Dem Tode geweiht - BOS Schweiz

bos.schweiz.ch

Dem Tode geweiht - BOS Schweiz

pWen sehen wir, wenn wir in die Augen eines Orang-Utans blicken?Das „Great Ape Project“Was WissenschafterInnen und TierschützerInnenseit bald 20 Jahren diskutieren, war nun Thema inden schweizer Medien: Die 1993 von Peter Singerund Paola Cavalieri verfasste Deklaration über dieGrossen Menschenaffen (NZZ vom 08.02.12). Darinwerden Menschen und Grosse Menschenaffen(Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans)zu einer „Gemeinschaft der Gleichen“ zusammengefasst,für die bestimmte moralische Grundsätzebzw. Rechte wie das Recht auf Leben, den Schutzder individuellen Freiheit und das Verbot der Foltergelten sollen. 1994 startete das internationaleGreat Ape Project, bei dem sich Primatologen, Anthropologen,Ethiker und andere Experten für eineUN-Deklaration der Rechte der Grossen Menschenaffeneinsetzen mit dem Ziel, ihnen grundlegende,bisher nur dem Menschen zugestandene Rechte zugewähren. Als Folge müssten alle in Gefangenschaftlebenden Individuen freigelassen werden – vorallem in den USA, wo über 3‘000 Tiere in Zoos, Forschungslabors,der Unterhaltungsindustrie und inprivaten Haushalten leben. Von dieser Seite kommtdaher der grösste Widerstand. Während Zoos mitder Mensch-Tier-Beziehung und dem Artenschutzargumentieren, verweisen Forschungsinstitute aufdie Stellung der biomedizinischen Forschung. VertreterInnendes Projekts wie Jane Goodall haltendagegen, dass Menschen intelligente Tiere mit verschiedenensozialen, emotionalen und kognitivenFähigkeiten (Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen,Kreativität, Planen, Orientierung, Wille etc.) sind.Da Grosse Menschenaffen diese Fähigkeiten auchhaben, haben sie Anspruch auf die gleichen Berücksichtigungen,die Menschen Mitgliedern ihrereigenen Spezies zugestehen. Grosse Menschenaffensind fähig zu Rationalität, Selbst-Bewusstseinund der Wahrnehmung des eigenen Selbst alseine von anderen verschiedene Einheit mit einerVergangenheit und einer Zukunft. Die genetischeIdentität zwischen Mensch und Schimpanse bzw.Orang-Utan ist so gross (etwa 98% bzw. 96%), dassdie übliche Unterscheidung zwischen „Mensch“und „Tier“ unzutreffend scheint. Die Forschunglöst die geglaubte Barriere zwischen beiden immermehr auf. Wo ist die Grenze zwischen Mensch undMenschenaffe? Wen sehen wir, wenn wir einemOrang-Utan in die Augen blicken? Ein Recht aberscheint unumstösslich: dasjenige auf Eigenexistenz.Orang-Utans haben das Recht, zu existieren, weiles sie gibt. Und weil der Lebensraum, den sie bewohnen,seit langem auch ihnen gehört. Ihnen diesesRecht zu sichern, dafür setzen wir uns ein.Elisabeth LabesBOS schafft Regenwald2001 startete die BOS die Wiederaufforstungvon Samboja Lestari. Der Regenwald auf dem 18km 2 grossen Gelände war vollkommen zerstörtworden. 10 Jahre lang pflanzte BOS Setzlingeaus der eigenen Baumschule an. In dem neuenWald bereitet BOS heute rund 200 Orang-Utansauf ihre Freiheit vor. Ende 2011 lief das Projektaus. Im letzten Jahr unterstützte BOS Schweiz esnoch einmal mit 4'917 CHF. Herzlichen Dank analle Spenderinnen und Spender!www.bos-schweiz.ch 3


p Ein Bild der Vergangenheit. Tarzan wurde vorsieben Jahren gerettet und musste seitherin einem Käfig leben. Mehrmals versuchteTarzan auszubrechen. Er ist einer der erstenvier Orang-Utans die im Februar in die Freiheitgebracht wurden.p Ein Traum wird wahr. Paradies für Orang-Utans.Hier leben seit Ende Februar Tarzan, Tantri, Monic und Astrid wieder in Freiheit.bracht werden. Dort lebt er seit her in seinem Käfig.Immer wieder hat er in den sieben Jahren versuchtauszubrechen – zerstörte dabei seinen Käfigund alles Inventar. Von Anfang an machte Tarzanklar: „Ich gehöre in die Wildnis und nicht in einenKäfig“. Nur zu gerne hätten ihm die Pfleger diesenWunsch erfüllt. Auch für sie ist es schwer, einen sokräftigen und gesunden Orang-Utan-Mann eingesperrtzu sehen.Nun endlich konnte das Projekt „Freiheit“ Anfang2012 gestartet werden. Ende Februar konnte Tarzanund drei weitere Orang-Utans ihr „Gefängnis“ verlassenund leben seither in Freiheit. Zwölf weiteresollen im April folgen, doch noch immer sind Kostenwie die der Helikopterflüge nicht gedeckt.Endlich sind wir auf dem Weg. Auch Ihre Spendenhaben Tarzan, Tantri, Monic und Astrid in die Freiheitgebracht. Anna Voss und Christine Szyska vonBOS Deutschland waren im Februar vor Ort, als dieOrang-Utans mit Helikoptern ins Auswilderungsgebietgebracht wurden. Sie haben uns berichtetwie dankbar die Menschen in Nyaru-Menteng sind,dass dieser Traum endlich Wirklichkeit wurde.Bitte helfen Sie den Orang-Utans auch weiterhin.Herzlichen Dank.Helfen Sie mit:Spendenkonto BOS Schweiz – CHF 85-651634-3IBAN CH06 0900 0000 8565 1634 3Stichwort:RettungsstationStichwort:PatenschaftDer Unterhalt eines Orang-Utans kostet5'000 CHF jährlich.Helfen Sie mit 50 CHF.Werden Sie Orang-Utan Patin oder Pate.25 CHF = Beitrag monatlich300 CHF = Beitrag pro JahrAuch als Ostergeschenk möglich.


p Nita ist ein echter Wildfang. Nita wuchs 18 Monate lang als „Mensch“ auf. Trotzdem hat sie sehr guteChancen auf ein Leben in Freiheit. Begleiten Sie Nita auf ihrem Weg und übernehmen Sie eine Patenschaftfür CHF 25,00 monatlich.„Frech und unartig“Nita eine zärtliche Rebellin und Diebin18 Monate lang wuchs Nita wie ein Mensch auf, bisBOS sie schliesslich befreite. Anfangs war es schwer– zu stark war sie bereits vermenschlicht. Heute istNita eine emanzipierte Orang-Utan-Dame – ihrenstarken Willen hat sie aber behalten.Die Rebellin: Nita weiss selbst sehr genau, was fürsie das Beste ist. Als sie Anfang 2011 an Malariaund Dengue Fieber litt, war sie monatelang aufder Krankenstation isoliert. Doch Nita fühlte sichnicht krank und so war für sie schnell klar, „Wernicht krank ist, kann gehen“. Trickreich versuchtesie, täglich zu fliehen. Es bedurfte zwei Pfleger, umsie davon abzuhalten.Die Diebin: Hin und wieder erleidet Nita einenRückfall in ihr früheres Leben. Reis und Brot warenda Teil ihres täglichen Speiseplans. Wenn sie Heisshungerverspürt, schleicht sie sich heimlich in dieKlinik und stiehlt den TierärztInnen das Mittagessen.Doch keiner ist böse, denn Nita ist auch sehr liebevoll.Zärtlich legt sie sich die Hand der Babysitterinauf den Kopf und sagt so: „Bitte streichle mich“. Sooft es geht, erfüllt ihre Babysitterin den Wunsch.Wenn nicht, klettert Nita trotzig in die Baumwipfelund bewirft sie mit kleinen Zweigen. Eine wirklich„harte“ Strafe für die Babysitterin.Stichwort:OstergeschenkePatenschaften, Grusskarten und weiteretolle Geschenke erhalten Sie unterwww.bos-schweiz.ch oder direkt in derGeschäftsstelle.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine