Jahresbericht 2012 - Jugend Eine Welt

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Jahresbericht 2012 - Jugend Eine Welt

Gemeinsam mit seinen ProjektpartnerInnen,den Salesianern Don Boscos und den DonBosco Schwestern, fördert Jugend Eine WeltBerufs-, Ausbildungs- und Hilfsprojektein mehr als 130 Ländern weltweit.Volontariat----------------------------------------------------Kinder- und Jugendbetreuung in Ecuador:Johannes Pusch aus Oberösterreich undMatthias Ranz aus der Steiermark sind seitAugust 2012 im Projekt „Chicos de la Calle”.Ihre Erfahrungen auf den Seiten 24–25.----------------------------------------------------2


15 JahreJugend Eine WeltGroßes Bild v.l.n.r.:Reinhard Heiserer(Vorsitzender vonJugend Eine Welt)mit DiözesanbischofundReferatsbischof fürInternationaleEntwicklungDr. Ludwig Schwarz,SDB und Sr. RoseMonique Jolicœur,FMA aus Haiti beider 15-Jahresfeiervon Jugend EineWelt.15 Jahre Jugend Eine Welt – Wie allesbegann„Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir dieLampen in der Werkhalle der Don Bosco Schulein Ecuador installiert haben”, erzählt ReinhardHeiserer, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzendervon Jugend Eine Welt, der in den 1990ernals Entwicklungshelfer nach Ecuador ging.Damals packte er selbst zu, als es darum ging,ein neues Zentrum für die Ausbildung vonStraßenkindern zu errichten. Zurück in Österreichwollte er seine Arbeit für benachteiligteKinder und Jugendliche fortsetzen. Gemeinsammit einer Gruppe junger Leute rund umP. Petrus Obermüller gründete er am 28. Juni1997 den Verein Jugend Eine Welt. „Wir warengroßteils selber ehemalige Volontäre undEntwicklungshelfer und waren motiviert durchunsere eigenen Erfahrungen”, so ReinhardHeiserer. „Viele von uns haben ihren Einsatzselber in einem Don Bosco Projekt geleistet undwaren beeindruckt von der Arbeit, die dortgeleistet wird.” Gründungsidee war es, dieArbeit Don Boscos in Österreich bekannter zumachen und Unterstützung für Don BoscoProjekte weltweit zu finden. Ein Ziel, das derVerein Jugend Eine Welt bis heute verfolgt.Aus einem Verein engagierter junger Menschenentwickelte sich Jugend Eine Welt zu einer derwichtigsten Spendenorganisationen in Österreich.Heute unterstützt der Verein Don BoscoProjekte weltweit, ermöglicht Menschen ausÖsterreich Volontariatseinsätze, leistet Bildungsarbeitin Österreich und bietet faire Geldveranlagungenan.----------------------------------------------------Blick in die ZukunftNoch immer leben Millionen Kinder in Armutund haben keinen Zugang zu Bildung. Für dieseKinder setzt sich Jugend Eine Welt gemeinsammit seinen PartnerInnen weltweit ein. „ImZentrum all unserer Tätigkeiten stehen immerdie Kinder und Jugendlichen”, erklärt ReinhardHeiserer. „Denn junge Menschen sind dieZukunft einer Gesellschaft. Darum unterstützenwir weltweit Don Bosco Projekte, damit Straßenkinderein neues Zuhause finden, Kinderaus ärmsten Familien eine Schule besuchenund Jugendliche aus einem Slum einen Beruferlernen können. Denn nur mit einer gutenAusbildung haben sie eine Möglichkeit, ihrLeben selber zu gestalten.”----------------------------------------------------6


15 Jahre Jugend Eine WeltAm 21. und 22. September 2012 feierteJugend Eine Welt mit zahlreichen Ehrengästen,darunter Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka,Diözesanbischof und Referatsbischof fürInternationale Entwicklung Dr. Ludwig SchwarzSDB und Provinzial der Salesianer Don Boscosin Österreich P. Rudolf Osanger SDB, dasfünfzehnjährige Bestehen des entwicklungspolitischenHilfswerks.In den Tagen vor dem Fest hatten bereits neunProjektgäste aus Sierra Leone, Haiti, Südafrika,Ecuador, Nepal, Indien und Benin die österreichischenBundesländer besucht und über dieArbeit von Jugend Eine Welt, über Don BoscoProjekte weltweit und die Bedeutung derUnterstützung aus Österreich berichtet. Dabeikam es zu zahlreichen spannenden Begegnungenund Gesprächen bei denen sich die Gelegenheitbot, sich bei den vielen SpenderInnenpersönlich für ihre Unterstützung zu bedanken.----------------------------------------------------Ein buntes FestDer Festakt am 21. September bot die Gelegenheit,sich bei den zahlreichen SpenderInnen,den FördergeberInnen, den VolontärInnen undden vielen engagierten Menschen zu bedanken,die die Arbeit von Jugend Eine Welt erst möglichmachen. So berichtete Reinhard Heiserer überdie interessantesten Spendenübergaben, wieetwa den Erhalt von Golddukaten in Einmachgläsern,interessante Begegnungen und über dieEntwicklung des Vereins. Abgerundet wurde derFestakt für mehr als 200 Gäste mit Showeinlagendes Zirkus Giovanni oder einer Zaubervorführungvon Sinethemba Bawuti, der seineTricks in dem vom Jugend Eine Welt unterstütztenProjekt „College of Magic” in Kapstadt/Südafrika erlernt hat.Am 22. September fanden die Feierlichkeitenmit einem Gottesdienst und einer Fahrzeugsegnungin der Don Bosco Pfarre im 13. WienerGemeindebezirk einen Abschluss.----------------------------------------------------Bilder oben:Mehr als 200 Gästefeierten am21. September 2012den Geburtstag undgenossen dieShoweinlagen desZirkus Giovanni oderdie ZaubervorführungvonSinethemba Bawuti,der seine Tricks indem vom JugendEine Welt unterstütztenProjekt„College of Magic“ inKapstadt/Südafrikaerlernt hat.Bild unten:Das ganze JugendEine Welt Teambedankt sich beiallen SpenderInnenund WohltäterInnenfür ihre Unterstützung!Wir bedanken uns herzlich bei ...… allen SpenderInnen, FördergeberInnen, Wohltäter-Innen, allen Sponsoren, Freiwilligen und ehrenamtlichMitwirkenden, VolontärInnen, den MitarbeiterInnendes Don Bosco Hauses in Wien, den Salesianern DonBoscos, den Don Bosco Schwestern, Christiane Lieblund den Salesianischen Mitarbeiter-Innen, FrauRenate Nürnberger, REWE Austria, Firma BEGECA(Martin Winterhoff und Josef Graf), Action Medeor(Dirk Angermeer), der Firma Medentech (MichaelGately), Konditormeister Martin Gassner, Stift-BrauereiSchlägl, Markus Schieder, Franz Josef Rupprecht,Firma Hermann Pfanner Getränke GmbH, LandhofLinz, der Band „SeM VeRgoNha“, Raffael Pankraz,Weinhof Brandl (Radlbrunn), Weingut Franz Moser(Krems), u. v. m.7


RegionalstellenBerichte aus denBundesländernJugend Eine Welt ‒Regionalstelle OberösterreichHildegard PesendorferMiva-Gasse 34651 Stadl-Pauraoberoesterreich@jugendeinewelt.atJugend Eine Welt ‒Regionalstelle NiederösterreichIng. Monika MlinarEybnerstraße 53100 St. Pöltenniederoesterreich@jugendeinewelt.atGroßes Bild oben:Im Einsatz für dieStraßenkinderdieser Welt ‒LandeshauptmannDr. Josef Pühringer(rechts), Fr. NoelSDB aus Indienund Jugend EineWelt MitarbeiterinHildegardPesendorfer.In der Woche vor dem 15-Jahres-Fest am 21.und 22. September 2012 besuchte Father NoelMaddhichetty SDB aus Delhi/Indien Oberösterreich.Als Leiter der Projektabteilung für ganzSüd-Ost-Asien konnte er Einblicke in die Arbeitvon Jugend Eine Welt und den Salesianern DonBoscos in Indien geben. Neben zahlreichenBegegnungen mit FördererInnen und Spender-Innen besuchte Father Noel auch BischofDr. Ludwig Schwarz und LandeshauptmannDr. Josef Pühringer.Anlässlich der 15-Jahr-Feier von Jugend EineWelt besuchte der Jugend Eine Welt ProjektpartnerP. Marco Paredes SDB aus Quito/Ecuador Niederösterreich. Er berichtete eindrücklichüber die Situation von Straßenkindernin Ecuador. Die zahlreichen Begegnungen mitSpenderInnen, SchülerInnen und den FördergeberInnenvon Jugend Eine Welt boten dieGelegenheit, Danke zu sagen für die Unterstützungund um um weitere Hilfe für Straßenkinderzu bitten.8Auch ein Besuch beim Generaldirektor desEurothermenresorts Markus Achleitner standauf dem Programm. Das Eurothermenresortunterstützt die Arbeit von Jugend Eine Welt,damit auch Kinder in Indien wieder Freude undSpaß erleben dürfen.Ein Besuch bei Elisabeth Schöffl, der Leiterindes Vereines „Eine Welt für alle” aus Attnang,war besonders herzlich und es gab österreichischeSchmankerl wie Bauernkrapfen für FatherNoel. Auch dieser engagierten Gruppe giltunser herzlicher Dank für die jahrelange guteZusammenarbeit und Unterstützung.Eine Torte zum GeburtstagKonditor Martin Gassner aus St. Georgen imAttergau hat uns auch zu diesen Feierlichkeitenwieder mit einer Riesentorte unterstützt. Ihmsei nochmals herzlich gedankt.Vortrag zugunsten von Straßenkindernin IndienAm 10. November 2012 berichtete Dr. FranzTischer in Kirchberg/Pielach von seiner spannendenTrekking-Reise durch Nepal und denHimalaya. Neben atemberaubenden Aufnahmender höchsten Berge der Welt gab derVortrag auch Einblicke in die schwierigenLebensverhältnisse in dem von Armut gezeichnetenLand. Der Erlös der Veranstaltung von772 Euro kommt einem Don Bosco Straßenkinderprojektin Visakhapatnam in Indienzugute.Trommeln für Jugend Eine WeltBereits zum sechsten Mal ertönten am 20. April2012 in Brunn am Gebirge Rhythmen aus allerWelt für den guten Zweck. Am Programmstanden Musik, Rhythmus, Tanz und Gesang.Der Reinerlös der Veranstaltung von 900 Eurowurde für misshandelte Kinder im Don BoscoProjekt Uswetaketyawa/Sri Lanka gespendet.


Jugend Eine Welt ‒Regionalstelle KärntenMag. a Margit Pleschberger-GruberMoritschstrasse 2/3.OG, Büro 3029500 Villachkaernten@jugendeinewelt.atGroßes Engagement von KärntensJugend für Hilfsprojekte!Anlässlich des 15. Geburtstags von Jugend EineWelt im September 2012 diskutierte Br. LotharWagner SDB an zwei Filmabenden mit Interessiertenüber das Thema Kinderarbeit.Begeistert von der Arbeit von Br. LotharWagner organisierte der Kärntner JugendvereinGEMMA ein Benefizkonzert mit den Bands TheHitch Hikers, Kill the DJ und Berry Bit Fly, umdie Arbeit von Br. Lothar Wagner in SierraLeone zu unterstützen. Der Erlös von 1.000Euro kommt Straßenkindern in Sierra Leonezugute. Auch die SchülerInnen der HTL Villachentschlossen sich, eine Weihnachtsaktion fürStraßenkinder in Sierra Leone zu starten, undkonnten 2.500 Euro sammeln.Jugend Eine Welt ‒Regionalstelle SalzburgElisabeth Saller-Kraftsalzburg@jugendeinewelt.atRoad 72 – Von der Tauernalmnach EcuadorDie Raststation an der Tauernautobahn inFlachauwinkl ist eine der meistfrequentiertenAutobahnraststätten in Österreich. Insgesamt17 Jugendliche machten sich dies zunutze undschlüpften für drei Tage in die Rolle vonStraßenkindern. Sie putzten Autoscheiben undSchuhe und informierten über die Situation vonStraßenkindern in Ecuador.Begegnung mit Fr. Sudhakar aus IndienIm Zuge der 15-Jahr-Feier, besuchte PaterSudhakar aus Indien Salzburg. Dabei berichteteer in spannenden Gesprächen über dieschwierige Situation von Straßenkindern undüber Hoffnung für Frauen durch spezielleFrauenförderprojekte in Indien.Bilder oben,v.l.n.r.:Volles Engagementvon Jugendlichen beider Aktion „Road72”; Übergabe desSpendenschecks derHTL Villach anJugend Eine WeltMitarbeiterin MargitPleschberger-Gruber; Sr. RoseMonique JolicœurFMA aus Haiti mitden Mitgliedern desFrauenkreativkreisesder Pfarre Dornbirn-Rohrbach.Jugend Eine Welt ‒Regionalstelle TirolMag. Wolfgang QuinteroRennweg 126020 Innsbrucktirol@jugendeinewelt.atRezepte für den guten ZweckNach einem Vortrag der Tiroler Don BoscoSchwester Hanni Denifl entschlossen sich dieSchülerinnen der 5. Klasse der FerrarischuleInnsbruck zu einer außergewöhnlichen Aktion.Sie sammelten Rezepte aus der ganzen Welt,kochten diese nach und gestalteten einenbunten Kalender, der zu Gunsten von benachteiligtenKindern in Benin verkauft wurde.Wer bietet mehr?Am 7. Dezember 2012 fand eine besondereAktion im Hypo Saal in Innsbruck statt. Kunstwerkevon bekannten Tiroler Künstlerinnen undKünstlern und vielversprechenden Talentenwurden zu Gunsten von Jugend Eine Weltversteigert. Die Aktion brachte einen Spendenerlösvon rund 5.000 Euro.Jugend Eine Welt ‒Regionalstelle VorarlbergNina FritscheMag. a Christiane ZimmermannHerrengasse 236822 Satteinsvorarlberg@jugendeinewelt.atBesuch Sr. Rose-Monique JolicœurVom 16. bis zum 20. September 2012 hattenwir die große Freude, Sr. Rose MoniqueJolicœur aus Haiti bei uns in Vorarlberg zubegrüßen. Auf dem Programm standen Besuchebei der Initiative „Lech-Zürs hilft Haiti”, beiSchulklassen in Lech, dem BundesgymnasiumDornbirn, der Pfarre Dornbirn-Hatlerdorf unddem Frauenkreativkreis der Pfarre Dornbirn-Rohrbach. In Liechtenstein sprach Sr. RoseMonique Jolicœr im Gymnasium Liechtenstein,das anschließend für Jugend Eine Welt einegroßartige Benefizveranstaltung organisierte.Ein besonderer Höhepunkt war das Treffen mitLandesrätin Dr. Greti Schmidt und Herrn Hagenvon der Landesregierung Vorarlberg in Bregenz.Ein ganz besonderes Dankeschön giltPeter Rinderer SDB, der Jugend Eine Weltdurch seine hervorragenden Übersetzungenund seine Begleitung sehr unterstützt hat.9


Blitzlichter 2012Großes Bild oben:Zahlreiche Kinderund Jugendlicheaus ärmstenVerhältnissenprofitieren vomStraßenkinderprojekt„Don BoscoFambul” inFreetown/SierraLeone.Die DVD überBr. LotharsKampf gegenden Kinderhandelin SierraLeone könnenSie unter www.jugendeinewelt.at/shop gratisbestellen.vergissmeinnicht.at: Initiativefür das gute Testament!----------------------------------------------------Acht Prozent der Österreicher könnten sichvorstellen, in ihrem Testament eine gemeinnützigeOrganisation zu bedenken. Damitmöchten sie über ihr Leben hinaus Gutes tun.28 Non- Profit-Organisationen – darunterJugend Eine Welt – informierten mit derInitiative „vergissmeinnicht.at” über dieseSpendenform. „Immer mehr Menschen überlegen,einen Teil ihres Nachlasses gemeinnützigenOrganisationen zu hinterlassen”, erklärtReinhard Heiserer, Vorstandsvorsitzender vonJugend Eine Welt: „Die Testamentsgeberinnenund –geber wollen sicherstellen, dass auchnach ihrem Leben die Anliegen, die ihnen schonzu Lebzeiten wichtig waren, weiter gefördertwerden. Mit einem Legat unterstützen sie sodie Idee und das Werk Don Boscos über denTod hinaus.”----------------------------------------------------Seit 30 Jahren im Einsatz fürdie Menschen im Kongo----------------------------------------------------„Kein Telefon, keine Post, kein elektrischerStrom, kaum Wasser, hier ist man wirklich imInnersten vom Busch”, so beschreibt derösterreichische Salesianerpater Johann Kieslingsein Einsatzgebiet Kipushya am südlichstenZipfel der Demokratischen Republik Kongo.Seit 30 Jahren arbeitet Johann Kiesling imKongo. Am wichtigsten sind ihm die Menschenmit all ihren alltäglichen Freuden und Sorgen.Für sie ist er unermüdlich im Einsatz, bautzusammen mit der lokalen Bevölkerung in denDörfern Brunnen, Schulen und kleine Gesundheitsstationen.----------------------------------------------------Zinsenlose Darlehen — SozialesEngagement weiterhin möglich----------------------------------------------------Seit Mitte 2012 ermittelte die österreichischeFinanzmarktaufsicht (FMA) gegen den VereinJugend Eine Welt und dessen Unterstützungsmodellder zinsenlosen Darlehen. Dem Hilfswerkwurde „verbotenes Einlagengeschäft”vorgeworfen.Seit 9. November 2012 ist nun klar, dasszinsenlose Darlehen an Jugend Eine Weltweiterhin möglich sind. „Wir sind froh undgleichzeitig erleichtert, dass unsere Unterstützerinnenund Unterstützer weiterhin dieMöglichkeit haben, uns mit zinsenlosen10


Darlehen zu helfen”, erklärt Reinhard Heiserer,Vorstandsvorsitzender von Jugend Eine Welt.„Lediglich eine Anpassung der Verträge warnotwendig.”----------------------------------------------------10 Jahre Spendengütesiegel----------------------------------------------------Am 25. Juni 2012 wurde Jugend Eine Welt fürdie zehnjährige ununterbrochene Trägerschaftdes Österreichischen Spendengütesiegelsgeehrt. Jugend Eine Welt erhielt das Siegelerstmals am 14.11.2001 — und war damit eineder ersten Organisationen überhaupt, die sichmit diesem Zeichen für vorbildlichen Umgangmit Spendengeldern schmücken durfte. Voraussetzung,um das Spendengütesiegel zu erhalten,ist eine unabhängige, externe Prüfung derHilfsorganisation durch einen Wirtschaftsprüfer.Reinhard Heiserer, Vorstandsvorsitzender vonJugend Eine Welt: „Wir sind stolz, dieses Gütesiegeltragen zu dürfen. Es ist der Ausweis dafür,dass bei uns alles mit rechten Dingen zugeht,und fördert so das Vertrauen, das unsereSpenderinnen und Spender in uns und unsereArbeit setzen.”----------------------------------------------------Ehrung für Jugend Eine WeltVolontärinnen----------------------------------------------------Am 27. Juni 2012 wurde den Jugend Eine WeltVolontärinnen Anita Dinhobl, Magdalena Hahn,Verena Kriechbaumer und Barbara Schwalsbergerdas Bundes-Ehrenzeichen der RepublikÖsterreich verliehen.Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie imBundesministerium für europäische und internationaleAngelegenheiten übergab StaatssekretärDr. Wolfgang Waldner die Auszeichnung.Mit dem Bundes-Ehrenzeichen werdenbesondere Verdienste um das Gemeinwesengewürdigt, die im Rahmen einer ehrenamtlichenTätigkeit geleistet wurden. „Wir freuen uns undes ist eine große Ehre, dass wir das Bundes-Ehrenzeichen verliehen bekommen haben”, soAnita Dinhobl. Magdalena Hahn betont: „Wirsehen die Verleihung als Anerkennung desEngagements der über 400 Jugend Eine WeltVolontärinnen und Volontäre, die in den vergangenen15 Jahren mit Jugend Eine Welt imEinsatz waren. Wir haben stellvertretend für siealle diese Auszeichnung entgegengenommen.”----------------------------------------------------Don Bosco Fambul ausgezeichnet----------------------------------------------------Das von Jugend Eine Welt unterstützte Projekt„Don Bosco Fambul” in Freetown wurde imRahmen einer Feierstunde zum Unabhängigkeitstagam 27. April 2012 im Staatshaus von SierraLeone mit der Ehrenmedaille in Gold durch denStaatspräsidenten Ernest Bai Koroma ausgezeichnet.Die von dem deutschen OrdensbruderLothar Wagner geführte Kinderrechtsorganisationsetzt sich seit Jahren erfolgreich im Kampf gegenden Kinderhandel und Prostitution ein. Es handeltsich bei der Ehrung um die höchste staatlicheAuszeichnung, die eine Organisation in demwestafrikanischen Land erhalten kann.----------------------------------------------------Hunger in der Sahelzone----------------------------------------------------In der westafrikanischen Sahelzone warenmehr als 12 Millionen Menschen akut voneiner Hungersnot betroffen. Aufgrund vonextremer Trockenheit und ausbleibenderRegenfälle kam es zu massiven Ernteausfällenund damit zu einer extremen Lebensmittelknappheit.Die Salesianer Don Boscos und dieDon Bosco Schwestern, die Partnerinnen undPartner von Jugend Eine Welt, unterstütztenu. a. die Menschen rund um die Stadt Touba inMali, nahe der Grenze zu Burkina Faso.Verschärft wurde die Situation noch durchKämpfe zwischen Tuareg-Rebellen und dermalischen Armee. Jugend Eine Welt leisteterasch Nothilfe, um die Menschen vor Ort zuunterstützen.----------------------------------------------------Aktuelle Presseaussendungen und Nachrichtenvon Jugend Eine Welt finden Sieunter: www.jugendeinewelt.at/presseBilder oben, v.l.n.r.:Jugend Eine WeltVorsitzenderReinhard Heisererbei der 10.Verleihung desSpendegütesiegels;Ehrung der vierJugend Eine WeltVolontärinnen AnitaDinhobl, MagdalenaHahn, VerenaKriechbaumer undBarbara Schwalsberger;„Don BoscoFambul” ermöglichtStraßenkinder ausSierra Leone eineBerufsausbildung;Jugend Eine Weltunterstützt dieKampagne„vergissmeinnicht“— eine Initiative,die sich dafüreinsetzt, dassMenschen auchüber ihren Todhinaus Gutes tunkönnen.11


WERTE VERBINDEN UNSDas Schelhammer-Ethiksparbuch:Wir verbindenGeldanlage mit mehrVerantwortung.Gute Rendite undgutes Gewissenmüssen keinWiderspruch sein.Wir freuen uns auf Ihren Anruf:Tel. +43 1 534 34 - 2046,Herr Wolfgang Schöbelwww.schelhammer.atDAS ETHIKSPARBUCHEs gelten die „Allgemeinen Bestimmungen für die Einlagen aufSparbücher (ABES)“ der Bankhaus Schelhammer & Schattera AGin 12der jeweils gültigen Fassung gemäß Aushang.


Das Jugend Eine Welt-NetzwerkJugend Eine Welt ist Teil eines Netzwerks zur Förderung vonKindern und Jugendlichen in RisikosituationenJugend Eine Welt Partner:Salesianer Don Boscos (SDB)weltweit www.sdb.orgSalesianer Don Boscos (SDB)Österreich www.sdb.atDon Bosco Schwestern (FMA)weltweit www.cgfmanet.orgDon Bosco Schwestern (FMA)Österreich www.donbosco.atMissionsprokur der SalesianerDon Boscos in Wienwww.missionsprokur.atMissionsprokur der SalesianerDon Boscos in Bonn/Deutschlandwww.donboscomission.deDon Bosco Mondoin Bonn/Deutschlandwww.don-bosco-mondo.deDON BOSCO Jugendhilfe Weltweitin Beromünster/Schweizwww.donbosco.chJugend Eine Welt ist Mitglied bei:Don Bosco Youth Netwww.donboscoyouth.netKoordinierungsstelle der ÖsterreichischenBischofskonferenzfür Entwicklung und Mission (KOO)www.koo.atGlobale Verantwortung, Arbeitsgemeinschaftfür Entwicklung undHumanitäre Hilfewww.globaleverantwortung.atInteressenvertretung GemeinnützigerOrganisationen (IGO)www.gemeinnuetzig.atÖsterreichisches Netzwerk fürFrieden und Gewaltfreiheit (NFGF)www.friedensnetzwerk.atCRIC - Verein für ethisch orientierteInvestoren www.cric-online.orgOikocreditwww.oikocredit.orgNetzwerk Kinderrechte Östererichwww.kinderhabenrechte.atJugend Eine Welt ist Träger von:Ebenso wichtig wie die eigene Bildungsarbeitist Jugend Eine Welt die Trägerschaft vonFachorganisationen. Sie beschäftigen sichintensiver mit spezifischen, für Jugend EineWelt besonders wichtigen Anliegen:• Die Clean Clothes Kampagne, die sichfür faire Arbeitsbedingungen in derBekleidungsindustrie einsetzt.• Die entwicklungspolitische Schul- undMedienstelle BAOBAB.• Das Gütesiegel FAIRTRADE für fairproduzierte Produkte aus den Ländern desSüdens. Jugend Eine Welt selbst vertreibtseit Jahren Fußbälle, die das FAIRTRADE-Gütesiegel tragen.• Das Don Bosco Flüchtlingswerk,das unbegleitete minderjährige Flüchtlingein Österreich unterstützt.• OneWorld.at, der offene digitale Raum fürFragen der internationalen Entwicklung, derDemokratie und der sozialen Gerechtigkeit.• ECPAT, die Plattform gegen kommerziellesexuelle Ausbeutung von Kindern.Die Förderung von Kinderrechten unddie Verbesserung der Lebensbedingungenvon Kindern und Jugendlichen ist der großeSchwerpunkt der Arbeit von Jugend EineWelt, daher hat das Engagement gegensexuelle Ausbeutung entsprechendeBedeutung.13


Internationale ProjektförderungHilfe zur SelbsthilfeGroßes Bild oben:Kinder aus demArmenviertelMekanissa/Äthiopien erhaltenin der Don BoscoSchule einehochwertigeAusbildung.Die Projekte von Jugend Eine Welt helfenjungen Menschen, ihr Leben zu verändern.So vielfältig die Ursachen und Ausdrucksformender Armut und Ungerechtigkeit sind, soviel fältig sind die Hilfsprojekte.Jugend Eine Welt fördert …• Schulen• Berufsausbildungsprojekte• Jugendzentren• Straßenkinderprogramme• Freizeitbetreuung von Kindernund Jugendlichen• Universitäten• Nothilfe und Wiederaufbauprogramme• Kinderrechte• Landwirtschaft• GesundheitsprojekteJugend Eine Welt fördert seit seinem BestehenProjekte in großen Teilen Asiens, Afrikas,Lateinamerikas und Osteuropas.MitarbeiterInnen von Jugend Eine Welt überprüfenregelmäßig die Don Bosco Projekte undinformieren sich vor Ort über den Fortgangder geförderten Programme.Bildung und Ausbildung sindSchwerpunkte der Projektförderungvon Jugend Eine WeltJunge Menschen sollen nicht nur ausgebildetwerden, sondern nachhaltig am ArbeitsmarktFuß fassen. Viele Don Bosco Schulen bietenauch Integrations- und Fortbildungsprogrammean. Die Projekte von Jugend Eine Welt zielenauf die ganzheitliche Entwicklung von Kindernund Jugendlichen ab.Nothilfe und Wiederaufbaunach KatastrophenViele ProjektpartnerInnen von Jugend EineWelt leisten nach Katastrophen Nothilfe undengagieren sich beim Wiederaufbau.Jugend Eine Welt hilft nach Verfügbarkeitder finanziellen Mittel.14


Projektförderungen nach Kategorien der KOO 12012 % 2011 %Entwicklungshilfe E 2.640.645,06 € 80,65% 3.330.711,39 € 73,72%Humanitäre Hilfe H 147.367,60 € 4,50% 523.505,00 € 11,59%Mildtätige Hilfe M 1.500,00 € 0,05% 31.664,50 € 0,70%Andere Projektunterstützung A 105.147,59 € 3,21% 63.823,05 € 1,41%Bildungsarbeit in Österreich B 379.385,17 € 11,59% 568.217,04 € 12,58%Summe 3.274.045,42 € 100,00% 4.517.920,98 € 100,00%1KOO ... Koordinierungsstelle der österreichischen Bischofskonferenz für Mission und Entwicklung (www.koo.at)Projekte verteilt nach Kontinenten12% Bildungsarbeit in Österreich3% Andere4 % Humanitäre Hilfe0,05 % MildtätigeHilfe15%14%81% Entwicklungshilfe20%50%1% Weltweit (Länderübergreifende Projekte)Projektunterstützungen nach Kontinenten2012 % 2011 %Afrika 1.618.605,33 € 49,44% 1.151.225,74 € 25,48%Asien 472.416,46 € 14,43% 1.957.923,70 € 43,34%Lateinamerika 653.975,87 € 19,97% 740.426,70 € 16,39%Europa 490.969,55 € 15,00% 641.166,54 € 14,19%Weltweit 38.078,21 € 1,16% 27.178,30 € 0,60%Summe 3.274.045,42 € 100,00% 4.517.920,98 € 100,00%Bilder oben:Das Ausbildungsangebotim Don Bosco Zentrum inMekanissa/Äthiopienumfasst einen Kindergarten,eine Schule mitMaturaabschluss und einBerufsausbildungszentrum.Eine Auflistung aller durchgeführtenFinanzierungsprojekte 2012 finden Sie aufunserer Homepage unter:www.jugendeinewelt.at/jahresberichte.Auf Anfrage schicken wir Ihnen auch gerneeine Liste aller Projekte zu.15


ProjektverlaufVon der Antragstellung bis zum Projektabschluss7.ProjektabschlussZum Projektendeverfasst der Projektpartnereinen Abschlussbericht.Dieserwird von Jugend EineWelt geprüft und an dieFördergeber weitergeleitet.Abhängig vomProjekt wird dieses aucheiner externenEvaluation unterzogen.Sollte ein Projekt eineweitere Finanzierungsphasebenötigen,werden die Erfahrungenfür das Folgeprojektherangezogen.1.ProjekteingangJugend Eine Welt erhältvom Projektpartnereinen Antrag, derzumeist als Kurzbeschreibungeingereichtwird. Seltener erhältJugend Eine Welt schonvollständig ausgearbeiteteAnträge.2.Entscheidung über dieFinanzierungEine Kommission beiJugend Eine Weltbeschließt, welcheProjekte gefördertwerden sollen. WichtigeKriterien hierfür sindbspw. die Notwendigkeitdes Projekts, dieNachhaltigkeit,Einbeziehung derZielgruppe, etc; alles imSinne der Erreichungder Millennium-Entwicklungsziele(MillenniumDevelopment Goals/MDGs)3.6.Projektdurchführungund ZwischenberichteIn regelmäßigenAbständen berichtet derProjektpartner über dieProjektfortschritte. Wonotwendig bzw.vereinbart, werden dieProjekte besucht bzw.berichten die ProjektpartnerInnenpersönlich.5.Auszahlung derFördergelderNachdem der Vertragvon beiden Seitenunterzeichnet wurde,beginnt die Auszahlungder Fördergelder durchJugend Eine Welt. Jenach Projektvolumenund –laufzeit wird dasGeld in mehrerenTranchen von JugendEine Welt überwiesen.Damit hat Jugend EineWelt die Möglichkeit beiProblemen im Projektrechtzeitig eingreifenund gegensteuern zukönnen.4.Vertrag mit denProjektpartnernNachdem Jugend EineWelt eine Förderzusageerhalten und ggf. dieentsprechendenEigenmittel bereitgestellthat, schließt derVerein einen Vertrag mitdem Projektpartner ab.Dieser verpflichtet dieProjektpartnerbeispielsweise regelmäßigeFortschritts- undZwischenberichteabzugeben.MitteleinwerbungUm ein Projektunterstützten zukönnen, ist Jugend EineWelt auf die Hilfe vonöffentlichen undprivaten Fördergebern,SpenderInnen,Stiftungen etc.angewiesen. JugendEine Welt verfasstAnträge und Projektbeschreibungenund reichtdiese ein.Bilder oben:der Wiederaufbauder Schuleim Slum von CitéSoleil in Onnasch/Haiti ermöglicht600 Kindern eineSchulausbildung,16


BeninAmtssprache: Französisch • Hauptstadt: Porto Novo • Fläche: 112.622 km 2Einwohnerzahl: 8.971.944 • Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner: 692 USDHuman Development Index: 0,427 (167.)Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/BeninHaus der Sonne — Schutz und Betreuung für TeenagermütterIn Cotonou, dem Regierungssitz Benins, setztsich die Tiroler Don Bosco Schwester HanniDenifl für die Rechte von Kindern und Jugendlichen,insbesondere Mädchen, ein. Die Schwesternunterstützen besonders arme Familienfinanziell durch einkommensschaffende Projekteund Mikrokredite, bieten AlphabetisierungsundAusbildungskurse für Mädchen an, betreuenMädchen in Internaten und sprechensowohl mit Drahtziehern des Kinderhandels alsauch mit betroffenen Familien in den Dörfern.Weiters arbeiten die Don Bosco Schwesternmit dem Familienministerium, der Polizei undeinigen internationalen Organisationen zumSchutz von Kindern zusammen.Im Armenviertel Zogbo in Cotonou befindetsich das „Haus der Sonne”, wo die Don BoscoSchwestern Schutz und Betreuung für Teenagermütteranbieten. Viele Mädchen sind Opfersexueller Gewalt. Derzeit leben im „Haus derSonne” durchschnittlich 10 Teenagermütter mitihren Kindern. Darüber hinaus nützen vieleweitere Teenagermütter diese Anlaufstelle, umUnterstützung für sich und ihre Kleinkinder zubekommen. Für die Betreuung der jungenMütter und ihren Kindern stehen zwei PsychologInnen,zwei KinderbetreuerInnen sowie dreiSozialarbeiterInnen (24 h täglich) zur Verfügung.Ziel ist es, die jungen Mütter wieder inihre Familien einzugliedern und ihnen denStart in eine bessere Zukunft zu ermöglichen.Deshalb helfen die Schwestern den jungenFrauen dabei, eine Ausbildung im Berufsausbildungszentrumder Don Bosco Schwestern zuabsolvieren und vermitteln ihnen Berufspraktika.Gleichzeitig machen die Don Bosco Schwesterndie lokale Bevölkerung auf das Tabu-Thema„sexuelle Gewalt an Frauen” aufmerksam.Mithilfe selbst produzierter Materialien werdensowohl die jungen Frauen selbst als auch dieBevölkerung über die Rechte von Kindern undFrauen informiert. Besonders in Schulen sindsolche Sensibilisierungsmaßnahmen sehrwichtig.Auch am naheliegenden Markt Dantokpa, derzu den größten Märkten Westafrika gehört,können viele Menschen erreicht werden,wodurch die Aufklärungsarbeit der Schwesternbesonders effektiv und erfolgreich ist.Bilder oben: Derzeitleben im „Haus derSonne” zehnTeenagermütter mitihren Kindern. Fürderen Betreuungstehen zweiPsychologInnen,zwei KinderbetreuerInnensowie dreiSozialarbeiterInnentagsüber, nachtsund an denWochenenden zurVerfügung.Gefördert durch:17


HaitiAmtssprachen: Kreolisch und Französisch • Hauptstadt: Port-au-PrinceFläche: 27.750 km 2 • Einwohnerzahl: 9.801.664 • Bruttoinlandsprodukt proEinwohner: 630 USD • Human Development Index: 0,454 (158.)Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/HaitiLangfristige und nachhaltige Hilfe für HaitiBilder oben: An dertechnischen Schulein Fort Libertéerhalten jungeMenschen seit 2010eine landwirtschaftlicheAusbildung.Auf dem 13 Hektargroßen Geländewerden Gemüseund Obst angebaut,um den Eigenbedarfder Schule zudecken und dieteuren Importe ausder DominikanischenRepublik zuvermeiden.Das Erdbeben am 12. Jänner 2010 hat Haitiund seine Bevölkerung hart getroffen. Seitherist vieles im Umbruch: Viele Menschen sind vorder prekären Situation in der HauptstadtPort-au-Prince geflohen und in den Norden desLandes gewandert, auf der Suche nach Verwandtenund nach neuen Chancen für ihrLeben.Die Salesianer Don Boscos betreiben in FortLiberté in der Provinz Nord-Est seit über 10Jahren eine Grundschule sowie eine berufsbildendeSchule, in der TischlerInnen, MechanikerInnen,KrankenpflegerInnen und seit2010 auch LandwirtInnen ausgebildet werden.Die Anlage umfasst 13 Hektar Land, auf demmit landwirtschaftlicher Produktion begonnenwurde.Anfangs fand der Unterricht noch in einembehelfsmäßig konstruierten Raum statt.Derzeit werden ein Unterrichtsgebäude gebautund die Gewächshäuser in Schuss gebracht,um die Produktion zu verbessern. Die Schüler-Innen pflanzen Obst und Gemüse für deneigenen Bedarf – sie und rund 300 Grund-schülerInnen erhalten an jedem Schultag einewarme Mahlzeit. Außerdem erzeugt die Landwirtschaftsschuleeinen kleinen Überschuss,den sie am lokalen Markt verkaufen – undsomit ein kleines Einkommen für die Schuleerwirtschaften kann. Die Lebensmittelpreise inHaiti sind sehr hoch, da fast das gesamte Obstund Gemüse aus der benachbarten DominikanischenRepublik importiert wird.Das Interesse der jungen HaitianerInnen ander Landwirtschaft ist sehr groß. Bereits imersten Ausbildungsjahr haben sich doppelt soviele StudentInnen, wie aufgenommen werdenkonnten, für die Ausbildung interessiert. Ende2012 schlossen erstmals 40 junge Burschenund Mädchen die zweijährige Ausbildung abund können sich mit dem Gelernten nun amArbeitsmarkt beweisen. Ein wichtiger Impulsfür den stark vernachlässigten Norden desLandes, wo gut ausgebildete Jugendlichedringend benötigt werden. Weitere 40 werdendieses Jahr ihren Abschluss machen.18


ProjektbeispielIndienAmtssprachen: Hindi und Englisch (21 weitere Sprachen, die auf regionaler Ebeneteils als Amtssprachen dienen) • Hauptstadt: Neu-Delhi • Fläche: 3.287.590 km 2Einwohnerzahl: 1.210.193.422 • Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner: 3.694USD • Human Development Index: 0,547 (134.)Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/IndienNotquartiere für jugendliche Straßenkinder in VijayawadaVijayawada ist eine Stadt im südindischenBundesstaat Andhra Pradesh und bildet dorteinen Knotenpunkt für Reisen und Handel. DieStadt hat eine Million Einwohner, einen Bahnhof,viele Märkte und es gibt tausende vonStraßenkindern und -jugendlichen. Täglichkommen weitere Kinder und Jugendliche ausländlichen Gebieten in der Stadt Vijayawadaan, um durch kleine Arbeiten und Taschendiebstahlüberleben zu können.Die Straßenkinder und -jugendlichen leben inSchmutz und Dreck, der Zugang zu medizinischerVersorgung ist nicht gewährleistet unddaher leiden die Kinder zunehmend an schwerenKrankheiten. Es existieren in Vijayawadamehrere Notunterkünfte für Straßenkinder,jedoch beherbergen diese hauptsächlich Kinderunter 14 Jahren.Das Projekt widmet sich deshalb besonders„älteren” Straßenkindern. Die Salesianer DonBoscos betreiben sogenannte „Notquartiere fürStraßenjugendliche”. Durch tägliche Rundgängeversuchen die Salesianer die Straßenjugendlichendavon zu überzeugen, dass es sichererist, in den Notquartieren zu übernachten.Für die Aufrechterhaltung und Ausstattung derNotquartiere wird finanzielle Unterstützungbenötigt. Es soll die Infrastruktur (ein Raum,wo Kinder ihre Habseligkeiten verstauenkönnen, Einrichtung einer Waschmöglichkeit,Vorratsraum u. v. m.) verbessert werden undein Netzwerk aufgebaut werden, durch welchesKontakt zu den Jugendlichen hergestellt wird.Ziel des Projektes ist es nicht nur, den jugendlichenStraßenkindern eine Herberge zurVerfügung zu stellen, sondern auch durchintensive Betreuung Vertrauen zu schaffen undden Kontakt zur Familie wiederherzustellen.Sollte keine Rückführung in die Familie möglichsein, wird Kontakt zu Rehabilitationszentrenaufgenommen, die intensiv mit den Jugendlichenzusammenarbeiten, um diesen zu einerZukunft abseits der Straße zu verhelfen.Bilder oben:„Ältere” Straßenkinder(ab 14Jahren) erhalten inden Notquartierennicht nur eineSchlafmöglichkeit,sondern auchkonkrete Hilfe undPerspektiven füreine Zukunftabseits der Straße.19


Dem. Rep. KongoAmtssprachen: Französisch (daneben Kikongo, Lingála, Swahili und Tschiluba alsNationalsprachen) • Hauptstadt: Kinshasa • Fläche: 2.344.858 km 2 • Einwohnerzahl:71.712.867 • Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner: 300,- USD • Human DevelopmentIndex: 0,286 (187.)Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratische_Republik_KongoSchule und InternatBilder oben: DerBau eines Internatssowie die Renovierungder Schulegewährleisten 460Schülerinnen undSchülern in und umKipushya/Kongoeine Ausbildungund somit eineChance auf einebessere Zukunft.Seit nun 30 Jahren lebt und arbeitet P. JohannKiesling im Südosten der DemokratischenRepublik Kongo. Gemeinsam mit den Menschenvor Ort baut er Brunnen, Schulen,Gesundheitsstationen, Solaranlagen undpflanzt Avocadobäume an, dessen Früchte sehrnahrhaft sind. Die Aufgaben von P. JohannKiesling sind vielfältig. Seit 5 Jahren betreut ermit einem Mitbruder ausgehend von Kipushya37 Dörfer auf einem Gebiet von 10.000 km 2 .In Kipushya gibt es keine Telefon- und kaumStraßenverbindungen. 52 % der Bewohner-Innen der Region Katanga, wo sich Kipushyabefindet, sind jünger als 15 Jahre, nur 30 %haben die Möglichkeit eine Schule zu besuchen.Im Jahr 2012 wurde ein weiteres großesProjekt abgeschlossen. Die Schule in Kipushya,die von P. Johann Kiesling betreut wird, wurdenach über 60 Jahren Schulbetrieb renoviert:Restauration des Daches, der Böden, derAußenfassaden und Türen sowie der Sanitäranlagenusw. Gleichzeitig wurde ein Internatzur Schule gebaut. In den Dörfern gibt es oftnur einzelne Schulklassen (meist 1. und 2.Klasse). Die Schule in Kipushya ist die einzigeSchule im Umkreis von 200 km, wo Klassen biszur Matura angeboten werden. Doch vieleSchülerInnen wohnen 50 km oder noch weiterentfernt, was den Schulbesuch unmöglichmachte. Durch den Bau des Internats könnendie SchülerInnen in unmittelbarer Nähe zurSchule wohnen. Beim Bau des Internats wurdebesonders auf eine nachhaltige Bauweise Wertgelegt. Außerdem wurden die Betten für dasInternat im Don Bosco Berufsausbildungszentrumin Lubumbashi erzeugt. Die Ziegel undBausteine für die Mauern und Trennwändekonnten lokal in Kipushya und Umgebunghergestellt werden.Mehr als 400 SchülerInnen können derzeit dieSchule in Kipushya besuchen. Neben derSchule gibt es ebenso einen Sportplatz, wo dieKinder und Jugendlichen ihre Freizeit verbringenund sich sportlich betätigen können.Obwohl die Region um Kipushya keine trockeneGegend ist, ist die Wasserversorgung einProblem. Deshalb soll als nächster Schritt v. a.bei der Schule die Versorgung mit sauberemTrinkwasser weiter verbessert werden.20


PalästinaAmtssprachen: Arabisch • Hauptstadt: Gaza und Ramallah (provisorisch, Ostjerusalemwird als Hauptstadt beansprucht) • Fläche: 6.242 km² (davon Gaza-Streifen 360km²) • Einwohnerzahl: 4.332.881 (Juli 2012; davon Westjordanland 2.622.544,Gazastreifen 1.710.257) • Human Development Index: 0,641 (114.)Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4stinensische_Autonomiegebiete„Goal the Wall“ ― Fußballschule in BethlehemDer anhaltende israelisch-palästinensischeKonflikt hinterlässt bei den Jugendlichen inBethlehem deutliche Spuren. Sie sind verarmt,gesellschaftlich ausgegrenzt und täglicherGewalt ausgesetzt. Mitten in diesem Krisengebiethaben die Jugend Eine Welt Projektpartner,die Salesianer Don Boscos, eine Fußballschuleeingerichtet. Sie ermöglicht den jungenMenschen in Bethlehem ein Umfeld, in dem sieleben, lernen, spielen, Freundschaften schließenund einfach nur Kind sein können. Hierkönnen sie ihre physische, mentale undspirituelle Gesundheit stärken.Das Projekt „Goal the Wall” möchte in ersterLinie den hohen Stress- und Druckpegel vonden Kindern und Jugendlichen nehmen. Nebendem Fußballtraining wird der Fokus daraufgelegt, die Werte des gemeinsamen Spiels zubetonen: die Entwicklung von Freundschaften,Disziplin, des Werts der Zusammenarbeit zurErreichung eines gemeinsamen Ziels.Integrativer Teil der Fußballschule ist dieBildung und Förderung eines Mädchenteams.Dies führt zur Stärkung des Selbstvertrauensdurch das Praktizieren eines Sports, der langeZeit nur den Männern vorbehalten war. ImFußball haben Mädchen und Buben ein „Wir-Gefühl” – gleichberechtigt und über religiöseund ethnische Grenzen hinweg – entwickelt.In Palästina gibt es sehr wenige qualifizierteFußballtrainerInnen, die Ausbildung ist meistnur im Ausland möglich. Das Projekt „Goal theWall” investiert deshalb auch in die Ausbildungvon TrainerInnen. Diese Trainings konzentrierensich auf alle wichtigen Aspekte im Fußball:Moral, Unterricht, erste Hilfe etc.Damit die Salesianer das bisher so erfolgreicheProjekt der Fußballschule weiterführen können,benötigen sie finanzielle Mittel, um die laufendenAusgaben für das Training und die Teilnahmean Turnieren zu decken. Vor allem aufgrunddes enormen Anstieges derLebenskosten wird der finanzielle Rahmenimmer enger.Bilder oben: DasProjekt „Goal theWall“ vermitteltdurch Sport Wertewie Fairness,Disziplin undZusammenarbeit,damit ein gemeinsamesZiel erreichtwerden kann.Der faire Fußball inverschiedenenDesigns ist um24 Euro unterwww.jugendeinewelt.at/shopoderTel. 01/879 07 07-0erhältlich.21


Das Volontariatbei Jugend Eine WeltGroßes Bild oben:Anna Dangl mitihren Schützlingenin Hyderabad/Indien.„Volontariat bewirkt Veränderung ―es ist eine Reise in die Herzen derMenschen.“Anna Sourdille, Volontärin in Ambato/Ecuador, 2012Die Organisation und Durchführung vonFreiwilligeneinsätzen im Ausland ist seit derGründung des Vereins eine der Hauptaktivitätenvon Jugend Eine Welt. Diese Einsätzefinden in Projekten der Salesianer Don Boscosund der Don Bosco Schwestern in Afrika,Lateinamerika und Asien statt. Angebotenwerden Jahresvolontariate und Zivilersatzdiensteim Ausland (laut §12bZDG Zivildienstgesetz) mit der Dauer von je12 Monaten.Beim Volontariat handelt es sich um einenEinsatz zugunsten benachteiligter Kinderund Jugendlicher. Die Freiwilligen leistenunterstützende Lehrtätigkeit und engagierensich in der Freizeitbetreuung sowie in derganzheitlichen Erziehung von Kindern undJugendlichen.Das Ziel von Volontariatseinsätzen ist, jungenMenschen aus Österreich ein Mitleben undein Mitarbeiten in den Projekten zuermöglichen. Insbesondere sollen die VolontärInnendie Gelegenheit erhalten, die Situationbenachteiligter Kinder und Jugendlicherkennenzulernen und Solidarität konkret zuleben.Der Einsatz stellt für die jungen Menschen einesehr prägende Erfahrung dar, die sie — nachihrer Rückkehr nach Österreich — auf vielfältigsteArt und Weise zu BotschafterInnen fürdie Anliegen benachteiligter Kinder und Jugendlicherwerden lässt. Seit 1997 habenbereits über 430 VolontärInnen undZivilersatzdiener ihren Einsatz mit JugendEine Welt geleistet.Alle Informationen zum Volontariat,Bewerbungen sowie Statistiken zumDownload unter:www.jugendeinewelt.at/volontariatoder www.volontariat.at22Gefördert durch:Verein zur Förderung der Auslandsdienste i.S. des § 12bZivildienstgesetz – Auslandsdienst Förderverein


Das Volontariat 2012 in ZahlenIm Jahr 2012 wurden 39 VolontärInnen undZivilersatzdiener von Jugend Eine Weltentsandt. Zusammen mit den bereits 2011ausgereisten jungen Menschen waren 2012somit 76 VolontärInnen und Zivilersatzdienerin Don Bosco Projekten weltweit im Einsatz.Aufgerechnet engagierten sich die jungenMenschen im Jahr 2012 insgesamt 13.944Tage (umgerechnet über 38 Jahre) für ihreEinsatzprojekte. Voraussetzung für einenVolontariatseinsatz sind ein Mindestalter von18 Jahren, Erfahrung in der Arbeit mitKindern und Jugendlichen, gute Sprachkenntnissesowie die Bereitschaft, sichfür ein Jahr unentgeltlich in einem Projektder Salesianer Don Boscos oder derDon Bosco Schwestern zu engagieren undaktiv in der Gemeinschaft mitzuleben.InteressentInnen bewerben sich online undwerden zu einem Informations- und Auswahltageingeladen. Im Jahr 2012 wurden siebensolcher Termine in Wien, Linz und Innsbruckangeboten.Nach positiver Auswahl bereiten sich dieVolontärInnen im Zuge von drei Vorbereitungswochenendenund einer Vorbereitungswocheauf ihren Einsatz vor. Ein derartigerVorbereitungszyklus findet zweimal jährlich(Frühjahr, Herbst) statt. Dabei beschäftigensich die VolontärInnen mit entwicklungspolitischenThemen, globalem Lernen und erhaltenEinblick in die Pädagogik Don Boscos. Darüberhinaus bereiten sie sich spezifisch auf ihrEinsatzland und -projekt vor.Die Vorbereitungseinheiten werden vonzurückgekehrten VolontärInnen unter Anleitungvon Jugend Eine Welt MitarbeiterInnengestaltet.Da eine fundierte Vorbereitung, Einsatzbegleitungund -organisation mit erheblichen Kostenverbunden ist, arbeitet Jugend Eine Welt miteiner Reihe von Partnern (ÖsterreichischeEntwicklungszusammenarbeit, Bundesministeriumfür Inneres, Stiftungen und EZA-Gruppen,Landesjugendreferate, Gemeinden …)sowie einer Vielzahl von kirchlichen undprivaten FörderInnen zusammen. Ohne derenfinanzielle Unterstützung könnte das Volontariatsprogrammnicht in diesem Umfangdurchgeführt werden. Danke!Bilder oben, v.l.n.r.:Veronika Stamplerin Cebu/Philippinen;Anna Gamperl inAddis Abeba/Äthiopien; SarahSeicht in Lilongwe/Malawi; ChristinaRührlinger inVisakhapatnam/Indien; typischeAufgabengebietevon VolontärInnen:Freizeitgestaltung,Nachhilfe, Berufsausbildung.Volontariatseinsätze 2012 nach Ländern (Anzahl der VolontärInnen)Äthiopien Ecuador Ghana Indien Lesotho Malawi Mexiko Philip- Rep. Gesamtpinen KongoJahresvolontariat 8 9 1 12 4 4 5 3 2 48Zivilersatzdienst 0 8 7 4 0 0 7 2 0 28Gesamt 8 17 8 16 4 4 12 5 2 76Ausblick 2013 — VOLONTARIAT bewegtMit 1. Jänner 2013 hat Jugend Eine Welt dieOrganisation und Durchführung des Volontariatsprogrammesan den Verein VOLONTARIATbewegt übertragen.VOLONTARIAT bewegt ist eine Initiative vonJugend Eine Welt und den Salesianern DonBoscos zur Förderung von Freiwilligeneinsätzenund Zivilersatzdiensten im Ausland.Engagierte junge Frauen und Männer habenüber den Verein die Möglichkeit, in konkreterSolidarität ein Jahr in einem Land Afrikas,Asiens oder Lateinamerikas mitzuleben.Über die Aktivitäten von VOLONTARIATbewegt im Jahr 2013 wird in einem eigenenJahresbericht informiert.Für Bewerbungen, weitere Informationen undAktuelles laden wir Sie/Dich herzlich ein, einenBlick auf die Homepage des neuen Vereins zuwerfen: www.volontariat.at23


VolontariatseinsatzBeispiel: EcuadorEin Einblick in den Alltag eines VolontärsGroßes Bild oben:Viel Spaß undFreude beim Spielmit „ihren“ Kindern‒ Johannes Puschund Matthias Ranz.24Johannes Pusch aus Oberösterreich undMatthias Ranz aus der Steiermark sind seitAugust 2012 im Projekt „Chicos de la Calle”(Kinder der Straße) als Volontäre in Quito/Ecuadortätig. Johannes und Matthias geben einenEinblick in ihren Alltag als Volontäre in Quito:Chicos de la CalleDas Projekt „Chicos de la Calle” wird von denSalesianern in ganz Ecuador organisiert,national ist es in den verschiedensten Städtenauf 7 Unterprojekte aufgeteilt. Die beidengrößten sind Quito und Guayaquil. Die Zieledes Projektes sind vor allem präventiver Natur:Vorbeugung, damit Kinder nicht auf der Straßelanden, Gewährleistung besserer Ausbildungund Schaffung einer besseren Grundlage fürdas zukünftige Leben. Daneben gibt es „Acogidas”(Herbergen) für die schon auf der Straßelebenden Kinder. Hier wird ihnen ein geregeltesLeben mit Normen, Aufgaben und auch Konsequenzenangeboten.Mi CaletaIn der „Mi Caleta”, einer dieser Herbergen,sind auch wir untergebracht. Seit unsererAnkunft wohnen wir hier mit „unseren”Kindern, begleiten sie über den Tag und auchdie Nacht. Die Kinder im Alter von 7 bis 17Jahren landeten durch die verschiedenstenGründe auf der Straße. Egal ob sie auf eigenenWunsch ihre Familie verließen oder vonden Guerillas aus Kolumbien gejagt wurden, inder Caleta werden sie mit offenen Herzenaufgenommen. Je nachdem wie lange sie aufder Straße gelebt haben, wirkt sich dasnatürlich auf ihre Persönlichkeit aus.Ein jahrelanges Straßenkind ist nur schwerintegrierbar, kommt selbst mit den wenigenNormen und Regeln hier in der Caleta nichtzurecht und flüchtet wieder zurück auf dieStraße (die Kinder sind freiwillig hier undwerden nicht dazu gezwungen). „Mi Caleta” istnur eine temporäre Herberge, die Kinderkönnen max. drei Monate hierbleiben. Indiesen drei Monaten wird ihre Familie kontaktiertund ein Prozess eingeleitet, um das Kindlangsam wieder daheim einzugliedern. Solltedas nicht möglich sein, weil die Familie nichtkooperiert oder manchmal auch nicht fähig ist,ein Kind zu ernähren, gibt es die Möglichkeiteiner dauerhaften Unterbringung in einemanderen Projekt in einer anderen Stadt.


Dort gibt es auch Zusammenarbeit mit diversenSchulen und die Kinder können ihreAusbildung abschließen, um später ein eigenständigesLeben führen zu können.Der Alltag in der CaletaUm Punkt 6:30 Uhr heißt es „Buenos Dias”und wer nicht sofort aus seinem Bettchenspringt, wird mit verschiedensten Methodenaus diesem herausbefördert. Bis 7 Uhr ist Zeit,sich zu duschen und anzuziehen, währenddessenwird das Frühstück von uns Volontärenvorbereitet. Nach dem Frühstück wird derHausputz unter den Kindern aufgeteilt. Ist dasHaus erst mal sauber, versammeln sich dieKinder und eine Psychologin zum täglichenGespräch. Dabei sollten die alltäglichenProbleme und Streitigkeiten geschlichtetwerden.Vormittags sowie nachmittags wird sowohlden internen als auch den externen Kindernein Nachhilfeunterricht angeboten. Unsereexternen Kinder besuchen zwar eine Schule,oft aber fehlt zu Hause die notwendige Unterstützungder Eltern, um diese zu meistern. Inder Caleta helfen wir ihnen nicht nur ihreHausübung zu machen, sondern versuchenauch etwaige Schwächen zu mindern. UnsereKinder, die in der Caleta wohnen, könnenmomentan nicht die Schule besuchen, deswegenversuchen wir für sie einen provisorischenUnterricht zu gestalten.Nach dem Abendessen gibt es reichlichFreiraum für diverse Aktivitäten. Das nach wievor wichtigste Spiel ist Fußball, denn egal ob 7oder 17 Jahre alt, jeder kann hier seineFähigkeiten einbringen. Öfters verbringen wirden Abend auch mit dem hier bekanntenSport „Ecua-Volley” (eine Abwandlung desBeach-Volley). Bei Schlechtwetter veranstaltenwir mit den Kindern ein Kino oder nutzen dengut ausgestatteten Computerraum, um ihnendie Grundkenntnisse zu vermitteln. Um 21 Uhrwerden die Kinder nach dem Zähneputzen miteiner Gutenachtgeschichte in ihre Träumeverabschiedet und ein neuer Tag beginnt.Ein Volontariat ist eine geniale Möglichkeit, umein internationales soziales Projekt von Grundauf kennenzulernen und einen Beitrag für einebessere Welt zu leisten. Das war nur einkleiner Einblick in unser Leben als Volontäre,denn die Vielfalt an persönlichen Erfahrungenund Eindrücken kann man nur schwer in Wortefassen.Bilder oben:Johannes Puschund Matthias Ranzim Einsatz fürbenachteiligteKinder undJugendiche inEcuador.Bild unten (v.l.n.r.):Erwin Hinterholzer,Cornelia Matejka,Verena Kriechbaumer,StaatssekretärDr. WolfgangWaldner, P. PetrusObermüller SDB,Anita Dinhobl,Reinhard Heiserer,Magdalena Hahnbei der feierlichenÜbergabe desBundes-Ehrenzeichensim Bundesministeriumfüreuropäische undinternationaleAngelegenheiten.Volontariat: Was nun?Für viele RückkehrerInnen ist die Begegnung und derAustausch mit anderen ehemaligen VolontärInnen einewichtige Stütze. Ein Reflexionsgespräch bietet dieerste Möglichkeit über die gewonnenen Erfahrungenund die Höhen und Tiefen des Einsatzes zu sprechen.Beim RückkehrerInnenwochenende haben die zurückgekehrtenVolontärInnen Gelegenheit für eine ausführlicheReflexion in der Gruppe. Von 30. März bis 1. April2012 reflektierten sieben ehemalige VolontärInnenihre Erlebnisse. Das große RückkehrerInnenwochenendefand von 5. bis 7. Oktober 2012 mit 28 TeilnehmerInnenstatt.Bildungsteam-------------------------------------------------------------Am 16. April 2012 formierte sich eine Gruppe ehemaligerVolontärInnen, die speziell an entwicklungspolitischenThemen und globalen Zusammenhängen interessiertist. Die VolontärInnen dieses Bildungsteamsbieten auf Anfrage Workshops und Vorträge an undberichten u. a. von ihren eigenen Erfahrungen in DonBosco Hilfsprojekten. Weitere Themen der Vorträgesind etwa „Clean Clothes” – faire Kleidungsproduktion,HIV/Aids, globale Verantwortung u. v. m.Bundes-Ehrenzeichen für Jugend Eine WeltVolontärinnen-------------------------------------------------------------Am 27. Juni 2012 wurde vier Jugend Eine WeltVolontärinnen das Bundes-Ehrenzeichen der RepublikÖsterreich verliehen. Damit wurden, stellvertretend fürfür alle Volontärinnen und Volontäre, ihre Verdiensteum das Gemeinwesen gewürdigt.25


26HartwigLukasHarmuthLukasHolzerAlexHanischSophieHoferHeleneAschauerTheresaVolontärInnen Jugend Eine Welt 2012Danke für EuerEngagement!AichhornMarthaFaunieCorneliaHolzerMichaelIgelsböckChristophLeibezederJuliaMoserStefanPuschJohannesRossakChristopherScharschingerJohannaSchlagitweitTobiasSchebaFranziskaSchaunigChristineSchrammMartinFertlDominikHaasKarinaGamperlAnnaFinkJuliaFraundorferChristineGanglbauerBernhardGrafElisabethHaftnerLindaKrausgruberRaphaelJaukHaraldJungwirthGerhardKronbergerMonikaKörblerMirjamKrapschaRaphaelKuschéSarahMadlAnne-SophieMayerStefanieMoserKonstantinLimpBirgitMayerLaurinMayrManuelMayrhoferMariePankrazRaffaelPrintzMaraObererlacherKatharinaPapicEvaPetraschAaronMoserTheresaO’ByrneShanaeRadlerAndreasRanzMatthiasReinignerAgnesRadatzMiriamRachbauerLukasRampetsreiterPhilippCzamlerValentinDanglAnnaDworakFabianEbnerUlrikeEsslMariaAschenbrennerArminHospMichaelSchützHannahRienerMiriamSeichtSarahSourdilleAnnaStamplerVeronikaStrasserMichaelStelzerSophieStangerSophiaTodorovicChristianTschaukoMichaelWagnerJasminWeissNinaWildbichlerSarahWeitzhoferBettinaWeinmeierLisa


Einsatzstatistik 2012Ausreise 2011 ‒ Rückkehr 2012Ausreise 2012 ‒ Rückkehr 2013# Name Vorname Land Ort Einsatz- Einsatz- Dauer 2012beginn ende in Wochen1 V Aichhorn Martha Indien Vijayawada 30.08.2011 30.08.2012 342 V Dangl Anna Indien Hyderabad 13.09.2011 03.09.2012 353 V Gamperl Anna Äthiopien Addis Abeba 05.09.2011 05.09.2012 354 V Haas Karina Malawi Lilongwe 28.08.2011 28.08.2012 345 Z Harmuth Lukas Mexiko Tijuana 17.08.2011 16.08.2012 336 V Hofer Helene Lesotho Maputsoe 21.02.2011 19.02.2012 77 Z Holzer Michael Ghana Sunyani 14.08.2011 14.08.2012 338 Z Hosp Michael Ghana Sunyani 29.08.2011 29.08.2012 349 Z Igelsböck Christoph Mexiko Tijuana 22.08.2011 22.08.2012 3210 Z Jauk Harald Mexiko Tijuana 22.08.2011 22.08.2012 3311 Z Jungwirth Gerhard Ghana Sunyani 29.08.2011 29.08.2012 3412 V Körbler Mirjam Ecuador Guayaquil 11.03.2011 02.03.2012 1013 Z Krausgruber Raphael Ecuador Guayaquil 22.08.2011 22.08.2012 3314 V Kusché Sarah Lesotho Maputsoe 14.02.2011 19.02.2012 715 V Leibezeder Julia Äthiopien Zeway 05.09.2011 05.09.2012 3516 V Limp Birgit Indien Vijayawada 14.02.2011 10.02.2012 617 V Madl Anne-Sophie Äthiopien Zeway 05.09.2011 05.09.2012 3518 Z Moser Konstantin Indien Vijayawada 30.08.2011 30.08.2012 3419 V Moser Theresa Indien Hyderabad 13.09.2011 13.09.2012 3520 V Pankraz Raffael Philippinen Dumangas 22.08.2011 22.08.2012 3321 Z Petrasch Aaron Ecuador Guayaquil 22.08.2011 22.08.2012 3322 V Printz Mara Ecuador Ambato 12.09.2011 12.09.2012 3523 V Radatz Miriam Mexiko Tijuana 17.08.2011 17.08.2012 3324 V Riener Miriam Indien Visakhapatnam 04.09.2011 04.09.2012 3425 Z Rossak Christopher Ghana Sunyani 14.08.2011 14.08.2012 3326 V Scharschinger Johanna Äthiopien Addis Abeba 05.09.2011 05.09.2012 3527 Z Schramm Martin Mexiko Tijuana 22.08.2011 22.08.2012 3328 V Schütz Hannah Ecuaor Ambato 12.09.2011 12.09.2012 3529 V Seicht Sarah Malawi Lilongwe 28.08.2011 28.08.2012 3430 V Sourdille Anna Ecuador Ambato 12.09.2011 12.09.2012 3531 V Stampler Veronika Phlippinen Cebu 22.08.2011 22.08.2012 3332 V Stelzer Sophie Mexiko Tijuana 22.08.2011 22.08.2012 3333 Z Tschauko Michael Ecuador Ambato 12.09.2011 12.09.2012 3634 V Wagner Jasmin Ecuador Guayaquil 11.03.2011 11.03.2012 1035 V Wildbichler Sarah Indien Visakhapatnam 04.09.2011 04.09.2012 34# Name Vorname Land Ort Einsatz- Einsatz- Dauer 2012beginn ende in Wochen36 V Aschauer Theresa Äthiopien Addis Abeba 04.09.2012 03.09.2013 1737 Z Aschenbrenner Armin Ecuador Ambato 04.09.2012 03.09.2013 1738 Z Czamler Valentin Indien Vijayawada 09.08.2012 08.08.2013 2139 V Dworak Fabian Philippinen Cebu 28.08.2012 27.08.2013 1840 V Ebner Ulrike Malawi Lilongwe 26.08.2012 25.08.2013 1841 V Essl Maria Indien Visakhapatnam 03.09.2012 02.09.2013 1742 V Faunie Cornelia Lesotho Maputsoe 29.02.2012 28.10.2012 4443 Z Fertl Dominik Philippinen Liloan 28.08.2012 27.08.2013 1844 V Fink Julia Äthiopien Zeway 04.09.2012 03.09.2013 1745 V Fraundorfer Christine Indien Visakhapatnam 15.02.2012 05.02.2013 4646 Z Ganglbauer Bernhard Mexiko Tijuana 08.08.2012 07.08.2013 2147 V Graf Elisabeth Malawi Lilongwe 16.08.2012 15.08.2013 2048 V Haftner Linda Indien Visakhapatnam 30.10.2012 29.10.2013 949 V Hanisch Sophie Ecuador Cuenca 17.08.2012 16.08.2013 1950 V Hartwig Lukas Ghana Sunyani 16.08.2012 15.08.2013 2051 Z Holzer Alex Ecuador Ambato 04.09.2012 03.09.2013 1752 Z Krapscha Raphael Mexiko Tijuana 22.08.2012 21.08.2013 1953 V Kronberger Monika Lesotho Maputsoe 29.02.2012 20.02.2013 4454 Z Mayer Laurin Indien Vijayawada 09.08.2012 08.08.2013 2155 V Mayer Stefanie Ecuador Quito 03.02.2012 31.01.2013 4756 Z Mayr Manuel Ecuador Ambato 04.09.2012 03.09.2013 1757 V Mayrhofer Marie Mexiko Tijuana 22.08.2012 21.08.2013 1958 Z Moser Stefan Ghana Sunyani 27.08.2012 26.08.2013 1859 V Obererlacher Katharina Rep. Kongo Pointe Noire 16.08.2012 15.08.2013 2060 V O‘Byrne Shanae Äthiopien Addis Abeba 04.09.2012 03.09.2013 1761 V Papic Eva Mexiko Tijuana 22.08.2012 21.08.2013 1962 Z Pusch Johannes Ecuador Quito 05.08.2012 04.08.2013 2163 Z Rachbauer Lukas Ghana Sunyani 27.08.2012 26.08.2013 1864 Z Radler Andreas Mexiko Tijuana 22.08.2012 21.08.2013 1965 Z Rampetsreiter Philipp Indien Vijayawada 15.02.2012 14.02.2013 4666 Z Ranz Matthias Ecuador Quito 05.08.2012 04.08.2013 2167 V Reinigner Agnes Ecuador Cuenca 17.08.2012 16.08.2013 1968 V Schaunig Christine Mexiko Tijuana 08.08.2012 07.08.2013 2169 V Scheba Franziska Indien Vijayawada 09.08.2012 08.08.2013 2170 V Schlagitweit Tobias Indien Vijayawada 15.02.2012 04.02.2013 4671 V Stanger Sophia Rep. Kongo Pointe Noire 16.08.2012 15.08.2013 2072 Z Strasser Michael Ghana Sunyani 16.08.2012 15.08.2013 2073 Z Todorovic Christian Philippinen Pasil 28.08.2012 06.10.2012 674 V Weinmeier Lisa Indien Visakhapatnam 03.09.2012 02.09.2013 1775 V Weiss Nina Äthiopien Zeway 04.09.2012 03.09.2013 1776 V Weitzhofer Bettina Ecuador Quito 03.02.2012 31.01.2013 47Gesamt 1.992V… Jahresvolontariat, Z… Zivilersatzdienst27


„Globales Lernen“Bildungsarbeit in ÖsterreichGroßes Bild oben:Straßenkind ausQuito/Ecuador.Foto: Birgit KoellDer Fußball inverschiedenenDesigns ist um24 Euro unterwww.jugendeinewelt.at/shopoderTel. 01/879 07 07-0erhältlich.Anwaltschaft und Bewusstseinsbildung für junge Menschenin ÖsterreichBildung ist das Herz einer nachhaltigenEnt wicklungszusammenarbeit, nicht nur in denProjektländern, sondern auch hier in Österreich.Jugend Eine Welt setzt daher auf umfangreicheInformationsarbeit in Schulen, Pfarren und beiöffentlichen Veranstaltungen. In kreativenWorkshops, bei Vorträgen und Infoständenberichtet Jugend Eine Welt über Projekte,Kinderrechte, den fairen Handel und vieleandere entwicklungspolitisch relevante Themen.Anwaltschaft für KinderrechteAufbauend auf den Erfahrungen in der Projekt -förderung setzt sich Jugend Eine Welt inÖster reich für die Rechte benachteiligter Kinderund Jugendlicher ein, informiert über die Hintergründeder Projektarbeit und die Lebensumständein den Projektländern. Auf diese Weise schafftBildungsarbeit in Österreich Verständnis fürglobale Zusammenhänge und zeigt konkreteHandlungsmöglichkeiten für jeden einzelnen auf.Schwerpunktthemen in der Bildungs arbeit:• Fußball für Straßenkinder• fairer Handel• Menschen- und Kinderrechte weltweit• Millennium Development Goals• Kinderarbeit und StraßenkinderUnsere ProjektpartnerInnen werden immer wiederin die Bildungsarbeit einbezogen, um ihr Wissen zunutzen und den direkten Kontakt zu Menschen ausdem Süden zu ermöglichen zum Beispiel durchProjektbesucherInnen, die direkt in Workshopsmitwirken oder in Vorträgen ihre Erfahrungenmitteilen.Ziel unserer Bildungs- und Kampagnenarbeitin Österreich ist es, Bewusstsein über Schlüsselproblemein Ländern des Südens und derenglobale Zusammenhänge zu schaffen.Was die Bildungsarbeit von Jugend Eine Weltauszeichnet:• die interkulturelle Begegnung auf Augenhöhe• der Respekt vor verschiedenen Ethnien, Kulturenund Lebensweisen• die kritische Betrachtung von „Entwicklungshilfe”• das Aufzeigen von lokalen Handlungsmöglichkeiten28


Tag der StraßenkinderJedes Jahr ruft Jugend Eine Welt am 31. Jänner,dem Gedenktag Don Boscos, Pfarren, Schulklassen,Jugend- und Jungschargruppen dazu auf,sich mit dem Leben von Straßenkindern auseinanderzusetzenund durch Aktionen Spenden fürDon Bosco Hilfsprojekte zu sammeln. In ganzÖsterreich nahmen junge Menschen auch 2012den Tag der Straßenkinder zum Anlass, umdurch Aktionen auf die Lebensumstände vonStraßenkindern hinzuweisen und Spenden fürHilfsprojekte zu sammeln. Begeistert über dieUnterstützung zeigt sich Jugend Eine WeltVorsitzender Reinhard Heiserer: „Das Engagement,mit dem sich zahlreiche junge Menschenin Österreich für Straßenkinder weltweit einsetzen,ist beeindruckend. Sie investieren viel Zeitund Mühen in ihre Aktionen und machen so aufein wichtiges Thema aufmerksam. Dafür möchteich mich ganz herzlich bedanken.“Leute beim Zumba-Workshop zum Schwitzen.Für erstaunte Gesichter bei den Passantinnenund Passanten auf der Kärntnerstraße in Wiensorgten die Artistinnen und Artisten des ZirkusGiovanni am 30. Jänner 2012. Um auf den Tagder Straßenkinder hinzuweisen, veranstaltetensie eine spontane Zirkusshow.Straßenkindern kam auch der Reinerlös derCharityparty „Wir feiern für Eine Welt“, am1. Februar im Wiener OST KLUB, zugute. Mehrals 500 Gäste tanzten bei Konzerten derBands SeM VeRgoNha, Announced Revolutionund Coffeeshock Company.Auch zahlreiche Organisationen wie FAIRTRADEund Medienunternehmen unterstützten denTag der Straßenkinder z. B. durch Gratisschaltungenvon Inseraten oder TV-Spots.Bilder oben, v.l.n.r.:Ob SchülerInnender VolksschuleVillach, Zumba-Trainer, Musikerund Tanzfreudigeoder Jugendlicheder HauptschuleLech – der 31.Jänner 2012 standwieder ganz imZeichen derStraßenkinderweltweit.Österreichweit Solidaritätsaktionenfür StraßenkinderSo putzen Schülerinnen der Ecole Güssing am31. Jänner 2012 vor dem Einkaufszentrum inGüssing Autoscheiben. Die Schülerinnen undSchüler der Hauptschule Lech veranstaltetenu. a. ein Kuchenbuffet. Ein multikulturellesBenefizkonzert organisierten die SchwesternKavita und Klarissa Sandhu in der PfarreLeonhard in Graz und Trainer Marc Johnsonbrachte in Innsbruck für den guten ZweckFür den „Tag der Straßenkinder“ haben wireinige Aktionsvorschläge für den Unterricht,Jungschargruppentreffen oder Gottesdienstezusammengestellt. Alle Materialien zumherunterladen finden Sie hier:www.tagderstrassenkinder.atSHOPEinkaufen und Gutes tun —der Jugend Eine Welt Shop!BücherFußbälle Filme und CDs T-Shirts Infomaterial Taschenwww.jugendeinewelt.at/shop • Tel.: 01/879 07 07-029


Finanzen 2012Großes Bild oben:Das BerufsbildungszentruminKurnool/IndienermöglichtJugendlichen eineAusbildung alsSchneider,Schlosser,Schreiner undTaxi- bzw.Servicefahrer.Das Jahr 2012Mit 4,4 Millionen Euro Gesamteinnahmen konnteJugend Eine Welt auch 2012 wieder ein beachtlichesErgebnis erzielen. Im Gegensatz zumVergleichsjahr 2011 ist das Spendenvolumenum zirka 1,2 Millionen Euro geringer ausgefallen,da 2012 weniger Großspenden, etwa voninstitutionellen Gebern, an Jugend Eine Weltüberwiesen wurden. Umso wichtiger sind daherfür Jugend Eine Welt die zahlreichen Spenderinnenund Spender, Fördergeber und Stiftungen,die uns schon seit vielen Jahren treu unterstützen.Dafür möchten wir uns ganz herzlichbedanken.darauf als Spendenausgang für ein Projektweitergeleitet. Rund 14.000 Mal pro Jahr findetdieser Vorgang bei Jugend Eine Welt in derBuchhaltung statt. Um die korrekte Verwendungder Spenden zu gewährleisten, ist unsereProjektabteilung in regelmäßigem Kontakt mitunseren Don Bosco Partnerinnen und Partnernvor Ort. Für die Unterstützerinnen und Unterstützervon Jugend Eine Welt gibt der Verein dasmonatliche Magazin „Don Bosco weltweit“heraus. Darin informiert Jugend Eine Welt überaktuelle Projekte. Außerdem steht unser Spendenservicejederzeit für Fragen rund um Spendeneingänge,Spendenbestätigungen oderFragen zu Projekten zur Verfügung.Jugend EineWelt trägt vonBeginn an dasÖsterreichischeSpendengütesiegel.Spendenan JugendEine Welt sindsteuerlichabsetzbar.SpenderserviceDiese Treue und das Vertrauen, dass uns unsereUnterstützerinnen und Unterstützer entgegenbringen,ist für Jugend Eine Welt unerlässlich.Darum soll hier kurz erklärt werden was mitIhrer Spende geschieht. Nachdem eine Spendeüberwiesen wurde, wird diese bei Jugend EineWelt als Spendeneingang verbucht und baldEffizienter MitteleinsatzDamit die Unterstützerinnen und Unterstützervon Jugend Eine Welt die Sicherheit haben, dassihre Spende auch ordnungsgemäß und effektiveingesetzt wird, wird Jugend Eine Welt mehrfachvon unabhängigen Wirtschaftsprüfern, etwadenen des Spendengütesiegels, geprüft. Wichtigist es für Jugend Eine Welt aber nicht nur, die30


Finanzen 2012Mittelherkunft2012 Vergleichsjahr 2011in € % in € %Spendeneinnahmen 3.313.328,74 75,29 4.744.493,98 84,20Öffentliche Mittel 673.188,94 15,30 702.508,59 12,47Sonstige Erträge, Finanzerfolg 3.837,41 0,09 187.815,17 3,33Auflösung von Rücklagen 410.115,11 9,32 0,00 0,00Gesamteinnahmen 4.400.470,20 100,00 5.634.817,74 100,00- Aufwendungen Spenderwerbung/-betreuung - 543.719,88 - 12,36 - 652.690,31 - 11,58Nettoertrag 3.856.750,32 4.982.127,43MittelverwendungLeistungen Projektarbeit:Projektmittel:Entwicklungshilfe 2.640.645,06 3.330.711,39Humanitäre Hilfe 147.367,60 523.505,00Mildtätige Hilfe 1.500,00 31.664,50Andere Projektunterstützung 105.147,59 63.823,05Summe Projektmittel: 2.894.660,25 3.949.703,94Projektvorbereitung und -durchführung 345.623,56 260.519,60Summe Projektarbeit: 3.240.283,81 84,02 4.210.223,54 84,51Leistungen Bildung/Anwaltschaft/Information 450.415,72 11,68 568.217,04 11,40Verwaltungsaufwand 166.050,79 4,30 175.672,83 3,53Dotierung von Rücklagen 0,00 0,00 28.014,02 0,56Aufwendungen für statutarisch 3.856.750,32 100,00 4.982.127,43 100,00festgelegte Zweckekorrekte Verwendung der Spenden zu garantieren,sondern auch die Verwaltungskosten sogering wie möglich zu halten. Durch eine nocheffizientere Gestaltung unserer Strukturenbetrug 2012 der Verwaltungsaufwand mit zirka166.000 Euro um rund 10.000 Euro weniger alsim Vergleichsjahr 2011. Auch die Kosten imBereich Spenderwerbung und -betreuungkonnten durch einen noch effektiveren Mitteleinsatzum nahezu 110.000 Euro reduziert werden.*ProjektförderungDamit Jugend Eine Welt Kinder und Jugendlicheweltweit unterstützen kann, sind wir auf dieHilfe zahlreicher Menschen angewiesen. Gleichgültigmit welcher Summe, ob groß oder klein,ermöglichen Sie es uns, gemeinsam mit unserenDon Bosco Projektpartnerinnen und PartnernStraßenkindern ein neues Zuhause zuschenken, Jugendlichen eine Berufsausbildungzu ermöglichen oder Kindern lesen und schreibenbeizubringen. Insgesamt konnten so alleineim Jahr 2012 3,2 Millionen Euro für entwicklungspolitischeProjekte eingesetzt werden.Ein optimistischer Blick in dieZukunftTrotz eines unsicheren wirtschaftlichen Umfelds,das geprägt war von Banken- und Eurokrise,und immer geringerer staatlicher Budgets fürEntwicklungszusammenarbeit ist es Jugend EineWelt wieder gelungen, zahlreiche Kinder- undJugendprojekte effizient und sparsam durchzuführen.Diesen Weg möchten wir auch weiterhinfortführen und so den Unterstützerinnen undUnterstützern die Sicherheit geben, dass ihreSpende dort ankommt, wo sie am dringendstengebraucht wird.Die komplette Darstellung der von unsfinanzierten Projekte 2012 finden Sie unter:www.jugendeinewelt.at/jahresberichte.*Die prozentuale Steigerung ergibt sich aus den geringeren Spendeneinnahmen 2012.31


Faire GeldveranlagungZinsenlose DarlehenGroßes Bild oben:Die qualitativhochwertigeAusbildung an derUniversidadPolitécnicaSalesiana (UPS)soll jungeEcuadorianerInnenzu einemselbstbestimmtenLeben befähigen.Foto: Birgit KoellIm Jahr 2012 wurden die zinsenlosen Darlehenvon der Finanzmarktaufsicht geprüft.Mittlerweile haben wir die Bestätigung, dassdiese Form der sozialen Veranlagungauch vom Gesetzgeber gewünscht ist.Mit der Gewährung eines zinsenlosen Darlehensan Jugend Eine Welt fördert der Darlehensgeberdie Arbeit von Jugend Eine Welt inÖsterreich und die zahlreichen Don BoscoProjekte und Programme weltweit. ZinsenloseDarlehen ermöglichen z. B. Investitionen inentwicklungspolitische Projekte zur Stärkungdes fairen Handels und zum Aufbau vonProgrammen in der Entwicklungszusammenarbeit.Schon mit Summen ab 2.000 Euro istkonkrete Hilfe möglich.Wir freuen uns, dass wir die Prüfung seitensder Finanzmarktaufsicht erfolgreich bestandenhaben!Auch 2012 verzeichneten wir einen Zuwachsan neuen Investoren! Vielen Dank!Nähere Informationen und Musterverträgeerhalten Sie gerne auf Anfrage. Kontakt:finanzen@jugendeinewelt.at,Tel.: +43 (0)664 82 43 79232


Don Bosco Anleihe − 3 ⅞ % Ecuador 2015Die Don Bosco Finanzierungs GmbH, derenHauptgesellschafter Jugend Eine Welt ist,begab 2009 eine Anleihe für den Ausbauder Universität der Salesianer Don Boscos inEcuador.Die Anleihe ermöglicht mittlerweile 18.000jungen Menschen den Zugang zu einerqualitativ hochwertigen Ausbildung. FürStudierende aus sozial schwächeren Bevölke-Erfreuliche Entwicklung der Anzahl der Studierenden:UniversitätssitzStudienjahr2007‒2008Studienjahr2008‒2009rungsschichten gibt es ein eigenes Sozialprogramm,um ihnen den Zugang zu einerHochschulausbildung zu ermöglichen.Insgesamt wurden 6,3 Millionen Eurobegeben. Zum dritten Mal wurden fristgerechtdie Zinszahlungen in Höhe von 3 ⅞ % anunsere InvestorInnen ausgezahlt.Studienjahr2009‒2010Studienjahr2010‒2011Studienjahr2011‒2012Quito 8.340 9.081 9.054 9.871 10.200Cuenca 4.409 4.346 4.342 4.775 5.233Guayaquil 1.743 2.040 2.501 2.850 3.469Gesamt 14.492 15.467 15.897 17.496 18.902Bilderserie oben:Mittlerweilestudieren über18.000 Student-Innen an dendrei StandortenCuenca, Quito undGuayaquil. Aktuellsorgen 710DozentInnen und360 Administrativkräftefür einenreibungslosenAblauf undexzellente Bildungin 26 Pre- und 20Postgraduierten-Studiengängen.Der Fokus liegtdabei vor allem auftechnischen, aberauch auf wirtschaftlichenundsozial-pädagogischenAusbildungen.Fotos: Birgit KoellNähere Informationen zur Anleihe undneuen Konzepten erhalten Sie unter:www.donboscoanleihe.atNähere Informationen zur UPS auch unterhttp://www.ups.edu.ecNeue, sozial nachhaltige Anlagemöglichkeiten im AufbauJugend Eine Welt arbeitet an weiteren sozialnachhaltigen Investments, um den Anfragenseitens interessierter Investoren nachzukommen.Im Jahr 2012 wurde die Skills Invest GmbHgegründet. Diese Organisation spezialisiertsich auf die Investition in die Fertigkeiten undFähigkeiten (kurz Skills) von jungen Menschenin Indien. Die Genehmigungen für die Umsetzungeiner weiteren Anleihe werden eingeholt,um im Jahr 2013 eine Finanzierung überethisch orientierte Investoren zu ermöglichen.Nähere Informationen finden Sie unter:www.dasgutegeld.at33


IDEENBereich für faireGeldanlagen ausweiten &Seitenzahl erhöhen(+2 Seiten/1Doppelseite;statt 36 Seiten - 38)Aktiv sein!Großes Bild oben:Straßenkinder ausQuito/Ecuadorkommen gerne insDon BoscoZentrum Gol.A.S.O.Hier erleben siebeim Fußballspielein StückUnbeschwertheitim sonst schwerenAlltag auf derStraße. Sobald dieKinder Vertrauenzu den SozialarbeiterInnenaufgebauthaben, kann denKindern konkreteHilfe für ein Lebenabseits der Straßeangeboten werden.Medienunterstützung 2012----------------------------------------------------Zahlreiche Medien in Österreich haben JugendEine Welt Werbeschaltungen ermöglicht unddamit die Arbeit für Kinder und Jugendliche ausschwierigsten sozialen Verhältnissen unterstützt.Durch diese Hilfe hatte Jugend Eine Welt dieMöglichkeit, eine breite Öffentlichkeit auf dasSchicksal von Straßenkindern und jungenMenschen in Not aufmerksam zu machen. Wirmöchten uns bei allen Medien ganz herzlichbedanken, insbesondere bei: Der Standard, DiePresse, Kleine Zeitung, Wiener Zeitung, sms.at,Infoscreen, Digilight, orf.at, kurier.at, geizhals.at,laola1.at. u. v. m.----------------------------------------------------750 Kilometer für einen guten Zweck----------------------------------------------------Von Wien nach Feldkirch zugunsten vonProjekten des österreichischen SalesianerpatersJohann Kiesling im Kongo: Mit dieser Ideesammelten Mitglieder der Pfarre Stadlau aufInitiative von Franz Schmidt Spenden fürKinder und Jugendliche im Kongo. 52 engagierteund wanderbegeisterte Menschenfolgten dem Aufruf und begaben sich auf denJakobsweg. Start war am 29. April 2012 inWien und am 5. Juni erreichten die Pilger ihrZiel Feldkirch. Insgesamt konnten mit dieseraußergewöhnlichen Aktion bisher 3.100 Eurogesammelt werden.----------------------------------------------------Firmenchef sammelte zum40. Geburtstag Spenden----------------------------------------------------Seinen Geburtstag feiert der HollabrunnerGeorg Leeb nur alle zehn Jahre. „Aber dannordentlich”, sagt der Chef der Firma „stone4you”.2012 war es wieder so weit, der Steinmetzmeisterwurde 40. Und zu diesem Anlassfeierte er ein Fest mit 250 Gästen.Statt Geschenken wünschte er sich Spendenfür Jugend Eine Welt. „Weil mir der GedankeBildung für die Jugend gefällt”, sagt Leeb:„Damit kann ich mich identifizieren.” 2.700Euro kamen beim Geburtstag zusammen, Leeberhöhte die Spende auf 5.500 Euro. MargitPleschberger-Gruber, Mitarbeiterin von JugendEine Welt, freute sich, die großzügige Spendeentgegen nehmen zu dürfen.----------------------------------------------------34


Schachinger Logistics unterstütztBerufsausbildungszentrum in Albanien----------------------------------------------------Schachinger Logistics lebt als Pionier einernachhaltigen Geschäftspolitik schon seit JahrenMaßnahmen, die verantwortungsvolles Wirtschaftenmit ökologischem und sozialemEngagement verbinden.Es freut uns daher ganz besonders, die FirmaSchachinger als Partner für das Berufsausbildungszentrumin Tale gewonnen zu haben.„Das Projekt beeindruckt uns durch seinenachhaltige Ausrichtung in einer der ärmstenRegionen Albaniens sowie seine Multiplikationswirkung,da die Frauen einerseits durch ihreneu erlernten Qualifikationen ihre Familienbesser versorgen können und zudem diesesWissen auch innerhalb der Familie weitergebenwerden”, begründet Herr Max Schachingerseine Unterstützungszusage.Wir bedanken uns bei Herrn Schachinger fürseinen wertvollen Beitrag.----------------------------------------------------Kinder für Straßenkinder!----------------------------------------------------Ende des Schuljahres 2012 befassten sich dieLehrerin Susanne Zehetner und ihre Schülerinnenund Schüler der Volksschule Holzhausenbei Marchtrenk im Unterricht mit dem ThemaStraßenkinder. „Nach entsprechender Informationwar es nicht mehr weit bis zum Wunsch,für diese Kinder etwas zu tun”, erzählt dieLehrerin.So kam es, dass kurz vor den Sommerferiennoch eine Spendenaktion gestartet wurde. DieKinder gaben großzügige Teile ihres Taschengeldesund brachten ihr Anliegen – denStraßenkindern helfen zu wollen – ihren Elternund Großeltern nahe. Die Kinder gestaltetenZeichnungen und verkauften diese gegen einefreie Spende.Am 24. Juni stand die Sonntagsmesse inHolzhausen – von den Kindern mitgestaltet –ganz im Zeichen der Straßenkinder. Nach demGottesdienst verkauften die Kinder Kleinigkei-ten auf einem eigens organisierten Flohmarkt.Insgesamt haben die Kinder 730 Euro gesammelt.„Die Kinder waren extrem begeistert undmotiviert!” Danke für Euer Engagement!----------------------------------------------------Benefizkonzert in Baku----------------------------------------------------Auf Initiative von Jugend Eine Welt fand inKooperation mit der Österreichischen Botschaftund den Don Bosco Partnern in Aserbaidschanam 14. Mai 2012 in Baku ein Benefizkonzertzugunsten des „Maryam Center“ statt.In diesem Zentrum werden benachteiligteKinder und Jugendliche betreut. Die Jugendlichenerhalten dort eine Ausbildung und dieMöglichkeit, ihre persönlichen Talente undFähigkeiten zu entwickeln. Die beiden österreichischenPianisten Prof. Markus Prause undChin-Lin Chen-Prause begeisterten das Publikummit einem außergewöhnlichen Doppelklavierkonzert.----------------------------------------------------Firmlingssozialprojekt„Ihr seid das Salz der Erde“----------------------------------------------------Die Firmvorbereitung im Dekanat Zams stand2012 ganz unter dem Motto „Ihr seid das Salzder Erde”. Jugend Eine Welt und DekanatsjugendleiterinSabine Trenkwalder bezogenunter diesem Motto soziale Aspekte in dieFirmvorbereitung mit ein. Den Jugendlichensollte dabei ein Zugang zu entwicklungspolitischenThemen ermöglicht werden. „Ich wollteden Jugendlichen vor Augen führen, dass esmanchen Gleichaltrigen an den alltäglichenDingen wie Nahrung, Bildung etc. fehlt”,unterstreicht Sabine Trenkwalder die Ideehinter dem Projekt. Bei verschiedenen Aktionenmachten die Firmlinge auf schwierige Lebenssituationvon jungen Menschen in vielen Teilendieser Welt aufmerksam und sammelten über1.100 Euro an Spenden für Don Bosco Projekte.----------------------------------------------------Vielen Dank für EuerEngagement!Bilder oben, v.l.n.r.:Für die meistenMitglieder derGol.A.S.O.Fußballschulen inEcuador bleibt dasZiel Fußballprofi zuwerden ein Traum.Doch genau das istes, was den jungenMenschen hilft,den Weg zu einembesseren Leben zufinden. Somitakzeptieren sieauch, dass sie indie Schule gehenmüssen, umweiterhin in derFußballmannschafttrainieren zukönnen. Dasverlangen dieSalesianer DonBoscos für denSpaß am Fußballspiel.35


So können Sie helfen!Großes Bild oben:Reinhard Heisererinmitten vonKindern, die imDon BoscoStraßenkinderprojekt„Chicos dela Calle“ (Kinderder Straße) durchBildungs- undFreizeitmaßnahmendie Chanceauf eine bessereZukunft bekommen.Jugend EineWelt unterstützt„Chicos de la Calle”seit 15 Jahren.Neben derHauptstadt Quitohat „Chicos de laCalle” Standorte inden StädtenEsmeraldas,Guayaquil, SantoDomingo, Cuencaund San Lorenzo.36SpendenDank Ihrer Spende konnte auch im Jahr 2012für Buben und Mädchen aus ärmsten Verhältnisseneine bessere Zukunft gesichert werden.Sie haben damit zum Schutz, zur Bildung undzur Stärkung der Rechte von sonst chancenlosenKindern und Jugendlichen in Afrika, Asien,Südamerika oder Osteuropa beigetragen.Geburtstags- und JubiläumsspendenOb bei Geburtstagsfeiern, zu Weihnachten oderbei Hochzeiten: erfreulicherweise verzichtenimmer mehr engagierte Menschen auf Geschenkezugunsten einer sinnvoll eingesetzten Spende.Wir senden Ihnen gerne Urkunden undProjekt informationen zu, wenn Sie einmaletwas „anderes” schenken wollen.Eine Spende für Kinder erfreut mehr Herzenals so manches ungeliebte Weihnachts- oderGeburtstagsgeschenk.KranzspendenAuch im Jahr 2012 wurden anstelle von Kränzenund Blumen bei Begräbnissen zahlreicheGeldspenden gegeben. Sie bedeuten in einemanderen Teil der Welt ein Stück Zukunft für einbenachteiligtes Kind. Jugend Eine Welt möchtesich dafür sehr herzlich bedanken!kontakt für Kranzspenden:Tel.: 01 879 07 07-18E-Mail: spenden@jugendeinewelt.atProjektpartnerschaftenJugend Eine Welt erhält aus allen ErdteilenHilferufe der Don Bosco Familie. Viele dieserProjekte müssen abgelehnt werden, weil dienötigen Mittel fehlen. Deshalb freut es unsbesonders, wenn Einzelpersonen oder Gruppendie Kosten für einen Teil eines Projektes oderfür ein ganzes Projekt übernehmen. Besondersgefragt ist die Übernahme der Gehaltskostenfür ProjektmitarbeiterInnen, LehrerInnen undSozialarbeiterInnen in den Don Bosco Schulenund Straßenkinderprojekten.Kontakt für Projektpartnerschaften:Tel.: 01 879 07 07-19E-Mail: projekte@jugendeinewelt.at


Faire GeldveranlagungUm Menschen in den Ländern des SüdensPerspektiven zu geben, ist nicht immer eineGeldspende erforderlich. Auch das Verleihenvon Kapital oder das ethisch nachhaltigeInvestieren von eigenem Kapital ist einesinnvolle Möglichkeit zu helfen.Unsere aktuellen Angebote:Zinsenlose DarlehenMit der Gewährung eines zinsenlosen Darlehensan Jugend Eine Welt fördert der Darlehensgeberdie Arbeit von Jugend Eine Welt in Österreichund in zahlreichen Don Bosco Projekten undProgrammen weltweit, die Jugend Eine Weltunterstützt und begleitet.Jede Summe ab 2.000 Euro für unbestimmteLaufzeit hilft. Sobald Sie das Geld wiederbenötigen, erhalten Sie es innerhalb einesMonats zurück.KleinkrediteDurch Gewährung eines zinsgünstigen Darlehensermöglichen Sie Kleinkredite in Entwicklungsländern.kontakt für FAIRE GELDANLAGEN undzinsenlose Darlehen:Jugend Eine Welt, St. Veit-Gasse 21, 1130 WienTel.: +43 (0)664 82 43 792E-Mail: finanzen@jugendeinewelt.atTestamente und LegateImmer wieder berührt die Hilfsbereitschaftvon Menschen, die Jugend Eine Welt in ihremTestament oder Legat bedenken.Falls Sie weitere Informationen zu diesemThema wünschen, stehen wir gerne mit Ratund Tat zur Verfügung.Ansprechperson für Testamente:Ing. Reinhard Heiserer, VorstandsvorsitzenderJugend Eine Welt, St. Veit-Gasse 21, 1130 WienTel.: 01 879 07 07-10E-Mail: reinhard.heiserer@jugendeinewelt.at----------------------------------------------------Sponsoring undUnternehmenskooperationenImmer mehr Unternehmen arbeiten mit JugendEine Welt als Sponsoringpartner zusammen.Die weltweite Präsenz der Salesianer Don Boscosund die besondere Hinwendung zu Kindernund Jugendlichen sind starke Argumente füreine solche Kooperation.kontakt für sponsoring undunternehmenskooperationen:Jugend Eine Welt, St. Veit-Gasse 21, 1130 WienTel.: 01 879 07 07-0E-Mail: office@jugendeinewelt.at----------------------------------------------------Bilderserie oben:Viele Menschen inder RegionNalgonda undMahabubnagar/Indien littenaufgrund des starkfluoridhaltigenWassers unterschwerenKrankheiten. Diedurch Jugend EineWelt finanzierteTrinkwasserreinigungsanlageist ein wichtigerund langfristigerBeitrag, um dieGesundheit derFrauen, Männerund Kinder zuverbessern undihnen eine bessereZukunft zu sichern.Nähere Informationen zur fairenGeldanlage mit Jugend Eine Welt unter:www.dasgutegeld.atOnline spenden unter:www.jugendeinewelt.at/spendenJeder Beitrag hilft, eine gerechtere Welt zu schaffen,in der auch benachteiligte Kinder eine Zukunft haben.Bitte helfen Sie uns dabei! Danke!37


Bitte unterstützen Sie uns weiterhinHelfen Sie jungen Menschen mit Ihrer Spende und unterstützen Sie die Arbeit von Jugend Eine Welt.Schon mit einem kleinen Beitrag können Sie viel bewirken. Zum Beispiel:Mit 10.000 Euro----------------------------------------------------Mit 1.000 Euro----------------------------------------------------kann ein Brunnen im Kongo gebaut werdenund schafft Zugang zu sauberem Trinkwasserfür eine ganze Dorfgemeinschaft.Mit 300 Euro pro Monat----------------------------------------------------erhält eine Familie in Pakistan Nutzvieh, Saatgutund landwirtschaftliche Geräte, um ihreeigene Existenz nach den Überschwemmungenwieder aufzubauen.Mit 150 Euro pro Monat----------------------------------------------------können 5 Kinder in einem Don Bosco Straßenkinderzentrumin Indien 1 Jahr lang die Schulebesuchen.Mit 50 Euro pro Monat----------------------------------------------------kann ein Grundschullehrer in Haiti für einenMonat bezahlt werden! Kinder erhalten eineAusbildung und ein Lehrer kann seine Familieversorgen.Mit 1 Euro pro Tag----------------------------------------------------JederBeitraghilft!Mit einerfreienSpendehelfen Sie,wo Hilfe amdringendstengebrauchtwird!geben Sie einem Mädchen in Port-au-Prince/Haiti, das keine Familie hat oder aus ärmstenVerhältnissen kommt, ein Zuhause.sichern Sie zwei Kindern im Kongoeine Mahlzeit am Tag.38


Wir brauchen Menschen,die wie Don Bosco …… zum Leben ermutigen,die Welt als Schöpfung erkennen und bejahen,Verantwortung für sichund andere tragen.… die Nöte und Leiden der Mitmenschen sehen,ein Gespür für sie bekommen,Toleranz und Zuwendung einübenund Freude findenam gemeinsamen Tun.… sich einsetzen,damit Gerechtigkeit und Friede wachsenim eigenen Herzen,in den Familien, Gemeindenund unter den Völkern.Danke, daass Sie sich mit Jugend Eine Weltfür junge Menschen einsetzen!39


Danke für Ihr Vertrauen!Bitte unterstützen Sieuns weiterhin.Jugend Eine Welt ÖsterreichSt. Veit-Gasse 21, 1130 WienTel. +43 (0)1 879 07 07Fax +43 (0)1 879 07 07-15office@jugendeinewelt.atwww.jugendeinewelt.atImpressum:Redaktion: Elmar Huber, Kathrin IvancsitsVerantwortlich: Ing. Reinhard HeisererFotos: Jugend Eine Welt, Birgit Koell, Kurt Hörbst,Franz Josef Rupprecht, Markus SchiederLayout: Atelier Am Stein, Nina FritscheDruck: Druckerei Janetschek GmbHSpendenkonto:RLB TirolIBAN: AT66 3600 0000 0002 4000BIC/SWIFT: RZTIAT22Online Spenden unter:www.jugendeinewelt.at40

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