Archiv: Musiker Magazin 02/2013 - Musiker Online

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Archiv: Musiker Magazin 02/2013 - Musiker Online

DEUTSCHER ROCK & POP MUSIKERVERBAND E.V.,DEUTSCHE POPSTIFTUNG,MUSIKER MAGAZIN UND MUSIKMARKTPRÄSENTIERENDie verschiedenen „Deutschen Rock- und Pop-Preise“ werden in folgenden Sparten verliehen:8 Hauptkategorien:Rock, Pop, Hard Rock, Funk & Soul,Alternative/Independent, Singer/Songwriter, Singer, Country64 Nebenkategorien:Rock, Pop, Funk & Soul, Hard Rock, Alternative, Metal, Jazz-Rock, Rhythm & Blues, New Age,Reggae, Latin-Pop, Folkrock, Country, Gospel, Musical, Punk, Fusion-Jazz-Rock,Gothic/Wave, Weltmusik, Schlager25 Sonderkategorien:Filmmusik, Kinderlieder, Experimental, Fusion, Hardcore, Industrial, Progressiv, Ska, New Metal,Trance, Elektronik, Dancehall, Elektropop, Blues, Rock’n’Roll/Rockabilly, Cover/Revival, A Capella27 Sonderauszeichnungskategorien:Tonstudio, Independent-Label, Independent-Musikverlag, Booking-Agentur, Musikmanager, Musikproduzent,Förderung der Rock- & Popmusik, neuer Rock- & Popkünstler, CD-Album (deutschsprachig), CD-Album (englischsprachig),Studioaufnahme, Single, Song (deutschsprachig), Song (englischsprachig),Musikvideo, deutscher Text, Booklet und Inlaycard, Instrumentalband, Instrumentalsolist, Instrumentalalbum,bester Gitarrist, bester Keyboarder, bester Schlagzeuger,bester Bassist, bester Percussionist, bestes Arrangement, bestes Blasinstrumentan Nachwuchsmusikgruppen, Einzelmusikern & SängerInnen sowie an Profimusikern.BEWERBUNGSSCHLUSS: 30. AUGUST 2013Anmeldegebühren pro Kategorie: € 20,– DRMV-Mitglieder / € 30,– DRMV-NichtmitgliederBitte den Bewerbungsunterlagen beilegen.Teilnahmegebühr: € 150,– je Hauptkategorie bei Auswahl durch die Bundesjury(Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von € 1000,– für eigene Gäste/Fans)Teilnahmegebühr: € 100,– je Sonder- oder Nebenkategorie bei Nominierung durch die Bundesjury(Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von € 1000,– für eigene Gäste/Fans)INFOS: Deutsche Popstiftung • Kolberger Straße 30 • 21339 LüneburgTel: 0 41 31/ 23 30 30 • Fax: 0 41 31/2 33 03 15 • E-Mail: info@drmv.de / info@deutschepopstiftung.deGefördert aus Mitteln der Deutschen Popstiftung,des Deutschen Rock & Pop Musikerverbandes e.V., des Kulturellen Jugendbildungswerkes e.V.,Bisher publiziert und gesendet vom ZDF (Heute Journal, Aspekte, 3SAT), der ARD (BR, SWF, SR, WDR, NDR, HR) sowie VH-1 und SAT1.Jährlich publiziert über dpa in über 2.000 Tageszeitungen und Musikzeitschriften.PFALZBAU LUDWIGSHAFEN, 23. November 2013Tickets: www.musiker-online.com/deutscher-rockpop-preis/tickets/


10 FESTIVAL31. DEUTSCHERROCK & POP PREIS 2013am 23. November 2013, Pfalzbau Ludwigshafen1. ZIEL/KONZEPTIn 2013 werden zum 31. Mal insgesamt über124 „Deutsche Rock & Pop Preise“ der verschiedenstenmusikalischen Bereiche an herausragendeNachwuchsmusikgruppen undNachwuchseinzelkünstlerInnen verliehen. Sosollen auch in diesem Jahr Nachwuchskünstlerso unterschiedlicher musikstilistischer Bereichewie Rock, Pop, Country, Hard & Heavy, Alter -native, Weltmusik, Reggae, Funk & Soul u.v.a.m.geehrt werden. Einziges Kriterium ist dabei derkünstlerische Anspruch. In ihrer kulturellen undkünstlerischen Ausrichtung steht diese Kultur -veranstaltung damit im bewussten Gegensatzzu bisherigen Veranstaltungszeremonien vonIndustriepreisen und TV-Anstalten.Durch die Auszeichnung in über 124 verschiedenenMusikgenres wird der heutigen musikalischenVielfalt im Bereich der Rock- & Pop -musik Rechnung getragen. Damit soll erreichtwerden, dass sich möglichst viele Musikgrup -pen, Einzelkünstlerinnen und -künstler in ihrerStilistik wiederfinden.Diese Kulturveranstaltung soll wie bisher alsPlatt form des kreativen Nachwuchses, aber auchals Treffpunkt einzelner etablierter Künst ler Innenund Persönlichkeiten des musikalisch-wirtschaftlichenUmfeldes dienen.2. FINANZIERUNGDiese Kulturveranstaltung wird im Wesent li chen– wie in den vergangenen Jahren auch – durchdie Deutsche Popstiftung, den DeutschenRock & Pop Musikerverband e. V. und die amWettbewerb beteiligten Musikgruppen undKünstler(innen) finanziert.Von allen Bewerbern dieses bundesweiten kulturellenWettbewerbs wird – ebenfalls wie inden Jahren zuvor – ein Solidarbeitrag in Formeiner geringen Anmeldegebühr verlangt. Alledurch die Bundesjury ausgewählten Final teil -nehmer sowie durch die Bundesjury nominiertenPreisträger der Neben- und Sonderkate gorienzahlen außerdem einen Teilnahme be trag proMusiksparte, um die Selbstfinanzierung diesesmusikereigenen Kulturfestivals auf Bundes -ebene zu gewährleisten. Diese solidarischeGemein schafts finanzierung ist in Deutschlandeinmalig: Damit wird auch der 31. DeutscheRock & Pop Preis wieder ge meinschaftlichfinanziert durch die Stiftungs- und Verbands -trä ger, die ca. 3 000 Mu sik grup pen, Musi -kerinnen und Musiker im Deutschen Rock &Pop Musikerverband e.V. sowie durch die über1 000 Teilnehmer dieses Festivals.3. KATEGORIENIm Gegensatz zu anderen deutschen Musik -preisen werden die Deutschen Rock & PopPreise 2013 in über 124 verschiedenen musikstilistischenBereichen verliehen. Weitere Preisekönnen an herausragende etablierte Musik -gruppen, Musikerinnen und Musiker sowie inden Unterkategorien „Bester Gitarrist”, „BesterKeyboarder”, „Bester Schlagzeuger”, „BesterBassist”, „Beste Komposition” etc. verliehenwerden. Hierfür kann man sich direkt bewerben.Die Bundesjury entscheidet, ob besondereLeistungen in diesen Bereichen vorliegen.


Folgende Einzelkategorien werdenausgeschrieben:8 Hauptkategorien64 Nebenkategorien25 Sonderkategorien27 SonderauszeichnungskategorienDurch die differenzierte Auswahl an Kategorienund Unterkategorien wird gewährleistet, dasseine große Anzahl vielversprechender Musik -gruppen, Interpreten und KünstlerInnen inmusikhistorisch bedeutenden, aber bisher beiPreisverleihungen vernachlässigten Musikrich -tungen ebenfalls gewürdigt werden können. Inden acht Hauptkategorien werden die Final aus -scheidungen (und/oder Halbfinal vor ent scheide)tagsüber live am Festivalort auf der Bühne er -folgen. In den übrigen Kategorien entscheidetdie Bundesjury allein aufgrund des eingeschicktenMaterials über eine Nominie rung bzw. Aus -zeichnung bei der Preisverleihung.Mit der Aufnahme von Kategorien, die sich mitdem künstlerischen und technischen Umfeldeiner CD-Produktion und des Musikmanage -ments auseinandersetzen (Studioproduktion,CD-Design, Independent-Label, Künstler agenturetc.), sollen – wie im Vorjahr – auch diese an -son sten im Schatten von künstlerischen Aus -zeich nungen stehenden Firmen und Personengeehrt werden.Jede Band/jeder Künstler kann sich mit einerCD/Musikvideo pro Kategorie (möglichst eineLiveaufnahme) bei der Deutschen Popstiftungfür die verschiedenen Kategorien bewerben.Einzige Bedingung für alle Newcomer:Kein Vertrag mit einem Major-Label.Anmeldegebühr: DRMV-Mitglieder 20,– Euro,DRMV-Nichtmitglieder 30,– Euro.Nach dem Bewerbungsschluss am 30. August2013 ermitteln unabhängige Expertenjuroren,die von der Deutschen Popstiftung eingesetztwerden, die Teilnehmer am Finale und diePreisträger der Neben- und Sonderkategoriendes 31. Deutschen Rock & Pop Preises 2013.Mithilfe eines detaillierten Bewertungsbogens(Arran ge ment, Instrumentierung, Gesang, Text,Kom position, Originalität, Kreativität etc.) ermitteltdie Festivaljury die live im Finale des 31.Deutschen Rock & Pop Preises 2013 auftretendenMusikgruppen und Einzelinterpreten derHauptkategorien. Um eine gerechte Preis ver -leihung zu gewährleisten, kann die Bundes jury,wenn die Einordnung den Juroren passenderscheint, Preise auch in anderen als den durchdie Künstler ursprünglich beworbenen Katego -rien zuerkennen.4. PREISVERLEIHUNG/FESTIVALDie Teilnehmer am Finale des 31. DeutschenRock & Pop Preises 2013 erhalten durch dieDeutsche Popstiftung eine Einladung nebst Teil -nahmeformular. Die in allen Sparten und Be -reichen nominierten Bands und Künst lerInnenwerden persönlich eingeladen. Erst die Rück -sendung des ausgefüllten Teilnahmeformularsund die Entrichtung der Teilnahmegebühr inHöhe von 150,– Euro je Hauptkategorie sowie100,–Euro je Sonder- oder Nebenkategorie (jezuerkannter Preissparte) garantieren die Teil nah -me am 31. Deutschen Rock & Pop Preis 2013.Die Finalisten (EinzelkünstlerInnen und Musik -gruppen) der Hauptkategorien erhalten im Ge -genzug je 50 Eintrittskarten im Gesamtwert von1.000,– Euro für den eigenen Gäste-/Fan kreis(s. zusätzliche Publikumsabstimmungen), dieausgezeichneten Preisträger der Sonder- undNebenkategorien erhalten ebenfalls je 50 Ein -trittskarten im Gegenwert von 1.000,– Euro fürdie eigenen Gäste/Fans. Mit der Nichtrück sen -dung des Anmeldeformulars und der Nicht ent -richtung der Teilnahmegebühr verfällt die Teil -nah me und Preiszuerkennung.Die Ergebnisse der Wahl und Auszeichnungdurch die Festivaljury werden auf der Home -page des DRMV www.musiker-online.tv unddurch die Kulturzeitschrift musiker Magazinnach dem Festival veröffentlicht.Die jeweils ersten Preisträgerbands der Haupt -kategorien „Rock“, „Pop“ und „Alternative“erhal ten eine einjährige kostenlose Mitglied -schaft im DRMV und ein einjähriges RechtsundFachberatungsprogramm. Die teilnehmen -den Preisträger der verschiedensten Deut schenRock & Pop Preise 2013 erhalten als Auszei ch -nung eine Ehrenurkunde. Die jeweils erstenPreis träger der Hauptkategorien erhalten zu -sätzlich einen Rock- & Pop-Oscar.TEXT: OLE SEELENMEYERFOTOS: LUDWIG CZAPLA


12Deutscher Rock & PopMusikerverband e. V.BUNDESVERBAND DER MUSIKER,MUSIKURHEBER & MUSIKERINITIATIVEN IM BEREICHDER POPULARMUSIKDer Deutsche Rock & Pop Musikerverband e. V. ist ein Künstlerverband von über 3.000 Musikgruppen& Musikern aller musikstilistischen Bereiche, Komponisten und Textern, Kulturinitiativen, DRMV-Orts- &Regionalsektionen, freien Musikproduzenten, Musik journalisten, Tonstudios, PA- & Lichtverleihern,Spezial anwälten für Musikrecht, Independent-Labels & Musikverlagen – und all denjenigen, die zumMusikbusiness dazugehören. Mitglieder können Musikgruppen, Musiker, Musikurheber, Musikerinitiativen,Musikfirmen, Musikclubs & Musikinteressierte aus allen Ländern werden.Der Deutsche Rock & Pop Musikerverband e. V. vertritt auf kommunaler, Landes- und Bundesebene diekulturpolitischen und wirtschaftlichen Interessen der Musiker, Musikurheber und Musikerinitiativenaus dem Bereich der Popularmusik gegenüber der Öffentlichkeit, politischen Entscheidungsträgern, denzuständigen Behörden, Institutionen, Organisationen und Medien (Rundfunk, TV, Musikverlage undSchallplatten industrie) und tritt ein für eine Mitgliedschaft bzw. Mitwirkung in kulturellen und künstlerischenInstitutionen (z. B. in Organisationen, die urheberrechtliche Nutzungs- sowie Leistungsschutzrechtewahrnehmen, verwerten und Tantiemen ausschütten).Mitglieder im DeutschenRock & Pop Musikerverband e. V.Udo Lindenberg, Peter Maffay, Wolfgang Niedecken (BAP), Julia Neigel, Puhdys, Wolf Maahn, Achim Reichel, Lisa Fitz,Steffi Stephan, Jean Jacques Kravetz, Gunter Gabriel, Veronika Fischer, Doro Pesch, Klaus Kreuzeder, DetlefPetersen, Fritz Rau, Prof. Dr. Hermann Rauhe, Rudolf Schenker (Scorpions), Prof. Dr. E. Schulze und weitere über3.000 Musikgruppen, MusikerInnen, Komponisten, Texter etc.Serviceleistungen für Mitgliederdes Deutschen Rock & Pop Musikerverbandes e. V.■■■■■■■■■■■■■■■■RechtsberatungFachberatung über alle Bereiche des MusikbusinessVertragsüberprüfung aller Verträge des MusikbusinessVerträge aus dem MusikbusinessSpezialanwälte für MusikrechtMusik-Produktions-SpezialberatungGEMA-/GVL-/KSK-SpezialberatungGesamtvertrag DRMV/GEMA für KonzertveranstalterGesamtvertrag DRMV/GEMA für TonträgerproduktionenGesamtvertrag DRMV/GEMA für Musik im InternetSongschutz/NamenschutzLabel für EigenproduktionenEAN-/ISRC-CodeVeranstalter-/Club-KarteiCD-Händler-/CD-VertriebskarteiMusikdownloadanbieterDas Mitgliedschaftsformular kann unter www.musiker-online.tv heruntergeladen oderbeim Deutschen Rock & Pop Musikerverband e.V. angefordert werden.Kolberger Str. 30 | 21339 Lüneburg | Fon: +49 (0)41 31 23 30 30 | Fax: +49 (0)41 31 2 33 03 15 | Mail: info@drmv.de | Web: www.drmv.de■■■■■■■■■■■■■■■CD-SonderherstellungspreiseCD-/DVD-PresswerkeProduzenten-KarteiManager-/Management-KarteiTonträgerfirmen und MusikverlageRock- & Popmusiker/Innen-„Star“-KarteiKonzertdirektionen/Konzertagenten-KarteiPR- und Werbeagentur-KarteiFestival-KarteiMusikredaktionenDRMV Firmen-StützpunkteKulturzeitschrift Musiker MagazinNewsletter Musiker-NewsPresseausweisDigitaler Musikvertrieb/Internet-TV


STORIES 15Sie explodiert auf der Bühne wie eineNatur gewalt und haucht schon im nächstenMoment eine ergreifende Ballade ins Mikro:Jessy Martens’ unverwechselbare Stimme brauchtVergleiche mit Amy Winehouse oder Tina Turnernicht zu scheuen, denn sie hat längst ihren eigenenStil gefunden. Mit Preisen überhäuft und vonder Presse gefeiert, stellte die Senkrechtstarterinim Frühjahr 2013 auf ihrer 40 Konzerte umfassendenTour durch Deutschland, Österreich unddie Schweiz das neue Album vor.JESSYMARTENS& BAND2/2013 musiker MAGAZIN


16 STORIESMM: Seit wann gibt es eure Band?JM&BAND: Seit zweieinhalb Jahren, unserenersten Gig haben wir gemeinsam am 29.01.2011gespielt.MM: Aus welchen Personen besteht eureBand?JM&BAND: Jessy Martens – GesangRoman Werner – E-GitarreChristian Hon Adameit – E-Bass,Background-GesangJohannes Arzberger – KeyboardsChristian Kolf – SchlagzeugMM: Wie habt ihr euch kennengelernt undbeschlossen, gemeinsam Musik zu machen?JM&BAND: Seit 2007 war ich bereits in der JazzundBlues-Szene erfolgreich unterwegs mit meinemhalbakustischen traditionellen Blues-Pro -gramm. Da hat mich die Band von Jan Fischer be -gleitet. Wir haben sogar zwei CDs aufgenommen.Das hat viel Spaß gemacht. Aber dann wollte ichirgendwann meine eigene Band und Jan und ichhaben nach passenden und jungen Musikernge sucht. Das hat ein bisschen gedauert, aber ichhabe jetzt fantastische Jungs auf der Bühne.MM: Wie oft und wo tretet ihr in gemeinsamenKonzerten auf?JM&BAND: Wir spielen mit der Band so 80 – 100Gigs im Jahr. Deutschland, Österreich, Schweiz –und in Polen haben wir auch schon gespielt.MM: Habt ihr in den letzten zwölf Monateneine Studioproduktion vorgenommen?JM&BAND: Ja, dieses Jahr im Februar haben wirunser zweites gemeinsames Album released,Break Your Curse, und unser erstes Album, BrandNew Ride (2011) hat sogar den German BluesAward gewonnen als bestes Blues-Album inDeutschland. Da waren wir sehr stolz und glücklich... Wir haben aber auch das erste Mal einVideo aufgenommen und das ist richtig derHammer! Guckt euch das Video an!MM: Wer von euch komponiert, wer textet,wer arrangiert?JM&BAND: Wir schreiben viel gemeinsam. DieTexte sind von mir.MM: Habt ihr für eure CD-Produktion schonein Label oder einen Vertrieb gefunden?JM&BAND: Der Vertrieb ist New Music, die sichsehr engagieren für uns. Wir waren total begeistert,dass wir mit Brand New Ride neben EttaJames und Hugh Lurie unser eigenes Fach hattenbei Saturn. Labelmäßig sind wir im Momentnoch bei einem kleinen musikerfreundlichen Label,musiker MAGAZIN 2/2013


STORIES 17»DeutschlandsRock- & Blues-Lady No. 1auf Tour«MoonSoundRecords aus Hamburg. Das hat unsbeim Start sehr geholfen. Allerdings brauchenwir jetzt einen größeren Partner. Wir sind da ge -rade auf der Suche. Wir haben auch schon An -gebote, es ist sogar ein dicker Fisch dabei. Vollspannend gerade.MM: Wie vertreibt ihr eure CDs?JM&BAND: Auf Konzerten geht viel, aber auch inLäden und im Internet, Amazon, iTunes.MM: Zurück zu euren Konzerten: Wo fandenbisher eure erfolgreichsten Konzertestatt?JM&BAND: Wie meinst du erfolgreich? Bei Kohlemusst du mein Management fragen! Wir spielenja sehr viel. In Clubs, auf Festivals, kleine und großeBühnen. Eigentlich ist alles toll. Aber das ändertsich auch mit der Zeit. Letztes Jahr war das füruns der Hammer, den Downtown Bluesclub inHamburg ausverkauft zu spielen. Da gehen 300Leute rein. Dieses Jahr haben wir im April unserletztes Tourkonzert in Hamburg in der Fabrikgespielt und es kamen über 800 Leute! Das warein großes Geschenk nach über zwei Monatenharter Tour mit fast 40 Konzerten.MM: Wie überzeugt ihr eure Veranstalter,euch zu buchen?JM&BAND: Wir sind eine gute Liveband, sindfreundlich und machen gute Stimmung … Bisjetzt durften wir überall, wo wir schon einmalgespielt haben, wiederkommen, und das nichtzum Entschuldigen … :) Na ja, die vielen Preiseaus 2012 helfen natürlich auch weiter.MM: Wie umfangreich sind eure Promo tion -unterlagen: Plakate, Infos, CDs, Fotos etc.?JM&BAND: Umfangreich: www.jessymartens.de,da findet man alles, was das Herz begehrt ...MM: Habt ihr schon einen Musikverlag ge -funden, der eure Songs verlegt?JM&BAND: Das hat uns bisher nicht interessiert.Ist aber auf dem Plan.MM: Welcher Produzent produziert euch imStudio? Erledigt ihr das selbst?JM&BAND: „Brand New Ride“ haben wir selbstproduziert. Und das hat gut geklappt. Für dasAlbum gabs ja eine Trophäe. Bei „Break YourCurse“ haben wir mit Claas P. Jambor gearbeitet.Das war auch super!MM: Was verlangt ihr als Gage?JM&BAND: Geld!MM: Wer managt euch und wer kümmertsich um das Booking von Konzerten?JM&BAND: Jan Fischer.MM: Wie sehen eure nächsten Ziele aus?JM&BAND: Wir haben ja wirklich viel gearbeitet!Haben uns als Liveband einen richtig gutenNamen gemacht. Magazine, Zeitungen, Radiohaben uns auch schon ganz gut auf dem Zettelund auch ein paarmal Fernsehen. Wir haben2/2013 musiker MAGAZIN


18 STORIESden Deutschen Rock Preis gewonnen. Wir habendie German Blues Awards gewonnen. Jetzt wollenwir natürlich mehr! Im Radio gespielt werden,wäre schon ein Traum von mir. Ich meine, wirklichgespielt werden, jeden Tag, überall – das wärecht cool! Und beim Rock am Ring vor den FooFighters spielen! Also, wir sind jetzt ernsthaft aufPartnersuche. Label, Verlag usw.MM: Habt ihr musikalische Idole?JM&BAND: Idole, das finde ich immer ein blödesWort. Klingt so nach Nachmachen. Wir machenunser eigenes Ding. Aber natürlich schätze ichsehr großartige Künstler wie Ray Charles undBarbra Streisand, Skunk Anansie. Wir hörenauch viel Rage Against The Machine, Foo Fighters,Philip Sauce, Led Zeppelin, Jimi Hendrix, BethHart finde ich cool … und so weiter und so weiter.MM: Traumberuf: Künstler. Siehst du dasähnlich oder gibt es auch Schattenseiten?JM&BAND: Auf jeden Fall Traumberuf … wennman immer seine Familie überall mit hinnehmenkönnte, dann wäre es noch perfekter.MM: Bitte gib uns einen kleinen Einblick,wie deine ersten Schritte im Musikbusinesswaren.JM&BAND: Ich habe mit fünf angefangen zu singenund dann ne Musical-Vorausbildung gemacht.Dann irgendwann habe ich Gesangsunterrichtgenommen bei Roger Cicero an der HamburgSchool of Music, wo ich dann auch mit 18 meineAus bil dung gemacht habe zur Berufsmusikerin …Parallel dazu bin ich auf den Blues gestoßen undhabe mich in diese Musikstilrichtung verliebt undbin bis heute auch nicht mehr davon weggekommen.Den Rest habe ich ja schon erzählt.MM: Gibt es rückblickend Erfahrungen, aufdie du gerne verzichtet hättest?JM&BAND: Nein, alles, was mich nicht umbringt,macht mich stark …MM: Was macht für dich einen guten Ma na -ger und Produzenten aus?JM&BAND: Vertrauen ist wichtig beim Mana ge -ment. Und er soll auch etwas tun! Und natürlichvollkommen an einen glauben. „Ich bring dichgroß raus“-Sprüche sind voll daneben.MM: Würdet ihr anderen Bands dazu raten,sich einen bekannten Produzenten zusuchen? Ist das der Schlüssel zum Erfolg?JM&BAND: Das weiß ich überhaupt nicht. Ichglaube, das Wichtigste ist, dass man gut zueinanderpasst. Wir hatten ja keinen bekannten Pro -duzenten. Ich bin aber offen für alles.MM: Wie läuft bei euch genaudie Arbeit an einem Album ab?Wer bringt die Ideen ein?JM&BAND: Fürs letzte Album habenwir uns in ein kleines Haus im Nirgend -wo zurückgezogen und haben dortgeschrieben. Jeder bringt Ideen mitrein und dann entsteht so daraus vielleichtein Song. Es sind aber auchSongs auf dem Album, wo ich Gefühleverarbeiten musste. „Youe’re Not TheOne I Need“ ist in einer Nacht entstanden,weil ich einen Anruf übereinen Todesfall bekommen habe, nichtder erste im letzten Jahr. Da musste icheinfach schreiben …MM: Wer schreibt die Texte? Und wiewird man sich vor allem einig, welcheSongs mit auf die Platte kommen?JM&BAND: Jan und Claas, also Mana ge mentund Produzent, haben das letzte Wort gehabt.Aber wir haben als Band die Song aus wahlvorher gemacht, was wir gerne aufnehmenwollten, dann wurden ein paar Sachen ge -strichen, ein paar Songs verändert, so ist„Break Your Curse“ entstanden.MM: Hast du ein Rezept gegen Schreib -bloc kaden?JM&BAND: Atmen, Ruhe, nicht stressen lassen,andere Musik hören und sich immer wieder neuinspirieren lassen.JESSY MARTENS & BANDON TOUR18. AUGUST 2013 | A-6991 RIEZLERNJazz meets mountain, Kanzelwand-Bergstation19. AUGUST 2013 |73773 AICHWALD-KRUMMHARDTGoldgelb Festival07. SEPTEMBER 2013 | 31275 LEHRTEBlues in Lehrte, Stadtpark, Rodelberch26. SEPTEMBER 2013 | 65366 GEISENHEIMAlte Schule Rheingau, Schulgraben 227. SEPTEMBER 2013 |74336 BRACKENHEIMKapelle im Schloss, Schlossplatz 228. SEPTEMBER 2013 | 15328 REITWEINHeiratsmarkt, Triftweg 302. OKTOBER 2013 | 27321THEDINGHAUSENRathausscheune, Braunschweiger Str. 1026. OKTOBER 2013 |33790 HALLE WESTFALENBowers & Wilkins – Rhythm’n’BluesFestival, Gerry-Weber Halle,Roger-Federer-Allee 109. NOVEMBER 2013 | 21698 HARSEFELDHotel Eichhorn, Herrenstraße 4616. NOVEMBER 2013 | 47608 GELDERNMuddy Waters Saal, Harttor 2722. NOVEMBER 2013 | 22303 HAMBURGDowntown-Bluesclub, Hindenburgstr. 223. NOVEMBER 2013 | 22303 HAMBURGDowntown Bluesclub, Hindenburgstr. 214. DEZEMBER 2013 | 47495 RHEINBERGSchwarzer Adler, Baerler Str. 96musiker MAGAZIN 2/2013


STORIES 19MM: Das Zeitalter des Albums ist vorbei, selbst künstlerisch wertvolleCover können nur noch echte Fans anlocken. Das hat Folgen: DieCD-Verkäufe brechen ein, MP3-Downloads übernehmen den Markt.Wie stehst du dieser Entwicklung gegenüber?JM&BAND: Ich liebe es, mir eine CD zu kaufen, doch ich finde es gut, dasses diese anderen Platt formen gibt. Ich find’s cool, aber ich weiß, dass manals Musiker darauf achten sollte, dass man nicht zu viel verschenkt.Für denperfektenAuftrittMM: Du bist ein aktiver Facebook-Nutzer und hast eine große Fan -gemeinde. Aus welcher Intention heraus suchst du die Kom mu ni -kation?JM&BAND: Ja, Kommunikation eben.MM: Welchen Ratschlag kannst du dem musikalischen Nachwuchsin Deutschland auf den Weg mitgeben?JM&BAND: Einfach machen, nicht so viel drüber nachdenken … Lebedeine Musik und sei stolz. Ob man davon leben will oder kann, ist wasganz anderes.MM: Unsere Leser sind selbst aktive Musiker. Habt ihr einen ultimativenTipp, wie man eine so erfolgreiche Band wird, wie ihr es seid?JM&BAND: Das kannst du mich noch mal fragen, wenn wir mit unseremPrivatflieger zum Interview kommen.INTERVIEW: OLE SEELENMEYER / MUSIKER MAGAZINFOTOS: BENJAMIN HÜLLENKREMER, BASTIAN SCHROERJESSY MARTENS & BANDDas Einhand-Mikrofonstativ »Elegance« 26200.Keine Kompromisse: Prämiertes Design und Auftritt fürAuftritt garantierte Qualität. Bestechend elegant undunbestechlich solide. Für eine perfekte Performance.Mit einer Einhand-Höhenverstellung, die neue Maßstäbein Ausführung und Zuverlässigkeit setzt. DasMikrofonstativ der Spitzenklasse. Highend-Zubehörfür Sänger und Co.5 Jahre Garantie · Made in Germanywww.k-m.de„Break Your Curse“VÖ: 15.02.2013WWW.JESSYMARTENS.DEWWW.FACEBOOK.COM/JESSYMARTENSBAND


20 STORIESHEINO»MitfreundlichenGrüßen«MM: Nach dem großen Erfolg des aktuellenAlbums – wird es in der nächsten Zeit neueVeröffentlichungen von Heino geben?HEINO: Wir machen ein paar neue Titel, aberdas nächste Album wird wahrscheinlich erstFebruar, März erscheinen, denn das Album, dasjetzt draußen ist, ist noch nicht am Ende mit denVerkäufen, und da wird noch einiges passieren.Wir machen jetzt noch drei, vier Titel dazu, so alsBonus titel, aber die richtige neue CD, das wirdsicher Februar, März werden.MM: Wird es wieder eine Produktion mitCoverversionen sein? Werden Sie die Titelselbst aussuchen?HEINO: Das wird die gleiche Thematik sein,wobei ich die Schallplattenfirma mit in die Ver ant -wortung nehmen werde, weil die sich titelmäßigbesser auskennen, was jetzt für die jungen Leuteaktuell ist. Und es gibt schon einige Titel, weil ichmich jetzt auch schon das halbe letzte Jahrdamit befasst habe, die wir machen können.Aber ich bin immer ein Mensch, der das schonseit 50 Jahren so macht: immer die Plattenfirmamit in die Verant wortung nehmen, damit die niesagen „Ja, wir wollten eigentlich was anderesmachen, du wolltest das ja“, deshalb suchen wirdie Titel zusammen aus.MM: Bald nach Veröffentlichung von „Mitfreundlichen Grüßen“ startete ja die Tour nee,in klassischen Rock-Locations, und auchrockig inszeniert.HEINO: Das hatten wir uns ausgedacht, weil wireinen Veranstalter haben im volkstümlichen Be -musiker MAGAZIN 2/2013reich, mit dem ich auch mal 2007 eine sehr er -folg reiche Tournee gemacht habe. Und der hattedann die Idee, schnellstmöglich, weil das Albumvon heute auf morgen ein Erfolg geworden ist,über Nacht ging das in die Charts, mit mir einigeRock kon zerte zu machen. Habe ich gesagt „Okay,das machen wir, wir fangen mal leise an, vierStücke zu entwerfen“, und jetzt sind wir dabei,das noch ein bisschen weiter und größer aufzubauen.MM: Wie kam es überhaupt dazu, ein Albummit Coversongs zu machen?HEINO: Das war meine Idee gewesen, weil ichmit dieser Idee schon mindestens zwei Jahreschwanger gehe und alle dann immer kamen undsagten „Nee, komm, du bist doch zu alt, machdoch Volkslieder“, „nein“, habe ich gesagt, „ichmöchte das mal machen“, weil ich in den sechzigerJahren ja auch Lieder von jungen Leutengemacht habe, d. h. Fahrtenlieder, „Jenseits desTales“, „Wenn die bunten Fahnen wehen“, daswaren ja damals die Lieder der jungen Gene ra -tion um die Jahrhundertwende, die mit demdama ligen System ja nicht zufrieden waren. Undso war es auch jetzt, weil ich mir gesagt habe „Esmuss doch eine Geschichte geben, wo ich auchwieder mit jungen und alten Leuten musikalischeine Integration herstellen kann“. Und weil ich diemeisten Titel, die ich hier singe, auch schon vonden Interpreten her kenne. Und deshalb ist esmeine Idee gewesen.Vor anderthalb Jahren war ich auf Schalke ineinem Schlagerprogramm, wo alle möglichenHEINO„Mit freundlichenGrüßen“VÖ: 01.02.2013WWW.HEINO.DE


STORIES 212/2013 musiker MAGAZIN


22 STORIESSchlagerinterpreten der heutigen Zeit aufgetretensind. Ich bin mit meiner Band aufgetreten,und nach drei, vier Minuten sangenalle „außer Heino können alle nachHause gehen“. Das war für mich so derKnackpunkt, wo ich gesagt habe:Alles junge Leute hier, 35 000, jetztwill ich das machen, ich muss dasmachen.MM: Wenn man sich das Pu bli -kum hier anschaut, fällt auf, dassdie Jungen klar in der Über zahlsind. Das hätte ich beim Heino-Konzert nicht erwartet.HEINO: Na klar, weil ich auch für diejungen Leute nie produziert habe. Ichhatte ja mein Stammpubli kum, ichwusste ja, für wen ich singe, das warein riesengroßes Publikum, und dass jetztdie jungen Leute dazukommen, dass jetztder Weg so gegangen ist, das hätte ich mir auchnicht vorgestellt. Ich wusste: Weil viele junge Leuteja kommen, mehr, als man immer in den Medienschreibt, wusste ich, es könnteein Erfolg werden. Aber dassder Erfolg so ein geschlagenhat, damit habe auch ich nichtge rechnet.MM: Vielleicht geht manheute entspannter mit demHeimatbegriff um? In meiner Jugend hattenVolkslieder noch etwas Anrüchiges.HEINO: Weil man die jungen Leute immer fehlgeleitethat. Es fing ja bei mir an, da kommt ein jungerMann, in der Blütezeit des Beats, ich warhier in Köln bei der Plattenfirma, wo auch dieBeatles waren, kommt ein junger Mann an mitGitarre, ist blond, hat blaue Augen, singt Volks -lieder. Das war in den sechziger Jahren verpönt.Aber die Schall plattenfirma war ja nicht blöde,die hat mir sofort nach dem ersten Lied „Jenseitsdes Tales“ (ist ein Erfolg geworden) einen Zehn -jahres vertrag an geboten. Volks lieder wollte jadamals keiner mehr senden, die Rundfunk sen derhaben es nicht ge sendet, der WDR hat mich nichtgesendet, hat uns abgelehnt, aber das haben wiruns dann erzwungen, dass der uns gesendet hat.Beim damaligen Ministerpräsidenten Heinz Kühnsind wir vorstellig geworden und haben gesagt:„Warum werden wir hier nicht gespielt?“ Dannsind wir auch gespielt worden. Aber das war einKampf.»Es muss doch eine Geschichte geben,wo ich auch wieder mit jungenund alten Leuten musikalischeine Integration herstellen kann«HEINO: Das habe ich nicht mitgekriegt, das nehmeich gar nicht wahr, ich weiß immer noch nicht,worum es sich handelt. Ich war auch nominiert,aber hab gesagt „Ich kann da gar nicht hingehen,weil ich mitten in den Vorbereitungen einerTournee bin“, und habe auch wirklich keine Zeitgehabt. Und ich hätte auch gar keinen Echokriegen können: Da ging es um die Verkaufs -zahlen, und ich kann natürlich nicht in vier Wochenmehr verkaufen als einer, der schon fast ein Jahrdie CD verkauft. Das geht gar nicht, des wegenfinde ich das alles nicht gerecht.MM: Vielleicht wird es ja im nächsten Jahretwas.HEINO: Wenn ich einen Echo bekomme, dannfreue ich mich natürlich, aber es ist nicht zwingend.MM: Ich habe gehört, Heino möchte jetztein Duett mit Mick Jagger singen. Ist dawas dran?kenne, ich habe mit ihm die erste Be -gegnung gehabt auf Mallorca, nein,Venedig, durch Familienbande.Hannelores Ex-Schwägerin, die Hettivon Bohlen und Halbach. Also da istder Rupi Löwenstein, der die Finan -zen geregelt hat von Mick Jagger,das ist eine Familie, da waren wirzu sammen, da haben wir uns kennengelernt.Er hat uns eingeladen insMüngersdorfer Stadion, wo er nochgesungen hat. Also ich glaube nicht,nein, er ist noch ein paar Jahre jüngerals ich, aber man muss ja nichtnach den Sternen greifen. Ich bin janur froh, dass er mir zu meinemAlbum gratuliert hat und dass erweiß, dass es in Deutschland einengibt, der mit 75 Jahren noch die Rock -szene aufgemischt hat.Mir macht es Mut, wir sind ja musikalischnicht weit auseinander, er macht Rock, alles, wasim Viervierteltakt ist, und ich mach auch alles,was im Viervierteltakt ist. NurRock ist ja Musik nur mit Gi -tarren, Schlagzeug und Bass,und ich hab dazu noch richtigeMusiker, die richtig harmonischdazu spielen, Bläser. UndSie werden sehen: eines Tages,die nächsten Rock-Ge schich -ten, da werden auch Bläser reingemischt werden,weil das eben schöner ist und gut klingt!MM: Letzte Frage, Heino, was macht eigentlicheinen guten Popsong aus?HEINO: Ein guter Popsong? Wenn ich morgeneinen Popsong rausbringe und ich übermorgenhöre, es sind 500 000 von verkauft. Das ist einguter Popsong (lacht).MM: Hat Heino eine Meinung zu der Dis -kussion um „Frei.wild“ und den Ausschlussvon der „Echo“-Verleihung?HEINO: Nein, ich meine, der Mick Jagger, wassollen wir zwei alte Knacker noch eine CDmachen? Obwohl ich den Mick Jagger sehr gutWEB: WWW.HEINO.DEINTERVIEW & FOTO: STEFAN RHEINBAYFOTOQUELLE: © STARWATCHmusiker MAGAZIN 2/2013


Hochschule fürGesundheit & SportTechnik & KunstDas semi-virtuelle Ausbildungskonzept im Bereich MUSIK & MEDIENFlexible Zeiteinteilung undwohnortunabhängig; Studiumauch für Berufstätige möglichMedienkomponist|in(FH)Tontechniker|in(FH)mit betreuter Online-LernplattformMusikmanager|in(FH)Webdesigner|in(FH)Abschluss mit Fachhochschul-Master-AbschlussMedienfotograf|in(FH)Videoproduzent|in(FH)Leistungen aus absolviertenSET-FH-Kursen werden fürdie neuen Bachelor-Programmeangerechnet.Medienproduktion(B.Sc.)Populäre Musik(B.Mus.)Musikproduktion(B.A.)Design &Gestaltung (B.A.)Mehr Infos zum Bildungsangebotder SET unter:www.set-school.comwww.facebook.com/SET.SchoolMehr Infos zum Bildungsangebotder H:G unter:www.my-campus-berlin.dewww.facebook.com/Hochschulstudium


26 STORIESMusikwissenschaftler Thorsten Hindrichs über -zeugt das nicht: „Das ist ja marketingtechnischder Trick bei FREI.WILD. So kann sich die Banddarauf zurückziehen, in Südtirol sei ja alles anders,und die Leute hätten keine Ahnung davon.“Andererseits haben die „FREI.WILD“-Kritikerzumeist wenig Ahnung von der kleinen Region inNorditalien mit gerade mal 500 000 Einwohnern.Einem heute weitgehend autonomen Gebiet, dasseine kulturelle Identität gegen massive Italieni sie -rungsmaßnahmen seitens der Regierung in Rombehaupten musste.Thorsten Hindrichs lässt das nicht gelten: „Dasist geschickt gemacht. Es gibt durchaus ernst zunehmende Hinweise, dass „FREI.WILD“ der deutschenPlattenindustrie nicht ganz ungelegen kommen.Seitdem die „Böhsen Onkelz“ aufgehörthaben war da ja ein großes Loch.„Dieselben Menschen, die feuchte Augen be -kommen, wenn ein alter Indio zum tausendstenMal „El condor pasa“ in seine Panflöte bläst, kriegenPickel, wenn man sie auf die Melodien ihrerHeimat anspricht“, sagt er im Vorspann. Autor undRegisseur Arne Birkenstock wundert sich selbstüber den großen Erfolg seines Projekts: „Der kritischeDeutsche wittert noch allzu oft unkritischeHeimattümelei, wenn es um Volksmusik geht.“»Nein, FREI.WILD sind nicht rechtsradikal«,sagt Musikwissenschaftler Thorsten Hindrichs,»sie bewegen sich aber in einer Grauzone«Und man hat wohl wirklich per Scouting versucht,irgendwelche Nachfolger zu organisieren,die irgendwie am rechten Rand sind, aber nicht soganz schlimm. Und da passen natürlich FREI.WILDperfekt, weil sie sich im Zweifel immer auf Süd -tirol zurück ziehen können.“Tatsächlich hat die „deutsche Plattenindustrie“an „FREI.WILD“ keinen Cent verdient. Die Bandvermarktet sich komplett selbst auf ihrem eigenenLabel und tritt damit sogar in Kon kurrenz zu dengroßen Firmen. Insofern ist auszuschließen, dassVerkaufs stra tegen Einfluss auf die textlichen Inhalteder Songs nehmen. Dass diese als „provokativ“und vereinzelt als „anstößig“ empfunden werden,ist Philipp Burger übrigens durchaus be wusst.„Rock ist eben auch Provokation“, sagt er im In -ter view.Musikalisch sind „FREI.WILD“ Geschmacks -sache, und auch über die Qualität ihrer Texte kannman ebenso streiten wie über die Inhalte. ImGeiste der Rockmusik dürfen wir Provokation aberdurchaus zulassen und müssen Bands nicht re -flexartig ausgrenzen, nur weil uns ihre Meinungnicht gefällt.Es geschieht selten, dass ein Doku men tar filmden Sprung in die großen Kinos schafft. „Sound ofHeimat“ war an den Kinokassen der Überraschungserfolgdes vergangenen Herbstes. Der inKöln lebende Musiker Hayden Chisholm begibtsich im Film auf eine musikalische Ent dec kungs -reise quer durch Deutschland.Wer außerhalb des „Musikantenstadls“ dasThema Heimat besingt, begibt sich hierzulandeoffenbar auf dünnes Eis. Diese Erfahrung hat langevor „FREI.WILD“ ein stets Sonnenbrille tragenderSchlagersänger gemacht. „Ich bin nicht schwarz -braun, ihr Haselnüsse!“, protestierte Heino nachEr scheinen seines aktuellen Albums entnervt, „ichverabscheue Neonazis, ich lehne die braune Ideo -logie zutiefst ab. Wie oft soll ich mich denn nochdistanzieren?“Auch „FREI.WILD“ distanzieren sich gebetsmühlenhaftvom Faschismus. Kritiker bleiben aberweiterhin misstrauisch: Philipp Burger haftet seineVergangenheit als Sänger der angeblich rechtspopulistischenBand „Kaiserjäger“ an.RECHTFERTIGT DAS DEN „ECHO“-AUSSCHLUSS?Campino ist unentschieden. Seine „TotenHosen“ waren der große Abräumer bei der Preis -verleihung. Die verantwortlichen Gremien über -raschte er mit einem ungewöhnlichen Vor schlag:„Wie wäre es zum Beispiel mit der Ein führungeiner neuen Kategorie „Rechte gegen Nazis“, woman in Zukunft Bands und Inter pre ten unterbringenkann, die mal rechts waren, aber heute ga -rantiert unpolitisch sind?“TEXT: STEFAN RHEINBAYFOTOQUELLE 1: WWW.FREI-WILD.NETFOTOQUELLE 2: THORSTEN HINDRICHSmusiker MAGAZIN 2/2013


STORIES 27„GOD IS A DJANE“Interview mit der Pianistin, Sängerin und DJaneInna SurzhenkoMM: Bitte eine kurze Vorstellung deiner Her -kunft und deines bisherigen Lebens.INNA: Ich wurde als Kind einer jüdischen Familiein der Ukraine geboren, genauer gesagt inCharkow. Meine Mutter ist eine wunderbare klas -sische Pianistin, mein Vater ist Ingenieur. Seit meinemvierten Lebensjahr erhielt ich Klavier un ter richtund besuchte in meiner Heimatstadt eine Schulefür hochbegabte Musiker. 1996 bot sich für unsdie Möglichkeit, nach Deutschland auszuwandern.Wir hatten das Glück, nach München zu kommen.Dort nahm mich die stellvertretende Direktorindes Richard-Strauss-Konservatoriums sofort inihre Klavierklasse auf. Es folgte die Mei sterklassebei Prof. Gerhard Oppitz an der Hoch schule fürMusik und Theater in München.MM: Deine Vorbilder und Einflüsse?INNA: Auch wenn ich eine klassische Musikaus -bildung genoss und beispielsweise die Musikvon Beethoven, Schumann oder Debussy überalles liebe, wusste ich schon immer, dass ichnicht bei der Klassik bleiben würde. Ich nutztedas, was ich gelernt hatte, um von dort aus meineneigenen Weg zu gehen, meine Richtung zu 2/2013 musiker MAGAZIN


28 STORIESfinden, etwa, indem ich es mit der Musik verband,die mich bis heute genauso inspiriert: demhandgemachten Soul und Funk von den Legen -den der 70er-Jahre wie Prince oder Earth, Windand Fire, die ich einfach großartig finde.spezielle und sehr ansprechende Art und Weisezu Eigen. Und genauso stilvoll und ansprechendist auch unser Auftreten (schon rein optisch).Was kann wohl besser auf Events ankommen? ;)Meine zweite Band ist das „Spur Project Or ches -»Es gibt nichts Schöneres als den Augenblick,wenn du weißt, jetzt hast du sie!Jetzt tanzen sie nach Deiner Musik!«MM: Habt ihr in den letzten zwölf Monateneine Studioproduktion für eine CD vorgenommen?INNA: Aktuell arbeiten wir an der zweiten CD vonSpur Project Orchestra. Im Vergleich zur erstenhat sich unser Sound geändert, ist noch experimentellergeworden und reicher. Wir werden diesmalauch einige Lieder auf Englisch aufnehmenund damit unser Glück im europäischen Raumversuchen! Ich hoffe sehr, dass das auch hier inDeutschland gut ankommen wird.MM: Wer von euch komponiert, textet undarrangiert?INNA: Die meisten Texte schreibt – wie gesagt –mein guter Freund Igor Shpurov. Einige verfasseich aber auch selbst und mache dazu gleich dieMusik. In der Regel aber komponiert und arrangiertsie unserer Akkordeonspieler Vlad Cojocaru,der wirklich ein Genie ist.MM: Seit wann gibt es dich in Konzerten alsPianistin und Sängerin?INNA: Ich habe schon immer gerne am Klavierimprovisiert – schon als Kind. Alle Songs undMelodien versuchte ich, auf meine ganz eigeneArt am Klavier umsetzen. Irgendwann kam meinezweite Leidenschaft dazu: das Singen. Ich habebeides kombiniert und es hat von Anfang an wun -derbar geklappt. Seit 2004 bin ich unterwegs,spiele bei Konzerten und diversen Veranstaltungenin ganz Europa und in Russland.MM: Inna, du bist ja sehr vielseitig. An welchenProjekten arbeitest du im Augenblick?INNA: Nun, zum einen bin ich solo immer nochals Pianistin, Sängerin und Djane unterwegs.Daneben habe ich aber auch noch zwei Bands.Gerade entstand ein Damentrio mit einer weltklasseSängerin, einer grandiosen Geigern undmir als Djane, die ebenfalls singt und dazu nochKeytar spielt. Wir nennen uns „Like a Lady“ undgenau das ist auch unser Programm. Wir covernSongs (wie wohl die meisten Musiker), aber wirtun es sehr stilvoll und machen sie uns auf ganztra“. Sie existiert schon seit 2010. Hier habe ichebenfalls das Glück, mit ganz großartigen Ko llegenzusammenarbeiten zu können. Wir machen eigeneMusik. Die meisten unserer Lieder basieren aufden Texten eines sehr lieben Freundes von mir, IgorShpurov, daher auch der Name „Spur Project“. Ichspiele dabei Klavier und singe – meist in meinerMuttersprache Russisch.MM: Wie habt ihr euch kennengelernt undbeschlossen, gemeinsam Musik zu machen?INNA: Bei „Like a Lady“ ergab sich das eher zufällig,während ich die Bandmitglieder vom „SpurProject Orchestra“ (übrigens fünf hochtalentierte,erfolgreiche und dazu noch überaus gutaussehendeProfi-Musiker) alle noch vom Studium herkenne.MM: Wie oft und wo tretet ihr in gemeinsamenKonzerten auf?INNA: Unsere erste CD haben wir vor zwei Jahrenin Russland erfolgreich präsentiert und waren seitdemimmer wieder dort auf Tour, u. a. in Sibirienund in Sankt Petersburg.INNA: Inna, wie kamst du zu deiner Tätig keitals DJ? Das ist doch eher ungewöhnlich füreine Frau!INNA: Das finde ich nicht. Wir leben ja zum Glückin einer Zeit, in der es immer weniger eindeutigmännerdominierte Berufe gibt. Ich gebe dir recht,das Gros der DJs ist tatsächlich noch männlich.In einem Club in München, in dem ich regelmäßigauflege, bin ich zum Beispiel die einzige Frau,aber ich bin mir sicher, dass sich immer mehrFrauen auch in diesem Beruf durchsetzen werden.Ich selbst kam durch eine Kollegin auf dieIdee, das zu machen.Ich liebe Musik und ich höre auch sehr vielMusik und ich muss ehrlich sagen: Ich genießediese Arbeit sehr. Es macht so viel Spaß! Vorallem auch, sich nach und nach an das Publikumheranzutasten und zu merken, welche Musik beidenen am besten ankommt. Es steckt sehr vielPsychologie dahinter. Und es gibt nichts Schöne -res als den Augenblick, wenn du weißt, jetzthast du sie! Jetzt tanzen sie nach deiner Musik!Man sagt ja nicht umsonst: God is a DJ – oder indiesem Fall: a DJane ;)MM: Wer kümmert sich um die Konzertengagementsoder das Booking?INNA: Gewöhnlich arbeite ich mit Agenturen zu -sammen. Das Schöne daran ist, dass, wenn mansich schon lange kennt, sie genau das Richtigefür einen aussuchen, und meistens buchen dichKunden, wenn sie dich einmal gehört haben,immer wieder und empfehlen dich auch weiter.MM: Über welche umfangreichen Promo -tion unterlagen verfügst du (Plakate, Infos,Fotos, CDs etc.)?musiker MAGAZIN 2/2013


STORIES 29INNA: Zu all meinen Projekten gibt es ausführlicheInfos im Internet. Dort findet man eigentlichalles: angefangen von Fotos, Audio- und Video-Demos bis hin zum Download zum Beispiel vonder ersten CD des Spur Project Orchestras.MM: Die Zeit der Musik-Alben ist vorbei, MP3-Downloads übernehmenden Markt. Wie stehstdu dieser Entwicklunggegenüber?INNA: Es ist tatsächlichanders geworden mit demCD-Vertrieb. Früher standenMenschen men gen vorden Regalen in den Musik -läden. Heut zutage existierenkaum noch speziellePlatten läden. Das ist einbisschen schade, weil die Arbeit der meistenMusiker dadurch einen anderen Stellenwert er -halten hat und man auch leichter den Überblickverliert, was es alles gibt. Anderseits ist die Band -breite dadurch größer geworden.MM: Welcher Produzent produziert euch imStudio? Ihr selbst?INNA: Im Augenblick produzieren wir die meistenSachen noch selbst. Wir suchen uns ein Studiound gute Tontechniker und arbeiten dann an unserenStücken. Das gibt uns die Freiheit, auch einwenig zu experimentieren.Ich persönlich kaufe mir trotzdem am liebstennoch die Original-CDs oder lade sie zu mindestoffiziell herunter. Das ist man den Kollegen aufjeden Fall schuldig. Als Musiker weiß man ja selbst,wie viel Arbeit da drin steckt. Und deshalb ist esnur Zeichen von Respekt, den ich auch mir selbstgegenüber von anderen erwarte.INNA: Wie sehen deine nächsten Ziele aus?INNA: Als Erstes möchte ich mein neuestes Pro -jekt „Like a Lady“ an den Start bringen. Frauen -bands sind momentan in und ich bin mir sicher,dass ich mit den Mädels die Bühne rocken werde!Beim Spur Project Orchestra arbeiten wir geradenoch an dem neuen Album und das wird sichernoch ein wenig dauern …MM: Managst du dich selbst? Wenn ja, wasist deiner Meinung nach besonders wichtigfür ein erfolgreiches Selbstmana ge ment?INNA: Ja, ich manage mich und meine Projektehaupt sächlich selbst. Das A und O sind natürlichauch hier gute Kontakte und Leute, denen mantrauen kann. Leider ist Letzteres in dieser Brancheein bisschen schwierig. Anstatt zusammenzuarbeitenund den anderen anzuerkennen, ist sehrviel Eitelkeit und Falschheit im Spiel.Kollegen, die auf den ersten Blick nett undvertrauenswürdig wirken, ziehen hinter deinemRücken über dich her und jagen dir ein Messerzwischen die Schultern. Manchmal tut das richtigweh! Aber man entwickelt mit der Zeit ein dickeresFell. Das Wichtigste ist, dass man trotzdemalles unter Kon trolle behält und weiterhinoffen bleibt! Denn zum Glück gibt es auf deranderen Seite immer wieder auch wunderbareBegeg nun gen …MM: Du bist ein aktiver Facebook-Nutzer undhast einen großen Freundeskreis. Aus welcherIntention heraus suchst du die Ko mmu -ni kation?INNA: Ich habe fast 5 000 FB-Freunde. Haupt -sächlich Musiker. Klar, man kennt sich nicht immerpersönlich, aber man steht trotzdem in Kontakt,weiß, was die Kollegen so treiben, an welchenProjekten sie arbeiten und kann sich oft auchaustauschen. Ich nutze das sehr gerne und empfindees als bereichernd. Man baut sich da durchein größeres Netzwerk auf, als man es sonstkönnte, und verliert sich nie mehr wirklich ausden Augen.MM: Welchen Ratschlag kannst du demmusikalischen Nachwuchs in Deutschlandmit auf den Weg geben?INNA: Ich wünsche den jungen Musikern Krea ti -vität, ganz viel Glück und vor allem auch Durch -set zungs vermögen. Am besten ist es, klar seineZiele zu definieren und sich einen genauen Planzu machen, wie man dorthin gelangt! Übt viel –nicht nur auf eurem Instrument, sondern auchGeduld und Fairness anderen gegenüber!WEB: WWW.INNA-SURZHENKO.COMWWW.SPUR-PROJECT-ORCHESTRA.COMINTERVIEW: OLE SEELENMEYERFOTOQUELLE: INNA SURZHENKO


32 STORIESINTERVIEW MITHORST HAUBRICHGeschäftsführer der SET –School of Entertainment & TechnologyDie europaweit agierende School of En ter tain -ment & Technology, 20 Kilometer östlichvon Erding bei München, gibt es seit Ende 2007.Das Studienangebot der Akademie umfasst so -wohl sechsmonatige Zertifikatskurse zur Verbes -se rung der Produktionen im eigenen Home-Studio als auch hochschulzertifizierte Lehrgän gezum Tontechniker, Medienkomponisten, Musik -ma nager, Medienfotografen, Videoproduzentenund Webdesigner (FH). Aber die SET hat noch vielmehr zu bieten, wie Geschäftsführer und SET-Gründer Horst Haubrich im Interview erläutert:MM: Wie kamen Sie auf die Idee zur Grün -dung der SET?HORST HAUBRICH: Ich fand die Idee, ein Stu -dium über einen virtuellen Campus absolvierenzu können, sehr spannend, und es gab bis zurGrün dung der SET im Bereich Musik und Medienentweder nur konventionellen Präsenzunterrichtoder reine Onlinekurse, bei denen Lehrbriefe undeventuell eine Audio-CD mit der Post zugesandtwurden. Wir fanden gerade die Kombination zwischenPräsenzunterricht und virtueller Lern platt -form (semi-virtuell) für den multimedialen Bereichinteressant. Dadurch ist es möglich, weitgehendzeitlich und örtlich ungebunden zu studieren,ohne auf die Möglichkeit verzichten zu müssen,in professionellen Ton- und Videostudios zu üben.im Detail ersichtlich sind, bietet die SET BachelorundMasterabschlüsse im Bereich Musikpro duk -tion, Populäre Musik, Medienproduktion, Design,Medien- und Musik-Management an. Die Ko ope -ration beinhaltet die Vergabe von Hochschulzerti fi -katen, aber auch die Anerkennung von Leis tungenaus diesen Kursen für weiterführende Bachelor-Studiengänge. Die mit uns kooperierenden Hoch -schulen und Universitäten führen ebenso wie dieSET ausschließlich semivirtuelle Bildungs program -me durch.MM: Wie stehen die Chancen, nach einemSET-Studium in der Praxis Fuß zu fassen?Was machen Ihre Studenten heute?HAUBRICH: Die staatlich anerkannten, akademischenAbschlüsse sind die beste Voraussetzungfür eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Aber auchdie nicht staatlich anerkannten Hochschul zerti -fikatskurse, wie beispielsweise Tontechniker (FH),erhalten durch den Zusatz (FH) eine besondereWertigkeit, da dieser Zusatz nur in Kooperation mitverdienen zu können. Und es ist auch nicht erforderlich,den Wohnort für das Studium zu wechseln.MM: Was bedeutet semi-virtuell genau? Wiesieht das Studium an der SET aus?HAUBRICH: Semi-virtuelle Ausbildungspro gram -me beinhalten mehrtägige Präsenzphasen, diedurch zusätzliche Onlinephasen ergänzt werden.In den Präsenzphasen werden die Studenten vondiplomierten Dozenten und Branchenkennern anunseren Workstations, in modernen Trainings stu -dios und Vorlesungsräumen intensiv geschult. Inden virtuellen Phasen wird über eine multimedialeLernplattform via Internet sowohl theoretisches alsauch praktisches Wissen vermittelt. Dabei kommenmoderne E-Learning-Module kombiniert mitLehrvideos und virtuelle Klassen zimmer zum Ein -satz. Die Vorlesung wird somit direkt in das Wohn -zimmer des Studenten verlegt. Falls der Studentzum Zeitpunkt der virtuellen Vorlesung keine Zeithat, wird diese aufgezeichnet und über die Lern -plattform bereitgestellt. Die Lernplattform erfüllt»Die erste Akademie für Musik- und Medienberufemit semi-virtuellem Lernkonzept,die zeitlich flexibles und ortsungebundenes Studierenermöglicht – mit der SET dem Traum vom Berufin der Medienbranche näher kommen!«Wir starteten Kooperationen mit Hochschulenund Universitäten, die bereits seit mehreren Jahrensemi-virtuelle Programme erfolgreich durchführten.Neu war also nicht das semi-virtuelle Ausbil -dungs programm an sich, sondern der Ansatz,dieses Konzept auf den Bereich Musik und Medienzu übertragen. Genau das ist es, was uns vonanderen Akademien unterscheidet.MM: Wie sieht das Studienangebot im Detailaus und ist die Ausbildung staatlich anerkannt?HAUBRICH: Neben Zertifikats- und Hochschul -zer ti fikatskursen können auch staatlich anerkannteBachelor- und Masterabschlüsse erworben werden.Darüber hinaus gibt es die Möglich keit, sogaran Doktoratsprogrammen teilzunehmen. In Zu -sam menarbeit mit verschiedenen Hochschulen,die auf unserer Homepage www.set-school.comeiner Fachhochschule vergeben werden kann.Dennoch wird der berufliche Erfolg eines Ab sol -ven ten in erster Linie von seiner Einstellung undseinem Engagement abhängen. Erfolgsbeispielegibt es einige. Ein ehemaliger Ton technik-Stu dentwurde beispielsweise direkt nach dem Studiumerfolgreicher Musik-Produ zent der österreichischenBand HMBC (Song auf Bayern3 „MatuschkesLieblinge“) und ist aktuell intensiv an der VOXX-Club Erfolgs-Produktion be teiligt.MM: Welche Vorteile bietet das Konzept derSET gegenüber staatlichen Einrichtungen?HAUBRICH: Das neue semi-virtuelle Ausbil dungs -konzept wird von staatlichen Einrichtungen bisherkaum angeboten. Es ermöglicht den Studen -ten, das Studium zeitlich flexibel zu gestalten, umbeispielsweise gleichzeitig ein Praktikum ab sol -vieren zu können oder Geld mit einem Nebenjobgleichzeitig auch die Auf ga be einer Kom muni ka -tionsplattform. So stehen die Stu denten mit ihrenDozenten, aber auch untereinander, ständig in Ver -bin dung.MM: Wer doziert und ist für die Lehrinhalteverantwortlich?HAUBRICH: Die Akademieleitung und die Kurs -entwicklungsteams sind für die Inhalte und Skripteverantwortlich und geben die Richtlinien für denPrä senzunterricht an den einzelnen SET-Stand -orten vor. Praxiserfahrene Dozenten und Bran -chen profis führen den Präsenzunterricht an denjeweiligen Standorten durch, halten die Online-Vorlesungen und stehen über die Lernplattformin ständigem Kontakt mit ihren Studenten.MM: Wo sind die SET-Standorte?HAUBRICH: Die Standorte für den deutschspra-musiker MAGAZIN 2/2013


STORIES 33chigen Bereich befinden sich in Erding beiMünchen, Köln, Berlin, Wien und Bern. WeitereStandorte gibt es in Budapest, Prag, Bratislavaund Moskau.MM: Wie sind die Zulassungsvoraus setzun -gen für Studenten?HAUBRICH: Die Zulassungsvoraussetzungen sindabhängig von den jeweiligen Studiengän gen. Beiden Hochschulzertifikatskursen wie zum Bei spielbeim Tontechniker (FH) wird ein mittlerer Bildungs -abschluss oder nachweisliche Berufser fah rung imMusikbereich vorausgesetzt.MM: Braucht man ein eigenes Studio, um ander SET Tontechnik oder Medienkompo si tionstudieren zu können?HAUBRICH: Nein, denn an jedem Standort stehenden Studenten moderne Workstations undprofessionelle Studios zur Verfügung. Viele Praxis -übungen werden auch über von uns programmierteE-Learning-Tools von zu Hause aus durch -geführt. Außerdem verwenden die Studentenkurs abhängig Edu-Versionen von professionellenAudio- und Videoprogrammen, um damit Praxis -aufgaben auf dem heimischen Computer zu be -arbeiten. Die Ergebnisse laden sie dann über dieLernplattform hoch und erhalten individuellesFeed back von ihren Dozenten.auf www.set-school.com einsehbar. Der einjährigeKurs zum Medienkomponisten (FH) kostet beispielsweise3 480 Euro.MM: Wie sehen die Ausbildungsein richtun -gen der Zukunft aus? Ist ein Studium ausschließlichvia Videokonferenzen und Online-Workshops realistisch?HAUBRICH: Momentan ist der limitierende Faktorfür Online-Ausbildung die Datenüber tra gung überdas Internet. Ich bin sicher, dass virtuelle Aus bil -dungskonzepte mit der laufenden Weiterent wick -lung technischer Möglichkeiten eine immer größereRolle spielen werden. Zeitliche und örtliche Un -abhängigkeit bei der Ausbildung, aber auch späterbei der Ausübung eines Berufes, ermöglichenallein durch Einsparung von unnötigen Anfahrts -zeiten eine effektivere Nutzung der zur Verfügungstehenden Zeit und damit mehr Freizeit undLebens qualität.MM: Sie haben aktuell ein Talentstipendiumausgeschrieben. Bis wann hat man dieChance, sich zu bewerben?HAUBRICH: Leser können uns bis Ende Augustschreiben, warum gerade sie das SET-Talent-Stipendium verdient haben. Die Bewerbung er folgtganz einfach per E-Mail mit Motivations schrei benund dem besten eigenen Werk an:STIPENDIUM@SET-SCHOOL.COMDer/Die Stipendiat/in wird dann am 30.08.2013von uns benachrichtigt.WEB: WWW.SET-SCHOOL.COMINTERVIEW: MUSIKER MAGAZINFOTOS: SET, © JISIGN/FOTOLIA.COM,© BEERMEDIA/FOTOLIA.COMMM: Wie sieht die Betreuung der Studentenaus, die ja die meiste Zeit nicht vor Ort sind?Wie gelingt es, die oft sehr praxisorientiertenInhalte virtuell zu vermitteln?HAUBRICH: Die Studenten werden in den virtuellenPhasen über die Lernplattform betreut. Nebentheoretischen Inhalten werden auch Files für prak -tische Übungsaufgaben bereitgestellt. Die Stu den -ten stehen in ständigem Kontakt mit ihren Dozen -ten und tauschen sich untereinander in Foren aus.MM: Was passiert während der sogenanntenPräsenzphase?HAUBRICH: Der Großteil der Präsenzzeiten wirdfür praktische Übungen verwendet. Es finden aberauch Vorlesungen und Prüfungen statt.MM: Welche Leistungsnachweise muss manals Student liefern?HAUBRICH: Die Leistungsnachweise sind ab hän -gig vom Studienprogramm. Beim Tontechniker(FH) setzt sich die Abschlussnote beispielsweiseaus den Leistungen einer Zwischen- und einer Ab -schlussprüfung in Theorie und Praxis sowie vierProjekten und zwei Studienarbeiten zusammen.MM: Was kostet eine Ausbildung an der SET?HAUBRICH: Die Kosten der einzelnen Kurse sind


34 STORIESROBIN SUNUnterhaltungskünstler, Entertainer, Moderator und ImitatorMM: Seit wann gibt es dich als Musiker ?ROBIN SUN: Hallo, mein liebes Musiker Magazin,erst einmal ein Hallo an den DRMV, seine Mitglie -der und vor allem seine Mitarbeiter und einen mu -sikalischen Gruß an alle aktiven Künstler in unseremLande.Ja, ich selbst bin seit meinem 9. Lebensjahraktiv mit Musik aufgewachsen, kein Tag ohneMusik zu hören, zu spielen und mit ihr zu leben.Anfangs Orgel und dann Keyboard, dann kamGesang dazu, bis 1981 der erste Auftritt vor ca.300 Personen stattfand.MM: Wie hast du beschlossen, Musik zumachen?RS: Es war aus dem Proberaum meines Brudersentstanden, die zu damaliger Zeit angehendenHardrocker spielten zur Zeit des erfolgreichenStreifzugs der Neuen Deutschen Welle ihre großenHardrocksongs von Whitesnake, Kiss uvm.auf. Ich selbst war von beiden Genres, sowieauch von der Klassik, sowie der Popmusik undnatürlich im tiefen Unterbewusstsein von den 70er-Jahren des Funk & Soul begeistert. Alsdann be -gann ich meine Zeit als Unterhaltungskünstler.MM: Wie oft und wo trittst du in Konzertenauf ?RS: Eigene Konzerte werden einige in der nächstenZeit folgen. In den 90er-Jahren hatte ich mitKollegen Konzerte in der Weihnachtszeit organisiert,die sehr erfolgreich waren.musiker MAGAZIN 2/2013


STORIES 35MM: Hast du in den letzten zwölf Mo -na ten eine Studioproduktion vorgenommen?RS: Ich bin zurzeit und schon seit ca. zweiJahren an der ersten Release am Arbeiten,aber ich kann mir schon vorstellen, damitin den nächsten sechs Monaten an dieÖffentlichkeit zu gehen.MM: Wer komponiert, wer textet, werarrangiert?RS: Da ich schon seit über 30 Jahren inder Un terhaltungsbranche unterwegs binund keinem Haifisch in die Arme gefallenbin (freu!), bin ich zurzeit am laufendenBand am Einsingen von Coversongs.Meine eigenen Songs, die gerade so richtigaus meinem Kopf schießen, komponiere,arrangiere und texte ich selbst.MM: Hast du für die CD-Produktionschon ein Label oder einen Vertrieb ge -funden?RS: Es war schon immer mein Interesse,so viel wie möglich selbst zu tun, so gründeteich eine eigene Plattenfirma, ist abernoch sehr frisch!Einen Vertrieb habe ich auch schon ge -funden, meine eigenen Songs vertreibe ichselbst und die Coversongs durch denMusiker-Online-Vertrieb.MM: Wie vertreibst du deine CDs?RS: Vorrangig auf Konzerten und über meineInter netplattform – Shop folgt.MM: Zurück zu deinen Konzerten: Wofanden bisher deine erfolgreichstenKon zerte statt?RS: Da ich als Unterhaltungskünstler meintägliches Brot verdiente und verdiene, waren eigene Konzerte nicht ander Tagesordnung. In den 90ern mit Kirchenkonzerten mit bis zu 700Besuchern, Estrel Hotel Berlin bei Firmen events und Messen bis 2 000Besuchern und bei mir in meiner eigenen Lokation in der Pfalz, derberühmt-berüchtigten Altstadtterrasse Freins heim, bei der zu den musi -kalischen Abenden bis zu 300 Personen vor Ort sind.MM: Wer managt dich und wer kümmert sich um das Booking?RS: Das mache ich schon seit Jahren selbst.MM: Wie überzeugst du deine Veran stalter, dich zu buchen ?RS: Als Unterhaltungskünstler läuft das seit 30 Jahren durch Mund pro -paganda.MM: Welcher Produzent produziert dich im Studio?Erledigst du das selbst?RS: Das mache ich auch seit Jahren selbst. Habe mir in den letztenzehn Jahren ein Tonstudio aufgebaut, das ich gerade in mein seit 2008


36 STORIESerworbenes Haus einbaue und dies auch, denkeich, ab 2014 für Auftragsarbeiten der Öffentlich keitzu gänglich mache.MM: Wie sehen deine nächsten Ziele aus?RS: Auf jeden Fall für meine lieben Freunde undFans die laaang erwartete CD mit meinen eigenenSongs zu präsentieren, meinen eigenen undexternen Vertrieb zum Laufen zu bringen.MM: Welche Vor- und Nachteile hat dieEigen produktion oder die Arbeit mit einemProduzenten?RS: Nun ja, ich hatte schon mal einen Song mitIdee produzieren lassen und hatte mal einfach14 000 Deutsche Mark am Bein und das sindnoch kleine Zahlen.Hatte vorher sogar schon das Ding so alsTape, wie ich es ungefähr wollte. Eigentlich hattespielen (Aussage eines ehemaligen Moderatorseines bekannten Radios). Zum Glück gibt esdurch das Internet endlich einige Wege, die vernünftigsind, um den Konsumenten anzusprechenund sich selbst zu vermarkten.Ich würde nie alles in die Hand eines Produ -zen ten legen, aber das ist ja meine eigene Mei -nung. Gemachte Erfahrung macht schlau, aberauch eventuell ärmer.MM: Hast du ein Rezept gegen Schreibblo -cka den?RS: Mein Arzt sagt, ein viertel Liter Rotwein schadetnichts, aber so manche lange Nacht der Ideen -suche und des Produzierens endet darin, dassdie Flasche leer ist.Nein, keine Angst, ich produziere nicht jedeNacht! Aber die Ergebnisse sind beeindruckend.MM: Hast du musikalischeIdole?RS: Oh ja … in den 80ernwaren es ganz eindeutigHolly Johnson, FrankieGoes To Hollywood, BillyIdol und A-ha. Und seitden letzten 15 Jahren eindeutig die Klassik, unteranderem Andrea Bocelli.MM: Traumberuf: Künstler. Siehst du dasähnlich oder gibt es auch Schattenseiten?RS: Es ist ein Traum, der aber auch schnell zumAlbtraum werden kann, wenn man sich nichtselbst treu bleibt und nicht versteht, was „richtigeWege“ sind.Mein Grundsatz ist: Zweigleisig fahren! Ich habenoch meinen ganz stinknormalen bürgerlichenBeruf auf selbstständiger Basis. Nur so bin ichunabhängig und kann mich, ohne mich geißelnlassen zu müssen, meiner Muse hingeben.MM: Du managst dich selbst. Was ist deinerMeinung nach besonders wichtig für ein er -folgreiches Selbstmanagement?RS: Ich denke, man sollte nicht auf die Aus sage„aber bis ca. 25 musst du es geschafft haben“hören, denn danach sei man zu alt für dasBusi ness. Das stimmt nicht. Standhaftigkeitund Geduld.»Künstler zu sein, kann auch schnell zum Albtraumwerden, wenn man sich nicht selbst treu bleibt undnicht versteht was „richtige Wege“ sind.«der Pro duzent wieder mal einen Trend im Ohr,der mir schlussendlich nicht gefiel, aber das Geldwar weg.Guter Rat (wer sich das antun möchte, umetwas unabhängiger zu sein): Man sollte schauen,dass man sich einen guten Rechner (mit einigenPlug-ins) holt, Master-Keyboard, Audio karte,Studiomonitore, Studiomikrofon, dazu ein entsprechendesChannel-Strip holen und sich maleinige Zeit informieren, wie ich das anstelle mitProduzieren, und schon merkst du, wie viel Spaßdas macht.MM: Würdest du anderen Bands dazu raten,sich einen bekannten Produzenten zusuchen? Ist das der Schlüssel zum Erfolg?RS: Man weiß nie, was man für einen tollen Songin der Hand hält und wie wichtig einen ein Pro -duzent nimmt, und dann noch die vielen schwarzenSchafe in der Branche.Sogar die Radiosender dürfen durch den Druckder Plattenindustrie die regionalen Bands nichtMM: Das Zeitalter des Albums ist vorbei,MP3-Downloads übernehmen den Markt. Wiestehst du dieser Entwicklung gegenüber?RS: Einfach gelassen, denn das ist ja geradeunser Erfolg. Die großen Labels verlieren immermehr an Macht, da endlich Blockaden aus demWeg ge räumt sind und wir endlich nicht in denProbe räumen versauernmüssen, unsere gutenSongs billig an herumstreunendeA&R-Leuteverkaufen müssen, dieplötzlich bei irgendeinemLabel wieder auf tauchenund von be kann ten Inter -pre ten an den Mann ge bracht werden und du leerausgehst. Die Zeiten haben sich zugunsten desausübenden Künstlers entwickelt.MM: Welchen Ratschlag kannst du demmusikalischen Nachwuchs in Deutschlandauf den Weg mitgeben ?RS: Oh je. Ich und Ratschläge für die Nach kom -men schaft ?Wenn Ihr so manchen Leichtsinnsfehler unterlasst,in dem Ihr Euch von Anfang an gut mit derMaterie Musik machen und vermarkten beschäftigt,kann Euch so schnell nichts aus der Bahnhauen. Am besten, Ihr meldet Euch als Mitgliedbeim DRMV an und stellt, so wie ich immer malwieder, Eure Fragen.Denn da werden sie sicher richtig beantwortetund man nimmt sich Zeit für Euch und Ihr habtdas Gefühl, dazuzugehören.WEB: WWW.ROBIN-SUN.DEINTERVIEW: OLE SEELENMEYERFOTOQUELLEN: ROBIN SUNmusiker MAGAZIN 2/2013


38 STORIESMUSIKINSTRUMENTEund alles, was dazugehört!5 000 m 2 voller Musik, Instrumentenvielfalt, Ver -anstaltungstechnik und Konzert-Feeling – das istdie Bilanz der Rock-Shop-Erfolgsgeschichte. DasMusikhaus in Karlsruhe hat sich zu einem echtenMekka für Musiker und Musikfans entwickelt – werMusik mag, wird den Rock Shop lieben!Die Wiege des am 1. April 1982 gegründetenRock Shop stand in einem kleinen Laden ge schäftin der Karlsruher Nelkenstraße. 1993 wurde einneues Gebäude im Neureuter Gewerbegebiet „AmSandfeld“ errichtet und bezogen.Eine individuelle Kundenberatung und der Ver -kauf von hochwertigen Musikinstrumenten imRock-Shop-Stammhaus.Rund 90 Mitarbeiter/-innen umfasst das derzeitigeTeam des Rock Shop, die alle aktiv in derMusik szene verwurzelt sind. Sie garantieren eineerstklassige Beratung für Musiker aller Stilrich tun -gen, ob in den Verkaufsräumen oder auch imneuen Onlineshop auf www.rockshop.de.Die Philosophie „Die Ziele werden immer dieselbenbleiben“ verspricht das Rock-Shop-Team.»Der beste Service, der beste Sound und das besteKomplettangebot für alle, die den Wegzum Rock Shop finden – ob online oder vor Ort.«1999 wurde die bestehende Veran staltungs -technik-Abteilung des Rock Shop durch die FirmaCrystal Sound aus Baden-Baden ergänzt. Somitkonnte auch der von Anfang an betriebene RockShop Backline-Service, der professionelle Verleihvon Musikinstrumenten für Konzerte und Tour -neen, erweitert werden. Im Oktober 2008 wurdedann das dritte Rock-Shop-Gebäude eingeweiht,in dessen Zentrum der „Crystal Ballroom“ liegt. Einabsoluter Spielplatz für actionbegeisterte Kon -zertliebende, auditive Musikgenießer, aber auchwissbegierige Equipmentnerds.Für Verwaltung und Organisation stehen demRock Shop heute insgesamt 650 m² zur Ver fü -gung. Ergänzt durch großzügige Flächen fürLogis tik, Plug’n’Party-Verleih – und natürlich das,was für die Inhaber und das Team noch immer diezentralste Bedeutung hat:Kundennähe ist und bleibt oberstes Kriterium:Beratung und eine breite Sortimentsauswahl sinddie Eckpfeiler, die die kompetenten Mit ar beiter vermittelnwollen. Kinder, Jugendliche und Er -wachsene werden mit der richtigen Auswahl des„ersten“ Instruments zur Musik geführt. Das Teamwill aber auch, dass sie dabei bleiben, ihre Kennt -nisse ausbauen, Erfolge feiern und jede MengeSpaß daran haben. Die Erfahrung aller Mitar beiterwird mit professionellen Instru men ten, Tour-Equip -ment, Technik und Betreuung stets mit Herzblutund Engagement an alle Kunden weitergegeben.Eine Grundregel des Rock Shop ist die bedarfs -genaue Beratung. Sie orientiert sich an der bestmöglichenund passenden Aus stattung, die fürdas Budget des Kunden zu realisieren ist.WEB: WWW.ROCKSHOP.DEFOTOQUELLEN: ROCK SHOPmusiker MAGAZIN 2/2013


MUSIKBUSINESS 39FRAGENVON JULIA NEIGELAN DIE GEMAHinweis:Die Antworten lassen möglicheLeistungsschutzrechte,die die GEMA nicht wahrnimmt,außer Betracht.JULIA NEIGEL: Wie wird eine Komposition definiert und warumkommt es nicht auf die Akkorde, sondern auf die Melodie an?GEMA: Um als ein urheberrechtliches Werk schutz fähig zu sein, mussein Werk eine gewisse Individualität aufweisen. Im Bereich der Musiksind an diese keine zu hohen Anforderungen zu stellen. Geschützt istbereits die sogenannte „kleine Münze“, d. h. ein geringer Schöpfungs -grad ist ausreichend.Inwieweit sich die notwendige Individualität aus der Melodie oderanderen Elementen ergibt, ist eine Frage des Einzelfalls, es kommt insofernauf eine gewisse Eigentümlichkeit an. Maßgeblich ist der Gesamt -eindruck. Die notwendige Schöpfungs höhe bestimmt sich nach einerumfassenden Be urteilung aller das Werk prägenden Gestaltungs merk -male (BGH, Urteil v. 24.1.1991, GRUR 1991, 533, 534 – Brown Girl II).Unter Anwendung des genannten Grund satzes werden in der Musikregelmäßig formale Ge stal tungselemente, die auf den Lehren von Har -mo nik, Rhythmik und Melodik beruhen, nicht geschützt Dies gilt in derDer Mikrofonklassiker SM58 ®ist nun mit digitaler Übertragungstechnologie und professionellenFeatures erhältlich. Das Funksystem bietet einen äußerst klaren Klang – frei von Compandingund Artefakten. LINKFREQ und True Digital Diversity sorgen für höchste Übertragungssicherheit.Umweltfreundliche Shure Lithium-Ionen Akkus bieten eine Laufzeit von bis zu 16 Stunden sowiediverse Ladeoptionen, beispielsweise direkt am PC oder mit dem optionalen KFZ-Lader im Autoauf der Fahrt zum Gig.Erfahre mehr unter www.shure.deGLXD2 DigitalerSM58 HandsenderGLXD4 DigitalerFunkempfänger© 2013 Shure Incorporated


40 MUSIKBUSINESSRegel auch für Tonskalen, Rhyth men, Klangfär -bungen, Akkorde, die Art der Instru mentierungoder das Prinzip des Wechsel ge sangs von Solistund Chor (BGH, Urteil v. 26.09.1980, GRUR 1981,267, 268 – Dirlada; Loewenheim, in: Schricker/Loewenheim, UrhG, 4. Aufl. 2010, § 2 Rdnr. 123).Der fehlende Urheberrechtsschutz der ge nann -ten Elemente ist darin begründet, dass die Frei -heit, bestimmte Grundelemente der Musik zu ver -wenden, nicht zugunsten einzelner Urheber mo -no polisiert werden darf. Kreatives Schaffen undUrheberrechtsschutz stehen in keinem Wider -spruch zueinander. Das Urheberrecht soll denKreativen schützen und nicht dessen Tätigkeit be -hindern. Daher besteht an den genannten Ele men -ten ein sogenanntes Freihaltebedürfnis.JULIA NEIGEL: Können / dürfen Sänger auchkomponieren?GEMA: In ihrer Tätigkeit als Sänger erwerben Sän -ger als ausübende Künstler ein sogenanntesLeis tungsschutzrecht in Bezug auf ihre gesanglichenDarbietungen nach §§ 73 ff. UrhG. SofernSänger daneben auch komponieren, können siean der Komposition ein Urheberrecht erwerben(allein oder in Miturheberschaft). Voraussetzunghierfür ist, dass ihr schöpferischer Beitrag zurjeweiligen Komposition die notwendige Indi vi -dua lität erreicht.JULIA NEIGEL: Ab wann ist eine Kompo si -tion eine Komposition und als solche vollständigund definiert?GEMA: Der Zeitpunkt der Entstehung des urheberrechtlichenSchutzes lässt sich nur anhanddes Einzelfalls beurteilen. Schutzfähig ist ein Werkab dem Zeitpunkt, zu dem die notwendige In di -vidualität erreicht ist. Damit steht das Ur he ber -recht im Gegensatz zu den Leistungsschutz rech -ten, die aufgrund ihres wirtschaftlichen Charaktersschon kleinste Elemente einer Aufnahme schützenkönnen. Starre Vorgaben, wann die für dieEnt stehung eines Urheberrechts notwendige In -dividualität vorliegt, bestehen nicht. Die Schutz -fähigkeit ist jedoch von einer Perpetuierung aufeinem Trägermedium unabhängig. In der Regelwird der Schutz daher schon vor einer Platten auf -nahme bestehen. Formale Voraussetzungen fürdie Entstehung des urheberrechtlichen Schutzesan einem Werk bestehen nicht. So sind z.B.Musik werke unabhängig von ihrer Anmeldung beider GEMA urheberrechtlich geschützt.JULIA NEIGEL: Wie kann man Arrangeure beider Verteilung der GEMA-Ausschüttungenbe teiligen?GEMA: „Arrangements“ erlangen einen vom ur -sprünglichen Werk unabhängigen Urheber rechts -schutz, wenn sie über eine bloße Zusammen stel -lung mit landläufigen Abweichungen und Über -leitungen hinausgehen und durch den Ein satzmusi kalischer Gestaltungsmittel schöpferischeEigenart aufweisen (Loewenhein, in: Schricker/Loeweneheim, UrhG, 4. Aufl. 2010, § 3 Rdnr. 28).In diesem Fall entsteht ein Bearbeiterur he ber recht.Das „Arrangement“ unterscheidet sichinsoweit von einem in Miturheberschaft ge -schaffenen Werk im Sinne des § 8 UrhG,als sich die Bear beitung auf ein bereits fertiggestelltes,schutzfähiges Werk bezieht.Voraussetzung der Mitur he berschaft istdagegen eine „einheitliche Schöp fung“, dasheißt, das Werk muss als solches ge mein -schaftlich durch gewollte Zusammen ar beitder Miturheber entstehen.Im Verrechnungsverfahren nach dem Ver tei -lungsplan der GEMA für das Aufführungs- undSenderecht wird der Druckbearbeiter beteiligt, d.h.ein Bearbeiter, der ein Werk für eine bestimmteBesetzung bearbeitet, wobei die Bearbeitung fürden Druck vorgesehen ist. Im Verteilungsplan fürdas mechanische Vervielfältigungsrecht wird derBearbeiter urheberrechtlich geschützter Kompo -sitionen hingegen nicht beteiligt.Der Spezialbearbeiter, der dem Werk die füreine bestimmte Besetzung geeignete Form füreinen speziellen Zweck (Sendung, Inter net nut -zung oder Ton trägeraufnahme) verleiht, wird hingegenim Schät zungsverfahren der Bearbeiterberücksichtigt.Bearbeitungen urheberrechtlich freier Werkewerden stets im Verrechnungsverfahren nachdem Verteilungsplan für das Aufführungs- undSenderecht und dem Verteilungsplan für das me -chanische Vervielfältigungsrecht berücksichtigt.JULIA NEIGEL: Welche Beteiligung hat einProduzent, der bei einem Album auf das vor -handene Werk Einfluss nimmt? Wird er be -teiligt, wenn das Werk in Text und Me lo dienicht verändert wurde?GEMA: Der Begriff des Produzenten wird imMusik recht für unterschiedliche Funktionen ge -braucht. Der sogenannte künstlerische Pro du -zent, d.h. der Produzent, der eine Produktionklang lich im Sinne einer Musikregie (kreative Tätig -keit) begleitet, kann ein Recht als ausübenderKünstler nach §§ 73 ff. UrhG erwerben. DieseRechte werden nicht von der GEMA, sondernvon der GVL wahrgenommen.Der Erwerb einer Urheberschaft setzt hingegenein schöpferisches Mitwirken an der Kom -po sition oder an dem Text voraus.Sofern der Produzent lediglich wirtschaft lich/organisatorisch tätig wird, ist er in der Regel alsTonträgerhersteller über §§ 85 f. UrhG geschützt.Die Rechte des Tonträgerherstellers werden eben -falls von der GVL wahrgenommen.musiker MAGAZIN 2/2013


MUSIKBUSINESS 41JULIA NEIGEL: Können die bei der Schöp -fung mitwirkenden Personen Absprachenüber die Urheberschaft treffen und wie verhältes sich dabei bei einem Verzicht einesEinzelnen?GEMA: Das Urheberrecht entsteht unabhängigvon vertraglichen Absprachen in der Person desSchöp fers (oder als Miturheberschaft in den Per -sonen der Schöpfer). Es kommt also darauf an,wer tatsächlich schöpferisch tätig war. Diese Tä -tig keit ist vertraglichen Absprachen nicht zu gäng -lich. Auch für die Frage, ob die für den urheber-rechtlichen Schutz notwendige Individualität vorliegt,sind etwaige Vereinbarungen unbeachtlich.Auf das Urheberrecht als solches kann ausrechtlichen Gründen nicht verzichtet werden. Aller -dings kann der Urheber sämtliche Verwertungs -rechte übertragen, sodass nur noch persönlichkeitsrechtlicheBefugnisse – z. B. das Recht, Ent -stellungen seines Werkes zu verbieten – bei ihmverbleiben.Im Falle einer Miturheberschaft (mehrere Kom -ponisten) kann ein Miturheber zugunsten einesanderen Miturhebers auf seine Verwertungs rechteverzichten. Der Verzicht erfolgt durch Erklä runggegenüber den anderen Miturhebern (möglichstschriftlich). Er erstreckt sich allerdings nicht aufdas Urheberpersönlichkeitsrecht und die gesetzlichenVergütungsansprüche (z. B. Ansprücheaus privater Vervielfältigung gem. §§ 53ff. UrhG).Die GEMA bewirkt ihre Ausschüttungen andiejenigen Mitglieder, die ihr aufgrund der Werk -anmeldungen als Empfangsberichtigte bekanntsind. D.h. die GEMA überprüft nicht und kannnicht überprüfen, ob es sich hierbei tatsächlichum die Schöpfer der jeweiligen Werke handelt.Macht ein Berechtigter bei der GEMA geltend,dass er zu Unrecht nicht als Empfangsbe rech tig -ter eingetragen ist, sperrt die GEMA die Aus -schüttungen, bis eine Einigung zwischen denBetroffenen erfolgt ist oder ein rechtskräftiges Urteilvorliegt. Die Klärung der Rechtslage obliegt alsoden Berechtigten.JULIA NEIGEL: Wann hat ein Autor dasRecht, die Veröffentlichung eines Werkes zustoppen und aus welchen Gründen?GEMA: Dem Urheber steht nach § 12 UrhG dasRecht zur Erstveröffentlichung seines Werkes zu,d. h. das Recht, es der Allgemeinheit zugänglichzu machen. Dieses Recht ist Teil des Urheber -per sönlichkeitsrechts und wird nicht von derGEMA wahrgenommen. Nach einmaliger Ver -öffen t lichung des Werkes ist das Ver öffent li -chungs recht „erschöpft“. Es schließt sich dieFrage an, inwieweit der Urheber nach erfolgterVeröffentlichung die weitere Verwertung desWerkes unterbinden kann. Soweit er die Nut -zungs rechte der GEMA durch Abschluss desBerechtigungsvertrages übertragen hat, kann erdie Verwertung für die Laufzeit des Berech ti gungs -vertrages nicht mehr unterbinden, da die GEMA


42 MUSIKBUSINESSnach § 11 des Urheberrechtswahrnehmungs ge -setzes (UrhWG) zur Lizenzierung der von ihr wahr -genommenen Rechte verpflichtet ist. Sofern inder Verwertung eine Verletzung des Urhe ber -persönlichkeitsrechts liegt (z. B., indem das Werkentstellt wird), kann der Urheber allerdings weiterhinaus eigenem Recht vorgehen. Aus Gründendes Urheberpersönlichkeitsrechts lässt der Be -rechtigungsvertrag dem Urheber auch die Möglichkeit,über die Verwendung seines Werkes zuWerbezwecken, Klingeltönen und (soweit es sichnicht um Eigen- und Auftragsproduktionen desFernsehens handelt) in Filmen zu entscheiden.Sofern der Urheber kein GEMA-Mitglied ist,hängen seine Befugnisse von den entsprechendenVereinbarungen mit den Verwertern ab.JULIA NEIGEL: Wenn eine Band live covert,muss sie die Autoren des Werkes vorherfragen?GEMA: Sofern eine Band bei einemLive-Auftritt die Werke anderer Auto -ren covert, benötigt sie hierfür zumindestdie entsprechenden Auffüh -rungs rechte. Diese werden nicht vonden Auto ren, sondern von der GEMAwahrgenommen. Die Rechte sind inder Blankettlizenz, die die GEMA demVeranstalter erteilt und die für denAuf tritt der Band ohnehin benötigtwird, enthalten. Sofern Kompositionund Text unverändert wiedergegebenwerden, ist daher allein die Lizenz derGEMA ausreichend.Allerdings ist zu beachten, dass dasAuffüh rungsrecht nicht zu einer Bear -beitung des Werkes berechtigt. DasBearbeitungsrecht wird nicht von denVerwertungsgesellschaften wahrgenommen, sondernsteht den Autoren individuell zu, die es in derRegel von einem Verlag wahrnehmen lassen.Die Komposition und der Text dürfen daherauf Grundlage der GEMA-Lizenz nicht verändertwerden. Sofern eine Änderung beabsichtigt ist,ist die Einwilligung des Verlages bzw. des Urhe -bers einzuholen.JULIA NEIGEL: Wie verhält es sich, wenneine Band gar eine Aufnahme damit veröffentlicht?GEMA: Für die Veröffentlichung der Aufnahmebenötigt die Band das Vervielfältigungs- und dasVerbreitungsrecht. Beide Rechte werden grund -sätzlich von der GEMA wahrgenommen. Es bedarfinsofern einer Lizenzierung des konkreten Ton -trägers durch die GEMA. Die Rechte sind nichtvon der Blankettlizenz für die Aufführung umfasst.Eine Zustimmung des Urhebers bzw. des Ver -lages ist wiederum nur dann erforderlich, wenndie veröffentlichte Fassung des Werkes eine Be -arbeitung darstellt. Ist diese zweifelhaft, sollte zurVorsicht diese Zustimmung eingeholt werden.JULIA NEIGEL: Wie verhält es sich, wenneine Band ein Video damit machen will?GEMA: Für die Herstellung des Videos benötigtdie Band das sogenannte Filmherstellungsrecht,das ebenfalls von der GEMA wahrgenommenwird. Aufgrund des persönlichkeitsrechtlichen Be -zugs besteht hier aber eine Besonderheit: DasFilmherstellungsrecht ist der GEMA in § 1 i Abs.1 des Berechtigungsvertrags „auflösend bedingt“»Der Begriff des Plagiatsbedeutet, dass jemand behauptet,der Urheber eines Werkes zu sein,obwohl er diestatsächlich nicht ist.Dies gilt unabhängig davon, ob essich um ein Sprach werkoder ein Werk der Musik handelt.In beiden Fällen liegt einPlagiat vor.«eingeräumt, d.h. der Berechtigte hat in jedemEinzelfall die Möglichkeit zu entscheiden, ob erdas Filmherstellungsrecht selbst wahrnehmenmöchte. In der Praxis informiert die GEMA daherden Berechtigten über eine Lizenzierungs an frage.Sofern dieser nicht innerhalb einer Frist von vierWochen (bei subverlegten Werken drei Monate)der Lizenzierung durch die GEMA wider spricht,räumt die GEMA dem Nutzer das Recht nachAblauf der Frist ein. Andernfalls (bei Wider spruch)erfolgt die Lizenzierung durch den Be rechtigtenselbst.Die für die der Herstellung folgende Nutzungdes Videos (Vervielfältigung, Verbreitung, Sen dung,öffentliche Zugänglichmachung im Inter net etc.)erforderlichen Rechte werden wiederum von derGEMA wahrgenommen, müssen also durch dieselizenziert werden.JULIA NEIGEL: Ab wann spricht man beieinem Werk von einem Plagiat – bei einerKom position und/oder bei einem Text?GEMA: Der Begriff des Plagiats bedeutet, dassjemand behauptet, der Urheber eines Werkes zusein, obwohl er dies tatsächlich nicht ist. Dies giltunabhängig davon, ob es sich um ein Sprach -werk oder ein Werk der Musik handelt. In beidenFällen liegt ein Plagiat vor.Eine sogenannte freie Benutzung eines ge -schützten Werkes (§ 24 Abs. 1 UrhG), die nichtder Zustimmung des Urhebers bedarf, liegt hingegenvor, wenn die dem geschützten älterenWerk entnommenen individuellen Züge gegenüberder Eigenart des neugeschaffenen Werkesverblassen. Im Be reich der Musik be -steht jedoch insofern eine Be son -derheit. Es gilt der sogenannte starreMelodienschutz gemäß § 24 Abs.2 UrhG: Bei einer erkennbaren Übernahmeeiner Melodie bedarf es stetsder Zustimmung des Ur hebers desälteren Werkes.JULIA NEIGEL: Wie ist es am sinn -vollsten, beim Songschreiben mitmehreren Leuten die Autoren fest -zuhalten?GEMA: Zu Beweiszwecken kann essinnvoll sein, ein Protokoll über dieBei träge der einzelnen Teil nehmer zuführen und dies anschließend von allenBeteiligten unter Angabe von Ort undDatum unterschreiben zu lassen.JULIA NEIGEL: Wie schützt man ein Werk,bevor es veröffentlicht ist, vor Missbrauch?GEMA: Sobald die Komposition abgeschlossenist, sollte sie niedergeschrieben und mit Unter -schrift und Datum versehen werden. Um einesichere Beweismöglichkeit zu haben, kann mandie entsprechende Niederschrift bei einem Notarhinterlegen. Alternativ, aber mit geringerem Be weis -wert, können Zeugen hinzugezogen werden.INTERVIEW: JULIA NEIGEL(MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VONJULIA NEIGEL UN DER GEMA)FOTOS: CHRISTIAN BARZ,© PICSFIVE/FOTOLIA.COM,© DENIS JUNKER/FOTOLIA.COMmusiker MAGAZIN 2/2013


44 MUSIKBUSINESSDIEZUKUNFTDERMUSIK„Legale“ digitaleDistributionEine Reihe von digitalen Online-Musikver -triebs diensten wurde 2003 und 2004 lanciert,darunter iTunes, Rhapsody, Musicmatch,BuyMusic, Wippit, OD2, Sony Connect, Wal-Mart Music Down loads und der neue Napster.Und weitere werden zweifelsohne folgen, inklusiveMSN und Virgin Digital. Während wir diesschreiben, bietet iTunes ungefähr 700 000 autorisierteMusic Tracks online an (nur USA und Groß -britannien). Außerhalb der USA und Groß britannienwerden weniger Tracks angeboten aufgrund vonLizenzierungs an gelegenheiten und Gebietsbe -schrän kungen, die in den meisten Ländern gelten.Dies macht weniger als acht Prozent des aktivenSong-Universums (geschätzte acht Millionen)aus und ist weniger als ein Prozent des verfügbaren,weltweiten Musik kataloges (geschätzte 50Millionen Aufnahmen). Es ist ein recht guter Start,aber noch kaum konkurrenzfähig mit den virtuellenMega-Sammlungen mit Millionen von Tracks,die von den führenden P2P-Tauschbörsen undihren „Darknet“-Gegen stücken, obgleich unautorisiert,angeboten werden.Man vergleiche diese Zahlen mit den bescheidenen10 000 CD-Titeln, die in einem durchschnittlichenPlattenladen irgendwo auf der Weltgeführt werden, und es ist leicht verständlich,warum der digitale Musikvertrieb, ob legal odernicht, für die Benutzer so anziehend ist. Die P2P-Archive von KaZaA bieten an einem durchschnittlichenTag mehr als zehn Millionen Dateienan, die online getauscht werden, und dies ist nureiner von vielen P2P-Diensten, deren Zahl trotzder Klagen und der angstmachenden Öffentlichkeits-Kampagnenimmer größer wird.»Inhalt ist King, der Kunde ist King Kongund der Service ist Godzilla.«In diesen Zahlen bestätigt sich Metcalfs digitalesNetwork-Mantra: „Die Leistung eines Netz -werkes ist exponentiell zu der Anzahl seinerBenutzer.“ Jedes Content-Vertriebssystem, dasauf einem Zentralserver basiert, wird da schwermithalten können.Zur gleichen Zeit hat das Internet endlich einewirklich kritische Masse erreicht, wenigstens inden meisten westlichen Nationen. Fast 60 Pro -zent der amerikanischen, 75 Prozent der deut-schen und 82 Prozent der finnischen Bevölke -rung sind online. Jupiter Research sagt voraus,dass Online-Musik im Jahr 2008 26 Prozent desgesamten amerikanischen Markts und fünf Pro -zent des europäischen ausmachen wird. Jupiterprognostiziert auch, dass die USA die welt weiteUmwandlung zu legitimer, digitaler Online-Musik -dienste anführen wird und dass Europa undandere Gebiete auf der Welt aufgrund der hohenP2P-Nutzungsraten und wegen Lizen zie rungs -pro blemen ein wenig zurückliegen werden.Selbst dann – der digitale Vertrieb wird gemäßJupiter Research nur 50 Prozent der Online-Aktivitäten ausmachen. Die anderen 50 Prozentder Aktivitäten werden aus dem Verkauf vonüber das Internet bestellten physischen Warenbestehen. Des Weiteren sagen sie voraus, dass75 Prozent dieser Aktivitäten Downloads voneinzelnen, von À-la-carte-Tracks oder verpackterWerke (Alben) ausmachen werden, und 25Prozent werden auf Abonnements basieren (dasheißt Pau schalen für Mengen-Downloads).Damit all dies eintreffen kann, müssen sich dieKunden allerdings daran gewöhnen, für Online-Musikdienste zu zahlen und sich von den heuteweitverbreiteten „Gratis“-Musiknetzen entfernen.Wenn die Plattenfirmen von den Menschen er -musiker MAGAZIN 2/2013


MUSIKBUSINESS 45warten, für Musik zu zahlen, dann müssen sie esviel einfacher, bequemer und lohnenswertermachen, Musik zu kaufen, anstatt sie zu stehlen,und eine Menge anderer Werte hinzufügen, umwettbewerbsfähig zu sein. Es ist so oder so eherunwahrscheinlich, dass „Inhalte“, die lediglich ausMusik bestehen, einen ausreichenden und nachhaltigenErtragsfluss bringen. Daher wird Cashzusätzlich aus der Werbung, dem Sponsoring,dem Verkauf von Fanartikeln und indirekt vonDatamining und anderen Auswertungen im „BigBrother“-Stil kommen.Dennoch hat der iTunes Music Store großesPotenzial gezeigt, aber es bleibt zu beobachten,ob Apple in der Tat jemals mit dem „Inhalt“ selberGeld machen kann, anstatt die Musik zu benutzen,um seine Hardwareverkäufe zu fördern. Bei Applezeichnen sich eine Reihe von Heraus forderungenab. Zum Beispiel, die iPods preislich konkurrenzfähigzu halten, während andere Anbieter ihreOnline-Shops und portablen Music Player in denMarkt einführen. Dies wird sehr schwierig für einUnternehmen werden, das an hohe Gewinn -spannen mit eigenen Produkten gewöhnt ist.Die andere Herausforderung ist, relevant zubleiben. Musik wird gegenwärtig und nicht aneinen einzelnen Anbieter gebunden sein. Vor 2004hat sich Apple standfest geweigert, den iPod fürKompatibilität mit anderen Online-Diensten zuöffnen, da man wie bei Macintosh die Kontrolleüber eine Grundtechnik bevorzugte. Man kannApple zugutehalten, dass sich der Konzern 2004Bisher waren die Bemühungen von Big Music,digitale Musik anzubieten, bestenfalls experimen -tell und keiner der legitimen Dienste ist bisherrichtig in Schwung gekommen. Bis zur Ein füh -rung der Apple iTunes Music Stores wurden nurein paar Millionen Tracks legal heruntergeladen,und sogar Apples 100 Millionen legale Down loadszur Zeit, als wir dieses Buch schreiben, sind verglichenmit den Milliarden Downloads in den P2P-Netzwerken bloß ein Wassertropfen im Ozean. Wieviele Menschen werden letzten Endes 10 000US-Dollar ausgeben, um ihre iPods mit 10 000Tracks aufzuladen?Idee und Foto: Christian Raith, Agentur: www.milk-and-honey.deMit uns treffen Siesicher denrichtigenTON!Versicherungen für alle Eventualitäten®Eberhard, Raith & Partner GmbH · Assekuranz Makler · Trappentreustr. 1 · D-80339 MünchenTelefon +49-(0)89-54 01 63-0 · info@erpam.com · www.erpam.com®


46 MUSIKBUSINESSmit Hewlett Packard (HP) und Motorola zu sam -mentat, um die iTunes-Technologie in HP-MarkeniPodsund Motorola-Markenmobil tele fonen einzubauen.Dieser Strategiewechsel könnte ApplesMusiktechnologien gegenüber den Mit bewerbernvoranbringen. Der Motorola-Deal wird die iTunesMusic Player in die Hände von buchstäblich Mil li -onen potenziellen Apple-Kunden legen.Während bei Apple einerseits alles gut zu laufenscheint und man das digitale Dateiformat mitanderen Geräten kompatibel macht, befindet mansich andererseits im Krieg mit Sony, Real Net -works und Microsoft, da alle vier ihre eigenen pro -prietären Dateiformate forcieren. Dementsprechendgibt es eigentlich keinen digitalen Format-Standard unter den bestehenden Online-Shops.Microsoft hat diesbezüglich bislang noch nichtwirklich Gas gegeben, aber es bleibt abzuwarten,welches Format sich letztendlich durchsetzt.so wie das Brennen von CDs an, während andereein eher gemischtes Vorgehen bevorzugen undStreaming, Playlisten-Tausch, Downloads und CD-Brennen in verschiedenen Abonne ments bündeln.Bezogen auf die Kataloggröße konkurriertim Grunde wohl keiner dieser bezahlten Dienstemit dem, was bereits gratis von den verachtetenP2P-Anbietern verfügbar ist, wodurch sich einegroße Aufgabe für die legalen Digital-Music-Pro-nen den Vertrieb nicht länger so kontrollieren, wiewir es gewohnt sind.“Chairman Nobu hat den Nagel auf den Kopfgetroffen. In seinem Modell ist die Kontrolle vermindert,die Liquidität erhöht, und es fließt mehr Geld.Anders als in den guten Tagen, als 100 Pro zentder Einnahmen aus dem Verkauf von „Inhalten“stammten, liegt heute der Schlüssel zu einemneuen, gesunden Musikbusiness in dem Ver -Im Juli 2004 gab Real Networks den DRM-Übersetzer Harmony heraus, eine Version vonReals Rhapsody, mit der Kunden Dateien herunterladenund auf allen gängigen Playern inklusivedem iPod spielen können. Apple holte sofortzum Gegenschlag aus und behauptete, Real habedas Apple-Fair-Play-Dateiformat gehackt unddamit möglicherweise das DMCA verletzt. Einesist jedoch klar: So lange es die digitalen Musik an -bieter nicht geschafft haben, sich auf ein universellgültiges, digitales Dateiformat zu einigen, dasauf allen Playern läuft, so lange wird es für denlegalen Downloadmarkt unmöglich sein, durchzustarten.Bis dahin wird MP3 das Standard for -mat bleiben, und die Gratis-Musikdownloads werdenunangefochten an erster Stelle stehen.Andererseits mag das alles gar nicht so schlechtfür die Musik sein, denn Musik zu verkaufen istnicht nur eine Frage des Vertriebs. Es geht umLeistung und Wert und viel mehr, als einen be -stimmten Track auf einem Server zugänglich zumachen. Eine CD in ein Regal zu stellen und daraufzu warten, dass die Kunden vorbeikommenund sie kaufen, ist eine Sache. Aber einen Trackauf eine Internetseite zu stellen und darauf zuwarten, dass die Kunden vorbeikommen und ihnherunterladen und dafür zahlen, ist etwas anderes.Es funktioniert einfach nicht auf die gleicheWeise. (Inhalt wird sich letzten Endes nicht alsder King herausstellen. Wie heißt es doch: „Inhaltist King, der Kunde ist King Kong und der Serviceist Godzilla.“ Wir meinen, dass dieses Prinzip diedigitale Musiknetzwerke bestimmen wird.)Einige der bestehenden digitalen Musik dienstebieten Einzeltrack- und Albumdownloads eben-jekte anbahnt. Die wichtigsten Vorteile von be zahl -ten und legalen Downloads, die vom aktuellenAnbieterbestand angeboten werden – besondersjene mit Maximen wie „garantierte Daten -qualität, virusfreie Songs und keine Werbung“ (jagenau) –, könnten allerdings nicht ausreichen, umdie Mehrheit der Kunden zufriedenzustellen.Nachfolgend ein sehr passender Kommentarvom Strategen und Chairman der Sony Corpo -ration Nobuyuki Idei aus der Los Angeles Timesim Juli 2002:„(Die Plattenfirmen) müssen ihre Denkweise vonAlbumverkäufen weglenken und sich vorstellen,sie verkaufen Singles so günstig wie möglich überdas Internet – sogar für 20 oder zehn Cents –und fördern Filesharing, um Kleinstbeträge fürdiese Dateien einnehmen zu können. Die Musik -industrie muss sich selber neu erfinden. Wir kön-stän dnis, dass der Verkauf nur von Musik/Inhaltin der Zukunft wahrscheinlich weniger als 50Pro zent zum Endresultat beitragen wird. Der Restwird aus Werbung, Sponsoring und dem Ver -kauf von verwandten Produkten und Dienst leis -tungen kommen.TEXTQUELLE: MUSIKMARKTFOTOS: © SERGEY NIVENS/FOTOLIA.COM,APPLEMit freundlichem Dank anden Musikmarkt Verlag.Musikmarkt VerlagDavid Kusek/Gerd Leonhard:Die Zukunft der MusikISBN: 3-9811024-0-1musiker MAGAZIN 2/2013


MUSIK & RECHT 47DASCOPYRIGHTSYNDROMVorsicht mit dem ©in Logos oder Firmennamen!Die Rechts anwältin Marion Janke, spezialisiertauf EDV- und Computerrecht sowie na -tionales und internationales Urheberrecht, informiertSie, was es mit dem Copyright auf sich hat.Das Copyright-Zeichen © ist auf nahezu allenDruckerzeugnissen sowie auf nahezu jeder Web -seite zu finden. Immer häufiger wird das © aberauch an Logos und Firmennamen angebracht.Das Copyright-Zeichen © hat sich zu einem beliebten „Anhängsel“ vieler Logosund sogar Produkt- und Firmenbezeichnungen entwickelt. Vielen Nutzern diesesZeichens ist dabei oft nicht bewusst, dass sie sich mit der unsachgemäßenVerwendung des ©-Zeichens rechtlich in einer Grauzone bewegen – und leichtdas Opfer eine kostenpflichtigen Abmahnung werden können ...Das ist neu und wirft die Frage auf, inwieweit dieVerwendung des Zeichens rechtlich relevant ist.Ursprünglich stammt das Zeichen aus demanglo-amerikanischen Rechtskreis und signalisiertdort, dass das gekennzeichnete Werk imCopy right Office des Patent-und Markenamteseingetragen und somit urheberrechtlich geschütztist. Eintragung und Anbringen des sogenanntenCopyright-Vermerks (copyright-notice) waren inden USA noch bis 1989 Voraussetzung, umSchutz nach dem Copyright Law zu erhalten.Gekennzeichnet wurde und wird das Jahr derEintragung sowie diejenige natürliche oder juristischePerson, der das „right to copy", also derwirtschaftlichen Verwertung des Werkes, gehören.Die Eintragung und Kennzeichnung ist zwarMehr als nur einfache Stecker. Inall unseren Produkten steckenmehr als 35 Jahre Fachwissenund unsere ganze Leidenschaft.Egal ob Rockband,Bühnenbeleuchtung oderFernsehstudio – Neutrikbietet für jedeAnwendung innovativeSteckverbindungslösungen.Leidenschaftgepaart mit Perfektion.Join us on facebook www.neutrik.com www.experience-neutrik.com®


48 MUSIK & RECHTDAS © IST NICHTEigenschaft und die Rechte des Werbenden, wieUNGEFÄHRLICHseine Identität und sein Vermögen, seine geistigenEigentumsrechte …“ Kennzeichnet eine AgenturDer neue Trend, das © an Logos ihren Fantasie-Firmennamen nun mit einem ©,oder an Geschäfts bezeich nungen wird signalisiert, dass der Name urheberrechtlichanzubringen, ist jedoch recht lich geschützt ist. Da dies aber, wie oben beschrieben,nicht ganz unbedenklich. Zwar könnensowohl Logos als auch Ge - nicht der Fall sein dürfte, stellt der Ur he ber vermerkbei einfachen Logos oder Schrift zü gen oftmalsschäfts bezeichnungen rechtlich ge - eine falsche Angabe über den Wer ben den dar.schützt oder schutzfähig sein. Sofern Dies könnte als irreführende Werbung oder alsLogos hinreichend kreativ sind und in ihrer unzulässige Behinderung des Wettbe werbs ge -wertet und wettbewerbswidrig sein.Fraglich ist jedoch ob eine An gabeüber ein nicht bestehenden Ur he -berrecht an einem Logo oder einemFirmennamen sich über haupt spürbarnach teilig auf den Wett bewerbauswirkt. Das wird in jedem Ein zel fallgesondert zu überprüfen sein.»Nach dem deutschen Urheberrechts ge setzentsteht der Urheber rechts schutz automatischmit Vollendung eines Werkes. Die Ver wen dungdes © ist also gar nicht erforderlich.«auch in den USA nicht mehr Voraus set zung, umUrhe berschutz an sich zu erlangen, wohl aber Vo -r aus setzung, um Schadensersatz aus einer Ur -he berrechtsverletzung erfolgreich einklagen zukönnen.RECHTLICH NICHT NOTWENDIG,MANCHMAL ABER SINNVOLLIn Deutschland ist weder eine Eintragung nocheine Kennzeichnung eines Werkes Voraus set -zung dafür, dass es urheberrechtlichen Schutzgenießt. Nach dem deutschen Urheberrechts ge -setz (und mittlerweile nach den Urhebergesetzender meisten Staaten) entsteht der Urheber rechts -schutz automatisch mit Vollendung des Werkes,also bspw. mit Fertigstellung eines Romans, einesBeitrages, einer Fotografie oder eines Musik -werkes. Nach unserem Recht ist die Ver wen dungdes © also gar nicht erforderlich. Die Rechte desUrhebers sind gleichwohl geschützt.Was daraus folgt, ist nicht allen bewusst: Alleindas Abringen eines Copyright-Vermerks führtkeines falls dazu, dass ein Logo oder ein Schrift -werk plötzlich vom Urheberrechtsgesetz ge schütztwird. (Juristen würden sagen, das Zeichen ist fürden Urheberschutz nicht konstitutiv.) Vielmehr istdie Schutzfähigkeit ist eine sogenannte Rechts -frage, d. h. sie kann abschließend nur von einemGericht beantwortet werden.Gleichwohl ist der Copyright-Hinweis geradebei der Nutzung geschützter Werke im Internetsinnvoll und empfehlenswert. Denn er signalisiertfür alle, die es sehen wollen, dass bspw. auf einerWebseite möglicherweise geschützte Fotos,Texte oder Gra fi ken etc. ver wendet werden.Ge stal tung über den Durchschnitt herausragen,das heißt eine gewisse Schöp fungs höhe erreichen,sind sie vom Urheberrecht erfasst. Das istaber längst nicht bei jedem Logo der Fall! Dahersind die Logos großer Hersteller regelmäßig alssogenannte Bildmarke oder Wort-/ Bildmarke ein -getragen und damit markenrechtlich geschützt.Der Urheberrechtsschutz ist vom Markenschutzgänzlich unabhängig.Für eine Geschäftsbezeichnung, also den Na -men einer Firma, könnte Marken-, aber nicht Ur -he berschutz gegeben sein. Die eigentlichen Wortebzw. Zeichen eines Firmennamens, seien sie auchnoch so kreativ, fallen nicht unter das Urhe ber -gesetz. Geschützt ist nicht, was dargestellt wird(also nicht die Worte und Zeichen an sich), sondernwie etwas dargestellt wird (also bspw. miteinem besonders kreativen Schriftbild oder in Ver -bindung mit Grafiken oder Ähnlichem).Aber: Allein die Bezeichnung „super print 4 U“in geschwungener pinker Schrift diagonal in neon -gelbem Quadrat mag zwar ansprechend aussehen,die nötige Schöpfungshöhe erreicht sie wohlnicht. Ob der Schöpfer für diese Kreation ur he -ber rechtlichen Schutz beanspruchen kann entscheidetim Zweifel allein der Richter, nicht jedochjeder einzelne allein durch Anbringen des drittenBuchstabens im Alphabet.Nicht nur, dass das © nach deutschem Rechtkeinerlei Wirkung hat – seine willkürliche Ver wen -dung an Logos und Firmennamen könnte zueinem Wettbewerbsverstoß führen. Denn nach§ 5 Absatz 2 Nr. 3 des Gesetzes gegen denUnlauteren Wettbewerb (UWG) kann eine Wer -bung irreführend und damit verboten sein, in derfalsche Angaben gemacht werden über „die ge -schäftlichen Verhältnisse, insbesondere die Art, dieSofern ein Mitbewerber sich von dieser falschenRechteangabe gestört fühlt (oder nur mal einenGrund für einen Rechtsstreit sucht …), kann erdagegen mit einer Abmahnung vorgehen. In einemAbmahnschreiben wird man regelmäßig vonAnwälten über den Rechtsverstoß informiert undmehr oder weniger freundlich aufgefordert, eineUnterlassungserklärung abzugeben, Schadens er -satz und die mit der Abmahnung entstandenenAnwaltskosten zu zahlen. Dies lässt sich jedochleicht vermeiden, indem auf den – ohnehin unwirksamen– Copyright-Vermerk in der Geschäfts be -zeichnung verzichtet wird.FAZIT:ERST PRÜFEN, DANN SICHERN!Wer wirklich sichergehen will, dass er umfassendeSchutzrechte für sein Logo oder seinenProdukt- bzw. Firmennamen erlangt, der sollte sichzunächst über eine Recherche beim DeutschenPatent- und Markenamt vergewissern, dass nichtbereits Dritte über Schutzrechte für den Begriff/das Logo verfügen. Bei komplexen Recherchenkann es sinnvoll sein, einen Rechtsanwalt mitdieser zu beauftragen. Ggf. können hierbei auchdie Datenbanken internationaler Patentämterabgefragt werden. Wenn gewähleistet ist, dassdas eigene Logo nicht bereits „vergriffen“ ist, solltedas Logo oder der Begriff als Marke angemeldetwerden. Erfüllt das Logo/der Begriff die Voraus -setzungen für eine Markenanmeldung, dann gibtes das begehrte ®.TEXTQUELLE: RA MARION JANKE, MLE(Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht)WWW.MEDIENRECHT-URHEBERRECHT.DEFOTOS: © ALLEBAZIB/FOTOLIA.COMmusiker MAGAZIN 2/2013


MUSIK & RECHT 49VERUNTREUEN VERWERTUNGSGESELLSCHAFTENGELDER DER URHEBER?Interview mit Dr. Martin Vogel, dem Kläger in einem Musterprozessgegen die VG WortIm April 2013 verhandelte das OLG Mün -chen über die Berufung der VG Wort gegenein Urteil des Landgerichts München. Das hatteeiner Klage von Dr. Martin Vogel recht ge gebenund entschieden, dass zwei wesentliche Bestim -mungen der Verteilungspläne Wissen schaft derVG Wort rechtswidrig sind und deshalb bei derBerechnung seiner Vergütung nicht zugrundegelegt werden dürfen.Herr Dr. Vogel, worum geht es in dem Pro -zess, den Sie führen?DR. MARTIN VOGEL: Zunächst geht es darum,dass die VG Wort 50% des Aufkommens ausder Vergütung für die Privatkopie verlegter Werke –nach meiner Auffassung ohne Rechtsgrundlage –an die Verleger dieser Werke ausschüttet. Dabeiwerden den Urhebern von der VG Wort jährlichca. 30 Mio. Euro vorenthalten.Ferner habe ich eine Vorschrift der Vertei lungs -pläne Wissenschaft der VG Wort angegriffen, nachder drei, vorher vier, Berufsverbände wissenschaftlicherAutoren jährlich insgesamt 240 000 Euro (bisvor ca. drei Jahren 280 000 Euro) erhalten – ohneeine nach den Statuten der VG Wort geboteneWerkmeldung und entgegen dem Abtretungs -verbot des § 63a des Urheber rechts gesetzes.Diese Praxis wurde von der staatlichen Auf -sichtsbehörde, dem Deutschen Patent- undMarken amt, gebilligt, obwohl es sich dabei umeine reine Gefälligkeitszahlung handelt, mit dersich die VG Wort unter den Mitgliedern dieserVer bände und ihren Vertretern im AufsichtsratFreunde schafft.Mitglieder der in der VG Wort vertretenenBerufsverbände der Autoren, namentlichder Ge werk schaften ver.di und DeutscherJournalistenverband, haben sie persönlichund das Urteil des LG München scharf an -gegriffen. Dasselbe tat die VG Bild-Kunst.Die GEMA reagierte aufgeschreckt. Wie istdas zu erklären?DR. MARTIN VOGEL: Auf die Falschverteilung,die meines Erachtens letztlich eine Veruntreuungin großem Ausmaß darstellt, habe ich schon vorzehn Jahren und seither fortlaufend, freilich erfolg -los, hingewiesen.Man hat mir nicht abgenommen, dass ich wieangekündigt letztlich klagen würde. Endlich hatder Deutsche Journalistenverband noch versucht,die Klage abzuwenden, indem er mir als seinemMitglied den gebotenen Rechts schutz für diesesVerfahren verweigerte, um weiterhin vor seinenMitgliedern zu verheimlichen, dass auch er dafürgesorgt hat, dass die rechtswidrigen Bestim -mungen über die Verleger be tei ligung und überdie Zahlungen an die Berufsver bände nicht auf -gehoben werden.Bei GEMA und VG Bild-Kunst ist die Rechtslageähnlich wie bei der VG Wort. Der frühere Vorstandder VG Bild-Kunst hat wohl ebenfalls ge glaubt,eine Klärung der aufgeworfenen Fragen durch eineHetzkampagne gegen mich ver hindern zu können.Natürlich ist es nicht schön, unter Um stän dengerichtlich bescheinigt zu bekommen, Verun treu -ungen in Mil lio nen höhe be gangen zu haben,schon gar nicht, wenn man vorher so nach -drücklich auf die Rechtswidrigkeit der derzeitigen 2/2013 musiker MAGAZIN


50 MUSIK & RECHTVerteilungspraxis hingewiesen worden ist, wie diesin dieser Auseinander setzung geschehen ist.Sie tun gerade so, als wäre Ihre Rechts auf -fassung die einzig richtige.DR. MARTIN VOGEL: Jedenfalls habe ich auchim laufenden Rechtsstreit keine andere Rechsauf -fassung kennengelernt, die ernsthaft vertretbarwäre. Die VG Wort trägt hartnäckig vor, Interes -senvertreterin von Urhebern und Verlegern zusein. Damit überschreitet sie ihre Kompetenzen.Sie ist nicht Interessenvertreterin, sondern Treu -händerin, d. h. sie muss an diejenigen und nur andiejenigen, die ihr Rechte an ihren Werken übertragenhaben, anteilsmäßig ausschütten. Wer ihrkeine Rechte übertragen hat, kann auch nichtsbekommen. So einfach ist das.Verleger können einer Verwertungsgesell schaftseit dem Inkrafttreten des Urhebervertragsge setzesvon 2002 keine Rechte mehr übertragen, weilseither Vergütungsansprüche des Urhebers imVoraus nur noch einer Verwertungsgesellschaftübertragen werden können, also nicht an einenVerleger.Dasselbe gilt praktisch zeitgleich nach Unions -recht, wie der Euro päische Gerichtshof in seinemnational durch den laufenden Rechtsstreit berühmtgewordenen Luksan-Urteil entschieden hat. Na -tionales Recht ist im Lichte Europäischen Rechtsauszulegen. Daran führt kein Weg vorbei. Darankonnte auch eine Novellierung des § 63aUrheberrechtsgesetz im Jahre 2007 nichts mehrentscheidend ändern.Trotzdem ist Ihre Zuversicht erstaunlich.Beruht sie nicht angesichts Ihres persönlichenKostenrisikos eine gute Stück weit aufZweckoptimismus?DR. MARTIN VOGEL: Nein, ich habe mir dasProzessrisiko vor Einrei chung der Klage sehr gutüberlegt und bin bis heute von meinen rechtlichenÜberlegungen überzeugt. Genauso wie ichdavon überzeugt bin, dass diese Klage eingereichtwerden musste. Es gibt in Deutschland in -zwischen genügend gesetzwidrige Praktikenzugunsten privater Taschen. Auch wenn undgerade weil die Urheber und die Funktionäreihrer Ver bände aus naheliegenden Gründennichts dagegen getan haben, kann dies imInteresse einer rechtsstaatlichen Rechtskultur inder Bundesrepublik nicht hingenommen werden.Warum war für Sie denn die Klageerhebungso zwingend notwendig?DR. MARTIN VOGEL: In den letzten fast 25 Jahrenhabe ich mich sehr oft ehrenamtlich in den Dienstder Verbesserung der Rechtsstellung der Krea -tiven gestellt, wissenschaftlich und politisch, insbesondereaber auch durch die Erarbeitung vonGesetzesentwürfen, die als spätere Gesetze nichtzuletzt den Verwertungs gesell schaften viel Geld indie Kassen gespült haben.Umso mehr war ich betroffen, als die VG Wortebenso wie die GEMA und die VG Bild-Kunst die2002 in Kraft getretene Vorschrift des § 63a, nach»Es ist eben manchem politisch nicht opportun,eine Entscheidung zu treffen,die den Interessen der Verleger zuwiderläuft.«der zukünftig – unabhängig von einer be reits vorherhäufig praktizierten Vorausabtretung – Ur he -ber keine Vergütungsansprüche mehr an Ver legerab treten konnten, einfach ignorierten; und das,obwohl sie doch Treuhänder derjenigen und nurderjenigen sind, die ihnen Rechte übertragenhaben.Das heißt, sie sind diesen Berechtigten ge -genüber namentlich bei der Verteilung der eingenommenenGelder zur Beachtung von Gesetzund Recht verpflichtet sind. Was sich entgegendieser Treuhandverpflichtungen seither in der VGWort abgespielt hat, hatte mit einer treuhänderischenRechteverwaltung nichts mehr zu tun,sondern war unzulässige Interessenvertretung.Aber die Verwertungsgesellschaften berufensich auf die mehrere Jahrzehnte unangefochteneVerlegerbeteiligung und aufihnen günstige Stimmen in der einschlägigenjuristischen Literatur.DR. MARTIN VOGEL: Das sind bloße Nebel ker -zen. Die VG Wort ist im Jahre 1958 gegründetworden. Damals verwaltete sie nur Nutzungs -rechte der Urheber und Verleger, weil es gesetzlicheVergütungsansprüche noch nicht gab.Unter diesen Umständen war eine hälftige Tei -lung der Vergütung gesetzlich durchaus zulässigund faktisch auch geboten.Diese Verteilung wurde bei Einführung gesetzlicherVergütungsansprüche im Jahre 1965 beibehalten,obwohl der satzungsmäßige Grund -satz der hälftigen Teilung bei gesetzlichen Vergü -tungsansprüchen keine Anwendung finden durfte,weil diese originär dem Urheber zustehen undder Verleger sie zur Ausübung seiner verlegerischenTätigkeit im Unterschied zu den ihm eingeräumtenNutzungsrechten nicht braucht. DieVergütungsansprüche haben also mit der Ein -räu mung des Verlagsrechts nach nahezu ganzherrschender Meinung nichts zu tun. Die hälftigeVerteilung an die Verleger ist insoweit also rechts -widrig. Aber die Satzung der VG Wort lässt sichseit ihrem Bestehen nicht gegen die Stimmender Verleger ändern.Anderer Meinung sind im Wesentlichen diejenigenVertreter der Wissenschaft, die dies inzweifel los gut bezahlten Parteigutachten für Ver -wer tungsgesellschaften niedergelegt haben. Inmeinem Rechtsstreit hat die Gegenseite (bzw.die Verwertungsgesellschaften mit Verleger be tei -ligung) mittlerweile sechs Gutachten eingeholt.Dabei hat sie kein finanzielles Problem. Denn ihrstehen aus dem Aufkommen der Urheber unbegrenzteMittel zur Verfügung, sich bei der Ver tei di -gung der Verlegerinteressen mit wissenschaftlichenGutachten und mit juristischem Rat zu versorgen.Auch Wissenschaftler ohne Gut achtenaufträgehalten sich aus welchen Grün den auch immer mitkritischen Äußerungen zurück. Nicht anders verhältes sich mit den Rechts wissen schaftlern imVerwaltungsrat und im Vor stand der VG Wort, diees eigentlich besser wissen müssten.Aber sehen Sie Ihre Kritik nicht dadurch re -lativiert, dass die staatliche Aufsicht über Ver -wertungsgesellschaften, die das Deut schePatent- und Markenamt ausübt, trotz Ihrerdeutlich vertretenen Rechtsaufassung keinenGrund zum Einschreiten gesehen hat?DR. MARTIN VOGEL: Sie hätten recht, wenn mandavon ausgehen könnte, dass die staatliche Auf -sicht nicht politische Interessen verfolgen würde,nämlich die des ihr übergeordneten Justizminis -teriums, an dessen Weisungen sie sich gebundenfühlt. Die Aufsicht besteht seit einigen Jahren zwaraus sage und schreibe zwölf Beamten des höherenDienstes, die maßgeblichen Entschei dungenwerden aber vom Justizministerium ge troffen, unddieses folgt nicht dem Legalitäts-, sondern demOpportunitätsprinzip.Es ist eben manchem politisch nicht opportun,eine Entscheidung zu treffen, die den Interessender Verleger zuwiderläuft. Da lässt man - in derHoffnung, es wird doch nicht geklagt - den MartinVogel in das erhebliche Kostenrisiko einer Klagebis zum Bundesgerichtshof laufen, um sich soeiner bindenden Verpflichtung zur Intervention zuentziehen. Jedenfalls kann man dann behaupten,nicht das Ministerium, sondern der klagende Vogelist schuld an der Änderung der Verteilung.Warum soll denn dieses Verhalten der Auf -sichtsbehörde anstößig sein?DR. MARTIN VOGEL: Anstößig ist es deshalb,weil der Aufsichtsbehörde eine eigenständigemusiker MAGAZIN 2/2013


MUSIK & RECHT 51ge setz liche Verpflichtung obliegt zu prüfen, ob die Ver wertungsgesellschaftenihren treuhänderischen Pflichten nachkommen. Ist das nicht der Fall, muss sieeinschreiten. Denn die Aufsicht ist dafür eingerichtet, die finanziell schwachenUrheber davor zu bewahren, unter Übernahme eines erheblichen, in den meistenFällen nicht zu stemmenden Kosten risikos selbst klagen zu müssen.SELECTEDSOLID TOPSDieser gesetzlichen Verpflichtung kommt die Aufsicht aber nicht nach,wenn sie trotz der ihr seit zehn Jahren (dem Inkrafttreten des § 63a am01.07.2002) bekannten, eindeutigen Rechtslage zusieht, wie die VG Wort dieHälfte der den Ur hebern zustehenden Vergütung an eindeutig nicht berechtigteVerleger überweist. die Verleger bekommen bei der VG Wort Vergü -tungs anteile, ohne auch nur ihre Berechtigung behaupten zu müssen. Dies isteine Veruntreuung, der die Aufsicht nicht tatenlos zusehen darf. So steht esnun einmal im Gesetz. Trotzdem tut sie es.Wie erklären Sie sich das?DR. MARTIN VOGEL: Die Nichtbeachtung des Ge setzes ist der Amtsleitungdes DPMA und dem Justizministerium aus politischen Gründen gerade recht,und zwar nicht erst seit der derzeitigen Ministerin und der derzeitigen Patent -amts präsi dentin, auch bei ihren jeweiligen Vorgänger(inn)en war das nichtanders. Das ist nicht hinnehmbar. Deshalb ist meine Klage erforderlich.Aber sie werden sehen: Die Aufsicht, die meine Schriftsätze an dasGericht von Beginn an von der VG Wort erhält, weiß, dass die von ihrunterstützte Rechtsposition der Verwertungs ge sellschaften zugunsten derVerleger nicht mehr lange zu halten sein wird. Es ist deshalb zu er warten,dass die Aufsicht alsbald eine Ein hundert achtzig-Grad-Wende vollzieht,um eigenständig auf der obsiegenden Seite zu stehen und sagen zu können,aus eigenem Antrieb im In te resse des Rechts tätig geworden zu sein.Davon lasse sich blenden, wer wolle.Wäre dann nicht alles in Ordnung?DR. MARTIN VOGEL: Nein, denn wer ersetzt den Urhebern den Schaden,den sie in den vergangenen Jahren aufgrund der Untätigkeit der Aufsichterlitten haben? Ingesamt beläuft sich dieser Schaden, d. h. alle Falsch aus -schüttungen bei GEMA, VG Wort und VG Bild-Kunst in den letzten zehnJahren zusammengenommen, auf kaum weniger als 500 Mio. Euro. Abervielleicht sind Veruntreuungen in dieser Größenordnung wie so oft nur nochkleine Verfehlungen.Eigentlich müsste die Aufsicht dafür sorgen, dass all diejenigen in denGremien der Verwer tungsgesellschaften, die für diese Schädigung derAutoren verantwortlich sind, ihren Sessel räumen. Denn nach dem Urheber -rechts wahrneh mungs gesetz muss sie die Zuverlässigkeit der in den Ver -wer tungsgesellschaften verantwortlichen Per sonen ständig prüfen undunter Umständen Sank tionen ergreifen. Aber wie will sie das tun, wenn sieselbst das System mitgetragen hat, das die Falschverteilung der Ver gan -genheit zu verantworten hat?Wie geht es nun weiter?DR. MARTIN VOGEL: Egal wer vor dem OLG München obsiegt, der Rechts -streit wird beim BGH landen, wenn nicht gar auch beim Euro päi schenGerichtshof. Die Gegenseite denkt sogar darüber nach, unter Umständendas Bundesverfas sungsgericht anzurufen. Viel Spaß!DR. MARTIN VOGEL: Ganz so lustig ist die Sache nicht.TEXT: PETER MÜHLBAUER | TEXTQUELLE: HEISE.DEFOTOS: © NICK FREUND, © LEROY131/FOTOLIA.COM


52 PRODUKT-NEWSYAMAHA STAGEPAS 400i KOMPAKT PA-SYSTEMDie Yamaha Stagepas 400i ist eine qualitativ hochwertigeportable Soundanlage mit allen wichtigen Features für dengelungenen Live- oder Heimgebrauch. Neben den beidenLautsprechern mit je 180 Watt bietet das Yamaha PA-Soundsystem zudem einen abnehmbaren 8-Kanal-Mixermit iPod/iPhone-USB-Verbindung, hochauflösenden SPX-Halleffekten, interner Feedback-Unterdrückung, Phantom -spei sung und allen nötigen Ein- und Ausgängen.TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN■ 400W (200W + 200W) Ausgangsleistung■ Neu entwickelte Lautsprecher höchster Qualität (LF: 8’’Tieftöner/ HF:1’’ Schwingspule Druckkammer trei ber)■ Abnehmbarer 8-Kanal-Mixer (4 Mono/Line + 4 Mono/2 Stereo/Line)■ iPod/iPhone-USB-Verbindung■ „One Knob“-Master-EQ mit virtuellem Bass-Boost■ Hochauflösende digitale SPX-Halleffekte (4 Typen, Pa -rametersteuerung)■ Interne Feedback-Unterdrückung■ Großartig klingender Kanal-EQ (2 Bänder)■ Umschaltbare Eingänge Stereo/Mono■ Hi-Z-Instrumenteneingänge für Instrumente mit hoherImpedanz (z.B. E-Gitarren)■ Phantomspeisung■ Zwei Monitor-Ausgänge, ein Subwoofer-Ausgang■ Optionaler Hall-FußschalterIM LIEFERUMFANG ENTHALTEN■ Netzkabel■ 2x 6m BoxenkabelBezugsquelle: www.hieber-lindberg.deMusic2Deal ist eine geschlossene und dadurch exklusiveB2B-Community, jede einzelne Registrierung wird von lokalenRepräsentanten eines Landes überprüft.Mittlerweile zählt die Homepage über 10.000 Besucher imMonat und über 6.000 registrierte Mitglieder.MUSIC2DEALjetzt noch internationaler und vernetzter!Music2Deal ist der Marktplatz und die Community für dieinternationale Musikindustrie. Hier treffen sich Labels,Musiker, Manager und Produzenten, um Kontakte zu knüpfenund mit Musik zu handeln.Eine Besonderheit von Music2Deal ist das internationaleNetz werk von Music Professionals auf der ganzen Welt.Dieses konnte nun um sechs weitere spannende Länder er -weitert werden.Geschäftsführer Mario Christiani: „Music2Deal ist nun auchin Japan, China, Malaysia, Hong Kong, Australien undRussland vertreten. Darauf ruhen wir uns allerdings nichtaus – weitere Partnerverträge sind in Vorbereitung!“Im Musikbusiness ist Vernetzung unverzichtbar. Deshalber möglicht Music2Deal es seinen Usern jetzt außerdem, ihrProfil mit anderen Netzwerken wie Facebook und LinkedInzu verbinden. Und ein weiteres neues Feature: Man kannsich auch direkt über diese Accounts bei Music2Deal anmelden.Weitere Informationen: www.music2deal.comMUSIKERINNEN AUFGEPASST!Auch wenn sich schon viel getan hat – der Anteil der Profi -musikerinnen im Popularmusikbereich ist nach wie vor sehrgering (ca. 10 – 15 %), vor allem unter Instrumen ta lis tinnen.Das Portal MELODIVA (www.melodiva.de) des bun des weitagierenden Frauen-Musik-Büros in Frankfurt versucht seitvielen Jahren, dies zu ändern. MELODIVA präsentiert Musi -kerinnen, veröffentlicht Konzert- und Work shop-Termine, In -terviews, CD-Reviews und allerlei nützliche News für Musi -kerinnen, die jeden Monat in einem kostenlosen Newsletterverschickt werden. Im Band-Index können sich Musiker -innen mit ihren Projekten eintragen und von möglichenVeran staltern gefunden werden.Weitere Informationen: www.melodiva.demusiker MAGAZIN 2/2013


PRODUKT-NEWS 53„ELEGANCE“ FÜR DENDESIGNPREIS DER BUNDESREPUBLIK NOMINIERTDiese höchste offizielle deutsche Auszeichnung im BereichDesign wird auch als „Preis der Preise“ bezeichnet. Bereitsseit 1969 gibt es diesen Design-Wettbewerb, dessen Ge -winner von einer Fachjury ermittelt werden. Ein Anliegen desGanzen ist es die wirtschaftliche Bedeutung des Designs herauszustellen,und so wird der Preis zudem jedes Jahr vomBundesminister für Wirtschaft und Technologie übergeben.DER WETTBEWERB WIRD IN DREI KATEGORIENAUSGELOBT:a) Produktdesign – für Serienerzeugnisse aller Branchenb) Kommunikationsdesign – für analoge und digitale Mediensowie 3D-und Livekommunikationc) Nachwuchs – Designstudierende und Absolventen/-innenFür die ersten zwei Kategorien können Unternehmen allerGrößen und Branchen sowie Designer/-innen ihre Produkteeinreichen. Die Erzeugnisse und Leistungen sollten dabeiu.a. besonders durch ihren Gebrauchswert, die gestalterischeQualität, die Lebensdauer, die Umweltverträglichkeitund die Zuverlässigkeit überzeugen.Dies müssen die Produkte bereits vorher durch eine Aus -zeich nung bei einem Länderwettbewerb, einem auf einemJurorensystem basierenden Auswahlverfahren oder eineminternationalen Wettbewerb bewiesen haben. Zudem darfdie Markteinführung nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.Diese Kriterien erfüllt König & Meyer mit seinem Einhand-Mikrofonstativ „Elegance“.Nicht nur von Musikern und in Testberichten wurde dasavant gardistische Einhand-Mikrofonstativ hochgelobt, sondernes erhielt auch für seine hohe Gestaltungsqualität den„red dot design award“.Aus den insgesamt 259 Einreichungen für den Bereich Pro -duktdesign gingen 36 Nominierungen, inkl. dem „Elegance“,hervor. Bis zu fünf Gewinner, ebenso in der Kategorie Kom -munikationsdesign, haben die Chance, am 12. Septemberbeim Festakt in Berlin mit einem Gold oder Silber dotiertenPreis ausgezeichnet zu werden.26200 EINHAND-MIKROFONSTATIV „ELEGANCE“● Ein neuer Star in Ihrer Show● Stufenlos und mit einer Hand verstellbar● Geringes Gewicht bei hoher Stabilität● Das Stativrohr weist im Querschnitt eine Dreiecksformauf, welche sich positiv auf die Optik sowie die Sta bili -tät auswirkt● Genialer Stahl-Rundsockel mit formschöner Kunst stoff -abdeckung, der mit umlaufender Profilgummierung dasÜbertragen von Trittschall verhindert und empfindlicheBöden schont.Weitere Informationen: www.www.k-m.deFull-Servicezu InternetpreisenTop 5im PreisvergleichNeue Preise im Internet-Kalkulator!info@123CD.de


54 PRODUKT-NEWSFISCHER AMPSERWEITERT FA-EIN-EAR-HÖRERSERIE:Fischer Amps erweitert die bei Musikernsehr populäre FA-E In-Ear-Hörerserie umzwei Modelle.Der FA-3E XB, ein Zwei-Wege-System mitdrei Lautsprechern, liefert durch eine Tief -bass an he bung einen sehr druck vollenKlang. Der FA-4E XB, ein drei-Wege-Systemmit vier Laut spre chern, bietet einen sehrhochauflösenden Sound, der auch an spruchsvollste An -wender überzeugen wird. Die von Fischer Amps entwickelte,ergonomische Ge häuse form der FA-E-Serie bietet sowohleinen Trage kom fort, Sitz und Halt als auch Optik im Ohr, dienahezu an maß ge fer tigte Hörer erinnert. Daher ist dieseFA-E-Hörerserie eine günstigere Alternative mit hervorragendemKlang zu den weitaus teureren maßgefertigten In-Ear-Hörern. Fischer Amps entwickelt und fertigt diese Hörer -serie ausschließlich in Deutschland.FA-4 E XB IN-EAR-HÖRER(vier Treiber in Drei-Wege-Technik,2 x back vented bass,1 x Mittel ton – 1 x Hochton)FEATURES DES FA-4E XBIN-EAR-HÖRERS■ Austauschbare, steckbare An -schlusskabel mit Bügelverstärkung.■ Ergonomisch geformtes Hörer -gehäuse für perfekten Sitz undHalt im Ohr.■ Modernste Treibertechnologie mit vier Treibern in Drei-Wege-Technik.SOUNDCHARAKTERISTIK:Sehr hochauflösendes Klangbild mit dezenter Bass an he bungund präzise auflösendem Mittel-/Hochtonspektrum bis 18,5kHz. Perfekt für In Ear Monitoring auf der Bühne mit hohenAnsprüchen oder den audiophilen Musikgenuss zu Hauseund unterwegs.TECHNISCHE DATEN:Frequenzgang: 20 Hz – 18,5 kHzWirkungsgrad: 119 dB (SPL) @ 0.1VImpedanz: 19 OhmKabellänge: 121 cmKabeltyp: austauschbares Anschlusskabel, schwarz.Stecker: 3,5mm Stereoklinke (vergoldet)Erhältliche Hörerfarben: blau transparent, grau transparentMITGELIEFERTES ZUBEHÖR:Transportbox, je ein Paar Comply Foam T500 Ohrpassstückein den Größen (S, M, L), je ein Paar Silikon Ohrpassstückein den Größen (S, M, L), Reinigungswerkzeug, Bedienungs -anleitungOPTIONAL ERHÄLTLICHES ZUBEHÖR.Ohrpasstücke in Schaumstoff- oder Silikonausführung (3Paar Packung), Ersatzkabel 121 cm oder 164 cm in schwarzund silber.Weitere Informationen: fischer-amps.de„DRUMMING KAIROS“DOPPEL-DVD-SETvon Claus HesslerAlfred Music Publishing GmbHGET READY FOR THE SWEET SPOT!Das Projekt Remixinhambane.com möchte die Zusammen -arbeit zwischen SängerInnen aus Mozambique und Musi -kerInnen, DJs und Produzenten weltweit, über geografischeund musikalische Grenzen hinweg, ermöglichen und fördern.Dazu werden Songs afrikanischer SängerInnen im StudioBom Dia in Mozambique aufgenommen und diese Ge sangs -spuren in Studioqualität dann online allen Interessierten zurVerfügung gestellt: Zum Experimentieren, Remixen, für neueArrangements und die Produktion komplett neuer Songs.Diese Art von musikalischer Kooperation ist einzigartig undmöchte Talente aus Afrika und dem Rest der Welt zusammenführenund beidseitig inspirieren. Einerseits könnenMusi kerInnen, Produzenten und DJs weltweit mit ihremTalent und Know-how afrikanischen KünstlerInnen helfen,ihre Musik in die Welt hinauszutragen (mit Produktionsunter -stützung bis zum fertigen Song, die ihnen sonst verwehrtbliebe). Im Gegenzug befruchten die AfrikanerInnen mitihren Songs, Stimmen, Melodien und den afrikanischenVibes wiederum die Kreativität der beteiligten MusikerInnen.Momentan beteiligen sich ca. 90 Remixer aus 5 Kontinentenund 22 Ländern an dem Projekt. Bei dieser Kooperation gehtes darum, dass sich Talente gegenseitig fördern, egal von woSie sind, egal aus welchen Verhältnissen sie kommen. Mitden Möglichkeiten es World Wide Web und Musik als universellerKommunikationsform wird hier die Möglichkeit ge -schaffen, dass sich Talente aus der ganzen Welt gegenseitiginspirieren, helfen und gemeinsam an Songs arbeiten …Weitere Informationen: www.remixinhambane.comDas ist das Motto von Claus Hesslers neuer Doppel-DVD„DRUMMING KAIROS“. Den richtigen Zeitpunkt zu finden,den „KAIROS“ (griech.; magischer Moment), ist vor allemfür Drummer ein Muss! Das Drumsetspiel ist eine Kette solcher„magischer Momente“. Egal ob es „nur“ darum gehtRebound zuzulassen, eine geeignete Technik zu nutzen oderder Musik genau dann einen besonderen Touch zu verleihen,wenn es uns geeignet erscheint: Für alles gibt es den idealenAugenblick – den „sweet spot“. Ihn zu erkennen ist eineSache; in genau diesem Augenblick auf Basis von technischenFähigkeiten und Intuition gleichermaßen auch handelnzu können – das zeichnet hervorragende Drummeraller Stile aus. Mit „DRUMMING KAIROS“ will Drummer undAutor Claus Hessler die Basis dafür liefern, im richtigenAugenblick zu reagieren und die eigene musikalischeVorstellung umsetzen zu können. Welcome to DRUMMINGKAIROS!“Neben der technischen und konzeptionellen Basis widmetsich Claus auf dieser zweisprachig angelegten Doppel-DVDder Moeller-Technik „durch die Chapin-Brille“, also deroffenen, nicht überkreuzten Drummer-Spielweise im Sinnedes legendären Jim Chapin, als dessen legitimer Nachfol gerClaus Hessler gilt. Aus unterschiedlichen Kameraperspek -tiven demonstriert Claus seine „Reverse Syncopation“-Studienund „Collapsed Rudiments“ und zeigt Drumset-Anwendun -gen aus seinen bisherigen Buchver öffentlichungen Open-Handed Playing Vol. 1 & 2 & Daily Drumset Workout. Dabeilässt er immer wieder auch internationale, namhafte Drum -mer wie Alex Acuña, Todd Sucherman, John Riley, JohnnyRabb, Walfredo Reyes Jr., Steve Smith und die beiden„Drumbassadors“ René Creemers und Wim de Vries zuWort kommen.Eine wahrlich aufwendig produzierte und mit mehr als fünfStunden Videomaterial mehr als gründliche DVD-Pro duk tion.Studienmaterial satt für jeden Drummer über die nächstenJahre ...Doppel-DVD, 35,80 Euro, ISBN-13: 978-3-943638-53-0Mehr als 5 Stunden Videomaterial!Zu beziehen ist „Drumming Kairos“ über den Buch- undMusikalienhandel oder direkt bei Alfred:info@alfredverlag.de, www.alfredmusic.demusiker MAGAZIN 2/2013


PRODUKT-NEWS 55DP-24DIGITAL-PORTASTUDIODP-3232-SPUR-DIGITAL-PORTASTUDIODas DP-32 ist ein auf Solid-State-Technologie basierendesHomerecording-Portastudio mit 32 Spuren. Das mit Farb -display und Hardware-Reglern für die wichtigsten Funk -tionen versehene Gerät ist so einfach zu bedienen, dass SieIhrer Kreativität freien Lauf lassen können. Bis zu achtAudiospuren gleichzeitig können über XLR/Klinken-Kombi -buchsen auf einer Standard-SD/SDHC-Karte aufgezeichnetwerden. Dabei stehen auch Kompressor und Limiter, eininterner Sendeffekt mit Hall, Delay und Chorus, eine Gitarren -verstärker-Simulation und Multieffekte für Instrumente sowieein externer Effektsend zur Verfügung.Für die Mischung bietet das DP-32 20 Kanalfader und zwölfDrehregler für EQ, Panorama und Effekte einschließlich Hallund Chorus. Beim Mastern kann das Material noch mals mitEQ, Kompression und Normalisierung optimiert werden,bevor man die fertigen Songs schließlich mit dem eingebautenLaufwerk auf CD brennen oder mittels USB-Verbindung auf einen Computer übertragen kann, um siebeispielsweise im Internet zu veröffentlichen.AUSSTATTUNGSMERKMALE■ 32-Spur-Digital-Portastudio• 8 Monospuren, 12 Stereospuren (können auch alsMonospuren genutzt werden)• Aufnahme auf acht Spuren gleichzeitig mit Ab -tastraten von 44,1/48 kHz bei 16/24 Bit Auflösung• Gleichzeitige Wiedergabe aller 32 Spuren• Virtuelle Spuren für alternative Takes und Kom posi -tionen• Spezielle Stereo-Masterspur■ Einfache Bedienung dank Farbdisplay (LCD) undKanalzug mit zwölf Drehgebern■ 40-kanaliger Mixer• Mischen Sie die 32 Spuren Ihres Projekts zusammenmit acht Eingangssignalen ab und nehmen Siesie auf der speziellen Stereo-Masterspur auf• Nutzen Sie die Bounce-Funktion, um von mehrerenSpuren eine Mono- oder Stereo-Zwischenmi schungzu erstellen und so zusätzliche Spuren freizusetzenMUSIKERVERBAND e.V.EMPFEHLUNGwww.drmv.de2013■ Jeweils eigene Regler für EQ, Panorama und Effekt-Ausspielweg■ Solid-State-Technologie (Aufnahme auf SD-Karte) bietetbessere Stoßfestigkeit und größere Zuverlässigkeitals vergleichbare Festplattenrecorder■ 8 symmetrische Mikrofoneingänge über XLR/Klinke-Kombibuchsen■ Schaltbare Phantomspeisung (für jeweils vier Ein gän ge)■ Ein Eingang umschaltbar auf Instrumentenpegel fürden direkten Anschluss einer Gitarre oder eines Bass■ Unsymmetrischer Summenausgang (Cinch-Buchsen)■ Symmetrischer Monitorausgang (6,3-mm-Klinken-buchsen, 3-polig)■ Zwei unsymmetrische Effekt-Ausspielwege (6,3-mm-Klinkenbuchsen, 2-polig)■ Kopfhörerausgang (6,3-mm-Stereoklinkenbuchse)■ MIDI-Eingang und -Ausgang für Synchronisierung undSteuerung■ Fußschalteranschluss (Stereo-Miniklinkenbuchse) fürTascam RC-3F (optionales Zubehör)■ Eingangseffekte (Limiter, Kompressor, Noise-Sup pres -sor, Exciter)■ Gitarreneffekte (Verstärkersimulation, Hall, Kom pres sor,Chorus, Flanger, Phase-Shifter)■ Effekte für die Mischung (Hall, Delay, Stereo-Chorus)■ Masteringeffekte (Einband-/Multiband-Stereokom-pres sor, EQ, Noise-Shaper)■ Locatormarken (bis zu 99 je Song)■ Eingebautes chromatisches Stimmgerät und Metronom■ CD-RW-Laufwerk ermöglicht das Erstellen von Audio-CDs sowie den Import und Export von Audiodateien■ USB-2.0-Schnittstelle für die Sicherung und den Daten -austausch mit einem ComputerWeitere Informationen: www.tascam.deDas DP-24 ist ein auf Solid-State-Technologie basierendes24-Spur-Digital-Portastudio mit Farbdisplay und Hardware-Reglern, um das Aufnehmen einfach zu gestalten, währendSie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Bis zu achtAudiospuren gleichzeitig können über XLR/Klinken-Kombi -buchsen aufgezeichnet werden. Dabei stehen Kompressorund Limiter zur Verfügung, zudem können eine Gitarren -verstärker-Simulation und Multieffekte zusammen mit denInstrumenteneingängen genutzt werden. Nach der Aufnah -me lassen sich die Spuren auf dem großen Display betrachtenund mit 19 linearen Fadern und zwölf Drehgebern abmischen.Für die Mischung stehen zwei Effekte einschließlichHall und Chorus zur Verfügung, ein weiterer Effekt kann beimMastern genutzt werden. Die fertigen Songs können Sie mitdem eingebauten CD-RW-Lauf werk auf eine CD brennenoder mittels USB-Verbindung auf einen Computer übertragen.AUSSTATTUNGSMERKMALE● 24-Spur-Digital-Portastudio● Acht symmetrische Mikrofoneingänge über XLR/Klinke-Kombibuchsen mit Phantomspeisung● Aufnahme auf acht Spuren gleichzeitig mit Abtast ratenbis 48 kHz bei 24 Bit● Solid-State-Technologie (Aufnahme auf SD-Karte) bietetbessere Stoßfestigkeit als vergleichbare Fest plattenrecorder● Instrumenteneingang für den direkten Anschluss einerGitarre oder eines Bass● Jeweils eigene Regler für EQ, Panorama und Effekt-Ausspielweg● Mehrere Effektprozessoren für die Bearbeitung derEingangssignale, Gitarrenverstärker-Simulation undMastering● Virtuelle Spuren für alternative Takes und Komposi tio nen● CD-RW-Laufwerk für CD-Mastering und Daten si che -rung● Eingebautes chromatisches Stimmgerät und Metro nom● MIDI-Eingang und -Ausgang für Synchronisierung undSteuerung● Stereo-Monitorausgang, Kophörerausgang und Effekt-Ausspielwege auf Klinkenbuchsen● Fernbedienungseingang für die freihändige Steuerungmittels optionalem Fußschalter (Tascam RC-3F)● USB-Anschluss für den Datenaustausch mit einemComputerWeitere Informationen: www.tascam.de2/2013 musiker MAGAZIN


56 PRODUKT-NEWSXIRIUM – DIE VISIONNeutrik, der weltweit fuḧrende Hersteller von Steckverbindungen für dieprofessionelle Entertainment-Industrie, setzt einen weiteren Meilenstein.Der Einstieg in das XIRIUM-Netzwerk erfolgtmit einer 4-Kanal-Basiseinheit (XIRIUM TRX)und mobilen Sende- (XIRIUM TX) und Emp -fangseinheiten (XIRIUM RX). Mittels einer Er -weiterungseinheit kann das Netzwerk einfachauf insgesamt 8 Kanäle erweitert werden.Die Zuordnung bzw. Auswahl von EingangsundAusgangskanälen ist flexibel konfigurierbarund erlaubt den vielfältigen Einsatzdes Systems.MICHAEL BENTER – BASS TRAININGHier kommt die etwas andere Bass-Schule: Sie ist mehr als die bloße Sammlung „cooler“Grooves oder Bassriffs, sie ist ein systematisches Unterrichtswerk, das sich methodisch an„klassischen“ Studienmaterialien orientiert.Vom leichten Beginn bis zum anspruchsvollen Ende führt es durch alle Dur- und Mollton -leitern, macht vertraut mit der Notenschrift und fördert rhythmische Sicherheit.Das Material geht weit über trockene Tonleiterübungen hinaus, dafür gibt es jede Mengepraxisnaher, gut klingender Übungen. Die Harmonisierung der meisten Übungen mit Akkord -symbolen ermöglicht zudem die Analyse der Basslinien.„Bass Training“ ist das perfekte Übungsmaterial für anspruchsvolle Amateure, angehendeProfis und zukünftige Musikstudenten.■ Spieltechnik und Fingersätze,■ Skalen, Akkordsymbole, Phrasierungen,■ Die Noten bis zum 12. Bund,■ Übungen mit leeren Saiten,■ Skalen und Übungen vom 3. bis zum 12. Bund,■ 189 notierte Übungen, 69 Audio-Beispiele auf CD.Michael Benter arbeitet seit den 1980er Jahren professionell als E- und Kontrabassist invielen stilistischen Bereichen, Komponist und Lehrer. Seine 1986 erschienene Bass-Schule„Bass“ ist seit Jahren vergriffen.ISBN 978-3-89775-137-8,72 Seiten, Spiralbindung, inkl. Audio-CD, 24,80 Eurowww.leu-verlag.deDrahtlose Anwendungen sind heute von keinerBühne, keinem Konzert und keineröffentlichen Veranstaltung mehr wegzudenken,daher hat sich Neutrik mit dem Themader drahtlosen Audio-Datenübertragungintensiv auseinandergesetzt.Die Vision, eine drahtlose Verbindung zwischenzwei Steckverbindern herzustellen undAudio-Signale in Studioqualität zu übertragen,realisiert Neutrik mit der innovativenDIWA-Technologie und dem Produkt XIRIUM,einem digitalen, drahtlosen Audio-Netzwerk.XIRIUM kombiniert in einem Netzwerk digitaleEmpfangs- und Sendestrecken mithöchster Sound-Qualität, einzigartiger Zuver -lässigkeit und einfachstem Bedienkomfort.Plug and Play – durch das einfache Setupund das automatische Frequenz-Mana ge -ment fallen die Suche nach freien Frequen -zen sowie die Kanalwahl weg. Mit XIRIUMlässt sich ein bidirektionales Audio-Netz werkaufbauen, in das sowohl Signalquellen alsauch Signalempfänger kabellos integriertwerden können.FLEXIBLES MULTI-TOOL FÜR KABELLOSEAUDIO-VERNETZUNGDas professionelle Mehrkanal-FunksystemXIRIUM kombiniert digitale Sende- und Emp -fangsstrecken mit höchster Sound-Qualität,einzigartiger Zuverlässigkeit und einfachstemInstallations- und Bedienkomfort. Ba -sierend auf der zukunftsorientierten DIWA(Digital Wireless Audio)-Technologie im 5-GHz Frequenzband lässt sich ein Audio-Netz werk aufbauen, in das sowohl Signal -quellen als auch Signalempfänger kabellosintegriert werden können.Weitere Informationen:neutrik@neutrik.com, www.neutrik.commusiker MAGAZIN 2/2013


PRODUKT-NEWS 57„DRUMMIC’A!”: GET THAT PERFECT BEAT!Mit der neuen Software „DrumMic’a!“ legen sich Sennheiser „Mit der Freeware „DrumMic’a!“ werden der hervorragendeKlang und die herausragende Qualität der drahtgebun-und Neumann mächtig ins Zeug und liefern Musikern,Tontechnikern und Angehörigen der schlagwerkenden Zunft denen Mikrofone von Sennheiser und Neumann erlebbarein hochwertiges Softwarepaket, das als professionell einsetzbarerSample-Player auf Drumsounds spezialisiert ist Communications Professional & Integrated Systems bei dergemacht“, erklärt Norbert Ibrom, Manager Marketingund knapp 13 000 hochqualitative Samples (unkomprimiert Sennheiser Vertrieb und Service GmbH & Co. KG, der alsmehr als neun Gigabyte) beinhaltet. Zusätzlich ist ein Impulsgeber maßgeblich in der Softwareentwicklung involviertwar. „Drahtgebundene Mikrofone von Sennheiser undBesuch bedeutender Studios geplant mit dem „Who is Who“der deutschen Drummerszene. Der kostenlose Downloadsowie zusätzlicher Content wie Videos, MIDI-Grooves undPresets sind zu finden auf www.DrumMica.de.Neumann sind die Basis für amtlichen Live-Sound sowie fürStudioaufnahmen auf Weltklasseniveau. „DrumMic’a!“ er -mög licht mit einer Auswahl von Premiummikrofonen einebenso realistisches wie umfassendes Erleben der Prägungvon Klang durch Mikrofonie: von der Auswahl der Mikrofoneüber die gezielte Platzierung an verschiedenen Positionenbis zur Integration der Profisounds in eigene Musik pro jekte.“„DrumMic’a!“ ist Teil der „Volume up! tunes. beats. production“-Kampagnevon Sennheiser und ermöglicht den un -mittelbaren Vergleich unterschiedlicher Mikrofonierungs va -rianten – anhand von Einzelsignalen, in Verbindung mit einemkompletten Schlagzeug oder im Kontext beliebiger Arran -gements, auch in namhaften Studios. Stilechte MIDI-Grooveswerden mitgeliefert und sorgen sofort für amtliche Er geb -nisse.Die Software ist ab sofort kostenlos verfügbar aufwww.DrumMica.de.Keine Frage: It s Time to get that perfect beat!„DrumMic’a!“ (sprich: Dramm-maik-ah) ist ein virtuelles In -strument für den KONTAKT 5 Player von Native Instrumentsund kann sowohl als Stand-alone-Anwendung betrieben alsauch als Plug-in in alle gängigen Sequenzer eingebundenwerden. Fast an jedem Einzelinstrument des Schlagzeugskann komfortabel per Mouseclick zwischen mehreren Mikro -fonmodellen umgeschaltet werden. Beispiel Bassdrum:Modern, funky und mit viel Durchsetzungskraft präsentiertsich das Sennheiser e 901. Liebhaber abgrundtiefer Bässeund eines präzisen Punchs werden möglicherweise das e902 bevorzugen, während sich Klassiker vielleicht für ein U87 ai von Neumann entscheiden. Mithilfe von „DrumMic'a!“lässt sich nicht nur das persönliche Klangwissen erweitern,sondern vor einem anstehenden Mikrofonkauf kann mansich auch in aller Ruhe mit den infrage kommenden Pro -dukten beschäftigen.MIKROFONIERUNG LEICHT GEMACHTVideo-Tutorials für alle evolution-Mikrofone jetzt onlineAMTLICHER SOUNDDie unterschiedlichen Mikrofone wurden bei den Recording-Sessions bestens positioniert und die Levels nicht eingeebnet,da unterschiedliche Sensitivity-Werte fester Bestandteil dereinzelnen Mikrofoncharaktere sind. Resultat der stringentenVorgehensweise sind bislang ungekannte Vergleichsmöglichkeiten,welche mitunter auch das Mikrofonierungs prinzipbe treffen: So lassen sich beispielsweise bei der Over head-Mikrofonierung A/B- und XY-Verfahren gegenüberstellen.Als Sound-Lieferant wurde bei der Produktion von„DrumMic’a!“ ein Drumset der Mainzer Schlagzeugmanu -fak tur WAHAN gewählt, das über nahezu perfekte Klang -eigenschaften verfügt und dank seiner Konstruktion ausAcryl nicht zuletzt mit einem sehr kontrollierten Auskling -verhalten überzeugen kann. Zur Vorverstärkung der Mikro -fone kam die SSL-Konsole der Peppermint Park Studioszum Einsatz, deren Ausgangssignale in Pro Tools aufgezeichnetwurden.Sennheisers evolution-Mikrofone zählen zu den belieb tes -ten Bühnenmikrofonen überhaupt – jetzt veröffentlichtder Audiospezialist eine Reihe kurzer Tutorial-Videos zuden Mikrofonen. Mit diesen Videos können auchNewcomer ihre Musik perfekt ab- und aufnehmen undihrer Performance so den letzten Schliff geben. Nebenden wichtigsten Produkteigenschaften geben die kurzenTutorials viele hilfreiche Tipps für die Positionierung derMikrofone am Instrument sowie Entscheidungshilfen fürSänger und Sängerinnen.Für die Videos hat der Filmemacher Geert Verdickt – seinesZeichens selbst Musiker und Sänger in einer Band –den klassischen Proberaum und die typische Bühnegewählt, um Musikern sozusagen auf das Instrument unddie Stimme zu schauen. Anschaulich erläutert er dieMikrofone und zeigt, wie sie den Klang des jeweiligenInstruments am besten wiedergeben. Von Befesti gungs -möglichkeiten bis hin zur Ausblendung anderer Schall -quellen auf der Bühne reichen Verdickts Tipps.„Ein Bild sagt bekannterweise mehr als tausend Worte,und diese Videos fassen anschaulich zusammen, wofürsich das Mikrofon eignet und wie es am besten montiertund positioniert wird“, erklärt Oliver Ohrndorf, MarketingManager MI für Sennheiser.Die zweiminütigen Clips decken die komplette evolution-Reihe mit 600er-, 800er- und 900er-Serie ab. Ob Gesangoder Instrumente – alle evolution-Mikrofone zeichnen sichdurch beeindruckenden Sound und extreme Ro bust heitaus.Die Videos können ab sofort aufwww.sennheiser.com/evolutionoder auf dem offiziellen Sennheiser-YouTube-Kanalwww.youtube.com/sennheiserofficial aufgerufen werden.2/2013 musiker MAGAZIN


58IBANEZ ON TOUR AUF DEM EUROBLAST FESTIVAL 2013Vom 11. bis 13. Oktober 2013 wird Köln erneut zur Pilgerstätte für alle Anhänger des Djent- und Progressive-Metal.Die neunte Ausgabe des Euroblast Festivals findet in denHallen der Essigfabrik Köln-Deutz statt und wird mit einembombastischen Line-up von über 40 Bands die Rheinstadtzum Erzittern bringen.Das Ibanez-Team ist auch in diesem Jahr wieder mit einemeigenen Stand auf dem Euroblast vertreten. Dort bieten wirden Festivalbesuchern eine feine Auswahl an Gitarren undBässen (mit Fokus auf Extended Range), die an unserenAntest-Stationen ausführlich probegespielt werden können.Obendrein verlosen wir auf dem Festival eine Ibanez RG8-BK Achtsaiter-Gitarre im exklusiven Euroblast-Design.Vorbeischauen lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht! Wirfreuen uns auf euren Besuch!Genauso freuen wir uns auf unsere zahlreichen Ibanez-Artists, die beim Euroblast die Bühnen rocken werden. Allenvoran Fredrik Thordendal und Mårten Hagström von derBand Meshuggah. Die Urväter des experimentellen Metalsind offizieller Headliner des Festivals und werden eindrucksvollunter Beweis stellen, dass sie völlig zu Recht alsWegbereiter für ein ganzes Genre gehandelt werden. Zuden weiteren Ibanez-Artists auf dem Euroblast 2013 zählenunter anderem Nikita Kamprad und Sascha Rissling(Der Weg einer Freiheit), John Browne (Monuments) undJona Nido (The Ocean).Weitere Informationen unter www.ibanez.de undwww.euroblast.net.bietet der Planet Waves NS Micro Tuner eine noch kompaktereBauweise und zusätzliche Features. Das in Zusam -men arbeit mit Gitarrendesigner Ned Steinberger entworfeneStimmgerät wird auf der Rückseite der Kopfplatte angebrachtund fügt sich nahtlos in die Konturen des In stru mentsein. Der Musiker hat das Display damit immer im Blick, währendes für das Publikum praktisch unsichtbar ist. Selbst imCase oder der Transporttasche kann das Stimmgerät amInstrument verbleiben – somit hat man den Tuner immerzur Hand. Der NS Micro Tuner ist dabei auch für Vintage-Instrumente mit Nitro-Finishes geeignet.So gut wie unsichtbar:DER NEUE NS MICRO TUNER VON PLANET WAVESD’Addario und Planet Waves haben den kleinsten, unauffälligstenClip-on-Tuner auf dem Markt weiter verbessert.Als Nachfolger des populären NS Mini Headstock TunersDie verbesserte Software und das ultra-sensible Piezo-Sensor-System garantieren eine noch schnellere und präzisereTonerkennung als beim Vorgängermodell. Das hintergrundbeleuchteteMulti-Color-Display ist in besonders helleroder dunkler Umgebung einwandfrei ablesbar. Dererweiterte Stimmbereich bietet größtmögliche Flexibilität,eine praktische Metronomfunktion mit optischem Feedbackdient als Taktgeber beim Üben. Für ein noch besseresHandling hat Planet Waves zudem das Befes ti gungssystemüberarbeitet und verbessert.Der Planet Waves NS Mini Headstock Tuner ist ab sofort für16,90 Euro erhältlich.Weitere Informationen unter www.planetwaves.demusiker MAGAZIN 2/2013


PRODUKT-NEWS 59NEUE ANALOGE UNDDIGITALE FUNKSYSTEME VON SHUREMit PG, SM und Beta Wireless schnell und einfachdas passende System findenAuf der diesjährigen NAMM Show, dievom 24. bis 27. Januar in Anaheim(USA) stattfand, stellte Shure neue analogeund digitale Funksysteme, konzipiertfür Einsteiger und semi-professionelleMusiker, vor. PG, SM und Beta-Wireless-Systeme kombinieren zuverlässigeanaloge oder digitale Übertragungstechnologiemit dem einzigartigenSound legendärer Shure-Mikro fone.Die PG-, SM- und Beta-Funk-Serienbe inhalten eine große Auswahl an An -steckmikrofonen, Headsets, Hand- und Taschensendern.Sänger, Instrumen talis ten, Gitarristen, Redner und Per for -mer können so intuitiv das passende Funkmikrofon fürihre ganz individuellen Anforderungen finden.„Noch nie war es so einfach, das optimale Funkmikro zufinden“, erklärt Nils W. Prösser, Marketing Director ShureEurope. „Kapseln wie unser legendäres Shure SM58 sindIndustrie-Standards. Künstler könnensich jetzt direkt ihr be vorzugtes Mikrofonaussuchen und sich im Anschluss daranfür die Übertragungsvariante ihrer Wahlentscheiden – analog oder digital.“Die analogen PG-, SM- und Beta-Sys -te me überzeugen mit komfortablemSet up und einfacher Bedienung. DieQuick Scan-Frequenzwahl garantiertÜbertragungssicherheit, selbst in komplexerenHF-Umge bungen. Ein einfacherKnopf druck genügt und schon findetQuickScan automatisch die beste freie Frequenz. EinFre quenz gang, der fast deckungsgleich mit dem der drahtgebundenenMikrofone ist, sorgt für großartige Klang erleb -nisse. Die analogen Systeme sind im anmelde- und gebüh -renfreien Frequenzband von 823 – 832 MHz erhältlich.SM und Beta Digital Wireless liefern durch die digitaleÜbertragungstechnologie einen äußerst klaren, facettenrei-chen und linearen Sound. Das automatische Frequenz ma na -gement LINKFREQ findet die besten freien Kanäle und überwachtdiese permanent. Wird ein Signal beeinträchtigt, weichtLINKFREQ automatisch auf eine freie Fre quenz aus, währenddie bidirektionale Kommunikation sicherstellt, dass derSender jeder Änderung am Emp fänger unver züg lich folgt –dies ermöglicht eine in dieser Preis klasse noch nie dageweseneÜbertragungssicherheit. Das an meldefreie 2,4-GHz-Frequenzband ermöglicht den Betrieb von bis zu acht kompatiblenSystemen. Bei den digitalen SM- und Beta-Funk -systemen kommt eine intelligente Ladetechnologie zum Ein -satz, welche auf Shure-eigenen Lithium-Ionen Akkus basiertund unterschiedliche Lade optionen bietet. Ein echter Clou istein spezieller Em p fänger in Pedalboard-Format – für maximaleFlexibilität für Gitarre und Bass.Die neuen analogen und digitalen Shure PG-, SM- undBeta-Funksysteme sind ab Mitte 2013 erhältlich.Weitere Informationen: www.shure.deSHURE PRÄSENTIERT SE846 SOUND ISOLATING OHRHÖRERNeues High-End-Modell mit vier High-Definition MicroDriverund beeindruckender Bass-PerformanceAuf einer Pressekonferenz in Tokio stellt Shure erstmals dasneue Flaggschiff der SE Sound Isolating Ohrhörer-Serie vor.Der SE846 bietet vier hochauflösende MicroDriver, die alsDreiwege-System konfiguriert sind, um die akkurate Wieder -gabe der tiefen, mittleren und hohen Frequenzen zu gewährleisten.Die zum Patent angemeldete Konstruktion des SE846beinhaltet einen innovativen Tiefpassfilter mit präziser Bass -wiedergabe, der satte, authentische Tiefen garantiert.Der SE846 liefert professionellen Musikern und Klang -enthusiasten originalgetreue Sounderlebnisse auf einemvoll kommen neuen Level. Sein Bass ist voll und kräftig,Hoch töner und Mittentreiber bekommen ausreichend akustischenRaum, um sich zu entfalten und voller Details wiedergegebenzu werden.„Wie alle Shure-Produkte verfügen auch unsere neuen,innovativen Ohrhörer über eine beeindruckende Klangqualitätund ein extrem widerstandsfähiges Design. Der neu entwi -ckelte Tiefpassfilter ermöglicht, ganz einfach und zugleicheffektiv, eine deutliche Abgrenzung der einzelnen Frequenz -bereiche und eröffnet damit neue Klangwelten“, erklärt MattEngstrom, Category Director für Monitoring-Produkte beiShure. „Der SE846 erreicht muḧelos die Qualitäten einesechten Subwoofers – und das im kompakten In-Ear-Design.“Der SE846 kombiniert erstklassigen Klang und hervorragendeAbschirmung von Umgebungsgeräuschen. Zudem erlaubendrei austauschbare Düsen die individuelle An passungder Klangsignatur. Dem Nutzer stehen drei Varian ten mitunterschiedlichen Frequenzkurven zur Verfügung, aus denener den Sound seines persönlichen Geschmacks wählen kann– ausgeglichen, brillant oder warm.Im Lieferumfang des SE846 sind ein abnehmbares Kabelfür einfachen, komfortablen Austausch und ein umfangreichesZubehör-Set mit verschiedenen Ohrpassstücken sowieein wasser- und stoßfestes Transport-Case enthalten.Weitere Informationen: www.shure.de2/2013 musiker MAGAZIN


60 CD-REZENSIONENCD DES MONATSBATISSE»Hallo Erde!«BATISSE präsentiert „musikalische Ge sprächemit unserem Heimatplaneten“. „Erde, Ge -liebte, ich bin bereit“ gesteht BATISSE gleichzu Beginn. Batisse J. Ablinger tritt in Kontaktin Form von Monologen, Zwiegesprächenund Solo-Gesängen, meist instrumental, mitunserem „Mutterschiff Erde“. ZärtlichesKlavier, Streicher-Synthie-Arrangements.Ja, pathetisch, aber dem Thema angemessen.BATISSE studierte Musik im Mozarteumin Salzburg. Über Kirchenmusik kam derKünstler, der auch studierter Psychologe ist,zu Duetten in Bands bis zu Bigband-Enga -gements. In seiner aufregenden Vita findetsich sogar ein Forschungsprojekt über dieKommunikation zwischen Walen, Delphinenund dem Menschen mittels Musik. Warumalso nicht gleich Gespräche mit der ganzenWelt führen? Als Reinkarnationstherapeutbringt BATISSE sicher beste Voraus set zun -gen mit. Sein Spiel ist mal näher der Klassik,mal dem Jazz und dann einer Art meditativenSoundwolke nahe. All dies lädt ein zumEintauchen – ein Instrumentalstück, daseigenartig kalt klingt. Es hievt den Hörer inandere Bewusstseinsebenen. Und wenn derHörer es zulässt, spürt er diesen inniglichenKontakt zu unserem Mutterplaneten mit dieserverspielten und „überirdischen“ meditativenMusik.www.batisse.deC.S.YASHA»Weltraumtourist«YASHA hat nichts zu verlieren, nachdem sichseine Hip-Hop-Band Moabeat aufgelösthat. Er tauchte ins Berliner Nachtleben, ersah die Clubs in England, er sah die US-Clubszene in Philadelphia. Er suchte denamerikanischen Traum und fand die Er fül -lung der gängigsten Klischees. Stichwort:Tellerwäscher. Stichwort: bewaffnete Gangsin der Hip-Hop-Szene. Irgendwann ekelte esYASHA davor. YASHAs Bruder Monk gründetedas Produzenten-Trio The Krauts (u.a.Peter Fox) und bewegte YASHA, wieder anPro duktionen teilzunehmen. Inzwischen hatsich YASHA in New York zum veritablen„High Class Mode Store Manager“ hochgearbeitet.Es ging ihm jedoch um mehr. Erhat sich in der deutschen Heimat wiederganz und gar der Musik verschrieben. Me -lodien und Beats. Das ist sein Versprechen.Der Weltraumtourist ist zurück. So lässt erim sehr relaxten Style in Penthouse selbigesnebst Porsche und Kohle zurück. DannTrip-Hop in „Weltraumtourist“, diesmalmelancholisch. Vieles auf „Weltraumtourist“klingt versöhnlich, melodiös, postmodernelektronisch, Hip-Hop-lastig. Das ist YASHAsWunder land. Für alle Weltraumtouristen, diewie Satelliten durch die Clubs kreisen undirgendwann landen.www.yasha.tvC.S.SEPALOT»Black Sky«„Black Sky“ wird wohl als „die düstere Platte“in SEPALOTs Diskographie Einzug finden. Dersympatische Münchner ließ sich im Vorfeldvon The Doors (!) inspirieren. Er wollte dieEnergie „des Puren“ inhalieren. Die Samples,teils wie Fragmente aus einem Amiga Home -computer seziert, erinnern dabei nur rudimentäran Ray Manzareks Orgel. Für Men -schen mit Schubladen sei hier vielleicht einVergleich mit Fatboy Slim erlaubt. Dennochklingt das cineastisch wirkende Werk desDJ und BLUMENTOPF-Produzenten organischund erdig, wie in „Let’s Have SomeGlue“. Es gesellen sich schmutzige Distortion-Attacken in die Sounds. In „Who Loves You“mit Johnny Popcorn klingt es neben denanderen düsteren Werken soulig, wie nacheinem Sommerregen. Sängerin Ladi6 lässtim klassischen R&B-groovigen „March On“Sonnenstrahlen scheinen – mein „unbedingtanspielen-Tipp“.Kein wirklich düsteresAlbum ohne Blues: „Faithful Man“ mit JesperMunk. SEPALOT fühlt sein neues Album alsSoundtrack, sein ganz persönliches „DjangoUnchained“. Große Ereignisse werfen ebengroße, düstere Schatten voraus, wie diesesprächtige und spannende Album.www.sepalot.comC.S.PATRICE»The Rising Of The Son«Über zwei Jahre nach dem Album „One“folgt mit „The Rising Of The Son“ das neueAlbum von PATRICE. Überglücklich zeigt sichder Sänger, der im positiven Sinne künstlerischgereift ist. Der Soul Rebel PATRICE istklar den jamaikanischen Klängen zuzuordnen.Es entsteht eine Mischung aus Neo-Soul, R & B, Afrobeat und Hip-Hop, wie sienur er mixt. Als Produzent diverser andererProjekte, so beispielsweise Selah Sue, istseine Handschrift auch auf diesem, seinemeigenen Album klar erkennbar. PATRICE, deraus Sierra Leone stammt, ist über Englandund Frankreich nach Jamaika gereist, umsich Unterstützung von Donovan Bennett vonden Tuff Gong Studios zu holen, zu hören in„One Day“. Das Album ist bestimmt von positivenAussagen, melodischen Gesangslinienund aktuellen Strömungen, wie der stattfindenden„gelassenen Revolution“, die er be -o bachtet. Seine Stimmlage erinnert an diedes jamaikanischen Reggae-Veteranen undPoeten Desmond Dekker. PATRICE fühlt sichals wiedergeborener Sohn und seinem Groß -vater verpflichtet. Seine Musik hat eine spirituelle,positive Aussagekraft, so in „GodBless You Lalala“ mit Cody ChessnuTT, undlässt den gelassenen Hörer den deutschenSommer verlängern.www.patrice.netC.S.DR. PHIL AND FRIENDS»Cosmic Mood«Diese CD ist eine entspannende Reisedurch absichtslose musikalische Stimmungs -bilder. Die Hubers und ihre Freunde machenzusammen Musik. Man hört die Freund -schaft und den Raum, den sie öffnet: Spacefolk,meditative Weltmusik, mit im Akkordgestimmten Gitarren, dem unverkennbarenSound der Didgeridoo und der Darbuka-Trommel. Dies ist Musik für Open-Air-Fes -tivals, vielleicht auch für TV-Serien. Der Titel„Desert Wind“ mit der Stimme von Susi Hirl,erinnert an den berühmten Original sound -track von Raumschiff Enterprise.Jasmines Tipp: Der Titel „Alice D InWonder land“www.philfriends.comZu beziehen über: www.hertzblut.deLEONIE VIOLA»Loch im Bauch«Leonie V. Thöne schreibt, schauspielt undihre Stimme hat viele Facetten einerBalladensängerin. Sie hat den Text desTitels „Loch im Bauch“ selbst geschriebenund einen Zusammenhang auf den Punktgebracht: „... für den Anschein von Echtheitbin ich bereit, mir zu schaden ... je lauterich lache, je höher ich sing, umso mehr wirdmir klar, wie traurig ich bin.“ Wirklich gut.Das Bonbon-pinkbunte Cover setzt denKontra punkt. Die Produktion ist in den professionellenHänden u.a. ihrer beiden Brüder.Jasmines Tipp: Lässt mehr erwarten.www.leonie-thoene.deZu beziehen über: www.jaykaymusic.deJ.B.TOM TIME BAND»Good Times«J.B.Thomas Krüger, alias TOM TIME aus Biele -feld, waschechter Ostwestfale, war frühermit der Oldie-Band Time Out aktiv. Sie hattenschon ein Album für die Handballer desTBV Lemgo produziert. Nun also kommt dasmusiker MAGAZIN 2/2013


CD-REZENSIONEN 61späte Solodebüt des Sängers und Gitar -risten. Ihm zur Seite stehen Alex Bartelheimeran den Keys mit Backing-Stimme und K.G.Goldstein am Schlagzeug. Dirk Menzel spieltBassgitarre, Evelyn Franke-Klar spieltdas Saxophon. Die Rocksongs habenrichtig Herz blut. Mal nahe am SouthernRock, mal nahe am Main stream der 80erund 70er wirken die Melodien immer eingängig.Auf fällig ist auch der gefälligeChorusgesang. Mein favorisiertes Stück ist„New York City Blues“, das wie Allanah Myles’„Black Velvet“ beginnt, dann zu einer waschechten„Middle Of The Road“-Radio-Rock -nummer wird. Toller East Coast Rock ausOstwestfalen!www.tomtimeband.deC.S.KUGLER & WALOSCHIK»SOS«Radikal akustisch und in ungewöhnlicherBesetzung – so ließen sich in aller KürzeAdjektive für das Duo Kugler & Waloschik finden.Waloschik nennt den Gitarren vir tuosenJon Gomm einen wichtigen Einfluss. So istsein Stil perkussiv, virtuos und trotz desDrucks hinter seinem Spiel gefühlvoll. StefanKugler, der Bassgitarrist, ist auch bekanntdurch seine Tourneen mit dem Tribute-ProjektRemember Rory, einer Rory Gallagher TributeBand. Beide Musiker sind auch in anderenBands und Projekten gefragt. Hier aber spielensie ihre Saiten für dieses minimal instrumentierteProjekt, re duziert auf das Maxi -male. Mit deutschsprachigen Geschichtenunterhalten sie, mit feinem ironischen Humor,wie im Titelstück „SOS“: „Hallo, hallo! Ich habmich verloren.“ Warum ein Instrumentalstückvoller funkiger und jazziger Einlagen „Lüge!“heißt, bleibt ihr Geheimnis. Weitere Adjektivegefällig? Böse, romantisch, spielfreudig – undgroßgeschrieben: Akustisch.www.kugler-waloschik.de C.S.ASILAH»Spuren«Gewagte und streckenweise gelungenemusikalische Synthese von Orient und Ok -zident. Seit 2008 arbeiten Carole Hogund Dominique Daumann (aus Straßburgund Kehl) mit dem marokkanischen Kom -ponisten Abdelouahed El Alaoui (Casablanca)zusammen. Sie nennen ihr Trio ASILAH, nacheiner Stadt im Norden von Marokko, die voneinigen Autoren auch als die Hauptstadt derafrikanischen und arabischen Schriftstellerbetrachtet wird. Durch den britischen Ton-Ing. Steve Prestage ist der Sound transparentund gibt den orientalischen Geigenund der Oud – einer Art orientali scher Man -doline – den Raum, den die schwierigeklangliche Einheit erfordert.Carole Hogs schöne Stimme schwingt zwischenCaterina Valente und Kate Bush undmeistert ihre eigenen deutschen Texte, dienoch nicht da angekommen sind, wo siehinwollen. Die gesamte Produktion hat deninnovativen, improvisierten Charakter vonPlatten aus den 60er-Jahren, die sich derHerausforderung gestellt haben, Neulandzu betreten. Diese Produktion hinterlässt in -teressante Spuren eines vielversprechendenWeges.Jasmines Tipp: Der Titel „Dattel-Song“www.asilah-musik.deZu beziehen über:www.timezone-records.com J.B.ALEX DE.»Es wird Zeit«ALEX DE., bekannt als Produzent und Duett -partner von Yvonne Held, legt mit „Es wirdZeit“ eine Single mit Botschaft vor. Er warntdie Menschheit: „So kann’s nicht weitergehen“,„… wir können nur gemeinsamgehen.“ Man hört eine drohende Hammond-Orgel, die sich zwischen den Textzeilen hindurcheinen Weg sucht, eine E-Gitarre, sointensiv, wie wohl noch nie im deutschenSchlager produziert. Er bewegt sich nahean der Stilistik des Grafen von Unheilig undMatthias Reim. ALEX DE. hat eine Botschaft.Diese kann jetzt gehört werden!www.alexde.deC.S.KROHN BAND»Traveller In Between«Mastermind Hans Peter Krohn präsentiertmit seiner Band ein Rockalbum, orientiertan J.J. Cale, den Dire Straits oder SteelyDan. Als Wandler zwischen diesen musikalischenVorlieben verwöhnt er den Hörer mitRock, mit virtuoser E-Gitarre, feinen Orgel-Arrangements und Geschichten von derSuche nach Liebe und Weisheit. Seine Mit -streiter Theo Degler (Keyboard, Akkordeon),Christoph Vilsmeier (Bass) und ChristianSpringet (Drums, Vocals) errichten eine wohl -klingende Spielwiese für Kohns Song writing.Angenehm entspannt, wie in „Traveller InBetween“, oder funky, wie in „Spill My Love“,weiß Krohn mit seiner Band zu überzeugen.Klassischer Rock auf höchstem Niveau.Diese Songs zünden sicher auch live, wieunter anderem beim Tollwood Festival inMünchen geschehen.www.krohnband.comC.S.YVONNE HELD»Superhits International«Hoch ambitioniert ist das Werk der YvonneHeld. Der Titel verrät es: Superhits Inter -national ist eine CD mit Anspruch der Inter -pretin Yvonne Held und des Produ zentenAlex De. Yvonnes Stimme passt zu demSong der Carpenters „Yesterday Once More“.Yvonne ist Konzert pianistin. Sie habe sichauch als Werbe designerin und Program -miererin bereits einen Namen ge macht,lässt ihre Info mappe wissen. Vor Veröffent -lichung dieses Albums trat sie bisher alsDuettpartnerin von Alex De. in Er scheinung.Das „Duett-Ehepaar“ arbeitet seither an seinerKarriere. Vielleicht hört man noch vonYvonne. Dann, wenn sie zum Super star ge -worden ist? Ein Album mit schönen Soft-Pop-Balladen.www.yvonneheld.deC.S.BLINDSTONE»Greetings From TheKarma Factory«BLINDSTONE aus Dänemark, gegründet2003, sind ein Power-Rock-Trio in der Be -setzung Gitarre, Bass und Schlagzeug. StevieRay Vaughan & Double Trouble, Jimi Hendrixund Frank Zappa zählen die drei zu ihrenEinflüssen. Hier gesellt sich Blues zu HeavyRock. Schnörkellos und dynamisch wird aufihrem bereits 5. Album „Greetings From TheKarma Factory“ gerockt, bis der Schweißfließt. In Dänemark produziert und gemastertin Dallas, Texas klingen die Songs ausgefeilt,rund und ausgereift. Alle Songs stammen auseigener Feder der Band um den GitarristenMartin J. Andersen. Einzige Ausnahmeist „Karma“, ein Stück der Hardrock-LegendeJourney. So klingen BLIND STONE häufig70er-lastig, nur eben mit einer Schippe mehrSchub im Getriebe. Der Opener „Rock YourMojo“ spielt mit Zitaten aus der Blues-Geschichte, wenn es heißt: „Sold my soul atthe crossroads…“. Andersens Soli klingenfiligran und verspielt, häufig mit „WaWa-Karma“ versehen. Eine Downtempo-Nummerist „What Your Lovin’ Can Do“, einem walzendenBlues, der dem Headbanger das Augen -wasser aus den Drüsen treibt. Das Albumschließt mit „Ocean Of Time“, einem veritablenProgressive-Rock-Biest, artgerecht ge -halten, mit über zehn Minuten. BLINDSTONEreihen sich ein in die Gemeinde erstklassigerHard-&-Heavy-Bands unseres nördlichenNachbarn.www.myspace.com/blindstonedenmark C.S.2/2013 musiker MAGAZIN


62 CD-REZENSIONENDICKE FISCHE»Herzwärts«Ruf auf zahlreichen Konzerten erspielt.Anspieltipp: „Forgotten but not forgiven“.Dann raucht auch schon das Laufwerk.www.facebook.com/drownmyday C.S.samte Show präsentiert eine Vermischungvon irisch-keltisch-nächstenlieblicher Romantik.Ob dies erfüllend ist, mag jeder selbstentscheiden.Jasmines Tipp: Die Bibel selbst lesen.www.andy-lang.deZu beziehen über: info@andy-lang.deJ.B.Brothers, „Puff The Magic Dragon“, oder „IfI Had A Hammer“. Besonders anmutig istdas Duett zu Maffays „So bist Du“. SchöneLieder kann er singen, die Beweise hat erhier erbracht. Bleibt die Frage, ob ProfessorWeiler auch live gerne den Hörsaal rockt?www.edgarweiler.deC.S.Das Cover erinnert an „Findet Nemo“, derCD-Sticker ist eher Tchibo. Professionell produziertesYeh-Oh – Schlager-Pop-Rock-“ vonAllem ein bisschen“-Album. Anjel Ferry undJürgen Amman, zwei Fische-Freunde, diesich mit gefälligen Texten gut verstehen,denen es einfach und schlicht, herzwärts,gut geht. Das einfühlsame Basscajon vonFiorenzo de Vico hält den Sound zusammen.Qualität muss nicht auffallen. Mit interessantenTexten würden ihre schönen rockigenStim men an Ausdruck gewinnen und klingen.Jasmines Tipp: Hoffen auf den Hit.www.dicke-fische.comZu beziehen über: www.emg-music.comJ.B.DROWN MY DAY»Confessions«Eine heiße, heftige Scheibe mit zehn Titelnveröffentlichen DROWN MY DAY mit „Con-fessions“. Angesiedelt zwischen Death Metalund technisch strukturiertem Hardcore treibendie fünf Polen ein ausgefeiltes, bösesSpiel. Gegründet 2006 in Krakau, erobernsie jetzt die Szene. Sänger GROOV, MaciekKorczak, kreischt und intoniert Growls, alsob es kein Morgen gäbe. Die Drums mitDouble-Bass-Einlagen schießen wie ein Luft -abwehrgeschütz dem Hörer entgegen. DieE-Gitarren-Fraktion mit Slawomir Wojtas undSergiusz Smolnicki sorgen für ein verstörendesHin und Her zwischen Doom-Riffsund klassischen Soli, technisch ausuferndund dann förmlich die Töne peitschend.DROWN MY DAY tourten mit Pro-Pain undDeath Before Dishonor, womit die Live-Qualitäten des Extrem-Quintetts belegtwären. In Polen, Tschechien und Ungarnhaben sich DROWN MY DAY ohnehin einenJOHANNES KLEIST»Kinder Lieder BilderBuch«Ansprechend, quietschfidel, kunterbunt undin einem Hardcover-Einband sieht das Bilder -buch mit CD und Liedtexten KiLiBiBu aus.Johannes Kleist und Carolin Ina Schröterhaben hier ein multimediales kindgerechtesGeamtkunstwerk kreiert. Das ideale Ge -schenk für Racker und Prinzessinnen imABC-Alter. Auf dem Audioträger befindensich Klatsch-, Tanz-, Stampf- und Mit sing -lieder, wie „Begrüßung auf dem Mars“,„Karneval der Tiere“ und „Wi-Wa-Wackel-zahn“. Ansprechend sind auch die Arran ge -ments mit Keys, Gitarre und Klavier. Peppigund modern. Dazu bezaubern die Kinder -stim men des Kölner Kinder- und Jugend -chors 2gether mit viel Spaß und Können.Die Illustrationen bieten viel zu entdeckenund machen das Spaßpaket aus Buch undCD zu einem knallbunten Vergnügen.www.johanneskleist.deC.S.ANDY LANG:»A Thousand Times«„A Thousand Times“ ist eine Live-CD und-DVD von Andy Langs 1000stem Konzertauf der Luisenburg in Wunsiedel. Andy Langbeherrscht eines der schwierigsten In stru -mente: die Harfe. Der Gruppe fehlt allerdingsdie tragende Stimme, die die viele sorgfältigarrangierte musikalische Arbeit auf ihrei gentliches Niveau heben würde. Die ge -MIKE O’DONOGHUE»Keine Kohle«Irish Folk Music trifft auf Schlager. MikeO’Donoghue schafft den Spagat. Der Folk-Barde lebt in Bruchmühlbach-Miesau, einemkleinen Ort in Rheinland-Pfalz. Er verehrt, seiter 14 Jahre alt war, die Dubliners. Mit RolandBrauer textet und musiziert Uwe „Mike“Schlüter, so sein bürgerlicher Name, schonseit vielen Jahren. Sein Song „Keine Kohle“liegt in zwei Fassungen mit zusätzlich zweiKaraoke-Versionen vor. Geradeaus mit eingängigemMitsing-Refrain ist die Scheibeproduziert. Das Stück kommt ganz im Stileeines Gunter Gabriel mit seinem „Hey Boss,ich brauch mehr Geld“ daher. Der wusste,wovon er singt.http://mike-odonoghue.de C.S.EDGAR WEILER»Love Hurts«Edgar Weiler, seines Zeichens Prof. Dr. jur.Edgar Weiler, Geschäftsführer der For -schungsstelle für Finanzdienstleistungsrechtan der Philipps-Universität Marburg, fröntseinem Hobby, dem Gesang, auf dieser CD.Er hüllt Klassiker in ein neues Gewand, verleihtihnen seine Neu-Interpretation. Ein sau -beres Arrangement verhilft den Songs mitder Zweitstimme von Nicole Schmidt zueinem zeitgemäßen „Lifting“. Intonation undHarmonie klingen sehr wohlgefällig. Weilermeistert wie ein Entertainer Songs, wie„Love Hurts“ in der Ur-Version der EverlyLESLIE CLIO»Gladys«Die blonde Dame auf dem Cover streichtsich lässig durchs Haar. Ihr unschuldig-naiverBlick verrät aber auch einen gewissenmusikalischen Wahnsinn. Es ist Leslie Clio,die schon mehr erlebt hat als so mancheAlters genossin. Ohne Imageberater oder Sty -listen ist sie dem blauäugigen Soul versprochen.Sie schreibt ihre Songs selbst. DieProduktion und Arrangements vertraute sieNikolai Potthoff an. Der reicherte eine Retro-Mischung an, mit Trip-Hop- und Post- Punk-Ele menten. Das Ganze harmoniert so gut,dass man Leslie Clio wünscht, sie wird diekommende deutsche Soul-Diva. Wetten,dass...? Der Opener „Told You So“ beginntmit einer schnarrenden Wandergitarre, ironischverschreckend, ehe der Groove und dieengels gleiche, leicht rauchige Stimme einsetzen.Immer wieder schwingt sich Lesliezu melancholisch anrührenden Me lodienauf, wie in „Island“. Dabei wird sie nichthonig süß, nein, eher bittersüß in ihrer In to -nation. Hatte sie wohl The Cults „BrotherWolf, Sister Moon“ schon gehört, ehe sie„Sister Sun, Brother Moon“ ge schrie ben hat?Ist der Mond nicht in allen außer der deutschenSprache weib lich? Definitiv weiblichund unvergleichlich ist Leslies Album. EinSoundtrack der Gene ration „Stinkefinger denBelanglosigkei ten!“…? Wer Fragen hat, wirdin diesen Songs alle Antworten finden. WerOhren hat, der höre! www.leslieclio.comREZENSENTEN:JASMINE BONNIN – J.B.CHRISTIAN SCHÖNING – C.S.CDS ZUR REZENSION AN:MUSIKER MAGAZINKOLBERGER STR. 30,21339 LÜNEBURGmusiker MAGAZIN 2/2013


Titelschutzanzeigen müssen uns fertig layoutetzugesandt weden.Sie können nur noch gegen Bargeldveröffentlicht werdenAnzeige 45 x 20 mm(fertig layoutet):20,– € für Mitglieder30,– € für NichtmitgliederMINDLIFT„Pretending to sleep“VÖ: 28.09.2012www.mindlift-music.comSOULSHAKER„Sweetest of life“VÖ: 25.05.2012www.soul-shaker.deTITELSCHUTZANZEIGEN 63VOLTRAID„Enter the world“VÖ: 19.04.2013www.voltraid.comGUNTRAM PAULI„Rock Requiem“JÖRG KUHFUSS„Bar Piano 2“STEVE OX„Songs from 2012/2013“VÖ: 14.09.2012VÖ: 25.05.2012VÖ: 12.04.2013www.rock-requiem.dewww.soul-shaker.deso72@hotmail.dePASSWORD SILENCE„Listen to me“LEO VANWEERSCH„Hup Holland Hup“DANNY JUNE SMITH„Für dich ganz allein“VÖ: 10.08.2012VÖ: 24.02.2012VÖ: 12.04.2013www.password-silence.dewalter.strom@base.bewww.danny-june-smith.deGREYHOUND GEORGE &THE BLUE DRIVERS„Driving the back roads“VÖ: 13.07.2012www.greyhound-george.de/BluesDriversMISS SALINGO & FRIENDS„Stardust“VÖ: 24.02.2012baro_dives@hotmail.deDANNY JUNE SMITH„Made in June“VÖ: 12.04.2013www.danny-june-smith.deDIE ROTKEHLEN„Auftakt“ZOÉ„Wichtig“MAEGIE KOREEN„RUHRPOTT SOLO“VÖ: 22.06.2012www.rotkehlen.deVÖ: 17.02.2012www.zoe-songs.deVÖ: 22.02.2013www.chanson-cafe.deTitelschutz in Anspruch für den Namen„TONZENTRALE“in allen Schreibweisen, Schriftarten, Wortfolgen,Variationen,Abkürzungen, Darstellungsformen als Musikprojekt-,Künstler-, Band-, Label- und Produktnamen in allen in- undausländischen Print-, Bild- und Tonmedien, elektronischenMedien und Nachfolgemedien, sowie Film-, Ton-, Buḧnenund sonstigen vergleichbaren Werken. // Bea Dickas,Vereinsstraße 9, 51103 Köln.DR. KARL SÖRGER„Entspannt fliegen“VÖ: 22.06.2012www.hochhouse-records.deEDGAR WEILER„Einen Sommer lang“VÖ: 03.02.2012www.edgarweiler.deMAEGIE KOREEN„Kleine Bühne im Exil“VÖ: 08.02.2013www.chanson-cafe.deTHILO PLAESSER„Seven Moments SevenMovements“VÖ: 22.06.2012www.thiloplaesser.deINFOOSION„Zuhause“VÖ: 02.08.2013www.infoosion.comREINER KAVALIER„Die schönste der Rosen“VÖ: 08.02.2013www.walter-strom.deTHILO PLAESSER„Classic Celtic Piano“SIGGI ROSE„Der Ring an deinem Finger“EDGAR WEILER„Love Hurts – Eddition VIII“VÖ: 15.06.2012VÖ: 26.07.2013VÖ: 01.02.2013www.thiloplaesser.dewww.siggi-rose.dewww.edgarweiler.deCD-Veröffentlichungen in den weltweitendigitalen Downloadportalenüber– MUSIKER ONLINE –Infos: info@musikermagazin.deSTEVE OX„The Messenger“VÖ: 13.04.2012so72@hotmail.deReiner Kavalier„Die Rosen von Malaga“VÖ: 05.07.2013www.walter-strom.deCONTRACRASH„Apocalypse rising“VÖ: 16.11.2012www.contracrash.comNIGHT TRACE„Light shade“VÖ: 12.10.2012sven.hamers.filmmusik@gmx.deJOST DAVIS„Sense of delight“VÖ: 27.04.2012www.jost-davis.comMANUELA SIEBER„Kann sein“VÖ: 21.06.2013info@manuela-sieber.deSTEVE OX„Bank“VÖ: 16.11.2012so72@hotmail.deSEHERPSALMS„SeherPsalms“VÖ: 28.09.2012www.seherpsalms.netEDGAR WEILER„Eddition III“VÖ: 04.05.2012www.edgarweiler.deBATISSE„Hallo Erde!“VÖ: 07.06.2013ablinger@qwelle.deKNIGHT MOVE„Share my desire“VÖ: 09.11.2012www.knightmove.deSIMON SONIC„Let’s chant“VÖ: 28.09.2012www.mindlift-music.comCRACKS IN THE SYSTEM„House Tops“VÖ: 04.05.2012christof.schorsch@lbd.deSTEFANIE RUMMEL„Send In The Songs“VÖ: 10.05.2013kontakt@one-womanshow.deKNIGHT MOVE„The tales of Dorian Grey“VÖ: 09.11.2012www.knightmove.de2/2013 musiker MAGAZIN


64 KLEINANZEIGENAnalog & Digital Recording, Vintage Guitars, Bass, Amps, Synthies,Organs, Effects, Mics für den Ultimativen Sound Ihrer Production.Tonstudio Zion MusicSandhofer Str. 16, D-68305 MannheimTel 0173 4466004www.ZIONMUSICLTD.COMMUSIKER SUCHTMUSIKERIch schreibe Texte in deutscherSprache für die MusikrichtungenPop, Pop-Rock und Pop-Schlager.Hierfür suche ich einenKomponisten, der zu meinenbestehenden Texten die Musikkomponiert. Sozusagen meinenTexten den Beat einimpft.Chiffre: 0213Keyboarder frei, Raum Berlin, HH,Hannover (Top 40/Pop/Soul),015156677230Erfahrener Sänger und Gitarristsucht git. bs. dr. fürBandgründung im Raum Bremen.Countryrock u.Ä. (Eigenes undCover) 0170-5976857Gitarrist sucht Rock-Band oderMetal-Band in Kiel. Meldet euchbei Interesse an einem Lead-Gitarristen.Telefon: 0431-28979114SUCHESeriöses Booking gesucht,Susanne Heidrich & Band,susanne.heidrich@gmx.de,www.youtube.com/susanneheidrichProfi-Band aus Dresden mit selbsterdachtem Stil zwischen Bossanova und deutschem Song suchtden Promoter deutschlandweit.www.bossalemania.deErfahrene Rockband (süddt. Raum)mit eigenkomponierten Songs (CDvorhanden) in englischer Sprache issearching for an established andtough serious Booking Agency.frog2001@gmx.net, 01733813332Er 32/1,68/69 sucht Kontakt zueinem anderen Typen bis 40Jahre. Gern einen Lederrocker fürgemeinsame Freizeit.Freue mich auf Antwort und wäretoll, wenn du manchmalLederklamotten trägst. Schick einBild mit! Brauche netten Freund.Gruß Südhessen; Chiffre: 0312Das „MUSIKER MAGAZIN“ suchtehrenamtliche und professionellarbeitende Redakteure fürInterviews mit professionellenMusikgruppen und Interpreten/Rock- und Popstars. Die entstehendenFahrt- und evtl. Hotelkostenwerden bezahlt. MM, KolbergerStraße 30, 21339 Lüneburg,info@musikermagazin.deDIVERSESZiel Rockstar. Klaus Wittelsbachliest aus seinem Tagebuch:www.ich-an-mich.de -Lesunganklicken!Thomas JohannsenErste CD seit 30 JahrenInfos + Newsletter:thomasjohannsen.de,shambaletta.comyoutube: „there shambaletta“Low Budget Tourbusvermietungin Köln! VW T4 hoch + lang, grünePlakette, Diesel oder Autogas,6 oder 9 Sitze: www.turbo-booking.de/tour-van.htmlInvisible Five Invisible FiveOldie-Rock-Pop von A bis Z!Rockige Hochzeiten, Stadtfeste undmehr. www.invisible-five.deWir gestalten eure Band-Website(auch für Solisten) mit Content-Management-System. Nur fürBands, Musiker und Labels.Promotion auf MySpace, Facebook,YouTube etc. Inhalte in Deutsch,Englisch, Französisch. Info: ÜMFinfo@uemf.de; 0421/3974445Ludwig Czapla – Buchbarer Event-Fotograf aus Langenselbold beiFrankfurt am M. www.fotoknips.deProf. Soul-/Gospel- & Jazzsängerinerteilt Gesangsunterricht, der sichganzheitlich um die Befreiung desauthentischen Stimmklangs, einen• RECORDING• MASTERING• CD-VERVIELFÄLTIGUNG• WEB-DESIGNNEXUS Studios • Michael Hennig • Sonnenstr. 2 • 92242 Hirschau • www.nexus-studios.deFon. +49 96 22 71 79 15 • Mobil. +49 160 96 65 62 78 • Fax. +49 9622 717913 • E-Mail. info@nexus-studios.demusiker MAGAZIN 2/2013


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66 KLEINANZEIGENmusikerMAGAZINHerausgeber:Kulturelles Jugendbildungswerk e.V.Kolberger Straße 30, 21339 LüneburgTelefon: 0 41 31/2 33 03-0Telefax: 0 41 31/2 33 03 15www.musiker-online.tvwww.musikermagazin.deK.J.B.W. Konto-Nr.: 571 988 204Postbank Hamburg BLZ: 200 100 20RedaktionKolberger Str. 3021339 LüneburgTelefon: 0 41 31/2 33 03-0Fax: 0 41 31/2 33 03 15Verantwortl. Redakteur (V.i.S.d.P.):Ole Seelenmeyer, os@musiker-online.comFreie Mitarbeiter und Gastautoren:Jasmine Bonnin, Diane Bödrich,David Kusek, Gerd Leonhard,RA Marion Janke, Jana Moysich,Peter Mühlbauer, Julia Neigel,Katja Rake, Stefan Rheinbay,Christian Schöning, Walter SieglerAnzeigenleitung:Ole SeelenmeyerAnzeigenassistenz:Diane BödrichZurzeit ist die Anzeigenpreisliste Nr. 27vom 01. Januar 2013 gültig.Layout:Ana SeelenmeyerLektorat:Heike FunkeDruck:L.N. Schaffrath GmbH & Co. KGDruckMedienMusiker Magazin erscheint 4 x jährlichCopyright und Copyrightnachweis für alleBeiträge: Nachdruck, auch auszugsweise,sowie Vervielfältigungen jeder Artnur mit schriftlicher Genehmigung desHeraus gebers. Druckirrtümer vorbehalten.Namentlich gekennzeichnete Beiträgestellen nicht unbedingt die Meinung derRedaktion dar.ISSN 1618-386X+++ANZEIGENINDEX+++ABC Roxxon...........………......……..…….....65Alfred Music Publishing……..........….............29Bäng...............................................................64Chart Report..........………....….……….........26CR Studio..........………........….....…….........64DRMV e. V......................................................12Eberhard, Raith & Partner..........….................45Enjoy Tonstudio……...….…...........................64Erfolgreich in der Rock & Pop Musik..............66Fischer Amps………...….…..........................05Hieber Lindberg..........………........…….........33König & Meyer…………………............……..19RA Wolfgang Krüger........…..............……...65Leu Verlag.............…………................…...…25Mastermix Studio.........…...…..............…..…64Music Store..........……...…….................…4UMusikmarkt................……..……...................43Neutrik................……..…..............................47Nexus................……..…..............................64P & K Tonstudio..........……........................…64patchmusic……...….…................................64Pro Music..........………..........……......….....65RockShop..........………........….....…….........41Roland Meinl.........…...…...............….35/37/51Sennheiser.........……....…......….......……...2USET.........……....…......….......……................23Shure.............………..…......….................….39Silver Stage...........……..........……..…….....65T-Shirt Drucker..............…..............…....…..49Tascam..............…...............…....….............3UThomann..............……….........….........…30/31RA Michael Urban........…….................…......65Wolf Records..................................................53Zion................………..…......…................….64+++ANZEIGENINDEX+++musiker MAGAZIN 2/2013


Noch mehr Portastudio als je zuvorDP-32: Die 32-Spur-Luxusklasse unter den Portastudios32 Audiospuren (8 Mono, 12 Stereo), Best-Take-Funktionmit zusätzlichen virtuellen Spuren, 40 Kanäle beimAbmischen (32 Wiedergabespuren + 8 Eingangskanäle),Dynamik- und Sendeffekt, Mastering-Effekte einschließlichEQ, Kompression und Normalisierung, CD-Brenner fürMastering und Backup, intuitive Bedienung …DP-2424 Spuren auf SD/SDHC-Karte, kontrastreiches LC-Farbdisplay, DynamikundSendeffekte, eigene Regler für Direkt zugriff auf EQ, Panorama undEffekt-Ausspiel weg, CD-Brenner für Mastering und Backup …DP-038 Spuren + Stereo-Masterspur auf SD/SDHC-Karte, eingebautesStereo-Kondensatormikrofon, 2 x XLR mit Phantomspeisung,Hallprozessor plus Mastering-Effekte, CD-Brenner für Masteringund Backup …© 2013 TEAC Corporation. Alle Rechte vorbehalten.Änderungen an Konstruktion und technischen Daten vorbehalten.TASCAM Division | TEAC Europe GmbHBahnstr. 12 | 65205 Wiesbaden | DeutschlandTel. +49 (0) 611 71580 | www.tascam.de


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