MILITÄR & POLIZEI Lichtdisziplin ist gefordert ... - Viking Tactics

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MILITÄR & POLIZEIViking Tactics Kurs: Moderne NachtschießtechnikenLambs LichtspieleZumindest für caliber-Leser ist der Delta Force Veteran und Schießausbilder Kyle Lamb kein Unbekannter, berichteten wir doch bereits incaliber 6/2008 über sein Viking Tactics Seminar bei den 10th Special Forces in Böblingen. Nun hatten wir erneut Gelegenheit, den routiniertenInstruktor bei der Ausbildung von Angehörigen des 1. Batallions der 10th Special Forces in Böblingen zu begleiten, wobei es diesmalum moderne "No- und Low Light"- Schießtechniken ging.Auseinandersetzungen in urbanem Terrain,seien sie nun militärischer oder polizeilicherNatur, finden häufig in völliger Dunkelheitoder zumindest unter schlechten Lichtverhältnissenstatt. Die Fähigkeit, das feindlicheGegenüber rechtzeitig zu erkennen und zuidentifizieren ist deshalb von fundamentalerBedeutung. Der Einsatz von Weißlicht in Verbindungmit der Schußwaffe spielt dabei einezentrale Rolle. Damit die volle Einsatzfähigkeitvon Spezialkräften auch unter diesen widrigenUmständen gewährleistet ist, ist die spezialisierteSchießausbildung mit Kurz- und Langwaffezusammen mit in der Hand gehaltenenbeziehungsweise an den Waffen montiertenLampen von größter Wichtigkeit. Da, wo beispielsweiseim Anti-Terror-Kampf die Grenzenzwischen polizeilichem und militärischemHandeln fließend sind, zum Beispiel bei nächtlichenFahrzeugkontrollen oder Hausdurchsuchungen,wird das Weißlicht zum unentbehrlichenHelfer. Sind in einer reinen nächtlichenGefechtssituation in freiem Gelände UV-Laserund Restlichtverstärker angesagt, so muß imstädtischen Guerillakampf – in Gebäuden oderkleinen Hinterhöfen – zwischen Kämpfern undunbeteiligten Zivilisten unterschieden und dieAbsichten des Gegenübers richtig gedeutet werden.Das geht nur, wenn man die Situation beiLicht betrachten kann. Hinzu kommt, daß einetaktische Weißlichtlampe im Gegensatz zu Laserziel-und Nachtsichtgeräten eine sehr kosteneffizienteLösung darstellt, wodurch eineweite Verbreitung bei den Einsatzkräften ermöglichtwird.Lichtdisziplin ist gefordertKyle Lamb begann den Ausbildungstag damit,daß er mit den Special Forces Operatorsnoch einmal die fundamentalen Einsatzgrundsätzeim taktischen Umgang mit Weißlichtdurchging.Weißlicht, so Lamb, sollte nur dann eingesetztwerden, wenn es erforderlich ist und einentaktischen Vorteil bringt. Erforderlich ist esbeispielsweise immer dann, wenn mit derSchußwaffe ein potentielles Zielmedium anvisiertwird. Jede Möglichkeit, das feindliche/kriminelleGegenüber zu irritieren, abzulenkenoder zu verwirren, sollte genutzt werden. Eingeblendeter Gegner tut sich schwer, die entstehendeSituation um ihn herum zu begreifenund einzuordnen, wodurch seine Gegenwehrerschwert wird. Die größte Gefahr, die in einerEinsatzsituation von Weißlicht ausgeht, wird als"Light AD" bezeichnet. Der Begriff wurde ganzbewußt analog zur unbeabsichtigten Schußabgabe(AD; accidental discharge) gewählt, weildas versehentliche Aktivieren einer Lampe imEinsatz fatale Auswirkungen haben kann. Wennsich beispielsweise ein Einsatzteam nachts einemGebäude zwecks Durchsuchung nähert, istein Light AD absolut inakzeptabel, denn er gefährdetdie Mission und das Leben der Teammitglieder.Ebenso risikoreich ist das unbeabsichtigteAnstrahlen eines Teamkollegen imEinsatz. Wird beispielsweise der Frontmann einesEinsatzteams beim Eindringen in ein Gebäudevon hinten beleuchtet, so wird er zur Silhouetteund somit zu einem leichten Ziel. Auchmuß sich der Operator stets bewußt sein, daßder von ihm ausgehende Lichtstrahl durch Fensteroder halbgeschlossene Türen auch in angrenzendenRäumen wahrgenommen werdenkann. Für den Kontrahenten kann dies als Auslöserreichen, auch durch Vorhänge, Türenoder sogar durch Wände hindurch das Feuerzu eröffnen. Weißlicht ist eben ein zweischneidigesSchwert. Wie Leuchtspurmunition "wirkt"es in beide Richtungen. Auf der einen Seite er-Lichtspiele der besonderen Art: Kyle Lamb vonViking Tactics, hier in Aktion, hielt fürAngehörige des 1. Batallions der 10thSpecial Forces ein Seminar in Nachtschießtechnikenin Böblingen ab.16 caliber 1/2009Surefire L4 Digital LumaMax in VTAC-Lampenmontage. In der aktuellenVersion können Lampen mit 21 mm und 26 mm Durchmesser montiert werden.Darunter ist eine zweite L4 zu sehen, die mittels einer textilummanteltenGummikordel am Vertikalvordergriff befestigt wurde. So läßt sich beiAusfall der Waffenlampe schnell ein Ersatz montieren.17 caliber 1/2009


MILITÄR & POLIZEIViking Tactics Kurs: Moderne NachtschießtechnikenDurch die Verwendung eines"Vertical Forward Grip" kannder Druckschalter der SureFire-Lampen mühelos sowohl imRechts- als auch im Linksanschlagmit dem Daumenerreicht werden.SF-Operator mit Glock 19 und SureFire X-300 WaffenlampeBei der Harris-Technik ist die Wahrscheinlichkeit,daß die Hände im Schuß auseinandergehen und somit vor einer erneuten Schußabgabewieder zusammengebracht werden müssen, deutlich größer.Bei der "Hargreaves Lite Touch" Technik, wiesie von diesem SF-Operator verwendet wird,ist der Beitrag der "Lichthand" zum RückstoßundHochschlagsmanagement minimal.18 caliber 1/2009Der kombinierte Einsatz von Kurzwaffe undkonventioneller Stabtaschenlampe nach der Kyle Lamb-Methode. Dieser beidhändige Anschlag ermöglicht eine deutlichbessere Kontrolle über Rückstoß- und Hochschlag der Waffe im Schuß.Wie man deutlich sieht, bleiben die Hände auch im Schuß zusammen.möglicht Licht das Aufspüren und Identifizierenvon Bedrohungen, gleichzeitig kann es aberauch die eigene Position und die eigenen Absichtenverraten. Deshalb ist die Licht- nebender Geräuschdisziplin einer der entscheidendenFaktoren bei einem Einsatz unter schlechtenLichtbedingungen.Bevorzugtes HandwerkszeugAls Waffenlampe für den Karabiner M4 undähnliche Langwaffen bevorzugt Kyle Lamb einfacheTaschenlampen wie die SureFire G2 oderSureFire 6P, weil sie vergleichsweise preiswertund robust sind. Nach seiner Auffassung benötigteine Waffenlampe beim Einsatz auf Waffenim Kaliber 5,56 NATO keinen schockisoliertenLampenkopf, da die auftretenden Rückstoßkräftesehr moderat sind. Diese SureFire Lampenlassen sich mit einer Vielzahl von Montagenan der jeweiligen Waffe befestigen undwiegen dabei mit Montage deutlich weniger alsso genannte "Vertical Foregrip Weaponlights"(z.B. Surefire M900A) oder "Dedicated ForendWeaponlights" (z.B. Surefire M500A). Derniedrige Preis ermöglicht es zudem, daß derOperator im Einsatz eine zweite oder gar dritteLampe als Ersatz beziehungsweise handgestützteOption mit sich führen kann. Lamb hat fürden Einsatz dieser Lampen eine eigene Lampenmontage"VTAC Light Mount" entworfenund mit dieser serienmäßigen und kostengünstigenKunststoffmontage kann nahezu jedekonventionelle, in der Hand gehaltenen SureFire-Lampein eine Waffenlampe verwandelt werden.Auf die Frage, ob er der traditionellenGlühlampe oder der modernen Leuchtdiode(LED) den Vorzug geben würde, sagte KyleLamb, daß beide Lampenarten ihre Vor- undNachteile haben. Während die LED-Lampe aufder einen Seite zwar nahezu unzerstörbar seiund über eine größere Lichtausbeute verfüge,ist sie andererseits teurer und hat einen stärkerenLichtabfall zum Rand hin, was die Zielerfassungan der Peripherie des Lichtkegels erschwertenkann.Zudem lassen sich LED-Lampen nicht mittelsIR-Filters als Beleuchtung für IR-Nachtsichtbrilleneinsetzen. Hinzu kommen persönlichePräferenzen. Dem einen liegt eher das wärmere,gelblichere Licht der Glühlampe, währendKyle Lamb demonstriert die Vorteile des Griffschaltersder SureFire X-300 Waffenlampe.ein anderer das kältere, bläulichere Licht derLED-Lampen bevorzugt. Wie man den Einsatzwerteiner Taschenlampe auch mit einfachstenMitteln deutlich steigern kann, zeigte Lamb anhandseiner SureFire L4 Digital LumaMax.Durch das Anbringen eines Stücks textilummantelterGummikordel (wie man sie beispielsweiseauch als Gummizug in Jacken findet)an die 100-Lumen-LED-Lampe läßt sichdiese im Notfall binnen Sekunden als Ersatz-Waffenlampe am vertikalen Vordergriff befestigenoder aber für das Schießen mit der Kurzwaffeso an der unterstützenden Handbefestigen, daß die Lampe bei Waffenmanipulationennicht im Weg ist. Zur Bedienung derWaffenlampen zieht Lamb den Druckschalteram Lampenboden deutlich dem Kabelschaltervor. In seinen Augen sind Kabelschalter zum einennicht so robust wie die Druckschalter, außerdemführt ihr Einsatz deutlich häufiger zueiner unbeabsichtigten Lichtabgabe. Denn, werstolpert oder stürzt, der hält sich instinktiv anallem fest, was er in der Hand hat. Was dazuführt, daß ein Kabelschalter oft im ungünstig-Nur über den Fachhandel erhältlich!Kyle Lamb zeigte den Elitesoldaten, wie man auch mit einfachsten Mitteln denNutzwert eines Ausrüstungsteils steigern kann. Durch die Gummikordel ander Taschenlampe bleibt die Hand frei für Waffenmanipulationen und andereTätigkeiten.Auslieferung erfolgt im Kofferwie Abb.Zubehör:Zusatzmagazin 20 Schuss € 37,-Magazinklammer für 2. Magazin € 36,-Tactical Handguard Rail f.GSG-5PK € 52,-Frontgriff € 36,-Vorderschaft mit festen Vordergriff € 41,-Red-Dot 1x40 für Weaverschiene € 54,-Basismontage mit Weaverschiene € 54,-Schiebeschaft** € 59,-Klappschaft** € 63,-Extreme Futteral (Behördenqualität)passend für GSG-5PK/T94K7MP5K € 62,-Die "Neck Index"-Technik ist nach der Überzeugung von Kyle Lamb zumindestin einem militärischen Kontext nicht sinnvoll. Zu häufig kommtgegnerisches Feuer überraschend von den Flanken. In so einem Momenteine brennende Lampe als "Kugelmagnet" direkt neben dem eigenenKopf zu positionieren, ist nicht die beste Idee.Technische Daten:Kaliber: 22 lfB. HVLauflänge: 119 mm€ 535,-Gesamtlänge: 388 mmGewicht: 2300 gMagazin: 10 Schuss** Waffeng. beachtenTechnische Änderungen vorbehalten!Waffen Schumacher GmbHAm Saxhof 12 • D-47807 Krefeld • Tel. +49 (0) 21 51 - 93 32 96 • Fax +49 (0) 21 51 - 93 32 97 • www.waffenschumacher.com


MILITÄR & POLIZEIViking Tactics Kurs: Moderne Nachtschießtechniken22 caliber 1/2009Training des Schulter- und Waffenwechsels. In einer Close QuarterBattle Situation ist es zumeist schneller bei einer störenden oderleer geschossenen Primärwaffe (M4/CQBR) zur Sekundärwaffe(Glock19 /M9) zu wechseln, anstatt das Problem der Primärwaffezu beheben. Der Schulterwechsel mit der Langwaffe ist die Vorraussetzung,um Deckung maximal nutzen zu können.verzichten, da ihre Berettas noch nicht über einentsprechendes Schienensystem verfügen. Wiebereits bei der Schießausbildung für die 10thSpecial Forces (caliber 6/2008) legte KyleLamb auch bei der Low-Light-Schießausbildungallergrößten Wert auf die Beidhändigkeitder Soldaten und damit auf die Fähigkeit, auchbei Verwundung einsatzfähig und "im Kampf"zu bleiben. In den nun folgenden Übungenwurde deshalb die Verwundung von jeweils einemArm simuliert, so daß der Operator Kurzwaffeund Handlampe einhändig managenmußte. Hier hilft nur Improvisationstalent. Diegängige Lösung war, die Taschenlampe aufDauerlicht zu schalten und mit dem Mund festzuhalten.Notfälle erfordern manchmal ebenauch unkonventionelle Lösungen. Auch imRahmen der Nachtschießtechniken setzte dererfahrene Instruktor auf das Zeit- und Schußmeßgerät(Timer) als fundamentales Trainingsinstrument.Denn nur eine schnelle undpräzise Aktion führt im Einsatz zum Erfolg. AlsAufwärmübung für das Schießen unter Zeitdruckbegann Lamb mit einem IPSC-Klassiker:dem El Presidente. Aus einer Entfernung von10 Metern wurden dabei drei IDPA-Scheiben,welche jeweils etwa einen Meter von einanderentfernt aufgestellt waren, mit jeweils zweiSchuß beschossen, dann folgte ein Magazinwechselund die drei Scheiben mußten erneutmit jeweils zwei Schuß belegt werden. Natürlichwurde die gesamte Übung in völliger Dunkelheitgeschossen und die Ziele mußten mitWaffen- oder Handlampe angestrahlt werden.Angestrebtes Ziel war eine Zeit von unter zehnSekunden. Nur Treffer in A und C Zone wurdengewertet. Ein Delta wurde mit zusätzlichen zweiSekunden "bestraft" und ein Fehlschuß (Miss)sorgte mit zusätzlichen 20 Sekunden de factofür eine Nullwertung. Den Abschluß des Kurzwaffenteilsbildete dann der "Devil’s Test". Beider teuflischen 666 ging es darum, sechs IDPA-Scheiben aus einer Entfernung von etwa siebenMetern zunächst beidhändig mit jeweils einemSchuß zu belegen, nachzuladen, dann nur mitder rechten Hand wiederum je einen Schußpro Scheibe abzufeuern, nachzuladen, und anschließenddas Ganze noch einmal mit links.Die Standbeleuchtung war für diese Übung soweiteingeschaltet worden, daß die Ziele ohneWeißlicht beschossen werden konnten. Dievorgeschriebene Festzeit für diese Übung betrug20 Sekunden. Die Wertung wurde genausodurchgeführt wie beim El Presidente. DieÜbungsergebnisse aller SF-Operators wie auchdie Ergebnisse der in den nächsten Tagen nochkommenden Übungen und Drills, wurden vonKyle Lamb schriftlich festgehalten. Auf diese Artund Weise können die Soldaten der verschiedenenKompanien und Züge miteinander in Wettstreittreten. Zudem gab es für den "Matchwinner"wieder einen attraktiven Preis. Eininteressantes Kurzwaffen-Ausrüstungsteil befandsich bei Kyle Lamb im Gepäck: Der Prototypeines neuen Holstersystems für den militärischenund polizeilichen Einsatzbereich vonder US-Firma Blade-Tech. Durch ein modularesSystem von Adapterplatten läßt sich diesesModell in Sekundenschnelle von einem Oberschenkelholsterin ein Gürtelholster verwandeln.Die Adapterplatte läßt sich mittels Blade-Tech MOLLE-LOK Befestigungen auch an allenAusrüstungsgegenständen mit MOLLE-Schlaufenbefestigen. Vom Gürtel über Chest-Rigs bishin zum Plate-Carrier. Damit kann der Operatorje nach Einsatzart seine Ausrüstung schnellund individuell anpassen.Langwaffe & LichtIm zweiten Teil des Trainings wurde das Augenmerkauf den Einsatz der Langwaffe beischlechten Lichtverhältnissen gelegt. Zunächststanden "Weapon Transitions“ auf dem Programm.Zum einen der Waffenwechsel mit demM4/CQBR vom rechtsseitigen in den linksseitigenSchulteranschlag. Zum anderen derschnelle Wechsel von der Primärwaffe(M4/CQBR in .223 Rem.) zur Sekundärwaffe(G19/M9 in 9 mm Luger). Gerade in der Dunkelheit,in der sich der Schütze beim Einsatzseines Weißlichts noch stärker exponiert alsbei Tageslicht, ist das Ausnutzen von Deckungvon fundamentaler Bedeutung. In diesem Kontextist die Fähigkeit, seine Langwaffe von beidenSchultern einsetzen zu können, elementar.Wie bereits bei der Tageslicht-Ausbildung setzteKyle Lamb auch bei der Vermittlung der Nachtschießtechnikenden so genannten "HighsmithDrill" ein. Bei diesem Drill startet man auf derlinken Seite der Schießstandes stehend hintereiner Barrikade. Fünf IDPA-Mannscheiben befindensich in 15 Metern Entfernung am Kugelfang.Das M4/CQBR hält man in der "Low Ready"-Positionin der rechten Schulter. Nach demakustischen Startsignal wechselt man die Waffein den Linksanschlag und schießt kniend linksan der Barrikade vorbei zwei Schuß in dieKopfzone der ersten Mannscheibe. Daraufhinwechselt man zurück in den Rechtsanschlagund beschießt dieselbe Scheibe, ebenfallskniend rechts an der Barrikade vorbei mit zweiSchuß in die Kopfzone. Nun bewegt man sichzur gegenüberliegenden Seite der Schießbahnzu einer zweiten Barrikade. Auf dem Weg dorthinbeschießt man im Rechtsanschlag drei weitereMannscheiben mit jeweils zwei Schuß indie A-Zone. Hinter der zweiten Barrikade angelangt,beschießt man die fünfte Scheibe wie zuvorlinks und rechts kniend an der Barrikadevorbei. Dann schießt man die Übung in umgekehrterReihenfolge, bis man die Ausgangspositionwieder erreicht hat. Insgesamt hat manam Ende 26 Schuß auf die fünf Mannscheibenabgefeuert. Die Referenzzeit für diesen Drillliegt bei einer Minute. Die einzige Konzession,die Lamb bei diesem Drill an die Dunkelheitgemacht hat, besteht darin, daß auch Treffer inder C-Zone gewertet werden. Für jeden Trefferin der D-Zone erhält der Schütze zwei Strafsekunden.Für jeden fehlenden Treffer werdendem Schützen, wie bereits zuvor, 20 Sekundenzu seiner Zeit addiert. Wie sich schnell herausstellte,hat das Schießen um ein Hindernis herumin der Dunkelheit seine ganz eigenen Tükken.Da sich die Waffenlampe am M4/CQBRtypischerweise in der 3 Uhr beziehungsweise 9Uhr Position befindet, kann es schnell passieren,daß beim Schießen über die Deckung hinwegbeziehungsweise links an der Deckungvorbei, die Lampe verdeckt wird. Auch warmehrfach zu beobachten, daß sich an der Waffenlampeangebrachte Schutzdeckel und IR-Filterbeim Schießen um die Barrikade herum imungünstigsten Moment vor das Licht klappten.Aber letztendlich ist Training ja auch dazu da,seine Ausrüstung zu testen, um solche Problemerechtzeitig erkennen und beheben zu können.In den Augen von Kyle Lamb ist dasSchußwaffentraining bei optimalen Tageslichtverhältnissenlediglich dazu geeignet, dieGrundlagen zu erlernen, das Selbstvertrauender Operator zu stärken und die reflexiveHandhabungssicherheit im Umgang mit denWaffen und der Ausrüstung zu fördern. Aberletztendlich ist ein solches Training nur die Generalprobe,denn der Lackmustest für das Einsatzschießtrainingist das Schießen unter suboptimalenLichtbedingungen.Text und Fotos: Oliver Falk

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