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Die kleine Anfrage: Haben Tiere auch Husten und ... - WDR 5

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1Leonardo - Wissenschaft und mehrSendedatum: 05. Dezember 2013Die kleine Anfrage:Haben Tiere auch Husten und Schnupfen?von Ariane HoffmannO-Ton:„Wir hatten einen Rundgang durch den Zoo und im Giraffenhaus war es danntatsächlich so, dass unser Giraffenbulle Vujei geniest hat und leider mitten aufeine unserer Besucherinnen drauf und man glaubt gar nicht, was aus so einerGiraffennase alles rauskommt.“Atmo: NiesenSprecherin:Zum Glück lebt der verschnupfte Giraffenbulle im Dortmunder Zoo bei Direktor FrankBrandstetter. Beim ersten Niesen seiner Tiere kommt der Doktor mitFieberthermometer und Medizin. In der freien Wildbahn dagegen kann ein kleinerSchnupfen schnell zum großen Problem für Tiere werden - vermuten jungeZoobesucher.O-Ton Collage:„Die fühlen sich nicht wohl und die haben nicht so viel Spaß wie hier.“„Wenn die Nase verschnupft ist, dann essen die irgendwas und dann könnendie auch vergiftet werden.“„Wenn die nicht mehr die Feinde riechen können, können sie verletztwerden.“„Dann müssten sie ihr Leben geben.“Sprecherin:Eine Erkältung als lebensgefährliche Erkrankung? Durchaus möglich, meintZoodirektor Brandstetter.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet noch öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht) werden.


2O-Ton Brandstetter:„Tiere, die sich olfaktorisch orientieren, also mit dem Geruchssinn, sindnatürlich gehandicapt, wenn sie ne Erkältung kriegen. Und das kann zum Teilfatale Folgen haben und zwar nicht nur bei der Futtersuche, sondern unteranderem auch bei der Witterung von Gefahr.“O-Ton Junge :„Die werden von den Feinden aufgegessen.“O-Ton Brandstettet:„Allerdings muss man andererseits davon ausgehen, dass im Normalfalleeinem Tier so etwas nicht vorkommt, weil die natürlich abgehärtet sind, ja,das heißt, der Organismus ist darauf eingestellt. Wenn ein Tier erkrankt, istdas nur ’ne Sekundärerkrankung, dann stimmt was mit demGesamtorganismus nicht. In freier Wildbahn kommt es sehr selten vor, ja.“Sprecherin:Und wenn doch, dann ist es gut, wenn das Tier Familie hat.O-Ton:„Man kann grundsätzlich davon ausgehen: Tiere, die im Rudel leben, helfensich in der einen oder anderen Form auch. Es ist zum Beispiel so, wenn Sieein Wolfsrudel haben, es ist ja ohnehin so, dass nicht alle Wölfe zur Jagdgehen, sondern es ist eine Gruppe, die jagt und erbeutet das, wovon dasRudel dann lebt, ja. Und davon profitiert dann natürlich ein krankes Tier, wasjetzt eben mal nicht so fit ist, um auf Jagd zu gehen. Da ist natürlich eineinzellebendes Tier deutlich – sag ich jetzt mal – das Gelackmeierte, ja, weiles halt eben niemanden hat, der ihm die Nahrung beischafft.“Sprecherin:Verhungern wird ein Wildtier in der Regel nicht. Denn auch – wenn die Riechknospendurch einen Schnupfen stark beeinträchtigt sind, knurrt der Magen.O-Ton:„Der Überlebenswille ist ja in jedem Lebewesen da, das heißt, zunächsteinmal nach Nahrung und Wasser zu suchen, das wird jedes Tierautomatisch tun.“© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet noch öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht) werden.


3Sprecherin:Manche Tiere behandeln sich sogar selbst.O-Ton:„Es gibt einige Affenarten - beispielsweise Totenkopfaffen in Brasilien – die,wenn sie Erkrankungen haben, dann haben die tatsächlich herausgefunden,welche Heilpflanzen dagegen helfen. Also dann zupfen die ganz konkretdiese Blätter, zerkauen die und schlucken das Konzentrat, also die behandelnsich selber medizinisch.“Sprecherin:Clever die wilden Affen. Noch schlauer sind allerdings ihre Kollegen im DortmunderZoo, weiß Direktor Frank Brandstätter.O-Ton:„Wir haben natürlich auch Schauspieler, ja. Es gibt also auch Fälle vonMenschenaffen, die das also auch genießen, denn plötzlich werden siebetüddelt. Und dann wird da auch schon mal vorgegaukelt, dass man längerden Husten hat, weil der Hustensaft eben so lecker ist – auch das kommtvor.“© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet noch öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht) werden.

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