Flibach - IBU - Institut für Bau und Umwelt - HSR Hochschule für ...

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Flibach - IBU - Institut für Bau und Umwelt - HSR Hochschule für ...

IBU Institut für Bau und UmweltOberseestrasse 10, 8640 RapperswilTel. 055 222 49 27, Fax 055 222 44 00ibu@hsr.ch, www.ibu.hsr.chFlibachHydraulische ModelluntersuchungAusgangslageMethodikLangandauernde Niederschläge führten am23. Mai 1999 zu einem Hangrutsch im Einzugsgebietdes Flibachs. Im Nachgang kames zu mehreren Murgängen, wodurch vielFeinmaterial im Flibach transportiert wurde.Wegen des kleineren Gefälles im unteren Abschnittsetzte sich dieses Feinmaterial in derBachschale ab, was zu einem Ausufern des Flibachsim Siedlungsgebiet von Weesen führte.Bei jedem grösseren geschiebeführenden Abflussmuss mit Beschädigungen am Gerinnegerechnet werden. Die heutige, über hundertjährigeBachauskleidung ist baufällig undmuss umfassend saniert werden.Der obere Abschnitt des Sanierungsprojekteswurde im hydraulischen Modellversuch untersuchtund optimiert. Die Ziele der Modelluntersuchungenlauten wie folgt:• Stabilität der Blockrampen• Einbindetiefe Uferblocksatz• Optimierung Blockrampengeometrie• Einfluss von Schwemmholz auf dieBlockrampen und Verklausungsgefahr beider Kantonsstrassenbrücke• Untersuchung Stosswellenbildung und allfälligeResonanzen im schiessenden Abfluss• Klärung morphologischer Detailfragen• Funktionalität und Kapazität des Geschiebeablagerungsplatzes.Das hydraulische Modell im Massstab 1:50umfasst den Abschnitt des Flibachs zwischendem letzten Absturzbauwerk und der Kantonsstrassenbrücke.Das Ingenieurbüro Niederer + Pozzi UmweltAG in Uznach hat im Auftrag der GemeindeWeesen das Hochwasserereignis analysiertund ein Gesamtkonzept zur Sanierung undRenaturierung des Flibachs ausgearbeitet.Das gradlinige Bachprofil wird neu in der Situationleicht geschwungen geführt und imLängsprofil ist eine Abfolge von Blockrampenzur Stabilisierung der Sohle geplant. Durch dieAbnahme des Gefälles im unteren, flacherenTeil des Flibachs vor der Mündung in den Walenseeist die Geschiebetransportkapazität ungenügend.Daher soll oberhalb des Siedlungsgebietesdas Geschiebe aufgefangen werden.Im hydraulischen Modell wurden die Blockrampen undder Geschiebeablagerungsplatz untersucht.EIN INSTITUT DERHSRHOCHSCHULE FÜR TECHNIKRAPPERSWILwww.hsr.ch/forschungGeschiebeablagerungsplatz im hydraulischen Modell.Mit Schwemmholzversuchen wurde die Verklausungsgefahrbei der Kantonsstrassenbrücke untersucht.


IBU Institut für Bau und UmweltOberseestrasse 10, 8640 RapperswilTel. 055 222 49 27, Fax 055 222 44 00ibu@hsr.ch, www.ibu.hsr.chLösungDurch die Modelluntersuchung konnte dieoptimale Geometrie der einzelnen Blockrampenbestimmt und die Stabilität nachgewiesenwerden. Um die Tiefenerosion am Rampenfusszu begrenzen, muss ein wannenförmiger Kolkschutzangeordnet werden. Die Strecke zwischenzwei Blockrampen besteht aus normalemFlibachsohlenmaterial. Die Uferböschungenentlang des Bachlaufs müssen mit einemBlocksatz geschützt werden. Die notwendigeEinbindetiefe und die Grössen der einzelnenBlöcke wurden im Modellversuch bestimmt.Mit Ganglinienversuchen konnte der Auflandungsprozessim Geschiebeablagerungsplatzbeobachtet werden. Das mitgeführte Geschiebewird dort fächerförmig deponiert undes bildet sich ein Schwemmkegel. Durch denAblagerungsvorgang des Geschiebes wird dieHauptströmung immer wieder umgelenkt undes können sich konzentrierte Strömungsverhältnisseeinstellen. Es konnte gezeigt werden, dassein Grossteil des mitgeführten Geschiebes imGeschiebeablagerungsplatz abgelagert wird.Flibach im hydraulischen Modell.Flibach nach dem Bau der Blockrampen.Weiter wurde die Verklausungsgefahr beider Kantonsstrassenbrücke infolge vonSchwemm holz untersucht. Die Gefahr einerVerklausung bei der Kantonsstrassenbrücke istals gering einzustufen. Es kann davon ausgegangenwerden, dass kaum grössere MengenSchwemmholz durch den Geschiebesammler«Mietsack» und den Geschiebeablagerungsplatz«Schlifeli» transportiert werden.Flibach während einem Gewitterereignis.EIN INSTITUT DERHSRHOCHSCHULE FÜR TECHNIKRAPPERSWILwww.hsr.ch/forschungAuftraggeberGemeinde WeesenProjektdauer Juli 2003 - Juli 2004ProjektbearbeitungFachstelle Wasserbau

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