candide - Stadtgalerie Passau

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CANDIDE THOVEX / BIOGRAPHIE

JANUAR 2003, ASPEN, COLORADO (USA). WINTER X GAMES.

Der größte Freestyle-Wettbewerb der Welt krönt seinen

Sieger in der Halfpipe-Disziplin - die prestigeträchtigste.

Der Franzose Candide Thovex gewinnt auf amerikani-

schem Boden Gold in dieser ultra-technischen Disziplin.

MÄRZ 2010. Zwei Verletzungen (inklusive einer schweren

Rückenverletzung) und sieben Winter später fährt Candide

die furchteinflößende Wand des Bec des Rosses in

Verbier (Schweiz). Mit einem schnellen und sicheren Run

in der finalen Freeride-Disziplin der Freeride World Tour

wurde er erneut zum World Freeride Champion gekrönt.

ZWEI WELTEN, ZWEI DISZIPLINEN,

ZWEI TECHNIKEN, DIE SICH RADIKAL UNTERSCHEIDEN,

gewonnen von ein und demselben Skifahrer. Kein anderer Skifahrer feierte so viele Erfolge in

den Disziplinen des Freeskiings. Candide Thovex ist der erste, der eine Brücke über die große

Lücke schlägt und diese beiden polarisierenden Gegensätze auf höchstem Level zusammenbringt:

der Wettkampf mit rein technischen Rotationen in einer Halfpipe - und den Mut, die

Kraft und die Agilität, die es erfordert, um sich eine unberührte, fast vertikale Wand hinunter-zustürzen.

Er ist ein wahres Genie.

CANDIDE WAR SCHON IMMER EINE AUSNAHME.

In der kurzen Geschichte des Freeskiings (knapp 20 Jahre) gab es beides - Meister des Styles

und Wettkampf-Tiere. Die Meister der Ästhetik - und die Medaillengewinner. Von Natur aus

vermischt sich die DNA dieser beiden speziellen Disziplinen eher selten - mit einer Ausnahme:

Candide Thovex.

Er gewann alle Disziplinen des Freeskiings sowie die wichtigsten Wettbewerbe. Neben den

X-Games (Halfpipe) und den Freeride World Championships holte er bei den X-Games (2000

und 2007) auch den Big Air- und den Slopestyle-Titel sowie 2010 den Red Bull Linecatcher,

ein weiterer Freestyle Backcountry-Wettbewerb.

Der französische Skifahrer wurde 1982 geboren und entwickelte seinen königlichen Style in

Balme im Gebiet von La Clusaz, einem natürlichen Spielplatz, mit einer Vielzahl von Abfahrten.

Balme ermutigte zu Kreativität, und der junge Candide profitierte von der Kombination

aus Risikobereitschaft und Ideenreichtum, getrieben von einer unerschütterlichen Motivation.

Über die Winter perfektionierte er seine Fähigkeit, sich fließend über den Schnee und

durch die Luft zu bewegen.

Er begann sich in Wettkämpfen zu messen, aus denen zukünftige Freestyle-Champions hervorgingen.

Die herausfordernde Disziplin schuf Stärke und Willenskraft. Er bewunderte

Edgar Grospiron zutiefst (den hart arbeitenden Goldmedaillengewinner der Olympischen

Spiele in Albertville) und sollte schon bald zu dessen Nachfolger ernannt werden... bevor er

diese Disziplin hinter sich ließ, um sich der freieren und kreativeren Welt des Freestyles zu

widmen.

Ohne es zu realisieren, war Candide bereits perfekt positioniert, als sich das Freestyle-Skiing

zu entwickeln begann. Er war bereit für die Explosion der „neuen Schule“ und fand seine

Nische zwischen den radikalsten Snowboardern. Und die neue Schule des Freestyle-Skiings

wartete nur auf ihren Helden. Jemanden, der kurzzeitige Launen und Fashion-Trends überdauerte.

Jemanden wie Candide.

Der Ausnahme-Athlet ist in Frankreich natürlich bestens bekannt - aber auch in den USA

stach er bereits mit 16 aus der Menge hervor, als ihm als erster ein unglaublich stilvoller

Sprung über die «Chad’s Gap» gelang, der sofort in den besten Videos des Tages zu sehen

war. Bis 1998 hatte Candide nicht mehr als den Respekt der Skiing-Szene gewonnen. Zwei

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