Treffpunkt - Arbeiterkammer

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meinstandpunkt6hermann hanederAKNÖ-PräsidentInhalt4 LeserbriefeDas sagen die LeserInnen.5 MeinungSechste Urlaubswoche neu: Ja oder nein?6 AK und ÖGBSie helfen, wenn es hart auf hart geht.Arbeit&Politik10 G‘riss um neue lehreÖBB bilden aus.11 SteuerDas schreiben wir ab.12 gemeindenDamit kämpfen sie.13 jugendcoachingZukunft zu verschenken.14 mobbingWenn Arbeit zur Qual wird.15 migrationDeutsch reicht nicht immer.Konsum&Freizeit16 VKI-TestE-Bikes enttäuschen.17 vorsorgeKosten killen Rendite. 1918 hochwasserWas kommt nach der Flut?19 wohnenVergoldete Quadratmeter.20 reisenRichtig reklamieren.21 kalenderRendezvous mit Lucky Luke.22 freizeit-tippBergtour für Schwindelfreie.1021Liebe Leserin, lieber Leser!Es ist die Wirtschaft, die Arbeitsplätze schafft.Es ist aber auch die Wirtschaft, die für Pleiten unddamit für Verluste von Arbeitsplätzen verantwortlich ist.Managementfehler sind die Hauptursache für Insolvenzenund Konkurse. Nicht die Rahmenbedingungen,schon gar nicht die Beschäftigten, sondern hauseigeneFührungsfehler führen meist in die Insolvenz. Beispieledafür haben wir leider in den letzten Wochen zu vielegesehen. Ob Alpine, dayli, Niedermeyer oder auchandere weniger prominente Firmen: Fehlentscheidungenund Fehlinvestitionen bedeuten das Aus für HunderteArbeitsplätze allein in Niederösterreich.Für die Insolvenzexpertinnen und -experten der AKbedeutet das Schwerstarbeit. Praktisch täglich sindderzeit Betriebsversammlungen zu organisieren. Für alleBetroffenen werden alle Ansprüche ausgerechnet undeingefordert. Ich war persönlich bei vielen der Betriebsversammlungenund ich kann nur sagen, dass ich stolzauf die Fachleute aus AK und ÖGB bin. Hier wird keinCent übersehen, der den ArbeitnehmerInnen zusteht.Es ist aber wichtig, dass die AK nicht nur eine Serviceorganisationist. Gerade das Beispiel Insolvenzenund Konkurse zeigt, wie wichtig eine starke politischeInteressenvertretung ist. Denn ohne AK und ÖGBhätten viele aus der Wirtschaft den Insolvenzentgeltfondsschon abgeschafft. Oft fallen den Lobbyisten oderPolitstrategen schöne Begriffe ein: Entfesselung derWirtschaft war zum Beispiel ein Schlagwort der letztenMonate. Zu verstehen ist darunter, dass die Unternehmenweniger zahlen sollen, darunter auch die Beiträge,die im Insolvenzfall den betroffenen Beschäftigten dieausstehenden Zahlungen sichern.AK und ÖGB werden solche Forderungen weiterhinals das enttarnen, was sie sind: Angriffe auf die Rechteder arbeitenden Menschen in diesem Land. Unddagegen werden wir mit Nachdruck auftreten.Das verspreche ich Ihnen.Schreiben Sie mir, wofür sich die AKNÖ Ihrer Meinungnach einsetzen muss: hermann.haneder@aknoe.attreffpunkt 04/3


Magazin der n öarbeiterkaMMerLeserbriefetreffpunkt AKNÖ, Windmühlgasse 28, 1060 WienTel.: 05 7171-1245 oder -6712, E-Mail: presse@aknoe.atkurzgemeldetFür ErwachseneInfos rund um dieberufliche Weiterbildungund Bildungsförderungen– das gibt esvon BildungsexpertInnenam12. Septembervon 15 bis 19Uhr beim „Tag der Weiterbildung“in der AKNÖ St. Pölten. Der Eintrittist frei! Mehr Infos: 05 7171-1818Für Jugendliche & ElternSchule oder Lehre? Die Antwort darauffinden Eltern und SchülerInnenvielleicht bei der AKNÖ-Bildungsmesse„Zukunft.Arbeit.Leben.“ am28. September von 9 bis 15 Uhr inder Thermenhallein Bad Vöslau.Ausstellersind Schulen,AMS,Gewerkschaftenund Unternehmenaus derRegion. Eintritt frei!Für TeilzeitkräfteTeilzeit: Luxus oder Armutsfalle?Beinahe jede zweite Berufstätigein Niederösterreich arbeitet Teilzeit.Was heißt das für ihre Zukunft?Der ÖGB informiert über dieAuswirkungenauf die späterePension.Am 15. Oktoberum 19 Uhrim VolksheimStockerau, Bahngasse 9. Der Eintrittist frei. Infos zur Veranstaltungunter 0664 6145071.freibäder im TesT: Günstiger Badespaß! Seite 16poliTikAK gegen dieSchieflagearbeiTsmarkTHilfe für bereitsAufgegebeneaufschieberiTisLust alsTherapieumfrage:BrauchtIhr KindNachhilfe?Frau ZeiT als isT(nicht immer)geld75 millionen stunden arbeit pro jahrbleiben unbezahlt. quer durch alle branchen.03/12 03/13bücher:üBer saupech,arBeIt, toduNd gutesverhaNdelNHilfe für Aufgegebenetreffpunkt 03/13Ich habe gestern den Artikel überPhönix gesehen. Heute ist auchschon die erste Anfrage gekommen.Danke für die Berichterstattung.Herr Karch hat schon einenJob und Herr Becker hat auchzwei in Aussicht.Dietmar EisingerPhönix Wiener NeustadtAKNÖ gegen Schieflagetreffpunkt 03/13Der Artikel „Politik: AK kämpftgegen Schieflage“ gefällt mir sehrgut und ist hervorragend formuliert.Bei genauerem Hinsehengibt es zwar einige Details, diewert wären, hinterfragt zu werden.Das eigentliche Problemsehe ich in der grundsätzlichenund gesamten Glaubwürdigkeitder AK-Aussagen. […]Georg Rado, per E-MailAntwort: Der Artikel war mir sehrwichtig, enthält er doch unser politischesProgramm für die nächste Zeit.Ich kann ruhigen Gewissens sagen,dass wir unsere Arbeit, die Interessenvertretung,die Beratung und rechtlicheVertretung, gut und engagiert machen.Natürlich gibt es unterschiedliche politischeAnschauungen. Darüber lässt sichdiskutieren.Hermann HanederAKNÖ-PräsidentJobwerkstättentreffpunkt 03/13In meiner derzeitigen Positionals Recruiterin für den Arbeiterbereicheines großen österreichischenMarkenunternehmens undals Lebens- und Sozialberaterinin Ausbildung bin ich sehr oftmit Jugendlichen konfrontiert,die bereits mehrere Lehren abgebrochenhaben und oftmals auchschon ein Jahr oder länger arbeitslossind. Im Gespräch stellt sichdann meistens heraus, dass dieBedingungen im Elternhaus oderim Lehrbetrieb suboptimal warenund dazu führten, dass die Ausbildungvorzeitig beendet wurdeund die Jugendlichen es auf eigeneFaust versuchen. […] Ausdiesem Grund begrüße ich dieseInitiative sehr. Es ist wichtig, diesenjungen Menschen einen gutenStart in eine berufliche Zukunftzu ermöglichen! […]Verena Olsacher, per E-MailWir sind dieSuperpostlertreffpunkt 03/13Sie sprechenmir aus derSeele. Die Onlinepreisauskunftstimmtso gut wie nie, das Tarifsystemist das reinste Chaosund obendrein wesentlichteurer als in Deutschland(siehe Amazon- bzw. eBay-Versandkosten). Darüberhinaus kann man ins Auslandnicht per Nachnahmesenden und trägt so dasvolle Versandrisiko. Ichhabe deshalb aufgegeben,etwas über eBay zu verkaufen,und schicke nach Möglichkeitnur mehr elektronischeNachrichten.Mag. Helmut Heinisch,1130 WienSonntagsöffnungtreffpunkt 03/13Die von Leserbriefschreiber JohannScherzer favorisierte Varianteeiner Sonntagsöffnung muss differenziertbetrachtet werden. In Ballungsräumengrößerer Städte undin Bahnhöfen wurde dies ohnehinschon umgesetzt. Eine wirtschaftlicheLösung wird man nur in größerenEinzugsgebieten entlangder Hauptverkehrswege findenkönnen. In ländlichen Regionenkönnen viele Geschäfte selbst amSamstag nur bis Mittag öffnen,da keine ausreichende Frequenznachgewiesen werden kann. […]Wolfgang Geizenauer, St. PöltenPensionen: Sind sienoch finanzierbar?treffpunkt 01/13Impressum: Medieninhaber, Herausgeber & Redaktion: Kammer für Arbeiter undAngestellte für Niederösterreich, 1060 Wien, Windmühlgasse 28, Tel.: 01 58883-1251. Redaktion: CR Susanna Belohlavek (sb), Bettina Heise (hei), Erich Ulrich(eu), Pablo Panzenböck (pp), Jugoslav Krminac (jk), Daniela Rosenberger (dr),Christoph Baumgarten (cb), Gerhard Zahler-Treiber (gz-t), Viktoria Sturm (vs),Christian Resei (cr), Markus Neumeyer (mn), Carina Karas (ck). Layout: SabineJobst. Konzept: phase5, Michael Beran. Hersteller: Leykam Druck GmbH & Co KG,Bickfordstraße 21, 7201 Neudörfl. Coverfoto: © Erwin Schuh. Redaktionsschluss:30. Juli 2013. Adressänderungen und bei Verlust der Mitgliedskarte: mitgliederbetreuung@aknoe.atoder unter 05 7171-1175.Im treffpunkt 01/13 ist das neuePensionskonto sehr gut beschrieben.Allerdings bin ich nachdenklichgeworden betreffend Tabelle.Es steht eine Beispielrechnung fürdas Pensionskonto: [...] erworbenerPensionsanspruch = 3.607,20Euro / 14 = 257,66 Euro proMonat. Bedeutet das, dass manpro Monat als Pensionist nur257,66 Euro zur Verfügung hatoder kommen da noch mehrereJahre dazu? Weil eine Miete kannman damit nicht bezahlen!Sandra Geist, per E-MailAntwort: Bei dem Beispiel handelt essich um einen Zwischenstand nach 9Beitragsjahren. Deshalb fällt der bis dahinerworbene Anspruch so niedrig aus.Bis zum tatsächlichen Pensionsantrittkommen bis zu 45 Jahre zusammen.Da kommt dann eine ganz andere Pensionshöheheraus!Die Redaktiontreffpunkt 04/4


für & widerMEinungerichfoglarPräsident des ÖsterreichischenGewerkschaftsbundesDr. ChristophLeitlPräsident der WirtschaftskammerÖsterreichDIE SECHSTE URLAUBSWOCHE gibt es seit30 Jahren und sie steht ArbeitnehmerInnen erstnach einer ununterbrochenen Dienstzeit von25 Arbeitsjahren beim selben Arbeitgeber zu. DieseRegelung entspricht heute nicht mehr der Realität.Die durchschnittliche Dauer derBetriebszugehörigkeit liegt bei unterzehn Jahren. Als Folge haben immerweniger ArbeitnehmerInnen Anspruchauf die sechsteUrlaubswoche.Daher fordern wir die bessereAnrechnung von Vordienstzeiten,damit wieder mehr ArbeitnehmerInnenin den Genuss der sechstenUrlaubswoche kommen und ganze Berufsgruppenwie zum Beispiel ZeitarbeiterInnen von vornhereinnicht gänzlich ausgeschlossen sind. Nach 25 Jahrenununterbrochener Arbeit haben sich die Menschendie sechste Urlaubswoche mehr als verdient, und dasunabhängig von der Anzahl ihrer Arbeitgeber.frage:Sechste urlaubswocheneu:ja oder nein?Menschen wollen Jobsicherheit stattmehr Urlaub. Österreich ist bei der Beschäftigungtrotz schwacher Konjunktur auf Rekordkurs. Zugleichsteigt die Arbeitslosigkeit und es fehlen Anzeichen füreinen spürbaren Aufschwung. Das Eis, auf dem wirarbeiten, ist also sehr dünn. Wer sichin dieser Situation spielt, läuft Gefahreinzubrechen. Die Einführung vongenerell sechs Wochen Urlaub wirddaher von der Wirtschaft klar abgelehnt.Nicht nur, weil Österreich beiUrlaubsanspruch und Feiertagen internationalbereits an der Spitze steht.Mehr Urlaub bedeutet zudem eineweitere Verteuerung der ohnehinhohen Arbeitskosten. Die Folge: weniger Jobs, nichtmehr. Das hat auch die Bevölkerung erkannt.Umfragen zeigen, dass den meisten Jobsicherheitwichtiger ist als mehr Urlaub. Wer Arbeitsplätzesichern will, darf den Betrieben nicht ständig neuePrügel in den Weg werfen.CARTOONCARTOONCARTOONCARTOONCARTOONCARTOONCARTOONCARTOONtreffpunkt 04/5


Magazin der n öarbeiterkaMMercoverStoryAK und ÖGB:„euchbrauch‘Ich noch“brauch‘„EuchVKI-TesT: Warum E-Bikes enttäuschen Seite 16gemeIndenStark gefordertin der ZukunftmIgraTIonDeutsch alleinreicht nichthochwasserWas kommtnach derFlut?umfrage:RadelnauchSie zurArbeit?AK und ÖGB helfen, wenn es hArt Auf hArt Geht.lydiA Veres zählt Auf sie.04/13 03/12bücher:von RAiffeiSenübeR Liebe biSveRARSche undgänSehAutich noch“Für wen sind AK und ÖGB da? Wer Milliardär ist unddas Gold hat, um in die Politik zu gehen, braucht sie nicht.Für mehr als drei Millionen ArbeitnehmerInnen sindAK, ÖGB und die BetriebsrätInnen unverzichtbar.die aknö in zahlen (Werte aus 2012)anzahl der mitglieder: 450.000bezirksstellen/servicestellen: 23beratungen im arbeitsrecht: 136.576beratungen im sozialrecht: 31.476gesicherte beträge arbeitsrecht:gesicherte beträge sozialrechT:50,7 Mio.9,8 Mio.Lydia Veres aus Edlitz arbeitet 20 Stundenin der Woche als Büroangestellte.Von Jänner bis Juni 2013 jobbte die23-Jährige außerdem am Wochenendein einer Wiener Neustädter Diskothek. AbApril sah sie dort kein Geld mehr. „Als ichnachgefragt habe, hieß es immer, sie würdenbald zahlen. Das taten sie aber nie“, sagtdie junge Frau. Mit Ende Juni wurde sie gekündigt.Es war noch immer Geld ausständig.Sie ging zur Arbeiterkammer in WienerNeustadt. Bezirksstellenleiter ThomasKaindl intervenierte beim Ex-Chef. Der ließeine Frist ohne Zahlung verstreichen. „DieAK bringt meinen Fall jetzt vor Gericht.Das finde ich sehr okay“, sagt Veres.© vege - Fotolia.comEin ganz anderes Problem hat Waltraud Benedetto.Die Fast-Fünfzigerin war ab 1994in einem großen Sozialverein tätig und arbeitetezunächst inWien, ab 2003 in St.Pölten. Weil ihr derJob Freude machte,nahm sie 120 kmFahrt an vier Tagenin der Woche aufsich. Mit 30 Wochenstundenbetreutedie Alleinerzieherinin St. Pölten alsAssistentin das Regionalmanagement.Im April 2012 kamein neuer Geschäftsführer.Dieser kündigtean, aus wirtschaftlichenGründen sei eineUmstrukturierung notwendig.Benedetto wurde versichert,dass es für sie weiterhin einenJob geben werde. „Aber im Junihaben sie mir mitgeteilt, dass sie„In der AKNÖ standmir die Expertin fachlichund menschlich zur Seite.“Waltraud BENEDETTO, Assistentinmich doch nicht mehr brauchen. Ichwar total geschockt und wurde krank“,erinnert sich die Frau. Als sie aus demKrankenstand zurückkehrte, wurde ihrdie sofortige Freistellung angeboten.„Ich war völlig ratlos und wandte mich andie AK in Tulln. Brigitte Radl ist mir dortfachlich und auch menschlich sehr zur Seitegestanden“, so Benedetto. Im Rahmen einesSozialplans wurde ihr dann von der Firmaeine einvernehmliche Auflösung angeboten.Sie ließ das Angebot von der AK in Tullnüberprüfen und nahm nach einwöchiger Bedenkzeitdas Angebot an.treffpunkt 04/6


Lydia Veres: „Ich finde es gut, dassdie AK um mein Recht kämpft. Es istwichtig, dass es diese Institution gibt.“© Erwin SchuhBlick nach vorn„Arbeitsweltwird schnellerund brutaler.“Hermann HANEDER, AKNÖ-Präsident Herr Präsident, warum sind AKund ÖGB heute noch wichtig?Weil der Druck auf die ArbeitnehmerInnensteigt. Und weil dadurch ihre Rechte in Gefahrsind. Unter dem Vorwand des internationalenWettbewerbs wird da und dort immer wiederversucht, Arbeitszeitregelungen, Kollektivverträgeoder soziale Absicherung aufzuweichen. DieArbeitswelt wird nicht sanfter, sondern rauer,schneller und brutaler. In dieser Welt brauchendie Menschen eine AK und einen ÖGB, die ihreProbleme kennen und sie zeitgemäß lösen.v Was halten Sie von einer Zusammenlegung,wie sie das Team Stronach fordert?Gar nichts. Die AK ist die gesetzliche Interessenvertretungder ArbeitnehmerInnen und in derVerfassung verankert. Der ÖGB ist ein Verein,dem mehr als 1,2 Millionen Beschäftigte freiwilligvertrauen, damit er für ihre Rechte kämpft.Eine Zusammenlegung wäre nicht sinnvollund ein Bruch mit den Grundsäulen unsererVerfassung.w Welche folgen hätte das?Das würde die ArbeitnehmerInnen inÖsterreich massiv schwächen unddas Machtgleichgewicht in RichtungUnternehmen verschieben.Dass in Österreich mit AK undÖGB gleich zwei Institutionendie Interessen der ArbeitnehmerInnenvertreten, ist einwichtiger StandortvorteilÖsterreichs. Innerhalb derSozialpartnerschaft kämpfensie für einen erfolgreichenWirtschaftsstandortund eine hohe Beschäftigung.x Wie stellen Sie sich AKund ÖGB in Zukunft vor?Wir werden auch in Zukunft Menschen dabeihelfen, ihre Probleme zu lösen und ihre Lage zuverbessern. Sei es jetzt im Einzelfall oder politisch,wenn wir um mehr Rechte kämpfen. Das Ziel unsererArbeit wird gleich bleiben, nur das Wie wirdsich an die Gegebenheiten der Zeit anpassen.treffpunkt 04/7


VKI-TesT: Warum E-Bikes enttäuschen Seite 16gemeIndenStark gefordertin der ZukunftmIgraTIonDeutsch alleinreicht nichthochwasserWas kommtnach derFlut?umfrage:RadelnauchSie zurArbeit?AK und ÖGB helfen, wenn es hArt Auf hArt Geht.lydiA Veres zählt Auf sie.Magazin der n öarbeiterkaMMer„Dass in Österreich mit AK und ÖGB gleichzwei Institutionen die Interessen der Beschäftigtenvertreten, macht den StandortÖsterreich sicher und damit attraktiv“, sagtAKNÖ-Präsident Hermann Haneder. UnserNachbar Deutschland war lange Zeit mitÖsterreich vergleichbar. Aber inzwischen istdort die Situation der ArbeitnehmerInnendeutlich schlechter geworden. An deutschenStandorten des US-Onlinehändlers Amazonkommt es immer wieder zu Streiks. Die Angestelltenwollen die gleiche Bezahlung wieHandelsangestellte. Amazon bietet ihnenden Tarifvertrag der Logistikbranche an, derdeutlich niedriger liegt. Denn der Erfolg vonAmazon beruht darauf, dass der InternetcoverStory© Erwin Schuh04/13 03/12bücher:von RAiffeiSenübeR Liebe biSveRARSche undgänSehAut„euchbrauch‘Ich noch“Manchmal geht es hart auf hart.Das sind nur zwei Schicksale, die zum Alltagvon AK und ÖGB gehören. Sie und TausendeBetriebsrätInnen sorgen täglich dafür, dass dieArbeitnehmerInnen nicht zu kurz kommen.Manchmal geht es dabei hart auf hart. Da sindKampfbereitschaft, soziale Kompetenz undwirtschaftliches Wissen gefragt.„Hunderte sollten abgebautwerden. Da haben wir unsquergestellt, mit Erfolg.“Franz RAIDL, Betriebsrat ÖBB St. Pölten2011 sickerten in den ÖBB Pläne durch, dassbeim Technischen Service bis 2017 Umstrukturierungendurchgeführt werden würden.Das Technische Service ist für die Wartungund Revision der Fahrzeugflotte verantwortlich.„Es sollten Aufgaben an andere Standorteoder sogar ins Ausland verlagert werden“,erzählt Betriebsratsobmann Franz Raidl. AmStandort St. Pölten sollten von den 576 Beschäftigtenfast 400 abgebaut werden. Der Betriebsratstellte sich quer, um die Pläne zu verhindern.Durch intensive Gespräche mit derKonzernführung, dem Zentralbetriebsrat undder Politik sollte die Wende geschafft werden.Es gelang dem Betriebsrat gemeinsam mit derGewerkschaft vida, die Modellrechnungender Konzernführung mit Zahlen und Faktenzu entkräften. Die Vorteile des Standortes St.Pölten und die positive Entwicklung des Nahverkehrskonnten glaubhaft gemacht werden.Den auf kurzfristigen Profit ausgerichtetenPlänen der Managerkonterte Franz Raidl:„Euch gibt es in dreiJahren nicht mehr.Wir sind in 20 Jahrennoch da.“ Da esum den Erhalt vonArbeitsplätzen ging,stellten sich Bürgermeisterund Landespolitikerauf die Seitedes Betriebsrates. Sogelang es, den Standortzu retten und den Personalstand großteilszu halten. Gut 500 Beschäftigte werden weiterin St. Pölten arbeiten. Lediglich 40 MitarbeiterInnenwechseln heuer nach Simmering.Warnstreik und die FolgenBei den Kollektivvertragsverhandlungen derMetaller im Herbst 2011 klafften die Vorstellungender Arbeitgeber und der Gewerkschaftweit auseinander. Die Unternehmen botenzwei Prozent Erhöhung an. Die Gewerkschaftwollte fast das Dreifache: die Abgeltung derInflation plus einen fairen Anteil am Zuwachsder Produktivität. Nach den ersten Verhandlungsrundenerhöhte die Unternehmerseiteauf 2,4 Prozent. Da dieses Angebot als Hohnempfunden wurde, traf die GewerkschaftVorbereitungen für Kampfmaßnahmen.Auch bei Buntmetall Amstetten hielt der Vorsitzendedes Arbeiterbetriebsrats, GerhardSteinkellner, Betriebsversammlungen ab. Umden Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen,wurde ein Warnstreik im Werk durchgeführt.Lydia Veres holte sich Rat bei der Arbeiterkammer in WienerNeustadt. Nachdem der Ex-Chef das ausständige Gehalt nicht zahlte,brachten die AK-ExpertInnen ihren Fall vor Gericht.Eine Schicht lang stand die Produktion still.„Für den Fall, dass die Arbeitgeber kein ordentlichesAngebot machen, hätten wir auchunbefristet gestreikt“, berichtet Gerhard Steinkellner.Die Kampfmaßnahmen der beteiligtenBetriebe hatten Erfolg: Fachverband und Gewerkschafteinigten sich auf einen guten KV-Abschluss für die Branche. Die Istlöhne wurdenzwischen 4 und 4,4 Prozent erhöht. FürVollzeitbeschäftigte wurde eine Mindesterhöhungvon 80 Euro festgelegt. Das bedeutetefür BezieherInnen geringer Einkommen, dass„Wir hätten unbefristet gestreikt,wenn es kein ordentlichesAngebot gegeben hätte.“Gerhard STEINKELLNER, Betriebsrat Buntmetallsie 2012 bis zu fünf Prozent mehr verdientenals im Jahr davor. 2012 hatten die Metaller mitder Aufspaltung der Arbeitgeberverbände zukämpfen. In harten Verhandlungen konntensie aber mit allen sechs Fachverbänden praktischidente Abschlüsse erzielen.Situationen jenseits der GrenzeOnlinehändlerAmazon.deIn Deutschland streikendie Amazon-Beschäftigten.Sie wollen wieHandelsangestellte entlohntwerden. Amazonbleibt hart.Schlachtbetriebein DeutschlandLeiharbeitskräfte ausRumänien und Bulgarienwurden in Schlachtbetriebenunter schlimmstenBedingungenausgebeutet.BangladeschsTextilindustrieDie ArbeiterInnenwerden in den Fabrikeneingeschlossen. Als heuerein Gebäude brannte,kamen 1.100 Menschendarin um.Jenseits der Grenze: Rechte in Gefahrtreffpunkt 04/8


im interesseder ArbeitnehmerInnenhändler billiger ist als die Konkurrenz. Dasgilt nicht nur für die Produkte, sondern auchfür die Bezahlung der Arbeitskräfte.AK und Gewerkschaften© Fotolia.comLohnsklaven in der FleischproduktionUnglaubliche Machenschaften hat ein ARD-Team im Juni 2013 in der deutschen Fleischindustrieaufgedeckt. Für Schlachtbetriebewerden in Rumänien oder Bulgarien Arbeiter-Innen über eine Leiharbeitsfirma angeworben.Sie werden mit Bussen nach Deutschlandtransportiert und in teils menschenunwürdigenQuartieren untergebracht. Bis zu fünfPersonen leben auf engsten Raum. Seite anSeite mit den Stammkräften verrichten dieArbeiterInnen harte Arbeit in den Fabriken.Tag und Nacht auf Abruf. Wenn es Arbeit fürsie gibt, sind sie ein paar Stunden im Einsatz.Danach warten sie wieder. Wer krank wirdoder Urlaub haben will, wird gekündigt. Wersich über die niedrige Bezahlung beschwert,dem wird gedroht. Im Unterschied zu den tariflichabgesicherten Fixbeschäftigten bekommensie nur 600 bis 900 Euro im Monat – für150 oder mehr Stunden. Inzwischen wurdenErmittlungen gegen die beteiligten Unternehmeneingeleitet.Arbeiterkammer undGewerkschaft haben vielfür die Arbeitnehmerinnenund Arbeitnehmer inÖsterreich erreicht:errungenschaften:• 8-Stunden-Tag• Verbot der Kinderarbeit• 40-Stunden-Woche• 5 Wochen Urlaub• soziale Absicherung bei Krankheit,Alter, Unfall und Arbeitslosigkeit• Kollektivverträge• Mutterschutz• Väterkarenz• Pflegegeld und Pflegefreistellung• Abfertigung neu• Ausbildungsgarantie für Jugendliche• BildungskarenzBangladesch: Textilfabrik als TodesfalleNoch schlimmere Verhältnisse herrschen außerhalbEuropas, etwa in Bangladeschs Textilindustrie.Die ArbeiterInnen dürfen nurdann eine Gewerkschaft gründen, wenn derEigentümer zustimmt. Ohne Gewerkschaftund BetriebsrätInnen beträgt der Mindestlohnkaum 30 Euro im Monat. Aber nicht nurdie Bezahlung ist skandalös. Da niemand aufden Arbeitsschutz achtet, werden viele Textilfabrikenzur Gefahr für Leib und Leben.Schon mehrmals sind ArbeiterInnen hilflosverbrannt, weil sie in der Fabrik eingeschlossenwaren, als Feuer ausbrach. Das schwersteUnglück ereignete sich im April dieses Jahres:Eine Textilfabrik stürzte ein und mehr als1.100 Menschen starben. Die Regierung willnun einsturzgefährdete Fabriken abreißen,die Mindestlöhne erhöhen und die Gründungvon Gewerkschaften erleichtern.Zwischen neuer und alter ArbeitDavon scheint Österreich Lichtjahre entfernt.Doch AK und ÖGB begegnen hierneuen Herausforderungen in der Arbeitswelt:der Büroangestellte, der keinen fixenWolfgang Katzian,GPA-djp-Vorsitzender:„Wer die Gewerkschaftenauf den Müllhaufen derGeschichte schicken will,gehört selbst auf denMüllhaufen der Gegenwartund der Zukunft.“Alois Stöger, Bundesministerfür Gesundheit:„An jenen Tagen, andenen man die Gewerkschaftin Österreichabgeschafft hat,hat man auch die Demokratieabgeschafft.“Arbeitsplatz mehr hat, weil er seinen Rollcontainervon einem freien Schreibtisch zum anderenschiebt. Die Teilzeitkraft, die großteilsnur mehr virtuell mit der Firma verbundenist und zeitlich flexibel arbeitet. Die abendsim Schwimmbad ihre Mails checkt und gleichbeantwortet, weil das als selbstverständlichgilt. „Das ist Realität und wird es noch mehrwerden. Internet, Facebook und Twitterwerden immer wichtiger für die Arbeit vonAK und ÖGB. Wer rund um die Uhr arbeitet,möchte seine Probleme jederzeit bei unsdeponieren können“, sagt Haneder. Er hältes aber für gefährlich, die Grenzen zwischenBeruf und Freizeit zu stark zu verwischen:„Die Beschäftigten müssen immer zur Verfügungstehen, ohne dass es ihnen gleich bewusstwird. Das schadet der Gesundheit, weilman nicht mehr abschalten kann.“Robert Lugar,Team Stronach:„Wir brauchen dieGewerkschaftennicht, sie blockierendoch alles.“Sabine Oberhauser,ÖGB-Vizepräsidentin:„Der natürlicheFeind vonFrank Stronachsind starke Gewerkschaften.“Neben den Auswirkungen des „neuen Arbeitens“bleiben klassische Themen für AKund ÖGB präsent. Dazu gehören Vollbeschäftigung,Arbeitszeitverkürzung und einegerechtere Verteilung von Zeit und Geld.„Es geht insgesamt um mehr Gerechtigkeit.Nicht nur beim Vermögen, sondern auchbei der Wertschöpfung. Wenn eine Firma erfolgreichist, sollten die Beschäftigten das alsLohnzuwachs genauso spüren wie der Unternehmer“,ist Betriebsrat Steinkellner überzeugt.Und Präsident Haneder bringt es aufden Punkt: „Damit Frau Veres und Frau Benedettound alle drei Millionen Beschäftigtenin Österreich zu ihrem Recht kommen, dafürstehen wir, daran arbeiten wir. Und davonlassen wir uns auch durch die Launen einesMilliardärs nicht abbringen.“gerhard.zahler-treiber@aknoe.attreffpunkt 04/9


Arbeit&PolitikSabrina BRAMBÖCK– die zukünftige Gleisbautechnikerinin Aktiontreffpunkt-TippMag. Julia ZOGLAUERAKNÖ-Arbeitsrechtsexpertinkarenz & coIch möchte das Kinderbetreuungsgeldfür 20 Monatebeziehen, will aber längerbei meinem Kind zu Hausebleiben. Geht das?Ja. Kinderbetreuungsgeld undKarenz sind zwei Paar Schuhe.Das pauschale Kinderbetreuungsgeldist eine Unterstützung,die unabhängigvon einer Erwerbstätigkeitausbezahlt wird. Neben denvier Varianten des pauschalenKinderbetreuungsgeldes gibtes noch das einkommensabhängige.Während des Bezugessind Sie und das Kindkrankenversichert.Karenz bedeutet die Freistellungvon der Arbeit gegen Entfallder Entlohnung. Die Dauerist dem Arbeitgeber am bestenschriftlich bis zum Ende desBeschäftigungsverbotes nachder Geburt bekannt zu geben.Karenzanspruch besteht maximalbis zum Ablauf des 2.Lebensjahres des Kindes. Der2. Geburtstag ist der erste Arbeitstagnach der Karenz. AbMeldung der Karenz habenSie Kündigungs- und Entlassungsschutz.Spätestens 4 Wochennach dem 2. Geburtstagbzw. 4 Wochen nach Ende derKarenz endet dieser Schutz.Infos: noe.arbeiterkammer.atÖBB: Ein G’rissum neue LehreÖsterreichs Bahnnetz braucht Profis.Deshalb haben die ÖBB im Vorjahreinen neuen Lehrberuf geschaffen:Gleisbautechniker/-IN.Der kommt außerordentlich gutan bei den Jugendlichen.Ein heißer Tag im Juli. Seitsieben Uhr früh ist SabrinaBramböck an der alten Bahnhallebeim Bahnhof Marcheggbeschäftigt. Gemeinsam mit 17angehenden Gleisbautechnikernverlegt die 20-jährige WienerinGleise in die Halle. Über dieSchienen werden später historischeLoks und Waggons in dieHalle fahren und dort ausgestellt.Eine Abwechslung. Sonst wirdmeist in einer Halle in Wörth beiSt. Pölten geübt.Bramböck ist eine von zwei Frauenunter den 101 Lehrlingen, dieseit dem Vorjahr den neuen BerufGleisbautechnikerIn lernen. Dassdie Wienerineine Lehre absolviert,warnicht immerklar: „Ich habedie AHS-Maturagemacht,meine Zwil-Bahnhof Marchegg:18 ÖBB-Lehrlinge blickenoptimistisch in die Zukunft.lingsschwesterauch. UnsereMutter hat abernur das Geld,um eine von uns studieren zulassen. Und ich wollte was Handwerklichesmachen.“In den neuen Beruf hat sie sichgut eingefunden. Nur leicht sei esals „Mädel“, wie sie sagt, nicht immer.„MancheKollegen sagen,der Be ruf istzu anstrengendfüreine Frau.Aber anderemeinen: Das ist Teamarbeit, dakommt es nicht darauf an.“Nächstes Jahr 100 weitereJür gen Haberl, ÖBB-Ausbildungskoordinator,bringt gegenhalb elf Uhr Getränke und Eisfür die 18 Lehrlinge, die heutehier beschäftigt sind. Er zeigt sichzufrieden mit dem Engagement– und dem Zulauf. „NächstesJahr kommen 100weitere dazu, auchaus Feldkirch undSalzburg. Aus demWesten haben wirbisher zu wenigeLehrlinge, daswird jetzt besser.“Einer der wenigenaus der Umgebungist Sylvio Petraschekaus Ringelsdorfim Bezirk Gänsern dorf.Auch für den Facharbeiter ist esdie zweite Ausbildung. Er erhofftsich bessere Arbeitsmarktchancen.„Der Vater meiner Freundinist bei den ÖBB und hat mich da-© Fotos: Harri Mannsbergerrauf aufmerksam gemacht. Dashat spannend geklungen, da habich mich beworben.“Der Zulauf überrascht vielleicht.Der Beruf ist nicht nur körperlichanstrengend. Es ist auchviel Fachwissen gefragt. FertigeGleisbautechnikerInnen müssenunter anderem eigenständig Vermessungsarbeitendurchführenund genau über die Eigenschaftendes Untergrunds Bescheidwissen. Es macht einen Unterschied,ob man auf Beton bautoder auf Kies.Ausbildung für EigenbedarfUm einen späteren Arbeitsplatzmüssen sich die Lehrlinge keineSorgen machen. Im Unterschiedzu vielen anderen Lehrausbildungender ÖBB bildet die BahnGleisbautechnikerInnen nur fürden Eigenbedarf aus. „Wir brauchendiese Fachleute selbst“,sagt Haberl.christoph.baumgarten@aknoe.atNähere Infos über die Lehre GleisbautechnikerIn: www.oebb.at/bb/de/Lehrlinge/Lehrberufe_auf_einen_Blick/index.jsptreffpunkt 04/10


steuer: Das schreiben wir ab14.667 Personen in Niederösterreich warklar: Sie haben kein Geld zu verschenken.Und sie haben sich mithilfe derAKNÖ von Februar bis Juni 12 MillionenEuro vom Finanzamt zurückgeholt.Die häufigsten Abschreibposten dabeiwaren: der Absetzbetrag für Alleinverdienendeund Alleinerziehende, Kostenfür Hausbau und Versicherungen, Pendlerpauschale,Ausgaben für Pflege undKrankheit sowie Kinderbetreuung.„Vielleicht gibt das jenen zu denken,die noch keinen Steuerausgleich gemachthaben. Sie lassen Geld liegen“,sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder.Eine Alleinerzieherin mit Kindbekommt 494 Euro, dazu gibt es denKinderfreibetrag zwischen 220 und132 Euro. „Das steht ihr zu, aber siemuss es beantragen. Unser Steuersystemist verbesserungswürdig, esbraucht mehr Absetzbeträge stattFreibeträge. Da lassen wir die Politiknicht aus der Pflicht. Aber was einemschon jetzt zusteht, sollte man sichauch jetzt holen“, sagt Haneder. Momentanlassen allein die NiederösterreicherInnenan die 50 Millionen amFinanzamt liegen. (sb)AKNÖ-Präsident Haneder: „Wer ein Kind allein erzieht, demstehen 494 Euro zu, dazu kommt noch der Kinderfreibetrag.“© Fotolia.comAlltag wird durch Behinderung teurer.Noten entscheiden nicht über Beihilfe.FÜR SIE gelöstbehinderte: vom land vergessenIn Niederösterreich bekommen nur Menschen ohne Behinderung dievolle Mindestsicherung von 795 Euro. Ist man behindert und erhälterhöhte Familienbeihilfe, wird diese als Einkommen abgezogen. DasLand begründet das mit dem NÖ Mindestsicherungsgesetz: Demnachwerden nur die Grundbedürfnisse eines nicht behinderten Menschengedeckt. Gesundheitsbedingter Mehraufwand bleibt unberücksichtigt.Zusatzleistungen würden nur aus Gefälligkeit gewährt. „Niederösterreichsoll endlich so vorgehen wie die meisten anderen Bundesländer“,fordert AKNÖ-Präsident Haneder. (sb)SCHÜLERBEIHILFE verbessertErfolg für die AK bei der Schülerbeihilfe für sozial Bedürftige. Ab 1. September2013 hängt der Bezug der Beihilfe nicht mehr vom Notendurchschnittab. Und die Beihilfe kann nun auch beantragt werden, wenn eineKlasse wiederholt wird. Die Altersgrenze wird von 30 auf 35 Jahre angehoben.„Dafür hat die AK lange gekämpft. Für Bedürftige wird es leichter,später in ihrem Leben einen Schulabschluss nachzuholen und ihre Chancenam Arbeitsmarkt zu verbessern“, sagt AKNÖ-Experte Stefan Schober.Mehr Infos bei der AKNÖ-Bildungsberatung: 05 7171-1818. (jk)AKNÖ-ExpertE norbert kerschbaum: Einer Dienstnehmerin,die im Bezirk Schwechat in einer Bäckerei als Ladnerin tätig war, wurden die Nachtzuschlägenicht ausbezahlt. Der Experte der NÖ Arbeiterkammer stellte das fest undintervenierte beim Dienstgeber. Die Firma zahlte der Arbeitnehmerin die fehlenden1.500 Euro nach.AKNÖ-ExpertE eduard lag: Die Angestellte einer Fast-Food-Kette hatteBauchschmerzen und ging mit Wissen ihrer Vorgesetzten früher heim. Trotz Krankenstandwurde sie ungerechtfertigt abgemeldet. Durch Intervention der AKNÖ schwenktedie Firma auf Dienstgeberkündigung um und leistete 2.421 Euro Entgeltfortzahlungnach längerem Krankenstand.zahl des Monats28.200NiederösterreicherInnenhatten 2012 einen zweitenArbeitsplatz,um überdie Rundenzu kommen.+++telegramm+++Atypisch beschäftigt78.000 Niederösterreicher-Innen arbeiten regelmäßigam Sonntag. Ein 38,5-Stunden-Arbeitsplatz,Montagbis Freitag, ist nicht mehrselbstverständlich.Über 58.000 ArbeitnehmerInnenarbeiten mehr als49 Stunden die Woche.Demgegenüber gibt es48.612 Menschen, die aufeine geringfügige Beschäftigungangewiesen sind.Quelle: Sozialstatistisches Taschenbuch der AKNÖ 2013treffpunkt 04/11


Arbeit&Politikgemeinden:Stark gefordertZusammenarbeiten, fusionieren oder solobleiben? Wie können die 573 Gemeinden inNiederösterreich überleben und Lebensqualitätund Arbeit sichern? Der treffpunkt hat sich umgehört.Lukas (12) und Manuel (10) hat es in derVolksschule gut gefallen. „Das Klima dortist so familiär. Jeder kennt jeden. Es warein guter Start für meine Söhne“, schwärmtGabriele Baumgartner aus Bärnkopf imWaldviertel. Möglich gemacht wird die Idylledurch die Zusammenarbeit mit der NachbargemeindeGutenbrunn. Bärnkopf hat zu wenigKinder für eine vierklassige Volksschule.„Die 1. und 2. Klasse sind bei uns, die 3.und 4. in Gutenbrunn. Wir arbeiten gut zusammen.Als kleinste Gemeinden im BezirkZwettl müssen wir das auch“, bestätigt BürgermeisterArnold Bauernfried.Kampf gegen AbwanderungDas Waldviertel kämpft mit Abwanderung. Umdas Überleben seiner 360-Seelen-Gemeinde zusichern, setzt der Bürgermeister auf Zusammenhalt,ein buntes Vereinsleben und auf Tourismus.Bärnkopf ist Luftkurort. „Jobs könnenwir kaum anbieten. Die gäbe es ja im RaumGemeindegesprächeAmstetten. Aber fürs tägliche Pendeln fehltdie Infrastruktur. Hier wurde im Waldviertelviel versäumt“, sagt Bauernfried. Eines ist fürihn klar: Wasser- und Gesundheitsversorgungund weitere Leistungen der Daseinsvorsorgedürfen nicht privatisiert werden. „Man sieht anEnglands Bahn, dass es durch Privatisierung zuQualitätsverlust und Teuerung kommt“, sagtBauernfried und steht damit nicht allein. Auchdie Bürgermeister von Payerbach, Bisambergund Schwechat sehen die Daseinsvorsorge lieberin öffentlicher Hand. Ähnlich – mit Ausnahmen– ist die Stimmung, wenn es um dieZusammenlegung von Orten geht.Orte fusionieren: Ja oder nein?1970 reduzierte Landeshauptmann AndreasMaurer die Zahl der Gemeinden von 1.652auf 559. „Das war mutig und klug. Aber weitereZusammenlegungen sind nicht nötig,zusammenzuarbeiten schon“, meint BisambergsBürgermeisterin Dorothea Schittenhelm.Ihr Rezept für die Zukunft: „Eine Umfragehat ergeben, dass mehr als ein Viertelder Bisamberger über 60 ist. Da war mir klar,ich muss die Jungen im Ort halten. Und hierzählt Kinderbetreuung, deshalb bieten wirdas schon für 1 ½-Jährige an.“Anliegen der Jugend respektieren„Die Gemeinde muss die Anliegen der Jugendrespektieren, damit sie nicht wegzieht. Das beginntbei den Kindern“, ist Martina Riegler ausPayerbach überzeugt.Für BürgermeisterEduard Rettenbacherist eine lebens-und liebenswerteGemeinde einMittel gegenAbwanderung.Aber: „Die Aufgabenwerdenmehr, das Geldweniger. Deshalb müssenwir Ressourcen gemeinsamnützen und uns spezialisieren. Eine Gemeindemacht die Lohnverrechnung, die andereden Bauhof. Vielleicht muss man auch kleinereOrte zusammenlegen.“Die schnelle GangartDiskutieren Sie mit!Dialogforum 2013Was kann die Gemeinde der Zukunft denArbeitnehmerInnen bieten?Am 5. und 6. September 2013 diskutierenInteressierte mit WissenschafterInnenund PolitikerInnen in Hirschwang/Rax.Infos und Anmeldung:www.dialog-forum.atGabriele Baumgartner,Bärnkopf: „Für meineSöhne war es ideal,dass Gutenbrunnund Bärnkopf sichdie Volksschulklassenteilen.“Dorothea Schittenhelm,BürgermeisterinBisamberg: „Ich binfür die Zusammenarbeitmit anderen Orten,aber nicht für eineZusammenlegung.“Martina Riegler,Payerbach: „DieGemeinde mussauch die Anliegender Jugend respektieren,damit sie nichtwegzieht.“Sie sind gefragt! Was macht Ihren Wohnort in Zukunft attraktiv für Sie? Was ist Ihnen wichtig?Schreiben Sie uns Ihre Meinung oder posten Sie auf noe.arbeiterkammer.at.Kevin Sagmeister,Schwechat: „Ichwünsche mir dieVerkehrsanbindungan die U-Bahn undmehr Zusammenarbeitmit Wien.“In Schwechat hat man andere Sorgen, es gehörtzum schnell wachsenden Teil des Landes.Bis 2025 verlangen statt 17.000 über 20.000EinwohnerInnen nach hoher Lebensqualität.„Ich will die Verkehrsanbindung an die WienerU-Bahn“, meint Kevin Sagmeister (17). VaterHerbert sagt: „Mehr Wohnbau für die Jugendwäre wichtig. In Schwechat wird viel gemacht,treffpunkt 04/12


© fotomek - Fotolia.comDamit kämpfenGemeinden:• Älter werdende BürgerInnen,regionale Unterschiede. Abwanderung imWaldviertel, Zuwachs im Wiener Umland.• Firmenansiedlung: Was müssenGemeinden bieten, welche Marktnischenkönnte es geben?• Finanzen: Die Aufgaben der Gemeindenwerden immer mehr und vielfältiger,die Einnahmen sind aber nicht gestiegen.Schwerpunkte: Kinderbetreuung, AltenundPflegeheime, Schulbauten, Gemeindestraßenund Güterwege.• Rolle als Arbeitgeber: Gemeindensind die größten öffentlichen Investorenin der Region und wichtige Arbeitgeber.Bleibt das so?• Kompetenz-Wirrwarr zwischenBund, Land und Gemeinden: Gemeindenkümmern sich um Wasser, Gesundheit,Verkehr, um alles Lebensnotwendige –genannt Daseinsvorsorge. Soziale Dienstleistungensind gefragt, ihre Finanzierungist nicht geklärt.• Druck: Derzeit muss jede Gemeinde,egal wie klein, dieselben Aufgaben erledigen.Schaffen das alle oder sind überregionaleLösungen gefragt?ich will, dass das so bleibt. Und dass Seniorenbetreuungfür alle leistbar ist.“ Beide haben dieHerausforderung an die Politik auf den Punktgebracht. „Leistbare Öffis, Kinderbetreuungund Erholungsräume müssen auf dem derzeitigenNiveau bleiben. Und nur wenn dieDaseinsvorsorge in der öffentlichen Hand ist,kann ich sie uneingeschränkt zur Verfügungstellen. Gemeinden müssen immer mehr leisten,im Verband geht das leichter. Ich glaube,dass auch Zusammenlegungen von Gemeindenerforderlich sind“, sagt Schwechats BürgermeisterHannes Fazekas.Er ist damit ähnlicher Meinung wie der steirischeBürgermeister Mario Abl aus Trofaiach,das unlängst mit zwei Gemeinden fusionierthat. Mit über 10.000 Einwohnern stehen derneuen Stadt Millionen mehr zur Verfügung.Geld, um besser gestalten zu können. Dennim industriegeprägten Trofaiach hat man dasgleiche Ziel wie in Bärnkopf oder in Payerbachoder in Bisamberg: Die Jugend soll imOrt bleiben.susanna.belohlavek@aknoe.atJUGEND: Zukunftzu verschenkenEs ist Montag kurz nach zehn. Auch heutehat für Karin, 16 Jahre alt, der Weckernicht geläutet. Sie hat keine Verpflichtungen,keine Termine. Seit Monaten verbringtsie ihre Tage vor dem PC, dennsie geht nicht in die Schule, absolviertkeine Ausbildung und hat keinen Job.Wäre Karin keine fiktive Person, dienur für diesen Artikel das Licht derWelt erblickt hat, würde sie zur Gruppeder NEETs zählen. Das steht für„Not in Education, Employment orTraining” und bezeichnet Jugendlicheund junge Erwachsene ohnePerspektive. In Niederösterreich sindes 13.000. Das Jugendcoaching vonNEBA*, einer Initiative des Bundessozialamtes,unterstützt sie und anderegefährdete junge Menschen. Seit demStart Anfang 2013 haben 2.300 Jugendlichedas Angebot angenommen.Talente und Fähigkeiten erkennenSozialarbeiterin Waltraud Schober vomVerein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigungund Ulrike Hecht-Ozlsbergervom Verein Integration Niederösterreichmachen klar, was Jugendcoaching leistet:„Wir wenden uns an Jugendliche, die Tendenzenzeigen, aus dem System gedrängtzu werden. Dabei haben wir es mit Schülerinnenund Schülern zu tun, die nichtwissen, wie es weitergehen soll. Mit Teenagern,die sich nicht zurechtfinden, undmit jenen, die aus allen Gruppen herausgefallensind, keine Schule mehr besuchenund keine beruflichen Visionen haben.“Arbeit&PolitikTausende Jugendliche in Niederösterreich brauchenHilfe. Weil es für sie keinen Alltag gibt, weil sieausgegrenzt werden, weil sie keine Zukunft für sichsehen. Diese Hilfe leistet Jugendcoaching.Zuerst werden Fähigkeiten und Talentegeortet, damit die Betroffenen wieder aufSchiene kommen. „Sie sehen ihre Möglichkeitenoft nicht. Gemeinsam erarbeitenwir Perspektiven, geben Selbstvertrauenund begleiten sie bei Amtswegen“, betontSchober. Ohne Druck auszuüben.Unterwegs für die Jugend: Dipl.Sozialarbeiterin WaltraudSchober (r.) und Ulrike Hecht-OzlsbergerNEBA-AngeboteDas Jugendcoaching richtet sich an Schulen,Erziehungsberechtigte und Jugendlicheselbst. Aber NEBA beinhaltet mehr: In Niederösterreichwird neben Jugendcoachingauch Begleitung bei Berufsausbildung undArbeit sowie Jobcoaching angeboten, vonverschiedenen Institutionen und flächendeckend.„Für uns ist es ein Erfolg. Die AK hatbereits vor drei Jahren die Gründung einerderartigen Einrichtung gefordert. Wir unterstützenNEBA mit Bewerbungstrainings undBerufsorientierungsmappen“, sagt AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner.Wäre Karin nicht erfunden, könnte morgenschon ihr Wecker läuten, um sie rechtzeitigan ihren Ersttermin beim Jugendcoaching zuerinnern.Markus Neumeyer, presse@aknoe.atAlles über Inhalte, Schnuppertage und Kontaktdaten der Trägerorganisationen finden Sie auf www.neba.at.© Neumeyer*Netzwerk Berufliche Assistenztreffpunkt 04/13


Arbeit&Politik© bluedesign - Fotolia.comMOBBING: WennArbeit zur Qual wirdMorgens aufstehen, sich zurechtmachen,zur Arbeit fahren ist dasNormalste auf der Welt. Nicht fürThomas K. Der 17-Jährigekämpft mit Angst, wenn er nur anseine Lehrstelle denkt.Ich habe nach der Schule inder Bäckerei geschnuppertund gewusst: Das ist es. Eshat sich so gut angehört“, erzähltder junge Mann im Gespräch mitThomas K. istdem treffpunkt, bei dem er anonymerleichtert – mit derAuflösung des Lehrvertragesist dem Mobbingbleiben will. Und gut war es auch –zumindest anfangs. „Dann hat esein Ende gesetzt.begonnen: Es gab Tage, an denenwar der Chef mit nichts zufrieden.Da wurden regelrecht Fehler gesucht.“ Es setzte Strafarbeiten,Stunden durften zum Teil nicht „geschrieben“ werden undblieben unbezahlt. Doch so schnell wollte Thomas nicht aufgeben,der Beruf machte ihm Spaß: „Ich wollte meine Lehre abschließen!“Aber es wurde nicht besser – seine Angst vor Chefund Kollegen stieg. Erst nach mehr als einem halben Jahr wagteer den Schritt, vertraute sich seiner Familie an und ließ sich in derAKNÖ-Bezirksstelle beraten.Gegen Mobbing Tagebuch führen: Was passiert? Wer macht was?Wie geht es mir dabei? Zukunft abwägen: Kann ich im Betrieb bleiben oder nicht? Gespräch suchen, Familie, Freunde einbinden.Eltern einbindenJoachim Weber, AKNÖ-Berater für junge ArbeitnehmerInnenund Berufsausbildung,erklärt:„Unter Mobbing verstehtman gezielte und Selbstbewusster auftreten, Angriffe abwehren. Beraten lassen: AKNÖ-Lehrlingsberatung, 05 7171-1106,und AKNÖ-Bezirksstellen (Adressen auf Seite 23)wiederholte Angriffeauf eine Person, diesystematisch und übereinen längeren Zeitraumgemacht werden.“Frauen und BerufsanfängerInnen sind besonders häufigbetroffen. Allein 2012 wandten sich rund 100 Personen an dieAKNÖ. Werden Jugendliche gemobbt, ist es ratsam, die Elternin die Sache einzubinden. Führt ein klärendes Gespräch nicht zuVerbesserungen, muss es Konsequenzen geben. Für Thomas wares gut, zu erfahren: „Wenn ich als Lehrling keine passende Lehrstellefinde, gibt es trotzdem Möglichkeiten, diese fortzusetzen.“Heute hat Thomas den Betrieb verlassen und weiß: „Ich hätteviel früher etwas machen sollen. Damals aber hatte ich Angst, esausbaden zu müssen, wenn ich mir Hilfe suche.“Carina Karas, presse@aknoe.at© Carina Karaseinvernehmliche: Chef muss zahlenArbeitgeber verlangte zu Unrecht 113 Euro.Die Physiotherapeutin KerstinStockreiter arbeitete fürein privates Institut in WienerNeustadt. Nach sieben Monatensuchte und fand sie einen neuenJob. Wegen der zu langen Kündigungsfristentschloss sie sich„Der Chef hat von mir113 Euro verlangt. Daskam mir spanisch vor.“Kerstin STOCKREITER, Physiotherapeutinzu einer einvernehmlichen Auflösungdes Dienstverhältnisses.„Der Chef hat dann 113 Eurovon mir verlangt.“ Es handeltesich um die seit heuer geltendeWer kennt das nicht? Ein Betriebwechselt den Eigentümer,der Betriebszweck bleibtunverändert. Oft werden DienstnehmerInnendann gekündigtoder eine einvernehmliche Auflösungwird angeboten, auchwenn sie weiterbeschäftigt werdenmüssen. In beiden Fällenverlieren die ArbeitnehmerInnendadurch bestehende Ansprüche,die Auswirkungen etwa auf dieWartezeit für die sechste Urlaubswocheoder auf die Abfertigung(alt) haben. Kommt eszu einer Dienstgeberkündigungdirekt vor einem Betriebsübergang,dann ist diese ungültig undAuflösungsabgabe, die bei einigenKündigungsvarianten an dieSozialversicherung fällig wird,allerdings für den Dienstgeber.„Das wusste er auch, deshalb hater den Betrag von mir gleich inbar kassiert“, sagt Stockreiter.Weil ihr das spanisch vorkam,wandte sie sich an die AKNÖ.Zu spät, denn es gab weder eineschriftliche Bestätigung nochwar jemand in der Firma bereit,die Zahlung zu bezeugen. Fazit:Beim geringsten Zweifel im Rahmeneiner Kündigung sofort dieAK einschalten und nichts zahlen,vor allem nicht ohne Quittung!(pp)betrieb: Eigentümer neu – was jetzt?Vorsicht bei Dienstgeberkündigungkann erfolgreich angefochtenwerden. Komplizierter wird esbei einvernehmlichen Auflösungen.Grundsätzlich darf sich am„Ein neuer Dienstvertragsollte erst nach Überprüfungunterschrieben werden.“Christian Biegler, AKNÖ-ArbeitsrechtsexperteDienstverhältnis nichts ändern,„Ein neu ausgestellter Dienstvertragsollte erst nach Überprüfungunterschrieben werden“,empfiehlt AKNÖ-ArbeitsrechtsexperteChristian Biegler, keinesfallsvoreilig eine „Einvernehmliche“zu unterschreiben. (pp)treffpunkt 04/14


migration: Deutschreicht nicht immerMigration ist Realität. Laut dem „SozialstatistischenHandbuch der AKNÖ“ haben188.000 NiederösterreicherInnen keine österreichischeStaatsbürgerschaft oder sind nichthier geboren. 15 Prozent davon sind Deutsche.Und die stoßen auf unerwartete Hürden.COMICcomiccomiccomiccomiccomiccomiccomicCOMICcomiccomiccomiccomiccomiccomiccomicCOMICcomiccomic„Deidsche“ in Österreich.comiccomiccomiccomiccomicCOMICcomiccomiccomiccomiccomiccomiccomic© Harri MannsbergerKathrin Kleindorfer ist hochqualifiziert und spricht mehrereSprachen. Als Österreicherinin Berlin geboren, kam sieals junge Frau nach Wien, lebtein den USA und Hamburg, ließsich in Niederösterreich nieder.Für die Gemeinde Melk eine unschlagbareBiografie: KleindorferKathrin Kleindorfer: „Ich bin sehr glücklich hier.“leitet seit Kurzem die Volkshochschulein der Stadt und hilft in derÖGB-Bibliothek aus.Quark und SahneEinmal, erzählt sie, habe sich einKollege vor ihrem Schreibtischaufgebaut und geschrien: „DiePiefkes nehmen uns alle Arbeitsplätzeweg.“ Dass KleindorferÖsterreicherin ist, wusste ernicht. Dabei bemüht sie sich, dieAusdrücke nicht zu verwenden,die „immer jemandenauf die Palmebringen“. Das sind:„Quark und Sahne“,sagt sie und lächelt.Manchmal verwendesie die Wörteraber bewusst, umein wenig gegenden Strich zu bürsten.„In Deutschlandmache ich esmit österreichischenAusdrücken.“ Mitähnlichem Effekt. Dort wirdKleindorfer sprachlich als Österreicherineingeordnet.Nicht überall wird sie mit so offenenArmen empfangen. „Ichwerde in fast jedem Gesprächgefragt: Woher kommst du wirklich“,sagt sie im Interview mitdem treffpunkt auf der BurgruineAggstein. Kleindorfer sprichtdruckreifes Hochdeutsch mitleicht deutschem Einschlag. Dasirritiert mitunter. Die langjährigeRadiojournalistin hat einen Jobmit der Begründung verloren,sie klinge zu deutsch: „Deutschzu können allein reicht nicht, umvon allen akzeptiert zu werden.“„Sehr glücklich hier“Hierzulande gibt es aber auchWeltoffene, die nicht fragen, woherjemand kommt. Nicht nur imGemeindeamt, auch privat. „Ichbin hier glücklich“, sagt Kleindorferund bestellt „Kaffee mitSchlagsahne“. Mit verschmitztemLächeln, versteht sich.christoph.baumgarten@aknoe.atDas „Sozialstatistische Handbuchder AKNÖ“ erfasst die sozialeLage im Bundesland. Downloadauf noe.arbeiterkammer.atwww.leopoldmaurer.comtreffpunkt 04/15


konsum&FreizeitDer VKI hat 15 E-Bikes getestet. Noch nie gabes so viele „nicht zufriedenstellende“ Testurteile.Selbst teure Modelle haben Sicherheitsmängel.Die E-Bikes von Stevensund Kettler bekamen diebeste Bewertung.Der test im Detail:20.400 km TeststreckeDie Räder wurden 20.000 Kilometer auf dem Prüfstandund jeweils 300 bis 400 Kilometer unterrealen Straßenbedingungen getestet. In der Praxissind alle Modelle zumindest passabel. Hier haltensich die „guten“ und die „durchschnittlichen“ Ergebnissedie Waage. Erkennbare Abweichungennach unten gibt es vorwiegend beim Punkt „Fahrenmit Gepäck“.Radeln ohne AntriebMit den meisten getesteten Pedelecs lässt es sichauch ohne elektrische Unterstützung zumindest„durchschnittlich“ gut radeln – außer mit demTop Velo; mit dem Raleigh hingegen sogar „gut“.Dieser Punkt ist wichtig, wenn etwa der Akku leerist. Die Akkus der getesteten E-Bikes unterscheidensich erheblich in puncto Reichweite (40 bis80 Kilometer), Ladedauer (zweieinhalb bis zwölfStunden), Preis für einen Ersatzakku (300 bis 700Euro) oder Gewicht des Akkus (zweieinhalb bis vierKilo). Vor dem Kauf ist es ratsam, zu klären, welcheKriterien jeweils wichtiger sind bzw. wie hoch dieKosten für einen Reserveakku sind.vki-test:E-Bikes enttäuschenBei den getesteten Pedelecs – Rädern mitElektro-Zusatzantrieb – bleibt die Sicherheitauf der Strecke. Der Grund sind diverseMängel, wie u. a. der Bruch des Lenkers, desRahmens, schlechte Bremsen oder mangelndeelektrische Sicherheit. Bemerkenswert: Beidiesen Rädern handelt es sich bis auf zweiAusnahmen um teure Modelle zwischen 2.250und 2.700 Euro. Nur zwei Räder erhielten eine„gute“ Gesamtbewertung: Stevens E-CourierSX und Kettler Obra RT.Abwertungen gabes wegen mangelnderSicherheit für diegetesteten Modelle von Kreidler, KTMTippÜberprüfen SieIhre Haushaltsversicherungoderfragen Sie IhrenVersicherungsberater,ob der Diebstahldes E-Bikes oder einetwaiger Schadensfallabgedeckt ist.und Sinus (Lenkerbruch) sowie Leviatec(Rahmenbruch) und Flyer (Bruch der Ausfallenden).Kalkhoff, Pegasus und Raleigh wurdenim Prüfpunkt „elektrische Sicherheit“wegen starker elektromagnetischer Strahlungabgewertet. Bei Top Velo und Victoria warenwiederum die Bremsen ungenügend.TestergebnisseElektro-FahrräderDetails: www.konsument.at(kostenpflichtig)MarkeTypePreis lt. Anbieter in €Preis Ersatzakku lt. Anbieterin €TesturteilErreichte von100 ProzentpunktenAnzahl der GängeAnfahrhilfeAUSSTATTUNGKapazität des Akkus in AhLadezyklen lt. Herstellerca.PRAKTISCHE PRÜFUNG 40 %ANTRIEBSSYSTEM UND MOTOR 20 %Reichweite in km ca.Ladedauer in h:min ca.HANDHABUNG 20 %TECHNISCHE PRÜFUNG 20 %BruchsicherheitElektrische SicherheitHaltbarkeit weiterer BauteileLichtStevens E-Courier SX 2.500,– 540,– gut (62) 8 • 8 500 + + 55 2:30 + + + + o o + o oKettler Obra RT 2.530,– 650,– gut (60) 8 13 1.000 o + 60 4:10 o + + + o + + + + oGiant Twist Elegance C1 2.400,– 540,– durchschnittlich (56) 7 • 8 500 o + 50 2:30 o o + + o o o – +Winora C2 AGT 2.200,– 625,– durchschnittlich (56) 7 11 500 + o 50 11:10 o + + + o – o + +Hercules Tourer 8 Pro 2.400,– 630,– durchschnittlich (54) 8 13 500 o o 50 12:00 + o + + o – o – oKalkhoff Impulse Premium i8R 2.500,– 600,– wen. zufriedenst. (26) 8 • 11 1.100 + + 75 4:40 o – 1 ) + – – 1 ) + + + + + +Pegasus Premio E8 2.400,– 700,– wen. zufriedenst. (24) 8 • 11 500 + + 60 3:20 + – 1 ) + + – – 1 ) o + – +Flyer C5R Deluxe 2.700,– 645,– nicht zufriedenst. (18) 8 12 1.000 + + 70 3:45 + – – 1 ) – – 1 ) + + + o +Raleigh Impulse iR HS 2.250,– 600,– nicht zufriedenst. (18) 8 • 11 1.100 + + 80 4:30 o – – 1 ) + – – 1 ) + + + + +Victoria Assen 2.300,– 800,– nicht zufriedenst. (12) – 2 ) 12 500 o o 45 7:50 o – – 1 ) + + + + + o – – 1 ) oKTM Macina Eight 2.300,– 540,– nicht zufriedenst. (10) 8 • 11 500 + + 70 3:10 + – – 1 ) – – 1 ) – o + + oSinus B3 8-Gang Nexus 2.400,– 700,– nicht zufriedenst. (10) 8 • 11 500 + + 55 3:12 + – – 1 ) – – 1 ) – + + + +Top Velo alu-Elektro-Fahrrad 28“ 699,– 300,– nicht zufriedenst. (6) 7 11 500 o o 40 4:20 o – – 1 ) o – o o – – 1 ) oKreidler Vitality Elite VE3 2.450,– 700,– nicht zufriedenst. (0) 8 • 11 500 + + 70 3:20 + – – 1 ) – – 1 ) – + + + + +Leviatec Demission 1.198,– 350,– nicht zufriedenst. (0) 8 • 10 k. A. e. e. e. e. o – – – – 1 ) e. – – – –Zeichenerklärung: • = ja = nein e. = entfällt k. A. = keine Angabe 1) führt zur Abwertung 2) stufenlose SchaltungBeurteilungsnoten: sehr gut (+ +), gut (+), durchschnittlich (o), weniger zufriedenstellend (–), nicht zufriedenstellend (– –) Prozentangaben = Anteil am Endurteil Preise: April 2013Bremsen© IVerarbeitungtreffpunkt 04/16


vorsorge: Kosten killen RenditeMillionen ÖsterreicherInnen investierenihr Geld in private Vorsorgeprodukte.Wie viel davon veranlagt wird und wieviel für Spesen verbraucht wird, ist oftunklar. Eine Badenerin zahlt in zehnJahren 8.400 Euro für eine Lebensversicherung.Nach deren Ablauf erhält sie8.414 Euro – also nur 14 Euro Gewinn.Sie fällt aus allen Wolken. „Hohe Kostendrücken immer auf die Rendite. Waswie viel kostet, darüber hätte die Konsumentininformiert werden müssen“,sagt Mag. (FH) Manfred Neubauer. EineKremserin, die sich für die staatlich geförderteZukunftsvorsorge entschiedenhat, hätte auch gern mehr gewusst. Siehat in neun Jahren 21.188Euro eingezahlt, 3.261 Euroentfielen auf diverse Kosten.„Das ist zu viel. Und den Löwenanteilmachen hier die Abschlusskosten,also die Provision,aus. Die ist zu hoch“, sagtNeubauer.In der AKNÖ verlangt manhier eine Begrenzung und endlichklare Informationen derVer sicherungen, wie zum Beispiel: Ichzahle im Monat 100 Euro, wie viel gehtin den Sparanteil, wie viel in den Spesenanteil?(sb)© Stefan Redel - Fotolia.comAus der Traum von Absicherung: 8.400 Euro für eine Lebensversicherungbezahlt, nach Ende der 10-jährigen Laufzeit 14 Euro Gewinnverbraucher: streit schlichtenSeit 1. Mai gibt es im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutzeine neue Schlichtungsstelle: Ziel ist die außergerichtlicheBeilegung von Streitigkeiten zwischen VerbraucherInnen und Unternehmen.Das vorerst auf neun Monate befristete Pilotprojekt ist als Hilfestellungbei Verhandlung und Vermittlung zwischen den Streitparteiengedacht. Voraussetzung ist, dass bereits selbst der Versuch einer Einigungunternommen wurde und der Fall noch nicht bei Gerichtanhängig ist. Infos unter www.verbraucherschlichtung.at (vs)inskription: frist beachten!Das Wintersemester an Österreichs Universitäten beginnt am 1. Oktober.Aber Achtung: Zulassungsfristen für angehende Studierendeenden für alle Studien ohne besondere Zulassungsbedingungen österreichweitam 5. September. „Wer studieren möchte, sollte deshalbnicht bis zum letzten Tag warten, um zu inskribieren. Da kommt eserfahrungsgemäß zu langen Wartezeiten an den Inskriptionsschaltern“,sagt AKNÖ-Expertin Mag. Verena Groll. Alle Infos für StudienanfängerInnengibt es unter www.studienbeginn.at oder bei derAKNÖ-Bildungsberatung unter 05 7171-1818. (jk)aufsteiger & absteiger des Monats© fotomek - Fotolia.comGroll: „Zeitig inskribieren beugt Stress vor.“primavera. Die Partnervermittlungsagentur zeigt sich auffallendkulant. Wer einen Vertrag zwecks Partnervermittlung abschließt und essich anders überlegt, bevor die ersten Partnervorschläge von der Agenturkommen, kann gegen eine Stornogebühr von 20 Prozent aussteigen. Diemeisten Agenturen beharren auf der vollen Vertragssumme.Marketing Hirsch KG. Der Betreiber der Gutschein-Seite kuschelhotels.aterstattet KundInnen seit Monaten nicht den Kaufpreis fürihre Gutscheine zurück. Hintergrund: Diese werden seit Ende 2012von vielen Hotels nicht mehr akzeptiert. Anfangs hatte die Rückerstattunggeklappt. Nun meidet die Firma jeden Kontakt mit der AKNÖ.© Steinerzahlen des Monats14.667Personen haben sich vonFebruar bis Juni mithilfe derAKNÖ ihrGeld vomFinanzamtzurückgeholt.826 Eurogab es durchschnittlichpro Person fürein bis fünf JahreSteuerausgleich.12 MillionenEuro Steuergutschrift warenes insgesamt. 78 Millionensind es seit Beginnder Aktion vor elf Jahren.treffpunkt 04/17


konsum&Freizeithochwasser:Was kommt nach der Flut?Eva und Alfred Tesch haben vonihrem Balkon einen schönen Blick auf dieDonau. Klingt toll, sieht man davon ab, dassihre Heimatgemeinde Emmersdorf nichtnur an, sondern alle Jahre wieder auch„in der Donau“ liegt.TippAKNÖ-KatastrophenhilfeAKNÖ-Mitglieder können inihrer Bezirksstelle (AdressenSeite 23) bis zu 1.000 EuroHochwasserhilfe beantragen.Formulare und Infos finden Sieauf noe.arbeiterkammer.at/hochwasser.Wir haben das Grundstück von meinen Elternübernommen, ohne zu wissen, wasauf uns zukommt“, erzählt Eva Tesch.Die Strapazen nach der letzten Flut stehen ihrund ihrem Mann ins Gesicht geschrieben. Bereitszum zweiten Mal seit 2002 hat ihnen dasDonauwasser einen Schaden um die 100.000Euro beschert. „An einen Verkauf ist nicht zudenken, deshalb stecken wir unser Geld in dieRenovierung“, sagt Alfred Tesch.Richtig versichern, aber wie?Viele Flutopfer stehen vor dem Nichts undmussten zusehen, wie ihre Bemühungen, sichein Heim aufzubauen, vom Wasser weggespültgefährdete Zonen„Gefährdete Zonensollten im Grundbucheingetragen sein.“Gerhard Anderl, AK-KonsumentenberaterDie AKNÖ ist für einen verpflichtendenGrundbucheintrag von Hochwasserzonen(grün – gelb – rot) für alle Baugrundstücke.Dann müssten MaklerInnen undVerkäuferInnen die GrundstücksinteressentInnenauf mögliche Gefahren durchHochwasser hinweisen. Diese sinnvolleMaßnahme wäre aus bürokratischer Hinsichtkeine Hexerei und ein erster Schrittin die richtige Richtung. Durch einenverpflichtenden Grundbucheintrag gefährdeterZonen erwarten wir uns auchein preisregulierendes Element.wurden. Und nach demWiederaufbau bleibt dieZukunft ungewiss. Zuallem Übel müssen diemeisten Hausbesitzer-Innen für Schäden selbstaufkommen. StandardisierteGebäudeversicherungenkommen imNor malfall für Schäden durch Rohrbruch,Blitz oder Sturm auf, nicht aber für jene ausNaturkatastrophen. Die umfangreicherenElementarschadenversicherungen werden seltenabgeschlossen. EinGrund dafür ist nebenden hohen Prämien einnicht zu unterschätzenderSelbstbehalt. AuchFamilie Tesch weiß davonein Lied zu singen.„Obwohl wir der Versicherungdie doppeltePrämie zahlen, gibt espro Stockwerk höchstens7.000 Euro. 18 Prozentübernimmt die Landesregierung und auchder AKNÖ sind wir für die rasche Hilfe dankbar“,sagt Alfred Tesch, der die letzte Chanceauf eine trockene Zukunft im Bau des längstversprochenen Hochwasserschutzes sieht.Die Haftung trägt „der kleine Mann“Zwar werden nach einer Flut Hilfsfonds geöffnet,doch solange keine Fahrlässigkeit, wieetwa bei der Ausweisung von Baugebieten,nachweisbar ist, besteht kein Anspruch aufFremdhaftung von Bund oder Ländern. Esbleibt privates Risiko. Im Durchschnitt beträgtdie Versicherungszahlung bei Hochwasser3.700 bis 8.000 Euro. Zu wenig, um Elementarschädenabzudecken.Bei Eva und Alfred Tesch stand das Wasser bis in den ersten Stock.Bereits zum zweiten Mal müssen Eva undAlfred Tesch ihr Haus rundum sanieren.Vorsicht vor schnellem GeldEin Kredit ist für viele Opfer die einzigeMöglichkeit, ihr Heim wieder lebenswert zumachen. Auch hier gilt es, die Angebote zuvergleichen und Zuwendungender Hochwasser-Opferhilfe von Bund,Land, Gemeinden oderInstitutionen abzuwarten.Auf keinen Fall solltedas Girokonto überzogenwerden, da hier über zehnProzent Zinsen verrechnetwerden. „Schenken Sieauch nicht den verlockendenAngeboten aus demInternet Glauben. Hier handelt es sich fastausnahmslos um Abzockerfirmen“, betontAKNÖ-Finanzexperte Ernst Hafrank.Wer das Gefühl hat, beim Abschluss einesKredites über den Tisch gezogen worden zusein, kann gemäß § 12 des Verbraucherkreditgesetzesinnerhalb von 14 Tagen ab Abschlussdes Vertrages und Ausfolgung aller Kreditunterlagenschriftlich (eingeschrieben) zurücktreten.Dieses Rücktrittsrecht gilt nicht bei Krediten,die hypothekarisch besichert sind. BeiUnklarheiten in Kredit- und Versicherungsfrageninformieren die AKNÖ-KonsumentenberaterInnenunter 05 7171-1616.Markus Neumeyer, presse@aknoe.at© Fotos: Neumeyertreffpunkt 04/18


konsum&Freizeitwohnen:VergoldeteQuadratmeterLeistbarer Wohnraum ist knapp und dasMietrechtsgesetz längst veraltet.Die überhöhten Preise diktiert der Markt.© Fotolia.comDer Immobilien-Preisspiegel 2012 listet dieKosten für Baugrundstücke in „normaler“Wohnlage in den Waldviertler Bezirkenwie folgt auf: Gmünd 12 Euro pro Quadratmeter,Waidhofen/Thaya 14,70 Euro oderHorn 16,30 Euro. Im Vergleich dazu sind inMödling 243,80 Euro pro Quadratmeter, inWien-Umgebung 215,20 Euro und in Korneuburg171 Euro durchschnittlich für einBaugrundstück zu berappen. „Auffallend ist,dass die Preise in günstigeren Regionen von2011 auf 2012 nochmals gesunken sind, währenddie Preise in den teureren Regionen zumTeil ordentlich in die Höhe gingen“, erklärtAKNÖ-Experte Mag. Gerald Fröhlich. Dochwo die Grundpreise günstig sind, gibt es kaumMietwohnungen. Wer sich nur eine Miete leistenkann, ist fast gezwungen, in ein Ballungszentrumzu ziehen. Das kann teuer werden.bei problemenInformationen zu Bauen, Wohnen, Miete, Wohnrechtund Förderungen finden Sie auf noe.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz.Strittige FragenEine 35 Quadratmeter große Garçonnièrewird in St. Pölten für 412 Euro Miete angeboten– das sind 11,77 Euro pro Quadratmeter(Annonce standard.at vom 20. Juli 2013).Trotz dieser saftigen Preise werden in derSchlichtungsstelle für Mietrechtsangelegenheitenin St. Pölten bloß 20 Verfahren proJahr behandelt. Zwei bis drei der Fälle werdentatsächlich dort entschieden, die andereneinigen sich untereinander, meist unter Anleitungder Verfahrensleiterin Barbara Kalteis:„Das sehe ich auch als Hauptauftrag.“ Strittigsind etwa die Betriebskostenabrechnung, derHauptmietzins oder die Erhöhung des Erhaltungs-oder Verbesserungsbeitrags. Wenigebekannte Fälle heißt aber nicht, dass alleanderen MieterInnen zufrieden sind. Denndie meisten Wohnungen können so teuervermietet werden, wie es der Markt zulässt.Nur Altbaumieten geregeltGesetzlich geregelt sind Altbaumieten unddas gilt nur für Wohnungen, die vor dem1. Juli 1953 erbaut wurden. Ein Beschluss,der seit 1981 gilt. „DiesesGesetz sollte endlich heutigen Gegebenheitenangepasst werden“, fordertAKNÖ-Mietrechtsexperte Gerhard Anderl.Denn hohe Mieten in einem 60er-Jahre-Bau sind legal – auch wenn bei diesem Gebäudeseit 50 Jahren nichts mehr getan wurde.Vergessen: sozialer WohnbauWohnbau, der auch soziale Kriterien berücksichtigensoll, findet vor allem bei Wohnbaugenossenschaftenstatt. Es gibt keine Gemeindenmehr, die neue Wohnungen errichten. ÖffentlicheFörderungen sind streng an die Energieeffizienzder Häuser gebunden. „Es ist auch renommiertenGenossenschaften schon passiert,dass sie bei der Abnahme den Energiewertknapp verfehlt haben und dann die gesamteFörderung zurückzahlen mussten“, weiß ExperteAnderl. Diese Kosten holen sich dann dieGenossenschaften von den BewohnerInnenzurück, manche Wohnbauten stehen sogar leer,weil niemand eine Wohnung nimmt.Christian Resei, presse@aknoe.atkomplexe FörderungenDas Fördersystem in Niederösterreichist komplex und weitläufig, hier diewichtigsten Formen.Eigenheimförderung: Die Eigenheimförderunggilt für den Bau eines Wohnhauses.Sie erfolgt als Darlehen mit einer Laufzeitvon 27,5 Jahren und ist mit einem Prozentim Nachhinein verzinst. Eswerden Punkte für denHeizwärmebedarf undfür nachhaltige Bauweisevergeben.Sanierung: Die Sanierung des Eigenheimswird mit einem nicht rückzahlbarenZuschuss zu einem Darlehen unterstützt.Auch hier wird anhand eines Punktesystemsder förderbare Sanierungsbetragermittelt.Aufschließungskosten: Die Gemeindenbestimmen, ob sie etwa durch die Übernahmeder Aufschließungskosten fürHäuselbauer attraktiv sein wollen.Wohnzuschuss: Wohnzuschuss oderWohnbeihilfen gibt es für bedürftige Mieter -Innen oder NutzerInnen einer Wohnung.Infos: www.noe.gv.at/bauen-wohnentreffpunkt 04/19


konsum&FreizeitWer Urlaubstage durch Verspätungenbei Flügen verliert, kann einePreisminderung beantragen.treffpunkt-TippRenate SCHILLERAKNÖ-KonsumentenberaterinreisereklamationBei einer Pauschalreise entsprichtdas Hotel nicht derBeschreibung im Urlaubskatalog.Habe ich Anspruchauf eine Entschädigung?Sie haben Anspruch auf dieLeistungen, die Ihnen im Katalogbzw. auf der Buchungsbestätigungzugesagt wurden.Es ist ratsam, die Katalogseiteoder den Ausdruck derInternetseite mitzunehmen.Treten Mängel auf, reklamierenSie gleich bei der Reiseleitungoder wenden Sie sichan die Rezeption bzw. denHotelmanager. Werden dieMissstände nicht behoben,verlangen Sie eine schriftlicheBestätigung Ihrer Reklamationund dokumentieren Siedie Mängel mit Fotos und Videos.Auch die Nennung vonZeugen kann hilfreich sein.Nach der Rückkehr vomUrlaub kann schriftlich vomVeranstalter eine Reisepreisminderungverlangt werden.Zur Orientierung wird hierdie „Frankfurter Tabelle“ herangezogen.Wer am Urlaubsort eine„Wiedergutmachung“, etwain Form eines Abendessens,akzeptiert, hat keinen Anspruchauf eine spätere zusätzlicheForderung!Info: noe.arbeiterkammer.atE-pad:Keine Therapie„E-pads [sind doch] nicht fürTherapie, Behandlung oder Linderungvon Krankheiten, Verletzungenoder Behinderungen bestimmt.“Das teilt die SalzburgerRudH GmbH den KäuferInnender Geräte,die das Magnetfeld stimulieren,mit. Davor war von Blutdrucksenkung,schnellerer Wundheilungund entzündungshemmenderWir kung die Rede. „Mit dieserWerbung hat die Firma aus denE-Pads Medizinprodukte gemachtund hätte sie nicht ohne ärztlicheAnordnung verkaufen dürfen“,sagt AKNÖ-KonsumentenberaterinChrista Hörmann. (cb)Infos unter 05 7171-1616reisen:Urlaubstag ersetztStatt im Flieger Richtung Vietnam saßendrei Wiener Neustädter heuer amFlughafen fest. Wegen Schlechtwetterswurde ihr Flug um einen Tag verschoben.Der Reiseveranstalter übernahmzwar die Kosten für Übernachtungund Verpflegung, nicht aber eineEntschädigung für den entgangenenUrlaubstag. Nach Interventionder AKNÖ bekamen die Betroffenen einenTagesreisepreis von 330 bzw. 170 Euro anstandslos erstattet.Tipp: Zur Berechnung des Tagesreisepreises muss der Veranstalterden Pauschalpreis, Flug- und Hotelkosten, heranziehen! (vs)© Jeanette Dietl - Fotolia.comWandertage für GenießerRax und Schneeberg sind wahre Wanderparadiese. Berg begeisterte findenhier, was das Herz begehrt: wild romantische Natur, gute Luft und gemütlicheSchutz hütten. Die Lage unseres Hotels direkt am Fuß der Rax - nur wenigeMinuten von der Seilbahn station entfernt - macht unser Haus zu einemidealen Urlaubsziel für Wanderer.Unsere Leistungen für Sie:• Wohnen im großzügigen Einzel- bzw. Doppelzimmer• reichhaltiges Frühstücksbuffet und Abendessen• Wellnessbereich (Sauna, Dampfbad, Infrarotkabine, Fitnessraum)• Bademantel im Zimmer• Raxseilbahn (1 Berg- und Talfahrt) + Jause auf der Rax• Rucksack und WanderbroschüreUnsere Sonderpreise für Sie:gültig ab 6. August bis 15. Dezember 20132 Nächte: 319 euro (zwei erwachsene im DZ, HP)189 euro (Erwachsene/-r im EZ, HP)Preishit - 7 Nächte: 899 euro (zwei erwachsene im DZ, HP)519 euro (Erwachsene/-r im EZ, HP)Preise exkl. NächtigungstaxeSEMINAR • PARK • HOTELHIRSCHWANG2651 Reichenau, Trautenberg-Straße 1, Tel. 02666 58110, www.seminarparkhotel.attreffpunkt 04/20


kalender© Thayatal, LazarekAugustbis 17. November: Lucky Luke – Karikaturmuseum Krems.Mit einer Satteltasche voll Abenteuer macht der glorreiche Westernheld Lucky Lukegerade in Krems halt. All jene, die mehr über den Comic-Klassiker und die GeschichteAmerikas erfahren möchten, haben noch bis Mitte November Gelegenheit dazu.AKNÖ-Bonus: 9 Euro anstelle von 10 Euro für den Eintritt. Alle Informationen aufwww.karikaturmuseum.atSeptember25. August: Picknick im Grünen – Nationalpark Thayatal.Hoch über der Thaya wandern, begleitet von einem Ranger den Walddes Nationalparks durchstreifen, Früchte vom Wegrand naschen– und ein Picknick auf der Einsiedlerwiese genießen. Das ist Sommer!Die Anmeldung ist bis 22. August möglich. Sie erhalten mit der Servicekarte derAKNÖ 10 Prozent Ermäßigung auf den Eintritt in die Ausstellung im Nationalparkhaus.Besucherprogramm und Infos: www.np-thayatal.at© Manfred Baumann21. september: Gulasch mit Himbeersaft – Bühne im Hof.„Wer lacht, lebt gesünder!“ Unter diesem Motto spielt das Erfolgsduo Brigitte Neumeisterund Wolfgang Böck Geschichten der erfolgreichsten Autoren unserer Zeit. Eines seigleich gesagt: Die Lachmuskeln bekommen an diesem Abend viel Arbeit. Mit der AKNÖ-Servicekarte sehen Sie die Veranstaltung um 10 Prozent günstiger. Infos: www.bih.at27. september: Les Nuits – Festspielhaus St. Pölten.© LUCKY COMICS 2013Die Sinnlichkeit des Orients, eine farbenprächtige Choreografie und Körper, die zuZeichen werden – das erwartet BesucherInnen im Herbst, wenn das Festspielhaus mitdem zeitgenössischen Ballet „Les Nuits“ wieder seine Tore für KulturliebhaberInnenöffnet. Gegen Vorlage der AKNÖ-Servicekarte gibt es 10 Prozent Ermäßigung aufalle Eigenveranstaltungen des Festspielhauses. Mehr auf www.festspielhaus.at© JC Carbonnerätsel-eckegewinn:Unter allen richtigen Einsendungenverlosen wir den Wanderführer„Ötscher. YbbstalerAlpen. Die schönsten Wanderungenund Bergtouren“ vonBernhard Baumgartner und Werner Tippelt.Die Lösung und Ihre Mitgliedsnummer senden Siean treffpunkt AKNÖ, Kennwort „Wander-Mix“,Wind mühlgasse 28, 1060 Wien oder per E-Mail ankarte@aknoe.at. Einsendeschluss: 27. September2013. Die Gewinnverständigung erfolgt schriftlich,der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Auflösung Wildwest-Mix: FRIEDENSPFEIFEL A B A T S R E D N A WZ N E N I T N E P R E SU L M G L R U H E G V HE E E T R E W S G E S OR Z R R N I G A G D T CK R C A E A B E L C E HL U N S H E T E U E I SE W E T L A F U G H G TF G N U T S E U R S U AP N N I A B E E R E N NI G O E L L E P A K G DG N S U N T E R H O L ZCopyright: www.phoenixen.atwander-MixWenn im Flachland die Luft vor Hitze flimmert,ist es in den Bergen noch sommerfrisch. Zeitzum Wandern also! Falls Sie ein paar gute Routenbrauchen, raten Sie doch mit!Wer im Sommer nicht faulenzen oder wegfahren,sondern zu Fuß reisen möchte, findetin diesem Mix 21 passende Begriffe – waagrecht,senkrecht und diagonal, von vornnach hinten und von hinten nach vorn (einigeWörter stehen im Plural, Ü = UE).Die Buchstaben, die zu keinem der gesuchtenWörter gehören, ergeben aneinandergereihteinen weiteren Begriff für etwas, dassich am Berg finden, aber auch tun lässt.treffpunkt 04/21


konsum&Freizeit© Baumgartnerfreizeit-tipp: Die alpine VoralpeUnterwegs mit Bernhard BaumgartnerDer Bergname „Voralm“ lässt aneine eher gemütliche Wanderungdenken! Aber der Gipfel heißtStumpfmauer, ist 1.770 m hochund zeigt sich nur in der Seitenansichtstumpf. Vom Tanzboden her,der in einer zackigen Höhenrundezu erreichen ist, wirkt der Hauptgipfelsogar wie ein Felszahn. Alsonur eine Bergtour für geübte, ausdauerndeund schwindelfreie Wanderer!Das Gipfelerlebnis ist überauseindrucksvoll, wenn die 1.250Höhenmeter von Hollenstein ander Ybbs erst bewältigt sind. Nichtvergessen, hinunter muss manauch wieder, und eine Einkehrmöglichkeitgibt es erst wieder im Tal.Route: Zufahrt von Hollensteinbis Unterleiten (Hof Wenten) –markierter Steilaufstieg über denNordostkamm – „Steinerne Katz“– Stumpfmauer – Kopetzkysteig(Sicherungen) – Dreiländereck –Tanzboden. Von dort zurück unddurch die „Lucken“ zum Aufstiegsweg(dieser dauert 3 ½ bis 4 Stunden,Höhenrunde zum Tanzboden1 ½ Stunden).Info: Wandererlebnis „Ötscher & YbbstalerAlpen“ von Bernhard Baumgartner undWerner Tippelt, Neuerscheinung im Kral-Verlag. Im Web: www.niederoesterreich.naturfreunde.atStumpfmauer vom TanzbodenNaturparkEisenwurzen:Im „Naturpark Eisenwurzen“ gibtes auch viele leichte Wanderungen.Besonders sehenswert: die Holztriftanlageim Mendlingtal.Weitere Infos im Internet:www.naturpark-eisenwurzen.atraiffeisen: Die Macht des stillen RiesenIm „Schwarzbuch Raiffeisen“ erzählen Lutz Holzinger undClemens Staudinger die Geschichte der Genossenschaft vonder Bauernbefreiung bis zur Gegenwart. Sie zeigen die einzigartigewirtschaftliche und politische Macht von Raiffeisenin der Gegenwart auf. Die ehemalige Bauern-Genossenschafthat sich zu einem gigantischen Wirtschaftskonzern entwickelt.Raiffeisen beherrscht nicht nur die Landwirtschaft in Österreich,zum Konzern gehören auch Banken und Versicherungen,Medien und Immobilien, Baufirmen und Stahlwerke.Eine Besonderheit von Raiffeisen: Top-Funktionäre sitzen imParlament und in Landtagen, Kammern und Ministerien, inBundes- und Landesregierungen. Sie können Gesetzesvorhabenvorbereiten und beschließen. Raiffeisen muss nicht lobbyieren,sondern kann unmittelbar die Entscheidungen derrepräsentativen Demokratie beeinflussen.„Schwarzbuch Raiffeisen“. Holzinger/Staudinger. Mandelbaum.Wien 2013. 226 Seiten. 16,90 Euro. ISBN 978-3-854-76622-3kultur- und WebtippGrafenegg Festival 2013. Die Wiener Sängerknaben, das Tonkünstler-OrchesterNiederösterreich und das NHK Symphony Orchestraaus Tokio sind nur einige der renommierten Künstler, die heuer beim Festivalin Grafenegg am Programm stehen. Zu sehen sind die Konzerte von16. August bis 8. September. Mehr Infos: www.grafenegg.comMusterbriefe für dies und das. Sie brauchen eine Vorlage fürdie Vereinbarung der Altersteilzeit oder für die Kündigung? Sie wollen gegenden Steuerbescheid berufen oder eine Reise reklamieren? Mit der Musterbrief-Sammlungfinden Sie die richtigen Worte: noe.arbeiterkammer.at/musterbriefeBuch-Tipps von Markus Neumeyer. Erziehung.Ein Kabarettist und zwei Philosophenplaudern in der „philosophischenKüche“ locker über„falsche Programmierungen“aktueller Erziehungsmethoden.„Über die Erziehung“, Düringer,Schulak, Taghizadegan. EcowinVerlag. 192 Seiten. 14,90 Euro.ISBN 978-371-100031-6 Liebe.Eine rührende Geschichte über einenschrulligen Zwangsneurotiker,die uns zeigt, wo die Liebe hinführenkann. Sehr empfehlenswert.„Das Glücksbüro“. Andreas Izquierdo.Dumont Verlag. 268 Seiten. 9,99Euro. ISBN 978-383-216225-2 Konsum.Schauspieler Jaenicke eckt erneutan. Machen Sie sich selbst ein Bild.„Die große Volksverarsche: Wie Industrieund Medien uns zum Narrenhalten. Ein Konsumenten-Navi“.Hannes Jaenicke. Gütersloher Verlagshaus.192 Seiten. 17,99 Euro.ISBN 978-357-906636-3 gänsehaut.Robert Langdon ist zurück.Dan Brown hat wieder einmalabgeliefert, was man von ihmerwartet: einen spannenden„Pageturner“ der Sonderklasse.„Inferno“, Dan Brown. BasteiLübbe Verlag. 688 Seiten. 26Euro. ISBN 978-378-572480-4treffpunkt 04/22


AKNÖ&ÖGB in Ihrer NäheWir bieten Ihnen täglich arbeits- und sozialrechtliche Hilfe. Eine telefonischeAn meldung verkürzt Ihre Wartezeit. Weitere Beratungsangebote finden Sie hier:Konsumenten-Beratung 1)Behinderten-BeratungMuttersprachliche Beratung(türkisch)AK AmstettenWiener Straße 55, Tel.: 05 7171-5150jeden Freitagvon 8.30 bis 12 Uhr1. + 3. Dienstag im Monatvon 9 bis 12 UhrAK BadenElisabethstraße 38, Tel.: 05 7171-5250AK GänserndorfWiener Straße 7a, Tel.: 05 7171-5350AK GmündWeitraer Straße 19, Tel.: 05 7171-5450AK HainburgOppitzgasse 1, Tel.: 05 7171-5650AK HollabrunnBrunnthalgasse 30, Tel.: 05 7171-5750AK HornSpitalgasse 25, Tel.: 05 7171-5850AK KorneuburgGärtnergasse 1, Tel.: 05 7171-5950AK KremsWiener Straße 24, Tel.: 05 7171-6050AK LilienfeldPyrkerstraße 3, Tel.: 05 7171-6150AK MelkHummelstraße 1, Tel.: 05 7171-6250AK MistelbachJosef-Dunkl-Straße 2, Tel.: 05 7171-6350AK MödlingFranz-Skribany-Gasse 6, Tel.: 05 7171-6450AK NeunkirchenWürflacher Straße 1, Tel.: 05 7171-6750AK ScheibbsBurgerhofstraße 5, Tel.: 05 7171-6850AK SchwechatSendnergasse 7, Tel.: 05 7171-6950AK St. PöltenGewerkschaftsplatz 2, Tel.: 05 7171-7150jeden Mittwochvon 9 bis 12.30 Uhr undvon 13 bis 16 Uhr6. September + 4. Oktobervon 9 bis 12 Uhr2., 16., 30. September + 14. Oktobervon 9.30 bis 11.30 Uhr24. September + 29. Oktobervon 13.30 bis 16 Uhr17. September + 22. Oktobervon 13.30 bis 16 Uhr11., 25. September + 9., 23. Oktobervon 13.30 bis 16 Uhr3., 17. September + 1., 15. Oktobervon 9 bis 12 Uhrjeden Mittwochvon 9 bis 12 Uhr6., 20. September + 4., 18. Oktobervon 9 bis 12 Uhr4., 18. September + 2., 16. Oktobervon 13.30 bis 16 Uhr17. September + 22. Oktobervon 9 bis 12 Uhr11., 25. September + 9., 23. Oktobervon 9 bis 12.30 Uhr undvon 13 bis 16 Uhrjeden Mittwochvon 9 bis 12.30 Uhr undvon 13 bis 16 Uhr4., 18. September + 2., 16. Oktobervon 9 bis 12 Uhr24. September + 29. Oktobervon 9 bis 12 Uhrjeden Montag + Donnerstagvon 9 bis 12.30 Uhr undvon 13 bis 16 Uhr1. + 3. Mittwoch im Monatvon 13 bis 14.30 Uhr2. + 4. Dienstag im Monatvon 9 bis 10.30 Uhr2. + 4. Donnerstag im Monatvon 13 bis 14.30 Uhr2. + 4. Dienstag im Monatvon 13 bis 14.30 Uhr2. + 4. Freitag im Monatvon 9 bis 10.30 Uhr2. + 4. Donnerstag im Monatvon 9 bis 10.30 Uhr2. + 4. Mittwoch im Monatvon 9 bis 10.30 Uhr1. + 3. Donnerstag im Monatvon 13 bis 14.30 Uhr1. Dienstag im Monatvon 9 bis 10.30 Uhr1. + 3. Mittwoch im Monatvon 13 bis 14.30 Uhr1., 2., 3. + 4. Montag im Monatvon 8 bis 12 UhrAK-horn fertig!Der Neubau der AKNÖ-Bezirksstelle in Horn istfertiggestellt. Sie findenuns jetzt wieder in derSpitalgasse 25.jeden Freitagvon 8.30 bis 12 Uhr1., 2., 3. + 4. Dienstag im Monatvon 8.30 bis 11.30 Uhr1. + 3. Donnerstag im Monatvon 8.30 bis 11.30 Uhrjeden Mittwoch im Monatvon 8.30 bis 11.30 UhrAK TullnR.-Buchinger-Str. 27-29, Tel.: 05 7171-72503., 17. September + 1., 15. Oktobervon 13.30 bis 16 Uhr1. + 3. Donnerstag im Monatvon 13 bis 14.30 UhrAK Waidhofen/ThayaThayastraße 5, Tel.: 05 7171-73502., 16., 30. September + 14. Oktobervon 13 bis 15 Uhr2. + 4. Dienstag im Monatvon 9 bis 10.30 UhrAK Wr. NeustadtBabenbergerring 9b, Tel.: 05 7171-7450AK ZwettlGerungser Straße 31, Tel.: 05 7171-7550jeden Donnerstagvon 9 bis 12.30 Uhr undvon 13 bis 16 Uhr4., 18. September + 2., 16. Oktobervon 13.30 bis 16 Uhr2. + 4. Donnerstag im Monatvon 9 bis 10.30 Uhr1., 2., 3. + 4. Dienstag im Monatvon 13 bis 16 UhrPensionsberatung 1) : AK Melk: jeden Mittwoch von 11.30 bis 15.00 Uhr1)Keine Terminvereinbarungen möglichtreffpunkt 04/23


Ein Ersuchen des Verlages an den Briefträger: Falls Sie dieseZeitschrift nicht zustellen können, teilen Sie uns bitte hier denGrund und gegebenenfalls die neue oder richtige Anschrift mit.VornameNameAdressePLZWohnortP.b.b. Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt 1060 Wien,Aufgabepostamt 1000 Wien. DVR 0051438Zulassungsnummer 02Z032 284MDebitornummer AKNÖ 21003261

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