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ROtstiftZähneknirschen, Burnout, Tinnitus – es gibt bestimmtschönere Themen. Doch je mehr man über Stress undseine Auswirkungen weiss, desto leichter lässt er sichbewältigen.Ausgebrannt:Zuviel Stress hältkeiner ausWas ist eigentlichStress?Stress genau zu definieren istschwierig. Denn nebst dem belastendenoder aufreibenden negativenDruck gibt es auch viele Situationen,die ohne eine ordentliche PortionStress gar nicht zu meistern wären.Stress ist also nicht nur negativzu verstehen, sondern in vielen Situationensowas wie ein natürlichesDoping aus verschiedenen Hormonen,die uns unser Körper zur Verfügungstellt. Durch die höhereDurchblutung und das Ausschüttender Stresshormone wird der Körperin einen leistungsstarken Zustandversetzt. Doch natürlich hat auchdieses Doping Nebenwirkungen: Wersich zu lange Stresssituationenaussetzt, läuft Gefahr, dem eigenenKörper zu schaden. Deshalb sollteman mit seinen natürlichen Doping-Reserven lieber sparsam umgehen.Was ist ein Burnout?Auch wenn heutzutage fast jederschon mal davon gehört haben mag,ist die Definition des BegriffsBurnout gar nicht so einfach. Entsprechendviele und unterschiedlicheDefinitionen existieren in derheutigen Wissenschaft. Fest stehtallerdings, dass es sich beim Burnoutnicht um eine plötzliche Erscheinunghandelt, sondern viel eher umeinen Prozess des physischen undpsychischen ‹Ausbrennens›, oftbedingt durch eine Dauerstressbelastung.‹Das Burnout bezeichnet gewissermassenden Endzustand dieserEntwicklung. Einen Zeitpunkt,zu welchem Probleme mit den gewohntenBewältigungsmechanismennicht mehr verarbeitet werdenkönnen›, erklärt Psychologe Dr. DellaCasa.– 4 –


Wie entsteht ein Tinnitus?Leute mit Tinnitus hören Geräusche, die eigentlichgar nicht existieren. Dieser Zustand kann sowohlakut als auch chronisch auftreten und hat verschiedensteUrsachen. Entstehen kann ein Tinnituszum Beispiel durch zu grosse Lärmeinwirkung, Viruserkrankungenoder in Folge von Stress. Wer untereinem akuten Tinnitus leidet, sollte sich am bestenerstmal ein bisschen Ruhe gönnen und ordentlich ausschlafen.Wenn die Geräusche am nächsten Tagnicht verschwunden sind, ist ein Besuch beim Ohrenarztzu empfehlen.Wer ist gestresster: Jungs oderMädchen?‹Welches Geschlecht mehr Stress ausgesetzt ist, lässtsich eigentlich nicht beantworten. Wohl aber gehen Männeranders mit Stresssituationen um als Frauen›, erklärtDella Casa. ‹Männer tendieren eher zu aggressiverem, gereiztemund egoistischem Verhalten bei der Stressbewältigung.Frauen reagieren dafür häufiger mit körperlichenReaktionen wie Bauch- oder Kopfweh.› Ein Tippder deshalb für beide Geschlechter gilt: Drogen, Alkoholund Medikamente sollten auf keinen Fall zur Stressbewältigungeingesetzt werden.Zum Beispiel sokann ein Tinnitusentstehen…Die Folgen des Zähneknirschenssind nicht nur schlimmanzusehen, sondern mitunterauch ziemlich schmerzhaftn äCHstefRage, Bitte!Wenn’s um Themen rundum den Körper geht, sind wir umkeine Antwort verlegen. Falls dualso noch Fragen hast, komm vorbeiund lass dich von uns beraten. Wodu uns findest, erfährst du schnellund einfach mit dem RotpunktApothekenfinder aufwww.rotpunktapotheke.chWird Stressempfindlichkeitvererbt?‹Auch beim Stress gibt es natürlich eine gewisse familiärePrägung. Allerdings nicht nur genetisch, sondern auchdadurch, wie im Umfeld mit Stresssituationen umgegangenwird›, meint der Psychologe Dr. André Della Casa. Unddieser Erfahrungsprozess läuft ein Leben lang weiter:Stresssituationen erinnern uns an frühere Erlebnisse undwerden deshalb auch ähnlich bewältigt. Viel wichtigerals die genetische ‹Vorbelastung› ist deshalb, dass wir lernen,mit stressigen Situationen richtig umzugehen,uns also selbst erziehen – und dieses Verhalten wiederumirgendwann vielleicht auch unseren Kindern mit aufden Weg geben.Wieso knirschen manche Menschennachts mit den Zähnen?Kopfweh, Schwitzen, Zähneknirschen: unser Körper verarbeitet Stresssituationenmanchmal ganz eigenständig, ohne dass wir ihn dabeikontrollieren könnten. ‹Wie ein Körper auf psychische Belastung reagiert,hat vor allem mit seinen Schwachstellen, also mit seiner genetischen Prädispositionund seiner Geschichte, zu tun›, weiss Dr. Della Casa. Wer also sowieso schonüber eine Tendenz zu Migräne oder einen lädierten Rücken verfügt, wird inbelastenden Situationen genau diese Schwachstellen deutlicher spüren als sonst.Fies, aber wahr…– 5 –


VOOOLL20tiPPsfÜR einstRessfReieResLeBen!ODER?Das Leben ist kein Ponyhof, Stress und Probleme gehörengenauso dazu wie Freudentaumel und Glücksgefühle.Damit dir aber auch in den wildesten Zeiten nicht alles überden Kopf wächst, haben wir 20 Tipps gesammelt, diedir den Umgang mit Lern-, Geld- und Beziehungsstress einbisschen erleichtern sollen.Illustrationen: Simon Trüb & Marlon Ilg– 6 –


22Handy abschaltenDeine Finger sind mit deinem Handy verwachsen undwenn nicht alle drei Minuten eine Nachricht von deinenFreunden via WhatsApp, Facebook, Instagram oderSMS reinflattert, fühlst du dich schlecht? In dem Fall: Vergissunseren Tipp, denn das Abschalten des Handyswürde bei dir wohl Panikattacken und Angstschweiss auslösen.Allerdings solltest du dir vielleicht mal überlegen,ob dein Kommunikationstrieb nicht auch ein bisschen zurSucht geworden ist…Alle anderen sollten zwischendurch ruhig mal einenHandy-freien Tag einlegen. Ihr werdet euch wundern, wieanders ihr euer Umfeld wahrnehmt – und wieviel mehrZeit euch plötzlich für anderes bleibt.11Nein (danke) sagenAlle wollen was von dir? Und du hast zwar weder Zeit nochLust, dir noch mehr Arbeit aufzuhalsen, aber sagst trotzdemja, weil du dich vor den Reaktionen fürchtest? Dannist es höchste Zeit, etwas daran zu ändern. ‹Wichtig istes, das Nein in akzeptabler Form zu äussern, zum Beispielindem man sagt ‹Ich würde Dir gerne helfen, bin aberbereits völlig ausgebucht›››, erklärt Stress-Expertin SimoneGrebner . ‹Es geht dabei darum jemanden nicht vor denKopf zu stossen, sondern ihm zu erklären, warum man einegewisse Bitte ablehnt.›3310 Minuten DancefloorMusik ist eines der wirksamsten Wundermittel gegenStress und schlechte Laune. Erstell dir einfach eine Playlistmit deinen drei absoluten Lieblingssongs, schliess dichin deinem Zimmer ein und dreh die Anlage auf. Musik diewir mögen setzt im Hirn nämlich das GlückshormonDopamin frei und wer dazu noch mitsingt und tanzt, löstzudem verspannte Muskelpartien und bringt denKreislauf in Schwung. Inspiration findest du zum Beispielbei Davey auf www.daveydanceblog.com.UnsereStressexpertinDie Psychologin Dr. SimoneGrebner hat sich auf das ThemaStress spezialisiert. Sie berätUnternehmen, verfasst Artikelund hat an verschiedenen Hochschulenunterrichtet.– 7 –


44Die richtige EinstellunghabenIn stressigen Zeiten nerven gut gemeinte Ratschlägewie ‹Kopf hoch!› oder ‹Wird schon wieder!›manchmal total. Doch falsch sind diese Tipps nicht,denn das eigene Stressempfinden ist nicht nurvon den Aufgaben und Herausforderungen geprägt,sondern auch davon, wie wir mit stressigenSituationen tionen umgehen. Versuche auch in stressigenZeiten das Positive nicht aus dem Blick zu verlieren.Freu dich über bereits Geleistetes, anstattdich vor der Arbeit, die noch vor dir liegt zufürchten. Und klopf dir ruhig von Zeit zu Zeit malwieder selber auf die Schulter!55Gesund Essen und TrinkenMal wieder keine Zeit fürs Mittagessen? Oder vorlauter Müdigkeit schon so viele Energy Drinksreingekippt, dass an Essen gar nicht zu denken ist?Nicht unbedingt die beste Idee, um deinenKörper in stressigen Situationen fit zu halten. DennFast Food und Soft Drinks enthalten meistzuviel Zucker, Fett, Eiweiss und Salz und belastendeinen Organismus eher, als ihn mit Vitaminenund Mineralien zu versorgen. Doch gerade die be-nötigt dein Körper dringend, um zu Höchst-leistungen abzuheben. Greif deshalb lieber zuVollkornprodukten, Früchten und Gemüse stattBurger und Kebab und trink lieber aus demWasserhahn statt aus der Dose. Ausserdem soll-test du mindestens zwei ausgewogene Mahl-zeiten bewusst und in Ruhe zu dir nehmen, alsonicht vor dem Fernseher oder am Schreibtisch –dein Körper wird’s dir mit voll getanktenBatterien und mehr Leistungsfähigkeit danken.Ideen und einfache Rezepte findest du zumBeispiel unter www.gorilla.ch.skindeePÄngste, Probleme und Stressgehen nicht nur unter, sondernmanchmal auch direktin die Haut. Chronische Hautkrankheitenwie Schuppenflechte,Neurodermitis undNesselsucht werden zwar vererbt,ihre Symptome allerdingsauch von unserer Psychebeeinflusst. Ebensokönnen Hautpilze, Juckreiz,Schuppen und Akne stressbedingtauftreten, denn negativerStress schwächt unserImmunsystem und macht unsereHaut anfälliger für Einflüssevon aussen. Wenn auchdu unter Hautproblemen leidest,schau einfach in derRotpunkt Apotheke vorbei,wir wissen wogegen Cremesund Salben helfen und wogegennur ein ausgiebiger Schönheitsschlaf.– 8 –


66Dir einen Sauerstoff-Boost reinziehenEs mag abgedroschen klingen, aber es stimmt: Tief durchatmen ist einwahres Wundermittel gegen Stress. Unter Anspannung wird unsere Atmungnämlich flach und hektisch, das kann Verspannungen und Kopfschmerzenzur Folge haben und führt dazu, dass unser Hirn weniger Sauerstoffabbekommt und dadurch auch weniger leistungsfähig ist. Deshalb solltestdu in brenzligen Situationen ab und zu mal die Augen schliessen, deinende auf den Bauch legen, tief durch die Nase einatmen und durch Naseund Mund wieder ausatmen. Wenn du das Ganze im Halbstundentaktjeweils 15 Mal wiederholst lösen sich Verspannungen und dein Hirn istschneller wieder ready für neue Herausforderungen.77Grün statt rot sehenVerkehrslärm, Gedränge im Supermarkt und graue Fassaden – das Lebenin der Stadt ist wahrhaftig nicht unbedingt das gesündeste und verursachtfür unseren ganzen Körper Stress auf verschiedenen Ebenen. Umso erholsamerist deshalb ein kurzer Ausflug in die Natur. Anstatt also in derMittagspause durch irgendwelche Shops zu sausen, versuch’s mal miteinem kurzen Waldspaziergang. Aktivitäten im Grünen wirken sich nämlicherwiesenermassen positiv auf unser Wohlbefinden aus.88Chillzone einrichtenEs ist ziemlich schwierig abzuschalten, wenn im ganzen Zimmer Hausaufgabenund Lernmaterialien rumliegen. Deshalb ist es besonders wichtig,dass du dir zuhause eine ‹Chillzone› einrichtest – zum Beispiel deinBett, das Sofa oder dein Lieblingssessel. Dort herrscht strengstes Lernverbot,denn dieser Ort ist nur zur Entspannung nach der Schule oder inden Lernpausen reserviert.99With a little Help...Manche Hürden sind einfach zu hoch, um sie selber zu bewältigen. Undauch Familien-, Geld- oder Beziehungsstress werden nicht kleiner,wenn man ihn in sich hineinfrisst. Schäm dich deshalb nicht, die Leute indeiner Umgebung nach Hilfe zu fragen. Und wenn es Dinge gibt, die dulieber nicht mit Freunden und Familie diskutieren möchtest, oder dich einProblem dermassen belastet, dass du nicht mehr weiter weisst, wendedich an eine Beratungsstelle. Dort suchen Experten zusammen mitdir nach Lösungen – ohne, dass jemand davon erfährt. Beratungsstellenin deiner Region und Telefonnummern findest du zum Beispiel aufwww.feel-ok.ch.– 9 –


10Nervern aus dem Weg gehenKonflikte mit anderen Menschen gehören zu unserem Leben. Egal ob mitden Eltern, Freund oder Freundin und den Kollegen. Darum ist eswichtig, dass man lernt, mit alltäglichen Konflikten richtig umzugehen.Nur so lassen sich Probleme lösen, bevor sie zu gross werden. Suchedeshalb erstmal das Gespräch mit den ‹Nervern›, bevor du ihnen aus demWeg gehst, sage klar und deutlich was dich stresst und höre dir auch dieandere Seite an. Wenn du allerdings merkst, dass der Umgang mit gewissenLeuten dir über längere Sicht nicht gut tut, du in der Schule, beim Arbeitsplatzoder im Internet gemobbt, belästigt oder fertiggemacht wirst, solltestdu versuchen, den entsprechenden Leuten aus dem Weg zu gehen und miteiner vertrauten Person darüber sprechen. Wer sich lieber anonym beratenlassen möchte, findet Infos und Kontaktadressen auf www.tschau.chund www.lilli.ch.11AbtauchenKlar wär’s schön, zu irgendwelchen Thermen zu fahren und den ganzenTag im warmen Wasser rumzuhängen. Aber erstens fehlt dazu die Zeit undzweitens das Geld – dachtest du. Denn für einen Wellness Tag brauchstdu nicht durch die halbe Schweiz zu kurven, sondern dir ganz einfach malwieder ein duftendes Lavendelbad einlaufen zu lassen und dich einehalbe Stunde lang reinzulegen. Wer grad keinen Badezusatz zur Hand hat,kann sich übrigens auch in der Küche bedienen: Kräuter wie Rosmarin,Salbei und Minze wirken ebenso wohltuend und riechen genauso gut. Unddamit du nach dem Vollbad nicht gleich unter die Decke kriechst, versuch’sdanach mal mit einer Wechseldusche: Zuerst warm, dann kalt, und zwarimmer von Kopf bis Fuss. Nach drei Wiederholungen fühlst du dich frischerund erholter als nach einem ganzen Tag in den Thermen.1 2Eine To-Do-Liste verfassenTausend Dinge im Kopf aber keine Ahnung wo anfangen? Dann kanneine To-Do-Liste dir vielleicht weiterhelfen. Notiere dir, was es alles zu tungibt und streiche nach getaner Arbeit einen Punkt nach dem andern ab.‹To-Do-Listen sind sehr empfehlenswert, solange man sie realistisch hält›,erklärt Stress-Expertin Dr. Simone Grebner. Überlege dir also gut,welche Aufgaben du als Tages- oder Wochenziele einhalten kannst undnimm dir eine nach der anderen vor. Das Schönste an der To-Do-Liste istnämlich, wenn man diese am Abend zerreissen, zerknüllen und inhohem Bogen in den Abfalleimer werfen kann!13Pennen, Pennen, PennenRegelmässiger Schlaf ist wichtig für unser Hirn, denn in der Tiefschlaf-phase verarbeiten wir all das, was wir tagsüber gelesen, gehört und gelernthaben und speichern es sozusagen auf unserer Festplatte. Lern-Nachtschichtenbringen also genau das Gegenteil des gewünschten Zwecks. Deshalb:Licht aus!– 10 –


stRessOMeteRBist du mit Vollgas unterwegs?Oder eher mit angezogener Handbremse?Unser Stressometer verrät dir,wie dein Körper auf Stress reagiert.das Leben ist ein Dampfkochtopf: steigtder Druck zu sehr, pfeifen wir ausdem letzten Loch. Ist der Druck zu tief,dauert es ewig bis wir mit etwas fertigwerden. Wer also nur im grünen Bereich chillt,läuft Gefahr, vor Langeweile einzuschlafen,wer sich aber konstant unter Drucksetzt, riskiert früher oder später die Nervenzu verlieren. Wir empfehlen deshalbeinen bunten Farbenmix aus möglichst vielGrün, etwas Gelb und wenig Rot…Gelber BereichGleich geht’s los…So fühlt sich’s an: Erhöh-ter Puls und flache,schnellere Atmung, schwit-zige nde. Dein Körperschüttet Stresshormoneaus, Muskeln und Organewerden stärker durch-blutet als sonst. Dadurchkriegt auch dein Gehirneinen ‹Turbo-Boost›.Was passiert? Du bistkonzentriert, irgendetwasscheint dich voll und ganzin Anspruch zu nehmen.In diesem Bereich bist dubestens für körperliche undgeistige Aufgaben gewappnet.Dein Körper bereitetsich auf mentale undphysische Anstrengungvor, ist aber auch imstande,schnell wieder in den grünenBereich überzugehen.Grüner BereichGanz gechilltSo fühlt sich’s an: NormalerHerzschlag (ca. 60bis 80), Blutdruck (ca. 110bis 140) normale Körpertemperatur(36° bis 37,4°).Du fühlst dich gradeziemlich wohl in deinerHaut.Was passiert? Du fühlstdich den von dir verlangtenAufgaben gewachsen undentspannt.Im grünen Bereich verdautdein Körper optimal oderrichtet sich für ein kleinesNickerchen ein.Ist mein Puls normal?807060‹Wie viele Herzschläge pro Minute als normalgelten, da gehen die Meinungen auseinander. Grundsätzlichkann der Wert bei Jugendlichen zwischenknapp 50 und 100 Schlägen pro Minute variieren –eine breite Spanne. Anlass für eine Abklärung beimSpezialisten ist lediglich, wenn das Herz einfachso zu «rasen» beginnt. Aber keine Angst: Auch beimHerzrasen handelt es sich meist um gutartigeangeborene Herzrhythmusstörungen, die sich einfachbehandeln lassen.›Dr. med. Gerhard JungaKardiologe und Spezialist für Innere Medizin FMH10090120160180200Pulsschläge/minRoter BereichJetzt wird’s brenzlig!So fühlt sich’s an: Das Herzrast, nde und Füssesind eiskalt. Du fühlst dichmüde und ausgelaugtund könntest trotzdem unmöglichein Auge zu-machen oder etwas essen.Kopfweh und andereSchmerzen machen sich bemerkbar,Sorgen undÄngste rasen durch deinenKopf.Was passiert? Du läufsttotal am Limit, schiebst Panik!Die Situation überfordertdeinen gesamtenKörper.Momentan verbrauchtdein Körper zuviel Energie,dadurch wird dein gesamterOrganismus inklusiveImmunsystem geschwächt.Für kurze Zeit keinProblem. Aber wer sich zuoft und zu lange in diesemZustand befindet, riskiertbleibende körperlicheund psychische Schädenund sollte sich unbedingtvon einer Fachpersonhelfen lassen.– 14 –


Die Zürcher Rotpunkt Rigi Apotheke liegtmitten im Hochschulquartier nebenKantonsschule und Universitäten. Mit gestresstenSchülern und Studenten kenntsich Apothekerin Katharina Holenweg deshalbbestens aus.naCHgefRagtagtWas sind die häufigsten stressbedingtenBeschwerden, unter denen ihrejüngeren Kunden leiden?Vor allem Nervosität, Unruhe, Kopf-und Bauchschmerzen und Schlafstörungen.Oft kommt’s auch zu Appetitlosigkeit,Reizbarkeit oder Zurückgezogenheit.Wie gut helfen denn Omas Hausmittelchenwie Kamillentee undwarme Milch um runterzukommen?Klar wirken gewisse Pflanzen oder Inhaltsstoffein Tees beruhigend. Bei Milchund Honig ist es allerdings eher der Placebo-Effekt und die Erinnerung an frühere Zeiten,die wirken mag. Da spricht allerdingsüberhaupt nichts dagegen, solange eswirkt! Placebo hat in der Medizin einegrosse Bedeutung.Vitamine sind gerade in anstrengendenZeiten wichtig für den ganzen Körper,oder?Gewisse Stoffe werden bei Stress vermehrtverbraucht, zum Beispiel B-Vitamine,Zink, Magnesium. Da kann ein Ernährungszusatzhelfen, auch bei Appetitlosigkeitkann das kurzzeitig eine guteLösung sein. Aber langfristig bietet eineausgewogene Ernährung die beste Vitaminzufuhr.Ist das Bedürfnisnach aufputschendenMedikamentendenn ihrer Meinungnach gestiegen in denletzten Jahren?Das denke ichschon, ja. Die Anforderungenund die Mentalität unserer Zeitsind anders als früher.Man muss alles inmöglichst knapper Zeit möglichst gut hinbekommen.Nicht alle Leute in unserer Gesellschaftsind imstande, da mitzuhalten.‹es giBtLeRCHen Unde ULen.›Bei Stress können auch Kopfwehund Migräne auftreten. Was lässt sichdagegen tun?Oft handelt es sich bei Kopfschmerzenum Spannungsschmerzen, da können bei-Prüfungsangst,Migräne undVerspannung:ApothekerinKatharina Holenwegkennt dieStress-Symptomejunger Menschenspielsweise gezielte Körper- und Entspannungsübungenhelfen. Wer plötzlich undoft an Kopfschmerzen leidet, sollte die Ursachenunbedingt bei einem Facharzt abklärenlassen.Viele Leute kommenmorgens einfach nichtrecht auf Touren.Was lässt sich dagegenmachen – ausserEnergydrinks undKaffee reinzukippen?Energydrinks sindsicherlich nicht die optimaleLösung, denn sie enthalten extremviel Zucker. Ausserdem wird durch Koffeinder Köper ständig künstlich aufgeputscht,was eigentlich nicht wirklich nachhaltig istauf lange Sicht. Ich sage immer: Es gibt Lerchenund Eulen, letztere sind eher amNachmittag oder gar spät abends aktiv, dieLerchen dafür in den frühen Morgenstunden.Wann immer möglich, sollte man versuchen,sich am eigenen natürlichen Biorhythmuszu orientieren. Schule oder Job– 15 –lassen das oft leider nicht zu, beim Lernenkann man’s sich aber teilweise ein bisscheneinrichten.Jetzt ReiCHt’s!Du merkst, dass sich was ändern muss,wenn…● deine Probleme dir öfter den Schlafrauben● dich nichts mehr glücklich macht● du dich wertlos fühlst● ohne Drogen, Medis oder Alkoholnichts mehr geht● du zu gar nichts mehr Lust hast● du dich mehr und mehr von Familieund Freunden distanzierst● du viel zuviel oder viel zu wenig isst● du dich jeden Morgen vor Arbeit,Schule oder Kollegen fürchtestWende dich als erstes an vertraute Personenoder kontaktiere anonym dieNummer 147 der Pro Juventute perTelefon oder SMS.


Tief durchkauenSchweissausbrüche, Herzklopfen undder Magen fühlt sich an wie im Sinkflug?Typische Prüfungsangst. Dagegenhilft am besten tiefes Durchatmenund Zeller Entspannung* Filmtabletten.20 Filmtabletten, CHF 11.90Max Zeller Söhne AGHappy HautUnsere Haut ist nicht nur das grösste,sondern auch ein sensibles Organund reagiert auf Einflüsse von innen undaussen gleichermassen empfindlich.Bi-Oil kümmert sich schonend umNarben, trockene Haut, Dehnungsstreifenund andere ‹Brandzeichen› destäglichen Lebens. Anwendbar am ganzenKörper und für alle Hauttypen.Hautpflege à 60 ml, CHF 17.50Doetsch Grether AGTea TimeDie Engländer wissen nicht nur inSachen Mode und Musik Bescheid,sondern auch wenn’s um Entspannunggeht: Nichts fühlt sich nach einemanstrengenden Tag besser an als ein war-mes Tässchen Tee, zum Beispiel‹Happy Balance› von Sidroga Wellness.Der wirkt entspannend undschmeckt herrlich frisch nach Oran-genblüten, Zitronenverbena undLemongrass.Packung à 20 Beutel, CHF 5.90Sidroga AGdOn’t dOit YOURseLf!Auch ‹natürliche› undhomöopathische Mittelchenhaben ihre Nebenwirkungen!Lass dich deshalb unbedingtvon uns beraten, bevor dueigenmächtig in denMedikamentenschrankgreifst.MaskenballDie Avène Feuchtigkeitsmaske beruhigtHautreizungen, Rötungen undunangenehmes Kribbeln mit denWirkstoffen aus Thermalwasser, Glykolen,Färberdistel-und Kokosnussöl.Ob du die Maske mit oder ohne ‹Gurkenbrille›trägst, überlassen wir dirselbst…Feuchtigkeitsmaske à 50 ml,CHF 25.90Pierre Fabre (Suisse) SA– 17 –


faCts & figUResDas Leben ist schon stressig genug, könnte man meinen. Nichtsdesto trotz werfen wir dir an dieser Stelle auch noch tonnenweiseZahlen und Fakten zum Thema Stress um den Kopf.gestresst$$$Geldprobleme sind der weltweite Hauptgrund Nummer eins fürStress. Daran wird sich in naher Zukunft wohl leider nicht vieländern…Mehr als ein Drittel der SchweizerErwerbstätigen empfindet häufig odersehr häufig Stress, das ergabeine Studie des Staatssekretariats fürWirtschaft aus dem Jahr 2011.Das sind rund 30 Prozent mehr alsnoch vor 10 Jahren!Schläfst duschon?Nein, du?Nein, ich bin auch nochwachHm, wirklich blödUnd jetzt? Schläfst du?8 kgpro PersonNeinJaNein, und du?Bist du immer nochwach?Jedes Jahr verbrauen Herr und Frau Schweizer durchschnittlich etwa 8 KilogrammBohnen zu Kaffee. Übrigens: Die Schweizer sind nicht nur Kaffeeliebhaber,sondern auch Kaffeehändler. Ungefähr drei Viertel des weltweitenKaffeehandels wird nämlich über die Schweiz abgewickelt, Kaffee gilt deshalbals wichtigstes Exportgut der Schweiz.– 18 –Rund 6,7 Milliarden SMS wurden vorletztesJahr in der Schweiz verschickt. Das macht imDurchschnitt mehr als 1’200 SMS pro Minute.Klingt irgendwie recht stressig, oder?Zahlen: Bundesamt für Kommunikation


Pssst…!Einstecken oderdavonrennen – ihrhabt die WahlfigHten OdeR fLieHenMuskeln anspannen, Herzschlag und Blutdruck erhö-hen, Hormone ausschütten – bereit für den Kampf! Un-ser Körper reagiert heutzutage genau gleich auf Stresswie zu unserer Zeit als Höhlenmenschen. Und dies ausgutem Grund, denn unsere körperliche Reaktion aufStresssituationen hat unseren Vorfahren mehr als einmaldas Leben gerettet. Auch wenn also heutzutage nichtMammut und Säbelzahntiger, sondern eher Chef undSchule für Herzrasen verantwortlich sind, die Optionensind dieselben geblieben: davonrennen oder kämpfen.Coupon ausschneidenund günstiger odersogar gratis insAlpamareBaUCHgefÜHLEmbryos kriegen im Mutterleib buch-stäblich alle Bauchgefühle ihrer Mamimit, da von der Mutter ausgeschütteteHormone sich auch aufs Kind auswirken.Es wird ausserdem vermutet, dass zuviel Stress in der Schwangerschaft beimKind eine lebenslange erhöhte Stressempfindlichkeitbewirken kann.sWeat, BaBY, sWeatDer Kosmetikhersteller Nivea untersuchtein einer Umfrage mit 22’000 Befragtenaus 22 verschiedenen Ländern,wie die Menschen in verschiedenen Ländernmit Stress umgehen – und natürlichauch, was sie am meisten stresst. 42 Pro-zent der Schweizer gaben dabei an, vorallem beim Umgang mit Deadlines undbeim Aufpassen auf Kinder ins Schwit-zen zu geraten, 21 Prozent der Brasilia-ner lassen sich öfter von der Hausarbeitins Bockshorn jagen und 49 Prozent derPortugiesen beim Kochen. Besonders vielStress bei Dates empfinden scheinbar Bewohnerder Vereinigten Arabischen Emirate(28%), Dänen (25%), Schweden(24%) und Finnen (21%). Quelle: Nivea, 2013‹Wäre ich dochErnährungsberatergeworden…›sex gegen stRess?Sex macht instressfreien Zeitennoch mehr SpassKörperliche Nähe hilft gegen Stress.Dementsprechend stresssenkend ist deshalbauch sexueller Kontakt. Beim Sexschüttet unser Körper Oxytocin und Endorphineaus und sorgt so für ordentlichGlücksgefühl und ‹rosarote Brille›. ‹Allerdingsist Sex keine langzeitige Bewälti-gungsstrategie für den Umgang mitStress›, weiss der Psychologe André DellaCasa. Anstatt also ständig im Bett Dampfabzulassen, sollte man sich auf langeSicht lieber nach konkreten Lösungenund nachhaltigeren Bewältigungsstrategienumsehen.HaRt VeRdientes geLdAlljährlich veröffentlicht die US-amerikanischeJobplattform Career Cast eineListe der stressreichsten und -ärmstenBerufe des Landes. Unter den Top Tender stressigsten Jobs finden sich vor allemBerufe mit hohem Gefahren- undVerantwortungspotential wie Militär-general, Fotoreporter, Feuerwehrmann,Unternehmensführer oder Pilot. Aberauch Taxifahrer scheinen’s in den USAnicht leicht zu haben. Ein weitgehendstressfreies Berufsleben geniessen lautder Studie zum Beispiel Uni-Professoren,Juweliere und Ernährungsberater.Quelle: CareerCast, 2013Bring diesen Talon bis zum 28. Novemberin einer Rotpunkt Apotheke indeiner Nähe vorbei und nimm an derVerlosung teil.Vorname, NachnameStrasse, Nr.PLZ, Ort‹?› VeRLOst:4 gRatiseintRitte fÜRsaLPaMaRe !Was gibt es besseres um abzuschaltenals einen feucht-fröhlichen Tagim Alpamare? Lass dir auf derRutschbahn ordentlich den Kopfdurchspülen oder entspanne gemütlichim Wellness-Bereich.Zur Teilnahme brauchst du lediglichden untenstehenden Talon biszum 28. November in einer RotpunktApotheke in deiner Nähe abzugeben.Und Dank dem 20-Prozent-Talon habenauch alle anderen ‹?›-Lesereinen Grund mehr, sich in die Flutenzu stürzen!ROTPUNKTAPOTHEKE20 % gÜnstigeR!Gib diesen Talon an derKasse ab, und du sparst20% beim Eintritt!

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