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Heimatmuseum: »Schatztruhe derVergangenheit«, zeigt die Geschichtevon Bad Hall beginnend mit denbäuerlichen und handwerklichen Erwerbsmöglichkeitenbis hin zur entscheidendenWandlung zum Kurort:Orts- und Regionalgeschichte,W affenschmiede,Geschichte des Heilbades,Gustav Mahler in Bad Hall,bäuerliche Wohnkultur, großer Mostkeller,Geschichte der Bad HallerSiebenbürger Sachsen.Handwerkermuseum: »Verachtetmir die Meister nicht«. Es präsentiertauf einer ganzen Etage 22Landhandwerke mit deren ArbeitsundLebensbedingungen, Zunftwesenund Brauchtum. Bei jedemHandwerk sind die originalen Werkzeugeund Geräte zu sehen. Auchder Strukturwandel im Banne derIndustrialisierung ist ein Thema.Haustürenmuseum: Die 1. Haustürensammlungder Welt! Bei über100 Türen und Toren aus demTraunviertel kann man viel Interessantesüber die Symbolik auf Haustürenerfahren. Weitere Aspekte:die Fertigung von Türen und Toren,der Gebrauch des Fallschlüsselsund der Türklopfer. Mit einer Sprichwörtersammlungwird die Aufzeichnungdes Brauchtums rund um Türund Tor abgerundet.13


Stadtpfarrkirche: Mit ihrem 60mhohen Turm einer der schönstenneugotischen Bauten Oberösterreichs,1866-1888 vom Linzer DombaumeisterOtto Schirmer erbaut.1985-1988 wurde die Kirche saniert,da der Turm einzustürzen drohte.Hochaltar aus französischem Sandsteinmit Jesus, dem Welterlöser,der hl. Margaretha und der hl. Cäcilia.Glasfenster mit Bildern aus demfreudenreichen, dem schmerzhaftenund dem glorreichen Rosenkranz,hochwertig geschnitzte Seitenaltäre.Im Jahr 2000 wurde die neue Orgel(Rieger) mit 29 Registern geweiht.Weißer Riese: Tassilo III., Herzogvon Bayern und Gründer des StiftesKremsmünster (777). Ursprünglicham Hauptplatz wurde die Gedenkstatue1999 im Zuge der Neugestaltungdes Platzes in die Kirchenstraßeverlegt. Eine Skulptur des PfarrkirchnerBildhauers Josef Diethör(1919-2006). Von ihm stammen unteranderem auch das Grillparzer-Relief in der Eduard-Bach-Straße,die Kreuzigungsgruppe in der EvangelischenLukaskirche, der Nikolausbrunnenin Waldneukirchen und derDorfbrunnen in Adlwang.14


Hl. MargarethaMargarethenkapelle: vor 1298 erbaut,ältestes Gebäude und Wahrzeichenvon Bad Hall (im Stadtwappenabgebildet). Früher Filialkircheder Pfarre Pfarrkirchen, nach derGründung der Pfarre Bad Hall 1784wurde sie Pfarrkirche. Nach Errichtungder neuen Kirche 1888 als Kindergarten,Mädchenarbeitsschule,Schwesternwohnung, Jugendheimund Pfarrsaal genutzt. 1982 Adaptierungder gotischen Kapelle: ehemaligesAltarbild mit hl. Margaretha,neue Glasfenster von Prof. Kolbitschmit Bezug zur Geheimen Offenbarungdes Johannes.Schloss Hall: bei der Stadtpfarrkirche,Linzer Straße 1, heute Seniorenwohnhausder Caritas, ursprünglichder weltliche Sitz des Ortes Hall(das geistliche Zentrum lag in Pfarrkirchen).Etwa zur Zeit der WittelsbacherHerrschaft über Hall (13. Jh.)stand hier wahrscheinlich eine kleineBurg mit unterirdischen Fluchtgängen(Reste davon im Keller).1644 wurde die Herrschaft Hall anden Grafen Trautmannsdorff verpfändet,der hier ein standesgemäßesRenaissanceschloss erbauenließ.15


Hotel HallerhofVilla PfannerVilla Dr. PorscheHotel HallerhofJugendstil in Bad Hall: Die Jugendstilbewegungzu Beginn des 20. Jh.war weit mehr als eine architektonischeModeerscheinung. Jeder Alltagsgegenstandwurde als künstlerischformbares Produkt von Handwerkernspezifisch gestaltet. Mit derNatur und dem menschlichen Körperals Vorbild wurden qualitätsvolle Produktein einer neuen Formenspracheerzeugt. In dieser Phase wurde derArchitekt Mauriz Balzarek für BadHall zur Leitfigur des Jugendstils.Durch ineinandergreifende Baukörperund die sorgsame Verwendungvon dekorativen Elementen entwickelteer eine bürgerliche Baukultur,die in der Spätphase des Jugendstilsnoch einmal ihren ganzen Prunk entfaltete.Gemeinsam mit den Handwerkernwurden Gesamtkunstwerkegeschaffen wie das Meisterwerk, dieLandesvilla, eindrucksvoll beweist.Unter Balzareks Einfluss entwickeltesich eine Baumeisterarchitekturdurch August Lang und Kollegen.Merkmal dieser Architektur ist diegute Gliederung der Baukörper mitromantisch verspielten Details ausdem Geist des Jugendstils.Mauriz Balzarek: Landesvilla, EingangshalleForum Hall, Musikpavillon,Villa Dr. Porsche (bei der Pfarrkirche),Friedhofskapelle, Park-WC16


Landesvilla: berühmtester JugendstilbauOberösterreichs. 1912-1914nach Plänen von Mauriz Balzarekerrichtet für den erwarteten Besuchdes deutschen Kaisers Wilhelm II.,der in Bad Hall einen Kuraufenthaltplante. Wegen Ausbruch des 1. Weltkriegeskam es jedoch nicht dazu.Viergeschossiger Bau mit steilemSatteldach, mit zwei jeweils dreiachsigen,hervortretenden Risaliten mitfloral verzierten Rundfenstern; betonterEingangsbereich mit Rundbogenfensternund Dekorelementen desJugendstils; unter Denkmalschutz,inBesitz des EurothermenResort.Bahnhof: Bahnstrecke Rohr– BadHall (1887-1989), Steyrtal-BahnstreckePergern – Bad Hall (1891-1953).Das Bahnhofsgebäude aus dem Jahr1905 wurde 1914 im Jugendstil erweitert:ausgeprägte Krüppelwalmdächermit Mansardenfenstern, holzverschalteGiebel, Bahnsteigdach aufEisenstützen mit jugendstilartigenSäulenkapitellen. Unter Denkmalschutz.Bis 1989 Personen- und bis1992 Güterverkehr. 2009 innen umgebaut,beherbergt heute ein Cafésowie zwei kleine Gewerbebetriebe.Es ist nun zentraler Bestandteil desEinkaufszentrums »Am Bahnhof«.17


Blick aufsRathausHauptplatz: ellipsenförmig, gesäumtvon vielen, schönen Bürgerhäusern,von denen die meisten im19. und 20. Jh. Hotels und Pensionenwaren. Wurde zweimal von großenBränden zerstört. Das Rathausmusste 1855 der Eduard-Bach-Straßeweichen und wurde an der heutigenStelle neu errichtet. Der Hauptplatz,zuletzt 1999 neu gestaltet,w arimmer schon beliebter Treffpunktder Kurgäste und der Einheimischen:Man kann in den Geschäften flanieren,das bunte Treiben in der Stadtbeobachten und in den Schanigärten»genüsslich« verweilen.Weißer Riese,StadtpfarrkircheHistorische Führungen: Wir freuenuns, dass Sie bei uns zu Gast sindund sich für die Geschichte unseresKur- und Urlaubsortes interessieren.Wir bieten Ihnen regelmäßig Führungenan: durch die Stadt Bad Hallund den Nachbarort Pfarrkirchen.Die Termine entnehmen Sie bittedem aktuellen Veranstaltungskalender.Treffpunkt: Tourismusbüro, Dauer:ca. 1,5 Std., Teilnahme: kostenlos!Auch zu anderen Zeitpunktenorganisieren wir gerne eine historischeFührung für Sie (ab 5 Personen).Anmeldung und Informationenbeim Tourismusbüro Bad Hall.18


KremsmünsterBenediktinerstift KremsmünsterStiftskircheKaisersaalTassilokelchKunstsammlungBibliothekSternwarteFischkalterMoscheeMusikinstrumenten-MuseumSchloss KremseggRaritäten der BläsermusikFranz SchubertDas »Clavierland«Friedrich GuldaRokokokirche KirchbergMarkt KremsmünsterBaum mitten in der WeltWettermacher-Ortsführung21222223232424252526272728282929303019


Marktgemeinde KremsmünsterFläche: 42,19 km 2 , davon 72% landwirtschaftlicheFläche und 16% Wald Einwohner: 6.664 Seehöhe:345 bis 488mLage: Eingebettet in die geschützte Talniederung desKremsflusses und die abwechslungsreich gegliedertenHangflächen des Voralpengebietes liegt auf historischemBoden, am Rande des Städtedreiecks, derMarkt Kremsmünster, von Linz 33 km, von Wels 18 kmund von Steyr 28 km entfernt.Geschichtliches: Stift Kremsmünster wurde im Jahr777 von Bayernherzog Tassilo III. gegründet. Der Ortwurde 1489 durch Kaiser Friedrich III. zum Markt erhoben.Beschreibung des Ortes: Im Kulturgeschehen ist dieMusik dominierend, sei es bei Konzerten, gesungenoder gespielt, klassisch oder modern, kirchlich oderweltlich. Sie findet das ganze Jahr über statt, in den Kirchenund Wirtshäusern genauso wie im KulturzentrumKino, im Konzertsaal von Schloss Kremsegg, im Kaisersaaldes Stiftes ... Bedeutend ist auch der »Dilettantentheaterverein1812 Kremsmünster« mit seinen Aufführungenim historischen Theaterhaus am Tötenhengst.Wirtschaft: Kremsmünster verfügt über ca. 3.100 Arbeitsplätze,mehr als 200 Unternehmen, daneben gibtes noch mehr als 200 Kleinbetriebe und rund 200Landwirte.Marktgemeindeamt KremsmünsterA-4550 Kremsmünster, Rathausplatz 1Tel. +43(0)75 83/52 55-0, Fax +43(0)75 83/70 49www.kremsmuenster.at, gemeinde@kremsmuenster.at20


Benediktinerstift KremsmünsterDas Stift bildet in allen seinen Teilen, in seiner innerenund äußeren baulichen Gliederung, ein imponierendesGesamtkunstwerk. Die Barockzeit hat hier, wie bei denmeisten oberösterreichischen Klöstern, das heute vorherrschendeArchitekturbild geschaffen. Das »Kloster ander Krems« ist ein mächtiger Baukomplex, reich gegliedert,überragt von der doppeltürmigen Westfassade derStiftskirche und der 50m hohen Sternwarte. Es zählt zuden größten, bedeutendsten und ältesten KlosteranlagenÖsterreichs. Außer St. Peter und Nonnberg in Salzburgist kein bestehendes Kloster älter.777 wurde das »Münster an der Krems« zu Ehren desWeltheilands geweiht. Bayernherzog Tassilo III. stattetedie Neugründung mit reichem Landbesitz und einemgewaltigen Missions- und Arbeitsauftrag aus: von derTraun bis an die Enns, von St. Florian bis zum Almsee.Das Seelsorgegebiet der heute vom Stift Kremsmünsterbetreuten 26 Pfarreien deckt sich noch zum Teil mitdem damaligen Missionsbereich in der Südostecke desbayerischen Herzogtums.Das Stift ist ein geistliches Zentrum, aber auch eine pädagogischeInstitution, eine Forschungsstätte, ein Wirtschaftskörperund ein Museum. Seit 1200 Jahren ist esein Ort, der geprägt ist von der benediktinischen Spiritualitätdes Betens, Arbeitens und der geistigen Auseinandersetzung– nach dem Motto ora-labora-lege.Benediktinerstift KremsmünsterA-4550 Kremsmünster, Stift 1Tel. +43(0)75 83/5275-150, www.stift-kremsmuenster.attourismus@stift-kremsmuenster.at21


GunthergrabErdgeschossdes NordturmesStiftskirche: Nachdem Brände diefrühromanische, im Jahr 1082 geweihteKirche unbrauchbar gemachthatten, musste ein Neubau errichtetwerden. 1277 wurde das Langhausvollendet. Unter Abt Anton Wolfradt(1613-39) erreichte die erste Barockwelledie Kirche. Ihre endgültige Gestaltbekam sie unter Abt ErenbertSchrevogl (1669-1703). Er beauftragteoberitalienische Baumeisterund Stukkateure, die in kurzer Zeit(1680-82) die Kirche dem neuenIdeal anpassten. Das Hochaltarbildvon Andreas Wolf wurde nach 12-jähriger Arbeitszeit 1712 vollendet.Kaisersaal: Abt Erenbert Schrevoglließ Ende des 17. Jh. durch CarloAntonio Carlone diesen Saal errichten.Das Deckenfresko ist ein Werkdes Münchners Melchior Steidl. Dieserhatte gerade die Stiftskirche vonSt. Florian ausgemalt, als ihn derAbt beauftragte, die fast flache Deckezu freskieren. Steidl verkleinertedie Fläche, indem er über dem Abschlussgesimseine wuchtige, denRaum illusionistisch durchbrechendeBildarchitektur auftürmte. An denWänden: die Herrscher der HabsburgerDynastie, gemalt von MartinoAltomonte (1721).22


SchatzkammerTassilokelch: Der bayerische Herzog,Tassilo III., und seine Gemahlin,die langobardische KönigstochterLiutpirg, haben sich hier einDenkmal gesetzt. Die Inschrift amKelchfuß: Tassilo, tapferer Herzog,Liutpirc, königlicher Spross. Hauptsächlichder Inschrift wegen wird erals Hochzeitskelch angesehen undauf etwa 769 datiert. Auf der Kuppa:Christus umgeben von den Evangelisten.Auf dem Fuß: die Gottesmutter,vielleicht das älteste Marienbildnördlich der Alpen. Der Kelch stehtheute noch bei feierlichen Gelegenheitenin liturgischer Verwendung.WolfradtsaalKunstsammlung: Wie in den großenkulturellen Zentren war auch im Stiftdas 17. Jh. die Zeit der großen Sammeltätigkeit.Unter Abt Wolfradt erhieltdie Sammlung eines ihrer wertvollstenObjekte: den »Sippenaltar«von Michael Coxcie (1540), dem»Nordischen Raffael«. Abt Schrevoglerwarb viele niederländische Bilderdes 16. und 17. Jh.: »Die Heilige Sippe«von Dirk Vellert, die »Vier Elemente«von Jan Brueghel d. Ä. Im18. Jh. wurden Werke einheimischerKünstler gesammelt: Martino undBartolomeo Altomonte, KremserSchmidt, J. G. Schwanthaler ...23


Bibliothek: Jedes Benediktinerklosterbraucht religiöse Literatur, umein Leben nach der Regel führen zukönnen. So ist auch in Kremsmünstervon Anfang an eine Bibliothekvorauszusetzen. Älteste Zeugen dafürsind Fragmente einer Prophetenhandschriftaus dem 8. Jh. Erhaltenhaben sich die beiden Codices Millenarii(um 800 bzw. zweite Hälfte des9. Jh.), die in der Schatzkammer gezeigtwerden. Gegenwärtig umfasstder Bestand etwa 400 mittelalterliche,1400 neuere Handschriften,630 Wiegendrucke (bis 1500) undca. 140 000 Bände späterer Drucke.MineralogischesKabinettSternwarte: »Das erste HochhausEuropas«, Observatorium und Museumzugleich, wurde 1748-59 errichtet.Der Ordensmann der damaligenZeit wollte »seinen Gott ausseinen Werken durch Forschen undStudieren kennen lernen«. Der Bauweist mit seiner strengen Fassadengliederungauf eine klare, innereOrdnung hin. 1. Stock: Geologie undPaläontologie, 2. Stock: Mineralogie,3. Stock: Physik, 4. Stock: seit 1880Zoologie und Botanik, vorher Gemäldegalerie,5. Stock: Anthropologie,6. Stock: Astronomie, 7. Stock: Kapelleund Aussichtsterrasse.24


Fischkalter: Wie aus einem Gusswirkt die einzigartige Barockanlage.Ihre fünfbeckige, durchgehend arkadierte,symmetrische Erscheinungsformgeht jedoch auf einen Bau desCarlo Antonio Carlone von 1690-92zurück sowie auf einen Umbau JakobPrandtauers, der im Jahr 1718beendet war. Die Brunnenfigurenstellen Samson, David, Neptun, Triton,Petrus und Tobias dar. Die alsUnikat geltende Anlage stellt eineder interessantesten BauschöpfungenÖsterreichs dar und zählt darüberhinaus zu den künstlerisch bedeutendstenNutzbauten überhaupt.Moschee: Die architektonische Kulissedes alten Ziergartens bildetedas Obergeschoss dieses Gartenhauses,bekannt unter dem Namen»Moschee«. Eine Kuriosität barockerLebensart: ein Gartenhaus im orientalischenStil. Abt Bonifaz Negeleließ es 1640-42 zweigeschossig anden Steilhang bauen. Von der südöstlichvorgelagerten kleinen Terrassebietet sich ein herrlicher Blick aufden Markt Kremsmünster. Abt Negele(1639-44) brachte das Stift anden Rand des wirtschaftlichen Ruinsund musste auch aus moralischenGründen abgesetzt werden.25


Schloss KremseggMusikinstrumenten-MuseumHaus der KulturHerren aus dem vergessenen Geschlecht der Rot erbautendas Schloss im Mittelalter als adeliges Anwesenauf einem Hügel rechts der Krems. Eine frühe Erwähnungfindet sich 1235.Im 16. Jh. war es der Sitz der protestantisch gesinntenAdelsfamilie Grünthaler. Im Zuge der Gegenreformationmusste sie das Land verlassen. Anton Wolfradt, einerder bedeutendsten Äbte des Stiftes Kremsmünster,kaufte 1627 das Schloss, was eine lateinische Inschriftüber dem Hauptportal dokumentiert.Wie das Stift erhielt das Schloss 1726 unter Abt AlexanderStrasser eine lange Mauer um das Areal. Auch JakobPrandtauer beschäftigte sich planerisch mit Kremsegg.Seit dem 19. Jh. verlor das Schloss immer mehr an Bedeutung.Schließlich wechselten rasch die Besitzer. InErinnerung bleibt das Wirken der Gräfin Therese Kinskyund des Industriellen Werner Lutzky.Seit 1996 ist Schloss Kremsegg mit seinem internationalrenommierten Musikinstrumenten-Museum ein attraktivesZiel für Kulturtouristen und ein Geheimtipp für Familien.Denn ausgewählte Instrumente selbst anzuspielen,macht Spaß – mit oder ohne Kinder!Musikinstrumenten-Museum Schloss KremseggA-4550 Kremsmünster, Kremsegger Straße 59Tel. +43(0)75 83/5247-0www.schloss-kremsegg.at, info@schloss-kremsegg.at26


ZarenhornRaritäten der Bläsermusik:Die erste und im wahrsten Sinnedes Wortes »glänzendste« Ausstellungim Haus. Zu sehen sind dieHighlights der riesigen Sammlungan Blasmusikinstrumenten.Chronologisch geordnet bilden dieObjekte einen Bogen: angefangenvon einfachen Hörnern, über Trompetenund Posaunen bis zur Erfindungder Ventile und der Entwicklungdes Jazz. Ausgewählte Stückekann man selbst ausprobieren, alsidealen Museums-Spaß.Franz Schubert: Schloss Kremsegggehörte lange zum Besitz des Stiftes,wo vor rund 200 Jahren FranzSchubert ein gern gesehener Gastwar. Ein Hörraum lässt die Klangweltjener Zeit wieder auferstehen.Bevorzugt musizierte man seinerzeitin privaten Räumen und bürgerlichemAmbiente. Auf Schloss Kremsegggibt es zwar keine ausgesprochene»Schubertiade«, aber regelmäßigkammermusikalische Konzerte.Außerdem wird hier auch dertraditionelle »Musiksommer Kremstal-Pyhrn«organisiert.27


Das »Clavierland«: Es erstrecktsich mittlerweile über das ganzeerste Stockwerk. Museumspädagogischaufbereitet erfassen die Besucherdie Geschichte des europäischenKlavierbaus und seine technischenVoraussetzungen.Vor allem sehen und hören Sie aberwertvolle Instrumente aus den bestenKlavierbau-Werkstätten Europas.Mozart spielte seine Klaviermusiknoch auf kleinen Hammerflügeln.Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstandendie großen Konzertflügelwie wir sie heute kennen.Friedrich Gulda: Er war Mozart-Verehrer, Tasten-Genie, mitunter einEnfant terrible und ein ewig Suchendernach »befreiten Klängen«.Dazu war diese Musikerpersönlichkeitauch noch Wahl-Oberösterreicher.Es lag nahe, seinen Nachlasszu übernehmen und ihm im Museumeine Personale zu widmen:Ein lebendiges Mosaik aus privatenErinnerungsstücken, autobiographischenTexten, unzähligen Veröffentlichungenund jeder Menge Musik,quer durch sein gesamtes Œuvre.28


Rokokokirche Kirchberg: Nordöstlichdes Stiftes befindet sich diereizende Kaplaneikirche Kirchberg,eine der schönsten Rokokokirchendes Landes. Sie wurde im 11. Jh. alsPfarrkirche von Kremsmünster erbautund 1098 zu Ehren des hl. Stephanusgeweiht. Die Statuen amHochaltar: hl. Stephan, hl. Benediktund hl. Plazidus. Die Figuren aufdem Hochaltargesimse stellen dievier damals bekannten Erdteile dar:Amerika, Asien, Europa und Afrika.Die Orgel von Kirchberg ist die einzigeerhaltene bedeutende Mooser-Orgel in Oberösterreich.Marktrichterhausin derHerrengasseMarkt Kremsmünster: Schon baldnach der Gründung des Klostersbildete sich eine dörfliche Niederlassung,die sich in ihrer Anlage an denbeiden Stiftseingängen orientierte:beim Eichentor im Norden und imBereich der »Langen Stiege« im Süden,wo sich der älteste Dorfplatzbefindet. Er liegt in der Herrengasseam Bäckerberg, eine Stiege führtzum heutigen Rathausplatz. Dienördliche und die südliche Siedlungbildeten im Spätmittelalter das DorfKremsmünster. Auf die Bitte desAbtes hin erhob Kaiser Friedrich III.1489 das Dorf zum Markt.29


Baum mitten in der Welt: Er befindetsich am Gustermairberg. 488müber dem Meeresspiegel bietet sichhier ein grandioser Ausblick. Der»Baum mitten in der Welt« heißt so,weil sein Standort 1823 unter KaiserFranz I. zu einem Koordinatenursprungder österreichischen Katastervermessungwurde. Der »Baum«war bis zum Jahr 1929 eine alte,mächtige Linde. In Adalbert Stifters»Nachsommer« war sie Vorlage fürden »Kirschbaum«, von dem aus dieBewohner des Rosenhauses ihre Besitzungenbetrachteten. 1916 wurdeeine neue Linde gepflanzt.Wettermacher-Ortsführung: Der»Wettermacher von Kremsmünster«führt Sie durch das Stiftsareal undden historischen Markt: Marktplatz,Kirche St. Johann, Bäckerberg, Herrengasse,Marktrichterhaus, Theaterhausam Tötenhengst (Heimat derältesten aktiven Laienbühne Österreichs).Führungen ab fünf Personennach Vereinbarung. Dauer: ca.1,5 Std. Es besteht die Möglichkeit,die Führung gegen einen Aufpreismit abschließendem Wettermacher-Kaffee oder Wettermacher-Menü zubuchen. Infos und Buchungen imTourismusbüro Kremsmünster.30


AdlwangWallfahrtskircheGnadenbrünnleinGoldene SamstagnächteWaldlehrpfadFilialkirche St. BlasienNikolauskapelle und Hl. QuelleKultstein »Die Hand«Kugelsteine333334343535363631


GnadenbrünnleinGemeinde AdlwangFläche: 17,20 km 2 Einwohner: 1.700 Seehöhe: 419 mLage: Adlwang, der älteste Wallfahrtsort Oberösterreichs,im Kurbezirk Bad Hall gelegen, lädt inmitteneiner romantischen Landschaft mit sattgrünen Wiesenund sauberen Wäldern zu ausgiebigen Wanderungenund Spaziergängen ein.Geschichtliches: Im Jahre 1180 wurde Adlwang erstmalsurkundlich erwähnt. Im November 1794 wurdeeine eigene Pfarre gegründet. Erst viel später, nämlicham 21. Januar 1893, wurde die eigenständige GemeindeAdlwang formal anerkannt. Adlwang war bereitsgegen Ende des 17. Jahrhunderts ein blühender undweithin bekannter Wallfahrtsort, der schon zur damaligenZeit von vielen Pilgern aus nah und fern besuchtwurde. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten. Adlwangwird besonders in den Marienmonaten Mai undOktober als Wallfahrtsort besucht.Der Urlaubsort: Hier, inmitten der Natur, können sichunsere Gäste noch richtig wohl fühlen. Für besondersAktive besteht die Möglichkeit zum Radfahren, Reiten,Asphaltstockschießen, Jagen und Fischen. Bei einer Einkehrin unseren gemütlichen Gastbetrieben schmeckendann die zünftige Bauernjause und ein Glas TraunviertlerMost erst so richtig.Gemeindeamt AdlwangA-4541 Adlwang, Kirchenplatz 5Tel. +43(0)72 58/74 55-0, Fax +43(0)72 58/74 55-22www.adlwang.at, gemeinde@adlwang.ooe.gv.at32


Wallfahrtskirche: Ursprung ist wohlein Adelssitz aus dem 12.Jh. Seit1330 ist die Marienwallfahrt nachAdlwang nachweisbar. Das Gnadenbild,die »Schmerzhafte Muttergottesvon Adlwang«, eine Steingussarbeitaus der Spätgotik (ca.1410), soll ineinem Ameisenhaufen die Zeit derReformation überdauert haben. Kircheursprünglich gotisch, Mitte des17. Jh. einer der ersten frühbarockenKirchenbauten der Gegend. Gebetserhörungen,Krankenheilungen undbesonders das »Verschontbleiben«von der Pest führten zu einem neuerlichenAnstieg der Wallfahrt.Gnadenbrünnlein: Ursprung vonAdlwang. Der »Hl. Brunnen« liegtca. 300 Meter westlich der Wallfahrtskirche»Sieben SchmerzenMariä«. In der kleinen Brunnenkapellefinden Sie die Quelle und einePietà. Früher floss aus der SeitenwundeJesu das Heilwasser. Erzähltwird, dass das Wasser hilft, dasHerz zu öffnen, um sich selber annehmenzu können. Ebenso soll esbei Augenleiden hilfreich sein.33


Goldene Samstagnächte: gelebtesBrauchtum. Um die Entstehung rankensich verschiedene Geschichten,auf jeden Fall eine aus der Wallfahrtentstandene Veranstaltung. Sie findentraditionell jedes Jahr an dendrei Wochenenden nach dem Namensfestdes hl. Michael (29. September)statt: umfangreiche Ausstellungenheimischer Betriebe, einerder größten Kirtage (Standerlmärkte)des Landes, großer Vergnügungsparkfür Jung und Alt, Festzelt, kulinarischeSchmankerl, Musik ...Waldlehrpfad: Beim »Wirt am Hallerwald«beginnt ein Lehrpfad, derdas Verständnis der Menschen fürnatürliche Lebensräume fördern soll:Info über Holzzuwachs und Funktiondes Waldes, Wissenswertes überPflanzen, Pilze und Bäume. Vorbeiam »Weißen Herrgott« und weiter aneingezäunten Ameisenhaufen undinteressanten Schautafeln geht eszurück zum Ausgangspunkt.34


Filialkirche St. Blasien mit Mesnerhäusl:an der Straße nach Waldneukirchen,der Überlieferung nachum 1348 erbaut. Der heutige spätgotischeInnenraum hat ein Netzrippengewölbemit sechseckigen Rautensternen.Besonders kostbar: diesechs restaurierten Glasfenster, diebarocken Altäre und das Traufenpflaster(Kopfsteine aus dem Blasenbach).1967 wurde die Kirche restauriert.Kirchenkonzerte und derSonntagsgottesdienst um 10.30 Uhrhaben die Kirche wieder belebt.Das liebevoll renovierte Mesnerhäuslkann für Feste gemietet werden.Nikolauskapelle und Hl. Quelle(Kraftort): Adlwang, Abzweigung»Wirt am Hallerwald«, nach ca.200m rechts. Alte »Heilig-Brunn-Tradition«,Wasser allerdings nicht jodhältig,nur gewöhnliches Quellwasser(heute vom Grundbesitzer genutzt).Die Nikolauskapelle wurde1987 erbaut, eines der »kleinen Heiligtümer«dieser Gegend. An ihrerStelle stand die 1792 abgebrocheneFilialkirche St. Nicolai der PfarreWaldneukirchen. Zum Namensfestdes hl. Nikolaus findet ein Laternengangzur Kapelle statt. Im Mai werdenAbendandachten gehalten.35


Kultstein »Die Hand«: ca. 50 cmlanger Lochstein mit Rillen an derOberfläche, die einer »Hand« genugRaum geben. Relikt eines »Fruchtbarkeits-und Frauenkults«, symbolisiertursprünglich die Öffnung einerVagina, wird für viele Kinderwünscheund Heilerfolge (Gicht) verantwortlichgemacht. Ursprünglich ander 1792 abgerissenen Nikolauskirche,jetzt an der Rückseite desMesnerhäusls. Die Besitzerin, dieselbst ihr hohes Alter diesem »Kraftort«zuschreibt, weiß viele Geschichtenund lässt Sie den Stein gernetesten.Kugelsteine: Die »kugelförmigenSandsteinsphären« stammen ausder Flysch-Hauptdecke (Geologie)und wurden 2003 im Sulzbach naheder »Emsenhub« gefunden. Einigewurden aus dem Bach geborgenund zur Dekoration in Gärten aufgestellt.Ein solcher Stein befindet sichauch beim Mesnerhaus (Nikolauskapelle).Diese Gesteinskugeln wurdenursprünglich den Kelten zugeordnet,doch geologische Befundebelegen, dass sie natürlich entstandensind. Aufgrund fehlender Untersuchungenlassen sich derzeit nochkeine konkreten Angaben machen.36


PfarrkirchenPfarrkircheSt.-Georgs-BrunnenKalvarienberg und KalvarienbergkircheTassiloquelle mit QuelltempelSchloss FeyreggSchloss MühlgrubRanshofner KapelleBiotop Zöhrmühle393940404141424237


Kirche und PfarrhofGemeinde PfarrkirchenFläche: 11,18 km 2 , davon 76% landwirtschaftlicheFläche und 9,5% Wald Einwohner: 2.100 Seehöhe:401 mLage: Pfarrkirchen ist ein idyllischer Ort im Alpenvorland,nur einen Kilometer von Bad Hall entfernt. Landund Leute in dieser unberührten Landschaft inspiriertenbereits Adalbert Stifter zu seinem Bildungsroman »Nachsommer«.Die Ursprünglichkeit der Landschaft hat sichbis heute bewahrt.Geschichtliches: Bereits vor 1200 Jahren erstmals urkundlicherwähnt kann Pfarrkirchen auf eine lange Traditionzurückblicken.Beschreibung des Ortes: Pfarrkirchen positioniert sichals Wohlfühlgemeinde. Mit seinen besonderen landschaftlichenReizen empfiehlt sich der Ort vor allem fürMenschen, die Ruhe, Erholung und Entspannung suchen.Gepflegte Wanderwege laden ein, die herrlicheLandschaft kennen zu lernen. »Kulturwandern« – diebeste Möglichkeit, Kultur in Verbindung mit landschaftlichenReizen zu genießen – wird ebenfalls groß geschrieben.Die einst kleine Landgemeinde hat sich inden letzten Jahrzehnten zu einem Ort mit ausgezeichneterWohnqualität entwickelt.Gemeindeamt PfarrkirchenA-4540 Pfarrkirchen/Bad Hall, Möderndorfer Straße 1Tel. +43(0)72 58/24 33-0, Fax +43(0)72 58/24 33-13www.pfarrkirchen-badhall.atgemeinde@pfarrkirchen-badhall.ooe.gv.at38


Pfarrkirche: Juwel des Rokoko(Hochaltar und Kanzel, zarte Dekorationan den Wänden), 1179 errichtet,dem hl. Georg geweiht, unterdem Abt von Kremsmünster AlexanderIII. umgebaut. Die schönsteRokoko-Dorfkirche Österreichs: wunderbareFresken von Wolfgang AndreasHeindl, herrlicher Tabernakelvom Ennser Meister Balthasar Melber,hl. Blutreliquie in der Seitenkapelle,Bilder des Wiener MalersIgnaz Remp. Ursprünglich war siedie Pfarrkirche von Bad Hall, bis derMarkt 1784 eigene Pfarrei wurde.St.-Georgs-Brunnen: etwas unterhalbder Rokokokirche gelegen. Besondersnitratarmes Wasser, dasgern abgefüllt und mit nach Hausegenommen wird. Georgs-Statue beimBrunnen.39


Kalvarienberg und Kalvarienbergkirche:1848 unter P. Placidus Hall,Pfarrer von Pfarrkirchen, erbaut.Abt von Kremsmünster war damalsThomas Mittendorfer. Fresken vonder Todesangst Christi und derGrablegung und vor allem die Kreuzigungsgruppegeben dieser KircheAusdruck. Zu ihr führt der Rosenkranzwegmit den Stationen desschmerzhaften Rosenkranzes. DieReliefs stammen vom PfarrkirchnerBildhauer Prof. Josef Diethör. DieKalvarienbergkirche wurde in denJahren 1988-1990 außen und innen(inklusive der Fresken) restauriert.Besichtigungjederzeit möglichTassiloquelle mit Quelltempel:Im Vorhof sprudelt die Tassiloquelle.Bayernherzog Tassilo III. schenktesie 777 dem Kloster Kremsmünster.Neben der Salzgewinnung wurdedas Wasser gegen Krätze und zurErzeugung von »Kropfbrot« verwendet,ab 1827 wurde es zu Kurbadzweckeneingesetzt. 1841 stiftete dieWiener Kauffrau Maria Selig diesenneoklassizistischen Tempel zumDank für die Heilung ihrer Tochtervon jahrelangem Siechtum. Dabeiwurden hier Münzen aus der Römerzeitgefunden (Kaiser Antonius Pius,138 -161).40


Schloss Feyregg: eines der schönstenBarockschlösser Oberösterreichs.Ursprung bereits im 12.Jh. als die»Feuerhube«, barocke Umbauten im17. und 18.Jh. unter Baumeister JohannMichael Prunner. Sehenswertebarocke Stuckdecken von JohannPeter Spatz, im Bildersaal reliefgeschmückterOfen aus dem 17.Jh.,1629 -1812 Lehen des Stiftes Spitalam Pyhrn. Die Familie Harmer kaufteim Jahre 1937 das Schloss unddie Landwirtschaft, von 1969-2007wurde ein Teil des Schlosses alsHotel geführt. Privatbesitz, leiderkeine Besichtigung möglich!Schloss Mühlgrub: einst ein vieltürmigesSchloss, um 1600 erbaut.Der ursprüngliche Hof »Hub« gehörte1299 dem Stift Kremsmünster.1415 kauften ihn die Mühlwagner,von da an wurde er »Mühlgrub« genannt.1891 gründete Hans Hagereine Brauerei, die von der FamilieFein fortgeführt wurde. In den 70erJahren des 20.Jh. entstand für die»Schartner Bombe« die größte Flaschenabfüllanlageder Welt. Seit2001 ist das Schloss durch den Betriebeiner Verkaufsausstellung fürWohn- und Gartenaccessoires derÖffentlichkeit zugänglich.41


Ranshofner Kapelle: hinter Lamplhubauf Wanderweg Nr. 11. Hauskapellevom Bauernhof »Breinesbergergut«,erbaut im Jahr 1897. Einetypische Wallfahrerkapelle mit MutterGottes »Zu den sieben SchmerzenMariä« (gleich wie in Adlwang).Es war früher der Brauch, ca. eineStunde vor dem Wallfahrtsort, denman besuchen wollte, eine Rast zumachen und eine Andacht abzuhalten.Von dieser Kapelle aus ist esgenau eine Stunde Gehzeit nachAdlwang.Biotop Zöhrmühle: Durch den Kurparkhinunter zum Sulzbachtal, linksein Stück bachaufwärts und nachca. 15 Minuten überqueren Sie nebeneiner Brücke die Straße. Nachca. 100 Metern erreichen Sie dieZöhrmühle und finden dort links amHang einen vom Hausherren mitgrößter Liebe angelegten Taglilien-Garten: bunte Vielfalt der verschiedenenSorten, Biotop mit Teich, umgebenvon vielen seltenen Pflanzen.42


WaldneukirchenPanoramaplatz Hohe LindePfarrkirche und FriedhofskapelleKleindenkmälerAussichtspunkt »Hohe Linde«TeufelsturmSteyrtal MuseumsbahnThemenweg »Natur und Jagd«Waldlehrpfad4545464647474743


Gemeinde WaldneukirchenFläche: 26,52 km 2 Einwohner: 2.210 Seehöhe: Dorfplatz:443m, höchste Erhebung: 569mLage: Die Gemeinde Waldneukirchen ist eine im Alpenvorlandgelegene, landwirtschaftlich geprägte Gemeindemit Bedeutung als Gewerbestandort. Von der Flussterrasseder Steyr steigt das Flysch-Gelände in sanft geböschtenHängen bis zum Ortskern, welcher auf 443mSeehöhe liegt. Der höchste Punkt der Gemeinde liegtauf 569m Seehöhe. Von dort hat man einen herrlichenRundblick: hinab ins Steyrtal, auf das Tote Gebirge undin das Voralpengebiet.Beschreibung des Ortes: Ein ausgeprägtes Vereinslebenprägt diesen Ort, in dem man sich noch persönlichkennt, sich nach dem Kirchgang trifft und Gemeinschaftund Nachbarschaftshilfe aktiv gelebt werden. Dermarkante und renovierte Pfarrhof mit Pfarrsaal, öffentlicherBücherei und Jugendräumen ist Stütze des gesellschaftlichenLebens. Viele liebevoll gepflegte Marterl,Wegkreuze, Hausinschriften und Kapellen prägen nebenBauernhöfen mit Mostobstbaumbeständen die Landschaft.In den bäuerlichen Betrieben werden gesundeLebensmittel biologisch oder naturnah erzeugt.Die ruhige und günstige verkehrstechnische Lage zwischenSteyr und Bad Hall machen die Gemeinde zueinem beliebten und familienfreundlichen Wohnort.Gemeindeamt WaldneukirchenA-4595 Waldneukirchen, Dorfplatz 1Tel. +43(0)72 58/3812-0, Fax +43(0)72 58/3812-40www.waldneukirchen.atgemeinde@waldneukirchen.ooe.gv.at44


FriedhofskapellePfarrkirche und Friedhofskapelle:Die Kirche ist den NamenspatronenPeter und Paul geweiht, 1270 erstmalsurkundlich erwähnt. MächtigerZwiebelturm, die Glocke erhielt sieum 1400. Prächtiger neugotischerFlügelaltar der Brüder Johann undJosef Rint. Die Friedhofskapelle imneugotischen Stil entstand 1850 unterder Leitung von P. Florian Wimmer.Die große Christusfigur stammtaus der Kunstschule des LudwigSchwanthaler. Turm und Peter-Mandorfer-Gedächtnisglockesind ausdem Jahre 1954. Die Priestergruftwurde 1928 eingebaut.Kleindenkmäler: Rund um den OrtWaldneukirchen können Sie zahlreicheKulturgüter wie Kapellen, Bildstöcke,Kreuze und Hausbilder finden.Das Land OÖ. fördert alljährlichdie Renovierung dieser hölzernenund steinernen Schmuckstücke.Die Gemeinde hat sich unter demMotto »Bewahren wir unsere Kleindenkmäler«zum Ziel gesetzt, diese»Wegweiser« der Vergangenheit alsMahnung für die Zukunft zu erhaltenund zu pflegen. Siehe Ortsplan, erhältlichbeim Gemeindeamt Waldneukirchensowie beim TourismusverbandBad Hall - Kremsmünster.45


Aussichtspunkt »Hohe Linde«:1880 erstmals urkundlich erwähnt,damals als »Seidlhuberlinde« im Besitzdes gleichnamigen Bauern. Späterwurde das Gebäude mit den zweihochaufragenden, weithin sichtbarenLinden zu einer Jausenstation umgebaut.Seit 1987 ist die »Lind’n« imBesitz der Familie Tretter. Der Juniorchef(gelernter Gastronom und Weinliebhaber)kümmert sich, wie seitGenerationen Brauch, um das Wohlder Gäste. Einzigartiges Panoramavom Steyrtal bis ins Sengsengebirgesüdlich und in die Mühlviertler Bergenördlich. Tipp: das »Panoramaklo«.Teufelsturm: Ausgrabungen einermittelalterlichen Burganlage oberhalbder Steyrtal-Bundesstraße, imVolksmund »Teufelsturm« genannt.Zu sehen sind die Reste von denBurgmauern und vom Hungerturm,die geschichtlichen Forschungensind abgeschlossen. Im Boden wurdenTonscherben und Eisennägelgefunden. Die »Teufelslucka«: ein30m tiefer Brunnen, den der Herrder Unterwelt persönlich ausgehobenhaben soll. Schriftlich wird der»Teufelsturm« im Sagenbuch vonSteyr erwähnt.46