17.12.2013 Aufrufe

Sonderpfarrbrief - Stift Mattsee

Sonderpfarrbrief - Stift Mattsee

Sonderpfarrbrief - Stift Mattsee

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

<strong>Mattsee</strong>rPfarrbriefSonderausgabe zum „Pfarrerwechsel“ - August 2009Unser neuer Pfarrer Mag.Franz Lusak kommt aus Strobl.Am Samstag, 5.September, 19,00 Uhr,wird er als <strong>Stift</strong>spfarrer von <strong>Mattsee</strong> begrüßt und eingeführt.Lass unsprofitierenvon dem, was du lebst,was du glaubst und was du hoffst ...


Seite 1___________________________________________________ SONDERPFARRBRIEFEin herzliches Grußwort ...Lieber neuer <strong>Stift</strong>spfarrer Franz Lusak,als Besinnung für unsere allererste gemeinsame PGR-sitzungEnde Juni habe ich den Text einer Begrüßungstafel aus einerfranzösischen Abtei ausgewählt, und ich möchte den Schlusssatzauf Deine/unsere besondere Situation umschreiben - „Die Pfarrewird das sein, was wir hier gemeinsam tun.“Wir kennen uns schon lange, seit unseren Studienjahren, und Duhast uns bei dieser ersten Begegnung schon erleben lassen, wasich schon von früher her in Erinnerung habe und diesem Text ausder Seele spricht. Du kommst zu uns, Dir ist es wichtig, uns kennen zu lernen, mit liebevollerAufmerksamkeit und ehrlichem Interesse, und soan unserem Leben teil zu haben. Du gibst DichAm Eingang einer Abteiin Frankreich kann man folgendeBegrüßungstafel lesen:Du kommst jetzt zu uns herein –sei willkommen.Wir freuen uns, dir eine Rastauf deiner Reiseanbieten zu können.Gib dich aber nichtdamit zufrieden,von uns zu profitieren,die hier in der Abteizusammen sind.Lass uns auch profitierenvon dem, was du lebst,was du weißt und was du hoffst.Schenke uns die Gemeinschaftmit dir als Gegengabefür dein Zusammensein mit uns.Dass unser Zusammentreffenan diesem Ort dazu führt,miteinander zu sprechenund miteinander zu teilen –das wünschen wir,und nichts anderes.aber damit allein nicht zufrieden, sondern Du lässtuns in großer Offenheit teil haben, an dem, wasDu lebst, was Du weißt, was Du glaubst undhoffst. So entsteht ein großes Miteinander, dasunsere christliche Gemeinschaft ausmacht, dasuns gemeinsam auf dem Weg, im Glauben verbunden,in der Liebe vereint und in der Hoffnunggestärkt, leben lässt.Die <strong>Stift</strong>spfarre <strong>Mattsee</strong> werden wir alle sein, indem was wir tun, Du in Deinem Dienst als Pfarrerund alle MitarbeiterInnen der Pfarre und alle, diehier zusammen leben und glauben. Und ich kann,glaube ich, für alle sprechen, die Dich bishererlebt haben, wenn ich sage, dass wir da mitgroßem Vertrauen und in freudiger Erwartung indie Zukunft schauen können.So heiße ich Dich stellvertretend für denPfarrgemeinderat und im Namen aller Christinnenund Christen in <strong>Mattsee</strong> herzlich willkommen undmöchte Dir besonders dafür danken, dass Dubereit warst, Dich auf diese neue Aufgabeeinzulassen und als Pfarrer nach <strong>Mattsee</strong> zukommen.Herzlich willkommen!Josef ScharnaglObmann des Pfarrgemeinderates


SONDERPFARRBRIEF _____________________ ______________________________Seite 2Gedanken und Wünsche des Pfarrers zur Übergabe ...Lieber Franz,nun gebe ich dieVerantwortungfür die <strong>Stift</strong>spfarre<strong>Mattsee</strong>ab. Sie ist mir inden 35 Jahrenans Herz gewachsen:viellernte ich vonden Kindern undJugendlichen,durfte feiern mitden Brautpaaren,mich freuen mit unzähligen Mitarbeiternund Mitarbeiterinnen, die mit ihren Talentenaufgebaut haben, litt mit der Ohnmacht derKranken und bewunderte, wie sie es ertrugen,würdigte die Toten, die mir in täglichen Gängendurch den Friedhof gegenwärtig sind ... ichhabe versucht, das ganz gewöhnliche irdischeLeben der Menschen durch das Evangelium inseinem Wert zu sehen ...Irgendwie ist die Pfarre <strong>Mattsee</strong> mein Kindgeworden und deshalb geht es mir wie Eltern,die loslassen müssen. Wohin gehen sie? Habensie Begleiter, die an sie glauben? Werden sieGutes erleben: Freude, Glück, Liebe ... ?Werden sie stark sein für das zu Ertragende ...?Sind sie eine Botschaft für andere?Ich weiß aber, dass ein Pfarrer nicht „Vater“seiner Christengemeinde zu sein hat, sondernBruder und noch mehr Diener; Diener ihrerFreude und nicht Herr ihres Glaubens, wie derheilige Paulus vorbildhaft gemeint hat.So empfehle ich Dir, lieber Franz, meineSchwestern und Brüder im Glauben und in derLiebe an. Gib acht auf die ganze Herde undsorge als Hirte für sie. Und gib acht auf Dich.Sie brauchen Dich, Deinen größeren Glauben,Deine feste Zuversicht.Dir werden ähnliche Gedanken durch den Kopfgehen, wo Du selbst, um uns annehmen zukönnen, nach vielen Jahren zwei Pfarrenverlässt. Gott sei Dank erhalten auch dieseChristengemeinden wieder einen Pfarrer.Die <strong>Stift</strong>spfarre <strong>Mattsee</strong> nimmt Dich mitFreude und froher Erwartung auf.Und im Namen des Collegiatstiftes versichereich Dir unsere Hilfe, wo Du mit DeinenMitarbeitern und Mitarbeiterinnen unsbrauchst.Gott segne Ernte und Aussaat.HerzlichDein Bruder VinzenzGott träumt von seiner Kirche ...Du träumst in mir, mein Gott,und ich mit dir:von einer Kirche, arm an HERR-schaft,reich an Dien-Mut ;von einer Kirche, arm an Macht und Gütern,reich an geschwisterlichem Leben;von einer Kirche, arm an Dogmen undGesetzen, reich an Vertrauenin die Kraft der Liebe;von einer Kirche, arm an Angst und Enge,reich in Erwartung deines guten Geistes;von einer Kirche, arm an Formeltreue,reich an spontaner Freude ...


Seite 3 _____________________________ ___________________SONDERPFARRBRIEFAm Samstag, 5. September werden wir Pfarrer Franz Lusakum 19,00 Uhr am <strong>Stift</strong>splatz feierlich begrüßenund anschließend mit ihm den ersten Gottesdienst feiern.Wir laden zu diesem Anlass alle <strong>Mattsee</strong>rInnen,Kinder, Jugend und die Vereine herzlich ein!Die Einführung und „Amtsübergabe“ als <strong>Stift</strong>spfarrerwird Dechant Franz Graber von Seekirchen vornehmen.Im Pfarrgemeinderat durften wir Pfarrer Franz Lusak – und er uns – bereits kennenlernen.Bei einem Besuch in Strobl, seiner bisherigen Wirkungsstätte erzählte er, was ihn bewegt, Priesterzu sein, was ihm als Pfarrer wichtig ist, was ihn prägt und trägt. Einiges davon möchte ich hierweitergeben als eine erste Vorstellung für die Gemeinde.E.HagerHerr Pfarrer, uns interessieren die bisherigenStationen Ihres Lebens.• Geboren bin ich am 11. Mai 1954 in Wien.Als einziger Sohn wollte ich ursprünglichdie kleine Kaffeerösterei meiner Elternübernehmen. Der Wunsch, Priester zuwerden ließ mich nicht los. So begann ichmit 17 Jahren das Studium im Spätberufenenseminarin Horn / NÖ. Erste Kontaktezu Salzburg knüpfte ich 1978 während desTheologiestudiums im Externjahr. Die Klarheitfür eine endgültige Lebens - und Berufsentscheidungfand ich erst währendmeiner vierjährigen Tätigkeit als Pastoralassistentin der Stadtpfarre Mülln. 1989empfing ich die Priesterweihe und kam alsKooperator in die Pfarre St.Andrä/Salzburg.1993 begann ich als Pfarrprovisor – und einJahr später als Pfarrer – meinen priesterlichenDienst in Strobl. 2003 wurde ichgebeten, mich zusätzlich als Pfarrprovisorfür Fuschl zur Verfügung zu stellen. Mitvielen positiven Erfahrungen und Freude imHerzen bin ich nun bereit, dem Ruf nach<strong>Mattsee</strong> zu folgen und meine Fähigkeitenund Begabungen in den Dienst dieser Pfarrgemeindezu stellen.Was bewegt Sie, Priester zu sein ?• Mein großes Anliegen ist es, die Menschenauf ihrem Glaubensweg zu begleiten, sie inden besonderen Stationen ihres Lebensund Glaubens und in den Freuden und Leidendes Alltags der Liebe und BarmherzigkeitGottes näher zu bringen. MeinSchwerpunkt liegt also in der Seelsorge fürdie Menschen am Ort, für die Pfarrgemeinde,deren Aufbau und lebendiger Zusammenhaltmir sehr am Herzen liegt.Ich begleite auch einen Theologiestudentendes Salzburger Priesterseminares - KamilFuchs - als „Standortpfarrer“ auf seinemWeg. Neben dem Theologiestudium gibt eseine praktische Ausbildung in einer Pfarre.Er wird also in dem dafür vorgesehenenZeitrahmen am Pfarrleben in <strong>Mattsee</strong> teilnehmen.Und als Pfarrer von <strong>Mattsee</strong>?• Aus meiner bisherigen Erfahrung weiß ich,dass für ein gutes Pfarrleben die aktiveMitarbeit möglichst vieler in allen bestehendenGremien und Arbeitskreisen kostbarund unerlässlich ist. Für mich ist derdirekte Kontakt von Mensch zu Menschsehr wichtig. So biete ich verlässliche Zeitenan, in denen ich im Pfarrhof persönlicherreichbar bin (in der Regel während derKanzleizeiten). Die telefonische Erreichbarkeitist über die Festnetznummer der Pfarregegeben. Es ist ein pfarrlicher Anrufbeantwortereingerichtet, der dreimal täglich abgehörtwird. Dringende Anrufe werdensofort beantwortet. Mein Handy ist selten inBenützung, ausgenommen am Montag,meinem freien Tag.


SONDERPFARRBRIEF________________ ________________________________ Seite 4Ebenso liegt mir in der neuen Situation einegute, offene, ehrliche mitbrüderliche Zusammenarbeitmit dem Collegiatstift <strong>Mattsee</strong>sehr am Herzen.Was trägt Sie in diesem Dienst als Priester,woher kommt die Kraft ?• Zunächst ist es die ganz persönlicheBeziehung zu Gott, zu Christus, die ich imGebet, in der Feier der Liturgie pflege undvertiefe. Ich bin auch Mitglied der Priestergemeinschaft„Jesus Caritas“,der sich eine Reihevon Priesternin unserer Diözeseangeschlossenhaben. Wirtreffen uns monatlich1 Tag imGeiste des sel. Charles de Foucauld zumpersönlichen Austausch und zum gemeinsamenGebet. Das Wort Gottes, das wirden Menschen verkünden und selbst versuchenzu leben, steht im Mittelpunkt unseresTreffens.Welche Bibelstelle prägt und leitet Siebesonders?• Es ist das Bild des „Guten Hirten“, der sichum seine Herde sorgt, sie auf gute Weideführt und vor Gefahren beschützt. DerEvangelist Johannes hat Jesus in seinemEvangelium so beschrieben. Aber schonlange vorher glaubte und betete das VolkGottes im Psalm 23: „Der Herr ist meinHirte ...“Gibt es auch noch Freizeit und Hobby's ?• Ich freue mich an unserer schönen Naturund genieße sie gerne im Wandern. Das istbeste Erholung. Und ich spiele auch gerneauf meinem Harmonium zum Ausgleich undAbstand gewinnen von den Anforderungendes Tages. Im kontemplativen Gebet findeich Ruhe, Gelassenheit und neue Kraft.Danken möchten wir an dieser Stelle auch derMutter von Pfarrer Franz Lusak, die imSeniorenheim in Strobl lebt. Auf seine Fragehin zeigte sie großes Verständnis für dieseVeränderung und wird ihn mit ihrem Gebetbegleiten. Einen herzlichen Gruß und Vergelt'sGott!Psalm 23Der Herr ist mein Hirte,nichts wird mir fehlen.Er lässt mich lagern auf grünen Auenund führt mich zum Ruheplatzam Wasser.Er stillt mein Verlangen;er leitet mich auf rechten Pfaden,treu seinem Namen.Muss ich auch wandern in finstererSchlucht, ich fürchte kein Unheil;denn du bist bei mir,dein Stock und dein Stabgeben mir Zuversicht.Du deckst mir den Tischvor den Augen meiner Feinde.Du salbst mein Haupt mit Öl,du füllst mir reichlich den Becher.Lauter Güte und Huldwerden mir folgen mein Leben lang,und im Haus des Herrn darf ich wohnenfür lange Zeit.


Seite 5 ______________________________________________________<strong>Sonderpfarrbrief</strong>Ein Dankfest für 35 Jahre! - Vorankündigung ...35 Jahre hat ein anderer sein Leben als Pfarrer mit und für uns geteilt –unser <strong>Stift</strong>spropst Vinzenz Baldemair.Da unser bisheriger Pfarrer als <strong>Stift</strong>spropst im Amt und in <strong>Mattsee</strong> wohnen bleibt,ist es, bei aller Veränderung, eigentlich jetzt keine Zeit des Abschiedes,sondern eine Zeit des DANKENSund was liegt näher, als das mit dem großen alljährlichen „DANKFEST“ zuERNTEDANK , am Sonntag, 20. September 2009um 9,00 Uhr, zu verbinden.Wir laden daher jetzt schon alle zum gemeinsamen Feiernund zum Dank für die vergangenen 35 Jahre,die uns Vinzenz Baldemair als Pfarrer gedient und geschenkt hat, ein.Pfarrer Franz Lusak mit Priesterkollegen bei einer Wanderung um den <strong>Mattsee</strong>IMPRESSUM:Informationen der <strong>Stift</strong>spfarre <strong>Mattsee</strong>, <strong>Sonderpfarrbrief</strong> zum Pfarrerwechsel, Jahrgang 41.Herausgeber, Verleger und Vervielfältiger: <strong>Stift</strong>spfarre <strong>Mattsee</strong>, 5163 <strong>Mattsee</strong>, <strong>Stift</strong>splatz 1.Tel. 06217/5202, Fax DW 24.E-Mail: office@stiftmattsee.at Homepage: www.stiftmattsee.atFür den Inhalt verantwortlich:<strong>Stift</strong>spropst Vinzenz Baldemair

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!