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m ußte ein T eil der b esteh en d en Straßen B erücksichtigungfinden, im m erhin k o n n te das S traßengelä n d e w esen tlich v errin g ert w erd en , auch w ar nochd ie M öglichkeit vorhanden , ein en P ro m en a d en w egzw ischen dem in n eren und äuß eren G rünzug v o rzu ­seh en (Abb. 15). M it Rücksicht au f d ie G elä n d ek o stenerh ielten die b reiteren Straßen dreigesch ossige B e­bauung, w äh ren d an d en ru h igen W ohn straßen imIn neren flach ere h a lb o ffen e B a u w eise angebracht erschien.A ls jü n g ste größere B auau sfü h ru n g v erd ien t dieSied lu n g E b ersh eim er W eg (Abb. 10, 12, 13, 17, 18)b eso n d ere B eachtung. D a s B a u g elä n d e befand sichrestlo s in städtischem B esitz und g e la n g te unter v ierB augen ossen sch aften zur V erteilu n g . E in ige zerstreu tlie g e n d e D a u erg a rten k o lo n ien w u rd en ein h eitlich zu ­sam m engefaßt und z w isd ien d en K asern en und dern eu en S ied lu n g ein g efü g t. M itten durch d ie D a u ergärtenfüh rt ein schattiger P ro m en a d en w eg , der auchhier w ied er d ie V erb indu ng zw ischen in n erem undäußerem G rünzug h erstellt. D a m it sind d ie jen ig e nA u fg a b en kurz g estreift, d ie den N achlaß frü h erer Erweiteru n g sv o rg a n g e, in sb eso n d ere d ie A u fschließu ngd es südlichen F estu n g sg ü rtels b etreffen . D e n großenA u sd eh n u n g slin ien lie g t d as S y stem der V erk eh rsan la g en und d ie G ru pp ieru n g d er A r b eitsstä tten zu ­grunde.E ine w ichtige R o lle im k ü n ftig en G esa m t­organism us der Stadt sp ie len die B ahnanlagen . H auptundG üterb ahnhof tren n en das ä ltere S ta d tg eb iet vonden E rw eiteru n g sb ezirk en a u f d em H ö h en p la tea u abund ersch w eren ein e organische W eiterentw icklun g.Z w ischen Süd- und H au p tb ahnhof lie g e n die S ch ien en ­stränge im T unnel. Schon h ä u fig w ar d ie Id ee a u f­getaucht, e in e V erlegung d er B a h n a n la g en in w e stlicherR ichtung vorzu nehm en. D ie se F ra g e ist durchein G utachten von b eru fen er S eite d a h in b ea n tw o rtet,daß der H aup tb ahnhof an sein er je tz ig en S te lle v e r ­b leib en kan n, voraussichtlich aber um geb au t w erd enmuß. D er rechtsrheinische B ahn hof K astei lie g t amR h ein u fer dicht oberhalb der Straßenbrücke. D ie Zufah rten k reu zen den überaus sta rk en B rückenverk eh r,für bau liche V erä n d eru n g en fe h lt es an R aum . D e s ­halb ist m it ein er V erlegung der rechtsrheinischenB a h n a n la g en h in ter den S tad tteil K astei zu rechnen.U n ter d en frü h eren F estu n gsb esch ränkungen b e ­g a n n en die in d u str ielle n A n sä tze erst spät. H eu te isthauptsächlich auf der im N ord en g e le g en en In g elheim er A u e ein e beträchtliche In d u strie k o n zen triert,größere R eserv eflä ch en sind e b e n fa lls vorhanden , D u rd ite ilw e is e Z uschüttung des e h e m a lig en F lo ß h a fen s e n t­steh t ein n eu er In d u strieh a fen z w isd ie n d em v o rh a n ­d en en und dem a u f der g e g en ü b e r lie g en d e n S eite imE ntsteh en b eg riffen en In d u striegeb iet (Abb. 9). Mitden jü n g sten E in g em ein d u n g en kam en an der M ainmün du ng w eitere H a fen a n la g en hinzu, d ie für Indu strie und G ü teru m sd ila g g ü n stig g e le g en sind. D erim Jahre 1885 erb aute Z oll- und B in n en h a fen b esitztk e in e a u sreich en d en L adek ais, au s d ieser V e rle g en ­h eit en tsta n d en in der N a ch k riegszeit zahlreich eL a g erh a llen am R h ein u fer. E in e E rw eiteru n g derK aian lagen flu ß ab w ärts w ä re m öglich. E in stw eilen istnicht vorauszu seh en , w elch e F orm en d er in d u str ielleZ uw achs u n ter den u n g ü n stig en W irtsch a ftsv erh ä ltnissen der N a ch k riegszeit a n n eh m en w ird. T rotzdemsind g u te G ru n d b ed in gungen fü r größere N ied erlassu n g en vorh anden . D ie K lärung der B ahn - undH a fen fra g en w ar n otw en d ig , dam it b ei den a llgem ein en V erk eh rsfra g en k e in e städ teb aulich enS ch w ierig k eiten e n tsteh en und Schienen- w ie W a sserstraßenrichtig e in g eg lied ert w erd en kön n en .D ie in ra d ia ler R ichtung vom Stad tk ern a u s­g eh en d en F ern straß en sind a u fs en g ste m it dem h isto ­rischen R h ein ü b erg a n g v erk n ü p ft. D a der gesam teD u rch g a n g sv erk eh r d ie A ltsta d t p a ssieren m uß, sindan verk eh rsreich en P u n k ten m anch erlei Sch w ierigke iten en tstan d en . W ird in Betracht gezo g en , daßsich d as g esa m te G esch ä ftsleb en und d er m odern eV erk eh r in ein em S ta d tk ern m it e n g e n m itte la lte r ­lichen Straßen a b sp iele n , so ist ohn e w e ite r e s k la r,daß d ie A u sfü h ru n g v o n Straßendurchbrüdhen balderzw u n g en w ird. D er frü h ere F estu n g sd ia ra k ter ließnur an w en ig en P u n k ten , d ie durch e h e m a lig e S ta d t­tore g e g eb en w a ren , e in e V erb in d u n g m it d en großenV erk eh rsstraßen zu. In sü d w estlich er R ichtung fließ td er D u rch g a n g sv erk eh r an dem e in zig e n n a tü rlich enA u sg a n g sp u n k t b eim eh e m a lig en B in ger l o r z u ­sam m en. D ie se S te lle erh ä lt noch e in e w e ite r e V erkeh rsb ela stu n g v o n d en n e u e n tsta n d en en A u ß en ­sied lu n g en , d ie in fo lg e der v o r h a n d en en N iv e a u u n te r ­schiede k e in e ein w a n d freien V erb in d u n g en m it demG esch äftszentrum haben. A u s d iesem G ru n d e tritt dieF ra g e auf, ob es richtig ist, daß d ie n e u e E n tw ick lu n gden F u ß ta p fen d er A u fla ssu n g v o n 1905 fo lg te. V ielv erlock en d er ersch eint d ie Id ee, an d a s w e iträ u m ig eS traßenn etz d er N eu sta d t a n zu k n ü p fen , so fo rt z eig ensich aber auch d ie S ch w ierig k eiten . A ls tren n en d esG lied ist der G ü terb a h n h o f ein g esch o b en , u n m itte l­bar d a h in ter b egin n t ein ste ile r H ang. D ie V erbin dung m it d er N eu sta d t w ü rd e a lso ein e U berbrückungdes B ah n k ö rp ers zur V o raussetzu n g hab en .Mit ein er solchen L ösu ng k ö n n te a lle r d in g s demb rach liegen d en S traßen n etz der N eu sta d t e in großerT eil des V erk eh rs zu fließ en , d e ssen b e q u em e V e r ­teilu n g vor dem G esch äftszen tru m ein e w esen tlich eE n tla stu n g für die A ltsta d t b e d e u te n w ü rd e. D ie b e ­g o n n en e sü d w estlich e E rw eiteru n g b e d in g te d er V orratan a u sg eb a u ten S traßen , d a s V o rh a n d en seingrößerer in städ tisch em B esitz b efin d lich er S ie d lu n g s­flächen, zu letzt auch der U m stand, daß V erb in d u n gsstraßennach dem G esch äftszen tru m m it v e r h ä ltn ismäßig g erin g en M itteln h e r z u ste lle n sind.U m e in e V erb esseru n g der V e r k eh rsv erh ä ltn isse h erbeizu fü h ren , m uß vor a lle n D in g e n d ie S traßenbrü ck ev erb reitert w erd en . U ber den in K ü rze b e v o r steh en d e nU m b au en tsta n d n eu erd in g s ein e le b h a fte D e b a tte ind er T a g esp resse. V on W iesb a d en u n d d en R h e in g a u ­orten w ird e in e n eu e Straßenb rü ck e v e rla n g t. Ü berd ie L age d ie se s B a u w erk s b e ste h e n n o d i sta rk e M einu n g sv ersch ied en h eiten . N a d i v o rsich tig er Schätzungw ä ren an B a u k o sten 15 bis 16 M ill. RM a u fzu w en d en ,dazu k ä m e noch die A u sfü h ru n g n eu er Z u b rin gerstraßena u f b eid en R h ein seiten . D ie Z ukunft derbaulich b e r eits zu sa m m en g ew a ch sen en S tä d te M ainzund W iesb a d en ist au fs e n g ste m it der B rü ck en frageverk n ü p ft, es k an n h ier nur a n g e d e u te t w erd en , daßim Z usam m en han g m it dem B rü ck en p rojek t zugleichein e der b ed eu ten d sten A u fg a b en m o d ern er S tad t­g esta ltu n g g em ein sch aftlich zu lö se n sein w ird.D ie große F orm des n e u e n M ainz ist e in stw e ile nn o d i von m anchen u n g ek lä rte n F ra g en , v or allema u d i von dem E rgeb n is d er L a n d esp la n u n g a b h ä n g ig .Zunächst k an n der schm ale S ta d tk örp er u n b ed en k liche in e lo ck ere E rw eiteru n g e rh a lten , d ie sich a u f d ieg rü n en M aschen d er U m w a llu n g en v e r te ilt und ih ren atü rlich e B egren zu n g a m e h e m a lig e n äußerenF estu n g srin g fin d et. D ie m it p räch tigen B äu m en u m ­g eb en en G la cis und G räb en (Abb. 6 und 7) sind durchzahlreich e W a llstra ß en a lle en u n ter sich v erb u n d enun d zeich nen d ie R ich tlin ien für das G efü g e d e r G rü n ­a n la g en vor.D ie ein g em e in d e ten V o rorte w e rd en a ls se lb ­stä n d ig e G eb ild e m it K le in sie d lu n g en e rh a lte nb leib en , d er A ltsta d t w ird e in T e il d es D u rch g a n g s­v erk eh rs durch g e e ig n e te U m le itu n g e n e n tzogen . ImL a u fe der nächsten Jah rzeh n te v ersch w in d en diee n g en W o h n v iertel im m er m ehr, an ih re S te lle tretenm odern e W ohn- un d G esch ä ftsh ä u ser.D ie U m g e sta ltu n g a u s d er F estu n g zur o ffen enStadt nim m t la n g e Z eit in A nspruch, d a s aus denh istorisch en V o rgängen e n tsta n d e n e , ziem lich v e r ­w ick elte S tad tb ild k a n n aber nur d a n n e in e a b ­g e k lä rte F orm e rla n g en , w en n durch d ie S ta d tp la n u n ga lle Z u k u n ftslin ien rech tzeitig g eo rd n et sin d . —96VERLAG: DEUTSCHE BAUZEITUNG G.M.B.H., BERLINFÜR DIE REDAKTION VERANTWORTLICH: FRITZ EISELEN, BERLINDRUCK: W. BÜXENSTEIN, BERLIN S W 48