Faltblatt Kapelle Heiligendamm.cdr - Doberaner Münster

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Faltblatt Kapelle Heiligendamm.cdr - Doberaner Münster

In den Kriegsjahren 1939/45 war Heiligendamm ein Lazarett,wovon noch die Gräber von Zivilisten links vor der Kirchezeugten. Anfang August 1943 war der letzte Gottesdienst inHeiligendamm. Dabei verfinsterte sich der Himmel über derKirche so sehr, dass die Gottesdienstbesucher nicht mehr imGesangbuch lesen konnten.Die Rauchschwaden des brennenden Hamburg hatten denHimmel über Heiligendamm erreicht. Dabei kam es zu einemNotabwurf von Bomben durch wahrscheinlich verirrteenglische Bomber, so dass das ganze Waldgelände um dieKirche voller Blindgänger lag und niemand mehr zur Kirchegelangen konnte.Erst am 5. August 1951 konnte die in den Nachkriegsjahrenvöllig ausgeraubte Kirche zum Gottesdienst wiedereingeweiht werden.Marion-Sabine LampersbachEine seit Jahren immer wieder geplante Generalsanierungkonnte im Jahr 2005 mit der Entfernung der Glastrennwandund dem Treppenumbau sowie Elektroarbeiten beginnen.Nach Trockenlegungsarbeiten und dem Entfernen vonschadhaftem salzhaltigem Putz im Jahr 2008 sind für das Jahr2011 weitere Bau- und Restaurierungsmaßnahmen vorgesehen.Gelder wurden Durchgänge in den vergangenen 2009-2012 Jahren aus dem Münsterhaushaltder Evangelisch-Lutherischen 2009 2010 Kirchgemeinde, vomVerein zur Förderung 1. 16.07.-30.07.09 der Waldkirchen 1. in 15.07.-29.07.10Heiligendamm unddem Rotary-Club 2. Heiligendamm 30.07.-13.08.09 zur Verfügung 2. 29.07.-12.08.10 gestellt. Wirsind jedoch weiterhin 3. 13.08.-27.08.09 auf Spenden angewiesen 3. 12.08.-26.08.10 und bitten Sieum Ihre Mithilfe.2011 20121. 14.07.-28.07.11 1. 12.07.-26.07.122. 28.07.-11.08.11 2. 26.07.-09.08.123. 11.08.-25.08.11 3. 09.08.-23.08.12Herausgeber, Anmeldung, InfosEv.-Luth. Kirchgemeinde Bad Doberan„Doberan-Aktion“ MünsterführungsgruppenKlosterstraße 2, 18209 Bad DoberanTel. 03 82 03 / 62 716, Fax 03 82 03 / 62 528E-Mail: verwaltung@muenster-doberan.deInternet: www.muenster-doberan.deÜberweisungen erbitten wir auf das Konto der KirchgemeindeBad Doberan unter dem Verwendungszweck"Kirche Heiligendamm"Ev. Kreditgenossenschaft eGKonto 5350115, BLZ 520 604 10Wir hoffen, dass Sie die kleine Kirche in Ihr Herz schließenkönnen. Wir wünschen Ihnen in diesem Gotteshaus einenschönen Aufenthalt.Herzlich laden wir zu den Abendgottesdiensten samstags vonMai bis September um 19 Uhr in die Kapelle ein.Informationen im Gemeindebüro der Evangelisch-LutherischenKirchgemeinde Bad Doberan unter Tel. 038203-16439oder im Internet unter www.kirchgemeinde-baddoberan.deoder www.muenster-doberan.deEvangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Bad DoberanKonzept, Fotos und Gestaltung: MünsterverwaltungOstseeheilbadHeiligendammEvangelischeWaldkirche


Heiligendamm und seine kleinen WaldkirchenLiebe Besucherinnen und Besucher,wir begrüßen Sie herzlich in der Evangelischen Waldkirche.Noch im Jahre 1170 schrieb der Chronist Helmold von Bosau(Holstein): "Mecklenburg ist ein Land des Mangels und desHungers“, wo der Sitz des Satans und aller bösen Geister ist.Heute ist es ein schönes Land und gerade auch die DoberanerGegend ist darin ein Kleinod. Durch das Zusammenspiel derNaturkräfte - der Hügel und Wälder, der See und des Windes,ergibt sich hier ein Mikroklima beinahe wie an derAtlantikküste.1171 haben die Zisterzienser ihr Kloster am Rande desheutigen Bad Doberan im Ortsteil Althof gegründet. DieseGründung ging in einem Thronfolgekrieg unter. Aber dieMönche kamen 1186 wieder und sie hatten bestimmt einGespür für gute natürliche Lagen. So entstand das Kloster neuund zugleich damit die Basis für unser heutiges Leben.Das Zisterzienserkloster Doberan hatte durch den Fleiß derMönche bald eine große Blüte erreicht. Dabei waren dieMönche schon aus eigenstem Interesse bemüht, dieKlosteruntertanen, also die bäuerliche Bevölkerung, in sozialsicheren Verhältnissen leben zu lassen. "Unter dem Krummstabist gut wohnen", hieß es damals auch hier. EineLeibeigenschaft hat es unter dem Kloster Doberan nichtgegeben.Der Ortsname Heiligendamm stammt von einem Naturereignis.A.D. 1302 gab es eine ernste Prüfung für den Bestand desKlosters. Damals war der Conventer See noch eine offeneMeeresbucht, und wenn die Warnow Hochwasser führte, flossüber einen Nebenarm von Schwaan herkommend das Flusswasserüber Stäbelow und Parkentin auch über diese Meeresbuchtab. 1326 erst ließ Fürst Nikolaus von Rostock diesenNebenarm bei Schwaan endgültig abriegeln.Wenn nun tagelang der Südweststurm das Wasser der See indie nördliche Ostsee verdrängt, dann fließt sehr vielNordseewasser nach. Das ist aus ökologischen Gründen auchsehr gut, aber wehe der Wind dreht auf Nordost und wächstzum Orkan an, dann Gnade Gott der mecklenburgischen Küste.1872 z.B. drehte der Sturm nach Augenzeugenberichten soplötzlich, dass eine regelrechte Springflut auf die Küstezurollte, so dass z.B. auf dem Darß die Fischerboote in dieBaumkronen des nicht mehr hohen Uferwaldes geworfenwurden.Eine ähnliche Katastrophe bahnte sich 1302 an. Das Meer rollteso ungestüm heran, dass das flache Land völlig überspültwurde und die Wellen an die Klostermauer schlugen. Doch dieGebete der Mönche wurden erhört.In der Nacht hatte das Meer die Meeresbucht durch einengewaltigen Steinwall aus Flint selbst verschlossen. So war derHeilige Damm entstanden und das herrliche gotische Münsterkonnte weiter gebaut werden.Hic domus Dei est, et porta Coeli(Hier ist das Haus Gottes und die Pforte des Himmels)Nach vielen Jahrhunderten - die Mönche waren längstfortgegangen; das Land hatte sich auf dem Landtag an derSagstorfer Brücke für lutherisch erklärt - erkannte der jungeHerzog Friedrich Franz - voller Ideen - dass sich aus Doberandoch wohl was machen lassen müsste.Damals hatte man die heilende Wirkung des Meereswassersbereits erkannt. So beschloss der Herzog im Verein mit Prof.Vogel aus Rostock 1793 die Badesaison für jenes und diekünftigen Jahre am Heiligen Damm zu eröffnen. Für alleswurde durch entsprechende Baulichkeiten gesorgt. NurWohnen und zur Kirche gehen musste man weiterhin inDoberan.Später wurde für Logierhäuser auch in Heiligendamm gesorgt.Und noch etwas ist zu vermerken. Friedrich Franz I. - der 1815Großherzog geworden war, was er sich im Widerstand gegendie französische Besatzung wohl verdient hatte - richtete dasHospiz (Gästehaus = anderswo Armenkrankenhaus) ein. EineStiftung zum Wohle bedürftiger Landeskinder, die dortkostenlos eine Seebadekur absolvieren konnten, ohne etwasdafür bezahlen zu müssen.Später hat die großherzogliche Familie das ihr gehörendeSeebad aus Kostengründen verkauft: 1873 an Baron vonKahlden, dieser 1911 an eine GmbH, deren Hauptgesellschaftereine jüdische Familie in der Schweiz war, die 1938nach der Reichspogromnacht enteignet worden ist.In Heiligendamm wurde auf Betreiben des Badintendantenvon Suckow zunächst die katholische Kapelle gebaut. Derselbebat dann den Großherzog, auch eine evangelische Kirche zubauen.Am 14. Juli 1893 kam der Großherzog Friedrich Franz III. ausGelbensande. Er stiftete, zur Erinnerung an die Gründung desersten deutschen Seebades 100 Jahre zuvor, einen Platz an derSüdseite des Waldes von Heiligendamm, den Spielplatz seinerKindheit, zum Bau der Evangelisch-lutherischen Kirche unddazu noch einen Betrag in Höhe von 10.000,- Goldmark.Am 31. Juli 1904 konnte die Kirche - vom Geheimen BauratMöckel, dem Restaurator des Doberaner Münsters, entworfenund unter dessen Leitung erbaut – feierlich geweiht werden.

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