24.12.2013 Aufrufe

Jahresbericht 2012 - wisli

Jahresbericht 2012 - wisli

Jahresbericht 2012 - wisli

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

<strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>


2Impressum: Redaktion/Text: <strong>wisli</strong> / Lena Tobler Kommunikation GmbH | Layout / DTP / Fotos: atelierheller.ch Thomi Heller | Druck: bmdruck.ch | © <strong>wisli</strong> 2013


InhaltAbschied und NeubeginnOtmar Wäger, Präsident VSPZU 5Ein entscheidendes Jahr erfolgreich gemeistertChristof Bidoggia, Geschäftsführer 7Damals wie heute: <strong>wisli</strong> gibt Menschen eine PerspektiveDie Geschichte des VSPZU, eng verbunden mit der Entwicklung 9der PsychiatrieVon der Wichtigkeit, eine Aufgabe zu habenArmin Seger, erster Präsident des VSPZU, über die Anfänge 15stiftung <strong>wisli</strong> – Raum zum Leben, Arbeiten und Wohnen 17Ein herzliches Dankeschön für Ihre Spenden 18Vorstand und Mitarbeitende stiftung <strong>wisli</strong> 20Jahresrechnung und Kennzahlen <strong>2012</strong> 21Prüfungsbericht Revision 27Organigramm, Adressen 283


<strong>Jahresbericht</strong> des PräsidentenBülach, 6. Mai 2013Abschied und NeubeginnOtmar WägerPräsident des Vereins fürSozialpsychiatrie ZürcherUnterlandSehr geehrte Damen und Herren,liebe VereinsmitgliederWäre der Verein für Sozialpsychiatrie Zürcher Unterland(VSPZU) mein Kind, fiele es mir vielleicht einfacher,ihn nach 27 Jahren loszulassen. Nicht, dass ich ihm denRücken kehre oder ihn verlasse. Nein, entsprechenddem Beschluss der letzten Mitgliederversammlung hat diestiftung <strong>wisli</strong> per 1.1.2013 alle Angebote, Mobilien undImmobilien des Vereins übernommen.Als Vater liebe ich meine Kinder, wie sie sind, und bin perse stolz auf sie. Trotzdem ist es natürlich schön, wennKomplimente von aussen kommen und Erfolge zu verzeichnensind. Ganz besonders schön ist es aber zu sehen,wenn die Kinder selbstständig werden und unabhängigvon den Eltern erfolgreich und zufrieden ihren Weggehen. Auch wenn das nicht ohne Abschiedsschmerzvonstattengeht.ich freue mich über jede Begegnung. Immer wiederstaune ich, wie diese Menschen mit einer psychischenBeeinträchtigung ihren Weg gehen. Wie viel Mut undDurchhaltewillen sie zeigen und sich im Alltag erfolgreichbeweisen. Jede und jeder auf seine Weise und in seinemTempo. Die einen wachsen hoch hinaus, die anderenschlagen einen normalen Weg ein, jeder Einzelne vonihnen ist mir wichtig.Im Bericht des Geschäftsführers können Sie lesen, dass<strong>2012</strong> ein erfolg- und ereignisreiches Vereinsjahr war,indem wir sogar das beste Ergebnis seit Bestehen erzielthaben. Und auch die Übertragung der Aktiven des Vereinsin die stiftung <strong>wisli</strong> erfolgte reibungslos. Mit besonderemStolz erfüllen mich aber die Resultate einer Umfrage beiunseren Klientinnen und Klienten. In grosser Übereinstimmunghaben sie ihre hohe Zufriedenheit mit den An -geboten, Räumlichkeiten und der Betreuung bei <strong>wisli</strong>bekundet.So geht es mir auch beim VSPZU. Ich freue mich, dass ersich zu einem eigenständigen Betrieb mit einem durchgängigenAngebot und viel Substanz entwickelt hat. Dassich als Gründungsmitglied und langjähriger Präsidenteinen Beitrag zu diesem Erfolg leisten durfte, erfüllt michmit Freude.Wie bei Kindern sind es nicht nur Eltern, Bezugspersonenund Freunde, die deren Entwicklung prägen. Es sind dieKinder selbst. Auch das lässt sich auf den Verein über -tragen. So konnte dieser in den 27 Jahren auf treue Vereins-und verantwortungsvolle Vorstandsmitglieder sowieauf engagierte Betreuungspersonen zählen, sich auf seine«Kernfamilie» verlassen. Profitiert hat er auch von denoffenen und hilfsbereiten «Peers»: den Angehörigen,Zuweisenden, Auftraggebenden, Kunden, Spendern undStiftern, aber auch von den Mitarbeitenden der Sozial -ämter, von Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen, Therapeutensowie vom Bund und vom Kanton Zürich.Einen bedeutenden Anteil an der Selbstständigkeit desVSPZU haben aber die Mitarbeitenden der Werkstättenund der Tagesstätte, die Bewohnenden unserer Wohnangeboteund die Mandanten von w e -care. Denn sie stehenim Zentrum unseres Vereins.Damit hat der Verein – wie die Eltern – eine gute Basisgelegt und seine Aufgaben erfüllt. Der Verein wird sich,sofern es die Mitglieder an der Jahresversammlungbeschliessen, auflösen. Sein Geist und Wirken wird in derstiftung <strong>wisli</strong> weiterleben. Gut eingebettet in ein optimales,zeitgemässes Umfeld wird sich die stiftung <strong>wisli</strong> mitihren Angeboten weiterhin positiv entwickeln können.Mit dem Vereinsvorstand bin ich sicher, dass diese Veränderungwichtig und richtig ist. Wir freuen uns darüberund hoffen, dass auch Sie sich über diese Erfolgs -geschichte freuen können.Im Namen des Vereinsvorstands, der Geschäftsleitung unddes neuen Stiftungsrats danke ich herzlich allen Personenund Trägerschaften, die mit dem Verein verbundenwaren. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitendenund den Klientinnen und Klienten für die tolle Zusammenarbeit.Ich hoffe, dass Sie auch in Zukunft zu den Freundender stiftung <strong>wisli</strong> gehören, und freue mich, wenn ichIhnen auch da als Präsident der Stiftung wieder begegnendarf.Als Präsident, aber auch als freischaffender Psychiater warund ist mir der Kontakt zu diesen Menschen wichtig, undOtmar WägerVereinspräsident VSPZU5


<strong>Jahresbericht</strong> des GeschäftsführersBülach, 6. Mai 2013Ein entscheidendes Jahr erfolgreich gemeistertChristof BidoggiaGeschäftsführerWerte Vereinsmitglieder,sehr geehrte Leserinnen und LeserIm diesjährigen <strong>Jahresbericht</strong> verzichten wir auf diedetaillierte Berichterstattung der einzelnen Bereiche.Einerseits deshalb, weil wir Ende <strong>2012</strong> die alte <strong>wisli</strong>Website durch einen neuen Auftritt der stiftung <strong>wisli</strong>ersetzt haben. Darin finden Sie viele Informationen überdie Betriebe und ihre Aktivitäten. Andererseits aber deshalb,weil wir in diesem <strong>Jahresbericht</strong> der Geschichte desVereins Raum geben möchten, in der auch Gründungsmitgliederdes VSPZU zu Wort kommen.Als Geschäftsführer des bisherigen Vereins und der neuenStiftung freue ich mich und bin gleichzeitig sehr dankbar,Ihnen aufzeigen zu können, dass der Verein in seinemletzten Jahr als Träger der <strong>wisli</strong>-Angebote nochmals sehrerfolgreich operierte.Es war hoch spannend, an der Gründung der stiftung<strong>wisli</strong> mitbeteiligt zu sein und alles in die Wege leiten zukönnen, damit die Überführung per 1.1.2013 reibungslosklappte. Jeder Vertrag – ob Pensions- oder Arbeitsver -trag, Versicherungen oder die Tankkarte eines Fahrzeuges– musste neu aufgegleist werden. Dies war sehrarbeitsintensiv und forderte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterder Geschäftsstelle sehr. Ihnen allen ein herzlichesDankeschön für den grossen Effort. Mit Ihrem grossenEngagement haben wir ein entscheidendes Jahr erfolgreichgemeistert.Der Wechsel einer Trägerschaft beinhaltet neben vielArbeit und gewissen Risiken auch Chancen. So konntenVerträge oder Abonnemente wie z. B. Versicherungenoder Telefonie neu und zu besseren Konditionen abgeschlossenwerden. Der Betrieb profitiert von diesen Veränderungen.Der Jahresabschluss <strong>2012</strong> schliesst mit einem hohen Vorschuss.Das überaus positive Resultat trügt jedoch etwas.Dies darum, weil die Ausfinanzierung der Pensionskassebereits mit der letztjährigen Betriebsrechnung abgegrenztund zurückgestellt wurde, was die diesjährige Rechnungum Fr. 400‘000.– verbessert. Vom Gewinn einzelner Angeboteverbuchen wir einen beträchtlichen Anteil inzweckgebundene Fonds, die in defizitären Jahren geäufnetwerden können. Den restlichen Gewinnvorschusswerden wir für anstehende Projekte zum Wohle unsererKlientinnen und Klienten einsetzen.Trotz dieses Vorbehalts ist unsere Rechnung sehr erfreulichund widerspiegelt, dass wir im vergangenen Jahr inallen Angeboten nahezu eine Vollbelegung verzeichnenkonnten. Unsere Werkstätten operierten erfolgreich undkonnten ihren Umsatz erhöhen. Auch bei w e -care erfreutenwir uns einem Zuwachs an Mandaten um mehr als40 Prozent.Danke vielmalsMein Dank gilt allen Auftraggeberinnen und Auftrag -gebern, Partnern und Stellen, mit denen wir im vergangenenJahr erfolgreich zusammenarbeiten durften. Auchmöchte ich an dieser Stelle allen Spenderinnen und Spendernganz herzlich für ihre Solidarität mit unserem Betriebund unseren Klientinnen und Klienten danken.Unser besonderer Dank – der des gesamten Geschäfts -leitungsteams, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter– geht zum Abschluss des letzten Vereinsjahrs anunseren Vereinsvorstand. Wir danken Ihnen allen sehrherzlich für die gute Zusammenarbeit, das uns entgegengebrachteVertrauen und die Unterstützung, die wir inall den Jahren erfahren durften. Wir freuen uns, dass Sieim neuen Stiftungsrat weiterhin die Geschicke von <strong>wisli</strong>leiten.Ein grosser Schritt war auch der Wechsel der Pensionskasseper 1.1.2013. Der Vorstand entschied vor einemJahr, die in einer schwierigen Finanzlage steckende BVKzu verlassen. Neu sind unsere Mitarbeitenden bei der PensionskasseGemini versichert. Durch diesen Wechsel musstenwir vertragsbedingt die Unterdeckung von rund11 Prozent ausfinanzieren. Verglichen mit den Sanierungskosten,die den Betrieb über die kommenden Jahre be -l astet hätten, war das die günstigere Variante.Christof BidoggiaGeschäftsführer7


«<strong>wisli</strong> stehtheute auf sicheremBoden.»Damals wie heute: <strong>wisli</strong> gibt Menschen eine PerspektiveBild rechts:Feierlichkeiten anlässlich desEinweihungsfestes der WerkstattSoli im Jahr 1985.Mit Engagement und Pioniergeist haben mutigeMenschen 1984 den Verein für SozialpsychiatrieZürcher Unterland gegründet. Mit Weitblick habenseine Mitglieder <strong>2012</strong> der Übertragung der Vereinsaktivenin die stiftung <strong>wisli</strong> zugestimmt. Damalswie heute mit dem gleichen Ziel: Menschen miteiner psychischen Beeinträchtigung eine neuePerspektive zu geben.Wisli geniesst einen hervorragenden Ruf. Was1985 als Werkstatt mit geschützten Arbeitsplätzenbegann, ist heute ein durchgängigesKonzept in den Bereichen Arbeiten, Wohnen und Leben.Dies ist das Resultat von 28 Jahren zielgerichtetemEn gagement für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigungund eng verbunden mit der Entwicklung derheutigen Psychiatrie.Von Pioniergeist beseeltFasziniert verfolgten die Verantwortlichen des PsychiatrischenZentrums der Klinik Hard (PZH) in Embrach dieneuen Strömungen in der Psychiatrie der 80er-Jahre. StattPatienten wie bisher in geschlossene Kliniken einzuweisenund medikamentös zu behandeln, ertönte im Geist der68er-Jahre der Ruf nach einem ganzheitlichen Betreuungskonzept.Aus Patienten wurden Klientinnen undKlienten, und Psychotherapeuten sowie sozialpsychiatrischeDienste erprobten ambulante Behandlungsmethoden.In Analysen und Gruppentherapien lernten Krankeund Gefährdete, über ihre Probleme zu reden und derenUrsachen zu erkennen. Erste Werkstätten mit geschütztenArbeitsplätzen und betreute Wohnheime ermöglichtenein selbst gestaltetes Leben.Abgesehen vom beruflichen Interesse erschien dem damaligenärztlichen Direktor Dr. med. A. Hug die Eröffnungeiner solchen Werkstatt auch als Lösung für mangelndeArbeitsplätze im klinikeigenen Arbeitszentrum. Darumunterstützte und förderte er die Idee von Peter Stalder,dem Leiter des Sozialdienstes der Klinik Hard, die externlebenden, aber in der Klinik arbeitenden Klienten in derneuen Werkstatt zu beschäftigen. Zumal er ihm für denStart genügend Arbeit aus der Klinik zusagen konnte.Beseelt vom Pioniergeist, machte sich Peter Stalder imSeptember 1984 auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten– notabene in seiner Freizeit – und fand dieseschon bald an der Solistrasse 74 in Bülach. Allerdings warder Besitzer anfänglich wenig begeistert, dass Menschenaus der Klinik in seinen Räumlichkeiten arbeiten sollten.Die Gründung des Vereins für Sozialpsychiatrie ZürcherUnterland im November 1984 überzeugte ihn jedoch vonder Seriosität des Projekts. Zumal es Peter Stalder gelungenwar, namhafte Leute für den Vorstand zu gewinnen.So etwa den damaligen Leiter der ZKB Bülach, Alex Eggli,und Armin Seger, Geschäftsführer des Malermeister -verbandes, der spontan das Präsidium übernahm. Er erinnertsich noch gut an die Anfänge: «Die Idee, mit derWerkstatt Soli eine Brücke von der Klinik in den freienArbeitsmarkt zu schaffen, begeisterte sehr.» Die Zeit warreif dafür. Dieser Ansicht war auch der Leiter der ZKB, derdem Verein mit einem ansehnlichen Startkapital den Anfangerleichterte.Unter einem guten SternBereits am 2. Januar 1985 begannen zwölf Klienten ausder Klinik Hard im Soli zu arbeiten. Da die Werkstatt buchstäblichbei null startete, hiess es zuerst einrichten: Wändemussten hochgezogen und gestrichen, Werkbänke,Möbel, Maschinen und Werkzeuge beschafft werden.«Eine strenge, aber überaus spannende Zeit», erinnertsich Peter Stalder, der zu Beginn auch die Geschäftsführungin der Freizeit erledigte.Die Aufträge aus dem PZH gaben dem Soli von Anfangan eine gute Grundauslastung. Und da die Vorstands -mitglieder ihre Aufgabe als «Netzwerker» ernst nahmen,kamen bald weitere Auftraggeber hinzu. Noch heutefreut sich Armin Seger über den Auftrag der Swissair, dieBordkopfhörer reinigen zu dürfen. «Das war ein Riesengeschenk.Der Auftrag gab uns Sicherheit und ermöglichteuns, das Arbeitsplatzangebot zu erhöhen.» NebenAuftragsarbeiten waren die Tiffanyprodukte aus der Soli-Werkstatt schon damals ausserordentlich beliebt.9


«<strong>wisli</strong> baut immer wieder Brücken. Sokann ich wieder Tritt fassen, wenn ich inein Loch falle.»Ruedi W. ist seit 17 Jahren dabei. Ein Schicksalsschlaghat ihn krank gemacht. <strong>wisli</strong> ist für ihnenorm wichtig. Darum macht er sich ein wenigSorgen, wie es Ende Jahr, wenn er pensioniertwird, wohl weitergehen wird.Herr W., Sie haben im Soli begonnen. Wasist bei <strong>wisli</strong> anders?Es war viel familiärer. Bei rund 30 Personenkonnte man überall hineinschauen. <strong>wisli</strong> ist vielgrösser. Aber <strong>wisli</strong> ist auch vielseitiger unddarum abwechslungsreicher. Man kann vielmehr machen.Was waren Ihre Stationen?Ich habe immer in der Werkstatt gearbeitet,meist im Versand, aber auch im Siebdruck.Wenn Not am Mann war, habe ich auch bei denmechanischen Arbeiten ausgeholfen. Ich macheauch in der Textwerkstatt mit und gehe gerneauf Ausflüge.Was schätzen Sie bei <strong>wisli</strong> besonders?Den Kontakt mit den anderen und auch dieErfahrung, dass ich mit meiner Krankheit nichtalleine bin. Das hilft sehr. Weiter schätze ichmeine Arbeit hier.Was ist Ihnen besonders wichtig?Dass die Betreuungspersonen bei <strong>wisli</strong> immerwieder Brücken bauen, wenn ich oder auchandere in ein Loch fallen. Das hilft uns, wiederFuss zu fassen, und gibt uns Halt.


«Am 5. Februar 2005wurde das Soli zu<strong>wisli</strong>.»Bild rechts:Einer der Höhepunkte beiSoli waren die jährlichenAusflüge.1986 wagten die Verantwortlichen den nächsten Schrittzum betreuten Wohnen. Zuerst in Embrach, später auchin Wallisellen und Bülach mieteten sie grosse Wohnungen,in denen je fünf Klientinnen oder Klienten einZuhause fanden. Betreut wurden sie von den Mitarbeitendender Werkstatt. «Damals war es selbstverständlich,dass wir auch nachts ins Auto stiegen, wenn dies nötigwar», erläutert Peter Stalder, der noch heute Menschenmit einer psychischen Beeinträchtigung betreut. Auf dieFrage, wie sie das alles geschafft hätten, meint er: «Mitder Begeisterung eines eingeschweissten Teams.»Ab 1992 folgten etwas ruhigere Jahre. Die neuen Betreuungskonzepteder Psychiatrie waren inzwischen an -erkannt, und das Soli war längst nicht mehr die einzigeInstitution im Kanton Zürich mit den oben genanntenAnliegen. Betreut von 5 Mitarbeitenden, fanden 25 Klientinnenund Klienten in der Soli-Werkstatt eine Be schäf -tigung, und auch das betreute Wohnen war unterdessenetabliert. Die jährlichen «Soli-Zmorge», bei denen dieKlientinnen und Klienten die Nachbarn bewirteten, hattendas Ihre dazu beigetragen, dass das Soli in der Bevölkerunggrossen Rückhalt genoss. Für Armin Seger war dasder Zeitpunkt, sein Amt zur Verfügung zu stellen: «Wirhatten viel erreicht. Nur etwas verlief anders als geplant.Statt das Soli als Sprungbrett in die freie Wirtschaft zubetrachten, war das Ziel vieler Klienten, bei uns einenPlatz zu finden und zu bleiben. Das zwang uns zum Umdenken.»Nach Segers Rücktritt 1995 übernahm PeterStalder für zwei Jahre auch das Präsidium des Vereins.Turbulente Jahre1997 wurde der heute noch amtierende Otmar WägerPräsident. Vor ihm standen die schwierigen Jahre derRezession. Sie wurden begleitet von einer Zunahme vonpsychischen Erkrankungen und damit einer wachsendenNachfrage nach Arbeitsplätzen beim Soli. Gleichzeitig verringertesich das Arbeitsvolumen, Akquisitionen wurdenschwieriger. Als die Swissair ihre Aufträge nach Asien verlagerteund Bund und Kantone ihre Anforderungen ansubventionierte Angebote erhöhten, war es für OtmarWäger Zeit, die Ausrichtung des Vereins zu überdenken.Konzepte, Ziele und Leitbild sowie Führungsgrundsätzewurden in diesem Erneuerungsprozess erarbeitet und ein -eingeführt.Diese inhaltliche Neuausrichtung führte 1999 leider auchzum Entschluss von Peter Stalder, den Verein zu verlassenund die Geschäftsleitung des Solis abzugeben.1984 fand die Soli-WerkstattPlatz in den ehemaligen Räumender Singer-Nähmaschinenan der Solistrasse 74.Seine Nachfolgerin Gina Groot führte das Soli auf demvom Vorstand eingeschlagenen Weg in eine neue Zukunftbzw. von der Soli- an die Wislistrasse. Nachdem das Soliinzwischen aus allen Nähten platzte, hatten die Vereinsmitgliederam 21. November 2001 dem Kauf der heutigen<strong>wisli</strong>-Liegenschaft zugestimmt. Der Umzug erfolgteanfangs 2002. Er war aber nur das äussere Zeichen fürden Wandel vom bisherigen Pionierunternehmen zur professionellgeführten Organisation. Dazu gehörte auch dieEinführung des Qualitätsmanagements. 2003 durfteMarkus Thalmann, der kurz davor die Geschäftsführungvon Gina Groot übernommen hatte, das QM-Zertifikatent gegennehmen. Ihm oblagen nun die Aufgaben,die Werkstatt umzubauen und, damit verbunden, das Angebotzu erweitern. Die neuen Räume und die vielfältigerenMöglichkeiten in den Bereichen mechanische Bearbeitung,Elektromontage, Velowerkstatt, Direct Mail unddem eigenen Tiffanyatelier erlaubten den Betreuungs -personen, die Klientinnen und Klienten nun individuellerzu fördern und auf ihrem Weg zu begleiten. Am 5.Februar 2005 wurde die neue Werkstatt feierlich eingeweiht,und – ein bedeutender Moment – Soli wurde zu«<strong>wisli</strong>».11


«Ich bin gern bei <strong>wisli</strong>, trotzdem freue ichmich am Freitag immer, dass das Wochenendekommt.»Daniela R. ist eine Klientin der ersten Stunde.Seit 1985 dabei, kennt sie die Werkstätten undhat auch in einer von <strong>wisli</strong> (ehemals Soli) betreutenWohngruppe gelebt. Heute ist sie froh, dasssie bei <strong>wisli</strong> arbeiten, aber in den eigenen vierWänden leben kann.Frau R., wie war es damals bei Soli undwie ist es heute bei <strong>wisli</strong>?Eigentlich hat sich die Arbeit nicht gross verändert.Ich arbeite im Directmail, wo wir Kuvertsetikettieren, Briefe, Prospekte und anderesverpacken. An manchen Tagen falte ich auchServietten für die Gäste der 1. Klasse im Flugzeug.Das muss alles perfekt sein. Bei Soli warganz speziell, als wir einmal Berge von riesigenRucksäcken verpacken mussten.Was hat sich in den vielen Jahren verändert?Heute gefällt es mir besser. Die Betreuungspersonenkommen viel besser draus. Sie sind jüngerund netter.Arbeiten Sie gerne bei <strong>wisli</strong>?Ja sehr, hier ist meine Arbeit, darum komme ichgerne. Trotzdem freue ich mich jeweils am Freitagauf das Wochenende. Dann kann ich inmeiner Wohnung ausspannen. Das Schönste istaber, wenn wir bei <strong>wisli</strong> miteinander in dieFerien fahren.


«<strong>wisli</strong> begleitetMenschen auf ihremWeg in die sozialeWiedereingliederung.»Das <strong>wisli</strong> Wohnheim, einMeilenstein auf dem Wegzum umfassenden Angebot.Zu einem durchgängigen KonzeptObwohl vieles eingeleitet worden war, warteten wichtigeAufgaben auf Christof Bidoggia, den heutigen Geschäftsführer.Bereits in seinem ersten Jahr gelang es ihm, dieAuslastung von <strong>wisli</strong> markant zu erhöhen. Und sostimmte die Mitgliederversammlung 2007 dem Neubaueines eigenen Wohnheims an der Wislistrasse zu.<strong>wisli</strong> gate catering setzte 2008 einen weiteren Meilenstein.Die integrativen Arbeitsplätze in der Produktion derGate Gourmet AG auf dem Flughafen Zürich bieten denKlientinnen und Klienten eine ideale Basis, um ihreArbeitsmarktfähigkeit im realen Wirtschaftsumfeld zutrainieren.Auch 2009 war ein bedeutendes Jahr: Nach einer zweijährigenBauzeit war das neue Wohnheim in Bülachbezugsbereit, und mit der Übernahme eines weiterenHauses in Opfikon erweiterte sich das Wohnangebot um18 Plätze. Mit der Gründung der neuen FachstelleIntegration – dem heutigen w e -care – erfüllten sich dieZiele nach einem durchgängigen Konzept für Menschenin einer psychischen Krise oder mit einer psychischenBeeinträchtigung.Der auf dem grossen Einsatz der Mitarbeitenden basierendeErfolg zeigte sich in einem deutlichen Wachstum:So stieg die Zahl der Klientinnen und Klienten von 130auf 203 und die der Fachbetreuungspersonen von 15 auf32.Die Jahre 2010 bis <strong>2012</strong> verliefen zwar äusserlich ruhig,hatten es aber in sich. Der Betrieb wuchs weiter, so wurdedie Stiftung Woge mit ihren 10 Wohnheimplätzen inOpfikon in den Verein integriert, und die <strong>wisli</strong> tagesstättemit heute 20 Plätzen konnte eröffnet werden.Die gewachsenen Strukturen riefen nach einem neuenFührungskonzept, die Arbeitsplätze mussten konsolidiertwerden, die <strong>wisli</strong> velowerkstatt erhielt eine klarere Positionierungund das Wohnhaus am Wettiweg in Bülachwurde ausgebaut. <strong>2012</strong> forderte die Überführung desVereins in die stiftung <strong>wisli</strong> von den Mitarbeitenden nochmalseinen besonderen Effort.Die Entwicklung von <strong>wisli</strong> ist eng verbunden mit derjenigender heute etablierten ganzheitlichen Therapie. Nochimmer ist es das Ziel vieler Klientinnen und Klienten, einenPlatz bei <strong>wisli</strong> zu finden. Aber nicht mehr primär, um hierzu bleiben, sondern um mit neuen Perspektiven den Wegin die soziale Wiedereingliederung zu finden.Heute betreut, begleitet und beschäftigt <strong>wisli</strong> 310 Menschenmit einer psychischen Beeinträchtigung im ZürcherUnterland und beschäftigt 72 Personalfachkräfte.Der Verein übergibt der Stiftung eine prosperierendeOrganisation, die strukturell, personell, aber auch finanziellauf gesunden Füssen steht.Ein herzliches Dankeschön<strong>wisli</strong> steht heute auf einem sicheren Boden. Die Gründerhaben vor 28 Jahren ein solides Fundament gelegt, unddarauf haben Vorstand, Führung und die MitarbeitendenJahr für Jahr mit weiteren Bausteinen ein geeignetes Hauserrichtet. Die Mitglieder des Vereins haben sie dabeibegleitet und dafür gesorgt, dass sie ihr Ziel nie aus denAugen verloren. Aber nicht nur sie, genauso wichtig wardas Vertrauen von Unternehmen, Gemeinden, Institutionenund auch von Bund und Kanton. Dankbar und auchmit Stolz haben die Verantwortlichen dieses Haus nunanfangs 2013 in die Hände der stiftung <strong>wisli</strong> gelegt.Seit Anfang aktiv dabeiOtmar Wäger ist als Gründungsmitglied Teil derGeschichte des VSPZU und hat diese seit 1997 alsPräsident geprägt. Er hat die Entwicklung der letztenJahre entscheidend mitgestaltet: in den Jahren, indenen der Verein sein Angebot ausgebaut und weiterentwickelthat und zu einem Betrieb mit 72 Fach -angestellten und 310 Betreuten geworden ist.Im Namen des Vorstands und des ganzen Vereinsdanke ich Otmar Wäger für sein ausserordentlichesehrenamtliches Engagement im Dienst der Sozialpsychiatrieim Zürcher Unterland.Dr. med. Sabina Kenk MeisserVizepräsidentin13


«Bei Soli habe ich gelernt, wie wichtig es ist, eine Aufgabe zu haben.»Armin SegerBild links:Das <strong>wisli</strong>-Geschäftshaus mitWerkstatt und Tagesstätte.Als erster Präsident hat Armin Seger Wesentlicheszum Aufbau des Solis beigetragen und damit denBoden für die heutige stiftung <strong>wisli</strong> geschaffen.Noch heute ist der Bezirksrichter und Geschäftsführerdes Verbands Schweizerischer Pflästerermeistermit <strong>wisli</strong> aktiv verbunden.Herr Seger, was hat Sie dazu gebracht, sich alsMann der ersten Stunde für Soli zu engagieren?Die Idee von Peter Stalder, ausserhalb der Klinikeine Werkstatt für Menschen mit psychischerBeeinträchtigung aufzubauen, hat mich fasziniert.Ich wollte etwas bewegen und auch die mir damalsunbekannte Welt der Psychiatrie kennen lernen. So habeich nicht lange gezögert, als ich an der Vereinsgründungzum Präsidenten gewählt wurde.Was waren zu Beginn die Hauptanliegen von Soli?Unsere wichtigste Aufgabe war es, einen Ort zu schaffen,wo Menschen nach einem Klinikaufenthalt wieder Fussim Alltag fassen konnten. Damals gab es noch keineAlternativen zur Klinik, und das hiess für viele Menschenauch dann noch dort zu bleiben, wenn es ihnen wiederbesser ging. Bei Soli wurden die Klientinnen und Klientenbetreut und konnten sich so auf den Wiedereinstieg inein wirtschaftliches Arbeitsumfeld vorbereiten.Ein Ziel, dem die stiftung <strong>wisli</strong> auch heute noch verbundenist?Wenn es die Gesundheit erlaubt, ist das das schönste Ziel.Heute begleitet <strong>wisli</strong> die Menschen natürlich viel professionellerund sehr gezielt. Als eine der ersten Werkstättenin der Schweiz waren wir damals auf uns selbst gestelltund mussten alles erarbeiten. Dafür verdient Peter Stalderunser aller Anerkennung. Mit grossem Engagement hater Soli zielorientiert aufgebaut und vorwärtsgebracht.Auch wenn Dr. med A. Hug, der damalige Leiter der KlinikHard, ebenfalls Vorstandsmitglied, das Projekt sehr unterstützthat, ohne Peter Stalder wäre Soli nicht möglich gewesen.Die Gründungsjahre haben auch den Vorstand gefordert.Was waren die zentralen Aufgaben?Heute würde man sagen, das Networking. Wir nutztenunsere Beziehungen, schufen Kontakte, akquirierten Aufträgeund vermittelten Stellen. Und natürlich gab es in derAufbauphase auch vieles zu entscheiden.Wie beurteilen Sie aus heutiger Sicht den Erfolgder damaligen Zeit?Die Nachfrage nach Betreuungs- und Arbeitsplätzen wargross, und auch auftragsmässig ging es dem Soli gut.Aber wir merkten rasch, dass die Klientinnen und Klientenandere Ziele hatten als wir. Die meisten suchten bei Soliprimär einen Platz; das Sprungbrett zurück in das wirtschaftlicheArbeitsumfeld war ihnen damals sekundär.Das zwang uns zum Umdenken.Soli übernahm auch eine Pionierrolle im betreutenWohnen – wie haben Sie das erlebt?Das stimmt, die ersten Wohngruppen waren ein wichtigerMarkstein in der Geschichte von Soli, aber auch einegrosse Herausforderung. Sie forderten uns finanziell,grosse Wohnungen waren schon damals teuer, undgleichzeitig hatten wir auch den Betreuungsaufwandunterschätzt. Da gab es viele Extraeinsätze.Was sind Ihre schönsten Erinnerungen?Die Momente, wenn die Klientinnen und Klienten auf -gestellt in die Werkstatt kamen und fröhlich «Guten Morgen!»wünschten. Oder wenn sie am Abend stöhnten:«Weisch, was han ich hüt für en Chrampf gha?». Daswaren Aufsteller. Ich habe dabei realisiert, wie wichtig esfür uns Menschen ist, eine Aufgabe zu haben undgebraucht zu werden. Egal wie gross diese ist. Die Freude,wenn ein Klient am Ende eines Soli-Zmorge sagenkonnte: «Heute habe ich an der Mohrenkopfschleuder45 Franken verdient», zeigte mir, dass das Ziel unsererGesellschaft die Integration von Menschen mit einerpsychischen Beeinträchtigung ist, und nicht, ihnen alleHürden aus dem Weg zu schaffen. Das prägt mich bisheute, und darum finde ich es wichtig, dass <strong>wisli</strong> unterstütztwird.Was war Ihre wichtigste Erfahrung?Dass wir den Menschen, die nach einem Klinikaufenthaltauf dem Weg zur Besserung waren, eine neue Perspektivegeben konnten. Wir konnten ihnen zeigen, dass es auchausserhalb der Klinik ein Leben gibt und dass sie diesesbewältigen können. Aber wir mussten auch lernen, wieschwierig für sie die Reintegration in den Arbeitsalltagausserhalb der Klinik war.15


stiftung <strong>wisli</strong> – Raum zum Leben, Arbeiten und WohnenBahnhofstrasse 44 in Bülach;Standort von w e -care, <strong>wisli</strong>arbeitsintegration.Vielfältige Beschäftigungs- und Arbeitsangebote,bedürfnisgerechte Wohnformen und eine breitePalette von weiterführenden Angeboten; mitihrem durchgängigen Konzept begleitet die stiftung<strong>wisli</strong> Menschen auf ihrem Weg zur beruflichenund sozialen Rehabilitation.Arbeiten und werken bei <strong>wisli</strong>:<strong>wisli</strong> werkstatt – arbeiten im geschützten RahmenIm geschützten Rahmen der <strong>wisli</strong> werkstatt findenrund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine auf ihreFähigkeiten ausgerichtete Tätigkeit und einen geregeltenTagesablauf. Mit vielseitigen Möglichkeiten werdendie Mitarbeitenden gezielt gefördert, aber auch gefordertund können so ihre Leistungsfähigkeit verbessern. Die Angeboteder <strong>wisli</strong> werkstatt umfassen die Bereiche Directmailund Konfektionieren, mechanische Arbeiten, Elektro -montage, Velowerkstatt. Bei Eignung ist auch eine Berufsanlehre(PrA) möglich.<strong>wisli</strong> gate catering – ein Sprungbrett in denArbeitsmarktBei <strong>wisli</strong> gate catering trainieren und verbessern die rund80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitsmarkt -fähigkeit. Eingebettet in die Produktionsstätte der GateGourmet AG, dem weltgrössten Airline-Catering-Unternehmen,reinigen sie 70 Prozent des gesamten Bestecksdes Flughafens und stellen Trolleys mit Getränken undSnacks für die Flüge bereit. Die anspruchsvolle Arbeit istfür viele das Sprungbrett zurück in ein wirtschaftlichesArbeits umfeld.<strong>wisli</strong> tagesstätte – Tagesstruktur mit sozialerIntegrationIn der <strong>wisli</strong> tagesstätte finden Mitarbeitende, die demLeistungsdruck einer geschützten Werkstatt (noch) nichtgewachsen sind, sinnvolle und auf ihre Fähigkeiten zu -geschnittene Tätigkeiten. Die einfachen kreativen undhandwerklichen Arbeiten und die gemeinsamen Aktivitätengeben ihnen eine geregelte Tagesstruktur mit sozialerIntegration und stärken ihren Selbstwert. Die <strong>wisli</strong> tagesstätteist für Menschen mit einer schweren psychischenErkrankung oft der Einstieg in den beruflichen Rehabilitationsprozess.<strong>wisli</strong> w e -care – begleitet Menschen inpsychischen KrisenDie Betreuungspersonen von w e -care begleiten Klientinnenund Klienten beim Eingliederungsprozess in denersten Arbeitsmarkt. Menschen, die ihren Arbeitsplatzinfolge gesundheitlicher Probleme verloren haben odergefährdet sehen, finden professionelle Unterstützung.Dazu gehören die Abklärung der fachlichen und sozialenArbeitsmarktfähigkeit, die Beratung bei der Bewältigungvon Arbeitsplatzproblemen, das Training des Arbeits -alltags bei <strong>wisli</strong> oder externen Unternehmen sowie auchdas Vermitteln und Coachen.Wohnen und leben bei <strong>wisli</strong>:<strong>wisli</strong> betreutes wohnen – das Leben in derGemeinschaft meistern<strong>wisli</strong> betreutes wohnen ist eine Alternative zu stationärenEinrichtungen. In Bülach und Opfikon finden die Be -wohnerinnen und Bewohner in vier Wohnheimen einZuhause. In freundlich eingerichteten Zimmern und einerangenehmen Umgebung werden sie von den Betreuungspersonengezielt und angemessen unterstützt. Sie lernenihren Alltag bewältigen und erhalten das Rüstzeug, umwieder alleine oder in einer selbstständigen Wohnformleben zu können.<strong>wisli</strong> begleitetes wohnen – Lebenshilfe zurEigenhilfeBei <strong>wisli</strong> begleitetes wohnen finden Menschen mit einerpsychischen Beeinträchtigung oder in einer stark belastetenLebenssituation die punktuelle Unterstützung, die siebenötigen. Fachmitarbeiterinnen und -mitarbeiter begleitendie Klientinnen und Klienten zuhause oder in einervon <strong>wisli</strong> gemieteten Einzelwohnung oder Wohngemeinschaft.gate cateringveloo<strong>wisli</strong> velowerkstatt17


18Ein herzliches Dankeschön für Ihre Unterstützung!Auch <strong>2012</strong> durften wir wieder auf die grosszügige Unterstützung und die Solidaritätzahlreicher Privatpersonen und Institutionen zählen. Die Stiftung Denk an mich hatuns neben zahlreichen Einzelpersonen einen grosszügigen Beitrag an die Finanzierungunserer Ferienlager gespendet.Ob Gross oder Klein – jede Unterstützung zählt. Sie hilft uns in unserem Engagementfür Menschen, die Ihre Hilfe brauchen. Und sie motiviert uns und unsere Klientinnenund Klienten, das heisst, Menschen ganz in Ihrer Nähe.Firmen 139events GmbH,ABZ Werbeartikel AG, atelierheller, AxercomAG, BDO AG, Etter Handels-AG, Evang.-ref.Kirchgemeinde Eglisau, Oberglatt, Rafz, Stadel, Zürich-Affoltern,Evang.-ref. Pfarramt Schöfflisdorf, Finanzverwaltung Hochfelden,Freie evang. Gemeinde Bülach, Gemeinde Niederhasli, Gemeinde Regensdorf,Gemeindeverwaltung Dietlikon, Gemeinnützige Gesellschaft Bülach, Gossweiler IngenieureAG, Hans Maag AG, Hegner-Stiftung, Integrierte Psychiatrie ref. Pfarramt, Karlvon Känel GmbH, Katholische Kirchgemeinde St. Petrus, Kirchgemeindehaus Embrach,Landert Motoren, Martha Bock Stiftung, Politische Gemeinde Oberweningen, SchlüsselSpahr, Stadt Adliswil, Stadtrat Bülach, Sutter GmbH Schreinerei u. mobile Werkstatt, VotresanthéGmbH, Zürcher Amtsbürgschaftsgenossenschaft ZABG, Zürcher TurnverbandPrivatpersonen Aebli Matthias, Akeret Robert u. Verena, Alings Koo, Altorfer Theodor u. Elisabeth,Altorfer-Thalmann Jakob, Ambord Roger, Ammann-Merz Hans, Angehrn Richard,Angst Claudia, Arnold Bruno u. Beatrice, Arrigoni-Becker Bruno, Aubort Philippe, Bächler-DussexEvelyne, Bachofen Reinhard, Bächtold Rolf, Baumann Peter, Berger-Bamert Robert, BerliBeat u. Susann, Bernhard Tina, Bertschi-Meier Alfred u. Dora, Biasio Felix, Bieri B. u. K., BinkertPaulette, Bleiker Hans u. Hanni, Blessing Rosmarie, Bogo-Bolli Elisabeth, Böhler-Kühne Verena,Bopp-Zeier Felicitas, Boscariol Ettore, Bouverat-Meyer Ruth, Brack Willi, Bram Hans, BreyerUrsula, Bruhin Stephan, Brunner Franz, Brütsch Ernst, Bucher-Fenner Bruno, Bühler Regula,Bumbacher Hans P. u. Margrith, Bürer-Hasler Roland u. Silvia, Bürgi Isabelle, CampofrancoMarco, Christen Josefina, Coray Maurus, De Donno Ira, Delli Gatti Antonia, Demuth Willi,Densler Albert, Densler-Relly Christoph u. Franziska, Doessegger-Wehrli Max u. Ursula,Dorner Jörg, Dreier Heidi, Dudli Alois, Dutli Ines, Dütschler Walter u. Hanna, EbneterBrigitte, Ebnöther Urs-Peter, Ebnöther-Sutter A. u. H., Eggenschwiler Ernst, EgloffBruno u. Barbara, Erny-Grob Hans, Fässler Roman, Favre Thomas, Fehr Heidi, FehrlinDr. Peter u. Christine, Forrer-Schuppli Hans Rudolf u. Esther, Frei-LehmannOlga, Frey Jürg, Frick Otto, Friedli Hanspeter, Früh Andreas, Fuchs-SeelhoferAnton, Fügli Roger, Gasser Peter Thomas, Gäumann-Keller Maria, GehrigLeo, Gehrig-Grob Walter, Girsberger-Isler Jürg, Götz Beatrice, Grecht Rüdiger,Greminger-Bosch Trudi, Grieb-Frehner Rolf u. Anita, Grossmann-MuggliBruno, Guarisco Anna, Guler E., Gysin Helena, Haberstich-GallusserHans, Hägeli R. u. T., Hagger-Meili Walter,Haller Hansruedi, Hänseler Karl, Hauser Hans, HedingerHedi, Hepp Klaus u. Marie-Claude, Herrmann Marianne,Hilpertshauser I. u. W., Hiltebrand Anna, Hirt Margrit,Hirzel Hermann u. Ilse, Hohl Arthur, Hollenstein-Kramer Georg, Höltschi Marcel u. Sybille,Huber Doris, Huber-Bindschädler Paul u.Verena, Hug Liliane, Hugentobler Rolf,Hüppi Bruno, Hurni Frieda, HuwilerElsbeth, Illi Liselotte, Imhof Margrith,Isenschmid Zaugg Doris,Isler Elisabeth, Jecklin Peter,Juen Ingeborg, Juen ThomasA., Kaiser-PfisterIrma, Keller Elisabeth,Keller Martha,KläusliM a r g r i t ,KnechtHugou .


Brigitte, Knoller Josef, Krobath-Wolf Susanne, Krummenacher Doris, KruseWilli, Kubler Hansruedi, Künzli Daniel u. Ruth, KupferPeter, Kuratli-Stauber Bernhard, Lanz Christian, Lanz Lilly, LäubliHannes, Lechner-Baltensperger Eduard, Lehmann Irene, Lehmann Willi,Lieb Heinz, Mäder-Weikart Heinz, Maehli-Hunziker Peter, Mahler-PfefferkornHans, Mark Ulrich u. Regina, Marthaler Ruth, Marti Melanie, Mateo Melchor Angel,Maurer-Stäheli F. u. U., Meienberg Hedwig, Meier A., Meier Diana, Meier Felix, MeierUrs, Meier-Baumgartner Joseph u. Klara, Meier-Fritschi Peter, Meier-Fröhlich Margrit, Meier-Graf Alfred, Meierhofer Kurt u. Renate, Meili Dorothee, Meili Max, Meili-Lehner Dora,Meister-Lang Fritz u. Evi, Meister-Spörri Willy u. Lydia, Mettler Edith, Meyer-Hansen Karen,Minder Christoph, Mininni Cataldo, Morawitz Giovanna, Morgeli Beat, Moser Annemarie,Müller Felix, Müller Heinz, Nafzger Elisabeth, Neukom Heinrich, Nicefaro Cosimo, NienborgAntje Kristine, Nussbaumer Ursula, Perniola-Amhof Lorenzo u. Susanne, Pfändler Maja, PlüssUlrich, Poser Manfred, Pozzo-Szepessy Theres, Quadranti Arnoldo, Rauch Jon, Rhomberg-Haussener Theo, Rigoli Daniela, Rindlisbacher-Altherr Hans, Ringger-Tosin Werner, RohacekIvan, Rohner Ernst, Rohner Hansruedi, Rohner-Meier Hubert u. Ruth, Ronner-Klingler Marcu. Suzanne, Rothweiler-Blättler Iris, Ruppert Edgar, Salem Misiui, Schaad-Blattmann Aurelia,Schälchli Annelies, Schär Peter, Schelbli Elsbeth, Schildknecht Joseph u. Ruth, Schillmeier Larissa,Schlagenhauf Andreas, Schlatter Martin Jakob, Schmeh-Nusskern Karl, Schmid Ernst,Schmid Paul, Schmidt Werner, Schmid-Vögeli V., Scholl-Bartholet Martin u. Anita, SchöpfHansjörg, Schraner Marianne, Schwab Beat, Schweizer Hans, Schweizer-Meier Rudolf u.Martha, Schweizer-Sigrist Max, Schwob Heidi, Seger Brigitte, Seiler Ulrich, Senn Eugen,Sidler Verena, Sigrist Beat, Sigrist Emma, Sigrist Jürg, Sigrist-Liechtlin Jürg u. Sonja,Simonius-Böhringer Markus u. Susanna, Specogna-Meier Ruth, Spitz Herbert, StaubHansjörg, Stauble-Engler Flora, Stauffer Elsbeth, Steiger-Sterzing R. u. J., SteinemannW. u. B., Steiner Daniel u. Nicole, Steuri von Känel Peter, Stirnimann-SennXaver, Stotz-Fuhrer Peter, Strassmann Jeanne, Stucki Niklaus, Stumpf Evelyne,Suwald Helmut, Tanner Katharina, Tobler Hans-Jakob, Tobler Lena, TrescherPriska, Trinca Marlise, Trouvain Dagma, Truniger Hans, Tsao-Weber Sonja,Tunaboylu Yaman, Uzdiyen Monika, Valadas Alexandrina, VögelinHans-Peter, Vogt-Moser Verena, Volkart Ursula, Von Euw Norbert,Von Euw-Roll Ernst, Wachter Thomas, Wäger Otmar, WalderHermann, Wanklin Eveline, Watts Elisabeth, Weber Lisbeth,Wegmann Ruth, Weidmann-Wuketich Eugen u. Helene,Weiss Rudolf, Weiss Frey Teddy u. Christine, Wellauer-DienerPeter u. Claire, Wepfer-Tschirky Rita,Werner Anna, Wetten-Künzle Johann, WetzelElsbeth, Wetzel Ruth, Wieland Beatrice,Wieser-Hasler Werner, Wild Bruno,Willi-Wyss Eduard u. Priska, WinklerJorma Peter, Wirthlin Pius, WisskirchenMark A., Wyss-AlbrechtHansjakob, ZeuginRolf, Zimmermann-EggerMagdalena, ZollingerKatharina,Zopfi Mathias,Züllig-HellerChristine,ZyssetErich!19


PersonellesVorstand gewählt für die Jahre <strong>2012</strong> und 2013Dr. Otmar WägerDr. med. Spezialarzt FMH für Psy -chiatrie und Psychotherapie, BülachPräsidentDr. Sabina KenkDr. med. Spezialärztin für Psychiatrieund Psychotherapie, ZürichVizepräsidentin,Ressort ÖffentlichkeitMichael BroglinWerbefachmann, Account DirectorExxtra Kommunikation, ZürichRessort MarketingIris Erdös-BisagnoZürichVorstandsmitgliedArthur Maagbis Mai <strong>2012</strong>Wirtschaftsprüfer undSteuerexperte, EmbrachQuästorMark Wisskirchenab Juni <strong>2012</strong>Bankkaufmann / Stadtrat KlotenQuästorMitarbeitende<strong>wisli</strong> geschäftsstelleChristof BidoggiaGeschäftsführerHans StöckliLeiter GeschäftsstelleStv. GeschäftsführerSandra MassügerPersonal / AdministrationRenate TraxlerRechnungswesenDenise SandonaMonique DistelAdministration Wohnen / Arbeiten<strong>wisli</strong> werkstattSimon von KänelLeiter WerkstattSilvan EggerLeiter Agogik / Stv. Leiter WerkstattGruppenleiter/in:Hanspeter RauchKilian MeiliBastian Mühlebach (in Ausbildung)Thomas SchmiedPascal SträssleMirko ChavanChauffeur / MagazinerDaniel DätwylerHauswart<strong>wisli</strong> tagesstätteGruppenleiter/in:Marina PrinzCarla EichenbergerCécilia BidoggiaPatrik Muchenberger<strong>wisli</strong> gate cateringClaudia Angst, BetriebsleiterinMichel Eglin (in Ausbildung)Leiter Agogik / Stv. Leiter gate cateringGruppenleiter/in:Peter UehliHedwig BorowskiAlexandrina ValadasSamuel LerchRouven NiedermannMitarbeiter Produktion:Sandra StrebelPiyada RuangsawatYohannes TewoldeTobias VögeleAushilfen:Nicholas StuckiMichèle InderbitzinJalini SelvarajahKiran Kappeler<strong>wisli</strong> betreutes wohnen /begleitetes wohnenUlrike TrinksLeiterin WohnbereichTeamleiterinnen:Anita MoosbergerOlivia HessBetreuer/in:Katrin SchaltenbrandMaja RibiMaria StöckliMelanie WinklerThomas FritzSarah Horsch (in Ausbildung)Maria Humborg (in Ausbildung)Marianne Baumann (in Ausbildung)Ruth MarthalerCorinne WolfFelix DutliHans-Rudolf WeidmannChristine KonikReto Müllerw e -care, <strong>wisli</strong> arbeitsintegrationAnne-Marie ShortissLeiterin w e -careRuedi ZauggStv. Leiter/CasemanagerCasemanager/innen:Priska GränicherBrigitta IslikerAdrian KesslerNadja WäflerStefanie FrischRose HergerStefan WollwinderNicole SpäniAdministrationPraktika 6 MonateLea TrunzLea AeschbacherNicola MassügerSina NägelinZivildienstleistendeRudolf EilersDamian OberholzerPirmin KreierSamuel MaagAushilfen / SpringerWilly FreiVerena SchüpachHeinz KellerhalsEhrenamtliche Mitarbeit:TextwerkstattRose Herger und Claus HergerWisliblog/FacebookLena ToblerVielen herzlichen Dank!20


BilanzBilanzAKTIVEN 31.12.<strong>2012</strong> 31.12.2011CHF % CHF %Flüssige Mittel 2'230'784 1'824'467Forderungen 1'188'309 860'691Vorräte 47'256 35'518Allgemeine Abgrenzungen 215'183 182'625Offene Beiträge Bund - 20'000Offene Beiträge Kanton 155'079 161'783Aktive Rechnungsabgrenzung 370'262 364'408Umlaufvermögen 3'836'611 41.0 3'085'084 36.3Fahrzeuge 176'569 79'770Betriebseinrichtungen 355'143 458'780Mobile Sachanlagen 531'711 538'550Gewerbehausliegenschaft 2'554'210 2'604'660Anlage im Bau 22'601 8'039Neubau Wohnheim 2'244'927 2'273'954Immobilien 4'821'739 4'886'653Immaterielle Anlagen (EDV SW) 157'343Anlagevermögen 5'510'793 59.0 5'425'203 63.7TOTAL AKTIVEN 9'347'404 100.0 8'510'287 100.0PASSIVENSonstige Verbindlichkeiten 259'688 287'884Allgemeine Abgrenzungen 443'533 172'423Geschuldete Beiträge Kanton 11'612 280'724Passive Rechnungsabgrenzung 455'145 453'147Kurzfristiges Fremdkapital 714'833 7.6 741'031 8.7Hypothek ZKB 3'610'000 3'610'000Darlehen Kanton Zürich 1'465'000 1'465'000Staatsbeitrag Kanton Zürich (bedingt rückzahlbar) 941'000 941'000Rückstellung Sanierungsbeitrag BVK 400'000 400'000Langfristiges Fremdkapital 6'416'000 68.6 6'416'000 75.4FondskapitalSchwankungsfonds/Beitragstechn. Reserven KT ZH 172'189 102'605Fondskapital zweckgebunden 172'189 1.8 102'605 1.2Organisationskapital 2'044'382 22.0 1'250'651 14.7TOTAL PASSIVEN 9'347'404 100.0 8'510'287 100.02121


Betriebsrechnung nach FER 21BetriebsrechnungERTRAG <strong>2012</strong> 2011CHF % CHF %Spenden und Mitgliederbeiträge 76'863 0.9 40'727 0.6Beitrag Kantone und Gemeinden 2'431'524 28.7 2'249'097 30.4Beitrag BSV 250'000 3.0 263'445 3.6Erträge aus Beiträgen und Spenden 2'758'387 32.6 2'553'269 34.5Erträge aus Kostgeldern 2'410'058 28.5 2'164'217 29.2Erträge aus Produktion 2'051'278 24.2 1'943'898 26.3Erträge aus Dienstleistungen 1'224'099 14.5 729'377 9.9Übrige Erträge 17'675 0.2 11'647 0.2Erträge aus Projekten und Dienstleistungen 5'703'110 67.4 4'849'139 65.5TOTAL ERTRAG 8'461'497 100.0 7'402'409 100.0DIREKTER BEREICHSAUFWANDArbeitWerkzeug- und Materialaufwand -148'044 -232'019Lebensmittel und Haushalt -14'453 -14'354Personalaufwand -2'747'689 -2'579'873Eigenmiete -87'000 -123'250Mietaufwand Dritte -59'488 -12'600Unterhalt und Reparaturen -52'486 -52'702Verwaltung -39'691 -43'333Abschreibungen -63'640 -105'813Übriger Sachaufwand -57'994 -46'150-3'270'485 -38.7 -3'210'093 -43.4Betreutes WohnenLebensmittel und Haushalt -278'797 -248'239Personalaufwand -1'549'409 -1'359'824Eigenmiete -152'570 -152'570Mietaufwand Dritte -215'885 -206'712Unterhalt und Reparaturen -41'949 -33'482Verwaltung -24'443 -30'013Abschreibungen -60'830 -55'636Übriger Sachaufwand -43'237 -35'535-2'367'120 -28.0 -2'122'011 -28.7Begleitetes WohnenLebensmittel und Haushalt -1'595 -3'697Personalaufwand -343'928 -410'591Eigenmiete 0 0Mietaufwand Dritte -145'124 -142'085Unterhalt und Reparaturen -10'039 -9'670Verwaltung -13'853 -14'338Abschreibungen -1'925 -2'641Übriger Sachaufwand -13'237 -10'790- 529'701 -6.3 - 593'812 -8.0DienstleistungenLebensmittel und Haushalt -3'965 -139Personalaufwand -725'470 -467'052Eigenmiete -58'000 -21'750Mietaufwand Dritte-1'540Unterhalt und Reparaturen -31'232 -21'747Verwaltung -58'070 -33'720Abschreibungen -26'526 -9'206Übriger Sachaufwand -15'921 -9'264-920'726 -10.9 -562'878 -7.622TOTAL DIREKTER BEREICHSAUFWAND -7'088'032 -83.8 -6'488'795 -87.7


Betriebsrechnung nach FER 21DIREKTER BEREICHSAUFWAND<strong>2012</strong> 2011CHF % CHF %Administrativer AufwandLebensmittel und Haushalt -3'402 -2'804Personalaufwand -666'932 -470'169Eigenmiete 0 0Mietaufwand Dritte -24'318 -32'907Unterhalt und Reparaturen -2'814 -3'239Verwaltung -164'045 -166'670Abschreibungen -66'383 -18'747Übriger Sachaufwand -4'433 -22'499Total administrativer Aufwand -932'327 -11.0 -717'036 -9.7Sanierungsbeitrag BVK 336'014 4.0 -400'000TOTAL ADMINISTRATIVER AUFWAND -596'313 -7.0 -1'117'036 -15.1ZWISCHENERGEBNIS 1 777'151 9.2 -203'422 -2.7Finanzertrag 1'398 1'735Finanzaufwand -1'125 -744TOTAL FINANZERFOLG 273 0.0 991 0.0Eigenmiete 297'570 297'570Fremdmiete 95'521 94'682Liegenschaftenertrag 393'091 4.6 392'252 5.3Personalaufwand -8'860 -6'627Raumaufwand Liegenschaften -34'208 -14'728Finanzaufwand Liegenschaften -121'700 -121'368Unterhalt Liegenschaften -62'954 -50'030Abschreibung Liegenschaften -79'477 -90'567Liegenschaftenaufwand -307'200 -3.6 -283'319 -3.8TOTAL LIEGENSCHAFTSERFOLG 85'891 1.0 108'933 1.5ZWISCHENERGEBNIS 2 863'315 10.2 -93'499 -1.3Zuweisung zweckgebundene Fonds -69'584 -0.8 -9'329 -0.1ERGEBNIS ZWECKGEBUNDENER FONDS -69'584 -0.8 -9'329 -0.1JAHRESERGEBNIS VOR ZUWEISUNG 793'731 9.4 -102'828 -1.4Entnahme erarbeitetes freies Kapital 69'584 0.8 0Entnahme zweckgebundene Fonds 0 0.0 9'329 0.1Zuweisung/Entnahme erarbeitetes freies Kapital -863'315 -10.2 93'499 1.3JAHRESERGEBNIS 0 0.0 0 0.0Die abgebildete Jahresrechnung ist eine verkürzte Form der von der BDO AG testierten Jahresrechnung.Die vollständige und revidierte Jahresrechnung kann bei der <strong>wisli</strong> geschäftsstelle bestellt werden.23


Kennzahlen <strong>2012</strong>KennzahlenAUFWAND <strong>2012</strong> 2011 VeränderungFr. % Fr. %Personalaufwand 6'033'428 75 5'287'509 14Büro- und Verwaltungsaufwand 300'103 4 288'073 4Mietaufwand, Unterhalt und Abschreibungen 1'101'749 14 1'004'758 10Übriger Sachaufwand 134'823 2 124'239 9Werkzeug- und Materialaufwand 148'044 2 232'019 - 36Lebensmittel und Haushalt 302'213 4 269'233 12ERTRAG <strong>2012</strong> 2011 VeränderungFr. % Fr. %Erträge aus Produktion/DL 3'293'052 39 2'684'922 23Erträge aus Kostgeldern 2'410'058 28 2'164'217 11Beitrag Kantone und Gemeinden 2'431'524 29 2'249'097 8Beitrag Bund (BSV) 250'000 3 263'445 -5Spenden und Mitgliederbeiträge 76'863 1 40'727 89Jahresergebnis 863'315 306'501 182Bildung Rückstellung für Sanierung BVK - -400'000Ausgewiesenes Jahresergebnis 863'315 -93'499Aufwand4% Lebensmittel und Haushalt2% Werkzeug- und Materialaufwand2% Übriger Sachaufwand14% Mietaufwand, Unterhaltund Abschreibung74% Personalaufwand4% Büro- und VerwaltungsaufwandErtrag1% Spenden und Mitgliederbeiträge3% Beitrag Bund (BSV)39% Erträge aus Produktion / DL29% Beiträge Kantoneund Gemeinden2428% Erträge aus Kostgeldern


Kennzahlen <strong>2012</strong>Klienten nach Angebotw e -care integration72 Personen<strong>wisli</strong> werkstatt73 Personen<strong>wisli</strong> begleitetes wohnen38 Personen<strong>wisli</strong> betreutes wohnen40 Personen<strong>wisli</strong> gate catering87 Personen<strong>wisli</strong> tagesstätte33 PersonenKlienten nach AlterDer grösste Anteil unserer Klientinnenund Klienten ist zwischen 36 und 51 Jahre alt.11%18 – 25 Jahre24%51 – 65 Jahre25%26 – 35 Jahre40%36 – 50 JahreFachmitarbeitende nach Ausbildung20% sonstige Ausbildungen20% Psychologen, Psychiatriepfleger17% kaufmännische /technische Ausbildungen17% Arbeitspädagogen, Sozialarbeiter,Sozialpädagogen, Sozialbegleiter14% andere soziale Berufe12% in Ausbildung25


Kennzahlen <strong>2012</strong>w e -care Eingliederungsmassnahmen <strong>2012</strong>Anzahl Weiterführende Anstellung freier Nachhaltige AnstellungenMandate Massnahmen Arbeitsmarkt (länger als 6 Monate)➔Potenzialabklärung 15 9Belastbarkeitstraining 29 21Aufbautraining 46 29 11 10Arbeitstraining 12 9 9 6Jobcoaching 8 8 8 6Ausbildungen 2 ➔1 ➔1 ➔1Arbeitsvermittlung 27 17 17 10➔Total Mandate 139 94 46 33➔➔Total Teilnehmer/innen (TN) 95Durchgeführte Massnahmen 139Durchschnitt Massnahmetage / TN 69.7Anstellung freier Arbeitsmarkt 46Nachhaltige Anstellung(länger als 6 Monate) 33Nachhaltige Anstellung(länger als 6 Monate) 72%Klienten nach Geschlecht und AngebotDer Anteil Frauen und Männer ist bei <strong>wisli</strong> ausgeglichen. Der höhere Anteil an Frauen in der <strong>wisli</strong> tagesstätte undbei wᵉ-care interpretieren wir so, dass Frauen eher bereit sind, diese Angebote wahrzunehmen.<strong>wisli</strong> werkstatt / <strong>wisli</strong> gate cateringmännlich59%weiblich41%<strong>wisli</strong> begleitetes wohnen / <strong>wisli</strong> betreutes wohnenmännlich59%weiblich41%<strong>wisli</strong> tagesstättemännlich40%weiblich60%w e -care <strong>wisli</strong> arbeitsintegrationmännlich38%weiblich62%26


Prüfungsbericht Revisoren27


Organigramm <strong>2012</strong>Verein/stiftung <strong>wisli</strong>VorstandPräsident Otmar WägerGeschäftsführerChristof BidoggiaLeitung GeschäftsstelleStv. GF, Hans StöckliTextwerkstattRose und Claus HergerQM-LeiterKOPASPersonalwesenRechnungswesenAdministrationLeiter WerkstattSimon von Känel<strong>wisli</strong> gate cateringClaudia AngstLeiterin w e -careAnne-Marie ShortissLeiterin WohnbereichUlrike Trinks<strong>wisli</strong> tagesstätteSimon von Känel<strong>wisli</strong> werkstattStv. Silvan EggerFMA<strong>wisli</strong> gate cateringFMAw e -care<strong>wisli</strong> betr. wohnenWH Wislistr. 9Anita Moosberger<strong>wisli</strong> begleiteteswohnen/betreuteswohnen Frohburg-/Wettiweg BülachUlrike Trinks<strong>wisli</strong> betreuteswohnenWOGE OpfikonOlivia HessFMA<strong>wisli</strong> tagesstätteFMA<strong>wisli</strong> werkstattFMA<strong>wisli</strong> betr. wohnenFMA<strong>wisli</strong> betr./begl.wohnenFMA<strong>wisli</strong> betr./begl.wohnenwerken, wohnen, <strong>wisli</strong><strong>wisli</strong> ist ein Angebot für psychisch beeinträchtigte Menschen. Träger ist die stiftung <strong>wisli</strong>.Arbeiten <strong>wisli</strong> beschäftigt rund 200 Menschen: in der <strong>wisli</strong> tagesstätte, der geschützten <strong>wisli</strong> werkstatt oder mitten imersten Arbeitsmarkt bei <strong>wisli</strong> gate catering.Wohnen Bei <strong>wisli</strong> finden rund 80 Menschen ein Zuhause, begleitet in Privat- und Vereinswohnungen oder betreut inden 4 Wohnheimen.w e -care <strong>wisli</strong> arbeitsintegration. Bei w e -care, <strong>wisli</strong> arbeitsintegration, erhalten Menschen ein breites Angebot anBeratung, Coaching und unterstützenden Massnahmen im Prozess der Arbeitsintegration.Unser Spendenkonto – vielen Dank!stiftung <strong>wisli</strong>Konto ZKB 80-151-4IBAN CH36 0070 0110 0041 0267 5stiftung <strong>wisli</strong> – für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung.GeschäftsstelleWislistrasse 128180 BülachTel. 043 411 45 45info@<strong>wisli</strong>.chwww.<strong>wisli</strong>.ch

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!