beim Menschen.Dieser außerordentlicheGeruchssinn macht dieschlauen Borstentiere zu erfolgreichenTrüffeljägern. Dieedlen Pilze wachsen bis zu einemMeter unter der Erde, Schweinekönnen sie problemlos aufspürenund graben sie anschließend aus.TäuschungsmanöverWerden Eidechsen von Angreifern bedroht, werfen sieihren Schwanz einfach ab, ohne dass es sie schmerzt.Sinn dieser entscheidenden Maßnahme ist die Ablenkungdes Feindes: Der Schwanz, der meist auffallendund farbenprächtig gemustert ist, bewegt sich durchaktive Nerven und Muskeln noch bis zu 20 Minutenweiter. Der Fressfeind stürzt sich auf den zuckendenFortsatz, während sich das Reptil unauffällig aus demStaub macht. Der Schwanz wächst der Eidechse sogarwieder nach. Allerdings ist derErsatzschwanz nichtganz so prächtig wie dasOriginal.Fotos: creativecommons.cc14ImpressumHerausgeber/Medieneigentümer: VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, Schomburgstraße 120, 22767Hamburg, Tel.: 040/399 249-0, Fax: 040/399 249-99 Spendenkonto: 745919-202, BLZ 200 100 20, PostbankHamburg Redaktion: Kirsten Hagner, Sinah Hollingworth, Anna-Lena Krebs, Beate Schüler, Amelie WilckensGestaltung: sputnik kommunikations.satellit, www.sputnik-kommunikation.com Druck: edp – einfach-digitalprint GmbH, GF Norbert Urban, Virchowstraße 10-12, 22767 Hamburg Coverfoto: Piotr Kuczynski


RinderwahnIn diesem Rätsel musst du alle Wörter ausstreichen,die unten aufgelistet sind. Die Wörter sind in alleRichtungen geschrieben, auch diagonal. Wenn dualle Wörter gefunden hast, trage von links nachrechts alle übrig gebliebenen Buchstaben in dieLösungskästchen ein. Beginne oben links undarbeite dich Zeile für Zeile durch.Viel Erfolg!echt witzig!Eine Ameise wird auf der Wiese unter einemKuhfladen begraben. Nach einigen Stunden hatsie sich freigearbeitet, taucht auf und meint:„Frechheit! Mitten aufs Auge!“H M U S T A L L H B T RU E K R O F D I E A E KF U K A L B H L R U W AE D U E N G E R E E U EH T H I M G E A I R K LO T F R E G K D T N A LR I L D E R E W S H E UT H A A E A R E I O T BS C D D E S R E A F S NM L E N E S N A P L O KR I N D C H I M Z A U UW M S N D H O R N E R HW E I T D E O C H S E NRind, Stier, Bulle, Ochsen, Kalb, Stroh, Kuh,Mist, Weide, Gras, Horn, Duenger, Stall, Hufe,Wiederkaeuer, Heu, Milch, Faerse, Pansen,Forke, Steak, Kuhfladen, Bauernhof.Lösung:Fotos: National Geographic___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___Fliegende SchlangeIn den Regenwäldern von Südostasienlebt die so genannte Schmuckbaumnatter.Wenn sie von einem Baum abspringt, machtsie sich so flach, dass sich ihre Körperbreiteverdoppelt. Sie gleitet mit einer Geschwindigkeitvon knapp 30 km/h mehrere Meterdurch die Luft. Die Schmuckbaumnatterkann ihre Flugrichtung nach dem Startnoch korrigieren, etwa um Ästen auszuweichenoder ein Beutetier zu verfolgen.___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ , ___ ___ ______ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ______ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ !Na, hast du das „kuhle“ Rätsel gelöst?Dann schick uns doch die richtige Antwort entwederper Post an: VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz,Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg, oder perMail an: sinah.hollingworth@vierpfoten.orgDer Gewinner wird per Losverfahren ermittelt underhält eine schöne Überraschung.Einsendeschluss ist der 1. April 2011.15


t i e r p o r t r ä t > > >DAS RINDFamilie: HornträgerVerbreitung: weltweitNahrung: Gras, Heu, Stroh, GetreideGewicht: je nach RasseKühe bis ca. 750 kg, Bullen bis 1.400 kgLebenserwartung: etwa 20-25 JahreUrsprung: Nordamerika, Eurasien, AfrikaFoto: Rainer Sturm/pixelio.deIn der Herde, auf der Weidelebt es sich tierisch gut.Enge, Gestank und Langeweilesind jedoch oft der Alltag.Das Besondere an RindernRinder mahlen ihr Futter wie andere Pflanzenfresser auch. Allerdings haben Rinder vier Mägen und sindWiederkäuer. An erster Stelle kommt der so genannte Pansen. Darauf folgen Netzmagen, Blättermagen undLabmagen. Wiederkäuen bedeutet, dass Rinder das vorverdaute Futter hochwürgen, um es noch einmal zuzerkauen. Erst dann wird die Nahrung weiter verdaut.Foto: Kurt-Michael/pixelio.deRinder in der MassentierhaltungRinder sind Herdentiere und verbringen die meiste Zeit des Tages mit Fressen und Wiederkäuen. In derIntensivtierhaltung können sie ihr natürliches Verhalten nicht ausleben. Die meisten Rinder stehen engzusammengepfercht im Stall, kommen ihr Leben lang nicht auf die Weide und sehen auch kein Sonnenlicht.Damit sie sich gegenseitig nicht verletzen und weniger Platz im Stall brauchen, werden den Rindern in derIntensivtierhaltung oft die Hörner entfernt. Dies ist sehr schmerzhaft und wird ohne Betäubung gemacht.Mehr Infos aufwww.starke-pfoten.deFoto: VIER PFOTEN/Dieter Brasch

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