Maifahrt auf der Saale - Stadt Saalburg-Ebersdorf

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Maifahrt auf der Saale - Stadt Saalburg-Ebersdorf

TOURENTouren: BayernMaifahrt auf der SaaleVon Heinrich Winkler, DarmstadtDas schwierigste Alter bei Jungen ist bekanntlich zwischen 14 und 19Jahren. Für mich war es mit die schönste Zeit in meinem Leben, obwohlich mit 14 Jahren in die Lehre musste. Lehre ist eigentlich zu viel gesagt,ich war eine billige Arbeitskraft, die jegliche Hilfsarbeiten, vom Teppichklopfen bis zum Pakete packen, auszuführen hatte.Das Beste an dieser sogenanntenLehre war „Baum“, der hatte schonausgelernt. Nach Feierabend radelteer fast immer zum Bootshaus vomSchwimmverein Hof. Manchmal erzählte ervon Bootstouren, zelten mit Lagerfeueroder auch Radtouren.Große Teile der oberen Saale verlaufen durch Waldgebiete.Das erste eigene BootIch war richtig neidisch. Irgendwann nahmer mich mit. Ich fand die Clique toll, und obwohlich kein eigenes Boot hatte, war ichvon da an auch jede freie Minute amBootshaus. Manchmal durfte ich in eines derBoote steigen, um die Saale rauf und runterzu schrubben. Im Frühling 1952 fuhrendie Anderen auf die Wiesent.Es hatte ordentlich geregnet und aus demkleinen Bach war ein richtiges Wildwassergeworden. Ich weiß nur aus Erzählungen,dass „der Teddy den Bubi um einen Fels gewickelt“hat. Teddy war so ein Kleiner,Stämmiger, der mit Familiennamen Bärhieß. Und Bubi war ein Einer-Sport-Faltboot, das sich bei starker Strömungquer stellte und auseinanderbrach. Es gehörteden Franzens, und weil die nochmehr Boote hatten, schenkten sie mir dasWrack.In wochenlanger Kleinarbeit habe ich dieRisse geflickt, die Haut neu gummiert undgesplitterte Spanten geklebt. Der KlötzerManni, Schreiner von Beruf, zimmerte einenSpanten komplett neu. Einige Spannstäbehabe ich als Originalteile bei Klepperbestellt.Und dann war es fertig. Ich hatte ein eigenesBoot und konnte mit den Anderenmitfahren. Auf den Main, die Naab oder beiguten Wasserstand auf die Wiesent. Abermeistens ging es die Saale abwärts bis Unterkotzauoder noch 5 km bis Fattigsmühle.5 km weiter, hinter der Lamitzmühle, beganndie Grenze zur DDR. Da war dannlinkes Ufer Bayern und rechtes Ufer Thüringen.Erst 1977 wurde es möglich, diesen18 km langen Saalebereich bis nachBlankenstein zu paddeln.Über die GrenzeAber kurz nach dem Kriege war hier Endeder Saale, wegen der DDR-Grenze. 1956,„Blaues Band“ – Hinweisschild in Hirschberg.zu Zeiten der DDR, kam der Franzen Hans,das war der Vater von Rich, auf die Idee,das Sportkomitee der Stadt Schleiz anzuschreiben.Prompt erhielten wir eine Einladung,unsere Ferien an der Saaletalsperrezu verbringen. Vater Dollwetzel brachteuns mit seinem Gemüselaster an den damaligenGrenzübergang Töpen-Juchhöh.Die Autobahnen waren damals gesperrt,die Brücken z. T. gesprengt. Auf der Ostseitewarteten Lastwagen der Volkspolizei,um unsere Boote, Zelte, Luftmatratzenund was sonst noch so dazugehörte,zu übernehmen. Sie brachten uns in dieNähe der Staumauer, wo wir auf dem Geländeder Betriebs-Sportgemeinschaft„Turbine Bleiloch“ einen sehr schönenZeltplatz zugewiesen bekamen. Wir wurdenrichtig verwöhnt, lernten auf den betriebseigenenBooten segeln, die Voposnahmen uns auf Patrouille mit und zu guterLetzt paddelten wir mit den damaligenDDR-Meistern um die Wette. Natürlichhatten wir Wanderpaddler keine Chancegegen die Asse von drüben. Wir wareneben Spaßpaddler.Der größte Spaß aber war es, am Abendüber den Stausee zu fahren, um ins „Kloster“zu gehen. Kloster war eine sehr weltlicheKneipe, in der wir mit den Ostlernfeierten. Schwierig war es nur, bei Nachtund Nebel den Zeltplatz am anderen Uferwieder zu finden.Wiederholung nach 50 JahrenUnd weil es so schön war, wollten wir imdarauf folgenden Jahr noch mal rüber.Aber die politische Situation hatte sich indem einen Jahr grundlegend verändert.Angeblich war ein Anschlag auf die Staumauergerade noch vereitelt worden. Obdas stimmte, weiß ich nicht. Jedenfalls warenKontakte mit dem Westen nicht mehrerwünscht. Kurz gesagt, die Grenze wurdedicht gemacht, paddeln auf der Saaletalsperrewar passé. Zudem führten michmeine beruflichen Ziele von Hof weg.Ich habe gelegentlich meinen Kindern ausdieser Zeit erzählt, und so blieb es nichtaus, dass sie selbst Flusswanderungen unternahmen.Jedes Jahr ein anderer Fluss,ein anderes Ziel, inzwischen mit ihren ei-8 5/2009


TOURENgenen Kindern. Zu meinem 70. Geburtstagluden sie mich ein zu einer Bootstour aufderSaale ohne Grenze“, bis zur Saaletalsperre.„Du kennst doch die Strecke, bisauf das Stück wo früher Grenze war?“.Aber das war lange her, genau genommen50 Jahre. Ich hatte keine Ahnung,was sich in dieser Zeit alles verändert hat.So versuchte ich Kontakt aufzunehmen zumeinen alten Kumpels. Aber die warennicht mehr aktiv, krank oder sie gab`s einfachnicht mehr, kein Wunder — die warenauch alle über Siebzig.Hilferuf per ZeitungSo schickte ich einen Hilferuf an die „Frankenpost“mit einem Bild vom Schlappentagsumzug1958. Wir hatten dafür einBoot geschmückt und trugen es stolz durchdie Stadt. Da waren wir alle drauf und ichhoffte, dass sich jemand angesprochenfühlte um uns Tipps für unsere geplanteTour zu geben.Der Erfolg dieser Veröffentlichung übertrafalle meine Erwartungen. Es kamen Anrufevon Menschen, die inzwischen dieSaale von Hof bis zur Einmündung in dieElbe gefahren waren und dies auch mitvielen Tipps beschrieben haben.Werner Schmidt sagte mir, es sei immersein Traum gewesen mit einem Boot dieSaale talwärts zu fahren, jetzt mit 73 Jahrenhabe er sich ein Boot gekauft undwürde gerne mitfahren. Ich gab ihm dieRufnummer von Gernot Stöß, eines streckenerfahrenenPaddlers, der versprochenhatte, mitzufahren.Ein anderer hat auf dem Bild einen Cousinerkannt, den er seit 1959 aus den Augenverloren hatte... ich konnte ihm über zweiEcken die Adresse vermitteln. Inzwischenhaben sie sich nach so langer Zeit wiedergesehen.Es gab einen regen telefonischenVerkehr zwischen Hof, Darmstadt undDüsseldorf, wo mein Schwiegersohn versuchte,alles zu koordinieren.Der erste Tag Fronleichnam 24. Mai, dawar es dann soweit. Im VW-Bus, beladenmit zwei großen Canadiern, zwei Kajaks,drei Zelten, Schlafsäcken, Isomatten undsonstigem Kram für acht Personen ging´slos. Meine Tochter Kira saß am Steuer,Schwiegersohn Thomas zeigte ihr, wo`slang geht und fünf meiner Enkelkinder sangendie ganze Strecke Lieder der „WiseGuys“. Es war eine sehr lustige Fahrt.ZusammentreffenAm vereinbarten Treffpunkt in Unterkotzauwurden wir von unseren neuen Sportfreundenempfangen, die ich bisher nurvom Telefon kannte. Herr Stöß und HerrSchmidt hatten sich inzwischen auch angefreundet.Sie staunten nicht schlecht,was so alles aus dem VW-Bus quoll.Nun konnte die lustige Bootsfahrt beginnen.Vorneweg die ortskundigen Hofer imZweierkanadier. Dann folgten die Dreierkanadier,jeweils mit einem Erwachsenenund zwei Kindern. Und zum Schluss meinEnkel Philip und ich in den Einerkajaks. DieReihenfolge änderte sich schnell, denn Philipentpuppte sich als sportliches Talent. Erfuhr mal an die Spitze, ließ sich wieder zurückfallenund legte auf diese Weise sicherdie dreifache Strecke zurück. Genausohatte ich es früher bei Familienausflügen desVereins gemacht.Es war schon ein seltsames Gefühl, nach 50Jahren wieder mal das heimische Gewässerzu befahren. Gleich nach der nächstenFlussbiegung musste das Wehr der „Ritschenmühle“kommen. Es war früher daseinzige Wehr, das man fast zu jeder Jahreszeitbefahren konnte. Aber das gab esnicht mehr, geblieben war nur eine Engstellemit stärkerer Strömung. Ansonsten hat sichnichts verändert. Es war das gleiche Gefühlwie früher, durch Landschaften zufahren, die kaum je ein Mensch betretenhat.Erste RastDa wir erst am späten Nachmittag insWasser kamen, war unsere erste Etappemit etwas über einer Stunde Fahrzeit auchbald zu Ende. Kurz vor der Autobahnbrückebei der Burg Saalenstein landeten wiran.Aber es gab keine ideale Anlegestelle. Soversuchten wir an verschiedenen Stellenanzulanden. Wie ich später im Gesprächmit dem Grundstückseigner, dem Wirt derBurgruine Saalenstein, erfuhr, ist schon beabsichtigt,eine Anlegestelle zu bauen.5/2009 9


TOURENWäre eigentlich eine tolle Idee für den ganzenSaaleverlauf, mit Hilfe der Gastronomie,das Wasserwanderern besser zu ermöglichen.Auf der thüringischen Seite hatdas sogar schon mit staatlicher Unterstützungbegonnen. Dort wird seit 2 Jahrenmit über einer Million Euro die kanutouristischeSituation verbessert, wie wir erfuhren.Vor dem Aufbau der Zelte wollten wirnoch eine Kleinigkeit im Restaurant derBurgruine essen. Der Wirt, ein richtigesUnikum, hatte „Schweinearsch vom Grillmit selbst gesammelten Steinpilzen“ aufder Tafel stehen. Ein deftiges und preiswertesEssen. Die Kinder waren davonnicht so begeistert, wurden aber voll entschädigtdurch die ausgestellten Tiere, allerhandSammelsurium aus der Wendezeitund Spielsachen. Wir erhielten die ausdrücklicheErlaubnis, auf der Wiese an derSaale zu zelten. Mir überreichte er einenSchlüssel für einen Wohnwagen, der hinterdem Gasthaus stand. Man könne docheinem Siebzigjährigen nicht zumuten, imZelt zu schlafen.Die Insel am Auensee – ein wirklich traumhafter ZeltplatzDa es inzwischen schon spät gewordenwar, mussten die jungen Leute im Dunkelndie Zelte aufschlagen. Aber mit Hilfesämtlicher Kinder war das kein Problem.Resümee des ersten Tages „ich habe ganztolle Enkelkinder“.Von Saalenstein zumJoditzer AuenseeIm Laufe des nächsten Vormittags kam unserHofer Führungsduo wieder. Sie hattenes natürlich vorgezogen, im eigenen Bettzu schlafen. Gemeinsam erlebten wir einelandschaftlich wunderschöne Strecke. DieKinder hatten viel Spaß und brachten esfertig, mitten im Fluss umzusteigen, dennjeder wollte mal im Einerkajak fahren. BeimUmsetzen der Boote am Wehr der Fattigsmühlemussten wir durch den Biergartenund sind prompt an den Angebotender typisch fränkischen Küche hängengeblieben.„Schäufele mit Klößen und Sauerkraut“für 6,50 Euro. Ganz lecker undzu diesem Preis, wo gibt es sowas noch.In der alten Bäckerei nebenan konnten wirzuschauen, wie Brot nach jahrhundertealtemRezept im Holzofen gebacken wird.Im anschließenden Hofladen ist das Brotund andere Produkte aus heimischer Produktionzu erwerben. Natürlich decktenwir uns gleich mit Proviant ein, denn unsernächster Halt sollte der „Auensee“ sein.Bis dahin hatten wir aber noch eine schöneStrecke durch Naturschutzgebiet vor uns.Meine Tochter, sie ist Biologin, erklärte unsseltene Vögel, Rehe ästen am Ufer – eswar so richtig friedlich.Am Wehr in Joditz, etwa 500 m vor demCampingplatz Auensee, entschieden wiruns, die restliche Strecke zu Fuß zurückzulegen.Man hat eine Fischtreppe gebaut,aber hinter dem Wehr ist fast kein Wasser.Bis das Wasser aus der Stromerzeugungwieder kommt, muss man über 100 m imSchlick waten. Da könnte man schon wasverbessern!Also Bootswagen raus, Canadier drauf undobenauf die Kajaks. Die Saale bildet an dieserStelle eine weite Schleife, inmitten derersich der Auensee befindet, und mittenSchloss Hofeck.im See ist eine Insel, genau so wie mansich eine Insel vorstellt. Etwa zwanzig Meterim Durchmesser, mit Birken bewachsen,einfach traumhaft.Der See wird von einer eigenen Quelle gespeist.An einer Seite ist eine Wohnwagensiedlungmit fest stehenden Wohnwagen,darunter viele mit Berliner Kennzeichen.Den übrigen See umgibt eine gepflegteLiegewiese. Nur ein kleiner Teil istals Campingplatz ausgewiesen und der warfür ein Jugendtreffen des TechnischenHilfswerks reserviert.Der Platzwart wollte uns aber nicht wiederwegschicken und erlaubte uns, „ausnahmsweise“auf der Insel zu zelten. Daswar’s! Die Kinder waren begeistert. EineTrauminsel als Zeltplatz! Ich selbst habenur einmal etwas ähnliches erlebt bei einerTour auf der Naab. Diese Insel würde ichheute nicht mehr finden, obwohl wir alsErinnerung alle möglichen Souvenirs vergrabenhaben.Zurück zur Realität. Nach einer ersten Begutachtung,wie wir die Zelte am bestenaufbauen könnten, richteten die Kinder einenFährdienst ein, um alles Notwendigerüber zubringen. Meine Tochter ging inzwischenzum Platzwart, um ein Taxi zubestellen, denn der Bus stand ja noch aufdem Zeltplatz in Saalenstein. “Das kommtgar nicht in Frage, natürlich fahr ich sie dahin“,sagte er, „ich muss sowieso in denNachbarort.“ Noch während ich am Uferstand, um auf die Rückkehr meiner Tochterzu warten, kam eine Frau vorbeispaziertund sagte „ham ses gfunna“. Siehatte uns am Wehr den Weg zum Campingplatzerklärt und wollte sicher gehen,dass wir den Platz gefunden hatten. Natürlichhätte auch sie uns nach Saalensteingefahren. Diese Hilfsbereitschaft ist unsimmer wieder aufgefallen.An diesem Abend lernte ich die Koch-10 5/2009


TOURENkünste meines Schwiegersohnes schätzen.Es gab einen großen Topf Spaghetti mitFisch und Tomaten, und das Ganze warso delikat gewürzt, wie ich es zur Zeit aufIschia nicht besser bekomme.Vom Auensee nach HirschbergAm Samstag morgen kamen unsere HoferSportfreunde wieder. Wir baten denPlatzwart, unsere Zelte noch einen Tag stehenlassen zu dürfen, und brachten dieBoote erneut zu Wasser. Es waren nur wenigeMeter über die Straße bis zur Saale, dieetwas tiefer vorbeifloss.Auch hier wäre eine kleine Anlegestellehilfreich gewesen. Es dauerte eine Weile,bis alle verstaut waren, und einer nach demandern sich von der Strömung forttragenließ. Dieses ehemalige Grenzgebiet ist nochursprünglich und unbeleckt, nur ein paarrostige Zaunreste zeugen von der Teilungdes Landes.Aber auch sportlich ist der Fluss ein Leckerbissen.Kleine, spritzige Schwälle undzügige Strömung machen die Fahrt zu einemGenus. Am Wehr der Lamitzmühle,vor einer steilen Felswand, mussten wirnoch mal umtragen. Das ging vollkommenproblemlos, ohne dass wir etwas beschädigten.Da tauchte aus der Mühle eine Frau auf, dieuns darauf aufmerksam machte, dass diesPrivatbesitz sei. Schilder wie: „Lebensgefahr– Wehr betreten verboten!“ und „BissigeHunde, Grundstück betreten verboten!“Stöß hatte uns schon vorgewarnt.Alles unwahr. Es gab weder Hunde nochbesteht da Lebensgefahr. Man kann ganzleicht übers Wehr tragen und unter wiedereinsetzen. Bei viel Wasser kann man gleichüber das Wehr fahren – ungefährlich.Mir stellte sich die Frage, ob es sein kann,dass ein Mensch die Rechte an einem Flusserwerben kann. Mit der Stromerzeugungverdienen diese Kraftwerkbesitzer gutesGeld, aber sie wollen die anderen Menschen(Steuerzahler) vom Fluss ausschließen.Aber das ist eine Ausnahme an derDie Saale führt auf weiten Streckenteilen durch wenig bebautes Gebiet.Saale, hörte ich. So was gibt es außer an derLamitzmühle nirgends mehr. Wir ließenuns die gute Laune nicht nehmen und folgtenweiter den vielen Kehren der Saale.Nach jeder Biegung überrascht der Flussmit neuen Landschaftsbildern. Rechts,hoch oben am Fels, erhebt sich SchlossWenzelshöhe. Hirschberg-Thüringenrechts, links ist noch bayerisches Flussufer.ÜberraschungHier war eine richtig tolle Anlegestelle, gebautworden. Auch Kahn- und Bootsverleihgab es. Hier beginnt der WasserwanderwegSaale mit den großen Schildern„Blaues Band“.Uns erwartete noch eine Überraschung.Ein Lokalreporter der „Frankenpost“, dersich interessiert zeigte, was wohl aus derVeröffentlichung und den daraus resultierendenKontakten geworden war. Demkonnte ich ja wirklich was erzählen, undes erschien sogar ein Artikel im Lokalteilder Zeitung.Gernot und Werner – unsere Hofer Sportfreunde– wurden von ihren Familienmitgliedernim Begleitfahrzeug empfangenund im Nu war ihr Kanu auf dem Autodachverstaut. Wir bleiben in Kontakt undvielleicht gibt es dieses Jahr eine Weiterfahrt.Dann fuhren sie in Richtung Hof davon.Sie nahmen noch meine Tochter bis zumAuensee mit, wo unser Bus stand. Wir Zurückgebliebenenmachten eine kleine Vesperund schauten uns die neu gestaltetenAnlagen in Hirschberg für die Wasserwandereran. Leider ist noch keine Wehrbefahrungvorgesehen, alle Saalewehremüssen umtragen werden.Die Kinder entdeckten noch die längsteSitzbank Deutschlands, eine Bank, die auseinem einzigen Stamm gehauen war.Schon erstaunlich, wie sich alles veränderthat. Früher gehörte Hirschberg zum Programm,wenn wir Besuch von weiter herbekamen, genauso wie der durch dieGrenze geteilte Ort Mödlareuth. Dannstanden wir an der gesprengten Saalebrückeund betrachteten die hässlichen Gebäudeder alten Schuhfabrik, die von obenbis unten in riesigen Lettern den Sozialismuspriesen. Und jetzt können wir so einfachrüberfahren.In der letzten Nacht im Zelt hörte ich meineelfjährige Enkelin Sarah sprechen: „ImKanu fühle ich mich wie zuhause“. Erstdachte ich, sie möchte etwas erzählen,doch es kam nichts mehr. Sie hatte imSchlaf gesprochen. Für mich sagte dieserSatz alles darüber aus, welch tolles Erlebnisdiese Tour für die Kinder war. Und fürmich natürlich auch.SWORDWeil ein Paddel im Polosport besonderen Ansprüchen genügenmuss, hat Lettmann eigens das Sword entwickelt. Auch hier griffengepaart mit bestem Ballgefühl, aufweist. Zieh- und Rundschläge sindan Exaktheit nicht zu überbieten. Bei der Ballannahme stören auf demBalles nahezu ausgeschlossen wird. Die neue legale »Waffe« für denPolospieler!Das Sword ist ab sofort verfügbar!Lettmann GmbH, Franz-Haniel-Str. 53, 47443 Moers, Tel.: 0 28 41 / 999 289 0, www.lettmann.de449,-- EUR5/2009 11

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