die initiative kraft.das murtal

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die initiative kraft.das murtal

INHALTSVERZEICHNISKraftvolles Murtal01 Was uns als Unternehmen von Kraft. Das Murtal bewegteErfolgreiche Unternehmen entwickeln sich dort am besten weiter, wo es ausreichend Arbeitskräfte gibt. Gemeinsamkann besser daran gearbeitet werden, die großen Chancen und Potenziale der Region zu nutzen.02 Die Initiative Kraft. Das MurtalKraft. Das Murtal ist ein eng verwobenes Netzwerk von Großbetrieben und KMUs, Unternehmen aus Industrie,Gewerbe und Dienstleistung, institutionellen Einrichtungen und staatlichen Organisationen. Alle mit derselbenVision und dem Willen für eine gemeinsame Zukunft zusammenzuarbeiten.03 Kraft durch eine starke WirtschaftDurch eine verstärkte Verflechtung von Industrie und KMU wird die Wertschöpfung in der Region erhöht undgesichert. Industrie, Gewerbe und Dienstleistung profitieren von Schnelligkeit, geringen Logistikkosten, Sicherheitund Verlässlichkeit und generieren daraus Wettbewerbsvorteile.04 Kraft durch einen gemeinsamen AuftrittEin gemeinsamer kraftvoller Auftritt nach Außen schafft Bekanntheit und stärkt Aufmerksamkeit sowie Vertrauen.Kommuniziert wird regelmäßig zu den MitarbeiterInnen, zur breiten Öffentlichkeit oder zu speziellen Zielgruppen.05 Kraft durch unsere attraktiven ArbeitsplätzeHoch qualifizierte MitarbeiterInnen stellen heute einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor dar. Für die Unternehmenbedeutet das zweierlei: qualifizierte MitarbeiterInnen für sich zu gewinnen und auch zu binden. Das Werben um diebesten Köpfe zieht sich dabei durch alle Ebenen und Branchen.06 Kraft durch unsere jungen TalenteNachwuchsförderung ist für Kraft. Das Murtal ein zentrales Thema. In unterschiedlichen Projekten werden Volksschulkinderund Jugendliche informiert, welche Karrieremöglichkeiten ihnen offen stehen. Branchenweiterbildungist ein weiteres zentrales Stichwort.07 Kraft durch vorbildlichen UmweltschutzEs gilt eine lebenswerte Region zu garantieren. Die modernen High-tech-Unternehmen der Region schaffen einUmfeld, das die Wertschöpfung der Industrie in Einklang mit den Wertvorstellungen betreffend einer intakten Naturbringt – heute und für die Zukunft.08 Kraft durch unser soziales EngagementUnternehmen leisten freiwillig einen erheblichen Beitrag zum Wohle der MitarbeiterInnen, der Region und derenBewohnerInnen. Das macht sie zu einer wesentlichen Stütze für das soziale Zusammenleben und eine gesundeGesellschaft.09 Kraft durch ein neues MiteinanderAus Sicht der Wirtschaft gibt es für die Zukunft der Region ein zentrales Ziel: jene Entwicklungen voranzutreiben,die den Handlungsspielraum für einen attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum erhöhen. Dafür müssen alle Akteure– Unternehmen, Interessensvertretungen, Gemeinden, Land etc. – mithelfen.Seite 5Seite 6Seite 12Seite 18Seite 26Seite 30Seite 40Seite 52Seite 56Seite 583


Wussten Sie, ...... dass Kraft. Das Murtal mit all seinen Betriebenzusammen über 6.000 Mitarbeiter-Innen beschäftigt und € 1,67 Mrd. Umsatzerwirtschaftet – damit ist Kraft. Das Murtaldas viertgrößte „Unternehmen“ der Steiermarkim Ranking „Top of Styria“.... dass die Betriebe von Kraft. Das Murtal über€ 6,5 Mio. Kommunalsteuer direkt an dieGemeinden der Region überweisen und damitganz wesentlich dazu beitragen, den Gestaltungsspielraumin den öffentlichen Aufgabenzu gewährleisten?... dass die Betriebe von Kraft. Das Murtalüber € 260 Mio. an Löhnen und Gehälternauszahlen und damit ein wesentlicherGarant für den Wohlstand in der Regiondarstellen?... dass die Betriebe von Kraft. Das Murtaljährlich über € 14 Mio. in Forschung und€ 2,3 Mio. in die Weiterbildung der MitarbeiterInneninvestieren und damit den StandortMurtal-Murau für die Zukunft sichern?... dass die Betriebe gemeinsam über300 Lehrlinge jährlich aufnehmen unddamit einen wesentlichen Beitrag für dieChancen der jungen Menschen leisten?... dass die Betriebe von Kraft. Das Murtal über€ 1,5 Mio. indirekt über Sponsoring in dasaktive Leben in der Region investieren undsomit einen wesentlichen Beitrag für einlebendiges Gemeinschaftsleben leisten?... dass die Betriebe von Kraft. Das Murtal über€ 320 Mio. in die Standorte investiert habenund damit viele regionale Zulieferer sowieden Erfolg des Standortes absichern?... dass die Betriebe von Kraft. Das Murtal inden letzten zehn Jahren 1.100 neue Arbeitsplätzegeschaffen haben, die den Menschenin der Region zugute kommen?4


KRAFT VOLLESMURTALKraft. Das Murtalunabhängig – eigenverantwortlich – zukunftsorientiertVORWORTVor fünf Jahren ist die Initiative Kraft. Das Murtal miteiner klaren Vision angetreten: den Wirtschaftsraum derBezirke Murau und Murtal zu stärken! Mit der InitiativeKraft. Das Murtal wollen die Unternehmen ihre Tatkraftund ihre Erfahrungen bündeln und damit die regionaleIdentität stärken sowie einen attraktiven Lebensraumgestalten.Wir übernehmen als Akteure eine kraftvolle gesellschaftspolitischeVerantwortung, indem wir uns stärkerin eine zukunftsweisende Entwicklung des GroßraumsMurtal und Murau einbringen. Denn letztlich brauchenalle Menschen, besonders aber die Jugend, Rahmenbedingungen,die ihnen eine lebenswerte Zukunftermöglichen. Wir wollen zeigen, dass die Unternehmenein wesentlicher Grund für den Erfolg einer Regionsind. Vor allem aber wollen wir als Initiative Kraft. DasMurtal, dass diese Erfolge ansteckend wirken und einepositive Stimmung in der Bevölkerung erzeugen.Der vorliegende CSR-Bericht greift einzelne Leistungenheraus, welche die Kraft. Das Murtal-Unternehmenerbringen. Daraus entsteht ein Mosaik an Beiträgender Kraft und Verantwortung für unsere Region undihre Menschen, die sich hinter der Initiative Kraft. DasMurtal versammeln. Die Wechselwirkung von internationalerfolgreichen ansässigen Unternehmen, der ortsansässigenWirtschaft, den öffentlichen Trägern undder Bevölkerung sowie das gegenseitige Verständnisdieser Gruppen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor. DiesesMiteinander schafft Erfolge und Dynamik. Vor allemaber zeigen die Industrie und produzierende Wirtschaftauf, dass mit der Kraft der Entschlossenheit Großartigesgeleistet und eine positive Entwicklungsdynamikgeschaffen werden kann. Die Bedingung dafür ist eineklare Vision und das Aufbringen der Konsequenz, gemeinsamam Ball zu bleiben.Das Angebot, sich in der Initiative zu engagieren, gehtan alle im Murtal, die auch in Zukunft in einem prosperierendenWirtschaftsraum leben und arbeiten wollen.Gemeinsam lassen sich Entwicklungen anstoßen, diejeder für sich alleine nicht leisten könnte. Im vorliegendenBericht zeigen wir auf, welche Strahlkraft dieSpitzenleistungen und Projekte der Unternehmen derInitiative haben und damit die Region lebenswert undvor allem zukunftsfähig machen.Ing. Klaus RainerSprecher der InitiativeMag. Heinz Bartelmussstellvertretender SprecherDI Heinz Gachstellvertretender Sprecher5


01 WAS UNS ALSUNTERNEHMEN VONKRAFT. DAS MURTALBEWEGTEIn den letzten Jahren war im Großraum Murau und Murtal eine stete Abwanderung der Bevölkerung zu verzeichnen– zwischen 1991 und 2009 betrug der Verlust an EinwohnerInnen 6.000 Menschen (5,75%), das entspricht in etwader Zahl aller MitarbeiterInnen der Betriebe von Kraft. Das Murtal. Die österreichische Gesellschaft für Raumentwicklungzeigt in ihren Prognosen auf, dass die Bevölkerung unserer Bezirke von 2009 bis 2050 um weitere 14,4%oder 15.000 EinwohnerInnen abnehmen wird, wenn keine Maßnahmen gesetzt werden. Dem gegenüber haben dieUnternehmen in den letzten zehn Jahren mehr als 600 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen!DAS MURTAL.EINE KRAFTLOSE REGION?Als integrierter Kommunaldienstleisterhaben wir uns sehr früh derFrage gestellt, was eine Regionzum Prosperieren bringt? Waskönnen wir gemeinsam mit denMenschen tun, damit wir imMurtal gut leben können und sichdie Menschen hier wohl fühlen?Dazu haben wir 2007 das Demografieprojekt:„zukunft erkennenzukunft gestalten“ initiiert und sindGründungsmitglied von Kraft. DasMurtal.Ing. Mag. Manfred WehrVorstand der Stadtwerke Judenburg AGDynamische RegionUnternehmenMenschenGesunde Regionen basieren aufeiner essentiellen Erkenntnisund drei kraftvollen Säulen. DieEinsicht: Wirtschaft und Gesellschaftsind in einem untrennbarenWechselspiel miteinander verbunden.Die drei Säulen: Unternehmen,Menschen, dynamischePositiveEntwicklungsdynamikRegion. Erfolgreiche Unternehmenentwickeln sich dort am bestenweiter, wo es ausreichend Arbeitskräftegibt. Und zuletzt gilt noch,dass die Dynamik einer Regionwesentlich vom Engagement derMenschen und der Leistungskraftder Unternehmen abhängt.6


Was die Bevölkerung bewegtIn einer ersten Befragung von über 500 Personenin den Bezirken Murau und Murtal im Jahre 2009wurden – abgesehen vom damals sehr dominantenübergreifenden Thema Wirtschaftskrise – vor allemdie Themen Abwanderung, Umweltverschmutzung,Arbeitsplatz und Weiterbildung als wichtig in Bezugauf die Industrie und produzierende Wirtschaftgesehen.Assoziationen zur Industrie &produzierenden WirtschaftNegative Wertungen im EinzelnenMangel anWeiterbildungsmöglichkeitenKurzarbeit,ArbeitslosigkeitUmweltbelastungUmweltverschmutzungAbwanderungWirtschaftskriseUnter den positiven Assoziationen sticht ein Punkt mitfast 50% Nennungen besonders hervor: die Industrieund produzierende Wirtschaft schafft „sichere Arbeitsplätze“in der Region. Danach folgen die „Sicherungder Lehrlingsausbildung“ sowie die „Nahversorgerfunktion“der Industrie und produzierenden Wirtschaft.Es folgen mit gleicher Häufigkeit „gutes Preis- undLeistungsverhältnis“ und „gute Zukunftsperspektiven“.Assoziationen zur Industrie &produzierenden WirtschaftPositive Wertungen im Einzelnengute ZukunftsperspektivenSicherung derAusbildungSichereArbeitsplätze0 5 10 15 20 25 30350 10 20 30 40 50Herausforderungen aus Sicht von Kraft. Das MurtalDie Region hat in den letzten 20 Jahren schon über 6.000 EinwohnerInnen verloren, bis 2050 werden es lauteiner Prognose weitere 15.000 sein. Daraus wird deutlich, dass sich die positiven Kräfte zusammentun müssen,damit die großen Chancen und Potenziale der Region in Zukunft genutzt werden. Denn ohne EinwohnerInnengibt es keine Unternehmen und ohne Unternehmen auf Sicht auch keine EinwohnerInnen.Bevölkerungsentwicklung absolut1991 2009 2030 2.050Judenburg 49.719 45.681 41.369 38.532Knittelfeld 29.524 29.333 28.333 27.225Murau 32.087 29.918 26.478 24.303gutes Preis-/LeistungsverhältnisNahversorgerObersteiermarkWest111.330 104.932 96.180 89.817Bevölkerungsentwicklung relativ1991-2009 2009-2030 2009-2050-8,84% -9,44% -15,58%-0,65% -3,41% -7,19%-7,25% -11,50% -18,77%-5,75% -8,34% -14,40%Kleinräumige Bevölkerungsprognose für Österreich 2009-2050 (ÖROK-Prognose), 2010, Mag. Alexander Hanika7


01. WAS UNS ALS UNTERNEHMEN VONKRAFT.DAS MURTAL BEWEGTEANZIEHUNGSKRAFT.DIE VISION.Die Entwicklung einer Region istimmer Aufgabe vieler Beteiligter,die Wirtschaft ist einer davon. Eineattraktive Zukunft kann nur gemeinsammit den Menschen der Region,der Politik, den Gemeinden, denVereinen, den Interessensvertretungenund den regionalen Initiativengestaltet werden, denn die Visionbeschreibt jene Zukunft, die wirerreichen wollen – im Gegensatz zurFortschreibung der Gegenwart wiees z.B. in der Bevölkerungsprognosegegeben ist.Wenn viele Interessen zusammenkommenund vor allem vieleMenschen gemeinsam an einerattraktiven Zukunft mitwirkensollen, braucht es eine im bestenSinne „fesselnde“ Kraft. Wohinsoll die Reise gehen? Haben diePessimistInnen mit Ihrer Abwanderungsprognoserecht, oder könnenwir die positiven Kräfte der Regionbündeln? Können wir die herausragendenLeistungen in der Regionsichtbar machen und darauf eineStimmung für eine tolle Entwicklungaufsetzen? Werden wir in Zukunftgenug Arbeitskräfte in der Regionvorfinden, die wir für unsere erfolgreichenUnternehmen und derenEntwicklung brauchen? Können wirdie Trendumkehr gemeinsam schaffen?Können wir wieder den Stolzauf die Region statt der Wehmut insZentrum rücken? Und was genaukann die unterschiedlichen Interessenals gemeinsames, kraftvollesBild für die Zukunft verbinden?Aus diesen Fragen und dem gemeinsamenBekenntnis der Unternehmer-Innen, für die eigenen Unternehmenund damit für die Region mit allerKraft einzustehen, ist eine kraftvolleVision für die Initiative selbst undeine weitreichende Vision für diegesamte Region entstanden:Die Unternehmen verstehen sich darin als ein wesentlicher Treiber und Gestalter. Dafür sind drei Ebenen zu beachten:das Unternehmen selbst, der Unternehmensstandort und die Region, in der unser Handeln eingebettetist, als Ganzes. Kraft. Das Murtal „bespielt“ alle drei Ebenen, denn nur so wird die notwendige Verbindung undAbstimmung der Ebenen für die Menschen sichtbar.8


DIE VISION DER INITIATIVENACH INNEN FÜR DIE TEIL-NEHMENDEN UNTERNEHMENKraft. Das Murtal: unabhängig –eigenverantwortlich – zukunftsorientiertKraft. Das Murtal hat sich als Wirtschafts-Dachmarke für die Region etabliert und stehtfür einen über die Grenzen hinaus bekannten,international wettbewerbsfähigen Industrieraummit höchster Lebensqualität. Kraft. Das Murtalhat die demografische Trendumkehr geschafftund versteht sich als Region attraktivsterArbeitgeberInnen, die hervorragende Arbeitsweltenschaffen und der Jugend neue Perspektivenbieten.Für die Unternehmen ist Kraft. Das Murtal diePlattform für wechselseitige Inspiration, Lernenvoneinander und gemeinsames Entwickeln.Für die Region hat sich Kraft. Das Murtal alsSchnittstelle zwischen Unternehmen, öffentlichenInstitutionen, Verwaltung & Politik etabliertund ist so Ansprechpartner und Motor für regionalrelevante Entwicklungsprozesse.Kraft. Das Murtal stärkt die regionale Identitätund gestaltet ein attraktives wirtschaftlichesund regionales Umfeld. Die AkteurInnen übernehmeneine kraftvolle gesellschaftspolitischeVerantwortung in und für die Region. Fürunsere Jugend schaffen wir eine lebenswerteZukunft. Unabhängigkeit, Eigenverantwortlichkeitund Zukunftsorientierung sind die tragendenLeitwerte für das tägliche Handeln.DIE VISION DER INITIATIVENACH AUSSEN FÜR ALLE, DE-NEN EINE ATTRAKTIVE ZUKUNFTDER REGION AM HERZEN LIEGTDer Wirtschaftsraum der Bezirke Murauund Murtal ist einer der stärksten derSteiermark!Daraus ergeben sich folgendesechs Regionsbilder:Eine lebenswerte RegionNeue Bilder einer kraftvollen Heimat stärken undjungen Menschen eine Chance geben.Eine gesunde RegionDamit sich die Menschen der Region wohlfühlenund bereit für Leistung sind, den Umwelt- undGesundheitsschutz in den Unternehmen alsKernaufgabe zu verstehen.Eine starke RegionStrukturen fordern und fördern, mit deren Hilfe dieEntwicklungschancen unserer Region erhöht werdenkönnen – Zusammenarbeit statt Egoismen.Eine KulturregionJenseits der Unterstützung einzelner lokaler Initiativendie Wahrnehmung des breiten Angebots in derGesamtregion stärken.Eine sichere RegionSicherheit ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor für dieMenschen – als Unternehmen wollen wir dieseSicherheit auf allen Ebenen stärken.Eine nachhaltige RegionAls zukunftsorientierte und starke Wirtschaft gezieltnachhaltige Kerntechnologien und Green Jobsforcieren.9


01. WAS UNS ALS UNTERNEHMEN VONKRAFT.DAS MURTAL BEWEGTEUNTERNEHMENÜBERNEHMEN VERANTWORTUNGIm Sinne der Vision haben die Unternehmennun Felder definiert, indenen sie verstärkt Verantwortungübernehmen und Maßnahmensetzen wollen. Der primäre Fokuseines jeden Unternehmens bleibtauf dem eigenen Betrieb. DieseTätigkeit alleine bringt positiveWirkungen für BewohnerInnen undRegion, wie das Bereitstellen vonArbeitsplätzen und das Schaffenregionaler Wertschöpfung. Zusätzlichwollen sich die Unternehmenüber das eigene Kerngeschäfthinaus engagieren. Auch in derVergangenheit war hier bereitsEngagement zu erkennen, welchesaber oft als selbstverständlichempfunden wurde oder ganz unbemerktblieb. Mit dem gemeinsamenBekenntnis zur Verantwortung fürdefinierte gemeinsame Bereichekönnen die Kräfte aller Unternehmenzum einen gebündelt und zumanderen auch sichtbarer gemachtwerden.FÜR MENSCHENDA SEIN- Menschen Existenzsichern helfenBereitstellen von Arbeitsplätzen- Menschen Stabilität gebenDurch Vernetzung voneinanderlernen und profitieren- Menschen Zukunft gebenInvestition in neue Produkteund Produkt ionslinien- Menschen ein gesundesLeben ermöglichenGesundheits- und Sicherheitsmanagement- Menschen Freiräume gebenDie Investition in das sozialeUmfeld, Kultur und Sport- Menschen ein intaktesUmfeld geben Maßnahmenfür den Umweltschutz- Menschen Chancen gebenDie Entwicklung von Talentenin den Unternehmen fördern- Menschen eineAlternative gebenDie Stimme bei regional brennendenFragen erhebenZIELEUm die Vision zu erreichen, eineder wirtschaftlich erfolgreichstenRegionen der Steiermark zu werden,wurden fünf Schwerpunktbereichemit konkreten Wirkungszielendefiniert. Sie bündeln die Tatenin eine gemeinsame kraftvolleRichtung und geben den Rahmenfür weitere Teilprojekte vor. Damitdie Umsetzung in allen Bereichengewährleistet ist, wurde jedemTeilprojekt ein(e) Projektpate/-patinvorgestellt, welche(r) die Arbeit imjeweiligen Schwerpunkt vorantreibt.10


02 DIE INITIATIVEKRAFT.DAS MURTALDER WEG – WIE SICH DIEINITIATIVE ENTWICKELT HATKraft. Das Murtal ist eine österreichweiteinzigartige Initiative.Hier haben sich Akteure allerBereiche – Industriebetriebe,Klein- und Mittelbetriebe,Gemeinden, Schulen etc. – zurZusammenarbeit entschlossenund haben Enormes bewegt.Von diesem breiten Portfolio anAktivitäten profitieren Jugendliche,ArbeitnehmerInnen undArbeitgeberInnen sowie dieBevölkerung im Allgemeinen.Es entwickelt sich eine kraftvolleRegion.Ministerialrat Mag. Hans JanikBM Wirtschaft, Familie und Jugend2008: Das Jahr, in dem allesbegannAus den in Kapitel 1 dargestelltenGründen haben sich im Jahr2008 zehn Leitbetriebe der RegionJudenburg, Knittelfeld und Murauzusammengeschlossen, um die Regionzu stärken und zukunftssicherzu machen. Die Initiative Kraft. DasMurtal wurde ins Leben gerufen.2009 – 2011: Phase 1 –Mit voller Kraft vorausIn der ersten Phase lag die besondereHerausforderung darin, die Initiativezur Angelegenheit aller in der Regionzu machen. Erst mit ausreichenderBeteiligung und erst dann, wenn allean einem Strang ziehen, sind kraftvolleTaten möglich. Alle Bezirke derRegion, die ansässigen Industrie-und Gewerbebetriebe sowiedie Dienstleistungsbetriebe solltenTeil der Initiative werden. Nichtdie bloße Teilnahme, sondern diegemeinsame Verpflichtung, mit vollerKraft dabei zu sein, um etwas in derund für die Region zu bewegen, wardas Ziel. Die Bemühungen zeigtenWirkung: Anfang 2011 hatte sich dieZahl der mitwirkenden Unternehmenund Institutionen verfünffacht.Im Projekt-Audit, das am 4. Juli2011 im HolzinnovationszentrumGmbH Zeltweg präsentiert wurde,ist der Erfolg festgehalten: „Diepositive Wirkung in der Region kannbereits beobachtet und gemessenwerden. Es ist auch davon auszugehen,dass mittel- und langfristigdie umgesetzten Maßnahmen zueiner wesentlichen Verbesserungder Situation führen werden.“2011 – 2013:Phase 2 – KraftakteKraft. Das Murtal repräsentiert mittlerweileüber 6.000 MitarbeiterInnen: Dassind 64 Unternehmen (45 Kern- und19 Wertschöpfungs- und Know-how-Partner) aus unterschiedlichsten Branchen,die Ende 2012 an der Initiativebeteiligt sind. Rund 100 Personen ausden Unternehmen sind direkt in dieProjektumsetzungen eingebunden.So wird die Initiative mit Aktivitätenimmer mehr zu einem aktivenGestalter der Region.12


DIE PARTNERSTRUKTUR –WIE EIN KRAFTFELD ENTSTEHTKraft. Das Murtal ist keine loseVerbindung von einzelnen homogenenUnternehmen. Kraft. DasMurtal ist ein eng verwobenesNetzwerk heterogener Partner:Großbetriebe und KMUs, Unternehmenaus Industrie, Gewerbeund Dienstleistung, institutionelleEinrichtungen und staatlicheOrganisationen. Alle mit derselbenVision und dem Willen, für einegemeinsame Zukunft zusammenzuarbeiten.Das lässt Kraft.Das Murtal zu einem unheimlichstarken Kraftfeld werden. Es istaufgeladen mit Synergiepotenzialen,neuen Ideen und Erfolgsfaktorenund wirkt übergreifend überdie drei Leader-Regionen hinaus.Diese enge Zusammenarbeit undVerflechtung ist einzigartig undkann als Vorbild weit über dieGrenzen der Steiermark wirken.In Zukunft werden jene Regionenund jene Unternehmen erfolgreichersein, die sich gut vernetzen undeinen Zug in eine gute Zukunft erzeugenkönnen. Wir wollen auch inZukunft HIER gut leben können unddeswegen braucht es starke Kraftfelder.Genau das ist der Grundgedankevon Kraft. Das Murtal.Heide ZeiringerGeschäftsführerin der Zeiringer GmbH64 Unternehmenbilden bis Ende2012 das Kraftfeldim Murtal.Lernen Sie die Unternehmennäherkennen bzw. informierenSie sichüber die aktuellePartnerzahl:MurauJudenburgKnittelfeldkraft.dasmurtal.at13


02. DIE INITIATIVE KRAFT. DAS MURTALDIE FORMEN DER PARTNERSCHAFT –WIE MAN TEIL DER INITIATIVE SEIN KANNJedes Unternehmen des Wirtschaftsraumes Murau und Murtal kann Teil der Initiative werden. Je nachForm der gewählten Partnerschaft ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten des Mitwirkens, derVerpflichtungen und des finanziellen Beitrags. Kraft. Das Murtal bekannt zu machen und sichtbare Zeichenzu setzen, ist ein wichtiger Aspekt der Kommunikation. Kraft-Partner können wesentlich dazu beitragen.Mögliche Maßnahmen zur Kommunikation finden sich im Aktionsguide „Leitfaden Kraft sichtbar machen“.Kern-Kraft.Als Kern-Kraft wird die Kerngruppeder Industrie und produzierendenWirtschaft bezeichnet. DiesePartnerunternehmen werdenaktiv in alle Bereiche von Kraft.Das Murtal eingebunden: Projektverantwortung,Teilprojekte undKommunikationsarbeit.Institutionelle Partner.Institutionelle Partner sind Bundesministeriumfür Wirtschaft, Familieund Jugend, Land Steiermark,Die steirische WirtschaftsförderungSFG, Wirtschaftskammer Steiermark,Die Industrie, pro:Holz Steiermark.Die LEADER Regionen Zirbenland,Wirtschaft Leben und HolzweltMurau sowie die ROW RegionalmanagementObersteiermark WestGmbH sind die regionalen Träger derInitiative.Wertschöpfungs-Partner.Zu dieser Gruppe zählen Dienstleisterund Zulieferer, die nicht als Unternehmender Kern-Gruppe definiert sind.Regionale Partner.Gemeinden und Schulen sindwichtige Partner in der Initiative.Alle Gemeinden der Region sindüber die Struktur der ROW RegionalmanagementObersteiermarkWest GmbH und der LEADEROrganisationen (Wirtschaft Leben,Zirbenland und Holzwelt Murau)automatisch Partner von Kraft.Das Murtal.14


DIE PROJEKTSTRUKTUR –WIE MAN SICH EINBRINGEN KANNDie aktive Gestaltung der Zukunft braucht viele AkteurInnen, die wirklich anpacken wollen.Daher gibt es auch ein breites Spektrum an Möglichkeiten in der Initiative mitzuwirken:Mitgliedschaft als Kernpartner, Wertschöpfungspartner,Regionaler Partneroder Institutioneller Partner – gemeinsamAktivitäten für die Zukunft setzenArbeitsgruppen der Teilprojekte –Informationsaustausch und Mitwirkungin den relevanten Themen undUmsetzungsschrittenThementage – Diskussion undPlanung der ThemenumsetzungRegionaler Dialog – Diskussion mitder Politik über die gemeinsame Stärkungder RegionKongresse/Veranstaltungen – ObBilanzkongress, Kraftlauf oder eineandere Aktion, MitstreiterInnen sindimmer willkommenProjektverantwortung – Vertretungder jeweiligen Themen nach außenund Vernetzung nach innenSteuerungsgruppe – Entscheidungenzum Masterplan und Planungsowie Abstimmung der Aktivitäten derInitiativeEigeninitiative – in enger Abstimmungmit der Steuerungsgruppe istjede/r aufgerufen eigene Aktivitätenzu setzen, damit die Vision Realitätwerden kannMehr unter: www.kraft.dasmurtal.atWAS DIE KRAFT-UNTERNEHMENBEWEGT HABENKRAFT. DAS MURTAL ERFOLGREICH POSITIONIERT.Kennen Sie Kraft. Das Murtal?Breite ÖffentlichkeitSchülerinnen und SchülerJa 41,2% Nein 58,8% Ja 79,5%Nein 20,5%Innerhalb nur eines Jahres konnte die Marke „Kraft. Das Murtal“ erfolgreich positioniert werden. Wir als Initiativesprechen offensichtlich die heißen Themen in der Region an, wir machen neuen Mut und zeigen konkrete Lösungenfür den gemeinsamen Weg zu einer erfolgreichen Region auf. Das zeigt sich alleine daran, dass in den (regionalen)Medien in nur kurzer Zeit eine entsprechende Aufmerksamkeit für Kraft. Das Murtal erzeugt wurde. Nicht wenigerals 320 (bis Juni 2013) redaktionelle – also unbezahlte – Berichte sprechen eine deutliche Sprache.15


02. DIE INITIATIVE KRAFT. DAS MURTALDer größte Erfolg kann wohl daringesehen werden, dass in der breitenBevölkerung innerhalb von nur zweiJahren die Attraktivität und Bedeutungder Industrie und produzierendenWirtschaft in der Region von einemguten Niveau ausgehend nochweiter gesteigert werden konnte.2011 konnte die Wahrnehmung derMenschen bereits bedeutend verändertwerden: Wesentlich wenigerMenschen haben negative Nennungenwie z.B. Wirtschaftskrise,Abwanderung, Umweltbelastung,Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oderden Mangel an Weiterbildungsmöglichkeitenabgegeben. Ein Zeichendafür, dass die Chancen stärker inden Vordergrund gerückt sind. DieBedeutung der Betriebe und diedamit verbundenen positiven Zukunftsperspektivensind wesentlichstärker ins Blickfeld gerückt – dieAnzahl der positiven Nennungenzu einer guten Zukunftsperspektivehaben sich von 4% auf 28% sehrstark verbessert:Negative Assoziationen zur Industrie &produzierenden WirtschaftPositive Assoziationen:Gute Zukunftsperspektiven/Innovation201122,6%201128%200931%20094%0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35%0% 5% 10% 15% 20% 25% 30%Entwicklung Unternehmen – Entwicklung RegionDass das Image der Region sich deutlich verbessert hat, zeigt auch die Binnenwanderungsbilanz.In den letzten Jahren übersteigen die Zuzüge erfreulicherweise wieder die Wegzüge:JUDENBURG KNITTELFELD MURAU+- + - + -Zuzug Wegzug Zuzug Wegzug Zuzug Wegzug2010 460 540 538 650 131 1142011 517 501 623 664 131 91Zuzug von außerhalb übersteigtWegzug 2011Wegzug übersteigt Zuzug, aberdeutlich verlangsamtZuzug von außerhalb übersteigtWegzug16


ATTRAKTIVITÄT DERARBEITSPLÄTZE STEIGTDer Erfolg von Unternehmen hängtganz wesentlich von der Bereitschaftder MitarbeiterInnen abeinen gemeinsamen Weg zu gehen.Die breiteste MitarbeiterInnenbefragungin der Steiermark hat unserenKurs bestätigt. Über 70% erachtendie Initiative Kraft. Das Murtal alssehr wichtig oder wichtig. Damitsind wir auf dem richtigen Weg.So wird 2009 der Beitrag der Industriezur regionalen Wertschöpfungmit 41,9% angenommen,2011 bereits mit 46,1%, was eineSteigerung der Einschätzung um10% bedeutet und damit näherden realen Bedingungen gekommenist.D.h. Kraft das Murtal trug wesentlichdazu bei in nur zwei Jahren dieEinschätzung wichtiger Indikatorenfür einen starken Wirtschafts- undLebensraum Murtal-Murau in einepositive Richtung zu bewegen.Bei rund der Hälfte der Befragtenkonnte das Ziel des Imagewandelsgedanklich verankert werden, dasie Kraft. Das Murtal mit „Öffentlichkeitsarbeitund Imageverbesserung“in Verbindung bringen.Die große Bedeutung der Industrieund produzierenden Wirtschaft fürdie Region wird zunehmend auchvon der Bevölkerung wahrgenommen.Eine starke Wirtschaft mitihrem Angebot an attraktiven Arbeitsplätzenund ihrer Wertschöpfungist die Basis für die positiveEntwicklung in die Zukunft. Wenndas Zusammenspiel funktioniert,blüht die Region auf.Ing. Klaus RainerGeschäftsführer der AL-KO KoberGmbH und Sprecher der InitiativeWelchen Beitrag leistet die Industrie und produzierendeWirtschaft für die regionale Wertschöpfung?Wie wichtig sind Industrie und produzierendeWirtschaft für die Region?Gewerbe &Handwerk14,8%18,3%40%35%39,3%32,7%Handel11,1%13,1%30%IndustrieLand- &Forstwirt.Tourismus &Freizeitwirt.14,0%14,1%14,0%12,6%46,1%41,9%25%20%15%10%5%15,9%5,5%3,4% 3,1%20110% 10% 20% 30% 40%50%0%sehrwichtigwichtigmäßigwichtigneutralwenigerwichtigunwichtig2009Quelle: Ergebnis der MitarbeiterInnenbefragung „Demographie & Attraktiver Arbeitgeber“17


03 KRAFT DURCHEINE STARKEWIRTSCHAFTWAS DIE REGIONALEWIRTSCHAFT LEISTETAus einer internen Erhebungwurde deutlich, dass jährlichallein an Kommunalsteuer über€ 6,5 Mio. den Kommunenzur Verfügung gestellt werden.(Wobei die tatsächliche Zahlnoch höher liegt.)Dabei ist ja noch gar nicht berücksichtigt,dass über dieUnterstützung von Vereinenund Aktivitäten oder ganz einfachdurch Investitionen in dieInfrastruktur durch die Unternehmenein weiterer wesentlicherdirekter Beitrag für dieRegion geleistet wird.Was wohl am meisten zählt,sind die direkten und indirektenArbeitsplätze, die erst ein Verbleibenin der Region möglichmachen.Dr. Kurt MaierCEO der Zellstoff Pöls AGJede Region hat ihre treibenden Kräfte.Bei uns in der Region liegen diesein der Industrie und dem weiterensekundären Sektor: 43% der gesamtenWirtschaftskraft der Region werdenvon der Industrie und dem weiterensekundären Sektor geschaffen. DieKommunalsteuer, das sind 3% derBruttolohnsumme, die von Wirtschaftstreibendenan die Betriebssitzgemein-de abgegeben wird, ist ein wichtigerBeitrag in der Region, 60% derKommunalabgaben kommen aus derIndustrie und dem sekundären Sektor.Diese Sektoren sind auch der größteArbeitgeber und beschäftigen 50% allerArbeitnehmerInnen. Zudem sind sieverantwortlich für 70% der regionalenF&E-Ausgaben.WOHER KOMMT DIE KOMMUNALSTEUERIN DER REGION?Industrie undProduzierende WirtschaftHandelTourismusÖffentlicher BereichVerkehr undNachrichtenübermittlungSonstige DienstleistungenLand- & Forstwirtschaft2%4%8%7%8%13%59%18


WER STELLT DIE ARBEITSPLÄTZEIN DER REGION?Land- & Forstwirtschaft 2%Industrie 31%Sonstige Dienstleistungen 9%Verkehr 9%ProduzierendeWirtschaft 16%Öffentlicher Bereich 12%Tourismus 6%Handel 14%19


03. KRAFT DURCH EINESTARKE WIRTSCHAFTHERAUSRAGENDE LEISTUNGENSCHAFFEN KRAFTVOLLE REGIONENDer Wirtschaftsraum der BezirkeMurau und Murtal? Kraftvoll!In unserer Region gibt es Weltmarktführer.Branchenführer.Regionalmarktführer. Innovationsführer.Und Sie alle tragen zueiner dynamisch wachsendenRegion bei. Die Branchen-Diversifizierung gibt der Regionzusätzliche Stabilität.INNOVATIONS -KRAFT.IBS Austria GmbHhat 50 Patente angemeldet.Sandvik Mining and ConstructionG.m.b.H.investiert 4% mehr in Forschungund Entwicklung alsseine Mitbewerber und hat imJahr 2011/2012 zehn Neuentwicklungenhervorgebracht.Zeman BauelementeProduktionsgmbHbesitzt ein Produkt mit internationalemPatent und liefertals erstes Unternehmen einevollautomatisierte Zusammenbau-und Schweißanlagefür Stahlbauelemente mittelsRoboterunterstützung.INTERNATIONALEDURCHSETZUNGS-KRAFT.Stahl Judenburg GmbHentwickelt sich im Automotivebereichmit Schwesterunternehmenin Europa, Asien undden USA zum globalen Player.Zeman BauelementeProduktionsgmbHlässt seine MitarbeiterInnen imZuge von Montageaufträgenin Europa, nach Asien oderSüdamerika reisen.AL-KO Kober GmbHexportiert über 80% seinerProdukte.20


TATKRAFTDIE KRAFT DEREINZIGARTIGKEIT.EINSPARUNGS-KRAFT.Wuppermann Austria GmbHsetzt auf Spezialitäten – so gelangeine höhere Kundenbindungund man wurde wenigeraustauschbar.Naturbäckerei Karl Hagerist die einzige gentechnikfreieBäckerei Österreichs.Stadtwerke Judenburg AGDie Fernwärme wird zu 100% ausBiomasse der Region gewonnenwodurch 13.500MWh sowie 3.700tCO 2jährlich substituiert werden.IBS Austria GmbHwar der Initiator für Fernwärme inTeufenbach – so wurde die Vision derregionalen Eigenversorgung erreicht.Obersteirische Molkerei eGenDie Lieferanten sind zu 100%Landwirtinnen und -wirte aus derRegion.Brauerei Murau eGenkonnte den Bedarf an Frischwasserum 32%, das Aufkommenan Abwasser sogar um 44%reduzieren.21


03. KRAFT DURCH EINESTARKE WIRTSCHAFTWIRTSCHAFTSVERFLECHTUNG UNDREGIONALE VERNETZUNGIndirekte WertschöpfungZiel von Kraft. Das Murtal ist es,durch verstärkte Verflechtung vonIndustrie und KMU die Wertschöpfungin der Region zu erhöhenund jedenfalls zu sichern.Die Wirtschaftsinitiative Kraft. DasMurtal ist ein österreichweitesVorzeigebeispiel: Im Netzwerkarbeiten derzeit 64 Partnerunternehmen(davon rund 40 Kern-Kraftpartner und über 20 Wertschöpfungspartner),die 6.000MitarbeiterInnen repräsentieren,gemeinsam mit regionalen undinstitutionellen Partnern sowieSchulen und Gemeinden an derWeiterentwicklung der Region.Kraft. Das Murtal ist auch deshalbgelebte Wirtschaftsverflechtung,weil neben der gesamten inhaltlichenArbeit sich vor allem auchauf persönlicher Ebene zwischenden UnternehmensvertreterInneneine neue Qualität des Austauschesund des Miteinandersentwickelt hat. Kraft. Das Murtalhat sich zu einer starken Stimmeentwickelt, die auch „heiße“ Eisenangreift und die Anliegen, wie sieetwa im regionalen EntwicklungsplanWirtschaft definiert sind,entsprechend transportiert.VERNETZUNG IST KEINESELBSTVERSTÄNDLICHKEITAuf Basis von zehn großenLeitbetrieben von Kraft. DasMurtal wurde erhoben, welcheVernetzungsflüsse heute schongenutzt werden und welchesPotenzial sich für die Regionergibt.Dabei zeigt sich, dass die meisteninternational aufgestelltenIndustriebetriebe um die 50Geschäftsbeziehungen in derRegion pflegen. Dies sind nuretwa 7% aller Geschäftsbeziehungen.Wertmäßig macht die regionaleZulieferung mit 11,9% allerdingsdeutlich mehr aus. Und gegenüberdem Verkauf in die Regionmit 3,5% ist dies sogar dasmehr als 3fache.Damit ist zweierlei gesagt: Esgibt erstens noch ein hohesPotenzial für regionale Vernetzungund es gibt zweitens eineüberaus positive regionale Nettobilanzhinsichtlich der Lieferbeziehungen.Wert derZulieferungen11,9%außerhalb der RegionWert derAuslieferungen3,5%88,1% 96,5%in der RegionKraft. Das Murtal ist es gelungen,die Vernetzung von regionalenZulieferern und den stark exportorientiertenUnternehmen zu intensivieren.Die Klein- und Mittelbetrieberücken noch stärker mit dengroßen Industriebetrieben zusammen.Durch dieses Wechselspielwird einerseits die Exportwirtschaftweiter belebt und andererseits entstehenzusätzliche Arbeitsplätze.Ing. Bernhard Hammer, MBAGeschäftsführender Gesellschafter vonTechnisches Büro Ing. Bernhard HammerGmbH und Projektverantwortlicher„Regionale Vernetzungsflüsse“22


Regionale VernetzungintensivierenDurch eine enge regionale Verflechtungvon Industrie, Gewerbeund Dienstleistung könnenSchnelligkeit, geringe Logistikkosten,Sicherheit und Verlässlichkeitals Wettbewerbsvorteile genutztwerden. Eine hohe Vernetzung istdaher von enormer Bedeutung fürdie Zukunft der Region. Beispielefür einen hohen Vernetzungsgradsind die Brauerei Murau eGen mit540, Hoesch Bausysteme GmbHmit 121 und Stahl JudenburgGmbH mit 94 regionalen Verflechtungenund als Spitzenreiter dieObersteirische Molkerei mit ca.2.000 Landwirtinnen und -wirtenals LieferantInnen und Eigentümer-Innen.Potenziale nutzbar machenKlein- und Mittelbetriebe sind dasRückgrat der regionalen Wirtschaft.Aufgrund beschränkter Ressourcenkönnen diese viele Entwicklungspotenzialeaus eigener Kraftnicht nutzen. Dem gegenüber sindIndustriebetriebe oft zu wenig mitder Region und ihren Akteurenverknüpft. Ziele des Teilprojekts„Regionale Kooperationen“ sindeine Steigerung der längerfristigen,innerregionalen Lieferbeziehungensowie die Stärkung der KMUsdurch thematische Zusammenarbeitmit den Leitbetrieben der Region.Best-Practice-Beispiele werdenvorgestellt und eine Anlaufstelle fürregionale Kooperationen gebildet.Darüber hinaus wurden regelmäßigeEinkäuferworkshops durchgeführt,mit dem Ziel, die Zahl der Einkaufskooperationenzu erhöhen und denAustausch unter den Unternehmenzu erleichtern. Ein Vernetzungscoachingwird bereitgestellt undService-Sharing oder die Entwicklungvon Betriebsansiedelungenwird in der Region angeboten.Zeman Bauelemente ProduktionsgmbHKLH Massivholz GmbHWuppermann Austria GmbHStyria Federn GmbHStahl Judenburg GmbHKBG Kunststoffbearbeitungs-GmbHRegionale Vernetzungund Zulieferverflechtungenam Beispiel vonelf ausgewähltenUnternehmen.Gemeinsamhaben sie einenProduktionswertvon rund € 623Mio., das sind26,13% des gesamtenregionalenProduktionswertes.Brauerei Murau eGenIBS Austria GmbHHoesch Bausysteme GmbHHAGE Sondermaschinenbau GmbH & Co KG23


03. KRAFT DURCH EINESTARKE WIRTSCHAFTZellstoff Pöls AGdeckt 75% des Rohstoffbedarfsan Holz aus regionalen Quellen.Zudem schaffen die 400Arbeitsplätze bei Zellstoff Pölsweitere 4.000 Arbeitsplätze inder Region.Brauerei Murau eGenhat das Logistikcenter Murau,das Bierdepot in Graz und denneuen Gär- und Lagerkellerausschließlich von regionalenPartnern errichten lassen.Der Strom für alle Bierdepotskommt von den StadtwerkenMurau.Herk GmbHkonnte in Kooperation mit demregionalen Unternehmen SandvikMining and Construction G.m.b.H.das Kerngeschäft Karosseriebau umden Bereich Elektronik erweitern.Sandvik Mining and ConstructionG.m.b.H.hat 150 regionale Zulieferer.24


BEISPIEL FÜRINDUSTRIETOURISMUSKraft-Betriebeerhalten laufendBesuch aus derganzen Welt.Zum Beispielhaben HAGESondermaschinenbauGmbH& Co KG, IBSAustria GmbH,Stahl JudenburgGmbH undZeman BauelementeProduktionsgmbHim Jahr 2012insgesamt 461BesucherInnenempfangen.AMERIKA40 KundInnenEUROPA307 KundInnenASIEN105 KundInnenAFRIKA4 KundInnenAUSTRALIEN5 KundInnenINDUSTRIE-TOURISMUSEinige Betriebe der Initiative Kraft.Das Murtal sind weit über die GrenzenÖsterreichs hinaus bekannt undwerden immer wieder von ausländischenDelegationen besucht, dieder Region zusätzliche Einnahmenbringen. Das Teilprojekt „IndustrieundKompetenztourismus“ soll diebestehenden Angebote auf andereUnternehmen ausdehnen und einindustrietouristisches Angebot für dieRegion schaffen. In einer Erhebungbei den Betrieben wurde deutlich,dass jährlich etwa 3.000 KundInnenaus dem Ausland zu den Unternehmensstandortenin der Region kommen.Spitzenreiter sind die FirmenSandvik Mining and ConstructionG.m.b.H. mit über 560 und AL-KOKober GmbH mit mehr als 350Besuchen ausländischer KundInnen,sowie Johann Pabst HolzindustrieGmbH mit über 350 und Kufner TextilwerkeGesmbH sowie das Holzinnovationszentrummit etwa 300ausländischen KundInnenbesuchen.Die Unternehmen lösen selbst bzw.über ihre KundInnen und GeschäftspartnerInnennicht zu unterschätzendeBesucherInnenströme aus. Umzukünftig ein optimales touristischesRahmenprogramm für die Unternehmenanbieten zu können, wurde dieBasis in mehreren Arbeitsmeetingsmit den regionalen TourismusvertreterInnengelegt. Zukünftig werden eigene„Packages für Geschäftskund-Innen“ jederzeit aktuell über eineOnlineplattform abrufbar sein.Außerdem haben einige der Kraft-Partnerunternehmen (bspw. AL-KO Kober GmbH, Sandvik Miningand Construction G.m.b.H.) denaktiven Industrietourismus für sichentdeckt und öffnen im Rahmender Initiative „Erlebniswelt Wirtschaft“regelmäßig ihre Tore fürinteressierte BesucherInnen.25


04 KRAFT DURCH EINENGEMEINSAMENAUFTRITTKRAFTVOLLEZEICHEN SETZENUm in der Region etwas zubewirken, ist nicht nur diegemeinsame zielgerichteteArbeit an spezifischen Projektenwichtig, sondern auch eingemeinsamer kraftvoller Auftrittnach außen. Dieser schafft Bekanntheit,Aufmerksamkeit undVertrauen – die Basis für Tatkraft.Wir kommunizieren regelmäßigzu den MitarbeiterInnen,zur breiten Öffentlichkeit wieauch zu speziellen Zielgruppenwie Kindern und Jugendlichensowie zu Gemeinden, Interessensvertretungenetc.Mag. Florian HampelGeschäftsführender Gesellschaftervon HAGE SondermaschinenbauGmbH & Co KG und Projektverantwortlicher„Industrie-Event“Kraft. Das Murtal hat ein unverwechselbaresLogo bzw. CorporateDesign. Ein Communication Guidegibt Hilfestellung, wie jedes einzelneUnternehmen diese gemeinsamenCD-Elemente in seinen eigenenAuftritt integrieren kann, wie z.B.das Anbringen des Kraft-Logos alszusätzliche Gebäudebeschriftung. Einsolches sichtbares Zeichen habenz.B. Schaffer Sägewerk & HolzexportGmbH oder am Stahlstandort JudenburgStahl Judenburg GmbH undWuppermann Austria GmbH gesetzt.Auch andere Möglichkeiten der Bekanntmachungwerden genutzt, etwaKraft-Fahnen oder Autobeklebungen– 24 Kraft-Betriebe haben nahezu3.000 Aufkleber bestellt.Neben der Informationsbroschüre„Kraftschöpfer“, die vielfach vonden Unternehmen verteilt wurde undwird, sowie einem quartalsweiseerscheinenden Newsletter für dierund 6.000 MitarbeiterInnen hat dieInitiative eine Website und einenFacebook-Auftritt gestaltet, mitderen Hilfe umfassend über Partner,aktuelle Projekte und Kraftakteinformiert wird. Zusätzlich werdenmit professioneller Medienarbeit dierelevanten Themen in regionalenund überregionalen Medien transportiert.Außerdem werden attraktiveVeranstaltungen wie der Kraftlauf gesponsertoder gibt es den Kraftpass,mit dem MitarbeiterInnen Vergünstigungenbei Sport- und Freizeitaktivitätenerhalten. Kombiniert mit derMurtal-Card sorgt er für vergünstigteEinkäufe. Sogar ein eigener Songwurde über die „Murkraft“ geschrieben(www.florianhage.at). So wirdkontinuierlich die Bekanntheit vonKraft. Das Murtal gesteigert und dasBewusstsein für die Anliegen derInitiative in der Bevölkerung erhöht.Ausgezeichnete Werbung undÖffentlichkeitsarbeitKraft. Das Murtal macht gemeinsammit seinen professionellen Partnernausgezeichnete Kommunikationsarbeit.Das zeigte 2011 die Verleihungdes großen steirischen Werbepreises„Green Panther“. Der „Kraftschöpfer“,die Informationsschrift der Initiative,wurde mit Silber prämiert. Der PRPanther wiederum bestätigte derInitiative, dass sie ausgezeichneteÖffentlichkeitsarbeit macht. 2010 wurdeder Preis von der Fachgruppe fürWerbung & Marktkommunikation derWirtschaftskammer verliehen.26


Am Anfang steht die Kraft. Sie bringt Bewegung ins Leben. Einetreibende Kraft steht am Beginn von Veränderungen. Aus eigenerkraft.dasmurtal.atTATKRAFTfacebook.at/kraft.dasmurtalKraftschöpferKraft werden Erfolge erzielt. Egal ob Wirtschaftskraft, Schaffenskraft,Innovationskraft oder Exportkraft – im Murtal wird aus demVollen geschöpft.„Kraft. Das Murtal“ ist eine Initiative der Industrie und produzierenden Wirtschaft derRegion Judenburg, Knittelfeld und Murau. Zahlreiche führende Betriebe und Partnerorganisationensetzen gemeinsam Impulse zur Stärkung des Standorts.27


04. KRAFT DURCH EINENGEMEINSAMEN AUFTRITTIM DIALOG MIT BÜRGERINNEN UND BÜRGERN,GEMEINDEN, POLITISCHEN INSTITUTIONEN UVM.BEREITS ZWEIMAL VERANSTALTET:TAG DER OFFENEN TÜREinige der wichtigsten Arbeitgeberder Region hautnah kennenzulernen– dazu verhalf „Industrieund Wirtschaft erleben“. Mehr als4.500 BesucherInnen, darunterrund 1.200 SchülerInnen, nutztenden ersten Tag der offenen Türam 28. Mai 2010. Zwölf Betriebekonnten unter laufender Vollproduktionbesichtigt werden.Am 11. Mai 2012 war die ganzeBevölkerung erneut eingeladen.In den teilnehmenden 13 Hightech-Betriebenwurden 4.200Besuche gezählt. Jung und Altwaren beeindruckt von den Live-Einblicken in die Produktion beiden regionalen Betrieben.28


TATKRAFTIMPULS-VERANSTALTUNG2010 trafen sich rund 350VertreterInnen aus Politik,Gemeinden, Wirtschaft undInstitutionen zur Präsentationvon Kraft. Das Murtal bei einerabendlichen Impulsveranstaltungim HolzinnovationszentrumGmbH Zeltweg. DerAuftaktevent holte wichtigeMultiplikatorInnen zum Netzwerkenzusammen.BÜRGER/INNEN-DISKUSSION ZUAICHFELD-STADTDurch die Zusammenlegungvon 15 Gemeinden könnte mit53.000 EinwohnerInnen diezweitgrößte Stadt der Steiermarkentstehen. Aichfeld-Stadt,ein starkes Zentrum in einerstarken Region, soll durch seinehohe Attraktivität helfen, dieAbwanderung zu stoppen. Ausdem Finanzausgleich könntenjährlich rund € 14 Mio. Mehreinnahmengeneriert werden.Damit ließen sich zahlreicheZukunftsprojekte für die Regionfinanzieren.THEMENTAG„FAKTOR MENSCH“AkteurInnen, SchülerInnenundStudentInnenvertreterInnen,LehrerInnen und VertreterInnenaus der Wissenschafthaben die Plattform für einenInteressensaustausch genutzt.Am Beginn des Zusammentreffensstanden Kurzpräsentationenzu kürzlich abgeschlossenenoder laufenden Projektenim Rahmen des Schwerpunktswie Hochschulkooperationen,das BHS-Diplomarbeitenportal,die Sommerakademie für angehendeLehrlinge, die Analysezum Bildungsbedarf, das Kraft-Praxisjahr und Wirtschaft zumAngreifen. Im Anschluss warim Rahmen von WorkshopsPlatz u.a. für das Sammeln vonIdeen für Schwerpunkte undMaßnahmen 2013.29


05 KRAFT DURCHUNSERE ATTRAKTIVENARBEITSPLÄTZEKRAFT DURCH UNSEREATTRAKTIVEN ARBEITSPLÄTZE„Kraft-Betriebe wissen, dass diebesten Kräfte sich mittlerweileauch die besten Unternehmensuchen und sind in der glücklichenLage, entsprechendattraktive Arbeitsplätze anbietenzu können. Nicht zuletzt sind wirdurch die hohe Innovationskraftdazu in der Lage, Jobs mitZukunft zu schaffen.“Mag. Ewald ThallerGeschäftsführer der Stahl JudenburgGmbH und Projektverantwortlicher„Attraktive Arbeitswelt– Attraktiver Arbeitgeber“Hoch qualifizierte MitarbeiterInnenstellen heute einen wesentlichenWettbewerbsfaktor dar. Fürdie Unternehmen bedeutet daszweierlei: qualifizierte Mitarbeiter-Innen für sich zu gewinnen undauch zu binden. Das Werben umdie besten Köpfe zieht sich dabeidurch alle Ebenen und Branchen– vom Lehrling über FacharbeiterInnenund UniversitätsabsolventInnenbis hin zu erfahrenenFührungskräften.Arbeitsplätze schaffenAuch für die Initiative Kraft. DasMurtal ist die Schaffung vonattraktiven Arbeitsplätzen einzentrales Thema. Es werdenverschiedene Fragen aufgeworfenund geklärt, beispielsweise:„Wie sehen sich die Kraft-Partnerals attraktiver Arbeitgeber, wiekönnen die Unternehmen voneinanderlernen, wie definierenMitarbeiterInnen einen Arbeitsplatz,an dem sie zufrieden seinkönnen und wie lässt sich dieseZufriedenheit noch erhöhen?“Die teilnehmenden Betriebe werdendabei sowohl wissenschaftlichals auch organisatorisch unterstützt.Das gesamte Teilprojektwird auch von entsprechendenKommunikationsmaßnahmen begleitetum die positiven Auswirkungenin der gesamten Regionund darüber hinaus bekannt zumachen.30


KRAFT. DAS MURTALIST ENGAGIERT FÜR ...... BESTEHENDEMITARBEITERINNENUND MITARBEITERCharta „Attraktiver Arbeitgeber“Im Juni 2011 unterzeichnen diedamals 49 Kraft-Betriebe, sich nochmehr dafür einzusetzen, attraktiveArbeitgeber zu sein.Kraft-PassGesundheitsförderung für mehr als6.000 MitarbeiterInnen: Vergünstigungenfür Therme, Fitnessstudiooder Skigebiet. Zusätzlich kombiniertmit der Murtal-Card.MitarbeiterInnenbefragungWas können Unternehmen tun, umattraktiver zu sein?QualifizierungsverbundAichfeldMehr als 20 Betriebe der Initiativehaben sich zusammengeschlossen,um mit Unterstützung vonAMS Steiermark und dem EuropäischenSozialfonds ihre Mitarbeiter-Innen höher zu qualifizieren.Best-case-BeispieleAus einer Selbstanalyse von 15Unternehmen entsteht ein Handbuchmit Beispielen für Attraktivität.Weiters: Betriebskindergärten,Erfahrungsaustausch zwischenUnternehmen, unternehmensübergreifendeJobbörse uvm.... POTENZIELLE MITARBEITERINNENUND MITARBEITERInformationskampagne „Jobsfür ÜberfliegerInnen“Kraft. Das Murtal macht über Inserate,Plakate, Internet etc. auf sichaufmerksam.Roadshow „AttraktiverArbeitgeber on Tour“Kraft. Das Murtal präsentiert sichan Schulen, Fachhochschulen undUniversitäten.Kraft-PraxisjahrIm Frühjahr 2012 startet das ersteKraft-Praxisjahr: Eine Bewerberin/ein Bewerber erhält die Chanceinnerhalb eines Jahres gleich invier verschiedenen Unternehmenzu arbeiten.Ferialjobs, Praktika undDiplomarbeitenRund 700 Chancen jedes Jahr.Online-Job- undBewerberInnenbörseJobs auf der Website „Die Karrierechance“kostenlos anbietenund nachfragen.Weiters: Pilotprojekt BHS-Diplomarbeitenportal,DiplomandInnenbörse,MaturantInnenbefragungzur Attraktivität von Arbeitgebern,Präsentation bei AIESEC NationalConference uvm.31


05. KRAFT DURCH UNSEREATTRAKTIVEN ARBEITSPLÄTZEVOLLE KRAFT FÜR DENGEMEINSAMEN ERFOLGDie westliche Obersteiermark istjene Region, die bis 2050 lt. Prognoseösterreichweit am stärkstenvon Abwanderung betroffensein wird. Gleichzeitig wirkt auchhier der generelle Trend derÜberalterung. Die demografischenEntwicklungen werden inaller Konsequenz natürlich auchdie betriebliche Arbeitswelt undden Arbeitsmarkt der Zukunfttiefgreifend und nachhaltig beeinflussenStarkes Engagement für dasWachstum der RegionSo wird bspw. das Durchschnittsalterder Belegschaften ansteigen, wasneue Strategien zur Sicherung derLeistungs- und Wettbewerbsfähigkeiterfordert. Zusätzlich wird in Anbetrachtder prognostizierten Zahlenbzgl. der Abwanderung junger Menschendie Rekrutierung von jüngerenMitarbeiterInnen schwieriger werdenbzw. wird das Rekrutierungsspektrumausgeweitet werden müssen.Um qualifizierte MitarbeiterInnenin der Region zu halten oder sogarzum Zuzug in die Region zu bewegen,muss von den Unternehmenbzw. der Region als Ganzes einehohe Anziehungskraft ausstrahlen,die über attraktive Arbeitsplätze,ein attraktives Umfeld und ein entsprechendgutes Image aufgebautwerden kann.WIR WOLLEN ...... für unsere MitarbeiterInnennoch attraktiver werden.... potenzielle/zukünftigeMitarbeiterInnen frühzeitig mitden Unternehmen zusammenbringen.... alle relevanten Altersstufengezielt ansprechen.... Perspektiven in der Region bieten.... demografische Entwicklungen abfedern.... Unternehmen als attraktive Arbeitgeberpositionieren.(Foto: Georg Ott)32


DIE CHARTA„ATTRAKTIVER ARBEITGEBER“Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bildendas Rückgrat einer Organisation,geben ihre Kraft zur nachhaltigenEntwicklung und schaffen mitihren Leistungen einen wertvollenBeitrag für die Zukunftsfähigkeit.Wir, die Partnerunternehmen derInitiative Kraft. Das Murtal, erkennendie enorme Bedeutung unsererbestehenden und zukünftigenMitarbeiterinnen und Mitarbeiter alsErfolgsfaktor.Wir verpflichten uns Maßnahmenumzusetzen, die uns zu attraktivenArbeitgebern machen. Gemeinsamsorgen wir dafür, dass die Kraft.Das Murtal Partnerunternehmenund damit die ganze Region alsattraktive Arbeitgeber wahrgenommenwerden.Damit vermitteln wir den Menschenbessere Perspektiven in der Regionund schaffen die Basis für Wachstumund Weiterentwicklung.UNSER GRUNDVERSTÄNDNIS EINESATTRAKTIVEN ARBEITGEBERS:− Kraft durch Wertschätzungund Verantwortung− Kraft durch Sicherheit und Gesundheit− Kraft durch langfristige Arbeitsverhältnisse− Kraft durch Identifikation mitder Tätigkeit und Arbeitszufriedenheit− Kraft durch gutes Arbeitsklimaund attraktive Arbeitsplätze− Kraft durch Chancengleichheitund gerechte EntlohnungChartaAttraktiverArbeitgeberAttraktive ArbeitsweltAttraktiver Arbeitgeber33


05. KRAFT DURCH UNSEREATTRAKTIVEN ARBEITSPLÄTZEMITARBEITER/INNENBEFRAGUNG –WAS MACHT DIE ZUFRIEDENHEIT AUS?Aus dem Teilprojekt „AttraktiveArbeitswelt – Attraktiver Arbeitgeber“hat sich das Projekt „Demografieund Attraktiver Arbeitgeber“entwickelt. Mittels einer Befragungim Frühling 2012 versuchte manherauszuarbeiten, wo die Potenzialeliegen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterzu gewinnen und zu binden.Dazu zählen Motivationsaspekte,MitarbeiterInnenbindungsmaßnahmenund Maßnahmen zur Steigerungder Identifikation, der Zufriedenheitund des Engagements,die je nach Altersgruppe anders zudenken und zu konzipieren sind.Hohe Beteiligung bringtinteressante Ergebnisse27 Unternehmen haben an der MitarbeiterInnenbefragungteilgenommen,das ist nahezu die Hälfte derKraft-Betriebe: AiZ UnternehmerzentrumRiegler ImmobillienverwaltungGmbH & Co KG, AL-KOKober GmbH, ANTEMO Anlagen& Teilefertigung GmbH, BerlingerBau GmbH, e² group umweltengineeringGmbH, EagleBurgmannProduction Center JudenburgGmbH, Eibegger GmbH & Co KG,Energieagentur ObersteiermarkGmbH, Hoesch BausystemeGmbH, HolzinnovationszentrumGmbH, IBS Austria GmbH, ideumGmbH, Kaltenegger Bau GmbH,KA-Transporte GmbH, Lachtal –Lifte und Seilbahnen GmbH & CoKG, Franz Lercher Sägewerk HolzhandelTransporte GesmbH, NeusonHydrotec GmbH, ElektrotechnikOfner GmbH, Paka TrockenbauGmbH, Rauter Fertigteil GmbH,Schaffer Sägewerk & HolzexportGmbH, SKF Sealing Solutions Aus-tria GmbH, Stadtwerke JudenburgAG, Stahl Judenburg GmbH, Ingenieurbürofür Gebäudesystem- &Elektrotechnik – Ing. Arnold Stengg,MTS Zechner GmbH und ZeiringerGmbH. 2.000 Fragebögen wurdenausgegeben, die Rücklaufquotebetrug 43%. Insgesamt flossen 838Einzelmeinungen in die Gesamtauswertungmit ein.Mit den Ergebnissen derMitarbeiterInnenbefragungwurden auch jene Themen identifiziert,die zukünftig zu den Kernaufgabender Personalarbeit inUnternehmen zählen werden. Einekonkrete Umsetzungsstrategie undkonkrete Umsetzungsmaßnahmenwurden erarbeitet.DER GESAMTZUFRIEDENHEITSGRADDER MITARBEITER/INNEN1 2 3 4 5 64,44Die MitarbeiterInnen derbefragten 27 Unternehmenkönnen als zufrieden eingestuftwerden. Auf einer Skalavon 1 (völlig unzufrieden) bis6 (sehr zufrieden) liegt derdurchschnittliche Wert imoberen Drittel bei 4,44.34


WIE ZUFRIEDEN SIND MITARBEITER/INNENMIT EINZELNEN FAKTORENLebensumfeldArbeitstätigkeit654321ArbeitsbedingungenAm meisten zufrieden sinddie MitarbeiterInnen mit denUnternehmen selbst, d.h. mitder Unternehmensleistung,der Attraktivität des Unternehmensund der eigenenBeziehung zum Unternehmen.Am wenigsten zufriedensind sie mit der Personalentwicklung.Wert und KulturFührungUnternehmenPersonalentwicklung6 – Sehr zufrieden1 – Völlig unzufriedenWAS MOTIVIERTMITARBEITER/INNEN?- Die Top-Motivationsfaktoren sind in der Arbeitselbst zu finden: sinnvolle, eigenständige undabwechslungsreiche Arbeit sind am wichtigsten.- Aber auch nette Kolleginnen und Kollegen sowieAnerkennung und Wertschätzung sind für dieMotivation ausschlaggebend.- Eine faire Grundentlohnung wird ebenfalls häufigals motivierender Faktor genannt.- Weniger relevant sind Faktoren wie Mitbestimmungsmöglichkeitenund Gesundheitsförderung.WAS IST AUS SICHT DERMITARBEITER/ INNEN BEI EINEMNEUEN JOB BESONDERS WICHTIG?- Das Einkommen und die Arbeitsplatzsicherheit sinddie wesentlichen Treiber bei der Suche nach einemneuen Job.- Dann folgen schon kurze Anfahrtszeiten, herausforderndeTätigkeiten, der Ruf des Unternehmens undKarrieremöglichkeiten.- Den geringsten Einfluss auf die Gewinnung nehmenFaktoren wie Unternehmensbekanntheit und geringeArbeitsbelastung.35


05. KRAFT DURCH UNSEREATTRAKTIVEN ARBEITSPLÄTZESTARKE MITARBEITER/INNEN,STARKE UNTERNEHMENUm qualifizierte MitarbeiterInnen in allen Ebenen zu binden, setzen die Unternehmenalles daran, Arbeitsplätze attraktiv zu gestalten. Alle Unternehmen haben für sich zahlreicheMaßnahmen zur Arbeitszufriedenheit implementiert. Kraft. Das Murtal erarbeitetAktivitäten wie z.B. Job-Rotation, Erfahrungsaustausch etc.36KRAFT


GESUNDHEITS - UNDBEWUSSTSEINSVOR-SORGEHAGE SondermaschinenbauGmbH & Co KGWurde 2011 als erstes österreichischesUnternehmenim GesundheitsmanagementTÜV-zertifiziertStadtwerke Judenburg AGHat eine Kooperation miteinem physikalischen Institutzur betrieblichen GesundheitsvorsorgeStahl Judenburg GmbHGewinnt 2011 den steirischenGesundheitspreis „Fit im Job“in GoldWuppermann AustriaGmbHMonatliche Sicherheits-Workshopsfür ProduktionsmitarbeiterInnenSKF Sealing SolutionsAustria GmbHErmöglicht ihren MitarbeiterInneneinmal im Jahr einen kostenfreienGesundheitscheckMITARBEITER/INNEN-FÖRDERUNGHAGE SondermaschinenbauGmbH & Co KGLehrlingsanteil 20%Herk GmbH90% der ehemaligen Lehrlingeblieben im UnternehmenIBS Austria GmbHBietet die Möglichkeit individuellerArbeitszeitmodelle undinternationaler EinsätzeSandvik Mining &Construction G.m.b.H.Internationale Job-RotationsundLehrlingsaustauschprogrammemit Sandvik Mining &Construction-Firmen im AuslandStadtwerke Judenburg AGIm Jahr 2009 vom Wirtschaftsministeriumals einer der Top-Drei-Lehrbetriebe Österreichsausge zeichnetTechnisches Büro Ing.Bernhard Hammer GmbHGewann den Staatspreis Knew-LEDGE 2012 für vorbildlicheMitarbeiterInnenentwicklungWEITERBILDUNGEagleBurgmann ProductionCenter JudenburgGmbHSchickt seine Lehrlinge mitausgezeichnetem Erfolg füreine Woche an einen europäischenStandort nach WahlStahl Judenburg GmbHFördert die Weiterbildung vonMitarbeiterInnen an den FachhochschulenWuppermann AustriaGmbHUnterstützt seine Lehrlingefinanziell bei der Aus- undWeiterbildung zur/zum IndustrietechnikerIn(Lehre plusMeisterprüfung plus Matura)Zeiringer GmbHLaufend fachliche wie auchpersönliche Schulungen undWeiterbildungen für alle DienstnehmerInnenZellstoff Pöls AGHat ein eigenes Förder-Assessmentfür Führungskräfte37


05. KRAFT DURCH UNSEREATTRAKTIVEN ARBEITSPLÄTZEIM FOKUS: POTENZIELLEMITARBEITERINNEN UND MITARBEITERAbwanderung und Überalterung derBevölkerung sind zentrale Themen,insbesondere auch in unserer Region.Dem entsprechend wird dasDurchschnittsalter der Belegschaftenin den nächsten Jahrzehntenansteigen, was neue Strategienzur Sicherung der Leistungs- undWettbewerbsfähigkeit erfordert.Zusätzlich wird in Anbetracht derprognostizierten Zahlen bzgl. derAbwanderung junger Menschen dieRekrutierung von jüngeren MitarbeiterInnenschwieriger werden bzw.wird das Rekrutierungsspektrumausgeweitet werden müssen.Kraft. Das Murtal hat für potenzielleMitarbeiterinnen und Mitarbeiterviele Aktionen: Kampagne „Jobs fürÜberfliegerInnen“ mit Online-Job- undBewerberInnenbörse sowie Road-Show „Attraktiver Arbeitgeber onTour“ und dem Kraft-Praxisjahr, Ferialjobs,Praktika und Diplomarbeiten,Pilotprojekt BHS-Diplomarbeitenportal,DiplomandInnenbörse, MaturantInnenbefragungzur Attraktivitätvon Arbeitgebern, Präsentation beiAIESEC National Conference uvm.HOHES INTERESSE ANJOBS IN DER INDUSTRIEIn den Jahren 2009 und 2011 hatKraft. Das Murtal eine Imageanalysedurchgeführt. Der Trendist sehr positiv, die Tätigkeitder Initiative zeigt Früchte: DieUnternehmen der Industrie undproduzierenden Wirtschaft habenan Bekanntheit zugelegt, immermehr Menschen können sichvorstellen, hier einen attraktivenJob zu finden. Außerdem steigtdas Interesse an einem sicherenArbeitsplatz, der nah zu erreichenist und an ein Umfeld mit hoherLebensqualität angebunden ist.Attraktive Arbeitgeber finden sich infolgenden Bereichen:Gewerbe &HandwerkHandelIndustrie14,9%17,6%11,9%16,0%Faktoren, die einen Job attraktiv machen:kurze Fahrzeiten/kein Pendelngute Arbeitsbedingungenguter Lohn46,8%41,0% hohe Lebensqualität1118212832455375Land- &Forstwirt.5,1%8,0%sichereArbeitsplätze172720112009Tourismus &Freizeitwirt.21,3%17,6%familienfreundlich0170% 10% 20% 30% 40% 50%0 10 20 30 40 50 60 70 8038


Online-Job- undBewerberInnenbörseUnternehmen können seit Mitte2011 kostenlos Jobs auf der Website„Die Karrierechance“ anbieten.Neben der Jobbörse gibt es aucheine BewerberInnenbörse, wo mansein Glück wagen und die Nachfragenach einem Job platzieren kann.Jobs für ÜberfliegerInnen richtetsich an AbsolventInnen höhererSchulen wie AHS, HAK oder HTLund an StudienabgängerInnen vonFachhochschulen und Universitäten.kraft.dasmurtal.at/jobsPRO JAHR BIETENDIE KRAFT-BETRIEBE:15 – 30 Diplomarbeiten70 Jobangebote für AbsolventInnen von AHS, HAK,HTL sowie Fachhochschulen und Universitäten350 Ferialjobs für SchülerInnen und Studierende300 Praktika für SchülerInnen und Studierende39


06 KRAFT DURCHUNSERE JUNGENTALENTEERFOLGREICHENACHWUCHSFÖRDERUNGUnsere Informationsarbeit zurLehre zeigt bereits Wirkung– nicht nur die Zahl der Bewerbungenfür eine Lehrstellehat sich deutlich erhöht,auch die Qualifizierung derBewerberinnen und Bewerbersteigt. Die jungen Talentehaben ausgezeichnete Karrierechancen,denn bereitsheute gilt: 80% der in derIndustrie ausgebildeten FacharbeiterInnenbleiben nachLehrabschluss im selbenUnternehmen beschäftigt.Mag. Eduard LacknerHuman Resources Manager beiSandvik Mining and ConstructionG.m.b.H. und Projektverantwortlicher„Regionale Lehrlingsstrategie“Viel zu oft wissen junge Menschenwenig über ihre beruflichen Perspektivenim Wirtschaftsraum derBezirke Murau und Murtal. Kraft.Das Murtal hat es sich zum Zielgemacht zu zeigen, welche Karrieremöglichkeitenoffen stehen undwie kreativ Unternehmen darangehen,die Arbeitsplätze attraktiv zugestalten.Drei Projekte der Initiative richtensich konkret an den Nachwuchs:„Wirtschaft zum Angreifen“ holtVolksschulkinder der 4. Klassen indie Unternehmen, „Regionale Lehrlingsstrategie“zielt auf die unter14-jährigen und informiert an denSchulen und „Attraktive Arbeitswelt– Attraktiver Arbeitgeber“ richtetsich an die älteren Schul- sowieStudienabgängerInnen.Ein ansprechendes und zukunftsorientiertesWeiterbildungsangebotist entscheidend für das attraktiveUmfeld für die MitarbeiterInnen undverstärkt deren Qualifikation fürdie Unternehmen – hierum bemühtsich das Projekt „Regionale Branchenweiterbildung“.Vierte Klasse Volksschule istein gutes Alter, um KindernBerufswahlimpulse zu gebenund sie für ein beruflichesDurchstarten und Verbleibenin der Region bzw. für denBildungsweg Lehre (& Matura)zu begeistern. Sowohldie Forscher-Kids als auchderen Eltern sind begeistertvon der Chance, Wirtschaftsbetriebeso hautnahzu erleben.Ing. Josef HerkWirtschaftskammer-Präsidentund Geschäftsführer Herk GmbH;Projektverantwortlicher „Wirtschaftzum Angreifen“40


DER FAKTORMENSCHREGIONALELEHRLINGSSTRATEGIEJede 2. Lehrstelle in der Region wird von Betrieben aus der Industrieund produzierenden Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Umjunge Menschen für die Lehre zu begeistern, geht man an HauptundMittelschulen und informiert über die Vorzüge der Lehrausbildungwie z.B. das Verdienen von eigenem Geld oder gesicherteArbeitsplätze und gute berufliche Zukunftsaussichten.WIRTSCHAFTZUM ANGREIFEN„Wirtschaft zum Angreifen“ ist ein Projekt von Kraft. Das Murtalzur Nachwuchsförderung. ViertklässlerInnen sind eingeladen, indie Unternehmen zu kommen und sie mit allen Sinnen zu erkunden.Zusätzlich werden LehrerInnen und DirektorInnen der Volksschulenin Impulsveranstaltungen für das Thema sensibilisiert.ATTRAKTIVE ARBEITSWELT –ATTRAKTIVER ARBEITGEBERHoch qualifizierte MitarbeiterInnen stellen heute einen wesentlichenwettbewerbsrelevanten Faktor dar. Für die Unternehmenbedeutet das zweierlei: qualifizierte MitarbeiterInnen für sich zugewinnen und zu binden. Das Werben um die besten Köpfe ziehtsich dabei durch alle Ebenen – vom Lehrling über Fachkräfte undUniversitätsabsolvent Innen bis hin zu erfahrenen Führungskräften.REGIONALEBRANCHEN WEITERBILDUNGUm als Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben, ist die Qualifizierungvon MitarbeiterInnen wesentlich – insbesondere in einerRegion mit rückläufiger Bevölkerungsentwicklung. Daneben ist einansprechendes und zukunftsorientiertes Weiterbildungsangebotentscheidend für ein attraktives Umfeld für die MitarbeiterInnen.41


06. KRAFT DURCH UNSEREJUNGEN TALENTELEHRE BRINGTVORSPRUNGIn den 570 Betrieben in Murauund Murtal gibt es 1.800 Lehrstellen,gegenüber anderenRegionen ist das leicht überdurchschnittlich.Rund 60% derLehrstellen werden von Betriebender Industrie und produzierendenWirtschaft gestellt.Alleine in den 64 Kraft-Betriebenarbeiten mehr als 300 Lehrlinge.Gute Lehrlinge werden in vielenBranchen dringend gesucht, esherrscht ein Nachwuchsmangel.Gründe dafür liegen u.a. in sinkendenGeburtenraten, Trendshin zu höherer schulischerAusbildung und sich hartnäckighaltenden Vorurteilen über Lehrberufe.Oftmals wissen jungeMenschen schlicht zu wenigBescheid über die Chancen, dieeine Lehre bietet.Stabile Arbeitsplätze in derRegion in internationalagierenden UnternehmenAus diesen Gründen hat es sichKraft. Das Murtal zur Aufgabegemacht, über die AusbildungsundBerufsmöglichkeiten in derRegion und die Zukunftschancenmit einem Lehrberuf zu informieren.Im Fokus der Aufklärung über denWert und die Bedeutung von Facharbeitstehen die Jugendlichen,zusätzlich erreicht die Informationsarbeitauch wichtige Meinungsbildnerwie Eltern, LehrerInnen unddie breite Öffentlichkeit.Das Projekt wird in Kooperationmit den BerufsFindungsBegleiterInnender STVG (SteirischeVolkswirtschaftliche Gesellschaft)umgesetzt.LehrebringtVorsprungLehrebringtVorsprung42


2.700 SCHÜLERINNENUND SCHÜLER 260 LEHRERINNENUND LEHRER 500 ELTERNTEILEwurden von Kraft. Das Murtal persönlich informiertRund 40 Lehrberufe bietendie Kraft-Betriebe anBäckerIn, BetonfertigungstechnikerIn,BodenlegerIn,Bürokaufmann/-kauffrau,ChemielabortechnikerIn,Einzelhandelskaufmann/-kauffrau,ElektrobetriebstechnikerIn,ElektrotechnikerIn (Modullehrberuf),Gastronomiefachmann/-fachfrau, HolztechnikerIn,Industriekaufmann/-kauffrau, IndustrietechnikerIn,InformatikerIn,Installations- und GebäudetechnikerIn,KarosseriebautechnikerIn,KälteanlagentechnikerIn, Koch/Köchin, Kommunikationstechniker-In – Audio- und Videoelektronik,KraftfahrzeugtechnikerIn, KunststoffformgeberIn,LagerlogistikerIn,MaurerIn, MaurerIn/SchalungsbauerIn,MechatronikerIn, MetalltechnikerIn(Modullehrberuf),MetalltechnikerIn (Schwerpunkte:Maschinenbautechnik, Werkzeugbautechnik,Zerspanungstechnik),ProduktionstechnikerIn,Restaurantfachmann/-fachfrau,Speditionskaufmann/-kauffrau,SpenglerIn, StuckateurIn und TrockenausbauerIn,TextilchemikerIn,TischlerIn/TischlertechnikerIn, VerpackungstechnikerIn,Zimmerer/Zimmerin43


06. KRAFT DURCH UNSEREJUNGEN TALENTETATTAG DER OFFENENTÜR „INDUSTRIE UNDWIRTSCHAFT ERLEBEN“1.200 SchülerInnen besuchtenelf Kraft-Betriebe (AL-KO KoberGmbH, HAGE SondermaschinenbauGmbH & Co KG, HerkGmbH, Hoesch BausystemeGmbH, IBS Austria GmbH, KLHMassivholz GmbH, Sandvik Miningand Construction G.m.b.H.,Stahl Judenburg GmbH, StyriaFedern GmbH, WuppermannAustria GmbH, Zellstoff PölsAG) im Rahmen des Tags deroffenen Tür am 28.05.2010,veranstaltet im Rahmen desTeilprojekts Industrie-Event.ROADSHOWS „LEHREBRINGT VORSPRUNG“Seit Oktober 2010 haben 50Präsentationen von Kraft. DasMurtal in Kooperation mit denBerufsFindungsBegleiterInnender STVG (Steirische VolkswirtschaftlicheGesellschaft) undFuture Jobs in den Schulenbzw. bei Elternabenden stattgefunden.Bislang war man mitüber 2.700 SchülerInnen, rund260 LehrerInnen und mehr als500 Elternteilen in persönlichemKontakt.PRESSEKONFERENZLEHRLINGSKAMPAGNE„LEHRE BRINGTVORSPRUNG“Im Herbst 2010 wurdendie Kampagnensujets unddas Projekt „Lehre bringtVorsprung“ präsentiert; dieKampagne beinhaltet Inserate,Folder, Kinospot, Website undFacebook.„LEHRLINGEBERICHTEN“FACEBOOK-AKTIONAnfang 2011 berichteten neunLehrlinge zwei Monate langjeweils eine Woche lang täglichlive aus ihrem Berufsalltag (AL-KO Kober GmbH, ATB, HAGESondermaschinenbau GmbH& Co KG, Mondi Bags AustriaGmbH, Elektrotechnik OfnerGmbH, Sandvik Mining andConstruction G.m.b.H., StahlJudenburg GmbH).44


KRAFTTAKE TECH TAGE &BERUFSINFOMESSE„JOBMANIA“Die Take Tech Tage 2011 unddie Bildungs- und Lehrlingsmesse„Jobmania – build yourfuture“ wurden von mehr als2.100 Jugendlichen genutzt,um Unternehmen zu besuchenbzw. sich über mögliche Lehrberufezu informieren.SOMMERAKADEMIE„PASSAGE“ FÜR AN-GEHENDE LEHRLINGEZehn angehende Lehrlinge ausdrei Betrieben (HAGE SondermaschinenbauGmbH & Co KG,SKF Sealing Solutions AustriaGmbH, Zeiringer GmbH)absolvierten im Sommer 2012ein umfangreiches In- undOutdoor-Persönlichkeitstrainingam Salzstiegl.WORKSHOPSUCHTPRÄVENTIONVerantwortung übernehmenbedeutet auch „heiße Eisen“anzufassen. Aus diesem Grundhat Kraft. Das Murtal Workshopszur Suchtpräventionveranstaltet. Rund 80 Lehrlingevon Frauenthal AutomotiveJudenburg GmbH, Kufner TextilwerkeGesmbH, Mondi BagsAustria GmbH, Neuson HydrotecGmbH, Stadtwerke JudenburgAG, Stahl JudenburgGmbH, Zellstoff Pöls AG habensich dabei über Wirkungen undLangzeitfolgen von Alkohol undDrogen informiert.ENQUETESCHNITTSTELLESCHULE& WIRTSCHAFTEinfachere Berufsorientierungsoll den Übergang zwischenSchule und Wirtschaft effizientermachen.Darüber diskutierten im Herbst2011 bei einer Veranstaltung inKooperation mit dem BeschäftigungspaktObersteiermarkWest nahezu 100 VertreterInnender beiden Bereiche, darunter15 Kraft-Betriebe.45


06. KRAFT DURCH UNSEREJUNGEN TALENTEWIRTSCHAFT ZUMANGREIFENEinen nachhaltigen Imagewandeleinzuleiten und mehr Bewusstseinfür die regionalen Unternehmen zuschaffen, beginnt bereits im KindesundJugendalter. Kraft. Das Murtalsetzt mit dem Projekt „Wirtschaftzum Angreifen“ Impulse, um schonfrüh Perspektiven für den eigenenberuflichen Werdegang und einVerbleiben in der Region zu bekommen.Man holt die Kinder aus denSchulen in die Unternehmen.Information an gleich dreiInteressensgruppen: Kinder,LehrerInnen und ElternDie Entdeckungsreisen durch dieFirmen beginnen mit einem Impulsworkshopan der Schule, wodie Forscher-Kids auf das Projektund die geplante Besichtigung inkindgerechter Weise vorbereitetwerden. Es werden verschiedensteInhalte erarbeitet, bspw.was ein Betrieb überhaupt ist,welchen Traumberuf die Kinderhaben oder was eine Lehre bzw.eine Berufsreifeprüfung ist.Im zweiten Schritt geht es danndirekt zu den Betrieben, wo derNachwuchs Menschen aus derBerufswelt begegnet – mit vielGlück sehen die Kinder sogargerade ihre Eltern an derenArbeitsplatz. In den Produktionsstättenwerden die dortigenBerufe hautnah erlebt. AbsolutesHighlight ist das Ausprobierenvon Materialien und Werkzeugen.Schon bald stellt sich hier heraus,ob Interesse für dieses oder jenesBerufsbild geweckt werden kann.Als Projektabschluss bereiten dieForscher-Kids ihre Erlebnisse aufund präsentieren sie ihren Eltern,sodass auch diese informiertwerden und sich eine Meinungbilden können. Sowohl Kinder alsauch Eltern sind begeistert vondem Projekt.46


780 VIERTKLÄSSLER AUS19 VOLKSSCHULEN BESUCHTEN17 KRAFT-BETRIEBEAL-KO Kober GmbH, Bau- und Möbeltischlerei Josef Stolz Ges.m.b.H, Eagle BurgmannProduction Center Judenburg GmbH, Elektrotechnik Ofner GmbH, Gladik Bau GmbH, HAGESondermaschinenbau GmbH & Co KG, Herk GmbH, IBS Austria GmbH, KBG Kunststoffbearbeitungs-GmbH,Kufner Textilwerke GesmbH, Mondi Bags Austria GmbH, NaturbäckerHAGER, Neuson Hydrotec GmbH, Johann Pabst Holz industrie GmbH, Rauter Fertigteil GmbH,Stahl Judenburg GmbH, Stadtwerke Judenburg AG, Wuppermann Austria GmbH, Zeman BauelementeProduktionsgmbH.800 ELTERNTEILE UND100 LEHRER/INNENwurden direkt informiert.Impulsveranstaltung fürMultiplikatorInnenFür LehrerInnen und DirektorInnen von Volksschulen, dieKinder für die Wirtschaft sensibilisieren wollen, gibt eseigene Impuls-Veranstaltungen. Neben der Vorstellungdes Teilprojekts und seiner bisherigen Ergebnisse gabes u.a. Informationen zur Ausbildungssituation in denBezirken bzw. Berufsorientierung in der Volksschule.Kinder lernen Unternehmen kennenIm Schuljahr 2010/2011 besuchten Kinder aus 13Klassen von sieben Volksschulen insgesamt 10 Kraft-Betriebe. Im Schuljahr 2011/2012 waren es 14 Klassenvon 10 Volksschulen, die insgesamt 12 Kraft-Betriebebesuchten. 2012/2013 haben Kinder aus 11 Volksschulen12 Kraft-Betriebe besucht.47


06. KRAFT DURCH UNSEREJUNGEN TALENTEATTRAKTIVE ARBEITSWELTFÜR JUNGE MENSCHENBeinahe jeder zweite Arbeitsplatzder Region wird voneinem Betrieb der Industrieoder produzierenden Wirtschaftzur Verfügung gestellt. Trotzdieser Schlüsselposition bleibenpotenzielle Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter aller Bereiche– vom Lehrling bis zur Führungskraft– zum Teil aus. DieChance auf weiteres Wachstumder Unternehmen wird dadurchgebremst.Kraft. Das Murtal macht essich im Schwerpunkt „AttraktiverArbeitgeber“ zum Ziel,den Menschen in der RegionPerspektiven für die Jobsucheaufzuzeigen sowie Akzente zusetzen, um MitarbeiterInneneinfacher zu gewinnen undzu binden. Ein Aspekt diesesProjekts ist die Kommunikationzu Schülerinnen und Schülernsowie zu Studierenden – denArbeitskräften von morgen.Aktivitäten des Projekts„Attraktiver Arbeitgeber“für junge MenschenVerschiedene Maßnahmen wurdenfür junge Menschen geplant, u.a.eine Roadshow an den Schulen,Universitäten und Fachhochschulen.Ab Herbst 2011 fanden dortPräsentationen über die Region undihre Jobchancen statt. Zielgruppenwaren und sind Schüler Innen ab 15,MaturantInnen, StudentInnen undUni-AbsolventInnen.48


PROJEKTE FÜR SCHÜLER/INNEN AB 15UND STUDIERENDEJOBS FÜR ÜBER-FLIEGER/INNENKAMPAGNE „JOBS FÜRÜBERFLIEGER/INNEN“Startete 2011Kraft. Das Murtal startete eine Informationskampagne über dasJobangebot für AbsolventInnen von AHS, HAK und HTL sowie vonFachhochschulen und Universitäten. Auf der Website „Die Karrierechance“inkl. Jobbörse & BewerberInnenbörse (www.kraft.dasmurtal.at/jobs)wurden seit dem Start rund 70 attraktive Jobs angeboten.ROADSHOW„ATTRAKTIVER ARBEITGEBER ON TOUR“Seit Anfang 2012 tourt Kraft. Das Murtal durch Schulen, Fachhochschulenund Universitäten und präsentiert die Initiative,einzelne Unternehmen und konkrete Beispiele erfolgreicherKarrieren. Eine Station war die Jobmesse „Career Days 2012“am RESOWI Zentrum der Karl-Franzens-Universität Graz.KRAFT-PRAXISJAHRAnfang 2012 wurde das erste „Kraft-Praxisjahr“ mit Schwerpunkt Betriebswirtschaftvergeben. Mag. (FH) Michael Steiner hatte die einmaligeChance, in einem Jahr gleich vier Kraft-Unternehmen kennen zulernen. Jeweils drei Monate ist er bei Stahl Judenburg GmbH, ZellstoffPöls AG, Mondi Bags Austria GmbH und Kufner Textilwerke GesmbHin unterschiedlichen Unternehmensbereichen tätig gewesen.KOOPERATIONEN VON SCHULEN UNDWIRTSCHAFTBeispiele für eine befruchtende Zusammenarbeit sind die Präsentationverschiedener weiterbildender Schulen sowie der FHJoanneum in Vertretung des Hochschulbereichs 2012 auf einemThementag von Kraft. Das Murtal und das BHS-Diplomarbeitenportal,wo praxisnahe Aufgabenstellungen an die künftigenAbsolventinnen und Absolventen online herangetragen werden.49


06. KRAFT DURCH UNSEREJUNGEN TALENTEBRANCHENWEITERBILDUNGKomplexe Anforderungen an die Aus-, Fort- und WeiterbildungUm als Unternehmen wettbewerbsfähigzu bleiben, ist dieQualifizierung von MitarbeiterInnenwesentlich. Ein sich im Zuge derGlobalisierung verschärfenderinternationaler Wettbewerb undein immer rascherer technologischerWandel in einer wissens- undinformationsbasierten Ökonomieerfordern ein immer höheres Ausbildungsniveauund Flexibilität. Dabeikann dieser Bedarf nicht nur durchexzellentes akademisch ausgebildetesPersonal abgedeckt werden.Insbesondere die Vermittlungberufsbezogener Kompetenzen imRahmen einer hochwertigen, anspruchsvollenund kontinuierlichenberuflichen Aus- und Weiterbildungist vorrangig.Ausbau und Erhalt der beruflichenQualifikation stärkendie WettbewerbsfähigkeitNeben den globalen Trends stehtder Lebensraum Murau und Murtalvor einer Herausforderung: Bis zumJahr 2030 wird unter allen österreichischenRegionen der stärksteBevölkerungsrückgang prognostiziert,nämlich ein Minus von 15,3%.Lebenslanges Lernen wird zum zentralenErfordernis in einer schrumpfendenund alternden Gesellschaft,die gleichzeitig ihre Innovations- undWettbewerbsfähigkeit erhalten will.Somit ist ein ansprechendes undzukunftsorientiertes Weiterbildungsangebotein entscheidendes Instrumentzur Schaffung eines attraktivenUmfeldes für die MitarbeiterInnen.BILDUNGSBEDARFSANALYSEStruktur der MitarbeiterInnennach QualifikationLehrabschluss/FacharbeiterIn: 59,85%Welche Herausforderungenhat der regionale Arbeitsmarktin den nächsten Jahren zubewältigen?Um den Bildungsbedarf in derRegion zu erheben, wurde eineAnalyse durchgeführt. Das Verfahrenwar in zwei Stufen geteilt: EineUnternehmensbefragung, an dersich 40 Betriebe beteiligt haben,sowie persönliche Interviews mit18 UnternehmerInnen und Expert-Innen der Region. DI (FH) BarbaraReichhold, Projektverantwortliche„Regionale Branchenweiterbildung“vom Holzcluster Steiermark,fasst die Ergebnisse in folgendenzentralen Handlungsempfehlungenzusammen: „Die Verbesserung desBildungsangebots, mehr Kommunikationdes Angebots und mehrVernetzung auf dem Bildungsmarktsowie Unterstützungsangebotevon Unternehmen sind zukünftigeStoßrichtungen.“Lehrlinge/Auszubildende:5,00%ohne Berufsausbildung:10,28%Meister: 3,69%Mittlere Schule:4,30%Höhere Schule:11,79%Fachhochschule/Universität: 5,09%Lehrberufe sind stark – rund zwei Drittel der MitarbeiterInnen in denbefragten 40 Unternehmen sind vom Fach: 60% der MitarbeiterInnenhaben eine abgeschlossene Lehre, weitere 4% einen Meistertitel, 5%sind in Lehrausbildung. Quelle: Holzcluster Steiermark50


Mit „Wirtschaft zum Angreifen“ haben wir rund 780VolksschülerInnen, 800 Elternteile und 100 LehrerInnenerreicht. Über die Roadshow und die begleitendeImagekampagne „Lehre bringt Vorsprung“ sind wir bisMitte 2012 in direkten Kontakt mit 2.760 SchülerInnenim Alter bis 14 Jahre, 265 LehrerInnen und 510 Elternteilengetreten.51


07 KRAFT DURCHVORBILDLICHENUMWELTSCHUTZIn den 80er-Jahren galt jeneRegion als besonders erfolgreich,in der die Schornsteine amhöchsten waren und am meistenrauchten. Heute ist dies anders,gilt es doch eine lebenswerteRegion zu garantieren. Die Betriebevon Kraft. Das Murtal sindHigh-tech-Unternehmen, dieklare Zeichen für den Umweltschutzsetzen. So ist es uns beiWupperman gelungen, gemeinsammit den AnrainerInnen dieProbleme hinsichtlich Lärmschutzbelastungzu analysierenund durch großräumige Maßnahmenzur vollen Zufriedenheit fürdie AnrainerInnen zu lösen.Hubert PletzGeschäftsführer der WuppermannAustria GmbH und Projektverantwortlicher„Industrie-Event”Im Wirtschaftsgebiet Murau undMurtal ist der Wandel von einerumweltbelastenden Schwerindustrieder 80er-Jahre zu einer modernen,umweltschonenden Produktionsweisein großen Zügen gelungen. DieKraft-Betriebe möchten zu einemUmfeld beitragen, welches die Wertschöpfungder Industrie in Einklangmit den Wertvorstellungen betreffendeiner intakten Natur bringt – heuteund für die Zukunft. Dessen sindsich unsere Unternehmen bewusst,denn auch sie schätzen in unsererRegion die einzigartige Kombinationvon erfolgreicher Industrie mit einerintakten Natur. Daher legen sie größtenWert, diesen Naturschatz vorunserer Haustüre zu bewahren undsetzten notwendige Maßnahmen,weit über die Normen und Vorschriftenhinaus, mit einer Vielzahl an innovativenProjekten und Technologien,für ein lebenswertes Murtal.Die Beispiele zeigen, dass heuteUmweltschutz zu einem Teil guterUnternehmensführung geworden ist.Unter den Schlagworten Green Jobsund Greening the industry ist es garnicht mehr so einfach zu sagen, wasnun „reiner“ Umweltschutz sei. Auseiner internen Erhebung wissen wir,dass die Unternehmen in den Umweltschutzjährlich laufend über€ 3,6 Mio. (Teilerhebung) investieren.Darin sind natürlich Großinvestitionenwie z.B. die Fernwärmekopplung ausder Zellstofffabrik Pöls AG 2012 fürdas Aichfeld oder der Ersatz einesgroßen Heizölverbrauchers durchheimische Biomasse-Nahwärme inMurau noch gar nicht enthalten.52


Brauerei Murau eGenist einer der Vorzeigebetriebein Sachen Umwelt. Über 220Maßnahmen wurden in den letzten15 Jahren gesetzt, die sich sehrpositiv auf die Umgebung und derenBewohnerInnen auswirken. AlsKlimabündnisbetrieb bezieht dieBrauerei schon 33% der gesamtenEnergie aus neutralen Energieträgern.Für all diese Leistungen wurdesie mit dem Umweltpreis derÖsterreichischen Industrie 2000 inder Kategorie „Nachhaltiges Wirtschaften“sowie zuletzt mit dem 1.Platz beim Austrian SustainabilityReporting Award (ASRA) für denUmwelt- und Nachhaltigkeitsbericht2010 ausgezeichnet.AL-KO Kober GmbHhat es durch die Dachrenovierunggeschafft, die Arbeitsplätze mitnatürlichem Licht auszustatten,was Energie spart und zusätzlichein wesentlich angenehmeresArbeitsumfeld schafft.IBS Austria GmbHhat mit Ökodesign einen wirtschaftlichenErfolg gelandet: Einesihrer Produkte wurde so klugentwickelt, dass bei einem Tauschnur eine Komponente und nichtdas ganze Produkt gewechseltwerden muss. So erspart sich derKunde Zeit und hat weniger Abfall.Dieses Feature war ausschlaggebend,einen wichtigen Auftragtrotz internationaler Konkurrenz zugewinnen.53


07. KRAFT DURCH VORBILDLICHENUMWELTSCHUTZREDUKTION DESCHEMIKALIEN-EINSATZESREDUKTION DEREMISSIONENKLARES WASSERHerk GmbHarbeitet bereits seit 15 Jahren– wo es noch lange nicht Standardwar – mit wasserlöslichenLacken.Brauerei Murau eGenhat den Reinigungsmitteleinsatzverringert, wodurch nunkein gefährliches Abwassermehr produziert wird.IBS Austria GmbHverwendet anstelle von Chemikalienzur Entfernung desKeramikschleifstaubs aus demKühlwasser umweltfreundlicheFilteranlagen.HAGE SondermaschinenbauGmbH & Co KGhat eine neue Lackieranlageangeschafft. Durch die Optimierungdes Lackierprozesses entfälltdie Grundierung. Zudem wird dieLuft aus den Schweißanlagengereinigt und zurückgeführt. Fürdie unternehmerischen Bestrebungengab es die Ökoprofit-Auszeichnung.AL-KO Kober GmbHwurde aufgrund der Umstellungauf Heizöl leicht (Pulvereiprozess)und anderer ökologischerMaßnahmen mit der Ökoprofit-Auszeichnung bedacht.Herk GmbHhatte ebenfalls eine Umstellungvon Öl auf Gas für Prozesswärmevorgenommen und so das Rußaufkommenunterbunden.Zellstoff Pöls AGhat die Belastung ihrer Kläranlagereduziert und erreicht sobessere Wasserqualität trotzProduktionssteigerung.Wuppermann Austria GmbHhat die Abwasserreinigungsanlagesowie das Kühlsystemerneuert, dadurch könnendie Abwässer wieder in dieMur abgeleitet werden undmüssen nicht mehr in dasKanalsystem.54


VERANTWORTUNGS-VOLLER UMGANGMIT ENERGIEVERANTWORTUNGS-VOLLE PRODUKTELÄRMBELASTUNG UNDUMGANG MIT DERNACHBARSCHAFTLEBENSZYKLUS UNDTRANSPORTZellstoff Pöls AGgewinnt Energie für die Versorgungvon 40.000 Haushalten ausder Zellstoffproduktion.HAGE SondermaschinenbauGmbH & Co KG, SandvikMining & ConstructionG.m.b.H. undAL-KO Kober GmbHsind an ein Biomasse-Fernwärmenetzangeschlossen undkonnten so den Bedarf an Erdgasweitläufig zurückschraubenbzw. ganz darauf verzichten.Murauer Stadtwerke GmbHgarantieren mit neuem Heizwerkim Endausbau eine Wärmelieferungvon 20 Mio. kWh und sparenso Heizölbedarf von 2 Mio. Literein – das verhindert eine CO ²-Emission von 5.000t.Wuppermann Austria GmbHhat in der Oberflächenpassivierungdie verzinkten Produkte aufchromfrei umgestellt.Kufner Textilwerke GesmbHfertigt alle Produkte mit Öko-Tex 100Standard 1 bis 3. So sind sie für dieKonsumentin/den Konsumentenabsolut unbedenklich einzusetzen.e² group UmweltengineeringGmbHwurde für seine Vorreiterrolle im Bereichder Umwelt-, Gebäude- undEnergietechnik mit zahlreichenAwards wie Energy Globe oderdem Steirischen Landeswappenausgezeichnet.SKF Sealing Solutions AustriaGmbHbereitet Produktionsabfälle wiederauf und trägt damit massiv zurAbfallvermeidung bei.Herk GmbHhat besonderes Augenmerkauf die Verbesserung der Abluftanlagegelegt um wenigerLärm und weniger Betriebsstundenzu erhalten. Zudemwurde freiwillig ein Schalldämpferangebracht.Zellstoff Pöls AGsetzt Abfallprodukte aus derZiegel- und Zementindustrie alsRohstoff ein.IBS Austria GmbHentwickelte gemeinsam mitihren Lieferanten ein Mehrwegsystemfür die empfindlichenkeramischen Elemente.HAGE SondermaschinenbauGmbH & Co KGsetzt Sammellieferungen ein,sodass Fahrten eingespartwerden können.Wuppermann Austria GmbHist es gelungen, durch logistischeMaßnahmen ca. 98%des Vormaterials per Bahn zutransportieren.55


08 KRAFT DURCHUNSER SOZIALESENGAGEMENTWIR ÜBERNEHMENVERANTWORTUNGDer Beitrag heimischerUnternehmen abseits vomKerngeschäftDie Wirtschaft wird oft als Gegensatzzur Gesellschaft dargestellt– zwei Pole, von denen jeder fürsich, beide unabhängig voneinanderagieren und unterschiedlicheZielsetzungen verfolgen. Siehtman genauer hin, gibt es geradein unserer Region Leistungen derBetriebe, die weit über ihr Kerngeschäfthinausgehen – und oftunsichtbar bleiben. Dieser Einsatzjedoch führt oft erst zu einer gesundenGesellschaft. Ohne diesesEngagement würden viele Teile dessozialen, kulturellen Lebens nichtin der gewohnten Form existieren.Investitionen in das Wohl der MitarbeiterInnenund deren Familien,Investitionen in regionale Projekte,die Unterstützung von Vereinenund Initiativen oder der Schutz unsererUmwelt und das Vorantreibenvon Infrastrukturprojekten, all dassind Leistungen, welche unsereUnternehmen freiwillig für ihre MitarbeiterInnen,unsere Region undderen BewohnerInnen bereitstellen.Die Zahlen sprechen für sich.Aufgrund der hohen Anzahl vonVereinen, Kulturveranstaltungenund sozialen Einrichtungenmag oft der Eindruck entstehen,dass die Unternehmen nicht vielaufwenden, denn für jene, die aufeinen Sponsor angewiesen sind,scheinen die Beiträge oft all zuklein. Tatsächlich sind die Unternehmenvon Kraft. Das Murtalaber eine wesentliche Stütze fürdas soziale Zusammenleben. Immerhinwerden nach einer internenErhebung von den Unternehmenüber € 1,5 Mio. jährlich für diedirekte Unterstützung dieser Organisationenaufgewendet und soein wichtiger Beitrag für die Vielfaltin unserer Region geleistet.KRAFT FÜR UNSEREMITMENSCHENSchaffer Sägewerk & HolzexportGmbHbietet Praktika für von der Lebenshilfebetreute Menschen.Einer der Praktikanten wurdein ein Vollzeit-Dienstverhältnisaufgenommen. Außerdem hatman einen Pavillon für die LebenshilfeJudenburg gebaut.IBS Austria GmbHhat den ersten männlichenTeilzeitbeschäftigten in derFirmengeschichte.Zeman BauelementeProduktionsgmbHunterstützt Hilfsprojekte inEntwicklungsländern.56


KRAFT FÜRINFRASTRUKTURStadtwerke Judenburg AGhaben das Hochleistungs-Glasfasernetz im gesamtenGebiet ausgebaut, um einenhochwertigen Anschluss an diedigitale Welt zu ermöglichen.Murauer StadtwerkeGesellschaft m.b.H.bauen das Fernwärmenetzaus und erweitern es laufend,um die Fernwärme als krisensichereEnergieversorgung zustärken.KRAFT FÜR REGIO-NALE PROJEKTEZellstoff Pöls AGhat das Projekt gesundes Pölstalins Leben gerufen.Brauerei Murau eGenengagierte sich in der Landesausstellung„Leben mit Holz“und veranstaltete 2010 dasBierstadtfest. Gemeinsam mitder Lebenshilfe Murau werdenAußenanlagen gepflegt.HAGE SondermaschinenbauGmbH & Co KGunterstützt den NaturlehrpfadGranitzenwanderung.KRAFT FÜR REGIONALEVEREINE & INITIATIVENWuppermann Austria GmbH,IBS Austria GmbHhat 2009 rund 10% des Betragesder Kommunalsteuerzusätzlich für die Unterstützunglokaler Aktivitäten ausgegeben;IBS Austria GmbH sogar 12%.Mit den Geldern wird der Lebenshilfeund der KinderkrebshilfeMurau geholfen.Stadtwerke Judenburg AGengagieren sich für Jugendmannschaftenund ermöglichenHAK-Maturaprojekte.SKF Sealing SolutionsAustria GmbHsind Hauptsponsor des JudenburgerSommers.57


09 KRAFT DURCHEIN NEUESMITEINANDERGEMEINSAME VERANTWORTUNGFÜR DIE REGIONWir wollen nichts weniger alseine starke Region, auf die wirstolz sein können, in der auchunsere Kinder gerne bleiben,weil sie hier auch eine interessanteArbeit bekommen.Um das zu erreichen, brauchtes viele MitstreiterInnen undeinen klaren Plan. Daher hatKraft. Das Murtal einen regionalenEntwicklungsplan erstelltund lädt zu einem regionalenDialog ein.Wir wollen auch heiße Eisenanfassen, denn es braucht invielen Bereichen mehr als nurkleine Änderungen, denn sonstwerden die Prognosen der Bevölkerungsentwicklungschnellerwahr als uns lieb wäre!DI Heinz GachStellvertretender Sprecherder InitiativeMit konkreten Projekten übernehmendie Kraft. Das Murtal-UnternehmenVerantwortung für einestarke Region. Sie werden aktiv:Mit einem umfassenden Maßnahmenpaketvon der Lehrlingsaktionbis zu regionalen Imagemaßnahmensetzen sie klare Zeichenfür eine positive Entwicklung derRegion.Der Geist dieser Unternehmen –viele davon Weltmarktführer, vieledavon Leitbetriebe mit einer Wirkungweit über die Region hinaus– soll richtungsweisend für denGeist der Region werden. Dennfür eine positive Entwicklungder Region gilt es alle Akteureins Boot zu holen. Jeder Teil derGesellschaft muss seinen Beitragleisten. Nur wenn die Energienauf allen Ebenen gebündeltwerden, kann langfristig einekraftvolle Region entstehen.Aufbauend auf diesen Gedankenhaben die Kraft. Das Murtal-Unternehmen den „Regional-Entwicklungsplan-Wirtschaft“entworfen. Er soll die Diskussionsgrundlagefür ein wirkungsvollesZusammenspiel vonWirtschaft-Region-Land schaffen.Dieses regionale Entwicklungskonzeptzeigt die aus Unternehmenssichtkritischen Erfolgsfaktorenund welche Beiträgegeleistet werden müssen, umeine kraftvolle und nachhaltigeEntwicklung der Region, ihrer Unternehmenund der Bevölkerungvoranzutreiben.58


REGIONALER ENTWICKLUNGSPLANWIRTSCHAFTKräfte bündelnDerzeit werden auf unterschiedlichenEbenen wie der Regionalentwicklung,der Verwaltung derRegion (Bezirke), den Gemeindenund den InteressensvertretungenVeränderungsprozesse in denStrukturen und Verantwortlichkeitender Region angestoßen.Aus Sicht der Wirtschaft gibt esdiesbezüglich ein zentrales Ziel:jene Entwicklungen voranzutreiben,die den Handlungsspielraumals attraktiven Wirtschafts- undLebensraum erhöhen. Regionalentwicklungist gleichzusetzenmit der Arbeit mit und für dieMenschen in der Region. DieEigentümer, Führungskräfte,MitarbeiterInnen, Lieferanten unddie Familien der Unternehmenaus Kraft. Das Murtal müssen ausdieser Definition heraus an eineraktiven und kraftvollen Regionalentwicklungmehr als interessiertsein. Kraft. Das Murtal setztsich daher aktiv für eine positiveEntwicklung der Region ein. Dazuzählt auch eine klare Position zuden aktuellen Entwicklungen inder Region zu beziehen.Kraftvolle Akteure auf allen EbenenAls Akteure wurden drei Gruppen auf unterschiedlichsten Ebenen definiert, die jeweils ihrenBeitrag leisten müssen:WIR ALSUNTERNEHMENAKTEUREDER REGIONÜBERGEORDNETEAKTEUREBei jedem Dialog mit anderen betrachtet es Kraft. Das Murtal alsSelbstverständlichkeit, zuerst die Aufgaben der eigenen Mitglieder,d.h. der Unternehmen der Region, zu definieren. Dies ist Basisund Fundament des Regional-Entwicklungsplan-Wirtschaft.Um die Entwicklung der Region erfolgreich voranzutreiben,gilt es darüber hinaus, die Energien der Akteure der Regioneinzubinden. Daraus ergibt sich jener Handlungsbedarf, derin der Region selbst eingelöst werden kann.Als dritten Adressat sieht Kraft. Das Murtal die Akteure derübergeordneten Ebene, insbesondere der Landesebene. Gemeinsamgilt es in diese Richtung betreffend der Rahmensetzungund Unterstützung für eine kraftvolle Region aufzutreten.Der regionale DialogDazu laden wir alle GestalterInnen der Region zu einem Dialog ein. Beginnend mit den institutionellenregionalen Partnern und der lokalen/regionalen Politik wurde der Prozess bereitsgestartet. Kraft. Das Murtal nimmt dabei mit dem Regional-Entwicklungsplan-Wirtschaft eineklare kraftvolle Position ein. Denn nur im gemeinsamen Ringen und jenseits der jeweiligen Einzelinteressenwerden wir die großen Herausforderungen der Zukunft meistern können.59


09. KRAFT DURCH EINNEUES MITEINANDERKRAFTVOLLETHEMENFELDERDer Regional-Entwicklungsplan-Wirtschaft ist in siebenhandlungsrelevante Themenbereiche gegliedert.1. Leitthemen 2. Raum modernerBildungsformen3. AttraktiverLebensraum4. InfrastrukturKonzentration auf definierteSchwerpunkte basierend aufden Kernkompetenzen derRegion. Werkstoffe (Metall, Holz,Kunststoff) und Energie (erneuerbareEnergien, Energieeffizienz),Green Jobs, Jungunternehmen,KMU und Industrie als dynamischeEinheitInformelles und außerschulischesLernen anerkennen,Potenziale der Menschenerkennen und nutzenAttraktives Lebensumfeldgestalten und ArbeitsplatzmöglichkeitenschaffenInfrastruktur hinsichtlich Kommunikation,Energie, Mobilitätsicherstellen, regionales Verkehrskonzepterarbeiten5. Regionale Entwicklungsräume6. EffektiveVerwaltung7. Einbindung derWirtschaftFür alle Interessensgruppenentsprechende Entwicklungsräumein der Raumplanungvorsehen und möglichst konfliktfreigestaltenLoslösen von Einzelinteressenhin zu einem Blick auf das Gemeinsameder Region. EffektiveVerwaltungsstrukturen, dieInvestitionen sinnvoll steuernund schlagkräftig sindEntscheidungen und Prozessein der Regionalentwicklung mitder Wirtschaft abstimmen60


DIE ERFOLGSFAKTOREN.DIE KERNBEREICHE.Um in diesen sieben Kernbereichen erfolgreich zu sein wurden Erfolgsfaktoren definiert, aus denen sich ein direkterHandlungsbedarf sowohl nach innen, d.h. in Richtung der Unternehmen selbst ergibt und auch nach außen, d.h. inRichtung der regionalen Partner bzw. gemeinsam mit diesen in Richtung übergeordneter Strukturen.KRAFTVOLLE RAHMEN-BEDINGUNG IN DER REGIONOFFENSIVE DERUNTERNEHMEN VON KRAFTStarke Einbindung der Wirtschaft in dieRegional entwicklungsstrukturSchaffung eines regionalenEntwicklungsfondsUmsetzung der S36 als zentrale Säule des regionalenVerkehrskonzeptesSchaffung eines starken Zentrums in einerstarken RegionUmsetzung von CSR-ProjektenIntelligente Zusammenführung derBezirksverwaltungMobilisierung der KMU für F&E-ProjekteUmsetzung von konkreten Energieprojekten injeder GemeindeKopplung des Bildungs angebotes an dieLeitthemenGestaltung attraktiver TourismusangeboteEnergieprojekte in UnternehmenMitgestaltung der Bildungs angebote inder Region und verstärkte Einbindungder KMUs in Qualifizierungs maßnahmenAufgabe des regionalen Dialogs ist es somit diese Herausforderungen gemeinsam zu konkretisieren und tatsächlich zu Erfolgsfaktorenwerden zu lassen. Dieser Nachhaltigkeitsbericht ist die Basis für diesen Dialog mit einem klaren Ziel: Gemeinsam die Region zu einerder wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen in der Steiermark werden zu lassen! Die Initiative Kraft. Das Murtal bedankt sich schon jetztfür jeden Beitrag, die Kräfte der Region in diesem Geist zu bündeln.61


IMPRESSUMHerausgeber:Industrie- und Wirtschafts entwicklungMurtal GmbHBundesstraße 668740 Zeltweg, Austriawww.kraft.dasmurtal.atRedaktion:Wallner & Schauer GmbHElisabethstraße 508010 Grazwww.trainthe8.comLayout, Umsetzung:Rubikon Werbeagentur GmbHSchumanngasse 268010 Grazwww.rubikon.atDruck:Steiermärkische LandesdruckereiDrei ha cken gasse 208020 Grazwww.mfg.atStand:Juni 201362


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