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Im Dickicht der Stadt (1/4): Superhausen (PDF-Download ... - WDR 5

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Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)Musik: Contoured Silhouettes von Benjamin DauerAtmo vom Phoenix-See (aus der Ferne Baugeräusche)1.) Atmo - O-Ton: Norbert Kelzenberg auf dem Phoenixgelände„Jetzt stehen wir hier im Prinzip auf der ehemaligen Werksfläche, wenn man sich dasanguckt, dann kann man sich das gar nicht mehr vorstellen. …“Autorin:Herr Kelzenberg hat einen Traum. Er träumt von Dortmund. Von großenIndustriebrachen, die sich in blühende Landschaften verwandeln.2.) Atmo - O-Ton: Norbert Kelzenberg„…dass man auf einen See schaut, auf Bootsstege, da hinten sehen wir schöneWohngebäude, einen Schilfgürtel, kleine Inseln auf dem See.“Atmo Shopping-Mall3.) O-Ton: Hendrik Trappmann„Investoren sind für Stadtplaner das A und O. ()Deshalb ist eine Stadt wie Duisburgbemüht, attraktiv zu sein für einen Investor, weil wir gar nicht das Geld habenEinrichtungen zu schaffen.“Autorin:Auch Herr Trappmann hat einen Traum. Er träumt von Duisburg. Von Menschen, dienicht wissen, wohin mit ihrem Kapital:4.) O-Ton: Hendrik Trappmann„Wir bemühen uns um günstige Rahmenbedingungen zu schaffen, damit InvestorenLust haben in Duisburg zu investieren.“ZäsurAutorin:Herr Trappmann und Herr Kelzenberg planen und entwickeln Bauprojekte für dieRuhrgebietsstädte Duisburg und Dortmund. Ihre Arbeitsplätze liegen nur knapp eineStunde Fahrzeit oder 55 km voneinander entfernt, - doch jede Stadt träumt für sichallein: Vom wirtschaftlichen Aufschwung, von neuen Initiativen, die die Städtebeflügeln könnten.Musik: Birthday (Page 71) von Kid KoalaSprecher:Im Dickicht der Stadt - „Superhausen“.Ein Feature von Aishe Malekshahi© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.1


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)5.) O-Ton: Eva Christine Albrecht„Meine Wünsche, wenn ich spinnen könnte, wäre – dass die Stadt ein Mal anfängt zuspinnen.“Autorin:Auch Frau Albrecht träumt. Die Architektin ist mit ihrer Familie vonMettmann nach Duisburg-Hochfeld gezogen.Musik: Radio von Marc RibotMusik: Succession von Benjamin Dauer6.) O-Ton: EC Albrecht„Dass es Spinner gibt, die diese Stadt neu denken, die eine Vision entwickelt, diesich verabschiedet von dem Gedanken, wir brauchen Arbeitsplätze für alle. Wirwerden nie wieder Arbeitsplätze für alle haben. Die sich davon verabschiedet,kurzfristig zu denken, sondern, die wirklich eine neue Vision dieser Stadt entwirft.“Autorin:Frau Albrecht ist ein wenig ungerecht. Denn seit fünfzig Jahren denken Generationenvon Architekten, Stadtplanern, Wissenschaftlern und Verwaltungsfachleute übernichts weniger nach als über neue Visionen für die Städte. Über Brachflächen imRuhrgebiet, die die Montanindustrie seit dem Aus von Kohle und Stahl in denStädten hinterlassen hat: Als Billig-Importe aus China und den USA die heimischeKohle vom Markt verdrängte und fast überall im Revier Zechen und Hütten starben.WDR Archiv Tondokumente über die ersten ZechenschließungenMusik: Main Title Theme (Open Your Book) von Kid KoalaAutorin:Anfang 1960 entwickelte die Landesregierung Nordrhein-Westfalen - mit Hilfe desBundes - Maßnahmen für die Region. Ihr Traum: Universitäten statt Kohle! Undsiehe, der Traum wurde wahr! 1962 folgte die Grundsteinlegung für die Ruhr-Universität Bochum – der ersten Universität im Revier überhaupt! Kurz darauf zog dieStadt Dortmund mit der Gründung einer Technischen Universität nach. DerStrukturwandel setzt auf Dienstleistungen und Handel, etabliert neue Orte für Kulturund Forschung.7.) O-Ton: Ludger Wilde„Die Stadt Dortmund befindet sich ja noch in der letzten Phase des Strukturwandels.“Der Strukturwandel ist in unserer Stadt noch nicht abgeschlossen.Autorin:Heute – sagt Ludger Wilde, Leiter des Amtes für Stadtplanung und Bauordnung inDortmund, gibt es mit der Technischen Universität „intensive Verflechtungen“, eine –„win win – Situation“ – einen Schulterschluss zwischen Wissenschaftlern undPraktikern, um die großen, gegenwärtigen Herausforderungen zu meistern.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.2


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)8.) O-Ton: Ludger Wilde„In den vergangenen Jahren sind – in den achtziger Jahren bis heute - zweitausendHektar brach gefallen.“Autorin:Zweitausend Hektar allein in Dortmund, dass sind rund zweitausend Fußballfelder.9.) O-Ton: Wilde„Große Teile diser Flächen haben wir bearbeitet, auf vielen Flächen findenNeunutzungen statt – ()aber auf große Teile der Flächen sind noch keineFolgenutzungen, wir bereiten auf einige Flächen planerisch noch was vor.“Radionachrichten – Staumeldungen aus dem RevierMusik: 9 Bit Blues von Kid KoalaAutorin:Auf dem Weg nach Duisburg über die A 42. Herne, Gelsenkirchen, Bottrop,Oberhausen: Die Autobahn verbindet im Norden des Reviers die Städte derEmscherzone. Der Himmel über dem Ruhrgebiet ist wieder blau und am Straßenrandweiße Parkbänke auf begrünten Kohlehalden, braune Verkehrschilder weisen immerwieder auf Sehenswürdigkeiten hin, auf die Route der Industriekultur:Landschaftspark Nord, auf dem Gelände des früheren Thyssen Hochofenwerks inDuisburg-Meiderich.Atmo von Ryoji Ikeda Test Pattern // Landschaftspark Ruhrtriennale 2013Musik: Birthday (Page 71) von Kid Koala10.) O-Ton: Arne Lorz„In anderen Ländern - da machen die alles platt und bauen was Neues hin. Diewundern sich, China oder auch im US-amerikanischen Bereich – Gruppen, diehierher kommen, die sind verwundert, dass wir das so bespielen.Autorin:Der Duisburger Stadtplaner Arne Lorz.10.) O-Ton: Arne LorzUnd der Landschaftspark ist für mich einer der schönsten Beispiele, weil der einerder bedeutendsten Orte in NRW geworden ist. Das hätte sich doch vor 20 Jahrenkeiner vorstellen können. Das ist ein fabelhaftes Beispiel, wie man in Zukunft andersdenken kann.“11.) O-Ton: Lorz„Man muss sich mal überlegen, Städte wie Duisburg, Essen, Dortmund, die sind umdie Industrie gewachsen. Wir haben riesige Flächen mit Industrie und der Umgang© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.3


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)mit der industriellen Vergangenheit ist vorbildlich. ()das strotzt ja davon, was davorher war.“Autorin:Doch „Zukunft denken“ ist - in Zeiten klammer Stadtkassen, schrumpfenderBevölkerungszahlen, Häuser-Leerständen, wie zum Beispiel im Duisburger StadtteilHochfeld - eine Herausforderung.Musik: In C (Todd Reynolds Remix) von Bill Ryan & Grand Valley State UniversityNew Music Ensemble12.) O-Ton: Lorz„Vor 30-40 Jahren () war das ein richtig lebendiger Arbeiterstadtteil, da hat´s richtiggebrummt. Und irgendwann ist die Stahlkrise, bzw. die Montanindustriezurückgegangen und dadurch sind Arbeitsplätze weggefallen und dadurch fehlenauch irgendwo die Einnahmen und die Investitionen – dass muss man sich immerwieder klar machen. Das sind die wirklichen Probleme des Ruhrgebiets und daranwerden wir noch viele, viele Jahre knapsen.“Autorin:Autobahnausfahrt Hochfeld. Die Ampel schaltet auf rot, der Blick fällt auf einknallgelbes Gründerzeithaus mit roten Fenstern und roter Leuchtschriftzug an derFassade: „Bandidos Palace“. Rocker betreiben in der Straße Bars und Bordelle. FürHochfeld ein Albtraum.13.) O-Ton: Hendrik Trappmann„Man hat die Rotlichtecke, aber nicht ganz Hochfeld ist die Rotlichtecke.“Autorin:Sagt Hendrik Trappmann. Er leitet in Duisburg das Amt für Stadtentwicklung undProjektplanung.14.) O-Ton: Eva Christine Albrecht„Wer kann, zieht weg.“Autorin:Sagt die Architektin Eva Christine Albrecht, die sich als Neubürgerin in Hochfeld fürein gutes Wohnquartier engagiert.Musik: Rochus Aust und Markus Aust15.) O-Ton: Albrecht:„Es hat sich seit vielen Jahrzehnten hier ein Bevölkerungsniveau eingerichtet undstabilisiert, was zu einem großen Teil von Transferleistungen lebt. Es gibt einengroßen Zuwanderungsanteil und Duisburg-Hochfeld ist in den Augen vieler einStadtteil, in dem man eher nicht leben möchte, wenn man nicht muss.“© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.4


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)18.) O-Ton: Lorz„Da kämpfen wir gegen Projekte wie das Centro, dass in einer Stadt entstanden ist,wo man sich schon mal fragen muss, ob in der Größenordnung einkaufen eigentlichgerechtfertigt ist. Darüber kann man ewig streiten, es ist wie es ist.“Autorin:Sagt der Duisburger Stadtplaner Arne Lorz. Jetzt will Duisburg dagegenhalten undbesinnt sich auf eine Tradition.19.) O-Ton: Lorz„Duisburg war schon immer eine Handelsstadt, das darf man nicht vergessen. Wirhaben hier immer Einzelhandel gehabt.Musik: Elephant & Castle I von Matti Bye & Mattias OlssonAutorin:Lorz’ Traum: Duisburg soll wieder boomende Handelsstadt werden. Wenn eineFläche weiterentwickelt wird, träumt er, geht es dann nicht auch automatisch miteinem Quartier bergauf? Wie damals? In den neunziger Jahren, als im Rahmen derInternationalen Bauausstellung Emscherpark - und mit Hilfe der Landesregierung -der Umbau des Innenhafens gefördert wurde?Dort wo einst Weizen umgeschlagen wurde, hatte der berühmte britische ArchitektSir Norman Foster ein Wohn- und Büroquartier. Warum sollte diese städtebaulicheWeiterentwicklung nicht auch andernorts möglich sein?Arne Lorz träumt von „Duisburg 2027“, er notiert seine Ideen und zeigt in dem Papier,wo im Stadtraum neue Gewerbeflächen entstehen könnten, wo neue Freizeitflächenund neue Wohngebiete. In allen sieben Duisburger Stadtbezirken wurde über Lorz´sTraum diskutiert, wie Duisburgs Amtsleiter Hendrik Trappmann betont.20.) O-Ton: Hendrik Trappmann„Weil wir damit die Weichen stellen – ()damit später die kleinen Projekte auch daranausgerichtet werden können. Damit man sich nicht gegenseitig ins Gehege kommt,mit widerstreitenden Ansprüchen im Raum.“Autorin:Denn oft genug schauen Bezirke eifersüchtig auf andere Bezirke. Städte verfolgenaufmerksam die Betriebsamkeit in den Nachbarstädten.21.) O-Ton: Achim Prossek„Das Problem ist, dass die Investoren im Ruhrgebiet nicht gerade Schlange stehen.Weil es Städte sind, in denen die Menschen überdurchschnittlich arm sind,überdurchschnittlich alte Bevölkerung lebt“© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.6


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)Autorin:Der Stadt- und Regionalforscher Achim Prossek.22.) O-Ton: Achim Prossek„So, dass viele Investoren gar nicht auf das Ruhrgebiet blicken – sondern sagen:Frankfurt, Köln, Hamburg, München, Berlin sind unsere Orte, wo wir investierenmöchten. Also, die Immobilienwirtschaft – das habe ich auf mehrere Konferenzenmitbekommen, nimmt das Ruhrgebiet – die internationale Immobilienwirtschaft nimmtdas Ruhrgebiet nicht wahr als Standort.“Musik: Interlude von Benjamin DauerAutorin:Obwohl auf über 4400 Quadratkilometern mehr als fünf Millionen Einwohner in 53Städten und Gemeinden leben, die 600 Autobahnkilometer nutzen können oder anüber 13000 Haltestellen auf öffentliche Busse oder Bahnen warten dürfen.Das Ruhrgebiet träumt von sich als Metropole. Aber macht allein die Größe eineMetropole aus?23.) O-Ton: Susanne Frank„Das ist für mich ein Marketinggedanke, ein reines Wunschdenken.“Autorin:Die Stadtsoziologin Susanne Frank ist Professorin und lehrt an der TechnischenUniversität Dortmund.24.) O-Ton: Frank„Ich glaube, dass das Ruhrgebiet nicht gut beraten ist sich selbst als Metropole zunennen, weil dann die Fallhöhe – wenn man sich vergleicht mit Metropolen wie Berlinaber auch Hamburg, München oder so ist dann groß. Dann stellt man fest, dass vielAnspruch da ist und wenig Wirklichkeit. Dass das ein Anspruch ist, der nichteingelöst wird. Öffentlicher Nahverkehr z.B. ist ein Riesenthema, eine reineKatastrophe im Ruhrgebiet und das weiß auch jeder und deshalb stimmen auch dieVergleiche nicht.“Autorin:Vor der Haustür der Ruhrgebietler liegt die A 430 – die alte B1. Duisburg, EssenBochum, Dortmund. Die Autobahn verbindet die Hellwegstädte – führt mitten durchihre Zentren. Trotz weniger Spuren und permanenter Staus ist man mit dem Autoschneller unterwegs als mit dem öffentlichen Nahverkehr. Verkehrsplanerisch einAlbtraum.In Dortmund, am Burgwall befindet sich das Büro von Ludger Wilde. Er leitet das Amtfür Stadtplanung und Bauordnung.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.7


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)25.) O-Ton: Wilde„Als Metropole werden wir global noch wahrgenommen.“Autorin:Das Ruhrgebiet trat vereint an, um 2010 europäische Kulturhauptstadt zu werden.Die Organisatoren warben mit ihrem Metropolen-Konzept „Essen für dasRuhrgebiet“, setzten auf „Wandel durch Kultur“ und präsentierten sich sogar als das„Revier der Ideen“.Ludger Wilde hat diesen „kulturpolitischen Ritterschlag“ begrüßt.26.) O-Ton: Wilde„Die Politik – ist in einigen Köpfen (überlegt) will nicht sagen, Kirchturmdenken – aberda ist so das Bewusstsein, „wir sind wir“ noch stark vertreten – aber ich glaube,dieses „wir“ () darf man nicht dauerhaft auf die Stadt beziehen, sondern – auf dieMetropole“.Autorin:Die Oberbürgermeister des Reviers schreiben im Kulturhauptstadtjahr Postkarten andie Leser des ADAC Reisemagazins. Werben für ihre Stadt!Zitator:Dortmund hat alles, was eine Städtereise zum Erlebnis macht. Genießen Sie unsereKulturangebote im Konzerthaus, () demnächst im Dortmunder U alsLeuchtturmprojekt für Kultur und Kreativwirtschaft und in den beeindruckendenStätten der Industrielandschaft. ()Autorin:In diesem Städtewettstreit versucht auch Duisburg zu punkten. Der damaligeDuisburger Bürgermeister Wolf Sauerland preist die Vorzüge seiner Stadt.Zitator:Seit Herbst 2008 ragt als neue Duisburger Sehenswürdigkeit die Goldene Leiter 30Meter aus dem neuen Einkaufszentrum mitten in der Stadt.„Jetzt weiß ich, wofür die goldene Leiter da ist; damit der liebe Herrgott daran vomHimmel steigen kann, um in Duisburg einzukaufen“, sagte eine ältere Dame mitglänzenden Augen am Eröffnungstag.So ist Duisburg – besuchen Sie uns.Autorin:Die goldene Leiter – Symbol für Kaufkraft und Gewerbeeinnahmen, die sich HendrikTrappmann und Arne Lorz so sehr für ihre Stadt wünschen. Ihr Traum, die Leiter, sollauch in Duisburg-Marxloh aufgestellt werden.27.) O-Ton: Trappmann„Es ist so, dass sich die Stadt schon vor einiger Zeit sich entschlossen hat, dassauch der Duisburger Norden, der von der Bevölkerung größer ist als Oberhausen,© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.8


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)größer ist als Mülheim und größer ist als Herne – etwas strukturschwächer ist, unddass dort zur Stärkung noch mal ein zweites Hauptzentrum entstehen könnte.“Autorin:Ähnlich wie das Centro in Oberhausen, so das Kalkül von Hendrik Trappmann.28.) O-Ton: Trappmann„Es war eine kontroverse Diskussion, aber der Rat hat mehrheitlich gesagt, ja wirhaben einerseits die Innenstadt aber wir wollen – weil viele nicht in die Stadt fahrenwollen und damit die Kaufkraft nicht abwandert in die nördlichen Städte - hier dasnoch mal stabilisieren und hier ein zweites Hauptzentrum entstehen lassen und indieses Konzept – das Outlet-Center passte da sehr gut hinein.“29.) O-Ton: Bertram Schultze„Mit dem Outlet-Thema – da müssen Sie mir gar nicht kommen!“Autorin:Für den Architekten und Projektentwickler Bertram Schultze sind Einkaufszentrenstädtebauliche Albträume. Schultze setzt auf Kunst! Er hat zum Beispiel die LeipzigerBaumwollspinnerei in ein viel beachtetes Kunstzentrum umgewandelt.30.) O-Ton: Bertram Schultze„Ich glaube, dass viele Kommunen einfach unter ökonomischem Druck stehen undvon daher auf die erstbeste Lösung springen, die ihnen Geld und Erträge verspricht.Ich sag das ganz bewusst, Geld und Erträge, denn eigentlich kann man dasEntkoppeln. Der Ertrag gerade bei kommunaler Stadt-Entwicklung sollte sich nichtrein monitär messen, sondern sollte sich intellektuell messen, sollte das weicheThema schon mit drin haben.“31.) O-Ton: Schultze„Wir laufen ja erst Mal Gefahr, dass unsere ganzen Stadtbilder alle gleich aussehen.Es gibt nur noch Filialisten, die die Fußgängerzonen bestimmen mit ihrer Architektur,mit ihrem Werbeauftritt und Kaffee gibt es nur noch bei Starbucks, sonst gibt es garkeinen Kaffee mehr – so ungefähr – und das muss man unterbinden, da geht jedeIndividualität verloren und jede Identität verloren.“Musik: Birthday (Page 71) von Kid KoalaAutorin:Duisburg hält am eingeschlagenen Weg fest, träumt von sich als wiederauferstandene Handelsstadt mit Factory Outlet-Center als zweitem Stadtzentrum.Doch es regt sich Widerstand. Der Duisburger Einzelhandel macht gegen das Outlet-Center mobil. Die Anwohner reagieren auf das Prestigeprojekt gespalten bisablehnend. In Marxloh soll das Zinkhüttenviertel - des Architekten Max Taut -abgerissen werden. Schon länger steht ein Teil der schmucklosen fünfziger Jahre© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.9


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)Bauten leer. Und zu guter letzt führte eine EU-Störfall-Richtlinie, auch als Seveso-Richtlinie bekannt - zum Planungsstopp. Das zukünftige FOC-Gelände ist zu nah anden Grillo-Chemiewerken geplant. Entwicklungen, die den Duisburger Stadtplanernun Albträume bereiten.32.) O-Ton: Trappmann„Wir haben teilweise Industrien mit gefährlichen Stoffen, Chemie – nur von einerStraße getrennt – die dazugehörige Werksiedlung. Das ist Ruhrgebiet-Stadtstruktur.“Autorin:Sagt der Duisburger Amtsleiter Hendrik Trappmann.33.) O-Ton: Trappmann„Wir haben trotzdem in den vergangenen Jahrzehnten Stadtstrukturentwicklungenbetrieben und nicht überall riesige Abstandskorridore geschaffen – da müsste mandie halbe Stadt abreißen.“Autorin:Der Dortmunder Amtskollege, Ludger Wilde – ahnt unterdessen, dass DuisburgsTraum von einer Handelsstadt im Fall des Factory Outlet-Centers böse endenkönnte.34.) O-Ton: Wilde„Das Entwickeln von Factory Outlet Center am Rande der Städte, auf der grünenWiese – mal abgesehen vom kurzzeitigen Erfolg – führt nicht wirklich zurnachhaltigen Verbesserung für die Stadtentwicklung.Das ist auch Duisburg bekannt und ich vertrau darauf.“Autorin:Dortmund hat zwar auch Einkaufszentren auf der grünen Wiese – doch die Stadt hatvon diesen „Bausünden“ gelernt und investiert in die Innenstadtentwicklung.35.) O-Ton: Frank„Dortmund hat einen anderen Ansatz gewählt als viele andere Ruhrgebietsstädte, indem Dortmund nach einer Weile nicht mehr gesagt hat, wir versuchen an endogenePotentiale anzuknüpfen wie das viele andere Städte gemacht haben, sondern gesagthat, wir machen einen Schnitt . Also, der damalige OB Langemeier hat gesagt, wirbegreifen die Krise als Chance und bauen was ganz Neues auf.“Autorin:Die Stadt beweist Mut, meint die Dortmunder TU-Professorin für Stadt- undRegionalsoziologie Susanne Frank.Dortmund siedelt auf der grünen Wiese neue Industriezweige an, träumt von sich als„Silicon Valley“ des Ruhrgebiets. In der Nähe der Universität entstand ein Zentrumfür Nano-Technologie, IT-Logistic, Biotechnologie, Mikrosystem-Technologie.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.10


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)36.) O-Ton: Frank„Gleichzeitig hat man aber auch gewusst, wenn jetzt ganz viele Leute, das war ja derWunsch – wenn neue Arbeitsplätze geschaffen werden – dann muss man denenauch ein Wohnumfeld bieten, das für sie attraktiv ist. Das war auch immer klar, dassDortmund da ein großes Problem hat, dass es hier wenig Wohngebiete gibt, dieeigentlich für die gehobene Mittelschicht interessant sind.“Autorin:Ein Problem, das das Amt für Stadtplanung und Bauordnung in Angriff nimmt. Mutund Phantasie sind gefragt oder wie die Neu- Duisburgerin Eva Christine Albrechtsich ausdrückt:37.) O-Ton: EC Albrecht„Dass es Spinner gibt, die die Stadt neu denken. ()“Musik: Interlude von Benjamin DauerMusik: Contoured Silhouettesvon von Benjamin DauerAutorin:So einen hat Dortmunds oberster Stadtplaner im Amt: Norbert Kelzenberg! Derseinem Traum - Industriebrachen in blühende Landschaften zu verwandeln - inDortmund-Hörde ein Stück näher kommt.Autorin:Jahrzehntelang lag der Arbeiterstadtteil Hörde zwischen den Phoenix-Stahlwerken.Nach dem Aus des Standorts verkaufte Thyssen seine Anlage komplett nach China.Und Hörde war plötzlich umgeben von trostlosen Brachen. Eine Wunde imStadtraum. Dieser Anblick bereitete dem Architekten Norbert Kelzenberg Albträume.Phoenixsee -BauatmoAutorin:Dann besann er sich auf das attraktive Verhältnis von Wasser und Stadt, träumte vonVenedig und den Londoner Docklands.38.) O-Ton: Kelzenberg„Es gab einen Ansatzpunkt, dass unter dem Industriewerk – was den meistenMenschen nicht mehr bewusst war, weil sie es nicht gesehen haben – einen kleinenFluss, die Emscher () tatsächlich darunter hergeleitete wurde in einem Rohr () einanderer Punkt war die Befassung mit der Historie. Dann bin ich über einen Nameneiner Straße inmitten des Stahlstandorts gestolpert - die Seekante – und noch soheißt. Das führte zur Beschäftigung der Geschichte noch vor der Industrialisierung,wo damals am Rande von Hörde eine Teichlandschaft bestand – war also keinverrückter Gedanken, sondern, hatte konkrete Ansätze.“© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.11


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)Autorin:Dortmund bewegte über 2,6 Millionen Kubikmeter Boden, 430 tausend KubikmeterStahlbeton wurden zurückgebaut. Heute hat der Phoenix-See eine Wasserfläche von24 Hektar und ist größer als die Hamburger Binnenalster. An die Stahlindustrieerinnert hier nur noch ein ganz besonderes Relikt:39.) Atmo-O-Ton: Kelzenberg„Das ist eine Thomas-Birne, ein Konverter, der an dieser Stelle hier auch hergestelltwurde. Der ist von einem umtriebigen Heimatverein gerettet worden. Auf einer Insel –fast ein skulpturales Objekt – deutlich zeigt, was für ein Transformationsprozessstattgefunden hat.“Musik: Elephant & Castle I von Matti Bye & Mattias OlssonAutorin:Der alte Arbeiterstadtteil Hörde wandelt sich, wie Phoenix aus der Asche! Im Ostenentstehen Stadtvillen, im Westen ist ein weiterer Technologiepark geplant. Allerdingsfürchten nun einige Hörder die Gentrifizierung, eine Umstrukturierung ihres Stadtteilsverbunden mit einem sozialen Verdrängungsprozess. Denn plötzlich beginnenEigentümer ihre heruntergekommenen Gründerzeithäuser zu sanieren, um sie teurerzu vermieten. Für manch alteingesessenen Anwohner ein Albtraum.40.) O-Ton: Frank„Alle reden davon! Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass erste Anzeichen dafür da sind,aber wie kann man es belegen?“Autorin:Die Stadt- und Regionalsoziologin Susanne Frank von der Technischen UniversitätDortmund.41.) O-Ton: Frank„Das ist der Punkt, dass wir hingegangen sind in jedes einzelne Haus in Hörde zumZeitpunkt X, welche Nutzung ist da eigentlich drin. So dass wir hoffen, in fünf Jahren,zeigen können, es hat Aufwertung stattgefunden. Die eine Art von Geschäft istersetzt worden durch die andere Art. Wir haben hier ein Haus gehabt mit vielenkleinen Wohnungen, die sind jetzt zusammengelegt zu großen Wohnungen, was aufstarke Aufwertung hindeutet. () Wenn wir Gentrifizierung haben, dann möchte ich dasdaran nachweisen.“Autorin:Für den Phoenixsee hat sich Norbert Kelzenberg nie eine Monostruktur gewünscht,nie nur eine Enklave für wohlhabende Bürger. Dortmund hat ein anspruchsvollesWohnquartier entwickelt, Raum für neue Industriezweige gelassen, darauf geachtet,dass die Spazierwege entlang des Sees öffentlich bleiben und außerdem – soKelzenberg – wird hier auch neuer sozialer Wohnungsbau entstehen.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.12


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)42.) O-Ton: Kelzenberg„In einer Stadt ist es so, das sie am vitalsten und gesündesten ist, wo sie die größteMischung erfährt. Wenn man da große Defizite hat, muss man die ausgleichen, damitman in eine normale städtische Situation kommt. Insofern sind Stadtplanungenimmer auch mit Auswirkungen versehen. Stadt ist immer ein Prozess, immer auchein Wandlungsprozess, da gehören solche Umwälzungen durchaus dazu.“Autorin:Ein Ansatz, den die Architektin und Neu-Bürgerin Duisburgs Eva Christine Albrechtsofort unterschreiben würde.43.) O-Ton: Eva C. Albrecht„Duisburg Hochfeld wird nicht ernsthaft berücksichtigt bei den Stadtplanern, dieRessourcen, die hier sind und die wir sehen, kommen in den Listen der Stadtplanernicht vor.Musik: Birthday (Page 71) von Kid Koala (Album: Space CadetAutorin:Frau Albrecht lebt im Stadtteil Hochfeld. Dort leben mit ihr viele türkische, arabischeMitbürger. Seit mehr als einem Jahr wohnen hier auch zahlreiche Familien ausBulgarien und Rumänien. Der Ausländeranteil beträgt in Hochfeld über 40 Prozent.Diese Monostruktur tut dem Stadtteil nicht gut. Deshalb träumt Eva Christine Albrechtvon Ressourcen, die nur wiederentdeckt werden müssen.44.) O-Ton: Eva C. Albrecht:„Die Gründerzeit-Bebauung ist zum Beispiel, eine sehr große Ressource. Über dieseHäuser lassen sich Menschen in den Stadtteil holen, die hier dringend gebrauchtwerden. Ein ganz wichtiges Kriterium für die Stadtentwicklung, auch für die künftigeStadtentwicklung ist, dass man versucht, eine Durchmischung der Gesellschaftwieder herzustellen. Weil die massiven Probleme, die hier auftauchen auch durch dieletzte Zuwanderungswelle, lassen sich nur bewältigen in einer Gesellschaft, diebereit ist diese Integrationsprozesse zu leisten und dazu in der Lage ist.“45.) O-Ton: Eva C. Albrecht:„Und da fangen die Probleme an, diese Schicht ist sehr dünn geworden. Man brauchtein gewisses gesellschaftliches Establishment um diese Prozesse leisten zu können.Da ist der Immobilienansatz ein ganz wichtiger, in dem man Menschen für dieImmobilien versucht zu interessieren und hierher zu holen.“Autorin:Eva Christine Albrecht träumt von bürgerschaftlichem Engagement und hält nichtsvon den Versprechungen der Duisburger Stadtplaner und Investoren.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.13


Tiefenblick, 15.12.2013Im Dickicht der StadtSuperhausen (1/4)46.) O-Ton: Achim Prossek„Duisburg ist in fast allen - was in den letzten Jahren in Duisburg unternommen wirdoder geschieht – ein Sonderfall!“Autorin:Sagt Stadt- und Regionalforscher Achim Prossek:47.) O-Ton: Achim Prossek„Wo viele ambitionierte Pläne gemacht werden und dann in abgespeckter Versionoder gar nicht realisiert werden. Angefangen von der Bundesgartenschau 2011 –was dann abgesagt worden ist. Der Masterplan von Norman Forster für ein neuesStadtgebiet am Bahnhof – wo aber doch nur Möbelhäuser gebaut werden. Vielleichtaber noch nicht ein Mal das.“Autorin:Das Gelände des ehemaligen Duisburger Güterbahnhofs hat ein Investor gekauft.Der Masterplan, den der britische Architekt Sir Norman Foster für ein grünes,urbanes Stadtquartier entwickelt hat, ist vom Tisch. Wenn die Stadt Glück hat, setztder Investor eine Foster light-Version um im Discount-Look.Wenn die Stadt Duisburg kein Glück mit ihrem Investor hat, dann prophezeit ihnenSir Norman Foster einen : „stadtplanerischen Alptraum mit „Autobahnanschluss“.Musik: Elephant & Castle I von Matti Bye & Mattias OlssonABSAGEIm Dickicht der StadtSuperhausenEin Feature von Aishe MalekshahiEs sprachen: Justine Hauer und Sascha NathanTechnische Realisation: Gerd NesgenRegieassistenz: Fahri SarimeseRegie: Matthias KapohlRedaktion: Dorothea RungeEine Produktion des Westdeutschen Rundfunks 2013.Am kommenden Sonntag hören Sie „Im Dickicht der Stadt – Einstürzende Altbauten“.Download und Manuskript der Sendung finden Sie unter wdr5 de und imFeaturedepot.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.14

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