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Ausgabe 22 - 02 / 2007 - Westfalenfleiß GmbH

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Teilhabe in allengesellschaftlichen BereichenLiebe Leserinnen,liebe Leser!Die Macht der Sprache„Mit unserem Beitrag „Zeitungsartikellöst Diskussionenaus“ möchten wir Sie auffordern,mit uns darüber zudiskutieren, ob die Formulierung„Geistig Behinderte“ nochzeitgemäß ist. Wir würden unsfreuen, wenn auch Sie uns IhreMeinung dazu mitteilen.“Karl-Heinz GarbeAuch mit dieser <strong>Ausgabe</strong> des <strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHOpräsentieren wir Ihnenwieder ein breites Spektrum an aktuellenInformationenin Text undBildern über die<strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong>.Wir berichtenüber die öffentlicheVeranstaltungmitNRW-SozialministerKarl-JosefLaumann, deram 19. April bei<strong>Westfalenfleiß</strong>das NRW-Programm„Teilhabe für alle“ vorstellte.Weiterhin können Sie sich informierenüber das „Business Breakfast“, eineVeranstaltung der WirtschaftsförderungMünster, bei dem die <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong> unter dem Motto „Integrationfür alle!“ am 10. Mai Gastgeberfür mehr als 100 Teilnehmer war. Hierkonnten wir mit den Repräsentantenmittelständischer und großer Unternehmenfruchtbare Kontakte knüpfen.Darüber hinaus berichten wir überunsere erfolgreiche Kinoaktion imCineplex. 360 Beschäftigte sahen denSpielfilm „Verrückt nach Paris“. VielenDank an alle freiwilligen Helferinnenund Helfer, die dieses „exklusive“ Erlebnisermöglicht haben.Große Resonanz hatten die Fortbildungstagefür die Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter des Wohnverbundesund der Werkstätten, die im März stattfanden.Die Vorträge, Referate und Ergebnisseder Arbeitsgruppen haben wirin eigens erstellten Dokumentationenfestgehalten und wir sind dankbar fürdie vielen Anregungen und Vorschläge.Mit unserem Beitrag „Zeitungsartikellöst Diskussionen aus“ möchten wirSie auffordern, mit uns darüber zu diskutieren,ob die Formulierung „GeistigBehinderte“ noch zeitgemäß ist. Wirwürden uns freuen, wenn auch Sie unsIhre Meinung dazu mitteilen.Ihr Karl-Heinz Garbe


Aus dem InhaltImpressum<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO erscheintvierteljährlich für Mitglieder,Gesellschafter, Beschäftigte,Mitarbeiter und Fördererder <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>Münster.Herausgeber:<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>Arbeiten und WohnenKesslerweg 38-42,48155 MünsterTelefon: (<strong>02</strong>51) 6 18 00-0Fax: (<strong>02</strong>51) 6 18 00 - 55e-mail:info@westfalenfleiss.dewww.westfalenfleiss.dewww.eigenprodukte.deSparkasseMünsterland OstKto. 300517BLZ 40050150Bank für Sozialwirtschaft<strong>GmbH</strong> KölnKto. 6019400BLZ 37<strong>02</strong>500Verantwortlichfür den Inhalt:Karl-Heinz GarbeRedaktion:Margret Topp,Helene WentkerFotos:<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>Titelfoto:<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>Titelgestaltung:Peter Schladoth, FrankfurtAnzeigen:Karl-Heinz GarbeDie veröffentlichten Beiträgegeben nicht unbedingt dieAuffassung des Herausgeberswieder.Für unverlangt eingesandteManuskripte und Fotos wirdkeine Haftung übernommen.Anzeigenschluss ist jeweilsvier Wochen vor Quartalsende;zur Zeit ist AnzeigenpreislisteNr. 3 gültig.Auflage: 4.000Einzelpreis: 0,45 EuroDruck:LV DruckHülsebrockstraße 248165 Münsterwww.eigenprodukte.de<strong>Westfalenfleiß</strong> erschließt weitereMärkte auf neuen Wegen. BegleitenSie uns bei einem Spaziergangdurch unseren neuen Internetshopauf Seite 4 - 5 .„Teilhabe für alle“ - so lautet dasProgramm, das NRW-SozialministerKarl-Josef Laumann am19. April bei der <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong> vorstellte. Lesen Sie weiterauf Seite 6 -7.Verrückt nach Paris im Cineplex:Exklusive Vorstellung für<strong>Westfalenfleiß</strong> auf Seite 8 - 11.„Integration für alle!“ - unterdiesem Motto war <strong>Westfalenfleiß</strong>Gastgeber beim „Business Breakfast“.Lesen Sie auf Seite 12 - 13.www.eigenprodukte.de<strong>Westfalenfleiß</strong> erschließtMärkte auf neuen Wegen Seite 4„Teilhabe für alle“Veranstaltung mit NRW-SozialministerKarl-Josef Laumann Seite 6Verrückt nach Paris im CineplexExklusive Kinovorstellung Seite 8Integration für alle!Business Breakfast Seite 12Christoph Strässer pikiertEin Tag in der Gärtnerei Seite 14Bilder & Berichte<strong>Westfalenfleiß</strong>-Malatelier Seite 18Tanzprojekt mit Hanno Liesner Seite 18AWO tagte bei <strong>Westfalenfleiß</strong> Seite 19Erfolgreiches Sportfest in Lemgo Seite 19Führungskräfte der Lebenshilfetagten in der Halle Münsterland Seite 19Zeitungsartikel löst Diskussionen ausNicht mehr zeitgemäß: DerAusdruck „Geistig Behinderte“ Seite 20FortbildungMitarbeiterfortbildungstage fürWerkstätten und Wohnverbund Seite <strong>22</strong>Stiftung Wohlfahrtspflege NRWZuschuss für Nienberge bewilligt Seite 24moderieren-anleiten-pflegenZertifikate für Pflegefachkräfte Seite 25Neue Projekte im WohnverbundWenn der Drahtesel streikt ... Seite 28Zwi-Schulmann-WegLWL-Sozialdezernent MatthiasMünning bei <strong>Westfalenfleiß</strong> Seite 32Immer wenn der Mannmit dem Messgerät kommtElektrogeräte werdenregelmäßig überprüft Seite 33Hofkonzert am 6. Juni <strong>2007</strong>Sommerabend mit Gospels Seite 36Bilder & BerichteRezept-Tipp: Asia-Salat Seite 38Voll im Trend: „Nordic Walking“ Seite 38Werkstattkonzert Seite 40Lohnfindungssystem vorgestellt Seite 41PreisrätselGewinnen mit ECHO Seite 42


www.eigenprodukte.deBesuchen Sie unseren neuen Internet-Shop!„Was haben die denn so?“Wer bei der <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong> Antwort auf diesetypische Verbraucherfragesucht, der gibt sich am „Tagder offenen Tür“ ein Stelldicheinin den Werkstättenam Kesslerweg oder beimErntedankfest auf Gut Kinderhaus.Oder er besuchtden bekannten <strong>Westfalenfleiß</strong>-Laden„Mensch undNatur“ in Hiltrup.„Doch die Märkte verändernsich. Wer da mithaltenwill, muss globaler anbieten- über das Internet.“Das, sagt GeschäftsführerKarl-Heinz Garbe, habe<strong>Westfalenfleiß</strong> erkannt unddarauf reagiert: Mit einemInternet-Shop, der soebenan den Start gegangen ist.Qualitätsproduktestatt BilligangeboteÜber eine ebenso einladendewie übersichtlichePräsentationsseite könnensich Interessenten undKunden seit Neuestem durchdie vielseitige Produkt- undAngebotspalette der Werkstättenfür Menschen mitBehinderungen klicken undnatürlich bestellen. „Einverlässliches Liefer- und Versandsystem,das wir parallelgeschaffen haben, garantiertschnellste Zustellung“, istKarl-Heinz Garbe stolz.Ob Lebensmittelpalette vonKonfitüre bis Gebäck oderSalzmischung, ob Stoffe ausBlaudruck mit bekanntenMünster-Motiven - inclusiveder Münster-typischenRegentropfen - oder ob Produktefürs Wohlbefinden wieKörnerkissen und Nackenhörnchen- im Internetshopder <strong>Westfalenfleiß</strong> findetsich ein breites Sortimentfür jedermann und für dentäglichen Gebrauch.Groß geschrieben werdendabei auch die Eigenprodukteder Werkstätten, dievon mehr als 860 Menschenmit Behinderungen unterAnleitung erfahrener Fachkräftehergestellt werden.www.eigenprodukte.dewww.westfalenfleiss.de


Spaziergang durch den Internetshop<strong>Westfalenfleiß</strong> erschließt weitere Märkte auf neuen WegenDenn die <strong>Westfalenfleiß</strong>bietet Waren, die seltengeworden sind. Dazu gehörenBesen, deren Borstennoch per Hand eingezogenwerden, und die den Vorteileiner hohen Qualität undlangen Haltbarkeit garantieren.Auch SonderanfertigungenvomKuchenpinselbis zum Dachrinnenbesensind machbar.Wer gute alteSchätzchenwie teure, inSilber gefassteHaarbürstenreparieren lassenmöchte, findet bei <strong>Westfalenfleiß</strong>ebenfalls eineAnlaufstelle. „Bei uns gibt esnoch die guten alten Dinge.Und die werden hergestelltvon Leuten, die das alteHandwerk beherrschen.Nicht das Billig- sondern dashandgearbeitete Qualitätsproduktbestimmt bei unsden Markt“, sagt Karl-HeinzGarbe.Aber auch für außergewöhnlicheWünsche ist derneue Internetshop eine guteAdresse. Sie suchen eine Yogabank,einen Bollerwagen,ein großes Holzpferd für denGarten oder einen Pflanztisch?Bei <strong>Westfalenfleiß</strong> wirdman fündig.Stets für neue Ideen offen,hat die Einrichtung fürMenschen mit Behinderungenbeispielsweise einenBestseller in neuer Weiseaufgelegt. Karl-Heinz Garbe:„Unser Münstertrainerist aufAusstellungenoderletztens aufder bundesweitenWerkstätten-Messe inNürnberg weggegangen wiewarme Semmeln. Daraufhaben wir reagiert und einekleinere Variante des Produktesentwickelt, das sichbeispielsweise als Koordinationsübungauch - undnicht nur - für Seniorenempfiehlt.“Das Sortiment wäre unvollständigohne das breiteAngebot an saisonalenDekorationsartikeln von derLichterkette bis zum Weihnachts-oder Osterschmuck.„Diese Dinge werden in deneinzelnen Gruppen unsererWerkstatt von Menschen mitBehinderungen hergestelltund erweisen sich als Verkaufsschlager“,betont derGeschäftsführer.Zu Verkaufsschlagern sollensie sich auch im neuenInternetshop mausern. Dassdie Eigenprodukte dabei aufso genannten „barrierefreienInternetseiten“ angebotenwerden, garantiert ihreleichte Handhabe auch fürMenschen mit Handicaps.So sinddie Seiten zumBeispiel fürBlinde übereine Spezialschriftabrufbar. Ferner sindsie so übersichtlich strukturiertund getextet, dass auchfür Menschen mit Behinderungendieser Spaziergangim Internetshop zumErlebnis werden kann.In den Internetshop gelangtman über zwei Adressen.Direkten Zugriff auf denShop bietet die Adressewww.eigenprodukte.de,www.westfalenfleiss.deist entsprechend verlinkt.hwe


NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann: „Wir wollen Menschen mit Behinderungenin die Mitte der Gesellschaft holen!“„Teilhabe für alle“Öffentliche Veranstaltung am 19. April <strong>2007</strong> mitNRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann bei <strong>Westfalenfleiß</strong>Mit dem neuen behindertenpolitischenProgramm „Teilhabe füralle“ der NRW-Landesregierungsoll Menschen mit Behinderungenin der Gemeinschaft aller ein möglichstselbstbestimmtes und eigenständigesLeben ermöglicht werden.Um das behindertenpolitischenProgramm „Teilhabe für alle“ in derÖffentlichkeit bekannt zu machen,führt NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann zur Zeit eine neueGesprächsreihe in ganz Nordrhein-Westfalen durch. Am 19. April besuchteer die <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>.In Nordrhein-Westfalen leben rund2,3 Millionen Menschen mit Behinderung,davon sind 1,64 Millionenschwerbehindert. Die Herausforderung,eine Behinderung meistern zumüssen, trifft alle Altersgruppen.„Die Landesregierung will in der BehindertenpolitikZeichen setzen undMenschen mit Behinderungen in dieMitte unserer Gesellschaft holen“,betonte der nordrhein-westfälischeSozialminister Karl-Josef Laumann.Laumann stellte bei der <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong> in Münster das neuebehindertenpolitische Programm


Ministerbesuch182 Millionen Euro hat die NRW-Landesregierung im Jahr <strong>2007</strong> für dasProgramm „Teilhabe für alle“ eingeplant.„Teilhabe für alle“ der Öffentlichkeitvor, das über 40 Maßnahmen undProjekte in den Bereichen Arbeit,Bildung und Familie, Wohnen undAbbau von Barrieren umfasst.„<strong>2007</strong> sind für dieses Programmrund 182 Millionen Euro eingeplant“,betonte Laumann beimBesuch der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>.„<strong>Westfalenfleiß</strong> ist in Münster undUmgebung ein fester Begriff. Allein860 Menschen mit Behinderungensind an verschiedenen Standorten inden Werkstätten beschäftigt“, lobteLaumann. „So ein Engagement istganz im Sinne des neuen Programms,Teilhabe für alle’.“Produktstände im FoyerZahlreiche Produktstände im Foyerder <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> zeigtenBeispiele, Arbeitsdemonstrationenund Fertigungen aus den <strong>Westfalenfleiß</strong>-Werkstättenund des IntegrationsbetriebesMDS g<strong>GmbH</strong>, einerTochter der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>.Wünsche, Anliegen und Anregungen von Menschen mit BehinderungenBei einem gemeinsamen Schulungsprogrammfür Werkstatträte der ArbeiterwohlfahrtBezirk Westliches Westfalen e.V. mit30 Mitgliedern von Werkstatträten ausAWO-Werkstätten haben die MünsteranerWerkstatträte Wünsche und Anregungenfür den Minister zusammengetragen, diesie auf Kärtchen schrieben und jeweils aneinem Luftballon befestigten. Währendder Veranstaltung lasen vier Mitglieder desWerkstattrates von <strong>Westfalenfleiß</strong>, - FrankSzypior, Jürgen Dieckmann, Michael Anglyund Michael Ronneburger, - ihre Anregungenvor und ließen die Luftballons steigen mitder Bitte an den Minister, diese mit in dasMinisterium zu nehmen „damit diese Anliegenund Anstöße nicht vom Winde verwehtwerden“. Außerdem überreichten sie demMinister die Hälfte einer präparierten „Baumscheibe“,die beidseitig mit „TEIL - HABE“beschriftet ist, - als Symbol dafür, dass ermit dieser Erinnerung auch über die Begegnunghinaus „TEIL - HABE“ hat mit Menschenmit Behinderungen.


<strong>Westfalenfleiß</strong> ist „Verrückt nach Paris“


360 <strong>Westfalenfleiß</strong>-Beschäftigte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schauten sich am10. März im Saal 3 des Cineplex-Kinos in Münster Eike Besudens Film „Verrückt nach Paris“ an.„Eine super Vorstellung!“„Verrückt nach Paris“: Exklusive Kinovorstellung für <strong>Westfalenfleiß</strong>am 10. März im Cineplex mit Regisseur Eike BesudenExklusiv für Beschäftigteder <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>wurde im Saal 3 des Cineplex-Kinosin Münsteram 10. März <strong>2007</strong> der Film„Verrückt nach Paris“ vorgeführt.Und dass wirklich über 360Beschäftigte, Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter von<strong>Westfalenfleiß</strong> an diesemSamstagnachmittag pünktlichum 14 Uhr im Foyerzusammenkamen, damithatten die Veranstalter nichtgerechnet.auf die Kinoeinladung warüberwältigend. 360 Kinokarteninsgesamt wurdengeordert und die Veranstalterentschieden sich dafür, denregulären Preis zu senkenund sponserten kräftig. Fürdie Assistenz und Unterstützungder Menschen mitBehinderungen erklärtenDie Idee dazu hatte DieterKunath von der Dieter-Kunath-Stiftung,der speziell fürdiese Vorstellung gemeinsammit <strong>Westfalenfleiß</strong> dasCineplex-Kino in Münsteram Albersloher Weg mieteteund alle Beschäftigten derWerkstatt zur Vorstellungeingelud. Die ResonanzSind „Verrückt nach Paris“: Hilde, Karl und Philip. Eigentlichwollten sie sich ja nur ein paar Tage Urlaub nehmen, aberdann landen sie über ein paar Umwege in Paris ...


<strong>Westfalenfleiß</strong> ist „Verrückt nach Paris“sich spontan mehr als 30<strong>Westfalenfleiß</strong>-Mitarbeiteraus dem Verwaltungs- undProduktionsbereich bereit.Besonders freute sich DieterKunath darüber, dass der Regisseurdes Films „Verrücktnach Paris“, Eike Besuden,zu der Vorstellung gekommenwar. Nach einer kleinenPressekonferenz im oberenFoyer gab er gemeinsam mitDieter Kunath zu Beginn derVorstellung eine Einführungzum Film.Und dann konnten sich dieZuschauer davon überzeugen,dass Eike Besuden undPago Balke mit „Verrücktnach Paris“ ein temporeichesRoad-Movie gelungen ist, dasan Witz und Situationskomikmanch andere Komödiein den Schatten stellt. DasBesondere an dem Filmist, dass die HauptakteureHilde, Karl und Philip (dargestelltvon Frank Grabski,Paula Kleine und WolfgangGöttsch) Menschen mitBehinderungen sind. In der10


<strong>Westfalenfleiß</strong> ist „Verrückt nach Paris“Handlung des Films leben siein einem Heim für Menschenmit Behinderungen. Hildearbeitet als Küchenhilfe undschält eimerweise Kartoffeln,Philip und Karl stellen in einerWerkstatt Watschelentenher. Alle drei sind frustriertund gelangweilt. Schließlichnehmen sie sich ein paarTage Urlaub, landen überUmwege in Paris, - und sinddabei ihrem Betreuer Enno(Dominique Horwitz) beieiner wilden Verfolgungsjagdimmer eine Nasenspitzevoraus. Die drei verhaltensich dabei auffallend cleverund am Ende ist nichts mehrwie es war. Nach Paris istalles verrückt und die dreinehmen ihr Leben selbst indie Hand. Weitere Darstellersind unter anderem CorinnaHarfouch, Doris Kunstmann,Martin Lüttge und Hella vonSinnen.Am Ende der Vorstellungapplaudierte das Publikumim Cineplex begeistert. Vieleidentifizierten sich mit denAkteuren und lobten derenMut. Beim anschließendenPublikumsgespräch mitEike Besuden betonte derRegisseur, dass es ihm undseinem Team großen Spaßgemacht habe, mit Menschenmit Behinderungenzu arbeiten. „Ich glaube“, sogestand Eike Besuden, „ichhabe mit diesem Film eineTür eingetreten. Er bringt etwasEhrliches, etwas Nahesrüber, denn die Menschenmit Handicaps sind direkt,offen und charmant.“11


Business Breakfast12Integration für alle!Business Breakfast bei <strong>Westfalenfleiß</strong>Unter dem Motto „Integration für alle!“ war die <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>am 10. Mai <strong>2007</strong> Gastgeber für ein „Business Breakfast“ mit mehr als100 Teilnehmern. Das Business Breakfast ist eine Veranstaltung derWirtschaftsförderung Münster von Unternehmern für Unternehmer. Intentionder Veranstaltungsreihe ist die Vorstellung von Management-Projekten, die Vermittlung von Inspiration für die eigene Unternehmensführungsowie die Kontaktanbahnung zwischen den Gästen. DieReihe ist gedacht für mittelständische und große Unternehmen.Geschäftsführer Karl-Heinz Garbe erläuterte den Gästen, welche Vorteiledie Zusammenarbeit mit <strong>Westfalenfleiß</strong> haben kann. Dazu stellteer das breite Spektrum qualitativ hochwertiger Dienstleistungen vor,- von der Elektromontage über Gärtnerei und Landschaftsbau, Wäscherei,Arbeiten im Copyshop bis hin zum Cateringservice, welche die<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> ihren Kunden und Geschäftspartnern anbietet.Darüber hinaus berichtete Karl-Heinz Rotte auch über die Gestaltungdes Übergangs auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und präsentierteModelle für die Auslagerung von Arbeitsplätzen in regionale Unternehmen.Und dass Menschen mit Handicap einen richtig „guten Job“machen, davon überzeugten sich viele Gäste bei dem anschließendenBetriebsrundgang.


Business Breakfast13


Ein Tag in der grünen OasePikiert: Für einen Tag lang erprobte sich SPD-Bundestagsabgeordneter Christoph Strässer (li.)in der <strong>Westfalenfleiß</strong>-Gärtnerei als Garten- und Landschaftspfleger. Mit eifriger Unterstützungvon Marlies Göbel lernt er hier „pikieren“, - umpflanzen von kleinen Setzlingen.Christoph Strässer pikiertSPD-Bundestagsabgeordneter arbeitete einen Tagin der <strong>Westfalenfleiß</strong>-GärtnereiVom Berliner Bundestagin die Werkstatt: Einen Taglang tauschte der BundestagsabgeordneteChristophSträsser (SPD) die Politik- mit der Arbeitswelt. Fürsein Praktikum am 13. Aprilhatte sich der Münsteranereinen besonderen Betriebausgesucht: die <strong>Westfalenfleiß</strong>-Gärtnerei.Hier wollteer einen Einblick erhaltenin die Arbeitswelt und diebesonderen Belange vonMenschen mit Behinderungen.Und so fuhr er gleich um7.30 Uhr morgens mit einemder orange-farbenen Kleinbussevon <strong>Westfalenfleiß</strong> mit„raus“ in die Garten- undLandschaftspflege - mitfesten Schuhen und Arbeitskleidunganstelle des sonstüblichen Anzugs. Es dauertenicht lange, da hatte die14Mit der Gärtnertruppe von<strong>Westfalenfleiß</strong> unterwegs:Christoph Strässer.


Ein Tag in der grünen OaseMittendrin: Ob Motorsäge oder Rasenmäher - die Gärtnertruppe von <strong>Westfalenfleiß</strong> zeigt demSPD-Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer (im Bild li.) wo es langgeht. Fotos: mtGärtnertruppe mit GruppenleiterAndreas Jansen denprominenten Praktikantenfest im Griff. Ob Motorsägeoder Rasenmäher - das Gärtner-Teamvon <strong>Westfalenfleiß</strong>zeigte ihm „wo es langgeht“.Die Idee für diesen Arbeitseinsatzgeht zurück auf eineInitiative der BundesarbeitsgemeinschaftWerkstättenfür behinderte Menschen(BAG WfbM). Durch diegemeinsame Arbeit sollenPolitiker den Arbeitsalltagvon Menschen mit Behinderungennäher kennenlernen.seiner ersten Betätigungfest. Die von ihm gemähteRasenfläche war lange nichtso akkurat wie bei seinenneuen Kollegen.„Sollte sich jemand beschweren,übernehmeich die Verantwortung“,sagte der Politiker deshalbschmunzelnd. AuchAbstecher im Laden „Menschund Natur“ in Hiltrup an derBodelschwinghstraße.Dass auch derenAufgaben nichtleicht sind, stellteChristophSträsserschonbei15


Ein Tag in der grünen OaseDer SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer arbeitete mit Beschäftigten der <strong>Westfalenfleiß</strong>-Gärtnereizusammen - und pikierte Setzlinge. Daneben nutzte er die Gelegenheit, mit denWerkstattbeschäftigten und ihren Sorgen und Wünschen in Kontakt zu kommen. Fotos: mtansonsten zollte der BundestagsabgeordnetedenBeschäftigten und ihrenBetreuern großen Respekt.„Auf die Arbeit der Leute hierkann man sich zu 100 Prozentverlassen“, erklärte er.Auf dem Rückweg zur Gärtnereimachte ChristophSträsser noch einen kurzenBesuch im <strong>Westfalenfleiß</strong>-Laden „Mensch und Natur“in Hiltrup an der Bodelschwinghstraßeund zeigtesich begeistert von demumfangreichen Sortiment,- vom frischem Obst undGemüse bis hin zu Holz-Eigenprodukten aus der<strong>Westfalenfleiß</strong>-Schreinerei.Besonders die Speckbrettschlägerund die Konfitürenvon Gut Kinderhaus hattenes ihm angetan und so mussteer denn bei der leckerenErdbeerkonfitüre auchgleich zugreifen.Nach einer kurzen Kaffeepausein der Gärtnerei ginges dann ans Umtopfen vonSetzlingen. In der Gärtnerei-Fachsprachenennt sichdiese Tätigkeit „pikieren“.Geduldig beantworteteChristoph Strässer dabei dieFragen der Beschäftigtenin der Gärtnerei, - ob esAufräumen und den Arbeitsplatz fegen, - auch diese Aufgaben erledigte Christoph Strässer (li)gut gelaunt und <strong>Westfalenfleiß</strong>-Geschäftsführer Karl-Heinz Garbe ließ sich unterdessen erläutern,worauf man denn nun beim Pikieren von Setzlingen besonders achten muss.16


Ein Tag in der grünen OaseIm Bild (v.l.): Karl Stahlhöfer, Bereichsleiter der <strong>Westfalenfleiß</strong>-Gärtnerei, Susanne Tillmann,Christoph Strässer, Marlies Göbel und <strong>Westfalenfleiß</strong>-Geschäftsführer Karl-Heinz Garbe.um seine Familie oder denschwarzen Schwan auf demAasee ging. „Der Christophist ein ehrlicher Kerl“, sagteSusanne Tillmann, die auchin der Gärtnerei arbeitet.„Kommt einfach hierher undarbeitet mit.“Gegen Feierabend ging esans Aufräumen und den Arbeitsplatzfegen, - auch dieseAufgaben erledigte ChristophSträsser gut gelauntund begrüßte zum Abschluss<strong>Westfalenfleiß</strong>-GeschäftsführerKarl-Heinz Garbe, deres sich nicht hatte nehmenlassen, dem Bundestagsabgeordnetenüber die Schulterzu schauen.und Hilfe die Menschen mitHandicap für ihre Mitstreiterübrig haben - und wiestolz sie auf das Geleistetesind. Christoph Strässer:„Ich kann so ein Praktikumnur empfehlen. Hier lerntman liebenswerte Menschenkennen.“mt„Es war ein sehr eindrucksvollerTag“, bilanzierte derAbgeordnete. Er habe erfahren,wie viel AufmerksamkeitDas Fazit von Christoph Strässer: „Politik lebt vom Dialog unddarum sind mir Begegnungen, Kontakte und Gespräche mitMenschen sehr wichtig!“17


Bilder & BerichteMal-Atelier für Menschenmit BehinderungenLiebe Leserinnen, liebe Leser,„Die Kunsttherapie ist ein wichtiges Angebot,Gedanken und Gefühlen einen besonderenAusdruck zu verleihen“.in unserer <strong>Westfalenfleiß</strong>-Echo4/2006 haben wir auf unser neuesAtelier für malende Menschen mitBehinderungen hingewiesen undes schon ein wenig vorgestellt.Inzwischen ist das Atelier fertiggestellt und voll ausgestattet, dieEröffnung, eine Ausstellung unddas Malen kann beginnen.Hier noch einmal die Anschrift:<strong>Westfalenfleiß</strong>-Atelierfür malende Menschenmit BehinderungenAltenberger Strasse 26 a48161 Münster-NienbergeDas Atelier ist mit dem Bus guterreichbar.Wir sind jetzt dabei, mittels einerpersönlichen Umfrage bei allenBeschäftigten von <strong>Westfalenfleiß</strong>(Werkstätten, Wohnstätten, MDSund ISM) den Bedarf, die Wünscheund überhaupt das Interessefestzustellen. Auf der einen Seitewollen wir in den Werkstättenverstärkt das Malen als arbeitsbegleitendeMaßnahmen anbieten,aber als Zentralpunkt natürlich dasneue Atelier nutzen.Wir denken hier an Malkurse,arbeitsbegleitende Maßnahmen,außerdem an persönliches freiesMalen außerhalb der Arbeitszeitan Abenden und Wochenenden undverweisen noch einmal auf unserenArtikel im Echo 4/2006.Ehrenamtliche Helfer gesuchtUm alle Möglichkeiten zeitlich undin der Betreuung auszuschöpfen,brauchen wir viele ehrenamtlicheHelfer. Wir denken an Eltern,Betreuer, Mitarbeiter und weiteream Malen interessierte Menschen.Es geht darum, die Abläufe für dasAtelier sicherzustellen.Zwar können wir einiges mit denWerkstätten und Wohnstättenregeln, aber wir können uns auchvorstellen, daß es viele interessierteMenschen gibt, die uns gerneunterstützen möchten. Wenn SieInteresse haben, uns zu unterstützen,rufen Sie uns an:Sekretariat der Hauptwerkstattam Kesslerweg 38-42,Tel. <strong>02</strong>51-61800-20.Für die Anleitung zum Malenstehen uns drei Fachleute zurVerfügung, außerdem hoffen wirauf Mithilfe von uns bekanntenKünstlern. Dabei wollen wir auchspezielle Techniken anbieten,die auf Menschen mit Behinderungenzugeschnitten sind(Holz, Plastik, „UngebremstePhantasie“ etc.).„Selbstausdruck ist dasZulassen von Emotionen,es kommt ganz auf deneinzelnen Menschen an“.Wir hoffen auf viele Helfer,denen diese Arbeit sehr vielFreude zurückgeben wird.Ihr Dieter KunathHip-Hop und mehrIntegratives Tanzprojekt„funky-movements“mit Hanno LiesnerGroßen Erfolg hat das integrativeTanzprojekt „funky-movements“mit Hanno Liesner und einemehrenamtlichen Team mit ausgebildetenTänzern, Pädagogen undSportlehren, die Tanz-Workshopsfür Menschen mit und ohneBehinderungen anbieten.Das Tanzprojekt „funky-movements“erreicht mittlerweilenicht nur Menschen mit Behinderungenaus den Wohnverbundender Lebenshilfe e.V. und der<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>, sondernebenso Interessenten aus denWerkstätten.Wer Spaß hat am Tanzen, Hip-Hopund mehr, oder Lust hat, an einemTanz-Workshop teilzunehmen,kann Kontakt aufnehmen mit:„funky-movements“Hanno LiesnerTelefon: <strong>02</strong>51/284905118


Referenten des AWO-Bundesverbands tagten bei <strong>Westfalenfleiß</strong>Die Referenten der Bezirks- und Landesverbände der Arbeiterwohlfahrtaus dem Bereich „Behindertenhilfe Psychiatrie“ trafen sichvom 12. bis 13. Juni zu einer Arbeitstagung in Münster in denRäumen der Wohnstätte „Haus Gremmendorf“ am Münnichweg.Als Gastgeberin der Tagung mit dem Schwerpunktthema „PersönlichesBudget“ fungierte Petra Gessner (Mitte), Referentin desBezirksverbandes der AWO Westliches Westfalen e.V., die im Namenaller Tagungsteilnehmer Werner Eike (4.v.r.) vom AWO-Bundesverbandmit einem Geschenkkorb zum 50. Geburtstag gratulierte.Erfolgreiche Wettkämpfe beim Sportfest in LemgoBei hochsommerlichen Temperaturen im Wettstreitmit 450 weiteren Teilnehmern nahmen sieben<strong>Westfalenfleiß</strong>-Beschäftigten am 23. Mai mit ihrerSportlehrerin Konni Hüsing und der PraktikantinKatrin Blömer in Lemgo an einem integrativenSportfest teil. Ausrichter war die „IntegrativeSportgemeinschaft Eben-Ezer e.V.“ (ISG EE).Ob bei den Würfen mit der 4 kg oder 5 kg schwerenKugel, bei den Läufen über 50, 100 oder 400 mLänge oder beim Weitsprung - alles wurde mit vielEifer und Spaß gemeistert. Nach einem souveränabsolvierten Staffellauf als sportlichen Höhepunktdes Tages gab es die heiß ersehnten Teilnehmermedaillen.Dabei konnten sich zusätzlich ChristineAmedinck mit dem 1. Platz im Weitsprung und PascalHeller mit dem 3. Platz im Weitwurf platzieren.Werkstätten stellen sich dem Markt -Lebenshilfe-Tagung in der Halle MünsterlandUm integrative und innovative Arbeitsplätze fürMenschen mit Behinderungen ging es beim 12.Werkstätten-Treffen der Bundesvereinigung Lebenshilfein Münster. 250 Führungskräfte aus ganzDeutschland tauschten vom 25. bis zum 27. Aprilin der Halle Münsterland ihre Ideen dazu aus. Eröffnetwurde die Tagung vom Bundesvorsitzenden derLebenshilfe, Robert Antretter, der in seiner Rededafür plädierte, Arbeitsangebote zu schaffen, diesich am Markt und an den Wünschen und Bedürfnissenvon Menschen mit Behinderungen orientieren.Auch <strong>Westfalenfleiß</strong> beteiligte sich an derDiskussion. So stellte MDS-Betriebsleiter NorbertMussenbrock das Integrationsunternehmen „MünsteranerDienstleistungsservice g<strong>GmbH</strong>“ vor, eineTochtergesellschaft der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>.19


Zeitungsartikel löstDiskussionen ausIbbenbürener Anzeiger vom 23.4.07Der <strong>Westfalenfleiß</strong>-Werkstattratbeim Fototermin an den Aasseekugeln.Foto: LWL/Roman MensingIm Bild (v. l.): Ralf Brosius,Werkstattratsbeisitzer des <strong>Westfalenfleiß</strong>-BauernhofsGut Kinderhaus,LWL-Mitarbeiterin Karin Kopka-Musch und der Vorsitzende desWerkstattrates der <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong> Arbeiten und Wohnen, FrankSzypior, der eine Diskussion zumBegriff „Geistig Behinderte“ insRollen brachte.Foto: LWL/Roman MensingLiebe Leserinnen, liebe Leser,eigentlich wollten wir Sie an dieser Stelledarüber informieren, dass der LandschaftsverbandWestfalen-Lippe (LWL) imRahmen der diesjährigen Skulpturenausstellungerstmals spezielle Rundgänge fürMenschen mit Behinderungen anbietet.Aber jetzt hat, - ausgehend vom Werkstattratder <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>, - einZeitungsartikel aus Ibbenbüren eineDiskussion ins Rollen gebracht, an derwir Sie, liebe Leserinnen und Leser gernebeteiligen möchten.Der Hintergrund ist der, dass sich, um dieRundgänge bekannt zu machen, unserWerkstattrat mit Mitarbeitern des LWL zueinem Fototermin an den Aaseekugeln getroffenhaben und die dort entstandenenFotos mit einem Begleittext des LWL andie allgemeine Presse mit der Bitte umVeröffentlichung gingen.Der „Ibbenbürener Anzeiger“ veröffentlichteFotos und Text und schrieb in derÜberschrift: „Geistig Behinderte entdeckendie Kunst“. Frank Szypior nahmAnstoß an dieser Formulierung.Münster, den 14.06.07Ibbenbürener AnzeigerFrank SzypiorWilhelmstraße 2401. Vorsitzender des Werkstattrates49475 Ibbenbüren der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> Arbeiten und WohnenTel.: 0 54 51 / 933-380 Kesslerweg 38 - 42FAX: 0 54 51 / 933-38648155 MünsterRedaktion: Herr Dieter Bähreinfo@ibb-anzeiger.dewerkstattrat@westfalenfleiss.deIhr Bericht im Ibbenbürener Anzeiger am 23. April <strong>2007</strong>„Skulpturausstellung mit eigenen Rundgängen: Geistig Behinderte entdecken die Kunst“Sehr geehrter Herr Bähre,ein Freund aus Rheine - Rhode machte mich auf Ihren Artikel aufmerksam. Er hatte mich auf den Photos erkannt und ließmir den Zeitungsausschnitt zukommen.Er war ziemlich überrascht, dass ich plötzlich >ein Geistig Behinderter< sei. Wobei wir beide doch - über viele Jahre hinweg- gemeinsam die Schulbank in der Regenbogenschule (Westfälische Förderschule - Förderschwerpunkt körperliche und motorischeEntwicklung) in Münster gedrückt hatten, in der wir beide 1981 unseren Hauptschulabschluss erhielten.Nun zu Ihrem Artikel. Über den Ausdruck:habe ich mich sehr aufgeregt.20„Geistig Behinderte entdecken die Kunst“Wir, der Werkstattrat (WR) der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>, haben den Fototermin mit dem LWL gerne wahrgenommen, um zuunterstützen. Sinn und Zweck war die Werbung für „Rundgänge für Menschen mit einer geistigen Behinderung“.Wir, der WR und einige Beschäftigte, halten Ihren gewählten Ausdruck für nicht mehr zeitgemäß.Ich möchte Ihnen nun unsere Sichtweise nahe bringen.Wir bitten Sie und regen an, bei weiteren Berichterstattungen diese zu berücksichtigen.Ich selber und die Dame im Rollstuhl sind übrigens Menschen mit einer körperlichen Behinderung.


Die Selbstverständlichkeit, mit der wir den Begriff der geistigen Behinderung in den Mund nehmen, könnte die Vermutungnahe legen, dass es sich hierbei um ein eindeutig definierbares und beschreibbares Behinderungsbild handelt. Dem istallerdings nicht so.• Wo hört das geistig Normale auf?• Wo beginnt die Lernbehinderung?• Wo die geistige Behinderung?All diese Fragen sind strittig und man kann sie in der Tat, je nach eingenommenem Standpunkt, sehr unterschiedlichbeantworten.So kann man geistige Behinderung z. B. verstehen:als Zuschreibung (Etikettierung, Stigmatisierung und Diskriminierung)• Bestimmte Menschen weichen so stark von bestimmten Normen (Verhaltens- und Leistungserwartungen) ab, dassandere, die in der Lage sind, diese Standards zu erfüllen, diese Menschen als geistig behindert beschreiben und ebensobehandeln. (soziologischer Erklärungsansatz)als Intelligenzmangel• Es existiert eine ganze Reihe von Intelligenztests, die scheinbar zuverlässig und objektiv eine geistige Behinderungdiagnostizieren können. So gilt in aller Regel jemand dann als geistig behindert, wenn er einen Intelligenzquotientenvon weniger als 55 erreicht. Aber auch hier liegen die Dinge nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint.Hinter bestimmten Intelligenztests stehen zum Teil sehr verschiedene Theorien von Intelligenz. Wir können diese (dieIntelligenz) eben nicht so begreifen und untersuchen wie ein Körperteil oder ein Organ eines Menschen. Deshalb gehenwir immer nur von Annahmen, von theoretischen Konstrukten, aus und entwickeln, darauf aufbauend, bestimmte Testinstrumente(psychologischer Ansatz).Individuen mit Stärken und SchwächenEs liegt mir fern, mit diesen Definitionsschwierigkeiten zu verunsichern. Es ist mir/uns vielmehr ein Anliegen, dafür zusensibilisieren, was Menschen mit einer geistigen Behinderung sind:• Sie sind Menschen mit ganz unterschiedlichen, individuellen Stärken und Schwächen.Es gibt nicht „den“ geistig Behinderten.Natürlich haben Menschen mit einer geistigen Behinderung Schwierigkeiten und Probleme.Sie stoßen an Grenzen und brauchen Hilfe. Diese Handicaps werden uns in vielfältiger Weise sichtbar und sind in aller Regelauch für den Betroffenen selbst spürbar. Diese Probleme können z. B. in folgenden Bereichen auftreten:• im sprachlichen Ausdrucksvermögen, bzw. in der Verarbeitung sprachlicher Inhalte,• in der Verarbeitung sonstiger aufgenommener Umweltinformationen (Erkennen von Zusammenhängen, logischen Beziehungenusw.),• in der Gedächtnisleistung und der Merkfähigkeit (z.B. für Zahlen, für die Zeit, von Eindrücken und wahrgenommenenBildern usw.),• im sozial-emotionalen Bereich (Aufmerksamkeit, Durchhaltevermögen, mangelnde Selbständigkeit, nicht altersgemäßes,unangepasstes Verhalten usw.)Außerdem treten geistige Behinderungen in der Regel nicht isoliert auf. Häufig sind auch Störungen in der motorischenGeschicklichkeit und der Körperkoordination festzustellen (Körperbewusstsein, Handgeschick, Gleichgewicht). Geht dieBeeinträchtigung im motorischen Bereich über das Bild einer Störung hinaus, kommt also zusätzlich zur geistigen Behinderungnoch eine körperliche hinzu, spricht man auch von Menschen mit einer Mehrfachbehinderung.Wir wissen heute, dass auch Menschen mit einer geistigen Behinderung vielfältige Lern- und Entwicklungspotentialehaben. Der Mensch lernt ein Leben lang - auch der Mensch mit einer geistigen Behinderung!Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und dass Sie sich die Zeit genommen haben, diese Zeilen zu lesen.Mit freundlichen Grüßenfür die Beschäftigten unserer Werkstattgez.Frank Szypior1. Vorsitzender des Werkstattrates der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>Der Text wurde in Zusammenarbeit mit der Vertrauensperson des Werkstattrates der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> Arbeiten und Wohnen, Herrn Joachim Schreiber erstellt.eine Abschrift erhalten auch:Herr Dr. Wolfgang KirschDirektor des Landschaftsverbandes Westfalen-LippeLandschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)48133 MünsterHerr Frank TafertshoferLandschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)LWL- Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit48133 Münster21


Impressionen vom Fortbildungstagfür Werkstattmitarbeiteram 21. März am Kesslerwegmit mehr als 250 Teilnehmern.Die ISM-Mitarbeiter nahmen amVormittag an der allgemeinenTagung teil und gestaltetenam Nachmittag ihre 7. Arbeitstagungder AWO-Werkstättenfür Menschen mit psychischenBehinderungen am Höltenweg.Die jeweiligen Dokumentationender Tagungen sind bei den Produktionsleitungenerhältlich undkönnen dort eingesehen werden.<strong>22</strong>


Der Fortbildungstag des Wohnverbundes <strong>2007</strong> mit Referaten, Vorträgen undDiskussionen in Arbeitsgruppen fand am 8. März im Stadtweinhaus statt. Der Fortbildungstag war ganz demThema „Kollegiale Unterstützung“ gewidmet. So zeigten sich die Teilnehmer begeistert von dem DVD-Vortrag vonCarlos Escalera „Menschen mit herausforderndem Verhalten“ und der anschließenden Vorstellung des „KUK“-Teams- Kollegiale Unterstützung zur Konfliktbewältigung - mit Manuela Schneeberger und Andreas Suer-Schlüter. Anlasszu angeregten Diskussionen bot auch das Referat zu dem Thema „Wenn Pflege nötig wird ...“ von Prof. ChristelBienstein vom Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten-Herdecke (im Bild oben re. im Gespräch mitGeschäftsführerin Gerda Fockenbrock).23


Stolz präsentieren Karl-Heinz Garbe und Gerda Fockenbrockvon der Geschäftsführung der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> den Zuwendungsbescheidder Stiftung Wohlfahrtspflege des LandesNRW, die für das integrative Wohnmodell „Baumberger Hof“in Nienberge Mittel in Höhe von 129.800 Euro bewilligt hat.Zuschuss bewilligtBaubeginn am Baumberger Hof in Nienberge<strong>Westfalenfleiß</strong> freut sichüber den Zuschuss der StiftungWohlfahrtspflege NRWfür das integrative Wohnmodell„Baumberger Hof“in Nienberge.Ein neues Projekt, einzigartigin Münster, bringt die<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> aufden Weg, - ein integrativesWohnangebot für Menschenmit und ohne Behinderung,das am „Baumberger Hof 5“in Nienberge entstehenwird. Zwar bringt <strong>Westfalenfleiß</strong>für die Finanzierungdes neuen Wohnprojektes„Baumberger Hof“ auchEigenanteile ein, hat aberauch in der PlanungsphaseAnträge auf Finanzierungszuschüssebei der AktionMensch und der StiftungWohlfahrtspflege NRWgestellt.<strong>Westfalenfleiß</strong> kann jetzt mitdem Bau des integrativenWohnmodells „BaumbergerHof“ im Herzen vonNienberge beginnen. Denndie ersten Zuschüsse sindgenehmigt.Und das sehr zur Freudeder Geschäftsführung der<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>. Stolzpräsentieren Karl-Heinz Garbeund Gerda Fockenbrockvon der Geschäftsführungder <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>den Zuwendungsbescheidder Stiftung Wohlfahrtspflegedes Landes NRW, die fürdas integrative Wohnmodell„Baumberger Hof“ in NienbergeMittel in Höhe von129.800 Euro bewilligt hat.Teilhabe, Integration undein gutes Miteinander - dassind die Schlüsselworte fürdas neue Konzept. Denn fürdie Mieter - nichtbehindertesowie behinderte - wünschtsich die <strong>Westfalenfleiß</strong>-Geschäftsführungeinen gutennachbarschaftlichen Austausch.Und damit das Projekt vonAnfang an bekannt undvon den Nienbergern positivbegleitet werden kann,hat <strong>Westfalenfleiß</strong> mit derInformationspolitik ganzfrüh begonnen und bereitsEnde Januar und AnfangFebruar Vertreter aus Politik,Kirchengemeinden undVereinen sowie auch dieNachbarn in ersten Zusammenkünftenunterrichtet,damit ein guter Nachbarschaftsgeistin dieses Hauseinziehen und entstehenkann.Außerdem hat <strong>Westfalenfleiß</strong>vor, integrative Programmeeinzubeziehen, um so eineBrücke zu schlagen zwischenden Bewohnern desHauses und der Gemeinde.„Da gibt es in Nienbergebereits hoffnungsvolleAnsätze, auf die man zugreifenkann“, freut sich GerdaFockenbrock und nenntdie Stadtteilinitiative „VonMensch zu Mensch“ und die„Integrative Teestube“ imPfarrzentrum.24


Pflegefachkräfte zu Multiplikatoren ausgebildetPflegestandardspassgenau vermittelnSechs Pflegefachkräfte erhielten ihr Abschlusszertifikate zur„Beratenden Pflegekraft in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe“„Wir sind total stolz,dass alle so gut bestandenhaben“, sind sichWohnbereichsleiterinPetra Schlingmann undGeschäftsführerin GerdaFockenbrock einig und beglückwünschtenbei einemgemeinsamen Kaffeetrinkendie sechs Pflegefachkräfteaus dem Wohnverbundder <strong>Westfalenfleiß</strong>g<strong>GmbH</strong>, die sich nachihrer bestandenen Weiterbildungsmaßnahmenun„Beratenden Pflegekraft instationären Einrichtungender Behindertenhilfe“ nennendürfen.Mit Erfolg absolviertenSina Kosteczko, FranziskaHoltkamp, Helga Sheik,Petra Rose, Peter Weßel undRobert Stecker in einemZeitabschnitt von sechsMonaten in vier Blöcken mitjeweils drei bis vier Tagen dieberufsbegleitende Fortbildung„Moderieren-Anleiten-Pflegen“.Durchgeführtwurde die Fortbildung vonder Lebenshilfe-Akademie,Landesverband NRW.In diesem Kurs „Moderieren-Anleiten-Pflegen“wurden die Kandidaten mitweiteren 14 Teilnehmernauf die verantwortungsvolleund anspruchsvolle Aufgabeals beratende Pflegekräftevorbereitet, damit sie dashier erlangte Wissen an dieMitarbeiterteams des Wohn-Im Bild (v.l.) die Kandidaten der Fortbildung „Moderieren-Anleiten-Pflegen“ mit WohnbereichsleiterinPetra Schlingmann, Sina Kosteczko, Franziska Holtkamp, Helga Sheik, PetraRose, Peter Weßel, Robert Stecker und Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock. Fotos: mt25


Pflegefachkräfte zu Multiplikatoren ausgebildetverbundes von <strong>Westfalenfleiß</strong>weitergeben können.Dabei kommen ihnen nichtnur die erlernten Technikenund Methoden, die zu dieserAnleitungskompetenz führenzu Gute, sondern auchdie intensive Auseinandersetzungmit Themen wie„Aktuelles Pflegewissen“,„BehindertenspezifischeKrankheitsbilder“, „GrundlegendesmedizinischesWissen“ oder „Rechtsfragen“geben ihnen die Sicherheit,ihren Kolleginnen und KollegenGrundlagen der Behandlungspflegevermitteln zukönnen.„Und das“, so betont PetraSchlingmann, „ist in deralltäglichen Arbeit dringendnötig. Denn die Zahl unsererBewohner, die individuellePflege benötigen, wirdimmer größer. Alterserkrankungenvon Herzleiden überThrombose und Diabetesnehmen in dem Maße zuwie der Anteil an Menschenmit Behinderungen wächst,der aus dem Berufsleben derWerkstatt ins Rentnerdaseinwechselt.“<strong>Westfalenfleiß</strong>-GeschäftsführerinGerda Fockenbrock (li.)und Wohnbereichsleiterin PetraSchlingmann freuen sichmit den Abschlusskandidaten,die ihre Fortbildung „Moderieren-Anleiten-Pflegen“mitErfolg absolvierten. Durchgeführtwurde die Fortbildungvon der Lebenshilfe-Akademie,Landesverband NRW.„Und“, so fügt Gerda Fockenbrockhinzu, „es kommendie Menschen mitSchwerstmehrfachbehinderungenhinzu, die ein höheresRisiko für bestimmteKrankheitsbilder mitbringen.Auf diese Herausforderungenwollen wir möglichstfrühzeitig reagieren.“Erste Erfahrungen mit derneuen „Multiplikatorentätigkeit“haben die Beratungskräftebereits gesammelt.Nach dem Konzept einer Art„Inhouse-Schulung“ habensie eine anderthalbstündigeSina Kosteczko Franziska Holtkamp Helga Sheik26


Pflegefachkräfte zu Multiplikatoren ausgebildetPetra Rose Peter Weßel Robert Steckereinheitliche Präsentationentwickelt, mit der sieindividuell und passgenauin den jeweiligen Mitarbeiter-TeamsPflegestandardsvermitteln. Etwa ein bis zweiStunden dauert eine Schulungssequenz.Die Reaktion der Kolleginnenund Kollegen seidurchweg positiv, sind sichdie Beratungskräfte einig.„Sie finden es wichtig, dassso etwas angeboten wird“berichtet Sina Kosteczko.Und Robert Stecker hat alsFeedback der Schulungerfahren, dass damit großeUnsicherheiten bei deralltäglichen Versorgung ausdem Weg geräumt werdenkönnen.Fachliche Unterstützung beider Schulung der mehr als250 Teamkollegen bekommendie Pflegefachkräftevom „Pflegezirkel“. DieseProjektarbeitsgruppe wurdeim Mai 2005 gegründetund beschäftigt sich seitherintensiv mit dem Thema„Behandlungspflege imWohnverbund“.In Abstimmung mit derHeimaufsicht ist ein wichtigesZiel des Pflegezirkelsdie Erarbeitung eines Katalogsmit vorgegebenen Pflegerichtlinienund Standardsfür die Behandlungspflege.Der Katalog, in dem 27Pflegerichtlinien detaillgenaubeschrieben werden,gilt als Wegweiser für diePraxisanleitung, damit auchdie Wohnverbundsmitarbeiter,die keine pflegerischeAusbildung haben, auf dieneuen Anforderungen in derPflege von Menschen mitBehinderungen vorbereitetwerden können.mt27


Neue Projekte im WohnverbundWenn der Drahtesel streiktund die Nähte platzenWohngemeinschaft Albersloher Weg bietet neue Projekte zum MittunWenn der Drahtesel malstreikt und nicht so will wiesie selbst, weiß sich MarliesGoebel schnellen Rat: BeiHeinz-Josef Brungert findetsie Hilfe.Im Keller der WohngemeinschaftAlbersloher Weg 563,da wo die Räder aller Bewohnerin Reih und Gliedparken, kramt Heinz-JosefBrungert, pädagogischerMitarbeiter bei <strong>Westfalenfleiß</strong>,seinen Werkzeugkofferhervor. Schon geht die kleineReparatur über die Bühne.Das Besondere daran: MarliesGoebel assistiert bei derArbeit.Die „Leeze“ selber wiedermit in Schwung bringen„Denn vier Hände sindbesser als zwei“, sagt Heinz-Josef Brungert und lacht.Und wenn dem Rad mal dieLuft ausgeht, dann schafftMarlies Goebel es schonfast allein, ihre Leeze wiederaufzupumpen.„Vier Hände sind besser als zwei“, - da sind sich Heinz-Josef Brungert, pädagogischer Mitarbeiterbei <strong>Westfalenfleiß</strong>, und Marlies Goebel, Bewohnerin der Wohngemeinschaft im Appartementhausam Albersloher Weg, einig. Gemeinsam bringen sie die „Leeze“ wieder in Schwung.28


Neue Projekte im WohnverbundDie Fahrradwerkstatt, wieHeinz-Josef Brungert seinSelbsthilfe-Projekt nennt, istnur eins von verschiedenenAngeboten im Haus, mitdem Mitarbeiter der <strong>Westfalenfleiß</strong>die <strong>22</strong> Bewohnerin ihren 13 Appartementsansprechen - und herausfordern.Denn die Schulung zurSelbsthilfe, die Herausforderung,immer selbstständigeran Aufgaben heranzugehen,geschieht dabei ganz nebenbeiund fast selbstverständlich.Das Besonderean der Angebotspalette: DieProjekte sind offen für jedenTeilnehmer; ein über Wochenverbindliches Mittunist nicht erforderlich. WerSpaß hat, der kommt.Zeitunglesen und Gastgeberan SpieleabendenBeispielsweise zum Zeitunglesen,das Petra Rosean jedem Mittwochabendzwischen 18 und 18.30 Uhranbietet. Dann liest sie Bewohnernaus den jüngstenNachrichten vor, erklärt politischeoder wirtschaftlicheHintergründe, beantwortetFragen und schneidet dieTop-Nachrichten aus, um siean einer Pinnwand für jedermannsichtbar zu machen.Klar kommen nicht zu allenTreffen wieder dieselbenLeute. Doch immer wiederfinden Bewohner den Wegzum Zeitunglesen mit PetraRose. Oder zum Spieleangebot,das Doris Topmöllermacht. Meist treffen sichdazu mehrere Bewohner beieinem „Gastgeber“ in einemJeden Donnerstagabend freut sich Hannelore Schweinefuß aufden „Nähabend“, den Marlies Fritsch anbietet. Sie hilft, wennein Saum los ist oder eine Naht geplatzt ist. Fotos: hweder Appartements und öffnendie große Spielesammlung.Ganz nebenbei lernendie Einzelnen dabei, dieNachbarschaft zu pflegenund was es heißt, eine guteGastgeberrolle zu spielen.Wertvolle Lernerfahrungdurch mittun und mithelfenDiese Lernerfahrungen soganz am Rande sind fürWohnbereichsleiterin MarijaOlbrich besonders wertvoll:„Auf die Weise machenunsere Bewohner riesigeEntwicklungsschritte, auchwenn ihnen selbst das garnicht bewusst wird. Aber sielernen, ein Problem, das auftaucht- etwa wenn das Raddefekt ist - anzusprechen.Und werden selbstständiger,indem sie mithelfen undmitmachen.“So ist es auch in der Gruppe„Kochen und backen“; dieallerdings findet in Blöcken29


Neue Projekte im Wohnverbundan jeweils sechs Abendenstatt. Hier können undmüssen sich die Teilnehmerverbindlich anmelden.Esskultur undgesunde RezepteDann geht es unter Leitungvon Benno Sönthgerathans Werk: Ob Plätzchenbackenim Advent, ob Osterfrühstückoder Spargelzeit- immer geht es auch darum,die Aufmerksamkeit füreine gesunde Ernährung zuwecken, einfache Rezepteauszuprobieren und - wiederso ganz nebenbei - beim anschließendengemeinsamenMahl einige Regeln fürsTischdecken und miteinanderEssen zu üben.Handarbeiten - auch eineHerausforderung für Männer„Selbst ist der Könner“ heißtes auch beim Nähen undHandarbeiten, das MarliesFritsch donnerstagsabendsanbietet. Klar, hilft sie, wennein Saum los, ein Knopfabgesprungen und eine Nahtgeplatzt ist. Dann kommt diepädagogische Mitarbeiterinmit ihrer Nähmaschine indie Wohnung der Bewohnerund zeigt, wie das Malheurzu beheben ist. Manche(r)findet solchen Spaß an dieserHerausforderung, dasser oder sie weitermachenmöchten.Wie zum Beispiel HanneloreSchweinefuß und ihr FreundMarkus Bittner. WährendHannelore Schweinefußunter Anleitung von MarliesFritsch ihren ersten Teddybärengenäht hat („und dasmit Überwendlingstichen;ich dachte gar nicht, dassdas geht“, lächelt MarliesFritsch), stichelt FreundMarkus Bittner eifrig aneiner Tischdecke, bis einhübsches Rosenmustersichtbar wird. Ein Mann, derstickt? Selten - aber Wirklichkeitam Albersloher Weg 563.Frauen auf Tour -Kneipen, Mode, ShoppenUnd schließlich gibt es nochdie Frauenrunde von DorisTopmöller. Ob Kneipenbesucheoder Shoppen: Gernlassen sich Bewohnerinneneinladen zu diesen Touren.Oder sie diskutieren ge-30


Neue Projekte im WohnverbundEin selbstgenähter Teddybär ist der ganze Stolz von Hannelore Schweinefuß (li.). Gemeinsammit ihrem Freund Markus Bittner entstand er unter Anleitung von Marlies Fritsch (re.).meinsam spannende Frauenthemenwie Freundschaftund Beziehungen, gesundeErnährung und Abnehmenoder Mode.Bei den neuen Projektenist für alle etwas dabeiDas Konzept funktioniere,freut sich Marija Olbrich.Einerseits könnten dieBewohner in alle Angebotereinschnuppern, ohne sichzeitlich allzu lange zu binden.Andererseits würden sofast spielerisch Lerninhaltevermittelt und neue Entwicklungsprozessein Ganggesetzt.„Außerdem fällt esden Bewohnern vielleichter, über solcheProjekte neue Kontaktezu gestalten“,ergänzt TeamleiterChristian Schlief.Für den Albersloherweg563 mit seinenAppartements instationärer Wohnformsei diese Projektform„die genau richtigeund passende Antwort“auf die Bedürfnisseder Bewohner.hwe31


LWL-Landesrat zu Besuch am Zwi-Schulmann-WegAm Tag seines Amtsantritts, am 2. April, besuchte Matthias Münning, neuer Landesrat des LWL (Bild li., 3.v.l.), gemeinsam mit ReinhardLiebig (li.) die Wohngemeinschaft am Zwi-Schulmann-Weg. Die Bewohnerin Michaela Grewe, Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock undWohnbereichsleiterin Marija Olbrich (vorn, v.l.) sowie Monika Krieger und Michael Ginley (im Bild re.) berichteten von ihrem Wohnalltag.AGRAVIS TechnikMünsterland <strong>GmbH</strong>Weseler Str. 603 • 48163 MünsterTel. <strong>02</strong> 51 / 749 70 - 0 • Fax <strong>02</strong> 51 / 749 70 - 40www.agravis-technik-muensterland.deWohnalltagLWL-SozialdezernentMatthias Münning bei<strong>Westfalenfleiß</strong>Am ersten Tag seinesAmtsantritts, am 2. April,besuchte Matthias Münning,neuer Landesratdes LandschaftsverbandWestfalen-Lippe (LWL),gemeinsam mit ReinhardLiebig vom LWL dieWohngemeinschaft amZwi-Schulmann-Weg.Geschäftsführerin GerdaFockenbrock, WohnbereichsleiterinMarijaOlbrich und die Bewohnerinnenund BewohnerMichaela Grewe, MonikaKrieger und Michael Ginleyberichteten währendeines Rundgangs am Zwi-Schulmann-Weg von ihremWohnalltag.Matthias Münning zeigtesich begeistert von demWohnumfeld und betonte,dass er sich auf seinneues Amt freue. Denn da,so der LWL-Sozialdezernent,ginge es auch vorrangig„um die Gestaltungvon Lebensbedingungen“.32


Sicherheitsüberprüfung von ElektrogerätenImmer wenn der Mannmit dem Messgerät kommtIn <strong>Westfalenfleiß</strong>-Wohneinrichtungen werden Elektrogeräte regelmäßig überprüftWenn der junge Mann mitdem großen schwarzenKoffer kommt, folgen ihmneugierige Blicke. Die einenfreuen sich über seinenBesuch. Sie lassen ihn gernins Zimmer, um ihre elektrischenGeräte zu überprüfen.Denn dabei fällt für sie auchimmer ein halbes Stündchenab, in der sie über ihren Tagund seine Erlebnisse erzählenkönnen, während derjunge Mann arbeitet undzuhört. Aber es gibt auchskeptische Blicke. „Ich kenneSie doch gar nicht. Ich kanndoch nicht einen fremdenMann in meine Wohnunglassen“, hat in Telgte unlängsteine Bewohnerinbesorgt geantwortet. AlsMitarbeiter ihr erklärten, umwen es sich bei Guido Baumstiegerhandelt, stimmte sieseinem Besuch zu.Inzwischen kennen ihndie meisten Bewohner desWohnverbundes <strong>Westfalenfleiß</strong>von Gremmendorf bisKinderhaus. Denn GuidoBaumstieger versieht einenDienst, der UnfälleGuido Baumstieger misst mit seinem Messgerät Elektrogeräte vom Föhn bis zum DVD-Playerund von der Lichterkette bis zur Mikrowelle auf ihre Tauglichkeit. Fotos: hwe33


Sicherheitsüberprüfung von Elektrogerätenabwenden kann und derdemnächst auch gesetzlichgefordert und verankert seinwird: Der junge Mann misstElektrogeräte vom Föhn biszum DVD-Player und vonder Lichterkette bis zumKaffeeautomaten auf ihreTauglichkeit. Stellt er bei diesenMessungen einen Defektfest, dann werden die Geräteaus dem Verkehr gezogen.Denn es sei nicht selten,dass defekte Stromquellenzu Schwelbränden führten,sagen Guido Baumstiegerund Werner Malditz, Betreuerbei <strong>Westfalenfleiß</strong>.Besonders billige Lichterkettenkönnen eine großeGefahrenquelle sein. „Ist einBirnchen defekt, verteilt sichder Strom auf die anderen;eine Zeitlang blinken diedann heller und werden sehrwarm. Dann braucht es nurnoch eine leicht entflammbareGardine, und schonist es passiert“, sagt WernerMalditz.Unsicher und gefährlich:Staub im DreifachsteckerAuch Dreifachstecker geltenals Sorgenkinder. In ihnensetzen sich gerne Wollmäuseab, und die wirken im Zweifelsfallwie Brandbeschleuniger.Daher rate er stetsdazu, Stecker mit Kindersicherungzu kaufen, weil diedas Eindringen von Staubverhinderten, sagt GuidoBaumstieger.Wenn der junge Mann seinMessgerät aus der Taschepackt, die jeweiligen Gerätein den Zimmern der Bewohner,in den GemeinschaftssowieKüchenräumenanschließt, dann wartendie Betroffenen gespanntauf das Ergebnis. „Alles inOrdnung.“ Wenn dieser Satzkommt, seien die Bewohner„richtig stolz“, lächelt GuidoBaumstieger.Defekte Gerätewerden entsorgtAber es kommt auch vor,dass das Messgerät „zu fiepen“beginnt. Dann ist nichtalles in Ordnung. Zunächstversucht es Guido Baumstiegermit kleinen Tricks.Manchmal reicht es, mitdem Staubsauger nachzuhelfen,um den Staub ausder Stromquelle zu entfernen,und schon wird dasMessergebnis besser.Aber wenn das Gerät tatsächlichdefekt ist, wenn dieAbdeckung fehlt oder dieKabel bereits angeschmortsind, kennt der Fachmannkein Pardon: Entsorgen istdann angesagt. Und das sähendie Bewohner auch „zu100 Prozent“ ein, lautet seineErfahrung.Gerätemessungen werdengenau dokumentiertWenn Guido Baumstiegerseinen Koffer wieder schließtund die Wohnstätte verlässt,liegt noch viel Arbeit vorWerner Malditz, der das34


Sicherheitsüberprüfung von ElektrogerätenGuido Baumstieger und Werner Malditz (vorn) an dem Computer, in den die Daten von mehrals 5000 Elektrogeräten eingespeist werden.Projekt „Gerätemessungen“begleitet. Denn alle Daten,die Guido Baumstiegerspeichert, überträgt WernerMalditz in den Computer.So entsteht eine penibleÜbersicht über die Zahl derGeräte, über Stand der Wartungund wann es wiedersoweit ist mit dem nächstenCheck. Denn das ist unterschiedlich.Küchengeräte,die häufig gebraucht werden,werden beispielsweiseauch häufiger überprüft alsFernsehgeräte.Werner Malditz überträgtdiese Daten und damit seier gut beschäftigt, sagt er.Das wird deutlich, wennWerner Malditz vorrechnet:285 Bewohner haben über5000 Geräte. „Und das macht80.000 Mouseklicks“, lachtWerner Malditz. Da sei „vielHandarbeit“ gefordert.Alle Geräte werdenregelmäßig überprüftAber wenn die Datei ersteinmal komplett steht,vermittelt sie einen verlässlichenÜberblick. Und machtumgekehrt Guido Baumstiegerzu einem „Hellseher“,über den Bewohner sichmanchmal wundern. „Dennwenn ich sage: Hier gibt esdoch auch noch dieses oderjenes Gerät im Raum“, dannbekommen die Bewohneroft große Augen und fragensich, woher ich das weiß“,sagt Guido Baumstieger. Unddann rücken sie die Geräteraus oder den Schrank mitden Püppchen drauf von derWand, damit Guido Baumstiegermit seinem Messgerättätig werden kann. Unddabei erzählen sie ihm vonjüngsten Ereignissen - dieZeit vergeht wie im Flug unddie Geräte sind ordnungsgemäßgewartet. Bis zumnächsten Mal.hwe35


Hofkonzert auf Gut Kinderhaus am 6. Juni36


Sommerabend mit GospelsChor, Trompete und „Westfälische Brotzeit“Einen musikalischen Sommerabend mit Gospels,Volksliedern und Schlagern erlebten mehr als200 Zuschauer beim dritten Hofkonzert am6. Juni in der urigen Scheune auf Gut Kinderhaus.Gestärkt mit einer westfälischen Brotzeitin der Konzertpause bewegten SolotrompeterThomas Stählker und der <strong>Westfalenfleiß</strong>-Gospelchorunter der Leitung von Leo Michalke einbegeistertes Publikum zum Mitsingen. BesondersDieter Kunath, Veranstalter des Hofkonzertes,freute sich über die positive Resonanz.37


fit & gesundVoll im Trend<strong>Westfalenfleiß</strong>-Beschäftigte entdeckendie Trend-Sportart „Nordic Walking“Unser Rezept-Tipp:Asia-Salat mitHähnchenbruststreifenZutaten für eine Portion:80 g Chinakohl50 g Porree30 g Sojasprossen (frische)100 g Hähnchenbrustfilet2 Msp. Salz, 2 Msp. Pfeffer2 TL Sonnenblumenöl1 EL Obstessig20 g KresseZubereitung:Chinakohl waschen, trockenschleudernund in feine Streifenschneiden. Porree putzen,waschen und längs in ca. 5 cmlange Streifen schneiden. Sojasprossenin einem kleinen Siebmit kochendem Wasser übergießenund gut abtropfen lassen.Hähnchenbrustfilet waschen,trockentupfen und in ca. 1 cmbreite Streifen schneiden. Öl ineiner Pfanne erhitzen, Hähnchenbrustfiletgoldbraun darinanbraten und mit der Hälfte vomSalz und Pfeffer würzen.. Porreestreifenzugeben und unterrühren ca.3 Minuten mitbraten.Obstessig mit dem restlichenSalz und Pfeffer verrühren,Sonnenblumenöl unter Rührenhinzufügen (Vinaigrette).Chinakohl, Sojasprossen, Hähnchenbrustfilet-und Porreestreifenmit der Vinaigrette mischenund mit Kresse bestreuen.Zubereitungszeit: 35 MinutenKalorien pro Portion: 204 kcal.Eiweiß: 28 gFett: 7 gBallaststoffe: 4,3 gKohlenhydrate: 6 gDer Arbeitskreis Gesundheitwünscht „Guten Appetit“!38„Ihr Nordic Walker seid bereit,sie ist da, die Walkingzeit.Hinaus mit Euch in Wald und Flur,denn herrlich ist jetzt die Natur!“Zitat eines SportlersNordic Walking ist in - dashat jetzt auch eine Sportgruppevon <strong>Westfalenfleiß</strong>entdeckt, die mit Unterstützungvon Sportlehrerin KorneliaHüsing mit Stöckenraus in die Natur geht unddie Trend-Sportart für sichentdeckt hat. Im folgendenhat Kornelia Hüsing vomArbeitskreis Gesundheitausgewählte Tipps zusammengestellt.Nicht nur Schön-Wetter- Periodenkönnen für die AusdauersportartNordic Walkinggenutzt werden. NordicWalking ist eine sichereTrainingsform bei jedemWetter. Sie entspant, kräftigt,stärkt, schützt, stabilisiert,macht Spaß, verbindet Menschenund bewegt. Und dasin ganz besonderem Maße,denn der Einsatz der Nordic-Walking-Stöcke macht ausdem klassischen Walking eineffektives Ganzkörpertraining,bei dem der gesamteMuskelapparat sanft undschonend trainiert wird undOutdoortraining mit Spaßund viel frischer Luft.damit deutlich mehr Kalorienverbraucht. Und nichtnur das Herz- Kreislauf- Systemund die Ausdauer werdentrainiert, Nordic Walkingstärkt zusätzlich den Ober-Mit Sportlehrerin Kornelia Hüsing raus in die Natur: <strong>Westfalenfleiß</strong>-Beschäftigteentdecken „Nordic Walking“. Fotos: kh


körper, einschließlich derRücken-, Arm- und Schultermuskulaturund kanndabei Muskelverspannungenlösen. Nordic Walking istfür ambitionierte Sportlerebenso geeignet wie für untrainierteMenschen und einideales Outdoortraining mitSpaß und viel frischer Luft.Nordic Walking AusrüstungIm Wesentlichen kommt esbei der Wahl der Stöcke aufdie richtige Länge, ein gutesGriff- Handschlaufensystemund die Materialbeschaffenheitder Stöcke an. Eingeringes Eigengewicht undeine extreme Strapazierfähigkeitsollten beim Kaufberücksichtigt werden.Bei den Stöcken kommt es auf die richtige Länge an, die sichnach der Grundformel Körpergröße x 0,67 errechnen lässt.Die persönlich geeigneteStocklänge lässt sich nachder Grundformel Körpergrößex 0,67 errechnen. Fürdie Füße eignen sich guteLaufsportschuhe oder einleichter Trekkingschuh.Die Bekleidung sollte nichtnur gegen Wind und Wetterschützen, sondern auch denSchweißtransport regulieren.Nordic Walking TechnikDer Bewegungsablauf beimNordic Walking ist leichtzu erlernen, da er unseremnatürlichen und alltäglichenBewegungsablauf beimGehen folgt. Der reche Stockhat immer dann Bodenberührung,wenn die linke Ferseaufsetzt, der linke Stock, wenndie rechte Ferse aufsetzt. DieStöcke werden dabei nah amKörper geführt und schrägnach hinten eingesetzt. DieSchultern sind stets lockerund entspannt. Es solltengroße, raumgreifende Schrittegemacht werden, wobei dieFüße gut von der Ferse zurSpitze abgerollt werden.Und jetzt geht’s los…Viele Sportvereine, GesundheitspraxenoderPhysiotherapeuten bietenEinsteiger- und Fortgeschrittenen-Kurse an und es gibtöffentliche Nordic WalkingLauftreffs, denen man sichanschließen kann, denn inder Gruppe macht es vielleichtnoch mehr Spaß. Also,- worauf warten wir noch?kh39


Werkstattkonzert„Mit Musik und Tanz in den Feierabend“ lautete das Motto am 12. April beim Werkstattkonzert im Speisesaal am Kesslerweg.Mit flottenSchlagernin denFeierabendLeo Michalke brachteStimmung in den Saal„Weine nicht kleineEva“, „Tränen lügennicht“, „Tanze Sambamit mir“, „SantaMaria“, „La Paloma“,„Fiesta Mexicana“,- quer Beet durch diedeutsche SchlagerlandschaftbrachteLeo Michalke mit altenund neuen populärenLiedern am 12. Aprilab 14 Uhr das Publikumim Speisesaalam Kesslerweg zumMitsingen, Mitswingenund Tanzen.Dieter Kunath hattedie beiden Künstlerfür das Werkstattkonzertengagiert. VieleBeschäftigte freutensich über die bekanntenund beliebtenMelodien, ließen sichvon der guten Launeanstecken und denArbeitstag mit flotterMusik beschwingtausklingen.40


Informationsabend zum neuen LohnfindungssystemNeues Entgeltsystem vorgestellt: Eltern, Angehörige, Beschäftigteund Betreuer informierten sich am Abend des 12. April im voll besetztenSpeisesaal der Hauptwerkstatt am Kesslerweg über das neueLohnfindungssystem für <strong>Westfalenfleiß</strong>-Beschäftigte, das GeschäftsführerKarl-Heinz Garbe denzahlreich erschienenen Interessiertenanhand einer Powerpoint-Präsentation mit anschließenderDiskussion vorstellte.41


Preisrätsel1.5.2.1.2.3.3.4.4.6.5.6.Liebe Rätselfreunde!„Sommer“ lautete das Lösungswortdes Preisrätselsaus dem <strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO 1/07. Die „Glücksfee“Kathrin Lux vom Werkstattratermittelte die Hauptgewinnerin.Die glückliche Gewinnerinist Margret Barwe, dieeinen tragbaren MP 3-Playergewann. VerwaltungsleiterSiegfried Thomaszick gratulierteihr herzlich zu ihremGewinn.Ulrich Dabrock und AndreasBonzel von den Siegener AWO-Werkstätten in Netphen-Deuz.Wenn Sie auch gewinnenmöchten, erraten Sie das farbigunterlegte Lösungswort.Schreiben Sie es auf einePostkarte und schicken siediese bis zum 31. Juli <strong>2007</strong> an:Redaktion <strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHOKesslerweg 38-42,48155 Münster.Unter den insgesamt 34 Einsendungenkonnten diesmalauch vier Trostpreise ermitteltwerden: T-Shirts mit demAufdruck „Verrückt nachParis“, die Eike Besuden,Regisseur des gleichnamigenSpielfilms, im Rahmen derKinovorstellung „Verrücktnach Paris“ für <strong>Westfalenfleiß</strong>-Beschäftigteam 10.März der <strong>Westfalenfleiß</strong>sponserte (s. a. den Berichtüber diese Sondervorstellungab Seite 8 in diesem Heft).Die Gewinner der Trostpreisesind Günther Müller,Mohamed Abdull-Latif,Verwaltungsleiter SiegfriedThomaszick überreicht MargretBarwe den MP3-Player.Fotos: mt„Glücksfee“ Katrin Lux vom Werkstattrat(li.) und die Gewinner der T-ShirtsGünther Müller, Mohamed Abdull-Latifund Ulrich Dabrock (v.r.n.l.).42


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