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September 2013Informationstechnik & System-Management (ITS)Studiengang der Fachhochschule SalzburgVideoSecurityBig Brother iswatching you(Seite 11)BIG DATADas neue Gold(Seite 17)PrismEin Begriff,viele Facetten(Seite 25)Next GenerationCommunicationin Medical Competence Center (Seite 18)


it‘s02Foto: Krisztina VeressLiebe Leserin, lieber Leser!ITS-Absolventinnen und Absolventen können nachweislich auf ein hervorragendesJob-Angebot blicken und breit gefächerte Karrierepfade einschlagen.Bisherige Umfragen und eine heuer im Auftrag der FH Salzburg durchgeführteAbsolventenanalyse bestätigen dies klar. Wir sind im absolutenSpitzenfeld, was zum Beispiel die Möglichkeiten bei der Jobsuche betrifft,aber auch bei der Qualität der Jobs und nicht zuletzt beim Einkommen.Erfreulich für mich ist auch, dass immer mehr Firmen aktiv auf uns zu kommen,die an Absolventinnen und Absolventen, aber auch an Kooperationenaller Art stark interessiert sind.Wir haben in den letzten Jahren neue, innovative Vertiefungen und Spezialisierungenentwickelt und sind nun im Vollausbau. Neben vier Vertiefungenim Bachelor-Studium haben wir fünf Spezialisierungen im Master. Damitbieten wir ein optimales Studienkonzept, welches neben einer fundiertenIT-Ausbildung auch ermöglicht, individuelle Schwerpunkte zu setzen. Darüberhinaus kann sowohl der Bachelor- als auch der Masterstudiengangin einer Vollzeit- und berufsbegleitenden Form studiert werden. Ich denke,damit können wir unseren Studierenden ein auf ihre Bedürfnisse bestmöglichausgerichtetes Studium anbieten. Unserem Motto „Ein Studium, vieleMöglichkeiten“ werden wir in jeder Hinsicht gerecht.Eines unserer zentralen Anliegen ist es auch, in den von uns angebotenenDisziplinen aktiv Forschung zu betreiben. Heuer ist das „Josef-Ressel-Zentrum“erfolgreich gestartet. Daneben betreiben wir aber auch Forschung inden Bereichen Mechatronik, eHealth und Intelligente Informationssysteme,das Drittmittelvolumen beträgt über eine halbe Million Euro.Sehr geehrte Leser, wir haben in diesem Magazin einen kleinen Bogen überunsere Aktivitäten gespannt. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!FH-Prof. DI Dr. Gerhard JöchtlStudiengangsleiterImpressumMedieninhaber und Verleger: Fachhochschule Salzburg GmbH, Urstein Süd 1, 5412 Puchbei Hallein | Für den Inhalt verantwortlich: Gerhard Jöchtl und Sandra Lagler | Chefredaktion:Sandra Lagler (LagS) | Lektorat: Andreas Unterweger | Autoren dieser Ausgabe:Stefan Auer (AueS), Alexander Bliem (BliA), Cornelia Ferner (FerC), Michael Fischinger(FisM), Peter Haber (HabP), Thomas Heistracher (HeiT), Manuela Kliemstein (mak), SandraLagler (LagS), Thomas Lampoltshammer (LamT), Manfred Mayr (MayM), Konstantin Teske(TesK), Stefan Wegenkittl (WegS) | Fotos: Authentic Vision, fotolia.com, Andreas Hauch,Bernadette Himmelbauer (HimB), TU Graz, Peter Ott (OttP), FH Salzburg, Krisztina Veress,Anna Wegenkittl (WegA) | Layout: Loxbox | Blattlinie: News und Informationen rund um denStudiengang Informationstechnik & System-Management der FH Salzburg


0903Inhaltsverzeichnis04-11 it‘s projectsSicher vor ProduktfälschungenSmart eDucationNur ein Traum?Wenn Pollen sprießenSmarte PlattformVideo Security12-19 it‘s academiaManagement of CollaborationForschung als InnovationstreiberAuszeichnungDavid-Sacket-Preis geht an PROPSession Time!Who is who?BIG DATA – das neue GoldNext Generation CommunicationMensch und Maschine20-27 it‘s careerBeste Jobaussichtenit‘s successDie mit dem Satellit sprichtDer Mann hinter den KulissenImmer am Puls der ZeitPrism – ein Begriff, viele FacettenSichere Zukunft durch MathematikEine Art Dolmetscher28-31 it‘s internationalKroatien, das Land der 1000 InselnErstes Studienjahr AISIngenieure ohne GrenzenAloha in HawaiIFoto: Fachhochschule Salzburg32-33 it‘s highlightsit‘s ONLINEconova fördert StudierendeKleine IngenieureFH lud zum Junior Studium34-35 it‘s fördervereinITs Project AwardErfolg belohnt


it‘sprojects 04Sicher vorProduktfälschungenBillige Produktimitate aus Asien überschwemmen den Markt. Wiekann man sich vor dem Kauf von Produktfälschungen schützen?ITS-Student entwickelt gemeinsam mit ITS-Absolventen neuesTool zum Markenschutz.Foto: Authentic Vision„Der Online-Kauf von gefälschten Medikamenten kann die Gesundheitoder gar Menschenleben gefährden“, sagt Jürgen Mathwich, dergemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Weiß – beide ITS-Absolventen– ein neues Echtheitssiegel für Produkte auf den Markt bringt.Durch das Anbringen von speziellen Etiketten unter anderem aufden Verpackungen von Arzneimitteln soll jeder Kunde mit Hilfe eineshandelsüblichen Smartphones die Echtheit des Produkts überprüfenkönnen. Jedes einzelne Etikett beinhaltet dabei ein einzigartiges, nichtkopierbares Muster. Um diese Idee zu realisieren, setzen die beidenJungunternehmer auf die Unterstützung von ITS-Studierenden.Neues Track & Trace SystemEiner davon ist Stefan Graßl. Der 22-jährige gebürtige Berchtesgadenerhat sich im Zuge seines Praktikums und seiner darauffolgendenBachelorarbeit intensiv mit der neuen und innovativen Produktideeauseinandergesetzt. Nicht nur Konsumenten profitieren vondem Echtheitssiegel. Auch Hersteller können mit dem neuen SystemAufschluss über das Verhalten ihrer Konsumenten erhalten und ihreProdukte dementsprechend anpassen. Um dies technisch zu ermöglichen,bedarf es im Hintergrund einer Vielzahl von High-PerformanceTechnologien. Graßl: „In meinem Projekt habe ich mich vor allem mitder Entwicklung eines Backends für ein Track & Trace System beschäftigt,das den Herstellern die Möglichkeit bietet, ihre Produkteauch nach dem Verkauf im Auge zu behalten.“ Dabei legte Graßlbesonderes Augenmerk auf die Lösung des sogenannten C10K-Problems. Viele der derzeitigen Server-Technologien seien nicht annäherndin der Lage, 10.000 gleichzeitige Zugriffe abzuarbeiten. „Ichhabe deshalb einen Großteil meiner Zeit der Recherche von geeignetenDatenbanken und Server-Software gewidmet. Anschließend habeich ein Konzept erstellt und einen Prototypen für Demozwecke entwickelt“,erzählt der ehemalige Gymnasiast.Backend-TechnologienUm die gesamte Kommunikation des Systems bestmöglich abwickelnzu können, hat sich Graßl zur Erstellung des Prototyps für einenNGINX-Webserver entschieden, der derzeit einen Marktanteil von 20Prozent erreicht und eine Event-basierte Architektur besitzt. Die Businesslogikdes Prototyps basiert auf PHP. Für den Realbetrieb wirdauf eine moderne, hochskalierbare Serverarchitektur gesetzt, dessenApplikationslogik von den IT-Experten in einer aktuellen Hochspracheumgesetzt wird. Graßl: „Wir haben in unserem Prototyp eine Karte,basierend auf OpenLayers und Kartenmaterial von OpenStreetMapinkludiert, auf der man zum Beispiel alle Standorte anzeigen lassenkann, an denen unser Echtheitssiegel benutzt wird.“ Zukünftig wirdGraßl als fixer Mitarbeiter von Authentic Vision weiter an dem Themaarbeiten und die Inbetriebnahme des Realsystems vorbereiten.(LagS)Keine Chance für Produktfälschungen:Das Team von Authentic Vision bringt einneues Tool auf den Markt.


05 it‘s projectsSmart eDucationNeue Technologien und Konzepte für den virtuellen, interaktiven UnterrichtFoto: HimBFür den Hörsaal der Zukunft reformieren ITS-Masterstudierendeund ihre Projektbetreuer die derzeitigen E-Learning- und Blended-Learning-Ansätze und transformieren den „klassischen“ Unterrichtmit neuen technologischen Entwicklungen in den virtuellen Raum.E-Learning-Methoden werden bei nahezu allen Studien- und Unterrichtssituationeneingesetzt – beginnend bei der simplen Bereitstellungvon Skripten über die Abwicklung von Überprüfungen bis hinzum „Nachlesen“ von Lehrveranstaltungen über Videostreams. AmMarkt existiert bereits eine Fülle an verschiedenen Systemen, die einelektronisch unterstütztes Lernen ermöglichen. Eine Interaktion allerBeteiligten – Lehrende, Schüler, Studierende – ist hingegen nur begrenztmöglich. „Bei der sorgfältigen Evaluierung der bestehendenSysteme hat sich gezeigt, dass bisher die Übertragung von Datenin Echtzeit nicht möglich ist“, sagt Projektbetreuer und LehrenderPeter Haber. „Somit ist eine optimierte „live“-Interaktion der Beteiligtentechnisch noch nicht optimal gelöst“, ergänzt Manfred Mayr,Fachbereichsleiter für IT Management & Wirtschaft. An diesem Punktsetzt das Projekt der Masterstudierenden an.„live“-Interaktion„Wir möchten die Echtzeit-Kommunikation auch im virtuellen Raumin E-Learning Szenarien ermöglichen“, erklärt Masterstudent ThomasH. Schmuck, der gemeinsam mit seinen Kollegen Zenadia Hasanovicund Stephan Sendlhofer und in Zusammenarbeit mit ihren Betreuernmit „Smart eDucation“ ein Softwaresystem entwickelt, das virtuelleKollaboration ermöglichen soll. Das Gesamtsystem basiert zentralauf der Verwendung von Tablets, die von den beteiligten Personengezielt zur Erarbeitung von Lern- beziehungsweise Schulungsinhaltenverwendet werden. Ziel ist es, die traditionelle Lernsituation zuvirtualisieren und dabei möglichst das Gefühl und die Vorteile derklassischen, konventionellen Lernmethoden beizubehalten. Der Fokusder prototypischen Umsetzung liegt hierbei auf der Echtzeit-Übertragung von geschriebenen Inhalten und der Organisation derInhalte von mehreren Personen mittels „Layer-Feature“. Schmuck:„Zum Beispiel werden alle Kommentare von Teilnehmer A in Grün angezeigt,die von Teilnehmer B in Rot. Durch die unterschiedlichen Layerbesteht die Möglichkeit, beispielsweise alle grünen Anmerkungenaus- beziehungsweise wieder einzublenden.“ Für die Interaktion mitden Teilnehmenden verwenden Vortragende ein digitales Whiteboardoder Tablet, das die Funktion einer realen Tafel übernimmt. Haber:„Bei dem im Studiengang ITS entwickelten Prototypen werden diegeschriebenen Inhalte nicht wie bisher als Bitmap übertragen. Es werden„nur“ die notwendigen Digitizer-Daten, wie Koordinaten, Farbe,Druckstärke, verwendet.“ Dadurch sei eine Echtzeit-Kommunikationmöglich.Vision und RealisierungDas innovative System soll in Zukunft weiter ergänzt und in unterschiedlichenBereichen wie Unternehmen und Bildungseinrichtungeneingesetzt werden. „Eine Echtzeit-Audioübertragung und die Einbindungin Google+ und ähnliche Dienste werden unsere nächstenForschungsschritte sein“, schildert Fachbereichsleiter Mayr, der sichbereits gemeinsam mit Peter Haber im von der EU geförderten Forschungsprojekt„Pool2Business – Ausbildungskonzept für virtuellesProjektmanagement auf internationaler Ebene“ mit der virtuellen Zusammenarbeitin Online-Tools intensiv auseinandergesetzt hat. DieErstellung eines vielfältig einsetzbaren Produktes ist auf alle Fälle daserklärte Ziel des Forschungsteams.(LagS, HabP, MayM)


it‘sprojects 06Foto: koya979 - Fotolia.com


07 it‘s projectsNur ein Traum?Foto: PrivatRoboter, die deine Lieblingsspeisen servieren, die lästigenAufgaben im Haushalt für dich übernehmen oder die dir alspersönlicher Notfallhelfer zur Seite stehen. Ist das nur einWunschtraum? Tatsache ist, dass Roboter schon längst nichtmehr nur in den Fantasien der Science-Fiction-Produzentenleben. Sie sind Realität und helfen uns in unseren alltäglichenAufgaben.it‘s video:Parallax Eddie – App &Gesture ControlAm Studiengang Informationstechnik & System-Management hatFachbereichsleiter Robert Merz Science Fiction zur Realität gemacht.Seit rund drei Jahren lässt er gemeinsam mit seinen Studierendenim Schwerpunkt Mechatronik die Roboter „tanzen“: der große Industrieroboterim Robotik-Labor der FH Salzburg baut für DemoundAusbildungszwecke meterhohe, millimetergenaue Türme, eineFertigungsanlage produziert nach Anweisungen der StudierendenWerkstücke am laufenden Band und mobile Roboter befahren dieverzweigten Gänge des modernen Gebäudes der Hochschule. „Wirmachen in unserem Bereich Maschinen intelligent“, sagt der gebürtigeSalzburger.Eddie – der mobile RoboterEiner dieser „intelligenten Maschinen“ ist Eddie. Der mobile Roboterist ein Produkt des Unternehmens Parallax Inc. und dient demStudiengang für Ausbildungszwecke. Merz: „Sechs Studierende durftenheuer ihr Wissen an Eddie ausprobieren.“ Zum Beispiel hat eineGruppe für Eddie vier verschiedene Steuerungsmöglichkeiten entwickelt.Die Studierenden können den kleinen mobilen Roboter mithilfeeiner eigens entwickelten App durch einen Hindernis-Parkour lotsenbeziehungsweise ihn durch eine Sprachsteuerung lenken. „Ebensointeressant ist die Möglichkeit ihn mit reiner Gestensteuerung zu bewegen“,sagt Fachbereichsleiter Merz. Hierbei komme eine Kinectzum Einsatz, die die Gesten der Personen erkennen kann, so demRoboter „Augen verleiht“ und die gewünschten Bewegungen ausführenkann. Eine weitere Steuerungsart ist das sogenannte „Followme“-Programm, bei dem ebenfalls eine Kinect als Sensor verwendetwird. Der Roboter erkennt damit eine ausgewählte Person und folgtdieser selbständig.Einsatz als NotfallshelferEin möglicher Anwendungsfall, den die Studierenden der zweitenBachelor-Gruppe bearbeiten, ist der Einsatz von Eddie als „Notfallshelfer“.Dabei soll der mobile Roboter als Begleiter für ältere Personenfungieren und im Notfall Rettungskräfte verständigen. Mithilfeverschiedener Abstandssensoren und einer Kinect-Kamera soll Eddiedabei in der Lage sein, Personen in ihrem Alltag zu folgen undNotsituationen, wie Stürze, zu erkennen. Mittels einer implementierenSpracherkennung soll Eddie anschließend überprüfen, ob sie ansprechbarsind und Hilfe benötigen. Zusätzlich kann die Person Eddiejederzeit durch den Befehl „Eddie-SOS“ auf eine Notlage aufmerksammachen und so den Erste-Hilfe-Plan aktivieren.(LagS, FerC)


it‘sprojects 08Foto: LagSWenn Pollen sprießenMasterstudent ermöglicht automatische Identifikation von PollenkeimlingenBei dem Begriff „Pollen“ denkt vielleicht der eine oder die andere andie Pollenallergie, die Jahr für Jahr aufs Neue auftritt. Dass die durchdie Luft wirbelnden Pollenkörner für die Natur eine überaus wichtigenAufgabe erfüllen, wird dabei oft vergessen. Der Studiengang fürMolekularbiologie an der Universität Salzburg hat deshalb ein Forschungsprojektzum Thema Pflanzenbefruchtung gestartet und setztdabei auf die Unterstützung des Studiengangs Informationstechnik& System-Management. Um die Natur besser verstehen zu können,werden die Pollenkeimung und das Pollenschlauchwachstum im Laboranalysiert.Chemische Substanzen oder elektrische Felder beeinflussen die Pollenkeimungund das Pollenschlauchwachstum. „Um die Einflussnahmebestimmen zu können, haben wir ein automatisches Testsystemzur Pollenanalyse aufgebaut, die sogenannte high throughput analysis“,erklärt Stefan Wegenkittl, Fachbereichsleiter für eHealth am StudiengangITS. Dieses Testsystem dokumentiert die Pollenkeimung inder Petrischale per Mikroskopkamera in 5-Minuten-Intervallen. DasResultat der Aufnahme ist ein Video im Zeitraffer, welches die Pollenkeimungund das Pollenschlauchwachstum über einen bestimmtenZeitraum zeigt.Für die Auswertung des Bildmaterials müssen die einzelnen Pollenkörnereindeutig identifiziert und eine auftretende Keimung zeitgenaubestimmt werden. Masterstudent Michael Fischinger hat hierfürim Zuge seiner Masterarbeit „Automatische Bildverarbeitung undMustererkennung zur Analyse der Pollenkeimung bei der Pflanzenbefruchtung“ein Software-Tool zur automatischen Auswertung derBildsequenzen erstellt. Fischinger: „Mit moderner Bildverarbeitungwird die Auswertung des Bildmaterials erleichtert, objektiviert und beschleunigt“.Dafür werden zunächst einige Rahmenbedingungen zumBildmaterial vorgegeben – zum Beispiel typische Pollengrößen. Mithilfedieser Informationen und einiger mathematisch ausgefuchster Verfahrenlassen sich die Pollenkörner und die dazugehörigen Schläucheauf den Bildern identifizieren und lokalisieren.Spezieller Tracking-Algorithmus eingesetztDa die Pollen sehr beweglich sind müssen sie für eine eindeutigeIdentifikation zusätzlich mit einem speziellen Tracking-Algorithmusnachverfolgt werden. „Bei knapp 50 Pollen pro Videoframe ist daskeine leichte Aufgabe“, meint der Masterstudent. Schlussendlich werdenalle Informationen für eine finale Aussage über den Status derKeimung jedes einzelnen Pollenkorns vereint. Stellt sich also die Frage,was man mit der vielen Zeit tun könnte, die bisher in das manuelleAuszählen der Videos investiert werden musste…(WegS/FisM)


09 it‘s projectsSmarte PlattformITS-Studierende entwickeln eine neue Plattform für Datentauschund Analyse des eigenen StromverbrauchsprofilsEine Person verbraucht im Jahr durchschnittlich 2.034 KilowattstundenStrom 1 . Damit könnte man mit einem Elektroauto von Salzburgbis nach New York und wieder zurück fahren. Das würde ebensoeinem finanziellen Aufwand von bis zu 500 Euro – je nach Tarif – entsprechen.„Diese Energiemenge entspricht CO 2-Emissionen von rund50 Kilo pro Jahr auf Basis des Strommix von Privat OK der SalzburgAG“, sagt Philipp Mattle von der Salzburg Netz GmbH, einemTochterunternehmen der Salzburg AG. Rein nach dem indianischenSprichwort: „Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt,sondern von unseren Kindern geliehen“ legt der Salzburger Stromverbraucherviel Wert auf Nachhaltigkeit. Deshalb haben ITS-Studierendein Kooperation mit der Salzburg AG die technische Basis füreine neue Plattform geschaffen, mit der jede beziehungsweise jedereinzelne seinen eigenen Stromverbrauch im Auge behalten kann.„Um eine Gesamtübersicht aller Informationen zu ermöglichen, musstenwir zuerst eine einheitliche Schnittstelle schaffen, da die SalzburgAG zur Abspeicherung von verschiedenen kundenspezifischen Datenmehrere unterschiedliche Datenbanken verwendet“, sagt MasterstudentFabian Knirsch, der gemeinsam mit seinen Kollegen OliverLangthaler und Felix Moser das innovative Projekt umgesetzt hat. DieHerausforderung besteht vor allem darin, nicht einheitlich formatierteDaten aus unterschiedlichen Quellen und Strukturen abzufragen,zusammenzufassen und aufzuwerten. Hierfür nutzen die Studierendenihre eigens entwickelte Software „Cappatec Core Engine“, die alsProzess- und Applikationsserver dient. Als einheitliche Schnittstellewird das ebenfalls selbst entwickelte RxXML2 verwendet, auch SOAPwird unterstützt. Langthaler: „Wir sind gerade dabei, die Firma Cappateczu gründen und sind begeistert, unsere Core Engine als zentraleKomponente im Projekt einsetzen zu können“.für ältere Menschen sein“. Durch Abweichungen im normalen Stromverbrauchsprofilkönnten sie eventuelle Notsituationen erkennen. Betreutwurde das Projekt von den ITS-Forschern Dominik Engel undArmin Veichtlbauer, die sich im Rahmen des Josef-Ressel-Zentrumsfür Anwenderorientierte Smart Grid Privacy, Sicherheit und Steuerungunter anderem mit dem Schutz der Privatsphäre in intelligenten Energiesystemenbeschäftigen.Nutzerfreundliche OberflächeUnterstützung zur Gestaltung einer nutzerfreundlichen Oberflächeerhielten die ITS-Studierenden durch den belgischen AustauschstudentenRobin Geraerts von der Hogeschool-Universiteit in Brüssel.Benutzer können dadurch einfach und grafisch anschaulich ihrStromverbrauchsprofil verfolgen.(LagS)ZugriffsberechtigungenDie Masterstudierenden haben sich weiters in der Konzeption undEntwicklung der Infrastruktur stark mit dem Thema Zugriffsberechtigungenauseinander gesetzt. Sie haben dafür ein System zum Managementder Zugriffsrechte in die Plattform integriert. Mittels individuellerAuthentifizierung jedes Benutzers kann gewährleistet werden,dass nur Berechtigte auf personenbezogene Daten zugreifen dürfen.Moser: „Berechtigte sind natürlich die einzelnen Verbraucher. In Zukunftbeispielsweise könnten dies jedoch auch Betreuungspersonen1Statistik Austria: Energiebilanz 2011,Berechnungen Österreichische EnergieagenturFoto: LagS2F. Knirsch and O. Langthaler. (2013, Feb.)Cappatec Core Engine RxXML Specification. Zugriff: 06.06.2013. [Online].Verfügbar: http://www.cappatec.com/home/res/Cappatec_RxXML_02_13.pdfSmartWebGrid:Die nutzerfreundliche Oberfläche zeigt beispielsweise dieCO 2-Einsparungen jedes Benutzers.


it‘sacademia 12Managementof CollaborationNeue Methoden und Konzepte zur virtuellen Zusammenarbeitentwickeln Forscher am Studiengang Informationstechnik &System-Managemente-Collaboration gewinnt zunehmend an Dominanz, nicht nur im internationalenUmfeld, sondern auch unternehmens- und konzernintern.Manfred Mayr und Peter Haber widmen sich dem vielschichtigen Bereichmit dem neuen Forschungsthema „Management of Collaboration“am Studiengang Informationstechnik & System-Management.Hierbei werden unternehmensrelevante Bereiche wie Organisation,Personal und IT eingebunden, um ein selbstlernendes Unternehmen- in dem der Arbeitnehmer im Focus steht - strategisch auszurichten.Ausbildungskonzept für Manager und Projektmitarbeiter ininternationalen ProjektenIm Leonardo da Vinci EU-Forschungsprojekt “Pool2Business” entwickelteder Studiengang Informationstechnik & System-Managementder Fachhochschule Salzburg unter der Leitung von Manfred Mayrund Peter Haber gemeinsam mit Unternehmen und Bildungsinstitutionenaus Österreich, Rumänien, Irland, Spanien, Litauen und derTschechischen Republik ein internationales Ausbildungskonzept fürManager und Projektmitarbeiter in internationalen Projekten, die zumGroßteil über das Internet abgewickelt werden. Basierend auf einerumfangreichen Datenerhebung verizifierten die Forscher den Ausbildungsstandvon Projektbeteiligten in Bezug auf internationales Projektmanagement.„Es ergab sich unter anderem, dass lediglich einDrittel aller Projektmanager bisher in den Genuss einer internationalausgerichteten Projektmanagement-Ausbildung für e-Collaborationgekommen sind“, sagt Mayr. Bei dem korrespondierenden, nicht minderwichtigen Aspekt der interkulturellen Kompetenz, zeigte sich einnoch gravierenderer Mangel.Pool2Business bietet eine zertifizierte Ausbildung mit Inhaltsschwerpunkten,die in einem internationalen Projekt erfolgsentscheidendsind. Das Ausbildungskonzept behandelt Themen wie interkulturellesTeambuilding und virtuelle Teamführung, internationales Vertragsrecht,internationale Risikobewertung, Wissensmanagement, Lernenin und aus Projekten, internationales Projektmarketing und PublicRelations. Der informationstechnische Teil erstreckt sich dabei aufdigitale Kommunikations- und Managementtools für erfolgreiche e-Collaboration. Abgerundet wird die Ausbildung durch ein praxisbezogenesProjekt; hierbei lernen die Lehrgangsteilnehmenden die effektiveAnwendung virtueller Tool Sets im interdisziplinären Umfeld unterder Prämisse einer Soft-Skills orientierten Zusammenarbeit.Ein wichtiger Aspekt von Management of Collaboration stellt dasHuman Capital eines Unternehmens dar. Um dieses abzubilden sindKompetenzportfolios der einzelnen Mitarbeiter notwendig, in denenderen Fähigkeiten und Kenntnisse festgehalten werden. „Zur Analysesollten Assessments in Kombination mit realen Fallstudien im e-collaborativen Umfeld, herangezogen werden, um fachliches Wissen,Management-Wissen, persönliches Wissen und emotionales Wissender einzelnen Mitarbeiter zu ermitteln und abzubilden“, sagt ManfredMayr, Fachbereichsleiter für IT Management & Wirtschaft. Der Ausbildungslevelwird ebenso kontinuierlich festgehalten und bewertet. Dasso entstandene Kompetenzportfolio zeigt genutzte und ungenutztePotenziale einzelner Mitarbeiter auf, die gefördert und durch einenangepassten Trainingsplan weiterentwickelt werden können. „Wissenskapazitäten,die im Unternehmensportfolio strategisch wichtigsind, können umgehend effektiv genutzt und forciert werden“, ergänztPeter Haber, hauptamtlicher Mitarbeiter in Lehre und Forschung amStudiengang. Darüber hinaus wird Know-how eruiert, das für einezukünftige Ausrichtung des Unternehmens essentiell ist. Kompetenz-und Wissensträger können zudem zielgerichtet in den Schulungsprozessanderer Mitarbeiter miteingebunden werden. Haber:„Diese Bildungsmaßnahmen werden im Unternehmen idealerweiseals Hands-on Trainings abgehalten“. Ein hierzu geeignetes Instrumentbildet das oben vordefinierte e-collaborative Umfeld, welches es demMitarbeiter gestattet, in der Zusammenarbeit mit anderen, von anderenzu lernen und sich persönlich weiterzuentwickeln. „Managementof Collaboration“ bietet daher Unternehmen einen neuen Ansatz imKnowledge Management in Kombination mit Lebenslangem Lernen.Manfred Mayr und Peter Haberentwickeln neue Methoden und Konzepte fürvirtuelles Projektmanagement.(HabP, MayM)Foto: FH Salzburg


15 it‘s academiaWho is who?ForscherInnen und Lehrende des StudiengangsInformationstechnik & System-Managementstellen sich vor.Name:Cornelia FernerTitel:DI, BScPosition:Forscherin und DozentinSchwerpunkte:R Mensch-Maschine-InteraktionR Künstliche IntelligenzR (Mobile) RobotikIch biete:R Erfahrungen zum Auslandssemester und dem Marshall-Plan-StipendiumR Projektbetreuungen im Bereich der RobotikR Firmenkontakte für BerufspraktikaFoto: OttPName:Simon KranzerTitel:DI (FH) DIPosition:Forscher und DozentSchwerpunkte:R SoftwareentwicklungR Industrielle InformationstechnikR FirmenkontakteIch biete:R Lehre in den Bereichen Softwareentwicklung, Data Miningund Parallel ComputingR R&D-Projekte, Bachelor- und MasterarbeitenR Abwicklung / Koordination von FörderprojektenFoto: LagSName:Christian NeureiterTitel:DIPosition:Forscher, Josef-Ressel-ZentrumSchwerpunkte:R Model-Driven ArchitectureR Systems EngineeringR Smart Grid, Ambient Assisted LivingIch biete:R Studienarbeiten (Master, Bachelor, R&D, ...)R Gedanken- und IdeenaustauschR Kontakte zu Ingenieure ohne GrenzenFoto: OttPFoto: WegAName:Stefan WegenkittlTitel:FH-Prof Univ.- Doz. Mag. Dr.Position:Wissenschaftlicher Leiter StudiengangApplied Image and SignalProcessing, Fachbereichsleiter DataAnalysis and eHealthSchwerpunkte:R Medical Image ProcessingR BioinformaticsR Pattern Recognition and Multivariate StatisticsR Steckenpferde: Kryptologie, Zufallszahlen, JazzIch biete:R immer ein offenes Ohr für interessante Fragestellungen odergute MusikR herausfordernde und spannende R&D-Projekte und Masterarbeitenim forschungsnahen Umfeld, auch in USA (MarshallStip)


it‘sacademia 16Foto: Fotolia.com


17 it‘s academiaBIG DATA -das neue GoldJeder Schritt, den wir in unserer digitalisierten Welt gehen – eine SMSschicken, einen Hyperlink anklicken, ein Foto mit unserem Smartphoneauf eine Social Media Plattform hochladen oder über einenOnlineshop einkaufen – trägt dazu bei, dass unser Datenberg weiterwächst. Doch wie geht man mit dieser Fülle an Daten um? WelcheGefahren lauern und vor welchen technischen Herausforderungensteht die IT?Mit den Daten, die allein 2009 entstanden und gespeichert wurden,könnten genügend DVDs bespielt werden, um sie einmal zum Mondund wieder zurück zu stapeln. Für das Jahr 2020 prognostizieren Forscher,dass dieser Stapel 44-mal so hoch sein wird, was einer Streckebis zum Mars und wieder zurück entspricht. Welche Herausforderungenund Chancen damit verbunden sind, diskutierten Expertenbeim diesjährigen IKT-Forum des Studiengangs Informationstechnik &System-Management der FH Salzburg.Big Data ist RealitätDie Experten waren sich einig: Big Data ist im Hier und Jetzt angekommenund wird weitere Generationen betreffen. Die Kernfrage lautetdeshalb: Wie nun richtig damit umgehen? Pavlo Baron, Big DataDeveloper in der Codecentric AG, stellte in einem ironischen Vortragklar, dass man sich nicht nur auf Hardware verlassen darf: „Schneller,höher und weiter reicht bei weitem nicht mehr aus. Intelligenz in derPlanung und Durchführung ist gefragter denn je.“ Wie bei jeder Einführungvon neuen Technologien geht dies jedoch mit erhöhten Kosteneinher. Diese spiegeln sich nicht nur im Erwerb von neuer Hard- undSoftware wider, sondern vor allem in der Weiterbildung der Mitarbeiterund dem Zukauf von externem Expertenwissen, ist Micheal May vomFrauenhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme(IAIS) überzeugt.hat deshalb in einem Selbstversuch über 50 Unternehmen befragt.Das Ergebnis spiegelte eine durchwachsene, teils zurückhaltendeReaktion der Unternehmen wider. „Teilweise sind sich die Firmenselbst nicht sicher, welche Daten vorhanden sind und von wem siewie genutzt werden“, so Wass.Neue Geschichten erzählenBereits jetzt gibt es genügend Anwendungsbeispiele, in denen BigData in Verwendung ist. Am Beispiel von „Disaster Risk Management“zeigte Michael May auf, wie man vor Umweltkatastrophen frühzeitigwarnen kann. Zum Beispiel konnten über die Echtzeitauswertungvon Tweets und Mobilfunkdaten ein gerade stattfindendes Erdbebenbestimmt und somit schneller als bisher Rettungskräfte eingesetztwerden.Um Big Data in Zukunft auch für neue Anwendungsgebiete erschließenzu können, wird Querdenken zu einer unerlässlichen Eigenschaft.„Seid ohne Vorbehalte kreativ wie Kinder“, fordert Klaas Bollhöfer vonThe unbelievable Machine Company. Entwickler sollen sich – der Philosophiedes Live Hacking folgend – überlegen, wie man das alltäglicheLeben damit einfacher gestalten kann und der Mensch wieder inden Mittelpunkt rückt.(LamT, LagS)Daten sind das neue GoldBig Data ist nicht nur ein Thema für Entwickler. Auch Juristen beschäftigensich mit dem „neuen Gold“ und der Frage nach Datenschutzund Urheberrecht. Die Gesetzeslage ist, laut dem JuristenClemens Wass, Inhaber der BYWASS GmbH, nicht immer eindeutig.Verwertungsprobleme treten vor allem da auf, wo Daten über Ländergrenzenhinausgehen, da unterschiedliche EU- beziehungsweise internationaleRichtlinien existieren. Generell gilt in Österreich, dass ersteinmal nichts erlaubt ist und jeder Verwendungszeck einer explizitenKlärung bedarf. Weiters hat jeder Mensch das Recht nachvollziehenzu können, was mit seinen personenbezogenen Daten passiert. Wassit‘s video:Big Data – Bericht überIKT-Forum 2013


19 it‘s academiaMenschund MaschineOb Staubsaugerroboter im privaten Bereich oder Roboterin industriellen Fertigungsanlagen – intelligente Maschinenhalten immer mehr Einzug in unseren Alltag.Damit geht auch ein wachsendes Bedürfnis nach intuitiven und bedienerfreundlichenSteuerungsmöglichkeiten einher. Wurden Roboterbislang mit einem begrenzten, starren Befehlssatz ausgerüstet,wird mittlerweile intensiv an einer dynamischen Interaktion zwischenMensch und Maschine geforscht. Genau diese Thematik greift die aktuelleForschung im Fachbereich Mechatronik auf: Mit Hilfe eines handelsüblichen3D-Sensors (Mircosoft Kinect) wird es möglich, Handbewegungenund Gesten eines Menschen zu erkennen und dadurcheinen Industrieroboter zu steuern. „Unser Ziel ist dabei nicht allein diePositionierung des Roboters, sondern auch das „Erlernen“ komplexerBefehle, wie zum Beispiel das Interpretieren einer Zeigerichtung oderdas Greifen und Platzieren von Gegenständen“, sagt Cornelia Ferner,wissenschaftliche Mitarbeiterin am Studiengang.Finger „tracking“ mit Kinect und neuer TechnologieAufbauend auf der Technologie der Firma 3GearSystems ist es möglich,eine Hand über den Kinect-Sensor aufzunehmen und die Positionder Finger(-glieder) zu „tracken“. Ferner: „Durch diese feineAuflösung kann nicht nur eine Zeigegeste beziehungsweise Richtungerkannt werden. Auch Zahlen oder Greifgesten können ausgewertetwerden“. Wurden diese Gesten richtig interpretiert, werden siein Steuerungsbefehle für den Roboter umgewandelt und die neuenPositionsdaten über ein entsprechendes Protokoll an den Server desRoboters übermittelt. Das Besondere an diesem Projekt ist das Zusammenspielunterschiedlichster Disziplinen: Robotik, Computer/3DVision, künstliche Intelligenz, Bildverarbeitung und viele mehr. Dadurchkönnen Herausforderungen wie eine zeitnahe Verarbeitung desVideomaterials, die robuste Interpretation der gezeigten Gesten oderdie präzise Positionierung des Roboters umgesetzt werden.(FerC)it‘s video:Control an IndustrialRobot by Hand! – Gesture ControlFoto: OttP


it‘scareer 20Beste JobaussichtenFoto: LagSDie diesjährige Alumni-Befragung beweist: AbsolventInnen sind mit demITS-Ausbildungskonzept äußerst zufrieden und bestätigen, dass sie besteChancen auf dem Arbeitsmarkt haben.Die Fachhochschule Salzburg führte, in Kooperation mit dem Zentrumfür Marktforschung der Universität Passau, im Studienjahr 2012/2013eine breit angelegte AbsolventInnen-Befragung durch. „Von allenStudiengängen der FH Salzburg gehört ITS dementsprechend inBezug auf Jobaussichten zu den führenden Studien“, sagt StudiengangsleiterGerhard Jöchtl. Zirka die Hälfte der Bachelors und zirka2/3 der Master haben schon bei Studienabschluss einen Job. Fastalle der restlichen MasterabsolventInnen finden einen innerhalb derersten drei Monate. Kein einziger suchte länger als sechs Monate.Jöchtl: „Dies ist sowohl im nationalen Vergleich als auch innerhalbder FH Salzburg ein absoluter Top-Wert und in der heutigen Zeitnicht selbstverständlich“. Mit der Bestnote 1,5 wird das Berufspraktikumklar als hilfreichstes Instrument bei der Stellensuche angegeben.Überdurchschnittlichen Anklang findet das Bewerbungstraining.Generell fühlen sich die AbsolventInnen fachlich sehr gut ausgebildetund für das Berufsleben hervorragend gerüstet.Soft-Skills besonders wichtigDie AbsolventInnen gaben weiters an, dass die im Studium vermitteltenSoft-Skills, wie Selbstorganisation, Zeitmanagement, Kommunikations-und Beratungskompetenzen, Team- und Kooperationsfähigkeitsowie Fremdsprachenkenntnisse für den Arbeitsmarkt besonderswertvoll sind. „Dies ist wieder eine Bestätigung, dass unser Ausbildungskonzept– das einer ausgeglichenen Mischung von IT-Fachwissenund Wirtschafts- beziehungsweise Managementkompetenzen– optimal auf die Herausforderungen in der Berufswelt vorbereitet“,ergänzt Jöchtl.(LagS)it‘s successITS-Studierende haben ihr Studium heuer mit Bravour gemeistert– 17 davon mit Auszeichnung beziehungsweisegutem Erfolg:VollzeitMit AuszeichnungUR Bergmüller ThomasR Dußmann TobiasR Holleis ThomasR Lettmayer PaulMit gutem ErfolgUR Auer JohannesR Bauer ChristianR Huttegger ThomasR Kerschdorfer CarinaR Markl MichaelR Schiff HeinrichR Klaus SiemandelR Wimmer DavidBACHELORBerufsbegleitendMit AuszeichnungUR Arnold AndreasR Haslauer MichaelR Jusic EdinR Parfant ManuelMit gutem ErfolgUR Leitner Richard


21 it‘s careerDie mit demSatellit sprichtSie war dabei, als der erste österreichische Satellit ins Weltall geschossenwurde: ITS-Absolventin Manuela Unterberger ist technische Leiterin desProjekts „BRITE-Austria“ der TU Graz und hat gemeinsam mit Kollegenaus Wien und Kanada den rot-weiß-roten Satelliten entwickelt und gebaut.Die gesammelten Daten sollen dazu dienen, das Rätsel um die Entstehungunseres Universiums zu lösen.Gerade einmal die Größe eines Fussballs hat der erste Satellit „madein Austria“, der seit Februar im Orbit schwebt. Entwickelt und gebautwurde TUGSAT-1 in Graz in Kooperation mit der Universität in Toronto.„Wir haben den Nanosatelliten ohne Probleme von Indien aus miteiner Rakete ins All befördert“, erzählt Manuela Unterberger, die alsUniversitätsprojektassistentin und Technische Leiterin im Projekt tätigist. 2005 hat die 30-Jährige ihr Diplomstudium an der FH Salzburgmit den Schwerpunkten Signalverarbeitung und Netzwerktechnik absolviert.Bereits während des Praktikums knüpfte sie Kontakte nachGraz, wo sie den Masterabschluss „Telematik“ machte. Die Pongauerinist nach wie vor voll des Lobes für das FH-Studium: „Ich kennebeide Institutionen. An der FH schätze ich besonders den Mix vonTheorie und Praxis, das heißt Vorlesungen als Basis für die Arbeit imLabor. Außerdem war das Zusammengehörigkeitsgefühl sehr groß.“Obwohl sie sich von klein auf für Technik interessiert hat, besuchteUnterberger die Handelsakademie, um sich dann doch für ein Technik-Studiumzu entscheiden. „Besonders hilfreich war für mich dieUnterstützung, die ich von Seiten des Studiengangs in Form von Tutorialserhielt. Durch meine fehlenden technischen Vorkenntnisse ergabensich Verständnisprobleme, die ich dort klären konnte“, erinnertsich die gebürtige Gasteinerin.Mindestens zwei Jahre lang werden Unterberger und ihre KollegenDaten über Helligkeitsschwankungen bestimmter Sterne sammeln,die eine an Board befindliche Kamera an die Bodenstation der TUGraz übermittelt. „Unser Satellit braucht etwa 100 Minuten, um dieErde zu umrunden. Das heißt, wir können je drei Mal in der Früh undam Abend mit ihm Kontakt aufnehmen“. Noch müsse die eine oderandere Feineinstellung gemacht werden. Ab Mitte des Jahres könntendann die ersten konkreten Daten gesammelt werden.(LagS, mak)Foto: © TU Graz/LunghammerStolz auf die PionierleistungSie sei sehr stolz darauf, bei diesem historischen Ereignis dabei gewesenzu sein. „Der Weltraum hat mich schon immer fasziniert. Dassich bei dieser Pionierleistung dabei sein durfte, ist schon etwas ganzBesonderes.“Tatsächlich darf die „Weltraumforscherin“ mit ihrer Leistung und derihres Teams zufrieden sein. Unterberger: „Nur drei Stunden nach demStart konnten wir mit dem Satelliten, der sich in 780 Kilometer Höhebefindet, einwandfrei kommunizieren“. Erst im All gab es die Sicherheit,dass der Satellit tatsächlich funktioniert. „Trotz zahlreicher Tests,bei denen wir die Belastungen bestmöglich simuliert haben, mussteder Satellit erst im Orbit beweisen, ob das Material und die thermischeIsolierung bestens geeignet waren.“Manuela Unterberger mitTUGSAT-1 an der TU Graz


it‘scareer 22Der Mann hinterden KulissenITS-Absolvent Ernst Hacker war bei der Realisierung des neuen conova-Rechenzentrums maßgeblich beteiligt. it‘s besuchte den 29-Jährigen anseinem Arbeitsplatz und ließ sich dabei die Besonderheiten erklären.it‘s: Sie haben noch während Ihres Studiums begonnen bei conovazu arbeiten. Wie kam es dazu?Hacker: Ich habe damals – 2006 bis 2010 – noch das Diplomstudiumabsolviert. Für das siebte Semester war ein facheinschlägigesPraktikum bei einer Firma geplant. Im Zuge einer Exkursion der FHzur conova, die damals erst kleinere Rechenzentren betrieben hatten,kam ich mit Verantwortlichen ins Gespräch und habe mich auf Grundder interessanten Aufgabenstellung entschieden, mein Praktikumund meine Diplomarbeit dort zu machen. Damals befand sich dasneue Rechenzentrum am Standort Pressezentrum Salzburg geradein Planung, und ich konnte an dessen Realisierung von Anfang anmitwirken. Übrigens sind circa 80 Prozent der Belegschaft hier vomStudiengang ITS.it‘s: Was genau ist eigentlich ein Rechenzentrum?Hacker: Das Rechenzentrum selbst ist vereinfacht gesagt eine große,ge kühlte Halle mit Platz für über 10.000 Server. Diese Halle istin einzelne Brandabschnitte unterteilt, in die sich Kunden einmieten.Dabei betreiben und betreuen wir deren Hardware rund um die Uhr.Wirklich interessant wird es, wenn man be ginnt, hinter die Kulissen zuschauen. Wir garantieren unseren Kunden Verfügbarkeiten von über99,98 Prozent, wobei 100 Prozent in der Praxis nicht möglich sind, daDoppelfehler statistisch nicht ausgeschlossen werden können. Ausdiesem Grund sind wir auch sehr stolz darauf, dass wir seit InbetriebnahmeMitte 2010 trotz alledem keinen einzigen Ausfall hatten.it‘s: Wie kann man eine so hohe Verfügbarkeit garantieren?Hacker: Alle Systeme – Strom, Kühlung, Netzwerke etc. – bei unsim Haus sind mindestens doppelt vorhanden – nur für den Fall, dasseine Komponente einmal ausfallen sollte. Im Endausbau können inden Serverräumen Geräte mit einer Leistungsaufnahme bzw. Abwärmevon einem Megawatt, soviel wie ein halbes Fernheizwerk für einekleine Ortschaft, betrieben werden. Abwärme, die wir, um die Umweltzu schonen, natürlich auch recyceln und damit im Winter beispielsweiseunser Gebäude heizen. Im Zuge meiner Diplomar beit habe ichein Monitoring-System entwickelt, welches alle Facility-Komponentenautomatisch überwacht und bei einem Fehler eine SMS-Alarmierungan unseren Bereitschaftsdienst sendet. Das heißt: Alle Anlagen meldensich proaktiv bei uns, wenn sie ein Problem haben und wir könnenauftretende Probleme so frühzeitig erkennen und Ausfälle vermeiden.it‘s: Wie werden die Server und Daten Ihrer Kunden abgesichert?Hacker: Wir haben 1,4 Tonnen Stickstoff in gasförmigem Zustandgelagert. Für den Fall, dass irgendwo ein Brand ausbricht könnenwir diesen automatisiert löschen. Sollte einmal der Strom ausfallen,haben wir 11.000 Liter Diesel vorrätig, mit dem wir unsere 1400 PSstarken Notstromgeneratoren über 24 Stunden ohne nachzutankenbetreiben können.it‘s: conova betreibt auch die conova-Akademie. Was ist das?Foto: TesKHacker: Eine Kooperation zwischen der conova und FH Salzburg.Ein Bachelor- und ein Masterstudent von ITS können pro Jahr beiuns aufge nommen werden. Er muss zuvor lediglich das Zulassungsverfahrender FH positiv abgeschlossen haben oder für den Masteraufgenommen wor den sein. Anschließend gibt es eine Jury, die darüberentscheidet, wer ein Anstellungsverhältnis von 10 bis 15 Wochenstundenbei der co nova bekommt. Zusätzlich bekommt der Studentdie Studiengebühr komplett bezahlt und einen Wohnungskostenzuschuss.Der- oder diejenige kann – wenn er, sie will – auch jederzeitkündigen, ohne etwas zurückzahlen zu müssen. Wichtig ist die Begeisterungfür Technik. Wenn die nicht mehr gege ben ist, hätte keinerwas davon.(TesK)Ernst Hackerwww.conova.com


23 it‘s careerImmer am Puls der ZeitSchneller auf die Skipiste, ins Stadion und zum Ziel – SKIDATA sorgt mit Technologieauf höchstem Niveau für den sicheren Zugang von Personen und diereibungslose Zufahrt von Fahrzeugen. Dass hinter einem problemlosen Zutritt einenormer technischer Aufwand steckt, wissen Guido Harucksteiner und RupertSchreder. it’s sprach mit den beiden ITS-Absolventen.„Eine meiner Aufgaben ist es, die Anforderungen von Kunden in technischeParameter zu übersetzen, damit Kundenbedürfnisse auchmess- und verifizierbar werden“, sagt der 47-jährige Guido Harucksteiner,stellvertretender Leiter der Abteilung Produktmanagement beiSKIDATA. Beispielsweise gibt es den Wunsch eines Kunden, dassein Schrankensystem einer bestimmten Anzahl von Fahrzeugen proStunde die Zufahrt ermöglichen muss. Diese Anforderungen werdenvon Harucksteiner dann an die Entwicklungsabteilung weitergegebendie sich mit der Entwicklung von Hard- und Software beschäftigt unduntersucht, wie diese Anforderungen realisiert werden können. Denbestmöglichen Kompromiss zwischen Kosten, Funktion sowie zeitlicherund technischer Machbarkeit zu finden, ist nicht immer einfach,aber genau dieses Spannungsfeld zwischen Technik und Markt stelltfür ihn die besondere Herausforderung dar. Bevor Harucksteiner zuSKIDATA gekommen ist, konnte er bereits Erfahrung im Hard- undSoftwarebereich sammeln. Durch das berufsbegleitende ITS-Studiumwurde sein Interesse für Betriebswirtschaft geweckt. So kann er diesebeiden Welten im Bereich Produktmanagement optimal verbinden.Immer dort, wo Kunden sindDer 28-jährige Rupert Schreder hat bereits nach seinem HTL-Abschlussbei SKIDATA in der Qualitätssicherung zu arbeiten begonnenund ist heute stellvertretender Leiter dieser Abteilung. Berufsbegleitendhat er von 2006 bis 2010 ITS studiert und absolviert derzeitparallel zu seiner Tätigkeit das Betriebswirtschaftsstudium an derFH Salzburg. Schreder: „SKIDATA ist um die Weiterbildung der Mitarbeiterbemüht und unterstützen diese aktiv.“ Von Anfang an warSchreder viel und gerne unterwegs – unter anderem in den USA,Frankreich, Italien und der Schweiz, um dort Feldtests zu leiten undAnlagen vor Ort zu betreuen. „Wesentlich ist die Kundennähe, da mandie Wünsche und Anforderungen so sehr viel besser verstehen lerntund dementsprechend besser umsetzen kann. Diese Zeit hat michsehr geprägt“, resümiert Schreder. Von der Neuentwicklung einesProdukts bis zur funktionierenden Serienproduktion ist es ein weiterWeg, den Schreder begleitet – von zahlreichen Tests möglicher Komponentenüber erste Prototypen bis hin zur Nullserienproduktion inbegrenzter Stückzahl. Oberstes Ziel für Schreders Team ist es dabeidie Einhaltung der Produktanforderungen durch geeignete Tests undMethodiken sicherzustellen. Besonders fordernd ist die Tatsache,„dass es kaum einen Markt gibt, der so schnelllebig ist wie der Elektroniksektor“.Ständig ändern sich Bauteile und Technologie, dennochmüsse man darauf achten, dass ein Produkt auch mit geändertenKomponenten funktioniere – „das treibt uns immer wieder an nochbesser zu werden“.Der Blick nach vorneGuido Harucksteiner (links)und Rupert Schrederwww.skidata.comFotos: SKIDATADas „konstruktive und familiäre Klima“, so sind sich Harucksteinerund Schreder einig, trage wesentlich dazu bei, dass SKIDATA so gutam Markt besteht. Auch ist SKIDATA bestrebt, möglichst langfristig zudenken sowie Trends und Zukunftsthemen aufzugreifen und entsprechendeKonsequenzen daraus zu ziehen. Harucksteiners und SchredersDiplomarbeiten haben sich übrigens beide mit medizinischtechnischenThemen beschäftigt. Guido Harucksteiner beschäftigtesich bei SKIDATA mit dem Thema NFC (Near Field Communication)und daraus entwickelte sich die Idee für die Diplomarbeit, die beidenThemen in seiner Arbeit zu verknüpfen. Verschiedene Daten und Berechtigungenkönnen verschlüsselt gespeichert werden und so mitZutrittssystemen interagieren. Harucksteiner abschließend: „Erst vorkurzem habe ich gelesen, dass NFC- Zugangssysteme im e-Health-Bereich realisiert werden.“ Auch Schreder hat sich intensiv mit demThema NFC auseinandergesetzt und die Weichen für neue Systemeim Zutrittsbereich gestellt. Über diverse Feldtests wurde bereits dieKompatibilität der SKIDATA-Geräte mit der NFC-Technologie sichergestellt.(TesK)


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25 it‘s careerPrism – ein Begriff,viele FacettenSpätestens seit dem Abhörskandal der NSA ist Prism in aller Munde. Doch hinter demBegriff verbergen sich nicht nur Überwachung, sondern auch Bemühungen zum Datenschutzim Internet. ITS-Absolvent und Lehrbeauftragter Peter Dorfinger forschte bereitsvor fünf Jahren bei der Forschungsgesellschaft Salzburg Research im Rahmen des Projekts„PRIvacy-aware Secure Monitoring (PRISM)“ nach Möglichkeiten zum Schutz derPrivatsphäre im Internet.„Unser Prism installiert am Hauseingang eine Sicherheitskontrolle mitMetalldetektoren, damit man sich sicherer fühlen kann. Das Prism derNSA hingegen reißt in dasselbe Gebäude ein riesengroßes Loch in dieWand, wo alles und jeder jederzeit ein- und ausmarschieren kann“,veranschaulicht Peter Dorfinger die massiven Unterschiede beiderSysteme. Im von der EU geförderten Forschungsprojekt „PRIvacyawareSecure Monitoring“ entwickelte der ITS-Absolvent und Lehrbeauftragteim Fachbereich Netzwerktechnologien und Security amStudiengang gemeinsam mit Partnern der Salzburg Research einWerkzeug für Internet-Provider, mit dem sie das Netzwerk auf Störungenund Hacker-Attacken beobachten können. Gegenwärtig habenProvider-Mitarbeiter Zugriff auf den gesamten Datenverkehr derBenutzer. Dorfinger: „Durch den Einsatz von unserem Prism würdeder Zugriff der Mitarbeiter stark eingeschränkt werden. Ihr Einblickwürde sich mehr darauf beschränken, was unbedingt für ihren Aufgabenbereichnotwendig ist.“ Die Privatsphäre der Benutzer wäre somitgewahrt.Überwachung des Datenverkehrs wichtigEine Beobachtung des Netzes ist für Provider wichtig. „Das Internetist sehr dynamisch, weshalb sie das Netz beobachten müssen, umfrühzeitig auf Veränderungen, wie Engpässe oder Ausfälle, reagierenzu können“, sagt der 34-jährige Experte für Advanced Networking.Die proaktive Handlung der Provider in solchen Fällen sei ein entscheidenderZufriedenheitsfaktor für deren Kunden.(LagS)Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden wohlwollend aufgenommen.Es mangelt jedoch an notwendigen Gesetzen, welche dieProvider zwingen, solche Systeme einzusetzen. Der NSA-Skandal istein gutes Beispiel, warum eine grundlegende Gesetzesregelung getroffenwerden muss. Das europäische System, so Dorfinger, würdezwar einen gezielten Beitrag leisten, aber solange die NSA so handelndarf, wie sie es derzeit tut, gibt es größere Problemfelder alsdie potenziellen Verletzungen der Privatsphäre durch Mitarbeiter derProvider.Vorsicht bei Bekanntgabe von Informationen im NetzDer gebürtige Mondseer versteht die Aufregung bezüglich des NSA-Skandals, kritisiert dabei jedoch auch die Freizügigkeit von so manchenim freiwilligen Preisgeben von Informationen im Internet, zumBeispiel bei Facebook und Twitter. Dorfinger würde für achtsamePersonen erst dann eine Gefahr sehen, wenn die NSA Informationenverkaufen würde: „Die aufgezeichnete Suche nach Medikamentenim Internet könnte in Kombination mit längerer Abwesenheit vom Arbeitsplatzzu höheren Versicherungspolizzen oder nachteiligen Ergebnissenbei einer Job-Bewerbung führen.“Peter DorfingerITS-Absolvent, Lehrbeauftragter am Studiengang Informationstechnik &System-Management und Forscher bei der Salzburg ResearchFoto: Privat


it‘scareer 26Foto: TesKSichereZukunft durchMathematikANDATA sorgt mit seinen Mitarbeitern dafür,dass alltägliche Dinge wie der Straßenverkehrgefahrloser sind und stetsreibungslos funktionieren. Einer dieserExperten für intelligente Steuerungssystemeist ITS-Absolvent Reinhard Kaiser. it’ssprach mit dem 30-Jährigen, wie er mitmodernsten mathematischen Methodenfür eine sichere Zukunft sorgt.Reinhard KaiserExperte für Fahrzeugsicherheit bei ANDATA, www.andata.atANDATA hat sich der Entwicklung von hochkomplexen Steuerungssystemenverschrieben. „Mit mathematischen Methoden können wiraus einer riesigen Menge völlig unzusammenhängend erscheinenderEinzeldaten Regelmäßigkeiten herauslesen und verwerten“, sagt ITS-Absolvent Reinhard Kaiser. Aus der Schmiede des Ingenieurbüros fürtechnische Mathematik und Maschinenbau kommen beispielsweiseTechnologien zur Verkehrsregelung, die „mitdenken“. Kaiser: „Überlastungssituationen,die unweigerlich zu Staus auf den Straßen führen,erkennt unser System vorab und meldet sie oder setzt selbständigGegenmaßnahmen.“ So kann frühzeitig eingegriffen werden. Einanderer Anwendungsbereich der intelligenten Steuerungssysteme istKaisers Zuständigkeitsbereich – die Fahrzeugsicherheit. Hier arbeitender gebürtige Salzburger und seine Kollegen bei ANDATA eng mitder Automobilindustrie zusammen. „Neben den üblichen Crashtestssimulieren und analysieren wir vorab bis zu Zehntausende von möglichenUnfallsituationen“. Mit Methoden der technischen Mathematikerkenne Kaiser übergeordnete Muster und könne somit bestimmen,wie sich das Fahrzeug oder der Lenker verhalten hätte müssen, umden Unfall zu verhindern oder bei einem Unfall das Fahrzeug beziehungsweiseden Lenker bestmöglich zu schützen. Die Automobilherstellerkönnen dadurch mit geringerem Aufwand Fahrzeuge mit bestmöglicherFunktionalität und Sicherheit entwickeln. In seiner Arbeitbeschäftigt ihn derzeit weiters stark das Thema autonomes Fahren.Autos können mittlerweile problemlos selbstständig fahren, für Menschenjedoch ist dies ein ungewohnter Prozess. Die Interaktion zwischenMensch und Maschine ist deshalb ein Thema, das in Zukunfteiniges an Aufmerksamkeit auf sich lenken wird. Generell würde sichKaiser wünschen, dass auf genau diesen Faktor Mensch in der Technikmehr Rücksicht genommen wird, dass psychologisches und technischesDenken einander näher kommen.Erste Kontakte zu ANDATA schon während StudiumZu ANDATA ist Kaiser über das im Studium vorgesehene Praktikumgekommen. Kaiser: „Das Praktikum bietet eine gute Möglichkeit, ersteKontakte zu knüpfen und eine Karriere im Unternehmen, in meinemFall bei ANDATA, zu beginnen“. In seiner Diplomarbeit beschäftigteer sich ebenfalls mit dem Thema „Passive Fahrzeugsicherheit“. 2006schloss er sein Diplomstudium ab und absolvierte anschließend berufsbegleitenddas ITS-Masterstudium, das er jedem nur wärmstensempfehlen kann: „Ich habe damals zusammen mit Leuten studiert, dienebenbei in den verschiedensten Bereichen tätig waren. Ich habe dasals ungemein bereichernd empfunden, da so sehr viele unterschiedlichepraktische Aspekte einfließen konnten. Je mehr Leute an einerDiskussion beteiligt sind, desto besser ist das Ergebnis.“Leben ist LernenDass der Master das Ende seines Bildungsweges ist, glaubt Kaiserkeinesfalls: „Wenn man glaubt, dass das mit der letzten Klausur allesvorbei ist, liegt man heutzutage ziemlich falsch. Die Schnelllebigkeitist mittlerweile überall angekommen, Technologie ändert sich ständig,das bisher Gelernte ist in der heutigen Zeit nicht lange anwendbar.“Wichtig sei vor allem, dass man wisse, wie man sich Wissenüberhaupt erschließen kann und welches Werkzeug man für welcheAufgabe heranziehen muss. Davon profitieren auch die ITS-Studierenden.Kaiser gibt seit dem Wintersemester 2011 sein Wissen undseine Erfahrungen als Lehrbeauftragter für Pattern Recognition imITS-Masterstudium weiter.(TesK)


27 it‘s careerEine Art DolmetscherDas internationale Unternehmen Bernecker+Rainer wurde im österreichischenAutomatisierer-Ranking 2013 unter die besten Drei gewählt. Der Top-Automatisierermit Hauptsitz in Eggelsberg, Oberösterreich, beschäftigt weltweit rund2.400 Mitarbeiter, einer davon ist ITS-Absolvent Gerald Pichler. it’s sprach mitdem 43-Jährigen über Karriere, Studium und seine Tätigkeit als „Dolmetscher“zwischen zwei Welten.it‘s: Wie sind Sie zu B&R gekommen? Was waren Ihre ersten Tätigkeitendort?Pichler: Begonnen habe ich in der Prüfmittelentwicklung und habedie ersten Jahre Software entwickelt, bin dann aber immer mehrRichtung Hardware gegangen und wechselte 1999 schließlich ganzin diese Abteilung. Bei B&R gibt es verschiedene business units. Einedavon ist die Steuerungs-, und Feldbusgruppe, wo ich mittlerweile alsTeamleiter für die Hardwareentwicklung zuständig bin.it‘s: Wie würden Sie Ihren Berufsalltag beschreiben?Pichler: Ich habe relativ viele Managementaufgaben über. Mit Hilfeanderer mache ich Projektplanung, Abstimmung- und Einteilungsarbeiten.Dazu kommt eine Menge Koordinationsarbeit mit anderen Abteilungen.Ich befinde mich an einer Art Schnittstelle zwischen Technikund Management. Ich muss sozusagen zwei Sprachen sprechen undbin eine Art Dolmetscher [lacht].Pichler: Ja, ich habe 2005 mit meiner Familie – meiner Frau und meinenbeiden Söhnen – ein Semester in Perth in Australien verbracht.Das Studieren dort hat sich etwas lockerer als bei uns gestaltet.Dazu kommt, dass ich in dieser Zeit nicht gearbeitet habe, was natürlichauch zu einer gewissen Entspannung beigetragen hat. Im Studiumwurden vor allem drei Themen behandelt, die alle mit Netzwerktechnikzu tun hatten. Das wurde dort sehr hervorgehoben.it‘s Welchen Weg sollte Ihrer Meinung nach die FH in Zukunft einschlagen?Pichler: Wichtig ist, dass die Qualität erhalten bleibt. Es gibt ja, nichtnur in Österreich, die Tendenz, die Qualität über die Menge der Auszubildendenzu definieren. Hier sollte sich der Fokus verschieben beziehungsweisesollten Quantität und Qualität zumindest gleichberechtigtbehandelt werden.(TesK)it‘s: Worin bestand Ihre Motivation, ITS zu studieren?Pichler: Ich hatte die HTL abgebrochen und habe danach als Softwareentwicklerin einer Firma gearbeitet, bevor ich 1990 zu Bernecker& Rainer gewechselt bin. Ende der 90er war dann auch die ersteInternetkrise, was für mich der Grund war zu sagen: Ich will eine wirklicheAusbildung haben, sollte ich einmal den Job wechseln müssen.it‘s: Sie haben Ihr Diplomstudium 2006 und den Master 2010 abgeschlossenund beides berufsbegleitend absolviert. Wie beurteilen Sierückblickend Ihr Studium?Pichler: Das Studium erschöpft sich ja nicht bloß in technischen Aspekten,sondern beinhaltet auch Management, was für meine Arbeitein großer Gewinn ist. Ebenso habe ich das breite Themenspektrumim Diplomstudium sehr geschätzt, da ich auch bei meiner Arbeit nichtnur ein spezielles Thema habe, sondern in verschiedene Richtungendenken und tätig sein muss.it‘s: Hatten Sie während Ihres Studiums auch einen Auslandsaufenthalt?Gerald Pichlerwww.br-automation.comFoto: TesK


it‘s international28Foto: LagS


29 it‘s internationalKroatien, das Landder 1000 InselnZahlreiche Buchten, weiße Strände und sonnige Felsenriffe – Im Mittelmeerfindet man nirgendwo anders eine so atemberaubende Inselweltwie in Kroatien. Das Land im Süden Europas zählt jedoch nicht nur mitrund neun Millionen Touristen jährlich zu einem der beliebtesten Urlaubsziele,sondern bietet ITS-Studierenden die Möglichkeit, an einer der weltweitbesten Universitäten ihr Auslandssemester zu verbringen.Offiziell am 23. September 1969 von Kaiser König Leopold I. vonHabsburg gegründet, ist die University of Zagreb die älteste UniversitätKroatiens und darüber hinaus Südosteuropas. Seit 2011 zähltsie im Shanghai Academic Ranking zu den besten 500 Universitätenweltweit. „Die Universität Zagreb genießt sowohl in Lehre als auchForschung eine hohe Reputation“, erzählt Sabine Klausner, wissenschaftlicheMitarbeiterin am Studiengang Informationstechnik & System-Management.Sie besuchte im Zuge ihrer Teacher Mobility – einemAustauschprogramm für Lehrende – das Department of AppliedComputing in der Faculty of Electrical Engineering and Computingder Universität Zagreb und knüpfte neue Kontakte zu Lehrenden undForschern.„Mit rund 3.800 Studierenden in einem Grund- beziehungsweiseHauptstudium und 450 in einem darauf aufbauendem Ph.D.-Studiumist alleine die Faculty of Electrical Engineering and Computing ummehr als 2.000 Studentinnen und Studenten größer als die gesamteFH Salzburg“, zieht Klausner Bilanz. Insgesamt bereiten sich rund55.000 Studierende an der Universität Zagreb auf ihre spätere Karrierevor. Dabei erhalten nur die besten Maturantinnen und MaturantenKroatiens eine Zusage für einen Studienplatz. „In Kroatien gibt esschon seit vier bis fünf Jahren eine Zentral-Matura“, sagt die Expertinfür medizinische Datensysteme. Jährlich wählen die Professoren die1.000 Besten für ein Studium an der Universität Zagreb aus.Auslandssemester in KroatienNeben dem fachlichen Input bewerten Absolventinnen und Absolventendie Möglichkeit, Erfahrungen mit anderen Kulturen zu sammeln,andere Länder und Sitten kennenzulernen und somit die Fähigkeit zuerlernen, sich auf andere Situationen einlassen zu können, als besondershilfreich für ihre berufliche Karriere. So nutzten die zwei ITS-Bachelorstudenten Dragan Budimir und Marko Jozic ihre Chance undverbrachten ein Semester an der Universität Zagreb im Departmentof Applied Computing. Dort absolvierten sie mehrere Lehrveranstaltungenund schnupperten in die südländische Uni-Kultur. Klausner:„Das Erasmus-Programm der Nationalagentur Lebenslanges Lernenunterstützt diesen Austausch mit einem Zuschuss von bis zu 368,-Euro pro Monat, je nach Gastland. Ein tolles Angebot, wie ich meine,das jeder nutzen sollte.“(LagS)Wusstest Du, dass...KroatienRRKroatien 56.594 km² groß ist? (1)RRin Kroatien 4.398.150 Menschen leben? (1)RRKroatien eine Bevölkerungsdichte von79,2 Einwohner pro km² aufweist? (1)RRKroaten durchschnittlich 77,2 Jahre alt werden? (2)RRKroatien am 1. Juli 2013 der EU beigetreten ist? (1)RR23,7 Prozent aller 30 bis 34-Jährigen in Kroatien ihrenUniversitäts- oder Hochschulabschluss vorweisen können? (3)ÖsterreichRRÖsterreich eine Fläche von 83.870 km² umfasst? (1)RRÖsterreich eine Bevölkerung von 8.300.000 hat? (1)RRin Österreich 98 Einwohner pro km² leben? (1)RRÖsterreicher eine Lebenserwartung von durchschnittlich81,2 Jahre haben? (2)RRÖsterreich seit 1995 Mitglied der EU ist? (1)RR26,3 Prozent aller Österreicher ein Universitäts- oder Hochschulstudiumabgeschlossen haben? (1)O Tolles Angebot :findet auch er gebürtige Kroate Ivan Horvatic,Studierendenvertreter der FH Salzburg(1)Quelle: www.europa.eu(2)Quelle: www.wko.at/statistik/eu/europa-lebenserwartung.pdf(3)ec.europa.eu/eurostat, Hochschulbildung nach Geschlecht,Altersgruppe der 30 bis 34-Jährigen


it‘sinternational 30Erstes Studienjahr AISSalzburgs erster gemeinsamer FH- und Universitäts-Masterstudiengang„Applied Image and Signal Processing“ blickt auf ein erfolgreiches erstesStudienjahr zurückApplied Image and Signal Processing ist ein internationaler Masterstudiengang,der komplett in Englisch abgehalten wird und mehr alsnur hochschulische Kulturen verbindet. „Wir vereinen in idealer Weisedie Stärken eines Universitäts-Masters mit denen eines FH-Masters,also fundierte theoretische Ausbildung und Kompetenz in der praktischenUmsetzung“, sagt Stefan Wegenkittl, wissenschaftlicher Leiterdes Studiengangs an der FH Salzburg. Der gemeinsame Masterbrachte auch vielfältige inhaltliche und logistische Herausforderungenmit sich: „Zwei so unterschiedliche Systeme zusammenzuschließen,führte doch zu der einen oder anderen Diskussion zwischen Lehrenden,Verwaltung und Studierenden“.Jeweils ein Drittel der Lehrveranstaltungen basiert auf den bestehendenAngeboten der Masterstudiengänge Angewandte Informatik amFachbereich Computerwissenschaften der Universität Salzburg unddem Studiengang Informationstechnik & System-Management derFH Salzburg. Ein weiteres Drittel der Inhalte des Joint-Masters wurdenvöllig neu generiert. Neben der Ausbildung im Bereich der grundlegendenMethoden und Verfahren im Bereich der Bild- und Signalverarbeitungwurde eine Fokussierung auf die speziellen Forschungskompetenzender beiden Institutionen vorgenommen. Wegenkittl:„Forschungsprojekte mit lokalen Unternehmen ermöglichen uns einenforschungsgeleiteten Unterricht. Studierende profitieren stark davonund werden bereits vom Beginn des Studiums miteinbezogen.“ Eineweitere Vertiefung geschieht durch die Wahllehrveranstaltungen, beispielsweisefür Medizinische Bildverarbeitung, Remote Sensing undFernerkundung, Biometrie und Mediensicherheit, sowie hardwareorientierteBild- und Signalverarbeitung.Ingenieure ohne Grenzensucht dich!Ingenieure ohne Grenzen ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation, diesich mit der Lösung ingenieurtechnischer Aufgaben in Entwicklungsländernbefasst. Sie hat sich das Ziel gesetzt, im Rahmen technischerEntwicklungszusammenarbeit Projekte in den Bereichen der Sanitär-,Wasser und Energieversorgung sowie im Brückenbau durchzuführen,um die alltäglichen Lebensumstände in bedürftigen Gebieten zu verbessern.Um dieses Ziel zu erreichen, sind engagierte UnterstützerInnenaller Fachrichtungen, die offen und interkulturell interessiert sind,gefragt. Gerade für den Aufbau des Vereins und die Organisationsentwicklungist jede helfende Hand, willkommen. „Ich freue mich überjeden Interessierten und stehe gerne für Fragen zur Verfügung“, sagtChristian Neureiter, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Josef-Ressel-Zentrum. „Ingenieure ohnen Grenzen“ liege ihm sehr am Herzen – mitein Grund warum er gemeinsam mit seiner Kollegin eine Gruppe inSalzburg gründen möchte.AIS-Austauschstudentin Margarida liebt die Freizeitaktivitäten, dieSalzburg bietet: „The possibility of going hiking starting almost at mydoorstep is something I also enjoyed a lot.“International FlairDass Studierende von diesem österreichweit einzigartigen Ausbildungskonzeptprofitieren, bestätigt auch Portugiesin MargaridaIsabel Martins da Silva. Sie verbrachte ihr Auslandssemester in Salzburgund absolvierte als erste Austauschstudentin des neuen Joint-Masterstudium einige Lehrveranstaltungen.it‘s: Margarida, your are the first incomer for AIS. What experience doyou have with this new programme?Margarida: I must thank all the professors that I had the pleasure tohave classes. The courses were interesting and interactive. This semesterwas important for me to widen my horizons and to know whatthe most relevant methods in this area are.it‘s: How was your stay in general?Margarida: I really enjoyed this experience. Interesting is the role thatfood and beer drinking play in the daily life. Austrians enjoy eating buttraditional cuisine shows itself challenging to the incomers, with itsunique tastes and combinations, like Blutwurst, Beuschel, Knödel...it‘s: What do you like most?Margarida: The people I met. The scientific knowledge is of coursealways important, and the more you get, the better, but, in my opinion,what you carry throughout the years after such internships are thefriendships you made and the interesting people you met. This appliesto my colleagues at the FH, the professors, but also the staff who arealways so helpful and friendly.(LagS)Foto: Privat


31 it‘s internationalAloha in HawaiiHula-Röckchen, Ananas, Blumenketten undTechnik – Masterstudentin Tanja Malitz verbrachteihr Auslandssemester an der HawaiiPacific University in Honolulu, eine von unserenüber 100 Partneruniversitäten weltweit.Aloha!Ich studiere berufsbegleitend ITS und bekam für das Sommersemesterdie Möglichkeit, meine Masterthesis an der Hawaii PacificUniversity in Honolulu zu schreiben.Nach Überwinden anfänglicher Herausforderungen, denen man sichstellen muss, wenn man Beruf, Studium und Auslandssemester inEinklang bringen will, erhielt ich die offizielle Bestätigung für meinForschungsstipendium und alle erforderlichen Visa-Unterlagen. ImFebruar konnte meine Reise nun endlich losgehen.In Hawaii herrscht „Aloha Lifestyle“. Alles geht ein bisschen gemütlicherzu als in Österreich. An der Uni waren alle extrem hilfsbereit undich bekam viel Unterstützung für meine Forschungsarbeit. Täglichins Büro zu fahren und zu arbeiten war zwar nicht immer leicht, aberdafür hatte ich die einmalige Möglichkeit für fast sechs Monate aufHawaii zu leben.Es gibt nahezu alle Freizeitmöglichkeiten, die man sich vorstellenkann: ob Surfen, Schnorcheln oder Hiken – es ist für jeden etwasdabei. Bei täglichem Sonnenschein und Badewetter verging so dieZeit wie im Flug. Ich kann mir keinen schöneren Ort für ein Auslandssemestervorstellen!Liebe Grüße!TanjaFoto: Privat


it‘shighlights 32Foto: FH Salzburgit‘s ONLINEModern. Anschaulich. Informativ. Interessant. Die neue Website desStudiengangs „Informationstechnik & System-Management“ lädt ein,in die faszinierende Welt von ITS einzutauchen.Mehr Einblicke in Projekte und Forschung, mehr News über erfolgreicheStudierende, Alumni und Lehrende und viel Platz für eindrucksvolleFotos und Videos bietet „it‘s ONLINE“. Mit der neuen Webseitehat der Studiengang eine Plattform geschaffen, über die Interessenten,Studierende, Alumni, Förderer und Partner noch mehr, fokussiertund individuell über die Kernkompetenzen, vielfältigen Aktivitäten undErfolge von ITS erfahren.Die HighlightsEin beindruckendes Highlight und eine sichtliche Ergänzung zu denInformationen auf der FH-Website sind die Projektseiten auf it‘s ON-LINE. Studiengangsleiter Gerhard Jöchtl erklärt: „Es ist eine große Herausforderungunsere Projekte anschaulich zu präsentieren, denn beiden meisten unserer Aufgaben geht es überwiegend um die richtigeund optimierte Funktionsweise im Hintergrund und nicht unbedingtum die grafisch attraktivste Oberfläche.“ Durch das benutzerfreundlicheDesign versucht der Studiengang dennoch den Besuchern sofortbeim ersten Betrachten einen Eindruck zum Inhalt eines Projekts zuvermitteln.Technische Umsetzung„Für die Entwicklung unserer neuen Webseite haben wir uns für ITS-Masterstudent Johannes Winkler entschieden, da er die besten Voraussetzungenmitbrachte“, schildert Roland Graf, der gemeinsam mitThomas Lampoltshammer und Sandra Lagler für das Gesamtprojekt„it‘s ONLINE“ verantwortlich ist. Einerseits kenne Winkler den Studiengangund die Fachhochschule sehr gut und habe bereits Erfahrungmit der Entwicklung von weiteren Webseiten. Zum Beispiel war Winklerin seiner Funktion als Projektleiter maßgeblich für den Onlinegangder neuen FH-Webseite verantwortlich. Andererseits möchte derStudiengang laut Jöchtl auch seine eigenen Studierenden bei einererfolgreichen Karriere fördern.Johannes Winkler hat sich 2011 mit seinem Unternehmen „TechnischesBüro Winkler“ komplett selbstständig gemacht und bietetmaßgeschneiderte Software- und Webentwicklung an. „Für mich ist‚it‘s ONLINE‘ eine tolles Referenzprojekt und es freut mich sehr, denStudiengang und somit die FH Salzburg zu meinen Kunden zählen zudürfen“, sagt der 24-jährige Jungunternehmer.Ein weiteres Highlight sind gewiss die spannenden und interessantenHintergrundinformationen über Studierende, Alumni und Lehrendedes Studiengangs. Jöchtl: „Wir haben ein hochqualifiziertes Lehr- undForschungspersonal, das neben wissenschaftlichen Kompetenzenauch über entsprechende Praxiserfahrung verfügt. Studierende werdensomit bestmöglich für zukünftige Herausforderungen vorbereitet.“Die gute Qualität der Betreuung durch die Lehrenden wurde bereitsmehrfach bei diversen Evaluierungen von Studierenden und Alumnimit Bestnoten bestätigt.it‘s ONLINEDie neue ITS-Webseite ist ab Herbst online und kann unter der URLhttp://its.fh-salzburg.ac.at erreicht werden. Jetzt bleibt nur noch dieFrage: Mit welchen Features wird uns it‘s ONLINE in Zukunft nochüberraschen?(LagS)


33 it‘s highlightsconova fördert StudierendeDas Salzburger IT-Unternehmen vergibt Vollstipendien an zweiStudierende des Studiengangs Informationstechnik & System-Management der FH Salzburg„Der Großteil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Alumni desStudiengang ITS und wir schätzen es sehr, sie an Bord zu haben“,sagt conova-Geschäftsführer Gerhard Haider. conova hat aufgrunddessen ein Stipendium speziell für ITS-Studierende ins Leben gerufen.Haider möchte damit talentierte und wissbegierige Menschenfördern, die sich für Technik interessieren.Zwei Bachelor-StipendienHeuer hat sich die Jury für zwei ITS-Bachelorstudenten entschieden.Gerold Katzinger und David Reyes erhalten vom Salzburger IT-Unternehmenjeweils ein Stipendium in Höhe von etwa 13.000 Euro.conova übernimmt für die beiden Technikbegeisterten die gesamteGebühr für das Studium Informationstechnik & System-Managementund unterstützt sie mit einem finanziellen Zuschuss für eine Wohnung.Weiters haben beide einen fixen Arbeitsplatz und erhalten dazu einadäquates Gehalt für 10 bis 15 Stunden pro Woche.conova Stipendium: Das Salzburger Unternehmen fördert ITS-StudierendeBewerbungBewerbungen für das neue Studienjahr sind ab November 2013 unterwww.conova.com/akademie möglich.Foto: conovaKleine IngenieureWie vielfältig technische Berufe sind, konnten die jungenEinwohner der Kinderstadt Mini-Salzburg in der „Metallwerkstatt/FH lud zum Junior Studium15 Schüler schnupperten ein Semester lang als Junior Students in dieWelt der Technik.Foto: LagSFoto: FH SalzburgTechnik hautnah: In der Kinderstadt konnten die kleinen Ingenieure Metallschildergravieren oder Roboter bauen und programmieren.Ingenieurwissenschaften“ erfahren. Studierende des StudiengangsInformationstechnik & System-Management lernten die jungen Nachwuchsingenieurean und zeigten ihnen, wie man einen Roboter bautund programmiert oder Metallschilder graviert. „Kinder können sichin der Kinderstadt frei entfalten. Das sind optimale Voraussetzungen,um erste Erfahrungen im Bereich der Ingenieurwissenschaften zusammeln“, sagt Studiengangsleiter Gerhard Jöchtl. Gemeinsam mitder Wirtschaftskammer Salzburg, Sparte Industrie, und der Industriellenvereinigungbespielte ITS die gesamte Dauer der Kinderstadt undsetzte damit erneut einen Meilenstein für die Förderung von zukünftigentechnischen Fachkräften in Salzburg.Technik begeistert: Schüler hatten sichtlich Spaß als „junge Studenten“ ander Fachhochschule SalzburgWie man zum Beispiel einen Roboter programmiert, lernten die Nachwuchsingenieuream Studiengang Informationstechnik & System-Management. „Es ist total spannend, etwas selbst zu entwickeln unddann zu testen, ob es funktioniert“, erzählt Raphael Auzinger ausSalzburg. Der angehende HTL-Schüler, der Programmieren als Hobbyangibt, konnte sich viele wertvolle Tipps von den Studierenden holen.Was man aus Holz alles machen kann, war Thema am StudiengangHolztechnologie und Holzbau. Wie es in der Praxis zugeht, erfuhren dieJunior Students dann bei einer Exkursion zum Kranhersteller Palfinger.Betreut wurden die Junior Students von Studierenden der Studiengänge.


it‘sförderverein 34ITsProject AwardProjekt „Neurocubes 3D“ setzte sich gegen120 Mitbewerbern durch und gewannden neunten ITs Project Award des Studiengangsund des Fördervereins ITS.Das Siegerteam: Tobias Müller und Matthias Purker mit denITs Project Juroren Peter Korczak, Förderverein its,und Christian Prucher, ITG Innovationsservice SalzburgFoto: OttPEine Gruppe Pfadfinder, irgendwo in den Bergen, angeführt von jemandem,der die Karte drehen und wenden kann, wie er will – schlauwird er daraus nicht. „Damals haben wir bemerkt, wie schwer sichmanche Menschen mit räumlicher Vorstellung tun, haben recherchiertund herausgefunden, dass viele mit diesem Defizit kämpfen“,erklärt der 19-jährige Matthias Purker von der HTL Ottakring, ehemalsTeilnehmer dieser Wanderung (die irgendwann, nach Wechselder Leitung, doch zum Ziel führte). Mit ihrer mathematisch-grafischenSoftware „Neurocubes 3D“ können Benutzer ihr räumliches Vorstellungsvermögentrainieren. Beispielsweise rotieren in dreidimensionalenRäumen verschiedene Körper, deren Gleich-, oder Ungleichheitermittelt werden soll oder es müssen Gebilde derart gedreht werden,dass sie durch bestimmte Öffnungen passen. Ein eigens entwickelterAlgorithmus kann eine solch große Anzahl an Körpern generieren,dass sich diese fast nie gleichen; demzufolge war „never-endinggameplay“ auch eine der Devisen dieses Projekts. Zusätzlich kannauch eine „Shutterbrille“ eingesetzt werden, die, wie jene in 3-D-Filmen, den Objekten zusätzliche Plastizität verleiht. Erste Versuchean Schulen führten nachweislich zu einer Verbesserung gegenübersonstigen Tests. Potenzielle Anwender finden sich in vielen Bereichen– ob in der Chemie, in technischen Berufen oder in der Medizin:auch beim Eingangstest für das Medizinstudium wird räumlichesVorstellungsvermögen getestet. Nicht zuletzt war bildungspolitischesEngagement die Triebfeder der Wettbewerbsgewinner: „Sorge bereitetuns die hohe Drop-out-Quote gerade in technischen Fächernin Österreich, ebenso wie der Fachkräftemangel – unsere Softwaresoll helfen, dem entgegenzuwirken“, sagt Tobias Müller, Mitglied desSiegerteams.Chemische Reaktionen, Herzstück und AufklärungDas Chemielernspiel „The Dark Element“ der HTL Wels aus Oberösterreichbelegte Platz zwei. Platz drei ging an das Projekt „Heart-Beat“ der HTL Ybbs – einem EKG-Gerät im Scheckkartenformat.Den Sonderpreis für das Projekt mit der besten Perspektive erhieltdas Team von der HAK Wien 13 für ihre Aufklärungs-DVD „Topaufgeklärt?“.(TesK)Erfolg belohntMehr als 45 ITS-Studierende erhielten je1.000 Euro für ihre sehr gute Leistung imStudium.SUDOKUnach Lehrmeister KererIn jeder der 9 Zeilen und Spaltensowie in jedem der 9 starkumrandeten Felder muss jedeZiffer 1, 2, ….., 8, 9 einmal, genaueinmal, stehen.Stipendien mit einem Gesamtwert von 55.000 Euro vergab die WirtschaftskammerSalzburg an besonders begabte und erfolgreicheStudierende der FH Salzburg. Davon erhielten 16 Studierende desStudiengangs Informationstechnik & System-Management je 1000Euro. „Mit den Technik-Stipendien greifen wir dem technischen Nachwuchsunter die Arme und machen deutlich, dass die FH auch einetechnisch orientierte Fachhochschule ist. Wir wollen ein Zeichen setzen,wie wichtig mehr Technik-Ausbildung auf allen Ebenen für Salzburgund Österreich ist“, betonte WKS-Präsident Julius Schmalz.Für ihre hervorragende Leistung verlieh das Bundesministerium fürWissenschaft und Forschung an weitere 31 ITS-Studierende ein Stipendiumim Höhe von je 1.000 Euro. „Dies ist eine tolle Anerkennungfür ausgezeichnete Studentinnen und Studenten“, sagt StudiengangsleiterGerhard Jöchtl.Gewinne...einen unserer Gadget-Kugelschreiber– Laserpointer,Taschenlampe, Kugelschreiberund Memorystickin einem.Sende Dein gelöstes Sudokumit Betreff „KerersSudoku“ an office.its@fhsalzburg.ac.atund nimm ander Verlosung im Sommer2014 teil.Der Gewinner wird per Mailverständigt.Sudoku: Mag. Dr. Gerold KererGrafik: OttP


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