In der Natur

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40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 2In der NaturSeite 34–41Informationen zur EinheitDas Thema Umweltschutz begegnet den Kindern häufigin den Medien. Daher haben sie oftmals sogar schonKenntnisse über globale Zusammenhänge und sind ehrlichbetroffen, wenn man mit ihnen beispielsweise überdie Klimaerwärmung spricht. Dem widerspricht häufigein gedankenloses Verhalten der Menschen in der unmittelbarenUmgebung: Ein Autofahrer lässt unnötigden Motor laufen; Kinder brechen Zweige von Bäumenund Sträuchern ab, um sie später achtlos wegzuwerfen.Ziel dieser Einheit ist es, die Kinder für die Natur in ihrerunmittelbaren Umgebung zu sensibilisieren, jene mit allenSinnen wahrzunehmen, Beobachtungen anzustellen,Ergebnisse zu notieren und mit einer Forscherhaltungden Naturphänomenen zu begegnen.Diese Auseinandersetzung mit der Natur im unmittelbarenUmfeld soll die Kinder in die Lage versetzen, alsNutzer und Gestalter ihrer Umgebung Verantwortungzu übernehmen. Sie sollen gedankenloses, die Umweltschädigendes Verhalten erkennen und verändern.Beim Einstieg in die Einheit bietet es sich an, mit denKindern gemeinsam zu überlegen, ob sie in den nächstenWochen vermehrt (Familien-)Spaziergänge in derfreien Natur unternehmen können oder aber die Lehrkraftplant im Rahmen dieser Einheit Ausflüge in dieNatur fest ein. So bieten sich beispielsweise auch kleineWanderungen über Naturerlebnis- oder -lehrpfade an.Schwerpunkte der EinheitInhaltlich• Erlebnisse und Beobachtungen in der Natur• Sinnliche Wahrnehmung von Naturphänomenen inder Umgebung• Betrachtungen an Bäumen• Erforschen von BäumenSprachlich• Über Naturbeobachtungen und -erlebnisse erzählenund schreiben• Naturbeobachtungen stichwortartig protokollierenund zu Sätzen ausformulieren• Teile eines Baumes benennen• Eine Sachzeichnung beschriften• Sinnerfassend lesen• Sachaussagen prüfen• Eine Ausstellung über Bäume vorbereiten, gestaltenund durchführen• Informationen recherchieren und zusammenfassen• Rätsel zu Baumfrüchten schreiben• Wortart Adjektiv in seiner unterscheidenden Funktionkennenlernen• Einen Lückentext vervollständigen• Eine Geschichte weiterschreiben• Wörter ordnen• Partnerdiktat• Wörter zum Thema üben• Abschreiben üben• Eine Anleitung zu einem Baum-Schreibbild erlesenund diese handelnd umsetzen• Experimentell mit Sprache umgehenVernetzt unterrichten▶ Lern-Werkstatt: Seite 77, 78, 82▶ Sprach-Werkstatt: Seite 110▶ Schreib-Werkstatt: Seite 126, 127, 132▶ Kopiervorlagen 5.1–5.4, 14.4▶ Arbeitsheft: Seite 33▶ Lernsoftware: Nr. 47, 48▶ Förderheft: Seite 20–23▶ Forderkartei: Nr. 37–44▶ Lesebuch: Seite 56–67Fächerübergreifend arbeitenSachunterricht• Wald• Sträucher und ihre Früchte• Bäume kennenlernen• Herbstblätter• Tiere des Waldes• Vögel• Frühblüher, Wiesenblumen• SinnesorganeKunst• Sammeln von Naturmaterialien: Steine, Äste, Rinden,Früchte fantasievoll zu geheimnisvollen Wesen oderMini-Landschaften arrangieren• Blätter und Blüten pressen und ein Herbarium gestaltenMusikJe nach Jahreszeit, in der das Thema behandelt wird,können verschiedene Kinderlieder erarbeitet werden.Frühling:• Alle Vögel sind schon da• Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem WaldSommer:• Traritrara, der Sommer, der ist daHerbst:• Ein Männlein steht im Walde• In meinem kleinen Apfel• Der Herbst ist daAlle Jahreszeiten:• Auf uns’rer Wiese gehet was• Regenwürmer (Hört ihr die Regenwürmer husten?)• Auf der Mauer, auf der LauerAlle Jahreszeiten außer Winter:• Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum!Weitere Lieder:• Kötteritz, Werner: Ringel-Rangel Regenwurm. Songsfür Kids über die Natur (CD/MC).In der Natur75


40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 2In der NaturSeite 34Informationen zur SeiteDie Illustration auf dieser Einstiegsseite zeigt eine Landschaft:Im Vordergrund steht die Natur mit Pflanzen undTieren, im Hintergrund ist eine Wohnsiedlung untereinem aufreißenden Himmel zu erkennen. Die Aufmerksamkeitsoll besonders auf die kleineren Tiere und dieunscheinbaren Pflanzen wie Moose sowie auf das Totholz(Baumstumpf) gelenkt werden. Die Kinder sollenerkennen, dass auch an kleinen Dingen in der unmittelbarenUmgebung interessante Entdeckungen zu machensind und es sich lohnt, darauf zu achten.Vernetzt unterrichten▶ Lesebuch: Seite 62, 63Methodische Anregungen1 , 2 Die Kinder sollen im Bild „auf die Reise gehen“und versuchen, Einzelheiten zu erkennen. Im Gesprächsollen sie einen unmittelbaren Bezug zu eigenen Beobachtungenund Erlebnissen herstellen. Entdeckungenkleiner und unscheinbarer Dinge können dabei besondersbeachtet werden.3 Diese Aufgabe gibt ein Ordnungsschema für dieWiedergabe von Naturerfahrungen vor: Tiere, Pflanzen,Wetter, Erlebnisse. Zu jedem haben die Kinder die Möglichkeit,eine Aussage in Form eines Satzes zu notieren.Die Vorgabe „Satz“ dient dazu, die Kinder dazu anzuregen,nicht nur ein Stichwort aufzuschreiben. Allerdingssind – je nach sprachlicher Ausdrucksfähigkeit – auchsehr kurze Sätze zu akzeptieren.Die Tabelle sollte als großformatiges Plakat vorbereitetwerden: Anschließend können die Kinder ihre Zetteldort befestigen. So entsteht für die lesende Klasse einsehr breites Spektrum von schriftlich festgehaltenen Naturwahrnehmungen.Vorschlag zur WeiterarbeitWeitere kurze Sachtexte zum Thema Waldtiere in derNatur bietet das Lesebuch auf den Seiten 62 und 63. ImAnschluss daran können die Kinder dazu ein lustiges,motivierendes Frage-Antwort-Spiel entwickeln.76In der Natur


40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 2Die Umgebung wahrnehmenSeite 35Informationen zur SeiteInhalt dieser Seite ist eine kleine Exkursion in die unmittelbareUmgebung. Darauf weist die Illustration hin, dieeinen Schulhof zeigt und drei Kinder, die forschend tätigsind. Der Schulhof wird als Raum gezeigt, dem sich dieKinder einmal auf ungewohnte Weise nähern: nichtspielend, lärmend, tobend, sondern behutsam, konzentriertmit allen Sinnen. Die Seite fordert die Kinder dazuauf, mit geschärften Sinnen ihren eigenen Schulhof zuerkunden.Vernetzt unterrichten▶ Kopiervorlage 5.1▶ Förderheft: Seite 22Methodische Anregungen1 Die Kinder werden aufgefordert, die Illustration zubetrachten und die Tätigkeiten der abgebildeten Kinderzu beschreiben.Mögliche Lösung:Ein Mädchen schaut sich ein Blatt an.Ein Junge riecht an einer Blume./... an einer Blüte.Ein Mädchen beobachtet einen Vogel.2 Die Aufgabe weist direkt auf die Wahrnehmung mitverschiedenen Sinnen hin. Die Kinder sollen zunächst imSchulhof üben, einmal darauf zu achten, was sie mitihren Sinnen wahrnehmen können. Wenn sie etwas entdecktoder beobachtet haben, so soll dies ebenfalls festgehaltenwerden. Die Kinder sollen ihre Wahrnehmungenund Beobachtungen zunächst in Stichwortennotieren, wie es beispielhaft die Illustration zeigt. AlsNotizblatt steht ihnen die Kopiervorlage 5.1 zur Verfügung.3 Die Kinder erschließen sich nun ein erweitertes Gebietauf einem Klassenspaziergang. Wieder in der Klasseangekommen, sollen sie – mit mindestens je einemSatz – ihre sinnlichen Wahrnehmungen festhalten. Fürdie Bearbeitung des Klassenspaziergangs kann erneutdie Kopiervorlage 5.1 zum Einsatz kommen. Nun aberwerden nicht mehr nur einzelne Wörter notiert, sondern– wie im Beispiel vorgegeben – ganze Sätze.Mögliche Lösung:Ich sehe Ameisen auf dem Pflaster.Ich höre, wie der Wind in den Blättern rauscht.Ich rieche das Gras.Ich fühle einen kleinen Käfer auf meiner Hand.Ich habe eine Schnecke beobachtet.Vorschlag zur WeiterarbeitSinneseindrücke können die Kinder mithilfe des Förderheftes(Seite 22) tabellarisch festhalten.In der Natur77


40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 2Die Teile des BaumesSeite 36Informationen zur SeiteAb dieser Seite richtet sich der Blick auf einen besonderenAusschnitt des Themas Natur: Jetzt geht es um Bäume.Bäume prägen auch in städtischer Umgebung dasBild. Sie haben prägnante Gemeinsamkeiten und Unterschiedeund nicht zuletzt bilden sie mit Tieren und ihrerUmgebung komplexe Lebensgemeinschaften. Sie habenalso eine umfassende ökologische Funktion.Auf dieser Seite geht es um eine Erweiterung des Begriffs„Baum“ bei den Kindern. Sie sollen genauer hinschauen,Einzelheiten erkennen, Teile differenzierenund somit sowohl ihr Wissen als auch ihren Wortschatzüber Bäume erweitern.Vernetzt unterrichten▶ Kopiervorlage 5.3▶ Förderheft: Seite 21▶ Lesebuch: Seite 58, 59Methodische Anregungen1 Die Kinder sollen die Teile des Baumes auf der Illustrationerkennen und benennen. Schwierigkeiten kannunter Umständen der Begriff „Krone“ bereiten. Darumwird er auf der Seite erklärt (Sprechblase). Nun könnteman noch überlegen, warum der Begriff „Krone“ zutrifft,obwohl dieser Teil nicht aussieht wie die Kroneeines Königs (oben am Baum, nach oben durch dieZweige wie gezackt).Auch für die Bearbeitung dieser Seite ist sicherlich einkleiner Ausflug zu einem Baum in Schulnähe hilfreich.So können die Einzelteile in der Realität benannt undvoneinander unterschieden werden.2 Vor der Bearbeitung dieser Aufgabe empfiehlt essich, Bäume in der Natur aufzusuchen, die Kinder vorOrt malen und so erste eigene Erfahrungen sammeln zulassen.Die Aufgabenstellung gibt vor, dass die Kinder einenBaum zeichnen. Hierfür sollte mindestens ein DIN-A4-Blatt vorgesehen werden. Damit das Ganze nicht zuwinzig wird, sollten die Kinder die Aufgabe erhalten,die Wurzel unten und die Krone oben am Blatt anstoßenzu lassen.Zwei weitere wichtige Arbeitshinweise sollten vorab gegebenwerden: Die Lehrkraft sollte die Kinder daraufhinweisen, ihren Baum so zu zeichnen, dass man die einzelnenÄste (und möglichst auch die Zweige) erkennenkann. Außerdem sollte die Lehrkraft die Kinder dazuauffordern, bei der Beschriftung ihrer Zeichnung Zeigelinieneinzuzeichnen, die von der Schrift zu den Bildteilengezogen werden müssen. Abschließend können dieKinder mit den Wörtern kurze Sätze bilden wie beispielsweise:Die Rinde ist die Haut des Baumes.DifferenzierungDie Kopiervorlage 5.3 mit einem Baum, der zu Ende gemaltwerden muss, stellt für die Kinder eine gute Hilfedar, die beim Zeichnen noch unsicher sind, zum Beispielhinsichtlich der Grundform eines Baumes oder bei denÜbergängen vom Stamm zu den Ästen und zu den Zweigen.Die Zusatzaufgabe kann von den Kindern bearbeitetwerden, die schneller fertig sind. Gleichzeitig dientdiese Aufgabe der Vorbereitung auf die beiden folgendenAufgaben im Sprachbuch.3 , 4 Bei diesen beiden Aufgaben werden die neu erlerntenWörter rund um den Baum in richtigen undfalschen Aussagesätzen wieder aufgegriffen. Die Aufgabeder Kinder ist es, im gemeinsamen Gespräch oderauch in Partnerarbeit die Stimmigkeit der Aussagen zuprüfen. Die beiden letzten Sätze dienen der Mengendifferenzierungund sind schwieriger zu lesen und zu erfassen.Lösung ohne Differenzierung:a. richtigb. richtigc. falschd. falsche. falschLösung mit Differenzierung:f. richtigg. falschVor dem Abschreiben der richtigen Sätze sollten die Lösungennatürlich im gemeinsamen Unterrichtsgespräch78In der Natur


40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 2verglichen werden oder aber die Lehrkraft notiert dieLösungen an der Tafel.5 Diese Zusatzaufgabe stellt eine anspruchsvolle Erweiterungder vorausgegangenen zwei Aufgaben dar.Die falschen Aussagen müssen richtig umformuliertwerden.Lösung ohne Differenzierung:c. Die Äste sind dünner als der Stamm./Der Stamm ist dicker als die Äste.d. Ganz unten am Baum ist die Wurzel./Ganz oben am Baum ist die Krone.e. Mit seiner Wurzel hält sich der Baum im Boden fest.Lösung mit Differenzierung:g. Im Frühling bekommen die Bäume neue Blätter./ImHerbst fallen die Blätter von den Bäumen./Im Herbstwerden viele Früchte reif.Vorschläge zur Weiterarbeit• Will die Lehrkraft den Blick der Kinder auf die vielfältigenFunktionen von Bäumen für die Menschen lenken,bietet sich jetzt die Weiterarbeit im Lesebuch (Seite58, 59) an.• Geschichten vom Baum bietet das Förderheft (Seite21). Hier kann auch eine Baumhausgeschichte weitergeschriebenwerden.Bäume erforschenSeite 37Informationen zur SeiteAuf dieser Seite geht es um die Merkmale verschiedenerBaumarten. Die Kinder sollen sich verschiedenenBaumarten nähern und mit einer Forscherhaltung Unterschiedeerkennen und beschreiben.Wichtige Unterscheidungsmerkmale sind:• die Form des Baumes,• die Oberfläche und Farbe der Rinde,• die Form der Blätter,• die Farbe und Form der Blüten,• die Farbe und Form der Früchte.Damit sich die Kinder auch selbstständig und intensivmit dem Thema Bäume auseinandersetzen können,empfiehlt es sich, verschiedene Sachbücher in der Klasseauszulegen (s. hierzu die Buch- und CD-Tipps unter Aufgabe3).Vernetzt unterrichten▶ Schreib-Werkstatt: Seite 127▶ Kopiervorlage 5.2▶ Forderkartei: Nr. 39, 40▶ Lesebuch: Seite 56, 57, 67In der Natur79


40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 2Methodische AnregungenZur Bearbeitung der Seite sollte ein Unterrichtsgang ineinen nahen Park oder in einen Wald eingeplant werden.Zur Dokumentation des Beobachteten wäre ein Fotoapparatsinnvoll.Die Aufgaben der Seite sollen zu allen Jahreszeiten gelöstwerden können. Dabei muss aber in Kauf genommenwerden, dass nicht zu jeder Jahreszeit alle Merkmalebeobachtbar sind.Viele einzelne Merkmale werden den Kindern bekanntsein. Neu ist aber für sie, diese den verschiedenenBaumarten sicher zuzuordnen. Um dies zu erreichen,sollen die Kinder eine Ausstellung über verschiedeneBaumarten gestalten und dafür auch Informationenaus Büchern oder anderen Quellen nutzen. Um die Motivationder Kinder noch mehr zu steigern, bietet es sichan, diese Ausstellung beispielsweise im Rahmen einesSchulprojekttages den Besuchern zu präsentieren.Denkbar ist auch, dass die Kinder im Rahmen dieserSprachbuchseite persönliche Baumhefte (Lesebuch, Seite67) anlegen, die über einen längeren Zeitraum geführtund ebenfalls während der Ausstellung präsentiertwerden.1 Das Erforschen der Bäume kann nur in der freien Naturerfolgen. Die Kinder müssen bei dieser Aufgabe Bäumebetrachten, Früchte und Samen sammeln und dieBäume beschreiben. Um die Kinder auf diese verschiedenenAufgaben vorzubereiten, sollte dem Ausflug insGrüne zunächst ein informierendes Unterrichtsgesprächvorausgehen, das die Kinder über die Aufgaben undZiele aufklärt. Für den Ausflug bietet sich auch dieKopiervorlage 5.2 an, deren Aufgaben identisch mitAufgabe 1 im Sprachbuch sind.Mögliche Antworten zu den gestellten Fragen könntensein:• Besonderheit:besonders groß, sehr dick, krumme Äste ...• Rinde:glatt, sehr rau, tiefe Furchen, wie Berge ...• Blätter:klein, spitz, Bögen am Rand, wie eine große Hand, mitSpitzen ...• Blüten:weiß, rosa, gelb, groß, klein ... Häufig aber werdendie Blüten nicht zu erkennen sein.• Früchte:Hier werden viele Kinder eine Hilfe zum Begriff„Frucht“ brauchen, denn Eicheln oder Kastanien werdensicherlich nicht von allen als Frucht erkannt (vgl.hierzu die ausführliche Erklärung in den Informationenzum Kommentar der Sprachbuchseite 38).Nachdem der Unterschied deutlich geworden ist, werdendie Kinder sicherlich viele Früchte erkennen können:Kastanien, Eicheln, Zapfen, Ahornfrüchte (mitFlügeln), Lindenfrüchte (mit Flügeln), Bucheckern,Walnüsse. Die winzigen Birkenfrüchte werden abersicherlich den meisten Kindern verborgen bleiben.Die Kopiervorlage 5.2 kann bei diesem Unterrichtsgangals Protokollbogen mitgenommen werden. Auf einePappe oder – noch besser – auf ein Klemmbrett geheftet,können die Kinder ihre Beobachtungen direkt vorOrt festhalten. Solch ein Protokollbogen unterstützt dieForscherhaltung der Kinder und verleiht der Arbeit einezusätzliche Ernsthaftigkeit.2 Beim Gestalten der Ausstellung sollte es nicht aufVollständigkeit ankommen. Vielmehr sollten die Kinderdas ausstellen, was nach ihrer Ansicht typisch für einenBaum ist. Wenn der Name einer Baumart nicht bekanntist, genügt vielleicht ein selbst gemachtes Foto. Von digitalhergestellten Fotos lassen sich sehr preiswert undschnell Abzüge machen; man braucht dazu nicht aufdie teuren Tintenstrahl-Ausdrucke zurückzugreifen.3 Diese Zusatzaufgabe soll besonders die Kinder ansprechen,die gern lesen und schreiben und sich selbstständigInformationen beschaffen können.Anspruchsvoll ist die Aufgabe deshalb, weil die Kindereine Auswahl treffen müssen, was ihnen wichtig ist. IhreStichwörter können die Kinder beispielsweise auf kleinenKlebezetteln notieren, die sie während der Ausstellungan die Bilder heften.Hier ein paar Bücher- und CD-Tipps:Landwehr, Kerstin (2007). Der große Naturführer fürKinder: Entdecken, erkennen, bestimmen. München:Compact Verlag.Lenz, Angela (2001). 1000 Themen: Was Kinder wissenwollen – Pflanzen (Audio-CD).Novak, Jan (2003). Naturführer für Kinder. Bäume bestimmen.Während der Ausstellung kann das eine oder andereBuch aufgeschlagen werden. Motivierender aber ist sicherlichdie Präsentation der persönlichen Baumhefteder Kinder.Vorschläge zur Weiterarbeit• In der Schreib-Werkstatt auf Seite 127 findet die LehrkraftMöglichkeiten, das Schreiben von Sachtextenund Steckbriefen am Beispiel anderer Pflanzen zu vertiefen.• Um das Wissen über Bäume spielerisch zu vertiefen,können die Kinder Baum-Rätsel erstellen (Lesebuch,Seite 56 und 57).• Möchten Sie mit den Schülerinnen und Schülern Blättererforschen, bietet sich die Forderkartei (Nr. 39, 40)an.80In der Natur


40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 2Bäume, Früchte und SamenSeite 38Informationen zur SeiteAuf dieser Seite dreht sich alles um Früchte und Samender Bäume und somit auch um deren Vermehrung. Somitwerden die Baumerkundungen hier weitergeführtund auf das Thema Früchte und Samen eingegrenzt.Beim Begriff „Frucht“ im Zusammenhang mit Bäumenwerden viele Kinder sofort an Äpfel, Pflaumen und anderesBaumobst denken. Dass aber beispielsweise auchKastanien oder Bucheckern zu den Baumfrüchten zählen,wird für viele Kinder neu sein.Schwierigkeiten kann zudem die Unterscheidung zwischen„Frucht“ und „Samen“ bereiten, da im allgemeinenSprachgebrauch nicht immer deutlich zwischen denbeiden Begriffen unterschieden wird. Zum besseren Verständnishier eine botanische Erklärung:Im botanischen Sinne versteht man unter dem Begriff„Frucht“ immer nur „die Wand des Fruchtknotens, derdie Samen einschließt“. Als „Frucht“ einer Pflanze bezeichnetman die Blüte im Zustand der Samenreife. DieFrucht umschließt die Samen bis zu deren Reife unddient somit der Ausbreitung des Samens.Die Illustration zeigt verschiedene Baumsamen und -früchte: Kirschen, Eicheln, Bucheckern, Birnen, Fichtenzapfen,Pflaumen, Kastanien, Äpfel, Walnüsse. DerSachtext erklärt am Beispiel der Kirsche, wie die Vermehrungdurch Samen mithilfe eines Vogels funktionierenkann.Vernetzt unterrichten▶ Sprach-Werkstatt: Seite 110▶ Schreib-Werkstatt: Seite 126▶ Arbeitsheft: Seite 33▶ Förderheft: Seite 20▶ Forderkartei: Nr. 37, 38▶ Lernsoftware: Nr. 47, 48Methodische AnregungenDie Kinder sollen Baumfrüchte und Baumsamen kennenlernen.Dabei kommt es nicht darauf an, im Sinneabfragbaren Wissens Baumart und Samen einander zuordnenzu können. Vielmehr sollen die Kinder eine Vorstellungvon deren Vielfalt bekommen und ihnen bekannteFrüchte und Samen als Baumfrüchte erkennen.Darüber hinaus sollen sie Baumfrüchte betrachten, anfühlenund mit einfachen Adjektiven beschreiben. Dahersollte die Lehrkraft entweder Baumfrüchte als Anschauungsmaterialmitbringen oder aber diese auch mitden Kindern gemeinsam sammeln.1 Im Folgenden sind mögliche Lösungen angegeben.Kirsche: Frucht ist der ganze rote Körper und Same istder Stein im Inneren.Eichel: Frucht ist der ganze Körper mit Hütchen und Sameist der ovale Kern.Buchecker: Frucht ist der ganze Körper mit stacheligerHülle und Same ist das kantige Innere.Birne: Frucht ist der ganze Körper mit Stiel und Schaleund Samen sind die braunen Kerne im Inneren.Apfel: s. BirneFichtenzapfen: Frucht ist der ganze Zapfen und Samensind die feinen Kerne zwischen den Lamellen.Pflaume: s. KirscheKastanie: Frucht ist das ganze Gebilde mit Stachelschale,Same ist das glänzend braune Innere.Walnuss: Frucht ist das ganze Gebilde mit grüner Schale,Same nur der Nusskern in seiner braunen Schale.2 Die Kinder sollen Früchte mithilfe von Adjektiven sobeschreiben, dass man sie erraten kann. Sie sollen Rätselsätzeformulieren und auf Zettel schreiben. Auf derRückseite kann die Auflösung stehen. Besonders gut gelingtdie Aufgabe, wenn die Früchte in natura in derKlasse vorliegen – oder auch nur als Bild.Die Kinder können beraten, anhand welcher Adjektiveoder durch welche Formulierung sie eine Frucht besondersgut erkennen konnten bzw. wodurch es Verwechslungengab.Anhand dieser Seite kann das Adjektiv eingeführt werden.Darum bietet es sich hier an, den Merksatz zu derneuen Wortart im Rahmen dieser thematischen Einheitzu bearbeiten.In der Natur81


40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 2Vorschläge zur Weiterarbeit• Im Anschluss an diese Seite kann die Wortart Adjektivmithilfe der Seite 110 in der Sprach-Werkstatt näherbehandelt werden. Wie auf der Sprachbuchseite 38,so steht auch in der Sprach-Werkstatt das Adjektiv inseiner Funktion, Unterscheidungen auszudrücken, imMittelpunkt.• Vertiefende Aufgaben zum Adjektiv finden sich im Arbeitsheft(Seite 33) und auf der Lernsoftware (Nr. 47,48).• In der Schreib-Werkstatt auf Seite 126 werden Adjektivein ihrer beschreibenden Funktion umfassender inForm motivierender Rätseltexte, wie beispielsweiseGemüse- und Obst-Rätsel, behandelt.• Rund um das Thema Natur bietet das Forderheft (Seite20) Übungen zu Adjektiven an. Mit diesen Wörternkönnen die Kinder sagen, wie Dinge sein können.• Auch die Forderkartei (Nr. 37, 38) widmet sich den Adjektiven.Der kleine BaumSeite 39Informationen zur SeiteDer Inhalt des Lückentextes stellt ein Umweltproblemauf fantastische Weise dar. Bäume, die an stark befahrenenStraßen stehen, werden durch die Emissionen derAutos oder durch Streusalz im Winter unmittelbar geschädigt.Vor allem empfindliche Baumarten werdenhäufig krank und müssen im Extremfall gefällt werden.Die fantastische Wendung in dieser Geschichte liegt darin,dass der kleine Baum selbst mithilfe seiner zu Füßenumgewandelten Wurzeln die Flucht ergreift.Vernetzt unterrichten▶ Schreib-Werkstatt: Seite 132▶ Kopiervorlage 5.4▶ Forderkartei: Nr. 41▶ Lesebuch: Seite 60, 61, 64, 65Methodische AnregungenDer Einstieg in das Thema Baum in der Stadt kann überdie Illustration erfolgen. Im gemeinsamen Unterrichtsgesprächkann die Lehrkraft die Kinder dazu auffordern,zunächst das Bild zu beschreiben. Mit dem Hinweis aufdie Überschrift kann sie die Kinder Vermutungen darüberanstellen lassen, was das Thema dieser Seite seinkönnte.82In der Natur


40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 21 , 2 , 3 Diese mengendifferenzierte Geschichte wirdmithilfe der Bilder und der Wortkärtchen erlesen. Anschließendsoll sie abgeschrieben und weiterfantasiertwerden.Schneller arbeitende Kinder können den gesamten Textabschreiben, langsamer arbeitende beschränken sichauf den schwarz gesetzten Teil. Lesen müssen die Geschichtenatürlich alle Kinder, damit sie sie weiterschreibenkönnen.DifferenzierungDie Kopiervorlage 5.4 bietet an dieser Stelle eine vereinfachteSchreibvariante an. Sie ist thematisch enger gefasst.Die Kinder erhalten hier eine Hilfestellung, indemsie sich beim Weiterschreiben ihrer Geschichte an denFragen orientieren können.Vorschläge zur Weiterarbeit• Will die Lehrkraft das Weiterschreiben von Geschichtenvertiefen, bietet die Schreib-Werkstatt auf Seite 132weiteres Übungsmaterial zum Thema Mut.• Einen lyrischen Zugang zum Thema bietet das Lesebuchmit Bertolt Brechts Gedicht Der Pflaumenbaum(Seite 64).• Stärker appellierend geht der Sachtext So leben dieBäume in der Stadt im Lesebuch (Seite 65) an das Themaheran.• Einen langen Sachtext zu kranken Bäumen bietet dasLesebuch auf Seite 60 und 61.• Sprichwörter rund um das Thema Baum bietet die Forderkartei(Nr. 41).ÜbungskisteSeite 40Informationen zur SeiteDiese Übungskiste setzt verschiedene Akzente:• Das neu gelernte Wortmaterial (Nomen, Verben, Adjektive)rund um die Natur – Tiere, Pflanzen, Bäume– wird vertiefend geübt, hier mit einer neuen Übungsform,dem Partnerdiktat.• Die Kinder ordnen Wörter: Nomen, Verben und Adjektive.• Der Abschreibtext dient der Reaktivierung der richtigenAbschreibtechnik und der Festigung des Wortschatzeszum Thema Natur.Vernetzt unterrichten▶ Lern-Werkstatt: Seite 77, 78, 82▶ Kopiervorlage 14.4▶ Förderheft: Seite 23▶ Forderkartei: Nr. 42–44Methodische Anregungen1 , 2 Wenn die Begriffe Nomen, Verben und Adjektivebereits eingeführt sind, können sie an dieser Stelleauch benutzt werden. Alle Wörter im mengendifferenziertenWörterkasten sind der Unterrichtseinheit entnommen.In der Natur83


40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 2Lösung:Nomen für Teile des Baumes: der Ast, die Rinde, dasBlatt, der Samen, die Frucht, (der Stamm, der Zweig, dieWurzel, die Krone)Das kann ich tun: sehen, fühlen, hören, essen, (spazieren)Wie etwas sein kann: grün, rau, glatt, sauer, (feucht,süß)Die Anleitung für das Partnerdiktat (Seite 82) sollte zunächsteinmal zusammen gelesen werden, um möglicheFragen zu dieser Übungsform zu klären.3 , 4 , 5 Vor dem Abschreiben dieses mengendifferenziertenTextes sollte die Lehrkraft die Kinder erneutauf die Abschreib-Tipps in der Sprach-Werkstatt (Seite77) hinweisen.Nach dem Abschreiben sollen die Kinder reflektieren,welche Wörter schwierig zu schreiben waren. Sie sollendiese Wörter im Heft einkreisen. Sinnvoll ist auch, wenndie Kinder ihre Auswahl begründen, um so das eigeneFehlerbewusstsein zu sensibilisieren. Anschließend sollteden Kindern genügend Zeit gegeben werden, umselbstständig entsprechende Übungen aus der Lern-Werkstatt (Seite 78) auszusuchen und die individuellschwierigen Wörter zu üben und zu festigen.Vorschläge zur Weiterarbeit• Um einzuschätzen, ob die relevanten Kompetenzender Einheit von den Kindern erfolgreich erworbenwurden, bieten die Diagnosematerialien am Ende derLehrermaterialien die Kopiervorlage 14.3 an. Mit ihrkönnen die Kinder sich selbst testen und dokumentieren,wie leicht oder schwer ihnen die Aufgaben gefallensind.• Mithilfe eines Baumrätsels auf Seite 23 im Föderheftüben die Kinder passende Wörter einzusetzen.• Die Forderkartei (Nr. 42-44) bietet einen Abschreibtext,einen Text für ein Partnerdiktat sowie einen Lückentextrund um das Thema Bäume.IdeenkisteSeite 41Informationen zur SeiteDas Baum-Schreibbild ist ein Beispiel für konkrete Poesie.Form und Inhalt bilden eine Einheit. Das wohl bekanntesteWerk in dieser Richtung ist der Apfel, in demein Wurm verborgen ist (Reinhard Döhl, 1965). Wie dieserApfel mit Wurm, so verbirgt auch der geschriebeneBaum einige Geheimnisse: So sind die Wörter „Maus“,„Loch“, „Raupe“ und „Nest“ zwischen all den anderenWörtern zu finden, die die Gestalt des Baumes nachbilden.Auch hier werden die Teile des Baumes durch ihrewortsemantischen Entsprechungen abgebildet, z. B. dasWurzelwerk durch das Wort „Wurzel“.Methodische AnregungenDie Kinder sollen den geschriebenen Baum lesend erfassenund dabei zunächst entdecken, dass die Teile desBaumes durch die entsprechenden Wörter gebildet werden.Auf die Möglichkeit, etwas Verstecktes zu finden,sollten sie hingewiesen werden.Die Kinder sollen dann selbst einen Baum gestalten, beidem die einzelnen Äste und Wurzeln erkennbar sind.Ein Baum, der wie ein Dauerlutscher aussieht, ergibtkein gutes Ergebnis. Ein dünn vorgezeichneter Umrisshilft, dass das Geschriebene eine klare Kontur bildet. Siesollte für das anschließende Ausschneiden erhaltenbleiben.84In der Natur


40295 – Pusteblume. Materialien zum Sprachbuch 2 © Schroedel, Braunschweig Hinweis zum Recht der Vervielfältigung siehe Seite 2Die Kinder sollen lernen, eine Anleitung zu erlesen unddiese handelnd umzusetzen. Durch die klare Vorgabeder Reihenfolge wird diese Umsetzung erleichtert.Wenn die Bäume auf einem Plakat aufgeklebt werden,können die Äste einander überlappen. So ergibt sich einGesamtbild, das wie ein richtiger Wald wirkt.Weiterführende MedienHaag, Holger/Schadwinkel, Sonja (2008). Mein erstesWelcher Baum ist das? Stuttgart: Franckh-Kosmos.Mari, Iela (2007). Ein Baum geht durch das Jahr. Frankfurt/Main:Moritz Verlag.Roché, Jean C./Schulze, Andreas/Werle, Alfred (2002).Vogelstimmen in Park und Garten. (CD; www.hoergold.de – Hörproben).Steinig, Andreas (2008). Die Welt von Eisvogel und Wasserfrosch.Düsseldorf: Sauerländer Verlag.van Saan, Anita (2008). Mein erstes Herbarium. Bäumebestimmen und Blätter pressen. Würzburg: Arena Verlag.Voake, Charlotte (2006). Veilchen, Mohn und Gänseblümchen.Hildesheim: Gerstenberg Verlag.In der Natur85

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