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Nr. 9-2008 · Desktop Dialog · Das Publishing-Magazin · 22. Jahrgang · 7 € · 12 SFR · D 30942

DESKTOP

DESKTOP

Das Publishing-Magazin

www.desktopdialog.de

DIALOG

Publishing:

edp Award

Schwerpunkt:

Bildmanipulation

Special:

Computer-to-Plate


Prozessoptimierung, Produktivität und damit größere Margen, das sind Ihre

Herausforderungen im betrieblichen Alltag. Nutzen Sie Potentiale optimal aus und

steigern Sie Ihren Erfolg mit entsprechenden Produkten und Services. HEI Value

von Heidelberg – jeden Tag! www.heidelberg.com


Es ist ja immer das gleiche

Geschrei: Wenn Monopole fallen,

schreien die Verlierer. Das war beim

Satz so und bei der Repro. Und das

Offset-Monopol hielt ja auch lange

stand. Die markigen Sprüche der Herstellervertreter

sollten denn auch in

Sicherheit wiegen (Offsetdruck gibt’s

auch in 100 Jahren noch). Zu groß

waren auch die Vorteile bei Qualität,

Preis-/Leistung und Geschwindigkeit.

Ganzheit als System

Der enorme Technologie-Wandel

in den digitalen Drucktechniken

macht diese Vorteile in weiten Teilen

zur Geschichte. Denn speziell die

Inkjet-Technologie bietet hohe Ausgabe-Qualität,

günstige Preise und

vor allem eine bisher nicht gekannte

Variabilität. Das bezieht sich nicht

nur auf die Möglichkeit der Personalisierung

von Drucksachen. Auch im

Arbeitsprozess werden große technische

Sprünge vollzogen: Vom Monitor

direkt in die Druckmaschine,

ohne Film, Platte; ohne Zwischenschritte

also und damit ohne zusätzliche

Fehlerquellen. Damit sind viele

bisher im Offsetdruck erstellte

Anwendungen günstiger zu produzieren

und zusätzliche Jobs möglich.

Es ist dabei nicht gerade ein Zeichen

von Vertrauen in die eigenen

Produkte und von Selbstbewusstsein,

wenn viele Hersteller von digitalen

Drucksystemen dann noch mit dem

Argument »werben«, dass mit ihrem

System »eine Ausgabequalität wie im

Offsetdruck« zu erreichen sei. Dümmer

geht’s nimmer!

Auch der Digitaldruck hat seine

Schwachstellen. Bei den tonerbasierten

Systemen gibt es durchaus

Geschwindigkeits- und Qualitäts-

Grenzen. Die Tintensysteme zeigen

Schwächen durch zum Teil extreme

Kosten in der Tintenbeschaffung und

immer noch durch Probleme beim

Recycling.

Ohne Zweifel hat der längst überfällige

Fortschritt bei der Reduzierung

der Rüstzeiten einen hohen

Produktivitätsschub bei den Offsetdruckmaschinen

gebracht. Wenn es

aber mit einer kompletten Neu-

Investition verbunden ist, mit seinen

Maschinen »in 5 Minuten wieder

in der Farbe« zu sein, sind schon

Zweifel angebracht. Der langsame

Aufbruch der monopolartigen Struktur

»Offsetdruck« kann für die

Anwender nur positiv verstanden

werden. Neue Märkte, neue Anwendungen,

neue Kunden warten.

Nicht nur im Druckbereich sind die

Tintentechniken mit neuen Lösungen

vertreten. Auch in der CtP-Anwendung

sind tintenbasierte Systeme im

Einsatz, wie unser Beitrag auf Seite

35 aufzeigt. Hier gilt als wesentliche

Voraussetzung für den Einsatz, dass

ein stringenter Workflow vorhanden

ist. Denn damit wird letztlich über

Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens

entschieden. Nur wenn der

gesamte betriebliche Ablauf durchgängig

angelegt ist, kann aus dem

System der Einzelteile ein Ganzes

werden. Intensive Analysearbeit,

konsequente Weichenstellung und

exaktes Zahlenmaterial – das sind

dann die Grundlagen für den zukünftigen

Erfolg eines Unternehmens.

In diesem Sinne wünsche ich

Ihnen, dass Sie einige wichtige

Informationen für sich in dieser Ausgabe

finden.

Herzlichst Ihr

www.desktop-dialog.de · 9-2008

EDITORIAL INHALT

3


INHALT

Publishing

News 6

Aus der Fülle von Hersteller-Neuigkeiten das Wichtigste

in Kürze

Ein A für ein U 30

Unser Autor besuchte das 23. Forum Typografie in

Bremen

Digitaldruck-Awards 43

Die European Digital Press Association (EDP) hat auf der

Drupa in einem feierlichen Rahmen die diesjährigen

Awards verliehen. Wir stellen die Gewinner vor

Schwerpunkt

Das Spiel mit der Realität 10

Für den Betrachter wirken Fotos real. Ein fotografisches

Abbild wirkt durch seine besondere Darstellungsqualität

fast so, wie ein Bild, das mit eigenen Augen gesehen

wird. Aber jedes fotografische Bild spiegelt lediglich den

Standpunkt des Fotografen wieder. Aufgrund dieses

Widerspruches gab es von Anfang an ebenso den Versuch,

mit Hilfe von Bildern gezielt zu manipulieren.

Design

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Schwerpunkt

Transglobale Farben 27

Der Farbtrend blau/grün als durchaus brisante

Kombination

PDF in Motion PDF

in Motion

Von Datenbanken nach PDF 32

Jedes Datenformat hat seine eigene Stilkomponente. Wir

stellen ein Werkzeug vor, das die Erstellung von Mehrzweck-Stylesheets

wesentlich vereinfacht

18 Workshops

Digitale

Bildbearbeitung

QuarkXPress 8.0 18

Quark konzentrierte sich bei der Entwicklung

der neuen XPress Version 8 vor

allem auf mehr Benutzerfreundlichkeit

und höhere Effizienz im Workflow.

Photoshop 22

Polarbären

Diese Folge der Photoshop-Serie zeigt

ein hervorragendes Beispiel für die

beeindruckende Wirkung, die mit der

richtigen Kombination von Filtern erzielt

werden kann.

Illustrator 24

Texte übernehmen

Wir zeigen auf, was zu beachten ist,

wenn Freehand-Dokumente in Illustrator

übernommen und weiter bearbeitet werden.

InDesign CS3 26

Schnelles Auswählen von Objekten auf

Ebenen, Kolorieren von Farbbildern, Drucken

nicht zusammenhängender Seiten:

hier finden Sie Tricks, die das Arbeiten

mit dem Programm effektiver machen.

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35 Special: Computer-to-Plate

Es ist ruhiger geworden um CtP. Nicht etwa, dass

die digitale Plattenherstellung nicht mehr »en

vogue« ist, aber Computer-to-Plate ist

inzwischen offenbar so selbstverständlich

geworden wie das Drucken an

sich. Zudem drehen sich die Diskussionen

bei CtP heute mehr um den Einsatz

der Druckplatten als um Konstruktionsprinzipien

der Belichter.

Rubriken

Editorial 3

News 6

Impressum 48

Zu unserem Titelbild: Heimatliche Gefühle kommen

auf, wenn man das Bild »Heimat 09« von Vera

Schäper betrachtet. Sie zeigt wie sich eine kleine

Plastikspielzeugwelt mit der realen Welt verbinden

kann. Ihr außergewöhnliches Know-how und ihr

Talent in der Bildkomposition wurden mit dem

»Best Newcomer« Award des Canon ProFashional

Photo Award 2008 belohnt.

Die Meldung dazu auf Seite 6.

Der Desktop Dialog ist Gründungsmitglied

der

European

Digital Press

Association

Dieser Ausgabe liegt eine Beilage der Firma Grafipress

bei. Wir bitten um freundliche Beachtung.

1 Titel

Nr. 9-2008 · Desktop Dialog · Das Publishing-Magazin · 22. Jahrgang · 7 € · 12 SFR · D 30942

INHALT

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Das Publishing-Magazin

DIALOG

Publishing:

edp Award

Schwerpunkt:

Bildmanipulation

Special:

Computer-to-Plate

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Der neue

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2009

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6

NEWS

Den 3. Preis erhielt das Bild »Pippi Longstocking«

von Simone Rosenbauer: Es ist nicht nur eine

besonders freche und provokante Attacke auf konventionelle

Vorstellungen der Modefotografie, sondern

spiegelt auch den Ansatz junger und moderner

Fotografen/innen für zeitgemäße Darstellungsformen

in diesem Medium wieder

News

aus der

Szene

Aus der Fülle

der Anbieter-

Informationen

für Sie recherchiert

und aufbereitet

von

Philip Berghoff.

pberghoff@desktopdialog.de

Wettstreit der Modefotografen

In diesem Jahr wurde zum sechsten Mal in Deutschland

im Rahmen der Igedo Fashion Fairs der Canon Pro-

Fashional Photo Award für Modefotografie verliehen:

Philipp Jeker heißt der Gewinner. Sein Geisha-Bild wähl-

te die Jury aus über

4.000 Einsendungen

zum Siegerfoto. Es

zeigt eindrucksvoll,

wie man eine Europäerin

durch gekonntes

in-Szene-setzen

zu einer japanischen

Künstlerin macht. Der

zweite Preis geht an

Rui Camilo und Simone

Rosenbauer belegte

den dritten Platz.

Bei den Nachwuchs-

Fotokünstlern wurde

Vera Schäper mit einem Bild ihrer Serie Heimat zum besten

Newcomer gekürt. Die Gewinner wurden anlässlich

der ersten Canon ProFashional MediaNight am 28. Juli im

NRW-Forum Düsseldorf ausgezeichnet. Sie erhalten Preisgelder

in Höhe von insgesamt 15.000 Euro. Alle Siegerbilder

sind auch im Internet zu sehen.

www.canon-profashional-photo-award.de

www.desktop-dialog.de · 9-2008

Schwierige Marktbedingungen erwartet

Die Heidelberger Druckmaschinen AG rechnet nach der

Drupa nicht mit einem Aufschwung der Druckmaschinenbranche.

Neben den schwierigen konjunkturellen Parametern

und den Wechselkurseinflüssen ist die Branche von

rasant steigenden Rohstoffpreisen betroffen, so das

Unternehmen. Für das Gesamtjahr 2008/2009 geht der

Hersteller davon aus, bei Umsatz und Betriebsergebnis

unter dem Vorjahr zu liegen. Um den steigenden Kostenbelastungen

entgegenzutreten, wurde ein Paket zur Kostenverbesserung

erarbeitet. Insgesamt sollen damit Einsparungen

in Höhe von rund 100 Millionen Euro bis

2010/2011 realisiert werden. Ein großer Anteil davon –

75 Millionen Euro – soll innerhalb der nächsten 18 Monate

erreicht werden.

www.heidelberg.com

Nachwuchsfotografen

gefragt

Epson schreibt den Art

Photo Award für Nachwuchsfotografie

zum vierten

Mal aus. Bis zum 31.

Januar 2009 können alle

Klassen fotospezifischer

Studiengänge und anderer

Ausbildungswege mit

Schwerpunkt Foto/Kunst

ihre besten aktuellen Arbeiten

einreichen. Eine

unabhängige Jury aus

Fotokünstlern, Kuratoren,

Galeristen und Medienprofis

wird die Siegerklasse

auswählen.

www.epson.de

100-Prozent-Baumwollpapiere

Photo Rag heißt die Papierserie

aus 100 Prozent

Baumwolle von Hahnemühle.

Zwei neue Qualitäten

stellt das Unternehmen

auf der Photokina vor:

Ultra Smooth hat eine besonders

glatte Oberfläche

mit einer matten Beschichtung.

Es eignet sich

gleichermaßen für

Schwarzweiß- wie für Farbdrucke.

Feine Farbnuancen

und Kontraste sind bis in

dunkle Bereiche gut wahrnehmbar.

Mit einem Flächengewicht

von 305 g/m 2

ist das Papier angenehm

stabil. Die zweite Sorte Baryta

verbindet die Vorzüge

reinen Baumwollpapiers

mit der Optik eines Barytpapiers

aus dem analogen

Labor; Das glänzende, fein

strukturierte Papier enthält

Bariumsulfat in der Beschichtung,

das für eine

charakteristische Bildanmutung

sorgt.

www.hahnemuehle.de


Fünf ausgezeichnete

Bücher

Gleich fünf Bücher vom

Verlag Hermann Schmidt

Mainz wurden beim diesjährigen

Wettbewerb des

Art Directors Club für

Deutschland ausgezeichnet.

Einen goldenen Nagel

gab es für »Ost trifft

West«, das kleine rote

Büchlein der Deutsch-Chinesin

Yang Liu mit einem

ost-westlichen Dialog in

Form von Piktogrammen.

Ihr Motto »on the road for

food and fame« darf man

seit der Preisverleihung am

Samstag wörtlich nehmen:

Benjamin Bartels und

Maximilian Kohler erhielten

einen silbernen Nagel

für Gringografico. Das

knallgelbe »Taschen-Buch«

beschreibt ihre Designerwalz

von Toronto bis Peru.

Die weiteren Auszeichnungen

gingen an Das ADC

Buch 2007 (Bronze), an

»Pachanga – Design-Impressionen

aus dem cloud

forest« und an »beyond

graphic design«, das Buch

zur Lehre von Fons

Hickmann.

www.typografie.de

Schneller Scanner

Auf der Fachmesse für

Digital Management Solutions

DMS Expo, die vom 9.

bis 11. September in Köln

stattfindet, tritt Canon als

Sponsor auf. Der Hersteller

zeigt seinen ab September

erhältlichen Dokumentenscanner

imageFormula DR-

3010C. Er scannt 30 A4-

S/min, egal ob im

Schwarzweiß-, Graustufenoder

Farbmodus. Konzipiert

wurde er für kleine

Abteilungen. Der Scanner

schaltet sich mit dem angeschlossenen

PC automatisch

ein und aus und arbeitet

damit energiesparend.

Außerdem präsentiert

Canon einen Workflow

mit einem imageRunner

und den Softwarelösungen

eCopy und ADOS.

www.canon.de

Kongress der

Druck-Branche

Am 3. und 4. September

laden der Bundesverband

Druck und Medien, bvdm,

und die European Color

Initiative zum zweiten

Print Media Production Forum

an die Bergische Universität

Wuppertal ein. Dabei

dreht sich thematisch

alles um Farbmanagement,

Datenformate, Workflowlösungen

und Materialien.

Ergänzt wird der Kongress

durch vier Praxis-Seminare.

www.print-media-production-forum.de

Sichere USB-Sticks

Der Nürnberger Distributor

Istego bietet die

beiden Speicher-Stifte

AG47 und Courier des Herstellers

Integral Memory ab

sofort in jeweils zwei Varianten

an: In der Version

Variable Lock werden eine

öffentliche und eine ge-

schützte Partition angelegt.

Im geschützten Bereich

können Daten mit einer

256bit-ES-Hardware-

Verschlüsselung abgelegt

werden. Bei der Version

Total Lock wird die gesamte

Speicherkapazität per

Passwort geschützt. Nach

sechs falschen Passworteingaben

werden die USB-

Sticks automatisch formatiert.

Sie sind mit Kapazitäten

zwischen 1 GByte

und 8 GByte (AG 47) bzw.

16 GByte (Courier) zu haben

und kosten zwischen

30 und 200 Euro.

www.istego.com

Wandelbarer

Spiegel

In ausgeschaltetem Zustand

ist der Mirage L von

Jobo ein Spiegel mit Echtglasfront.

Auf Tastendruck

verwandelt er

sich in einen digitalen Bilderrahmen.

Das 15 Zoll

große Display mit abnehmbarem

Acrylfuß und Wandhalterung

speichert bis zu

4.000 Bilder. Für 360 Euro

ist es ab sofort zu haben.

www.jobo.com

Jahrestagung

mit

Rhein-Main-Hallen

Wiesbaden

5.– 7. November 08

Themenschwerpunkte

� Informationsmanagement

� Normengerechte

Dokumentation

� Internationale Dokumentation

� Geräte- und Produktsicherheit

� Zielgruppengerechtes

Schreiben

� Terminologie

� Content-Management-Systeme

� Software-Oberflächen

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zum Vorzugspreis von EUR 10,–

www.desktop-dialog.de · 9-2008

DESKTOP DIALOG

NEWS

7


8

NEWS

Schnelles

Einzelblattsystem

Océ erweitert seine Gemini-Produktreihe

um ein

weiteres Instant-Duplex-

System: Ab sofort ist die

VarioPrint 6140 auf dem

Markt. Das Einzelblattsystem

bedruckt gleichzeitig

die Vorder- und Rückseite

eines Dokuments – mit einer

Geschwindigkeit von

140 S/min. Die Maschine

wurde für monatliche

Druckvolumen von bis zu

1,5 Millionen Drucke entwickelt

und ist mit der zuverlässigenInline-Nachverarbeitung

und der hohen

Flexibilität bei der Papierabwicklung

für Hausdruckereien

und kommerzielle

Drucker geeignet.

www.oce.de

Schnelle CF-Karten

Eine Compact Flash-Karte

mit einer Lese- und

Schreibgeschwindigkeit

von bis zu 45 MByte/s hat

Transcend mit der Extreme

Speed 300X entwickelt. Ihre

integrierte Fehlerkorrektur

korrigiert Übertragungsfehler

während des

Transfers automatisch. Die

Karte ist mit 4 , 8 und 16

GByte Kapazität erhältlich

www.transcend.de

www.desktop-dialog.de · 9-2008

Effiziente

Bürodrucker

Im Hinblick auf effizientes

Drucken und einfache

Bedienbarkeit hat

Sharp die beiden Multifunktionssysteme

MX-

3100N mit einer Druckgeschwindigkeit

von bis zu

31 S/min und MX-2600N

mit bis zu 26 S/min entwickelt.

Sie können Drucken,

Kopieren, Scannen und Faxen.

Die eingescannten

Dokumente können direkt

auf einem PC oder einem

USB-Speicherstick gespeichert,

an eine Email-Adresse

übermittelt oder an einen

bestehenden Workflow

weitergeleitet werden. Der

Hersteller hat für die beiden

Geräte einen ölfreien

Toner entwickelt, der für

eine Auflösung von 1.200

dpi und natürliche Farben

sorgt. Seit Anfang August

sind die Multifunktionsdrucker

zu haben.

www.sharp.de

Farblaserdrucker

für Arbeitsgruppen

Zwei weitere Farblaserdrucker

von Konica Minolta

sind ab sofort zu haben:

Der Magicolor 5650EN

(knapp 1.200 Euro) produziert

30 A4-S/min in Farbe,

das Modell 5670EN (1.550

Euro) sogar 35 Seiten. Ob

auf Papier, Folien, Brief-

umschlägen oder Bannern

– die Systeme drucken auf

sämtlichen Medien mit einer

Auflösung von 600 dpi

und 4 bit Farbtiefe. Der

Polymerisationstoner Simitri

HD sorgt dabei für

gleichförmige Tonerpartikel,

die besser auf dem Papier

haften, elastischer

sind und bei niedrigerer

Temperatur fixiert werden

können als herkömmliche

Toner. Als optionales Zubehör

für beide Geräte sind

eine Duplexeinheit und ein

Finisher erhältlich.

www.konicaminolta.de/business

Hochleistungsdrucker

Ricoh stellt die

Schwarzweißdrucker Pro

906EX, Pro 1106EX und Pro

1356EX vor, die für Druckvolumen

von bis zu einer

Million Blatt pro Monat

konzipiert wurden. Sie arbeiten

mit Druckgeschwindigkeiten

von bis zu 90,

110 bzw. 135 A4-Seiten

pro Minute und erzielen eine

Auflösung von 1.200

dpi. Zur Endverarbeitung

sind optional ein 3.000-

Blatt-Finisher mit 100-

Blatt-Hefter und Z-Falzeinheit

und eine Online-Ringbindung

erhältlich. Das

10,4 Zoll große Farbdisplays

ermöglicht die Dokumentenvorschau

direkt am

System und sorgt für einfache

Handhabung.

www.ricoh.de

Bedienerfreundliche

Drucker

Ricoh hat ab sofort zwei

weitere Multifunktionssysteme

im Angebot: Den Aficio

MP 2550 mit 25

schwarzweiß S/min Druckgeschwindigkeit

und den

MP 3350, der in einer Minute

33 A4-Seiten druckt.

Die Geräte wurden im Hinblick

auf hohe Bedienfreundlichkeit

entwickelt

und lassen sich über ein

8,5 cm großes Farbdisplay

bedienen. Beide sind serienmäßig

mit einem

Farbscanner bestückt und

können für die Endverarbeitung,

z.B. mit einem

Broschüren-Finisher, erweitert

werden.

www.ricoh.de


Fachmesse im

Nahen Osten

Vom 15. bis 17. Februar

2009 findet die Sign & Graphic

Imaging Middle East

(SGI) statt. Veranstaltungsort

der Fachmesse für

die Beschilderungs-, Grafik-,

Imaging-, Screen- und

Digitaldruckindustrie ist

das Messegelände Dubai

Airport Expo. Firmen wie

HP, Sony, Vutek, Canon

und Fujifilm Sericol nutzen

die Gelegenheit, sich und

ihre Produkte einem breitem

Fachbesucherpublikum

aus dem Nahen Osten zu

präsentieren.

www.signmiddleeast.com

95. Geburtstag

Der Wirtschaftsverband

Kopie & Medientechnik e.V.

feiert seinen 95. Geburtstag

im Rahmen der Jahrestagung

am 12. und 13. September.

Alle Mitglieder sind

zu der Veranstaltung im Par-

khotel Herrenkrug in Magdeburg

eingeladen. Im Rahmenprogramm

finden Produktvorstellungen,

Vorträge

und Diskussionen statt,

aber auch für Unterhaltung

am Abend ist gesorgt.

www.reprografie.de

Erfolgreiche

Veranstaltung

Die Messe Nürnberg

zeigt sich als Veranstalter

der diesjährigen Mailingtage

zufrieden mit dem Ergebnis:

Mit 422 Ausstellern

und 11 Prozent mehr

Fläche verzeichnete das

Branchentreffen ein moderates

Wachstum gegenüber

dem Vorjahr. Genau 7.691

Fachbesucher, und damit

20 Prozent mehr als 2007,

haben die Messe besucht.

Es laufen bereits die Vorbereitungen

für das nächste

Jahr; Zum zehnten Mal

finden die Mailingtage am

24./25. Juni 2009 statt.

www.mailingtage.de

Banner auf

Weltraum-Mission

Vier Banner aus Country-Cotton-FR

von 3P sind

an Bord der Discovery zur

Internationalen Raumfähre

ISS geflogen. Der Bedruckstoff

erfüllt die äußerst

strengen Sicherheitsbestimmungen

der Nasa. Das

Unternehmen Bay Area

Imaging LLC in Houston

(Texas) produzierte die vier

schmalen, digital bedruckten

Banner für die 120.

Space Shuttle Mission.

www.3p-inktextiles.com

Weltneuheit

Drucken

und Schneiden

Ab Ende September ist

die Mimaki CJV-30-Serie zu

haben, die in einem Gerät

die Druckerserie JV33 und

die CG-FX-Schneideplotterserie

kombiniert. Konturschnitte

werden damit ohne

Zwischenschritt ausgeführt,

außerdem sind die

kompakten Geräte auch für

kleinere Büroräume geeignet.

Der Rollenandruck der

Druck- und Schneidemaschinen

ist in vier Stufen

einstellbar, um einen guten

Materialtransport zu

gewährleisten, aber Druckspuren

zu vermeiden. Die

Serie umfasst Geräte mit

Druckbreiten bis 160 cm .

www.mimaki.de

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für das A3-Format. Bringen Sie Ihre Kunden zum Staunen!

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Heidelberger Druckmaschinen Vertrieb Deutschland GmbH · Tel: 0180 4 33 83 26* · E-mail: hddteam@heidelberg.com

* 20 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz. Für Anrufe aus dem Mobilfunknetz können abweichende Preise gelten.

www.kama.info


Schwerpunkt

10

Die Bildbeispiele wurden aus dem Buch »VFX« von

Sacha Bertram entnommen. Die Bilder wurden zur

Verfügung gestellt von Euroarts Media AG und

Elektrofilm Postproduction Facilities und stammen

aus der Filmproduktion »Fateless«

Einen Großteil von Bildern nehmen wir nicht

bewusst war. Es gibt kaum einen Ort, an dem sich

keine Bilder befinden. Aber jedes Bild hat eine

Mitteilung an uns persönlich mit jeweils mehr als

1000 Worten. Bilder wirken auf uns ein in Form

von Fotos, Zeichnungen, Drucken, Filmen, Videos,

Plakaten, Infografiken.

DAS SPIEL MIT DER REALITÄT

Wir nehmen einen Großteil der

Szenen, die wir täglich sehen, nicht

mehr nur durch unsere eigenen

Augen wahr, sondern auch durch die

Augen des Fotografens, des Kameramannes.

Wir delegieren also das

Wahrnehmen mit den eigenen Augen

an die Bilder der Dokumentationen

und Nachrichtensendungen. Dadurch

wird die Welt zum Dorf, denn wir

erhalten aus jedem Winkel der Erde

Informationen. Aber dies sind

»Second Hand« Bilder.

www.desktop-dialog.de · 9-2008

Als Film und Fotografie erfunden

worden sind, war das Ziel die Wirklichkeit

exakt so darzustellen, wie sie

ist. Es sollte möglich werden, einen

Sachverhalt ganz ohne Wertung völlig

objektiv darzustellen, um so die

reine Wahrheit und die objektive

Wirklichkeit zu zeigen. Diesem

Anspruch widerspricht der Umstand,

dass jedes Bild lediglich einen

begrenzten Ausschnitt der Realität

darstellen kann. Die Wahl des geeigneten

Ausschnittes ist dem subjekti-

ven Blick des Fotografen oder Kameramannes

überlassen. Ein Bild ist

immer nur ein Ausschnitt eines Ganzen.

Für den Betrachter wirken Fotos

real. Ein fotografisches Abbild wirkt

durch seine besondere Darstellungsqualität

fast so, wie ein Bild, das mit

eigenen Augen gesehen wird. Daher

wird das Bild oft als Abbild der Wirklichkeit

genommen. Es sieht so aus,

als würde eine „wahre“ Szene, also

die Wirklichkeit dargestellt werden.


Aber jedes fotografische Bild spiegelt

lediglich den Standpunkt des

Fotografen wieder. Aufgrund dieses

Widerspruches gab es von Anfang an

ebenso den Versuch, mit Hilfe von

Bildern gezielt zu manipulieren.

Wir selbst erleben einen Großteil

des Weltgeschehens durch Pressefotos,

Nachrichtenfilme, Dokumentationen

oder Reportagen. Und wir vertrauen

den Bildern – meistens bedingungslos.

Sie scheinen für uns

Mediennutzer die einzig wahre Realität

widerzuspiegeln.

Objektivität

Der Fotograf oder der Dokumentarfilmer

hat oft hohe Ideale.

Sein Selbstverständnis begründet

sich durch Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit.

Der Münchener Fotograf

Wallo Linné sagt dazu: "Ein Pressefo-

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Koelnmesse GmbH

Messeplatz 1, 50679 Köln

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tograph hat eine genau festgelegte

Aufgabe zu erfüllen. Er soll ein

Geschehen so authentisch wie möglich

wiedergeben. Aus diesem Grunde

beobachtet und dokumentiert er die

jeweilige Szene, greift aber niemals

selbst ein. - Egal, ob es sich um eine

Demonstration handelt, die Gefahr

läuft zu eskalieren, sich ein dramatischer

Unfall ereignet hat oder um ein

anderes Ereignis. Dadurch gewährleistet

der Fotograf als unabhängiger

Chronist eine größtmögliche und

ehrliche Objektivität. Das entbindet

ihn jedoch nicht, persönlich Hilfe zu

leisten, wenn dies notwendig wird."

Neben der bedingungslosen Darstellung

der Realität ist ein weiterer

Aspekt wichtig: Die Wirkung des

jeweiligen Bildes auf den Betrachter.

Henri Cartier-Bresson (1908 - 2004)

war einer der Fotografen, die die

Fotoagentur Magnum 1947 in Paris

gründeten. Er formuliert den

Köln, 23.–28. September

2008

world of imaging

*14 Cent je angefangene Min. aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichender Mobilfunktarif

Anspruch an ein gutes Foto so: „Ein

gutes Foto ist ein Foto, das man länger

als eine Minute betrachtet.“

Diese Aussage macht deutlich,

dass es nicht nur um die pure Abbildung

der Realität geht. Vielmehr

muss ein Foto mehr beinhalten und

interessanter wirken als die Realität,

in der das Foto gezeigt wird. Andernfalls

würde sich niemand die Bilder

anschauen. Und es würde auch keine

Fotografie und keinen Film geben,

weil sich niemand dafür interessieren

würde.

Können Bilder lügen?

Durch die heutigen Methoden

der elektronischen Bildbearbeitung

ist es ohne weiteres möglich, aufgenommene

Bilder (Foto, Film, Video)

nach Belieben zu verändern. Obwohl

die entstandenen Ergebnisse recht

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Thema Bild.


Schwerpunkt

Die Straße »Descaries«

in Montreal verwandelt

sich in einen Kanal!

Erscheint diese Illustration

glaubwürdig?

12

unterschiedlich ausfallen können,

lassen sie sich in drei Bereiche einteilen:

1. Wir erkennen, dass ein Bild verändert

wurde und nicht der Realität

entspricht

2. Das Bild wurde manipuliert,

aber es wirkt nach wie vor real. Vielleicht

wirkt es sogar realistischer als

die Vorlage.

3. Ein Bild , das als Illustration

für eine Phantasiegeschichte hergestellt

worden ist, nimmt ein reales

Ereignis vorweg.

Trau keinem Bild, das Du

nicht selbst gefälscht hast

In dem Augenblick, in dem wir

ein Bild, eine Szene sehen, teilen wir

das Gesehene sofort in eine der oben

beschriebenen Bereiche ein. Nach

welchen Kriterien erfolgt diese Einteilung?

Um das zu ergründen, müssen

wir uns vergegenwärtigen, wie

wir wahrnehmen. Alles was wir jetzt

in diesem Augenblick sehen und was

wir jemals gesehen haben, wird in

unserem Gehirn in einem »Bilderarchiv«

gespeichert. Mit Hilfe dieser

Informationen können wir neue

Seheindrücke analysieren und bewerten.

Diese Funktion entwickelte sich

in der sehr frühen Menschheitsgeschichte

und funktioniert unmerklich

in Bruchteilen von Sekunden. Daher

unterscheiden wir während der Bildbewertung

kaum, ob wir das jewei-

www.desktop-dialog.de · 9-2008

lige Bild im Fernsehen, in der Zeitung

oder mit eigenen Augen gesehen

haben. Wir unterscheiden vielmehr,

ob das jeweilige Bild der Vorstellung,

die wir uns von der Wirklichkeit

gebildet haben, entspricht

oder nicht.

Sehen wir ein Bild, so vergleichen

wir es mit ähnlichen Bildern oder

Bildelementen, die wir früher gesehen

haben. Ist dieser Vergleich positiv

verlaufen, so ist das Bild glaubwürdig

für uns. Wir bewerten, ob ein

Bild die Realität widerspiegelt oder

ob es eine frei erfundene Szenerie

darstellt. Wir teilen gesehene Bilder

in die Bereiche Nonfiction (auf Tatsachen

beruhend) und Fiction (aus

der Phantasie entsprungen) auf.

Vergleicht man die beiden Bereiche

Fiction und Nonfiction miteinander

und untersucht den Anteil der

Manipulationen, so sind im Nonfiction-Bereich,

in der Presse, relativ

wenig manipulierte Bilder zu finden.

Trotz Computerunterstützung erfordert

eine gut gemachte Manipulation

viel Erfahrung und viel Zeit. In der

Regel reichen die üblichen Mittel der

Bildgestaltung (Blickwinkel, Ausschnittbestimmung,Kamerastandort)

völlig aus, um für eine

gewünschte Aussage den fotografischen

Beweis darzulegen.

Szenenbild aus dem Film: »Die Sturmflut«, RTL,

2006, 186 Minuten

Die perfekte Illusion

Veränderte Bilder sind im

Spiel- oder Unterhaltungsbereich

kaum noch wegzudenken. Composings,

Fotomontagen, Visual- (Vfx)

und Special Effects (Sfx) sind notwendig

geworden, um die Originalbilder

so zu überarbeiten, dass der

Zuschauer fasziniert ist. Bildmanipulationen,

Bildfälschungen und Fantasiebilder

werden aufgrund ihrer

spektakulären Bildwirkungen hauptsächlich

in fiktionalen Produktionen

eingesetzt. Dies entspricht auch

unseren Erwartungen. Bildwelten,

die unfassbar sind, erwarten wir in

Geschichten jeglicher Art. Die Vorläufer

waren Märchen, Romane,

Erzählungen, mit dem Unterschied,

dass die dazugehörigen Bilder im

Kopf des Betrachters entstanden

sind. Sie sind zwar nicht so spektakulär,

aber dafür kreativitätsfördernder

als die vorgefertigten Bilder im

Film.

Ein Beispiel aus dem Bereich des

Unterhaltungsfilms soll dies illustrieren:

Der Fernsehsender RTL hat 2006

den Film »Die Sturmflut« ausgestrahlt.

Die Grundlage für den Film

war die reale Sturmflut von 1962 in

Hamburg. Auf Grundlage dieses

Naturereignisses ist der Spielfilm

entstanden. Das Münchener VFx Studio

»Scanline« hat für die Szenen, in

dem das durch den Sturm aufgepeitschte

Meer sich über die Straßen

Hamburgs ergießt, die Computeran-


imation produziert. Künstliche Wellen

peitschen sehr dramatisch durch

Hamburgs Straßen. Die Bilder sind so

spektakulär, dass es dem Fernsehzuschauer

den Atem verschlägt. Die

Illusion der wilden See in Hamburgs

Straßen ist für eine fiktionale Spielfilmhandlung

perfekt gelungen. Eine

Anerkennung dafür kam auch aus

Hollywood. Scanline hat 2007 einen

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berlin

directexpo

Das Spiegeltitelbild aus dem Jahre 1962 zeigt

deutlich die ruhige Wasserfläche der Hamburger

Sturmflut

Oscar für die entwickelte Software

»Flowline« erhalten.

Als reale Dokumentation wären

diese Bilder jedoch völlig ungeeignet,

weil physikalisch unmöglich.

Das Ansteigen des Wassers in Hamburgs

Straßen erfolgte zwar katastrophal

und unerbittlich, aber visuell

völlig unspektakulär. Das Meerwasser

stieg »ruhig« und »langsam« in die

Höhe und die Wasseroberfläche war

dabei völlig glatt.

Einige Beispiele von

digitalen Manipulationen

Manipulationen an Bildern,

Special- (SFx) oder Visual Effects

(VFx) sind wesentlich aufwändiger zu

erstellen als eine unverfälschte Aufnahme.

Denn als Voraussetzung dafür

ist eine hochwertige realistische Vorlage

notwendig. Das Rohmaterial

wird zunächst wie üblich aufbereitet,

Kontrast, Schärfe und Farbe werden

optimiert und aufeinander abgestimmt.

Es ist aber nicht möglich,

schlechtes Bildmaterial so zu bearbeiten,

dass es besser wird. Nun

kann die gewünschte Manipulation

durchgeführt werden. Farben, Helligkeiten

und Gradationen können fast

beliebig verändert werden, Bildelemente

können ausgeschnitten und

www.desktop-dialog.de · 9-2008

Schwerpunkt

Realistisch anmutende

Bilder sind in jeder

beliebigen Art und

Weise denkbar. Die einzige

Voraussetzung ist,

dass vor der Realisierung

eine sehr klare

Vorstellung von dem zu

erwartenden Ergebnis

vorliegt

13


Schwerpunkt

Mattepainting angefertigt

von Christian

Buntrock im Rahmen

eines Seminars an der

MD.H, Januar 2008

14

verschoben werden, Details ergänzt

oder entfernt werden.

Das Mattepainting

Christian Buntrock hat 2008 ein

typisches Mattepainting für eine fiktionale

Geschichte entwickelt. Als

Mattepainting wird ein Bild bezeichnet,

das in eine Filmsequenz als

Hintergrund montiert wird mit dem

Ziel, die Realität zu ergänzen oder zu

erweitern. Die kitschig schöne und

vor allem harmlose Straßenszene

wurde in eine unheimliche Nachtszene

verwandelt.

Häufig werden in Spielfilmen

Manipulationen so eingesetzt, dass

sie eine bestimmte Situation darstel-

www.desktop-dialog.de · 9-2008

Das riesige blaue Tuch deckt moderne

Bahnanlagen ab

Nach der digitalen Bearbeitung wirkt das Bild

authentisch wie in den 40er Jahren

Das obere Bild ist das Original. Das untere Bild stellt wieder einen Zeitsprung in das Jahr 1944 dar. Um

diesen Effekt zu erreichen, wurde retuschiert: ein Auto wurde entfernt, eine rote Fassade wurde vergraut

und das Ende der Straße verändert


len, die in der Realität nicht existiert. Damit die Illusion möglichst perfekt

wirkt, darf das Mattepaining nicht mehr erkennbar sein. Die fiktionale

Welt simuliert die Realität.

Als Beispiel die von Sacha Bertrand produzierten Spezialeffekte aus

dem ungarischen Holocaustdrama »Fateless – Roman eines Schicksallosen«.

Inhalt des Filmes: Budapest 1944. Die jüdische Bevölkerung hofft

auf ein baldiges Ende von Verfolgung und Krieg. Der 14-jährige György

Köves erlebt den Abschied seines Vaters ins »Arbeitslager«, die Brandmarkung

seiner

Person und seiner

Freunde durch den

Judenstern und die

quälende Frage

nach dem Warum.

Die Originalschauplätze

sind

nicht mehr vorhanden.

In den unver-

»Ein Foto sagt nicht länger

die Wahrheit.

Es schlägt nur eine

Möglichkeit vor.«

änderten Originalaufnahmen sind deutlich Spuren der Gegenwart zu

erkennen. Um die Illusion der damaligen Zeit zu erzeugen wurden nachträglich

»Matte-Painting« eingefügt. Wie aufwendig ein Matte-Painting

sein kann, zeigt der obere Bildausschnitt. Um den Hintergrund wieder

in die Zeit 1944 zurückzuversetzen, wurde eine Bluescreen in Form

eines blauen Tuches aufgestellt und der gesamte »moderne« Hintergrund

abgedeckt.

Fiktion als vorweggenommene Realität?

Motto der Photokina 2000

Der Experimentalfilmer Michael Kosakowski ging noch einen

Schritt weiter. Er untersuchte, ob fiktionale Bilder die Realität vorwegnehmen.

Als Ergebnis entstand der Film »Just like The Movies« 3 . In

Form einer Dokumentation werden die Ereignisse vor, während und

unmittelbar nach dem Anschlag auf das World Trade Center minutiös

dargestellt. Die reale Zeitgeschichte wird durch bereits vorher produzierte

Spielfilmszenen dokumentiert. Das Ergebnis sieht der Realität

täuschend ähnlich. Für diesen Film verwendete Michael Kosakowski

ausschließlich Szenen aus Spielfilmen, die vor diesem Ereignis produziert

worden waren. Die Realität ist durch die Spielfilme vorweggenommen.

Verblüffend ähnlich sind sich die Bilder: Oben links ein Bild aus dem

Spielfilm »Independence Day« und unten links ein fast identischer

Bildausschnitt während der Liveberichterstattung von CNN. Ebenso das

Bildpaar rechts: Oben ein Ausschnitt aus dem Spielfilm »Amageddon«,

unten ein Livebild das vom Fernsehsender MSNBC ausgestahlt wurde

Bilder können nicht lügen, weil sie lediglich einen subjektiven Standpunkt

objektiv abbilden. Durch die Wahl des Bildausschnittes, der Kombination

mit anderen Bildern oder einem Text erzeugt das jeweilige Bild

die vom Layouter gewünschte Aussage und Atmosphäre. Dazu Phil Coomes

: »... Fotografen arbeiten oft zusammen während wichtiger Ereignisse.

Dadurch können mehrere Quellen miteinander verglichen werden.

Kompakt und

..

losungsorientiert

... mit umfangreichem Ausstellungsangebot

aus den Bereichen:

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Schwerpunkt

16

Just Like The Movies VI, Armageddon, Michael

Bay, 1998 MSNBC Fernsehen/

TV, 11.09.2001 ©2006 Michal Kosakowski

Dies ist eine gute Möglichkeit, um

die grundlegende Wahrheit in den

jeweiligen Bildern zu erkennen.«

Durch diese Beispiele wird deutlich,

dass es gar nicht notwendig ist,

im Nonfictionbereich irgendwelche

Von Topexperten lernen!

Tage 1 und 2: InDesign-Konferenz >

Adobes Layoutwerkzeug in allen Facetten erleben

www.desktop-dialog.de · 9-2008

Fotos oder Videos zu fälschen oder

sogar zu erfinden, um eine

gewünschte Aussage zu zeigen. Die

jeweilige Auswahl, Aufbereitung und

Darstellung ermöglicht fast jede

beliebige Aussage. Anders im Bereich

Tag 3: Photoshop und die Creative Suite 3 >

Bildbearbeitung und -verwaltung, Illustration und PDF-Workflow

Tag 4: Rund um das Thema Farbe >

Farbe als Marketinginstrument und Gestaltungsmittel nutzen

und mit Farbmanagement richtig handhaben

Tag 5: Unternehmens-Publishing >

Web-to-Print, Katalog-Publishing, Redaktionssysteme und

Office-Publishing

Just Like The Movies X, Independence Day, Roland

Emmerich, 1996, CNN Fernsehen/

TV, 11.09.2001 ©2006 Michal Kosakowski

Von der InDesign-Konferenz zur

swiss publishing week

Winterthur, 15. bis 19. September 2008

Fiction. Hier erwartet der Zuschauer

eine atemberaubende Traumwelt, die

die Realität weit hinter sich lässt.

Wie kann nun aber die Wahrheit in

den Bildern entdeckt werden? Wird ein

Bild nur flüchtig betrachtet, besteht

die Gefahr, dass dem Betrachter wichtige

Details entgehen können. In dem

Moment, in dem sich Leser, Betrachter

oder Zuschauer genauer und intensiver

mit dem jeweiligen Bild auseinandersetzen,

werden sie die für sie wichtigen

Fakten erkennen. Wenn weiterhin

die gezeigte Realität kritisch überprüft

und ausführliches Hintergrundwissen

gesammelt wird, besteht die Möglichkeit,

die gesamte Situation vollständig

zu beurteilen. Diese Erkenntnis bildet

dann die Grundlage, um die gewonnenen

Eindrücke mit dem eigenen Standpunkt

zu vergleichen und neue

Erkenntnisse zu sammeln.

Prof. Franz Tomaschowski

Tagungsort:

Hotel «Banana City», Winterthur (CH)

Weitere Infos und Anmeldung:

www.swiss-publishing-week.ch


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XPress mit

»verschlankter«

Werkzeug-Palette – das

neue Bézier-Werkzeug

zielt auf Freehand-

Umsteiger ab

18

Quark konzentrierte sich bei der Entwicklung der neuen XPress

Version 8 vor allem auf mehr Benutzerfreundlichkeit und höhere

Effizienz im Workflow. Leitlinie war, mit einer erneuerten und

intuitiveren Benutzeroberfläche ein produktiveres Arbeiten für

Design und Layout zu erreichen. Man überarbeitete alle wichtigen

Funktionsbereiche rund um Layout, grafische Gestaltung und Textformatierung.

Im neuen XPress scheint vieles gelungen und hat sich

verbessert – doch noch nicht alles.

KOMFORTABLES

Mit der neuen Software wurde

die Passport-Variante im deutschsprachigen

Raum abgeschafft: Quark

vermarktet jetzt weltweit zwei Editionen:

»QuarkXPress 8« und

»QuarkXPress 8 Plus Edition« auf der

Basis eines einheitlichen Datenformats,

so dass bisherige Inkompatibilitäten

der Vergangenheit angehören.

Die Plus Edition bietet erweiterte

und zusätzliche Funktionen,

speziell für ostasiatische

Sprachen/Schriften. Besonderen

Wert hat Quark bei XPress 8 darauf

gelegt, langjährige Benutzer nicht

durch eine vollkommen neue Benutzeroberfläche

zu irritieren.

Im Unterschied zur Version 7 stellen

die Neuerungen keinen

massiven Eingriff in die

interne Arbeitsweise von

www.desktop-dialog.de · 9-2008

HANDLING

XPress dar: Bisherige Anwender oder

Umsteiger von InDesign finden sich

sogar schneller als in den Vorgängerversionen

zurecht. Version 8 bietet

eine modernere grafische Oberfläche

mit weniger, dafür flexibleren Werkzeugen.

Ein Designer kann sich stärker

mit seinem jeweiligen Endprodukt

und dessen Eigenschaften

befassen: Das Arbeiten geht komfortabler

von der Hand und führt zu

besseren Ergebnissen.

Kompakte

Werkzeug-Palette

Bereits beim Programmstart

sticht die neu konzipierte, stark

überarbeitete Werkzeug-Palette ins

Auge; sie ist übersichtlicher als das

Pendant in InDesign aufgebaut.

Obwohl darin wesentlich weniger

Werkzeuge als in Version 7 enthalten

sind, ist Funktionalität hinzugekommen

und es lässt sich intuitiver

arbeiten. Nicht nur die Icons und

damit verbundene Shortcuts haben

sich geändert, sondern auch die

dahinter stehende Verarbeitungslogik.

Zudem können Vektorgrafiken

nun mit dem neuen Bézier-Stiftwerkzeug

direkt in XPress gestaltet werden.

09-08: Komfortables Handling

10-08: Layouts und Seiten

11-08: Arbeiten mit Text

Das neue Rahmenwerkzeug kann

einen rechteckigen Rahmen aufziehen,

der gleichermaßen Text oder

Bild aufnehmen kann. Mit

»Ablage|Datei>Importieren« übernimmt

man recht einfach Text oder

Bild in den neuen Rahmen. Das bisher

getrennte Einrichten von Textoder

Bildrahmen und der damit verbundene

Werkzeugwechsel wurden

hinfällig. Es ist nicht einmal mehr

notwendig einen Rahmen aufzuziehen:

Nur die Import-Funktion ausführen,

Bild- oder Text-Datei auswählen

und XPress erzeugt den erforderlichen

Rahmen selbständig.

Ohne dass der Rahmentyp wie früher

geändert werden muss, lassen

sich Inhalte bestehender Rahmen

einfach ersetzen – es kann von Text

auf Bild quasi »umgeschaltet« werden.

Tipp: Die Form der Ecke eines

Rahmens lässt sich jetzt direkt, nicht

wie früher über separate Tools, in der

Palette »Maße« festlegen. Anders als

in Version 7 wechselt XPress 8 nicht

mehr automatisch zum Objektwerkzeug,

wenn man einen Rahmen aufgezogen,

eine Linie gezeichnet oder

Textrahmen miteinander verknüpft

hat. Jedes Werkzeug ist vielmehr

solange aktiv, bis der Benutzer ein

anderes auswählt.

Seit Version 8 ist dies nicht nur

mit der Maus, sondern jetzt auch

bequem mit der Tastatur, z. B. V für

Objekt-, T für Text- oder B für Bildwerkzeug

möglich. Die grafische

Oberfläche blieb wie immer »minimal«

strukturiert ausgerichtet mit

einer schwebenden Werkzeug-Palette

und weiteren einblendbaren Paletten.

Leider kennt XPress immer noch

keine »Verankerungsbereiche« wie

InDesign, über die man die Arbeitsfläche

»frei« von Paletten halten

kann. Mit angedockten Bedienfel-


dern lässt sich wesentlich angenehmer

als mit schwebenden Werkzeug-

Paletten arbeiten.

Direkte Manipulation

Die schon lange geforderte

Interaktionsform der »Direkten Manipulation«

wird jetzt durchgängiger als

in der Vorgängerversion umgesetzt.

Quark hat die erforderlichen Techniken

auch konsequenter als Adobe realisiert

und gleich einige Bedienmuster

an die Creative Suite angelehnt. Um

einen Rahmen zu drehen, genügt es

die Maus in die Nähe eines Eckengriffes

zu positionieren, bis der Rotationszeiger

erscheint. Danach kann

durch einfaches Klicken und Ziehen

der Rahmen gedreht werden. Tipp:

Exakte Neigungswinkel sind über die

Maßpalette und dem Werkzeug »Bildneigung«

möglich. InDesign kennt

zusätzlich ein »Verbiegen«-Werkzeug,

mit dem interaktiv Objekte

geneigt/verdreht werden können.

XPress 7 arbeitete hier schwerfälliger

als XPress 8, da man auf ein

separates Drehen-Werkzeug zurückgreifen

musste. Beim Drehen oder

Skalieren von Bildern wirkt jetzt eine

halbtransparente Vorschau des abgeschnittenen

Bildbereichs direkt im

Layout-Modus sehr angenehm.

InDesign kennt diesen Modus

nicht beim Drehen, aber beim Skalieren

und freien Transformieren, wenn

die sogenannte »Live-Vorschau«

aktiviert ist. Um ein Objekt in XPress

8 zu duplizieren, klickt man es an,

zieht es und drückt bevor man die

Maustaste loslässt die Wahl|Alt-

Taste. InDesign hat hier mehr Fähigkeiten:

Während einer Transformation

kann dupliziert und Änderungen

können direkt auf das Duplikat

beschränkt werden.

Wählt man mit dem Objektwerkzeug

mehrere Elemente aus, so können

diese jetzt skaliert oder rotiert

werden, ohne diese vorher gruppie-

ren zu müssen. Um die komplette

Auswahl zu skalieren, drückt man

zuvor die Befehls|Ctrl-Taste. Das

Ganze ist auch mit dem Inhalts-

(Text, Bild) oder Rahmen-Werkzeug

möglich. InDesign kennt kein Skalieren

ungruppierter Objekte mittels

des Auswahl-Werkzeugs. Zum Skalieren

müssen diese vorher gruppiert

und dann das Skalieren-Werkzeug

ausgewählt werden. Ein Rotieren

markierter Objekte ist aber über das

Drehen- oder Frei Transformieren-

Werkzeug, auch ohne vorherige Gruppierung,

möglich!

Bei »Drag & Drop« aktiviert XPress

8 nach dem Drop das passende

Inhaltswerkzeug; bei InDesign CS3

bleibt leider das zuletzt ausgewählte

aktiv. Beide erzeugen einen passenden

Rahmen, setzen aber einen

bekannten Dateityp voraus. Beim

»Herausziehen« erzeugt XPress den

intuitiv zu erwartenden Dateityp -

bei InDesign ist das Verhalten

abhängig vom empfangenden Programm

und dem aktuell gewählten

Werkzeug. Beim Drop auf einen

Datei-Explorer wird ein Snippet und

auf ein Office-Dokument eine Snippet-Referenz

erzeugt. Ist das Text-

Werkzeug aktiviert, so wird der markierte

Text jedoch unmittelbar vom

empfangenden Programm übernommen.

Benutzerfreundlichkeit

weiter ausbauen

Fortgeschrittene Benutzer verlangenHotkeys/Tastaturkürzel/befehle,

um ihre Produktivität zu

erhöhen. Quark nutzt dieselben

Tastatur-Kurzbefehle wie Illustrator

und PhotoShop. Im Unterschied zu

InDesign (»Bearbeiten>Tastaturbefehle...«)

lassen sich in XPress die

vorhandenen Tastaturbefehle nicht

ändern. Die neue Version 8 von

XPress wird nur mit einem PDF-Dokument

über Tastaturbefehle der Vor-

gängerversion 7 ausgeliefert. Die in

diesem PDF für die Quark-Website

angekündigte »Liste der XPress 8

Tastaturbefehle« war während der

Beta-Testphase noch nicht auf der

Website zu finden.

Der Hersteller sicherte aber eine

Verfügbarkeit zum Verkaufsstart der

Software am 1. August zu. Weshalb

man die Tastaturkürzel aus der Hilfe

seit Version 6 entfernt hat, bleibt

unverständlich – dort gehören sie ja

eigentlich hin. In beiden DTP-Tools

fehlen fallweise Hotkey-Definitionen

für die Ansteuerung der Menübefehle.

Bei InDesign können jedoch

fehlende Menü-Shortcuts selbst definieren

werden. Quark hat unter Mac

OS X leider immer noch keine praktikable

Lösung für die Umschaltung

zur Musterseite gefunden! Die Vorbelegung

mit Shift+F10 steht in direktem

Konflikt mit der OS X-Standardeinstellungen

(Exposé-Funktion).

Unter dem Mac kann deshalb nicht

per Shortcut zwischen Layout und

Musterseite umgeschaltet werden.

Tipp: Praktikabler als den Exposé-

Shortcut um zu definieren, ist es, in

XPress links unten auf der Statusleiste

das neue Icon-Schaltfläche

»Musterseite betrachten« anzuklicken.

Leider wurden dort in Version 8

www.desktop-dialog.de · 9-2008

Bildneigung und

-winkel schnell und

einfach einstellbar

Mit aktiviertem Bildwerkzeug

können

Bilder skaliert und

gedreht werden (mit

direkter Anzeige des

abgeschnittenen Bildbereichs)

19


Schnelles Umschalten

zwischen Layout und

Musterseite

Bild 6: Auch in Version

8 ist die Größe der

Arbeitsfläche noch

beschränkt (dunkelgrauer,

schmaler Rahmen

– eigentlich ein

Programmierfehler)

20

die Widerrufen/Wiederherstellen-

Icons entfernt!

Analog verhält es sich unter Mac

OS X mit der Funktion »Nächstes

Fenster im aktiven Programm«

(Apfel/Strg+Ganze Montagefläche«

die gesamten Montagefläche

ins Blickfeld. In XPress kann man

über den Tastaturbefehl

»Befehl+Alt+0« (Mac) bzw.

»Ctrl+Alt+0« (Windows) die gesamte

Arbeitsfläche einsehen. Für das

eigentliche Anzeigen verwenden

beide DTP-Programme jedoch nicht

dieselben Einstellungen. Zusätzlich

kennt InDesign für die Ansicht des

Druckbogens auch den Menübefehl

»Ansicht>Druckbogen in Fenster einpassen«.

Die Größe der Arbeits-/Montagefläche

hat erheblichen Einfluss auf

die Benutzerfreundlichkeit. Sobald

es zu einer Konstellation kommt, bei

der Höhe oder Breite des Abstands

zwischen Druckbogen/Seite und

Arbeits-/Montagefläche nicht mehr

ausreicht, lassen sich Seitenelemente

nur noch schwer positionieren.

Unhandlich wird es, wenn

bereits auf dem Druckbogen/Seite

befindliche Layout-Elemente unerreichbar

werden bzw. diese in ihrer

Größe oder Position nicht mehr veränderbar

sind. So kann es zu inkonsistenten

Layout-Zuständen kommen;

was eher in XPress wegen der

wesentlich kleineren Arbeitsfläche

als in InDesign der Fall ist.

Wünschenswert für mehr Benutzerfreundlichkeit

wäre es, die

Abstände der Arbeitsfläche vom

eigentlichen Seitenlayout/Druckbogen

einstellen zu können. InDesign

erlaubt es, für die Montagefläche

einen »minimalen vertikalen Offset«

vorzugeben (»Bearbeiten>Voreinstellungen>Hilfslinien

und Montagefläche...«).

In XPress 8 kann die Breite

links und rechts der Montagefläche,

nicht aber die Höhe oben und unten,

eingestellt werden (Vorgaben: Rubrik

»Anzeigen>Breite«). Erst mit beidem

zusammen erreicht man einen höheren

Freiheitsgrad fürs Layouten, so

dass das Positionieren von »überschießenden«

Seitenelementen

(»Störern«) auf dem Druckbogen

noch handhabbar ist.

Fazit

Mit Version 8 ist es Quark

gelungen, die Benutzeroberfläche

von XPress so auszurichten, dass im

Vergleich zu den Vorversionen mehr

Produktivität und Effizienz im Workflow

möglich wird. Mit XPress 8 lässt

sich zweifellos intuitiver als mit den

Vorgängerversionen arbeiten, dennoch

gibt es weiteres Potenzial, die

Benutzeroberfläche der Software zu

verbessern. Allerdings muss davor

gewarnt werden, die neue Version

»Ad-hoc« womöglich in einem zeitkritischen

Umfeld einführen zu wollen.

Benötigt wird ein geeignetes

Pilotprojekt, das die typischen

Anforderungen des eigenen Workflows

bestmöglich abdeckt. Die

damit gewonnen Erfahrungen können

dann in der Breite auch für zeitkritische

und neue Projekte genutzt

werden.

Dr. Manfred Simon


Das Präzisionswerkzeug für DTP-Profis

Zeilenabstände

von 6 bis 28 Punkt

Schriftgrössenmesser

der gebräuchlichsten

Schriftschnitte von 6 bis 24

Punkt, sowie in Didot-Punkt und

Versalhöhe in Millimeter

Formattabellen

Formattabellen der A-, B- und C-

Reihe sowie Plakat- und

Spezialformate

Linienstärken in Punkt/mm

von 0,1–5,0 Punkt oder von

0.03 bis 1.75 mm

Rasterweitenmesser

in Linien pro Inch und

Linien pro cm




oder

16˙


oder

18˙

10˙

oder

20˙

11˙

oder

22˙

12˙

oder

24˙

Branchenportal für die Print- und Medienproduktion

Homepage: http://www.mediaforum.ch, E-mail: admin@mediaforum.ch

Mediaforum, Birmensdorferstrasse 360, 8055 Zürich, Telefon 044 451 19 03, Fax 044 451 19 15

Schriftgrössen in Point (Inch), Didot-Punkt, Versalhöhe in Millimeter und

Zeilenabstände (linke Kante) in Point (Inch)

Univers


5,76˙

1,52


6,72˙

1,78

Helvetica neue


5,70˙

1,51

Frutiger


5,58˙

1,47

Futura


6,02˙

1,60

Gill Sans


5,45˙

1,44

Times


5,29˙

1,40


6,65˙

1,76


7,03˙

1,86


6,17˙

1,64

Garamond ITC


4,98˙

1,32

0,4˙/0,14 mm

0,5˙/0,17 mm


6,50˙

1,72


6,36˙

1,68


5,81˙

1,54


7,69˙

2,03


7,60˙

2,01


7,44˙

1,97


8.03˙

2,13


7,27˙

1,92


7,06˙

1,87


6,64˙

1,76

A-Formate

A0 = 841 x 1189 mm

A1 = 594 x 841 mm

A2 = 420 x 594 mm

A3 = 297 x 420 mm

A4 = 210 x 297 mm

A5 = 148 x 210 mm

A6 = 105 x 148 mm

A7 = 74 x 105 mm

A6/5 = 105 x 210 mm/Q

A5/6 = 210 x 105 mm/H

0,9˙/0,31 mm

1,0˙/0,35 mm


8,65˙

2,29


8,55˙

2,26


8,37˙

2,22


9,04˙

2,39


8,17˙

2,16


7,94˙

2,10


7,47˙

1,98

Rasterprozent-Werte (150 lpi)

10˙

9,61˙

2,54

10˙

9,50˙

2,51

10˙

9,30˙

2,46

10˙

10,04˙

2,66

10˙

9,08˙

2,41

10˙

8,82˙

2,34

10˙

8,30˙

2,20

4,0˙/1,40 mm

5,0˙/1,75 mm

11˙

10,57˙

2,80

11˙

10,45˙

2,77

11˙

11,04˙

2,93

11˙

9,70˙

2,57

11˙

9,13˙

2,42

Linienstärken in Punkt/mm

0,1˙/0,03 mm 0,6˙/0,21 mm 1,5˙/0,52 mm

13˙

oder

26˙

0,2˙/0,07 mm 0,7˙/0,24 mm 2,0˙/0,70 mm

0,3˙/0,10 mm 0,8˙/0,28 mm 3,0˙/1,05 mm

Linien pro Inch (lpi)

178 150 133 120 100 85

14˙

70

oder

60

54

28˙

48

Linien pro cm (l/cm) 40

34

11˙

10,23˙

2,71

11˙

9,99˙

2,65

B-Formate

B0 = 1000 x 1414 mm

B1 = 707 x 1000 mm

B2 = 500 x 707 mm

B3 = 353 x 500 mm

B4 = 250 x 353 mm

B5 = 176 x 250 mm

B6 = 125 x 176 mm

B7 = 88 x 125 mm

71

28

12˙ 14˙

11,53˙ 13,45˙

3,05 3,56

12˙ 14˙

11,40˙ 13,30˙

3,02 3,52

12˙ 14˙

12,05˙ 14,06˙

3,19 3,72

12˙ 14˙

10,58˙ 12,35˙

2,80 3,27

12˙

9,96˙

2,64

14˙

11,62˙

3,09

90˚ 85˚ 80˚ 75˚ 70˚ 65˚

60˚ 55˚

50˚

45˚

40˚

35˚

30˚

25˚

20˚

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15,37˙ 17,23˙

4,07 4,58

16˙ 18˙

15,20˙ 17,10˙

4,02 4,53

12˙ 14˙ 16˙ 18˙

11,16˙ 13,02˙ 14,88˙ 16,74˙

2,95 3,45 3,94 4,43

12˙ 14˙

10,90˙ 12,72˙

2,89 3,37

16˙ 18˙

16,06˙ 18,07˙

4,25 4,79

16˙ 18˙

14,53˙ 16,35˙

3,85 4,33

16˙ 18˙

14,11˙ 15,88˙

3,74 4,20

16˙ 18˙

13,28˙ 14,94˙

3,52 3,96

C-Formate

C0 = 917 x 1297 mm

C1 = 648 x 917 mm

C2 = 458 x 648 mm

C3 = 324 x 458 mm

C4 = 229 x 324 mm

C5 = 162 x 229 mm

C6 = 114 x 162 mm

C7 = 81 x 114 mm

C6/5 = 229 x 114 mm

20˙

19,22˙

5,09

20˙

19,00˙

5,03

20˙

18,60˙

4,93

20˙

20,08˙

5,32

20˙

18,17˙

4,81

20˙

17,64˙

4,67

20˙

16,60˙

4,40

22˙

21,14˙

5,60

22˙

20,90˙

5,54

22˙

20,46˙

5,42

22˙

22,09˙

5,85

22˙

19,98˙

5,29

22˙

19,40˙

5,14

22˙

18,26˙

4,84

5% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90%

15˚

24˙

23,06˙

6,11

24˙

22,81˙

6,04

24˙

22,31˙

5,91

24˙

24,10˙

6,38

24˙

21,80˙

5,77

24˙

21,17˙

5,61

24˙

19,92˙

5,28

Postscript-Rasterwinkel

Gelb: 0˚/ 90˚ – Magenta: 75˚ – Cyan: 15˚/105˚ – Schwarz 45˚

Rasterweiten (gerundet)

225 lpi = 90 L/cm 133 lpi = 54 L/cm 85 lpi = 34 L/cm

175 lpi = 70 L/cm 120 lpi = 48 L/cm 75 lpi = 29 L/cm

150 lpi = 60 L/cm 100 lpi = 40 L/cm 50 lpi = 20 L/cm

Farbtemperatur-Indikator

DPV Digital Publishing Verlags GmbH

Katharinengasse 3

D-55444 Eckenroth

FAX-BESTELLUNG 06724/609846

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Der Typo-/Lithometer– für effizientes

und zielstrebiges Desktop Publishing

10˚


0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 3

Plakatformate

B1 = 50 x 70 cm

B2 = 70 x 100 cm

B4 = 89,5 x 128 cm

B12 = 268,5 x 128 cm

B200 = 117,5 x 170 cm

B200 = 119 x 170 cm (Leuchtplakat)

GF = 388 x 295 cm (6 Teile)

Spezialformate

US letter = 216 x 279 mm

Kreditkarte = 85,5 x 54 mm

Telefon:

Anzahl:

Ort, Datum:

Unterschrift:

Massstab bis 30cm

in 1 ⁄2mm-Schritten

Postscript-Rasterweiten

von 20er bis 90er-Raster

(in Linien pro Inch/cm) sowie

Rasterwinkel für Gelb, Cyan,

Magenta und Schwarz

Farbtemperatur-Indikator

Der Farbstreifen ermöglicht die

Beurteilung des Umgebungslichtes

für eine korrekte Farbbewertung

von Proofs und Drucken.

Winkelmesser

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Rasterprozent-Werte

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Digitale

Bildbearbeitung

22

Diese Folge der Photoshop-Serie zeigt ein hervorragendes

Beispiel für die beeindruckende Wirkung, die mit der richtigen

Kombination von Filtern erzielt werden kann. Voraussetzung ist in

diesem Fall die Arbeit mit einem RGB-Bild, da viele der eingesetzten

Filter nur in diesem Farbmodus anwendbar sind.

POLARBÄREN

Zunächst wird ein neues

Dokument in der Größe 14 x 9 cm,

Auflösung 300 ppi, angelegt. Durch

Drücken der Taste »D« werden

Vorder- und Hintergrundfarbe auf

Schwarz bzw. Weiß gesetzt, also die

Standardwerte.

Mit dem Textwerkzeug wird der

Text »Polar Bears« gesetzt, am besten

mit einer kräftigen Schrift, z.B.

Helvetica Inserat oder Impact, die

Schriftgröße sollte bei ca. 60 pt liegen

und der Text möglichst zentriert

sitzen. Die Textebene wird anschließend

mit Hilfe des Menüs »Ebene >

Ebene rastern > Text« in eine Pixelebene

umgewandelt, der Text ist nun

nicht mehr zu verändern.

Ein Klick mit gedrückter Befehlstaste

(Windows = Strg) auf die Textebene

in der Ebenenpalette lädt den

Text als Auswahl. Diese Auswahl wird

als Alpha-Kanal gespeichert (Menü

»Auswahl > Auswahl speichern >

Neuer Kanal«). Die Auswahl kann

danach wieder aufgehoben werden,

sie wird erst später benötigt. Durch

Drücken der Taste »X« wird nun die

Vordergrundfarbe auf Weiß gesetzt

www.desktop-dialog.de · 9-2008

(die Taste »X« tauscht Vorder- und

Hintergrundfarbe aus).

Filtereinsatz

Nun kommt aus dem Menü

»Bearbeiten« der Befehl »Fläche

füllen« zum Einsatz. Gefüllt wird

mit der Vordergrundfarbe, wobei der

Modus auf »Multiplizieren« gesetzt

ist, die Deckkraft beträgt 100%.

Dadurch wird die Ebene, bis auf die

Schrift mit Weiß gefüllt.

Abb. 1 –

Solarisationsfilter

7/8-08: Mosaik

9-08: Polarbären Schrift

10-08: High-End Schwarzweiß

11-08: Duplex-Bilder

12-08: Bilder plastisch formen

Der nächste Schritt besteht aus

dem Gaußschen Weichzeichner mit

einem Radius von ca. 3 Pixel. Es folgt

der Stilisierungsfilter «Solarisation«.

Dieser Teil der Bearbeitung wird

ergänzt, indem der Kontrast im Bild

angehoben wird. Dazu genügt es, eine

»Auto-Tonwertkorrektur« durchzuführen.

Zum Abschluss wird die aktive

Ebene dupliziert, indem die Ebene in

der Ebenenpalette auf das Icon »Neue

Ebene« gezogen wird. Die duplizierte

Ebene ist automatisch aktiv. Auf der

duplizierten Ebene wird aus dem

Menü »Filter« der Verzerrungsfilter

»Polarkoordinaten« mit der Option

»Polar -> Rechteck« angewandt. Dann

wird die Arbeitsfläche um 90° im Uhrzeigersinn

gedreht (Menü Bearbeiten

> Arbeitsfläche drehen) und das Bild

mit der Tastenkombination Befehlstaste-I

invertiert.

Dann kommt der Stilisierungsfilter

»Windeffekt« zum Einsatz. Im

Optionsfenster wird die Methode

»Wind« und die Richtung »Rechts«

gewählt. Mit Hilfe der Kombination

Befehlstaste-F wird dieser Filter,

mit identischen Einstellungen, noch

weitere zweimal angewandt.


Abb. 2 – Verzerrungsfilter Polarkoordinaten

Das Bild wird anschließend erneut

umgekehrt (Befehls taste-I). Auch die

Auto-Tonwertkorrektur wird erneut

angewandt. Der, zuletzt verwendete,

Windfilter lässt sich mit Befehlstaste-F

weitere dreimal anwenden.

Schließlich wird die Arbeitsfläche

durch eine Drehung um 90° gegen

den Uhrzeigersinn wieder gerade

gerückt.

Es folgt erneut der Verzerrungsfilter

»Polarkoordinaten«, diesmal mit

der Option »Rechteck -> Polar«.

Abb. 3 – Schritte der Filterbearbeitung

Damit werden die Lichtstrahlen

erzeugt. Wird außerdem der Ebenenmodus

auf »Negativ multiplizieren«

geändert, erscheint auch der

»normale« Schriftzug wieder.

Nun soll dem strahlenden Schriftzug

etwas Farbe verpasst werden.

Dazu wird auf einer neuen, leeren

Ebene ein Verlauf von oben nach

unten angelegt. Als Farben dienen

Violett und Orange, eine Vorlage aus

den Optionen des Verlaufswerkzeugs.

Der Ebenenmodus der Verlaufs ebene

wird auf »Farbe« geändert, so dass

die Luminanzinformationen nicht

zum Tragen kommen. Um die kalten,

leuchtenden Grün und Blautöne zu

bekommen, wird die Verlaufsebene

invertiert (Befehlstaste-I).

Nun wird in der Ebenenpalette die

Kopie der ursprünglichen Textebene

aktiviert, das sollte die Ebene unterhalb

der gerade aktiven Verlaufsebene

sein. Auf dieser Ebene kommt der

Radiale Weichzeichner zum Einsatz

(Stärke ca. 70, strahlenförmig). Nun

wird die ursprüngliche Text ebene

aktiviert (noch eine Ebene tiefer)

und die Auswahl aus dem Alpha-

Kanal geladen. Die Vordergrundfarbe

ist Schwarz und mit der Kombination

ALT-Rückschritttaste wird die Auswahl

mit ihr gefüllt. Danach wird die

Auswahl aufgehoben.

Glaseffekt

Zum Schluss noch etwas für die

Optik. Die Buchstaben sollen nach

dünnem Glas aussehen. Dies wird

auf der gerade aktiven Textebene

durch den Ebenenstil »Abgeflachte

Kante & Relief« erreicht. Es werden

die Einstellungen »Abgeflachte

Kante innen«, Technik »Abrunden«

und Farbtiefe 300% verwendet.

Der entscheidende Punkt ist die

Glanzkontur. Hier werden zwei doppelte

Spitzen verwendet, anstelle

der normalen, abgerundeten Kurve.

Damit der Ebeneneffekt nur auf

die Schrift und nicht auf die gesamte

Ebene wirkt, ist eine Ebenenmaske in

Form der Schrift nötig. Dazu wird

erneut die Auswahl aus dem Alpha-

Kanal 1 geladen und um 3 Pixel ausgeweitet.

Aus der Auswahl wird über

das Menü »Ebene > Ebenenmaske

hinzufügen > Auswahl einblenden«

eine Ebenenmaske erstellt. Die Verkettung

von Ebene und Maske darf

nicht aufgehoben werden. Nun muss

diese Ebene nur noch unter die Verlaufsebene

verschoben werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren

wünscht

Sven Fischer

www.desktop-dialog.de · 9-2008

Digitale

Bildbearbeitung

23


24

In der letzten Folge der Illustrator-Serie ging es um die

Übernahme von Daten aus Macromedia Freehand hinsichtlich

Objekten, Pfaden und Farbdefinitionen. In dieser Ausgabe

beschäftigen wir uns mit der Frage, was bei der Übernahme von

Text zu beachten ist, wenn Freehand-Dokumente mit Illustrator

weiter bearbeitet werden.

TEXT AUS FREEHAND

Abb. 1 – Illustrator

bietet deutlich komfortablere

und vielfältigere

Möglichkeiten bei

der Textformatierung

Im Großen und Ganzen

funktioniert die Übernahme von

Freehand-Dateien nach Illustrator

hinsichtlich Text zufriedenstellend.

Es gibt jedoch einige Details, die

man wissen sollte und wo eventuell

Nachbesserungen notwendig sind.

Stilvorlagen

ÜBERNEHMEN

Textformatierungen werden

anstandslos übernommen, das

funktioniert reibungslos. Auch

Absatzformate erkennt Illustrator

und übernimmt sie. Da Freehand

www.desktop-dialog.de · 9-2008

keine zeichenbezogenen Stilvorlagen

kennt, kann Illustrator diese

auch nicht übernehmen. Hier bietet

Illustrator eindeutig mehr, nicht nur

hinsichtlich der Art und Weise, wie

Stilvorlagen definiert werden.

So lassen sich in Freehand Wortabstände

bei Blocksatz nicht wirklich

befriedigend einstellen. Oft entstehen

große Löcher und Wörter werden

stark gesperrt dargestellt. Die

Algorithmen von Illustrator führen

zu deutlich besseren Ergebnissen,

vor Allem, wenn Text andere Objekte

umfließt.

7/8-08: Von FH zu Illustrator

9-08: Umgang mit Text

10-08: Symbole und Grafikstile

11-08: Live Trace Funktion

OpenType Unterstützung

Ein großes Manko Freehands

ist sicherlich die mangelnde Unterstützung

von OpenType Fonts. Diese

lassen sich zwar für die Textaus-

zeichnung verwenden, aber die

erweiterten Funktionen und Zeichensätze

stehen nicht zur Verfügung.

Auf Ligaturen, echte Kapitälchen

und andere typografische Sonderzeichen

muss der Freehand-Anwender

leider verzichten.

Bei der Übernahme von Freehand-Dateien

nach Illustrator

gleicht Illlustrator zumindest teilweise

dieses Manko aus. So werden

in Texten, die mit OpenType-Pro-

Fonts (= OpenType-Fonts mit erweitertem

Zeichensatz) ausgezeichnet

sind, Buchstabenkombinationen,

die durch Ligaturen dargestellt werden

können, automatisch durch

Ligaturen ersetzt. Allerdings funktioniert

dies nicht bei anderen Sonderzeichen,

wie etwa Kapitälchen.

Diese müssen per Hand, über die

Glyphentabelle ausgetauscht werden.


Mengentext

Freehand wurde von vielen

Anwendern dazu genutzt, auch

mehrseitige Dokumente, beispielsweise

Broschüren zu erstellen. Hier

ist natürlich ein Umdenken erforderlich,

da Illustrator bekanntlich nur

Dokumente mit einer Seite erzeugen

kann. Für das Layout mehrseitiger

Dokumente steht Adobe InDesign

zur Verfügung.

Wie sieht es nun mit der Übernahme

von Mengentext aus?

Beide Programme kennen zwei

Methoden der Texteingabe – mit

dem Text-Werkzeug klicken und einfach

losschreiben, bzw. mit dem

Text-Werkzeug einen Rahmen aufziehen

und den Text darin schreiben.

Letztere Methode hat in bei-

den Programmen den Vorteil, dass

Text automatisch am Rahmenrand

umbrochen wird.

Solche Textrahmen werden in

Illustrator übernommen, der Textfluss

von Rahmen zu Rahmen bleibt

optisch auch erhalten. Allerdings

gehen die Verbindungen zwischen

den Textrahmen verloren, so dass

beispielsweise kein neuer Textumbruch

im zweiten Rahmen erfolgt,

wenn im ersten Rahmen eine Textänderung

vorgenommen wird.

Dieser Fehler lässt sich durch

eine erneute, manuelle Verknüpfung

der Textrahmen beheben.

Unangenehm ist auch die Tatsache,

dass Blocksatz aus Freehand

(standardmäßig ist hier die letzte

Zeile linksbündig), zwar übernommen,

die letzte Zeile aber ausge-

Abb. 4 – Textverkettungen gehen zunächst verloren, lassen sich aber manuell erneuern

trieben wird. Auch hier muss

manuell eingegriffen werden.

Text auf Pfaden

Bei der Kombination von Text

und Pfaden stoßen Freehand-Anwender

sicherlich auf den größten

Wermutstropfen. In Freehand MX

ist es sehr leicht, Text kreisförmig

anzuordnen, so dass der Text oben

und unten um den Kreis läuft. Dazu

muss man nur am Ende des Text,

der oben laufen soll, die Return-

Taste drücken und schon kann man

den Text unten weiter schreiben.

Das funktioniert so in Illustrator

nicht und wird auch nicht in

eine adäquate Konstruktion konvertiert.

Illustrator kann so etwas

nur durch zwei Kreisobjekte darstellen

und das muss bei der Übernahme

aus Freehand manuell nachgebaut

werden.

Auch den Texteditor aus Freehand

gibt es in Illustrator nicht.

Dafür funktioniert aber die Rechtschreibprüfung

nach der aktuellen

Reform, wohingegen Freehand diese

nicht beherrscht.

Viel Erfolg bei der Datenkonvertierung

wünscht

Sven Fischer

www.desktop-dialog.de · 9-2008

25


26

Schnelles Auswählen von Objekten auf Ebenen, Kolorieren von

Farbbildern, Drucken nicht zusammenhängender Seiten – wir zeigen

Tricks, die das Arbeiten mit Adobe InDesign einfacher und effektiver

machen. Dabei finden sowohl Einsteiger, als auch Fort geschrittene

Anregungen, die so sicher nicht im Handbuch zu finden sind.

INDESIGN PRAXIS

Objekte einer Ebene

Manchmal ist es notwendig, alle

Objekte, die auf der gleichen Ebene

liegen, zu markieren oder auszuwählen.

Drücken Sie dazu die Alt-Taste

und klicken auf das Symbol der Ebene

in der Ebenenpalette.

Hilfreich ist auch die Option

»Ebenen beim Einfügen erhalten«,

zu finden im Menü der

Ebenenpalette. Dadurch bleibt beim

Kopieren eines Objekts dessen

Ebene erhalten. Normalerweise ist

diese Option nicht aktiviert, was

dazu führt, das ein kopiertes

Objekt auf die gerade aktive Ebene

eingefügt wird.

www.desktop-dialog.de · 9-2008

Farbbilder kolorieren

InDesign bietet die Möglichkeit,

Bilder im Layout zu kolorieren. Dazu

platziert man ein Bild und wählt für

den Bildrahmen (= mit schwarzem

Pfeil markieren) in der Farbpalette

eine Füllfarbe aus.

Anschließend wird das Bild mit

dem Direkt-Auswahl-Werkzeug markiert,

das geht am schnellsten

durch Doppelklick mit dem

Auswahl-Werkzeug (= schwarzer

Pfeil) auf das Bild. In der Palette

»Effekte« wird dann der Modus

»Luminanz« gewählt und die

Deckkraft, sofern nötig, um 3-5

Prozent reduziert. Man sollte dabei

berücksichtigen, dass

Schmuckfarben bei dieser

Vorgehensweise in CMYK konvertiert

werden.

Seiten drucken

Manchmal benötigt man Ausdrucke

von nicht zusammen hängenden

Seiten eines Dokuments. Dazu gibt

man im Drucken-Dialog die gewünschten

Seitenzahlen, getrennt durch

Kommas, ein. Also beispielsweise »3,

7, 11«, druckt die Seiten 3, 7 und 11.

Man kann auch schreiben »3, 7-11«,

dann werden die Seite 3 und die Seiten

7 bis 11 gedruckt.

Nicht alle Dokumente beginnen

jeodch mit der Seitenzahl »1«. Um

etwa die fünfte Seite eines solchen

Dokumentes zu drucken, gibt man

im Druckdialog »+5« ein, damit

wird eine absolute Seitenzahl angesteuert.

Um den Bereich der dritten

bis fünften Seite eines Dokumentes

zu drucken, gibt man ein »+3-+5«.

Zugegeben – ein wenig verwirrend,

aber es klappt!

Das Ganze funktioniert übrigens

auch beim Export als PDF.

Viel Spaß beim Ausprobieren

wünscht Ihnen

Sven Fischer


In den Layouts von Anzeigen, Broschüren oder

Zeitschriften spiegeln sich häufig allgemeine gesellschaftliche

Trends wieder. Und es geht nicht

allein um Mode- oder Stilfragen: Auftretende

StyleVorlagen 2008: »Farbtrend Blau-Grün als brisante Kombination«

TRANSGLOBALE FARBEN

01

03

Die beiden Farben stehen sich

näher als die meisten anderen, die

wir unterscheiden. Kein Wunder: Ist

doch die eine aus der anderen entstanden

bzw. kann es jederzeit wieder

aufs Neue. Die Rede ist von den

beiden Farbtönen Blau und Grün.

Blau ist die mit Abstand beliebteste

Farbe der erwachsenen Menschen,

Männer wie Frauen – zumindest in

unserem Kulturraum. Grün rangiert

immerhin auf Rang drei. Die Kombination

der beiden Farben galt lange

Zeit als sehr gewagt – vor allem,

was Kleidung betrifft. Eine offensichtlich

modebewusste junge Dame

an der Bushaltestelle in Bluejeans,

darüber ein giftgrüner Minirock

drapiert, zeigte dem Autor neulich

eindrucksvoll, dass dies heutzutage

sicher so nicht mehr gilt.

Aber wie ist das denn nun: Kann

man die beiden Farben bedenkenlos

miteinander kombinieren? Muss man

es in manchen Fällen gar?

Probleme sind nicht selten handwerklicher Natur.

Was man mit Typo, Farbe und Bildern falsch bzw.

richtig machen kann (und warum) – darum geht

es weiterhin in den Folgen dieser Serie.

01: SZENE Hamburg mal wieder voll im Trend – Diese Farbkombi ist derzeit sehr angesagt

02: Auch bei der Kommunikation fürs Schleswig-Holstein Musik Festival stoßen wir auf Blau mit Grün

03: »Wortspender« bietet im Web gleich zwei modische Farbalternativen für seine T-Shirts an

Das Blaue vom Himmel

Blau ist physikalisch ein Farbreiz,

den wir bei einer Wellenlänge

von 460 bis 490 nm empfinden. In

der Farbenlehre ist Blau eine so genannte

Grundfarbe und bildet die

Komplementärfarbe zu Gelb. Soweit

die nüchternen Fakten.

In der Farbpsychologie ordnet

man der Farbe – die ja für Himmel,

Wasser, das Weltall steht – Tiefe,

Universalität, auch Spiritualität zu.

Sie strahlt Verlässlichkeit und Harmonie

aus, wirkt vertrauensvoll und

entspannend.

Vorschau »StyleVorlagen 08/09«

Corporate Type [3]

Typo-Phänome: Binnenmajuskeln,

Versales Eszett u.A.

Signalfarben und -formen

Corporate Type [4]

02

www.desktop-dialog.de · 9-2008

DESIGN

27


DESIGN

Es grünt so Grün

Grün sehen wir bei Licht mit

einer spektralen Verteilung, bei der

das Maximum des Wellenintervalls

zwischen 520 und 565 nm liegt. Die

28 www.desktop-dialog.de · 9-2008

04 05

06 07

08 09 10

11 12

04-05: Das internationale Recycling-Zeichen hat seinen Ursprung in Deutschland. Dort konstituierte sich

Mitte der Siebziger Jahre die (grüne) Öko-Partei, die später mit ihrem (blauen) Ost-Pendant fusionierte

06-07: Die Quellen sind erkennbar – geschlossener System-Kreislauf oder Welle bei Hightech-Logos

07-09: Die Idee des Kreislaufs – mehr oder weniger ökologisch inspiriert – in internationalen Logos

10: Die Berliner Wasserbetriebe verbinden zwei Richtungen, das Wellenprinzip und den Farbcode

11: In ähnlicher Manier funktioniert das EARS-Logo für ein innovatives Druckluft-Recyling-System

Farbe Grün entsteht im Farbkreis

aus der Mischung von Gelb und

reinem Blau (Cyan).

Dem Grün – mit dem nahe liegender

Weise Blattgrün, Natur und

Leben assoziiert wird – wird beruhi-

gende Wirkung zugeschrieben. Es ist

die Farbe der Hoffnung, der Frische

und des Wachstums – gleichzeitig

aber auch des Verfalls, des Giftes.

Dennoch: Nicht in allen Kulturen

werden die beiden Farben überhaupt

unterschieden. Einige Völker haben

nur ein gemeinsames Wort für beide.

Wir Designer können sie sehr wohl

unterscheiden – aber wir haben natürlich

im Rahmen unserer nahezu

unbegrenzten Möglichkeiten von

Farbnuancen wechselnde Vorlieben.

In jüngerer Zeit sieht man oft die

Kombination dunkles oder leuchtendes

Blau mit einem Hellgrün. Dazu

kommen, je nach thematischer Anwendung,

einige spezifische Formen.

Umwelt + Klimawandel

Den Boom mit ausgelöst haben

einerseits die Globalisierung – und

andererseits genau die Probleme, die

mit ihr gleichsam deutlicher wurden.

Die Erde gilt nicht erst seit den bemannten

Weltraumflügen als »der

blaue Planet«. Doch die Bilder aus

dem All zeigten uns auf faszinierende

Weise, wie unser durchs All

schwebender Heimatplanet aus der

näheren Umgebung betrachtet wirkt.

Aber auch den Bewohnern unten

bietet sich unmittelbar ein ähnliches

Spektrum: Über 71% der Erde

sind mit Wasser bedeckt – je nach

Tiefe und Untergrund in diversen

Blautönen changierend. Der Himmel

über uns, die gasgeladene Atmosphäre,

erscheint uns an schöneren

Tagen ebenso in zahllosen Blaus.

Und was macht lebendige Umwelt

mehr aus als das satte Grün der

Pflanzenwelt?

Die um nachhaltige Nutzung

unserer Ressourcen bemühte Öko-

Bewegung und der inzwischen

nicht mehr zu ignorierende Klimawandel

als Folge industrieller

Schädigung führten heute zu anderer

Einsicht: Es ist unübersehbar,


GRÜN

BLAU

wie sehr dieses sensible System in

Gefahr ist. Und dabei geht es wahrlich

nicht um Farben! Aber sie sind

die Vorboten, die Mittler – und sie

genießen derzeit in der gestalteten

Welt branchenübergreifend große

Popularität.

Grüne Rhetorik

In der Politik schienen die

Farben klar verteilt zu sein. Aber in

jüngerer Zeit kam Bewegung in die

farblich erstarrte Parteienlandschaft

(s.a. Desktop Dialog 04-08). Während

Die Grünen sich seit einigen

Jahren nur schwer einigen konnten,

ob sie z.B. die bewährte weiße

oder die auf grünem Grund schlecht

lesbare blaue Schrift für ihr Logo

einsetzen wollten – und wohin mit

dem blauen Balken? – hat sich die

CSU Zug um Zug den beiden Trendfarben

verschrieben.

Und in der Wirtschaft: Zwischen

der (blauen) Allianz Versicherung

und der (grünen) Dresdner Bank

scheint es nun vorbei mit der Harmonie.

Blaupause

Es wird deutlich: Solange man

mit beiden Farben getrennt agiert,

ist es kein Problem. Auf Weiß parallel

wie separat eingesetzt, schaffen

beide angenehme Kontraste. Außerdem

lassen sich Blau und Grün auch

inhaltlich recht elegant codieren.

Problematisch wird es erst bei der

unmittelbaren Kombination, wenn

die Eine die Andere berührt oder gar

in sie hineinragt. Der Gipfel: Grüne

Schrift auf blauem Grund. Umgekehrt

scheint es immer die bessere

Wahl zu sein. Aber wenn die Schrift

etwas taugt und der Schnitt fett genug

ist, geht’s so auch!

Klaus-Peter Staudinger

www.desktop-dialog.de · 9-2008

DESIGN

13 14

15 16

17 18

13-14: Blau-grüne Grazie (Copyright Graz Tourismus) und Anwendungsbeispiele für das Open Source CD

15-16: Becel Margarine und Cosmos Direkt Versicherung haben die Zeichen resp. Farben der Zeit erkannt

17-18: Auch der Internet-Versender yousendit benutzt wie viele Andere die kickenden Bildschirmfarben

29


PUBLISHING

Bereits im Juni fand in Bremen das bereits 23. Forum Typografie

mit dem Motto »Typografie zwischen Ulm und Amsterdam« statt.

Das Motto sorgte im Vorwege für einige Verwirrung und war offenbar

von den Initiatoren auch um mindestens zwei Ecken gedacht.

EIN A FÜR EIN U

Einmal mehr ging es nicht nur,

aber natürlich auch um Schrift. So

erwarteten die 250 Besucher des im

Gegensatz zur Vorjahres-Großveranstaltung

wieder wohltuend familiären

Forums eine Reihe prominenter

Schriftgestalter und Typografen.

Aber auch spannende Designer, die

nicht explizit mit Schrift arbeiten,

waren vertreten. Die Pole Ulm und

Amsterdam wurden stellvertretend

gewählt für zwei Richtungen mit

beträchtlichem Einfluss – jeweils

zu ihrer Zeit. Mit »Ulm« bezog man

sich auf die legendäre Hochschule

für Gestaltung, die – nach dem Bauhaus

der Weimarer Republik – ein

sehr profilierter Ansatz neuerer Geschichte

in der Bundesrepublik war.

Typografie war an der hfg kein Lehrfach,

dem entsprechend hatten auch

die »Ulmer Fossilien« (Zitat: Franco

Clivio) wenig darüber zu berichten,

sondern korrigierten sich eher bei

der Archivierung des korrekten Ulms.

30 www.desktop-dialog.de · 9-2008

Die Wichtigkeit Ulms lag ja ohnehin

mehr in der Herstellung eines

gesellschaftlichen Kontextes fürs

Design – den man heute wohl als

»ganzheitlich« bezeichnen würde.

Amsterdam bildete nicht nur den

inhaltlichen Kontrast dazu: Hier

sind derzeit mit die wichtigsten

Design-Agenturen Europas angesiedelt,

die ganz selbstverständlich

auch Kunden anderer Kontinente

betreuen. Der gebürtige Berliner

Dirk Laucke, inzwischen mit dem

eigenen Studio Laucke in Amsterdam

arbeitend, zeigte im Vergleich zwischen

deutscher und holländischer

Mentalität, wie sich dieses im Design

niederschlägt. Die in Deutschland

übliche Trennung zwischen

Kunst und Design

scheint es in

Holland nicht zu

geben – was den

Designern mehr

Freiheiten gibt.

Erik Spiekermann

stieß auf seine

unnachahmliche

Art ins gleiche

Impressionen vom

23. Forum Typografie

in Bremen

Horn. Richard Nieesen und Esther

de Vries von der Agentur Niessen &

de Vries berichteten darüber, dass in

den Niederlanden die Designstudios

oft das gesamte Projektmanagement

einschließlich Finanzsteuerung übernehmen.

Sie haben nicht zuletzt

dadurch ein größeres Standing beim

Kunden und die Projekte geraten

so wie aus einem Guss. Insgesamt

machten die holländischen Kollegen

durch die Bank weg sehr lebendige

Vorträge – sowohl von der Darbietung

als auch vom Inhalt her. So

wurde gut spür- und sichtbar, dass

Design in Holland vor allem etwas

»erzählen« soll.

Auf dem Weg von Ulm nach

Amsterdam gelangt man über einen

Bogen in die Hansestadt Bremen.

Und hier scheint man auch irgendwo

zwischen Ulm und Amsterdam zu

stehen: Immerhin hat die ansässige

Hochschule für Künste in den letzten

Jahren ein eigenständiges Profil

entwickelt, welches nicht zuletzt die

viel beachtete Konferenz »Profile

Intermedia« hervorbrachte. Eine

vom Typografie-Professor Eckhard


Jung initiierte Projektgruppe unter Leitung von Daniel Henry

Bastian ist diesmal das Wagnis eingegangen, ein Forum

Typografie auszurichten und inhaltlich zu füllen. Gemäß den

Reaktionen der Teilnehmer ist ihnen das rundum gelungen.

Neben einer sehr engagierten Crew fungierte das prägnante

Veranstaltungsdesign gleichzeitig als wirkungsvolles Leitsystem

und das tolle Ambiente der Hochschule im umgenutzten

Hafenbereich trug das Motto auch architektonisch mit. Ausstellungen

von Teilnehmerarbeiten sowie Studenten von einst

und heute nebst den üblichen Info-Ständen rund ums Thema

Schrift rundeten das Bild ab. Im nächsten Jahr lädt übrigens

erneut Weimar ein – und möchte seiner Verknüpfung zum

Bauhaus eins draufsetzen: www.bauhaus-hoch-n.de.

Klaus-Peter Staudinger

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PDF in Motion

32

In Unternehmen vorhandene Daten/Dokumente in sich geschlossen

konsistent zu halten, erfordert einen enormen Pflege- und Kostenaufwand.

Einen Ansatz, um diese Problemstellung zu entschärfen

oder gar ganz zu lösen, bietet »XML (eXtensible Markup

Language)«: Als »Universalsprache« zur Beschreibung von Dokumentinhalten

unterstützt sie das »Single Source Publishing«.

VON DATENBANKEN

Bild 1: FO-Prozessor

und XSL-FO-Konformität

beeinflussen die

PDF-Erzeugung

XML (eine vom W3C entwickelte

Standardsyntax) erlaubt es, Daten

Plattform-unabhängig strukturieren,

beschreiben und austauschen zu

können. Um aus XML-Dokumenten

verschiedene Zielformate abzuleiten,

kommt »XSL (eXtensible Stylesheet

Language)« zum Einsatz. XML (kombiniert

mit XSL) unterstützt die

Publikation eines Dokuments in verschiedenen

Formaten (HTML, RTF,

PDF, Word2007/OpenXML), ohne dessen

Inhalt verändern zu müssen.

Jedes Ausgabeformat hat seine

eigene »Stilkomponente« auch »XSL-

Stylesheet« genannt. Stylesheets

werden mit einer der beiden Sprachen

entwickelt: »XSLT (eXtensible

Stylesheet Language Transformations)«

oder XSL:FO (eXtensible Stylesheet

Language Formatting Objects).

www.desktop-dialog.de · 9-2008

NACH PDF

Für jedes Ausgabeformate wird

jeweils ein anderes XSLT-Stylesheet

eingesetzt: Für PostScript oder PDF

benötigt man ein XSL:FO-Stylesheet.

Die Definition von XSL-Stylesheets

per Hand ist zeitaufwändig

und fehleranfällig. Ein Designer

benötigt neben Sprachkenntnissen

auch viel Erfahrung bei der Anwendung/Umsetzung

der Stylesheets.

Die Firma »Altova« vertreibt mit

»StyleVision« ein graphisches Software-Tool

für Windows, das die

Erstellung von Mehrzweck-Stylesheets

und Datenbankberichten

wesentlich vereinfacht.

StyleVision im Überblick

»StyleVision 2008« wird in drei

Editionen vertrieben: Standard, Professional

und Enterprise. Die Website

von Altova listet funktionale Unterschiede

der einzelnen Editionen in

einer detaillierten Tabelle auf.

Wesentliches Unterscheidungsmerkmal

ist, dass Standard und Professional

nur die HTML-Ausgabe unterstützen.

Will man PDF- oder RTF-Dokumente

erzeugen, so ist ein Erwerb

der Enterprise-Edition notwendig.

Nur diese enthält als Komponente für

die PDF-Erzeugung einen »Grafischen

Stylesheet Designer« für XSL:FO.

Im Zentrum steht das so genannte

05/08: OCR und PDF-Verarbeitung

07-08/08: Schriften in Zeichenpfade

umwandeln

09/08: Von XML oder Datenbanken

nach PDF

10/08: Überblick - Neuerungen

Acrobat 9

11/08: PDF-Portfolios »schnüren«

»StyleVision Power Stylesheet

(SPS)«, ein wesentlich erweitertes

XSLT-Stylesheet. Es wird mittels

einer intuitiven Benutzeroberfläche

vollkommen visuell erstellt; Kenntnisse

über XML sind hierfür nicht

erforderlich. Als Basis kommt ein

Schema (Dokumenttypdefinition

[DTD] oder XML) zum Einsatz, die

Inhalte können statisch oder dynamischer

Natur sein. Statische Inhalte

werden direkt in das SPS eingegeben;

bei dynamischen werden Daten

aus XML-Dokumenten oder Datenbanken

eingebunden.

Standardmäßig integriert sind die

Altova XSLT-Prozessoren (1.0 und

2.0); diese führen alle internen

Transformationen durch. Nicht enthalten

ist der erforderliche FO-Prozessor,

um ein PDF-Dokument aus

dem XSL:FO-Stylesheet erzeugen zu

können. Auf der Altova-Website findet

man den FO-Prozessor des Apache

XML Projekts (Apache FOP). Die

dortige Installationsroutine konfiguriert

den Prozessor so, dass er sich

von der Benutzeroberfläche von

StyleVision aus aufrufen lässt. Über

»Extras > Optionen« legt man beim

Registerreiter »XSL-FO« den

gewünschten FO-Prozessor und dessen

Konformität fest (Bild 1).

Visuelles PDF-Design

Nach Start des Programms legt

man mittels »Datei > Neu von...« ein

neues »StyleVision Power Stylesheet

(SPS)« an; als Ausgangsbasis kann

ein existierendes XML-Schema, eine


DTD oder eine Datenbank verwendet

werden. Daraufhin erscheint das

Inhaltsmodell im linken Fensterausschnitt

»Schemaquellen«, direkt

darunter wird die »Design-Struktur«

angezeigt (Bild 2). Über die Menüs

des ersten Icons der Schemaquellen-

Toolbar kann man eine weitere DTD,

XML-Schema oder Datenbank des SPS

hinzufügen.

In der Symbolleiste des Hauptfensters

wählt man die gewünschte

XSLT-Version 1.0 oder 2.0 aus. Für

XSLT 2.0 klickt man auf das gleichnamige

Icon »XSLT 2.0«. Um eine

andere XML-Arbeitsdatei zuzuweisen,

d. h. die bestehende zu ändern,

klickt man auf das Icon-Symbol vor

dem Eintrag »Working XML:...«. Statischen

Inhalt fügt man dem Dokument

durch Klick auf die Titelzeile

»Hauptvorlage '/'« hinzu. Daraufhin

lässt sich unmittelbar beliebiger Text

oder über das Kontextmenü ein Bild,

eine horizontale Linie, Lesezeichen

oder Hyperlink in die Design-Ansicht

einfügen (Bild 2).

Dynamischen Inhalt aus der XML-

Quelle/Datenbank übernimmt man

durch Drag & Drop von Element- und

Attribut-Knoten aus der Schema-

Struktur in die Design-Ansicht. Der

Pfeilcursor verwandelt sich in einen

Einfügepunkt, sobald man die Maustaste

los lässt, erscheint ein Kontextmenü,

dort wählt man »Inhalt

erstellen« aus. Ist ein Knoten als

Inhalt definiert, werden die enthaltenen

Daten als Zeichenkette im

Dokument ausgegeben. Die Hierarchie

der XML-Quelle (Text-Knoten

und alle Knoten ihrer Kinder) wird

inhaltlich mit berücksichtigt.

Fensterausschnitte als

Eingabehilfen

Die Benutzeroberfläche von

StyleVision besteht aus fünf Eingabehilfen,

die den einzelnen Fensterausschnitten

entsprechen:

- Schemaquellen: zeigt das Schema

und/oder die Datenbank auf/aus

dem/der das Design basiert als eine

Baumstruktur an. Die Baumstruktur

besteht aus Knoten sowie globalen

Elementen, um die Struktur des

Ausgabedokuments zu definieren.

- Design-Ansicht: dieser Fensterausschnitt

besteht aus mehreren synchronisierten

Registerreitern, um

zwischen den einzelnen Ansichten

hin und her zu schalten. Das Register

»Design« legt das Aussehen des

Ausgabedokuments fest, über dessen

Kontextmenü kann man den

JavaScript-Editor öffnen. Mit ihm

lassen sich Funktionen in Java-

Script für das SPS programmieren.

Das Register »HTML-Vorschau«

zeigt die HTML-Ausgabe an, über

dessen Kontextmenü ist der XSLT-

Stylesheet einsehbar, aus dem die

HTML-Ausgabe generiert wird.

Entsprechend arbeiten die beiden

weiteren Registerreiter »RTF-Vorschau«

und »PDF-Vorschau«. Das

Kontextmenü des Ersteren öffnet das

XSLT-Stylesheet, mit dem die RTF-

Ausgabe für die Anzeige in MS Word

erzeugt wird. Mit dem Kontextmenü

von »PDF-Vorschau« wechselt man

zum XSL:FO-Stylesheet, mit dem die

PDF-Ausgabe für die Anzeige im

Adobe Reader generiert wird.

- Design-Struktur (Bild 3): bietet

eine Übersicht über die im Design

verwendeten Namespaces, global

definierten Parameter, XML- und

Datenbankschemata, JavaScript-

Funktionen, globalen Vorlagen und

Layout-Informationen für die Ausgabe

gedruckter PDF/RTF-Dokumente.

- (Gobale) Stile: auch dieser Fensterausschnitt

ist in zwei Registerreiter

»Globale Stile« und »Stile« eingeteilt.

Über den ersten Registerreiter

weist man externe Cascading Style

Sheets (CSS) zu und definiert globale

CSS-Stile. Im Registerreiter

»Stile« definiert man lokale CSS-

Stile für die Komponenten der

Design-Ansicht. Eine aktuell ausgewählte

Design-Komponente zeigt

ihre Stile sowie die dazugehörigen

Typen an.

- Eigenschaften: diese Eingabehilfe

dient zum Ansehen und Bearbeiten

von Eigenschaften einzelner

Design-Komponenten. Dieser Fensterausschnitt

zeigt für die jeweils

ausgewählte Design-Komponente

ihre Eigenschaften an.

Formatieren des Inhalts

StyleVision kennt mehrere

Arten von Formatstilen: externe, globale

und lokale Stilregeln. Für Komponenten

im Design kann man »Klassenattribute«

deklarieren, wobei die

Klasse als Selektor für externe oder

globale Stilregeln verwendet wird.

Ergänzend gibt es CSS-Stilregeln und

vordefinierte Formate; dabei handelt

es sich um Blockkomponenten für

die bereits Stile definiert sind. Vordefinierte

Formate lassen sich als

»Hülle« für eine Gruppe benachbarter

Komponenten einsetzen; mit

benutzerdefinierten Stilen setzt man

sie außer Kraft.

Um einer Komponente des Ausgabedokuments

ein vordefiniertes Format

zuzuweisen, markiert man diese

in der Design-Ansicht und wählt

unmittelbar in der Symbolleiste

»Format ändern« das gewünschte

Format aus. Ein vordefiniertes Format

erreicht man auch über das

Menü »Einfügen > Spezieller

www.desktop-dialog.de · 9-2008

PDF in Motion

Bild 2: Das Hauptfenster

gliedert sich in

mehrere Fensterbereiche

bzw.

-ausschnitte

33


PDF in Motion

Bild 3: Die Eingabehilfe

»Design-Struktur« gibt

einen Überblick zu den

Metainformationen des

PDF-Dokuments

Bild 4: Seitendefinition

für PDF/RTF-Dokumente

34

Absatz«. Danach erscheinen in der

Design-Ansicht beim betroffenen

Ausgabeelement die Tags des ausgewählten

Formats. Entsprechend dem

ausgewählten Format ändern sich die

Schrifteigenschaften was Aussehen

und Inhalt betrifft.

Ein Klassenattribut wird im Fensterausschnitt

»Stil« definiert:

Zunächst wählt man ein Tag in der

Design-Ansicht aus, danach klickt

man im Stil-Fensterausschnitt auf

»Absatz« und wählt die Eigenschaftsgruppe

»Allgemein« aus.

Durch Doppelklick auf das Wertefeld

bei der Eigenschaft »class« kann man

einen Namen für das Klassenattribut

z.B. »header« vergeben. Legt man

nur Stileigenschaften für die neue

Klasse fest, so werden diese von

www.desktop-dialog.de · 9-2008

allen Komponenten im SPS angewendet,

die mit dieser Klasse verknüpft

sind.

Druckausgabe erstellen

Optionen für die Druckausgabe

von PDF und RTF können in den beiden

Eingabehilfen »Eigenschaften«

und »Design-Struktur« vorgeben

werden. Um das Seitenlayout festzulegen

wählt man den gleichnamigen

Eintrag in der Design-Struktur aus.

Daraufhin erscheint im Eigenschaften-Fenster

der Eintrag »Seitenlayout«

(Bild 4) wo man Seiteneigenschaften

wie Seitenausrichtung, -

größe, -ränder, -nummerierung u.ä.

festlegen kann. Es stehen verschiedene

Maßeinheiten z.B. Zentimeter,

Zoll, Millimeter, Punkte und Pixel zur

Verfügung. Zu beachten ist, dass

oberer und unterer Rand auch die

vertikale Höhe von Kopf- bzw. Fußzeile

bestimmen.

Eine Umschlagseite für das

PDF/RTF-Dokument erstellt man in

zwei Schritten: Im ersten fügt man

eine Umschlagseite in der Eingabehilfe

»Design-Struktur« hinzu. Im

zweiten Schritt erstellt man in der

Design-Ansicht den Umschlag. Klickt

man in der Design-Struktur auf den

Eintrag »Seitenlayout«, so kann man

im Kontextmenü »Hinzufügen« den

Menüeintrag »Umschlagseite hinzufügen«

auswählen. In der Design-

Ansicht erscheint die Umschlagseite,

diese lässt sich dort wie jede andere

Vorlage gestalten; analog richtet

man Kopf- und Fußzeilen ein.

Unterstützung von

Schriftarten

Für die PDF-Erzeugung muss

das Formatierungsprogramm auf die

verwendeten Schriften selber und

deren Bemaßungen zugreifen können.

Wenn eine Schriftart nicht ver-

fügbar ist, greift der XSL:FO-Formatierer

auf die eingestellte Standardschriftart

zurück. Die Standardschriftart

wird in der »Stil«-Eingabehilfe

bei der Kategorie »Schriftart«

gesetzt; fehlt dort eine Vorbelegung,

so wird »Helvetica/ArialMT« als

Standardschriftart verwendet.

Ist bei »Extras > Optionen« das

Optionskästchen »entspricht FOP

0.93« ausgewählt, so werden nur die

Werte der Schriftarten »Helvetica,

Times, Courier und Symbol« an

XSL:FO-Stylesheet übergeben. Enthält

ein Knoten eine andere Schriftart,

so wird dessen »font-family«-

Attribut entfernt und als Ersatzschrift

»Helvetica/ArialMT« d. h. die

Standardschriftart ausgegeben.

Ist hingegen das Optionskästchen

»Vollständige Verwendung des XSL-

FO-Standards« ausgewählt, dann

wird jede verwendete Schriftart an

das XSL:FO-Dokument übergeben.

Sollte eine ausgewählte Schriftart

nicht verfügbar sein, so kann man

mittels dem »font-family«-Parameter

alternative Schriftarten definieren.

Im Falle von FOP werden die Schriftbemaßungen

in speziellen XML-

Dateien benötigt. Das FOP-Programmpaket

enthält Zusatztools zum

Konvertieren der PostScript- bzw.

TrueType-Schriftarten in eine XML-

Schriftartbemaßungsdatei.

Dr. Manfred und Renate Simon


Es ist ruhiger geworden um CtP.

Nicht etwa, dass die digitale Plattenherstellung

nicht mehr »en vogue«

ist, aber Computer-to-Plate ist

inzwischen offenbar so selbstverständlich

geworden wie das Drucken

an sich. Zudem drehen sich die Diskussionen

bei CtP heute mehr um

den Einsatz der Druckplatten als um

die Konstruktionsprinzipien oder

technischen Daten der Belichter.

Auffällige Neuheiten bei Computer-to-Plate-Systemen

gab es in den

letzten Monaten zumindest auf den

ersten Blick nur im Bereich der Großformat-Belichter,

wobei es einerseits

um größere Formate für den Bogenoffsetdruck

und andererseits um die

Plattenbelichtung für Rollenoffsetmaschinen

mit nunmehr bis zu 96

Seiten geht. Über alle Formatbereiche

hinweg haben wir auf der Drupa

2008 dennoch knapp 30 Neuheiten

entdeckt, die für den deutschen

Markt relevant sind (in unsere Marktübersicht

haben wir folglich nur die

Systeme aufgenommen, die hierzulande

auch verfügbar sind und für

die zumindest Verkauf und Service

durch einen Händler bereitstehen).

Wobei es sich eigentlich nur bei

Heidelberg und Punch um komplette

Neukonstruktionen handelt – fast

alle anderen Neuheiten sind Adaptionen

oder Weiterentwicklungen bestehender

Systeme.

Obwohl CtP-Systeme für eine sichere Produktion notwendiger sind

denn je, ist es um die Bebilderung der Druckplatten fast schon still

geworden. Der Zenit scheint überschritten. Statt dessen macht auch

der Inkjetdruck bei der Plattenherstellung von sich reden.

Kein Wachstum mehr?

Viele hatten gerade im Markt

der kleineren CtP-Systeme ein Durchstarten,

wenn nicht gar den Durchbruch

erwartet. Zwar kamen auch

weitere Systeme für die Formatbereiche

2-up/4-up auf den Markt, jedoch

hält sich der Erfolg nach wie vor eher

in Grenzen. Nach Ansicht einiger

Experten ist CtP für Kleinbetriebe

noch immer nicht wirtschaftlich.

»Viele der Betriebe, die auf Computer-to-Plate

umsteigen könnten,

haben offenbar Angst vor der Investition

in einen Workflow«, versucht

einer der Hersteller die Situation zu

erklären.

Doch dies ist eher ein Armutszeugnis

als ein nachvollziehbarer

Grund für die Investitions-Zurückhaltung.

CtP hat seine Wirtschaftlich-

keit längst unter Beweis gestellt und

ein moderner Betrieb (auch wenn er

noch so klein ist) kommt ohne einen

funktionierenden Workflow nicht

mehr aus – egal, ob ein Film, eine

Platte oder ein Zylinder in einer Digitaldruckmaschine

bebildert wird.

Spätestens wenn – wie man zur

Drupa oft hörte – ältere Maschinen

im Kleinformat durch Digitaldruckmaschinen

ersetzt werden sollen,

wird sich die Workflow-Abstinenz

rächen.

Doch nicht nur im Kleinformat,

auch im CtP-Mittelformat ist nach

Aussage von Screen kein Wachstum

mehr zu erwarten. Das japanische

Unternehmen, einer der erfolgreichsten

CtP-Hersteller, hat bereits die

Konsequenzen gezogen. Nachdem

der Absatz von CtP-Systemen 2008

seinen Höhepunkt erreicht haben

www.desktop-dialog.de · 9-2008

SPECIAL

IST DAS THEMA CTP

AUSGEREIZT?

So offensichtlich und

breit aufgestellt wie bei

Kodak war CtP zur

Drupa 2008 nicht überall

mehr zu sehen

35


SPECIAL

Der PlateWriter 2000

ist das neue Modell von

Glunz + Jensen für das

Beschichten der Druckplatten

via Inkjet

36

soll, sieht Screen seine Zukunft im

Digitaldruck (und so musste man auf

Vertrieb/Hersteller

Produktname

Bauweise

Belichtungssystem

Agfa/Screen

Palladio/Palladio E

Flachbett

Violettdiode 410 nm

Auflösungen 1.200 - 3.000 dpi

Plattenformat

min./max. in mm

280 x 450/635 x 760

Durchsatz

28/23 Platten

Stanzung/Automatis. ja/ja

Standfläche/Gewicht k.A.

Preis (€) ab ca.

Bemerkungen

60.000

Vertrieb/Hersteller

Produktname

Bauweise

Belichtungssystem

Auflösungen 2.540 dpi

Plattenformat

min./max. in mm

340 x 400/615 x 745

Durchsatz 20 B2-Platten/h

Stanzung/Automatis. nein/optional

Standfläche/Gewicht 140 x 86 cm/k.A.

Preis (€) ab ca.

Bemerkungen

50.000

www.desktop-dialog.de · 9-2008

dem Drupa-Stand erst

nachfragen, um noch ein

CtP-System zu finden).

So erklärt sich auch, dass

Agfa seine CtP-Entwicklung

und -Produktion eingestellt

hat und seit der Drupa OEM-

Produkte von Screen vermarktet.

Auch Fujifilm stellt schon

geraume Zeit keine eigenen Systeme

mehr her, sondern bezieht

diese für den Thermalbereich von

Screen, die Violettbelichter von der

ehemaligen Tochter FFEI (siehe auch

Desktop Dialog 4-2008).

Übersicht CtP-Belichter 2up/4-up

Agfa/Screen

Acento II E/Acento II S

Außentrommel

Friedrich W. Beck/Highwater Dotline/Dotline GmbH

Python

Innentrommel

Viol.-Laserdi. 405 nm (120 mW) Violett-Laser 405 nm

basysPrint/Punch Graphix

UV-Setter 440/450*

Flachbett

NEU

2.400 dpi/1.200, 2.400 dpi 1.270, 1.500, 2.400 dpi

304 x 370/660 x 830 mm 200 x 200/680 x 830

325 x 450/680 x 830

10/20 Platten/h

15/32 UV-Platten/h

ja/Option

optional/optional*

175 x 103 cm/k.A. je nach Modell

90.000 /105.000

auf Anfrage

*je 3 Modelle mit versch.

Automatisierungsstufen

So ist es nicht verwunderlich, dass

die über 200 verschiedenen CtP-Systeme,

die in Deutschland angeboten

werden, von gerade einmal 14 Herstellern

produziert werden (wobei

man fast die Hälfte als »Exoten«

bezeichnen könnte oder zumindest

noch nicht zu den Großen zählen

kann).

Die Vielfalt nimmt zu

Aber noch einmal zurück zur

Investitionszurückhaltung der vielen

basysPrint/Punch Graphix

basysPrint UV-Setter Serie 6

Flachbett

Infrarot-Thermallaser 830 nm DSI2 (UV) oder DSI3, 360 - 450 nm DSI3-Belichtung, 405 nm

Übersicht CtP-Belichter 2up/4-up

CA 55 V1/V2

Innentrommel

800 -2.540 dpi

250 x 350/635 x 870

bis 28/40 Platten/h 4-up*

nein/nein

205 x 71 cm/k.A.

auf Anfrage

*36/54 Platten/h 2-up

Dotline/Dotline GmbH

Violight C35

Innentrommel

Violett-Laser 405 nm

2.540 dpi

250 x 350/630 x 800

bis 22 4-up-Platten/h

nein/optional

200 x 74 cm/220 kg

39.900

NEU

Übersicht CtP-Belichter 2up/4-up

1.270, 1.500, 2.400 dpi

325 x 450/690 x 980

bis 60 UV-Platten/h

optional/ja

364 x 211 cm/3.400 kg

auf Anfrage

Vertrieb/Hersteller Fujifilm/Screen

Fujifilm/Screen

Fujifilm/Screen

Fujifilm/FFEI

Produktname PlateRite 6600 E/S Luxel T-6300 CTP

Luxel T-6300 CTP S Luxel V-6e

Bauweise

Außentrommel

Außentrommel

Außentrommel

Innentrommel

Belichtungssystem 32/64 Infrarot-Thermallaser 830 nm 16 Infrarot-Thermallaser 830 nm 32 Infrarot-Thermallaser 830 nm Violett-Laser-diode 405 nm

Auflösungen 1.200 - 2.540 dpi (4 Stufen) 2.400, 2.438, 2.540 dpi 1.200 - 4.000 dpi (6 Stufen) 1.219 - 3.657 dpi (opt.)*

Plattenformat 304 x 370/685 x 980 324 x 370/660 x 830 324 x 370/660 x 830 350 x 350/686 x 765

min./max. in mm

304 x 370 (opt.)

304 x 370 (opt.)

290 x 320 (opt.)

Durchsatz

18/30 B2-Platten/h 11 Platten/h bei 2.400 dpi 21 Platten/h bei 2.400 dpi 10 Platten/h bei 2.400 dpi

Stanzung/Automatis. ja/optional

opt. 2 Köpfe/opt.* opt. 2 Köpfe/opt.* optional/optional**

Standfläche/Gewicht 200 x 132 cm/810 kg 177 x 118 cm/670 kg 177 x 118 cm/670 kg 158 x 207 cm/700 kg

Preis (€) ab ca. 151.500

63.000

78.000

59.000

Bemerkungen

*ausbaufähig bis Vollauto- *ausbaufähig bis Vollauto- *2 Standardauflösungen

mat mit SAL oder MAL mat mit SAL oder MAL **aufrüstbar vor Ort

Friedrich W. Beck/Highwater

Cobra

Innentrommel

Viol.-Laserdi. 405 nm (120 mW)

2.540 dpi

300 x 380/550 x 625

30 B3-Platten/h

nein/nein

120 x 72 cm/k.A.

40.000 *

*incl. RIP und Workflow-

Komponenten

ECRM Deutschland/ECRM Fujifilm/Screen

MAKO 2x/MAKO 4x PlateRite 2055Vi

Flachbett

Flachbett

Viol.-Laserdi. 405 nm (120 mW) Violett-Laserdiode 405 nm

1.200 - 3.556 dpi (7 Stufen) 1.200, 2.400, 3.000 dpi

254 x 254/560 x 670 280 x 450/635 x 760

254 x 381/645 x 927 (635 x 754 bei Automat)

27/19 Platten/h

20 Platten/h bei 2.400 dpi

nein/optional

optional/optional

k.A./k.A.

199 x 98 cm/k.A.

auf Anfrage

stärkerer Laser für chemiefreie

Violettplatten

68.750

Fujifilm/FFEI

Luxel V-6

Innentrommel

Violett-Laser-diode 405 nm

1.200 - 3.657 dpi (8 Stufen)

350 x 350 /686 x 765

290 x 320 (opt.)

24 Platten/h bei 2.400 dpi

ja/optional

262 x 626 cm/800 kg

145.000


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SPECIAL

38

Kleinbetriebe. Vielleicht ist Abwarten

der wirkliche Grund – ein Abwarten,

wohin sich Markt, Technologien

und Wirtschaftlichkeit entwickeln.

Denn die Vielfalt der Möglichkeiten,

eine Druckplatte herzustellen, hat

rasant zugenommen. Mit diesen

höchst unterschiedlichen Lösungen

sind zudem auch wirtschaftliche

Aspekte verbunden.

Angeboten werden heute CtP-Systeme

für die Belichtung konventioneller

UV-Platten, Systeme für Polyesterplatten,

Systeme für das Bebildern

von Violett- und Thermalplatten

www.desktop-dialog.de · 9-2008

sowie chemie- und prozessfreien

Druckplatten (von Agfa, Fujifilm,

Kodak und anderen zumeist asiatischen

Herstellern). Dazu kommen

Systeme, die die Platten nicht belichten,

sondern »beschichten« (Inkjet-

Drucksysteme) beziehungsweise eine

Offsetplatte schlichtweg drucken.

Druckplatten drucken

Aus den vorgenannten Fakten zu

schließen, dass der digitale Druck in

Zukunft generell den Weg vorgibt, ist

Übersicht CtP-Belichter 2up/4-up

vielleicht noch nicht einmal so falsch.

Da sich Direct Imaging (die Belichtung

der Druckplatte in der Druckmaschine)

als logische Weiterentwicklung

von CtP nicht durchgesetzt hat,

und der Inkjet-Druck auf allen Fronten

massiv voranschreitet, wird die

digitale Plattenbelichtung im klassischen

Sinne möglicherweise bald

obsolet.

Denn dass Druckplatten auch

gedruckt werden können, hat Glunz +

Jensen schon zur letzten Drupa

gezeigt. Das dänische Unternehmen

hat dieses Jahr noch einmal nachge-

Vertrieb/Hersteller Fujifilm/FFEI

Heidelberg/Heidelberg Heidelberg/Heidelberg Heidelberg/Heidelberg Heidelberg/Heidelberg

Produktname Luxel V-6 SAL/MAL* Prosetter P52

Prosetter P74/PF74 Suprasetter A52/A75 Suprasetter 75

Bauweise

Innentrommel

Innentrommel

Innentrommel

Außentrommel

Außentrommel

Belichtungssystem Violett-Laser-diode 405 nm Violett-Laser 405 nm Violett-Laser 405 nm Thermallaser je 64 Kanäle 830 nm Thermallaser je 64 Kanäle 830 nm

Auflösungen 1.200 - 3.657 dpi (8 Stufen) 2.032 - 3.386 dpi 2.032 - 3.386 dpi 2.400 oder 2.540 dpi 2.400 oder 2.540 dpi

Plattenformat 350 x 350 /686 x 765 323 x 370/525 x 670 323 x 370/670 x 760 240 x 240/676 x 530 323 x 370/680 x 760

min./max. in mm MAL 262 x 862

240 x 240/676 x 760

Durchsatz

24 Platten/h bei 2.400 dpi 25 Platten/h bei 2.540 dpi 20/24 Platten/h

17/14 Platten/h

21 - 38 Platten/h

Stanzung/Automatis. ja/optional

bis zu 2 Paar/optional bis zu 3 Paar/optional jeweils 2 Paar/optional bis zu 3 Paar/optional

Standfläche/Gewicht 262 x 730 cm/1.100 kg** 1.730 x 1385 mm/475 kg 173 x 138 cm/475 kg 155 x 122 cm/800 kg 183 x 149 cm/850 kg

Preis (€) ab ca. 145.000

auf Anfrage

auf Anfrage

auf Anfrage

auf Anfrage

Bemerkungen *aufrüstbar von SAL auf Geschwindigkeit, Automat., Geschwindigkeit, Automat., Automatisierung und Stan- Geschwindigkeit, Automat.,

MAL; **MAL: 1.550 kg Stanzen vor Ort aufrüstbar Stanzen vor Ort aufrüstbar zen vor Ort aufrüstbar Stanzen vor Ort aufrüstbar

Vertrieb/Hersteller

Produktname

Bauweise

Belichtungssystem

Kodak/Kodak GCG

Magnus 400 II E

Außentrommel

IR-Thermal-laser 830 mm

Auflösungen 2.400 dpi

Plattenformat

min./max. in mm

228 x 300/685 x 762

Durchsatz

16 Platten/h

Stanzung/Automatis. nein/nein

Standfläche/Gewicht 176 x 132 cm/k.A.

Preis (€) ab ca. auf Anfrage

Bemerkungen nicht aufrüstbar

Übersicht CtP-Belichter 2up/4-up

Kodak/Kodak GCG

Magnus 400 II*

Außentrommel

IR-Thermal-laser 830 mm

1.200 - 3.048 dpi

228 x 300/685 x 762

Kodak/Kodak GCG

Trendsetter 400 III/Quantum

Außentrommel

240 Kanäle, IR-Thermallaser 830 nm

1.200/2.400 dpi

229 x 270/838 x 990

Krause/Krause Biagosch

CTP Easy 90

Flachbett

Violettlaser 405 nm

1.016 - 2.540 dpi

300 x 400/640 x 940

bis 32 Platten/h* 50 Platten/h mit Autoloader 35 Platten/h

optional/optional nein/optional

nein/Semiautomat

176 x 132 cm/k.A. 282 x 109 cm/544 kg 97 x 230 cm/k.A.

auf Anfrage

119.000

99.900

*3 Modelle mit unterschied- aufrüstbar in Geschwindiglichen

Leistungen (S/F/V) keit, Automat. und Format

Übersicht CtP-Belichter 2up/4-up

Vertrieb/Hersteller LSH Laser Systems/LSH Mantagraphics Ltd. Presstek-Händler/Presstek

Produktname revolution 2/4*

Ultresetter 530 M/Plus Vector FL 52

Bauweise

Außentrommel

Innentrommel

Innentrommel

Belichtungssystem Thermallaser

Violettlaser 405 nm, He-Ne-Laser Presstek Surefire 830 nm

Auflösungen 2.540 dpi

1.270, 2.540 dpi

2.400 dpi

Plattenformat 200 x 200/460 x 525 200 x 235/300 x 320 280 x 381/510 x 525

min./max. in mm 200 x 200/630 x 745 530 x 505/550 x 700

Durchsatz

8/12 Platten/h bei 2.540 dpi 24 Platten/h bei 2.540 dpi, 16 Platten/h

Stanzung/Automatis. ja/optional *

ja/optional

nein/Vollautomat

Standfläche/Gewicht 67 x 154 cm/180 kg 74 x 139/189 cm/350 kg 74 x 147 cma454 kg

Preis (€) ab ca. 49.900

k. A.

k. A.

Bemerkungen *3 Versionen Basic, Comfort

Verarbeitung von chemie-

und Premium

freien Platten Freedom

NEU

Presstek-Händler/Presstek

Dimension 225/250 Excel

Außentrommel

Profire IR-Laser 830 nm

1.270, 2.540 dpi

240 x 240/500 x 530

Krause/Krause Biagosch

Smart’n’Easy

Flachbett

Violettlaser 405 nm

1.016 - 2.540 dpi

300 x 400/630 x 910

20 - 24 Platten/h

optional/optional

112 x 507 cm/k.A.

75.000

auch für chemiefreie Violett-

Platten geeignet

Presstek-Händler/Presstek

Dimension 425/450 Excel

Außentrommel

Profire IR-Laser 830 nm

1.270, 2.540 dpi

240 x 240/680 x 780

NEU

11/17 Platten/h

11/17 Platten/h

k.A./k.A.

k.A./k.A.

146 x 83 cm

146 x 83 cm

auf Anfrage

auf Anfrage

chemiefreie Presstek Anthem chemiefreie Presstek Anthem

und Applause verarbeitbar und Applause verarbeitbar


legt und im israelischen Unternehmen

VIM, im LFP-Druckerhersteller

Mimaki und einigen anderen Herstellern

nun weitere Mitstreiter bekommen.

Besonders imponierend ist die

Technologie von VIM: hier werden

spezielle Offsetplatten mit handelsüblichen

Epson Inkjetdruckern und

Standard-Tinten bedruckt und stehen

ohne weitere Behandlung für den

Offsetdruck bereit – eine interessante

Entwicklung, die allerdings z.Z.

nur im Kleinformat funktioniert.

Techniken ausgereift

Pauschal gesehen sind die in

klassischen CtP-Systemen (für Violett-,

Thermal- oder UV-Platten)

angewendeten Techniken allesamt

ausgereift. Selbst die Frage, ob

Flachbettbelichter, Innen- oder

Außentrommelsysteme mehr oder

weniger gut geeignet sind, stellt

kein ernsthaftes Diskussionsthema

mehr dar (wie etwa noch zu Zeiten

der Filmbelichter). Jede der heute

bekannten Technologien hat ihre

Vorzüge und sie liefern allesamt eine

Vertrieb/Hersteller

Produktname

Bauweise

Belichtungssystem

Presstek-Händler/Kodak

Compass 4015/4038

Außentrommel

IR-Thermal-laser 830 nm

Auflösungen 2.024 - 3.048 dpi

Plattenformat

min./max. in mm

311 x 228/680 x 750

Durchsatz

15/38 Seiten/h

Stanzung/Automatis. optional/optional

Standfläche/Gewicht 176 x 132 cm/k.A.

Preis (€) ab ca. k.A.

Bemerkungen Verarbeitung chemiefreien

20080211_Ins_XPUV_A5_Master_RedePage 1 30.06.2008 13:18:41Thermalplatten

XPose! thermal XPose! UV

Qualität, die keiner Diskussion mehr

bedarf – außer bei denjenigen, die

lieber messen als drucken wollen.

Zumal die Hersteller auf Vielfalt

setzen. Analysiert man die Modellpa-

Übersicht CtP-Belichter 2up/4-up

NEU

RCB/Escher-Grad

Cobalt 4

Innentrommel

Violett-Laser 410 nm

RCB/RIPit

SpeedSetter VM2/Plus/VM4

Innentrommel

Violett-Laser 405 nm

Xanté/RIPit

SPECIAL

SpeedSetter VM2/Plus/VM4

Innentrommel

Violett-Laser 405 nm

1.000 - 3.600 dpi 2.540 dpi

2.540 dpi

216 x 279/615 x 745 241 x 381/505 x 530 241 x 381/505 x 530

241 x 381/635 x 927 241 x 381/635 x 927

25 Platten/h bei 2.400 dpi 19/45/36 Platten/h 19/47/27 Platten/h

nein/optional

nein/nein

nein/nein

k.A.

117 x 61/163 x 71 cm/ab 80 kg 116 x 66 cm/163 x 71 cm

56.000

42.000/56.000

k.A.

Qualität

Patentiertes Belichtungssystem _ Thermal- oder UV conventional-Verfahren _

Bewährte Schweizer Präzisionsarbeit

Zuverlässigkeit

Integriertes Fernwartungssystem _ Zuverlässige Selbstüberwachung _

Sicheres Registersystem _ Einfache, leichte Bedienung

Das neue Modell der

Serie 400 von basys-

Print, hier der 440 CMA

als Vollautomat

Flexibilität

Offenes System _ Modular ausbaubar _ Wechsel von Thermal auf UV conventional

oder umgekehrt _ Dual-Plattenbelichtung _ Plate Handling System


SPECIAL

40

letten der Hersteller, ist festzustellen,

dass üblicherweise Basismodelle

entwickelt werden, die danach in

Format und Leistung so modifiziert

werden können, dass Varianten entstehen,

die quasi alle Kundenwünsche

erfüllen. Diese Modell-Politik ist

für die Anwender in der Praxis zudem

mit den Vorteilen flexibler Upgrade-

Möglichkeiten verbunden. Viele

Modelle können ohne den aufwändigen

Austausch eines Systems vor Ort

(per Software oder durch wenige

Handgriffe eines Servicetechnikers)

aufgerüstet werden.

Vertrieb/Hersteller

Produktname

Bauweise

Belichtungssystem

Jorg

Platesetter P

Außentrommel

Rotlicht-Laser 610 nm

Auflösungen 1.200 - 3.600 dpi

Plattenformat

min./max. in mm

370 x 450/459 x 525

Durchsatz

40 Platten/h bei 1.200 dpi

Stanzung/Automatis. nein/Standard

Standfläche/Gewicht 200 x 90 cm/650 kg

Preis (€) ab ca. 29.990*

Bemerkungen *Systempreis incl. Installation

Kalibrierung

Vertrieb/Hersteller

Produktname

Bauweise

www.desktop-dialog.de · 9-2008

UV-Plattenbelichter

erfolgreich

Ging man noch zur letzten

Drupa davon aus, dass sich der massenhafte

Einsatz von CtP-Systemen

zwischen Violett- und Thermalsystemen

entscheiden werde, sind nunmehr

auch andere Technologien im

Vormarsch. Neben den bereits

genannten Drucksystemen erfreuen

sich auch die Polyestersysteme

zunehmender Beliebtheit und haben

mit Tetenal nun einen neuen Player

bekommen.

Übersicht Polyester-CtP-Belichter 2up/4-up

Händler/Glunz & Jensen

PlateWriter 2400 iCtP

Flachbett, Inkjet-Drucker

Mantagraphics

Ultresetter 460

Capstan

Rotlicht-Laserdiode 670 nm

1.000 - 3.386 dpi

250/460 x 1.000

24 cm/Min. bei 2.000 dpi

ja/optional

64 x 78 cm/160 kg

30.900

Polyester-CtP-Belichter 2up/4-up

Vertrieb/Hersteller

Produktname

Bauweise

Belichtungssystem

Tetenal/Printware

PlateStream

Capstan

Rotlaserdiode 659 nm

Auflösungen max. 2.400 dpi

Plattenformat

min./max. in mm

180 x 300/460 x 690

Durchsatz

120 Platten/h

Stanzung/Automatis. integriert/Standard

Standfläche/Gewicht 120 x 133 cm/349 kg

Preis (€) ab ca.

Bemerkungen

39.000

NEU

Xanté/RIPit

SpeedSetter 300i/400i

Innentrommel (virtuell)

Rotlicht-Laser 670 nm

2.400 - 4.000 dpi

k.A./338 x 508

k.A./400 x 514

10/20 Platten bei 2.400 dpi

nein/Standard

86 x 131 cm/116 kg

k.A.

Händler/Glunz & Jensen

PlateWriter 2000 iCtP

Flachbett, Inkjet-Drucker

Mitsubishi/ECRM

DPX 2

Innentrommel

rote Laserdiode 670 nm

Interessant auch gerade in diesem

Zusammenhang, dass die Hersteller

von Systemen für die Belichtung

konventioneller Platten immer

erfolgreicher werden. So stellte

Punch Graphix eine neue Belichtergeneration

der basysPrint UV-Setter

400 und 800 (für 4 bis 8 Seiten A4)

vor. Wie die Vorgängermodelle

belichten die neuen Systeme UVempfindliche

Negativ- oder Positivplatten.

Auch Lüscher meldet Erfolge auf

der ganzen Linie. Die Schweizer

haben ihre UV-Belichter modernisiert

Mitsubishi/ECRM

DPX 4

Innentrommel

Mitsubishi/Mitsubishi

SDP-Eco 1630 II

Innentrommel

rote Laserdiode 650 -670 nm rote Laserdiode 635 nm

900 - 3.600 dpi

1.200 - 3.000 dpi 1.200 - 2.400 dpi

250 x 250/420 x 550 305 x 305/680 x 750 220 x 229/423 x 580

(optional 460 x 550)

(optional 454 x 580)

20 Platten/h bei 2.450 dpi 27 Platten/h bei 2.450 dpi 28 Platten/h bei 2.400 dpi

ja/Standard

ja/Standard

optional/Standard

102 x 138 cm/390 kg 137 x 106 cm/500 kg 100 x 80 cm/207 kg

60.000

70.000

40.000

Vertrieb/Hersteller

Produktname

Bauweise

Belichtungssystem

Übersicht CtP-Drucksysteme 2up/4-up

Kimoto-Händler/Kimoto

Kimosetter 340i/410

Thermotransferdrucker

CtP-Drucksysteme 2up/4-up

Xanté/Xanté

Impressia

Laserdrucker

Rotlicht-Diode 680 nm

Mimaki-nbn/Mimaki

JPP-60 12

Flachbett-Inkjetdrucker

Belichtungssystem Inkjet-Druckköpfe Inkjet-Druckköpfe Farbband

Solvent Inks

Auflösungen k.A.

bis 2.880 dpi

1.200 x 600 dpi

1.200 dpi

Plattenformat 210 x 297/675 x 915 200 x 200/459 x 610 k.A./323 x 467

280 x 330/560 x 720

min./max. in mm

98 x 98/410 x 510

Durchsatz

5 - 15 Platten/h

6 Platten/h

15/17 Platten/h

8 Platten/h

Stanzung/Automatis. nein/nein

nein/nein

–/–

nein

Standfläche/Gewicht 242 x 172 cm/200 kg 194 x 84 cm/165 kg 57 x 27 cm/9,5 kg k.A.

Preis (€) ab ca. 30.000

k.A.

3.750 /5.000

k.A.

Bemerkungen unbeschichtete Aluminium- unbeschichtete Aluminium- Kimolec TH Polyesterfilm /

Platte

Platte bis 25.000 Exemplare Kimoplate e2 Polyesterplatte

NEU

Xanté/Xanté

Impressia GTO

Laserdrucker

Rotlicht-Diode 680 nm

Auflösungen 2.400 x 2.400 dpi 2.400 x 2.400 dpi

Plattenformat

min./max. in mm

254 x 381/340 x 505 254 x 381/419 x 635

Durchsatz

60 Platten/h bei 2.400 dpi 60 Platten/h bei 2.400 dpi

Stanzung/Automatis. nein/nein

nein/nein

Standfläche/Gewicht 86 x 62 cm/50 kg 76 x 127 cm/77 kg

Preis (€) ab ca. 16.000

16.000

Bemerkungen Prod. von Aspen Metallplat- Prod. von Aspen Metallplatten

bis 25.000 Exemplare ten bis 25.000 Exemplare

Xanté/Xanté

PlateMaker 5

Laserdrucker

Rotlicht-Diode 680 nm

1.200 dpi

254 x 381/330 x 635

bis 120 Platten/h

nein/ja

58 x 62 cm/33 kg

8.500

Polyester, Film, Papier

NEU


und bieten nunmehr ihre XPose!-Modelle 230

UV, 260 UV und 290-XL UV (alle Modelle sind

auch für Thermolaserdioden mit 830nm lieferbar)

an. Die Systeme mit 32 bis 128 Blaulaserdioden

wurden nach Auskunft von Entwicklungschef

Peter Berner noch präziser und

schneller. Das größte Modell belichtet Platten

bis 127 x 226 cm, wurde für den Einsatz neben

einer 80-Seiten-Lithoman konzipiert und hat

sich bereits in der Praxis bewährt.

Very Large Format

Womit wir beim Schwerpunkt der aktuellen

Entwicklungen wären: dem Großformat.

Dabei überwiegen im Großformat die Belichter

mit Thermallaser, deren Dominanz wohl auf

absehbare Zeit bleiben wird. Violett-Systeme

sind eher für die kleineren Formatbereiche verfügbar.

Heidelberg erweiterte die Suprasetter-Baureihe

um die Großformat-Modelle Suprasetter

145, 162 und 190, die ab Jahresende verfügbar

sein sollen. Auch Kodak wird in den Extra-

Large-Format-Markt einsteigen, nachdem man

mit dem Magnus XLF 80 Quantum bereits Formate

bis zu 80 Seiten unterstützt und entsprechende

Platten bereithält. Damit bietet Kodak

CtP-Systeme von 4 bis 96 Seiten mit einer Produktivität

bis zu 60 Platten/h an. Auch Screen

hat sich in diesem Bereich zu Wort gemeldet.

Bisher werden 4-, 8-, 24- und 36-Seiten-Systeme

angeboten, wobei ordentlich an der Produktivitätsschraube

gedreht wurde. In der vollautomatischen

Ausbaustufe wird ein Ausstoß

von 61 B1-Platten/h erreicht. Zudem hat Screen

CtP-Systeme bis 96 Seiten für den Herbst 2008

angekündigt (diese Modelle beziehungsweise

OEM-Versionen wird man dann vermutlich auch

bei Agfa und Fujifilm sehen).

Desktop Dialog wird das Thema der 8up- und

VLF-CtP-Systeme samt Marktübersicht in der

nächsten Ausgabe behandeln.

Und sonst?

SPECIAL

Überraschend wenig. Viele Modelle wurden

in Teilbereichen verbessert, ECRM informierte

über den Einsatz einer stärkeren Laserdiode, mit

der chemiefreie Violettplatten belichtet werden

www.desktop-dialog.de · 9-2008

Smart’n’Easy nennt

Krause sein für den

Akzidenzbereich vorgestellten

Belichter

Erläuterungen zu den Tabellen

Die vorstehenden Tabellen geben einen Überblick über die derzeit in Deutschland angebotenen Systeme,

soweit diese der Redaktion bekannt sind oder gemeldet wurden und erheben daher keinen Anspruch

auf Vollständigkeit. Sämtliche hier veröffentlichten Daten beruhen auf den Angaben der Hersteller

oder Anbieter. Fehlende Informationen zu einzelnen Produkten sind mit k.A. (für keine Angaben),

nicht vorhandene Merkmale durch einen Strich (–) gekennzeichnet. Das Kürzel opt. oder der Hinweis

Option weist darauf hin, dass das jeweilige Ausstattungsmerkmal nicht im Lieferumfang enthalten

ist. Mit den Kürzeln SAL bzw. MAL sind Vollautomaten mit Single Autoloader (für ein Plattenformat)

oder Multi Autoloader (Mehrfach-Kasseten für verschiedene Plattenformate) beschrieben. Die

Leistungen sind, wenn nicht anders definiert, mit Platten/h (Platten pro Stunde) angegeben. Die aufgeführten

Preise sind Listenpreise und verstehen sich zzgl. Mehrwertsteuer, wenn nicht anders beschrieben.

Zudem beziehen sich die Preise auf die Belichter – die Preise beinhalten keine Preise für

Workflow, RIP oder Automatisierungsoptionen.

Stand der Marktübersicht: 4. August 2008

41

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Neu im Bereich der

2up-/4-up-CtP-Systeme

ist der Dotline Violight

C35

können, Krause gab den zur Ifra

2007 vorgestellten Smart’n’Easy für

den Akzidenzmarkt frei. Ansonsten

war Neues oder gar Spektakuläres

nicht zu sehen. Fast könnte man

meinen, CtP sei für die Branche nur

noch ein notwendiges Übel.

Perspektiven bei CtP

Niemand kann davon ausgehen,

dass die aktuellen Techniken eingefroren

werden und nunmehr alles

beim Alten bleiben wird. Kaum noch

jemand spricht heute über die Filmbelichtung

(auch wenn es noch

genügend Unternehmen gibt, die

den Film als Vorlage für die Plattenkopie

einsetzen). Trotzdem hat sich

das Thema der Imagesetter innerhalb

von zehn Jahren erledigt. Nicht

zuletzt deshalb, weil die Entwicklung

der Computer- und Informationstechnologie,

der Kommunikationswege

und -geschwindigkeiten, der

Lichtquellen und Materialien sowie

völlig neue Workflow-Systeme eine

ganz neue Qualität der Datenausgabe

geschaffen haben. Und wer

glaubt ernsthaft, dass diese technische

Entwicklung stehen bleiben

wird?

Konsequent weiter gedacht,

dürfte auch CtP aufgrund dieser Fakten

nur eine Übergangsform sein.

Prozessfreie und chemiefreie Wege

zur Bebilderung der Druckform sind

ja bereits gängige Praxis. Aber ob

man dazu langfristig noch Druckplatten

im herkömmlichen Sinne benötigen

wird, ist eine fast schon überflüssige

Frage. Es gibt in den Labors

längst Möglichkeiten, Druckformen

innerhalb einer Druckmaschine ohne

Druckplatten herzustellen. Ein Trägermaterial

wird mit einer Farbe führenden

Emulsion beschichtet – das

heißt für den Arbeitsfluss: Bebildern,

Drucken, Löschen, Bebildern. Das

alles ist von den Digital- und Laserdrucksystemen

bekannt und ist per

Inkjet realisiert worden.

Ist CtP also eine Zwischenlösung?

Technologisch betrachtet: Ja! Aus

bertriebswirtschaftlicher Sicht gibt

es jedoch noch einige Fragezeichen.

Denn auf absehbare Zeit erlaubt nur

Computer-to-Plate die Qualität, die

die Druckindustrie von den Druckplatten

verlangt. Die Qualitätskriterien

sind die Auflösung der Platte,

die Stabilität des Prozesses und die

Auflagenbeständigkeit der Druckplatte.

Und diese Punkte sind für

derzeit alternative Verfahren (noch)

immer die KO-Kriterien.

Was aber nicht heißt, dass im

Bereich der Bebilderung von Druckformen

(welcher Art auch immer)

nicht erheblich weitergeforscht wird,

Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudien

angestellt werden,

getestet und tariert wird – die Drupa

2008 könnte ein Meilenstein in

Sachen Druckformen gewesen sein.

Klaus-Peter Nicolay


Die Bühne im Innovation-Parc in Halle 7 bot einen

würdigen Rahmen für eine Übergabe-Zeremonie, die mit

tatkräftiger Unterstützung der Messe Düsseldorf realisiert

wurde. In seiner Begrüßung hob Manuel Mataré die

zunehmende Bedeutung des Digitaldrucks gerade auch

für die Drupa hervor. Der Moderator Bernd Zipper,

Begründer und gleichzeitig Manager des Drupa-Innovation-Parcs,

stellte in launiger Ansprache die einzelnen

Gewinner vor.

Das klare Ziel der im Sommer 2006 unter der Federführung

des Desktop Dialogs gegründeten EDP ist die nachhaltige

Förderung des Digitaldrucks in Europa. Dabei versteht

sich die EDP als Forum für die Industrie, Anwender

und Fachzeitschriften in diesem dynamischen Markt. Die

Mitgliedsverlage sehen sich aber auch als Bewahrer traditioneller

Werte wie Qualitätsbewusstsein, Service und

Pflege der direkten Kunden-Kontakte. Die EDP will dazu

ermutigen und anregen, diese Werte gerade auch in Zeiten

der beschleunigten Digitalisierung hochzuhalten.

Awards in vier Bereichen

Die inzwischen 13 zusammengeschlossenen Fachzeitschriften

erreichen über eine Auflage von über

120.000 Exemplaren mehr als 250.000 professionelle

Anwender aus dem Publishing-Markt. In der Öffentlichkeit

erscheint die EDP in erster Linie mit dem jährlich

vergebenen EDP-Award. Dieser Award wird in den vier

Bereichen Digitaldrucksysteme, Software, Verbrauchsmaterialien

und Finishing vergeben. Dabei wurden in diesem

Jahr erstmals in 35 Kategorien jeweils ein Award für

das beste Produkt des Jahren vergeben.

Das Logo und der Award, mit dem die ausgezeichneten

Produkte gekennzeichnet werden, steht für Qualität und

Innovation. Es soll den Druckdienstleistern, welche die

prämierten Produkte einsetzen, als Orientierungskriterium

dienen.

Die Nominierung

Um zu einer breiten Übersicht der aktuellen Produkte

zu kommen, wurde die Nominierung der Produkte

offen gestaltet. Damit können Anwender, Leser und auch

Hersteller die aus ihrer Sicht innovativsten Produkte vorschlagen.

Ein technisches Komitee, bestehend aus Beratern,

Redakteuren, Ingenieuren und technisch versierten

Kennern des Marktes, prüft dann diese Nominierungen.

In diesem Jahr wurden 966 Produkte vorgeschlagen, aus

denen eine Auswahl von etwa 100 Vorschlägen der Jury

vorgelegt wurde.

Die Jurierung selbst geschieht unter anderem durch

die Redaktionen der beteiligten Fachzeitschriften. Dabei

steht jedem Land eine gleichberechtigte Stimme zu. Gewertet

werden bei der Vergabe der Auszeichnung unter

anderem die Kriterien Innovation, Qualität, Benutzerfreundlichkeit

und Preis-/Leistungsverhältnis.

Teilnahmeberechtigt waren in diesem Jahr Produkte

die in der Zeit zwischen dem 1. April 2007 und dem 30.

März 2008 in den europäischen Markt eingeführt wurden.

Die Vielzahl der Nominierungen zeigt die dynamische Bewegung

des Marktes und führte zu langen Diskussionen

innerhalb des technischen Komitees und auch bei der Jury.

Letztlich konnte bei der endgültigen Jury-Sitzung in

Mailand dann doch immer Einigkeit über einen Sieger gefunden

werden.

Award-Zeremonie 09 in Mailand

Nachdem die diesjährige Feier im Rahmen der Drupa

viele Besucher begeistert hat, wurde auch für das nächste

Jahr ein würdiger Rahmen für die anstehende Preisvergabe

gefunden: auf der Grafitalia, die vom 24. – 28.

März 2009 in Mailand stattfindet. Die Messeveranstalter

wollen der EDP-Ceremony zur Award-Übergabe einen

feierlichen Rahmen geben und den europäischen

Anspruch der Messe untermauern. Stichtag für die Nominierung

der Produkte ist der 28. Februar 2009. Teilnahmeberechtigt

sind alle Produkte, die in der Zeit vom 1.

April 2008 bis zum 28. Februar 2009 eingeführt wurden.

Auf den folgenden Seiten stellen wir die Gewinner in den

einzelnen Kategorien vor. Weitere Einzelheiten zur Preisvergabe

finden unsere Leser auch im Internet.

www.edpassociation.com

Manfred Diehl

PUBLISHING

Die European Digital Press Association (EDP), ein Verbund der führenden

europäischen Digitaldruck-Fachzeitschriften, hat auf der Drupa in

einem feierlichen Rahmen die diesjährigen Awards verliehen.

ANERKENNUNG

FÜR DIGITALE

DRUCK-SYSTEME

www.desktop-dialog.de · 9-2008

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PUBLISHING

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Die besten Produkte des Jahres 2008:

Kategorie: Digitaldrucksysteme

Large Format Printer (bis 160 cm)

Mimaki JV 33 (Lösemittel-Version)

Das Modell JV 33ist mit einem neu entwickelten

Hochgeschwindigkeits-Druckkopf ausgestattet, der mit

180 Düsen in acht Farbkanälen eine Druckauflösung von

1.440 dpi liefert. Durch die symmetrische Anordnung der

Tinten kann im Vierfarb-Modus bidirektional ohne Qualitätsverlust

gedruckt werden.

Large Format Printer (bis 250 cm)

Mutoh Blizzard

Mutohs Blizzard kann mit Mild-Solvent-Tinten oder

mit Eco-Solvent-Ultra-Tinten konfiguriert werden. Der

Drucker nutzt die patentierte i 2 -Technologie des Herstellers,

bei der die Tinte in Wellenform

aufgelegt wird.

Dadurch werden Artefakte wie

horizontale Streifenbildung,

Stufenversatz, Fleckenbildung

und Druckfehler durch

ausgefallene oder verstopfte

Düsen reduziert oder sogar

eliminiert.

Wide Format Printer (3 m+)

HP Scitex XP 5300

Der XP 5300 bietet hohe Druckqualität und Produktivität

in einem System. Dabei profitiert er von der verbesserten

Druckgeschwindigkeit und der höheren Tintenabdeckung

von 180 m 2 /l Tinte. Der Drucker arbeitet mit

Geschwindigkeiten von bis zu 300 m 2 /h.

Textildrucker

Gandinnovations Jeti 3324 Aquajet

Der erste drei Meter breite Dispersionsdrucker des

Unternehmens arbeitet mit speziellen, wasserbasierten

Dispersionstinten, die den direkten Druck auf sämtliche

Polyester-basierende Materialien ermöglichen. Dabei entstehen

lebhafte und leuchtende Farben. Speziell entwickelte

Infrarot-Heizelemente sorgen dafür, dass die Farben

ohne zusätzliches Zubehör zum Aushärten hervorstechen.

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Proof-Ausrüstung

Canon iPF 5100

Der iPF 5100 ist ein Upgrade des 5000. Der neue

Drucker wurde in Bezug auf Bedienkomfort und Druckqualität

weiterentwickelt – im Speziellen wurden Tinteneigenschaften,

Farbstabilität,

Bildqualität und

technische Dokumentationverbessert.Standardmäßig

wird der iPF 5100 mit einer Rollenzuführung sowie

mit einer Workflow-Software für höhere Produktivität

ausgeliefert. Um gleiche Farbergebnisse über einen langen

Zeitraum garantieren zu können, verfügt der 5100

über ein Densitometer-basiertes Kalibrationssystem.

Fotodrucker

Epson Stylus Pro 11880

Der Stylus Pro 11880 ist mit einem Druckkopf ausgestattet,

der neun separate Tintenkanäle mit jeweils

360 Düsen verwalten kann. Die Maschine nutzt hochdichte

Pigmenttinten für einen extrem weiten Farbraum

und neue Magenta-Pigmente,

die für extreme

Blau- und Violett-

Töne sorgen.

Durch die verbesserten

Tinten und

Bindechemie sind

die Drucke unempfindlich gegen Kratzer. Die Farben sind

sofort nach dem Druck stabil, ohne kurzfristige Farbveränderung.

Der Drucker verarbeitet sämtliche Medientypen,

von der Rolle oder als Bogenware, und mit bis zu

162 cm Breite.

Flachbett-Produktionsdrucker

Durst Rho 800 Presto

Innovative Verbesserungen ermöglichen dem Rho

800 Presto einen Produktionsdurchlauf von 120 Platten

im Format 125 x 80 cm/h. Die Kombination aus kompaktem

und robustem Design, die Möglichkeit des kontinuierlichen

Drucks jeder Plattenzahl ohne Unterbrechung

und eine gute Druckqualität liefern ein hohes Level an

Produktivität

und

Qualität

im industriellen

Druck.


DESKTOP DESKTOPDIALOG

Das Publishing-Magazin

So wie jede DNA eine unverwechselbare Struktur

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oder per Fax an 06074-4863-414, oder mailen Sie uns an

mdiehl@desktop-dialog.de


PUBLISHING

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Flachbett-Drucker im Einstiegssegment

HP Designjet 35000-Serie

Dieser Inkjet-Drucker verbindet die hohe Qualität

eines wasserbasierten thermischen Inkjet-Druckers und

die Haltbarkeit bei Außenanwendungen eines Lösemittel-

Druckers mit der Flexibilität in der Medienwahl eines

Drucksystems mit UV-härtenden Tinten.

Farb-Multifunktions-Drucker (MFP)

HP CM 8060

Das Multifunktionssystem HP CM 8060

mit Edgeline-Technologie ermöglicht es, die

Verwendung von Farbe beim Drucken für unterschiedliche

Dokumententypen festzulegen.

Zudem kann bestimmt werden, welcher Nutzer

wann in Farbe drucken darf. Die Software

ermöglicht zudem die Einschränkung von Farbdruck

nach Anwendungen.

Einzelblatt-Produktionsdrucker (s/w)

Xerox Nuvera 288

Mit 288 Duplexseiten/min ist der Nuvera einer der

schnellsten digitalen Einzelblatt-Produktionsdrucker. Die

Pass Through-Programmierung der Maschine, eine neue

Technologie von Xerox, verwandelt Ausfallzeiten in

Bonus-Betriebszeiten. Dank des Emulsion-Aggregation-

Toners (EA) mit feinen Partikeln erzielt das System eine

Druckqualität.

Einzelblatt-Produktionsdrucker (farbig)

HP Indigo 5500

Die HP Indigo 5500 erreicht ein hohes Level an Produktivität

und Rentabilität. Das System ist in der Lage,

über 1,5 Millionen Farbseiten oder

mehr als fünf Millionen Schwarzweißseiten

pro Monat zu bedrucken. Es

bietet die ausgezeichnete HP Electro-

Ink Flüssigtinten-Technologie, eine

breite Farbpalette mit bis zu siebenfarbigem

Druck, die Pantone-Emulation

und ICC-Profile.

Rollendrucker (farbig)

Océ Colorstream 10000

Die Océ ColorStream 10000 ist ein Vollfarb-Drucker,

der alle Anforderungen des Graphic-Art-Marktes an Qualität,

Produktivität und Kosten erfüllt. Ein großer Wert

entsteht durch die integrierte Océ GraphicArts Punktmodulation,

die für die brillant scharfe Reproduktion von

Schwarzweiß- und Farbbildern sorgt. Die Océ ColorStream

10000 druckt 168 A4 S/min in Vollfarbe und 800 A4-Seiten

in Schwarzweiß.

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Rollendrucker (s/w)

Xerox 650 / 1300

Die Xerox 650/1300 unterstützt Druckdienstleister,

den Markt des schnellen, hochvolumigen Schwarzweißdrucks

zu erschließen. Bis zu 1.308 Duplexbilder im A4-

Format kann das System pro Minute bedrucken. Es nutzt

Trockentoner, Xerographic Imaging und die Blitzfixierungs-Technologie.

Industrieller Spezialitätendruck

Efi Jetrion 4000 UV

Mit dem Jetrion 4000 UV Inkjet-System können

Etiketten-Produzenten den Kundenwünschen nach kleineren,

schnelleren Druckauflagen mit verschiedenen Versionen,

Sprach- und Farbänderung entgegenkommen. Es

ist die erste digitale Schmalbahndruckmaschine, die rentabel

für Auflagen von bis zu 50.000 Etiketten und mehr

eingesetzt werden kann.

Schneidepolotter

Roland VersaCamm VP-540

Dieser Schneideplotter vereint hervorragenden

Vierfarb-Tintenstrahldruck mit präzisem Konturschnitt.

Die VP-540 ist das bislang schnellste und leistungsfähigste

VersaCamm-Model. Es ist ausgestattet mit vier Druckköpfen

und einer Menge fortschrittlicher Hilfsmittel, wie

zum Beispiel einer optionalen Schwerlast-Aufrolleinrichtung

für Medienrollen mit bis zu 30 kg Gewicht. Mit seinem

neuen und kompakten Design ist es für jede

Büroumgebung ideal geeignet.

Verbrauchsmaterialien:

Großformat-Fotopapier

HP Everyday Fotopapier

Das HP Everyday Fotopapier für pigmentierte Tinte

trocknet schnell. Es bietet ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis,

ist einfach zu handhaben und vielfältig.

Die schnelle Trockenzeit ermöglicht die sofortige Laminierung

und Weiterverarbeitung.

Großformatiges Beschilderungspapier

Sihl White Sol Papier 120

Das Sihl White Sol Papier 120 ist ein Papier für den

Tintenstrahl-Schilderdruck, das eine sehr gute Opazität,

Alterungsbeständigkeit und schnelle Trockenzeit bietet.

Das matte, mehrlagige und beschichtete Postermedium

eignet sich für Drucker mit Lösemitteltinten.


Großformatiges Textilmedium

3P Value Display FR

Das 3P Value Display FR Textilsubstrat

bietet hohe Bildqualität und authentische

Farbreproduktion. Es beweist, das auch

umweltfreundliche Medien perfekte Druckergebnisse

zu wirtschaftlichen Preisen

liefern können. Das 3P-Produkt ist zu 100

Prozent recycelbar und frei von schädlichen

Stoffen. Mit seinem Flammen hemmenden

Polyester ist es für jedes Displaysystem

geeignet und wird am besten direkt oder

im Transferverfahren mit Sublimationstinten

bedruckt. Außerdem kann es mit UVhärtenden

Tinten verwendet werden.

Großformatiges Outdoor-Medium

Hexis V3000 / V3100 Vinyl

Die neueste Ergänzungen zu der Produktlinie

an Inkjet-Medien für Lösemitteldrucker

sind bei Hexis die PVC-Folien

V3000 und V3100. Die Erstgenannte ist ein

weißes Vinyl mit einem permanenten

grauen Kleber auf einem stabilisierten 135

g/m2-Abdeckpapier. Das V3100 verfügt

über einen schwarzen, ablösbaren Acrylkleber.

Beide sind mit glänzender und matter

Oberfläche erhältlich.

Großformatiges Indoor-Medium

Regulus Dialux Sigs

Regulus hat eine völlig neue Fenster-

Klebefolie auf Polyesterbasis entwickelt,

die sämtliche Probleme bei der Beschriftung

von Glas mit Lösemitteltinten beseitigt.

Die kristallklare Folie mit durchsichtigem

Kleber erweckt den Eindruck, die

Scheibe sei direkt bedruckt worden. Dialux

Sigs kann mit jeder herkömmlichen Eco-,

Mid- und Real-Solvent-Tinte sowie mit UVhärtenden

Tinten bedruckt werden.

Großformatige Selbstklebefolie

Ritrama Ri-Jet EcoPrint 50

Ri-Jet EcoPrint 50 ist ein spezialisiertes

beschichtetes und PVC-freies Material

für Drucke mit einer Vielzahl an Tintenstrahl-Technologien:

Solvent, Eco-Solvent

und UV-basierte Systeme können das

Material auf 50 m-Rollen bedrucken. Es

bietet eine exzellente Stabilität mit geringer

Schrumpfung und eine niedrige Ent-

PUBLISHING

flammbarkeit zusammen mit hoher Reinheit

und hohem Glanz.

Einzelblatt-Kreativ-Papier

Colorplan Digital White

Die große Bandbreite an Farbtönen

und das Colorplan Digital White sind zertifiziert

für HP-Indigo-Druckmaschinen. Das

Papier wird aus 100 Prozent reiner ECF-

Faser hergestellt. Es ist ein vielfältiges

Medium für zahlreiche Anwendungen.

Tinte für spezielle Anwendungen:

– Innenanwendungen

Gandinnovations GUV White Inks

Diese speziell formulierte weiße Tinte

mit einzigartiger Chemie gewährt exzellente

Haftung, Flexibilität und Haltbarkeit

bei Außenanwendungen. Der Herstellungsprozess

und die verwendeten Zusatzstoffe

der weißen UV-Tinte ermöglichen es, mehr

Pigmente in der Rezeptur zu verwenden

und dennoch eine stabile Lösung zu erhalten.

Dadurch ist es möglich, mit geringeren

Mengen an Tinte eine höhere Opazität

zu erreichen.

– Außenanwendungen

Fillink Solfire 2.0

Die qualitativ hochwertige, Lösungsmittel-basierte

Pigmenttinte wurde speziell

für die Drucker Mimaki JV3/JV5,

Mutoh Spitfire und modifizierte Roland

Soljet-Drucker mit Standardkartuschen

konzipiert. Solfire bietet hochwertige Pigmente

mit einer Haltbarkeit von zwei Jahren

im Außenbereich. Das Produkt zeichnet

sich durch einen geringen Geruch, lebhafte

Farben und eine kleine Partikelgröße

der Pigmente aus.

– spezielle Druckanwendungen

Manoukian Digistar Dys

Die Manouki Digistar Dys sind Dispersions-Farben

für den direkten Druck auf

Polyester. Kiian hat damit eine hochwertige

Tinte für kritische Industrieanwendungen

wie Innenraumdekorationen oder

im Automobilbau entwickelt. Sehr kräftige

Farben und Beständigkeit gegen Licht,

Auswaschen und Abnutzung zeichnen sie

aus. Die Farben fühlen sich weich an.

www.desktop-dialog.de · 9-2008

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Stanzen

Prägen

Heißfolie

bis 74 x 105 cm

� Reliefdruck

��Heißfolie

��Heißfolienandrucke

bis DIN A4 ohne Werkzeug

��Blindprägung

��Stanzen

��Folienkaschierung

��Bogenkaschierung

��Digitaldruck

��u.v.m.

Lindner Druckveredelung

Paul-Ehrlich-Straße 3-5

63322 Rödermark

Tel. 0 60 74/2116211

Fax 06074/2116487

www.lidru.de

lidru@aol.com


PUBLISHING

48

Software:

Rip-Lösung für LFP

Wasatch SoftRip 6.3

Mit seinem PSS-Halbtonverfahren und 16 Bit Farbwiedergabe

liefert SoftRip die höchste mit einem Tintenstrahldrucker

mögliche Farbqualität. Farbabstufungen

und Verlauf in Rasterbildern werden mit großer Detailgenauigkeit

erhalten. SoftRips 16 Bit Farbtabelle sorgt

dafür, dass Farbdaten

erhalten

bleiben und in

einer Qualität

wiedergegeben

werden, die der

originalen Bildquelleentspricht.

Workflow-Management-Lösung

Kodak Prinergy V4

Mit dem Dashboard bietet das Prinergy-4-System

allen Produktionsbeteiligten eine Jobübersicht auf einen

Blick. Es unterstützt Transparenzen, Digitaldruck-Automatisierungen

und neue digitale Job-Notizen mit benutzerdefinierten

Feldern.

Anwendung für die Layout-Gestaltung

Adobe Creative Suite 3

Die neue Adobe-Software liefert Integration mit

Photoshop, Illustrator, InDesign, Flash und Dreamweaver

und nutzt das weit verbreitete PDF-Format zur Erstellung

verlässlicher und konsistenter Druckunterlagen.

IMPRESSUM

Desktop Dialog -

Das Publishing-

Magazin

Fachzeitschrift für professionelles

digitales Publizieren, von der digitalen

Eingabe bis zum digitalen Druck.

Das Desktop-Dialog-Special

erscheint als Supplement in der

Fachzeitschrift Desktop Dialog.

VERLAG

DPV Digital Publishing Verlags GmbH

Katharinengasse 3, 55444 Eckenroth

Telefon 06724-609811,

Fax 06724-609846

www.desktop-dialog.de

Geschäftsführer: Axel Berghoff

E-Mail: verlag@desktop-dialog.de

ERSCHEINUNGSWEISE

Monatlich

CHEFREDAKTEUR

Manfred Diehl

Telefon 0171-231 29 42

E-Mail: mdiehl@desktop-dialog.de

www.desktop-dialog.de · 9-2008

REDAKTIONSANSCHRIFT

Desktop Dialog

Paul-Ehrlich-Straße 38

63322 Rödermark

06074-4863-263

SATZ & LAYOUT

Mario Lockenvitz

E-Mail: desktop-dialog@a1ws.de

STÄNDIGE REDAKTIONELLE MITARBEIT

Axel Berghoff, Bernhard Keßeler, Klaus-

Peter Nicolay, Sandra Höflacher, Sven

Fischer, Dr. Manfred Simon, Angela

Starck, Klaus-Peter Staudinger, Philip

Berghoff

REDAKTIONSBÜRO MÜNCHEN

Bernhard Schoon

Telefon 089-74792955

BEZUGSPREIS

Desktop Dialog Einzelheft 7€ + Porto;

Abonnement-Preise (Endpreise):

Premium-Abo 69 €, Print-Abo 56 €,

Internet-Abo 49,98 €

(Auszubildende etc. erhalten 50 %

Rabatt);

Ausland: Europa 86,94 €;

Welt 101,65 €

Anwendung für den personalisierten Druck

DirectSmile V3.2

Bildvorlagen entwerfen, Datenbanken laden, Bilder

automatisch rendern – so einfach funktioniert die Personalisierung

von Bildern mit DirectSmile. Die Lösung

ermöglicht die Erstellung von variablen Dokumenten mit

Adobe InDesign und das Rendern und Drucken in einem

nahtlosen Prozess.

Anwendung für das Color Management

Lasersoft Silverfast

SilverFast Software für Scanner, Digitalkameras,

Druck- und Bildverarbeitung holt das Beste aus jedem

Gerät. Laser Soft Imaging bietet damit eine Lösung für

Hunderte von Flachbett- und Filmscanner sowie für

Kamera-Raw-Formate

an, die das

volle Potential

der Systeme entfaltet.

Die optionale,

patentierte

IT8-Kalibrierung

sichert in Verbindung

mit unterstützten Aufnahmegeräten konsistente

Ergebnisse bei der Farbkorrektur und Bildbearbeitung.

Spezialanwendung

GMC Web Proof & Printnet Connect

WebProof ist ein webbasiertes System für die Dokumentenfreigabe-

und das Proofen. Es enthält fortschrittliche

Möglichkeiten für das Dokumentendesign und Funktionen

für die zweckmäßige, zeitsparende interne und

externe Zusammenarbeit sowie für die Lieferung hochwertiger

Dokumente.

FOTOS

Für alle namentlich nicht

gekennzeichneten Abbildungen:

Werner Herminghaus

ANZEIGEN

Es gilt die Preisliste Nr. 21

vom 1.1.2008

BANKVERBINDUNG

Sparkasse Langen

(BLZ 506 521 24) Konto-Nr. 41 94 700

IBAN: DE05 5065 2124 0004 1947 00

SWIFT-BIC: HELADEF1SLS

AUSLANDS-REPRÄSENTATION

UK: Richard H. Thompson

38 Addison Avenue, London, W 11 4QP

Telefon 0044(0)2076021065

Telefax 0044(0)2076022198

E-Mail: richardmedia@yahoo.com

ABONNEMENT UND PROBEHEFTE

Informationen zum Abonnement und

Probehefte können bestellt werden:

E-Mail: vertrieb@desktop-dialog.de

VERTRIEB

Direktvertrieb über die Verlagsanschrift;

Post-Wechselversand aus einem Pool von

ca. 45.000 Adressen

Mit der Annahme zur Veröffentlichung überträgt

der Autor dem Verlag das ausschließliche

Verlagsrecht für die Zeit bis zum Ablauf

des Urheberrechtes. Diese Rechtsübertragung

bezieht sich insbesondere auf das Recht des

Verlags, das Werk zu gewerblichen Zwecken

per Kopie zu vervielfältigen und/oder in

elektronische oder andere Datenbanken aufzunehmen.

Vervielfältigungen oder sonstige Verwertung

von Beiträgen nur mit schriftlicher Genehmigung

des Verlages. Namentlich gekennzeichnete

Beiträge geben nicht in jedem Fall die

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ohne Gewährleistung einer freien Verwendung

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© 2008: DPV Digital Publishing

Verlags GmbH

ISSN 0936-8833 (Desktop Dialog)

ISSN 1434-9825 (Desktop Dialog Special)

Postvertriebsstück D 30942


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eines Produkts

Wenn Sie sicher sein wollen, dass Sie das „Best Digital Product of the

Year“ einsetzen, achten Sie auf das EDP-Awards-Logo! Jedes Jahr verleihen

die Herausgeber führender europäischer Digital-Graphic-Press-Zeitschriften

zusammen mit einer unabhängigen Jury den European Digital

Graphic Press Award an die besten Produkte des Digitaldrucker-Marktes.

www. edpassociation.com


PUBLISHING

Web-to-Print-Software

Trivet.net

Trivet.net ist ein Web-to-Print-System, das Unternehmen

erlaubt, Druckprodukte über das Internet zu personalisieren

und zu bestellen. Es nutzt PDF-Dokumente,

um für eine große Zahl an Anwendungen geeignet zu

sein. Design und Struktur wurden im Hinblick auf optimale

Funktionalität für Kunden und Anbieter entwickelt,

ohne Effektivität oder Benutzerfreundlichkeit einzuschränken.

Endverarbeitung:

Produktions-Finisher

Morgana DocuMaster

Der Morgana DokuMaster ist eine komplette Endverarbeitungseinheit,

bei der jedes einzelne Element für

maximale Flexibilität auch separat genutzt werden kann.

Es umfasst eine Rill-Einheit verbunden mit der automatischen

Booklet-Produktion. Der hoch automatisierte

DocuMaster übernimmt alle Funktionen. Er verarbeitet

Formate von 14 x 16 cm bis 63 x 33 cm, produziert bis zu

1.440 Booklets/h und verarbeitet bis zu 350 g/m 2

schwere Medien.

Schneidesystem

Kodaks digitale Schneide- und Rillmaschinen

Kodaks digitale Schneide- und Rillmaschinen erlauben

schnelles, akkurates Schneiden und Rillen von Substraten

in der Modellerstellung und Vorstufen-Produktion

von Verpackungen. Sie arbeiten mit der Engview-Software

für die Verpackungsgestaltung und mit hochentwickelten

Cad/Cam-Systemen für die Erstellung von Faltschachteln

und gewellten Verpackungen.

Laminierung

GBC 620 os

Mit Geschwindigkeiten von 15 m/min und einem

maximalen Bogenformat von 76 x 53 cm eignet sich die

Maschine optimal für kurzfristige Produktionen und

schnelle 24-Stunden-Lieferungen. Die GBC 620 os wurde

für die Produktion von Buchdeckeln, Schutzumschlägen

und Verpackungen ebenso konzipiert wie für Geschenkkarten,

Postkarten und Visitenkarten.

Bitte vormerken !

Heft 11-2008

Special-Thema:

Large Format Printing

Redaktionsschluss: 2. Oktober2008

Anzeigenschluss: 10. Oktober 2008

Redaktion: Desktop Dialog, Paul-Ehrlich-Straße 38, 63322 Rödermark, Telefon 06074-4863-263, Fax 06074-4863-414

E-Mail: redaktion@desktop-dialog.de


präsentiert

Neuauflage 2008 mit Prints

von folgenden Geräten:

� Canon CLC 5151

� Canon imagePRESS C7000VP

� HP Indigo press 3000

� HP Indigo press 5000

� Infotec ISC 5560

� NexPress 2100

� Konica Minolta bizhub PRO C6500

� Océ CS 650pro

� Océ CPS 800/900

� Xeikon DCP 500 D

� Xeikon 6000

� Xerox DocuColor 250

� Xerox DocuColor 5000


Xerox DocuColor iGen3

Digitaldruck-

Musterordner

14 Digitaldrucksysteme

im direkten Vergleich

Mit der Publisher-Digitaldruck-Mustersammlung lassen

sich die Prints von 14 verschiedenen Digitaldrucksystemen

direkt miteinander vergleichen. Dazu wurden auf den 14

Geräten je die identischen A3- und A4-Vorlagen auf verschiedene

Papiersorten gedruckt. Entstanden sind so zwei

umfangreiche Digitaldruck-Musterordner mit rund 300 Seiten

Musterdrucken.

Die Vorlagen für die Musterdrucke wurden so konzipiert,

dass Stärken und Schwächen des Digitaldrucks zum Vorschein

kommen. Zum einen können die verschiedenen

Kriterien anhand von Bildern beurteilt werden, andererseits

dienen technische Sujets dazu, ein digitales Druckgerät

auf technischer Ebene zu beurteilen.

Die Digitaldruck-Musterordner (zwei Ordner inkl. CD-ROM)

können zum Preis von € 128,75 (inkl. Versandkosten und

Mehrwertsteuer) mit nebenstehendem Coupon direkt beim

Verlag bestellt werden.

Bestellcoupon

Gerne bestelle ich die Digitaldruck-Musterordner (2 Ordner) zum Preis

von 128,75 Euro (inkl. Versandspesen und Mehrwertsteuer; ID-Nummer

angeben!).

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Bestellung per Post oder Fax an: DPV Digital Publishing Verlags GmbH,

Katharinengasse 3, 55444 Eckenroth, Fax (0 67 24) 60 98-46

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