R+V Versicherung AG 2012 - Zur R+V24

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R+V Versicherung AG 2012 - Zur R+V24

R+V Versicherung AGGESCHÄFTSBERICHT2012


R+V Versicherung AGRaiffeisenplatz 1, 65189 Wiesbaden, Telefon 0611 533-0Eingetragen beim Amtsgericht Wiesbaden HRB 7934Geschäftsbericht 2012Vorgelegt zur ordentlichen Hauptversammlungam 6. Juni 2013


2R+V Konzern – Vereinfachte DarstellungR+V Versicherung AGR+VKOMPOSIT Holding GmbHR+VService Holding GmbHR+VPersonen Holding GmbHR+VAllgemeine Versicherung AGR+VDirektversicherung AGKRAVAG-LOGISTICVersicherungs-AGKRAVAG-ALLGEMEINEVersicherungs-AGCondor AllgemeineVersicherungs-AGOptimaVersicherungs-AGR+VLebensversicherung AGR+VPensionskasse AGR+VKrankenversicherung AGR+VPensionsfonds AGR+VGruppenpensionsfonds AGCHEMIEPensionsfonds AGCondorLebensversicherungs-AGOptimaPensionskasse AGAssimocoVita S.p.A., SegrateAssimocoS.p.A., SegrateR+V Luxembourg LebensversicherungS.A., StrassenInländische Konzern-GesellschaftenAusländische Konzern-GesellschaftenZAHLEN ZUM GESCHÄFTSJAHRin Mio. EuroR+V Versicherung AG2012 2011Gebuchte Bruttobeiträge 1.526 1.492Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres 1.005 1.009Laufende Erträge aus Kapitalanlagen 368 362Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) 4.292 3.653Mitarbeiter am 31. Dezember (Anzahl) 453 407Gebuchte BruttobeiträgeErstversicherer Inland der R+V Gruppe (HGB) 10.639 10.088R+V Konzern (IFRS) 11.875 11.332Jahresergebnis – R+V Konzern (IFRS) 324 181Kapitalanlagen – R+V Konzern (IFRS) 68.052 61.135


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 3462LAGEBERICHTWEITERE INFORMATIONENGeschäft und Rahmenbedingungen 4Geschäftsverlauf der R+V Versicherung AG im Überblick 13Ertragslage 20Finanzlage 21Vermögenslage 22Nachtragsbericht 23Risikobericht 23Prognosebericht 32Sonstige Angaben 62Aufsichtsrat der R+V Versicherung AG 62Vorstand der R+V Versicherung AG 63Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 67Bericht des Aufsichtsrats 68Glossar 7035JAHRESABSCHLUSS 2012Bilanz 36Gewinn- und Verlustrechnung 40Anhang 43Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 43Beteiligungsliste 46Erläuterungen zur Bilanz – Aktivseite 52Erläuterungen zur Bilanz – Passivseite 57Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 60


4 Geschäft und RahmenbedingungenLageberichtGeschäft und RahmenbedingungenGeschäftstätigkeitDie R+V Versicherung AG ist die Obergesellschaft des R+V Konzerns.Sie ist mehrheitlich direkt beziehungsweise indirekt anden Erstversicherungsgesellschaften des R+V Konzerns beteiligt.Darüber hinaus sind unter der R+V Service Holding GmbH dieTochtergesellschaften für die Bereitstellung von Dienstleistungenzusammengefasst.Die R+V KOMPOSIT Holding GmbH ist mittelbar beziehungsweiseunmittelbar an folgenden inländischen Schaden- undUnfallversicherungsgesellschaften beteiligt:Die R+V Versicherung AG ist der zentrale Rückversicherer derErstversicherungsgesellschaften der R+V. Daneben tritt sieeigenständig am internationalen Rückversicherungsmarktauf. Sie betreibt die Rückversicherung weltweit in allen Nicht-Leben-Sparten. Der Rückversicherungsbetrieb erfolgt imWesentlichen von der Direktion Wiesbaden aus. Die Interessenin Südostasien werden durch die 1997 gegründete Niederlassungin Singapur vertreten.Organisatorische und rechtliche StrukturDie R+V Versicherung AG befindet sich über direkt und indirektgehaltene Anteile mehrheitlich im Besitz der DZ BANK AGDeutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ BANK AG). WeitereAnteile werden von der WGZ BANK AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbanksowie von anderen genossenschaftlichenVerbänden und Instituten gehalten. Der Vorstand der R+V VersicherungAG trägt die Verantwortung für das gesamte Versicherungsgeschäftinnerhalb des DZ BANK Konzerns.Rückwirkend ab 1. Januar 2012 haben die R+V VersicherungAG und die DZ BANK AG einen bis 31. Dezember 2016 befristetenGewinnabführungsvertrag geschlossen. Im Zusammenhangmit dem Gewinnabführungsvertrag wurde ein Steuerumlagevertraggeschlossen, demzufolge eine fiktive steuerlicheVeranlagung der Organgesellschaft R+V Versicherung AG aufBasis der jeweils geltenden Gesetze und Richtlinien erfolgt.Die Tochterunternehmen der R+V Versicherung AG, dieR+V KOMPOSIT Holding GmbH und die R+V Personen HoldingGmbH, bündeln die Beteiligungen an den Tochtergesellschaftender Geschäftsbereiche Schaden- und Unfallversicherungsgeschäftund Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft.– R+V Allgemeine Versicherung AGR+V Direktversicherung AG– KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft– KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-Aktiengesellschaft– Condor Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft– Optima Versicherungs-AktiengesellschaftDie R+V Personen Holding GmbH hält mittelbar beziehungsweiseunmittelbar Anteile an den inländischen Lebens- undKrankenversicherungsgesellschaften sowie Pensionsfonds undPensionskassen des R+V Konzerns:– R+V Lebensversicherung AGR+V Pensionsfonds AGR+V Pensionskasse AGR+V Gruppenpensionsfonds AGR+V Krankenversicherung AG– CHEMIE Pensionsfonds AG– Condor Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft– Optima Pensionskasse AktiengesellschaftMit Wirkung zum 1. Juli 2012 hat die R+V Personen HoldingGmbH 100 % der Anteile der Volksfürsorge Pensionskasse AG,Hamburg, erworben. Die Gesellschaft bietet im Wesentlicheneinen Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgungdes Branchenversorgungswerks MetallRente an. Die VolksfürsorgePensionskasse AG wurde mit Rückwirkung zum 1. Juli2012 auf die R+V Pensionskasse AG verschmolzen.Die R+V Service Holding GmbH ist im Wesentlichen an dennachfolgend genannten Dienstleistungs- und Grundstücksgesellschaftenbeteiligt:


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 5Geschäft und Rahmenbedingungen– R+V Service Center GmbH– carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH– compertis Beratungsgesellschaft für betrieblichesVorsorgemanagement GmbH– GWG Gesellschaft für Wohnungs- und GewerbebauBaden-Württemberg AG– UMB Unternehmens-Managementberatungs GmbH– R+V Rechtsschutz Schadenregulierungs-GmbH– Sprint Sanierung GmbH– HumanProtect Consulting GmbHDer Jahresabschluss der R+V Versicherung AG ist nach denVorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in Verbindung mitder Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen(RechVersV) erstellt. Darüber hinaus erstellt dieGesellschaft einen Konzernabschluss nach IFRS.Die Vorstände der Gesellschaften der R+V sind teilweise inPersonalunion besetzt. Der R+V Konzern wird geführt wie eineinheitliches Unternehmen.Die R+V Versicherung AG hat Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgemit der R+V KOMPOSIT Holding GmbH, derR+V Personen Holding GmbH und der R+V Service HoldingGmbH abgeschlossen.Die R+V KOMPOSIT Holding GmbH hat Ergebnisabführungsverträgemit der R+V Allgemeine Versicherung AG, der R+V DirektversicherungAG und der Condor Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft abgeschlossen. Zwischen der CondorAllgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft und der OptimaVersicherungs-Aktiengesellschaft besteht ebenfalls ein Ergebnisabführungsvertrag.Die R+V Personen Holding GmbH hat Ergebnisabführungsverträgemit der R+V Lebensversicherungs AG und mit derCondor Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft abgeschlossen.Die R+V Service Holding GmbH hat Ergebnisabführungsverträgemit der R+V Service Center GmbH, der UMB Unternehmens-Managementberatungs GmbH, der PASCON GmbH sowie derR+V Rechtsschutz Schadenregulierungs-GmbH abgeschlossen.Die einheitliche Leitung des R+V Konzerns findet ihren Niederschlagdarüber hinaus in den zwischen den Gesellschaften abgeschlossenenumfangreichen Funktionsausgliederungs- undDienstleistungsvereinbarungen.AnteilsverhältnisseDie Aktien an der R+V Versicherung AG befanden sich amBilanzstichtag im unmittelbaren oder mittelbaren Besitz folgenderAktionäre:– DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank,Frankfurt am Main– WGZ Bank AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank,Düsseldorf– Bayerische Raiffeisen Beteiligungs-AG, Beilngries– Genossenschaftliche Beteiligungsgesellschaft Kurhessen AG,Kassel– Beteiligungs-AG der Bayerischen Volksbanken, Pöcking– Norddeutsche Genossenschaftliche Beteiligungs-AG,Hannover– KRAVAG-SACH Versicherung desDeutschen Kraftverkehrs VaG, Hamburg– 691 Volks- und Raiffeisenbanken aus allen RegionenDeutschlands– 6 Aktien in StreubesitzBeziehungen zu verbundenen UnternehmenAufgrund des im Geschäftsjahr 2012 mit der DZ BANK AG abgeschlossenenErgebnisabführungsvertrags entfällt gemäߧ 316 AktG die Pflicht zur Aufstellung eines Abhängigkeitsberichts.


6 Geschäft und RahmenbedingungenPersonalberichtDie Anzahl der Mitarbeiter der R+V Versicherung AG erhöhtesich um 46 Mitarbeiter auf 453 gegenüber 407 Mitarbeitern imVorjahr. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit betrugca. 11 Jahre.Als attraktiver Arbeitgeber verfolgt R+V konsequent eine Personalstrategie,die vor allem das Engagement der Mitarbeiterund eine nachhaltige Kompetenzsicherung zum Ziel hat.Im Wettbewerb um die größten Talente setzt das Unternehmenstark auf die Ausbildung von Nachwuchskräften.So bietet R+V zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten,wie zum Beispiel duale Studiengänge für die Abschlüsse:– Bachelor of Science in Insurance and Finance mit gleichzeitigerAusbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Versicherungenund Finanzen, Fachrichtung Versicherung in Wiesbaden undFrankfurt am Main– Bachelor of Arts in Insurance and Finance (Duale Hochschule)in Stuttgart.Zudem werden Berufsausbildungsplätze mit den Abschlüssenzum/zur Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen,Fachrichtung Versicherungen, und Fachinformatiker/-in,Fachrichtung Anwendungsentwicklung, angeboten.Weiterbildung hat für R+V einen besonders großen Stellenwert.Vor dem Hintergrund sich verändernder Anforderungentragen Weiterbildungsmaßnahmen wie fachliche und methodischeTrainings sowie eine große Bandbreite von Veranstaltungendazu bei, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglichauf die Herausforderungen des Marktes vorzubereiten.Dies fördert die eigene Arbeitszufriedenheit und ist auchfür eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kunden und Partnernunverzichtbar. Die dadurch erreichte stärkere Bindungvon Mitarbeitern an das Unternehmen schützt R+V vor demsich abzeichnenden Fachkräftemängel.Bereits zum fünften Mal in Folge erhielt R+V vom ResearchunternehmenCRF die begehrte Auszeichnung „ToparbeitgeberDeutschland“.Zudem wurde R+V 2012 das Zertifikat „audit berufundfamilie®“durch die Hertie-Stiftung verliehen. Dies erfolgtezum einen aufgrund des bereits vorhandenen breiten Angebotszur Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.Hierzu zählen vor allem flexible Arbeitszeiten, diverseTeilzeitarbeitsmodelle und umfangreiche Sonderregelungenwie zusätzliche Urlaubstage für verschiedene Anlässe, Eltern-Kind-Büros oder Beratungsangebote zu Elternzeit und Pflegevon Angehörigen.Die Traineeprogramme im Innen- und Außendienst sind Einstiegs-und Ausbildungsprogramme für Hochschulabsolventen.Jährlich beginnen etwa 15 bis 20 engagierte Berufseinsteigernach ihrem Studium ihr Traineeprogramm in verschiedenenFachbereichen im Innendienst. Auch das Traineeprogrammim Außendienst bietet Hochschulabsolventen verschiedeneEinsatzmöglichkeiten.Aufgrund der sogenannten Doppeljahrgänge (G8/G9) in Hessenim Jahr 2013 plant R+V, an den Standorten Wiesbaden undFrankfurt am Main deutlich mehr Auszubildende und Hochschulabsolventenin den kaufmännischen Berufen einzustellen.Dabei setzt R+V auch verstärkt auf das Personalmarketingüber Kanäle der sozialen Medien.Zum anderen hat R+V im Rahmen dieser Zertifizierung einenZielkatalog vereinbart, der in den nächsten drei Jahren sukzessiveumgesetzt wird. Mit den darin enthaltenen Maßnahmenund Angeboten können die Beschäftigten beruflicheHerausforderungen und familiäre Verpflichtungen noch besserin Einklang bringen. Geplant sind unter anderem Angebote zurKinder- und Ferienbetreuung, ein Ausbau des mobilen Arbeitens,Informations- und Beratungsangebote zur Pflege- undKinderbetreuung sowie ein Jobsharingmodell.2012 hat R+V die unternehmensweite Einführung eines umfassendenLaufbahnmodells mit der Umsetzung in drei Unternehmensbereichenbegonnen. Neben der Führungslaufbahn gibtes gleichberechtigt auch die Projekt- und die Fachlaufbahn.


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 7Geschäft und RahmenbedingungenAuch ohne Führungsverantwortung kann künftig jeder Mitarbeitermit der entsprechenden Qualifikation bei R+V Karrieremachen. Das Laufbahnmodell bietet drei wesentliche Vorteile:– Das Unternehmen erhöht seine Attraktivität als Arbeitgeber,indem es durch Karriereperspektiven Fachkräfte gewinntund bestehende Mitarbeiter noch besser an sich bindet. Zusätzlichfördert es die Jobrotation und schafft Anknüpfungspunktefür personalwirtschaftliche Instrumente.– Den Führungskräften erleichtert das neue Laufbahnmodelldank einer besseren Orientierung die Gestaltung von Anforderungenan Funktionen. Es unterstützt bei der Standortbestimmungder Mitarbeiter, hilft beim Aufzeigen vonKarrierepfaden sowie Entwicklungsperspektiven und dientschließlich einer systematischen Nachfolgeplanung.– Die Mitarbeiter profitieren durch den verbesserten Überblicküber Karrierewege in der Führungs-, Projekt- und Fachlaufbahn.Das Laufbahnmodell erleichtert durch unternehmensweiteTransparenz den Umstieg in andere Funktionen undUnternehmensbereiche und bietet Anreize für eigenverantwortlicheEntwicklung.Beim Talentmanagement setzte R+V auch 2012 auf eine systematischeVorgehensweise, um Schlüsselpositionen optimal zubesetzen – vorrangig aus eigenen Reihen. In der Nachfolgeplanungwurden 737 Stellen betrachtet und zwar von der 1. bis3. Ebene in der Führungs-, Projekt- und Fachlaufbahn. Dieindividuelle Weiterentwicklung von Potenzialträgern, Förderkreismitgliedernund Nachfolgern wurde geplant und durchgezielte Entwicklungsmaßnahmen gefördert.von Einzelmaßnahmen hat R+V ein gut aufgestelltes Systemmit vielfältigen, zielgruppenspezifischen und verzahntenMaßnahmen auf allen Präventionsebenen“, hieß es in derBegründung der Jury.Der Schwerpunkt des Betrieblichen Gesundheitsmanagementsder R+V lag 2012 in der Ausweitung der Angebote und derSchaffung einheitlicher Standards für den Innen- und Außendienst.So wurden zum Beispiel erstmalig bundesweit Grippeschutzimpfungenund Ergonomieberatungen für die Mitarbeiterdurchgeführt. Für die Qualifizierung der Außendienstmitarbeiterwurde das Modul „Fit für Leistung“ im Seminarprogrammfür den Außendienst verankert. Weitere Module fürFührungskräfte, Mitarbeiter und Auszubildende werden 2013analog zu den Angeboten im Innendienst eingeführt. Für dieAußendienststandorte wurde zusätzlich die Stelle eines zentralenReferenten für Gesundheitsmanagement geschaffen,durch die gemeinsam mit weiteren Gesundheitskoordinatorenfür passgenaue Lösungen für den Außendienst gesorgt wird.NachhaltigkeitBeim Thema Nachhaltigkeit hat R+V im abgelaufenen Geschäftsjahrmehrere wichtige Meilensteine erreicht. So sindgesellschaftliche und ökologische Themen nun fest in derOrganisationsstruktur verankert. Darüber hinaus starteteR+V mehrere neue Projekte und setzte bereits bestehende Initiativenerfolgreich fort. Die Grundlage für das gesamte nachhaltigeHandeln des R+V Konzerns bildet dabei die Ende 2011beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie. Die darin enthaltenenAspekte konzentrieren sich auf fünf Handlungsfelder: die Verantwortunggegenüber Umwelt, Gesellschaft, Mitarbeitern undKunden sowie die eigene Rolle als Versicherer.Für das Betriebliche Gesundheitsmanagement wurde R+V 2012mit dem InnoWard in der Kategorie „Personalentwicklung undQualifizierung“ ausgezeichnet. Mit diesem Bildungspreis derVersicherungswirtschaft werden jährlich innovative und umsetzungsorientierteInitiativen aus der Assekuranz prämiert.Die Juroren beeindruckte besonders der systematische, integrierteund ganzheitliche Ansatz sowie die kontinuierlicheWeiterentwicklung des Gesundheitsmanagements: „AnstelleFür R+V als genossenschaftlichem Versicherer ist Nachhaltigkeitseit jeher Bestandteil der Unternehmenskultur. Denn diegenossenschaftliche Grundidee beruht auf den Prinzipien vonSelbsthilfe und Solidarität und verfolgt das Ziel, wirtschaftlicheund gesellschaftliche Probleme gemeinsam zu lösen. ImJahr 2012 konzentrierte sich R+V darauf, das Thema Nachhaltigkeitzu implementieren. Eine Maßnahme war dabei die


8 Geschäft und RahmenbedingungenSchaffung der neuen Stellen eines Nachhaltigkeitsbeauftragtenund eines Umweltmanagementbeauftragten.Der Nachhaltigkeitsbeauftragte fungiert als zentrale Schnittstelleim gesamten R+V-Konzern. Er koordiniert die Umsetzungder Nachhaltigkeitsstrategie, nimmt Ideen für nachhaltigesHandeln aus den einzelnen Ressorts auf und leitet die viermaljährlich tagende Nachhaltigkeitskonferenz. Bei diesenTreffen der Vertreter aller R+V-Ressorts sowie der Repräsentantenzentraler Steuerungsgremien, wie zum Beispiel der Produktkommission,werden neue Vorhaben beraten und Entscheidungenvorbereitet.Hauptaufgabe des Umweltmanagementbeauftragten ist derAufbau eines zertifizierten Umweltmanagementsystems gemäßder internationalen Norm ISO 14001. Er sammelt unteranderem die Daten der einzelnen Liegenschaften und Ressortszum Verbrauch von Strom, Wasser und Papier, zur Abfallmengesowie zu den zurückgelegten Kilometern bei Dienstreisen.Diese Zahlen bilden einerseits die Grundlage für Berichte undRatings. Andererseits sind sie die Basis für Vorschläge, wiemöglichst viel Energie, Papier und Wasser gespart, die Abfallmengeverringert und der Kohlendioxid-Ausstoß gesenkt werdenkönnen.Zur Verankerung der Nachhaltigkeit in der Organisation zähltneben den beiden Beauftragten auch die Einbeziehung möglichstaller Mitarbeiter. Sie sind Multiplikatoren und Ideengebergleichermaßen. Aus diesem Grund ist verantwortlichesHandeln inzwischen Bestandteil der Mitarbeiter- undFührungskräfteentwicklung. Nachhaltigkeit ist ein festerTagesordnungspunkt der Einführungsseminare für neue Mitarbeiterund Thema bei Veranstaltungen für Führungskräfte.Darüber hinaus hat R+V den Aspekt Nachhaltigkeit seit Ende2012 in das betriebliche Vorschlagswesen integriert. Der Nachhaltigkeitsbeauftragteund der Umweltmanagementbeauftragtebewerten eingereichte Vorschläge unter diesem Blickwinkel.Beim Klimaschutz hat R+V 2012 erneut neue Vorhaben auf denWeg gebracht. Die wichtigste Einzelmaßnahme war der Wechselzu Ökostrom. Seit Jahresbeginn 2013 beziehen die eigenenGebäude von R+V in Wiesbaden und in Hamburg Strom ausWasserkraft. Beide Standorte zusammen verbrauchen jährlichrund 22 Millionen Kilowattstunden. Allein dadurch vermeidetR+V jedes Jahr etwa 10.700 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids(CO 2 ). Die übrigen großen Standorte in Deutschlandwird R+V zum Ablauf der jeweiligen Verträge ebenfalls aufÖkostrom umstellen.Eine zweite Maßnahme mit beachtlicher Wirkung ist der klimaneutraleVersand der Kundenpost. Seit Herbst 2011 verschicktR+V ihre jährlich rund 32,5 Millionen Kundenbriefe klimafreundlichmit GOGREEN, dem Service der Deutschen Post DHL.Dabei gleichen Investitionen in Klimaschutzprojekte die CO 2-Emissionen, die beim Transport der Briefe enstehen, vollständigaus. Das Kompensationsvolumen liegt bei rund 1.000 TonnenCO 2 pro Jahr.Wie in den Vorjahren unterstützte R+V wieder zahlreiche gemeinnützigeInitiativen, die ihre Wurzeln in der genossenschaftlichenIdee „Hilfe zur Selbsthilfe“ haben. Darunter sindunter anderem die Aktion Kinder-Unfallhilfe, die sich für mehrSicherheit von Kindern im Straßenverkehr einsetzt, die WiesbadenerTafel e.V., das Theaterensemble mit behinderten Menschender Lebenshilfe Wiesbaden e.V. sowie das WiesbadenerBürgerKolleg. Das BürgerKolleg bietet als bundesweit ersterVerein speziell für ehrenamtlich tätige Menschen unentgeltlichSchulungen und Weiterbildungen an.Ein Höhepunkt des Engagements von R+V-Mitarbeitern istdie alljährliche Weihnachtsspendenaktion in der WiesbadenerUnternehmenszentrale. Im Jahr 2012 übertrafen die Mitarbeiterden Spendenrekord aus dem Vorjahr deutlich: Insgesamt38.000 Euro für vier Hilfsorganisationen kamen diesmal zusammen.Auch an vielen anderen R+V-Standorten sammeltenMitarbeiter mit kreativen Aktionen und viel Engagement Geldfür gemeinnützige Zwecke.


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 9Geschäft und RahmenbedingungenRENDITE BUNDESANLEIHEN – 10 JAHRE RESTLAUFZEITin Prozent4,0ENTWICKLUNG AKTIENINDEX EURO STOXX 50Index40003,535003,030002,525002,020001,515001,02010 2011201210002010 20112012VerbandszugehörigkeitDie Gesellschaft ist unter anderem Mitglied folgender Verbände/Vereine:– Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.(GDV)– International Cooperative and Mutual Insurance Federation(ICMIF)– Association of Mutual Insurers and Insurance Cooperativesin Europe (AMICE)– Association des Professionnels de la Réassurance en France(APREF)Das gesamte Jahr war an den Kapitalmärkten stark durch dieEurokrise, die damit einhergehende Konjunkturabkühlungund zusätzlich durch die Regierungsveränderungen in denUSA und China geprägt. Im zweiten Halbjahr setzte eine Erholungan den Märkten ein, als die Europäische Zentralbank(EZB) signalisierte, unter bestimmten Bedingungen auchStaatsanleihen von Krisenländern zu kaufen, der EuropäischeStabilitätsmechanismus (ESM) mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtseinsatzfähig wurde und sich die Kernländerentschlossen, Griechenland nicht aus der Eurozone auszuschließen.Wesentliche rechtliche und wirtschaftlicheEinflussfaktorenGesamtwirtschaftliche Entwicklung 2012Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland hat sich imLaufe des Jahres 2012 verlangsamt. Die Zuwachsrate desBruttoinlandsprodukts betrug im Jahr 2012 nach vorläufigenBerechnungen des Sachverständigenrats 0,8 %. Maßgeblichzum Wachstum trug dabei der Außenhandel bei, der sich ineinem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld behauptenkonnte.Die Zinsen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen verringertensich von 1,8 % bis zur Jahresmitte auf ein neues historischesTief von 1,2 %. Mit Schwankungen hielt dieses niedrigeZinsniveau bis zum Jahresende mit 1,3 % an. Die Zinsaufschläge(Spreads) fielen für viele Pfandbriefe, Banken-, Unternehmens-und Staatsanleihen trotz weiterer Bonitätsherabstufungen.Die Aktienmärkte entwickelten sich im ersten Halbjahrnegativ, erholten sich aber im zweiten Halbjahr deutlich.So veränderte sich der für die Eurozone maßgebliche AktienmarktindexEuro Stoxx 50 (ein Preisindex) im Jahresverlaufvon 2.317 auf 2.636 Punkte, also um 13,8 %. Der deutscheAktienindex DAX (ein Performanceindex) stieg um 29,1 % auf7.612 Punkte.


10 Geschäft und RahmenbedingungenGESAMTZAHLEN DER BRANCHE2012 Veränderungin Mrd. Euro zum VorjahrGebuchte Bruttobeitragseinnahmen,Inland 181,7 + 2,0 %Versicherungsleistungen derErstversicherer 144,4 – 4,7 %Lage der VersicherungswirtschaftDie Geschäftsentwicklung der deutschen Versicherer bliebauch im Jahr 2012 stabil: Diese verzeichneten spartenübergreifendeinen Anstieg der Beitragseinnahmen um 2,0 % auf181,7 Mrd. Euro (2011: 178,1 Mrd. Euro).Die Schaden- und Unfallversicherer erzielten 2012 das kräftigsteWachstum seit 1994. Ihre Beitragseinnahmen stiegenum 3,7 % auf 58,7 Mrd. Euro. Wachstumstreiber waren dabeidie Kraftfahrtversicherung (+ 5,4 % auf 22,0 Mrd. Euro) unddie Sachversicherung (+ 3,9 % auf 16,1 Mrd. Euro). Die ausgezahltenVersicherungsleistungen erhöhten sich um 1,4 %. DieSchaden-Kosten-Quote blieb 2012 gegenüber dem Vorjahr mit97 % nahezu unverändert.In der Lebensversicherung (einschließlich Pensionskassenund -fonds) stiegen die Beitragseinnahmen insgesamt leichtum 0,3 % auf 87,1 Mrd. Euro. Die Anzahl der Verträge lag mitknapp 93 Mio. nahezu auf dem Niveau von 2011. Während hierder Anteil der klassischen Lebensversicherungen weiter zunahm,reduzierte sich der Anteil der fondsgebundenen Policen.Die private Krankenversicherung konnte ihre Beitragseinnahmenum 3,4 % auf 35,8 Mrd. Euro steigern. Davon entfielen aufdie Krankenvoll- und Krankenzusatzversicherung 33,8 Mrd.Euro (+ 3,9 %) und auf die Pflege-Pflichtversicherung 2 Mrd.Euro (– 3,6 %), wobei dieser Rückgang aus einer Beitragssenkungresultiert. Die ausgezahlten Versicherungsleistungenlagen 2012 bei 23,9 Mrd. Euro.ENTWICKLUNG DER SCHADEN- UND UNFALLVERSICHERUNG*Gebuchte Bruttobeiträge2012 Veränderungin Mrd. Euro zum VorjahrSchaden/Unfall gesamt 58,7 + 3,7 %Kraftfahrt 22,0 + 5,4 %Allgemeine Haftpflicht 7,1 + 2,5 %Unfallversicherung 6,6 + 1,0 %Rechtsschutzversicherung 3,4 + 1,5 %Sachversicherung 16,1 + 3,9 %Versicherungsleistungen 44,4 + 1,4 %* GDV-Zahlen, Stand Februar 2013Entwicklung der RückversicherungsmärkteBereits zu Beginn des Jahres 2012 wurde deutlich, dass dieRückversicherungsunternehmen das stark schadenbelasteteJahr 2011 gut verarbeitet hatten. Beleg dafür war insbesonderedie weitgehend stabile Kapitalbasis der Unternehmen. Dieseerreichte zu Beginn des Jahres 2012 wieder annähernd einNiveau wie zu Jahresbeginn 2011.Die Schäden gingen im ersten Halbjahr 2012 gegenüber demVorjahreszeitraum erfreulicherweise zurück. Wurden dieGesellschaften im ersten Halbjahr 2011 vor allem durch dieschweren Erdbeben in Japan und Neuseeland belastet, verliefdieser Zeitraum im Jahr 2012 deutlich positiver. Große Naturkatastrophenblieben aus. Nennenswerte Ereignisse warenErdbeben in Italien und Unwetterschäden in den USA. Größtervom Menschen verursachter Schaden im ersten Halbjahr wardie Havarie des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia vor derKüste der italienischen Insel Giglio. Die Schadenbelastung deszweiten Halbjahres bestimmte der Hurrikan Sandy. Dieser zogEnde Oktober durch die Karibik und traf anschließend auf weiteTeile der US-Ostküste. Hier entstanden als Folge von starkenWinden und einer Sturmflut erhebliche Schäden. Darüber hinausverursachte die extreme Trockenperiode in den USA hohe


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 11Geschäft undRahmenbedingungenENTWICKLUNG DER LEBENSVERSICHERUNGSSPARTE*2012 Veränderungin Mrd. Euro zum VorjahrGebuchte Bruttobeiträge 87,1 + 0,3 %Anzahl neuer Verträge 6,3 Mio. Stück – 3,8 %Gesamte Neugeschäftsbeiträge 28,4 – 2,0 %* GDV-Zahlen (Lebensversicherer, Pensionskassen, Pensionsfonds),Stand Januar 2013ENTWICKLUNG DER KRANKENVERSICHERUNGSSPARTE*2012 Veränderungin Mrd. Euro zum VorjahrGebuchte Bruttobeiträge 35,8 + 3,4 %davon Voll- und Zusatzversicherung 33,8 + 3,9 %Pflegepflichtversicherung 2,0 – 3,6 %Versicherungsleistungen 23,9 + 4,8 %* GDV-Zahlen, Stand November 2012Ernteausfälle. In Summe des Jahres 2012 bewegte sich die Belastungfür versicherte Schäden aus Naturkatastrophen auf einemleicht überdurchschnittlichen Niveau.Angebotsseitig war im Jahr 2012 ausreichend Kapazität imMarkt vorhanden. Grund dafür war die solide Kapitalausstattungder Rückversicherungsunternehmen, aber auch die relativgeringe Belastung aus Katastrophenschäden. Beide Umständeermöglichten es den Rückversicherungsunternehmen,ausreichend Deckungskapazitäten anzubieten. AlternativeProdukte wie Katastrophenanleihen erhöhten die Kapazitätenauf dem Rückversicherungsmarkt zusätzlich.Auf Seiten der Rückversicherungsnachfrage wurde deutlich,dass sich das Verhältnis zwischen den Erst- und Rückversicherungsunternehmenin einem allmählichen Wandel befindet.Kunden achten verstärkt darauf, maßgeschneiderteDeckungskonzepte mit attraktiver Preisgestaltung zu erwerben.Gleichzeitig ist die finanzielle Stärke ihrer Rückversicherungspartnerfür die Kunden wichtiger geworden. Unternehmenmit einem guten Rating sind daher zunehmend gefragtePartner.In den unterjährigen Erneuerungen im Jahr 2012 erwies sichdie Situation für die Rückversicherungsunternehmen alsgünstig. Geprägt durch die Ereignisse im Vorjahr konnten insbesonderein den schadenbelasteten Katastrophensegmentennotwendige Preisanpassungen erzielt werden. Durch ausreichendzur Verfügung stehende Kapazitäten schwächte sich dieEntwicklung im Laufe des Jahres jedoch leicht ab. In Summeder Segmente wurde zum Jahresende 2012 ein stabiles Ratenniveauerreicht. Die Entwicklung in den Segmenten verliefdabei zunehmend unterschiedlich.In Deutschland war, mit Ausnahme der Effekte aus einer wiederumausgeprägten Frostperiode, ein relativ ruhiges Elementarschadenjahrzu verzeichnen. Die Verbundene Wohngebäudeversicherungstand nach zuletzt schlechten technischenErgebnissen unter starkem Sanierungsdruck. Die gewerblicheund industrielle Sachversicherung war von einer Häufunghoher Feuerschäden geprägt. Dies führte zu nennenswertenBelastungen sowohl der beteiligten Erst- als auch Rückversicherer.Insgesamt blieb die Sparte versicherungstechnischunverändert defizitär. In der Sparte Kraftfahrt setzt sich inden aktuellen Tarifgenerationen der Trend zu erhöhten Durchschnittsprämienfort.Das Marktprämienvolumen in Italien war aufgrund derschwierigen konjunkturellen Lage stagnierend bis rückläufig.Nach der Fusion zweier großer Gesellschaften nahm die Konzentrationauf dem Erstversicherungsmarkt weiter zu. Schadenseitigbestimmten die Erdbebenereignisse in Norditalien imMai 2012 das Geschehen. Bei den Rückversicherungseinkäufernwar eine Tendenz zum Erwerb höherer Kapazitäten fürKatastrophen-Deckungen zu beobachten. Kapazitäten standenhierfür ausreichend zur Verfügung.In Frankreich konnte in der Sparte Kraftfahrt eine Steigerungdes Prämienvolumens verzeichnet werden. Begründet wardiese Entwicklung unter anderem in Tariferhöhungen. Das


12 Geschäft und Rahmenbedingungen / Geschäftsverlauf der R+V Versicherung AG im ÜberblickMarktprämienvolumen im privaten Sachversicherungsgeschäftkonnte deutlich gesteigert werden. Dieser Effekt wurdedurch eine Steigerung der Schadenlast aufgehoben. MarkantestesSchadenereignis war die Frostwelle im Februar, dievor allem aufgrund der Leitungswasserschäden nach Einschätzungdes französischen Versicherungsverbands rund 0,5 Mrd.Euro Schadenlast für den Versicherungsmarkt verursachte.Der Versicherungsmarkt zeigte sich im Jahr 2012 in Großbritannienheterogen. Im Kraftfahrtgeschäft konnten sowohlim Direktgeschäft als auch auf Seiten der RückversicherungRatenerhöhungen durchgesetzt werden. Im Sachgeschäft bliebendie Raten dagegen stabil. Das Jahr 2012 war hier von vielenkleinen und mittelgroßen Überschwemmungsereignissengeprägt.Der Versicherungsmarkt in Österreich war durch einen strengenWinter und eine Vielzahl kleiner und mittlerer Naturereignisseim Sommer gekennzeichnet. Die Schäden aus diesenEreignissen verblieben weitestgehend im Eigenbehalt derErstversicherer, so dass die Rückversicherungsverträge kaumbelastet wurden. Nach dem nunmehr dritten positiven Jahrfür die Rückversicherer wurde zunehmender Druck auf dieVertragskonditionen beobachtet.Die spanische Wirtschaft zeigte sich im Jahr 2012 aufgrundder Wirtschafts- und Schuldenkrise in Südeuropa in schlechterVerfassung. Ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit war dieFolge. Obwohl im Jahr 2013 mit einer leichten Verbesserunggerechnet wird, steht das Land vor einem langen Weg bis zurErholung. Auf dem Erstversicherungsmarkt reduzierten sichdie Prämieneinnahmen. Den größten Prämienrückgang musstedie Sparte Kraftfahrt-Haftpflicht aufgrund von Prämiensenkungen,Erhöhung der Selbstbehalte und Kürzung dergedeckten Garantien verarbeiten. Nicht zuletzt aufgrund dergestiegenen Anzahl von Schadenmeldungen und der gesetzlichenErhöhung der Versicherungssummen für den Fall vonTod oder Behinderungen war eine Erhöhung der Schadenbelastungenzu beobachten.Der Versicherungsmarkt in Israel war vom harten Wettbewerbim Feuer-Industrie-Geschäft geprägt. Zwei Feuer-Großschädenim Jahr 2011 bremsten den Abwärtstrend im Originalratenniveau.Das Privatgeschäft und kleingewerbliche Versicherungenverliefen auskömmlich und stabil. Der Versicherungsbedarfnahm insgesamt weiter zu. Hiervon profitierten insbesonderedie Sparten Feuer und Kraftfahrt. Der Rückversicherungseinkaufkonzentrierte sich auf die Sparten Feuer, inklusiveder Erdbebendeckungen, sowie auf die Sparte Kraftfahrt-Haftpflicht.Die Abgabe von erdbebenexponierten Risiken ist fürdie Erstversicherer elementar. Dabei kann der Markt auf umfangreicheproportionale Abgaben nicht verzichten.Der US-amerikanische Erst- und Rückversicherungsmarktwurde im Jahr 2012 insbesondere von drei Schadenereignissengeprägt. Zum einen von einem starken Wind- und Hagelsturm(Derecho), der sich Ende Juni vom Mittleren Westen bis an dieOstküste ausbreitete. Zum anderen wurde der Markt von einerextrem lang anhaltenden Trockenperiode in weiten Teilen derGetreideanbaugebiete der USA belastet. Hohe Ernteausfällewaren die Folge. Im vierten Quartal verursachte der tropischeWirbelsturm Sandy in weiten Teilen der Ostküste schwereSchäden. Positiv wirkten sich die kontinuierliche Anpassungder Versicherungssummen und die Steigerung der Selbstbehaltein den Originalpolicen im privaten Sachversicherungsgeschäftaus, die den sonst herrschenden Wettbewerb umMarktanteile deutlich in den Hintergrund rücken ließen.Anfang Januar 2012 führten starke Regenfälle im KrügerNationalpark in Südafrika zu Überschwemmungen, woraufhinStraßen gesperrt sowie Lodges und Wanderwege geschlossenwerden mussten. Die an Mosambik angrenzende ProvinzMpumalanga war am schwersten von den Unwettern betroffen.Insgesamt war der versicherte Schaden jedoch eher gering, sodass sich die Preise hierdurch nicht wesentlich erhöhten. DieSparte Industrieversicherung lieferte bis auf zwei größereFeuer-Schäden gute Ergebnisse.In Japan stiegen die Preise für Erdbebenerst- und -rückversicherungsdeckungenals Reaktion auf das verheerende Erdbebenim März 2011 und den hierdurch ausgelösten Tsunami


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 13Geschäft undRahmenbedingungen /Geschäftsverlauf derR+V Versicherung AG im Überblicknoch einmal an. Auch in den Sturmrückversicherungsverträgenwaren Ratensteigerungen zu verzeichnen. Der Feuerversicherungsmarktwurde zwar durch einige Industriegroßbrändenegativ beeinflusst, insgesamt verliefen die Sachsparten aberwegen fehlender größerer Naturkatastrophen recht gut. Allerdingsstagnierte der Versicherungsmarkt aufgrund der weiterhinangespannten Wirtschaftslage.Das wirtschaftliche Wachstum in den übrigen asiatischenMärkten verlangsamte sich im Jahr 2012 erneut. In der Folgewurde auch die Nachfrage in den Versicherungsmärkten entsprechendgebremst. Vor allem die Flut aus dem Vorjahr inThailand führte in den unterjährigen Erneuerungen zu Preisanpassungenbei den Rückversicherungsdeckungen. Im Jahr2012 ereigneten sich zahlreiche Schäden. So wurde Peking imJuli von den schwersten Regenfällen seit 61 Jahren getroffen,im August zogen drei Taifune über China hinweg. Die wirtschaftlichenSchäden dieser Ereignisse waren hoch, aber dieversicherten Schäden aufgrund der geringen Versicherungsdichtegering.Entwicklung einzelner SondersegmenteDie Sparte Kredit und Kaution erzielte im Jahr 2012 ein gutesErgebnis. Im US-amerikanischen Markt für Kautionsversicherungwaren sowohl eine höhere Schadenfrequenz als auch größereEinzelschäden auf der Erstversicherungsseite zu beobachten,allerdings ohne dass bisher die Rückversicherungsdeckungennachhaltig getroffen wurden. Aus den durch die Kreditkriseschadenbelasteten Zeichnungsjahren 2007 und 2008flossen mittlerweile signifikante Regresszahlungen, an denenauch die Rückversicherungsunternehmen partizipierten. DerTrend zu höheren Selbstbehalten hielt über alle Unterspartenhinweg an, dies allerdings bei relativ stabilen Preisen. Aufgrundder erhöhten Kapazitäten in der Rückversicherung befindetsich der Markt in einer weichen Phase mit sinkendenRatenniveaus.Der weltweite Erst- und Rückversicherungsmarkt im BereichLuftfahrt zeichnete sich im Jahr 2012, insbesondere im Segmentder Fluggesellschaften, durch eine der niedrigsten Verlustratenin der Geschichte aus. Die geringen Schadenbelastungenführten zu einer unverändert hohen Überkapazitätin weiten Teilen des Marktes, die den Druck auf die ohnehinschon recht niedrigen Raten aufrecht erhielten. Im BereichRaumfahrt hielt bei den Startdeckungen die Erfolgsserie derwestlichen Raketentechnik weiter an. Vier Großschadenereignissewaren allesamt auf Schwierigkeiten der russischen Proton-Raketezurückzuführen. Dennoch hatte die Schadenbelastungauf das allgemeine Ratenniveau nur einen begrenztenEinfluss, so dass sich der Ratenverfall, auch aufgrund derhervorragenden Ergebnisse im Bereich In-Orbit-Deckungen,stetig fortsetzte.Das weltweite fakultative Sachgeschäft wurde 2012 weiterhindurch hohen Wettbewerb und Überkapazitäten bestimmt. Dennochrichteten viele Zedenten den Fokus auf das Rating derRückversicherer und diversifizierten ihr Rückversicherungsportfolio.Ratenerhöhungen und Konditionsverbesserungenwaren nur bei großschadenbelasteten Risiken und in Märktenzu beobachten, die in den letzten Jahren von Naturkatastrophenbetroffen waren. Ansonsten wurden marktabhängig unveränderteRatenniveaus oder moderate Reduzierungen beobachtet.Bei den Laufzeiten zeigte sich ein Trend zu Mehrjahrespolicen.Die Zedenten und Makler loteten verstärkt Optionenbei nichtproportionalen Platzierungen aus, um die Kapazitätenund Preise zu optimieren.Geschäftsverlauf derR+V Versicherung AG im ÜberblickDas Prämienvolumen wuchs im Vergleich zum Vorjahr um2,2 % auf 1,5 Mrd. Euro. Bereinigt um den Fremdwährungseffektbetrug das Beitragswachstum 3,2 % im Vergleich zur Vorjahresperiode.Innerhalb der Beitragseinnahmen stieg derAnteil der Nicht-Proportionalen Rückversicherung auf 30,1 %(2011: 29,4 %).Im inländischen Gruppengeschäft wirkten sich insbesonderedie wie in den Vorjahren deutlich gestiegenen Beiträge in denKraftfahrt-Sparten der Erstversicherungsunternehmen aus.Darüber hinaus zeigten sich Steigerungen der gebuchten Bei-


14 Geschäftsverlauf der R+V Versicherung AG im ÜberblickBEITRAGSEINNAHMEN UNTERGLIEDERT NACH DEN WESENTLICHEN VERSICHERUNGSZWEIGEN2012 2011 Veränderung 2012 2011 Veränderungin Mio. Euro Brutto Brutto Brutto % Netto Netto Netto %Leben 27,1 28,2 –3,8 13,1 13,4 –2,5Unfall 50,4 49,8 1,3 50,4 49,7 1,5Haftpflicht 49,3 52,8 –6,6 49,2 52,6 –6,5Kraftfahrt 444,1 387,8 14,5 439,9 384,2 14,5Feuer 408,5 409,3 –0,2 403,1 404,3 –0,3Transport & Luftfahrt 90,9 92,9 –2,2 90,6 92,9 –2,5Übrige 455,3 471,7 –3,5 445,7 461,5 –3,4Gesamt 1.525,6 1.492,4 2,2 1.492,1 1.458,5 2,3träge in den Sparten Verbundene Wohngebäude und Haftpflicht.Außerhalb des Gruppengeschäfts erhöhte sich das gezeichneteBeitragsvolumen von inländischen Zedenten insbesonderein den Sparten Feuer und Haftpflicht deutlich.Die strategische Ausrichtung der R+V Versicherung AG auf eindiversifiziertes geografisches Risikoportfolio zeigte sich in derweiterhin großen Bedeutung des ausländischen Geschäfts. Diegebuchten Bruttobeiträge im ausländischen Geschäft beliefensich auf 1.062,9 Mio. Euro (2011: 1.056,5 Mio. Euro), so dassder Anteil des ausländischen Geschäfts an den gesamten Beiträgenbei 69,7 % (2011: 70,8 %) lag. Wesentliche Beitragssteigerungenwurden dabei in den RückversicherungsmärktenGroßbritanniens, Italiens und der Niederlande erzielt.Mit dem Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sichauch die gebuchten Nettobeiträge um 2,2 % auf 1.492,1 Mio.Euro (2011: 1.458,5 Mio. Euro). Die Selbstbehaltsquote bliebmit 97,8 % auf dem hohen Niveau der Vorjahre.Nachdem das Vorjahr das Jahr mit den bisher höchsten Schädenaus Naturkatastrophen insgesamt war, stellte sich dieSchadenbelastung für das Geschäftsjahr deutlich positiver dar.Zwar wurde mit rund 900 Naturkatastrophen eine höhere Anzahlals im Vorjahr registriert, aber die gesamtwirtschaftlichenSchäden lagen mit weltweit rund 160 Mrd. US-Dollar um dasZweieinhalbfache unter dem Wert des Vorjahres. Auswirkungenauf die R+V Versicherung AG hatten insbesondere der HurrikanSandy, die Dürreschäden in den USA sowie die Erdbebenin Italien. Darüber hinaus wirkten sich Nachmeldungen zu denÜberschwemmungen in Thailand und den Erdbeben in Neuseelandaus. Insgesamt betrug die Brutto-Großschadenbelastung(Schäden größer 3,0 Mio. Euro) zum 31. Dezember 2012242,5 Mio. Euro, dies entspricht 15,9 % der Bruttoprämie. Diebilanzielle Brutto-Schadenquote belief sich im Geschäftsjahrim Segment Nicht-Leben auf 74,1 % (2011: 80,2 %). In der Folgelag in diesem Geschäftssegment die kombinierte Brutto-Schaden-/Kostenquote bei 98,6 % nach 105,3 % im Vorjahr.Vor Veränderung der Schwankungs- und ähnlichen Rückstellungen(nachfolgend: Schwankungs- u.ä. Rückstellung)verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis desGesamtgeschäfts im Geschäftsjahr um 95,6 Mio. Euro auf- 0,4 Mio. Euro (2011: - 96,0 Mio. Euro). Nach Stärkung derSchwankungs- u.ä. Rückstellung durch eine Zuführung um67,6 Mio. Euro (2011: 98,7 Mio. Euro) ergab sich ein versicherungstechnischesErgebnis für eigene Rechnung in Höhe von- 68,0 Mio. Euro (2011: - 194,7 Mio. Euro).Das Ergebnis aus Kapitalanlagen betrug im Geschäftsjahr381,0 Mio. Euro (2011: 342,8 Mio. Euro). Es ist mittelbar durchdie Ergebnisabführungsverträge mit den beiden großen KonzerngesellschaftenR+V Lebensversicherung AG und R+V AllgemeineVersicherung AG geprägt.


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 15Geschäftsverlauf derR+V Versicherung AG im ÜberblickKENNZAHLEN ZUR RÜCKVERSICHERUNG2012 Gesamt davon Gruppe davon Fremd 2011 Gesamt davon Gruppe davon Fremdin Mio. Euro Brutto Brutto Brutto Brutto Brutto BruttoGebuchter Beitrag 1.525,6 362,5 1.163,2 1.492,4 331,1 1.161,3Inland 462,7 351,5 111,3 435,9 326,8 109,1Ausland 1.062,9 11,0 1.051,9 1.056,5 4,3 1.052,2Schaden 1.122,2 259,3 862,9 1.196,5 261,3 935,2Inland 328,6 251,2 77,3 329,2 259,4 69,7Ausland 793,6 8,0 785,6 867,3 1,9 865,4Kosten 373,9 82,9 291,0 378,1 84,2 293,8Inland 108,7 79,8 28,9 110,8 82,7 28,0Ausland 265,1 3,0 262,1 267,3 1,5 265,8Ergebnis vor Schwankungsrst. 21,5 20,7 0,8 –76,4 –4,7 –71,8Inland 23,1 20,4 2,7 1,8 –8,5 10,3Ausland –1,6 0,3 –1,9 –78,3 3,8 –82,1Der Saldo aus Sonstigen Erträgen und Sonstigen Aufwendungenlag bei - 12,8 Mio. Euro (2011: - 6,3 Mio. Euro).Insgesamt schloss das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis dernormalen Geschäftstätigkeit von 298,0 Mio. Euro ab (2011:138,6 Mio. Euro).1.492 1.4591.6001.526 1.492GESAMT-GESCHÄFT NICHT-LEBEN2010 2011 2012Bilanzielle Brutto-Schadenquote 77,5 80,2 74,1Brutto-Kostenquote 25,1 25,1 24,5Brutto-Schaden-/Kostenquote 102,6 105,3 98,6GEBUCHTE BEITRÄGEin Mio. Euro1.371 1.3291.2001.147 1.101885 85680040002008 2009 2010 2011 2012Gebuchte Bruttobeiträge Gebuchte NettobeiträgeDer auf Basis des Steuerumlagevertrags mit der DZ BANK AG(fiktiv) ermittelte Steueraufwand belief sich auf 204,9 Mio.Euro und war wesentlich beeinflusst durch eine geänderteRechtsprechung des Bundesfinanzhofs zur steuerlichenBewertung von festverzinslichen Wertpapieren des Umlaufvermögens.Abschreibungen, die bis zum 31. Dezember 2011 handels-und steuerrechtlich vorgenommen wurden, mussten mitausschließlich steuerlicher Wirkung durch Wertaufholungenkorrigiert werden. Darüber hinaus wurden noch nicht ausgeschütteteFondserträge der Besteuerung unterworfen. Auf derGrundlage des im Jahr 2012 mit der DZ BANK AG abgeschlossenenGewinnabführungsvertrags führte die Gesellschaft damiteinen Gewinn von 93,2 Mio. Euro ab (2011: Jahresüberschuss95,2 Mio. Euro).


16 Geschäftsverlauf der R+V Versicherung AG im ÜberblickLEBENSVERSICHERUNG – BRUTTOBEITRÄGEin Mio. Euro32UNFALLVERSICHERUNG – BRUTTOBEITRÄGEin Mio. Euro602428,028,227,14552,849,850,4163081500201020112012201020112012LEBENSVERSICHERUNG – BESTANDSENTWICKLUNGin Mio. Euro nach Versicherungssummen 2012 2011Übernahme Kapital 5.903,9 5.933,2Versicherungssumme Rente 1.912,8 1.888,0Abgabe Kapital 738,7 789,0Versicherungssumme Rente 1.397,4 1.390,7Eigenbehalt Kapital 5.165,3 5.144,2Versicherungssumme Rente 515,3 497,2Geschäftsverlauf in den einzelnen SpartenLebenVersicherungstechnisches Bruttoergebnis verbessertDie aktive Zeichnung des Leben-Rückversicherungsgeschäftswurde im Jahr 2004 eingestellt. Die Bruttobeitragseinnahmenlagen mit 27,1 Mio. Euro leicht unter Vorjahresniveau. DieSparte schloss mit einem versicherungstechnischen Bruttogewinnin Höhe von 6,2 Mio. Euro (2011: 4,7 Mio. Euro) ab,da der gegenüber dem Vorjahr deutlich geringere Provisonsaufwanddas rückläufige Abwicklungsergebnis kompensierte.UNFALLVERSICHERUNG2010 2011 2012Bilanzielle Brutto-Schadenquote 46,6 34,0 47,7Brutto-Kostenquote 49,3 52,8 50,9Brutto-Schaden-/Kostenquote 95,9 86,7 98,6UnfallDeutlich verbessertes Netto-SpartenergebnisDer Zweig Unfallversicherung umfasst die Allgemeine Unfallversicherungund die Kraftfahrt-Unfallversicherung. Die AllgemeineUnfallversicherung ist mit einem Beitragsanteil von99,1 % nach wie vor die dominierende Einzelsparte innerhalbdes Versicherungszweigs. Die gebuchten Bruttobeiträge lagenmit 50,4 Mio. Euro insgesamt um 1,3 % über dem Vorjahreswert(2011: 49,8 Mio. Euro). Die leichte Verbesserung desGeschäftsjahresschadenaufwands um 0,8 % auf 27,5 Mio. Eurosowie das gegenüber dem Vorjahr deutliche geringere Abwicklungsergebnisder aus dem Vorjahr übernommenen Schadenrückstellungenführten zu einer bilanziellen Brutto-Schadenquotevon 47,7 % (2011: 34,0 %).Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb verringertensich um 1,5 Mio. Euro. Vor Veränderung der Schwan-


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 17Geschäftsverlauf derR+V Versicherung AG im ÜberblickHAFTPFLICHTVERSICHERUNG – BRUTTOBEITRÄGEin Mio. Euro60KRAFTFAHRTVERSICHERUNG – BRUTTOBEITRÄGEin Mio. Euro5004556,552,849,3375387,8444,1334,8302501512502010201120120201020112012HAFTPFLICHTVERSICHERUNG2010 2011 2012Bilanzielle Brutto-Schadenquote 86,3 44,2 48,5Brutto-Kostenquote 31,9 36,3 36,8Brutto-Schaden-/Kostenquote 118,2 80,5 85,3KRAFTFAHRTVERSICHERUNG2010 2011 2012Bilanzielle Brutto-Schadenquote 88,8 84,0 78,4Brutto-Kostenquote 18,9 17,8 16,5Brutto-Schaden-/Kostenquote 107,7 101,8 94,9kungs- u.ä. Rückstellung lag das Spartenergebnis bei 0,7 Mio.Euro (2011: 6,8 Mio. Euro). Bedingt durch den Schadenverlaufwurde die Schwankungs- u.ä. Rückstellung durch eine Zuführungin Höhe von 1,5 Mio. Euro (2011: 8,9 Mio. Euro) gestärkt.Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnungbetrug - 0,8 Mio. Euro (2011: - 2,2 Mio. Euro).HaftpflichtErneut verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis für eigeneRechnungeine kombinierte Brutto-Schaden-/Kostenquote von 85,3 %nach 80,5 % im Vorjahr ergab.Das versicherungstechnische Ergebnis der Sparte schloss miteinem Bruttogewinn vor Schwankungs- u.ä. Rückstellung von7,2 Mio. Euro (2011: 10,3 Mio. Euro). Nach Berücksichtigungeiner Zuführung zur Schwankungs- u.ä. Rückstellung in Höhevon 11,0 Mio. Euro (2011: 16,0 Mio. Euro) wies die Sparte einversicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung von- 4,0 Mio. Euro (2011: - 5,7 Mio. Euro) auf.Die gebuchten Bruttobeiträge in der Haftpflichtversicherunglagen bei 49,3 Mio. Euro (2011: 52,8 Mio. Euro).KraftfahrtBilanzielle Brutto-Schadenquote nochmals verbessertBedingt durch diesen Beitragsrückgang lag die bilanzielleBrutto-Schadenquote trotz eines nur moderaten Anstiegs desSchadenaufwands bei 48,5 % (2011: 44,2 %). Die Brutto-Kostenquotebelief sich auf 36,8 % (2011: 36,3 %), so dass sichDie Kraftfahrtversicherung wird weltweit gezeichnet undgehört mit einem Anteil von 29,1 % an den gebuchten Bruttobeiträgenzu den Hauptsparten der R+V Versicherung AG. Derüberwiegende Teil (60,9 %) des Beitragsvolumens in dieser


18 Geschäftsverlauf der R+V Versicherung AG im ÜberblickFEUERVERSICHERUNG – BRUTTOBEITRÄGEin Mio. EuroTRANSPORT- UND LUFTFAHRT – BRUTTOBEITRÄGEin Mio. Euro400387,8409,3408,510094,292,990,930075200501002502010201120120201020112012FEUERVERSICHERUNG2010 2011 2012Bilanzielle Brutto-Schadenquote 93,8 124,6 89,9Brutto-Kostenquote 25,7 26,0 25,8Brutto-Schaden-/Kostenquote 119,5 150,6 115,7TRANSPORT- UND LUFTFAHRTVERSICHERUNG2010 2011 2012Bilanzielle Brutto-Schadenquote 72,7 51,5 58,5Brutto-Kostenquote 22,4 24,4 23,1Brutto-Schaden-/Kostenquote 95,1 75,8 81,6Sparte wird von den Gesellschaften der R+V getragen, die vonihrem starken Marktanteil in Deutschland profitieren. Auch imJahr 2012 konnte R+V im hart umkämpften Kfz-Rückversicherungsmarkteinen Beitragszuwachs von insgesamt 14,5 % auf444,1 Mio. Euro (2011: 387,8 Mio. Euro) erzielen. Im inländischenMarkt betrug der Zuwachs 7,7 %. Im Ausland zeigtensich insbesondere Großbritannien, die Niederlande und Südafrikaals Wachstumsmärkte.Die Geschäftsjahresschadenquote reduzierte sich bedingtdurch einen unterproportionalen Schadenanstieg auf 86,5 %(2011: 92,7 %). Flankiert durch eine deutliche Verbesserungdes Abwicklungsergebnisses der aus dem Vorjahr übernommenenSchadenrückstellungen lag die bilanzielle Brutto-Schadenquotemit 78,4 % deutlich unter dem Vorjahreswert (2011:84,0 %).In Verbindung mit ebenfalls unterproportional gestiegenenAufwendungen für den Versicherungsbetrieb von 73,3 Mio.Euro (2011: 68,5 Mio. Euro) verbesserte sich das Spartenergebnisfür eigene Rechnung gegenüber dem Vorjahr um 28,3 Mio.Euro auf 15,3 Mio. Euro (2011: - 13,0 Mio. Euro). Der Schwankungs-u.ä. Rückstellung wurden 42,2 Mio. Euro (2011:20,7 Mio. Euro) zugeführt, das versicherungstechnische Ergebnisfür eigene Rechnung betrug - 26,9 Mio. Euro (2011:- 33,6 Mio. Euro).FeuerSignifikant bessere bilanzielle Brutto-SchadenquoteDie gebuchten Beiträge lagen mit 408,5 Mio. Euro auf demNiveau des Vorjahres (2011: 409,3 Mio. Euro). Das Geschäft inder Feuerversicherung stammte im Wesentlichen von Zedentenaußerhalb der R+V. Auf den ausländischen Markt entfielen361,3 Mio. Euro beziehungsweise 88,4 % der Bruttoprämien.


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 19Geschäftsverlauf derR+V Versicherung AG im ÜberblickÜBRIGE VERSICHERUNGSSPARTEN – BRUTTOBEITRÄGEin Mio. EuroTransport und LuftfahrtErneut deutlich verbessertes Ergebnis für eigene Rechnung480360417,1471,7455,3Die gebuchten Bruttobeiträge im Transport- und Luftfahrtgeschäftlagen im Geschäftsjahr mit 90,9 Mio. Euro (2011:92,9 Mio. Euro) leicht unter Vorjahresniveau. Ursächlich istein Rückgang der Beiträge in der Transportversicherung um24014,0 %, dem ein Anstieg in der Luftfahrtversicherung von9,9 % gegenübersteht. Wichtigste Märkte nach Prämienvolu-120men waren für das Transportgeschäft nach wie vor Italien undfür das Luftfahrtgeschäft wiederum die USA.0201020112012ÜBRIGE VERSICHERUNGSSPARTEN2010 2011 2012Bilanzielle Brutto-Schadenquote 56,8 54,0 64,4Brutto-Kostenquote 26,3 26,1 27,3Brutto-Schaden-/Kostenquote 83,1 80,1 91,7Die bilanzielle Brutto-Schadenquote lag bei 58,5 % (2011:51,5 %). Unter Einbezug der auf 23,1 % (2011: 24,4 %) verbessertenBrutto-Kostenquote schloss die Sparte mit einem versicherungstechnischenGewinn für eigene Rechnung von16,3 Mio. Euro (2011: 22,7 Mio. Euro) ab. Der Schwankungsu.ä.Rückstellung wurden 3,4 Mio. Euro entnommen (2011:Zuführung 11,0 Mio. Euro). Der versicherungstechnischeGewinn für eigene Rechnung verbesserte sich deutlich auf19,7 Mio. Euro (2011: 11,7 Mio. Euro).Die Feuerversicherung war im Geschäftsjahr in wesentlich geringeremUmfang als im Vorjahr durch Großschäden belastet,die aus diversen Schadenereignissen im Zusammenhang mitErdbeben, Orkanen und Überschwemmungen resultierten. Diebilanzielle Brutto-Schadenquote verringerte sich auf 89,9 %(2011: 124,6 %). Unter Einbezug der Aufwendungen für denVersicherungsbetrieb ergab sich eine kombinierte Brutto-Schaden-/Kostenquote von 115,7 % (2011: 150,6 %). ImGeschäftsjahr schloss die Sparte vor Veränderung der Schwankungs-u.ä. Rückstellung mit einem versicherungstechnischenVerlust für eigene Rechnung in Höhe von - 70,5 Mio.Euro (2011: - 209,7 Mio. Euro). Nach der schadenverlaufsbedingtvollständigen Entnahme aus der Schwankungs- u.ä.Rückstellung im Vorjahr verblieb damit ein versicherungstechnischesErgebnis in Höhe von - 70,5 Mio. Euro (2011:- 172,4 Mio. Euro).Übrige VersicherungsspartenVerbessertes versicherungstechnisches Ergebnis für eigene RechnungUnter den übrigen Versicherungssparten werden die SpartenKranken, Rechtsschutz, Verbundene Hausrat und Wohngebäude,Sonstige Sachversicherungen, Sonstige Versicherungensowie die Kredit- und Kautionsversicherung ausgewiesen. Indem Zweig Sonstige Sachversicherungen wiederum werden dieSparten Einbruchdiebstahl, Technische Versicherungen, Leitungswasser,Glas, Sturm, Hagel und Tier zusammengefasst.Die Sonstigen Versicherungen beinhalten die Sparten Allgefahrenund Vertrauensschaden sowie Atomanlagen-Sachversicherung.Die übrigen Versicherungssparten verzeichneten einen leichtenRückgang der gebuchten Bruttobeiträge von 3,5 % auf455,3 Mio. Euro (2011: 471,1 Mio. Euro). Innerhalb der übrigen


20 Geschäftsverlauf der R+V Versicherung AG im Überblick / Ertragslage / FinanzlageVersicherungssparten dominieren unverändert die SpartenSturm, Kredit/Kaution und Hagel mit einem Beitragsanteilvon zusammen 78,8 % (2011: 79,6 %). Dabei verzeichnetendie Sturm- sowie die Kredit- und KautionsversicherungenBeitragsrückgänge.Schadenseitig zeigten die einzelnen Versicherungssparteneine unterschiedliche Entwicklung. Deutliche Schadenverbesserungengab es in der Sturmversicherung, in der die Schadenaufwendungenum 40,2 Mio. Euro zurückgingen. DieBrutto-Geschäftsjahresschadenquote in der Sturmversicherungverbesserte sich auf 53,1 % (2011: 79,7 %). Auch diebilanzielle Brutto-Schadenquote verminderte sich auf 51,8 %(2011: 73,5 %).Nachdem die bilanzielle Brutto-Schadenquote in der KreditundKautionsversicherung im Vorjahr mit einem sehr gutenErgebnis schloss, lag sie im Geschäftsjahr aufgrund der Belastungdurch zwei Großschäden bei 56,4 % (2011: 34,8 %).Insgesamt wiesen die übrigen Versicherungssparten einen versicherungstechnischenGewinn für eigene Rechnung nachBerücksichtigung der Veränderungen aus der Schwankungsu.ä.Rückstellung in Höhe von 11,7 Mio. Euro aus (2011:6,2 Mio. Euro).Zusammenfassende Würdigung des GeschäftsverlaufsDie R+V Versicherung AG setzte im Geschäftsjahr 2012 ihre positiveEntwicklung fort. Die Beitragseinnahmen erhöhten sichgegenüber dem Vorjahr um 2,2 %. Der Schadenaufwand verbessertesich im Vergleich hierzu überproportional, nachdemdas Jahr 2012 in deutlich geringerem Umfang von Naturkatastrophenbetroffen war.Die Brutto-Kostenquote verbesserte sich gegenüber demVorjahr. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigeneRechnung lag deutlich über dem Vorjahreswert. Schadenverlaufsabhängigwurde die Schwankungsrückstellung gestärkt.Das Kapitalanlageergebnis betrug 381,0 Mio. Euro gegenüber342,8 Mio. Euro im Vorjahr.Insgesamt erzielte die R+V Versicherung AG ein Ergebnis dernormalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 298,0 Mio. Euro(2011: 138,6 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung eines (fiktiven)Steueraufwands von 204,9 Mio. Euro (2011: 40,7 Mio.Euro) ergibt sich auf der Grundlage des im Jahr 2012 mit derDZ BANK AG abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags eineGewinnabführung von 93,2 Mio. Euro.Der R+V Versicherung AG ist es trotz des schwierigen wirtschaftlichenUmfelds gelungen, an die wirtschaftlichen Erfolgeder Vorjahre anzuknüpfen. Hierzu tragen in erheblichemMaße die Qualitätsstandards beim Underwriting, Pricing undSchadenmanagement bei, die die Gesellschaft bei der Zeichnungund Bearbeitung des Rückversicherungsgeschäftsanwendet. In Kombination mit einem internen Risikosteuerungs-und Kontrollsystem werden die Unternehmenssteuerungunterstützt und die Erkennung und Vermeidung vonRisiken gewährleistet. Ein weiterer Erfolgsfaktor liegt in derhohen Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter.ErtragslageVersicherungstechnisches ErgebnisDas versicherungstechnische Bruttoergebnis verbesserte sichim Vergleich zum Vorjahr um 97,9 Mio. Euro auf 21,5 Mio. Euro(2011: - 76,4 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung der Retrozessionergab sich ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertesversicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnungvon - 0,4 Mio. Euro, (2011: - 96,0 Mio. Euro). DieSchwankungs- u.ä. Rückstellung wurde um 67,6 Mio. Euro(2011: 98,7 Mio. Euro) gestärkt. Das versicherungstechnischeErgebnis für eigene Rechnung verbesserte sich ebenfalls signifikantauf - 68,0 Mio. Euro (2011: - 194,7 Mio. Euro). Dieserversicherungstechnische Verlust resultierte insbesondereaus den Sparten Feuer in Höhe von - 70,5 Mio. Euro (2011:- 172,4 Mio. Euro) und Kraftfahrt-Haftpflicht in Höhe von- 23,8 Mio. Euro (2011: - 25,9 Mio. Euro).


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 21Geschäftsverlauf derR+V Versicherung AG im Überblick /Ertragslage / FinanzlageKapitalanlageergebnisDie R+V Versicherung AG erzielte aus ihren Kapitalanlagenordentliche Erträge von 362,5 Mio. Euro. Abzüglich ordentlicherAufwendungen von 5,7 Mio. Euro ergab sich ein ordentlichesErgebnis von 356,8 Mio. Euro (2011: 348,9 Mio. Euro).Die Lage auf den Rentenmärkten wurde weiterhin durch dieEurokrise dominiert. So kam es zu fallenden Zinsen und trotzBonitätsherabstufungen zu Spreadeinengungen. Unter diesengesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren bei denKapitalanlagen der R+V Versicherung AG außerplanmäßigeAbschreibungen von 1,2 Mio. Euro erforderlich. Aufgrund vonWertaufholungen früherer Abschreibungen wurden 19,8 Mio.Euro zugeschrieben. Durch Veräußerungen von Vermögenswertenerzielte die R+V Versicherung AG einerseits Veräußerungsgewinnevon 0,7 Mio. Euro, andererseits entstandenVeräußerungsverluste von 0,1 Mio. Euro. Aus den Zu- undAbschreibungen sowie den Veräußerungsgewinnen und-verlusten resultierte ein außerordentliches Ergebnis von19,1 Mio. Euro (2011: - 12,2 Mio. Euro).Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen, als Summe des ordentlichensowie des außerordentlichen Ergebnisses, belief sichdamit für das Geschäftsjahr 2012 auf 375,9 Mio. Euro gegenüber336,7 Mio. Euro im Vorjahr. Die Nettoverzinsung lag mit9,5 % nahezu auf Vorjahresniveau (2011: 9,6 %).Sonstige Erträge und AufwendungenDie sonstigen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf34,4 Mio. Euro (2011: 46,3 Mio. Euro). Einen wesentlichenBestandteil bildeten die Dienstleistungs- und Zinserträge.Sonstigen Aufwendungen waren insbesondere geringere Zinsaufwendungensowie Verbands- und Mitgliedsbeiträge ausschlaggebend.Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung betrug 0,3 Mio.Euro (2011: 4,4 Mio. Euro).GesamtergebnisDas Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit belief sichauf 298,0 Mio. Euro (2011: 138,6 Mio. Euro). Unter Berücksichtigungeines (fiktiven) Steueraufwands von 204,9 Mio.Euro (2011: 40,7 Mio. Euro) ergab sich auf der Grundlage desim Jahr 2012 mit der DZ BANK AG abgeschlossenen Gewinnabführungsvertragseine Gewinnabführung von 93,2 Mio. Euro.FinanzlageKapitalstrukturDie Hauptversammlung vom 30. Mai 2012 hat zur Eigenkapitalstärkungder R+V Versicherung AG eine Kapitalerhöhungvon 150,1 Mio. Euro durch die Ausgabe neuer auf den Namenlautender vinkulierter Stückaktien zu je 306 Euro beschlossen.Weiterhin beschloss die Hauptversammlung ein GenehmigtesKapital, durch das der Vorstand ermächtigt ist, Kapitalerhöhungengegen Bareinlagen bis zu 21,3 Mio. Euro durchzuführen,was einem Gesamtausgabebetrag in Höhe von rund250 Mio. Euro entspricht. Das Genehmigte Kapital kann bisEnde Mai 2017 ausgenutzt werden. Damit wird sichergestellt,dass R+V auch weiterhin in der Lage ist, nachhaltig und ertragreichzu wachsen.Die sonstigen Aufwendungen betrugen 47,2 Mio. Euro (2011:52,6 Mio. Euro). Sie umfassten im Wesentlichen Betriebskosten,denen Erträge aus der Weiterbelastung an Konzerngesellschaftengegenüberstehen, Zins- und Beratungsaufwendungensowie Verbands- und Mitgliedsbeiträge.Der Rückgang bei den Sonstigen Erträgen ist im Wesentlichenauf im Vorjahr enthaltene Zinsen auf Steuerforderungen ausabgeschlossenen Betriebsprüfungen zurückzuführen. Bei denDurch die vorgenommene Kapitalerhöhung stiegen das gezeichneteKapital auf 331,3 Mio. Euro (2011: 318,5 Mio. Euro)sowie die Kapitalrücklagen auf 1.415,7 Mio. Euro (2011:1.278,4 Mio. Euro).Das Eigenkapital der R+V Versicherung AG erhöhte sich somitzum Bilanzstichtag auf insgesamt 1.911,7 Mio. Euro (2011:1.846,2 Mio. Euro).


22 Finanzlage / Vermögenslage / Nachtragsbericht / RisikoberichtGARANTIEMITTELin Mio. Euro 2012 2011Grundkapital 331,3 318,5Kapitalrücklage 1.415,7 1.278,4Gewinnrücklage 164,7 164,7Bilanzgewinn 0,0 84,6Eigenkapital 1.911,7 1.846,2Beitragsüberträge 146,9 139,8Deckungsrückstellung 37,5 40,3Rückstellung für noch nichtabgewickelte Versicherungsfälle 1.805,8 1.670,1Rückstellung fürBeitragsrückerstattung 3,1 2,4Schwankungsrückstellung undähnliche Rückstellungen 565,1 497,5Sonstige versicherungstechnischeRückstellungen 0,6 0,6VersicherungstechnischeRückstellungen gesamt 2.559,0 2.350,7Garantiemittel 4.470,7 4.196,9Die Garantiemittel stiegen gegenüber dem Vorjahr um273,8 Mio. Euro auf 4.470,7 Mio. Euro an. Die Garantiemittelquoteblieb trotz des starken Wachstums der Gesellschaft aufeinem weiterhin hohen Niveau von 299,6 % (2011: 287,8 %).Die Eigenkapitalquote betrug 128,1 % (2011: 126,6 %).Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat im Geschäftsjahr2012 zum wiederholten Mal die Finanzstärke der R+V VersicherungAG als sehr gut eingeschätzt. Im Rahmen des interaktivenRatingprozesses wurde die Bewertung mit AA- und stabilemAusblick bestätigt.VermögenslageBestand an KapitalanlagenDie Kapitalanlagen der R+V Versicherung AG wuchsen imGeschäftsjahr 2012 um 639,3 Mio. Euro beziehungsweise um17,5 %. Damit belief sich der Buchwert der Kapitalanlagen zum31. Dezember 2012 auf 4.292,0 Mio. Euro. Davon ist mit 54,7 %ENTWICKLUNG DER KAPITALANLAGEN*in Mio. Euro4.8004.2923.6003.6533.3873.0112.4002.6251.20002008 2009 2010 2011 2012* ohne Depotforderungen(2011: 58,3 %) der größte Teil in verbundene Unternehmenund Beteiligungen investiert. Die R+V Versicherung AG investierteden überwiegenden Teil der für die Neuanlage zur Verfügungstehenden Mittel in Rentenpapiere. Zur Minimierung desAusfallrisikos wurde bei allen Zinstiteln auf eine gute Bonitätder Emittenten geachtet. Auch hat die R+V Versicherung AGindirekt in Immobilien investiert. Darüber hinaus nahm dieR+V Versicherung AG an Kapitalerhöhungen der R+V KOMPOSITHolding GmbH und der R+V Personen Holding GmbH, sowie derR+V Lebensversicherung AG, der Assimoco S.p.A. und derFinassimoco S.p.A. teil. Die durchgerechnete Aktienquote zuMarktwerten belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 1,3 % gegenüber1,0 % im Vorjahr. Zur Verstetigung der Anlage wurdendarüber hinaus Vorkäufe getätigt.Die auf die gesamten Kapitalanlagen bezogene Reservequotelag zum 31. Dezember 2012 bei 54,5 % (2011: 65,9 %).Die R+V Versicherung AG wies zum Jahresende bei den gemäߧ 341 b HGB dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagenkeine stillen Lasten aus.In der Kapitalanlage werden soziale, ethische und ökologischeGrundsätze dahingehend berücksichtigt, dass die R+V VersicherungAG wissentlich und bewusst nicht in Kapitalanlagen


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 23Finanzlage / Vermögenslage /Nachtragsbericht / Risikoberichtinvestiert, die den allgemein anerkannten Nachhaltigkeitsprinzipienwidersprechen. Sie ist in keinem der in der Debatteum Streumunition erwähnten Rüstungshersteller investiert.Versicherungstechnische RückstellungenDie versicherungstechnischen Bruttorückstellungen erhöhtensich gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % auf 2.616,7 Mio. Euro(2011: 2.416,8 Mio. Euro). Nach Abzug der auf die Retrozessionäreentfallenden Anteile betrugen die versicherungstechnischenNettorückstellungen 2.559,0 Mio. Euro (2011:2.350,7 Mio. Euro). Bezogen auf den gebuchten Beitrag füreigene Rechnung entsprach dies einer Quote von 171,5 %(2011: 161,2 %).Den weitaus größten Anteil an den versicherungstechnischenNettorückstellungen bildeten die Rückstellungen für nochnicht abgewickelte Versicherungsfälle. Ihr Volumen erhöhtesich um 8,1 % auf 1.805,8 Mio. Euro (2011: 1.670,1 Mio. Euro).Sie umfassten 34,9 % (2011: 36,4 %) der Bilanzsumme undwerden durch die Kapitalanlagen, die Depot- und Abrechnungsforderungensowie die Anteile der Rückversicherer anden versicherungstechnischen Rückstellungen gedeckt.Die Schwankungs- u.ä. Rückstellung wurde um 67,6 Mio. Euroauf 565,1 Mio. Euro gestärkt.NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss desGeschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.RisikoberichtRisikomanagementprozessKern des Geschäftsmodells der R+V Versicherung AG sind dieÜbernahme und das Managen von Risiken. Dementsprechendist das Risikomanagement der R+V Versicherung AG als integralerBestandteil der Unternehmenssteuerung in die Unternehmensstrategieeingebettet.Es umfasst alle systematischen Maßnahmen, um Risiken zuerkennen, zu bewerten und zu beherrschen. Hauptziel derRisikomanagementprozesse sind die Sicherstellung der Soliditätund Sicherheit für Versicherungsnehmer und Anteilseignersowie die langfristige Unternehmensfortführung. Darüberhinaus sollen mit Hilfe der Risikomanagementprozesse bestandsgefährdendeRisiken und andere negative Entwicklungen,die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- undErtragslage auswirken können, frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmeneingeleitet werden. Ein über alleGesellschaften der R+V implementierter Risikomanagementprozesslegt Regeln zum Umgang mit Risiken fest und istGrundlage für ein zentrales Frühwarnsystem. Auch Beteiligungenwerden in das Risikomanagement der R+V Versicherung AGeinbezogen.Die Grundsätze des R+V-Risikomanagements basieren auf derverabschiedeten und jährlich zu aktualisierenden Risikostrategieder R+V. Diese leitet sich aus der Unternehmensstrategieunter Berücksichtigung der in der Frühjahrsklausur des Vorstandsverabschiedeten strategischen Vier-Jahres-Planung ab.Im Konzernrisikohandbuch wird die Steuerung der Risiken mitumfangreichen Darstellungen zu Methoden, Prozessen undVerantwortlichkeiten dokumentiert. Ein Grundprinzip derRisikoorganisation und der Risikomanagementprozesse ist dieTrennung von Risikoüberwachung und Risikoverantwortung.Die Funktionen der für den Aufbau von Risikopositionen Verantwortlichensind personell und organisatorisch von der unabhängigenRisikocontrollingfunktion getrennt.Die identifizierten Risiken werden den folgenden Risikokategorienzugeordnet: versicherungstechnisches Risiko, Marktrisiko,Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Konzentrationsrisiko,operationelles Risiko, strategisches Risiko und Reputationsrisiko.Auf Basis verbindlich festgelegter Kennzahlen und Schwellenwerteerfolgt vierteljährlich eine aktualisierte Indexbewertungaller bedeutenden Risiken der R+V in einer Datenbank.Bei Überschreitung eines definierten Indexwertes werden


24 RisikoberichtMaßnahmen eingeleitet. Zusätzlich wird durch eine gezielteAbfrage bei Führungskräften und Mitarbeitern gewährleistet,dass Risiken frühzeitig erkannt werden.innerhalb der R+V sowie eingeleitete Maßnahmen. Der Compliance-Beauftragteberichtet sowohl an die Risikokonferenz alsauch unmittelbar an den Vorstandsvorsitzenden.Die identifizierten Risiken werden in der vierteljährlich stattfindendenRisikokonferenz abschließend bewertet. Das zentraleRisikoberichtswesen sorgt für Transparenz in der Berichterstattung.Bei existenzgefährdenden Veränderungen vonRisiken sind Meldungen an das zuständige Vorstandsmitgliedund den Leiter der Risikokonferenz vorgesehen.Die risikorelevanten Unternehmensinformationen werden denzuständigen Aufsichtsgremien im regelmäßigen Turnus zurVerfügung gestellt.Bereits im Rahmen der Einführung neuer Rückversicherungsproduktewerden die Auswirkungen auf das Unternehmensrisikoprofilanalysiert und beurteilt. Auch bei der Planung undDurchführung von Projekten werden Risikogesichtspunkteberücksichtigt. Größere Projekte und Investitionen werdenregelmäßig in der Investitions- oder Produktkommissionsowie im Finanz- und Rückversicherungsausschuss beurteilt.Besonderes Augenmerk wird dabei auf Ergebnisse und Maßnahmensowie auf die Budgeteinhaltung gelegt. ErforderlicheKurskorrekturen werden sofort eingeleitet.Das Compliance-Management-System der R+V umfasst zentraleund dezentrale Aufgaben. Der Compliance-Beauftragte trägtdie Gesamtverantwortung. Das Compliance-Management-Systemdeckt die folgenden Themen ab: Kartellverstöße, Insiderverstöße,dolose Handlungen und Diebstähle, Datenschutzverstöße,Geldwäscheverstöße sowie Verstöße gegen dieAußenwirtschaftsverordnung. Für alle im Zusammenhang mitdem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) stehendenFragen besteht eine interne Beschwerdestelle. Zudem ist dieFunktion eines Vertrauensanwalts eingerichtet. WichtigeRegeln für ein korrektes Verhalten im Geschäftsverkehr sindin der Compliance-Richtlinie „Verhaltensgrundsätze im Geschäftsverkehr“niedergelegt. In der Compliance-Konferenzerörtern die jeweiligen Verantwortlichen wesentliche VorfälleR+V verfügt über ein ganzheitliches Business-Continuity-Managementsystem mit einer zentralen Koordinationsfunktion.Ein Gremium mit den verantwortlichen Krisenmanagernfür IT-Technik, für Gebäude und für Personal unterstützt hierbeiin fachlichen Themenstellungen, dient der Vernetzung derNotfallmanagement-Aktivitäten im R+V Konzern und berichtetüber wesentliche Feststellungen und über die durchgeführtenNotfallübungen an die Risikokonferenz von R+V.Durch das Business-Continuity-Management wird gewährleistet,dass der Geschäftsbetrieb der R+V Versicherung AG ineinem Krisenfall aufrechterhalten werden kann. Dafür notwendigeGeschäftsprozesse sind identifiziert und im Rahmen einerNotfallplanung mit Ressourcen unterlegt.Die einmal jährlich stattfindende Risikoinventur umfasst dasgesamte Risikomanagement der R+V. Gegenstand der Risikoinventurim Einzelnen ist die Überprüfung und Dokumentationsämtlicher bekannter Einzel- und Kumulrisiken sowie des Risikotragfähigkeits-und des Business-Continuity-Managementsystems.Dabei werden auch die verwendeten Indikatoren undSchwellenwerte überprüft.Die Einhaltung der Regelungen des Risikomanagementsystemsund deren Wirksamkeit werden durch die Konzern-Revisiongeprüft. Zur Behebung festgestellter Defizite werden Maßnahmenvereinbart und von der Konzern-Revision regelmäßignachgehalten.Versicherungstechnische RisikenDas versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko,dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächlicheAufwand für Schäden und Leistungen vom erwartetenAufwand abweicht.


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 25RisikoberichtDie versicherungstechnische Risikosituation im übernommenenRückversicherungsgeschäft ist geprägt durch das Prämien-und Schadenrisiko, das Reserverisiko sowie das Kostenrisiko.Das Prämien- und Schadenrisiko umfasst das Risiko, dass zukünftigeEntschädigungen aus versicherten, aber noch nichteingetretenen Schäden höher als erwartet ausfallen.Diesem Risiko begegnet R+V durch eine kontinuierliche Beobachtungder wirtschaftlichen und politischen Situation undeine Risikosteuerung gemäß strategischer Ausrichtung unterBerücksichtigung einer risikogerechten Tarifierung. Die Risikosteuerungerfolgt durch eine klar strukturierte und ertragsorientierteZeichnungspolitik. Die Übernahme von Risikenerfolgt innerhalb verbindlicher Zeichnungsrichtlinien und-limite, die die Haftungen sowohl im Einzelschaden- als auchim Kumulschadenbereich begrenzen. Bei der Zeichnung vonRisiken verfolgt R+V ertragsorientierte Ziele unter Berücksichtigungder ökonomischen Kapitalkosten. Es erfolgt eine regelmäßigeÜberwachung der Einhaltung dieser Vorgaben.Teil des Prämien- und Schadenrisikos und von besondererBedeutung ist das Katastrophenrisiko, das Kumulrisiken umfasst,die aus dem Eintritt eines einzelnen Schadenereignissesverbunden mit einer Häufung von Schadenfällen resultieren.Es wird zwischen Naturkatastrophenrisiken, die aus Ereignissenwie z.B. Sturm, Erdbeben oder Überschwemmung resultieren,und Man-made-Risiken unterschieden.Die wesentlichen versicherungstechnischen Risiken liegen beieinem Rückversicherer in einem durch Naturkatastrophen gefährdetenPortfolio. Die tatsächliche und mögliche Belastungaus Höhe und Frequenz von Katastrophenschäden wird mittelseiner marktüblichen Software und durch eigene zusätzlicheVerifizierungen erfasst und beurteilt. Es erfolgt eine kontinuierlicheÜberwachung der möglichen Risikokonzentrationenaus Naturkatastrophenrisiken im Portfolio.Die wesentliche Zielsetzung bei der Steuerung des Katastrophenrisikosist die Sicherstellung eines breiten Risikoausgleichsüber alle Sparten und eine weltweite territoriale Diversifikation.Für die zentrale Steuerung und die Begrenzung derKumulrisiken aus einzelnen Naturgefahren werden Limite eingesetzt.Ein wichtiges Instrument zur Risikosteuerung ist einesystematische Kumulkontrolle der genehmigten Limite fürNaturkatastrophenrisiken. Die modellierten Exponierungenbewegten sich innerhalb der genehmigten Limite.Maßnahmen zur Risikominderung beinhalten u. a. die Steuerungdes Selbstbehalts und der Retrozession unter Berücksichtigungder Risikotragfähigkeit und der effektiven Retrozessionskosten.Dabei gelten Mindestanforderungen bezüglich derBonität der Retrozessionäre. Die Risikotragfähigkeit der übernommenenRückversicherung ist durch eine ausreichendeEigenmittel- und Reserveausstattung gegeben, sodass zurzeitkein Retrozessionseinkauf erfolgt.Eine große Anzahl von Schäden mittlerer bis kleinerer Größeprägte die Schadenentwicklung des Geschäftsjahres 2012. ImGegensatz zum Vorjahr haben die großen Schäden sowohl inder Stückzahl als auch in der absoluten Höhe abgenommen.Die vier größten Naturkatastrophen im Schadenjahr 2012waren in den Vereinigten Staaten der Hurrikan Sandy, dieDürrekatastrophe und ein Tornado sowie die Erdbeben inItalien.Das Reserverisiko betrifft das Risiko, dass die Schadenreserven,die für bereits eingetretene Schäden ausgewiesen werden,nicht ausreichend bemessen sind. Eine permanente undzeitnahe Beobachtung der Schadenentwicklungen ermöglichtdie Ableitung von vorbeugenden Maßnahmen zur Erreichungeines ausreichenden Reserveniveaus. Die Überwachung derReservestellung erfolgt u.a. durch die jährliche Erstellungeines Reservegutachtens. Für bekannte, aber auch für unbekannteSchäden sind Schadenrückstellungen in ausreichenderHöhe dotiert.


26 RisikoberichtDie versicherungstechnischen Risiken umfassen auch Kostenrisiken.Diese ergeben sich bei ungünstigen Veränderungendes Geschäftsverlaufs dadurch, dass bei sinkenden Erträgendie Aufwendungen nicht im gleichen Maße verringert werdenkönnen. Eingeschlossen ist auch das Budgetdefizitrisiko, dasaus geringeren Einnahmen oder höheren Kosten als im Budgetvorgesehen resultiert.Risiken aus FinanzinstrumentenIm Rahmen der Bereitstellung des Versicherungsschutzesfür die Kunden sehen sich Versicherungsunternehmen spezifischenMarkt-, Kredit-, Liquiditäts- sowie Konzentrationsrisikenausgesetzt.Diese können im Extremfall zu einem dauerhaften Wertverlustder Kapitalanlagen führen und – in letzter Konsequenz – dieErfüllbarkeit der Verpflichtungen aus Versicherungsverträgengefährden. Insoweit haben die Risiken aus Finanzinstrumentenden Charakter eines Asset-Liability-Risikos. Die R+V begegnetdiesen Risiken durch Beachtung der generellen Leitlinieeiner möglichst großen Sicherheit und Rentabilität beiSicherstellung der jederzeitigen Liquidität. Durch Wahrungeiner angemessenen Mischung und Streuung der Kapitalanlagenträgt die Anlagepolitik der R+V dem Ziel der Risikoverminderungin besonderem Maße Rechnung.Die Einhaltung der Anlageverordnung sowie der aufsichtsrechtlichenAnlagegrundsätze und Regelungen wird bei R+Vdurch ein qualifiziertes Anlagemanagement, geeignete interneKapitalanlagerichtlinien und Kontrollverfahren, eine perspektivischeAnlagepolitik sowie weitere organisatorischeMaßnahmen sichergestellt. R+V nimmt fortlaufend Erweiterungenund Verfeinerungen des Instrumentariums zur Risikoeinschätzungund -beurteilung bei der Neuanlage und derBeobachtung des Anlagebestandes vor, um den Veränderungenan den Kapitalmärkten zu begegnen und Risiken frühzeitigzu erkennen, zu begrenzen oder zu vermeiden.Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten, strukturiertenProdukten oder Asset Backed Securities sind in innerbetrieblichenRichtlinien explizit geregelt. Darin enthaltensind insbesondere Volumen- und Kontrahentenlimite. Durchein umfangreiches und zeitnahes Berichtswesen werden dieverschiedenen Risiken regelmäßig überwacht und transparentdargestellt.In Bewertungseinheiten wurden Grundgeschäfte mit nominal25,6 Mio. Euro und Sicherungsgeschäfte mit nominal25,6 Mio. Euro zur Sicherung von Zinsänderungsrisiken inForm von Mikro-Hedges einbezogen. Da alle wesentlichenwertbestimmenden Faktoren zwischen den abzusicherndenGrundgeschäften und dem absichernden Teil der Sicherungsinstrumenteübereinstimmen (Nominalbetrag, Laufzeit, Währung),ist auch künftig von einer vollständig gegenläufigenWertänderung von Grund- und Sicherungsgeschäft bezogenauf das abgesicherte Risiko auszugehen (Critical Term Match).Es gab keine mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen,die in eine Bewertungseinheit einbezogen werdenmüssten.Bei der R+V Versicherung AG bestehen sowohl handelsrechtlicheBewertungseinheiten als auch ökonomische Sicherungsbeziehungen.Folgende Arten von Sicherungsgeschäften wurdenzum 31. Dezember 2012 eingesetzt:– Swaps: Mikro-Absicherung von Zinsänderungsrisiken (Wandelvon variabel- in festverzinsliche Zahlungsströme undumgekehrt); die Grundgeschäfte sind bei diesen AbsicherungenFremdkapitalinstrumente– Devisentermingeschäfte: Makro-Absicherung von Währungsrisikenin versicherungstechnischen Rückstellungen– Vorkäufe: Um unterjährige Liquiditätsschwankungen auszugleichen,Marktstörungen zu vermeiden oder die Anlage zuverstetigen; die Grundgeschäfte sind Fremdkapitalinstrumente.Zur Sicherstellung der beabsichtigten Effektivität der ökonomischenRisikoabsicherungen werden folgende Maßnahmendurchgeführt:


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 27Risikobericht– tägliche Limitüberwachung und tägliches Optionsreporting– Festlegung einer strategischen Absicherungsbenchmark undlaufende Überwachung von Guidelines für das Währungsmanagement– kontinuierliche Überwachung der eingegangenen Absicherungspositionen,regelmäßige Darstellung der Auswirkungenauf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung imRahmen des internen Reportings und Durchführung erforderlicherAnpassungen– Durchführung von SensitivitätsanalysenAuf organisatorischer Ebene begegnet R+V Anlagerisikendurch eine strikte funktionale Trennung von Anlage, Abwicklungund Controlling.Die folgenden Erläuterungen zu den Risikokategorien Markt-,Kredit-, Liquiditäts- und Konzentrationsrisiko beziehen sichsowohl auf Risiken aus Finanzinstrumenten als auch auf Risikenaus sonstigen Bereichen.MarktrisikoDas Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oderindirekt aus Schwankungen in der Höhe beziehungsweise inder Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeitenund Finanzinstrumente ergibt. Das Marktrisikoschließt auch das Währungskurs-, Zinsänderungs-und Asset-Liability-Risiko ein.Zur Messung möglicher Marktrisiken ihrer Kapitalanlagenführte die R+V Versicherung AG zum Stichtag 31. Dezember2012 Szenarioanalysen unter folgenden Prämissen durch: Fürdirekt und über Fonds gehaltene Aktien wurde die Auswirkungeines zwanzigprozentigen Kursrückgangs auf den Zeitwertdieser Positionen simuliert.Für festverzinsliche Wertpapiere sowie für Namensschuldverschreibungen,Schuldscheinforderungen und Darlehen wurdendie Auswirkungen einer Verschiebung der Zinskurve um100 Basispunkte nach oben und nach unten auf den Zeitwertdieser Wertpapiere und Ausleihungen ermittelt.Im Rahmen der Standard-Berichterstattung wurden unterjährigfortlaufend Stress-Simulationen zur Darstellung der Auswirkungenadverser Kapitalmarktszenarien auf die BestandsundErgebnisentwicklung durchgeführt. Als Simulationsparameterwurden unter anderem ein Rückgang der Aktienkurseum 35 %, eine Verschiebung der Zinskurve um 200 Basispunktesowie ein Stress der Währungsbestände um eine jährlicheStandardabweichung angesetzt.Darüber hinaus wird für den Bestand aller zinstragendenAnlagen der R+V Versicherung AG regelmäßig eine Durationsanalysedurchgeführt.Fremdwährungspositionen mit Ausnahme von Verpflichtungenaus dem Rückversicherungsgeschäft werden im Wesentlichenzur Diversifizierung und Partizipation an renditestarkenweltweiten Anlagen im Rahmen eines aktiven Portfoliomanagementsgehalten. Die daraus resultierenden Wechselkursrisikenunterliegen durch die Anwendung entsprechender Risikomodelleder ständigen Beobachtung und werden durch einWährungsoverlay-Management aktiv gesteuert. Dabei verfolgtdas Währungsmanagement der R+V in erster Linie das Zieleiner Absicherung gegen Währungskursverluste.KreditrisikoDas Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, das sich aufgrundeines Forderungsausfalls oder aufgrund einer Veränderung derBonität oder der Bewertung von Bonität (Credit-Spread) vonWertpapieremittenten und anderen Schuldnern, gegenüberdenen das Unternehmen Forderungen hat, ergibt.Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionenbeziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittentenund Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität vorgenommen.Die Einstufung der Bonität erfolgt in erster Linie mitHilfe von Ratingagenturen und wird nach internen Richtlinienkontinuierlich überprüft.Das maximale Kreditrisiko des Portfolios wird quartalsweiseermittelt und der festgelegten Verlustobergrenze für das Kreditrisikogegenübergestellt. Kontrahentenrisiken werden


28 Risikoberichtferner durch ein Limitsystem begrenzt. Mehr als 89 % (2011:92 %) der Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren weisenein Standard & Poor’s Rating gleich oder besser als „A“, mehrals 72 % (2011: 79 %) gleich oder besser als „AA“ auf.Die Kapitalanlagen der R+V Versicherung AG wiesen im abgelaufenenGeschäftsjahr Zinsausfälle in Höhe von 0,3 Mio. Euroaus. Kapitalausfälle waren keine zu verzeichnen.Die R+V Versicherung AG hielt zum 31. Dezember 2012 StaatsanleihenItaliens, Irlands und Spaniens:Die Kreditrisiken beinhalten auch die Risiken aus dem Ausfallvon Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäftgegenüber Zedenten und Retrozessionären. Diese werdendurch die laufende Überwachung der Standard & Poor’sRatings und die sonstigen am Markt verfügbaren Informationsquellenbegrenzt.LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Unternehmennicht oder nur zu erhöhten Kosten in der Lage ist,seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen.MARKTWERTEin Mio. Euro 2012 2011Portugal – 1,3Italien 20,0 14,9Irland 9,6 9,8Griechenland – 1,7Spanien 32,4 35,0Gesamt 62,0 62,7Die Liquidität der R+V Gesellschaften wird zentral gesteuert.Für alle R+V Gesellschaften wird im Rahmen der Mehrjahresplanungeine integrierte Simulation zur Bestands- und Erfolgsentwicklungim Kapitalanlagebereich sowie zur Entwicklungder Cash Flows durchgeführt. Basis der Steuerung ist derprognostizierte Verlauf aller wesentlichen Zahlungsströme ausdem versicherungstechnischen Geschäft, den Kapitalanlagenund der allgemeinen Verwaltung. Bei der Neuanlage wird dieErfüllung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätserfordernissekontinuierlich geprüft.Außer in Griechenland geht R+V nach derzeitigem Stand davonaus, dass die von den genannten Staaten, der EU, demInternationalen Währungsfonds (IWF) und der EZB ergriffenenMaßnahmen eine Refinanzierung der Krisenländer gewährleisten.Es wurden keine Abschreibungen auf Staatsanleihen vorgenommen.Auch im Jahr 2012 wurden nur im AusnahmefallStaatsanleihen dieser Länder gekauft.Die Summe aller Anlagen bei Banken belief sich bei derR+V Versicherung AG zum 31. Dezember 2012 auf 1.070,8 Mio.Euro. Mit 38,8 % handelte es sich bei diesen Anlagen überwiegendum Titel, für die eine besondere Deckungsmasse zurBesicherung existiert. Mit 45,7 % waren diese Anlagen zudemhauptsächlich bei deutschen Banken investiert. Die verbleibenden54,3 % entfielen überwiegend auf Institute des EWR.Im Rahmen einer monatlich aktualisierten Liquiditätsberichterstattungfür das laufende Jahr wird die erwartete Entwicklungdes Cashflows für die R+V Versicherung AG detailliert dargestellt.Darüber hinaus wird im Cash Management ergänzendeine taggenaue Planung der Zahlungsströme vorgenommen.Durch Stress-Simulationen wesentlicher versicherungstechnischerParameter wird die Sicherstellung einer ausreichendenLiquidität unter krisenhaften Marktbedingungen regelmäßigüberprüft. Die Ergebnisse zeigen die Fähigkeit der R+V VersicherungAG, die eingegangenen Verpflichtungen jederzeit zuerfüllen.Aufgrund der für den gesamten Planungszeitraum prognostiziertenjährlichen Liquiditätsüberschüsse und der hohen Fun-


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 29Risikoberichtgibilität der Wertpapierbestände ist die jederzeitige Erfüllbarkeitder Verbindlichkeiten gegenüber den Versicherungsnehmerngewährleistet.KonzentrationsrisikoDas Konzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko, das sichdadurch ergibt, dass das Unternehmen einzelne Risiken oderstark korrelierte Risiken eingeht, die ein bedeutendes Schaden-oder Ausfallpotenzial haben.hochabgesicherten Räumen. Darüber hinaus werden die Datenauf einen Bandroboter in einen ausgelagerten und entferntenStandort gespiegelt. Somit sind die Daten auch nach einemTotalverlust aller Rechenzentrumsstandorte in Wiesbaden vorhanden.Die Telekommunikationsinfrastruktur ist sowohl intern in denGebäuden als auch für den Zugriff zum externen Netz hochredundantausgelegt.Besonderer Wert wird auf ein ausgewogenes Portfolio im Hinblickauf eine geographische Streuung sowie Mix der Spartenund Kundenverbindungen gelegt, um eine gute Diversifikationzu erreichen. Es liegen keine signifikanten Konzentrationenvor.Das Anlageverhalten der R+V ist darauf ausgerichtet, Risikokonzentrationim Portfolio zu vermeiden und durch eine weitgehendeDiversifikation der Anlagen eine Minimierung derRisiken zu erreichen. Hierzu trägt die Einhaltung der durchdie Anlageverordnung und weitere aufsichtsrechtliche Bestimmungenvorgegebenen quantitativen Grenzen gemäß demGrundsatz der angemessenen Mischung und Streuung bei.Eine Analyse der Emittentenstruktur des Bestandes ergab keinsignifikantes Konzentrationsrisiko. Darüber hinaus bestehenim Rahmen der Anlagen bei Banken keine Konzentrationsrisikenbei einzelnen Kreditinstituten.Im IT-Bereich gewährleisten umfassende physische und logischeSchutzvorkehrungen die Sicherheit von Daten und Anwendungensowie die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes.Eine besondere Gefahr wäre der teilweise oder totale Ausfallvon Datenverarbeitungssystemen. R+V hat durch zwei getrennteRechenzentrumsstandorte mit Daten- und Systemspiegelung,besonderer Zutrittssicherung, sensiblen Brandschutzvorkehrungenund abgesicherter Stromversorgung überNotstromaggregate Vorsorge getroffen. Ein definiertes Wiederanlaufverfahrenfür den Katastrophenfall wird durch turnusmäßigeÜbungen auf seine Wirksamkeit überprüft. Datensicherungenerfolgen in unterschiedlichen R+V-Gebäuden mitOperationelle RisikenDas operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlustenaufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesseoder durch mitarbeiterbedingte, systembedingte oderauch externe Vorfälle. Das operationelle Risiko umfasst auchRechtsrisiken, jedoch nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken.Das wesentliche Instrument der R+V zur Begrenzung deroperationellen Risiken stellt das interne Kontrollsystem dar.Regelungen und Kontrollen in den Fachbereichen und dieÜberprüfung der Anwendung und Wirksamkeit des internenKontrollsystems durch die Konzern-Revision beugen demRisiko von Fehlentwicklungen und dolosen Handlungen vor.Auszahlungen werden weitestgehend maschinell unterstützt.Im Benutzerprofil hinterlegte Vollmachten und Berechtigungsregelungensowie maschinelle Vorlagen zur Freigabe aufgrunddes hinterlegten Zufallsgenerators geben zusätzlicheSicherheit. Manuelle Auszahlungen werden grundsätzlichnach dem Vier-Augen-Prinzip freigegeben.Die Qualitätssicherung im IT-Bereich erfolgt durch etablierteProzesse unter Verwendung von Best Practices. In einer täglichstattfindenden Konferenz werden die aktuellen Themenbehandelt und der Bearbeitung zugeordnet. In monatlichstattfindenden Konferenzen werden unter Beteiligung der IT-Bereichsleiter in Bezug auf die Einhaltung von Service LevelAgreements (z.B. Systemverfügbarkeiten und -antwortzeiten)geeignete Maßnahmen ergriffen.


30 RisikoberichtDurch eine nachhaltige Personalentwicklung und den Ausbaudes Talentmanagements stellt R+V sicher, dass die Mitarbeiterstetig gefördert und qualifiziert werden, um zukünftigen Personalbedarfauch aus dem eigenen Haus decken zu können.Zu den dabei eingesetzten Instrumenten zählen unter anderemein Potenzialeinschätzungsverfahren, die systematischeNachfolgeplanung und Qualifizierungsprogramme. Im Interesseeiner dauerhaften Personalbindung werden regelmäßigMitarbeiterbefragungen durchgeführt.Strategisches RisikoDas strategische Risiko ist das Risiko, das sich aus strategischenGeschäftsentscheidungen ergibt. Zu dem strategischenRisiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungennicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld(inklusive Gesetzesänderungen und Rechtsprechung)angepasst werden.Veränderungen in den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichenRahmenbedingungen sowie Veränderungen in Markt und Wettbewerbunterliegen einer ständigen Beobachtung, um rechtzeitigauf Chancen und Risiken reagieren zu können. R+V analysiertund prognostiziert laufend nationale und globale Sachverhaltemit Einfluss auf versicherungstechnisch relevanteParameter.Die Steuerung des strategischen Risikos basiert auf der vorausschauendenBeurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf derAbleitung von Zielgrößen für die Unternehmensbereiche derR+V. Im Rahmen des jährlichen strategischen Planungsprozesseswird die strategische Planung für die kommenden vier Jahreunter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit vorgenommen.Dem strategischen Risiko begegnet R+V durch die strategischePlanung und die Aufnahme weiterer wesentlicher strategischerThemen in die jeweils im Frühjahr stattfindendeVorstandsklausur. Dazu wendet R+V die gängigen Instrumentedes strategischen Controllings an, sowohl externe strategischeMarkt- und Konkurrenzanalysen als auch interne Unternehmensanalysen,wie etwa Portfolio- oder SWOT-Analysen. DieErgebnisse des strategischen Planungsprozesses in Form vonverabschiedeten Zielgrößen werden im Rahmen der operativenPlanung für die kommenden drei Jahre unter Berücksichtigungder Risikotragfähigkeit operationalisiert und zusammenmit den Verlustobergrenzen jeweils im Herbst vom Vorstandverabschiedet. Die Implementierung der dort gefällten Entscheidungenwird regelmäßig im Rahmen des Plan-Ist-Vergleichesquartalsweise nachgehalten. Somit ist die Verzahnungzwischen dem strategischen Entscheidungsprozess und demRisikomanagement organisatorisch geregelt. Änderungen inder Geschäftsstrategie mit Auswirkungen auf das Risikoprofilder Gesellschaft finden ihren Niederschlag in der Risikostrategie.Strategische Risiken aus Sicht der IT bestehen insbesonderebei der Abwicklung von (Groß-)Projekten zur Einführung neuerVersicherungsprodukte oder zur Erfüllung neuer oder geändertergesetzlicher und regulatorischer Anforderungen. Auchweitreichende Plattformentscheidungen werden im Rahmenvon strategischen Risiken behandelt.ReputationsrisikoDas Reputationsrisiko ist das Risiko eines direkten oder zukünftigenVerlusts von Geschäftsvolumen, das sich aus einermöglichen Beschädigung des Rufs des Unternehmens oderder gesamten Branche infolge einer negativen Wahrnehmungin der Öffentlichkeit (z.B. bei Kunden, Geschäftspartnern,Aktionären, Behörden) ergibt.Das positive Image der R+V in der genossenschaftlichenFinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken und in der Öffentlichkeitist ein wesentliches Ziel des Unternehmens.Um einen Imageschaden für R+V gar nicht erst entstehen zulassen, wird bei der Produktentwicklung und allen anderenBestandteilen der Wertschöpfungskette auf einen hohen Qualitätsstandardgeachtet. Darüber hinaus wird die Unternehmenskommunikationder R+V zentral über das Ressort Vorstandsvorsitzkoordiniert, um einer falschen Darstellung vonSachverhalten wirkungsvoll und geschlossen entgegentretenzu können. Die Berichterstattung in den Medien über die Ver-


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 31Risikoberichtsicherungswirtschaft im Allgemeinen und R+V im Besonderenwird über alle Ressorts hinweg beobachtet und laufend analysiert.Ratingergebnisse und Marktvergleiche der für die Kundenzufriedenheitmaßgeblichen Parameter Service, Produktqualitätund Beratungskompetenz werden im Rahmen eineskontinuierlichen Verbesserungsprozesses berücksichtigt.Aus IT-Sicht werden insbesondere Ereignisse betrachtet, diezu einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit führenkönnten. Beispielhaft zu nennen sind die Verletzung der Vertraulichkeitder Daten, mangelnde Verfügbarkeit der vom EndoderGeschäftskunden erreichbaren IT-Systeme (Portale) oderdurch mangelnde Betriebssicherheit hervorgerufene Schadenereignissein der IT-Technik. Die IT-Sicherheitsstrategie wirddaher kontinuierlich überprüft und an die aktuelle Bedrohungslageangepasst. Ebenso wird die Gültigkeit der IT-Sicherheitsprinzipienregelmäßig geprüft.RisikotragfähigkeitDie Berechnung der aufsichtsrechtlichen Risikotragfähigkeit(Solvabilitätsquote) der R+V Versicherung AG erfolgt unterBeachtung der aktuell geltenden, branchenbezogenen Gesetzgebungund beschreibt den Grad der Überdeckung der aufsichtsrechtlichgeforderten Mindest-Solvabilitätsspanne durchverfügbare Eigenmittel.Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der R+V VersicherungAG überschreitet per 31. Dezember 2012 die geforderteMindest-Solvabilitätsspanne. Genehmigungspflichtige Eigenmittelwerden bei der Berechnung der Solvabilitätsquote nichtberücksichtigt.Auf Basis der im Rahmen der internen Planung angewendetenKapitalmarktszenarien zeigt sich, dass die Solvabilitätsquoteder R+V Versicherung AG auch zum 31. Dezember 2013 oberhalbder gesetzlichen Mindestanforderung liegen wird.Die Messung der ökonomischen Risikotragfähigkeit derR+V Versicherung AG erfolgt im R+V Konzern mittels einesinternen Risikokapitalmodells, welches sich an den ökonomi-schen Anforderungen von Solvency II orientiert. Neben derquartalsweisen Ermittlung des Risikokapitalbedarfs und derals Risikodeckungsmasse zur Verfügung stehenden Eigenmittelsetzt R+V dieses Modell für Ad-hoc-Berichterstattungenund Planungsrechnungen ein.Die Analyse der ökonomischen Risikotragfähigkeit zeigt, dassdie Risikodeckungsmasse der R+V Versicherung AG das benötigteRisikokapital jederzeit übersteigt.Solvency IIDie EU-Kommission arbeitet seit einigen Jahren intensiv aneinem neuen Aufsichtsmodell für Versicherungen mit demArbeitstitel Solvency II.Die Solvency II-Richtlinie des Europäischen Parlamentes unddes Europäischen Rates wurde am 25. November 2009 verabschiedet.Nach aktuell bestehender Rechtslage ist eine nationaleUmsetzung ab dem kommenden Jahr vorgesehen. Inwesentlichen Fragestellungen zu Risikobewertungen bestehenjedoch noch erhebliche Unklarheiten. Für die deutsche Versicherungsindustrieist dabei die Frage nach einer angemessenenBewertung von langfristigen Garantien von zentralerBedeutung. Aufgrund der vorherrschenden Situation schlagenEuropäisches Parlament und Europäischer Rat daher einemehrjährige Verschiebung vor. Die Benennung eines neuenUmsetzungszeitpunkts wird in naher Zukunft erwartet.R+V ist durch interne Projekte und Arbeitskreise sowie durchdie Mitarbeit in Arbeitsgruppen des GDV und der BaFin aufdie künftigen Herausforderungen eingestellt und schafftsomit die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der mitSolvency II einhergehenden Anforderungen. Hierzu gehörtauch die aktive Teilnahme an den im Rahmen des europäischenSolvency II-Projektes stattfindenden Studien zu SolvencyII (Quantitative Impact Study, Long-Term GuaranteesAssessment). Zudem werden konzernweit regelmäßig Berechnungenauf Basis des aktuellen Entwicklungsstands durchgeführt,um eine angemessene Vorbereitung auf das neue AufsichtsregimeSolvency II sicherzustellen.


32 Risikobericht / PrognoseberichtZusammenfassende Darstellung der RisikolageDie aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der R+V VersicherungAG überschreitet per 31. Dezember 2012 die geforderteMindest-Solvabilitätsspanne. Auch die Analyse der ökonomischenRisikotragfähigkeit zeigt, dass die Risikodeckungsmasseder R+V Versicherung AG das benötigte Risikokapital übersteigt.Ein großer Risikofaktor für die Geschäftsentwicklung von R+Vist die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum. Aufgrund der Erfahrungender letzten Krisenjahre kann eine Verschärfung derKrise nicht ausgeschlossen werden, zumal sie auf eine deutlicheKonjunkturabkühlung trifft. Die damit verbundenen Auswirkungenauf die Kapitalmärkte und die Realwirtschaft sindnur schwer einschätzbar.R+V geht nach derzeitigem Stand davon aus, dass die von Portugal,Italien, Irland und Spanien, der EU, dem IWF und derEZB ergriffenen Maßnahmen eine Refinanzierung der Staatenund Banken gewährleistet.Darüber hinaus sind aus heutiger Sicht keine Entwicklungenerkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage derR+V Versicherung AG nachhaltig beeinträchtigen können.PrognoseberichtVorbehalt bei ZukunftsaussagenEinschätzungen der kommenden Entwicklung von R+V beruhenin erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen.Somit spiegeln sich in der folgenden Einschätzung derEntwicklung von R+V unvollkommene Annahmen und subjektiveAnsichten wider, für die keine Haftung übernommen werdenkann.Gesamtwirtschaftliche EntwicklungFür 2013 erwarten die Experten keine deutliche Aufhellungder wirtschaftlichen Lage. So prognostiziert der Sachverstän-digenrat in seinem Jahresgutachten vom November 2012 einnur leichtes Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von0,8 %.Die Versicherungsbranche erwartet für 2013 ein Beitragswachstumwie im Vorjahr. Dabei geht der BranchenverbandGDV davon aus, dass sich in der Lebensversicherung dasEinmalbeitragsgeschäft auf dem Niveau von 2012 einpendelnwird. Im Lebensversicherungsgeschäft gegen laufendenBeitrag sowie in der privaten Krankenversicherung und in derSchaden- und Unfallversicherung rechnet der GDV hingegenmit einem Wachstum, das an das Vorjahresniveau anknüpft.Ratingagenturen beurteilen den Rückversicherungssektorweiterhin positiv und bescheinigen einen stabilen Ausblick fürdie kommenden Monate. Historisch begründet und nachvollziehbarist diese Einschätzung auch im niedrigen Volumen anZahlungsausfällen der Rückversicherungsunternehmen in denletzten Jahren. Wir erwarten auch in den kommenden Jahrenausreichend Möglichkeiten für die Zeichnung von profitablemGeschäft. Zum einen werden unsere Erstversicherungskundenzunehmend risikobewusster und wissen die Rückversicherungals Instrument eines modernen Risikomanagements zu schätzen.Zum anderen werden durch die geplante Einführung vonSolvency II Deckungen von gut gerateten Rückversicherungspartnernals Kapitalersatz gefördert.Entwicklung an den KapitalmärktenDie Entwicklung an den Kapitalmärkten wird auch 2013 und2014 durch die globale Staatsschuldenkrise bestimmt bleiben.In der Eurozone ist von einer weiteren Vertiefung der Kooperationauszugehen. Diese wird vermutlich aus einem Dreiklangvon weiteren Reformen, erweiterter europäischer Fiskalpolitikund weiteren Hilfen der EZB bestehen. Aufgrund der Erfahrungender letzten Jahre kann aber auch eine Verschärfungder Krise nicht ausgeschlossen werden, zumal sich die Eurozonezu Beginn des Jahres 2013 noch in einer Rezession befindet.Zum Jahresende 2013 werden Zinsen und Aktienkurse aufheutigen Niveaus erwartet.


Lagebericht 4Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 33Risikobericht / PrognoseberichtDer R+V Konzern richtet seine Kapitalanlagestrategie aufSicherheit, Liquidität und Rendite aus. Dies beinhaltet aucheine explizite Risikosteuerung einzelner Emittenten und Länder,unter anderem über die Festlegung von Limiten. Der hoheAnteil festverzinslicher und bonitätsstarker Wertpapiere imKapitalanlagebestand sorgt dafür, dass die versicherungstechnischenVerpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. DieDuration soll weder deutlich verlängert noch verkürzt werden.Die Chancen an den Kreditmärkten sollen unter der Voraussetzungweiterhin hoher Qualität der Titel und breiter Streuungder Kreditrisiken genutzt werden. Das Aktienengagement sollabhängig von der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft leichterhöht werden. Das Immobilienengagement wird bei Vorhandenseinattraktiver Investments weiter leicht erhöht.Erwartung steht unter der Annahme, dass keine Großschadenbelastungenaußerhalb des Erwartungswerts eintreten werden.DankDer Vorstand spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiternfür ihr Engagement und die geleistete Arbeit Dank und Anerkennungaus.Dem Sprecherausschuss der leitenden Angestellten und demBetriebsrat dankt der Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.Diese auf Sicherheit bedachte langfristige Anlagestrategie verbundenmit einem modernen Risikomanagement ist auch 2013und 2014 bestimmend.Den Geschäftspartnern und Kunden danken wir ganz besondersfür das uns entgegengebrachte Vertrauen.Verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis füreigene Rechnung erwartetDie R+V Versicherung AG wird auch in den Jahren 2013 und2014 ihre Strategie der Ertragsorientierung weiterverfolgen,um eine höhere Stabilität der Profitabilität zu erreichen.Ein Ausbau des Geschäfts erfolgt dort, wo die Erzielung risikoadäquaterPrämien möglich ist. Bei kontinuierlicher Überwachungder Qualitätsstandards für das Underwriting, Pricingund das Schadenmanagement wird die Zeichnungspolitik derVorjahre erfolgreich fortgeführt.Wiesbaden, 5. März 2013Der VorstandIm Rahmen der Erneuerungsrunden für das Jahr 2013 profitiertedie R+V Versicherung AG wiederum von ihrem gutenRating AA- (Standard & Poor’s).Die Gesellschaft geht für das Jahr 2013 von einem moderatenBeitragswachstum aus. Schaden- und kostenseitig wird miteinem im Vergleich zum Beitragswachstum unterproportionalenAnstieg gerechnet, so dass sich ein verbessertes versicherungstechnischesErgebnis für eigene Rechnung ergibt. Diese


34 Anlage zum LageberichtAnlage zum LageberichtIm Geschäftsjahr betrieb die Gesellschaft das in- undausländische Rückversicherungsgeschäft in den nachstehendenVersicherungszweigen:LebenKrankenUnfallHaftpflichtKraftfahrtLuftfahrtRechtsschutzFeuereinschließlich verbundener RisikenEinbruchdiebstahlLeitungswasserSturmVerbundene HausratVerbundene WohngebäudeGlasHagelTierTechnische VersicherungenTransporteinschließlich Meerestechnik und ValorenKredit und KautionBetriebsunterbrechungSonstige


Jahresabschluss 2012Lagebericht 4 Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 35


36 BilanzBilanzzum 31. Dezember 2012*AKTIVAin Euro 2012 2011A. Immaterielle VermögensgegenständeI. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnlicheRechte und Werte ––,–– –II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerblicheSchutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzenan solchen Rechten und Werten 32.107,–– –III. Geschäfts- oder Firmenwert ––,–– –IV. Geleistete Anzahlungen ––,–– –32.107,–– –B. KapitalanlagenI. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauteneinschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.377.470,17 3.444.854II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen undBeteiligungen1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.162.584.027,86 1.997.489.7882. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 148.348.539,33 132.206.0183. Beteiligungen 1.036.630,74 1.036.6314. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen einBeteiligungsverhältnis besteht 18.391.368,32 2.330.360.566,25 –III. Sonstige Kapitalanlagen1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinslicheWertpapiere 373.680.701,55 259.906.1502. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinslicheWertpapiere 843.548.971,10 587.268.1013. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen ––,–– –4. Sonstige Ausleihungena) Namensschuldverschreibungen 369.064.594,06 349.064.594b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 251.383.749,53 264.611.854c) Darlehen und Vorauszahlungen aufVersicherungsscheine ––,–– –d) Übrige Ausleihungen ––,–– 620.448.343,59 –5. Einlagen bei Kreditinstituten 111.828.411,74 52.624.7366. Andere Kapitalanlagen 8.737.371,01 1.958.243.798,99 5.079.071IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenenVersicherungsgeschäft 225.455.724,–– 197.663.9774.517.437.559,41 3.850.395.774C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabernvon Lebensversicherungspolicen ––,–– –* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern.


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 37Bilanzin Euro 2012 2011D. ForderungenI. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenenVersicherungsgeschäft an:1. Versicherungsnehmer ––,–– –2. Versicherungsvermittler ––,–– –3. Mitglieds- und Trägerunternehmen ––,–– ––,–– –II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 125.404.658,34 147.709.576Davon an:verbundene Unternehmen 7.208.917 € (6.130.840 €)Beteiligungsunternehmen 203.316 € (243.624 €)III. Eingefordertes, noch nicht eingezahltes Kapital ––,–– –IV. Sonstige Forderungen 401.164.939,87 432.737.322Davon an:verbundene Unternehmen 279.777.723 € (290.053.047 €)526.569.598,21 580.446.899E. Sonstige VermögensgegenständeI. Sachanlagen und Vorräte 667.689,28 804.603II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks undKassenbestand 98.630.715,04 133.113.013III. Andere Vermögensgegenstände 62.124,95 314.97499.360.529,27 134.232.589F. RechnungsabgrenzungspostenI. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 30.416.101,12 27.203.954II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 671.919,05 797.31331.088.020,17 28.001.267G. Aktive latente Steuern ––,–– –H. Aktiver Unterschiedsbetrag aus derVermögensverrechnung ––,–– –I. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ––,–– –5.174.487.814,06 4.593.076.528


38 BilanzPASSIVAin Euro 2012 2011A. EigenkapitalI. Eingefordertes KapitalGezeichnetes Kapital 331.287.272,73 318.545.455abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen ––,–– 331.287.272,73II. Kapitalrücklage 1.415.739.315,27 1.278.369.773Davon Rücklage gemäß § 5 Abs. 5 Nr. 3 VAG: – € (– €)III. Gewinnrücklagen1. Gesetzliche Rücklage ––,–– –2. Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligtenUnternehmen ––,–– –3. Satzungsmäßige Rücklagen ––,–– –4. Andere Gewinnrücklagen 164.666.337,05 164.666.337,05 164.666.337IV. Bilanzgewinn ––,–– 84.621.600Davon Gewinnvortrag: – € (– €) ––,–– –1.911.692.925,05 1.846.203.165B. Genussrechtskapital ––,–– –C. Nachrangige Verbindlichkeiten ––,–– –D. Versicherungstechnische RückstellungenI. Beitragsüberträge1. Bruttobetrag 149.472.497,28 142.260.4742. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 2.571.892,48 146.900.604,80 2.451.992II. Deckungsrückstellung1. Bruttobetrag 70.753.853,32 74.926.6442. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 33.253.907,20 37.499.946,12 34.626.168III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle1. Bruttobetrag 1.827.672.332,75 1.699.126.1842. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 21.829.618,80 1.805.842.713,95 29.008.586IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung1. Bruttobetrag 3.066.512,–– 2.354.0722. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft ––,–– 3.066.512,–– –V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 565.116.082,–– 497.505.382VI.Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen1. Bruttobetrag 617.173,60 618.4952. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft ––,–– 617.173,60 –2.559.043.032,47 2.350.704.505E. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung,soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird ––,–– –


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 39Bilanzin Euro 2012 2011F. Andere RückstellungenI. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 222.652,56 66.768II. Steuerrückstellungen 43.017.563,84 30.474.371III. Sonstige Rückstellungen 21.173.931,95 14.857.40864.414.148,35 45.398.547G. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenenVersicherungsgeschäft 38.279.975,10 39.945.568H. Andere VerbindlichkeitenI. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäftgegenüber:1. Versicherungsnehmern ––,–– –2. Versicherungsvermittlern ––,–– –3. Mitglieds- und Trägerunternehmen ––,–– ––,–– –II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 281.023.996,15 222.994.817Davon gegenüber:verbundenen Unternehmen 17.688.743 € (22.679.023 €)Beteiligungsunternehmen 731.739 € (904.960 €)III. Anleihen 25.665.293,08 24.806.852Davon konvertibel: – € (– €)IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ––,–– –V. Sonstige Verbindlichkeiten 293.933.421,91 62.527.725Davon:aus Steuern 3.480.433 € (2.102.481 €)im Rahmen der sozialen Sicherheit 94.479 € (125.355 €)gegenüber:verbundenen Unternehmen 284.300.283 € (53.965.254 €)600.622.711,14 310.329.394I. Rechnungsabgrenzungsposten 435.021,95 495.350K. Passive latente Steuern ––,–– –5.174.487.814,06 4.593.076.528


40 Gewinn- und VerlustrechnungGewinn- und Verlustrechnungvom 1. Januar bis 31. Dezember 2012*GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGin Euro 2012 2011I. Versicherungstechnische Rechnung1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnunga) Gebuchte Bruttobeiträge 1.525.614.257,55 1.492.356.205b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 33.531.570,77 33.828.6301.492.082.686,78c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge –8.950.810,19 178.808d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen –113.819,62 821.744–8.836.990,571.483.245.696,21 1.457.884.6382. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 905.746,68 1.659.3203. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung ––,–– –4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnunga) Zahlungen für Versicherungsfälleaa) Bruttobetrag 987.618.608,37 964.967.235bb) Anteil der Rückversicherer 13.570.721,48 18.791.571b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle974.047.886,89aa) Bruttobetrag 134.582.726,25 231.504.013bb) Anteil der Rückversicherer –7.103.263,75 –5.602.798141.685.990,––1.115.733.876,89 1.183.282.4745. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen 1.848.440,58 –505.0446. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängigeBeitragsrückerstattungen für eigene Rechnung 2.905.384,20 2.125.0877. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnunga) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 373.862.899,56 378.087.251b) Davon ab:erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckunggegebenen Versicherungsgeschäft 7.687.899,43 9.947.033366.175.000,13 368.140.2188. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 1.578.129,26 1.470.4599. Zwischensumme –392.507,01 –95.979.32410. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen –67.610.700,–– –98.671.23711. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung –68.003.207,01 –194.650.561* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern.


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 41Gewinn- und Verlustrechnungin Euro 2012 2011II. Nichtversicherungstechnische Rechnung1. Erträge aus Kapitalanlagena) Erträge aus Beteiligungen 828.229,98 30.695.271Davon aus verbundenen Unternehmen:764.950 € (30.634.895 €)b) Erträge aus anderen KapitalanlagenDavon aus verbundenen Unternehmen:7.831.651 € (6.607.574 €)aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichenRechten und Bauten einschließlich der Bauten auffremden Grundstücken 637.470,21 640.088bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 66.149.556,44 67.354.47166.787.026,65c) Erträge aus Zuschreibungen 19.753.425,42 898.091d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 722.401,52 1.444.094e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, GewinnabführungsundTeilgewinnabführungsverträgen 300.028.859,57 263.065.412388.119.943,14 364.097.4262. Aufwendungen für Kapitalanlagena) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen,Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für dieKapitalanlagen 5.677.189,67 6.695.954b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 1.277.446,53 13.876.785c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 124.977,22 766.007d) Aufwendungen aus Verlustübernahme ––,–– –7.079.613,42 21.338.746381.040.329,72 342.758.6803. Technischer Zinsertrag –2.221.034,24 –3.226.765378.819.295,48 339.531.9154. Sonstige Erträge 34.383.101,39 46.286.5575. Sonstige Aufwendungen 47.163.911,59 52.606.518–12.780.810,20 –6.319.9616. Nichtversicherungstechnisches Ergebnis 366.038.485,28 333.211.9537. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 298.035.278,27 138.561.3928. Außerordentliche Erträge ––,–– –9. Außerordentliche Aufwendungen ––,–– 2.624.80910. Außerordentliches Ergebnis ––,–– –2.624.809


42 Gewinn- und Verlustrechnungin Euro 2012 201111. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 204.658.917,03 40.634.428Davon:Organschaftsumlage 181.154.422 (–16.483.510 €)12. Sonstige Steuern 204.554,11 111.313Davon:Organschaftsumlage 136.829 € (–546.926 €)204.863.471,14 40.745.74113. Erträge aus Verlustübernahme ––,–– –14. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder einesTeilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 93.171.807,13 ––93.171.807,13 –15. Jahresüberschuss ––,–– 95.190.84216. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ––,–– –17. Entnahmen aus der Kapitalrücklage ––,–– –18. Entnahmen aus Gewinnrücklagena) aus der gesetzlichen Rücklage ––,–– –b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlichbeteiligten Unternehmen ––,–– –c) aus satzungsmäßigen Rücklagen ––,–– –d) aus anderen Gewinnrücklagen ––,–– –––,–– –19. Entnahmen aus Genussrechtskapital ––,–– –20. Einstellungen in Gewinnrücklagena) in die gesetzliche Rücklage ––,–– –b) in die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlichbeteiligten Unternehmen ––,–– –c) in satzungsmäßige Rücklagen ––,–– –d) in andere Gewinnrücklagen ––,–– 10.569.242––,–– 10.569.24221. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals ––,–– –22. Bilanzgewinn ––,–– 84.621.600


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 43Gewinn- und Verlustrechnung /AnhangAnhangBilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss 2012 der R+V Versicherung AG wurde nachden Vorschriften des HGB in Verbindung mit der RechVersV aufgestellt.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlichder Bauten auf fremden Grundstücken wurdenmit den um Abschreibungen geminderten Anschaffungs- oderHerstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzipsbei einer dauernden Wertminderung bilanziert. Die planmäßigenAb schreibungen erfolgten linear mit dem steuerlich gebotenenSatz. Zuschreibungen erfolgten gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1HGB; jedoch maximal auf die um planmäßige Abschreibungenverminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten.Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungensowie andere Kapitalanlagen wurden zu Anschaffungskosten,bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vermindert umAbschreibungen, bilanziert. Wenn die Gründe für eine in derVergangenheit getätigte Abschreibung nicht mehr bestanden,wurden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen auf denZeitwert bis maximal zum Anschaffungswert vorgenommen.Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen,mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,wurden entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu den nachfolgendenaufgeführten Positionen bewertet.Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinslicheWertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und anderefestverzinsliche Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten,vermindert um Abschreibungen nach dem strengenNiederstwertprinzip bewertet, soweit sie nicht dem Anlagevermögenzugeordnet sind.Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinslicheWertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und anderefestverzinsliche Wertpapiere, die gemäß § 341 b Abs. 2 Satz 1HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden gemäßWahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB auf den Marktwert abgeschrieben.Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit getätigte Abschreibungim Anlage- und Umlaufvermögen nicht mehr bestanden,wurden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen aufden Zeitwert bis maximal zum Anschaffungswert vorgenommen.Bei festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens wurdenicht über den Rückzahlungswert hinaus zugeschrieben.Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungensowie die Sonstigen Ausleihungen mit Ausnahme der Namensschuldverschreibungenwurden mit dem fortgeführten Anschaffungswertangesetzt, soweit nicht Einzelwertberichtigungenvorzunehmen waren. Die Amortisation einer Differenz zwischenden Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag erfolgteunter Anwendung der Effektivzinsmethode.Namensschuldverschreibungen und Einlagen bei Kreditinstitutenwurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt,soweit nicht Einzelwertberichtigungen vorzunehmen waren.In dem Posten Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinslicheWertpapiere sowie sonstige Ausleihungen wurdenauch derivative Finanzinstrumente erfasst. Das Wahlrecht, ökonomischeSicherungsbeziehungen durch Bildung von Bewertungseinheitenbilanziell nachzuvollziehen, wurde im Falle vonperfekten Mikro-Hedges (critical term match) genutzt. Die sichausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risikowurden nach der „Einfrierungsmethode“ nicht erfolgswirksam.Angaben zu den Bewertungseinheiten sind dem Lagebericht zuentnehmen.Agio- und Disagiobeträge bei Namensschuldverschreibungenwurden durch aktive und passive Rechnungsabgrenzungspostenauf die individuelle Laufzeit der jeweiligen Anlagezeitanteilig verteilt.Depotforderungen und Abrechnungsforderungen aus demRückversicherungsgeschäft wurden mit den Nominalbeträgenangesetzt. Dabei wurden zweifelhafte Abrechnungsforderungendirekt abgeschrieben.


44 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Ansatz aller anderen Forderungen erfolgte mit dem Nennwert.Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubigerentzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungenoder vergleichbaren langfristig fälligenVerpflichtungen dienen, wurden entsprechend § 253 Abs. 1HGB mit ihrem Zeitwert bewertet und mit den entsprechendenSchulden verrechnet. Der Zinsanteil der Veränderung des Vermögensgegenstandswird mit dem Zinsanteil der Veränderungder korrespondierenden Verpflichtung verrechnet.Die Bewertung der Betriebs- und Geschäftsausstattungerfolgte zu Anschaffungskosten, die linear innerhalb der steuerlichzulässigen Nutzungsdauer abgeschrieben wurden. DieZugänge und Abgänge des Geschäftsjahres wurden zeitanteiligabgeschrieben. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskostenzwischen 150 und 1.000 Euro lagen, wurden in einen Sammelposteneingestellt, der über fünf Jahre – beginnend mit demJahr der Bildung – abgeschrieben wird.Ab 2012 besteht zwischen der R+V Versicherung AG und derDZ BANK AG eine ertragssteuerliche Organschaft. Da sich dieertragsteuerlichen Konsequenzen aufgrund abweichenderhandels- und steuerrichtlicher Bilanzierung beim Organträgerergeben, werden die bei R+V Versicherung AG zum 31. Dezember2012 bestehenden Bewertungsunterschiede zwischen HandelsundSteuerbilanz im Rahmen der Bildung von latenten Steuernbei der DZ BANK AG berücksichtigt.Bei R+V Versicherung AG erfolgt daher zum 31. Dezember 2012kein Ausweis von latenten Steuern.Die übrigen Aktiva wurden mit Nominalbeträgen angesetzt.Erforderliche Wertberichtigungen wurden vorgenommen undaktivisch abgesetzt.Die versicherungstechnischen Rückstellungen (Beitragsüberträge,Deckungsrückstellungen, Rückstellungen für noch nichtabgewickelte Versicherungsfälle und die sonstigen versicherungstechnischenRückstellungen) wurden grundsätzlich nachden Aufgaben der Zedenten bilanziert.Sofern keine Aufgaben vorlagen, wurden die Rückstellungengeschätzt; maßgebend hierfür waren die vertraglichen Bedingungenund der bisherige Geschäftsverlauf. Bei erfahrungsgemäßenzu niedrig angesetzten Schadenrückstellungen vonZedenten wurden angemessene Erhöhungen vorgenommen.Entsprechend wurde auch für zukünftig erwartete Schadenbelastungeneine angemessene Vorsorge getroffen. Die Anteile derRückversicherer an den Rückstellungen wurden nach den vertraglichenVereinbarungen ermittelt. Bei in Einzelfällen strittigenRechts- und Vertragsgrundlagen wurde mittels umfassenderinterner Prozesse eine bestmögliche individuelle Einschätzungder Reservierung vorgenommen.Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen(Atomanlagen, Pharmarisiken) wurden gemäß § 341 h HGB inVerbindung mit §§ 29 und 30 RechVersV ermittelt.Depotverbindlichkeiten und Abrechnungsverbindlichkeitenaus dem Rückversicherungsgeschäft wurden mit den Nominalbeträgenangesetzt.Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlicheVerpflichtungen (wie Rückstellungen für Altersteilzeitund Jubiläumsrückstellungen) erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren(PUC-Methode) in Verbindung mit§ 253 Abs. 1 HGB unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 Gvon Klaus Heubeck. Zukünftige Entwicklungen und Trendswurden berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von derBundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz derletzten sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit vonfünfzehn Jahren. Zugrundegelegt wurde der Zinssatz mit StandOktober 2012.


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 45AnhangAls Parameter wurden verwendet:Gehaltsdynamik: 2,25 %Rentendynamik: 2,00 %Fluktuation: 0,90 %Zinssatz: 5,06 %Die Rückstellung für Altersteilzeit umfasst das rückständigeArbeitsentgelt sowie die noch zu zahlenden Aufstockungsbeträgezum Gehalt und zur Altersversorgung.Pensionszusagen gegen Gehaltsverzicht stehen zu einem überwiegendenTeil kongruente sicherungsverpfändete Rückdeckungsversicherungengegenüber. Ihr Wert entspricht deshalbgemäß § 253 Abs. 1 HGB dem Zeitwert der Vermögensgegenstände.Alle anderen nicht versicherungstechnischen Rückstellungenwurden nach § 253 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetztund mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichenZinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, soweitdie Laufzeit der Rückstellung mehr als ein Jahr beträgt. Für dieBewertung zum 31. Dezember 2012 wurde der Zinssatz mit StandOktober 2012 herangezogen.WährungsumrechnungSämtliche Posten in Fremdwährungen wurden in Euro umgerechnet.Die unter Aktiva B. Kapitalanlagen I. bis III. geführten Postensowie die aus diesen Kapitalanlagen resultierenden sonstigenForderungen, sonstigen Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten,Erträge und Aufwendungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurszum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012umgerechnet. Hinsichtlich der Beteiligungen verweisen wir aufdie Ausführungen zu diesem Posten.Alle übrigen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung,d. h. insbesondere die versicherungstechnischen Posten,wurden zur Beschleunigung der Jahresabschlussarbeiten mitdem Devisenkassamittelkurs zum 19. Dezember 2012 umgerechnet.Entstandene Währungskursgewinne und Währungskursverlusteinnerhalb derselben Währung wurden saldiert.Die übrigen Passiva wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.


46 BeteiligungslisteBeteiligungslisteANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMENAnteil am Zahlen aus Eigenkapital ErgebnisName und Sitz der Gesellschaft Kapital in % Währung Geschäftsjahr Euro EuroVersicherungsgesellschaftenAssimoco S.p.A., Segrate 66,9 € 2011 49.570.575 –9.259.037Assimoco Vita S.p.A., Segrate 63,6 € 2011 69.276.018 –1.233.394CHEMIE Pensionsfonds AG, München 100,0 € 2012 16.167.843 1.500.000Condor Allgemeine Versicherungs-AG,Hamburg 100,0 € 2012 41.761.661 – *Condor Lebensversicherung AG,Hamburg 95,0 € 2012 38.587.741 – *KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG,Hamburg 76,0 € 2012 62.900.169 1.003.198KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG,Hamburg 51,0 € 2012 118.093.656 13.557.946OPTIMA Pensionskasse AG, Hamburg 95,0 € 2012 4.015.890 100.000OPTIMA Versicherungs-AG, Hamburg 100,0 € 2012 17.112.784 – *R+V Allgemeine Versicherung AG,Wiesbaden 95,0 € 2012 694.219.823 – *R+V Direktversicherung AG, Wiesbaden 100,0 € 2012 9.500.000 – *R+V Gruppenpensionsfonds AG, München 100,0 € 2012 12.230.692 0R+V Krankenversicherung AG, Wiesbaden 100,0 € 2012 49.985.231 5.000.000R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden 100,0 € 2012 314.980.723 – *R+V Luxembourg Lebensversicherung S.A.,Strassen 100,0 € 2012 231.115.411 40.942.490R+V Pensionsfonds AG, Wiesbaden 51,0 € 2012 10.672.629 34.142R+V Pensionskasse AG, Wiesbaden 100,0 € 2012 54.806.348 500.000Service-, Holding- undGrundstücksgesellschaftenAssimocopartner Unipersonale S.r.L.,Segrate 57,0 € 2011 256.836 4.677Aufbau und Handelsgesellschaft mbH,Hamburg 81,8 € 2011 525.138 – *BWG Baugesellschaft WürttembergischerGenossenschaften mbH, Stuttgart 81,7 € 2011 9.965.213 – *carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH,Walluf 60,0 € 2012 3.059.937 334.033Centrum Mannheim, P2 GmbHGrünwald 94,0 € 2011 0 –1.056.464CI CONDOR Immobilien GmbH,Hamburg 95,0 € 2012 28.500.00 – ** Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 47AnhangANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMENAnteil am Zahlen aus Eigenkapital ErgebnisName und Sitz der Gesellschaft Kapital in % Währung Geschäftsjahr Euro Eurocompertis Beratungsgesellschaft fürbetriebliches Vorsorgemanagement mbH,Wiesbaden 51,0 € 2012 3.169.808 710.004Condor Beteiligungsgesellschaft mbH,Hamburg 95,0 € 2012 26.562 –844Condor Dienstleistungs-GmbH, Hamburg 95,0 € 2011 186.937 5.367Englische Strasse 5 GmbH, Berlin 90,0 € 2011 1.627.761 –247.488Finassimoco S.p.A., Segrate 57,0 € 2011 83.211.532 –15.133GbR Dortmund Westenhellweg 39-41,Wiesbaden 94,0 € 2011 41.609.826 2.824.639GTIS Brazil II S-Feeder LP, Edinburgh 97,9 USD 2011 1.233.643 18.583GWG 1. Wohn GmbH & Co. KG, Stuttgart 90,8 € 2011 1.892.508 35.508GWG 2. Wohn GmbH & Co. KG, Stuttgart 90,8 € 2011 3.000.000 580.859GWG 3. Wohn GmbH & Co. KG, Stuttgart 90,8 € 2011 7.000.000 692.824GWG Beteiligungsgesellschaft mbH,Stuttgart 1 ) 90,8 €GWG Gesellschaft für Wohnungs- undGewerbebau Baden-Württemberg AG,Stuttgart 90,8 € 2011 174.772.066 12.762.244GWG ImmoInvest GmbH, Stuttgart 86,1 € 2011 5.217.652 1.631.286HANSEATICA Sechzehnte GrundbesitzInvestitionsgesellschaft mbH & Co. KG,Berlin 95,0 € 2011 27.803.776 286.483Henderson Global InvestorsReal Estate (No. 2) L.P., London 73,9 GBP 2011 16.952.805 1.323.081HGI Immobilien GmbH & Co. GB I KG,Frankfurt am Main 73,9 € 2011 24.569.515 –2.875.709HGI Real Estate L.P., London 73,9 GBP 2011 8.735.566 –358.049HumanProtect Consulting GmbH, Köln 100,0 € 2011 198.212 82.282Indexfinal Limited, London 73,9 GBP 2011 1.133 0IZD-Beteiligung S.à.r.l., Luxemburg 96,2 € 2011 19.879.289 9.765KRAVAG Umweltschutz- undSicherheitstechnik GmbH, Hamburg 51,0 € 2012 185.855 9.331Medico 12 GmbH & Co. KG,Frankfurt am Main 100,0 € 2011 13.591.387 3.470.435MSU Management-, Service- und UnternehmensberatungGmbH, Kaiserslautern 74,0 € 2011 429.937 154.796NF Nordstrand GmbH & Co.Heidenkampsweg100 Nord KG, Norderfriedrichskoog 89,3 € 2011 –3.806.711 –177.461NF Nordstrand GmbH & Co. Heidenkampsweg100 Süd KG, Norderfriedrichskoog 47,9 € 2011 –2.759.418 –128.726PASCON GmbH, Wiesbaden 100,0 € 2012 25.000 – *Paul Ernst VersicherungsvermittlungsgesellschaftmbH, Hamburg 51,0 € 2011 38.764 –5.430* Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag1) Neue Beteiligung


48 BeteiligungslisteANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMENAnteil am Zahlen aus Eigenkapital ErgebnisName und Sitz der Gesellschaft Kapital in % Währung Geschäftsjahr Euro EuroPension Consult Beratungsgesellschaft fürAltersvorsorge mbH, München 100,0 € 2011 873.589 71.722R+V Erste Anlage GmbH, Wiesbaden 95,0 € 2012 1.079.740 61.262R+V Gruppenpensionsfonds-Service GmbH,München 100,0 € 2012 63.376 38.376R+V INTERNATIONAL BUSINESS SERVICESLtd., Dublin 100,0 € 2011 2.896.183 –3.021.421R+V KOMPOSIT Holding GmbH,Wiesbaden 100,0 € 2012 1.679.036.467 – *R+V Kureck Immobilien GmbH, Wiesbaden 95,0 € 2011 76.858 1.623R+V Leben Wohn GmbH & Co. KG,Wiesbaden 100,0 € 2012 91.246.022 2.839.022R+V Personen Holding GmbH, Wiesbaden 100,0 € 2012 582.063.847 – *R+V Real Estate Belgium N.V./S.A.., Brüssel 100,0 € 2011 10.652.591 51.287R+V Rechtsschutz-Schadenregulierungs-GmbH, Wiesbaden 100,0 € 2012 53.189 – *R+V Service Center GmbH, Wiesbaden 100,0 € 2012 2.869.375 – *R+V Service Holding GmbH, Wiesbaden 100,0 € 2012 156.780.850 – *R+V Treuhand GmbH, Wiesbaden 100,0 € 2012 34.482 2.068RC II S.a.r.L., Luxembourg 90,0 € 2011 9.372.070 –3.271.240RUV Agenturberatungs GmbH, Wiesbaden 100,0 € 2011 508.104 240.411Schuster Assekuradeur GmbH, Hamburg 100,0 € 2011 118.495 271Schuster Finanzdienstleistungs-GmbH,Bielefeld 52,0 € 2011 25.565 – *Schuster Versicherungsmakler GmbH,Bielefeld 51,0 € 2011 457.014 149.534SECURON Versicherungsmakler GmbH,München 51,0 € 2011 601.789 381.667Sprint Sanierung GmbH, Köln 100,0 € 2011 26.758.467 2.134.644Stream Vermögensverwaltung GmbH &Co. KG, 1 ), Stuttgart 90,8 €Tishmann Speyer Brazil Feeder (SCOTS/D),L.P., Edinburgh 97,5 BRL 2011 36.562.706 7.448.799Tishmann Speyer European Strategic OfficeFund Feeder, L.P., New York 97,2 € 2011 15.576.307 557.427UMB Unternehmens-ManagementberatungsGmbH, Wiesbaden 100,0 € 2012 587.693 – *Unterstützungskasse der Condor VersicherungsgesellschaftenGmbH, Hamburg 98,3 € 2011 26.076 0VMB Versorgungsmanagment für BankenGmbH, Overath 51,0 € 2012 67.581 41.310VR GbR, Frankfurt am Main 41,2 € 2011 181.044.650 36.077.025* Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag1) Neue Beteiligung


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 49AnhangANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMENAnteil am Zahlen aus Eigenkapital ErgebnisName und Sitz der Gesellschaft Kapital in % Währung Geschäftsjahr Euro EuroVR Hausbau AG, Stuttgart 81,4 € 2011 2.750.000 – *Waldhof GmbH & Co. Kommanditgesellschaft,Hamburg 100,0 € 2012 5.061.991 309.325Waldhof Verwaltungsgesellschaft mbH,Hamburg 100,0 € 2011 29.321 383WBS Wohnwirtschaftliche BaubetreuungsundServicegesellschaft mbH, Stuttgart 86,1 € 2011 13.051.213 1.565.230* Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag


50BETEILIGUNGENAnteil am Zahlen aus Eigenkapital ErgebnisName und Sitz der Gesellschaft Kapital in % Währung Geschäftsjahr Euro EuroASSICAL S.r.L., Rende 17,1 € 2011 159.928 –6.100ASSICONF S.r.L., Torino 11,4 € 2011 57.196 6.410ASSICRA Servizi Assicurativi Banche diCredito Cooperativo Abruzzo eMolise s.r.L., Pescara 14,2 € 2011 282.869 43.279ATRION Immobilien GmbH & Co. KG,München 31,6 € 2011 36.439.986 6.313.063AUREO GESTIONI S.G.R.p.A., Mailand 15,9 € 2011 30.956.245 1.351.802BAU + HAUS Management GmbH,Karlsruhe 50,0 € 2011 12.270.415 761.361bbv-Service Versicherungsmakler GmbH,München 25,2 € 2011 1.346.160 289.636Centro Commerciale Trieste Srl., Triest, 1 ) 23,1 € 2011 TEUR 5.462Credit Suisse Global Infrastructure SCASICAR, Luxembourg 29,6 USD 2011 329.121.160 25.387.842European Property Beteiligungs-GmbH,Wiesbaden 38,6 € 2011 1.670.212 1.247.133GbR „Ackermannbogen.de – Wohnen amOlympiapark“, München 40,7 € 2011 65.850 –32.730Golding Mezzanine SICAV IV Teilfonds 2,Muns 47,5 € 2011 11.066.916 1.077.309HEIMAG Besitzgesellschaft mbH, München 27,2 € 2011 25.867 183HEIMAG München GmbH, München 27,2 € 2011 350.645.951 –*Henderson Global Investors Property(No. 2) Limited, London 50,0 GBP 2011 50.958 39.228HGI Immobilien GmbH, Frankfurt am Main 50,0 € 2011 41.766 86.983HGI Property Limited, London 50,0 GBP 2011 13.520 6.607Immobiliare Nalim Office S.r.L., Mailand 1 ) 23,1 € 2011 TEUR 18.066Immobiliare Nalim Shopping S.r.L.,Mailand 1 ) 23,1 € 2011 TEUR 16.612IZD-Holding S.a.r.l., Luxembourg 48,4 € 2011 39.383.460 59.361Mietmanagement HEIMAG GmbH &Co. KG, München 27,2 € 2011 416.439.972 12.867.878MB Asia Real Estate Feeder (Scot) L.P.,New York 34,1 USD 2011 63.288.383 –2.266.105Office Tower IZD GmbH, Wien 48,3 € 2011 34.477.301 –2.810.314Property Finance France S.A.,Luxembourg 18,2 € 2010** 6.026.903 –714.506PWR Holding GmbH, München 33,3 € 2010** 1.944.136 792.704R+V Kureck Immobilien GmbHGrundstücksverwaltung Braunschweig,Wiesbaden 50,0 € 2011 9.452.211 646.154* Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag**Zahlen für 2011 zum Erstellungszeitpunkt nicht verfügbar1) Neue Beteiligung


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 62 51BETEILIGUNGENAnteil am Zahlen aus Eigenkapital ErgebnisName und Sitz der Gesellschaft Kapital in % Währung Geschäftsjahr Euro EuroR.G.A. Agrupación de Interés Ecónomico,Madrid 12,0 € 2011 117.197 0R.G.A. Mediacion, Operador de Banca-Seguros Vinculado, S.A. Madrid 28,5 € 2011 3.205.265 258.220Rural Pensiones, S.A. Entidad Gestora deFondos de Pensiones, Madrid 17,5 € 2011 14.597.000 –603.000Rural Vida, S.A. de Seguros y Reaseguros,Madrid 28,5 € 2011 118.685.000 5.676.000Schroder European Property InvestmentsNo. 1 S.A., Senningerberg 44,3 € 2011 5.146.006 5.111.906Santa Palomba Centre T Srl., Mailand 1 ) 23,1 € 2011 TEUR 14Schroder Italien Fonds GmbH & Co. KG,Wiesbaden 23,1 € 2011 26.151.525 –10.022.966Schroder Italien Fonds Holding GmbH,Frankfurt am Main 23,1 € 2011 21.697.427 –9.304.787Schroder Property Services B.V.,Amsterdam 30,0 € 2011 117.448 22.967SECURON Hanse VersicherungsmaklerGmbH, Hamburg 26,0 € 2011 42.786 –7.214Seguros Generales Rural, S.A. de Segurosy Reaseguros, Madrid 28,5 € 2011 155.756.000 11.201.000TERTIANUM - Besitzgesellschaft BerlinPassauer Straße 5-7 mbH, München 25,0 € 2011 24.232.045 –263.866TERTIANUM - Besitzgesellschaft KonstanzMarktstätte 2-6 undSigismundstraße 5-9 mbH, München 25,0 € 2011 31.187.726 657.359TERTIANUM SeniorenresidenzBetriebsgesellschaft Berlin mbH, Berlin 25,0 € 2011 20.854 –26.107TERTIANUM SeniorenresidenzenBetriebsgesellschaft mbH, Konstanz 25,0 € 2011 257.677 3.074Tintoretto Rome S.r.L., Mailand 1 ) 23,1 € 2011 TEUR 37.719Versicherungs-Vermittlungsgesellschaft desSächsischen Landesbauernverbandes mbH,Dresden 50,0 € 2011 125.344 18.283Versicherungs-VermittlungsgesellschaftmbH des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VVB), Neubrandenburg 50,0 € 2011 128.330 8.091Versicherungs-VermittlungsgesellschaftmbH des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V. (VVB), Magdeburg 50,0 € 2011 20.086 –10.812VVB Versicherungs-VermittlungsgesellschaftmbH des LandesbauernverbandesBrandenburg, Teltow 50,0 € 2011 33.050 3.098VV Immobilien GmbH & Co.United States KG, München 24,7 € 2011 16.640.290 –8.573.7691) Neue Beteiligung


52 Erläuterung zur BilanzErläuterungen zur Bilanz – AktivseiteENTWICKLUNG DER AKTIVPOSTEN A., B. I. BIS III. IM GESCHÄFTSJAHR 2012*Bilanzwerte VorjahrZugängeTsd. Euro % Tsd. EuroA. Immaterielle VermögensgegenständeI. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte undWerte – – –II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte undähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten – – 33.215III. Geschäfts- oder Firmenwert – – –IV. Geleistete Anzahlungen – – –Summe A – – 33.215B. KapitalanlagenB.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich derBauten auf fremden Grundstücken 3.445 0,1 –B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.997.490 54,7 182.5762. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 132.206 3,6 84.5933. Beteiligungen 1.037 0,0 –4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnisbesteht – – 18.580Summe B.II. 2.130.732 58,3 285.748B.III. Sonstige Kapitalanlagen1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 259.906 7,1 107.1922. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 587.268 16,1 388.0393. Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen – – –4. Sonstige Ausleihungena) Namensschuldverschreibungen 349.065 9,6 30.000b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 264.612 7,2 2.455c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine – – –d) Übrige Ausleihungen – – –5. Einlagen bei Kreditinstituten 52.625 1,4 59.2006. Andere Kapitalanlagen 5.079 0,1 7.010Summe B.III. 1.518.555 41,6 593.896Summe B 3.652.732 100,0 879.644Insgesamt 3.652.732 912.859*) Summenabweichungen sind rundungsbedingt**) davon Währungszuschreibungen: 1.155 Tsd. Euro ***) davon Währungsabschreibungen: 11.284 Tsd. Euro


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 53AnhangUmbuchungen Abgänge Zuschreibungen**) Abschreibungen***) Bilanzwerte GeschäftsjahrTsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro %– – – – – –– – – 1.108 32.107 100,0– – – – – –– – – – – –– – – 1.108 32.107 100,0– – – 67 3.377 0,1– 17.482 0 0 2.162.584 50,4– 63.545 156 5.061 148.349 3,5– – – – 1.037 0,0– – – 188 18.391 0,4– 81.027 156 5.249 2.330.361 54,32.113 10.175 15.017 373 373.681 8,7– 130.617 5.166 6.307 843.549 19,7– – – – – –– 10.000 – – 369.065 8,6– 15.683 – – 251.384 5,9– – – – – –– – – – – –– – 569 565 111.828 2,6–2.113 1.239 – – 8.737 0,2– 167.714 20.752 7.245 1.958.244 45,6– 248.741 20.908 12.562 4.291.982 100,0– 248.741 20.908 13.670 4.324.089


54 Erläuterung zur BilanzB. KAPITALANLAGENin Mio. Euro 2012Bilanzposten Buchwert Zeitwert ReserveI. Grundstücke, gründstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlichder Bauten auf fremden Grundstücken 3,4 8,2 4,8II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.162,6 4.435,8 2.273,22. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 148,3 152,9 4,63. Beteiligungen 1,0 1,0 0,04. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18,4 18,4 0,0III.Sonstige Kapitalanlagen1 Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 373,7 390,7 17,02. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 843,5 907,9 64,34. Sonstige Ausleihungen4a) Namensschuldverschreibungen 369,2 434,8 65,64b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 251,4 282,1 30,85. Einlagen bei Kreditinstituten 111,8 111,8 0,06. Andere Kapitalanlagen 8,7 8,9 0,2IV.Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenenVersicherungsgeschäft 225,5 225,5 0,0Summe Kapitalanlagen 4.517,6 6.978,1 2.460,5In den Buchwerten sind zum Nennwert bilanzierte Namensschuldverschreibungen,um Agio und Disagio saldiert(+ 0,1 Mio. Euro), berücksichtigt.Für die Ermittlung der Zeitwerte wurden in der Regel Börsenkurseund Rücknahmepreise respektive Marktpreise, die fürNamenspapiere nach der Discounted Cash Flow Methodeermittelt wurden, die Netto-Ertragswertformel nach IDW S1in Verbindung mit IDW RS HFA 10 oder der Net Asset Valuezugrunde gelegt.Gemäß § 341 b Abs. 2 HGB sind 430,9 Mio. Euro Kapitalanlagendem Anlagevermögen zugeordnet. Dieses beinhaltetauf Basis der Kurse zum 31. Dezember 2012 positive Bewertungsreservenvon 20,9 Mio. Euro.Die Bewertungsreserven der gesamten Kapitalanlagenbelaufen sich auf 2.460,5 Mio. Euro, was einer Reservequotevon 54,5 % entspricht.Das Gebäude wurde zum 31. Dezember 2012 neu bewertet.Die Bewertung des Bodens erfolgt alle fünf Jahre, zuletzt imJahr 2009. Soweit darüber hinaus andere Wertansätze verwendetworden sind, entsprechen diese den Bestimmungen des§ 56 RechVersV.


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 55AnhangB. III. SONSTIGE KAPITALANLAGEN – INVESTMENTANTEILEin EuroDifferenz Ausschüttung UnterlasseneMarktwert/ für das außerplanmäßigeFondsart Marktwert Buchwert Geschäftsjahr AbschreibungenMischfonds 342.171.464 14.008.438 269.093 –Die Mischfonds sind überwiegend europäisch beziehungsweiseinternational ausgerichtet und schwerpunktmäßig in Wertpapiereninvestiert. Der Anlagegrundsatz des § 54 Abs.1 VAGzur Sicherheit wird stets beachtet.B. III. SONSTIGE KAPITALANLAGEN – ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN, DIE ÜBER IHREN BEIZULEGENDEN ZEITWERTAUSGEWIESEN WERDENin EuroArt Nominalvolumen Buchwert ZeitwertSonstige Ausleihungen 1 ) 35.000.000 34.875.506 26.526.1191) Der niedrigere Zeitwert bezieht sich auf Schuldscheindarlehen oder Namensgenussscheine, bei denen aufgrund ihrer Bonität von einervorübergehenden Wertminderung ausgegangen wird.B. III. SONSTIGE KAPITALANLAGEN – ANGABEN ZU DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTENin EuroArt Nominalvolumen Buchwert ZeitwertZinsbezogene GeschäfteVorkäufe / Termingeschäfte Namenspapiere 1 ) 29.000.000 – 1.317.495Vorkäufe / Termingeschäfte Inhaberschuldverschreibungen 2 ) 120.500.000 23.363 8.048.757Währungsbezogene GeschäfteDevisentermingeschäfte 3 ) 67.424.735 1.239.589 –1.115.3121) Ermittelter Zeitwert wird auf Valuta berechnet: Bewertungsparameter Swap- und Geldmarktkurve.2) Börsenwert wird auf Valuta berechnet: Bewertungsparameter Swap- und Geldmarktkurve.Der Ausweis erfolgt bei den Passiva unter Posten F.III. Sonstige Rückstellungen.3) Bewertungsmethode = Delta aus Terminkurs und Kassakurs per Valuta. Der Ausweis erfolgt bei den Passiva unter Posten F.III. Sonstige Rückstellungen.Finanzderivate und Strukturierte Produkte wurden in ihreeinzelnen Bestandteile zerlegt. Die derivativen Bestandteilewurden mittels anerkannter finanzmathematischer Methodenauf Basis der Modelle von Black 76, Ein-Faktor Hull-White undZwei-Faktor Hull-White bewertet.Die Marktwerte der ABS-Produkte wurde nach der DiscountedCash Flow Methode ermittelt; dabei wurden am Marktbeobachtbare Werte herangezogen.


56 Erläuterung zur BilanzE. III. ANDERE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEin Euro 2012Übrige 62.125Stand am 31. Dezember 62.125Es handelt sich im Wesentlichen um vorausgezahlteBetriebskosten.F. II. SONSTIGE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENin Euro 2012Agio auf Namensschuldverschreibungen 553.024Ausgaben, die nachfolgende Geschäftsjahre betreffen 118.895Stand am 31. Dezember 671.919


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 57AnhangErläuterungen zur Bilanz – PassivseiteA. I. EINGEFORDERTES KAPITALin Euro 2012Gezeichnetes Kapital aufgeteilt in 12.754.560 StückaktienVortrag zum 1. Januar 318.545.455Kapitalerhöhung gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2012 12.741.818Stand am 31. Dezember 331.287.273Die DZ BANK AG hat gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dasssie mehrheitlich an der R+V Versicherung AG beteiligt ist.A. II. KAPITALRÜCKLAGEin Euro 2012Vortrag zum 1. Januar 1.278.369.773Aufgeld aus der Kapitalerhöhung 137.369.542Stand am 31. Dezember 1.415.739.315A. III. GEWINNRÜCKLAGENin Euro 20124. Andere GewinnrücklagenStand am 31. Dezember 164.666.337Die Gewinnrücklagen sind unverändert gegenüber demStand vom 31. Dezember 2011.


58 Erläuterung zur BilanzF. I. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONENin Euro 2012Erfüllungsbetrag 15.538.362Saldierungsfähiges Deckungsvermögen 15.315.710Stand am 31. Dezember 222.653Bei dem saldierungsfähigen Deckungsvermögen handeltes sich um Ansprüche aus Lebensversicherungsverträgen.Sie wurden mit dem steuerlichen Aktivwert angesetzt.Da dieser den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht,ist keine Ausschüttungssperre zu beachten.F. III. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENin Euro 2012Urlaub / Gleitzeitguthaben 741.000Altersteilzeit 77.001Rückstellung 815.260Saldierungsfähiges Deckungsvermögen 738.259Lebensarbeitszeit –Rückstellung 264.812Saldierungsfähiges Deckungsvermögen 264.812Kapitalanlagebereich 1.537.953Jahresabschluss 873.704Berufsgenossenschaft 106.000Personalkosten 4.701.997Jubiläen 1.422.998Übrige Rückstellungen 11.713.279Stand am 31. Dezember 21.173.932Bei dem saldierungsfähigen Deckungsvermögen handelt essich um Ansprüche aus Lebensversicherungsverträgen.Da der Zeitwert den fortgeführten Anschaffungskostenentspricht, ist keine Ausschüttungssperre zu beachten.


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 59AnhangH. ANDERE VERBINDLICHKEITENin Euro 2012Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 JahrenAnleihen 5.440.800Sonstige Verbindlichkeiten 31.802Stand am 31. Dezember 5.472.602Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnlicheRechte gesichert sind, bestanden nicht.I. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENin Euro 2012Disagio aus Namensschuldverschreibungen 435.022Stand am 31. Dezember 435.022


60 Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungErläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungI. 1.A.) GEBUCHTE BRUTTOBEITRÄGEin Euro 2012 2011Schaden-, Kranken- und Unfallversicherungsgeschäft 1.498.539.351 1.464.205.855Lebensversicherungsgeschäft 27.074.906 28.150.350Stand am 31. Dezember 1.525.614.258 1.492.356.205I. 2. TECHNISCHER ZINSERTRAG FÜR EIGENE RECHNUNGin Euro 2012 2011Stand am 31. Dezember 905.747 1.659.320Hierbei handelt es sich um Depotzinsen aus den bei denVorversicherern in Höhe der Deckungsrückstellung und derRenten-Deckungsrückstellung gestellten Sicherheiten.Die Anteile der Rückversicherer wurden nach den vertraglichenVereinbarungen ermittelt und entsprechend abgesetzt.I. 4. AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSFÄLLE FÜR EIGENE RECHNUNGin Euro 2012 2011Stand am 31. Dezember 1.115.733.877 1.183.282.474Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahrübernommenen Rückstellungen für noch nicht abgewickelteVersicherungsfälle ergab sich ein Brutto-Verlust inHöhe von 116,8 Mio. Euro.Diesem Abwicklungsverlust stehen Nachverrechnungsprämienin Höhe von 193,0 Mio. Euro gegenüber. Diese resultieren ausRückversicherungsverträgen, deren Laufzeit nicht dem Kalenderjahrentspricht bzw. die auf Zeichnungsjahrbasis abgeschlossenwurden.


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35Weitere Informationen 62 61AnhangII. 2.B.) ABSCHREIBUNGEN AUF KAPITALANLAGENin Euro 2012 2011Planmäßige Abschreibungen 67.384 67.384Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB 794.792 1.383.801Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB 1 12.425.601Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB 415.270 –Stand am 31. Dezember 1.277.447 13.876.785II. 4. SONSTIGE ERTRÄGEin Euro 2012 2011Erträge für erbrachte Dienstleistungen 24.405.808 25.144.725Sonstige Zinserträge 3.125.704 8.782.976Erträge aus Rückdeckungsversicherungen 793.756 1.473.146Übrige Erträge 6.057.833 10.885.709Stand am 31. Dezember 34.383.101 46.286.557In den übrigen Erträgen sind Währungskursgewinne in Höhevon 5,8 Mio. Euro enthalten.II. 5. SONSTIGE AUFWENDUNGENin Euro 2012 2011Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen 24.102.798 24.978.150Aufwendungen, die das Unternehmen als Ganzes betreffen 8.718.947 11.293.637Zinszuführungen zu Rückstellungen 904.605 820.190Zu verrechnende Zinsen aus saldierungsfähigen Vermögensgegenständen –458.606 –465.061Sonstige Zinsaufwendungen 5.915.039 6.604.337Aufwendungen aus der Auslagerung von Pensionsrückstellungen 1.575.669 1.522.864Übrige Aufwendungen 6.405.460 7.852.400Stand am 31. Dezember 47.163.912 52.606.518In den übrigen Aufwendungen sind Währungskursverluste inHöhe von 5,5 Mio. Euro enthalten.


62 Aufsichtsrat der R+V Versicherung AG / Vorstand der R+V Versicherung AGSonstige AngabenAufsichtsrat der R+V Versicherung AGWolfgang Kirsch– Vorsitzender –Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AGDeutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am MainUlrich Birkenstock– Stellv. Vorsitzender –Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats,R+V Allgemeine Versicherung AG, Filialdirektion Koblenz,KoblenzUwe AbelVorsitzender des Vorstands der Mainzer Volksbank eG, Mainz(ab 30. Mai 2012)Hermann ArensSprecher des Vorstands der Volksbank Lingen eG, LingenDr. Peter AubinSprecher des Vorstands der Volksbank Göppingen eG,GöppingenThomas BertelsGesamtbetriebsratsvorsitzender der R+V Service Center GmbH,MünsterUwe FröhlichPräsident des Bundesverband der Deutschen Volksbanken undRaiffeisenbanken e.V., BerlinCarsten GraafVorsitzender des Vorstands der Volksbank Meerbusch eG,MeerbuschAlbrecht HattonVorsitzender des Vorstands der Volksbank Dessau-Anhalt eG,Dessau(bis 30. Mai 2012)Rita JakliDirektorin der R+V Versicherung AG, Direktion Wiesbaden,Wiesbaden(ab 1. Juli 2012)Dietmar KüstersVorsitzender des Vorstands der Volksbank Straubing eG,StraubingGabriele Kaupp-StöcklMitglied des Betriebsrats der R+V Allgemeine Versicherung AG,Wiesbaden(ab 1. August 2012)Karl-Heinz MollMitglied des Vorstands der WGZ BANK AG WestdeutscheGenossenschafts-Zentralbank, DüsseldorfHermann RohrmeierVorsitzender des Betriebsrats derR+V Allgemeine Versicherung AG, VD Süd-Ost, MarzlingGerd RückDirektor der R+V Versicherung AG, Direktion Wiesbaden,Wiesbaden(bis 30. Juni 2012)Armin SchmidtFachsekretär Finanzdienstleistungen derVereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Bezirk Wiesbaden,WiesbadenGudrun SchmidtLandesfachbereichsleiterin i. R., Frankfurt am MainUrsula-Maria von TesmarVorsitzende des Betriebsrats des GemeinschaftsbetriebsR+V Direktionsbetrieb Hamburg/KRAVAG, HamburgHans-Joachim WeißArbeitsmedizinischer Assistent derR+V Allgemeine Versicherung AG, Direktion Wiesbaden,Niedernhausen(bis 31. Juli 2012)


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 6263Sonstige AngabenVorstand der R+V Versicherung AGDr. Friedrich Caspers– Vorsitzender –Frank-Henning FlorianHeinz-Jürgen KallerhoffDr. Christoph LambyHans-Christian MarschlerRainer NeumannDr. Norbert RollingerPeter Weiler


64 Personalaufwendungen / Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle VerpflichtungenPERSONALAUFWENDUNGENin Euro 2012 20111. Löhne und Gehälter 38.354.783 35.212.9332. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 4.437.128 3.961.9563. Aufwendungen für Altersversorgung 3.836.795 4.368.354Aufwendungen Insgesamt 46.628.706 43.543.243Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen8.270.410 Euro (2011: 8.615.223 Euro).Die Bezüge an Vorstände werden vollständig von der vertragsführendenGesellschaft, der R+V Versicherung AG, gezahlt.Soweit damit Konzernleitungsfunktionen abgegolten werden,wird dafür im Rahmen der Dienstleistungsverrechnung eineVerwaltungskostenumlage erhoben. Die entsprechenden Aufwendungenund Erträge sind im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.Anzahl der ArbeitnehmerWährend des Geschäftsjahres 2012 waren bei der R+V VersicherungAG durchschnittlich 438 (2011: 396) Mitarbeiter beschäftigt,davon 426 im Innendienst der Direktion und 12 bei derNiederlassung Singapur.Angaben zu nahe stehenden Personen und UnternehmenIm Berichtszeitraum sind keine Geschäfte im Sinne des § 285Satz 1 Nr. 21 HGB mit nahe stehenden Personen und Unternehmengetätigt worden.An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenenwurden 377.375 Euro gezahlt (2011: 495.293 Euro). Für dieMitglieder des Vorstands wurden 2012 im Rahmen der Auslagerungvon Pensionsverpflichtungen Beitragszahlungen in Höhevon 1.492.924 Euro an die R+V Pensionsfonds AG beziehungsweise1.562.059 Euro an die Versorgungskasse genossenschaftlichorientierter Unternehmen e.V. vorgenommen, fürfrühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen51.455 Euro an die R+V Pensionsfonds AG beziehungsweise60.364 Euro an die Versorgungskasse genossenschaftlichorientierter Unternehmen e.V. Für laufende Pensionen undAnwartschaften auf Pensionen von früheren Mitgliedern desVorstands und ihren Hinterbliebenen besteht eine Rückstellungin Höhe von 4.742.514 Euro. Darüber hinaus wurden Verpflichtungenfür diesen Personenkreis von 1.468.803 Euro inAnwendung des Artikels 67 Abs. 1 EGHGB nicht bilanziert. Fürden Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 379.401 Euro aufgewendet.Angabepflichtige Beträge nach § 285 Nr. 9c HGB sindim Geschäftsjahr nicht verzeichnet.


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 6265Sonstige AngabenANGABEN ZU HAFTUNGSVERHÄLTNISSEN UND SONSTIGEN FINANZIELLEN VERPFLICHTUNGENZum Bilanzstichtag ergaben sich aus abgeschlossenen Verträgen und Mitgliedschaften folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGBund sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB:davongegenüberAngaben verbundenenin Euro zum Betrag Unternehmen Risiken Vorteile1. Letters of Credit2. Nachzahlungsverpflichtungen3. Patronatserklärungen4. Andienungsrechte aus MultitranchenRestlaufzeit > 1 Jahr5. Andienungsrechte aus Aktien6. Sperrdepots7. Verbindlichkeiten aus schwebendenGeschäften9. HaftsummenGesamtsumme250.315.89299.688.45547.400.00020.000.00016.997.63789.015.605149.500.0005.000672.922.589–85.516.95047.400.00020.000.000––81.500.000–234.416.950Sofern den Zahlungsverpflichtungengegenüber den Zedenten nichtnachgekommen wird, können dieBürgschaften in Anspruch genommenwerden.Es besteht eine Verpflichtung zurAuszahlung, dabei ist keine Einflussnahmeauf den Zeitpunkt derInanspruchnahme möglich. Es bestehtein Risiko des zwischenzeitlichen Wertverfallsder Beteiligung.Haftung für die Erfüllung von Ansprüchenaus einer Rentenversicherung,sofern die Condor Lebensversicherungs-AG diesen nicht nachkommt, sowieHaftung für Darlehensgewährung.Abfließende Liquidität. Es bestehenOpportunitätskosten durch geringenZinssatz und ein Emittentenrisiko.Abfließende Liquidität.Abfließende Liquidität. Es bestehenOpportunitätskosten durch geringenZinssatz.Opportunitätskosten durch geringenZinssatz; Kontrahentenrisiko undEmittentenrisiko.Keine bilanzielle Erhöhung derKapitalanlagen bei Inanspruchnahme.Es besteht kein bilanzieller Gegenwertzur Haftsumme.Besicherung der versicherungstechnischenVerbindlichkeiten durchBürgschaften von Kreditinstiutenum Geschäft auf dem US-amerikanischenMarkt tätigen zu können.Keine bilanzielle Erhöhung der Kapitalanlagen,solange nicht ausgezahltwurde. Durch die Nichtauszahlungergeben sich Liquiditätsvorteile, diegegebenenfalls für eine Kapitalanlagemit besserer Verzinsung genutztwerden können.Aufgrund der Erklärung zugunstender Condor Lebensversicherungs-AGwar der Abschluss einer Rentenversicherunggegen Einmalbeitragmöglich.Bessere Kreditbeschaffungsmöglichkeitfür ein kreditnehmendes Unternehmeninnerhalb des R+V Konzerns.Höherer Kupon des Basisinstruments.Durchführung von Kapitalmaßnahmenbei einer Tochtergesellschaft wurdeermöglicht.Zugunsten von Rückversicherernwurden Anlagen in gesondertenDepots gesperrt.Ausgleich unterjähriger Liquiditätsschwankungenund Vermeidungvon Marktstörungen bei hohemAnlagebedarf.Erhöhung des haftenden Eigenkapitalsbei genossenschaftlichen Unternehmen,geringe Eintrittswahrscheinlichkeitdurch Einlagensicherungsfonds.Die Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissengemäß § 251 HGB ist unwahrscheinlich.


66 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers / Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersHONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERSGemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB wurden im Geschäftsjahr folgende Honorare als Aufwand (netto) erfasst:in Euro 2012Abschlussprüfungsleistungen 230.000Andere Bestätigungsleistungen –Steuerberatungsleistungen –Sonstige Leistungen –Aufwendungen insgesamt 230.000Abschlussprüfer der R+V Versicherung AG ist dieErnst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.KonzernabschlussDie R+V Versicherung AG erstellt einen Konzernabschluss nachIFRS. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.Der Konzernabschluss der R+V Versicherung AG wird alsTeilkonzern in den übergeordneten Konzernabschluss derDZ BANK AG mit befreiender Wirkung einbezogen. Dieser wirdim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.Wiesbaden, 5. März 2013Der VorstandDr. Caspers Florian Kallerhoff Dr. LambyMarschler Neumann Dr. Rollinger Weiler


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 6267Sonstige AngabenBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz,Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehungder Buchführung und den Lagebericht der R+V VersicherungAG, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellungvon Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschenhandelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortungder gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. UnsereAufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführtenPrüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unterEinbeziehung der Buchführung und über den Lageberichtabzugeben.Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGBunter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungvorgenommen. Danach ist die Prüfung so zuplanen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschlussunter der Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführungund durch den Lagebericht vermittelten Bildes derVermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken,mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätzeund der wesentlichen Einschätzungender gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellungdes Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sindder Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichereGrundlage für unsere Beurteilung bildet.Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfunggewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschlussden gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtungder Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichenVerhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lageberichtsteht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamtein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft undstellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklungzutreffend dar.Eschborn/Frankfurt am Main, den 6. März 2013Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden dieKenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftlicheund rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie dieErwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmender Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogeneninternen Kontrollsystems sowie Nachweise für dieAngaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lageberichtüberwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.Ernst & Young GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaftDr. FreilingGehringerWirtschaftsprüferWirtschaftsprüfer


68 Bericht des AufsichtsratsBericht des AufsichtsratsAufsichtsrat und AusschüsseZur Erfüllung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einenPrüfungsausschuss, einen Personalausschuss sowie einenVermittlungsausschuss gebildet.Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben die Geschäftsführungdes Vorstands nach den gesetzlichen und satzungsgemäßenVorschriften überwacht und beratend begleitet.Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Mai2012 endete turnusgemäß das Mandat von Herrn HermannArens als Mitglied des Aufsichtsrats. Gleichzeitig endete auchdessen Mandat als Mitglied des Prüfungsausschusses. Dieordentliche Hauptversammlung hat Herrn Arens mit Wirkungzu deren Ablauf als Aktionärsvertreter in den Aufsichtsratwiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am30. Mai 2012 Herrn Arens als Mitglied des Prüfungsausschusseswiedergewählt. Herr Albrecht Hatton hat sein Mandat alsMitglied des Aufsichtsrats wegen Erreichens der satzungsmäßigenAltersgrenze mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichenHauptversammlung niedergelegt. Die ordentliche Hauptversammlunghat Herrn Uwe Abel in Nachfolge von Herrn Hattonals Aktionärsvertreter dem Aufsichtsrat zugewählt.Aufgrund des Eintritts in die passive Phase der Altersteilzeitendete das Mandat von Herrn Gerd Rück mit Wirkung zumAblauf des 30. Juni 2012. Gleichzeitig endeten auch dessenMandate als Mitglied des Personalausschusses und des Vermittlungsausschusses.Herr Rück gehörte dem Aufsichtsrat alsArbeitnehmervertreter an. Als gewähltes Ersatzmitglied derArbeitnehmer ist mit Wirkung ab 1. Juli 2012 Frau Rita Jaklials Mitglied des Aufsichtsrats nachgerückt. Der Aufsichtsrathat Frau Jakli mit Wirkung ab 1. Juli 2012 als Mitglied des Personalausschussesund des Vermittlungsausschusses gewählt.Mit Wirkung zum Ablauf 31. Juli 2012 ist Herr Hans-JoachimWeiß, der dem Aufsichtsrat als Arbeitnehmervertreter angehörte,aufgrund seines Eintritts in die passive Phase derAltersteilzeit aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als gewähltesErsatzmitglied der Arbeitnehmer rückte mit Wirkung ab1. August 2012 Frau Gabriele Kaupp-Stöckl als Mitglied desAufsichtsrats nach.Zusammenarbeit mit dem VorstandDer Vorstand hat den Aufsichtsrat über die Lage und Entwicklungder Gesellschaft regelmäßig und umfassend informiert.Dies erfolgte im Geschäftsjahr 2012 in fünf Sitzungen, zudenen der Aufsichtsrat am 5. März 2012, am 23. März 2012,am 30. Mai 2012, am 20. September 2012 und am 7. Dezember2012 zusammentrat. Darüber hinaus fanden Sitzungen desPrüfungsausschusses des Aufsichtsrats am 5. März 2012 unddes Personalausschusses des Aufsichtsrats am 23. Februar2012, 20. September 2012 und 7. Dezember 2012 statt. In denSitzungen hat der Aufsichtsrat mündliche und schriftlicheBerichte des Vorstands entgegengenommen und erörtert.Weiterhin wurde der Aufsichtsrat durch vierteljährlicheschriftliche Berichte des Vorstands unterrichtet. Alle Maßnahmen,welche die Beschlussfassung des Aufsichtsrats erfordern,wurden eingehend beraten. Darüber hinaus wurde derVorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungenlaufend über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungenin Kenntnis gesetzt.Im Vordergrund der Berichterstattung standen die wirtschaftlicheLage der Gesellschaft, die Unternehmensplanung und-perspektive sowie wesentliche Finanzkennzahlen. In besondererWeise erörterte der Aufsichtsrat die Auswirkungen derKapitalanlagepolitik des Vorstands vor dem Hintergrund derEuro- und Staatsschuldenkrise sowie des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes.Schwerpunkte der Besprechungen und Diskussionenim Aufsichtsrat bildeten ferner der Abschluss des Gewinnabführungsvertragszwischen R+V Versicherung AG undder DZ BANK AG sowie damit einhergehend eine Barkapitalerhöhungsowie die Schaffung eines Genehmigten Kapitals zurFortsetzung der Wachstumsstrategie der R+V Gruppe. Danebenbeschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit weiteren Kapitalmaßnahmender Assimoco-Gruppe in Italien, der Entscheidungüber den Wechsel des Abschlussprüfers, personalwirtschaftlichenMaßnahmen in der R+V Gruppe und Vorstandsangelegenheiten.Darüber hinaus wurde über die Risikostrategieund das Risikomanagementsystem berichtet.


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 6269Bericht des AufsichtsratsFeststellung des JahresabschlussesDer Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben denJahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschlussund den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr2012 eingehend geprüft. Hierzu lagen die Prüfungsberichtedes Abschlussprüfers, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,vor. Der Abschlussprüfer hat uneingeschränkteBestätigungsvermerke erteilt.Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr2012 wurde vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am18. März 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäߧ 172 AktG festgestellt. In derselben Sitzung wurde der vomVorstand vorgelegte Konzernabschluss vom Aufsichtsratgebilligt.Wiesbaden, den 18. März 2013An der Sitzung des Prüfungsausschusses am 14. März 2013nahmen die Vertreter des Abschlussprüfers teil, um über diewesentlichen Prüfungsergebnisse zu berichten. In dieser Sitzungwurden der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Konzernabschlussund Konzernlagebericht sowie die jeweiligenPrüfungsberichte erörtert. Prüfungsschwerpunkte warenunter anderem wesentliche Kennzahlen der Bilanz, Rückstellungen,das Risikofrüherkennungssystem nach § 91 Abs. 2AktG und Berichte der internen Revision des abgelaufenenJahres.Der AufsichtsratKirschVorsitzenderDer vorliegende Jahresabschluss, der Lagebericht sowie derKonzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr2012 wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Die Vertreter desAbschlussprüfers berichteten dem Aufsichtsrat zusammenfassendüber die Prüfungsergebnisse und standen für zusätzlicheErläuterungen und Stellungnahmen zur Verfügung.Der Aufsichtsrat hat gegen den vom Vorstand aufgestelltenJahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr2012 keine Einwendungen erhoben und sich demPrüfungsergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen.


70 GlossarGlossarAbsicherungsgeschäftZur Absicherung von (Wechsel-)Kurs schwankungen werdenspezielle Finanzkontrakte, insbesondere derivative Finanzinstrumente,eingesetzt. Das Absicherungsgeschäft kompensiertso die Risiken des Grundgeschäftes, die durch eine ungünstigeKurs- oder Preisentwicklung entstehen können.AbwicklungsergebnisDas Abwicklungsergebnis zeigt, wie sich die Schadenrückstellungenim Zeitablauf durch die geleisteten Zahlungen und dieNeueinschätzung des erwarteten Endschadens zum jeweiligenBilanzstichtag geändert haben.Bilanzielle Schadenquote bruttoAufwendungen für Versicherungsfälle im Verhältnis zu denverdienten Beiträgen (alle brutto).Bilanzielle Schadenquote nettoAufwendungen für Versicherungsfälle im Verhältnis zu denverdienten Beiträgen (alle netto).Black-Scholes-ModellDas Black-Scholes-Modell ist ein finanzmathematischesModell zur Bewertung von Finanzoptionen, das von FischerBlack und Myron Scholes 1973 veröffentlicht wurde.Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigeneRechnungSumme aus bezahlten Schäden und den Rückstellungen fürim Geschäftsjahr eingetretene Schäden ergänzt um das ‘ Abwicklungsergebnis,jeweils nach Abzug der eigenen Rückversicherungsabgaben.Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto)Provisionen sowie Personal- und Sachaufwendungen für dielaufende Verwaltung von Versicherungsverträgen.BeiträgeDer Beitrag, oft auch Prämie genannt, ist der Preis für den Versicherungsschutz,den der Versicherer leistet. Er kann laufendoder als Einmalbeitrag entrichtet werden. Unter „gebuchtenBeiträgen“ versteht man die gesamten Beitragseinnahmen,die im Geschäftsjahr fällig geworden sind. Der Anteil der Beitragseinnahmen,der Entgelt für den Versicherungsschutz imGeschäftsjahr ist, wird als „verdiente Beiträge“ bezeichnet.BeitragsüberträgeDer Anteil der im Geschäftsjahr vereinnahmten Beiträge, derauf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfällt, wird als Beitragsübertragunter den versicherungstechnischen Rückstellungenausgewiesen.Black-Formel 76Die Black-Formel 76 ist ein finanzmathematisches Modellzur Bewertung von Zinsoptionen, das von Fischer Black 1976veröffentlicht wurde.Brutto/NettoBei Brutto- bzw. Nettoausweis werden die versicherungstechnischenPositionen vor bzw. nach Abzug des Anteils ausgewiesen,der auf das in Rückdeckung gegebene Geschäft entfällt.Statt „netto“ verwendet man auch die Bezeichnung „für eigeneRechnung“.Combined RatioProzentuales Verhältnis der Summe aus Nettoaufwendungenfür Versicherungsfälle plus Nettoaufwendungen für denVersicherungsbetrieb zu den verdienten Nettobeiträgen.Dies entspricht der Summe aus Schaden- und Kostenquote(‘ Schaden-Kostenquote). Sie ist eine wichtige Kennzahl beider Betrachtung der Rentabilität eines Vertrages, eines Teilbestandesoder des gesamten Versicherungsbestandes. Überschreitetsie die 100%-Marke, ergibt sich für das betrachteteGeschäft ein versicherungstechnischer Verlust.


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 6271GlossarDepotforderungen/-verbindlichkeitenSicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungsverbindlichkeitenzwischen Erst- und Rückversicherer. Das einbehaltendeUnternehmen weist in diesem Fall Depotverbindlichkeiten,das gewährende Unternehmen Depotforderungen aus.Derivatives FinanzinstrumentFinanzinstrument, dessen Wert steigt oder fällt, wenn sicheine Basisgröße (bestimmter Zinssatz, Wertpapierpreis, Währungskurs,Preisindex etc.) ändert. Zu den Derivaten zähleninsbesondere Futures, Forwards, Swaps und Optionen.DurationDie Duration bezeichnet die durchschnittliche Laufzeit einerzinssensitiven Kapitalanlage oder eines Portfolios und ist einRisikomaß für deren Sensitivität in Bezug auf Zinssatzänderungen.Geschäftsjahresschadenquote bruttoGeschäftsjahresschadenaufwand im Verhältnis zu denverdienten Beiträgen (alle brutto).Geschäftsjahresschadenquote nettoGeschäftsjahresschadenaufwand im Verhältnis zu denverdienten Beiträgen (alle netto).Hull-White-ModellDas Hull-White-Modell ist ein finanzmathematisches Modellzur Bewertung von Zinsderivaten, das von John C. Hull undAlan White veröffentlicht wurde.IFRS – International Financial Reporting StandardsInternationale Rechnungslegungsnormen, die eine internationalvergleichbare Bilanzierung und Publizität gewährleistensollen.EigenkapitalquoteEigenkapital im Verhältnis zum gebuchten Nettobeitrag.ExzedentenversicherungDie Exzedentenversicherung ist eine summenmäßige Erhöhungeiner bestehenden Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.Höhere Risiken erfordern höhere Versicherungssummen.Für eigene Rechnung (f.e.R.)Der jeweilige versicherungstechnische Posten oder die Quotenach Abzug des in Rückversicherung gegebenen Geschäfts‘ Brutto/Netto.Kostenquote bruttoProzentuales Verhältnis der Aufwendungen für den Versicherungsbetriebzu den verdienten Beiträgen (alle brutto).Kostenquote nettoAufwand für den Versicherungsbetrieb im Verhältnis zu denverdienten Beiträgen (alle netto).KumulAls Kumul bezeichnet man mehrere beim selben Versicherungsunternehmenversicherte oder rückversicherte Risiken,die von einem Schadenereignis gleichzeitig betroffen werdenkönnen.Genossenschaftliche FinanzGruppeNetzwerk genossenschaftlicher Zentral- und Spezialinstituteim Rahmen eines umfassenden Allfinanz-Konzeptes. Partnerder R+V Versicherung sind u.a.: DZ Bank AG, WGZ Bank AG,Bausparkasse Schwäbisch Hall, Union Investment, VR Leasing.Laufende Durchschnittsverzinsung (nach Verbandsformel)Laufende Bruttoerträge abzüglich Aufwendungen für die Verwaltungvon Kapitalanlagen abzüglich planmäßige Abschreibungenim Verhältnis zum mittleren Bestand der Kapitalanlagenzum 1. Januar und 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres.


72 GlossarNetto‘ Brutto/NettoNettoverzinsung der KapitalanlagenAlle Erträge abzüglich aller Aufwendungen für Kapitalanlagenim Verhältnis zum mittleren Bestand der Kapitalanlagen zum1. Januar und 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres.Nettoverzinsung im Drei-Jahres-DurchschnittAlle Erträge abzüglich aller Aufwendungen für Kapitalanlagenim Verhältnis zum mittleren Bestand der Kapitalanlagen zum1. Januar und 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres,über einen Zeitraum von drei Jahren berechnet.Portfolio/Portefeuillea) Alle insgesamt oder in einem Teilsegment (z.B. Sparte,Land) übernommenen Risiken; b) Nach bestimmten Kriteriengegliederte Gruppe von Kapitalanlagen.Rückstellung für noch nicht abgewickelteVersicherungsfälleRückstellung für die Verpflichtungen aus Versicherungsfällen,die am Bilanzstichtag bereits eingetreten waren, aber nochnicht gemeldet wurden bzw. noch nicht vollständig abgewickeltwerden konnten.RückversichererVersicherungsunternehmen, das Risiken anderer Versicherungsgesellschaftenübernimmt und selbst keine direktenVertragsbeziehungen zum Versicherungsnehmer unterhält.Schaden-Kosten-Quote‘ Combined RatioSchadenquoteProzentuales Verhältnis der Schadenaufwendungen zu denverdienten Beiträgen.Prämie‘ BeiträgePUC-MethodeDie Projected Unit Credit-Methode (auch: Anwartschaftsbarwertverfahren)bezeichnet ein versicherungsmathematischesBewertungsverfahren für Verpflichtungen aus betrieblicherAltersversorgung.RatingStandardisierte Bonitätsbeurteilung von Schuldtiteln sowievon Unternehmen durch unabhängige, spezialisierte Bewertungsagenturen.ReservequoteDie Reservequote errechnet sich zu einem Stich tag aus denKapitalanlagen zu ‘ Zeit werten im Verhältnis zu den Kapitalanlagenzu Buchwerten.SchwankungsrückstellungRückstellung zum Ausgleich von Schwankungen im Schadenverlauf.In Jahren mit relativ geringem bzw. relativ starkemSchadenaufkommen werden der SchwankungsrückstellungMittel zugeführt bzw. entnommen.Selbst abgeschlossenes GeschäftGeschäft, das zwischen dem Versicherungsunternehmenund dem Versicherungsnehmer direkt abgeschlossen wurde.Im Gegensatz zu ‘ übernommenes Geschäft.SelbstbehaltDer Teil der übernommenen Risiken, die der Versicherer nichtin Rückdeckung gibt, also ‘ Netto ausweist. (Selbstbehaltquote:Prozentualer Anteil des Selbstbehalts am gebuchtenBruttobeitrag).


Lagebericht 4 Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 6273GlossarSolvabilitätEigenmittelausstattung eines Versicherungsunternehmens.Um die dauernde Erfüllbarkeit der Verträge sicherzustellen,sind Versicherungsunternehmen verpflichtet, Eigenmittelmindestens in Höhe einer Solvabilitätsspanne zu bilden.Die Höhe dieser Spanne bemisst sich entweder nach denjährlichen Beiträgen (Beitragsindex) oder den durchschnittlichenAufwendungen für Versicherungsfälle der letzten dreiGeschäftsjahre (Schadenindex). Maßgebend ist der jeweilshöhere Index.Verbundene UnternehmenDas Mutterunternehmen (Konzernobergesellschaft) und alleTochterunternehmen. Tochterunternehmen sind Unternehmen,bei denen das Mutterunternehmen einen beherrschendenEinfluss auf die Geschäftspolitik ausüben kann (Control-Prinzip). Dies ist dann möglich, wenn z.B. die Konzernmutterdirekt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält, dasRecht auf Bestellung oder Abberufung der Mehrheit der Mitgliedervon Organen (Vorstand, Aufsichtsrat) besitzt oderwenn ein Beherrschungsvertrag besteht.Steuerabgrenzung (aktive/passive latente Steuern)Im Einzelabschluss kommt es zu einer Steuerabgrenzung,wenn zwischen den Wertansätzen von Vermögensgegenständenund Schulden in Handels- und Steuerbilanz Unterschiedebestehen. Durch den Ansatz latenter Steuern werden zukünftigesteuerliche Belastungen (passive latente Steuern) oderEntlastungen (aktive latente Steuern) in der Handelsbilanzabgebildet.StresstestBei Stresstests handelt es sich um eine spezielle Form derSzenarioanalyse. Ziel ist es, eine quantitative Aussage überdas Verlustpotenzial von ‘ Portfolios bei extremen Marktschwankungentreffen zu können.Strukturierte ProdukteBei einem strukturierten Produkt wird ein ‘ derivativesFinanzinstrument (z.B. eine Option) mit einem nichtderivativenInstrument (z.B. einer Anleihe) kombiniert.Versicherungstechnische RückstellungenUngewisse Verbindlichkeiten, die unmittelbar mit dem Versicherungsgeschäftzusammenhängen. Ihre Bildung soll sicherstellen,dass die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgendauerhaft erfüllt werden können.Versicherungstechnisches ErgebnisSaldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem Versicherungsgeschäftzugeordnet werden.ZeitwertDer Zeitwert einer Kapitalanlage entspricht in der Regel ihremMarktwert. Ist der Wert nicht direkt zu ermitteln, behilft mansich mit dem Wert, zu dem der Vermögensgegenstand zwischensachverständigen, vertragswilligen und voneinanderunabhängigen Geschäftspartnern gehandelt würde.Übernommenes GeschäftGeschäft, das zwischen zwei Versicherungsunternehmen abgeschlossenwurde. Es ist gleichbedeutend mit der Weitergabeeines Teils der vom Versicherungsnehmer übernommenenSchadenverteilung vom Erstversicherungsunternehmen anein Rückversicherungsunternehmen.

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