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Das Arbeitsheft «Handystar – Sicher im Umgang mitdem Handy» ist in drei Kapitel aufgeteilt. In jedem Kapitellernst du ein neues Abenteuer von Jan und Eva kennen undgestaltest dazu deine persönliche Fortsetzungsgeschichte.Zudem erfährst du wichtige Hintergrundinformationen zumThema und kannst einen spannenden Arbeitsauftrag lösen.Kapitel 1: Kommunikation totalKapitel 2: In die Kostenfalle getapptKapitel 3: Nicht auf meinem HandyJanEva3


6Wie geht die Geschichte weiter?Gestalte deine persönlicheFortsetzungsgeschichte unterwww.handystar.chDrucke deine Geschichte ausund klebe sie an dieser Stellein dein Arbeitsheft.


Keine anderen Kommunikationsmittel haben die Artwie wir Informationen beschaffen und miteinander austauschenin den letzten Jahrzehnten so stark verändert wie dasHandy und das Internet. War mobiles Telefonieren vor 50Jahren noch sehr umständlich und nur für eine kleine Zahlvon Leuten möglich, besitzen heute beinahe alle Personen,die in der Schweiz leben, ein oder mehrere Handys.Handys haben viele Vorteile. Du kannst jederzeit undüberall mit Freunden und Freundinnen plaudern und Texteund Bilder austauschen. Du kannst deinen Eltern mitteilen,wenns einmal etwas später wird. Bei Notfällen kannst du mitdem Handy schnell Hilfe organisieren.Ein Handy ist im Gegensatz zum Festnetztelefon auchein ganz persönliches Kommunikationsmittel. In der Regelmusst du es nicht mit deinen Eltern und Geschwistern teilen.Mit besonderen Klingeltönen, Hintergrundbildern und Bildschirmschonernkannst du deinem Handy eine persönlicheNote verleihen.Gründe für den Handykauf«Aus welchen Gründen haben Sie sich ein Handy zugelegt?» ImRahmen einer repräsentativen Umfrage wurde diese Frage 723Personen in der Schweiz gestellt. Die Antworten, welche die Personengegeben haben, sind in der folgenden Grafik aufgeführt.Welches wären für dich Gründe für den Kauf eines Handys?Um jederzeit und überall erreichbar zu seinUm jederzeit und überall telefonieren zu könnenUm in Notsituationen Hilfe anzufordernUm das Familienleben zu erleichternUm das Berufsleben zu erleichternWegen der zusätzlichen Funktionen(SMS, Adressverzeichnis, Spiele, Musik, usw.)Weil ich eins geschenkt bekommen habeWeil alle eins habenUm E-Mails zu verschicken1%6%4%8%13%19%33%55%63%Um überall und jederzeit Internetzugangzu habenAnderes1%3%Quelle: Studie «Nutzung von Mobilfunkdiensten» (M.I.S. Trend, September 07)8


Neben vielen Vorteilen hat das Handy aber auch Nachteile.Das Telefonieren oder das Verschicken von SMS oderMMS mit dem Handy kann ganz schön ins Geld gehen. ZumThema «Kostenfalle Handy» erfährst du mehr im zweitenKapitel dieses Heftes.Jederzeit und überall kommunizieren ist toll – manchmalkann aber die ständige Erreichbarkeit auch ganz schönanstrengend sein. Muss jeder immer wissen, wo du geradebist und was du gerade tust? Erreichbar sein heisst auch immerkontrollierbar sein.Sicher sind dir Personen, die im Tram oder an der Einkaufskasselaut in ihr Handy sprechen, auch schon aufgefallen.Vielleicht hast du dich über diese «Lauttelefoniererinnenund -telefonierer» sogar geärgert, wenn du ungefragt ihreprivaten Gespräche mitanhören musstest. Nervige Klingeltöneim Kino oder Tastentöne beim Schreiben von SMS – esgibt viele Situationen, in denen Handys stören.Nachgefragt…fonisch oder per SMS? In welchen Situationen suchst du lieberdas direkte Gespräch? Welche Nachricht würdest du nie per SMSübermitteln?welcher Zeitdauer erwartest du eine Antwort auf ein SMS, das duverschickt hast?erreichbar bist? Schaltest du in diesen Situationen dein Handyaus?9


Wenn du dich beim Telefonieren mit dem Handy aneinige Regeln hältst, nimmst du Rücksicht auf alle Nicht-Telefonierende.Handyquette sind Verhaltensregeln, die du imUmgang mit dem Handy beachten solltest. Handyquette =Handy + Etikette (Umgangsformen).Material:Arbeitsheft und SchreibzeugZeit:30 MinutenAuftragVervollständige die Liste mit den angefangenen Verhaltensregeln,die man beim Telefonieren oder beim Verschicken vonSMS/MMS beachten sollte. Vergleiche deine Vorschläge mitden Vorschlägen deiner Klassenkameraden und -kameradinnen.Welche Regel ist dir besonders wichtig? Kennzeichne siein deiner Liste mit einem Stern. Vergleiche deine Vorschlägemit den Vorschlägen deiner Klassenkameraden und -klassenkameradinnen.Gibt es Unterschiede? Welche Regeln sind fürandere besonders wichtig?Arbeitsform:Einzelarbeit / Gruppenarbeit10


Beachte beim Telefonieren mit dem Handy im öffentlichen Raum (Bus, Tram, Restaurant), dass…Willst du beim Telefonieren in geschlossenen Räumen andere nicht stören, ist es manchmal angebracht, dass du…Damit du andere nicht störst, schalte das Handy aus in Situationen wie…Tastentöne können ganz schön nervig sein, darum…Dein Handy klingelt und du gehst nicht ran. Endlosklingeln kannst du vermeiden, wenn...Auf deinem Handy gibt es viele Klingeltöne. Teste sie, wenn…In Spitälern und Flugzeugen können Funkwellen technische Geräte stören, darum…11


14Wie geht die Geschichte weiter?Gestalte deine persönlicheFortsetzungsgeschichte unterwww.handystar.chDrucke deine Geschichte ausund klebe sie an dieser Stellein dein Arbeitsheft.


«Sony Ericsson W350i inklusive Mini Speaker MPS-30jetzt schon ab 1.-.» Ein toller Preis für ein Handy mit integrierterKamera und mp3-Player, oder? Beim zweiten Hinschauenwird jedoch schnell klar, dass das günstige Angebot an Bedingungengeknüpft ist. Mit dem Kauf des Geräts zu diesemPreis schliesst du nämlich einen Vertrag ab, der dich für zweiJahre an den Mobilfunkfanbieter bindet. Während diesenzwei Jahren musst du neben den Kosten fürs Telefonieren,SMS und MMS verschicken eine monatliche Abonnementsgebührbezahlen. Anstatt, dass du das Gerät also auf einmalkaufst, zahlst du das Gerät während zwei Jahren ab. So einfachfunktioniert der Trick mit dem Gratishandy.Jeder Mobilfunkanbieter bietet auch Angebote speziellfür Jugendliche mit kleinerem Budget an. Eine echteAlternative zu den Abohandys sind die sogenannten «Prepaid-Handys»(prepaid = vorausbezahlt). Der Kauf eines Prepaid-Handysist zwar teurer, dafür entfallen aber die monatlichenAbogebühren. Ein weiterer Vorteil der Prepaid-Handysist, dass die Kosten für das Telefonieren und andere Dienstebereits im Voraus bezahlt werden. Hast du dein Guthaben,welches du auf dein Gerät geladen hast, aufgebraucht, musstdu wieder zum Portemonnaie greifen, bevor du weiter telefonierenkannst. So hast du jederzeit den Überblick über deineHandykosten.Erstaunlich…In der Schweiz sind an Silvester 2007 47,3 Millionen Neujahrswünscheper SMS oder MMS via Handy verschickt worden.Gerade Handyeinsteigerinnen und -einsteigern passiertes häufig – die Freude am neuen Gerät wird mit einerhohen Handyrechnung am Ende des Monats getrübt. Wiesetzen sich Handykosten eigentlich zusammen? Für welcheDienstleistungen wirst du zur Kasse gebeten? Schauen wiruns doch an dieser Stelle Jans Handyrechnung aus der Geschichteetwas genauer an:16


Dies sind die monatlich wiederkehrenden Grundgebühren. Diesehat Jan mit dem Abschluss des Vertrags akzeptiert. Hier kannnichts eingespart werden.Familie Muster besitzt ebenfalls einen Festnetzanschluss beiTele OZ. Im September hat einige Male von seinem Handy auszu Hause angerufen.20 Sekunden oder 59 Minuten. Egal, wie lange ein Anruf dauert:Tele OZ verrechnet für jedes Gespräch 60 Rappen. Jan hat imSeptember sehr viele kurze Anrufe gemacht. Eigentlich alsowenig telefoniert und trotzdem viel bezahlt.Was Jan nicht gewusst hat: Ein Anruf auf ein anderes Mobilnetzist teuer. Das Plaudern mit Eva, die einen Handyvertrag beieinem anderen Anbieter abgeschlossen hat, hat 70 Rappen proMinute gekostet!Jan wollte sein Lieblingsgame auch auf seinem Handy spielen.Der Download aus dem Internet war eine einfache Sache, leiderwar auch diese Dienstleistung nicht kostenlos.17


Wenn du ein neues Fahrrad kaufen willst, informierstdu dich im Veloladen nach der Ausstattung und dem Verkaufspreisder verschiedenen Modelle. Hast du dich für ein Modellentschieden, zahlst du dem Händler den gewünschten Preis.Mit dem Begleichen der Kosten bist du der neue Besitzer oderdie neue Besitzerin des Fahrrads geworden. Anders als beimKauf des Fahrrads fallen aber beim Kauf des Handys nebendem Kaufpreis zusätzlich laufende Kosten für die Benützungdes Geräts an. Etwas, was du bei der Anschaffung eines Handysimmer bedenken solltest.Handy, SIM-Karte, Gesprächsgebühren, Abonnementsgebühren– alle diese einmaligen und wiederkehrendenKosten fallen bei dem Gebrauch des Handys an. Waskostet ein Handy eigentlich genau? In diesem Arbeitsauftragmachst du dich auf die Suche nach offenen und verstecktenHandykosten.3. Wähle im Shop ein Handy aus, das dir gefällt, und schauedir den dazugehörigen Preisplan an. Entscheide dich, ob dudas Gerät mit oder ohne Abonnement kaufen willst.4. Trage nun die Angaben in die entsprechenden Felder derTabelle ein.5. Rechne aus, welche Kosten für die Nutzung des Handys ineinem Jahr anfallen.MaterialArbeitsheftSchreibzeugComputer mit InternetanschlussEvtl. Prospekte von verschiedenen MobilfunkanbieternZeit40 MinutenAuftrag1. Öffne auf dem Computer den Internetbrowser und gib indie Adresszeile den Namen eines Mobilfunkanbieters ein(z.B. www.swisscom.ch, www.orange.ch, www.sunrise.ch).2. Öffne den Online-Shop.Arbeitsform:Einzelarbeit18


Name des GerätsMobilfunkanbieter:Abonnement:Ja , AbolaufzeitNeinEinmalige KostenAnschaffungspreisSIM KarteTotal einmalige KostenWiederkehrende Kosten (pro Monat)30 Anrufe unter einer Stundeauf das gleiche Mobilfunknetz15 Minuten auf anderesMobilfunknetzAbogebühren Gesprächsgebühren Gesprächsgebühren 50 SMSTotal wiederkehrende KostenJährliche KostenEinmalige Kosten Wiederkehrende Kosten x 12Total jährliche Kosten19


20WARNING:VIOLENT SCENES


22Wie geht die Geschichte weiter?Gestalte deine persönlicheFortsetzungsgeschichte unterwww.handystar.chDrucke deine Geschichte ausund klebe sie an dieser Stellein dein Arbeitsheft.


Kurzmitteilungen schreiben, Bilder knipsen, Musikhören und Videos anschauen. Mit Handys von heute kannstdu mehr als bloss telefonieren – sie bieten eine Reihe vonweiteren interessanten Funktionen. Besonders beliebt beiJugendlichen ist das Anschauen und Weiterschicken vonKurzfilmen und Fotos mit dem Handy. Für das Weiterleitenvon Mediendateien gibt es verschiedene Möglichkeiten. Fotosund Töne lassen sich per MMS (Multimedia MessagingService = «Multimedia Benachrichtigungsdienst») über dasMobilfunknetz verschicken.Eine andere Möglichkeit zur Übertragung von Mediendateienvon Handy zu Handy ist die Funktechnologie Bluetooth(beachte dieses Zeichen auf deinem Handybildschirm).Hier werden Bilder und Töne direkt zwischen zweiHandys per Funk übermittelt. Ebenfalls eine beliebte Formder Weiterverbreitung ist das Übertragen von Bildern und Tönenauf den Computer und von dort aus das Hochladen aufeine Webseite im Internet.Übertragung aufden ComputerBluetoothMMS24


Zugegeben. Nicht alle Fotos und Videos, die auf denHandys die Runde machen, sind der Hit. Bildaufnahmen,welche die einen lustig finden, lösen bei anderen bloss Kopfschüttelnaus, weil sie die Bilder als dumm, abstossend odersogar verletzend empfinden. Es gibt auf dem Handy Formenvon Darstellungen, die nicht bloss die Grenze des guten Geschmacksüberschreiten, sondern klar verboten sind. FürTon- und Bildaufnahmen auf dem Handy gelten nämlich diegleichen Regeln wie für Bilder, Töne und Filme im Fernsehen,im Radio, im Internet, in Büchern oder Zeitschriften. Doch wohört der Spass auf?Das Gesetz legt genau fest, welche Darstellungen verbotensind:§ Ton- und Bildaufnahmen, die grausame Gewalttätigkeitengegen Menschen oder Tiere darstellen.§ Ton- und Bildaufnahmen mit pornografischen Inhalten,welche Jugendlichen unter 16 Jahren zugänglich gemachtwerden.Das Gesetz sagt weiter, dass nicht bloss das Herstellen, dasVerkaufen und Verteilen von solchen Aufnahmen strafbar ist,sondern bereits das Speichern und Betrachten auf dem eigenenHandy.Nachgefragt…gewalttätigen Inhalten zugeschickt bekommen?dich abstossen, dich verletzen und anekeln? Sprichst du mit demAbsender oderAbsenderin der Bilder? Zeigst du die Bilder deinenFreunden, Freundinnen oder Eltern?nen illegale Mediendateien auf dem Handy gespeichert haben?Schaust du weg oder sprichst du die Personen auf die Bilder an?25


«Eine Gruppe von Jugendlichen verprügelt einen Mitschüler,filmt die Tat mit dem Handy und stellt den Film anschliessendins Internet». «Ältere Schüler bieten auf dem Pausenplatzjüngeren Schülern illegale Gewalt- und Sexvideos auf demHandy an».Solche Meldungen stimmen nachdenklich und machen betroffen– doch leider sind in letzter Zeit solche oder ähnlicheMeldungen in den Zeitungen immer häufiger zu lesen. Dochwas kann man gegen den «Handy-Missbrauch» tun?MaterialArbeitsheft, SchreibzeugZeit30 MinutenArbeitsform:GruppenarbeitAuftragDiskutiert in Vierergruppen, was man gegen die Erstellungund Verbreitung von Gewalt- und Sexvideos unternehmenkönnte. Wie kann man Kinder vor solchen Bilddokumentenschützen? In vielen Schulen wird zurzeit ein Handyverbotdiskutiert. Findet ihr diese Massnahme geeignet, um denHandymissbrauch in den Griff zu bekommen?Haltet das Ergebnis eurer Diskussion in Stichworten in einemGesprächsprotokoll fest. Tauscht eure Gedanken undIdeen anschliessend mit den andern Klassenkameraden und-kameradinnen aus.WARNING:VIOLENT SCENES26


Gesprächsprotokoll27


Gesprächsprotokoll28


Gesprächsprotokoll29


Impressum:Handystar – Sicher im Umgang mit dem HandyHerausgeber:Forum Mobil, Bern | www.forummobil.chAutor:Beat Habegger, LerNetz AG, Bern | www.lernetz.chLektorat:Annlis von Steiger, von steiger für medienprojekte, Bern | www.fuermedien.chGestaltung:Christoph Frei, Bern | www.chky.chBeratung:Peter Hidber, Forum Mobil, Matthias Vatter, LerNetz AG, BernProjektleitung:Beat Habegger, LerNetz AG, Berntechnische Umsetzung comicator:Liip AG, Fribourg | www.liip.ch1. Auflage 200830

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