Milchstross 2/09 - Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost

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Milchstross 2/09 - Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost

2/09MitgliederbulletinMilchstrossSeite 2/3politikDelegiertenversammlungSMPSeite 5RegionTier&TechnikSeite 7internErfolgsrechnungund BilanzEditorialHIGHLIGHTAndreasRitterGeschäftsführerMilchkontingentierung adeAm 30. April 2009 ging die staatlicheMilchmengenregelung nach 32 Jahrenendgültig zu Ende. Die meisten Milchproduzentenkannten während ihrer «Karriere»nichts anderes als eine vorgeschriebeneJahresmilchmenge, die einerseitseine starke Einschränkung in die unternehmerischeFreiheit aber anderseits aucheinen sicheren Wert für die Betriebsplanungdarstellte. Welche Zukunft wird derungewohnte, freie Milchmarkt dem Milchbauernbringen? Es wird nicht möglichsein, alle 27 000 Milchbauern zu einemgemeinsamen, solidarischen und marktgerechtenVerhalten zu bewegen. Auchdie beste Branchenorganisation wird demProduzenten die Eigenverantwortung fürseinen Betrieb nicht abnehmen können.Nicht die Ausdehnung der Milchproduktionum jeden Preis, sondern eine an diebetrieblichen Verhältnisse angepasste Hofentwicklungwird Erfolg bringen.DelegiertenversammlungVereinigte Milchbauern Mitte-OstDie Milchwirtschaft braucht SpielregelnAm 17. April fand in Gossau SG die ordentlicheDelegiertenversammlung der Vereinigten MilchbauernMitte-Ost statt. Die Aufhebung der staatlichenMilchmengensteuerung und der damitverbundene Übergang in die «freie» Marktwirtschaftwaren zentrale Themen der Versammlung.Präsident Hanspeter Kern forderte in seinemEröffnungswort faire Spielregeln für die Milchwirtschaft.Da Spielregeln nur dann wirksam sind, wennalle Marktpartner diese akzeptieren und einhalten,braucht es eine Branchenplattform. Zurzeitwird unter der Leitung des SchweizerischenBauernverbandes am Aufbau einer Branchenorganisationgearbeitet.Die Voraussetzungen für einen guten Start in diemarktwirtschaftliche Milchproduktion sind äusserstungünstig. Im vergangenen Jahr wurde dieWeiter auf Seite 2


Milchstross 2HIGHLIGHT Fortsetzung von Seite 1Milchproduktion in der Schweiz um 5 % ausgedehnt.Diese hohe Milchmenge ist leider nichtmarktkonform. Der Absatz stockt, die Butterlagererreichen zurzeit einen noch nie da gewesenenHöchststand. Ist das Angebot zu hoch, sinkenzwangsläufig die Preise. Wir produzieren zwarmehr Milch, aber verdienen kaum mehr. VieleMilchbauern wollen die produzierte Milchmengestark ausdehnen.«Gut funktionierende Märktebrauchen ausgewogeneMarktstrukturen.»In diesem Bereich ist es in der schweizerischenMilchwirtschaft nicht zum Besten bestellt. ImDetailhandel, aber auch in der Verwertung derIndustriemilch, hat in den vergangenen Jahreneine starke Konzentration der Nachfrage stattgefunden.Demgegenüber wollen 27 000 Milchbauern,organisiert in über 30 Marktorganisationen,als «Einzelkämpfer» ihre Milch gutverkaufen. Das strukturelle Ungleichgewicht istoffensichtlich. Seit längerer Zeit ringen die SMPum eine Verbesserung der Position der Milchproduzenten.Sehr viel Kraft wurde bereits verbraucht,um sich auf eine klare Zielrichtung derProduzenten festzulegen. Leider ist es fast aussichtslos,die sehr unterschiedlichen Ansichtenund Strategien der Produzenten auf den kleinstengemeinsamen Nenner zu bringen. Dabei hättenes die Milchproduzenten als schwächstesGlied der Wertschöpfungskette dringend nötig,geeint aufzutreten. Die Milchbauern solltenaus den Ereignissen des vergangen Jahres lernenund sich gemeinsam auf eine vernünftige undnachhaltige Milchproduktion einstellen.Markus Berner, Bereichsleiter Beratung, zeigteden Delegierten auf, dass die derzeitige Milchmarktsituationin der Schweiz, aber auch in derEU, geprägt ist von einer hohen Milchproduktion,von hohen Lagerbeständen bei Butter undMilchpulver und von gedrückten Produzentenmilchpreisen.Der enorme Strukturwandel und die Verunsicherungdurch die Aufhebung der Milchkontingentierungführten zu einem erhöhten Beratungsbedarf.Wie Geschäftsführer Andreas Ritterdarlegte, sind die Vereinigten Milchbauern Mitte-Ostin der Lage, die nachgefragten Leistungenmit einem kleinen, motivierten Team zu erbringen.Die Begleitung der Milchbauern beim Übergangvon der Plan- in die Marktwirtschaft ist fürdie Berufsorganisation eine sehr anspruchsvolleHerausforderung. Die Jahresrechnung wurdevon der Finanzkrise nicht verschont. Im Gegensatzzum Vorjahr musste der Wertschriftenbestanddeutlich nach unten korrigiert werden.Dadurch schloss die Jahresrechnung mit einemVerlust von Fr. 233 790.– ab. Dank den guten Erträgenaus den Liegenschaften kann die finanzielleSituation der Genossenschaft VereinigteMilchbauern Mitte-Ost als gesund bezeichnetwerden.«Die Finanz- und Wirtschaftskrisehat klar aufgezeigt, wohineine freie, unkontrollierteMarktwirtschaft führt.»In der Diskussion wurde darauf hingewiesen,dass die Milchbauern selber Verantwortung füreine sinnvolle Mengenregelung übernehmenund ihre eigenen Organisationen entsprechendunterstützen müssen.Andreas RitterPolitikDie Delegiertenversammlung SMP / Die Vorschläge für dieBildung einer Branchenorganisation liegen vor.Am 15. April 2009 trafen sich in Bern die Delegiertender SMP zu ihrer ordentlichen Frühjahrsdelegiertenversammlung.Die Delegiertenliessen sich über die aktuelle Marktlage und dievon der SMP geforderten Massnahmen orientieren.Die Produzentenbeiträge werden in derbisherigen Höhe belassen.Präsident Peter Gfeller nahm in seinem EröffnungswortStellung zur gegenwärtigen milchwirtschaftlichenSituation.Die Marktsituation bei der Milch bleibt angespannt,und die Strukturen der Produzentensind für den Milchverkauf noch nicht befriedigend.Zusammen mit den regionalen Organisationenund den Milchverarbeitern hat die SMPweiter nach Kompromissen gesucht, um mehrheitsfähigeLösungen zu finden, wie der Marktberuhigt werden kann.«Die Milchproduzentendürfen wirtschaftlich aufein erfolgreiches Jahr 2008zurückblicken.»Doch angesichts der angespannten Marktsituationund der noch nicht befriedigenden Marktstrukturender Milchproduzenten müsse der Fokusunverändert stark auf die Mitgestaltung derMarktordnung gerichtet bleiben. Die vorgeschlageneLösung beruht auf folgenden vier Säulen:·· temporäre Fettstützung·· Segmentierung auf der Basismenge·· institutionelle Bündelung des Angebots·· Bildung einer Branchenorganisation.Direktor Albert Rösti informierte die Delegierten,dass aktuell die MilchverkaufsorganisationenZMP, Lobag, Miba, Nordostmilch, Prolait,Bemo, Mimo und Zenoos schriftlich festgehaltenhätten, dass sie sich ab 1. Mai 2009 an Lösungenzur Segmentierung des Milchmarktesbeteiligen werden. Die Delegierten des FreiburgerMilchverbandes haben ebenfalls einklares Signal in Richtung Segmentierung gesetzt.Die Arnold-Milchlieferanten wollensich ebenfalls daran beteiligen, falls 80 Prozentder Milch eingeschlossen wird. GemässDirektor Rösti dürfte dies nun der Fall sein.Bei den traktandierten Geschäften fälltendie Delegierten folgende Beschlüsse:Auf der von den einzelnen oder indirekt angeschlossenenProduzenten vermarkteten Milchwerden von den Mitgliedorganisationen für diePeriode Mai 2009 bis April 2010 folgende Beträgeerhoben:·· Marketingfonds0,525 Rp./kg·· BasismarketingSchweizer Käse0,200 Rp./kg·· Verwaltungskosten0,150 Rp./kg·· Inkassobeitrag SBV0,040 Rp./kg·· Beitrag für denMilchstützungsfonds 1,000 Rp./kg*Die Beiträge für den Marketingfonds, das BasismarketingSchweizer Käse und den Milchstützungsfondssind allgemein verbindlich.Der Beitrag an den Milchstützungsfonds wurdebereits am 19. November 2008 beschlossen.Die Delegierten genehmigten die Jahresrechnungmit den drei Teilrechnungen Verbandsrechnung,Marketingfonds sowie Milchstützungsfonds undentlasteten die Organe.Andreas Ritter


Milchstross 3PolitikBranchenorganisation Milch / Marktorganisationen und Milchverwertermüssen gemeinsam Verantwortung übernehmen.MilchmengenregelungUnter den heutigen Rahmenbedingungen wirdes nicht mehr möglich sein, dass die SMP oderdie regionalen Milchverbände für die Produzenteneine verbindliche Milchmenge festlegen. Eskann niemandem verboten werden, die Milchproduktionauszudehnen. Die Frage, die sichstellt, ist, zu welchen Bedingungen zusätzlichproduzierte Milch verkauft werden kann undob die Mehrproduktion den Gesamtmarkt unddamit den Produzentenmilchpreis zusätzlichbelastet.«Ein stabiler Milchmarkt kannnur mit einer funktionierendenBranchenorganisation erreichtwerden.»Die Marktorganisationen müssen selber Lösungenfür die Mengensteuerung finden. VieleOrganisationen haben in den letzten Wocheninterne Regelungen beschlossen. Diese Mengenreglementegehen von unterschiedlichen Ansätzenaus.Unter der Vermittlung des SchweizerischenBauernverbandes wird nun versucht, eine BranchenorganisationMilch zu gründen. Ein Zieldieser Organisation muss es sein, gemeinsameLösungen zur Segmentierung des Milchpreiseszu finden.Die Schweizer Konsumenten sind bereit, fürschweizerische Milchprodukte einen angemessenenPreis zu bezahlen. Bei der Käseproduktion,welche bereits dem freien Markt mit der EUausgesetzt ist, wird die Preisdifferenz mit einerVerarbeitungszulage von 15 Rp./kg verkästeMilch ausgeglichen. Mit der Segmentierung solldas Potenzial des Schweizerischen Milchmarktesmöglichst optimal ausgeschöpft werden.Milch, die über die Bedürfnisse des SchweizerMarktes hinaus produziert wird, wird zukünftigunter den Preisbedingungen des freien Marktesabgesetzt werden müssen. Die Segmentierungder Milchmenge soll durch die Festlegungeiner Linienmilchmenge für den Bedarf im wertschöpfungsstarkenBereich und die Einrichtungeiner Börse für die Restmilch bewerkstelligt werden.Für die Preisfestsetzung der Linienmilchsteht ein Indexmodell zur Diskussion.Es ist dringend zu hoffen, dass es noch gelingt,eine akzeptable Branchenlösung auf die Beinezu stellen. Von den Verantwortlichen in denMarktorganisationen wird erwartet, dass sieein Mindestmass an Eigenverantwortung übernehmenund mithelfen, eine Lösung aufzubauen,die mindestens den kleinsten gemeinsamenNenner mitberücksichtigt.RaumplanungDer Bundesrat hat einen Entwurf für eine Totalrevisiondes Raumplanungsgesetzes in die Vernehmlassunggegeben. Die Vorschläge sahen vor,die bisherige Zonenordnung grundlegend umzugestalten.Die bisherige Landwirtschaftszonewäre nicht mehr vorgesehen gewesen. In derVernehmlassung haben sich die meisten Organisationengegen die vorgeschlagene Totalrevisionausgesprochen. Es wurde angeregt, notwendigeÄnderungen als Teilrevision in die Wege zuleiten. Aus landwirtschaftlicher Sicht darf dasbewährte Instrument der Landwirtschaftszonenicht aufgehoben werden.Agrarfreihandel EUDer Bundesrat plante, zur Abfederung des vonihm geplanten Agrarfreihandelsabkommens mitder EU jährlich 500 Mio. Fr. als Bilanzreserveauszuscheiden. Die nationalrätliche Wirtschaftskommission(WAK) hat mit knapper Mehrheitbeschlossen, auf das geplante Finanzierungsmodellnicht einzutreten.Andreas Ritter


Milchstross 4MarktHohe Butterlagerbelasten den Milchmarkt.In der Periode Januar bis März 2009 wurden13 855 Tonnen Butter produziert, dies sind 2004Tonnen oder 16,9 % mehr als in der Vorjahresperiode2008. Die Magermilchpulverproduktionhat im gleichen Zeitraum eine Menge von11 800 Tonnen erreicht, dies sind 3636 Tonnenoder 44,5 % mehr als in der Vorjahresperiode.Im Gegensatz dazu nahm die Produktion vonVollmilchpulver im gleichen Zeitraum um 1222Tonnen oder 28 % ab.käseimporte (monatsvergleich 2007–2009)Tonnen500040003000200010000Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez2007 2653 2561 3064 2899 3127 3213 3460 3380 3186 3275 3184 32242008 3148 3145 3457 3270 3587 3585 3352 3543 3589 3211 3280 38002009 2828 3358 4090KäseimporteDie Käseimporte haben nach der anfänglichenFlaute im Januar in den Monaten Februar undMärz stark aufgeholt. Allein die Käseimportefür März 2009 betragen voraussichtlich 4090Tonnen (+623 Tonnen oder 17,9 %). Die Mengefür den Zeitraum Januar bis März 2009 beträgt10 283 Tonnen und liegt deutlich über demNiveau des Vorjahres. Die Zunahmen sind vorallem im Weich- und Halbhartkäsebereich zuverzeichnen.KäseexporteIm Februar 2009 wurden 4511 Tonnen Käseexportiert, 757 Tonnen oder 14,4 % weniger alsim Vorjahresmonat. In den ersten zwei Monaten2009 konnten 8820 Tonnen Käse exportiert werden.Das sind 1980 Tonnen oder 18,3 % wenigerals in der Vorjahresperiode. Zusätzliche Exportmengenverzeichneten folgende Sorten:·· Weichkäse + 174 t oder 190,5 %·· Vacherin FribourgeoisAOC + 5 t oder 10,1 %Quelle: SMP / TSM·· Übriger Hartkäse + 5 t oder 2,7 %·· Anderer Halbhartkäse + 32 t oder 5,2 %Die grössten Rückgänge verzeichneten:Emmentaler AOC –939 t oder –23,2 %Le Gruyère AOC –756 t oder –34,1 %Appenzeller –117 t oder –13,0 %Tilsiter –28 t oder –28,5 %Sbrinz AOC –19 t oder –30,3 %Durch die angespannte Lage im Käseexportsind diverse Käsereien in ihrer Produktion eingeschränkt.Die Einschränkungsmilch wird entwederzentrifugiert und gelangt als Milchrahmund Magermilch auf den Markt, oder sie wirdzu einem regionalen Käseprodukt verarbeitet,welches preislich günstiger ist und dadurch angestammteKäsesorten in Bedrängnis bringt. Solange der Export von Schweizer Käse nicht angekurbeltwerden kann, wird sich dieser Drucknoch mehr verschärfen. Es ist zu hoffen, dassdie angekündigten Preissenkungen bei denKäsesorten ihre Wirkung entfalten können unddadurch eine Entschärfung des Exportmarktesstattfindet.Nicht nur der kränkelnde Export hat zur Verschärfungder Situation auf dem Milchmarktbeigeführt, sondern auch der rückläufige Pro-Kopf-Verbrauch von Milch und Milchproduktenim Jahr 2008. Obwohl sämtliche Pro-Kopf-Konsumzahlen, ausser bei der Konsummilch,höhere Werte erzielten, ist die relative Mengezurückgegangen. Durch das veränderte Konsumverhalten(fettreduzierte Produkte, standardisierteKonsummilch) werden zwar mehrMilchprodukte verkauft, zu deren Herstellungbraucht es aber weniger gehaltvolle Milch.MArkus BernerMarktEntlastungsmassnahmen /MarktabräumungDa die Milchproduktion im Milchjahr 2008/09die marktgerechte Menge deutlich übersteigt,hat sich ein Butterlager von noch nie da gewesenerHöhe gebildet. Auch die Milchpulverunddie Käselager sind deutlich höher als vorJahresfrist. Angesichts dieser sehr schwierigenAusgangslage haben sich die Marktorganisationendurchgerungen, eine Marktentlastungs -aktion durchzuführen. In den Monaten April,Mai und Juni 2009 werden jeweils 5 % der angeliefertenMilchmenge aus dem Markt genom-men. Diese Milch wird zu Vollmilchpulver verarbeitetund auf dem Weltmarkt abgesetzt. Fürdiese Milch wird ein dem Weltmarkt entsprechenderPreis von 23 Rp. /kg bezahlt. Die Aktionerfolgt ohne Stützungsmittel des Bundes oderder SMP. Die Käsereien beteiligen sich an derAktion mit einer Abgabe auf dem Sammelrahm.Diese wurde von der Branchen organisation Butter per 1. April auf Fr. 1.– pro kgMilchfett festgesetzt.Andreas RitterEndlich kann die Gülle ausgeführt werden.


Milchstross 5Die Tier&Technik hat sich als eine der wichtigstenFachmessen der schweizerischen Landwirtschaftmit internationaler Beteiligung in denBereichen Viehwirtschaft, Stallbau und Hofme-intern tier&TechnikIn Anwesenheit von Hanspeter Kern, Präsident, und Andreas Ritter, Geschäftsführer, erfolgte die Ziehung durch die charmanten Damen.Die Vereinigten Milchbauern Mitte-Ost präsentieren sichzum 2. Mal an der Fachmesse Tier&Technik.An der 9. Tier&Technik vom 19. bis 22. Februarin den OLMA-Messehallen, St.Gallen, warendie Vereinigten Milchbauern Mitte-Ost zumzweiten Mal mit einem eigenen Stand, unterdem Dach der Schweizer Milchproduzenten(SMP), vertreten. Sie nahmen die Gelegenheitwahr, die Berufsorganisation der Milchbauernvorzustellen und die Besucher über ihre Aktivitätenzu informieren.chanisierung sehr gut bestätigt. Während denvier Messetagen waren immer mehrere Vorstandsmitgliederund MitarbeiterInnen der VereinigtenMilchbauern Mitte-Ost am Stand präsent.Die Standcrew war in der Lage, die Fragender vielen Besucher kompetent zu beantworten.Durch die Messepräsenz bot sich die Gelegenheit,Gespräche zwischen der Berufsorganisationund ihren Mitgliedern persönlich zu führenund den Kontakt zu pflegen. Vom Freitagnachmittagbis am Sonntagabend waren die Frequenzender Standbesuche sehr hoch. Viele Standbesucherkannten die Vereinigten MilchbauernMitte-Ost schlecht oder verwechselten sie mitkommerziellen Marktorganisationen. Die aufgestelltenBanner, auf denen unsere Dienstleistungenersichtlich sind, sorgten für den nötigenAhaa-Effekt. Viele Besucher waren vom breitenDienstleistungsangebot überrascht, sind dochdie Vereinigten Milchbauern Mitte-Ost nicht nurfür die Durchführung der staatlichen Milchkontingentierungzuständig, sondern auch der Interessenvertreteraller Milchbauern im Einzugsgebiet.Die Vorstandsmitglieder und MitarbeiterInnendanken Ihnen für Ihren Besuch am Messestand.Hans MockDie Gewinner1. Preis: Ein Wochenende für zwei Personenim Hotel Waldhaus am See, St.MoritzMartin ZellwegerSchachen 438, 9056 Gais AR2. Preis: Ein Ausflug für zwei Personen aufden SäntisJosef Kuhn-OdermattNeuhaus 1, 6343 Rotkreuz ZG3. Preis: Ein Ausflug für zwei Personen indie Appenzeller Schaukäserei Stein mitMittagessenPeter Dudli-GehrigWatt 734, 9240 Niederglatt SGAuch im Kindereck herrschte Betrieb.Wir gratulieren den Gewinnern herzlich undwünschen ihnen alles Gute.


Milchstross 6markt HIGHLIGHT Fortsetzung von Seite 1Mengenreglement und Berechnungstool zur Segmentierungvon Käsereimilch stehen zur Verfügung.Um dem Bedürfnis der Käsereigenossenschaftentsprechen zu können, wurde ein Mengenreglementund ein Berechnungstool zur Segmentierungder Milch ausgearbeitet. Diese Unterlagenkönnen ab sofort bei der Geschäftsstellebezogen werden.Die Käsereigenossenschaften werden vor grosseHerausforderungen gestellt. Die verkäsbareMilchmenge hängt von der Zuteilung der Käsemengedurch die Sortenorganisation ab. Milch,die nicht zu Sortenkäse verarbeitet werdenkann, gilt als Einschränkungsmilch. Der Milchpreiszwischen der verkästen Milch und der eingeschränktenMilch ist unterschiedlich. Bei derMilchgeldabrechnung stellt sich dann die Frage,wie das Preissplitting umgesetzt wird. Ist esmöglich, die Einschränkungsmilch verursachergerechtzu berücksichtigen?Das Mengenreglement enthält Leitplanken, diefür einzelne Bedürfnisse entsprechend angepasstwerden können.Das Milchpreisberechnungstool basiert auf folgenderPhilosophie:·· Gute Wertschöpfung der Basismilchmenge·· Angemessener Milchpreis für verkäste Milch·· Keine Benachteiligung von Milchbauern, diesich für eine marktgerechte Milchmenge entscheiden·· Milchlieferungen über der Basismenge werdenzum Marktpreis abgegolten·· Überangebote an Milchlieferungen sollen nichtden gesamten Milchpreis in die Tiefe reissen·· Zuteilung von Mehrmengen zum Aufbau neuerMärke sind möglichEs ist den Genossenschaften zu empfehlen,rasch eine Lösung zu erarbeiten. Die Mitarbeiterder Vereinigten Milchbauern Mitte-Ost stehenden Genossenschaften bei der Erarbeitungeines internen Mengenreglements gerne zur Verfügung.Urs WirthinternJahresabschluss 2008 der Vereinigten Milchbauern Mitte-Ost/Wertberichtigungen hinterlassen Spuren.Da auf den 1. Mai 2007 wiederum viele Milchproduzentenaus der öffentlich-rechtlichen Kontingentierungausgestiegen sind, reduzierte sichder Verwaltungskostenbeitrag des Bundes fürdie Durchführung der Milchkontingentierungum knapp Fr. 100 000.– auf rund Fr. 250 000.–.Auf einzelnen Beteiligungen resultierte ein sehrbeachtlicher Dividendenertrag. Zudem war esim Berichtsjahr möglich, flüssige Mittel als Festgelderzu guten Zinsen zu platzieren.Der Finanzaufwand nahm um Fr. 1,08 Mio. zu.Dieser Betrag entspricht den notwendig gewordenenWertberichtigungen bei den beiden Wertschriftendepotssowie bei den Aktien der FirmenEmmi AG und Hochdorf AG. Die Auswirkungender Turbulenzen auf den Finanzmärkten habensich damit klar bemerkbar gemacht.Das bestehende Immobilienportefeuille hateinen Nettoertrag von Fr. 2,12 Mio. erwirtschaftet.Dies entspricht im Vorjahresvergleich einerZunahme von rund Fr. 300 000.–, die sich wiefolgt zusammensetzen:Der Liegenschaftsertrag lag rund Fr. 100 000.–über dem Vorjahr. Dank gezielter Bewirtschaftungder einzelnen Liegenschaften konntendie Leerstände weiter reduziert werden. Fernerging der Liegenschaftsaufwand gegenüberdem Vorjahr um Fr. 195 000.– zurück. Bei derim Jahre 2006 verkauften Liegenschaft «Nägelsee,Winterthur» hat die Käuferin nachträglichForderungen für die Entsorgung von verstecktenAltlasten geltend gemacht. Auf dem Verhandlungswegkonnte eine Einigung in der Höhevon Fr. 50 000.– per Saldo aller Ansprüche erzieltwerden.Für das Jahr 2008 resultiert ein Jahresverlust vonFr. 233 790.–, der nur aufgrund der Turbulenzenan den Finanz- und Kapitalmärkten und den darausnotwendigen Wertberichtigungen auf denWertschriften und Beteiligungen entstand.Bei den Wertschriften mussten Ende 2008 entsprechendeWertberichtigungen vorgenommenwerden. Der Debitorenbestand resultiert im Wesentlichenaus dem milchwirtschaftlichen Abrechnungswesen.Es handelt sich um die verrechnetenProduzentenabgaben zu Gunstendes Milchstützungsfonds, des Marketingfondsund der SMP. Da die Vereinigten MilchbauernMitte-Ost alle Beiträge vollumfänglich derSMP weiterleiten, besteht praktisch kein Debitorenrisiko.Durch ein konsequentes Mahnwesenkonnte der Debitorenbestand deutlich reduziertwerden. Im Sommer 2008 beteiligtensich die Vereinigten Milchbauern Mitte-Ost ander Kapitalerhöhung der Hochdorf AG. Der Investitionvon Fr. 380000.– stehen Wertberichtigungenvon Fr. 180000.– gegenüber. Der Aktienanteilder Vereinigten Milchbauern Mitte-Ostan der Hochdorf AG beträgt 1%. Die Beteiligungan der Nordostmilch AG reduzierte sich durchden Verkauf von Aktien an die neuen Mitgliederum Fr. 67000.– auf Fr. 110800.–. Die Mobiliengingen durch die entsprechende Abschreibungvon Fr. 158000.– auf Fr. 126000.– zurück. DerImmobilienbestand erhöhte sich nach wertvermehrendenInvestitionen in den LiegenschaftenArchstrasse Winterthur, Badenerstrasse343, Zürich, und Poststrasse 13, Gossau, undnach Berücksichtigung der Abschreibungen vonFr. 263000.–, um Fr. 879000.–. Die Kreditorenbestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeitenaus dem milchwirtschaftlichen Abrechnungswesenzu Gunsten der SMP. Die Darlehensverbindlichkeitbesteht gegenüber der BZBeteiligungs AG. Im Berichtsjahr wurde der Beschlusszur Auflösung dieser Gesellschaft gefasst.Andreas Ritter


Milchstross 7Erfolgsrechnung 01.01.2008 bis 31.12.2008Bilanz per 31.12.2008BerichtsjahrVorjahrVerwaltungskostenertrag 256 192.55 353782.85Organ- und Personalaufwand –1144 110.94 –1186 613.10Betriebsaufwand –261 006.67 –247 204.15Öffentlichkeitsarbeit und Beratung –185 960.10 –184 806.95Beiträge –63013.45 –59828.62Betriebsergebnis I –1397 898.61 –1324 669.97Finanzertrag 311373.54 2182696.43Finanzaufwand –1129 793.04 –48237.74Finanzerfolg –818 419.50 2134458.69Liegenschaftsertrag 4324913.95 4226827.90Liegenschaftsaufwand –1940 131.06 –2136 008.02Abschreibungen auf Immobilien – 263000.00 –263 000.00Liegenschaftserfolg 2121782.89 1827819.88Abschreibungen auf Mobilien –33430.30 –202 659.45Übrige betriebliche Erfolge –1877.69 52700.00Betriebsergebnis II –129 843.21 2487649.15Ausserordentlicher Aufwand –50000.00 –Steueraufwand –53947.05 –207.50Jahresverlust / -gewinn –233 790.26 2487441.65Berichtsjahr VorjahrAktivenFlüssige Mittel 3045046.90 2673264.40Wertschriften 1701916.31 2349129.95Debitoren 1346723.07 1829858.82Transitorische Aktiven 147 984.22 73718.95Umlaufvermögen 6241670.50 6925972.12Beteiligungen 4746132.00 4624613.00Darlehen 661 011.00 617915.25Mobilien 126 005.00 158005.00Immobilien 37073048.20 36194168.00Anlagevermögen 42606196.20 41594701.25Aktiven 48847866.70 48520673.37PassivenKreditoren 2087350.10 1915840.12Transitorische Passiven 242 967.75 346733.59Hypotheken 26179000.00 25709000.00Darlehen 1184606.30 1161366.85Rückstellungen 227 500.00 227500.00Fremdkapital 29921424.15 29360440.56Genossenschaftsvermögen 19160232.81 16672791.16Jahresverlust / -gewinn -233790.26 2487441.65Eigenkapital 18926442.55 19160232.81Passiven 48847866.70 48520673.37Internetseite der vereinigten Milchbauern Mitte-ostKennen Sie unsere Internetseitewww.milchbauern.ch?Profitieren Sie doch auch davon.


Milchstross 8kurzmitteilungenGeneralversammlung BAMOS AGDie BAMOS AG, die Milchwirtschaftliche Beratungsorganisationder Ostschweiz, hat am 20.April 2009 ihre ordentliche Generalversammlungdurchgeführt. Die BAMOS AG hat die gestecktenZiele erreicht. Die Rechnung schlossnach Vornahme der notwendigen Abschreibungenmit einem kleinen Ertragsüberschussab. Die Nachfrage nach Labor- und Beratungsdienstleistungenist im Geschäftsjahr 2008 erneutangestiegen. Um die Milchproduzenten optimalberaten zu können, wurde Christian Wolfals zweiter Melkberater im Teilzeitpensum angestellt.PräsidentenwechselBei mehreren kantonalen Bauernverbändenhat ein Wechsel im Präsidium stattgefunden.Beim Bauernverband Appenzell Innerrhodenübergab Walter Wetter, Gonten, das Präsidiuman Sepp Neff, Haslen.Hansulrich Giezendanner, Teufen, hat das Präsidentenamtdes Landwirtschaftlichen Vereinsdes Kantons Ausserrhoden an Ernst Graf, Heiden,abgetreten.Als Nachfolger von Hanspeter Kern, Buchberg,wurde Christoph Graf, Ramsen, zum neuenPräsidenten des Schaffhauser Bauernverbandesgewählt.Wir danken den bisherigen Präsidenten für ihrgrosses Engagement zu Gunsten ihrer Organisationund für die sehr gute Zusammenarbeitsehr herzlich. Den Neugewählten wünschenwir einen guten Start und viel Erfolg imneuen Amt.MilchstrossMai 2/09MitgliederbulletinAZB 9200 Gossau SG 1TermineTraktorenfest 2009Sa / So, 22./23. August Gächlingen SHSchweizer Meisterschaft Wettpflügen undGeschicklichkeitsfahren95. St. Galler Kantonalschwingfest24. Mai (evtl. 1.6.) Weesen SGGlarner-Bündner Schwingertag01. Juni 2009 Ennenda GLMilchzucker114. Nordostschweizerisches Schwingfest28. Juni Wilchingen SHWenn Cornets sprechen könnten:«Leck mich –und alle andern auch –es hat ja genug davon!Vernasch mich –bevor ich zu Butter werde –denn davon hat es genug!»Appenzeller Kant. Schwingertag05. Juli (evtl. 12.7.) Bühler ARSchaffhauser Kantonaler Schwingertag09. August Marthalen ZHSchwägalp-Schwinget16. August (evtl. 23.8.) Schwägalp ARimpressumHerausgeberVereinigte Milchbauern Mitte-OstPoststrasse 13, 9200 Gossau SG071 387 48 48www.milchbauern.chErscheinungsweise4-mal jährlichMitgliedschaftspresseRedaktionVereinigte Milchbauern Mitte-OstClaudia Merk071 387 48 49Foto und Text: Claudia MerkGestaltung und ProduktionCavelti AG, Druck und MediaWilerstrasse 73, 9200 Gossauwww.cavelti.ch

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