Auch im Nordabschnitt Bodengewinne bei ebenfalls eingetretenem ...

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Auch im Nordabschnitt Bodengewinne bei ebenfalls eingetretenem ...

umgekehrt, w ie also die wissenschaftlichenBeziehungen mit dem Ausland besonderePflege genießen, so sind den Studenten imReich daraus Aufgaben erwachsen, diegleichsam den Boden dafür vorbereiten.Dieser Tendenz diente beispielsweise dasTreffen der Studenten aus den drei verbundenenMächten vor einigen W ochen in Salzburg,und ihr dient auch die heute beginnendegroße Zusammenkunft der studentischenFrontkämpfer aller mit dem Reichverbündeten europäischen Länder undJapans in Dresden. Das Treffen in Salzburgw ar eine erste Arbeitsbesprechung zur V e r­tiefung der Beziehungen zwischen den StudentenschaftenDeutschlands, Italiens undJapans. Die Tage in Dresden sollen, dieseengen Verbindungen vertiefen, wozu dieRede des Reichsstudentenführers und V o r­lesungen „über den Sinn des Kampfes gegenden Bolschewismus, über das europäischeGemeinschaftsgefühl und über europäischeKunst" — so die Ankündigung — beitragensollen.Gewiß, es ist eine rein organisatorischeAngelegenheit, doch sie gilt derselben Tendenz,die die Reichsstudentenführung verfolgt.Der W e g ist klar. Das Ziel liegt vorjedermanns Auge. Seine prägnanteste Formhat es in der Schaffung der AuslandswissenschaftlichenFakulät in Berlin gefunden.H ier nämlich w ird einem Studium dasTor geöffnet, das vorzüglich „den Glauben andas sieghafte Ende des Krieges und dieEntscheidung über Deutschlands europäischeStellung und W eltgeltung" (nach den W o r ­ten von Prof. Dr. Six, des Dekans) dartut< und aus ihm die n c Konsequenzen i v u i io c g u e u z e u zieht. zaem . Denn u e i l l ldas ist klar, daß d-». e h e r Kak,vl;» >aridaß d'ui Studenten, gleich w elschopheute-,„S q B P s i m s i n d als denenvor 20, 30 JahrenTTJer Einsatz während derKriegsjahre an der Front, in der Schlacht,in der praktischen Arbeit und in der w issenschaftlichenForschung prägt das Gesichtder künftigen Akademiker.Britische SchikanenGegen portugiesische PostdampferBerlin, 17. A p rilEines der bezeichnendsten Beispiele für dieSchikanen, mit denen England gegen die neutralenStaaten vorgeht, ist der Druck auf die Postverbindungzwischen dem portugiesischen Mutterlandund den afrikanischen Kolonien. D ie fürA n gola und M ozam bique bestimmten portugiesischenPostdämpfer werden grundsätzlich gezwungen,die englische Kontrollstation Freetownonzulaufen, von w o aus die Post in den meistenFällen zur Zensur nach England gebracht wird.T eilw eise aber werden die partugiesischenDampfer auch veranlaßt, an A n gola bzw. M o ­zambique vorbei südafrikanische Häfen aufzusuchen,w o die Post von britischen Behördenzensiert und dann auf dem Bahnwege nach Elizabethvillein Belgisch-Kongo transportiert wird.In vielen Fällen wird dort nochmals zensiert,und erst dann gelangen die portugiesischenPostsäcke nach einer langen W anderung aufdem Bahn- und W asserw ege in die portugiesischenKolonien.Cripps' Erklärung in KairoKeine Antwort auf militärische FragenIstanbul, 17. A p rilStafford Cripps erklärte in Kairo, w o er sichauf der Durchreise nach London befindet, daß erüber seine Mission in Indien dem KriegskabinettBericht erstatten w erde und daß er die Absichthabe, sofort nach seiner Ankunft in London überdie Verhandlungen im Unterhaus eine Erklärungabzugeben. Fragen über die militärsche Lage inIndien lehnte Cripps mit dem Bemerken ab, daßEinzelheiten dem Feinde nützlich sein könnten.Die politische Lage in Indien bezeichnete Crippsals „nunmehr geklärt".15 Monate festgehaltenDas Schicksal baskischer AuswandererBuenos A ires, 17. A p ril50 baskische Emigranten aus Spanien, die aufihrer Reise nach Am erika von den Engländern15 Monate lang in A frika festgehalten wordensind, werden mit dem argentinischen Schiff „R iode la Plata", dem früheren italienischen Dampfer„Principessa M aria" aus N e w Orleans hiereintreffen. Die Basken waren bereits im Jahre1937 nach M arseille ausgewandert. V on dort austraten sie später auf einem französischen Dampferdie W eiterreise nach A m erika an und wurdendann von den Engländern ein Jahr und dreiMonate in Afrika widerrechtlich festgehalten.Die 50 Leute sind im Besitz einer argentinischenEinreiseerlaubnis.Seite 2 l Nr. 90USA-Matrosea unter Kriegsrecht |Unterstellung der gesamten Handelsmarine unter die KriegsmarineLissabon, 17. AprilEine Maßnahme, die seit langem erw artet w ordenwar, ist jetzt in den V erein igten Staatendurchgeführt worden; die gesamte Handelsmarinetritt mit sofortiger W irkung unter die Kontrolleder Kriegsmarine, zwischen den obersten V erwaltungsbehördender Zivilschiffahrt und demPräsidenten R oosevelt sind diese Maßnahmenpersönlich besprochen worden. Das bedeutet,daß die Matrosen sämtlicher nordamerikanischerSchiffe, die sich bisher in einem privaten A n gestelltenverhältniszu ihren Reedern befanden,nunmehr m ittelbar A n gehörige der Kriegsmarinegew orden sind und damit W eisungen der ziv i­len Dienststellen nicht mehr unterliegen. DieGründe für diese neuen Maßnahmen waren vorherschon genannt worden. M it der Unterstellungder Handesschiffahrt unter die Kriegsmarinesucht man in den V ereinigten Staatenden in der letzten Zeit zu häufig beobachtetenFluchtversuchen, M eutereien und Dienstverw eigerungender Matrosen zu begegnen. Diese Er­Der Zukunft gilt diese Arbeit. W ie vorallem anderen der gemeinsame K rieg diescheinungen waren w ieder ein unmittelbarerakademische Jugend der Achsenmächte zusammenführenwird, so sollen es doch auch verm ehrten Versenkungen nordamerikanischerAusfluß der deutschen U-Bootangriffe und dersolche Zusammenkünfte und die wissenschaftlichenKurse, die ja schon seit langem der eigentlichen Gefahr, die den V ereinigtenHandelsschiffe. Daß die neue Schutzmaßnahmeregelmäßig veranstaltet werden, tun. M an Staaten droht, keineswegs H err wird, ist klar.muß damit rechnen, daß nach dem Kriegeeine noch größere Zahl ausländischer Studentenals bisher die deutschen Hochschulenbesuchen. A us diesem Grunde werdenalle Einrichtungen, die sich die Pflege derallgemeinen wissenschaftlichen Auslandsbeziehungender Hochschulen angedeihenAus dem Führerhauptquartier, 16. Aprillassen, oder die für die Erfassung und fürDas Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Osten griff der Feind an einzelnendie Betreuung der im Reich studierendenAusländer geschaffen worden sind, zu einerStellen an. Die Angriffe wurden blutig abgewiesen.Im mittleren Abschnitt wurde eine von Ihrenbesonderen Institution zusammengeschlossen;es sind die Ausländsabteilungen derVerbindungen abgeschnittene Kräftegruppe derJeweiligen Anstalten. Das bestimmte eineSowjets vernichtet, nachdem alle vorhergehendenAusbruchsversuche des Feindes unter hohenAnordnung des Reichswirtschaftsministers,deren Durchführung heute abgeschlossenblutigen Verlusten gescheitert waren. Im nördlichenFrontabschnitt gewannen Verbände dessein dürfte.Heeres und der W affen-f^ bei örtlichen Angriffenunter schwierigsten Geländeverhältnissenweiter an Boden. Bei Luftangriffen auf Murmanskwurden zahlreiche Bombentreffer in Kaianlagenund Lagergebäuden erzielt. Ein großes und zweiAuch wenn jetzt noch mehr als bisher die freieSchiffahrt staatlichen Zwangsmitteln unterworfenist, und die Matrosen damit dem Kriegsrechtunterstehen, so sind damit noch keineswegs dieSchiffe vermehrt, die die Vereinigten Staaten sodringend notwendig haben. Die Erkenntnis vonder Dringlichkeit der Schiffahrtsfrage setzt sichnämlich drüben, wenn man die Zeitungen verfolgt,allmählich durch. Der Leiter der nordamerikanischenRüstungsproduktion, Nelson, hateben w ieder darauf hingewiesen, man brauchejetzt, und nicht in einem Jahr Schiffe. „EfhSchiff, das jetzt vom Stapel läuft, ist mehr w ertals zehn Schiffe im nächsten Jahr” . Die V erbündetenhätten ihre Schlachten vor allem w e ­gen des M angels an Transportmöglichkeiten verlorenund die militärische Zukunft der demokratischenMächte hinge von der Neubautätigkeitder U S A ab. Erinnert man sich in diesemZusammenhang der Bilanz der Atlantikschlacht,daß nämlich allein in den ersten drei Monatendieses Jahres von den deutschen, italienischenund japanischen U-Booten dreimal soviel Tonnageversenkt worden ist, w ie die W erften derV ereinigten Staaten in einem Jahr herzustellenin der Lage sind, so ist die Dringlichkeit desjüngsten Nelson-Notrufes hinreichend erwiesen.Angriff auf den Britenhafen SunderlandKräftegruppe der Sowjets im mittleren Frontabschnitt vernichtetfüpp-Boote der JapanerAusgezeichnetes Landungsmittel„Zwisriienabhängigkest" als TrostSeltsame Staatsauffassung in USABerlin, 17. AprilAus Anlaß des amerikanischen Unabhängigkeitstageshielt der Vizepräsident der USA,mittlere Handelsschiffe gerieten in Brand. BegleitendeJäger schossen sieben feindliche Flugzeugeab. In Nordafrika keine besonderen Kampfhandlungen.In Luftkämpfen über dem Kanal undbei Einflügen des Feindes in die Deutsche Buchtschossen Jäger und Marineartillerie zehn britischeFlugzeuge ab. Kampfflugzeuge griffen inder Nacht zum 16. April den wichtigen britischenHafen und Schiffsbauplatz Sunderland an. NachBombentreffern schweren Kalibers wurden ausgedehnteBrände beobachtet Britische Bomberführten in der letzten Nacht Störangriffe auf verschiedene Orte in Westdeutschland durch. DieZivilbevölkerung hatte geringe Verluste. Einfeindliches Flugzeug wurde abgeschossen.Dönitz beim DuceEmpfang in Gegenwart von MackensenRom, 17. A p rilDer Duce empfing, w ie Donnerstag nachmittagbekannt gegeben wird, in Gegenwart des italienischenAdm irals Ricardi, des Unterstaatssekretärsfür die Marine, des deutschen Botschaftersvon Mackensen und des deutschen Marineattaches Löwisch, den deutschen Adm iral K arl D ö ­nitz, Befehlshaber der deutschen U-Boot-Waffe,mit dem er sich herzlich unterhielt.W allace, eine Radioansprache, in der er dieUnabhängigkeit als „glorreichen B egriff" feiert,den kein amerikanisches Land entfernen könne.„Es existiert aber auch", so sagte W allace dabeiwörtlich, „ein anderer Begriff, der ebenso, notwendig ist, und zwar die Zwischenabhängig-M t e a EaJi. das Ideal der Unab-Berlin, 17.■Bangigkeit verleugnet, und nur mittels der Zwi-Dm Japaner haben ihre erfolgreichen — * Landungenin Burma und vorher auf dem malayischen— J — schenabhängigkeit kann man eine volle Unabhängigkeiterreichen." Der tiefere Sinn dieserund niederländisch-indischen Kriegsschauplatz Worte des USA-Vizepräsidenten ist nichts anderesm it H ilfe von sogenannten Kipp-Booten bew erkstelligt,als ein Köder für die Südamerikaner, derderen Erfinder der japanische Oberst ihnen eine „Zwischenlösung" schmackhaftTatakaw a ist. Es handelt sich dabei um Boote machen soll und als Folgeerscheinung deraus Holz, die ein gepanzertes, kippbares Vorderteilbesitzen. Der Antrieb der Boote erfolgt„Zwischenabhängigkeit" die „volle Unabhängigkeit"vorspiegelt.durch geräuscharme M otoren. Z w ei oder mehrereBoote können sogar Panzer oder Geschützem ittleren Kalibers transportieren.Todesstrafe für Abtreibung in RumänienPrag:I F R S S O I B S ND ie tschechischen Zeitungen veröffentlichenauch weiterhin eingehende Betrachtungen zu derJournalistentagung von Venedig. Der Hauptschriftleiterdes „Ceske S lo v o " w endet sich inscharfen W orten gegen den früheren StaatspräsidentenBenesch, der auch heute noch imSolde Englands das tschechische V o lk zu belügenund zu täuschen versuche. In dem Aufsatzheißt es u. a,: „Es ist bezeichnend für den Charakterdieser gescheiterten politischen Existenz,daß sie auch heute nicht davor zurückschreckt,einer Macht und einem System zu dienen, w elchedas tschechische V o lk bereits einmal verratenhaben. Im Gegensatz zu Herrn Benesch hat je ­doch dieses V o lk seine nationale Ehre gew ah rtEs marschiert mit A d o lf Hitler, für den die Begriffeder Ehre und der Treue höchste nationaleGüter sind; es wendet sich ab vom perfiden Englandund von dessen ehrlosen und verlogenenAgenten. W ir hatten in England niemals aufrichtigeFreunde. Dieses Land trieb mit uns einbetrügerisches Spiel. Deshalb empfinden w ir auchkein M itgefühl für sein Schicksal, sondern wünschenim Gegenteil, daß es für alle seine Sündenbestraft werden möge. Für uns w ird es nur eineGenugtuung sein, daß das Großdeutsche ReichA d o lf Hitlers diese Strafe vollzieht. Denn w ifsind freiw illig unter seine Fahnen getreten undw ollen durch unsere A rb eit in der Heim at zuseinem Siege beitragen,"Stockholm:Der große Fehler, den die britische Flugzeugproduktiondadurch begangen hat, daß sie nichtrechtzeitig mit der Erzeugung von Sturzkampfbombernbegonnen hat, zeigt sich immer w iederun


Krieges über Kontinente entscheiden. D ie Ver- 'fechter des universalistischen Herrschaftsgedankenssind die U S A und die Sowjetunion. Ob die.Erringung der W eltherrschaft unter amerikanischenoder sowjetischen Fahnen erfolgt, Istgleichgültig. Ihre Ausübung soll unter dem D avidsternerfolgen. Es fehlt nicht an Stimmen, diediesen K rieg zum jüdischen erklärt haben. A bergerade gegen dieses jüdisch-universalistischeHerrschaftsprinzip, das im englischen Empireverw irklicht werden sollte, aber stets von neuemscheitert, laufen die M ächte des DreierpaktesBerlin— Rom— Tokio Sturm, in denen sich die revolutionärenKräfte des 20. Jahrhunderts zu gemeinsamerW irksam keit verein igt haben. Siestellen ihm eine Rechnung entgegen, die denblut- und raumbedingten G egebenheiten derV ölker Rechnung trägt.Schon immer ist fii der Geschichte das A lteabgelöst worden, wenn neue Pläne es in dieSchranken riefen. Der Sieg des N euen w ird geradezuzur Erfüllung einer geschichtlichen G e­setzmäßigkeit. Dem „britischen Jahrhundert"w ird daher auch nicht ein „amerikanisches odersow jetisches" folgen, sondern eine Epoche großraumgebundenerVölkergem einschaften, die nebeneinanderund m iteinander an dem sozialenund wirtschaftlichen Aufbau arbeiten werden.V on einem überkontinentalen Blickpunkt ausgesehen, ordnen sich also die sich überstürzendenund sinn- und zusammenhanglos erscheinendenEreignisse der Vergangenheit und G egenwartin die Kraftlinien der W eltp o litik ein. Siew erden gleichsam zu Sternchen eines gew altigenMosaikbildes, das den Sinn des K rieges überKontinente als die Ablösung der W e lt vom „britischenJahrhundert“ erkennen läßt und die Begründungfür die Frontbildung in den gew altigenAuseinandersetzungen unserer Z eit gibt.Deutscher Botschafter ausgeraubtUnerhörte Behandlung durch die BritenMadrid, 17. A p rilDie spanische Presse berichtet aus Lissabonüber die unerhörte Behandlung, die der deutsche, Botschafter Freiherr von Thermann auf der Überfahrtvon A rgentinien nach Portugal durch dieEngländer erfuhr. Das spanische Schiff, m it demder Botschafter reiste, wurde von englischenHilfskreuzern angehalten und gezwungen, denHafen Bathurst anzulaufen. Dort wurden derdeutsche Botschafter und seine Frau von den. Engländern untersucht und beraubt, obwohl ermündlich und schriftlich dagegen protestierte. und auf die völkerrechtlich gültigen Abmachungenzwischen Deutschland und England verw ies.Im Verlauf dieser Untersuchung wurden demdeutschen Botschafter 20 000 Dollar entwendet.Es wurde ihm nicht gestattet, bei der Durchsuchungseines Gepäckes anwesend zu sein, ausdem ihm gleichfalls von den Engländern zahlreicheGegenstände, besonders W äsche, Kleidung,Schuhe und W ertsachen ineinem Gesamtwertvon etwa 10 000 RM gestohlen wurden.Lissabon feierte CarmonaAnnahme der neuen Präsidentschaftsperiode‘■'"P'VLissabon, 17. April-a -einsetzung von GJBBrSl ’ W m o n a nach affinerW iederw ahl zum Staatspräsidenten. Bei der, Feier im Parlament gratulierte der AbgeordneteDr. M adeiro Pinto dem Staatspräsidenten im N a ­men der Nationalversammlung. D ie N ation habees nicht vergessen, daß Carmona von der erstenStünde an sich in den Dienst der nationalenRevolution stellte. Unter seinem Konsulat seiendie Grundmauern des neuen Staates g elegt w orden.General Carmona entgegnete: „V o m Patriotismusgeleitet, die Ausübung der Präsidentschaftfortzusetzen, w ill ich nur sagen, daß ichin einem langen Leben gelernt habe, der N a ­tion zu dienen, und daß ich ihr alle m eineKräfte und meine ganze A rb eit widm en w ill."Der Vizepräsident der „U n iro N acion al", Dr.Albino dos Reis, verlas eine Botschaft an denPräsidenten, in der der Dank der N ation für dieAnnahme der neuen Präsidentschaftsperiode zumAusdruck kam.Chorkonzert in KrakauKammerchor Waldo FavreP er Kammerchor W a ld o Favre, über dessenAntrittskonzert im G eneralgouvernem ent in Radomw ir schon näher berichtet haben, gab nunauch ein Konzert im Krakauer Theater der Hund Polizei. Er w artete mit dem gleichen Programmauf, das er auch in Radom schon begonnenhatte, eine sehr vielseitige Vortragsfolge, dieChorwerke umspannte mit kammermusikalischemCharakter in w eitergefaßtem Sinne. A m Beginnall dessen steht das M adrigal, das der Kammerchormit W erk en von Arcadelt, Orlandus Lassusund dem frühen Thomaskantor Johann HermannSchein berührte. A m anderen Ende der Entwicklungdes Kunstliedes, das auch in der Gegenwartreiche Ernte birgt, stehen Namen w ie W olfu rtund die vor allem in der Kirchenmusik bedeutendenLemacher und Distier, die hier in derV ortragsfolge vertreten waren. Der Chor verrietin all diesen Liedern gute Schulung, die ihm Sicherheitin der Technik des Chorgesanges undreiches Verm ögen in Ausdruck und Darstellungverliehen hat. So folgte der Chor den Intentionenseines Dirigenten W a ld o Favre, die er m it starkausgeprägten Gesten auf die Sänger und Sängerinnenübertrug, w illig und aufmerksam. DieBeherrschung der rhythmischen Elemente undw eite dynamische W andlungsfähigkeit brachtenin die polyphonen W endungen der M adrigaleLicht und Klarheit, die reiche Ausdrucksfähigkeitdes Chores kam in den zeitgenössischen Kunstliedernbestens zur Geltung, etwa in dem feierlichenund herben „D ie Scholle" von W olfurtoder in Lemachers überaus stimmungsvollemTonbilde „A u f dem Canale grande” , vorzüglichauch die dramatische Gestaltung des bailadenhaften„Feuerreiters" von Hugo Distier. Mit denBearbeitungen zu Liedern von Schubert undGlück und zu bekannten Volksliedern leitete derKammerchor zu deutschen und italienischen Soldatenliedernüber, in denen er seine chorischeKunstfertigkeit bewies.Dem Krakauer Konzert war ein schöner Erfolgbeschieden. Zwar hatte sich keine allzugroßeHörergemeinde, versam melt (was auch auf dieSeite 4 /. N r. 90Der Sundenbock für eine verunglückte AktionLord Mounibattan, der Vetter des Königs, für St. Nazaire verantwortlich - Litwlnows Notruf wird umgekehrtBerlin, 17. A p rilDer Fehlschlag des englischen Handstreichsgegen den französischen Hafen St. Nazaire, wodie Briten bei ihrem Überfall auf den deutschenU-Bootstützpunkt eine schwere N iederlage erlitten,hat in der englischen Öffentlichkeitmanche Kritik hervorgerufen. Churchill hat daherw ieder das übliche getan, um die Kritikervon sich abzulenken. Er hat einen anderen N a ­men herausgestellt, natürlich mit Lobsprüchen,aber für alle Fälle als Sündenbock. Im Unterhausteilte Churchill mit, daß für St. N azaireder bisherige Kapitän zur See Lord LouisMountbattan verantwortlich sei. Er stehe seiteiniger Z eit an Stelle des Großadmirals Sir RogerK eyes an der Spitze der sogenannten „Ü berfallkommandos."Lord Mountbattan hat als Leiterkombinierter Operationen „ehrenhalber" zugleichden Rang eines Vizeadmirals, eines G e­neralleutnants und eines Luftmarschalls erhalten.Schon sein Vater, der ältere Bruder jenesPrinzen Alexander von Battenberg, der einmalals Fürst von Bulgarien eine Rolle spielte, bekleidetehohe Ränge in der britischen W eh r­macht, in deren Dienste er 1868 getreten war. |1912 wurde er Erster Lord der britischen A dm i­ralität, mußte diesen Posten jedoch zu Beginndes Krieges niederlegen. Er verzichtete auchauf seine damaligen T itel und wurde vom K ö ­nig zum Lord Mountbattan (Battenberg anglisiert)und Peer ernannt. Die englischen N achrichtenrühmen nun seinen Sohn, den jetzigenLord Mountbattan, den 41jährigen Vetter desKönigs, als einen der „brillantesten SeeoffiziereGroßbritanniens". Seine bisherigen Kriegstatenhaben allerdings w enig zu diesem Ruhm beigetragen.Zuerst verlo r Lord Mountbattan alsKommandant des Zerstörers „Javelin " im K a­nal sein Boot durch deutsche leichte Seestreitkräfte.Dann wurde er Kommandant des Flottillenführers„K e lley ", der bei Kreta durchdeutsche Flugzeuge versenkt wurde. Danachsollte Lord Mountbattan den von deutschenFlugzeugen schwer beschädigten Flugzeugträger„Illustrious" von der amerikanischen Reparaturwerft N orfolk als neuer Kommandant abholen.A ber die Reparatur dauerte immer länger, undLord Mountbattan wurde als Gehilfe von K eyesZwischen Tod and GefangenschaftZwei deutsche Afiikasoldaten schlugest sich duich die WüstePK. M ehr als anderswo gilt in der W üste dasW ort: H ilf dir selbstl Der Soldat, der in denw eiten Räumen der Libyschen W üste gegen Englandangetreten ist, hat ihre Schrecken überwunden.W e r die Gesetze der W üste beachtet,hat von ihr nichts zu fürchten. H ilf dir selbstund fürchte die W üste nicht! So sagte sich derG efreite H. aus Heidelberg, als er während derPanzerschlacht in N ordafrika von seiner Kom ­panie abgesprengt wurde, von allen Seiten vonTommies umstellt w ar und Gefangenschaft oderTod nur noch eine Frage w en iger Minuten war.Irgendw o in der w eiten Unendlichkeit wurde dasRestkommando seiner Kom panie von den Tom ­mies überrascht. K einer dachte an Übergabe, obgleichdie Partie ■faul für die Landser stand.Eine Nacht kam, die gütig und v o ll Nachsichtpechschwarze W o lk en an den sonst sternenklarenNachthimmel A frikas zauberte. Da beschlossensie den Durchbruch durch die Umzingelung.Er mißlang. A b er der G efreite H. w arin einem Augenblick, da das Schicksal ihm nocheine letzte Chance bot, m it seinem kleinen W a ­gen durch eine Lücke gebraust. Die Sandfahnehinter ihm bot den Tommies kein genaues Ziel,und obgleich die Sandmännchen der Maschinengewehrkugeln hinter dem deutschen Soldateneinen tollen Tanz aufführten, ging die Sache gut.Der G efreite nahm Kurs Süden. Die W üste war,so unglaublich es klingt, die Rettung. Denn dortmuß der Tommy einen Volksw agen w ie eineStecknadel suchen, und auch sie hängen keinen- 'MiP' i H i J 1 .:i.t u .;u .. I ■■D a^irar sie, die W üste in ihrer nächtlichenStille! Der Djebel, jene Anhöhe vor einem Wadi,mußte überquert werden. Der kleine W a gen —w ie oft haben deutsche Soldaten ihm schon dasLeben zu danken! — stand mit einem Ruck. EinMann stand plötzlich in der Finsternis aus einerVertiefung auf, der G efreite entsicherte dieW affe. „N ich t schießen!" rief der andere. Es w arein Unteroffizier der gleichen Kompanie, dem esebenfalls gelungen war, den Tom mies zu entkommen.Nun machten sie die W üstenfahrt zuzweit, die Fahrt in die U ngew ißheit — versehenmit Benzin, W asser und Verpflegu ng für 1000km. Eine Teilkarte vom Libyen war auch da,aber kein Kompaß, der für einen großen W üstentripunentbehrlich ist. Das Sternbild am afrikanischenHimmel und die Taschenuhr ersetzendie fehlenden Orientierungsmittel.W e r so in die W üste geht, fordert das Schicksalin die Schranken. „Solange ich noch einengegenw ärtig kurze Aufeinanderfolge verschiedenerKonzertveranstaltungen in Krakau zurückzuführenist), sie aber spendete dem Chor undseinem Dirigenten von Beginn an freundlichstenBeifall, für den der Kammerchor W a ld o Favremit mehreren Zugaben dankte-Le.Goethe-Medaille für Georg KolbeZum65. GeburtstageDer Führer hat dem Bildhauer Professor Dr.h. c. G eorg K olbe in Berlin-Charlottenburg zum65. Lebensjahre in Anerkennung der Verdiensteum die deutsche bildende Kunst die Goethe-M edaille für Kunst und W issenschaft verliehen.Im Auftrag des Führers wurde Professor Kolbedie Goethe-M edaille von Staatssekretär Gutterervom Reichsministerium für Volksaufklärung undPropaganda überreicht, der gleich zeitig auch dieherzlichsten Glückwünsche von ReichsministerDr. Goebbels übermittelte.Erinnerungen an Mirza SchaffyZ u m 50. Todestag F. v. BodenstedtsV o r w enig länger denn einem halben Jahrhundertkam in W iesbaden ein junger Springinsfeldauf den kecken Einfall, mit geringen Geldmittelnund noch geringerer W elt-, Menschen-und Geschäftskenntnis eine W ochenschrift fürdie junge w eibliche W e lt Deutschlands zu schaffen,die sie mit den namhaftesten Dichtern derdamaligen Z eit bekannt machen w ollte. Zu M itarbeiterngewann er W ilh elm Jensen und W ilhelmJordan, den sehr zu Unrecht vergessenenNeudichter der Nibelungen, den, Prinzen EmilSchönaich-Carolath, den jungen Sudermann Roquetteund Rittershaus.Jener tollkühne Jüngling war ich. In W ie s ­baden verm ochte ich persönlich Gustav Freytag in Braunschweig.und Friedrich v. Bodenstedt-Mirza Schaffy zuFreunden meines natürlich gar bald selig entschlafenen,Blattes zu erwerben.Bei Bodenstedt wurde ich ein häufiger Gast.Ich erinnere mich eines besonders angeregtenAbends in seinem behaglichen Heim an der W iesbadenerRheinsträße. Jordan w ar aus dem nahenLiter Benzin habe, w erde ich fahren, fahren, fahren."Das sagte der junge Gefreite zu dem Unteroffizierin der Stunde, da zu Hause W e ih ­nacht war. Diese Stunde war jener kritischerPunkt, an dem sie nicht mehr wußten, w o siesich eigentlich befanden. Denn den Kurs bestimmtevom ersten Tage an — der Tommy.Die beiden Soldaten waren mitten in den britischenAufmarsch hineingefahren, der siezwang, ständig die Richtung zu ändern, ü berallhieß es ausweichen und nicht gesehen werden.Denn gesehen werden bedeutete Gefangenschaft.Immer tiefer zwang sie der Feind in die W ü stehinein, keiner wußte mehr, wann die Irrfahrt zuEnde sein konnte. Das eine stand fest: W en nW asser und Brot zu Ende waren, w ar alles zuEnde! Und der Dursttod in der W ü ste ist dergrauenvollste Tod, den sich ein Soldat vorstellenkann. Tagsüber hieß es, sich verbergen vorden englischen Panzern und Spähwagen, vordem feindlichen Troß. In der Dämmerung undnachts fuhren sie. Die Sterne waren dann ihreW egweiser. So ging es fünf Tage lang zwischenTod und Gefangenschaft. So schlugen sie sichdurch die W üste, oft dicht am Feind vorb ei —nur 100 m waren britische Spähwagen einmalvon ihnen entfernt.A m sechsten T ag — sie hatten noch ein paarLiter Benzin, das W asser w ar bereits zu Ende —gelangten sie auf eine Piste, jene von Panzernund Troßfahrzeugen ausgefahrenen W ege, dief e r t i g „Ais j ä u si w m beinsE ■jMFgfc,die'W üste gezogen hat. Und sie fänden ein Schild„N ach A . . . 30 km“ . Das w ar die Rettung. N ocheinmal aber mußten sie durch den Engpaß zw i­schen Leben und Tod. Italienische Soldaten h ieltensie irrtümlich für Briten, sie erinnerten sichwohl, daß die Tom mies eigentlich auch den k leinenzuverlässigen W a gen in einigen Exemplarenerbeutet hatten und glaubten nun, es mit Tom ­m ies zu tun zu haben, da das Fahrzeug dortherkam, von w o der Feind gem eldet war. Im letztenA ugenblick gelang es, die italienischen Kam e­raden von ihrem Vorhaben abzubringen — dieFreude w ar um so größer, als kein Schuß dieglückliche Rettung verhindert hatte.Die W e g e durch die W ü ste sind gefährlich.Und tausend W üstenkilom eter sind keine Spazierfahrt.Sie können eine Fahrt in den Todwerden, w e n n ... A b er an das „W en n “ denktder deutsche Soldat nicht!K riegsberichter H einrich BrüsslerFrankfurt a. M. zu ihm gekommen, und nun erzähltenbeide feuerzüngig, ja m it dithyrambischemSchwung von ihren W eltfahrten in jungen Jahren.Im Norden Rußlands w ar Jordan, der seingroßes Doppelepos selber in aller W e lt frei ausdem Gedächtnis rhapsodierte, einmal in einemGasthause, so erzählte er schmunzelnd, m it einemHandlungsreisenden zusammengetroffen. A u fdessen Frage, „w orin “ er, Jordan, „reise“ , da erihn für einen Berufsgenossen hielt, antwortete derDichter: „Ich reise in N ibelungen." Diese W a rew ar dem M anne unbekannt, und als ihm Jordanin längeren Ausführungen klar zu machen v e r­suchte, daß er mit seiner Dichtung die Deutschenzu gesunder vaterländischer Gesinnung zu führensich bemühe, rief der Kluge verständnissinnig aus:„Soso, Sie sind ein homöopathischer D oktor!"V om Süden Rußlands und dem Kaukasuslandeschwärmte Bodenstedt, w o er an einer muselmännischenSchule den Kindern die lieblichenLieder des Hafis und die w eisen Sprüche desOmar Chajjam beigebracht hatte.Ein anderer ergötzlicher Bodenstedt-Abend w arder, an dem der Siebziger zuerst mich und dannW ilh elm Holzamer, den v ie l zu früh verstorbenengeistesfeinen rheinhessischen Dichter, aufder Straße anrief, um m it uns etw a 25jährigenzu einer Flasche Rauenthaler sich zu setzen. Damalsschrieb er mir in mein Notizbuch folgendevielleich t noch nie gedruckte Strophe:M eide das süßliche Reim geklingel,wenn dir der Sinn nicht zum H erzen dringt —M erke dir, daß oft der größte Schlingeldie allerzärtlichsten V erse singt.Frohsinn und Leichtsinn hatten an BodenstedtsW ie g e gestanden. Nirgends hat er es, niemandhat es mit ihm lange aushalten können. Aus denHänden von Hauslehrern kommt der Knabe, derim hannoverschen Städtchen Peine geboren war,in eine Privatschule, dann in eine HandelsschuleDen Kaufmannslehrling treibtes zu den Universitäten Göttingen, München undBerlin. 21 jährig tritt er als Erzieher in ein russischesFürstenhaus. V on Moskau geht er 1844nach dem Kaukasus und wird in Tiflis Lehrer.V on dort aus unternimmt er Reisen durch Grusien,Georgien und Armenien. W ährend derÜbersteigung einer G ebirgskette bleibt er imnach England berufen, um dann ein Kommandoin Singapur zu übernehmen. Singapur fiel jedochin japanische Hand, bevor Lord Mountbattanüberhaupt hinkommen konnte. Nun blieb derV etter des Königs im Stabe des GroßadmiralsK eyes und hat ihn schließlich verdrängt.W as aber den Handstreich von St. Nazaireangeht, so trägt er bis in die Einzelheiten dasG epräge jener Aktion, die Adm iral Keyes imletzten K rieg gegen den deutschen UnterseebootstützpunktZeebrügge unternommen hätte.W ie damals, so mißlang der englische Sperrversuchauch diesmal. Beim V ergleich ist im übrigenzu berücksichtigen, daß die deutschen Unterseebooteheute außerhalb der deutschen Gewässernicht nur über zw ei kleine flandrische Häfen v e r ­fügen w ie 1914— 18, sondern daß ihnen die gesamteeuropäische Atlantikküste von den P yrenäenbis ins Nordm eer als Basis dient. Aus diesemHinw eis erkennt man schon die heute nochmehr begrenzte Bedeutung jener Handstreiche,die England eine „O ffen sive gegen das Festland"nennt, obw ohl es Sich nur um örtliche und fürdie A n greifer äußerst verlustreiche Spähtruppüberfällehandelt. W ie die Londoner Presse berichtet,hat Lord Mountbattan jetzt dem USA-GeneralstabschefM arshall, der in Am erika auf dieEntlastungsoffensive für die Sow jets drängt, überdie Erfahrungen von St. N azaire Bericht erstattet.Im gleich en Augenblick kehrt der amerikanischeM ilitärschriftsteller M ajor G eorge FieldingElliot den Wunsch Litwinow-Finkelsteinsnach einer englisch-amerikanischen Entlastungsoffensive in geradezu grotesker W eise um. DerU S A -M ajor schildert in der Zeitschrift „Look"eingehend, daß man für eine größere Landungin Europa 1. Schlachtschiffe, 2. v ie le Kreuzer undZerstörer, 3. einen guten Minensuchdienst mitentsprechender Sicherung, 4. einen großenSchiffsraum von Transportern mit zahlreichenG eleitfahrzeugen und 5. die Überlegenheit in derLuft haben müsse. Auch wenn man all diesesM aterial zur Verfügung habe — was bekanntlichnicht der Fall sei — könne eine solche Landungsaktiongrößeren Stils „sehr v ie l V erw irrung,Verzögerung und eine M enge Verluste verursachen,daß auch v iele im voraus ausgeärbeitetePläne fehlschlügen". Deshalb könnten —schließt Elliot — solche Aktionen nur in ■begrenztemUmfang geplant werden, und auch dafürsei es eine Vorbedingung, daß die Bolschewisten„als bester Verbündeter bei solchen Operationenzu H ilfe kämen und Entlastungsmanöverausführten". Genau das Entgegengesetzte aberist es. was Stalin in W ashington und Londontäglich durch Litw inow und M aisky fordern läßt.Abbruch der BeziehungenZwischen Iran und Japan auf Druck London«Istanbul, 17. April" iVäcS" !s3eidungen aus Teheran hat die iranisch«Regierung dem britischen Druck nachgegebenund die Beziehungen mit Japan abgebrochen.Die japanische Gesandtschaft wurde aus Iranausgewiesen. Reuter betonte in seiner Meldung,daß dieser Beschluß der iranischen Regierungauf „eigen er Entscheidung" beruhe. Die M oskauer„Tass-Agentur" bestätigt jedoch ausdrücklich,daß eine W eigerung der Teheraner Regierungauf die britische Forderung, die Japanerauszuweisen, einen ernsten K onflikt mit Englandzur Folge gehabt hätte, über die japanischeReaktion auf den Abbruch der diplomatischenBeziehungen zwischen Iran und Japan w ar inTok io noch keine Auskunft vom japanischenAusw ärtigen Am t zu erhalten. Das AuswärtigeAm t lehnt auch eine Auskunft darüber ab, w elcheMaßnahmen die japanische Regierung gegenden iranischen Gesähdten in Tokio zu ergreifenbeabsichtigt. —hohen Schnee stecken, in unmittelbarer N äh«einer kurz zuvor erfrorenen Karawane. Ihm zuH ilfe ausgesandte Kosaken erretten den schon mitdem Tode Ringenden. Ein rüstiger w eiser Alter,Bodenstedts Lehrer im Tartarischen, Mirza Schaffygeheißen, gibt ihm Anlaß, seine eigenen Gedichteunter dem T itel „D ie Lieder des MirzaSchaffy" in die W e lt hinauszusenden. Erst nachJahrzehnten tritt Bodenstedt mit seinem eigenenNam en als der schalkhafte Sänger dieser launigenLieder an die Öffentlichkeit.N ach längerem Aufenthalt im Kaukasus begibtsich Bodenstedt auf die Rückreise, treibt in ItalienKunststudien, w ird Journalist in Triest, gehtnach Paris, übernimmt die Schriftleitung der„W eserzeitu n g" in Bremen, geht an den H of desH erzogs Ernst von Coburg-Gotha und dann anden M axim ilians II. in München, w ird da Universitätsprofessorder orientalischen Sprachen,ohne je eine Vorlesung zu halten, dann Theaterintendantin Meiningen, w o ihm der Herzog denA d el verleiht. Länger als ein Jahrzehnt lebt erdanach bei seiner Tochter, der W itw e des EtatsratsDonner, im sogenannten Donnerschlößchenin Altona-Neumühlen, w ird 1881 nomineller Herausgeberder neugegründeten „Täglichen Rundschau"in Berlin und lockt mit seinem Namenv ie le Bezieher im ganzen Reiche an, lebt aberseit 1877 in Wiesbaden, w o er im A lter von72. Jahren stirbt, in recht bescheidenen Verhältnissen,zuletzt seine Lichtbilder mit eigenhändigerNamensunterschrift an Buchhandlungen verkaufend.Sein weitaus w ertvollstes Buch unter der fastunübersehbar großen Zahl seiner Schriften,„Tausend und ein Tag im O rient" ist eine Erzählungaus der schönen Kyrosstadt Tiflis, die vonden Landschaftsromanen Gerstäckers zu dem GeschichtsromanScheffels überleitet. Er hat auchdie Lieder des Hafis, Gedichte und Volksliederder Russen und Kleinrussen sowie die Sonetteund mehrere Dramen Shakespeares verdeutscht,1870 Kriegslieder gesungen. Das beste aber sinddie zierlichen, lustigen Liebes- und Weinliedchendieses verdienstvollen Reimtechnikers und A postelsder Lebensfreude, der vor 50 Jahren ausseiner anakreontisch erlebten W elt schied.Paul W ittko17. April I04i


Neuer VerwaltungsstilStaatssekretär Pfundtner über die zukünftigedeutsche BeamtenpolitikKrakau, 17. A p rilIm H eft 8 der „Zeitschrift der Akadem ie fürdeutsches Recht" äußert sich der leitende Staatssekretärim Reichsministerium des Innern,Pfundtner, über die Grundsätze der zukünftigendeutschen Beamtenpolitik.Die großen Aufgaben der G egenw art und dienoch größeren der Zukunft erfordern einen Beamten,der mit offenen Augen mitten im V olk esteht, als treuer Gefolgsmann des Führers vonunermüdlichem A rbeitsw illen und Kam pfgeist erfülltist um die Fähigkeit und den Mut zu entschlossener,schöpferischer Tat hat. GroßdeutscherBeamter kann daher nur werden, w er einenuntadeligen Charakter besitzt. Der einzelne Deutschewird nur dann dem Staat Vertreuen schenken,wenn er weiß, daß jeder seiner Repräsentanteneine lautere charakterfeste PersönlichkeitIst. Der deutsche Beamte muß ferner durch unddurch Nationalsozialist sein und muß der Parteioder einer ihrer Gliederungen angehören oderangehört haben. Der Staat w ird vor allem besorgtsein, die junge Garde der Bewegung aufdie Beamtenlaufbahn hinzulenken, und andererseitsdahin wirken, daß die Beamten sich aktivin der Partei betätigen, um so politische Ideeund Staatsdienst aufs Innigste zu verschmelzen.Charakter und Gesinnung allein genügen je ­doch nicht. Ein gedeihliches W irken des Beamtenist vielmehr ohne eingehende Sachkenntnis aufpolitischem, staats- und verwaltungsrechtlichem,wirtschaftlichem und sozialen Gebiet nicht denkbar.Für die Laufbahn des höheren Dienstes istdaher grundsätzlich der Besuch einer Hochschulenotwendig. Das Hochschulstudium, — StaatssekretärPfundtner spricht hier vom Studium deszukünftigen Verwaltungsbeamten, — w ird w e­sentlichen Reformen unterzogen werden. DieKenntnisse auf wirtschaftlichem und sozialpolitischemGebiet, vor allem aber das staatspolitischeVerständnis werden vertieft, die A nforderungenim Privat- und Prozeßrecht eingeschränktwerden. Die Reichsverwaltungsschulen, in denendie Anwärter des gehobenen Dienstes am Endeflirer Vorbereitungszeit zusammengefaßt werdentollen, und von denen die erste bereits in Pirnaerrichtet worden ist, werden w eiter ausgebautFerner w ird die bewährte Einrichtung der V erwaltungsakademienw eiter gefördert. Dem strebsamenund tüchtigen Beamten muß die M öglichkeiteröffnet werden, in eine höhere Laufbahnüberzutreten.Bei aller fachlichen Ausbildung des Beamtenwird aber ein Spezialistentum verm ieden w erden.Der verhängnisvollen Entwicklung der V ergangenheit,die die Einheit der Verw altung atomisiert und zur Bildung immer neuer Sonderverwaltungengeführt bat, muß sühon in der Zeitder Ausbildung dadurch gesteuert werden, daßder angehende Verwaltungsbeamte w ieder lernt,das Ganze zu sehen. Eine richtige, vor allem indie T iefe gehende allgemeine Ausbildung w irdihn am besten befähigen, sich später in jedemSondergebiet rasch zurecht zu finden.Auch im Einsatz der Beamten geht der N ationalsozialismusneue W ege. W ir erleben heutedie Bildung eines nationalsozialistischen V erw altungsstils.Die Verwaltung hat sich w ieder aufIhre wesentliche Aufgabe besonnen, die Regierungs-und Führungsaufgaben des Staates durchzuführenund im engen Verein mit der Partei dieEntwicklung auf allen Gebieten des völkischenLebens vorwärtszutreiben und auszurichten.Hierbei werden die einzelnen Aufgaben gegeneinanderabgewogen. Die Verwaltung mußSchritt für Schritt Aufgaben abstoßen, die anderenStellen — w ie z. B. den Selbstverwaltungsorganisationen— überlassen werden können.Auch unter den dem Staat verbleibenden A u f­gaben ist eine Sichtung nach ihrem Gewicht undIhrer Bedeutung vorzunehmen. Eine gesunde undweitgehende Dezentralisation ist bei dem für absehbareZeit bestehenden M angel an Arbeitskräftendas Gebot der Stunde. Damit werden dieSchaffensmöglichkeiten nach unten erweitert.Andererseits muß der einzelne Beamte, der sichdurch besondere Tüchtigkeit auszeichnet, rechtzeitigherausgehoben, mit verantwortlicherenAufgaben betraut und ihm dadurch zugleich derAufstieg auch in eine höhere Laufbahn eröffnetwerden.Staatssekretär Pfundtner kommt in dem A u f­satz auch auf die Lebenshaltung der Beamten zusprechen und erklärte es für selbstverständlich,daß der nationalsozialistische Staat bestrebt seinwird, seinen Beamten eine ihrer Stellung undIhren Leistungen entsprechende Lebenshaltungund Ihren Kindern eine angemessene AusbildungUnd Ausstattung zu gewährleisten. Er w ird sichv o r allem die Förderung der Frühehe und derKinderreichen w eiter angelegen sein lassen. Seinebesondere Sorge w ird den Kriegsteilnehm erngelten. Für die angemessene Versorgung derRuhestandsbeamten und der Hinterbliebenengilt das Gleiche.Das große Ziel der Beamtenpolitik im GroßdeutschenReiche w ird erreicht sein, w enn dieBesten der deutschen Jugend es w ieder als besondereEhre betrachten, dem deutschen V olkeis Beamte zu dienen.Ausweiszwang im SchlafwagenKünftig wird in den Schlafwagen geprüft, ob dieBettkarten auf den Namen des Inhabers ausgestelltsind. Die Schlafwagenreisenden haben daher demSchlafwagenschaffner bei Beginn der Fahrt außer demFahrausweis einen mit Lichtbild versehenen Ausweisüber ihre Person (Paß, Kennkarte oder sonstigenamtlichen Ausweis) auszuhändigen, der vor Beendigungder Fahrt zurückgegeben wird.17, A p ril1942im m e rrichtig!DAS GENERALGOUVERNEMENTLemberg rüstet für zukünftige AufgabenNeuorganisation der städtischen Verwaltung - Zusammenfassung in fünf Dezernate und 39 Ämter > Landgemeindenmit städtischer Wohnbevölkerung sollen eingemeindet werden - Bessere Verkehrsersdiließung der DistrikthauptstadtLemberg, 17. A p rilBei der ersten Arbeitsbesprechung, die StadthauptmannDr. Höller nach seinem Am tsantrittabhielt, erläuterte er die Grundgedankenund Einzelheiten des neuen Organisationsplanes,w ie er inzwischen für die Verw altung in derStadthauptmannschaft entw ickelt worden ist.Danach ist das einzelne A m t identisch mit derZusammenfassung eines Sachgebietes, und nursachliche Masstäbe sind für deren Abgrenzungenberücksichtigt worden. D ie Zusammenführungder Äm ter zu Dezernaten jedoch nahm Rücksichtauf die. zur Verfügung stehenden Persönlichkeiten.So arbeitet die Stadtverwaltung Lembergsin nur fünf Dezernaten — allgem eine V e r­waltung und Polizeiverw altung, Gesundheitsverwaltung,Bauverwaltung und Wirtschafts-Finanzverwaltung — m it insgesamt 39 Ämtern. Dem DezernatW irtschaft ist die Oberleitung der StädtischenW erk e an gegliedert worden. StadthauptmannDr. H öller w ies darauf hin, daß die erstenErfahrungen m it dieser neuen Organisation derStadtverwaltung den Erwartungen recht gegebenhabe. W e ite r habe er sich bemüht, Zuständigkeiten,die aus sachlichen oder personellen Gründenabgespalten w orden waren, w ieder bei derStadthauptmannschaft zu vereinigen, um eineeinheitliche Steuerung aller Fragen die dasStadtwesen angehen, zu erreichen. A n seine M itarbeiterappellierte der Stadthauptmann, daß esauf den Geist ankomme, in dem die gestelltengroßen Aufgaben gelöst würden. Er erw artetätige M ith ilfe aller; denn die Stadtverwaltungmüsse ein rasch funktionierender Apparat sein.Fleckfieberkurve sinktIn kurzen Referaten gaben die DezernentenÜberblick über die Hauptfragen der ihnen unterstehendenSachgebiete. In der Gesundheitsverwaltungbereitete die Bekämpfung des FleckfiebersSchwierigkeiten, das von entlassenenKriegsgefangenen eingeschleppt worden war. Dader Stadt jedoch nur ein einziges Krankenhaus,das Medizinische Institut (Universitätsklinik), zurVerfügung stand, wurde eine Reihe von kleinerenGebäuden provisorisch eingerichtet. Schulärzteund Pflegerinnen kontrollierten täglich dieKinder auf Kleiderläuse. A n die Am bulatorienerging die Anweisung, nur dann Patienten zubehandeln, wenn sie sauber und frei von Läusensind. Durch diese einzelnen Maßnahmen wurdeein bemerkenswerter Rückgang der Fleckfiebererkrankungenerreicht.Eine A ktion w ird zur Beseitigung des Müllsin den Straßen und H öfen durchgeführt. Uberdie Rattenbekämpfungsaktion folgen Einzelheitenin den nächsten W ochen. W e ite r wurde dieSchaffung einer Kläranlage für die Abwässer,die in den Peltew-Graben fließen, als vordringlichfür die Zukunft bezeichnet. Tierseuchen sinderfreulicherw eise nicht aufgetreten. Der Bekämpfungder Tollw u t dient die Einführung der Hundesteuer,die sich bereits günstig auszuwirkenbeginnt. M onatlich w erden rund 200 herrenloseHunde eingefangen. Ein Umbau des Schlachthofesmacht sich erforderlich.Die kommende EingemeindungA u f dem G ebiet der Bauverwaltung standenlebenswichtige Bauten bzw. W iederherstellungenvon Gebäuden im Vordergrund, so u. a. eineEntlausungsanstalt, die in w enigen W ochen fertigwird, Straßenausbesserungen, sow ie die Einrichtungvon Läden und Gaststätten. Die W ie ­derherstellung von beschädigten Wohnräumengeschieht durch vier Bezirksbaubüros, die rund460 O bjekte auszubessern haben. D ie Transportschwierigkeitenbeschränken die Baupläne imübrigen auf besonders dringende Vorhaben.Die kommende Eingemeindung bezieht in denBereich der Stadt Lemberg die Gemeinden ein,die nicht mehr landgebunden und schon alsW o h n viertel der städtischen Bevölkerung dienen.Verkehrsmäßig ist Lemberg w en ig durchgliedert.Der schienengebundene V erkehr ist im W estenkonzentriert und verbreitet von daher Ruß undSchmutz über die Stadt. Der schienenlose Ver-Galizien feiert den FührergeburtstagDistriktsstandortführer Dr. Wächter in Stanislau - Feierstunde in LembergLemberg, 17. A p rilüberall im Generalgouvernement, w o Deutscheleben, w ird man am kommenden M ontag desMannes gedenken, der dem ganzen deutschenV o lk seit Jahren schon rnbegritr des Deutschtumsüberhaupt gew orden ist; unseres FührersA d o lf Hitler. Er vollendet am 20. A p ril sein53. Lebensjahr.Der K rieg hat den Führer an die Front geführt;deshalb w ird das V o lk mit seinen G e­danken erst recht bei ihm sein. Die Feierstundenwerden w ie im Reich so auch im G eneralgouvernementdem Ernst der Z eit angepaßt sein, abernichts kann das V olk hindern, seines Führers instiller Verehrung zu gedenken. Man w ird aufentlegenen Zollgrenzschutzposten, auf entferntenStationen der Ostbahn und Stützpunkten der Postmit seinen Gedanken bei ihm w eilen ebenso w iein abgeschiedenen Dienststellen. In größeremRahmen, wenn auch m it der gleichen ernstenWürde, werden naturgemäß die Feierstunden inder Hauptstadt und in den Distriktshauptstädtensich abwickeln. Im M ittelpunkt aller Feiernaber steht die Großkundgebung in der Krakauer„U rania" mit der Rede des Regierungspräsidentenff-Brigadeführer Krebs, der als Gast desGeneralgouverneurs Reichsleiters Dr. Frankspricht.In der Hauptstadt des Distrikts Galizien, Lemberg,fallen die beiden ersten Veranstaltungenam Führergeburtstag zeitlich zusammen: eineäußere und eine interne. A u f dem Adolf-H itler-Platz findet um 11 Uhr ein großes Standkonzertstatt, und zur gleichen Stunde w erden in denLem berger Lazaretten Mädchen vom BDM erscheinenund den Verw undeten Blumen überbringenzum Zeichen, daß sie sich auch in diesemRaum in guter deutscher Obhut befinden unddeutsche Menschen an ihrem Schicksal teilnehmen.V on 15 bis 17 Uhr finden dann Führer-Geburtstagsfeiern in den Lazaretten statt, die vonder Partei veranstaltet und betreut werden. Um20 Uhr vereinigen sich schließlich die DeutschenLembergs zu einer Feierstunde der N S D A P imgroßen Saal der Kreishauptmannschaft, Sakramentek10, auf der Lembergs Stadthauptmann,Pgt-P fr-It-c l'f -.z slou .W or t -acgrpifap~w i rrl -Distriktsstandortführer Dr. Wächter wirddem Standort Stanislau der N SD A P seinen erstenBesuch am Sonntag, 19. A pril, abstatten und dortanläßlich einer Feierstunde zum Geburtstag desFührers um 11 Uhr zu den Parteigenossen desStandortes sprechen.*In der Hauptstadt des Generalgouvernem entsKrakau w ird der V ortag des Führergeburtstages,der Sonntag, eingeleitet mit einem frischfröhlichenW ecken durch den Fanfarenzug derHJ um 7 Uhr. Um 10 Uhr findet die Aufnahmefeierder zehnjährien Pim pfe und M ädel in dasDeutsche Jungvolk im Theater der f f und Polizeistatt. In großem Rahmen spielt sich amNachm ittag zwischen 15 und 18 Uhr die V erwundetenbetreuungdurch die Frauenschaft inden Lazaretten Jesuitenheim, Fachschule und Studentenheimab, während der Distriktsstandortführereinem Lazarett einen Besuch abstattet.G leichzeitig finden kulturelle Veranstaltungenstatt, so spielt im Jesuitenheim ein Musikkorpsder Luftwaffe, auch ein Musikkorps der Polizeiw irkt mit. Am Führergeburtstag selbst überreichenum 9 Uhr M ädel vom BDM in den LazarettenBlumen an Verwundete, von 15 bis 17Uhr werden die Verw undeten in den Lazarettenan K affeetafeln ein paar frohe Stunden verleben.D ie Großkundgebung um 20 Uhr in der „Urania"wird eingeleitet mit Marschmusik ab 19.30 Uhr.Nach dem Fahneneinmarsch eröffnet der StellvertretendeLeiter des Arbeitsbereichs (V. i. A.),Stahl, die Kundgebung, in deren Mittelpunktdie Rede des als Gast des GeneralgouverneursReichsleiters Dr Frank in Krakau weilendenRegierungspräsidenten ff-Brigadeführer Krebssteht.7 0 0 0 0 Bienenvölker im Distrikt RadomFörderung der Bienenzucht - Neue Bienenweiden - Sechs KöniginnenzuchtenRadom, 17. A p rilDer Pflege und Förderung der Bienenzuchtwurde im Distrikt Radom seitens der AbteilungErnährung und Landwirtschaft ein besonderesAugenm erk zugewendet. Infolge des langanhaltendenW in ters 1940/41 w ar die Zahl der imDistrikt vorhandenen Bienenvölker erheblich gefallen.Durch tatkräftige A rb eit der inzwischeneingesetzten Bienenzuchtberater in den einzelnenKreishauptmannschaften war die Zahl Ende1941 w ieder auf 70000 Bienenvölker gestiegen.Sie verteilen sich auf etw a 15000 Bienengärten.Die Bienenhalter sind in 16 Kreis- und 85 Ortsimkerverbändenzusammengeschlossen und w erdenvon den Bienenzuchtberatern laufend betreut.V on ihnen erhalten sie ihre Richtlinien undden genauen Arbeitsplan. Das Schulungsprogrammsieht jahreszeitlich je einen eintägigenLehrgang in den einzelnen Ortsfachgruppen vor,so daß in jeder Ortsfachgruppe jährlich vierLehrgänge abgehalten werden. Zur Bekämpfungder Bienenseuchen wurden zehn Lehrgängedurchgeführt, in denen die Arbeitsform en und-methoden zur Bekämpfung der Bienenseuchenerläutert wurden. M it der Einsetzung der Bienenzuchtberatersow ie der Kreis- und Ortsimker-verbände konnten genaue Aufstellungen über dieBrachländereien, den Bestand an Samen von honigspendendenPflanzen, Sträuchern und Bäumenim Distrikt Radom angefertigt werden. Es wurdenim vergangenen Jahr 23000 Akazien-, 350Ahorn- und 300 Lindenbäume sow ie 200 Salw eidengepflanzt und 75 Kilogram m Steinklee ausgesät.Außerdem sind 15 größere Schulen mithonigspendenden Bäumen und Sträuchern vorgesehen,in denen 2380000 Bäume, in erster L i­nie Akazien, angepflanzt werden. Durch Sammlungvon Akaziensamen verfü gt der Im kerverbandüber eine ausreichende Samenm enge., Inder Gegend von W loszczow a (KreishauptmannschaftJedrzejow ), w o besonders gute Vorbedingungenangetroffen wurden, ist neben der Errichtungvon Versuchsfeldern zum Anbau vonverschiedenen honigspendenden Pflanzen auchdie An lage einer größeren Baumschule geplant.Ferner sind sechs Königinnenzuchten eingerichtetworden und rund 70 Beobachtungsstationen,auf denen der V erlauf der Blütezeit und derNektarisierung der Pflanzenwelt beobachtet w erdensoll. Bei dem durch die Neuorganisation erreichtenStand kann mit einer wesentlichen Steigerungdes Honigertrages gerechnet werden.kehr berührt nach westlicher Richtung dieOpernstraße, die bisweilen von den Fahrzeugendes Fernverkehrs geradzu gesperrt ist. Daherentsteht die Notw endigkeit der Anlage vonRing- und Entlastungsstraßen. Durch entsprechendenEinfluß auf die Bauvorhaben der Privatwirtschaftw ird man dazu kommen können,das ehrwürdige historische Bild der Stadt Lembergw ieder in leuchtenden Farben erstehen zulassen.A u f dem Gebiet der Wirtschaft gehört die Bewirtschaftungvon Rohstoffen und Mangelwarenzu den besonderen Schwierigkeiten. Auch beider Treibstoff Zuteilung muß nach sehr strengenMaßstäben verfahren werden. Andere Sachgebietedes Dezernates erfordern Entscheidungenauf w eite Sicht. So muß z. B. die Gewerbezulassungauf die werbende Kraft der SchaufensterRücksicht nehmen, w ie sie besonders für denRingplatz als den repräsentativen Platz Lembergserforderlich ist. Freilich setzt jede wirt-schaftliche Entscheidung auf w eite Sicht die Berücksichtigungder großen Planung für die galizischeHauptstadt voraus, die sich nach derzukünftigen Lebensgestaltung der Deutschen indieser Stadt richten wird.Haushaltsplan in VorbereitungDer Haushaltsplan für das kommende Rechnungsjahrbefandet sich bei der Finanzverwaltung inAusarbeitung. Der finanzielle Bedarf der Stadtw ird w egen der ungewöhnlichen Situation Lembergshoch sein, die mit einer anderen Großstadtdes Generalgouvernements nicht verglichenw erden kann. Die Hauptkosten nehmen ein:Straßen und öffentliche Plätze, Gesundheitswesen,Fürsorge und allgemeine Verwaltung. DiaEinnahmen sind auf 24 Mill. Zloty veranschlagt.Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgabenkennzeichnet Lemberg als ein aufstrebende»Stadtwesen. Die städtischen W erke sind durchKriegseinflüsse verhältnismäßig wenig betroffenworden. Trotzdem haben sich umfangreiche Aufbauarbeitenerforderlich gemacht, so daß e in «Reihe technischer Projekte für die Zukunft besteht.Klare FirmenkennzeichnungFür deutsche und polnische UnternehmenWarschau, 17. AprilEs besteht Veranlassung, auf die Verordnungüber die Bezeichnung der Geschäfte im Generalgouvernementvom 23. Novem ber 1939 hinzuweisen.N ach dieser Verordnung müssen Geschäfte,„ , . .schältewerden. Sie dürfen danebenpolnische Firmenbezeichnungen führen,Geschäfte, deren Inhaber Polen sind, haben einepolnische Firmenbezeichnung zu führen. Siedürfen daneben mit einer deutschen Firmenbezeichnungversehen werden. Das gilt nicht Tiurfür Ladenlokale oder sonstige Räumlichkeiten,sondern überall dort, w o eine Firma an die Öffentlichkeittritt. Insbesondere ist dies auf Briefbogen,Rechnungen usw. zu beachten. Diadeutsche Firma w ird die deutsche Bezeichnungauf der linken Seite des Briefbogens zu tragenhaben, die polnische Bezeichnung kann entwederdarunter oder auf die rechte Seite gesetztwerden; das Um gekehrte gilt für die polnischenFirmen. Es muß erw artet werden, daß die Firmeninhaberschon in ihrem eigenen Interessesich dieser Verordnung erinnern, zumal Zuwiderhandlungenmit Gefängnis bestraft werden.Radom einst eine wehrhafte StadtStadtmauer umzog früher die DistriktshauptstadtRadom, 17. AprilIm 14. Jahrhundert haben sich deutsche Siedlerauf dem Gebiet der jetzigen Stadt Radomniedergelassen und die Grundlagen für die Stadtgeschaffen. Einige alte Häuser in der Nähe de»Rathauses künden heute noch davon, daß hiereinst deutscher Bürgersinn und deutsches Bauschaffenansetzte, eine Stadt deutscher Prägungzu schaffen.Später hat Radom auch eine Stadtmauer erhalten.Die noch heute bekannten BezeichnungenKrakauer Tor, Petrikauer und Lubliner Tor sinddie letzten Zeugen jener verschwundenen altenW ehranlage. Die Erde allerdings birgt in Radomnoch an zahlreichen Stellen T eile jener altenMauer, die einst das Gemeinwesen umfriedete.Bei Bauarbeiten ist man in den letzten Jahrenwiederholt auf diese Mauerreste gestoßen. Neuerdingssind auch alte Pläne w ieder aufgefundenworden, die den V erlauf der einstigen Stadtumwallungzeigen, über der Erde sind nur ein kleinerTurm und ein kleines Häuschen, das sich andie Mauer anlehnte, als letzte Zeucen der früherenStadtmauer erhalten geblieben.Der heutige Rathausplatz bildete übrigens einstein stark w elliges Gelände. Der Platz in derjetzigen Form ist durch Aufschüttungen bis zufast zw ei M eter Höhe entstanden. Bei Kanalisationsarbeitenist man w iederholt auf eine fastzw ei M eter unter der Erde liegende zw eite Straßendeckegestoßen. M an hat also seinerzeit diealte Straße einfach zugeschüttet.Um Radoms Stadtbild w eiter zu verschönern,w erden die Seiten des Rathausplatzes in diesemFrühjahr mit W eiß- und Rotdorn bepflanzt werden.Die in den letzten Jahren angepflanzten Akaziensind zum größten T eil den harten Winternzum Opfer gefallen. Die Stadtverwaltung Radomhatte außerdem unter Aufwendung ansehnlicherM ittel Grünstreifen in einer Länge von acht K ilometergeschaffen. Sie sind leider von der Bevölkerungrestlos zertreten worden, so daß dieStadt darauf verzichten muß, die AnlagenFrühjahr w ieder herzurichten.nmimmMiiiiiiiimnitiiiiiiiimiiiiiiMiiiiiiiKiiMiiiiiiiiiuiiiiiiMiiiiimiiniiftiiniiiiuinniimmiimiuiHMmmIm Generalgouvernement wird beute verdunkelt*Von 20.50 Uhr bis 4.40 UhrimN r. 90 l Seite I


Je billiger des Licht ist, desto m ehr Licht können Siee u r Schonung Ihrer Augen Verw end e r . Benutzen Sie innenmattierteO sram -Q -Lam penmit der Doppelwendel. Die Typen 40— 150 Dekalumen sind dierichtigen Lampen fürs Heim.&& **■*A■• «*•' ••- ■* . . » • • * • »* * * •T» • - . • « * /„• ,L . . * • *• • • ; » * » « «•p***-*.*« vwm*»-u>n* -».dt«*-.» »■CHUH0E]Bekanntmachungdes Finanzinspektors Lemberg-StadtN a d t 5 2 Ab«., l! der Anordnung ü ber die Einkommen-»teuer im D istrikt G alicien vom 26. September 1941 (VBiG G .Sv 535) sind o lle steuerpflichtigen Personen bis zur Bekanntgabedes Einkommensteuerbescheides für 1941 v e r­pflichtet, am 15. A p ril !942 ein e Vorauszahlung a u f dieEinkommensteuer 1942 in doppelter H öbe der für das abgelaafene1. Ka-Iend er v ie r tel j afar 1942 zu leistenden Umtatenteuervorauszahlungenzu entrichten.W tid der Term in nicht eingeixaltea, erfolg t d ie Rcitreilu | .L e m b e r g , den IS. A p ril 1942.Dr. Mcfttsr. FtnanzinspekteurBekanntmachungdes Stadthauptmaims in Warschau.Betr.: Erteilung von Benutzungsbescheinigungenfür Personenkraftwagen.Zur Durchfübrung der V erordnu ng ü ber die Benutzung* » ß Personenkraftwagen vom 10. M ärz 1942 fV B IG G . S. 123)» w i e der Anordnung vom 11. M ärz 1942 (V BIG G . S. 138)gebe ich folgendes bekannt:f. Personenkraftwagen, die vo m Straßenverkehrsam tW arschau auf Ostmrmmern zugelassen sind, dürfenab 1. M ai 1942 nicht mehr verkehren, wenn nichtder Umfang der zulässigen Benutzung d e« Fahrzeuge«durch eine Benutzungsbescheinigung für jedermannjederzeit erkennbar gemacht ist. JDie Benutz im gsbescheinigungist an der inneren S eite der Scheibe d e«hinteren rechten Fensters, b ei offen en W agen an derWindschutzscheibe anzubringen.*r W e r ohne d ie vorgeschriebene Benutzungsbescheininigungm it einem Personenkraftwagen fährt o d er denUmfang des zulässigen Benutzung überschreitet, w irdnach § 2 der Verordnung über die Benutzung vo nPersonenkraftwagen vom 10. M ärz 1942 (VBIGG. S. 234)mit Gefängni« oder m it G eldstrafe nJcat unter1900,— 21. bestraft,f. Die Benutzungsbescheinigungen werden vom Stiaßeuverkehrsamt Warschau erteilt. D ie A nträge sindschriftlich einzureicben und zwar für deutsche undausländische Besitzer von Personenkraftwagen beimStraßenverkehrsamt Warschau, D anilow iczow ska 1,für polnische Besitzer von Personenkraftwagen bei derStraßenverkehr samts-Nebens t e ile , W arschau, T a igo -wa 7.L Dem schriftlichen Antrag ist die Dringlichkeitsbescheinigungeiner deutschen Wehrmach ts- oder Z iv il Verwaltungsbehördebei2ufügen, aus der hervorgeht, daßder betreffende Personenkraftwagen für w ehrw ichtigeoder lebenswichtige Dienstfahrten notw endig ist. D ieDiinglichkeiUbescheinigungen fw ^Personenkraftw agen,die für wehrwichtlge Zw ecke ■ •i ^ u w g w teffthalfen, von wem der Tr«Fahrzeug gestellt wird.$. Für jedes Personenkraftfahrzeug ist ein besondererschriftlicher A ntrag mit D ringlichkeitsbescheinigungeinzureichen. Sammelanträge werden nicht bearbeitet.Unbearbeitet bleiben A nträge ohne Dringlichkeitsbetcheinfgung.ft. Der »chriftliche A ntrag muß gesnau erkennen lassen,für welchen Zweck, Personenkreis und für w elch eFahrstrecke der betreffende Personenkraftwagen beanspruchtwird. Br muß Insbesondere erkennen lassen,ob der Personenkraftwagen für Stadtfahrten oder nurfür Fernfahrten und an welchen W ochentagen notwendigist.f . Die Anträge müssen bis spätesten* 20. A p ril 1942 eingereichtsein. Persönlich oder fernmündlich gestellteAnträge heim Straßenverkehrsamt w erd en nicht bearbeitet.Zur Anbringung der Benutzungsbescheinigung hat derA n tragsteller das betreffende Personenkraftfahrzeugauf schriftliche Vorladung hin in ordnungsgemäßembetriebssicherem Zustande vorzuführen. D ie Benutzungsbescheinigunggilt nur für das beantragte Kraftfahrzeug tmd ist nicht übertragbar, die Anbringung erfolgtdurch das Straßenrerkehrsamt. D ie amtlichen Erkennungszeichensind bis zum V orladetcrm in mit w eißerFarbe neu zu grundieren und m it schwarzem Lack dieErkennungsziffem neu zu streichen. D ie Vorladung„ gilt bis zur Bestempelung und Bewinkelung der Erkennungszeichenund Anbringung d er Benutzungsbescheinigungals Fahrtausweis und ist in der Zwischenzeitstets mftzuführen.(k D ie zur W ehrmacht, V erw altu ng (nur deutsche Behörden)und Partei gehörigen Personenkraftw agen w erdenvon dieser Bekanntmachung nicht betroffen, für«ie gelten besondere Bestimmungen,ft. Für Personenkraftwagen mit Reichsnummmern ist dieBenutzungsbescheinigung bei der zuständigen Zulassongsstelledes Heim atstandortes zu beantragen, daauch diese Personenkraftwagen nach dem 1. M ai 1942ohne Benutzungsbescheinigung nicht mehr verkehrendürfen.Warschau, dem 9. A p ril 1942.Der Stadthaupfmann in W arschauPolizeidirektorDr.BethkeBekanntmachungüber Zwangsversteigerungen.D ie Sozialversicherungskasse in W arschau gib t bekannt,daß auf Grund des $ 13 der Z w eiten V erordnung über dieSozialversicherung ira G eneralgouvernem ent (Unterstützungenund Verfahren) vom 7. M ärz 1940 (VerordnungsblattG G P. T . I , Nr. 18, S. 92) folgen de Zwangsversteigerungen»tattfInden werden:A m 21. A p ril 1942 in W arschau:t, trat f f Uhr, Grochowskasfraße 280, W . 22:M öbel — gesamter Schätzungswert . . ZI. 630,*—i sm 11 Uhr, Marschallstraße 49: Destillationsapparat— Schätzungswert . . . . ZI. 2500,—ft. um 11 Uhr, Now ogrodzkastraße 9, W . 15:M öbel — gesamter Schätzungswert . . ZI. 585,—4. um f f Uhr, N o w y Swiatstr. 40 : 20 Tischchenaus Eichenholz — gesamter Schätzungswert........................................................ ZI. 1200,—ft. um 11 Uhr, Marschallstraße 142, W . 22:M öbel — gesamter Schätzungswert . . ZI. 1945,—D ie gepfändeten Gegenstände können am T a ge der V e r­steigerung in der oben angegebenen Zeit sow ie in den obenangegebenen Räumen besichtigt werden.SozialversicherungskasseIn W arschau.BekanntmachungFttr nngfiltig werden erklärt; D er vertorengegangeneDienstausweis Nr. 203, ausgestellt für O berförster AntonW a ia c i, Konskle, nnd der W oUstoffbezugscheln N r. 543914,ausgestellt für Zlental Antonina, Konskle.Forstaufsichtsamt — Außenstelle K onski«.SchluB der Amtlichen BekanntmachungenStile 0 L Nr. 90F. Küppersbusch &Söh ne A: G., GelsenkirchenDj u c k sc riftan, A n g e b o t e u n d In g e n ie u rb e su c h a durchF. K ü p p e rsb u sch u. Söhne A k tiengesellsch aft, Büro K ra k a uKralsb u . A dolf-H itler-Platz 46 (R u f 200 77) - A u sste llu n g srä u m e4bts5Büroränmemögl. in deutschem Wohnviertelund mit Garagen bzw. Lagerräumezu mieten gesucht.Schmidt & Münstermann. Tiefbaugesellschaft,Warschau, Marsstraße8/3Anhänger für Traktorentarn Holztransport, e v tl. 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A p ril6.00: Lustig und heiter. 9.06: Frühkonzert. 11.30: Kernspruch,anschl. 12.30: Musik zur lAfcrkpause. 14.10: K lin ­gende Kurzw eil. 15.15: K lein e Freuden. 16.00: Nachmittagskonzert.17.10: Bunte Reihe. 19.15: Schöne Heim at —schöne Lieder. 19.45: A rtikelveilesu n g. 20.20: A lles herhören.21.00: Komm ins Traumland mit mir. 22.10: Unterhaltungsmusik.0.10: Erlebte Landschaft. 1.00— 2.00: Musikfür alle.oeoisciisLiclitspieiealer inUMauspielplan uom 17. bis 23. April 1942H E L G O L A N DZlotastrasse 7.Ein S ym b o l des heroisch e nFre iheitskam pfes in SpanienwA lk a z a r“mitFosco Giachettl, M a ria Denfs, M irella Balin,Rafael C alvoD a s preisgekrönte Meisterwerk von Augusto G eninaFür Jugendliche zugelassenKAMHERLiCHTSPiELEMarszalkowska 8.Eine tief im M enschlichen w u rze ln d eFilm C ich tu n gEsn Leben lan g“* »P a u la Wessely, Joachim Gottschalk, M a ria AndergastFür Jugendliche -verbotenS C H A D B U R OH K AGA. 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UNTERHALTUNGKagelwitA n e k d o te v o n O tto A n th e sKaiser Karl der Vierte, der Luxemburger, w areiner der gescheitesten K öpfe seiner Zeit. Denner sprach und schrieb nicht nur fünf Sprachen,sondern verstand auch die v ie l schwerere Kunst,in den Herzen der Menschen zu lesen und seinHandeln danach einzurichten. Einmal aber mußteer sich doch eine derbe Lehre geben lassen undzwar von Kagelw it, der, von Hause aus ein StendalerKind, der tatkräftigste unter den Erzbischöfenvon M agdeburg gew orden w ar und als solcherauch die Vollendung des M agdeburger Domsdurchsetzte; durch all seine anderen Verdiensteaber nicht so volkstümlich wurde w ie durch dieErfindung, die ihm bei seiner Begegnung mit K aiserKarl zu machen beschieden war.A ls nämlich dieser Kaiser K arl im Jahre 1378die M ark Brandenburg erworben hatte, bereisteer alsbald das neugewonnene Land und wurdeallenthalben, vorzüglich aber in den reichenStädten der Altmark, aufs höchste geehrt undgefeiert. Einen hohen Herrn ehren und feiernaber hieß damals vor allem: ihn mit reichlicherSpeisung und Tränkung versehen. So hatte derKaiser sich wacker durch Seehausen, Tangermündeund Stendal hindurchgegessen und hindurchgetrunkenund war im Begriff nach KlosterLehnin aufzubrechen, um seinem nunmehrigenLandesnachbarn, dem Erzbischof von Magdeburq,dort einen freundnachbarlichen Besuch abzustatten,als ihm kundgetan wurde, daß eben dieserErzbischof K agelw it sich in aller Öffentlichkeitund hat größter M ißbilligung über sein, des K aisers,Verhalten ausgesprochen, indem er nämlichgesagt habe: ein Kaiser solle seinen Untertanenein V orbild sein in allen guten Dingen, aber nichtim Fressen und Saufen. Der Kaiser, immer daraufbedacht, sich mit kluger Mäßigung zwischen denMenschen hindurchzufinden, schluckte seinenÄ rger über diesen kühnen Ausspruch ebensotapfer hinunter, w ie er es mit all den Suppen undBraten der letzten W ochen getan hatte. A b er ernahm sich doch vor, dem Erzbischof auch seinerseitseine U ngelegenheit zu bereiten. A ls er nunvon seinem Gastgeber am Klostertor begrüßtworden war, verlangte er alsbald, dessen Kochzu sehen. Er nahm den Mann, der ehrfürchtig mitder Kappe in der Hand vor ihm stand, beim Ohrläppchenund sagte freundlich: „W en n bei m einemAufenthalt in Lehnin ein einziges Tier seinLeben läßt, mein Sohn, dann lasse ich dir dieOhren abschneiden".Der Erzbischof, der wohl wußte, daß ein Kochseiner Zeit, wenn er nicht Fleisch und noch einmalFleisch aufsetzen konnte, schlechterdings inVerzw eiflu ng sein mußte, w ie er da eine festlicheTafel rüsten solle, suchte, tiefer Gedankenvoll, nachdem er den Kaiser einer kurzen Ruheüberlassen, den treuen Diener seines Magens undfand ihn hinter dem W irtschaftshof, w o er trübsinnigauf die Einfriedigung gelehnt stand, hinterder sich die Schweine des Klosters in Dreckund Sonne sielten. — „W a s nu, Kasper?" sagte er.Der M ann machte eine verstohlene Handbewegung,die sich nicht ganz bis zum Hinterkopfauslief, und erwiderte: „Ja, H err — entwederbin ich Koch gewesen oder meine Ohren sindhin” . K agelw it schaute versonnen über die Schweinehin, die nichts von dem Trauerspiel ahnten, dasso oder so um sie spielte, und meinte: „Sollte einMensch seine Horcher lassen müssen, wenn soviel mindere Kreaturen auch ohne Ohren lebenkönnten?" Darauf hielten die beiden noch einengeheimen Rat, und als der Kaiser sich zu Tischsetzte, stand vor ihm ein mächtiger N apf v o ll derwunderbarsten Erbsensuppe, in der unverkennbarzerstückelte Schweinsohren rosig und fett umherschwammen.Dies war der Augenblick, w o den Kaiser seinegewohnte Klugheit verließ. Denn w ie manchegescheiten Leute konnte er es eher vertragen, daßSo la nge die Erde stehtR om an v o n W ill-E r ic h P e u c k e r tCopyright by Paul List-Verlag, Leipzig17Sie antworteten W o la ; es konnte aber auchW olfsberg sein.„D ie machen sich Ostern halt eine Lust", sahBertha dem Staubschwanze nach, der da ent-»tand.„N ee, was denn — zum ersten Feiertage?"A u f dieses zuckte die M agd nur die Achseln„M anche sind so — "„Ja, manche sind so. Tät' ich w as gelten, ichließ es nicht zu." Die Sinn-Mutter w ar plötzlichganz mürrisch geworden. *„Nun, w egen dem Fortfahren", entschuldigte•ie Bertha. „D ie w er'n ja nicht tanzen."„Das w är' w ohl garl Heute, am ersten Feiertagetanzen — !“„Sie sind halt jung — ", w arf die Dienstmagd«in.„Nun, m ögen sie jung sein. Da denkst duwohl, da müßten sie gleich ihren W illen haben?"— Plötzlich kam ihr ein anderer Gedanke.„Du hast dich wohl auch schon in ihn vergafft?"„Ich? — N ee, weshalb denn? In unsern Erhard?W ie kommt ihr d’n darauf?“„ W ie ich drauf komme", nahm die Frau Sinnihre Frage auf; „du tust sie mir eben zu sehrentschuldigen."„Ach, dummes Z eu g!" w ehrte sich Bertha dagegen.Doch w ie sie so gingen, — hinter der Grube,die über der Straße ist, meinte die Sinnen, nochganz aus dem vorigen Gedankengange: „Du tätestdir da auch nichts w eiter erhandeln."Das Mädchen schob die Bemerkung beiseite.Es sagte nur, w ie beiläufig, im W eiterschreiten:„Ich brauche noch keinen. Ich hab‘ w ohl nochZeit."„Freilich! Du kannst es lange noch erpassen."Sie trippelte kurzschrittig neben ihr her. „W a sh ä tfst 'n davon? Nichts hast du davon. Ein jungerMensch, der ist noch sein Herr. W en n eineerst heiratet, da ist es aus. Da ist sie nichtsmehr und gilt sie nichts mehr. Da kommen die17. A p ril 1942man ihm grob an den W a gen fuhr, als wenn ihmeiner in der List über sein w ollte. Er bekameinen Zornsanfall und befahl den Koch zur Tafel.„W a s hast du da gemacht?" herrschte erihn an.„Es ist kein T ier geschlachtet w orden“ , antwortete der Koch.„Dann hast du den lebenden W esen Gottes dieOhren abgeschnitten", brauste der Kaiser auf.„Das ist das Grausamste, was mir je vor die Händegekommen ist. W eiß t du, was du bist? Du bistein — " H ier aber fiel ihm der Erzbischof insW o rt und sagte mit starker Stimme: „Und seineOhren, Großmächtiger?" Der Kaiser stutzte.K agelw it aber fuhr fort: „A ls deine H errlichkeitmeinem Koch die Ohren zu nehmen drohte,da sagte sich dieser arme Mensch: Gott der H errhat ihn zu meinem Kaiser gemacht. A lso ist ermein Herr, meine Ohren sind sein, er kann siemir nehmen, wenn es sein W ille ist. A b er Gottder Herr hat auch bei der Schöpfung jeglichenMenschen zum Herrn gemacht über die Tiereder Erde, und die Schweine nahm er dabei nichtaus. Sollte also dieser Mensch, damit er seineOhren rette, nicht die seiner Schweine zu nehmenvor Gott und Kaiser im Rechte sein?"Da zog der Kaiser ein lustig verkniffenes G e­sicht, w ie er allemal tat, wenn er um größerenV orteils w illen einen kleinen Schaden hinnahm.Er löffelte kräftig in dem Napf, der vor ihm standund sagte: „D ie Suppe schmeckt fürtrefflich, w ieich nie eine gegessen".Das haben dann nach ihm noch ungezählteMenschen jeglichen Standes von Erbsensuppe mitSchweinsohren gesagt, und darum ist K agelw itsNam e wert, unter den Großen genannt zu w erden.Zu w elchem Ende denn auch die Stendalersein Bildnis in den Schlußstein des achtteiligenSterngewölbes gesetzt haben, das über ihremschönen Saal im Rathaua schwebt.Deutsche Tanzkunst — Liselotte Kostet" und Jockel StahlEs ist schon ein paar Jahre her, seit LiselotteKöster, der man bei den Olympischen Festspielenzu Berlin das Emblem der M eistertänzerinüberreichte, einen ganz großen T ag im DeutschenOpernhaus hatte. Daswar, als sie in dem farbigbew egten Tanzdramavon Rudolf Kölling(Musik RichardMohaupt) „D ie Gaunerstreicheder Courasche"die H auptrolle tanzte:das schmale, fein geschnitteneGesicht fastunkenntlich geschminktzu einer Maske, auf dieStaub und Glut meilenweiler W anderungendurch das kriegsverwüsteteLand unverwischbare Spuren geprägthatte, mit zerrissenem Kleid, bald Bettelweib,bald wahrsagende Zigeunerin, bald sturmzersausteLiebste ihres w ilden Springinsfeld — sofegte sie w ie eine prasselnde Lohe über dieBühne, die Herrin der Landstraße, die Rebellingegen jeglich e bürgerliche Gesittung. Dieses ungestümeTemperament, das in einer solchen Rollemit elementarer G ew alt durchbrach, funkelt undsprüht fortan in jedem Tanz, mit dem sich dieKünstlerin auch in den folgenden Jahren aufBühne oder Podium zeigte.Auch auf dem Podium bleiben die EinzeltänzeLiselotte Kösters dramatisch. Sie wurden dannzu spannungsvollen Ausschnitten aus dem Leben,nachdem Jockel Stahl ihr Partner gew orden war.Nach vorsichtigen Anfängen — w ie überaus seltenist es, daß ein in Tanzstil, Temperament und,Gestalt harmonierendesPaar zueinander findet! —wuchsen beide Künstlerzur vollkom m enen Einheitzusammen. Stahl bringtfür diese Zweisamkeiteine glänzende Technik(seine prachtvollen Drehsprüngeals „Zigeuner"machten gleich zu Anfangauf ihn aufmerksam!)eine ernste und glühendeHingabe an den Tanz undeine an originellen Einfällenreiche Erfindungmit. Keiner der beidenbrauchte also von W esenund Gestaltungskraft dasMindeste aufzugeben, sondernim Zusammenklangsteigerte sich in einerKinder, eins liegt im W agen, und eins, das führtsie schon an der Hand, und eins, das trägt sienoch unterm Herzen. Ist's denn nicht so? — Esist doch so. Und wenn die anderen und gehenin die Stadt, und fahren mal nach Stryj, da sitztsie daheim. Nachts über, da läßt ihr der Mannkeine Ruh, und wenn e r schläft, da kommen dieKinder. Und alle Tage ock Sorge und Not. —N ee du, so lang es nicht sein muß, M ädel — !"„A b e r ihr habt's doch auch überstanden",fragte Bertha m it einem boshaften Gehämsche.„N u freilich, ich hab' es auch überstanden. W irüberstehen es alle mit'nander. Das ist es jaeben. Es ist nicht so schlimm, daß eins dranstirbt. Dann w är' es ja gut. Da w är' doch,wenn's nicht mehr ginge, ein Ende. Es ist, daßman es noch aushalten kann — "„D a muß man halt aufpassen", tat Bertha klug.„Paß dir ock auf!" verstand jene daneben.„Sieh ock, eh' eine verheiratet ist, da ist das A u f­passen längst nicht so schwer. Und selten genugbringt eine es fertig. W enn aber — , was w illst'n dir aufpassen, Mädel, wenn ihr und ihr seidaneinder gebunden? Ein Geist und ein Leib, w ieder Pastor spricht."„Ich meinte aufpassen", erklärte ihr da Bertha,„daß man nicht bloß zum Packesel wird, 's W eibmuß ein Recht haben, so gut w ie der Mann."„Ach, wenn du's auch denkst, es nützt dirdoch nichts — ; denn, siehst du, man w ird haltder Packesel werden. Und es ist richtig, wennman es wird. Man w ill's ja, — es kommt ja auseinem selber."„A u s einem selber? Das w äre ja garl Es kanndoch nichts kommen, als was ich w ill."„So möchte man denken." Die Sinn-Mutterblieb stehen. „A b er das ist eben 's Sakrament."/„W a s meint ihr? ‘s Sakrament?" wunderte sichBertha.Ja, nickte die A lte, das w äre schon recht.Sie gingen w ieder ein Stück miteinander. —-,,’s Sakrament Ehe", wiederholte die Frau Sinnen,als w o llte sie es ganz fest unterstreichen.Bertha sah auf. „Da seid ihr katholisch?"„W eshalb denn katholisch?" fragte die Muttel.„Ich dacht' ock, — w e il ihr doch gerade sagtet:das Sakrament Ehe."wundervollen Spieglung eins im ändern, und esentstanden so glu tvolle Tänze, w ie die „Serenade"oder der „A bsch ied", zu M usiken vonbreitströmender, inbrünstiger M elodik, die voneiner ebenso großen, die W e ite des Raums mitmächtigen Schwingungen durchschneidenden Bewegung b egleitet werden. W enn in der leidenschaftlichenBezauberung dieser Duos w oh l einHöhepunkt erreicht scheint, so sind doch die anderennicht minder fesselnd, zumal sie überausm annigfaltige Stoffgebiete m it stets sicher zupackenderCharakteristik gestalten. So die Übertragungder spanischen Faruca in ein Duett, dasm it vollkom m ener Strenge jed e Bewegung v e r­doppelt, eine höchst realistische Straßenszene„M ontm artre" und derübermäßige Scherz „A u fW ach e", der die reicheTanzfolge heiterer v e r­klingen läßt.Erst nachdem sich d i«Künstler als Partner zusammengefundenhatten,haben sie diese eigenenA bende begonnen, diesie auf Tournee durchdas ganze Reich geführthaben. Dabei zeigenauch ihre Einzeltänzeeine immer noch wachsendeV ertiefu n g undGröße. Liselotte Kösters„Appassionata", ihre inatemraubendem Tem po dahinwirbelnde „Habanera",ihre faszinierende Studie nach G oya sindeigentlich M onodramen des Tanzes, die ein ganzesSchicksal in diese aufs knappste geraffte undgestraffte Form einschliqßen.Das gleiche g ilF v o nJockel Stahls in mächtigemUmriß gegen einenhellen Hintergrund schreitenden„Sämann", vonZeichnungen: E. Liebthalseinem phantasievollen„Charlatan" und jenenabenteuerlichen Typenvon Männern des Südens,deren W esen und Schicksalso ursprunghaft imTanze zu reden beginntund uns im Norden damitTräume unsererSehnsucht aufschließt, erfülltvom beglückendenSchwingen einer von allenVerkram pfungen freienKörperlichkeit.Beda P rilip p„N u, ist es das nicht? Nein, M ädel", blieb dieSinnen vor ihr stehen, „w o's das nicht ist, daist alles nichts."„Ich w eiß nicht, w ie ihr das meint, Frau Sinn.'„ W ie ich das meine? — Ich denke mir halt so.entw eder ist es ein Sakrament, oder es ist dieleibhaftige H ölle."„So, w ie ihr vorhin spracht", ergänzte dieJunge.A ber die Sinn-Mutter ging nicht drauf ein.„Ein Sakrament, das muß doch nicht sagen, daßes stets leicht geht. Es geht meistens schwer. Esist nicht bloß eine Zuckerlecke. A b er beim Sakrament,das ist es eben, da achtet man nichtw eiter das .schwer', gerade so nicht w ie dasOdemholen. W enn's aber die H ölle ist, achtetman drauf. Da ist es nichts anderes w ie lauterLast; da ist auch das Odemholen nur Last. Damöchte man verzw eifeln vor lauter Last.“„S o habt ihr doch aber vorhin gem eint — ?"„N ein ", sagte die A lte; „so und nicht so. Dumußt verstehen, es ist nicht die Last; die Lastist bei einer w ie bei der ändern; es ist bloß, w ieman sie nigrmt, die Last. Eins nimmt sie mit Jaund eins mit Qual. Die aber mit Ja hat das Sakrament."„A ch ", widersprach ihr Bertha von neuem, diealle ihre Reden nur flüchtig vernahm, w e il siees besser und richtiger wußte, — „die Ehe istaber kein Sakrament. Sie steht im Katechismusnicht drin."„Sie ist es w ohl nicht. A b er sie kann es w erden.Das w irst du erst später einmal begreifen."Und w ie sie fortschritten, ein ganzes Stück w e i­ter: „Und ob sie drin steht, das ist auch egal.Aufs Drinstehen kommt es wahrhaftig nicht an.Es kommt drauf an, daß es unter euch wird, wenndu einmal verheiratet sein wirst. Denn wenn esnicht wird, da w är' einer besser, sie hängte sicheinen Stein an den Hals und ginge ins M eer, w odie T iefe ist."„Ich kann m ir'* jetzt denken, w ie ihr dasmeint. A ber Frau Sinn", bedachte sich Bertha,w ie v ie le Menschen han denn das Glück?"„G lück?" lachte die Sinnen. „W as heißt dennda Glück? Du brauchst kein* zu haben; duIm RauhreifV o n E m il B arthE is iü ft stü rzt aus o b e rn Sphären, —S ieh , w ie sich s b e sch lä g tU n d im N e b e l-U n g e fä h re nE in g es ch a fin e F o rm e n p rä g t!H a lm und D o rn b litz t v o n K ris ta lle n ,U n d es fla m m t d er R ose F ru ch t.W o r t d a rf s ich tb a r atm en d w a llenA u s des M u n d e s d u n k le r Bucht.S eltsam fre m d im b lin d e n EiseS p ie g e ln V ö g e l F lu g und Ruh.B ä um e H a u ch es w a ch sen le is eU n s v o n S ch w eig e n s U fe rn zu.IHm«NMIHtlHIHlillUIIUUUIiniHimUIIIHIUIIIIUIIlH1lllliHIIUillllllHlilllUlllilllllll)lllainiltl lllimHIWHMKapriolen der ZungeDer am 19. August 1750 in Altenburg geboren*Hermann August Galetti, weiland Professor amGymnasium in Gotha, ist als V ater der Kathederblütenberühmt geworden. Er w ar ein sehr gelehrterKopf, doch dachte er schneller, als er sprechenkonnte. H ier einige seiner markantestenAussprüche:M axim ilian I. hatte die Hoffnung, den Thronauf seinem Haupte zu sehen.Die Perser bekamen bei Marathon einen solchenSchrecken, daß sie ausriefen: „H err Jesus,da kommen die A th ener!"M arat w ar zwar ermordet, aber er starb zuvoran einer Krankheit, die ihm sogar das Lebenraubte.A ls die Pest in Florenz wütete, erlagen ihrauch sämtliche Ä rzte der Stadt. Erst als der letzteA rzt dahingerafft war, verschwand die Seuche.Johann Hus erlitt zu Konstanz die Qualen derVerbrennung, und zwar im Hochsommer 1415, alses ohnehin in Konstanz schon unerträglichheiß war. .W enn im Altertum zw ei Auguren einander begegneten,lächelten sie sprichwörtlich.überaus reizvoll ist in der griechischen Skulpturdie Stellung der drei nackten Grazien. Ichw erde Ihnen das mal vormachen.Nach der Schlacht bei Leipzig sah man Pferde,denen .drei, vier und noch mehr Beine abgeschossenwaren, herrenlos herumlaufen.Der Erste, der an einem zappelnden Frosch denGalvanismus entdeckte, w ar der mit Recht sogenannte Galvani.Diesen Umständen hatte es die historischeJungfrau von Orleans zu verdanken, daß sie /lsH exe verbrannt wurde. Bei Schiller befindet siesich bekanntlich in anderen Umständen.Plato w ar als Schriftsteller äußerst fruchtbar,während die nach ihm benannten platonischenVerhältnisse meistens kinderlos bleiben.Richard III, ließ alle seine Nachfolger hin---------......... .... . 1 I - KSf ——.--richtenrA u f der Metzhaut des menschlichen Auges bildensich alle Gegenstände verkehrt ab. Da entstehtdie Frage: W ieso erblicken Sie mich aufrecht,da ich Ihnen eigentlich total verdreht erscheinenmüßte? M itg e te ilt von L. D.Denken und RatenSlnnspruch im VersteckLehndiener — Tausendschönchen — Musterung —Schulweisheit — Fahrenheit — Egoist — Tunichtgut —Obstgarten — Waschzuber — Trauerweide — Reseda— Dasein. Jedem der vorstehenden Wörter ist eine.Silbe zu entnehmen. Aneinandergereiht ergeben dieseSilben einen Vers von Angelus Silesius.Auflösung aus Folge 89Versteckrätsel„Die Probe eines Genusses ist seine Erinnerung"{Jean Paul).kannst ganz unten, im tiefsten Dreck sitzen, undhast es doch. Und die, die denken, sie haben dasGlück, und mästen sich Ochsen und Kälber undSchweine und zählen das Geld, die haben esnicht. Ich meine, sie han nicht das Sakrament.Das hat m it dem Glück rein gar nichts zu tun."„Ja, w ie denn da?" entfuhr es der Jungen.„M it Glück nicht. Und auch nicht m it einemVerdienst. Eins kriegt es, oder es kriegt es nicht.A ls langte eins mit der Hand in die Bache, undwas es herausbringt, das ist es dann — Duglaubst es mir nicht? Du w irst es schon sehen.W as w illst du denn machen, frag' ich dich bloß,es kommt ein Kerl, und du bist ihm gut. Daschmeißt ihr das bissel Leben zusammen, tjndwas dann draus wird, das w eißt du doch nicht;das kann sich ein M ensch nicht voraus berechnen,— es kann das Sakrament sein oder dieH ölle." »„Das richtige Gutsein müßte es schon sein. Dakann es wohl nie die H ölle w erden."„Ja, M ädel — ", da unterbrach sich die Sinn'nund sagte: „W a s d'n erzähl' ich dir alles? Du bistja noch v ie l zu jung dazu."Sie zuckte die Achseln und gab ihr zurück:„Frau Sinn, 's Jungsein, — wann ist man dennjung? Ich bin m it vierzehn in'n Dienst gegangen.Das ist meine Jugend."Sie waren mit den W orten bis 'rauf an denHelmschen T orw eg gekommen.Der H o f lag sauber und rein in der Sonne.Ein Hahn schrie. Irgendw o gurrten die Tauben,es w ar so ein richtiger Feiertagmorgen. Die alteSinn-Mutter gab ihr die Hand: „Hab vielmalsscnön'n Dank für deine Begleitung.“„Es ist nichts zu danken. Ich hab' zu danken.Ich gratulier' euch auch schön zum Fest."Sie schritt hinauf. Das Tor stand noch offen,so w ie es Erhard hatte aufstehen lassen; dieMotorradspur w ar deutlich zu sehen. Sie schloßes. Dann ging sie auf ihre Kammer, um sich für*Abfüttern zurechtzumachen.Der fuhr jetzt fort! Das war ja zu sehen. Irgendwo fort; sie wußte nicht, wohin. Vielleichtnach Stryj hinaus oder Przem ysl —__________ (Fortsetzung folgt)Nr. 90 L Seite f


B a r r e s e r v en n m o u M 7 - D C M IMBilanz, abgeschlossen am 31. Dezember 1941A k t i v a■ ) Kassenbestand (deutsche und ausländische Zahlungsm ittel, G M d )b ) Guthaben au f Reicbabankglro- und Postscheckkonto . . . .F ä l l i g e Z in s * u n d D i v i d e n d e n s c h e i n e ......................• • . .S c h e c k s ......................................W e c h s e l ................................................................. ! ! ! ! ! ! *Darin sind enth alten : RM 440 082 654.58 W och sei, * d ie dem§ 18 A b s. 1 N r. 1 des Gesetzes über d ie Deutsche R eichsbaakentsprechen (Handelswechsel nach $ 16 A b «. 2 K W G .)S c h a tz w e c h s e l u n d u n v e r z in s lic h e S c h a tz a n w e is u n g e a d a sR e ic h s und d e r L ä n d e r ..................................................................Darin sind en th alten : RM 812 448 678,61 Sobate Wechsel im dSohatzanweisungen, d ie d ie Reicbsbank beleih en d a rfE ig e n e W e r t p a p ie r ea) Anleih en und verzin slich e Sohataanwefm ngea dm R eich « m dder L ä n d e r .............................................• • « ,b ) sonstige verzin slich e W e r t p a p ie r e ...................................................« ) börsengängige D irid en d en w erta •d ) sonstige W e rtp a p ie re .................................. . . . . . . . .In d er Gesamtsumm e sind enthalten: R M 478 4 5 » 8 1 5 ]u " W ertpaplere, d ie d ie Reichsbank beleih en d a rfK o n s o r t ia lb e t e ilig u n g e n .......................................................K u r z fä llig e F o r d e r u n g e n u n z w e ife lh a fte r B o n it ä t u n d L iq u i­d itä t g e g e n K r e d it in s t it u t e ...................................................................Davon sind RM 18 252 108,29 täglich fä llig (N oatrogathaben)r o r d e r a n g e n au s R e p o r t - u n d L o m b a r d g e s c h ä h e n g e g e nb ö r s e n g ä n g ig e W e r t p a p i e r e .............................................................V o r s c h ü s s e a u f v e r fr a c h te te o d e r e in g e la g e r te W a r e na ) Rem bourskredite ............................b ) sonstige k u rzfristige K red ite gegen Verpfän dung bestim m tbezelchneter m arktgängiger W a r e n ............................S c h u ld n e ra ) K re d itin s titu te .......................................................• • • • . . ,b) sonstige S c h u l d n e r ........................................................ .....In der Gesamtsumm e sind enthalten :aa) RM 78150601,58 gedeckt durch börsengängige W ertp apiereb b) RM 287 602 770,88 gedeckt durch sonstige SicherheitenH y p o t h e k e n , G r u n d - u n d R e n t e n s c h u l d e n .................................D u r c h la u fe n d e K r e d i t e .............................................................................B e te ilig u n s e n ( § 131 A b » . 1 A I I N r . 6 d e « A k l i e n * e » e B e « )D aron sind KM 1 2 8 2 0 0 0 t,4 t Beteiligungen bet nnderen K red it.InstitutenZugänge RM 7 842 766,80Abgänge RM 1 0 *0 2 .—Abschreibungen RM 150 489,80G ru n d s tü c k e u n d G e b ä u d ea ) dem eigenen G eschäftsbetrieb d ien end « . . . . . . . .Zugänge RM 878 887,94A b gänge RM 10001,—Abschreibungen RM 6 000 000,—b ) s o n s t ig e ..............................................................................Zugänge RM 84'J 670,—Abgänge RM 271 488,—1V e r r e c h n u n g s p o s te n d e r G e s c h ä fts s t e lle n u n te re in a n d e r . .r o s t e n , o i e d e r R e c h n u n g s a b g T e n z u n g d i e n e n ...................... .....In den Aktiven sind enthalten :Forderungen an K onzeraunternebm en . . . . . . . . . .Forderungen an V o r s t a n d s m it g lie d e r ........................................S onstige Forderungen gem äß § 14 Abs. 1 und 8 K W G . nnd A rtik el 18der Durchführungsverordnung zum K W G ..........................................Anlagen nach § 17 A b s. 1 K W G ...................................... ...........................Anlagen nach § 17 Abs. 2 K W G .......................................................GläubigerPaM ira• ) seitens d er K nndscbaft bei Dritten ben otete K red iteb ) sonstige im In- und Ausland aufgenom m ene G e ld e r an d K red itee ) Einlagen deutscher K red itin stitute . . . R M 158 262 901,84d ) sonstige G l ä u b i g e r ..................... RM 2 087 088 248,98Von d er Summe c) - f d) entfallen a u f: — ................1. je d e rze it fä llige G e l d e r ............................ r m 1888 588 700,722. feste G elder und G elder au f Kündigung . R M 871 812850,55Von 2. werden durch Kündigung oder sind f ä l l i g :a ) innerhalb 7 T a g e n ..................................RM 86 012 700,88b ) darüber hinaus bis zu 8 Monaten . . R M 496 876 714,83e) darüber hinaus bis zu 12 M onaten . R M 829 855 948,80\ 7 d) nber 12 MonRte h in a u s .......................r m 9 066 992,07Verpflichtungen aus der Annahme gezogener und derAusstellung eigener Wechsel (Akzepte und Solawechsel).soweit sie sich im Umlauf befinden...............................Spareinlagena ) m it gesetzlich er K ü n d ig u n gsfrist................................., .b ) m it besonders verein barter K ündigungsM a« . • . « .Hypotheken..................................................Durchlaufende K redite........................• • • • • • !Aktienkapital......................................................Rücklagen nach § 11 des Reichsgesetzes üb. das KreditwesenPensionsfonds..................................................Rückstellungen ......................................Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienenReingewinnj G ew in n vortrag ans dejn V o r j a h r .......................................Gewinn 1 9 4 ! ............................................................................. * ’ 'Verbindlichkeiten aus Bürs.chaftan, ^Wrcbaal- and Scbadt-Abs. 7 des Akriengesetzes). . . . . . . * . ^Eigene Indossamentsverbindlichkeitena ) aus weiterbegebenen B a n k a k ze p te n ............................b ) ans eigenen W ech seln d er Knnden an d ie O rd er der B ank . . .e ) aus sonstigen Rediskontierungen . . . . . . .hi den Passiven sind enthalten:32 231 871,#*8b 211 805.8«472 348 824,16 749538,6025 727 784.525 533186,3040 686 496.626 267 400,15,542 259 759,5028200000,-6668 438.12566 411,60»48 487,3848 743 987,8749707310,91»420808,7913 969008,062240346150,27)2!326 075 713,90115 763 685.341729 411,696001


^ Im n s a ta ttU c h e KurzmeldungenZuschlag zur Steuer bei Fristversäumnis* Der Generalgouverneur hat eine Verordnung erlassen,nach der das Steueramt Steuerpflichtigen, diedie Frist zur Abgabe einer Steuererklärung nicht. wahren, einen Zuschlag bis zu 10 v. H. der endgültig- festgesetzten Steuer auferlegen kann.Ostpreußisches Zuchtmaterial für Litauen% Mit Unterstützung des Generalkommissariatswird in diesem Jahr wertvolles Zuchtmaterial aus■ Ostpreußen nach Litauen kommen. Es wurden u. a.■ 24 Zuchtbullen und 21 Zuchteber eingeführt. Es wer-. den neue Zuchtstationen eingerichtet, und zwar 6 fürZuchthengste, 95 für Bullen, 86 für Schweine und485 für Schafe.232 Mill. RM ÜbergewinneVon Fritz Reinhardt, Staatssekretär im Reichs-■ JJa®n:cmini5teriuinf wird in der Deutschen Steuer-Zeitung ein Aufsatz veröffentlicht, nach dem seit Beginnder Gewinnabschöpfungs-Aktion bis Ende Februar1942 insgesamt 232 Mill. RM abgeführt waren.Hartgewebe nur noch für drei WarengruppenMit Wirkung seit 15. April dürfen nach einer neuenAnordnung der Reichstelle Chemie Hartgewebe inForm von Platten, Stäben, Blankos und Formteilennur noch bei der Herstellung von drei Warengruppenverwendet werden. Zur ersten Warengruppe gehörenLagerbüchsen, -schalen und -teile, Gleitführungenusw., zur zweiten Zahnräder und in gewissemUmfang Schneckenräder und zur dritten HaibundFertigerzeugnisse aller Art, bei denen die besonderenEigenschaften des Hartgewebes die Verwendungerfordern und andere Austauschwerkstoffenicht verwendet werden können. Hartgewebe sindr~lt ’5u" s!harzen getränkte, aneinandergeschichteteGewebebahnen, die warm zusammengepreßt und gehärtetwerden.Preissenkungen bei Holzhäusern und Barackenr „ ? H m n ! mäChti8te ,fÜr den Holzbau hat die n°


Heinrichs des Löwen Ostraum-InitiativeGestalt und Werk des Herzogs in neuer Sicht / Von Prof. Dr. Karl Jordan, Kiel.Van den großen historischen Persönlichkeitendei deutschen Geschichte nimmt Heinrich derLöw e im Bewußtsein unseres V olkes einen besonderenPlatz ein. Im Jahre 1935 wurde imBraunschweiger Dom mit der Ausgrabung seinerGruft begonnen. Bei einem Besuch der Stadtordnete damals der Führer an, daß sein Grab zueiner Gedenkstätte des ganzen deutschen Volkesausgestaltet werden sollte. Im Jahre 1940 sinddiese Arbeiten beendet und der Braunschweiger,,Staatsdom", w ie er hinfort heißt, seiner neuenBestimmung übergeben worden. In den gleichenJahren .3t die deutsche Geschichtswissenschaftin steigendem Maße bemüht gewesen, die Stellung,die H einrich der L öw e in einer gesamtdeutschenGeschichtsbetrachtung einnimmt, immerdeutlicher zu umreißen. Es entsprach denGegensätzen, w ie sie das Geschichtsdenkeneiner früheren Z eit beherrschten, daß FriedrichBarbarossa und H einrich der Löw e als die V ertreterzw eier verschiedener Richtungen in derdeutschen Geschichte angesehen wurden. DasUrteil über den H erzog fiel dementsprechendsehr verschieden aus. Den einen galt er als V o r­kämpfer einer nationalen Politik, den anderenals Rebell gegen Kaiser und Reich. FriedrichBarbarossa oder H einrich der Löwe, das wardie Fragestellung, von der man lange Zeit ausging.Man übersah dabei nur zu oft, daß demletzten tragischen Zusammenstoß zwischen K aiserund H erzog ein Vierteljahrhundert engsterpolitischer Zusammenarbeit vorausgegangen war,und daß diese 25 Jahre eine Zeit der Machtentfaltungdes m ittelalterlichen Reiches ohnegleichengew esen sind. Es mußte deshalb dieAufgabe einer verantwortungsbewußten deutschenGeschichtswissenschaft sein, Heinrich denLöw en endlich aus dem Gegensatz zu dem Stauferkaiserherauszureißen und ihn als den bedeutendstendeutschen Landesfürsten des XII.Jahrhunderts in seinem W erk in Sachsen undBayern zu würdigen.Sein Nam e ist vor allem aufs engste mit dem jerneuten Einsetzen der großen Ostbewegung des |deutschen V olkes im XII. Jahrhundert verbun- •den. Den Spuren seines Großvaters, des Kaisers iLothar folgend, hat er den damals aus dem :Mutterland immer stärker nach Osten drängendenZug der deutschen Bauern und Bürger tat- :kräftig gefördert und im Raum an der Ostsee ;die politischen Voraussetzungen für eine erfolg- ;reiche Besiedlung des Landes zwischen Elbe und jOder geschaffen. Sein Lebenswerk ist das ;Deutschtum Ostholsteins, Mecklenburgs und Vor- ;pommerns. Die Neugründung der Bistümer Lü- ;beck, Ratzeburg und Schwerin durch den Her- izog läßt das Vorschreiten dieser deutschen jLandnahme in seinen wichtigsten Etappen er- jkennen. W enn sich dabei der Herzog der For- ;men der kirchlichen Organisation bediente, so jgeschah dies deshalb, w eil sie nach den Ver- !hältnissen der Ze.t die beste M öglichkeit bot, jdie bei der Aufschließung des flachen Landes~ Wirksamen Kräfte der deutschenmenzufassen. Voraussetzung dafür aber (wardaß die kirchliche Verwaltung in die staatliche 1eingegliedert wurde. So entstand hier zum erstenmalein Gebilde, das in vieler Hinsicht schonan die Form der Landeskirche in den deutschen jTerritorien des späten Mittelalters erinnert. In :der Zusammenfassung aller Kräfte sollte hier j;auf dem neu gewonnenen Boden des Ostens einpolitisches und wirtschaftliches Machtmittel entstehen,das die M öglichkeit einer einheitlichen_ SL-Blasius-Dom in Braunschweig, Heinrichs des Löwen Liebiingswerk, wurde von 1173 bisStaatsbildung gab, wie sie im Altreich bei der1203 errichtet und später mehrfach erweitert. In seiner Krypta stehen die Särge von 48 Fürstenstarken Zersplitterung der politischen Verhältnissein dieser Form nicht mehr möglich war.Diese Bistumsgründung in Holstein und M ecklenburgvollzog der Herzog nicht aus eigenerMachtvollkommenheit, sondern kraft königlicherErmächtigung, nachdem ihm der Kaiser dieReichsrechte im rechtselbischen Land w eitgehendüberlassen hatte. Heinrich erscheint hierals der Vertreter der Reichsgewalt. Diese Tatsachew iderlegt am besten die früher oft v e r­tretene Ansicht, daß die Stauferkaiser die Fragendes Ostens gegenüber der Italienpolitik v e r­nachlässigt hätten. Während Friedrich I. dieReichsidee auf italienischem Boden gegen kurialeMachtansprüche verteidigte, hat er dieSorge für den deutschen Nordosten seinem V etterHeinrich übertragen. Es ist eine Aufgabenteilunggroßen Stiles, die der Kaiser damit bezweckte.Parallel mit der Erweiterung des deutschenVolksbodens geht die Erschließung und Gestaltungdes Ostseeraumes durch das deutsche Bürgertum.Ausgangspunkt wurde dafür die StadtLübeck. An der Neugründung der Stadt im Jahre1158 war Heinrich entscheidend beteiligt. Diedurch ihn verkörperte politische Macht undkaufmännische Initiative reichen sich hierbei dieHand. Dieses deutsche Bürgertum schafft sichbald für seine eigene Ostseeschiffahrt auf derWachs auf der Rückseite,wachshaliige Farbe aufder Vorderseife.Kein Rollen,kein Rutschen.Saubere Hände,klare SchriftGriffig und handlich,farbkräfiig und ergiebig.i t ü B S t n n M | g |GÜNTHER WAGNER. DANZIGZU BEZIEHEN DURCH OIE rE C H O E SC H lrT E17. A p ril 1942Insel Gotland seinen ersten Stützpunkt. A ls dieExistenz dieser jungen Kaufmannssiedlung durchZwistigkeiten mit der einheimischen B evölkerungbedroht wird, greift Heinrich — abermalsals V ertreter der Reichsgewalt — ein und sichertden Deutschen auf Gotland Rechtsschutzund Frieden, und hat durch H andelsverträge mitden Staaten des Nordens und Ostens den deutschenOstseehandel weitgehend gefördert. •Hand in Hand damit geht eine planmäßigeStärkung seiner Stellung in Sachsenund Bayern durch eine Anspannung der altenherzoglichen Rechte, durch Städtegründung undeine W irtschaftspolitik, die in manchen Punktenschon der Zeit vorauseilt. Neben Lübeck undSchwerin verdanken Braunschweig und Münchendem Löw en ihren Ursprung als Städte. Dabei w arer gleichzeitig allen künstlerischen und wissenschaftlichenBestrebungen seiner Zeit aufgeschlossenund ihr eifriger Förderer. In Braunschweigwurde mit dem Bau eines neuen Domesbegonnen, der seinerseits vorbildlich für dieDome in Lübeck und Ratzeburg wurde. Die niedersächsischeM alerei und Plastik erhalten imherzoglichen H of neue Aufträge und Anregundereherne Löw e auf dem Burgplatz zu gist es aber, daß der Sturz des Herzogs nicht der, - s wStärkung der ReichsgeWalt diente, sondern denpartikularen Kräften in der deutschen Geschichtezugute kam.A b er nicht der Ausklang seiner Geschichtedarf unser Urteil bestimmen. Es geht nicht an,w ie dies noch jüngst in einer populären Biographiedes H erzogs geschehen ist, Heinrich gegenFriedrich I. ausspielen zu wollen. Die deutscheGeschichte des X II. Jahrhunderts stand vorzw ei großen Aufgaben, der Erweiterung desdeutschen Lebensraumes nach Osten und demRingen des Reiches um die Behauptung seinesFührungsanspruches gegenüber1 dem Papsttumund den Westmächten. Beide Aufgaben konntenv o ll ausgesehöpft werden, zw ei überragende Persönlichkeiten,Friedrich Barbarossa und Heinrichder Löw e waren dem deutschen V olk e geschenkt,beiden Zielen zu dienen. N icht in ihremletzten Zusammenstoß, sondern in diesem M iteinanderUnd Nebeneinander in der Erfüllungeiner gesamtdeutschen Sendung haben w ir dentiefsten geschichtlichen Sinn ihres Zeitalters fürdas W erden unseres V olkes zu sehen.1 Braunrchweig1 ist "das" eiudrucksvolTste^Werk I " 1"" 1"1" 1 .aus diesem Kunstkreis Heinrichs des Löwen, als ISinnbild seiner M acht errichtet, nachdem der _H erzog seine Gegner in Sachsen niedergew orfen iA u* der Geschichte kontinentaler MachtentfaltungVon Dt. Karl ViererblW ir verweisen aui den am 16. A p ril veröffentlichtenersten Teil des nachstehendenAufsatzes.II.M it dem Aufstieg der englischen Seemacht- zumbritischen Empire setzte eine natürliche Reaktionauf das universalistische Weltherrschaftsstrebenein, die geradenwegs in die sich vollziehendeW eltrevolution unserer Tage führt. Bisher ist inder Geschichte schon jeder Versuch, die W eltnach dem universalistischen Prinzip zu organisieren,mißglückt. In seiner Widernatürlichkeit zerbrachdas römische Imperium, ging das kirchlichuniversalistischausgerichtete H eilige RömischeReich unter und muß auch das britische Empirescheitern. Die rassischen Blutkräfte sind zu widerstrebend,um sie in ein ihrer Volkpersönlichkeitmißachtendes System zu pressen. So muß derAbfall der nordamerikanischen Staaten von ihremenglischen Mutterland als der erste große underfolgreiche Protest gegen das britische W e ltherrschaftssystemgew ertet werden. Seitherj flackerten in allen Teilen des britischen Empires» Unruhen auf und wiederholten sich die Versuche,i die Fesseln der englischen Gewaltherrschaft abzu-! streichen. Es gelang der britischen Herrschaft im• 19. Jahrhundert auch, aller dieser Unruhen und! Abfallversuche Herr zu werden und die eigeneI weltumspannende Macht zu festigen und auszu-|bauen. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhren! die revolutionären Kräfte innerhalb des Empiresi Verstärkung durch den Widerstand der Völker,die. sich gegen die Einbeziehung in das englischeW eltreich und den von ihm ausgeübten politischenund wirtschaftlichen Druck wehrten.W enn w ir die großen weltpolitischen Ereignissevom Sturz des chinesischen Kaisertums über denersten W eltk rieg und den ihm unmittelbar folgendenAuswirkungen, w ie das Ende des Zarentums,dem Zerfall Österreich-Ungarns, die mitteleuropäischeStaatenbildung und die Revolutionenin Italien, Deutschland und Spanien undihre Rückwirkungen auf die kontinentale Staatenwelt bis zum Beginn dieses Krieges auf Ursacheund Ergebnis prüfen, zeigt sich, daß sie bei allerscheinbaren Zusammenhanglosigkeit und polarenZielstrebigkeit eine antibritische Grundtendenzhaben. Sie stellen in ihrer Ursache und Wirkungdas dar, was einmal als „Ablösung des britischenJahrhunderts" als Inbegriff einer Geisteshaltungund eines, Herrschaftssystems bezeichnet wordenist. Diese Ablösung des britischen Jahrhundertsträgt alle Kennzeichen einer W eltrevolution insich.aEs ist Englands weltgeschichtliche Schuld, daßdie antibritische Revolution in ihren Auswirkungenauch zu einer antieuropäischen geworden istund durch sie die W eltgeltung Europas eineSchwächung und sein Landbesitz eine Verkleinerungerfahren hat. Das britische Empire hat sichzwischen Europa und Übersee geschoben, hat dasursprüngliche Koordinationssystem gesprengt unddamit die europäische W eltstellung geschwächt.M it der Selbständigkeitserklärung der nordameanischenStaaten ist jener große W echsel ingebiete, die von eu W p äi^H lii Völkern entdecktund erschlossen wurden, eingeleitet worden, derin der Gegenwart in ein neues entscheidendesStadium getreten ist. Man w ird aus dem geschichtlichenAblauf der Ereignisse verstehen,warum der Führer unermüdlich bestrebt war, zueiner Verständigung mit England zu kommen. DieHerrschaftsform des britischen Empires w ar nichtzu halten. Gegen sie richteten sich die revolutionärenKräfte der aufsteigenden jungen W elt.A b er diese notwendig gewordene Neuordnung inder W e lt mit, aber nicht gegen England durchzuführen,um die gesamteuropäische Stellung inihr neu zu begründen, war die politische Absichtdes Führers. So offenbart sich auch in diesemStreben das große europäische VerantwortungsbewußtseinA d o lf Hitlers. Die Engländer habendie Zeichen der Zeit nicht verstanden und sichden geschichtlichen N otw endigkeiten versagt. Somußte sich die Neuordnung gegen sie vollziehen.Das Schicksal hat es so gew ollt. Aber auch indem von den Engländern bekundeten M angel anGefühl und Vorahnung für kommende Dingeoffenbart sich ihre von der Geschichte ausgesprocheneVerurteilung. Denn, w en die Götterverderben wollen, haben sie schon immer mitBlindheit geschlagen.So kämpft England heute wesentlich gar nichtmehr um die Entscheidung dieses Krieges, sondernlediglich um seine Stellung und um seinenBesitz in der kommenden W elt. Die Frage, oban die Stelle des britischen Empires eine nochgrößere V ölker- und Staatengemeinschaft tretenoder ob sich die Neuordnung in der W e lt nachdem Prinzip der Völkergem einschaften in Raumeinheitenvollzieh en wird, w ird der Ausgang desRüdiger Graf von der Golf;hatte,So ersteht vor uns die Gestalt eines mach- 1IIn diesen Tagen wurde in H elsinki w ie alltigendeutschen Landesfürsten. Es w äre aber = jährlich zur Erinnerung an die am 12. A p rilfalsch, in ihm einen grundsäztlichen G egner der jjf1918 erfolgte Befreiungdeutschen Kaiser- und Italienpolitik zu sehen. |der Stadt vomDie N otw endigkeit einer solchen ordnenden Po- ITerror der Bolschewistenlitik, die getragen ist von der Verantwortung |eine öffentlichedes Reiches für Europa, w ird aus der politischen §Gedenkfeier vor denSicht unserer Z eit heraus besonders deutlich, §deutschen und finnischensie ist aber auch von den Zeitgenossen erkannt. IHeldengräbernHeinrich der Löw e selbst hat Friedrich Barba- Iabgehalten. Damalsrossa auf seinen ersten Italienzügen mit einer |rückten deutsche V e r­starken Kriegsmacht begleitet und bei der Kai- |bände unter dem Befehlserkrönung Friedrichs sich selbst mit dem |des Generals Rü­Schwert den rebellischen Römern entgegen- Idiger Graf von dergew orfen und sie niedergeschlagen. Die Gründe, fGoltz in die finnischedie ihn veranlaßten, bei einer denkwürdigen Zu- |Hauptstadt ein. fn densammenkunft im Jahre 1176 dem Kaiser w eitere idarauf folgenden W o ­H ilfe für die Käm pfe in Italien zu verw eigern, Ichen wurden die Ro-werden sich w ohl niemals restlos klären lassen. | ten Truppen, die im V erein mit finnischenW ir wissen heute, daß der H erzog zu einer sol- | Kommunisten das Land terrorisiert hatten, inchen H ilfeleistung nicht verpflichtet war; wohl I der Schlacht von Lahte-TavastehuS entscheiaberdurfte der Kaiser in diesem Augenblick § dend geschlagen und zusammen mit den finnischwersterGefahr erwarten, daß ihn sein Vet i sehen W eißen (Garden des damaligen Generalster nicht im Stich ließ. Es ist die tragische i Mannerheim aus dem Lande verdrängt. GrafSchuld Heinrichs, daß er verkannte, daß seine | von der Goltz, ehedem Gardeoffizier und 1905/06M acht in Deutschland auf dem Einvernehmen 1 Hindenburgs erster Generalstabsoffizier in Magmitdem Kaiser beruhte. N icht minder tragisch s deburg, w ar als Kommandant des InfanterieregimentsNr. 46 in der Marneschlacht verwundetworden, führte später eine mecklenburgischeBrigade im Osten und stand in der Sommeschlachtan der Spitze der 1. Gardeinfanteriebrigade.1917 übernahm er die 37. OstpreußischeDivision. Unter seiner Leitung wurdeim Februar 1918 die sogenannte Ostseedivisiongebildet, die in Stärke von 12 000 Mann amOstermontag 1918 von Danzig aus in RichtungHangö in See ging. Im Dezember 1918 verließder General mit dem letzten Transport Finnlandund wurde im Januar 1919 in das Baltikumentsandt, Wo er als Gouverneur von Libau undKommandierender General des 6. Reservekorpsdie Bolschewisten am weiteren Vordringennach W esten hinderte und w ieder einigermaßenZucht und Ordnung herstellte. Seine Truppennahmen im M ai 1919 Riga w ieder ein undverhinderten dort entsetzliches Unheil. In einem1920 erschienen Buche „M eine Sendung in Finnlandund im Baltikum" schildert der Generalausführlich seine Tätigkeit in Finnland undKur nd. Im Jahre 1934 übernahm von derGoltz d,e Leitung des Reichsverbandes deutscherO ffiziere und erhielt im August 1939 denCharakter eines Generalleutnants der neuenWehrmacht.Nt. 90 i Smt* |

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