Anleitung Logicordeon zum Downloaden

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„Bedienungsanleitung“ 6:6-System-AkkordeonAutor: Dieter Luck


Aufbau eines AkkordeonsEin Akkordeon besteht aus drei Hauptbestandteilen, die wiederum aus vielen Einzelteilenbestehen. Diese alle aufzuführen würde den Rahmen dieser Anleitung sprengen, deshalb hiereine kurze Beschreibung der drei Hauptteile und ihre Funktion.BalgDiskantteilBassteilDer Diskantteil ist für das Melodiespiel zuständig und hat vier Knopfreihen mit schwarzenund weißen Knöpfen, wobei die dritte und vierte Reihe nur eine Wiederholung der ersten undzweiten Reihe darstellt. Im Inneren sind je nach Größe zwei oder mehr Stimmstöcke. Daraufsind die Stimmplatten mit je zwei Stimmzungen und je zwei Ventilen aus Kunststoff oderLeder befestigt, eine für Zug und eine für Druck. In der Regel sind sie mit Wachs aufgeklebt.Außerdem sind bei den meisten Instrumenten am Diskantverdeck Registerschalter oder -knöpfe vorhanden, die im Inneren Schieber betätigen, die einzelne Stimmreihen (Chöre) zuoder abschalten. Zu den Registern weiter unten mehr.Mit dem Bassteil spielt man, wie der Name schon sagt, die Bassbegleitung. Die Anzahl derBassknöpfe beträgt im Normalfall zwischen 40 und 120. Abweichungen nach oben und untengibt es natürlich auch. Die Belegung der Knöpfe bei einem 72er Modell ist in denGrifftabellen zu sehen. Im Inneren sind, wie oben, Stimmstöcke mit Stimmplatten für dieBässe vorhanden. Ob Register vorhanden sind oder nicht, hängt von der Größe und dem Alterdes Instrumentes ab.Der Balg ist die Lunge des Akkordeons. Er erzeugt durch Betätigung im Inneren einen Druckbzw. Unterdruck, mit dem die Stimmzungen in Schwingung versetzt werden. Natürlich nur,wenn durch Drücken von einem oder mehreren Knöpfen Ventilklappen geöffnet werden, diedie Tonkammern der Stimmstöcke von der Außenwelt abtrennen. Das Ergebnis sind Töne, dieje nach Können und Übung mehr oder weniger harmonisch klingen.Seite 3


Aufbau eines AkkordeonsRegisterDie meisten Akkordeons sind mehrchörig und können mit dem Öffnen nur einer Ventilklappebis zu fünf verschiedene Stimmzungen erklingen lassen. Je nachdem wie viele Stimmzungenes sein können, spricht man von zweichörigen, dreichörigen, vierchörigen und fünfchörigenInstrumenten. Dabei gibt es drei Ebenen von Chören, die höchste 4`, die mittlere 8` und dietiefe 16`. In der Grafik sind die Ebenen mit je einem Punkt dargestellt.Die mittlere Ebene ist meistens zweimal vorhanden, wobei die zweite Reihe etwas höhergestimmt ist als die erste. Zusammen ergeben sie das sogenannte Tremolo. Ist noch eine dritteReihe in der zweiten Ebene vorhanden, ist sie etwas tiefer gestimmt als die erste und mannennt das Doppeltremolo oder auch Musette-Stimmung.Ein zweichöriges Akkordeon hat in der Regel eine Tremolo-Stimmung und wenn Registervorhanden sind, kann man zwischen ein- und zweichörig umschalten.Bei einem dreichörigen Akkordeon kommt noch die tiefe Ebene dazu, so dass dieseInstrumente meistens fünf Register haben.Vierchörige Akkordeons gibt es in zwei Ausführungen: Piccolo-Stimmung, auchOktav-Stimmung genannt, oder Musette-Stimmung. Diese Instrumente habenneun und mehr Register in unterschiedlichen Kombinationen, die sich von Hersteller zuHersteller unterscheiden. Deshalb wird hier nicht näher darauf eingegangen. Wichtig ist, dassDu erkannt hast, was die Symbole bedeuten, weil sie so oder ohne Kreis auf den meistenAkkordeons mit Registern aufgedruckt sind.Zum Schluss noch das fünfchörige Akkordeon, das die meisten Möglichkeiten bei derKlangkombination bietet, dafür aber auch größer und schwerer ist als die anderen Modelle.Diese großen und schweren Akkordeons werden hauptsächlich in Orchestern eingesetzt.Natürlich gibt es auch Alleinspieler mit solchen Instrumenten, aber man kann sie kaumlängere Zeit hintereinander im Stehen spielen.Seite 4


Grifftabelle von vorne gesehenSeite 5


verminderte AkkordeSeptimenakkordeMollakkordeDurakkordeGrundbässeTerzbässeGrifftabelle aus der Spielerperspektive gesehen (gedreht)Unten (Knie)E‘‘‘E‘‘‘Dis‘‘‘Dis‘‘‘D‘‘‘D‘‘‘Cis‘‘‘Cis‘‘‘C‘‘‘C‘‘‘H‘‘H‘‘FB‘‘B‘‘D bA‘‘A‘‘Cd bmA ba bGa bmE be bDe bmB bb bAb bmFfEfmCcHcmGgF#d 7aG#d v amEgmDdC#a 7eD#a v emHdmAe 7hA#e v hmF#h v f#mf# v h 7f#f# 77d bvd b7a bva b7e bve b7b bvb bf 7f vc 7c vg 7g vd bGis‘‘Fis‘‘E‘‘D‘‘C‘‘B‘Gis‘Fis‘E‘D‘C‘BG‘‘F‘‘Dis‘‘Cis‘‘H‘A‘G‘F‘DisCisHGis‘‘Fis‘‘E‘‘D‘‘C‘‘B‘Gis‘Fis‘E‘D‘C‘BG‘‘F‘‘Dis‘‘Cis‘‘H‘A‘G‘F‘DisCisHAAGisGisOben (Kinn)Seite 6GG


Erste SchritteJetzt geht es los. Häng Dir Dein Schmuckstück erst einmal um. Damit das Akkordeon richtig hängt,muss der rechte Riemen eine Handbreit länger als der linke sein. Der Bassriemen sollte strammsitzen, aber trotzdem so viel Luft lassen, dass der linke Arm bequem an der Bassseite hoch undrunter gleiten kann. Die linke Hand wird so weit durch den Bassriemen gesteckt, bis Du mit demRingfinger senkrecht auf die innerste Knopfreihe drücken kannst. Da Du die meiste Zeit im Sitzenspielen wirst, jedenfalls beim Üben, gewöhne Dir gleich eine entspannte Haltung an, sonstbekommst Du Probleme mit dem Rücken. Akkordeons bis 72 Bässe wirst Du kaum so umgehängtbekommen, dass Du sie auf dem linken Oberschenkel absetzen kannst. Das funktionierterfahrungsgemäß erst mit einem Instrument ab 80 oder 96 Bässen. Durch das Aufsetzen auf demBein hast Du beim Spielen eine Entlastung des Rückens. Fazit ist, dass ein größeres Akkordeonbesser zum sitzend Spielen geeignet ist. Ein kleineres hängt im Stehen und im Sitzen an DeinenSchultern, dafür ist es natürlich leichter. Eine Möglichkeit auch kleinere Akkordeons im Sitzenauf dem Bein abzustützen ist die Benutzung einer Gitarrenfußbank. Soviel zum Anlegen desInstruments, jetzt gehst Du auf Erkundung.Den rechtenRiemen ca. eineHandbreit länger!Wenn Du die linke Hand, die im Bassriemen steckt, nach oben bewegst, kannst Du mit demDaumen einen Knopf erfühlen, der ganz allein aus der linken Stirnseite herausragt. Wenn Du dendrückst und vorher noch die Balgzuhalter oben und unten gelöst hast, kannst Du den Balg hin undher bewegen. Dieser Luftknopf ist nur dazu da, nach dem Spiel die noch vorhandene Luft aus demBalg zu lassen. Beim Spielen wird er nicht benötigt. Jetzt fahre mit dem Ringfinger die zweiinneren Bassreihen hoch und runter. Etwa in der Mitte findest Du einen Knopf, der eingedellt ist.Das ist der C-Grundbass, Deine wichtigste Orientierung auf der Bassseite.Seite 7


Auf der Diskantseite rechts suchst Du jetzt den Ausgangspunkt für die erste Übung, das C. Es istder erste weiße Knopf in der zweiten Reihe von außen (siehe Grifftabelle). Am Anfang wirst Dunicht umhinkommen, auf die Diskantknöpfe zu schauen, um Dich zu orientieren. Das Blindspielenkommt erst nach und nach und erfordert viel Übung.Bevor Du mit den Übungen anfängst, noch ein paar Anmerkungen zum Balg. Versuche möglichstoft die Richtung zu wechseln, so etwa alle zwei oder drei Takte und ziehe den Balg nie zu weit auf,weil Du sonst die Bassknöpfe nicht mehr richtig spielen kannst. Um den richtigen Balgwechsel zuüben kann es am Anfang hilfreich sein, den unteren Balgverschluss geschlossen zu halten.Möglichst so!Das ist recht weitAuf der nächsten Seite geht es mit der ersten Übung für die rechte Hand los, mit der C-DurTonleiter.Seite 8


1. Reihe2. Reihe3. Reihe4. ReiheÜbungen auf der DiskantseiteAuf dieser Seite lernst Du Tonleitern zu spielen. Das Bild zeigt die C-Dur Tonleiter in denersten drei Reihen. Die Bedeutung der Farben wird im Kapitel „Übungen auf der Bassseite“erklärt. Da es ab einem dreireihigen Instrument zwei Möglichkeiten gibt, eine Dur Tonleiterzu spielen, ist es wichtig, dass Du Dir eine dieser Varianten angewöhnst, damit Du späternicht durcheinander kommst. Die erste Variante (rückwärts)beginnt in der zweiten Reihe mit C – D – E, wechselt dann indie erste Reihe mit F – G – A – H und endet wieder in derzweiten Reihe beim C. Die zweite Variante (vorwärts)beginnt wieder in der zweiten Reihe mit C – D – E, wechseltdann in die dritte Reihe mit F – G – A – H und endet wiederin der zweiten Reihe beim C. Das ist eine Oktave.Übe die Tonleiter hoch und runter bis Du sie im Schlafkannst. Mit welchem Finger Du welchen Knopf drückst,bleibt Dir überlassen. Finde selbst heraus, welcheFingerfolge Dir am besten liegt und bleibe dann dabei.Den für Dich richtigen Fingersatz findest Du erst im zweitenSchritt, wenn Du die Tonleiter zweistimmig übst. Versuchevon Anfang an den Daumen mit einzubeziehen. DieAbbildungen eins und zwei zeigen alle sechs möglichen DurTonleitern die von der zweiten Reihe ausgehend gespieltwerden können, C – D – E – Fis – Gis und B b - Dur. Dabeibeginnt die nächste immer einen Knopf unter der vorherigen.Die erste Abbildung zeigt die Tonleitern rückwärts gespieltund die zweite Abbildung die vorwärts gespielte.HCisDisF‘G‘A‘H‘Cis‘‘Dis‘‘F‘‘Ausschnitt mitC-Dur TonleiterC‘D‘E‘Fis‘Gis‘B‘C‘‘D‘‘E‘‘HCisDisF‘G‘A‘H‘Cis‘‘Dis‘‘F‘‘C‘D‘E‘Fis‘Gis‘B‘C‘‘D‘‘E‘‘Seite 9


Gis-Dur(As-DurFis-DurE-DurD-DurC-DurB b -DurrückwärtsAbbildung 1CDECFGAHDEFisDGAHCisEFisGisEAHCisDisFisGisBbFisHCisDisFGisBbCGisCisDisFGBbCDBbDisFGASeite 10B b -DurGis-Dur(As-Dur)Fis-DurE-DurC-DurD-DurvorwärtsAbbildung 2CDECFGAHDEFisDGAHCisEFisGisEAHCisDisFisGisBbFisHCisDisFGisBbCGisCisDisFGBbCDBbDisFGA


Die Abbildungen drei und vier zeigen die anderen sechs Tonleitern, die auf einemdreireihigen Instrument entweder von der dritten Reihe aus (rückwärts) oder von der erstenReihe aus (vorwärts) gespielt werden können, F – G – A – H – Cis und Dis - Dur.Bei einem vierreihigen Instrument können beide Varianten, rückwärts und vorwärts, vonder dritten Reihe aus gespielt werden.F-DurFG-DurGGA-DurrückwärtsBbAAAH-DurCCHHHCis-DurDDDCisCisCisDis-Dur(Es-Dur)EFEEEDisDisDisFisGFisFisFisFFGisAGisGisGisGBbBbAbbildung 3HCCisBbCDDisBei Gis-Dur und Dis-Dur habe ich die zweite Bezeichnung, As-Dur und Es-Durdazugeschrieben weil sie in der Volksmusik gebräuchlicher ist.Seite 11


F-DurFG-DurGGA-DurvorwärtsABbAAH-DurCHCHHCis-DurDDCisDCisCisDis-Dur(Es-Dur)FEEEDisFDisDisGFisFisFisFFisFAGisGisGisGGisBbBbBbHAbbildung 4CisCCDDisAb hier beginnst Du mit dem zweistimmigen Spiel. Die untere farbige Reihe ist DeineMelodie in Form der Tonleiter in C – Dur und die Töne am oberen Ende derVerbindungslinie sind die zweite Stimme. Beide Töne sind gleichzeitig zu spielen. Sie sindaußer beim C alle zwei Tonleiterstufen (= eine Terz) tiefer. Deshalb heißen dieseDoppelgriffe „Terzgriffe“. Beim C musst Du einen sogenannten Sextgriff anwenden, weil einTerzgriff „falsch“ klingt. Wenn zum C das tiefere E nicht auf dem Griffbrett vorhanden ist,dann spiele das C einstimmig wie in den Grafiken auf der nächsten Seite abgebildet.E‘H‘C‘D‘E‘F‘G‘E‘C‘D‘E‘F‘G‘A‘H‘C‘‘Seite 12


Die vier Grafiken zeigen zu jedem Griff einen kleinen Ausschnitt der Grifftabelle. Bei denersten beiden Grafiken sieht man die erste und zweite Reihe und bei der dritten und viertenGrafik die zweite und dritte Reihe so wie man es von vorn sieht.Die farbliche Kennzeichnung dient hier nur zum Anzeigen der Griffe und hat keine weitereBedeutung.Griffweise rückwärtsCeinstimmigmitC-DurATonleiterDTerzgriffAETerzgriffAFTerzgriffAHHHHCCCCDDDDEEEEFFFFGGGGAAAAHHHHCCCCGTerzgriffATerzgriffHTerzgriffCSextgriffAAAAHHHHCCCCDDDDEEEEFFFFGGGGAAAAHHHHCCCCSeite 13


Griffweise vorwärtsCeinstimmigDTerzgriffETerzgriffFTerzgriffAAAAHHHHCCCCDDDDEEEEFFFFGGGGAAAAHHHHCCCCGTerzgriffATerzgriffHTerzgriffCSextgriffAAAAHHHHCCCCDDDDEEEEFFFFGGGGAAAAHHHHCCCCHier solltest Du Dir angewöhnen, die Doppelgriffe immer mit den gleichen Fingern zuspielen. Das kommt Dir später beim richtigen Melodiespiel zugute.Nimm Dir zur besseren Orientierung bei der Bildung der Doppelgriffedie Grifftabelle zur Hilfe!!Seite 14


Übungen auf der BassseiteDie Bassknöpfe sind im Gegensatz zu den Diskantknöpfen für den Spieler nicht zu sehen. Deshalbmusst Du dort von Anfang an blind spielen. Umso wichtiger sind die markierten Knöpfe bei derOrientierung. Der C-Grundbass Knopf ist eingedellt (in der Grifftabelle dunkel), und ab etwa 60Bässe sind zusätzlich der E-Grundbass und der Gis (As)-Grundbass in irgendeiner Form markiert,meistens geriffelt. In dieser Anleitung werden nur die Grundbässe und Durakkorde behandelt, da siefür eine einfache Dur-Begleitung ausreichen. Im Folgenden werde ich den Grundbass und denDurakkord als Basspaar bezeichnen. Für jede Tonart werden drei Basspaare gebraucht, dieBasspaare für die C-Dur zeigt die Grafik.Der Grundbass wird mit dem Ringfinger gespielt und derDurakkord mit dem Mittelfinger. Den Zeigefingerbrauchst Du, wenn Du Dich später noch mit denanderen Bässen befassen möchtest. Du kannstDir sicher auch schon denken, was es mit denFarben der Basspaare auf sich hat: Siepassen zu den gleichfarbigen Tönenauf der Diskantseite. Das heißt für die C-Dur: Zu C-E-G passt das grüne, zu D-F-H das blaueund zu A das rote Basspaar.Als erstes legst Du jetzt den Ringfinger auf den Grundbass C und den Mittelfinger auf denC-Akkord und drückst diese abwechselnd nieder.Es wird eine Weile dauern, bis das richtig klappt,aber wenn das einmal in Fleisch und Blut übergegangen ist, geht es ganz automatisch.Als nächstes übe den Dreivierteltakt, dazu musst Du den Grundbass einmal und den Akkordzweimal drücken.Wenn das fehlerfreiklappt, kannst Du anfangen die beiden anderen Basspaare mit einzubeziehen. Jetzt spiel folgendeÜbung:GrundbassreihegDominanteGcTonikaCfSubdominanteFDurakkordreiheccccCCCCc cc cc cc cCCCCc cc cf ff fCCFFc cg gc cCGCDas übe jetzt, bis es Dir aus den Ohren kommt - mal als Zweivierteltaktwie in der erstenAbbildung und mal als Dreivierteltakt. Das muss sitzen, denn als nächstes kommt das Schwierigstefür den Anfänger, das Zusammenspiel von Melodie und Bass. Aber keine Bange, auch das schaffstDu!!Seite 15cC


Das erste ZusammenspielJetzt wird es ernst - jetzt kommt zusammen, was zusammengehört. Beide Seiten einzeln zu spielenmacht ja auch nicht viel Sinn. Die erste gemeinsame Melodie wird wie ganz am Anfang dieTonleiter sein. Spiele sie zuerst im Zweivierteltakt und halte den Melodieton solange, wie der Taktdauert. Du kannst bei den ersten Versuchen auch die zweite Stimme weglassen und nur die farbigenTöne spielen. Wenn das sitzt, spiele das gleiche im Dreivierteltakt und halte den Melodieton wiedersolange, wie Du für den Takt brauchst. Wenn Du zweistimmig spielst und das tiefe E, das Du mitdem C‘ zusammen greifen sollst, auf Deinem Instrument nicht vorhanden ist, spiele entweder eineOktave höher oder spiele das C‘ ohne zweite Stimme. Zum Verständnis für die Darstellung: Einsenkrechter Strich, steht nach jedem Takt, und eine waagerechte Linie trennt dieMelodiesymbole von den Basssymbolen.ZweivierteltaktE‘H‘C‘D‘E‘F‘G‘E‘C‘D‘E‘F‘G‘A‘H‘C‘‘CcGgCcGgCcFfGgCcDreivierteltaktE‘H‘C‘D‘E‘F‘G‘E‘C‘D‘E‘F‘G‘A‘H‘C‘‘CccGggCccGggCccFffGggCccDas erste richtige Lied, das Du spielen lernst, kennst Du bestimmt aus Deinen Kindertagen. DieMelodie ist einfach aufgebaut und kommt mit zwei Basspaaren, C und G aus. Aber aufgepasst, esgibt hier auch gemischte Basspaare wie C-g und G-c. Ich habe es zum besseren Verständnis nochmit runden farbigen Basssymbolen gestaltet. In den nächsten Übungsstücken werden die Basspaareaus Platzgründen einfacher dargestellt,Ccc Ggg Fffda sind nur noch die Buchstabenfarbig. Dadurch passen auch längere Stücke auf eine Seite. Außerdem ist diese Symboldarstellungnur dazu gedacht, dass Du eine Melodie, die Du nicht kennst, langsam lernen kannst. Da Du inZukunft nur Lieder spielen wirst, die Du auch kennst (sonst geht’s ja nicht auswendig), kannst Dudiese Stücke auch auslassen.Seite 16


Hänschen kleinHänschen klein ging allein in die weite Welt hinein.Zweite StimmeE‘C‘C‘D‘H‘H‘E‘H‘C‘D‘E‘E‘E‘MelodieG‘E‘E‘F‘D‘D‘C‘D‘E‘F‘G‘G‘G‘BassCcCcGgGgCgCgCcCcStock und Hut, stehn ihm gut, ist gar wohlge - mut.Zweite StimmeE‘C‘C‘D‘H‘H‘E‘C‘E‘E‘E‘MelodieG‘E‘E‘F‘D‘D‘C‘E‘G‘G‘C‘BassCcCcGgGgCcCccCAber Mutter weinet sehr hat ja nun kein Hänschen mehr,Zweite StimmeH‘H‘H‘H‘H‘C‘D‘C‘C‘C‘C‘C‘D‘E‘MelodieD‘D‘D‘D‘D‘E‘F‘E‘E‘E‘E‘E‘F‘G‘BassGgGgGcGgCcCcCgCcda besinnt sich das Kind, läuft nach Haus ge- schwind.EZweite StimmeE‘C‘C‘D‘H‘H‘E‘C‘E‘E‘GMelodieG‘E‘E‘F‘D‘D‘C‘E‘G‘G‘C‘BassCcCcGgGgCcCccCSeite 17


Alle Vögel sind schon daDas Lied „Alle Vögel sind schon da“ ist ein altes Volkslied aus Schlesien. Der Text ist vonHeinrich Hoffmann von Fallersleben, die Melodie ist aus dem 15. Jahrhundert. Es ist einfachzu spielen. Der erste und der letzte Part sind gleich und der mittlere Part besteht aus zweigleichen Teilen.Al - le Vö - gel sind scho-on da, al - le Vö - gel al - leZweite StimmeE‘C‘E‘E‘F‘E‘F‘E‘D‘E‘C‘E‘H‘E‘MelodieC‘E‘G‘C‘‘A‘C‘‘A‘G‘F‘G‘E‘C‘D‘C‘BassCcCcFfCfCc Gc Cc Gg CcWelch ein Sin - gen Mu - si - i - zier’n, Pfei - fen, Zwit-schern, Ti - i - ri - lier’n;Zweite StimmeE‘E‘D‘D‘C‘E‘C‘H‘E‘E‘D‘D‘C‘E‘C‘H‘MelodieG‘G‘F‘F‘E‘G‘E‘D‘G‘G‘F‘F‘E‘G‘E‘D‘BassCcGgCcCcGg Cc Gg CcCcGgFrüh - ling will nun ein - ma - ar - schier’n, kommt mit Sang und Schal - leZweite StimmeE‘C‘E‘E‘F‘E‘F‘E‘D‘E‘C‘E‘H‘E‘MelodieC‘E‘G‘C‘‘A‘C‘‘A‘G‘F‘G‘E‘C‘D‘C‘BassCcCcFfCfCc Gc Cc Gg CcDas nächste Lied heißt „Wo die Ostseewellen spülen an den Strand“. Es wurde 1907 vonMartha Müller-Grählert aus Zingst als Gedicht geschrieben und vom Thüringer SimonKrannig vertont. Es ist schon etwas anspruchsvoller. Es wird im Dreivierteltakt (Walzer)gespielt. Dabei werden in jedem Takt der Grundbass einmal und der Akkordbass zweimalgespielt. Auch in diesem Lied gibt es gemischte Basspaare z.B. Ggc die etwas mehrÜbung erfordern. Wenn Du Dir das noch nicht zutraust, spiele zum Grundbass zweimal dengleichen Akkordbass, das klingt auch nicht so verkehrt. Gemischte Basspaare sind nicht mitWechselbässen gleichzusetzen; diese werden in der Anleitung nicht behandelt.Seite 18


Wo die OstseewellenWo die Ost – see – wel – len tre – cken an den Strand,Zweite StimmeC‘HEGEGEC‘F‘E‘HMelodieE‘D‘C‘HC‘HC‘E‘A‘G‘D‘BassCcgCcg Ccg Ccc Ffc Ggg Ggg Gggwo der gel – be Gins – ter blüht im Dünen- sand,Zweite StimmeHC‘D‘C‘‘D‘C‘‘D‘E‘G‘F‘C‘MelodieD‘E‘F‘E‘‘F‘E‘‘F‘G‘H‘A‘E‘BassGgc Ggc Ggc Ggc GgfCcc Ccc Cccwo die Mö – wen schrei – en schrill im Sturm – ge – braus,Zweite StimmeC‘E‘E‘G‘H‘E‘G‘F‘E‘E‘G‘MelodieE‘G‘C‘‘H‘D‘‘C‘‘H‘A‘C‘‘C‘‘H‘BassCcc Ccg Ggg Ccc Ggf CccGgg Gggda ist mei – ne Hei – mat, da bin ich zu Haus.Zweite StimmeF‘E‘G‘F‘F‘E‘HHD‘C‘C‘MelodieA‘G‘H‘A‘A‘G‘D‘D‘F‘E‘E‘BassFfc Ggf Fff Ccc Ggg GgcCcc Cccwo die Mö – wen schrei – en schrill im Sturm – ge – braus,Zweite StimmeC‘E‘E‘G‘H‘E‘G‘F‘E‘E‘G‘MelodieE‘G‘C‘‘H‘D‘‘C‘‘H‘A‘C‘‘C‘‘H‘BassCcc Ccg Ggg Ccc Ggf CccCcc Cccda ist mei – ne Hei – mat, da bin ich zu Haus.Zweite StimmeF‘E‘G‘F‘F‘E‘HHD‘C‘EMelodieA‘G‘H‘A‘A‘G‘D‘D‘F‘E‘CBassFfc Ggf Fff Ccc Ggg GgcCcc CccSeite 19


SulikoSuliko ist ein altes Volkslied aus Georgien. Es ist eine einfache aber wunderschöne Melodie.Den Dreivierteltakt musst Du langsam und gefühlvoll spielen.E‘E‘C‘D‘E‘F‘D‘E‘E‘G‘G‘G‘G‘H‘G‘E‘G‘G‘E‘F‘G‘A‘F‘G‘G‘H‘H‘H‘H‘D‘H‘C‘‘CccCcgCccFfgCccCccGgg Ggg GggGgg Ccc CccE‘E‘G‘E‘H‘E‘G‘F‘G‘F‘E‘C‘‘C‘‘H‘C‘‘D‘C‘‘H‘A‘H‘A‘G‘Ccc Ggc Ggc GgfGgg Fff Ccc CccF‘F‘E‘E‘D‘E‘D‘C‘A‘A‘G‘G‘F‘G‘F‘E‘FffCccGggCcgCccCccE‘E‘G‘E‘H‘E‘G‘F‘G‘F‘E‘C‘‘C‘‘H‘C‘‘D‘C‘‘H‘A‘H‘A‘G‘Ccc Ggc Ggc GgfGgg Fff Ccc CccF‘F‘E‘E‘D‘E‘D‘C‘A‘A‘G‘G‘F‘G‘F‘E‘FffCccGggCcgCccCccSeite 20


QuintenzirkelMit dem Quintenzirkel hast Du eine Übersicht über alle Dur-Tonarten und wie siezusammenhängen. Der Abstand zwischen den benachbarten Tönen beträgt eine Quinte. Dasheißt, sie sind in der Tonleiter fünf Töne auseinander z.B. C-D-E-F-G. Das ist wichtig, wennDu in einem Lied die Tonart wechseln willst. Es klingt am harmonischsten, wenn Du zumBeispiel von C-Dur nach G-Dur wechselst, weil diese beiden Tonarten verwandt sind.Dagegen würde ein Wechsel von G-Dur nach As-Dur unharmonisch klingen. Zu jeder Dur-Tonart gehört auch ein paralleler Moll-Ton. Er ist in der inneren Reihe gegenüber dem Dur-Ton zu sehen. Beispiel: C-Dur – Am, D-Dur – Hm.BGmFDmCAmGEmHmDEsCmF#mAAsFmB b mG#mC#mEDesE b m / D#mHGes / FisDa die Bässe in ihrer senkrechten Anordnung auch im Quinten Abstand stehen, siehst Du hierin Uhrzeigerrichtung die Dominante neben dem Grundton (Tonika) und gegen dieUhrzeigerrichtung, die Subdominante. Ein Beispiel: Wenn E der Grundton = Tonika ist, dannist H die Dominante und A die Subdominante.An dieser Stelle beende ich die Anleitung und wünsche mir, dass sie Dein Interesse amAkkordeon spiel gefestigt hat. Alles Weitere hängt davon ab wie oft und wie lange Du übst.Bei Fragen kannst Du Dich z.B. an das weltmeisterforum.de wenden. Hier findest Dugleichgesinnte Einsteiger, Fortgeschrittene und professionelle Akkordeonspieler.Seite 22

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