Als PDF lesen - FeG Siegen-Geisweid

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zum Mitnehmen und WeitergebenAusgabe 3/2013kostenlosGemeinsamkeitenund Unterschiede Enkel, Vater undGroßvater im InterviewWasmachteigentlich …? Ein Besuchim SeniorenzentrumKaffeeduft undKinderlachen Der Eltern-Kind-Kreisder FeG Siegen-Geisweid SchwerpunktthemaTreffen der Generationen


Treffen der GenerationenTreffen der Generationen InhaltNacheinander, Miteinander, Füreinander …Editorial: Nacheinander, Miteinander, Füreinander … ........................3Treffen der GenerationenKleiner Mensch, großes Wunder. ........................................4Wie Kinder die Eltern verändernGemeinsamkeiten und Unterschiede dreier Generationen. ....................6Interview mit Enkel, Vater und GroßvaterWas macht eigentlich …?. .............................................8Ein denkwürdiger Besuch im SeniorenheimImmer wieder neu – und doch immer gleich. ..............................10Generationen von BibelnDie Schüler bleiben immer gleich alt. ....................................12Zusammentreffen von Generationen in der SchuleBuchvorstellungen zum Thema. ........................................14„Wir sind hier zusammen in Jesu Namen …“. .............................15Ein Hauskreis stellt sich vorKaffeeduft und Kinderlachen. ..........................................16Der Eltern-Kind-Kreis der FeG Siegen-GeisweidEin stimmgewaltiges Konzerterlebnis. ...................................17Bläserchor der FeG Siegen-Geisweid & Nederlands Concert MannenkoorTerminkalender der FeG Siegen-Geisweid. ...............................18Wir über uns .......................................................19Die FeG Siegen-Geisweid stellt sich vorEine Frage – viele Antworten ..........................................20„Was ist typisch für deine Generation?“Treffen der GenerationenLiebe Leserin, lieber Leser!2ImpressumHerausgegeben von der FeG Siegen-Geisweid ,Im Wiesental 39, 57078 SiegenRedaktion: Christian & Julia Albrecht, Thomas Petri, Annette Schnell; E-Mail Kontakt: jetztundhier@siegen-geisweid.feg.deLayout: Sören PflaumMitarbeiter dieser Ausgabe (in alphabetischer Reihenfolge): Petra Braunöhler, Elke Gieseler, Dorothee Großöhme, DorotheeKrupinski, Helmut SchnellDie in „Jetzt & hier“ veröffentlichten Artikel geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht unbedingt die Meinungder Redaktion dar.Titelbild: asife/shutterstock; Fotos Innenteil: S. 2: ErmolaevAlexander/shutterstock; S. 3: http://de.memory-alpha.org/wiki/USS_Enterprise_(NCC-1701), Christian Albrecht (Autorenporträt); S. 4/5: Alexander Mak/shutterstock (Hintergrund), Baltskars/shutterstock(Schnuller), privat ( Autorenporträt & alle weiteren Bilder); S. 6/7: Odua Images/shutterstock (Hintergrund),Christian Albrecht (alle weiteren Bilder); S. 8/9: SusaZoom/shutterstock (Hintergrund), Werner Schnell (Autorenporträt & alleweiteren Bilder); S. 10/11: Andrzej Tokarski/shutterstock (Bücher), Bibelcover © der jeweiligen Verlage, Thomas Petri (Autorenporträt);S. 12/13: Petr Vaclavek/shutterstock (Hintergrund & Symbole), advent/shutterstock (Cartoons), privat (Autorenporträt);S. 14: Butzon & Bercker Verlag (Buchcover), Brunnen Verlag (Buchcover), Thomas Bethge/Fotolia.com (Bücher), ChristianAlbrecht (Autorenporträt); S. 15: Baloncici/shutterstock(Sofa), privat (alle weiteren Bilder); S.16: codswollop/photocase.com(Kinderhand), privat (Autorenporträt & alle weiteren Bilder), S. 17: NCM (Männerchor), Werner Schnell (Bläserchor), SoleilC/shutterstock (Noten); S. 18: Maxim_Kazmin/fotolia.com (Kalender); S. 19: Christian Albrecht (Außenansicht FeG, PorträtW. Jung), Simon Birr (Porträt J. Krupinski), Sergiy Bykhunenko/shutterstock (Vorschau); S. 20: Christian Albrecht (Porträts),SumetBaosin/shutterstock (Hintergrund), alicedaniel/shutterstock (Blätter)Erscheinungsweise: alle drei Monate (4 Ausgaben pro Jahr)Druck: Gemeindebriefdruckerei, Groß OesingenAuflage: 1000 Stück „jetzt & hier“ auch online lesen als eMagazin auf www.siegen-geisweid.feg.deZugegebenermaßen bin ich ein großer Kinofan.Ich liebe gut gemachte Leinwandspektakel.Wenn es dann noch ein AbenteueroderScience Fiction-Film ist, schlägt meinCineastenherz doppelt so schnell. Deswegenwar ich auch total begeistert, als in diesemFrühjahr der lang erwartete 2. Teil der neuenAbenteuer des Raumschiffs Enterprise in denKinos angelaufen ist.Aber die fast 50 Jahre, die die Enterprisejetzt schon über die Bildschirme fliegt, sindin der schnelllebigen Unterhaltungswelt jadoch bemerkenswert. Dabei ist auch nichtganz klar, ob die Enterprise immer noch großeBegeisterung beim Publikum weckt, oder obsich dieses Phänomen immer wieder neu seineZielgruppe sucht. Denn längst ist die Mannschaftder Original-Enterprise ausgetauscht,das Raumschiff vielfach überarbeitet wordenund die neue Kinoversion strahlt in einemganz anderen Licht als die TV-Serie von 1964,so dass bei den eingefleischten Fans einer spezifischenGeneration des Weltraumspektakelsder Umgang mit den anderen Generationenmanchmal Ablehnung und Protest hervorruft.Das mag daran liegen, dass die Herausforderungenund Aufgaben, vor die eine jedeGeneration gestellt ist, ganz andere sind, alsdie, vor denen die vorhergehenden Generationenstanden und zukünftige Generationenstehen werden. Alles ändert sich und bleibtdoch auch irgendwie immer gleich …Und so oder so ähnlich ist es jetzt und hierdiesseits der Leinwand auch. Auch hier folgtGeneration auf Generation und jede hat ihreeigenen Themen und Herausforderungen undmanchmal verläuft das Miteinander der Generationennicht so reibungslos, wie man sichdas eigentlich wünscht. Großeltern, Eltern,Kinder – alle leben zusammen und leben miteinander.Jeder hat seine eigenen Erfahrungengemacht oder wird sie noch machen. Oft ist esbeeindruckend von anderen Generationen zulernen, wie man dieDinge auch sehenkann. Manchmal ist esaber auch nur schwierig zuverstehen, warum die anderen Generationendie Dinge so anders sehen als manselbst. Geht es Ihnen auch so?Dieses Problem ist tatsächlich so alt wiedie Tatsache, dass verschiedene Generationenzusammen leben. Schon in der Bibel findensich an verschiedenen Stellen Geschichten,wo Generationen nicht miteinander klarkommen.Aber es gibt auch immer wiederHinweise an verschiedene Generationen,wie ein Zusammenleben, das für alle Seitenbereichernd ist (die Bibel spricht in diesemKontext von „gesegnet“), aussehen sollte (vgl.2. Mose 20, 12 und Eph. 6, 4).Das Zusammenleben von Generationenkann also zuweilen herausfordernd aber auchbereichernd sein. Interessanterweise heißtder siebte Raumschiff Enterprise Kinofilmaus dem Jahr 1994 Treffen der Generationen,in dem verschiedene Mannschaften zweierRaumschiffe mit dem Namen Enterprise ausverschiedenen Zeiten aufeinandertreffen unddurch das Zusammenlegen ihrer Fähigkeitengemeinsam eine große Herausforderung bewältigen.In dieser Ausgabe finden Sie Berichte undErlebnisse von Vertreterinnen und Vertreternverschiedener Generationen, wie sie den Umgangmit den Herausforderungen ihrer eigenenGeneration und auch das Zusammenlebenmit anderen Generationen gestalten.Lassen Sie sich doch mal von diesen Texteneinladen zum „Treffen der Generationen“.Mit freundlichen Grüßen ausdem RedaktionsteamIhr Thomas PetriDas Zusammen lebenvon verschiedenenGenerationen kannsowohl herausforderndals auchbereichernd sein3


Treffen der GenerationenTreffen der Generationen Kleiner Mensch, großes Wunder„Es ist immer wieder verblüffend wie ein Kind seine Eltern zu verändernvermag.“ (Wolfgang Körner)Dass Kinder das Leben ihrer Eltern verändern,ist ja nichts Neues. Dass ich als Mutterweniger schlafen, weniger ins Kino oderEssen gehen würde mit meinem Mann,auch das war mir klar, als ich die zwei blauenStreifen auf dem Schwangerschaftstest sah.Wahl. Diese Situation musste sich verändernund ich musste aufstehen und etwas verändernfür mich und für mein Kind.Ich vertraute darauf, dass Gott meineSorgen und Ängste und meine Unfähigkeitkannte und mir irgendwie helfen würde. Also4 5Mein Leben würde sich also in neun Monatenkomplett verändern. Ich würde mich Tagund Nacht um mein Kind kümmern, und ichfreute mich sehr darauf. Das Kinderzimmerwurde eingerichtet, die Babystrampler gewaschenund alles an Schnullern, Spiel uhrenund Erstlingssöckchen gekauft, was die Lädenhergaben. Alles war bereit und jetztkonnte es losgehen.Johann wurde am 14. September 2010 um14.02 Uhr geboren und die Veränderung kamin 12 Stunden Geburt in mein Leben. Er warda. Von Herzen ersehnt und innig geliebt.Die ersten Tage warenturbulent. Ich war müdevon der Geburt und fühltemich trotz guter Vorbereitungdurch Fach bücherund Geburtsvorbereitungskurseirgendwie ahnungslos.Das kleine Bündel warso zerbrechlich, und wennes schrie, weinte ich mit.Ich war überfordert, undda war mehr als nur derschon erwartete und einkalkulierteSchlafmangel.Da war Sorge, Angst, Freude,Dankbarkeit, Liebe imÜbermaß und Ehrfurchtvor so viel Wunder, dass mirganz schwindelig wurde.Ich fühlte mich so unsicher.Mache ich alles richtig?Geht es Johann gut? Warum weint er? Habeich an alles gedacht? Was kann ihm wohl alleszustoßen und wie kann ich das verhindern?Wir waren gerade vier Wochen vor JohannsGeburt umgezogen, hatten Freunde und Familieverlassen und waren jetzt in einer neuenUmgebung. Ich war allein, kannte niemandenund musste mich neu zurechtfinden.Meine Hebamme war mir in dieser Zeit eineechte Stütze und nahm sich viel Zeit für meineFragen. So langsam schien sich der Satzder Anderen „… dann wird sich dein Lebenkomplett verändern!“ zu bewahrheiten. MeinLeben war nicht mehr annähernd dasselbe,ich fühlte mich überfordert. Ich fing an michzu fragen, ob ich überhaupt jemals eine guteMutter werden würde und ob sich wohl alleseinspielen würde.Johann war in dieser Zeit immer besonderszufrieden und schlief ruhig, wenn erauf Papas Bauch lag. Sein Vater strahlte dieRuhe aus, die mir innerlich fehlte, und einesAbends beschloss ich es Johann gleich zu tun.Seit langer Zeit betete ich zu meinem Vaterim Himmel ganz bewusst und klagte ihmmeine Sorgen, meine Überforderung undmeine Selbstzweifel. Ich legte mich zu ihmund wurde still.Meine Stärke war es nie auf andere Menschenzu zugehen und Kontakte zu knüpfen.Ich fühlte mich so unsicher in einer Mengevon Menschen, die ich nicht kannte, undscheute mich, Telefonate mit Fremden zuführen. Doch jetzt blieb mir keine anderegriff ich zum Telefon und meldete mich beieinem Babymassagekurs in der Hebammenpraxisan. Ich hatte keine Ahnung, was micherwarten würde, aber ich war fest entschlossen.Ich brauchte jetzt Kontakte zu Menschen,deren Leben sich auch „komplett verändert“hatte.Diese Zeit liegt jetzt bald drei Jahrezurück. Mein zweites Kind Imke wirdin wenigen Tagen ein Jahr alt, und es hatsich in meinem Leben noch mehr verändert.Ich schlafe wenig, aber gut, ichwasche sehr viel Wäsche und bin viel unterwegsin Krabbelgruppen, auf Spielplätzenund in Gärten mit vielen Kindern und vielenFreunden. Ich habe Freunde gefunden undviele liebe Menschen kennengelernt durchmeine Kinder. Meine Kinder haben meinLeben verändert, aber ich bin der Meinung,dass es mehr war als die Kinder allein.Als ich im absoluten Chaos meines Lebenszu Gott kam, hat er angefangen michinnerlich zu verändern. Er hat mich mutigergemacht. Er hat mir Vertrauen geschenkt inihn. Er hat mir die Scheu vor Menschen genommenund mir gezeigt, dass ich nicht allessteuern kann, wenn ich mich auch nochso gut vorbereitet habe … und das Schönsteist, ich muss es auch nicht! Er lässt mich nieallein! Er kann mich verändern und mir beistehen,wenn ich die Kontrolle verliere. Aufmeinem Weg, der nicht so geradeaus ging,wie ich es gerne gehabt hätte, habe ich unglaublichteure und schöne Schätze gefundenund ich bin dafür echt sehr dankbar!Dorothee Krupinskiist verheiratet mit Hannesund Mutter von zwei Kindern


Treffen der GenerationenTreffen der Generationen Gemeinsamkeiten und Unterschiededreier GenerationenDaniel, Matthias und Fritz Kassel – was haben Enkel, Vater und Opader Jahrgänge 1982,1961 und 1934 gemeinsam und was nicht?6„Wir können alledrei gut klugscheißen…“Welche Eigenschaften habt ihr alle drei?Fritz: Also wir haben eigentlich alle dieEigenschaft nicht nachtragend zu sein. Dasscheint aus der Kassels-Linie zu kommen.Wir können verrücktspielen, wenn irgendwasist, die Wände einreißen übertrieben gesagt.Da werde ich an meinen Vater erinnert. Mittendrinwurde ihm bewusst, was er gemachthatte, und dann war alles wieder wie gehabt.Und das haben wir alle geerbt.Matthias zu Fritz: Wenn ich dich angucke,würde ich das bestätigen. Die gecken fünfMinuten und dann danach: Jau, war Mist.Ich weiß nicht, ob Daniel das auch über michsagen könnte, das würde mich interessieren.Daniel: Ja, also dieses Nicht-nachtragend-Sein auf jeden Fall. Und ich glaube die Hilfsbereitschaft,die haben wir auch alle. Manchmalzu viel, so dass man zu Hause alles liegenlässt.Matthias: Das ist nicht ganz von der Handzu weisen – das Helfersyndrom (lacht).Daniel: Und die negative Eigenschaft istdann: Wir können alle drei gut klugscheißen(alle lachen).Fritz: Stimmt – können wir alle drei bestätigen(alle drei lachen wieder).Daniel: Ansonsten … sobald Essen aufdem Tisch steht, gibt’s kein Halten mehr (alledrei lachen wieder).Früher protestierte die Jugend auf der Straßegegen die ältere Generation – gibt esheute noch Konfliktlinien zwischen denGenerationen?Matthias: Diese Eltern-Kind-Auseinandersetzungenbleiben immer dieselben. DieKonflikte werden aber anders ausgetragen.Persönliche Freiheit zum Beispiel, so imAltersspektrum 15, 16 bis Mitte, Ende 20.Da ist ja man gewillt, die Welt zu verändern.Da hat man ja heute über die sozialen Netzwerkeganz andere Möglichkeiten. Ich selbstbin nicht so der Revoluzzer gewesen …Fritz: Würde ich auch nicht sagen – da hatteich mit meinem Vater mehr Probleme. Wenndie Alten früher etwas sagten, sollte das einGesetz sein – auch wenn es nicht so war.Daniel: Das ist etwas, was sich in den Generationengeändert hat. Dieses per se, weildie Älteren was sagen, dann ist das so zu machen– das ist bei uns nicht mehr so.Matthias: Dieser bedingungslose Gehorsam…Daniel: Also früher … der Vater sagt was,und dann ist das so. Das würde ich in keinsterWeise mehr akzeptieren.Matthias: Hast du auch nicht …Daniel: Wenn der Standpunkt vernünftigbegründet werden kann, dann kann man drüberreden, aber nur weil das einfach so gesagtwird? Das ist heute anders.Gab es noch andere Reibungspunkte?Fritz: Da hast du jetzt was angestoßen.Meine Frau war meiner Familie nicht recht.Wir haben nicht mit Hauen und Treten dieSache durchgekämpft, aber mit Sturheit, mitDrauf-Bestehen, so machen wir das. Es gabimmer Einwände, das hat sich im Laufe derJahre gemäßigt. Und ich hoffe, dass wir da aufunsere Kinder keinen Einfluss genommenhaben. Also: Suche dir deinen Partner, wie duihn möchtest.Matthias: Da würde ich sagen, das ist so(Daniel nickt).Wenn ihr euch streitet, worüber dann?Daniel: Über den Lebensstil überhauptnicht, aber wenn es ums Handwerken geht.Weil ich als Tischler die höhere Qualifikationhabe, fühle ich mich da angegriffen, wenndann was gesagt wird …Matthias: Das hat früher viel mehr gekrachtals das heute der Fall ist. Als Daniel inder Lehre war und kurz danach, da haben wiruns mehr in die Wolle gekriegt, aber da hatsich meine Weise mit Daniel umzugehen, geändert.Das ist heute unproblematisch, weil diehöhere Kompetenz auf jeden Fall bei Danielliegt und auch von mir anerkannt wird. Mitmeinem Vater habe ich da mehr Probleme …Fritz: Ich weiß …Matthias: Der praktische Teil vom Handwerkerlebenmeines Vaters liegt mittlerweile60 Jahre zurück, und in den Zeiten hat sicheiniges geändert …Fritz: Ich habe auch Schreiner gelernt, aberweil es nicht immer das richtige Werkzeuggab, musste man viel improvisieren. Ich hab‘mal gesagt: „Ein schlechter Handwerker gibtimmer noch einen guten Beamten ab“ – undbin zur Eisenbahn (alle drei lachen). Neulichwar Matthias irgendwas am machen, ich gingdabei und guckte natürlich, macht man ja soals Vater. „Ja, ich will das so und so machen,aber ich frage dich nicht, ich frage lieber meinenJungen“ (lacht).Daniel: Siehste …Matthias: Also in dem Bereich liegt dasmeiste Konfliktpotential.Fritz: Wir versuchen uns zu vertragen(lacht).„Streit? Wenn’sums Handwerkengeht …“Das Interview führteChristian Albrecht.7


Treffen der GenerationenTreffen der Generationen Was macht eigentlich …?Ein denkwürdiger BesuchGemeinden sind lebendige Gebilde. Es gibtPhasen des Wachstums, der Stagnation unddes Rückgangs. Menschen kommen neuhinzu, weil sie dort ein geistliches Zuhausegefunden haben, andere verabschieden sich,weil ihr Lebensweg sie an einen anderen Ortführt. Doch nicht nur junge Leute ziehen los,auch ältere verlassen die vertraute Umgebung.Meist tun sie es zögerlich und nach reiflicherÜberlegung, doch in vielen Fällen lässt ihrgesundheitlicher Zustand ihnen keine andereWahl. Ein Senioren- oder Pflegeheim wirdzum neuen Zuhause und die Teilnahme amGemeindeleben ist nicht mehr möglich. Sobleiben die angestammten Plätze im Gottesdienstsonntags leer oder werden von anderenbesetzt.Unter der Überschrift „Was macht eigentlich?“erinnert die Zeitschrift „Stern“ allwöchentlichan Menschen, die irgendwanneinmal aus ganz unterschiedlichen Gründenim Blickfeld der Öffentlichkeit standen, dannaber wieder daraus verschwanden.Mit eben dieser Frage mache ich mich aneinem Vormittag auf den Weg nach Burbachzu Dora Weyel und Hanni Lützenbürger. DieSchwestern, beide seit vielen Jahren Mitgliederder FeG in Siegen-Geisweid, sind voretlichen Wochen in ein dortiges Seniorenzentrumumgezogen. Die Entscheidung fielnicht leicht. Doch nach Doras Hüftoperationwurde es zunehmend schwieriger, den Alltagzu bewältigen. Und auch Hanni braucht Hilfe.Ich will wissen, wie es ihnen geht und wiesie sich im neuen Zuhause eingelebt haben.Doras Enkelin begleitet mich.Die Überraschung ist groß: Dora kommtauf uns zu, wie ich sie kenne: gut gelauntund humorvoll. Nur die Gehhilfe ist neu fürmich. Hanni freut sich nicht weniger. Siemacht einen überaus zufriedenen Eindruckauf uns. „Ich habe alles, was ich brauche“, sagtsie dankbar. Wenn sie es wünscht, dann werdesie im Rollstuhl abgeholt und könne anVeranstaltungen im Haus teilnehmen, erzähltsie. Gerade gestern hatte ein Konzert stattgefunden,das sie mit ihrer Schwester besuchthatte. „Heimweh habe ich nicht“, sagt sie uns.Dora führt uns durchs Haus und zeigt unsihr kleines Appartement, das sie sich gemütlicheingerichtet hat. Etliche Fotografien erinnernan die Lieben zuhause: die Kinder, dieEnkel und die Urenkel. Und dann machen wireinen Spaziergang durch den Garten. Dorazeigt uns, welchen Weg sie für gewöhnlichgeht, und erzählt, dass eine gute Bekannte ausder Gemeinde ihre direkte Tischnachbarinbei den Mahlzeiten ist. Das wird ihr den Einstiegin die neue Gemeinschaft mit Sicherheiterleichtert haben. Im Gegensatz zu Hannispricht Dora auch von Heimweh. Sie vermisstihr früheres Zuhause in Geisweid, die vertrautenMenschen, die sie vorher ganz in ihrerNähe hatte, und den selbstbestimmten Tagesablauf.„Aber ich bekomme viel Besuch!“, fügtsie direkt hinzu. Ganz offensichtlich sind ihrdiese Besuche sehr wichtig.Eine Stunde ist wie im Fluge vergangen.Wir verabschieden uns – weil Essenszeit istund nicht weil uns keine Gesprächsthemenmehr eingefallen wären. Mit den Worten „Ihrkommt doch noch mal wieder?“ verabschiedetuns Hanni und wir versprechen, es gernezu tun. Das war ein sehr angenehmer Besuchin guter Atmosphäre. Und doch stimmt michdie Begegnung nachdenklich.Dora und Hanni sind zwei von momentanzehn Gemeindemitgliedern, die ihren Lebensabendin einem Seniorenheim verbringen.Die Frage „Was macht eigentlich?“ lässtsich also vielfach stellen. Und nicht immerwird ein „Es geht mir gut“ die Antwort sein,denn der Abschied vom Zuhause und vertrautenMenschen wiegt schwer. Kontakte zuVerwandten und Freunden können den Abschiedsschmerzlindern. Aber wenn erhoffteBesuche ausbleiben? „Aus den Augen, aus demSinn“, so sagt es der Volksmund.„Ein jeder trage die Last des andern“, heißt esdagegen bei Paulus (Gal. 6,2). Die Lebendigkeiteiner Gemeinde zeigt sich also auch darin,wie Beziehungen untereinander und darüberhinaus gelebt werden. Einsame besuchen,Traurigen zuhören und sie trösten und Verzagteermutigen gehören zu einem vom Glaubenan Jesus Christus geprägten Mit einanderhinzu. Die Entfernung zum Wohnort desAnderen, der auf Besuch wartet, dürfte dabeikeine Rolle spielen.8 9Die Entscheidungfiel nicht leichtEiner tragedie Last desandernAnnette Schnellhat Dora Weyel und HanniLützenbürger in ihremneuen Zuhause besucht


Treffen der GenerationenTreffen der Generationen Immer wieder neu – und doch immer gleich10„Wenn die King James Übersetzung der Bibel von 1607 die einzig undallein gültige Fassung wäre, dann spräche Gott ausschließlich Shakespeare-Englisch.“(Aus dem Englischen, anonym)Großeltern lesen die Bibel in der 84erÜbersetzung nach Martin Luther oder dieElberfelder Übersetzung, die Eltern lesen die„Gute Nachricht“ oder „Hoffnung für alle“und die Kinder lesen die „Basisbibel“ oder die„Volxbibel“. Alle lesen das gleiche Buch unddoch sind die einzelnen Ausgaben sowohloptisch als auch in der Ausdrucksform immerwieder ganz besonders und ganz eigen.Es ist schwierig zu verstehen, dass diesesalte Buch (der jetzige Inhalt wurde bereitsgegen 390 n. Chr. festgelegt), das nach Meinungder Christen Gottes Wort ist, immerwieder neu übersetzt, be- und überarbeitetwird. Denn jede Übersetzung der Bibel ist jazugleich eine Neuinterpretation, die reichlichStoff für Diskussion bieten kann.Die Grundidee der verschiedenen Variantenfür verschiedene Generationen von Lesernhat zur Absicht, allen Menschen die Möglichkeitzu geben, Gottes Wort selbstständiglesen und verstehen zu können. MartinLuther beschreibt schon ca. 1530 sein Bemüheneine „volksnahe“ Bibelübersetzunganzufertigen damit, dass er „dem Volk aufsMaul schaue“. Denn sein Anliegen war es,eine Übersetzung anzufertigen, die es jedemLeser/Zuhörer ermöglichen sollte, die Bibelzu verstehen, egal welche Bildung er hatte.Und genau dieses Anliegen der allgemeinenVerständlichkeit verfolgen die Bibelübersetzungenund -bearbeitungen auch heute noch.So kommt es, dass es immer wieder neue,für jede Generation passend zugeschnitteneBibelfassungen gibt.Das eigentlich Erstaunliche daran ist jedoch,dass obwohl die Ausdrucksformen der einzelnenBearbeitungen an einigen Stellen schonstark voneinander abweichen, die eigentlicheAussage, die „gute Nachricht“ (gr: eu ange−lion = Evangelium = gute Nachricht), dasWort Gottes also, immer gleich bleibt. Unddiese unveränderte Aussage vorausgesetzt,kann dann auch jede Generation ihren persönlichenBibelstil finden und auch bestimmteVorlieben entwickeln. Ich persönlich z.B.mag ganz besonders Luthers Bibelübersetzungin der überarbeiteten Fassung von 1984.Das ist jedoch rein biografisch begründet undliegt daran, dass meine erste eigene Bibel eine’84er Luther war und ich daher tatsächlichdie Inhalte mit ganz bestimmten Formulierungendieser Übersetzung verbinde. Aberdieses „Lutherdeutsch“ von 1984 ist für modernereOhren eher gewöhnungsbedürftig.Daher ist es gut, dass gerade in jüngererZeit sehr viele gute, neue Bibelbearbeitungenund -übersetzungen erschienen sind, die alleihre jeweilige Zielgruppe ansprechen. Angefangenhat dieser Trend mit Übersetzungenwie die „Gute Nachricht“ in den 80er Jahren.Hier wurde versucht, dem biblischen Inhalteine neue und aktuelle sprachliche Form zugeben, damit er das damalige Publikum wiederansprach. Und dieser Trend wird sichvermutlich mit jeder neuen Generation fortsetzen,die sich darum bemüht, ihren eigenenZugang zur Bibel zu finden und etwaigesprachliche „Stolpersteine“ aus älteren Versionenaus dem Weg zu räumen.Ganz spannend sind dabei auch die Möglichkeiten,die die neuen Medien mit ihren verschiedenenAusdrucksformen und Verbreitungskanälenbieten. Und hier nutzen bereitseinige Anbieter schon die Chance, mit vielKreativität und Einfallsreichtum neue, zeitgemäßeBearbeitungen und Übersetzungender Bibel vorzulegen, die auch die GenerationSocial Networks und SMS oder twitter ansprechen,wie zum Beispiel das empfehlenswerteProjekt Und Gott chillte (das seit 2009 auchals Buch vorliegt).Also, finden Sie für sich selbst die Übersetzung,durch die die Bibel direkt zu Ihnen undIhrer Generation sprechen kann; die Ausdrucksformist das, was Sie sich aussuchenkönnen, aber die Grundaussage ist Gott seiDank immer die gleiche. So wie es in der Be-Eine Auswahl von Übersetzungen/Bearbeitungen, jeweils mit der Jahresangabeder neuesten Auflage und deren Besonderheiten Lutherbibel1984sinntreu, gehobenesDeutsch, die z. Zt. im kirchlichenGebrauch meistverwendete Version Hoffnung für alle2002sinngemäß, freie Übertragung,modernesDeutsch ZürcherBibelübersetzung2007nah am Urtext, strukturtreu,gehobenes Deutsch das buch*2010nah am Urtext, wenige„fromme“ Begriffe,moderne Sprache Volxbibel2012sehr freie Übertragung,jugendorientiert,adressatenspezifischeVeränderungen* bisher nur Neues Testament, Altes Testament in Vorbereitungarbeitung des biblischen Textes in Und Gottchillte heißt: Gottes Wort ist das einzig wahreund hält für immer (vgl. Ps 119,89). Gute Nachricht1997sinngemäß, in heutigemDeutsch Elberfelder Bibelübersetzung2003dem Urtext nachempfunden,strukturtreu,moderat gute Lesbarkeit Und Gott chillte2009Bibeltexte im Twitter-Mitteilungsformat BasisBibel*2010ansprechende optischeAufbereitung, auch in digitalerForm, viel digitalesBegleitmaterial, hält sicheng an den Luthertext Einheitsübersetzungsinntreu, gehobenesDeutsch, ökumenischerarbeitetVerschiedeneBibelbearbeitungenfür verschiedeneGenerationen –Sie haben die WahlThomas Petrimag die 84er Lutherbibelund hat sie in digitaler Formauf dem Tablet-PC11


Treffen der GenerationenGemeindeleben Buchvorstellungen zum ThemaGeschichte in GeschichtenWilli Fährmann: Als Oma das Papier noch bügelte14 KurzinfoWilli Fährmann: Als Omadas Papier noch bügelte.Erlebte Geschichten.Gebundene Ausgabe:128 SeitenButzon und Bercker VerlagPreis: 12,95 € KurzinfoNancy Rue:Bis ich dich wiederfindeGebundene Ausgabe:336 SeitenBrunnen VerlagPreis: 16,99 €Willi Fährmann (geboren 1929, Lehrer amNiederrhein, auch Autor vieler Kinderbücher)nimmt den Leser in diesem Buch mit auf eineReise in die Vergangenheit: Er erzählt Begebenheitenund Erlebnisse aus seiner eigenenKindheit, aber auch von seinen Eltern undGroßeltern (also aus der Zeit um 1900). Dafindet sich Alltägliches wie das Baden samstagsin der Zinkbadewanne, aber auch Abenteuerlicheswie der Versuch der Oma, den Rhein imWinter über Eisschollen zu überqueren. DieGeschichten sind in der Leichtigkeit, mit dersie erzählt werden, nicht ohne Tiefe, und dasmacht nach meinem Empfinden das Buchauch zu etwas Besonderem.Willi Fährmann verpackt gekonnt „Ge-Eine Geschichte vonMutter und TochterNancy Rue: Bis ich dich wiederfindeDas plötzliche Verschwinden der 16-jährigenCharlie stürzt ihre ganze Familie in eine Krise,an der sie fast zu zerbrechen droht. DieEltern Isabella und Tom befürchten zunächsteine Entführung, doch allmählich deutetsich an, dass Charlie nicht Opfer eines Verbrechensgeworden ist, sondern weggelaufenist. Als Isabella Gedichte von Charlie findet,gehen ihr die Augen dafür auf, was ihre Tochtergedacht und empfunden hat: dass sie sichnicht frei entfalten, nicht sie selbst sein konnteund vieles mehr. Während der Vater diesalles nicht wahrhaben will, sondern meint,alles richtig gemacht zu haben, macht sichdie Mutter auf die Suche nach ihrer Tochter.schichte in Geschichten“, sodass ein sehrkurzweiliges Bändchen für Jung und Alt entstandenist: Bei der älteren Generation wirdmanche Erinnerung an die eigene Jugendwieder wach werden; zudem kommt ihr diegrößere Schrift des Buches entgegen. Für diemittlere und jüngere Generation vermitteltdie Lektüre einen Einblick in die Lebensweltunserer (Groß-)Eltern: Ganz nebenbei wirdeinem neu bewusst, dass vieles für frühere Generationennoch nicht vorstellbar war, was wirheute als selbstverständlich betrachten.Es ist ein langer, aber auch ein verändernder,heilsamer Weg, den sie mit Gottes Hilfedurchsteht, bis sie ihre Tochter wiederfindet.Sie hat auf diesem Weg viel über sich, ihreBeziehungen und auch über Gott gelernt.Ein vom Anfang bis zum Schluss packenderRoman mit geistlicher Tiefe und authentischenCharakteren; einer der besten, die ichin letzter Zeit gelesen habe!„Wir sind hier zusammen in Jesu Namen …“Ein Hauskreis stellt sich vorEs ist Dienstagabend, 20 Uhr – Hauskreiszeit.Die meisten der neun Teilnehmer sindbereits im Wohnzimmer versammelt und aufSofa und Stühlen um den Couchtisch platziert.Diese Momentaufnahme veranschaulicht,wie ein Hauskreis organisiert ist: Wirtreffen uns privat, außerhalb der Gemeinde,bei jemandem von uns zu Hause und sitzenim Kreis.Ich unterbreche die rege Unterhaltung imRaum, schlage ein paar Akkorde auf der Gitarrean und ermuntere alle, mit einzustimmen:„Wir sind hier zusammen in Jesu Namen …“Und damit wird auch die Hauptmotivationunseres wöchentlichen Miteinanders ausgedrückt:Als Menschen, die an Jesus Christusglauben, in einer kleinen Gruppe zusammenzukommen,um die Bibel und Gottes Willenfür unseren Glauben und unser Leben besserkennen und verstehen zu lernen.Nach einem kurzen Eingangsgebet lesenwir gemeinsam einen Abschnitt aus der Bibel(momentan im Johannesevangelium) und lassenden Text 10-15 Minuten schweigend aufuns wirken; einige machen sich Notizen. Danachtauschen wir uns über das Gelesene aus,versuchen Verständnisfragen zu klären, teileneinander unsere Gedanken zum Gelesenenmit oder hören uns einfach nur an, was denanderen dazu einfällt. Nicht selten ergebensich auf diese Weise erstaunlich neue Gedankenzu eigentlich „altbekannten“ Texten.Neben der Freude an der Gemeinschaftschätzen wir die offene und vertrauensvolleAtmosphäre untereinander. Dies ist z.B. vonBedeutung für die letzte Phase des Abends,in der wir vorwiegend persönliche Anliegenfürs gemeinsame Gebet austauschen.Die meisten aus unserem Kreis sind Mitgliederder FeG Siegen-Geisweid, jedoch istdas keine notwendige Voraussetzung für dieTeilnahme. Seit einiger Zeit haben wir unsereKleingruppe für fremdsprachige Christenund am christlichen Glauben Interessiertegeöffnet. Das stellt uns deutschsprachige Teilnehmervor ganz neue Herausforderungenund macht uns des Öfteren deutlich, wo wirselbst nach mehrjährigem aktivem Dabeiseinnoch Wissens- und Erkenntnis lücken haben.Jedoch treffen wir uns nicht nur zum Hauskreis,sondern gelegentlichauch darüber hinaus – z.B. zuSpaziergängen oder kleinerenAusflügen.Elke Gieselerleitet einen der neunHauskreise der FeGSiegen-Geisweid KurzinfoHauskreis-Koordinator:Pastor Werner Jungwerner.jung@feg.de1515Dorothee Großöhmearbeitet in der ALPHA-Buch -handlung (ehem. BuchhandlungSchneider) in Siegen


GemeindelebenGemeindeleben 16Dorothee Krupinskileitet gemeinsam mitNatanja Mischnick denEltern-Kind-Kreis KurzinfoEltern-Kind-KreisDonnerstags ab 9:15 UhrAktuelles Programm:www.siegen-geisweid.feg.deKaffeeduft und KinderlachenWenn sich im Wiesental 39 die Kinderwagen stauen und von innen Kinderlachenund Geschrei ertönt, dann ist es Zeit für den Eltern-Kind-Kreis!Donnerstags ab 9.15 Uhr treffen sich dieKleinsten und ihre Mamis. Väter oder Omasund Opas sind uns aber auch jederzeit herzlichwillkommen. Einmal in der Woche nehmenwir uns für eineinhalb Stunden bewusstZeit für die Kleinen von 0-2 Jahren. Wirsingen miteinander, machen Finger- und Bewegungsspiele,basteln und vieles mehr. DieKinder haben die Möglichkeit mit Gleichaltrigenzu spielen und Spaß zu haben.Aber auch für die Eltern bietet der Eltern-Kind-Kreis eine Gelegenheit sich zu unterhaltenund Kontakte zu knüpfen. Das geht ambesten bei einem gemütlichen Frühstück, daseinmal im Monat liebevoll vorbereitet wird.Dann ist bewusst auch „Mamizeit“, in deres viel Raum gibt für Gespräche undpersönlichen Austausch. Es istuns wichtig, dass Mamas auftankenkönnen und in dieFragen und Herausforderungendes Alltags alsMutter gute Gedankenund ein gutes Wortmitnehmen können.Darum gibt es beidem Frühstück etwas„Schokolade fürdie Seele“ mit einerkleinen Andacht.Und auch wenn wir uns im Gemeindehausder Freien evangelischen Gemeindetreffen, ist uns jeder herzlich willkommen, derunsere Gemeinde noch nicht kennt!Der Eltern-Kind-Kreis feiert im Septemberseinen ersten Geburtstag. Nachdem wirgerade sieben Kinder in den Kindergartenverabschiedet haben, freuen wir uns nachden Sommerferien auf neue kleine Besucherund deren Mamas. Wir laden herzlich zumEltern-Kind-Kreis ein und sind gespannt aufneue Begegnungen.Wir, das sind Natanja Mischnick mit Johannes(1 Jahr) und Dorothee Krupinski mitJohann (3) und Imke (1). Wir werden tatkräftigunterstützt von unseren lieben FeenMartina Otto, Ruth Lache und Andrea Völkel,die uns einmal im Monat auch mit einemgroßartigen Frühstück verwöhnen.Es ist einfach toll zu sehen, wie die Kleinenihre Umgebung und die Kinder um sich herumentdecken und im Miteinander wachsen.Genauso haben sich im Eltern-Kind-KreisFreundschaften unter Müttern ergeben, unddiese Gemeinschaft genießen alle sehr.Ein stimmgewaltigesKonzerterlebnisDer Bläserchor der FeG Siegen-Geisweid tritt mit 100 niederländischenSängern aufEine Konzertanfrage – ja, die bekommt derBläserchor der FeG Siegen-Geisweid öfter!Aber diese hier war etwas Besonderes: Einbekannter niederländischer Chor plante eineKonzertreise ins Siegerland und war auf derSuche nach einer Gruppe, die zwei Konzertemitgestalten will. Das machte mich sofortneugierig … und schnell zeigte der Blickauf die Homepage des NCM – NederlandsConcert Mannenkoor – dass dieses Projektsehr reizvoll sein könnte: Etwa 100 Sängeraus ganz Holland, von Roermond bisLeeuwarden, treffen sich alle drei Wochen aneinem Samstag in der Nähe von Amsterdam,um ein vielseitiges Repertoire zu erarbeiten.Da brauchte es keine Überredungskunst, umdie Bläser zu überzeugen, dass wir gemeinsameKonzerte in Angriff nehmen wollen!Als ich zum ersten Mal eine ihrer CDs hörte,war ich beeindruckt vom vollen Klang derSänger und der Virtuosität der begleitendenInstrumentalisten. Neben bekannten Stückenaus Musicals z.B. aus Les Misérables machtenSpirituals wie z.B. Kum ba yah my Lord undNCM – Nederlands Concert MannenkoorNobody knows sowie andere geistliche Liedereinen großen Teil des Repertoires aus. Diesverstärkte meinen Eindruck: Unsere beidenChöre werden sehr gut miteinander harmonierenund den Zuhörern zwei besondere, abwechslungsreichemusikalische Abende bieten.Wer sich die Konzerte nicht entgehen lassenmöchte, ist herzlich eingeladen zu den beidenVeranstaltungen in Weidenau und Hilchenbach.17 KurzinfoFr, 18. Oktober, 19:30 UhrHaardter KircheSa, 19. Oktober, 19:30 UhrEv. Kirche HilchenbachEintritt (AK): 10 €www.blaeserchor-geisweid.dewww.ncmonline.nlHelmut Schnellleitet den Bläserchor derFeG Siegen-Geisweid


GemeindelebenGemeindeleben Terminkalender der FeG Siegen-GeisweidWir über unsJeden Sonntag um 10:00 Uhr feiern wir einen Gottesdienst im Gemeindezentrum imGeisweider Wiesental. Dazu sind Gäste herzlich eingeladen.Eltern mit Babys können in einem Nebenraum den Gottesdienst durch eine große Scheibeverfolgen. Während des Gottesdienstes gibt es eine Betreuung für Kleinkinder und einenKinder gottesdienst.Mehrere Kleingruppen in verschiedenen Altersklassen treffen sich dienstags oder mittwochsbei den Teilnehmern zu Hause, um in der Bibel zu lesen, zu beten und füreinander da zu sein.Wer einen solchen Hauskreis sucht, fragt am besten Pastor Werner Jung.18 19GeMEINdeFESTGroßes Gemeindefest:FamiliengottesdienstGemeinsames Grillen & Kaffeetrinken„Menschenkicker“, MusikKinderprogramm mitgroßem Fingerfarbenbild und HüpfburgJeder ist herzlich eingeladen!www.siegen-geisweid.feg.deFeG Siegen-Geisweid„Gehöre zum Team!“22.9.2013, ab 10 UhrIm Wiesental 39, FeG Siegen-GeisweidLayout: pixelmatscher@ist-einmalig.de; Gras: © kotss/shu terstock.com;Fußba l: © gyener/istockphoto.comVielfältige Angebote kann man in der FeG Siegen-Geisweid wahrnehmen. Von Kindergottesdienstüber Jungschar bis hin zu Chor und „Senioren aktiv“ – für jedes Alter ist etwas dabei.Gottesdienst immer sonntags 10:00 UhrPunkt 12 – Ankommen & AuftankenBrunch 11 Uhr, Gottesdienstbeginn 12 UhrImmer am ersten Sonntag im Monat(06.10., 03.11., 01.12.)Besondere Termine:So 22.09. Familiengottesdienst undGemeindefestSo 13.10. Geisweider Bürgerfest – am Standder FeG Siegen-Geisweid gibtes eine Hüpfburg für Kinder,Kinder schminken, leckeresEssen & KuchenKonzert des Bläserchors mit dem NederlandsConcert Mannen koor, jeweils 19:30 UhrFr 18.10. Haardter KircheRegelmäßige VeranstaltungenSeniorenkreis(letzter Mo. im Monat) Mo 15:00 UhrChor (14-täglich) Mo 19:30 UhrBläserchorMo 19:30 UhrJugend Di 19:30 UhrEltern-Kind-Kreis Do 09:15 UhrTeentreffDo 17:30 UhrBibel- und Gebetsstunde Do 18:30 UhrChinesische Schule Fr 14:30 UhrMädchenjungschar Fr 17:00 UhrJungenjungschar-Sport Fr 17:00 UhrBläserchor Fr 18:45 UhrSonrise – Jugendbistro Fr 19-23 UhrBiblischer Unterricht(1x im Monat) Sa 09:00 UhrSa 19.10. Ev. Kirche HilchenbachSa 08.11. Seniorenfrühstück mit Vortrag von Helmfried Riecker – Sport und EvangeliumBeginn: 9:00 Uhr, Kosten: 10 € p.P.Sa 23.11. FeG kreativ – Der Kreativbasar Anmeldungen über Wilfried Beckerder FeG Siegen-Geisweid Infos: www.srsonline.deHelmfried Riecker, ehemaliger DeutscherMeister im Motocross, ließ die Frage nachdem Sinn des Lebens trotz aller Erfolgekeine Ruhe. Nach einer theologischenAusbildung gründete er 1971 die Aktion„Sportler ruft Sportler“, heute „SRS“,die es sich mit fast 50 hauptamt lichenMitarbeitern zur Aufgabe gemacht hat,im Bereich des Sports das Evange lium vonJesus Christus zu verkündigen.Die Freie evangelische Gemeinde Siegen-Geisweid liegt im Wiesental, zwischen demKlafelder Marktplatz und dem Freibad. Siegehört zu den evangelischen Freikirchen undist Mitglied im Bund Freier evangelischerGemeinden, zu dem in Deutschland über400 Gemeinden zählen.Die Gemeinde wurde bereits 1897 gegründet,hat derzeit rund 300 Mitglieder und trägtsich finanziell selbst. Das Gemeindezentrumim Wiesental wurde 2010 um- und angebaut.Mehr Informationen über die FeG Siegen-Geisweid, wer wir sind, woran wir glauben,welche Werte wir haben, gibt es auf derInternetseite.KontaktPastorWerner JungTel. 0271 / 8 56 78werner.jung@feg.dePastorJohannes KrupinskiSchwerpunkt Junge GemeindeTel. 0271 / 3 18 49 19johannes.krupinski@feg.deDie nächste Ausgabeerscheint Mitte NovemberFeG Siegen-GeisweidIm Wiesental 3957078 SiegenDas Gemeindehaus ist barrierefrei.InternetGemeindeTeentreff ProgrammJugendprogrammJugendbistro SonriseBläserchorBund der FeGsAufwind-Freizeitenwww.siegen-geisweid.feg.detwitter.com/TFeGGeisweidtwitter.com/JFeGGeisweidwww.facebook.de/SonriseGeisweidwww.blaeserchor-geisweid.dewww.feg.dewww.aufwind-freizeiten.deQR-Code mit einer geeigneten App auf einemSmartphone abfotografieren und Sie werdendirekt auf www.siegen-geisweid.feg.de geleitet.Jetzt Freund werden unter:www.facebook.com/fegsiegengeisweid


SerieEine Frage – viele AntwortenWas ist typisch für deine Generation?Katja Schulte, Jg. 1968„Ich habe ein Handy, aber benutze es nie, gehenie ran. Die Kinder regen sich auf, weil ich keineSMS lese. Und ansonsten: Neue DeutscheWelle. Und … was war noch cool … derMilchwagen, der immer bei uns vorbei fuhr,gibt’s ja heutzutage auch nicht mehr.“Esther Wiesel, Jg. 1981„Der Anfang des Internets! Und ich weiß nochganz genau, man durfte nur 15 Minuten imInternet bleiben, weil das sonst zu teuer war.Und das Wochenendticket, da habe ich jetztnoch mal drüber nachgedacht, das warbesonders toll, weil man da ja mal nachKöln fahren konnte. Und die BackstreetBoys, die waren in meinemJahrgang ganz groß.“Kathrin Jung, Jg. 1997„Internet, Handys, Nutella gehtimmer, shoppen, telefonieren,Sport, in Discosgehen, laute Musikhören …“Heinz Schnell, Jg. 1926„Als ich jung war, bin ich aufgewachsen inder Kriegsgeneration, bin mit 16 Jahren inder Schule als Luftwaffen helfer eingesetztworden, anschließend Arbeitsdienst, Wehrmachtund Kriegsgefangenschaft, bin zwei Jahre von16 bis 18 Jahre weggewesen – das sindschon entscheidende Jugendjahre. Wennich heute 16-jährige oder 18-jährige sehe undvergleiche das mit dem, was ich früher hatte …dann sind da Welten zwischen. Und anschließendkamen wir nach Hause, und es war alles in Schuttund Asche, und wir mussten zusehen, dass alleswieder aufgebaut wurde, und auch dazu haben wirunseren Teil beigetragen. Steine geputzt, Trümmerbeseitigt, Holz gesägt, damit wir was zu brennenhatten. Das waren sicher schwierige Jahre, aberauch entscheidende Jahre fürs ganze Leben.“Inge Otto, Jg. 1941„Ich war Anwalts- und Notargehilfin, dashat mir viel Spaß gemacht, aber wie dasdamals so war: Wenn man geheiratet hatte,dann hörte man auf mit der Arbeit. Unsereganze Familie war auch geprägt durch denBläserchor, da haben wir viele Ausflüge undKonzerte gemacht, wo auch die Kinder mitdabei waren – das war alles sehr familiär,das waren schöne Jahre, dort sind vieleFreundschaften entstanden.“

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