Die aktuelle Ausgabe des Eichkaters steht zum Download bereit

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7Etwas Schrott und häufig kalte FüßeTrainingsreise Italien Ostern 2013Treffpunkt von 36 Personen (Eichhörnchenund artverwandte, bekannte Trainingstiere)war Samstag der 23. März 2013. Um19 Uhr zum Abendessen waren wir im HotelMilord. Darunter waren auch 11 Nachwuchssportlerim Alter von 10-17 Jahren.Das Trainingslager konnte beginnen.Gleich am ersten Abend bot ich ihnen diekostenlose Teilnahme am um sieben Uhrbeginnenden Frühsport an.Großes Hallo (kostenlos!) aber ....regelmäßige,pünktliche Teilnahmepflicht. Undwir hielten durch. Jeden Morgen um siebenUhr liefen und dehnten sich unsere LEIS-TUNGSSTREBER am nassen Mittelmeerstrand.Dann Frühstück: mit ToastbrotanzündenFußboden rutschhemmend gestalten.Gegen 10 Uhr, NEIN, um 10 Uhr Abfahrtzur ca. 100 km-Trainingseinheit mit örtlichenErhebungen und Blick über das trübeItalien (meist).Schon am zweiten Morgen stieß ich aufUnverständnis! Frühsport im Dauerregen,zwei Personen lagen etwas länger im Bett(nur etwas). Beim Frühstück dann die Entwarnung:"Ruhetag".Wir konzentrierten uns auf die Besichtigungeiner Kirche in Ravenna unter kundigerFührung. In dieser heiligen Halle legtenwir wohl den Grundstein für unsere Brachial-Erholung,so dass wir nun 4 Tage fast trockentrainieren konnten. 5-7 Berge sind bezwungenworden und die Ersten erreichtendie 600 km.Durch das fortschreitende Dahinwelkendes Wohlbefindens klagten mir einige ihrLeid über ihr Ganzkörpergewimmer. Undschwupsdiewups schickte uns der Herrgotteinen 2. Regentag (Ruhetag) ohne Frühsport.Am Montag, den 1. April nutzte ich dieGunst der Stunde: Eine alte Gewohnheit einigerNachwuchssportler war es, sich morgensbei mir zu erkundigen, was heute aufdem Plan stehe. Ich verkündete gelangweilt:"180 km ....3-4 Berge."Die Reaktionen waren unterschiedlich: Vomin die Handfläche boxen bis zum Verlustdes Frühstückshungers. Einige Gesichtsausdrückeließen deutliches WANSTRAMMELNerkennen.Meine Ankündigung hatte zur Folge, dassmanche mit bis zu 8 Riegeln und Geld anden Start gingen. Bei der Abfahrt erkundigteich mich beim Nachwuchs nach demheutigen Datum (zwecks Aufklärung desAprilscherzes). Die Wahrheit sprach sichdann aber erst von Fahrer zu Fahrer herum.An einem anderen Morgen: Ich hattewohl von dem EPO-Erdbeermüsli gegessen,denn ich fuhr saustark. Schon in der Nebenstraßemit 44 km/h. Wie sich aberschnell herausstellte, lag es nicht an miroder dem Müsli, sondern an dem zweitenSpeichenmagneten, der in meinem Vorderradgewachsen war (schade).Es folgte auch noch ein dritter Ruhetag,so dass wir unsere Trainingseinheiten immervoll Energie abreißen konnten. Die zweiStraucheleinlagen (Stürze) waren nicht erwähnenswert(Glück).Dagegen trieben uns die Materialverlusteaber Tränen in die Augen. Es begann ganzharmlos: Durchschlag hinten (schnell behoben);ach, sieh mal an auch vorne(Schlauch borgen); dann: Platten ganz hintenin der Gruppe (lautes Wehklagen). Derverantwortliche Mechaniker der betroffenenSportlerin schert aus der Gruppe aus, einweiterer junger, unerfahrener Sportler orientiertsich mit Blick nach hinten. Und sostarb an dieser Stelle nicht nur ein Schlauchsondern auch noch ein leistungsorientiertesHinterrad. Dem Sattel des jungen Sportlerssah man nun auch deutlich an, dass er aufdie schiefe Bahn geraten war.Auch der stärkste Fahrer von uns allensetzte seine Kraft nicht nur in Vortrieb um.Er nutzte sie auch um das gute DURA-ACESchaltwerk samt Schaltauge vom Rahmenzu gnutteln. (Lob:Schaltauge und Kettennieteram Mann)Fazit dieses Trainingslagers: Jeder gewinnt,egal welche Platzierung.Zitat: "Es war ein irres Auf und Ab der Emotionen,das am Ende mittenrein führt insHochgebirge der Glücksgefühle. Leiden,zweifeln, triumphieren. Ein Euphorieschwall,den sonst nur Pilzsammler nach einer überlebtenGRIZZLY-ATTACKE verspüren.Ich wünsche euch eine sturzfreie Rennsaisonmit euphorischen Momenten und daseuer Wille nie taumelnd zu Boden geht.Da hab ich doch noch einen philosophischenRohdiamanten von der Zunge purzelnlassen.Stefan PaegelowPS: Danke an Karsten Klein für seineSolidaritätsspenden in Form von Schokolade in Italienund Geld auf dem Vereinskonto!


8www.radsport-eichhoernchen.de Renneberichte www.radsport-eichhoernchen.de(Alle ungekennzeichneten Texte von Florian Paegelow)Materialsponsoring für Nachwuchsfahrer:Radhersteller TREK und der FahrradhändlerHagi haben 10 Räder fürausgewählte Fahrer der Berliner U17zur Verfügung gestellt, darunterauch drei Eichhörnchen.Von links nach rechts: Jan Hagemann(Radsport Hagi),Tarik Haupt(ZDE), Volker Winkler (LandestrainerNachwuchs), Bruno von Maydell(ZDE), Moritz Malcharek (RSV WO),Jeremy Lendowsky (ZDE), MaxSommerfeld (RCC), Poul Rudolph(Radteam Cöpenick), ChristopherSchulz (RCC), Wolfgang Köhn(stellv. Jugendwart), Raphael Torres(RCC).Bahn:Unser Deutscher Stehermeister2013 Florian Fernow konnte sich beider Europameisterschaft auf der Radrennbahnin Nürnberg mit SchrittmacherDM-Steher (v.l.):Karsten Podlesch, M. Barth, Bäuerlein,Florian FernowDM-Steher: Rookie bei den Stehern - Marcel Bartsch,Alter 19 Jahre (Schrittmacher Karsten Podlesch)Peter Bäuerlein im Großen Finalemit einer Durchschnittsgeschwindigkeitvon 72,7Km/h über 183 Runden denVizemeistertitel erkämpfen(s. Titelbild).Der erste Vorsitzende undSchrittmacher Karsten Podleschkonnte sich mit seinemFahrer Marcel Barth den 5.Platz sichern.Florian Fernow bleibt DeutscherMeister der Steher! Erkonnte seinen Titel zumzweiten Mal in Folge verteidigenund ist damit das dritteJahr in Folge Deutscher Meister.Mit einem Start-Ziel Sieg im GroßenFinale und einer Durchschnittsgeschwindigkeitvon 69,7 Km/h über 209 Rundenbestätigte er mit Schrittmacher PeterBäuerlein seine Favoritenrolle.Der erste Vorsitzendeund Schrittmacher KarstenPodlesch konnte sich mitseinem Fahrer Marcel Barthden zweiten Platz sichern.Im kleinen Finale um diePlätze 9-17 konnte sich unserStehernachwuchstalentMarcel Bartsch hinter KarstenPodlesch den drittenPlatz erkämpfen und belegtesomit den 11. Platz derDeutschen Stehermeisterschaft.Allen Herzlichen Glückwunsch!


Straße:Erfolgreicher Saisonstart:Die Rennfahrer der ZehlendorferEichhörnchen sind erfolgreich in die erstenRennen gestartet. Beim Kriterium“Am Schwapp” in Fürstenwalde belegtenMarcel, Thorsten und Jeremy in ihrenRennen jeweils den 3. Platz. Alle fuhrenein ähnliches Rennen und konnten sichihre Podiumsplätze aus einer frühentstandenen Spitzengruppe sichern.Unser Luxemburger Neuzugang Christopherfuhr bei seinem ersten Rennen inBerlin in der Juniorenklasse ein gutesRennen, er belegte den 8. Platz, waslaut 2. Jugendleiter Stefan Paegelowausdrücklich nicht an der Form, sondernvielmehr an noch mangelnder Kenntnisder Konkurrenz lag.Tarik und Bruno starteten beim 10. ScanHaus Cup in Marlow und konnten dortebenfalls mit Topplatzierungen aufwarten.Die zu Anfang etwa 20 Mann starkeGruppe wurde durch eine Attacke voneinem Hamburger in der 2. Runde gespalten.Bruno, Tarik und Poul (vomRadteam Köpenick) konnten dem Hamburgerfolgen und. In der 5. Rundeattakierte der Hamburger nochmals. Dieletzten 9 Runden fuhren Bruno, Tarikund Poul zu dritt. In der letzten Rundeattackierte dann Poul nach der letztenKurve, Tarik ging hinterher und konntesich im Sprint den 2. Platz sichern. Brunokomplettierte das gute Ergebnis mitPlatz 4.9Berliner Meisterschaften:Bei den diesjährigen Berliner Meisterschaftenkonnten von unseren Fahrernwieder gute Ergebnisse eingefahrenwerden. Thorsten verpasste in der Altersklasseder Senioren 2 den BerlinerMeistertitel nur knapp, freute sich aberin seinem letzten Jahr in dieser Altersklasseüber den 2. Platz. Bei der Jugendverpassten unsere Fahrer zwar das Podium,jedoch konnten sich Tarik, Jeremyund Bruno durch ihre gezeigten Leistungenbeim Landestrainer für die TMP Jugendtourqualifizieren. Paul kämpfte sichnach einem Sturz wieder zurück ins Feldund konnte das Rennen im Hauptfeldbeenden.Youngclassics Jugendtour in Hamburgam 22.-24.08.2013:In diesem Jahr fand bereits die achteAuflage der Youngclassics für Lizenz-Nachwuchssportler der Klasse U17,statt. Hier trat der nationale und internationaleRadsportnachwuchs beimnamhaftesten deutschen Nachwuchsrennengegeneinander an.Über 140 Fahrer aus 24 Teams waren indiesem Jahr am Start. Neben Fahrernaus Deutschland, Belgien, den Niederlandenund Schweden waren die Nationalmannschaftenvon Luxembourg undAserbaidschan, sowie Landesverbandsmannschaften,Vereinsmannschaften,Regionalmannschaften oder genehmigteRenngemeinschaften gemeldet.Die Youngclassics startete mit einemknapp 80 km langen Straßenrennen. Aufdem 9,5 km langen Kurs waren insgesamt8,5 Runden zu absolvieren.Am Freitagvormittag folgte auf gleicherStrecke ein Einzelzeitfahren über 9,5km. In der Nordheide startete die 3.Etappe auf dem Kurs des traditionellen


10“Grand Prix Buchholz” über 22 Rundenund insgesamt 61,6 Kilometer.Den Abschluss der dreitägigen Rundfahrtbildete am Samstag das bewährteRundstreckenrennen “Rund um die Binnenalster”in Hamburg. Auf dem flachen1,8 km langen Rundkurs hatten dieSprinter die Gelegenheit sich in Szenezu setzen und das begehrte grüne Trikotfür die Sprintwertung zu erobern.Für den LV-Berlin waren Jeremy Lendowskiund Bruno von Maydell im Einsatzund konnten mit folgenden Ergebnissenaufwarten.1. Etappe:48. Jeremy Lendowski58. Bruno von Maydell2. Etappe:19. Jeremy Lendowski26. Bruno von Maydell3. Etappe:48. Bruno von Maydell63. Jeremy Lendowski4. Etappe:70. Jeremy Lendowski74. Bruno von MaydellGes. Einzelwertung über 214 km:19. LendowskiKriterium anlässlich der Kreuzbergerfestlichen Tage am 15.09.2013:26. von MaydellSchüler U15: 2. Oscar Motley (s. Foto)Jugend U17: 8. Nicolas BrandtJunioren U19: 15. Christopher EhlersElite Männer C: 2. Marcel Bartsch7. Hendrik Vöks14. Rund in Schwanebeck am14.09.2013:Schüler U13: 10. Lennart BeckmannSchüler U15: 2. Oskar Motley (s. Foto)Gleichzeitig konnte Oscar den Vizemeistertitelzur LV-Kriteriumsmeisterschaftsich erkämpfen.Deutsche Meisterschaft im Mannschaftszeitfahrenin Genthin am15.09.2013:Unsere Eichhörnchen Tarik Haupt, JeremyLendowski, Bruno von Maydell undMoritz Malcharek (RSV Werner Otto)wurden vom Berliner Radsport Verbandfür die Deutsche Meisterschaft im Mannschaftszeitfahrender Jugend U17 nominiert.Bedauerlicherweise musste der Viererwährend des Rennens zu dritt weiterfahren.Sie absolvierten die 40 km in einerZeit von 53:00 Minuten. Leider musstenvon links:Jeremy Lendowski, Bruno von Maydell,Moritz Malcharek (RSV WO), Tarik Haupt


sie den 1. Platz an den LV Brandenburgmit einer Top-Zeit von 51:53 Minutensowie den 2. Platz an den LV-NRW miteiner Zeit von 52:22 Minuten abgeben.Damit belegte der LV Berlin den 3. Platzvon 16 Teams.Herzlichen Glückwunsch!11Marco RenningMTB:MTB-Rennen in Biesenrode am23.06.2013:Michael Schmidt konnte sich beim MTB-Rennen in Biesenrode auf der langenDistanz über 84 km in einer Zeit von03:53:24 in der Altersklasse Seniorenden Sieg erkämpfen (siehe Foto).Michael SchmidtMTB – Rennbericht vonMarco Renning:Ich wollte Euch mal zur Info ein PaarRennergebnisse mitteilen, die ich zwarnicht in den Vereinsfarben eingefahrenhabe, sondern in den Farben meinesSponsors, aber trotzdem bin ich jaein Eichhörnchen!Den für mich größten Erfolg konnte icham 18. August 2013 bei den MTB-MarathonEuropameisterschaften der Mastersin Graz (Österreich) einfahren. Ichwurde in der Kategorie Master 3 DRIT-TER. Für mich noch unfassbar.Weiterhin belegte ich in Österreichbei der Salzkammergut Trophy auf der78 km Strecke (international besetzt),bei den Master 3 den dritten Rang.Beim ältesten MTB-Marathon in Seiffen(Erzgebirge), lief es noch besser.Dort siegte ich auf der 70 Km-Distanzbei den Senioren 2.Wenn alles gut klappt und die Knochen(eher Sehnen und Bänder) halten,werde ich am 6.10. in Münsingen zurDeutschen Marathon Meisterschaft anden Start gehen.Cross:Deutschland-Cup Cross 2013/2014, 1. Lauf am 29.09.2013 inHamburg-Horn:Die Kulisse auf der Horner Galopp-Rennbahn bot spannenden Crosssport.Bei strahlendem Sonnenscheinund beim Cyclocross untypischen 18Grad Celsius feuerten um die tausendFans und Zuschauer die Sportlerinnenund Sportler an.Eichhörnchen-Platzierungen:Junioren U19: 6. Bruno von MaydellMänner Elite: 16. Hendrik Vöks28. David ManntzSenioren 2: 4. Michael Schmidt32. M. WiedersichSenioren 3,4: 13. Thorsten Riedel21. Michael ZiegeHendrik Vöks


12Cross-Rennen am Ihmeufer in Hannoveram 19.10.2013:Stevens Cyclocross Cup 2013 /2014 – 3. Lauf:Jugend U17: 1. Tarik HauptHerzlichen Glückwunsch!Senioren 3/4:10. Thorsten Riedel15. Karsten CremersDeutschland-Cup Cross 2013/143. Lauf am 02.11.2013 in Stuttgart-Vaihingen:Jugend U17: 1. Tarik Haupt (siehe Foto)Junioren U19:Senioren 3/410. Bruno von Maydell10. Thorsten Riedel13. Karsten Cremers14. Chr. SchlemmingerDeutschland-Cup Cross 2013/142. Lauf am 20.10.2013 in Lohne:Jugend U17: 3. Tarik HauptJunioren U19: 8. Bruno von MaydellMänner Elite: 17. David ManntzSenioren 2: 10. Michael SchmidtSenioren 3/4: 12. Thorsten Riedel18. Chr. Schlemminger20. Karsten Cremersre.: Tarik HauptDeutschland-Cup Cross 2013/144. Lauf am 03.11.2013 in Magstadt:Jugend U17: 18. Tarik HauptJunioren U19: 16. Bruno von MaydellSenioren 3/4: 9. Thorsten Riedel14. Karsten Cremers22. Michael Ziege24. Chr. Schlemminger3. Platz für SeniorThorsten Riedelin Golzow


120 kmPlatz PlatzAKErgebnisse Velothon Berlin 2013 mit Eichhörnchen-Beteiligung13Nr. Name AK Team Zeit Ø -km/h374017625638550851276911051151186928583208343515167211217554673384785025291193133911620161 Kresse, Maik21645 Rodewald, MarkMSEN2MSEN2Team PasculliWunderlich02:42:5502:42:5520780 Riedel, ThorstenMSEN2 Stadler Masters Team 02:43:0020020 Afflerbach, JensMSEN2 Team Pasculli02:43:3221832 Böker, RalfMSEN2 Zehlendorfer Eichhörnchen 02:47:1620673 Wirth, LorenzMMAEN Team Pasculli02:49:0920482 Scheumann, Reinhard MSEN3 Ludwigsfelde02:49:1121428 Bartsch, ChristianMSEN2 Berlin02:51:2221760 Schley, HeikoMSEN2 Berlin02:54:0520810 Dr. Beckmann, Stephan MSEN2 Berlin02:54:3323666 Skörde, FlorianMSEN1 Die Silberrücken03:01:2623451 Lendowski, DirkMSEN2 Steglitzer Hydrantenbande 03:11:0021386 Gustavus, AchimMSEN2 Kleinmachnow03:14:3020372 Kadzik, EberhardMSEN4 Zehlendorfer Eichhörnchen 03:16:5160 km48 16 10013 Schirrmeister, Alexis MSEN1 Berlin 01:30:3060 23 10386 Grzonka, EmanuelMSEN1 Berlin01:30:3070 4 10093 Raffloer, LeonMJUN Kleinmachnow01:30:31128 35 10094 Dr. Wenzel-Raffloer, Martin MSEN2 Kleinmachnow01:30:383000 483 14594 Cartsburg, MalteMSEN3 Bayer Pharma01:54:443934 49 12324 Krohn, Peter MSEN5 Team Stadler 02:05:0541,8441,8441,8241,6840,7540,3040,2939,7839,1639,0537,5735,6935,0434,6341,1141,1141,1041,0532,4329,74Ein Eichhörnchen in Thailand - Teil 3Gerald Schultz unterwegs in AsienIn lockerer Folge schreibt unser Cross-Hero von seiner "Überwinterung" inThailand. Hier in Auszügen sein letzter Bericht:Von: gerald.schultz@web.de>Betreff: Tour of Thailand No IIIDatum: 10. Januar 2013An: Otto BerndDiese 3. Tour of Thailand war schonbeeindruckend. Treffpunkt war ein Hotelin Bangkok. Unsere Gruppe bestand ausdem Reiseleiter Peter Rente, LinthardWerner, Hans Kilb von den Eichhörnern,einem "Jedermann" und "Icke". Somitwaren wir also nur fünf Radfahrer, dazuein Thai-Führer und ein Thai-Minibusfahrer.Am 5. November ging es los, Buddhasei Dank, nicht wieder mit einem Startin der Stadtmitte Bangkoks, denn dieStadt ist ein einziger Horror.Die 1. Etappe war lediglich eine Busfahrtzur historischen "Brücke am Kwai". Wirwaren gegen 9.00 Uhr morgens verabredet,um die Räder und das Gepäck inunseren Mini-Begleitbus einzuräumen,aber schon vor 9 Uhr hatten der Fahrerund unserer Führer sehr "hilfsbereit" angefangen,Gepäck und Räder in den Buszu schmeißen, sodass ich gleich mal sagenmusste : "Jungs, hört auf!". Aberdie hörten einfach nicht auf und schmissenungerührt, glückselig beschwingtweiter das Gepäck in den Minibus.Ich könnte in so einem Moment Abhandlungenüber Leute schreiben, die einfachhelfen wollen und dabei nicht nachdenken,nach dem Motto: "Wir haben esdoch nur gut gemeint!"Unser "River Kwai Hotel" lag 140 kmnordwestlich von Bangkok. Am erstenTag der Tour sind wir um die Stadt eine70 km Schleife gefahren. So sind wirohne Scherz:GeraldsMittagessen


dann jeden Tag, natürlich mit ein oderzwei Ruhetagen, vom River Kwai nachSüden gefahren, über schöne Straßenund am Meer entlang, ein Tag schönerals der andere.Unser Thai-Führer gab sich alle Mühegut zu führen, er war aber einfach vonden Europäern überfordert, er kennt sowas nicht wie das "Anschauen" derLandschaft und das Befahren von Seitenstraßen.Er hat immer den kürzestenWeg im Sinn, auch wenn der auf eineAutobahn mit Radstreifen führt.Und in seinem Bemühen zu helfenhat's ihn auch "erwischt": er übersaheine lange Betonrille, und "ab" ging er.Böse Schürfwunden gab es. Ich hatte esvorausgesehen, denn er fuhr nicht gruppenkompatibel,d.h. er fuhr meist aufein Hindernis zu, um dann schnell umdas Hindernis herum zu schwenken undim Herumschwenken viel zu spät mit derHand das Hindernis anzuzeigen.Es war also ein fürchterliches Herumeiern.So eierte er eben auch vom Randstreifenauch mal rüber zum Mittelstreifen,und da hatte es ihn beinahe nochmal erwischt, als ihn ein überhohes Katzenaugeden Lenker aus der Handschlug. Außerdem bremste er auch gernöfters ohne Ansage und auch das hatteich vorausgesehen, denn der hinter ihmfahrende Hans erschrak einmal mächtigund machte eine grobe Ausweichbewegung,so dass der arme Reiseleiter, PeterR., in den laufenden Verkehr geworfenwurde und dabei recht ärgerlicheSchürfwunden bekam.Die Hotels waren alle sehr ordentlich.Allerdings war die Tour am Computer14auch ohne Scherz:Geralds Ritzelmit Google-Earth zusammengestelltworden, sodass das Finden der Hotelsmanchmal abenteuerlich wurde. Wennes abends zu spät zu werden drohte,mahnte ich: "Los, alles Einpacken, ab inden Bus!" um dann gemütlich die Bleibezu suchen.Das Wetter war traumhaft, ab und zuwar über Mittag die Hitze sehr derb,aber dann gab es einen leicht verregnetenTag und danach zwei Tage mit Wolkenbedeckung,sodass die Tageskilometer,die so zwischen 60 bis 120 km angesetztwaren, gut zu verkraften waren.Am letzten Tag der Reise bin ich dannallein mit dem Bus zurück in meine kleineStadt im "Wilden Osten" des Landesder Thai gefahren, die anderen sind rüberauf die Touristen-Insel, aber das isteine ganz andere Geschichte.Euer Gerald Schultz


Gleich zwei Briefe schrieb uns KarstenKlein:Hallo Ihr Lieben Eichhörner,obwohl Italien erst 3 Wochen her istsind es für mich gefühlte Monate. Zeit,ein paar Gedanken an die zwei WochenRevue passieren zu lassen, zumal michdas Wetter dieses Wochenende hier irgendwiean Italien erinnert. Meine Vorfreudewar riesengroß Euch wieder zusehen und gemeinsam die Ausfahren zugenießen. Mediterran ging es gleich richtiglos. Am Tag der Anreise wurden wirja noch von strahlendem Sonnenscheinund echten 17°C empfangen. Nach demharten langen Winter in Deutschlandeine Wohltat für Körper wie Seele. Alsonichts wie los, im Hotel eingecheckt, dieSachen noch schnell ausgepackt, Fahrradgerichtet und los ging es auf dieerste kleine 60 km Ausfahrt. Natürlich inkurzer Montur. Nur, meine kurze Monturhat das Hotel nur noch einmal verlassen.Das war am Tag der Abreise in meinerSporttasche. Egal, es war trotz derkühlen Temperaturen fantastisch.Zwei Dinge haben mich wieder einmalmehr beeindruckt. Zum einen die jungenBurschen um Stefan Peagelow. Mittäglich mindestens 100 km waren siedie fleißigste Gruppe, allen voran Christopherund Jeremy, die meist noch wasran hängten. Einmal sogar die 200 geknackt,Bravo! Und die Ergebnisse beidem ersten Rennen in Fürstenwalde warendie Früchte der trainingsfleißigen Jugendfahrer– Gratulation an Fahrer, Trainerund Betreuer!!Zum andern die Ü60 Fraktion. Was Ihrauf dem Rad noch so bewegt ist ganzgroßer Sport. Da will ich namentlich garkeinen besonders hervorheben denn fürmich seid Ihr alle Sieger. Chapeau!Bleibt mir zum Schluss noch der Dankan Euch alle für die schöne Zeit in Italien,nächstes Jahr wird es in jedem Fallwärmer, das habe ich mit dem Verantwortlichenbereits besprochen. Danngibt es auch wieder mehr Cappuccino-PausenIn diesem Sinne viel sportlichen Erfolgin der Saison,Euer Schwarzwälder AußenpostenKarsten KleinHallo Liebe Eichhörner,am Samstag den 31.08.2013 war einerder beliebtesten wie auch höchsten Pässeder Alpen, das 2.760 M.ü.M hoheStilfser Joch komplett für den KFZ Ver-15Leserpostkehr gesperrt. Ein Eldorado für uns Radsportlerganz ohne Auto, LKW, Motorräderoder Wohnmobile eine der schönstenPassstraßen Europas zu erleben. DurchStefan Peagelow wusste ich von diesemEvent, welches er selbst mit seinemSohn auf Mountenbikes fahren wollte.Für mich ist die Anreise nach Süd-Tirolvergleichbar wie für Euch eine Fahrtnach Hamburg und so hatte ich michnach abklopfen der Wetterlage kurzfristigfür dieses Highlight entschieden. Begleitetvon einem befreundeten Arbeitskollegennahmen wir den Anstieg inmittentausender Gleichgesinnter aller Altersklassenin Angriff. Beflügelt von dergesamten Atmosphäre spulten wir die1.800 Höhenmeter von Prad hoch aufdas Stilfser Joch.Auf Dem Pass angekommen dann aufeinmal eine mir bekannte Stimme… "heyKarsten"! Es war Stefan, der mich wohlaufgrund meiner Größe unter den vielenRadlern gleich ausmachte. Die Freudewar beiderseits groß wie kurz, denn wirhatten noch ein paar Kilometer vor unsund wollten weiter.Daher auf diesem Wege noch mal Dankund sportliche GrüßeEuer Schwarzwälder AußenpostenKarsten Klein


Batterielicht am Fahrradist in Zukunft zugelassen!Überraschend hat der BundesratAnfang Juli eineteilweise Neufassung des § 67 Abs. 1StVZO der Beleuchtungsvorschrift fürFahrräder beschlossen:"Fahrräder müssen für den Betrieb desScheinwerfers und der Schlussleuchte miteiner Lichtmaschine, deren Nennleistungmindestens 3 W und deren Nennspannung 6V beträgt oder einer Batterie mit einerNennspannung von 6 V (Batterie-Dauerbeleuchtung)oder einem wiederaufladbarenEnergiespeicher als Energiequelle ausgerüstetsein. Abweichend von Absatz 9 müssenScheinwerfer und Schlussleuchte nicht zusammeneinschaltbar sein.“Statt des bisher vorgeschriebenenDynamos sind nun wahlweise Batterienmit 6 Volt oder Akkus mit beliebigerSpannung erlaubt. Der ADFC sieht dieReform als Schritt in die richtige Richtung,weil es in erster Linie auf dieLichtwirkung und Zuverlässigkeit desFahrradlichts ankommt und nicht aufdie Art der Stromversorgung (Dynamo16Licht ist Licht, oder nicht?Neue Beleuchtungsordnung wirft Fragen aufvon Bernd Zanke (Zehlendorfer Eichhörnchen und Vorstand ADFC)oder Batterie). Den genauen Wortlautder Neuregelung kritisiert der ADFC jedochals Schnellschuss. Unklar ist vorallem, ob ansteckbare Batterielichternun erlaubt sind, weil der unverändertgebliebene Teil der Vorschrift "fest angebrachte"Beleuchtung verlangt. Daswill das Verkehrsministerium noch indiesem Herbst klarstellen.Bisher durften nur Rennräder unter11 kg Gewicht mit ansteckbaren Batterieleuchten(vorne weiß und hinten rot)betrieben werden. Was viele nicht wissen:Am Tage ist die Beleuchtungseinrichtungmitzuführen, muss aber nichtmontiert sein. Das eine oder andereZehlendorfer Eichhörnchen durfte beiPolizeikontrollen "Dunkle Jahreszeit" imschönsten Sonnenschein schon Ordnungsgeldzahlen. Auch die Antwort:"Ich bin doch zum Mittagessen von derTrainingsrunde zurück..." half auch einemWeltmeister nicht.In den Boulevardblättern ist oft über"rasende Rambos“ zu lesen, welchestets rote Ampeln ignorieren und niemalsLicht am Fahrrad haben und damit


sich und andere Verkehrsteilnehmergefährden. Ganz deutlich: Wer im Dunkelnohne Licht fährt, gehört abgemahnt.Zur Verkehrssicherheit gehörtauch ein funktionierendes Licht amFahrrad. Sehen und gesehen werden.Aber genau so klar muss gesagt werden,dass bei Verkehrsunfällen mit17Radfahrerbeteiligung in Deutschland(ca. 70.000 p. a.), bei denen Menschenzu Schaden kommen, lediglich 0,7 Prozent(ca. 500 p. a.) eine fehlende odermangelhafte Beleuchtung als Unfallursachefestgestellt wurde. Keine Überraschung:Radverkehr findet zu 80 Prozentam Tage statt.Kritische Anmerkung:Es will nicht einleuchten, dass jetztwieder von der zuverlässigen und mittlerweileflächendeckend verwendetenBeleuchtung durch moderne Nabendynamosabgegangen werden soll. Fahrrädermit den alten, unsäglichen "Seitenläuferdynamos"sind praktisch unverkäuflich.Kaum ein Alltagsnutzer macht sichvor Abfahrt über den Ladezustand undnach der Ankunft über das sachgerechteAufladen seiner Akkus Gedanken. VomKapazitätsverlust durch Kälte in der"dunklen Jahreszeit" will ich gar nichterst sprechen. Dann wird es ganz schnellwieder "zappenduster". Akkus habeneine begrenzte Lebensdauer, d.h. wiedermehr Umweltmüll!Auch die Radsportler sollen sich keine Illusionenmachen: Auch bei Batterielichtmüssen Frontreflektor, Speichenreflektoren,Pedalreflektoren, rotes Katzenauge,roter Großflächenreflektor und Klingelständig montiert sein.Batterielicht machte in Zeiten ständigdurchrutschender Seitenläuferdynamosdurchaus Sinn. Diese Zeiten sind vorbei.Das Bundesverkehrsministerium hinktder Entwicklung mal wieder so eklatanthinterher, dass sie etwas für die Alltagsfahrererlauben, was durch sinnvolleund zuverlässige Entwicklungen der Industrie(Nabendynamos, LED-Licht mitStandlicht und sogar Tagfahrlicht) längstüberflüssig geworden ist. In diesem Zusammenhangfinde ich die positive Reaktiondes ADFC nicht nachvollziebar.Die einzige Gruppe, die von der Neuregelungprofitiert, sind die Mountain-Biker: Sie waren nämlich bisher von derder 11 kg-Regel für Rennräder ausgenommenund können jetzt mit denengleichziehen.Bernd Otto


18Alle Sportarten sind betroffenDer französische Senat hat seinen mit Spannung erwarteten Dopingberichtvorgelegt - von Hans Woller (Deutschlandfunk)Über fünf Monate hinweg hat der Ausschussgearbeitet, insgesamt 70 Stundenlang mehr als 100 Sportler, Funktionäre,Wissenschaftler, Ärzte, Experten,Kriminalisten, Sportminister und Sportjournalistenangehört - die Transkriptiondieser Anhörungen allein umfasst rund500 Seiten.Der Präsident und der Berichterstatterder Untersuchungskommission haben esden versammelten Journalisten bei derPräsentation ihres 1.000 Seiten starkenBerichts ein halbes Dutzend Mal eingehämmert.Alle Sportarten seien betroffenvon Doping, so der Präsident derKommission, Jean Francois Humbert.Man habe sich 18 Sportarten vorgenommenund sich nicht auf den Radsportkonzentriert, im Gegenteil.In der Tat haben die Parlamentarierihr Augenmerk verstärkt zum Beispielauf das in Frankreich so beliebte Rugbyund auch auf den Fußball gelegt. Einehemaliger Rugbynationalspieler machtein seiner Aussage unumwunden klar,dass Mitte der 90er Jahre auch in derNationalmannschaft mit Kortison gearbeitetwurde und verwies wiederholt darauf,dass die Physiognomie vieler Rugbyspielersich in kürzester Zeit veränderthabe, gleichzeitig habe sich die effektiveSpielzeit eines Rugbymatches inknapp 20 Jahren bei gesteigerter Intensitätmehr als verdoppelt.Was den Fußball angeht bleibt festzuhalten,dass Frankreichs Fußballer zumBeispiel 2011 bei Dopingproben extremhäufig überhaupt nicht anzutreffen waren- in 132 Fällen gegenüber nur sechsim Radsport. Dass der heutige Nationaltrainerund Kapitän der Weltmeistermannschaftvon 98, Didier Deschamps,nur bereit war auszusagen, wenn die Öffentlichkeitausgeschlossen bleibt. Und:die ehemalige Sportministerin, MarieGeorges Buffet, gab zu Protokoll, dasssie 1998 im Trainingslager der Fußballnationalmannschaftvor der WM eineDopingkontrolle vorgesehen hatte, derDruck des Milieus und der Öffentlichkeitdann aber derart stark war und sie sichvöllig isoliert sah, so dass sie letztendlichdarauf verzichtete. Jean FrancoisHumbert, der Vorsitzende der Kommission:"Mir ist zu Ohren gekommen, dasssich manche Sportarten beschwert haben,von der Kommission allzu sehr aufsKorn genommen worden zu sein, Rugbyund Fußball gehören dazu. Diese Reaktionzeigt die Schwierigkeit, die die Weltdes Sports offensichtlich hat, über Dopingpraktikenzu sprechen. Uns ging esnur darum, alle Sportarten gleich zu behandeln."Ganz nebenbei kritisiert die Kommissionin ihrer Synthese die deutsche Fußball-Bundesliga,in der im vergangenenJahr keine einzige Blutprobe für Dopinganalysengenommen worden sei, diespanische Regierung wegen ihrem Verhaltenin der Puerto Affäre, den internationalenTennisverband, weil er 2012 außerhalbvon Turnieren weltweit nur lächerliche340 Dopingkontrollen angeordnethat und den französischen Tennisverband,weil er so gut wie gar nichtstue. Wohl zufällig haben auch der Präsidentdes Internationalen Tennisverbandesund der Generaldirektor des französischenTennisverbandes unter Ausschlussder Öffentlichkeit ausgesagt.Die Senatoren bringen ihr Erstaunenzum Ausdruck, dass das anerkanntefranzösische Dopinglabor in ChatenayMalabry bisher keine einzige Blut- oderUrinproben von Teilnehmer am Tennisturniervon Roland Garros zu sehen bekam.Daraus leiten sie den ersten vonsieben Vorschlägen zur Verbesserungder Dopingbekämpfung ab. Jede Sportveranstaltungin Frankreich solle in Zukunftals französische Sportveranstaltungbetrachtet werden - also auch dasinternationale Tennisturnier von RolandGarros, mit dem Ziel, dass die französischeAntidopingagentur dort aktiv werdenkann. Eine Antidopingagentur, derenKompetenzen extrem erweitert werdensollten: die Dopingprävention sollte inihre Hände gelegt werden, vor allemaber solle sie auch die Sanktionen beiDopingvergehen in allen Sportarten verhängenkönnen und damit diese Kompetenzden einzelnen Sportverbänden entziehen.Der Berichterstatter:"Das ermöglicht es, mit den InteressenskonfliktenSchluss zu machen, die aufden Verbänden lasten. Man kann nichteinerseits seine Sportart fördern wollenund gleichzeitig den Polizisten in dieser


Sportart spielen."Sicher ist jetzt schon: was FrankreichsSenatoren vorgelegt haben, ist keinervon den unzähligen Parlamentarierberichten,die unmittelbar wieder in irgendeinerSchublade verschwinden.Selbst der Dopingspezialist der SportzeitungL'Equipe gesteht ihm zu, dass erdie Erwartungen durchaus erfüllt - nämlichein möglichst detailliertes Bild vonder Dopingsituation in Frankreich zuzeichnen und Vorschläge für die Verbesserungder Dopingbekämpfung zu machen.Jean-Jacques Lozach, der Berichterstatterder Kommission, ließ es sich amEnde der Präsentation des Berichts nichtnehmen, auch auf die gerade zu Endegegangene 100. Ausgabe der Tour deFrance zurück zu kommen und auf die19Zweifel an den Leistungen des GesamtsiegersChristopher Froome. Er nahmdies zum Anlass, dafür zu plädieren, dieKonservierung von Dopingproben unddie Möglichkeit von Nachkontrollen beizubehalten."Die Verdächtigungen gegen Froomesind nicht legitim und gerechtfertigt.Aber: wer weiß heute schon, ob in dreioder fünf Jahren diese Zweifel und Verdächtigungennicht doch gerechtfertigtsein werden und zwar dank von Nachkontrollen.Es erscheint uns also wichtigund positiv für den Kampf gegen Doping,dass Nachkontrollen auch in Zukunftmöglich sind."Deutschkandfunk 27.07.2013 - wir danken unseremMitglied Jan Cartsburg für diesen HinweisAbgefahrenWas eigentlich noch geheim bleibensollte, wurde durch die gezielteIndiskretion gewisser Kreise leider öffentlich:Ein Foto der neuen Redaktionsräumedes "Zehlendorfer Eichkater"in Wilhelmshagen. Man mussschließlich expandieren.Andere Befürchtungen sind unbegründet:Gerüchte, dass derVorstand insgeheim ein neues Vereinsheimgekauft hat, entbehren jederGrundlage! Ehrlich!


20Technik - unsägliche Fahrradpatentekeine Satire - echte, angemeldete PatenteMax Jacob in Hannover:Hemmschuhbremse für Fahrräder (1901)Beurteilung:Eine Orgie des Blödsinns. Wenn z. B. die Situationder Notbremsung eintritt, zieht der Fahrer machtvollden Bremsgriff: die Sperrklinke gibt die Kettenwellefrei (wo gibt's denn das Kette auf Welle aufgewickelt?),der Hemmschuh klatscht enthemmt gegenden Reifen und wird sogleich unter ihn gezogen. Werdabei im Sattel bleibt, kriegt 'nen Taler. Denn manweiß, dass die Brems- und Lenkeigenschaften dannam ungünstigsten sind, wenn das gebremste Radblockiert. Absurd ist auch, den Hemmschuh wiederummit Rollen zu versehen: dann kann man gleichauf dem Hinterrad weiterrollen - und zwar bequemer.Nach der Bremsung wird dann in aller Ruhemittels Flügelmutter 8 die Kette wieder aufgewickelt.(Sowie die Hose abgeklopft, der Lenker wiedergeradegebogen, die 8 aus dem Rad gedrückt usw.)Alfred Reisinger in Walheim: Vorrichtung zumRegeln der Fahrgeschwindigkeit von Fahrrädernmittels Schwungkugeln (1893)Beurteilung:Sehen wir einmal ab vom tollkühnen Zahnraddschungel,der hier im Fahrradrahmen wuchert, sehenwir ab vom wirren Unterholz der Hebel und Gestänge.Vergessen wir auch die Stützräder (g), diejedem Fahrtschwung den Garaus machen würden.Betrachten wir nur die Schwungkugelmechanik, dielaut Anmeldung zwei Funktionen hat: Antreiben (alsSchwungmasse) und Bremsen bei zu hoher Geschwindigkeit.Der Erfinder spricht, als würde ein hilfreicher Geistdie Schwungmasse in Gang setzen und dem Radlerhelfen - nein, er selbst muss ja die ganze Mechanik,die ganze Masse überhaupt erst in Schwungversetzen! Eins darf man ihm posthum als Trost zurufen:Bei der in der Patentzeichnung vorgeschlagenenÜbersetzung von Kettenrad auf Hinterradritzelwird er auch bei heftigstem Strampeln kaum schnellerals ein rüstiger Fußgänger dahinfegen.Jean Marty in Paris:Durch Auf- und Abbewegen der Lenkstangebetätigte Hilfsantriebsvorrichtung fürFahrräder (1894)Beurteilung:Ein Zusatzantrieb kann (theoretisch) bislang ungenutzteEnergie einbringen. Dazu bedarf es einergünstigen Hebelwirkung für den Handantrieb, einerreibungsarmen und unkomplizierten Kraftübertragung.Von all dem trifft hier nur das erste zu: dieHebelwirkung des Lenkers bietet zweifellos ein gutesEnergiepotential. Da sie aber mit der Tretkurbelzwangsgekoppelt ist, kann man sich das Kurvenfahrenmit einem auf- und abschlagenden Lenker nurschwer vorstellen. Es sei denn, man hört beim Lenkenimmer auf zu treten.


Durch die Vereinsbrille gesehen..........sieht die Welt sowieso immer ganzanders aus.Vor ein paar Wochen war ich bei unseremUrgestein Gerald Schultz eingeladen.Logischerweise wird in unsererAltersgruppe Ü 65 auch immerüber die "alten Zeiten" gesprochen.Gerald kramte aus demgroßen Stapel einen Fotoband ausanalogen Zeiten (also so richtigmit Film) hervor, den er als Arbeitim Rahmen seiner Fotografenausbildunganfertigte. Der Einführungstextist weiter untenim original wiedergegeben.Wir schreiben das Jahr1967 in Berlin (West). Manträgt Wolltrikots mit Brusttaschen, widerwilligden ledernen Sturzring, dieRahmen sind aus solidem Stahl und dieVereine heißen noch Derby, Endspurt,Pfeil, Defekt, Zugvogel und auch schonEichhörnchen.22Solche Rennen wie das unten beschriebenefanden fast jedes Wochenendestatt, häufig sogar DoppelveranstaltungenSa./So. Die Behörden halfendem Veranstalter wo sie konntenund warfen nicht Knüppel zwischendie Beine wie heute. Die Anwohnerfreuten sich (auch schon mal mitbereitgestellten gefüllten Wassereimern)auf die Rennen anstatt siewie heute zu sabotieren.Die ausgelobten Preise würdeman heute als politisch nichtkorrekt bezeichnen und die imSprint gefahrenen 45-48 km/hhatte ich neulich beim EichhörnchenSamstagstrainingdauerhaft auf dem Tacho (zugegebenermaßennur bis ich leider abreißen lassenmußte).Aber jetzt viel Spaß beim Text undden Fotos von Gerald:Bernd OttoR A D S P O R TStraßenrennen am 3. Juni 1967in Berlin-Wedding, Voltastraße.Veranstalter ist der dort ansässigeRadsportverein"DERBY".Rundstreckenrennen über 12okm = 80 Runden/eine Rundeetwa 1,3 km lang.Startbeginn 16.30 Uhr, Endeder Veranstaltung gegen 19.30Uhr.Zuerst Start der Jugendfahrermit 60 Teilnehmern. Danachdie Männer mit 120 Fahrern,von denen aber nur 20 dasZiel erreichten. Die Hitzemacht den Fahrern arg zuschaffen. Die Übersetzung anden Rädern bot ca. zehn biszwölf Möglichkeiten der Gangwahl.Es wurde mit einerStundengeschwindigkeit von 38- 4o km/h gefahren, im Sprintwurden sogar Zeiten von 45 -48 km/h erreicht. Während desRennens wurden von verschiedenenUnternehmen (vom Kaufmannan der Ecke eine KisteSekt, von der Zigarrengroßhandlungeine Schachtel derechten Havanna-Zigarren usw.)Achim Böker


Prämien für den jeweiligenRundenschnellsten vergeben.Das bedeutete immer eine Belebungdes Rennens. Den Preisfür den Gesamtsieger stifteteeine große Milchvertriebsgesellschaft.Je nachdem, wie sich die Fahrerin vorangegangenen anderenRennen qualifizierten,werden die Teilnehmer inGruppen der A-,B- und C-Fahrereingeteilt. A-Fahrer sinddie Besten und starten zuletzt.Die Gruppe der C-Fahrererhält eine Vorgabe von 11/2 min. Dann starten die B-Fahrer mit einer Minute Vorgabevor den A-Fahrern. DieA-Fahrer überrunden meist dieB- und C-Fahrer.Erfrischungen aus wassergefülltenEimern für die Fahrerwährend der Fahrt sind wegender unangenehmen Folgen nichterlaubt. Durch den auftreffendenWasserschwall istschon manch ein übler Sturzherbeigeführt worden. Stattdessen haben viele Fahrer ineiner Flasche an der Lenkstangeihre Spezialmischungzur Stärkung bereit. Bis zu23WolfgangFiedlerzwei Stunden vor dem Startsoll etwas gegessen werden.Die Moral ist allgemein gut.Der größte Teil der Fahrermüht sich redlich ab. Die Anstrengungzeichnet sich denmeisten Teilnehmern im Gesichtab. Das buntgewürfeltePublikum geht ehrlich mit undhat seine Lieblinge, die esoft mit derbem Witz anfeuert.Gewinner des Rennens warenRausch vor Knopf.

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