Theatermagazin Nr. 5 für September/Oktober/November 2013

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Theatermagazin Nr. 5 für September/Oktober/November 2013

THEATER-MAGAZINAusgabe Nr. 5 – September/Oktober/November 2013Spielzeiteröffnungmit „Tosca“


2THEATER-MAGAZIN – SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2013Von Anfang an am AbgrundEröffnungspremiere am Heidelberger Theater: „Tosca“ von Giacomo PucciniVon Julia Hochstenbach„Shabby little shocker“, einschäbiger kleiner Schockerwurde das Schauspiel „LaTosca“ des französischenDramatikers Victorien Sardougerufen, das gleichwohlauch auf europäischenTourneen große Erfolge feierte.Diese aber verdanktedas Stück sicher auch seinerberühmten HauptdarstellerinSarahBernhardt,diezweiJahre lang auch GiacomoPuccini zu Tränen rührte –obwohl er kaum französischsprach.Ohne die Vertonung wäreSardous Drama dennochheute vergessen. Im Jahr1900 hatte Puccinis Oper ihreumstrittene Uraufführung– zu heftig, zu blutig, zuoffen waren den Zeitgenossendie grausamen Vorgängeauf der Bühne. Den bis heuteungebrochenen Ruhm derOper konnten sie dennochnicht verhindern – sie gehörtzu den beliebtesten undmeistgespielten Opern des italienischenSpätromantikers. Und gehtweit über ihre geschickt gestrickte,reißerische Vorlage hinaus: Um innereWahrhaftigkeit war es Puccinizu tun, und ihm gelingt es, die Geschichtedes Künstler-LiebespaaresFloria Tosca und Mario Cavaradossi,das durch puren Zufall ins Räderwerkeiner brutalen Tyrannenherrschaftgerät und daran in kaum einemTag zugrunde geht, wesentlichüber die Emotionen zu schildern undzu großer Intensität und Tiefe zu verdichten.Am 14. September hat die OperPremiere. Es inszeniert AndreaSchwalbach, das Bühnenbild schufNanette Zimmermann, die Kostüme„Vissi d’arte“ – „Ich lebte der Kunst“: Floria Tosca (Hye-Sung Na, Mitte) und ihr Geliebter geraten indie Fänge des brutalen Polizeichefs Scarpia (James Homann, unten). Als er sie erpresst und vergewaltigenwill, greift Tosca, bisher der Musik und der Liebe zugewandt, nach einem Messer. F.: MerdesNora Johanna Gromer. Während derProben sprach die Regisseurin überihre Inszenierungsarbeit an „Tosca“.> Frau Schwalbach, Sie inszenierenvorrangig moderne und zeitgenössischeStücke, eine zweite Liebe giltdem komischen Genre, Operetteoder Musical. Wie ist es für Sie,Puccinis „Tosca“ zu inszenieren?„Tosca“ ist, genau betrachtet, einStück, das uns auch heute direkt angeht.Mich fasziniert hier die Durchdringungvon historisch-politischerGeschichte, auch von Machtmechanismen– hier ist es die doppelte geistlicheund monarchische Macht, dieihre Gegner geradezu zerquetscht –und einer Liebesgeschichte, und diesin einer hochpsychologischen Zeichnungdreier Figuren. Puccini schildertein Paar, das aus dem Alltag herausurplötzlich in eine extreme Bedrohungdurch die Tyrannengewaltgerät und in kürzester Zeit einen großenReifeprozess durchmacht; und einenvon Gesellschaft und Macht vollkommenpervertierten Polizeichef,einen „Bösen“, der aber in all seinerGrausamkeit erschreckend „normale“Züge aufweist. Ich fand ja „Tosca“schon immer ganz fantastisch,aber unter vielen Musikern und Theaterleutenwar sie so verpönt, dass iches mir nicht eingestanden habe. Alsmir vor über zehn Jahren zum erstenMal eine Regie für „Tosca“ angebotenwurde, war ich zuerst ganz erschrocken!Nun freue ich mich,in Heidelberg meinen zweitenSchritt damit zu machen.> Hat sich Ihr Blick darauf inden zehn Jahren verändert?Ich denke jetzt komplexer undwage auch mehr, dies auf dieBühne zu bringen. Puccini öffneteine riesengroße Fläche, dieich überblicken muss. Zugleichmuss ich, weil das Stückso konkret erzählt ist, selbstextrem konkret bleiben, mehrsogar als die Oper selbst, indemich zum Beispiel Situationenanschärfe, oder vorauserzähle.Abstrakte oder surrealeErzählweisen, die mirsonst sehr liegen, werden hiervöllig uninteressant. Dasmacht aber gerade die Qualitätdes Stückes aus, denn diekomplexen Inhalte sind alle imGeschehen und den extremenEmotionen enthalten.> Wie erleben Sie die Probenarbeit?Das Stück ist insofern sehr anstrengend,für die Sänger wiefür mich, als die Figuren beinahe vonAnfang an bei 100 Prozent sind, siebrennen permanent, man läuft immeram Abgrund. Das geht nur mitgroßem gegenseitigen Vertrauen undeinem hervorragenden Ensemble wiediesem in Heidelberg: Mit Hye-SungNa als Tosca, Angus Wood und WinfridMikus als Cavaradossi und JamesHomann als Scarpia, und sehr gut besetztenkleineren Rollen. So ist es einesehr beglückende Arbeit.> Premiere „Tosca“ am 14. September,19.30 Uhr. Das Theater Winterthurhat das Theater und OrchesterHeidelberg eingeladen, „Tosca“zu spielen – vom 26. Septemberbis 6. Oktober.„Oh Scarpia,avanti a Dio!“jh. Im Rahmen der Aktionswochezwischen Universität und Theater,dem „Theater-Campus“, beschäftigtsich eine Podiumsdiskussion unterdem Titel „Oh Scarpia, avanti a Dio!“mit Themen der Oper „Tosca“. Gästeauf dem Podium sind Prof. Dr. ChristofWeiand und Viktoria Adam (RomanischesSeminar der UniversitätHeidelberg), Studierende der Romanistik,Andrea Schwalbach (Regie),Nanette Zimmermann (Bühnenbild)und Nora Johanna Gromer(Kostüme). Es moderiert die OperndramaturginJulia Hochstenbach. DieDiskussion am 7. November von 17bis 18.30 Uhr im Alten Saal des Theatersgeht einer Vorstellung von„Tosca“ voran.jh. „Seine Opern sind mit tiefem Verständnisder Dichtkunst und Musikgesetzt; sein Rezitativ ist ziemlichcorrect; seine Arien haben Anmut undoft schmelzende Zärtlichkeit; undauch seinen Chören fehlt es nicht anWürde.“ Solch hohes Lob seinerZeitgenossen erntete der heute fastvergessene italienische KomponistTommaso Traetta (1727-1779). Einelohnende Entdeckung ist tatsächlichseine Oper „Iphigenie auf Tauris“ von1736, die der berühmteren gleichnamigenOper Glucks aus dem Jahr1779 voranging. Die Oper, die vom 15.Dezember an im RokokotheaterSchwetzingen ihre Deutsche Erstaufführungerlebt, erzählt von denSchmelzende ZärtlichkeitIm Dezember lockt das Barockfest „Winter in Schwetzingen“mythischen GeschwisternIphigenieund Orest,die einandernach langerTrennung wiederfindenundgemeinsam dieSchrecken ihrerblutigen Familiengeschichteüberwinden.Flankiert wird die Oper von einerReihe erlesener Konzerte, die Weihnachtenund Silvester mit barockemGlanz umgeben, den 300. GeburtstagCarl Philipp Emanuel Bachs feiernund den „Erfinder“ der Oper ehren,Claudio Monteverdi. Und, nach seinemfulminanten letztjährigen Einstandbereits von seinen Verehrernersehnt, gibt Starcountertenor ValerSabadus (Foto: Schneider) ein Solokonzert:„Barocke Helden“.IMPRESSUMDas Theater-Magazin ist eineSonderveröffentlichung derRhein-Neckar-ZeitungTitelfoto: Florian MerdesRedaktion: Birgit SommerAnzeigen: Andreas Miltner (verantw.)Druck: Heidelberger MediengestaltungHVA GmbH


THEATER-MAGAZIN – SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2013 3HeißgeliebtMozarts „Entführung“ undStrauß’ „Fledermaus“sind wieder zu sehenVon Julia HochstenbachIrina Simmes als Rosalinde von Eisenstein in der „Fledermaus“. Foto: MerdesGeliebt und immer ausverkauft warenMozarts Singspiel „Die Entführungaus dem Serail“ und JohannStrauss’ Operette „Die Fledermaus“und werden nunmehr zu „Dauerbrennern“.„Die Entführung aus dem Serail“erzählt von dem Liebespaar Konstanzeund Belmonte, dessen Lebenund Liebe größten Prüfungen ausgesetztwird: Konstanze gerät in Gefangenschaftbeim türkischen HerrscherSelim, der ihre Liebe erzwingenwill; als es Belmonte gelingt, sieausfindig zu machen, stößt er auf eineveränderte, seelisch verletzte Geliebte.Nadja Loschkys kluge undernste Inszenierung des Werkes, mitdem Mozart sich 1782 in Wien alsfreier Komponist etablieren konnte,erntete große Begeisterung – bei Publikumund Presse: Die AllgemeineZeitung Mainz hob die „ausgefeiltePersonenregie von großer Spannungund Stringenz“ hervor und setztehinzu: „Diese überaus gelungene undhoch spannende Inszenierung hat dasZeug zum Kult!“> Wiederaufnahme „Entführung ausdem Serail“ am 24. September, weitereVorstellungen am 28. Septemberund am 8. und 11. Oktober jeweils um19.30 Uhr, sowie am 13. Oktober um19 Uhr im Marguerre-Saal„Quietschbunt, originell und irgendwiejung“ fand der MannheimerMorgen die Heidelberger Aufführungder „Fledermaus“, die Aufführunghabe „Sex-Appeal“. DieVerkleidungs- und Verwechslungsgeschichteum das Ehepaar Eisenstein,das sich mit lustvollen Lügenund Betrügereien den grauen Ehealltagverschönt, fand Zuspruch besondersin Hinblick auf seine Darsteller;Rainer Köhl von der Rhein-Neckar-Zeitung schwärmte insbesonderevon Irina Simmes als Rosalindevon Eisenstein, deren „herrlicherSopran alles überstrahlt“ undder zeige, „wie sinnlich und frisch dieStrauß-Melodien klingen“ können.> Wiederaufnahme „Die Fledermaus“am 22. Oktober, weitere Termineam 29. Oktober und am 2. und16. November, jeweils um 19.30 Uhrim Marguerre-Saal.WILLKOMMEN!Hochverehrtes Publikum,wir sind wiederda! Vorhangauf zurSpielzeit2013/14, derersten vollständigenSpielzeit inden neuenTheaterräumen.Los gehtes am 14. Septemberim Marguerre-Saal mit„Tosca“ und am 15. September imZwinger 3 mit „Bin ich hässlich?“.Beide Inszenierungen sindrichtungsweisend: Puccinis „Tosca“ist eine Koproduktion mit demTheater Winterthur, „Bin ichhässlich?“ ist eine Stückentwicklungdes multikulturellenEnsembles im Jungen Theater.Beide Richtungen, die internationaleVernetzung und die Suchenach neuen Formaten, kennzeichnendie Arbeit des Theatersund Orchesters Heidelberg. DasSchauspiel präsentiert seineBandbreite mit drei Premieren.Auf Lessings Trauerspiel „EmiliaGalotti“ im Marguerre-Saal folgteine Uraufführung von RebekkaKricheldorf im Alten Saal. ImZwinger 1 inszeniere ich selbstBertolt Brechts Komödie „Trommelnin der Nacht“ und stelle damiteinige neue Mitglieder desSchauspielensembles vor. DasTanztheater ist mit „Insight“ zumersten Mal in einer Gastchoreografiezu erleben – seien Sie gespanntauf die Bewegungssprachevon Sandra Marín Garcia und ZoranMarkovic. Besonders freue ichmich auf die von der Bundeskulturstiftunggeförderte Kooperationmit der freien Gruppe costacompagnie. Einen ersten Eindruckvon deren Arbeitsweisekönnen Sie am 2. Oktober beimGastspiel „Fukushima, my love“gewinnen – Fortsetzung folgt.Willkommen zuhause!Ihr Holger SchultzeStartschuss für „Conversion“ fälltKünstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Besatzung: „Fukushima, my love“Von Sonja WinkelIm Herbst 2013 fällt der Startschussfür das zweijährige Projekt „Conversion.Die amerikanische Besatzungin Heidelberg und danach“, eineKooperation des Theaters und OrchestersHeidelberg mit der freienGruppe costa compagnie aus Hamburg.Gemeinsam nehmen sie denAbzug der rund 8000 in Heidelbergstationierten US-Soldaten und dieanstehende Konversion der frei werdendenmilitärischen Flächen zumAnlass für eine künstlerische Auseinandersetzungmit dem Thema Besatzung.Durch ausgedehnte Recherchenin Heidelberg sowie Reisenin die USA und nach Afghanistansollen die Stationierung der US-Armeein Heidelberg und heutige Formenvon Besatzung untersucht undin Performances, Theaterabendenund Installationen erfahrbar gemachtwerden. Geplant ist auch dieunmittelbare Bespielung der Konversionsflächen.Zuschüsse erhält das Projekt imRahmen einer einzigartigen Förderungder Kulturstiftung des Bundes– dem Fonds „Doppelpass“ –, die ausgewählteZusammenarbeiten zwischenStadt- und Staatstheatern undfreien Gruppen unterstützt.Mit dem Gastspiel „Fukushima,my love“ will das Heidelberger Theaterdie Künstler der costa compagnieseinem Publikum erstmals vorstellen.Entstanden ist dieses Projektnach einer Spurensuche in Japan eineinhalbJahre nach der Katastrophevon Fukushima, als nach Erdbebenund Tsunami eine Schmelze im dortigenKernkraftwerk einsetzte. ZentraleFrage der Künstler ist dabei: Wasist der Mensch in der Katastrophe? Siegehen ihr mittels Interviews, Geschichten,Sounds und Videobildernnach, die auf der Reise in Japan gesammeltwurden. Entstanden ist einesinnlich-essayistische Arbeit zwischenTanz, Installation und Theater.> „Fukushima, my love“, 2. Oktoberum 20 Uhr und 3. Oktober um 19 Uhrim Zwinger 1.


4THEATER-MAGAZIN – SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2013Spurensuche in derGesellschaftEin Bericht über den Probenbeginn zu „Emilia Galotti“Von Sonja WinkelElena Nyffeler als Emilia in einem Video von Jonas Alsleben, das der Filmemacher eigensfür die Inszenierung im Marguerre-Saal gestaltet.Das Trauerspiel „Emilia Galotti“nimmt seinen Anfang in einem trostlosenHeidelberger Industriegelände:Probenstart in den Proberäumen imPfaffengrund. Ein heißer Julitag.Erstmals treffen das Regieteam unddas Ensemble aufeinander. Währendder Regisseur Hans-Ulrich Becker,Ausstatterin Katja Lebelt und dieKomponistin Viola Kramer bereits„Elektra“ im Theaterkino und Inszenierungenan anderen Theaterngemeinsam auf die Bühne gebrachthaben, treffen viele neue Gesichteraufeinander.Die Titelrolle wird von Elena Nyffelergespielt, die gerade nach Heidelberggezogen ist, um hier ihr erstesEngagement zu beginnen. Mit HadiKhanjanpour und Farhang Kassraeisind außerdem zwei Gäste besetzt,die bisher nicht in Heidelbergzu sehen waren. Der fremde Klang derNamen lässt aufhorchen. Tatsächlichhat Becker sie bewusst wegen ihresiranischen Ursprungs besetzt.Aber spielt das Stück nicht eigentlichin Italien? Diese ist nur eine vonvielen Fragen, die Becker seinem Ensemblein der sommerlichen Hitzebeantwortet.Vor einigen Jahren hatte bereitsein anderes Theater ihm den fast 250Jahre alten Klassiker angeboten. Tagelangdiskutierte er damals mit demDramaturgen über den Kunstbegriff,den Lessing in die Diskussion zwischendem Prinzen und dem Malereinwebt – und lehnte das Stück amEnde doch ab. Er fand keinen Zugangzu diesem Text. Damals. Im Gegensatzzur germanistischen Literaturwissenschaft,die dafür sorgte,dass der Text zum meist analysiertendeutschen Dramentext avancierte.Die Diskussion über Malerei undKunst beantwortete nicht die Fragendanach, warum die junge Titelheldinam Ende stirbt, erstochen durch deneigenen Vater, welche Gefühle dasMädchen auf der Schwelle zum Erwachsenwerdenbewegen, und anwelchen gesellschaftlichen und familiärenKonstellationen sie am Endezugrunde geht.Der Wunsch nach zeitgenössischerZuspitzung war groß. Und sosteht an diesem ersten Probentag dasGespräch über die Entscheidung, ausder Galotti-Familie eine muslimischeFamilie in Deutschland zu machen,im Vordergrund. Die seelischeVerwirrung eines Mädchens, das imKampf zwischen verinnerlichter Religiosität,Gehorsam und der Machtdes eigenen sexuellen Erwachens, alleAnhaltspunkte verliert, soll imZentrum stehen.Über alle Sprach- und Kulturgrenzenhinweg, eint jedoch die unüberbrückbareMacht der Gefühlealle Figuren des Stücks, erläutert derRegisseur seinen zweiten zentralenDeutungsstrang des Lessing-Textes.Als wären Gefühle Drogen, die ausLiebeskummer und Hasstiraden einenunaufhaltsamen Sog entwickeln,der die Figuren in einen Strudel derfortschreitenden Überwältigung mitsich reißt. Wie das Ensemble dieseIdeen im Laufe der Zeit mit Lebenfüllt, ist dann auf der Bühne des Marguerre-Saalszu sehen.> Premiere „Emilia Galotti“ am 29.September, 19 Uhr. Weitere Vorstellungen:1., 10., 15., 16. und 27. Oktober,8. und 14. November, jeweils19.30 Uhr, und 2. Oktober, 10 Uhr,im Marguerre-Saal.Von Wilfried HarlandtAls Bertolt Brecht Anfang der fünfzigerJahre für eine neue Gesamtausgabeseiner Werke „Trommeln inder Nacht“ wieder las, bezeichnete eres als „das zwieschlächtigste“ seinerfrühen Stücke. Gleichzeitig bemerkteer, dass man versuchen müsse,den Kragler zu verteidigen, manmüsse seine Erlebnisse als gegebenansehen, nicht ihn, sondern – anhandseines Schicksals – die deutscheRevolution angreifen, das heißt,kritisieren.Das Stück „Spartakus“, wie„Trommeln in der Nacht“ ursprünglichhieß, schrieb der Anfangzwanzigjährige Brecht unmittelbarunter dem Eindruck der revolutionärenEreignisse in Bayern Ende 1918und den Nachrichten vom Scheiterndes Spartakus-Aufstandes in Berlinim Januar 1919. Die Komödie, wie erANZEIGEWarum aus der Revolution nichts wurdeHeidelberger-Holger Schultze inszeniert Brechts „Trommeln in der Nacht“das Stück in seiner Ursprungsfassungbetitelteund die in Heidelberg zusehen sein wird, schildertden Kampf des schontot geglaubten Kriegsheimkehrersum seineBraut, „und die Revolutionin den Zeitungsviertelnspielt auch eineRolle“.Andreas Kraglerkehrt aus dem Krieg zurückzu seiner Braut Anna,die sich gerade mitdem JungunternehmerMurk, der sie geschwängerthat, aufDrängen ihrer Elternverlobt. Diese haben mitihrer kleinen Fabrik im Krieg mit derProduktion von Geschosskörben Gewinngemacht und stellen nun auf dieHerstellung von Kinderwagen um.Polsterei.deAufarbeitung, Neubezug zum zumgarantiertenFestpreisFestpreis, von erfahrener erfahrenem Meisterbetrieb Meisterbetrieb – seit 25 JahrenBitte Unverbindliche vereinbaren Sie Beratung einen Termin auch – bei gerne Ihnen auchbei Ihnen zu Hause zu Hause · Telefon · Telefon 0 62 21 0 62 / 76 21 76 / 762076 20Szene aus dem Akt „Das Bett“ mit Nanette Waidmann als Anna, MartinWißner (Andreas Kragler), Maria Munkert (Carmen). Foto: MerdesDie kleine Verlobungsgesellschaft,einschließlich Kragler, wird im Laufedes Abends und der Nacht beim Zugdurch die Kneipen in den Strudel derSpartakusaufstände gezogen. Kraglerschwankt kurz zwischen revolutionäremAufbruch – „Mein Fleischsoll im Rinnstein verwesen, dass dieIdee (der Revolution) siegt! Seid ihrbesoffen?“– oder Rückzug ins private„Glück“ – „Ich bin ein Schweinund das Schwein geht heim“– undwählt statt der Politik das (nicht mehrganz) weiße Bett Annas,die sich zu ihmbekennt. Der jungeBrecht betreibt mitdiesem Stück fundamentaleIdeologiekritik,die sichgenauso gegen dasBürgertum zu Beginnder WeimarerRepublik richtet wiegegen die November-Revolutionäre.Er gibt keine Antworten,sondern willNüchternheit verbreitenund Schlussmachen mit ideologischerBesoffenheitgleich welcher Provenienz.Bloß keine Opern, sondernRealpolitik, kein falscher Enthusiasmus.Brecht drückt mit satirischzynischenMitteln sein Unbehagenüber Kleinbürgertum, Patriotismus,Krieg und die große Liebe und bürgerlicheGefühlskultur aus.> Premiere „Trommeln in der Nacht“am 21. September, 20 Uhr, weitereVorstellungen 26., 28. September, 6.,10., 27. Oktober, 5., 30. November,Zwinger 1.


THEATER-MAGAZIN – SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2013 5Die Emanzipation des Sgt. SuperpowerRebekka Kricheldorf gibt Auskunft über ihr neues Theaterstück „Sergeant Superpower rettet Amerika“Comic-Redaktionssitzung im „Zeitgeist-Verlag“ mit den Schauspielern Olaf Weißenberg, Lisa Förster, Andreas Seifert, FlorianMania, Bertram Maxim Gärtner und Christina Rubruck. Foto: Florian Merdesjp. Anlässlich des Abzugs der US-Truppen aus den Heidelberger Kasernennach 70 Jahren hat das TheaterHeidelberg bei der Autorin RebekkaKricheldorf ein Stück in Auftraggegeben. Und was ist dabei herausgekommen?Ein Theatercomic:„Sergeant Superpower rettet Amerika“.Rebekka Kricheldorf gibt vorabAuskunft über ihr neues Stück:„1941. Die zwei jüdischen Comic-Zeichner/TexterMoshe und Joseferfinden die Figur des SergeantSuperpower als Gegenspieler derNationalsozialisten. Der extrem patriotischeSuperheld soll Werbung füreinen Kriegseintritt der USA machen.Der Zeitgeist-Verlag ist begeistert,die erste Reihe wird gedrucktund der mit Superkräftenausgestattete Sergeant Superpoweralias Floyd Flanders kämpft muntergegen finstere Nazis und auch malAdolf Hitler persönlich.Nach Kriegsende wird der Staffelstaban ein neues Autoren-Teamweiter gegeben, das in den Zeiten desKalten Krieges in den Kommunistenein neues Feindbild für den Sergeantfindet. So wird die Propaganda-Figurfür den ‚american lifestyle‘ überJahrzehnte am Leben erhalten.Findet man keine geeignetenGegner in der Tagespolitik, so wirdder Held eben auf ferne Planeten, Parallel-Erdenoder in Flashbacks in dieeigene Vergangenheit geschickt. Undwenn einem gar nichts mehr einfällt,zaubert man diejenigen wieder ausdem Hut, auf die sich die größtmöglicheSchnittmenge als FeindbildNummer Eins einigen kann: Die Nazis.Die Publikation in Deutschlandgestaltet sich allerdings schwierig:Dort kommt der ungebrochene Hurra-Patriotismusund auch der unbedarfteUmgang der Zeichner mit Hakenkreuzenweniger gut an. Die zunehmendkomplexere politischeWeltlage, in der Gut und Böse selbstfür die Amerikaner nicht mehr soleicht auszumachen sind, schlägt sichauch im Charakter dieses naivstenaller Comic-Helden nieder: Nach undnach wird aus der plump regierungstreuenKampfmaschine ein reflektierterHeld, der auch mal ausProtest gegen seinen PräsidentenIdentität und Kostüm ablegt.Das Stück begibt sich in einer großangelegten Zeitreise von der Erfindungdes Superhelden in den 40ernbis heute auf die Spuren seiner Publikations-und Rezeptionsgeschichte.Dabei findet die Handlung sowohl aufder realen Ebene (zwischen Redaktionskonferenzen,Betriebs-Weihnachtsfeiern,Sinnkrisen der abgebranntenTexter in ihren billigen NewYorker Bruchbuden, Trennungen,Rausschmissen, Telefonaten mit dendeutschenRedakteurenusw.)alsauchauf der fiktive Ebene statt, auf der einewigjunger Floyd Flanders gegenseine Feinde kämpft.“> Rebekka Kricheldorf, (*1974) studierteRomanistik und SzenischesSchreiben in Berlin, hat mehr als einDutzend Stücke geschrieben und elisabethanischeDramen aus dem Englischenübersetzt. Für ihre Arbeit erhieltsie zahlreiche Festivaleinladungen,Preise und Stipendien. 2013war Rebekka Kricheldorf Jurorinbeim Heidelberger Stückemarkt.> „Sergeant Superpower rettetAmerika“, Premiere am 12. Oktober,weitere Vorstellungen 17., 18. Oktober,5., 6. November, 10., 11. Januar,alle um 19.30 im Alten Saal.„Theater-Campus“Aktionswoche zwischen Universität und Theatersh. Die Ruprecht-Karls-Universitätund das Theater und Orchester Heidelbergladen vom 4. bis 8. Novemberzu ihrer ersten groß angelegtenKooperation ein. Für eine Woche verwandeltsich das Theater in einenCampus, und die Universität machtTheater.Lehrende und Studierende derUniversität beschäftigen sich mit aktuellenTheaterproduktionen unddiskutieren ihre Ergebnisse mit Theaterleuten– und natürlich mit demPublikum. Das Theater stellt seineArbeitsplätze der Universität alsPlattform zur Verfügung. Es gibtstückbegleitende Seminare, Einführungsveranstaltungenund moderiertePublikumsgespräche.Das Collegium Musicum – Universitätsorchester& Universitätschor– nimmt Platz im Orchestergrabendes Marguerre-Saals undprobt „Carmina Burana“; dazu gibtes Tanzimprovisationen auf der Bühne.Theatergruppen der Universitätgastieren im Zwinger 1 und zeigenAusschnitte aus ihren Programmen.Und zum Abschluss teilen sich Universitätsprofessorenund Theatermitarbeiterdas DJ-Pult bei der„Night of the Profs“.Wozu das Ganze? Um zu zeigen,wie nah sich Universität und Theatersind, wie sehr Kreativität undNeugier beide eint. Mehr noch: BeideInstitutionen arbeiten oftmals amselben Gegenstand, beschäftigen sichmit ähnlichen Fragen. Da können eingegenseitiger Austausch, ein Blicküber den Tellerrand befruchtend sein.Deshalb: Theater-Campus!FiInfo: Studierende erhalten für alleVeranstaltungen besondere Ermäßigungen.ANZEIGENeugasse 11 · 69117 HD · ph: 06221/5029939


6THEATER-MAGAZIN – SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2013Kuckucksnestergibt es nichtMatthias Kaschig inszeniert dieHippie-Legende „Einer flog über das Kuckucksnest“Von Jürgen PopigDer Stücktitel beruht auf einem Abzählversfür Kinder:„Intra, mintra, süßes Korn,Apfelkern und Schlehendorn,Herbstvogelzug,Drei Gänse im Flug.Eine nach Ost,Eine nach West,Und eine flog über dasKuckucksnest.“Der Nonsens dieses Kinderreimsliegt (abgesehen von der Tatsache,dass Zugvögel normalerweise alle indieselbe Richtung fliegen) darin, dassder Kuckuck eben gerade kein Nestbaut. Wer dennoch von einem Kuckucksnestredet, muss verrückt sein.Das „Kuckucksnest“ ist die Chiffrefür eine Klapsmühle, sorry: für einepsychiatrische Klinik.„Einer flog über das Kuckucksnest“erzählt die Geschichte vonRandle P. McMurphy, der vom Gefängnisin die Psychiatrie verlegt wirdBühnenbild-Entwurf von Martin Kukulies für „Einer flog über das Kuckucksnest“.und die Patienten dort mit Witz undVehemenz zum Widerstand aufruftgegen fragwürdige Therapiemaßnahmen– und gegen die subtilen Mechanismenvon Überwachen undStrafen. Basierend auf Ken KeseysBestseller von 1962 und in der Verfilmungvon Milos Forman 1975 mitfünf Oscars ausgezeichnet, war DaleWassermans Dramatisierung vielfachauf deutschsprachigen Bühnenzu sehen.Der junge Regisseur Matthias Kaschigwagt eine Wiederentdeckung.Kaschig, geboren in Freiburg imBreisgau, war schon während seinerSchulzeit Regiehospitant am FreiburgerTheater. Er studierte Germanistik,Kunstgeschichte und Religionswissenschaftin Berlin undSchauspiel-Regie in Hamburg. Von2002 bis 2003 arbeitete er als Regieassistentam Staatstheater Stuttgart,seit 2004 als freischaffender Regisseurunter anderem am Theater Bonn,Theater Osnabrück, Theater Bielefeld,Theater Bremen, Schauspiel Essen,Stadttheater Bern und am DeutschenTheater Göttingen.Die Neuübersetzung des Stücksstammt von Ingeborg von Zadow. Siewuchs zweisprachig in Deutschlandund den USA auf, machte ihr Abiturin Heidelberg und studierte in Gießenund New York. Nach zahlreichenRegiehospitanzen und -assistenzenlebt Ingeborg von Zadow alsfreiberufliche Theaterautorin undÜbersetzerin wieder in Heidelberg.Für ihre Stücke, die sie vor allem fürKinder und Jugendliche schreibt unddie in zahlreiche Sprachen übersetztwurden, ist sie mit Festivaleinladungen,Preisen und Stipendien ausgezeichnetworden.In der Heidelberger Inszenierungspielt Volker Muthmann den RandleP. McMurphy. Seine Gegenspielerin,die „große Schwester“ Ratched, spieltKatharina Quast. Als katatonischerIndianer „Häuptling Bromden“ ist alsGast Komi Togbonou zu sehen. DasBühnenbild entwirft der renommierteAusstatter Martin Kukulies.> Premiere „Einer flog über das Kuckucksnest“am 22. November, 19.30Uhr, Marguerre-Saal, Weitere Vorstellungen:24. November, 19 Uhr, 28.November, 19.30 Uhr.Was ist ein echter Samurai?Im Zwinger 1 ist Dirk Lauckes jüngstes Theaterstück zu sehen – Querschnittsgelähmt: Was nun?Von Patricia Nickel-DönickeMit der Uraufführung von „Samurai“im Zwinger 1 ist ein Stück desAutors Dirk Laucke auch in der neuenSpielzeit in Heidelberg zu sehen.Laucke hatte 2006 den Kleist-Förderpreisfür „alter ford escort dunkelblau“gewonnen und wurde damitzu den Mülheimer Theatertagenund zum Heidelberger Stückemarkteingeladen. Seitdem hat er 16 weitereStücke geschrieben. Lauckespricht im Interview über seine „eherklassische Geschichte“.> In der vorletzten Spielzeit war imZwinger 1 „Einigkeit und …“ zusehen, das sich mit der derzeitigenpolitischen Situation der Sinti undRoma in Ungarn auseinandersetzt.Inwiefern unterscheidet sich „Samurai“von „Einigkeit und ...“?„Einigkeit und ...“ war ein klares Rechercheprojekt,wobei mir wichtigwar, den Recherchecharakter diesesStückes nicht zu verschleiern, weil diepolitischen Prozesse in Ungarn zumZeitpunkt des Schreibens enorm aktuellwaren.Und wenn man bedenkt, dass einenTag nach der Einweihung des Denkmalsfür die im Nationalsozialismusermordeten Sinti und Roma InnenministerFriedrich vor Kameras tratund vor einer Flut von Flüchtlingenaus dem Balkan und Südosteuropawarnt, dann sieht man, dass das Themanach wie vor unheimlich polarisiert.Gemeint hat er übrigens jeneRoma, denen dort ein Leben aus rassistischenGründen unmöglich wird.Sie flüchten nach Deutschland, abervon einer Flut kann man weiß Gottnicht sprechen! Du siehst, das Themaregt mich nach wie vor noch sehrauf.Mit „Samurai“ habe ich nun eine eherklassische Geschichte geschrieben,deren Hintergrund aus persönlichenErfahrungen und viel Ausgedachtembesteht.> Warum?Nicht etwa, weil ich mich von der Politikabgewandt habe, sondern, weilDer Kriegerstand der Samurai genoss in Japan höchsten Respekt und entwickelte eineeigenständige Lebensart. Fotomontage: Simone Wildtmir danach war. Ich glaube und hoffeaber, dass ich mit „Samurai“ genausozu einem bestimmten Phänomengesellschaftlicher Entwicklungvorstoßen kann.> DieHauptfigurHaraldSchneeliegtnach einem Unfall im Krankenhausund ist wütend über ihre Hilflosigkeit.Inwiefern kann ihr ihreLiebe zur Kultur der Samurai helfen,mit der Situation klarzukommenund was macht heute einenechten Samurai aus?Unklar ist am Anfang, ob Harry sichvorsätzlich gegen die Leitplanke gesetzthat oder nicht. Zu Beginn desStückes steht er schon ziemlich alleineda. Seine Frau ist weg, seineTochter Jule besucht ihn nur selten –und wenn, braucht sie Geld von ihm.Sein Freund und Arbeitskollege Antonwendet sich ab, nachdem Harrysich dem Streik an ihrem gemeinsamenArbeitsplatz verweigert hat. Wassoll’s, denkt sich Harry. Geht doch ehalles den Bach runter.Wenn ein Samurai nicht mehr gebrauchtwird, weiß er auch, was zutun ist, um niemandem mehr zur Lastzu fallen. Harrys Faible für den FernenOsten, Kampfkünste und die Samuraiwürde ich nicht unbedingt positivbewerten. Harry fährt gegen eineLeitplanke und – tada! – kommtnicht um. Er ist querschnittsgelähmt.Was nun?> Premiere „Samurai“ am 23. Novemberum 20 Uhr, weitere Vorstellungenam 29. November, am 7. und22. Dezember, am 21. und 30. Januar,am 20. Februar, am 16. März sowieam 1. April im Zwinger 1.


THEATER-PROGRAMM IM SEPTEMBERMi11.09.13Fr13.09.13Sa14.09.13So15.09.13Mo16.09.13Di17.09.13Mi18.09.13Do19.09.13Sa21.09.13So22.09.13Mo23.09.13Di24.09.13Do26.09.13Fr27.09.13Sa28.09.13So29.09.13Mo30.09.13MARGUERRE-SAAL und FOYER ALTER SAAL und FRIEDRICH 5 ZWINGER 1 ZWINGER 3 Andere Orte18 Uhr TOSCA -OFFENE PROBE FÜR PÄDAGOGEN18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22 Uhr, Premiere TOSCAvon Giacomo Puccini11 Uhr EINFÜHRUNGSMATINEEEMILIA GALOTTI17 UhrTHEATERFÜHRUNG18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.15 Uhr, WiederaufnahmeDIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAILvon W. A. Mozart18 UhrAUFTAKTTREFFEN FÜR PÄDAGOGEN19 Uhr EMILIA GALOTTI -OFFENE PROBE FÜR PÄDAGOGEN18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.15 UhrDIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL18.15 Uhr Werkeinführung19 Uhr, Premiere EMILIA GALOTTIvon Gotthold Ephraim Lessing19 Uhr, Friedrich 5TANZATELIER19.30 Uhr RNZ- FORUMzur Bundestagswahl 2013Eintritt frei!19.30 Uhr, GastspielJA! … DA BRAUT SICH WAS ZUSAMMENMusik und Kabarett vom 1.FC Heidelberg19 Uhr, Friedrich 5TANZATELIER19 UhrTROMMELN IN DER NACHT -OFFENE PROBE FÜR PÄDAGOGEN20 Uhr, PremiereTROMMELN IN DER NACHTvon Bertolt Brecht19 – 24 UhrTANGODESEOSPráctica y Milonga20 UhrTROMMELN IN DER NACHTvon Bertolt Brecht20 UhrTROMMELN IN DER NACHTvon Bertolt Brecht18 UhrBIN ICH HÄSSLICH? -OFFENE PROBE FÜR PÄDAGOGEN17 Uhr, ab 12 Jahren, UA, PremiereBIN ICH HÄSSLICH?9-11 Uhr, ab 14 Jahren,BÜHNENKAMPF-WORKSHOP FÜR GRUPPEN11.30-13.30 Uhr, von 6-18 Jahren,BÜHNENBASIC-WORKSHOP FÜR GRUPPEN11 Uhr, ab 12 Jahren, UABIN ICH HÄSSLICH?11 Uhr, ab 12 Jahren, UA,BIN ICH HÄSSLICH?15-17 Uhr, ab 5 JahrenELTERN-KIND-WORKSHOP15 -16.30 Uhr, ab 9 Jahren, WiederaufnahmePÜNKTCHEN UND ANTONvon Erich Kästner10 – 11.30 Uhr, ab 9 JahrenPÜNKTCHEN UND ANTONvon Erich Kästner11 Uhr, ab 12 Jahren, UABIN ICH HÄSSLICH?10 – 11.30 Uhr, ab 9 JahrenPÜNKTCHEN UND ANTONvon Erich Kästner9.15 – 10.45 Uhr, ab 9 JahrenPÜNKTCHEN UND ANTON von Erich Kästner15 -15.50 Uhr, ab 4 Jahren, WiederaufnahmeHERR STURM UND SEIN WURMvon Barbro Lindgren & Cecilia Torudd19 Uhr, Karlsplatz MUSIK, LICHT UNDTANZMOMENTE BEIM KARLSPLATZ-FEST u.a. mit der Dance CompanyNanine Linning / Theater Heidelberg19 Uhr, Stadthalle HeidelbergASTRONOMISCHE EINFÜHRUNG20 Uhr, Stadthalle Heidelberg1. PHILHARMONISCHES KONZERT19 Uhr, Stadthalle HeidelbergASTRONOMISCHE EINFÜHRUNG20 Uhr, Stadthalle Heidelberg1. PHILHARMONISCHES KONZERT16.30 Uhr, Stadtbücherei,LESEZEIT Andreas Seifertliest Bertholt Brecht, Eintritt frei!Premiere TOSCA imTheater Winterthur20 Uhr, SchwetzingenPONTO-KONZERTTOSCA im Theater Winterthur15-19 Uhr, Probebühne HarmonieAUFTAKTTREFFEN DER SPIELCLUBSANZEIGEANZEIGEDie neue Generation derSchweizer ZellularkosmetikCellcosmet und Cellmen,Tag für Tag die perfekteStrategie, um vorzeitigerHautalterung ent -gegenzuwirken und dieEigenschaften einer jungenHaut zu bewahren:Spannkraft,Straffheit,strahlender Teint.Entdecken Sie unsere exklusivenProfessional-Hautpflegebehandlungen!Neu!Permanent-Make-up-Aktionstagam 28. September– Heidelberger Herbst –mit TerminvereinbarungNeu!Kosmetik La Femme Ihre 5-Sterne-KosmetikNeugasse 3 · 69117 Heidelberg · Telefon 0 62 21 / 16 48 45www.kosmetik-la-femme.de


OKTOBERTHEATER-PRODi01.10.13Mi02.10.13Do03.10.13Fr04.10.13Sa05.10.13So06.10.13MARGUERRE-SAAL und FOYER ALTER SAAL und FRIEDRICH 5 ZWINGER 1 ZWINGER 3 Andere Orte18.45 Uhr Werkeinführung11.30 -13 Uhr, ab 9 Jahren19.30 Uhr EMILIA GALOTTIPÜNKTCHEN UND ANTONTOSCA im Theater Winterthurvon Gotthold Ephraim Lessingvon Erich Kästner9.45 Uhr Werkeinführung10.00 Uhr EMILIA GALOTTIvon Gotthold Ephraim Lessing18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.20 Uhr, WiederaufnahmeKÖNIG UBU von Alfred Jarry11 Uhr EINFÜHRUNGSMATINEE SERGEANTSUPERPOWER RETTET AMERIKA19 Uhr , Gastspiel HEIDELBERGER HARD-CHOR Männerschicksale 820 Uhr, GastspielFUKUSHIMA, MY LOVEcosta compagnie19 Uhr,GastspielFUKUSHIMA, MY LOVEcosta compagnie19 UhrTROMMELN IN DER NACHTvon Bertolt Brecht11 Uhr, ab 12 JahrenUraufführungBIN ICH HÄSSLICH?15 -16 Uhr, ab 6 Jahren,WiederaufnahmeSAFFRAN & KRUMP von Pamela DürrTOSCA im Theater WinterthurTOSCA im Theater WinterthurMo07.10.1318.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.20 Uhr, WiederaufnahmeKÖNIG UBU von Alfred Jarry19 Uhr, Friedrich 5 TANZATELIERDi08.10.13Mi09.10.13Do10.10.13Fr11.10.13Sa12.10.13So13.10.13Mo14.10.13Di15.10.13Mi16.10.13Do17.10.13Fr18.10.13Sa19.10.13So20.10.13Mo21.10.13Di22.10.13Mi23.10.13Do24.10.13Fr25.10.13Sa26.10.13So27.10.13Mo28.10.13Di29.10.13Mi30.10.13Do31.10.1318.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.15 UhrDIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAILvon W. A. Mozart18.45 Uhr Werkeinführung19.30 Uhr, EMILIA GALOTTIvon Gotthold Ephraim Lessing18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.15 Uhr DIE ENTFÜHRUNG AUSDEM SERAIL von W. A. Mozart11 Uhr 1. FAMLIENKONZERT18.15 Uhr Werkeinführung, 19 -21.45 UhrDIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL19 Uhr SERGEANT SUPERPOWERRETTET AMERIKA -OFFENE PROBE FÜR PÄDAGOGEN20 Uhr VHS-THEATERWERKSTATT2. PHILHARMONISCHES KONZERT19.30 Uhr UA, PremiereSERGEANT SUPERPOWER RETTET AMERIKA17 Uhr THEATERFÜHRUNG 19 Uhr, Friedrich 5 TANZATELIER18.45 Uhr Werkeinführung19.30 Uhr EMILIA GALOTTIvon Gotthold Ephraim Lessing18.45 Uhr Werkeinführung19.30 Uhr EMILIA GALOTTIvon Gotthold Ephraim Lessing10 Uhr, 1. FAMILIENKONZERTSchulkonzert18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22 Uhr TOSCAvon Giacomo Puccini19 Uhr, GastspielTIM FISCHER18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.45 Uhr, WiederaufnahmeDIE FLEDERMAUS von Johann Strauss18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.20 Uhr KÖNIG UBUvon Alfred Jarry18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.20 Uhr KÖNIG UBUvon Alfred Jarry. Zum letzten Mal!18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22 Uhr TOSCA von Giacomo Puccini14.15 Uhr Werkeinführung15 Uhr EMILIA GALOTTI von G.E. Lessing18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.45 Uhr, DIE FLEDERMAUS18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22 Uhr TOSCA von G. PucciniIm Anschluss Publikumsgespräch19.30 Uhr, UASERGEANT SUPERPOWER RETTETAMERIKA von Rebekka KricheldorfIm Anschluss Publikumsgespräch18.45 Uhr Werkeinführung19.30 Uhr, UA,SERGEANT SUPERPOWER RETTET AMERIKA11 Uhr SÄNGERPORTRÄT mit Artem Krutko,Rinnat Moriah und Ipča Ramanović20 Uhr Treffpunkt BühnenpforteVHS-THEATERWERKSTATT SERGEANTSUPERPOWER RETTET AMERIKA10-14 Uhr, Friedrich 5 TANZVISITE19.30 Uhr, GastspielDER OB-KANDIDAT von Thomas Barth,19 Uhr, GastspielDER OB-KANDIDAT von Thomas Barth,19 Uhr, Friedrich 5 TANZATELIER11 Uhr DIE SCHNEEKÖNIGIN –OFFENE PROBE FÜR PÄDAGOGEN20 UhrTROMMELN IN DER NACHTvon Bertolt Brecht20 – 21.15 Uhr, WiederaufnahmeHEUTE ABEND: LOLA BLAU von G. Kreisler19 – 20.15 UhrHEUTE ABEND: LOLA BLAUvon Georg Kreisler19 UhrINSIGHT - OFFENE PORBE F. PÄDAGOGEN20 Uhr, GastspielIM NIEMANDSLAND – LENZ TRIFFTBÜCHNER von Hubert Habigim Anschluss Diskussion19 Uhr, Uraufführung, Premiere INSIGHTTanzabend von S. M. Garcia & Z. Markovic20 Uhr, GastspielLE PREMIER HOMMEvon Albert Camus19 – 24 UhrTANGODESEOSPráctica y Milonga20 Uhr, Uraufführung INSIGHTTanzabend von Sandra Marín Garcia undZoran Markovic20 UhrHEUTE ABEND: LOLA BLAUvon Georg Kreisler19 UhrTROMMELN IN DER NACHT von B. Brecht9 – 10.45 Uhr, ab 13 JahrenUraufführung, WiederaufnahmeTHEMENPAKET I „(OHN)MÄCHTIG GEWALTIG“11.45-12.55 Uhr, ab 10 JahrenUraufführung,WiederaufnahmeTHEMENPAKET II „SPEAKING DEUTSCH?“9 -10.10 Uhr, ab 10 Jahren, UATHEMENPAKET II „SPEAKING DEUTSCH?“11.15 -13 Uhr, ab 13 Jahren, UATHEMENPAKET I „(OHN)MÄCHTIG GEWALTIG“9 – 10.45 Uhr, THEMENPAKET I “(OHN)MÄCH-TIG GEWALTIG“ 11.45-12.55 Uhr, THEMEN-PAKET II „SPEAKING DEUTSCH?“9 -10.10 Uhr, THEMENPAKET II „SPEAKINGDEUTSCH?“ 11.15 -13 Uhr, THEMENPAKET I„(OHN)MÄCHTIG GEWALTIG“15-16.30 Uhr, ab 9 JahrenPÜNKTCHEN UND ANTONvon Erich Kästner10 – 11.30 UhrPÜNKTCHEN UND ANTON9-11 Uhr, von 6-18 JahrenIMPRO-WORKSHOP FÜR GRUPPEN11.30-13.30 Uhr, von 6-18 JahrenTHEMEN-WORKSHOP FÜR GRUPPEN11 Uhr, ab 12 Jahren, UraufführungBIN ICH HÄSSLICH?11 Uhr, ab 12 Jahren, UraufführungBIN ICH HÄSSLICH?10-11.30 Uhr, ab 9 JahrenPÜNKTCHEN UND ANTONvon Erich Kästner15 Uhr,GastspielDU TROPFSTBunSEL-Chor des Bunsen-Gymnasiums15-16 Uhr, ab 4 Jahren HERR STURM UNDSEIN WURM v. B. Lindgren & C.Torudd9.15 Uhr, ab 12 Jahren, UraufführungBIN ICH HÄSSLICH?10 -11.30Uhr, ab 9 JahrenPÜNKTCHEN UND ANTONvon Erich Kästner10 - 11Uhr, ab 6 JahrenSAFFRAN & KRUMP von Pamela Dürr9.15 – 10.45 Uhr und 11.30 – 13.00 Uhr,ab 9 JahrenPÜNKTCHEN UND ANTON von E. Kästner10.30-12.30 Uhr, ab 5 JahrenELTERN-KIND-WORKSHOP15 – 15.50 Uhr, ab 4 Jahren HERR STURMUND SEIN WURM v. B. Lindgren & C. Torudd10-14 Uhr FERIEN-WORKSHOP10-14 Uhr FERIEN-WORKSHOP10-10.50 Uhr, ab 4 Jahren HERR STURMUND SEIN WURM v. B. Lindgren & C. Torudd19.15 Uhr Werkeinführung20 Uhr, Stadthalle Heidelberg2. PHILHARMONISCHES KONZERT16.30 Uhr, StadtbüchereiLESEZEIT David Grimaud liestAlbert Camus, Eintritt frei!


ROGRAMMNOVEMBERSa02.11.13MAGUERRE-SAAL und ALTER SAAL18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.45 UhrDIE FLEDERMAUS von Johann StraussALTER SAAL und FRIEDRICH 5 ZWINGER 120-21.15 UhrHEUTE ABEND: LOLA BLAUvon Georg KreislerZWINGER 3Andere OrteSo03.11.13Mo04.11.13Di05.11.1318.45 Uhr Werkeinführung19.30-22 UhrTOSCA von Giacomo Puccini17.30-18.30 UhrALLES NUR THEATEREinblicke in das Germanistische Seminar15 Uhr PremiereDIE SCHNEEKÖNIGINvon Hans Christian Andersen19 Uhr, Friedrich 5TANZATELIER18.45 Werkeinführung19.30 UhrSERGEANT SUPERPOWERRETTET AMERIKA UA von R. Kricheldorf19-20 Uhr, UAINSIGHT Tanzabend von Sandra MarínGarcia und Zoran Markovic20-21 Uhr,UAINSIGHT Tanzabend von S. M. Garcia undZ. Markovic anschl. Publikumsgespräch20 UhrTROMMELN IN DER NACHTvon Bertolt Brechtanschließend Publikumsgespräch11 Uhr, ab 12 Jahren, UABIN ICH HÄSSLICH?anschließend Publikumsgespräch11.30 Uhr, ab 9 JahrenWORKSHOP FÜR GRUPPENAnmeldung: schulgruppen@heidelberg.deMi06.11.13Do07.11.13Fr08.11.13Sa09.11.13So10.11.13Mo11.11.13Di12.11.13Mi13.11.13Do14.11.13Fr15.11.13Sa16.11.13So17.11.13Mo18.11.13Di19.11.13Mi20.11.13Do21.11.13Fr22.11.13Sa23.11.13So24.11.13Mo25.11.13Di26.11.13Mi27.11.13Do28.11.13Fr29.11.13Sa30.11.1318.45 Uhr Werkeinführung19.30-22 UhrTOSCA von Giacomo Puccini11-13 Uhr UNIORCHESTER & TANZIMPRO18.45 Uhr Werkeinführung19.30 UhrEMILIA GALOTTI von G. Ephraim Lessinganschließend Publikumsgespräch19.30 UhrEMILIA GALOTTIgeschlossene Vorstellung11 Uhr EINFÜHRUNGSMATINEEKUCKUCKSNEST19 Uhr ZUNGENSCHLAGDas berühmte Heidelberger Kabarett17 Uhr THEATERFÜHRUNGKarten an der Theaterkasse!18.45 Uhr Werkeinführung19.30 UhrEMILIA GALOTTI von G. Ephraim Lessing18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22.45 UhrDIE FLEDERMAUS von Johann Strauss14.15 Uhr Werkeinführung15-17.30 UhrTOSCA von Giacomo Puccini19 UhrKUCKUCKSNEST –OFFENE PROBE FÜR PÄDAGOGENAnmeldung: schulgruppen@heidelberg.de19.30 Uhr PremiereEINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNESTvon Dale Wasserman18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22 UhrTOSCA von Giacomo Puccini19 UhrEINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNESTvon Dale Wasserman18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22 UhrTOSCA von Giacomo Puccini18.45 Uhr Werkeinführung19.30 Uhr, EINER FLOG ÜBER DASKUCKUCKSNEST von Dale Wasserman18.45 Uhr Werkeinführung19.30-22 UhrTOSCA von Giacomo Puccini11 UhrEINFÜHRUNGSMATINEE ENDLESS18.45 Werkeinführung19.30 UhrSERGEANT SUPERPOWERRETTET AMERIKA UA von R. Kricheldorf17-18.30 UhrPodiumsdiskussion TOSCAab 21.30 UhrNIGHT OF THE PROFSmit DJ Funk & Friends16-20 Uhr Friedrich 5TANZATELIER INTENSIV Anmeldung untertanzatelier@theater.heidelberg.de11-15 Uhr Probebühne Friedrich 5TANZATELIER INTENSIV19.30 Uhr, UASERGEANT SUPERPOWERRETTET AMERIKA von Rebekka Kricheldorf20 Uhr, Konver-ZimmerVHS-THEATERWERKSTATT TOSCA9.15 + 11.30 UhrDIE SCHNEEKÖNIGIN von H. C. Andersen19 Uhr Friedrich 5TANZATELIER19.30 Uhr MITGLIEDERVERSAMMLUNGDES FREUNDESKREISESDES THEATERS UNDORCHESTERS HEIDELBERG9.15 + 11.30 UhrDIE SCHNEEKÖNIGINvonHans Christian Andersen11 Uhr1. KAMMERKONZERT9.15 + 11.30 UhrDIE SCHNEEKÖNIGIN von H. C. Andersen19 Uhr Friedrich 5TANZATELIER9.15 + 11.30 UhrDIE SCHNEEKÖNIGIN von H. C. Andersen9.15 + 11.30 UhrDIE SCHNEEKÖNIGIN von H. C. Andersen15 UhrDIE SCHNEEKÖNIGIN von H. C. Andersen20 UhrTHE MOTHERFUCKER WITH THE HATWerkschau Uni-Theater20 UhrHEUTE ABEND: LOLA BLAU von G. Kreisleranschließend Publikumsgespräch19 UhrYUKONSTYLE –OFFENE PROBE FÜR PÄDAGOGENAnmeldung: schulgruppen@heidelberg.de20 Uhr, Premiere, deutsche ErstaufführungYUKONSTYLEvon Sarah Berthiaume19 UhrSAMURAI –OFFENE PROBE FÜR PÄDAGOGENAnmeldung: schulgruppen@heidelberg.de20 Uhr Premiere, UraufführungSAMURAIvon Dirk Laucke19 UhrTANGODESEOS Práctica y MilongaKarten nur an der Abendkasse!20 Uhr, DEYUKONSTYLE von Sarah Berthiaume20 Uhr, DEYUKONSTYLE von Sarah Berthiaume20 Uhr, UASAMURAI von Dirk Laucke20 UhrTROMMELN IN DER NACHT von B. Brecht10-11.30 Uhr, ab 9 JahrenPÜNKTCHEN UND ANTONvon Erich Kästner15-16 Uhr, ab 6 JahrenSAFFRAN & KRUMPvon Pamela Dürr10-10.50 Uhr, ab 4 J. HERR STURM UNDSEIN WURM von B. Lindgren & C. Torudd19-20.10 Uhr Wiederaufnahme, UA, ab 13 J.MACHT DER WÖLFE von Tim Staffel11-12.10 UhrUraufführung,ab 13 JahrenMACHT DER WÖLFEvon Tim Staffel19-20.10 Uhr, ab 13 Jahren, UAMACHT DER WÖLFEvon Tim Staffel15 Uhr, GastspielALIBABA UND DIE 40 RÄUBERtheater en miniature15-16.30 Uhr, ab 9 JahrenPÜNKTCHEN UND ANTONvon Erich Kästner10-10.50 Uhr, ab 4 JahrenHERR STURM UND SEIN WURMvon Barbro Lindgren und Cecilia Torudd9.30 Uhr WORKSHOP FÜR GRUPPEN12 Uhr WORKSHOP FÜR GRUPPEN19 Uhr, ab 12 Jahren, UABIN ICH HÄSSLICH?11 Uhr, ab 12 Jahren, UABIN ICH HÄSSLICH?15 Uhr, ab 5 JahrenELTERN-KIND-WORKSHOPAnmeldung: zwinger3@heidelberg.de15-15.50 Uhr, ab 4 JahrenHERR STURM UND SEIN WURMvon Barbro Lindgren & Cecilia Torudd9-9.50 Uhr, ab 4 JahrenHERR STURM UND SEIN WURMvon Barbro Lindgren & Cecilia Torudd17 UhrBIS SPÄTER – OFFENE PROBE F. PÄDAGOGENAnmeldung: schulgruppen@heidelberg.de17-19 Uhr, Probebühne,Theaterwerkstatt NadlerstraßeAUFTAKTTREFFEN CLUB TANZ19 Uhr, Peterskirche1. BACHCHORKONZERT16-18 Uhr, Stadtbücherei, ab 6 JahrenBUNDESWEITER VORLESETAGGeschichten-Parcours mit David GrimaudEintritt frei!11 Uhr, HeiliggeistkircheABENDS INS THEATER,MORGENS IN DEN GOTTESDIENSTGottesdienst zu Emilia Galotti19.15 Uhr, Stadthalle HeidelbergWerkeinführung20 Uhr, Stadthalle Heidelberg3. PHILHARMONISCHES KONZERT19.15 Uhr, Stadthalle HeidelbergWerkeinführung20 Uhr, Stadthalle Heidelberg3. PHILHARMONISCHES KONZERT16.30 Uhr, StadtbüchereiLESEZEIT zu Kuckucksnest, Eintritt frei!


10THEATER-MAGAZIN – SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2013Kanadische KälteDeutsche Erstaufführung von Sarah Berthiaumes „Yukonstyle“ unter der Regie von Miriam HorwitzVon Sonja WinkelUnendliche Weite: Die Landschaft um den Yukon River. Foto: Anthony DeLorenzo„Whitehorse. Nacht. Winter.Minus fünfundvierzig GradCelsius. Die Grenze zwischenKälte und Tod.“ Einekanadische Kleinstadt mittenin der Einsamkeit des hohenNordens. Ein lebensfeindlicherRaum, dessenbedrohliche Temperaturenmit der überwältigendenSchönheit der Landschaftund der Weite des Himmelskontrastieren.Die Autorin, Schauspielerinund Regisseurin SarahBerthiaume gilt als eine derinteressantesten Stimmender aktuellen frankophonenDramatik aus Kanada. In einemInterview anlässlich derUraufführung von „Yukonstyle“beschreibt sie eineBusreise in die Gegend desYukon. Während Europäernschon die kanadischen Großstädteweit und geräumig vorkommen, seiendiese eng verglichen mit der Landschaftam Yukon, erklärt sie die Dimensionen.Die Weite der Landschaftund des Himmels sind hierüberwältigend. Einige der Begegnungen,die sie auf dieser Reise gemachthat, sind auch in das Stück eingeflossen,zum Beispiel die Japanerinund Wahl-Kanadierin Yuko. Dasssie sich ausgerechnet in Kanada niedergelassenhat, ist Ergebnis einermathematischen Überlegung: „Ichhab im Internet nachgeschaut, wo aufder Welt es die wenigsten Japanergibt. Das war hier. Also habe ich allesverkauft. Und bin hergekommen.“Ein bewusster Schritt in dieFremde. Sie teilt sich eine WG mitGarin, dem das eigene fremde Aussehenwie ein Stigma vorkommt.Als Halbindianerträgt er sichtbar etwas vonseiner Mutter in sich, aberkennengelernt hat er sie nie,und ist auf der Suche nachihr. Seine äußere Zugehörigkeitbleibt eine Leerstelle,die schmerzt.Eines Tages taucht Kateauf: „Ein Mädchen, das wieein Modepüppchen angezogenist, steht an der Hauptstraßeund hält den Daumenraus. Sie friert. Natürlich.Der Schnee knirscht unterihren Plateaustiefeln.“ Kateist 17, schwanger und von zuHause abgehauen. Yukonimmt das vollkommen unterkühlteMädchen schließlichmit in die WG. SarahBerthiaume zeichnet dasschwarzhumorige Porträtdreier junger Außenseiter mitkomplizierter Vergangenheit.Ein Selbstfindungstrip im rauenNorden voller Melancholie undPoesie, der sie am Ende sich selbst undeinander näherbringt.> „Yukonstyle“, 15., 27., 28. November,jeweils 20 Uhr im Zwinger 1.AufsehenerregendHeute Abend:Lola blauHans Fleischmann (König Ubu) spielt den machthungrigen Schurken Vater Ubu inder Inszenierung des ungarischen Star-Regisseurs Viktor Bodó, die Publikum und Kritikgleichermaßen begeisterte. Foto: Florian MerdesDeutschland wählt –Chancen und Risiken 2013RNZ-FORUM IM THEATERZum zweiten Mal lädt die Rhein-Neckar-Zeitung am Mittwoch, 18.September, in den Alten Saal desTheaters und Orchesters Heidelbergzu einem RNZ-Forum ein. Dr.Klaus Welzel, Chefredakteur derRhein-Neckar-Zeitung, trifft diesmalBundestagskandidaten desWahlkreises Rhein-Neckar. WenigeTage vor der Wahl diskutiert ermit Karl A. Lamers (CDU), LotharBinding (SPD), Dirk Niebel (FDP)und Franziska Brantner (Grüne)über die Chancen und Risiken derBundestagswahl 2013. Anschließendstehen die Politiker dem Publikumin einer offenen Runde Redeund Antwort.> RNZ-Forum, 18. September,19.30 Uhr, Alter Saal.sw. Mit Viktor Bodó hatte das HeidelbergerTheater in der Eröffnungsspielzeiteinen Regisseur eingeladen,der der neu errichteten Bühnein der Stadt Außergewöhnliches zuentlocken wagte. Mit einem gemischtenEnsemble aus ungarischenund deutschen Schauspielern entfachteder ungarische Star-Regisseurim Marguerre-Saal mit „KönigUbu“ ein erstaunliches Spektakel:fliegende Raketen, Schwertkämpfe,russischer Winter – und viel Humor.Mit diesen Mitteln bringt ViktorBodó die absurde Geschichte des VatersUbu auf die Bühne, die dem französischenAutor Alfred Jarry Kultstatuseinbrachte. Sein Weg an dieMacht des polnischen Staates zeigtauf groteske Weise die Mechanismenvon Brutalität und Tyrannis, aberauch wie fragil der Sitz auf dem Apparatder Macht ist.Die Aufsehen erregende Inszenierungbrachte Viktor Bodó und seinemTeam eine Nennung in der Kategorie„Herausragender Beitrag zuraktuellen Entwicklung von TheatralerRaumsituation/Bühnenbild/Kostüm“in der Kritikerumfrageder Fachzeitschrift „DeutscheBühne“ ein. Herzlichen Glückwunsch!Achtung: Die Inszenierungist nur noch im September und imOktober zu sehen.sh. Das „Musical für eine Schauspielerin“von Georg Kreisler geht indie zweite Spielzeit. Nicole Averkamp(Foto: Merdes)) präsentiert ihreLola „mal schrill und burlesk, malübermütig und forsch, mal still undnachdenklich, (...) tiefsinnig poetisch,aber auch kritisch ironisch“,wie der Mannheimer Morgen schrieb.Die bewegende Geschichte einerSchauspielerin in der Vorkriegs-,Kriegs- und Nachkriegszeit. AmKlavier: Jens Schlichting.> „Heute Abend. Lola blau“, 12. (19Uhr), 13., 26. (19 Uhr), Oktober und2., 7. November um 20 Uhr.


TanzaußerKontrolleUraufführung „Insight“eröffnet die Tanzsaisonim Zwinger 1Von Phillip Koban„Unwissenheit ist Stärke“: Diese Parolebestimmt einen der berühmtestendystopischen Zukunftsentwürfe:George Orwells totalitäre Gesellschaftin seinem Roman „1984“.Dieser war eine Inspirationsquellefür die Uraufführung, mit derim Oktober am Theater und OrchesterHeidelberg die Tanzsaisoneröffnet wird und die gleich in mehrfacherHinsicht eine Premiere darstellt.Erstmalig sind die Tänzer derDance Company Nanine Linning /Theater Heidelberg im Zwinger 1 zuerleben. Und zum ersten Mal in einerGastchoreografie. Die SpanierinSandra Marín Garcia und der SerbeZoran Markovic wissen die dichte,fast intime Atmosphäre des Zwinger1 für ihre abendfüllende Produktionzu nutzen. Hautnah bis an die ersteReihe heran führen sie ihre Tänzer,die klinisch weiß die entindividualisierten,von jedweden persönlichenWünschen und Begierden „befreiten“Mitglieder eines fiktionalen Gesellschaftssystemsverkörpern.Stakkatohaft anmutende, gespannteBewegungen erschaffen mechanistischeBilder einer sozialenOrdnung, die unter dem peitschendenBlick des „Großen Bruders“ keinerleiindividuelle Abweichung toleriert.Bis die Menschen aufgrundvon scheinbar zufälligen „Fehlfunktionen“Einsicht in die Welt hinterden Spiegeln erhalten.„Insight“ veranschaulicht einenErkenntnisprozess hinsichtlich Freiheitund Unfreiheit, Kontrolle undKontrollierbarkeit. Nach den jüngstzurückliegenden Geheimdienst-Enthüllungen hoch aktuell, kam denbeiden Künstlern die Idee zu diesemAbend aber früher, sind beide diesbezüglichdoch bereits durch ihreHerkunft stark geprägt – sei es dasTHEATER-MAGAZIN – SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2013 11Spiegelwelten: Tänzer der Dance Company Nanine Linning/Theater Heidelberg imneuen Stück „Insight“. Foto: Florian Merdesfranquistische Spanien oder der jugoslawischeKrieg mit seinen Folgen.ZoranMarkovicetwawurde2007– damals Tänzer beim NederlandsDans Theater – die USA-Einreise zumBesuch einer Tanzgala aufgrund einerNamensgleichheit mit einemKriegsverbrecher verweigert. Nachdemer schon alle Dokumente seinesWerdegangs vorgelegt hatte, rief ihndie Organisatorin der Gala nach einerWoche an und hieß ihn am Telefonsein Leben erneut erzählen.Was das denn bringen solle, fragteder Tänzer damals. „Nun, die hörenuns doch zu“, war die ernüchterndeAntwort. Kurz darauf erhielter das Visum. Für die Gala war es zuspät, doch Markovic um eine Erkenntnisreicher.> Premiere „Insight“ ist am 20. Oktoberum 19 Uhr im Zwinger 1, weitereVorstellungen sind am 23. Oktoberund am 4. November um 20 Uhr,am 3. November um 19 Uhr.Tanz imZentrumChoreografisches Centrumeröffnet als neue Tanzbasispk. Am 11. Oktober finden die Eröffnungsfeierlichkeitendes neuenChoreografischen Centrums statt.Neben der im Februar 2014 erstmalsstattfinden Tanzbiennale Heidelbergentspringt auch das ChoreografischeCentrum einer Kooperation zwischendem Theater und OrchesterHeidelberg und dem HeidelbergerUnterwegsTheater zur Förderung desTanzes.Künftig haben hier talentierte regionaleals auch (inter-)nationaleTanz- und Kunstschaffende die Möglichkeit,in sogenannten „Künstlerresidenzen“kostenfrei zu arbeitenund zu wohnen. Das durch finanzielleUnterstützung der Stadt Heidelbergund der Manfred Lautenschläger-Stiftungmit Proben- undWohnräumen ausgestattete, an dieSpielstätte „Hebelhalle“ des UnterwegsTheatersin der Hebelstraße angrenzendeGebäude bietet Choreografenund Kompanien eine Heimstatt,um ihre kreativen Konzepteumzusetzen und auf einer solidenProduktionsbasis auch Neues zu wagen.So richtet sich die Ausschreibungnicht ausschließlich an rein Tanzschaffende,sondern ebenfalls an interdisziplinäreProjekte, etwa an denSchnittstellen zu Bildender oder medialerKunst. Die Auswahl der Bewerbungenwird durch je eine Vertreterinder beiden TrägerinstitutionendesZentrumssowieeinefürzweiJahre ernannte Jurorin erfolgen: NanineLinning als künstlerischer Leiterinder Tanzkompanie des Theatersund Orchesters Heidelberg undJai Gonzalez – neben Bernhard FauserLeiterin des UnterwegsTheaters– steht Rosemary Helliwell, Professorinder Akademie des Tanzes derHochschule für Musik und darstellendeKunst Mannheim, zur Seite.Darüber hinaus wird das ChoreografischeCentrum Laien wie Profisals kulturelle Begegnungsstättedienen, in der sich Tanzbegeistertevon Jung bis Alt beispielsweise inWorkshops und Masterclasses sowiebei „Previews“ und „Showings“ mitihrer Leidenschaft und Professionaktiv auseinandersetzen können.MÄRCHEN, MUSIK UND FEIERTAGEJetzt schon an die Winter-Ticketsdenken! Noch bis zum 30. Septembergelten 10 Prozent Frühbucherrabattbeim Kauf von Kartenfür das beliebte diesjährige Weihnachtsmärchen„Die Schneekönigin“und für die Veranstaltungen imRahmen des Barock-Fests „Winterin Schwetzingen“. Und bereits am15. Oktober beginnt der Vorverkauffür die Weihnachts- und Silvestervorstellungendes TheatersundOrchestersHeidelbergsowiefürdas Silvester- und das Neujahrskonzert.FiInfo: Weitere Infos zum gesamtenProgramm unter www.theaterheidelberg.desowie bei derTheaterkasse in der Theaterstraße10 oder auch im Spielzeitheft2013/14.Ankauf und Verkauf von Goldschmuckalt und neu, auch defekt, Zahngold, Altgold und AntiquitätenAnkauf von altem und neuzeitlichemGoldschmuck, Kaufland-Center (früher auchFamila)defektHertzstraße 1, HD-Rohrbach-Süd, HD 30 73 39


THEATER-MAGAZIN – SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2013 13Wieder da!Ein Plädoyer für dieHässlichkeit?Mit der Inszenierung „Bin ich hässlich?“ eröffnet das Junge Theaterim Zwinger 3 die Spielzeit 2013/2014„Saffran & Krump“: Massoud Baygan(Krump) lädt zum Dinner in denWald ab 6. Oktober im Zwinger 3.„Pünktchen und Anton“: Die Geschichteüber eine ungewöhnlicheKinderfreundschaft wird in veränderterBesetzung ab 22. September imZwinger 3 zu sehen sein (im Bild DavidGrimaud und Charity Laufer).Nike-M. Steinbach (Marion Eisele)leitet den Anti-Gewalt-Workshop imThemenpaket I „(Ohn)mächtig gewaltig“ab 8. Oktober im Zwinger 3für 8. und 9. Klassen. Fotos: MerdesVon Sarah Victoria WagnerSchönheitsideale diskriminieren –Ein Plädoyer für die Hässlichkeit?Neulich in der Bahn: Drei Mädchenim geschätzten Alter von 13, 14unterhalten sich über die diesjährigeGermany’s Next Topmodel-Gewinnerin.„Ich wusste von Anfang an,dass sie gewinnt.“ „Echt?! Ich find’die voll hässlich!“ „Außerdem ist siezu dick, die hätten besser eine anderegewählt.“Ein Thema, das Schlagzeilenmachte und massenweise Twitter-Nachrichten zur Folge hatte. Mancheiner klickt lieber darüber hinwegund betrachtet es als Armutszeugnis,dass sich der gesellschaftliche Diskussionsbedarfan 95 ZentimeternHüftumfang einer 16-Jährigen erschöpft.Viel dringender sollte mandoch über Auswirkungen des Klimawandels,sich häufende Lebensmittelskandaleoder Subventionskürzungenim deutschen Kultursektorsprechen! Aber sind herrschendeSchönheitsideale und Modeformennicht ebenso Zeichen unsererZeit, die Rückschlüsse auf unsereGesellschaft zulassen?Harald Martenstein nimmt sich inder Juli-Ausgabe des „Zeitmagazins“des Statements einer Grünen-Politikerin an, die die Ungerechtigkeitvon Schönheitswettbewerbenanprangert. Hier stehe der „Lookismus“an erster Stelle, also die Diskriminierungvon Menschen aufgrundihres Aussehens. Das mussnicht gleich die Ausmaße von Kuriositätenkabinettenhaben, erregt aberoffensichtlich auch politisches Interessean den gesellschaftlichen Konsequenzeneiner solchen Show.Harald Martenstein kommt inseinem Beitrag zu dem Schluss, dasses bei Misswahlen auch nicht weiterhelfe,wenn die Auswahlkriterienaufgeweicht würden.Einfach nurumgekehrt schön?Wer gut aussehe, gewinne eben eineMisswahl, wer nicht den gängigenSchönheitsidealen entspreche, könnean anderer Stelle trumpfen. Zudemsei Schönheit ja auch Geschmackssache.Wessen Geschmackaber prägt denn nun die aktuellenSchönheitsbilder?Das Ensemble des Jungen TheatersHeidelberg nähert sich zur neuenSpielzeit diesem Thema gemeinsammit Regisseurin Franziska-TheresaSchütz. In der Stückentwicklung„Bin ich hässlich?“ werden klischeebehafteteDefinitionen vonschön und hässlich unter die Lupe genommen.Im Rahmen eines Hässlichkeitswettbewerbesbeschäftigensich die Spieler unter anderem mit derFrage, ob die Definition von Hässlichkeiteinfach nur der Umkehrungaktueller Schönheitsbilder folgt.Wird als hässlich bezeichnet, wer einegroße Nase hat, hinkt oder Klamottenträgt, die nicht der Mode entsprechen?Das Showformat bietet sich fürFranziska-Theresa Schütz im Besonderenan, da es aus dem Fernsehenbekannt ist und vor allem von derZielgruppe der 12- bis 14-Jährigenwahrgenommen wird. Zudem sinddurch die verschiedenen Aufgabenviele Perspektiven auf die Teilnehmermöglich: Wer reagiert wie in welcherSituation, wo sind wessen Grenzen?Die Spannung liegt in der Konkurrenzzueinander, der Mehrwert inder selbst gewählten Positionierungdes Zuschauers und der Überprüfungeigener Werte. Der inszenierteWettbewerb bietet den Teilnehmerndie Möglichkeit, dem „Lookismus“entgegenzuwirken und aus der Noteine Tugend zu machen. Hässlichkeitist Trumpf! Wohin sie das führt,wird ab dem 15. September im Zwinger3 zu sehen sein.> Premiere „Bin ich hässlich?“ am 15.September, 17 Uhr, Zwinger 3, weitereVorstellungen am 17., 18., 24., 30.September, 2., 10. Oktober, jeweils 11Uhr, und 22. Oktober um 9.15 Uhr.Lust auf ...... eine neue Spielzeit? – Neues vom Freundeskreisct. Auch in der neuen Spielzeit trägtder Freundeskreis wieder dazu bei,Theaterarbeit auf einem außergewöhnlichenNiveau zu ermöglichen.Gleichzeitigstehen für dieMitglieder desFreundeskreisesin derSaison2013/14zahlreicheExtras an: ImTheaterfoyergibt es ab sofortwieder einen Freundeskreis-Treff und auch der Premierensektdarf dort natürlich nicht fehlen. Zudemwird es regelmäßige Kneipenabendemit Künstlern und Freundeskreismitgliederngeben sowie eingroßes Theaterfest im März 2014. Einweiteres Highlight wird zudem die abjetzt jährlich stattfindende Theaterfahrt,die erste führt alle interessiertenFreundeskreismitglieder imApril 2014 mit der Dance CompanyNanine Linning/Theater Heidelbergnach Amsterdam.Acht Jahre Freundeskreis – da istauch die Lust auf Rückblick undAusschau groß geworden. Was gefälltden Mitgliedern an der Arbeit desFreundeskreises? Wo kann der Kontaktzur Theaterszene noch engerwerden? Haben die Freunde vielleichtnoch viel bessere Ideen für attraktiveVeranstaltungen in und mitdem Theater?Bei der Mitgliederversammlungam Dienstag, 19. November, um 19.30Uhr im Alten Saal des Theaters wirddas Ergebnis der Umfrage vom Sommervorgestellt und diskutiert. DieResonanz auf die Umfrage war sehrgut. Adriana Nuneva vom Vorstandwird jetzt die professionelle Auswertungder Befragung vornehmen,ehe sich das gesamte Gremium mitdem Ergebnis beschäftigt. Außerdemstehen im November wiederWahlen des Vorstandes an.FiInfo: Weitere Informationen unterwww.freundeskreis-heidelberg.de. Neue Mitglieder sind natürlichstets willkommen!ANZEIGE


14THEATER-MAGAZIN – SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2013Evolution: Kosmos1. Philharmonisches Konzert ist zweimal zu hörenVon Stefan KlawitterHeidelbergs GeneralmusikdirektorYordan Kamdzhalov widmet seinezweite Spielzeit besonderen Aspektender Evolution, wie er im Interviewerläutert.> Die neue Konzert-Spielzeit stehtunter dem Motto Evolution.Ein großes Thema – ich weiß. Schließlichgibt es zahlreiche Formen derEvolution: die kosmische, chemische,biologische, mathematische,soziokulturelle, etc. Evolution meintgenerell Entwicklung. Und ichmöchte den Begriff Evolutionschlaglichtartig auch auf die innereEntwicklung des Menschen anwenden.Darum hat jedes der acht PhilharmonischenKonzerte einen Untertitel,der einen besonderen Aspektbeziehungsweise Impuls für Evolutionbeschreibt.Bariton Dmitri Vargin.Foto: Gela Megrelidze> Das 1. Philharmonische Konzertder Spielzeit „Evolution“ heißt„Kosmos“.Ja. Alles ist „Kosmos“ oder Teil des„Kosmos“. Raum, Zeit und Materiesind entstanden. Und wir dürfenZeugen sein von entscheidenden Aspektender „Evolution“ wie Tanz,Leidenschaft, Natur, Leiden, Ekstase,Erlösung hin zu Gott – Themen,die die Menschheit bewegen und nachvorne bringen. Genau das ist die Ideeder spiralförmigen Dramaturgie derneuen Spielzeit. Und eben das istmeine zentrale Motivation, Kunst zumachen.> Górecki und Mahler sind im 1.Philharmonischen Konzert zu hören.Górecki hat die 2. Symphonie, die„Kopernikanische“ zum 500. Geburtstagdes Astronomen NikolausKopernikus geschrieben – sie wirdübrigens zum erstenMal in Heidelberggespielt! Ein gewaltigesWerk mit großemgemischtenChor,Sopran und Bariton.Es hat zwei Sätze. Dererste Satz beginnt mitSopranistin Nelya Kravchenko.Foto: Vasilka Balevska„Alles ist Kosmos oder Teil des Kosmos“: Generalmusikdirektor Yordan Kamdzhalov.Foto: Florian Merdeserratischen Tutti-Blöcken, die Assoziationenan die Entstehungvon Galaxienzulassen. Die ganzeSymphonie endetmit stehenden Klängen,die eine sphärischeHarmonie erklingenlassen, die wiederum eine gewaltigeräumliche Wirkung im Bewusstseinhinterlässt.> Als Solisten sind Nelya Kravchenkound Dmitri Vargin zu hören.Das sind großartige junge Künstler,auf die man gespannt sein darf. NelyaKravchenko hat in Graz, Solothurnund Sofia Erfolge gefeiert.Dmitri Vargin gastierte unter anderemin Erfurt, Wiesbaden, Essen,Köln, Moskau und an der HamburgischenStaatsoper.> Und warum haben Sie Mahler ausgewählt?Seine1.SymphoniestehtebenfallsamBeginn einer gewaltigen musikalischenEntwicklung, eines „symphonischenKosmos“. Die Grundstimmungdes Werks ist Aufbruch. Mahlerhatte Homogenität nicht im Sinn:Volksliedhaftes steht neben symphonischErhabenen, Marsch nebenMenuett.Ganz in dem von Mahler formuliertenSinn: „Die Symphonie muss seinwie die Welt. Sie muss alles umfassen.“Vielleicht nannte sie Mahlerdarum „Titan“. Ich bin überzeugt davon,dass das KonzertprogrammRäume öffnet für neue Assoziationen,Gedanken und Gefühle.> 1. Philharmonisches Konzert, mitSopranistin Nelya Kravchenko, BaritonDmitri Vargin, 18./19. September,20 Uhr, Stadthalle.Evolution: TanzRavel und Poulenc beim 2. Philharmonischen Konzertsk. „Evolution: Tanz“ –unter diesem Motto stehtdas 2. PhilharmonischeKonzert.Das Programm beginntmit Maurice RavelsBallett-Suite „Ma mèrel’oye“, die auf CharlesPerraults Märchenweltbasiert. Mit einer Melodie,die ebenfalls an einKinderlied gemahnt, beginntdas Konzert für zweiKlaviere des vor 50 Jahrenverstorbenen KomponistenFrancis Poulenc.Entstanden 1932 ist es laut Poulencein „poetisches Spiel mit dem PorträtMozarts“. Erst zehn Jahre nachdem er sie komponiert und mehrfachüberarbeitet hat, veröffentlicht RobertSchumann seine 4. Symphonie –ein Werk, dass durch eine heroischeGrundstimmung besticht.Am Klavier: das deutsche Piano-Duo Genova & Dimitrov. Das PhilharmonischeOrchester HeidelbergDas Klavier-Duo Genova & Dimitrov. Foto: Irène Zandelspielt unter der Leitung von John Carewe,der unter anderem Chefdirigentdes BBC Orchesters in Cardiffsowie GMD in Chemnitz war. Careweleitet zahlreiche internationaleOrchester und ist Jurymitglied beimrenommierten Gustav-Mahler-Dirigierwettbewerb.> 2. Philharmonisches Konzert, 16.Oktober, 20 Uhr, Stadthalle.NOCH KEIN ABO?Schon etwas verrückt, oder?Garantiert bei jeder Opernpremieredabei sein oder lieber einbisschen von allem sehen, immernur dienstags oder besser am Wochenende,große Bühne oder Studioatmosphäreim Zwinger: 26verschiedene Festabonnements,sowie zahlreiche Wahl- und Geschenk-Abosbietet das Theaterund Orchester Heidelberg an.Abonnenten haben einen festenSitzplatz in häufig ausverkauftenVorstellungen. Außerdemprofitieren sie von einem vorgezogenenVorverkaufsstart monatlichbereits vier Tage vor demoffiziellen Vorverkaufsbeginn fürden Folgemonat. Mit dem Abonnentenrabattsparen sie dabei auchnoch bares Geld.Weitere Informationen gibt esan der Theaterkasse zu den Öffnungszeitendes Abobüros:Dienstag bis Freitag, 11 bis 18 Uhr;Samstag 11 bis 16 Uhr und natürlichim Internet unter www.theaterheidelberg.de.1. Familienkonzert:Die Noten im Waldsk. Spannende Fragen stellt APZahner in seiner neuen Klangwerkstatt„Waldspaziergang der Noten“im 1. Familienkonzert des PhilharmonischenOrchesters unter Leitungvon Róbert Farkas: Was passiert,wenn die Noten sich auf und davonmachen in den Wald? Soll man mitwandernund zuhören, wie es dortklingt? Wenn die Noten durchs Unterholzstreifen, am WaldesrandPause machen, dann bis tief hinein indas dunkle, geheimnisvolle Gehölzstapfen? Vielleicht werden sie unterwegsvon der Nacht überrascht??Aufregend wird es, wenn Notenplötzlich Klängen begegnen, die garkeine Noten sind. AP Zahner, Regisseur,Moderator und Autor zahlreicherFamilienkonzerte, möchtediesmal zusammen mit Kindern abacht Jahren diese und andere Rätsellösen – und mit ihnen und viel Musikauf Entdeckungsreise gehen.> 1. Familienkonzert, 13. Oktober, 11Uhr; 18. Oktober (als Schulkonzert),Marguerre-Saal.


Von Stefan KlawitterEvolution: LeidenschaftMit Werken von Wagner, Bergund Beethoven ist CorneliusMeister zurück in Heidelberg– für ein Konzert an zwei Tagen.Der erfolgreiche ehemaligeHeidelberger Generalmusikdirektorund jetzigeChefdirigent sowie KünstlerischeLeiter des ORF Radio-3. Philharmonisches Konzert mit Wagner, Berg und BeethovenSymphonieorchesters Wien,dirigiert ein delikates Programmmit zeitlosen Werkenaus Klassik, Romantik undfrüher Moderne.Als Solistin steht ihm diejunge russische SopranistinJulia Novikova zur Seite, diebereits an großen Häusern wiezum Beispiel der WienerStaatsoper, den SalzburgerFestspielen, der Berliner undHamburger Staatsoper, derWashington National Opera,der Oper Frankfurt, dem Théâtre duCapitole Toulouse und der Oper BonnTriumphe feierte.Richard Wagner komponierte1870 das seiner Frau Cosima gewidmete„Siegfried-Idyll“ – als Erinnerungan die glückliche und leidenschaftlicheZeitinTriebschen.Eineinsätziges Orchesterwerk, das nahezualle Themen aus dem dritten Teildes Zyklus „Der Ring des Nibelungen“mit dem Titel „Siegfried“ enthält.Es kann als Wagners einzigerBeitrag zur Gattung der„symphonischen Dichtung“gezählt werden.Weniger idyllischgehteszuinAlbanBergs„Lulu-Suite“ für Koloratursopranund Orchester.Der von denNazis verfemte Komponistschafft in fünfTeilen einen Einblick inseine Oper „Lulu“. Bergging es darum, viele Facettender rätselhaftenTHEATER-MAGAZIN – SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2013 15Cornelius Meister kehrt für zwei Konzerte im November ans Dirigenten-Pult in der Stadthallezurück. Foto: Rosa FrankSopranistin Julia Novikova.Foto: Margret Nündelund verführerischenGestalt Lulus darzustellen,den Mittelpunkt eines Reigensvon magisch zu ihr hingezogenenPersonen. Die fünf Sätze der Suitebilden eine Art Symphonie mit einemVokalsatz in der Mitte und einemSchluss-Adagio – Erinnerungenan den Aufbau von Gustav Mahlersgroßdimensionierten Symphonienliegen nicht fern. Die „Lulu“-Musikverfügt über die ganze Spannweitevon sinnlichen Klängen über fratzenhafteTonalität bis hin zur Beschreibunggrößten Grauens mit demdurchdringend instrumentiertenTodesakkordLulus. Dabei changiert siezwischen Zwölfton- undReihentechnik, Zirkusmusikund Modetänzender 1920er-Jahre.Noch stark an seinenVorbildern Haydn undMozart ist BeethovensSymphonie Nr. 1 C-Durop. 21 orientiert. Uraufgeführtim Jahr 1800 findetder Satz seines Mäzens,des Grafen Waldstein,Bestätigung:„Durch ununterbrochenen Fleiß erhaltenSie Mozarts Geist aus HaydnsHänden“.> 3. Philharmonisches Konzert,20./21. November, 20 Uhr, Stadthalle.Mit Cornelius Meister am Pultund der Sopranistin Julia Novikova.TreuschEin illustrerReigen1. Kammerkonzert:Streicher, Tasten, Holzbläsersk. Die beliebte Reihe der Kammerkonzerteim Alten Saal findet auchin der neuen Saison ihre Fortsetzung:Musik für Holzbläser, Streicherund Tasteninstrumente steht imProgrammzentrum des 1. Kammerkonzerts.Zu hören sind Werke vonEugène Bozza, Gioachino Rossini,Johann Friederich Fasch und MichelCorette. Ergänzt wird der illustreReigen durch Musik des polnischfranzösischenKomponisten AlexandreTansman, der in den 1940er-Jahren nach Amerika emigrierte,Filmmusik schrieb und stark vonStrawinsky beeinflusst war. DasStreichtrio in A-Dur von Hans Stähli,ehemaligem Kapellmeister amHeidelberger Theater, beschließt dasProgramm. Es spielen: Hitomi Wilkening,Sophia Brenneke, MauricioWayar Soux, Carsten Wilkening (Fagott),Mauricio Wayar Soux (Kontrafagott),Annemarie Herfurth (Klavier/Cembalo),Mayumi Hasegawa(Violine), Achim Noltze (Viola), HansSchafft (Violoncello) und Georgi Berov(Kontrabass).> 1. Kammerkonzert, 24. November,11 Uhr, Alter Saal.Traditionelle handwerkliche GoldschmiedekunstANZEIGEBewegende TrauermusikThema „Tod“ bestimmt das 1. Bachchor-Konzertsk. Das Thema „Tod“ bestimmt das1. Bachchor-Konzert in der Peterskirche.Auf den Tod von König GeorgV. von England komponierte PaulHindemith 1936 die bewegende„Trauermusik“. Das Stück für Solo-Bratsche und Streichorchester wurdeinnerhalb eines Gedächtniskonzertsder BBC gegeben – und den Solopartübernahm der Komponistselbst.Das viersätzige Werk intoniert amSchluss den Choral „Für deinenThron tret ich hiermit“ und endetversöhnlich. Die Solo-Bratsche spieltMarianne Venzago, Bratschistin desPhilharmonischen Orchesters Heidelberg.Neben Bachs „h-Moll-Messe“und Beethovens „Missa solemnis“,ist Johannes Brahms „DeutschesRequiem“ eines des bedeutendstenOratorien der sakralen Literaturund bildet das zentrale Werkdes Abends.Yordan Kamdzhalov dirigiert denBachchor Heidelberg und das PhilharmonischeOrchester Heidelberg.> 1. Bachchor-Konzert, 9. November,19 Uhr, Peterskirche.Das hier abgebildete Collier aus 20 Aquamarinen mit 20 Zwischenteilen aus Platin,ausgefasst mit 447 Brillanten von 4,47 carat von feinster Qualität, wurde vonDr. Carl Ludwig Fuchs – Sachverständiger für Schmuck beim Bayerischen Fernsehen– begutachtet und als bedeutendes Beispiel für handwerkliche deutscheGoldschmiedekunst des 21. Jahrhunderts eingestuft.Entworfen von Dieter Treusch und in unserer Werkstatt angefertigt.Die Aquamarin-Kristalle wurden von einem Künstler und Edelsteinschleifer inBrasilien geschliffen.Juwelier Dieter Treusch · Gold- und Silberschmiedekunst69117 Heidelberg, Friedrich-Ebert-Anlage 15, Telefon 0 62 21 / 6 54 87 77Öffnungszeiten: Di.–Fr. 10– 18 Uhr, Sa. 10–13 Uhr, montags geschlossen

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