Verkaufsprospekt - Siemens Financial Services GmbH - Siemens AG

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Verkaufsprospekt - Siemens Financial Services GmbH - Siemens AG

Siemens Fonds Invest GmbHVerkaufsprospekt undAnlagebedingungenSiemens Weltinvest AktienStand: 12. Dezember 2013


InhaltsverzeichnisSiemens Weltinvest Aktien060606060707070707070808080910101010101111111111111111111212121313131313131414141414141415151515151516161616I. Verkaufsprospekt1. Hinweis zum Verkaufsprospekt1.1 Anlagebeschränkungen für US-Personen2. Wichtigste rechtliche Auswirkungen der Vertragsbeziehung3. Grundlagen3.1 Das Sondervermögen (der Fonds)3.2 Verkaufsunterlagen und Offenlegung von Informationen3.3 Anlagebedingungen und deren Änderungen4. Verwaltungsgesellschaft4.1 Firma, Rechtsform und Sitz4.2 Geschäftsführung und Aufsichtsrat4.3 Eigenkapital und zusätzliche Eigenmittel5. Verwahrstelle5.1 Haftung der Verwahrstelle6. Risikohinweise6.1 Risiken einer Fondsanlage6.1.1 Schwankung des Fondsanteilwerts6.1.2 Beeinflussung des individuellen Ergebnisses durch steuerliche Aspekte6.1.3 Aussetzung der Anteilrücknahme6.1.4 Änderung der Anlagepolitik oder der Anlagebedingungen6.1.5 Auflösung des Fonds6.1.6 Übertragung aller Vermögensgegenstände des Fonds auf einen anderen Investmentfonds(Verschmelzung)6.1.7 Rentabilität und Erfüllung der Anlageziele des Anlegers6.2 Risiken der negativen Wertentwicklung des Fonds (Marktrisiko)6.2.1 Wertveränderungsrisiken6.2.2 Kapitalmarktrisiko6.2.3 Kursänderungsrisiko von Aktien6.2.4 Zinsänderungsrisiko6.2.5 Kursänderungsrisiko von Wandel- und Optionsanleihen6.2.6 Risiken im Zusammenhang mit Derivatgeschäften6.2.7 Risiken bei Wertpapier-Darlehensgeschäften6.2.8 Risiken bei Pensionsgeschäften6.2.9 Risiken im Zusammenhang mit dem Empfang von Sicherheiten6.2.10 Risiko bei Verbriefungspositionen ohne Selbstbehalt6.2.11 Inflationsrisiko6.2.12 Währungsrisiko6.2.13 Konzentrationsrisiko6.2.14 Risiken im Zusammenhang mit der Investition in Investmentanteile6.2.15 Risiken aus dem Anlagespektrum6.3 Risiken der eingeschränkten oder erhöhten Liquidität des Fonds (Liquiditätsrisiko)6.3.1 Risiko aus der Anlage in Vermögensgegenstände6.3.2 Risiko durch Finanzierungsliquidität6.3.3 Risiken durch vermehrte Rückgaben oder Zeichnungen6.3.4 Risiko bei Feiertagen in bestimmten Regionen/Ländern6.3.5 Kontrahentenrisiko inklusive Kredit- und Forderungsrisiko6.3.6 Adressenausfallrisiko / Gegenpartei-Risiken (außerzentrale Kontrahenten)6.3.7 Risiko durch zentrale Kontrahenten6.3.8 Adressenausfallrisiken bei Pensionsgeschäften6.3.9 Adressenausfallrisiken bei Wertpapier-Darlehensgeschäften6.4 Operationelle und sonstige Risiken des Fonds6.4.1 Risiken durch kriminelle Handlungen, Missstände oder Naturkatastrophen6.4.2 Länder- oder Transferrisiko6.4.3 Rechtliche und politische Risiken2


InhaltsverzeichnisSiemens Weltinvest Aktien161617171717171717171818202020202020202121222223232323232424242424252525252525252525262626262626262626276.4.4 Änderung der steuerlichen Rahmenbedingungen, steuerliches Risiko6.4.5 Schlüsselpersonenrisiko6.4.6 Verwahrrisiko6.4.7 Risiken aus Handels- und Clearingmechanismen (Abwicklungsrisiko)7. Erläuterung des Risikoprofils des Fonds8. Erhöhte Volatilität9. Profil des typischen Anlegers10. Anlageziele, -strategie, -grundsätze und -grenzen10.1 Anlageziel und -strategie10.2 Vermögensgegenstände10.2.1 Wertpapiere10.2.2 Geldmarktinstrumente10.2.3 Bankguthaben10.2.3 Anlagegrenzen für Wertpapiere und Geldmarktinstrumente auch unter Einsatz von Derivatensowie Bankguthaben10.2.3.1 Allgemeine Anlagegrenzen10.2.3.2 Anlagegrenzen für Geldmarktinstrumente10.2.3.3 Anlagegrenze für Schuldverschreibungen mit besonderer Deckungsmasse10.2.3.4 Anlagegrenzen für öffentliche Emittenten10.2.3.5 Anlagegrenzen für Bankguthaben10.2.3.6 Kombination von Anlagegrenzen10.2.4 Sonstige Vermögensgegenstände und deren Anlagegrenzen10.2.5 Investmentanteile10.2.6 Derivate10.2.6.1 Terminkontrakte10.2.6.2 Optionsgeschäfte10.2.6.3 Swaps10.2.6.4 Swaptions10.2.6.5 Credit Default Swaps10.2.6.6 In Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente10.2.6.7 OTC-Derivatgeschäfte10.2.7 Wertpapier-Darlehensgeschäfte10.2.8 Pensionsgeschäfte10.3 Sicherheitenstrategie10.3.1 Arten der zulässigen Sicherheiten10.3.2 Umfang der Besicherung10.3.3 Strategie für Abschläge der Bewertung (Haircut-Strategie)10.4 Kreditaufnahme10.5 Hebelwirkung (Leverage)10.6 Bewertung10.6.1 Allgemeine Regeln für die Vermögensbewertung10.6.1.1 An einer Börse zugelassene/an einem organisierten Markt gehandelte Vermögensgegenstände10.6.1.2 Nicht an Börsen notierte oder an organisierten Märkten gehandelte Vermögensgegenständeoder Vermögensgegenstände ohne handelbaren Kurs10.6.2 Besondere Regeln für die Bewertung einzelner Vermögensgegenstände10.6.2.1 Nichtnotierte Schuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen10.6.2.2 Optionsrechte und Terminkontrakte10.6.2.3 Bankguthaben, Festgelder, Investmentanteile und Darlehen10.6.2.4 Auf ausländische Währung lautende Vermögensgegenstände10.7 Teilinvestmentvermögen11. Anteile11.1 Ausgabe und Rücknahme von Anteilen11.1.1 Ausgabe von Anteilen11.1.2 Rücknahme von Anteilen11.1.3 Abrechnung bei Anteilausgabe und -rücknahme3


InhaltsverzeichnisSiemens Weltinvest Aktien2728282828282929292929303030303030313131323233333334343435353535363636363737373737373838383939393911.1.4 Aussetzung der Anteilrücknahme11.2 Liquiditätsmanagement11.3 Börsen und Märkte11.4 Faire Behandlung der Anleger und Anteilklassen11.5 Ausgabe- und Rücknahmepreis11.6 Aussetzung der Errechnung des Ausgabe und Rücknahmepreises11.7 Ausgabeaufschlag11.8 Rücknahmeabschlag11.9 Veröffentlichung der Ausgabe- und Rücknahmepreise11.10 Kosten11.10.1 Kosten bei Ausgabe und Rücknahme der Anteile11.10.2 Verwaltungs- und sonstige Kosten11.11 Besonderheiten beim Erwerb von Investmentanteilen11.12 Gesamtkostenquote12. Wertentwicklung, Ermittlung und Verwendung der Erträge, Geschäftsjahr12.1 Wertentwicklung12.2 Ermittlung der Erträge. Ertragsausgleichsverfahren12.3 Ertragsverwendung und Geschäftsjahr13. Auflösung und Verschmelzung des Fonds13.1 Voraussetzungen für die Auflösung des Fonds13.2 Verfahren bei Auflösung des Fonds13.3 Voraussetzungen für die Verschmelzung des Fonds13.4 Rechte der Anleger bei der Verschmelzung des Fonds13.5 Auslagerung14. Interessenskonflikte15. Kurzangaben über steuerrechtliche Vorschriften15.1 Anteile im Privatvermögen (Steuerinländer)15.1.1 Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren, Gewinne aus Termingeschäften und Erträge ausStillhalterprämien15.1.2 Zinsen, Dividenden und sonstige Erträge15.1.3 Negative steuerliche Erträge15.1.4 Substanzauskehrungen15.1.5 Veräußerungsgewinne auf Anlegerebene15.2 Anteile im Betriebsvermögen (Steuerinländer)15.2.1 Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren, Gewinne aus Termingeschäften und Erträge ausStillhalterprämien15.2.2 Zinsen und zinsähnliche Erträge15.2.3 In- und ausländische Dividenden15.2.4 Negative steuerliche Erträge15.2.5 Substanzauskehrungen15.2.6 Veräußerungsgewinne auf Anlegerebene15.3 Steuerausländer15.4 Solidaritätszuschlag15.5 Kirchensteuer15.6 Ausländische Quellensteuer15.7 Ertragsausgleich15.8 Gesonderte Feststellung, Außenprüfung15.9 Zwischengewinnbesteuerung15.10 Folgen der Verschmelzung von Sondervermögen15.11 Transparente, semitransparente und intransparente Besteuerung15.12 EU-Zinsrichtlinie/Zinsinformationsverordnung16. Wirtschaftsprüfer17. Dienstleister18. Zahlungen an die Anleger / Verbreitung der Berichte und sonstige Informationen19. Weitere von der Gesellschaft verwaltete Investmentvermögen4


InhaltsverzeichnisSiemens Weltinvest Aktien393939404120. Recht des Käufers zum Widerruf20.1 Widerrufsbelehrung20.1.1 Widerrufsrecht20.1.2 WiderrufsfolgenII. Anlagebedingungen5


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest AktienI. VERKAUFSPROSPEKT1. Hinweis zum VerkaufsprospektDer Kauf und Verkauf von Anteilen an dem SondervermögenSiemens Weltinvest Aktien erfolgt auf Basis desVerkaufsprospekts, der wesentlichen Anlegerinformationenund der Allgemeinen Anlagebedingungen inVerbindung mit den Besonderen Anlagebedingungenin der jeweils geltenden Fassung. Die AllgemeinenAnlagebedingungen und die Besonderen Anlagebedingungensind im Anschluss an diesen Verkaufsprospektab Seite 41 abgedruckt.Der Verkaufsprospekt ist dem am Erwerb eines Anteilsan dem Siemens Weltinvest Aktien interessierten zusammenmit dem letzten veröffentlichten Jahresberichtsowie dem gegebenenfalls nach dem Jahresbericht veröffentlichtemHalbjahresbericht auf Verlangen kostenloszur Verfügung zu stellen. Daneben sind ihm die wesentlichenAnlegerinformationen rechtzeitig vor Vertragsschlusskostenlos zur Verfügung zu stellen.Von dem Verkaufsprospekt abweichende Auskünfte oderErklärungen dürfen nicht abgegeben werden. Jeder Kaufund Verkauf von Anteilen auf der Basis von Auskünftenoder Erklärungen, welche nicht in dem Verkaufsprospektbeziehungsweise in den wesentlichen Anlegerinformationenenthalten sind, erfolgt ausschließlich auf Risiko desKäufers. Der Verkaufsprospekt wird ergänzt durch den jeweilsletzten Jahresbericht und dem gegebenenfalls nachdem Jahresbericht veröffentlichten Halbjahresbericht.1.1 Anlagebeschränkungen für US-PersonenDie Siemens Fonds Invest GmbH und der Siemens WeltinvestAktien sind und werden nicht gemäß dem UnitedStates Investment Company Act von 1940 in seinergültigen Fassung registriert. Die Anteile des Fonds sindund werden nicht gemäß dem United States SecuritiesAct von 1933 in seiner gültigen Fassung oder nach denWertpapiergesetzen eines Bundesstaates der VereinigtenStaaten von Amerika registriert. Anteile des SiemensWeltinvest Aktien dürfen weder in den VereinigtenStaaten noch einer US-Person oder auf deren Rechnungangeboten oder verkauft werden. Antragsteller müssengegebenenfalls darlegen, dass sie keine US-Person sindund Anteile weder im Auftrag von US-Personen erwerbennoch an US-Personen weiterveräußern. US-Personensind Personen, die Staatsangehörige der USA sind oderdort ihren Wohnsitz haben und/oder dort steuerpflichtigsind. US-Personen können auch Personen- oder Kapitalgesellschaftensein, die gemäß den Gesetzen der USAbeziehungsweise eines US-Bundesstaats, Territoriumsoder einer US-Besitzung gegründet werden.2. Wichtigste rechtliche Auswirkungen der VertragsbeziehungDurch den Erwerb der Anteile wird der Anleger Miteigentümerder vom Siemens Weltinvest Aktien gehaltenenVermögensgegenstände nach Bruchteilen. Er kann über dieVermögensgegenstände nicht verfügen. Mit den Anteilensind keine Stimmrechte verbunden.Dem Vertragsverhältnis zwischen Siemens Fonds InvestGmbH und Anleger sowie den vorvertraglichen Beziehungenwird deutsches Recht zugrunde gelegt. Der Sitz derSiemens Fonds Invest GmbH ist Gerichtsstand für Streitigkeitenaus dem Vertragsverhältnis, sofern der Anlegerkeinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat. SämtlicheVeröffentlichungen und Werbeschriften sind in deutscherSprache abgefasst oder mit einer deutschen Übersetzungversehen. Die Siemens Fonds Invest GmbH wird ferner diegesamte Kommunikation mit ihren Anlegern in deutscherSprache führen.Bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit Vorschriftendes Kapitalanlagegesetzbuchs können Verbraucher die„Ombudsstelle für Investmentfonds“ des BundesverbandInvestment und Asset Management e.V. (nachfolgend „BVI“)anrufen. Das Recht, die Gerichte anzurufen, bleibt hiervonunberührt.Die Kontaktdaten der „Ombudsstelle für Investmentfonds“des BVI lauten:Büro der OmbudsstelleBVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.Unter den Linden 4210117 BerlinTelefon: 030 6449046-0Telefax: 030 6449046-29E-Mail: info@ombudsstelle-investmentfonds.dewww.ombudsstelle-investmentfonds.deBei Streitigkeiten aus der Anwendung der Vorschriften desBürgerlichen Gesetzbuches, betreffend Fernabsatzverträgeüber Finanzdienstleistungen, können sich die Beteiligtenauch an die Schlichtungsstelle der Deutschen Bundesbankwenden. Das Recht, die Gerichte anzurufen, bleibt hiervonunberührt.Die Kontaktdaten lauten:Schlichtungsstelle der Deutschen BundesbankPostfach 11 12 3260047 FrankfurtTelefon: 069 2388-1907 oder -1906Telefax: 069 2388-1919E-Mail: schlichtung@bundesbank.de6


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien3. Grundlagen3.1 Das Sondervermögen (der Fonds)Das Sondervermögen Siemens Weltinvest Aktien (nachfolgend„Fonds“) ist ein Organismus für gemeinsame Anlagen,der von einer Anzahl von Anlegern Kapital einsammelt,um es gemäß einer festgelegten Anlagestrategie zumNutzen dieser Anleger zu investieren. Der Fonds ist einInvestmentvermögen gemäß der Richtlinie 2009/65/EG desEuropäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriftenbetreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagenin Wertpapieren (nachfolgend „OGAW“) im Sinne desKapitalanlagegesetzbuchs (nachfolgend „KAGB“). Er wirdvon der Siemens Fonds Invest GmbH (nachfolgend „Gesellschaft“)verwaltet. Der Siemens Weltinvest Aktien wurde am01.04.2000 für unbestimmte Dauer aufgelegt.Die Gesellschaft legt das bei ihr eingelegte Kapital im eigenenNamen für gemeinschaftliche Rechnung der Anlegernach dem Grundsatz der Risikomischung in den nach demKAGB zugelassenen Vermögensgegenständen gesondertvom eigenen Vermögen in Form von Sondervermögen an.In welche Vermögensgegenstände die Gesellschaft dieGelder der Anleger anlegen darf und welche Bestimmungensie dabei zu beachten hat, ergibt sich aus dem KAGB, dendazugehörigen Verordnungen und den Anlagebedingungen,die das Rechtsverhältnis zwischen den Anlegern und der Gesellschaftregeln. Die Anlagebedingungen umfassen einenAllgemeinen und einen Besonderen Teil („Allgemeine Anlagebedingungen”und „Besondere Anlagebedingungen”).Anlagebedingungen für ein Publikums-Investmentvermögenmüssen vor deren Verwendung von der Bundesanstalt fürFinanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) genehmigt werden.Der Fonds gehört nicht zur Insolvenzmasse der Gesellschaft.3.2 Verkaufsunterlagen und Offenlegung vonInformationenDer Verkaufsprospekt, die wesentlichen Anlegerinformationen,die Anlagebedingungen sowie die aktuellen JahresundHalbjahresberichte sind kostenlos erhältlich bei SiemensFonds Invest GmbH, Otto-Hahn-Ring 6, 81739 München,Telefon 089 636-35222 oder auf der Homepage der Gesellschaftwww.siemens.de/publikumsfonds.Zusätzliche Informationen über die Anlagegrenzen desRisikomanagements dieses Fonds, die Risikomanagementmethodenund die jüngsten Entwicklungen bei den Risikenund Renditen der wichtigsten Kategorien von Vermögensgegenständensind mittels der wesentlichen Anlegerinformationen(KID), in elektronischer oder schriftlicher Form beiSiemens Fonds Invest GmbH, Otto-Hahn-Ring 6,81739 München, Telefon 089 636-35222 oder auf derHomepage der Gesellschaft www.siemens.de/publikumsfondserhältlich.3.3 Anlagebedingungen und deren ÄnderungenDie Anlagebedingungen sind im Anschluss an diesenVerkaufsprospekt in dieser Unterlage abgedruckt. DieAnlagebedingungen können von der Gesellschaft geändertwerden. Änderungen der Anlagebedingungen bedürfen derGenehmigung durch die BaFin. Änderungen der Anlagegrundsätzedes Fonds bedürfen zusätzlich der Zustimmungdurch den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Änderungen derAnlagegrundsätze des Fonds sind nur unter der Bedingungzulässig, dass die Gesellschaft den Anlegern anbietet, ihreAnteile entweder ohne weitere Kosten vor dem Inkrafttretender Änderungen zurückzunehmen oder ihre Anteile gegenAnteile an Investmentvermögen mit vergleichbaren Anlagegrundsätzenkostenlos umzutauschen, sofern derartigeInvestmentvermögen von der Gesellschaft oder einem anderenUnternehmen aus ihrem Konzern verwaltet werden.Die vorgesehenen Änderungen werden im Bundesanzeigerund darüber hinaus auf der Internetseite www.siemens.de/publikumsfonds bekannt gemacht. Wenn die ÄnderungenVergütungen und Aufwandserstattungen, die aus demFonds entnommen werden dürfen oder die Anlagegrundsätzedes Fonds oder wesentliche Anlegerrechte betreffen,werden die Anleger außerdem über ihre depotführendenStellen in Papierform oder elektronischer Form (sogenannterdauerhafter Datenträger) informiert. Diese Informationumfasst die wesentlichen Inhalte der geplanten Änderungen,ihre Hintergründe, die Rechte der Anleger in Zusammenhangmit der Änderung sowie einen Hinweis darauf, wound wie weitere Informationen erlangt werden können.Die Änderungen treten frühestens am Tage nach ihrerBekanntmachung in Kraft. Änderungen von Regelungenzu den Vergütungen und Aufwendungserstattungen tretenfrühestens drei Monate nach ihrer Bekanntmachung inKraft, wenn nicht mit Zustimmung der BaFin ein frühererZeitpunkt bestimmt wurde. Änderungen der bisherigen Anlagegrundsätzedes Fonds treten ebenfalls frühestens dreiMonate nach Bekanntmachung in Kraft.4. Verwaltungsgesellschaft4.1 Firma, Rechtsform und SitzDie Gesellschaft wurde am 08.03.2004 gegründet undübernahm am 01.04.2005 das Wertpapierfondsgeschäftund die Firmierung der seit dem 22.10.1992 bestehendenSiemens Kapitalanlagegesellschaft mbH mit dem Sitz inMünchen. Seit dem 16.07.2013 firmiert die Gesellschaftunter Siemens Fonds Invest GmbH. Die Gesellschaft hatihren Sitz in München und die Rechtsform einer Gesellschaftmit beschränkter Haftung (GmbH). Die Gesellschaft hat eineErlaubnis als Kapitalanlagegesellschaft nach dem Investmentgesetz(InvG). Sie darf inländische Investmentvermögenverwalten sowie individuelle Vermögensverwaltungbetreiben.7


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest AktienDie BaFin hat der Gesellschaft noch keine Erlaubnis als Kapitalverwaltungsgesellschaftnach dem Kapitalanlagegesetzbuch(KAGB) erteilt. Im Rahmen ihrer bisherigen Erlaubnisund unter Einhaltung der rechtlichen Anforderungen darfdie Gesellschaft bereits vor Erlaubniserteilung neue Fondsauflegen und vertreiben.Die Firma der Gesellschaft lautet Siemens Fonds InvestGmbH. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München.4.2 Geschäftsführung und AufsichtsratNähere Angaben über die Geschäftsführung und die Zusammensetzungdes Aufsichtsrates finden Sie am Schluss desVerkaufsprospekts.4.3 Eigenkapital und zusätzliche EigenmittelDie Gesellschaft hat ein Grundkapital in Höhe von €3.000.000. Das haftende Eigenkapital der Gesellschaftbeträgt € 6.930.000 (Stand: 30.09.2013).Die Gesellschaft hat die Berufshaftungsrisiken, die sichdurch die Verwaltung von Investmentvermögen ergeben,die nicht der OGAW-Richtlinie entsprechen, sogenanntealternativen Investmentvermögen (nachfolgend „AIF“) undauf berufliche Fahrlässigkeit ihrer Organe oder Mitarbeiterzurückzuführen sind, abgedeckt durch Eigenmittel in Höhevon wenigstens 0,01 Prozent des Werts der Portfolios allerverwalteten AIF, wobei dieser Betrag jährlich überprüft undangepasst wird. Diese Eigenmittel sind von dem angegebenenKapital umfasst.5. VerwahrstelleDas KAGB sieht eine Trennung der Verwaltung und der Verwahrungvon Sondervermögen vor.Die Verwahrstelle ist ein Kreditinstitut und verwahrt dieVermögensgegenstände in Sperrdepots beziehungsweiseauf Sperrkonten und überwacht, ob die Verfügungen derGesellschaft über die Vermögensgegenstände den Vorschriftendes KAGB und den Anlagebedingungen entsprechen.Die Anlage von Vermögensgegenständen in Bankguthabenbei einem anderen Kreditinstitut sowie Verfügungenüber solche Bankguthaben sind nur mit Zustimmung derVerwahrstelle zulässig. Die Verwahrstelle muss ihre Zustimmungerteilen, wenn die Anlage beziehungsweise Verfügungmit den Anlagebedingungen und den Vorschriften desKAGB vereinbar ist.Daneben hat die Verwahrstelle insbesondere folgendeAufgaben:• Ausgabe und Rücknahme der Anteile des Fonds,• Sicherzustellen, dass die Ausgabe und Rücknahme derAnteile sowie die Anteilwertermittlung den Vorschriften desKAGB und den Anlagebedingungen des Fonds entsprechen,• Sicherzustellen, dass bei den für gemeinschaftliche Rechnungder Anleger getätigten Geschäften der Gegenwertinnerhalb der üblichen Fristen in ihre Verwahrung gelangt,• Sicherzustellen, dass die Erträge des Fonds nach denVorschriften des KAGB und nach den Anlagebedingungenverwendet werden,• Überwachung von Kreditaufnahmen durch die Gesellschaftfür Rechnung des Fonds sowie gegebenenfallsZustimmung zur Kreditaufnahme,• Sicherzustellen, dass Sicherheiten für Wertpapierdarlehenrechtswirksam bestellt und jederzeit vorhanden sind.UnterverwahrungDie folgenden Informationen hat die Gesellschaft von derVerwahrstelle mitgeteilt bekommen. Die Gesellschaft hatdie Informationen auf Plausibilität geprüft. Sie ist jedochauf Zulieferung der Informationen durch die Verwahrstelleangewiesen und kann die Richtigkeit und Vollständigkeit imEinzelnen nicht überprüfen.Die Verwahrstelle hat die folgenden Verwahraufgaben aufein anderes Unternehmen (Unterverwahrer) übertragen:• Die Verwahrung der in den jeweiligen Ländern für Rechnungdes Fonds gehaltenen Vermögensgegenstände erfolgtdurch:Land / MärkteArgentinaAustraliaAustriaBahrainBangladeshBelgiumBermudaBotswanaBrazilBulgariaCanadaCayman IslandsChannel IslandsChileChina ShanghaiChina ShenzhenColombiaCyprusCzech RepublicDenmarkEgyptEstoniaEuromarketEuromarketUnterverwahrerCitibank, N.A.National Australia Bank LtdUniCredit Bank Austria AGHSBCStandard Chartered BankCitibank International PlcHSBC Bank Bermuda LimitedStanbic Bank Botswana LimitedCitibank, N.A.ING Bank N.V.CIBC Mellon Trust CompanyThe Bank of New York MellonThe Bank of New York MellonBanco ItaúHSBC Bank (China) Company LimitedHSBC Bank (China) Company LimitedCititrust Colombia S.A.BNP Paribas Securities Services,AthensING Bank N.V.Skandinaviska Enskilda Banken,Copenhagen branchHSBC Bank Egypt SAESkandinaviska Enskilda Banken ABClearstream Banking LuxembourgEuroclear Bank8


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest AktienFinlandFranceGermanyGhanaGreeceHong KongHungaryIndiaIndonesiaIrelandIsraelItalyJapanJordanKazakhstanKenyaKuwaitLatviaLebanonLithuaniaLuxembourgMalaysiaMaltaMauritiusMexicoMoroccoNamibiaNetherlandsNew ZealandNigeriaNorwayOmanPakistanPeruPhilippinesPolandPortugalQatarRomaniaRussiaSaudi ArabiaSerbiaSingaporeSlovak RepublicSloveniaSouth AfricaSouth KoreaSpainSri LankaSwazilandSEB HelsinkiBNP Paribas Securities ServicesThe Bank of New York Mellon SA/NVStanbic Bank Ghana LtdBNP Paribas Securities Services,AthensHSBC Ltd.ING Bank N.V.Deutsche Bank AGDeutsche Bank AGThe Bank of New York MellonBank Hapoalim B.M.Intesa Sanpaolo S.p.A.Mizuho Corporate Bank / The Bank ofTokyo – Mitsubishi UFJ Ltd.HSBCHSBCCFC Stanbic Bank LimitedHSBCSkandinaviska Enskilda Banken ABHSBCSkandinaviska Enskilda Banken ABEuroclearHSBC Bank Malaysia BerhadHSBC Bank Malta PlcHSBC Ltd.Banco Nacional de México S.A.(Banamex S.A.)Citibank MaghrebStandard Bank Namibia LimitedThe Bank of New York Mellon SA/NVNational Australia Bank LtdStanbic IBTC Plc NigeriaSkandinaviska Enskilda Banken,Oslo branchHSBCDeutsche Bank AGCitibank del Perú S.A.HSBC Ltd.ING Bank Slaski S.A.Citibank International Plc,Sucursal em PortugalHSBCING Bank N.V.ZAO Citibank MoscowHSBC Saudi Arabia LimitedUniCredit Bank Serbia JSCDBS Bank LtdING Bank N.V.UniCredit Banka Slovenija d.d.Standard Bank of South Africa LimitedHSBC Ltd.Santander Investment, S.A.HSBC Ltd.Standard Bank Swaziland LimitedSwedenSkandinaviska Enskilda Banken ABSwitzerland UBS AGTaiwanHSBC Bank (Taiwan) Limited/StandardChartered Bank (Taiwan) Ltd.ThailandHSBC Ltd.TurkeyDeutsche Bank A.S.UgandaStanbic Bank Uganda LtdUkraineING Bank UkraineUnited Arab Emirates HSBCUnited Kingdom The Bank of New York Mellon /Deutsche Bank AG London(Depository and Clearing Centre)United States The Bank of New York MellonUnited States HSBC Bank, USA, N.A.(Precious Metals)VenezuelaCitibank, N.A.VietnamHSBC Bank (Vietnam) LtdZambiaStanbic Bank Zambia PlcZimbabweStanbic Bank of Zimbabwe LtdFolgende Interessenkonflikte könnten sich aus dieser Übertragungergeben:• Der Unterverwahrer The Bank of New York Mellon ist einmit der Verwahrstelle verbundenes Unternehmen. Im Hinblickauf Interessenkonflikte wird darauf hingewiesen, dassdie BNY Mellon SA/NV die BNY Mellon als Unterverwahrer(und umgekehrt) benutzt.Soweit Unterverwahrer (Drittparteien) oder deren Konzerngesellschaftenneben der Verwahrtätigkeit auch andereDienstleistungen für die BNY Mellon erbringen wird dasRisiko von Interessenkonflikten bereits dadurch minimiert,dass die betreffenden Gesellschaften/ Unternehmenseinheitendurch entsprechende vertragliche Verpflichtungen mitder BNY Mellon zu einer ordnungsgemäßen Geschäftsbesorgungverpflichtet sind. Zudem wird die BNY Mellon derGesellschaft Informationen über die Anbindung/Einschaltungvon Dritten mitteilen – und sofern eine entsprechendeVerbundenheit von eingeschalteten Dritten bekannt ist,darauf gesondert hinweisen – um auf diese Weise ein entsprechendhohes Maß an Transparenz zu schaffen.5.1 Haftung der VerwahrstelleDie Verwahrstelle ist grundsätzlich für alle Vermögensgegenstände,die von ihr oder mit ihrer Zustimmung voneiner anderen Stelle verwahrt werden, verantwortlich. ImFalle des Verlustes eines solchen Vermögensgegenstandeshaftet die Verwahrstelle gegenüber dem Fonds und dessenAnlegern, außer der Verlust ist auf Ereignisse außerhalb desEinflussbereichs der Verwahrstelle zurückzuführen oder dieVerwahrstelle hat der Gesellschaft wegen der Gefahr einesVerlustes die Veräußerung eines bestimmten Vermögensgegenstandesempfohlen und die Gesellschaft oder einvon der Gesellschaft gegebenenfalls mit der Verwaltung9


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktiendes Fonds beauftragter Dritter ist dieser Empfehlung nichtgefolgt.Für Schäden, die nicht im Verlust eines Vermögensgegenstandesbestehen, haftet die Verwahrstelle grundsätzlichnur, wenn sie ihre Verpflichtungen nach den Vorschriftendes KAGB mindestens fahrlässig nicht erfüllt hat. Soweit einVerlust, welcher nicht im Zusammenhang mit der Verwahrungeines verwahrfähigen Vermögensgegenstandes steht,durch betrügerische Handlungen eines Dritten verursachtwurde, haftet die Verwahrstelle nur, wenn die betrügerischeAbsicht aus den der Verwahrstelle durch die Gesellschaft bereitgestelltenInformationen und im Rahmen der zwischender Verwahrstelle und der Gesellschaft vereinbarten Prüfungspflichtenobjektiv erkennbar war; hiervon ausgenommensind Dritte, welche von der Verwahrstelle zur Erfüllungihrer Verwahrstellenaufgaben eingeschaltet worden sind.Firma, Rechtsform und Sitz der VerwahrstelleFür den Fonds hat das Kreditinstitut The Bank of NewYork Mellon SA/NV mit Sitz in 60311 Frankfurt am Main,Friedrich-Ebert-Anlage 49, die Funktion der Verwahrstelleübernommen. Die Verwahrstelle ist eine deutsche Zweigniederlassungeines ausländischen Kreditinstituts nach deutschemRecht. Ihre Haupttätigkeit ist das Einlagengeschäftsowie das Wertpapiergeschäft.6 RisikohinweiseVor der Entscheidung über den Kauf von Anteilen an demFonds sollten Anleger die nachfolgenden Risikohinweisezusammen mit den anderen in diesem Verkaufsprospektenthaltenen Informationen sorgfältig lesen und diese beiihrer Anlageentscheidung berücksichtigen. Der Eintritt einesoder mehrerer dieser Risiken kann für sich genommen oderzusammen mit anderen Umständen die Wertentwicklungdes Fonds beziehungsweise der im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständenachteilig beeinflussen und sich damitauch nachteilig auf den Anteilwert auswirken.Veräußert der Anleger Anteile an dem Fonds zu einemZeitpunkt, in dem die Kurse der in dem Fonds befindlichenVermögensgegenstände gegenüber dem Zeitpunkt seinesAnteilerwerbs gefallen sind, so erhält er das von ihm inden Fonds investierte Kapital nicht oder nicht vollständigzurück. Der Anleger könnte sein in den Fonds investiertesKapital teilweise oder in Einzelfällen sogar ganz verlieren.Wertzuwächse können nicht garantiert werden. Das Risikodes Anlegers ist auf die angelegte Summe beschränkt. EineNachschusspflicht über das vom Anleger investierte Kapitalhinaus besteht nicht.Neben den nachstehend oder an anderer Stelle des Verkaufsprospektsbeschriebenen Risiken und Unsicherheitenkann die Wertentwicklung des Fonds durch verschiedeneweitere Risiken und Unsicherheiten beeinträchtigt werden,die derzeit nicht bekannt sind. Die Reihenfolge, in der dienachfolgenden Risiken aufgeführt werden, enthält wedereine Aussage über die Wahrscheinlichkeit ihres Eintrittsnoch über das Ausmaß oder die Bedeutung bei Eintritteinzelner Risiken.6.1 Risiken einer FondsanlageIm Folgenden werden die Risiken dargestellt, die mit einerAnlage in einen OGAW typischerweise verbunden sind. DieseRisiken können sich nachteilig auf den Anteilwert, auf dasvom Anleger investierte Kapital sowie auf die vom Anlegergeplante Haltedauer der Fondsanlage auswirken.6.1.1 Schwankung des FondsanteilwertsDer Fondsanteilwert berechnet sich aus dem Wert desFonds, geteilt durch die Anzahl der in den Verkehr gelangtenAnteile. Der Wert des Fonds entspricht dabei der Summeder Marktwerte aller Vermögensgegenstände im Fondsvermögenabzüglich der Summe der Marktwerte aller Verbindlichkeitendes Fonds. Der Fondsanteilwert ist daher von demWert der im Fonds gehaltenen Vermögensgegenstände undder Höhe der Verbindlichkeiten des Fonds abhängig. Sinktder Wert dieser Vermögensgegenstände oder steigt derWert der Verbindlichkeiten, so fällt der Fondsanteilwert.6.1.2 Beeinflussung des individuellen Ergebnisses durchsteuerliche AspekteDie steuerliche Behandlung von Kapitalerträgen hängt vonden individuellen Verhältnissen des jeweiligen Anlegersab und kann künftig Änderungen unterworfen sein. FürEinzelfragen – insbesondere unter Berücksichtigung derindividuellen steuerlichen Situation – sollte sich der Anlegeran seinen persönlichen Steuerberater wenden.6.1.3 Aussetzung der AnteilrücknahmeDie Gesellschaft darf die Rücknahme der Anteile zeitweiligaussetzen, sofern außergewöhnliche Umstände vorliegen,die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessender Anleger erforderlich erscheinen lassen. AußergewöhnlicheUmstände in diesem Sinne können zum Beispielwirtschaftliche oder politische Krisen, Rücknahmeverlangenin außergewöhnlichem Umfang sein sowie die Schließungvon Börsen oder Märkten, Handelsbeschränkungen odersonstige Faktoren, die die Ermittlung des Anteilwerts beeinträchtigen.Der Anleger kann seine Anteile während diesesZeitraums nicht zurückgeben. Auch im Fall einer Aussetzungder Anteilrücknahme kann der Anteilwert sinken; z. B. wenndie Gesellschaft gezwungen ist, Vermögensgegenständewährend der Aussetzung der Anteilrücknahme unter Verkehrswertzu veräußern. Der Anteilwert nach Wiederaufnah-10


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktienme der Anteilrücknahme kann niedriger liegen, als derjenigevor Aussetzung der Rücknahme.6.1.4 Änderung der Anlagepolitik oder der AnlagebedingungenDie Gesellschaft kann die Anlagebedingungen mit Genehmigungder BaFin ändern. Durch eine Änderung der Anlagebedingungenkönnen auch den Anleger betreffende Regelungengeändert werden. Die Gesellschaft kann etwa durcheine Änderung der Anlagebedingungen die Anlagepolitikdes Fonds ändern oder sie kann die dem Fonds zu belastendenKosten erhöhen. Die Gesellschaft kann die Anlagepolitikzudem innerhalb des gesetzlich und vertraglich zulässigenAnlagespektrums und damit ohne Änderung der Anlagebedingungenund deren Genehmigung durch die BaFinändern. Hierdurch kann sich das mit dem Fonds verbundeneRisiko verändern.6.1.5 Auflösung des FondsDer Gesellschaft steht das Recht zu, die Verwaltung desFonds zu kündigen. Die Gesellschaft kann den Fonds nachKündigung der Verwaltung ganz auflösen. Das Verfügungsrechtüber den Fonds geht nach einer Kündigungsfrist vonsechs Monaten auf die Verwahrstelle über. Für den Anlegerbesteht daher das Risiko, dass er die von ihm geplante Haltedauernicht realisieren kann. Bei dem Übergang des Fondsauf die Verwahrstelle können dem Fonds andere Steuernals deutsche Ertragssteuern belastet werden. Wenn dieFondsanteile nach Beendigung des Liquidationsverfahrensaus dem Depot des Anlegers ausgebucht werden, kann derAnleger mit Ertragssteuern belastet werden.6.1.6 Übertragung aller Vermögensgegenstände des Fondsauf einen anderen Investmentfonds (Verschmelzung)Die Gesellschaft kann sämtliche Vermögensgegenständedes Fonds auf einen anderen OGAW übertragen. Der Anlegerkann seine Anteile in diesem Fall zurückgeben, behaltenmit der Folge, dass er Anleger des übernehmenden OGAWwird oder gegen Anteile an einem offenen Publikums-Investmentvermögenmit vergleichbaren Anlagegrundsätzenumtauschen, sofern die Gesellschaft oder ein mit ihr verbundenesUnternehmen eine solches Investmentvermögenmit vergleichbaren Anlagegrundsätzen verwaltet. Dies giltgleichermaßen, wenn die Gesellschaft sämtliche Vermögensgegenständeeines anderen offenen Publikums-Investmentvermögenauf den Fonds überträgt. Der Anleger mussdaher im Rahmen der Übertragung vorzeitig eine erneuteInvestitionsentscheidung treffen. Bei einer Rückgabe derAnteile können Ertragssteuern anfallen. Bei einem Umtauschder Anteile in Anteile an einem Investmentvermögenmit vergleichbaren Anlagegrundsätzen kann der Anleger mitSteuern belastet werden.6.1.7 Rentabilität und Erfüllung der Anlageziele des AnlegersEs kann nicht garantiert werden, dass der Anleger seinengewünschten Anlageerfolg erreicht. Der Anteilwert desFonds kann fallen und zu Verlusten beim Anleger führen.Es bestehen keine Garantien der Gesellschaft oder Dritterhinsichtlich einer bestimmten Mindestzahlungszusage beiRückgabe oder eines bestimmten Anlageerfolgs des Fonds.Ein bei Erwerb von Anteilen entrichteter Ausgabeaufschlagbeziehungsweise ein bei Veräußerung von Anteilen entrichteterRücknahmeabschlag kann zudem insbesondere bei nurkurzer Anlagedauer den Erfolg einer Anlage reduzieren odersogar aufzehren. Anleger könnten einen niedrigeren als denursprünglich angelegten Betrag zurückzuerhalten.6.2 Risiken der negativen Wertentwicklung desFonds (Marktrisiko)Nachfolgend werden die Risiken dargestellt, die mit derAnlage in einzelne Vermögensgegenstände durch denFonds einhergehen. Diese Risiken können die Wertentwicklungdes Fonds beziehungsweise der im Fonds gehaltenenVermögensgegenstände beeinträchtigen und sich damitauch nachteilig auf den Anteilwert und auf das vom Anlegerinvestierte Kapital auswirken.6.2.1 WertveränderungsrisikenDie Vermögensgegenstände, in die die Gesellschaft fürRechnung des Fonds investiert, unterliegen Risiken. Sokönnen Wertverluste auftreten, indem der Marktwert derVermögensgegenstände gegenüber dem Einstandspreis fälltoder Kassa- und Terminpreise sich unterschiedlich entwickeln.6.2.2 KapitalmarktrisikoDie Kurs- oder Marktwertentwicklung von Finanzproduktenhängt insbesondere von der Entwicklung der Kapitalmärkteab, die wiederum von der allgemeinen Lage der Weltwirtschaftsowie den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungenin den jeweiligen Ländern beeinflusst wird.Auf die allgemeine Kursentwicklung insbesondere an einerBörse können auch irrationale Faktoren wie Stimmungen,Meinungen und Gerüchte einwirken. Schwankungen derKurs- und Marktwerte können auch auf Veränderungen derZinssätze, Wechselkurse oder der Bonität eines Emittentenzurückzuführen sein.6.2.3 Kursänderungsrisiko von AktienAktien unterliegen erfahrungsgemäß starken Kursschwankungenund somit auch dem Risiko von Kursrückgängen.Diese Kursschwankungen werden insbesondere durch dieEntwicklung der Gewinne des emittierenden Unternehmens11


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktiensowie die Entwicklungen der Branche und der gesamtwirtschaftlichenEntwicklung beeinflusst. Das Vertrauender Marktteilnehmer in das jeweilige Unternehmen kanndie Kursentwicklung ebenfalls beeinflussen. Dies giltinsbesondere bei Unternehmen, deren Aktien erst übereinen kürzeren Zeitraum an der Börse oder einem anderenorganisierten Markt zugelassen sind; bei diesen könnenbereits geringe Veränderungen von Prognosen zu starkenKursbewegungen führen. Ist bei einer Aktie der Anteil derfrei handelbaren, im Besitz vieler Aktionäre befindlichenAktien (sogenannter Streubesitz) niedrig, so können bereitskleinere Kauf- und Verkaufsaufträge eine starke Auswirkungauf den Marktpreis haben und damit zu höheren Kursschwankungenführen.6.2.4 ZinsänderungsrisikoMit der Investition in festverzinsliche Wertpapiere ist dieMöglichkeit verbunden, dass sich das Marktzinsniveauändert, das im Zeitpunkt der Begebung eines Wertpapiersbesteht. Steigen die Marktzinsen gegenüber den Zinsenzum Zeitpunkt der Emission, so fallen i.d.R. die Kurse derfestverzinslichen Wertpapiere. Fällt dagegen der Marktzins,so steigt der Kurs festverzinslicher Wertpapiere. DieseKursentwicklung führt dazu, dass die aktuelle Rendite desfestverzinslichen Wertpapiers in etwa dem aktuellen Marktzinsentspricht. Diese Kursschwankungen fallen jedoch jenach (Rest-)Laufzeit der festverzinslichen Wertpapiere unterschiedlichaus. Festverzinsliche Wertpapiere mit kürzerenLaufzeiten haben geringere Kursrisiken als festverzinslicheWertpapiere mit längeren Laufzeiten. Festverzinsliche Wertpapieremit kürzeren Laufzeiten haben demgegenüber inder Regel geringere Renditen als festverzinsliche Wertpapieremit längeren Laufzeiten. Geldmarktinstrumente besitzenaufgrund ihrer kurzen Laufzeit von maximal 397 Tagentendenziell geringere Kursrisiken. Daneben können sich dieZinssätze verschiedener, auf die gleiche Währung lautenderzinsbezogener Finanzinstrumente mit vergleichbarer Restlaufzeitunterschiedlich entwickeln.6.2.5 Kursänderungsrisiko von Wandel- und OptionsanleihenWandel –und Optionsanleihen verbriefen das Recht, dieAnleihe in Aktien umzutauschen oder Aktien zu erwerben.Die Entwicklung des Werts von Wandel- und Optionsanleihenist daher abhängig von der Kursentwicklung der Aktieals Basiswert. Die Risiken der Wertentwicklung der zugrundeliegenden Aktien können sich daher auch auf die Wertentwicklungder Wandel- und Optionsanleihe auswirken.Optionsanleihen, die dem Emittenten das Recht einräumendem Anleger statt der Rückzahlung eines Nominalbetragseine im Vorhinein festgelegte Anzahl von Aktien anzudienen(Reverse Convertibles), sind in verstärktem Maße von dementsprechenden Aktienkurs abhängig.6.2.6 Risiken im Zusammenhang mit DerivatgeschäftenDie Gesellschaft darf für den Fonds Derivatgeschäfteabschließen. Der Kauf und Verkauf von Optionen sowieder Abschluss von Terminkontrakten oder Swaps sind mitfolgenden Risiken verbunden:• Kursänderungen des Basiswertes können den Wert einesOptionsrechts oder Terminkontraktes vermindern. Vermindertsich der Wert bis zur Wertlosigkeit, kann die Gesellschaftgezwungen sein, die erworbenen Rechte verfallen zulassen. Durch Wertänderungen des einem Swap zugrundeliegenden Vermögenswertes kann der Fonds ebenfalls Verlusteerleiden,• Durch die Hebelwirkung von Optionen kann der Wert desFondsvermögens stärker beeinflusst werden, als dies beimunmittelbaren Erwerb der Basiswerte der Fall ist. Das Verlustrisikokann bei Abschluss des Geschäfts nicht bestimmbarsein,• Ein liquider Sekundärmarkt für ein bestimmtes Instrumentzu einem gegebenen Zeitpunkt kann fehlen. EinePosition in Derivaten kann dann unter Umständen nichtwirtschaftlich neutralisiert (geschlossen) werden,• Der Kauf von Optionen birgt das Risiko, dass die Optionnicht ausgeübt wird, weil sich die Preise der Basiswertenicht wie erwartet entwickeln, so dass die vom Fondsgezahlte Optionsprämie verfällt. Beim Verkauf von Optionenbesteht die Gefahr, dass der Fonds zur Abnahme vonVermögenswerten zu einem höheren als dem aktuellenMarktpreis oder zur Lieferung von Vermögenswerten zueinem niedrigeren als dem aktuellen Marktpreis verpflichtet.Der Fonds erleidet dann einen Verlust in Höhe der Preisdifferenzminus der eingenommenen Optionsprämie,• Bei Terminkontrakten besteht das Risiko, dass die Gesellschaftfür Rechnung des Fonds verpflichtet ist, die Differenzzwischen dem bei Abschluss zugrunde gelegten Kurs unddem Marktkurs zum Zeitpunkt der Glattstellung beziehungsweiseFälligkeit des Geschäftes zu tragen. Damit würdeder Fonds Verluste erleiden. Das Risiko des Verlusts ist beiAbschluss des Terminkontrakts nicht bestimmbar,• Der gegebenenfalls erforderliche Abschluss eines Gegengeschäfts(Glattstellung) ist mit Kosten verbunden,• Die von der Gesellschaft getroffenen Prognosen über diekünftige Entwicklung von zugrunde liegenden Vermögensgegenständen,Zinssätzen, Kursen und Devisenmärktenkönnen sich im Nachhinein als unrichtig erweisen,• Die den Derivaten zugrunde liegenden Vermögensgegenständekönnen zu einem an sich günstigen Zeitpunkt nichtgekauft beziehungsweise verkauft werden oder müssenzu einem ungünstigen Zeitpunkt gekauft beziehungsweiseverkauft werden,• Durch die Verwendung von Derivaten können potenzielleVerluste entstehen, die unter Umständen nicht vorhersehbarsind und sogar die Einschusszahlungen überschreitenkönnen.Bei außerbörslichen Geschäften, sogenannten over-the-12


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktiencounter (OTC)–Geschäfte, können folgende Risiken auftreten:• Es kann ein organisierter Markt fehlen, so dass die Gesellschaftdie für Rechnung des Fonds am OTC-Markt erworbenenFinanzinstrumente schwer oder gar nicht veräußernkann,• Der Abschluss eines Gegengeschäfts (Glattstellung) kannaufgrund der individuellen Vereinbarung schwierig, nichtmöglich oder mit erheblichen Kosten verbunden sein.6.2.7 Risiken bei Wertpapier-DarlehensgeschäftenGewährt die Gesellschaft für Rechnung des Fonds ein Darlehenüber Wertpapiere, so überträgt sie diese an einen Darlehensnehmer,der nach Beendigung des Geschäfts Wertpapierein gleicher Art, Menge und Güte zurück überträgt(Wertpapierdarlehen). Die Gesellschaft hat während der Geschäftsdauerkeine Verfügungsmöglichkeit über verlieheneWertpapiere. Verliert das Wertpapier während der Dauer desGeschäfts an Wert und die Gesellschaft will das Wertpapierinsgesamt veräußern, so muss sie das Darlehensgeschäftkündigen und den üblichen Abwicklungszyklus abwarten,wodurch ein Verlustrisiko für den Fonds entstehen kann.6.2.8 Risiken bei PensionsgeschäftenGibt die Gesellschaft Wertpapiere in Pension, so verkauft siediese und verpflichtet sich, sie gegen Aufschlag nach Endeder Laufzeit zurückzukaufen. Der zum Laufzeitende vomVerkäufer zu zahlende Rückkaufpreis nebst Aufschlag wirdbei Abschluss des Geschäftes festgelegt. Sollten die in Pensiongegebenen Wertpapiere während der Geschäftslaufzeitan Wert verlieren und die Gesellschaft sie zur Begrenzungder Wertverluste veräußern wollen, so kann sie dies nurdurch die Ausübung des vorzeitigen Kündigungsrechts tun.Die vorzeitige Kündigung des Geschäfts kann mit finanziellenEinbußen für den Fonds einhergehen. Zudem kann sichherausstellen, dass der zum Laufzeitende zu zahlende Aufschlaghöher ist als die Erträge, die die Gesellschaft durchdie Wiederanlage der erhaltenen Barmittel erwirtschaftethat.Nimmt die Gesellschaft Wertpapiere in Pension, so kauft siediese und muss sie am Ende einer Laufzeit wieder verkaufen.Der Rückkaufpreis wird bereits bei Geschäftsabschlussfestgelegt. Die in Pension genommenen Wertpapiere dienenals Sicherheiten für die Bereitstellung der Liquidität an denVertragspartner. Etwaige Wertsteigerungen der Wertpapierekommen dem Fonds nicht zugute.6.2.9 Risiken im Zusammenhang mit dem Empfang vonSicherheitenDie Gesellschaft erhält für Derivatgeschäfte, Wertpapierdarlehens-und Pensionsgeschäfte Sicherheiten. Derivate, verlieheneWertpapiere oder in Pension gegebene Wertpapierekönnen im Wert steigen. Die gestellten Sicherheiten könntendann nicht mehr ausreichen, um den Lieferungs- beziehungsweiseRückübertragungsanspruch der Gesellschaftgegenüber dem Kontrahenten in voller Höhe abzudecken.Die Gesellschaft kann Barsicherheiten auf Sperrkonten, inStaatsanleihen hoher Qualität oder in Geldmarktfonds mitkurzer Laufzeitstruktur anlegen. Das Kreditinstitut, bei demdie Bankguthaben verwahrt werden, kann jedoch ausfallen.Staatsanleihen und Geldmarktfonds können sich negativentwickeln. Bei Beendigung des Geschäfts könnten die angelegtenSicherheiten nicht mehr in voller Höhe verfügbarsein, obwohl sie von der Gesellschaft für den Fonds in derursprünglich gewährten Höhe wieder zurück gewährt werdenmüssen. Die Gesellschaft kann dann verpflichtet sein,für Rechnung des Fonds die Sicherheiten auf den gewährtenBetrag aufzustocken und somit den durch die Anlage erlittenenVerlust auszugleichen.6.2.10 Risiko bei Verbriefungspositionen ohne SelbstbehaltDer Fonds darf Wertpapiere, die Kredite verbriefen (Kreditverbriefungspositionen)und nach dem 1. Januar 2011emittiert wurden, nur noch erwerben, wenn der Kreditgebermindestens 5 Prozent des Volumens der Verbriefungals sogenannten Selbstbehalt zurückbehält und weitereVorgaben einhält. Die Gesellschaft ist daher verpflichtet,im Interesse der Anleger Maßnahmen zur Abhilfe einzuleiten,wenn Kreditverbriefungen, die nach diesem Stichtagemittiert wurden, diesen EU-Standards nicht entsprechen.Im Rahmen dieser Abhilfemaßnahmen könnte die Gesellschaftgezwungen sein, solche Kreditverbriefungspositionenzu veräußern. Aufgrund rechtlicher Vorgaben für Banken,Fondsgesellschaften und künftig möglicherweise auch fürVersicherungen besteht das Risiko, dass die Gesellschaftsolche im Fonds gehaltenen Kreditverbriefungspositionennicht oder nur unter starken Abschlägen beziehungsweisemit großer zeitlicher Verzögerung verkaufen kann.6.2.11 InflationsrisikoDie Inflation beinhaltet ein Abwertungsrisiko für alle Vermögensgegenstände.Dies gilt auch für die im Fonds gehaltenenVermögensgegenstände. Die Inflationsrate kann überdem Wertzuwachs des Fonds liegen.6.2.12 WährungsrisikoVermögenswerte des Fonds können in einer anderen Währungals der Fondswährung angelegt sein. Der Fonds erhältdie Erträge, Rückzahlungen und Erlöse aus solchen Anlagenin der anderen Währung. Fällt der Wert dieser Währunggegenüber der Fondswährung, so reduziert sich der Wertsolcher Anlagen und somit auch der Wert des Fondsvermögens.13


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien6.2.13 KonzentrationsrisikoErfolg eine Konzentration der Anlage in bestimmte Vermögensgegenständeoder Märkte, dann ist der Fonds von derEntwicklung dieser Vermögensgegenstände oder Märktebesonders stark abhängig.6.2.14 Risiken im Zusammenhang mit der Investition inInvestmentanteileDie Risiken der Anteile an anderen Investmentvermögen,deren Anteile für den Fonds erworben werden (sogenannte„Zielfonds“), stehen in engem Zusammenhang mit den Risikender in diesen Zielfonds enthaltenen Vermögensgegenständebeziehungsweise der von diesen Zielfonds verfolgtenAnlagestrategien. Da die Manager der einzelnen Zielfondsvoneinander unabhängig handeln, kann es aber auchvorkommen, dass mehrere Zielfonds gleiche oder einanderentgegengesetzte Anlagestrategien verfolgen. Hierdurchkönnen bestehende Risiken kumulieren, und eventuelleChancen können sich gegeneinander aufheben. Es ist derGesellschaft im Regelfall nicht möglich, das Managementder Zielfonds zu kontrollieren. Deren Anlageentscheidungenmüssen nicht zwingend mit den Annahmen oder Erwartungender Gesellschaft übereinstimmen. Der Gesellschaftwird die aktuelle Zusammensetzung der Zielfonds oftmalsnicht zeitnah bekannt sein. Entspricht die Zusammensetzungnicht ihren Annahmen oder Erwartungen, so kann siegegebenenfalls erst deutlich verzögert reagieren, indem sieZielfondsanteile zurückgibt.Offene Investmentvermögen, an denen der Fonds Anteileerwirbt, könnten zudem zeitweise die Rücknahme der Anteileaussetzen. Dann ist die Gesellschaft daran gehindert,die Anteile an dem Zielfonds zu veräußern, indem sie gegenAuszahlung des Rücknahmepreises bei der Verwaltungsgesellschaftoder Verwahrstelle des Zielfonds zurückgibt.6.2.15 Risiken aus dem AnlagespektrumUnter Beachtung der durch das Gesetz und die Anlagebedingungenvorgegebenen Anlagegrundsätze und -grenzen, diefür den Fonds einen sehr weiten Rahmen vorsehen, kanndie tatsächliche Anlagepolitik auch darauf ausgerichtet sein,schwerpunktmäßig Vermögensgegenstände z. B. nur wenigerBranchen, Märkte oder Regionen/Länder zu erwerben.Diese Konzentration auf wenige spezielle Anlagesektorenkann mit Risiken (z. B. Marktenge, hohe Schwankungsbreiteinnerhalb bestimmter Konjunkturzyklen) verbunden sein.Über den Inhalt der Anlagepolitik informiert der Jahresberichtnachträglich für das abgelaufene Berichtsjahr.6.3 Risiken der eingeschränkten oder erhöhtenLiquidität des Fonds (Liquiditätsrisiko)Nachfolgend werden die Risiken dargestellt, die die Liquiditätdes Fonds beeinträchtigen können. Dies kann dazuführen, dass der Fonds seinen Zahlungsverpflichtungenvorübergehend oder dauerhaft nicht nachkommen kannbeziehungsweise dass die Gesellschaft die Rückgabeverlangenvon Anlegern vorübergehend oder dauerhaft nichterfüllen kann. Der Anleger könnte gegebenenfalls die vonihm geplante Haltedauer nicht realisieren und ihm könntedas investierte Kapital oder Teile hiervon für unbestimmteZeit nicht zur Verfügung stehen. Durch die Verwirklichungder Liquiditätsrisiken könnte zudem der Nettoinventarwertdes Fonds und damit der Anteilwert sinken, etwa wenn dieGesellschaft gezwungen ist, bei entsprechender gesetzlicherZulässigkeit, Vermögensgegenstände für den Fonds unterVerkehrswert zu veräußern.6.3.1 Risiko aus der Anlage in VermögensgegenständeFür den Fonds dürfen auch Vermögensgegenstände erworbenwerden, die nicht an einer Börse zugelassen oder aneinem anderen organisierten Markt zugelassen oder in dieseneinbezogen sind. Diese Vermögensgegenstände könnengegebenenfalls nur mit hohen Preisabschlägen, zeitlicherVerzögerung oder gar nicht weiterveräußert werden. Auchan einer Börse zugelassene Vermögensgegenstände könnenabhängig von der Marktlage, dem Volumen, dem Zeitrahmenund den geplanten Kosten gegebenenfalls nicht odernur mit hohen Preisabschlägen veräußert werden. Obwohlfür den Fonds nur Vermögensgegenstände erworbenwerden dürfen, die grundsätzlich jederzeit liquidiert werdenkönnen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese zeitweiseoder dauerhaft nur unter Realisierung von Verlustenveräußert werden können.6.3.2 Risiko durch FinanzierungsliquiditätDie Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds Kredite aufnehmen.Es besteht das Risiko, dass die Gesellschaft keinenentsprechenden Kredit oder diesen nur zu wesentlich ungünstigerenKonditionen aufnehmen kann. Kredite mit einervariablen Verzinsung können sich durch steigende Zinssätzezudem negativ auswirken. Unzureichende Finanzierungsliquiditätkann sich auf die Liquidität des Fonds auswirken,mit der Folge, dass die Gesellschaft gezwungen sein kann,Vermögensgegenstände vorzeitig oder zu schlechterenKonditionen als geplant zu veräußern.6.3.3 Risiken durch vermehrte Rückgaben oder ZeichnungenDurch Kauf- und Verkaufsaufträge von Anlegern fließt demFondsvermögen Liquidität zu beziehungsweise vom FondsvermögenLiquidität ab. Die Zu- und Abflüsse können nach14


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest AktienSaldierung zu einem Nettozu- oder –abfluss der liquidenMittel des Fonds führen. Dieser Nettozu- oder –abfluss kannden Fondsmanager veranlassen, Vermögensgegenständezu kaufen oder zu verkaufen, wodurch Transaktionskostenentstehen. Dies gilt insbesondere, wenn durch die Zu- oderAbflüsse eine von der Gesellschaft für den Fonds vorgeseheneQuote liquider Mittel über- beziehungsweise unterschrittenwird. Die hierdurch entstehenden Transaktionskostenwerden dem Fondsvermögen belastet und können dieWertentwicklung des Fonds beeinträchtigen. Bei Zuflüssenkann sich eine erhöhte Fondsliquidität belastend auf dieRendite Wertentwicklung des Fonds auswirken, wenn dieGesellschaft die Mittel nicht zu adäquaten Bedingungenanlegen kann.6.3.4 Risiko bei Feiertagen in bestimmten Regionen/LändernNach der Anlagestrategie sollen Investitionen für den Fondsinsbesondere in bestimmten Regionen/Ländern getätigtwerden. Aufgrund lokaler Feiertage in diesen Regionen/Ländernkann es zu Abweichungen zwischen den Handelstagenan Börsen dieser Regionen/Länder und Bewertungstagendes Fonds kommen. Der Fonds kann möglicherweise an einemTag, der kein Bewertungstag ist, auf Marktentwicklungenin den Regionen/Ländern nicht am selben Tag reagierenoder an einem Bewertungstag, der kein Handelstag indiesen Regionen/Ländern ist, auf dem dortigen Markt nichthandeln. Hierdurch kann der Fonds gehindert sein, Vermögensgegenständein der erforderlichen Zeit zu veräußern.Dies kann die Fähigkeit des Fonds nachteilig beeinflussen,Rückgabeverlangen oder sonstigen Zahlungsverpflichtungennachzukommen.6.3.5 Kontrahentenrisiko inklusive Kredit- und ForderungsrisikoNachfolgend werden die Risiken dargestellt, die sich fürden Fonds im Rahmen einer Vertragsbindung mit eineranderen Partei (sogenannte Gegenpartei) ergeben können.Dabei besteht das Risiko, dass der Vertragspartner seinenVerpflichtungen aus dem Vertrag nicht mehr nachkommenkann. Diese Risiken können die Wertentwicklung des Fondsbeeinträchtigen und sich damit auch nachteilig auf den Anteilwertund das vom Anleger investierte Kapital auswirken.Veräußert der Anleger Anteile am Investmentvermögen zueinem Zeitpunkt, in dem eine Gegenpartei oder ein CCPausgefallen ist und dadurch der Wert des Fonds nachteiligbeeinträchtigt ist, könnte der Anleger das von ihm in denFonds investierte Geld nicht oder nicht vollständig zurückerhalten. Der Anleger könnte daher sein in den Fonds investiertesKapital teilweise verlieren.6.3.6 Adressenausfallrisiko / Gegenpartei-Risiken (außerzentrale Kontrahenten)Durch den Ausfall eines Ausstellers (nachfolgend „Emittent“)oder eines Vertragspartners (Kontrahenten), gegen den derFonds Ansprüche hat, können für den Fonds Verluste entstehen.Das Emittentenrisiko beschreibt die Auswirkung derbesonderen Entwicklungen des jeweiligen Emittenten, dieneben den allgemeinen Tendenzen der Kapitalmärkte aufden Kurs eines Wertpapiers einwirken. Auch bei sorgfältigerAuswahl der Wertpapiere kann nicht ausgeschlossen werden,dass Verluste durch Vermögensverfall von Emittenteneintreten. Die Partei eines für Rechnung des Fonds geschlossenenVertrags kann teilweise oder vollständig ausfallen(Kontrahentenrisiko). Dies gilt für alle Verträge, die für Rechnungdes Fonds geschlossen werden.6.3.7 Risiko durch zentrale KontrahentenEin zentraler Kontrahent (Central Counterparty – „CCP“) trittals zwischengeschaltete Institution in bestimmte Geschäftefür den Fonds ein, insbesondere in Geschäfte über derivativeFinanzinstrumente. In diesem Fall wird er als Käufergegenüber dem Verkäufer und als Verkäufer gegenüberdem Käufer tätig. Ein CCP sichert seine Gegenparteiausfallrisikendurch eine Reihe von Schutzmechanismen ab, die esihm jederzeit ermöglichen, Verluste aus den eingegangenGeschäften auszugleichen, etwa durch sogenannte Einschusszahlungen(zum Beispiel Besicherungen). Es kanntrotz dieser Schutzmechanismen nicht ausgeschlossenwerden, dass ein CCP ausfällt, wodurch auch Ansprüche derGesellschaft für den Fonds betroffen sein können. Hierdurchkönnen Verluste für den Fonds entstehen, die nicht abgesichertsind.6.3.8 Adressenausfallrisiken bei PensionsgeschäftenBei Pensionsgeschäften erfolgt die Stellung der Sicherheitendurch die Gegenleistung des Vertragspartners. Bei einemAusfall des Vertragspartners während der Laufzeit desPensionsgeschäfts hat die Gesellschaft ein Verwertungsrechthinsichtlich der in Pension genommenen Wertpapierebeziehungsweise Barmittel. Ein Verlustrisiko für den Fondskann daraus folgen, dass die gestellten Sicherheiten wegender zwischenzeitlichen Verschlechterung der Bonität desEmittenten beziehungsweise steigender Kurse der in Pensiongegebenen Wertpapiere nicht mehr ausreichen, umden Rückübertragungsanspruch der Gesellschaft der vollenHöhe nach abzudecken.6.3.9 Adressenausfallrisiken bei Wertpapier-DarlehensgeschäftenGewährt die Gesellschaft für Rechnung des Fonds ein Darlehenüber Wertpapiere, so muss sie sich gegen den Ausfall15


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktiendes Vertragspartners ausreichende Sicherheiten gewährenlassen. Der Umfang der Sicherheitsleistung entspricht mindestensdem Kurswert der als Wertpapier-Darlehen übertragenenWertpapiere. Der Darlehensnehmer hat weitereSicherheiten zu stellen, wenn der Wert der als Darlehengewährten Wertpapiere steigt, die Qualität der gestellten Sicherheitenabnimmt oder eine Verschlechterung seiner wirtschaftlichenVerhältnisse eintritt und die bereits gestelltenSicherheiten nicht ausreichen. Kann der Darlehensnehmerdieser Nachschusspflicht nicht nachkommen, so bestehtdas Risiko, dass der Rückübertragungsanspruch bei Ausfalldes Vertragspartners nicht vollumfänglich abgesichert ist.Werden die Sicherheiten bei einer anderen Einrichtung alsder Verwahrstelle des Fonds verwahrt, besteht zudem dasRisiko, dass diese bei Ausfall des Entleihers ganz, beziehungsweisenicht in vollem Umfang, außerdem gegebenenfallsnicht sofort verwertet werden können.6.4 Operationelle und sonstige Risiken des FondsIm Folgenden werden Risiken dargestellt, die sich beispielsweiseaus unzureichenden internen Prozessen sowie ausmenschlichem oder Systemversagen bei der Gesellschaftoder externen Dritten ergeben können. Diese Risiken könnendie Wertentwicklung des Fonds beeinträchtigen undsich damit auch nachteilig auf den Anteilwert und auf dasvom Anleger investierte Kapital auswirken.6.4.1 Risiken durch kriminelle Handlungen, Missständeoder NaturkatastrophenDer Fonds kann Opfer von Betrug oder anderen kriminellenHandlungen werden. Er kann Verluste durch Missverständnisseoder Fehler von Mitarbeitern der Gesellschaft oderexterner Dritter erleiden oder durch äußere Ereignisse wiezum Beispiel Naturkatastrophen geschädigt werden.6.4.2 Länder- oder TransferrisikoEs besteht das Risiko, dass ein ausländischer Schuldner trotzZahlungsfähigkeit aufgrund fehlender Transferfähigkeitder Währung oder -bereitschaft seines Sitzlandes oder ausanderen Gründen Leistungen nicht fristgerecht, überhauptnicht oder nur in einer anderen Währung erbringen kann.So können zum Beispiel Zahlungen, auf die die Gesellschaftfür Rechnung des Fonds Anspruch hat, ausbleiben, in einerWährung erfolgen, die aufgrund von Devisenbeschränkungennicht (mehr) konvertierbar ist oder in einer anderenWährung erfolgen. Zahlt der Schuldner in einer anderenWährung, so unterliegt diese Position dem oben dargestelltenWährungsrisiko.6.4.3 Rechtliche und politische RisikenFür den Fonds dürfen Investitionen in Rechtsordnungen getätigtwerden, bei denen deutsches Recht keine Anwendungfindet beziehungsweise im Fall von Rechtsstreitigkeiten derGerichtsstand außerhalb Deutschlands ist. Hieraus resultierendeRechte und Pflichten der Gesellschaft für Rechnungdes Fonds können von denen in Deutschland zum Nachteildes Fonds beziehungsweise des Anlegers abweichen.Politische oder rechtliche Entwicklungen einschließlich derÄnderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen in diesenRechtsordnungen können von der Gesellschaft nicht oder zuspät erkannt werden oder zu Beschränkungen hinsichtlicherwerbbarer oder bereits erworbener Vermögensgegenständeführen. Diese Folgen können auch entstehen, wenn sichdie rechtlichen Rahmenbedingungen für die Gesellschaftund/oder die Verwaltung des Fonds in Deutschland ändern.6.4.4 Änderung der steuerlichen Rahmenbedingungen,steuerliches RisikoDie steuerlichen Ausführungen gehen von der derzeit bekanntenRechtslage aus. Sie richten sich an in Deutschlandunbeschränkt einkommensteuerpflichtige oder unbeschränktkörperschaftsteuerpflichtige Personen. Es kannjedoch keine Gewähr dafür übernommen werden, dass sichdie steuerliche Beurteilung durch Gesetzgebung, Rechtsprechungoder Erlasse der Finanzverwaltung nicht ändert.Eine Änderung fehlerhaft festgestellter Besteuerungsgrundlagendes Fonds für vorangegangene Geschäftsjahre (z. B.aufgrund von steuerlichen Außenprüfungen) kann für denFall einer für den Anleger steuerlich grundsätzlich nachteiligenKorrektur zur Folge haben, dass der Anleger dieSteuerlast aus der Korrektur für vorangegangene Geschäftsjahrezu tragen hat, obwohl er unter Umständen zu diesemZeitpunkt nicht in dem Fonds investiert war. Umgekehrtkann für den Anleger der Fall eintreten, dass ihm eine steuerlichgrundsätzlich vorteilhafte Korrektur für das aktuelleund für vorangegangene Geschäftsjahre, in denen er andem Fonds beteiligt war, nicht mehr zugutekommt, weil erseine Anteile vor Umsetzung der Korrektur zurückgegebenoder veräußert hat.Zudem kann eine Korrektur von Steuerdaten dazu führen,dass steuerpflichtige Erträge bzw. steuerliche Vorteile ineinem anderen als eigentlich zutreffenden Veranlagungszeitraumtatsächlich steuerlich veranlagt werden und sichdies beim einzelnen Anleger negativ auswirkt.6.4.5 SchlüsselpersonenrisikoFällt das Anlageergebnis des Fonds in einem bestimmtenZeitraum sehr positiv aus, hängt dieser Erfolg möglicherweiseauch von der Eignung der handelnden Personen unddamit den richtigen Entscheidungen des Managements ab.Die personelle Zusammensetzung des Fondsmanagementskann sich jedoch verändern. Neue Entscheidungsträger kön-16


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktiennen dann möglicherweise weniger erfolgreich agieren.6.4.6 VerwahrrisikoMit der Verwahrung von Vermögensgegenständen insbesondereim Ausland ist ein Verlustrisiko verbunden, das ausInsolvenz, Sorgfaltspflichtverletzungen beziehungsweisehöherer Gewalt resultieren kann.6.4.7 Risiken aus Handels- und Clearingmechanismen (Abwicklungsrisiko)Bei der Abwicklung von Wertpapiergeschäften über einelektronisches System besteht das Risiko, dass eine derVertragsparteien verzögert oder nicht vereinbarungsgemäßzahlt oder die Wertpapiere nicht fristgerecht liefert.7. Erläuterung des Risikoprofils des FondsDer Fonds investiert mindestens 60 % des Wertes des Fondsin Aktien von Spitzenunternehmen aus Europa, USA undJapan. Derivate dürfen zu Investitions- und Absicherungszweckeneingesetzt werden.Der Fonds orientiert sich an einem Vergleichsmaßstab, dersich jeweils zu rund einem Drittel aus den Indiezies STOXXEurope 50®, Dow Jones Industrial Average® und dem TOPIXCore 30® zusammensetzt. Er bildet ihn nicht genau nach,sondern versucht seine Wertentwicklung zu übertreffen undkann deshalb wesentlich –sowohl positiv als auch negativ–vom Vergleichsmaßstab abweichen.Die Erträge verbleiben im Fonds und erhöhen den Wert derAnteile (Thesaurierung).Dieser Fonds ist unter Umständen für Anleger nicht geeignet,die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von weniger als3 Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen möchten.Der Anteilpreis des Siemens Weltinvest Aktien kann starkschwanken, deshalb sind sowohl Verlustrisiken wie Gewinnchancenhoch.8. Erhöhte VolatilitätDer Fonds weist aufgrund seiner Zusammensetzung unddes Einsatzes von Derivaten eine erhöhte Volatilität auf, d.h. die Anteilwerte können auch innerhalb kurzer Zeiträumeerheblichen Schwankungen nach oben und nach untenunterworfen sein.9. Profil des typischen AnlegersDie Anlage in den Siemens Weltinvest Aktien ist nur fürerfahrene Anleger geeignet, die in der Lage sind, die Risikenund den Wert der Anlage abzuschätzen. Der Anleger mussbereit und in der Lage sein, erhebliche Wertschwankungender Anteile und gegebenenfalls einen erheblichen Kapitalverlusthinzunehmen. Der Anlagehorizont sollte bei mindestens3 Jahren liegen.Der Fonds ist unter Umständen für Anleger nicht geeignet,die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von weniger als 3Jahren aus dem Fonds zurück ziehen wollen. Die Einschätzungder Gesellschaft stellt keine Anlageberatung dar,sondern soll dem Anleger einen ersten Anhaltspunkt geben,ob der Fonds seiner Anlageerfahrung, seiner Risikoneigungund seinem Anlagehorizont entspricht.10. Anlageziele, -strategie, -grundsätzeund -grenzen10.1 Anlageziel und -strategieDer Fonds ist ein Aktienfonds. Der Siemens WeltinvestAktien beabsichtigt überwiegend in SpitzenunternehmenEuropas, der USA und Japans zu investieren.Hierzu werden mindestens 60 % des Wertes des Fondsin Aktien von Spitzenunternehmen aus Europa, USA undJapan. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt nach traditionellenBewertungskennzahlen (u. a. Kurs-Umsatz-Verhältnisund Kurs-Gewinn-Verhältnis). Zusätzlich wird die Dynamikder Kursentwicklung berücksichtigt. Bei der Auswahl der Anlagewertestehen die Aspekte Bonität, Wachstum und/oderErtrag im Vordergrund. Über quantitative Verfahren werdenunterbewertete Unternehmen identifiziert.Ziel der Anlagepolitik ist ein langfristig attraktiver Wertzuwachs.Die mit dieser Anlagepolitik verbundenen Risikensind im Abschnitt „Risikohinweise – wesentliche Risiken derFondsanlage“ erläutert.ES KANN KEINE ZUSICHERUNG GEGEBEN WERDEN, DASSDIE ZIELE DER ANLAGEPOLITIK TATSÄCHLICH ERREICHTWERDEN.10.2 VermögensgegenständeDie Gesellschaft kann für Rechnung des Fonds folgendeVermögensgegenstände erwerben:1. Wertpapiere gemäß § 193 KAGB2. Geldmarktinstrumente gemäß § 194 KAGB3. Bankguthaben gemäß § 195 KAGB4. Investmentanteile gemäß § 196 KAGB5. Derivate gemäß § 197 KAGB6. Sogenannte sonstige Anlageinstrumente gemäß § 198KAGB17


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest AktienDie Gesellschaft darf diese Vermögensgegenstände innerhalbder insbesondere in den Abschnitten „Anlagegrenzenfür Wertpapiere und Geldmarktinstrumente auch unterEinsatz von Derivaten sowie Bankguthaben“ sowie „SonstigeVermögensgegenstände und deren Anlagegrenzen“ dargestelltenAnlagegrenzen erwerben. Einzelheiten zu diesenerwerbbaren Vermögensgegenständen und den hierfürgeltenden Anlagegrenzen sind nachfolgend dargestellt.10.2.1 WertpapiereDie Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds Wertpapierein- und ausländischer Emittenten erwerben, wenn sie1. an einer Börse in einem Mitgliedstaat der EuropäischenUnion („EU“) oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommensüber den Europäischen Wirtschaftsraum („EWR“)zum Handel zugelassen oder in einem dieser Staaten an einemanderen organisierten Markt zugelassen oder in dieseneinbezogen sind.2. ausschließlich an einer Börse außerhalb der Mitgliedstaatender EU oder außerhalb der anderen Vertragsstaaten desAbkommens über den EWR zum Handel zugelassen oder ineinem dieser Staaten an einem anderen organisierten Marktzugelassen oder in diesen einbezogen sind, sofern die BaFindie Wahl dieser Börse oder dieses organisierten Markteszugelassen hat.Wertpapiere aus Neuemissionen dürfen erworben werden,wenn nach ihren Ausgabebedingungen die Zulassung anoder Einbeziehung in eine der unter 1. und 2. genanntenBörsen oder organisierten Märkte beantragt werden mussund die Zulassung oder Einbeziehung innerhalb eines Jahresnach Ausgabe erfolgt.Als Wertpapiere in diesem Sinne gelten auch• Finanzinstrumente, die durch andere Vermögenswertebesichert oder an die Entwicklung anderer Vermögenswertegekoppelt sind. Soweit in solche Finanzinstrumente Komponentenvon Derivaten eingebettet sind, gelten weitereAnforderungen, damit die Gesellschaft diese als Wertpapiereerwerben darf.Die Wertpapiere dürfen nur unter folgenden Voraussetzungenerworben werden:• Der potentielle Verlust, der dem Fonds entstehen kann,darf den Kaufpreis des Wertpapiers nicht übersteigen. EineNachschusspflicht darf nicht bestehen,• Die Liquidität des vom Fonds erworbenen Wertpapiersdarf nicht dazu führen, dass der Fonds den gesetzlichenVorgaben über die Rücknahme von Anteilen nicht mehrnachkommen kann. Dies gilt unter Berücksichtigung der gesetzlichenMöglichkeit, in besonderen Fällen die Anteilrücknahmeaussetzen zu können (vgl. den Abschnitt „Anteile –Ausgabe und Rücknahme von Anteilen sowie – Aussetzungder Anteilrücknahme“),• Eine verlässliche Bewertung des Wertpapiers durchexakte, verlässliche und gängige Preise muss verfügbar sein;diese müssen entweder Marktpreise sein oder von einemBewertungssystem gestellt werden, das von dem Emittentendes Wertpapiers unabhängig ist,• Über das Wertpapier müssen angemessene Informationenvorliegen, entweder in Form von regelmäßigen,exakten und umfassenden Informationen des Marktes überdas Wertpapier oder in Form eines gegebenenfalls dazugehörigenPortfolios,• Das Wertpapier ist handelbar,• Der Erwerb des Wertpapiers steht im Einklang mit denAnlagezielen beziehungsweise der Anlagestrategie desFonds,• Die Risiken des Wertpapiers werden durch das Risikomanagementdes Fonds in angemessener Weise erfasst.Wertpapiere dürfen zudem in folgender Form erworbenwerden:• Aktien, die dem Fonds bei einer Kapitalerhöhung ausGesellschaftsmitteln zustehen,• Wertpapiere, die in Ausübung von zum Fonds gehörendenBezugsrechten erworben werden.Als Wertpapiere in diesem Sinn dürfen für den Fonds auchBezugsrechte erworben werden, sofern sich die Wertpapiere,aus denen die Bezugsrechte herrühren, im Fondsbefinden können.10.2.2 GeldmarktinstrumenteDie Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds in Geldmarktinstrumenteinvestieren, die üblicherweise auf dem Geldmarktgehandelt werden, sowie in verzinsliche Wertpapiere,die alternativ• zum Zeitpunkt ihres Erwerbs für den Fonds eine Laufzeitoder Restlaufzeit von höchstens 397 Tagen haben,• zum Zeitpunkt ihres Erwerbs für den Fonds eine Laufzeitoder Restlaufzeit haben, die länger als 397 Tage ist, derenVerzinsung aber nach den Emissionsbedingungen egelmäßig,mindestens einmal in 397 Tagen marktgerecht angepasstwerden muss,• deren Risikoprofil dem Risikoprofil von Wertpapierenentspricht, die das Kriterium der Restlaufzeit oder das derZinsanpassung erfüllen.Für den Fonds dürfen Geldmarktinstrumente erworbenwerden, wenn sie1. an einer Börse in einem Mitgliedstaat der EU oder ineinem anderen Vertragsstaat des Abkommens über denEWR zum Handel zugelassen oder in einem dieser Staatenan einem anderen organisierten Markt zugelassen oder indiesen einbezogen sind,2. ausschließlich an einer Börse außerhalb der Mitgliedstaatender EU oder in einem anderen Vertragsstaat desAbkommens über den EWR zum Handel zugelassen oder in18


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktieneinem dieser Staaten an einem organisierten Markt zugelassenoder in diesen einbezogen sind, sofern die BaFin dieWahl dieser Börse oder dieses Marktes zugelassen hat,3. von der EU, dem Bund, einem Sondervermögen des Bundes,einem Land, einem anderen Mitgliedstaat oder eineranderen zentralstaatlichen, regionalen oder lokalen Gebietskörperschaftoder der Zentralbank eines Mitgliedstaats derEU, der Europäischen Zentralbank oder der EuropäischenInvestitionsbank, einem Drittstaat oder, sofern dieser einBundesstaat ist, einem Gliedstaat dieses Bundesstaates odervon einer internationalen öffentlich-rechtlichen Einrichtung,der mindestens ein Mitgliedstaat der EU angehört, begebenoder garantiert werden,4. von einem Unternehmen begeben werden, dessen Wertpapiereauf den unter den Nummern 1 und 2 bezeichnetenMärkten gehandelt werden,5. von einem Kreditinstitut begeben oder garantiertwerden, das nach dem Recht der EU festgelegten Kriterieneiner Aufsicht unterstellt ist, oder einem Kreditinstitut, dasAufsichtsbestimmungen, die nach Auffassung der BaFindenjenigen des Gemeinschaftsrechts gleichwertig sind,unterliegt und diese einhält,6. von anderen Emittenten begeben werden und es sich beidem jeweiligen Emittentena) um ein Unternehmen mit einem Eigenkapital vonmindestens 10 Millionen Euro handelt, das seinen Jahresabschlussnach der Europäischen Richtlinie über den Jahresabschlussvon Kapitalgesellschaften erstellt und veröffentlicht,oderb) um einen Rechtsträger handelt, der innerhalb einer eineoder mehrere börsennotierte Gesellschaften umfassendenUnternehmensgruppe für die Finanzierung dieser Gruppezuständig ist, oderc) um einen Rechtsträger handelt, der Geldmarktinstrumenteemittiert, die durch Verbindlichkeiten unterlegt sind,durch Nutzung einer von einer Bank eingeräumten Kreditlinie.Dies sind Produkte, bei denen Kreditforderungen vonBanken in Wertpapieren verbrieft werden (sogenannte AssetBacked Securities).Sämtliche genannten Geldmarktinstrumente dürfen nurerworben werden, wenn sie liquide sind und sich ihr Wertjederzeit genau bestimmten lässt. Liquide sind Geldmarktinstrumente,die sich innerhalb hinreichend kurzer Zeitmit begrenzten Kosten veräußern lassen. Hierbei ist dieVerpflichtung der Gesellschaft zu berücksichtigen, Anteileam Fonds auf Verlangen der Anleger zurückzunehmen undhierfür in der Lage zu sein, solche Geldmarktinstrumenteentsprechend kurzfristig veräußern zu können. Für dieGeldmarktinstrumente muss zudem ein exaktes und verlässlichesBewertungssystem existieren, das die Ermittlung desNettobestandswerts des Geldmarktinstruments ermöglichtoder auf Marktdaten oder Bewertungsmodellen basiert, wieSysteme, die Anschaffungskosten fortführen. Das Merkmalder Liquidität gilt für Geldmarktinstrumente als erfüllt,wenn diese an einem organisierten Markt innerhalb desEWR zugelassen oder in diesen einbezogen sind oder aneinem organisierten Markt außerhalb des EWR zugelassenoder in diesen einbezogen sind, sofern die BaFin die Wahldieses Marktes zugelassen hat.Für Geldmarktinstrumente, die nicht an einer Börse notiertoder an einem geregelten Markt zum Handel zugelassensind (siehe oben unter Nr. 3 bis 6), muss zudem die Emissionoder der Emittent dieser Instrumente Vorschriften überden Einlagen- und Anlegerschutz unterliegen. So müssenfür diese Geldmarktinstrumente angemessene Informationenvorliegen, die eine angemessene Bewertung der mitden Instrumenten verbundenen Kreditrisiken ermöglichenund die Geldmarktinstrumente müssen frei übertragbarsein. Die Kreditrisiken können etwa durch eine Kreditwürdigkeitsprüfungeiner Rating-Agentur bewertet werden.Für diese Geldmarktinstrumente gelten weiterhin diefolgenden Anforderungen, es sei denn, sie sind von der EuropäischenZentralbank oder der Zentralbank eines Mitgliedstaatesder EU begeben oder garantiert worden:• Werden sie von folgenden (oben unter Nr. 3 genannten)Einrichtungen begeben oder garantiert:- der EU- dem Bund- einem Sondervermögen des Bundes- einem Land- einem anderen Mitgliedstaat- einer anderen zentralstaatlichen Gebietskörperschaft- der Europäischen Investitionsbank- einem Drittstaat oder, sofern dieser ein Bundesstaat ist,einem Gliedstaat dieses Bundesstaates- einer internationalen öffentlich-rechtlichen Einrichtung,der mindestens ein Mitgliedstaat der EU angehörtmüssen angemessene Informationen über die Emissionbzw. das Emissionsprogramm oder über die rechtliche undfinanzielle Situation des Emittenten vor der Emission desGeldmarktinstruments vorliegen,• Werden sie von einem im EWR beaufsichtigten Kreditinstitutbegeben oder garantiert (s.o. unter Nr. 5), so müssenangemessene Informationen über die Emission bzw. dasEmissionsprogramm oder über die rechtliche und finanzielleSituation des Emittenten vor der Emission des Geldmarktinstrumentsvorliegen, die in regelmäßigen Abständen undbei signifikanten Begebenheiten aktualisiert werden. Zudemmüssen über die Emission bzw. das EmissionsprogrammDaten (z.B. Statistiken) vorliegen, die eine angemesseneBewertung der mit der Anlage verbundenen Kreditrisikenermöglichen,• Werden sie von einem Kreditinstitut begeben, das außerhalbdes EWR Aufsichtsbestimmungen unterliegt, die nachAnsicht der BaFin den Anforderungen innerhalb des EWR anein Kreditinstitut gleichwertig sind, so ist eine der folgende19


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien10.2.4.6 Kombination von AnlagegrenzenDie Gesellschaft darf höchstens 20 Prozent des Wertes desFonds in eine Kombination der folgenden Vermögensgegenständeunter Berücksichtigung der jeweiligen Einzelobergrenzenanlegen:• Von ein und derselben Einrichtung begebene Wertpapiereoder Geldmarktinstrumente,• Einlagen bei dieser Einrichtung, d.h. Bankguthaben,• Anrechnungsbeträge für das Kontrahentenrisiko der mitdieser Einrichtung eingegangenen Geschäfte in Derivaten,Wertpapierdarlehen und Pensionsgeschäften.Bei besonderen öffentlichen Emittenten (siehe Abschnitt„Anlageziele, -strategie, -grundsätze und –grenzen für Wertpapiereund Geldmarktinstrumente auch unter Einsatz vonDerivaten sowie Bankguthaben – Anlagegrenzen für öffentlicheEmittenten““) darf eine Kombination der vorgenanntenVermögensgegenstände 35 Prozent des Wertes des Fondsnicht übersteigen.10.2.5 Sonstige Vermögensgegenstände und deren AnlagegrenzenBis zu 10 Prozent des Wertes des Fonds darf die Gesellschaftinsgesamt in folgende sonstige Vermögensgegenständeanlegen:• Wertpapiere, die nicht zum Handel an einer Börse zugelassenoder an einem anderen organisierten Markt zugelassenoder in diesen einbezogen sind, jedoch grundsätzlichdie Kriterien für Wertpapiere erfüllen. Abweichend von dengehandelten beziehungsweise zugelassenen Wertpapierenmuss die verlässliche Bewertung für diese Wertpapiere inForm einer in regelmäßigen Abständen durchgeführten Bewertungverfügbar sein, die aus Informationen des Emittentenoder aus einer kompetenten Finanzanalyse abgeleitetwird. Angemessene Information über das nicht zugelassenebeziehungsweise nicht einbezogene Wertpapier muss inForm einer regelmäßigen und exakten Information durchden Fonds über das Wertpapier oder gegebenenfalls daszugehörige Portfolio verfügbar sein,• Geldmarktinstrumente von Emittenten, die nicht denoben genannten Anforderungen genügen, wenn sie liquidesind und sich ihr Wert jederzeit genau bestimmten lässt. Liquidesind Geldmarktinstrumente, die sich innerhalb hinreichendkurzer Zeit mit begrenzten Kosten veräußern lassen.Hierbei ist die Verpflichtung der Gesellschaft zu berücksichtigen,Anteile am Fonds auf Verlangen der Anleger zurückzunehmenund hierfür in der Lage zu sein, solche Geldmarktinstrumenteentsprechend kurzfristig zu veräußern. Fürdie Geldmarktinstrumente muss zudem ein exaktes undverlässliches Bewertungssystem existieren, das die Ermittlungdes Nettobestandswerts des Geldmarktinstrumentsermöglicht oder auf Marktdaten oder Bewertungsmodellenwie Systeme basiert, die Anschaffungskosten fortführen.Das Merkmal der Liquidität gilt für Geldmarktinstrumenteerfüllt, wenn diese an einem organisierten Markt innerhalbdes EWR zugelassen oder in diesen einbezogen sind oder aneinem organisierten Markt außerhalb des EWR zugelassenoder in diesen einbezogen sind, sofern die BaFin die Wahldieses Marktes zugelassen hat,• Aktien aus Neuemissionen, wenn nach deren Ausgabebedingungen- deren Zulassung an einer Börse in einem Mitgliedstaatder EU oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommensüber den EWR zum Handel oder deren Zulassungan einem organisierten Markt oder deren Einbeziehung indiesen in einem Mitgliedstaat der EU oder in einem anderenVertragsstaat des Abkommens über den EWR nach denAusgabebedingungen zu beantragen ist, sofern- deren Zulassung an einer Börse zum Handel oder derenZulassung an einem organisierten Markt oder die Einbeziehungin diesen außerhalb der Mitgliedstaaten der EU oderaußerhalb der anderen Vertragsstaaten des Abkommensüber den EWR nach den Ausgabebedingungen zu beantragenist, sofern die Wahl dieser Börse oder dieses organisiertenMarktes von der BaFin zugelassen ist unddie Zulassung oder Einbeziehung innerhalb eines Jahresnach der Ausgabe erfolgt,• Schuldscheindarlehen, die nach dem Erwerb für denFonds mindestens zweimal abgetreten werden können undvon einer der folgenden Einrichtungen gewährt wurden:a) dem Bund, einem Sondervermögen des Bundes, einemLand, den Europäischen Gemeinschaften oder einem Staat,der Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeitund Entwicklung ist,b) einer anderen inländischen Gebietskörperschaft odereiner Regionalregierung oder örtlichen Gebietskörperschafteines anderen Mitgliedstaats der EU oder eines anderenVertragsstaats des Abkommens über den EWR, sofern dieForderung nach der Verordnung über Aufsichtsanforderungenan Kreditinstitute und Wertpapierfirmen in derselbenWeise behandelt werden kann wie eine Forderung an denZentralstaat, auf dessen Hoheitsgebiet die Regionalregierungoder die Gebietskörperschaft ansässig ist,c) sonstigen Körperschaften oder Anstalten des öffentlichenRechts mit Sitz im Inland oder in einem anderen Mitgliedstaatder EU oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommensüber den EWR,d) Unternehmen, die Wertpapiere ausgegeben haben, diean einem organisierten Markt innerhalb des EWR zum Handelzugelassen sind oder die an einem sonstigen geregeltenMarkt im Sinne der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente(Richtlinie 2004/39/EG des Europäischen Parlamentsund des Rates vom 21. April 2004 über Märkte in Finanzinstrumente„MiFid“) in der jeweils geltenden Fassung erfüllt,zum Handel zugelassen sind,e) anderen Schuldnern, sofern eine der in Buchstabe a bis cbezeichneten Stellen die Gewährleistung für die Verzinsungund Rückzahlung übernommen hat.21


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien10.2.6 InvestmentanteileDie Gesellschaft darf bis zu 10 Prozent des Wertes des Fondsin Anteile an Zielfonds investieren, sofern diese offene inundausländische Investmentvermögen sind. Die Gesellschafterwirbt für den Fonds Anteile die über eine Vertriebszulassungin einem Mitgliedstaat der Europäischen Unionoder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens überden Europäischen Wirtschaftsraum verfügen.Die Zielfonds dürfen nach ihren Anlagebedingungen oderihrer Satzung höchstens bis zu 10 Prozent in Anteile an anderenoffenen Investmentvermögen investieren. Für Anteilean AIF gelten darüber hinaus folgende Anforderungen:• Der Zielfonds muss nach Rechtsvorschriften zugelassenworden sein, die ihn einer wirksamen öffentlichen Aufsichtzum Schutz der Anleger unterstellen, und es muss eine ausreichendeGewähr für eine befriedigende Zusammenarbeitzwischen den Aufsichtsbehörden bestehen,• Das Schutzniveau der Anleger muss gleichwertig zu demSchutzniveau eines Anlegers in einem inländischen OGAWsein, insbesondere im Hinblick auf Trennung von Verwaltungund Verwahrung der Vermögensgegenstände, für dieKreditaufnahme und -gewährung sowie für Leerverkäufevon Wertpapieren und Geldmarktinstrumenten,• Die Geschäftstätigkeit des Zielfonds muss Gegenstandvon Jahres- und Halbjahresberichten sein und den Anlegernerlauben, sich ein Urteil über das Vermögen und die Verbindlichkeitensowie die Erträge und die Transaktionen imBerichtszeitraum zu bilden,• Der Zielfonds muss ein Publikumsfonds sein, bei dem dieAnzahl der Anteile nicht zahlenmäßig begrenzt ist und dieAnleger ein Recht zur Rückgabe der Anteile haben.In Anteile an einem einzigen Zielfonds dürfen nur bis zu 10Prozent des Wertes des Fonds angelegt werden. In AIF dürfeninsgesamt nur bis zu 10 Prozent des Wertes des Fondsangelegt werden. Die Gesellschaft darf für Rechnung desFonds nicht mehr als 25 Prozent der ausgegebenen Anteileeines Zielfonds erwerben.Zielfonds können im gesetzlichen Rahmen zeitweise dieRücknahme von Anteilen aussetzen. Dann kann die Gesellschaftdie Anteile an dem Zielfonds nicht bei der Verwaltungsgesellschaftoder Verwahrstelle des Zielfonds gegenAuszahlung des Rücknahmepreises zurückgeben (siehe auchden Abschnitt „Risikohinweise – Risiken im Zusammenhangmit der Investition in Investmentanteile“). Auf der Homepageder Gesellschaft ist unter www.siemens.de/publikumsfondsaufgeführt, ob und in welchem Umfang der FondsAnteile von Zielfonds hält, die derzeit die Rücknahme vonAnteilen ausgesetzt haben.10.2.7 DerivateDie Gesellschaft darf für den Fonds als Teil der AnlagestrategieGeschäfte mit Derivaten tätigen. Dies schließtGeschäfte mit Derivaten zur effizienten Portfoliosteuerungund zur Erzielung von Zusatzerträgen, d. h. auchzu spekulativen Zwecken, ein. Dadurch kann sich dasVerlustrisiko des Fonds zumindest zeitweise erhöhen.Ein Derivat ist ein Instrument, dessen Preis von den Kursschwankungenoder den Preiserwartungen anderer Vermögensgegenstände(„Basiswert“) abhängt. Die nachfolgendenAusführungen beziehen sich sowohl auf Derivate als auchauf Finanzinstrumente mit derivativer Komponente (nachfolgendzusammen „Derivate“).Durch den Einsatz von Derivaten darf sich das Marktrisikodes Fonds höchstens verdoppeln („Marktrisikogrenze“).Marktrisiko ist das Verlustrisiko, das aus Schwankungenbeim Marktwert von im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständenresultiert, die auf Veränderungen von variablenPreisen beziehungsweise Kursen des Marktes wie Zinssätzen,Wechselkursen, Aktien- und Rohstoffpreisen oder aufVeränderungen bei der Bonität eines Emittenten zurückzuführensind. Die Gesellschaft hat die Marktrisikogrenze laufendeinzuhalten. Die Auslastung der Marktrisikogrenze hatsie täglich nach gesetzlichen Vorgaben zu ermitteln; dieseergeben sich aus der Verordnung über Risikomanagementund Risikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften in Investmentvermögennach dem Kapitalanlagegesetzbuch (nachfolgend „Derivateverordnung“).Zur Ermittlung der Auslastung der Marktrisikogrenze wendetdie Gesellschaft den sogenannten einfachen Ansatz imSinne der Derivateverordnung an. Sie summiert die Anrechnungsbeträgealler Derivate sowie Wertpapierdarlehen undPensionsgeschäfte auf, die zur Steigerung des Investitionsgradesführen. Als Anrechnungsbetrag für Derivate undFinanzinstrumente derivativen Komponenten wird grundsätzlichder Marktwert des Basiswerts zugrundegelegt. DieSumme der Anrechnungsbeträge für das Marktrisiko durchden Einsatz von Derivaten und Finanzinstrumenten mit derivativenKomponenten darf den Wert des Fondsvermögensnicht überschreiten.Die Gesellschaft darf regelmäßig nur Derivate erwerben,wenn sie für Rechnung des Fonds die Basiswerte dieserDerivate erwerben dürfte oder wenn die Risiken, die dieseBasiswerte repräsentieren, auch durch Vermögensgegenständeim Investmentvermögen hätten entstehen können,die die Gesellschaft für Rechnung des Fonds erwerben darf.Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds erwerben:• Grundformen von Derivaten• Kombinationen aus diesen Derivaten22


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien• Kombinationen aus diesen Derivaten mit anderen Vermögensgegenständen,die für den Fonds erworben werdendürfenDie Gesellschaft kann alle im Fonds enthaltenen Marktrisiken,die auf dem Einsatz von Derivaten beruhen, hinreichendgenau erfassen und messen. Sie verfolgt folgendeAnlagestrategien: Optionsstrategien, Arbitragestrategienoder Long-/Short- oder marktneutrale Strategien beinhalten.Folgende Arten von Derivaten darf die Gesellschaft für Rechnungdes Fonds erwerben:a) Terminkontrakte auf Wertpapiere, Geldmarktinstrumente,Zinssätze, Wechselkurse oder Währungen sowie Finanzindices,die hinreichend diversifiziert sind, eine adäquateBezugsgrundlage für den Markt darstellen, auf den sie sichbeziehen, sowie in angemessener Weise veröffentlicht werden(„Qualifizierte Finanzindices“),b) Optionen oder Optionsscheine auf Wertpapiere, Geldmarktinstrumente,Zinssätze, Wechselkurse oder Währungenund auf Terminkontrakte nach Buchstabe a) sowie QualifizierteFinanzindices, wenn die Optionen oder Optionsscheinedie folgenden Eigenschaften ausweisen:i) eine Ausübung ist entweder während der gesamtenLaufzeit oder zum Ende der Laufzeit möglich, undii) der Optionswert hängt zum Ausübungszeitpunkt linearvon der positiven oder negativen Differenz zwischen Basispreisund Marktpreis des Basiswerts ab und wird null, wenndie Differenz das andere Vorzeichen hat,c) Zinsswaps, Währungsswaps oder Zins-Währungsswaps,d) Optionen auf Swaps nach Buchstabe c), sofern sie dieunter Buchstabe b) beschriebenen Eigenschaften aufweisen(Swaptions),e) Credit Default Swaps, sofern sie ausschließlich und nachvollziehbarder Absicherung des Kreditrisikos von genauzuordenbaren Vermögensgegenständen des Fonds dienen,f) zur Steuerung von Risiken, Aktienindex-Futures sowieZins-Future.10.2.7.1 TerminkontrakteTerminkontrakte sind für beide Vertragspartner unbedingtverpflichtende Vereinbarungen, zu einem bestimmten Zeitpunkt,dem Fälligkeitsdatum, oder innerhalb eines bestimmtenZeitraumes, eine bestimmte Menge eines bestimmtenBasiswerts zu einem im Voraus bestimmten Preis zu kaufenbeziehungsweise zu verkaufen. Die Gesellschaft darf fürRechnung des Fonds im Rahmen der Anlagegrundsätze Terminkontrakteauf für den Fonds erwerbbare Wertpapiere undGeldmarktinstrumente, Zinssätze, Wechselkurse oder Währungensowie auf qualifizierte Finanzindicies abschließen.10.2.7.2 OptionsgeschäfteOptionsgeschäfte beinhalten, dass einem Dritten gegenEntgelt (Optionsprämie) das Recht eingeräumt wird, währendeiner bestimmten Zeit oder am Ende eines bestimmtenZeitraums zu einem von vornherein vereinbarten Preis(Basispreis) die Lieferung oder die Abnahme von Vermögensgegenständenoder die Zahlung eines Differenzbetragszu verlangen, oder auch entsprechende Optionsrechte zuerwerben.Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds im Rahmender Anlagegrundsätze Kaufoptionen und Verkaufsoptionenkaufen und verkaufen sowie mit Optionsscheinen handeln.Die Optionsgeschäfte müssen sich auf Wertpapiere undGeldmarktinstrumente, Zinssätze, Wechselkurse oderWährungen sowie auf Finanzindizes beziehen, die hinreichenddiversifiziert sind, eine adäquate Bezugsgrundlagefür den Markt darstellen, auf den sie sich beziehen, sowie inangemessener Weise veröffentlicht werden. Die Optionenoder Optionsscheine müssen eine Ausübung während dergesamten Laufzeit oder zum Ende der Laufzeit vorsehen.Zudem muss der Optionswert zum Ausübungszeitpunktlinear von der positiven oder negativen Differenz zwischenBasispreis und Marktpreis des Basiswerts abhängen und nullwerden, wenn die Differenz das andere Vorzeichen hat.10.2.7.3 SwapsSwaps sind Tauschverträge, bei denen die dem Geschäftzugrunde liegenden Zahlungsströme oder Risiken zwischenden Vertragspartnern ausgetauscht werden. Die Gesellschaftdarf für Rechnung des Fonds im Rahmen der AnlagegrundsätzeZinsswaps, Währungsswaps, Zins-Währungsswapsund Varianzswaps abschließen.10.2.7.4 SwaptionsSwaptions sind Optionen auf Swaps. Eine Swaption ist dasRecht, nicht aber die Verpflichtung, zu einem bestimmtenZeitpunkt oder innerhalb einer bestimmten Frist in einenhinsichtlich der Konditionen genau spezifizierten Swapeinzutreten. Im Übrigen gelten die im Zusammenhang mitOptionsgeschäften dargestellten Grundsätze. Die Gesellschaftdarf für Rechnung des Fonds nur solche Swaptionsabschließen, die sich aus den oben beschriebenen Optionenund Swaps zusammensetzen.10.2.7.5 Credit Default SwapsCredit Default Swaps sind Kreditderivate, die es ermöglichen,ein potenzielles Kreditausfallvolumen auf andere zuübertragen. Im Gegenzug zur Übernahme des Kreditausfallrisikoszahlt der Verkäufer des Risikos eine Prämie an seinenVertragspartner. Die Gesellschaft darf für Rechnung desFonds nur einfache, standardisierte Credit Default Swapsabschließen, die zur Absicherung einzelner Kreditrisiken im23


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest AktienFonds eingesetzt werden. Im Übrigen gelten die Ausführungenzu Swaps entsprechend.10.2.7.6 In Wertpapieren verbriefte FinanzinstrumenteDie Gesellschaft kann für Rechnung des Fonds die vorstehendbeschriebenen Finanzinstrumente auch erwerben,wenn diese in Wertpapieren verbrieft sind. Dabei könnendie Geschäfte, die Finanzinstrumente zum Gegenstandhaben, auch nur teilweise in Wertpapieren enthalten sein (z.B. Optionsanleihen). Die Aussagen zu Chancen und Risikengelten für solche verbrieften Finanzinstrumente entsprechend,jedoch mit der Maßgabe, dass das Verlustrisiko beiverbrieften Finanzinstrumenten auf den Wert des Wertpapiersbeschränkt ist.10.2.7.7 OTC-DerivatgeschäfteDie Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds sowohl Derivatgeschäftetätigen, die an einer Börse zum Handel zugelassenoder an einem anderen organisierten Markt zugelassenoder in diesen einbezogen sind, als auch außerbörslicheGeschäfte, sogenannte over-the-counter (OTC)–Geschäfte.Derivatgeschäfte, die nicht zum Handel an einer Börse zugelassenoder an einem anderen organisierten Markt zugelassenoder in diesen einbezogen sind, darf die Gesellschaftnur mit geeigneten Kreditinstituten oder Finanzdienstleistungsinstitutenauf der Basis standardisierter Rahmenverträgetätigen. Bei außerbörslich gehandelten Derivaten wirddas Kontrahentenrisiko bezüglich eines Vertragspartners auf5 Prozent des Wertes des Fonds beschränkt. Ist der Vertragspartnerein Kreditinstitut mit Sitz in einem Mitgliedstaatder EU, in einem anderen Vertragsstaat des Abkommensüber den EWR oder einem Drittstaat mit vergleichbaremAufsichtsniveau, so darf das Kontrahentenrisiko bis zu10 Prozent des Wertes des Fonds betragen. Außerbörslichgehandelte Derivatgeschäfte, die mit einer zentralenClearingstelle einer Börse oder eines anderen organisiertenMarktes als Vertragspartner abgeschlossen werden, werdenauf die Kontrahentengrenzen nicht angerechnet, wenn dieDerivate einer täglichen Bewertung zu Marktkursen mit täglichemMargin-Ausgleich unterliegen. Ansprüche des Fondsgegen einen Zwischenhändler sind jedoch auf die Grenzenanzurechnen, auch wenn das Derivat an einer Börse oder aneinem anderen organisierten Markt gehandelt wird.10.2.8 Wertpapier-DarlehensgeschäfteDie im Fonds gehaltenen Wertpapiere können darlehensweisegegen marktgerechtes Entgelt an Dritte übertragenwerden. Hierbei kann der gesamte Bestand des Fonds anWertpapieren nur auf unbestimmte Zeit als Wertpapier-Darlehen an Dritte übertragen werden. Die Gesellschafthat jederzeit die Möglichkeit, das Darlehensgeschäft zukündigen. Es muss vertraglich vereinbart werden, dass nachBeendigung des Darlehensgeschäfts dem Fonds Wertpapieregleicher Art, Güte und Menge innerhalb der üblichenAbwicklungszeit zurück übertragen werden. Voraussetzungfür die darlehensweise Übertragung von Wertpapieren ist,dass dem Fonds ausreichende Sicherheiten gewährt werden.Hierzu können Guthaben abgetreten oder verpfändetbeziehungsweise Wertpapiere oder Geldmarktinstrumenteübereignet oder verpfändet werden. Die Erträge aus derAnlage der Sicherheiten stehen dem Fonds zu.Der Darlehensnehmer ist außerdem verpflichtet, die Zinsenaus darlehensweise erhaltenen Wertpapieren bei Fälligkeitan die Verwahrstelle für Rechnung des Fonds zu zahlen.Alle an einen Darlehensnehmer übertragenen Wertpapieredürfen 10 Prozent des Wertes des Fonds nicht übersteigen.Die Wertpapier-Darlehensgeschäfte werden von der Gesellschaftselbst ohne Beteiligung externer Dienstleistergetätigt.Gelddarlehen darf die Gesellschaft Dritten für Rechnung desFonds nicht gewähren.10.2.9 PensionsgeschäfteDie Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds Pensionsgeschäftemit Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstitutenmit einer Höchstlaufzeit von zwölf Monatenabschließen. Dabei kann sie sowohl Wertpapiere des Fondsgegen Entgelt auf einen Pensionsnehmer übertragen (einfachesPensionsgeschäft), als auch Wertpapiere im Rahmender jeweils geltenden Anlagegrenzen in Pension nehmen(umgekehrtes Pensionsgeschäft). Die Gesellschaft hat dieMöglichkeit, das Pensionsgeschäft jederzeit zu kündigen;dies gilt nicht für Pensionsgeschäfte mit einer Laufzeit vonbis zu einer Woche. Bei Kündigung eines einfachen Pensionsgeschäftsist die Gesellschaft berechtigt, die in Pensiongegebenen Wertpapiere zurückzufordern. Die Kündigungeines umgekehrten Pensionsgeschäfts kann entweder dieRückerstattung des vollen Geldbetrags oder des angelaufenenGeldbetrags in Höhe des aktuellen Marktwertes zurFolge haben. Pensionsgeschäfte sind nur in Form sogenannterechter Pensionsgeschäfte zulässig. Dabei übernimmtder Pensionsnehmer die Verpflichtung, die Wertpapiere zueinem bestimmten oder vom Pensionsgeber zu bestimmendenZeitpunkt zurück zu übertragen oder den Geldbetragsamt Zinsen zurückzuzahlen.10.3 SicherheitenstrategieIm Rahmen von Derivate-, Wertpapier-Darlehens- und Pensionsgeschäftennimmt die Gesellschaft auf Rechnung desFonds Sicherheiten entgegen. Die Sicherheiten dienen dazu,das Ausfallrisiko des Vertragspartners dieser Geschäfte ganzoder teilweise zu reduzieren.24


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien10.3.1 Arten der zulässigen SicherheitenDie Gesellschaft akzeptiert bei Derivategeschäften/Wertpapier-Darlehensgeschäften/PensionsgeschäftenfolgendeVermögensgegenstände als Sicherheiten:1. Barsicherheiten in Euro2. Wertpapiersicherheitena. In Euro ausgestellte Anleihen von Staaten sowie Regierungsorganisationenb. In Euro ausgestellte Unternehmensanleihen10.3.2 Umfang der BesicherungWertpapier-Darlehensgeschäfte werden in vollem Umfangbesichert. Der Kurswert der als Darlehen übertragenenWertpapiere bildet dabei zusammen mit den zugehörigenErträgen den Sicherungswert. Die Leistung der Sicherheitendurch den Darlehensnehmer darf den Sicherungswertzuzüglich eines marktüblichen Aufschlags nicht unterschreiten.Im Übrigen müssen Derivate-, Wertpapier-Darlehens- undPensionsgeschäfte in einem Umfang besichert sein, dersicherstellt, dass der Anrechnungsbetrag für das Ausfallrisikodes jeweiligen Vertragspartners fünf Prozent des Wertesdes Fonds nicht überschreitet. Ist der Vertragspartner einKreditinstitut mit Sitz in Mitgliedstaat der EU oder in einemanderen Vertragsstaat des Abkommens über den EWR oderin einem Drittstaat, in dem gleichwertige Aufsichtsbestimmungengelten, so darf der Anrechnungsbetrag für dasAusfallrisiko zehn Prozent des Wertes des Fonds betragen.10.3.3 Strategie für Abschläge der Bewertung (Haircut-Strategie)Bei allen als Sicherheiten angenommenen Vermögensgegenständenwird in Abhängigkeit von der gestellten Sicherheitsowie dem Rating des Emittenten und der Laufzeit einBewertungsabschlag (Haircut) mit dem jeweiligen Kontrahentenwie folgt definiert:1. Barsicherheiten in Euro mit einem Bewertungsabschlagvon 0%,2. Wertpapiersicherheiten mit einem laufzeitabhängigenund ratingabhängigen Bewertungsabschlag von 0 - 50%.10.3.4 Anlage von BarsicherheitenBarsicherheiten in Form von Bankguthaben dürfen aufSperrkonten bei der Verwahrstelle des Fonds oder mit ihrerZustimmung bei einem anderen Kreditinstitut gehalten werden.Die Wiederanlage darf nur in Staatsanleihen von hoherQualität oder in Geldmarktfonds mit kurzer Laufzeitstrukturerfolgen. Zudem können Barsicherheiten im Wege einesumgekehrten Pensionsgeschäfts mit einem Kreditinstitutangelegt werden, wenn die Rückforderung des aufgelaufenenGuthabens jederzeit gewährleistet ist.10.4 KreditaufnahmeDie Aufnahme von kurzfristigen Krediten für gemeinschaftlicheRechnung der Anleger ist bis zu 10 Prozent des Wertesdes Fonds zulässig, sofern die Bedingungen der Kreditaufnahmemarktüblich sind und die Verwahrstelle der Kreditaufnahmezustimmt.10.5 Hebelwirkung (Leverage)Leverage ist jede Methode, mit der die Gesellschaft den Investitionsgraddes Fonds erhöht (Hebelwirkung). Dies kanndurch den Abschluss von Wertpapier-Darlehen, in Derivateeingebettete Hebelfinanzierung oder auf andere Weise erfolgen.Die Möglichkeit der Nutzung von Derivaten und desAbschlusses von Wertpapier-Darlehensgeschäften wird imAbschnitt „Anlageziele, -strategie, -grundsätze und -grenzenVermögensgegenstände – Derivate“ bzw. – Wertpapier-Darlehensgeschäfte“dargestellt. Die Möglichkeit zur Kreditaufnahmeist im Abschnitt „Anlageziele, -strategie, -grundsätzeund -grenzen – Kreditaufnahme“ erläutert.Die Gesellschaft kann für den Fonds maximal bis zur Höheder Marktrisikogrenze Leverage einsetzen (vgl. Abschnitt„Anlageziele, -strategie, -grundsätze und -grenzen – Vermögensgegenstände– Derivate“).10.6 Bewertung10.6.1 Allgemeine Regeln für die Vermögensbewertung10.6.1.1 An einer Börse zugelassene/an einem organisiertenMarkt gehandelte VermögensgegenständeVermögensgegenstände, die zum Handel an einer Börsezugelassen sind oder an einem anderen organisiertenMarkt zugelassen oder in diesen einbezogen sind sowieBezugsrechte für den Fonds werden zum letzten verfügbarenhandelbaren Kurs, der eine verlässliche Bewertunggewährleistet, bewertet, sofern im nachfolgenden Abschnitt„Besondere Regeln für die Bewertung einzelner Vermögensgegenstände“nicht anders angegeben. Unter demVerkehrswert ist der Betrag zu verstehen, zu dem der jeweiligeVermögensgegenstand in einem Geschäft zwischensachverständigen, vertragswilligen und unabhängigenGeschäftspartnern ausgetauscht werden könnte.10.6.1.2 Nicht an Börsen notierte oder an organisiertenMärkten gehandelte Vermögensgegenstände oder Vermögensgegenständeohne handelbaren KursVermögensgegenstände, die weder zum Handel an Börsenzugelassen sind noch in einem anderen organisierten Markt25


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktienzugelassen oder in diesen einbezogen sind oder für die keinhandelbarer Kurs verfügbar ist, werden zu dem aktuellenVerkehrswert bewertet, der bei sorgfältiger Einschätzungnach geeigneten Bewertungsmodellen unter Berücksichtigungder aktuellen Marktgegebenheiten angemessen ist,sofern im nachfolgenden Abschnitt „Besondere Regeln fürdie Bewertung einzelner Vermögensgegenstände“ nichtanders angegeben.10.6.2 Besondere Regeln für die Bewertung einzelner Vermögensgegenstände10.6.2.1 Nichtnotierte Schuldverschreibungen und SchuldscheindarlehenFür die Bewertung von Schuldverschreibungen, die nichtzum Handel an einer Börse zugelassen oder an einemanderen organisierten Markt zugelassen oder in dieseneinbezogen sind (z. B. nicht notierte Anleihen, CommercialPapers und Einlagenzertifikate), und für die Bewertung vonSchuldscheindarlehen werden die für vergleichbare Schuldverschreibungenund Schuldscheindarlehen vereinbartenPreise und gegebenenfalls die Kurswerte von Anleihenvergleichbarer Emittenten mit entsprechender Laufzeit undVerzinsung herangezogen, erforderlichenfalls mit einemAbschlag zum Ausgleich der geringeren Veräußerbarkeit.10.6.2.2 Optionsrechte und TerminkontrakteDie zu dem Fonds gehörenden Optionsrechte und Verbindlichkeitenaus einem Dritten eingeräumten Optionsrechten,die zum Handel an einer Börse zugelassen oder an einemanderen organisierten Markt zugelassen oder in diesen einbezogensind, werden zu dem jeweils letzten verfügbarenhandelbaren Kurs, der eine verlässliche Bewertung gewährleistet,bewertet.Das gleiche gilt für Forderungen und Verbindlichkeiten ausfür Rechnung des Fonds verkauften Terminkontrakten. Diezu Lasten des Fonds geleisteten Einschüsse werden unterEinbeziehung der am Börsentag festgestellten Bewertungsgewinneund Bewertungsverluste zum Wert des Fondshinzugerechnet.10.6.2.3 Bankguthaben, Festgelder, Investmentanteile undDarlehenBankguthaben werden grundsätzlich zu ihrem Nennwertzuzüglich zugeflossener Zinsen bewertet.Festgelder werden zum Verkehrswert bewertet, sofern dasFestgeld jederzeit kündbar ist und die Rückzahlung bei derKündigung nicht zum Nennwert zuzüglich Zinsen erfolgt.Investmentanteile (Anteile an Zielfonds) werden grundsätzlichmit ihrem letzten festgestellten Rücknahmepreisangesetzt oder zum letzten verfügbaren handelbaren Kurs,der eine verlässliche Bewertung gewährleistet. Stehen dieseWerte nicht zur Verfügung, werden Investmentanteile zudem aktuellen Verkehrswert bewertet, der bei sorgfältigerEinschätzung nach geeigneten Bewertungsmodellen unterBerücksichtigung der aktuellen Marktgegebenheiten angemessenist.Für Rückerstattungsansprüche aus Darlehensgeschäftenist der jeweilige Kurswert der als Darlehen übertragenenVermögensgegenstände maßgebend.10.6.2.4 Auf ausländische Währung lautende VermögensgegenständeAuf ausländische Währung lautende Vermögensgegenständewerden zu dem unter Zugrundelegung des WM/Reuters-Fixing um 16:00 Uhr MEZ ermittelten Devisenkurs derWährung des Vortages in Euro umgerechnet.10.7 TeilinvestmentvermögenDer Siemens Weltinvest Aktien ist nicht Teilinvestmentvermögeneiner Umbrella-Konstruktion.11. AnteileDie Rechte der Anleger werden bei Errichtung des Fondsausschließlich in Globalurkunden verbrieft. Diese Globalurkundenwerden bei einer Wertpapier-Sammelbank verwahrt.Ein Anspruch des Anlegers auf Auslieferung einzelnerAnteilscheine besteht nicht. Der Erwerb von Anteilen istnur bei Depotverwahrung möglich. Die Anteilscheine lautenauf den Inhaber und sind über einen Anteil oder eine Mehrzahlvon Anteilen ausgestellt. Mit der Übertragung einesAnteilscheins gehen auch die darin verbrieften Rechte über.11.1 Ausgabe und Rücknahme von Anteilen11.1.1 Ausgabe von AnteilenDie Anzahl der ausgegebenen Anteile ist grundsätzlichnicht beschränkt. Die Anteile können bei der Gesellschaft,der Verwahrstelle oder durch Vermittlung Dritter (zumBeispiel Kreditinstitute) erworben werden. Sie werden vonder Verwahrstelle zum Ausgabepreis ausgegeben, der demNettoinventarwert pro Anteil („Anteilwert“) zuzüglich einesAusgabeaufschlags entspricht. Daneben ist der Erwerb überdie Vermittlung Dritter möglich, hierbei können zusätzlicheKosten entstehen. Die Gesellschaft behält sich vor,die Ausgabe von Anteilen vorübergehend oder vollständigeinzustellen.26


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien11.1.2 Rücknahme von AnteilenDie Anleger können bewertungstäglich die Rücknahme vonAnteilen verlangen, sofern die Gesellschaft die Anteilrücknahmenicht vorübergehend ausgesetzt hat (siehe Abschnitt„Aussetzung der Rücknahme). Rücknahmeorders sind beider Verwahrstelle oder der Gesellschaft selbst zu stellen. DieGesellschaft ist verpflichtet, die Anteile zu dem am Abrechnungsstichtaggeltenden Rücknahmepreis zurückzunehmen,der dem an diesem Tag ermittelten Anteilwert – gegebenenfallsabzüglich eines Rücknahmeabschlages – entspricht.Die Rücknahme kann auch durch die Vermittlung Drittererfolgen, hierbei können zusätzliche Kosten entstehen.11.1.3 Abrechnung bei Anteilausgabe und -rücknahmeDie Gesellschaft trägt dem Grundsatz der AnlegergleichbehandlungRechnung, indem sie sicherstellt, dass sich keinAnleger durch den Kauf oder Verkauf von Anteilen zu bereitsbekannten Anteilwerten Vorteile verschaffen kann. Sie setztdeshalb einen täglichen Orderannahmeschluss fest. DieAbrechnung von Ausgabe- und Rücknahmeorders, die biszum Orderannahmeschluss bei der Verwahrstelle oder derGesellschaft eingehen, erfolgt spätestens an dem auf denEingang der Order folgenden Wertermittlungstag (=Abrechnungstag)zu dem dann ermittelten Anteilwert. Orders, dienach dem Annahmeschluss bei der Verwahrstelle oder beider Gesellschaft eingehen, werden erst am übernächstenWertermittlungstag (=Abrechnungstag) zu dem dann ermitteltenAnteilwert abgerechnet. Der Orderannahmeschlussfür diesen Fonds ist auf der Homepage der Gesellschaftunter www.siemens.de/publikumsfonds veröffentlicht. Erkann von der Gesellschaft jederzeit geändert werden.Darüber hinaus können Dritte die Anteilausgabe beziehungsweise– rücknahme vermitteln, z. B. die depotführendeStelle. Dabei kann es zu längeren Abrechnungszeitenkommen. Auf die unterschiedlichen Abrechnungsmodalitätender depotführenden Stellen hat die Gesellschaft keinenEinfluss.11.1.4 Aussetzung der AnteilrücknahmeDie Gesellschaft kann die Rücknahme der Anteile zeitweiligaussetzen, sofern außergewöhnliche Umstände vorliegen,die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessender Anleger erforderlich erscheinen lassen. Solche außergewöhnlichenUmstände liegen etwa vor, wenn eine Börse, ander ein wesentlicher Teil der Wertpapiere des Fonds gehandeltwird, außerplanmäßig geschlossen ist oder wenn dieVermögensgegenstände des Fonds nicht bewertet werdenkönnen.Der Gesellschaft bleibt es vorbehalten, die Anteile erst dannzu dem dann gültigen Rücknahmepreis zurückzunehmenoder umzutauschen, wenn sie unverzüglich, jedoch unterWahrung der Interessen aller Anleger, Vermögensgegenständedes Fonds veräußert hat.Die Gesellschaft unterrichtet die Anleger durch Bekanntmachungim Bundesanzeiger und darüber hinaus auf derHomepage der Gesellschaft unter www.siemens.de/publikumsfondsüber die Aussetzung und die Wiederaufnahmeder Rücknahme der Anteile. Außerdem werden die Anlegerüber ihre depotführenden Stellen in Papierform oder inelektronischer Form informiert.11.2 LiquiditätsmanagementDie Gesellschaft hat für den Fonds schriftliche Grundsätzeund Verfahren festgelegt, die es ihr ermöglichen, dieLiquiditätsrisiken des Fonds zu überwachen und zu gewährleisten,dass sich das Liquiditätsprofil der Anlagen des Fondsmit den zugrundeliegenden Verbindlichkeiten des Fondsdeckt.Unter Berücksichtigung der unter Abschnitt „Anlageziele,-strategie, -grundsätze und -grenzen“ dargelegten Anlagestrategieergibt sich folgendes Liquiditätsprofil des Fonds:Das Liquiditätsmanagement des Siemens Weltinvest Aktiensoll sicherstellen, dass der überwiegende Teil der Vermögensgegenständedes Fonds innerhalb von 5 Geschäftstagenliquidierbar ist.Die Grundsätze und Verfahren umfassen:- Die Gesellschaft überwacht die Liquiditätsrisiken, diesich auf Ebene des Fonds oder der Vermögensgegenständeergeben können. Sie nimmt dabei eine Einschätzung derLiquidität der im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständein Relation zum Fondsvermögen vor und legt hierfür eineLiquiditätsquote fest. Die Beurteilung der Liquidität beinhaltetbeispielsweise eine Analyse des Handelsvolumens, derKomplexität des Vermögensgegenstandes, die Anzahl derHandelstage, die zur Veräußerung des jeweiligen Vermögensgegenstandesbenötigt werden, ohne Einfluss auf denMarktpreis zu nehmen. Die Gesellschaft überwacht hierbeiauch die Anlagen in Zielfonds und deren Rücknahmegrundsätzeund daraus resultierende etwaige Auswirkungen aufdie Liquidität des Fonds,- Die Gesellschaft überwacht die Liquiditätsrisiken, die sichdurch erhöhte Verlangen der Anleger auf Anteilrücknahmenergeben können. Hierbei bildet sie sich Erwartungen überNettomittelveränderungen unter Berücksichtigung vonverfügbaren Informationen über die Anlegerstruktur undErfahrungswerten aus historischen Nettomittelveränderungen.Sie berücksichtigt die Auswirkungen von Großabrufrisikenund anderen Risiken (z. B. Reputationsrisiken),- Die Gesellschaft hat für den Fonds adäquate Limits fürdie Liquiditätsrisiken festgelegt. Sie überwacht die Einhal-27


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktientung dieser Limits und hat Verfahren bei einer Überschreitungoder möglichen Überschreitung der Limits festgelegt,- Die von der Gesellschaft eingerichteten Verfahren gewährleisteneine Konsistenz zwischen Liquiditätsquote, denLiquiditätsrisikolimits und den zu erwarteten Nettomittelveränderungen.Die Gesellschaft überprüft diese Grundsätze regelmäßig undaktualisiert sie entsprechend.Die Gesellschaft führt regelmäßig, mindestens monatlichStresstests durch, mit denen sie die Liquiditätsrisiken desFonds bewerten kann. Die Gesellschaft führt die Stresstestsauf der Grundlage aktueller quantitativer und qualitativerInformationen durch. Hierbei werden Fristen, innerhalbderer die Vermögensgenstände veräußert werden können,sowie Informationen in Bezug auf Marktentwicklungeneinbezogen. Die Stresstests simulieren mangelnde Liquiditätder Vermögenswerte im Fonds sowie atypische Rücknahmeforderungen.Die Rückgaberrechte unter normalen und außergewöhnlichenUmständen sowie die Aussetzung der Rücknahmesind im Abschnitt „Anteile – Ausgabe und Rücknahme vonAnteilen – Aussetzung der Anteilrücknahme“ dargestellt.Die hiermit verbunden Risiken sind unter „Risikohinweise –Risiko der Fondsanlage – Aussetzung der Anteilrücknahme“sowie „– Risiko der eingeschränkten Liquidität des Fonds(Liquiditätsrisiko)“ erläutert.11.3 Börsen und MärkteDie Gesellschaft hat Kenntnis davon, dass die Anteile desSiemens Weltinvest Aktien - ohne ihre Zustimmung - infolgenden Märkten gehandelt werden:- Frankfurt- München- Stuttgart- Hamburg- Berlin- DüsseldorfEs kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Anteile ohneZustimmung der Gesellschaft auch an anderen Märktengehandelt werden. Ein Dritter kann ohne Zustimmung derGesellschaft veranlassen, dass die Anteile in den Freiverkehroder einen anderen außerbörslichen Handel einbezogenwerden.Der dem Börsenhandel oder Handel an sonstigen Märktenzugrundeliegende Marktpreis wird nicht ausschließlichdurch den Wert der im Fonds gehaltenen Vermögensgegenstände,sondern auch durch Angebot und Nachfragebestimmt. Daher kann dieser Marktpreis von dem von derGesellschaft beziehungsweise der Verwahrstelle ermitteltenAnteilwert abweichen.11.4 Faire Behandlung der Anleger und AnteilklassenAlle ausgegebenen Anteile haben gleiche Ausgestaltungsmerkmale.Anteilklassen werden nicht gebildet.Die Gesellschaft hat die Anleger des Fonds fair zu behandeln.Sie darf im Rahmen der Steuerung des Liquiditätsrisikosund der Rücknahme von Anteilen die Interessen einesAnlegers oder einer Gruppe von Anlegern nicht über dieInteressen eines anderen Anlegers oder einer anderen Anlegergruppestellen.Zu den Verfahren, mit denen die Gesellschaft die faire Behandlungder Anleger sicherstellt, siehe Abschnitt „Abrechnungbei Anteilausgabe und –rücknahme“ sowie „Liquiditätsmanagement“.11.5 Ausgabe- und RücknahmepreisZur Errechnung des Ausgabepreises und des Rücknahmepreisesfür die Anteile ermittelt die Gesellschaft unterKontrolle der Verwahrstelle bewertungstäglich den Wert derzum Fonds gehörenden Vermögensgegenstände abzüglichder Verbindlichkeiten (Nettoinventarwert). Die Teilung desso ermittelten Nettoinventarwerts durch die Anzahl derausgegebenen Anteile ergibt den Wert jedes Anteils („Anteilwert“).Tage, an denen der Wert für den Anteilwert des Fondsermittelt wird, sind alle Börsentage. An gesetzlichen Feiertagenim Geltungsbereich des KAGB, die Börsentage sind,sowie am 24. und 31. Dezember jeden Jahres können dieGesellschaft und die Verwahrstelle von einer Ermittlung desWertes absehen. Von einer Ermittlung des Anteilwerts wirdderzeit an Neujahr, Heilige Drei Könige, Karfreitag, Ostern,Ostermontag, Maifeiertag, Christi Himmelfahrt, Pfingsten,Pfingstmontag, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt, Tag derDeutschen Einheit, Allerheiligen, Heiligabend, 1. und 2.Weihnachtsfeiertag und Silvester abgesehen.11.6 Aussetzung der Errechnung des AusgabeundRücknahmepreisesDie Gesellschaft kann die Errechnung des Ausgabe- undRücknahmepreises zeitweilig unter denselben Voraussetzungenwie die Anteilrücknahme aussetzen. Diese sind imAbschnitt „Anteile - Aussetzung der Anteilrücknahme“ nähererläutert.11.7 AusgabeaufschlagDerzeit wird für den Siemens Weltinvest Aktien kein Aus-28


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktiengabeaufschlag erhoben. Die Ausgabe- und Vertriebskostenträgt die Gesellschaft aus der ihr zustehenden Verwaltungsvergütung.Die Besonderen Anlagebedingungen („BAB“) räumen der Gesellschaftaber die Möglichkeit ein, bei der Festsetzung desAusgabepreises dem Anteilwert einen Ausgabeaufschlaghinzuzurechnen. Der Ausgabeaufschlag beträgt maximal5 Prozent des Anteilwertes. Der Ausgabeaufschlag kann insbesonderebei kurzer Anlagedauer die Wertentwicklung desFonds reduzieren oder sogar ganz aufzehren. Der Ausgabeaufschlagstellt im Wesentlichen eine Vergütung für denVertrieb der Anteile des Fonds dar. Die Gesellschaft kannden Ausgabeaufschlag zur Abgeltung von Vertriebsleistungenan etwaige vermittelnde Stellen weitergeben.11.8 RücknahmeabschlagEin Rücknahmeabschlag wird nicht erhoben.11.9 Veröffentlichung der Ausgabe- und RücknahmepreiseDie Ausgabe- und Rücknahmepreise werden bei jederAusgabe und Rücknahme in einer hinreichend verbreitetenTages- und Wirtschaftszeitung oder/und auf der Homepageder Gesellschaft unter www.siemens.de/publikumsfondsveröffentlicht.11.10 Kosten11.10.1 Kosten bei Ausgabe und Rücknahme der AnteileDie Ausgabe und Rücknahme der Anteile durch die Gesellschaftbeziehungsweise durch die Verwahrstelle erfolgtzum Ausgabepreis beziehungsweise Rücknahmepreis ohneBerechnung zusätzlicher Kosten.Erwirbt der Anleger Anteile durch Vermittlung Dritter,können diese höhere Kosten als den Ausgabeaufschlagberechnen. Gibt der Anleger Anteile über Dritte zurück, sokönnen diese bei der Rücknahme der Anteile eigene Kostenberechnen.11.10.2 Verwaltungs- und sonstige KostenDie Gesellschaft erhält für die Verwaltung des Fonds aus demFonds eine tägliche Vergütung in Höhe von bis zu 1,25 % p.a.des durchschnittlichen Wertes des Fonds auf Basis des börsentäglichermittelten Nettoinventarwertes. Die Verwaltungsvergütungwird dem OGAW-Sondervermögen monatlich zumMonatsende entnommen.Die Gesellschaft kann in den Fällen, in denen für den Fondsgerichtlich oder außergerichtlich streitige Ansprüche durchgesetztwerden, eine Vergütung von bis zu 20 % der für denFonds - nach Abzug und Ausgleich der aus diesem Verfahrenfür den Fonds entstandenen Kosten – vereinnahmten Beträgeberechnen.Die monatliche Vergütung für die Verwahrstelle beträgt 1/12von bis zu 0,2 % p.a. des am Ende eines Monats errechnetenWertes des Fonds.Daneben können die folgenden Aufwendungen dem Fondszusätzlich belastet werden:• Bankübliche Verwahr- und Kontogebühren, gegebenenfallseinschließlich der banküblichen Kosten für die Verwahrungausländischer Vermögensgegenstände im Ausland,• Kosten für den Druck und Versand der für die Anleger bestimmtengesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen(Jahres- und Halbjahresberichte, Verkaufsprospekt, wesentlicheAnlegerinformationen),• Kosten der Bekanntmachung der Jahres- und Halbjahresberichte,der Ausgabe- und Rücknahmepreise und gegebenenfallsdes Auflösungsberichtes,• Kosten für die Prüfung des Fonds durch den Abschlussprüfer,• Kosten für die Bekanntmachung der Besteuerungsgrundlagenund der Bescheinigung, dass die steuerlichen Angabennach den Regeln des deutschen Steuerrechts ermitteltwurden,• Kosten für die Geltendmachung und Durchsetzung vonRechtsansprüchen durch die Gesellschaft für Rechnungdes Fonds sowie der Abwehr von gegen die Gesellschaft zuLasten des Fonds erhobenen Ansprüchen,• Gebühren und Kosten, die von staatlichen Stellen inBezug auf den Fonds erhoben werden,• Kosten sowie jegliche Entgelte, die mit dem Erwerb und/oder der Verwendung beziehungsweise Nennung einesVergleichsmaßstabes oder Finanzindizes anfallen können,• Kosten für die Beauftragung von Stimmrechtsbevollmächtigten,• Kosten für die Analyse des Anlageerfolges des Fondsdurch Dritte,• Im Zusammenhang mit den an die Gesellschaft, die Verwahrstelleund Dritte zu zahlenden Vergütungen sowie denvorstehend genannten Aufwendungen anfallende Steuerneinschließlich der im Zusammenhang mit der Verwaltungund Verwahrung entstehenden Steuern.Neben den vorgenannten Vergütungen und Aufwendungenwerden dem Fonds die in Zusammenhang mit dem Erwerbund der Veräußerung von Vermögensgegenständen entstehendenKosten belastet.Sollte die Gesellschaft für die Anbahnung, Vorbereitung undDurchführung von Wertpapier-Darlehensgeschäften undWertpapier-Pensionsgeschäften eine Vergütung erhalten,fließt diese vollumfänglich dem Investmentvermögen zu.29


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien11.11 Besonderheiten beim Erwerb von InvestmentanteilenNeben der Vergütung zur Verwaltung des Fonds wird eineVerwaltungsvergütung für die im Fonds gehaltenen Anteilean Zielfonds berechnet.11.12 GesamtkostenquoteIm Jahresbericht werden die im Geschäftsjahr zu Lasten desFonds angefallenen Verwaltungskosten offengelegt und alsQuote des durchschnittlichen Fondsvolumens ausgewiesen(Gesamtkostenquote). Die Verwaltungskosten setzen sichzusammen aus der Vergütung für die Verwaltung des Fonds,der Vergütung der Verwahrstelle sowie den Aufwendungen,die dem Fonds zusätzlich belastet werden können (siehe Abschnitt„Kosten – Verwaltungs- und sonstige Kosten“ sowie„–Besonderheiten beim Erwerb von Investmentanteilen“).Die Gesamtkostenquote beinhaltet keine Nebenkosten undKosten, die beim Erwerb und der Veräußerung von Vermögensgegenständenentstehen (Transaktionskosten).Die Gesamtkostenquote wird in den wesentlichen Anlegerinformationenals sogenannte „laufende Kosten“ veröffentlicht.12. Wertentwicklung, Ermittlung und Verwendungder Erträge, Geschäftsjahr12.1 Wertentwicklung40 %30 %20 %10 %0 %-10 %-20 %-30 %-40 %-50 %Wertentwicklung pro Kalenderjahr8,3 %8,6 %8,5 %0,7 %38,8 %25,0 %2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012Siemens Weltinvest Aktien8,0 %4,7 %-1,0 %-6,0 %-39,2 %-35,8 %VergleichsindexDurchschnittliche Wertentwicklung p.a.30,1 %17,0 %18,9 %13,3 %-4,7 %-5,5 %8,0 %8,8 %3 Jahre 9,35 %5 Jahre 12,88 %10 Jahre 6,59 %Stand: 29.11.2013Wertentwicklung (Quelle: Siemens Fonds Invest GmbH):Berechnung nach BVI-Methode. Die Wertentwicklung istdabei die prozentuale Veränderung zwischen dem Vermögenam Anfang des Anlagezeitraumes und seinem Wert amEnde des Anlagezeitraumes. Die auf Fondsebene anfallendenKosten werden berücksichtigt. Die auf Kundenebeneanfallenden Kosten (zum Beispiel Depotkosten) werdennicht berücksichtigt. Ausschüttungen werden rechnerischumgehend in neue Anteile investiert.Aktuelle Angaben zur Wertentwicklung des Fondserfolgen im Jahres- und Halbjahresbericht sowie aufder Homepage der Gesellschaft unterwww.siemens.de/publikumsfonds.Die historische Wertentwicklung des Fonds ermöglicht keinePrognose für die zukünftige Wertentwicklung.12.2 Ermittlung der Erträge. ErtragsausgleichsverfahrenDer Fonds erzielt Erträge aus den während des Geschäftsjahresangefallenen und nicht zur Kostendeckung verwendetenZinsen, Dividenden und Erträgen aus Investmentanteilen.Hinzu kommen Entgelte aus Darlehens- undPensionsgeschäften. Weitere Erträge können aus derVeräußerung von für Rechnung des Fonds gehaltenen Vermögensgegenständenresultieren.Die Gesellschaft wendet für den Fonds ein sog. Ertragsausgleichsverfahrenan. Das bedeutet, dass die währenddes Geschäftsjahres angefallenen anteiligen Erträge, dieder Anteilerwerber als Teil des Ausgabepreises bezahlenmuss und die der Verkäufer von Anteilscheinen als Teil desRücknahmepreises vergütet erhält, fortlaufend verrechnetwerden. Bei der Berechnung des Ertragsausgleichs werdendie angefallenen Aufwendungen berücksichtigt.Das Ertragsausgleichsverfahren dient dazu, Schwankungenim Verhältnis zwischen Erträgen und sonstigen Vermögensgegenständenauszugleichen, die durch Nettomittelzuflüsseoder Nettomittelabflüsse aufgrund von Anteilausgaben oder-rückgaben verursacht werden. Jeder Nettomittelzuflussliquider Mittel würde andernfalls den Anteil der Erträge amNettoinventarwert des Fonds verringern, jeder Abfluss ihnvermehren.Im Ergebnis führt das Ertragsausgleichverfahren dazu, dassder im Jahresbericht ausgewiesene Ertrag je Anteil nichtdurch die Anzahl der umlaufenden Anteile beeinflusst wird.12.3 Ertragsverwendung und GeschäftsjahrBei dem Siemens Weltinvest Aktien werden die Erträge nichtausgeschüttet, sondern im Fonds wiederangelegt (Thesau-30


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktienrierung).Soweit die Anteile in einem Depot bei der Verwahrstelleverwahrt werden, schreiben deren Geschäftsstellen die Ausschüttungenkostenfrei gut. Soweit das Depot bei anderenBanken oder Sparkassen geführt wird, können zusätzlicheKosten entstehen.Das Geschäftsjahr des Fonds endet am 31. Mai.13. Auflösung und Verschmelzung des Fonds13.1 Voraussetzungen für die Auflösung des FondsDie Anleger sind nicht berechtigt, die Auflösung des Fondszu verlangen. Die Gesellschaft kann ihr Recht zur Verwaltungdes Fonds kündigen unter Einhaltung einer Kündigungsfristvon mindestens sechs Monaten durch Bekanntgabeim Bundesanzeiger und darüber hinaus im Jahresberichtoder Halbjahresbericht. Außerdem werden die Anlegerüber ihre depotführenden Stellen in Papierform oder inelektronischer Form über die Kündigung informiert. Mitdem Wirksamwerden der Kündigung erlischt das Recht derGesellschaft, den Fonds zu verwalten.Des Weiteren endet das Verwaltungsrecht der Gesellschaft,wenn das Insolvenzverfahren über ihr Vermögen eröffnetwird oder mit der Rechtskraft des Gerichtsbeschlusses,durch den der Antrag auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrensmangels Masse abgewiesen wird.Mit Erlöschen des Verwaltungsrechts der Gesellschaft gehtdas Verfügungsrecht über den Fonds auf die Verwahrstelleüber, die den Fonds abwickelt und den Erlös an die Anlegerverteilt, oder mit Genehmigung der BaFin einer anderenKapitalverwalungsgesellschaft die Verwaltung überträgt.13.2 Verfahren bei Auflösung des FondsMit dem Übergang des Verfügungsrechts über den Fondsauf die Verwahrstelle wird die Ausgabe und Rücknahme vonAnteilen eingestellt und der Fonds abgewickelt.Der Erlös aus der Veräußerung der Vermögenswerte desFonds abzüglich der noch durch den Fonds zu tragendenKosten und der durch die Auflösung verursachten Kostenwerden an die Anleger verteilt, wobei diese in Höhe ihrerjeweiligen Anteile am Fonds Ansprüche auf Auszahlung desLiquidationserlöses haben.Die Gesellschaft erstellt auf den Tag, an dem ihr Verwaltungsrechterlischt, einen Auflösungsbericht, der den Anforderungenan einen Jahresbericht entspricht. Spätestens dreiMonate nach dem Stichtag der Auflösung des Fonds wirdder Auflösungsbericht im Bundesanzeiger bekannt gemacht.Während die Verwahrstelle den Fonds abwickelt, erstellt siejährlich sowie auf den Tag, an dem die Abwicklung beendetist, einen Bericht, der den Anforderungen an einen Jahresberichtentspricht. Diese Berichte sind ebenfalls spätestensdrei Monate nach dem Stichtag im Bundesanzeiger bekanntzu machen.13.3 Voraussetzungen für die Verschmelzung desFondsAlle Vermögensgegenstände dieses Fonds dürfen mitGenehmigung der BaFin auf eine anderes bestehendes oderdurch die Verschmelzung neu gegründetes Investmentvermögenübertragen werden, welches die Anforderungenan einen OGAW erfüllen muss, der in Deutschland oderin einem anderen EU- oder EWR-Staat aufgelegt wurde.Sämtliche Vermögensgegenstände des Fonds dürfen auchauf eine bestehende oder durch die Verschmelzung neugegründete inländische Investmentaktiengesellschaft mitveränderlichem Kapital übertragen werden.Die Übertragung wird zum Geschäftsjahresende des Fonds(Übertragungsstichtag) wirksam, sofern kein anderer Übertragungsstichtagbestimmt wird.13.4 Rechte der Anleger bei der Verschmelzungdes FondsDie depotführenden Stellen der Anleger des Fonds übermittelndiesen spätestens 37 Tage vor dem geplanten Übertragungsstichtagin Papierform oder in elektronischer FormInformationen zu den Gründen für die Verschmelzung, denpotentiellen Auswirkungen für die Anleger, deren Rechte inZusammenhang mit der Verschmelzung sowie zu maßgeblichenVerfahrensaspekten. Die Anleger erhalten weiterhindie wesentlichen Anlegerinformationen für den Investmentfonds,auf den die Vermögensgegenstände des Fondsübertragen werden.Die Anleger haben bis fünf Arbeitstage vor dem geplantenÜbertragungsstichtag entweder die Möglichkeit, ihre Anteileohne weitere Kosten, mit Ausnahme der Kosten zur Deckungder Auflösung des Fonds, zurückzugeben, oder ihreAnteile gegen Anteile eines anderen offenen Publikums-Investmentvermögens umzutauschen, das ebenfalls von derGesellschaft oder einem Unternehmen desselben Konzernsverwaltet wird und dessen Anlagegrundsätze mit denen desFonds vereinbar sind.Am Übertragungsstichtag werden die Nettoinventarwertedes Fonds und des übernehmenden Investmentvermögensberechnet, das Umtauschverhältnis wird festgelegt undder gesamte Umtauschvorgang wird vom Abschlussprüfergeprüft. Das Umtauschverhältnis ermittelt sich nach demVerhältnis der Nettoinventarwerte je Anteil des Fonds und31


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktiendes übernehmenden Investmentvermögens zum Zeitpunktder Übernahme. Der Anleger erhält die Anzahl von Anteilenan dem übernehmenden Investmentvermögen, die demWert seiner Anteile an dem Fonds entspricht.Sofern die Anleger von ihrem Rückgabe- oder Umtauschrechtkeinen Gebrauch machen, werden sie am ÜbertragungsstichtagAnleger des übernehmenden Investmentvermögens.Die Gesellschaft kann gegebenenfalls auch mitder Verwaltungsgesellschaft des übernehmenden Investmentvermögensfestlegen, dass den Anlegern des Fondsbis zu 10 Prozent des Wertes ihrer Anteile in bar ausgezahltwerden. Mit der Übertragung aller Vermögenswerte erlischtder Fonds. Findet die Übertragung während des laufendenGeschäftsjahres des Fonds statt, muss die Gesellschaft aufden Übertragungsstichtag einen Bericht erstellen, der denAnforderungen an einen Jahresbericht entspricht.Die Gesellschaft macht im Bundesanzeiger und darüberhinaus in den in diesem Verkaufsprospekt bezeichnetenelektronischen Informationsmedien bekannt, wenn derFonds auf ein anderes von der Gesellschaft verwaltetesInvestmentvermögen verschmolzen wurde und die Verschmelzungwirksam geworden ist. Sollte der Fonds auf einInvestmentvermögen verschmolzen werden, das nicht vonder Gesellschaft verwaltet wird, so übernimmt die Verwaltungsgesellschaftdie Bekanntmachung des Wirksamwerdensder Verschmelzung, die das aufnehmende oder neugegründete Investmentvermögen verwaltet.13.5 AuslagerungDie Gesellschaft hat folgende wesentliche Tätigkeiten ausgelagert:• Fondsverwaltungs-Serviceleistungen für ausgewählteInvestmentvermögen an die SGSS Deutschland KapitalanlagegesellschaftmbH, Unterföhring (SGSS),• Fondsverwaltungs-Serviceleistungen für ausgewählteInvestmentvermögen an die BNY Mellon Service Kapitalanlage-GesellschaftmbH., Frankfurt am Main (BSK),• Marktrisikomessung nach der DerivateVO die BHF-BankAG, Frankfurt am Main,• Zur steuerrechtlichen Beratung die WTS SteuerberatungsgesellschaftmbH, Thomas-Wimmer-Ring 1-3, 80539München,• Interne Revision an Siemens AG, Corporate FinanceAudit, München. Die Leistungen umfassen die Prüfung undBeurteilung der Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich allerAktivitäten und Prozesse der Siemens Fonds Invest GmbH,• Siemens Financial Services GmbH, SFS IT, München. SFSIT erbringt Leistungen auf dem Gebiet der IT und Telekommunikation,• Bearbeitung von Compliance Fällen an die Siemens AG,München.14. InteressenskonflikteBei der Gesellschaft können folgende Interessenskonflikteentstehen:Die Interessen des Anlegers können mit folgenden Interessenkollidieren:• Interessen der Gesellschaft und der mit dieser verbundenenUnternehmen• Interessen der Mitarbeiter der Gesellschaft• Interessen anderer Anleger in diesem oder anderenFonds.Umstände oder Beziehungen, die Interessenskonflikte begründenkönnen, umfassen insbesondere:• Anreizsysteme für Mitarbeiter der Gesellschaft• Mitarbeitergeschäfte• Zuwendungen an Mitarbeiter der Gesellschaft• Umschichtungen im Fonds• stichtagsbezogene Aufbesserung der Fondsperformance(„window dressing“)• Geschäfte zwischen der Gesellschaft und den von ihrverwalteten Investmentvermögen oder Individualportfolios• Geschäfte zwischen von der Gesellschaft verwaltetenInvestmentvermögen und/oder Individualportfolios• Zusammenfassung mehrerer Orders („block trades“)• Beauftragung von verbundenen Unternehmen und Personen• Einzelanlagen von erheblichem Umfang• Transaktionen nach Handelsschluss zum bereits absehbarenSchlusskurs des laufenden Tages, sogenanntes LateTradingDer Gesellschaft können im Zusammenhang mit Geschäftenfür Rechnung des Fonds geldwerte Vorteile (Brokerresearch, Finanzanalysen, Markt- und Kursinformationssysteme)entstehen, die im Interesse der Anleger bei denAnlageentscheidungen verwendet werden.Der Gesellschaft fließen keine Rückvergütungen der ausdem Fonds an die Verwahrstelle und an Dritte geleistetenVergütungen und Aufwandserstattungen zu.Die Gesellschaft gewährt an Vermittler, z. B. Kreditinstitute,wiederkehrend - meist jährlich – Vermittlungsentgelte als sogenannte “Vermittlungsfolgeprovisionen“.Zum Umgang mit Interessenskonflikten setzt die Gesellschaftfolgende organisatorische Maßnahmen ein, umInteressenskonflikte zu ermitteln, ihnen vorzubeugen, sie zusteuern, zu beobachten und sie offenzulegen:• Bestehen einer Compliance-Abteilung, die die Einhaltungvon Gesetzen und Regeln überwacht und an die Interessenskonfliktegemeldet werden müssen,• Pflichten zur Offenlegung,• Organisatorische Maßnahmen wie32


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien• die Einrichtung von Vertraulichkeitsbereichen für einzelneAbteilungen, um dem Missbrauch von vertraulichenInformationen vorzubeugen,• Zuordnung von Zuständigkeiten, um unsachgemäßeEinflussnahme zu verhindern,• die Trennung von Eigenhandel und Kundenhandel,• Verhaltensregeln für Mitarbeiter in Bezug auf Mitarbeitergeschäfte,Verpflichtungen zur Einhaltung des Insiderrechts,• Einrichtung von Vergütungssystemen,• Grundsätze zur bestmöglichen Ausführung beim Erwerbbeziehungsweise Veräußerung von Finanzinstrumenten,• Einrichtung von Orderannahmezeiten (Cut-off Zeiten).15. Kurzangaben über steuerrechtliche VorschriftenDie Aussagen zu den steuerlichen Vorschriften gelten nurfür Anleger, die in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtigsind. Dem ausländischen Anleger empfehlen wir, sich vorErwerb von Anteilen an dem in diesem Verkaufsprospekt beschriebenenFonds mit seinem Steuerberater in Verbindungzu setzen und mögliche steuerliche Konsequenzen aus demAnteilserwerb in seinem Heimatland individuell zu klären.Der Fonds ist als Zweckvermögen von der KörperschaftundGewerbesteuer befreit. Die steuerpflichtigen Erträgedes Fonds werden jedoch beim Privatanleger als Einkünfteaus Kapitalvermögen der Einkommensteuer unterworfen,soweit diese zusammen mit sonstigen Kapitalerträgen denSparer-Pauschbetrag von jährlich 801,- Euro (für Alleinstehendeoder getrennt veranlagte Ehegatten) beziehungsweise1.602,-- Euro (für zusammen veranlagte Ehegatten)übersteigen./Die steuerpflichtigen Erträge des Fondswerden jedoch beim Privatanleger als Einkünfte aus Kapitalvermögender Einkommensteuer unterworfen, soweitdiese zusammen mit sonstigen Kapitalerträgen den aktuellgeltenden Sparer-Pauschbetrag 1 übersteigen.Einkünfte aus Kapitalvermögen unterliegen grundsätzlicheinem Steuerabzug von 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlagund gegebenenfalls Kirchensteuer). Zu denEinkünften aus Kapitalvermögen gehören auch die vomFonds ausgeschütteten Erträge, die ausschüttungsgleichenErträge, der Zwischengewinn sowie der Gewinn aus demAn- und Verkauf von Fondsanteilen, wenn diese nach dem31. Dezember 2008 erworben wurden beziehungsweisewerden. 2Der Steuerabzug hat für den Privatanleger grundsätzlichAbgeltungswirkung (sog. Abgeltungsteuer), so dass dieEinkünfte aus Kapitalvermögen regelmäßig nicht in der Einkommensteuererklärunganzugeben sind. Bei der Vornahmedes Steuerabzugs werden durch die depotführende Stellegrundsätzlich bereits Verlustverrechnungen vorgenommenund ausländische Quellensteuern angerechnet.Der Steuerabzug hat u.a. aber dann keine Abgeltungswirkung,wenn der persönliche Steuersatz geringer ist als derAbgeltungssatz von 25 Prozent. In diesem Fall können dieEinkünfte aus Kapitalvermögen in der Einkommensteuererklärungangegeben werden. Das Finanzamt setzt dann denniedrigeren persönlichen Steuersatz an und rechnet auf diepersönliche Steuerschuld den vorgenommenen Steuerabzugan (sog. Günstigerprüfung).Sofern Einkünfte aus Kapitalvermögen keinem Steuerabzugunterlegen haben (weil zum Beispiel ein Gewinn aus derVeräußerung von Fondsanteilen in einem ausländischen Depoterzielt wird), sind diese in der Steuererklärung anzugeben.Im Rahmen der Veranlagung unterliegen die Einkünfteaus Kapitalvermögen dann ebenfalls dem Abgeltungssatzvon 25 Prozent oder dem niedrigeren persönlichen Steuersatz.Sofern sich die Anteile im Betriebsvermögen befinden, werdendie Erträge als Betriebseinnahmen steuerlich erfasst.Die steuerliche Gesetzgebung erfordert zur Ermittlung dersteuerpflichtigen beziehungsweise der kapitalertragsteuerpflichtigenErträge eine differenzierte Betrachtung derErtragsbestandteile.15.1 Anteile im Privatvermögen (Steuerinländer)15.1.1 Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren, Gewinneaus Termingeschäften und Erträge aus StillhalterprämienGewinne aus der Veräußerung von Aktien, eigenkapitalähnlichenGenussrechten und Gewinne aus Termingeschäften sowieErträge aus Stillhalterprämien, die auf der Ebene des Fonds erzieltwerden, werden beim Anleger nicht erfasst, solange sienicht ausgeschüttet werden. Gleiches gilt für die Veräußerungvon Anteile an anderen inländischen Sondervermögen, offenenInvestmentaktiengesellschaften und EU-OGAW sowie ausländischenInvestmentanteilen im Sinne des Investmentgesetzes(nachfolgend zusammen „InvStG-Zielfondsanteile“). Zudemwerden die Gewinne aus der Veräußerung der folgenden Kapitalforderungenbeim Anleger nicht erfasst, wenn sie nicht ausgeschüttetwerden:a) Kapitalforderungen, die eine Emissionsrendite haben,b) „normale“ Anleihen und unverbriefte Forderungen mit festemKupon sowie Down-Rating-Anleihen, Floater und Reverse-Floater,c) Risiko-Zertifikate, die den Kurs einer Aktie oder eines veröffentlichtenIndex für eine Mehrzahl von Aktien im Verhältnis1:1 abbilden,d) Aktienanleihen, Umtauschanleihen und Wandelanleihen,e) ohne gesonderten Stückzinsausweis (flat) gehandelte Gewinnobligationenund Fremdkapital-Genussrechte undf) „cum“-erworbene Optionsanleihen.Werden Gewinne aus der Veräußerung der o.g. Wertpapiere/Ka-1Der Sparer-Pauschbetrag beträgt ab dem Jahr 2009 bei Einzelveranlagung 801,- Euround bei Zusammenveranlagung 1.602,- Euro.2Gewinne aus dem Verkauf von vor dem 1. Januar 2009 erworbenen Fondsanteilensind beim Privatanleger steuerfrei.33


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktienpitalforderungen, Gewinne aus Termingeschäften sowie Erträgeaus Stillhalterprämien ausgeschüttet, sind sie grundsätzlichsteuerpflichtig und unterliegen bei Verwahrung der Anteile imInland dem Steuerabzug von 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlagund gegebenenfalls Kirchensteuer). AusgeschütteteGewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren und Gewinneaus Termingeschäften sind jedoch steuerfrei, wenn die Wertpapiereauf Ebene des Fonds vor dem 1. Januar 2009 erworbenbeziehungsweise die Termingeschäfte vor dem 1. Januar 2009eingegangen wurden.Ergebnisse aus der Veräußerung von Kapitalforderungen, dienicht in der o.g. Aufzählung enthalten sind, sind steuerlich wieZinsen zu behandeln (s.u.).15.1.2 Zinsen, Dividenden und sonstige ErträgeZinsen, Dividenden und sonstige Erträge sind beim Anlegergrundsätzlich steuerpflichtig. Dies gilt unabhängig davon, obdiese Erträge thesauriert oder ausgeschüttet werden.Sie unterliegen i.d.R. dem Steuerabzug von 25 Prozent (zuzüglichSolidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer).Vom Steuerabzug kann Abstand genommen werden, wenn derAnleger Steuerinländer ist und einen Freistellungsauftrag vorlegt,sofern die steuerpflichtigen Ertragsteile 801,- Euro bei Einzelveranlagungbeziehungsweise 1.602,- Euro bei Zusammenveranlagungvon Ehegatten nicht übersteigen./VomSteuerabzug kann Abstand genommen werden, wenn der AnlegerSteuerinländer ist und einen Freistellungsauftrag vorlegt,sofern die steuerpflichtigen Ertragsteile den aktuell geltendenSparer-Pauschbetrag 3 nicht überschreiten.Entsprechendes gilt auch bei Vorlage einer Bescheinigung fürPersonen, die voraussichtlich nicht zur Einkommenssteuer veranlagtwerden (sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung,nachfolgend „NV-Bescheinigung“).Verwahrt der inländische Anleger die Anteile eines steuerrechtlichausschüttenden Sondervermögens in einem inländischenDepot bei der Gesellschaft oder einem Kreditinstitut (Depotfall),so nimmt die depotführende Stelle als Zahlstelle vom SteuerabzugAbstand, wenn ihr vor dem festgelegten Ausschüttungsterminein in ausreichender Höhe ausgestellter Freistellungsauftragnach amtlichem Muster oder eine NV-Bescheinigung, dievom Finanzamt für die Dauer von maximal drei Jahren erteiltwird, vorgelegt wird. In diesem Fall erhält der Anleger die gesamteAusschüttung ungekürzt gutgeschrieben.Für den Steuerabzug eines Sondervermögens, das seine Erträgenicht ausschüttet, stellt der Fonds den depotführenden Stellendie Kapitalertragsteuer nebst den maximal anfallenden Zuschlagsteuern(Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) zur Verfügung.Die depotführenden Stellen nehmen den Steuerabzugwie im Ausschüttungsfall unter Berücksichtigung der persönlichenVerhältnisse der Anleger vor, so dass insbesondere gegebenenfallsdie Kirchensteuer abgeführt werden kann. Soweitder Fonds den depotführenden Stellen Beträge zur Verfügunggestellt hat, die nicht abgeführt werden müssen, erfolgt eineErstattung.Befinden sich die Anteile im Depot bei einem inländischen Kreditinstitutoder einer inländischen Kapitalverwaltungsgesellschaft,so erhält der Anleger, der seiner depotführenden Stelleeinen in ausreichender Höhe ausgestellten Freistellungsauftragoder eine NV-Bescheinigung vor Ablauf des Geschäftsjahres desFonds vorlegt, den der depotführenden Stelle zur Verfügunggestellten Betrag auf seinem Konto gutgeschrieben.Sofern der Freistellungsauftrag oder die NV-Bescheinigungnicht beziehungsweise nicht rechtzeitig vorgelegt wird, erhältder Anleger auf Antrag von der depotführenden Stelle eineSteuerbescheinigung über den einbehaltenen und abgeführtenSteuerabzug und den Solidaritätszuschlag. Der Anleger hatdann die Möglichkeit, den Steuerabzug im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagungauf seine persönliche Steuerschuldanrechnen zu lassen.Werden Anteile ausschüttender Sondervermögen nicht in einemDepot verwahrt und Ertragsscheine einem inländischenKreditinstitut vorgelegt (Eigenverwahrung), wird der Steuerabzugin Höhe von 25 Prozent zzgl. des Solidaritätszuschlags vorgenommen.15.1.3 Negative steuerliche ErträgeVerbleiben negative Erträge nach Verrechnung mit gleichartigenpositiven Erträgen auf der Ebene des Fonds, werden dieseauf Ebene des Fonds steuerlich vorgetragen. Diese können aufEbene des Fonds mit künftigen gleichartigen positiven steuerpflichtigenErträgen der Folgejahre verrechnet werden. Eine direkteZurechnung der negativen steuerlichen Erträge auf denAnleger ist nicht möglich. Damit wirken sich diese negativen Beträgebeim Anleger bei der Einkommensteuer erst in dem Veranlagungszeitraum(Steuerjahr) aus, in dem das Geschäftsjahrdes Fonds endet beziehungsweise die Ausschüttung für das Geschäftsjahrdes Fonds erfolgt, für das die negativen steuerlichenErträge auf Ebene des Fonds verrechnet werden. Eine frühereGeltendmachung bei der Einkommensteuer des Anlegers istnicht möglich.15.1.4 SubstanzauskehrungenSubstanzauskehrungen unterliegen nicht der Besteuerung. Substanzauskehrungen,die der Anleger während seiner Besitzzeiterhalten hat, sind allerdings dem steuerlichen Ergebnis aus derVeräußerung der Fondsanteile hinzuzurechnen, d.h. sie erhöhenden steuerlichen Gewinn.3Der Sparer-Pauschbetrag beträgt ab dem Jahr 2009 bei Einzelveranlagung 801,- Euro undbei Zusammenveranlagung 1.602,- Euro.34


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien15.1.5 Veräußerungsgewinne auf AnlegerebeneWerden Anteile an dem Fonds, die nach dem 31. Dezember2008 erworben wurden, von einem Privatanleger veräußert,unterliegt der Veräußerungsgewinn dem Abgeltungssatz von25 Prozent. Sofern die Anteile in einem inländischen Depot verwahrtwerden, nimmt die depotführende Stelle den Steuerabzugvor. Der Steuerabzug von 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlagund gegebenenfalls Kirchensteuer) kann durch dieVorlage eines ausreichenden Freistellungsauftrags beziehungsweiseeiner NV-Bescheinigung vermieden werden.Bei einer Veräußerung der vor dem 1. Januar 2009 erworbenenFondsanteile ist der Gewinn bei Privatanlegern steuerfrei.Bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns sind die Anschaffungskostenum den Zwischengewinn im Zeitpunkt der Anschaffungund der Veräußerungspreis um den Zwischengewinnim Zeitpunkt der Veräußerung zu kürzen, damit es nicht zu einerdoppelten einkommensteuerlichen Erfassung von Zwischengewinnen(siehe unten) kommen kann. Zudem ist derVeräußerungspreis um die thesaurierten Erträge zu kürzen, dieder Anleger bereits versteuert hat, damit es auch insoweit nichtzu einer Doppelbesteuerung kommt.Der Gewinn aus der Veräußerung nach dem 31. Dezember2008 erworbener Fondanteile ist insoweit steuerfrei, als er aufdie während der Besitzzeit im Fonds entstandenen, noch nichtauf der Anlegerebene erfassten, nach Doppelbesteuerungsabkommen(nachfolgend „DBA“) steuerfreien Erträge zurückzuführenist (sog. besitzzeitanteiliger Immobiliengewinn).15.2 Anteile im Betriebsvermögen (Steuerinländer)15.2.1 Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren, Gewinneaus Termingeschäften und Erträge aus StillhalterprämienGewinne aus der Veräußerung von Aktien, InvStG-Zielfondsanteilen,eigenkapitalähnlichen Genussrechten und Gewinne ausTermingeschäften sowie Erträge aus Stillhalterprämien, die aufder Ebene des Fonds erzielt werden, werden beim Anleger nichterfasst, solange sie nicht ausgeschüttet werden. Zudem werdendie Gewinne aus der Veräußerung der folgenden Kapitalforderungenbeim Anleger nicht erfass 4 , wenn sie nicht ausgeschüttetwerden:Hierunter fallen folgende Kapitalforderungen (nachfolgend:„Gute Kapitalforderungen“):a) Kapitalforderungen, die eine Emissionsrendite haben,b) „normale“ Anleihen und unverbriefte Forderungen mit festemKupon sowie Down-Rating-Anleihen, Floater und Reverse-Floater,c) Risiko-Zertifikate, die den Kurs einer Aktie oder eines veröffentlichtenIndex für eine Mehrzahl von Aktien im Verhältnis1:1 abbilden,d) Aktienanleihen, Umtauschanleihen und Wandelanleihen,e) ohne gesonderten Stückzinsausweis (flat) gehandelte Gewinnobligationenund Fremdkapital-Genussrechte undf) „cum“-erworbene Optionsanleihen.Werden diese Gewinne ausgeschüttet, so sind sie steuerlich aufAnlegerebene zu berücksichtigen. Dabei sind Veräußerungsgewinneaus Aktien ganz 5 (bei Anlegern, die Körperschaften sind)oder zu 40 Prozent (bei sonstigen betrieblichen Anlegern, zumBeispiel Einzelunternehmern) steuerfrei (Teileinkünfteverfahren).Veräußerungsgewinne aus Renten/Kapitalforderungen,Gewinne aus Termingeschäften und Erträge aus Stillhalterprämiensind hingegen in voller Höhe steuerpflichtig.Ergebnisse aus der Veräußerung von Kapitalforderungen, dienicht in der o.g. Aufzählung enthalten sind, sind steuerlich wieZinsen zu behandeln (s.u.).Ausgeschüttete Wertpapierveräußerungsgewinne, ausgeschütteteTermingeschäftsgewinne sowie ausgeschüttete Erträge ausStillhalterprämien unterliegen grundsätzlich dem Steuerabzug(Kapitalertragsteuer 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag).Dies gilt nicht für Gewinne aus der Veräußerung von vor dem1. Januar 2009 erworbenen Wertpapieren und Gewinne aus vordem 1. Januar 2009 eingegangenen Termingeschäften. Dieauszahlende Stelle nimmt jedoch insbesondere dann keinenSteuerabzug vor, wenn der Anleger eine unbeschränkt steuerpflichtigeKörperschaft ist oder diese Kapitalerträge Betriebseinnahmeneines inländischen Betriebs sind und dies der auszahlendenStelle vom Gläubiger der Kapitalerträge nach amtlichvorgeschriebenen Vordruck erklärt wird.15.2.2 Zinsen und zinsähnliche ErträgeZinsen und zinsähnliche Erträge sind beim Anleger grundsätzlichsteuerpflichtig 6 . Dies gilt unabhängig davon, ob diese Erträgethesauriert oder ausgeschüttet werden.Die depotführende Stelle nimmt nur bei Vorlage einer entsprechendenNV-Bescheinigung vom Steuerabzug Abstand oder vergütetdiesen. Im Übrigen erhält der Anleger eine Steuerbescheinigungüber die Vornahme des Steuerabzugs.15.2.3 In- und ausländische DividendenVor dem 1. März 2013 dem Fonds zugeflossene oder als zugeflossengeltende Dividenden in- und ausländischer Aktiengesellschaften,die auf Anteile im Betriebsvermögen ausgeschüttetoder thesauriert werden, sind mit Ausnahme von Dividendennach dem Gesetz über deutsche Immobilien-Aktiengesellschaftenmit börsennotierten Anteilen (nachfolgend „REITG“) bei Körperschaftengrundsätzlich steuerfrei 7 . Aufgrund der Neuregelungzur Besteuerung von Streubesitzdividenden sind nach dem28. Februar 2013 dem Fonds aus der Direktanlage zugeflosseneoder als zugeflossen geltende Dividenden in- und ausländischer4§ 1 Abs. 3 Satz 3 Nr. 1 Buchstaben a) bis f) InvStG.55 Prozent der Veräußerungsgewinne aus Aktien gelten bei Körperschaften als nichtabzugsfähigeBetriebsausgaben und sind somit letztlich doch steuerpflichtig.6Die zu versteuernden Zinsen sind gemäß § 2 Abs. 2a InvStG im Rahmen der Zinsschrankenregelungnach § 4h EStG zu berücksichtigen.75 Prozent der Dividenden gelten bei Körperschaften als nichtabzugsfähige Betriebsausgabenund sind somit letztlich doch steuerpflichtig.35


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest AktienAktiengesellschaften bei Körperschaften steuerpflichtig. VonEinzelunternehmern sind Dividenden – mit Ausnahme der Dividendennach dem REITG – zu 60 Prozent zu versteuern (Teileinkünfteverfahren).Inländische Dividenden unterliegen dem Steuerabzug (Kapitalertragsteuer25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag).Ausländische Dividenden unterliegen grundsätzlich dem Steuerabzug(Kapitalertragsteuer 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag).Die auszahlende Stelle nimmt jedoch insbesonderedann keinen Steuerabzug vor, wenn der Anleger eine unbeschränktsteuerpflichtige Körperschaft ist oder die ausländischenDividenden Betriebseinnahmen eines inländischen Betriebssind und dies der auszahlenden Stelle vom Gläubiger derKapitalerträge nach amtlich vorgeschriebenen Vordruck erklärtwird. Von, bestimmten Körperschaften 8 muss der auszahlendenStelle für den Nachweis der unbeschränkten Steuerpflicht eineBescheinigung des für sie zuständigen Finanzamtes vorliegen.Dies sind nichtrechtsfähige Vereine, Anstalten, Stiftungen undandere Zweckvermögen des privaten Rechts sowie juristischePersonen des privaten Rechts, die keine Kapitalgesellschaften,keine Genossenschaften oder Versicherungs- und Pensionsfondsvereineauf Gegenseitigkeit sind)Bei gewerbesteuerpflichtigen Anlegern sind die zum Teil einkommensteuerfreienbeziehungsweise körperschaftsteuerfreienDividendenerträge für Zwecke der Ermittlung des Gewerbeertragswieder hinzuzurechnen, nicht aber wieder zu kürzen.Nach Auffassung der Finanzverwaltung können Dividenden vonausländischen Kapitalgesellschaften als so genannte Schachteldividendennur dann steuerfrei sein, wenn der Anleger eine(Kapital-) Gesellschaft i.S.d. DBAs ist und auf ihn durchgerechneteine genügend hohe (Schachtel-) Beteiligung entfällt.15.2.4 Negative steuerliche ErträgeVerbleiben negative Erträge nach Verrechnung mit gleichartigenpositiven Erträgen auf der Ebene des Fonds, werden diesesteuerlich auf Ebene des Fonds vorgetragen. Diese können aufEbene des Fonds mit künftigen gleichartigen positiven steuerpflichtigenErträgen der Folgejahre verrechnet werden. Eine direkteZurechnung der negativen steuerlichen Erträge auf denAnleger ist nicht möglich. Damit wirken sich diese negativen Beträgebeim Anleger bei der Einkommensteuer beziehungsweiseKörperschaftsteuer erst in dem Veranlagungszeitraum (Steuerjahr)aus, in dem das Geschäftsjahr des Fonds endet, beziehungsweisedie Ausschüttung für das Geschäftsjahr des Fondserfolgt, für das die negativen steuerlichen Erträge auf Ebenedes Fonds verrechnet werden. Eine frühere Geltendmachungbei der Einkommensteuer beziehungsweise Körperschaftsteuerdes Anlegers ist nicht möglich.15.2.5 SubstanzauskehrungenSubstanzauskehrungen sind nicht steuerbar. Dies bedeutet füreinen bilanzierenden Anleger, dass die Substanzauskehrungenin der Handelsbilanz ertragswirksam zu vereinnahmen sind, inder Steuerbilanz aufwandswirksam ein passiver Ausgleichspostenzu bilden ist und damit technisch die historischen Anschaffungskostensteuerneutral gemindert werden. Alternativ könnendie fortgeführten Anschaffungskosten um den anteiligenBetrag der Substanzausschüttung vermindert werden.15.2.6 Veräußerungsgewinne auf AnlegerebeneGewinne aus der Veräußerung von Anteilen im Betriebsvermögensind für Körperschaften grundsätzlich steuerfrei 9 , soweitdie Gewinne aus noch nicht zugeflossenen oder noch nicht alszugeflossen geltenden Dividenden und aus realisierten undnicht realisierten Gewinnen des Fonds aus in- und ausländischenAktien herrühren und soweit diese Dividenden und Gewinnebei Zurechnung an den Anleger steuerfrei sind (sogenannterAktiengewinn). Von Einzelunternehmern sind dieseVeräußerungsgewinne zu 60 Prozent zu versteuern. Die Gesellschaftveröffentlicht den Aktiengewinn (seit 1. März 2013 aufgrundder oben erwähnten Gesetzesänderung zwei Aktiengewinnegetrennt für Körperschaften undEinzelunternehmer – gegebenenfalls erfolgt die getrennte Veröffentlichungerst nachträglich) bewertungstäglich als Prozentsatzdes Anteilwertes des Fonds.Die Gesellschaft veröffentlicht den Aktiengewinn bewertungstäglichals Prozentsatz des Wertes des Anteilwertes des Fonds.Der Gewinn aus der Veräußerung der Anteile ist zudem insoweitsteuerfrei, als er auf die während der Besitzzeit im Fonds entstandenen,noch nicht auf der Anlegerebene erfassten, nachDBA-steuerfreien Erträge zurückzuführen ist (sog. besitzzeitanteiligerImmobiliengewinn).15.3 SteuerausländerVerwahrt ein Steuerausländer Anteile an ausschüttenden Sondervermögenim Depot bei einer inländischen depotführendenStelle, wird vom Steuerabzug auf Zinsen, zinsähnliche Erträge,Wertpapierveräußerungsgewinne, Termingeschäftsgewinne undausländische Dividenden Abstand genommen, sofern er seinesteuerliche Ausländereigenschaft nachweist. Sofern die Ausländereigenschaftder depotführenden Stelle nicht bekannt beziehungsweisenicht rechtzeitig nachgewiesen wird, ist der ausländischeAnleger gezwungen, die Erstattung des Steuerabzugsentsprechend der Abgabenordnung 10 zu beantragen. Zuständigist das für die depotführende Stelle zuständige Finanzamt.Hat ein ausländischer Anleger Anteile thesaurierender Sondervermögenim Depot bei einer inländischen depotführendenStelle, wird ihm bei Nachweis seiner steuerlichen Ausländerei-8§ 1 Abs. 1 Nr. 4 und 5 KStG.95 Prozent des steuerfreien Veräußerungsgewinns gelten bei Körperschaften als nichtabzugsfähigeBetriebsausgaben und sind somit letztlich doch steuerpflichtig.10§ 37 Abs. 2 AO.36


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktiengenschaft keine Steuer einbehalten, soweit es sich nicht um inländischeDividenden handelt. Erfolgt der Nachweis verspätet,kann - wie bei verspätetem Nachweis der Ausländereigenschaftbei ausschüttenden Fonds – eine Erstattung entsprechend derAbgabenordnung 11 auch nach dem Thesaurierungszeitpunktbeantragt werden.Inwieweit eine Anrechnung oder Erstattung des Steuerabzugsauf inländische Dividenden für den ausländischen Anleger möglichist, hängt von dem zwischen dem Sitzstaat des Anlegersund der Bundesrepublik Deutschland bestehenden DBA ab. EineDBA-Erstattung der Kapitalertragsteuer auf inländische Dividendenerfolgt über das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) inBonn.15.4 SolidaritätszuschlagAuf den bei Ausschüttungen oder Thesaurierungen abzuführendenSteuerabzug ist ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5Prozent zu erheben. Der Solidaritätszuschlag ist bei der Einkommensteuerund Körperschaftsteuer anrechenbar.Fällt kein Steuerabzug an beziehungsweise erfolgt bei Thesaurierungdie Vergütung des Steuerabzugs, ist kein Solidaritätszuschlagabzuführen beziehungsweise wird bei einer Thesaurierungder einbehaltene Solidaritätszuschlag vergütet.15.5 KirchensteuerSoweit die Einkommensteuer bereits von einer inländischen depotführendenStelle (Abzugsverpflichteter) durch den Steuerabzugerhoben wird, wird die darauf entfallende Kirchensteuernach dem Kirchensteuersatz der Religionsgemeinschaft, der derKirchensteuerpflichtige angehört, als Zuschlag zum Steuerabzugerhoben. Zu diesem Zweck hat der Kirchensteuerpfichtigedem Abzugsverpflichteten in einem schriftlichen Antrag seineReligionsangehörigkeit zu benennen. Ehegatten haben in demAntrag zudem zu erklären, in welchem Verhältnis der auf jedenEhegatten entfallende Anteil der Kapitalerträge zu den gesamtenKapitalerträgen der Ehegatten steht, damit die Kirchensteuerentsprechend diesem Verhältnis aufgeteilt, einbehalten undabgeführt werden kann. Wird kein Aufteilungsverhältnis angegeben,erfolgt eine Aufteilung nach Köpfen.Die Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer als Sonderausgabe wirdbereits beim Steuerabzug mindernd berücksichtigt.15.6 Ausländische QuellensteuerAuf die ausländischen Erträge des Fonds wird teilweise in denHerkunftsländern Quellensteuer einbehalten. Die Gesellschaftkann die anrechenbare Quellensteuer auf der Ebene des Fondswie Werbungskosten abziehen. In diesem Fall ist die ausländischeQuellensteuer auf Anlegerebene weder anrechenbar nochabzugsfähig. Übt die Gesellschaft ihr Wahlrecht zum Abzug derausländischen Quellensteuer auf Fondsebene nicht aus, dannwird die anrechenbare Quellensteuer bereits beim Steuerabzugmindernd berücksichtigt.15.7 ErtragsausgleichAuf Erträge entfallende Teile des Ausgabepreises für ausgegebeneAnteile, die zur Ausschüttung herangezogen werden können(Ertragsausgleichsverfahren), sind steuerlich so zu behandelnwie die Erträge, auf die diese Teile des Ausgabepreisesentfallen.15.8 Gesonderte Feststellung, AußenprüfungDie Besteuerungsgrundlagen, die auf Ebene des Fonds ermitteltwerden, sind gesondert festzustellen. Hierzu hat die Gesellschaftbeim zuständigen Finanzamt eine Feststellungserklärungabzugeben. Änderungen der Feststellungserklärungen, zumBeispiel anlässlich einer Außenprüfung 12 der Finanzverwaltung,werden für das Geschäftsjahr wirksam, in dem die geänderteFeststellung unanfechtbar geworden ist. Die steuerliche Zurechnungdieser geänderten Feststellung beim Anleger erfolgt dannzum Ende dieses Geschäftsjahres beziehungsweise am Ausschüttungstagbei der Ausschüttung für dieses Geschäftsjahr.Damit treffen die Bereinigungen von Fehlern wirtschaftlich dieAnleger, die zum Zeitpunkt der Fehlerbereinigung an demFonds beteiligt sind. Die steuerlichen Auswirkungen könnenentweder positiv oder negativ sein.15.9 ZwischengewinnbesteuerungZwischengewinne sind die im Ausgabe- oder Rücknahmepreisenthaltenen Entgelte für vereinnahmte oder aufgelaufene Zinsensowie Gewinne aus der Veräußerung von nicht Guten Kapitalforderungen,die vom Fonds noch nicht ausgeschüttet oderthesauriert und infolgedessen beim Anleger noch nicht steuerpflichtigwurden (etwa mit Stückzinsen aus festverzinslichenWertpapieren vergleichbar). Der vom Fonds erwirtschafteteZwischengewinn ist bei Rückgabe oder Verkauf der Anteiledurch Steuerinländer einkommensteuerpflichtig. Der Steuerabzugauf den Zwischengewinn beträgt 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlagund gegebenenfalls Kirchensteuer).Der bei Erwerb von Anteilen gezahlte Zwischengewinn kann imJahr der Zahlung beim Privatanleger einkommensteuerlich alsnegative Einnahme abgesetzt werden, wenn ein Ertragsausgleichsverfahrendurchgeführt wird und sowohl bei der Veröffentlichungdes Zwischengewinns als auch im Rahmen der vonden Berufsträgern zu bescheinigenden Steuerdaten hierauf hingewiesenwird. Er wird bereits beim Steuerabzug steuerminderndberücksichtigt. Wird der Zwischengewinn nicht veröffentlicht,sind jährlich 6 Prozent des Entgelts für die Rückgabe oderVeräußerung des Investmentanteils als Zwischengewinn anzusetzen.Bei betrieblichen Anlegern ist der gezahlte Zwischenge-11§ 37 Abs. 2 AO.12§ 11 Abs. 3 InvStG.37


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktien• Wenn das Vermögen des Fonds aus höchstens 15 ProzentForderungen im Sinne der ZIV besteht, haben die Zahlstellen,die letztlich auf die von der Gesellschaft gemeldeten Daten zurückgreifen,keine Meldungen an das Bundeszentralamt fürSteuern zu versenden. Ansonsten löst die Überschreitung der15 Prozent-Grenze eine Meldepflicht der Zahlstellen an dasBundeszentralamt für Steuern über den in der Ausschüttungenthaltenen Zinsanteil aus,• Bei Überschreiten der 25 Prozent-Grenze ist der in der Rückgabeoder Veräußerung der Fondsanteile enthaltene Zinsanteilzu melden. Ist der Fonds ein ausschüttender, so ist zusätzlich imFalle der Ausschüttung der darin enthaltene Zinsanteil an dasBundeszentralamt für Steuern zu melden. Handelt es sich umeinen thesaurierenden Fonds, erfolgt eine Meldung konsequenterweisenur im Falle der Rückgabe oder Veräußerung desFondsanteils.16. WirtschaftsprüferMit der Prüfung des Fonds und des Jahresberichts ist die WirtschaftsprüfungsgesellschaftErnst & Young Aktiengesellschaftbeauftragt.Der Wirtschaftsprüfer prüft den Jahresbericht des Fonds. Bei derPrüfung hat der Wirtschaftsprüfer auch festzustellen, ob bei derVerwaltung des Fonds die Vorschriften des KAGB sowie die Bestimmungender Anlagebedingungen beachtet worden sind.Das Ergebnis der Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer in einem besonderenVermerk zusammenzufassen; der Vermerk ist in vollemWortlaut im Jahresbericht wiederzugeben. Der Wirtschaftsprüferhat den Bericht über die Prüfung des Fonds der BaFin aufVerlangen einzureichen.17. DienstleisterUnternehmen, die von der Gesellschaft ausgelagerte Funktionenübernehmen, sind unter Gliederungspunkt Auslagerungdargestellt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft folgende wesentlicheDienstleister beauftragt:• Die Siemens AG, Corporate Legal in München übernimmt diefinanzrechtliche Beratung auf dem Tätigkeitsgebiet der SiemensFonds Invest GmbH.18. Zahlungen an die Anleger / Verbreitung derBerichte und sonstige InformationenDurch die Beauftragung der Verwahrstelle ist sichergestellt,dass die Anleger die Ausschüttungen erhalten und dass Anteilezurückgenommen werden. Die in diesem Verkaufsprospekt erwähntenAnlegerinformationen können auf dem im Abschnitt„Grundlagen – Verkaufsunterlagen und Offenlegung von Informationen“angegebenen Wege bezogen werden.19. Weitere von der Gesellschaft verwaltete InvestmentvermögenVon der Gesellschaft werden noch folgende Publikums-Investmentvermögenverwaltet, die nicht Inhalt dieses Verkaufsprospektssind:Investmentvermögen nach der OGAW-Richtlinie• AktienfondsSiemens Euroinvest AktienSiemens Weltinvest AktienSiemens Global GrowthSiemens Qualität & Dividende Europa• RentenfondsSiemens Euroinvest RentenSiemens Euroinvest CorporatesSiemens Euro Cash• MischfondsSiemens Balanced• Offene inländische Publikums-AIFSiemens DC BalancedDie Gesellschaft verwaltet zudem 13 offene inländische Spezial-AIF.20. Recht des Käufers zum Widerruf20.1 Widerrufsbelehrung20.1.1 WiderrufsrechtKommt der Kauf von Anteilen an offenen Investmentvermögenaufgrund mündlicher Verhandlungen außerhalb der ständigenGeschäftsräume desjenigen zustande, der die Anteile verkauftoder den Verkauf vermittelt hat, so ist der Käufer berechtigt,seine Kauferklärung schriftlich und ohne Angabe von Gründeninnerhalb einer Frist von zwei Wochen zu widerrufen (zum BeispielBrief, Fax, E-Mail). Das Widerrufsrecht besteht auch dann,wenn derjenige, der die Anteile verkauft oder den Verkauf vermittelt,keine ständigen Geschäftsräume hat.Die Frist zum Widerruf beginnt erst zu laufen, wenn die Durchschriftdes Antrags auf Vertragsschluss dem Käufer ausgehändigtoder ihm eine Kaufabrechnung übersandt worden ist unddarin eine Belehrung über das Widerrufsrecht enthalten ist, dieden Anforderungen des § 360 Absatz 1 BGB genügt. Zur Wahrungder Frist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.Ist der Fristbeginn streitig, trifft die Beweislast den Verkäufer.Der Widerruf ist schriftlich unter Angabe der Person des Erklärendeneinschließlich dessen Unterschrift zu erklären, wobeieine Begründung nicht erforderlich ist.Der Widerruf ist zu richten anSiemens Fonds Invest GmbH, Otto-Hahn-Ring 6,81739 München, Telefax: 089 636-35224E-Mail: vermoegensanlagen@siemens.comEin Widerrufsrecht besteht nicht, wenn der Verkäufer nach-39


I. VerkaufsprospektSiemens Weltinvest Aktienweist, dass entweder der Käufer kein Verbraucher im Sinne des§ 13 BGB ist oder er den Käufer zu den Verhandlungen, die zumKauf der Anteile geführt haben, aufgrund vorhergehender Bestellunggemäß § 55 Absatz 1 der Gewerbeordnung aufgesuchthat.20.1.2 WiderrufsfolgenIst der Widerruf wirksam erfolgt und hat der Käufer bereits Zahlungengeleistet, so sind ihm von der Gesellschaft gegebenenfallsZug um Zug gegen Rückübertragung der erworbenen Anteile,die bezahlten Kosten und ein Betrag auszuzahlen, derdem Wert der bezahlten Anteile am Tage nach dem Eingang derWiderrufserklärung entspricht. Auf das Recht zum Widerrufkann nicht verzichtet werden.Die vorstehenden Ausführungen gelten entsprechend beim Verkaufder Anteile durch den Anleger.Ende der Widerrufsbelehrung40


II. AnlagebedingungenSiemens Weltinvest AktienII. ANLAGEBEDINGUNGENAllgemeine Anlagebedingungen zur Regelung des Rechtsverhältnisseszwischen den Anlegern und der SiemensFonds Invest GmbH, München, (nachstehend „Gesellschaft“genannt) für die von der Gesellschaft verwalteten Sondervermögengemäß der OGAW-Richtlinie, die nur in Verbindungmit den für das jeweilige OGAW-Sondervermögenaufgestellten „Besonderen Anlagebedingungen“ gelten.§ 1 Grundlagen1. Die Gesellschaft ist eine OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaftund unterliegt den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs(KAGB).2. Die Gesellschaft legt das bei ihr eingelegte Geld im eigenenNamen für gemeinschaftliche Rechnung der Anlegernach dem Grundsatz der Risikomischung in den nach demKAGB zugelassenen Vermögensgegenständen gesondertvom eigenen Vermögen in Form eines OGAW-Sondervermögensan. Über die sich hieraus ergebenden Rechte derAnleger werden Urkunden (Anteilscheine) ausgestellt.3. Das Rechtsverhältnis zwischen Gesellschaft und dem Anlegerrichtet sich nach den Allgemeinen Anlagebedingungen(AABen) und Besonderen Anlagebedingungen (BABen) desOGAW-Sondervermögens und dem KAGB.§ 2 Verwahrstelle1. Die Gesellschaft bestellt für das OGAW-Sondervermögenein Kreditinstitut als Verwahrstelle; die Verwahrstelle handeltunabhängig von der Gesellschaft und ausschließlich imInteresse der Anleger.2. Die Aufgaben und Pflichten der Verwahrstelle richten sichnach dem mit der Gesellschaft geschlossenen Verwahrstellenvertrag,nach dem KAGB und den AABen und BABen.3. Die Verwahrstelle kann Verwahraufgaben nach Maßgabedes § 73 KAGB auf ein anderes Unternehmen (Unterverwahrer)auslagern. Näheres hierzu enthält der Verkaufsprospekt.4. Die Verwahrstelle haftet gegenüber dem OGAW-Sondervermögenoder gegenüber den Anlegern für das Abhandenkommeneines verwahrten Finanzinstrumentes durchdie Verwahrstelle oder durch einen Unterverwahrer, demdie Verwahrung von Finanzinstrumenten nach § 73 Absatz1 KAGB übertragen wurde. Die Verwahrstelle haftet nicht,wenn sie nachweisen kann, dass das Abhandenkommenauf äußere Ereignisse zurückzuführen ist, deren Konsequenzentrotz aller angemessenen Gegenmaßnahmenunabwendbar waren. Weitergehende Ansprüche, die sichaus den Vorschriften des bürgerlichen Rechts auf Grund vonVerträgen oder unerlaubten Handlungen ergeben, bleibenunberührt. Die Verwahrstelle haftet auch gegenüber demOGAW-Sondervermögen oder den Anlegern für sämtlichesonstigen Verluste, die diese dadurch erleiden, dass die Verwahrstellefahrlässig oder vorsätzlich ihre Verpflichtungennach den Vorschriften des KAGB nicht erfüllt. Die Haftungder Verwahrstelle bleibt von einer etwaigen Übertragungder Verwahraufgaben nach Absatz 3 Satz 1 unberührt. DieGesellschaft ist ermächtigt, der Verwahrstelle nach Maßgabedes § 77 Absatz 4 oder Absatz 5 KAGB die Möglichkeiteiner Haftungsbefreiung für das Abhandenkommen von Finanzinstrumenten,die von einem Unterverwahrer verwahrtwerden, einzuräumen. Sofern die Verwahrstelle von dieserMöglichkeit Gebrauch macht, können von der GesellschaftErsatzansprüche wegen des Abhandenkommens von beieinem Unterverwahrer verwahrten Finanzinstrumentengegen den jeweiligen Unterverwahrer anstelle der Verwahrstellegeltend gemacht werden.§ 3 Fondsverwaltung1. Die Gesellschaft erwirbt und verwaltet die Vermögensgegenständeim eigenen Namen für gemeinschaftlicheRechnung der Anleger mit der gebotenen Sachkenntnis,Redlichkeit, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit. Sie handeltbei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unabhängig von derVerwahrstelle und ausschließlich im Interesse der Anleger.2. Die Gesellschaft ist berechtigt, mit dem von den Anlegerneingelegten Geld die Vermögensgegenstände zu erwerben,diese wieder zu veräußern und den Erlös anderweitig anzulegen;sie ist ferner ermächtigt, alle sich aus der Verwaltungder Vermögensgegenstände ergebenden sonstigen Rechtshandlungenvorzunehmen.3. Die Gesellschaft darf für gemeinschaftliche Rechnungder Anleger weder Gelddarlehen gewähren noch Verpflichtungenaus einem Bürgschafts- oder einem Garantievertrageingehen; sie darf keine Vermögensgegenstände nachMaßgabe der §§ 193, 194 und 196 KAGB verkaufen, die imZeitpunkt des Geschäftsabschlusses nicht zum OGAW-Sondervermögengehören. § 197 KAGB bleibt unberührt.§ 4 AnlagegrundsätzeDie Gesellschaft soll für das OGAW-Sondervermögen nursolche Vermögensgegenstände erwerben, die Ertrag und/oder Wachstum erwarten lassen. Sie bestimmt in den BA-Ben, welche Vermögensgegenstände für das OGAW-Sondervermögenerworben werden dürfen.§ 5 WertpapiereSofern die BABen keine weiteren Einschränkungen vorsehen,darf die Gesellschaft vorbehaltlich des § 198 KAGB fürRechnung des OGAW-Sondervermögens Wertpapiere nurerwerben, wenna) sie an einer Börse in einem Mitgliedstaat der EuropäischenUnion oder in einem anderen Vertragsstaat desAbkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zumHandel zugelassen oder in einem dieser Staaten an einemanderen organisierten Markt zugelassen oder in diesen41


II. AnlagebedingungenSiemens Weltinvest Aktieneinbezogen sind,b) sie ausschließlich an einer Börse außerhalb der Mitgliedstaatender Europäischen Union oder außerhalb deranderen Vertragsstaaten des Abkommens über den EuropäischenWirtschaftsraum zum Handel zugelassen oder ineinem dieser Staaten an einem anderen organisierten Marktzugelassen oder in diesen einbezogen sind, sofern die Wahldieser Börse oder dieses organisierten Marktes von der Bundesanstaltfür Finanzdienstleistungsaufsicht (Bundesanstalt)zugelassen ist 17 ,c) ihre Zulassung an einer Börse in einem Mitgliedstaat derEuropäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaatdes Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraumzum Handel oder ihre Zulassung an einem organisiertenMarkt oder ihre Einbeziehung in diesen Markt in einem Mitgliedstaatder Europäischen Union oder in einem anderenVertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraumnach den Ausgabebedingungen zu beantragenist, sofern die Zulassung oder Einbeziehung dieser Wertpapiereinnerhalb eines Jahres nach ihrer Ausgabe erfolgt,d) ihre Zulassung an einer Börse zum Handel oder ihreZulassung an einem organisierten Markt oder die Einbeziehungin diesen Markt außerhalb der Mitgliedstaaten derEuropäischen Union oder außerhalb der anderen Vertragsstaatendes Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraumnach den Ausgabebedingungen zu beantragenist, sofern die Wahl dieser Börse oder dieses organisiertenMarktes von der Bundesanstalt zugelassen ist und die Zulassungoder Einbeziehung dieser Wertpapiere innerhalb einesJahres nach ihrer Ausgabe erfolgt,e) es Aktien sind, die dem OGAW-Sondervermögen bei einerKapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln zustehen,f) sie in Ausübung von Bezugsrechten, die zum OGAW-Sondervermögengehören, erworben wurden,g) sie Anteile an geschlossenen Fonds sind, die die in § 193Absatz 1 Satz 1 Nr. 7 KAGB genannten Kriterien erfüllen,h) es Finanzinstrumente sind, die die in § 193 Absatz 1 Satz1 Nr. 8 KAGB genannten Kriterien erfüllen.Der Erwerb von Wertpapieren nach Satz 1 Buchstaben a) bisd) darf nur erfolgen, wenn zusätzlich die Voraussetzungendes § 193 Absatz 1 Satz 2 KAGB erfüllt sind.§ 6 Geldmarktinstrumente1. Sofern die BABen keine weiteren Einschränkungen vorsehen,darf die Gesellschaft vorbehaltlich des § 198 KAGB fürRechnung des OGAW-Sondervermögens Instrumente, dieüblicherweise auf dem Geldmarkt gehandelt werden, sowieverzinsliche Wertpapiere, die zum Zeitpunkt ihres Erwerbsfür das OGAW-Sondervermögen eine restliche Laufzeit vonhöchstens 397 Tagen haben, deren Verzinsung nach denAusgabebedingungen während ihrer gesamten Laufzeitregelmäßig, mindestens aber einmal in 397 Tagen, marktgerechtangepasst wird oder deren Risikoprofil dem Risikoprofilsolcher Wertpapiere entspricht (Geldmarktinstrumente),erwerben.Geldmarktinstrumente dürfen für das OGAW-Sondervermögennur erworben werden, wenn siea) an einer Börse in einem Mitgliedstaat der EuropäischenUnion oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommensüber den Europäischen Wirtschaftsraum zum Handelzugelassen oder dort an einem anderen organisierten Marktzugelassen oder in diesen einbezogen sind,b) ausschließlich an einer Börse außerhalb der Mitgliedstaatender Europäischen Union oder außerhalb der anderenVertragsstaaten des Abkommens über den EuropäischenWirtschaftsraum zum Handel zugelassen oder dort an einemanderen organisierten Markt zugelassen oder in dieseneinbezogen sind, sofern die Wahl dieser Börse oder diesesorganisierten Marktes von der Bundesanstalt zugelassenist 18 ,c) von der Europäischen Union, dem Bund, einem Sondervermögendes Bundes, einem Land, einem anderen Mitgliedstaatoder einer anderen zentralstaatlichen, regionalenoder lokalen Gebietskörperschaft oder der Zentralbank einesMitgliedstaates der Europäischen Union, der EuropäischenZentralbank oder der Europäischen Investitionsbank, einemDrittstaat oder, sofern dieser ein Bundesstaat ist, einemGliedstaat dieses Bundesstaates oder von einer internationalenöffentlich-rechtlichen Einrichtung, der mindestens einMitgliedstaat der Europäischen Union angehört, begebenoder garantiert werden,d) von einem Unternehmen begeben werden, dessen Wertpapiereauf den unter den Buchstaben a) und b) bezeichnetenMärkten gehandelt werden,e) von einem Kreditinstitut, das nach den im Recht derEuropäischen Union festgelegten Kriterien einer Aufsichtunterstellt ist, oder einem Kreditinstitut, das Aufsichtsbestimmungen,die nach Auffassung der Bundesanstaltdenjenigen des Rechts der Europäischen Union gleichwertigsind, unterliegt und diese einhält, begeben oder garantiertwerden, oderf) von anderen Emittenten begeben werden und den Anforderungendes § 194 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 KAGB entsprechen.2. Geldmarktinstrumente im Sinne des Absatzes 1 dürfennur erworben werden, wenn sie die jeweiligen Voraussetzungendes § 194 Absatz 2 und 3 KAGB erfüllen.§ 7 BankguthabenDie Gesellschaft darf für Rechnung des OGAW-SondervermögensBankguthaben halten, die eine Laufzeit vonhöchstens zwölf Monaten haben. Die auf Sperrkonten zuführenden Guthaben können bei einem Kreditinstitut mitSitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union odereinem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den EuropäischenWirtschaftsraum unterhalten werden; die Guthabenkönnen auch bei einem Kreditinstitut mit Sitz in einemDrittstaat, dessen Aufsichtsbestimmungen nach Auffassung18siehe Fußnote 142


II. AnlagebedingungenSiemens Weltinvest Aktiender Bundesanstalt denjenigen des Rechts der EuropäischenUnion gleichwertig sind, gehalten werden. Sofern in denBABen nichts anderes bestimmt ist, können die Bankguthabenauch auf Fremdwährung lauten.§ 8 Investmentanteile1. Sofern in den BABen nichts Anderweitiges bestimmt ist,kann die Gesellschaft für Rechnung des OGAW-SondervermögensAnteile an Investmentvermögen gemäß der Richtlinie2009/65/EG (OGAW) erwerben. Anteile an andereninländischen Sondervermögen und Investmentaktiengesellschaftenmit veränderlichem Kapital sowie Anteile an ausländischenoffenen Investmentvermögen, die keine Anteilean EU-OGAW sind, können erworben werden, sofern sie dieAnforderungen des § 196 Absatz 1 Satz 2 KAGB erfüllen.2. Anteile an inländischen Sondervermögen und Investmentaktiengesellschaftenmit veränderlichem Kapital, anEU-OGAW und an ausländischen offenen Investmentvermögen,die keine EU-OGAW sind, darf die Gesellschaft nurerwerben, wenn nach den Anlagebedingungen oder derSatzung der OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaft, derInvestmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapitaloder des ausländischen offenen Investmentvermögens oderder ausländischen Verwaltungsgesellschaft insgesamt höchstens10 Prozent des Wertes ihres Vermögens in Anteilenan anderen inländischen Sondervermögen, Investmentaktiengesellschaftenmit veränderlichem Kapital oder ausländischenoffenen Investmentvermögen i.S.v. § 196 Absatz 1Satz 2 KAGB angelegt werden dürfen.§ 9 Derivate1. Sofern in den BABen nichts Anderweitiges bestimmtist, kann die Gesellschaft im Rahmen der Verwaltung desOGAW-Sondervermögens Derivate gemäß § 197 Absatz 1Satz 1 KAGB und Finanzinstrumente mit derivativer Komponentegemäß § 197 Absatz 1 Satz 2 KAGB einsetzen. Sie darf– der Art und dem Umfang der eingesetzten Derivate undFinanzinstrumente mit derivativer Komponente entsprechend- zur Ermittlung der Auslastung der nach§ 197 Absatz 2 KAGB festgesetzten Marktrisikogrenze fürden Einsatz von Derivaten und Finanzinstrumenten mitderivativer Komponente entweder den einfachen oder denqualifizierten Ansatz im Sinne der gemäß § 197 Absatz 3KAGB erlassenen „Verordnung über Risikomanagement undRisikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften in Investmentvermögennach dem Kapitalanlagegesetzbuch“ (DerivateV) nutzen; dasNähere regelt der Verkaufsprospekt.2. Sofern die Gesellschaft den einfachen Ansatz nutzt, darfsie regelmäßig nur Grundformen von Derivaten, Finanzinstrumentenmit derivativer Komponente oder Kombinationenaus diesen Derivaten, Finanzinstrumenten mitderivativer Komponente oder Kombinationen aus gemäߧ 197 Absatz 1 Satz 1 KAGB zulässigen Basiswerten imOGAW-Sondervermögen einsetzen. Komplexe Derivate ausgemäß § 197 Absatz 1 Satz 1 KAGB zulässigen Basiswertendürfen nur zu einem vernachlässigbaren Anteil eingesetztwerden. Der nach Maßgabe von § 16 DerivateV zu ermittelndeAnrechnungsbetrag des OGAW-Sondervermögensfür das Marktrisiko darf zu keinem Zeitpunkt den Wert desSondervermögens übersteigen.Grundformen von Derivaten sind:a) Terminkontrakte auf die Basiswerte nach § 197 Absatz1KAGB mit der Ausnahme von Investmentanteilen nach §196 KAGB;b) Optionen oder Optionsscheine auf die Basiswerte nach §197 Absatz1 KAGB mit der Ausnahme von Investmentanteilennach § 196 KAGB und auf Terminkontrakte nach Buchstabea), wenn sie die folgenden Eigenschaften aufweisen:aa) eine Ausübung ist entweder während der gesamtenLaufzeit oder zum Ende der Laufzeit möglich undbb) der Optionswert hängt zum Ausübungszeitpunkt linearvon der positiven oder negativen Differenz zwischen Basispreisund Marktpreis des Basiswerts ab und wird null, wenndie Differenz das andere Vorzeichen hat;c) Zinsswaps, Währungsswaps oder Zins-Währungsswaps;d) Optionen auf Swaps nach Buchstabe c), sofern sie die inBuchstabe b) unter Buchstaben aa) und bb) beschriebenenEigenschaften aufweisen (Swaptions);e) Credit Default Swaps sofern, sie ausschließlich und nachvollziehbarder Absicherung des Kreditrisikos von genauzuordenbaren Vermögensgegenständen des OGAW-Sondervermögensdienen.3. Sofern die Gesellschaft den qualifizierten Ansatz nutzt,darf sie – vorbehaltlich eines geeigneten Risikomanagementsystems- in jegliche Finanzinstrumente mit derivativerKomponente oder Derivate investieren, die von einemgemäß § 197 Absatz 1 Satz1 KAGB zulässigen Basiswertabgeleitet sind.Hierbei darf der dem OGAW-Sondervermögen zuzuordnendepotenzielle Risikobetrag für das Marktrisiko („Risikobetrag“)zu keinem Zeitpunkt das Zweifache des potenziellenRisikobetrags für das Marktrisiko des zugehörigenVergleichsvermögens gemäß § 9 der DerivateV übersteigen.Alternativ darf der Risikobetrag zu keinem Zeitpunkt 20 Prozentdes Wertes des OGAW-Sondervermögens übersteigen.4. Unter keinen Umständen darf die Gesellschaft bei diesenGeschäften von den in den AABen und BABen und von denim Verkaufsprospekt genannten Anlagegrundsätzen und-grenzen abweichen.5. Die Gesellschaft wird Derivate und Finanzinstrumentemit derivativer Komponente zum Zwecke der Absicherung,der effizienten Portfoliosteuerung und der Erzielung vonZusatzerträgen einsetzen, wenn und soweit sie dies imInteresse der Anleger für geboten hält.6. Bei der Ermittlung der Marktrisikogrenze für den Einsatzvon Derivaten und Finanzinstrumenten mit derivativer Komponentedarf die Gesellschaft jederzeit vom einfachen zum43


II. AnlagebedingungenSiemens Weltinvest Aktienqualifizierten Ansatz gemäß § 7 der DerivateV wechseln. DerWechsel zum qualifizierten Ansatz bedarf nicht der Genehmigungdurch die Bundesanstalt, die Gesellschaft hat denWechsel jedoch unverzüglich der Bundesanstalt anzuzeigenund im nächstfolgenden Halbjahres- oder Jahresberichtbekannt zu machen.7. Beim Einsatz von Derivaten und Finanzinstrumenten mitderivativer Komponente wird die Gesellschaft die DerivateVbeachten.§ 10 Sonstige AnlageinstrumenteSofern in den BABen nichts Anderweitiges bestimmt ist,kann die Gesellschaft für Rechnung des OGAW-Sondervermögensbis zu 10 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögensin Sonstige Anlageinstrumente gemäß § 198 KAGBanlegen.§ 11 Emittentengrenzen und Anlagegrenzen1. Bei der Verwaltung hat die Gesellschaft die im KAGB, derDerivateV und die in den Anlagebedingungen festgelegtenGrenzen und Beschränkungen zu beachten.2. Wertpapiere und Geldmarktinstrumente einschließlichder in Pension genommenen Wertpapiere und Geldmarktinstrumentedesselben Emittenten dürfen bis zu 5 Prozentdes Wertes des OGAW-Sondervermögens erworben werden;in diesen Werten dürfen jedoch bis zu 10 Prozent des Wertesdes OGAW-Sondervermögens angelegt werden, wenndies in den BABen vorgesehen ist und der Gesamtwert derWertpapiere und Geldmarktinstrumente dieser Emittenten40 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögens nichtübersteigt.3. Die Gesellschaft darf in Schuldverschreibungen, Schuldscheindarlehenund Geldmarktinstrumente, die vom Bund,einem Land, der Europäischen Union, einem Mitgliedstaatder Europäischen Union oder seinen Gebietskörperschaften,einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über denEuropäischen Wirtschaftsraum, einem Drittstaat oder voneiner internationalen Organisation, der mindestens ein Mitgliedstaatder Europäischen Union angehört, ausgegebenoder garantiert worden sind, jeweils bis zu 35 Prozent desWertes des OGAW-Sondervermögens anlegen.4. In Pfandbriefen und Kommunalschuldverschreibungensowie Schuldverschreibungen, die von Kreditinstituten mitSitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oderin einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über denEuropäischen Wirtschaftsraum ausgegeben worden sind,darf die Gesellschaft jeweils bis zu 25 Prozent des Wertesdes OGAW-Sondervermögens anlegen, wenn die Kreditinstituteaufgrund gesetzlicher Vorschriften zum Schutz derInhaber dieser Schuldverschreibungen einer besonderenöffentlichen Aufsicht unterliegen und die mit der Ausgabeder Schuldverschreibungen aufgenommenen Mittel nachden gesetzlichen Vorschriften in Vermögenswerten angelegtwerden, die während der gesamten Laufzeit der Schuldverschreibungendie sich aus ihnen ergebenden Verbindlichkeitenausreichend decken und die bei einem Ausfalldes Emittenten vorrangig für die fällig werdenden Rückzahlungenund die Zahlung der Zinsen bestimmt sind. Legtdie Gesellschaft mehr als 5 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögens in Schuldverschreibungen desselbenEmittenten nach Satz 1 an, so darf der Gesamtwert dieserSchuldverschreibungen 80 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögens nicht übersteigen.5. Die Grenze in Absatz 3 darf für Wertpapiere und Geldmarktinstrumentedesselben Emittenten nach Maßgabevon § 206 Absatz 2 KAGB überschritten werden, soferndie BABen dies unter Angabe der betreffenden Emittentenvorsehen. In diesen Fällen müssen die für Rechnung desOGAW-Sondervermögens gehaltenen Wertpapiere undGeldmarktinstrumente aus mindestens sechs verschiedenenEmissionen stammen, wobei nicht mehr als 30 Prozentdes Wertes des OGAW-Sondervermögens in einer Emissiongehalten werden dürfen.6. Die Gesellschaft darf nur bis zu 20 Prozent des Wertes desOGAW-Sondervermögens in Bankguthaben nach Maßgabedes § 195 KAGB bei demselben Kreditinstitut anlegen.7. Die Gesellschaft hat sicherzustellen, dass eine Kombinationaus:a. Wertpapieren und Geldmarktinstrumenten, die von einund derselben Einrichtung begeben werden,b. Einlagen bei dieser Einrichtung,c. Anrechnungsbeträgen für das Kontrahentenrisiko der mitdieser Einrichtung eingegangenen Geschäfte,20 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögens nichtübersteigt. Satz 1 gilt für die in Absatz 3 und 4 genanntenEmittenten und Garantiegeber mit der Maßgabe, dass dieGesellschaft sicherzustellen hat, dass eine Kombination derin Satz 1 genannten Vermögensgegenstände und Anrechnungsbeträge35 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögensnicht übersteigt. Die jeweiligen Einzelobergrenzenbleiben in beiden Fällen unberührt.8. Die in Absatz 3 und 4 genannten Schuldverschreibungen,Schuldscheindarlehen und Geldmarktinstrumente werdenbei der Anwendung der in Absatz 2 genannten Grenzenvon 40 Prozent nicht berücksichtigt. Die in den Absätzen2 bis 4 und Absätzen 6 bis 7 genannten Grenzen dürfenabweichend von der Regelung in Absatz 7 nicht kumuliertwerden.9. Die Gesellschaft darf in Anteilen an einem einzigenInvestmentvermögen nach Maßgabe des § 196 Absatz 1KAGB nur bis zu 20 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögensanlegen. In Anteilen an Investmentvermögennach Maßgabe des § 196 Absatz 1 Satz 2 KAGB darf dieGesellschaft insgesamt nur bis zu 30 Prozent des Wertesdes OGAW-Sondervermögens anlegen. Die Gesellschaftdarf für Rechnung des OGAW-Sondervermögens nicht mehrals 25 Prozent der ausgegebenen Anteile eines anderenoffenen inländischen, EU- oder ausländischen Investment-44


II. AnlagebedingungenSiemens Weltinvest Aktienvermögens, das nach dem Grundsatz der Risikomischung inVermögensgegenstände im Sinne der §§ 192 bis 198 KAGBangelegt ist, erwerben.§ 12 Verschmelzung1. Die Gesellschaft darf nach Maßgabe der §§ 181 bis 191KAGBa) sämtliche Vermögensgegenstände und Verbindlichkeitendieses OGAW-Sondervermögens auf ein anderes bestehendesoder ein neues, dadurch gegründetes Sondervermögen,oder einen EU-OGAW oder eine OGAW-Investmentaktiengesellschaftmit veränderlichem Kapital übertragen;b) sämtliche Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiteneines anderen offenen Investmentvermögens, einesEU-OGAW oder einer Investmentaktiengesellschaft mitveränderlichem Kapital in dieses OGAW-Sondervermögenaufnehmen;2. Die Verschmelzung bedarf der Genehmigung der jeweilszuständigen Aufsichtsbehörde. Die Einzelheiten des Verfahrensergeben sich aus den §§182 bis 191 KAGB.3. Das OGAW-Sondervermögen darf nur mit einem Investmentvermögenverschmolzen werden, das kein OGAW ist,wenn das übernehmende oder neugegründete Investmentvermögenweiterhin ein OGAW ist. Verschmelzungen einesEU-OGAW auf das OGAW-Sondervermögen können darüberhinaus gemäß den Vorgaben des Artikels 2 Absatz 1 Buchstabep Ziffer iii der Richtlinie 2009/65/EG erfolgen.§ 13 Wertpapier-Darlehen1. Die Gesellschaft darf für Rechnung des OGAW-Sondervermögenseinem Wertpapier-Darlehensnehmer gegen einmarktgerechtes Entgelt nach Übertragung ausreichenderSicherheiten gemäß § 200 Absatz 2 KAGB ein jederzeitkündbares Wertpapier-Darlehen gewähren. Der Kurswertder zu übertragenden Wertpapiere darf zusammen mit demKurswert der für Rechnung des OGAW-Sondervermögensdemselben Wertpapier-Darlehensnehmer einschließlichkonzernangehöriger Unternehmen im Sinne des § 290 HGBbereits als Wertpapier-Darlehen übertragenen Wertpapiere10 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögens nichtübersteigen.2. Wird die Sicherheit für die übertragenen Wertpapierevom Wertpapier-Darlehensnehmer in Guthaben erbracht,muss das Guthaben auf Sperrkonten gemäß § 200 Absatz2 Satz 3 Nr. 1 KAGB unterhalten werden. Alternativ darf dieGesellschaft von der Möglichkeit Gebrauch machen, dieseGuthaben in der Währung des Guthabens in folgende Vermögensgegenständeanzulegen:a) in Schuldverschreibungen, die eine hohe Qualität aufweisenund die vom Bund, von einem Land, der EuropäischenUnion, einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oderseinen Gebietskörperschaften, einem anderen Vertragsstaatdes Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraumoder einem Drittstaat ausgegeben worden sind,b) in Geldmarktfonds mit kurzer Laufzeitstruktur entsprechendvon der Bundesanstalt auf Grundlage von § 4 Absatz2 erlassenen Richtlinien oderc) im Wege eines Pensionsgeschäftes mit einem Kreditinstitut,das die jederzeitige Rückforderung des aufgelaufenenGuthabens gewährleistet.Die Erträge aus der Anlage der Sicherheiten stehen demOGAW-Sondervermögen zu.3. Die Gesellschaft kann sich auch eines von einer Wertpapiersammelbankoder von einem anderen in den BABen genanntenUnternehmen, dessen Unternehmensgegenstanddie Abwicklung von grenzüberschreitenden Effektengeschäftenfür andere ist, organisierten Systems zur Vermittlungund Abwicklung der Wertpapier-Darlehen bedienen,welches von den Anforderungen der §§ 200 und 201 KAGBabweicht, wenn durch die Bedingungen dieses Systems dieWahrung der Interessen der Anleger gewährleistet ist undvon dem jederzeitigen Kündigungsrecht nach Absatz 1 nichtabgewichen wird.4. Sofern in den BABen nichts Anderweitiges bestimmt ist,darf die Gesellschaft Wertpapier-Darlehen auch in Bezug aufGeldmarktinstrumente und Investmentanteile gewähren,sofern diese Vermögensgegenstände für das OGAW-Sondervermögenerwerbbar sind. Die Regelungen der Absätze 1 bis3 gelten hierfür sinngemäß.§ 14 Pensionsgeschäfte1. Die Gesellschaft darf für Rechnung des OGAW-Sondervermögensjederzeit kündbare Wertpapier-Pensionsgeschäfteim Sinne von § 340b Absatz 2 Handelsgesetzbuch gegenEntgelt mit Kreditinstituten oder Finanzdienstleistungsinstitutenauf der Grundlage standardisierter Rahmenverträgeabschließen.2. Die Pensionsgeschäfte müssen Wertpapiere zum Gegenstandhaben, die nach den Anlagebedingungen für dasOGAW-Sondervermögen erworben werden dürfen.3. Die Pensionsgeschäfte dürfen höchstens eine Laufzeitvon 12 Monaten haben.4. Sofern in den BABen nichts Anderweitiges bestimmt ist,darf die Gesellschaft Pensionsgeschäfte auch in Bezug aufGeldmarktinstrumente und Investmentanteile gewähren,sofern diese Vermögensgegenstände für das OGAW-Sondervermögenerwerbbar sind. Die Regelungen der Absätze 1 bis3 gelten hierfür sinngemäß.§ 15 KreditaufnahmeDie Gesellschaft darf für gemeinschaftliche Rechnung derAnleger kurzfristige Kredite bis zur Höhe von 10 Prozent desWertes des OGAW-Sondervermögens aufnehmen, wenn dieBedingungen der Kreditaufnahme marktüblich sind und dieVerwahrstelle der Kreditaufnahme zustimmt.45


II. AnlagebedingungenSiemens Weltinvest Aktien§ 16 Anteilscheine1. Die Anteilscheine lauten auf den Inhaber und sind übereinen Anteil oder eine Mehrzahl von Anteilen ausgestellt.2. Die Anteile können verschiedene Ausgestaltungsmerkmale,insbesondere hinsichtlich der Ertragsverwendung,des Ausgabeaufschlages, des Rücknahmeabschlages, derWährung des Anteilwertes, der Verwaltungsvergütung,der Mindestanlagesumme oder einer Kombination dieserMerkmale (Anteilklassen) haben. Die Einzelheiten sind inden BABen festgelegt.3. Die Anteilscheine tragen mindestens die handschriftlichenoder vervielfältigten Unterschriften der Gesellschaftund der Verwahrstelle.4. Die Anteile sind übertragbar. Mit der Übertragung einesAnteilscheines gehen die in ihm verbrieften Rechte über.Der Gesellschaft gegenüber gilt in jedem Falle der Inhaberdes Anteilscheines als der Berechtigte.5. Sofern die Rechte der Anleger bei der Errichtung desOGAW-Sondervermögens oder die Rechte der Anlegereiner Anteilklasse bei Einführung der Anteilklasse nichtausschließlich in einer Globalurkunde, sondern in einzelnenAnteilscheinen oder in Mehrfachurkunden verbrieft werdensollen, erfolgt die Festlegung in den BABen§ 17 Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen,Rücknahmeaussetzung1. Die Anzahl der ausgegebenen Anteile und entsprechendenAnteilscheine ist grundsätzlich nicht beschränkt.Die Gesellschaft behält sich vor, die Ausgabe von Anteilenvorübergehend oder vollständig einzustellen.2. Die Anteile können bei der Gesellschaft, der Verwahrstelleoder durch Vermittlung Dritter erworben werden.3. Die Anleger können von der Gesellschaft die Rücknahmeder Anteile verlangen. Die Gesellschaft ist verpflichtet,die Anteile zum jeweils geltenden Rücknahmepreis fürRechnung des OGAW-Sondervermögens zurückzunehmen.Rücknahmestelle ist die Verwahrstelle.4. Der Gesellschaft bleibt jedoch vorbehalten, die Rücknahmeder Anteile gemäß § 98 Absatz 2 KAGB auszusetzen,wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine Aussetzungunter Berücksichtigung der Interessen der Anlegererforderlich erscheinen lassen.5. Die Gesellschaft hat die Anleger durch Bekanntmachungim Bundesanzeiger und darüber hinaus in einer hinreichendverbreiteten Wirtschafts- oder Tageszeitung oder inden in dem Verkaufsprospekt bezeichneten elektronischenInformationsmedien über die Aussetzung gemäß Absatz 4und die Wiederaufnahme der Rücknahme zu unterrichten.Die Anleger sind über die Aussetzung und Wiederaufnahmeder Rücknahme der Anteile unverzüglich nach der Bekanntmachungim Bundesanzeiger mittels eines dauerhaftenDatenträgers zu unterrichten.§ 18 Ausgabe- und Rücknahmepreise1. Zur Errechnung des Ausgabe- und Rücknahmepreisesder Anteile werden die Verkehrswerte der zu dem OGAW-Sondervermögen gehörenden Vermögensgegenständeabzüglich der aufgenommenen Kredite und sonstigen Verbindlichkeiten(Nettoinventarwert) ermittelt und durch dieZahl der umlaufenden Anteile geteilt (Anteilwert). Werdengemäß § 16 Absatz 2 unterschiedliche Anteilklassen für dasOGAW-Sondervermögen eingeführt, ist der Anteilwert sowieder Ausgabe- und Rücknahmepreis für jede Anteilklassegesondert zu ermitteln.Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt gemäߧ§ 168 und 169 KAGB und der Investment-Rechnungslegungs-und Bewertungsverordnung (InvRBV).2. Der Ausgabepreis entspricht dem Anteilwert am OGAW-Sondervermögen, gegebenenfalls zuzüglich eines in denBABen festzusetzenden Ausgabeaufschlags gemäß § 165Absatz 2 Nummer 8 KAGB. Der Rücknahmepreis entsprichtdem Anteilwert am OGAW-Sondervermögen, gegebenenfallsabzüglich eines in den BABen festzusetzenden Rücknahmeabschlagsgemäß § 165 Absatz 2 Nummer 8 KAGB.3. Der Abrechnungsstichtag für Anteilabrufe und Rücknahmeaufträgeist spätestens der auf den Eingang des Anteilsabrufs-beziehungsweise Rücknahmeauftrags folgendeWertermittlungstag, soweit in den BABen nichts anderesbestimmt ist.4. Die Ausgabe- und Rücknahmepreise werden börsentäglichermittelt. Soweit in den BABen nichts weiteres bestimmtist, können die Gesellschaft und die Verwahrstelle angesetzlichen Feiertagen, die Börsentage sind, sowie am 24.und 31. Dezember jeden Jahres von einer Ermittlung desWertes absehen; das Nähere regelt der Verkaufsprospekt.§ 19 KostenIn den BABen werden die Aufwendungen und die der Gesellschaft,der Verwahrstelle und Dritten zustehenden Vergütungen,die dem OGAW-Sondervermögen belastet werdenkönnen, genannt. Für Vergütungen im Sinne von Satz 1 istin den BABen darüber hinaus anzugeben, nach welcher Methode,in welcher Höhe und aufgrund welcher Berechnungsie zu leisten sind.§ 20 Rechnungslegung1. Spätestens vier Monate nach Ablauf des Geschäftsjahresdes OGAW-Sondervermögens macht die Gesellschaft einenJahresbericht einschließlich Ertrags- und Aufwandsrechnunggemäß § 101 Absatz 1 und 2 KAGB bekannt.2. Spätestens zwei Monate nach der Mitte des Geschäftsjahresmacht die Gesellschaft einen Halbjahresberichtgemäß § 103 KAGB bekannt.3. Wird das Recht zur Verwaltung des OGAW-Sondervermögenswährend des Geschäftsjahres auf eine andere Kapital-46


II. AnlagebedingungenSiemens Weltinvest Aktienverwaltungsgesellschaft übertragen oder das OGAW-Sondervermögenwährend des Geschäftsjahres auf ein anderesSondervermögen oder einen EU-OGAW verschmolzen, sohat die Gesellschaft auf den Übertragungsstichtag einenZwischenbericht zu erstellen, der den Anforderungen aneinen Jahresbericht gemäß Absatz 1 entspricht.4. Wird das OGAW-Sondervermögen abgewickelt, hat dieVerwahrstelle jährlich sowie auf den Tag, an dem die Abwicklungbeendet ist, einen Abwicklungsbericht zu erstellen,der den Anforderungen an einen Jahresbericht gemäßAbsatz 1 entspricht.5. Die Berichte sind bei der Gesellschaft und der Verwahrstelleund weiteren Stellen, die im Verkaufsprospekt und inden wesentlichen Anlegerinformationen anzugeben sind,erhältlich; sie werden ferner im Bundesanzeiger bekanntgemacht.§ 21 Kündigung und Abwicklung des OGAW-Sondervermögens1. Die Gesellschaft kann die Verwaltung des OGAW-Sondervermögensmit einer Frist von mindestens sechs Monatendurch Bekanntmachung im Bundesanzeiger und darüberhinaus im Jahresbericht oder Halbjahresbericht kündigen.Die Anleger sind über eine nach Satz 1 bekannt gemachteKündigung mittels eines dauerhaften Datenträgers unverzüglichzu unterrichten.2. Mit dem Wirksamwerden der Kündigung erlischt dasRecht der Gesellschaft, das OGAW-Sondervermögen zuverwalten. In diesem Falle geht das OGAW-Sondervermögenbeziehungsweise das Verfügungsrecht über das OGAW-Sondervermögen auf die Verwahrstelle über, die es abzuwickelnund an die Anleger zu verteilen hat. Für die Zeitder Abwicklung hat die Verwahrstelle einen Anspruch aufVergütung ihrer Abwicklungstätigkeit sowie auf Ersatz ihrerAufwendungen, die für die Abwicklung erforderlich sind.Mit Genehmigung der Bundesanstalt kann die Verwahrstellevon der Abwicklung und Verteilung absehen und eineranderen Kapitalverwaltungsgesellschaft die Verwaltung desOGAW-Sondervermögens nach Maßgabe der bisherigenAnlagebedingungen übertragen.3. Die Gesellschaft hat auf den Tag, an dem ihr Verwaltungsrechtnach Maßgabe des § 99 KAGB erlischt, einenAuflösungsbericht zu erstellen, der den Anforderungen aneinen Jahresbericht nach Absatz 1 entspricht.Bundesanzeiger und darüber hinaus in einer hinreichendverbreiteten Wirtschafts- oder Tageszeitung oder in den imVerkaufsprospekt bezeichneten elektronischen Informationsmedienbekannt gemacht. In einer Veröffentlichungnach Satz 1 ist auf die vorgesehenen Änderungen und ihrInkrafttreten hinzuweisen. Im Falle von Kostenänderungenim Sinne des § 162 Absatz 2 Nummer 11 KAGB, Änderungender Anlagegrundsätze des OGAW-Sondervermögensim Sinne des § 163 Absatz 3 KAGB oder Änderungen inBezug auf wesentliche Anlegerrechte sind den Anlegernzeitgleich mit der Bekanntmachung nach Satz 1 die wesentlichenInhalte der vorgesehenen Änderungen der Anlagebedingungenund ihre Hintergründe sowie eine Informationüber ihre Rechte nach § 163 Absatz 3 KAGB in einerverständlichen Art und Weise mittels eines dauerhaftenDatenträgers gem. § 163 Absatz 4 KAGB zu übermitteln.4. Die Änderungen treten frühestens am Tag nach ihrerBekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft, im Falle vonÄnderungen der Kosten und der Anlagegrundsätze jedochnicht vor Ablauf von drei Monaten nach der entsprechendenBekanntmachung.§ 23 Erfüllungsort, Gerichtsstand1. Erfüllungsort ist der Sitz der Gesellschaft.2. Hat der Anleger im Inland keinen allgemeinen Gerichtsstand,so ist nicht ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz derGesellschaft.§ 22 Änderungen der Anlagebedingungen1. Die Gesellschaft kann die Anlagebedingungen ändern.2. Änderungen der Anlagebedingungen bedürfen dervorherigen Genehmigung durch die Bundesanstalt. Soweitdie Änderungen nach Satz 1 Anlagegrundsätze des OGAW-Sondervermögens betreffen, bedürfen sie der vorherigenZustimmung des Aufsichtsrates der Gesellschaft.3. Sämtliche vorgesehenen Änderungen werden im47


II. AnlagebedingungenSiemens Weltinvest AktienBesondere Anlagebedingungenzur Regelung des Rechtsverhältnisses zwischen den Anlegernund der Siemens Fonds Invest GmbH, München, (nachstehend„Gesellschaft“ genannt) für das von der Gesellschaftverwaltete Sondervermögen gemäß der OGAW-RichtlinieSiemens Weltinvest Aktien, die nur in Verbindung mit denfür dieses Sondervermögen von der Gesellschaft aufgestellten„Allgemeinen Anlagebedingungen“ gelten.ANLAGEGRUNDSÄTZE UND ANLAGEGRENZEN§ 1 VermögensgegenständeDie Gesellschaft darf für das OGAW-Sondervermögen folgendeVermögensgegenstände erwerben:7. Wertpapiere gemäß § 193 KAGB, insbesondere Aktien,verzinsliche Wertpapiere, Wandelschuldverschreibungen,Genussscheine,8. Geldmarktinstrumente gemäß § 194 KAGB,9. Bankguthaben gemäß § 195 KAGB,10. Investmentanteile gemäß § 196 KAGB,11. Derivate gemäß § 197 KAGB,12. Sonstige Anlageinstrumente gemäß § 198 KAGB.§ 2 Anlagegrenzen1. Der Anteil der für Rechnung des OGAW-Sondervermögensgehaltenen Aktien von Ausstellern mit Sitz in einemMitgliedstaat der Europäischen Union und in der Schweizdarf 60 % des Wertes des OGAW-Sondervermögens nichtunterschreiten. Die in Pension genommenen Wertpapieresind auf die Anlagegrenzen des § 206 Absatz 1 bis 3 KAGBanzurechnen.2. Bis zu 40 % des Wertes des OGAW-Sondervermögensdürfen in Geldmarktinstrumenten i. S. v. § 6 der AABen angelegtwerden. Eine Beschränkung hinsichtlich der gemäß §6 der AABen erwerbbaren Geldmarktinstrumente wird nichtvorgenommen. Die vorgenannten Geldmarktinstrumentekönnen auch auf Fremdwährung lauten. Die in Pensiongenommenen Geldmarktinstrumente sind auf die Anlagegrenzendes § 206 Absatz 1 bis 3 KAGB anzurechnen.3. Wertpapiere und Geldmarktinstrumente desselben Emittentendürfen bis zu 10 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögenserworben werden und der Gesamtwert derWertpapiere und Geldmarktinstrumente dieser Emittentendarf 40 % des Wertes des OGAW-Sondervermögens nichtübersteigen.4. Bis zu 40 % des Wertes des OGAW-Sondervermögensdürfen in Bankguthaben nach Maßgabe des § 7 Satz 1 derAABen gehalten werden.5. Bis zu 10 % des Wertes des OGAW-Sondervermögensdürfen in Investmentanteile i. S. v. § 8 der AABen gehaltenwerden, wenn nach den Anlagebedingungen oder derSatzung der OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaft, derInvestmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapitaloder des ausländischen offenen Investmentvermögens oderder ausländischen Verwaltungsgesellschaft mindestens 51%des Wertes ihres Vermögens in Aktien angelegt werden.Sofern Anteile an anderen Investmentvermögen erworbenwerden, beschränkt sich die Auswahl auf die im § 196 KAGBzugelassenen Investmentanteile. Die Auswahl erfolgt nachGrundsätzen der Risikostreuung. Die in Pension genommenenInvestmentanteile sind auf die Anlagegrenzen der §§207 und 210 Absatz 3 KAGB anzurechnen.ANTEILKLASSEN§ 3 AnteilklassenAlle Anteile haben gleiche Rechte; verschiedene Anteilklassengemäß § 16 Absatz 2 der AABen werden nicht gebildet.ANTEILSCHEINE, AUSGABEPREIS, RÜCKNAHMEPREIS,RÜCKNAHME VON ANTEILEN UND KOSTEN§ 4 AnteilscheineDie Anleger sind an den jeweiligen Vermögensgegenständendes OGAW-Sondervermögens in Höhe ihrer Anteile alsMiteigentümer nach Bruchteilen beteiligt.§ 5 Ausgabe- und Rücknahmepreis1. Der Ausgabeaufschlag beträgt 5 % des Anteilwertes. Essteht der Gesellschaft frei, einen niedrigeren Ausgabeaufschlagzu berechnen. Die Gesellschaft hat im VerkaufsprospektAngaben zum Ausgabeaufschlag nach Maßgabe des §165 Absatz 3 KAGB zu machen.2. Ein Rücknahmeabschlag wird nicht erhoben.§ 6 Kosten1. Die Gesellschaft erhält für die Verwaltung des OGAW-Sondervermögens aus dem OGAW-Sondervermögen einetägliche Vergütung in Höhe von bis zu 1,25 % p.a. desOGAW-Sondervermögens auf Basis des börsentäglich ermitteltenNettoinventarwertes i. S. v. § 18 Absatz 1 der AABen.Die Verwaltungsvergütung wird dem OGAW-Sondervermögenmonatlich zum Monatsende entnommen.2. Die Gesellschaft kann in den Fällen, in denen für dasOGAW-Sondervermögen gerichtlich oder außergerichtlichstreitige Ansprüche durchgesetzt werden, eine Vergütungvon bis zu 20 % der für das OGAW-Sondervermögen - nachAbzug und Ausgleich der aus diesem Verfahren für dasOGAW-Sondervermögen entstandenen Kosten - vereinnahmtenBeträge berechnen.3. Die monatliche Vergütung für die Verwahrstelle beträgt1/12 von bis zu 0,2 % p.a. des am Ende eines Monats errechnetenWertes des OGAW-Sondervermögens.48


II. AnlagebedingungenSiemens Weltinvest Aktien4. Neben den vorgenannten Vergütungen gehen diefolgenden Aufwendungen zu Lasten des OGAW-Sondervermögens:a) bankübliche Verwahr- und Kontogebühren, gegebenenfallseinschließlich der banküblichen Kosten für die Verwahrungausländischer Vermögensgegenstände im Ausland;b) Kosten für den Druck und Versand der für die Anleger bestimmtengesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen(Jahres- und Halbjahresberichte, Verkaufsprospekt, wesentlicheAnlegerinformationen);c) Kosten der Bekanntmachung der Jahres- und Halbjahresberichte,der Ausgabe- und Rücknahmepreise und gegebenenfallsdes Auflösungsberichtes;d) Kosten für die Prüfung des OGAW-Sondervermögensdurch den Abschlussprüfer des OGAW-Sondervermögens;e) Kosten für die Bekanntmachung der Besteuerungsgrundlagenund der Bescheinigung, dass die steuerlichen Angabennach den Regeln des deutschen Steuerrechts ermitteltwurden;f) Kosten für die Geltendmachung und Durchsetzung vonRechtsansprüchen durch die Gesellschaft für Rechnung desOGAW-Sondervermögens sowie der Abwehr von gegen dieGesellschaft zu Lasten des OGAW-Sondervermögens erhobenenAnsprüchen;g) Gebühren und Kosten, die von staatlichen Stellen in Bezugauf das OGAW-Sondervermögen erhoben werden;h) Kosten sowie jegliche Entgelte, die mit dem Erwerb und/oder der Verwendung beziehungsweise Nennung einesVergleichsmaßstabes oder Finanzindizes anfallen können;i) Kosten für die Beauftragung von Stimmrechtsbevollmächtigten;j) Kosten für die Analyse des Anlageerfolges des OGAW-Sondervermögens durch Dritte;k) im Zusammenhang mit den an die Gesellschaft, die Verwahrstelleund Dritte zu zahlenden Vergütungen sowie denvorstehend genannten Aufwendungen anfallende Steuerneinschließlich der im Zusammenhang mit der Verwaltungund Verwahrung entstehenden Steuern.5. Neben den vorgenannten Vergütungen und Aufwendungenwerden dem OGAW-Sondervermögen die inZusammenhang mit dem Erwerb und der Veräußerung vonVermögensgegenständen entstehenden Kosten belastet.6. Die Gesellschaft hat im Jahresbericht und im Halbjahresberichtden Betrag der Ausgabeaufschläge und Rücknahmeabschlägeoffen zu legen, die dem OGAW-Sondervermögenim Berichtszeitraum für den Erwerb und die Rücknahme vonAnteilen im Sinne des § 196 KAGB berechnet worden sind.Beim Erwerb von Anteilen, die direkt oder indirekt von derGesellschaft selbst oder einer anderen Gesellschaft verwaltetwerden, mit der die Gesellschaft durch eine wesentlicheunmittelbare oder mittelbare Beteiligung verbunden ist,darf die Gesellschaft oder die andere Gesellschaft für denErwerb und die Rücknahme keine Ausgabeaufschläge undRücknahmeabschläge berechnen. Die Gesellschaft hat imJahresbericht und im Halbjahresbericht die Vergütung offenzu legen, die dem OGAW-Sondervermögen von der Gesellschaftselbst, von einer anderen OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaft,einer Investmentaktiengesellschaft mit veränderlichemKapital oder einer anderen Gesellschaft, mit derdie Gesellschaft durch eine wesentliche unmittelbare odermittelbare Beteiligung verbunden ist, einem ausländischenoffenen Investmentvermögen oder einer ausländischenVerwaltungsgesellschaft, als Verwaltungsvergütung für dieim OGAW-Sondervermögen gehaltenen Anteile berechnetwurde.ERTRAGSVERWENDUNG UND GESCHÄFTSJAHR§ 7 Thesaurierung der ErträgeDie Gesellschaft legt die während des Geschäftsjahres fürRechnung des OGAW-Sondervermögens angefallenen undnicht zur Kostendeckung verwendeten Zinsen, Dividendenund sonstigen Erträge – unter Berücksichtigung des zugehörigenErtragsausgleichs – sowie die realisierten Veräußerungsgewinneim OGAW-Sondervermögen wieder an.§ 8 GeschäftsjahrDas Geschäftsjahr des OGAW-Sondervermögens beginnt am1. Juni und endet am 31. Mai.49


Ihre PartnerSiemens Weltinvest AktienGesellschaft:Rechtsform:Sitz:Handelsregister:Gründung:Gezeichnetes und eingezahltes Kapital am 30.09.2013:Eigenmittel nach Feststellung Jahresabschlussam 30.09.2013:Gesellschafter:Aufsichtsrat:Siemens Fonds Invest GmbHGmbHOtto-Hahn-Ring 681739 MünchenTelefon: 089 636-35222Telefax: 089 636-35224Amtsgericht München / HRB 15 49 84Gegründet am 08.03.2004, übernahm die Gesellschaft am01.04.2005 das Wertpapierfondsgeschäft und die Firmierungder seit dem 22.10.1992 bestehenden Siemens KapitalanlagegesellschaftmbH. Seit dem 16.07.2013 firmiert die Gesellschaftunter Siemens Fonds Invest GmbH.3.000.000 Euro6.930.000 EuroSiemens Beteiligungen Inland GmbH, MünchenHans-Peter RupprechtHead of Treasury & Investment ManagementSiemens Financial Services GmbH (Vorsitzender)Matthias GrossmannHead of Corporate PensionsSiemens AG (Stellvertretender Vorsitzender)Hans-Georg HessePensionärGeschäftsführungDr. Josef Mehl(ebenfalls Vorstand der Siemens Spezial-Investmentaktiengesellschaftmit TGV)Wolfgang Nagengast(ebenfalls Vorstand der Siemens Spezial-Investmentaktiengesellschaftmit TGV)Depotbank:Unabhängiger Wirtschaftsprüfer:Mitgliedschaft:Aufsichtsbehörde:The Bank of New York Mellon SA/NV, Frankfurt am MainErnst & Young AktiengesellschaftWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft,Eschborn / Frankfurt am MainBVI, Bundesverband Investmentund Asset Management e.V.BaFin Bundesanstalt fürFinanzdienstleistungsaufsichtStand: 12. Dezember 2013. Änderungen entnehmen Sie bitte dem jeweils aktuellen Jahres- beziehungsweise Halbjahresbericht.50


© 2013 Siemens Fonds Invest GmbHHerausgeber:Siemens Fonds Invest GmbH80200 Münchenwww.siemens.de/fonds

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