Der bne-Jahresbericht 2012 zum Download - Bundesverband ...

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Jahresbericht 2012Energie für die Märktevon morgen


Jahresbericht 2012 1Inhalt3 Vorwort4 Öffentlichkeitsarbeit6 Pressearbeit9 Kommunikation10 Veranstaltungen12 Verbandsthemen14 Marktdesign19 Marktregeln25 Smarte Themen27 Netze29 Spezifisches30 Strukturen32 Organe32 Gremien34 Geschäftsstelle36 Mitglieder46 Impressum


2 Jahresbericht 2012


Jahresbericht 2012 3VorwortLiebe Mitglieder und Freundedes bne, sehr geehrte Damen undHerren,energiepolitisch war 2012 ein Katerjahr.Nach der Euphorie um dieEnergiewendebeschlüsse im Jahrzuvor kehrte Ernüchterung ein undmit ihr die Erkenntnis, dass diesesGenerationenprojekt an Komplexitätkaum zu überbieten ist. AllenBeteiligten stand eine Zeit der Neu ­orientierung, des Aufräumens,Anschiebens und Angehens bevor –und das auf sämtlichen Gebietender Energiewirtschaft: Denn Reformbedarfzeigte sich sowohl imBereich des konventionellen Kraftwerksparks,für dessen ausreichendeDimensionierung der Energyonly-Marktallein nicht mehr aus ­reicht, wie auch beim Erneuerbare-Energien-Gesetz und nicht zuletztbei den gesetzlichen Regelungenzu den Hauptschlagadern des Energiemarktes– den Netzen.Mit einem umfassenden undzukunftssicheren Konzept konntedie Politik 2012 nicht aufwarten – geschweigedenn mit einem entsprechendenRechtsrahmen. EinigeThemen waren zu neu und zu komplex,andere versandeten im Konfliktzwischen BundeswirtschaftsundBundesumweltministeriumoder im föderalen Zwist. Gesetzgeberischblieb deshalb vieles Stückwerk,Übergangs- oder Notlösung.Symptomatisch dafür war das ausdem liberal geführten BundeswirtschaftsministeriumstammendeGesetz, mit dem Kraftwerksbetreiberstaatlich gezwungen werdenkönnen, unwirtschaftliche Kraftwerkeweiter zu betreiben.Doch Umbruchzeiten bergenChancen und der bne verstandes, auf der Vorstufe der Gesetzgebungsverfahrenmit Einsatz und Expertisefür die Vision einer wettbewerblichund marktwirtschaftlichorganisierten Energiewende zuwerben – sei es beim Kraftwerksforumund der Netzplattform imBundeswirtschaftsministerium oderbei der Plattform ErneuerbareEnergien im Bundesumweltministerium.Der Verband konnte sichdeutlich als Stimme jener Unternehmenprofilieren, die auf lebendigen,fairen Wettbewerb setzen – mit Energiefür die Märkte von morgen.Das Jahr 2013 wird spannend:Die Energiepolitik ist in das Kraftfelddes Bundestagswahlkampfesgeraten und damit in eine zunehmendeparteipolitische Dynamik,die viele informelle Weichenstellungenauslösen wird. Der bne wirdsich hier, Seite an Seite mit seinenMitgliedsunternehmen, für bessereMarktbedingungen und klare Marktregelneinsetzen – für Vielfalt, Effizienzund Fairness!Ihr Dr. Hans-Martin Huber-Ditzel,Vorsitzender des bne-Vorstandes


Jahresbericht 2012 5Öffentlichkeitsarbeit523 Mal wurde im Jahr 2012 über die Positionen des bne in den Medien berichtet –das war Rekord und ein passender dazu: Schließlich feierte der Verband seinzehnjähriges Bestehen. Pünktlich zum Jubiläumstag am 27. September ging derbne mit seinem neuen Corporate Design an die Öffentlichkeit, das nicht nurim Umfeld der Feier glänzte, sondern seither auf sämtlichen Publikationen derPresse- und Öffentlichkeitsarbeit zu sehen ist. Mitteilungen, Statements,Newsletter, Veranstaltungen und natürlich die Website – alles läuft unter demvisualisierten bne-Motto: Vielfalt, Effizienz und Fairness.


6 Jahresbericht 2012PressearbeitGleich am 5. Januar 2012 unterstützteder bne per Pressemitteilungein wegweisendes Papierder Bundesnetzagentur – mit demdie Behörde die Rollen im künftigenSmart Market klar verteilt unddem Netz eine rein dienende Funktionzuweist. „Dass der Präsidentder Bundesnetzagentur so klardavon spricht, mehr Markt wagenzu wollen und die Lösung nichtin der „Dominanz des monopolbasiertenUmfelds des Netzbetriebes“sieht, unterstützen wirvoll“, sagte bne-GeschäftsführerRobert Busch.Den Kritikern der Direktvermarktung,die sich in der FrankfurterAllgemeinen Zeitung (FAZ)vom 9. Januar über die Managementprämieechauffierten, konnte derbne erklären: Das Gesetz ist grundsätzlichein echter Fortschritt inSachen Marktintegration, hat aberSchwächen. Die Prämie müsseschrittweise abgesenkt werden.„Denn es darf nicht sein, dassder unerlässliche Systemwechsel –weg von Subventionen hin zumMarkt – durch handwerkliche Fehlerin ein schlechtes Licht gerät“,so der bne in der FAZ.Als die Berliner Zeitung imFebruar fälschlicherweise mutmaßte,dass die Zockerei von Stromhändlernzu einem Beinahe-Blackoutim Winter geführt hätte, for ­derte der bne dort, in der FrankfurterRundschau, dem NaumburgerTageblatt, der Mitteldeutschen Zeitungund dem Kölner Stadtanzeigereine Verbesserung des Systems:„So könnte etwa ein Teil der Regelenergie– die Minutenreserve – nichtwie bislang eine Woche im Vorausversteigert, sondern ebenfalls überdie Börse gehandelt werden.“Die Pressearbeit zu denneuen Grundversorgungsverordnungen,die für Verbraucherinnenund Verbraucher eine kürzereKündigungsfrist brachten, war abdem 14. Februar erfolgreich. Nichtnur die Deutsche Presse-Agentur(dpa) und in der Folge über 70 Regionalzeitungenberichteten. AuchSPIEGEL Online, die SüddeutscheZeitung und die WELT nahmensich der bne-Bewertung in eigenständigenArtikeln an. Tenor: Derbne begrüßt die verkürzte Wechselfrist,denn Verbraucher „müssenendlich raus aus der teuren Grundversorgung!“Am 2. März machte derbne auf die ineffiziente Zersplitterungim Verteilnetzbereich aufmerksam.Im Artikel „Netzbetreibervorm Finanzinfarkt“ fragteRobert Busch auf Cicero Online„Warum muss Kleinkleckersdorf,wo die Kassen sowieso immerklamm sind, unbedingt auch nochins hochtechnisierte Netzgeschäfteinsteigen?“Dass alleine über den Energyonly-Marktdie Herausforderungender Energiewende nicht mehrzu stemmen sind, stellte im Aprilauch eine Studie fest, die vom Bundeswirtschaftsministerium(BMWi)in Auftrag gegeben worden war. Derbne machte in einer Pressemitteilungklar, dass sowohl das bne-Modell aus dem Jahr 2011 als auchdas in der BMWi-Studie vorgestellteInstrument einen wettbewerblichenWeg beschreiben, bei demKapazitäten in einer Auktion erworbenwerden müssen. Der Spotmarktbleibe davon größtenteilsunbeeinflusst, was wesentlich sei


Jahresbericht 2012 7Die Basis der erfolgreichen bne-Pressearbeit:Gründlich recherchieren, Anfragen präzisebeantworten und das Wort zur richtigen Zeitan passender Stelle erheben.für einen auch künftig funktionierendenStrommarkt.Eine Analyse der diskriminierendenKonzessionsabgaben-Praxis führte im Mai zur Medienberichterstattungunter dem Titel„Kartellamt rüffelt Stadtwerke“.Der bne bescheinigt den vom Bundeskartellamtüberführten Stadtwerkenin kommunalem BesitzUnverfrorenheit. Mit den Worten:„Dass sogar über 20 Prozent derkommunalen Stadtwerke diese missbräuchlicheTaktik anwenden unddie Kunden neuer Anbieter als Tarifvertragskundenbehandeln, hättenwir nicht gedacht“, wurde RobertBusch von Energie & Management,BIZZ energy today, energate und derNachrichtenagentur dapd zitiert.Nach einem Urteil des OberlandesgerichtsDüsseldorf im Junimachte der bne mit einer Überschlagsrechnungzum erwartetenNetzentgeltanstieg in der BILD-Zeitung von sich reden. Der prognostizierteAnstieg um 1,2 Cent/pro Kilowattstunde (kWh) und derAufruf des bne zur Effizienzsteigerungim Netz wurde zudem vonder Berliner Zeitung, der FrankfurterRundschau und dem KölnerStadtanzeiger sowie von den NachrichtenagenturenAFP und DowJones Newswires aufgegriffen. AmEnde berichteten über 100 Zeitungenund Onlineportale – darunterauch das Handelsblatt, die Welt,die Thüringer Allgemeine Zeitung,Stern Online und n-24 Online.Dass Kapazitätsmärkte dringendeingeführt werden müssen,machte bne-Geschäftsführer RobertBusch am 5. Juni in der Frontal21-Sendung „Wir haben keine Zeitmehr“ im ZDF klar. Das Interviewwurde außerdem in der ZDF-Sendung ZOOM ausgestrahlt undonline bereitgestellt.Ebenfalls im Juni wurdeder bne-Aufruf zum Anbieterwechselvom Magazin Cicero aufgenommenund ein bne-Gastbeitrag machtein der Thüringer Allgemeinenklar: „Wer aus der Grundversorgungwechselt, kann nach Angabendes bne derzeit bis zu 300 Euroim Jahr sparen.“Im Juli und August machte derbne auf die fehlende Transparenzund die zu erwartenden horrendenKosten der geplanten Offshore-Umlage aufmerksam. Über 30 Onlineportalenahmen die bne-Pressemitteilungauf, darunter energate,die Zeitung für Kommunalwirtschaft(ZfK) und das Energiespektrum.Ebenfalls im August kamendie übermäßigen Ausnahmeregelungenfür die energieintensiveIndustrie im § 19 II Stromnetzentgeltverordnung(StromNEV) ansLicht der Öffentlichkeit. „Es kannnicht sein, dass Dienstleister keineNetzentgelte mehr zahlen müssen,nur weil sie enorme Mengen anEnergie verbrauchen“, so der bne.Das löse nicht nur eine Gerechtigkeitsdebatteaus – sondern seiauch mit den Effizienzzielen derBundesregierung nicht mehr zu vereinbaren.Diese bne-Einschätzungder Lage interessierte unter anderemdie Frankfurter Rundschauunter dem Titel „Teures Geschenkan die Industrie“.Der Jubiläumsmonat Septemberbegann mit einem Berichtüber den „Namen der Netze“ inBIZZ energy today, der die Beachtungder Unbundling-Regeln imVerteilnetzbereich zum Thema


8 Jahresbericht 2012machte und den bne mit denWorten zitierte: „Zur konsequentenEnt flechtung muss die Deminimis-Grenzeim Energiewirtschaftsgesetz(EnWG) fallen!“Mitte des Monats war die BerlinerZeitung interessiert an der bne-Meinung zum „Wintergesetz“, dasKraftwerke zum Weiterlaufenzwingt. Im Anschluss nahm auchdie Nachrichtenagentur AFP –und darüber 10 weitere Zeitungenund Onlineportale – das bne­Pressestatement auf und schrieb:„Der bne betonte, notwendig seieine „grundsätzliche Systemänderung“.Die derzeitigen Pläne seienlediglich „kurzfristig tolerierbareNotmaßnahmen“. Die Vorschlägeseien eine „krass wettbewerbsfremdeEingriffsverwaltung“.“Über die bne-Jubiläumsfeierberichtete das Portal Klimaretterund die Nachrichtenagentur dpa;Politik & Kommunikation widmetedem Festakt eine Gala-Seite. Diebne-Pressemitteilung zum Eventwurde von etwa 25 Onlineportalenaufgenommen – darunter etwaFocus Money.Mit der Aufforderung zu mehrSachlichkeit in der Debatte um dieErneuerbare-Energien-Gesetz(EEG)-Umlage gelangte der Verbandim Oktober in die Berichterstattungder Nachrichtenagenturdapd und auf diesem Weg auf75 weitere Portale. In der WELT-Printausgabe wurde der bne imOktober erneut zur Offshore-Umlage zitiert; im Handelsblattkam Robert Busch zudem mitseiner Forderung nach einem wettbewerblichorganisierten Marktdesignzu Wort.Im November kam dasWintergesetz noch einmal in denFokus der Medien und die bne-Pressearbeit schaffte es mit derFormulierung „Goldenes Endefür alte Kraftwerke“ in die Überschriftdes Handelsblatt-Artikels,der über die NachrichtenagenturDow Jones Newswires an weitere13 Zeitungen und Portale verteiltwurde. Auch die ZEIT berichtetunter dem Titel „Rösler entdecktdie Planwirtschaft“ über die Kritikdes bne, der im Wintergesetzbei allem Verständnis „die vollständigeAbkehr von marktwirtschaftlichenPrinzipien“ erkannte.Zum Jahresabschluss imDezember berichtete die WELT überdie immer teurer werdende Energiewendeund nahm die bne-Pressemitteilungauf: „Statt ständig neueUmlagen, Förderungen, Befreiungund sonstige marktferne Geldströmezu erfinden, muss die Bundesregierungjetzt mutig den Wechselin ein neues System vorbereiten“,forderte der bne und war damitauch auf WELT Online zu lesen.Die ZEIT berichtete in ihrerAusgabe vom 6. Dezember ausführlichüber den Stromanbieterwechsel,führte Gefahren auf undnannte unseriöse Anbieter. Am Endenahm sich der Artikel versöhnlichaus: „Natürlich betreiben nicht alleAnbieter, die billiger sind als derGrundversorger, auch fragwürdigeGeschäfte“, so der ZEIT-Redakteur,der dann Robert Busch zu Wort kommenließ: „Unternehmen, die heutegünstiger anbieten als die altenPlatzhirsche, haben schlicht pfiffigereIdeen.“ Die ZEIT-Ausgabevom 19. Dezember schließlich widmeteRobert Busch einen Artikelin der Rubrik „Macher und Märkte“mit dem Titel: „Höhere Strompreisemüssen nicht sein“.


Jahresbericht 2012 9KommunikationWebsiteAm 27. September war es soweit:Das neue Corporate Design krempelteauch die Website des bne um.Mit Fotos der eigens entwickeltenBildsprache und klaren Aussagenzu den Themen, Zielen und Forderungendes Verbandes ging es andie Öffentlichkeit. Die Struktur derSite wurde komplett erneuert, entschlacktund auf den Prüfstand gestellt.Herausgekommen ist einWebauftritt, der sich sehen lassenkann – und die Klickzahl belegtes: Über 25.000 Besucher habenseit dem Relaunch bis zum Jahresendeauf der Internetseite vorbeigeschaut, um sich die neuestenStellungnahmen, Positionenund Pressestatements herunterzuladen,die tagesaktuelle Presseschauzu lesen oder sich grundsätzlichüber die Tätigkeit des Verbandeszu informieren.NewsletterDirekt mit der Website verknüpftwaren die bne-Newsletter, vondenen 2012 insgesamt 60 versendetwurden. 49 davon gingen alsexklusive Mitglieder-News heraus,vollgepackt mit dem Neuesten ausdem energiepolitischen Betrieb undden internen oder öffentlichenAktivitäten des Verbandes. 11 Newsletterwurden an interessierteNichtmitglieder versendet – über1.300 Abonnenten zählte dieserVerteiler zum Stichtag 31.12.2012.Und wer den Newsletter verpassthatte, konnte von einer weiterenNeuerung der Internetseite profitieren:Dem Newsletter-Archiv,in dem sämtliche Ausgaben desJahres 2012 bereitstehen.PrintDas bne-Fachmagazin Kompassbrachte auch 2012 die wesentlichenThemen des Jahres in ein Printformat,das von Fachleuten, Journalistenund Politikern gleichermaßengeschätzt wird: Das erste Heft desJahres – noch im alten Design – beschäftigtesich mit den Zutaten füreine erfolgreiche Energiewendeund machte „Smarte Märkte, starkeKunden, dienende Netze“ als diebestimmenden Faktoren aus. Wiedie Rollen in einem künftigensmarten Energiemarkt verteilt seinsollten und warum der Wettbewerbdie komplexe Logistik zwischenvolatiler Einspeisung undflexibler Nachfrage leisten muss,erklärte Dr. Thies Clausen, LeiterPolitik beim bne, in seinem Artikel.Auch Dr. Holger Krawinkel, Mitgliedder Geschäftsführung desVerbraucherzentrale Bundesverbandes(vzbv), forderte innovativeMärkte und effiziente Netze.Der zweite Kompass 2012 warganz dem Verbandsjubiläum gewidmetund titelte „Zehn Jahre Energiefür Wettbewerb“. Neben prominentenGrußworten von EU-KommissarGünther H. Oettinger, BundeswirtschaftsministerDr. Philipp Rösler,Bundesumweltminister Peter Altmaierund BundesverbraucherschutzministerinIlse Aigner gabenrund 20 Weggefährten und Wettbewerberdem bne ihre ganz persönlichenGlückwünsche mit aufden Weg. Auch die News kamennicht zu kurz: Andreas Mihm vonder FAZ, Klaus Stratmann vomHandelsblatt und Joachim Müller-Soares von BIZZ energy today veröffentlichtenals Gastautoren Artikelund Interviews im bne-Kompass.Mit einer „Chronik des Wettbewerbs“zeichnete der bne den Weg vonden Anfängen der Liberalisierungbis zur Energiewende nach – undmachte den Fortschritt an der seit2002 Jahr um Jahr steigenden Zahlder Anbieterwechsel deutlich.


10 Jahresbericht 2012bne-Fachtagung auf den Berliner Energietagenam 24. Mai 2012. V.l.n.r.: HenningBorchers, Dr. Holger Krawinkel, Robert Busch,Frauke Rogalla, Dr. Holger Wiechmann,Dr. Holger Krawinkel, Robert BuschVeranstaltungenbne-Konferenz auf derE-world in EssenÜber 80 Interessierte nahmenam 8. Februar an der Veranstaltung„Welches Marktdesign braucht dieEnergiewende?“ teil, die der bne imRahmen der Essener Messe E‐worldEnergy & Water organisiert hatte.Das Podium war prominent besetzt:Neben dem damaligen Präsidentender Bundesnetzagentur, MatthiasKurth, sprachen der Präsident desBundeskartellamtes, Andreas Mundt,der ehemalige Vorsitzende derMonopolkommission, Prof. Dr.Justus Haucap, die Direktorindes Regulatory Assistance Project(RAP), Meg Gottstein, der Geschäftsführerder LBD-BeratungsgesellschaftmbH, Ben Schlemmermeier,und Dominic Nailis vonder BET Aachen GmbH. GemeinsamerTenor der Redner: „Fragender Versorgungssicherheit undder technischen Netzsicherheitkönnen nicht allein den Kräfteneines Energy-only-Modelles überlassenwerden – die politischeDebatte um das zukünftige Marktdesignmuss deshalb dringendbegonnen werden.“bne-Fachtagung auf denBerliner EnergietagenAm 24. Mai lud der bne gemeinsammit dem vzbv zur Fachtagung„Mit Effizienz zur Energiewende –Chancen für Verbraucher und Wettbewerber“auf den Berliner Energietagen– und konnte damit rund40 Interessierte mobilisieren. Fazitder Veranstaltung: Trotz einer Vielzahlneuer Konzepte und Produktezur Steigerung der Energieeffizienzfühlen sich Haushaltskunden nichtausreichend angesprochen. Als Red­


Jahresbericht 2012 11bne-Konferenz auf der E-world in Essen am8. Februar 2012. V.l.n.r.: Meg Gottstein, JustusHaucap, Andreas Mundt, Robert Buschbne-Jubiläum in der Akademie der Künsteam 27. September 2012. V.l.n.r.: Peter Altmaier,Andreas Mundt, Jochen Homann, Garrelt Duin,Andrea Thilo, Dr. Philipp Rösler, Dr. Hans-Martin Huber-Ditzel, Garrelt Duin, Dr. PhilippRösler, Peter Altmaierner traten auf: Klaus Wortmannvon der Gesellschaft für Energie undKli ma schutz Schleswig-HolsteinGmbH und Dr. Holger Wiechmannvon der Yello Strom GmbH, Dr. HenningBorchers, Geschäftsführer derDSE Direkt-Service Energie GmbHund Dr. Hyewon Seo vom vzbv.bne-Jubiläum in derAkademie der KünsteAm 27. September setzte der bnezum Höhepunkt des Jahres 2012 an:Das festliche Jubiläum in der mondänenBerliner Akademie der Künstenahe des Brandenburger Torswurde gemeinsam mit über 400geladenen Gästen aus Politik,Wirtschaft und Wissenschaft, Kulturund Medien gefeiert. BundeswirtschaftsministerDr. PhilippRösler und BundesumweltministerPeter Altmaier hielten dieLaudationes; die Rede von EU-Kommissar Günther H. Oettingerwurde per Videobotschaft übermittelt.NRW-WirtschaftsministerGarrelt Duin, der Präsident derBundesnetzagentur, Jochen Homannund der Präsident des Bundeskartellamtes,Andreas Mundtstellten sich gemeinsam mit demBundesumweltminister einerPodiumsdiskussion, an deren Endesich alle einig waren: Ohne denbne gäbe es den Energiemarkt inseiner heutigen Vielfalt nicht.


Jahresbericht 2012 13VerbandsthemenNach der 2011 gefeierten Energiewende wurde ein Jahr später die schmerzhafteKomplexität der Themen deutlich. Zu den Hauptpunkten – Kapazitätsmärkte,Erneuerbaren-Förderung, Netzausbau – wurden in den Fachgremien zwarDebatten begonnen. Insgesamt brachte die Politik aber nur Flickwerk zustande.Eine Verordnung hier, eine Gesetzesänderung da – meist ohne den Sinn fürsgroße Ganze. Doch der bne ließ nicht locker, brachte sich in den Schlagabtauschein und unterstützte die ersten zaghaften Umsetzungsschritte. Dabeigelang es dem bne nicht nur die grundlegende Diskussion zu prägen; auchdie spezifische Weiterentwicklung der Marktregeln trieb der bne voran.


14 Jahresbericht 2012Marktdesign – Richtungsentscheidungenzwischen Markt und RegulierungKapazitätsmärkteDer bne hatte im September 2011mit seinem Gutachten zu Kapazitätsmärktenden Aufschlag gemacht;das Anschlussjahr 2012 war geprägtvon einer intensiven energiepolitischenDebatte – und einer wahrenFlut an Gutachten: Die Notwendigkeitvon Kapazitätsmechanismenwurde diskutiert, verschiedeneKonzeptionen vorgestellt undmiteinander verglichen. Variantenselektiver und umfassender Kapazitätsmärkte,Konzeptionen einersogenannten „Strategischen Reserve“und eines Leistungsmarktes,auf dem Lieferantenverpflichtungenabzusichern sind. Andere Studienbeleuchteten neben dem benötigtenKapazitätsumfang auch seine erforderlicheFlexibilität oder betrachteteninternationale Erfahrungenmit Kapazitätsmechanismen undihre Einbettung in den europäischenBinnenmarkt. Der bne verfolgtediese Diskussionen undbrachte seine Position gezielt in dieDebatten ein. Zentrales Gremiumbei diesem Thema war das vomBMWi veranstaltete Kraftwerksforum,an dessen Diskussionsprozessder bne hochmotiviert mitwirkte.EnWG-ThemenNetzreserveDass die Kapazitätsfrage nicht nurmittelfristig, sondern auch kurzfristignach einer Antwort verlangte,wurde im Februar 2012 klar. Nur dieim Anschluss an die Fukushima-Beschlüsse eingeführte Kaltreservesorgte zu diesem Zeitpunkt dafür,dass es nicht zu Blackouts kam. DieProbleme waren zwar nicht aufeinen generellen Kapazitätsmangelzurückzuführen – es handelte sichvielmehr um ein regionales, süddeutschesProblem, ausgelöst vonKernenergieausstieg und verzögertemNetzausbau. Dennoch richtetesich der Blick der Öffentlichkeitauf die unbefriedigenden Rechtsgrundlagender Kaltreserve. Sowohldas Auswahlverfahren als auchdie Kostenerstattung wurden alsintransparent kritisiert. Die Bundesregierungsah sich zum Handelngezwungen und brachte die auchals Wintergesetz bekannte Netzreservein den Prozess der Novelledes EnWG ein. Das Wintergesetzsah vor, dass Kraftwerksbetreiberunter bestimmten Umständen ihreKraftwerke nicht stilllegen dürfen,sondern gegen eine Entschädigungfür Notfälle bereitzuhalten haben.Diese Vorschläge sollten derKraftwerksreserve zwar eine solidereRechtsgrundlage verschaffenund zu mehr Transparenz verhelfen– ein wettbewerblicher Ansatzfür die Lösung der Kapazitätsfragewaren sie klarerweise nicht. Für denbne ein Dilemma; gleichwohl unterstützteder Verband diesen Vorstoß.Was paradox anmutet, istleicht erklärt: Politik, Wissenschaftund Verbände waren schlicht nochnicht weit genug, um einen weitreichendenEingriff in den Erzeugungsmarkt,wie er mit einem langfristigwirksamen und wettbewerblichausgestalteten Kapazitätsmechanismusverbunden ist, verant­


Jahresbericht 2012 15Der bne verfolgte die Diskussionen intensiv undbrachte seine Position gezielt in die Debattenein. Mit Erfolg: Die Aufnahme einer wettbewerbsfernen„Strategischen Reserve“ ins EnWG konnteweitgehend verhindert werden.worten zu können. Stattdessen garantiertedie Kurzfristlösung einerNetzreserve immerhin Versorgungssicherheitauf der einen und denVerzicht auf Vorentscheidungen überein langfristiges Marktdesign aufder anderen Seite. Ganz im Gegensatzzur vom BDEW vorgeschlagenen„Strategischen Reserve“, gegendie sich der bne vehement undweitgehend erfolgreich wandte. Dieletztlich verabschiedete EnWG­Novelle 2012 sieht eine bis Ende2017 befristete Netzreserve vor.Der bne verfolgt allerdings intensivdie Ausgestaltung der Verordnungsermächtigungen,die die Einführungeiner „Strategischen Reserve“ dochnoch ermöglichen könnte.Neben Regelungen zur Stilllegungvon Kraftwerken und zumEinsatz der sogenannten Netzreserveenthielt der Gesetzentwurfvom 21. September außerdem Vorgabenfür Betreiber systemrelevanterGaskraftwerke. Auch solltenFernleitungsnetzbetreiber berechtigtwerden, im Fall einer VersorgungsstörungErdgas bei Betreibern vonSpeichern anfordern zu können.Auf den folgenden Verbändeanhörungenund in der entsprechendenStellungnahme kritisierteder bne, dass der Entwurf systembedingteUrsachen nicht ausreichendberücksichtige, die Netzzugangsregelnim Gasmarkt verzerreund mit den geplanten Regelungenerheblich in die Eigentumsrechtevon Kraftwerksbetreibern und Speichernutzerneingegriffen würde.Bezüglich der geplanten Änderungenbeim Messwesen fand die vombne vertretene Ablehnung einesverpflichtenden Einbaus von Messsystemen,die BSI-ready sind, alserstes Gehör – ebenso wie der geforderteBestandsschutz für intelligenteZähler. Im weiteren Gesetzgebungsverfahrenwurde auch diebne-Forderung nach mehr Transparenzim Festlegungsprozess zurBestimmung systemrelevanter Gaskraftwerkeaufgenommen und dieVorgaben für die Betreiber dieserKraftwerke auf Maßnahmen begrenzt,die tatsächlich in deren Verfügungsbereichliegen. Im Ergebniswurde sowohl die bevorzugteBehandlung von Gaskraftwerkengegenüber anderen Transportkundenbeim Gasnetzzugang alsauch die ungeeignete Speicherregelunggestrichen.Offshore-HaftungAm 15. August veröffentlichte dasBMWi einen weiteren Gesetzentwurf,der die Einführung einer Schadenersatzregelungbei verspätetemNetzanschluss von Offshore-Windkraftanlageninnerhalb des EnWGvorsah. In einer Stellungnahme vom20. August kritisierte der bne dabeimangelnde Transparenz und fehlendeKon trolle der auf die Letztverbraucherumlegbaren Kosten. MitErfolg: Der Gesetzgeber griff diebne-Kritik an der überproportionalenBelastung kleiner Stromverbraucherauf und ersetzte die Ursprungsregelungdurch eine Variante, inder die Kosten auf alle Verbrauchsgruppenumgelegt werden. Auch


16 Jahresbericht 2012in Sachen Planbarkeit der neuenUmlage für Lieferanten wurde nochnachgebessert: Der Gesetzgeberlegte die für 2013 zu berücksichtigendeOffshore-Umlage bereitsim Gesetz fest.Zentrale Forderung des bnewar außerdem die rechtzeitige Veröffentlichungverbindlicher Netzentgelteund aller Umlagen zum15. Oktober eines Jahres für das Folgejahr,da nur so eine faire Preiskalkulationfür Stromvertriebe möglichist. Durch Gespräche undmithilfe einer weiteren Stellungnahmezur Gesetzesanhörungim Bundestag erreichte der bneim Verlauf des Verfahrens einenTeilerfolg: Die Höhe der Offshore-Umlage muss künftig zum 15. Oktoberfür das Folgejahr veröffentlichtwerden – und das definitiv.Doch der Weg dahin war holprig:Das lange Ringen um die Fassungdes Wintergesetzes innerhalbder Bundesregierung verzögerteauch die Verabschiedung der Offshore-Haftungsregelungim Bundestag.Bis Ende November war fürLieferanten noch immer unklar, obdie Rechtsgrundlage der bereitsangekündigten Umlage rechtzeitigstehen würde. Der bne machte sichdaher bei zentralen politischen Akteurenfür einen zügigen Abschlussdes Gesetzgebungsverfahrens stark.Am 27. Dezember wurde das Ergebnisder EnWG-Novelle 2012, das„Dritte Gesetz zur Neuregelung energiewirtschaftsrechtlicherVorschriften“schließlich im Bundesgesetzblattveröffentlicht und trat einenTag später in Kraft.RedispatchDie im § 13 Abs. 1a) EnWG vorgesehenenRegelungen zum Redispatch(also dem präventiven oder kurativenEingriff des Übertragungsnetzbetreibersin die Fahrpläne vonKraftwerken, um kurzfristig auftretendeEngpässe zu vermeiden oderzu beseitigen) bedurften einer Konkretisierungdurch die Bundesnetzagentur(BNetzA). Die Festlegungvon standardisierten vertraglichenRahmenbedingungen wurde getrenntvon der Festlegung der Höheder Vergütung von Redispatch-Maßnahmen behandelt. Die vertraglichenRahmenbedingungen wurdenauf Basis eines im Jahr 2011 abgehaltenenWorkshops entwickeltund im Januar 2012 in Form einesEckpunktepapiers konsultiert. DieVergütungsregelungen hatte dieBNetzA im April 2012 zur Konsultationgestellt. Auch hier bezogder bne Stellung und kritisierte,dass der Abruf der Kraftwerke nichtwirtschaftlich optimal erfolgt unddie Vergütungen nicht ausreichendhoch sind, um die tatsächlichenKosten der Kraftwerksbetreiber zukompensieren. Dennoch hat dieBNetzA die Festlegung im Oktoberfast unverändert veröffentlicht.EEG-ThemenErneuerbaren-FörderungParallel zur EnWG-Novelle mit derkurzfristig gedachten Wintergesetz-Lösungwurde die Diskussionum eine langfristige Lösung desKapazitätsproblems fortgesetzt.Dabei zeichnete sich ein klarerTrend ab, Fragen der zukünftigenFörderung erneuerbarer Energienin diese Diskussionen einzubeziehen.Hintergrund waren dieschnellen Zubauraten und dasEmporschnellen der EEG-Umlage.So wurde deutlich, dass nicht nur


Jahresbericht 2012 17der Rahmen für die Investition inkonventionelle, sondern auch fürInvestitionen in erneuerbare Energienund damit das EEG dringendreformbedürftig sind. Für den bnewurde klar: Aufgrund der offensichtlichenWechselwirkungen zwischenbeiden Bereichen ist eineumfassende Sichtweise erforderlich.Arbeitskreis EnergiemarktdesignDer bne reagierte früh auf dieseneuen Herausforderungen und schuf2012 eine interne Diskussionsplattform– den Arbeitskreis Energiemarktdesign–, der in intensiven Diskussionenzwei Eckpunktepapierehervorbrachte. Mit dem ersten Eckpunktepapier„Die Zukunft der Erneuerbaren-Förderung“erarbeiteteder Arbeitskreis erstmals eine umfassendebne-Position zu diesemThema: Im Interesse eines kostenminimalenAusbaupfades der Erneuerbarenund innovativer GeschäftsmodellewettbewerblicherAnbieter plädiert der bne für dieEinführung einer verpflichtendenMarktprämie. Diese Position wirdder bne in die EEG-Reformschrittevor und nach der Bundestagswahlim Herbst 2013 einspeisen.Das zweite Eckpunktepapieraktualisiert die bne-Position zu Kapazitätsmärkten,um dem auf Seite14 geschilderten intensiven Diskursund den energiewirtschaftlichenEntwicklungen seit Erscheinen desbne/BET-Gutachtens gerecht zu werden.Grundsätzlich bestärkt dasEckpunktepapier das Bekenntnis desbne zu Kapazitätsmärkten. Die inder Zwischenzeit vorgeschlagenenkonkurrierenden Modelle konntenin Hinblick auf Effektivität, Kostenund Anreizung einer EnergiewendekompatiblenTransformation desKapazitätsparks nicht überzeugen.Revisionsbedarf gab es bei der Behandlungvon Bestandsanlagen,deren Förderungswürdigkeit in bestimmtenFällen nicht mehr kategorischausgeschlossen wird. Derbne wird sich bei diesem Themaweiter intensiv engagieren, insbesondereim BMWi-Kraftwerksforum.Photovoltaik-FörderkostenNach zwei Jahren starken Zuwachsesder installierten Leistung vonPV-Anlagen hatte das Bundesumweltministerium(BMU) im Februar2012 berechtigterweise versucht,die Mengen an neuerPV-Leistung und damit auch dieKosten durch eine Absenkung derFördersätze zu begrenzen. Derbne unterstützte das Vorgehendem Grunde nach, wandte sichallerdings gegen die extreme Kurzfristigkeitder geplanten Änderung.Der Vorschlag wurde zunächstvom Bundesrat aufgehalten. Nachden Verhandlungen des neuenBundesumweltministers Peter Altmaierim Vermittlungsausschusskonnte das „Gesetz zur Änderungdes Rechtsrahmens für Strom aussolarer Strahlungsenergie und zuweiteren Änderungen im Rechtder erneuerbaren Energien“ dannim August in Kraft treten – derZeitpunkt des Inkrafttretens derneuen Sätze war noch nach hintenverschoben worden.DirektvermarktungIm Vermittlungsausschuss wurdeauch vereinbart, die Managementprämieinnerhalb der Direktvermarktungsverordnungzu kürzen.Einen konkreten Vorschlag legtedas BMU im Juli vor. Der bne warb


18 Jahresbericht 2012zwar für eine moderate Absenkungder Managementprämie, warntejedoch eindringlich vor einergrundsätzlichen Beschädigung desMarktprämienmodells der Direktvermarktungund betonte die langfristigenVorteile dieses Modells.Auch auf die nicht ausgereiften Vorgabenzur Nutzung von Messsystemenwies der bne hin. Mit derManagementprämienverordnung(MaPrV) wurde am Ende eine gegenüberdem ersten Entwurf leichtabgeschwächte Senkung der Managementprämiebeschlossen. DieVorgaben zum Messsystem hingegenwurden nicht geändert, sodass die BNetzA im Dezember zudiesem Thema noch ein Positionspapierveröffentlichte. Ob diesesBNetzA-Papier allerdings die beabsichtigteWirkung einer rechtlichenKlärung entfalten kann, istnoch völlig unklar: Das Themawird den bne deshalb auch im Jahr2013 beschäftigen.Plattform Erneuerbare EnergienNeben diesen kurzfristigen Änderungenhatte das BMU 2012 auchdie langfristige Weiterentwicklungdes EEG ins Auge gefasst. Dafürwurde die Plattform ErneuerbareEnergien gegründet. Der bne warvon Anfang an dabei und nicht nurim Steuerungskreis, sondern auchin den Arbeitsgruppen „Rahmenbedingungenfür EE“ und „Interaktion“vertreten. In der AG „Rahmenbedingungenfür EE“ will manherausfinden, mit welchen Ins trumenten(insbesondere im EEG)und Rahmenbedingungen auf einenkosteneffizienten Ausbau derErneuerbaren hingewirkt werdenkann – der noch dazu im Einklangmit den festgelegten Ausbauzielensowie der Anpassungsfähigkeit desGesamtsystems erfolgt. Thema derAG „Interaktion“ ist das optimierteZusammenwirken von erneuerbarenEnergien, konventionellerErzeugung und der Nachfrage.Die Ergebnisse der Arbeitsgruppenmünden in Vorschläge desSteuerungskreises, die wiederumdie Vorlage für die Änderungendes Rechtsrahmens sein sollen.Der bne wird auch 2013 in derPlattform und den Arbeitsgemeinschaftenmitwirken.Novelle AusglMechAVAuch wenn die BNetzA in ihremim Mai 2012 erschienenen Evaluierungsberichtzur Ausgleichsmechanismusverordnungzu eineminsgesamt positiven Fazit gekommenwar, hatte sie dennoch Verbesserungspotenzialim Detail entdeckt.Zum einen sollte die Aus ­nahmeregelung für preislimitierteAngebote im Falle von negativenPreisen verlängert werden, zumanderen die Anreize für die Verbesserungder Prognosen der Übertragungsnetzbetreibergeschärftwerden. Diese Korrekturen wurdenim November 2012 in einemEckpunktepapier zur Änderung derAusgleichsmechanismus-Ausführungsverordnung(AusglMechAV)formuliert und zur Konsultation gegeben– der bne hat sich daran intensivbeteiligt. Die neue AusglMechAVwurde im Februar 2013 weitgehenddem Eckpunktepapier folgend inKraft gesetzt.


Jahresbericht 2012 19Marktregeln – Grundlage für fairen WettbewerbBeschleunigterLieferantenwechselSeit dem 1. April 2012 könnenStrom- und Gaskunden ihren Lieferanteninnerhalb von drei Wochenwechseln, wenn ihr alter Liefervertragentsprechend kündbarist. Schon 2011 war die vorausgehendeEU-Vorgabe zum beschleunigtenLieferantenwechsel mit derÄnderung des EnWG in nationalesRecht umgesetzt worden. Weil dienachgeordneten Grundversorgungs-und Netzzugangsverordnungenfür Strom und Gas allerdingsFristen enthielten, die demneuen § 20a EnWG widersprachen,mussten diese entsprechendangepasst werden: Neben derStreichung der monatlichen Fristenfür die Netzan- und -abmeldungvon Kunden in der Strom- undder Gasnetzzugangsverordnung(StromNZV, GasNZV) wurde u. a.die Kündigungsfrist beim Grundversorgerverkürzt.Mit seiner Stellungnahme zum Referentenentwurfdes BMWi konnteder bne erreichen, dass die Kündigungsfristdes Grundversorgungsvertragsmit den bereits von derBNetzA angepassten Geschäftsprozessenin „GPKE“ und „GeLi Gas“und den dort geregelten Fristenkompatibel ist.Am 10. Mai 2012 trat die„Verordnung zur Änderung von Verordnungenauf dem Gebiet desEnergiewirtschaftsrechts“ dann inKraft. Eine Klarstellung, dass auchder Grundversorger zu verpflichtenist, den Verbraucher im Grundversorgungsvertragauf die Wechselmöglichkeitund insbesondere die verkürzteKündigungsfrist hinzuweisen,findet sich darin jedoch nicht – einPunkt, für den sich der bne besondersstark gemacht hatte. Auch ineiner Stellungnahme an den Bundesratmahnte der bne noch einmalan, dass für Grundversorger die gleichenInformationspflichten gegenüberVerbrauchern gelten müsstenwie für andere Lieferanten auch.Leider erfolglos.Mehr- und MindermengenabrechnungDie Standardisierung der MehrundMindermengenabrechnung(MMMA) für Strom und Gas istnach intensivem bne-Einsatz imJahr 2012 in greifbare Nähe gerückt.Bislang ist der Prozess derAbrechnung von JahresmehroderMindermengen bei der Belieferungvon Standardlastprofilkundenweder massengeschäftstauglichnoch transparent ausgestaltet.Sowohl die Durchführung der Abrechnungals auch der Zeitpunktder Rechnungsstellung erfolgt heutenetzbetreiberindividuell; eineÜberprüfung auf Richtigkeit durchden Lieferanten als Rechnungsempfängerist derzeit – wenn überhaupt– nur mit hohem manuellenAufwand zu leisten.Dabei geht es bei diesemProzess lediglich darum, die Differenzzwischen der vom Lieferantengelieferten Energiemenge und dem


20 Jahresbericht 2012bei der Turnusablesung festgestelltenIst-Verbrauch des Kundenzu ermitteln und zwischen Netzbetreiberund Lieferant abzurechnen.2012 zeigte die mit jederNeufassung der KooperationsvereinbarungGas wiederholte bne-Forderung nach einer Standardisierungendlich Wirkung: Die BNetzAforderte die Netzbetreiber auf,ein Konzept zur Reduzierung derMMMA-Verfahren vorzulegen.Den ersten Konzeptentwurf desBDEW mit noch immer zweiVarianten wies der bne zurückund setzte durch, dass nur nochüber ein Zielmodell verhandeltwird; die Einführung unnötigerZwischenlösungen ist vom Tisch.Seit Anfang Dezember 2012verhandelt der bne mit einer BDEW-Projektgruppe über die Details derAusgestaltung dieses Zielmodellsder MMMA. Ein speziell für diesesThema beim bne eingerichteter Adhoc-ArbeitskreisMMMA bereitetdie in der Projektgruppe vom bnevertretenen Positionen entsprechendvor. Kernelement des Zielmodellsist eine zählpunktscharfeMMMA, die zeitnah zur Netznutzungsabrechnung,aber als separateAbrechnung erfolgen soll.Grundlage der MMMA sind diezuvor im Bilanzierungsprozess abgestimmtenDaten. Ohne das Ergebnisvorwegzunehmen – es zeichnetsich ab, dass die MMMA deutlicheinfacher wird. Über die Fristzur Umsetzung des Zielmodellswird die BNetzA noch im Jahr 2013entscheiden müssen.StrommarktAusgleichsenergiepreissystemAufgeschreckt durch die hohe Inanspruchnahmevon Regelenergieüber die Weihnachtsfeiertage 2011und Anfang Februar 2012 hatte dieBNetzA eine Analyse der Geschehnisseauf den Märkten vornehmenlassen. Ergebnis: Die BNetzA konnteden Vorwurf entkräften, dass einzelneHändler mit Spekulationsgeschäftendas deutsche Stromnetzan den Rand eines Blackouts gebrachthätten. Allerdings wurdeauch deutlich, dass die Wahrnehmungder Aufgaben durch die Bilanzkreisverantwortlichen insgesamtverbesserungs fähig ist. Umdafür Anreize zu schaffen, legtedie BNetzA Änderungsvorschlägebei der Berechnung der Ausgleichsenergiepreisevor und konsultiertediese mit dem Markt. Zwar wiesder bne in seiner Stellungnahmedeutlich darauf hin, dass der Marktgrundsätzlich funktioniert – dievorgeschlagenen Änderungen somitnicht notwendig sind. Dennochsetzte die BNetzA zum einendie Intra-Day-Preise als unteresPreislimit für die Ausgleichsenergiepreisedurch und zum andereneine Anhebung der Ausgleichsenergiepreisebei einer Ausnutzungvon mehr als 80 Prozent der vorgehaltenenRegelenergie.Ökostrom-HerkunftsnachweiseZur Umsetzung der EU-Richtlinie2009/28/EG musste die Ende November2011 in Kraft getretene Herkunftsnachweisverordnung(HkNV)noch um eine Durchführungsver­


Jahresbericht 2012 21ordnung und eine Kostenverordnungergänzt werden. Die Durchführungsverordnungregelt imDetail die Funktionsweise des Herkunftsnachweisregisters.ErsteÜberlegungen zur Ausgestaltungwaren vom Umweltbundesamtschon im Januar vorgestellt – undvom bne und dem Markt insgesamtheftig kritisiert worden. Kerndes Anstoßes war die geplante Verknüpfungder Herkunftsnachweisean eine zusammenhängende Lieferkettevon der Anlage bis zumKunden. Dieser Vorschlag wurdeletztlich nicht weiter verfolgt. Stattdessenwurde im Oktober eine engan der EU-Richtlinie angelehnteUmsetzung veröffentlicht.Zur gleichen Zeit wurdedie Herkunftsnachweis-Gebührenverordnung(HkNGebV) konsultiert.Diese soll die Finanzierungdes beim Umweltbundesamt angesiedeltenRegisters sicherstellen.Der bne kritisierte dabei die immenshohen Kosten für die Transaktionen– damit werden nachbne-Meinung letztlich Ökostrom-Angebote verteuert. Denn dieKosten des Nachweisregisters fallenbei Grünstromprodukten zusätzlichan. Hintergrund ist, dassder Nachweis einer grünen Stromqualitätzwingend mit den Herkunftsnachweisenerfolgen muss –sobald das Herkunftsnachweisregisterin Betrieb gegangen ist. InKraft getreten ist die Gebührenverordnungim Dezember 2012.ACER BalancingDie europäische Agentur derEnergieregulatoren (Agency forthe Cooperation of Energy Regulators– ACER) stellte im Juni 2012die “Framework Guidelines onElectricity Balancing” zur Konsultation.Darin wurde ein einheitlichesund koordiniertes Verfahrenzur Beschaffung und zum Einsatzvon Regelenergie vorgeschlagen.Im Kern ging es um eine diskriminierungsfreie,transparente Beschaffungund um die gemeinsameNutzung der verfügbarenKapazitäten über Regelzonengrenzenhinweg. Vorbild hierfürsind die deutschen Regelungen zumNetzregelverbund. Der bne hat dieVorschläge begrüßt, jedoch einenwesentlich ambitionierteren Zeitplangefordert. Die FrameworkGuidelines dienen bei der Entwicklungder detaillierteren Netz-Codesdurch ENTSO-E als Leitplanken,innerhalb derer sich die Vorschlägebewegen müssen.GasmarktKooperationsvereinbarungDie Festlegung von Netzzugangsregelnüber eine Änderung derKooperationsvereinbarung (KoV)der Gasnetzbetreiber entwickeltsich zu einem regelmäßigen Prozess.2012 unterzeichneten dieNetzbetreiber im Juni die ÄnderungsfassungKoV V. Dem vorausgegangenwar eine intensive Diskussionzwischen Netzbetreibernund Netznutzern, bei der sich derbne zwar stark engagierte. Eine wieim § 24 EnWG vorgesehene gleichberechtigteBeteiligung der Netz­


22 Jahresbericht 20122012 sorgte der bne dafür, dass Lieferantenkünftig transparente Rechnungen von den Netzbetreibernerhalten – nicht nachvollziehbareAbrechnungen über Mehr- oder Mindermengengehören dann der Vergangenheit an.nutzer fand jedoch auch 2012nicht statt.Die Aufforderung des bnean BDEW, VKU und GEODE, übereinen geeigneten Prozess zur Umsetzungder gleichberechtigten Beteiligungzu verhandeln, lehntendie Netzbetreiberverbände ab. Dieeinseitige Ausgestaltung des Verfahrenswurde nicht geändert.Umso wichtiger wurde dieinhaltliche Arbeit: Neben Eingabenzu speziellen Themen wie demProzess zur Ausgestaltung der gebündeltenKapazitätsnominierungoder der Implementierungder Day-Ahead-Vermarktung vonGastransportkapazitäten durch dieFernleitungsnetzbetreiber legteder bne den Netzbetreibern einenvollständig überarbeiteten LieferantenrahmenvertragGas vor. Jedochnahmen die Netzbetreiberkaum Kritikpunkte oder Vorschlägeder Netznutzer auf.In einer gemeinsamen Stellungnahmevom 22. Mai äußerten bne,EFET, VCI und VIK ihre Unzufriedenheitmit dem Verlauf der Gesprächeim Netznutzerforum.Die geforderten Prozessanpassungenbeim Kapazitätsmanagementund bei der Umsetzung der Bilanzierungsregelnwurden von denNetzbetreibern ignoriert, der Wunschdes bne nach einer Standardisierungder Mehr- und Mindermengenabrechnungauf unbestimmte Zeitverschoben. Einzelpunkte der Stellungnahmegriff die BNetzA jedochauf und forderte von den Netzbetreibernunter anderem mehr Transparenzbei der Netzkontoabrechnung.Die geplante Einführungeiner grundsätzlichen Besorgnis beiNichtvorlage eines Kreditratingsund ein daraus abgeleitetes Rechtdes Netzbetreibers, Sicherheitsleistungenvom Netznutzer zuverlangen, konnte so zumindestverhindert werden. Zudem gabdie BNetzA den Netzbetreibernvor, bis zum 1. November 2012einen Zeitplan zur Weiterentwicklungder Mehr- und Mindermengenabrechnungvorzulegen.Bereits vor dem Inkrafttreten derKoV V zum 1. Oktober 2012 begannenEnde August die Gesprächeüber die nächste Änderungsfassung –die KoV VI. Bislang wichtigstesZwischenergebnis dieser KoV-Rundeist die Ende Oktober erreichte Einigungauf ein Ziel modell für die MehrundMindermengenabrechnungohne unnö tige Zwischenschritte unddie Teilnahme des bne an der zuständigenProjektgruppe beim BDEW.GasbilanzierungBei der Anpassung der Gasbilanzierungsregelnblieb 2012 der erwartetegroße Wurf aus. War imVorjahr noch über eine Änderungsfestlegung„GABi Gas 2.0“ diskutiertund waren Änderungsvorschlägekonsultiert worden, stelltedie BNetzA 2012 ihr Änderungsverfahrenfast vollständig ein. Übrigblieb lediglich die Entscheidungin der Hauptsache, die unnötigeFünf-Prozent-Toleranzmenge des§ 23 GasNZV endgültig auszusetzen.


Jahresbericht 2012 23Der bne teilt zwar die Einschätzungder BNetzA, die Gesamt revision desRegel- und Ausgleichsenergiesystemsbis zur Fertigstellung des europäischen„Netzkodex Gasbilanzierung“zurück zu stellen, jedoch wäreein Aussitzen der drängendstenPro bleme der falsche Weg.Die bne-Forderung nachmehr Transparenz griff die Regulierungsbehördeschließlich ineiner anderen Festlegung auf: LautBNetzA-Beschluss „KONNI“ zurEinführung des Konvertierungsentgeltsystemssind die Marktgebietsverantwortlichenab Oktober2012 verpflichtet, die relevantenInformationen zur Entwicklungdes Regel- und Ausgleichsenergiekontosin aussagekräftiger Formzu veröffentlichen.Parallel zur Diskussion inDeutschland erarbeite die Vereinigungder europäischen Fernleitungsnetzbetreiber(ENTSOG) unterEinbezug der Marktteilnehmerund unter Beobachtung von ACERden „Netzkodex Gasbilanzierung“.Der bne beteiligte sich an der Diskussionin Brüssel und nahm zuden Entwürfen Stellung. Ganz konkretkonnte der bne erreichen,dass die Vorgaben zur untertäglichenDatenbereitstellung für Entnahmestellenmit registrierender Lastgangmessungim Netzkodex wesentlichenger gefasst wurden. Derextreme Zeitverzug bei der Datenbereitstellung,wie er heute imdeutschen Bilanzierungssystemgeregelt ist, muss danach durcheine besser geeignete Regelungersetzt werden.Regelenergie und GashandelAb 1. Oktober 2013 soll in denbeiden Marktgebieten GASPOOLund NCG wesentlich mehr Regelenergieüber den standardisiertenGroßhandel beschafft werden.Dies hat einen positiven Effekt aufdie Liquidität des Börsenhandelsund niedrigere Regelenergiekostender Marktgebietsverantwortlichenentlasten die Bilanzkreisverantwortlichenüber die Regelenergieumlage.Gegenstand der Änderungensind gemeinsame Standards,auf die sich NCG und GASPOOL indem von ihnen entwickelten „ZielmodellRegelenergiebeschaffung“einigten. Dieser Schritt war nichtganz freiwillig – angeblich hattedie BNetzA die Marktgebietsverantwortlichenzu mehr Effizienz undVereinheitlichung ihrer Regelenergiebeschaffungaufgefordert.Der bne setzte sich in derKonsultation des Zielmodell-Entwurfsfür eine stärker marktbasierteAusgestaltung ein: Die Regelenergiebeschaffungüber dieGasbörse solle Vorrang vor Regelenergieplattformenhaben – wiees der erwartete, aber noch nichtabgeschlossene europäische„Netzkodex Gasbilanzierung“ vorsieht.Dies gelte auch für dieL-Gas-Zonen innerhalb der Marktgebiete,argumentierte der bne.Vielmehr müssten endlich die Voraussetzungenfür einen börslichenL-Gas-Handel geschaffen oder dieTrennung der Gasqualität abgeschafftwerden.


24 Jahresbericht 2012Das Ergebnis ist aus Sicht des bneerfreulich: Die finale Fassung desZielmodells enthält mehr kurzfristigeRegelenergiebeschaffung unddie Fernleitungsnetzbetreiber habensich offensichtlich mit der Gasbörsegeeinigt. Die EEX beabsichtigt dieEinführung neuer Gashandelsproduktejeweils für H- und L-Gas imSpotmarkt zum Oktober 2013.GastransportkapazitätenSeit dem 1. April 2012 können aufTRAC-X – der gemeinsamen Vermarktungsplattformder Fernleitungsnetzbetreiber– Tageskapazitätsproduktein einer Day-Ahead-Auktion erworben werden. Mitdieser Änderung setzten die Netzbetreibereine entsprechendeVorgabe der KARLA-Festlegungvom Februar 2011 um.Der Erwerb kurzfristiger Kapazitätensollte insbesondere den Gashandelzwischen den Marktgebietenbeleben und den Zugangzu angrenzenden liquiden Gashandelspunktenerleichtern. Dochdie Einführung der Day-Ahead-Auktionen und die Umsetzung derKapazitätsrückgabe in den Systemenvon TRAC-X verzögerten sicherheblich. Erst auf Drängen desbne und anderer Marktteilnehmerstellten sich die Netzbetreiber denUmsetzungsfragen und liefertendie von den Netznutzern benötigtenInformationen.Bereits kurz nach Einführungder Day-Ahead-Vermarktungführten die Netzbetreiber eineEvaluierung ihrer Plattform durch.Dabei mahnte der bne in einerentsprechenden Stellungnahmenotwendige Vereinfachungenbeim Kapazitätserwerb auf TRAC-Xan. Für Kapazitätsnachfrager wardas Angebot mangels ausreichenderStrukturierung kaum sichtbarund wichtige Informationen nurschwer auffindbar. Einige derbne-Vorschläge zur verbessertenDarstellung wurden schließlichauf TRAC-X umgesetzt.Die BNetzA gab jedoch auch denNetzbetreibern nach, die geforderthatten, den für Day-Ahead-Auktionengemäß KARLA geltenden Mindestpreisverzichtabzuschaffen.Diese Änderung lehnte der bne abund verwies in seiner Stellungnahmezur Konsultation des Vorschlagsauf fehlende belastbareErfahrungswerte. Denn zum Zeitpunktder Konsultation botendie Netzbetreiber für mehr als dieHälfte der Punkte Day-Ahead­Kapazität gar nicht oder nur mitEinschränkungen an. Die BNetzAentschied schließlich am 31. Oktober,dass auch für Tageskapazitätenab dem 1. Januar 2013 dasregulierte Entgelt als Startpreisder Auktionen gilt.


Jahresbericht 2012 25Smarte Themen –bne-Engagement für intelligente LösungenSmart MarketsDer zunehmende Anteil fluktuierenderStromerzeugung aus erneuerbarenEnergien stellt das Energiesystemvor neue Herausforderungen.Einen wichtigen Lösungsbeitragkann die Flexibilisierung der Nachfrageliefern. Die im Rahmen derNetzplattform des BMWi tagendeArbeitsgruppe „Intelligente Netzeund Zähler“ diskutierte im vergangenenJahr – unter reger Beteiligungdes bne – in zehn Sitzungenund mehreren KommentierungsrundenEckpunkte für das smarteLastmanagement der Zukunft.Der bne brachte sich unterFederführung des verbandseigenenLenkungsausschusses Energieeffizienz& Messwesen intensivin diese Diskussionsprozesse ein,da zu befürchten stand, dass vonSeiten der Netzbetreiber der Ausgleichvon Last und Erzeugungals alleinige Aufgabe der reguliertenNetze verstanden würde. Einentsprechendes Regime hätte eineerhebliche Beschädigung der imWettbewerb stehenden Marktrollenbedeutet.Umso erfreulicher ist, dassder bne trotz der Netzbetreiber-Ambitionen das selbst gesteckteZwischenziel erreicht hat, einewettbewerbsfreundliche und liberalisierungskonformeKonzeptionsmarter Energiesysteme zu etablieren:Die sogenannte Netzampel.Sie begrenzt die Kompetenzen desNetzes auf Notfallmaßnahmenund die wettbewerbskonforme Bewirtschaftungvon Netzengpässen.Das Netz hat also auch in Zukunfteine seinen Nutzern dienendeRolle. Das Plenum der Netzplattformhat am 7. November 2012entschieden, dass ebendiese Konzeptionzur Grundlage der künftigen,gemäß § 14a EnWG zu erlassendenLastmanagement-Ver ­ordnung werden soll.Damit ist eine Grundvoraussetzungdafür geschaffen, dassLieferanten und andere wettbewerblicheAkteure mit innovativenund massengeschäftstauglichenProdukten einen wichtigen undverbraucherzentrierten Beitrag zurEnergielogistik der Zukunft leistenkönnen. Im Jahr 2013 gilt es, denerreichten Diskussionsstand weiterzu konkretisieren und an seinerÜberführung in die Lastmanagement-Verordnungmitzuwirken.Darüber hinaus wird der bne weitereErgänzungen des regulatorischenRahmens vorschlagen, wodies notwendig ist, um Impulsefür Smart Markets zu geben.MesswesenDas Messwesen stand 2012 ganz imZeichen der nächsten Generationintelligenter Zähler. 2011 waren sieim Rahmen der EnWG-Novelle alssogenannte „Messsysteme“ rechtlichverankert worden. Auch die EnWG-Novelle des Jahres 2011 brachte 2012einige Veränderungen im Messwesenmit sich. Zentrale Forderungendes bne fanden dabei Eingang indie Neuregelungen des Messwesens.Insbesondere wurde die vom bnevorgeschlagene Übergangsregelungin § 21e (5) EnWG verankert: IntelligenteZähler, die noch nicht derneuen Generation von Messsystemenangehören, dürfen bis Ende


26 Jahresbericht 2012Mit der Netzampel hat der bne für dieEtablierung einer Konzeption gesorgt, die dieKompetenzen des Netzes auf Notfallmaßnahmenbegrenzt. Das Netz behält damit seineden Netznutzern dienende Rolle.2014 eingebaut und in der Regelacht Jahre lang genutzt werden.Dies führt dazu, dass die im Messmarktherrschende Situationgroßer Planungsunsicherheit einwenig entschärft wird.Im Zentrum der Diskussionstand die Normierung der zukünftigenMesssysteme, die das Bundesamtfür Sicherheit in der Informationstechnik(BSI) im Auftragdes BMWi durchgeführt hat. Derbne beteiligte sich an sämtlichenKonsultationsrunden und Tagungen,die die Entstehung des Schutzprofilsund der Technischen Richtliniefür intelligente Zähler begleiteten.Hierbei galt es in oftmals kleinteiligerArbeit zu verhindern, dass aufdem Wege technischer Vorschriftender Spielraum für die wettbewerblicheAusgestaltung des zukünftigen,intelligenten Messwesensbeschränkt wird. Dieses Minimalzielwurde erreicht.Entgegen den Erwartungender Branche legte das BMWi 2012allerdings noch keinen Entwurfeiner novellierten Messzugangsverordnungvor. In einem solchenEntwurf wird festzulegen sein, welcheMarktregeln künftig für dasMesswesen gelten. Auf Seiten vielerNetzbetreiber und der voni hnen dominierten Verbände wirdargumentiert, das Messwesen könnein Zeiten seiner zunehmendenBedeutung sinnvollerweise nurim regulierten Bereich angesiedeltsein. Der bne hat in einer Vielzahlvon Vorträgen, Stellungnahmen undGesprächen mit politischen Entscheidungsträgernlaut vernehmlichdagegen gehalten und dasliberalisierte Messwesen verteidigt:Intelligente Messsystemegehören in den Wettbewerb, da nurinnovations- und kundenfreundlicheRahmenbedingungen dieVoraussetzungen für eine Technologieschaffen, die für viele Produkteim Smart Market wichtigsein werden.Noch ist es zu früh für Erfolgsmeldungen,doch die Arbeit desbne im Jahr 2012 hat das Fundamentfür eine am Ende hoffentlichwettbewerbliche Ausgestaltung desMesswesens im Jahr 2013 gelegt.EnergieeffizienzDas wichtigste effizienzpolitischeThema war 2012 die Energieeffizienzrichtlinieder EU. Der bne hattesich nach Bekanntwerden der erstenEntwürfe klar gegen die dort vorgeseheneEinsparverpflichtung vonEnergielieferanten ausgesprochen.Eine solche Regelung findet sich zwarauch in der finalen Richtlinie, dieim Dezember 2012 in Kraft trat – sieist aber nicht verpflichtend.Eine Studie des WirtschaftsforschungsinstitutsPrognos imAuftrag des BMWi hat inzwischenmethodisch zuverlässig gezeigt,dass eine Einsparverpflichtungnicht nötig ist, um die von derEU vorgegebenen Effizienzzielezu erfüllen. Der bne fühlt sichdadurch in seinem Eintreten füreinen wettbewerblichen Ansatzbestätigt. Auch 2013 wird sich derbne aktiv dafür einsetzen, dassdieser Weg in der nationalenUmsetzung der Richtlinie fortgesetztund konsequent weiterentwickeltwird.


Jahresbericht 2012 27Netze – bne-Einsatz für Transparenz und EffizienzNetzentwicklungsplan StromMit der EnWG-Novelle 2011 wurdeden Übertragungsnetzbetreiberndie jährliche Aufgabe überantwortet,in Zusammenarbeit mit derBNetzA einen Szenariorahmen fürden Netzausbau sowie einen Netzentwicklungsplan(NEP) zu erstellenund zu konsultieren. Diesersollte die Grundlage für einen vomBundestag zu beschließendenBundesbedarfsplan sein. Währendder Szenariorahmen noch im Jahr2011 von der BNetzA konsultiertund mit Änderungen genehmigtworden war, musste im Jahr 2012zunächst der NEP Strom erstelltund mit der Öffentlichkeit diskutiertwerden. Der bne hat dieseDiskussion begleitet und zum Vorschlagder ÜbertragungsnetzbetreiberStellung genommen. Hauptkritikpunkte:Die Begründung derNetzbetreiber war unzureichend;die Prüfung anderer technischerLösungsansätze wurde vernachlässigt.Im November 2012 legte dieBNetzA den NEP fest, nachdem sieeinschneidende Änderungen vorgenommenhatte – und noch imDezember beschloss der Bundestagauf dieser Basis den Bedarfsplan.Netzentwicklungsplan GasAuch Fernleitungsnetzbetreiber(FNB) haben den langfristigen Kapazitätsbedarfgemäß GasNZV zuermitteln und nach den Vorgabendes EnWG einen NetzentwicklungsplanGas aufzustellen. Die sofestgestellten Netzausbaumaßnahmensind für die FNB verpflichtendumzusetzen. 2012 legten dieNetzbetreiber den ersten NEP Gasvor. An der entsprechenden Diskussionbeteiligte sich der bne inden Konsultationsworkshops derNetzbetreiber und der BNetzA undwies dabei insbesondere auf Widersprüchebei der Bereitstellungvon festen Kapazitäten für Gaskraftwerkehin: Statt aus den Störungenbei der Gasversorgung imFebruar 2012 und deren Auswirkungauf die Gasversorgung derfür das Stromsystem relevantenGaskraftwerke zu lernen, stelltendie Netzbetreiber grundsätzlichdie Bereitstellung fester und freizuordenbarer Transportkapazitätenbeim Anschluss neuer Kraftwerkein Frage. Die BNetzA entschied sichtrotz bne-Kritik dagegen, von denNetzbetreibern eine Überarbeitungdes NEP zu verlangen und bestätigteschließlich am 11. Dezemberden NEP 2012 mit einem Änderungsverlangen.Gleichzeitig legtedie Regulierungsbehörde allerdingsumfangreiche Vorgaben fest,die von den Netzbetreibern bei derModellierung des nächsten NetzentwicklungsplansGas im Jahr 2013zu berücksichtigen sind.dena VerteilnetzstudieDie Deutsche Energie-AgenturGmbH (dena) hatte schon 2011 eineumfassende Studie zum Ausbaubedarfder Verteilnetze angekündigt;2012 wurde sie schließlich erstellt.Der bne war eingeladen, die Studiezu begleiten und wurde zu diesemZweck nicht stimmberechtigtes Mitgliedim Fachbeirat zur Studie.In diesem Rahmen hat der bne dasStudiendesign und die Studien­


28 Jahresbericht 2012inhalte äußerst kritisch kommentiert.Die Forderung des bne, aucheine Verbesserung der Netzbetreiberstrukturendurch eine Verringerungder Verteilnetzbetreiber-Anzahlzu betrachten, wurde jedochabgelehnt. Der Öffentlichkeit wurdedie Studie Anfang Dezember 2012vorgestellt – der bne kritisierte zudiesem Zeitpunkt erneut, dass sichdie Studie in keiner Weise mit derFrage befasst, wie effizientere NetzstrukturenKosten senken und einoptimaleres Investitionsumfeldschaffen könnten.Individuelle NetzentgelteNetzbetreiber sollen gemäß §19Abs. 2 Satz 1 Stromnetzentgeltverordnung(StromNEV) „für Anlagen,deren Höchstlastbeitrag vorhersehbarerheblich von derzeitgleichen Jahreshöchstlast allerEntnahmen aus dieser Netz- oderUmspannebene abweicht, ein individuellesNetzentgelt anbieten“.Die vielen unbestimmten Begriffedieser Regelung haben die BNetzAbewogen, Konkretisierungen zuformulieren. Dabei war die Regulierungsbehördeallerdings unzufriedenmit den bisherigen Ergebnissen– und unterbreitete imSeptember neue Vorschläge, mitdenen vor allem die Erheblichkeitsschwelleangehoben werdensollte. Der bne hat dabei einezusätzliche Regelung für aktiv gesteuerteAnlagen gefordert. Inder Festlegung der BNetzA vomDezember wurde dieser Vorschlagallerdings nicht berücksichtigt.AG RegulierungAktiv eingebunden war der bne2012 auch in Diskussionen der beimBMWi angesiedelten Plattform„Zukunftsfähige Energie netze“ –dort insbesondere in der ArbeitsgruppeRegulierung. Großes Thema2012 waren die Forderungen derNetzbetreiber nach Mitteln für Forschungund Entwicklung, für dieEEG-bedingten Netzausbaukostensowie die speziellen Haftungsproblemeder Übertragungsnetzbetreiberbeim Offshore-Leitungsbau. Diefür die Haftungsprobleme besprochenenbne-Lösungsvorschläge(siehe oben S. 15 f.) sind in dieEnWG-Novelle eingeflossen. Fürdie EEG-bedingten Netzausbaukostenwird voraussichtlich 2013die Berücksichtigung von Investitionsbudgetsin der Hochspannungsebeneinnerhalb der Anreizregulierungsverordnungverbessert.Weiter diskutiert wird einevom bne vorgeschlagene Anpassungdes Erweiterungsfaktors inder Regulierungsformel. Damitkonnte der bne sehr viel weitergehendeForderungen der Netzbetreiberabwehren und die Änderungender Regulierung auf einsinnvolles Maß beschränken.


Jahresbericht 2012 29Spezifische Themen – bne-Initiativen im DetailGeschäftsprozesse undDatenformateAuch im Jahr 2012 wurden dieGeschäftsprozesse gemeinsam mitden anderen Verbänden der Energiewirtschafterörtert und ausgelegt.Da im Jahr zuvor die Lieferantenwechselprozesseangepasst wurden,bestand hier zusätzlicher Diskussionsbedarf.Ebenso wurden imschon eingeübten halbjährlichenTurnus Anpassungen der Datenformatebesprochen und die zugehörigenKonsultationen der BNetzAbegleitet. 2012 standen die elektronischenProzesse für den Bilanzkreiswechselvon Einspeisern imVordergrund, die mit den anderenVerbänden diskutiert, von derBNetzA konsultiert und schließlichim Oktober festgelegt wurden.FinanzmarktregulierungAm 12. Dezember 2012 trat das„Gesetz zur Einrichtung einer Markttransparenzstellefür den Großhandelmit Strom und Gas“ (Markttransparenzstellen-oder MTS-Gesetz) in Kraft, dessen Ziel es ist,mittels einer stärkeren Überwachungdes Strom- und Gashandelseine transparente und wettbewerbskonformePreisbildung sicherzustellen.Die Einrichtung der Markttransparenzstellehatten CDU/CSUund FDP bereits 2009 im Koalitionsvertragvereinbart – jedoch ohneein Konzept für deren Ausgestaltung.Erst nach Inkrafttreten der europäischenREMIT-Verordnung imDezember 2011 hatte die Markttransparenzstelle konkrete Züge angenommen.Während die REMIT-Verordnung zum Verbot von Insider ­handel und Marktmanipulationunmittelbar in allen EU-Länderngalt, mussten die Mechanismenzur Sanktionierung dieser Verbotedurch die Mitgliedstaaten nochin nationales Recht umgesetzt werden.Ergebnis dieser Umsetzungwar das MTS-Gesetz.Doch statt auf die Informationspflichtender REMIT aufzubauen,nach der die Marktteilnehmerin großem Umfang Datenan die hierfür zuständige BNetzAübermitteln müssen, führte derdeutsche Gesetzgeber diese unddarüber hinausgehende Mitteilungspflichtenerneut mit demMarkttransparenzstellengesetzein. Kritik an dieser unnötigenDoppelung brachte der bne inder Verbändeanhörung vor unddurch die Stellungnahme zumGesetzentwurf ein. Doch die einhelligeExpertenmeinung wurdenicht aufgegriffen – stattdessen wurdeder Umsetzungsaufwand fürdie Unternehmen in der Gesetzesbegründungkleingerechnet. 2013wird das BMWi den Referentenentwurfzur weitere Details regelndenMTS-Verordnung vorstellen.Doch dem bne gelang einTeilerfolg: Der Hinweis, dass erstmit Einbezug der Regelenergiebeschaffungder Marktgebietsverantwortlichendie Preisbildungim Erdgashandel nachvollzogen werdenkann, wurde ebenso im MTS-Gesetz berücksichtigt wie eine entsprechendeFestlegungsbefugniszur Schaffung von Transparenz beider Beschaffung und dem Einsatzvon Lastflusszusagen durch dieGasfernleitungsnetzbetreiber.Die weitere Ausgestaltungder Umsetzung von REMIT,die Einrichtung der Markttransparenzstellefür den Energiehandelsowie die noch offenen BrüsselerEntscheidungen zur Finanzmarktregulierung– MAR, MIFID,MIFIR und CRD – wird der bne 2013eng begleiten.


Jahresbericht 2012 31StrukturenEngagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, intensive Kontakte zu denMitgliedsfirmen, kurze Entscheidungswege und eine direkte Kommunikation –das zeichnet den bne seit 10 Jahren aus. Das Jubiläumsjahr hat der Verbandgenutzt, um sich noch effektiver aufzustellen: Neben einem frischen neuenAußenauftritt hat der bne auch seine innere Struktur überarbeitet. Arbeitskreisewurden zusammengeführt, besser aufgestellt, neu gegründet. DerSchlagkraft des Verbandes tat die Frischzellenkur gut: Gleich neun neueMitgliedsunternehmen konnte der bne 2012 aufnehmen.


32 Jahresbericht 2012Mitglieder des bne-Vorstandes 2012 v.l.n.r.:Frank-Yves Le Vaillant, Dr. Jörg Spicker,Dieter Ploch, Gero Lücking, Dr. Hans-MartinHuber-Ditzel, Dr. Thomas Mecke, Dr. GerdGies, Uli Huener, Marc EhryOrganeHöchstes beschlussfassendesOrgan des Verbandes ist die Mitgliederversammlung,die in derRegel einmal jährlich zusammenkommt.Im Jahr 2012 waren zweiprominente Redner zu Gast: StefanKapferer, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministeriumund JochenHomann, Präsident der Bundesnetzagentur,diskutierten mitVertretern der bne-Mitgliedsunternehmenlebhaft über die Rollemarktwirtschaftlicher Prinzipienim Rahmen der Energiewende.Zweites Organ des bne istder Vorstand, der die Geschäfte desVerbandes im Auftrag der Mitgliederversammlungführt. Er bestehtaus vertretungsberechtigten Repräsentantender bne-Mitgliedsunternehmen,die im Rahmen der ordentlichenMitgliederversammlung gewähltwerden. Im Jahr 2012 wurdeDr. Hans-Martin Huber-Ditzel(Enovos Energie Deutschland GmbH)als Vorstandsvorsitzender im Amtbestätigt; auch der stellvertretendeVorstandsvorsitzende Dr. GerdGies (GETEC Daten- und AbrechnungsmanagementGmbH) wurdeerneut gewählt. Ebenfalls wiederernannt wurden: Marc Ehry (2012für Nexus Energie GmbH), Frank-Yves Le Vaillant (natGAS AG), GeroLücking (LichtBlick SE), Dr. ThomasMecke (lekker Energie GmbH),Dieter Ploch (eprimo GmbH), Dr.Jörg Spicker (2012 für Alpiq AG). Neuin den bne-Vorstand berufen wurdeder Geschäftsführer der YelloStrom GmbH, Uli Huener.GremienDie inhaltlichen Positionen desbne werden in seinen Gremien erarbeitet,den bne-Lenkungsausschüssenund Arbeitskreisen. DieLenkungsausschüsse (LA) sinddie obersten fachlichen Gremiendes bne. Dort werden wichtigeinhaltliche Positionen des Verbandesdiskutiert und verabschiedet.Die Themen der LA sind in der Regelübergreifende, strategischeund alle Mitglieder betreffendeFragestellungen.Den LA sind Arbeitskreise(AK) unterstellt, die die themenspezifischeVorarbeit leisten. Sieleben vom personellen Engagementund der inhaltlichen Zuarbeitder Mitgliedsunternehmen.Diese bne-Arbeitskreisewurden 2012 neu aufgestellt. Umdas künftige Design der Energiemärkteumfassend begleiten zukönnen, wurde der AK Energiemarktdesigngegründet. Dort werdengrundsätzliche und übergreifendeFragen der zukünftigenAusgestaltung der Energiemärktebearbeitet. Ziel ist die Entwicklungwettbewerblich geprägter Beiträgezu zentralen Energiewendethemenwie etwa die Marktinte ­gration erneuerbarer Energien,die Flexibilisierung von Last undErzeugung sowie die Entwicklungeines Kapazitätsmarktes.Der Arbeitskreis MonetäreFragen kam 2012 unter der neuenBezeichnung AK MarktregelnStrom zusammen und widmetesich strukturellen Fragen desStrommarktes – angefangen vonder Netzregulierung, über dieAusgestaltung des Netzzugangsfür Dritte bis hin zum EEG.Ebenfalls neu gegründetwurde der Ad-hoc-ArbeitskreisMehr- und Mindermengenabrechnung,mit dem der bne auf dieMöglichkeit reagierte, endlich eineStandardisierung des Themas herbeizuführen– hier wurden detailliertePositionen für die Verhandlungenmit der BNetzA und anderenVerbänden entwickelt. Ansprechpartnerbeim bne waren hier diebne-Referenten Anne Köhler undArndt Börkey.


Jahresbericht 2012 33Struktur der bne-Gremien 2012LA StromLeitung Gero Lücking,LichtBlick SELA ErzeugungLA GasLeitung AndreasHalberschmidt,2012 für DONG EnergyMarkets GmbHLA Energieeffizienzund MesswesenLeitung Dieter Ploch,eprimo GmbHAK EnergiemarktdesignLeitung Dr. Thies Clausen und Arndt Börkey, beide bneAK Marktregeln StromLeitung Philipp Teichgräber, LichtBlick SEAK Marktstruktur GasLeitung Anne Köhler,bneAK Recht und VertragsfragenLeitung Ina Raskop, Yello Strom GmbHAK IT & ProzesseLeitung Arndt Börkey, bne


34 Jahresbericht 2012Mitglieder der bne-Geschäftsstelle, v. l. n. r.:Robert Busch, Arndt Börkey, Anne Köhler,Dr. Thies Clausen, Kerstin Maria Rippel, CorneliaNix und Annette SolzinGeschäftsstelleRobert BuschAls Geschäftsführer vertrat RobertBusch auch im Jahr 2012 die Interessendes bne überaus wirkungsvoll –gegenüber Politik und Verwaltung,Wirtschaft und Wissenschaft. Seinüber die Jahre stetig gewachsenesund äußerst umfassendes energiewirtschaftlichesNetzwerk war dabeiebenso hilfreich wie seine hervorragendenKontakte zu den zentralenEntscheidungsträgern in derEnergiepolitik. Sei es in persönlichenGesprächen, als Geladenerin Sachverständigenkreisen, alsRedner auf Fachveranstaltungenoder als Interviewpartner fürPresse, Rundfunk und Fernsehen –Robert Busch transportierte diePositionen des bne klar und fokussiertan die wesentlichen Zielgruppen.Zudem hatte er die Personalverantwortungfür das mittlerweileneunköpfige Team der bne-Geschäftsstelleinne.Arndt BörkeyDas Fachgebiet Strom wurde auch2012 von Arndt Börkey verantwortet.Der bne-Referent für Energiewirtschaftbearbeitete insbesondere denBereich Netzzugang, in dem vorallem die Geschäftsprozesse undDatenformate regelmäßig überarbeitetwurden. Er war der Ansprechpartnerfür den Arbeitskreis IT undProzesse in der bne-Geschäftsstelle.Darüber hinaus beinhaltete seinArbeitsbereich die Ergänzungen,Präzisierungen und Korrekturender Marktregeln im Strombereich.Die Weiterentwicklung des EEGfiel ebenso in seinen Verantwortungsbereichwie die Veränderungendes Regulierungsrahmens fürden Netzausbau. Arndt Börkeybegleitete den Arbeitskreis MarktregelnStrom und organisierte2012 gemeinsam mit Anne Köhlerden Ad-hoc-Arbeitskreis MehrundMindermengenabrechnung(MMMA). Zudem leitete er in Zusammenarbeitmit Dr. Thies Clausenden neu gegründeten bne-ArbeitskreisEnergiemarktdesign.Anne KöhlerDie Referentin für EnergiewirtschaftAnne Köhler trug, wie in denJahren zuvor, die Verantwortungfür das Themengebiet Gas. Sie warAnsprechpartnerin für den LA Gas,den AK Recht & Vertragsfragen, organisiertegemeinsam mit Arndt Börkeyden Ad-hoc-AK MMMA undleitete den AK Marktstruktur. DieSchwerpunkte ihrer Arbeit lagen2012 neben den gasspezifischenVerbandsthemen bei der EnWG-Novelle, der Änderung von Grundversorgungs-und Netzzugangsverordnungenfür Strom und Gas, derMehr- und Mindermengenabrechnungund in Teilen beim Markttransparenzstellengesetzsowie derUmsetzung der REMIT-Verordnung.Eine starke Stimme verlieh sie denbne-Interessen im NetznutzerforumGas und vertrat bne-Positionenin zahlreichen Anhörungen. AnneKöhler übernahm 2012 zudem dieRolle der festen Ansprechpartnerinim bne-Team für alle Fragen rundum den IT-Service und koordiniertederen Lösung sowie Beseitigungvon Störungen mit dem neuenIT-Sevicepartner.Dr. Thies Clausen2012 betreute Thies Clausen vorallem die smarten Themen innerhalbdes bne: Als Ansprechpartnerdes LA Energieeffizienz und Messwesenverantwortete er insbesonderedas Engagement des bne inden Bereichen Smart Grid/SmartMarket sowie das Themenfeld intelligenteZähler. Zuständig für denLA Erzeugung, fiel auch die intensiveDiskussion um Kapazitätsmärktein seinen Arbeitsbereich.


Jahresbericht 2012 35Als Leiter des neuen ArbeitskreisesEnergiemarktdesign (gemeinsammit Arndt Börkey) war Thies Clausenmaßgeblich an der Ausarbeitungvon bne-Eckpunkten für ein zukünftigesMarktdesign beteiligt. Weitereseiner Themen waren Fragen derEnergieeffizienz und der Finanzmarktregulierung.Seit Oktober 2012stärkt Thies Clausen als Leiter Politiksowohl die strategische Ausrichtungdes bne als auch die politischeVernetzung des Verbandes.Kerstin Maria RippelAls Pressesprecherin war KerstinRippel auch 2012 für die Darstellungdes bne in den Medien verantwortlich.Aufbauend auf einemsoliden Netzwerk konnte sie durchpointierte Pressemitteilungen, klareStatements und relevante Hintergrundgesprächedie anerkanntePositionierung des bne in der Öffentlichkeitweiter ausbauen. DenGeschäftsführer bereitete sie aufMedientermine, Interviews undFernsehauftritte vor. Ihr Hauptprojektwar 2012 die Einführung einesneuen Corporate Designs, das einkomplett überarbeitetes Erscheinungsbildsämtlicher Printproduktesowie den neuen Internetauftrittbeinhaltete. Regelmäßig verfasstesie daneben den monatlichenNewsletter und war verantwortlicheRedakteurin der Kompass-Ausgaben, des Jahresberichts undder Website. Positionspapiere, Stellungnahmenund die wöchentlichenMitglieder-News wurden von ihrlektoriert. Zudem verantwortete sie2012 gemeinsam mit Cornelia Nixdie bne-Konferenz zu Kapazitätsmärktenauf der E-world.Cornelia NixDie wöchentlichen Mitglieder-News lagen 2012 in den Händenvon Cornelia Nix, der Referentinfür Kommunikation und Presse. Sieunterstützte außerdem KerstinRippel bei der Umsetzung des Web-Relaunches im neuen CorporateDesign und war für die laufenderedaktionelle Pflege der Internet sitesowie für die Bereiche der Termineund des Bildmaterials zuständig.Darüber hinaus unterstützte undbegleitete sie die Vorbereitungund Durchführung sämtlicher Veranstaltungendes Verbandes imvergangenen Jahr – für die E-World-Konferenz im Frühjahr trug siegemeinsam mit Kerstin Rippel dieVerantwortung. Cornelia Nix warzudem für die Produktion und Versendungder bne-Weihnachtskartenzuständig. Bei der Erstellungdes Jahresberichts leistete sie redaktionelleZuarbeit; bei der Erstellungdes bne-Kompass und derPressemitteilungen stand sie alsverlässliche Korrekturleserinzur Verfügung.Annette Solzin2012 verantwortete Annette Solzindie Veranstaltungen des bne. Diestärkste Außenwirkung erzielte dabeidie bne-Jubiläumsfeier im September,an der – neben 400 Gästenaus Politik, Wirtschaft, Kultur undMedien – auch BundeswirtschaftsministerDr. Philipp Rösler undBundesumweltminister Peter Altmaierals Ehrengäste teilnahmen.Weitere von Annette Solzin orga nisierteVeranstaltungen waren diebne-Fachtagung auf den BerlinerEnergietagen zum Thema Energieeffizienzund die Jubiläums-Mitgliederversammlung.Darüber hinauswar Annette Solzin zuständig fürdas Monitoring der europäischenEnergiepolitik. VerbandsrelevanteThemen waren hier die Energieeffizienzrichtlinie,die Mitteilungder Kommission zum Energiebinnenmarkt,die fortschreitendeRegulierung des Derivatehandelssowie die Zukunft der erneuerbarenEnergien.


36 Jahresbericht 2012Weitere Mitglieder der bne-Geschäftsstelle: KatharinaBury (links) und Margrit Zubler Homuth (rechts)Katharina BuryDie Assistentin der Geschäftsführung,Katharina Bury, verantwortete2012 das Kontaktmanagementund die Akquise neuer Mitgliedsunternehmenfür den bne. Siewar außerdem zuständig für dieEinbindung neuer Mitglieder indie Verbandsarbeit und die Unterstützungder bne-Mitgliedsunternehmenin organisatorischenBelangen. Darüber hinaus beinhaltetedie Tätigkeit von KatharinaBury das Back Office, in dessenRahmen sie Annette Solzinund Cornelia Nix bei der Organisationder bne-Veranstaltungenbehilflich war. Auch den Mitarbeiternder bne-Geschäftsstelle sowieden Mitgliedern der bne-Gremienstand sie mit Rat und Tat zur Seite.Margrit Zubler Homuth2012 war die Assistentin der Geschäftsführung,Margrit ZublerHomuth, zuständig für die Belangeder Geschäftsführung. Sie übernahmdas bne-Verbandscon trol ling(Budgetplanung, Finanzbuchhaltung,Jahresabschluss, Verbands-Kassenprüfung) und verantwor ­tete alle organisatorischen Belangeum den bne-Vorstand. Für diebne-Geschäftsstelle und die bne-Mitgliedsunternehmen übernahmsie organisatorische Aufgaben undunterstützte die Durchführung derMitgliederversammlung sowie derJubiläumsfeier des Verbandes.An der Produktion der bne-Publikationenwar sie als zuverlässigeKorrekturleserin beteiligt.Neue MitgliedsunternehmenNeun neue Mitgliedsunternehmenkonnte der bne 2012 gewinnen.Trotz unterschiedlicher Ausrichtungund verschiedener Geschäfts modellehaben sie alle eines gemeinsam:Das große Inter esse an einemvielfältigen, effizienten und fairenEnergiemarkt. Und damit sind siebeim bne genau richtig.acteno energy GmbHDie acteno energy GmbH ist einSmart Grid System Integrator, derSmart Grids für Unternehmenschafft und sich das Ziel einer Ef fizienzwendegesetzt hat. Das Unter ­nehmen ist als unabhängiger Messstellenbetreiberfür Industrie, Gewerbeund EEG-Anlagenbe treibertätig. Kunden der acteno energysind Unternehmen der Privatwirt ­schaft und der öffent lichen Handmit signifikantem Energiebedarf,insbesondere Filialisten, Industrie,Gewerbe und Wohnungswirtschaft.co.met GmbHDas 2001 gegründete Unternehmenco.met GmbH ist heute führenderFull-Service-Dienstleister inden Bereichen Metering und SmartMetering für die Energie- und Versorgungswirtschaft.Es ist im Konzernder Versorgungs- und VerkehrsgesellschaftSaarbrücken mbHeingebunden. Zu den Geschäftsbereichenvon co.met zählen Dienstleistungenim Kontext Messstellenbetriebund Messdienstleistungsowie die Entwicklung und Bereitstellungvon branchenspezifischenIT-Systemlösungen als „Softwareas a Service“.EDF Deutschland GmbHNach dem im Dezember 2010 erfolgtenVerkauf der Beteiligung von45,01 Prozent an der EnBW AG willEDF auf dem deutschen Energiemarktweiterhin aktiv sein. EDF hathierzu die EDF Deutschland GmbHgegründet, um die Aktivitäten inDeutschland weiterzuentwickeln.EDF Deutschland ist ebenfalls verantwortlichfür die Repräsentationund das Lobbying der EDF-Gruppein Deutschland.


Jahresbericht 2012 37GP JOULE GmbHDer Kraftwerksprojektierer GPJOULE entwickelt, plant und realisiertProjekte für die zukunftsträchtigeNutzung erneuerbarerEnergien. Neben den GeschäftsfeldernSolarenergie, Windkraft undBiomasse bündelt die UnternehmenssparteZukunftskonzepte dasKnow-how der Energieexpertenzu ganzheitlichen Lösungen undwidmet sich der Erforschung neuerTechnologien. Weitere Themenfeldersind insbesondere die Weiterentwicklungdes EEG, Smart Marketsund Speicherlösungen.Minol Energie GmbH & Co. KGDie Minol Energie GmbH & Co. KGverfügt über ein bundesweitesService-Netz und mehr als 60 JahreErfahrung im Bereich der Wohnungs-und Immobilienwirtschaft.Das Unternehmen beliefert dieWohnungswirtschaft mit Gas undübernimmt auch entsprechendeAbrechnungsdienstleistungen.PQ Energy Luxembourg Service S.à.r.l.PQ Energy entwickelt in Deutschlandflexibel einsetzbare Kraftwerksprojekte,die die variable EinspeisungErneuerbarer ausgleichen –Hauptaugenmerk liegt dabei aufSüddeutschland. Die Initiative vonPQ Energy versteht sich komplementärzu anderen Elementen derEnergiewende – wie dem Ausbauder Erneuerbaren, dem Netzausbauund der Entwicklung neuer Speichertechnologien.PQ Energy verfügtüber reiche Erfahrungen inder Entwicklung hocheffizienterKraftwerksprojekte und kann aufdie finanziellen Ressourcen vonBlackstone zurückgreifen, einerder weltweit größten Private EquityGesellschaften.RWE Effizienz GmbHDie RWE Effizienz GmbH bündeltdie Aktivitäten von RWE im BereichEnergieeffizienz und bietetihren Kunden Unterstützung vonder E-Mobilität bis zur Hausautomatisierung.Schwerpunkte derUnternehmenstätigkeit sind die Entwicklungund die Vermarktung intelligenterEffizienzlösungen undProdukte. Zu den Kunden der RWEEffizienz zählen insbesondere privateHaushalte, Freiberufler, Gewerbetreibendeund Kommunen.Schüco Energy GmbH & Co. KGAls Tochter der Schüco InternationalKG wurde die Schüco EnergyGmbH & Co. KG im Oktober 2011gegründet, um den Bereich NeueEnergien mit u. a. Photovoltaikanlagen,solarthermischen Anlagenund Wärmepumpen mit dem Energiemarktzu verbinden. Das Unternehmenist in der Direktvermarktungvon EEG-Erzeugungsanlagentätig und plant in Kürze auch dieBelieferung von Endkunden mitGrünstrom.Vattenfall Europe Sales GmbHDie Vattenfall Europe Sales GmbHbietet ihren rund 2,7 Millionen KundenStrom, Gas und energienaheDienstleistungen. Zu den Geschäftspartnerndes Unternehmens zählenPrivat-, Gewerbe- und Geschäftskundensowie industrielle Großkundenund Weiterverteiler. Esbestehen beispielsweise Verträgemit dem Land Berlin sowie derFreien und Hansestadt Hamburg.Nicht mehr Mitglied im bne waren2012 die vier folgenden Unternehmen:Strommixer GmbH & Co. KG,Ensys AG, Sempra Energy EuropeLimited und XOOL GmbH.2012 waren damit 41 Unternehmenordentliche Mitgliederdes bne. In drei weiteren Fällenwurde die außerordentliche Mitgliedschaftgewährt.


38 Jahresbericht 2012Warum zum bne?Neue Mitglieder nennen die GründeWir sind ein High-Tech Startup mit schlauen Lösungen für denEnergiemarkt von heute und morgen. Smart Market heißt für unsdie Losung der Zukunft. Der bne sieht das genauso – deshalbsind wir dabei.Wolfgang Krauss, Geschäftsführer der acteno energy GmbHUnsere Lösungen sorgen für deutlich mehr Effizienz im Messwesen.Die bne-Mitgliedschaft bietet uns die Chance, die vielfältigen Herausforderungenin einem sich stetig wandelnden Umfeld sicher zubewältigen und an der ordnungspolitischen Gestaltung mitzuwirken.Peter Backes, Geschäftsführer der co.met GmbHDezentrale erneuerbare Energiestrukturen in Verbindung mit derWasserstoffspeicherung sind als flexible Energieträger unerlässlichfür das Gelingen der Energiewende. Der bne ist dabei der exaktpassende Multiplikator.Ove Petersen, Gründer und CEO der GP JOULE Gruppe


Jahresbericht 2012 39Wir glauben, dass Investitionen in flexible Kapazitäten derSchlüssel zum Erfolg der Erneuerbaren sind. Der bne-Einsatz fürein effizientes und wettbewerblich organisiertes Marktdesignhat uns überzeugt – jetzt sind wir Mitglied.Dr. Dominique Candrian, Geschäftsführer der PQ Energy Luxembourg Service S.à.r.l.Die Vermarktung intelligenter Effizienzlösungen ist nur im Rahmeneines ebenso intelligenten Marktdesigns möglich. Weil der bne alseiner der ersten einen Smart Market propagiert hat, in dem Innovationensystematisch gefördert werden, sind wir Mitglied geworden.Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbHWir sind ein Unternehmen, das auf neue Ansätze in einemintelligenten Energiemarkt setzt. Beim bne haben wir unsereVerbandsheimat gefunden.Wolfgang Krüger, Stv. Geschäftsführer der Schüco Energy GmbH & Co. KG


40 Jahresbericht 2012Stand: 31. Dezember 2012bne-Mitgliederverzeichnis 2012Ordentliche MitgliederA&A Stromallianz GmbHZehdenicker Straße 19D-10119 Berlinwww.stromallianz.deacteno energy GmbHWaldhoferstraße 100D-69123 Heidelbergwww.acteno.deAdvanced Power Germany GmbHc/o Turnbull & IrrgangBleichenbrücke 9D-20354 Hamburgwww.advancedpower.chAlpiq AGBahnhofsquai 12CH-4601 Oltenwww.alpiq.comBürgerGas GmbHRudolf-Walther-Straße 4D-63584 Gründauwww.buergergas.decitiworks AGFrankfurter Straße 100D-64293 Darmstadtwww.citiworks.deco.met GmbHHohenzollernstraße 75D-66117 Saarbrückenwww.co-met.infoDONG Energy Markets GmbHDocklandVan-der-Smissen-Straße 9D-22767 Hamburgwww.dongenergy.deDSE Direkt-Service Energie GmbHHenriette-Herz-Platz 4D-10178 Berlinwww.dse-vertrieb.deEconGas Deutschland GmbHFurtmayrstraße 3D-93053 Regensburgwww.econgas.comEDF Deutschland GmbHFriedrichstraße 100D-10117 Berlinhttp://deutschland.edf.comEnerco Systems GmbH & Co. KGPflugfelderstraße 22D-71636 Ludwigsburgwww.enercosystems.deeni gas & power NVGuimardstraat 1AB-1040 Brüsselwww.eni.comENOMETRIK Gesellschaft fürMessdienstleistungen mbHZeiloch 14D-76646 Bruchsalwww.enometrik.deENOPLAN GmbHZeiloch 14D-76646 Bruchsalwww.enoplan.deEnovos EnergieDeutschland GmbHKonrad-Adenauer-Ring 33D-65187 Wiesbadenwww.enovos-energie.de


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42 Jahresbericht 2012eprimo GmbHFlughafenstraße 20D-63263 Neu-Isenburgwww.eprimo.deGDF SUEZ Energie Deutschland AGFriedrichstraße 200D-10117 Berlinwww.gdfsuez-energie.deGETEC Daten und AbrechnungsmanagementGmbHAn der Steinkuhle 2 d-eD-39128 Magdeburgwww.getec-dam.deGP Joule GmbHCecilienkoog 16D-25821 Reußenkögewww.gp-joule.deGrundgrün Energie GmbHBundesallee 171D-10715 Berlinwww.grundgruen.dein.power GmbHAn der Fahrt 5D-55124 Mainzwww.inpower.deIn(n) Energie GmbHBayernwerkstraße 13D-84359 Simbach am Innwww.inn-energie.deKofler Energies AGWittener Straße 56D- 44789 Bochumwww.koflerenergies.comLBD-Beratungsgesellschaft mbHStralauer Platz 34D-10243 Berlinwww.lbd.delekker Energie GmbHInvalidenstraße 17aD-10115 Berlinwww.lekker-energie.deLichtBlick SEZirkusweg 6D-20359 Hamburgwww.lichtblick.deMaschinenringe Deutschland GmbHOttheinrichplatz A 117D-86633 Neuburg a. d. Donauwww.landenergie.deMeine-Energie GmbHRitterstraße 5D-01968 Senftenbergwww.meine-energie.de


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44 Jahresbericht 2012meistro Energie GmbHNürnberger Straße 58D-85055 Ingolstadtwww.meistro.deMinol Energie GmbH & Co. KGGutenbergstraße 4D-70771 Leinfelden-Echterdingenwww.minolenergie.denatGAS AGJägerallee 37 HD-14469 Potsdamwww.natgas.deNeas Energy A/SSkelagervej 1DK-9000 Aalborgwww.neasenergy.comNexus Energie GmbHFritz-Vomfelde-Straße 14D-40547 Düsseldorfwww.nexus-energie.dePQ Energy LuxembourgService S.à.r.l.Holbeinstraße 25CH-8008 Zürichwww.pq-energy.comRepower Deutschland GmbHFreistuhl 3D-44137 Dortmundwww.energie.repower.comRWE Effizienz GmbHFlamingoweg 1D-44139 Dortmundwww.rwe-effizienz.comSchüco Energy GmbH & Co. KGPeter-Müller-Straße 14D-40468 Düsseldorfwww.schueco.comswitch Energievertriebsgesellschaftm.b.H.Bonsiepen 7D-45136 Essenwww.switch-energie.deVattenfall Europe Sales GmbHChausseestraße 23D-10115 Berlinwww.vattenfall.de/de/vattenfalleurope-sales.htmYello Strom GmbHAm Grauen Stein 27D-51105 Kölnwww.yellostrom.deAußerordentliche MitgliederAKTIF Technology GmbHTöpferstraße 9D-01968 Senftenbergwww.aktif-technology.comAndreas Grigoleit, RechtsanwaltRothenbaumchaussee 114D-20149 Hamburgwww.ragrigoleit.deDr. Peter Rädler, RechtsanwaltB.B.O.R.S KreuznachtRechtsanwälteImmermannstraße 40D-40210 Düsseldorfwww.bbors.de


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46 Jahresbericht 2012ImpressumHerausgeber:BundesverbandNeuer Energieanbieter e. V. (bne)Hackescher Markt 4D-10178 BerlinFon: + 49 30 400548-0Fax: + 49 30 400548-10mail@bne-online.dewww.bne-online.deSteuer-Nr.: 27/620/55384Vereinsregister-Nr.: 23212AG CharlottenburgV.i.S.d.P.:Robert BuschRedaktion:Kerstin Maria RippelMitarbeit:Arndt Börkey, Dr. ThiesClausen, Anne Köhler,Cornelia Nix, Margrit ZublerHomuthGestaltung:BÜRO WEISSDruckerei:agit-druck GmbHRedaktionsschluss:22. März 2013Bildnachweise:S. 3, 4, 8, 10, 11, 12, 16, 20, 24, 28,31, 32, 34, 35, 36: Jan PaulsS. 10 und 11: Sven LambertS. 11: Guido Frebel/BILDSCHÖNAuflage:600

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