Karlheinz Hackl erhält am 20. Mai den Nestroyring der Stadt Bad Ischl

fus.mitglieder.at

Karlheinz Hackl erhält am 20. Mai den Nestroyring der Stadt Bad Ischl

Karlheinz Hackl erhält am 20. Mai den Nestroyring der Stadt Bad IschlKammerschauspieler Karlheinz Hackl erhält am Sonntag, 20. 5., im Rahmen einer Matinee um 11 Uhrim historischen Lehartheater, das heuer "seinen 180. Geburtstag feiern kann", den Johann Nestroy-Ring der Stadt Bad Ischl. Hackl wird anlässlich der Verleihungsfeier Ausschnitte aus seinemSoloprogramm "Lachen macht gesund" präsentieren. Die Laudatio auf den Ausgezeichneten wird derDirektor des Theaters in der Josefstadt, Herbert Föttieinger, halten. Für die musikalische Umrahmungdes Festaktes sorgen die Hohtraxlecker Sprungschanznmusi und d FKK-Schrammeln.Der Ring wurde vom Bad Ischler Goldschmied Gerold Schodterer angefertigt.Gerold Schodterer bei der Arbeit am Nestroyring.Arbeit am Nestroyring im Detail.G. Schodterer präsentiert den Nestroyring 2007 Der Nestroyring 2007, der am 20. Maidem Bad Ischler Kulturstadtrat Hannes Heide. an Karlheinz Hackl überreicht werden kann.Konzeption für die Gestaltung des Johann Nestroy-Ringes der Stadt Bad IschlDie Zahl 5 spielt im Konzept für diesen Ehrenring eine tragende und verbindende Rolle.5 Kriterien werden von der Jury als Grundlage für die Verleihung des Nestroy-Ringes herangezogen.… Die Pflege Nestroys Erbes… Höchste künstlerische Ebene… Zeitkritisch… Satirisch… Phantasievoll


Das Werk Nestroys ruht auf den 5 Säulen seiner Begabungen.… Gesang… Schauspiel… Dichtkunst… Komik… LehrtätigkeitSpielt man mit den Namen für diese Fähigkeiten und setzt für den Gesang das Wort Couplets ein,belässt das Schauspiel, verwendet anstelle der Dichtkunst das Wort Lyrik und nimmt statt dem WortKomik den Humor, während man die Lehrtätigkeit mit dem Wort Instruktion umschreibt, mischt dieseneuen Begriffe kräftig durcheinander und bringt sie in eine andere Reihenfolge, so entsteht plötzlichfolgendes Wortbild:… Instruktion… Schauspiel… Couplets… Humor… LyrikDiese 5 Säulen bilden den Nestroyring und verbinden das Werk Nestroys, die Stadt Bad Ischl und dieKriterien, die zur Wahl der Nestroy-Ringträger führen.Die Welt des Johann Nestroy war die Bühne.Und so schwebt über dem Ring eine Bühne, die auf den Auftritt des jeweiligen Ehrenringträgerswartet.Form und Gestalt der Bühne werden individuell auf Persönlichkeit und Anliegen des jeweiligenEhrenringträgers abgestimmt.Unter der Bühne wirkt "Nestroys Geist".Er, der es wie kein anderer verstand, seiner Zeit einen Spiegel vorzuhalten, der bis heute noch nichtverblasst ist, gibt sich im Ring durch einen Spiegel zu erkennen.Dieser Spiegel durchdringt aber auch die Bühne, wird an der Oberfläche sichtbar und stellt so denBezug zwischen Nestroys Vermächtnis und dem Künstler und Ehrenringträger her.Die außergewöhnliche und bizarre Formensprache des Nestroy-Rings, mit seiner "schwebenden"Bühne, unterstreicht die für Nestroy so typische Ausdrucksweise und nimmt Bezug auf seineunvergleichlichen Satzgebilde, die trotz ihrer Tiefe und Treffsicherheit, vollkommen leicht im Raum zuschweben scheinen.So, wie Nestroy auf der Bühne stand und so, wie jeder Preisträger, der im Sinne Nestroys wirkt, imLeben und auf der Bühne steht, stellt auch der Nestroy-Ring sein Stehvermögen als Kleinskulpturunter Beweis, wenn er nicht als Ring getragen wird.GEROLD SCHODTERERgeboren am 12. August 1956 in Bad IschlAusbildung zum Goldschmied bei Vater Robert SchodtererGesellenprüfung 1975Meisterprüfung 1980Erste abstrakte Schmuckgestaltungen bereits in der Lehrzeitseit 1990 Schmuckunikate unter dem Aspekt "Dialog mit Mensch und Form"seit 1995 zeitgenössischer Unikatschmuck und Skulpturen mit philosophischem Hintergrund oftmalsin Verbindung mit Lyrik


DIALOG WIRD GESTALTMeine besondere Begabung liegt im Finden neuer Formen und Möglichkeiten, wobei sich derGestaltungsprozess meist vollkommen spontan aus einem Gespräch, oder dem Tun herausentwickelt.Für meine Fähigkeit zu gestalten, habe ich bisher drei Ausdrucksformen gefunden.Die Faszination in meiner Arbeit als Goldschmied liegt für mich im Erschaffen. Das nicht Existierendedurch den Prozess der Idee, zu einem geistigen Bild und in weiterer Folge zu einem begreifbarenSchmuckstück werden zu lassen, ihm durch Symbolsprache Leben einzuhauchen, etwas Einzigartigeszu schaffen, das die Besonderheit eines Menschen zum Ausdruck bringt.In meiner Arbeit mit Holz verwende ich zum Großteil Bäume, die durch Zeit und WitterungseinflüsseVerwachsungen aufweisen. Geheilte und nicht verheilte Wunden, die tiefe Spuren, zum Teil auchHohlräume hinterlassen haben, bilden einen spannungsreichen Kontrast zu den von mir geschaffenenweichen Flächen, die Einblick in die feine Welt der Maserung geben.Das Formen von Worten zu Sinngeflechten und Gedichten gibt mir die Möglichkeit zu berühren. Auchhier versuche ich das rationelle Denken auszuschalten und niederzuschreiben was aus mirherausfließt. Das Schreiben ist für mich ein meditativer Prozess, der gleichzeitig aufwühlt undentspannt, Freude und Dankbarkeit hinterlässt.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine