G E R D ' s W E L T E N Z E I T U N G W AE ... - Eleventy.at

eleventy.at

G E R D ' s W E L T E N Z E I T U N G W AE ... - Eleventy.at

G E R D ’ sW E L T E N Z E I T U N GW AE L L E N S T E I N 2 0 0 5Organ derÖ.V. der Hauskreise zur Förderung der sozialen Beziehungskunst


302of Saint George (Sveti Giorgi), Saint Arhangel (Sveti Arhangel) in Reka, Saint JohnBigorski (Sveti Jovan Bigorski) in Debar, and the church of the Immaculate Mother ofGod (Sveta Prechista) in Kitchevo. Others, such as the cathedral church of Saint Sofiain Ohrid, were transformed into mosques. 12As the sole religious institution of the Macedonian people, the Archbishopricof Ohrid actively sought assistance from various European leaders with a clearpolitical aim of liberating Macedonia from Ottoman Muslim rule. During the latterhalf of the sixteenth century and up to the middle of the seventeenth century,Archbishops of the Ohrid Church travelled to various European countries (Russia,Poland, Bohemia, Germany, and others) seeking assistance for the liberation fromOttoman rule. In 1589 Archbishop Gavril was actively seeking support from WesternEurope to drive the Ottomans from Macedonia. 13 In 1615 Archbishop Atanasiustravelled to Italy, Austria and Spain, requesting aid in support of an uprising to free12 During the rule of Murat IV (1623-1640) the Ottomans attempted to transform the famous church of SaintKliment into a mosque. It was only saved after many of its precious treasures were sacrificed in order to buy itback. During travels in Macedonia the writer has on a number of occasions been alerted by locals to mosqueswhich were transformed from churches, or were built on the foundations of a destroyed church. The followingstory, was told by an elderly local in Ohrid, in 1996 about a mosque known locally as ‘krst dzhamija’ (‘crossmosque’). It was built from the ruins of a church (Saint George) which had been devastated in earlier Ottomanrule. With partially erect walls, the Ottomans commenced to rebuild it as a mosque. Over three consecutivedays during construction, in the morning it was found that the work performed the previous day on the wallshad collapsed. Rebuilding continued and to prevent further damage occurring an armed guard was stationed atthe site. At its completion it was noticed that where there should have been only a crescent symbol on thedome, there was in fact a small cross within it. The authorities promptly replaced the religious symbol, believingthat someone had swapped it over. The following day, the cross re-appeared. The authorities, furious that thisshould happen again, again stationed an overnight guard before the building. The following morning the crossagain re-appeared. Unable to explain the event, the Ottoman authorities allowed it to remain and it stands theretoday.13 Archbishop Gavril described the conditions under which the people were subject to in a letter to theArchduke Ferdinand of Habsburg, dated 8 October 1589: ‘We take the liberty humbly to complain to yournoble radiance (as a person) loved by God, a Christian and Catholic nobleman, of the tyrant, the bloodthirstypersecutor of Christianity, the Turk, who from day to day has pursued and blackmailed us and our ancestors,not only our Orthodox and old Catholic bishops, monasteries and the like in the whole of Macedonia, Greeceand the nearby countries, and our loyal followers as well who we rule and live according to God’s will, are alsoattacked; therefore we receive little tax from them now. On the contrary, we alone have to give to the Turks18,000 Hungarian ducats in tax, which for us and our followers is a great evil, first of all it is an evil to the nameand glory of Christ, preventing the spreading of his teachings.’ H. Andonov-Poljanski, editor, Documents on theStruggle of the Macedonian People for Independence and a Nation-State, Vol I, Skopje, 1985, pp. 152–153.


G E R D ‘ sEin Atlas nach meinen VorstellungenMein Webtipp dieser Ausgabe: Google EarthEigentlich wollte ich mit Margit im Internet nachsehen,ob an jenem besagten Dienstag im WDR „Quarks & co“oder nur dessen „Kopie“ „Q21“ spielt. Weil aber Feriensind, spielt da nichts dergleichen - aber wir sind demWebtipp des Tages nachgegangen.Auf earth.google.com (ohne „www“ davor) gibt es eineWebapplikation zum Gratis-Download. Mit dieser lässtsich die ganze Welt über Satellitenbilder ansehen undmit etwas Geschick auch ein bisschen Flugsimulator mitSchwerpunkt Geographie spielen.Google Earth zaubert nämlich die Erde besonders elegantauf den PC-Monitor. Der User kann den blauenPlaneten nach Herzenslust rotieren, drehen oder verschieben.Wer am Mausrad dreht, zoomt die Erde näherheran - oder auch wieder weg. Ein Doppelklick, undman stürzt wie Superman auf die Erde zu, um in denStraßenschluchten von Manhattan, vor dem BerlinerReichstag oder in den Alpen zu landen.Die Optik ist atemberaubend - und macht den Traumvom Fliegen wahr, meint „WDR - Schieb der Woche“.Beim Anflug werden immer mehr Details sichtbar, bisHäuser, Straßen und Bäume zu erkennen sind. Eineschnelle Datenleitung (bzw. Breitband Internet undvielleicht auch fixe Gebühren) ist hier allerdings einewesentliche Voraussetzung. Auf Knopfdruck blendetGoogle Zusatzinformationen ein, etwa Orts-, Straßennamenoder Grenzen. In der Nahansicht lassen sichsogar Cafés, Restaurants, Hotels, Apotheken oder Parkhäusermarkieren.Um Enttäuschungen vorzubeugen: Noch ist GoogleEarth in der Hochauflösung, in der ein Kollege von mirauf dem Bild seine Badewanne im Freien erkenn konnte,nicht wirklich global, sondern glasklar nur auf einige"Highlights" der Erde wie Berlin Mitte, die verboteneStadt in Peking oder das Olympiazentrum von Sydneybeschränkt.W AE L L E N S T E I N 2 0 0 5- 6 -


W E L T E N Z E I T U N GDas Haus meiner Mutter in Villach zum Beispiel lässtsich noch nicht à la Superman ansteuern.Aber das wird, laut Meinung von Herrn Schieb vom WDR,sicher kommen. Denn die Erdansicht sei keine Spielerei,sondern letztlich eine potenzielle Werbeplattform.Wer wissen möchte, wo das schicke In-Restaurant ist,schaut in Zukunft nicht mehr in die Gelben Seiten, sondernmal eben im virtuellen Globus nach. Der Besucherweiß dann nicht nur, wo sich das Lokal befindet -sondern kann auf Knopfdruck einen Tisch reservierenund bekommt auch noch gleich die Fahrtroute ausgetüftelt.Das wäre ein passables und auch praktisches Zukunftsszenario,welche das Web trotz Hacker und andererKriminalitäten sicher aufwerten würde. Margit und ichhaben uns schon mal auf Naxos umgesehen.Das Titelbild dieser Zeitungsausgabe und jene auf denSeite 2, 6 und hier sind bereits Ansichten mit der weltweitenStandardauflösung. Das Schöne für mich ist auchdie Einblendung des Terrains mit den Höhendaten unddass die Erde nicht nur vertikal von oben, sondern auchgeneigt bis fast horizontal betrachtet werden kann. (BeiGebäuden funktioniert das aber nur selten.) Diese Bilderhier, welche dieser Ausgabe ihren Namen verliehen,stammen übrigens aus dem Iran.Mit der Hochauflösung, welche nur in bestimmten Gebietenvorhanden ist, habe ich schon ein paar meinerKollegen, welche vom Geoland.at begeistert sind, inStaunen versetzt. Auch haben Margit und ich das Hausvon Horst mit dem Gartenschuppen und dem aufgestelltenPool entdeckt. Und noch viel mehr: In Hochauflösungsind z. B. die Lobau, St.Petersburg, Rom, ParisVenedig, Madrid, Granada, Sevilla ... zu sehen. Der Platzder Repubik in Sevilla, wo auch einige Szenen in StarWars II gedreht wurden, oder die Alhambra in Granadakommen schön in natürlichen Farben.Das beschränkt sich aber nicht nur auf Städte, dennirgendwo in Finnland oder in der Poebene in Italienhabe ich auch bis zu 1 m je Pixel hineinzoomen können.Mit Dazuschalten der Straßen haben wir auch bei derStandardauflösung die Straßennamen eingeblendetbekommen und jenen Komplex, wo Margit’s Mutterwohnt, verschwommen wieder erkannt. Was ich hiergesehen habe, schafft - glaube ich - kein Flugsimulator.Aber das Web scheint immer für Überraschungengut.*Beim Download speichere ich zuerst die Datei, bevorich sie ausführe. Bei Ausführung wird die ApplikationGoogle Earth installiert, welche mit F11 auch im Vollbildmodusläuft. Bei den Tools kann in diesem Modus derNavigationsbereich (zum Drehen und Neigen der Ansicht)wieder aktiviert werden.- 7 -w w w . S P I R A R E . O R . A T


W E L T E N Z E I T U N GVon der Symmetrie des Generationenvertragesaus dem Blickwinkel der sommerlichen Gestaltungsgeneration.Irgendwo zwischen fünfunddreißig und vierzig trat ichin den Kreis der Gestaltungs-Generation ein, welchesich für mich durch folgende Eigenschaften darstellt:Zu einen steht man auf eigenen Füßen und unterhältgemeinsam mit der Partnerin eine Familie (oder ist alleinstehend).Eigentlich überflüssig zu sagen, dass ichmich da von der Eltern-Familie emanzipiert habe undsich die Beziehung in eine Freundschaft oder Kontaktlosigkeitverwandelt hat.Im Beruf, Familie und in der Freizeit nehme ich die Rolledes Gestaltenden ein. Ich bin da Teil der „mittleren“und vermittelnden Generation. Das ist allerdings zu unterscheidenvon den „jungen Erwachsenen“, die zwarauch schon ihr eigenes Geld verdienen oder noch inAusbildung sind; denn meine Generation gehört nunzu den Trägern der Gesellschaft. Meine Generationgestaltet die Kirche, finanziert die Einrichtungen, gestaltetdas Wirtschaftsleben und die Politik mit - undsie gestaltet intensiv, kraftvoll und praktisch, gleich wieder Sommer kraftvoll und doch anders wie der Frühlingoder Herbst ist.Unser Jochi aus dem ehemaligen Club war ein gutesBeispiel dafür; und in alten Filmen spricht man z.B. über„Erst mit Vierzig ist der Mann ein Mann.“In der Lebensphase der Gestaltungsgeneration, welcheich ab 35/40 bis zum Antritt der Pension sehe, hatmein Verhalten und Mitdenken oder eben auch die Gedankenlosigkeitdie größten direkten Auswirkungen. Inallen Lebenslagen verfüge ich da über die bestenUmsetzungsmöglichkeiten und bin auf Grund des Reifeprozessesam meisten an Umsetzungen und nicht nuran dessen Theorie interessiert. Das Wesentliche imGegensatz zu den Ausschweifungen oder zum materiellen,äußeren Wachstum gewinnt an Gewicht.Eigentlich handelt es sich da um den Sommer des Lebens,worin nicht bloß ein flüchtiger Gedanke oder eineIdee, sondern eher das Wesen aufgegriffen und daherdas Wesentliche verwirklicht wird. Christen, bei denenJesus Christus das Wesentliche ist, wirken mit an derVerwirklichung der Glieder am Leib Christi in der Welt.Sie haben Teil an der Christusverwirklichung, dieschon anfangs in dieser Zeitungsausgabe erwähntwurde.Das ist das Wesentliche unserer Generation !Hat man Kinder, fällt darunter auch die eigene Elternschaft.Und viele haben vielleicht erst später Kinder,weil die durchschnittliche Lebenserwartung gestiegenist und man sich auch seelisch-emotional und nicht nurmateriell von den Eltern emanzipieren muss.Ist das wie bei meiner Familie der Fall, unterhalte ichneben den Kindern auch die Pensionisten meiner Familie,dessen Träger ich mit meiner Partnerin bin. (Überdas Verhältnis des Alleinverdieners zur Nebenerwerbshausfrauund zur Aufgabenaufteilung mag man ja diskutierenkönnen ...) Aber aus dieser Situation herausmuss ich mich mit dem Generationenvertrag befassen,zumal ich mit beiden Generationen und mit der eigenenkommuniziere. Alleine aus dieser Lage habe ichmich seit meinem Eintritt in die Gestaltungsgenerationüber ein generationsübergreifendes Arbeiten nicht nurin der EHG eingesetzt. Diese Arbeit ist einfach notwendig.Unabhängig von der Finanzierungsform ist und wirdder soziale Generationenvertrag auf Grund der Lebensphasen,die Menschen nun einmal haben, immer vorhandensein. Und gerade die mittlere Generation musssich dessen stets bewusst sein, weil dies auch die Kommunikationzu Kind und Eltern beeinflusst.Wenn einem viele Versicherungen immer wieder glaubenmachen wollen, dass einem die jüngere Generationdereinst nicht erhalten wolle und man selbst vorsorgensolle, so verwandelt sich der Pensionist dadurchdoch nur zum verkappten Geldvermieter am Finanzmarkt.Über die aus der Bedienung der Finanzmärkteauf den Kunden umgewälzten Preise finanzieren dochdie Erwerbstätigen das „arbeitslose Einkommen“ derLebens- und Andersversicherten - es sei denn, dasErsparte verbraucht sich, und dann ist nach ein paarJährchen auch mit der „Pension“ Schluss.Weil ich voraussichtlich einmal selbst in jene Rolle, diedie kommende Generation jetzt hat, kommen werde,werde ich so Sprüche wie „Du hast nichts zu sagen.Gehe erst mal arbeiten, und dann reden wir weiter ...“vermeiden, damit das, wenn ich einmal in Pension seinwerde, mir nicht zum Bumerang wird. Wie ich in denWald hineinrufe, so wird es zurück kommen.- 9 -w w w . S P I R A R E . O R . A T


W E L T E N Z E I T U N GEin gesunder Geist in einem gesunden KörperAnfang Juli war ich eine Woche lang in meiner weltlichenHeimatregion. Dort hatte ich das Glück in dieserkurzen Zeit gleich zwei meiner Freunde zu treffen. Dabin ich einfach hingefahren und hab nachgesehen, obwer da ist ...Während Norbert noch heuer seine Diplomarbeit abgebenwird, haben sich Hannes und Corinna mit ihremPranazentrum weiter entwickelt; und üben ihre Praxisauf ihre Weise aus. Bei dieser Gelegenheit gleich herzlicheGrüße von Hannes zum Norbert mit der gleichzeitigenEinladung doch mal vorbei zu schauen ...Nachdem ich diesmal ohne meine Familie in meiner Heimatwar, gestattete ich mir zum einen nach Jahrenwieder im Faaker See zu baden und zum anderen inVillach-Lind in den mir seit gut dreißig Jahren vertrautenStraßen und Wegen zu verweilen. Ich suchte dieGefilden meiner Vergangenheit auf und bemerkte, dasssich z.B. bei Schildern und Glandern nichts veränderthat, obwohl vieles rundherum anders geworden ist.Ich traf sogar eine meiner alten Nachbarinnen aus derF.-X.-Wirthstraße, die noch immer dort wohnt und dessenSohn (den ich gut kannte) gerade zu Besuch war.Ganz eingetaucht in dieser Stimmung der Vergangenheit,die ich endlich unvoreingenommen ohne meineFamilie geniesen konnte, verschlug es mich zum Hochhausund aufeinmal zum Hannes (Chiefe), den ich jaauch schon ein Vierteljahrhundert kenne ...Wenn Hannes und ich einander erzählen, wie es unsgeht, dann blitzen darin die uns jeweils wesentlichgewordenen Dinge in unserem Leben auf - und so kames, dass mich Hannes ein wenig in seine Praktiken einweihte,und diese beziehen sich auf die seelische Gesundheitdes Leiblichen.Demnach prägen Erfahrungen nicht nur das Seelische,sondern auch den Körper, welche auch ein eigenes„Bewusstsein“ hat. Aus meiner Sicht eröffnen sich daGestaltungsmöglichkeiten einer Kunst im Körperlichen.Das ist ein Betätigungsfeld, mit dem ich mich noch nichtauseinander gesetzt habe. Mein Wirkungsbereich istdas Ideell-Geistige mit seiner Gestaltungskraft auf dasSeelische, worin Wesentliches und Wahrheiten erlebbarwerden und auf diese Weise über das rein Theoretischehinaus wachsen.Warum aber sollen erlebte Wahrheiten und Tatsachensich nicht auch auf das körperliche Befinden auswirken? Dazu lasse ich Hannes und Corinna an Handihrer Klangmassage, die ich bei meinem Besuch selbsterleben durfte, selbst zu Wort kommen:„Auf der Klangliege wird der Körper durchflutet vonSchwingungen, welche jede Körperzelle erreicht. DaTöne geometrische Strukturen bilden, können die richtigenTonfolgen bzw. Tonfrequenzen heilsam auf denKörper einwirken. Es entsteht ein tiefwirkender Entspannungs- und Regenerationseffekt. Zellmembrane werdenzum Schwingen angeregt, wobei der Stoffwechselaktiviert wird.Die Idee der Übertragung von Schwingungen auf denphysischen Körper ist nicht neu. Schon im alten Tibetwurden eigens gefertigte Schalen, bestehend aus siebenMetallen, für Rituale verwendet.Auch in den vedischen Überlieferungen wurde auf diespezielle Wirkung von Klängen, Rhytmen und Tonfolgenhingewiesen. (Zitat aus Nada Brahma: „ Aus Klangist die Welt entstanden, die Welt ist Klang“)Schwingt ein Körper disharmonisch, ist er energetischaus dem Gleichgewicht (z.B. durch Stress, Krankheit,alte traumatische Erfahrungen). Durch Übertragungvon speziellen Tonfolgen und Schwingungen kann imKörper einem gestörten Energiefluss entgegen gewirktwerden.Durch die dann einsetzende Entspannung können sichtiefe emotionale Blockaden aus dem Unbewussten lösen.Die entwickelte Massageliege für Klangtherapie arbeitetmit Solarenergie (Photovoltaik) und invertierterPhasenansteuerung, wobei spezielle Wellenbewegungenauf der Liege entstehen. (Schwebeeffekt)Jeder Körper hat einen physischen Grundton, welcherradiästhetisch ermittelt wird. Dieser Grundton wird speziellmoduliert und mit Naturklängen „maskiert“. Durchden Grundton wird der craniosacrale Energiefluss inder Wirbelsäule stimmuliert und die Beckenkraft ge-w w w . S P I R A R E . O R . A T- 11 -


G E R D ‘ sstärkt. Je nach Anwendung kommen auch speziellebinaurale Frequenzen (nach den Forschungen von R.Monroe) - „Schwebetöne“ in harmonikalen Strukturenzur Anwendung, welche auf Gewebe- und Bewusstseinstruktureneinwirken.Aber in diesem Zusammenhang wieder zurück zur Auswirkungenvon erlebten Wahrheiten und Tatsachen. Esist möglich, auf Grund vergangener Erfahrungen, dasssolche Wahrheiten bei Menschen in Vergessenheit ge-raten - vielleicht, weil sie so selten oder gar nicht erlebtwerden. Den gemachten Erfahrungen kann eineErfahrung dessen, was zwar in Vergessenheit geraten,aber dennoch real ist, gegenüber gestellt werden.Dies, was da in praktischer Vergessenheit geratenist, ist z.B. die Zuwendung des Herren mit der FrohenBotschaft des Christentums. Gewinne ich da meinenGlauben durch dessen Vergegenwärtigung zurück, wirdes mir auch körperlich besser gehen.Was nützt es, wenn Du die Welt gewinnstund Schaden nimmst an Deiner Seele ?W AE L L E N S T E I N 2 0 0 5- 12 -Als Mitglied der Gestaltungs-Generation wird es offenbar:Was ich zuvor auf der Empfindungsebene ahnendund eher charakterologisch wahrnahm, erlebe ich nunin konkreten Ausformungen.Zum Beispiel die persönlichen Eigen-Interessen zu Lasteneiner Sache, von Projekten und Vorhaben für einGesamtes. Denn jetzt ist die Versuchung immer wiederda zu Lasten eines Vorhabens bestenfalls suboptimaleWege zu gehen, um anderen zu gefallen oder aus persönlicherEitelkeit.Im sommerlichen Lebensabschnitt wird offenbar, obmein eigener Sommer im übertragenen Sinn sonniglicht und warm oder nur regenerisch, düster und kühlist. Denn da erlebe ich immer wieder Situationen, worines auf den Charakter ankommt. Der heurige Sommerist nun oft ein Spiegelbild von uns selbst. So gesehen„machen wir uns unser Wetter“ selber. (Zufälligerweise?) führt uns die Natur nur vor Augen, wie vielevon uns selbst sind oder Gefahr laufen zu sein.Einen regnerischen Sommer in meiner Lebenspraxiswürde ich nicht aushalten. In meinem beruflichem Umfeldmuss ich mittlerweile schon Idealist sein, um Erfolgzu haben. Würde ich anderen gefallen wollen, „um etwaszu werden“, wäre meine Arbeit verwässert - unddie Lösungen hätten eine entsprechende Qualität. EinSommer zeigt sich, dass ich schon etwas bin - denndas Werden gehört in den Frühling der jugendlichenGeneration. Zum Beispiel zählt ein Mensch in einigenafrikanischen Kulturen bis 35 zur Jugend-Generation.Das Aufwachsen und äußerliche Größerwerden stelltnur eine Voraussetzung für weitere Wirkungsschrittedar. Wachsen kann für mich nicht schon genug sein.Wahrscheinlich werde ich aus diesem Grund wohl keineFührungsposition einnehmen, obwohl mir dies einstmein Freund Jochi aus Villach geraten hat (weil mandadurch - ähnlich wie Karlheinz Böhm in Äthiopien -mehr verändern und gestalten kann). Vom Erleben herbeeinflusst auch mein Wunsch nach seelischem Wohlbefindenmeinen persönlichen Standort und Werdegangim Sein.Dies mitzuteilen, ist mir wichtig, denn ich weiß von denkommenden Generationen, dass die auch in solche Situationengeraten werden. Denn in der Dynamik derEreignisse und im Angesicht des globalen Materialismuslaufe ich Gefahr meine eigene Seele zu ignorierenoder zu übergehen.Nicht bloß der Geist und die übersinnlichen Welten werdengeleugnet. Heutzutage droht die Beachtung undWahrnehmung des Seelischen, und damit die Erfahrungs-und Erlebensebene, verloren zu gehen. Ich denke,dass wir darüber auch mal in unserem Verein redenwerden, denn es steht die Freiheit des Christenmenschenauf dem Spiel.Würde ich bloß dem Geld hinterherlaufen, gänge esmir schlecht und müsste es vielleicht wieder in teuren„Wellness“-Sitzungen und dergleichen ausgeben.Mittlerweile ist das zu einem Geschäftszweig geworden.Wenn ich mehr verdiente, hätte auch meine Familie aufder seelischen Ebene wenig davon. Ein Kinderwunschbliebe unerfüllt: Der der glücklichen Familie.


W E L T E N Z E I T U N GThomas’ BuchtippKarl-Joseph Zumbrunnen, österreichischer Fotograf mitgalizischen Wurzeln, reist in den neunziger Jahren immerwieder durch die Ukraine. Die Geburtswehen einesneuen Staates, die Ungleichzeitigkeit von brutal geschmackloserKommerzialisierung, rückwärtsgewandterHuzulenfoklore, Resowjetisierung und Habsburg-Nostalgiefaszinieren ihn.Das Chaos der postsozialistischen Übergangszeitscheint ihm unendlich reizvoller als das langweilige Lebenim Westen - vor allem, seit er sich in RomaWoronytsch verliebt hat, seine Dolmetscherin.Er begleitet sie auf einem abenteuerlichen Ausflug indie Karpaten. Was sich in der Bergeinsamkeit, im „Wirtshausauf dem Mond“, einem ehemaligen Observatoriumund späteren Sporthotel, abspielt, wo zwischenVideofilmern, Stripteasetänzerinnen, Bodyguards undIntellektuellen der verfemte Dichter der ukrainischenModerne, Bohdan-Ihor Antonytsch, höchstpersönlichumgeht, wie Zumbrunnen am Ende zu Tode kommt undseinen wunderbar lyrischen Nachtflug über Mitteleuropaantritt - all das erzählt Andruchowytsch so mitreißend,mit so viel Intelligenz und Ironie, dass wir erst späterkennen, warum dieser postmoderne Heimatromanaus der Ukraine in Wirklichkeit von uns und dem Westenhandelt.Juri Andruchowytsch, ein angesehener Intellektueller,hat für den Wechsel zur jungen Demokratie gekämpft.Er wird als Stifter einer neuen Identität der Ukraine gesehen.Seine vielgelesenen Essays handeln von dieser.Juri Andruchowytsch:“Die Leute bei uns sind wie in einemanderen Land. Sie suchen etwas, was kann manals besseres Leben bezeichnen. Und für die Mehrheitvon Leuten ist das bessere Leben, wenn sie materiellbesser stehen.“Pressestimmen:„Selbstherrlich und souverän streut JuriAndruchowytsch seine Einfälle, wie es ihm beliebt, undwir kommen lesend gar nicht auf die Idee, in demunaufgeräumten Virtuosenstück die erzählerische Disziplinund literarische Ordnung zu vermissen. Ob wir eseigentlich mit einem Liebes- oder Schauerroman zu tunhaben, mit Science-Fiction, Reise- oder Kriminalliteratur,mit schwarzer politischer Satire oder einem Märchen:einerlei. Der Sprachrausch, in den sich der ukrainischeAutor schreibt, führt im Zickzack voran,...Doch mit der traumwandlerischen Sicherheit des Berauschtenfindet Andruchowytsch stets wieder seine Linieund für Zwölf Ringe ein grandioses Finale.“Die Presse„In diesem Musterbeispiel des postmodernen Heimatromansoffenbart sich ein weltoffener provinzieller Eigensinn,an dem das homogenisierungssüchtige EU-Europa noch seine Freude haben wird. Mit diesem furiosenPatchwork aus Mythos und MTV, aus Hochliteraturund Massenkultur ist die europäische (Post-)Moderneein Stück nach Osten gerückt. [...]Man bekommt direkt Lust, selbst in das Land zu gehen,aus dem so phantastische Literatur kommt.“FreitagZwölf Ringe (ISBN 3-518-41681-2) umfasst 312 Seiten,ist 2005 im Suhrkamp Verlag erschienen und für22,90 Euro im Buchhandel erhältlich.w w w . S P I R A R E . O R . A T- 13 -


G E R D ‘ sThomas wurde dreißigÄhnlich wie beim Vierteljahrhundert-Jubiläum vonStephan einst, feierten wir Ende August mit Thomasdas Ende seiner Twenzeit wieder im Vereinslokal. Abgesehenvon den zwei Familien kam noch Matthias, einFreund von Thomas aus Salzburg-Stadt, der denselbenBeruf wie Thomas ausübt.Ein anderes eingeladenes Paar kam etwa vier Stundenzu spät und begegnete unser Geburtstagskind erstbeim Aufbruch am Ende des Festes. Weil das Fest imSouterrain stattfand und wir daddurch keinen weitenHeimweg hatten, unterhielten wir uns noch mit demPaar über dessen Erfahrungen in der Großstadt undPolitik.Die Feier selbst gestaltete sich unkompliziert und unterhaltsam.Matthias geniest das Privileg seinen Berufin seiner Heimtregion ausüben zu können. Dies blühtauch Evamaria, die in wohl bald ihren Doktor in Jusmachen wird und bereits eine kleine Anwaltskanzlei mitangehmen Arbeitsbedingungen in ihrer Heimatregiongefunden hat.W AE L L E N S T E I N 2 0 0 5Das lässt in den nächsten Jahren einige Veränderungenund Chancen vermuten, worüber bei gegebenenAnlässen hier berichtet werden wird.- 14 -

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine