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Immobilienwirtschaftwww.immobilienwirtschaft.de 10 l 2013Das Fachmagazin für Management, Recht und PraxisSpecialExpo Real 2013Das FinanzinterviewThomas Zinnöcker, CEOGagfah: 6-Monats-BilanzOpportunistische FondsErfolge der alternativenAnlageformGewerbeimmobilien-PortaleFunktioniert derKauf per Klick?Mat.-Nr. 06228-5164


Editorial03Nein zum Summender BienenCORPUS SIREOIS RESIDENTIALDirk Labusch, ChefredakteurLiebe Leserinnen, liebe Leser,ein verglaster Wolkenkratzer reflektiert in London unreguliert dasSonnenlicht. So stark, dass ein davor parkendes Auto beschädigt wird.Das könnte in Deutschland nicht passieren, bei unseren Bauvorschriften.Die Baufirma macht den Klimawandel für die starke Sonneneinstrahlungmitverantwortlich. Auch in diesem Zusammenhang wärenwir wohl fein raus, denn: Wir betreiben Energiewende.Grundsteueranstieg, angedachtes Bestellerprinzip bei Maklern,Mietpreisbremse und so weiter: Wir regulieren gerne, gründlich undbisweilen geistreich. Ich freue mich über das kreative Moment, dasmanchem Regelungsvorhaben innewohnt. Beispiel Berlin: Der Senatwill nicht nur bei Bauinvestoren kassieren und künftig das Gros derBodenwertsteigerungen dem Land zufließen lassen. Er plante gar, diekommende Grunderwerbsteuererhöhung abzufedern durch eine Deckelungder Maklergebühren. Soll zwar inzwischen vom Tisch sein,aber die Idee, die Steuereinnahmen des Landes vom bösen Makler aufbringenzu lassen, war schon vom Feinsten!Doch bei allen Regulierungsfreuden ... ist es nicht nett, wenn etwaseinfach so funktioniert – wie das Summen der Bienen? Sogar in derImmobilienbranche findet sich solch ungezügeltes Sein: Die Kaufpreisesteigen an vielen Orten ganz ungehemmt. Jeder will Haus und weil dasso ist, sind nach einer HfWU-Studie energetische Sanierungen oft keinwichtiger Verkaufsfaktor mehr. Andreas Pfnür, TU Darmstadt, warntegar vor Neuregulierungen in Form von Bestandssanierungen der Mietwohnungen,die meist zulasten der Mieter gingen.Mein Auto! Sollte falsch reguliert werden, könnte es durch sozialenSprengstoff beschädigt werden. Sollte nicht reguliert werden, durchImmobilien. Ach, richtige Regulierung wäre schön. Wirksame energetischeSanierung sozial abgefedert. Ich bin optimistisch. Der kreativeGesetzgeber ist keine Chimäre. Zumal er ja auch weiter in Berlin sitzt ...Ihr07.10. - 09.10.2013Messe MünchenStand C 1.230Mit Räumen zum Lebenattraktive Renditen erzielen.Durch unser breites Wissen und vielfältigeErfahrungen gelingt es uns, IhreWohnportfolios optimal zu bewirtschaftenund das Renditepotenzial IhrerAnlagen voll auszuschöpfen. Dabeisind wir in Deutschland die Nummer 1– so die unabhängige Bell-Studie.Weitere Informationen erhaltenSie unter +49 221 3990-5301oder auf unserer Webseitewww.corpussireo.com/amrFoto: Hans ScherhauferAsset Management Report 2013:CORPUS SIREO is Germany’smarket leader in threeconsecutive yearswww.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


04 InhaltTitelthemaPlattformen. Bei Transaktionen von Gewerbeimmobilienfinden sich die Partner zunehmend häufig imInternet. Das Geschäft im Netz steckt trotzdem nochin den Kinderschuhen. Allzu oft sind die Angebotenoch nicht gezielt auf Anlagewünsche abgestimmt.23 Bestandsaufnahme. Die offenen und die geschlossenenCommunities auf dem deutschen Markt.24 Angebote der Dienstleister. Weitere Online-Marktplätzefür Gewerbeimmobilien.22Gewerbeimmobilienportale. Sie müssten attraktiv für InvestmentundVermietungsmärkte sein – doch ganz so ist es noch nicht.26 Plattformen mit lokalem Fokus. Eine neue Welle?27 Nutzer und Nichtnutzer. Gespaltene Stimmungunter den Anwendern aus dem Markt.29 Interview. RA Dr. Heiko Jäkel über neue Unsicherheiten.Szene10 Infografik: Unterbewertete Einzelhandelsstandorte.11 Kolumne: Achtung Veranstaltungsmarathon.14 Studie: Wohnungsnot kommt inzwischen auch inden Städten an.30Erstes Interview. Probleme ade? Der neue Gagfah-Lenker ThomasZinnöcker über Kapitalerhöhung und Selbstverständnis.38Studentenapartments. Auch die integrierte Wasch-Lounge zeigt es:Zielgruppe sind häufig Studierende mit gut gefülltem Geldbeutel.Finanzen, Markt + ManagementDas Finanzinterview30 Er ist seit einem halben Jahr im Amt: Thomas Zinnöcker,CEO der Gagfah Group.Opportunistische Fonds32 Erfolgserlebnisse für die alternative Anlageform.Von den Finanzgerichten34 Angemessene Miete bei Betriebsaufspaltungen.Gewerbeimmobilienmarkt36 Sichere Anlage Immobilie: Die Transaktionsvoluminavon Gewerbeimmobilien steigen stetig.Studentenwohnungen38 In dem noch jungen Markt tut sich einiges.Einzelhandel40 „Manage to Core“-Strategie: Refurbishment als neueChance für Shopping-Center.Wohnungsverwaltung42 Es hakt allzu oft an den Computersystemen.Fotos: Miguel Navarro/GettyImages; BulwienGesa; Andrey Kekyalyaynen/shutterstock.com; Johannes Mundinger10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


05Finanzen, Markt + ManagementPortfoliomanagementsoftware44 Als Insellösung wirkungslos.Baufinanzierung von WEGs46 Alternativen zur ungeliebten Sonderumlage.Zwangsversteigerungen49 Es gibt neue interaktive Anwendungen, doch wirklichhilfreich sind sie nicht.Energiemanagement in Kommunen51 Eine Anleitung zum Umdenken in fünf Schritten.Gebäudeleittechnik53 Besondere Anforderungen für besondere Werke:Gebäudeleittechnik in Kunstmuseen.Die akademische Seite55 Was bewirkt das Kapitalanlagegesetzbuch?RechtUrteil des Monats57 Bei einer Beschlussanfechtungsklage hat ein Verwalterdas Recht, einen Anwalt zu beauftragen.Wohnungseigentumsrecht58 Hausgeldvorschüsse zählen nicht als Einnahme.Mietrecht60 Ein Vermieter kann einem Mieter kündigen, wenn durchdessen Zigarettenkonsum Mitmieter belästigt werden.57Wohnungseigentumsrecht. Der Verwalter darf im Falle einerBeschlussanfechtungsklage einen Anwalt einschalten.|gZum Inhaltsverzeichnis Expo RealTYCOON LED STEHLEUCHTE.TECHNOLOGIE,DIE AN MORGEN DENKT.Rubriken03 Editorial08 Online20 RICS21 Deutscher Verband63 Termine64 Bücher65 Impressum66 Unternehmen im Heft/Vorschau67 Finalewww.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013 Herbert Waldmann GmbH &Co. KG, Tel. 07720 601-100sales.germany@waldmann.com, www.waldmann.com


06 InhaltSpecialExpo Real 2013. Nicht nur der München-Stand wird wieder so belagert sein. Besonders am Dienstag wird es überall voll.Exklusives Besucherwissen. Selbst alte Messehasenwissen nicht, was sie wohl in diesem Jahr erwartet.Eine kleine Hallen-Exkursion vermittelt einen erstenEindruck. Sie gibt viele nützliche Tipps vorab.Sie weist diskret auf Verstecktes. Und sie lüftetdie Geheimnisse so mancher Expo-Urgesteine.Grußwort03 Christian Ude, Oberbürgermeister der Stadt München.10Messeführer. Wohin in diesem Jahr in den Messehallen? Was tun,wenn etwas Außergewöhnliches passiert? Der andere Rundgang.Messesplitter06 Auftaktdiskussionen und Standbesonderheiten.Veranstaltungshighlights vom Logistik- über denHotelimmobilienmarkt bis zum Facility Management.Podien, Prominenz und Preisverleih08 Die Haufe Gruppe und die „Immobilienwirtschaft“am Gemeinschaftsstand der BID.09 Die Programm-Höhepunkte am BID-Stand (B2.220).27Retail- und Logistikmarkt. Die Verkaufsflächenentwicklung gehtbis 2025 zurück. Davon profitieren die Logistikimmobilien.10 Der etwas andere MesserundgangDurch alle Expo-Hallen: Es gibt Standbesuche bei BigPlayern und Exotenausstellern. Es geht vom neuenBaggage-Drop-Off über die Erste Hilfe zum erstmalskostenfreien W-LAN. Außerdem: O-Töne bekannterMarktplayer zu ihren Messevorstellungen undLieblingsorten auf und neben der Expo Real.27 InfografikDer Retail- und Logistikmarkt in Deutschland 2025.29 KurzportraitsAusgewählte Aussteller im Überblick.31 Immobilien-ITEine exklusive Tour zu den Anbietern vonReal-Estate-Software.Grafik: IVG Research, Messe München GmbH10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


08 OnlineMENÜGeben Sie hier Ihre Suchbegriffe ein I ImmobilienImmobilien Home Wirtschaft & Politik Verwaltung Wohnungswirtschaft Investment Entwicklung & VermarktungNeu im Oktober www.haufe.de/immobilienTop-Thema: Expo Real 2013Auch in diesem Jahr informiert Sie die Online-Redaktion über die wichtigsten Messethemen undNeuigkeiten. Welche Aussteller kommen und welche Trends setzt die Expo Real 2013? Nachhaltigkeitbleibt ein inhaltlicher Treiber im Konferenzprogramm: Energetische Sanierung spielt dabei ebensoeine Rolle wie nachhaltige Unternehmensführung und Stadtentwicklung. In Zusammenarbeit mit derBundesarchitektenkammer und der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen hat die Messesogar ein Konzept zu „Intelligent Urbanization“ erarbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf demThema „Investmentstrategien“ von Fonds, Versicherungen, Versorgungskassen, Family Offices und aufdem Bereich „Alternative Investments“ wie Pflegeheime, Logistik oder Hotel. Unser Top-Thema liefertIhnen einen Überblick über die Messeschwerpunkte und informiert Sie während der drei Messe tageexklusiv über das aktuelle Geschehen.Ein Pflichttermin. Über dieExpo Real 2013 in Müncheninformiert: www.haufe.de/immobilien.SeminarHaufe Online-Seminar:Aktuelle Rechtsprechungsübersichtzum WEGDienstag, 22. Oktober 2013,10 Uhr, 116,62 EuroSerie: SEPA-FAQ – wichtige Fragen und AntwortenBei Erscheinen dieser Ausgabe sind es nochknapp 120 Tage bis zum Stichtag: Zum 1. Februar2014 löst SEPA die bisherigen Verfahren im bargeldlosenZahlungsverkehr ab. Vor allem beimLastschriftverfahren gibt es gravierende Änderungen.Spätestens bis zum genannten Terminmüssen Verwalter die SEPA-Umstellung abgeschlossenhaben. In dieser Serie finden Sie Antwortenauf die häufigsten Fragen rund um SEPA-Lastschrift, Pre-Notification, Gläubiger-ID und Co.WEG-Verwalter müssen nicht nur die gesetzlichenGrundlagen des Wohnungseigentumsrechtskennen, sondern auchdie einschlägige Rechtsprechung imBlick haben. Viele Vorschriften lassenInterpretationsspielraum und werdendurch die Entscheidungen der Gerichteerst geschärft. Dieses Online-Seminargibt eine Übersicht über die aktuelleRechtsprechung des BGH und der Instanzgerichtezum Wohnungseigentumsrecht.Referent: Dr. Dr. Andrik AbramenkoFotos: Messe München, hainichfoto/Fotolia.com10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


11KolumneFrank Peter Unterreiner%urg21%dresden22%leipzigVeranstaltungszyklen –schon gehört?Immobilienzyklen kennen wir. Sie sind wenig planbar, die Auswirkungen oftdesaströs. Aber es gibt auch Veranstaltungszyklen. Schon gehört? Die Auswirkungensind ähnlich katastrophal: zu viel seltsame süße oder saure Begrüßungscocktails,ungesundes Fingerfood und Ärger mit dem Partner wegen häufigerabendlicher Abwesenheit. Jedoch lassen sich Veranstaltungszahlen planen, fasttaggenau sogar.Da wir mit der Gnade eines Wohnsitzes im schwäbischen Kernland gesegnetsind, flutete Punkt Anfang September, also zum Ende der Sommerferien, eineUnmenge von Einladungen unseren virtuellen und realen Briefkasten: Seminare,Vorträge, Diskussionsrunden, Workshops, Kongresse, Pre-Openings und Grand-Openings, Grundsteinlegungen, Baustellenrundgänge, Richtfeste und Einweihungen,Umtrunke, Weinproben, Grillabende, Lunchs und Dinners, Kultur-Eventsund Sportspektakel, Pressegespräche, Pressekonferenzen, Presserundgänge undHintergrundgespräche zuhauf und natürlich alle furchtbar wichtig.Anfangs haben wir noch hoch motiviert die Urlaubsshorts gegen Anzug undKrawatte getauscht und uns auf die vielen Kontakte gefreut. Inzwischen verbringenwir gefühlt eine halbe Stunde am Tag mit Absagen und wissen trotzdemvor lauter Veranstaltungsterminen nicht so recht, wann wir eigentlich schreibensollen. Da haben wir, wie jedes Jahr, mal wieder zu oft zugesagt. Der Wahnsinnerreicht seinen Höhepunkt vor, während und nach der Expo Real. Der Novemberist geprägt durch eine Allergie gegen frittierte Shrimps, Teigtaschen mit allerleidrin und Sellerie zum in die Magermilchjoghurtsoße Tunken. Mit dem erstenAdvent, auch das gehört zum präzise planbaren Veranstaltungszyklus, ist dasmeiste geschafft. Mitte bis Ende Januar geht es dann wieder los.Hundertschaften von Wissenschaftlern und Praktikern arbeiten daran, dieAuswirkungen von Immobilienzyklen abzufedern. Dass dies noch nicht gelungenist, tröstet uns. Denn gegen den Veranstaltungszyklus haben wir auch noch keinKraut gefunden.InvestitionenDeutsche legen 345 Millionen Euro in Paris an36 Prozent der Deals im ersten Halbjahr 2013 auf dem Gewerbeimmobilienmarktim Großraum Paris wurden laut einer Untersuchung von JonesLang laSalle von ausländischen Investoren getätigt. Vorne dabei: DeutscheAnleger mit einem Anteil von acht Prozent (345 Millionen Euro) am Gesamtvolumenvon 4,3 Milliarden Euro. Übertroffen wurden die deutschenInvestoren nur von den globalen Kapitalsammelstellen mit elf Prozent Anteilam gesamten Transaktionsvolumen.www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


„Wir leben von zahlreichenEmpfehlungen und Referenzen“Das Bild der Makler in Deutschland ist schlecht. Neun von zehn Maklern erleben häufig oder gelegentlich Vorurteilegegen ihren Berufsstand, ergab eine aktuelle Umfrage von ImmobilienScout24. Wie sich ein Unternehmen ein positivesImage aufbaut und damit die Kaltakquise überflüssig macht, zeigt das Beispiel von Sieger & Sieger Immobilien GmbH.Das Maklerunternehmen Sieger & SiegerImmobilien mit Sitz in Troisdorf ist seit 2007im Rhein-Sieg-Kreis aktiv. Die GeschäftsführerDieter Sieger und Sohn Stefan Sieger betreuengemeinsam mit sechs Mitarbeiternihre Kunden beim Verkauf und der Vermietungvon Wohnimmobilien sowie gewerblicherFlächen und Gebäude. Die Makler erfreuensich großer regionaler Bekanntheit.„Unser Marktanteil liegt vor Ort bei 35 Prozent– und die Tendenz ist steigend“, erklärtGeschäftsführer Stefan Sieger stolz.und neuerdings auch Vermieter und Verkäuferden Makler in einem 5-Sterne-Systembewerten – ein Feedback, dem Sieger& Sieger sich gerne stellen: „Wir sprechenunsere Kunden direkt an und bitten sie,uns bei ImmobilienScout24 zu bewerten.“Die erhaltene Bewertung setzen sie ge-Geschäftsführer Stefan und DieterSieger nutzen das Internet für dieImagebildung ihres Unternehmens.zielt zur Gewinnung von Neukunden ein.Damit potenzielle Kunden Sieger & SiegerImmobilien noch einfacher von wenigerprofessionellen Anbietern unterscheidenkönnen, wünschen sie sich eine weitereDifferenzierung des Sternesystems auf demPortal.In das Renommee derFirma investierenWie stark ein gutes Image zur Akquise neuerAufträge und Kunden beitragen kann, habendie beiden Geschäftsführer schnell erkannt.Die Reputation ihres Unternehmensist ihnen enorm wichtig – und eine jährlicheInvestition im hohen fünfstelligen Bereichwert. Um sich ein positives Image in ihremMarkt aufzubauen, setzen die Immobilienprofisauf Expertentipps in der Lokalzeitungund Privatverkäufer-Veranstaltungen. Auchzwei komplett beschriftete Linienbusse tragenzur Bekanntheit bei.Darüber hinaus wird das Internet für dieImagebildung zunehmend wertvoll, dasich Immobiliensuchende und potenzielleVerkäufer verstärkt online informieren.Neben Adwordskampagnen bei Googleund der Veröffentlichung von Referenzennutzen Sieger & Sieger einen ausführlichendigitalen Branchenbucheintrag beiImmobilienScout24. Hier stellt das Unternehmensein Dienstleistungsportfolio unddas aktuelle Immobilienangebot vor. Darüberhinaus können Immobiliensuchende


ADVERTORIALDas VIA-PrinzipImage fängt bei derVermarktung anFür die Objektvermarktung ist das Internetmit den großen Immobilienportalen undder eigenen Homepage längst der wichtigsteKanal. Dazu gehören für Sieger & Siegerauch soziale Medien wie Facebook. Auf dereigenen Fanpage werden neben Immobilienangebotenauch nützliche Tipps undTricks vermittelt sowie Neuigkeiten rundum die Firma gepostet.Die Objektanzeigen im Internet nutzen dieImmobilienprofis aber nicht nur zur reinenVermarktung, sondern ganz gezielt auch fürdie Imagebildung. So sorgt das markanteBranding der Bilder im Exposé für einenhohen Wiedererkennungswert. Mit animierten3D-Rundgängen werden nicht nurdie Vorzüge eines Hauses dargestellt; auchhier finden sich Logo und Unternehmensfarbewieder. Darüber hinaus buchen Sieger &Sieger bei Portalen wie ImmobilienScout24Zusatzprodukte, wie Promiplatzierung, TOP-Listing oder Platzhirsch, um das eigene Unternehmenzielgerichtet zu bewerben undbei potenziellen Auftraggebern in Erinnerungzu halten.Keine aktive Akquisemehr notwendigDie Troisdorfer Makler arbeiten mit hohemfinanziellem und personellem Aufwand ander Bekanntheit ihres Unternehmens – unddiese Rechnung geht auf. Anders als fürviele andere Kollegen gestaltet sich dasGewinnen neuer Aufträge für Sieger & Siegerrelativ unkompliziert. „Aufgrund unserervielfältigen Marketingmaßnahmensind wir in der Region so bekannt, dassDie Vermarktung von Objekten, die Imagebildung und die Akquise neuer Aufträgesind grundsätzliche Aufgaben, die in jedem Maklerunternehmen anfallen.Das VIA-Prinzip geht davon aus, dass sich diese Aufgabenfelder wechselseitig beeinflussen:Die Gestaltung der Angebote und Exposés (Vermarktung) prägt dasBild des Makler-Unternehmens (Image) und dieses beeinflusst wiederum den Entscheidungsprozessneuer Auftraggeber (Akquise). Dieses Prinzip gilt sowohl fürden Luxusmakler in der Großstadt als auch den Makler, der sich auf eher schwervermietbare Wohnimmobilien in ländlichen Regionen spezialisiert hat. Über dasVIA-Prinzip können sich Makler eindeutig in ihrem regionalen und hier wiederumihrem Segment als Experte positionieren.Um diese wichtigen Grundaufgaben von Maklern im Internet zu unterstützen, hatImmobilienScout24 die VIA-Pakete entwickelt. Neben der Vermarktung werdenmit Hilfe dieser Pakete auch die gezielte Imagebildung und die Objektakquise imNetz möglich. Dies gilt sowohl für das klassische Desktop-Internet als den wachsendenMarkt der mobilen Endgeräte.wir keine aktive Akquise mehr betreibenmüssen. Wir leben von den zahlreichenEmpfehlungen und Referenzen“, freutsich Stefan Sieger. „Die Kunden sehen unsan vielen Stellen und unser Firmennamebleibt ihnen damit im Gedächtnis.“Für ein Maklerunternehmen gibt es täglichzahlreiche Möglichkeiten, einen überzeugendenEindruck zu hinterlassen unddamit indirekt an den nächsten Auftragzu gelangen: Ein Immobilienkäufer vonheute möchte in einigen Jahren wiederverkaufen oder vermieten, ein zufriedenerVerkäufer empfiehlt den Makler imGespräch weiter und ein Interessent füreine Mietwohnung merkt sich einen positivenKontakt auch dann, wenn er sichfür ein anderes Objekt entscheidet – undgreift bei der nächsten Gelegenheit daraufzurück. Jeder Interessent, der ein Online-Exposé aufruft, am Ladenlokal vorbeigehtoder sich im digitalen Branchenbuch informiert,kann ein potenzieller Auftraggebersein. Daher zahlen sich die Investitionen indie Imagebildung in Form neuer Objekte imPortfolio aus.Ein besseres Imagefür die BrancheFür ein dauerhaft positives Firmenprofilreicht Marketing allein selbstredend nichtaus. „Kompetenz und professionelles Auftreten,freundliche und qualifizierte Mitarbeitersowie die permanente Weiterbildungsollten für einen guten Makler selbstverständlichsein“, ist Stefan Sieger überzeugt.„Dazu gehört auch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögenin alle Belange derKäufer und Verkäufer, insbesondere auchin schwierigen persönlichen Situationen.“Wenn diese Punkte Standard werden, trägtdas nicht nur zum Image des Einzelnen,sondern der gesamten Branche bei.


14 Szene+++ Aktuelle News +++ täglich unter www.Haufe.de/immobilien +++BauinvestorenBerlin will zukünftigstärker kassierenDer Berliner Senat will bei Bauinvestorenin Zukunft stärker kassieren.Ge plant ist, dass die Bodenwertsteigerungenzu einem Drittel beim Investorbleiben, aber zu zwei Dritteln dem LandBerlin zufließen. Das berichtet die „BerlinerZeitung“. Erhoben werden soll dieAbgabe, wenn sich durch Bebauungspläneder Wert von Grundstücken erhöht.Mit dem Geld sollen Infrastrukturmaßnahmenfinanziert werden. Bisher gibt essolche Abgaben von Investoren in Berlinnur in Sanierungsgebieten. Vorbild fürBerlin ist laut „Berliner Zeitung“ dieStadt München.Wohnungsleerstand. Immer mehr Klingelschilder bleiben frei, auch in Städten.IW-StudieWohnungsleerstand wird auch in Städtenzunehmend zum ProblemEntgegen dem, was viele Untersuchungenpostulieren wird Leerstand fürden Wohnungsmarkt immer bedrohlicher.Das zeigen Berechnungen desKölner Instituts der deutschen Wirtschaft(IW). Dabei betrifft das Problemnicht nur ländliche Regionen im Osten,sondern zunehmend auch Großstädte imWesten.Nur 15 Millionen der 80 MillionenBundesbürger leben demnach in Regionen,in denen das Wohnen in den vergangenenJahren teurer geworden ist. DieExperten kommen zu dem Schluss, dassdie Nachfrage am Wohnungsmarkt weitersinken wird. Grund dürfte vor allemein Rückgang der Bevölkerung sein.Selbst wenn der Bedarf an Wohnraumbis zum Jahr 2030 auf dem heutigenNiveau bliebe, werde die Nachfragein 240 der 420 vom IW untersuchtenLandkreise und kreisfreien Städte zurückgehen.Betroffen wären auch Metropolenwie Essen oder Dortmund.Am härtesten träfe die Entwicklungallerdings Regionen in Sachsen-Anhalt,Thüringen und Brandenburg. Besondersstark nachgefragt wären nicht etwa Berlinoder Hamburg, sondern das MünchnerUmland, also Erding, Ebersberg,Dachau und Freising. „Im Jahr 2050 wirdder Gipfel bei der Wohnungsnachfrageauf jeden Fall überschritten sein – selbstbei jährlich 200.000 Zuwanderern ausdem Ausland und einem weiteren Anstiegder Pro-Kopf-Nachfrage“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer.Der zunehmende Leerstand lasse sichauch durch vergünstigte Mieten nichtkompensieren.Transaktion in HannoverUnion Investment kauft„Kröpcke-Center“Union Investment Real Estate hat die inder Hannoveraner City gelegene Einzelhandelsimmobilie„Kröpcke-Center“ fürden offenen Immobilienfonds UniImmo:Deutschland erworben. Verkäufer ist einKonsortium aus einer Projektgesellschaftder Centrum Gruppe und der FirstKröpcke GmbH. Über den Kaufpreiswurde Stillschweigen vereinbart. Das in1972 erbaute „Kröpcke-Center“ wurdevon Centrum um- und neugebaut. DieFertigstellung ist für Anfang 2014 geplant.Die Hauptmietverträge der Multi-Tenant-Immobilie mit Einzelhandelsunternehmenhaben eine Laufzeit von 15Jahren.Das Kröpcke-Center in Hannover hat denBesitzer gewechselt.Fotos: Siemens, Centrum; SG-design/fotolia.com10 I 2013 www.immobilienwirtschaft.de


15Neuer CampusSiemens plant in Erlangen 500-Millionen-Euro-ProjektIstanbulECE eröffnet Maltepe ParkHier soll der neue Campus entstehen.Die Siemens AG plant bis zum Jahr2030 auf dem Gelände ihres bisherigenStandorts in Erlangen einen modernenCampus. Das Bauprojekt hat ein voraussichtlichesInvestitionsvolumen vonrund 500 Millionen Euro und erstrecktsich über eine Fläche von etwa 54 Hektar.Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie,deren Ergebnisse Anfang 2014vorliegen sollen, werden zunächst dieRahmenbedingungen für die Realisierungdes Projekts untersucht. Entstehensollen Büro-, Forschungs- und Laborarbeitsplätze.Dazu würde ein Großteildes überwiegend bereits mehr als vierzigJahre alten Immobilienbestands schrittweisedurch Neubauten ersetzt. Erlangenist heute der größte Siemens-Standort inDeutschland.Das Maltepe Park Shopping Center inder türkischen Metropole Istanbul istnach 21-monatiger Umbauphase wiedereröffnetworden. Der ProjektentwicklerECE Türkiye hat die Mietflächevon 31.000 auf 75.000 Quadratmetererweitert. Das Einkaufszentrum bietetnun Platz für 250 Shops, Restaurantsund Cafés auf drei Ebenen sowie 3.500Parkplätze. Zeitgleich zu den Bauarbeitenan der Erweiterung wurde auch derbereits bestehende Teil des Centers renoviertund aufgewertet. Carrefour SAist Auftraggeber des Umbaus, dessenInvestitionsvolumen bei 70 MillionenEuro liegt.GeschäftsklimaindexMietwohnungsmarktdurch Regulierung bedrohtDie Regulierungswut der Politik bedrohtdie Geschäftslage auf dem Mietwohnungsmarkt.Das zeigt der neue Geschäftsklimaindexdes BundesverbandsGdW. Zwar ist der Index von 2008 bis2013 um 7,2 Punkte auf 38,7 Punkte gestiegen,die Wohnungsunternehmen sehendie Zukunft aber wenig optimistisch.Die Wohnungsunternehmen bewertenzwar ihre derzeitige Geschäftslage überwiegendals gut (77,3 Punkte), sie blickenaber deutlich weniger optimistisch(5,5 Punkte) in ihre geschäftliche Zukunft.Die zunehmende Regulierungswutder Politik, immer weiter steigendeBaukosten und die aktuelle Diskussionum Mietendeckel und Vermögensteuerbremsen die Unternehmer aus, mahntdie GdW. Um das Geschäftsklima inder Wohnungswirtschaft zu verbessern,müsse die Politik weitere Bündnisse fürden Wohnungsbau schmieden, Entbürokratisierungvorantreiben und Planungs-und Genehmigungsverfahrenbeschleunigen. Zusätzlich könne eineVerdopplung der linearen Abschreibungfür Abnutzung (AfA) von zwei auf vierProzent weitere Impulse für den Wohnungsbausetzen.ImmobilienstreitLand Berlin unterliegterneut dem BundIm Streit um vormals preußische Grundstückein West-Berlin hat das LandBerlin eine Niederlage gegen den Bunderlitten. Wie das Bundesverwaltungsgerichtin Leipzig nach einem Bericht derZeitung „Die Welt“ entschied, muss derBund unter anderem Flächen der FlughäfenTegel und Tempelhof nicht an dasLand zurückgeben. Es geht um Grundstückeim Wert von rund 200 MillionenEuro aus sogenanntem Rückfallvermögen.Das Bundesverwaltungsgericht inLeipzig bestätigte damit eine entsprechendeEntscheidung des OberverwaltungsgerichtsBerlin-Brandenburg(OVG, Az.: 11 B 24.10, BVerwG, Az.: 8C 11.12). Zentrale Frage war, ob Berlinseine Erlösansprüche auf Rückfall- oderReichsvermögen fristgerecht angemeldethatte. Das Bundesverwaltungsgerichtentschied, dass Berlin keine Ansprüchegegen die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben(BImA) wegen der Grundstückezustehen, die vor dem Jahr 1945vom ehemaligen Staat Preußen demDeutschen Reich kostenlos überlassenworden waren (Rückfallvermögen). Siewaren zu Beginn des Jahres 2005 vomBund an die BImA übertragen worden.Der „Maltepe Park“ in Istanbul.Hochtief Service SolutionsÜbernahme durch Spieist perfektDie französische Spie-Gruppe hat dieÜbernahme des Segments „Service Solutions“der Essener Hochtief SolutionsAG erfolgreich abgeschlossen. In derEinheit „Service Solutions“ sind die Facilitiy-und Energy-Management-Aktivitätengebündelt. Mit knapp 6.000 Mitarbeitern,von denen mehr als 4.000 inDeutschland tätig sind, erzielte ServiceSolutions im Jahr 2012 einen Umsatz von700 Millionen Euro bei einem Proforma-Ebitda von 32 Millionen Euro. Mit demneuen Unternehmen Spie GmbH wirdDeutschland zum größten Markt derSpie-Gruppe außerhalb Frankreichs.www.immobilienwirtschaft.de 10 I 2013


16 Szene +++ Aktuelle News +++ täglich unter www.Haufe.de/immobilien +++Ein- und Zwei-Personen-Haushalte nehmen zuIn Deutschland leben immer mehr Menschen in kleineren Haushalten, währendder Anteil von Drei- und Mehrpersonen-Haushalten schrumpft.Empirica-StudieWohnflächengrößen in Ost und West gleichen sich anDie Pro-Kopf-Wohnfläche in Deutschlandwächst. Laut einer Studie des ForschungsinstitutsEmpirica im Auftragder LBS wird sie im Jahr 2030 in Westdeutschlanddurchschnittlich 54 Quadratmeterbetragen. In den neuen Bundesländernund Berlin wird sie sogar auf55 Quadratmeter steigen. Im Jahr 2005standen den Menschen in Westdeutschlandpro Kopf noch 46 Quadratmeterzur Verfügung. Heute sind es 47 Quadratmeter.Im Osten ist der Zuwachsnoch größer: Dort stieg der Wert von38 Quadratmetern in 2005 auf aktuell43. Verantwortlich für die EntwicklungWarburg-Henderson„Deutschland Top 5 Fonds“ platziertsind drei Gründe: der Trend zu kleinerenHaushalten, die Zunahme von älterenHaushalten und der Wunsch der Menschennach mehr Platz. Lag der Anteilder Ein- und Zwei-Personen-Haushaltevor 20 Jahren noch bei zwei Dritteln, machendiese heute bereits rund drei Viertelaus. Zugleich gibt es immer mehr Senioren:Empirica prognostiziert einen Anstiegder Bevölkerung über 65 Jahre vonaktuell 17 auf rund 22 Millionen in 2030.Viel Platz ist vor allem Eigenheimbesitzernwichtig. Mit 121 Quadratmeternsteht ihnen deutlich mehr Raum zur Verfügungals Mietern (69 Quadratmeter).Die Hamburger Warburg-Henderson KAG hat das Eigenkapital des„Deutschland Top 5 Fonds“ vollständig platziert. Seitens institutionellerInvestoren liegen Zeichnungsscheine im Volumen von 208 Millionen Eurovor. Der Spezialfonds investiert in hochwertige Büroimmobilien. DerFokus liegt auf Objekten in Metropolen aus dem Core- und Core-Plus-Segment. Das Zielinvestitionsvolumen beträgt etwa 375 Millionen Euro.Der Fonds ist im Dezember 2012 aus der Umwandlung des institutionellenImmobilien-Publikumsfonds „Warburg-Henderson Deutschland FondsPlus“ hervorgegangen und verfügte über ein Startportfolio aus je einemBüroobjekt in Berlin und in Frankfurt am Main. Darüber hinaus hat Warburg-Hendersonden Vertrieb für einen weiteren Immobilienspezialfondsgestartet. Der „Warburg-Henderson Germany High Income Fund“ investiertin deutsche Gewerbeimmobilien aus dem Core-Plus-Segment.Quelle: empirica,© LBS 2013TransaktionLaSalle und Quantumkaufen Münchner AtriumQuantum Global Real Estate und LaSalleInvestment Management haben als JointVenture „Plaza Global Real Estate Partners“das Münchner Bürogebäude Atriumerworben. Das Kaufobjekt bestehtaus einem Ensemble von vier benachbartenBürogebäuden. Verkäufer ist einSpezialfonds, für den die HIH HamburgischeImmobilien Handlung als AssetManager mandatiert ist. Über Detailsder Transaktion wurde Stillschweigenvereinbart. Die Akquisition in Münchenist die dritte von Plaza seit Gründung zuJahresanfang 2012. Strategisches Ziel istdie langfristige Investition in qualitativhochwertige Immobilien in einer Größenordnungvon mehr als 100 MillionenUS-Dollar pro Investment in den wichtigstenImmobilienmärkten weltweit.TransaktionAberdeen verkauftBürohaus in HelsinkiAberdeen Asset Management hat dasBürohaus „Tekes Building“ in Helsinkiaus dem Bestand des Fonds Degi GlobalBusiness verkauft. Käufer ist Fennia,eine der führenden VersicherungsgesellschaftenFinnlands. Das achtgeschossigeBürohaus mit einer Mietfläche von rund14.300 Quadratmetern wurde im Jahr1988 erstellt und in den Jahren 1996und 2006 mehrfach modernisiert. DasGebäude gehört zum Bestand des PublikumsfondsDegi Global Business.Das verkaufte Gebäude in Helsinki warBestandteil des Fonds Degi Global Business.Fotos: Rolf van Melis/pixelio.de; gubheinicke/pixelio.de10 I 2013 www.immobilienwirtschaft.de


17TrinkwasserverordnungErste Legionellenprüfung bis zum 31. Dezember 2013Shopping-CenterGutes zweites QuartalLegionellen, ja oder nein?Bis zum 31. Dezember 2013 müssenvermietete Mehrfamilienhäuser mit zentralenWarmwasserbereitungsanlagenerstmals auf Legionellen untersucht werden.Darauf weist nun auch der EigentümerverbandHaus & Grund Deutschlandhin. Die Prüfpflicht gilt auch fürWohnungseigentümergemeinschaften.Ausgenommen seien nur Mehrfamilienhäusermit einer dezentralen Warmwasserbereitungsowie Ein- und Zweifami-lienhäuser. Betroffen sind hingegen alleWohngebäude, in denen zentrale Warmwasserspeicheroder Durchlauferhitzermit einem Volumen von mehr als 400Litern stehen. Die Prüfpflicht gilt auchfür Wohngebäude, in denen die Wasserleitungenzwischen dem zentralen Trinkwassererwärmerund dem am weitestenentfernten Wasserhahn ein Volumen vonmehr als drei Litern fassen. Zur Untersuchungdes Trinkwassers müssen an mehrerenStellen Wasserproben durch einzugelassenes Labor entnommen und aufLegionellen untersucht werden.Die Labore sind bei den zuständigenLandesgesundheitsbehörden gelistet. DieErgebnisse der Untersuchung müssenden Mietern einmal im Jahr beispielsweisedurch Aushang oder mit der Betriebskostenabrechnungzur Kenntnisgegeben werden. Wenn keine auffälligenWerte festgestellt werden, muss die Legionellenprüfungalle drei Jahre wiederholtwerden.Nach einem schwachen ersten Quartal2013 hat das Transaktionsvolumen fürShopping-Center bis zur Jahresmittedeutlich auf 970 Millionen Euro zugelegt.Das geht aus einer Studie des ImmobiliendienstleistersJones Lang LaSallehervor. Einzeltransaktionen dominiertendabei mit einem Anteil von 94 Prozent.Das durchschnittliche Transaktionsvolumenbei Einzeltransaktionen stieg imersten Halbjahr auf 124 Millionen Euro.Ein Jahr zuvor lag es noch bei 95 MillionenEuro. Im Gesamtjahr 2012 belief essich aufgrund kleinerer Transaktionenim zweiten Halbjahr auf 88 MillionenEuro. Die mangelnde Verfügbarkeitgrößerer und makelloser Objekte stelltweiterhin den limitierenden Faktor amInvestmentmarkt für Shopping-Centerdar. Jenseits der Core-Objekte bietetder Markt jedoch bei nur leicht erhöhterRisiko bereitschaft attraktive Chancen.PlaSSmanns BaustelleDie Stadt Halle (Saale) hat die Anzahl derVerkäufe um 131 Prozent gesteigert.Accentro-Report„Kleine“ Großstädtenehmen Fahrt aufNutzung des Treppenhauses. Der Mieter einer Wohnung darf ein kleines Schuhregal vor der Wohnungstürim Treppenhaus aufstellen, wenn dieses die anderen Bewohner nicht beeinträchtigt undden Fluchtweg nicht versperrt. AG Herne, Urteil vom 11.7.2013, Az.: 20 C 67/13Berlin bleibt mit 22.568 verkauften Wohnungen2012 Spitzenreiter, doch wurdenin den deutschen „Big Seven“ 2.000Wohnungen weniger verkauft als im Jahrzuvor. Gewinner im Wohnungseigentums-Reportvon Accentro sind kleinereGroßstädte: Halle (Saale), Fürth undAugsburg. Sie haben das Transaktionsvolumengehalten und punktuell sogarverbessert. Dabei hat Halle die Anzahlder Verkäufe um 131 Prozent gesteigert.www.immobilienwirtschaft.de 10 I 2013


18 Szene +++ Aktuelle News +++ täglich unter www.haufe.de/immobilien +++Köpfe„Wer andauernd begreift, was er tut, bleibt unter seinem Niveau.“Martin Walser, deutscher SchriftstellerMarkus KochMartin Eberhardt Oliver ZimperStefan Keller Holger Schiekiera Jörn StobbeMarkus Koch wirdneuer CFO bei AurelisMarkus Koch ist am 1. Oktoberin die Geschäftsführung der AurelisReal Estate GmbH & Co. KGeingetreten. Er wird künftig dieBereiche Finanzierung, Controlling,Rechnungswesen, Steuern,Unternehmensplanung, Treasuryund IT verantworten. Vorseiner Tätigkeit für die Aureliswar Koch (50) CFO bei der DICAsset AG in Frankfurt am Main.Martin Eberhardtneuer Vorstandsvorsitzenderder RICSDeutschlandDer elfköpfige Vorstand desBerufsverbands RICS hat MartinEberhardt FRICS (49) zumVorstandsvorsitzenden gewählt.Eberhardt ist Geschäftsführerdes Investment ManagersBouw fonds Reim Deutschlandund Mitglied des Aufsichtsratsder börsennotierten PolisImmobilien AG.Oliver Zimperwechselt in Corestate-GeschäftsführungDer Immobilieninvestor Corestatehat Oliver Zimper zumManaging Director, verantwortlichfür den Bereich CommercialReal Estate, berufen. Er wirdzudem Mitglied der Geschäftsführungund des Investmentkomiteesder Corestate CapitalAG. Der 40-Jährige kommt vonIVG.Stefan Keller istManaging Directorbei ScopeScope Corporation hat StefanKeller zum Managing Director,Institutional Clients, ernannt. Erwird in der neu geschaffenenPosition für die Beziehungenzu institutionellen Investoren inEuropa und weltweit verantwortlichsein. Bevor er zu Scopekam, war Keller bei Lyxor AssetManagement für die BereicheKundenresearch und Analysezuständig.Holger Schiekieraleitet neue SchweizerComfort-TochterDie Comfort-Gruppe hat einTochterunternehmen in derSchweiz gegründet: Die ComfortHigh Streets Swiss AG mitHauptsitz in Zürich. Die Leitungder Vertriebsgesellschaft übernimmtHolger Schiekiera. DieGesellschaft wurde gemeinsammit der City Projekt ImmobilienGmbH konstituiert, die sichseit dem Jahr 2002 auf dieVermittlung von einzelhandelsgenutztenImmobilien inDeutschland und in der Schweizkonzentriert.Jörn Stobbe neuerGeschäftsführerbei Deutsche-Bank-Fondstochter RreefJörn Stobbe MRICs tritt in dieGeschäftsführung der RreefManagement GmbH ein. DieGesellschaft ist eine Tochter imAsset & Wealth Managementder Deutschen Bank. Er wird alsManaging Director die BereicheAsset Management und Transactionverantworten. Stobbewar zuvor Partner der internationalenAnwaltssozietät CliffordChance. Er war bis Augustlangjähriger Vorstandsvorsitzenderder Royal Institution ofChartered Surveyors in Deutschlandund ist Vorstandsmitgliedder ICG Initiative CorporateGovernance der deutschenImmobilienwirtschaft.Wolfgang Erbach undBärbel Schomberg imAufsichtsrat von HahnDas Amtsgericht Köln hatauf Antrag der amtierendenAufsichtsratsmitglieder und derMitglieder des Vorstands derHahn-Immobilien-BeteiligungsAG Wolfgang Erbach und BärbelSchomberg als neue Aufsichtsratsmitgliederfür die Zeitbis zum Ablauf der nächstenHauptversammlung bestellt.Arnd Leinemannneuer Geschäftsführerbei RedevcoArnd Leinemann, seit 2005Director Portfolio und Developmentbeim Düsseldorfer ImmobilienunternehmenRedevco,hat die Nachfolge von HeinzBrenninkmeijer als ManagingDirector angetreten. Leinemannsbisherige Aufgaben übernimmtTom Brenninkmeijer.Jörg Schwagenscheidtund Andreas Segalleiten GSWDer Aufsichtsrat der GSWImmobilien AG hat sich für eineinterne Lösung bei der Besetzungdes Chefpostens entschieden:Jörg SchwagenscheidtFRICS (49) und Andreas Segal(43) werden die Geschicke derGSW künftig gemeinsam alsCO-CEOs lenken.Axel Vespermann undGabriele Merz in UBS-GeschäftsführungDas ImmobilienunternehmenUBS Real Estate hat AxelVespermann und GabrieleMerz als neue Mitglieder in dieGeschäftsführung berufen.Fotos: Jochen Sievert/pixelio.de10 I 2013 www.immobilienwirtschaft.de


19Jones-Lang-LaSalle-StudieBerliner Mietpreise entwickeln sich am dynamischstenUm durchschnittlich 5,3 Prozent stiegen dieMietpreise in Berlin im ersten Halbjahr an.Der Berliner Wohnungsmarkt verzeichnetlaut einer Studie von Jones LangLaSalle im ersten Halbjahr 2013 denhöchsten Mietanstieg (plus 5,3 Prozent)unter acht untersuchten deutschen Me-tropolen. Die Hauptstadt habe das größteNachholpotenzial und werde auchweiterhin eine hohe Dynamik aufweisen.Trotz des weiter starken Aufwärtstrendsbleibt die Stadt mit acht Euro proQuadratmeter und Monat allerdings diezweitgünstigste unter den untersuchtenacht Städten. Bei den Eigentumswohnungenhat sich die Abschwächung derPreisentwicklung im ersten Halbjahr2013 fortgesetzt (plus 3,5 Prozent nachplus 7,7 Prozent im zweiten Halbjahr2012). Auf Jahressicht legten die Preisedamit um 11,2 Prozent auf 2.450 Europro Quadratmeter zu. Berlin liegt damitnach wie vor auf Platz sechs – vor Kölnund Leipzig. Bei den Mieten bleibt Münchendas mit Abstand teuerste Pflaster(14,45 Euro pro Quadratmeter).UnternehmensanleiheHelma besorgt sich25 Millionen EuroDas Immobilienunternehmen HelmaEigenheimbau begibt eine fünfjährigeUnternehmensanleihe mit einem Volumenvon bis zu 25 Millionen Euro. DerEmissionserlös soll ausschließlich fürdas weitere organische Wachstum desKonzerns verwendet werden. Bei einerLaufzeit von fünf Jahren bietet dieSchuldverschreibung eine jährliche Verzinsungvon 5,875 Prozent. Der Wertpapierprospektwurde am 2. Septembervon der luxemburgischen FinanzmarktaufsichtsbehördeCSSF (Commission deSurveillance du Secteur Financier) gebilligtund an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht(Bafin) unddie Österreichische Finanzmarktaufsicht(FMA) notifiziert.ADVERTORIALSocial Media direkt von der Makler-WebseiteWarum nutzen immer noch so wenige Immobilienmakler Facebook oder Twitter zur Interaktion mit ihrenKunden? Weit verbreitet ist der Gedanke, dass eine stationäre Internetpräsenz zunächst ausreicht, zudemist die Zeit natürlich immer knapp. Geringe Kenntnisse über die Einrichtung einer Facebook-Seite oder einesTwitter-Kontos wirken darüber hinaus abschreckend.Doch auch hier bietet das Internet entsprechendeLösungen. Einen zeitsparenden Ansatzliefert auch die Do-It-Yourself Homepagevon 1&1, die seit einigen Wochenallen Kunden als Zusatz ein Social MediaCenter bietet. Mit Hilfe dieses Social MediaCenters können die wichtigsten sozialenKanäle (Facebook und Twitter) ohne Mehraufwandin die eigene Marketingstrategieeingebunden werden.Während bei herkömmlichen Lösungen dieFacebook-Präsenz manuell gepflegt undaktuell gehalten werden muss, bieten Synchronisationenmit der Makler-Webseiteviel zeitsparendere Ansätze. Welche Inhaltedabei auf Facebook erscheinen sollen, wirdzu Beginn über Schieberegler festgelegt.Werden künftig Änderungen auf der Webseitevorgenommen, erscheinen diese automatischauch auf der Facebook-Seite.Eine Facebookseite,erstellt mit dem 1&1 Social Media Center.Auf der einheitlichen, zentralen Benutzeroberflächedes Social Media Centers von 1&1können darüber hinaus auch Kommentareund eigene Meldungen für Facebook undTwitter parallel bearbeitet werden, ohnesich bei den verschiedenen Diensten einzelneinloggen zu müssen.Die eigene Webseite ist also nur der Anfangeiner umfassenden Online-Strategie,zu der immer mehr auch die sozialenNetze zählen. Eine sinnvolle und zeitsparendeLösung, die beide Kanäle verknüpft,verspricht in jeder Hinsicht auchgrößere Erfolge bei der Gewinnung undBindung von Kunden für alle Immobilienmakler.


20 VerbandsinformationGutes Timing bleibt dieAusnahmewww.rics.org/deutschlandAus- und Weiterbildung. Auch auf diesem Gebiet folgt dieImmobilienbranche oft den Lemmingen. Doch das richtigeTiming ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg.Christoph Georg Schmidt, Country Manager der RICS DeutschlandChristoph Georg SchmidtAntizyklisch zu handeln ist innerhalbder Immobilienwirtschaft nichts Neues.Investoren werden gemäß der allgemeinenLehre dann aktiv, wenn die Kaufpreisedie Talsohle erreicht haben unddas wirtschaftliche Umfeld verspricht,dass die Preise in absehbarer Zeit wiedersteigen werden. Projektentwicklerstreben danach, ihre Objekte so zu planenund zu bauen, dass sie diese in derBoomphase auf den Markt bringen.Kurzum: Das professionelle Miteinbeziehenvon Zyklen in einen fundiertenEntscheidungsprozess sollte für Immobilienprofisintegraler Bestandteil ihrestäglichen Handelns sein.Die Realität sieht jedoch andersaus. Investoren folgen oft dem gängigenMainstream und steigen in Märkte erstein, wenn aus einem Trend ein breiterStrom geworden ist. Renditechancen gehenverloren. Denn im Einkauf liegt derGewinn. Viele Projekte sind erst vermietungsreif,wenn der Markt seinen Scheitelpunkterreicht hat und Leerständewieder ansteigen.Schlechtes Timing ist auch in anderenFeldern der zyklischen Immobilienwirtschafterkennbar. Insbesondere wenn esum die eigene Qualifikation und Weiterentwicklunggeht, beispielsweise die Zertifizierungzum Vollmitglied der RICS(MRICS). Dabei wird in einer sich ständigwandelnden Umwelt mit internationalenMarktakteuren immer mehr dieNotwendigkeit der kontinuierlichen Investitionin Humankapital beschworen.Viele Maßnahmen sind zu spätAnhand der Zulassungszahlen zum FinalAssessment – so heißt die verbandsinternePrüfung zum MRICS – lässt sich beispielsweisebeobachten, dass die Zahl derKandidaten parallel zur Abkühlung derKonjunktur ansteigt. Aufgrund des erhöhtenWettbewerbsdrucks in einer immobilienwirtschaftlichenAbschwungphasefangen Unternehmen und derenMitarbeiter an, in das eigene Wissen zuinvestieren. Doch ist die Krise erst da,kommen viele Maßnahmen zu spät. UmfassendeKenntnisse lassen sich nicht ineinem Wochenendseminar vermitteln.Professionelle Immobilienunternehmensollten daher ungeachtet des Mainstreamspermanent in ihre Mitarbeiterinvestieren. Arbeitgeber sollten die Unterstützungvon Fortbildung in allen Zyklusphasenauch dazu nutzen, Wissensträgeran das Unternehmen zu binden;besonders wenn das Personalkarussellanfängt, sich schneller zu drehen. Wenneine Krise droht oder gar Stürme aufziehen,ist das Unternehmen gewappnet.Die RICS sowie viele andere Berufsorganisationenfordern und förderndie Aus- und Weiterbildung sowie daslebenslange Lernen. Die Teilnahme anKursen, Fachseminaren und Kongressen,ehrenamtliches Engagement, aber auchautodidaktisches Lernen sind als sogenanntes„CPD – Continuing ProfessionalDevelopment“ anerkannt. f|RICS auf der Expo Real 2013Erfahren Sie mehr zu den Zugangswegenund Vorteilen als RICS-Mitglied. BesuchenSie uns jederzeit am Stand A1.010 oderzu einem unserer Events.Montag, 7.10.201317.15 – 18.00 Uhr, RICS-Stand A1.010Launch “Grün kommt!”Die RICS Professional Group Sustainabilitystellt die dritte Folge ihrer europäischenNachhaltigkeitsstatistik vor.Dienstag, 8.10.201316.30 – 18.00 Uhr, RICS-Stand A1.010RICS Get Together and Whisky Tasting:Networking bei schottischen Single Maltsund feinen TrüffelnMittwoch, 9.10.201309.00 – 11.00 Uhr, RICS-Stand A1.010APC Breakfast – Special Expo Edition: Karriereberatungund Mentoring im Rahmendes Career Day. Gewinnspiel. 1. Preis: Teilnahmeam RICS-Focus 2014 in Berlin.Foto: RICS10 I 2013 www.immobilienwirtschaft.de


21Gemeinsam statt einsam:Soziale Netzwerke sind gefragtDemografischer Wandel. Neben barrierearmen Wohnungen ist vorallem ein Mix aus professioneller und ehrenamtlicher Hilfe notwendig,um Menschen ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter zu ermöglichen.www.deutscher-verband.orgChristian Huttenloher, Generalsekretär Deutscher VerbandChristian HuttenloherDeutschland wird immer älter. Nach derBevölkerungsprognose des StatistischenBundesamts wird bis zum Jahr 2040knapp ein Drittel der Deutschen 65 Jahreoder älter sein. Damit die Menschenso lange wie möglich in ihrer vertrautenUmgebung leben können, sind nebeneinem barrierearmen Wohnumfeld undprofessionellen Pflegediensten vor allemsoziale Netzwerke entscheidend, die Mitverantwortungübernehmen.Förderung wieder einführenBereits kurzfristig werden mindestens2,5 Millionen mehr altersgerechte Wohnungenbenötigt. Wie die Kommission„Wohnen im Alter“ des Deutschen Verbandserrechnet hat, sind allein dazu 39Milliarden Euro Investitionen erforderlich.Denn bislang leben nur fünf Prozentder Senioren barrierearm oder -frei.Das KfW-Programm „AltersgerechtUmbauen“ liefert Wohnungseigentümernwichtige finanzielle Anreize. Allerdingswird das Programm seit 2012 ohneBundeszuschüsse fortgeführt, womitinsbesondere der für Selbstnutzer entscheidendeZuschuss entfällt. Mit Blickauf die demografische Zukunft muss dieBundesförderung dringend wieder eingeführtwerden. Denn jeder Euro, derhier investiert wird, verringert die Kostender Pflegeversicherung.Neben den Förderanreizen ist es abermindestens genauso wichtig, die Menschenbei der Anpassung der Wohnungsbeständesensibler einzubeziehen. Geradejung gebliebene Senioren betrachtenals „altengerecht“ deklarierte Projekteoft mit Skepsis, fühlen sie sich doch zuUnrecht bereits zum „alten Eisen“ gezählt.Eine bessere Akzeptanz habenAngebote, die den Bewohnern generellmehr Komfort versprechen. BarrierearmeWohnungen ohne Schwellen, mitbreiteren Türrahmen oder bodengleichenDuschen sollten künftig deshalbStandard in neuen Wohnungen und beiModernisierungen sein – zumal dies alleGenerationen schätzen. Bei Bedarf könnendiese durch geringfügige, leicht umsetzbareÄnderungen wie das Anbringenvon zusätzlichen Griffen seniorengerechtgemacht werden.Doch egal, ob „Komfort“ oder „altengerecht“:Umbau allein reicht nicht aus.Gerade in unserer Gesellschaft, in derFamilie und Freunde oft nicht mehr inder Nähe wohnen, sind für ältere Menschen„sorgende Gemeinschaften“ in ihremdirekten Umfeld entscheidend, alsoMenschen, die sich umeinander küm-mern, weil sie sich kennen. SorgendeGemeinschaften brauchen aber auchStrukturen und professionelle Partner.Handlungsebene ist insbesondere dasQuartier. Zentral ist die Bündelung vonRessourcen und das Engagement vielfältigerprivater und öffentlicher Akteure ineinem „Hilfemix“ – auch unter Mitwirkungder älteren Generation selbst.Niedrigschwellige AnlaufstellenFür das Zusammenwirken der Akteureübernimmt die Kommune einewichtige Rolle. Aber auch immer mehrWohnungsunternehmen und -genossenschaftenengagieren sich. Das vomBundesfamilienministerium gemeinsammit dem Deutschen Verband aufgelegteProgramm „Anlaufstellen für ältereMenschen“ setzt genau hier an. Ziel istes, Wohnungswirtschaft, soziale Trägerund Kommunen dabei zu unterstützen,bestehende Beratungsangebote für ältereMenschen weiterzuentwickeln. So sollenim Quartier integrierte Anlaufstellenentstehen, die niedrigschwellig gestaltetsind und Hilfe rund um Wohnen undLeben im Alter geben. Dort, wo es nochkeine Strukturen gibt, fördert das Programmdie Entwicklung fachübergreifenderHandlungskonzepte. Die erstenProjekte sind seit Mitte 2013 angelaufen.Als Kontaktstelle unterstützt der DeutscheVerband die fachliche Begleitungund die Verwaltung des Programms undder geförderten Projekte.f|Foto: DVwww.immobilienwirtschaft.de 10 I 2013


22Titelthema10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


23TitelthemaMehr als ein Blind Date?Plattformen. Bei Transaktionen von Gewerbeimmobilien nutzen immer mehrkünftige Geschäftspartner das Internet. Das Business steckt trotzdem noch inden Kinderschuhen. Denn all zu oft sind die Angebote nicht auf Anlagewünscheabgestimmt. Eine Bestandsaufnahme offener und geschlossener Communities.Gabriele Bobka, StaufenAuf einen BlickFoto: Roman Sakhno; vasabii/shutterstock.com„Wie finde ich die Richtige?“ Im Wohnimmobilienbereichnutzen laut aktueller Immostudie der Ludwig-Maximilians-Universität München knapp 98 Prozent der Befragten Immobilienportalefür die Wohnungssuche. In Zeiten schlanker Prozessemüsste dies für den Investment- und Vermietungsmarktvon Gewerbeimmobilien ebenso gelten – doch weit gefehlt.„Effizienz sieht anders aus“, so das Fazit einer Untersuchungder Hawk-Hochschule Holzminden. Angebot und Nachfragenach Gewerbeimmobilien kommen demnach in 92 Prozent derFälle über persönliche Direktkontakte zustande. Der Nachteil:Über zwei Drittel der Angebote sind nicht gezielt auf die Anlagewünscheabgestimmt. Die Auswahl binde Personalkapazität.Entsprechend gering sei die Abschlussquote. Bei über 70 Prozentder Befragten führe maximal jedes vierte Angebot zueinem Abschluss.Im Internet finden sich zahlreiche unterschiedliche Plattformen,über die sich Gewerbeimmobilien vermarkten odervermieten lassen. Unterscheidungskriterien bilden die Art desZugangs, die Öffnung für Wettbewerber, die Spezialisierung aufInvestments, Vermietungen oder Auktionen, die Qualität derDatenkontrolle, die Reichweite und der Umfang möglicher Zusatzleistungenund nicht zuletzt der Preise. Allen gemeinsamist die Einschränkung der Haftung für die weitergegebenenDaten. Eine Marktwertermittlung für die eingestellten Objektefindet ebenfalls nicht statt oder muss individuell vereinbartwerden. Hier dürften neben dem personellen Aufwand ebenfallsHaftungsrisiken eine Rolle spielen. Geht die Preisfindungvom Makler aus, kann dieser sich unter dem Gesichtspunkt der„positiven Vertragsverletzung“ schadenersatzpflichtig machen,wenn der Verkaufspreis nicht innerhalb einer Bandbreite vonzehn Prozent unter oder oberhalb des Verkehrswerts liegt.Die Gruppe der offenen Plattformen zeichnet sich durchdie Öffnung für jedermann aus, bei der höchstens eine Eingabeder persönlichen Daten und einer E-Mail-Adresse erforderlich› Im Internet finden sich zahlreiche Plattformen, über die sich Gewerbeimmobilienvermarkten oder vermieten lassen.› In Zeiten schlanker Prozesse müssten auch auf dem InvestmentundVermietungsmarkt von Gewerbeimmobilien Portale das Kontaktmittelder Wahl sein. Sind sie aber nicht. Denn ein gro ßerNachteil ist, dass mehr als zwei Drittel der Angebote nicht gezieltauf die Anlagewünsche abgestimmt sind.› Unterscheidungskriterien der Plattformen sind die Art des Zugangs,die Öffnung für Wettbewerber, die Spezialisierung auf Investments,Vermietungen oder Auktionen, die Qualität der Datenkontrolle, dieReichweite und der Umfang möglicher Zusatzleistungen und nichtzuletzt die Preise.sind. Durch die Möglichkeit, Einzelanzeigen zu schalten, bedienensie auch Makler, deren Hauptgeschäft die Vermarktung vonWohnimmobilien ist, oder Vermittler von Gewerbeimmobilienkleinerer Volumina. Nicht überprüft wird hier, ob der Anbietervom Eigentümer legitimiert wurde, das Objekt mehrmalsvon unterschiedlichen Maklern angeboten wird oder ob esüberhaupt noch zur Verfügung steht. Der Suchende kann zwarnach Ort und Nutzungsart selektiert suchen, muss aber selbstherausfinden, ob das Angebot mit seiner Suche übereinstimmt.Offene AngeboteZu den offenen Angeboten gehört als nicht ausschließlich aufImmobilien fixierte Plattform Kalydo.de mit 4,5 Millionen Besuchernmonatlich, 1,4 Millionen registrierten Nutzern undmehr als einer Million Angeboten. Immerhin stehen hier rund4.600 Gewerbeimmobilien zum Kauf und gut 12.200 zur Vermietungim Angebot. Seit März kooperiert die Plattform mitdem IVD Mitte-Ost. Einer der Marktführer der im- |gwww.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


24Titelthemamobilienspezifischen Plattformen ist Immobilienscout24. DasPortal kommt monatlich auf über sieben Millionen Besucher(Unique Audience), die rund zwei Milliarden Page Impressionserzeugen. Immobiliensuchende haben Zugriff auf über 117.000Gewerbeimmobilien monatlich. Die Preise für gewerblicheAnbieter unterscheiden sich je nach Kontingent und Region.Die Springer-Tochter Immonet weist 3,7 Millionen Unique Visitorspro Monat und rund 1,5 Millionen Online-Angebote imersten Halbjahr 2013 auf. Neben dem Online-Portal setzt dasUnternehmen vor allem auf crossmediale Immobilienvermarktung.Immowelt.de weist 4,2 Millionen Unique Visitors undbis zu 1,2 Millionen Online-Angebote pro Monat auf. Auchhier setzt man auf crossmediale Vermarktung. Partner ist seit2000 die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Die mehrsprachigePlattform Questim.com ist seit Sommer 2008 online.Die Suche nach Immobilien ist ohne Anmeldung möglich. DasPortal stellt besonders die einfache Bedienung per „Live-Suche“heraus.Closed ShopsDie geschlossenen Portale richten sich an einen eingeschränktenKundenkreis aus dem Business-to-Business-Bereich. So bietetImmobilienscout24 neben dem offenen Portal auch noch dengeschlossenen Online-Marktplatz Commercial Network „nurfür Mitglieder mit passenden Objekten und Track Records“mit aktuell 710 Objekten monatlich. Die Nutzung ist an eineBewerbung gebunden und nur für Mitglieder möglich. Diesewerden nach einer Registrierung anhand des Gewerbescheinsüberprüft, die Objektfreigabe erfolgt über Grundbuchauszugoder Vermarktungsnachweis. Die Anbieter können, zunächstanonym, stufenweise Kontakt mit Nachfragern aufnehmen.Wenn die Anforderungen beider Seiten übereinstimmen, werdendie eigentlichen Objekt- und Kontaktdaten ausgetauscht.Die Übereinstimmung von Angebot und Suchkriterien wirddurch ein IT-gestütztes Matching ermittelt. „Unser System gewährleistetabsolute Diskretion und Qualität in Kombinationmit der Reichweite eines Online-Marktplatzes. Perspektivischwerden wir diesen Marktplatz auch für die Vermittlung vongroßen Mietflächen und Einzelhandelsimmobilien in Top-Lagen öffnen“, sagt Thomas Gawlitta, Leiter Commercial Network.Ein solches Matching-System nutzt auch die Anfang 2011an den Start gegangene Plattform Asset Profiler, die Verkäuferund Investoren zusammenbringt. „Damit wollen wir unstrukturierteAngebots- und Nachfrageprozesse und die daraus resultierendenhohen Streuverluste vermeiden“, erläutert HarroHasebein, verantwortlich für den Vertrieb des Unternehmens.In einer Detailübersicht wird die Übereinstimmungsquote perAmpelsystem angezeigt. Die Plattform weise aktuell 623 Objektemit einem Angebotsvolumen von 5,8 Milliarden Euro, 594Nutzer und 542 Investorenprofile auf.„Über eine Kooperation mit Asset Profiler bietet Immonetseit März 2013 einen geschlossenen Marktplatz für Gewerbeimmobilienund Investments an. Das Angebot richtet sichunter anderem an private Einzelinvestoren, die allein oder gemeinsamagieren, wie auch an Family Offices und institutionelleAnleger. „Mit der Zusammenarbeit führen wir das Spezialwissenvon Asset Profiler in der Investmentvermarktung unddas Know-how von Immonet als reichweitenstarke und innovativeOnlineplattform zusammen“, erläutert Marc Schmidt, LeiterGewerbe und Investment bei Immonet. „Wir bieten unserenKunden damit gezielt Investments im Volumen ab einer MillionEuro an.“ Und das Angebot scheint auf eine breite Nachfragezu stoßen: So generiert die Weiterleitung auf Asset Profiler lautImmonet aktuell fünfstellige Zugriffszahlen.Angebote der DienstleisterEinen weiteren geschlossenen Online-Marktplatz von Gewerbeimmobilienab einer Million Euro bietet InvestorFinder. Zusätzlichzum Verkauf geht es hier auch um Vermietung. Die inBarcelona ansässige Tekton Consulting bietet über die MarkeImmopro24 eine Vermarktungsplattform für Gewerbeimmobilienzum Kauf und zur Vermietung. Das Konzept ist europäischausgelegt, in verschiedenen Landessprachen abrufbar und wirdergänzt durch Übersetzungsservices. Unterschieden wird nachoffenen, Face-2-Face- und passwortgeschützten Angeboten.Auch Dienstleister bieten geschlossenene Gewerbeimmobilien-„Unser System gewährleistet absolute Diskretion und Qualitätin Kombination mit der Reichweite eines Online-Marktplatzes.Perspektivisch werden wir diesen Marktplatz auch für die Vermittlungvon großen Mietflächen und Einzelhandelsimmobilienin Top-Lagen öffnen.“Thomas Gawlitta, Leiter Commercial Network, ImmobilienScout24.10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


25„Selbstverständlich bilden die Portale auch ein zusätzlichesAkquisitionstool und erhöhen die Effizienz bei der Kundenansprache:Allerdings nahezu ausschließlich im kleinflächigen Bürovermietungssegmentzwischen 150 und 300 Quadratmetern.“Marcus Zorn, Geschäftsführer BNP Paribas Real Estate DeutschlandSuchplattformen. Jones Lang LaSalle (JLL) ist seit Februar onlineund bietet aktuell 3.623 Objekte mit rund 20.000 Einzelflächenan (Stand: September 2013). Noch beschränken sich dieAngebote auf das Segment Vermietung und die von JLL beratenenEigentümer. „Mittelfristig könnte ich mir eine Erweiterungauf das Segment Verkauf und auch die Öffnung für andereEigentümer durchaus vorstellen“, stellt Kai Zimprich, Head ofOnline Markets EMEA fest. Das Unternehmen verstehe sichnicht als Konkurrenz zu Anbietern, deren Hauptgeschäft dieBereitstellung der digitalen Plattform sei. Vielmehr punkte esmit seinem Know-how und dem weit verzweigten Netzwerk.Der Immobiliendienstleister Savills bietet über die geschlossenePlattform „Goldenquest“ Gewerbeimmobilien mit einemInvestitionsrahmen von bis zu 20 Millionen Euro an. „UnserFokus liegt nicht auf dem Massengeschäft mit Einmalkunden“,sagt Andreas Wende, Savills-COO Germany und Head of Investment.Das Angebot richte sich vielmehr an Eigentümerund Investoren, die den umfassenden Beratungsbackgrounddes Unternehmens schätzen. „Der Kundenkreis besteht zu 50Prozent aus institutionellen, zu 14 Prozent aus privaten Investoren,elf Prozent kommen aus dem Kreis der Entwickler undzehn Prozent vonseiten der Banken“, berichtet Wende. Das seit5,5 Jahren bestehende Portal zähle rund 1.000 aktive Nutzerund etwa 100 Objekte. Bisher seien über 65 Objekte darübervermittelt worden. Bedient werden nur registrierte Nutzer, dieangebotenen Objekte sind exklusiv verfügbar, die |gWir übernehmen den Betrieb Ihrer Heizungsanlagen. Sie sparen Aufwand und Energie.Veraltete Heizungsanlagen benötigen viel Energie, verursachen unnötige Kosten und Ärger. Die Anlagen zu überholen oder auszutauschen istteuer und aufwändig. Setzen Sie deshalb auf den Techem Wärmeservice: Wir optimieren oder erneuern die Heizungsanlagen Ihrer Immobilienund übernehmen deren Finanzierung und Betrieb. Das Gute daran: Der Energieverbrauch sinkt, Sie haben nur geringe Investitionen und IhreMieter bezahlen für Heizung und Warmwasser nicht mehr als bisher.Telefon: 0800/2 77 99 44 (kostenfrei)www.techem.de/waermeservice


26TitelthemaNoch läuft der Handelmit Gewerbe immobilienzumeist über denpersönlichen Kontakt.Legitimation des Anbieters ist sichergestellt und die Daten,die vom Eigentümer übermittelt werden, werden auf Plausibilitätgeprüft. „Ziel ist es, die Qualitätssicherung der Daten inRichtung Zertifizierung voranzutreiben. Dies ist allerdings sehrpersonalintensiv. Denkbar wären beispielsweise Testate unabhängigerFachinstitutionen für eine technische, kaufmännischeund rechtliche Due Diligence“, so Wende.Höhere Nachfrage erwartetÖkonomisch Sinn mache dies aber nur, sofern dies von denMarktteilnehmern auch gewünscht und honoriert werde. „Wirgehen davon aus, dass die Vermarktung von Gewerbeimmobilienüber das Internet künftig noch deutlich zunehmen wird,schätzungsweise ein Drittel der Umsätze wird in den nächstendrei bis fünf Jahren über Plattformen erfolgen“, prognostiziertWende. „Wir werden daher verstärkt in diesen Wachstumsbe-reich investieren, um die Anzahl der Objekte und der Nutzerauszubauen.“Plattformen mit lokalem FokusDie Plattform von Catella Property hat sich bisher auf dieVermarktung von Büroflächen in Düsseldorf und Berlin spezialisiert.„Viele von uns befragte Kunden waren mit den vorhandenenAngeboten im Internet nicht zufrieden, da diesenicht auf spezielle Erfordernisse unterschiedlicher Brancheneingehen“, so Knud Schaaf, Head of Letting von Catella. Daherhabe man sich zur Entwicklung einer nutzerbezogenenErgänzung des Angebots entschieden. „Oben auf der Auswahllistemuss das am besten passende Produkt stehen – beiuns werden keine VIP-Logen verkauft“, sagt Schaaf. Danebenberate das Unternehmen bei der Standortsuche und stelle umfassendeMarktdaten zur Verfügung. Regional ist auch das vonFotos: Christian Mueller/Shutterstock.com10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


27„Mittelfristig könnte ich mir eineErweiterung auf das Segment Verkaufund auch die Öffnung für andereEigentümer durchaus vorstellen.“Kai Zimprich, Head of Online MarketsEMEA, Jones Lang LaSalleden Kommunen der Metropolregion FrankfurtRheinMain initiierteKommunale Immobilienportal (KIP) www.kip-frankfurtrheinmain.deunterwegs. Die in Zusammenarbeit mit demVerein Wirtschaftsförderung Region FrankfurtRheinMain vonder Wunschgrundstück GmbH entwickelte Plattform bietet potenziellenKunden neben den kommunalen Angeboten auchObjekte von Privatpersonen und gewerblichen Anbietern imGroßraum FrankfurtRheinMain. Die zur Hanauer Terragroupgehörende Wunschgrundstück betreibt unter der Marke KIPbundesweit eine Reihe weiterer regionaler Online-Immobilien-Pools, die es Kommunen und Kreisen in Deutschland ermöglichensollen, ihre Objekte zielgerichteter zu vermarkten.Unterm HammerDie US-amerikanische Online-Immobilienbörse Auction.combietet ihre webbasierte Plattform für Live-Auktionen von gewerblichenImmobilien seit September 2012 auch in Deutschlandan. Potenzielle Käufer können auf der Webseite auf allefür die Kaufprüfung erforderlichen Dokumente zugreifen unddie Objekte an zuvor festgelegten Tagen auch vor Ort besichtigen.Verkäufer können einen Mindestpreis festlegen, die Bietermüssen nachweisen, dass sie über die nötigen Mittel verfügen,belegen, dass sie mit dem Geldwäschegesetz in Deutschlandnicht in Konflikt kommen, und einen Betrag von bis zu 5.000Euro hinterlegen.Weitere Plattformen für freiwillige Immobilienauktionensind propertybid.de und immoweb.de. Hinter propertybid.desteht die Wiesbadener Auktion & Markt AG. Die Unternehmenrichten sich mit ihren Immobilienauktionen an professionelleInvestoren, besonders auch an Asset-Manager und Projektentwickler.Im Gegensatz zum Zuschlag im Rahmen einerZwangsversteigerung, bei der der Eigentümerwechsel mit demZuschlag erfolgt, schließen bei der Auktion die Parteien denKaufvertrag in der üblichen Form vor einem Notar ab. Die Vorteiledieses Verfahrens liegen für den Verkäufer in der kürzerenVerfahrensdauer und der Erzielung des optimalen Kaufpreises.Käufer profitieren vor allem von den qualifizierten fachlichenInformationen und der transparenten Kaufpreisfindung. ImBieterverfahren lassen sich die Objekte bei bieterverfahren24erwerben oder anmieten. Die hierbei abgegebenen Gebote sindallerdings nicht rechtsverbindlich und auch der Anbieter entscheidetnach Abschluss des Verfahrens unabhängig, ob er daserzielte Höchstgebot annimmt.„Bei der Mietersuche arbeiten wir vor allem mit Immobilienscout24zusammen. Wir erzielen damit eine |g www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


28Titelthemahohe Wahrnehmung und generieren im Durchschnitt täglichmehrere Mieteranfragen zu unseren Flächen und Gebäuden“,sagt Susanne Heck, Pressesprecherin von Aurelis Real Estate.Zusätzlich sei das Unternehmen auf einigen Portalen von Wirtschaftsförderungenvertreten, die allerdings regional konzentriertseien. Zur Unterstützung des Verkaufs ausgewählter Flächenund Objekte nutze das Unternehmen seit dem Jahr 2012die Plattform Commercial Network. „Hier haben wir allerdingsbisher keine Kontakte knüpfen können, die zu Abschlüssen geführthaben.“ Als Kontaktplattform für die Mietersuche seiengewerbliche Immobilienportale hilfreich. Beim Verkauf vonFlächen und Objekten brauche man jedoch einen langen Atem,denn in der Regel funktioniere die Geschäftsanbahnung in diesemBereich größtenteils – und bei einer Vertiefung des Gesprächsausschließlich – auf der persönlichen Ebene, so HecksResümee.Zusätzliches Akquisitionstool„Die Nutzung der größten Immobilienportale bildet eine Ergänzungder klassischen Vertriebskanäle. Unsere Hauptmotivationliegt darin, ein positives Unternehmensimage aufzubauenund zu pflegen“, stellt Marcus Zorn, Geschäftsführer von BNPParibas Real Estate Deutschland, fest. „Selbstverständlich bildendie Portale auch ein zusätzliches Akquisitionstool und erhöhendie Effizienz bei der Kundenansprache: Allerdings nahezuausschließlich im kleinflächigen Bürovermietungssegmentzwischen 150 und 300 Quadratmetern. Gerade bei kleinerenFlächen sei der Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis relativhoch. Großflächige Anfragen von mehr als 1.500 Quadratmeternüber das Internet seien die Ausnahme, da hier professionelleAkteure agierten, die direkt mit Immobilienberatern Kontaktaufnähmen.„Bei Ankäufen setzen wir aufgrund der hohen Transaktionsvoluminader von uns gesuchten Objekte und der komplexenDue-Diligence-Prozesse auf unser umfangreiches Netzwerkund versierte Makler mit profunden Orts- und Objektkenntnissen“,stellt Thomas Schmengler, Geschäftsführer der DekaImmobilien GmbH und Leiter An- und Verkauf, fest. Bei Verkäufenzur Optimierung der Portfolios wolle das Unternehmenkünftig bei Objekten bis zu zehn Millionen Euro partiell auchmit Online-Portalen zusammenarbeiten. „Für den Käuferkreisder vermögenden Privatkunden könnte eine solche Vermarktungsplattformdurchaus interessant sein“, so Schmengler.„Für unsere Transaktionen von Gewerbeimmobilien nutzenwir – in Ergänzung zu anderen Vertriebsarten – sowohldas offene Portal als auch das geschlossene Commercial Networkvon Immobilienscout24. In ausgewählten Fällen bedienenwir uns auch der Portale Immonet und Immowelt“, berichtetNiclas Karoff, Geschäftsführer TLG Immobilien. Insbesonderebei der Vermietung für Büro- und Einzelhandelsflächen, aberzunehmend auch bei der Suche nach Kaufinteressenten spieledie Nutzung von Immobilienportalen eine wesentliche Rolle imMarketing-Mix des Unternehmens.„Neben der klassischen Beratung über die Gewerbe-Hotlinebieten wir Gewerbeflächen aktiv auf unserer Homepageund über das Online-Portal Immobilienscout24 an“, erläutertMatthias Kuntzen, Leiter Gewerberaummanagement, GSWImmobilien AG. Die meisten Anfragen erhalte die Gesellschaftüber dieses Portal, weil viele Gewerbetreibende hier nacheinem geeigneten Objekt suchten.Es gibt auch überzeugte NichtnutzerFür uns spielt die Vermittlung von Gewerbeimmobilien überOnline-Portale keine Rolle – nicht zuletzt deshalb, weil wir mitunseren Investitionen und Vermietungsaktivitäten in der Regelin anderen Größenordnungen aktiv sind. Unser Geschäft lebtvon persönlichen Kontakten und unserer guten Vernetzung imMarkt“, sagt Hans-Joachim Lehmann, Leiter Immobilientransaktionenbei der HIH Hamburgische Immobilien Handlung.„Allianz Real Estate setzt aufgrund der Höhe der Investitionsvolumina(ab 50 Millionen Euro pro Objekt) und der besonderenInvestitionsanforderungen der Allianz-Gesellschaftenhauptsächlich auf ihr eigenes, breit aufgestelltes Netzwerk“, berichtetPressesprecher Roland Deger. |g„Wir gehen davon aus, dass die Vermarktung von Gewerbeimmobilienüber das Internet künftig noch deutlich zunehmen wird,schätzungsweise ein Drittel der Umsätze wird in den nächsten dreibis fünf Jahren über Plattformen erfolgen.“Andreas Wende MRICS, Savills-COO Germany und Head of InvestmentFoto: Bögner Hensel & Partner10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


29„Plausibilitäts-Check ist immer besser“Interview mitDr. Heiko JäkelGabriele Bobka, StaufenWie kann ein Makler seinenProvisionsanspruch für über dasInternet vermittelte Immobilien sichern?Der Rechtsanwalt und Notar in derFrankfurter Kanzlei Bögner Hensel &Partner erklärt, was zu tun ist undbeseitigt weitere Unsicherheiten.„Der Makler muss alle Auskünfte richtig und vollständig erteilen.“Herr Dr. Jäkel, der Anspruch auf Zahlung der Maklerprovisionführt häufig zu gerichtlichen Auseinandersetzungen.Unter welchen Voraussetzungen wird diese fällig?Jäkel: Wer die Dienste eines Maklers in Anspruch nimmt, istgrundsätzlich auch dazu verpflichtet, die vereinbarte Provisionzu bezahlen. Voraussetzung für den Provisionsanspruch sindein Provisionsversprechen desjenigen, der zahlen soll, eineNachweis- oder Vermittlungstätigkeit des Maklers, das Zustandekommendes Kauf- oder Mietvertrags und ein Ursachenzusammenhangzwischen der Maklertätigkeit und dem Zustandekommendes beabsichtigten Vertrags. Maklerverträge sindim Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt und kommen, wie andereVerträge auch, grundsätzlich durch Angebot und Annahmezustande. Die Darlegungs- und Beweislast für das Zustandekommeneines Maklervertrags trägt allerdings der Makler alsAnspruchsteller.Welche Besonderheiten gelten für die Vermarktung von Gewerbeimmobilienüber ein Internetportal?Jäkel: Internetanzeigen sind an einen unbestimmten Adressatenkreisgerichtet (invitatio ad offerendum) und dienen lediglichder Interessentensuche. Durch die bloße Kontaktaufnahmemit dem Makler kommt noch kein Auftragsverhältnis zustande,denn solange nichts Gegenteiliges bekannt ist, darf der Interessentdavon ausgehen, dass der Makler von der anderen Seiteentlohnt wird. Allerdings kann durch die Entgegennahme vonMaklerdiensten ein provisionspflichtiger Maklervertrag aufgrundschlüssiger Handlung zustande kommen. Dies ist dannder Fall, wenn sich aus dem Internetangebot des Maklers einausdrückliches Provisionsverlangen für den Fall des Abschlusseseines Miet- oder Kaufvertrags ergibt. Das Provisionsverlan-gen muss sowohl als Hinweis auf der Internetseite als auch imübersandten Exposé für den Kunden deutlich erkennbar sein.Der Provisionsanspruch lässt sich auch durch allgemeine Geschäftsbedingungenabsichern. An diese Vereinbarungsformlegt die Rechtsprechung allerdings sehr hohe Ansprüche. Somüssen die AGBs des Maklers bereits in die Angebotserklärungmit einbezogen sein, verständlich gestaltet werden und eindeutigüber die Rechtsfolgen aufklären.In den AGBs weisen Makler meist ausdrücklich darauf hin,dass sie keine Haftung für die Richtigkeit der vom Eigentümerübergebenen Daten übernehmen. Erkennen die Gerichtediesen Ausschluss in jedem Fall an?Jäkel: Handelt der Makler nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig,reicht dieser Hinweis aus. Informationen des Eigentümersdarf er allerdings grundsätzlich ungeprüft weitergeben, es seidenn, diese sind für ihn erkennbar unzutreffend. Da eine Haftungdes Maklers in diesem Bereich auch bei leichtfertigemVerhalten in Betracht kommen kann, sollte er die vom Eigentümererhaltenen Objektdaten jedoch einem Plausibilitäts-Check unterziehen. Darüber hinaus kann der Vermittler sichim Rahmen einer „positiven Vertragsverletzung“ gegenüberdem Verkäufer oder Vermieter schadenersatzpflichtig machen,wenn er die Ermittlung eines angemessenen Preises oder dermarktfähigen Miete als Dienstleistung anbietet und diese dannzu hoch oder zu niedrig einschätzt. Durch den Maklervertragentsteht zwischen dem Makler und seinem Auftraggeber einbesonderes Treueverhältnis. Hieraus ist der Makler verpflichtet,alle Auskünfte, die sich auf das Vertragsobjekt beziehen undfür die Willensentschließung des Auftraggebers wesentlich seinkönnten, richtig und vollständig zu erteilen. f|www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


30 Finanzen, Markt + ManagementDas Finanz-Interview von Norbert JumpertzSerie„Ein transparentes Unternehmenfür die Öffentlichkeit sein“Thomas ZinnöckerDie Gagfah hatte mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten undImageproblemen zu kämpfen. Ihr Konzernlenker über diegeglückte Kapitalerhöhung und das neue Selbstverständnis.Herr Zinnöcker, bei Ihrer Berufungzum CEO der Gagfah Group sprachenSie davon, dass Sie deren Geschäftsmodellmehr auf Nachhaltigkeit trimmenwollen. Was heißt das konkret?Zinnöcker: Bei Immobilien ist es wichtig,eine Balance zwischen Substanzerhalt,wertsteigender Modernisierung und denInteressen der Mieter zu finden. Dabeistehen neben der Erweiterung des wirtschaftlichenHandlungsspielraums dieHerausforderungen der Energiewendeund des demografischen Wandels imVordergrund.Thomas Zinnöckerist seit April 2013 CEO der Gagfah Group unddort federführend verantwortlich für derenoperatives Geschäft. Ferner ist er Mitglied desVerwaltungsrats der Gagfah S.A. Vor seinerTätigkeit bei der Gagfah war er Vorstandschefder GSW Immobilien AG, die er im Mai 2011an die Börse führte. Zuvor sammelte er Erfahrungenin führenden Positionen von Immobilienunternehmen.Wie sieht die Bilanz seit dem BeginnIhrer Tätigkeit aus?Zinnöcker: Bislang haben wir uns aufzwei Schwerpunkte konzentriert: Wirkonnten durch die Refinanzierung vonDarlehen im Umfang von etwa dreiMilliarden Euro die Kapitalstruktur verbessern.Zudem haben wir unser Immobilienportfoliohinsichtlich der neuenstrategischen Ausrichtung der Gagfahanalysiert. Die Gagfah besitzt jetzt wiedereine wohnwirtschaftliche Strategieund eine langfristige Ausrichtung.Welche Konsequenzen ergeben sich darausfür weitere Aktivitäten?Zinnöcker: Die Optimierung unseresPortfolios ist ein dynamischer Prozess.Wir werden kleinere Bestände verkaufen,wollen langfristig aber auch opportunistischzukaufen. Unser Fokus liegtauf großen Städten, wo bereits heute derGroßteil unserer Immobilien lokalisiertist. Nehmen Sie Dresden, Berlin oderHamburg. Dort werden wir verstärktinvestieren, dort wollen wir weiter wachsen.Das gilt auch für andere Städte mitBevölkerungszuwachs, wo die Gagfahüber Wohnimmobilien verfügt.Der Immobilienbestand der Gagfahumfasst rund 145.000 Wohnungen. Wosoll denn konkret abgespeckt werden?Zinnöcker: Das Unternehmen soll nichtverkleinert werden. Doch wir wollen dasProfil des Immobilienportfolios schärfen.80 Prozent unserer Wohnungen verteilensich auf 30 Städte, die restlichen 20Prozent auf 300 Städte und Gemeinden.Diesen Streubesitz werden wir genau unterdie Lupe nehmen.Welche Folgen hat der demografischeWandel in Deutschland für die Gagfah?Zinnöcker: In den städtischen Regionenwird es zu einem Bevölkerungszuwachskommen. Dort befinden sich die meistenunserer Wohnungen, deren Potenzial wirdurch Investitionen in den Bestand optimierenwerden.Sanierungskosten waren lange ein leidigesThema für die Gagfah. Ihre Vorgängerreduzierten nötige Vorhabenmeist auf das absolute Minimum. WelchenKurs werden Sie künftig steuern?Zinnöcker: In der Vergangenheit wurdennotwendige Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmenzwar durchgeführt,10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


31jedoch oft mit zeitlicher Verzögerung.Unsere Immobilien sind meist in gutemZustand, aber Verbesserungspotenzial istvorhanden. Wir werden das jetzt Schrittfür Schritt in Angriff nehmen.Wie viel Geld wird die Gagfah dafür indie Hand nehmen müssen?Zinnöcker: In den nächsten fünf Jahrensind rund 250 Millionen Euro für dieModernisierung des Immobilienbestandseingeplant sowie jährlich 110 bis120 Millionen Euro für Instandhaltungsinvestitionen.Das entspricht etwa 20Prozent der erzielbaren Nettokaltmieten.Die Gagfah hat die Gewinnprognose erhöht.Die operative Rendite soll im kommendenJahr um 25 Prozent steigen. Istdas nicht eine gewagte Prognose?Zinnöcker: Die Kernkennzahl, an der wiruns orientieren, ist die Bruttoliquidität(FFO), die wir je Aktie aus der Bewirtschaftungunseres Immobilienbestandserzielen. Diese konnten wir aufgrundgünstiger Refinanzierungsbedingungenund durch Investitionen deutlich verbessern.Darüber hinaus wollen wir diewohnwirtschaftlichen Kernprozesse weiteroptimieren und rechnen hier ab 2015mit guten Ergebnissen. Das größte Potenzialsehen wir in der Reduzierung desLeerstands, der uns über 30 Millionenpro Jahr kostet. Das ist viel zu viel.Wie wichtig war für Sie die Kapitalerhöhungim Juli?Zinnöcker: Sie war für uns aus zweiGründen ein bedeutsamer Meilenstein:Wir konnten frisches Geld einsammelnfür Investitionen in den Wohnungsbestandund zur Verbesserung der Kapitalstruktur.Des Weiteren erhöhte sichder Free-Float-Anteil unserer Aktien aufüber 50 Prozent, da der bisherige MehrheitsaktionärFortress nun etwa 48 Prozentder Gagfah-Aktien hält. Der höhereStreubesitz macht die Gagfah für Investorenattraktiver.Die Kapitalerhöhung verlief nicht ganzreibungslos. Die EmissionsbankenDeutsche Bank und Goldman Sachsblieben auf einem Großteil der Papieresitzen. Konnten diese inzwischen amMarkt platziert werden?Zinnöcker: Heute wissen wir, dass derZeitpunkt nicht optimal war. Die überraschendeWiederankündigung des Börsengangsder Deutschen Annington bescherteuns kein optimales Marktumfeld.In Gesprächen mit potenziellen Investorenkonnten wir aber ein neues Interessean der Gagfah registrieren. So sind wirüberzeugt, dass die begleitenden Bankennur vorübergehend unsere Aktio näresein werden, das zeigt auch die jüngsteMeldung von Goldman Sachs.Wie viel Geld bleibt von der Kapitalerhöhungbei der Gagfah in der Kasse?Zinnöcker: Der Nettoerlös beläuft sichauf 176 Millionen Euro, wovon zweiDrittel für die Verbesserung der Kapitalstrukturvorgesehen sind und ein Drittelfür werterhöhende Maßnahmen unsererImmobilien.Wird sich Fortress nun weniger ins Tagesgeschäftder Gagfah einmischen?Zinnöcker: Die Verantwortung für dasoperative Geschäft obliegt der Gagfah-Geschäftsführung in Deutschland. AlsGroßinvestor unterstützt uns Fortress,wo es sinnvoll ist, aber nicht mehr imoperativen Tagesgeschäft.In der Außendarstellung kam es vorIhrem Engagement immer wieder zuMissklängen. Was haben Sie unternommen,um sie zu verbessern?Zinnöcker: Es gibt intensive Kontaktezu den Medien, der Politik und anderenStakeholdern, wie etwa den Mietervereinen.Wir wollen für die Öffentlichkeitein transparentes Unternehmen sein. f|www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


32 Finanzen, Markt + ManagementErste Engagements für den Fonds wurden bereits auf den Weg gebracht, unter anderem für Investitionen im australischen Sydney.Boom jenseits von CoreAnlage. Opportunistische Fonds sind wieder angesagt – auch bei institutionellenInvestoren. Gleich für den ersten Brookfield-Fonds, der sich auf das Terrain wagt,gab es knapp eine Milliarde US-Dollar mehr Kapitalzusagen als geplant.Birgitt Wüst, FreiburgEin solches Ergebnis dürfte selbst die Strategenvon Brookfield Asset Managementüberrascht haben. Für Immobilieninvestitionenrund um den Globus konnte Kanadasgrößter Vermögensverwalter füralternative Anlagen bei Investoren 4,4Milliarden US-Dollar einsammeln. DasZielvolumen für den Brookfield StrategicReal Estate Partners (BSREP) hatte bei 3,5Milliarden US-Dollar gelegen. Beim erstenClosing im Juni 2012 hatte der Fondsbereits zwei Milliarden US-Dollar eingesammelt.Mehr klotzen als kleckernIn diesen Tagen gab Brookfield nun das„final closing“ bekannt. BSREP ist dererste opportunistische Immobilienfonds,den Brookfield an den Markt bringt. Wiedie Gesellschaft mit Sitz in Toronto undNew York mitteilt, soll der Fonds vorwiegendin Gewerbeimmobilien in Nordamerika,Europa, Brasilien und Australieninvestieren.Der Fokus liegt dabei sowohl aufdirekten Immobilienkäufen und Beteiligungenan Immobilienunternehmen alsauch auf Investments im Bereich notleidenderKredite und Verbriefungen. Undoffensichtlich will man eher klotzen alskleckern: 70 Prozent des Kapitals sollenin Transaktionen in einer Größenordnungvon durchschnittlich 700 MillionenUS-Dollar fließen, der Rest in zehnbis 20 mittelgroße Deals im Volumenvon durchschnittlich 50 Millionen US-Dollar.1,1 Milliarden Dollar investiertErste Engagements wurden schon aufden Weg gebracht: Rund 1,1 MilliardenUS-Dollar hat der Fonds bereits investiert.492 Millionen US-Dollar für Investitionenin den auf Büroimmobilien undHotels fokussierten australischen REITThakral Holdings, den Rest für Beteiligungenvon jeweils 30 Prozent an demUS-REIT Verde Realty (Industrieimmobilien)und an der europäischen EZWGazeley Ltd. (Logistikimmobilien).Größter Anleger beim BSREP ist mit Mittelzusagenvon 1,3 Milliarden US-DollarFoto: Josef Hanus/Shutterstock.com10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


33Auf einen Blick››Das Zielvolumen für den BrookfieldStrategic Real Estate Partners (BSREP)hatte bei 3,5 Milliarden US-Dollar gelegen,erreicht wurden 4,4 Milliarden.››BSREP ist der erste opportunistische Immobilienfonds,den Brookfield an den Marktbringt. Er zählt zu den größten Immobilienanlagevehikeln,die seit Ausbruch der globalenWirtschaftskrise aufgelegt wurden.› › 70 Prozent des Kapitals sollen in Transaktionenvon einer Größenordnung von 700Millionen US-Dollar fließen.Brookfield Property Partners LP, ein imApril von Brookfield Asset Managementabgespaltenes und auf den Bermudasansässiges Immobilienunternehmen.Brookfield Property haben sich inzwischenmehrere Staatsfonds, Pensionskassen,Versicherungsgesellschaften,Stiftungen und andere institutionelle Investorenangeschlossen.Pensionskassen sind mit dabeiAus den USA sind gleich mehrere Pensionskassenmit von der Partie, so etwa dasSouth Carolina Retirement System, dasTeacher Retirement System of Texas, dasPennsylvania Public School Employees’Retirement System, das San FranciscoEmployees’ Retirement System und diefünf bedeutendsten Pensionskassen derAngestellten der Stadt New York.„Dass viele große und weltweit führendeInvestoren ihr Vertrauen in unserenFonds setzen, freut uns sehr“, ließBarry Blattman, Senior Managing Partnerbei Brookfield Asset Management, ineiner Mitteilung verlauten.Einen Fonds in der Größenordnungdes BSREP im derzeit sehr kompetitivenUmfeld erfolgreich zu lancieren ist sichereine beachtliche Leistung: Er zählt zuden größten Immobilienanlagevehikeln,die seit Ausbruch der globalen Wirtschaftskriseaufgelegt wurden. Standardsfür Immobilienfonds hatte allerdingsschon die Blackstone Group mit ihremim vergangenen Oktober geschlossenenBlackstone Real Estate Partners VII LPgesetzt. Dessen Volumen: 13,3 MilliardenUS-Dollar. Die weitaus größereHerausforderung als das Kapitaleinsammelndürfte den Brookfield-Managernnoch bevorstehen: 3,3 Milliarden US-Dollar der Anlegergelder müssen nochinvestiert werden – wobei es derzeitnicht einfach ist, geeignete Investmentszu finden. Die ohnehin nicht gerade kleineZahl der Mitbewerber, die das gleicheFeld wie Brookfield beackern, nimmtweiter zu. So vermeldete jüngst PerellaWeinberg, New York, das Closing seineszweiten Pan-Europa-Fonds mit Kapitalzusagenvon 1,3 Millionen US-Dollar.Die Investitionsstrategie hier: opportunistischeImmobilieninvestments inEuro pa. Kohlberg Kravis Roberts (KKR)hat erst vor zwei Jahren eine eigene Unternehmenseinheitgegründet, um imReal-Estate-Geschäft mitzumischen.Beim ersten Real Estate Fund – Zielvolumeneine Milliarde Dollar – lanciert,hat der in New York ansässige Finanzinvestorbereits Zusagen für 500 MillionenDollar erhalten.Die Konkurrenz nimmt zuAuch im Bereich „Notleidende Kredite“wird die Konkurrenz größer. Der AssetManager Colony hat gerade einen neuen,eine Milliarde US-Dollar schweren„Distressed Debt Fonds“ aufgelegt – dendritten in Folge. Für den Vorgängerfondshat Colony bereits im vergangenenJahr 1,4 Milliarden US-Dollar eingesammelt.f|Mietkautionen sind Hausbanksache:schnell und einfach30.000 Immobilienbesitzer und -verwaltungen nutzen denKautions-Service der Hausbank, um die täglichen Aufgabeneffektiv und professionell zu bearbeiten.– Gesetzeskonforme Anlagen– Direkter Zugriff auf die Kaution– Versand von Zins- und Steuerbescheinigungen–Keine Kontoeröffnungs- und KontoführungsgebührenIhre Vorteile:– mehr Sicherheit– mehr Komfort– mehr EffizienzWeitere Informationen: www.hausbank.de


34 Finanzen, Markt + ManagementVon den FinanzgerichtenAuf angemessene Miete achtenBetriebsaufspaltung. Der Fiskus achtet verstärktdarauf, ob dabei ein adäquater Pachtzins verlangtwird. Stunden ist sinnvoller als Aussetzen.Klare Verhältnisse. Bei Betriebsaufspaltungen ist Vorsicht angesagt.Michael Schreiber, OberweserDer Fiskus achtet verstärkt darauf, ob imRahmen einer Betriebsaufspaltung fürBetriebsgrundstücke eine angemesseneMiete verlangt wird. Ein Erlass des Bundesfinanzministeriumsvom 8. November2010 (Az. IV C 6 – S 2128/07/10001)stellt klar, dass die Grundstücksaufwendungenauf der Ebene des Besitzunternehmensbei unentgeltlicher oder teilentgeltlicherÜberlassung nicht in vollerHöhe abziehbar sein sollen.Damit haben Familienunternehmer,die ihrer Betriebs-GmbH in einer Krisemit einer Pachtminderung oder einemPachtverzicht finanziell unter die Armegreifen müssen, steuerlich ein gewaltigesProblem. Sie bezahlen die Sanierung ihrernotleidenden Firma nicht nur überden Verzicht auf Pachteinnahmen, sondernauf Weisung des Fiskus auch mit einerKürzung des Grundstücksaufwands.Doch der Bundesfinanzhof (BFH)kommt in einer aktuellen Entscheidungbetroffenen Unternehmern zur Hilfe.Mit Urteil vom 28. Februar 2013 (Az. IVR 49/11) hat das Steuergericht die Voraussetzungenfür die Anwendung desTeilabzugsverbots von Grundstücksaufwendungendeutlich eingeschränkt.Im Streitfall hatte die Klägerin, eineGbR, ein in ihrem Eigentum stehendesGrundstück seit 1998 an eine personenidentischeGmbH verpachtet. DerPachtzins betrug zunächst 4.000 D-Markpro Monat (netto). Im Streitjahr 2005zahlte die GmbH aufgrund wirtschaftlicherSchwierigkeiten keine Pacht mehr.Sie stellte ihren Betrieb im April 2008ein und wurde danach liquidiert. DieGbR erklärte für 2005 einen Verlust von31.247 Euro. Das Finanzamt berücksichtigtedie geltend gemachten Betriebsausgabennur zur Hälfte und stellte Einkünftevon minus 15.608 Euro fest. Dagegenwandte sich die GbR und bekam vor Gerichtjetzt Recht.Zahlungen besser nur stundenDie BFH-Richter stellten klar, dass dievom Finanzamt vorgenommene Kostenkürzunggleich aus mehreren Gründenunzulässig war. Zum einen findet das in§ 3c Absatz 2 EStG verankerte Teilabzugsverbotkeine Anwendung auf Aufwendungen,die vorrangig durch vollsteuerpflichtige Pachteinnahmen veranlasstwurden. Eine teilweise Nichtanerkennungvon Abschreibungsbeträgenund Erhaltungsaufwendungen sei schondeshalb nicht zulässig, weil die Immobilieim Betriebsvermögen der GbR bilanziertwurde, der Kapitalgesellschaft zurNutzung überlassen wurde und künftigeWertsteigerungen des Grundbesitzesvoll steuerpflichtig seien. Auch finde dasTeilabzugsverbot bei endgültig einnahmeloserBeteiligung an einer Kapitalgesellschaftfür Veranlagungszeiträume biseinschließlich 2010 keine Anwendung.Generell ist es deshalb sinnvoller, diePachtzahlungen nicht endgültig auszusetzen,sondern nur zu stunden. Damitist der notleidenden GmbH ebenso gedient– das Besitzunternehmen weist diegestreckten Mieten weiterhin als Forderungin der Bilanz aus. f|Foto: Daniel Coulmann/Fotolia.com10 I 2013 www.immobilienwirtschaft.de


35Weitere Finanzgerichtsurteile.Denkmalschutz, NutzungswechselDas Niedersächsische Finanzgericht (NFG)hat mit Urteil vom 6. Mai 2013 (Az. 9 K279/12) einer Klage zur steuerlichen Förderungdenkmalgeschützter, selbst genutzterGebäude stattgegeben. Der Kläger hatte imJahr 2000 ein denkmalgeschütztes Gebäudeerworben. Er bewohnte dieses zunächst mitseinen Eltern. Das Finanzamt gewährte dieSteuerbegünstigung für die aufgewendetenSanierungskosten ab dem Jahr der Fertigstellung(2003) und für die folgenden zehn Jahre.Nach einer Betriebsprüfung stellte das Finanzamtfest, dass der Kläger seit März 2010mit seiner Lebensgefährtin im Nachbarhauslebte. Das Förderobjekt hatte er seinen Elternüberlassen. Für ihn selbst wurde lediglich einZimmer vorgehalten. Das Finanzamt gingdavon aus, dass dadurch die Fördervoraussetzungennicht mehr vorlagen, und kürzteden Förderbetrag anteilig. Das NFG teiltedie Auffassung des Finanzamts nur insoweit,als das Vorhalten eines Zimmers nichtals Eigennutzung anzusehen ist. Entgegender Auffassung des Finanzamts ist das NFGjedoch nicht zu dem Ergebnis gelangt, dassdie Steuerbegüns tigung bei einem unterjährigenWechsel von der Selbstnutzung zur unbeachtlichenunentgeltlichen Überlassung anAngehörige nicht zeitanteilig zu kürzen sei.Das NFG hat die Revision zum Bundesfinanzhofzugelassen. Ein Aktenzeichen des BFH istnoch nicht bekannt.Einkünfte bei EhegattenNach dem Urteil des Finanzgerichts Saarlandvom 18. Dezember 2012 (Az. 1 K 1628/10)erzielt Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung,wer die rechtliche und tatsächlicheMacht hat, die Immobilie einem anderengegen Entgelt zur Nutzung zu überlassen.Nicht maßgebend ist, ob ein Steuerpflichtigerrechtlicher oder wirtschaftlicher Eigentümereines Mietobjekts ist und wem letztlichdas wirtschaftliche Ergebnis der Vermietungzugutekommt. Auch eine Ehegatteninnengesellschaftkann demnach Einkünfte erzielen.An die Ernsthaftigkeit einer solchen Vertragsgestaltungsind jedoch die strengen Anforderungenzu stellen, die für Verträge zwischennahen Angehörigen gelten.www.immobilienwirtschaft.de 10 I 2013


36 Finanzen, Markt + ManagementDie Märkte driften auseinanderUneinheitliche Entwicklung bei Vermietung. Aufstrebenden Zentren wie MexikoCity und Jakarta steht der Absturz der Mega-Citys in Indien gegenüber. Auch inLondon, New York, Tokio, Hongkong und Singapur zeigt sich eine neue Dynamik.Timo Tschammler FRICS, Jones Lang LaSalle DeutschlandDem Zusammenbruch der Volkswirtschaftender Industrieländer währendder globalen Finanzkrise folgte eine relativunsynchronisierte „Erholung“, beider sich die makroökonomischen undsoziopolitischen Kräfte, die Demografieund die Gewerbeimmobilienmärkteder einzelnen Länder auf ganz unterschiedlichenBahnen und Etappen voranbewegtenund bewegen. Die extremeRisikoaversion, die 2009 bis 2010 kennzeichnendfür die Immobilienmärkte genausowie für andere Asset-Klassen war,hat sich zwar inzwischen in vielen Teilender Welt eindeutig gelegt. Dennoch stehtdie Erholung der Weltwirtschaft nochimmer auf ungesichertem Terrain.In Anbetracht anhaltender, vieldimensionalerUngewissheiten weltweitgibt es insofern zunehmend Belege dafür,dass die Investoren mangels Alternativedie Risikokurve hinaufgehen undAuf einen Blick››Der globale Markt für Investitionen inGewerbeimmobilien ist auf dem bestenWeg, seine Transaktionsvoluminadas vierte Jahr in Folge zu steigern:Bis dato wurde 2013 seit dem drittenQuartal 2008 ein Höchststand markiert.››Im ersten Halbjahr 2013 belief sich dasglobale Investitionsvolumen in Gewerbeimmobilienauf 225 Milliarden US-Dollar.› › In Europa achten die Nutzer von Gewerbeimmobiliennach wie vor auf die Kostenund Entscheidungen in puncto Neuanmietungenwerden weiterhin auf dielange Bank geschoben.Value-add-Gelegenheiten in den Primärmärktenund qualitativ hochwertigeImmobilien in zweitrangigen Städten insVisier nehmen.Beste Werte seit JahrenGetrieben wird diese Entwicklung auchdadurch, dass die Renditen für Spitzenimmobiliensinken. Der globale Marktfür Investitionen in Gewerbeimmobilienist insofern auf dem besten Weg, seineTransaktionsvolumina das vierte Jahrin Folge zu steigern. Bis zum aktuellenZeitpunkt wurde im Jahr 2013 seit demdritten Quartal 2008 ein Höchststandmarkiert.Auf der Risikoseite ist die wenig berechenbareGeldpolitik vor allem derUS-amerikanischen Notenbank zu notieren.Aufwärtsrevisionen und über denErwartungen liegende Beschäftigungszahlen,Konsumklima und Hauspreiselassen den Tag näher rücken, an dem dieamerikanische Notenbank ihr QE-Programmzum Erwerb von Staatsanleihenherunterfahren oder ganz aufgeben wird.Auch die Zinsen dürften sich deswegenüber kurz oder lang wieder in Richtungvier Prozent bewegen, es sei denn, derNahost-Konflikt setzt eine Bewegung ingang,deren Verlauf alle Prognosen überden Haufen wirft.Doch bleiben wir optimistisch. Imersten Halbjahr 2013 belief sich dasglobale Investitionsvolumen in Gewerbeimmobilienauf 225 Milliarden US-Dollar und mit jeder weiteren Transaktionsteigt die Wahrscheinlichkeit, dassdie 500-US-Dollar-Milliarden-Schwellebis zum Jahresende überschritten wer-den könnte. Denn die Erfahrung derjüngeren Vergangenheit lässt vermuten,dass insbesondere die Dynamik des letztenQuartals das Gesamtjahresvolumennoch einmal erheblich in die Höhe treibenwird.Investitionen in Gewerbeimmobilien– das gilt es nachdrücklich herauszustreichen– dienen der Vermögenssicherung,entweder durch weitere Investitionen inImmobilien oder aber durch die Erweiterungdes Investment-Portfolios. Sicherheitund Stabilität der Asset-Klasse werdendabei weiterhin bevorzugt als Anreizfür Investition in Immobilien gesehenwerden müssen. Es gibt jedoch zunehmendauch risikoimmune Anleger, diedie Risikoleiter hinaufsteigen, sollte derMarkt weiter an Fahrt gewinnen. Unddas ist trotz der beschriebenen Risikennoch immer sehr wahrscheinlich. Dennein Investment in Immobilien ist quasialternativlos.Kapitalzuflüsse haben zugelegtDie interregionalen Kapitalströme habenim ersten Halbjahr 2013 gegenüber demVorjahr um 18 Prozent zugelegt und liegennun bei 71 Milliarden US-Dollar.Ganz nach bewährtem Muster wurden60 Prozent des Kapitals, das aus Amerika,dem Nahen Osten und dem asiatischpazifischenRaum nach Europa geflossenist (zwölf Milliarden Dollar im erstenHalbjahr 2013), in London investiert.Die interregionalen Investoren sind dieRisikokurve jedoch auch ein wenig hinaufgegangen.So verzeichnete Moskauannähernd zwei Milliarden Dollar aninterregionalen Kapitalzuflüssen und10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


37mehrere Hotel- und Freizeitanlagen-Portfolios wurden ebenfalls von interregionalemKapital aufgekauft. Alles inallem dürften im Gesamtjahr 2013 rund160 Milliarden US-Dollar in gewerblicheImmobilien investiert werden, entsprechenddem Volumen des Vorjahres.Wichtig für Immobilieninvestorenin Europa ist, dass es den großen GateCities – London, Paris, Frankfurt undStockholm – relativ gut geht. Hinzukommen weitere Möglichkeiten zurWertschöpfung wie Investitionen in vorrangigeMezzanine-Darlehen speziell inEuropa, Lagen außerhalb des Core-Segmentsin den Gateway-Citys und Einzelhandelszentren,die erfolgreich mit demInternet-Handel konkurrieren oder diesenergänzen.Im Gegensatz zu den Transaktionsmärktenentwickeln sich die Vermietungsmärkteweltweit weniger einheitlich,die Bedingungen sind von Markt zuMarkt höchst unterschiedlich. Auf dereinen Seite sind robuste Marktgrundlagenkennzeichnend für viele Technologiezentren,für Energieumschlagplätzeund für die aufstrebenden Märk te MexicoCity und Jakarta.Andererseits geben die Märkte inStädten wie Peking und Sao Paulo nachmehreren Jahren außergewöhnlichenWachstums nach – gar nicht erst zuschreiben vom Absturz der Mega-Citysin Indien, geschuldet dem dramatischenVerfall der Landeswährung innerhalbkürzester Zeit.In den globalen „Super-Citys“ –London, New York, Tokio, Hongkongund Singapur – sind dagegen nach denschwierigen Jahren 2011 und 2012 ersteAnzeichen einer neuen Dynamik zuentdecken. In Europa achten die Nutzervon Gewerbeimmobilien nach wie vorauf die Kosten und Entscheidungen inpuncto Neuanmietungen werden weiterhinauf die lange Bank geschoben. Zudemwerden laufende Mietverträge oderderen Verlängerungen nachverhandelt.Das Vermietungsvolumen für Büroimmobilienin Europa dürfte demzufolge imGesamtjahr 2013 wahrscheinlich knappunter dem Zehn-Jahre-Durchschnitt bleibenund auch geringfügig unter dem Volumen2012.LichtblickeEs gibt jedoch auch Lichtblicke: einedeutliche Verbesserung in London, einezunehmende Aktivität in den großenmittel- und osteuropäischen Märktenwie Moskau und Warschau sowie in einigenperipheren Märkten Europas, insbesonderein Madrid und Dublin.Wenn auch ausgehend von einerniedrigen Ausgangsbasis ... die Nachfragein den genannten Märkten erholt sichzunehmend. f|Interregionale Kapitalflüsse, 1. Halbjahr 2013Zu- und Abflüsse: Die interregionalen Kapitalströme haben im ersten Halbjahr dieses Jahres gegenüber 2012 um 18 Prozent zugelegtund liegen nun bei 71 Milliarden US-Dollar. 60 Prozent des Kapitals, das aus Amerika, dem Nahen Osten und dem asiatisch-pazifischenRaum nach Europa geflossen ist, wurde in der britischen Hauptstadt London investiert (insgesamt zwölf Milliarden Dollar).Asien-PazifikRegion AmerikaEuropaNaher und Mittlerer OstenGlobale Kapitalquellen *13,9614,782,930,711,862,081,361,924,35,652,16 5,200,547,113,922,990,680,79001,130,874,96*Globale Kapitalquellen verzeichnen Kapitalzuflüsse aus verschiedenen Regionen;weniger als 70 % des Kapitals stammen aus einem einzigen Land.Quelle: Jones Lang LaSalle, Juli 2013www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


39Auf einen Blick››Das Investment in Studentenapartmentszielt auf die 17 Prozent der Studierenden,die mehr als 1.000 Euro pro Monat zurVerfügung haben. Die Angebote sind eherhochpreisig.››Die Nachfrage nach Wohnungen für Studierendeübersteigt schon jetzt das Angebotin vielen Städten bei Weitem.››Auch europaweit stieg laut Savills dasGesamttransaktionsvolumen bei Studentenapartmentsin den vergangenen fünfJahren um 81 Prozent pro Jahr. Allein imersten Halbjahr 2012 hat sich das Investitionsvolumenim Vergleich zum Vorjahreszeitraumauf eine Milliarde Euro verdoppelt.Dass es in Deutschland immer mehr Studierendegibt, hat verschiedene Gründe.Insgesamt hinkt die Quote im europäischenVergleich hinterher, ein höhererAnteil an Hochschulabsolventen innerhalbeines Jahrgangs ist deshalb auchpolitisch gewollt. Hinzu kommen aktuelleFaktoren: die Doppeljahrgänge derAbiturienten, die Aussetzung der Wehrpflichtund die Tatsache, dass derzeit dieKinder der Babyboomer aus den 1960erJahren an die Unis strömen.Ist es deshalb nicht riskant, in Studentenapartmentszu investieren, wennder derzeitige Boom möglicherweisenur ein vorübergehendes Phänomen ist?Nein, meint Kai Schafheutle, Geschäftsführerder Kapitalpartner KonzeptGmbH aus Leipzig, dessen Unternehmenzu den Pionieren auf dem noch jungenMarkt zählt: „Selbst bei rückläufigen Studierendenzahlenwird das Problem desWohnraummangels nicht aufgehoben,sondern nur reduziert.“Davon sind auch die anderen Anbieterüberzeugt. Und selbst wenn dieStudierendenzahlen in einigen Jahrenzurückgehen sollten: Dann seien dieApartments so konzipiert, dass sie sichauch für andere Zielgruppen eigneten,sagt Dirk Ulmer, Sprecher der UniqueAG: für Berufspendler, Auszubildende,Senioren – generell also für eine Gruppe,die in der Gesellschaft auch immer weiterzunimmt, nämlich Singlehaushalte.Die Unique AG gehört bei Studentenapartmentszu den Marktführern. Imvergangenen Jahr kündigte das Unternehmenan, bis zum Jahr 2015 seinenBestand an Studentenapartments aufinsgesamt 10.000 zu erhöhen und damitzu verdreifachen.Weil die Studierendenzahlen jedochnicht unendlich wachsen werden, achtendie Anbieter umso mehr auf den richtigenStandort. „Wir gehen nicht jedesInvestment ein“, sagt Ulmer. Generellgefragter seien die Metropolen, aberauch klassische Unistädte seien interessant.Auch Alexander Gulya, Vorstandder International Campus AG, sagt, dasssein Unternehmen nur in größeren undmittelgroßen Städten investiere, „die unserenspeziellen Kriterien entsprechen“.Dies sei unter anderem ein attraktivesMietniveau, eine positive Entwicklungder Hochschule und eine entsprechendeNachfrage auf dem Wohnungsmarkt.Eine Studie von Bulwien-Gesa zeigtfür 21 Hochschul- und Universitätsstädtesehr gute Chancen-Risiko-Profile fürein Investment im Bereich studentischesWohnen auf, allen voran in München,Hamburg und Frankfurt, aber auch inTübingen, Dresden und Konstanz.Wenig konjunkturabhängigFür ein Investment in studentischesWohnen spricht, dass die Entscheidungfür ein Studium relativ konjunkturunabhängigist. Die Renditen für Studentenapartmentsliegen im Bereich vonklassischen Wohnimmobilien oder sogarnoch darüber. Wirkliche Erfahrungswertegibt es bislang allerdings nochnicht: Dafür ist die Asset-Klasse noch zujung. Bislang ist die Zahl der Anbieterund der aufgelegten Fonds überschaubar.MPC Capital startete Mitte 2011 mitdem „MPC Deutschland 11“ erstmaligeinen Fonds für studentisches Wohnen.Der Fonds hatte ein Volumen von fast33 Millionen Euro, er wurde inzwischenerfolgreich geschlossen. Ein neuer Publikumsfondsist nach Angaben von MPCaktuell nicht geplant. Zwei weitere Fondsgibt es von Kapitalpartner Konzept. Daserste Produkt platzierte die LeipzigerGesellschaft im Oktober 2011 auf einenApartment-Komplex mit gut 100 Wohnungenin Neu-Ulm. Die Investitionssummelag bei knapp sieben MillionenEuro. Den zweiten Fonds legte das Unternehmenauf für ein Objekt auf demCampus der Universität Bremen. Hierentstanden für 20 Millionen Euro 336Apartments. Beide Fonds hätten aufgrundder sehr guten Verläufe frühzeitiggeschlossen werden können, berichtetGeschäftsführer Kai Schafheutle.Weitere neue Projekte für Studentenapartmentsstehen bei den Anbieternlängst in den Startlöchern. Und das sollerst der Anfang sein. „Wir haben“, sagtetwa GBI-Geschäftsführer Gerrit M.Ernst, „noch viel vor. Studentenapartmentssind ein sehr, sehr interessantesInvestment.“ f|ANZEIGEwww.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


40 Finanzen, Markt + ManagementAus Alt mach CoreRefurbishment. Shopping-Center mit Modernisierungsbedarf bieten attraktiveRenditechancen und könnten das Erlebnis-Shoppen neu definieren. Dadurch lassensich risikoreichere Objekte in klassische Core-Immobilien transformieren.Martin Eberhardt FRICS, BouwfondsSo wie der Einzelhandel selbst einemstetigen Wandel unterliegt, müssen sichauch die Handelsimmobilien permanentneu erfinden. Ein Refurbishment verhilfteinem Shopping-Center zu neuemGlanz. Die zunehmende Konkurrenzdes Online-Handels führt dazu, dass derstationäre Handel mittlerweile vor allemmit einer erhöhten Aufenthaltsqualitätpunkten muss.Investoren müssen umdenkenAm Transaktionsmarkt sind einzelhandelsgenutzteImmobilien nach Bürosdie zweitwichtigste Anlageklasse. DerAnteil am gesamten gewerblichen Investitionsvolumenim zweiten Quartal2013 von 33 Prozent (Büroimmobilien44 Prozent) spiegelt das große Interessewider. Der Einzelhandelsanteil amTransaktionsvolumen wäre vermutlichnoch höher, wenn das Angebot an großvolumigenShopping-Centern nicht soknapp wäre. Neben Geschäftshäusern inEins-a-Lagen stehen Shopping-Centerbei Investoren wie Versicherungen undPensionskassen sowie offenen Immobilien-und Spezialfonds besonders hochim Kurs, da sie mit Blick auf die zumeistlangen Mietvertragslaufzeiten im Einzelhandelbesonders langfristige Cashflowssichern. Auch das Finanzierungsumfeldbleibt hierzulande weiterhin rechtgüns tig.Einziges und größtes Problem ist derNachfrageüberhang bei Core-Objekten.Nach Angaben von Jones Lang LaSallehat sich die Spitzenrendite für Shopping-Center in den vergangenen sechs Monatenzwar nicht verändert, liegt zur Jah-resmitte 2013 jedoch nur noch bei 4,75Prozent und nach Bewirtschaftungskostennoch weit darunter. In der Vergangenheit– etwa 2003 und 2004 – warenan den sieben deutschen Top-StandortenAnfangsrenditen zwischen sechs undsieben Prozent für Shopping-Centerüber 10.000 Quadratmeter üblich.Angesichts des ausgesprochenenMangels an Core-Immobilien im Einzelhandelssegmentund der hohen Nachfragenach diesen müssen Investoren umdenken.Insbesondere institutionelleInvestoren werden auch weiterhin unterDruck stehen, das eingeworbene Eigenkapitalgewinnbringend und sicherheitsorientiertzu investieren. Mehr Flexibilitätist nötig. Mit der Ausweitung des Investitionsfokusrücken management intensivereund damit chancenreichere Einzelhandelsimmobilienin den Mittelpunkt.Hoher ModernisierungsbedarfDie große wirtschaftliche Stabilität vonCentern in Deutschland, Frankreichoder den Niederlanden bildet eine Basis,die es Core-Investoren auch wiedererlaubt, sich den Core-Plus- und Valueadd-Produktenzuzuwenden. Das Refurbishmentvon Shopping-Centern stelltdabei eine Möglichkeit dar, den Wert derCenter auf lange Sicht zu erhalten und zusteigern und somit vermeintlich risikoreichereObjekte in klassische Core-Immobilienzu transformieren. Eine solche„Manage to Core“-Strategie lenkt damitden Blick auf Objekte, die bis zum Abschlussder Refurbishment-Maßnahmenkurzfristig bei höheren Ankaufsrenditenetwas mehr Risiko aufweisen.Für ein Refurbishment spricht zudem,dass der Cashflow der Einkaufszentrenselbst während der Umgestaltungsphaseteilweise aufrechterhalten wird, daSo hoch ist das Refurbishment-Potenzial bei Shopping-Centern in Frankreich,Deutschland und den Niederlanden (in Mio Quadratmetern)Fläche in Mio. m 2201510504,321,992,883,550,95 0,95Vor 19924,811993 – 2004 Gesamtpotenzial(Center vor 2005)Jahr der Shopping-Center-Fertigstellung6,807,204,5018,5 Mio. m 2FrankreichDeutschlandNiederlandeQuelle: Bouwfonds Investment Management10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


41ein vollständiger Abriss und Neubau beider überwiegenden Zahl der Shopping-Center nicht erforderlich ist.Bedarf von 14,8 Milliarden EuroDass Center-Refurbishment schon jetztbei Investoren eine hohe Priorität besitzt,zeigt die Shopping-Center-Trendumfragedes europäischen ImmobilienmagazinsREurope unter Teilnehmernder Europa-Konferenz des InternationalCouncil of Shopping Centers im vergangenenJahr. So gaben dort über die Hälfteder Befragten (54 Prozent) an, dass dasThema Refurbishment und Center-Revitalisierungin den kommenden dreiJahren ganz oben auf der Liste der wichtigstenVorhaben steht. Und auch eineaktuelle Studie der Deutschen Hypo legtnahe, dass Refurbishments künftig zumzentralen Thema für Investoren, Projektentwicklerund Händler werden: Dennüber 60 Prozent aller Shopping-Centerin Deutschland sind bereits vor dem Jahr2000 errichtet worden. Shopping-Centerder ersten und zweiten Generation ausShopping-Center sollen sich in „Wohlfühlzonen“ verwandeln.den 1960er und 1970er Jahren wärenschon längst abgerissen worden, wennsie in der Vergangenheit nicht Maßnahmenzum Refurbishment durchlaufenhätten. Mittlerweile sind es aber bei Weitemnicht mehr nur diese älteren Center,die restrukturiert werden müssen.Vor allem Shopping-Center, diewährend des Center-Booms der 90er-Jahre, insbesondere auch im Rahmeneiner Aufholstrategie in Ostdeutschland,entstanden sind, bedürfen einerModernisierung. Nach einer Erhebungvon Bouwfonds Investment Managementbesteht bei Shopping-Centern inDeutschland, Holland und Frankreich,die vor 2005 entstanden sind, ein Refurbishment-Bedarfvon rund 18,5 MillionenQuadratmetern. Je nach Umfangdes Refurbishments belaufen sich die Instandsetzungskostenpro Quadratmeterauf 300 bis 800 Euro, sodass mit Gesamtkostenvon 5,5 bis 14,8 Milliarden Eurogerechnet werden muss. Grundlage derErhebung waren rund 1.200 Shopping-Center in Deutschland, Holland undFrankreich.Auf einen Blick› Größtes Problem im Einzelhandelsmarktist der Nachfrageüberhang bei Core-Objekten.› Das Refurbishment von Shopping-Centernstellt eine Möglichkeit dar, über Umgestaltungs-und Modernisierungsmaßnahmenden Wert der Center auf langeSicht zu steigern.› Eine solche „Manage to Core“-Strategielenkt den Blick auf Objekte, die bis zumAbschluss der Refurbishment-Maßnahmenkurzfristig bei höheren Ankaufsrenditenetwas mehr Risiko aufweisen.Wenn das Shopping-Center nicht nurbaulich-technisch überholt, sondernauch zur Neukundengewinnung neu positioniertund mit einem neuen „Look &Feel“ der Öffentlichkeit präsentiert werdenmuss, können sich die Refurbishment-Kostenschnell auf durchschnittlich800 Euro pro Quadratmeter und mehrbelaufen. Zudem muss umfangreichesMarketing dazu beitragen, dass sich sowohldas Center als auch der gesamteEinzelhandelsstandort in einem neuenLicht darstellt. Voraussetzung für ein gelungenesRefurbishment ist zudem dieUmsetzung von klassischen Maßnahmenwie die Neuaufteilung der Mietflächenund eine Optimierung des Mietermix.Neupositionierung der CenterSomit erklärt sich die zunehmende Dynamikvon Refurbishments nicht alleinaus der Überalterung des Gebäudebestands,sondern auch durch die schnellenVeränderungen der Einzelhandelsstrukturund die neuen Konsumentenwünsche.Investoren, die den Modernisierungsbedarfvon Centern rechtzeitigerkennen, können sich diesen bereits mitbegrenzten Investitionen beim Refurbishmentzunutze machen. Denn Shopping-Centermit Entwicklungspotenzialkönnen im Vergleich zu Core-Shopping-Center in der Regel günstiger erworbenwerden und bieten mittel- bis langfristigdie gleiche Sicherheit. f|www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


42 Finanzen, Markt + ManagementSchwachstelle EDVWohnungsverwaltung. Mieterhöhung und hochpreisige Weiterveräußerung –das waren einst schnelle Renditeschrauben. Inzwischen steht dieManagement-Qualität ganz oben auf der Agenda. Es gibt erhebliche Defizite.Manfred Godek, MonheimEigentümer und Investoren freuen sichfür gewöhnlich über positive Skaleneffekte.„In der Benchmarkanalyse sinddiese typischen Economies of Scale zurzeitallerdings nicht erkennbar“, so MartinThiermann, Partner Real Estate beiDeloitte. Die Wirtschaftsprüfungs- undUnternehmensberatungsgesellschafterhebt alle zwei Jahre unter der Fragestellung„Was macht ein effizientesWohnungsunternehmen aus?“ Branchendatenzu rund 45 Leistungsfeldern,etwa zum Personalaufwand, zum EDV-Erhebung – Effiziente WohnungsunternehmenEinsatz oder den Verwaltungskostenpro Wohneinheit. Zugleich widerlegendie Ergebnisse ein altes Vorurteil: dassUnternehmen mit öffentlichem Versorgungsauftragschlechter geführt werden.Mittelgroße kommunale Unternehmengehörten regelmäßig zu den Erstplatziertendes sogenannten „Ikanos Award“,mit dem Deloitte das effizienteste Wohnungsunternehmenauszeichnet.„Die Unterschiede in den Management-Qualitätenziehen sich durch alleGesellschaftsformen und -größen“, be­Die Unterschiede in den Management-Qualitäten ziehen sich durch alle Gesellschaftsformenund -größen. Keinesfalls schneiden große Unternehmen besser ab als kleine,wie der Auszug aus der Erhebung der Wirtschaftsprüfungs- und UnternehmensberatungsgesellschaftDeloitte zeigt. Insgesamt wurden 45 Leistungsfelder abgefragt.KennzahlWohneinheiten proMitarbeiterVerwaltungskosten/Wohneinheit (in Euro)Verwaltungskostenanteilan Sollmieten (in Euro)GroßesUnternehmenMittelwerteMittleresUnternehmenKleinesUnternehmen107,54 102,02 126,82336,87 439,88 116,7410,16 11,33 3,55Beschwerdequote (in %) 4,69 4,19 12,35Rückstandsquote (in %) 1,44 1,11 1,04EDV-Kosten pro Wohneinheit(in Euro)Overhead Personal-intensität(in %)Cashflow pro Quadratmeter(in Euro)Quelle: Deloitte & Touche 2012 (Auszug)54,88 48,94 36,1428,73 21,82 25,4418,22 21,60 29,53stätigt Dietmar Fischer, Partner bei derUnternehmensberatung Ernst & Youngfür den Bereich Real Estate Services. Defizitebestünden in den immobilienwirtschaftlichenKern- wie auch in den Nebenprozessen:in den kaufmännischen,den technischen und den infrastrukturellenAbläufen. Man staune manchmalüber die Mängel im Management privaterUnternehmen, so Xavier Jongen.Der Direktor der European ResidentialFunds vom international imWohnungsmarkt agierenden InvestorBouwfonds nimmt potenzielle Assets besonderskritisch unter die Lupe. „Wenndie Erwartungen amerikanischer undbritischer Investoren nicht aufgegangensind, so lag dies im Wesentlichen an dermangelhaften Qualität der Bestände.Sanierungsstau, zu teure Handwerker,ungepflegte Anlagen oder eine mangelhafteKundenbindung – all dies hatte seineUrsachen unter anderem in schlechtorganisierten Geschäftsprozessen“, konstatiertauch Immobilienmarkt-AnalystDieter Thomaschowski.Prozessoptimierung bedeutet nachAnsicht der Experten nicht in ersterLinie, Verwaltungskosten zu drücken.Vielmehr gelte es zuallererst, die Leistungder Verwaltung pro Wohneinheitzu steigern und als Hebel für höhereMieterzufriedenheit, eine niedrigereFluktuation oder den Abbau von substanzgefährdendemModernisierungsstaueinzusetzen.Eine leistungsfähige EDV liefertdie Daten, anhand derer das Managementdie wichtigen Handlungsfelder erkennt.Fischer: „Gesellschaften, die ihreHausaufgaben gemacht haben, arbeiten10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


43Auf einen Blick››Die Unterschiede in den Management-Qualitäten ziehen sich durch alle Gesellschaftsformenund -größen; Unternehmenmit öffentlichem Versorgungsauftragwerden keinesfalls schlechter geführt.››Defizite bestehen in den immobilienwirtschaftlichenKern- wie auch in den Nebenprozessen:in den kaufmännischen,den technischen und den infrastrukturellenAbläufen.››Ein häufiges Problem ist die EDV.IT-Optimierung ist ein wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg.› › Prozessoptimierung bedeutet nicht in ersterLinie, Verwaltungskosten zu drücken.kennzifferngesteuert und wissen genau,welche Schraube gedreht werden muss.“Bei anderen liegt, historisch gewachsen,vieles im Argen. Oft werden mehrereProgramme nebeneinander betrieben.„Zur Sicherheit“ legten Sachbearbeiterzudem noch Excel-Tabellen an. Diese„Insellösungen“ und die damit einhergehendenmanuellen Bearbeitungen verursacheneinen immensen Aufwand undFehlerhäufungen.ERP wird häufig vernachlässigtWichtige Aufgabenfelder geraten dagegenaus dem Blickfeld der Verantwortlichen.Für die Mietanpassungsplanunggilt es, zum Beispiel standortbezogenBenchmarks oder Vergleichsmieten zuerheben. „ERP-System“ lautet das Stichwort.ERP steht für „Enterprise ResourcePlanning“ – für die Planung und denEinsatz der UnternehmensressourcenKapital, Betriebsmittel und Personal –und bedeutet eine Zusammenfassungder Sachgebiete der Immobilienverwaltungauf einer Plattform.Die Berlin Hyp hat kürzlich das reinbrowserbasierte Programm „icocio“ inihre Systeme integriert. Die Integrationfremder Programme scheint jedochnicht die Regel zu sein. Viele Unternehmenscheuen sich davor. Und so kommtdie IT-Optimierung oft nicht voran. Aberdiese Hürde kann genommen werden.Denn auch browserbasierte Lösungenkönnen viele ERP-Funktionen erfüllen– von der Vertrags-, Mietkonten- undKautionsverwaltung über das Zahlungsverkehrsmanagementund das Bestandsmanagementbis hin zur Vermarktungund Liquiditätsplanung.Vor dem „Wie“ kommt allerdingsdie Frage nach dem „Was“. Der Ernst &Young-Berater formuliert es pointiert:„Es muss nicht heißen ‚Mache ich meineAufgaben richtig?‘, sondern ‚Macheich die richtigen Aufgaben?‘.“ MehrereGesellschaften hätten beispielsweisedie Möglichkeit, auf Synergieeffektezu setzen und Funktionen zu bündeln.Eine gemeinsame Verwaltung – von derBuchhaltung bis zum Facility Management– führe zu einer deutlichen Kostenreduzierung.Würde ein Teil der Wertschöpfungskettebei externen Drittenangesiedelt, die eigene optimale Prozesseetablieren, könne am Ende eine deutlicheVerbesserung des Assets stehen, betontauch Xavier Jongen von Bouwfonds.Professor Dr. Sigrid Schaefer von derEBZ Business School, dem EuropäischenBildungszentrum der Wohnungs- undImmobilienwirtschaft in Bochum, siehteinen Trend zur Konzentration auf dieKernkompetenzen, zum Beispiel dieProjektentwicklung, das Vermietungsgeschäftund der Neubau oder der An- undVerkauf von Immobilien. Es sei der Ansatzzu mehr Effizienz erkennbar. Zwarzählen über 80 Prozent der Wohnungsgesellschaftendie Bewirtschaftung, Instandhaltungund Buchhaltung zu ihrentraditionellen Aufgaben. Ein Outsourcingkam für sie bis dato überhaupt nichtinfrage.Auf Synergieeffekte setzenDie Erkenntnis, dass „Inhouse-Lösungen“nicht optimal funktionieren,führt allerdings zu einem Umdenkungsprozess.Outsourcing erfordert allerdingseine vollständige Anbindung derDienstleister an die Prozesse und Informationssysteme.Auf jeden Fall musseine Anpassung der IT-Systeme erfolgen,um den Prozess ohne Medienbrüche zuorganisieren“, so Deloitte-Partner Thiermann.f|www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


44 Finanzen, Markt + ManagementOhne Integration undAutomatisierung fast zwecklosImmobilien-Portfoliomanagement. Die Informationstechnik bietet hierfür vielfältigeSysteme. Doch diese führen oft ein Inseldasein. Wohin Brücken zu schlagen sind.Und was auf diesen transportiert werden muss.Markus Grube, Chief Executive Officer, PROMOS.REC real estate controlling GmbHSie sind schon eine besondere Asset-Klasse, die Immobilien: Der Markt selbstbietet keine volle Transparenz. Im Vergleichzu Aktien lassen sie sich schwereran- und verkaufen. Zu alledem istnoch ein ganz besonders großes Knowhowaller Beteiligten notwendig. DennImmobilien müssen – aufgrund ihrerNutzungsarten, aber auch wegen derinternationalen Märkte – sehr einzelfalladäquatgesteuert werden.Wer unter diesen Voraussetzungenden Blick auf die deutsche Immobilienwirtschaftrichtet, sieht ganz deutlich:Die Steuerung von Immobilien wirdhierzulande wenig effizient betrieben.Die IT-Systeme in Immobilienunternehmensind oftmals weder voll integriertnoch sind sie voll automatisiert.Das ist umso erstaulicher, als esdoch bereits Lösungen am Markt gibt:Ein modernes Immobilien-Portfolio-Aus eigenem HauseDas ganze Jahr aktuell istdas Herstellerverzeichnis fürdie gewerbliche Immobilienwirtschaftund die professionelleWohnungswirtschaft.Mehr als 300 Softwarehersteller bilden dortden größten Rubrikenmarkt für Digital RealEstate in Deutschland – auch für Portfoliomanagementsoftware.www.anbietercheck.de/immobilienmanagementsystem (IPMS) ist nämlichin der Lage, sämtliche Ergebnisse undInformationen der verantwortlichen Bereicheautomatisch zu verbinden. Es bietetAnalyse, Planung und Steuerung vonImmobilienobjekten über deren gesamtenLebenszyklus. Der klassische modulareAufbau eines IPMS umfasst nebenClusterung, Bewertung, Risiko- undPerformanceanalyse zwei entscheidendeModule, welche die Investitionsentscheidungenelementar unterstützen.Investition und DesinvestitionDas Modul Investitionsplanung ist dererste Schlüssel zum Erfolg. Hier werdenfür jedes einzelne Objekt im Bestand dieInvestitionen für bis zu 15 Jahren geplant.Es simuliert die Entwicklung desObjekts an sich und im Rahmen des gesamtenPortfolios. Es plant die Beschaffungvon (Fremd-)Mitteln und derenEinsatz im gesamten Zeitraum.Sinnvoll ist es, mit einer Globalbetrachtungder Immobilien zu beginnen.Dabei werden die Immobilien etwaauf Basis von Scoring-Ergebnissen zurStandortqualität und zum Objektstandardbetrachtet. Da hierfür nur wenigeund bereits vorhandene Stammdatenund wirtschaftliche Parameter notwendigsind, werden schnell erste Aussagenüber den gesamten Immobilienbestandermöglicht. Im zweiten Schritt kannbereits entschieden werden, in welcheObjekte investiert oder desinvestiertAuf einen Blick› Die Asset-Klasse Immobilien besitzt keinevolle Markttransparenz und lässt sich imVergleich zu Aktien schwerer an- und verkaufen.Ein besonders großes Know-howaller Beteiligten ist notwendig.› Deshalb sind Immobilien-Portfoliomanagementsystemewichtig für Analyse,Planung und Steuerung von Objekten undüber den gesamten Lebenszyklus.› Reporting und externe Martdatenintegrationsind wichtige Hilfsmittel.› Die Anschaffung eines Data Warehouseund eines ERP-Systems von einem Anbieterstellt die idealtypische Lösung dar.werden sollte. Hierfür hat sich in derImmobilienwirtschaft der vollständigeFinanzplan (VoFi) als gängige Methodeherauskristallisiert. Zur Steigerungder Integration sollte die Investitionsplanungdie Datengrundlage für alleUnternehmenspläne bilden. Sie wird inAbsprache mit den operativen Bereichenvorgenommen. Solch strategische Planungbildet die Grundlage sowohl fürdie mittelfristige Planung als auch fürdie Wirtschaftsplanung. So profitiertjede Planung vom vorherigen Tool unddie einzelnen Pläne sind aufeinanderabgestimmt (siehe Grafik Seite 45). Daszweite wichtige Modul eines IPMS stelltdas Reporting dar. Über dieses Modul10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


45Idealtypisches Zusammenspiel der SystemeZur Steigerung der Integration sollte die Investitionsplanung die Datengrundlagefür alle Unternehmenspläne bilden. Sie wird in Absprachemit den operativen Bereichen vorgenommen. Solch strategischePlanung bildet die Grundlage für die mittelfristige Planung und dieWirtschaftsplanung. So profitiert jede Planung vom vorherigen Toolund die einzelnen Pläne sind aufeinander abgestimmt.Data WarehouseERP-SystemInvestitionsrechnung (Objektebene)Immobilien-PortfoliomanagementsystemWeitere ModuleFI-DatenStammdatenScoringObjektqualitätLagequalitätGlobalbetrachtung(über Parameter)= VoFi 15 JahreWohnungen,Gewerbe,SonstigeAuswahlEinzelbetrachtung(manuell)= VoFi 15 JahreWohnungen,Gewerbe,SonstigeScoring undPortfoliomodellWertermittlungPerformance- undRisikoanalyseReporting undCockpitSumme der Objekte = Ergebnis HausbewirtschaftungExterneMarktdatenMiet- und KaufpreisentwicklungMarktkennzahlenRisikokennzahlenBenchmarkingkennzahlenusw.Wirtschaftsplan(1 Jahr)Ergebnis HBW+ Planung der Gemein-,Finanzierungs- undsonstigen Kosten= GuV, Bilanz undKapitalflussrechnungPlanungen (Konzernebene)Mittelfristige Planung(5 Jahre)Ergebnis HBW+ Planung der Gemein-,Finanzierungs- undsonstigen Kosten= GuV, Bilanz undKapitalflussrechnungStrategische Planung(10 Jahre)Ergebnis HBW+ Planung der Gemein-,Finanzierungs- undsonstigen Kosten= GuV, Bilanz undKapitalflussrechnungDatenVorgabenQuelle: PROMOS.REC real estate controlling GmbHkönnen alle wichtigen Daten visualisiertwerden. So ist es möglich, die Transparenzfür das Unternehmen sowohlder einzelnen Immobilie als auch desTeil- und Gesamtportfolios zu erhöhen.Entscheider brauchen die konkretenKennzahlen, wie sich einzelne Objekteund Portfolios über ein Geschäftsjahrhinsichtlich des Ertrags respektive einesRisikos entwickeln.Überdies kann ein IPMS externeMarktdaten von Reasearch-Unternehmenintegrieren. Ein Vergleich zeigtschnell: Haben meine Objekte oder derMarkt besser performt? Der nächsteSchritt ist die Analyse, warum der Marktbesser performt hat als das eigene Unternehmen.Die Vorteile eines IPMS für dasUnternehmen werden am nachhaltigstengenutzt, wenn alle Daten in einem Data-Warehouse-System verwaltet werden.Dieses reduziert Schnittstellen und verhindertRedundanzen.Ohne ERP nur die Hälfte wertDarüber hinaus stellt die Anschaffungeines Data-Warehouse- und eines ERP-Systems von einem Anbieter die idealtypischeLösung dar. Damit kann durchautomatisierte Schnittstellen der regelmäßige,wechselseitige Austausch allerrelevanten Daten garantiert werden.Denn für die Produktivität eines Immobilien-Portfoliomanagementsystemsgibt es nichts Schädlicheres, als eine Vielzahlvon Daten rund um die Immobilieisoliert in Exel- und Word-Dateien sowieAccess-Datenbanken zu speichern.Über kurz oder lang werden die Systemeauseinanderkonvergieren und keinesder Systeme bietet alle aktuellen Daten.Nur ein integriertes Immobilien-Portfoliomanagementsystemplant die Investitionenfür den Immobilienbestandsystemübergreifend und voll automatisiert.Eine Verzahnung aller Abläufe miteinem ERP-System bietet dem jeweiligenEntscheider alle relevanten Informationenzum richtigen Zeitpunkt.Mit einem Immobilien-Portfoliomanagementssystemverfügt ein Unternehmenüber valide Daten. Das bedeutetmehr Transparenz für seine eigenenImmobilienbestände. An- oder Verkaufsorderswerden damit jenseits desBauchgefühls getroffen und dem Einzelfallentsprechend wird entschieden.Das geht auch in dieser ganz besonderenAsset-Klasse.f|www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


46 Finanzen, Markt + ManagementSpar- und Finanzierungslösungenfür die WEGWohnungseigentümergemeinschaften. Wenn die Instandhaltungsrücklage fürModernisierungen nicht ausreicht, haben WEGs häufig ein Problem. Doch zurüblichen Sonderumlage gibt es einige Alternativen.Dr. Klaus Nahlenz, BVIStehen in einer Wohnungseigentümergemeinschaft(WEG) größere Instandsetzungs-oder Modernisierungsmaßnahmenan, ist oftmals guter Rat teuer.Die Instandhaltungsrückstellung reichtin den seltensten Fällen aus und dieErhebung der dann notwendigen Sonderumlageübersteigt häufig die finanziellenMöglichkeiten der Eigentümer.Doch nun stehen Wohnungseigentümergemeinschaftenmit der Kreditaufnahmebei privaten Banken oder der KfW-Banksowie Bausparverträgen weitere Finanzierungsoptionenzur Verfügung.Die grundsätzliche Befugnis einer WohnungseigentümergemeinschaftzurAufnahme von Darlehen wurde durchdie Reform des Wohnungseigentumsgesetzesaus dem Jahr 2007 unterstrichen.Mit der Anerkennung der WEGals rechtsfähigem Verband (§ 10 Abs. 6Satz 1 WEG) wurde die Verwaltung desGemeinschaftseigentums erleichtert unddie Beschlusskompetenz der Eigentümergemeinschaftgestärkt. Die Befugnis,den Finanzbedarf der WEG auch durchdie Aufnahme von Darlehen zu decken,ergibt sich zwar nicht ausdrücklich ausAuf einen Blick››Letztlich bleibt es dem Gesetzgeber überlassen,wie die Rechte der einzelnen Wohnungseigentümergewährleistet werden.››Neben der Kreditaufnahme steht Wohnungseigentümergemeinschaftenauch dieMöglichkeit des Bausparens offen.››Unter den verschärft regulierenden Bedingungengilt es, die Immobilienfinanzierungvor dem Erwerb genau zu planen und denpassenden Kredit über einen Vergleich derverschiedenen Finanzierungen zu finden.dem Gesetz, wird von diesem jedochvorausgesetzt. Mit einem Urteil vom 28.September 2012 (Az.: V ZR 251/11) hatder Bundesgerichtshof diese Kompetenznoch zusätzlich bejaht.Ordnungsgemäße VerwaltungDie Instandhaltungsrückstellung reicht nicht aus und für die Sonderumlage habendie Eigentümer kein Geld. Was tun?Die Karlsruher Richter stellen heraus,dass es letztlich dem Gesetzgeber überlassenbleibt, wie die Rechte der einzelnenWohnungseigentümer im Falleder Kreditfinanzierung gewährleistetwerden sollen. Die Rechtmäßigkeiteines Beschlusses richtet sich nach demGebot ordnungsgemäßer Verwaltung.Ob eine Maßnahme ordnungsgemäßerVerwaltung entspricht, liegt letztendlichim Ermessensspielraum zwischenden grundrechtsrelevanten Positionenund den Interessen der einzelnen Wohnungseigentümer.Ein Beschluss zurFoto: Christa Nöhren/pixelio.com10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


47Aufnahme eines nicht ordnungsgemäßerVerwaltung entsprechenden Kredits istallerdings nur auf fristgerechte Anfechtungsklagehin zu beanstanden.Sichere BeschlussfassungAlternative „Bausparvertrag“Neben der Kreditaufnahme steht Wohnungseigentümergemeinschaftenauch die Möglichkeitdes Bausparens offen.Vor der Kreditaufnahme sollten die beidenMöglichkeiten Instandhaltungsrückstellungund Sonderumlage ausgeschöpftwerden. Auch eine erklärbare Dringlichkeitder zu finanzierenden Maßnahmesollte gegeben sein. Diese kann sich unteranderem durch drohende Folgeschäden,deutliche Einsparungspotenziale oderzu erfüllende Fristen erklären. Ein besonderesAugenmerk sollte darauf gelegtwerden, dass alle Formalien möglichstgenau eingehalten werden. Dazu gehörtdie hinreichende Ankündigung des Kreditvorhabens.Der Beschluss muss imProtokoll und der Beschlusssammlungpräzise formuliert und dokumentiertwerden. Für den Fall, dass einige wenigeEigentümer nicht an dem Kredit beteiligtsind, sondern ihren Betrag selber leistenwollen, kann der Beschlusstext über dieKreditaufnahme diesen Personenkreisvon den Kosten freistellen.Nicht nur anfechtbar, sondern nichtigsind Beschlüsse zur Kreditaufnahme,wenn die Rechte des Wohnungseigentümersüber das in § 10 Abs. 8 WEGfestlegte Maß hinaus beeinträchtigtwerden. So haben die Eigentümer keineKompetenz, die Übernahme einer gesamtschuldnerischenHaftung durch dieWohnungseigentümer mehrheitlich zubeschließen. Eine gesamtschuldnerischeHaftung kommt nur in Betracht, wennsich die einzelnen Wohnungseigentümerselbst neben dem Verband klar undeindeutig auch persönlich verpflichten.Auch eine Beschlussfassung der WEGdahingehend, dass jeder Eigentümerzur Absicherung der Darlehenssummeeine zusätzliche Sicherheit, zum Beispieleine Eintragung einer das Sondereigentumbelastenden Grundschuld, zu stellenhabe, ist von der Beschlusskompetenznicht mehr gedeckt.Gewöhnliche Bauvorhaben unterstütztauch die KfW-Förderbank, diestaatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau,in einem speziellen Wohneigentumsprogrammmit bis zu 30 Prozentder Gesamtkosten. Voraussetzung fürdie Förderung ist die eigene, privateNutzung der Immobilie. Der Höchstfördersatzliegt bei 100.000 Euro. Werauf energiesparende Neubauten setztoder eine bestehende Immobilie sanierenmöchte, um den Energieverbrauchzu senken, kann sich über besondersniedrige Bauzinsen freuen. Die KfW-Förderbank gewährt ihre Kreditprogrammeunabhängig vom Einkommendes Antragstellers. Auch ist mindestensdas erste Jahr bei allen KfW-Förderprogrammentilgungsfrei. Allerdingssind Umschuldungen und Nachfinanzierungendabei ausgeschlossen. Dadie KfW-Förderbank ihre Kredite nichtselbst ausgibt, müssen Interessentenden Antrag über eine Bank ihrer Wahlstellen.Zinsgünstige DarlehenDabei schließt die WEG einen Vorsorgebausparvertragab und bespart diesen dannmit einer Einmalzahlung oder regelmäßigenEinzahlungen, etwa aus der Instandhaltungsrücklage.Nach Zuteilung wird derBausparvertrag dann aufgeteilt. Das Guthabenwird entweder an die WEG ausgezahltoder der anteilige Anspruch wird nach Miteigentumsanteilenauf die einzelnen Wohnungseigentümerübertragen, die diesenfür eine Sonderumlage an die WEG nutzenkönnen. Durch dieses zusätzliche Kapital habenerforderliche energetische Sanierungen,Modernisierungen oder Instandhaltungsmaßnahmengrößere Realisierungschancen undder Gebäudebestand kann langfristig erhaltenwerden. Der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwaltere.V. bietet seinen Mitgliedernüber den Partner Bausparkasse SchwäbischHall AG bereits jetzt diese zinssicherenund zinsgünstigen Bausparkredite an.Wegen ihres rechtlichen Sonderstatusgewähren nicht viele Banken WohnungseigentümergemeinschaftenKredite undDarlehen. Doch ausgesprochene Partnerder Wohnungswirtschaft wie dieFördermitglieder des BVI Bundesfachverbandder Immobilienverwalter e.V.Hausbank München eG, die DeutscheKreditbank AG und die BfW Bank fürWohnungswirtschaft AG haben besondereKreditprogramme aufgelegt, diespeziell auf Wohnungseigentümergemeinschaftenzugeschnitten sind. Meistreicht der Bank die Vorlage der Teilungserklärung,der Eigentümerliste mitHausgeldschuldnern, des rechtskräftigenBeschlusses über die Kreditaufnahme,des Verwaltervertrags mit der Ermächtigungzur Kreditaufnahme und der Jahresabrechnungen,Wirtschaftspläne undVersammlungsprotokolle der letztendrei Jahre aus, um die Kreditfähigkeitder jeweiligen WEG zu beurteilen. Vonden einzelnen Eigentümern werden inder Regel keine Sicherheiten verlangt.Der Kreditrahmen liegt bei 200.000 bis500.000 Euro pro WEG bei einer Laufzeitvon fünf bis zehn Jahren.Unabhängig davon, ob ein staatlichesFörderdarlehen, ein Hypothekenkreditoder Bauspardarlehen in Anspruch genommenwird – seit der weltweiten Finanzkrisehaben sich die Bedingungenfür die Kreditvergabe bei der Immobilienfinanzierungverändert. Unter denverschärft regulierenden Bedingungengilt es, die Immobilienfinanzierung vordem Erwerb genau zu planen und denpassenden Kredit über einen Vergleichder verschiedenen Baufinanzierungen zufinden. Bei aller Wertstabilität empfehlenExperten die Investition in Immobiliennur bei einem Eigenkapital von mindestens25 Prozent. Je höher das Eigenkapital,desto niedriger sind die Zinsen aufdas Darlehen. Steht die Finanzierung aufeinem festen Fundament, kann die eigeneImmobilie schnell zum sinnvollen Altersvorsorgeproduktwerden. f|www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


48 Finanzen, Markt + ManagementNoch nicht der HammerZwangsversteigerungen. Dem Ziel, Gläubigern maximalen Nutzen zu bringen,wird die Praxis noch nicht gerecht. Ein neues Portal bringt Verbesserungen,kann aber nur dann erfolgreich werden, wenn alle Behörden kooperieren.Christian Henkel, Berlin/RedaktionÜber 40.000 Immobilien kommen inDeutschland jedes Jahr bei Zwangsversteigerungenunter den Hammer. Trotzdemist es auch 2013 für Investoren undPrivatkäufer nahezu unmöglich, sichdurch den Wust von Amtsgerichtsankündigungenund Versteigerungskatalogezu wühlen. Doch inzwischen gibtes interaktive Anwendungen, die denaktuellen User-Gewohnheiten des modernenInternets angepasst sind unddiesem Markt endgültig alle „dunklenEcken“ nehmen könnten. Jetzt müsstenallerdings noch die staatlichen Institutionenmitspielen.Bis 2005 war es innerhalb Deutschlandsmeist nur einem überschaubarenKreis an Interessenten möglich, sichüber anstehende Zwangsversteigerungenvon Immobilien zu informieren. Die zuständigenAmtsgerichte waren nach § 39Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG) lediglichdazu verpflichtet, die Zwangsversteigerungenim zuständigen AmtsblattOb ein Amtsgericht eineZwangsversteigerungelektronisch ankündigt,bleibt meist ihm überlassen.Auf einen Blick››Seit 2005 können Amtsgerichte dieZwangsversteigerung auch in einemelektronischen Medium ankündigen. Verpflichtetsind sie dazu aber nicht.››Rechtspfleger können darüber meist autonomentscheiden.››Ein neues, kostenloses Portal bringt geradefür ausländische Investoren Verbesserungen.››Allerdings müssten staatliche Behördenbesser kooperieren.zu veröffentlichen. Seit der Modifikationdes ZVG-Gesetzes durch das Justizkommunikationsgesetzvom 22. März 2005kann ein Amtgericht die Zwangversteigerungauch in einem elektronischenMedium ankündigen. Verpflichtet ist esdazu allerdings nicht.ZVG-Portal in NRWUm diese Modernisierung zu unterstützen,richtete das JustizministeriumNord rhein-Westfalen 2007 das sogenannteZVG-Portal (www.zvg-portal.de)ein. Zwar hat das Justizministerium desLandes Hessen 2010 entschieden, dassalle Zwangsversteigerungen innerhalbHessens auf dem ZVG-Portal veröffentlichtwerden müssen.Doch in den anderen Bundesländernveröffentlichen bei Weitem nichtsämtliche Amtsgerichte ihre Zwangsversteigerungenauf dieser extra für sieeingerichteten Webseite. Denn Rechtspflegerkönnen vollkommen autonomentscheiden, in welchem Medium – außerhalbdes zuständigen Amtsblatts – dieZwangsversteigerung angekündigt wird.Dabei geht deren „Selbstständigkeit“ sogarso weit, dass sie selbst entscheiden,Foto: Thinkstock10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


49ob die Gutachten kostenlos oder kostenpflichtigeinsehbar sind.Private PortaleIm Ergebnis veröffentlicht ein Großteilder Amtsgerichte in Baden-Württemberg,Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern,Sachsen-Anhalt,Schleswig-Holstein und Hamburg ihreZwangsversteigerungen auf privat geführtenWebseiten, wie www.zvg.com.Auf eine schriftliche Anfrage zumErhalt der Informationen der jeweiligenZwangsversteigerungen antwortetenin den meisten Fällen nur die Amtsgerichte,welche sowieso bereits auf demZVG-Portal veröffentlichen. Aus denangesprochenen Bundesländern, wo daskaum bis gar nicht der Fall ist, war dieBereitschaft zur Kooperation sehr gering.In Deutschland gibt es somit keinReferenzmedium im Netz, das die komplettenInformationen aller Zwangsversteigerungenvon Immobilien darstellt.Damit wird dem höheren Gebot –dass die Bekanntmachung dazu dient, imInteresse von Schuldner und Gläubigerden höchsten Erlös zu erzielen – nichtin dem Maße entsprochen, wie das momentanmöglich wäre.Das Zwangsversteigerungsverfahrendient einzig und allein der Befriedigungvon Ansprüchen aus einem Grundstück– in der Regel ausstehende Forderungenvon Gläubigern – durch die gerichtlichangeordnete Verwertung des Grundstücks.Je höher der Erlös ist, den dieVerwertung des Grundstücks erbringt,desto größer ist die Wahrscheinlichkeitder Befriedigung von Ansprüchen allerGläubiger. Das ergibt in der Folge denpositiven Effekt der höchstmöglichenEntschuldung des Schuldners.Wenn es gelingt, eine breite Öffentlichkeitanzusprechen und möglichstviele Interessenten auf die Versteigerungaufmerksam zu machen, dann vergrößernsich die Chancen, das beste finanzielleErgebnis zu erzielen.Eine Sicht, die offenbar vor allemvom Gesetzgeber nicht geteilt wird. Vertretervon Amtsgerichten (Rechtspfleger)brachten bei Gesprächen immer wiederDas neue Portal: www.eqviti.comAuf allen bisher verfügbaren Seiten gibt eslediglich eine textbasierte Suche, ohne eineinteraktive Umgebungskarte. Das ist beieqviti.com anders: Die Seite ist den User-Gewohnheiten des Internets angepasst,wenngleich es visuell noch durchaus Verbesserungspotenzialgibt.››Einzelobjekt-Suche. Eqviti.com ist einWerkzeug, bei dem die Suche nach Informationenauf ein einzelnes Objekt undnicht auf den jeweiligen Amtsgerichtsbereichabzielt. Dadurch können sich auchüberregionale Interessenten leicht anhandder geografischen Lage orientieren. Somitist das Portal auch geeignet, größtmöglicheTransparenz in ein immer noch verdecktbleibendes Segment des Immobilienmarktszu bringen. Das Ziel ist es, dassjeder Interessent auf Eqviti.com einenlückenlosen Überblick über die zwangsversteigertenImmobilien in Deutschland– und später auch in ganz Europa – erhält,um dem Markt der Zwangsversteigerungenin der Zukunft alle „dunklen Ecken“zu nehmen.››Mehrsprachig. Alle Informationen (abgesehenvon den Gutachten) sind nichtnur auf Deutsch, sondern auch in Englisch,Russisch, Chinesisch und Finnisch zu bekommen.Das öffnet das Bieten um daszwei Argumente gegen eine Öffnungund Dynamisierung des Markts in dieDiskussion:Erstaunliche GegenargumenteEine lückenlose Übersicht über alleZwangsversteigerungen – vielleicht auchnoch in Russisch, Chinesisch und Arabisch– würde zu viele „Heuschrecken“und verantwortungslose und den lokalenGegebenheiten ignorant gegenüberstehendeInvestoren anziehen. Eine völligunsinnige Argumentation. Denn die fehlendeTransparenz bringt den einstigenBesitzern nicht ihr Eigentum zurück,könnte allerdings die Schattenwirtschafthöchste Gebot ebenfalls für ausländischeInteressenten.››Vom ZVG-Portal. Eqviti bezieht seineDaten vom ZVG-Portal, und zwar mit ausdrücklicherErlaubnis der Rechtsabteilungdes Justizministeriums Nordrhein-Westfalen.››Kostenlose Nutzung. Das Unternehmensetzt nach eigenen Angabenin seiner Kommerzialisierungsstrategievor allem auf Cross-Selling und Affiliate-Marketing für seine Firmenpartner, zumBeispiel Rechtsanwälte, Notare, Bankenund Vermittler von Online-Auktionen. Außerdemwird eine enge Kooperation mitBanken und ihren Immobilienabteilungenangestrebt. Bei den Nutzern will Eqviti mitseiner visuellen und interaktiven Kartensuchepunkten.››Viele Städte – nicht alle. Eqviti.combietet mit seiner Web-App eine Übersicht,mit der Interessenten intuitiv durch verschiedeneStädte springen und auch sofortdie Umgebung der Versteigerungsobjekteeinschätzen können. Was jedoch fehlt, isteine möglichst bundesweite Abdeckung.Dafür wäre die Kooperation mit demGesetzgeber und seinen Institutionen gefragt.der „lokalen Heuschrecken“ stützen.Eine privat geführte Anwendung – wieEqviti (eqviti.com) – profitiere vom Unglückder zahlungsunfähigen Besitzerder Immobilien.Diese Argumentation macht ebenfallskeinen Sinn. Immerhin könnte dasZVG-Portal das entsprechende Referenzmediumsein. So aber ignoriertenvor allem jene Amtsgerichte entsprechendeAnfragen, die selber mit privatgeführten Webseiten seit Jahren zusammenarbeiten.Eine einzige Seite, die alleZwangsversteigerungen in Deutschlandankündigen könnte, würde dieser fragwürdigenSchattenwirtschaft ein sofortigesEnde bereiten. f|www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


50 Finanzen, Markt + ManagementEine Anleitung zum UmdenkenEnergie und Kommunen. Ein sinnvolles Energiemanagement für den kommunalenGebäudebestand stößt im Alltag schnell an finanzielle und personelle Grenzen.Wir zeigen, wie es trotzdem geht: mit der Fünf-Schritte-Kur!Werner Dorß, Rechtsanwalt, Frankfurt am MainWer wüsste es nicht bereits: Die Technikfür einen sparsameren Umgang mitEnergie bei der Bewirtschaftung deskommunalen Gebäudebestands ist imWesentlichen verfügbar. Offen bleibtdie zielführende Kombination der möglichenKomponenten im Einzelfall. Dabeisollten das Wirtschaftlichkeitsgebotund das Nutzerverhalten beachtet werden.Was zu tun wäre.1. Schritt:Erfassung und DokumentationVoraussetzung für ein erfolgreichesEner giemanagement ist eine aussagekräftigeDatengrundlage des Gebäudebestands,die bauliche Veränderungenund energetische Verbesserungen nachvollzieht.Diese Feststellung klingt banal.Die Praxis zeigt jedoch, dass bereits dieseVoraussetzung in der Mehrzahl der Fällenur lückenhaft besteht. Denn die Dokumentationdes Gebäudebestands, dieDigitalisierung der Bestandspläne unddie Pflege der Datensätze beanspruchenerhebliche Mittel. Diese sind in den öffentlichen,insbesondere kommunalenHaushalten nur sehr bedingt vorhanden.Doch ohne Mindestinvestition in diedetaillierte digitale Bestandserfassungkann ein Energiemanagement kaum erfolgreichimplementiert werden.Hierzu gehört eine Objekterfassung,die zwischen Flächen unterschiedlicherNutzung und unterschiedlicher energetischerBewirtschaftung unterscheidet.So geben etwa historische Bestandsunterlagenunzureichend Auskunft überdas Verhältnis von beheizten zu unbeheiztenFlächen und damit zu demvorzuhaltenden Temperaturniveau. EinInstrument kann in der Anlage einesgebäudespezifischen Raumbuchs liegen,in dem Veränderungen fortlaufend eingepflegtwerden. Derartige Raumbücherfür den Gesamtbestand sind gegenwärtignoch die Ausnahme und befinden sichvielerorts erst im Aufbau.Erschwerend tritt der Umstand hinzu,dass die kommunalen Gebäudebeständehinsichtlich Bauqualität, Baujahr,Nutzung und Erhaltungszustanddivergieren und eine verallgemeinerndeBetrachtung kaum möglich ist. Diesunterscheidet das kommunale Immo­„Die Idee, aus Energieeinsparungen Investitionenund einen Dienstleister zu finanzieren, ist angesichtsder angespannten Haushaltssituation vielerKommunen bestechend.“Christoph Armbruster,Geschäftsführer Mainova EnergieDienste GmbHAuf einen Blick› Mindestinvestitionen in die detailliertedigitale Bestandserfassung sind für dasEnergiemanagement wichtig.› Mittel dafür sind in den Haushalten häufignicht vorgesehen, zu knapp bemessenoder werden auf lange Bearbeitungszeiträumeverteilt.› Energieeinspar-Contracting und -Intractingsind für die energetische Bewirtschaftungkommunaler Gebäudebeständebesonders interessant.› Die Verbesserung des Gebäudebestandsin der Breite sollte Vorrang erhalten vorder kostenintensiven Demonstration destechnisch Machbaren im Einzelfall.bilienportfolio grundlegend von einemsolchen privater Inves toren.2. Schritt:Einsparmaßnahmen und AnreizeEine einfache Einsparmaßnahme ist dasContracting. Leider ist der Begriff etwasunscharf. Er findet sich im Zusammenhangmit Liefer-, Anlagen- oder Energie-Contracting und meint etwa die Bereitstellungund Lieferung von Wärme undStrom. Er umfasst mitunter auch denBetrieb der zugehörigen Anlagen durcheinen Dritten. Eine Sonderform stellt dasEnergieeinspar-Contracting dar. DieseAusprägung ist für die energetische Bewirtschaftungkommunaler Gebäudebeständebesonders interessant undunterscheidet sich rechtlich, technischund ökonomisch deutlich von anderenFoto: Atlaspix/shutterstock.com10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


51Unsanierte Schulen. Die Erstausstattung an Fenstern, Fassade und Gebäudetechnikentspricht oft nicht mehr den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz.Contracting-Formen. Vertragsinhalt istdie Erfüllung einer vom Contractor gegebenenEinspargarantie.Nicht minder interessant ist auch dasIntracting. Es beschreibt oftmals kaumbekannte Modelle, bei denen Investitionskostenfür Energieeinsparmaßnahmendurch die anschließend erzieltenKosteneinsparungen finanziert werden.Im Unterschied zum Contracting werdendiese Maßnahmen nicht von einemexternen Dritten geplant und realisiert.Meist sind derartige Projekte bei denBauverwaltungen der Städte und Gemeindenangesiedelt. Es ist gerade imniedriginves tiven Bereich ein Erfolg versprechendesModell. Dieses ist allerdingsebenfalls auf einen belastbaren Grunddatenbestandangewiesen. In diesemBereich besteht erhebliches Potenzial,insbesondere vor dem Hintergrund, dassgerade die objektbezogen zuständigenBauunterhalter „ihre Liegenschaft“ mitallen Schwächen kennen. Ein möglicherAnreiz zur Durchführung: Ein festerAnteil des realisierten Einsparpotenzialsverbleibt im Haushalt des federführendenAmts und dient der Finanzierungweiterer Maßnahmen.3. Schritt:Wartung und BetriebsführungDer Anlagenbetrieb erfolgt durch Technikerder Bauverwaltung. An dieserzentralen Schnittstelle sollte das Energiemonitoringansetzen. Verbrauchserfassungund Vergleich mit anderen Objektensind ein wesentlicher Bestandteilder Schwachstellenanalyse. Ein großesProblem hierbei: Oft sind für rund 1.000in der kommunalen Bewirtschaftung stehendeGebäude lediglich drei Planstellenfür die Betriebsführung von HeizungsundLüftungsanlagen vorhanden.4. Schritt:Vorsicht vor dem ScheinGemäß EnEV 2009 sind für Nichtwohngebäudeim Bestand Energieausweiseverbindlich vorgesehen und unterliegenbei öffentlichen Gebäuden derAushangpflicht. Diese Energieausweisewerden häufig zur Dokumentation derenergetischen Gebäudequalität und zumNachweis des Energiemanagements herangezogen.Oft allerdings bilden verordnungskonformausgestellte Verbrauchsausweisedie gebäudewirtschaftlicheRealität in einer Vielzahl von Fällen nichteinmal näherungsweise ab. Sie sind ihrerStruktur nach eher geeignet, Gebäude alsenergetisch günstiger zu beschreiben.Wenn etwa Kellerflächen bei ordnungsgemäßerAnwendung der EnEVin die Berechnung als Bestandteil derNettogrundfläche eingehen, so verteiltein darauf basierender Energieausweisdie verbrauchte Energie auf eine unrealistischgroße Bezugsfläche. Das hat zurFolge, dass der flächenbezogene Energieverbrauchsignifikant vermindert wird.In der Konsequenz stehen daher selbstunsanierte Plattenbauten energetisch hervorragendda. Der erforderliche Sanierungsbedarfund der überhöhte Energieverbrauchwerden durch diese verzerrteBetrachtung verdeckt. Derartige Beispielefinden sich in großer Anzahl als Beleg fürein „gelungenes“ Energiemanagement.Unter der Annahme, dass das Obergeschossüber die gleiche beheizte Flächewie das Erdgeschoss verfügt, würde durchdiese – legale – Vereinfachung der tatsächlicheEnergieverbrauch reduziert.5. Schritt:WirtschaftlichkeitsgebotWirksame Energie- und Klimakonzepteentsprechen dem Zeitgeist. Der Gesetzgebersieht den Gebäudebestand der öffentlichenHand in einer Vorreiterrolle.Es gibt auch vielversprechende Ansätzeund beeindruckende Leuchttürmeim Einzelfall. In der breiten Masse deskommunalen Gebäudebestands stecktjedoch – auch im Low-Budget-Bereich– noch sehr viel Potenzial. Die Finanznotvieler Städte und Gemeinden befördertmitunter Verhaltensmuster, die demZiel einer nachhaltigen Bewirtschaftungund einem tatsächlich wirksamen Energiemanagementnicht entsprechen. Diestrenge Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotsaus § 5I EnEG sollte verstärktzur Richtschnur des Handelns werden.Die wenig öffentlichkeitswirksame Verbesserungdes Gebäudebestands in derBreite sollte Vorrang erhalten vor derkos tenintensiven Demonstration destechnisch Machbaren im Einzelfall.f|www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


52 Finanzen, Markt + ManagementWohlfühlklima für KunstwerkeFacility Management. Bei einem Kunstmuseum gibt es besondereAnforderungen an die Gebäudeleittechnik. Am wichtigsten sind dieklimatischen Verhältnisse. Das Beispiel des Städel Museums in Frankfurt.Dipl.-Ing. Joachim Tatje, Viatico Agentur für Technik und MarketingWer meint, das Wichtigste an einemKunstmuseum sei die Alarmanlage,täuscht sich. Es ist vermutlich die Klimatechnik.Gerade die Leihgeber vonKunstwerken für temporäre Ausstellungenverstehen keinen Spaß, wennihre Schätze mit oft siebenstelligen Versicherungswertennicht adäquat untergebrachtsind.Als das Städel Museum, der „Louvrevon Frankfurt“, vor fünf Jahren die größteErweiterung in seiner fast 200-jährigenGeschichte plante, war den Verantwortlichenklar, dass neben den hohenAnsprüchen an die Architektur die einmaligeChance bestand, die Gebäudeleittechnik(GLT) auf den modernstenStand zu bringen. Im Rahmen einesWettbewerbs ging der Entwurf des Architekturbürosschneider+schumacherals Sieger hervor. Die neue Ausstellungshalleschafft 3.000 Quadratmeter zusätzlicheFläche. 195 Oberlichter versorgenden Raum mit natürlichem Licht undgeben der Gartenfläche eine besondereStruktur. Parallel zur Errichtung desNeubaus wurde auch der gesamte Altbauertüchtigt.An erster Stelle: KlimatechnikDie klimatischen Bedingungen standenim Mittelpunkt der Planungen, außerdemsollte das Städel ein „Green Building“werden. Das bedeutete: möglichstgeringer Energiebedarf und diesen gedecktaus regenerativen Quellen. Dieunterirdische Platzierung des Erweiterungsbaus,die kompakte Bauweise unddie Gebäudespeichermasse hielten dieWärmeverluste und die äußeren Einflussfaktorenim Vergleich zu oberirdischenMuseumsbauten im Rahmen. Für dieErzeugung der Restenergie wurde aufGeothermie gesetzt. Ein Erdpendelspeicheraus 35 Erdsondenbohrungen machtAuf einen Blick››Das Klima eines Raums wird vor allemvon Lufttemperatur und Luftfeuchte beeinflusst,aber auch vom Tageslichteinfallund von der Kunstlichtleistung.››Jeder Mensch hat sein eigenes „Wohlfühlklima“– das gilt auch für die Objektein Museen.››Die baulichen Gegebenheiten und sogar dieMuseumsbesucher selbst (Körperwärme,nasse Kleidung) spielen dabei eine Rolle.››Ein optimales Klima besteht aus 45 bis55 Prozent relativer Luftfeuchte und einerTemperatur von 18 bis 22 Grad Celsius.die Wärme- und auch die Kälteenergieaus dem Erdreich nutzbar. Eine Vorgabeder Bauleitung war, die Leittechnikdes gesamten Baus nach FertigstellungKlimatisch top: Der Erweiterungsbau des Städel Museums(rechts), links ein Blick in die neuen Gartenhallen.Foto: Städel Museum10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


53Was ist vor einem Gebäudeleittechnik-Projekt zu beachten?Soll die Gebäudeleittechnik auf den neuesten Stand gebracht werden, ist es zunächst wichtig, das alte System genau zu kennen.Darauf aufbauend können die Anforderungen an das neue Konzept durchdacht werden.Beschreibungdes Ist-Zustands› Sensoren› Aktoren› Schnittstellen› Steuerungen› Bussysteme› Software› LeitungenDas Soll-KonzeptFestlegung der Schnittstellen zu› Lichtsteuersystem› Jalousien-Anlagen› MediensteuerungenFunktionale Anforderungen› Zählerstände in die Verbrauchsdatenerfassungübertragen› Alarm und Störmeldungen an die richtigenPersonen weiterleiten› Mehrere Gebäudeteile visualisieren› Anlagenzustände anzeigenSystemarchitekturNichtfunktionale Anforderungen wie› Flexibilität› Systemoffenheit› Leistung› Sicherheitsanforderungen› Wartungsaufwand› Handling/Benutzbarkeit› Effizienz› PreisFotos: Norbert Miguletzzentral und auch über das Internet bedien-und beobachtbar zu machen. Zudemsollte die neue Steuerung an diebestehende Infrastruktur angeschlossenwerden. Die Firma Tec-Control bot dieGLT auf der Basis von Komponentender Schweizer Saia Burgess Controls(SBC) an.Die Steuerung von Heizung, Lüftungund Sanitär besorgen heute zwölfprogrammierbare Steuerungen. ThomasPietrzak, Leiter Technik beim StädelschenKunstinstitut, sagt: „Aufgrund derflexiblen Systemeigenschaften sehe ichzukünftigen Veränderungen gelassen insAuge. Weder von der Speicherkapazitätnoch von der Offenheit für verschiedeneKommunikationsstandards her sind wireingeschränkt.“Die GLT-Anlage verarbeitet die Datenvon 1.062 Datenpunkten, welchedirekt an die Steuerungen angeschlossensind. Außerdem gibt es 562 Datenpunkteüber andere Verbindungen. Dazugehören beispielsweise die elektrischenHeizbänder an den 195 Oberlichtern derGartenhalle, die die Schwitzwasserbildungverhindern sollen, oder die Wandheizungenin den älteren Ausstellungsräumen.Des Weiteren erlaubt die Anlage, aufdie in den verschiedensten Bauteilen verteilteFeuchte und auf die Temperaturfühlervon Depot und Ausstellungsräumenzuzugreifen und somit historischeTrends zu speichern. Die Steuerungenkommunizieren in einem eigenen Glasfasernetzwerk.Das 52-Millionen-Euro-Projekt wurde im Februar 2012 der Öffentlichkeitübergeben. Jörg Edelmann,Geschäftsführer von Tec-Control, ist zufrieden:„Die Genauigkeit der Regelungbei Temperatur- und Feuchteverhältnissenin einem Museum war für uns unterBerücksichtig der Energieeffizienz einegroße Herausforderung.“Die Raumtemperierung wird zusätzlichdurch eine Lüftungsanlage ergänzt.Die Lüftungsanlage ist für die erforderlicheBe- und Entfeuchtung der Hallekonzipiert und mit einer hoch effizientenWärmerückgewinnung ausgerüstet. Dasheißt, die Energie der Abluft wird genutzt,um die frische Zuluft zu temperieren.Die modulare Energie- und Klimatechnikist die Voraussetzung für einoptimales Raumklima mit minimalemEnergieaufwand. Die architektonischenBedingungen und die schnelle Regelungsorgen dafür, dass starke Temperaturschwankungenerst gar nicht auftreten.Jeder Mensch hat sein eigenes „Wohlfühlklima“–das gilt auch für die Objektein Museen. Das Klima eines Raumswird vor allem von Lufttemperatur undLuftfeuchte beeinflusst, aber auch vomTageslichteinfall und der Kunstlichtleistung.Die baulichen Gegebenheiten sowohlin der neu entstandenen Gartenhalle alsauch in den „klassischen“ Räumen undsogar die Museumsbesucher selbst (Körperwärme,nasse Kleidung) spielen dabeieine Rolle. Weil es keinen allgemeingültigen Klimawert gibt, ist ein Kompromisszu finden. Dieser Kompromiss liegtnach allgemeinen Empfehlungen bei 45bis 55 Prozent relative Luftfeuchte undbei einer Temperatur von 18 bis 22 GradCelsius.Achtung: FeuchtigkeitUnweit der Ausstellungsräume befindensich die Depots. Hier sind über 100.000Gemälde, Grafiken, Zeichnungen, Fotoarbeitenund Skulpturen untergebracht.Auch hier gilt: Das Umgebungsklimaeines Museumsobjekts sollte möglichstkonstant sein, besonders während undnach einem Ortswechsel. Pietrzak: „DieTemperatur in den Depoträumen wirdallein aus konservatorischer Sicht bestimmt,da sich dort weder Museumsmitarbeiternoch Besucher lange aufhalten.Einige Grade niedriger als in denAusstellungsräumen sind wünschenswert,da sich die natürlichen Alterungsprozessemit abnehmender Temperaturverlangsamen.“Allerdings sei die relative Luftfeuchtetemperaturabhängig, erklärt der GebäudeautomatisiererJörg Edelmann. Durchdie Senkung der Raumtemperatur könnees zu einer deutlichen Erhöhung derrelativen Luftfeuchtigkeit kommen. Deshalbmüsse, wenn nötig, der Luft Feuchtigkeitentzogen werden. f|www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


54 KolumneDie akademische SeiteKAGB – und viele gehen nicht hin?Prof. Dr. Robert GöötzProf. Dr. Thomas KinatederDie Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchs bedeutet den historisch größtenregulatorischen Einschnitt für die Geschlossenen Fonds. Werden die Produkteim Sinne Aldous Huxleys jetzt „schöner, neuer und besser“?Prof. Dr. Robert Göötz, Prof. Dr. Thomas Kinateder FRICS, Nürtingen-GeislingenSeit dem 22. Juli 2013 gilt das neue Kapitalanlagegesetzbuch(KAGB). Es istnunmehr das einheitliche Regelwerk fürOffene und Geschlossene Fonds im altenVerständnis. Mit seiner Einführungerreicht die Neuordnung des Marktsfür Geschlossene Fonds vorerst seinenHöhepunkt. Das KAGB verlangt vonden ehemaligen Emissionshäusern eineZulassung als Kapitalverwaltungsgesellschaft(KVG) durch die BaFin.Eine KVG muss für eine erfolgreicheZulassung eine Vielzahl von Anforderungenerfüllen und Nachweise erbringen,die für die meisten Emissionshäuserneu sind. Diese betreffen die Qualifikationder Geschäftsleiter, die erforderlichenEigenmittel, ein adäquates Risiko- undLiquiditätsmanagement oder die Sicherungder Anlegergelder auf dem Kontoeiner Verwahrstelle (Depotbank). EinigeInitiatoren haben in den letzten MonatenProf. Dr. Robert Göötzist Professor für Immobilienwirtschaft amCampus of Real Estate der Hochschule fürWirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen.mit ihren Mitarbeitern Großartiges geleistet.Sie haben ganz erheblich in neueStrukturen, in die Qualifikation ihresPersonals und in die IT-Infrastrukturinvestiert und werden zeitnah ihren Antragauf Zulassung als KVG bei der BaFinstellen.Eigentlich sollte der Verwirklichungder Utopie einer „schönen, neuenFondswelt“ nichts mehr im Wege stehenund eine neue Zeitrechnung beginnenkönnen. Leider sind wir davon aber imMoment noch weit entfernt. Die Ursachenliegen im Wesentlichen in zweiBereichen: Erstens sind noch zu vielewichtige Fragen ungeklärt und zweitensnimmt die Mehrheit der „alten“ Initiatorenam KAGB gar nicht teil. Im Momentist es für die potenziellen KVGsschwierig, ihre Geschäftsmodelle weiterzu entwickeln und neue Produkte zukonzipieren. Viele wichtige Fragen sindProf. Dr. Thomas Kinatederist ebenfalls als Professor an der HfWU tätig.Sein Fachgebiet ist die Projektentwicklungund die Projektsteuerung.noch ungeklärt. Das beginnt beim Anwendungsbereichdes KAGB und derInterpretation eines „operativ tätigenUnternehmens“ (Projektentwickler, Betreibervon Solar- oder Windkraftanlagenet cetera), geht über die strittigeDefinition der Bemessungsgrundlagefür das Fremdkapital und endet nichtmit dem immer noch fehlenden AIFM-Steuergesetz.Probleme bleiben bestehenVerschiedene Umfragen kommen zudem Ergebnis, dass nur eine Minderheitder alten Initiatoren eine Zulassung alsKVG bei der BaFin beantragen und sichdamit dem KAGB unterwerfen wird. DieMehrheit ignoriert das KAGB und wirdweiter im unregulierten Markt tätig sein.Marktanalysen zeigen, dass die Angeboteunregulierter Produkte wie Anleihen,Genussrechte oder stimmrechtslose Darlehenzunehmen.Das neue KAGB ist ein großer Schrittin die richtige Richtung. Es zwingt dieMarktteilnehmer zu höherer Professionalitätund Transparenz. Aldous Huxleykann sich freuen. Die „neue Fondswelt“wird sicherlich auch schöner, neuer undbesser. Jedoch werden noch mehr als genugProbleme bestehen bleiben, die dieBranche lösen muss. f|10 I 2013 www.immobilienwirtschaft.de


56 Aktuelles RechtAktuelles RechtInhaltWohnungseigentumsrecht57.1 BeschlussanfechtungsklageVerwalter darf Rechtsanwalt beauftragen58.1 WirtschaftsplanHausgeldvorschüsse müssen nichtals „Einnahmen“ ausgewiesen werden58.2 Bauliche VeränderungGenehmigung allein durch Beschlussfassung?59.1 Bauliche VeränderungVerjährter Rückbauanspruch kanndurchaus noch realisiert werden59.2 AnfechtungsklageAuch werdende Wohnungseigentümersind zu verklagen59.3 JahresabrechnungNeuerstellung kann durch Dritte erfolgen59.4 JahresabrechnungGeringfügige Abrechnungsfehlersind hinzunehmenMaklerrecht60.1 Preisverhandlungen/Vorbereitung des NotarterminsMaklertätigkeit und unerlaubte RechtsberatungMietrecht60.2 RaucherurteilKündigung wegen Belästigung der Mitmieterdurch starkes Rauchen61.1 ParabolantenneInformationsrecht gewährleistetkeine Kostenlosigkeit62.1 Ungültige QuotenabgeltungsklauselMieter muss auch Kostenvoranschlaganbieten können62.2 PfändbarkeitBei Arbeitslosengeld II: Guthabenaus Betriebskostenabrechnung unpfändbar10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


57Urteil des MonatsVerwalter darfRechtsanwalt beauftragenNach Erhebung einer Beschlussanfechtungsklage kann der Verwalterdie beklagten Wohnungseigentümer umfassend vertreten.Nach Erhebung einer Beschlussanfechtungsklagekann der Verwalter die beklagtenWohnungseigentümer aufgrundgesetzlicher Vertretungsmacht im Außenverhältnisumfassend vertreten undeinen Anwalt beauftragen. Teilt ein Eigentümerseine ladungsfähige Anschriftnicht oder falsch mit und misslingt seineLadung zur Eigentümerversammlung ausdiesem Grund ohne Verschulden der Verwaltung,muss der Eigentümer sich dieunterbliebene Ladung zurechnen lassen;in der Versammlung gefasste Beschlüssekönnen dann nicht wegen der unterbliebenenLadung angefochten werden.BGH, Urteil vom 5.7.2013, Az.: V ZR 241/12Fakten: Ein Eigentümer hatte diverseBeschlüsse angefochten. Er rügte insbesondereeinen Einberufungsmangel, daihm das Ladungsschreiben nicht zugegangenwar. Im Verfahren rügte er, dassdie beklagten übrigen Eigentümer nichtwirksam durch den von der Verwalterinbeauftragten Rechtsanwalt vertretenseien. Die Klage hatte keinen Erfolg.Zunächst lag kein Ladungsmangelvor. Der anfechtende Eigentümer hattedem Verwalter seine aktuelle Anschriftnicht mitgeteilt, weshalb ihm das Einladungsschreibennicht zugehen konnte.Selbstverständlich aber ist ein Eigentümerverpflichtet, dem Verwalter einenAnschriftenwechsel mitzuteilen. Aus einereigenen Pflichtverletzung kann nunein Eigentümer keinen Anfechtungsgrundherleiten.Die übrigen beklagten Eigentümerwaren im Verfahren auch durch denseitens der Verwalterin beauftragtenRechtsanwalt ordnungsgemäß vertreten.Sie hatten zwar der Verwalterinkeine ausdrückliche Vollmacht zur Mandatierungeines Rechtsanwalts erteilt,gleichwohl aber war diese nach der gesetzlichenBestimmung des § 27 Abs. 2Nr. 2 WEG ermächtigt, für die übrigenbeklagten Eigentümer einen Rechtsanwaltzu beauftragen. Danach ist der Verwalterunter anderem auch zur Führungeiner gegen die Eigentümer gerichtetenAnfechtungsklage berechtigt, was auchseine Befugnis zur Beauftragung einesRechtsanwalts umfasst. Diese bislang inRechtsprechung und Literatur vorherrschendeMeinung hat der BGH bestätigt.Im Innenverhältnis nehmen die gesetzlichgeregelten Befugnisse des Verwaltersden Eigentümern jedoch nicht ihreEntscheidungsmacht und ihre gemeinschaftlicheGeschäftsführungsbefugnis.Sie sind deshalb nicht gehindert, dieEinberufung einer Eigentümerversammlungzu verlangen und dem VerwalterWeisungen zu erteilen. Darüber hinauskönnen einzelne Eigentümer für sichselbst auftreten oder einen eigenen Prozessbevollmächtigtenbestellen.Fazit: Dass der Verwalter im Rahmeneiner gegen die übrigen Eigentümergerichteten Anfechtungsklage einenRechtsanwalt mit deren Vertretungbeauftragen darf, ergibt sich bereits ausder weiteren Bestimmung des § 27 Abs.2 Nr. 4 WEG, wonach der Verwalter imRahmen einer Anfechtungsklage mitdem die übrigen Eigentümer vertretendenRechtsanwalt eine Streitwertvereinbarungtreffen darf. Es wäre nämlichwidersinnig, wenn der Verwalter zwareine Streitwertvereinbarung treffen darf,nicht aber das dazugehörige Mandat erteilendürfte.www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


58 Aktuelles RechtWohnungseigentumsrechtWirtschaftsplan (58.1)Hausgeldvorschüsse müssen nichtals „Einnahmen“ ausgewiesen werdenIn dem Gesamtwirtschaftsplan müssen die (künftigen) Hausgeldvorschüsseder Wohnungseigentümer nicht ausdrücklich alsEinnahmen aufgeführt werden.BGH, Urteil vom 17.6.2013, Az.: V ZR 211/12standen, wenn die Hausgeldvorschüssenicht ausdrücklichals erwartete Einnahmen bezeichnetwerden. Vielmehr istes ausreichend, wenn sich ausdem Gesamtzusammenhangergibt, dass die durch diesonstigen Vermögenszuflüssenicht gedeckten voraussichtlichenAusgaben durch Hausgeldvorschüsseaufgebrachtwerden sollen.Fazit: Eine für die Verwalterpraxiswillkommene Klarstellungdes BGH, der weiterentschieden hat, dass es nichterforderlich ist, alle Einzelwirtschaftsplänean sämtlicheWohnungseigentümer zu versenden.Nicht erforderlich istdes Weiteren die Erstellungeiner Vorschussliste, aus dersich die Hausgeldvorschüsseder übrigen Wohnungseigentümerergeben. § 28 Abs. 1WEG gibt nämlich keine konkreteForm der Gestaltungdes Wirtschaftsplans vor.Fakten: Einer der Wohnungseigentümerhatte vorliegendden Beschluss überdie Genehmigung des Wirtschaftsplansangefochten. Derkombinierte Wirtschaftsplanhatte sämtliche voraussichtlichenKosten in einzelnenPositionen unter Angabe desmaßgeblichen Verteilungsschlüsselsauf die jeweiligenWohnungseigentümer verteilt.Auch Zinseinnahmender Gemeinschaft wurdenentsprechend dargestellt sowiedie Zuführung zur Instandhaltungsrücklage.Erwies schließlich den auf denWohnungseigentümer entfallendenGesamthausgeldbetragaus. VoraussichtlicheEinnahmen aus Hausgeldernder Wohnungseigentümerenthielt der Wirtschaftsplanhingegen nicht. Er wies auchnicht die auf die anderen Eigentümerentfallenden Hausgeldbeträgeaus. Die Klagehatte keinen Erfolg.Der notwendige Inhalt einesWirtschaftsplans ergibt sichaus § 28 Abs. 1 WEG. Er hatzunächst die voraussichtlichenEinnahmen und Ausgabenbei der Verwaltung desgemeinschaftlichen Eigentumszu enthalten. Sie müssenin übersichtlicher undnachprüfbarer Weise nachGrund und Höhe aufgeführtsein. Diese Einnahmen-Ausgaben-Kalkulation bildetden Gesamtwirtschaftsplan,während die erforderlicheDarstellung der anteilsmäßigenVerpflichtung derWohnungseigentümer zurLasten- und Kostentragungdie Pflicht zur Erstellung vonEinzelwirtschaftsplänen betrifft.Die Beitragsleistung derWohnungseigentümer zur Instandhaltungsrückstellungistsowohl im Gesamt- als auchin den Einzelwirtschaftsplänengesondert aufzuführen.Der Gesamt- und der Einzelwirtschaftsplankönnen zusammengefasstwerden.Zu den voraussichtlichen Einnahmengehören zunächstalle Zuflüsse zu dem Vermögender Gemeinschaft, die dieHausgeldzahlungspflichtender Wohnungseigentümermindern. Daneben müssenauch die voraussichtlichenHausgeldeinnahmen der Gemeinschaftaus dem Wirtschaftsplanhervorgehen. Siesind nämlich das Gegenfinanzierungsmittelfür die gemeinschaftlichenLasten undKosten und insoweit Einnahmender Gemeinschaft. Damitist jedoch noch keine Aussageüber die Art der Ausweisungder Hausgeldvorschüsse imWirtschaftsplan getroffen. Esist jedenfalls nicht zu bean-Bauliche Veränderung (58.2)Genehmigung allein durch Beschlussfassung?Die Genehmigung einer baulichen Veränderung, auch durchWohnungseigentümer, die im Sinne von § 14 Ziffer 1 WEG beeinträchtigtworden sind, kann nur in Gestalt einer förmlichenBeschlussfassung erfolgen. Eine Terrassenüberdachung ist beeinträchtigend,wenn dadurch die Instandhaltung und Instandsetzungdes in diesem Bereich befindlichen Gemeinschaftseigentumserschwert wird.LG Hamburg, Urteil vom 16.1.2013, Az.: 318 S 55/12;Revisionszulassung!Fakten: Einer der Wohnungseigentümerhatte dieTerrasse seines Reihenhausesüberdacht. Der Überdachungstimmten die Eigentümernachträglich auf einer Eigentümerversammlungzu. Einentsprechender Beschlusswurde allerdings nicht gefasst.Einer der Wohnungseigentümerbegehrt nun die Beseitigungder Überdachung,da sie die Instandhaltung undInstandsetzung bestimmterBereiche des Gemeinschaftseigentumserheblich erschwere.Die Klage hatte Erfolg.Unzweifelhaft handelt es sichbei der Anbringung der Terrassenüberdachungum einebauliche Veränderung gemäߧ 22 Abs. 1 WEG. Diese Maßnahmeist nicht durch eine„Zustimmung“ beeinträchtigterWohnungseigentümergedeckt. Anerkanntermaßenbindet ein Genehmigungsbeschlussder Eigentümerversammlungden etwa betroffenenbzw. benachteiligtenMiteigentümer, sofern dieserBeschluss bestandskräftiggeworden ist. An einemsolchen Beschluss fehlte esvorliegend indes. Die bloßeformlose Zustimmung der aufder Wohnungseigentümerversammlunganwesendenbeziehungsweise vertretenenEigentümer ersetzt nicht einesolche Genehmigung durchBeschluss. Ein derartiger istnach Ansicht des Gerichts jedochzwingend erforderlich.Fazit: Die Frage, ob es zurGenehmigung einer baulichenVeränderung zwingendeiner „förmlichen“ Beschlussfassungder Wohnungseigentümerbedarf, ist in derRechtsprechung umstritten.Das Gericht hat daher die Revisionzum BGH zugelassen.10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


59Bauliche Veränderung (59.1)Verjährter Rückbauanspruch kann durchaus nochrealisiert werdenIst ein Rückbauanspruch gegen den Handlungsstörer verjährt,kann der Rechtsnachfolger zur Duldung des Rückbaus auf Kostenaller Eigentümer verpflichtet sein, da sich durch die Verjährungan der Rechtswidrigkeit der Baumaßnahme nichts geänderthat. Ein Vertrauensschutz des Erwerbers gegenüber derGemeinschaft scheitert, wenn kurz nach dem Erwerb bereits einvorbereitender Grundsatzbeschluss gefasst wurde.LG Hamburg, Urteil vom 6.2.2013, Az.: 318 S 20/12Anfechtungsklage (59.2)Auch werdende Wohnungseigentümer sind zu verklagen635 BGB aufgefordert haben, um sich mögliche Aufwendungsersatz-oder Schadensersatzansprüche zu erhalten, wenn dievon der Verwaltung korrigierte Fassung der Jahresabrechnungebenfalls nicht genehmigungsfähig war und die Verwaltungbereits zuvor mehrere nicht genehmigungsfähige Jahresabrechnungenvorgelegt hatte.LG Hamburg, Urteil vom 10.4.2013, Az.: 318 S 87/12Jahresabrechnung (59.4)Geringfügige Abrechnungsfehler sind hinzunehmenKleine Fehler der Abrechnung, die sich nur mit ganz geringfügigenBeträgen auswirken, sind hinzunehmen und führen nichtzur Unwirksamkeit der Abrechnung.LG Berlin, Urteil vom 13.2.2013, Az.: 85 S 64/12 WEGDie Anfechtungsklage ist gemäß § 46 Abs. 1 Satz 1 WEG gegenalle übrigen Wohnungseigentümer zu richten. Da die Mitgliedereiner werdenden Wohnungseigentümergemeinschaftdie gleichen Rechte und Pflichten wie Wohnungseigentümerhaben, muss eine Anfechtungsklage auch gegenüber einemwerdenden Wohnungseigentümer erhoben werden. Haben dieKläger die Anfechtungsklage ausdrücklich nur gegen die eingetragenenWohnungseigentümer gerichtet, so ist sie unzulässig.AG Wiesbaden, Beschluss vom 8.4.2013, Az.: 92 C 2752/11Abrechnung: Eine komplizierte Materie wirft viele Fragen auf.Jahresabrechnung (59.3)Neuerstellung kann durch Dritte erfolgenSind vom Wohnungseigentumsverwalter erstellte Jahresabrechnungenfür mehrere Jahre rechtskräftig für ungültig erklärtworden, liegt es im Rahmen des Entschließungsermessens derWohnungseigentümer, wenn sie einen Dritten mit der Neuerstellungder Jahresabrechnungen beauftragen. Die Beauftragungeines Dritten zur Erstellung der Abrechnung ist nichtdeswegen ermessensfehlerhaft, weil die Eigentümer zuvor dieVerwaltung nicht zur Nacherfüllung im Sinne von §§ 634 Nr. 1,Fakten: Eine Wohnungseigentümerinbemängelteeinen der Teilungserklärungwidersprechenden Kostenverteilungsschlüsselbei einzelnenAbrechnungspositionen.Konkret wurde die Verteilungnach Wohnfläche unterBerücksichtigung der Loggien,Balkone und Terrassenvorgenommen, die nach derTeilungserklärung unberücksichtigtbleiben sollten. BeiAnwendung des korrektenVerteilerschlüssels wäre dieEigentümerin mit 1,10 EURmehrbelastet gewesen. DieWohnanlage hätte zur Ermittlungder Wohnflächen ohneBalkone, Loggien und Terrassenvermessen werden müssen,was mit einem Kostenaufwandvon ca. 5.000 EURverbunden gewesen wäre. DieAnfechtungsklage gegen denBeschluss über die Genehmigungder Jahresabrechnungwurde mangels Rechtsschutzbedürfnisabgewiesen.Im Beschlussanfechtungsverfahrenist ein Rechtsschutzbedürfnisder Eigentümer imRegelfall zwar nicht zu prüfen.Ein solches entfällt aber ausnahmsweisedann, wenn einErfolg der Klage Eigentümernoder Gemeinschaft keinenNutzen mehr bringen kann.Dies ist auch der Fall, wennsich Fehler der Abrechnungnur mit ganz geringfügigenBeträgen auswirken. Vorliegendhatte sich der von deranfechtenden Eigentümeringeltend gemachte fehlerhafteVerteilungsschlüssel auf dasErgebnis der Verteilung nurganz geringfügig ausgewirkt.Fazit: Die Klage wäre aberauch erfolglos gewesen, wennein Rechtsschutzbedürfnisbejaht worden wäre. Grundsätzlichist eine Abrechnungzwar auf Grundlage einesvereinbarten bzw. beschlossenenAbrechnungsschlüsselszu erstellen. Die Abrechnungnach Wohnflächen ohne Berücksichtigungder Balkone/Loggien und Terrassen hätteaber zur Folge, dass die Flächen,die aus der Wohnflächeherauszurechnen wären,erst hätten vermessen werdenmüssen. Dies würde erheblicheKosten in Höhe von5.000 Euro verursachen, diewiederum auf die Eigentümerhätten umgelegt werden müssen.Eine Abrechnung nachdem aus der Gemeinschaftsordnungfolgenden Abrechnungsschlüsselhätte somitzur Folge, dass die Eigentümerfinanziell erheblich schlechterdastehen würden. Dies liegtnicht in deren Interesse.www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


60 Aktuelles RechtMaklerrechtPreisverhandlungen/Vorbereitung des Notartermins (60.1)Maklertätigkeit und unerlaubte RechtsberatungDie in einem Maklervertrag enthaltene Verpflichtung des Maklerszur Vereinbarung eines Preisnachlasses führt nicht wegenVerstoßes gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz zur Nichtigkeitdes Vertrags, da die Verhandlung über einen Preisnachlasskeine rechtliche Prüfung voraussetzt, sondern vielmehr dasErgebnis des Verhandlungsgeschicks des Maklers darstellt. DieVorbereitung eines Notartermins sowie die Begleitung des Kundenbei Verhandlungen mit Planungsbehörden und Fachfirmenstellen keine Rechtsdienstleistungen dar.LG Coburg, Urteil vom 30.10.2012, Az.: 23 O 261/12Fakten: Ein Ehepaarbekundete Interesse an einemvon einem Makler im Internetangebotenen Grundstück.Man wurde sich zunächst mitdem Verkäufer grundsätzlichüber einen Ankauf desGrundstücks einig. Nachdemsich abzeichnete, dass das fürden Kauf und die beabsichtigtenBaumaßnahmenerforderliche Kapital nichtausreichen würde, bat dasEhepaar den Makler, beimVerkäufer einen Kaufpreisnachlasszu erreichen. Indiesem Zusammenhangschloss das Ehepaar mit demMakler einen Vertrag. Indiesem wurde der Makler mitVerhandlungen über die Erzielungeines Kaufpreisnachlassesbeauftragt. Dieser sollteausgehend vom bisherigenKaufpreis mindestens 10.000Euro betragen. Für denErfolgsfall würde das Ehepaarneben der Käuferprovisionauch die Verkäuferprovisionzahlen. Des Weiteren wurdeder Makler beauftragt, einenKaufvertrag vorzubereiten.Der Makler erreichte den erwünschtenPreisnachlass, dasGrundstück wurde von demEhepaar erworben. Gegenseine Provisionspflicht wendetdas Ehepaar nunmehr dieNichtigkeit des Maklervertragsein. Der Makler habeunerlaubt Rechtsdienstleistungenerbracht. Dem konntesich das Gericht freilich nichtanschließen.Keine der vom Makler eingegangenenVerpflichtungenwar mit dem Erforderniseiner rechtlichen Prüfungdes Einzelfalls verbunden,sodass keine Rechtsdienstleistungim Sinne desRechtsdienstleis tungsgesetzes(RDG) Vertragsgegenstandwar. Zunächst erfordert dieVerhandlung mit verkaufswilligenGrundstückseigentümernhinsichtlich eines Preisnachlasseskein besonderesjuristisches Hintergrundwissen.Um den Preisnachlass zuerzielen, ist erfahrungsgemäßverhandlerisches Geschickerforderlich, in der Regelaber keine auch nur kursorischerechtliche Prüfung.Entsprechendes gilt für dieVorbereitung des notariellenKaufvertrags. Denn insoweitsind lediglich die vom Notarfür die Vertragsausarbeitungerforderlichen Daten wieNamen von Käufer und Verkäufersowie der Kaufpreis andiesen zu übermitteln. Auchdie bloße Aufnahme derPersonalien von Käufer undVerkäufer, des Kaufpreisesund ähnlicher Informationenin einen bereits vom Notarausgefertigten Vertrag erfordertkeine rechtliche Prüfung.Ebenso wenig erfordert dieVereinbarung eines Notarterminszur Beurkundungdes Grundstückskaufvertragseine rechtliche Prüfung.Fazit: Nach dem RDG ist diegeschäftsmäßige Erbringungvon Rechtsdienstleistungenin aller Regel Rechtsanwältenvorbehalten. Gemäß §§ 5und 6 RDG gibt es bestimmte,MietrechtRaucherurteil (60.2)Kündigung wegen Belästigung der Mitmieterdurch starkes RauchenFührt Zigarettenrauch im Treppenhaus zu einer unzumutbarenund unerträglichen Geruchsbelästigung, kann der Vermieterdem verursachenden Mieter nach erfolgloser Abmahnung fristloskündigen.AG Düsseldorf, Urteil vom 31.7.2013, Az.: 24 C 1355/13Fakten: Der Vermieter hatteeinem 74-jährigen Mieternach vierzig Jahren das Mietverhältnisgekündigt, weil sichHausbewohner über die vomRauchen des Mieters ausgehendeGeruchsbelästigungbeschwert hatten. Der Vermieterhatte den Mieter zuvormehrmals abgemahnt uandaufgefordert, in der Wohnungweniger zu rauchen. Der Mieterbeantragte Prozesskostenhilfe,um sich gegen das Urteilzu wehren, welche mangelsErfolgsaussicht seiner Verteidigunggegen das Urteil versagtwurde. Mieter hätten sicheng umschriebene Ausnahmenim Zusammenhang miteiner anderen Tätigkeit undfür unentgeltliche Rechtsberatung.Nun stellen bloßePreisverhandlungen, das Eintragenoder die Übermittlungvon konkreten verkaufsspezifischenDaten wie Namen,Anschriften und Kaufpreisoder die Vereinbarung einesNotartermins bereits begrifflichkeine Rechtsberatungoder Rechtsdienstleistung dar.Insoweit kommt es gar nichtdarauf an, ob sich derartigeTätigkeiten noch als erlaubteRechtsdienstleistungen, diezum Berufs- oder Tätigkeitsbildgehören, darstellen odernicht.über eine unerträgliche Geruchsbelästigungbeschwertund ihrerseits mit der Kündigungdes Mietverhältnissesgedroht. Abmahnungen seienfruchtlos verlaufen. Der Mieterhatte eingewendet, erlebe bereits seit 40 Jahren inder Wohnung und habe dortschon immer geraucht.Ein Mieter darf in seinerWohnung zwar grundsätzlichrauchen, das ist von dem vertragsgemäßenGebrauch einerMietwohnung gedeckt. DerVermieter eines Mehrparteienhausesmuss aber nicht dulden,wenn Zigarettenrauch im10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


61Parabolantenne (61.1)Informationsrecht gewährleistet keine KostenlosigkeitZigarettenrauch im Treppenhaus ist zu vermeiden.Der Vermieter kann die Entfernung der Parabolantenne auf demBalkon seines polnischen Mieters verlangen, wenn über den Kabelanschlussdie qualitative Bandbreite des muttersprachlichenInformationsangebots gewährleistet ist. Bei der Abwägungdes Informationsrechts des Mieters einerseits und des Eigentumsrechtsdes Vermieters andererseits ist auch das Angebotvon muttersprachlichen Informationssendungen im Internet zuberücksichtigen. Die Kostenpflichtigkeit der Nutzungsmöglichkeitdieser Internetportale fällt bei der Beurteilung des freienZugangs zu muttersprachlichen Informationsquellen nicht insGewicht.BGH, Beschluss vom 14.5.2013, Az.: VIII ZR 268/12Treppenhaus zu einer unzumutbarenGeruchsbelästigungführe. Das Gericht siehtin dem Verhalten des Mieterseinen wichtigen Grund zurfristlosen Kündigung. Trotzder erfolgten Abmahnungenhabe er seit dem Tod seinerFrau die Wohnung nur unzureichendgelüftet, sodassder Zigarettenrauch in dasTreppenhaus ziehe. Letztlichbasiert die Verurteilung aufdem unbestritten gebliebenenVorwurf des Vermieters,der starke Raucher habe seinLüftungsverhalten nach demTod seiner Ehefrau verändert,der Witwer halte seine Holzrolllädenständig geschlossen.Dies führe seit jedenfalls anderthalbJahren dazu, dassZigarettenqualm aus derWohnung in das Treppenhausziehe. Von einer langjährigenDuldung der Geruchsbelästigungkönne keine Rede sein.Fazit:Die Finanzierungdes Prozesses ist aufgrundbundesweiter Spenden inzwischengesichert. Festzustellenist dennoch eine sinkendegesellschaftliche Akzeptanzdes Rauchens vor dem Hintergrundder Gesundheitsgefährdungauch durch Passivrauchen.Möglicherweisewerden Vermieter zukünftigstärker unter Druck gesetzt,Mitmieter vor Rauchimmissionenihrer Wohnung zuschützen. Vermutlich wird eslangfristig zu einem zunehmendenNichtraucherschutzauch im privaten Mietrechtkommen. Das Abweisen einesMietinteressenten, weil erraucht, dürfte aber gegen dasAllgemeine Gleichbehandlungsgesetzverstoßen.Rauchende Mieter müssendafür sorgen, dass der Rauchaus der Wohnung nicht insTreppenhaus dringen kann,und ihre Türen entsprechendabdichten. Problematisch ist,dass sich Rauch unter demWand- oder Bodenbelag festsetzt,sodass Laminat- oderParkettböden erneuert werdenmüssten. Da sich verputzteoder tapezierte Wändenicht reinigen lassen, kommtinsoweit die Verwendung speziellerAnti-Nikotin-Farbenin Betracht.Abzuwarten bleibt, wie dieGerichte mit der Geruchsbelästigungdurch Rauchen aufdem Balkon umgehen werden.Entscheidungen zumGrillen könnten als Vorlagedienen. Individualvertraglichkann alles vereinbart werden,soweit der Vermieter dokumentiert,dass er mit demMieter Alternativen durchgesprochenund auch dessenVorschläge berücksichtigt hat.Fakten: Die Mieter, polnischeStaatsbürger, warenim vorliegenden Fall dazuverurteilt worden, eine Parabolantennezu entfernen, diesich auf dem Balkon der vonihnen gemieteten Wohnungbefand. Sie wendeten ein, dasssie über die Parabolantennemehr muttersprachliche Senderempfangen könnten alslediglich per Kabel.Die Frage, ob die Entfernungeiner Parabolantenne von derEmpfangsmöglichkeit einerbestimmten Anzahl von Sendernin der Muttersprachedes Mieters abhängt, mussnicht geklärt werden: Für dasInformationsrecht des Mietersaus Art. 5 Abs. 1 Satz 1Halbsatz 2 GG – welches gegendas Eigentumsrecht ausArt. 14 Abs. 1 Satz 1 GG abzuwägenist – kommt es nichtauf die Quantität, sondern aufdie inhaltliche Ausrichtungder über den Kabelanschlusszu empfangenden Sender an.Die qualitative Bandbreitedes muttersprachlichen Informationsangebotshängtnicht von der Anzahl der betreffendenSender ab, sondernkann auch von nur wenigenSendern gewährleistet sein.Das Berufungsgericht hatbeanstandungsfrei bei seinerAbwägung berücksichtigt,dass mittlerweile über das Kabelangebothinaus Informationssendungendes polnischenFernsehens im Internet allgemeinzugänglich sind. Dabeiist unerheblich, dass diesesInformationsangebot auf denpolnischsprachigen Internetportalenkostenpflichtig ist.Die Informationsfreiheit gewährleistetlediglich den Zugangzu Informationsquellenim Rahmen der allgemeinenGesetze. Sie gewährleistet jedochnicht, dass er kostenlossein muss.Fazit: Der BGH lässt dieRevision im vorliegendenFall nicht zu. Die Voraussetzungen,unter denen einemausländischen Mieter gegenden Vermieter ein Anspruchauf Genehmigung einer Parabolantennezum Empfangausländischer Fernseh- undHörfunkprogramme zustehenkann – und zwar auch dann,wenn das Haus mit einemBreitbandkabelanschluss ausgestattetist – sind durch denBundesgerichtshof (BGH)und das Bundesverfassungsgerichtausreichend geklärt.Der BGH stellt hier heraus,dass die Möglichkeiten desInternets auch bei Kostenpflichtigkeitin die AbwägungInformationsrecht gegen Eigentumsrechtzu berücksichtigensind.www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


62 Aktuelles RechtUngültige Quotenabgeltungsklausel (62.1)Mieter muss auch Kostenvoranschlag anbieten könnenEine formularmäßige Klausel in einem Wohnraummietvertrag,die den Mieter verpflichtet, sich anteilig an den Kosten zumZeitpunkt der Beendigung des Mietverhältnisses noch nicht fälligerSchönheitsreparaturen zu beteiligen (Quotenabgeltungsklausel),und zur Berechnung der Abgeltungsbeträge folgendeRegelung vorsieht: „Berechnungsgrundlage ist der Kostenvoranschlageines vom Vermieter auszuwählenden Malerfachgeschäfts“,ist gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam (Aufgabevon BGHZ 105, 71, 79 ff., und von Urteil VIII ZR 215/03).BGH, Urteil vom 29.5.2013, Az.: VIII ZR 285/12Pfändbarkeit (62.2)Bei Arbeitslosengeld II: Guthaben ausBetriebskostenabrechnung unpfändbarDer Erstattungsanspruch des Mieters aus einer Betriebs- undHeizkostenabrechnung des Vermieters ist unpfändbar, wenn derMieter Arbeitslosengeld II (ALG II) bezieht und die Erstattungdeshalb im Folgemonat die Leistungen der Agentur für Arbeitfür Unterkunft und Heizung des Hilfeempfängers mindert (imAnschluss an BSG, NZS 2013, 273).BGH, Urteil vom 20.6.2013, Az.: IX ZR 319/12Fakten: Nach dem Mietvertragvon 2009 hatte der MieterSchönheitsreparaturen durchzuführen.Des Weiteren enthieltder Mietvertrag die obengenannte Klausel sowie dieRegelung: „Der Mieter kannseiner anteiligen Zahlungsverpflichtungdadurch zuvorkommen,dass er vor demEnde des MietverhältnissesSchönheitsreparaturen in kostensparenderEigenarbeitfachgerecht ausführt oder ausführenlässt.“ Nach Mietendemacht der Vermieter unteranderem gemäß der oben genanntenQuotenregelung denTeilbetrag eines Kostenvoranschlagseines GrundstücksundGebäudeserviceunternehmensfür Malerarbeitengeltend. Der BGH gibt demMieter recht. Die hiesige Quotenabgeltungsklauselbenachteiligtden Mieter unangemessen,weil sie bestimmt, dass dieBemessung des Abgeltungsbetragsauf der Grundlage desKostenvoranschlags eines vondem Vermieter ausgewähltenMalerfachgeschäfts zu erfolgenhat. Dem Mieter wirdhier die Möglichkeit genommen,Einwendungen gegen dieRichtigkeit und Angemessenheitdes Kostenvoranschlagszu erheben oder die Berechnungaufgrund eines von ihmeingeholten günstigeren Kostenvoranschlagserfolgen zulassen.Fazit: Die oben genanntenKlauseln haben in der Praxisdazu geführt, dass überteuerteKostenvoranschläge zu unangemessenenAbgeltungsquotengeführt haben, ohne dasssich der Mieter dagegen wehrenkonnte. Der BGH gibt mitdieser Entscheidung dahereinen Teil seiner bisherigenRechtsprechung zu Quotenabgeltungsklauselnauf. SeinZiel: Dem Vermieter soll vomausziehenden Mieter wenigstensein prozentualer Anteilan Renovierungskosten gesichertwerden, wenn er schonmangels Fälligkeit der Schönheitsreparaturenkeine Endrenovierungverlangen kann.Der BGH hält daran fest, dasseine solche Klausel den Mietergrundsätzlich nicht unangemessenbenachteiligt, weildie Abwälzung turnusmäßigerSchönheitsreparaturen,deren Kosten der Mieter zutragen hätte, wenn das Mietverhältnisbis zum Eintritt derFälligkeit der Schönheitsreparaturverpflichtungfortbestandenhätte, rechtlich undwirtschaftlich einen Teil derGegenleistung des Mietersfür die Gebrauchsüberlassungder Räume darstellt. Zulässigwäre es etwa, zu regeln, dassder Kostenvoranschlag nurdann verbindlich sein soll,wenn der Mieter auch einenKostenvoranschlag vorlegendarf.Der sparsame ALG-II-Empfänger soll nicht bestraft werden.Fakten: Die Parteien streitenüber die Pfändbarkeiteines Guthabens aus einerBetriebskostenabrechnungdes Vermieters. Miete und Betriebskostenvorauszahlungenwerden von der Arbeitsagenturdirekt an den Vermieterüberwiesen, weil der MieterALG II bezieht. Der Vermieterhatte in seiner Betriebskostenabrechnungdem Mietergegenüber ein Guthaben inHöhe von 131,68 Euro ausgewiesen.In dieser Höhe hattedie Agentur für Arbeit dieMietzahlung gemindert. DerBetrag sollte anschließendbeim Mieter gepfändet werden.Das Bundessozialgerichthatte entschieden, dass Betriebs-und Heizkostenerstattungendes Vermieters nichtder Pfändung und Zwangsvollstreckunggegen einenBezieher von Leistungen nachdem Sozialgesetzbuch Teil IIunterliegen. Der BGH schließtsich dieser Auffassung an. DieRückzahlung von öffentlichenLeistungen mindert die Leistungendes Folgemonats anden Hilfeempfänger. Wäre indiesen Fällen die Pfändungzulässig, würde sie nach demGesetz zulasten öffentlicherMittel erfolgen, die dem Leistungsbezieherdas Existenzminimumsichern sollen. DiePfändung ist so unwirksam.Fazit: Wie das Bundessozialgerichtbereits entschiedenhat, sind Guthaben ausNebenkostenabrechnungeneines Mieters, der ALG IIbezieht, zumindest dann unpfändbar,wenn – wie meist– wegen Erstattung im Folgemonatdie öffentlichen Leistungenfür den Hilfeempfängergemindert werden. Damitsoll sichergestellt werden, dassHilfeempfänger, die sparsammit Energie umgehen, dafürkeinen Nachteil erleiden.10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


63Termine …… von „Arbeitswelt 2020“ bis „Zukunft Lebensräume“TOP-TERMINVeranstaltungstitel Termin/Ort Preis zzgl. MwSt. Veranstalter/KontaktMesse, Kongresse und Konferenzen12. Berlin-Brandenburger Immobilientag 16.10.2013,PotsdamBranchenkonferenz 2013:Energieeffizienz als Geschäftsmodell22.–23.10.2013,BerlinFachgespräch Wohnungseigentumsrecht 23.–25.10.2013,FischenMainzer Immobilientag: Revitalisierung– was nun? Retroperspektive von Großprojektenund Ausblick in die Zukunft25.10.2013Mainz5. Deutscher Fachmarkt-Immobilienkongress 29.–30.10.2013WiesbadenZukunft Lebensräume 29.–30.10.2013Frankfurt am MainKSD Fachtagung Immobilienmanagement 31.10.2013WürzburgArbeitswelt 2020 – Büro- und Produktionslandschaftenzukunftsfähig gestalten4.–5.11.2013Düsseldorf20. Freiburger Immobilientage 14.–15.11.2013FreiburgSeminare und SchulungenBasiswissen für Immobilienverwalter 22.10.2013BerlinGewerbliches Mietrecht 2013für ImmobilienprofisQuartiere der Zukunft: bezahlbar,energieeffizient, durchmischt! –Herausforderung für wachsende StädteWie moderiere ich erfolgreich eineEigentümer-/Mieterversammlung?Wirtschaftlichkeit und Rendite imImmobilienmanagementKompaktausbildung zum Immobilienbewerter:Learn & RelaxKonfliktmanagement und Mediation in derWohnungs- und ImmobilienwirtschaftFallstricke bei Kauf und Verkauf desEigenheims – Rechtliche und steuerlicheExpertentipps rund um die ImmobilieGrundlagen der gewerblichen Immobilienverwaltung22.10.2013München24.–25.10.2013Hamburg25.10.2013Ettlingen28.–29.10.2013München28.10.–4.11.2013Windhagen29.10.2013Wiesbaden29.10.2013Flensburg30.10.2013StuttgartMietrechtliche Fragen bei Tod des Mieters 5.11.2013DortmundBest Practice Immobilienmarketing 7.–9.11.2013MünchenRechtliche Grundlagen des Contractings 11.–12.11.2013HamburgEnergieberater für KMU 11.–16.11.2013Biberach39*/99** Euro450*/540** Euro(inkl. MwSt.)495 Euro(inkl. MwSt.)270 Euro(inkl MwSt.)IVD Berlin Brandburg e.V., Telefon 030 89735364,www.ivd-berlin-brandburg.deBBA - Akademie der Immobilienwirtschaft e.V.,Telefon 030 230855-0, www.bba-campus.deESWiD, Telefon 0911 223554,www.esw-deutschland.deTechnik FH Mainz, Telefon 06131 628-0,http://mit2013.fh-mainz.de1.290 Euro The Conference Group GmbH, Telefon 069 75953015,www.conferencegroup.de/fachmarkt13460 Euro(inkl. MwSt.)(keine Preisangabeverfügbar)Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Telefon 069 7575532,www.zukunft-lebensraeume.deKatholischer Siedlungsdienst e.V, Telefon 030 28093650,www.ksd-ev.de2.099 Euro Euroforum Deutschland SE, Telefon 0211 9686-3636,http://wiwo.konferenz.de/arbeitswelten/350 Euro(inkl. MwSt.)Haus der Akademien, Telefon 0761 38673-0,www.alumni-immo-freiburg.de179 Euro Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e.V.,Telefon 030 3009679-0, www.ddiv.de490 Euro Haufe Akademie, Telefon 0761 898-4422,www.haufe-akademie.dekostenfrei285*/310**(inkl. MwSt.)Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau undRaumordnung e.V., Telefon 030 20613250,www.deutscher-verband.orgAWI Akademie der Wohnungs- und ImmobilienwirtschaftGmbH, Telefon 0711 16345-601,www.awi-vbw.de890 Euro Haufe Akademie, Telefon 0761 898-4422,www.haufe-akademie.de2.998 Euro Sprengnetter-Akademie, Telefon 02642 979675/-76,www.sprengnetter.de295 Euro(inkl. MwSt.)kostenfrei245*/315** Euro(inkl. MwSt.)270*/335** Euro(inkl. MwSt.)Personal- und Management-Beratung GmbH,Telefon 0611 374246, www.pm-consulting.comRechtsanwaltskammer SH/schleswig-holsteinischeNotarkammer/Steuerberaterkammer,Telefon 040 41327023, www.rak-sh.deInstitut Fortbildung Bau,Telefon 0711 248386-310, www.ifbau.devhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklunge.V., Telefon 0228 72599-43, www.vhw.de1.890 Euro REMI Real Estate Management Institute,Telefon 0611 71021247, www.ebs-remi.de990 Euro VfW/IKET GmbH, Telefon: 0201 8127-341,www.iket.de, www.energiecontracting.de1.980 Euro(inkl. MwSt.)Akademie der Hochschule Biberach,Telefon 07351 582-551, www.akademie-biberach.de* Mitglieder ** Nichtmitgliederwww.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


64 ServiceMein KlassikerNeue BücherBegründer der MarkentechnikIngmar Behrens, Pressesprecher undVerantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeitdes German Council of Shopping Centers e.V.und geschäftsführender Gesellschafterder Unternehmensberatung Nebelungund Behrens GmbH, HamburgDie Gewinnung des öffentlichen Vertrauens von Hans Domizlaff„Hans Domizlaff hat vor knapp 80Jahren eine bis heute beispiellose,strukturierte und professionell distanzierteAuseinandersetzung mit denGrundlagen der Markenbildungen inder Psyche der Verbraucher geschaffen.Hier kann die Immobilienwirtschaftetwas lernen.“Zum Beginn meiner Laufbahn in derKommunikationswirtschaft bekam ichdieses Buch, als damals knapp 19-jährigerVolontär, mit den Worten überreicht:„Du interessierst Dich für Marketingund PR? Lies dieses Buch alsGrundlage der heutigen Kommunikationstechnik.“Was kann man von einemWerber lernen, der im letzten Jahr seinen120. Geburtstag gefeiert hätte? Gilt nichtin einer schnelllebigen und sich immerneu erfindenden Werbeszene schlechthindas Neue, das nie Dagewesene als„Vorne“?Weit gefehlt. Mit dem Markenklassiker„Die Gewinnung des öffentlichenVertrauens. Ein Lehrbuch der Markentechnik“hat Hans Domizlaff (Zigarette:Ernte 23, Sekt: Söhnlein Brut, diverseMarken Siemens, Deutsche Grammophongesellschaft)vor knapp 80 Jahreneine bis heute beispiellose, strukturierteund professionell distanzierte Auseinandersetzungmit den Grundlagen derMarkenbildungen in der Psyche der Verbrauchergeschaffen.Den Kern des Buches bilden die 22Grundgesetze der natürlichen Markenbildung.Domizlaffs Einführung in diepraktische Arbeit der Markenschöpfung,seine präzisen Anleitungen für das Entstehenlassenvon Marken – sie haben anGültigkeit bis heute nichts verloren.Eine wichtigeErkenntnis ist, dasskeinesfalls durchhohen WerbedruckLebendigkeit, Resonanzund Erfolg einerMarke gesichertwerden können,sondern nur durchdie Einheitlichkeitihrer Stilkomposition. Sie allein gewinntlangfristig das Vertrauen des Publikums.Dazu Hans Domizlaff: „Sagt der Verbraucher:Die Reklame ist gut! – dannwar die Reklame schlecht. Sagt der Verbraucher:Die Ware ist gut!, dann war dieReklame gut!“Die Authentizität von Markenversprechen,Produkt und Dienstleistung– das zählte vor 80 Jahren genauso wieheute zu den Eckpfeilern des wirtschaftlichenErfolgs. Hier kann die Immobilienwirtschaftetwas lernen. Ich meine: Einlesenswertes Buch für all diejenigen, diemorgen auch noch am Markt Bestandhaben wollen.Hans Domizlaff, Marketing Journal,7. Auflage 2005, 352 S.,ISBN 978-3922938408, derzeit nicht verfügbarDemografie und ImmobilienDie demografischenTrends führen auf demImmobilienmarkt zugravierenden Auswirkungen.In dem Buchwerden die wichtigstenImplikationen für diedeutschen Wohn- undGewerbeimmobilienmärkte dargestellt. Damitverbunden sind konkrete Empfehlungenfür Investoren, Stadtentwickler und Immobilienbestandshalter.Prof. Dr. Tobias Just, Oldenbourg Verlag,2. Auflage 2013, 128 S.,ISBN 978-3-486-71364-0, 44,80 EuroImmoWertVMit der neuen Immobilienwertermittlungsverordnungsollen dieAnwenderfreundlichkeitdes deutschenWertermittlungsrechtsgesteigert und die Datengrundlagensowie die internationaleVermittelbarkeit verbessert werden. DieAutoren erläutern die neuen Vorschriften imDetail, zeigen die Hintergründe auf und gebenTipps zur Umsetzung in der Praxis.Dr. Hans Otto Sprengnetter, Jochem Kierig,Sprengnetter GmbH, 1. Auflage 2010,228 S., ISBN 978-3-937513-51-5, 73,83 EuroFarben der HotelsIn Hotels geht es nebender Aufmerksamkeitdes Personals auch immerum Ambiente undAtmosphäre. Die Farbgestaltungder Räumespielt dabei eine wichtigeRolle. Das Buch vermittelt durch einenwissenschaftlichen und einen praktischenTeil die Bedeutung von Farbwelten und zeigtderen Wirkung auf das Hotelgebäude auf.Axel Venn, Corinna Kretschmar-Venn, JaninaVenn-Rosky, Callwey, 1. Auflage 2013, 416 S.,ISBN 978-3766720252, 79 Euro10 I 2013 www.immobilienwirtschaft.de


65Aus unserem HausSchmidt-Futterer: MietrechtRuinas ModernasHandbuch Facility ManagementDer Großkommentar„Schmidt-Futterer“ sollauch in der neuen Auflagehelfen, im Mietrechtdie Möglichkeitender Vertragsfreiheit unddie Regelungen zumSchutz der Vertragsparteienrichtig miteinander abzustimmen.Das bekannte Standardwerk bietet ein Informationsangebotzum Wohnraum- undGewerberaummietrecht. ÜbergreifendeGesichtspunkte und Nebenvorschriftensind gesondert erläutert. Die Neuauflage2013 berücksichtigt alle neuen BGH-Entscheidungenund zudem Gesetzesnovellen,etwa die neue Trinkwasserverordnung, dasGesetz zur Modernisierung der Regelungenüber Teilzeit-Wohnrechteverträge oder dasGesetz über die energetische Modernisierungvon Mietwohnungen. Das Buch richtetsich an Richter, Rechtsanwälte, Vermieter,Mieter, Hausverwalter, Wohnungsämter sowieHaus- und Grundbesitzervereinigungen.Hubert Blank (Hrsg.), Verlag C.H. Beck,11. Auflage 2013, 2883 S.,ISBN 978-3-406-63877-0, 179 EuroUnfertige, weil in derKrise verlassene Wohnanlagenhaben dieKüstenlinien Spaniensvöllig verwandelt. JuliaSchulz-Dornburgs Fotografienan 60 Standorten, die auf einer10.000 Kilometer langen Fahrt entstanden,provozieren neben den allgegenwärtigenWerbematerialien der spanischen Urlaubsregionen.Das Buch ist die fotografischeBestandsaufnahme der verlassenen spekulativenBauten. Zu sehen sind Landschaften,die durch nie beendete Wohnresortsbesetzt wurden und in diesen bleibendeSchäden hinterlassen haben. Es werden Bildergezeigt von beunruhigender Schönheit,der Wechselwirkung vom kurzen Leben derImmobilienspekulation und seinen dauerhaftenFolgen. Julia Schulz-Dornburg wurde1962 in München geboren. Sie absolvierteihr Studium an der Architectural Associationin London und lebt und arbeitet seit 1991als Architektin in Barcelona.Julia Schulz-Dornburg, Ruinas Modernas,Ambit Servicios Editoriales, Barcelona, 220 S.,16,35 EURIn diesem Buch kommenNutzer, Dienstleisterund Beraterzu Wort – ergänzt umEinschätzungen vonWissenschaftlern undMarktexperten. Durchdie verschiedenenFachbeiträge soll ein 360-Grad-Blick auf denDienstleistungsmarkt Facility Managemententstehen. So gehen die Autoren sowohlauf die Entwicklung des FM-Markts ein alsauch auf dessen volkswirtschaftliche Bedeutung.Neben der Zusammenarbeit zwischenKunden und Dienstleistern wird auch die internationaleVergabe beleuchtet. Die einzelnenGewerke und ihre Stellenwerte werdenebenso thematisiert wie integrierte Services.Die Autoren stellen aktuelle Herausforderungendar und entwickeln Lösungen,die nicht nur für den Erfolg eines einzelnenUnternehmens entscheidend, sondern auchfür den Standort Deutschland von zentralerBedeutung sind.Jörg Hossenfelder, Thomas Lünendonk (Hrsg.),Verlag Haufe-Lexware 2013, 270 S.,ISBN 978-3-648-04032, 49 EuroImpressumHaufe-Lexware GmbH & Co. KGEin Unternehmen der Haufe GruppeMunzinger Straße 979111 FreiburgGeschäftsführung:Isabel Blank, Markus Dränert,Jörg Frey, Birte Hackenjos,Randolf Jessl, Markus Reithwiesner,Joachim Rotzinger,Dr. Carsten ThiesAbonnenten-Service und VertriebService-Center FreiburgTel.: 0800 7234-253Fax: 0800 5050-446E-Mail: zeitschriften@haufe.deRedaktionDirk Labusch (La)(verantw. Chefredakteur)E-Mail: dirk.labusch@immobilienwirtschaft.deLaura Henkel (lh)E-Mail: laura.henkel@immobilienwirtschaft.deJörg Seifert (sei)E-Mail: joerg.seifert@immobilienwirtschaft.deRedaktionsteamRA Alexander C. BlankensteinRAin Almut KönigMichaela BurgdorfJournalisten im HeftGabriele BobkaBirgitt WüstNorbert JumpertzFrank Peter UnterreinerJelka Luisa BeuleMarianne SchulzeSo erreichen Siedie RedaktionTel.: 0761 898-3507Fax: 0761 89899-3507E-Mail: redaktion@immobilienwirtschaft.dewww.immobilien wirtschaft.deGrafik/LayoutStefanie KrausHanjo TewsTitelRoman Sakhno/shutterstock.comvasabii/shutterstock.comMesse MünchenAnzeigenAnzeigenpreisliste (1.1.2012)Haufe-Lexware GmbH & Co. KGNiederlassung WürzburgBereich Media Sales,Im Kreuz 997076 WürzburgAnzeigenleitungKlaus SturmTel.: 0931 2791-733E-Mail: klaus.sturm@haufe-lexware.comKey Account ManagementOliver CekysTel.: 0931 2791-731E-Mail: oliver.cekys@haufe-lexware.comMichaela Freund(Stellenmarkt)Tel.: 0931 2791-777, Fax: -477E-Mail: stellenmarkt@haufe.deHeike TiedemannTel.: 040 520103-39, Fax -12heike.tiedemann@haufe-lexware.comAnzeigendispositionMonika ThüncherTel.: 0931 2791-464, Fax: -477E-Mail: monika.thuencher@haufe-lexware.comAnzeigenschlussjeweils zum 10. des VormonatsAktuelle Informationen zu den Zeitschriften-und Online-Angeboten findenSie unter: www.haufe.de/mediacenterBezugspreisJahresabo 144,80 Euro (inklusiveVersandkosten, Online-Archiv,Urteilsda tenbank etc.); Bezieher desLoseblattwerks „Haus- und Grundbesitz“erhalten Immo bilienwirtschaftim Rah men ihres HuG-Abonnements.Für Mitglieder der deutschen Sektiondes Immobilienverbands RoyalInsti tu tion of Chartered Surveyors(RICS) und des Deutschen Verbands(DV) ist der Bezug mit der Zahlungihres Mit glieder beitrags abgegolten.Urheber- und VerlagsrechteDie Zeitschrift sowie alle in ihr ent ­hal tenen ein zel nen Beiträge undAb b il dungen sind urheber rechtlich geschützt.Alle Rechte vor behalten. KeinTeil dieser Zeitschrift darf ohne schriftlicheGenehmigung des Verlags vervielfältigtoder verbreitet werden. Unterdieses Verbot fallen insbeson dere die gewerblicheVer viel fält i gung per Kopie, dieAuf nahme in elek tronische Datenbankenund die Verviel fältigung auf CD-ROM.BildnachweiseSoweit keine Bildquelle vermerkt, wurdenuns Personenaufnahmen von denjeweiligen Unternehmen zur Verfügunggestellt. Andere Bildmotive ohne Nachweisstammen aus der Bilddatenbankdes Verlags.Gerichtsstand ist FreiburgISSN: 1614-1164Erscheinungsweise10 x jährlichVerbreitete AuflageDruckFIRMENGRUPPE APPLechter druck GmbHDelpstraße 1597084 Würzburgwww.immobilienwirtschaft.de 10 I 2013


66 ServiceUnternehmensindexAberdeen Asset Management .........16Allianz ...........................17Allianz Real Estate ..................28Auction.com .......................27Auktion & Markt AG .................27Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG. . . 18, 28Axel Springer AG ...................24Berlin Hyp ........................43BfW Bank für Wohnungswirtschaft AG ..47bieterverfahren24 ..................27Blackstone Group ...................33BNP ParibasReal Estate Deutschland ...........25, 28Bouwfonds ......................42 ff.Bouwfonds Investment Management ...41Bouwfonds Reim Deutschland .........18Brookfield Property Partners LP .....32, 33Bulwien-Gesa ......................38Catella Property ....................26CBRE .............................38CENTRUM Holding DeutschlandGmbH & Co. KG .....................14City Projekt Immobilien GmbH .........18Clifford Chance .....................18Colony Asset Management ...........33Comfort High Streets Swiss AG .........18Comfort Gruppe ....................18Corestate Capital AG .................18Deka Immobilien GmbH ..............28Deloitte .....................42 ff., 66Deutsche Annington. . . . . . . . . . . . . . . . . 31Deutsche Kreditbank AG .............47Deutsche Bank AG ...............18, 31Deutsche Hypo .....................41DIC Asset AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18ECE Projektmanagement .............17Empirica AG .......................16Ernst & Young ....................42 ff.Fennia Group ......................16First Kröpcke GmbH .................14Fortress ..........................31Gagfah Group ...................30, 31Gazeley Ltd. .......................33GBI AG ...........................39Georg von Holtzbrinck Verlagsgruppe ...24Goldman Sachs ....................31GSW Immobilien AG ..............18, 28Hahn-Immobilien-Beteiligungs AG .....18Hausbank München eG ..............47Helma Eigenbau AG .................19HIH Hamburgische ImmobilienHandlung GmbH .................16, 28Hochtief Solutions AG ................15Immobilienscout24 ...............24 ff.Immofinanz Group ..................17Immonet GmbH ...............24 ff., 66immoweb.de ......................27Immowelt.de ....................24 ff.International Campus AG .............39InvestorFinder.de ...................24IVG Immobilien AG ..................18Jones Lang LaSalle ......10, 17, 19, 25, 40Kalaydo GmbH & Co. KG ..............23Kanzlei Bögner Hensel & Partner .......29Kapitalpartner Konzept GmbH . ........39KfW-Bank ......................46, 47Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P.(KKR) . ...........................33LaSalle Investment Management ......16Lyxor Asset Management ............18Mainova EnergieDienste GmbH ........50MPC Capital .......................39Nebelung und Behrens GmbH .........64Perella Weinberg Partners ............33Polis Immobilien AG .................18Property Henderson Global Investors ....66Quantum Global Real Estate. . . . . . . . . . . 16Questim.com ......................24Redevco Services Deutschland GmbH ...18Rreef Management GmbH ............18Saia Burgess Controls (SBC) ...........53Savills .........................25, 38schneider+schumacherArchitekturbüro ....................52Schwäbisch Hall AG .................47Scope Corporation AG ................18Siemens AG .......................15SPIE GmbH ........................15Tec-Control ........................53Tekton Consulting ...................24Terragroup ........................27Thakral Holdings Group ..............32TLG Immobilien ....................28UBS Real Estate ....................18Union Investment Real Estate .........14Unique AG ........................39Warburg-Henderson KAG .............16Wunschgrundstück GmbH ............27Special zur Expo RealAllianz SE .......................6, 24Behnisch Architekten .................7Berlin Hyp ........................18Berliner Volksbank .................18Blackstone ........................18BNP Paribas .......................21Bouwfonds ........................17bulwiengesa AG ....................12CalCon Deutschland AG ..............22CBRE .............................23CBRE Global Investors ...............23Comfort ..........................21Corio ............................17Corpus Sireo Asset Management .......23Corpus Sireo Holding ................23Data Room Services ................13DSKDeutsche Stadt- und GrundstücksentwicklungsgesellschaftmbH & Co. KG ..6Edeka ............................21EHL Immobilien GmbH ................7Europe Invesco Real Estate .............6Fabulous Urban .....................7Fürst Developments GmbH ............7GSW Immobilien AG .................25Haufe Gruppe .......................8Helaba ...........................18HOCHTIEF Solutions AG ...............14HWF Hamburgische Gesellschaftfür Wirtschaftsförderung ..........14, 18Hypo Real Estate ...................18Hypothekenbank Frankfurt AG ..........6ImmobilienScout24 GmbH ...........18Immowelt AG ......................22Invesco Real Estate .................24Investitionsbank Berlin ..............18IVG Immobilien AG ...............18, 20LEG Immobilien AG .................24Loxxess AG .........................7Lührmann .....................14, 21Max Bögl BauunternehmungGmbH & Co. KG ......................7Multi Development .................18O&O Baukunst ......................7Paramount Group ..................18pbb Deutsche Pfandbriefbank AG .......6Porr AG ............................7Rabo Real Estate Group ..............17RAG Montan Immobilien .............17Raiffeisen evolution projectdevelopment GmbH ..................7Reality Consult GmbH .................7STRABAG AG .......................21STRABAG Property and FacilityServices GmbH .....................21Taylor Wessing ......................7Techem GmbH .....................26Theo Hotz Partner Architekten ..........7Union Investment Real Estate GmbH ....16USAA Real Estate Company ...........18Fotos: K. Keinrath, Zastolskiy Victor/Shutterstock.comVorschau auf ...ImmobilienversicherungenSicher ist sicherÜberversichert oder fahrlässig gefährdet? Welche Assekuranz-Produktesind auf dem Markt? Die Strategieneiner Branche und die Rolle der Versicherungsmakler.Neueste Trends aus dem Blickwinkel der Immobilienversicherer.Und was es bei Neuprojekten zu beachtengilt.MikroapartmentsNeuer Nischenhype... November 2013Wer versichert dieses Gebäude noch? Was kostet es?Wohnraum ist in deutschen Großstädten rar und teuer.Der Arbeitgeber verlangt Mobilität. Die Ein-Personen-Haushalte nehmen zu. Über die Bedeutung von Mikroapartmentsfür die deutsche Immobilienwirtschaft.Die November-Ausgabe erscheint am 4. November 2013,Anzeigenschluss ist der 7. Oktober 2013.... Dezember 13/Januar 14ObjektvermittlungDie Hausbank als MaklerDie Banken und Sparkassensind vor Ortund von Berufs wegengut informiert. Siewissen häufig, welchesObjekt demnächst aufden Markt kommenwird. Nicht wenigeGeldhäuser unterhalten eigene Maklerabteilungen. Wieeffizient arbeiten diese? Wie groß sind die Vermittlungserfolgeim Vergleich zum Maklerbüro? WelchenMarktanteil haben sie? Welche Software nutzen sie?Die Dezember-/Januar-Ausgabe erscheint am 13. Dezember2013, Anzeigenschluss ist der 18. November 2013.10 I 2013 www.immobilienwirtschaft.de


67GeheimnisseWer kennt sie schon, die Vertreter der zersplitterten Immobilienwelt? Wer weiß, welcheWünsche sie hegen, wen sie gerne träfen. Heute fragen wir ...… drei Expo-Real-TeilnehmerTimothy Horrocks MRICS,Head of Germany, PropertyHenderson Global InvestorsMichael Müller,Industry Leader Real Estate,Deloitte DeutschlandMarc Schmidt,Leitung Vertrieb, ImmonetGmbH?Welche Schwächen haben Sie– mit Ausnahme von Ungeduldund Perfektionismus??Horrocks: Ich besitze ein Blackberry undhabe die Angewohnheit, das Gerät auchin meiner Freizeit nicht abzuschalten.Müller: Da bleibt nicht mehr viel übrig:Schokolade und Wein.Schmidt: Als ehemaliger Hochleistungssportlermanchmal zu viel Emotion undLeidenschaft.Mit wem aus der Immobilienbranchewürden Sie einmalgerne zum Abendessen gehenund warum?Horrocks: Am liebsten mit einem Projektentwickler.Denn egal, wie widrig dieRahmenbedingungen auch sind, die Kollegenbleiben immer optimistisch.Müller: Wenn es möglich wäre, dann mitLe Corbusier, aber da bin ich leider etwa50 Jahre zu spät dran. Ansonsten miteinem Stararchitekten von heute.?Schmidt: Mit Donald Trump, um ihn zufragen, welchen Friseur er hat und ob erdas tägliche Styling selbst übernimmt.Wo kann man Sie in der Mittagspauseantreffen?Horrocks: Ich bin Brite. Daher verbringeich die Mittagspause meist an meinemSchreibtisch und esse ein Sandwich.Müller: Wenn ich nicht beruflich unterwegsbin, dann meistens im Office.Schmidt: Im „Spalding“ – bei einer Currywurstmit Pommes und großer Spezi.?Ihr Wunsch an die Kollegen IhresBerufsstands?Horrocks: Zeigen Sie mit Ihrem HandelnIhre Wertschätzung für künftige Generationen.Gestalten wir Lebenswelten heuteim Gedanken an das Morgen.Müller: Lasst uns unsere gemeinsamenAnstrengungen zur Erhöhung der Professionalisierungder Immobilienwirtschaftunablässig vorantreiben.Schmidt: Noch mehr Sensibilisierung fürdie Digitalisierung als Anbahnungsmöglichkeitvon Immobiliengeschäften. f|Ihr Statement zum provokanten Stereotyp: „Die besten Kontakteauf der Expo Real habe ich auf den Abendveranstaltungen.“Horrocks: Dem stimme ich durchaus zu. Wenn Menschen in entspannter Atmosphärezusammenkommen, werden nun mal die meisten Informationen ausgetauscht.Und der abendliche Genuss eines bayrischen Weißbiers soll das ja bekanntlichnoch beschleunigen.Müller: Der frühe Vogel fängt den Wurm!Schmidt: Vielleicht die attraktivsten, aber nicht immer die besten ...f|www.immobilienwirtschaft.de 10 I 2013


11.-14. MÄRZYEARSPalais des festivalsCannes, FrankreichMIPIM IST IMMOBILIENINVESTMENTDie MIPIM ist seit 25 Jahren der Dreh- und Angelpunktder internationalen Immobilienwirtschaft und hat sichals führende Immobilieninvestmentmesse etabliert. Siebietet den einflussreichsten Akteuren der Branche die größteAuswahl an Entwicklungsprojekten und Kapitalquellenweltweit.Die MIPIM ist zweifelsohne der effizienteste undrelevanteste Branchentreffpunkt des Immobiliensektors.Cenk Arson,Chief Executive Officer, Renaissance Real Estate Investment20.000 Teilnehmer7.500 Firmen19.000 m² Ausstellungsfläche80 Länder4.300 Investoren3.000 CEOs & VorständeExklusive Networking-PlattformPulsierende internationale MesseHochkarätiges KonferenzprogrammFür weitere Informationen wenden Sie sich an Claudia Roehl, Tel. +49-30 280 18 555, mipim@runze-casper.deoder besuchen Sie unsere Website www.mipim.com


32Expo Real 2013AusstellerverzeichnisSpecialFirmaHalle/Stand Aussteller bei IS(CA)FM(IT)DL BI WS MS PMS IP KontaktHOCHTIEF ViCon GmbH B1.134 HOCHTIEF Solutions AG x Kai Brandt,Tel. +49 (0)201 8243060IBM Deutschland A2.532 x Hagen Neulen,Tel. +49 (0)160 90193363ImmobilienScout24 ImmobilienScout GmbHB2.220 BID – BundesarbeitsgemeinschaftImmobilienwirtschaft Deutschlandx x Tel. +49 (0)30 243011100IMMOLOGIS GmbH B1.011 PROMOS consult Projektmanagement,Organisation und ServiceImmonet GmbH A1.130 Immobilienverband DeutschlandIVD e.V.xxRalf Seveneick,Tel. +49 (0)30 243 1170Dr. Sonja Surenbrock,Tel. +49 (0)151 42163900immopac AG C2.320 Swiss Circle Events AG x x Dr. Thomas Höhener,Tel. +41 (0)43 5013100Immowelt AG C1.211 x x x Harald Sonntag,Tel. +49 (0)911 52025 222IMS Immobilien-Management-Systeme GmbHC1.240 MAG Mainzer AufbaugesellschaftmbHx x Dr. Klaus Grüning,Tel. +49 (0)178 4492386Ing. Günter Grüner GmbH Kompetenzin SoftwarelösungenC1.523 pit - cup GmbH x A. Weber,Tel. +49 (0)89 54757580Kreis Recklinghausen Kreisentwicklung/WirtschaftB1.330 Wirtschaftsförderung metropoleruhrGmbHxPeter Haumann,Tel. +49 (0)2361 534038Manhattan Software Group Ltd. A1.020 x x Sinead Coogan,Tel. +44 7960 389525Move Consultants AG C2.320 Swiss Circle Events AG x Dr. Andreas Meister,Tel. +41 (0)61 3779500N+P Informationssysteme GmbH A2.331 Sächsisches Staatsministerium derFinanzen Freistaat Sachsenx Tel. +49 (0)3764 40000NEMETSCHEK Crem SolutionsGmbH & Co. KGC1.110 TETRIS Grundbesitz GmbH & Co. KG x x x Jürgen Pak,Tel. +49 (0)152 54550251onOffice Software GmbH C1.022 x Marius Siegmund,Tel. +49 (0)241 4468614Panolife GmbH B2.240 WFB Wirtschaftsförderung BremenGmbHx x Milad Dana,Tel. +49 (0)151 58500002pit - cup GmbH C1.523 Ing. Günter Grüner GmbH Kompetenzin SoftwarelösungenxKlaus Emrich,Tel. +49 (0)6221 53930PROMOS consult Projektmanagement,Organisation,ServiceB1.011 x x x x x x Kai van der Hoven,Tel. +49 (0)30 243 1170SAP Deutschland AG & Co. KG C1.130 Metropolregion Rhein-Neckar GmbH x x x Axel Sperling,Tel. +49 (0)160 90108629SemTrac Consulting AG C1.032 x x Dirk J. Breitinger,Tel. +49 (0)8031 408990Sigotron Schweiz AGSoftware & ConsultingA2.100 x Stefan Zimmermann,Tel. +41 56484 8585Terramag GmbH C1.332 Wirtschaftsförderung Region FrankfurtFrankfurt Rhein-Main e.V.xCeyhan Budak,Tel. +49 (0)6181 4289990Wirtschaftsförderung SachsenGmbHA2.331 Sächsisches Staatsministerium derFinanzen Freistaat SachsenxDietrich Kern,Tel. +49 (0)351 2138-221Yardi Systems GmbH A2.530 x x x x Linda McFarland,Tel. +49 (0)211 52391466Legende: IS = Immobilienwirtschaftliche Software; (CA)FM = (Computer Aided) Facility-Management; (IT)DL = (Immobilien-IT-)Dienstleister; BI = Beratungsunternehmen Immobilien-Software;WS = Wertermittlungs-Software; MS = Makler-Software; PMS = Portfoliomanagementsysteme; IP = Internet-Portale ImmobilienDie Tabelle ist eine Auswahl der Redaktion. Konzeption: Jörg Seifert, Dokumentation: Nicholas Weidmann (Quelle: www.exporeal.net, eigene Recherche; Stand: 29.08.2013)|10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


31Immobilien-IT auf der ExpoReal-Estate-Software. Viele der Marktplayer sind auch in diesem Jahr auf der Messepräsent. Nutzen Sie das exklusiv recherchierte Ausstellerverzeichnis für den Besuchbei den Anbietern immobilienwirtschaftlicher Lösungen Ihrer Wahl.AusstellerverzeichnisFirmaHalle/Stand Aussteller bei IS(CA)FM(IT)DL BI WS MS PMS IP Kontakt1000hands AG GebäudedatenAufmaß/CAD/FlächenC1.522 x x Tel. +49 (0)30 60984450Aareal Bank AG B2.230 x Dr. Wolf Schumacher,Tel. +49 (0)611 3480Aareon AG B2.230 Aareal Bank AG x x Stephan Rohloff,Tel. +49 (0)6131 3010ARGUS Software Limited A1.521 x x x Viviane Morris,Tel. +44 20 35893306Auction.Com Commercial GermanyGmbH Kastor & PolluxA1.521 x Heather Jones,Tel. +49 (0)7500 775213AWARO by AirIT Systems AirITSystems GmbHC1.230 Frankfurt am Main WirtschaftsförderungFrankfurt GmbHxMarc Beissler,Tel. +49 (0)175 181 7619Boreales GmbH B2.430 HWF Hamburgische Gesellschaft fürWirtschaftsförderung mbHx x x Jens Töpper,Tel. +49 (0)40 419243 10CONJECT AG A1.521 ARGUS Software Limited x x x Annegret Cox,Tel. +49 (0)89 95414 265control.IT UnternehmensberatungGmbHDrooms@ DataRoom ServicesGmbHB2.240 WFB Wirtschaftsförderung BremenGmbHC1.230 Frankfurt am Main WirtschaftsförderungFrankfurt GmbHx x x Klaus Weinert,Tel. +49 (0)172 3911786x x Anita Fedorowicz,Tel. +49 (0)178 2552073FlowFact AG A1.130 ImmobilienverbandDeutschland IVD e.V.x x Rihan Öngüdü,Tel. +49 (0)2236 880 169Geka mbH A1.101 x Dr. h.c. Hans Biermann,Tel. +49 (0)30 88711110GeoData+ GmbH B1.330 Wirtschaftsförderungmetropoleruhr GmbHxChristoph Babilon,Tel. +49 (0)152 53407840gibGREINER GmbH B1.342 Deutscher Verband der ProjektmanagerBau- und Immobilienwirtschaftx Tel. +49 (0)89 5003800GiT – Gesellschaft für innovativeDV-Technik GmbHgmc² gerhards multhauptconsulting GmbHB1.130 Wirtschaftsförderungmetropoleruhr GmbHB2.444 Region Bonnc/o Wirtschaftsförderung Stadt Bonnx x x x Dietmar Feike-Ostrop,Tel. +49 (0)163 7090712x Tel. +49 (0)228 304977 00Haufe-Lexware GmbH & Co. KG B2.220 BID – BundesarbeitsgemeinschaftImmobilienwirtschaft Deutschlandx x Michael Dietzel,+49 (0)800 7956724Legende: IS = Immobilienwirtschaftliche Software; (CA)FM = (Computer Aided) Facility-Management; (IT)DL = (Immobilien-IT-)Dienstleister; BI = Beratungsunternehmen Immobilien-Software;WS = Wertermittlungs-Software; MS = Makler-Software; PMS = Portfoliomanagementsysteme; IP = Internet-Portale ImmobilienDie Tabelle ist eine Auswahl der Redaktion. Konzeption: Jörg Seifert, Dokumentation: Nicholas Weidmann (Quelle: www.exporeal.net, eigene Recherche; Stand: 29.08.2013)|gwww.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


30Expo Real 2013 – AdvertorialsSpecialAussteller Anschrift Halle/Stand FirmenbeschreibungInvestitions- und MarketinggesellschaftSachsen-Anhalt mbHDr. Carlhans UhleGeschäftsführerAm Alten Theater 639104 MagdeburgTel. 0391 568 990welcome@img-sachsen-anhalt.deA2.432Die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-AnhaltmbH (IMG) ist die Ansiedlungs- und Marketingagentur des LandesSachsen-Anhalt. Wir bieten alle Leistungen rund um die Ansiedlungim Land – von der Akquisition bis zum Produktionsstart, vermarktenden Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort und zeichnen unsverantwortlich für das Tourismusmarketing im In- und Ausland.Die Ansiedlung von Unternehmen im Land wird aktiv von der IMGbegleitet und unterstützt.Nemetschek Crem SolutionsGmbH & Co. KGHerr Rüdiger MörstedtKokkolastraße 240882 RatingenTel. 02102 5546-228Fax 02102 5546-404rmoerstedt@crem.nemetschek.comwww.crem.nemetschek.comToscana PromozioneEconomic Promotion Agency of TuscanyVia Vittorio Emanuele II 62/6450134 Firenze – ItalienTel. +39 055 4628055Fax +39 055 4628025s.poledrini@toscanapromozione.itwww.toscanapromozione.itUnion Investment Real Estate GmbHUnion Investment InstitutionalProperty GmbHValentinskamp 70/EMPORIO20355 HamburgTel. 040 34919-0Fax 040 34919-4191service@union-investment.dewww.union-investment.de/realestateWTSThomas-Wimmer-Ring 1-380539 MünchenTel. 089 28646-0Fax 089 28646-111info@wts.dewww.wts.deC1.110Die NEMETSCHEK Crem Solutions GmbH & Co. KG, hat einen Stammvon rund 1.100 Kunden Unternehmen aus allen Bereichen derkaufmännischen Verwaltung von Immobilien. Angefangen beikleineren Verwaltern über breit aufgestellte Property- und Asset-Manager bis hin zu namhaften Kapitalgesellschaften und globalagierenden Immobilienunternehmen. Die angebotenen Lösungendecken die gesamte Bandbreite des modernen kaufmännischenImmobilienmanagements ab.A1.125Tourismus, Logistik, Innovation: Das sind die wichtigsten Bereichedes Immobilienangebots der Region Toskana. Ein abwechsungsreichesund qualifiziertes Portfolio, das sich über die gesamte Regionerstreckt: von der Küste ins Landesinnere, von den großen Städtenbis in die ruhigsten Winkel auf dem Land. Entdecken Sie jede MengeGelegenheiten auf www.investintuscany.com. Auf der Expo Realwird Ihnen das Team von „Invest in Tuscany“ am Stand gerne alleMöglichkeiten vorstellen.B2.142Union Investment ist mit einem Immobilienvermögen von rund23 Milliarden Euro in Offenen Immobilien-Publikumsfonds und-Spezialfonds einer der führenden europäischen Immobilien-Investment-Manager.Ihr über 23 Ländermärkte breit diversifiziertesImmobilienfondsportfolio besteht aus 320 Büro-, Hotel-, Einzelhandels-und Logistikobjekten. Mit einem Investitionsvolumenvon rund 2,5 Milliarden Euro gehörte Union Investment auch 2012wieder zu den leistungsstärksten Immobilienkäufern in Europa.A1.320Die WTS ist eine international tätige Beratungsgruppe mit denGeschäftsbereichen Tax, Legal und Consulting, mehr als 500 Mitarbeiternund sieben Standorten in Deutschland.Unsere Dienstleistungen im Bereich Real Estate Services reichen vonder Beratung bei Akquisition oder Desinvestition über die Entwicklungvon Immobilienfonds bis hin zum hochintegrierten steuerlichenCorporate Real Estate Management.10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


Expo Real 2013 – Advertorials29Aussteller Anschrift Halle/Stand FirmenbeschreibungBayernLBBrienner Str. 1880333 MünchenTel. 089 2171-27003Fax 089 2171-23112immobilien@bayernlb.dewww.bayernlb.de/immobilienBerlin Hyp AGBudapester Straße 110787 BerlinTel. 030 2599-90Fax 030 2599-9131www.berlinhyp.deA1.312Der Bereich Immobilien der BayernLB gehört zu den führendenImmobilienspezialisten Deutschlands. Das Immobiliengeschäftbeinhaltet langfristige gewerbliche Immobilienfinanzierungenund -dienstleistungen.Dies umfasst u.a. Bestands-, Portfolio- und Konsortialfinanzierungen,Projektentwicklungen, wohnwirtschaftliche Bauträger, Managementimmobiliensowie Eigenkapitalbetei ligungen und M&A.B2.314Berlin Hyp – Partnerschaft ist unser Fundament. Im Verbund derSparkassen-Finanzgruppe unterstützen wir die Sparkassen intensivbei der gewerblichen Immobilienfinanzierung. Gleichzeitig bietenwir unseren Immobilienkunden individuelle Finanzierungslösungenund eine breite Dienstleistungspalette.Drees & SommerObere Waldplätze 1170569 StuttgartTel. 0711 1317-0Fax 0711 1317-10info@dreso.comwww.dreso.comC1.430C1.422Seit über 40 Jahren begleitet Drees & Sommer als internationalesUnternehmen öffentliche und private Bauherren sowie Investorenbei allen Fragen rund um die Immobilie. Heute besteht das Leistungsportfolio aus den Bereichen Entwicklungsberatung, Projektmanagement,Engineering, Immobilienberatung, Infrastrukturberatungund Strategische Prozessberatung. Über 1.500 Mitarbeiter arbeiten an35 internationalen Standorten begeistert für den Erfolg der Kunden.Haufe-Lexware GmbH & Co. KGMunzinger Straße 979111 FreiburgTel. 0761 898-0zeitschriften@haufe.dewww.haufe.de/immobilienHelaba LandesbankHessen-ThüringenMAIN TOWERNeue Mainzer Straße 52-5860311 FrankfurtTel. 069 9132-2691Fax 069 9132-82691immobilienfinanzierung@helaba.dewww.helaba.deImmobilien Scout GmbHAndreasstraße 1010243 BerlinTel.: 030 24301-1100Fax: 030 24301-1110info@immobilienscout24.dewww.immobilienscout24.deB2.220Haufe-Lexware bündelt die Kompetenz der Branche und liefert maßgeschneiderteLösungen für jeden Arbeitsplatz: Von der Software-Applikation, über Fachinhalte und rechtssichere Arbeitshilfen bis zuSeminaren. Die Kompetenz in Sachen Software und Fachwissen hatHaufe-Lexware im eigenen Haus: Eine große Immobilienredaktionmit Fachredakteuren und eigene Entwicklungsteams sorgen für dasnotwendige Know-how.C1.432Die Helaba zählt mit einem Geschäftsvolumen von rund 200 Mrd.Euro und ca. 6.300 Mitarbeitern zu den führenden Banken amFinanzplatz Frankfurt. Ihr Leistungsspektrum erstreckt sich über diegesamte Wertschöpfungskette – von der Projektierung und Realisierungbis hin zur Finanzierung und zum Immobilienmanagement.Über ihre Niederlassungen in Paris, London und New York sowie dieRepräsentanzen in Madrid, Moskau und Shanghai ist die Helaba anbedeutenden internationalen Wirtschaftsstandorten vertreten.B2.220ImmobilienScout24: Die Nummer 1 rund um ImmobilienImmobilienScout24 ist mit über 10 Millionen Nutzern (Unique Visitors,comScore Media Metrix) pro Monat das meistbesuchte Immobilienportalin Deutschland. Bei ImmobilienScout24 werden monatlich über1,5 Millionen Immobilien angeboten. Rund um die Immobilie bietetImmobilienScout24 seinen Nutzern bessere Entscheidungen undAnbietern eine schnellere und wirtschaftlichere Vermarktung.Investitionsbank BerlinHotline 030 2125-2662www.ibb.deB2.420B2.520Die Investitionsbank BerlinDie Investitionsbank Berlin (IBB) ist die Förderbank des Landes Berlinmit den Geschäftsbereichen Wirtschaftsförderung sowie ImmobilienundStadtentwicklung. Im Immobilienbereich liegen die Schwerpunktebei der Förderung der Energieeffizienz und Maßnahmen zurBegleitung der demografischen Entwicklung.www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


28Expo Real 2013Special40.000 Teilnehmer irren nichtExpo Real. Die Besucher strömen auch dieses Jahr durch die Hallen der Messe München.Das Finden von innovativen Finanzierungslösungen dürfte dort ein Hauptthema sein.Auch um Employer Branding und Personalfragen geht es an vielen Ständen.Halle A1BayernLBToscana PromozioneWTSHalle A2Investitions- undMarketing gesellschaftSachsen-Anhalt mbHHalle B2Berlin Hyp AGHaufe-Lexware GmbH & Co. KGImmobilien Scout GmbHInvestitionsbank BerlinUnion Investment Real Estate GmbHUnion Investment InstitutionalProperty GmbHHalle C1Drees & SommerHelaba LandesbankHessen-ThüringenMAIN TOWERNemetschek Crem SolutionsGmbH & Co. KGQuelle: www.exporeal.net – Änderungen vorbehalten10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


Expo Real 201327Retail-Logistik-Markt DeutschlandVerkaufsflächenentwicklung bis 2025 nach Kreisen. Der Bevölkerungsrückgangin großen Teilen Deutschlands sowie der sich verschärfendeWettbewerb durch den E-Commerce machen bundesweitviele Verkaufsflächen überflüssig. 4,3 Prozent Flächenrückgangbis 2025 sind die Folge. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Logistikflächen,die für den Online-Handel geeignet sind.Grafik: IVG Research Kontakt: research@ivg.de, www.ivg.de, Telefon +49 (0) 228 844-418f|www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


26Messe-ReiseführerSpecialDie RestaurantsIm Gegensatz zu früheren Zeitenverpflegen die Aussteller heute nichtmehr das halbe Messepublikum.Egal, wie gut man gefrühstückt hat, irgendwannim Laufe des Messetags nagtder Hunger. Hat man Glück, hat maneinen Termin oder einen Bekannten aneinem Stand, an dem neben Keksen undden obligaten Häppchen auch etwas„Richtiges“ angeboten wird. Im Gegensatzzu früheren Zeiten, als man einfachdort, wo es etwas gab, „schnorren“konnte, achten die Aussteller heute auchmehr auf die Kosten und verpflegennicht mehr so ohne Weiteres das halbeMessepublikum. Außerdem ist dieses„Schnorren“ nicht jedermanns Sache.Das FundbüroDas Fundbüro vom Veranstaltungsdienst Paul Mayr befindet sich in derSicherheitszentrale im Messehaus, Tor 1. Es hat 24 Stunden am Tag geöffnet.Sie haben etwas verloren oder Sie haben etwas gefunden, was ganz bestimmtvermisst wird? Die Expo Real hat auch ein Fundbüro, das vom VeranstaltungsdienstPaul Mayr geführt wird und sich in der Sicherheitszentrale im Messehausbei Tor 1 befindet. Die Sicherheitszentrale ist jeden Tag 24 Stunden geöffnet undsowohl von innen (über das Messehaus) als auch von außen zugänglich.Expo Real, das ist fürHans-Lothar Schäfer ....... eine gute Gelegenheit, zahlreiche Kunden und Verbandskollegen zutreffen. Dabei gewinne ich immer gute Impulse mit Blick auf die Anforderungendes Markts, auch bei dem einen oder anderen informellenPlausch auf den Gängen.Generell findet man in jeder Halle „gastronomischeEinrichtungen“, die zumindestnicht nur Süßes, sondern auch Herzhaftesanbieten. Hier hilft die App derExpo Real und auch der Quick-Guide, einPrintprodukt (!), weiter. Meist ist die Zahlder Sitzplätze jedoch beschränkt und vorallem zu Zeiten, wenn alle Hunger haben,sind diese Imbisse wie auch derBiergarten im Atrium umlagert.Wer gepflegt essen gehen will, dem stehenzwei Restaurants zur Verfügung: dasRestaurant am See im Eingang West imersten Stock und das Restaurant C1/C2,ebenfalls im ersten Obergeschoss zwischenden Hallen C1 und C2 an derennördlichem Ende. Wer hier essen will,sollte allerdings einen Tisch vorbestellen.Mein Lieblingsort in derMessezeit ist …... unser Presse-Frühstück amzweiten Messetag im MessecampusRiem.Nach einem anstrengendenMessetag ...... freue ich mich auf einenentspannten Abend zu Hause.Hans-Lothar Schäfer,Vorsitzender der Geschäftsführungder Techem GmbHEs hört nicht auf ...Auch wenn Sie die Messe verlassen, im Shuttle-Bus zum Flughafen oderin der U-Bahn, treffen Sie weiter lauter Messeteilnehmer.Sie sind nach dieser Lektüre schon fast erschlagen? Warten Sie es ab, wie esIhnen nach der Messe geht: Wenn der letzte Termin, das letzte Gespräch hinterIhnen liegt, sinkt der Adrenalinspiegel und Sie werden merken, was Sie auf derExpo Real hinter sich gebracht haben. Aber geben Sie sich keinen Illusionen hin– auch wenn Sie die Messe jetzt verlassen, im Shuttle-Bus zum Flughafen oder inder U-Bahn, treffen Sie weiter lauter Messeteilnehmer. So ganz ist es erst vorbei,wenn Sie wirklich zu Hause angekommen sind!10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


25Expo Real, das ist fürJörg Schwagenscheidt FRICS ...... wie ein Jahrmarkt. Nur: wer hier am lautesten schreit, hat nicht unbedingtdas beste Angebot.Mein Lieblingsort in derZeit vom 7. bis 9. Oktober2013 ist …... der Gang durch die Hallen.Dort treffe ich viele Geschäftspartnervon gestern,heute und morgen auchohne Termin.Nach einem anstrengendenMessetag …... tun die Füße weh, sonstwar der Besuch sinnlos.Jörg Schwagenscheidt ist Vorstandder GSW Immobilien AGDer KommissarErstmals beehrt in diesem Jahr auch ein EU-Kommissar die Expo Real. Er hatdie Messe jedoch in einer anderen Rolle, als baden-württembergischer Ministerpräsident,schon früher kennengelernt: Günther Oettinger, EU-Kommissar fürEnergie, wird im Expo Real Forum über „Erneuerbare Energien in Europa – DieBedeutung für Immobilien, Infrastruktur und Investitionen“ sprechen und diskutieren(Montag, 7. Oktober 2013, 16.00 – 16.50 Uhr).Der BesprechungsraumWas tun, wenn der eigene Besprechungsraumbesetzt ist? Finden Siedas Meeting Center im ersten Obergeschosszwischen den Hallen A1 undA2, ganz in der Nähe des HaupteingangsWest!Manchmal mündet ein Termin in ein intensiveresGespräch, das man vielleichtnicht gerade an einem überfüllten Messestandund damit in aller Öffentlichkeitführen möchte. Viele Aussteller habendafür einen eigenen Besprechungsraum,aber was, wenn dieser besetzt ist? Fürsolche auch ungeplanten Fälle bietet dieExpo Real Besprechungsräume im MeetingCenter im ersten Obergeschoss zwischenden Hallen A1 und A2, ganz in derNähe des Haupteingangs West, an. DieRäume sind für bis zu acht Personen geeignet,einige wenige auch für maximalzwölf Personen. Im Vorfeld sind dieseRäume nur zu gut zwei Dritteln vermietet,sodass die Wahrscheinlichkeit, beieiner spontanen Anfrage Glück zu haben,recht hoch ist. Die Räume könnenin 50-Minuten-Zeitfenstern gebucht werden,beginnend jeweils zur vollen oderhalben Stunde. Der „normale“ Meeting-Raum kostet 250 Euro pro Stunde, derMeeting-Raum mit Projektionsmöglichkeit315 Euro. Inbegriffen sind Kaffee,Tee, Softgetränke und Gebäck.


24Messe-ReiseführerDas InvestmentthemaSpecialDas Investment Locations Forum(Halle A1.040) befasst sich mit denverschiedenen Investmentstandorten.Während das Expo Real Forum sich deneher generellen und grundsätzlichen Themender Immobilienwirtschaft widmet,befasst sich das Investment LocationsForum (Halle A1.040) dezidiert mit denverschiedenen Investmentstandorten.Dieses Jahr stehen seit Langem wiedereinmal auch die Nordischen Märkte aufdem Programm (Mittwoch, 9. Oktober2013, 11.00 – 11.50 Uhr und 12.00 – 12.50Uhr), denn immerhin ist Schweden derzeitder viertgrößte Investmentmarkt in Europa.Und zu dem schon traditionellen AmericanAfternoon (Montag, 7. Oktober 2013,15.00 – 17.50 Uhr) tritt dieses Jahr auch ein„Russian Afternoon“, drei Diskussionsrundenam Dienstagnachmittag (15.00 – 17.50Uhr), die sich mit Russland als Investmentmarktaus internationaler Sicht, mit denRegionen als Investmentstandorten sowiemit den „Big Four“ Moskau und Sankt Petersburgsowie den dazugehörigen Regionenbefassen.Das Special Real Estate Forum (Halle C2.040)ist am Montag Hotelthemen gewidmet, amDienstagvormittag geht es um Pflegeimmobilien,am Nachmittag um Logistik undder Vormittag des letzten Messetags stehtunter der Überschrift „Retail Dialogue“.Im vierten Forum, dem Planning & PartnershipsForum (Halle A2.040), findet am erstenMessetag der Facility-Management-Tagstatt, am Dienstag geht es um Urban Developmentund Intelligent Urbanization, einThema, das auch in der Networking Loungewieder aufscheint.Die DiskussionExpo Real, das ist fürThomas Hentschel ...Eröffnungsdiskussionim Expo Real ForumVon allgemeinem Interesse ist die Eröffnungsdiskussionim Expo Real Forum(Montag, 7. Oktober 2013, 10.00 –11.30Uhr, Halle A2.540) zur „Immobilienwirtschaft2013: Wo steht der Markt? Erwartungshaltung,Selbstbild und Fremdbild“,an dem unter anderen Dr. Michael Heise,Chefvolkswirt der Allianz SE, Dr. AndreasMattner, Präsident des ZIA, und AndyRofe, Managing Director Europe von InvescoReal Estate, teilnehmen. Deutschlandist in den letzten Jahren häufig als„sicherer Hafen“ für Investments charakterisiertworden und nach Großbritannienzu dem beliebtesten InvestmentstandortEuropas geworden. Vor allem risikoscheueInvestoren wie Versicherungen –inzwischen die größte Investorengruppe– sind in Deutschland auf der Suche nachAnlagemöglichkeiten. Noch setzt derTrend sich fort – im ersten Halbjahr 2012war das Transaktionsvolumen auf demgewerblichen Investmentmarkt rund einDrittel höher als im Vorjahreszeitraum,die Frage ist allerdings, ob und wie langediese Entwicklung anhält.... ein inspirierendes Fitnesstraining für alle Sinne, denn durch viele Gesprächebekomme ich zahlreiche neue Anregungen und Sichtweisen –und viele Ideen für neue Projekte. Meine Mitarbeiter „freuen“ sich jedesJahr aufs Neue, wenn sie daran arbeiten dürfen, meine guten Ideen dannin die Tat umzusetzen ...Mein Lieblingsort in der Zeit vom 7. bis 9. Oktober 2013 ist …... vor dem Informationsstand in Halle B – hier müssen alle Geschäftspartnervorbeikommen – und die kommen dann nicht an MIR vorbei!Nach einem anstrengenden Messetag …... beginnt die anstrengende Messenacht! Zwei bis drei Termine sindnoch zu schaffen, wenn, jawenn man nur dabei sitzenkönnte ...Nach der Expo Real …... muss ich zuerst Visitenkartensortieren, mein akutesSchlafdefizit ausgleichenund dann – schnell dasZimmer fürs nächste Jahrbuchen!Thomas Hentschel istVorstand (COO) der LEGImmobilien AG in Düsseldorf.10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


23Vorsicht: Wanderung!Corpus Sireo und CBRE sind mit unterschiedlichenUnternehmensbereichenvertreten. Diese sind in Hallen, die jeweilsweit voneinander entfernt sind.Zum Schluss sei noch vor zwei möglichen„Wanderungsverursachern“ gewarnt: CorpusSireo und CBRE. Beide sind mit unterschiedlichenUnternehmensbereichenin unterschiedlichen Hallen, und zwar jeweilsweit voneinander entfernt, vertreten:Corpus Sireo Asset Management ist inHalle A1 angesiedelt (A1.320), die CorpusSireo Holding jedoch in Halle C1 (C1.230).Ähnlich sieht der Abstand auch zwischenCBRE (A1.210) und CBRE Global Investors(C1.212) aus. Gott sei Dank kann man sichüber die Teilnehmerdatenbank der ExpoReal gut auf den Messebesuch vorbereiten,doch je nachdem, wann man welchenTermin mit wem hat, wird man immernoch ausreichend kreuz und quer durchdie Hallen rennen. Und es sind ja nicht nurdie verschiedenen Stände, die man aufsucht,nein, es gibt zudem auch noch einKonferenzprogramm mit 85 Diskussionsrundenin vier Foren und einer NetworkingLounge, die für nahezu jedes spezielleInteresse etwas Passendes und Interessantesbieten, sich aber über die Hallen A1und A2 sowie C1 verteilen und natürlichjeweils am äußersten Ende liegen.Die ExotenKedainiai (B1.526) oder Helenic Republic Asset Development Fund (A2.510)Auch wer schon weit gereist ist, wird Kedainiai (B1.526) wohl nur in Ausnahmefällenkennen.Kedainiai gilt als eine der ältesten Städte Litauens und war lange Zeit eng mit der AdelsfamilieRadziwill verbunden. Und wenn schon etwas exotisch, dann sei auch der HelenicRepublic Asset Development Fund (A2.510) empfohlen, der den Wert der in staatlichemBesitz befindlichen Immobilien erhöhen und diese vermarkten soll. Nun ja, Investorensollen ja antizyklisch denken – da wäre Griechenland doch eigentlich das richtige Ziel.Das stillste ÖrtchenKaum einer weiß: Im erstenObergeschoss gibt es in allen HallenToiletten, die kaum besucht sind.Bei rund 40.000 Messeteilnehmern sinddie Toiletten im Erdgeschoss an den Kopfendender Hallen zu fast allen Zeiten starkfrequentiert. Von „stillen Örtchen“ keineSpur. Auch sollte man es auf dem Wegdorthin nicht wirklich eilig haben, dennmeist steht man erst einmal in der Warteschlange.Was sich offensichtlich nochnicht in der Breite herumgesprochen hat:Auch im ersten Obergeschoss gibt es jedeMenge Toiletten (in den A-Hallen bei denKonferenzräumen, in den B-Hallen amExpressway, jeweils zwischen den Konferenzräumen,und in den C-Hallen amExpressway, jeweils zwischen den Konferenzräumenbeziehungsweise in der Näheder Restaurants), die kaum besucht sind.Der Weg dorthin ist zwar etwas weiter,aber dafür hat man dann auch keine Wartezeiten.www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


22Messe-ReiseführerSpecialExpo Real, das ist fürCarsten Schlabritz ...... die Messe für Immobilienprofis.Mein Lieblingsort in der Zeit vom 7. bis 9. Oktober 2013 ist ...... der Stand der Immowelt AG.Nach einem anstrengenden Messetag...... gehe ich am liebsten mit demganzen Team essen und lasse denTag so perfekt ausklingen.Das ErsatzbüroHilfe, ich brauche ein Büro! Da hilftdas International Business Center imAtrium vor der Halle B3.Man kann einen Messebesuch noch sogut planen, manchmal braucht mandoch ein „Ersatzbüro“. Da kann das IBCInternational Business Center im Atriumvor der Halle B3 helfen. Hier werdenfolgende Office-Leistungen erbracht:Nach der Expo Real ...... reisen wir nicht gleich ab, sondernorganisieren für unsere Mitarbeiterals Dankeschön für die engagierteUnterstützung während derMessetage ein tolles Event.Carsten Schlabritz ist CEO der ImmoweltAG in Nürnberg.– Fax- und Kopierservice– Spiralbindungen– Scannen– Drucken in s/w und farbig– Laminieren– High-Speed-Internet– Handyladestationen und Adapter-Steckerfür Ladegeräte aus Asien, USA undSüdeuropaDie kleinen BlütenDie Expo Real verstand sich vonBeginn an als internationale Messe.Es sei noch ein Blick über die Grenzendes deutschsprachigen Raums geworfen.Die Stadt Prag präsentiert sich in HalleA2 (A2.310), Südböhmen in B1.511. AusCEE vertreten sind auch die FIPA (ForeignInvestment Promotion Agency) Bosnienund Herzegowina (A1.511). Bulgarien(A1.012) präsentiert sich am AHK-Gemeinschaftsstand.Das neue EU-MitgliedKroatien (A1.513) lockt mit Lavendeldüften.Die Stadt Ulcinj (A1.300), ganz imSüden von Montenegro gelegen, zeigtsich als Standort des TourismusprojektsVelika Plaza. Rumänien (A1.122) ist nachlängerer Pause erstmals wieder präsent.Serbien (A1.429) glänzt mit einem vonSIEPA Serbia Investment and Export PromotionAgency organisierten Gemeinschaftsstand.Die Slowakei (A2.511) undSlowenien (B2.410) runden CEE ab.Expo Real, das ist fürSigrid Niemeier ...... Speed-Dating für die Immobilienwirtschaft.Mein Lieblingsort in der Zeit vom 7. bis 9. Oktober 2013 ist …... direkt neben dem wunderbaren Menschen, der den besten Wein derMesse ausschenkt.Nach einem anstrengendenMessetag …... bin ich nur froh, dass wenigstensdie Wies‘n vorbei ist.Nach der Expo Real …... ist leider auch nie die ersehntePause.Sigrid Niemeier ist Vorstandder CalCon Deutschland AG inMünchen.10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


21Expo Real, das ist fürLudwig Steinbauer ...Expo Real, das ist für mich …... der ideale Ort für viele Gespräche mit Kunden, Geschäftsfreundenund Kollegen; drei Tage geballte Brancheninformation und Gelegenheit,bestehende Kontakte nicht nur zu pflegen, sondern auch neue Kontaktezu knüpfen.Mein Lieblingsort in der Zeit vom 7. bis 9. Oktober 2013 ist …... natürlich die Wappenhalle, hier findet am Messedienstag unser traditionellesExpo-Chillout-Event mit vielen Gästen statt.Nach einem anstrengendenMessetag …... lasse ich den Tag auf einerStandparty mit lockeremGeplauder ausklingen.Nach der Expo Real …... gehe ich mit neuen Impulsenrelativ schnell wiederzum Tagesgeschäft über.Dr. Ludwig Steinbauer istVorsitzender der Geschäftsführungbei der STRABAGProperty and Facility ServicesGmbH und Mitglied des Vorstandsder STRABAG AG.Halle C2 – Hotel & Co.Fast alle Hotel-affinen Unternehmenund Retailer sind hier versammelt.In Halle C2 sind die Hotel-affinen Unternehmenund Retailer versammelt – Ausnahmeist Edeka, die in C1.420 anzutreffensind. Passend ist hier auch Lührmannangesiedelt (C2.310), ein auf die Vermarktungvon Einzelhandelsimmobilienspezialisiertes Unternehmen.Der Konkurrent Comfort dagegen steht inHalle B1.143. Auch sonst verteilen sichdie Berater und Vermittler über alle Hallen.In C2 beispielsweise ist auch BNP Paribasangesiedelt, die am Dienstagabend(8. Oktober 2013, 18.30 – 21.00 Uhr) zuDüsseldorfer Altbier und rheinischen Spezialitäteneinladen.Und nicht zuletzt präsentiert sich hierfast buchstäblich mittendrin die Schweiz(C2.320), flankiert von der Bodenseeregion(C2.312). Und wen es nach etwasfranzösischem Flair gelüstet, der kannnoch einen Abstecher nach Lyon (C2.121)machen.


20Messe-ReiseführerSpecialDie Finanzierer und Investoren105 Immobilienfinanzierer und 168 Immobilieninvestoren sind auf derMesse. Schauen Sie in die Datenbank (www.exporeal.net) und kontaktierenSie einen.Die RuheinselnBegehrte Gesprächspartner werden die 105 Immobilienfinanzierer auf der ExpoReal sein. Das Thema ist in der Branche sehr virulent. Und nicht minder gefragtwerden die 168 Immobilieninvestoren sein – von Fondsgesellschafen über Immobilienaktiengesellschaftenund REITs, KAG, Portfolio- und Asset-Manager biszu den institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen.Kleine Fluchten von der Messe sindnicht einfach: So gelingen sie. Puh,ich brauch mal eine ruhige Minute!Von Termin zu Termin gehetzt, der Kopfschwirrt, wo immer man sich blickenlässt, hat man schon wieder den nächstenGesprächspartner an der Backe – undeigentlich bräuchte man mal eine kleinePause, um sich zu regenerieren, umdie bisherigen Eindrücke und Gesprächekurz zu reflektieren und vielleicht auch,um mal das eine oder andere Telefonatin Ruhe zu führen. Eine solche „kleineFlucht“ vom Trubel der Expo Real ist nichteinfach.Am besten geht man aus den Hallenraus. Mit Glück findet man zwischen denHallen A und B einen Liegestuhl oder einenwie auch immer gearteten Sitzplatz,aber kaum sehr viel Ruhe, denn diesessogenannte Atrium ist zugleich Biergartenund alle rennen hier zwischen denHallen A und B durch. Mehr Chancen hatman in den sogenannten Beschickungshöfen,wobei der zwischen Halle C1 undC2 meist am ruhigsten ist. In beiden Fällenmuss allerdings das Wetter mitspielen.In den Hallen selbst findet man zwarauch immer wieder Besucher- Lounges,aber der Lärmpegel ist hoch und einSitzplatz auch hier Glückssache. EineMöglichkeit ist, sich einfach in das ersteObergeschoss zu verziehen – hier gibt esüber den Hallen und in der EingangshalleWest die eine oder andere Sitzbank unddeutlich ruhiger ist es auch.Expo Real, das ist fürThomas Beyerle ...... einmal im Jahr ein Schaulaufen unserer Branche – sie stellt eine spannendeMischung zwischen Sein, Schein und Neuem dar, garniert miteinem Schuss fachlicher Exotik und natürlich Spaß.Mein Lieblingsort in der Zeit vom 7. bis 9. Oktober 2013 ist …... garantiert nicht die P1-Party! Lieblingsort ist immer derjenige, derkeinen Zeitdiebstahl darstellt, sei es inhaltlich in Form eines Fachforums,erfrischend in Form eines Kaltgetränks oder entspannend in Form einerruhigen Ecke – idealerweise in der Kombination.Nach einem anstrengendenMessetag …... sollte man immer auch anden nächsten Tag denken undDisziplin wahren.Nach der Expo Real …... beginnt erst die wirklicheArbeit!Dr. Thomas Beyerle ist ManagingDirector – Head of CS &Research bei der IVG ImmobilienAG in Bonn.10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


Beim Immobilienmanagement kommtfür mich nur die flexibelste Lösung in Frage.Entscheiden auch Sie sich für die beste und wirtschaftlichste Lösung – das neue Immobilienportalicoio! Als vollständig webbasierte und SEPA-fähige Softwarelösung ermöglicht Ihnenicoio online das zukunftssichere Gesamtmanagement aller immobilien- und betriebswirtschaftlichenProzesse Ihres Unternehmens. Effizient, zuverlässig und mit umfassendemÜberblick bis ins Detail. icoio – die neue Verbundlösung für Immobilienkundender deutschen Sparkassen. * www.icoio.deBesuchen Sie uns aufder EXPO REAL 2013in München, Halle B2,Stand 314


18Messe-ReiseführerSpecialDie Hallen B1 und B2 – StandbesucheSeit Jahren sind auch die USA auf derExpo Real vertreten und ist der „AmericanAfternoon“ (Montag, 7. Oktober2013, 15.00 – 17.50 Uhr) ein fester Bestandteildes Konferenzprogramms.Diesmal geht der Blick nach Kanada undfolgt den nordamerikanischen Investorennach Deutschland. Aber auch umgekehrtwerden die USA für Investoren wiederzunehmend interessanter, nicht zuletzt,weil die lange Zeit favorisierten BRIC-Staaten,die durch enorme Wachstumsratenlockten, sich als doch nicht so toll erweisenund zunehmend ihre strukturellenSchwächen offenbaren. Insofern lohnt sichein Besuch in Halle B1, wo AFIRE Associationof Foreign Investors in Real Estate(B1.510) sowie Atlantic Partners einenGemeinschaftsstand mit USAA Real EstateCompany und der Paramount Group(B1.301) haben. Ein North American InternationalMeeting Point (B1.416) erwartetebendort die Besucher.Wer auf der Expo Real 2008 war, wird sichsicher an den etwas gespenstischen Standder HypoReal Estate erinnern, über derenSchicksal in jenen Tagen auf höchster politischerEbene entschieden wurde. In einerähnlichen Situation dürften sich in diesemJahr IVG Immobilien (B2.130) und MultiDevelopment (B2.310) befinden – beideaktuell in den Schlagzeilen, die einen,weil sie gerade Schutzschirmverfahren beantragthaben, um die drohende Insolvenzdoch noch abzuwenden, die anderen, weilsie ins Visier von Blackstone geraten sind,die den Shopping-Center-Entwickler übernehmenmöchte.Die Halle B2 – BerlinDer Abendempfang am Berlin-Brandenburg-Stand(Dienstag, 8. Oktober2013, 18.30 – 20.30 Uhr) ist legendär.In der Halle B2 reihen sich Berlin-Brandenburg(B2.420), Hamburg (B2.430)und Köln (B2.440) wie Perlen auf einerSchnur. Der Abendempfang am Berlin-Brandenburg-Stand (Dienstag, 8. Oktober2013, 18.30 – 20.30 Uhr) ist inzwischenschon legendär. Berlin wartet diesmal mitder DJane Ipek Ipekçioglu auf, die etwasorientalisches Flair in die Boulettenkulturbringt. Der Berlin-Brandenburg-Stand istzugleich Kristallisationspunkt für die BerlinerBanken: Am Gemeinschaftsstandangesiedelt sind die Berliner Volksbanksowie die Investitionsbank Berlin; dieBerlin Hyp dagegen (B2.314) präsentiertsich mit einem eigenen Stand.Auch der von der HWF HamburgischeGesellschaft für Wirtschaftsförderung organisierteGemeinschaftsstand Hamburgzieht weitere „Norddeutsche“ an, denngenau vis-à-vis liegt der GemeinschaftsstandSchleswig-Holstein (B2.330). Dagibt es zumindest keine sprachlichenVerständigungsschwierigkeiten.Die Halle C1 – RundgangHessen-thüringische ConnectionC1 könnte man die hessische Hallenennen: Hier sind Frankfurt am Main(C1.230), Rhein-Main (C1.332), Darmstadt(C1.331), Wiesbaden (C1.340)und Mainz (C1.240) sowie Mittelhessen(C1.140) und der Rhein-Neckar-Raum(C1.130) eng beisammen. Dass hier auchdie Helaba Landesbank Hessen-Thüringen(C1.432) angesiedelt ist, ergibt Sinn;sie ist im übertragenen Sinn zugleichdas Bindeglied zum GemeinschaftsstandThüringens (C1.124). Und von Hessenund Thüringen ist es sowohl in der Realitätwie auch auf der Expo Real nicht mehrallzu weit nach Hannover-Braunschweig-Göttingen (C1.410).Expo Real, das ist fürFabian Bender ...... die wichtigste Messe, um Kunden, Freunde und Kollegen zu treffen.Nach einem anstrengendenMessetag …... sammle ich Kraft aufeiner Standparty für dieAbendveranstaltungen.Nach der Expo Real …... mache ich Urlaub mit derFamilie.Fabian Bender ist Head ofInvestment CommercialNetworkbei ImmobilienScout24 GmbHin Berlin.10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


17Die Hallen A1, A2 und B1 – StandbesucheDie Region Stuttgart ist auch auf derExpo berühmt für ihre Maultaschen.Natürlich präsentieren sich alle großen(und auch kleinen) deutschen Städteund Regionen auf der Expo Real. In HalleA2 „residieren“ der Freistaat Sachsen(A2.331), Sachsen-Anhalt (A2.432) undLeipzig/Halle (A2.431).In Halle B1 steht prominent und nicht zuübersehen gleich neben Moskau Düsseldorf(B1.210). Gleich hinter Moskau sinddie Region Stuttgart (B1.120) sowie gegenüberBaden-Württemberg (B1.222)angesiedelt. Die Stuttgarter sind übrigensberühmt für ihre Maultaschen – nicht nurgenerell, sondern auch auf der Messe. VonDüsseldorf aus gesehen am anderen Endeder Halle findet man die MetropolregionRuhr (B1.330) mit RAG Montan Immobilien(B1.440) und Südwestfalen (B1.441)in unmittelbarer Nachbarschaft. Auf demWeg dorthin kommt man unausweichlicham Stand von Nordrhein-Westfalen vorbei(B1.420). Urban heißt übrigens die Nachfolgeorganisationder LEG Stadtentwicklung,die treuhänderisch den GrundstücksfondsNRW verwaltet. Sie steht dem Land, denKreisen sowie Städten und Gemeinden beider Umsetzung des Stadtumbaus, bei derökologischen Stadterneuerung oder bei derRevitalisierung von Gewerbe- und Industriebrachenzur Seite.Beim Blick nach Westen und in dieHalle A2 sind die Niederlande nicht zuübersehen: Wie alle Jahre gibt es eine „HollandProperty Plaza“ (A2.320), an die sichAmsterdam (A2.234) anschließt und dievon Rabo Real Estate Group mit Bouwfonds(A2.220) sowie von Corio (A2.221) flankiertwird.In Halle A1 wiederum präsentiertsich (A1.330) Luxemburg. Die Agenturzur Förderung des Finanzplatzes lädtam Montag um 10.00 Uhr (bis 11.30 Uhr)in der B1-Lounge zu einer Diskussion über„Luxemburg post-AIFMD: Die Lage für Ihreninternationalen Immobilienfondsstandort“ein.ADVERTORIALMit der WTS gerüstet für wachsendeAnforderungen im ImmobilienmarktImmobilien sind fester Bestandteil jedes gut strukturierten Anlageportfolios. Wer eine solche Investitiontätigt, muss sich mit zunehmend komplexen regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungenauseinandersetzen.© Andrei Shumskiys/ShutterstockImmobilien haben als attraktive Kapitalanlageformstark an Bedeutung gewonnen.Dabei ist der Immobilienmarkt von einerzunehmenden Regulierung geprägt, dieInvestoren vor besondere Herausforderungenstellt. So wird derzeit die steuer-liche Umsetzung der europäischen AIFM-Richtlinien in deutsches, nationales Rechtheiß diskutiert, wodurch sich nicht zuletztauch Konsequenzen für die gesamteImmobilienfondsbranche ergeben. Hinzukommt, dass das deutsche Steuersystem inSachen Immobilien über die vergangenenJahre deutlich komplexer geworden ist.Chancen nutzenDie Berater der WTS sind mit den regulatorischenFeinheiten des nationalenund internationalen Immobilienmarktesbestens vertraut und unterstützen Konzerne,Banken aber auch institutionelleund private Investoren dabei, auf diesemerfolgreich zu bestehen. Die angebotenenDienstleistungen der WTS im Bereich RealEstate Services reichen von der Beratungbei Akquisition oder Desinvestition überdie Entwicklung von Immobilienfonds bishin zum hochintegrierten steuerlichenCorporate Real Estate Management.KONTAKTWTS, Peter Jung, Leiter Real Estate ServicesTel.: 089 28646-0, Fax: 089 28646-111,E-Mail: info@wts.de, www.wts.de


16Messe-ReiseführerSpecialExpo Real, das ist fürFabian Hellbusch ...... der Soundtrack zur Stimmung der Branche. Insbesondere Volumeelf (2008) darf in keiner Plattensammlung fehlen.Mein Lieblingsort in der Zeit vom 7. bis 9. Oktober 2013 ist ...... ein Geheimtipp – und soll es auch bleiben ;-).Nach einem anstrengenden Messetag ...... freue ich mich auf eine kommunikative S-Bahn-Fahrt, kombiniertmit Fahrscheinkontrolle.Nach der Expo Real ...... kaufe ich mir immer neue Schuhe und lerne wieder, ein begonnenesGespräch auch zu Ende zu führen.Fabian Hellbusch ist Leiter Immobilien, Marketingund Kommunikation der Union Investment RealEstate GmbH in Hamburg.Die Hallen B1 und A2Das WLAN – erstmals kostenfreiZurück nach Europa: Ebenfalls in HalleB1 haben die Finnen (B1.320) ihrenGemeinschaftsstand. Am anderen EndeEuropas liegt Spanien, das sich mit Barcelona(A2.410) präsentiert, die Stadt,die auch bei Investoren trotz Wirtschaftskrisenoch immer einige Aufmerksamkeitauf sich zieht. Italien war bereits im vergangenenJahr mit der Region Piemont(A1.220) vertreten, in diesem Jahr kommenals „Neulinge“ die Region Toskana(A1.125) sowie ein Gemeinschaftsstandhinzu, den EOS – Export Organisation Südtirolfür Architekten, Bauunternehmenund Handwerker aus der Region organisierthat (A1.411).Zwei britische Städte sind in diesemJahr ebenfalls auf der Expo Real vertreten:Glasgow (A1.523) und Edinburgh(A1.013). „Investieren in Edinburgh“ sollmit einer Whisky-Probe leichter gemachtwerden (Dienstag, 8. Oktober 2013,16.00 – 18.00 Uhr).Drahtloser Internetzugangauf dem Messegelände.Dessen Empfangsqualität und Verfügbarkeithängen von Aufbauten, Exponatenund anderen Quellen in den Hallen ab.Für die Nutzung benötigen Sie ein WLANfähigesund ein SMS-fähiges Endgerätzum Empfang Ihres Zugangscodes.So funktioniert es: Schalten Sie auf IhremEndgerät die WLAN-Funktion an.Suchen Sie nach Drahtlosnetzwerken undverbinden Sie sich mit dem NetzwerkmesseWifi. Starten Sie Ihren Internet-Browser. Geben Sie eine beliebige Internetadresseein. Es erscheint die Portalseitedes kostenfreien WLANs. NachRegistrierung (Mobilfunknummer angeben!)und Akzeptieren der AGBs erhaltenSie den Zugangscode via SMS. Nach Eingabedes Codes gelangen Sie ins Internet.Eine Registrierung ist während derVeranstaltung nur einmal erforderlich.Foto: Messe München GmbH10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


15Die Hallen – Rundgang von B1 zu A1Wirtschaftsregionen und Städteals OrientierungImmerhin knapp 1.600 Aussteller präsentierensich in den sechs Hallen, wobei dieWirtschaftsregionen und Städte, Standortealso, die stärkste Teilnehmergruppe derExpo Real sind, gefolgt von Projektentwicklernund mit deutlicherem Abstand den Immobilienberatern.Die erste Halle, die manals Besucher betritt, ist meist die B1 undhier springt als Erstes der Stand der StadtMoskau ins Auge, der allein von seiner Größekaum zu übersehen ist. Noch größer präsentierensich nur die russischen Regionen,in Halle A1 zwischen Investment LocationsForum und Networking Lounge angesiedelt:Hier hat das Ministerium für regionale Entwicklungder Russischen Föderation die RegionenAltai, Jaroslawl, Leningrad, NischniNowgorod, Rostow am Don (die nochmaleinen eigenen Stand in B1.230 haben),Tula und Wolgograd sowie die Stadt Krasnodarvereinigt. Die Region Moskau hat sichgegenüber dem Stand der Stadt Moskauangesiedelt (B1.200) und ebenfalls in Hal-le B1 finden sich auch noch die RegionenIvanowo (B1.522) und Wladimir (B1.026).In B1.013 ist auch O1 Properties, ein erst2010 gegründetes russisches Investmentunternehmen,das sich auf Büroimmobilienin Moskau konzentriert und ein Portfolio mitAssets im Wert von 3,7 Milliarden US-Dollarhält.Nahezu flächendeckend sind die polnischenStädte und Regionen vertreten, allerdingsin diesem Jahr auf die Hallen A1 (u.a. Schle-Wie sich zurechtfinden?In den Hallen richtetman sich am bestennach den rotenOrientierungspunkten.sien) und A2 (u.a. Warschau, Lodz, Krakau)verteilt. Und wer schon mal in Halle A1 ist,der wird auch über den „Marktplatz München“(A1.320) stolpern, flankiert von derBayerischen Landesbank (A1.312). Wer esam Sonntag nicht auf die Wies’n geschaffthat, bekommt auf dem „Marktplatz München“am Dienstagabend eine Ahnung,was er verpasst haben könnte: beim schontraditionellen Fest mit bayerischen Spezialitätenund bayerischem Bier.Lebensräumesind Handlungsräume.JetztInfosanfordern!Wertorientiertes Portfoliomanagement mit epiqr ®Die Zukunftsfähigkeit unserer Kommunen hängt nachhaltig von der Wahl ihrerstrategischen Ziele und dem sich daraus resultierenden, bürgerorientierten Mehrwert ab.epiqr ® unterstützt Sie durch eine transparente Analyse investiver Chancen und Risikeninnerhalb kommunaler Immobilienbestände und hilft Ihnen die größtmöglicheVerantwortung für die Bürger unter wirtschaftlicher Verwendung öffentlicher Mittel zu erzielen.Auf diese Weise können sich Städte und Gemeinden durch optimale Ressourcenallokationflexibel und innovativ den Herausforderungen des Wettbewerbs stellen.www.calcon.de


14Messe-ReiseführerSpecialDas ShuttleZwischen dem Flughafen und derMesse München ist ein Messebus-Pendelverkehr eingrichtet.Die komfortablen Busse fahren im30-Minuten-Takt nonstop zum HaupteingangNord und zurück. Der Shuttlebusfährt vom Flughafen zur Messe Montagund Dienstag von 8.00 – 19.00 Uhr undam Mittwoch von 8.00 – 18.00 Uhr. In dieumgekehrte Richtung fährt der Bus amHaupteingang Nord Montag und Dienstagzwischen 9.30 und 20.00 Uhr, amMittwoch zwischen 9.30 und 19.00 Uhralle halbe Stunde ab. Die Gesamtfahrzeitzwischen beiden Destinationen beträgtetwa 45 Minuten.Expo Real, das ist fürAndreas Köpke ...... das Familientreffen der Immobilienwirtschaft.Mein Lieblingsort in der Zeitvom 7. bis 9. Oktober 2013 ist ...... die zweite Ebene des HamburgerGemeinschaftsstands in B2.Nach einem anstrengendenMessetag sind wir ...... in der Deutschen Eiche.Nach der Expo Real ...... freue ich mich auf die MIPIM.Andreas Köpke ist Leiter Kommunikationder Hamburgischen Gesellschaftfür Wirtschaftsförderung.Die Erste HilfeDas „Socializing“ – vom Apéro zur LivemusikEine Erste-Hilfe-Station der AmbulanzAicher befindet sich im Eingang West.Sie haben sich auf der Messe Blasen gelaufen?An einer scharfen Kante geschnitten?Der Kreislauf spielt verrückt? EineErste-Hilfe-Station der Ambulanz Aicherbefindet sich im Eingang West und kannin medizinischen Notfällen angesprochenwerden. Sie organisiert im schlimmstenFall auch die Fahrt ins Krankenhaus.Aber auch wer seine Medikamente vergessenhat, findet hier Hilfe. Der Sanitätsdienstnimmt Rezepte bzw. Medikamentenbestellungenentgegen undgibt diese an die Apotheke weiter. DieApotheke liefert die benötigten Medikamentean die Sanitätsstation. Dortkann man dann ab 16.00 Uhr die Medikamenteganz bequem, und ohne dasMessegelände zu verlassen, abholen,vorausgesetzt, die Medikamente sindin der Apotheke vorrätig. Für eine Lieferungam gleichen Tag muss die Bestellungbis 12.30 Uhr abgegeben werden.Jede Messe hat auch ihre „sozialen“ Veranstaltungen, bei denen manin eher lockerer Atmosphäre Kontakte knüpfen kann, die aber auch dazubeitragen, den Stress des Tages ein wenig abzubauen.Am Montag kann man am späten Nachmittag (16.00 Uhr, Stand C2.320) miteinem „Apéro“, einem Aperitif, beginnen. Anschließend (18.30 – 22.00 Uhr) hatman die Qual der Wahl zwischen dem „Investorenabend Metropolregion Mitteldeutschland“(A2.431), der „LührmannParty“ (C2.310) und einem bayerischen„Messe-Chillout“ der BID – BundesarbeitsgemeinschaftImmobilienwirtschaftDeutschland (B2.220).Auch am Dienstagabend (18.30 – 22.00Uhr) lädt die BID – BundesarbeitsgemeinschaftImmobilienwirtschaft Deutschland(B2.220) ein, diesmal zum Networking-Event mit Livemusik, gibt es den Abendempfangbei Berlin-Brandenburg (B2.420)und ein Get Together mit Musik, Getränkenund Brezn bei Hochtief SolutionsAG (B1.134/140). Und vermutlich kommtauch noch die eine oder andere Veranstaltunghinzu, die einem Messetag einenentspannten Abschluss gibt.Foto: Helaba10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


13Expo Real, das ist fürAlexandre Grellier ...... fast wie das jährliche Klassentreffen. Ich sehe wieder altbekannteGesichter. Ich knüpfe allerdings auch viele neue interessante Kontakte.Mein Lieblingsort in der Zeit vom 7. bis 9. Oktober 2013 ist …... der Frankfurter Stand! Nicht nur, weil wir dort vertreten sind, sondernweil es dort auch die besten Frankfurter Würstchen gibt. Schoneinmal probiert?Nach einem anstrengenden Messetag …... erst einmal hinsetzen. Gerne bei einem schönen Abendessen undeinem Glas Wein mit Kunden, Partnern und Kollegen den Abend ausklingenlassen.Nach der Expo Real …... ist vor der MIPIM. Dort sieht man sich dann wieder.Alexandre Grellier ist CEO der Data Room Services in Frankfurt.Immobilienfinanzierungen ohne Ecken und Kanten.Bei der Modernisierung oder Sanierung fördern wir Ihr Immobilienprojekt in Berlinmit individuellen Finanzierungslösungen. Unsere Berater freuen sich auf ein Gespräch.Sprechen Sie uns an:Telefon: 030 / 2125-2662E-Mail: immobilien@ibb.dewww.ibb.de/wohnen_modernisieren


12Messe-ReiseführerSpecialExpo Real, das ist fürAndreas Schulten ...... Jahrmarkt! Ich warte auf das Jahr, in dem – weiß strahlend – eine hölzerne,rumpelige Achterbahn zwischen den Messehallen steht!ÖffnungszeitenWenn am Montagmorgen um 9.00 Uhr dieExpo Real die Tore öffnet, sind alle nochfrisch und munter und das ist eigentlichdie beste Zeit, auch mal durch die Hallenzu schlendern. Ab Montagnachmittag underst recht am Dienstag herrscht in den Gängenmeist drangvolle Enge – erst am drittenMessetag wird es wieder etwas ruhiger.Nur Aussteller und Messebauer kommenmorgens früher auf das Messegelände.› Öffnungszeiten der Expo RealMontag, den 7. Oktober 20139:00 – 19:00 Uhr› Dienstag, den 8. Oktober 20139:00 – 19:00 Uhr› Mittwoch, den 9. Oktober 20139:00 – 16:00 UhrMein Lieblingsort in der Zeit vom 7. bis 9. Oktober 2013 ist …... Na, ja ... „Lieblingsort“ ist ein recht bedeutungsschwangeres Wort ...Aber ich lasse mich immer gern überraschen, wo die Abendeinladungenstattfinden. Nach zwei Gläsern Wein ist „egal wo“ Lieblingsort.Nach einem anstrengendenMessetag …... freue ich mich auf dieRückreise der Pinguine aufdem glasüberdachten Wegzur U-Bahn. Die Gesprächegehen weiter und weiterund weiter.Nach der Expo Real …... bin ich manchmal nochzwei, drei Tage in den Bergen.Andreas Schulten ist Vorstandder bulwiengesa AG in Berlin.Die Messe-AppDer neue GepäckserviceEs gibt kein Ausstellerverzeichnismehr als Buch: Die App ist Pflicht.Kein Buch mehr, nirgends! Bevor Siesich unvorbereitet in den Messetrubelstürzen, laden Sie auf jeden Fall die mobilenVerzeichnisse auf Ihr Smartphone,Ihren PDA oder Tablet-Computer. DieInfo-Counter in den Hallen, wo man Auskunftbekommen kann, wer wo zu findenist, sind meist umlagert und die Wartereiist nervig.Die App erhalten Sie auf der Startseiteder Expo Real unter www.exporeal.net.Neu! Im Eingang West kostenlos das Gepäck für die Rück- oder Weiterreiseaufgeben (Baggage Drop-Off).Mit leichtem Gepäck zum Flughafen. Wer kennt die Situation nicht: Am zweitenoder letzten Messetag kommt man mit dem Koffer zur Messe, weil man nachmittagsoder abends von dort direkt zum Flughafen fahren will. Und wie es derTeufel will, hat man den Koffer am Eingang West in der Garderobe abgestellt, willaber mit dem Flughafenbus vom Eingang Nord abfahren. Eine Wanderung durchellenlange Gänge und Messehallen ist vorprogrammiert.Das geht diesmal einfacher, zumindest wenn Sie mit Lufthansa, Austrian Airlinesoder Swiss International Airlines fliegen. Dann können Sie im Eingang West dasGepäck für die Rück- oder Weiterreise aufgeben (Baggage Drop-Off) und es wirddann für Sie zum Flughafen gebracht. Und dieser Service ist für Teilnehmer derExpo Real sogar kostenfrei.10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


11Das SchuhwerkWeder Turnschuhe noch hohe Absätze.Auch in diesem Jahr sind es wieder sechs Hallen mit rund 64.000 QuadratmeternAusstellungsfläche, die „abgewandert“ werden müssen.Wandern ist allerdings der falsche Ausdruck, denn meist ist es ein„Stop and Go“ und vor allem zu Stoßzeiten eher ein Hindernislauf. DaMesseböden obendrein im wahrsten Sinn des Wortes betonhart sind,leiden vor allem die Füße. Das sollte man bei der Auswahl des Schuhwerksbedenken – nagelneue Schuhe, mit dünnen Ledersohlen und/oder hohen Absätzen rächen sich meist. Andererseits sind federndeTurnschuhe sicher auch nicht gerade die richtige Fußbekleidung, denn„Business-Kleidung“ ist angesagt, das dominierende Blau-Grau dermännlichen Anzüge. Allenfalls die weiblichen Vertreter der Immobilienbranchebringen Farbe ins Bild und der eine oder andere „Paradiesvogel“,der den Verstoß gegen den (ungeschriebenen) Dress-Code zuseinem Markenzeichen gemacht hat.Öffentlicher NahverkehrANZEIGEGanz leicht ist man schwarzgefahren.Willkommen amStand A1.312Messe MünchenWer mit dem Messebus direkt vom Flughafenzur Expo Real kommt, läuft zunächst keineGefahr, zum Schwarzfahrer zu werden. Werjedoch mit dem Zug in München ankommtoder schon am Tag zuvor angereist ist, solltenicht einfach in die U-Bahn springen in derÜberzeugung, dass das Messeticket auch zurFahrt von und zum Messegelände berechtigt.Das gilt schon seit dem vergangenen Jahrnicht mehr.Um vor allem abends dem Gedränge um denFahrkartenschalter zu entgehen, kann manfür drei Tage eine Single-Tageskarte für denInnenraum für 14,30 Euro lösen und ist damitmobil. Aber Vorsicht: Der „Innenraum“ reichtnicht bis zum Flughafen. Wer mit der S-Bahnzum Flughafen fahren möchte, muss vorhermindestens die Differenz nachlösen.www.mvv-muenchen.de/de/fahrplanauskunftVielleicht ist das der Grund,weshalb wir zu den erfolgreichstenImmobilienfinanzierern inDeutschland gehören.u www.bayernlb.de/immobilienwww.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


10Messe-ReiseführerSpecialExpo Real 2013Der etwas andere MesserundgangExklusives Besucherwissen. Selbst alte Messehasen denken: „Was mich wohl indiesem Jahr erwartet?“ Nachstehende kleine Hallen-Exkursion vermittelt einenersten Eindruck. Sie gibt viele nützliche Tipps vorab. Sie weist diskret auf Verstecktes.Und sie lüftet die Geheimnisse einiger Expo-Urgesteine.Marianne Schulze, Bergisch GladbachAlle Jahre wieder steht die Expo RealAnfang Oktober im Terminkalender derImmobilienbranche. Es ist DAS Ereignisder Immobilienwirtschaft in Deutschlandund über Deutschlands Grenzenhinaus und bedeutet drei Tage dichtbepackt mit Terminen, Gesprächen,Eindrücken und – hoffentlich – einigenErfolgen, die sich allerdings meist erst inder nachfolgenden Zeit manifestieren.Die WiesnEinmal sollte man auch am Vorabendauf der „Wiesn“ gewesen sein – dochnicht zu lange.Lassen Sie die Messe trotzdem ent spanntangehen und genießen Sie auch die ehersozialen Termine. Das fängt damit an,dass der Abend vor Beginn der Expo Realtraditionell der letzte Abend des Oktoberfestsist. Viele Unternehmen nutzendiese Möglichkeit, ihre Geschäftspartnerzu einem „Wiesn-Abend“ einzuladen.Auch wenn Sie für derartige Veranstaltungenim Allgemeinen nicht allzu vielübrig haben, einmal sollte man auch aufder „Wiesn“ gewesen sein und ein lockererAbend mit Geschäftsfreunden und-bekannten kann so manches Gesprächin den nächsten Tagen erleichtern.10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


09BID-Gemeinschaftsstand. Das ProgrammAm BID-Gemeinschaftsstand werden auch in diesem Jahr aktuelle Themen aufgegriffen. Eine Rolle spielen etwa die Energieeinsparverordnungsowie die Finanzmarktregulierung und die deutsche Steuerpolitik. Ein wichtiger Trend in der Gesellschaft ist auch der zunehmendeOnline-Handel. Dadurch, dass immer mehr Menschen im Netz einkaufen, verändern sich die Innenstädte. Ist dieser Prozess noch zu stoppenund was gibt es für Alternativen? Darum geht es am Dienstagmittag unter dem Titel „3 ... 2 ... 1 ... leer“. Besucher des Stands haben zudemdie Möglichkeit, prominente Gäste hautnah zu erleben und ihnen Fragen zu stellen. Schauen Sie also vorbei, es lohnt sich.TerminPodiumsdiskussionen, Standbesuche, Preisverleihungen, Get-togetherMontag, 7.10.201311:15 Uhr Standeröffnung. Dr. Andreas Mattner, Vorsitzender BID und Präsident ZIAim AnschlussHopp oder Top: Was erwartet die Branche von der neuen Bundesregierung?11:45 Uhr Ein hässliches Entlein? Die Immobilienwirtschaft in der öffentlichen Wahrnehmung13:00 Uhr Verleihung DIA-Forschungspreis13:30 Uhr Standbesuch von Michael Müller, Bürgermeister und Senator für Stadtentwicklungund Umwelt des Landes Berlin14:30 Uhr Nach der EnEV ist vor der EnEV: Wird die Immobilienwirtschaft bei der Energiewende überfordert?15:00 Uhr Standbesuch von Günther Oettinger, Kommissar für Energie, Europäische Union15:15 Uhr Standbesuch von Kathrin Schneider, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastrukturund Landwirtschaft des Landes Brandenburg15:30 Uhr Finanzmarktregulierung und Immobilienmarkt:Halb so wild oder schlimmer als befürchtet?16:30 Uhr Steuern rauf = Wohnungsbau runter?17:30 Uhr Der deutsche Immobilienmarkt – Transparenz durch Kommunikation?18:30 Uhr Bayerisches Messe-ChilloutDienstag, 8.10.201311:00 Uhr ABS für die Mietpreisbremse?!11:30 Uhr Standbesuch von Florian Rentsch, Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr undLandesentwicklung12:00 Uhr Haushaltslöcher und Personalmangel: Städte und Gemeinden als Hemmschuh für Immobilienprojekte?13:00 Uhr 3 … 2 … 1 … leer …: Wie der Online-Handel die Innenstädte verändert14:00 Uhr BID-Marktplatz – Pfiffige Produkte und Ideen für die Branche16:00 Uhr Verleihung des Immobilien Marketing Awards18:30 Uhr Standbesuch von Dirk Fischer, MdB und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Verkehr,Bau und Stadtentwicklung, Aufbau Ost der CDU/CSU-Fraktion18:45 Uhr Sektempfang19:00 Uhr Standparty mit Livemusik von Benny & JoyceMittwoch, 9.10.201311:00 Uhr Nachhaltigkeitsberichterstattung und Zertifizierung in der BrancheQuelle: BID, Stand: 12. September 2013www.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013


08Expo Real 2013SpecialPodien, Prominenz undPreisverleih: Einen Besuch wert!Mittendrin. Kommen Sie auf den BID-Stand (B 2.220). Die Haufe Gruppe ist dortmit Datenbanken, Software und Fachzeitschriften präsent – und mit der komplettenMannschaft der „Immobilienwirtschaft“.RedaktionDie „Immobilienwirtschaft“, Deutschlands meistverkaufteFachzeitschrift, ist in diesem Jahr auf der Expo Real zum drittenMal bei der Bundesarbeitsgemeinschaft ImmobilienwirtschaftDeutschland (BID), am Stand B2.220, vertreten. Dort wird einumfangreiches Programm geboten.So referieren Experten zum Beispiel über die Bundestagswahlund ihre Folgen für die Branche, über Energieeffizienzmodelleund aktuelle Steuerpläne. Zudem werden etliche Gäs teden Stand besuchen, etwa Günther Oettinger, Kommissar fürEnergie der Europäischen Union. Am Dienstagnachmittagwird der Immobilien Marketing Award verliehen und am Montag-und am Dienstagabend gibt es „Get-togethers“ mit Buffetund Livemusik. Nutzen Sie am Stand auch die Möglichkeit, sichüber die Fachwissen- und Softwarelösungen, die Haufe für dieWohnungs- und Immobilienwirtschaft bietet, zu informieren.Unsere Online-Redaktion hat dieses Jahr wieder für Sie eininteressantes Special auf www.haufe.de/immobilien zusammengestelltmit vielen Informatio nen zur Expo Real 2013. Darunterein exklusives Top-Thema, aktuelle News, Services derMesse und eine Bilderserie. Treffen Sie die Redaktion am StandB2.220 persönlich, wir freuen uns auf Ihren Besuch! f|Das Team der „Immobilienwirtschaft“Wir freuenuns auf IhrenBesuch!Dirk LabuschChefredakteurLaura HenkelRedakteurinJörg SeifertRedakteurMichaela BurgdorfRedaktionKlaus SturmHead of SalesReal EstateUnter anderem werden Energieeffizienz und Steuerpläne diskutiert.Heike TiedemannVerkaufsleitungHamburgOliver CekysSenior KeyAccount ManagerMichaela FreundKey Account ManagerinStellenmarktFoto: EXPO REAL10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


07LogistikimmobilienÖffentlich-rechtlicheFallstrickeWelche öffentlich-rechtlichen Fallstrickegibt es bei der Entwicklung von Logistikimmobilien?Über dieses Thema diskutieren:Dr. Claus-Peter Amberger,Vorstand Loxxess AG, Karl Beck, 1. BürgermeisterWörnitz, Dr. Patrick Brock,Rechtsanwalt Taylor Wessing, AndreasMeyer, Max Bögl BauunternehmungGmbH & Co. KG.Dienstag, 8. Oktober 2013, 14 bis 14.50Uhr, Halle C2, Stand 040InternationalitätFacility-Management-Tag„Facility Management goes international“:FM rund um die Welt auf der Expo Real.KeynoteEnergieversorgungintelligent gemacht„Intelligente Energieversorgung“: Zudiesem Thema spricht Prof. Dr. HansjürgLeibundgut vom ETH-KompetenzzentrumEnergy Science Center (ESC) inZürich am zweiten Messetag. Organisiertwird die Veranstaltung von der Bundesarchitektenkammerund der DGNB.Dienstag, 8. Oktober 2013, Planning &Partnership Forum, 13.30 bis 14 Uhr,Halle A2, Stand 040HotelmarktLieber Exot statt Kette?Hotel, Einzelhandel, Büro-, Logistik- undWohnimmobilien: Das sind die Themendes Special Real Estate Forums. Bei einerPodiumsdiskussion am Montag geht esum die Frage: Resorts & Boutique-Hotels:Welche Chancen haben Exoten gegenüberdem Bonus der Ketten?Montag, 7. Oktober 2013, 15.30 bis16.20 Uhr, Halle C2, Stand 040Prozess und ProduktQualitätskriterien guter StadtentwicklungDiskussionen in der Networking Lounge.Beim Facility-Management-Tag drehtsich auf der Expo Real alles um das ThemaFM. Bei einer Diskussionsveranstaltunggeht es um das Thema Internationalität.Der Titel der Veranstaltung: FacilityManagement goes international. Es diskutierenThomas Knoepfle, PräsidentRealFM e. V., Unterschleißheim, undOtto Kajetan Weixler, Vorstands-VorsitzenderGEFMA e.V., Frankfurt am Main.Montag, 7. Oktober 2013, Planning &Partnerships Forum, 10.30 bis 11 Uhr,Halle A2, Stand 040Nur gute Prozesse führen zu guten Produkten:Unter diesem Motto steht eineDiskussionsveranstaltung zum ThemaStadtentwicklung. Die Qualität urbanerEntwicklungen misst sich an deren Vermögen,sowohl baulich als auch gesellschaftlichintegrativ und verbindend zuwirken. Dabei sind alle Akteure gefordert,ihre spezifischen Rollen im Prozessrespektvoll und im Interesse des Ganzeneinzuordnen. Es diskutieren: Peter Berger,Partner Theo Hotz Partner Architekten,Zürich, Franz Fürst, GeschäftsführerFürst Developments GmbH,Stuttgart, Fabienne Hoelzel, Gründerinund Geschäftsführerin Fabulous Urban,Genf, Markus Penell, Geschäftsführer/Gesellschafter O&O Baukunst, Berlin,Stefan Rappold, Partner Behnisch Architekten,Stuttgart, Prof. Jörn Walter,Oberbaudirektor, Behörde für Stadtentwicklungund Umwelt, Hamburg.Dienstag, 8.10.2013, Networking Lounge,12 bis 13.30 Uhr, Halle A1, Stand 440Langweilig oder LohnendInvestmentmarktÖsterreichImmobilienmärkte in Österreich geltenoft als „fad“, doch bieten sie genau dadurchStabilität und Sicherheit. Das sindin europa- und weltweit turbulentenZeiten nicht die schlechtesten Kriterien.Es diskutieren: Sandra Bauernfeind, Prokuristin,Leitung Wohnimmobilien, EHLImmobilien GmbH, Wien, Gerald Beck,Geschäftsführer Raiffeisen evolutionproject development GmbH, Wien, PeterPrischl, Geschäftsführer Reality ConsultGmbH, Wien, Ing. Karl-Heinz Strauss,Generaldirektor Porr AG, Wien.Dienstag, 8. Oktober 2013, InvestmentLocations Forum, 11 bis 11.50 Uhr,Halle A1, Stand 040Wien: Als Anlagestandort interessant?www.immobilienwirtschaft.de 10 I 2013


06Expo Real 2013+++ Aktuelle News +++ täglich unter www.HAUFE.de/Immobilien +++Metropolregion MünchenStadt und LandSpecialLogistik. Der Preis (siehe unten) ist ein Kooperationspreis aller Beteiligten verliehen.Award LogixErstmals wird Award für Logistikimmobilien verliehenZum ersten Mal wird bei der Expo Real der Logistikimmobilien Award Logix verliehen.Die Begründer des Awards, die „Initiative Logistikimmobilien“, möchten damitden „herausragenden Stellenwert würdigen, den Logistikimmobilien in modernenVolkswirtschaften heute einnehmen“. Der Logix wird am ersten Messe tag, Montag,7. Oktober 2013, vergeben. Ausgezeichnet werden Logistikimmobilien nach Kriterien,die eine möglichst hohe Nutzungsflexibilität aufweisen und ökologischen Ansprüchenhinsichtlich des Einsatzes umweltschonender Baumaterialien und energieeffi zienterTechniken gerecht werden. Daneben wird geprüft, inwieweit bei der Standortwahl sowohllogistische Anforderungen als auch die Interessen der im unmittelbaren Umfeldbetroffenen Menschen berücksichtigt wurden. In diesem Sinne wird der Award nichtan eine einzelne Person oder ein Unternehmen verliehen, sondern als Kooperationspreisan alle Beteiligten, die maßgeblich an der Realisierung der Immobilien mitgewirkthaben.Daten & FaktenDas ist die Expo RealAusstellungsfläche in m² 64.000Hallen 6Teilnehmer 38.000teilnehmende Länder 71ausstellende Unternehmen 1.700Journalisten undMedienvertreter 1.100Top-Expertenim Konferenzprogramm 400ImmobilienVerantwortungfür Ihr VermögenDr. Jürgen Gehb, der Vorstandssprecherder Bundesanstalt für Immobilienaufgaben,referiert über das Thema: „Verantwortungfür Ihr Vermögen“.Dienstag, 8. Oktober 2013, 11 bis 11.30Uhr, Halle C1, Stand 210Wo finden sich die besten Standortfaktorenfür Wirtschaft und Bevölkerungund was kann Stadt- und Regionalplanungzu einer ausgewogenen Entwicklungbeitragen? Am Beispiel der MetropolregionMünchen diskutieren: Dr.Frank Burlein, Mitglied der GeschäftsleitungDSK Deutsche Stadt- und GrundstücksentwicklungsgesellschaftmbH &Co. KG, Wiesbaden, Thomas Herker,Bürgermeister Stadt Pfaffenhofen, Prof.Jörg Schröder, Institut für Entwerfenund Städtebau, Leibniz Universität Hannover,Prof. Gebhard Wulfhorst, LeiterFachgebiet für Siedlungsstruktur undVerkehrsplanung, Technische UniversitätMünchenDienstag, 8. Oktober 2013, 13.30 bis 14Uhr, Halle A1, Stand 320AuftaktdiskussionSelbstbild und FremdbildZum Auftakt der diesjährigen ExpoReal setzt sich die Branche kritisch mitsich selbst auseinander. „Immobilienwirtschaft2013 – Wo steht der Markt?Erwartungshaltung, Selbstbild undFremdbild“: So lautet der Titel einerDiskussionsveranstaltung am Vormittagdes ersten Messetags. Welche externenund internen Einflüsse kennzeichnendie Immobilienbranche und wie geht esweiter? Bei den Fragen und Antwortenklaffen Selbst- und Fremdwahrnehmungmanchmal auseinander. Es diskutieren:Manuela Better, Vorsitzende des Vorstandspbb Deutsche PfandbriefbankAG, Unterschleißheim, Dr. MichaelHeise, Chefvolkswirt Allianz SE München,Thomas Köntgen, Sprecher desVorstands Hypothekenbank FrankfurtAG, Eschborn, Dr. Andreas Mattner,Präsident ZIA Zentraler ImmobilienAussschuss e.V., Berlin, und Andy Rofe,Managing Director – Europe InvescoReal Estate, London.Montag, 7. Oktober 2013, Expo Real Forum,10 bis 11.30 Uhr, Halle A2, Stand540Fotos: Messe München GmbH; Rainer Sturm, H.D. Volz/pixelio.de10 I 2013 www.immobilienwirtschaft.de


Solidität ist, es ganz nach oben zuschaffen und dennoch auf dem Boden zu bleiben.Union Investment ist Solidität.Mehr als 45 Jahre Immobilien-Know-how. Ein Portfolio von rund 320 Objekten in 23 Ländern.Und ein Gesamtvermögen von über 23 Mrd. Euro. Diese Zahlen sprechen für sich. Und sie macheneines deutlich: Unser Geschäft steht auf einem soliden Fundament. Jahrzehntelange Erfahrungund die Kapitalmarktexpertise einer starken Gruppe machen uns zu einem zuverlässigen Partnerfür nachhaltige Investments in aller Welt.Vertrauen auch Sie Union Investment. Gemeinsam können wir höchste Ziele erreichen.www.union-investment.de/realestateStand B2.142


04 InhaltSpecialExpo Real 2013. Nicht nur der München-Stand wird wieder so belagert sein. Besonders am Dienstag wird es überall voll.Exklusives Besucherwissen. Selbst alte Messehasenwissen nicht, was sie wohl in diesem Jahr erwartet.Eine kleine Hallen-Exkursion vermittelt einen erstenEindruck. Sie gibt viele nützliche Tipps vorab.Sie weist diskret auf Verstecktes. Und sie lüftetdie Geheimnisse so mancher Expo-Urgesteine.Grußwort03 Christian Ude, Oberbürgermeister der Stadt München.10Messeführer. Wohin in diesem Jahr in den Messehallen? Was tun,wenn etwas Außergewöhnliches passiert? Der andere Rundgang.Messesplitter06 Auftaktdiskussionen und Standbesonderheiten.Veranstaltungshighlights vom Logistik- über denHotelimmobilienmarkt bis zum Facility Management.Podien, Prominenz und Preisverleih08 Die Haufe Gruppe und die „Immobilienwirtschaft“.09 Die Programm-Höhepunkte am BID-Stand (B2.220).10 Der etwas andere MesserundgangDurch alle Hallen: Es gibt Standbesuche bei Big Playernund Exotenausstellern. Es geht vom neuen Baggage-Drop-Off über die Erste Hilfe zum erstmals kostenfreienW-LAN. Außerdem: Bekannte Marktplayer zu ihrenMessevorstellungen und Lieblingsorten auf der Expo.27Retail- und Logistikmarkt. Die Verkaufsflächenentwicklung gehtbis 2025 zurück. Davon profitieren die Logistikimmobilien.27 InfografikDer Retail- und Logistikmarkt in Deutschland 2025.29 KurzportraitsAusgewählte Aussteller im Überblick.31 Immobilien-ITEine exklusive Tour zu den Anbietern vonReal-Estate-Software.Grafik: IVG Research, Messe München GmbH10 | 2013 www.immobilienwirtschaft.de


Expo Real 2013 – Grußwort03Willkommen in München!BUILD IT TWICEERST DIGITAL, DANN REALEXPO REAL München7. bis 9.10.2013 | Stand C1.430/422Christian Ude,Oberbürgermeister,Landeshauptstadt MünchenLiebe Leserinnen und Leser der Immobilienwirtschaft,die Expo Real 2013 öffnet wieder ihre Tore und ich freue mich, Sieauf dieser führenden Immobilienmesse begrüßen zu dürfen. In denletzten 16 Jahren hat sich die Expo Real zur wichtigsten Plattform inEuropa entwickelt und ist zu einem unverzichtbaren Treffpunkt derAkteure der Immobilienwirtschaft geworden. München präsentiertsich als einer der erfolgreichsten Immobilien- und WirtschaftsstandorteDeutschlands. Die Umsatzentwicklung im Büroimmobilienmarktin München liegt auch 2013 auf einem konstant hohen Niveau.Auch auf dem Wohnungsmarkt stellt sich die Stadt weiter dengroßen Herausforderungen. München strebt in diesem Jahr erneutdie Schaffung von Baurecht für 7.000 neue Wohnungen an. Dies bietetneben dem sehr interessanten Büromarkt weitere Perspektiven fürProjektentwickler, Bauträger und Investoren für eine wertbeständigeImmobilienentwicklung. Die Landeshauptstadt München und ihre 28Partner werden Ihnen auf dem gemeinsamen Messestand der ExpoReal bedeutende Immobilienprojekte präsentieren und die Gelegenheitbieten, die Vorteile des Standorts kennen zu lernen. Ich wünscheIhnen auch dieses Jahr wieder interessante Gespräche, anregende Diskussionenund einen erfolgreichen Besuch der Expo Real 2013.IhrInnovative Projekte –präsentiert von namhaftenBauherren und BetreibernMONTAG, 7. OKTOBERBERATEN15:00 Krankenhaus Bispebjerg,Kopenhagen: StrategischeProzessberatung16:00 BASF, AXA und TeamBank:Kaufmännisch-technischeInvestitionsberatungDIENSTAG, 8. OKTOBERPLANEN11:00 Roche: 3D-Planungals virtueller Bauprozessbeim Bau 1 in BaselBAUEN14:00 Alstom: Lean ConstructionManagement im AnlagenbauBETREIBEN16:00 HochschuleEsslingen: Forschung zumEnergiemanagementsystem,Vodafone: Gesamtkonzeptfür den Betrieb des VodafoneCampus in Düsseldorfwww.immobilienwirtschaft.de 10 | 2013www.dreso.com


Immobilienwirtschaftwww.immobilienwirtschaft.de 10 l 2013Das Fachmagazin für Management, Recht und Praxis32 Sonderseitenmit ReiseführerExpo Real 2013Der etwasandere MesserundgangGewerbeimmobilien-PortaleFunktioniert derKauf per Klick?Mat.-Nr. 06228-5164

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