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Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 7-8 / 2013Arbeit, SAK undNutzungsintensitätSeite 10Zehn Jahre ClaasTraktorenSeite 20Seine BödenkennenSeite 32Kräuter zurAppetitanregungSeite 70


fendt.comFendt 200 VarioWahre Grösse im praktischen Einsatz. Der 200 Vario überzeugt auf ganzer Linieim Bereich der kompakten Standardtraktoren. Erleben Sie die unschlagbareFendt Vario-Technologie im Leistungsbereich von 70 bis 110 PS Maximalleistungund lassen Sie sich von der Stufenlosigkeit und der genial einfachen Bedienungbegeistern. Konsequent hat Fendt diese Technologie weiterentwickelt –Fendt steht für 100 Prozent Vario. Mehr auf www.fendt.com207 Vario 70 PS 51 kW208 Vario 80 PS 59 kW209 Vario 90 PS 67 kW210 Vario 100 PS 73 kW211 Vario 110 PS 81 kWMaximalleistung nach ECE R 24Fendt ist eine weltweite Marke von AGCO.GVS Agrar AGLand- und KommunalmaschinenIm Majorenacker 11CH-8207 SchaffhausenTel. +41 (0)52 631 19 00info@gvs-agrar.chwww.gvs-agrar.ch1713 ST. ANTONI,GABAG Landmaschinen AG3148 LANZENHÄUSERN, Staudenmann AG3179 KRIECHENWIL, Hämmerli AgroTech AG3232 INS, GVS Agrar Ins AG3315 BÄTTERKINDEN,Stephan Wyss Landtechnik GmbH3324 HINDELBANK, Käser Agrotechnik AG3365 GRASSWIL,LMG Landmaschinen AG Grasswil3555 TRUBSCHACHEN, Wingeier Alfred3615 HEIMENSCHWAND, Garage Hans Roth3647 REUTIGEN, Burger Reutigen AG3664 BURGISTEIN, Sterchi Landtechnik AG3860 MEIRINGEN, Streich Landmaschinen4147 ANGENSTEIN/AESCH, Brunner Daniel4415 LAUSEN, Hugo Furrer AG4624 HÄRKINGEN, Studer & Krähenbühl AG5054 KIRCHLEERAU, Roos Peter AG5064 WITTNAU, Patrik Jehle GmbH5324 FULL-REUENTHAL,Heinz Kämpf Landmaschinen AG5502 HUNZENSCHWIL,Odermatt Landmaschinen AG6016 HELLBÜHL, Amrhyn Gustav AG6130 WILLISAU, Kronenberg Hans6170 SCHÜPFHEIM,Zihlmann Maschinen & Geräte AG6403 KÜSSNACHT A R.,Knüsel Sepp Landmaschinen7205 ZIZERS, Kohler Landmaschinen AG8193 EGLISAU,Landmaschinenstation Eglisau AG8214 GÄCHLINGEN, GVS Agrar AG8308 MESIKON-ILLNAU,Gujer Landmaschinen AG8476 UNTERSTAMMHEIM,Brack Landtechnik AG8587 OBERAACH, Jakob Hofer AG8722 KALTBRUNN, Steiner Berchtold AG8834 SCHINDELLEGI,Schuler Maschinen und Fahrzeuge AG8934 KNONAU, Hausheer & Sidler9249 ALGETSHAUSEN,Schedler Landtechnik AG9303 WITTENBACH,LV-Maschinencenter Wittenbach AG9445 REBSTEIN,LV-Maschinencenter Rebstein AG9470 BUCHS,A. Stricker Landmaschinen9494 SCHAAN,Wohlwend Damian Anstalt9548 MATZINGEN,Schneider Landmaschinen AG9562 MÄRWIL, Märla AG9615 DIETFURT, Franz Bachmann AG


INHALTSVERZEICHNISEDITORIALEigenkapital ist wichtigEigenkapital bilden, um denBetrieb zu entwickeln, Schuldenzu tilgen oder eine Alters -vorsorge aufzubauen.Kompakt und sicherDer Case «Farmall 115 U»,ein Allrounder mit 114 PSLeistung, bestichtmit Design und Komfort.Jungbauer undMeisterlandwirt IvanOttiger sieht im Berufdes Landwirtesenorme Entwicklungsmöglichkeiten.Bild: Anna Steindl1222Lehrreich und nützlichGrosses Interesse der Teilnehmeran den Pflanzenbau-Versuchs -platt formen der fenacoin Bünzen und Pampigny.42FENACO AKTUELLTierhandelsunternehmen AnicomEinsatz für die Produzenten 4Aus der fenaco-Verwaltung 4Auf ein Wort von Heinz Mollet 5MANAGEMENTInvestitionsentscheide auf AlpenDie Rolle von Informationsrisiken 14Kurzmeldungen 9Sind Direktzahlungsexzesse vorprogrammiert? 10Eigenkapital – ohne geht es nicht 12Belasteter Standort – wer zahlt? 16LANDTECHNIKDa ist Dynamik drin10 Jahre Claas Traktoren: Besuch im Werk in Le Mans 20Kurzmeldungen 17Case «Farmall 115U» im Praxistest 22Gute Aussichten mit dem Teleskoplader «P 25.6» von Merlo 24Produktneuheiten 25Claas: Neue Technik für die Futterernte 26Steyr «Profi» fährt nun stufenlos vor 28PFLANZENBAUGründüngung im GemüsebauDie richtige Wahl treffen 44Kurzmeldungen 31Bodenanalysen als Betriebsführungsinstrument 32Schützen oder sanieren 34Mehrwert mit Gründung 38Das Auflaufen erleichtern 40Versuchsplattformen: Wissen und Können 42Nach Nässe, Wiesen kontrollieren 46Bio-Seite: Ertragssicherheit im Bio-Landbau 50NUTZTIEREEisenversorgung der FerkelSpritzen oder füttern? 76Kurzmeldungen 53UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter 55Kennzahlen für den Milchviehmanager 60Was kosten Konservierungsverluste? 62Ständig wachsender Strohbedarf 64Welche Kuhgrösse? 66Klauenpflege: Schutz vor Keimübertragung 68Kräuter zur Appetitanregung 70Mykotox-Mais für Mastkälber? 72Gesäuge-Check bei Sauen 74Schönmacher im Kaninchenfutter 78RomanEngelerDas Referendum gegen die «AP 14-17» ist nicht zustande gekommen.Statt der erforderlichen 50 000waren es am Ende der 100-tägigenFrist nur um die 40 000 Unterschriften,die gesammelt werdenkonnten. Das Komitee zeigte sichverständlicherweise darüberenttäuscht, andere wiederum sindeher erleichtert, dass die in einemAbstimmungskampf wohl unausweichlicheinner-landwirtschaftlicheZerreissprobe nun nicht in derÖffentlichkeit ausgeführt werdenmuss.In den kommenden Monaten wirdes darum gehen, die Ausführungsbestimmungendefinitiv auszuarbeiten.Da ist ein konstruktivesMitarbeiten aller Kreise gefragt undauch nötig, wenn man punktuellvielleicht noch gewisse Korrekturenanbringen möchte, damit dasPendel etwas mehr in Richtungeiner produzierenden Landwirtschaftausschlagen kann.Vorderhand kann man nur darüberspekulieren, wie sich die «AP 14-17» konkret auf die Landwirtschaftund die ihr vor- und nachgelagertenStufen auswirken wird. Nimmt dieExtensivierung der Landwirtschaftweiter zu? Werden die sogenanntenQualitätsziele auch erreicht? Oderwerden am Ende, wie EvelineDudda in ihrem Artikel auf Seite 10dieser Ausgabe befürchtet, Direktzahlungsexzessedem bis anhinguten Image der Landwirtschaft inder Öffentlichkeit schaden?Nur einige von vielen Fragen zur«AP 14-17». Wir halten Sie darüberauf dem Laufenden, in dieser undden kommenden Print-Ausgabensowie auf unserem tagesaktuellenOnline-Portal www.ufarevue.ch.Alles im Hick?Das Arbeiten mit Zielwertenist sinnvoll, wenn ein Betriebeine bestimmte Mindesttierzahlaufweist.60LANDLEBENDas ABC des TiefkühlensTipps für gute Tiefkühlprodukte 82Kurzmeldungen 81Waadtländer Sommerrezepte 84Landfrauenagenda 2014 – jetzt bestellen 85Die Heirat von Touri und Agra ist ein Muss 86Alpwirtschaft: Gestern, heute und morgen 88Gute Geister im Garten 93Ivan Ottiger ist gerne Bauer 94info@ufarevue.chLELY CENTER SUISSEDairy Solution GmbHsuisse@sui.lelycenter.comTel. 0848 11 33 77MelkroboterFor a professionalmilk production.www.lely.comUFA-REVUE · 7-8 2013 3


FENACOAKTUELLEinsatz für die ProduzentenVERÄNDERTE RAHMENBEDINGUNGEN erhöhen die Kosten für Tiertrans porte.Die Anicom steigert die Effizienz in der Disposition und dem Transport weiter,um zwischen Produktion und Abnehmern möglichst wenig Sauerstoff zu beanspruchen.Gleichzeitig setzt sich das Tierhandelsunternehmen der Schweizer Bauernfür die Entwicklung innovativer Produkte und für faire Produzentenpreise ein.StefanSchwabSeit Jahren steigen die Kosten imTransportbereich. Verantwortlichdafür sind neben dem Treibstoffpreisauch die LSVA (LeistungsabhängigeSchwerverkehrsabgabe), CZV(Chauffeuren-Zulassungsverordnung),ARV (Arbeits- und Ruhezeitverordnung)sowie Arbeitssicherheits- undTierschutzbestimmungen. So muss fürFahrten von 23 bis 6 Uhr seit 2012 einNachtzuschlag von 10 % bezahlt werden.Da Schlachttiere meist nachtstransportiert werden, trifft dies dieTiervermarktung stark. Zusätzlich sindpro Chauffeur und Jahr heute mindestensacht Stunden Ausbildung erforderlich.Ausserdem wurde 2012 die LSVAerstmals der Teuerung angepasst. Auflängere Sicht wird die Anicom nicht darumherum kommen, die Transporttarifenoch mehr der Kostenwahrheitanzupassen.Durch Effizienzsteigerungenkonnte die Anicom einen Teil der neuenKosten auffangen, wie das solide Betriebsergebnis2012 zeigt. Eigene Fahrzeugegewährleisten eine hohe Fle -xibilität und Qualitätssicherheit fürProduzenten und Schlachthöfe. DieGeneralversammlung 2013 der Anicom AG in Langnau.Fahrwege werden laufend optimiert.Auch mit der Nutzung moderner Informatiklösungenwird der Administrationsaufwandtief gehalten.Engagement für gute ErlöseEbenso wie für EffizienzsteigerungenVERWALTUNG FENACOCONSEIL D’ADMINISTRATIONfenaco Pflanzenschutzberatersind für dieSpritzplanung verantwortlich.Innovative Marktabsicherungim Pflanzenschutz Mit dem Ziel,die Position der fenaco im Pflanzenschutzmittel-Marktim Zentralwalliszu stärken, hat die LANDI Chablais-Lavaux SA die TTH Fully SAübernommen. Dabei handeltes sich um ein Unternehmen,das sich auf die App likationvon Pflanzenschutzmittelnvia Helikopter spezialisierthat. Die fenaco-Pflanzenschutzberaterwerden wie bisanhin für die Spritzplanung und die Organisationder Helikopter-Einsätze fürdie 280 ha Rebenfläche von 750 Kundenverantwortlich sein. Die Helikopterwerden gemietet.Konzentration der Getreidesammelstellein Illnau (ZH) Die Verwaltungfenaco hat an ihrer Juli-Sitzungbeschlossen, in einen Um- und Erweiterungsbauder GetreidesammelstelleIllnau (ZH) zu investieren. Die Konzentrationinnerhalb der LANDI Zola AGvon drei auf einen Standort, bedingt Investitionenin die Instandstellung undin den Infrastrukturausbau mit Effizienzsteigerung,damit ein rationellerBetrieb im Dienste der Getreideproduzentengesichert werden kann. Die bestehendeInfrastruktur wird erweitert.Der Einbau einer zweiten Annahmegosseerhöht die Annahmeleistung, zudemwird eine Nassfiltration zur Staubreduktioneingebaut. Die Projektrealisationist ab 2014 geplant mit Inbetriebnahmeauf die Getreideernte 2016.4 7-8 2013 · UFA-REVUE


BILD DES MONATSPHOTO DU MOISBild: Lernende am fenaco-Standort in Winterthur.AKTUELLFENACOAUF EIN WORTEN UN MOTStarker Partnerals ErfolgsfaktorIm August 2013 werden 130 neue Lernende ihre Lehrebei der fenaco antreten. Die Berufs bildungsteams an den fenaco-Standorten in Puidoux, Bern, Sursee und Winterthur sind engagiert und setzen sichfür tolle massgeschneiderte Ausbildungsplätze ein. «Jugendliche bereichern die Atmosphäre imBetrieb durch Frische und Spontanität und leisten früh produktive Arbeit. Fragen undAnsprüche der Lernenden motivieren alle Mitarbeiter zur kontinuierlichen Weiterbildung.Schön ist, dass Lernende oft nach weiteren Berufserfahrungen in die fenaco zurückkehren.»erklärt Roger Schuhmacher, Ausbildungs verantwortlicher der fenaco Winterthur.TERMINEAGENDA17. August 2013Tag der offenen Tür im fenaco-Leistungszentrum «fresh&cool» inBätterkinden (BE).23. August 2013Schweizer Kartoffeltag auf demBetrieb der Familie Räs in Benken(ZH). Organisiert vom Strickhof,Swisspatat, den Schweizer Kartoffelproduzenten,der LANDI Weinlandund der fenaco.setzt sich die Anicom für eine hohe Wertschöpfungaus der Tierproduktion ein.• Zuverlässigkeit: Trotz der gestiegenenAnforderungen profitieren Kundenvon einer pünktlichen Belieferung, Abholungund schneller Bezahlung wenigeTage nach dem Abholen der Tiere.• Transparenz: Um allfälliges Optimierungspotenzialrasch zu erkennen,kann der Tierhalter die Schlachthofdatenseiner Tiere per Internet innertkürzester Zeit abfragen.• Überprüfung der Schlachthofresultate:Um eine faire Qualitätsbezahlung zugewährleisten, sind Anicom-Mitarbeitendebei der Schlachtung undKlassifizierung in den Schlachthöfenanwesend. In Zweifelsfällen wird eineNachklassifizierung verlangt.• Innovationen: Lancierung erfolgreicherProgramme wie Swiss QualityBeef (SQB).• Interessenvertretung: Wöchentlichwerden mindestens drei Manntagedafür aufgewendet, die Interessender Produzenten in Organisationenund Fachgruppen zu vertreten. Dazugehört in erster Linie das ständige Engagementfür marktgerechte Preise.Als Tierhandelsunternehmen ist dieAnicom an hohen Produzentenprei-Fortsetzung Seite 6Die Schweiz bietet attraktive Chancen fürdie Tierproduktion. Dazu gehören dieklimatischen Bedingungen für qualitativhochstehendes Grundfutter, das Wasservorkommenund die hervorragendeAusbildung der Produzenten, die zumTierwohl Sorge tragen. Als Chancen sindauch die Konsumentinnen und Konsumentenmit ihrer Kaufkraft zu betrachten, dieWert auf gesunde und sichere SchweizerNahrungsmittel legen. Für die Bauern unddie fenaco-LANDI Gruppe gilt es aber auchHerausforderungen wie den Preisdruck zumeistern.In diesem Spannungsfeld versucht derTierhalter das Optimale herauszuholen. Einstarker Handelspartner, der eine hoheLieferbereitschaft, Abnahme- undZahlungssicherheit mit Innovationskraftvereint, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wasnützt es, beste Zuwachsleistungen zuerfüttern, wenn am Schluss die schlachtreifenTiere nicht rechtzeitig abgeholt werdenund dadurch die Anzahl Umtriebe pro Jahrleidet? Oder: Was bringen perfekteSchlachtresultate, wenn die Tiere viel zuspät bezahlt werden? Nicht zuletzt gilt es,neue Bedürfnisse rasch zu erkennen, umden Schweizer Anteil am Fleischkonsumhoch zu halten.Mit ihrer Verlässlichkeit hat sich dieAnicom einen bedeutenden Marktanteilerarbeitet. Durch die Bündelung desAngebots ist sie in der Lage, die gewünschtenTiere zum richtigen Zeitpunkt zuliefern. Die eigene Transportflotteverschafft Kundennähe, Flexibilität undeinen überdurchschnittlichen Qualitätsstandardim Tiertransport. Unaustauschbarmacht sich die Anicom mit ihren innovativenund professionellen Programmen undProjekten. Der enge Kontakt zu denTierhaltern wird durch die vier Regionalausschüsse,in denen Produzenten aktivmitgestalten, noch verstärkt.Heinz MolletMitglied der fenaco-Geschäftsleitung,Leiter Departement TierproduktionUFA-REVUE · 7-8 2013 5


AKTUELLFENACODie Anicom stehtfür einen effizientenNutztiertransport.sen interessiert. Allerdings muss sieauch den Absatz gewährleisten können.In verschiedenen Untergruppendes Schweizerischen Bauernverbandes,beispielsweise bei Swiss Beefund der Interessengemeinschaft Käl-bermäster, sind Anicom-Mitarbeitervertreten. Weitere Gremien, in denendie Anicom aktiv mitwirkt, sind dieSuisseporcs, Suisag und die Einheitsbörse.Anicom ist in der Lage, zuverlässigesDatenmaterial und Auswertungenfür Gremien zur Verfügung zustellen.Nahe am Produzenten Der Einflussder Produzenten auf die Anicomwird durch die Regionalausschüsse si-Anicom:Landwirte bestimmen mitDie vier Regionalausschüsse der Anicombestehen hauptsächlich aus produzierendenLandwirten, die• die Ideen und Anliegen der Tierhaltervertreten und einbringen.• Feedback geben zu neuen Massnahmen.• auf regionale Besonderheiten aufmerksammachen.• zwischen Tiervermarktung undProduzenten eine wichtige Kommunikationsfunktionwahrnehmen.Regionalausschuss Suisse RomandePräsident: Ulrich Kocheraus Corcelles-près-Payerne (VD)• Jacques Egger aus Avry (FR)• Jean-Marc Berguer aus Mollens (VS)• José Dorthe aus Ursy (FR)• André Hofer aus Moudon (VD)• Felix Luder aus Curtilles (VD)• Yves Nicolet aus Cottens (FR)• André Pittet aus Vuadens (FR)• Dominique Vannay aus Muraz (VS)• Robert Zurkinden aus Düdingen (FR)Regionalausschuss MittellandPräsident: Rudolf Bigler aus Moosseedorf (BE)• Fritz Freiburghaus aus Rosshäusern (BE)• Heinrich Blaser aus Uebeschi (BE)• Stefan Brodbeck aus Therwil (BL)• Hans Feissli aus Ins (BE)• Simon Hertig aus Arni (AG)• Urs Liechti aus Utzentorf (BE)• Peter Käser aus Leimiswil (BE)• Peter Widmer aus Lyss (BE)• Andreas Villiger aus Montfaucon (JU)Regionalausschuss ZentralschweizPräsident: Oskar Brunner-Bütleraus Bettwil (AG)• Hanspeter Albrecht aus Schenkon (LU)• Patrick Bucher aus Kleinwangen (LU)• René Bühler aus Hellbühl (LU)• Niklaus Küchler aus Kägiswil (OW)• Peter Lütolf aus Alberswil (LU)• Philipp Käppeli aus Merenschwand (AG)6 7-8 2013 · UFA-REVUE


AKTUELLFENACOchergestellt. Die vier Ausschüsse SuisseRomande, Mittelland, Zentral- und Ostschweizbilden ein wichtiges Bindegliedzu den Produzenten. Pro Region sindbis zu zehn produzierende Landwirteund Personen mit direktem Bezug zurlandwirtschaftlichen Produktion imAusschuss. Die Verbesserungsanliegender Tierhalter sowie die Eigenheiten derRegionen fliessen so unmittelbar in dieEntscheide der Anicom-Geschäftsleitungein.Solides Anicom-Geschäftsjahr 2012Auch die Anicom konnte sich den 2012 herrschenden Rahmenbedingungennicht entziehen. Bei tieferen Preisen, insbesondere imSchweinesektor, und einer geringeren Produktion sank der Netto -verkaufserlös um rund 10 Mio. auf 450 Mio. Fr. «Obwohl das Jahr 2012einige Kratzspuren hinterliess, erzielten wir trotzdem ein solides Jahres -ergebnis», betonte der Geschäftsleitungsvorsitzende Stefan Schwabanlässlich der Generalversammlung in Langnau (BE). So lässt es dasErgebnis von rund 350 000 Fr. zu, eine gleichbleibende Dividende von7 % auf das Aktienkapital auszuschütten und zusätzlich 210 000 Fr. denfreien Reserven zuzuweisen. Die Generalversammlung, an der 86 % desAktienkapitals vertreten waren (darunter viele Produzenten), genehmigteJahresrechnung und Jahresbericht ohne Gegenstimme und entlasteteden Verwaltungsrat.In seinem Eröffnungsvotum blickte Verwaltungsratspräsident HeinzMollet auf den schwierigen Markt des vergangenen Jahres zurück. Derzunehmende Einkaufstourismus, der damit verbundene Preisdruck imDetailhandel, die sektorielle Mehrproduktion sowie ein Allzeitpreishochbei Protein-Futtermitteln hätten Auswirkungen bis zu den Produzentengezeigt, meinte Mollet. Man sei aber mit dem Ergebnis durchauszufrieden, zumal man darauf bedacht sei, stets die Balance zwischenTierproduzentennutzen und Unternehmensrentabilität zu finden.Schwab erwähnte in seinem Situationsbericht das Freihandelsabkommenmit China und stellte die provokative Frage: «Wollen Sie BernerRöschti mit Schinken aus Schanghai?» Er glaube daran, dass dieSchweizer Tierproduktion trotz allem sehr gute Chancen habe,schliesslich seien Schweizer Produktqualität und –sicherheit entscheidendeTrümpfe, man müsse diese nur gezielt ausspielen: «Swissness».Der Inlandkonsum sei zudem Motor für die heimische Tierproduktion,meinte der Geschäftsleitungsvorsitzende, der anhand der Verbrauchszahlenaufzeigen konnte, dass tiefere Konsumentenpreise im vergangenenJahr nicht zu einem höheren Fleischkonsum geführt haben.Zufrieden konnten die Versammlungsteilnehmer zur Kenntnis nehmen,dass sich die Preislage in den ersten Monaten des laufenden Jahresverbessert hat. Namentlich die Jager-Preise stiegen an, was doch zuHoffnungen für ein besseres 2013 Anlass gibt. Die Anicom wolle auchkünftig ein kompetenter und zuverlässiger Partner der SchweizerTierhalter sein, betonte Schwab. So investiere man mit einem neuenAbrechnungssystem, das ab Oktober zur Verfügung stehen wird, ineffizientere Abläufe und in eine noch transparentere Kommunikation.Neben der neuen Homepage www.anicom.ch gibt es quartalsweiseeinen Newsletter und ab Mitte 2014 wird ein auf Tablet-Computernbasiertes Logistiksystem im Einsatz sein, mit dem Lieferscheine undAbrechnungen komplett papierlos erfolgen können.Roman Engeler• Urs Meier aus Waltenschwil (AG)• Josef Sommer aus Malters (LU)Regionalausschuss OstschweizPräsident: Josef Schmid aus Ramsen (SH)• Peter Bruhin aus Niederwil (SG)• Hans Ulrich Iseli aus Scherzingen (TG)• Walter Mock aus Gontenbad (AI)• Franz von Büren aus Bischofszell (TG)• Cyrill Schildknecht aus Gossau (SG)• Jakob Widmer aus Rickenbach (ZH)Die vier Präsidenten der Regionalausschüsse (v.l.n.r):Ulrich Kocher (Suisse Romande), Rudolf Bigler (Mittelland),Oskar Brunner-Bütler (Zentralschweiz) und Josef Schmid(Ostschweiz).Autor Stefan Schwab ist Vorsitzenderder Geschäftsleitung der Anicom AG,3052 Zollikofen. www.anicom.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 7


Gesucht und gefunden –lupenreine TopAngeboteSOLANGE VORRAT!gültig ab 30.7.2013Eimer EdelstahlCa. 11 l.750253,10 – 6,49 mangenehm anderswww.landi.chLeiter Vielzweck 3 x 11Dreiteilige Aluminium-Vielzweckleiter,einsetzbar als Anlege-, Schiebe- undStehleiter mit ausschiebbaremLeiternteil. Max. Arbeithöhe: 7,25 m.359976. 5016. 90Manschetten SILVAFür die Milchkammer undfür die Melkmaschinen -leitungen, zieht die Fliegendank Sexuallockstoff unwiderstehlichan, giftfrei, geruchlos, sicher undsauber, pro Falle ca. 850 Fliegen. Pack AGRARO Fliegenmaden Stopà 12 Manschetten. Masse: 34 x 12 cm. 500 g.241902419519. 90 29. 90AGRARO FliegenköderAGRARO400 gStallfliegenkonzentrat24192Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und500 ml.Gebrauchsanweisung lesen!4871529. 90 45.-119.-59.-Knotengitter100 cm / 50 m.31755Kälberhütte Calf HouseBVET-Bewilligung für 1 Kalb.20450 419.–Kälberhütte Calf House 4/5BVET-Bewilligung für max. 4 Kälber.01524 1749.–2. 95Chasselas Lemanic75 cl136859. 90 129.-419.-Weidezaungerät B220 / 9VModerne Technologie , wird mit9V-Batterien betrieben. Ladeenergie:ca. 0,37 Joules Mas. Zaunlänge: 3 km.246214. 50Rosé de Gamay Lemanic75 cl136953,10 mGenferseegebiet, SchweizChasselasGenferseegebiet, SchweizGamayErsatzrolle fürSILVA Fliegenschnur-Set400 m. 24187Anlegeleiter 11 SprossenAlu. Max.Arbeitshöhe: 4,05 m.DEKRA-geprüfteSicherheit.35930Delikater, fruchtiger WeissweinPasst zum Aperitif und begleitetbestens Fisch, weisses Fleischund Käsegerichte10 – 12 °C kann bereitsgetrunkenwerdenDelikater, fruchtiger Roséweinmit kräftigen undgrosszügigen AromenPasst zum Aperitif und begleitetbestens feine Speisen wie Fischund orientalische Gerichte10 – 12 °C kann bereitsgetrunkenwerden


Keine Teilung des BVG-GuthabensEin seit 22 Jahren verheiratetes Paarliess sich scheiden. Das Ehepaar lebteim Güterstand der Gütertrennung.Eine güterrechtliche Aus -einandersetzung musste nichtvorgenommen werden. Auf Begehrendes Mannes sollte aber das Pensionskasse-Guthaben(BVG) derFrau gemäss Artikel 122 ZGB geteiltwerden. Die Frau setzte sich dagegenzur Wehr. Der Mann hatte alsselbstständiger Landwirt kein Vorsorgeguthaben,deklarierte aber einVermögen von nahezu 1 Mio. Fr.,das er bis zum Scheidungsterminnachweislich verringerte. Nach derPensionierung betrug sein monatlichesEinkommen rund 8600 Fr.(Vermögensertrag, Rente), der Frauhingegen standen nebstder AHV-Rente nur ihreigenes Vorsorgeguthabenvon rund170000 Fr. zur Verfügung.Durch diebessere wirtschaftlicheStellung des Mannes kamdas Bundesgericht zum Schluss, dassdie Frau ihr Vorsorgeguthaben nichtmit dem Mann zu teilen hat (BGE135 III 153). Die hälftige Teilung desVorsorgeguthabens hat auch derjenigeEhegatte zu Gute, der sich derFamilienarbeit widmet und währendder Ehe keinem bezahlten Erwerbnachgeht. Sinn und Zweck derBestimmung ist es, die entgangeneAltersvorsorge zu verbessern.Auch in wirtschaftlich gutenoder sehr guten Situationenlohnt es sich, eine eigeneVorsorge aufzubauen. DieVorsorgeplanung und Risikoabdeckungist besonderswichtig, wenn der Güterstandder Gütertrennung gewählt wirdund ein Ehegatte zu Gunsten der Familieseine bezahlte Tätigkeit aufgibt.Die Teilung des Vorsorgeguthabensist nach Art. 122 ZGB dieRegel, doch kann auf diese Teilungim Scheidungsfall einvernehmlichoder durch Urteil verzichtet werden(Art. 123 ZGB).Martin WürschSBV Treuhand und Schätzungen 056 462 51 11KURZMELDUNGENMANAGEMENTErfolgreicher PartnerundForschertagDer mit 70 Teilnehmern im InforamaRütti in Zollikofen stattgefundenePartner- und Forschertag vonAgroCleanTech (ACT) war ein vollerErfolg. Vertreter von AgroCleanTechstellten Projekte in den BereichenEnergieeffizienz und Klimaschutzvor. Präsentiert wurden zudem Zwischenergebnisseeiner Vorstudie zurEntwicklung eines Energie- und Klimachecksfür landwirtschaftlicheAgro-Forum lädt einAm 6. September 2013 findet beider Feusi in Bern das Agro-Forumstatt, organisiert von der Vereinigungder Agrokaufleute (AKV). DasThema ist Selbstmanagement undwird von spannenden Referentenwie Sigmund von Wattenwyl, Dr.Ludwig Hasler, Lydia Rufer-Drewsund Dr. Christel Killmer dargeboten.Die Teilnehmer erhalten für die Tagungein Zertifikat der privatenHochschule Wirtschaft PHW Bern.Anmeldung: cecile.ferro@feusi.ch,www.agro-vereinigung.chDownload: Muster-StatutenGabriela Landolt hat mit den Expertender Bündner «Arbeitsgruppe fürRechtsfragen in der Alpwirtschaft»Muster-Alpstatuten und ein Muster-Alpreglement erarbeitet. Der Linkwww.alpfutur.ch/statuten führt aufder Website des Plantahofs zu denMusterdokumenten.Witterungsschäden –was nun?Die Hagelversicherung deckt ihrenVersicherten die finanziellen Einbussendurch Witterungsschäden. Sieentschädigt auch bei Überschwemmungvon Feldern, Erdrutsch oderGeröllablagerung, inbegriffen ist dieWiederherstellung des geschädigtenKulturlandes. Für nichtversicherbareElementarschäden bestehtein Elementarschadenfonds. Dieserübernimmt 60 % von Schäden, dienicht versichert werden können.SBV Treuhand und Schätzungen, 056 462 52 71Direktzahlungen 2014Mit der Software «Beitragsrechner»der Agridea können auf der Basis derVerordnungsentwürfe die Direktzahlungenfür 2014 begerechnetwerden. Nebst dem «Beitragsrechner»hat die Agridea das «Dirzahl»aktualisiert. Auch kann die Futterbilanzfür die graslandbasierte MilchundFleischproduktion gerechnetwerden. www.focus-ap-pa.chAgro-Food-FachkräfteEine Arbeitsmarktstudie zeigt, dassdie Agro-Food-Branche mit den Absolventender Hochschulen zufriedenist. Gemäss HAFL-Dozent RobertLehmann (Bild) hat die Brancheaber Rekrutierungsschwierigkeitenbei der Suche nach qualifiziertenFachleuten. Die Studienabgängerhingegen würden von einem raschenBerufseinstieg und einer tiefenArbeitslosenquote profitieren.ACT-Tagung mit Stefan Pfefferli(ART), Martin Rufer (SBV)und Roland Künzler (Agridea).Betriebe. Ergänzt wurde die Tagungdurch Informationen zur Klima- undEnergiestrategie des Bundes sowiezum Ausbauplan der SchweizerEnergieforschung. Die fenaco alsstrategischer Partner von ACT präsentierteihre Aktivitäten im BereichErneuerbare Energien. Am Nachmittagfand ein Austausch aktuellerForschungsarbeiten in den BereichenEnergieeffizienz und Klimaschutzin der Landwirtschaft vonAgroscope, FiBL und der HAFL statt.Die Powerpoint-Präsentationenkönnen auf www.agrocleantech.chheruntergeladen werden (RubrikDownload). Aufgrund des Erfolgsplant ACT im nächsten Jahr eineNeuauflage dieser Veranstaltung.Neues von ACT gibt es im nächstenNovember an der SuisseTier in Luzern,wo sich ACT mit einer Sonderschaubeteiligt.Armin Hartlieb, SBV, BernTagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chUFA-REVUE · 7-8 2013 9


MANAGEMENTSind Direktzahlungsexzessevorprogrammiert?ARBEIT, SAK UND NUTZUNGSINTENSITÄT Die Schweizer Bevölkerung steht hinterder Landwirtschaft. Das könnte sich bald einmal ändern, wenn bekannt wird, wiehoch manche Direktzahlungen sind – und wie tief die dafür notwendige Arbeitsleistung.EvelineDuddaWer rechnet, stelltfest: Bei Öko-Leistungen werdenhohe Arbeitsverdienstepro Stunde erzielt –im Gegensatzbei spielsweise zurMilchproduktion.Staatsgelder auch für StaatsbetriebeBeim Einkommen und Vermögen gibt es künftig keine Grenzen mehr,die Direktzahlungen werden einzig noch pro SAK auf 80 000 Fr.limitiert. Allerdings sind auch hier Ausnahmen vorgesehen: Vernetzungs-,Landschaftsqualitäts-, Übergangsbeitrags- und Sömmerungsbeiträgewerden auch darüber hinaus bezahlt. Die Grenze dürfte deshalbnicht selten überschritten werden.Bund, Kantone, Gemeinden und juristische Personen erhalten weiterhinkeine Direktzahlungen für Kulturlandschaft und Versorgungssicherheit,können aber Biodiversitätsbeiträge beanspruchen. In der Vergangenheit(2011) erhielten 38 öffentliche Betriebe (z. B. Strafanstalten) und88 juristische Personen Ökobeiträge in Höhe einer Million Franken ausdem Topf des Landwirtschaftskredits. Künftig wird die Bezugsberechtigungdieser Betriebe auf die Landschaftsqualitätsbeiträge ausgedehnt,die Beträge werden also steigen. Ob das im Sinne der Steuerzahler ist?Zweifel sind zumindest erlaubt.Das Image der Schweizer Bauern istgut. Die Schweizer Bevölkerungsteht hinter der Landwirtschaft undist bereit, sie mit Direktzahlungenzu unterstützen. Diese Zahlungsbereitschaftdürfte allerdings abnehmen,wenn hohe Direktzahlungen für tiefeArbeitsbelastung, hohe Direktzahlungenpro Arbeitsstundeoder hohe Direktzahlungssummenfür Betriebe, die es gar nichtnötig haben, ans Tageslicht kommen.Mit der Agrarpolitik 2014–2017 werden derartige Direktzahlungsexzessegefördert.Die Gründe dafür sind vielfältig:Weil die Tierbeiträge wegfallen,wird die Fläche bei neuen Direktzahlungenviel höher gewichtet unddas erst noch unabhängig vom Arbeitsaufwand.Gleichzeitig werden einzelneBeitragskategorien massiv erhöht, wiez.B. die Vernetzungs- und Ökoqualitätsbeiträgeim Berggebiet. Und es kommenneue, noch schwer abzuschätzende Beiträgedazu, wie die Landschaftsqualitätsbeiträge.Zudem fallen bisherigeGrenzen beim Einkommen und Vermögenweg. Vor allem aber wurde in denletzten Jahren wohl noch nie soviel gerechnetwie heute.Mehr Geld ohne Vieh Und werrechnet, stellt fest: Wer viel Geld mitwenig Arbeit verdienen will, schafft dasVieh am besten ab. Das war zwar schonimmer so, doch nun wird dieser Effektverstärkt; neuerdings ist sogar eine viehloseWirtschaftsweise im Berggebietlukrativ. Zwar fallen dann die Versorgungssicherheitsbeiträgeund die Produktionssystembeiträgeweg, doch dieserVerlust wird durch die ÖkoqualitätsundVernetzungsbeiträge aufgewogen.Betriebe, die heute viehintensiv wirtschaftenwerden bei dieser Umstellungallerdings bestraft: Ihnen werden dieÜbergangsbeiträge gekürzt, sobald sichdie berechnete Standardarbeitskraft(SAK) des Betriebs um 60 oder mehrProzent reduziert. Extensive Betriebemit weniger als 1 GVE/ha profitieren dagegenvon hohen Übergangsbeiträgen,weil sich die Abschaffung der Tiere wenigerauf die SAK auswirkt. Ein Bergbauerin der Bergzone III mit 20 ha Land,der heute noch zehn Kühe, zwölf Rinder10 7-8 2013 · UFA-REVUE


MANAGEMENTund drei Kälber hält, käme künftig ohneVieh, dafür mit 100% Ökofläche sogarauf mehr Direktzahlungen als heute. Mitdem entscheidenden Unterschied, dasser als reiner Landschaftspfleger fast keineStruktur- und Fremdkosten mehr hat.Und das sind nun mal die Kosten, diedas Einkommen im Berggebiet so tiefhalten. Weil sich dieser Bauer die Tierhaltungspart, erreicht er praktisch dasausserlandwirtschaftliche Vergleichseinkommen.Mit dem nicht unwesentlichenUnterschied, dass sich damit diegesamte Arbeitszeit auf wenige Heu-Wochen im Jahr reduzieren lässt.Am Markt vorbei ins PortemonnaieAuch im Tal- und Hügelgebietkönnen die Bauern profitieren, wenn siesich z. B. auf Hochstammbäume mitÖko-Hauptnutzung spezialisieren. Dasist lukrativer als intensiv geführte(Hochstamm-) Obstanlagen und natürlichauch lukrativer als z. B. die Milchproduktion.Pro ha extensiver Wiesekann man mit einer Besatzdichte von100 Hochstammbäumen, mit Ökoqualität,Vernetzung und Landschaftsqualitätrund 9500 Fr. Direktzahlungen generieren.Die Arbeitszeit reduziert sichauch hier auf die Monate Juli bis Oktober.Ob das Hochstammobst am Marktgefragt ist oder nicht wird nebensächlich– der Markterlös ist fast immer geringerals die Biodiversitätsbeiträge.Verkannte SAK Dreh- und Angelpunktbei diesen Berechnungen ist dieBewertung der SAK. Denn die SAK istfür alle Arten der Flächennutzung gleichhoch, obwohl der Arbeitsaufwand füreine Ökowiese (ein Schnitt, null Düngung)in der Praxis wesentlich geringerist als für eine intensiv genutzte Futterfläche,die mehrmals gemäht und gedüngtwerden muss. Dass eine Buntbrachenicht so viel Arbeit macht wie einKartoffelacker, liegt auf der Hand undfür einen mangelhaft gepflegten (abermöglicherweise ökologisch wertvollen)Hochstammbaum braucht man nur einenBruchteil der 2.8 Stunden, welchedie SAK-Berechnung suggeriert – da derBund mit 0.01 SAK pro Hochstammrechnet und eine SAK theoretisch 2800Arbeitsstunden entspricht. Die Frage,warum man die SAK-Berechnung nichtnach Nutzungsintensität unterscheidet,beantwortet Jürg Jordi vom Bundesamtfür Landwirtschaft (BLW) so: «Mit einemeinheitlichen SAK-Faktor je ha LandwirtschaftlicherNutzfläche will man erreichen,dass die Betriebsleiterin oderder Betriebsleiter frei entscheiden kann,wie der Betrieb ausgerichtet werdensoll.»Bis zu 600 Fr. pro Stunde Wegendieser Wahlfreiheit kann ein Talbauerbei der Bewirtschaftung 1ha Streue mituntersogar auf einen Stundenverdienstvon 300 bis 600 Fr. kommen. Nämlichdann, wenn er für 1ha Streue mit Vernetzung,Ökoqualität und Landschaftsbeiträgeninnerhalb von zwei Jahren9000Fr. erhält, sie aber nur jedes zweiteJahr mäht. Wie bis anhin werden dieFlächenbeiträge auch weiterhin ausbezahlt,wenn die Schnittnutzung nur allezwei, drei oder sogar vier Jahre erfolgt.Jordi: «Solange die nicht-jährlichenSchnittnutzungen ausreichen, um dasEinwachsen der Flächen zu verhindern,sind die Versorgungssicherheit und dieOffenhaltung ja noch gegeben.» Dassdie Kulturlandschafts- und Versorgungssicherheitsbeiträgeim Jahr ohne Nutzungum ein Drittel gekürzt werden,schmälert den Verdienst wenig. ZumVergleich: In der Milchproduktion kommenviele Bauern nicht über einen Arbeitsverdienstvon 12 Fr. pro Stundehin aus. Weil diese Bauern nicht zwingendmit den Streuebewirtschafternidentisch sind, kann man künftig auchnicht mehr davon ausgehen, dass jederBauer die Ökobeiträge dazu verwendet,um seine Milchproduktion zu subventionieren.Nachgefragt beiBernard LehmannUFA-Revue: Wird es mit der AP 2014 – 2017verstärkt zu Direktzahlungsexzessen kommen?Bernard Lehmann: Bei diesen einseitig aufdie Direktzahlungen aus gerichteten Berechnungengeht vergessen, dass die Direktzahlungennur den kleineren Teil desUmsatzes eines Betriebes ausmachen, der andere wird durch denVerkauf von Lebensmitteln erwirtschaftet. Die Land wirte werden sehrgenau rechnen, ob sich eine Maximierung der Direkt zahlungen beigleichzeitiger Reduktion der Produktion unter dem Strich auch tat -sächlich rechnet. Die im Artikel beschriebenen «Exzesse» wären heuteschon möglich, trotzdem trifft man sie nur in seltenen Fällen an.Geht es mit dem Konzept zur Weiterentwicklung des Direktzahlungssystem(WDZ) darum, längerfristig Direktzahlungen zu kürzen?Es ist aus der Luft gegriffen zu behaupten, bei der Weiterentwicklungdes Direktzahlungssystems gehe es darum, die Summe der Direktzahlungenlängerfristig zu kürzen. Richtig – und vom Bundesrat und Parla -ment bei allen Gelegenheiten bestätigt – ist, dass die Summe derDirektzahlungen gleich bleibt, die Mittel aber effizienter eingesetztwerden. Das heisst, sie werden zielgerichteter und wirkungsvollereingesetzt, was die Landwirtschaft in der Zukunft bei den Budget ver -handlungen in eine gute Position bringen wird. Dass die Summe derÜbergangsbeiträge abnimmt, wenn mehr Mittel für die freiwilligenProgramme benötig wird, ist Teil dieser Strategie. Diese Mittel bleibenaber in der Landwirtschaft!Eveline Dudda wirft die Frage auf, ob man die Nutzungsintensität in dieSAK-Berechnung einfliessen lassen soll. Wird dieses Anliegen im SAK-Bericht, der 2014 erstellt wird, berücksichtigt?Die Nutzungsintensität wird heute bereits berücksichtig, indem etwadie Tierhaltung eine Rolle spielt – für jede zusätzliche Kuh gibt es mehrSAK. Eine Extensivierung führt immer zu einer Reduktion der anrechenbarenSAK. Das BLW erarbeitet bis im nächsten Frühling einen Berichtzur Beantwortung eines Postulats von Nationalrat Leo Müller. DieserBericht soll allfällige Lücken im SAK-System aufzeigen und Lösungensowie Alternativen vorschlagen.Bernard Lehmann ist Direktordes Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW).Fazit Die hier aufgeführten Beispiele,berechnet übrigens nach dem Agridea-Betragsrechner, sind nur ein kleiner Ausschnittdessen, was im Rahmen des Direktzahlungssystemsmöglich ist. Undalles was möglich ist, wird früher oderspäter auch gemacht. Die Öffentlichkeitdürfte sensibel darauf reagieren. UnterUmständen gehört das sogar zur Strategie:Denn sobald die öffentliche Empörunggross genug ist, lassen sich dieBeiträge problemlos kürzen. Zur Erinnerung:Im Grobkonzept zur Weiterentwicklungdes Direktzahlungssystems(WDZ) hat das BLW 2008 klar gemacht,dass die «Gesamtstützung der Landwirtschaftüber dem für die langfristige Leistungserbringungnotwendigen Niveauliegt», also die Direktzahlungen schlichtzu hoch sind. Deshalb wollte das BLWauch «Sozialverträglichkeitsbeiträge»einführen, die sukzessive abgebaut werdensollten. Im Bericht des Bundesrateszur WDZ (2009) wurden diese Beiträgein Anpassungsbeiträge umbenannt. DasZiel der Senkung blieb bestehen: «Bleibendie Preise auf dem Niveau nachUmsetzung der Agrarpolitik 2011,würden weniger leistungsbezogene Direktzahlungenbenötigt als heute. Indiesem Fall würde ein Teil der heutigenDirektzahlungsmittel über die Anpassungsbeitrageentrichtet und dieseschrittweise abgebaut.» Und für dieseUmlagerung und den Abbau waren 900Mio. Fr. vorgesehen.Autorin Die Agro -nomin Eveline Duddaist selbstständigeAgrarjournalistinaus Hinterforst (SG).www.dudda.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 11


MANAGEMENTEigenkapital − ohne geht’s nichtBUCHHALTUNGSREFERENZBETRIEBE Eine ausreichende Eigenkapitalbildung istnotwendig, um den Betrieb weiterzuentwickeln, Schulden zu tilgen oder privatesVermögen zum Beispiel für die Altersvorsorge zu bilden. Vor allem kleinere Betriebe undBetriebe mit älteren Betriebsleitern weisen eine geringe Eigenkapitalbildung auf.DierkSchmidAndréKurmannIn der landwirtschaftlichen Betriebslehrespricht man von einerpositiven Eigenkapitalbildung,wenn der Bilanzposten des Eigenkapitalszwischen dem 1.1. und dem31.12. eines Jahres steigt. Zum selbenErgebnis führt die Berechnung über dieErfolgsrechnung, wenn das landwirtschaftlicheplus das ausserlandwirtschaftlicheEinkommen grösser sind alsder Privatverbrauch. Mit einer positiveEigenkapitalbildung kann der Betriebden Wertverlust der Anlagen, die alsAbschreibungen berücksichtigt sind,und seine privaten Ausgaben für die Lebenshaltungdecken kann. Der übrigeBetrag kann folgendermassen verwendetwerden:1. Weiterentwicklung des Betriebs, umdie Teuerung auf Seite des Privatverbrauchsauszugleichen.2. Weiterentwicklung des Betriebs, umdie Teuerung des im Betrieb eingesetztenKapitals auszugleichen.3. Aufbau von privatem Vermögen odereiner privaten Alterssicherung.4. Tilgung von langfristigen Schulden.Grafik: Streuung Eigenkapitalbildung 201190■ Median70■ Mittlere 50 % der Betriebe■ Mittlere 80 % der Betriebe503010– 10– 3031 %* 33 %* 41 %*– 50Talregion Hügelregion BergregionTausend Franken je Betrieb* Anteil Betriebe mit EigenkapitalverzehrQuelle: Agroscope ART,Referenzbetriebe der Zentralen AuswertungAusreichend Eigenkapital Wiehoch die Eigenkapitalbildung sein muss,hängt vom Betrieb und den Zielen derBetriebsleitung ab. Anhand von durchschnittlichenBuchhaltungszahlen undden oben genannten Zielen kann dieHöhe der Eigenkapitalbildung in etwabeziffert werden.Beispielberechnung Geht manvereinfachend von konstanten ProduktundProduktionsmittelpreisen aus, somuss bei kontinuierlicher Bewirtschaftungeines Betriebs, mit den Zielen einerspäteren Übergabe an einen Nachfolgerund der Beibehaltung des Lebensstandards,die Teuerung auf der Privatverbrauchsseitedurch zusätzliches landwirtschaftlichesEinkommen gedecktsein. Die Steigerung des Einkommensum die Teuerung sollen im Fallbeispieldurch Neuinvestitionen erfolgen. DieHöhe der Neuinvestitionen wird ausdem durchschnittlichen Kapitalbedarfabgeleitet, der für eine Einheit des landwirtschaftlichenEinkommens notwendigist. Der Privatverbrauch beträgt beiden Referenzbetrieben der ZentralenAuswertung von Buchhaltungsdaten imMittel der Jahre 2009 − 2011 rund72000Fr. Nimmt man einfachheitshalbereine Teuerungsrate (Landesindexder Konsumentenpreise) der letztenzehn Jahre von jährlich rund 0.6% an,dann benötigt man eine Einkommenssteigerungvon rund 450Fr. pro Jahr. Umwie viel muss nun das Eigenkapital jährlichwachsen, damit diese 450Fr. erzieltwerden können (Tabelle). Zur Berechnungsind drei Annahmen notwendig:Erstens, der Privatverbrauch wird vollständigüber das landwirtschaftlicheEinkommen finanziert oder das ausserlandwirtschaftlicheEinkommen beträgt0Fr. Zweitens ist das landwirtschaftlicheEinkommen proportional zum Umsatz(Rohleistung). Drittens ist der Umsatzproportional zur Bilanz (Aktiven). Daslandwirtschaftliche Einkommen macht23 % des Umsatzes aus (58 000 zu255000Fr.). Ausgehend von 450Fr. proJahr muss ein zusätzlicher Umsatz vonrund 2000 Fr. erzielt werden. Für dendurchschnittlichen Referenzbetrieb beträgtdas Verhältnis von Kapital zu Umsatz3.25 (Kapital von 826000Fr. dividiertdurch Umsatz von 255 000 Fr.).Der zusätzlich benötigte Umsatz von2000 Fr. entspricht einem zusätzlichenKapitalbedarf von 6500Fr. Wird dieserzur 70% fremdfinanziert, ergibt sich einenotwendige Eigenkapitalbildung von1900 Fr., welche die Teuerung auf Privatverbrauchsseiteausgleichen kann.Betriebsentwicklung Da die Anlagewertein der Buchhaltung mit ihrenGestehungskosten einfliessen, brauchtes neben den Abschreibungen auch einenTeuerungsausgleich auf diese Bilanzwerte,damit man dieselbe Einrichtungwiederbeschaffen oder denselbenStall wieder bauen könnte. Die Teuerungin diesem Bereich beträgt im Mittelder letzten zehn Jahre laut statistischenErhebungen und Schätzungen des Bauernverbandsrund 2%, was auf dem Anlagevermögenvon 650 000 Fr. (Referenzbetriebe2011) rund 13 000 Fr.ausmacht. Wird dieser Betrag zu 70 %fremdfinanziert, so resultiert ein Eigenkapitalbedarfvon 3900Fr.Altersvorsorge Die Eigenkapitalbildungkann auch zum Aufbau einerprivaten Altersvorsorge verwendet wer-12 7-8 2013 · UFA-REVUE


MANAGEMENTInnerhalb der Regionen gibt es Unterschiedein der Eigenkapitalbildung, wobeidie Streuung – der Abstand zwischendem kleinsten und dem grösstenWert – in der Talregion am höchstenund in der Bergregion am niedrigsten ist(Grafik). Kleinere Betriebe und Betriebemit älteren sowie weniger gut ausgebildetenBetriebsleitern haben eine eherkleinere Eigenkapitalbildung.den. So wenden die Referenzbetriebefür die private Altersvorsorge rund8000Fr. auf.Schuldentilgung Schulden werdenmehr oder weniger schnell getilgt. Diemittleren Rückzahlungsfristen bei denInvestitionskrediten betragen 15 Jahreund bei den Hypotheken sind es jährlich2%. Das bedeutet für den durchschnittlichenWert der Investitionskredite beiden Referenzbetrieben von 60 000 Fr.,eine notwendige Eigenkapitalbildungvon 4000 Fr. und bei den Hypothekarkreditenvon 206000Fr. ein Betrag von4120 Fr. – also total 8120 Fr. für diedurchschnittliche Schuldentilgung.Summiert man die vier genanntenPosten (1900, 3900, 8000 und 8120),dann resultiert eine notwendige Eigenkapitalbildungvon rund 21 920 Fr. proJahr. Einschränkend muss dazu gesagtwerden, dass es sich bei diesen Zahlenum einen fiktiven Betrieb, der aus demDurchschnitt der Referenzbetriebe gebildetwurde, handelt. Es werden keineGesichtspunkte der Hofübergabe, wieSteuerfragen oder Anzahl Übergabenbetrachtet. Auch wird nicht berücksichtigt,wie die Umsatzsteigerung erfolgenkönnte und im Vergleich zu den vergangenenJahrzehnten ist das gegenwärtigeInflationsniveau aussergewöhnlich tief.Buchhaltungsergebnisse EinBlick in die Buchhaltungen der Referenzbetriebezeigt, dass diese 21920Fr.nicht erreicht werden. Die Eigenkapitalbildungder Referenzbetriebe liegt imDurchschnitt der Jahre 2009–2011 bei13 000 Fr. In der Talregion beträgt sie15900Fr., in der Hügelregion 12900Fr.und in der Bergregion 8400 Fr. Sie ändertesich im Lauf der Jahre stark undfolgt den Schwankungen des landwirtschaftlichenEinkommens, da das ausserlandwirtschaftlicheEinkommendeutlich weniger als die Hälfte desHaushaltseinkommens beträgt und sichwie der Privatverbrauch weniger ändert.Tabelle: Notwendige Eigenkapitalbildung aufgrundder Teuerung im PrivatverbrauchPrivatverbrauch72 000 Fr.Teuerung (Landesindex Konsumentenpreise) 0.6 %Notwendige Einkommenssteigerung450 Fr.Landwirtschaftliches Einkommen58 000 Fr.Umsatz255 000 Fr.Umsatzanteil Landwirtschaftliches Einkommen 23 %Umsatzbedarf für Einkommenssteigerung 450 Fr. / 23 % 2000 Fr.Umsatz255 000 Fr.Kapital (Betrieb)826 000 Fr.Kapitaleinsatz je Umsatz 3.25Kapitalbedarf für Umsatzsteigerung 2000 Fr. x 3.25 6500 Fr.Selbstfinanzierungsgrad 30 %Notwendige Eigenkapitalbildung fürTeuerung im Privatverbrauch 6600 Fr x 30 % 1900 Fr.Gerundete Werte Referenzbetriebe 2009 – 2011.Eigenkapital ist dieDifferenz zwischenden aktiven Bilanzpostenund demFremdkapital. Rundein Drittel derSchweizer Betriebeweist einen Eigen -kapitalverzehr auf.Eigenkapitalverzehr Einen Eigenkapitalverzehrverzeichnen im Jahr 201131 % der Talbetriebe, 33 % der Hügelbetriebeund 43 % der Bergbetriebe.Diese Betriebe lebten im Jahr 2011 «vonder Substanz des Betriebs». Kurzfristigmüssen Phasen mit einer tiefen oder sogarnegativen Eigenkapitalbildung nichtzwingend Anlass zur Sorge geben, vorallem wenn der Betrieb über eine hoheEigenkapitalquote verfügen. In einzelnenJahren kann ein Eigenkapitalverzehrauftreten, wenn ein Betrieb einemMarkt mit hohen Preisschwankungenausgesetzt ist (Schweinepreiszyklus).Diese Situation wird problematisch,wenn sie über mehrere Jahre anhält unddie Absicht besteht, den Betrieb auchlängerfristig weiterzuführen. In derBergregion ist im Jahr 2011 wie auch inden letzten zehn Jahren ein höherer Anteilan Betrieben mit Eigenkapitalverzehrfestzustellen.Fazit Eine über mehrere Jahre gesehendurchschnittliche Eigenkapitalbildungvon rund 22000Fr. wäre für einenmodellhaft angenommenen mittlerenReferenzbetrieb notwendig, um seineSubstanz und den Lebensstandard zuhalten. Aus Sicht der strategischen Betriebsführungist das Wissen rund umdie Eigenkapitalbildung und das Setzeneiner individuellen Zielgrösse sowie derenKontrolle wichtig.Autor Dierk Schmid ist wissenschaft -licher Mitarbeiter in der ZentralenAuswertung von Buchhaltungsdaten ander Forschungs anstalt AgroscopeReckenholz-Tänikon ART. AndréKurmann ist Mitarbeiter der Agro-TreuhandSursee. Die Analyse beruht aufden Betrieben der Zentralen Auswertungvon Buchhaltungsdaten.www.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 13


MANAGEMENTInvestitionsentscheide auf AlpenDIE ROLLE VON INFORMATIONSRISIKEN Wenn auf Alpbetrieben investiertwerden soll, können komplizierte Eigentumsverhältnisse zu divergierenden Interessenführen. Auch der unterschiedliche Wissensstand bildet ein Risiko für Fehlinvestitionen.Eine explizite Berücksichtigung der Informationsrisiken unterstützt die Planung undRealisierung von nachhaltigen Alpinvestitionen.LeslieBergerRobertHuberDie Landwirtschaft ist vielen Risikenausgesetzt. Die Produktion ist abhängigvon klimatischen und wetterbedingtenSchwankungen, welchemit dem Klimawandel wohlzunehmen werden. Mit der Öffnung derMärkte gehen Preisschwankungen unddamit grössere Marktrisiken einher.Auch mit der Agrarpolitik sind Risikenverbunden, wenn die Änderung der Direktzahlungenbeispielsweise neue Produktionsformenunterstützt, bisherigeaber nicht mehr (so stark) gefördertwerden. Wenn ein Landwirtschaftsbetriebinvestiert, dann wird er diese Produktions-,Markt- und politischen Risikensorgfältig in seinen Entscheid miteinbeziehen, gerade auch weil dieselbePerson respektive Familie über die Investitionentscheidet, die Investition alsBewirtschafter nutzt und als Kostenträgerfinanziert.Für viele Alpbetriebe ist dies nicht soeinfach. In alpwirtschaftlichen Systemensind Bewirtschafter, Eigentümer undKreditgeber beziehungsweise Kostenträgernicht immer dieselbe Person undoft haben die verschiedenen Akteureunterschiedliche Interessen. Daraus entstehenso genannte Informationsrisiken,welche eine effektive Entscheidungsfindungerschweren.Divergierende Interessen Hintergrundder Informationsrisiken sindein unterschiedlicher Informations- undWissensstand und divergierende Interessender an einer Investition beteiligtenAkteure. Der Bewirtschafter einerAlp kann nach dem Bau eines neuenStalls beispielsweise darauf verzichten,diesen voll auszulasten. Er offenbart einemangelnde Sorgfalt in der Umsetzungdes Investitionsentscheids. Eigentümerund Kostenträger wie zum Beispieldie öffentliche Hand oder Hilfswerkekönnen dies kaum korrigieren, weilsie die Betriebsführung nicht (oder nurschwerlich) beeinflussen können. In einersolchen Konstellation wird möglicherweisein nicht zukunftsfähige Systemeinvestiert oder es werden zu grosseInvestitionen getätigt.Ein unterschiedlicher Wissensstandvon Bewirtschaftern und Eigentümernüber die Kapazität und das Potenzial einesAlpbetriebs kann aber auch zu einerfehlenden Gesamtsicht führen (zum Beispielüber die Einzelalp hinweg). Als Folgedavon kann es ebenso zu Investitionenin nicht zukunftsfähige Betriebekommen wie auch zum Effekt, dass eigentlichzukunftsfähige Betriebe nichtunterstützt werden.Informationsrisiken Die Studievon Flury&Giuliani GmbH schlägt zurIdentifikation solcher Informationsrisikenbei Investitionen in Alpbetriebe ein Vorgehenin drei Schritten vor: In einem erstenSchritt sollen die unterschiedlichenInteressen zwischen Nutzniessern, Kostenträgernund den Entscheidungsträgerneiner Investi tion aufgezeigt werden.In einem zweiten Schritt soll die Artder Investition genauer betrachtet werden.Dabei ist entscheidend, ob die Investitionhauptsächlich einem privatenGut, das heisst beispielsweise dem Ausbauvon Ställen und Alpkäsereien, odereinem öffentlichen Gut, beispielsweiseder Erhaltung eines Alpbetriebs zur Offenhaltungund Pflege der Landschaft,dient. Selbstverständlich existiert in derRealität keine klare Abgrenzung – wederzwischen den Akteuren noch der ökonomischenCharakterisierung eines bestimmtenGutes lassen sich in jedem Fallklare Trennlinien ziehen.Diese beiden ersten Schritte dieneneiner groben Kategorisierung von Alpsystemenfür die weitere Analyse vonInformationsrisiken.Diese sollen im dritten und letztenSchritt auf drei weitere Aspekte hin analysiertwerden: Erstens in Bezug auf dieSituation auf den Heimbetrieben, zweitensmit Blick auf den Markt für Sömmerungstierein der Region und drittensbezüglich der Eigenschaften der Bewirtschafter,insbesondere auf ihren Unternehmungsgeist.Aus der Kombinationder Kategorisierung von Alpsystemensowie den regionalen und individuellenEigenschaften lassen sich anschliessendInformationsrisiken ableiten.Auf einer Gemeindealp beispielsweise,wo die Ställe erneuert werden sollten,aber initiative Bewirtschafter fehlen,besteht das Risiko, dass aufgrundeiner mangelnden Dynamik durchauslohnende Investitionen nicht getätigtwerden. Umgekehrt besteht auf einerPachtalp, die aufgrund öffentlichen Interessesweiterhin bewirtschaftet werdensoll, die aber nur auf ein geringesPotenzial von Sömmerungstiere zurückgreifenkann, die Gefahr, dass zu grosseInvestitionen getätigt werden.Was ist tun? Zur Vermeidung vonFehlinvestitionen schlagen die Autorendrei Lösungsansätze vor:• Koordination von Investitionen: Beieiner mangelnder Gesamtsicht undUnterlassung einer an und für sichlohnenden Investition sollten die Potenzialeeiner horizontalen oder vertikalenZusammenarbeit geklärt wer-14 7-8 2013 · UFA-REVUE


MANAGEMENTden. Mangelnde Sorgfalt bei Pachtverhältnissenkann durch langfristigeBewirtschaftungsplanung, anreizorientierteVerträge, langfristige Abnahmeverträgeoder Bewirtschaftungsauflagenverhindert werden.• Sensibilisierung und Ausbildung derAkteure: Um initiative Persönlich -keiten und lohnende Investitionen zufördern, sollten seitens der öffent -lichen Hand durch Informations -aufbereitung und intensive Beratungvertrauensfördernde Massnahmenge troffen werden (Alpkonzepte aufregionaler Ebene).• Planungsgrundlagen: Das Risiko vonInvestitionen in nicht-zukunftsfähigeBetriebe kann mit Alpkonzepten zurStrukturbereinigung vermindert werden.Grundlage dazu ist eine Analyseder Entwicklung der Heimbetriebeund der überregionalen Nachfragenach Sömmerungsplätzen. Ebensokönnen überrissene Investitionendurch Alpkonzepte mit Bedarfsabklärungsowie durch Anpassung der Regelungsebene(Annäherung Entscheidungsträger,Kostenträger und Nutzniesser)reduziert werden.Fazit Informationsrisiken spielen vorallem im Prozess der Entscheidungsfindungeine wichtige Rolle. Massnahmenzur Minderung von Informationsrisikensind mit Vorteil bereits in der Entwicklungvon Investitionsprojekten und inZusammenarbeit mit land- und alpwirtschaftlichenBeratungsstellen sowiekantonalen Amtsstellen anzugehen. Bewirtschafter undEigentümer habenoft unterschiedlicheAnsichten über dieKapazität und dasPotenzial einesAlpbetriebs.Yannick Andrea,Schweizer BerghilfeAutoren Leslie Bergerist Projektleiterin beider Schweizer Berghilfe,Adliswil (ZH). RobertHuber, MitarbeiterFlury&Giuliani GmbH,ist Mitverfasser derStudie.Studie Robert Huber,Christian Flury 2012.Ökono mischeBeurteilung alp -wirtschaftlicher Systemeim Hinblick aufInvestitionsentscheide.Flury&Giuliani GmbH,Zürich. www.flurygiuliani.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 15


MANAGEMENTBelasteter Standort – wer zahlt?ALTLASTENSANIERUNG Wer ein Grundstück erwirbt, das Altlasten aufweist, musssich grundsätzlich an den Sanierungskosten beteiligen. Bei der Bemessung seinesKostenanteils wird unter anderem berücksichtigt, ob er für den Verursachungsanteilseines Rechtsvorgängers haftet und ob er durch die Sanierung einen Vorteil erlangt.AndreasWasserfallenVon 1962 bis 1975 wurden Bauschutt,Hauskehricht, Schlacken ausder Kehrichtverbrennungsanlage,Strassen- und Klärschlamm sowieflüssige und ölige Industrieabfälle in einemTobel deponiert. Dieser Standortsoll nun saniert werden. In einer erstenKostenverteilungsverfügung wurdenden heutigen Grundeigentümern 10 %der Kosten auferlegt. Es handelt sichmehrheitlich um Landwirte, welche sichbis vor das Bundesgericht gegen einesolche Kostentragung wehrten.zu rechtfertigende Besserstellung derVeräusserer respektive der zukünftigenMiterben zu Lasten der heutigenGrundeigentümer zur Folge. Zudem seizu berücksichtigen, dass die belastetenParzellen Teil eines landwirtschaftlichenGewerbes seien, das dem Realteilungsverbotunterliege, weshalb sie die belastetenParzellen nicht von der Übernahmeausschliessen konnten.Gestützt auf das Umweltschutzgesetz(USG) hielt das Bundesgericht fest, dassauch ein Standortinhaber, der daswusst. Gegenüber ihren Rechtsvorgängernwäre ein Kostenanteil von 10 %möglich gewesen, da diese von der Ablagerungverschiedener, vertraglichnicht vorgesehener Abfälle gewusst hattenund im Verwaltungsausschuss derDeponie vertreten waren. Durch dieAuffüllung des Tobels sei ebenes, landwirtschaftlichbesser nutzbares Landentstanden. Zudem hätten die damaligenGrundeigentümer eine Ausfallentschädigungfür Land und Wald und eineGewinnbeteiligung erlangt.Das Bundesgerichtbeschäftigte sich miteiner Beschwerde vonLandwirten, die sichgegen eine Beteiligungan den Kosten einerAltlastensanierungwehrten.Bauern wehren sich Sie machtengeltend, ihnen dürften die angeblichenVorteile ihrer Rechtsvorgänger aus demBetrieb der Deponie nicht angerechnetwerden, weil diese nicht an sie weitergegebenworden seien. Sie hätten dasGrundeigentum entweder durch Kaufoder durch Abtretung auf Rechnungkünftiger Erbschaft erworben, entsprechendden Bestimmungen des bäuerlichenBodenrechts. Würden sie anstelleihrer Rechtsvorgänger in die Kostenpflichtgenommen, hätte dies eine nichtGrundstück bereits mit der Belastungerworben hat, zu den potenziell zahlungspflichtigenPersonen gehört, soweiter sich nicht von der Haftung befreienkann. Das Bundesgericht zähltedeshalb auch die heutigen Eigentümerder belasteten Grundstücke grundsätzlichzum Kreis der Kostenpflichtigen. Sieseien direkte Nachkommen der Landwirte,die ihr Land 1962 zum Betrieb derDeponie zur Verfügung gestellt hattenund sie seien vor Ort aufgewachsen. Siehätten also vom Deponiebetrieb ge-Beschwerde gut geheissen Gegenüberden heutigen Eigentümern hingegenwäre eine Kostenbeteiligung von10 % exzessiv und damit bundesrechtswidrig,falls sie ausschliesslich als Standortinhaberhaften würden, ohne dass ihnender Verursachungsanteil ihrerRechtsvorgänger zugerechnet werdenkönnte und ohne dass sie durch den Deponiebetrieboder die Sanierung selbsteinen wirtschaftlichen Vorteil hättenoder in Zukunft erlangen könnten. Obes solche Vorteile zu Gunsten der heutigenEigentümer gebe oder durch dieSanierung geben werde, müsse nochabgeklärt werden. Das Bundesgerichthiess die Beschwerde der Landwirte gutund wies die Sache zu weiteren Abklärungenan die erste Instanz zurück (BGE139 II 106). Autor Der Agronom und RechtsanwaltAndreas Wasserfallen ist Spezialist fürlandwirtschaftsrechtliche Fragen.Länggassstrasse 7, 3012 Bern 031 300 37 00, www.agrarrecht.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 1316 7-8 2013 · UFA-REVUE


Neuheiten bei Lemmer FullwoodWährend einer zweitägigen «AllgäuerHöfetour» präsentierte Lemmer-Fullwood Neuheiten im Bereich derMelktechnik. Auf den vier besichtigtenBetrieben wurde der Fokus aufdie «Rotary» Melkkarusselle, aufden «Merlin» Melkroboter, auf das«Swing-over»-Melksystem und aufdie automatisierte Tierbeobachtung«Multione» gewährt EinblickCSF, Herstellerfirma der «Multione»Radlader, gewährte kürzlich internationalenMedienvertretern einendetaillierten Einblick in das 1998gegründete Unternehmen. Die italienischeFirma produziert Radladerund dazugehörige multifunktionaleLadegeräte für die Landwirtschaft,die Bauwirtschaft und für den Gartenbau.Seit dem vergangenen Jahrwerden die CSF-Produkte in derSchweiz durch Althaus AG in Ersigenvermarktet. Die aktuelle Modellpaletteumfasst 13 Typen, dazu kommenrund 170 verschiedene Anbaugeräte– von der einfachenBallenzange bis zum Mähwerk fürRasenplätze. Das Leistungsspektrumder hydrostatisch angetriebenenFahrzeuge liegt zwischen 20und 50PS.«Ultimativ» unterwegsKrone zeigte die Presse-Wickel-Kombination «Ultima», weltweit dieerste Rundballenpresse, die währendder Netzbindung und der Ballenübergabeweiterfahren und dasErntegut fortlaufend aufnehmenkann, erstmals in der Schweiz impraktischen Einsatz. Krone ist es alserstem Hersteller gelungen, einesolche Maschine zur Serienreife zubringen. Möglich gemacht habendiese Entwicklung die Integrationeiner Vorpresskammer in eineRundballenpresse, die semi-variableBallenkammer mit dem «Novogrip»-Gurt, der die Vorzüge einer Riemenpressemit jenen eines Stabkettensystemskombiniert, und dasTraktor-Implement-Management,mit dem die Maschine aufgrund ihreraktuellen Auslastung den Traktorsteuern kann.mit «Fullexpert» gelegt. Auf einemBetrieb konnte der an der Eurotier2012 erstmals präsentierte Futterschieber«Feedrover» in Aktion bestauntwerden (Bild). Zudem wurdedie «BWAC»-Kochendwasserreinigung,die ihre Energie durch Solarzellenoder Windkraft bezieht undohne chemische Zusätze reinigt, gezeigt.Besonders beeindruckendpräsentierte sich der 60er Aussenmelker,welcher eine Melkleistungvon 280 – 300 Kühen pro Stunde erreicht.Der «Merlin» Melkroboterüberzeugt durch die Kombinationvon automatischem Melken und automatisierterTierbeobachtung, wodurcheine Menge Zeit für Managementaufgabenim Betrieb undPrivatleben gespart werden kann.Die Landwirte aller besichtigten Betriebesind sich darin einig, was fürdie Technik von Lemmer Fullwoodspricht: Optimales Herdenmanagement,geringere Milchzellzahlen,höhere Milchleistung, bessere Tiergesundheitund eine gute Beratung.«Knutwiler-Powerdays»Vom 23.-25. August findet auf derKnutwiler Höhe, direkt an der AutobahnA2 gelegen, das vierte Zentralschweizer«Tractor Pulling» statt.Diese Veranstaltung, an der wiederumMotorsport vom Feinsten gebotenwird, wartet auch mit einembreiten Rahmenprogramm auf. Sowird bereits am Freitagabend (ab17 Uhr) der bekannte «Wetterschmöcker»Martin Horat aus demMuotatal einen Vortrag halten. AmSamstag (ab 11 Uhr) und Sonntag(ab 10 Uhr) ist dann ein hochkarätigesFahrerfeld auf der Pullingbahnzu sehen, das sich in den Kategorien«Garden», «Standard», «Sport», «Supersport»oder «Minipuller» messenwird. Wie die Organisatoren weitermitteilen, werden zudem auch einigeÜberraschungen fernab von derPullingbahn geboten.KURZMELDUNGEN«Power-On»bei FlieglLANDTECHNIKMit der Inbetriebnahme des neuenWerks in Mühldorf am Inn setzteFliegl einen Schlusspunkt hinter diegrösste Investition in der 38-jährigenFirmengeschichte. Mit rund30ha ist das Areal gut dreimal sogross wie das bisherige in Töging,wo Fliegl bisher Agrartechnik produzierte.Die Kapazität steigt vonetwa 300 auf bis zu 500 Fahrzeugepro Monat. Der Komplex beheimatetneben der Agrartechnik auch dieSchwesterunternehmen Bau- undKommunaltechnik, Forsttechnikund Dosiertechnik. Insgesamt sindin der Unternehmenszentrale 280Mitarbeiter beschäftigt.Seit Baubeginn im November2009 wurden 1.5 Mio. m 3 Erdreichbewegt. Diese Arbeiten, von Flieglgrösstenteils selbst ausgeführt,nutzte man, um auch neue, eigeneMaschinen im Praxiseinsatz testenzu können. Es entstanden eineüberdachte Gesamtfläche von8.5 ha und 900 000 m 3 umbauterRaum. Das neue Werk besitzt vierMontagelinien für Kipper, Biogasanlagen,Güllefässer und Abschiebewagenund ist mit Fertigungstechnikder neuesten Generationausgestattet. Zur Bearbeitung vonBauteilen stehen eine Rohr- und eineBlechlaseranlage zur Verfügung.Der Lackieranlage liegen strengeVorschriften des Umweltschutzesund neueste Erkenntnisse der Ergonomiezugrunde.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chUFA-REVUE · 7-8 2013 17


LANDTECHNIKSchmetterlings -mähwerk von FellaKURZMELDUNGENDas Scheibenmähwerk «SM 911 TL-KCB» von Fella ist eine neuartigeKombination aus Zinkenrotor-Aufbereiterund Förderband zurSchwadzusammenführung. Es istideal für Pflanzen mit hohem Blattanteilsowie für GPS geeignet. Innovativbei diesem Mähwerk mit einerArbeitsbreite von 8.30 m ist dieKombination aus Zinkenrotor-Aufbereiter(KC) und Förderband. DerAufbereiter mit den Federzinkenund Gegenkamm eignet sich idealfür die schonende Aufbereitung.Das während der Fahrt zuschaltbareFörderband nimmt Futter aufund legt es in einem Schwad ab, dervon nachfolgenden Maschinen direkterfassbar ist und die Futterverschmutzungauf ein Minimum reduziert.Die Bandgeschwindigkeit iststufenlos regulierbar.Das Plus an Sicherheit bietet dieAnfahrsicherung «Safety-Swing»:Sie schützt vor Schäden durch Anfahrenvon Gegenständen. DasMähwerk schwenkt beim Auftreffenauf ein Hindernis nach hinten obenweg und fällt anschliessend durchsein Eigengewicht wieder zurück inArbeitsposition.«Als eine schlagkräftige Alternativezu Selbstfahrern bietet uns dieseMähkombination Sicherheit in jederLage», berichtet Adrian Krieg vomLohnbetrieb Krieg in Säriswil.«Überzeugt haben uns vor allem derschonende aber zugleich wirksameFederzinkenaufbereiter sowie diedurchdachte Konstruktion derSchwadzusammenführung.» Vondieser verspreche man sich viel.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chClaas mit neuen Teleskop-LadernForstmesse LuzernDie Internationale Forstmesse Luzernwird auch 2013 ein Grossanlassfür die gesamte WaldundHolzwirtschaft sowiefür ihre Zulieferbranchensein. Die Messe steht fürNeu- und Weiterentwicklungender HolzbearbeitungsundHolzerntetechnik und zeigt diekonsequente und nachhaltige Holznutzung.Vom 15.–18. August präsentierenüber 280 spezialisierteAussteller den erwarteten 26’000Besuchern ausgereifte Bearbeitungsverfahren,innovative Produkteund neue Konzepte. Gezeigt wirdalles, was die Arbeit im Wald nochsicherer, bodenschonender und effizientermacht. Die Sonderschau«Treffpunkt Forst, Forêt, Foresta»greift aktuelle Themen in der WaldundHolzwirschaft auf und die Holzspaltmeisterschaftsorgt für spannendeUnterhaltung auf dem Freigelände.www.forstmesse.comBei Teleskopladern werden zunehmendhöhere Hubkräfte und gleichzeitigmehr Fahrdynamik sowieKomfort gefordert. Diesen Forderungenkommt Claas mit den dreineuen Modellen «9055», «7055»und «7044» in der grossen «Scorpion»-Baureiheund drei neuen Modellenin der kleinen Baureihe«7035», «7030» und «6030» nach.Während die maximale Hubkraftbisher bei 4.4 t lag, heben die zweineuen Spitzenmodelle «9055» und«7055» jetzt bis 5.5 t – bei einerHubhöhe von maximal 8.80 m oder7.00 m. Zudem verfügen diese Modelleüber noch höhere Losbrechkräfteund mehr Hydraulikleistung.Für die Aufnahme der höherenBelastungen wurde für beide Baureihenein neues Rahmenkonzeptmit tiefem Anlenkpunkt des Teleskoparmsentwickelt. Im abgesenktenZustand ist der Teleskoparm völligim Rahmen eingelassen undgewährleistet so hohe Standsicherheitund freie Sicht auf die rechteSeite der Maschine.Zum Konzept gehören Deutz-Motoren einer neuen Generation,die sich durch ein erhöhtes Drehmomentbei gleichzeitig sparsamemKraftstoffverbrauch auszeichnenund die Abgasnorm der Stufe 3b erfüllen.In den Modellen «9055» und«7055» sind 4.1 Liter 4-ZylinderMotoren mit einer Leistung von 156PS und im Modell «7044» sowie derkleinen Baureihe sind 3.6 Liter 4-Zy-Lindner mit InnovationenAn der Wieselburger-Messe zeigteLindner seine mit dem Effizienzpaketausgerüstet neuen «Unitrac82ep» und «Unitrac 92ep». Bis insJahr 2015 will der Tiroler Landmaschinenspezialistalle seine Fahrzeugeauf diesen «efficient-power»-Standard umstellen. So sollen die«Geotrac»- und «Unitrac»-Serie generelleffizienter und wirtschaftlicherwerden, vom Motor über dasGetriebe bis zum Lichtkonzept, unddadurch auch weniger Treibstoffverbrauchen. Aktuell arbeitet Lindnerintensiv an einer dritten undneuen Baureihe von Maschinen. AlsErgänzung zum «Unitrac» und zum«Geotrac» wird Lindner im Herbst2013 den «Lintrac» vorstellen.linder Motoren mit 122 PS verbaut.Aussergewöhnlich ist das Luftführungskonzeptfür die Motoren: DieKühlluft wird im oberen Bereich derMotorhaube angesaugt, durchströmtden Kühler, wird am Motorblockvorbeigeleitet und verlässtden Motorraum oben im hinterenBereich der Motorhaube zusammenmit den Abgasen. Durch diesen Wegder Luftführung wird vermieden,dass Staub und Schmutz aufgewirbeltoder angesaugt wird.«Strip Till»-TechnikAmazone wird künftig die bewährte«X-Till»-Technologie von Vogelsangin eigenen Maschinenkonzeptenverbauen. Damit wird es möglichsein, dieses System, bei dem bisherdie Unterfussdüngung mit Gülle imFokus stand, auch für die Einbringungvon Mineraldünger zu nutzen.Angedacht sind zwei neue Produktefür die Anwendung im absetzigenVerfahren: Zum einen kann die «X-Till»-Technik dann mit einem Fronttankfür Mineraldünger kombiniertwerden. Zum anderen soll, für mehrSchlagkraft, die «X-Till»-Technik mitdem «VarioTrail» Trägerfahrzeug vonAmazone koppelbar werden.18 7-8 2013 · UFA-REVUE


Viatrac Aebi VT450 Vario» Stufenloser Fahrantrieb» Optimaler Wirkungsgrad in jederFahrsituation» Permanenter Kraftfluss steigertdie Arbeitssicherheit2. Schweizer IHC CASE TreffenRed Power Tractor ShowViatrac VT450 Vario:Aebi schliesst die Lücke zur Perfektion!» Arbeiten auch bei Kriechgeschwindigkeitenmit hoherMotordrehzahl möglich» Vier verschiedene Fahrmodi plusTipTronic» Automatic Drive Control ADC» Sanftes Anfahren am Steilhangfür mehr Bodenschonung» Schnelles Manövrieren ohnekuppeln und schalten» Modernes Cockpit mit Bildschirmanzeigeund MultifunktionshebelAebi & Co. AG MaschinenfabrikHuwilstrasse 11CH-6280 HochdorfTel. +41 41 914 10 20Fax +41 41 914 10 30www.aebi-schmidt.chch@aebi-schmidt.comDüdingen FR24. – 25. August 2013Fahrzeuge bitte anmelden bis am 1. August 2013www.ihc-freunde.chswissfarmMelde dich jetzt an!www.swissfarm.ch


ERFOLGSTORYKNOW-HOWTraktoren seinen Stempel aufgedrückt.Schon bald liefen die ersten Modelle ingrüner Farbe vom Band und man begann,neue Baureihen nach den eigenenVorstellungen zu entwickeln. So stehendie heutigen, saatengrünen Claas Traktorenfür lange Radstände, für eine nahezu50 : 50-Gewichtsverteilung zwischenVorder- und Hinterachse, fürmehr Zugleistung bei weniger Dieselverbrauchund für hohe Hubkräfte.Zudem wurde das Montagewerk in LeMans kräftig aufgemöbelt: Einführungdes «lean manufacturing», eine ultramoderneLinie für die Kabinenfertigung sowieeine komplett neue Farbgebungsanlagemit robotischer Unterstützungsind dabei die augenfälligsten Veränderungen.Als nächstes soll das eigentlicheHauptmontageband eine Veränderungerfahren und dann noch optimaler aufdie heutigen Warenflüsse abgestimmtwerden.Marktausdehnung Claas ist auchbestrebt, mit seinen in Le Mans produ-Heirat mit «Trauzeugen»: Fünf bissechs Mitarbeitende verbindenKabine mit dem Antriebsstrangund brauchen dazu gerademalsieben Minuten.zierten Baureihen «Axos», «Arion» und«Axion» sowie den von Carraro Agritaliabezogenen «Nexos»- und «Elios»- Modellenweitere Märkte zu erobern. Sowill man in Russland besser Fuss fassenund hat deshalb das Mähdrescher-Werkin Krasnodar derart vergrössert, dassdort künftig eine Endmontage von vorgefertigtenTraktorenbauteilen, angeliefertaus Le Mans, stattfinden kann. Späterwill Claas mit seinen Traktoren auchden nordamerikanischen Markt erobern.Claas Traktoren stehen heute fürlange Radstände, für eine nahezu50:50-Gewichtsverteilung zwischenVorder- und Hinterachse, für mehrZugleistung bei weniger Diesel -verbrauch und für hohe Hubkräfte.Geschäftsfeld der Traktoren. Die «Axion»-Serie mit «Hexashift»-Getriebe imLeistungs bereich von 163 bis 215 PSbeeindruckt durch das «Cebis»-Terminal.Die stufenlose Variante ist dann an derAgritechnica 2007 zu sehen.Zur Agritechnica 2007 kommt dann dieBaureihe «Arion 500, 600, 600C» mit4- und 6-Zylinder-Motoren von «DPS» aufden Markt.2008 erfolgt die vollständige Über nahmevon Renault Agriculture durch Claas. Mitdem «Axos», dem Traktor für alle Fälle imLeistungsbereich von 70 bis 100 PS,ausgerüstet mit einem 4-Zylinder Motorvon Perkins, rollt «ein neuer Schlepper aufdie Felder Europas». Speziell waren damalsdie 180° öffnenden Türen.2010 kommen die Baureihen «Elios»(Kompakt-Traktoren) und «Nexos» (letztererals Nachfolger des «Nectis») auf denMarkt. Es sind weiterhin OEM-Produktevon Carraro Agritalia.Zur Agritechnica 2011 (Vorpräsentationbereits an der Sima 2011) wird mitdem «Axion 900» eine neue Produktfamilievon Grosstraktoren lanciert. Dievier Modelle schliessen die Lückezwischen den «Axion 800» und denSystemtraktoren vom Typ «Xerion».Erstmals werden bei den «Axion 900»Motoren von «FPT» mit SCR-Abgasnachbehandlungverbaut.Im Sommer 2012 wird die neue Serie«Arion 500/600» im Leistungsbereichvon 140 bis 180 PS mit Motoren von«DPS» und Dieselpartikelfilter vorgestellt.Zur Sima 2013 werden die neuen«Axion 800» (200 bis 270 PS) mit «FPT»-Motoren vorgestellt. Diese Traktorenverfügen als Neuheit über eine «saisonaleFrontzapfwelle». Dank der Entkopplungvon Frontzapfwellengetriebe und Motorbei Arbeiten ohne Zapfwellenbetriebsollen sich bis 0.4 l Diesel pro Stundeeinsparen lassen.Nach der Montagegeht der Traktor fürrund eine halbeStunde auf eineVersuchsstrecke,kommt dann auf denRollenprüfstand zumTest von Bremsleistungund Getriebe.Schliesslich folgendas «Finishing» unddie Endabnahmesowie die länderspezifischenAusrüstung.Ausblick Die hohe Entwicklungskadenzder letzten Jahre soll beibehaltenwerden. Nachdem nun die Abgasnormenzu grossen Teilen umgesetzt sind,können sich die Ingenieure wieder vermehrtanderen Dingen widmen. Diesbezüglichsind innovative Lösungen imBereich des «Tractor-Implement-Management»(«Maschine steuert Traktor»)angesagt. Entwicklungspotenzial siehtman bei Claas zudem im Bereich derElektrifizierung, wobei man wenigerden Antrieb des Traktors selbst, als vielmehrelektrisch angetriebene Anbaugeräteim Fokus hat. Weitergeführt werdensoll das Joint Venture «Gima» mitAgco bei der Entwicklung und Fertigungvon Getrieben und Achsen. Diesbezüglichmöchte man aber noch etwas mehrDifferenzierung – denn auch MasseyFerguson verwendet diese Produkte – indie entsprechenden Teile hineinbringen.Zudem will man das Angebot anstufenlosen Traktoren in den unterenPS-Klassen ausdehnen.Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue,8401 WinterthurIn loser Folge publiziert die UFA-Revueunter dem Titel «Erfolgstory» Berichteüber landwirtschaftliche Maschinenund Unternehmen, jeweils inZusammen arbeit mit den Herstellernund Schweizer Importeuren.www.sercolandtechnik.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 21


KNOW-HOWPRAXISTESTKompakt und sicher unterwegsCASE «FARMALL 115U» Als Nachfolger der Baureihe «JXU» brachte Case im letztenJahr drei Modelle mit der für Case traditionsbehafteten Bezeichnung «Farmall U»auf den Markt. Der «Farmall 115U», produziert im italienischen Jesi, markiert dabei alsAllrounder mit 114 PS leistungsmässig das obere Ende dieser Serie.Bei der Präsentation der neuen«Farmall»-Traktoren-Baureihe mitden Zusatzbezeichnungen «A», «C»und «U» räumte Case nicht nur mitden Serien «JX», «JXU» und «Quantum»auf, sondern brachte einen in der Geschichtedes Unternehmens tief verwurzeltenNamen wieder auf die landtechnischeBühne – dies 90 Jahre nach dererstmaligen Vorstellung eines «Farmall»-Traktors.Motor Unter der neu gestaltetenHaube mit grösserem Lufteinlass alsbeim «JXU» arbeitet ein Motor von FiatPower Train mit vier Zylindern und 3.4lHubraum, der beim «115U» auf einemaximale Leistung von 114 PS (nachECE R 120) eingestellt ist. Diese 114 PSentsprechen dank einer speziellen undnicht alltäglichen Motorencharakteristikauch gleich der Nennleistung bei2300 Umin. Das Leistungsniveau bleibtalso von 1900 bis 2300 Umin konstant.Die Abgasnorm der heute für diese PS-Klasse gültigen Stufe 3b wird mit externerAbgasrückführung, einem Dieseloxidationskatalysatorsowie einemDieselpartikelfilter erreicht.Als Getriebe steht standardmässigein 12x12 mit Powershuttle (mit modulierbarerReaktionsgeschwindigkeit) zurVerfügung. «Powerclutch» ermöglichtein bequemes Kuppeln per Knopfdruckdirekt am Ganghebel. Auf Wunsch ist24x24 Powershuttle mit zwei Lastschaltstufenoder auch ein 20x20Kriechgang-Getriebe mit Powershuttlemöglich. Der Antrieb der vorderen Achsekann elektrohydraulisch zugeschaltetwerden.Das Dachfenster ist nur durch einen schmalenHolm von der Frontscheibe getrennt.Stark im Heck Gegenüber demVorgänger «JXU» ist das Heckhubwerkkräftiger geworden. Die maximale Kraftdes standardmässig mit EHR ausgerüstetenHubwerks beträgt 5400 kg. Dankneuer Konstruktion des Frontbereichskann Case erstmals in dieser KlassePraxisstimme zum Case «Farmall 115U»Urs GuggisbergUrs Guggisberg führt im bernischenZimmerwald einen stark kupierten Betriebmit Milch produktion und Ackerbau. Mitdem Case «Farmall 115U» hat er vor allemaus Gründen der Leistung und wegen desGetriebekomforts einen etwas älterenTraktor er setzt. Dem Kauf vorangegangenist eine Evaluation, bei dem auch einModell einer anderen Marke zur Diskussionstand. Letzt lich sprachen aber nacheinem Testeinsatz das gute Preis/Leistungs -verhältnis sowie die Nähe zum ortsan -sässigen Händler Herzig Technik für denCase «Farmall 115U».Der Traktor ist nun seit zwei Monaten imEinsatz, in der gesamten Futterernte undim Ackerbau, zur vollen Zufriedenheit desBetriebsleiters. Im Jahresschnitt wird dasModell wohl auf etwa 300 Stundenkommen.Die Erfahrungen sind bis jetzt durchwegspositiv. Urs Guggisberg erwähnt in diesemZusammenhang das für ihn anfänglich ehergewöhnungsbedürftige, letztlich aber dochkomfortable lastschaltbare Powershuttle-Getriebe sowie die elektronische Regelungdes Heckhubwerks. Er hat den Traktorvorne und hinten mit Doppelrädern aus -rüsten lassen, da er auf seinen Parzellenbei Fahrten in der SchichtenlinieHangneigungen bis 40 % bewältigenmuss.Als weitere Option ist eine Klimaanlageeingebaut und ein Steuerventil im Front -bereich, das allerdings nur im Wechsel zueinem der Heckventile verwendet werdenkann. Gerade die geräuscharme Kabinehat es Urs Guggisberg angetan. Allerdingsauch mit einem kleinen Nachteil, wie erfesthält: «Man merkt nun nicht mehr wiefrüher, wenn der Motor an den Anschlagkommt».22 7-8 2013 · UFA-REVUE


PRAXISTESTKNOW-HOWDie Seitenkonsole präsentiert sichaufgeräumt und übersichtlich.auch eine Fronthydraulik anbieten(1800 kg). Die Zahnradpumpe weist eineFörderleistung von 65 (Standard)oder 80 l/min (Option) auf. An Steuergerätengibt es maximal drei im Heckund zwei mittig angeordnete für einenFrontlader.Die maximale Kraft desHubwerks beträgt 5400 kg.SteckbriefCase «Farmall 115U»Motor: 3.4 l FPT-Motor mit 4 Zylindern,Commonrail, Turbolader und Ladeluftkühlung.84 kW (114 PS, nach ECE R120)von 1900 bis 2300 Umin. MaximalesDrehmoment: 461 Nm (bei 1500 Umin).140 l Tankinhalt.Getriebe: 12x12 mit Powershuttle.Optional 24x24 mit 2-facher Lastschaltungund Wendegetriebe (Powershuttle)oder 20x20-Kriechganggetriebe mitPowershuttle.Zapfwelle: 540/540E/1000, Wegzapfwelleals Option.Hydraulik: 65 oder 80 l/min. Maximal 3Steuerventile hinten, 2 mittig. 5400 kgHubkraft im Heck, 1800 kg Front(Option).Masse: Leergewicht: 4200 kg. ZulässigesGesamtgewicht: 7400 kg. Länge:4414 mm. Breite: 1913 mm. Höhe:2612 mm. Wendekreis: 5.60 m.(Herstellerangaben)Das neue Kabinendesign mit denweit hinten positionierten B-Holmenprägt den «Farmall 115U». Das ins Kabinendachintegrierte und durch einenschmalen Holm von der ausstellbarenFrontscheibe getrennte serienmässigeDachfenster sorgt für eine gute Sichtnach vorn, insbesondere dann, wennmit einem Frontlader gearbeitet wird.Der ebene Kabinenboden, die verstellbareLenksäule sowie der bei Nichtgebrauchaufklappende Beifahrersitz erleichternden Einstieg.Das «Farmall»-Konzept hat Case fürdie heutigen Anforderungen vongemischten Betrieben entwickelt.Autor Dr. RomanEngeler, UFA-Revue,8401 WinterthurIn loser Folge publiziertdie UFA-Revue unterdem Titel «Praxistest»Berichte über landwirtschaftlicheMaschinen.Die Interviewpartner,respektive Eigentümerdieser Maschinen,werden jeweils inZusammenarbeit mitden Herstellern oderImporteuren ausgesucht.case-steyr-center.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 23


KNOW-HOWPRAXISTESTGute AussichtenTELESKOPLADER MERLO «P 25.6» Der italienische Hersteller Merlo brachtedas kompakte Teleskoplader-Modell «P 25.6» mit der Panorama-Kabine vor drei Jahrenauf den Markt. Die Kabine und vor allem die gute Rundumsicht gehören zu denStärken dieses Laders, der Lasten von 2.5 t heben und eine Hubhöhe von knapp 6 mbewältigen kann.Teleskoplader spielen in der Landwirtschaftim Vergleich zu anderenLadegeräten dann ihre Stärken aus,wenn Hubhöhen über 4 m, Hubkräfteüber 2 t oder dank Allradlenkungein Manövrieren in beengten Verhältnissengefragt sind. Das Modell «P 25.6»des italienischen Herstellers Merlo erfülltdiese Anforderungen. In Kombinationmit einer optionalen hydraulischenAnhängerbremse und der Anhängelastvon 12’000 kg kann die Maschine auchfür Transporte verwendet werden.Motor und Getriebe Der Merlo«P 25.6» ist mit einem Turbomotor vonKubota ausgerüstet, der 75 PS leistet.Die Luftansaugfläche ist grosszügig dimensioniertund mit einem flexiblenGitter geschützt. Eine Axialkolbenpumpesorgt für den stufenlosen, hydrostatischenAntrieb. Mit permanentem Allradantrieberreicht man eine maximaleGeschwindigkeit von 36 km/h. Die Änderungder Fahrtrichtung erfolgt überDie Bedienung desLaders erfolgt übereinen elektromechanischenJoystick.Gute Sicht nach hinten rechts, danktief angebautem Teleskoparm.einen Hebel links am Lenkrad oder optionalam Joystick.Die Kabine gehört zu den breitestenin der Klasse von kompakten Teleskopladern.Merlo hat diese mit der Bezeichnung«Panoramic» versehene Kabine vonseinen grösseren Modellen übernommen.Die Konstruktion entspricht denRichtlinien «FOPS» und «ROPS». Mit einerBodenfreiheit von 27 cm ist der Einstiegtief gehalten. Die Türe lässt sich um180° öffnen und auch arretieren. Gleichzeitigist stets der volle Einschlagswinkelder Hinterräder gewährleistet.Die Luftansaugfläche des Kubota-Motors ist grosszügig dimensioniert.Der Teleskoparm ist tief angebaut, sodass die Sicht aus der Kabine nach hintenrechts sehr gut ist. Front- und Heckscheibekönnen ausgeklappt werden. DasDachfenster ist durch ein fest integriertesSchutzgitter geschützt. Bedient wird dieMaschine über einen elektro-mechanischenJoystick. Der Teleskoparm und dasZusatzsteuerventil werden über elektrische«on/off»-Knöpfe betätigt. Optionalkann dies auch über elektro-proportionalePotentiometer erfolgen.Drei Lenkarten Die vier angetriebenenRänder sind mit hydraulischerPraxisstimme zum Teleskoplader Merlo «P25.6»Familie Meier bewirtschaftet in Schleitheim(SH) einen Ackerbaubetrieb mitMutterkuhhaltung. Nach einem Unfall istJosua Meier nur noch bedingt arbeitsfähig,die Betriebsleitung liegt deshalb in denHänden seiner Frau Bea, die ausgebildeteLandwirtin ist. Ihr Schwager ImanuelMeier hilft auf dem Betrieb fallweise mit,berät die beiden aber dank seinerberuflichen Fachkenntnis bei sämtlichenMaschinenfragen.So auch beim Teleskoplader Merlo «P26.5», der als neues Gerät nach der Um -stellung auf Rund- (Silo) und Quaderballen(Stroh) auf den Betrieb kam. Dieser An -schaffung ging ein längerer Evaluations -Bea Meierprozess voraus, wurden doch zuerst VorundNachteile zwischen den SystemenTraktor (hätte auch neu gekauft werdenmüssen) mit Frontlader und Teleskopladeranaly siert.Als man sich aus Gründen der Wendigkeit,Bedienung, schneller Ein- und Ausstieg füreinen Teleskoplader ent schieden hatte,ging es um die Frage des Modells. Vorgabeseitens des Betriebs war eine Hubkraft vonrund 2.5 t und eine Anhängelast von 6 t.Letztlich blieben drei Modelle übrig, dieman alle einem Test einsatz auf demBetrieb unterzog. Für den Merlo «P 25.6»sprach insbesondere die Sicht, vor allemnach hinten rechts. «Bei vielen Modellenist wegen dem Teleskoparm diese Sichteingeschränkt – beim Merlo nicht», betontBea Meier. Dann sei auch die Kabinegrösser als bei den anderen. «Dies merktman dann, wenn man mal eine Kiste odersonst was mit nehmen muss», führt BeaMeier weiter aus. Auch die Bedienung seieinfach: «Einsteigen und losfahren triffthier wirk lich zu und ist auch wichtig,wenn Aus hilfskräfte mit wenig Routinefahren müssen».Auf dem Betrieb Meier wird mit demTeleskoplader das gesamte Ballenhandling(Ballenzange mit und ohne Greiferzinken),Transporte, Stapelarbeiten und dasAusmisten in engen Verhältnissen aus -24 7-8 2013 · UFA-REVUE


SteckbriefTeleskoplader Merlo «P 25.6»Motor: 4 Zylinder Turbomotor vonKubota, 55 kW (75 PS). 70 lTreibstofftank.Getriebe: Hydrostatischer Fahrantriebmit Wendeschaltung, 36 km/h.Maximale Hubkraft: 2.5 t (bis4.70 m).Hubhöhe: 5.90 m. MaximaleAusladung: 3.30 m.Hydraulik: 210 bar, 84 l/min.Anhängelast: 12 000 kgStandardbereifung: 12 – 16.5Masse: Leergewicht: 4750 kg;Länge: 3900 mm; Breite: 1800 mm;Höhe: 1920 mm; Wendekreis:3370 mm.(Herstellerangaben)Die Kabine und die gute Rundumsichtgehören zu den Stärkendes «P 25.6», der Lasten von 2.5theben und eine Hubhöhe vonknapp 6 m bewältigen kann.PRAXISTESTKNOW-HOWServo-Unterstützung lenkbar. Nebender Vorderachslenkung gibt esper Knopfdruck und automatischerRe-Synchronisierung auch die Allrad-und die Hundeganglenkung.Der Teleskoparm besteht auszwei U-förmigen Stahlblechen, diemiteinander verschweisst sind. DieAusladung wird durch ein Hydrauliksystemgesteuert, das vollkommenim Innern des Arms untergebrachtist. Die maximale Hubhöhebeträgt 5.90 m. So hoch kann einGewicht von um die 1750 kg gehobenwerden. Die maximale Hubkraftvon 2.5 t erschöpft sich bei4.70 m Höhe. Das An- und Abkoppelnvon Anbaugeräten erfolgt vonder Kabine aus. Die hydraulischeVersorgung wird über geschraubteSchnellanschlüsse sichergestellt.Der Geräteträger selbst ist mit einerhydraulischen Schnellverriegelungausgestattet.NEUHEITEN«SpaltFix S-360» von Posch bringt mehrLeistung und KomfortDer «SpaltFix S-360», das Nachfolgemodelldes bewährten «SpaltFixS-350», wartet mit vielen Neuerungenauf: Mit dem serienmässigen«OnlyCut»-System lassen sich Spaltmesserund -stütze demontieren –und aus dem Holzspalter wird eineproduktive Hochleistungssäge ohneSpaltwerkzeug. Ebenfalls neu ist dieDruckabschaltpumpe, die im E-Antriebdie Leistung steigert. Auch dasneue, nach hinten geneigte Ein-zugsband sorgt für schnellere Arbeit.Damit passt sich der Schnittzyklusautomatisch und optimal anden Holzdurchmesser an. Auch beikleinen Durchmessern wird so dievolle Leistung erzielt. Der «SpaltFix S-360» schneidet mit einem«Widia»-Sägeblatt (Durchmesser:900mm) und spaltet mit einerSpaltkraft von 12 Tonnen Holz biszu Durchmessern von 35 cm in 2, 4,6 oder 8 Teile in einem Arbeitsgang.Althaus AG Ersigen,3423 Ersigen, 034 448 80 00,www.althaus.chNeue Aufsattelscheibenegge mitvertikaler Einklappunggeführt. Mit der Multifunktionsschaufelwerden auch Hackschnitzel und andereSchüttgüter umgeschlagen.Mittlerweile ist der Lader seit knapp vierMonaten im Einsatz, bisher wurden über100 Stunden absolviert. Pro Jahr werdees wohl zwischen 500 und 600 Stundengeben, meint Bea Meier. Ihre Erfahrungenmit der Maschine sind durchwegspositiv. Ein kleiner Schwachpunkt sei amehesten der Kupplungsvorgang beiunterschiedlich breiten Anbaugeräten.«Anfänglich waren wir auch von den geschraubten Anschlüssen bei den Hydrau -lik schläuchen nicht so begeistert, dochheute sehen wir darin auch einen Vorteil».Autor Dr. Roman Engeler,UFA-Revue, 8401 WinterthurIn loser Folge publiziert dieUFA-Revue unter dem Titel«Praxistest» Berichte überlandwirtschaftliche Maschinen.Die Interviewpartner, respektiveEigentümer dieser Maschinen,werden jeweils in Zusammen -arbeit mit den Herstellern oderImporteuren ausgesucht.www.wmahler.ch,www.althaus.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13Kuhn erweitert sein Angebot anAufsattelscheibeneggen in X-Formum den «Discolander XM». DieseMaschinen, die für die flache undtiefe Bearbeitung bis hin zur nichtwendendenBodenlockerung konzipiertwurden, eignen sich idealfür den Stoppelumbruch im Sommer,die Herbst- und Frühjahrsbestellung,die Zerstörung von Deckfrüchten,die Düngereinarbeitungund den Wiesenumbruch. Der«Discolander XM» ist eine Aufsattelscheibeneggein X-Form mit vertikalerEinklappung. Die an denTraktorunterlenkern angehängtenMaschinen sind wendig und könnenüber eine Knickdeichsel präzisin Horizontallage gebracht werden.Die Tiefenführung über die Nachlaufwalzeverleiht der Maschine einehohe Stabilität beim Einsatz undbewirkt eine optimale Rückverfestigung.An der hinteren Anbauvorrichtungkönnen verschiedeneWalzen angebaut werden. ZumEinbringen von Decksaaten kannan der gesamten Baureihe eineFeinsaat-Drilleinrichtung angebautwerden.Neu an dieser Maschine ist dieLagerung der Scheibenkörper überBlattfedern. Sie lässt die Scheibenkörperunabhängig voneinander arbeiten(vorteilhaft bei hohemSteinbesatz) und schützt Lager undMaschine gegen Stossbelastungen.Kuhn Center Schweiz8166 Niederweningen 044 857 28 00kuhncenterschweiz@bucherlandtechnik.chwww.kuhncenterschweiz.chUFA-REVUE · 7-8 2013 25


LANDTECHNIKNEUHEITENNeue Technik für die FutterernteINNOVATIONEN VON CLAAS Für die kommende Futterernte-Saison bringt Claasneue Maschinen – Mähwerke, Kreiselheuer und Schwader – auf den Markt. Dabeihat der deutsche Landtechnik-Hersteller auch an kleinere und mittlere Betriebe gedacht.Frontscheibenmähwerk«Disco 3200 F Profil»mit umlaufendemSchutzbügel.Mit einer Arbeitsbreitevon 5.20 m ist dergezogene «Liner 550 T»der grösste Einkreiselschwaderim Markt.Das neue Frontscheibenmähwerk«Disco 3200 F Profil», mit oder ohneZinken-/Rollen-Aufbereiter, ersetztdas Modell «Disco 3100 F Profil»und wurde so neu gestaltet, dass dieGeräte nun einen umlaufenden Schutzbügelbekommen haben. Zudem ist derMähbalken wesentlich besser zugänglich,so dass Reinigungs- oder Wartungsarbeitenwie Messerwechsel leichterund schneller vorzunehmen sind.Geblieben ist die bewährte Kinematikder Bodenanpassung, wobei die dreidimensionaleFührung des Mähwerkesnochmals verbessert wurde.Ein «Volto 900» unterwegs mitdem Nachtschwadgetriebe.Das «Disco 3200 F Profil» wird serienmässigmit Federentlastung angeboten,die optional durch das hydraulischeEntlastungssystem «Active Float» ersetztwerden kann. Dabei werden statt derStandardfedern zwei einfach wirkendeHydraulikzylinder eingebaut, die mitDruck beaufschlagt werden, der zu jederZeit über ein Steuerventil vom Traktorsitzaus verändert werden kann.Kreiselheuer Vor einem Jahr hatClaas mit dem «Volto 1100» das ersteModell einer neuen Generation vonKreiselheuern vorgestellt. Zentral andieser Maschine ist das Gutfluss-Konzept«Max Spread», basierend auf einemum knapp 30° nach hinten abgewinkeltenZinkenarm. Die Streuarme arbeitenim Vergleich zu konventionellen Systemenso länger in Fahrtrichtung. Diedadurch gesteigerte Aufnahmeleistungermöglicht höhere Arbeitsgeschwindigkeiten.Zudem verläuft der Gutfluss zwischenden Kreiseln nahezu geradlinig,was zu schonender und verlustarmerBearbeitung des Futters führt.Nun wird dieses Konzept auch beiden neuen «Volto»-Modellen «900»,«800» und «700» mit Arbeitsbreiten von6.70 m bis 8.70 m in gezogener oderaufgebauter Ausführung eingesetzt.Ein Nachtschwadgetriebe ist optionalverfügbar: Durch ein Umstecken derGelenkwelle kann die Drehzahl derKreisel um rund ein Drittel reduziertwerden, so dass das Erntegut auf kleineSchwaden abgelegt wird.Grösster EinkreiselschwaderIm vergangenen Jahr hat Claas die Familieder Einkreiselschwader um den«Liner 500» erweitert und damit diemaximale Arbeitsbreite im Schwaderprogrammauf 4.80 m erhöht. Nun legtman nach und präsentiert mit dem«Liner 550 T» in gezogener Ausführunggar ein Modell mit einer Arbeitsbreitevon 5.20 m. Mit dem nun grössten Einkreiselschwaderauf dem Markt decktClaas in diesem Produktbereich Arbeitsbreitenvon 3.70 m bis 5.20 m abund bietet vor allem kleineren Betriebeneine echte Alternative zum Zweikreiselschwader.Autor Dr. Roman Engeler,UFA-Revue, 8401 Winterthurwww.ufarevue.ch 7-8 · 1326 7-8 2013 · UFA-REVUE


OccasionsbörseWeitere Inserate auf www.agropool.chMarktplatzChargeuse de TraktorballesFiat 540 DTRohrmelkanlageKemper BE 125 PS 54BoumaticAnnée 1991B-Std. 6600Jahrgang 2011Prix CHF 3500 Preis CHF 7900 Preis auf AnfrageVincent Despland1463 RovrayTraktorenreich,9548MatzingenMartin Flury4543 DeitingenTel. 079 290 19 55 Tel. 052 376 14 06 Tel. 079 720 89 51Inserate-Nr. 246979 Inserate-Nr. 247594 Inserate-Nr. 248230LANDTECHNIKzu verkaufenSchutzgasschweiss -anlage, neuwertig,Preis auf Anfragen 076 597 05 14GummiförderbandBlaser Occ., 9 m,fahrbar; GummiförderbandGamo, 7 m,fahrbar; Div. Gummiförderbänder,2 m und4 m, 14 m und 17 m;Flachförderband, 30 m 033 437 51 54 oder 079 628 83 80PneumatischeSämaschine Gaspardo,8 Säaggregate Fr. 5000 079 482 98 31KartoffelverlesemaschineSamro Langco,ideal für SamenproduzentFr. 2500 079 482 98 31Vorkeimharassli ausKunststoff 079 482 98 31Haruwy Ersatzteile zuHackgeräte 079 810 43 53Aufbauladegerät AebiLD 30, 19 m 3 , guterZustand Fr. 2500 076 583 62 91Motor Honda, 13 PSzu Rapid 505 079 245 11 39Kreiselheuer, leichteAusführung, zu 2-Achs-Mäher, 3-Punkt-Anhängung 079 245 11 39Kreiselheuer, 5.5 mArbeitsbreite, günstig 079 245 11 39Motor Maag zuRapid 505 079 245 11 39Motormäher Buren -könig 079 622 45 82Trommel-Mähwerk zuAebi TT 80 079 622 45 82KompoststreuerHeywang, Tandem,Breitstreuwerk;2-Scharpflug;Ballensammelwagenpassend zu WelgerKleinballenpresse;Lastwagen Saurer2 DM, in Teilen 079 729 45 22Renault Megan, Bj.2006, Diesel, 140’000km, mit vielen Extras,Preis nach Absprache 079 729 45 22Motormäher Rapid505, neuwertig mitSitzwagen BurekönigMotor Honda + Balkenneu, Bandeingraser undAntrieb kaum benutzt,robuste und bewährteTechnik 079 713 9505Mistkran Griesser 1715mit vielen Optionen,Jg. 2004, 222 h, 4-fachhydr. 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TG 079 478 05 94Mistzetter Kirchner,7.5 m 3 , vier stehendeWalzen, hydraulischerKratzbodenantrieb,Kratzboden neu, frischlackiert Fr. 7000;Ballenlader UniaFr. 400; AckerschlegelFalk, 2.30 m, Werkzeuge50 %, 2 Stützräder;Ford 6640 SLE, FH/FZ,Klima, 4x DW Steuergerät,4 Lastschalt -stufen, EHR, Zugpendel,9700 h, Fr. 20'000;Hürlimann H-345, All -rad mit Bügel, 1x DWSteuergerät, 1x EWSteuergerät Fr. 8000;Spritze Birchmeier,800 l, HD-Pumpe Mini -drift, 12 m Hangausgleich,hydraulischhöhenverstellbar,Beleuchtung Fr. 4400;Fendt Favorit 824, FH,FZ, Klima, DruckluftEU/CH, Rückfahreinrichtung,4 DW Fr.75'000; AnbaumaishäckslerKemperChampion 3000, 4-reihig, Messer 50 %,neues Auswurfrohr,neuer Dom, neuesPowerband Fr. 18'000;Toyota Starlet, 1.2 l Fr.1000 Kt. TG 079 478 05 94Futterraufe mit Krippefür 8 GVE 079 646 33 58SchubstangenentmistungKolb; 2 Motorenund div. Ersatzteile 081 785 14 77Güllenmixer 10 und12.5 PS 079 678 81 49Schaufelrührwerk fürca. 50-20 KubikAntrieb, für Flügelrührwerk,12 PS bis ca. 400Kubik 079 678 81 49New Holland TN75D,Jg. 2000, 75 PS, 2850Std., 32/16 Wendegetr.,2 Lastschaltstufen,Powershuttle, 2 DWAnschl. EHR zus.Hubzyl. 3 ZW Geschw.u. Wegzw. Luftsitz , Ber.hinten 480/70R 3060%, vorne 380/70R20 60% ab MFK sehrgepflegt Fr. 36000 079 319 29 37Doppelräder Schaad,80 %, 270/80R36 071 385 50 39Zubringerband 079 426 06 35Gummiförderband,9 m, Fahr-- undHöhenverstellbar, topZustand 079 426 06 35Diverse Förderbänder 079 426 06 35Holzschnitzelaustragung,Tank mitSchubboden, ca. 6 m 3mit Motor für SchnitzelheizungFr. 2000 076 365 16 02Taurus Oberentnahmefräsemit Graskette,geht auch für Mais, fürSilo 3 m Durchmesser,guter Zustand, einsatz -bereit, Preis nachVereinbarung 052 336 20 68Heugebläse Taurusmit Elektromotor 18 PSFr. 299 079 789 05 12Raupenbagger Kubora,5.5 t mit Schild,Schwenklöffel 120 cm;Motormäher Rapid2013; Molchfinger -balken 220 cm;Stollenräder breit, sehrhangtauglich; HeuladewagenHamster, 27 m 3 ,teilrevidiert 079 292 85 57Haben Sieetwas zuverkaufen?Formular aufwww.ufarevue.ch4 Kartoffelpflanz-Aggregate zu HaruwyVielfachgerät 079 482 98 31Silo Harvestore,550 m 3 , désileuse par lebas, complet avecboulonnerie, soufflerieet tapis pour mélangeusedémonté et nettoyéprêt à monterFr. 55’000 à discuter 079 691 05 324 Tränkebecken;2 Traktorenpneu mitFelgen, Schmalspur,Grösse 8.3-42; Holz -absperrgitter, Platz für7 Grossvieh 079 398 99 65ScheibenmähwerkWelger, 4 Scheiben,Schwadbleche, 1.75 m,Verstopfungsfrei, sehrgeringer Kraftbedarf,guter Zustand Fr. 950 077 438 90 88FortsetzungSeite 29UFA-REVUE · 7-8 2013 27


LANDTECHNIKFAHRBERICHT«Profi» fährt stufenlos vorSTEYR «PROFI CVT» In Ergänzung zur bestehenden «Profi»-Baureihe lässt Steyrdrei neue «Profi»-Modelle mit stufenlosem Getriebe im Leistungsbereich von110 bis 130 PS auffahren. Damit folgt Steyr dem allgemeinen Trend, die stufenlosenGetriebe auch im mittleren PS-Segment mit 4-Zylinder-Motoren anbieten zu können.Zentrales Bedien -element ist deraufgefrischte «Multicontroller»inVerbindung mit dem«S-Tech»-Monitor.Mit drei neuen «Profi» erweitertSteyr seine Palette von stufenlosenTraktoren im unteren PS-Bereich.Die stufenlosen Getriebe stammenaus dem CNH-Werk im belgischenZedelgem und basieren auf der gleichenDoppelkupplungstechnologie,die schon bei den grösseren stufenlosenModellen von Steyr zum Einsatz kommt.Dank intelligenter Verzweigung desDrehmoments wird die maximale Geschwindigkeitvon 40km/h bereits beieiner Motordrehzahl von 1600 Umin erreicht.Das Getriebe besitzt zwei mechanischeVorwärtsfahr-Bereiche und einenRückwärtsfahr-Bereich.Drei Modelle Die Serie besteht ausdem «4110 Profi CVT», dem «4120 ProfiCVT» und dem «4130 Profi CVT» mitNennleistungen zwischen 110 und131PS. Als Motoren kommen 4-Zylinder-Aggregatevon Fiat Power Train mit4.5 Litern Hubraum, Turbolader und Ladeluftkühlersowieeiner SCR-Abgasnachbehandlungzum Einsatz. Mit Powerboost kann beiBedarf eine um 22 PS höhere Leistungabgerufen werden. Zur serienmässigenAusstattung gehört das Motorgetriebemanagement«S-Tronic», das beispielsweiseautomatisch die Drehzahl reduziert,wenn weniger Leistung gefragtwird.Stillstandregelung Für ein sicheresStehen am Hang sorgt eine serienmässigeaktive Stillstandsregelung, diemit oder ohne angehängte Last ohne einBedienen von Bremse oder Kupplungfunktioniert.Die geräumige, mit 5.8m 2 Glas konzipierteund optional gefedert verfügbare4-Säulen-Kabine bietet eine gute Übersicht.Zentrales Bedienelement ist der«Multicontroller», der jetzt grössere undhintergrundbeleuchtete Bedientastenbekommenhat. Unterstütztwird die BedienungTabelle: Modellübersicht Steyr «Profi CVT»«4110 Profi CVT» «4120 Profi CVT» «4130 Profi CVT»Motor4.5 l FPT-Motor mit 4 Zylindern, Commonrail, TurboladerNennleistung (PS, nach ECE R120) 110 121 131Max. Leistung (PS, nach ECE R120) 121 133 143Max. Leistung mit Boost (PS, nach ECE R120) 143 154 163Max. Drehmoment (Nm) 498 549 590durch den ebenfalls in die Armlehne integriertenund Isobus-kompatiblen «S-Tech 300» (serienmässig) oder wie durchden grösseren «S-Tech 700» Monitor.Eine Neuerung ist das System zurSteuerung der Leerlauf-Drehzahl, die30 Sekunden, nachdem der Fahrer dieKabine verlassen hat, automatisch von850 auf 650 Umin reduziert, wenn wederdie elektronischen Steuerventilenoch die Hydraulik in Betrieb sind.Auch eine elektrische Parkbremse gehörtzur Standardausstattung.Starke Hydraulik Die Axial-Kolbenpumpeliefert hohe Durchflussleistungenvon bis zu 125 Litern pro Minute– bei Bedarf mit einer Druck- undDurchflussregulierung. Die Heckhydraulikkann 7850 kg heben und dieFronthydraulik schafft bis zu 3100 kg.Maximal sieben elektrohydraulischeSteuerventile (vier im Heck und dreimittig) erlauben die Ansteuerung einesbreiten Spektrums von Funktionen.Auch die Fronthydraulik zeichnetsich durch Innovationen aus. Über einManagementprogramm können zweiHubwerkspositionen vorprogrammiertwerden.Die stufenlosen «Profi»-Modelle habenGetriebe bedingt einen um 1.5 cmlängeren Radstand, bauen auch einigeZentimeter höher und sind rund 100 kgschwerer als jene mit dem vierstufigenLastschaltgetriebe.Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue,8401 Winterthurwww.ufarevue.ch 7-8 · 1328 7-8 2013 · UFA-REVUE


BodenbearbeitungKreiseleggenGrubberAckerwalzenFortsetzungvon Seite 27MulcherOtt3052 Zollikofen, Tel. 031 910 30 10, www.ott.chEin Geschäftsbereich der Ott Landmaschinen AGVertrauen Sie auf Markenqualität. – Es lohnt sich für Sie!MarktplatzLANDTECHNIKzu verkaufenHegner-Holzsilo,rund, 100 m 3 , 4 m x 8 mzum selber AbbauenFr. 1000 079 680 63 87Niko RaupenfahrzeugHY 20/11 22 PS,Vollhydrostatischerstufenloser Antrieb, 3-fach Steuerventil Öl -antrieb für Anbaugeräte 076 412 44 27Marolf Pneuwagen,2-achsig, 5 t mit Läden,ohne KippfunktionPreis nach Verein -barung 052 336 20 68Holzwagen, 2-Achsig,ohne Läden, Brüggli fürTraktor, Preis nachVereinbarung 052 336 20 68Taurus Oberentnahmefräsemit Graskette,geht auch für Mai, fürSilo 3 m, guter Zustand,einsatzbereit, Preis nachAbsprache 052 336 20 68Viehwagen Joskin7500,7.5 m, Gumibodenabsenkbar, Tandemgefedert, Breitreifen,gefederte Zugdeichsel,Dachplane, hydraulischerStützfuss, hydrau -lische Bremsen, ganzerWagen verzinkt, dreiSaisons gebraucht,neuwertig Fr. 23’000 078 705 54 792 Schnappkarren;7 Lecksteinhalter, neu;7 Tränkebecken, neu;Chromstahldruckfass,für Süssmost, 50 l; alteKomode, antik; 2 alteHolzschränke, antik;altes Eichenbuffet,antik; Eisenwerkbankmit Schraubstock;2 Grüne Faseplast -wannen, 500 l und1200 l; Schällblatt fürKreissäge 079 322 20 39Silofräse Taurus Ober -entnahmefräse mitGraskette, geht auch fürMais, für Silo 3 m Ø,guter Zustand, einsatz -bereit, Preis nach Ab -sprache 052 336 20 68FortsetzungSeite 30UFA-REVUE · 7-8 2013 29


MarktplatzFortsetzungvon Seite 29LANDTECHNIKzu verkaufenElektrogetriebe-Mixer,4 m, top Zustand 079 456 36 87Motormäher RapidEuro 4 mit Ausleger,neuwertig 079 683 08 00Dosiergerät GassnerFördermat, ca. 15-jährig, einsatzbereit, Fr.7000; WarmluftofenJumbo 110, 1300 W,für Heutrocknung, mitSchlauch und HeizöltankFr. 3000 076 365 16 02KartoffelsetzmaschineCramer 4-Reihig,Automat Fr. 1500 031 755 89 89 oder 079 323 23 404 KartoffelsetzkörperHaruwy, HalbautomatenFr. 100 041 921 16 35Maishäcksler PZMH80S, gepflegteMaschine, Jg. 1987 081 785 14 77WässerungspumpeVincenzi & GibertiniTyp 1.65/6, auf Fahr -gestell, ZW-Antrieb,Getriebe ‹bersetz. 1:7.5,Ansaugseite4 Zoll, Abgang 3 Zoll,Ansauginjektor Fr. 750Kt. BE 079 328 76 632 Pneu 15.0/55-17 079 245 11 392 Pneu 11.0/65-12 079 245 11 392 Pneu 320 70 R20 079 245 11 392 Pneu 10.0/75-15.3 079 245 11 39Rauppentumper, 500 kg 079 622 45 82FuttermischwagenMutti/Lucar, 10 m 3 ;Vertikalmischer, Jg.November 2011, Zwei -ganggetriebe, hydr.Bremse und Stützfuss,Beläuchtung, Strohring,Mineralstofftrichter,Futterablage links, rechts,Werksgarantie 6 Mt. Fr.22'500 079 483 60 90Tiergehege CNS,geeignet für Ausstelleroder Kinderzoo, fürSchafe, Ziegen, Kälber,Schweine usw., L 2.50m B 2.10 m, H 1.10 m,transportabel undzerlegbar; Wachtelvolieremit Stromanschluss,Futterautomat,Wasserversorgung,Länge 1.30 m, Tiefe0.72 m, Höhe 0,75 m;Mahl und Mischanlage,mit Nachtautomat,Getreidereiniger,Durch lauf-Waagen,Getreidebunker1800 kg, Mischer2000 kg, Demontagedurch Abnehmer 079 625 82 92Haben Sieetwas zuverkaufen?Formular aufwww.ufarevue.chFrontlader Alö Quicke4560, hyd. Parallelführung,Schnellwechselverriegelung,Anfahrschutzrahmen,ausziehbare Schwingen, inkl.Mistgabel, Erdschaufel,Rübengabel, Stapler -gabeln, SchneeschildFr. 2400; a.W. Anbaukonsolemit Steuerventilen,Betriebsanleitung,Montageanleitungvorhanden Fr. 600 Kt.BE, 079 328 76 63Bandsäge Fr. 190 033 744 40 62StehbündelgerätWoodmax 033 744 40 62Motormäher AebiHC55 mit Gitterrad 033 744 40 62Milchwaage, weniggebraucht, max. 25 kgFr. 50 031 879 20 10Förderschneck 6 1 ⁄2 mlang Fr. 400; Auto -anhänger Hunbauer,400 kg Fr. 400 056 245 40 94Fendt 306 LS Allrad,FH, FZ Jg. 82, 8890 h,guter Zustand Fr. 17000 078 689 76 27 oder 043 466 56 26Heckstapler mitPallettgabeln,Neigungszylinder undSeitenschub, HH 3.6 m,4 Steuerventile Fr.1900; Mähbalken mitAusleger und Bandeingraser,von RapidMotormäher Fr. 550;Mähbalken, 1.6 m mit3 Messer von Rapid Fr.180, 062 299 04 36Holzsilo Hegner,100m 3 , 4 m DM x 8 mH, zum selber abbauen,guter Zustand Fr. 1000ab Platz 079 680 63 87Förderband Blaser, 7 m,fahrbar; Dieseltank,1100 l mit Auffang -wanne, Metall; Kälber -absperrgitter; Kessel -halter 4; MilchzentrifugeElecrem 032 351 36 87Ersatzteile zu BucherRupid-Motormäher PZ-Superschwader,Federzinkenegge 052 376 11 52Kreiselschwader -zinken; Mähmesser;Klingen und Nieten;Keilriemen usw.,günstig 052 376 11 52Milchtank, 500 l;Kühlaggregat Griessen,komplett ab Platz Fr.1600; Milchtankronde, dicht, geschlossen,für Milch transport,200 l Fr. 500 079 321 54 64Milchkühltank, 900 lmit Wärmerückgewinnung,Roka von GrieserFr. 900 079 392 87 54Getreide Quetsche,klein; Futterraufe fürWeide, Platz für einekleine Heuballe;Futterkrippe fürLämmer; Absperrgitter3x1 m; Lämmerschlupf;2 Milchkannen mitKesseln 032 631 33 23Leiterwägeli, neuwertigauch für Hundezug,mit Landen u. GeschirrFr. 480 041 937 13 87Bio-Schreder StöcklerLGM4000, 220 V Fr.240; Einachswagen fürBallen oder Baloxen ca.5 t Fr. 450; Kunststoffbeckenev. für Bio topFr. 220; Traktorenanhänger3x1.6 m x 70 cmFr. 220 052 745 12 08Jauche-RührwerkGrowi; Getreide oderFutterkisten; Getreidemühle;Schlagmühle;PW, Alufelgen mitSommmerpneu 052 743 16 01Wiesenegge, 2.75 mBreit, Ostschweiz 071 923 13 27Frontmähwerk KroneAFL 283 CV, 2.8 m AB,Baujahr 02; 2-AchsKipper Farm-Container,8 t, GG Hydr.Bremsen, Baujahr 1982;Beton-Umschlaggerätmit Rüttler; Kleintierwaagemit Fahrwerk bis300 kg; Getreide -schnecke massiv mitFahrwerk zum Big-Bagabfüllen; Schweissanlage,gross und schwer,Kt. Schaffhausen 079 255 88 68Feldspritze Berthoud,600 l, 12 m Balken,3-Teilig; Frischwassertankab Platz Hugelshofen 079 545 48 11Zweischeiben-DüngerstreuerRauch Komet,Zsa, 052/ 657 28 63Aebi AM30 mit Trieb -achsanhänger, Heu -gatter, neue elektrischeAnlage, neue Brügi,MFK 2012, top ZustandFr. 2500 079 436 85 53Portalkran Alu, be -stehend aus 8 mAluschiene, Traglast 1 t,Alubock, Laufkatze undElektroaufzug GIS, 500kg einstrangig, idealzum sicheren undrationellen wechselnvon Betonspaltenelementen,alles nurwenige Tage im Einsatz,neuwertig 079 483 80 81Heukran Krüger,teilrevidiert, 14 mRadius Fr. 7500;FuttermischwagenLuclar 4 M3, teilrevidiertFr. 2500 078 614 77 07Sämaschine Isaria,2.5 m, top Zustand Fr.500, 078 614 77 07Silohäcksler; Eis -wassertruhe; Durchlaufwärmer 071 799 14 03Heugebläse Bucher,15 PS, 2 Handseilverteiler,viele diverse RohreFr. 900; LadewagenHamster Senior,betriebsbereit Fr. 500 061 841 10 28Milchtank, 400 l;Melkboy 041 937 12 67Wärmelampe; Hand -sägegerät Einzelkorn,für Rüben; BergpflugZaugg; Waschhafen,holzgefeuert 031 819 11 63Toyota Hilux, Jg. 1991,10’600 Kilometer, topZustand; LKW Steyer,4x4, 033 673 20 01Traktor Fiat L 85 mitFrontlader, Jg. 1998,5100 h; Carraro ATigerone 7700, Jg.1988, Motor 1800 h abMFK 041 980 56 52 oder 041 980 56 523 Falltore, 1. Falltor,b 778 cm x h 226 cm, 2.Falltor b 512 cm xh 276 cm, 3. Falltorb 400 cm x h 413 cm 079 348 22 16Milchtank De Laval,eckig, 600 l, Jg. 1991Fr. 1800 079 251 04 18EL Siloverteiler,Durchm. 30 cm + 40 cm;Stromli Fakumat, 15 PS;Heubombe mit Kabelu. Schalter; HeuverteilerFegu mit Schalter 079 678 81 49Zinkenrotor Howard,3 m, mit Walze Fr. 2500Zürcher Weinland 079 517 11 90Holzsilos, druckimpregniert,Ø 6 m und h14 m, Ø 5 m und h 16m, Ø 3.5 m und h 10 m 079 355 04 59Frontpacker Holzer,neuwertig, 160 cm,50 cm Durchmesser 079 426 76 18Brennholzspälten,Buche und Esche, 4-5jährig, Region Sursee 079 765 20 26Hierkönnte IhrInseratstehen.Formular aufwww.ufarevue.chNotstromaggregat,30Kva, Deutz, Diesel4-Zylinder, in Vollausrüstung 077 492 51 10Aebi TT 120, Jg. 07,1700 h ab MFK, Top-Zustand 079 712 03 57Frontpacker Forster,Jg 98; Cambridgewalze,55 cm, Abb. 1.6 m,ca. 600 kg; Steinfangmulden,weniggebraucht, Top-Zustand 079 313 06 71Kreiselheuer Krone,6-teilig, KW6.72/6 mitStützrad und hydr.Grenzstreueinrichtung,neu mit Garantie Fr.11900; VakuumpumpeWestfalia, 800 l Fr. 800 079 385 79 68Doppelgitterrad zuAM20 oder CC36 AebiFr. 350 079 311 10 65Rapid 203 mit 1.6 mBalken, neuwertig,Gitterrad Fr. 2000 055 283 23 46Elektromotor Siemens,13,5 KW, U/min. 1400 044 865 48 90Siloverteiler Zumstein,Ø 40 cm; HeugebläseKöla, dazu GebläserohreØ 40 cm Fr. 400 079 578 73 50Heck-ScheibenmähwerkBCS Rotex R5 mitAufbereiter 2.10 m,wenig gebraucht, neu -wertig; KunststoffsiloBucher, 60 m 3 , ab Platzmit GrassiloverteilerSumag und Befüllrohrendazu, günstig 078 874 86 55Kleinviehhänger fürTraktor, Schafe & Kälber 079 334 58 83FortsetzungSeite 3630 7-8 2013 · UFA-REVUE


Swiss granum Anbauempfehlungen: Ernte 2014Zusammen mit den Marktpartnernentlang der Wertschöpfungsketteerstellt swiss granum Anbauempfehlungenzur Steuerung des Angebotsin der Schweiz. Dabei handeltes sich um nationale Mittelwerte.Aufgrund der spezifischen und unterschiedlichenBedürfnisse der Verarbeitersind regionale Unterschiedenicht auszuschliessen. Die Sammelstellenübernehmen in diesem Zusammenhangeine wichtige Rolle alsKoordinations- und Informationsplattform.Beim Brotweizen wird eineAufteilung der Produktion aufdie Klassen von 40 % «TOP», 40 %Klasse I und 20 % Klasse II angestrebt.Insbesondere bietet die KlasseII Absatzchancen.• Suisse Premium/Suisse Garantie(fenaco): «TOP» und Klasse I beibehalten,Klasse II erhöhen• IP-Suisse: «TOPQ» erhöhen,«TOP» reduzieren, Klasse I und IIerhöhen• Bio Suisse: Ausschliesslich Anbauvon «TOP»-Sorten gemäss SortenlisteFiBLDie Produktion von Roggen, Dinkel,Biscuitweizen und Bioflockenweizen(Klasse II) erfolgt in Absprachemit den Abnehmern. Die inländischeFuttermittelproduktion reichtbei Weitem nicht zur Deckung desBedarfs. Um die Auslandabhängigkeitzu reduzieren, wird empfohlen,die Anbaufläche von Futterweizen,Gerste und Körnermais auszudehnen,Triticale beizubehalten. BeimAnbau von Gerste ist dem Bedürfnisder Futtermühlen nach einem höherenHektolitergewicht Rechnung zutragen. Entsprechende Sorten sindauf der empfohlenen Sortenliste vonswiss granum zu finden. Bei den Ölsaatenwird empfohlen, den Anbaubeizubehalten. Dabei sind die Zuteilungendes Schweizerischen Getreideproduzentenverbandesmass -gebend. Der «HOLL»-Rapsanbauerfolgt im Vertragsanbau. Bei derAuswahl der Kultur und der Sortensind die Qualitätsanforderungen derAbnehmer zu berücksichtigen.Ebenso gilt es jedoch, mit einemstandortgerechten Anbau und einerentsprechenden Sortenwahl dieQualitätsparameter gezielt zu beeinflussen.Quelle: Swiss granumKURZMELDUNGENPFLANZENBAUVerloren geglaubteSorten entdecktDie Aufgabe der nationalen Genbankvon Agroscope ist es, dieüber 10085 alten und modernenPflanzensorten in Form von Saatgutzu konservieren, für die Biodiversitätvon morgen zu erhaltenund als Ressourcen für die Züchtungzu verwenden. In einer dergrössten Genbanken Europas (IPK,Gatersleben) wurde eine Haferundeine Gerstensorte unter dergleichnamigen Bezeichnung «Adliker»wiederentdeckt. Die Gerstewurde bereits zuvor in einer amerikanischenGenbank gefunden.Doch die Wiederentdeckung deralten, lokalen Hafersorte AdlikerLandor-JubiläumZu ihrem 30. Geburtstag organisiertedie Landor einen Wettbewerb passendzur Kampagne zum NPK-Dünger.Die BewirtschaftungsgemeinschaftSchor/Widmer aus Miécourt(JU), hat einen Einkaufsgutscheinüber CHF 1500 erhalten, welchenJosef Kübler, technischer Berater derLandor, überreichte. Urs Kilchenmannaus Oberösch (BE) und RetoMüller aus Ebersecken (LU) habenebenfalls Einkaufsgutscheine imWert von CHF 1000 beziehungsweiseCHF 500 gewonnen.Resistente ZuckerrübenKWS und Bayer entdeckten vor geraumerZeit eine natürliche Herbizidresistenzbei Zuckerrüben gegenüberHerbiziden. Die Toleranz wurdenicht mittels gentechnischer Methodenin die Pflanze gebracht,sondern trat spontan in gewissenZuckerrübenzellen auf. Durch dienatürliche Resistenzfähigkeit beiZuckerrüben können Trinkwasserund Boden zukünftig noch mehr geschontwerden, weil deutlich geringereMengen von Herbiziden zumEinsatz kommen. Ab 2015 werdenschweizweit Versuche mit den ALStolerantenZuckerrüben durchgeführt.Die Zulassung in der Schweizwird für 2018 erwartet.Innovationszentrum GoëmarPhytopolis eröffnetGoëmar, Spezialist in Sachen «Phytoaktivierung»und Algenextraktefür die biologische Schädlingsbekämpfungeröffnete in Saint-Malo(F) das Forschungszentrum «Phytopolis».Die Forschungskapazität desUnternehmens konnte so verdreifachtwerden. Das Zentrum bestehtaus 17 Forschungslaboren und 18Schwesterunternehmen.Getreide: RekordernteDie Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation(FAO) geht hinsichtlichder Getreideproduktionvon einer Rekordernte aus. Die Erntewird auf 704 Mio. Tonnen geschätzt,das sind 6.8% mehr als imvergangenen Jahr und gleicht so dieletztjährige Versorgungslücke aus.Auch für Grobgetreide wird eindeutliches Plus über 9.7% auf 1275Mio t. verzeichnet. Gleichzeitigrechnet die FAO mit einer weltweitenErhöhung im Getreideverbrauchum 3 %. Dieser Anstieg resultiertaus dem Einsatz von Getreide alsFuttermittel und in der Industrie.Auch in der Reiserzeugung soll esbergauf gehen. Hier schätzt die FAOmit einem Anstieg über 1.9 %, obwohldie Prognosen laut FAO nochrelativ unpräzise sind.ist ein wahres Wunder, denn manwähnte sie definitiv verschwunden.Zudem wurde im Vavilov-Institut(VIR) in St. Petersburg, Russland,eine Roggensorte gefunden,die ebenfalls den Namen Adlikerträgt. Diese lokalen Sorten wurdenin der Landwirtschaftsschulevon Adlikon im Kanton Zürich gezüchtet.Sie erreichten ihren Höhepunktin den 1930er Jahren.Später mussten sie anderen Sortenweichen und verschwanden vonden Schweizer Feldern. EinzigerBeleg für die Existenz dieser Sortenwaren bis heute einige schriftlicheAufzeichnungen. Das Saatgutdieser verloren geglaubtenSchätze wird von Agroscope vermehrtund anschliessend in derGenbank tiefgefroren. Ab 2015wird das Saatgut der Landwirtschaftund anderen Interessiertenzur Verfügung gestellt.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chREVUE UFA · 7-8 2013 31


PFLANZENBAUDie eigenen Böden kennenDIE BODENUNTERSUCHUNG ist eine der Auflagen, die erfüllt werden muss, umim Rahmen des ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) Direktzahlungen zu erhalten.Die Untersuchungen geben zudem Aufschluss über den Zustand der Böden undermöglichen eine Optimierung der Düngung. Die Zeit zwischen Ernte und Aussaat istzur Probenahme ideal.Seit dem Inkrafttreten des ökologischenLeistungsnachweises (ÖLN)müssen Bodenuntersuchungenzwingend durchgeführt werden.Die Bauern lehnten diese Untersuchungen,denen das Etikett einer verwaltungstechnischenAuflage anhaftet, anfangshäufig ab. Dann jedoch erwiesensich die Untersuchungen schnell als hilfreichesInstrument für das Managementund den Anbau. Heute müssen auf allenAckerbauparzellen und Grünlandflächeneines Betriebs alle zehn Jahre Bodenuntersuchungendurchgeführt werden.Bei Dauerkulturen muss dieBodenuntersuchung bei jeder Wiederherstellungoder mindestens alle 25 Jahreerfolgen. Für diese Regelung bestehenjedoch Ausnahmen und so sindFlächen mit einem Düngeverbot, wenigintensiv genutzte Wiesen (nach Artikel46, DZV) und Dauerweiden davon befreit.Dies gilt auch für Betriebe, die keineN- oder P-haltigen Dünger zuführen,vorausgesetzt ihr Viehbesatz überschreitetnicht die für ihre Zone festgelegteObergrenze (Talzone: 2 DGVE/ha;Hügelzone: 1.6 DGVE/ha; Bergzone I:1.4 DGVE/ha; Bergzone II: 1.1 DGVE/ha;Bergzone III: 0.9 DGVE/ha; Bergzone IV:0.8 DGVE/ha).Das Bodenprofil und die Untersuchungen von Bodenproben sind immer noch diebeste Methode, den Boden seiner Parzellen kennenzulernen.Nutzen der BodenuntersuchungenObschon der Boden im Pflanzenbaudie Grundlage bildet, wird dieserUmstand immer noch zu oft verkannt.Die Bodenuntersuchungen dienen dazu,die Bodenfruchtbarkeit zu verfolgen.Sie geben Aufschluss über den Säuregehaltund den Gehalt an organischemMaterial und zeigen auf, wenn Veränderungenin der biologischen Aktivität undeine Verschlechterung der Bodenstrukturauftreten, was die Nährstoffaufnahmebeeinträchtigen kann. Eine genaueKenntnis der im Boden verfügbarenStoffe beugt einem Mangel oder Überschüssen,welche sich nachteilig auf dasPflanzenwachstum auswirken, vor. Beider Ausarbeitung der Düngungsplänekann dann auf die Informationen ausden Untersuchungen zurückgegriffenwerden. Die Düngung kann so bestmöglichangepasst werden. Daraus resultiert,dass Nährstoffbedürfnisse derPflanzen gedeckt sind, und gleichzeitigdie Gefahr von Nährstoffverlusten niedrigist. Dies wirkt sich auch positiv aufdie Aufwandmenge und Häufigkeit derDüngung aus.Echtes ManagementwerkzeugDie Repräsentativität von Proben ausBodenuntersuchungen ist ein wichtigesKriterium, um Düngungspläne zu erstellenoder Beratungen durchzuführen. DieProbe muss daher den natürlichen Eigenschaftendes Parzellenbodens möglichstgenau entsprechen. Damit diesgelingt, sollten auf der gesamten Parzellenflächezwischen zehn und zwanzigProben entnommen werden. Für dieUntersuchung einer Fruchtfolgefläche,32 7-8 2013 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUwelche nur alle zehn Jahre erfolgt, lohntes sich, genügend Zeit einzuplanen. Dadiese Probenentnahmen zeitaufwändigund für die Düngungsplanung wichtigsind, stellt Landor den Bauern einenErdbohrer zur Verfügung, der am Hubwerkdes Traktors angebracht wird. Zudemhaben verschiedene Lohnunternehmerihre Vierradantrieb-Fahrzeugemit einem System zur Entnahme vonBodenproben ausgerüstet. Sie bietenzudem Dienstleistungen, von der einfachenProbennahme bis zur Zustellungder Probe, an.Fazit Lange Zeit wurden die Bodenuntersuchungenals lästige Verpflichtungwahrgenommen, doch nach undnach zeigte sich deren Nutzen für einmodernes und ökologisches Düngermanagement.Die Ursache für die grossenSchwächen des auf Bodenanalysen basierendenDüngungssystems ist die Repräsentativitätder untersuchten Proben.Verschiedene Hersteller vonLandwirtschaftsmaschinen bieten heutzutageSysteme an, mit denen die Kulturendirekt untersucht werden können,um die Düngungsmassnahmen anzupassen.Dabei werden sehr präziseAngaben über die Bodeneigenschaftenoder die Ertragsschwankungen der Parzellengemacht. Obschon diese Systemedie Düngungsapplikationen beträchtlichverbessern, sind sie leider immernoch sehr kostspielig und wenig verbreitet.Eine repräsentative Bodenuntersuchungeiner Parzelle war und isteine ausgezeichnete Informationsgrundlageund ein wertvolles Instrument,um die Wirtschaftlichkeit vonLandwirtschaftsbetrieben zu verbessern.Entnahme von BodenprobenGeeigneter Zeitpunkt Kurz vor oder nach der Ernte, wenn dieKultur alle für die Produktion benötigten Nährstoffe aufgenommen hat.Für Kontrolluntersuchungen sollten Proben unter ähnlichen Bedingungenund an identischen Orten wie bei der vorangegangenen Probenahmegesammelt werden.Wichtig: Nach der Gabe von Mineraldünger einen Monat zuwarten,nach einer Kalk- oder organischen Düngergabe zwei Monate.Womit? Mit einem Holländer-Bohrer oder einem Spaten.Wo? Die Proben müssen auf einer nicht bearbeiteten Flächeentnommen werden und für die Parzelle repräsentativ sein. Wichtig ist,eine ausreichende Anzahl von Probenahmen an verschiedenen Stellender ganzen Parzelle vorzunehmen.Wichtig: Die obersten 2 cm der Bodenoberfläche entfernen, umVerunreinigungen zu vermeiden. Bei zu feuchtem Boden keineProbenentnahmen durchführen.Einjahreskulturen• Natürliche Weiden: 2 bis 10 cm tief• Ackerbau: 2 bis 20 cm tief• Gemüseanbau Talzone: 2 bis 20 cm tiefDauerkulturen• Entnahme einer Boden- und einer Bodenuntergrundprobe bei derersten Untersuchung und bei jeder Wiederherstellung.• Boden: 2 bis 25 cm• Bodenuntergrund: 25 bis 50 cm• Bei erneuten durch den ÖLN vorgeschriebenen Kontrollen genügenBodenentnahmen (2 bis 25 cm tief).Menge: 1 kg Probemischung in einen sauberen Plastiksack abfüllen,der deutlich mit der Entnahmetiefe beschriftet ist.Es gibt Lösungen, welche die Entnahme und dieVorbereitung einer guten Probe erleichtern.Autor Gaël Monnerat,UFA-Revue,1510 Moudonwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 33


PFLANZENBAUSchützen oder sanieren?DER SCHUTZ DER BÖDEN ist eine der Auflagen, die an die Direktzahlungengebunden sind. Die entsprechende Verordnung legt fest, dass eine Winterkulturgesät werden muss, lässt bei der Wahl der Art jedoch freie Hand. So kann die Boden -bedeckung an die Bedürfnisse des Betriebs oder der Fruchtfolge angepasst werden.Der Zeitraum nachErnteschluss bis zumAnsäen der Zwischenkulturenbietet eineideale Gelegenheit,um Problemunkräuterzu bekämpfen.Das Anlegen einer Zwischenbegrünungwurde anfangs vor allem damitbegründet, dass die ÖLN-Anforderungenerfüllt werden müssen.Doch Landwirte und Saatgutexpertenhaben rasch gemerkt, mit welchenMöglichkeiten diese Auflage verbundenist. Auch wenn viel Zeit und Geld für dasAnlegen einer Bodenbedeckungskulturaufgewendet werden müssen, bringt einegeeignete Kultur landwirtschaftlicheVorteile mit sich. Wie bereits bei denWiesen haben die Versuche rasch denNutzen von Mischkulturen gegenüberSaaten mit einer einzigen Art aufgezeigt.Die Direktzahlungsverordnungverlangt, dass eine Kultur zur Bodenbedeckung(Gründüngung oder Zwischenfutterbau)auf Parzellen angebaut wird,die vor dem 31. August geerntet werdenund auf der keine Winterkultur mehrangesät wird. Zwischenkulturen müssenvor dem 15. September gesät werden.Falls vorgängig Problemunkräuter bekämpftwerden sollen, ist der spätesteSaattermin für Zwischenkulturen vordem 30. September.Der Zeitabschnitt ab der Getreideerntebis Ende September ist ideal, um dieParzellen zu sanieren. Da die Felder leersind, können wirkungsvolle chemischeund mechanische Methoden zur Bekämpfungproblematischer und ausdauernderUnkräuter angewendet werden.Während das Ausbringen von Glyphosatdie traditionelle Behandlungsmethodevon Stoppelfeldern darstellt, ist dasKombinieren dieser Behandlung mit einerBodenbearbeitungsstrategie, diedas Auflaufen und das Zerstören desUnkrauts begünstigt – etwa das Vorbereiteneines «falschen Saatbetts» – einegeeignete Alternative, um das Auftretenvon Resistenzen zu verzögern.Die Kombination von chemischenmit mechanischen Methoden erfordertZeit. Um die auf den 30. Septemberfestgelegte Frist einhalten zu können, istgutes Zeitmanagement gefragt. DieseStrategie bietet viele Vorteile. Da dieUnkräuter sich vor der Bodenbearbeitungentwickeln können, ist eine wirksameBekämpfung, die innerhalb der34 7-8 2013 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUÜbereiltes Handeln istbei der Bekämpfungder Disteln nicht vonVorteil. Die Bekämpfungerfolgt idealerweiseim Knospenstadium.Foto: Agrarfoto.comDurch chemische und mechanische Bekämpfung im Wechsel können Unkräuter vernichtetund zugleich der Samenvorrat im Boden vermindert werden.Fruchtfolge schwierig wäre, möglich.Zudem trägt eine oberflächige und dieKeimung begünstigende Bodenbearbeitungdazu bei, den Unkrautsamenvorratim Boden zu vermindern. Wie sooft bei den mechanischen Bekämpfungsmethodenspielt auch hier dasWetter eine zentrale Rolle und entscheidetüber Erfolg und Misserfolg des Vorgehens.Gesunde Parzellen, die keinespeziellen Massnahmen benötigen, solltengenügend früh angesät werden,damit eine gute Entwicklung derZwischenkultur vor dem Winter gewährleistetist. Wenn beim Zwischenfutterdieses Vorgehen aufgrund derFutterproduktion gerechtfertigt ist unddies die Kosten pro Kilo TS senkt, kannes auch für die nicht überwinterndeGründüngung angewendet werden. Indiesem Fall führt die Entwicklung vonBiomasse nicht nur zu einer höherenBindung von noch im Boden vorhandenenNährstoffen, sondern auch zu einerstärkeren Wurzelentwicklung, was zueiner Verbesserung der Bodenstrukturbeiträgt. Senf und Phacelia sind frostempfindlich,weshalb sie sich vor demWinter entwickeln müssen. Durch diesekostengünstige Vernichtungsart ist einefrühe Aussaat dieser Arten allemal gerechtfertigt.Das Entwicklungsstadium problematischsterUnkräuter bestimmt denZeitpunkt der Behandlung. Die Tabellevermittelt einen Überblick über diewichtigsten Problemunkräuter und derenoptimales Behandlungsstadium. Jenach Arten dauert die Zeitspanne vonder Ernte bis zum geeigneten Bekämpfungsstadiummehr oder weniger lang.Während die einjährigen Unkräuter diesesStadium innerhalb einer Woche erreichen,kann es bei Quecken, Ackerkratzdistelnoder Ackerwinden 4 bis 5Wochen dauern.Bevor mit der Bodenbearbeitung begonnenwird, empfiehlt es sich, eineWartefrist von drei Wochen einzuhalten.Für eine Weizenparzelle, die AnfangAugust geerntet wird, sind die Möglichkeitenfür eine Sanierung bis zum30. September daher begrenztNach dem Ausbringen von Glyphosatgilt es eine Frist von 6 Stundenohne Regen und Bewässerung einzuhalten.Die Brühmenge muss 200Liter/ha betragen. Mischungen mitGlyphosat und Dicamba oder Glyphosat-2,4-Dwerden ebenfalls häufig eingesetzt,sollten jedoch nicht vor derRapssaat, einer Zwischenkultur odereiner Gründüngung ausgebracht werden.Die Wartefrist bis zur Aussaat einesZweikeimblättlers oder eines Getreidesbeträgt 6 Wochen. Obschon ihr Einsatzgang und gäbe ist, wird die Mischungmit Glyphosat-2,4-D von den Firmennicht empfohlen.Tabelle: Bekämpfungsstadium mit Totalherbizidengegen UnkräuterUnkräuterOptimales BehandlungsstadiumWeidelgrasMöglichst früh, 5 bis 6 Tage nach dem SchnittSchachtelhalm 20 bis 30 cmAckerminzeBlühbeginnWaldkresseBlühbeginnWeiches Honiggras 20 bis 25 cm, nicht zu alte PflanzenBlackeRosettenstadium vor der BlüteAckerkratzdistel KnospenstadiumAckerwindeBlühbeginnDie Bewirtschaftung der Zwischenkulturist in der Fruchtfolgedas A und O. Während dieses Zeitabschnittsmuss es möglich sein, die Problemunkräuterwirksam zu bekämpfenund die Gründüngung sowie das Zwischenfutteranzusäen. Nur dann ist dasErgebnis optimal. Dies ist jedoch nichtohne Weiteres miteinander vereinbar.Die auf der Parzelle vorhandenen Unkrautpopulationensind entscheidendfür die zu diesem Zeitpunkt anzuwendendeMethode. Der unbepflanzte Bodenbietet möglicherweise die einziggünstige Gelegenheit zur Unkrautbekämpfung.Im ÖLN wird die Bedeutungdieser Periode in der Fruchtfolge implizitanerkannt und es werden zusätzlich15 Tage zum Ansäen von Zwischenkulturengewährt. Es liegt nun am Bauern,die Wahl zwischen der positiven Wirkungeiner gut entwickelten Gründüngungund der Bekämpfung von Problemunkräuternzu treffen. Autor Gaël Monnerat,UFA-Revue,1510 Moudonwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 35


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DruckschalterFr. 5800 071 664 16 56Ladewagen Trunkenpolz,Serie 80, Typ 10,ca. 8.5 m 3 ; FörderbandBlaser, 1970, 6m;Walze; EinachserRapid Spez 079 379 02 88Dosieranlage Agrar;Heukran Lanker; Heu -verteiler Wild; Heu -belüftung mit Entfeuchterund Heuroste 062 776 16 71Zufuhr-Kanal zu Rostein Heubelüftung,Länge 3.05 m, Breite1.06 m, Höhe obereSeite 1.15 m, Höheuntere Seite 0.51 m,Material ist aus SpanundTannenholz, Fotokann elektronischgesendet werden, sehrgut erhalten, wurde8 Jahre gebraucht,Kanton Schwyz 079 312 65 94Milchwaage Amman,150 kg mit Waagkesselund Auffangwanne;Krieselpumpe Sawa,160/2 MK; 2 MilchabsaugpumpenHögger 00423 384 25 79Druckfassschieber,Hydraulisch 4" ;Waschtrog PVC;Flaschenzug, 2 t;Gebläserohrbogen 40Ø, Radius 2.5 m;Stützrollen klein;Mädligetriebe Deutz-Fahr 044 788 17 00Dosiergerät LandsbergTM 30; HeuraupeReform; HeubelüftungStabag St 126 mitHeurosten; MotorradSuzuki TS 125 R;Dachfenster, neuwertig55 x 98 cm 079 665 24 56Reform Muli 50, 8500h mit Kabine, vorneBreitbereifung, hintenDoppelrad, mit Lade -wagen, Preis aufAnfrage 079 240 42 54Gelenkhalsramen,System Kolb Fr. 20/Stk., Raum Bern 078 832 90 352 Pneu 420/70 R28,14.9 R28 079 245 11 39Bergladewagen,Tiefgang 24 m 3 ,superZustand 079 622 45 82Remorque de camionplateau alu 2 ess, 22 t,13 m, 30 km/h Fr.8200; 3 ess., 27 t, 8 mfrein hydr. 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Raps:UnkrautregulierungAckerschneckenAufgeschoben ist nicht aufgehoben!Ja, im Herbst, pressiert’s oft; der Rapsmuss noch rasch gesät werden. Es istvorteilhaft, die Unkrautregulierung,sofort nach der Saat, wenn möglichauf noch feuchten Boden zu applizieren.Es kann aber vorkommen, dassuns ein abendliches Gewitter überrascht;das Feld ist dann für einige Tagenicht mehr befahrbar. Mit DevrinolTop ist dies kein Problem. Auch ca. 10Tage nach der Saat, bzw. wenn derRaps bereits aufläuft, können sieDevrinol Top problemlos einsetzen.Die spätere Behandlung ist oftmalswirksamer, da eine bessere Versiegelunggewährleistet ist und die aufgelaufenenUnkräuter den Wirkstoffübers Keimblatt aufnehmen.Empfehlung:Devrinol Top 3.0 l/ha; Einsatz kurznach der Saat bis Auflaufen des Rapses(10 Tage nach der Saat).Die aktuellen Rapsherbizide imVorauflauf haben generell eine ungenügendeWirkung gegen Ausfallgetreideund Ackerfuchsschwanz. Dieserfordert oftmals eine Korrekturbehandlungmit Select 0.5 l/ha + Zofal R1.0 l/ha. Diese Behandlung ist idealkombinierbar mit Fezan 1.0 l/ha (Phoma,Wurzelhalsfäule) und Talstar SC0.2 l/ha (Rapserdfloh).Die hinter uns liegende lang anhaltendeRegenperiode bot ideale Voraussetzungenfür eine massive Vermehrungder Schnecken. Überall hat’s unkontrollierbarviele Schnecken! Auch im Gartensind sie abends überall anzutreffen: AnRanden, Kohlarten, Zucchini, Tagetes;ja, im Salat gelangen sie oftmals bis indie Küche…Die aktuelle Schneckenpopulation istimmens und bleibt weiterhin sehr gefährlich!Raps:Vorbeugen beim Auflaufen!Ja, gerade nach dem nassen Vorsommer,wird das zu bereitende Saatbeet an vielenOrten sehr grob ausfallen. Dies sindideale Voraussetzungen für die Mobilitätder Schnecken. Es gilt das Auflaufendes Rapses bis mindestens 2-Blattstadiumzu sichern.Empfehlung:• Machen Sie nach der Saat Kontrollfenstermit Schneckenkörnern undbeobachten Sie allfällige Schleimspuren.• Bei Befallsdruck, Einsatz von MetarexTDS 5 kg/ha kurz vor dem Auflaufendes Raps.• Vorsicht: Bei grobscholligem Saatbettkönnen die Schnecken bereits vordem Auflaufen den frischkeimendenRaps schädigen.Kartoffeln:Qualitätssicherung vor der ErnteDie diesjährige Ernte wird quantitativnicht in die Geschichte eingehen. Umsomehr gilt es, die Qualität zu sichern,bzw. keine Kartoffeln mit Schneckenfrass!Ganz besonders in dieser Saison wirddie Gefahr für Frassschaden erhöht sein,weil wir die Kartoffeln später erntenGraue Ackerschnecke.werden, bzw. die zur Ernte bereitenKartoffeln vermehrt feuchteren Bedingenausgesetzt sein werden.In der Annahme, dass Sie die erstenSchneckenkörner bereits bei Reihenschlussausgebracht haben, sollten Folgebehandlungeneingeplant werden:• Bei früh zu erntenden Kartoffeln eineBehandlung bei Krautvernichtung.• Spät, im Oktober zu erntende Industriekartoffelnsind besonders gefährdetund die Behandlung sollte wennmöglich nach 3 Wochen wiederholtwerden.• Verwenden Sie qualitativ hochstehendeSchneckenkörner, die auch unterklimatisch feuchten Bedingungenlanganhaltende Wirkung undstaubarmes Ausbringen gewährleisten.Kartoffel mitScheckenfrass.info@staehler.chwww.staehler.chMetarex TDS, 5 kg/ha:Langanhaltende Wirkungauch unter feuchtenBedingungen, staubfrei. 062 746 80 00 www.staehler.chUFA-REVUE · 7-8 2013 37


PFLANZENBAUMehrwert mit GründüngungenBODENVERBESSERUNG Für die einen ist die Gründüngungssaat noch immer einePflichtübung. Die meisten allerdings wissen die Vorteile einer Gründüngung geschicktzu nutzen. Vor allem nach der diesjährigen Ernte sind gute Bodenverbesserer gefragt,mussten doch bei Saat, Düngung und Pflege oft bei zu nassem Wetter die Felder befahrenwerden.HanspeterHugUFA Lepha, Grün -düngungsmischungenbringen viele Vorteilegegenüber Reinsaaten.Eine optimale Bodenfruchtbarkeitwird nicht alleine durch Gründüngungenbeeinflusst, sie gehören allerdingsals wichtiger Baustein dazu.Mit erhöhten Anteilen anorganischer Substanz und Humus imBoden wird Nährstoff-, Wasser- undSauerstoffspeichervermögen gefördert.Solche Böden verschlämmen viel weniger,die Bearbeitbarkeit ist besser unddie Pflanzenwurzeln können sich für höhereErträge besser entwickeln.Die Saat Verschiedene Gründüngungssartenverlangen unterschiedlicheAuflaufbedingungen. Je abgestimmterdie Bodenbearbeitung durchgeführtwird, desto schneller läuft nicht nur dieGründüngung, sondern auch das Unkrautauf. Das ist genau der Effekt, dererzielt werden muss, denn Gründüngungenmüssen mitauflaufende Unkräuterüberwachsen, um sie so auf natürlicheWeise zu vernichten.Reinsaat oder Mischungen?Rund 30 Gründüngungsarten stehendem Landwirt aktuell zur Verfügung. SieWas muss eine Gründüngungkönnen?Die positiven Eigenschaften einerGründüngung sind:• Verbesserung der Bodenstruktur• Unkrautunterdrückung• Erosionsschutz• Nährstoff-Zwischenspeicherung• Humusbildner• Zwischenwirt für Nützlinge, bzw.Barriere für Schädlinge und Krank -heitenalle gehören den herkömmlichen Pflanzenfamilienan.Kreuzblütler (Senf, Ölrettich, Chinakohlrübsen,Raps) sind einfach zu säen,laufen sehr gut und schnell auf, deckenden Boden rasch ab, unterdrücken dasUnkraut in kurzer Zeit und bilden tiefeWurzeln. Viele Kreuzblütler enthaltenhohe Werte an Glukosinolaten. Bei derVerrottung werden diese chemisch inIsothiocyanate umgewandelt. DieserStoff hilft, gewisse Schädlinge undKrankheiten zu unterdrücken. Kreuzblütlerdürfen übrigens in Fruchtfolgenmit Raps nicht eingesetzt werden.Gramineen (Raigras, Getreide) sindGründüngungen, die sehr effizientStickstoff aus dem Boden sammeln undorganisch speichern können. Raigras istnicht nur als Futter geeignet, auch alsreine Gründüngung zeigt es viele Vorteile.Beim Getreide hat sich auch in derWeizen-Gerste-Fruchtfolge der Haferdurchgesetzt. Sandhafer ist viel feinerund kleiner als der gewöhnliche Körnerhafer,fruchtfolgetechnisch gibt es jedochkeine Unterschiede.Leguminosen (Wicken, Zottelwicken,Kleearten, Erbsen, Linsen und Ackerbohnen)sind sehr beliebt, weil sie Stickstoffaus der Luft fixieren können. Jenach Entwicklung sind sie in der Lage,zwischen 20 bis 200 kg N zu fixieren.Leguminosen steigern langfristig dieFruchtbarkeit der Böden.Asterngewächse (Sonnenblumen, Guizottia)sind frühreif und durchwurzelnden Boden sehr gut. Sie frieren sehr sicherab, dürfen aber in Fruchtfolgen mitSonnenblumen nicht eingesetzt werden.Polygonaceen (Buchweizen) werdenselten in Reinsaaten eingesetzt. Buchweizenläuft sehr schnell auf, verzeichnetaber in seiner kurzen Vegetationszeitnur eine mässige Unkrautunterdrückung.Linaceen (Lein) werden vor allem inMischungen eingesetzt.Wasserblattgewächse (Phacelia) sinddie einzige Pflanzenfamilie, ohne Nutzpflanzen.Dadurch sind sie fruchtfolgeneutralund sehr breit einsetzbar. DerWuchs ist auf nicht verdichteten Bödensehr schnell. Sie sind Dunkelkeimer undmüssen daher in den Boden hinein gesätwerden.In der Praxis setzen sich Mischungenimmer mehr durch. Zum einen kann vonden verschiedensten Vorteilen der Einzelartenprofitiert werden, zum anderenlaufen sie viel sicherer auf als Einzelartenalleine.Autor Hanspeter Hug, UFA-Samen,8401 Winterthurwww.ufarevue.ch 7-8 · 1338 7-8 2013 · UFA-REVUE


Das Beste der Weltfür die Schweizer Landwirtschaft Feldversuche Analytik Registrierung Beratung Neue Produkte Warenverfügbarkeit Distribution WeiterbildungDEVRINOL TOPDevrinol Top – seit Jahren das unschlagbare Rapsherbizid.Unerreichtes Einsatzfenster, bis 10 Tage nach der Rapssaat.Höchste Wirkung gegen alle wichtigen Unkräuter und Gräser.Fragen Sie den Spezialisten für Schweizer Pflanzenschutz –wir sind für Sie da.Stähler Suisse SAHenzmannstrasse 17A4800 ZofingenTelefon 062 746 80 00Fax 062 746 80 08www.staehler.chFortsetzungvon Seite 36MarktplatzLANDTECHNIKzu verkaufenLadewagen Hamster803, gepflegter ZustandFr. 1500 077 432 30 242 Ladewagenpneu13.0/ 75- 16 SL AW;2 Anhängerpneu 6.50.20: 1 x neu ,1 x neu -wertig 071 977 17 69Mähbalken zu AebiAM9D 1.75 m 071 977 17 69Mistrampe, Alu,Länge/Breite 5 m x0.70 m, sehr guterhalten Fr. 600 071 755 26 40Mistzetter StrautmannBE4, 8m 3 , 4 stehendeWalzen, hydr. Kratz -bodenantrieb, hydr.Bremsen, Breitreifen,Bordwanderhöhung,gepflegte Maschine 079 319 58 47CCM Mühle Fr. 800;Beleuchtungsmast aufAnhänger Fr. 600; Div.Zugdeichsel Fr. 150;Div. Futterwagen, 200l Fr. 50; LaufstallabschrankungenFr. 1/kg;Flüssigdüngertank,3000 l Fr. 800 052 741 21 90Haben Sieetwas zuverkaufen?Formular aufwww.ufarevue.ch7 Schwemmkanalroste80 x 100, günstig;Krippenholz, Bongossiholz,29 m; HeukranBücheler Kanton LU 041 450 17 41Maishäcksler PöttingerMex 2 GT, weniggebraucht, Motor Mag1035, Krippenschalenca. 10 m, Rad kpl. 6.5 x16AW 041 450 17 41Bergmäher Rapid;Kreiselheur Kuhn, 4 m,ideal für kleine Metracund steile Lagen 079 292 85 57Reform Muli 140 mitviel Zubehör, guterZustand 079 363 50 57Kolbenpumpe H-30mit neuen Zylinder,Stahl HV 140 mm mitZubehör Fr. 2500;Heugebläse Lanker15 PS Fr. 500 041 933 01 49Ladewagen Bucher20k, Tiefgangladewagenmit WW-Gelenkwelle,Bereifung15/55/17, einsatzbereit,Standort 8732 NeuhausFr. 950 079 521 07 53Messerbalken mitAusleger, zu AEBI AM40 komplett in gutemgebrauchten ZustandFr. 450 079 521 07 53Miststreuer Welger LS280, Jg. 1990 mit 4stehenden Streuwalzen 078 687 99 54 oder 052 743 18 11Mulchgerät Vogel &Noot, für Front undHeck Breite 2 m, 20 cmhydr. Seitenverschiebung,Jg. 2007 078 687 99 54 oder 052 743 18 11Tunellbögen fürTreibhaus, Breite 3 m,Höhe 2.2 m, 8 St.Tomatenstecken 041 970 18 70Ladewagen TL219,guter Zustand Fr. 2000,TL189 Fr. 1000; TraktorIHC 423 mit Doppelrad9.12. ab MFK Fr. 4000 071 311 18 65Bührer OP17 Traktospeed,neu bereift136x28; Doppelrad,Hierkönnte IhrInseratstehen.Formular aufwww.ufarevue.chPflegerad 11.2 x 28,Servolenkung, klapp -barer Bügel, 1 EW,1 DW-Ventil, usw. 052 376 11 52CN-Pasteur, 30 l,doppelwandig fürBrunnenwasserkühlungund Dampfbeheizung,digitale Temparaturanzeigeinkl. Rührwerk2-stufig, 380 Volt, neu -wertig, NeupreisFr. 6200, VerkaufspreisFr. 4900, 041 810 21 69Kettenstab Steilförderband,5.5 m, Fr. 100;Bandheuer für AebiMotormäher Fr. 100 041 810 21 69Mähwerk Pöttingeralpha motion Jahr2012; Mistzange, neu,für Hoflader 90 cmBreit; KlingenrotorRaum, 3 m mit Packer -walze 079 778 10 87Silofräse HuberMuesmax mit Turbozyklone;ScheibenmähwerkKuhn, Heckanbau;Milchtank, 2100 l 079 334 51 07Vorzugwagen zumkuppeln von 2 EinachsoderTandemachsanhängern,sehr robusteAusführung, inklusiveReserverad Fr. 1500 078 775 10 69Einachskipper mitHolzaufbau, günstig 079 215 89 35FortsetzungSeite 48UFA-REVUE · 7-8 2013 39


PFLANZENBAUDas Auflaufen erleichternEIN FEINKRÜMELIGES SAATBETT ist äusserst wichtig, damit Raps gut aufläuft.Ein gleichmässiges und schnelles Auflaufen ist nicht nur ein Zeichen für die Vitalität derKultur, sondern verstärkt auch den Druck auf Unkräuter. Im Gemüsebau wird dieBodenstruktur seit geraumer Zeit mit Branntkalk verbessert. Dieses Vorgehen erhöhtauch die Erträge im Ackerbau.Waltervon FlüeRaps ist sehr anspruchsvoll, was dieQualität des vorbereiteten Saatbettsangeht. Parameter wie dieSaattiefe und die Saatdichte könnenim Allgemeinen durch die Verwendungeiner Einzelkornsämaschine präziseeingehalten werden. Viel schwierigerist es jedoch, die ideale Bodenstrukturund den perfekten pH-Wert zu erreichen.Gerade diese zwei Faktoren sindjedoch entscheidend für den Ertrag derKultur: Eine schöne Krümelstruktur desBodens fördert sowohl das gleichmässigeAuflaufen als auch die Entwicklungdes Wurzelsystems des Rapses. Der pH-Wert sollte nicht unter 6 fallen, sonstbildet sich auf Feldern mit einer engenRudolf Marti ist vonder positiven Wirkungdes Branntkalks aufBoden und Pflanzenüberzeugt.Fruchtfolge von Kreuzblütlern oft Kohlhernie.Die Gabe eines Bodenverbesserers,der vor der Raps-Aussaat sowohldie Struktur verfeinert als auch den pH-Wert stabilisiert, hat deshalb zahlreicheVorteile.Magnesium-Branntkalk erhältman durch Brennen von Kalk bei Temperaturenzwischen 1000 und 1200°C.Bei dieser Behandlung verliert der Kalkdurch Freisetzung von CO2 rund 40 %seines Gewichts, behält aber seineForm. Magnesium-Branntkalk ist dieeinzige wasserlösliche und somitschnellstwirkende Kalkform. In Kontaktmit Wasser werden Ca2+- und OH-Ionenfreigesetzt. Diese zwei Elementereagieren in der Folge mit Bodensubstanzen:Die OH-Ionen neutralisierendie vorhandenen Säuren und die Ca2+-Ionen verbinden Tonpartikel und Huminsäurenzu stabilen Verbindungen.Zusammengefasst heisst das, dass einInterview mit Rudolf MartiRudolf MartiRudolf Marti konzentriert sich in seinemBetrieb in Fraubrunnen (BE) hauptsächlichauf Ackerbau. Auf seinen insgesamt 36 habaut er 7.5 ha Zuckerrüben, 8 ha Raps, 9 haWeizen und 8 ha Kartoffeln an. Das rest -liche Land besteht aus ökologischenAusgleichsflächen und Weiden für einDutzend Pferde, welches bei ihm unter -gebracht ist.UFA-Revue: Weshalb verwenden SieBranntkalk?Rudolf Marti: Meine Fruchtfolge bestehtaus Zuckerrüben, Raps und Kartoffeln, diealle sehr anspruchsvoll sind, was den pH-Wert und die Bodenstruktur angeht. DieRegulierung des pH-Werts ist deshalbzentral und muss regelmässig erfolgen.Dafür eignet sich Magnesium-Branntkalk.Zusätzlich verbessert dieser die Bodenstruktur.Wie wirkt der Branntkalk auf die Bodenstruktur?Meine Böden sind lehmig und schwer.Branntkalk erleichtert nicht nur dieVorbereitung des Bodens, sondern bewirktschon nach der ersten Anwendung, dassdie Erde nicht mehr an den Kartoffeln undRüben klebt. Das spart viel Zeit undPersonal bei der Ernte. Nach einem nassenFrühling, wie in diesem Jahr, sind dieUnterschiede zwischen den Kartoffel-Parzellen,die ich mit Branntkalk behandelthabe, und den unbehandelten Parzellenenorm. Die Kartoffeldämme sind vielluftiger, ich kann mit den Händen daringraben, um das Wachstum zu kontrollieren.Auf den anderen Parzellen ist dies vielschwieriger.Wann und wie bringen Sie den Branntkalkaus?Kurz vor der Saat oder dem Pflanzenarbeite ich den Branntkalk mit einer40 7-8 2013 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUTeil des Magnesium-Branntkalks denpH-Wert des Bodens erhöht, indem erSäuren neutralisiert, während der andereTeil für die Bildung einer natürlichenund stabilen Krümelstruktur sorgt undso die Bodenstruktur verbessert.Im Gemüsebau erprobt Die Wirkungvon Branntkalk ist im Gemüsebauschon seit langer Zeit bekannt und anerkannt.Denn für das Wachstum vonGemüse sind eine luftige Bodenstrukturund ideale pH-Werte zentral. Zudemkleben Böden mit einer besseren Krümelstrukturweniger, was wiederum dieErnte und das Verpacken der Produktevereinfacht.Kohlhernie und Schnecken BeimRaps beeinflusst die Bodenstruktur dieErnte zwar nicht, jedoch das Auflaufen.Die Anwendung von Branntkalk direktvor der Saat verbessert nicht nur die Bodenstruktur,sondern ist auch eine wirksamePrävention gegen Kohlhernie. Zudemabsorbiert Magnesium-BranntkalkFeuchtigkeit. Man spricht hier vom hygroskopischenEffekt. Dieser zerstört dieSchleimhäute der Schnecken, so dassdie jungen Pflanzen vor diesen Schädlingengeschützt sind.Raps reagiert sensibelauf eine schlechteBodenstruktur:Branntkalk kann hierAbhilfe schaffen.Bodenschutz Neben seinem positivenEinfluss auf die Gesundheit der Kulturund die Entwicklung ihrer Wurzelnsenkt Branntkalk auch die Erosionsgefahr.Feine Tonpartikel, die nicht imTon-Humus-Komplex gebunden sind,gelangen in die Bodenporen und verstopfendiese. Das Wasser kann so nichtmehr abfliessen. Es bleibt in der Folgean der Oberfläche und verursacht Erosion.Werden Tonpartikel hingegen mitHumus verbunden, reduzieren Ca2+-Ionen die Verschlämmung des Bodens.Das Krümelgefüge ist stabil, der Bodenwird poröser, kann mehr Wasser aufnehmen,und die Erosionsgefahr sinkt inFolge.Fazit Die empfohlene Menge Magnesium-Branntkalkhängt vom Bodentypab. Je schwerer der Boden ist, destomehr Branntkalk wird benötigt. Bewährthaben sich zwischen 500 und1500kg/ha je nach Parzelle. Die Verbesserungder Bodenstruktur fördert dasWurzelwachstum und vereinfacht dieSaat-, bzw. Pflanzarbeiten sowie dieErnte. Branntkalk reguliert den pH-Wertdes Bodens und bekämpft gleichzeitigSchnecken und Pilze, die Kohlhernie,Rübenfäule und Wurzelbrand verursachen.Scheibe mit einer Eindringungstiefe von 5bis 10 cm in den Boden ein. Je nachTongehalt verwende ich zwischen 500 und1500 kg/ha. Von Vorteil ist es, wenn esdirekt nach der Branntkalkgabe regnet,denn dann wird der Branntkalk schnellabgelöscht und wirkt schneller.Hat Branntkalk nur Vorteile? Oder gibt esauch Nachteile?In der Tat hat Branntkalk zahlreichepositive Auswirkungen auf den Boden, erverbessert seine Struktur, senkt das Risikofür die Bildung von Kohlhernie, Rübenfäuleund Wurzelbrand und vertreibt Schnecken.Allerdings ist der Staub, der beimAusbringen entsteht, ziemlich unangenehm.Werden Sie auch in Zukunft Branntkalkverwenden?Aber sicher! Bei so schweren Böden undmeiner engen Fruchtfolge profitiere ich dasganze Jahr vom Branntkalk: Die Bödenlassen sich einfacher bearbeiten, und auchdie Ernte geht leichter von der Hand.Autor Walter von Flüe, BeratungsdienstLandor, 4127 BirsfeldenKostenlose Beratung: 0800 80 99 60www.landor.ch, info@landor.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 41


PFLANZENBAUWissen und KönnenIM JUNI fanden die von der fenaco, Abteilung Pflanzenbau, organisierten Versuchsplattformenstatt. Die Besichtigungen in Bünzen (AR) und Pampigny (VD), stiesseneinmal mehr auf grosses Interesse. Der Einbezug der zahlreichen Partner der fenaco-LANDI Gruppe aus Forschung, Industrie, Beratung und Ausbildung trug wesentlichzur Dynamik der Veranstaltungen bei.1 · Dominik Fischervon UFA Samenpräsentierte interessanteNeuheiten beiden Sonnenblumen.2 · Georges Collaudvon «Sol Conseil»vermittelte einenEinblick in deb Boden.3 · Agroscope-ForscherDario Fossati gabpraktische Tipps zumerfolgreichen Getreidebau.4 · Das Versuchsfeld inBünzen war vor allemden verschiedenenWeizensorten gewidmet.5 · Thomas Kimreferierte über dasThema «Mycotoxine imGetreide».6 · Schüler ausGranges-Verneyzeigen sich an derVeranstaltung sehrinteressiert.7 · Emilia Vorletvon «ProConseil»fühlte sich im BereichSonnenblumen zuHause.8 · Die Besucherlauschten aufmerksamden Ausführungen vonJean-Claude Jaquet,Berater bei fenacoPflanzenschutz.Die Versuchsplattformen sind traditionellauf die Getreideproduktionausgerichtet und präsentieren Sorten,die auf der Liste der empfohlenenSorten von swiss granum verzeichnetsind, sowie Sorten, die sich geradein der Testphase befinden. Die Plattformenwerden von der Abteilung Pflanzenbauder fenaco organisiert, die ausdem Sektor Pflanzenschutz, UFA-Samensowie Landor Pflanzennahrung besteht.Dieses Jahr stellte fenaco in BünzenNeuheiten aus den Bereichen Zuckerrübenund Mais vor, während in Pampignyvorwiegend Raps und Sonnenblumen zusehen waren.Kompetenznetz Die Versuchsplattformensind eine gute Gelegenheitfür die Abteilung Pflanzenbau der fencao,ihr Wissen und Können zu zeigen.Aber nicht nur das: Die Beteiligung von12kantonalen und nationalen Organisationenverdeutlicht, wie offen die Gruppeist und dass die Beziehungen zwischenden verschiedenen Akteuren der Branchesehr gut sind. Und auch wenn dieResultate aus den Versuchen nicht dengeforderten Kriterien für einen statistischenSortenvergleich genügen, erhöhtdie Beteiligung der eidgenössischenForschungsanstalten, der kantonalenÄmter für Landwirtschaft und der Industriedie Qualität der Präsentationen undsteht für die Seriosität der auf den De-3 45monstrationsparzellen gemachten Beobachtungen.Aktuelles Die Anbau- und Sortenversuchedienen dazu, verschiedeneSorten unter denselben praktischen Bedingungenzu vergleichen. Das ist abernoch nicht alles: Neben der Präsentationvon neuen Sorten und Techniken istes den Organisatoren auch immer einAnliegen, über aktuelle Probleme zu informieren,die alle Landwirtinnen undLandwirte betreffen. So wurden in Bün-42 7-8 2013 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUzen und Pampigny die Problematikendes Proteingehaltes von Weizen, derVerunreinigung mit Mykotoxinen oderder Reinheit von Holl-Raps-Chargenbreit diskutiert. An beiden Veranstaltungsortenerfuhren die Besucher, welcheSchwierigkeiten diese Faktorenkonkret bei der Vermarktung und demVerkauf mit sich bringen. Das Ziel warnicht, gewisse Anbaumethodenschlecht zu machen, sondern objektivdarüber zu informieren, welche Auswirkungendie Wahl der einen oder anderenMethode oder Technik auf den Ertragund die Vermarktung haben kann.Organischer Dünger in BünzenIn Bünzen wurde auch dieses Jahr dervergleichende Versuch zur Wirksamkeitvon Stickstoff in verschiedenen organischenFlüssigdüngern (Schweine- undRindergülle, Stickstoffkonzentrate, Gärgutund Presswasser) und Mineraldüngernweitergeführt. Die Langzeitstudiewird vom Landwirtschaftlichen ZentrumLiebegg durchgeführt.Dieses Jahr war die SchweizerischeFachstelle für Zuckerrübenbau Partnerinder Versuchsplattform. Sie präsentierteihre aktuellen Pflanzenschutzmittel undinsbesondere ihre Strategien zur Unkrautbekämpfung.Auch die Aussaatvon Mais unter Folie stiess bei den Besuchernauf grosses Interesse.8Kulturverträglichkeit von Herbizidenin Pampigny Die VersuchsplattformPampigny konzentrierte sichauf Ölsaaten. Die Rapsparzellen erhieltenhohen Besuch von der InternationalenVereinigung für Rapsforschung(GCIRC), die sich Ende April für einMeeting in Changins getroffen hat.Nach der provisorischen Aufnahme derSonnenblume PR64H42 in die Liste derempfohlenen Sorten von swiss granumwaren die Unkrautbekämpfung bei Sonnenblumenund insbesondere die Möglichkeitenund Risiken, die mit der neuen,gegenüber dem Herbizid Express-SunTM toleranten Sorte einhergehen,brandaktuelle Themen.Erfahrungen und WissenstransferDie Plattformen Bünzen und Pampignysowie zahlreiche andere von derfenaco-LANDI Gruppe organisierte Versuchezeigen, wie dynamisch der Pflanzenbauin der Schweiz ist und über wieviel Wissen er verfügt. Die Organisatorenwerden für ihre Bemühungen dank demWissenshunger der Landwirte reich belohnt.Sehr erfreulich ist auch, dass vielejunge Landwirte und sogar ganze Klassenan die Plattformen gekommen und so ihrInteresse am Ackerbau in unserem Landbekundet haben. Auch wenn die Getreideflächenimmer kleiner werden, garantiertdieses Interesse die Weitergabe undBewahrung des Wissens, das die Basis fürdie Nahrungsmittelversorgung unseresLandes darstellt.9 · fenaco-GeschäftsleitungsmitgliedWerner Kuert begrüsstedie Besucher inPampigny.10 · Serge Zbinden,technischer Berater beiLandor, kam auf dieBesonderheiten bei derRapsdüngung zusprechen.11 · Bünzen 2013 wardie letzte Versuchsplattformfür WernerWidmer, Leiter fenaco-PflanzenschutzOstschweiz, vorseinem Ruhestand.1112 · Olivier Delay,Koordinator derPlattform in Pampigny,mit den LandwirtenEddy Rayroux undAlain Urben, welchedie Parzellen zurVerfügung stellten.691213 · Die Versuchs -plattform in Pampigny(Westschweiz) fandunter ganz besonderenRahmenbedingungenstatt.71013Autoren Dr. RomanEngeler und GaëlMonnerat, UFA-Revue,8401 WinterthurDie Resultate AlleResultate aus denVersuchen derAbteilung Pflanzenbauvon fenaco sind aufder Webseitewww.pflanzenbau.chverfügbar.www.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 43


PFLANZENBAUDie richtige Wahl treffenGRÜNDÜNGUNG IM ÖLN-GEMÜSEBAU Es gibt mehrere Gründe, warum Grün -düngungen ausgesät werden müssen. Zum einen wollen und müssen wir denökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) erbringen, zum anderen bringt uns die richtigeGründüngung zum rechten Zeitpunkt auch viele Vorteile.Markus vonGuntenWinterharte Gräser wieder Sandhafer werdenmit ihren positivenEigenschaften gernein der Fruchtfolge undvor allem als Grün -dünger eingesetzt.Damit der ÖLN erfüllt wird, müssenParzellen welche bis zum 31. Augustabgeerntet sind, begrünt werden.Entweder geschieht dies durch dieAussaat einer Winterkultur, von Zwischenfutteroder einer Gründüngung.Zwischenfutter und Gründüngung müssenbis am 15. September ausgesät sein,ausser es wurden nach Getreide Problemunkräuterbekämpft, dann bleibt Zeitbis zum 30. September (Unter VorbehaltAP 14– 17).Das Handling von Gründüngungen imGemüsebau ist im Vergleich zum Ackerbauviel schwieriger. Oft sind die Erntezeitpunktespäter als beispielsweise imGetreide- oder Rapsanbau. Da wenigerZeit ist, kann häufig nicht auf idealeAussaatbedingungen gewartet werden.In den meisten Fällen muss die Gründüngungsofort ausgesät werden. Auchbei der Wahl der Pflanze zur Gründüngunggibt es fruchtfolgetechnisch wenigerMöglichkeiten als im Ackerbau.Damit eine Gründünung die nötigenVorteile bringen kann, muss sie wie eineGemüsekultur gemanagt werden. Bodenbearbeitungund Saat müssen aufdas Auflaufverhalten der Gründüngungabgestimmt sein, damit ein raschesAuflaufen in der gewünschten Dichtegarantiert ist. Bei trockenen Bedingungenkann sich auch eine Bewässerungauszahlen. Falls nötig, kann eine StickstoffStartdüngung mit ca. 30 kg N/haerfolgen. Dies ist aber in den meistenFällen nicht nötig.Vorteile Gelingt die Grüngdünung,so liegen die Vorteile auf der Hand.Durch die Durchwurzelung könnenStrukturschäden im Boden, besondersnach einer Ernte unter feuchten Bedingungen,behoben werden. Das Bodenlebenwird gefördert und der Luft/WasserHaushalt im Boden verbessert.Durch rasches Auflaufen wird Unkrautunterdrückt und die Grünmasse reichertden Boden mit Humus an. Bei überwinterndenGründünungen dient die Kulturals Erosionsschutz und die mobilenNährstoffe wie z. B. Stickstoff oderSchwefel werden besser im Bodenfixiert. Neben den vielen Vorteilenbringt eine Gründünung natürlich auchnegative Aspekte mit sich. Nebst demArbeitsaufwand verursacht sie auchKosten. Liegt man bei der Wahl derGründüngung daneben, kommt es vor,dass der Unkrautdruck gesteigert wirdund Krankheiten und Schädlinge gefördertwerden.Einschränkungen Leider gibt es imGemüsebau nur wenige Gründüngungen,die als ganzheitlich unproblematischgelten. Natürlich hängt die Wahlder Gründüngung immer mit derFruchtfolge zusammen. ÜberwinterndeGründüngungen sind auf Gemüsebaubetriebenaufgrund von Durchwuchsproblemenproblematisch, und kommenhier nur selten zur Anwendung.Gründüngungen mit Kreuzblütlern solltennur auf Betrieben eingesetzt werden,welche keine Kohlarten anbauen.Ansonsten wird das Problem Kohlhernieüber kurz oder lang zum Thema. Ausnahmebesteht nur beim multiresistentenÖlrettich (z.B. Sorte Defender) welcherkeine aufschaukelnde Wirkung desKohlhernie-Erregers hat. Leguminosenbinden zwar Stickstoff aus der Luft, sindjedoch zur Gründüngung nicht ideal, dasie nur alle sechs Jahre als Hauptkultur44 7-8 2013 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUangebaut werden dürfen und Bodenkrankheitenwie Chalara oder Phytiumfördern können. Buchweizen ist eineWirtspflanze des Pilzes Chalara und darumebenfalls ungeeignet. So bleiben eigentlichnur noch Phacelia und nichtüberwinternde Gräser welche als Gründüngungin Frage kommen.Phacelia Phacelia bietet fruchtfolgetechnischden Vorteil, dass sie lediglichIm Gemüsebau mussman besonders aufdie Wahl der Grün -düngung achten, damites in der Fruchtfolgekeine Probleme gibt.Foto: Agrarfoto.com(Pratylenchus penetrans, Meloidogynehapla) begünstigt, sofern auf der Parzellebereits eine Nematodenpopulationbesteht. Bei Unsicherheit, ob Parzellenbereits mit Nematoden befallensind, kann mit der ForschungsanstaltWädenswil Kontakt aufgenommen werden,um eine allfällige Probe des Bodensauf Nematoden untersuchen zu lassen.Sandhafer und andere GräserDiverse nicht winterharte Gräser, besondersSandhafer, haben in den letztenJahren immer mehr an Bedeutung gewonnen.Sandhafer ist schnell bodenbedeckend,fruchtfolgeneutral und wirktim Gegensatz zu Phacelia Wurzelnematodenentgegen. Ein Nachteil jedoch ist,dass sich bei zu früher Aussaat (anfangsAugust) sehr viel Grünmasse entwickelt.Deshalb sollte der Sandhafer relativ frühzerkleinert und in den Boden eingebrachtwerden (Anfang Oktober).Andere abfrierende Gräser (Grünschnitthafer,Westerwoldisches Raigras) könnenebenfalls als Gründünung ausgesätwerden. Für sie gilt ähnliches wie fürden Sandhafer, abgesehen davon, dasssie keinen Effekt auf die Nematodenpopultaionauf dem Acker haben.und Kleearten (UFA Alpha, UFA Lepha)gibt es leider im Gemüsebau noch keineVersuche, welche die Eignung belegen.Bei Mischungen besteht das Problem,dass die verschiedene Pflanzenfamilienin der Fruchtfolge nicht optimal zusammenpassen.Fazit Die «ideale» Gründüngung gibtes im Gemüsebau nicht. Jedoch kann jederBetrieb unter Berücksichtigung seinerFruchtfolge, Böden, Anbaustrategieund Erfahrungen die richtige Gründüngungidentifizieren. Sofern keine gravierendeNematodenprobleme bestehen,kann Phacelia ausgesät werden. Auchabfrierende Gräser wie Sandhafer oderGrünschnitthafer sind neutral in derFruchtfolge und somit auch im Gemüsebaugeeignet. Unter der Voraussetzung,dass keine Kohlarten angebaut werden,machen auch Kreuzblütlergründünungenwie Sareptasenf oder Ölrettich inder Begrünungsstrategie Sinn. mit Rhabarber verwandt ist. Sie friertsehr gut ab und hinterlässt wenig Grünmasse.So ist nach dem Mulchen ein raschesPflügen möglich. Beim Anbau vonPhacelia muss auf ein feines Saatbettgeachtet werden, da sie ein Dunkelkeimerist und zusätzlich im Auflauf etwasempfindlich ist. Phacelia sollte anfangsAugust angesät werden, damit oben genannteVorzüge zum Tragen kommen.Ein Problem mit Phacelia ist, dass sie dieVermehrung von WurzelnematodenNematoden Bei Problemen mit Nematoden(Pratylenchus penetrans/crenatus)erweist sich der Anbau von Tagetesals sehr vorteilhaft. Tagetesweisen nematizide Substanzen in denWurzeln auf, wodurch die Nematodenbeim Anstechen der Wurzeln durch einebiochemische Reaktion absterben. DerAnbau von Tagetes ist jedoch sehrschwierig, da das Saatgut sehr klein istund so ein extrem feines Saatbett benötigtwird. Zudem ist die Jungendentwicklungsehr langsam und dadurch dieUnkrautkonkurrenz relativ gross. BeimAnbau von Tagetes ist der Einsatz vonSchneckenkörner zwingend, da die Kultursehr anfällig für Schneckenfrass ist.Damit die Tagetes den gewünschtenErfolg bringen, muss die Kulturzeit ca.3– 4 Monate betragen. Es muss zudemberücksichtigt werden, dass die Saatgutkostenim Vergleich mit anderer Begrünunghoch sind.Mischungen Zu Mischungen mitverschiedenen Komponenten wie beispielsweisePhacelia, SommerwickenKreuzblütler wieChinakohl dürfen nichtals Gründüngungaus gesät werden,wenn vorher bereitsKohl arten wiez. B. Raps angebautwurden.Autor Markus von Gunten,Berater Pflanzenschutz Gemüsebau,3421 Lyssachwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 45


PFLANZENBAUNach Nässe, Wiesen kontrollierenDIE ERTRÄGE IM FUTTERBAU waren bis jetzt nicht berauschend. Bereits dererste Schnitt im Frühling konnte durch das nasse, kalte Wetter an vielen Ortenerst mit zwei bis drei Wochen Verspätung eingebracht werden. Erschwerend kommthinzu, dass dieser Schnitt oft bei zu nassem Wetter durchgeführt wurde.HanspeterHugDer nasse Frühlinghat in Wiesen vieleTrittschäden verursacht.Noch schlimmer als die mähgenutztenWiesen mussten die Weiden leiden!Massive Trittschäden undüberstandenes Futter liessen denwichtigen Weidegräsern kaum Chancen,sich zu entwickeln. Pickelharte Wiesenmit einer Oberfläche wie Beton konntenvielerorts beobachtet werden. Dass sichbei diesen Bedingungen oft nur noch diestarken horstbildenden «Schmalen» behauptenkonnten, ist die logische Folge.Dünne Bestände mit wenig Bodenfutterbrachten dann auch im zweiten und drittenSchnitt nicht die gewünschten Erträge,weder an Qualität noch an Quantität.Das nun folgende schöne, trockeneSommerwetter mit viel Biswind hat denOberboden ausgetrocknet. Dadurchkonnten sich die Grünlandbestände bisjetzt noch nicht erholen. Die offenenStellen zwischen den Horsten werdenimmer noch grösser.Jetzt den Ertrag von 2014 vorbereiten!Die bestehenden offenenLücken müssen unbedingt geschlossenwerden. Macht dies der Bewirtschafternicht, so macht es die Natur! Sie verwendetdafür jedoch nicht die gewünschtenFutterpflanzen, sondern Lückenfüllerwie Gemeines Rispengras,Straussgras, Hirsen, Hahnenfuss, Kerbelund Blacken, um nur einige zu nennen.Landwirte sollten der Natur zuvorkommen.Von offenen Beständen kann nämlichdurchaus profitiert werden, wennman die Lücken mit Zuchtsortenschliesst.Lücken schliessen? Offene Lückenkönnen gut mit verschiedenem Vorgehengeschlossen werden. Ob Breit- oderDrillsaaat, Direkt-, Scheibenscharmaschineoder Saatgutstreuer, das Sägerätspielt nicht die entscheidende Rolle.Gute Ergebnisse können mit allen Maschinenerreicht werden. Wichtig ist,dass das Saatgut flach in die Bodenoberflächeeingearbeitet wird. Am schnellstenentwickelt sich ein Sämling, wenn ermit Feinerde flach zugedeckt und zurErreichung eines guten Bodenschlussesangewalzt wird.Mischungswahl Raigräser laufenam schnellsten auf! Doch dieser Pflanzentypist meist derjenige, der in Horstenimmer noch vorhanden ist. FehlendePflanzen müssen nachgesät werden.Wichtig ist, dass diese an den Standortangepasst sind. Die meisten Naturwiesengrasmischungensind auch in einerÜbersaatvariante verfügbar. Eine Übersaatmischungist dann ratsam, wennnoch über 50 % des bestehenden Bestandesvorhanden sind. Ist der Lückenanteilgrösser als 50%, dann empfiehltsich eine normale Mischung.Mähen, Mähen! Die auflaufendenPflanzen brauchen Licht. Darum mussnach der Übersaat sehr zeitig geschnittenwerden. So wird der bestehende Bestandabgeräumt, mehr Licht trifft aufden Boden, und die Bestockung der auflaufendenPflanze wird ausgelöst. So bildenjunge Pflanzen schneller und mehrWurzeln. Mit dem grösseren Wurzelwerkkönnen die Pflanzen mehr Nährstoffeaufnehmen, schneller wachsenund mehr Ertrag bilden.Kräuterkontrolle Offene Beständefördern Lichtkeimer, also diejenigenPflanzenarten, die viel Licht und Platzfür ihre Keimung sowie Jugendentwicklungbenötigen (Löwenzahn, Blacken,Hahnenfuss, Kerbel, etc.). Bei einer gutenSaatbettvorbereitung und Saat wirdder Boden immer bewegt. Damit wirdimmer auch «schlafendes» Samenpotentialim Boden zur Keimung angeregt.Häufig genügt zur Unterdrückung unerwünschterArten ein häufiger Schnitt.Doch bei Blacken reicht das nicht aus.Entweder sollten jungen Blacken mittelsEinzelstockbehandlung herausgespritztoder herausgerissen oder eine Flächenbehandlungbei grosser Verunkrautungin Betracht gezogen werden. Ein sehrguter Zeitpunkt für solche Behandlungsschritteist der September, wenn es unterwüchsigem Wetter genügend Feuchtigkeithat.Autor Hanspeter Hug, UFA Samen,8401, Winterthurwww.ufarevue.ch 7-8 · 1346 7-8 2013 · UFA-REVUE


PublireportageDas volle Programm in Sachen Saatgut undPflanzenschutz für ihren Raps im HerbstMit der Sorte NK Petrol, dem Vorauflaufherbizid Brasan Trio und dem FungizidMagnello gegen Phoma mit zusätzlich einkürzendem Effekt bietet Syngenta demProduzenten hochwertige Produkte für die Anwendung im Herbst.NK Petrol- Raps-Sorte mit hohenErträgen dank starkemWurzelwachstum Speziell am NKPetrol ist die ausgeprägte Wurzelvitalität.Versuche haben gezeigt, dass dasWurzelwachstum im Vergleich zu ähnlichenSorten sehr schnell und ausgeprägtist. Dies bringt verschiedene Vorteilemit sich. Durch das schnelle Wurzelwachstumist der Aussaattermin flexibler.Das bereits im Herbst stark entwickelteWurzelsystem sorgt für eine guteHerbstentwicklung auch bei kühlerenTemperaturen und ungünstigerer Bodenbeschaffenheit.Die gewonneneEnergie wird in der Wurzel gespeichert.Im Frühjahr kann diese Energie von derPflanze verfügt werden, was ein schnellesWachstum und eine sehr gute Regenerationnach dem Winter begünstigt.Insgesamt ist die Sorte NK Petrol durchihr starkes Wurzelwachstum robust, vitalund verfügt über eine breite Anpassungsfähigkeit.Sehrhoch ist vor allemder Ertrag von NK Petrol, die Sorte gehörtzu den Spitzensorten im SchweizerMarkt.Brasan Trio- Herbizid mit dreiWirkstoffen Dank drei verschiedenenWirkstoffen gehört Brasan Trio unterden Rapsherbiziden zu den am breitestenwirkenden Produkten. Die dreiKomponenten von Brasan Trio unterscheidensich in ihrer Mobilität im Boden.Napropamid entfaltet seine Wirkungvor allem im oberen Bereich desBodens und wirkt gegen Flachkeimerwie Kamillen oder Vogelmiere. DerWirkstoff Clomazone verfügt über dieEigenschaft, sich sowohl im oberen Bereichdes Bodens als auch in tieferliegendenZonen auszubreiten. Die Mobilitätvon Dimethachlor schliesslichreicht am weitesten ins Bodeninnereund somit werden auch aus tiefererenZonen keimende Klebern und Storchschnäbelsicher bekämpft. Brasan Trioerfasst somit alle im Rapsanbau wichtigenUnkräuter wie Hirtentäschel, Kamille,Klebern, Taubnessel, Mohn, Vogelmiere,Storchschnabel u. a. m., aberauch gegen Ungräser wie Acker-Fuchsschwanz,Raygras, Einjähriges Rispengrasund Flughafer zeigt Brasan Trio eineausgezeichnete Wirkung. Der Einsatzvon Brasan Trio erfolgt im Vorauflaufunmittelbar nach der Rapssaat.Magnello- Fungizid gegen Phomamit zusätzlichem KürzungseffektEine effiziente Phomawirkung(Wurzelhals- und Stängelfäule) in Kombinationmit einem nachhaltigen Lagerschutzdank der einkürzenden Wirkungsind die Vorzüge von Magnello. DasProdukt enthält mit Difenoconazol einenhervorragenden Wirkstoff gegenden Phoma-Pilz. Die zweite in Magnelloenthaltene Komponente, Tebuconazol,zeigt nebst ihrer fungiziden Wirkung zusätzlichauch die erwünschten pflanzeneinkürzendenEigenschaften. Die Anwendungvon Magnello ist sowohl imHerbst als auch im Frühjahr möglich.Die Herbstbehandlung erfolgt mit0,8 l/ha ab dem 3-Blatt-Stadium bis Endeder Vegetationsperiode, resp. biszum 8-Blatt-Stadium (für Standfestigkeit).Im Frühjahr wird Magnello mit0,8 l/ha bei Beginn des Triebwachstums(Stadium BBCH 31) bis spätestens StadiumBBCH 39 gespritzt. Es ist maximaleine Behandlung pro Kultur bewilligt.U UFA-REVUE · 7-8 2013 47


MarktplatzFortsetzungvon Seite 39LANDTECHNIKzu verkaufenMotorspritze ZivielschutzType 2 mit VW-Motor 079 778 10 87Traktorreifen420/70R24 Vredestein,Profil 90% Fr. 700/Paar 0793149187Vieh-Anhänger DaltecAlu, Jg. 2012, Ges.Gewicht 2500 kg, abMFK, neuwertigerZustand 079 516 02 22Trator John-Deere5080 M, Vorführ. 80 PSca. 50 Std 079 426 23 03Futterschnecke, ca.7 m, gegen Trinkgeldabzugeben 079 696 29 89Ladewagen BucherLandsberg, totalrevidiert; HeuschrotteGommer; Doppelräder9.5x32, passend zu1128 und 1228 062 293 21 29Kotflügel, 1 Paar fürVorderachse von JohnDeere, Traktoren 2-Rad40 & 50 Serie, Fr. 200;Wechseldrehstecker25A/500 Volt, Fr. 30;ESM Messer fürMulchbalken, Länge137 cm, neu, Fr. 150;Traktorenpneu, 2 Stk.Michelin ca. 20%, 540 /65R24 XM 108 Fr. 400;Accord Dreieck Fr. 270 079 796 92 68Betonplatten, geeignetfür Siloballenlagerplatz,Verhinderung vonMorast beim WeideEin- und Austrieb,sonstige Befestigungvon Abstellplätzen 079 482 98 31Verbundsteine, diverseRestposten, günstigabzugeben, ca. 500 m 2 079 482 98 31Reihendünger-Sägerät,Haruwy Fr. 490 077 472 26 18Notstromaggregat,45Kva, in Komplettausrüstung,selbstregelnd 077 472 26 18Haruwy Sternhack -gerät, 4-reihig 077 472 26 18Ladewagen AgrarTiefgang TL220, Bereif.15.0/55-17, guterZustand, günstig;Pflege-Rad 230/95R36, 98 &, neuwertig;Düngerstreuer ViconPS402, 400 l, günstig;Kombi-StaplergabelFlieg 2 Gabel 1200 mmlänge, mit Rundballenzinkenfür Front undHaben Sieetwas zuverkaufen?Formular aufwww.ufarevue.chHeckanbau; TränkefassKaiser, 2400 l, günstig 079 776 33 78Heuschrotmesser,elektrisch, Schmid undMägert mit Kabel Fr.1000; GüllenwerferFankhauser, Fr. 600;Silogabel, Wigger, Fr.3500; KlauenstandBerweger Fr. 1500 079 575 25 52Heugebläse, 12.5 PS,Handseilverteiler, 8 mRohre Fr. 500 056 443 23 18Rapptisch IHCSchneidweg 825, 4.3 mbreit; Klappschaufelfür Mistkran 0.5 Kubik -meter; Förderband10 m, elektrische Zapf -welle 079 324 87 74Strohhäckselmaschine;Rübenbröckler, beideohne Motor 079 540 80 53Cambridge WalzeFr. 1300 077 472 26 18Traktor John Deere1950, Zweirad, 65 PS,6300 Betr. Std., Mc1Kabine, AHB 2 DW,Luftsitz, sehr guterZustand Fr. 11'000 078 705 54 79Melkmaschinen AlfaLaval, Kessel, 20 l und25 l, Chromstahl;Milch-Kanne Chromstahl,50 l, alles neu -wertig 079 812 98 66Silorundballen, vomHerbst, 15 St.;Kleinballen, 300-400St.; 2 Brückenwagenmit Führgestell undBrettern, sehr guterZustand 076 575 20 25Kreiselschwader Kuhnmit Pendelbock, Tastradund revidierterKurvenbahn, guterZustand Fr. 1700 041 480 09 01 oder 0794005831Bandheuer Bucher,passend zu Bucher K3und M600, in sehrgutem Zustand 062 844 34 50Heugebläse Zumstein6-flüglig, 15 PS, sehrguter Zustand Fr. 1200;Heuverteiler Zumstein11-12 m Streulänge,gratis, muss demontiertwerden RegionSolothurn 078 761 39 32Heckstapler, hydraulischeAnschlüsse fürleichtes bedienen Fr.2400; Rapid 505 mitMähbalken undDeichsel Fr. 1800 062 299 04 36Stapler Toyota 3 t,4-Zylinder Benzinmotor,Hubkraft 1500 kg,Hubhöhe 4 m Fr. 4900 078 744 30 32Kehrmaschine HakoHamster 800V, Benzin -motor, Fahrantriebvor- und Rückwärts,Arbeitsbreite 81 cm, abService Fr. 1800;Wisch maschine HakoHamster 700E Arbeits -breite 75 cm, BatterieelektroantriebmitLadegerät NP Fr. 6500,VP Fr. 950 078 744 30 32HydraulikaggregatAebi gross, an 3-Punktmit Zapfwellenantrieb,540 U/min, Tank 80 l,Tandem-Zahnrad-Pumpen, 2 x 40 l/min,180 bar, inkl. 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Fr. 50; Futter -tröge, Eckmontage, fürPferdeboxen 50/50/35cm, massiv, 2 Stk. Fr. 50;Achsen, 1 Stk., Spur1.8 m, 3.2 t, 6 Loch,2 Stk., Spur 1.45 m,1.85 t, 5 Loch Fr. 100;2 Pferdejagdwagenmit Scheibenbremsegummierte Räder,Schlauchenden fürGülle-SaugschlauchSystem Perrot, Agrar,,5", D=133 mm,1 x gerade, 1 x 90 beideFr. 50; Dachhauben,4 Stk., Welldach, fürLüftungsrohraustritt,d=645 mm 062 893 34 87Marolfanhänger, 2.2 x5 x 1.0, 12 t, guterZustand Fr. 7500 079 414 23 47Rotor Maschio mitSämaschine Fiona, 3 maufgebaut, 20-Jährig,einsatzbereit Fr. 2200Kt.ZH 079 228 97 072 Stahlraupen zuHutter 5 TonnenBagger, guter Zustand,günstig 079 245 11 39Autoanhänger, Ge -samtgewicht 1300 kg,günstig, neuwertig 079 622 45 82Doppelrad zu Reform3003F; Doppelrad12.4R36 zu 16.9R30 079 245 11 39Scheibenmähwerk zuReform 3003F 079 622 45 82Sterbündelgerät aufRäder mit ca. 100Draht seilen zumBinden, kann amTraktor mit Spaltmaschineverwendetwerden, Fr. 600 079 341 08 22Transporter mitaufgebautem Mistzettler,inkl. Querband,wurde gebraucht fürSilagefütterung 078 614 73 77Futterstation mit2 Futter- und einemFlüssigdosierer mit Tor 078 614 73 77Melkstand Delaval,2 x 3 078 614 73 77Hierkönnte IhrInseratstehen.Formular aufwww.ufarevue.chSilohäcksler, Strombetrieben; Eiskühlwannefür 4 Milchkannen,40 l oder 50 l;Durchlauferwärmer füralle Flüssigkeiten zurFütterung von Kälberund Schweine 071 799 14 03Heissluftofen Jumbo110, 128 KW, mit Rohrund Thermostat,Topzustand; TränkefassGeba, 600 l, mitSchwimmtrog;Futterwagen, verzinkt,ca. 400 l 052 337 20 04StrohballenfräseVakuumat, 15 PS, mitWasser-Einspritzung;Silowasserpresse, 2.5m und 3 m; MilchzentrifugeElecreme, 125l/Std., 220 V 052 337 20 04Big Bag 079 426 06 35Ladewagen Bucher alt;VW Passat Kombi,frisch ab MFK, guterZustand Fr. 3200; RollerHonda, ideal auch aufAlp, MFK neue Batterieund Pneus Fr. 950 079 445 61 28Ballenfeuchtigkeits-Messgerät, Anzeigevon Feuchtigkeit undTemperatur, kalibrierfähigmit Garantie Fr. 570 079 643 59 65Rundballenbelüftung,ideal für jede Betriebsstruktur,einfach günstigHeu und Emd Produzieren,Direktimport vonLasco und RMH,Besichtigung 30er LascoFlex auf eigenemBetrieb möglich, Preiseab Fr. 6790 bei 8 Ballen 079 643 59 65Ballenschutznetze8 x 25 / 10 x 25 m, Kt.Luzern 078 812 12 24Recolteuse legumeSimon, pour paloxe,bonne état, prisinteressant 079 683 65 44Melkaggreat AlfaLaval, 20 l, Pulsator abService; Holzbrücke fürTransporter, 1.90 m x4 m, günstig 079 746 43 80Federzinkenegge,2.8 m mit Doppelküller;Förderband, 5 m 079 273 98 35Motormäher Rapid505 mit Bandeingraserund 3 Messer, neubereift Fr. 2100; Heck -stapler mit verstell -baren Gabeln, Höheca. 3.2 m, sehr guterZustand Fr. 1800 062 299 04 36Heck-ScheibenmähwerkBCS Rotex R5 mitAufbereiter 2.10 m, Jg.10, wenig gebraucht,neuwertig Fr. 8500;Kunststoffsilo Bucher,60 m 3 , ab Platz mitFortsetzungSeite 5248 7-8 2013 · UFA-REVUE


Mit Zwischenfutter gegenFutterengpässeUFA-SAMEN EMPFIEHLTSAATGUTZWISCHENFUTTER hält die Grundfutterversorgung auch während Engpässenaufrecht. Gerade wenn die Futterbauerträge klein waren, sollte man auf eine guteSaatplanung setzen.Der langanhaltende nasse, kalteFrühling hat keine Futterberge anwachsenlassen! Oft konnte drei bisvier Wochen verspätet der ersteSchnitt geerntet werden. Auch derzweite Schnitt war nicht ausserordentlichergiebig, zu nass mussten beim erstenSchnitt die Wiesen befahren werden.Dünne Bestände ohne Bodenfutterwaren die Folgen.Bei kluger und konsequenter Planungkönnen die fehlenden Futterbergetrotzdem noch erreicht werden.Dazu benötigt es eine angepasste Mischungswahlmit gezielten UFA-SamenZwischenfutterbaumischungen. Ein ideales Klee-Gras-Verhältnisbringt schmackhaftes Futter.Tabelle: Haupt-Zwischenfutterbau-Mischungen auf einen BlickÜber- Bis wann Befahr- Durch- Grün- TS- Silier-Mischung winternd säen? barkeit wuchs * ertrag Ertrag barkeitUFA Wick-Hafer nein Ende mässig kein sehr hoch hoch möglich(Erbs) GemengeAugustUFA 106 nein Mitte August gut sehr gering sehr hoch hoch möglichUFA Siloball nein Ende August gut sehr gering sehr hoch sehr hoch sehr gutUFA WELUZ möglich Mitte August gut möglich, vor hoch sehr hoch sehr gutallem LuzerneUFA 210/CH Ja Mitte August gut sehr gering sehr hoch mittel sehr gutUFA 200/Tetra Ja Ende August sehr gut sehr gering hoch hoch sehr gutUFA Regina GOLD ja Anfang bis mäsig möglich, vor hoch sehr hoch sehr gutMitte August mässig allem LuzerneUFA Wintergrün ja Anfang Oktober sehr gut sehr gering sehr hoch sehr hoch sehr gut*nach guter PflugfurcheFür Fragenfenaco Sursee,Dominik Fischer 058 433 65 88LV St. Gallen,Albert Fässler 071 226 77 11fenaco Winterthur,Hanspeter Hug 058 433 76 04fenaco Moudon,Lukas Aebi 058 433 67 81fenaco Lyssach,Thomas Habegger 034 448 18 61Infos zu den Mischungengibt es auch im UFA-Samen Feldsamenkatalog(in Ihrer LANDI) oder viawww.ufasamen.ch.www.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 49


BIO-SEITEErtrag sichern – aber wie?DER FUTTERBAU nimmt auf dem Bio-Betrieb eine besonders wichtige Stellung ein,da die Ergänzungsfütterung eingeschränkt ist. Es lohnt sich, in sichere Erträge und hoheGehalte im Grundfutter zu investieren. Erfolgsfaktoren sind die Mischungswahl,Düngung, Schädlings- und Unkrautbekämpfung sowie die bestandesgerechte Nutzung.Nicht zuletzt gilt es, das geerntete Futter in der Tierernährung gezielt einzusetzen.Peter Andreybewirtschaftet inHeitenried (FR)einen Bio-Hof mit15 ha Nutzfläche.Wohlwissend, dass eine hundertprozentigeErtragssicherheit im Futterbaunicht möglich ist, gibt esdoch Faktoren, die sich beeinflussenlassen. Hier eine Auswahl.Run auf «Pastor» Im Herbst desersten Hauptnutzungsjahres erreicht derWeisskleeanteil oft über 50 %. Der Proteinanteilin solchen Weidebeständenist zu hoch, während es an leicht abbaubarenKohlenhydraten mangelt.Als vielversprechend erweist sich«Pastor». Die weidetaugliche Rotkleesortebringt in dreijährigen Mischungenwesentlich mehr Ertrag (bis 25 %) undGute Erfahrungenmit «Bio-Lit»Effiziente Wirkung kleiner Güllegaben,angenehmer Geruch, kein un nötigerWassertransport, rascher Abbau vonBodenverdichtungen – Peter Andrey istvon «Bio-Lit» überzeugt. Das ausvulkanischen Silikaten bestehende,biokompatible Steinmehl enthält zwölfHauptnährstoffe und 22 Spurenelementeund wird auf seinem Betrieb in die Güllegemischt. Über Bodenleitungen undeinen Schleppschlauchverteiler gelangtder aufgewertete Dünger auf die Wiesen.Seit 14 Jahren setzt Peter Andrey imganzen Kreislauf seines Betriebs auchEffektive Mikroorganismen (EM) ein.Dieses Produkt aus zahlreichen Mikroorganismen,Hefepilzen und Photosynthesebakterienerhöhe die Darmtätigkeit in denTieren, die Stickstoffbindung in der Gülleund die Aktivität in den Böden.Mehr aus dem Vorhandenen herausholen,ist das Ziel von Peter Andrey. NebenWiesen baut der engagierte Bio-Bauerauch Kartoffeln und Getreide an. Um alleKulturen ernähren zu können, ist er aufeffizienzsteigernde Hilfsstoffe angewiesen.ihr Anteil bleibt stabiler als Weissklee.Kein Wunder ist die «Pastor»-Nachfragegross. Um einen langfristig (über dreiJahre) stabilen Bestand zu erreichen,muss «Pastor» einmal im Jahr (Ende August)absamen können.30 kg Schwefel pro Hektare Zuden limitierenden Faktoren in den Bio-Wiesen gehört – neben beispielsweiseSonne, Bodentemperatur (wie diesesJahr), Kalk oder Phosphor – immer öfterauch Schwefel (S). Der S-Eintrag aus derLuft ist massiv zurückgegangen. Industrieund Fahrzeuge arbeiten sauberer alsfrüher. Dadurch gelangt mit den Niederschlägenweniger Schwefel auf die Felder.In manchen Gebieten beträgt der S-Eintrag aus der Atmosphäre pro Jahrgerade noch 6 bis 8 kg S/ha. Gras benötigt40 kg S/ha. Mangelt es an Schwefel,können die Pflanzen weniger Energieund Eiweiss aufbauen, was zu instabilenSilagen und im schlimmsten Fall sogarzu Fehlgärungen führen kann. Ergänzenlässt sich Schwefel beispielsweise mitdem biokompatiblen «Kieserit» (enthältauch Magnesium). Voraussetzung, dassdie Pflanzen den Dünger optimal verwerten,sind hohe Humusgehalte undein vielfältiges Bodenleben.Eine Schermaus kostet 3.50 Fr.Unerwünscht sind die Mäuse. Sie produzierenLücken, die gern von Unkräuterngefüllt werden. Eine regelmässigeBekämpfung zahlt sich auch dort aus,wo scheinbar nur wenige Mäuse leben.Verdient Aufmerksamkeit: Der Futterbau.50 7-8 2013 · UFA-REVUE


BIO-SEITEKURZMELDUNGENEiweisserbsen-Gerste: Mischverhältnis einhaltenVermehrt sind im Bio-Mischfutter der UFA auch Eiweisserbsen und Gerste aus Bio-Misch -kulturen enthalten. Die beiden Kulturen reifen gleichzeitig ab und können bedarfs -gerecht entmischt werden, um sie den Futterprodukten in passenden Anteilen zuzuteilen.Eiweisserbsen fixieren Stickstoff aus der Luft. Gerste dient als Stützfrucht. Gesät wird bisMitte Oktober mit einer normalen Getreidesämaschine oder einem Krum menacherGerät. fenaco empfiehlt ein Mischverhältnis von 80 % der normalen Eiweisserbsensaatund 40 % der normalen Gerstesaat. Denn ab 2014 soll der Kul tur beitrag nur noch dannausbezahlt werden, wenn die abgelieferte Ware mindestens 30 Massenprozente Körner -leguminosen enthält.Untersaat 2013 mit unterschiedlichem ErfolgIn Mais oder Sonnenblumen kann eine Untersaat den Unkrautdruck sowie Bodenerosionund -verdichtung bei der Ernte reduzieren und einen zusätzlichen Futterertrag einbringen.Jedoch zeigen Praxisversuche dieses Jahr unterschiedliche Ergebnisse. Während sichder untergesäte Weissklee in Sonnenblumenparzellen hervorragend präsentiert, setzt erkleinen Mais unter Druck. Wegen dem nassen Frühjahr konnte der Mais mancherortserst spät gesät werden. In Folge der kühlen Temperaturen lief er nur langsam auf.Sowohl in der konventionellen als auch in der biologischen Landwirtschaft sorgen auchdie Qualitätskriterien beim Weizen für Diskussionsstoff. Landor führt einen Düngungs -versuch durch, der den Effekt von Hasorgan MC (Pflanzenstärkungsmittel auf Algenbasis)und Fylloton (pflanzlicher Biostimulatur mit Aminosäuren) auf den Ertrag und den Pro -tein gehalt des Weizens aufzeigen soll. Die Resultate folgen nach der Ernte.Dies und mehr war an der Bio-Flurbegehung der LANDI Seeland und Bern-West zuerfahren, an der rund 30 Landwirte teilnahmen. Besichtigt wurden die Kulturen Sonnen -blumen, Weizen, Gerste und Kartoffeln.Denn ein Mäusepaar produziert in einemJahr bis zu 500 Nachkommen. ProSchermaus und Jahr ist laut einer Hochrechnungder Arbeitsgemeinschaft zurFörderung des Futterbaus (AGFF) mitKosten von 3.50 Fr. zu rechnen.Mit «topcat»-Fallen lassen sich ScherundFeldmäuse fangen. Wichtig ist, sys-tematisch vorzugehen. Zum Fangen vonSchermäusen wird die «topcat» in einengerade verlaufenden Gang gestellt. Dererste Fang lässt meist nicht lange aufsich warten. Da Schermäuse im Verbandleben, kann mit einer Falle die ganze Familieeliminiert werden. Wer sich denMäusen stetig annimmt, hat kaum Schädenzu befürchten.Sind grössere Lücken entstanden,empfiehlt sich eine Übersaat. Um denerforderlichen Bodenschluss zu erreichen,bestossen manche die übersätenWeiden im Herbst mit Rindern, damitdiese die Samen in den Boden trampeln.Fütterungseffizienz Schliesslichgilt es, die Futtererträge in hohe MilchundZunahmeleistungen umzusetzen.Dazu ist beim Rindvieh neben einemausgeglichenen Energie-, Protein-, Mineralstoff-und Vitaminangebot auchdie Passagerate im Pansen zu beachten.So muss junges Herbstgras mit strukturreichemDürrfutter ergänzt werden, umdie Passage im Pansen zu bremsen undeine gute Nährstoffverwertung zu fördern.Eine Alternative zu Dürrfutter bietenRaufutterwürfel wie UFA 280, der zu51 % als Raufutter angerechnet undauch als Lockfutter im Melkroboter eingesetztwerden kann.Autoren MatthiasRoggli, UFA-Revue,3360 Herzogenbuchsee.Gaël Monnerat, UFA-Revue, 1510 Moudon.Die fenaco-LANDIhat diesen Sommerzusammen mit weiterenFirmen mehrere Bio-Flurbegehungen undBio-Tagungen organisiert.Der Hauptartikelist eine Zusammenfassungder Veranstaltungvom 13. Juni auf demBetrieb von PeterAndrey in Heitenried(FR). Referiert habenAlex Meier, AndermattBiocontroll AG, UrsHodel, Landor, RolfLerch, Labor Ins, UeliRothenbühler, EMSchweiz AG, LukasAebi, UFA-Samen, UeliZürcher, fenaco, undDaniel Schmied, UFA.www.ufarevue.ch 7-8 · 13«Bio ist nie zu Ende gedacht»Dieses Jahr feiert das Schweizer For -schungsinstitut für biologischen Landbau(FiBL) das 40-Jahre-Jubiläum. Die privateStiftung nahm 1973 ihre Tätigkeit inenger Zusammenarbeit mit den Bauernauf. Interessantes aus den FiBL-Archiven:Die ersten Richtlinien der VereinigungSchweizerischer biologischer Landbau-Organisationen (VSBLO) – heute BioSuisse – hatten auf vier Seiten Platz, jeneder Internationalen Vereinigungbiologischer Landbaubewegungen(IFOAM) sogar auf zwei. «Der Biolandbauist nie zu Ende gedacht», räumt FiBL-Direktor Urs Niggli ein. Neue Herausforderungenseien der Anbau von Faserpflanzenfür Textilien, die Fischzucht unddie Herstellung von Convenience-Food.Tag der offenen FiBL-TürAm 25. August 2013, 10 bis 17 Uhr,findet am Forschungsinstitut fürbiologischen Landbau (FiBL) ein Tag deroffenen Tür statt. Präsentiert werdenForschungsresultate in den BereichenBoden, Biodiversität, Reb- und Obstbau,Bienen, Tiergesundheit, Fischzucht,Markt und Zertifizierung. Auch eineFestansprache zum Jubiläum 40 JahreFiBL (12.15 Uhr), zahlreiche Stände, einBauernmarkt, Live-Musik und einKinderprogramm stehen auf demvielseitigen Programm.Neue Schlacht methoden?An einem internen Innovationswett -bewerb des Forschungsinstituts fürbiolo gischen Landbau (FiBL) habenMitarbeitende 35 Ideen eingereicht. DieSieger idee, nämlich die stressfreie, art -gerechte und ethisch verantwortbareSchlachtung von Nutztieren, soll sofortangegangen werden.Maureen gewinnt MarathonDie Siegerin des weltweit ersten Kuh -marathons heisst Maureen. Die vier -jährige Bio-Kuh der Jersey-Rasse warzehn Tage im Rennen und hat – gemässGPS-Sender – als erste eine Distanz von42 195 km zurückgelegt. «Ich bin stolz»,sagt Coach und Knospe-Landwirt Cyril dePoret aus Riaz (FR), «denn Maureen hatdas super gemacht.»Bio Suisse wies mit dem Marathon daraufhin, dass Kühe auf Knospe-Betriebenwährend der Vegetationszeit regelmässigWeidezugang haben und hauptsächlichGras und Heu fressen. Über Facebookkonnte die Öffentlichkeit das Rennenmitverfolgen und auf ihre Favoritin setzen.Insgesamt haben sich 2476 Personenbeteiligt.UFA-REVUE · 7-8 2013 51


MarktplatzFortsetzungvon Seite 48LANDTECHNIKzu verkaufenGrassiloverteiler Sumagund Befüllrohren dazu,günstig, Kt Luzern 078 874 86 55Rübenschaufel fürTraktor, 15 Jahre, neurevidiert, Fr. 1100;Rübenbröcklerelektrisch Fr. 500 079 432 77 43Maishacker und Lade -wagen Mengele 1R.,für Grünmais, Fr. 2500 079 432 77 43Wassebüffel zumMelken, 1 Kuh,2 Rinder im Juli zumKalben; 2 Scheck -stuten, beide trächtigvon Scheckhengst4 und 5 Jährig, 156 cmeine leicht angeritten 034 493 32 40Front Busatis-Mähwerk,310 m 079 430 57 71Front-Mähwerke mitrotierenden Fingern,2.5 m, für Ökoflächenmähen 079 430 57 71Front-Mähwerke, mitrotierenden Fingern,2.8 m 079 430 57 71Rundholz-Stangen,zum Stützen vonHochstamm Obst -bäumen 041 711 17 94Traktor Kramer, 45 PS,Jg. 65, in gutemZustand Fr. 2500 079 458 65 13Ensileune Mengel1000 herbe + mais3 couteaux + traitediseete sacco 3 guffes;tankélait 1000 l lavageaut. 079 454 54 00Kreiselheuer PöttingerEurohit 80 nz, 7.6 m,6 Kreisel, Bj. 2003,Tastrad sehr guterZustand Fr. 6500;WurmschwaderNiemeyer Twin ed 605,Doppelzinken Tandemh+v, Bj. 2000, sehrHierkönnte IhrInseratstehen.Formular aufwww.ufarevue.chguter Zustand Fr. 7500Kanton SH 079 515 12 90 oder 052 649 15 253 Scharpflug Rabe,Streifen + Vario Fr.5500; KleinballenpresseWelger AP 730,starke LKW-Achse 079 297 09 78Hockwagen, 1 + 2Stellig, 8 Sitzplätze,Hand- und FussbremseFr. 500 079 254 65 59Sähkasten FIONA, 3 mmit diversem Zubehör,zwei Sähbalken,Fahrgassenschaltung,top Zustand, gepflegteMaschine Fr. 800 078 885 32 50Milchkühltank, 650 linkl. Kühlaggregat, Jg.06, funktionierteinwandfrei Fr. 1800 079 639 17 44 oder 055 422 03 55Farmall Cub mit Pflug,zum restaurieren Fr.2400 052 763 24 19Druckfass Fliegel,5000 l; DruckfassFuchs, 4000 l 079 432 77 43Doppelrad 12.4-36passend zu 16.9R30System Müller, günstig 079 245 11 39Tandem 3S.Kipper,2007, neuwertig, 16 t,GG/ 12.5 NL, 240 x520 cm Alu, 2 x 70 cmAlu, +10; 2-Achs 3 S.-Kipper, 2007 neuwertig,16 t GG/12.5 NL,240 x 520 cm Alu, 2 x70 cm Alu, +10 076 367 44 75Kreisel SchwanderKuhn 301, mit Stützradvorne Fr. 400; Tauchmotorpumpe,3.5 Bar-Druck, guter Zustand.Fr. 450 079 778 44 94Hartballenpresse NH377 mit hydr. Aufzug;Ballenlader Guima mitHonda-Motor;Ballenförderband, 7 m,mit Elektromotor oderZapfwellenantrieb, mitleichtem Fahrgestell,alles gut erhalten 032 641 22 73FuttermischwagenFaresin, 7 m 3 , mit Fräseund Waage Fr. 8000 079 430 57 71Grubber 2.5 m,7 Flügel scharen 052 336 11 37Silier- und HeugebläseNeuero SG3, 20 PSMotor mit Zubringerband, Grüngutschaufel,Mais etc., Rohr undBogen wenig gebrauchtFr. 1000 071 477 12 33Winter-Kompletträdermit Stahlfelgen fürMitsubishi Pajero,265/65R17 079 485 70 05Vorderachse zu BührerPF 19; Heugebläse undVerteiler Lanker; Heu -schroter 60 cm, Lankerrevidiert; StalllüfterM&H; Tränkebecken;Gussroste; Ballon -flaschen; LagerkistenSchäfer 078 818 33 51Samro Master SC RB,guter Zustand Fr. 9500 031 781 27 09Düngerstreuer RauchMDS 935 Telimat, Jg.2004, 15 m breit, topZustand 079 712 41 49Traktor Fendt 411, Jg.2001, 5'500 h, topZustand, gut gepflegt 079 712 41 49Dieseltank, 2000 l mitAuffangwanne, topZustand Fr. 300; Diesel -tank, 1100 l mit Auf -fangwanne, topZustand, SchaffhausenFr. 200 079 681 80 52Rapid Cargotrac 12S40 PS, Perkins Motormit Ladegerät, ab PlatzFr. 3000 079 587 13 58Rapid Spezial, neuerMotor, Triebachsanhänger,guter Zustand,Gebläserohr, Hosenstück,Handverteiler 079 501 96 16Kreiselheuer Pöttinger80 NZ, Bj. 2004, 7.6 m,6 Kreisel, zentraleSchrägstelleinrichtung,Tastrad vorne, sehrguter Zustand, soforteinsatzbereit Fr. 6500Kanton Schaffhausen 079 515 12 90 oder 052 649 15 25Milchtank 1500 l mitKühlaggregat 079 404 87 33Dieseltank 1100 l mitWanne und HandpumpeFr. 350; WinkelplfugAltus Fr. 400; Blache4 m x 5 m Fr. 200;Steckschüssel Fr. 50;Kastrierzelle Fr. 20 062 891 42 26Heulüfter R6K, 18.5kW für 200-260 m 2 ,neuwertig inkl. Steue -rung und Be lüf tungs -roste Kanton TG 078 832 31 28Heuschrottmaschinemit Elektrokabel 078 832 31 28Maishäcksler Pöttinger2-reihig, weniggebraucht 078 832 31 28Funkseilwinde Schlangund Reichart, Typ DW151, 5.5 t Zugkraft mitSeileinlaufbremse undhydraulischemOberlenker, Abends 079 644 73 24Ladewagen Kemper,Jg. 1989, sehr guterZustand 079 642 25 31Liegeboxenbügel, ca.30 Plätze, occasion 079 642 25 31Ladewagen Monti,1.17 Kubikmeter 071 988 25 83Motorspritze, PumpeTyp 2, komplett mitAnhänger, VWIndustrie motor, 1500 l /min bei 8 bar Fr. 950 079 296 21 63Süssmostflaschen,25 l, Fr. 40 pro St.; TSGummizäpfli, Fr. 0.30 052 232 22 69Ladewagen AgrarTL219, vor 2 Jahrenneuer Boden Fr. 2000sowie TL189 BergLadewagen mitBreitreifen AS Fr. 1500 071 311 18 65Zuckerrüben Lade -bunker Bleinroth LB25; Frontköpfer,Heckroder, Kleine 6 R. 079 717 62 19Aebi TT33, Jg. 1986,3349 Std., revidiert abMFK, 2012 KubotaMotor Heuraupe undKreiselheuer Fella, HydrH.u.V. Hydraulische-Entlasung Doppelrad,Preisvorstellung Fr.16'000 079 218 59 76Stall-Gummimatten,26 St., Länge 1.85 m,neuwertig; Heugebläse,15 PS mit Steckerund Kabel, Tuso Turbo400 ca. Fr. 350 079 857 80 09Tracteur MasseyFergusson 4235, 75CV, 4 roues motrices,2900 h, 2 x 4 vitesses +inverseur, pneus 80-90%, parfait état 079 655 44 47Haben Sieetwas zuverkaufen?Formular aufwww.ufarevue.chFord Maverick 2.3i, 4 x4 mit Anhängerkupplung,1. Inv. 7.2006, km55000 mech. 5 Gang,150 PS, Klimaanlage,Lederausrüstung usw.Fr. 9'500 061 981 18 18 oder 079 614 41 40SaatkombinationKlingenrotor Pegolama300 mit SämaschineSulky 25 Schar Fahr -gassenschaltungFr. 3'250 079 250 65 64Combinaison de semisPegolama LD 300 avecsemoir Sulky 25 socs etpassages Fr. 3'250 079 250 65 64Knüselwerk zu rasant 079 673 24 71Milchkühltank, neueSteuerung, top Zustand,Fr. 800 079 673 24 71Komplettes Rad6.50x16AW Fr. 50;Tuchsilo, 1.5 t InhaltFr. 50; Rost für Kälber,1.25 x 4.00 m,Bongossiholz Fr. 50 041 450 17 41Mehl-Silo mit Trichter,11 m 3 Fr. 500; KreiselmäherPZ mit Aufbereiter,1.85 m, Fr. 1100;ZentrifugalgüllepumpeDoda Fr. 1500 052 680 12 51Kreiselheuer TH460mit Schwadgetriebe, fürErsatzteile 079 458 70 05SchieberolltorStahlrahmen verzinkt,Blech braun, L 5.6 m,H 4.2 m, mit Lichtband,guter Zustand, günstig 079 561 45 42Heckmähwerk KroneAM 243 CV guterZustand; ErntewagenMengele LAW 400,Bj. 1981 079 776 28 11Vierradwagen Holz;Gesellschaftswagenfür Pferde; FrontmähwerkKM25 079 729 45 22Heugebläse Aebi HG 8,15 PS Elektromotor,Schalter 1-jährig,2 Geschwindigkeitenmöglich, guter Zustand,einsatzbereit, RegionTG, 079 641 60 802 Pflegeräder Gr.9.5/36; 2 DoppelBoxen für Kälber mitAuslauf; Tränkerfass,2'300 l; Luftkompressor10 Atü, komplettalles neuwertig undgünstig 079 776 33 78HeckscheibenmäherKuhn, 1.65 m, guterZustand Fr. 600 079 487 30 79Ballenschutznetze, 8 x25 m/10 x 25 m, Kt. LU 078 812 12 24Mähwerk Gaspardo, FB940, Heckaufbau 062 394 18 64Laubbläser zu Traktor,Zapfwellen Antrieb,zum Strassen undWiesen vom Laub zubefreien oder zumHeuen in Bergregionen,geringe Lärmbelastung,NP Fr. 11'500, VP Fr.4000 Kt. LU 078 744 30 32Stapler Toyota, 3 t,4-Zylinder Benzinmotor,Hubkraft 1500 kg,FortsetzungSeite 5452 7-8 2013 · UFA-REVUE


Mutterkuh-Tag: Überbetrieblich einstreuen?Ein gut gepflegtes Strohbett ist einwichtiger Teil der Stallhygiene undfördert die Kälbergesundheit, wurdeam Strickhof-Mutterkuh-Tag aufdem Betrieb von Romuald und KarinNeidhart betont. Durch den Einsatzgeeigneter Einstreumaschinen,die auch für die Futterverteilungverwendet werden können, lässtsich der Arbeitsaufwand reduzieren.Mit der Zerkleinerung des Strohssinkt der Strohbedarf, die Einstreuwird saugfähiger und das Strohbettbleibt trockener. Da die Kosten füreine Einstreumaschine gemässAgroscope-Tarifen pro Stunde bei40 bis 50Fr. liegen (bei 50 Stundenpro Jahr), sollte der Einsatz überbetrieblicherfolgen, um eine hoheAuslastung zu erreichen.Roger Bolt, Lehrer am Strickhof,schlug vor, Mutterkuhkälber schwererzu machen als heute üblich. Zusätzliche50 kg Schlachtgewichtbringen rund 535 Fr. Mehrerlös. DieKosten für das entsprechende Ergänzungsfutterund den Arbeitsaufwandliegen tiefer, weshalb sich derEinsatz lohnt.Mit Blick auf die Agrarpolitik hatder Betrieb Neidhart, auf dem 30genetisch hornlose Charolais-Mutterküheschwedischer Genetik leben,die Ökoflächen ausgedehnt.Punkto Qualität und Leistung solljedoch nichts anbrennen: «Nichtnur bei den Schlacht-, auch bei denAufzuchttieren, die ich verkaufenwill, sind hohe Zunahmen ein Erfolgsfaktor»,ist der Romuald Neidhartüberzeugt. Entsprechend wirdzugefüttert.KURZMELDUNGENNUTZTIEREFlächendeckendsanieren?Bald kommen die gesömmertenSchafe wieder von der Alp zurück.Neben den vielen Vorteilen derAlpung (Fitness, Futternutzung)gibt es auch die Moderhinke-Gefahr.57 % der Schafhalter hattenin der Vergangenheit mit dieseransteckenden Klauenerkrankungzu kämpfen. Davon sömmern über50% ihre Tiere auf einer Gemeinschaftsalp,zeigt eine an der Wiederkäuerklinikder Vetsuisse FakultätBern durchgeführteBefragung bei den Mitgliedern desIst es Kokzidiose?Kokzidiose wird häufig unterschätzt,folgern Forscher an der UniversitätLeipzig aus einer Untersuchung. DieKrankheit wird durch einzellige Parasitenim Darm verursacht und betrifftvor allem Tiere im zweiten Lebenshalbjahr.Klinische Kokzidioseerkennt man an Durchfall. Häufigerist die subklinische Variante, die mitbis 12% geringeren Zunahmen undAppetitverlust einhergeht.Bis 58 % versteckte KetoseKetose ist bei Milchkühen weit verbreitet.Oft zeigt die Stoffwechselstörungvorerst keine deutlichenSymptome (subklinisch). BetroffeneTiere sind aber anfällig für weitereErkrankungen und Fruchtbarkeitsprobleme.Gemäss einer Studie infünf europäischen Ländern liegt dieHäufigkeit subklinischer Ketosenzwischen 30 (Italien, Grossbritannien)bis 58% (Frankreich).Aufholjagd ermöglichenEine frühe Verabreichung abgestimmterPrestarter (z. B. UFA 302)hilft leicht geborenen Ferkeln, ihrenGewichtsrückstand aufzuholen, folgernWissenschaftler aus einer Studiemit 78000 Ferkeln. Indem Saugferkelzum Fressen animiert werden,lassen sich der Wachstumsknicknach dem Absetzen und der Einflussdes Geburtsgewichts auf die spätereZuwachsleistung reduzieren.Ein Wurf, eine GruppeNach dem Absetzen werden Ferkeloft nach ihrer Grösse in Gruppenaufgeteilt. In einer Untersuchungder Tierärztlichen Hochschule Hannoverund der Universität Giessenzeigte das Sortieren punkto Aggressivitätund Zunahmen keine positivenEffekte. Die Forscher empfehlen,komplette Würfe möglichstgemeinsam aufziehen.Raschwüchsige leisten mehrJungsauen, die während der Aufzuchtrasch an Gewicht zulegen,bringen im ersten Wurf mehr Ferkelzur Welt als ihre langsamer wachsendenKolleginnen, schreibt dieUniversität Giessen aufgrund einerAuswertung mit 3700 Tieren. Verglichenwurden Jungsauen mit unterund über 618g Lebenstageszunahme.Der Unterschied zu Gunsten derschwereren Tiere lag bei 0.8 Ferkelim ersten Wurf.Israelreise: 5.– 10. OktoberDie milchwirtschaftliche Exkursionder UFA-Revue führt dieses Jahrnach Israel. Vom 5.– 10. Oktober2013 steht die Besichtigung vonMilchwirtschaftsbetriebem (Kibbuz,Moshav) auf dem Programm. Bemerkenswertsind dabei die hohenMilchleistungen (im Schnitt fast12 000kg pro Kuh und Jahr), Kompostställe,Koordination des genetischenFortschritts, tierärztliche Bestandesbetreuungund die überbetrieblicheZusammenarbeit in derFütterung. Melden Sie sich bis am 5.August an! Mehr Infos und den Anmeldetalonfindet man unterwww.ufarevue.ch.Schweizer Schafzuchtverbandes.Am häufigsten tritt Moderhinkebeim Braunköpfigen Fleischschafauf, am wenigsten bei denSchwarznasenschafen – so die Einschätzungder Betriebsleiter. GrössereBetriebe führen eher eine Sanierungnach den Richtlinien desBeratungs- und Gesundheitsdienstesfür Kleinwiederkäuer(BGK) durch, weshalb sie häufigerModerhinke-frei sind als kleineBetriebe. Als wichtigste Vorbeugemassnahmenennen die Züchterden regelmässigen Klauenschnitt.Eine gesamtschweizerische Sanierungwürde begrüsst.Die vom BGK koordinierte Sanierunginfizierter Betriebe beginntmit einer Kontrolle imHerbst. Kranke Tiere werden mehrerenKlauenbad-Therapien undKontrollen unterzogen. Für Moderhinke-freieBetriebe liegt dieHerausforderung darin, den Kontaktmit kranken Beständen zuverhindern.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chUFA-REVUE · 7-8 2013 53


MarktplatzFortsetzungvon Seite 52LANDTECHNIKzu verkaufenHubhöhe 4 m, VP Fr.4900 Kt. LU 078 744 30 32SchweissmaschineOelikon, schwer;Paletten-Rahmen SBB,10 Stück; Palletten-Rolli, Gabellänge 2.4 mFr. 70 079 482 56 13Valtra A-85 FH FZ, MF340 4x4; Dünger-Streuer Kuhn, 900 l,DR136-3.6, Bührerräder9-36; Unibed-Pneurad-Front-Packer;Dosierwalze PöttingerLW, 044 942 23 161-AchsdreiseitenkipperBürgi, 8 t, 4.1 m x 2.1m x 0.5 m + 0.50 m,Michelinbereifung,hydr. Bremsen, Zentr.Kipperstellung, Bord -wandfeder, Kornschieberect., günstig 079 422 30 55Rundballenzange Alö,Unigrip 130, Euro 8Fr. 1000; BodenfräseMaschio, Arbeitsbreite2.5 m, neue MesserFr. 1500 079 848 15 70Quad Vierradtöff,Kymco MXU 250,Bremszange ersetzt,Farbe schwarz, km4500, Jg. 2006,Unfallfrei Fr. 4500 079 848 15 70StromgeneratorHonda, 220 V, 9.1 A, 2Stecker, Benzin,neuwertig, frisch abService, für nur Fr. 350 079 275 50 14Müsler Treichel,neuwertig; Albertanglocke,sehr schöne guteWare, auf Anfrage auchnoch andere erhältlichab 18 Uhr 079 275 50 14Melkmaschine AlfaLaval VP18 mitChromstahlkessel, guterZustand, günstig, Preisauf Anfrage 079 275 50 14Industrie-Werkbank,massiv, mit Schubladeund Schraubstock,Platte 1.6 m x 0.8 m,QualitätsprodukteFr. 350 079 275 50 14Absauganlage Alfa-Laval Monovac mit2 Aggregaten, hydraulischerFaltschieber;Selbstfanggitter für16 Kuhplätze; MilchzentrifugeElecrem,neuwertig 079 820 14 02Hierkönnte IhrInseratstehen.Formular aufwww.ufarevue.chVieh-Anhänger Alu,ges. Gewicht 2500 kg,Kombi-Türe hinten und2 Seitengatter, Türfeldervorn und hinten abMFK, wie neu 079 857 80 09Motorrad YamahaTDM 850, 54’500 km,Unfallfrei mit Griff -heizung, Steckdose,grosse Helmbox derMarke XS NP Fr.13’200, VP Fr. 2700;Subaru Impreza Turbo2.0 l, Kombi, Allradantrieb,Jg. 1999, 190'000km, ab grossen ServiceFr. 8900 078 744 30 32Elektroschlepper, 24 V,Breite 6.48 cm, Länge18.30 cm, Jg. 2005,Anhängelast 2000 kg,12 km/h, geeignet fürFuttertransport Fr. 1900 078 744 30 32Heckschaufel; AutoCitroën C-Crosser,Diesel, ab MFK 079 583 70 11Fiat 450, mit Doppelrad 062 721 23 64 oder 062 721 27 57Motormäher BucherRekord 38, sehr guterZustand; Autoanhänger,Nutzlast 500 kg 079 487 88 93Futtermühle Neuero,guter Zustand, einsatz -bereit, 1.5 Kubik,Auffangbehälter Fr. 550 079 280 12 91 oder 062 871 74 31Sämaschine Fiona, 3 mFahrgassenautom.,günstig 076 564 42 83Anhänger zu Motor -mäher Vorder + HinterLastwagenachse bereift 052 336 15 10 oder 079 353 45 24Auto Subaru Forester2.5XT, Automat, grau,Jg. 05.2008, guterZustand 055 245 18 34Vierradtöff QuadKawasaki Lakoto 300,1350 km, top Zustand 078 835 33 68Aebi AM41 mit Mag1045, Band eingraser,betriebsbereit Fr. 4500 078 835 33 68Traktor Hürlimann TypH488 Turbo, Drivebohrer,90 PS, 5590 Std.,Jg. 1990, neuwertigerMotor, erst 450 Std.,FZ./Fronhydraulik, topausgerüstet, gepflegtesFahrzeug Fr. 21'800 052 657 36 18Ballenlader GilioliFr. 400 abends 032 614 15 67Ladegerät TrumagALG80; AggregateSurge Melotte; Ferkel -automaten mit Wasser -anschluss; Zaun -material, diverses 034 493 34 18Traktor IHC 383; RabeStriegel, 7.5 m;Namenstafeln 041 910 28 45ScheibenmäherPöttinger Alphmotion,Ausstattung Zusatzschwarz Schäuben mitFörderkegel 079 454 33 42LKW-Anhänger, 18 t,mit Alu Seitenläden,Innenmasse 6.5 m x2.46 m x 1.0 m, ideal fürPaloxentransport, EU-Bremsen, neue Deichsel,vorne neue Bremsen,Reifen 70 % Fr. 5800 079 331 02 94KartoffelvollernterSamro, älteres ModellFr. 800; KartoffelverlesemaschineFr. 800 071 888 23 06 oder 076 348 10 91Kreiselheuer Kuhn,4 Kreisel; Rapidspezial, beide alt undgünstig 052 317 18 01Fendt 4 S, 2 Rad,5800 h Fr. 6500;Heckkippschaufel Ott,2 m, neuwertig Fr. 1390 079 235 49 62Absauganlage Surgemit Chromstallleitung2 Zoll für 30 Kühe;Milchplattenkühler;Siloabwurfschacht vonHuber Silo 079 243 75 25Dieselstapler Clark,2.5 t mit TriplexmastenHubhöhe 4.1 m, grosseBereifung; Bau -kompressor ideal umErntemaschinen abzu -blasen 079 243 75 25Endeinheit vonBoumatic Absauganlage;Milchsammel -stücke Boumatic;Transponder Boumatic,rot; Rapsschere Zürn 079 243 75 25Holzbrüggiwagen mitSeitenladen zum untenöffnen 079 243 75 25Aufbaugrassä maschineVogel und Noot 079 243 75 25Haben Sieetwas zuverkaufen?Formular aufwww.ufarevue.chTelesokopverteilerWILD, demontiert,25 m Teleskop, Freiamt 079 787 06 20Hasenstall, 6er, mitDach, 2 m hoch x 1.75 x75, Preis nachAbsprache 041 610 27 86LANDTECHNIKgesuchtKlauenstand; Traktorbis Fr. 5000; Glockenund Treicheln;Amboss; Silokarren;Elektro-SilogabelWigger, für Entnahmeim Hochsilo 079 575 25 52Occ. Mähbalken zuScheibenmäher KuhnFC 243, als Ersatzteil daunser Balken gebrochenist, 078 879 74 77Spuranreisser, mecha -nisch oder hydraulischzu Sämaschine Nodet/Kuhn 052 745 30 11Abstreifer zu EinzelkornsämaschineNodetMinigraines 052 745 30 11MF 135 077 472 26 18Gross- oder Kleinviehwage,verzinkt 079 812 98 66Motorsägenseilwinde;Viehhüternetzgerät ev.von Kuhtrainer 077 409 64 92Schneckenpumpe, füran Traktor ca. 60 m 3 ,nur günstige Angebote 079 676 34 50Kratzbürste fürLaufstall 033 673 20 01Heuentnahmekran 077 4148374Haruwy-Grupper 079 765 20 26Transporter; Traktor,klein; Rapid Motormäher 062 299 04 36Frontgewichte fürHürlimann + Bührer 062 299 14 30Messerschleifapparatfür Busatis-Mähmesser 052 745 30 11Schlauchhaspel mit400 m bis 500 m,75 mm Gühleschlauchund Verteiler 078 745 85 68Kleinballenförderband,leichte Ausführung 078 910 87 39Gummiförderband 078 910 87 39Schneeschild für 1-Achser, Breite min. 1.4 m/ max. 2 m, mechanischoder hydraulischverstellbar, nur mitStahlschneide, nichtGummileiste, evtl. mitAnfahrschutz, Federn 079 459 83 06Tandem 3-Seitenkipperoder Einachs3-Seitenkipper 079 278 45 31Reifen Michelin MX108 600 65 38 mit min.25 - 30 mm Profil 079 299 45 69Kälberiglus; Hütten,Raum Bern 018 832 95 30Remac Kreiseleggeoder nur Teile 077 423 03 28Tandem- oder Einachs -dreiseitenkipper 079 278 45 31Mofa, Sachs oder Puch-Sport, für Lehrling,Raum Ostschweiz 079 245 25 02Kratzbodenantrieb,hydraulisch, zu Agrar-Ladewagen 079 246 86 53Doppelräder fürReform Metrac 3003 S.,wenn möglichDoppelräder mitFlansch auf Bereifung29x13.50-15 079 245 25 02Traktorenpneu ca. 30 %420/70x24 079 720 11 20Occ. Spaltenbodenroste,Model & Grösseunwichtig, für Laufhofbefestigung,Seeland &Umgebung 079 399 21 16Haruwy Grundrahmenund Stützräder 077 492 51 10Busatis Mähwerk,Anbau hinten 077 492 51 10SternhackgerätHaruwy 079 765 20 26RübenscharhackgerätHaruwy; Dammformer 079 810 43 53Glocken und Treicheln;Amboss; Käsekessi;Klauenstand, auchrenovationsbedürftiger 079 575 25 52Tandem 3-Seiten -kipper; Einachs3-Seitenkipper 079 278 45 31Scheibenschaarsäh -maschine 077 492 51 10FortsetzungSeite 5954 7-8 2013 · UFA-REVUE


TOPANGEBOTEUFA-AKTUELLUFA-ACTUELPREMIUM-RABATTUFA 505Ergänzungsfutter für LegehennenRabatt Fr. 10.– / 100 kgbis 24.08.2013PREMIUM-RABATTUFA 855 KombiErgänzungsfutter für KaninchenRabatt Fr. 10.– / 100 kgbis 24.08.2013A K T U E L LUFA-LohnmischfutterGetreideerlöse bis 10 % überMarktpreisjetzt anmelden!Auf ins erste Viertel – mit UFA 2000Die Fortschritte in der SchweizerSchweineproduktion sind beeindruckend.Spitzenbetriebe erreichenbis 30 Ferkel je Sau und Jahrund bis 1000 g Tageszuwachs inder Mast. Was auffällt, sind dieUnterschiede zwischen den Betrieben.Im Rahmen des SchweineproduktionsprogrammsUFA2000 unterstützen UFA und Anicominteressierte Schweinehaltermit Rat und Tat. Der Erfolg basiertauf folgenden Bausteinen:• Breites Futtersortiment und bewährteSpezialitäten.• Versuche unter Schweizer Bedingungenauf UFA-Bühl inHendschiken.• Spezialisierte Fütterungsberatung.• Sichere Genetik durch hohePrüfintensität auf Stufe Kernzucht.Fragen Sie IhrenUFA-Schweinespezialisten!• Konsequente Umsetzung derZuchtpyramide.• Förderung des Jungsauenzukaufsauf Stufe Vermehrungszuchtund Ferkelproduktion(Primera).• Gezielter Einsatz von Endprodukte-Ebern(Premo).• Einzigartige Steuerungsinstrumentewie UFA 2000planer,Aufbereitung der Schlachtdatenauf www.anicom.ch und UFA-Schweinemastauswertungen.80 % des Erfolgs ist Management,sagen Experten. Wer im UFA 2000mitmacht, hat alles, was esbraucht, um sich Schritt für Schrittdem besten Viertel anzunähern.PREMIUMDas Beste für Ihre Lieblinge – UFA 855 Kombi10 JAHREBIBLISQUALITÄTPREMIUM-RabattFr. 10.– / 100 kg UFA 855,bis 24.8.2013in Ihrer LANDI.Nutzen Sie die Sammelkarte!Pro volle Karte gibt es1 Sack UFA-Kaninchenfuttergratis.UFA 855, ein energiereiches Kaninchenfutteraus Würfeln undKörnern, ist die richtige Ergänzungzu gehaltsarmem Heu, Gras (mitwenig Kleeanteil), Karotten undsauberen Gemüseresten. Mit seinen11.8 MJ VES eignet sich dasKombi-Futter auch, um Zuchttierevor der Ausstellungssaison «inForm» zu bringen. Gezielt ausgewählteZusätze, zu denen Fenchelgehört, bieten Sicherheit punktoTiergesundheit.Fenchel enthält ätherische Öle.Als Futterzusatz wirkt er krampflösend,appetitanregend und verdauungsförderndauf die Kaninchen.Durch die positive Wirkungauf den Verdauungstrakt wirddas Immunsystem gestärkt. Zibbenhaben mehr Milch, wenn sieFutter mit Fenchel erhalten, dadie Milchabsonderung steigt. Fürden süsslichen Geschmack desFenchels ist Anethol verantwortlich.Dank diesem Stoff riecht dasKaninchenfutter angenehm undwird gerne gefressen.Newsletter Sie möchten immeraus erster Hand über dieUFA-Aktualitäten im Kaninchenbereichinformiert sein? Dannabonnieren Sie jetzt den neuenNewsletter (www.ufa.ch ➠ Kaninchen➠ Newsletter).UFA-REVUE · 7-8 2013 55


UNTERWEGS MIT...EN ROUTE AVEC……Milchviehspezialist Karl HeuleAuf mehrere Standbeine gebautMit grossem Engagement bringt KarlHeule seine Kunden Schritt für Schrittweiter. Von seiner Erfahrung – 17 Jahrenim UFA-Beratungsdienst – könnenMilchviehhalter profitieren. Der begnadetePferdezüchter verhilft mit praxisorientierten,einfachen Lösungen zumErfolg. Zu den Kunden pflegt er ein sehrgutes Verhältnis. Sein Beratungsgebietumfasst das Zürcher Oberland, Teiledes Zürcher Unterlandes, desWeinlandes und das Gebiet derLANDI Oberrheinthal.Vielseitig Der BetriebSunnehof in Boppelsen istvielseitig. Neben den 35Milchkühen gehören dieObst- und Beerenanlagenund der Hofladen zu denwichtigsten Betriebszweigen.Betriebsleiter Hans-HeinrichAlbrecht schätzt die Vielseitigkeit,da das Betriebsrisiko verteiltwerden kann und die Arbeit abwechslungsreichist. Der Betrieb hat sich inden letzten 20 Jahren stets weiterentwickelt.In Etappen wurde der Anbindestallerweitert, so dass er heute über 31Kuhplätze verfügt. Die Obst- und Beerenanlagenentstanden im Laufe derZeit. «Investitionen müssen realistischund tragbar, aber erweiterbar sein», betontHans-Heinrich Albrecht.Milch je Lebenstag entscheidetGrossen Wert legt der Betriebsleiter aufKilogramm Milch pro Kuhplatz und Lebendtag.Die 31 Plätze in seinem Stallsollen während 365 Tagen mit melkendenKühen besetzt sein. Galtkühe werdenim Sommer auf der Weide und imWinter in einer einfach eingerichtetenScheune gehalten. Angestrebt wird einehohe Leistung je Lebenstag. Der betriebsinterneRekord liegt momentanbei 23kg Milch je Lebenstag. Die durchschnittlicheLaktationsleistung von9000kg und die stabilen Milchinhaltsstoffewill Albrecht halten. Gleichzeitigavisiert er eine Senkung der Zwischenkalbezeit.Das Erstkalbealter liegt beirund 28 Monaten, da die Rinder nachdem Abtränken im Bergebiet aufgezogenwerden, wo der Intensität Grenzengesetzt sind. Die Arbeitszeit im Stall willHans-Heinrich Albert effizient einsetzen,weshalb er die Abläufe optimal aufeinanderabstimmt.Silogemeinschaft Auch bei derFütterung ist für den Betriebsleiter dieEffizienz mit einer guten Auslastung derMaschinen entscheidend. Sein Ziel ist,mit wenigen Investitionen möglichstleistungsfähig zu sein. Die Lösung aufdem Betrieb Sunnehof überzeugt. DerNachbar verfügt über zwei Fahrsilos undauf dem Sunnehof stehen Hochsilos für240m 3 Maissilage und 180m 3 Grassilage.Bei der Futterkonservierung bildendie beiden Betriebe ein eingespieltesGespann. Die Fahr- und Hochsilos werdenbei der Maisernte abwechslungsweisebeschickt, damit die Walzleistungim Fahrsilo gewährleistet ist.Die Zusammenarbeit umfasst auchdie Fütterung. Gemeinsam wurde einMischwagen gekauft. Beide Betriebsleitersind während einem halben Jahr fürdie Mischration zuständig, während imanderen Halbjahr der Zeitaufwand fürdie Fütterung deutlich tiefer ist. Mit dieserAufgabenteilung werden Arbeitsspitzengebrochen, die auf den unterschiedlichausgerichteten Betriebenanfallen. Investitionen in den Maschinenparksollen in Zukunft ebenfalls zu-Stadtnah und doch ruhig gelegen – der Betrieb Albrecht in Boppelsen.Karl Heule, 9443 Widnau SGGeboren 17. September 1964Familie Verheiratet mit Theres, Kinder Christian (24)und Michaela (21)Tätigkeiten Landwirtschaftliche Ausbildung mit Meisterprüfung,Stellvertretungen als Betriebsleiterauf mehreren Betrieben, Melker auf demGutsbetrieb Neugut in Landquart, seit 1.Dezember 1996 im UFA-Beratungsdienst WilHobbies Pferdezucht und FahrsportMotto «Den Landwirten mit einer kostengünstigenFütterung zum Erfolg verhelfen.»56 7-8 2013 · UFA-REVUE


sammen geplant und realisiert werden.Hans-Heinrich Albrechtbetont, dass beidieser Arbeitsteilung das Vertrauenstimmen und eine gewisse Unkompliziertheitvorhanden sein muss. «Mansollte dem Anderen auch etwas gönnen»,betont er. Ende Jahr wird abgerechnet.Bei dieser Gelegenheit werdenallfällige Unstimmigkeiten ausdiskutiert.Anpassung der Fütterung DasVertrauen und die gute Zusammenarbeitmit Karl Heule und dem Nachbarnsind für Albrecht die Eckpfeiler für denErfolg in der Milchviehfütterung. Diezwei Betriebe tauschen sich regelmässigaus und besprechen die Ergebnisse derMilchleistungskontrollen. Bei Problemenholen sie den Rat von Karl, um eineoptimale Lösung zu finden.Einfach, aber effektiv solldie Fütterung sein.BetriebsspiegelHans-Heinrich und Elsbeth Albrechtmit Janine (19), Katrin (17),Andrea (16) und Michael (12)Sunnehof, 8113 BoppelsenNutzfläche: 31.9haPflanzenbau: 16.5ha Wiesen undWeiden, 4.1ha Weizen, 3.6ha Raps,3ha Zuckerrüben, 1.8ha Silomais,1.1ha Obst, 1.3ha Spargeln, 30a Erd -beeren, 20a HimbeerenTierhaltung: 35 Milchkühe (Red Hol -stein), Aufzuchtkälber bis 4 Monate,männliche Nachkommen werden aufdem Betrieb gemästetRation: Mischration (40% Maissilageund 60% Grassilage, Eiweissergänzungmit UFA 159, Mineralstoff TMR1113, Viehsalz und Futterharnstoff),zusätzliche Verabreichung von Dürr -futter zwei Mal pro Tag und Halb -tages weide. Leistungsfutter UFA 163an der Krippe nach LeistungMilchleistung: 9000kg pro Laktation,4.1% Fett und 3.2% EiweissArbeitskräfte: Betriebsleiter-Ehepaar,2 Portugiesen (1 x 100%, 1 x neunMonate), 1 Praktikantin (4 Mo na te)und nach Bedarf AushilfenHofladen Der grösste Teil der imHofladen verkauften Ware wird auf demeigenen Betrieb angebaut. Der Restwird von Nachbarbetrieben zugekauft.Der Hofladen ist ausser Donnerstag undSonntag täglich geöffnet. Für den Verkaufist Elsbeth Albrecht zuständig, fürdie Zulieferung der Ware Hans-HeinrichAlbrecht. Man merkt, dass die beidenein eingespieltes Team sind. Jeder hatseine definierten Aufgaben, aber istüber die Tätigkeit des anderen stets imBild. Da der Betrieb zwar in Stadtnäheund doch sehr ländlich gelegen ist,musste die Kundschaft über Jahre aufgebautwerden. «Die meisten Besuchersind Stammkunden und kommen wöchentlichvorbei», erzählt Elsbeth.«Wichtig ist, dass die Ware möglichstauf dem Betrieb produziert wird, stetsfrisch und saisongerecht ist – so schätztes die Kundschaft», erläutert sie weiter.Die Zukunft des Sunnehofs istoffen. Die älteste Tochter hat eine landwirtschaftlicheAusbildung abgeschlossenund interessiert sich vor allem fürdie Milchkühe sehr. Albrecht hätte Freude,wenn sein Bauernhof von einer weiterenGeneration geführt würde. Dassder Betrieb so vielseitig bleibt, glaubt ernicht. Wahrscheinlicher sei eine Spezialisierungoder Vergrösserung.BLICKPUNKTPOINT DE VUEHans-Heinrich und ElsbethAlbrecht aus Boppelsen«Wenn wir einFütterungsproblemhaben, ist Karl bestrebt,eine optimaleLösung zu finden.»UFA 269 fertil plus hält, was esverspricht Seine Tochter machteHans-Heinrich Albrecht auf UFA 269fertil plus aufmerksam, da die Kühe letztenWinter zwar gut stierig und entsprechendbesamt werden konnten, aber regelmässignach drei Wochen wiederstierig wurden – das bekannte Umrindern.Unter anderem dank dem Einsatzvon UFA 269 fertil plus konnte dieFruchtbarkeit stark verbessert werden.Von 13 besamten Kühen wurden zwölfgleich mit der ersten Besamung trächtig.«Ich weiss nicht, ob dieser Erfolg nurdem Einsatz von UFA 269 zuzuschreibenist, aber wichtig ist, dass die Küheträchtig wurden», meint Albrecht.Omega 3 verbessert die FruchtbarkeitUFA 269 fertil plus:• enthält einen hohen Anteil Omega-3-Fettsäuren, welche die Follikelbildungpositiv beeinflussen.• übt mit seiner Energie einen so genanntenFlushing-Effekt aus, wennes ab Brunstbeginn während 20 Tagenverabreicht wird.• wirkt auch dank Beta-Carotin undeiner hohen Mineralisierung und Vitaminierungpositiv auf die Fruchtbarkeit.Um die erwünschte Wirkung zu erzielen,muss UFA 269 fertil plus (1kg jeTier und Tag) zusätzlich zum Leistungsfuttereingesetzt werden.UFA-REVUE · 7-8 2013 57


ERFOLG IN DER PRAXISSUCCÈS DANS LA PRATIQUEPeter und Dora Berger,St. Ursen (FR).Coli-Bekämpfung auf die natürliche Tour«Wenn’s den Hühnern gut geht, geht’sauch uns besser», stellen Dora und PeterBerger fest. In St. Ursen führen diebeiden einen Betrieb, auf dem nebenEiern auch Milch und Saatkartoffelnproduziert werden. Damit es den6400 Legehennen gut geht, umsorgenBergers insbesondere neu eingestallteTiere intensiv. Pro Tier und Tag kommen0.5 bis 1 g UFA-Antifex in zweiHOBBYTIER-ECKEANIMAUX D’AGREMENTIntervallen à drei Tage zum Einsatz,um den Appetit anzuregen (allg. UFA-Empfehlung: 0.2 – 0.5 g während 5 Tagen).«Gerade die aktuellen Hühnerzeigen jetzt wieder mehr Glanz», freutsich das Betriebsleiter-Ehepaar.UFA-Antifex wird auch verabreicht,sobald die Tiere zu dünn misten. «GegenColi-Durchfall wirkt dieses Milchsäurebaktieren-Produkterfolgreich»,Einen wichtigen Baustein im Gesundheitsmanagementder Legehennenbildet die bedarfsgerechte Fütterung.Hierzu bringt UFA 505 zahlreiche Vorteilemit sich. Das bewährte Ergänzungsfutter:• verfügt über eine ideale EnergieundProteinkonzentration,• ist bedarfsgerecht mineralisiert undvitaminiert,• staubarm,• homogen (kein Herauspicken einzelnerKomponenten) und• bietet Sicherheit dank vorzüglicherHygienisierung.weiss Peter Berger. Speziell in Stresssituationen(Umstallen, Temperaturwechsel)ergänzt UFA-Antifex dieUFA-Legehennenfutter ideal. DieBakterienflora im Verdauungstraktwird positiv beeinflusst, unerwünschteKeime verlieren ihre Nahrungsgrundlage.Davon profitiert die Hühnergesundheitund der Arzneimitteleinsatznimmt ab.Jetzt Futterlager füllen – mit UFA 505 zum AktionspreisUFA 505 – jetzt in Ihrer LANDImit Fr. 10.– / 100 kgPREMIUM-Rabatt erhältlich!UFA 505 wird den Legehennen zurfreien Verfügung angeboten. Richtmenge:80 bis 90g pro Tier und Tag,respektive zwei Drittel der Tagesration.Zusätzlich erhalten die Hennentäglich 35 bis 40 g KörnermischungUFA 506 beigefüttert, um eine bedarfsgerechteFaserversorgung und dieBeschäftigung sicherzustellen.10 JAHREBIBLISQUALITÄTLESE-FUTTERÀ LIREFutter ohne SojaUFA unterstützt den Erfolg derSchweizer Tierhaltung und bie -tet diverse Futter ohne Soja an.Sojafreie UFA-Futter werdenmit der Be zeichnung «– 4»ergänzt (ausser Getreidemischungen):• Aufzuchtfutter: UFA 116-4• Leistungsfutter: UFA 143-4/243-4, 242-4, 272-4 Bio• Getreidemischungen: UFA145/145 F/245, 275-4 Bio• Eiweisskonzentrat: UFA 249-4Drei Pferdeprobleme –drei HYPONA-LösungenHYPONA hat drei neueFutterspezialitäten für Pferdelanciert:• HYPONA Iso besteht ausElektrolythen und kommt beiMineralienverlust durchstarkes Schwitzen oder beiDurchfall und Saugunlust derFohlen zum Einsatz.• HYPONA Herba-Plus ist eineMischung ausgewählterKräuter, die einen gesundenStoffwechsel und einefunktionierende Atmungbegünstigen.• Der Mineralstoff HYPONAEasy enthält Magnesium undTryptophan und eignet sichfür unruhige, nervöse Tiereoder bei Stress.Fragen Sie in Ihrer LANDI!UFA-BeraterConseiller UFA3052 Zollikofen058 434 10 001070 Puidoux058 434 09 006210 Sursee058 434 12 009500 Wil058 434 13 00ufa.ch58 7-8 2013 · UFA-REVUE


Nutzen Sie diese aktuellen Adressenim neuen Branchenverzeichnis der UFA-Revue.BranchenLANDMASCHINENBAUENTIERHALTUNGBURGMERGeflügelzucht AG8207 Schaffhausen 052 631 19 00www.gvs-agrar.ch8570 Weinfelden 071 622 15 22, www.burgmer-ag.ch2942 Alle 058 434 04 102800 Delémont 058 434 04 201564 Domdidier 026 675 21 411470 Estavayer-le-Lac 026 663 93 703360 Herzogenbuchsee 058 434 04 501733 Treyvaux 026 413 17 443052 Zollikofen 058 434 07 90www.umatec.chHOFTECHNIKDie Entstörung vonWasseradern und Erdstrahlenwie auch die Wasserbelebung für Ihre Gesundheit:METRABOLBolus nach dem Kalben026 913 79 84www.lgc-sa.chONLINESHOPVitaltron · Huobstrasse 15 · CH-8808 Pfäffikon SZ 055 420 34 74 oder 079 436 36 04 · www.vitaltron.chHAYLAGESchweizer Qualitätsfutterfür Pferde, die gerne frei atmenINFORMATIKEDV-Komplettlösungenfür Produktion und HandelFuttermischwagenca. 14 m 3 , vollfunktionstüchtig undohne Mängel 079 505 68 44Gummimatten,occasion 062 965 33 65Siloballenzange an3-Punkthydraulik 079 483 60 90Silofräse-Anlage,komplette Silofräse,Marke Stocker od.www.cbt.ch 061 981 25 33www.ufarevue.chFortsetzungvon Seite 54LANDTECHNIKgesuchtHuber für Maissilage,Silodurchmesser3-3.5 m 056 401 26 22Absperrgitter, aus Holz 078 629 68 69Ladeaggregat, kom -plett, von Pöttinger -ladewagen Top 4, 5oder von andernpassenden Typen 079 679 10 22Traktor Deutz, D15,D25 oder D30, zumrestaurieren, Angebotebitte an 079 458 65 13BeratungVerkaufServiceReparaturenSCHNEIDERLANDMASCHINENFUTTERMITTELEugen-Kolb-EntmistungsanlagenSCHNEIDERAGHaben Sieetwas zuverkaufen?Formular aufwww.ufarevue.chKreiselegge Remac,kann auch defekt sein,zum ausschlachten oderin Einzelteilen 077 423 03 28Schneefräse, Räumbreiteab 70 cm,eventuell mit Raupen,preisgünstig, bevorzugtwird Vorführ- oderNeuwertigefräse 079 625 82 92grossesErsatzteillagerTelefon 052 376 16 95www.schneider-landmaschinen.ch9548 MATZINGENMaishäcksler 1-reihig,Pöttinger 079 641 80 49Hängesäcke zuVorkeimgestell Möriund Brunner 078 818 33 51Kartoffeldämpfer,30-100 l Inhalt,Holzfeuerung 032 351 23 58Obstharassen ausHolz; Pferdekumet;Pferdeeggen; 3 Pneu -wagen Körnerdichtmit Gestüg und Be -leuchtung 4-5 t Inhalt;Gratis-Infoline0800 808 850www.raufutter.chMELKTECHNIKMarktplatzWagen, antik, eisen -bereift, sehr gut erhal -ten, 032 351 23 58Ford 2000, 3000,4000, 7600 079 717 62 19Kartoffelsortier -maschine, Kunz oderSamro 0049 7734 6889PE Jaucheschlauch,ca. 300 m 077 440 36 91Pickup für Dosiergerätca 2.20m 079 754 15 07Nutzen Sie denMarktplatz in derUFA-Revue. Geben SieIhr Inserat per Telefon:058 433 65 20, perFax 058 433 65 35oder per Mail:info@ufarevue.ch auf!Wollen Sie immer aufdem Laufenden sein?Dann klicken sie sich indie Agro-News hinein:www.ufarevue.chGelenkhalsramenvon Kolb 071 411 10 72Jaucheverteiler fürDreipunktanbau, bittealles anbieten 079 374 32 48Tandem 3-Seitenkipperoder Einachs3-Seitenkipper 079 278 45 31Bagger Anhänger,occasion, 2-Achsigoder Tandem, Nutzlastmin. 8-10 t 079 219 85 85FortsetzungSeite 80UFA-REVUE · 7-8 2013 59


NUTZTIEREMit Kennzahlen arbeitenDIE LAKTATIONSLEISTUNG DER MILCHKÜHE ist durch intensive Anstrengungender Tierzüchter drastisch gestiegen. Gleichzeitig wird von vielen Seiten beklagt,dass so genannte Produktionskrankheiten wie Euterentzündungen oder Ketosen immerhäufiger wurden. Das mag für die gesamte Population zutreffen, ist auf Ebene deseinzelnen Betriebes jedoch keineswegs nachweisbar.MartinKaskeZwar gibt es eine statistische Beziehungzwischen der Höhe der Laktationsleistungund dem Risiko fürverschiedene Krankheiten. Gleichzeitigist auf zahlreichen Betrieben mitsehr hohen Laktationsleistungen dieTiergesundheit hervorragend, die Herdenfruchtbarkeitgut und die Nutzungsdauerüberdurchschnittlich.Erfolgreiche Betriebe haben Rationsgestaltung,Fütterungstechnik,Haltungssystem, Melkroutine und Präventionsmassnahmen– insbesondereim Hinblick auf Euterentzündungen,Klauenerkrankungen und Festliegen –so weit optimiert, dass die Tiere trotzdes erhöhten Risikos bei hoher Laktationsleistungeinen hervorragenden Gesundheitsstatushaben. Die heute vorherrschendeLaufstallhaltung unterBerücksichtigung der Prinzipien des«cow comfort» stellt einen entscheidendenFortschritt gegenüber der Anbindehaltungdar. Zweifellos sind weitere Verbesserungenmöglich.Tabelle: Exemplarische Kennzahlen für den Vergleich von HerdenParameter Definition Ziel AlarmlevelLebenseffektivitätMilchleistung Produzierte Milch pro Lebenstag [kg] > 15Erstkalbealter23 – 26 MonateEutergesundheitZellzahl der Marktmilch SCC pro ml Milch < 100.000 > 200.000Anteil euterkranker Kühe Anteil der Kühe mit Zellzahl > 250.000 < 20 % > 30 %FruchtbarkeitZwischenkalbezeit Zeitspanne zwischen Holstein: < 395 Tageaufeinanderfolgenden Kalbungen Fleckvieh, Braunvieh: < 385 TageBesamungsindex Anzahl Besamungen pro trächtig < 1.6 > 1.9Jungrinder/Kühe gewordenem TierZwangsmerzungsrate Prozentualer Anteil der Kühe, die jährlich aufgrundvon Erkrankungen und Unfruchtbarkeit abgegeben werdenoder verenden < 20 % > 30 %Erkrankungsrate Prozentualer Anteil der Tiere, die während einer Laktation erkrankenGebärparese/Festliegen < 5 % > 10 %Linksseitige Labmagenverlagerung < 1 % > 2 %Entzündung der Gebärmutter < 5 % > 15 %Anteil lahmer Kühe < 5 % > 15 %KälberTotgeburtenAnteil aller Kälber, die nach einer Trächtigkeitsdauer von> 260 Tagen tot geboren wurden oder innerhalb der ersten24 Lebensstunden verendeten < 5 % > 10 %Aufzuchtverluste Anteil aller Kälber, die während der Aufzucht verenden < 2 % > 8 %Mensch macht den UnterschiedDer Unterschied zwischen ökonomischüber- und unterdurchschnittlichen Betriebenist weniger die Laktationsleistungder Herde als vielmehr die Kompetenzund das Problembewusstsein derBetriebsleiter. Angesichts der erheblichenVarianz zwischen Milchviehbetriebenim Hinblick auf Herdenleistung,Tiergesundheit und Fruchtbarkeit ist eshilfreich, Indikatoren zu betrachten, dieeinen Vergleich zwischen verschiedenenBetrieben erlauben.Produktionskennzahlen• Die durchschnittliche Laktationsleistungder Herde ist kein brauchbarerIndikator für die Tiergesundheit. VieleLandwirte erwirtschaften mit relativniedriger Herdenleistung durchausGewinn, wenn die restlichen Rahmenbedingungenstimmen.• Die Tierarztkosten – ausgerechnet alsRappen pro Liter abgelieferte Milch –sind ebenfalls kaum geeignet, um dieTiergesundheit zu beurteilen. VieleBetriebe investieren erheblich unddurchaus erfolgreich in Präventionsmassnahmen.Die hohen Tierarztkostensind dann Ausdruck einer sehr gutenTiergesundheit.• Lebenseffektivität: Wesentlich aussagekräftigerist die Milchleistung einerKuh pro Lebenstag. Für Holstein-Kühegelten in vielen Ländern 15 kg proLebenstag als Voraussetzung für einpositives Betriebsergebnisses unterBerücksichtigung der Vollkosten.• Die Milchqualität ist eine besonderswichtige Kennzahl. Sie lässt sich einschätzenanhand der Zellzahl der Ablieferungsmilchoder als Differenzzwischen der erzeugten (MLP-Daten)und abgelieferten Milchmenge.• Unfruchtbarkeit ist neben Euterentzündungendie häufigste Abgangsursacheund mitentscheidend für die relativniedrige Nutzungsdauer der60 7-8 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIEREFütterung und Hygiene, die ein Eingreifenerfordern (Alarmwerte).Kühe. Eine kurze Zwischenkalbezeitist zudem bei hohen Kälbererlösenökonomisch interessant.Abgänge und RemontierungHohe Abgangsraten (30– 50%) werdenhäufig als Alarmsignal für eine Überforderungder Milchkühe betrachtet undmit der unbefriedigenden Lebensleistungin Verbindung gebracht. DieZahlen müssen allerdings differenziertbetrachtet werden: Einige erfolgreicheBetriebe verkaufen in erheblichem UmfangZuchtvieh oder selektieren auchauf der weiblichen Seite scharf aufMilchleistung, Melkbarkeit oder Temperament.Trotz hoher Abgangsratenkann dann die Tiergesundheit durchausüberdurchschnittlich sein.Wenn jedoch die Zwangsmerzungsrate(durch Erkrankungen bedingte Abgängeund/oder Unfälle) hoch ist, so istdies mit einer ökonomisch tragfähigenund tiergerechten Milchviehhaltungkaum vereinbar. Ursache sind in der Regelgehäuft auftretende Produktionskrankheiten,also Erkrankungen, derenHäufigkeit mit der Höhe der Milchproduktiondirekt oder indirekt korreliert.Körperkondition Ein gutes Instrumentfür die Beurteilung der Tiergesundheitist die systematische Erfassungder Körperkondition. Ein erhöhter Anteilstark abgemagerter (BCS < 2.5)und/oder überkonditionierter Tiere(BCS >4.0) deutet auf Fehler im Herdenmanagementoder gehäufte Erkrankungen(z. B. Paratuberkulose) hin.Zielwerte? Für die Häufigkeit verschiedenerErkrankungen wurden aufgrundepidemiologischer Studien Zielwertevorgeschlagen. Dem liegt dieÜberlegung zugrunde, dass auf einemBetrieb auch bei perfektem Managementab und zu Tiere erkranken. Selbstmit optimierten Vorbeugungsmassnahmenlässt sich die Erkrankungsrate nieauf Null reduzieren. Andererseits signalisierenaber bestimmte Erkrankungsratenoffensichtliche Mängel bei Haltung,Grafik: Erkrankungshäufigkeit als Analyse-InstrumentDie systematische Erfassung der Häufigkeit von Störungen ermöglicht es, gezielte Massnahmenauf den Betrieben einzuleiten.arithmetisches MittelOptimierungenerscheinen notwendig,um nicht nur hoheLaktationsleistungenzu erreichen, sonderngleichzeitig auch dieNutzungsdauer derKühe zu verlängern.Bild: agrarfoto.comAuf diesen Betrieben bestehtBedarf an gezielter tier -ärztlicher Bestandsbetreuung.Definition und Mindestzahl Damitdie erhobenen Häufigkeiten vergleichbarsind, müssen die Erkrankungeneinheitlich definiert sein. So ist eineklinische Euterentzündung (Mastitis)definiert als deutliche Veränderungen(Eiter, Fibrinflocken) der Milch, wobeiStörungen des Allgemeinbefindens (Fieber,verminderte Futteraufnahme) vorhandensein können, aber nicht zwingendsind. Als Nachgeburtsverhaltunggilt bei vielen Landwirten das Ausbleibendes Abgangs der Nachgeburt innerhalbvon zwölf Stunden nach der Kalbung– andere betrachten eine Frist von24 Stunden noch als normal.Das Arbeiten mit Zielwerten ist nursinnvoll und praktikabel, wenn der Bestandeine bestimmte Mindestzahl anTieren umfasst (mehr als zirka 30 Milchkühe).Besitzt ein Landwirt fünf Küheund bei einer tritt eine Labmagenverlagerungauf, so hätte er mit diesen 20%ein erhebliches Bestandsproblem.Befunde ohne Diagnose Aus tiermedizinischerSicht ist es problematisch,dass zunehmend nur Befunde dokumentiertwerden (z.B. Festliegen, Euterentzündung,Lahmheit), ohne dassdabei Diagnosen vorliegen (z. B. hypocalcämischeGebärparese, septischephlegmonöse Mastitis, Dermatitis digitalis).Zwar ist ein erhöhter Anteil vonlahmen Tieren in einer Herde stets alstierschutzrelevant zu werten, eine Reduzierungdieses Anteils setzt aber jenach Ursache durchaus unterschiedlichestrategische Massnahmen voraus (z. B.gehäufte Fälle von infektiösen Erkrankungenwie Derma titis digitalis im Unterschiedzu einem Bestandsproblemmit nicht-infektiös bedingten Lahmheitendurch chronische Klauenrehe). Anzahl BetriebeZielwerteAlarmwerteDiese Betriebe weisen mithoher Wahrscheinlichkeittierschützerische Defizite auf.Autor Martin Kaske, Apl.-Prof. Dr.med. vet. Fachtierarzt für Physio logieund Rinder, Dip. ECBHM; Spezial -gebiete: Bestandes medizin, Kälber -gesundheit, Stoffwechsel-Physio logie;Rindergesund heitsdienst, Agridea,8315 LindauHäufigkeit von Erkrankungenwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 61


www.profi-lait.chWas KonservierungsverlustekostenIN DER SCHWEIZ ist es unumgänglich, je nach Region 40 bis 50 % desGrundfutters zu konservieren. Verteuert wird das konservierte Futter durch Verluste,die zwischen Ernte und Krippe entstehen.MichaelSutterBeatReidyMit dem Wachstum der Betriebegeht der Trend zur Ganzjahressilageund Teilmischrationen einher. Ausarbeitswirtschaftlicher Sicht ist dieseEntwicklung durchaus sinnvoll. DieSilageproduktion erlaubt eine rationelleErnte und Einlagerung der Grundfuttermittel.Zudem können Arbeiten anLohnunternehmer ausgelagert werden,um Arbeitsspitzen zu brechen. EbenfallsSinn macht die Strategie Ganzjahressilageaus fütterungstechnischer Sicht. Siebietet die Möglichkeit, den Kühen dasganze Jahr über eine ausgewogene undkonstante Ration zu verfüttern. Allerdingshat die Ganzjahressilage auch ihrenPreis.13 000 Fr. futschDurch Nacherwärmung können grosse Verluste entstehen, zeigenAnalysen auf Basis der Grufko-Resultate (Programm zur Berechnung derGrundfutter-Vollkosten). Als Beispiel sei ein Betrieb mit 30 Milchkühenund einer Jahresration aus je 25 % Weide und Grassilage sowie 50 %Belüftungsheu aufgeführt. Die Kosten für 15 % Trockensubstanz-Verlustedurch Nacherwärmung liegen hier bei rund 13 000 Fr. Diese Kostensetzen sich aus den Grundfutterkosten für die Jahresration (39 Fr./dtTrockensubstanz; basierend auf den Grufko-Resultaten) und derzusätzlich benötigen Trockensubstanz zusammen (15 %).Es handelt sich dabei natürlich um kalkulierte Kosten, die dasBetriebskonto nicht direkt belasten. Das Beispiel zeigt auf, wie wichtigeine verlustarme Futterkonservierung ist.Tabelle: KonservierungsverlusteNacherwärmungohne mitMilchkühe Anzahl 30 30Jahresverzehr pro Kuh dt TS 58 58Kosten der Jahresration Fr. / dt TS 39 39Verzehr der Herde pro Jahr dt TS 1740 1740Konservierungsverluste % 15 30Zusätzlicher TS-Bedarf aufgrundvon Nacherwärmungsverlusten dt TS – 333Kosten für denzusätzlichen TS-Bedarf Fr. 13 000.–Weide und Mais am günstigstenIn der Grafik sind die Resultate der Grufko-Erhebungen(Programm zur Berechnungder Grundfutter-Vollkosten) ausden Jahren 2010 bis 2012 abgebildet.Dabei handelt es sich um 133 Betriebe,wovon sich 65% im Talgebiet, 15% inder Hügelzone und 20% in der Bergzonebefinden. Von den konserviertenFuttermitteln schneidet die Maissilagemit rund 33Fr. pro Dezitonne Trockensubstanz(TS) am günstigsten ab. Etwagleich teuer ist das Eingrasen. Bei diesemVergleich muss aber beachtet werden,dass das Milchproduktionspotenzialvon reiner Maissilage aufgrund destiefen Proteingehaltes nur rund halb sogross ist wie von frischem Wiesenfutter.Bei der Verfütterung von Maissilage fallendeshalb je nach Ration und Mengennoch Kosten für den Proteinausgleichan. Die Kostenunterschiede von Grassilage,Belüftungsheu und Bodenheu sindgering. Sie schwanken um die 45Fr./dtTS.Bei den frisch verfütterten Futtermittelnverursacht die Weide mit rund16 Fr./dt TS gefolgt von Grünmais undEingrasen die geringsten Kosten. Hiermuss allerdings beachtet werden, dassin der Regel nur während der Vegetationszeitgeweidet werden kann und diesesVerfahren immer mit einem teurerenKonservierungsverfahren kombiniertwerden muss.Der grösste Kostenfaktor in derGrundfutterproduktion kann den Maschinenzugeordnet werden, gefolgt vonder eigenen Arbeit. In der Milchproduktionverursachen die Futter- und Fütterungskostenzwischen 30 bis 40 % derVollkosten. Somit sind die Futter- undFütterungskosten nach den Arbeitskostender zweitwichtigste Kostenfaktor inder Milchproduktion.Bis 30 % Verlust Konservierung istgleichbedeutend mit Verlusten. Bei Silagenfallen vor allem die Lagerverluste(Gärsaft, Gärverlust und eventuell Nacherwärmung)ins Gewicht, bei Dürrfutterdie Feldverluste (Atmungs- und Bröckelverluste).Im Schnitt geht durch dieKonservierung zwischen 15% und 20%TS verloren, unabhängig davon, welchesKonservierungsverfahren gewählt wird.Hinzu kommen noch die qualitativenVerluste, also Verluste an MJ NELund/oder Rohprotein.Verluste bei der Konservierung führenunweigerlich zu steigenden Kosten. Beider Silageproduktion ist vor allem dieNacherwärmung ein wichtiger Aspekt.Nacherwärmungen können bis zu 30%TS-Verluste verursachen. Gemäss demART-Bericht 751 «Grassilagen inSchweizer Flachsilos – eine Bestandesaufnahme»weist rund ein Drittel derGrassilagen in Flachsilos eine ungenügendeQualität auf. Das Berechnungsbeispielim Kasten soll veranschaulichen,wie hoch die Kosten durchNacherwärmung ausfallen können.Ganzjahressilage mit klarerStrategie Wie eingangs aufgezeigt,sind Schweizer Betriebe auf die Grundfutterkonservierungangewiesen. Wiehoch der Anteil konservierter Grundfuttermittelin der Ration der Kühe ist, liegtjedoch in der Hand des Betriebsleiters.Betriebe mit Ganzjahressilage solltensich der Tatsache bewusst sein, dass siemit jeder Konservierung unvermeidbarzwischen 15 bis 20 % TS verlieren. So62 7-8 2013 · UFA-REVUE


PROFILAITNUTZTIEREGrafik: Grundfutterkosten bis zur KrippeFr. pro dt Trockensubstanz10080604020■ Lohnarbeit■ eigene Arbeit■ Maschinenmiete■ Maschinenkosten■ Lagerkosten■ Direktkosten162231 33Auswertung der Grufko-Daten 2010 bis 201243 47 45 45 460Weide Grün- Ein- Mais- Futter- Belüftungs- Boden- Grassilage Grossballenmaisgrasen silage rüben heu heu (Silo) silage (Gras)Neben Bröckelverlusten fallen vor allem die Verluste durch eine allfälligeNacherwärmung ins Gewicht. Bild: agrarfoto.comverursacht eine Grundfutterration mit40 % Gras- und Maissilage und 20 %Heu gegenüber einer Ration mit 50 %Weide und je 25% Belüftungsheu undGrassilage Mehrkosten 10Fr./dt TS. Diesbei einem vergleichbaren Energiegehalt(MJ NEL pro kg TS), jedoch bei unterschiedlichemAPD-Gehalt.Fazit Zwischen konserviertem Wiesenfutter(Heu und Grassilage) gibt esnur geringe Kostenunterschiede. Rund10 Fr./dt TS weniger als konserviertesWiesenfutter kostet Maissilage.Bei allen Konservierungsverfahren istentscheidend, quantitative und qualitativeVerluste zu minimieren. Das Konservierungssystemmuss gut in die Strategiedes Betriebs passen, damit dieMechanisierung, Arbeitsabläufe und dieEntnahmemengen entsprechend abgestimmtwerden können.Autoren Michael Sutter, Assistent, undDr. Beat Reidy, Dozent ander Hochschule für Agrar-, Forst- undLebensmittelwissenschaft (HAFL), 3052Zollikofen, www.hafl.bfh.chGrufko Das Programm «Grufko»(http://grufko.hafl.bfh.ch) dient derBerechnung der Grundfutter-Vollkostenauf dem Einzelbetrieb. In den Vollkostenwerden alle Kosten, also auchdie eigene Arbeit, beziffert.www.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 63


NUTZTIEREStändig wachsender BedarfSTROH IST GESUCHT und es gibt Anzeichen, dass die Nachfrage in nächsterZeit nochmals steigt. Umso wichtiger ist es, Strohprodukte frühzeitig zu bestellen. Werdas Stroh gleich bei der Anlieferung kontrolliert und nur trockene, saubere Wareeinstreut, minimiert die Mykotoxin-Gefahr wirkungsvoll. Lager- und Mistplatz lässt sichsparen, indem Strohpellets eingesetzt werden.ChristophMeierhansChristianFelzenStallsysteme mit Stroh sind tierfreundlichund hygienisch. Deshalbhat der Strohbedarf in den letztenJahren zugenommen. Weil mit derAgrarpolitik 2014/17 die Beiträge fürdie Besonders tierfreundliche Stallhaltung(BTS) steigen sollen und per1. September 2013 viele Ställe umgebautwerden müssen, könnte Strohnochmals an Bedeutung gewinnen. Eslohnt sich sehr, Einstreuprodukte frühzeitigzu bestellen. Nur so besteht dieGewähr, dass die gewünschte Ware zurrechten Zeit angeliefert werden kann.Stroh ... Die Auswahl an Strohproduktenist breit. Weizenstroh bewährtsich dank seiner ausgeprägten Saugfähigkeitbesonders gut. Gerstenstrohwird hauptsächlich zur Zufütterung oderals Einstreu bei Rindvieh verwendet. BeiPferden und Schweinen können dieGerstegrannen die Atemwege reizen.... oder Pellets? Strohpellets bieteneine interessante Alternative, weilsie praktisch staubfrei sind und wenigLagerplatz benötigen. Speziell für Pferdemit Stauballergie und chronischerBronchitis eignen sich beispielsweisedie «Anipelli»-Pellets, die zu 100 % ausStroh bestehen und ohne Bindemittelund Zusätze auskommen. Die Mistmengereduziert sich im Vergleich zuLangstroh um zirka zwei Drittel.Hygiene muss stimmen Schimmel,Hefen, Mykotoxine – die Anforderungenan die Hygiene haben zugenommen.Bei trockenem, gesundem Strohist die Gefahr einer Kontamination gering.Durch Häckseln lässt sich die Keimbelastungzusätzlich reduzieren. Für eineaussagekräftige Strohanalyse ist dieEntnahme repräsentativer Musterentnahmenein nicht zu unterschätzenderKnackpunkt.Kontrolle vor Ablad Bei der Anlieferungsollten Strohprodukte vor undwährend des Abladens kontrolliert werden.Wichtig ist, die ganze Lieferung anzuschauenund stichprobenweise eineoder mehrere Ballen zu öffnen. Dabeiwird geachtet auf:• Feuchtigkeit: Am besten mit einemMessgerät, zumindest aber tasten.• Geruch: Die Ware darf auf keinen Fallmuffig oder schimmelig riechen.• Sauberkeit: Verschmutzte StellenTabelle 1: StrohballenformateBezeichnung Masse LxBxH 1) Gewicht 2)Grossballen (Quader) 240 x 120 x 90 cm ca. 450 kgRundballen 150 cm ca. 200 kgKleinballen umgepresst 80/100/120 x 40 x 30 cm ca. 28 kg(Grossballen werden nach Bedarf in Kleinballen umgepresst. Diese werden stärker gepresstund sind daher schwerer; das Stroh wird dabei etwas kürzer und die Ballen lassen sich gutaufschütten. Feldgepresste Kleinballen werden auf Anfrage angeboten.)Paketewie Grossballen(12 –16 umgepresste Kleinballen werden zu einer Grossballe (Paket) zusammengebundenund können dadurch maschinell verladen werden.)1)Standardformate. Andere Formate auf Anfrage.2)Die Ballengewichte können je nach Pressdichte stark variieren.Heu und Emd ab Ernte 2013Auch für Dürrfutter gilt: Reservieren Siebei Ihrer LANDI frühzeitig den Bedarf.Heu und Emd sind als Kleinballen, Qua -derballen oder Rundballen für folgendeTiergattungen erhältlich: Milchvieh,Galtvieh, Jungvieh, Mutterkühe,Kleinvieh und Pferde.Gratis-Infoline: 0800 808 850,www.landi.ch, www.raufutter.chkönnen vorkommen, müssen aberunbedingt entfernt werden.• Farbe: Wird meist überbewertet. Lieberetwas dunkler, dafür trocken undgesund riechend!• Gewicht: Der Chauffeur muss korrekteLieferpapiere mit Wiegeschein ingedruckter oder in handgeschriebenerForm mitführen. Wenn Kundendas ausgewiesene Gewicht überprüfenwollen, lassen sie das Fahrzeugvor und nach dem Entladen desStrohs auf einer öffentlichen, geeichtenBrückenwaage ermitteln. Aufgrundnachträglicher Wägungen einzelnerBallen oder Posten könnenkeine Gewichtskorrekturen mehr geltendgemacht werden.Versteckte Mängel Ist das Stroheinmal abgeladen, gilt es gemäss Han-64 7-8 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIERELieferkapazität für Strohund DürrfutterWer Stroh oder Dürrfutter überLANDI/fenaco Raufutter bezieht, kannwie folgt beliefert werden:• Anhängerzug: ca. 20 t• Anhänger: ca. 10 t• Motorwagen: ca. 10 t• Bei Lieferung von Rundballen(höheres Volumen – weniger Lade -gewicht) wird die Ladung jeweils mitzwei bis vier Grossballen (Quader)stabilisiertZufahrts- (inklusive mögliche Bewilligungen)und Ablademöglichkeiten müssenvor Ort (Domizil) gewährleistet sein.Tabelle 2: Strohprodukte und deren EinsatzbereicheLiegeboxenTiefstreueSchwemmentmistungStroh normal Weizen Gersten Stroh geschnitten Weizen (mit 12 bis 24 in die Ballenpresse Gersten eingebauten Messern geschnitten)Feldhäckselstroh (vor der Ballen- presse eingebauter Häcksler)Strohhäcksel (normales Stroh, in einer industriellen Anlage kurzgehäckselt und teilentstaubt)Strohwürfel (Stroh gemahlen und gewürfelt) Strohkrümel (gebrochene Strohwürfel) MastkälberSchweinePferdeGeflügelFutterstrohErdbeerenSchlafenim Strohdelsusanzen als akzeptiert und es könnennur noch versteckte Mängel reklamiertwerden. Dazu gehören Fehler, dieweder durch sorfgfältige Kontrolle vonaussen, noch bei stichprobeweisem Testim Innern der Ballen ermittelt werdenkonnten.Eine gute Strohqualitätist einwichtiger Faktorfür den Erfolg inder Tierproduktion.Stroh ist nicht gleich Stroh. NebenLangstroh kann auch geschnitteneWare bezogen werden. Für dieZerkleinerung sorgen – wie hierim Bild – Vorbauhäcksler mit ihren12 oder 24 Messern.Autoren ChristophMeierhans undChristian Felzen, HandelStroh und Heu, fenacoRaufutter, 3001 BernUnter www.raufutter.chfinden Sie das ganzeSortiment von fenacoRaufutter, das in denLANDI angeboten wird.Gratis-Infoline0800 808 850www.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 65


NUTZTIEREGENETIKWie sieht die effiziente Kuh aus?IM VERHÄLTNIS ZUM KÖRPERGEWICHT muss eine effiziente Kuh vielfressen können. Damit sie das Futter gut verwertet, braucht sie einen stabilenStoffwechsel mit geringen Gewichtsschwankungen. Diese Eigenschaften zeigen Kühemit entsprechendem Exterieur und guter Persistenz.UeliWollebZu den Kriterien für einewirtschaftliche Milchviehhaltunggehören dieenergiekorrigierte Milch(kg ECM), das Körpergewicht,der Futterverzehr (kgTrockensubstanz TS), dieNutzungsdauer sowie dieLebenstageleistung. FürFür ein hohes Futteraufnahmevermögen spielen dieFlankentiefe und Körperlänge eine ebenso wichtigeRolle wie eine angemessene Grösse.Grafik: Liebegger Kühe im Vergleich18171000900kg energiekorrigierte Milch (ECM)161514131211800700600500400300200100kg Körpergewicht100OphiliaKeniaRositaLouiseTheaEvitaElviraDorisFränziBegoniaOrlandaAnnaOlgaGiselaSabrinaBeaSarinaJobaKenia: 10 125 kg ECM, 834 kg Körpergewicht,16.1 kg ECM pro kg KGGisela: 10 500 kg ECM, 651 kg Körpergewicht,12.1 kg ECM pro kg KG■ kg ECM/kg Körpergewicht ■ Ø kg Körpergewicht ■ Linear (Ø kg Körpergewicht) ■ Linear (kg ECM/kg Körpergewicht)66 7-8 2013 · UFA-REVUE


die Beurteilung der Effizienz einesTiers oder einer Herde wird das Verhältniszwischen verschiedenen Faktorenherangezogen, beispielsweisekg ECM/kg Körpergewicht oder kgECM/kg TS.Die Milchleistung allein sagtnoch nichts über die Effizienz einerMilchkuh aus, zeigen Untersuchungenbei der Milchviehherde desLandwirtschaftlichen Zentrums Liebegg.Die Kühe Kenia und Giselahaben eine Milchleistung von gut10000kg ECM (Grafik). Auf Grunddes unterschiedlichen Körpergewichtesergibt sich jedoch eine Differenzvon 4kg ECM pro KilogrammKörpergewicht. Das heisst, die fast200 kg schwerere Kuh Keniabraucht mehr Nährstoffe für ihrenErhaltungsbedarf.Persistenz Ein zweiter Unterschiedist in der Persistenz zu finden.Kuh Gisela weist eine gute Einsatzleistungund eine sehr hohe Laktationspersistenzvon 92 % aus. Keniahat eine um 10 kg höhere Einsatzleistung,aber mit 75 % eine sehrschwache Persistenz. Eine hohe Einsatzleistungführt oft zu mehr Körperfettabbauund die schwache PersistenzEnde Laktation zurVerfettung. Als Folge treten in derStartphase vermehrt Stoffwechselkrankheitenwie Ketose oder Milchfieberauf, was die Fruchtbarkeit negativbeeinflussen kann.Erlös pro Kilogramm FutterDie Kühe Thea und Evita sind gleichschwer und fressen in etwa gleichviel Grundfutter. Jedoch weisen sieunterschiedliche Milchleistungenaus (Grafik). Somit erreicht Thea einehöhere Leistung pro KilogrammFutter und hat entsprechend einenhöheren Milcherlös pro KilogrammFutter. Bei einem Milchpreis von60Rp. unterscheidet sich der Milcherlöszwischen den Kühen Thea undEvita um 350 Fr. pro Laktation, obwohlsie gleich schwer sind.GENETIKNUTZTIERECheckliste für denMilchviehzüchterEine effiziente, wirtschaftlicheMilchkuh erkennt man an folgendenEigen schaften:• gute Körpertiefe undKörperlänge• offene und schräge Rippen• mittleres Körpergewicht• gesundes Fundament• straff aufgehängtes Euter• hohe Laktationspersistenz• hohe LebenstageleistungExterieur In der Grafik zeigendie Kühe Thea, Louise, Doris undOlga viel Kilogramm ECM pro KilogrammKörpergewicht. Gemeinsamist diesen Kühen ein mittleres Körpergewichtmit einer guten Flankentiefe.Sie sind lang und haben grosseAbstände zwischen den nach hintenlaufenden Rippen. Solch ein Körperbauweist auf ein hohes Futteraufnahmevermögenhin.Voraussetzung für eine hohe Futteraufnahmeim Laufstall ist auchein gesundes Fundament. Nur wenndie Tiere gut und ohne Schmerzenstehen und laufen können, gehensie immer wieder zum Futterplatz,um zu fressen.Für die Wirtschaftlichkeiteiner Kuh ist die Leistung pro Lebenstagentscheidend, weil dieseauch die Aufzuchtdauer berücksichtigt.Die erwähnten Anforderungenbezüglich Körperbau und Fundament,zusammen mit einem hohenTierkomfort (der Stoffwechselstörungenentgegenwirkt) und einerausgezeichneten Fruchtbarkeit, bildendie Basis für eine lange Nutzungsdauer,was wiederum eine hoheLebenstagesleistung begünstigt.Damit die Tiere über mehrere Laktationenerfolgreich produzierenkönnen, muss das Euter straff aufgehängtsein.Autor Ueli Wolleb, Landwirt -schaftliches Zentrum Liebegg,5722 Gränichen, www.liebegg.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13RaufutterStrohGut eingestreut mit unserem Stroh· Weizenstroh | Gerstenstroh· Feldhäcksel· Stroh geschnitten· Strohhäcksel· ANIPELLI ®· OekostreuPELLETS· Strohwürfelzu FutterzweckenGratis-Infoline0800 808 850Das App für iPad,iPhone und iPod touch.www.raufutter.chTraumwetter oder Hundewetter?Dreimal täglich mit LANDI Wetter TV auf www.landi.chamw.ch GOF 4.8 | 13UFA-REVUE · 7-8 2013 67


NUTZTIEREErregern den Weg abschneidenKLAUENPFLEGE ist ein entscheidender Teil der Lösung, wenn es umdie Klauengesundheit geht. Bei infektiösen Klauenerkrankungen besteht jedochdie Gefahr, Erreger von Tier zu Tier oder von Betrieb zu Betrieb zu übertragen,wenn die Regeln nicht eingehalten werden.Tabelle: Infektiöse KlauenkrankheitenKuh Fränzi hat eine erdbeerenartigeWunde zwischen den Fussballen,stellt Klauenpfleger Schnitter fest.Während bei Fränzi nur die Hautentzündet ist, scheint die Wunde beiKollegin Hulda tiefer. Kein Wunder gingendie beiden Kühe lahm. Als Profiweiss Herr Schnitter sofort, um was essich hier handelt: Mortellaro, wie Ballenfäuleoder Zwischenzehen-Phlegmone(auch Panaritium oder Grippeli) eineinfektiöse Klauenerkrankung. Zwischenzehen-Phlegmoneist infektiös, abernicht ansteckend. Die Keime vermehrensich im Boden, während dies Mortellaro-Keimevor allem im Tier tun.Leute und Instrumente Kommtauf einem Betrieb Mortellaro oder Ballenfäulevor, werden neben den infiziertenTieren (siehe Kasten) auch alle Personen,die im Stall ein- und ausgehen, zupotenziellen Überträgern. Am meistensind die Klauenpfleger betroffen. Im Idealfallsichern sie sich wie folgt ab:• Hände nach jedem Tier desinfizieren,• gebrauchte Instrumente mit Wassergrobreinigen, in ein Desinfektionsbadlegen und erst bei der übernächstenKuh wiederverwenden,• für jedes Tier ein neues Papiertuch fürdie Reinigung des Zwischenklauen-Bereiches verwenden,• Hände, Stiefel und Instrumente amSchluss reinigen und desinfizieren.Was heisst das für den Winkelschleifer?Mit ihm wird nur das Klauenhorn berührt.Die hohe Schleiftemperatur bieteteinen gewissen Schutz, dass die Bakteriennicht auf die Haut gelangen, erklärtAdrian Steiner, Professor an der WiederkäuerklinikBern.SymptomeBallenfäule Morellaro Zwischenzehen-(Erdbeerkrankheit)Phlegmone(Panaritium, Grippeli)Hornfäulnis, die im Ballenbereich beginnt. Erdbeerenartige Hautentzündung, die Entzündung im Zwischenklauen-Spalt undmeist zwischen den Ballen anfängt.später Kronsaum, Fussschwellung, Fieber.BehandlungVorbeugung1 Faule, lose Stellen abtragen und reinigen2 Jodtinktur oder 2-Phenoxiethanol-Spray(in hartnäckigen Fällen bis drei Malwiederholen)3 Verband nur bei schlimmen Defekten• Einschleppung durch Personen undWerkzeuge verhindern (Reinigung,Desinfektion, Kleiderwechsel usw.)• Klauenpflege, zwei /drei Mal im Jahr• Saubere, trockene und trittsichereBöden ohne Verletzungsgefahr• Klauenbad (ev. Klauenputzmaschine)oder -dusche (vier Mal pro Woche,inklusive Desinfektion)• Erkrankte Einzeltiere rasch behandeln1 Faule, lose Stellen abtragen und reinigen2 Einzeltier: chemische (Zink-, Kupfersulfat,Formalin, 2-Phenoxiethanol) oderantibiotische* Desinfektion (Tetracyclin);Gel (Zink, Kupfer u.a.)* oder Paste(Salicylsäure u.a.)* in schweren FällenGruppe: An drei Tagen zwei Mal täglichdreiminütiges, desinfizierendes Fussbad3 30 Minuten sauber halten und trocknenlassen, Verband nur in schweren Fällen• Einschleppung durch Personen undWerkzeuge verhindern (Reinigung,Desinfektion, Kleiderwechsel usw.)• Klauenpflege, zwei/drei Mal im Jahr• Saubere, trockene und trittsichereBöden ohne Verletzungsgefahr• Klauenbad (ev. mit Klauenputzmaschine)oder Klauendusche (vier Mal proWoche, inklusive Desinfektion)• Erkrankte Einzeltiere rasch behandeln1 Faule, lose Stellen abtragen und reinigen2 Injektion mit Procain-Penicillin oderSulfonamiden und ev. Schmerzmitteleinsatzdurch Tierarzt3 Desinfektion der erkrankten Stelle(z. B. Jodsalbe), ohne Verband• Morastige Böden auszäunen• Klauenpflege, zwei/drei Mal im Jahr• Saubere, trockene und trittsichereBöden ohne Verletzungsgefahr• Keine stachelige Einstreu• Erkrankte Einzeltiere rasch behandeln* Verschreibung durch Tierarzt erforderlich68 7-8 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIEREZukauftiere untersuchenUnter den infektiösen Klauenkrankheitengibt Mortellaro am meisten zu reden.Professor Adrian Steiner, VetsuisseUniversität Bern, informiert über denaktuellen Stand der Forschung undBeratung.Bei der Klauenpflege werden infizierte Stellen gereinigt und desinfiziert.Mit dem korrekten Schnitt gewinnt der empfindliche Ballenbereich an Distanzzum Boden. Bild: agrarfoto.comSpray, Salbe oder Pflaster? InfizierteKlauen sollten so rasch wie möglicherkannt und behandelt werden:• In leichten Fällen (à la Fränzi) denSchleim entfernen, die Wunde reinigenund eine Paste auf der Basis vonZink- oder Kupfersulfat einsetzen.• In schweren Fällen (Hulda) verschreibtder Tierarzt einen Gel odereine Salbe, oft in Kombination mit einemzwei- bis dreitätigen Verband.Als Alternative gibt es extra angefertigteKlauensocken, die den Zwischenklauen-Bereichschützen.• Neu werden in Deutschland speziellePflaster empfohlen, die mit einemVerband für zehn Tage fixiert werdenund die Regeneration fördern sollen.• Wird eine kranke Klaue behandelt, istwichtig, auch die anderen Klauen zukontrollieren und zu pflegen.Der Einsatz von Antibiotika (Zyclospray,Oxy- oder besser Chlortetracyclin) istkritisch zu sehen, weil Resistenzen entstehenkönnen, wegen der Kosten undweil sich die Wirkung nicht immer vonAntibiotika-freien Produkten abhebt.Sauber und trocken Jetzt kannsich die Wunde regenerieren und abtrocknen.Die Kuh hat bald keineSchmerzen mehr. Mindestens im Fallevon Mortellaro bleibt die betroffeneStelle aber für Neuinfektionen anfällig.Die Selbstheilungsrate ist mit rund 3%tief. Bereits nach zwei bis drei Monatenoder auch nach einem Jahr kann dieKrankheit erneut aufflammen. Um Bakterienwie Porphyromonas spp. oderSpirochaeten zu hindern, soll die Klauemöglichst trocken und sauber bleiben:• Schieber im Laufstall acht bis zehnMal pro Tag laufen lassen.• Bei einem korrekten Schnitt gewinntder Ballenbereich der Klaue an Höheund Distanz zum Schmutz, da dervordere Hornteil entfernt wird.• Einrichtung eines Klauenbads.Erst reinigen, dann desinfizierenUntersuchungen zeigen: Klauenbäderbringen etwas, wenn die Empfehlungeneingehalten werden:• Nur saubere Klauen werden von derDesinfektionslösung erfasst, weshalbdem Desinfektionsbad ein Reinigungsbadvorangehen muss. Idealerweisewerden die beiden Bäder nachdem Melkstand eingerichtet.• Wirksam, kostengünstig und biologischabbaubar ist Formalin. Wenigteurer sind Kupfer- und Zinklösungen,die gemäss der örtlichen Vorschriftenentsorgt werden müssen.• Desinfektionsflüssigkeit nach 100 Kühenersetzen, im Reinigungsbad jenach Verschmutzung früher.Einzelne Betriebe melden gute Erfahrungenmit pulverigen Bädern. UmfassendeUntersuchungen hierzu fehlen.Abzuraten ist von Desinfektionsmatten,da diese sich schlecht reinigen lassen.Als Alternative zum Klauenbadkönnen die Klauen vier Mal in der Wochemit dem Hochdruckreiniger oderGartenschlauch abgespritzt werden.Erst nur mit Wasser zur Reinigung, danninklusive Desinfektionslösung, beispielsweiseeiner Kupfersulfatmischung.Wer eine Klauenputzmaschine einsetzenwill, platziert diese am besten vordem Melkstand, um die Klauen währenddem Melken beurteilen zu können.Danach marschieren die Kühe durchsDesinfektionsbad.UFA-Revue: Wie verbreitet ist Mortellaroin der Schweiz?Adrian Steiner: In rund drei Viertel derMilchkuhherden kommt Mortellaro vor. Bisheute gibt es kein Patentrezept gegendiese infektiösen Bakterien. Sind in einerHerde einzelne Tiere an Mortellaroerkrankt, muss pro Jahr mit zirka 12 %neuen Fällen gerechnet werden.Adrian Steiner istProfessor an derWiederkäuerklinikBern und imVorstand derSchweizer Klauen -pflegervereinigungengagiert.Wo tritt Mortellaro auf?In Laufställen ist die Mortellaro-Gefahr grösser, weil die Klauen eherfeucht und schmutzig werden als im Anbindestall oder auf der Weide.Häufig erkranken Kühe in der ersten Laktation und Rinder. Tendenziellsind Holstein und Red Holstein Tiere häufiger betroffen als andereRassen, weil sie eine geringe Trachtenhöhe aufweisen und die Haut imZwischenklauenbereich stärker belastet wird.Was empfehlen Sie Mortellaro-freien Betrieben?Ganz ausschliessen lässt sich eine Einschleppung nie. Wichtig ist, voreinem Tierkauf abzuklären, ob Mortellaro in der Herde des Verkäufersvorkommt. Eine Übertragung kann auch an Ausstellungen, bei Alpungoder über Personen und Werkzeuge erfolgen, weshalb bei Kontakt mitinfizierten Betrieben und Tieren entsprechende Reinigungs- undDesinfektionsmassnahmen zu empfehlen sind.Wie kann eine Kuh auf Mortellaro untersucht werden?Entscheidend ist, ob diese Klauenkrankheit auf dem Verkäuferbetriebbereits aufgetreten ist. Eine Kuh kann infiziert und damit Trägerin sein,ohne dass die Krankheit schon erkennbar ausgebrochen ist. Theoretischkönnte man ein zugekauftes Tier während einem Monat in einerQuarantäne halten und danach die Klauen auf Befall analysieren. Wennnach einem Monat die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist und dieKlauen immer noch gesund erscheinen, dann ist die Gefahr gering, dassdie Kuh Trägerin ist.Welche Massnahmen hemmen die Ausbreitung innerhalb der Herde?Solange die Klauen und Füsse trocken und sauber bleiben, können dieMortellaro-Erreger nichts ausrichten. Zu den Erfolgsfaktoren gehörendie regelmässige Klauenpflege unter Berücksichtigung der Hygienemassnahmendurch den Klauenpfleger, eine hohe Reinigungsfrequenzder Stallflächen, korrekte Klauenbäder und das sofortige Behandelnerkrankter Tiere.Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,3360 HerzogenbuchseeIn Ihrer LANDI sind der Farmers HufundKlauenfäule-Spray sowie dieProdukte Kupfer sulfat und Formalin fürKlauenbäder erhältlich. www.landi.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 69


NUTZTIEREKräuter zur AppetitanregungDIE PFLANZENWELT produziert für Mensch und Tier wertvolle Produkte. Nichtnur zur Ernährung, auch für die Gesunderhaltung und Förderung eines leistungsfähigenStoffwechsels gibt es noch viel ungenutztes Potenzial. Bei den Milchkühenhelfen Kräuterprodukte insbesondere die Herausforderung Startphase meistern.HansueliRüegseggerStephanRothPflanzen bilden Stoffe, um sich gegenStressfaktoren wie klimatischeEinflüsse (z. B. Hitze, Kälte, Nässe,UV-Strahlen), Keime, Schädlingeund Oxidation zu schützen So entstehenKohlenhydrate wie Zucker, Stärke, Pektineund Schleime, aber auch Gerbstoffe,Seifenstoffe, Wachse, ätherische Öle,Aromastoffe, Farbstoffe (Carotine), Bitterstoffe,Mineralstoffe, Vitamine undFruchtsäuren.Grafik: Zusammensetzung von GewürzpflanzenPrimäre Inhaltsstoffezum Beispiel• Wasser• Vitamine• Kohlenhyrate• ProteinÄtherischesÖlGewürzpflanzenSekundäre InhaltsstoffeBitterstoffeScharfstoffeFarbstoffeQuelle: Wald, 2003PhenolischeStoffezum Beispiel Terpene, Capsaicin, Carotinoide FlavonoideSequiterpene Piperin AnthocyaneÄusserst grosszügig ist die Auswahlan aktiven Substanzen (Wirkstoffe)in der Kräuterwelt. Neben der Auswahldes richtigen Krautes hat auch die Verwendungdes richtigen Pflanzenteiles,wo die erwünschten Wirkstoffe abgelagertsind, grosse Bedeutung auf dieWirksamkeit eines Produktes.Der Einsatz von Kräutern, Gewürzenund deren Extrakten (in Form der ätherischenÖle) hat in der menschlichen Ernährungund in der Humanmedizin einelange Tradition. Zusammengefasst werdendiese Stoffe unter der Bezeichnung«phytogene Substanzen».UFA-Milchviehprodukte mit KräuterzusatzViele UFA-Produkte für Milchvieh ent halten ausgewählte Kräuter. ImMilchviehbereich sind dies zum Beispiel:• UFA top-form – Energiebombe• UFA 260 – für gutes Versäubern• UFA 262 – Minimierung der Ketose gefahr• UFA 269 fertil plus – bei Umrindern• UFA 163/164F/173F – Startphasen futterPflanzen(teile) oder ExtrakteIm allgemeinen Sprachgebrauch werdendie Begriffe «pflanzliche» beziehungsweise«phytogene Futterzusätze»,«Kräuter», «Phytobiotika», «Gewürze»und «ätherische Öle» häufig synonymverwendet. Man unterscheidet zwischenverarbeiteten Ganzpflanzen (Gewürze,Kräuter), Pflanzenteilen (Samen,Früchte, Wurzeln) und Extrakten ausGanzpflanzen oder Pflanzenteilen. Dieätherischen Öle können entweder mitHilfe von Wasserdampf oder Ethanol extrahiertwerden, wobei die Extraktionsmethodeeinen grossen Einfluss auf dieKonzentration und die Wirksamkeit hat.Phytogene Zusatzstoffe weisen selbstkeinen Nährstoff-, Mineralstoff- oderVitamincharakter auf, können sich aber– auf Grund ihrer aromatischen undfunktionellen Eigenschaften – positivauf die tierische Leistungen auswirken.Wichtige Wirkstoffe sind dieGruppen der Bitterstoffe (z. B. Wermutkraut),Gerbstoffe (z. B. Eichenrinde)und der ätherischen Öle (z. B. Fenchelsamen),die etwa im UFA Kuh Kick vongrosser Bedeutung sind:• Die Bitterstoffe (leberstimulierend)beeinflussen die Rezeptoren im Zungengrund,also bereits bei der Aufnahmeim Maul und Rachen. Indemsie spezifische Säfte und Sekrete bilden,wirken sie entlastend, appetitanregendund verdauungsfördernd.• Die Gerbstoffe (entzündungshemmend)wirken adstringierend (zusam-70 7-8 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIEREmenziehend) und beugen Reizungenvor oder mindern diese. Das heisst,eine entzündete (irritierte) Schleimhautwird verbindend gestärkt undletztlich als schützende Schicht gegenweitere schädliche Reize aller Artüberzogen, um die normale Funktionstüchtigkeitohne Beeinträchtigungder Organe zu ermöglichen.• Die ätherischen Öle (krampflösend)stimulieren durch leichte Erwärmungenund entlasten gleichzeitig diegesamte Verdauung. Ihre Wirkungentfalten diese aromatischen Verbindungendank ihrem intensiven Geruch.Gut für Leistung und GesundheitZusammenfassend führen die beschriebenenWirkstoffe zu einer nachhaltigenEntlastung des gesamten Stoffwechsels.Sie machen zusätzliche Kräfte frei underhöhen dadurch die Aufnahmebereitschaftfür lebensnotwendige Stoffe. Inder richtigen Zusammensetzung undDosierung, sorgfältig aufbereitet undverarbeitet, um die raschmöglichsteAufnahme durch den Körper zu gewährleisten,fördern die Pflanzen die Gesundheitund Leistungsfähigkeit derNutztiere.Knackpunkte in der StartphaseIn der Startphase wird der Nährstoffhaushaltder Milchkühe durch verschiedeneUmstände gleichzeitig belastet.Nach der Geburt muss der gesamteStoffwechsel auf Milchproduktion umgestelltwerden. Über die Milch werdendem Organismus viele Nähr- und Wirkstoffeentzogen. Auf der anderen Seiteist die Futteraufnahme am Anfang derLaktation reduziert. Einzelne Tiere neigenin Folge dieser Umstellungen zuStörungen wie Ketose, was wiederumweitere Probleme nach sich ziehenkann, beispielsweise mangelnde Fruchtbarkeit.Verzehrsfördernd Ein Lösungsansatz,um die Futteraufnahme zu erhöhen,sind Kräutermischungen. Mit dergezielten Zusammensetzung verschiedenerKräuterextrakte wird die Verdauungder Kuh unterstützt. Bitterstoffe regendie Ausscheidung von Enzymen an.Diese fördern die Verdauung und erhöhendie Passagerate des Futters, wassich wiederum in einem erhöhten Appetitäussert. Durch die höhere Futteraufnahmewird das Nährstoffdefizit verkleinertund der stoffwechselbedingteStress reduziert. Das gesamte Verdauungssystemder Kuh kommt besser inSchwung.Neu: UFA Kuh Kick zur Förderung der FresslustDer Einsatz des neuen UFA Kuh Kick ist speziell vor und nach demAbkalben zu empfehlen. Dieses Aufbauprodukt unterstützt dieVerdauung und fördert den Appetit, so dass die Kuh erfolgreich in dieLaktation starten kann.EinsatzIn den folgenden Situationen empfiehlt es sich, UFA Kuh Kickeinzusetzen:• Vor und nach der Abkalbung.• Unterstützung in Stresssituationen (Umstallung, Hitze, Futter -umstellungen).• Bei Appetitlosigkeit und Verdauungsproblemen.ZusammensetzungAusgewählte Kräuter, Propylenglykol, Vitamine und Mineralstoffe.Dosierung150 bis 300 ml pro Milchkuh (eine halbe bis eine ganze Kartusche,bei Bedarf nach zwölf Stunden wiederholen).VerabreichungKartusche auf den Dosierer aufschrauben. Empfohlene Menge (halbeoder ganze Kartusche) seitlich in den Mund eingeben.Wirkung• Regt den Stoffwechsel an.• Entlastet und stärkt die Leber.• Stärkt die Abwehrkräfte.• Unterstützt die Verdauung (Fresslust).• Wird gut aufgenommen und vertragen.• Erhöht die Wirkung der UFA Mineralstoffe.Kombination mit SpezialitätenNach dem erfolgreichen Einsatz derKräuter ist eine ergänzende Anwendunganderer Spezialprodukte sinnvoll. PansengeschützteFette und Aminosäurenverringern das Nährstoffdefizit zusätzlich.Propylenglykol versorgt die Kuhmit schnell verfügbarer Energie, um dasRisiko für eine klinische oder subklinischeKetose zu senken.Kräuter gebenKalberkühenden willkommenenKick.Fazit Gezielt ausgewählte Kräuterrespektive Kräuterwirkstoffe regen denAppetit an und stabilisieren den Stoffwechselder Startphasenkuh. Zusammenmit Massnahmen wie hochstehenderGrundfutterqualität und einergezielten Ergänzung mit Startphasenfutter,die über Zusätze wie Lebendhefenverfügen, fördern Kräuter einen hohenTS-Verzehr.Autoren Hansueli Rüegsegger,Ressort leiter Milchvieh, und Stephan Roth,Ressortleiter Forschung und Entwicklung,UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee,www.ufa.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 71


NUTZTIEREMastkälber, Mais, Toxinrisiko?GANZPFLANZEN-MAISWÜRFEL haben sich als Ergänzungsfutter zu Milch beiMastkälbern bewährt. Häufiger als andere Raufutter ist Mais mit den MykotoxinenZearalenon und DON belastet. Da Kälber gegenüber diesen Fusarienpilzgiften weniganfällig sind und Raufutter nur einen kleinen Anteil der Kälbermastration ausmacht,kann Ganzpflanzenmais trotzdem empfohlen werden.AndreasGutzwillerIsabelleMorelMastkälber müssendie Möglichkeit haben,zusätzlich zum Flüssigfutterauch Raufutter aufzunehmen,damit sie ihrBedürfnis nach einer arttypischenFutteraufnahme befriedigenkönnen. Ab dem 1.September 2013 ist die Zufütterungvon Stroh als alleinigesRaufutter an Mastkälber nichtmehr zulässig. Artikel 37 der Tierschutzverordnungund Artikel 11der Haustierverordnung regeln dieRaufutterverabreichung wie folgt:«Kälbern, die mehr als zwei Wochenalt sind, muss Heu, Mais oderanderes geeignetes Futter, das dieRohfaserversorgung gewährleistet,zur freien Aufnahme zur Verfügung stehen.Stroh allein gilt nicht als geeignetesFutter». «Raufutter ist nicht am Boden,sondern in einer geeigneten Einrichtung,zum Beispiel in einer Raufe, zuWährend der Pansen von Milchmastkälbernbei ausschliesslicher Stroh -zufütterung eine wenig strukturierteSchleimhaut hat (links), sind diePansenzotten bei Zufütterung vonfaserreichem Mischfutter beziehungsweiseGanzpflanzenmais deutlichausgebildet (rechts).verabreichen. Steht Stroh zur Raufutteraufnahmedauernd zur Verfügung, sokann anderes geeignetes Futter, das dieRohfaserversorgung gewährleistet, täglichlimitiert zur Verfügung gestellt werden.»In von Agroscope Liebefeld-Posieux(ALP) und von der Rinderklinik derVetsuisse-Fakultät Bern durchgeführtenUntersuchungen wurde die Eignung vonMischfutter sowie von Ganzpflanzen-Maiswürfeln und Maissilage als Festfutterfür Mastkälber geprüft. Das Wiederkauverhaltender Kälber und die Befundeam Pansen und Labmagen nach derSchlachtung zeigten, dass sämtliche geprüftenFestfutter im Vergleich zur Kontrollvariantemit Stroh als alleiniges Raufuttersowohl das Verhalten als auch dieMagenschleimhaut günstig beeinflussten,wobei Ganzpflanzen-Maiswürfelsich in dieser Hinsicht besonders gut bewährten.Betrifft Körner und GanzpflanzeAus der Praxis sind Bedenken geäussertworden, dass Ganzpflanzen-Maiswürfeldie Gesundheit und die Leistungen vonMastkälbern negativ beeinflussen könnten,wenn mit Mykotoxinen belastetePosten gefüttert würden. Diese Bedenkenberuhen auf der Tatsache, dassMais im Vergleich zu Halmgetreideund Gräsern auf dem Feld häufigvon Fusarienpilzen befallen wirdund deshalb oft mit den FusarientoxinenZearalenon undDeoxynivalenol (kurz DON)kontaminiert ist. Die Resultateder Mykotoxinerhebungenvon ALP zeigen,dass Maiskörner deutlichhäufiger mit diesenbeiden Mykotoxinen belastetsind als beispielsweiseWeizen (Tabellen 1 und 2). Mykotoxinanalysenvon aus der Schweiz stammendem,getrocknetem Ganzpflanzenmaisund von Silomais haben ergeben, dassdie ganzen Maispflanzen mindestensebenso stark wie die Körner mit Zearalenonund DON kontaminiert sind.Rinderleber entgiftet Wie dieRichtwerte für die Zearalenon- undDON-Belastung im Futter (Tabelle 3)zeigen, reagiert das Rind weniger empfindlichauf Fusarientoxine als dasSchwein (der gegenüber Zearalenonund DON empfindlichsten Tierart). Dasist darauf zurückführen, dass Zearalenonin der Rinderleber anders entgiftet wirdals in der Schweineleber. Die geringeEmpfindlichkeit des Rindes gegen dasMykotoxin DON lässt sich dadurch erklären,dass ein hoher Anteil des in denPansen gelangenden DON von den Pan-72 7-8 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIERETabelle 1: Mit Zearalenon belastete FutterprobenAngaben in Prozent der untersuchten ProbenFutter un- bis 0.2 0.2 – 0.4 über 0.4(Anzahl Proben) belastet mg/kg mg/kg mg/kgWeizen (1000) 90 10 0 0Maiskörner (390) 75 19 4 2Ganzpflanzenmais (32) 12 69 11 8*Silomais (19) 47 32 16 5*Weizen und Körnermais: Mykotoxinerhebungen Agroscope Liebefeld-Posieux(ALP) 2000 – 2011; Ganzpflanzenmais: Analysen von Chargen, diezwischen 2000 und 2013 von ALP zur Mischfutterherstellung gekauftworden waren. Silomais: Erhebung von Agroscope Reckenholz-Tänikon imAargau im 2010; * höchster nachgewiesener Gehalt in der Trockensubstanz:0.6 mg/kg (Ganzpflanzenmais) bzw. 0.43 mg/kg (Silomais).Tabelle 2: Mit DON belastete FutterprobenAngaben in Prozent der untersuchten ProbenFutter un- bis 1 1 – 2 über 2(Anzahl Proben) belastet mg/kg mg/kg mg/kgWeizen (1000) 61 31 5 3Maiskörner (390) 6 57 26 11Ganzpflanzenmais (32) 0 56 28 16*Silomais (19) 0 42 37 21*Weizen und Körnermais: Mykotoxinerhebungen Agroscope LiebefeldPosieux (ALP) 2000 – 2011; Ganzpflanzenmais: Analysen von Chargen, diezwischen 2000 und 2013 von ALP zur Mischfutterherstellung gekauftworden waren. Silomais: Erhebung von Agroscope Reckenholz-Tänikon imKanton Aargau im 2010; * höchster nachgewiesener Gehalt in derTrockensubstanz: 4 mg/kg (Ganzpflanzenmais) bzw. 3 mg/kg (Silomais).Tabelle 3: Richtwerte der EUmg pro kg der gesamten Ration mit 88 % TrockensubstanzKalb untervier Monaten Kuh Ferkel ZuchtsauZearalenon 0.5 0.5 0.1 0.25DON 2 5 0.9 0.9Bei intensiver mikrobieller Futterverdauung im Pansen wirddas Mykotoxin DON teilweise abgebaut.Tabelle 4: Kanadischer Mykotoxinversuch mit Kälbern16 Kälber pro Verfahren, 180 kg Lebendgewicht im DurchschnittFutteraufnahme Zuwachs Futterwertung(kg pro Tag) (kg/Tag) (kg/kg Zuwachs)Mykotoxingruppe 6.6 1.72 3.83Kontrollgruppe 6.8 1.62 4.21Quelle: L. Martin und Mitarbeiter (2010)senmikroorganismen abgebaut wird. Danicht genau bekannt ist, ob die Pansenmikroorganismendes Kalbes das DONeffizient abbauen, wurde für unter vierMonate alte Kälber ein tieferer DON-Richtwert als für die Kuh festgelegt.Versuch mit extremer BelastungIn einer kürzlich veröffentlichten kanadischenUntersuchung erhielten 180kgschwere Kälber drei Monate ein Alleinfutteraus Maiskörnern und Soja, daspro Kilogramm 1.8 mg Zearalenon und10mg DON enthielt. Die extrem hoheMykotoxinbelastung der Ration beeinträchtigtedie Mastleistungen der Kälbernicht (Tabelle 4). In der Untersuchungtraten keine negativen Mykotoxineinflüsseauf die Gesundheit und das Immunsystemder Kälber auf. Aufgrunddes Gewichts und der Futteraufnahmekönnen die Ergebnisse dieses Versuchsnur bedingt mit der Schweizer Kälbermastverglichen werden. Dennoch lassendie Resultate die Annahme zu, dassKälber auf mit Fusarientoxinen belastetesFestfutter nicht empfindlicher reagierenals ausgewachsene Rinder.Geringer Festfutteranteil Diegut entwickelten Pansenzotten im Pansenvon Mastkälbern, die zusätzlich zumFlüssigfutter auch Raufutter erhaltenhaben (Bild), weisen darauf hin, dassMilchmastkälber das Raufutter mit ihrenPansenbakterien effizient verdauen undsomit das Mykotoxin DON ähnlich effizientwie beim ausgewachsenen Wiederkäuerabgebaut wird. Milchmastkälberfressen pro Tag nur rund 0.5 kgFestfutter, so dass die tägliche Fusarientoxinaufnahmebei Verfütterung von belastetemMais nicht sehr hoch ist.Fazit Es liegen keine Studien vor, diesich explizit mit der Mykotoxinproblematikin der Milchkälbermast befassen.Aufgrund des derzeitigen Wissenstandskönnen Ganzpflanzen-Maiswürfel jedochbedenkenlos an Mastkälber verfüttertwerden.Autoren AndreasGutzwiller und IsabelleMorel, ForschungsanstaltAgroscopeLiebefeld-Posieux ALP,1725 Posieux,www.agroscope.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 73


NUTZTIEREGesäuge-Check für eine hoheAufzuchtleistungBEREITS BEI FERKELN lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Gesäuge zukontrollieren. Neben angeborenen Mängeln können auch Infektionen oder Verletzungendie Zitzen und damit die Aufzuchtkapazität der späteren Sau beeinträchtigen.FriederikeZeehGerangel wegenMangel: Sind einigeZitzen ausser Betrieb,bedeutet dies Stressfür die Ferkel.Das Gesäuge der Sau ist ein Hochleistungsorgan.Anders als bei derKuh wird ihm aber wesentlich wenigerBeachtung geschenkt. Diesliegt auch daran, dass Sauenmilch keinLebensmittel für die Menschen darstellt,sondern «nur» der Versorgung derFerkel dient. Diese ist aber essenziell, daSaugferkel, in den ersten Lebenstagen,unbedingt auf eine genügende Kolostrum-und Milchversorgung angewiesensind. Ein Blick «unter die Sau» lohnt sichin jedem Fall.Geschwollenes Euter in Folgeeiner Mastitis.Immer mehr Zitzen Gesäugeschädenkönnen angeboren oder erworbensein. Angeborene Fehler äussern sich alsüberzählige Zitzen wie Zwischenzitzen,Beizitzen oder Afterzitzen. Bei der Selektionvon Zuchttieren sollen Tiere mitüberzähligen Zitzen möglichst ausgeschlossenwerden. Im weiteren Sinnezählen zu den angeborenen Mängelnauch zu wenige Zitzen.In den letzten Jahrzehnten hat sichdie Zitzenanzahl der europäischen Sauenstark erhöht. 14 bis 16 werden angestrebt,um die grossen Würfe ausreichendversorgen zu können. So wiesenin der Schweiz reine Edelschweinjungsauen2012 im Mittel links 7.59 undrechts 7.72 Zitzen auf (Jahresbericht Suisag2012). Grund für die Zunahme derZitzenzahl ist die gute Erblichkeit (zirka25%) und die gezielte Selektion.Intakte Stülpzitzen Auch dieForm der Zitze ist entscheidend. BeiSchweizer Landrassetieren treten abund zu Stülpzitzen auf. Die Ausführungsgängedieser Zitzen sind eingesenktund daher für die Ferkel nichtnutzbar. Interessanterweise geben diemeisten Zitzen, die bei 100kg Lebendgewichtals Stülpzitze notiert werden,später dennoch voll Milch. BeimSchweizer Edelschwein kommen Stülpzitzennur selten vor.Sehr kurze oder sehr dicke Zitzenkönnen von Ferkeln schlechter besaugtwerden. Die angeborenen Gesäugefehlerwerden auf den Remontierungsbetriebenspätestens bei der Jungsauenselektionerkannt.MMA kritisch hinterfragt Eineausgelieferte Remonte mit 14 schönenZitzen ist das eine, die Gesäugeentwicklungauf dem Zuchtbetrieb das andere.Viele Faktoren können dazu beitragen,dass einzelne Gesäugekomplexe wenigproduktiv sind oder ganz versiegen.Gut bekannt und beschrieben ist dasMMA-Syndrom, das sich als Mastitis-(Gesäugeentzündung), Metritis (Gebärmutterentzündung)und Agalaktie (Versiegendes Milchflusses) äussert. DerBegriff hat sich historisch entwickelt,wird aber in der neueren Literatur kritischhinterfragt und teilweise umbenannt.Häufig sind nicht alle Symptomebeteiligt oder zeigen eine andere Ausprägung,wie beispielsweise Milchmangel(Hypogalaktie).Die Gesäugeentzündung währendder frühen Säugezeit lässt sich meist gutdurch Betasten und Betrachten der Gesäugekomplexeerkennen. Stark geschwollene,heisse, verhärtete undschmerzhafte Zustände sind typisch.Auch das Verhalten der Sau verändertsich. Sie lässt sich weniger gut säugenoder liegt in Bauchlage. Ein wesentlicherHinweis für das Vorhandensein vonStörungen ist das Verhalten des Wurfes.Unruhige, hungrige und frierende Ferkelsind deutliche Anzeichen.Strahlenpilz Auch andere Gesäugeinfektionenkommen immer wieder vor.In Schweizer Betrieben handelt es sichdabei vor allem um den sogenannten«Strahlenpilz», eine bakterielle Infektiondes Gesäuges. Die Eitererreger dringendurch Verletzungen in das Gewebe undzerstören dieses zunehmend. Die Eiteransammlungensind abgekapselt undbrechen teilweise nach aussen durch,wodurch wiederum der Stall kontaminiertwird. Solche infizierten Komplexelassen sich häufig erst nach dem Abset-74 7-8 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIEREzen im sich rückbildenden Gesäuge alsUmfangsvermehrungen erkennen undertasten. Eine Heilung ist kaum möglichund die veränderten Gesäuge sind meistnicht mehr produktiv. Durch den Eiterkönnen zudem weitere Sauen angestecktwerden. Betroffene Sauen solltendeshalb nach dem Absetzen aus demBestand entfernt werden.Bisse, Klauen und Kanten Verletzungenkönnen einerseits das Wohlbefindender Sau beeinträchtigen, andererseitsauch zu bleibenden Schäden bishin zur Zerstörung der Zitze oder desKomplexes führen. Als häufigste Verletzungwerden Ferkelbisse genannt. Diesestellen sich als kleine, runde Wundenum die Zitze herum dar. In solchen Fällensollte die Milchversorgung und dieAnzahl der Saugferkel überprüft werden.Das Schleifen der Eckzähne nachder Geburt ist bei gehäuftem Auftretensolcher Verletzungen angezeigt. AndereVerletzungen können durch Tritte,durch die eigenen – zu langen – Klauenoder scharfe Spalten oder Ritzen entstehenund als Risse, Schnitte oder Quetschungenvom Sauenhalter wahrgenommenwerden.Desinfektionsmittel Ein Beispielaus der Praxis: Der Schweinegesundheitsdienst(SGD) wurde von einem Betriebsleiterkontaktiert, da fast alle Sauenunterschiedliche Grade vonabsterbenden Zitzen zeigten. Nach intensivemNachfragen und Recherche inEin gesundes Gesäuge ist eine wichtigeVoraussetzung für eine hohe Anzahl erfolgreichabgesetzte Ferkel. Bild: agrarfoto.comverschiedene Richtungen stellte sich heraus,dass ein Desinfektionsmittel falscheingesetzt wurde. Das pulverförmige, ingrossen Mengen verwendete Präparatentwickelte zusammen mit dem Speichelder Ferkel eine dauernde, ätzendeWirkung, die zum Absterben der Zitzenhautführte.Was geschieht bei Nichtverwendung?Neben Infektionen und Verletzungenwird auch die Nutzung desGesäuges immer wieder diskutiert. Esbestehen unterschiedliche Meinungen,ob und wie das Ansäugen eines Komplexessich auf die nächste Laktationauswirkt. Eine Studie an der Hochschulefür Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften(HAFL) Zollikofen ging dieserFrage nach (Professionelle Jungsauenaufzucht,Schafroth, 2012). DurchAbkleben einzelner Zitzen wurde dasNichtansaugen simuliert. Die Tageszunahmenin der zweiten Laktation zeigten,dass der Nichtgebrauch einzelnerZitzen keinen signifikanten Einfluss aufdie zweite Laktation hatte. Allerdingsbewertet die Autorin diese Befundeauch kritisch, da es unvorhergeseheneEinflüsse gab. Andere Studien fanden,dass Ferkel an vorher nicht angesogenenZitzen sich schlechter entwickelten undempfahlen einen Wurfausgleich.Nekrosen bei Ferkeln Bereits inden ersten Lebenswochen ist eine regelmässigeBeurteilung künftiger Ferkelmüttersinnvoll, um rechtzeitig über ihrTabelle: GesäugekontrolleZeitpunkt Befunde KonsequenzSaugferkel Zitzennekrose Zitzen abkleben, Zuchttauglichkeit?Jungsau Miss- und Zuchttauglichkeit?FehlbildungenLaktierende Sau Gesäugeentzündung MMA-Behandlung?Bissverletzungen Zähne schleifen (in Zukunft)Nutzung der Zitzen Weitere Nutzung?Abgesetzte Sau, Verletzungen Frische Wunden versorgen,GaltsauVerletzungsquelle beseitigen,alte Wunden: weitereNutzung?Strahlenpilz AusmerzungSchicksal entscheiden zu können. BeiSaugferkeln können Zitzennekrosen auftreten.Häufig sind die vorderen Zitzenbetroffen. Solche veränderten Zitzenfunktionieren meist nicht mehr undschränken die Nutzbarkeit der Tiere ein.Oft liegt die Ursache in ungeeignetenBöden. Das Abkleben der Zitzen in denersten Lebenstagen hilft dann in der Regelsehr gut. Mittelfristig sollte über eineSanierung des Bodens nachgedachtwerden.Fazit Ein gutes Gesäuge mit ausreichendfunktionstüchtigen Zitzen hateinen entscheidenden Anteil an derAufzuchtleistung. Daher sollte es regelmässigbeurteilt werden. Die Beobachtungenkönnen in einem einfachenSchema (0 = keine Veränderung, 3 =viele Veränderungen/Abweichungen)notiert werden, beispielsweise auf derSauenkarte. Die Notizen liefern bei regelmässigerAuswertung gute Hinweiseauf Probleme im Bestand (Verletzungen,Milchmangel, Zucht). Beim Entscheidüber die weitere Nutzung derSau können sie eine Entscheidungshilfebieten.Autorin Dr. med. vet.Friederike Zeeh,Schweinegesundheitsdienst(SGD), BüroBern-Westschweiz,3001 Bern,www.suisag.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 75


NUTZTIERESpritzen oder füttern?EINE AUSREICHENDE EISENVERSORGUNG ist bei Ferkeln wichtig für dieGesundheit und hohe Zunahmen. Wann und wie Eisen verabreicht werden soll, löst inder Praxis immer wieder Fragen aus. Am besten werden die verschiedenen Ergänzungsmethodengezielt auf die Situation abgestimmt. Denn beispielsweise für Ferkel,die bereits mit einem Eisenmangel geboren werden, kommt die Eiseninjektion zu spät.KathrinBühlerHeinzSeelhoferSauenmilch ist arm an Eisen. InKombination mit dem geringen Eisenvorratder Ferkel und dem immensenWachstumspotential bestehtin den ersten Lebenstagen für dieNeugeborenen ein grosses Risiko, ungenügendmit Eisen versorgt zu werden.Die heute gängigen Formen derEisenergänzung haben jeweils ihre VorundNachteile. Ziel ist in jedem Fall, genügendEisen für eine normale Entwicklungdes Ferkels zur Verfügung zustellen.die Milch können die Ferkel aber nur0.5 bis 1mg/l aufnehmen und eisenhaltigerBoden wie in der Natur steht ihnennicht zur Verfügung. Daher sind die Eisenreservenbereits nach wenigen Tagenerschöpft. Im Extremfall kommen einzelneFerkel schon mit einem Eisendefizitzur Welt.Die Verabreichungvon Eisenpasteerfolgt für das Tiernahezu stresslos.Geringer Vorrat Im Vergleich zuanderen Tieren haben Ferkel bei der Geburtnur sehr geringe Eisenvorräte von40 bis 60mg/kg Körpergewicht. Der Bedarfder Ferkel mit dem heutigenWachstumspotenzial von zirka 250 gpro Tag – etwa drei Mal schneller alsWildschweinfrischlinge – beträgt 10 bis15 mg Eisen pro Tag und Ferkel. ÜberTabelle 1: Möglichkeiten der EisenergänzungEisengehalt Dosierung Vorteile NachteileEiseninjektionUFA-EisenpasteAbhängigvom Hersteller(siehe Packungs -beilage).115 mg/ml.• Abhängig vom Hersteller (siehePackungsbeilage).• Meist 1 bis 2 ml pro Ferkel, jenach Präparat auch 1 bis 2 ml/kgKörpergewicht.• Ziel: 150 bis 200 mg verfügbaresEisen/Ferkel.• Bei Ferkeln mit einem Geburts -gewicht von über 1.4 kg und beifrohwüchsigen Ferkeln kanneine Nachbehandlung nach dreibis vier Wochen angezeigt sein.2 x 2 ml pro Ferkel und Gabe,zwei Gaben im Abstand von acht biszehn Tagen.• Einmalige Gabe.• Gesamte Dosis gelangt insBlut.• Hohe Absorption.• Einfachere Handhabung.• Nachteile der Injektionfallen weg.• Produkt kann mit Stoffenwie Vitaminen oderSpurenelementen ergänztwerden.• Wundinfektion.• Mögliche Vermehrung der Streptokokkenim Körper.• Überflutung des Körpers mit grossenMengen an Eisen.• Oxidativer Stress.• Gefahr heftiger allergischer Reaktionenbis zu allergischem Schock.• Todesfälle.• Zweimalige Gabe nötig.• Unsicherheit, ob Ferkel ganze Dosisgeschluckt hat.• Mögliche Vermehrung der Clostridien imDarm.• Absorption etwas tiefer als bei Injektion.76 7-8 2013 · UFA-REVUE


NUTZTIEREDiese Gefahr ist erhöht, wenn dieMuttersau einen Eisenmangel aufweist,was unter anderem durch kurze Wurffolgenoder grosse Würfen bedingt seinkann. Als Folge des Eisenmangels leidendie Ferkel an Blutarmut, sind träge undinfektionsanfällig (Durchfall!) und zeigenein reduziertes Wachstum sowieAppetitlosigkeit.Korrekte Dosierung Eine Erhöhungdes Eisengehaltes der Sauenmilchvon Eisen liegen sehr nahe beieinander,weshalb bereits eine geringe Überdosierungunerwünschte Folgen nach sichziehen kann.Zusatzfutter Die genannten Methodender Eisensupplementierung erfolgenfür Ferkel, die bereits mit einemEisendefizit zur Welt gekommen sind,zu spät. Dies gilt insbesondere für dieInjektion, die nicht vor dem dritten Lebenstagerfolgen sollte.Tabelle 2: Kosten orale EisengabeProdukt Menge (für Fr. (ohne13 Ferkel) Mehrwertsteuer)UFA-Eisenpaste(zwei Gaben à 2 x 2 ml pro Ferkel) 104 ml 14.35UFA-Fenergie (1 kg pro Wurf in20 Tagen, 10 g pro Tier währendsieben Tagen beim Einstallen) 1.95 kg 15.10Total pro Wurf 29.45Total pro Ferkel 2.30Die Injektion bietet Sicherheit, dassein Grossteil des verabreichten Eisensvom Tierkörper aufgenommen wird.gung muss aber auch bei der Fütterungvon UFA-Fenergie und UFA-Wühlerdezusätzlich Eisen supplementiert werden.über die Fütterung der Sau ist kaummöglich. Die Ferkel müssen deshalb direktmit Eisen versorgt werden. Die häufigstenMethoden sind dabei eine Eiseninjektionoder die orale Verabreichungvon Eisen. Die Eiseninjektion erfolgt inder Regel einmalig am dritten Lebenstag.Bei der oralen Verabreichung mittelseiner Eisenpaste hat sich eine ersteGabe innerhalb der ersten vier Lebenstageund eine Wiederholung nach achtbis zehn Tagen bewährt. Die Vor- undNachteile der beiden Methoden sind inTabelle 1 aufgeführt.Sowohl bei der Injektion als auch beider oralen Verabreichung muss auf einekorrekte Dosierung geachtet werden.Die positiven und negativen WirkungenFür derartig unterversorgte Tierekann die Bereitstellung eines eisenhaltigenZusatzfutters die Situation entschärfen.Bewährt hat sich beispielsweiseUFA-Fenergie, das grosse Mengen an Eisen(60000mg/kg) enthält. UFA-Fenergiebesteht aus einem gut verfügbaren,schmackhaften Eisenzucker und kannden Ferkeln ab dem ersten Lebenstag inallmählich steigernder Menge verabreichtwerden. Damit steht den Tiereneine zusätzliche Eisenquelle zur Verfügung.UFA-Fenergie eignet sich gut, ummit Wühlerde und Starterfutter (UFA304) kombiniert zu werden. Neben derzusätzlichen Eisenversorgung gewöhnensich die Ferkel so rasch an Festfutter.Für eine ausreichende Eisenversor-Lohnt sich die Investition? DieSupplementierung mit UFA-Eisenpasteund UFA-Fenergie hat pro Ferkel Materialkostenvon etwa 2.30 Fr. exklusiveMehrwertsteuer zur Folge (Tabelle 2).Diesen steht eine ausreichende Eisenversorgungauch ganz junger Ferkel gegenüber,welche sich durch eine geringereInfektionsanfälligkeit, höhereVitalität und bessere Tageszunahmenauszeichnet.Fazit In den ersten Lebenstagen istdie Eisenversorgung von Ferkeln kritisch.Die orale Verabreichung von Eisenmittels UFA-Eisenpaste versorgt die Ferkelmit den nötigen Mengen dieses Spurenelementesund vermeidet die Risikeneiner Injektion. Wird zusätzlich UFA-Fenergie, idealerweise in Kombinationmit UFA-Wühlerde und UFA 304 angeboten,steht auch Ferkeln mit ungenügendenEisenreserven jederzeit eine Eisenquellezur Deckung des zusätzlichenBedarfs zur Verfügung.Autoren Dr. KathrinBühler, TechnischerDienst, UFA AG,3360 Herzogenbuchsee;Heinz Seelhofer,Ressortleiter SchweinefütterungimUFA-Beratungsdienst,6210 Sursee;www.ufa.chwww.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 77


NUTZTIEREPREMIUMSchönmacher als ZugabeKANINCHEN Wer seine Kaninchen an Ausstellungen präsentieren will, achtetbesonders auf eine optimale Ernährung. Eine bedarfsgerechte Energie- undProteinversorgung sowie ausgewählte Futterkomponenten fördern die Schönheitder Ausstellungstiere.BarbaraEichenbergerHansruediBolzliDer Betrieb Burren inMengestorf (BE).Kaninchen haben bezogen auf ihrKörpergewicht einen hohen Nährstoffbedarf.Im Laufe der Entwicklungspezialisierte sich ihr Verdauungsapparatdarauf, grosse Mengen anpflanzlicher Nahrung zu verarbeiten.Kot als Proteinquelle Die Besonderheitbei der Verdauung der Kaninchenist die erneute Aufnahme desBlinddarmkotes (Koprophagie). Nachder enzymatischen Verdauung des Futtersim Magen und der Absorption derleicht löslichen Nährstoffe im Dünndarmverbleibt im Verdauungstrakt einwässriger Brei aus unverdaulichen Faser-und Eiweissstoffen. Die Breipartikelwerden mit Hilfe von Flüssigkeitund durch die warzenbesetzte Strukturder Darmschleimhaut in den Blinddarmgespült. Im Blinddarm werden die kleinenBreipartikel mit Hilfe von Bakterienvergärt. Es entstehen flüchtige Fettsäuren,die sofort absorbiert werden, undein weicher, klebriger Kot, der von denTieren beim Ausscheiden direkt vomAfter aufgenommen wird. Bei der erneutenPassage durch den Verdauungstraktliefert dieser Kot wertvolles Eiweissund sämtliche wasserlöslichenVitamine. Grobe, schwerverdaulicheFasern gelangen in den Dickdarm undwerden via Kot ausgeschieden.Ausstellungskaninchen sollenein ideales Gewicht ohne Verfettungund ein dichtes, glänzendes Fell aufweisen.Das ist ohne eine genaue Fütterungnicht möglich. Erste Voraussetzung istjederzeit sauberes Wasser, das am bestenzweimal pro Tag erneuert wird.Kein belüftetes Heu Nahrungsgrundlageund Ballaststoffquelle aller10 JAHREBIBLISQUALITÄTIdeale Ergänzung zugehaltsarmem HeuUFA 855 Kombi ist die richtige Er gän -zung zu Heu, Karotten und sauberenGemüseresten. Hier seine Vorteile:• Schmackhaftes Gemisch aus Würfeln,Flocken und Körnern.• Wertet gehaltsarme Grundfutter mitseinen 11.8 MJ/kg verdauliche Energieund 125 g/kg Rohprotein auf.• Bringt Zuchttiere in Form.• Mit Fenchel und Kokzidiostatikum zurUnterstützung des Immunsystems.• Enthält Sonnenblumen- und Leinsaatfür ein glänzendes Fell.• Mineralisiert und vitaminiert.• Hygienisiert.Je nach Kondition und Raufutterqualitätwerden 70 bis 100 g UFA 855 pro Tagzugefüttert. Aufgrund der Absetzfrist desKokzidiostatikums ab dem fünften Tagvor der Schlachtung auf UFA 858 Kombioder UFA 850 Bio wechseln!Grafik: Hierwird verdaut41321 Magen2 Dünndarm3 Blinddarm4 Dickdarm78 7-8 2013 · UFA-REVUE


PREMIUMHauskaninchen ist Heu. Als gutes Kaninchenheubezeichnet man ein grobes,kräuterreiches Dürrfutter aus magerenWiesen. Aufgrund der fehlenden Darmmuskulaturwird strukturiertes Futter fürden Transport des Nahrungsbreis durchden Verdauungstrakt benötigt. Das Heumuss unbedingt den acht Wochen langenGärprozess nach der Ernte beendethaben. Von belüftetem Heu ist abzuraten,weil der hohe Eiweissgehalt zu Verdauungsproblemenführen kann.Zu fein vermahlene Fasern reduzierendie Darmmotorik, so dass der Nahrungsbreinicht mehr richtig weiterfliesst. Eskönnen Anschoppungen und Fehlgärungenim Darm entstehen. Aus diesemGrund eignet sich schlecht verdaulichesoder gemahlenes Futter nicht zur Ernährungder Kaninchen. Dasselbe gilt fürFutter mit einem hohen Staubanteil.Ergänzung abstimmen Zu Heubenötigen Kaninchen eine Ergänzung.Für jeden Zweck (z.B. Zucht oder Mast)gibt es geeignete Ergänzungsfutter. Aufder Etikette sind Nährstoffgehalte, Zusammensetzungund die empfohleneTagesmenge zu finden. Auch der Gesundheitszustandist zu beachten. AlsIndikatoren dienen das Fressverhalten,die Aktivität und das Gewicht der Kaninchen.Der Fütterungszustand vonAusstellungstieren lässt sich am bestendurch regelmässiges Wägen beurteilen.Sohn Alexander Burrenhat einen attraktiven AuslaufundKletterbereich gebaut.Bewährte Zusatzstoffe AusgewählteKomponenten und Zusatzstoffeim Ergänzungsfutter bringen Vorteile.Viele Futter enthalten Kokzidiostatikazur Vorbeugung gegen die gefürchteteKokzidiose. Fenchel und Kräuter sorgenfür die Schmackhaftigkeit des Futtersund unterstützen die Widerstandskraft.Mannan-Oligosacharide (Kohlenhydrate,die aus Hefen-Zellwänden stammen)hemmen das Anhaften schädlicher Keimean der Darmoberfläche und könnenso das Infektionsrisiko (z.B. mit Durchfall)reduzieren. Sonnenblumen undLeinsaat sorgen mit ihrem hohen Gehaltan ungesättigten Fettsäuren (u.a. Linolensäure)für ein glänzendes Fell.Grünfutter, maximal eine Handvollpro Tag, dient als «Leckerbissen». Laubholzzweige(z.B. Hasel, Eiche, Birke),Rüebli, Sellerie oder (wenig) Äpfel stillenden Nagetrieb und fördern gesundeZähne. Bei hartem Brot (unbedingtschimmelfrei!) muss der Natrium- undEnergiegehalt beachtet und allenfalls inder Ration berücksichtigt werden. Hier wäre man gern ein KaninchenGleich beim Eingangsbereich stationiert, erhalten die Kaninchen aufdem Betrieb Burren viel Aufmerksamkeit. Jedes Tier hat seinen Namen.Morgens wird frisches Heu angeboten. Zur Ergänzung gibt’s UFA 855Kombi, für säugende Zibben zur freien Verfügung, für die anderen eineHandvoll rationiert. «Dieses Kombi-Futter wird sehr gern gefressen»,betonen Erika und Rudolf Burren aus Mengestorf (BE). Eine guteFressbarkeit ist Voraussetzung, damit die Kaninchen alle wichtigenNähr-, Mineralstoffe und Vitamine aufnehmen.Seit den Zibben kein Gras mehr verabreicht wird, sind die Jungengesünder. «Nehmen sie warmes Gras auf, steigt das Kokzidiose-Risiko»,stellen Burrens fest. Für Wasser, Nagehölzer und regelmässigen Auslaufim Grünen ist gesorgt. Am Abend werden die Tiere in die Ställezurückgebracht, wo sie vor Marder und Fuchs geschützt sind. «Dieschönen Kaninchen halten wir, bis sie sterben», sagt Erika Burren.Einzelne Tiere werden selber verwertet oder direktvermarktet.Der Betrieb Burren umfasst 14 ha Nutzfläche, 1.5 ha Saatkartoffeln, 2 haWeizen, 2 ha Mais, 20 bis 24 Milchkühe und einen Zuchtstier. Eine Kuh,15 Rinder und drei Ziegen werden jeweils gesömmert. Neben den zehnKaninchen leben auf dem Hof auch ein Hund, neun Katzen, 25Legehennen, 17 Seidenhühner und ein Meerschweinchen.Im renovierten, antiken Speicher werden von Erika Burren eigenshergestellte Trockengestecke, Zementblätter, Flechtartikel, allerleiSchnapsarten und vieles mehr vermarktet. Regelmässigfinden öffentliche Ausstellungen statt.Haupterwerb ist die Milchwirtschaft. 13 Jahre war RudolfBurren als Schauexperte tätig. Seine Fleckvieh-Milchkühewerden allesamt via Natursprunggedeckt und aktuell mitSimmentaler Blut rückgekreuzt,um die Fleischigkeit zu steigern.Der reine Simmentaler StierMarin war der erste Preis ambernisch-kantonalen Schwingfestin Niederscherli.Rudolf und Erika Burrenmögen Tiere.Autoren Dr. BarbaraEichenberger,Forschung undVersuche, UFA AG,3360 Herzogenbuchsee.Hansruedi Bolzli, stv.Leiter Agrar, LANDISchwarzwasser, 3145Niederscherli.www.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 79


MarktplatzFortsetzungvon Seite 59Schwadscheiben zuFrontscheibenmähwerk,Pöttinger Cat 260 Alpin 079 487 30 79Cambridgewalze breite1.20 m bis 2.5 m 079 673 58 66Welger Frontmähwerkzu Reform 3003,1.90 cm Breit 079 245 25 02Feldspritze FischerAgristar mit 600 oder800 l Inhalt 079 243 75 25LANDTECHNIKzu verschenkenLKW-Pneus, mit Betongefüllt, ca. 300 kg 079 366 31 55Baucontainer 5.00 x2.80 x 2.40 Strom-Wasser, Klima; WC-Anhänger 079 661 70 50Transportleitung fürBewässerung, Rohre 88mm Ø, Stahl verzinkt,120 Laufmeter 052 317 13 162 Pneu MichelinXM108, Grösse6.50.65.42, gerillt fürTraktorpulling 079 652 32 213 Rotaversilo, 2 x 75m 3 , Ø 3.5 m, Farbehellgrün, 1 x 60 m 3 032 641 22 73HeurüstmaschineLanker, ohne Motor 031 781 27 09Holzabsperrgitter für9 Kälber mit Kessel -halter und Krippe 079 681 68 06Holzbrückenwagen4.0 x 1.6 m, mechanischin Ordnung; SpindelholzspalterohneMotor 079 698 84 32Feldspritze für Bastler,alt, 078 725 96 74Pneu, Good Year, 13.6R24, 40 %; Pneu, BibxM18 13.6 R28, 60 % 079 280 12 91IMMOBILIENzu verkaufenHaus, 4.5 Zimmer, Lagenähe Amriswils 071 944 11 37IMMOBILIENgesucht30-jähriger Landwirtsucht Liegenschaftoder Bergheimat,ganze Schweiz 079 787 00 62IMMOBILIENSucheHandwerker suchtBauernhaus mitScheune, zum Kauf, alsWohn- und GeschäftssitzRegion Winterthurlukasmeierbau@bluewin.ch oder 079 466 18 19Wohnmöglichkeit aufBauernhof mit Tieren,zum mieten oderkaufen, Scheune, Unter -stand und Laufplatz,Direktzahlungsberechtigtgerne auch Hof -gemeinschaft, RaumFricktal-Baselland undGrossraum Niederbipp 078 805 08 09IMMOBILIENzu vermietenZuchtbetrieb, zu ver -pachten, Ostschweiz,für ca. 100 Mutterschweine,geeignet fürHerdebuchzucht mitgrösserem Remontenaufzuchtstall 079 625 82 92TIEREzu verkaufenJerseyrinder; Jerseykuh,jung 079 245 25 02frischgekalbte Küheauf www.bestiaux.ch 079 352 72 70Hierkönnte IhrInseratstehen.Formular aufwww.ufarevue.ch1 Texel Widder,1 3 ⁄4 Jahre alt P.555 032 631 33 23Junghennen, laufendzu verkaufen, weisse,braune, silver, schwarzeund sperber, Haus -lieferung bei 10 Stk.und 1 gratis,www.junghenne.ch 079 685 74 29Appenzellerhundli,jung, günstig 041 467 18 61Milchkühe, Bio 079 281 77 84Texel Lämmer undBöcke 079 370 87 702 Limousinstiere fürZucht- oder Produktion;Rinder, trächtig,Herdebuchbetrieb 079 312 46 41F1 Limusine Rind,Mutter SF Vater NeplonLM , trächtig seit dem12.11.2012 mit LMPalue 079 636 12 64TIEREgesuchtKuh oder Rind,Simmentaler Code 60oder 70 mit Abstammungs-Schein,Limousin oder F1,eventuell Hornlos 079 812 98 66Befassen Sie sich mitdem Gedanken IhreJungviehaufzuchtauszulagern, wir habenjahrzehntelang unsereKühe selbst aufgezogenund uns entschlossenim April/ Mai 2013 dieMilchproduktionFortsetzungSeite 9580 7-8 2013 · UFA-REVUE


Buchtipp von Christoph JakobDer KartoffelkönigKURZMELDUNGENLANDLEBENChristoph Jakob mit seinenKindern, Nichten und Neffen.Pia’s TippErfrischendes Fussbad2 EL MeersalzSaft von 1 Limone10 frische PfefferminzblätterSalz und Limonensaft gut zusammenmischen. Ein Fussbad mitwarmen Wasser vorbereiten, dieSalzmischung hineingeben undumrühren. Pfefferminzblättereinstreuen und gut verteilen.Die Füsse ca. 15 Minuten baden.Anschliessend gut trocknenund mit einer Feuchtigkeitscrèmeeinreiben.Mit Meersalz und den erfrischendenEigenschaften vonPfefferminz und Limonen zaubernSie ein angenehmes Fussbad.Fussbäder sorgen für Abkühlungund sind eine Wohltatfür die Füsse.Pia Amstutz-Grädelwww.inforama.chFlüeli-Ranft-TreffenMitarbeitende der deutschen landwirtschaftlichenFamilienberatungsstelleEbermannstadt trafen sich imFlüeli Ranft mit dem schweizerischenbäuerlichen Sorgentelefonzum Erfahrungsaustausch. Zwischendem schweizerischen Sorgentelefonund den deutschen Familienberatungsstellenbestehen enge Bande.Gemeinsam wird im Internet dasPortal www.bauernfamilie.ch beziehungsweisewww.landwirtschaftliche-familienberatung.debetrieben,man nimmt an Weiterbildungsanlässenhüben wie drüben teil undtrifft sich zum Erfahrungsaustausch.Freiwillige gesuchtCaritas-Bergeinsatz hilft Bauernfamilien,die mit schwierigen, teilweiseprekären Lebens- und Arbeitsumständenzu kämpfen haben. Dafürsucht Caritas-Bergeinsatz laufendnach engagierten freiwilligen Helferinnenund Helfer. Caritas-Bergeinsatz,Löwenstrasse 3, Postfach,6002 Luzern, 041 419 22 77.www.bergeinsatz.chDer Preussenkönig Friedrich derGrosse (1712– 1786) wurde Kartoffelköniggenannt. Er wollte, dass dieBauern Kartoffeln anbauen, was diesejedoch skeptisch unterliessen. Dagriff der König zu einer List. Er liessdie Felder tagsüber von einem Heervon Soldaten bewachen - so sahendie Bauern, dass dort etwas sehrwertvolles gedieh. Nachts waren dieFelder unbewacht, was zu der damaligenZeit geradezu eine Aufforderungan die Leute war, Kartoffeln zustehlen und anzupflanzen. So sorgteder Kartoffelkönig für die Verbreitungdes Kartoffelanbaus.Nacherzählt ist diese Geschichte,von der man nichtweiss, ob sie wahr oder eineLegende ist, im Kinderbuch «DerKartoffelkönig» von Christoph Niemann.Das Buch gefällt mir, vor allemda es der Kartoffel gewidmet ist.Auf unserem Hof in Bätterkinden istnämlich die Kartoffel die Königin derAckerfrüchte. Auf 5 ha produzierenwir Saat- und Industriekartoffel undin unserem Sortengarten wachsenbis zu 50 verschiedene, zum Teil alteund vergessene Kartoffelsorten, diewir als Kartoffelsaatgut an Hobbygärtnerverkaufen. Das machen wirschon fast zwei Jahrzehnte und könnenauch einige Kartoffelgeschichtenerzählen. Einfach, genial undwitzig sind die Buchillustrationenvon Christian Niemann, die mit Kartoffeldruckgemacht sind.Unsicher war ich bezüglich der Alterskategorie,an die sich das Buchrichtet. Das Interesse meiner Kinder(2 und 4 Jahre) war nicht sehr gross.Meine Nichten und Neffen hingegen,die etwas älter sind, fanden denText sehr gut, die Bilder waren ihnenaber etwas zu düster.Christoph Jakob,www.berchtoldshof.chDer Kartoffelkönig» von Christian Niemann, Fr. 18.90Taggeldversicherung sorgtfür BetriebshelferMit der kombinierten Kranken- undUnfalltaggeld AGRI-revenu der Agrisanolässt sich bei Krankheit undUnfall ein externer Betriebshelfer finanzieren,was die Weiterführungdes Betriebes kurzfristig gewährleistet.Wenden kann man sich an dielandwirtschaftliche Versicherungsberatungsstellen(angegliedert andie kantonalen Bauernverbände)oder SBV Versicherungen.Sébastien Choulat,SBV VersicherungenKonflikte ohne Richter lösenDer Schweizerische Bauernverbandstartet am 1. August zusammen mitder Schweizerischen Kammer fürWirtschaftsmediation ein Pilotprojekt.Dabei steht den Bauernfamilienbefristet für zwei Jahre ein vergünstigterMediationsdienst zur Verfügung.Die Entschädigung der Mediatorenerfolgt nach Aufwand undkostet 170 Fr. pro Stunde.VerlosungKluge Köpfeschützen sichKluge Köpfe schützen sich – auchvor zu viel Sonneneinstrahlung. Mitden tollen Caps von Agrisano istman für den Sommer gewappnet.Die Mützen sind für Kinder und Erwachsenegeeignet, da sie individuellanpassbar sind. Die UFA-Revueverlost 10 mal je zwei Agrisano-Caps. Die Gewinner erhalten alsozwei Caps. Schreiben Sie eine SMS(90 Rp.) mit KFL AgrisanoCap NameAdresse an 880 oder schickenSie eine Postkarte mit dem VermerkAgrisanoCap, an UFA-Revue, Theaterstr.15a, 8401 Winterthur. Einsendeschlussist der 12. August 13.Individuell und angepasst auf dieLandwirtschaft sind die Versicherungslösungenvon Agrisano undSBV Versicherungen. Informationensind auf der Agrisano-Website zufinden oder man wendet sich an dieRegionalstelle, die der kantonalenBauernorganisation angegliedert ist.www.agrisano.chGewinner UFA-Revue 4/2013Ein Badetuch und eine Shopping -tasche im Edelweisslook haben BarbaraWaldmeier aus Hellikon (AG),Peter Hertig aus Ranflüh (BE), MarianneHaefliger aus Eriz (BE), ElsbethGemperle aus St.Peterzell (SG) undAgnes Halter ausEschenbach (LU)gewonnen. Bestellenkann man das Badetuch (18 Fr.)und die Shoppingtasche (5 Fr.) auchbeim LID, Weststrasse 10, 3000Bern, 031 359 59 77.www.lid.ch / ShopTagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chUFA-REVUE · 7-8 2013 81


SELBSTVERSORGUNG UND KÜCHENLATEINLANDLEBENDas ABC des TiefkühlensTIPPS FÜR GUTE TIEFKÜHLPRODUKTE Um Nahrungsmittel länger haltbar zumachen, wurden sie früher mit Eis und Schnee gekühlt oder in kühlen Gruben gelagert.Heute übernimmt diese Aufgabe der Tiefkühler. Das Befolgen einiger Regeln garantiertgute Resultate.Rita Steiner-LippunerIm Dampfgarer kanneine grössere Mengepro Vorgang blanchiertwerden, da auf mehre -ren Ebenen Garschaleneingeschoben werdenkönnen.Nahrungsmittel sollten in möglichstfrischem Zustand eingefroren werden.Gemüse, Früchte, Beeren undFleisch sowie verarbeitete Nahrungsmitteleignen sich gut dazu.Rasch Arbeiten Rasches Tiefkühlender Produkte ist sehr wichtig. Es fördertdie Bildung von feinkörnigen Eiskristallen.Durch langsames Tiefkühlen, beiungenügend tiefen Temperaturen, bildensich aus der Zellflüssigkeit grosseEiskristalle, welche mit ihren spitzen Endendie Zellwände verletzen. Die Nahrungsmittelfallen beim Auftauen zusammenund der Saft kann ungehindertauslaufen. Das wirkt sich auf die Struktur,auf das Aussehen und auf den Geschmackaus. Zudem empfiehlt es sichbeim Abpacken des Gefriergutes flachePakete, mit möglichst wenig Luft zu machen.Es dürfen nur tiefkühlgeeignete,lebensmittelechte Beutel und Verpackungengewählt werden. Beim Einfüllenvon mehreren Portionen in das Tiefkühlgerätist daran zu denken, die Taste«Schockgefrieren» rechtzeitig einzustellen,damit die Temperatur des Tiefkühlersmindestens –18 bis – 20 Grad erreicht.sofort in sehr kaltem Wasser abgekühltund auf einem sauberen Küchentuch abgetropft.Dieser Vorgang ist wichtig, dadie Enzyme, welche bei der Tiefkühllagerungden grünen Blattfarbstoff (Chlorophyll)abbauen und den Geschmacknachteilig verändern, inaktiviert werden.Zudem vermindert die Hitzeeinwirkungdie Keime und allfällige Bitterstoffe imGemüse. Durch den Blanchiervorgangwird das Gemüse weicher und es kannplatzsparender verpackt werden. Tomaten,Zucchetti, Peperoni und Kräutermüssen nicht blanchiert werden.Beeren werden nur kurz mit Wasserabgebraust, Steinfrüchte gründlich gewaschenund evtl. entsteint. Steinobstfür Wähen und Kuchen werden auf einBlech gelegt, so kann die Menge richtigportioniert werden. Anschliessendwerden sie ziegelartig in Tiefkühlbeuteleingeschichtet. Kleine Mengen vonRezeptideenMediterranes Mischgemüse:Tomaten, Peperoni, Zucchetti undAuberginen (kurz blanchiert) in Würfelschneiden. Basilikumblätter schneiden,trocken tupfen. Gemüse und Basilikumflach in Tiefkühl beutel verpacken. DieLuft so gut wie möglich aus dem Beutelstreichen und die Pakete in dasTiefkühlgerät legen. Bei der Verwendung:Mischgemüse gefroren mit Ölandämpfen und im eigenen Saft garen.Erdbeersofteis (ausserhalb derSaison): 250 g Erdbeeren, gewürfelt undtiefgekühlt, 1 – 2 EL Zucker und 2 dlSchlagrahm mit dem Mixer pürieren.Schon ist das feine Softeis fertig.Zitronenschale: Meistens braucht mannur den Saft der Zitrone und wirftdanach die Schale in den Kompost oderin den Kehricht. Abgeriebene Zitronenschalekann in einem Beutel imTiefkühlgerät aufbewahrt werden. Aufdiese Weise lässt sich bequem jederzeiteine Portion entnehmen.Gemüse, Obst, Beeren undFleisch Gemüse muss vor dem Tiefkühlenblanchiert werden. Dies geschiehtin siedendem Wasser, imDampf auf einem Siebeinsatz oderim Dampfgarer. Im siedendenWasser dauert der Blanchiervorgang3– 4 Minuten, im Siebeinsatzund im Dampfgargerät verdoppeltsich die Zeit, es istjedoch nährstoffschonender.Anschliessend wird das Gemüse82 7-8 2013 · UFA-REVUE


SELBSTVERSORGUNG UND KÜCHENLATEINLANDLEBEN1Buchtipp:• Gesamt-Ordner «Selbstgemacht –eingemacht – feingemacht».Verarbeitung von Lebensmitteln fürdie Selbstversorgung (323 Seiten)inklusive CD: Verarbeitung, Lagerung,Konservierung und Rezepte von Obst,Gemüse, Milch und Fleisch.Bestellnummer: HAU-1502011,Agridea, Preis 72 Fr. Die einzelnenKapitel sind als Broschüren erhältlich.• Schätze aus der Tiefkühltruhe –Tiefkühlen von Lebensmitteln(Separatbroschüre Kapitel 5 des obengenannten Ordners), BestellnummerHAU-155, Agridea 12 Fr. Bezug:Agridea, Eschikon 28, 8315 Lindau,Tel. 052 354 97 00, Fax 052 354 97kontakt@agridea.ch, www.agridea.chFrüchten und Beeren können auf einBlech ausgelegt, vorgefroren und danachin Beutel oder Dosen verpacktwerden. Dadurch wird das Zusammenklebenverhindert, die Früchte behaltenihre Form und können bei Bedarfportionenweise entnommen werden.Weiche Früchte lassen sich zu Püreeverarbeiten.Fleisch muss zum Tiefkühlen gut verpacktwerden. Bei schadhafter Verpackung,z.B. durch Knochensplitter, wirktdie Kälte direkt auf das Gefriergut ein.Es entstehen dann trockene Stellen und32die Farbe verändert sich negativ, in derFachsprache heisst diese VeränderungGefrierbrand. Es lohnt sich beim Verpackenzwischen einzelne Stücke (Schnitzel,Steak etc.) jeweils eine doppelteLage Frischhaltepapier zu legen. So könnenbei Bedarf einzelne Stücke aus denBeuteln entnommen werden.Vakuumieren verlängert dieHaltbarkeit Beim Vakuumierenwird Luft aus der Umgebung eines Nahrungsmittelsabgesaugt. Wird dieserBeutel tiefgekühlt, bleibt die Farbe des1 · Aprikosen aufdem Blechportionieren undvorgefrieren.2 · Aprikosenziegel artig in Beutelein geschichtet.3 · Eiswürfel imWasser beschleunigendas Abkühlen desGemüses nach demBlanchieren.4 · Gemüse auf einemsauberen Tuchkurz trocken lassen.5 · Gemüse verpacktund bereit zum Tief -kühlen.5Gemüses besser erhalten und beimFleisch kann kein Gefrierbrand entstehen.Die Haltbarkeit eines Produkteskann mit dem Vakuumieren in der Tiefkühltruheum ein paar Monate verlängertwerden. Aber auf das Blanchierendes Gemüses kann trotzdem nicht verzichtetwerdenOb sich die Anschaffung eines Vakuumgeräteslohnt, muss jede Hausfrauund Bäuerin selber entscheiden. Es gibtheute gute Geräte für den Haushalt,aber jedes neue Gerät braucht Platz undmuss genügend oft eingesetzt werdenkönnen, damit es wirtschaftlich ist.Ordnung muss sein Eine schriftlicheLagerkontrolle (eine Liste zum Abstreichenin der Küche) unterstützt die Übersichtim Tiefkühlgerät. Zudem sollten alleProdukte mit einem Einfrierdatumund einem Mindesthaltbarkeitsdatumversehen sein.Autorin Rita Steiner-Lippuner leitet dieFachstelle bäuerliche Hauswirtschaft imBildungszentrum Wallierhof in Riedholz(SO). www.wallierhof.ch4www.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 83


LANDLEBENREZEPTWaadtländer SommerrezepteKULINARISCHE HIGHLIGHTS DiePräsidentin der Waadtländer Bäuerinnen,Silvia Amaudruz, präsentiert gemeinsammit Marianne Burdet und CatherinePiot köstliche Sommer-Pasta.Sommer-Pasta:BohnenkrautPestoWaadtländerBäuerinnenkücheDie WaadtländerBäuerinnen CatherinePiot, Marianne Burdet,Bernadette Planche undClaudine Kobi sindMitglieder der kulina -rischen Kommission desWaadtländer Bäuerinnenverbands.Sieaktualisierten denWaadtländer Bäuerinnenkochbuchordner.Die bereicherteNeuauflage mit denbesten WaadtländerRezepten ist nunerhältlich (nur auffranzösisch) und kannzum Preis von 45 Fr.bestellt werden.Bezug: Nicole Degiez,rte de Peney 3,1445 Vuitebœuf odervia www.paysannes -vaudoises.ch.75 g Sonnenblumenkerne1 Bund Bohnenkraut oder 20 g andereSommerkräuter1 dl Rapsöl1 Knoblauchzehe, gepresst50 Sbrinz, geriebenSalz, Pfeffer400 g Penne300 g Bohnen1 TomateDie Sonnenblumenkerne leicht röstenund fein hacken. Bohnenkraut fein hacken,mit dem Rapsöl verrühren. DieKnoblauchzehe und den Sbrinz unterrühren.Mit Salz und Pfeffer abschmecken.Die Penne al dente kochen. DieBohnen rüsten halbieren, in Salzwasserknackig kochen und in kaltem Wasserabschrecken. Die Tomate in Würfelschneiden und mit den Bohnen unterdie Teigwaren mischen. Nochmals leichterwärmen und zusammen mit dem Bohnenkraut-Pestoservieren.Marianne Burdet, Catherine Piotund Silvia Amaudruz geniessenWaadtländer Bäuerinnengerichte.Zucchetti-Sauce2 EL Rapsöl2 Zwiebeln, gehackt100 g geräucherte Speckwürfel4 Zucchetti2 dl RahmSalz, Pfeffer500 g NudelnRapsöl erhitzen und die Zwiebeln andämpfen.Speckwürfel beigeben. DieZucchetti in feine Streifen schneiden(Sparschäler), beigeben. Rahm beifügen,kurz aufkochen. Mit Salz und Pfefferabschmecken. Nudeln al dente kochen,abtropfen und mit derZucchetti-Sauce mischen.Festliches Lammfiletund Pastapfanne.Lammfilet im TeigFür 2 Personen 1 Filet1 Filet (ca. 200 g)2 EL Rapsöl, Salz, PfefferFüllung100 g Champignons de Paris1 EL Peterli, gehackt, 1 EL Butter2 Scheiben Toastbrot2 Scheiben Rohschinken½ Zucchetti (klein)½ Blätterteigpackung, ausgewallt.1 Eigelb, Mandelscheiben, gehobeltRapsöl erhitzen. Das Lammfilet anbraten.Würzen. Auskühlen lassen. Champignonsin Scheiben schneiden und inder Bratpfanne andämpfen. Peterli beifügen.Beiseite stellen. Butter schmelzen.Toastbrotwürfel im Butter anbraten.Alle Zutaten für die Füllungmischen. Je ½ der Füllung in der Grössedes Filets in der Teigmitte ausstreichen.Das Filet darauf legen, mit derrestlichen Füllung bestreichen. Teigrändermit Eiweiss bepinseln und dasFilet einwickeln. Teigränder gut andrücken.Mit Eigelb bestreichen und mitMandeln bestreuen. Im unteren Teildes auf 180 Grad vorgeheizten Ofens20 Minuten backen. Päckchen inTranchen schneiden und auf vorgewärmteTeller anrichten. 84 7-8 2013 · UFA-REVUE


LANDFRAUENAGENDA 2014 – JETZT BESTELLEN!Vier Aargauer Landfrauen haben ihren reichen Erfahrungsschatzzu den Themen Kräuter und Gewürzen in die Landfrauenagendaeingebracht. Für 15 Fr. ist sie jetzt erhältlich.JETZT BESTELLEN!LANDLEBENMit den Landfrauen durch das JahrVier Bäuerinnen und Landfrauentreffen sich bei der Bäuerin BarbaraLeimgruber in Wölflinswil. Barbarahat die Illustrationen für die Landfrauenagenda2014 gemacht und KatharinaSteiner aus Oberkulm, HelenSchmid aus Wittnau, Rita Brügger ausArni und Astrid Bründler aus Wittnaulieferten die Texte – Schwerpunktthemensind Kräuter und Gewürze. Sie besprechendie letzten Details der Landfrauenagenda2014, erscheinen wird sieEnde August. Bestellen kann man sieaber schon jetzt. Das lohnt sich, wardoch die Agenda letztes Jahr im Nu ausverkauft.Zu den Themen Kräuter undGewürze haben sich die Autorinnen einigeseinfallen lassen, zum Beispiel Rezeptefür Kräutereier, Kräuterbuttergewürz,eine Kräuterschaumsuppe odereine Salbeiräuchermischung. Die AargauerAutorinnen halten sich dabei aneine alte Fricktaler Weisheit: «Wenn dueine Stunde glücklich sein willst, trinkeeine gute Flasche Wein. Wenn du einJahr glücklich sein willst, dann heirate.Wenn du dein Leben lang glücklich seinwillst, dann baue dir einen Kräutergarten.Denn: Blumen und Kräuter sind dasLächeln der Erde.»Kreative Landfrauen: Helen Schmid,Astrid Bründler, Barbara Leimgruber,Rita Brügger und Katharina Steiner.Bild: Barbara LeimgruberCOUPONIch bestelle:Name/ Vorname✃□ Landfrauen-Agenda 2014(A5 Format, Spiralbindung)AdresseAnzahl Ex. je Fr. 15.00PLZ, WohnortUFA-REVUE · 7-8 2013Preis ohne Versandkosten, diese werdenzusätzlich verrechnet. Lieferung undVerrechnung erfolgen über den AargauischenLandfrauenverband.Telefonnummer (Festnetz)DatumUnterschriftCoupon ausschneiden und einsenden an: UFA-Revue, Landfrauen-Agenda,Theaterstrasse 15a, 8401 Winterthur, www.ufarevue.ch


LANDLEBENDie Heirat von Touri und Agra –ein Muss!BERGTOURISMUS – QUO VADIS? Weil die Wintersaison durch die Klimaerwärmungin Bedrängnis gerät, suchen Touristiker krampfhaft und hektisch nachLösungen, die Berg-Sommersaison attraktiver zu machen.HeiniHofmannAnalysiert man schweizweit Medienberichteund Werbung für dasBerggebiet, sieht man alle Trümpfeausgespielt: neben einmaligen Naturschönheitenin diesen Vorgärten zumParadies auch Akteure mit Verve – Hoteliers,Bergbahnbetreiber, Gewerbler,Künstler, Mediziner und Sportler.Durchs Netz fällt der Bergbauer.Dabei kann man es drehen und wendenwie man will: Der Bergtourismus, welchereinst Auslöser war für die ungeahnteEntwicklung in verschiedensten alpinenDestinationen, hätte wohl kaumstattgefunden, wenn die Wohlfahrts-Nebenfunktion der Berglandwirtschaft,das heisst der Erhalt der Schönheit derKulturlandschaft, nicht damals schon(unbewusst) gespielt hätte. Dies bestätigenAussagen berühmter Kurgäste ausjener Zeit.Die Alpung des Nutzviehs ist nicht nur die grösste, sondern zugleichauch die älteste Wellness-Übung. Bild: ABTMarkenstarker Partner Einsichtenmüssen bekanntlich wachsen. Währendbeispielsweise noch 1883 der KleineRat Graubünden einen engerenZusammenhang zwischen Landwirtschaftund Tourismus glattweg verneinte,hat Plantahof-LandwirtschaftslehrerBarblan 1907 postuliert: «Der Fremdenverkehrhat allen Grund, der Landwirtschaftfreundlich gesinnt zu sein. Denndie Bauern sind es, welchen dieser zu einemguten Teil die Bedingungen zu seinemAufblühen verdankt.»Ob man sich dessen heute noch bewusstist? Vielleicht müsste der Tourismusgerade jetzt – in der Krise – dieBergbauern als schollenverbundeneSympathieträger wieder vermehrt einbeziehen,nicht als museale Kulissenarbeiter,sondern als markenstarke Partner.Denn im alpinen Bereich dürftelangfristig eine kulturlandschaftshegendeBewirtschaftung ohne produktiveFunktion keine Zukunft haben. AuchBauern haben ihren Berufsstolz.Wenn also – vor allem im Berggebiet– von landwirtschaftlicher Multifunktionalitätdie Rede ist, so gilt es, einen situativenMittelweg zwischen Produktionsfunktionund Landschaftspflege zufinden. Diese Aufsplittung variiert vonRegion zu Region und von Talschaft zuTalschaft, je nachdem, ob eher grossflächigproduzierende oder kleiner strukturierteBetriebe dominieren.De l’étable à la table Vieles wirdim Agrotourismus heute bereits gemacht,und auch die unter dem Präsidiumeines Engadiners (Gian Peter Niggli,Samedan) stehende MarketingplattformAlpinavera der Kantone Glarus, Uri undGraubünden mit Sitz in Chur setzt Impulse(Produktezertifizierung mit 75 %Regionalanteil). Doch das Potenzial istnoch gross. Durch weitere gezielte Ausschöpfungkönnte der Bergbauer verdientermassenzum neuentdecktenWerbeträger der Berggebiete werden.Auch die Landwirtschaft selber hat,im Zuge der Aufwertung des ökologischenDenkens, bereits manches korrigiert,was früher aus einer anderen gesellschaftspolitischenWertung heraus(Produktionsmaximierung ohne Grenzen)falsch gelaufen war. Sie arbeitetheute weniger intensiv und naturnaher.Doch es wäre zu einfach, die damaligeParforcestrategie (Chemieabusus, übergrosseKuheuter etc.) einseitig nur derLandwirtschaft anlasten zu wollen. DieGeiz-ist-geil-Mentalität der Konsumenten(makellose Billigprodukte) trug mitdazu bei.Zugegeben, die Landwirtschaft vongestern hatte es leichter, sympathisch86 7-8 2013 · UFA-REVUE


LANDLEBENzu wirken; der Grossteil der Bevölkerunghatte noch direkten Kontakt zu ihr.Der Weg der Produkte vom Stall undAcker auf den Tisch war transparent,die Zusammenhänge zwischen Produzierenund Konsumieren überschaubar,und deshalb die Ansprüche der einenmit den Möglichkeiten der anderenkongruent.Fehlender Mist am Ärmel Mehrnoch: Der Landwirt war Garant für volleSpeicher und Mägen, der Sämann aufmehr sich Veredler und Vermarkter zwischenUrproduzent und Endverbraucherstellten. Das Verständnis für Zusammenhängezwischen Hervorbringen undVerschlingen ging der Bevölkerung, weilihr der Mist am Ärmel abhanden gekommenwar, mehr und mehr verloren.Touri und Agra Folge davon: AufKonsumentenseite erwachten, mit zunehmenderAbnabelung von der eigenenbäuerlichen Vergangenheit, zweineue Gefühle: eine nostalgisch-ver-Verchilbisierung der BergeFreiheit erleben und durchatmen – wasfrüher der Lohn nach einer Anstrengungam Berg war, ist heute Werbeslogan füralpine Vergnügungsattraktionen, dieebenso gut auf einem Chilbiplatz einerAgglomeration im Unterland stehenkönnten. So spriessen denn die alpinenVergnügungsparks wie exotische Pilzeaus felsigem Boden: Rodelbahnen,Klettertürme und Trotinett-Rennstrecken,Hängebrücken und Seilrutschen,Kunststoffkühe, Hüpfburgen und Tipi -zelte oder Partys und Rockkonzerte.Solch alpiner Chilbibetrieb scheint zwarkurzfristig Wirkung zu zeigen; langfristigjedoch, so sehen es sowohl Ökonomenals auch Naturschutzorganisationensowie der Schweizer Alpenclub, wohlkaum. Der bayrische Alpinpublizist KarlStrankiewitz meint in seinem Buch «Wieder Zirkus in die Berge kam», mit derVerchilbisierung der Berge erreiche manbloss Leute, «die auch sonst überall hin -rennen und bald wieder weg sind».Symptomatisch auch die Imagewerbungder Landwirtschaft selber. Die WerbekuhLovely hat Auftritte mit Sportlern undPrimaballerinen. Derjenige, der sie be -treut, der Bauer, bleibt ein Phantom.Kurz: Vielleicht wären etwas mehrNorma lität, Echtheit und Naturnähe –ohne gleich in Heidi-Romantik abzu -gleiten – eine nachhaltigere Strategie füreine erfolgreichere Berg-Sommersaison.Wohl leben und arbeiten sie in Gottes freier Natur, doch das Tagewerkder Bergbauern ist mühsam und hart. Bilder: ABTdem Feld Symbol für Heimat und derBauer auf dem Melkstuhl, die schwieligenHände am warmen Euter der bravenKuh, war Inbegriff einer partnerschaftlichenNutztierhaltung. Kurz: Die Landwirtschaftvon damals war volksverwurzelt,von natürlichem Charme. Ihr Imagepflegte sich von selbst.Doch als sich die Bauernnation zumIndustriestaat mauserte, änderten sichdie Vorzeichen: Die schollenverbundeneBauernsame schmolz wie Schnee unterder Sonne, dieweil die anonymeKonsumgesellschaft und deren Hungerexplodierten. Ihre Entfremdung von derLandwirtschaft bahnte sich indirekt proportionalzur Modernisierung und Rationalisierungletzterer an.Das parallel verlaufende Sterben derheimeligen Kleingehöfte liess die Schaufensterfrontder Landwirtschaft zunehmendkleiner werden. Zudem schwanddie Tuchfühlung zum Konsumenten, jebrämte Heile-Welt-Sehnsucht und einunterschwelliges Mitschuldempfinden,welches liebend gern reziprok alsSchuldzuweisung an die Gegenseite vonsich geschoben wird. Beides lässt sichvon Drittseite schüren.Dabei sind es gerade auch die hohenAnsprüche der Konsumenten (weissesKalbfleisch, kein Schorf am Apfel) gewesen,die unökologisches Handeln seitensder Landwirtschaft initiierten. ZumGlück sind die Weichen jetzt neu gestellt.Ein vermehrtes Zusammengehenvon Tourismus und Agrikultur könnte indiesem Prozess die Hefe im Teig sein.Man bedenke: Kein anderer Berufsstandverfügt über derart viele Sympathietrümpfewie die in und mit der Natur arbeitendeBerglandwirtschaft samt ihrerViehhabe (Tiere bauen Brücken). Sie istder ungeschliffene Diamant des Tourismus.Ergo: Touri und Agra, ein Flirt genügtnicht, heiratet!Der Erhalt der Schön -heit der Kulturlandschaft– eine Wohlfahrts-Nebenfunktionder Berglandwirtschaft.Bild: ABTAutor Heini Hofmann, Jona (SG) istTierarzt und Publizist und betätigt sichals Brückenbauer zwischen Landwirtschaftund Nichtlandwirtschaft.www.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7-8 2013 87


LANDLEBENRARITÄTEN & NOSTALGIEAlpwirtschaft: Gestern,heute und morgen150 JAHRE ALPWIRTSCHAFTLICHER VEBAND 1863 haben rund 30 Personenin Olten den schweizerischen alpwirtschaftlichen Verein gegründet. Heute, 150 Jahrespäter, braucht es mehr denn je eine Interessensvertretung für die Alpwirtschaft.Was ist das?D Ein KartoffelstampferE Ein SchraubstockSchreiben Sie eine SMSan 880 (90 Rp.) mit KFLD Name Adresse oderKFL E Name Adresse.Das Lösungswortkönnen Sie uns auchper Post mitteilen:UFA-Revue, Theaterstr.15a, 8401 Winterthur.Verlost wird eine LANDI-Geschenkkarte von 20 Fr.Einsendeschluss 15.8.2013.Wie jeden Sommer traten auch indiesem Jahr rund 600000 Tiere dieReise auf die Alp an und rund20000 Älplerinnen und Älpler tragenSorge für die fach- und standortgerechteVersorgung der Tiere und leisteneinen wichtigen Beitrag zur Pflege derKulturlandschaft. Wie steht es aber, umdie Zukunftsperspektiven der Alpwirtschaft?Kein anderer Verband in derSchweiz kann dazu kompetenter Stellungbeziehen als der SAV. Seit 150 Jahrensetzt er sich für die Verbesserung derpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungender Alpwirtschaft inder Schweiz ein – und das mit Erfolg.Sollen mit der neuen Agrarpolitik 2014-17 die gemeinwirtschaftlichen Leistungender Älplerinnen und Älpler besser inWert gesetzt werden? Gelingt es mitden neuen Direktzahlungsinstrumentendie stetige Abnahme der Milchkühe zustoppen? Was bringt die Agrarpolitik2014– 2017 für die Alpwirtschaft konkret?Welche Chancen und Perspektivenhat die Alpwirtschaft in Zukunft? DieSAV nimmt Stellung.Die Leistungen des SAV zeichnet dieJubiläumsschrift nach und zwar mit Beiträgenvon Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann,Nationalrat HansjörgHassler und vielen weiteren sachkundigenVertretern der Alpwirtschaft.Seit den 1950er Jahren verleiht derSAV auf Antrag seiner Sektionen Ehrenurkundenan verdiente Älperinnen undÄlpler. Heute haben nicht wenige derAusgezeichneten vierzig und mehr Alpsommerhinter sich. Viele Ausgezeichnetestammen zudem nicht aus derSchweiz, sondern aus den Nachbarländern.Die Anmeldungsunterlagen könnenbeim SAV-Sekretariat bezogenwerden.Die Jubiläumsschrift «150 Jahre SAV»ist für 10 Fr. beim SAV-Sekretariat, Seilerstrasse4, Postfach 7836, 3001 Bernerhältlich. www.alpwirtschaft.chHof-theater.ch 2013Die Tragikkomödie heisst«Rosa grast am Pannenstreifen»und es gehtdarum, wie sich einer zuhelfen weiss, wenn ihmnicht mehr zu helfen ist.Hauptfigur in demEinpersonenstück ist der KleinbauerKonrad Amstutz. Der Weltverbessererund Weltgesetzerfinder will die Weltverbessern – aber will die Welt über -haupt gerettet werden? Und dann sindda noch sein Hund Bäri und Rosa, seineletzte Kuh. Zum achten Mal ist derVerein Hof-Theater im Sommer 2013 miteinem Stück unterwegs, im August inGurzelen, Kehrsatz, Lüterkofen, Krauch -tal, Bergdietikon, Wolhusen, Menzingen,Illnau und Seelisberg auf Bauernbetrieben.Die Bauernfamilien bieten Speisund Trank an. Termine und Lokalitätensind auf www.hof-theater.ch oder in derLokalpresse zu finden. Das hof-theaterbringt professionelle Theaterkunst aufBauernhöfe und ist ein Teil der Image -kampagne «Gut, gibt’s die SchweizerBauern».www.hof-theater.chEin Kontaktformularfür Klein anzeigen stehtauf www.ufarevue.chzur Verfügung. Siekönnen auch einfachanrufen unter(058 433 65 30) odereinen Fax senden an(058 433 65 35).LANDI-Mitgliederinserieren gratis!RARITÄTENzu verschenkenBar mit 7 Barhöcker 079 696 29 89Waschhafen, 70 l, Holzfeuerung 079 696 29 89Buttermaschine Heidi, elektrisch, 3 l,gegen Portokosten 056 622 52 30 oder 079 927 02 08Pferdekummet und Lederzeug 041 610 12 14RARITÄTENgesuchtAppenzellersentumsschellen;Appenzellerbilder 079 484 16 67Auflösung «Was ist das»!Bei dem gesuchten Gegenstand handeltees sich um ein Kummet. Die richtigeAntwort wusste Liliane Pittex ausLa Forclaz. Sie gewann eine LANDI-Geschenkkarte im Wert von 20 Fr.88 7-8 2013 · UFA-REVUE


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Gute Geister im GartenGARTENSEITELANDLEBENGESCHÄTZTE GARTENPOLIZEI sind Pflanzen, die Schädlingeabwehren oder dem Boden Gutes tun. So beschützt etwaLavendel die Rosen, Lupinen, Bohnen und andere Leguminosendüngen den Boden und Tagetes kurieren die Erde. EinigeGewächse halten Schnecken fern oder wehren Läuse ab!1Grüne Tipps für den NutzundZiergarten• Bis Mitte August Krautstiel säen. ImOktober kann man erstmals ernten –und erneut im Frühjahr, wenn für dieÜberwinterung die Erde angehäufeltwird.• Kohlrabi ist ein prima Lückenfüller:Bis Anfang August ausgesät, dreiWochen später gepflanzt, ist er insechs bis acht Wochen erntebereit.• Vorbeugend gegen Lauchmotten: DenBlatt-Trichter mit Wasser füllen undbei Bedarf nachgiessen.• Zur Vermehrung fingerlangeStecklinge von Kübel- und Zimmerpflanzenschneiden. Im Wasserglasoder in einem Töpfchen mit Erdebewurzeln lassen.• Lust auf hübsche Blüten im Oktober?Im August ist Pflanzzeit für Herbstzeitlosenund Herbstkrokusse, zudenen auch der Safran zählt, sowieSternbergia lutea, ein lieblichesAmaryllisgewächs.2EdithBeckmannBlattläuse können einem so richtigdie Blumenpracht vermiesen. Dochvor Lavendel nehmen sie Reissaus.Deshalb sind Rosen und Lavendelein perfektes Gespann. Sie passen auchfarblich virtuos zusammen, weil es keineblauen Rosen gibt. Zudem untermalendie hübschen Lavendelähren die imposantenRosenblüten und setzen sie erstso richtig in Szene.Dritter im Bunde ist der Frauenmantelmit seinen filigranen Blütenschleiern.Die mehrjährige Pflanze kennt wederSchädlinge noch Krankheiten und wirdvon Schnecken verschont, genauso wieLavendel.3Blumen als Leibwächter FallsRosen und andere Pflanzen kümmern,sind vielleicht Wurzelälchen im Spiel.Diese Bodenschädlinge verseuchenganze Gartenflächen. NatürlicheKampftruppe gegen die winzigen Fadenwürmersind Tagetes. Sie ziehen dieschädlichen Wurzelälchen (Nematoden)an und machen sie unfruchtbar. Dabeihandelt es sich jedoch nicht um diejenigenNematoden, die als natürliche Feindegegen die Käferlarven des Dickmaulrüsslerseingesetzt werden!Ringelblumen wirken bodenreinigendund desinfizierend, ähnlich wieSpinat und Nüsslisalat. Befallene Gartenbeetedeshalb grosszügig mit dieserhübschen Sommerblume und mit Tagetesbepflanzen.Schnecken vergraulen Aber Vorsicht:Wo Tagetes gedeihen, sind Schneckennicht weit! Von den Schleimtierenverschonte Alternative sind Kokardenblumenmit ähnlich imposantem Farbenspiel.Den Appetit verderben kannman Schnecken mit Fleissigen Lieschen,Schleifenblume (Iberis), Vergissmeinnicht,Begonien und Thymian. Als hübscheBlumenbänder an Beetränder gepflanzt,wirken sie als natürlicheBarriere. Zur Begrünung von Baumscheibeneignet sich Kapuzinerkresse.Dann hat man gleich doppelten Nutzen:Die Pflanze wehrt Läuse und Schneckenab, desinfiziert und regeneriert den Boden.Die niedlichen Blüten und die Blättermit senfartigem Geschmack bereichernSalat und kalte Platten.1 · Tagetes sind ein bewährtesMittel gegen Bodenälchen(Nematoden). Bild: Joujou/pixelio.deNatürliche PflanzennahrungLupinen, Wicken und andere Schmetterlingsblütlerwie Erbsen und Bohnensammeln Stickstoff aus der Luft. Siespeichern diesen wichtigen Pflanzennährstoffin den Wurzeln und düngendamit den Boden. Abgeerntete Pflanzenvon Kefen, Erbsen und Bohnen deshalbnicht ausreissen, sondern abschneidenund die Wurzeln in der Erde verrottenlassen.2 · Lupinen reichern den Bodenmit Stickstoff an, machen sogar einStück Land urbar.Bild: Dagmar Zechel/pixelio.de3 · Wappenblumen der Biogärtner:Tagetes und Kapuziner kurieren denBoden. Bild: Buntgemischtes/pixelio.deAutorin Edith Beck mann, FreieJournalistin BR aus Frauenfeld (TG),leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzelnin der Landwirtschaft.www.ufarevue.ch 7-8 · 13UFA-REVUE · 7- 8 2013 93


LANDLEBENICH BIN GERNE BAUERDas Zielvor AugenIvan (26) hat zwar den Meisterlandwirtin der Tasche, übernimmt den elterlichenHof allerdings erst in ein paar Jahren.Hauptberuflich ist Ivan bei der UFASursee Rindviehspezialist und als Beraterim Aussendienst tätig. Da Ivan imStöckli auf dem Hof der Eltern wohnt,ist er nach wie vor in den landwirtschaftlichenAlltag eingebunden. ZuSpitzenzeiten hilft er in seiner Freizeitbeim Heuen oder anderen Erntearbeiten.Ausserdem fährt Ivan leidenschaftlichgern Mähdrescher. Als «Maschinentüftler»kann er diesen, aber auchandere landwirtschaftliche Maschinen,falls nötig, eigenständig reparieren. Eigen-bzw. Selbstständigkeit wird beiIvan gross geschrieben. Deshalb hatsich Ivan bereits mit 13 Jahren dazu entschieden,Landwirt zu werden. In diesemBeruf kann er den Tagesablaufselbst strukturieren und seine Kompetenzenso einsetzen, wie er es für richtighält. «Als Bauer schafft man die Nahrungsgrundlagefür die Bevölkerung.Die Arbeit in und mit der Natur erfülltmich», erzählt Ivan. Sein Ziel ist, denMilchviehbetrieb mit seinen 24 ha landwirtschaftlicherNutzfläche nach derÜbernahme zusammen mit seinerFreundin erfolgreich zu managen. Allerdingssieht Ivan auch die Probleme, diemit der AP 2014– 17 auf die Milchwirtschaftprasseln. Wenn die Raufutterbeiträgegestrichen werden, wird esschwierig, gewinnbringend zu produzieren.Aber Ivan bleibt optimistisch. Mitseinem Know-how wird er anlehnendIvan OttigerIvan sieht im Beruf des Landwirtesenorme Entwicklungsmöglichkeiten.an die Vorgaben von Politik und Marktdas Beste aus dem Betrieb herausholen.Zum Schluss bleibt noch das interessanteHobby des Meisterlandwirts zu erwähnen:Das Training mit seinem belgischenSchäferhund Utson, den er zumSchutzhund ausgebildet hat. as94 7-8 2013 · UFA-REVUE


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Zentrum Liebeggaus, wie viel Direkt -zahlungen sie nächstes Jahrauslösen können.SchlagkräftigeArbeitsbreiteMit dem «Hit 10.11 T» hatPöttinger einen Kreiselheuerauf den Marktgebracht, der mit seinerAushebung schonend amVorgewende arbeitet.KräftigerWinterrapsWir zeigen wichtigeFakten zum Neonikoti -noid verbot, zurSchädlingsbekämpfungim Herbst und dieWachstumsregulation.Energie oderTrockensubstanz?Lohnt es sich, Gehalt aufKosten des Ertrags zugewinnen, indem beimSilomais selektierendeErnteverfahren eingesetztwerden?Bäuerinnen habenRechteSonderheft zur Kampagnedes Bäuerinnen- undLandfrauenverbands «Frauund Mann vom Land.Zusammenleben bewusstgestalten».ImpressumUFA-RevueDie Mitglieder-Fach zeit schriftder fenaco-LANDI Gruppe.Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8,9 und 11 erscheinen mit imAbonne ment inbe grif fenerBeilage des LANDI-Contact.ISSN 1420-5106.Herausgeberfenaco Genossenschaft,Erlachstrasse 5, 3001 BernHans Peter Kurzen,Publizistische Leitung.MitherausgeberLV-St. Gallen, GVS Schaffhausen.Die Beteiligungen der Heraus -geber an anderen Unter neh -mungen sind in den gültigenGeschäfts berichten auf ge führt.Erhältlich beim Verlag.RedaktionTel. 058 433 65 30Fax 058 433 65 35Theaterstrasse 15a,8401 WinterthurDr. Roman Engeler (Chefredaktor),Daniela Clemenz, ChristianHirschi, Gaël Monnerat, Cyril dePoret, Matthias Roggli und AnnaSteindl. 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Ist diesnicht erwünscht, kann dieAdresse beim Verlag gesperrtwerden.PrepressConny Johler, Stephan Rüegg,AMW – Werbewerkstatt derfenaco-LANDI Gruppe, Winterthurwww.ufarevue.chDruckPrint Media Corporation,8618 Oetwil am SeeDie Weiterverwendung vonBeiträgen und Inseraten, ins -besondere für Online-Dienste, istnur mit Ge nehmigung gestattet.Beiträge in der Rubrik«Know-how» sind PR oderPublireportagen über Firmenund ihre Produkte.PapierLeipa 60 g/m 2 Papier mitFSC- und PEFC-ZertifizierungUFA-REVUE · 7-8 2013 95


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