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Ausgabe 4 - 04 / 2002 - Westfalenfleiß GmbH

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Große Herausforderungund spannende AufgabeLiebe Leserinnen,liebe Leser!Mut zur SelbständigkeitDie Selbständigkeit, die Menschenmit Behinderungen aneinem Arbeitsplatz auf demfreien Markt beweisen können,ist für sie eine großeHerausforderung und spannendeAufgabe.Karl-Heinz GarbeMit einer umfangreichen <strong>Ausgabe</strong> des„<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO“ präsentierenwir uns bei Ihnen zum Jahresende.Dabei ist unser besonderer Schwerpunktin diesem Heft die Neueröffnungunseres Geschäfts„Mensch undNatur“ in der Bodelschwinghstraße13in Hiltrup. VonFloristik bis zuKeramik und Geschenkartikeln,vonder Topfpflanze biszum Obst aus naturnahemAnbau, überselbst gemachteKonfitüren bis hinzu täglich frischen Eiern, Blumenkastenserviceund Holzspielzeug reichtdie bunte Angebotspalette in demLaden.Der große Andrang am 19. Oktober,dem Eröffnungstag, und die erfreulicheBilanz der ersten erfolgreichenWochen, scheinen unserem KonzeptRecht zu geben, den Schritt auf denfreien Markt gewagt zu haben und unsbewusst der Konkurrenz zu stellenUnd dabei ist der Name „Mensch undNatur“ Programm. Denn wir verkaufenNaturprodukte, die wir selbsterzeugen und Holzspielwaren, die inunserer Schreinerei entstehen.Und eines steht dabei besonders imVordergrund: Die Menschen, die indem neuen Laden arbeiten. Mit diesemProjekt werden wir sechs Arbeitsplätzefür Menschen mit Behinderungenschaffen. Die ersten Beschäftigtenabsolvieren bereits ihr Praktikum indem Laden. Für sie ist es eine großeHerausforderung und spannendeAufgabe, die sie reizt, - die sozialenKontakte in dem neuen Umfeld undvor allem die Selbständigkeit, die siean einem solchen Arbeitsplatz beweisenkönnen.Ein Schritt weiter zu dem Ziel, für deneinzelnen den Arbeitsplatz zu finden,den er sich wünscht und bei demMenschen mit Behinderungen dieChance haben, ihre Selbständigkeitweiterzuentwickeln.Ihr Karl-Heinz Garbe2


Aus dem InhaltImpressum<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO erscheintvierteljährlich für Mitglieder,Gesellschafter, Beschäftigte,Mitarbeiterund Förderer der<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>Münster.Herausgeber:<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>Arbeiten und WohnenKesslerweg 38-42,48155 MünsterTelefon: (0251) 6 18 00-0Fax: (0251) 6 18 00 - 55e-mail:info@westfalenfleiss.dehomepage:www.westfalenfleiss.deSparkasse Münsterland OstKto. 300517 BLZ 40050150Bank für Sozialwirtschaft<strong>GmbH</strong> KölnKto. 6019400 BLZ 3702500Verantwortlichfür den Inhalt:Karl-Heinz GarbeRedaktion:Margret Topp, Helene WentkerFotos:<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>Titelgestaltung:Peter Schladoth, FrankfurtAnzeigen:Karl-Heinz GarbeDie veröffentlichten Beiträgegeben nicht unbedingt dieAuffassung des Herausgeberswieder.Für unverlangt eingesandteManuskripte und Fotos wirdkeine Haftung übernommen.Anzeigenschluss istjeweils vier Wochen vorQuartalsende; zur Zeit istAnzeigenpreisliste Nr. 3gültig.Auflage: 3.000Einzelpreis: 0,45 EuroDruck:Lensing DruckNeubrückenstraße 8 - 11,48143 MünsterGarantiertfrisches Obstund Gemüsegibt es imLadenlokalan derBodelschwinghstraße13 in Hiltrup.Lesen Sie aufden Seiten4 - 7In Telgte hatSiegmar Kahlenberg,der im November sein 30jährigesBetriebsjubiläum feiert, einenPlatz gefunden, an dem er sichwohlfühlt. Lesen Sie auf Seite 12 -13Mit dem Erwerbder neuenWohneinheit„An der Meerwiese“setzt derWohnverbunddas Konzept der bedarfsorientiertenWohnangebote weiter um, aufder Seite 19<strong>Westfalenfleiß</strong>-Fußballer sindDeutscher Fußballmeister. Lesen Sieauf der Seite 23„Faszination Werkstätten“, - unterdiesem Motto präsentierte sich<strong>Westfalenfleiß</strong> auf derMünsterlandschau.Lesen Sie auf Seite 29Ziel in Sicht - Neuer Laden in HiltrupWie behinderte Menscheneigenverantwortlich leben Seite 4Doppelter Einsatz<strong>Westfalenfleiß</strong> stelltMünstertrainer vor Seite 8Neuer ProduktionsleiterRainer Gottwald ist neuerProduktionsleiter Seite 10Portrait Siegmar KahlenbergEin Leben der erfülltenund unerfüllbaren Träume Seite 12PausenhalleProjekt „Frischer Wind“ Seite 14BetriebsratVolkes Stimmehören und reagieren Seite 17Wohnstätte „An der Meerwiese“Wohnverbund eröffnetneues Doppelhaus Seite 19Erntedankfest auf Gut KinderhausImpressionen Seite 20BerufsbildungsbereichAbschlussfeier für16 junge Menschen Seite 22Fußball<strong>Westfalenfleiß</strong>-Fußballerverteidigen Titel Seite 23Hochwasserspende für SachsenSpendenübergabe anAWO-Vertreter aus Sachsen Seite 24AWO-KalenderAusstellungseröffnung Seite 26Fest für EhrenamtlicheDank an Ehrenamtliche Seite 28MünsterlandschauWfB-Gemeinschaftsstand Seite 29Bilder und Berichte Seite 30Mit Jazz und Swingin den Feierabend Seite 32Spende Seite 33Für RätselfreundeGewinnen mit ECHO Seite 343


Neueröffnung Ladenlokal HiltrupZiel in SichtWie behinderte Menschen eigenverantwortlich lebenMarita Montenbruck weiß,was sie will. Und das setztsie durch - auch gegenWiderstände. „In den Tüchern“,erzählt die 54-jährige, und ein schelmischesLächeln spielt umihre Mundwinkel, habe siesich schlussendlich nichtwohl gefühlt.„Immer Tücher auffalten,bis man am Ende davonträumt...“ Das war nichts fürdie Frau, die seit 1974 beider <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>,der Werkstatt für Menschenmit körperlichen und geistigenBehinderungen amKesslerweg in Münsterarbeitet.Längst wusste Marita Montenbruck,dass sie einengrünen Daumen hat. Jedesvertrocknete Usambaraveilchenpäppelte sie wiederauf, jede Staude zog sie aufZimmerhöhe. „Ich möchteraus aus der Produktionsabteilungund hinein in dieGärtnerei“, stellte sichMarita Montenbruck einesMorgens bei Karl Stahlhöfervor. Der Leiter der <strong>Westfalenfleiß</strong>-Gärtnereifackeltenicht lange. Gemeinsam mitdem Sozialen Dienst derEinrichtung ebnete er MaritaMontenbruck den Weg indas neue berufliche Betätigungsfeld.„Sie kam, sah undsiegte“, sagt Stahlhöferheute lachend. So kenneman „die Marita“, die soganz nebenbei auch Landesmeisterinim Luftgewehrschießenist und unzähligeUrkunden und Pokale eingeheimsthat. Und die nachsieben Jahre Leben in einerbehüteten Wohnstätte der<strong>Westfalenfleiß</strong> den Sprung indie eigene Wohnung schaffte.„Anfangs halfen Betreuerbeim Einkauf und mit demBehördenkram. Aber jetztgeht es immer besser“, sagtdie Frau, die trotz ihrerkörperlichen und geistigenHandicaps ihre Ziele stetsweit gesteckt und mit Willensstärkeverfolgt hat.Jetzt hat Marita Montenbruckein neues Projekt insVisier genommen. Sie möchtein dem hippig-schickenLadenlokal an der Bodelschwinghstraße13 in Hiltruparbeiten, das <strong>Westfalenfleiß</strong>am Samstag, den 19.Oktober eröffnet hat. VonFloristik bis zu Keramik undGeschenkartikeln, von derTopfpflanze bis zum Obstaus naturnahem Anbau -gereift auf dem <strong>Westfalenfleiß</strong>eigenen Gut in Kinderhaus- von selbst gemachtenKonfitüren bis zu täglichfrischen Eiern, vom Blumenkastenservicebis zumHolzspielzeug reicht diebunte Angebotspalette indem Laden. „Mensch undNatur“ haben das GestaltungsbüroNieschlag, Wentrup,Rauch und die Archi-5


Neueröffnung Ladenlokal HiltrupDieser Schritt ist neu undgewollt. „Wir stellen unsbewusst der Konkurrenz.Für viele unserer Beschäftigtenist das eine Herausforderung,die sie reizt. Dochdabei ist wichtig, dass wirihnen Rückhalt bieten: Wersich überfordert fühlt, kannjederzeit zurück in dieWerkstätten oder die Gärtnereiam Kesslerweg“,betont die Leiterin desSozialen Dienstes bei <strong>Westfalenfleiß</strong>,Wilhelma Dillenburger.Auch Marita Montenbruckgibt diese Zusageden notwendigen Rückhaltund Mut, das Neue auszuprobieren:„Aber wenn ichdas nicht schaffe, dann geheich zurück“, sagt sie gelassen.Garantiert frisches Obst und Gemüse gibt es im Ladenlokalan der Bodelschwinghstraße 13 in Hiltrup.tektengemeinschaft Imhäuserdas neue Konzept fürden Hiltruper Laden genannt.Für Karl Stahlhöferdrückt sich darin ein wichtigerAnsatz in der Arbeit mitMenschen mit Behinderungenaus: „Wir verkaufenNaturprodukte, die wirselbst erzeugen, oder Holzspielwaren,die in unsererSchreinerei entstehen. Aberder Mensch, der dort in demneuen Laden arbeitet, istuns ebenso wichtig. Dabeitrauen wir uns und ihm eineMenge zu: Den Schritt aufden freien Markt.“Erste Ansätze auf diesemWeg in die freie Marktwirtschafthat die Werkstatt fürMenschen mit Behinderungen(WfbM) vor einiger Zeitbeschritten. Bei der LVM inMünster steht die Spülkücheheute unter <strong>Westfalenfleiß</strong>-Regie. „Natürlich reizt dabeimanchen die Aussicht, beieiner Versicherung - statt inder WfbM - zu arbeiten.Natürlich reizen die sozialenKontakte in dem neuenUmfeld und die Selbständigkeit,die man an einemsolchen Arbeitsplatz beweisenkann. Dafür lohnt sichdas Sauberschaben vonTellern schon“, so WilhelmaDie Angebotspalette: Floristik, Topfpflanzen, Blumenkastenservice, Keramik, Holzspielzeug,Geschenkartikel, Obst, Säfte und Konfitüren und täglich frische Eier. (Fotos: mt)6


Dillenburger. Doch wichtigbleibe bei allem Ehrgeiz undEntdeckerfreude eins. „Esgeht nicht darum, ohneEnde neue Ziele aufzuspüren.Es geht darum, für deneinzelnen den Arbeitsplatzzu finden, den er sichwünscht. Es geht darum,dass jeder die Chance hat,seine Selbständigkeit - auchdurch Fortbildung - weiterzuentwickeln.Und das“,fährt die Sozialdienst-Leiterin fort, „lässt sich ambesten verwirklichen, wennwir eine Vielfalt verschiedenerArbeiten bieten können.“Gerade deshalb gehe, wirftWilhelma Dillenburgereinen Blick in die Zukunft,der Trend zu neuen Aufgabenstellungenin der WfB.Ein Stichwort, bei dem KarlStahlhöfer in Fahrt gerät.Denn der Gärtnereileiterhält viele Ideen in der Hinterhand.Die Übernahmeeiner ganzen Gärtnerei, umdort zu produzieren und zuvermarkten, steht ebenso inseinem Wunschkatalog wiedie Übernahme von Hydropflanzen-oder Rasen- undAnlagen-Pflege in großenVersicherungen. „Ein Aufgabengebiet,das in Münsterbrach liegt“, schwärmtStahlhöfer. Da sei auszuloten,„welche Möglichkeitendie <strong>Westfalenfleiß</strong> auf demMarkt hat, ob wir das mitunserem Personal künftigleisten können, und ob wirlangfristig auch auf flexiblereArbeitszeiten umstellenkönnen.“Jede Menge Geschenkideen nicht nur am Eröffnungstag:Naturprodukte und Holzspielwaren aus eigener Herstellung.Obwohl, wie die Leiterin desSozialen Dienstes einschränkt,der „Mutterbetrieb“am Kesslerweg wichtigund unverzichtbar bleibe.„Denn unser Auftrag undZiel ist es ja, auch Menschenmit schwereren Behinderungenzu fördern und zubetreuen und ihnen imRahmen ihrer persönlichenMöglichkeiten Entwicklungschancenzu bieten.Nicht jeder kann im Dienstleistungssektorund auf demfreien Markt beschäftigtwerden“, bleibt WilhelmaDillenburger realistisch.Marita Montenbruck jedochdrängt es auf den freienMarkt. Längst hat sie sichdie Busverbindungen herausgesucht, die sie morgensund abends von ihrer Wohnungin Münster zur Bodelschwinghstraßein Hiltrupbringen. Mit ihr werden vierweitere Kollegen in denneuen Laden wechseln.Betreut werden diese vonvier (Teilzeit)- Mitarbeitern,die die <strong>Westfalenfleiß</strong> neueingestellt hat. Außerdem,betont Frau Dillenburger,stehe in dem Laden einPraktikumplatz zum Ausprobierenfür Menschen mitBehinderungen bereit. WasRaimund Samuelson „echtklasse“ findet. Schließlichwill auch er „mal testen, obich Blümchen binden kann.“Damit ist es nicht getan. Dasweiß Karl Stahlhöfer ambesten. „Aber wenn wirdurch Qualität und gutenService überzeugen und inHiltrup den Kundenstammanziehen können, der dortnach der Schließung einesGartencenters zu gewinnenist: das wäre doch schonwas.“hweAnmerkung der ECHO-Redaktion:Der vorstehende Artikel erschienauch am Eröffnungstag desLadenlokals, am 19. Oktober inder Wochenendbeilage „Panorama“der „Westfälischen Nachrichten“.7


Messeneuheit MünstertrainerZu „doppeltem Einsatz“ angestachelt<strong>Westfalenfleiß</strong> stellt auch am Tag der offenen Tür seine Messeneuheit vorAm Anfang steht die Sperrholzplatte.„Damit geht eslos. Wir schneiden sie zu,bevor sie ihren Weg zurcomputergesteuerten CNC-Maschine nimmt“, erläutertTischlermeister MichaelBeckmann die erstenSchritte eines Stückes Holzauf dem Weg zur Messeneuheit:Dem bei <strong>Westfalenfleiß</strong>entwickelten und beliebtenMünstertrainer „DoppelterEinsatz.“Die CNC-Maschine nimmtwichtige Veränderungen andem Brett vor. Löcher, 58 ander Zahl, werden eingefräst.Im Spielablauf des späterenMünstertrainers entscheidensie über Sieg und Niederlage.Anschließend schleifenBeschäftigte der Schreinereidie Platte und ihre Kanten. Sowandert der Rohling herüberin die ISM-Werkstatt, wo dienächsten Arbeitsschritte biszur endgültigen Herstellungfolgen.Ein Münstertrainer entsteht. Zuerst fräsen TischlermeisterMichael Beckmann (re.) und Beschäftigter Rolf Mischek mitHilfe der CNC-Maschine 58 Löcher in eine Spanholzplatte.„Zunächst schneiden wirLeisten für den Rahmen zu,den die Holzplatte erhaltensoll“, erklärt TischlermeisterFranz Josef Heimann. DieserRahmen werde um dieSperrholzplatte gebaut undverleimt. „Dann ist dasGröbste schon mal passiert,und es geht an die Endmontage“,kommentiert Heimann.Nun werden die Holzringe,mit denen später die sogenannten Pucks geführtwerden, ausgeschnitten undgefräst. Und an die jeweilszwei löchrigen Spanplatten,die man für einen Münstertrainerbenötigt, werden dieBeschläge, Tücher, die diePucks auffangen, und Kordeln,mit denen die Holzringesamt Pucks bewegt wer-In den ISM-Werkstättenbauen TischlermeisterFranz-Josef Heimann (re.)und Beschäftigter Georg vanHorn einen Rahmen um dieHolzplatte. (Fotos: hwe)8


den, angebracht. Auchwerden die Platten liebevollgewachst, bevor der Münstertraineraufgestellt werdenkann.Dann endlich kann es losgehen: Das Spiel beginnt.Zwischen einem und vierMitspieler können dabeiantreten. Nun geht es darum,die Holzscheibe samtPuck mit Hilfe der Kordeln,die die Spieler vorsichtigziehen, geschickt an 56Löchern vorbeizuführen aufdas große Ziel hin: Das 57.Loch am oberen Ende derHolzplatte, deutlich markiertmit einem orangefarbenenDreieck. Wer seinenPuck am schnellsten undgeschicktesten in dieses Zielbugsiert, ohne dass er zuvorin einem der vorausgehendenLöcher „baden geht“,hat gewonnen.Schließlich verschraubt Georg van Horn in einem letzten ArbeitsschrittGriffe und Schnüre mit einem Akkuschrauber.Eigentlich ist das Spiel auchfür den therapeutischenEinsatz gedacht - zumTrainieren des Gleichgewichtssinnsoder als Übungfür motorische Fähigkeiten.„Aber“, heißt es bei <strong>Westfalenfleiß</strong>,„wer sagt denn,dass nicht auch therapeutischeÜbungen Spaß machendürfen?“ Und so wird derMünstertrainer, der indiesen Wochen wieder inSchreinerei und bei ISMhergestellt wird, auch am„Tag der offenen Tür“ wiederviele interessierte Spielerund solche, die es werdenwollen, zu „doppeltemEinsatz“ anstacheln. hwe9


Neuer ProduktionsleiterAuch für Rainer Gottwaldbedeutete die Aufgabe derWerke den Verlust des Arbeitsplatzes.„Ich musste mirwas Neues suchen“, sagt erschlicht. Mehrere Bewerbungenliefen. Doch schon beimallerersten Besuch am Kesslerwegstand für ihn fest:„Das ist es.“ Gottwald fällt esnicht schwer, seine Gründein Worte zu fassen. „DieBeschäftigten hier geben sichMühe. Sie stehen hinter ihrerArbeit, freuen sich über das,was sie leisten und identifizierensich mit <strong>Westfalenfleiß</strong>.Das ist ein großes undwichtiges Potenzial für einenBetrieb“, sagt er.„Von Menschen mit Behinderungen kann man viel lernen“,sagt der neue Produktionsleiter Rainer Gottwald hier mit (v.l.)Turhan Kumsar, Desiree Kück und Marita Bieschke. (Foto: hwe)Der erste Blick entschiedRainer Gottwald ist neuer ProduktionsleiterEs war der erste Blick, deralles entschied. „Hier hat esmir sofort gefallen. Ich hatteja noch nie zuvor mit Menschenmit Behinderungen zutun. Was ich hier erfahre,überzeugt und überraschtmich: Alle sind so höflich,freundlich, einfach gutdrauf.“ Als neuer Produktionsleiterhat der 39jährigeRainer Gottwald aus Gescherim Oktober seinen Dienst beider <strong>Westfalenfleiß</strong> angetreten.10Der Mann, der zuvor zweiKalksandsteinwerke inDorsten und Coesfeld führte,gibt zu: Einen solchen Geistkennt er aus der freien Wirtschaftnicht. „Wer bei <strong>Westfalenfleiß</strong>etwas bewegen will,kann das nur im Team erreichen.“So viel hat „der Neue“schon nach wenigen Tagenerkannt. Und das, meint er,stehe im Gegensatz zu Erfahrungen,die Menschen inder freien Wirtschaft zunehmendmachten. „Da wirdman immer mehr zumEinzelkämpfer. Denn derDruck und die Angst vorJobverlust steigen“, hat erbeobachten müssen, bevorvon fünf Niederlassungenseines „Mutterbetriebes“ viergeschlossen wurden.Manchem Manager aus derfreien Wirtschaft wünschtGottwald frei heraus „zweiWochen Praktikum in diesemHaus.“ Denn es lehre, meintGottwald, dass „der FaktorMensch ein hohes Gut ist.Dass die Zufriedenheit derMitarbeiter abhängt vonAufmerksamkeit und Zuwendung,die man ihnen entgegenbringt.“Da, glaubt er,leisteten <strong>Westfalenfleiß</strong>-Mitarbeiter Vorbildliches.Die berufliche Qualifikationdes neuen Mannes kann sichsehen lassen. In über fünfjährigenAusbildungsschrittenan Abendschulen brachtees der gelernte Schlosserzum Metallbaumeister unddann zum Betriebswirt desHandwerks. „Das wäreallerdings nicht möglichgewesen, wenn meine Fraumir nicht den Rücken freigehalten hätte“, räumt derVater einer heute zwölf- undvierzehnjährigen Tochter ein.Was anders ist als an seinembisherigen Arbeitsplatz?„Dass um 16 Uhr die Lichter


Neuer Produktionsleiterausgehen, daran muss ichmich noch gewöhnen. Aberes ist ein angenehmer Unterschiedzur freien Wirtschaft“,sagt er lächelnd. Auch hat ersich darauf eingestellt, dasser ein weiteres Mal die Schulbankwird drücken müssen,um die sonderpädagogischeZusatzqualifikation zuerreichen.Rainer Gottwald weiß, dassman neue Impulse von ihmerwartet. „Frischen Wind sollich bringen und alte Trampelpfadeebnen“, nennt erdas. Noch ist er voll damitbeschäftigt, sich in Strukturund Organisation des Betriebeseinzufinden. Aber ersteVorstellungen vom „frischenWind“ hat er schon. „DasImage der <strong>Westfalenfleiß</strong>“will er noch stärker als bishernach außen tragen, um neueKunden zu gewinnen. Dadenkt er an Kooperationsverträge,die durch Kontakte voneinem Kunden zum nächstenermöglicht werden sollen.„<strong>Westfalenfleiß</strong> kann etwasleisten. Was hier entsteht,genügt hohen Qualitätsansprüchen.Schließlich istdieser Betrieb nicht umsonstnach dem QM-System zertifiziertworden“, sagt er mitvoller Überzeugung. EineÜberzeugung, die er in einenwachsenden Kundenkreistragen will.hweRCG Technik Münsterland <strong>GmbH</strong>Robert-Bosch-Straße 14 • 48153 MünsterTel. 02 51 / 6 82 26 00 • Fax 02 51 / 6 82 26 2011


Nicht immer hat ihm dieArbeit in den Werkstättender <strong>Westfalenfleiß</strong> so vielFreude gemacht wie heute.Doch in Telgte hat SiegmarKahlenberg, der im Novembersein 30jähriges Betriebsjubiläumfeiert, einen Platzgefunden, an dem er sichwohlfühlt.Ein Leben der erfülltenund unerfüllbaren TräumeSiegmar Kahlenberg feiert 30jähriges BetriebsjubiläumSiegmar Kahlenberg ist einvorsichtiger Mensch. Nachdenklich,oft zweifelnd - ansich selbst oder an Entscheidungen,die gefallensind und noch fallen sollen.Leicht ist das nicht immer.Das weiß niemand besserals er selbst.Dennoch hat sich der 49jährigeseine Träume vomLeben bewahrt. Die erfüllbarenwie die unerfüllten.Erfüllbar? „Gern würde icheines Tages mit meinerFreundin Petra in eineeigene Wohnung ziehen“,sagt er. „Die Petra“, fährt erfort, sei 18 Jahre jünger alser. Natürlich gibt es daUnterschiede in Wahrnehmungund der Auffassungvom Leben. „Aber eigentlichist das so ganz in Ordnung.Von der Optik her auf jedenFall“, ist er sichtlich stolz aufdiese Freundschaft, die seit1994 hält. Und die unerfüllbarenTräume? „Eines Tages12in der freien Wirtschaft zuarbeiten“, antwortet eretwas zögernd. Um gleichhinzuzufügen: „Ich weiß,dass das nicht gehen wird.Aber wenn...“ Dann wäreder Mann, der das Nachholendes Hauptschulabschlussesals glücklichstenMoment seines Lebensbezeichnet, gerne technischerZeichner geworden.So feiert Siegmar Kahlenbergam 14. November sein30jähriges Dienstjubiläumbei <strong>Westfalenfleiß</strong>. Und ertut das mit überschaubarenWünschen für die nächsten30 Jahre, „wenn ich dieüberhaupt noch vor mirhabe“, wie er schmunzelndhinzufügt. Doch dann würdeer sich wünschen, dassMenschen mit Behinderungennoch mehr Mitbestimmungerreichen könnten.„Denn einmal“, sagt Kahlenberg,„waren wir auf einerDemonstration in Bonn, umgenau das einzufordern.Und was ist dabei rausgesprungen?Nichts.“ Da, fügter kritisch hinzu, würde ermehr Möglichkeiten erwarten.Aber im Ganzen ist SiegmarKahlenberg, der seit vielenJahren in der Werkstätte inTelgte arbeitet, zufrieden -mit sich, mit dem Lebenund mit seiner Beschäftigung.Das war nicht immerso. Nach Abschluss derzehnten Klasse im Piepmeyer-HausMünster hatte ereine Ausbildung zur Berufsfindungin Maria Veenbegonnen. Die brach ernach eineinhalb Jahren ab.Wenig später kam er zu<strong>Westfalenfleiß</strong>. „Denn ichwollte ja nicht auf der Straßestehen“, kommentiert erden Wechsel. In der Montageabteilungam Hafengrenzwegund später am Kesslerwegfühlte er sich nichtbesonders wohl. „In der Zeit


Portraitwar ich depressiv“, erzählter und denkt ungern an dieSchwierigkeiten und Umstellungauf einen neuenArbeitsrhythmus und Kollegenkreiszurück. 1987 wechselteer nach Telgte. Undlebte weiterhin selbständigin einer Wohnung in Münster.Möglich wurde dasdurch die Unterstützung, dieseine Mutter ihm regelmäßiggab. Doch die Elternsahen voraus, dass das nichtimmer so gehen würde. Nurungern erinnert sich SiegmarKahlenberg an den Tagzurück, als seine Mutter ihmeröffnete, dass er die Wohnungaufgeben und in dieWohnstätte nach Telgteziehen sollte. „Wir werden jaauch nicht jünger“, hat sieihm gesagt.„Seit acht Jahren zusammen und immer noch glücklich“,strahlt Freundin Petra stolz, während sie sich an SiegmarKahlenberg schmiegt. (Fotos: hwe)Erst Marija Olbrich, Wohnstättenleiterinin Telgte,gelang es nach und nach,das Zögern Kahlenbergs inZustimmung zu verwandeln.So zog er im April 93nach Telgte. Den Schritt hater nicht bereut. Denn dieMischung aus Förderung,Begleitung und Freiheit, dieer in der Wohnstätte genießt,bekommt ihm gut.Seit auch Petra in die Wohnstätteeingezogen ist, ist essogar noch besser als gut.Natürlich, lächelt er dieFreundin freundlich an,werde sie eingeladen unddabei sein, wenn er jetztsein Firmenjubiläum feiert.Und sie schaut verliebt zuihm hoch: „Acht Jahre undimmer noch glücklich“, sagtPetra stolz. Das ist schonwas.hwe58 Jubilare ehrte <strong>Westfalenfleiß</strong> am 14. November im feierlichen Rahmen für ihre langjährigeBetriebszugehörigkeit. (Foto: mt)13


Spielen in der Mittagspause - dazu will die Arbeitsguppe „Frischer Wind“ einladen.Frischer Wind fegt durch die HalleNeue Gruppe will Impulse fortführen, die Studenten setztenFrischer Wind ist durch dieEingangshalle der <strong>Westfalenfleiß</strong>-WerkstättenamKesslerweg gefegt.Er hat Spuren hinterlassen:Helle Wände und Decken,Sitzecken, durch Raumteilergetrennt, geben der einstdüsteren Halle Atmosphäre.Eine Litfaßsäule wirkt nichtnur als optischer Hingucker,sondern gibt gleichzeitigAuskunft über die jüngstenEreignisse rund um <strong>Westfalenfleiß</strong>sowie einen Blickauf Presseartikel, dieunlängst erschienen sind.Das Projekt, das ProfessorHülshoff und seine Studen-Das Projekt „Frischer Wind“Das Projekt Frischer Wind beschäftigtsich mit der räumlichen undinhaltlichen Gestaltung derPausen. Es ist eine Fortsetzungeines Projektes von Studenten derFachhochschule unter der Leitungvon Professor Hülshoff.Unter dem Thema „Sinneswelten -Lebenswelten“ hatte es dieGestaltung von Pausen zum Inhalt.Nachdem die Studentinnen ihreArbeit beendet hatten, fanden sichschnell Interessierte, die dasProjekt nun unter dem Namen„Frischer Wind“ fortsetzen. Wichtigist dabei vor allem die Beteiligungvon Beschäftigten, was durch dieaktive Mitwirkung von Melanie Luxund Michael Matejewski sichergestelltwird. Ziel des Projektes ist es,eine möglichst angenehme underholsame Pausenatmosphäre zuschaffen. Dazu gehört es, Möglichkeitenzur Entspannung und zumRückzug zu schaffen, wie auch dieAnregung der Sinne und Aktivitätenzu fördern.In kleinen Schritten soll eineweitere Verschönerung der Pausenräumevorgenommen werden.Objekte zum Anfassen oder Betrachtenwie Mobiles oder Wassersäulenregen die Sinne an. Aktivitätenkönnen dauerhaft ermöglichtwerden - zum Beispiel durch einenKicker, den sich viele Beschäftigtesehr wünschen. Zeitlich befristeteAngebote wie z.B. gemeinsameTänze, Spiele und Basteln sollen dieganze Sache abrunden. SolcheAktionen können von jedemangeboten werden. Auch wer wenigZeit hat, kann die Initiativeunterstützen. Dies können zumBeispiel gute Ideen oder Tipps sein,Hilfe bei der Materialbeschaffungoder Unterstützung durch technischeHilfestellung. ih14


Projekt „Frischer Wind“ten von der KatholischenFachhochschule in Münstervor einiger Zeit mit großemErfolg auf den Weg gebrachthat, soll weitergehen. „FrischerWind“, wie die Leiterindes Sozialen Dienstes WilhelmaDillenburger, dieAktion getauft hat, wirdauch künftig durch diePausenhalle am Kesslerwegziehen. Dafür machen sichdie Mitarbeiter des SozialenDienstes Isolde Hornefferund Andreas Suer-Schlütergemeinsam mit den GruppenleiternHeiner Viefhuesund Kirsten Beuting sowieden Beschäftigten MichaelMatejefski und Melanie Luxstark.Spiele und Puzzlesfür die PauseNicht nur einen Lesezirkelhaben sie geordert, damitBeschäftigte in den Pausenin bunten Zeitschriftenblättern können, sondernauch Gesellschaftsspieleund Puzzles haben sie inden Regalschrank gepackt,der eigens für diesen Zweckin der Schreinerei gearbeitetwurde. Ziel ist es, einefreundliche und erholsamePausenatmosphäre zuschaffen. Dazu gehörenGelegenheiten zur Entspannung,Ruhe, gemeinsameAktionen und Aktivitäten.Doch bald stellte die kleineGruppe fest, dass von diesenAngeboten nur wenig undselten Gebrauch gemachtwird.Die Litfaßsäule im Eingangsbereich, die Michael Matejefskiund Isolde Horneffer hier präsentieren, gehört zu den neuenGestaltungselementen in der Pausenhalle. (Fotos: hwe)„Ich glaube, wir brauchenSpiele, die in zehn Minutenabgeschlossen werdenkönnen“, meint IsoldeHorneffer. Vor allem aberhat die Sozialarbeiterinbeobachtet, dass man„Impulsgeber“ braucht. Daskönnten Gruppenleiter oderMitarbeiter sein, die dieBeschäftigten ermuntern, zuSpiel und Puzzle zu greifen.Oder die, wie jetzt geplant,in einer Aktionswoche zukreativer Freizeitgestaltungeinladen. „Lötarbeiten“stehen demnächst als Angebotauf dem Plan. Lötarbeiten,die in der Kürze einerPause entstehen könnenund die einen interessantenZeitvertreib bieten. Solche▲15


Projekt „Frischer Wind“zeugt von dem Bild, das erbereits im Kopf hat. HerrRehnert besitzt ein großesSchönheitsbewusstsein, dassich in seinen Bildern undihrer Vielfalt wiederspiegelt“,sagt seine GruppenleiterinUte Bökamp.Frischer Windauch durch Musik▲Bilder von Volker Rehnert sind derzeit in der Eingangshallevon <strong>Westfalenfleiß</strong> zu sehen.Initiativen, glaubt die Gruppe„Frischer Wind“, könntenBeschäftigte in ihrer Pausezum Mitmachen anregen.Dabei freuen sie sich überjeden, der sich daran beteiligenmöchte. Gute Ideenoder handwerkliche Hilfestellungensind genausowillkommen, wie das Mitwirkenbei einzelnen Aktionen.„Die meisten finden dasganz toll hier in der neuenHalle“, weiß Michael Matejefskiaus zahlreichen Gesprächenmit Beschäftigten.Ihm ist wichtig, dass beidesPlatz hat in dem neuenPausenkonzept: Aktionenzum Mitmachen, aber auchMöglichkeiten, sich zurückzuziehenund Ruhe zufinden. „Das ist in denSitzecken mit Nischencharakterheute gut möglich“,lobt Matejefski. Und vieleBeschäftigte wüssten diesauch zu schätzen.Ausstellungsreihemit farbenfrohen BilderFarbenfrohe Bilder an denWänden in der Eingangshallegeben Farbkleckse. Unddas soll künftig so bleiben.Ausstellungen dieser Artwerden Beschäftigte von<strong>Westfalenfleiß</strong> selbst bestreiten.Den Reigen eröffnetejetzt zunächst Volker Rehner,dessen Bilder an denWänden zu sehen sind.„Dabei hat er ganz gezielteVorstellungen, die er inseinen Bildern verwirklicht,und die FarbenauswahlNeben sehen und erleben istes ein drittes Element, das„frischen Wind“ bringensoll: Das Hören. „Wir würdengerne eine Musikeckeschaffen“, erzählt MichaelMatejefski ganz begeistert.Die Musik solle aber nichtdurch den gesamten Raumschallen, sondern überKopfhörer zu empfangensein, schränkt er ein. Undnoch etwas wünscht sich dieGruppe sehnlichst: EinenKicker. Über verschiedeneModelle hat sich die Gruppeschon informiert. Ein guter,stabiler Kicker mit Schalldämmungkostet fast 1000Euro. „Dafür suchen wirnoch Spender“, wirbt IsoldeHorneffer.hwe16


Betriebrat▲Damit der Betriebsrat mit„allen Ecken und Enden“der weitverzweigten Einrichtungin Kontakt bleibenkann, wurde durch Listenwahlangestrebt, dassmöglichst jede Abteilungvertreten ist. Darüber hinausgehen die Betriebsräteeinmal im Vierteljahr in alleAbteilungen und Wohnstät-„Es kommt daraufan, wie man lebt“Peter Feldmann, neuer Vorsitzenderdes Betriebsrates der <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong>, ist 59 Jahre alt.Er habe „drei Kinder im heiratsfähigenAlter“ und sei ein „waschechterMünsteraner“, sagtFeldmann über sich selbst. Seit18 Jahren ist er bei der <strong>Westfalenfleiß</strong>beschäftigt.Vorher arbeitete er als Tischlermeisterund Techniker in derfreien Wirtschaft. Zu seinenHobbies zähle vor allem seinsoziales Engagement, das er auchfür die Stiftung eines Altenheimesehrenamtlich einbringe, sowielesen und Musik. „Mein Hobby istmein Beruf“, sagt Feldmann.Birgit Küper-Baumeister, stellvertretendeBetriebsratsvorsitzende,erlebt die zweite Wahlperiode indiesem Amt. Sie ist 47 Jahre alt,hat zwei Kinder (19 und 16Jahre). Vor zwölf Jahren kam siezu <strong>Westfalenfleiß</strong>. Vorher engagiertesie sich beruflich wieehrenamtlich für die „Antenne e.V.“, eine Kontaktstelle fürbehinderte und nichtbehinderteMenschen. Frau Küper-Baumeisterwandert gern, fährt Rad, liebtKino und Theater, liest leidenschaftlichund malt in derFreizeit. Ihr Lebensmotto? „Eskommt nicht darauf an, wie langeman lebt, sondern wie man lebt“,antwortet sie.hweten, um über ihre Arbeit zuberichten und - wie Feldmannsagt - das „Ohr amVolke zu haben. Denn das“,weiß der neue Vorsitzende,„finden die Leute gut.“Mit betriebsbedingtenKündigungen, atmen diebeiden Vorsitzenden auf,habe man bisher noch nichtzu tun bekommen. Zwarwerde in wirtschaftlichschwierigen Zeiten auch beider <strong>Westfalenfleiß</strong> die Personaldeckekürzer. Doch durchgeschickte Personalplanungund Neustrukturierungensei das aufzufangen. „Undwir hoffen nicht, dass wirjemals einen Sozialplanaufstellen müssen“, fügtBirgit Küper-Baumeister an.Gesprächsbedarf, das habendie beiden bereits beobachtet,entwickelt sich in dennächsten Monaten dagegensicher in den Wohnstätten,wo Umstrukturierungenund Umzüge von Bewohnernin die neuen Häuserauch unter den Betreuern zuneuen Rahmenbedingungenund Mannschaften führt.„Die einen sehen das alseine Chance für sich. Anderereagieren mit Ängsten aufdie neue Herausforderung.Wieder andere lassen allesauf sich zukommen“, sagtFrau Küper-Baumeister.Dabei steht für sie eins fest:Wer immer mit Fragen undProblemen kommt, findetbeim neuen Betriebsratoffene Türen und Ohren.hweTHEO ’S REISENreise philosophTel. (0251) 490 27 22 • Fax (0251) 490 27 23E-mail: info@reisephilosoph.deUnsere Erfahrungen in der Durchführung vonReisen, die langjährige Zusammenarbeit mitausgesuchten Agenturen und die individuelleBeratung, zeichnen uns als kompetenten PartnerIhrer Reise aus.THEO ’S REISENSessendrupweg 60 • 48161 MünsterTelefon 025 33 / 555 und 556Fax 025 33 / 35 99www.theos-reisen.de18


Richtig geschätzt hatteHauptgewinner Ludwig Wübbelsdie Anzahl der Walnüsse ineinem Gefäß beim Erntedankfestvon <strong>Westfalenfleiß</strong> auf GutKinderhaus. Stellvertrtetend fürihn nahm Ulrich Zeranka denPräsentkorb entgegen. Denzweiten Preis, einen WestfälischenSchinken, erhielt MariettaElpers und Frederic Hundehege(li.) will mit seiner „1 a Salami“eine riesen Pizza belegen undalle seine Schulfreunde dazueinladen.Impressionen vom Erntedankfestauf Gut Kinderhausam 29. September, dasmehrere tausend Besucheranlockte. (Fotos: mt)21


BerufsbildungsbereichRosen, T-Shirts und gute Wünsche16 junge Menschen mit Behinderungen beenden ihre BerufsbildungsmaßnahmeMit einer Rose, einemZertifikat und einem individuellgestalteten T-Shirtwurdenam 6. September 16junge Menschen aus demBerufsbildungsbereichverabschiedet.Verwaltungsleiter SiegfriedThomaszick und NadjaOerter bei der feierlichenZertifikatsübergabe.Mit den besten Wünschenfür ihren weiteren beruflichenLebensweg überreichtenVerwaltungsleiter SiegfriedThomaszick und WilhelmaDillenburger, Leiterindes Berufsbildungsbereiches,am 6. September dendiesjährigen Absolventendes Berufsbildungsbereichesihre Abschlusszertifikate.Alle Absolventen der zweijährigenBerufsbildungsmaßnahmewerden in dieunterschiedlichen Arbeitsbereicheder Werkstätten der<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>übernommen: BenjaminBergmann, Laura Duschek,Eduard Fetter, Julia Hagedorn,Ingrid Hegebüscher,Désirée Kück, René Kück,Kathrin Lux, Nadja Oerter,Rocio Reina-Trellez, KathrinRohlmann, Manuela Storzer,Die Absolventen des Berufbildungsbereichesfreutensich über die individuellgestalteten T-Shirts.Claudio Talarico, AndreasUrsel, Anja Wedel, undCarolin Wuth. Gebührendgefeiert wurde der Abschlussmit einem gemeinsamenGrillfest.mtStellten sich zum Gruppenfoto: Benjamin Bergmann, Laura Duschek, Eduard Fetter, JuliaHagedorn, Ingrid Hegebüscher, Désirée Kück, René Kück, Kathrin Lux, Nadja Oerter, RocioReina-Trellez, Kathrin Rohlmann, Manuela Storzer, Claudio Talarico, Andreas Ursel, AnjaWedel, und Carolin Wuth. (Fotos: mt)22


FußballDeutscher Fußball-Meister <strong>2002</strong>Wie in 2001 so in <strong>2002</strong>!!!Ihr ward wieder als strahlendeSieger dabei!Es gelang Euch, sämtliche Gegnerzu bezwingenUnd den Pokal auch in diesem Jahrnach Münster zu bringen.„E c h t W a a a h n s i n n!!!“hörte ich manche begeistert sagen:Bayern wurde gar 2 : 0 geschlagen!Ihr machtet ihnen auf den grünenRasen den Gar-Aus.Ihr zogt den Bayern die Lederhosen aus!<strong>Westfalenfleiß</strong>-Fußballer sind Deutscher Fußballmeister.(Foto: mt)Sieg auf ganzer Linie<strong>Westfalenfleiß</strong>-Fußballer verteidigen TitelDie <strong>Westfalenfleiß</strong>-Fußballersind seit dem 5. SeptemberDeutscher Fußballmeister<strong>2002</strong> und verteidigtendamit ihren Titel vomVorjahr.Fußballmannschaften ausder gesamten Bundesrepublikaus Werkstätten fürbehinderte Menschen, -unter ihnen auch die Mannschaftder Münsteraner<strong>Westfalenfleiß</strong>-Fußballer, -kämpften vom 2. bis 5.September in Duisburg-Wedau um die Bundesmeisterschaft.Dabei gewannüberraschend die Fußballmannschaftder <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong> bei dem„Bundesfußballturnier fürbehinderte Menschen“ denDeutschen Meistertitel undkonnte damit den Titel vomVorjahr verteidigen. Gemeinsammit den OrganisatorenJochen Zeranka undKlaus Milkowski von <strong>Westfalenfleiß</strong>,sowie GeschäftsführerKarl-Heinz Garbe undSponsor Günther Albersfeierte die Mannschaft mitTrainer Markus Milkowskiden Sieg am 5. Septemberbei der <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong>. Und da sich Leistungja lohnen soll, sicherteGeschäftsführer Karl-HeinzGarbe dem Fußballteameinen Tag Extraurlaub zu.Eine Autogrammstundewird es dann am „Tag deroffenen Tür“ am 1. Adventssonntaggeben, damit auchdie anderen Beschäftigtenetwas von „ihren“ Starshaben.mtAuch Mecklenburg-Vorpommernmusste Euch unterliegen,denn Ihr kamt, um zu sehen, zukämpfen und zu siegen!!„Recklinghausen“ wurde gleichfallsnach Hause geschickt,von Euch E l f e n siegreich vomPlatz gekickt.Schleswig - Holstein wurde zuletztvon Euch 2 : 1 bezwungen,und so ist es Euch auch <strong>2002</strong>gelungen,wieder ganz oben auf dem Treppchenzu stehen,um voller Stolz als M E I S T E Rvom Platz zu gehen.Dabei hattet Ihr mit Uschi eineFrau dabei,dadurch grenzte das Ganze auchnoch an Hexerei.Auch wir Kollegen empfinden Stolzund GlückUnd erwarten Euch mit Freudezurück,um Euch - von Erfolg beseelt undgetragen,unser aller Dank und Glückwunschzu sagen!!Wieder ward Ihr als d i e B e s t e ndabei:D E U T S C H E R M E I S T E R2 0 0 2 !!!mg23


Hochwasserspende für Sachsen<strong>Westfalenfleiß</strong> sammelte 15.000 EuroPersönliche Spendenübergabe an AWO-Vertreter aus SachsenSchnelle Hilfe, - ohne bürokratischenAufwand undKosten, - mit diesem Zielhatten Betriebsrat, Werkstattratund Geschäftsführungder <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong> im August zu einerSpendenaktion aufgerufen,um schwer geschädigteBehinderteneinrichtungenin Sachsen zu unterstützenMehr als 15.000 Euro sammelte<strong>Westfalenfleiß</strong> für dievom Hochwasser geschädigtenAWO-Werkstätten inGrimma und der RegionMuldental. Ein Scheck mitdieser Summe wurde jetztpersönlich an Vertreter dersächsischen Einrichtungenübergeben.Dr. Hans-Joachim Gedrat,Leiter der Muldentalwerkstättenin Sachsen, SonjaProsche, Geschäftsführerindes AWO Senioren- undSozialzentrums g<strong>GmbH</strong>Sachsen-West und BerndDehler, Referent für denBereich Behindertenhilfe inSachsen, nahmen die Spendeam 23. Oktober mitBegeisterung in Empfang.Die sächsischen Delegiertenwaren an diesem Tag Teilnehmereiner AWO-Bundestagung,die zum Thema„Werkstätten für Behinderte“vom 21. bis 23. Oktoberin Münster stattfand. ImAnschluss an die Tagungnutzten den Initiatoren der<strong>Westfalenfleiß</strong>-Spendenaktion,der BetriebsratsvorsitzendePeter Feldmann,Ingrid Breitholz und FrankSzypior vom Werkstattratsowie Geschäftsführer Karl-Heinz Garbe die Gelegen-Spendenübergabe mit einem Scheck über 15.000 Euro an AWO-Vertreter aus Sachsen am 23.Oktober bei der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> mit Peter Feldmann (v.l.n.r.), Dr. Hans-JoachimGedrat, Sonja Prosche, Bernd Dehler, Ingrid Breitholz, Frank Szypior und GeschäftsführerKarl-Heinz Garbe. (Fotos: mt)24


Hochwasserspende für SachsenEine Sachspende besondererArt machte Dr. HedwigUttrecht im Rahmen derSpendenaktion der <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong>: Die 86-jährige trennte sich vonihrem Opel Vectra undstellte ihn einer Behinderteneinrichtungin Sachsenzur Verfügung.heit, um die stolze Summevon 15.000 Euro persönlichzu übergeben.„Für unsere von der Hochwasserkatastropheschwerin Mitleidenschaft gezogenenEinrichtungen ist dieseSpende ein Segen“, erklärteDr. Gedrat beeindruckt. Dr.Hans-Joachim Gedrat, SonjaProsche und Bernd Dehlerbedankten sich vor allemganz herzlich bei den Beschäftigten,Mitarbeiternund Freunden von <strong>Westfalenfleiß</strong>,die dem Spendenaufrufso spontan undgroßzügig nachgekommensind.Den Scheck über 15.000Euro konnten die AWO-Vertreter dann direkt mit„nach Hause“, nach Grimmaund Muldental nehmen.„Und dort“, so betonteSonja Prosche, „wird dasGeld dringend benötigt.“mtSonja Prosche freut sich mitdem Betriebsratsvorsitzendenund Initiator der SpendenaktionPeter Feldmannüber das Ergebnis derSammelaktion.„Lach mal wieder“, - so lautete das Motto zum Tag der Zahngesundheit am 18. September inNienberge, an dem auch Irma Schulte, zuständig für Zahnprophylaxe bei <strong>Westfalenfleiß</strong>,mit Beschäftigten der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> teilnahm. Besondere Attraktion war der„Kariestunnel“ (re.), ausgestattet mit vielen visuellen Tricks und Lichteffekten. Hier informiertensich die Beschäftigten im „Durchmarsch“ zum Thema „Zahngesundheit“. (Fotos: is)25


AWO - Kalender 2003Nach Fertigstellung des AWO-Kalenders 2003 lud Petra Gessner alle Künstler zur Ausstellungseröffnungmit den Originalen in den „Blauen Salon“ des Erna-David-Seniorenzentrumsin Dortmund ein, um sich für die Mitarbeit zu bedanken. (Fotos: mt)Mit Kalenderbildern ins neue JahrAusstellungseröffnung mit den Originalbildern des neuen AWO-KalendersAuf kräftigem roten Grundleuchtet ein farbenfrohesHerz auf dem Kalenderdeckblattdes AWO-Kalendersfür das nächste Jahr, -ein Kalender mit Herz, -und das ist auch Programm.Denn alle zwölf Monatsbildersind von Menschen mitBehinderungen gemalt, diemit viel Liebe zum Detail,Fantasie und kreativen FarbundFormgestaltungen einkleines Kunstwerk zustandegebracht haben.Auch sieben Beschäftigte der<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>haben an dem Kalendermitgewirkt. Das idyllischanmutende Märzbild „Bauernhof“von Angelika Yaldizist in der Kreativgruppe desBerufsbildungsbereiches derWerkstatt am Kesslerwegentstanden, in dem sie voreinigen Monaten ihre zweijährigeBerufsbildungsmaßnahmebegonnen hat. Diegehörlose junge Frau kommuniziertmit Gebärdenoder zückt Block und Bleistift,um in knappen Wortenaufzuschreiben, was sieausdrücken will, wenn dieGebärdensprache nichtverstanden wird. Malen, sodeutet sie mit lebhaftenGesten an, mache ihr großenSpaß.Das Aprilmotiv mit demTitel „Mauseblümchen“ istein Gemeinschaftsprojektvon Bewohnern der WohnstätteTelgte. Gemalt habenHolde Büsching, MarkusTeichert und Irene Bujnickiihre „Mauseblümchen“ inihrer Freizeit. Das Oktoberbild„Herbst“, im kräftigenGelb-Braun-Orangegehalten,stammt von ManuelaHlina, Sabine Lukas undBarbara Naber aus demFörder- und Betreuungsbereichfür Menschen mitschwerstmehrfachen Behinderungen,das sie zusammenmit ihrem BetreuerMarkus Langenhorst gemalt26


AWO - Kalender 2003haben. Und last-but-notleastist auch das Titelbild„mit Herz“ von MarkusTeichert.Herausgeber des Kalendersist der „Fachverband Behindertenhilfe“der AWO BezirkWestliches Westfalen e.V.,Dortmund, in dem alleAWO-Behinderteneinrichtungenvertretensind. Sie sind esauch, die gemeinsam,unter Federführungder Referentinfür denBereich Behindertenhilfe,PetraGessner, eineAuswahl für dieKalenderbilder ausden AWO - Werkstätten,Wohnstättenoder Sonderschulender Regiondes WestlichenWestfalens zusammentragen.Nach Fertigstellungdes AWO-Kalenders2003 lud PetraGessner alle Künstlerzur Ausstellungseröffnungmitden Originalen inden „Blauen Salon“des Erna-David-Seniorenzentrumsin Dortmund ein,um sich für dieMitarbeit zu bedanken.Dort sind dieOriginale für einigeWochen ausgestelltund werden vonden Mitarbeiternund Bewohnern desSeniorenzentrums bereitsgebührend bewundert.„Das ist dieses Mal wiederein ganz toller Kalendergeworden“, sagte PetraGessner begeistert in ihrerBegrüßungsansprache undbedankte sich in der Feierstundeherzlich bei allenBeteiligten, die zum Gelingendes Projektes beigetragenhaben.Jeder bekam zum Abschlussein kleines Präsent überreicht,- sowie das Versprechen,dass die Künstler ihreOriginalbilder in individuellausgesuchten Rahmenzurück erhalten. mt27


Karl-Heinz Garbe und Gerda Fockenbrock (v.l.) sowie Dieter Kunath (3.v.r.) und Dr. MichaelKaven, Aufsichtsratsvorsitzender der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> (1.v.r.) zeigten sich mit demPublikum begeistert von dem „Kepler Trio“ mit Andreas Friesicke, Violine (3.v.l.), Mari Ito,Klavier (Mitte), und Antje Grünwald, Violoncello (2.v.r.). Sie überzeugten mit dem „Geistertrio“von L. v. Beethoven und dem „Divertimento“ in B-Dur von W. A. Mozart.„Ideelles Fundament“<strong>Westfalenfleiß</strong> bedankt sich bei Ehrenamtlichen<strong>Westfalenfleiß</strong> bedanktesich am 8. November miteinem Fest bei 150 ehrenamtlichenMitarbeitern.„Ehrenamtliche Tätigkeitwirkt ideell, sie fördertKooperation und Gemeinsinnund sie erzeugt emotionaleWärme“, bedankte sichder AufsichtsratsvorsitzendeDr. Michael Kaven in seinemGrußwort bei den ehrenamtlichenHelfern underöffnete damit das Fest, dasmit kulinarischen Genüssenund musikalischen Leckerbissendie Gäste bei besterLaune hielt. Dieter Kunathführte durch das Programm.Und zum Abschluss bedanktesich auch GeschäftsführerKarl-Heinz Garbe bei allenBeteiligten für ihr Engagementund den gelungenenAbend.mt28Irina Schmitz und BernadetteAlfers (Querflöte), linksaußen im Bild mit DieterKunath, spielten Stücke vonJames Rae, G. P. Telemannund F. Kuhlau. AllroundtalentRoger Meads (re.) begeistertedas Publikum mitpopulären Melodien auf derTrompete. (Fotos: mt)


Münsterlandschau <strong>2002</strong>Werkstätten faszinierenWerkstätten gehen neue Wege:Gemeinschafts-Messestand auf der MS ‘02Einblicke in die Arbeit vonMenschen mit Behinderunggaben zehn Behinderten-Werkstätten aus der Regionauf der diesjährigen Münsterlandschauvom 30.Oktober bis 3. November inder Halle Münsterland.Zum zweiten Mal präsentiertensich hier mit der<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> undden Alexianer Werkstättenaus Münster, den Franz-Sales Werkstätten Essen,Freckenhorster Werkstätten,Haus Hall aus Gescher,Werkstätten Karthaus ausDülmen, Caritas WerkstättenLangenhorst, CaritasWerkstätten Nordkirchen,Werkstätten Tilbeck und denWittekindshofer WerkstättenGronau insgesamt zehngemeinnützige Einrichtungenfür Menschen mitBehinderung mit einemGemeinschaftsstand auf derjährlichen InformationsundVerkaufsausstellung fürDienstleistung, Handwerkund Industrie in der DomstadtMünster.Zeigten wie’s geht: Einblicke indie Arbeit von Menschen mitBehinderung erhielten dieBesucher an dem Gemeinschaftsstandder Werkstätten.Über fünf Messetage hinwegerwarteten den Besucherrund um das zentrale Café“Fränzchen” attraktiveStände mit ebenso interessantenProdukten. Floristik,Geschenkdosen, Kerzen,Spielwaren, Schulmöbel undTextilien unterschiedlichsterArt wurden zum Kauf angeboten.Neben der breitgefächertenProduktpalettekonnte man sich jedochauch auf Aktionsprogrammeund Live-Vorführungenfreuen und einen Einblick indie Produktionsabläufebekommen.mt„Faszination Werkstätten“, - unter diesem Motto präsentierte sich die <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>mit neun weiteren Werkstätten aus der Region auf der diesjährigen Münsterlandschau.29


Bilder & BerichteKurzentschlossen spendete die Firma Wissingfür die Inneneinrichtung der neu gestaltetenAufenthaltsräume für Beschäftigte des „GutKinderhaus“ Gardinen im Wert voninsgesamt 500 Euro. Sichtlich erfreut nimmtGeschäftsführer Karl-Heinz Garbe die Spendeam 23. September dankend von dem FirmeninhaberAndreas Wissing (re.) entgegen.<strong>Westfalenfleiß</strong>-Besucher: Die Gärtnerei am Kesslerweg war das Ziel einer Delegation ausGhana (Bild li.) von der Gemeinde Heilig Kreuz am 25. September und einen Unterricht „vorOrt“ erlebte die Klasse 7 der Karl-Wagenfeld-Realschule (Bild re.) mit Klassenlehrer JosefStrüwing bei ihrer Exkursion am 7. Oktober zur Zweigwerkstatt Münster Nord.Mit der Leeze am Kanal entlang ging es beider Geburtstagstour der Verwaltungsmitarbeiter/innenvon <strong>Westfalenfleiß</strong>. Die Fahrtendete mit einem gemeinsamen Fest.Geburtstagsfeier am 27. September in HausGremmendorf: Wohnstättenleiter RichardKretschmann (li.) gratuliert Günther Motykazum „Siebzigsten“.Ortstermin des Arbeitskreises„Gesundheit und Soziales“der Münsteraner CDU-Fraktion in der Rudolf-Diesel-Straße: ProduktionsleiterinMarion Esser (re.)erläutert den Mitgliederndes Arbeitskreises dieProduktionsabläufe in derWerkstatt.30


Bilder & BerichteSpaß, Sport und Spiel beimFun-Festival am BröderichwegSich einmal so richtig verausgaben, Neues ausprobieren, mitmachen,ganz entspannt zuschauen oder sich informieren über alles,was mit Sport, Spaß und Spiel, - für behinderte und nichtbehinderte Menschen, - so möglich ist: Das alles nutzten dieBesucher beim diesjährigen Fun-Festival am Bröderichweg am 22.September. Im Bild (li. unten), am Infostand von <strong>Westfalenfleiß</strong>,die Organisatoren Holger Kranz (li.), Bettina Delbrouck (Mitte)sowie die Münsteraner Behindertenkoordinatorin Doris Rüter (re.).„Herbstfarben“ war das Motto des Gottesdienstes, den Pfarrer Reinhard Witt mit Beschäftigten der <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong>, Freunden und Familienangehörigen sowie Mitarbeitern der Evangelischen Familienbildungsstätte am21. September in der Erlöserkirche feierten. Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich die Akteure und Gottesdiensbesucherzum gemeinsamen Kaffeetrinken im Paul-Gerhard-Haus und nutzten die Gelegenheit zum Gesprächin entspannter Atmosphäre.31


Mit Jazz und Swing in den Feierabend„Mit Jazz und Swing in den Feierabend“: Die Allroundtalente in Sachen Musik, Roger undKasimir, heizten am 17. Oktober mal wieder so richtig ein, - dieses Mal gemeinsam mitBeschäftigten der Zweigwerkstatt aus Telgte und der Rudolf-Diesel-Straße.32


SpendeÜber eine Spende in Höhe von 1490 Euro freut sich Geschäftsführer Karl-Heinz Garbe (li.), die ihmMaria und Adolf Mesch im November überreichten. Das Ehepaar bat anlässlich der Feier ihres 50. Hochzeitstagesstatt der zugedachten Geschenke um eine Spende für Projekte bei <strong>Westfalenfleiß</strong>.33


Preisrätsel1.2.3.4.1.5.2.3.4.13.6.7.5.6.11.7.8.8.10.9.12.9.11.10.12.13.Liebe Rätselfreunde!Das Lösungswort des Preisrätsels aus dem <strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO3/02 lautete: „FEUERSCHLU-CKER“. Es gewann Eduard Fetter. Er erhielt alsGewinn von Verwaltungsleiter Siegfried Thomaszickeinen tragbaren CD-Player überreicht.Herzlichen Glückwunsch!Sie möchten auch gewinnen? Versuchen Sie IhrGlück. Mit dem farbig unterlegte Lösungsworterraten Sie einen Begriff, für den Sie an unserem„Tag der offenen Tür“ oder in unserem neuenLaden in Hiltrup „Mensch und Natur“ jede Mengeinteressante Sachen finden können, - vor allemnoch für die Adventszeit oder für Weihnachten...Schreiben Sie uns das Lösungswort auf einePostkarte und schicken diese an: Redaktion<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO, Kesslerweg 38-42, 48155Münster. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2003.Viel Glück wünscht - Ihre ECHO-Redaktion!Freut sich über den „Discman“: EduardFetter. Er gewann beim Preisrätsel der<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO 3/<strong>2002</strong> und erhieltvon Verwaltungsleiter SiegfriedThomaszick den tragbaren CD-Player.Herzlichen Glückwunsch!34

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