09/2013 - Brillante Farben der Natur

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09/2013 - Brillante Farben der Natur

Grüne Turmaline in feinen Schliffen aus dem Haus Ekkehard F. Schneider.Ceylon-SafireMondsteineAquamarineTurmalineCitrineOpaleSämtlicheFarbedelsteineEdelsteinkettenWappengravurenDie Farbnuancen Gelb und Orange stehenfür Freude und Vitalität, hier Ketten ausdem Haus A. Ruppenthal.11223344551 Ein ganz besonderes Highlight aus dem HauseConstantin Wild ist derzeit ein Sphene aus Sri Lanka,dessen Facetten durch die Doppelbrechung des Lichtsdoppelt erscheinen. Der in dieser Qualität sehr seltenvorkommende Edelstein wiegt 31 Karat und ist einechtes Sammlerstück.2 Tsavorith von sieben Karat von Constantin Wild.3 Ein Pärchen grüne Turmaline aus dem HauseConstantin Wild.4 Hochwertiger Aquamarin aus der EdelsteinschleifereiWild & Petsch.5 Grüner Turmalin aus dem Angebot von Wild & Petsch.E-Mail: gems@eeklein.degegr. 1911


Edelsteineliebtheit der Farbe Grün lässt sich nicht nur aufaktuelle Modeströmungen zurückführen, sondernliegt sicher auch an ihrer starken symbolischenBedeutung: Grün steht für die Hoffnung,für Zuversicht und Wachstum. Es wirktberuhigend und strahlt zugleich Lebendigkeitaus. Grün als Sinnbild der Natur ist äußerst positivbesetzt. Es steht für den Neuanfang, fürdas Leben, für Toleranz und Hilfsbereitschaft.Im Mittelalter galt Grün als Symbol der beginnendenLiebe. Constantin Wild erklärt sich dieBegeisterung für grüne Steine wie folgt: »Dassgrüne Edelsteine von jeher die beliebtestensind, liegt wohl an den vielen verschiedenenFarbnuancen: Von Blaugrün über Grasgrün,Gelb- und Goldgrün bis zu Olivtönen bieten siejeder Frau den für ihren Typ idealen Farbton.Beispiele für die Vielfalt grüner Edelsteine sindBeryll, Grossular, Demantoid, Turmalin, Tsavorithund Peridot. Für das Revival, das grüneEdelsteine zur Zeit erleben, gibt es eine ErkläzwischenAngebot und Nachfrage. HochwertigeSteine in intensiven Farben sind besondersgefragt, insbesondere das Santa-Maria-Blauerzielt Höchstwerte. Unproblematisch sindhelle Steine, wobei sich auch schlechte Schliffausführungenauf den Preis auswirken. FürTansanite konstatiert der Marktbericht einleicht erhöhtes Preisniveau bei feinen Qualitätenzwischen acht und zwanzig Karat. Diesesist auf die noch immer hohe Nachfrage in diesemBereich und die schwierige Rohstoffsituationzurückzuführen.Neben Blau ist auch die Farbe Grün im Trendund seit längerer Zeit sehr stabil, lässt AlexanderWild von Wild & Petsch wissen. Die Nachfragenach Paraiba-Turmalinen, grünen Turmalinenund Peridots zeigt dabei ein breitesNuancenspektrum. Unabhängig davon seienderzeit die meisten transparenten Farbedelsteinein den Qualitäten der gehobenen Mittebis zur Spitze schwierig zu beschaffen, was sichauch auf den Preis niederschlage. Zugleich gibtes eine größere Nachfrage durch die wachsendeKaufkraft im asiatischen Raum und gewisseTendenzen der Inflationssicherung, so AlexanderWild, die mit dem Kauf von Edelsteinen einhergeht.Unter den aktuellen wirtschaftlichenUmständen ist er mit diesem Jahr bis Ende Juliallerdings sehr zufrieden. Eine Prognose für2014 sei schwierig zu stellen, aber er gehe mitOptimismus und Zuversicht ins neue Jahr.Constantin Wild erwartet eine Fortsetzungder Trends der vergangenen Jahre und prognostiziertweiter steigende Preise, vor allembei den Edelsteinen, die jetzt schon extremknapp sind. Lieferengpässe gäbe es bei allenhochwertigen und begehrten Farbsteinen. Insbesonderegrüne Steine, die derzeit im Trendliegen, seien bis auf den Smaragd schwierig zubekommen. Dies betrifft grüne und blau-grüneTurmaline, grünen Beryl, Peridots mit mehrals fünf Karat und alle Demantoide. Die Be-33112244551 Tiefblauer Tansanit im Baguetteschliff von Wild & Petsch.2 Die Nachfrage nach Paraiba-Turmalinen ist nach wie vorhoch, hier ein Stein von Wild & Petsch.3 Die Edelsteinschleifereien schauen überall auf der Weltin den Minen nach dem Rechten: Constantin Wild kommtin einer Turmalin-Mine in Minas Gerais wieder hochans Tageslicht.4 Alexandra Cullmann von Cullmann Türkise berichtet,dass große Türkise in ganz außergewöhnlichen und sehrguten Qualitäten derzeit gefragt sind.5 Orange liegt voll im Trend, Mandaringranate vonEkkehard F. Schneider.6 Boulderopale in allen Farben sehr nachgefragt, wobei hierLieferengpässe verzeichnet werden, erklärt Tanja Schützvom Opal-Spezialisten Emil Weis.7 Bei weißen Steinen sind in Deutschland vor allemGrößen zwischen einem Millimeter und 1,5 Karat begehrt,stellt Holger Scholten von Trigon Diamonds fest.8 Geschliffene Diamanten aus dem Angebot vonTrigon Diamonds.34 U.J.S. 09-2013


Edelsteinerung: Die Städte wachsen, technische Geräte bestimmen das Leben unddie Zukunft wird immer häufiger als bedrohlich empfunden – als Ausgleichsuchen die Menschen Wege zurück zu Natur und Ursprünglichkeit.Neuerdings legen immer mehr Schmuckkäufer Wert auf natürlicheund unbehandelte Steine. Auch das ist Ausdruck der Sehnsucht nachNatur. Deshalb werden die traditionell unbehandelten Steine, wie Granat,Turmalin und Peridot immer wichtiger.« Dabei gilt wie bei anderenEdelsteinen auch: je größer, desto besser. Schmuckliebhaber und Anlegerpräferieren große Steine, da sie seltener, teurer und somit wertvollersind. Ein ganz besonderes Highlight aus dem Hause Constantin Wild istderzeit ein Sphene aus Sri Lanka, dessen Facetten durch die Doppelbrechungdes Lichts doppelt erscheinen. Der in dieser Qualität sehr seltenvorkommende Edelstein wiegt 31 Karat und ist ein echtes Sammlerstück.Ein Sonderfall zwischen Blau und Grün stellt Türkis dar – eine Farbe,die sich vom Namen des intensiv leuchtenden Edelsteins ableitet. AlexandraCullmann von Cullmann Türkise berichtet, dass große Stücke inganz außergewöhnlichen und sehr guten Qualitäten gefragt sind. Problematischwirkt sich jedoch die Schließung der Sleeping Beauty Minein Arizona aus. Diese lieferte Top-Qualitäten, die nun vom Markt sindund über die keine anderen bekannten Minen verfügen. Türkise aus Me-TanzaniteBerylPeridotTourmaline66Spessartite7788IntergemStand 2.202NEBERT · Lapidary · Mühlwiesenstr. 2455743 Kirschweiler · GermanyPhone: +49 (0) 6781 3262 · Fax 35905www.nebert.de · info@nebert.de


Edelsteinegibt keinen Nachschub mehr an ›neuen‹ Steinen.«DiamantenBei Diamanten gibt es solcherlei Probleme nicht.Am Markt sind genügend Steine vorhanden, sodasskeine Nachschubschwierigkeiten zu befürchtensind. Dieter Hahn von Ph. Hahn Söhneerklärt, dass vor allem bei den mittleren Qualitätenein ausreichendes Angebot existiert. Etwasknapper sieht es bei größeren und besserenSteinen aus, die hin und wieder auch zur Wertsicherungerworben werden. Die Preise zeigensich stabil. Eine Besonderheit der ältesten DiamantenschleifereiDeutschlands sind im Gabrielle-Schliffgearbeitete Steine. Diese zeichnensich durch 105 Facetten aus. Der von Gabi S. Tolkowskyentwickelte Fantasieschliff hat zudemden Effekt, dass die »Fliege« im Mittelpunkt desSteins, auch »bow-tie« genannt, nicht zu sehenist. Marktprognosen für 2014 lassen sich nurschwer treffen, sagt der Diamantexperte undverweist auf die schwer einzuschätzende wirtschaftlicheLage. Nichtsdestotrotz zeigt er sichoptimistisch und hofft, dass die Entwicklung aufdem diesjährigen Niveau bleibt. Während DieterHahn das Diamantengeschäft als etwas abgeschwächtbewertet, verzeichnet HolgerScholten von Trigon Diamonds eine positiveNachfrage nach oben, die er mit der Erholungder Weltwirtschaft in Verbindung bringt. Hinsichtlichder zukünftigen Preisentwicklung teilter die Einschätzung von Dieter Hahn.Generell sind vor allem die klassischen weißenDiamanten gefragt, wobei das Interesse an fancydiamonds stetig zunimmt. Insbesonderegelbe und braune Natursteine funktionierengut, berichtet Holger Scholten. Vor allem leichtgetönte gelbe Ware werde nachgefragt, was vermutlichauch mit dem Pastelltrend zusammenhängt.Susanne Noell von Kulsen & Hennigbestätigt, dass die seltenen naturfarbenen Diamantenin den vergangenen dreißig Jahren anBeliebtheit gewonnen haben. Sie führt aus: »DieIdee bekannter Auktionshäuser, größere farbigeEinzelsteine wie berühmte Kunstwerke öffentlichzu versteigern, hat die Fancy Coloured Diamondsimmer bekannter gemacht. Diamantender seltenen Farben Gelb, Pink, Grün und Blauerzielen dort Höchstpreise.« Kunden greifen derzeitvor allem auf champagnerfarbene, gelbe,pinkfarbene und orangefarbene Diamanten zurückund folgen damit den aktuellen Farbtrends.Eine Besonderheit bei Kulsen & Hennig ist der»Hearts & Arrows«-Schliff bei champagnerfarbenenDiamanten, welcher den Steinen optimaleProportionen und eine exakte Symmetrie verleihtund sich besonders für die Bildung vonPaaren eignet. Für die Kundenkommunikationund eine leichtere Auswahl der Wunschfarbehat das Unternehmen Farbkarten entwickelt,welche die unterschiedlichen Nuancen und Abstufungendarstellen. Aufgrund der Seltenheitnaturfarbener Diamanten ist das Angebot, vorallem bei großen Steinen, stark begrenzt. Einkaräterund größer werden jedoch nur vereinzeltangefragt, begehrter sind kleinere Steine, die ingrößeren Mengen abgenommen werden, erklärtSusanne Noell. Bei weißen Steinen sind inDeutschland vor allem Größen zwischen einemMillimeter und 1,5 Karat begehrt, stellt HolgerScholten von Trigon Diamonds fest. Da es sichbei diesen Edelsteinen um einen höchst emotionalenWert handelt, ist es wichtig, dass dieSchöpfungskette stimmt. Aus diesem Grundwurde das fünfte C, das für Confidence steht, beider Beurteilung der Qualität eingeführt. Es ergänztheute die vier Kriterien Cut, Colour, Caratund Clarity und zeigt an, dass die jeweiligenEdelsteine nachweislich aus konfliktfreien Gebietenstammen.Jeannine ReiherALEXANDRIT – die geheimnisvolle SchönheitTageslichtKunstlichtDer seltene Alexandrit wechselt die Farbe von Grün nachRot-Violett je nach Beleuchtung mit kurzwelligem oder langwelligemLicht. Ein Phänomen, das dem Wunsch des Menschennach Veränderung entgegenkommt.Ihre Quelle für feine Alexandrite, Saphire, Rubine, Smaragde.Rolf GOErlitz e. K.Mainzer Straße 34 • 55743 Idar-ObersteinTel.: 0 67 81 - 48 75Fax: 0 67 81 - 4 78 10E-Mail: rolf@goerlitzgem.comInternet: www.goerlitzgem.comSie finden uns auf derINTERGEM H1 – 325

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