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Haben Sie schon einmal geträumt . . .. . . von einem paradiesischen Ort,wo Sie in selbstverständlicher Harmonie mit der Natur sich wohl fühlen können?. . . von einer Zeit,die noch ihre angemessene Dauer hat,und in besonders köstlichen Augenblicken für einen Moment sogar stehen bleibt?. . . von einem Hausmit der Lebenserfahrung von Jahrhunderten,in dem Sie wieder ein Gefühl für das Wesentliche bekommen?. . . dann sind Sie eingeladenauf einen Gutshof besonderer Lebensart,wo Ihre Träume Wirklichkeit werden können.Walower Straße 30 • 17209 WoldzegartenTel.: 0049-39922-822-0 • Fax: 0049-39922-822-55info@gutshof-woldzegarten.de • www.gutshof-woldzegarten.de


NationaleNaturlandschaftenNationalparkUnteres OdertalSeite8BiosphärenreservatSpreewaldSeite20FlussauenlandschaftGeheimnisvolles Labyrinth der FließeBiosphärenreservatFlusslandschaftElbe-BrandenburgSeite11NaturparkStechlin-Ruppiner LandSeite24Flusslandschaft am Grünen BandBiosphärenreservatFlusslandschaftElbe-BrandenburgLand der Wälder und glasklaren SeenSeite NaturparkSeite14 Uckermärkische Seen29BiosphärenreservatSchorfheide-ChorinIm Land der WeißstörcheLand der 200 SeenSeite NaturparkSeite17 Barnim32(Weltnaturerbe) BuchenwälderNaturpark mit S-Bahn-Anschluss6


NaturparkWesthavellandSeite NaturparkSeite35 Dahme-Heideseen49NaturparkMärkische SchweizHavel natürlich„Perlen“ der KiefernheideSeite NaturparkSeite38 Hoher Fläming52NaturparkSchlaubetalÜber Berg und TalWandern im „Mittelgebirge“Seite41Seite56NaturparkNiederlausitzerLandrückenVielfalt auf kleinem RaumNaturparkNuthe-NieplitzEine Landschaft im WandelSeite44Seite60NaturparkNiederlausitzerHeidelandschaftWildtiereRadfahren in der Heide7


NationalparkUnteres OdertalAuf dem Weg im Fluss,wo der Biberbau stets trocken bleibtErkundungen im Unteren Odertal – eine beeindruckender FlusslandschaftVon Lunow im Süden bis Mescherin imNorden zieht sich die drei bis fünf Kilometerbreite Flussniederung des UnterenOdertal. Grund- und Endmoränen oderTalsandterrassen säumen die Ränder. Eshandelt sich sozusagen um ein schmalesBand direkt an der Grenze zu Polen. 1995per Gesetz wurde es als Nationalpark ausgewiesen,vom Brandenburgischen Landtagbeschlossen und 2006 novelliert. Das Talam Unterlauf der Oder ist in der Familieder 14 Nationalparks in Deutschland dieeinzige Flussauenlandschaft. Die Vielfaltund der Artenreichtum der Tier- undPflanzenwelt sind enorm. Auf den 10.300Hektar Fläche zwischen der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße bzw. derWestoder und dem Hauptarm des Flussesim Osten haben rund 161 brütende Vogelarten,50 Säugetier-, 11 Amphibien- sowie49 Fischarten ihre Heimat. Zu den besonderenSchätzen gehört der Seggenrohrsänger,der sonst in keiner anderen GegendDeutschlands mehr vorkommt. Auch derseltene Wachtelkönig hat im Nationalparkseine bevorzugte Brutstätte, nirgendwo imLand hat er mehr Nester als hier. Außerdemist der Biber hier wieder zu Hause.Mitten durch diese unbeschreiblicheNaturvielfalt führt der Auenpfad. Er ist,wie Hans-Jörg Wilke sagt, der ‚Weg imFluss’. Der ehemalige Biologielehrer undjetziger Mitarbeiter der Nationalparkverwaltungbegleitet uns an diesem Tag.Wir dürfen uns glücklich schätzen, solcheinen Experten und Naturfan an unsererSeite zu haben. Er macht uns auf Dingeaufmerksam, die vielen Naturtouristenverborgen bleiben: „Eindrucksvoll sinddie stillen von Seerosen und Schwimmfarnbedeckten Altwässer wie auch diebunten Feuchtwiesen und urwüchsigenAuenwaldreste. Eine Besonderheit unseresNationalparks sind die bunt blühendenTrockenrasen auf den Oderhängen.Hier finden viele Pflanzen- und Tierartender nordwestlichen Steppenzonen idealeLebensbedingungen“, erklärt der Experte.Wir erfahren weiter, dass der Auenpfadnur im Sommer begehbar ist. Viele Monateeines jeden Jahres ist die Aue vom Oderwasserüberflutet. Mehrere Meter überunseren Köpfen steht dann das Wasser. Diehellen Ringe an den Stämmen der Bäumedokumentieren das. Hans-Jörg Wilkeführt uns zu einer Biberburg, die auf einerWegerhöhung liegt. Der tierische Baumeisterhat sein Quartier offenbar äußerstDer Weg in die Aue ermöglicht Naturtouristen auch die Entdeckung der eindrucksvollen von Seerosen und Krebsscheren bedeckten stillen Altwässer der Oder zwischenden Auenwiesen der Talniederung.8


efahrene Oder-Neiße-Radweg. An derBeobachtungshütte „Seeschwalbe“ auf demDeich halten wir an. Als besondere Überraschungpräsentiert uns Hans-Jörg Wilkeim Inneren ein großes Scherenfernrohr. Essei noch aus Bundeswehrbeständen, verräter. Durch diese Linsen aber auch durcheigene Ferngläser lassen sich die Vögel aufder überfluteten Wiese zwischen Deichund Fluss gut beobachten.Zu jeder Jahreszeit hat der Nationalparkseine Reize. Zum Beispiel wenn imHerbstnebel die Kranich- und Gänseschwärmedurch die Niederungen ziehen.Im Winter ist es die Stille des Eisgangesund im Frühjahr sind es die lockendenVogelschwärme in der Aue. Vor allem alsbedeutendes Brut-, Rast und Überwinterungsgebietfür Vögel ist der Nationalparkbekannt.Rund 200.000 Wasservögel ziehenalljährlich im Herbst durch die Oderniederungen,15.000 Kraniche haben hierzeitweise ihre Schlafplätze.Hans-Jörg Wilke zeigt uns eine Biberburg, die auf einer Wegerhöhung liegt. Der tierische Baumeister hat seinQuartier vorausschauend angelegt, denn die Aue wird viele Monate im Jahr vom Oderwasser überflutet.vorausschauend angelegt – aller Voraussichtnach wird es stets trocken bleiben. „Bisheute bestimmt das in den 1920er Jahrennach holländischem Vorbild errichtete Poldersystemden Wasserstand der Oder auchin unserer Aue“, berichtet er. Besonders imWinterhalbjahr ist die Überflutung derPolder sehr wichtig. Somit ergibt sich einnatürlicher Hochwasserschutz.Für uns ist es schon eine neue Erfahrung,mitten im Flusstal auf Erkundungstourzu gehen. Vor uns erstreckt sich die Auemit ihren grandiosen Pflanzen- undTiergemeinschaften. Nur wenige Kilometerentfernt zeigt sich die Silhouetteder Stadt Schwedt mit Oderbrücke undHäuserfronten. Am östlichen Stadtrandführt der Nationalpark vorbei.Um zum nördlichen Teil des Odertals zugelangen, passieren wir zunächst die Stadt.Dann führt uns unser Begleiter direktauf den Oderdeich. Hier verläuft der vielWenn man auf dem Auenpfad und auf denanderen Wegen im Nationalpark auf Entdeckungsreisegeht, sollten Fernglas und Lupeneben dem obligatorischen Fotoapparat stetsdabei sein. Außerdem ist ein Bestimmungsbucheine weitere nützliche Hilfe. Vor allemaber sollte viel Zeit eingeplant werden, rätHans-Jörg Wilke, denn: „So wie sich dieNatur Zeit für ihre Entwicklung nimmt,sollten auch wir uns Zeit nehmen, sie zu entdeckenund zu erleben.“ Für das Motto ‚DieNatur Natur sein lassen’ gibt es ein klaresRegelwerk. In jedem Fall bedeutet es, unsereNatur keinen menschlichen Ansprüchen zuunterwerfen – eine Devise, die uns auf derRückfahrt viel zum Nachdenken gibt …Der Oder-Neiße-Radweg verläuft direkt auf dem Oderdeich.Aus der Beobachtungshütte kann man per Fernglas oder mit einem Scherenfernrohrhervorragend die Vögel zwischen Deich und Fluss beobachten.9


NationalparkUnteres OdertalTipps • Angebote • AnregungenNationalparkUnteres OdertalOdertal-FestspieleUnterhaltsames Theateram Ufer der Alten Oder in Schwedt198Zichow1662GartzInformation und Buchung:Tel. 03332 538111www.theater-schwedt.de11AngermündeSchwedtPlau198OderCriewenUckermärkische Bühnen SchwedtEberswalde167Pension Storchennestim Nationalpark Unteres Odertal198Nationalpark Unteres OdertalGründung: 29. Juni 1995Größe: 10.323 HektarLeiter des Nationalparks: Dirk TreichelBesonderheiten: Auenlandschaft der OderNationalparkhaus CriewenPark 2, 16303 Schwedt/Oder, OT CriewenTelefon: (0 33 32) 2 67 72 44nlp-unteres-odertal@lugv.brandenburg.dewww.unteres-odertal.deElke Bartsch· Bernd von Arnim Str. 1516303 Schwedt/Oder· OT Criewen - DorfTel/Fax: (03332) 51 63 67www.pension-storchennest-criewen.deÖffnungszeiten:April bis Oktober: Mo-So 9-18 UhrNovember bis März: Fr-So 13-17 Uhr(In den Brandenburger Ferien geöffnet,Gruppen bitte Anmelden!)Anreise:Bahn/Bus: Von Berlin Hauptbahnhof nachAngermünde oder Schwedt(Oder-Mitte),von dort mit dem Bus Linie 468 der UVGbis Criewen.Auto: A11 Ausfahrt Joachimstahl in RichtungAngermünde, weiter auf B198 und B2Richtung Schwedt/Oder, nach Flemsdorfnach Criewen abbiegen.AusflugtippsWährend im Herbst tausende Kraniche inden Nationalpark Unteres Odertal ziehen,locken im Januar und Februar hunderteseltene Singschwäne mit ihrem Gesang.Der Kranich sucht seinen Schlafplatzim Auengebiet der Oder auf und bietetein allabendliches Schauspiel. Der Singschwanstimmt mit seinem glockenartigenRufen auf den Frühling ein, bevor er seineReise ins nördliche Europa antrittt.- 10.-12.02.2012 Singschwantage, Criewen- 28.09.-07.10.2012 Kranichwoche, Gartz- Schloss und Lenné-Park Criewen- Stolper Turm – Deutschlands dicksterBergfried (Ø 18 m), Führungen & Besichtigungen vom Turmverließ bis zurAussichtsplattformWeitere Infos:www.tourismus-uckermark.deDie 1. Flussauen-Wochen im Nationalpark Unteres Odertal24.03. - 08.04.2012 Auch hier steht die Aue im Mittelpunkt. Zu einerJahreszeit, in der das Wasser über die Landschaft regiert, beweisen dieFlussauen-Wochen welche Vielfalt an Aktivitäten schon im Frühjahrmöglich ist. Ob Wanderungen in die Aue, Verarbeiten saisonaler Kräuterwie Bärlauch zu Leckereien, Freilichtkino mit Naturfilmen oder das Parkleuchten- Jeder findet sein ganz persönliches „Naturschauspiel Flussaue“.Tourismusverein Nationalpark Unteres Odertal e.V.Berliner Straße 46/48 (im Theater)16303 Schwedt/OderTel. 03332-2559-0, Fax –59www.unteres-odertal.de, touristinfo@unteres-odertal.deÖffnungszeiten: Okt. - April Mo –Fr 9.00 –17.00 UhrMai - Sept. Mo-Fr 9.00 –18.00 Uhr, Sa 10.00 –14.00 UhrWasser-ErlebnisNationalparkDie begleiteten Kanutourenim Nationalparkoffenbaren die Natur-Geheimnisse der Aue .Ein Gruppenerlebnisbesonderer Art : DieFahrt mit dem Slawenboot„Siwa Sweeti“ ausdem Theaterstück „ImBannfluch der Göttin“ -selbst rudern oder sichfahren lassen, beides istmöglich.10


BiosphärenreservatFlusslandschaftElbe-BrandenburgWo Natur und Geschichte zusammenfließen –Radeln in der Lenzener ElbtalaueEinst viele Jahrzehnte verbotene Zone – heute wertvolle NaturlandschaftIlse, Erika, Barbara, Helga und Edwingehören zu jenen Mitbürgern, welchedie Werbebranche gern als „Best Ager“bezeichnet. Alle sind bereits im Seniorenalter,aktiv und gern unterwegs. Gemeinsamverbindet sie ihre Liebe zur Heimat,zur Natur und zum Radeln. Zu Hausesind sie in Lenzen an der Elbe, einem kleinenStädtchen ganz im Nordwesten derPrignitz. Dort treffen die BundesländerBrandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsenund Mecklenburg-Vorpommernzusammen. Jahrzehntelang prägte diedeutsche Teilung hier Menschen undLandschaft.Inmitten der Elbtalaue prallten am EisernenVorhang zwei Welten aufeinander.Erika Otto, ein echtes Lenzener Kind,erinnert sich noch gut an diese Zeit,geprägt durch den 45jährigen Ausnahmezustand,mit Schießbefehl und verbotenenZonen. Eigentlich war Lenzen zuvor derMittelpunkt einer ganzen Region. Auchdie Wendländer vom westlichen Elbeuferkamen mit der Fähre zum Einkaufen,erinnert sie sich. Als die erste Fährebereits Ende 1989 wieder die Elbe überquerte,waren Erika Otto und die anderender heutigen Seniorengruppe natürlichdabei. Die Bewohner beiderseits derElbeufer erkannten schnell den enormenReichtum der Natur in der Elbtalaue unddie damit verbundenen Chancen für dieEntwicklung des Naturtourismus in derindustrieschwachen Region.In der jahrzehntelangen Abgeschiedenheitim Schatten der Grenze fanden zahlreicheseltene und gefährdete Pflanzen und Tiereein Rückzugsgebiet. Naturschützer undPolitiker wirkten gemeinsam daran, dassaus den verbotenen nunmehr geschützteZonen wurden. Heute ist die einstigeinnerdeutsche Grenzregion von der Ostseeüber Harz, Rhön und Thüringer Waldbis ins sächsisch-bayerische Vogtlandals „Grünes Band“ bekannt. Auch dasUNESCO-Biosphärenreservat FlusslandschaftElbe-Brandenburg gehört zu diesemGebiet, in dem der Todesstreifen zurLebenslinie wurde. Ein einzigartiger naturhistorischerSchatz von unglaublichemArtenreichtum kann sich weiter entfalten.Mit der rüstigen Seniorengruppe ausLenzen treffen wir uns zu einer Radtourauf dem Elbedeich. Sabine Forberg vomBesucherzentrum Burg Lenzen begleitetuns. Es ist schon ein eigenartiges Gefühlmit dem Rad einen Weg entlangzufahren,auf dem einst Grenzposten patrouillierten.Ein Wachturm dient heute als Aussichtspunkt.Über eine Wendeltreppebegeben wir uns in luftige Höhe.Früher Grenzregion, heute Naturlandschaft mit großer Arten- und Lebensraumvielfalt – das UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg11


BiosphärenreservatFlusslandschaftElbe-BrandenburgFrüher Grenzturm, heute BeobachtungsplattformIlse, Erika, Edwin, Barbara und Helga sind guter Dinge. Gemeinsam verbindet sie ihre Liebe zur Natur undzum Radeln. Ihre Heimat ist Lenzen an der Elbe, ein kleines Städtchen ganz im Nordwesten der Prignitz.Kanutour auf der romantischen LöcknitzDie Sicht ist fantastisch und das Naturschauspielrundherum grandios. Aufden Wiesen der Flussaue erblicken wirmehr als 30 Störche bei der Jagd nachMäusen, Fröschen und Insekten. EinAdlerpaar dreht seine Runden über dembreiten Strom. Dichter Auenwald versperrtdie Sicht flussaufwärts. Auf einergroßen Weidefläche grast eine HerdeWildpferde.Wir wollen zum „Bösen Ort“. Dieser liegtin der Nähe der Orte Lütkenwisch ambrandenburgischen und Schnackenburgam niedersächsischen Elbufer. Der Flussweist hier eine Biegung von fast 90Grad auf. In früheren Zeiten hatten hierBinnenschiffer Probleme, denn bei Niedrigwasserlief so manches Schiff auf denbreiten Sandbänken auf. Bei Hochwasserdagegen prallten die Fluten mit Wucht aufden Deich. Auch heute bietet diese Flussbiegungam „Bösen Ort“ bei Hochwasserein grandioses wie auch dramatischesBild. Durch die Eindeichungen der Elbein der Vergangenheit verringerte sich,so erfahren wir, die Breite des Stromesan dieser Stelle von ursprünglich 1.200Meter auf weniger als 500 Meter.Mit der Realisierung des Naturschutzgroßprojektes„Lenzener Elbtalaue“ hatsich das nun geändert, erklärt SabineForberg. Der Deich wurde auf einemAbschnitt von 1,7 Kilometer in das Landesinnerezurückverlegt. An sechs Stellenwurde der Altdeich geöffnet. Dadurchentstanden über 400 Hektar Überflutungsauemit Flutmulden und Flutrinnenals neue Gewässer. Durch dieses beispielhafteRenaturierungsvorhaben wird dieAuenlandschaft erheblich aufgewertet,ist sich die Fachfrau sicher.Die Elbtalniederung bietet mehr als 50bedrohten Vogelarten und über 100gefährdeten Farn- und Blütenpflanzeneine Heimat. So sind Kranich, Rotmilan,Wachtelkönig, Seeadler, Biber und Fischotter– Tiere mit unterschiedlichen Lebensansprüchen– wieder in den Fluss auen zuHause. Auch hat fast jedes Dorf am UferMal schauen wie es der Wildpferdherde geht!wieder ein oder mehrere Storchennester aufden Dächern. Wir radeln an Grünland- undAuwaldflächen vorbei. Beeindruckend, wiesich alte Eichen, Ulmen, Schwarz-Pappelnund Eschen majestätisch aus den regelmäßigüberfluteten Flächen erheben. Wieder aufder Burg Lenzen angekommen, informierenwir uns im Besucherzentrum über weitereMöglichkeiten, die Flusslandschaft Elbe zuerkunden. Einen faszinierenden Einblick indie Natur- und Kulturgeschichte der Regionbietet uns hier die Ausstellung „Flusslandschaftam Grünen Band“.Erika Otto und die anderen der Seniorengruppesind inzwischen in Kanus umgestiegen.Die Löcknitz, ein Nebenfluss der Elbe,fließt unmittelbar an der Burg vorbei undlädt ein, die vielfältige Naturlandschaft vomWasser aus zu entdecken.Der Elbe-Fernradweg, direkt auf dem Deich, wird von Rad- und Naturtouristen gerne und viel genutzt.12


Tipps • Angebote • AnregungenBurghotelund Restaurant LenzenBiosphärenreservatFlusslandschaftElbe-Brandenburg5• 40 stilvolle Gästezimmer im Burghotel und inder historischen Burgschule• Burg-Restaurant mit Sonnenterrassen• Veranstaltungsräume für bis zu 90 Personen• Wellnessangebote, Liegewiese,Kanu- und Radtouren10%RabattUnterwegs im Land derbei AnreiseStörche und Kranichevon So - MiLüchowDömitz195Burg LenzenGartow ElbePerleberg5WittenbergeBadWilsnackSeehausen107HavelbergOsterburgNatur-Entdecker-Angebot mit2 Ü/HP, Leihfahrrad oder -kanu, Lunchpaket,Radwanderkarte und Tipps für besteNaturbeobachtungen189Burghotel LenzenBurgstr. 3 • 19309 Lenzen129 € pro Person / 69 € pro Kind (3-17 Jahre)Tel.: (03 87 92) 50 78 300Fax: (03 87 92) 50 78 399burghotel@burg-lenzen.dewww.burghotel-lenzen.deBiosphärenreservatFlusslandschaft Elbe-BrandenburgGründung: 18. März 1999Größe: 533 km 2Leiterin des Biosphärenreservats:Jeanette FischerBesonderheiten: Elbtalaue als eine derletzten naturnahen FlusslandschaftenMitteleuropasBesucherzentrum Burg LenzenBurgstraße 319309 LenzenTelefon: (03 87 92) 12 21info@burg-lenzen.dewww.burg-lenzen.deÖffnungszeiten:April bis Oktober: Mo-So 10-18 UhrNovember bis März: Mi-So 10-17 Uhr(Montag und Dienstag auf Anfrage)Anreise:Bahn/Bus: Mit der Bahn bis zum ICE-BahnhofWittenberge, von dort weiter mit demBus Nr. 925 nach Lenzen/Haltestelle Markt.Auto: Auf der A24 aus Richtung Hamburgüber Ludwigslust und aus Richtung Berlinüber Pritzwalk und Perleberg oder überPutlitz und Karstädt.AusflugtippsBurg Lenzen, urkundlich erstmals im Jahr929 erwähnt, lädt den Besucher zu einerEntdeckungsreise in die historische Altstadtein. Stumpfer Turm, St. KatharinenKirche, Scharfrichterhaus, Rathaus mit„Ein-Uhr-Zeiger“ , es gibt noch einigesmehr zu bewundern. Reizvoll ist auch dienähere Umgebung mit dem RambowerMoor und der Schmölener Düne, vonder aus ein herrlicher Weitblick über dieLöcknitzniederung bis zur Elbe hin lockt.Mit der Fähre geht es über die Elbe zumHöhbeck, der bereits in Niedersachsenliegt.13


BiosphärenreservatFlusslandschaftElbe-BrandenburgBlicksafari per GPS in der„gefiederten Hausbesetzerszene“Erinnerungen an einen Besuch im Europäischen Storchendorf RühstädtWas Hanns Guck-in-die-Luft in derGeschichte von Heinrich Hoffmann daoben suchte, im Himmel oder nicht ganzso hoch: auf einer Kirchturmspitze, dasweiß man nicht. Was uns Besucher desEuropäischen Storchendorfes Rühstädtden Kopf in den Nacken kippen lässt,klappert mit dem Schnabel. „Schau da isteiner!“, hört man einen von uns rufen, unddann guckt ein Storch aus einem Nestheraus. Weiße und schwarze Federn, roteBeine, spitz und lang und ebenfalls rot: derSchnabel. – Die Wissenschaftler nennenihn „Ciconia ciconia“; bei den Fachleutenim Biosphärenreservat FlusslandschaftElbe-Brandenburg, die täglich mit ihmzu tun haben, heißt er „Weißstorch“. Docheiner der sich mit alten Bezeichnungenauskennt, ruft ihn: „Hajebaje“ oder„Knickodbor“ oder „Adebar“.Unsere erste Adresse in Rühstädt ist, wiebei allen naturbegeisterten Touristen, dasBesucherzentrum – Tor zum BiosphärenreservatElbe-Brandenburg. Dort informiereneine Storchenausstellung „zumStaunen, zum Gucken und Anfassen“, einbewohntes Nest auf dem Dach – und einFernseher mit einem „Storchenprogramm“über das Leben des Weißstorches. DerAlltag der Tiere in genau diesem Nestwird mit einer Kamera auf dem Hausdachlive übertragen. So kann „unten“ erklärtwerden, was oben gelebt wird.Auch ein Storchenei in der Hand zu halten,zu wissen, wie viel ein Altstorch wiegt, istetwas Besonders, oder sich ganz nah vorden Schnabel eines ausgestopften Tiereszu setzen. In Rühstädt haben wir die einmaligeGelegenheit, unser theoretischesWissen über den Storch durch die Praxisbestätigen zu lassen. Gut zu wissen, dassmit Kathleen Awe, Biologin sowie denanderen Mitarbeitern des Besucherzentrumsausgewiesene Storchexperten unshilfreich zur Seite stehen. Gern nehmenwir ihr Angebot an, nach der Führungdurch das Haus einen Rundgang durchsStorchendorf zu unternehmen. Sehrbeliebt bei den Touristen sind dabei dieGPS-Touren „Von Nest zu Nest“, erfahrenwir. Mit solch einem Navi werden nunwir zur „gefiederten Hausbesetzer-Szene“Rühstädts, zu den Störchen, „gelenkt“.So führt uns die digitale Karte auf demDisplay des Navis bei der Erkundungstourz. B. zu einem alten Wasserturm. 1992liebevoll restauriert, ist der Turm sogardoppelt bewohnt: Im Innern brütet einSchleiereulenpaar. Auf der Dachspitze isteine Storchenfamilie zu Hause. Wir erfahren:Ein Storch kann bis 4,5 Kilogrammwiegen und 75 Zentimeter groß werden.Es ist immer wieder erstaunlich, wie ausdem Flaumkleid eines Jungtieres das stattlicheTragwerk eines Erwachsenen mitzwei Meter Flügelspannweite entstehenkann. Störche sind Kontinentalreisende,die über einen bewundernswerten Orientierungssinnverfügen. Jedes Frühjahrfliegen sie aus Afrika nach Mitteleuropagenau in das Nest in dem sie schon malerfolgreich gebrütet haben zurück. Seltenliegt das in ihrem Geburtsort. Ihr Zugtriebzeigt sich schon im Geburtsjahr,wenn im August die Jungstörche ein biszwei Wochen vor den Altstörchen in denSüden ziehen. Entweder nutzen sie dieWest-Route über die Straße von Gibraltaroder wie die meisten Rühstädter Störchedie Ost-Route über den Bosporus. Dabeinutzen sie die warmen Aufwinde, um hochin die Luft zu steigen, manchmal mehrereTausend Meter hoch und dann über weiteStrecken kraftsparend zu segeln. Ist dasWetter zu schlecht, warten die Störcheauf besseres Wetter – es kommt zum„Zugstau“. Im Frühjahr läßt der Bruttriebdie meisten Rühstädter Weltenbummlerden Weg über Ägypten, Israel, Palästina,Syrien, die Türkei, Bulgarien, Rumänien,Ungarn, Tschechien, nach Deutschland,14


Auf dem Besucherbalkon in Augenhöhe mit denStörchen.Storchenwiegen im Besucherzentrum RühstädtBrandenburg, ins Storchendorf an der Elbefinden, um auf dem Wasserturm oder aufeinem der anderen dreißig, vierzig Horsteeine Familie zu gründen.Inzwischen erreichen wir, GPS-gesteuert,einen weiteren Höhepunkt unserer Tour.Belohnt werden wir mit den wohl schönstenund storchenreichsten Blicken. Diesegenießen wir vom Balkon des 2. Stockseines alten Speichergebäudes. 2007 alsPunkt der Naturerlebnisroute eingeweiht– in mehr als zehn Nester auf denumliegenden Dächern können wir vonhier aus sehen. Ob die Störche neben denvielen Nistmöglichkeiten auch die Kirchewiedererkennen, das Schloss, die Backsteinbauernhäuser?Sicherlich werdensie sich an die nahrungsreichen Wiesenund Felder der Elbniederungen erinnern,an den Überfluss an Kleintieren, an dieideale Versorgung für viele Monate.ist nach dem Nestaufbau das Wichtigste,das der Neuling jetzt zu tun hat. DasNest wird jedes Jahr ein Stückchen weiteraufgeschichtet; wird aber nie fertig. Selbstwenn die Jungen schon ausgeflogen sind,wird noch Nistmaterial herangeschafft.Meistens legt das Weibchen drei bis vierEier, manchmal sind es sieben. Schlüpfendie Jungen, sind ungefähr dreißig Tagevorbei, dann schaffen die Storchenelternran, was sie können: Mäuse, Würmer,Auf gemähten Wiesen ist der Tisch reich gedeckt.Käfer, Fische – und Frösche natürlichauch. All das schlucken die Alten herunter,um es für die Kleinen auszuwürgen.Würgen können Störche sowieso ganzgut: „Gewölle“, die alles Unverdaulicheenthalten, werden wie Abfall aus demHorst geschubst. – Und die Jungen?Nicht alle werden groß und stark undkönnen überleben; die natürliche Auslesedient der Arterhaltung, und es gäbe dieStörche längst nicht mehr, wenn sie imBei den weiteren intensiven Blickkontaktenzu den Nestern und den Storchenfamiliender Umgebung kommen wir mitKathleen Awe ins Fachsimpeln. Sie erzähltu.a., ein gerade aus Afrika angekommenerStorch gönne sich keine Ruhe. Er schautsich um, ob schon Artgenossen da sind –diese Suche nach dem anderen GeschlechtLiveschaltung zur Storchen-Kinderstube auf dem Dach des Besucherzentrums.15


BiosphärenreservatFlusslandschaftElbe-BrandenburgBiosphärenreservatFlusslandschaftElbe-Brandenburg5Dömitz195LenzenPerleberg5LüchowElbeWittenbergePlauBadWilsnackRühstädtSeehausenHavelberg107Foto: Kathleen AweFoto: Jan Schormann198Storchennester bestimmen das Dorfbild.Blick in eines der zahlreichen Storchennester.Biosphärenreservat Flusslandschaft ElbeGründung: 18. März 1999Größe: 533 km 2Leiterin des Biosphärenreservats:Jeanette FischerBesonderheiten:• höchste Storchendichte in Deutschland• Vielfalt einer Flusslandschaft mitLebensräumen von nass bis trocken -Altarme, Qualmwasser, Feuchtwiesen,BinnendüneBesucherzentrum RühstädtNeuhausstraße 919322 RühstädtTelefon: (03 87 91) 9 80 25nabu-besucherzentrum@t-online.deÖffnungszeiten:April bis September: Mo-So 10-18 UhrOktober bis März: Mo-Fr 8-15 Uhr(und nach Voranmeldung)Anreise:Bahn/Bus: Mit dem RE4 Richtung Wittenberge/Wismar,wahlweise bis Bad Wilsnackoder Wittenberge. Von dort mit dem Radder Ausschilderung Storchendorf Rühstädtfolgen oder mit dem Bus 938 von BadWilsnack nach Rühstädt.Auto: Auf der B5 bis Kletzke, von dort überBad Wilsnack, Abbendorf nach Rühstädt.189Laufe der Evolution auch versucht hätten,das schwächste Tier durchzufüttern.Wenige Meter nach dem Fotobalkonam Brink Nr. 7 hat die Verlegerin VeraWildgruber zwei „Herbergen“ auf derScheune hinter ihrem Haus angebracht.Ein großes Nest für das Aufziehen vonJungstörchen und eine Mini-Nisthilfe alsRuhe- und Putzplatz für die Alten.Im Juli ist im Storchendorf bei der gefiedertenHausbesetzerszene Hochsaison.Das ändert sich spätestens Mitte August.Nahrungsmangel und die kürzer werdendenTage sind es, was die Störche dann, wiein jedem Jahr wieder unruhig werden lässt.Bei den Jungtieren fängt es schon früheran. Sie sammeln sich in Trupps, fliegen einbis zwei Wochen vorher und immer mutigdrauf los, nichtsahnend von Stromleitungen,Windrädern, afrikanischen Pfeilen,nichtsahnend von Erschöpfung und denTücken der Thermodynamik. Die Elternmüssen sie alleine ziehen lassen. Das warschon immer so – seit es auf der Weltdiese schönen Tiere gibt.„Und im Herbst und Winter, wenn dieStörche fort sind …?“, fragen wir. Wirhören, dass es in Rühstädt und Umgebungauch ohne gefiederte Hausbesetzeretwas zu sehen gibt: Beim Spaziergang imSchlosspark mit dem Obelisken aus demElbsandsteingebirge, dem Eiskellerberg,dem imposanten Mammutbaum, oderman radelt zur Elbe, zählt die Wintergästewie Saat- und Bläßgänse, die Greifvögelaus dem Norden. Im Herbst und Frühjahrnutzen die Kraniche, Zwerg- undSingschwäne die Wiesen und Felder rundum das Storchendorf zur Rast. Vielleichtnutzt man ein Wellnessangebot desSchlosshotels zur eigenen Rast und Erholung.Oder man wartet geduldig darauf,ohne wie Hanns Guck-in-die-Luft in denSchlossteich zu fallen, bis es wieder vonoben herunter klappert!Ausflugtipps• Bad Wilsnack, Kurstadt mit Thermalbad,Gradierwerk und Salzsee, Wunderblutkircheund Pilgerweg• Storchendorf direkt am Elberadwegzwischen der Domstadt Havelberg undWittenberge mit denkmalgeschützterIndustriearchitektur• Plattenburg – größte noch erhalteneWasserburg Norddeutschlands• Natur- und Kulturlandschaft für Radfahrerund Wanderer erlebbar - Naturerlebnisroute,Geschichtsroute ...• „Kleiner Strom am großen Fluss“ - Rundkursedurch die KarthaneniederungStella und Svenja auf GPS-Tour durchs Storchendorf Hektik in der KinderstubeFoto: Marion Ebersbach16


Hartmut Richter, Mitarbeiter und Naturführerdes Biosphärenreservates, ist einexzellenter Kenner seines Buchenwaldes.Er stammt aus der Region und ist seit 1976im Forst ständig auf Erkundungstour. ImBiosphärenreservat Schorfheide-Chorinbefinden sich die größten noch zusammenhängendenTieflandbuchenwälder Europas.Der Buchenwald Grumsin ist dabei dasNaturentwicklungsgebiet. Wegen seinerbesonderen Topographie und der Tatsache,dass er zu DDR-Zeiten als Staatsjagdgebietdiente, wurde der Wald nicht bewirtschaftet.Überhaupt ist er seit 20 Jahren ganznutzungsfrei, erzählt er.Die Landschaft ist geprägt von den Endmoränenzügender Weichseleiszeit, mitschroffen Höhenzügen und tiefen Senken.In ihnen befinden sich Toteislöcher mitMooren verschiedenster Güte. Der Waldnutzte diese Freizügigkeit für seine Entwicklung.Er bewahrte die Ursprünglichkeit.Im Naturentwicklungsgebiet ist er wiederBiosphärenreservatSchorfheide-ChorinReliefenergie auf engstem Raum – UNESCO-Weltnaturerbe „Grumsiner Buchenwald“Erkundungen zwischen Totholz, mächtigen Stämmen und BaumwipfelnEs scheint, als schreite man inmittendes Weges durch ein Tor, durch einevon der Natur geformten Pforte, undist in einer ganz anderen Welt. DiesenEindruck haben wir bei unserer Tourin den Grumsiner Buchenwald.Obwohl vom blauen, wolkenlosenHimmel die Sonne strahlt, fällt esplötzlich schwer, den Unterschiedzwischen Tag und Nacht auszumachen.Eben, weil die dichtenBaumkronen der riesigen Buchendem Himmel das Blau und derSonne das Licht stehlen.Wir sind in einem Weltnaturerbe.Auch Hartmut Richter, unserBegleiter, ist zufrieden, sogarbegeistert. Dass er das noch kurzvor seiner Pension erleben darf!Sein Grumsiner Buchenwald,670 Hektar groß, im HerzendesBiosphärenreservatesSchorfheide-Chorin, ist imJuni 2011 von der UNESCOzusammen mit den Buchenwälderder NationalparkeJasmund und Müritz inMecklenburg-Vorpommern,dem thüringischenHainich und dem hessischenKellerwald-Ederseezum Weltnaturerbe geadeltworden. Sie alle sind Teildes Weltnaturerbes „Altedeutsche Buchenwälder“.In jedem Falle spielennun diese deutschenBuchenwälder,wasBedeutung und Aufmerksamkeitbetreffen,in der gleichen Liga wiedas Wattenmeer vorder deutsch-holländischenNordseeküste,der Grand Canyonoder die Galápagos-Inseln.auf gutem Weg zurück zu einem Urwald,etwa so, wie ihn unsere Altvorderen bei derBesiedlung Mitteleuropas vorfanden.Im Wald spüre man buchstäblich, someint Hartmut Richter, die Reliefenergieauf engstem Raum. Das Besondere imGrumsiner Buchenwald sind die Höhenunterschiede.Teils unerwartet steile Wegeführen auf Höhen von bis zu 200 Metern.Überall erblicken wir viel Totholz in derVerfallsphase. Das sei aber auch ein ersterSchritt zu neuem Leben, erklären die unsbegleitenden Biologen. Der Buchenwaldzeigt sich einmal mehr mit einer natürlichenDynamik von Wachstum und Zerfall.Im Zentrum des Forstes erhebt sichder dichtbewaldete Blocksberg auf einefür Brandenburger Verhältnisse stattlicheHöhe von 132 Metern. In einer Höhe von108 Metern befindet sich hier auch derhöchstgelegene See dieses Bundeslandes.Buchenwald und Wasserlandschaft auf 108 Metern Höhe17


Eine Besonderheit ist die Spreewaldschleuse mit Bürstenpass daneben, die nichtnur den Kanus sondern auch den Fischen ein sicheres passieren ermöglicht. Bei Schlepzig zeigt sich der Spreewald in seiner Urwüchsigkeit.Einladung zur Rast am Ufer der Fließe. Gestaltete Wasserlandschaft im OberspreewaldBunte Vielfalt im Kräutergarten am Besucherzentrum in Burg. Erntefrisch geht es in die Töpfe und Pfannen.21


BiosphärenreservatSpreewald13Baruth96BiosphärenreservatSpreewald179Märkisch-Buchholz87Luckau179LübbenBiosphärenreservat SpreewaldGründung: 1. Oktober 1990UNESCO-Anerkennung: 11. April 1991Größe: 474 km 2Leiter des Biosphärenreservats:Eugen NowakBesonderheiten: wild-romantisches Netzvon über 1.500 Kilometern kleiner Fließeund Kanäle, von denen ca. 300 km mitdem Kahn oder Kanu erlebbar sind.BesucherzentrenHaus für Mensch und Natur LübbenauHauptinformationsstelle und Sitz derVerwaltung des BiosphärenreservatsSchulstr. 903222 LübbenauTelefon: (0 35 42) 89 21 0br-spreewald@lugv.brandenburg.deSchlossberghof BurgByhleguhrer Str. 17, 03096 Burg/SpreewaldTelefon: (03 56 03) 691-0Alte Mühle SchlepzigDorfstr. 52, 15910 SchlepzigTelefon: (03 54 72) 27613SchlepzigLübbenau/SpreewaldÖffnungszeiten:April bis Oktober: Di-So 10-17 Uhr(zu anderen Zeiten auf Anfrage)87 168VetschauBurgSchwielochseeAnreise:Bahn: Mit der DB aus Berlin RichtungCottbus erreichen Sie den LübbenauerBahnhof. Sie haben dann noch einenFußweg von ca. 10 Minuten in die Standmitteund erreichen somit auch das Hausfür Mensch und Natur.Auto: Über die hervorragende Autobahnanbindung(A15) Abfahrt Lübbenau in dieAltstadt Schulstraße 9 erreichen Sie unserHaus für Mensch und Natur.15FriedlandCottbusGegenrichtung steigt man aus und ziehtdas Boot an der Seite nach oben. Fischejedenfalls schaffen es mit Leichtigkeit.“Sich berührende Bäume links und rechtsdes Ufers, Pflanzentunnel, Blättertor… ich suche nach Worten, fotografiereFachwerkhäuser und beiße von einer dersauren Spreewaldgurken ab, die ich vorder Abfahrt gekauft habe – als ich hintermir wieder die Stimme des Rangers höre:„Wir befinden uns in einem Streusiedlungsbereich,der zur Gemeinde Burggehört. Charakteristisch sind die einzelnstehenden Häuser und Gehöfte. So schönes auch überall aussieht – es handelt sichnicht um ein Naturschutzgebiet. Dahin, indie sogenannte Kernzone, kommen Sie inder Regel nur über gesperrte Fließe. Dorthaben der Eisvogel, der Schwarzstorch,der Seeadler und viele andere seltene TiereRückzugsgebiete und Brutmöglichkeiten.Fachleute zählten im Spreewald über800 Schmetterlingsarten“, hörte ich denRanger sagen – und dachte an die vier oderfünf verschiedenen, die ich manchmal inBerlin entdecken konnte. Links kommenwir lautlos einem uralten Fachwerkhausentgegen. Ich frage beiläufig, ob dort nochjemand wohne. – „Doch, doch“, antworteteder Ranger. „Und die großen Findlinge,auf denen es steht: so waren früher alleHäuser im Spreewald gebaut, damit dasHochwasser unterm Fußboden durchfließenkonnte. Die Hofstellen hat mansowieso auf die höchsten Flächen gestellt,werden in der Eiszeit durch entstandeneSchwemmsandkegel der Hochwasser derSpree die Landschaft geformt wurden. ImSorbischen heißen sie Kaupen, daher auchder Begriff Burg-Kauper für den kleinenOrt, wo Sie die Gurken herhaben.“Ein großer vollbesetzter Kahn schwimmtuns entgegen. Man winkt und ruft undlacht. Ob es immer so ist, dass der Fährmannhinten steht und vorne die nettestenFrauen sitzen, frage ich mich, und derRanger erzählt: „Die Paddler unterschätzendas immer, wenn ihnen so ein Kahn entgegenkommt. Wenn der Paddler nicht aufpasstund sich quer stellt, schiebt sich derKahn einfach drüber hinweg, drückt denPaddler unter Wasser, und der macht, wenndas Fließ nicht tief ist wie hier, mindestenseine Modderrolle.“ – Der Fährmann ruftherüber, dass er aus Schlepzig, also aus demNorden, käme, ich frage den Ranger nachden Spezialitäten des Unterspreewalds underfahre einiges über das wertvollste Gewässerdort, den Puhlstrom: „Der schlängeltsich malerisch durch den Wald, ist vielbreiter und tiefer als die Fließe hier oben.Man sieht überall Uferabbrüche und dasGegenteil: Sandbänke. Das Artenspektrumist besonders breit. Man findet selteneFische, den Bitterling zum Beispiel. AuchGründlinge sind drin und Bachneunaugen,die wie dicke Tauwürmer aussehen, senkrechtin der Kiesbank stehen und obenzehn Zentimeter raus gucken. Die werdenbis 25 Zentimeter lang – das ist extremselten in freier Natur. Wenn Sie dort mitdem Kahn unterwegs sind, erleben Sie denschönsten Edellaubholzwald: Ulme, Eiche,Hainbuche, Gemeine Buche, Esche, Winterlinde,vereinzelt stehen Birken drin, wasreizvoll ist, hier und da auch Kiefern. ImHerbst ist es dort so bunt wie in Kanada– Indian Summer, ungelogen – ab MitteOktober, herrlich!“Der Ranger erzählt vom Fischotter, vomIltis, vom Baum- und Steinmarder – allesTiere, die sich im Spreewald tummeln.Ich stelle mir vor, eins davon zu entdeckenund höre: „Auch der Biber ist weitverbreitet. 2003 im Unterspreewaldeingewandert kämpft er sich langsamzum Oberspreewald durch. Nördlich vonLübben zählt man 16 Reviere. Südlichsind es drei. Wenn Sie sich gründlichinformieren wollen, empfehle ich Ihnendie Ausstellung ‚Unter Wasser unterwegs’in der Alten Mühle in Schlepzig. Dortzeigt man Ihnen, wie es wäre, wenn Sieauf dem Grund des Puhlstroms entlangspazieren würden: Über Ihrem Kopfschwimmt der Kahn, hinten hängt dasRudel runter, und an Ihren Schuhenknabbert der Barsch oder huscht derHecht vorbei.“Während der letzten halben Stunde, biszur Rückkehr zum Ausgangspunkt unsererKahnfahrt, dem Bootsverleih Rhenus,sprechen wir gar nicht, genieße ich dieStille, als sei ich nur ihretwegen hier – bisich dem Ranger meine letzte Frage stelle:Wo denn seine Lieblingsecke sei. SeineAntwort folgt prompt: „Im Spreewaldwächst der größte zusammenhängendeErlenbruchwald Europas mit der wahrscheinlichhöchsten Erle Deutschlands– 37,4 Meter! Dort bin ich am liebsten.“198Plau22


Tipps • Angebote • AnregungenZusammenhänge erleben?Der Spreewald ist eine einzigartige Landschaft.Ein großer Park, mit lichten Wäldern,durchzogen von Fließen. Kulturlandschaft,vom Menschen gebildet. 12Milliarden Tonnen Kohle lagern in derLausitzer Erde. 73 km² Land nimmt derMensch mit dem Tagebau Welzow inAnspruch. Man muss sich 6.700 Fußballfeldervorstellen, umgegraben. Auchdas ist einzigartig. Der Mensch prägtANZEIGEdie Lausitz schon seit Jahrhunderten.Ohne ihn gäbe es weder den Spreewaldnoch den Tagebau. Und ohne ihn wird esin Zukunft auch keine Windkraftanlagen,keine neuen Seen, keine Streuobstwiesenund keinen Meerrettich geben. Zusammenhängeversteht man erst, wenn mandie Dinge gerochen, geschmeckt, gefühlt,gesehen und gehört hat.www.spreescouts.deAusflugstippIm Arznei- und Gewürzkräutergartenam Infozentrum Burg grünen und blühenvom Frühjahr bis in den Herbst rund 600verschiedene Pflanzenarten auf einerFläche von rund einem Hektar. Viele wareneinst in den Bauerngärten der Spreewälderzu finden. Andere gehören zu dennahezu vergessenen Arznei-, Gewürz- undFärberpflanzen. Bei Führungen (Mai-September, Anmeldung unter Tel. 035603/69118, Preis: 3 €, Kinder 1 €) könnenBesucher allerhand Wissenswertes überdie regionale Pflanzenwelt erfahren.Geöffnet: Saison (1.5.-3.10.) Mo-Fr 7:30-16Uhr & Sa-So 10-18 Uhr, Nebensaison Mo-Fr8-15 Uhr. Eintritt 1,50 €, Kinder 1 €; weitereInfos: www.spreewaldkraeuter.de.Leiper Dorfstraße 203222 Lübbenau/Spreewald OT LeipeTelefon 03542-2805info@spreewaldhof-leipe.dewww.spreewaldhof-leipe.deUnsere Pension mit der Gaststätte „Fischerstübchen“ entstandauf einem ehemaligen Leipschen Bauernhof mit Fischerei.Davon erschienen uns die deftige Küche der Regionund der ländliche Stil von Haus und Hof bewahrenswert.Erst der Mensch schuf den Spreewald alsKulturlandschaft und damit die Grundlagefür eine große Artenvielfalt.Doch wie entwickelte sich die Beziehungzwischen Mensch und Spreewald?Und welche Bedeutung haben dieSpreewälder Landwirte für den Erhaltder Artenvielfalt? Das zeigen Tour- undBildungsangebote, die von Spreescouts inZusammenarbeit mit dem Biosphärenreservatund der Bürgerstiftung KulturlandschaftSpreewald erarbeitet wurden.Canadiertour „Spreewälder Beziehungen“(30 € p.P. ganzjährig, wöchentlich), Exkursionen(Kombitour Fahrrad & Canadier) undCamps zum Thema Artenvielfalt.Infos ab März 2012: www.spreescouts.de,Tel. 035603/ 150 503Ringchaussee 13603096 Burg im SpreewaldTelefon 035603-6850www.kolonieschaenke.deHerzlich – Ursprünglich – Natürlich – UnkompliziertEin liebevolles Haus für schöne ErinnerungenAls staatlich anerkannter Erholungsortbietet Lübbenau hervorragendeVoraussetzungen für Gesundheits- undWellnessurlaub. Nachdem der Organismusbei Aktivitäten in der herrlichen Natur desBiosphärenreservats auf Trab gebrachtwurde, können Körper und Geist in denörtlichen Bädern und Saunen in Einklanggebracht werden.Geschichte wird im SpreewaldmuseumLübbenau und dem FreilandmuseumLehde lebendig. Ersteres ist im Torhausgebäudeuntergebracht und hält allerhandHeimatkundliches wie Trachten, eineLeineweberwerkstatt und ortstypischeKuriositäten bereit. Geöffnet: Di-Do 18-18Uhr (Apr-Okt) bzw. 10-16 Uhr (Nov-Mär).In Lehde berichtet Brandenburgs ältestesFreilandmuseum mit vier originalen Hofanlagenaus 150 Jahren Spreewald. Geöffnet:Apr-Sep 10-18 Uhr, Okt bis 17 Uhr.23


NaturparkStechlin-Ruppiner LandWo Schellenten brüten und der Seeadler jagtZu Gast im Naturpark Stechlin-Ruppiner LandSchon zu Zeiten Friedrich des Großenhatte sich der Förster von Menz gewaltiggeirrt. Das erfuhr auch Theodor Fontane,als er vor 150 Jahren ins Forsthauskam – in eben dieses Gebäude, in demheute das NaturParkHaus StechlinBesucher empfängt: Junge und ältereNaturfreunde, Familien mit Kindernund Schulklassen. Der Alte Fritz ließnämlich damals anfragen, wie lange esdie Menzer Forst aushalten würde, „wennBerlin aus ihr zu brennen und zu heizenanfange“? In völliger Verkennung der Tatsachenantwortete der Forstbeamte: „DieMenzer Forst hält alles aus.“ Doch schonnach 30 Jahren war es zu Ende mit demHolzreichtum. Die grüne Lunge im brandenburgischenNorden hatte ernsthaftenSchaden genommen.Das alles und andere Sünden in SachenSchutz von Natur und Landschaft sollensich nicht wiederholen, da ist man sich imNaturpark Stechlin-Ruppiner Land einig.Und das NaturParkHaus Stechlin inMenz ist dabei ein wichtiges, möglicherweisesogar das wichtigste Hilfsmittel.Hier im Informationszentrum kann sichder Naturpark-Besucher schon vor seinereigentlichen Exkursion „Appetit holen“.Wer also erst einmal einen Überblickgewinnen will, was ihn erwartet, der isthier genau richtig. Der Ausstellungsbesucherbegibt sich auf eine phantastischeReise durch die heimische Natur. Eineweitgehend unbekannte Welt öffnet sich.Man kann in die Gänge der Ameisen eindringen,eine Mondscheinnacht im Walderleben, ja sogar mit Tieren „telefonieren“.Im Sinnesgarten hinter dem Haus regenKräuter und Sträucher zum Schmecken,Riechen und Fühlen an. Und wennsich Gruppen angemeldet haben, dannwerden diese Kräuter auch mal verkostet.Da schmeckt der Quark wieder so wie zuOmas Zeiten.Landes Brandenburg. In unmittelbarerNähe führt ein Wald- und Wassererlebnispfadum den Roofensee. Über sechsKilometer verläuft er am Ufer entlang,vorbei an Mooren und Wiesen. DerNaturerlebnispfad „Von Moor zu Moor“zwischen Menz und Großem Barschseeist an einer Station auch für Rollstuhlfahrergeeignet. In den warmen Jahreszeitenflattern Schmetterlinge durch die Luft,Libellen schwirren über den Weg. Mitetwas Glück kann man einen Seeadlerhoch am Himmel kreisen sehen. Oderman sieht und hört die Schellente, diehier in abgestorbenen Bäumen geeigneteBruthöhlen gefunden hat. Ihren Namenverdankt sie ihrem charakteristischenFluggeräusch, das an den Klang kleinerGlocken, also Schellen, erinnert. DerVogel ist zum Wappentier des Naturparksgeworden. Und wenn es um dasgrüne Tafelsilber geht, dann gehören dieunzähligen Pflanzen dazu, sogar wildwachsende Orchideen. 160 Seen gibtes, darunter viele Klarwasserseen. Derbekannteste ist der Große Stechlin – mitfast 70 Metern auch einer der tiefsten inNorddeutschland. Einen anderen See hateine Fürstin zu ihrem Favoriten gekürt.Augusta Caroline, eine Großherzogin vonMecklenburg-Strelitz im 19. Jahrhundert,bevorzugte den Peetsch-See bei Steinförde.Am Ostufer erinnert der „Augusta-Blick“ an die englische Königstochter.Wer das NaturParkHaus besucht hat,wird den Naturpark mit ganz anderenAugen sehen – nämlich als Tafelsilber desViel beschrieben: „der Stechlin“ im Herzen des Naturparks. Er gilt als einer der saubersten und tiefsten Seenim norddeutschen Binnenland.24


Mithilfe der Schatztruhe und weiteren Ausstellungsstücken im NaturParkHaus Stechlin in Menz können Geheimnisse über Tiere und Pflanzen gelüftet werden.Mit Becherlupe und wachen Augen geht es auf Entdeckungstour im Garten der Sinne am NaturParkHaus Stechlin.Auf dem Wald- und Wassererlebnispfad um den Roofensee25


NaturparkStechlin-Ruppiner LandTipps • Angebote • AnregungenNaturparkStechlin-Ruppiner Land19896Fürstenberg/HavelRheinsbergMenz9624LindowGransee96167NeuruppinHerzbergNaturpark Stechlin-Ruppiner LandGründung: 7. Juli 2001Größe: 680 km 2Leiter des Naturparks: Dr. Mario SchrumpfBesonderheiten: Großer Stechlinsee,mit 425 Hektar Größe und 68 Meter Tiefeletzter großer, nährstoffarmer KlarwasserseeNorddeutschlandsWillkommen an Bord!NaturParkHaus StechlinKirchstraße 416775 Stechlin-MenzTelefon: (03 30 82) 5 12 10post@naturparkhaus.dewww.naturparkhaus.deÖffnungszeiten:Mai bis September: Mo-So 10-18 UhrOktober bis April: Mo-So 10-16 Uhr(Gruppen bitte Anmelden!)Anreise:Bahn/Bus: Mit der RE5 bis Bahnhof Gransee,weiter mit dem Bus 836 nach Menz(ganzjährig).Auto: Das NaturParkHaus Stechlin inMenz ist über die B96 bis Gransee oderFürstenberg/Havel bzw. über Rheinsbergzu erreichen.Ein eigener Yacht ha fen, à la car te Re stau rant, Pizzeria,Cock tailbar, Som mer ter ras se, die uri ge Ha fen knei pe,das Kin der haus „Arche Noah“ und das Er leb nis badmit Well ness be reich bil den den Rah men für ei nener leb nis rei chen Auf ent halt. Für Gast- und Dauerliegerwird eine komplette maritime Infrastruktur geboten.Erleben Sie das ein zig ar ti ge ma ri ti me Fe ri en re sort imschönsten Teil der Meck len bur gi schen Seenplatte.te.Ob Urlaub mit der Fa milie, ein Kurz tripzwischendurch oder pro fes si o nell or ga ni -sier te Ta gung – Will kom men an Bord!Best Western Premier Marina Wolfsbruch · 16831 Rheinsberg-KleinzerlangTelefon 033 921/87 oder www.marina-wolfsbruch.dewww.landhotel-lindengarten.deAusflugtippsNeuruppin mit seiner historischenAltstadt und der ehemaligen Klosterkirchesowie Wittstock an der Dosse mit dereinstigen Bischofsburg, einem Museumüber den 30-Jährigen Krieg sowie einer guterhaltenen Stadtmauer.AusstellungenGlasmuseum in NeuglobsowStechlinseestr. 2116775 Stechlin - NeuglobsowTelefon: 033082 40863 oder 51210ÖffnungszeitenMai bis September Mi. - So. 10 - 16 UhrOktober bis April Fr. - So. 10 - 16 UhrDas Haus mit familiärer Atmosphäre direkt an derMecklenburgischen Seenplatte bietet optimalenPlatz für Aktivurlauber und Naturtouristen – Radler,Wanderer und Wasserfreunde jeder Art.• Großzügige Hotel-Anlage mit Liegewiese• Event-Tenne für Feierlichkeiten und Veranstaltungen(40 bis 80 Personen) mit eigenerTerrasse, Lagerfeuerstelle und Grillplatz• Idylle im Biergarten am Grillbuffet• Relaxen in der Sauna und Infrarot-Wärmekabine• Mini-Bowling-Bahn• Hauseigener Wasserwanderrastplatz• Boots- und Fahrradverleih ab Haus• Wintergrillen im original Finnlandhaus• Sandvolleyballfeld und Bolzplatz• Gästebetreuung vor OrtWir freuen uns auf Ihren Besuch!Dorfstraße 33 - 16831 Rheinsberg / OT Kleinzerlang - Telefon (03 39 21) 76 8026


Schloss Rheinsberg im Jahr des 300sten Geburtstages vomPreussenkönig Friedrich der GroßeRheinsberg lädt einHerzlich willkommen inRheinsberg, der ehemaligeResidenzstadt, dienur 80 km nördlich vonBerlin liegt. Der barrierefreieund staatlichanerkannte Erholungsort Rheinsberg mitseinen Ortsteilen ist umgeben von einereinzigartigen Natur, einem wunderschönenZusammenspiel der Seen und Wälder.Seine Bekanntheit verdankt Rheinsberg vorAllem dem Schloss, das ursprünglich einemittelalterliche Wasserburg war und ab1734 für den jungen Kronprinzen Friedrichumgebaut wurde. Es erhielt in Ergänzungden Schlosspark, das Kavalierhaus und dasSchlosstheater. Heute haben hier die Kammeroperund die Musikakademie ihren Sitz,deren Konzerte und Aufführungen überdie Landesgrenzen hinaus bekannt sind.Ebenfalls im Schloss befindet sich das KurtTucholsky Literaturmuseum. Tucholskys„Bilderbuch für Verliebte“ steht sprichwörtlichfür einen Besuch Rheinsbergs.Verlieben kann man sich auch in die seit250 Jahren in Rheinsberg gefertigtenKeramikerzeugnisse. Unsere Stadt istreich an kulturellen Schätzen der Vergangenheitund Gegenwart: Wandeln Sie aufden Spuren von Kronprinz Friedrich, demspäteren Friedrich II., Theodor Fontanes„Wanderungen durch die Mark Brandenburg“oder Kurt Tucholskys „Claire undWölfchen“. Entdecken Sie den NaturparkStechlin-Ruppiner Land oder besuchen Siedas Alfred-Wegener-Museum. GenießenSie Aufführungen der Musikakademieim Schlosstheater Rheinsberg oder dasInternationalen Festivals junger Opernsänger„Kammeroper Schloss Rheinsberg“im historischen Schlosspark. Folgen SieIhrer Neugier. Erobern Sie ein Paradies fürNaturfreunde und ein Urlaubsgebiet fürIndividualisten.Die Mitarbeiter der Tourist-Information,die sich ab Frühjahr 2012 in der Remisebefinden wird, stehen Ihnen bei Wünschenund Fragen zu Ihrem Aufenthalt gern zurVerfügung.Ich freue mich darauf, Sie in Rheinsbergbegrüßen zu können.Jan-Pieter RauBürgermeister derStadt Rheinsberg27


NaturparkUckermärkische SeenAdlerhorste, Biberburgen und klare SeenMit dem Kanu duch den Naturpark Uckermärkische SeenSeeadler sind etwas größer als Fischadler.Doch unter Experten gilt der Fischadlerals der „elegantere“ von beiden. Auchder erreicht eine Flügelspanne von guteineinhalb Metern. Wer sich bei Greifvögelnein wenig auskennt, wird schnelleinige Unterschiede zwischen den beidengefiederten Jägern ausmachen können.Vor allem wenn sie hoch am Himmel ihreRunden drehen. Um sich dann im Steilflugins Wasser zu stürzen und mit einemFisch in den Fängen wieder aufzusteigenund davonzufliegen. Mehr als 30 Fischadler-Paarebrüten im Naturpark UckermärkischeSeen. Außerdem ein DutzendSeeadler-Paare. Dazu kommt noch einbesetzter Schreiadler-Horst. Es gibt inDeutschland kaum einen Landstrich,der mit mehr von diesen eindrucksvollenVögeln aufwarten kann als die Region umTemplin, Fürstenberg/Havel und Zehdenick.Der Fischadler ist zum Symbol fürden Naturpark geworden.In Lychen, im Naturpark-Besucherzentrum,kann man sich so einen präpariertenAdler in aller Ruhe und Nähe anschauen.Ein anderes Tier, dass ebenfalls in Mitteleuropafast nahezu „verschwunden“ war,ist auch in der Ausstellung zusehen –nämlich der Biber. Die „Öko-Ranger“ vonder Naturwacht haben etwa 70 Burgenausgemacht mit ungefähr 300 Tieren.Vor allem in der Gegend um Zehdenick,in den einstigen Ton-Stichen und Ziegelei-Teichen,hat der nachtaktive Nagergeeignete Lebensräume gefunden. So eineBegegnung ist beeindruckend. Ein ausgewachsenesExemplar kann schon mal eineLänge von 130 Zentimetern erreichen..In Annenwalde bei Templin nimmt übrigenseine Landschaftsführerin Gäste mitzur einer Zwei-Stunden-Tour „Auf denSpuren der Biber“. Man sollte aber auchim „Hinterkopf “ haben: Das Verhältniszwischen Mensch und Biber war und istnicht problemlos. Zum Beispiel galten imMittelalter die Biber als Fische, wurden alsFastenspeise geschätzt und deshalb erbarmungslosgejagt. Auch heute sind manchemärkische Bauern nicht unbedingt begeistertvon der Rückkehr. Vor allem weil sichBiber als „Landschaftsgestalter“ betätigen.Am besten lässt sich der Naturpark im Kanu oder auf Flößen erkunden.29


NaturparkUckermärkische SeenBegegnungen mit Fisch- und Seeadlern beiihrer Jagd gehören sicherlich zu den beeindruckendstenErlebnissen.Mit ihren Dämmen schaffen sie neue Seenoder überfluten Verkehrswege. So ein Problemhat es auch vor Jahren in der Uckermarkgegeben, bestätigt Naturpark-ChefRoland Resch. Betroffene Landeigentümerbzw. -bewirtschafter und Naturschützersind damals auf einander zugegangen undhaben einen Kompromiss gefunden, derdem „Wiedereinrichter“ Biber Überlebenschancengibt.Doch im Grunde, so Resch, geht es nichtnur um den Schutz einzelner seltenerTier- oder Pflanzenarten. Etwa um die 15verschiedenen Orchideen, um Fischotter,Bachmuscheln oder Eisvögel. Im Mittelpunktsteht die Landschaft als Ganzes.Mit ihren Mooren und Klarwasserseen,mit ihren Wasserläufen und den großenWaldgebieten. Das Wichtigste ist derWasserhaushalt – Grundwasser undTrinkwasser gleichermaßen. Sein persönlicherLieblingsplatz, so gesteht Resch ein,liege allerdings nicht am Wasser. Das seidie Fachwerk-Kirche von Alt Placht. DieKapelle aus der Zeit um 1700 war schonfür den Abriss freigegeben, als in den1990er Jahren Enthusiasten aus Ost undWest dem „Kirchlein im Grünen“ zu neuemLeben verhalfen. Im Besucherzentrum vonLychen wird deutlich: Die nordwestlicheUckermark ist auch ein Landstrich für Ausflügeund zum Urlaub machen – mit mittelalterlichenDorfkirchen, romantischenKlosterruinen und alten Wassermühlen.Schloss Boitzenburg Besucherzentrum im Naturparkhaus in Lychen30


Tipps • Angebote • AnregungenMARMELADEWELT DENaturparkUckermärkische SeenWir haben für Sie in unserem Lädchen etwa 70 süßeSachen an Gelees, Konfitüren und Aufstrichen, die wirin handwerklicher Tradition in kleinen Mengen einkochen.Zum Sortiment zählen auch ca. 20 Senfsorten.Dessertsaucen wie Erdbeere & Ingwer oder Pflaume &Holunder runden die ganze Sache ab.Neustrelitz96198FeldbergBoitzenburg198Prenzlau109Konfitürenmanufaktur HimmelpfortFürstenberger Strasse 06 | 16798 Himmelpfort | Telefon 033089.43051info@marmeladewelt.de | www.marmeladewelt.deFürstenberg/HavelLychenTemplinUckermark Pension9610911ZehdenickJoachimsthal17.000 km17.000Öffentliche Floßfahrten Rundfahrt: 10 – 11 Uhr | Juli & August: täglichkmBedrohte SchönheitOder bestellen Sie diekostenlose Broschüre„„ Alleen“:www.bund.netÜber 17.000 km Alleen in Ostdeutschlandmüssen geschützt werden – vor Kettensägen,Fehlplanungen und unsachgemäßen Schnittmaßnahmen.Diese Alleen sind nicht nur eineWohltat fürs Auge, sondern auch wichtigeBiofilter, Sauerstoff-Produzenten und Lebensraumfür viele Tiere.Mit einer Alleenpatenschaft helfen Sie uns, denBestand der Alleebäume zu retten. Wie das geht,erfahren Sie unter: www.bund.net/alleenF R E U N D E D E R E R D EBund für Umwelt undNaturschutz Deutschland e.V.Am Köllnischen Park 110179 BerlinFax 030 27 5 86-440info@bund.netBedrohte SchönheitBerghausen 717291 Oberuckersee - SeehausenTel. 039863/789777Lage: verkehrsgünstig, ruhige Alleinlagein der Natur, Badestelle fußläufi gZimmer: 4 Zimmer mit Dusche/WC, Frühstücksangebotoder Selbstversorgung,Teeküche, Seminarraum auf AnfrageExtra: Unterkunft für Pferd und Reiter,Frühstücksterrasse, Liegewiese, Fahrradverleih,Waschmaschine, TrocknerPreise: Übernachtung p.P. ab 30,- Eurowww.leisereisen.deOberpfuhlstraße 3a17279 LychenTel. 03 98 88 / 4 33 77Fax 03 98 88 / 4 33 78mail@treibholz.comwww.treibholz.comÜber 17.000 km Alleen in Ostdeutschlandmüssen geschützt werden – vor Kettensägen,Fehlplanungen und unsachgemäßen Schnitt-Naturpark Uckermärkische SeenGründung: 3. Mai 1997Größe: 897 km 2Leiter des Naturparks: Roland ReschBesonderheiten: mehr als 100 KilometerWasserwanderwege, weiträumige Sanderflächen,Endmoränen und viele lange,schmale Binnenseen und TalrinnenBesucherzentrum LychenZehdenicker Str. 117279 LychenTelefon: (03 98 88) 6 45 30np-uckermaerkische-seen@lugv.brandenburg.dewww.naturpark-uckermaerkische-seen.brandenburg.deÖffnungszeiten:Januar bis Dezember: Mo-Fr 8-16 Uhr(Gruppen bitte Anmelden!)Anreise:Bahn/Bus: RB12 stündlich bis Templinoder RE5 stündlich bis Fürstenberg/Havel.Von dort mit dem Bus 517 (Templin-Fürstenberg) in der Regel alle 2 Stundenbis Haltestelle Naturparksitz in Lychen.Auto: Auf der B109 über Zehdenick undTemplin oder B96 über Fürstenberg/Havelnach Lychen.AusflugtippsDer „Kleine Boitzenburger“ (10,5 km) undder „Große Boitzenburger“ (19,5 km) –zusammen der „Doppelte Boitzenburger“,laut Wandermagazin Deutschlandsschönster Wanderweg (2009, Kategorie:Tagestouren). Erlebnisse auf Schritt undTritt: Schloss Boitzenburg, Klosterruine,Klostermühle, malerische Dörfer, …- Templin: historische Innenstadt mitvollständig erhaltener Stadtmauer- Internationale Flößerstadt Lychen – Flößereimuseum,Flößerfest, FloßfahrtenWeitere Infos: www.tourismus-uckermark.de31


NaturparkBarnimPer Schiene von der Metropole Berlinauf kurzem Weg in den NaturparkMit Heidekraut- und S-Bahn zum Urlaubs- und Freizeiterlebnis„Der Naturpark Barnim ist Brandenburgseinziger Naturpark mit S- und Regionalbahnanschluss.“Mit etwas Stolz weistNaturpark-Chef Dr. Peter Gärtner aufdieses wichtige Alleinstellungsmerkmalder Naturlandschaft im Norden Berlinshin. Wir trafen ihn noch in seinem altenBüro inmitten des Forsts an der Straßevon Bernau nach Wandlitz an. 2012 wirdein neues Haus in Wandlitz eröffnen, indem das Naturpark-Besucherzentrumgemeinsam mit dem Agrarmuseumuntergebracht sein wird. Eine gemeinsameAusstellung soll dann die historischeLandtechnik des Agrarmuseums und dasWachsen und Werden der Barnimer Kulturlandschaftinteressant vermitteln.Von den Ausführungen des Naturpark-Chefs animiert, entschließen wir uns,die Verkehrsanbindung zu testen undmit der „Heidekrautbahn“ – so werdendie modernen Triebwagen der Linie NE27 allerorten liebevoll genannt – nachWandlitzsee. Von hieraus führen dieWege direkt in die Naturlandschaft.Eines schönen Spätsommertages lassenwir also unser Auto an der S-BahnstationBerlin-Karow stehen. Der 1913 imJugendstil errichtete Bahnhof ist heuteBaudenkmal und vom Bahnsteig hereinen Blick wert. Es dauert nicht langeund wir sitzen zusammen mit weiterenerwartungsvollen Freizeitjüngern in derHeidekrautbahn. Nachdem sich der Zugin Bewegung gesetzt hat, erreichen wirbald Schönerlinde, gefolgt von der StationSchönwalde. Im Jahr 1753 wurde diesesidyllische Straßendorf von Friedrichdem Großen als Siedlung für Tuchmachergegründet. Hier wäre im Wald einwahres Kleinod zu entdecken: SchlossDammsmühle, ein neubarocker Bau ausder Mitte des 18. Jahrhunderts am MühlenbeckerSee. Basdorf ist die nächsteStation, hier lockt an den Samstagen vonApril bis Ende Oktober sowie an Feiertagendas Heidekrautbahn-Museum großeund kleine Eisenbahnfans an.Der Blick aus dem Fenster offenbart eineseit Jahrhunderten gestaltete Kulturland-schaft. Hinter der Stadtgrenze zeigensich zunächst umgestaltete Rieselfelder.Man benötigt nur wenig Fantasie, um dasviele Jahrzehnte praktizierte Prinzip derAbwasserentsorgung einer ständig wachsendenMetropole zu verstehen. Nachkurzer Zeit führt der Schienenstrangdirekt in den Wald. Die Vielfalt der Naturmit Wäldern, Gewässern und Auen nimmtuns gefangen. In der Tat ist es nur ein Katzensprungvon Berlin bis in die Mitte desNaturparks Barnim, der den westlichenTeil des gleichnamigen Landkreiseszwischen Berlin, Oder und Uckermarkeinnimmt. Verträumte Seen,stille Wasserstraßen, tiefe Wälder, dieschroffen Hänge der Endmoränen,aber auch sanfte Hügellandschaftenzeigen eindrucksvoll, dass hier dieGletscher der letzten Eiszeit aktivwaren. Im sogenannten Speckgürtelder Hauptstadt zwischen Lübars undHobrechtsfelde wird die Landschafthauptsächlich als Naherholungsgebietvon Tagesausflüglern genutzt.Das Wandlitzer Seengebiet und das Briesetalsind für Sommerfrischler besondersattraktiv. Im Briesetaler Becken zwischender namensgebenden Stadt und dem OrtLanke können bei Naturführungen per Radund beim Wandern ursprüngliche Mooreund Fließe entdeckt werden. Gleiches trifftauf das Schwärzetal und das Nonnenfließsüdlich von Eberswalde zu. Um Prendenlädt ein weitflächiges Seengebiet zumAktivurlaub ein. Der Lehnitzsee und dieHavelniederung bieten einen reizvollenWechsel zwischen offenen Talabschnittenund Waldgebieten.Inzwischen haben wir mit der Heidekrautbahnden Bahnhof von Wandlitzseeerreicht. Als idealer Ausgangspunkt fürRad- und Wandertouren durch die seenundwaldreiche Landschaft des Natur-parks Barnim ist die Station ein Klassiker.Das gesamte Bahnhofsensemble, 1928 imBaustil der Neuen Sachlichkeit errichtetDie Dorfkirche inWensickendorf wurdeim Jahre 1438 ausFeldsteinenerrichtet.Die Heidekrautbahn ist eine Bahnverbindung,die aus dem Norden Berlins überBasdorf in die Landkreise Barnim undOberhavel in Brandenburg führt.32


NaturparkBarnimTipps • Angebote • AnregungenNaturparkBarnim167 Liebenwalde109Wandlitz11BiesenthalEberswalde16729.04., 20.05., 26.08. und 30.09.2012Schwertkämpfertreffen11. März 2012Bernauer Hussitenfest8. bis 10. Juni 2012273Oranienburg1091015813. bis 16. Dezember 2012PlauBernau b. BerlinBerlin15810WerneuchenStrausberg15Mitten im Naturpark BarnimBarnimer BaumschulenBiesenthalLobetalerBio-Molkerei198Naturpark BarnimBekanntmachung: 24. September 1998Größe: 748,70 km 2Leiter des Naturparks: Dr. Peter GärtnerBesonderheiten: Brandenburgs einzigerNaturpark mit S-Bahn-Anschluss. Für 2012neues, besonderes Besucherzentrum mitgemeinsamer Ausstellung des NaturparksBarnim und des Agrarmuseums Wandlitzvorgesehen.www.barnimer-baumschulen.deÖffnungszeiten:Mo - Fr 9-18 • Sa 9-14Besuchen Sie unsinBiesenthalSydower Feld 15 Gehminutenvom Bahnhofwww.lobetaler-bio.deÖffnungszeiten:Di - Fr 9-18 • Sa 9-14Naturpark BarnimSitz der Naturparkverwaltung(bis voraussichtlich 2012):Wandlitzer Chaussee 5516321 Bernau b. BerlinTelefon: (03338) 751 76-0np-barnim@lugv.brandenburg.deAnreise:Zu empfehlen: Mit der NEB Heidekrautbahnüber die Bahnhöfe Wandlitz undWandlitzsee.Bahn: Für Naturliebhaber KombinationS-Bahn und Fahrrad: 1. S-Bhf. Bernau mitdem Rad via Liepnitzsee nach Wandlitz oder2. S-Bhf. Borgsdorf via Briesetal nach Wandlitz– jeweils ca. 14 km. Rückfahrt ab Wandlitzoder zum jeweils anderen S-Bahnhof.Auto: Über die Autobahn A11 AbfahrtWandlitz oder B109 bzw. B273.AusflugtippsIn Schmachtenhagen begrüßt der OberhavelBauernmarkt seine Gäste mit einerreichen Auswahl regionaler Produkte undgastronomischer Angeboten sowie regelmäßigerVeranstaltungen. Geöffnet: Di.-Sa.9-16 Uhr, So./Feiertag 9:30-16 Uhr, Anfahrt:Bus 805 ab Bahnhof Schmachtenhagen.Ruhlsdorf, ein Ortsteil der GemeindeMarienwerder, lockt Familien mit Wasserskiund Reiten auf dem Fjordpferdehof„Insel“. Für einen abwechslungsreichenFamilienurlaub/Klassenfahrt empfiehltsich das Feriendorf Dorado, dass ganzjährigmit seinen vielen Spiel- , Sport- undFreizeiteinrichtungen für Sie geöffnet hat.Die Heidekrautbahn:Entdeckertouren Tag für TagMit uns werden Sie zum Entdecker der Region. Kennen Sie schon dasHeidekrautbahnmuseum in Basdorf? Oder den riesigen Wildpark inGroß Schönebeck? Die Heidekrautbahn verbindet Berlin mit den schönstenZielen im Barnim und in der Schorfheide. Tag für Tag gehen wir auf Entdeckertour.Bequem und zuverlässig. Neugierig auf unsere Ausflugsziele?Unsere Ausflugsbroschüre gibt Ihnen an jeder Station Touren-Tipps –erhältlich bei unseren Zugbegleitern oder unter www.neb.de.Heidekrautbahn (NE27)Berlin Gesundbrunnen/Berlin-Karow –Groß Schönebeck/Schmachtenhagenwww.neb.de | Tel. 030 396011-344NIEDERBARNIMER EISENBAHN34


NaturparkWesthavellandMit dem Fischerkahn auf der HavelRanger-Erlebnistour auf dem „Blauen Band“ flussabwärts bis HavelbergEin Sonnabend im August. An diesemTag sind wir besonders früh auf denBeinen. Das ist auch gut so. Für 10 Uhrhaben wir uns mit Wolfgang Schröderverabredet. Er ist Havelfischer imNaturpark Westhavelland. Zu seinemFischerhof in Strodehne, einem Dorf imHavelland in der Nähe des Gülper Sees,sind es gut 80 Kilometer. Vom westlichenBerliner Stadtrand führt unser Wegzunächst über die B5 bis Friesack. Vondort aus ist es über Stölln und Rhinowzum Gemeindeverband Havelaue, zudem auch Strodehne gehört, nur einKatzensprung. Das Anwesen von WolfgangSchröder am Ufer des Sees, direktam Zufluss zur Havel liegt allerdingsein Kilometer außerhalb des Dorfes. EinWeg aus Betonbohlen, Zeugnis frühererZeiten, führt dorthin. Gegen 9:30 Uhrhaben wir unser Ziel erreicht. Der Grundunserer Reise ist die Teilnahme an einervon Rangern des Naturparks geführtenBootstour auf der Havel. Bis zum Startgegen 10 Uhr verbleibt noch ein wenigZeit zum Plaudern.Zunächst sprechen wir über das Fischen.Wolfgang Schröder erzählt, dass dieHavelfischerei bei Brandenburg urkundlicherstmals im Jahr 1187 erwähntwurde. Markgraf Otto II. überließ damalsdem Domkapitel einen Havelabschnittfür den Fischfang. Allerdings sind dietypischen Flussfische, wie Stör, Maifischund Barbe längst verschwunden. AlsHaupterwerbsfische gehen den Havelfischernheute Aal, Hecht und Zander indie Netze und Reusen.Die Uhr zeigt die vollendete 10. Stundean. Inzwischen sind auch die anderenNaturtouristen aus nah und fern – insgesamt20 Personen – eingetroffen. Allesind in hoher Erwartung, was die zweiteRanger-Erlebnistour des Jahres 2011 indie Wasserlandschaft des NaturparksWesthavelland bringen wird. In der Tatbietet diese Tour ein außergewöhnlichesErlebnis. Aufs Wasser geht es nicht miteinem der üblichen Ausflugsboote. Wirwerden mit einem echten Fischerkahnunterwegs sein. Eigentlich sind es zwei.Wolfgang Schröder hat sie zu einemTandem zusammengefügt. Alle 20Naturliebhaber, die meisten sind älterenSemesters, haben so an Bord Platz. Esgibt nur provisorische Sitzgelegenheiten.Allerdings ist der Eindruck von derNatur auf diese Weise unmittelbarer.Wie im Prospekt versprochen erleben wirdie Havel mit allen Sinnen. Wir hörendas Rauschen und Plätschern des Wassers,riechen das Modrige der stehendenAltarme links und rechts des Flusses undsehen, wie sich der Strom gemächlichRichtung Elbe wälzt.Normalerweise gleitet der Fischerkahn beituckerndem Motor langsam stromabwärts.Heute ist das allerdings anders. Die Havelführt Sommerhochwasser, fließt schneller.Teilweise hat sie bereits Uferzonenüberflutet. Sehr deutlich wird das in Strodehne.Dieses Fischer- und Schifferdorferreichen wir wenige Minuten nach derAbfahrt. Sabine Clausner von der Naturwachtim Naturpark Westhavelland, diean der Seite von Wolfgang Schröder dieseAuf der Ranger-Naturparktour schippern die Ausflügler auf dem Fischerkahn-Doppelpack havelabwärts.35


NaturparkWesthavellandSommerhochwasser 2011: überflutetes Haveluferin der Gemarkung von Strodehne.Die idyllische Wasserlandschaft lässt sich ambesten mit dem Kanu erkunden.Die seltene Großtrappe zählt zu den schwerstenflugfähigen Vögeln und ist hier beheimatet.Bootstour führt, empfiehlt einen kurzenZwischenstopp. So kommen wir am altenFähranleger mit Willi Paproth, einem Ur-Strodehner, ins Gespräch. Unser Hinweisauf die überflutete Uferzone inmittendes Dorfes, wo Bäume und Sitzgruppendes Wasserwanderrastplatzes in zentimeterhohemHavelwasser stehen, bringtden heute 74jährigen Landwirt nicht ausder Ruhe. Da hatte er als kleiner Jungeschon anderes erlebt. 1941 stand dieHochwassermarke bei rund fünf Meternüber normal. Das Wasser strömte bis zuden gut 50 Meter vom Ufer entferntenHäusern. Demonstrativ weist er auf einenPfahl. Der reicht gut einen Meter überdie Anlegestelle. „Ihr müsst nochmal guteinen halben Meter drauf packen. Sohoch stand damals das Wasser. Allerdingsist heute die Strömung des Flusses besondersstark“, bekräftigt er.Im guten Gefühl, dass wir an Bord wasserrettungstechnischgut versorgt sind, setzenwir die Fahrt flussabwärts fort. Die Havel,die stetig vorwärts zu ihrer großen SchwesterElbe drängt, ist auf dem Weg zurückzu ihrer Ursprünglichkeit. Fachleutenennen diesen Prozess Flussrenaturierung.Im September 2005, so erklären unsdie Experten an Bord, begann eines dergrößten europäischen Projekte dieser Art.Getragen vom Naturschutzbund Deutschlandwird dieses Projekt an der UnterenHavel etwa 16 Jahre dauern. Ziel ist es, dasgrößte zusammenhängende Feuchtgebietim westeuropäischen Binnenland mit derHavel als Lebensader zu erhalten und denFluss lebendiger zu gestalten. Es werdenAltarme angeschlossen, Uferbefestigungenzurückgebaut, Auen- und Uferwälder etabliertund Flutrinnen aktiviert. Damit solldie Havel auch für Bewohner und Gästedes Naturparks attraktiver werden, wovonauch die geplante Bundesgartenschau profitierenwürde.Auf unserer Flussfahrt haben wir inzwischendie Landesgrenze zu Sachsen-Anhaltpassiert. Der Platz im Fischerkahngewährt weiterhin vielfältige Einblicke,auf sandige Uferzonen, in wieder zugänglicheAltarme und artenreiche Flussauen.Der prächtige Seeadler lässt sich heutenicht blicken. Macht nichts, wir wurdenvon der Natur heute bereits genugverwöhnt. Alle Wünsche lassen sich nunmal nicht erfüllen.Nach der nächsten Flussbiegung bietetsich uns dann ein besonders imposantesBild: Havelberg kommt in Sicht. Wahrlichmajestätisch erhebt sich der riesige Domauf der Insel über den Fluss. Wir habenunser Ziel erreicht und freuen uns nachkurzem Landgang auf eine interessanteRückfahrt – nun aber havelaufwärts.Entgegen der Strömung ist Langsamkeitgarantiert. Das ist gut so. An den Uferzonenkönnen wir sicherlich noch vielentdecken. Enten, Biber, Fischotter undCo – wir werden sehen…Für die wachsende Zahl der Naturtouristenhat der Naturpark Westhavellandnoch viel mehr zu bieten. So kann manim Kanu die idyllische Wasserlandschaftentdecken oder Fahrradtourenbzw. geführten Wanderungen z.B. nachStölln mit seinem Lilienthal-Denkmalunternehmen oder bei Ritter Kahlbutzim Kampehl vorbeischauen. Auf alleFälle lohnt es sich im Besucherzentrumin Milow zu informieren.Das Otto Lilienthal-Denkmal bei Stölln im Herzen des Naturparks Westhavelland ist ein beliebtes Ziel von Wandergruppen und Aktivurlaubern.36


Tipps • Angebote • AnregungenCampingpark „Buntspecht“Eingebettet in herrliche Märkische Wälderund dem Ferchesarer See präsentiert sichinmitten des Naturparks Westhavelland derCampingplatz „Buntspecht“ als Naturidylleseinen Gästen. Zu den weiteren Vorzügengehören eigene Badestelle, Liegewiese,Bootsanlegestelle sowie Spiel- und Sportstättenfür Groß und Klein. Besonders dieKids sind vom Abenteuerspielplatz, der sichals gestrandetes Piratenschiff mit Goldwaschanlagedarstellt, begeistert. Nach soviel Natur- und aktiven Sportgenuss lädtdas Café-Restaurant „Waldschlösschen“zum Genießen seiner preiswerten Kücheund der Kuchen sowie Eisspezialitäten ein.Sämtliche Stellplätze für Caravans undWohnmobile sind mit Wasser-, AbwasserundElektroanschluss ausgestattet. Außerdemstehen Mietcaravans und Bungalowszur Verfügung. Zu weiteren Vorzügen desmit einem Tourismuspreis ausgezeichnetenCampingsparks zählt die kostenlose Nutzungder modernen Sanitäranlagen undDusche mit Fußbodenheizung. Außerdemkönnen Fahrräder, Kettcars und Boote ausgeliehenwerden.Elbe107107HavelbergNaturparkWesthavelland102NeustadtRathenow5FriesackRetzow5Fischbeck188PremnitzMilow102HavelBrandenburgwww.campingpark-buntspecht.deWir haben fürSie vom 01. Aprilbis 31. Oktobergeöffnet.Campingpark BuntspechtWeg zum Zeltplatz 1 • 14715 FerchesarTel.: 033874 / 90072 • ausserhalb der Saison: Tel.: 03322 / 279536Aus Berlin und Potsdam bequem in 45 Minuten erreichbar.Naturpark WesthavellandGründung: 11. Juni 1998Größe: 1.315 km²Leiterin des Naturparks: Kordula IsermannBesonderheiten: Großtrappenführungenim April und MaiNaturparkzentrum MilowStremmestr. 1014715 Milower Land, OT MilowTelefon: (0 33 86) 21 12 27bzmilow-nabu@rathenow.deÖffnungszeiten:April bis Oktober: Do-Di 10-17 UhrNovember bis März: Do-Mo 10-16 UhrGastronomie und Ausstellung am Mittwochgeschlossen.Anreise:Bahn/Bus: Mit öffentlichen Verkehrsmittelnist Milow über Rathenow (RE2 Berlin – Rathenow),Bahnstrecke Hannover – Berlin, oderPremnitz, Strecke Rathenow – Brandenburg,erreichbar. Von Rathenow und Premnitzfahren regelmäßig Busse nach Milow.Auto: Über die B102 bis nach Milow.AusflugtippsZum Wandern und Radfahren eignet sichdie dünnbesiedelte und weite Landschaftdes Naturparks hervorragend. Als Teil desHavelradweges, der im Quellgebiet desFlusses in Mecklenburg beginnt, radelt mandurch die Niederung der Unteren Havel biszur Mündung in die Elbe bei Havelberg.Besonders eindrucksvoll sind im Naturparkdie alten Baumriesen. Darunter ist dieSchwedenlinde von Brielow. Mit einemStammesumfang von 12 Metern ist sie derdickste Baum Brandenburgs. Einen schönenAnblick bietet auch die Siebenbrüdereichevon Friesack. Dabei handelt es sichum eine Gruppe von sieben miteinanderverwachsenen Eichen.37


NaturparkMärkische SchweizAuf dem „Natura-Trail“ über Berg und Taldurch tiefe Schluchten und KehlenBezaubernde Vielfalt auf kleinstem Raum im Naturpark Märkische SchweizEr ist der älteste Naturpark Brandenburgs.Schon lange gilt er als Landstrichfür Genießer. König Friedrich WilhelmIV. war hier, auch Reichskanzler von Bismarck,Theodor Fontane sowieso. Tiefbeeindruckt nannte der Wanderer durchdie Mark Brandenburg das StädtchenBuckow „eine ländlicheSchönheit, die mit nacktemFuß den See betrittund unter Weidenzweigenihr Haar flicht.“ Werkönnte solch poetischenWorten noch etwasdazufügen?Wer zum ersten Mal indie Märkische Schweizkommt, der sollte allesvergessen, was er bishervon Brandenburg als„ Stre u s a n dbüch s e “gehört hat. Hier treffenauf engstem RaumWasser, Mischwälderund „Berge“ aufeinander.Bäche und kleingliedrigeSeen paarensich mit tief einschneidendenSchluchten undsteilen Anhöhen mitSteppencharakter. Mitdieser Landschaft hatsich die letzte Eiszeitvor 20.000 Jahren einDenkmal geschaffen.Eine „Landschaft ausFeuer und Wasser“,nennt es BettinaRömich. Die Biologingehört zum Naturpark-Verein und ist oft mitSchülern unterwegs im„Grünen Klassenzimmer“. Mit Kindernaus Potsdam ist sie auf Expedition ins„Reich der Nymphen und Wasserwesen“.Die Erst- bis Drittklässler lernen vorOrt die Bewohner der Seen und Teichekennen: Kaulquappen und Kleinfische,Ringelnattern und Schnecken. AndereBewohner der Gewässer und Wäldersind nicht so leicht auszumachen. Derseltene Schwarzstorch brütet hier. Fischotterund Fledermäuse gehen im Schutzder Nacht auf die Jagd. Im Herbst lassensich im Vogelschutzgebiet ‚AltfriedländerDie Werners aus Berlin auf dem Natura-Trail. Besonders die Zwillinge Konstantin und Leonardschwärmen von den Abenteuern in den Schluchten der Märkischen Schweiz.Teiche’ um die 40.000 Gänse nieder. IhrKonzert ist beeindruckend - und nichtzu überhören!Die Vielfalt des Naturparks lässt sich ambesten auf dem „Natura-Trail“ erkunden,meint Bettina Römich. Eine klassischeNaturpark-Wanderroute führt zum Beispielum den Schermützelsee. Ein halberTag sollte dafür schon eingeplant werden.Der bis zu 45 Meter tiefe Schermützelist ein sehr sauberer See, der bei warmenTemperaturen zum Baden einlädt. VomPanoramaweg aus bietetsich die beste Aussichtauf den See und denOrt mit seinen Villenund Kureinrichtungen.Im Schweizer Haus,dem Naturpark- undB e s u c h e r z e n t r u m ,erhalten wir den Tipp,unbedingt auf demPoetensteig, Teil des„Natura-Trail“, zuwandern. Wir tun esund sind mitten in derBuckower Hügel- undKessellandschaft. DenKrugberg, mit 129Metern die höchsteErhebung der MärkischenSchweiz unddaher auch gern als‚ BrandenburgischeMinialpen’ bezeichnet,erklimmen wir problemlos.Respektvollbetrachten wir dieFindlinge am Wegesrand.‚Großer Stein’und ‚Teufelsstein’heißen diese Relikteder Eiszeit.Bis zu den FeldernMünchebergs in derFerne und zu denTornowseen in derNähe schweifen unsereBlicke vom Dachsberg. Kurios ist dieTatsache, dass diese aus dem Schmelzwasservon Toteisblöcken entstandenenGewässer unterschiedliche Höhen aufweisen.Obwohl nur 250 Meter entferntübersteigt die Wasseroberfläche des38


Kleinen Tornowsees die des Großen um16 Meter. Die Wolfsschlucht oberhalbdes Kleinen Tornowsees ist leicht zudurchwandern. Sagenumwoben ist auchdie Silberkehle an der Nordseite desGroßen Tornowsees.Eine beliebte Tour, allerdings wenigerbekannt als die Schermützelsee-Runde, istein Spaziergang zur Pritzhagener Mühle,einer beliebten Saison-Gaststätte. Nichtweit entfernt befindet sich die Grenzeiche.Seit ungefähr 450 Jahren reckt sichder Baum in den märkischen Himmel.Welche Grenze der grüne Riese bewacht,ist umstritten. Gesichert ist dagegen, dassder Stobber, ein munteres Flüsschen inunmittelbarer Nähe, lange Zeit die Grenzezwischen den Kreisen Lebus und Oberbarnimbildete. Empfehlenswert ist auchein Ausflug nach Julianenhof mit dem„Internationalen Fledermausmuseum“.Ein Blick in die Kescher offenbart vielfältiges Leben.Die 450 jährige Grenzeiche bei der Pritzhagener Mühle ist ein Markenzeichen des Naturparks.Der Schermützelsee – ein Paradies für Wassersportler und Naturliebhaber.Die Stobber, Hauptwasserader der Märkischen Schweiz – wild und romantisch39


NaturparkMärkische SchweizTipps • Angebote • Anregungen10NaturparkMärkische Schweiz158WerneuchenBerlinErkner1581Strausberg5PrötzelBuckow167Müncheberg15Da, wo einst eine Grenzburg, später eine Mühle, dann eine"Warmbadeanstalt" standen, lädt heute im Zentrum Buckows dasKultur- und Tourismusamt Märkische Schweiz ein. Seit Pfingsten1992 beherbergt das restaurierte Fachwerkhaus die Touristinformationmit zentralem Buchungsservice und eine Galerie.Kultur-und Tourismusamt Märkische Schweiz"Zum Alten Warmbad"Sebastian-Kneipp-Weg 115377 Buckow (Märkische Schweiz)Tel: 033433-57500, 65982Fax: 033433-57719E-Mail: touristinfo@amt-maerkische-schweiz.dewww.maerkischeschweiz.euÖffnungszeiten:Montag-Freitag: 9-12.30 Uhr und 13-17 UhrSa/So: 10-12.30 Uhr und 13-17 Uhr (April bisOktober), 10-14 Uhr (November bis März)Plau10KönigsWusterhausenFürstenwalde12Naturpark Märkische SchweizGründung: 1. Oktober 1990Größe: 205 km 2Leiterin des Naturparks: Sabine PohlBesonderheiten: naturnahe Laubwälderund mittelgebirgsartigerLandschaftscharakterBesucherzentrum Schweizer HausLindenstr. 3315377 BuckowTelefon: (03 34 33) 1 58 41np-maerkische-schweiz@lugv.brandenburg.dewww.grossschutzgebiete.brandenburg.deÖffnungszeiten:Januar bis Dezember: Mo-So 10-16 Uhr(Sowie nach Vereinbarung)Anreise:Bahn/Bus: Ab Berlin-Lichtenberg mit demRegionalverkehr NE 26 bis Müncheberg(Mark) und von dort mit dem Bus 928 bisBuckow.Auto: Auf der B1/B5 Richtung Frankfurt(Oder) bis Müncheberg und von dortder B168 Richtung Eberswalde, bis zumAbzweig Buckow. In Buckow an der Reha-Klinik vorbei bis zum Ende der Lindenstraße.SpreeErstes Umwelthotelim Land BrandenburgWir heißen Sie herzlich willkommen im ersten Umwelthoteldes kleinsten Naturpark Brandenburgs – der Märkischen Schweiz.Genießen Sie die herrliche Natur. Lassen Sie sich verwöhnen von unseremhervorragenden Service, übernachten Sie in komfortabel eingerichtetenZimmern, entspannen Sie danach in unserem neuen Wellnessbereich undgenießen Sie leckere Speisen und Getränke aus regionalen Produkten. UnserHotel, direkt am Schermützelsee gelegen, bietet schönste Natur verbundenmit dem guten Gefühl sich im Einklang mit der Natur zu erholen.Wir freuen uns auf Ihren Besuch.Besuchen Sie uns auch im Internet: www.umwelthotel.comStrandhotel • Wriezener Straße 27 / 28 • 15377 Buckow (Märkische Schweiz) • Telefon: +49 (0)33433-279Wriezener Straße 3a15377 BuckowTel. (03 34 33) 574 53Täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feier tagen198AusflugtippsKlassizistisches Schloss-Ensemble undKirche Neuhardenberg, erbaut von KarlFriedrich Schinkel für den StaatskanzlerFürst Karl August v. Hardenberg. DenPark entwarfen Peter Joseph Lenné undHermann Fürst von Pückler-Muskau.AusstellungenInternationales Fledermausmuseum aufdem ehemaligen Gutshof in Julianenhof.Geöffnet von 1. Mai bis 31.Oktober jeweils10 bis 16 Uhr und nach VereinbarungEintritt freiBeliebt: Kindergeburtstage mit der FledermausfeiernEwaldhofBioland-BauernhofFamilie Jürgen und Kirsten EwaldAlt-Ruhlsdorf 1415344 Strausberg OT RuhlsdorfTel.: 0 33 41/2 27 27Fax: 0 33 41/30 97 76E-mail: ewaldhof@t-online.dewww.ewaldhof.de- Urlaub auf dem Bauernhof- Ökologische Landwirtschaft- Pferdepension & Pferdezucht- Fohlenaufzucht40


NaturparkSchlaubetalBei der Schlaube ist die Abwechslung ProgrammUnterwegs im schönsten Bachtal OstbrandenburgsBesser könnten die Nachrichten für dienaturtouristische Entwicklung nicht sein:Vom Deutschen Wanderverband (DWV)wurde der Schlaubetalwanderweg im Spätsommer2011 als neunte Route in Brandenburgmit dem Prädikat ‚Qualitätsweg’geadelt. Damit spielt er nun in der oberstenLiga des nationalen Wandertourismusmit. Da kommt unsere Verabredung mitMathias Schulze gerade zur rechten Zeit.Mit dem Naturparkmitarbeiter wollen wireine Tour durch dieses Bachtal unternehmen.Als Begleiter wäre wohl niemandbesser geeignet, schließlich ist Schulzeein exzellenter Kenner des Schlaubetals,insbesondere der Fauna und Flora.Am Wirchensee, ein paar Hundert Meternördlich vom Quellgebiet der Schlaube,erwartet er uns. Auf unsere Frage nachdem verborgenen Schloss und demSchatz der Schlangenkönigin auf demGrund des Sees, meint unser Begleiter,von derartigen Sagen und Legenden halteer nicht viel. Interessanter seien da schonGerüchte über verborgene Reichtümeraus der näheren Vergangenheit, die unterden Bewohnern der Gegend kursieren.Sei es drum, wir halten uns lieber an dieSchätze, welche die Natur für Touristenund Beobachter bereithält.Vom Oberlauf des Baches brechen wirin Richtung Norden auf. Schon nachwenigen Schritten nimmt uns die Naturmit ihrer atemberaubenden Schönheitund Vielfalt gefangen. Mathias Schulzemeint, die Schlaube könne sehr launischsein. Auf ihrem rund 20 km langen Laufdurch das Tal liebt sie Abwechslung. Siedurchfließt Seen und Teiche, lässt Quellhorizonteund Moore hinter sich. Siesäumt Seen und Binnendünen, um dannwestlich von Müllrose über den BrieskowerSee in den Oderkanal zu münden.Der Naturpark Schlaubetal erstrecktsich von diesem Städtchen über rund 35Kilometer nach Süden bis vor das Braunkohlengebietvon Jänschwalde.Die landschaftsprägenden Elemente desNaturparks, wie das Schmelzwasserrinnensystemvon Schlaube, Oelse undDemnitz oder die Sanderflächen beiReicherskreuz, wurden vor 90.000 Jahrenmit dem Zerfall der Eiszeitgletscherherausgebildet, erfahren wir. Unsereheutige Tour führt uns in das Herz desNaturparks, das Tal der Schlaube und dieReicherskreuzer Heide.Zunächst durchwandern wir Laubmischwälderam Wirchensee. Späterwechseln sich am Oberlauf des BachesErlenbrüche, Buchen- und Hainbuchenwälderab. Aufmerksamkeit ist geboten.Wie ein Mittelgebirgsbach windet sichdie Schlaube nun durch steile, bis zu 30Meter hohe Schluchten. Ein vorsichtigerBlick über das Geländer ins Tal verstärktden Eindruck in den Bergen zu sein.Von den Seitentälern schicken KlautzkeundKesselfließ sowie Boberschenkals noch unverbaute Bäche mit lautemGeplätscher ihr Wasser RichtungSchlaube. Unser Begleiter erzählt, dassfrüher mit der Wasserkraft der Schlaubeund ihrer Zuflüsse im Tal viele Mühlenbetrieben wurden. Heute dreht sich dasWasserrad nur noch an der BremsdorferMühle – als Attraktion der gleichnamigenGaststätte, die bei Touristen besonderswegen ihrer fangfrischen Forellen beliebtist. Vergessen ist die MühlentraditionDie Reicherskreuzer Heide, einst Truppenübungsplatz,heute Heimat für viele Pflanzen und Tiere41


NaturparkSchlaubetalMathias Schulze empfiehlt den Schaubewanderwegim Schlaubetal aber beileibe nicht. Bastelfreundehaben als Referenz an diemechanisch betriebenen Mahlanlagenhandgefertigte Miniaturen verschiedenerModelle in den Bachläufen platziert.Auf einer Brücke über einen der Seitenbächebegegnen wir einer Gruppe vonWanderern aus Nordrhein-Westfalen.Nach den schönsten Plätzen an derSchlaube und nach dem Weg zum HotelSiehdichum werden wir gefragt. Beiunserem Begleiter sind sie da natürlichan der besten Adresse. Mathias Schulzeweiß bescheid, denn er und seine Kollegenführen regelmäßig angemeldeteReisegruppen durch den Naturpark.Inzwischen haben wir den Abschnitt desTals erreicht, an dem die Schlaube aufihrem Weg nach Norden eine Kette vonSeen durchfließt. Bemerkenswert sindhier die ursprünglichen Buchenwälderund die naturnahen Traubeneichen-Kiefernmischwälder. Wir verlassen dasTal der Schlaube und sind auf dem Wegin die Reicherskreuzer Heide. Bestätigtfinden wir die Ausführungen unseresNaturparkführers darüber, dass dieVielgestaltigkeit der Landschaft unterschiedlicheLebensräume hervorgebrachthat. Auch seltene und gefährdete ArtenZur Vielfalt des Schlaubetals zählen Moore undTümpel sowie unverbaute Bach-Seitentäler.haben hier ihren Platz gefunden. Interessantist der Fakt, dass 13 Tier- undPflanzenarten brandenburgweit nurnoch in diesem Naturpark vorkommen.Orchideenarten wie Frauenschuh undKorallenwurz zählen dazu oder auchder Hochmoor-Perlmuttfalter. Außerdemgehören Fischotter, Fledermäuse,Fischadler, Eisvögel, Schwarzstörche undverschiedene Großschmetterlingsartenzu den Bewohnern.In der Reicherskreuzer Heide erleben wirwie aus einem jahrzehntelang genutztenTruppenübungsplatz im Süden diesesNaturparks ausgedehnte Heideflächegeworden ist. „Ein Naturschutzgebiet vonrund 3.000 Hektar Größe wurde eingerichtet.Das sichert die Bildung neuenEine Attraktion und beliebtes Ausflugsziel für dieNaturparkbesucher ist die Bremsdorfer Mühle.Grundwassers und gibt vielen Insektenarteneine neue Heimat“, erklärt MathiasSchulze. Auf einem munitionsberäumtenNaturlehrpfad streben wir gefahrloseinem Beobachtungsturm entgegen. Vonoben haben wir einen tollen Blick – auchüber die trockenen und nährstoffarmenSanderflächen. Im Mai sind diese vongelben Besenginsterblüten und im Septembervon lilafarbenen Heidekrautblütenbedeckt. Schafherden sorgen dafür, dassdie Heide ihr offenes Gesicht behält.Unbedingt zu empfehlen ist der eindrucksvollenFindlingspark mit seinem geologischeLehrpfad. Auf einem der Steinriesenrasten wir. Nach soviel Abwechslung undEindrücken tut Ruhe gut.Der Findlingspark ist ein besonderer Blickpunktmit dem geologischen Lehrpfad.42


Tipps • Angebote • AnregungenNaturparkSchlaubetal12Frankfurt (Oder)Müllrose112Oder87246BeeskowEisenhüttenstadt246FriedlandNeuzelle87 168Forsthaus SiehdichumIhr Spezialist für Wandergruppen,Radtouristen und NaturliebhaberDZ 70 €, EZ 55 € (inkl. Frühstück)Ferienwohnung80 €Siehdichum 1 | 15890 Siehdichum OT SchernsdorfTel.: 033655 - 210 | Fax: 033655 - 59 649info@forsthaus-siehdichum1.dewww.forsthaus-siehdichum1.deNistkästen, Insektennisthilfen,Igelkuppel u.v.m. aus Holz u. Holzbeton(SCHWEGLER),Amphibienschutzzäune.Katalog anfordern.Günstige Rabatte !!!Fa. FüsselWesenitzstraße 6601833 StolpenTel. 035973-24309Fax: - 29450www.naturschutz-fuessel.de112GubenNaturpark SchlaubetalGründung: 27. Dezember 1995Größe: 227 km 2Leiter des Naturparks: Wolfgang RennerBesonderheiten: Spezifische Flora undFauna im Wanderparadies des Schlaubetals,offene HeidelandschaftNaturparkzentrum SchlaubetalWirchensee15898 Neuzelle, OT TreppelnTelefon: (03 36 73) 4 22wolfgang.renner@lugv.brandenburg.deInformationen und Wandervorschläge im Büroder NaturparkverwaltungAnreise:Bahn/Bus: Mit der RE1 über Frankfurt(Oder) bis Eisenhüttenstadt, oder Gegenrichtungaus Cottbus über Neuzelle; weitermit Bus Nr. 400 bis zum Wirchensee (fährt4x täglich).Auto: A12 Richtung Frankfurt (Oder),Abfahrt Müllrose auf der B168 über Lieberosenach Friedland folgen, über die B246nach Treppeln.AusflugtippsAm Kloster Neuzelle führt kein Wegvorbei. Die Spuren der Zisterziensermönchesind allgegenwärtig. Während ihresfünfhundertjährigen Wirkens kultiviertensie den Weinbau und legten Teiche zurFischzucht an. 1286 gestiftet überstanddas Kloster die Reformation und existiertebis 1817. Heute ist es eine der wenigenvollständigen Klosteranlagen und gehörtzu den größten BarockdenkmalenDeutschlands. Führungen sind nachAnmeldung möglich: Tel. 033652 / 61 02.Willkommen im Labyrinth des Christopherus,einem idyllisch gelegenNaturerlebnispfad an der Schlaube naheder Ragower Mühle, 5 km südlich vonMüllrose. Herzstück ist ein rollstuhlgerechtausgebautes Labyrinth, bestehend ausüber 1200 Robinienstämmen.43


NaturparkNuthe-NieplitzMit Kescher und Fernglas zum BiounterrichtDas Wildgehege Glauer Tal im Naturpark Nuthe-Nieplitzsüdöstlich von Berlin bietet Naturerlebnisse besonderer Art.Ein ehemaliger 160 Hektar großer sowjetischerTruppenübungsplatz bei Trebbin,am Dorf Blankensee gelegen, wirdjetzt von etwa 200 Wildtieren beweidet.Auf diese Weise werden Verbuschungenzurückgedrängt und ein offener,wertvoller Lebensraum für zahlreicheseltene Tier- und Pflanzenarten bewahrt.Besucher können Rotwild, Damwildund Mufflons auf den Wanderwegen imGehege beobachten, die sich dort freibewegen und, außer in den Wintermonaten,selbstständig ernähren. Wenn dieTiere der Besucher überdrüssig werden,ziehen sie sich in ihre Ruhezonen zurück,die nicht betreten werden dürfen.Für die Schüler der Grundschule vonBlankensee ist ein Besuch im Wildgehegeeine wortwörtlich naheliegende Möglichkeitfür eine Biologie-Erlebnisstunde.Klassenleiterin Angelika Fischer ist mitihrer 5. Klasse gekommen, die sie auchin Biologie unterrichtet. Nachdem KatjaDraeger, die Leiterin des unweit gelegenenNaturParkZentrums, vorsorglich Antimückenmittelausgegeben hat, Kescherund Ferngläser verteilt sind, kann eslosgehen. Unweit des Gehegeeingangesstehen auf einer Wiesenfläche Damhirsche,die aufmerksam die Köpfe heben,als sich die Besuchergruppe nähert. Alsungezähmte Wildtiere halten sie einegewisse Distanz, rücken zur Freude derKinder bei der Betrachtung durch dasFernglas aber doch sehr nah. Auch aufdem weiteren Wanderweg durch dasGelände zeigen sich immer wieder grasendoder aufmerksam äugend in kleinenGruppen Hirsche und Wildschafe.dann in den Keschern gefangen hat undin Konservengläsern genauer betrachtetwerden kann. Lederlaufkäfer und blauflügeligeSandschrecken sind dabei.Leider setzt an diesem SommermorgenRegen ein, zu unfreundlich für die Schülerinnenund Schüler, um dem Wanderwegfolgend zum Beispiel in der Weitsprunggrubedie eigenen Sprungkünste mit demSprungvermögen eines aaes zu vergleichenund neue Entdeckungen, vielleichtin der reichen Vogelwelt, zu machen.Aber bestimmt werden Frau Fischerund das NaturParkZentrum die Klassebald wieder zum Bio-Erlebnisunterrichtin der freien Natur einladen – vielleichtschon im Herbst, wenn sich auch rastendeWildgänse und ziehende Kranichebesonders zahlreich beobachten lassen.Das moderne, informative Besucherzentrumund das Wildgehege Glauer Talhaben ganzjährig geöffnet.Foto: Peter Koch„Doch wozu haben wir die Keschermitgenommen?“, fragen sich die kleineWeeda und ihre Klassenkameraden. AmWaldrand bei einer Wiesenfläche gibt esdie Antwort: Nun heißt es, den Kescherflach über den Boden schwenkend undlangsam laufend einzusammeln, was da soim Gras kreucht und fleucht. Frau Draegermacht es vor und weiß auch, was sichFoto: Peter KochDie etwa 200 Tiere sind eine Touristenattraktion im weiträumigen Wildgehege des NaturParkZentrums.44


Angelika Fischer beim Biologieunterricht in der Natur.Was ist im Kescher? Mit viel Interesse begutachten die Schüler zusammen mit Naturparkmitarbeiterin KatjaDraeger, welche Tiere auf der Naturparkwiese zuhause sind.Die Wildtiere vermeiden eine Verbuschung deswertvollen Biotops.Statt Rechner und Lehrbücher geht es mit Ferngläsern und Keschern zum Unterricht.45


NaturparkNuthe-NieplitzTipps • Angebote • AnregungenDWT_ANZNaturschauspiel-NN-115x12Page 1 30.11.2011 12:17:44 UhrBelzig102BrückNaturparkNuthe-Nieplitz246Niemegk2102BeelitzTreuenbrietzenBlankenseeLudwigsfeldeTrebbin246C101MLuckenwaldeYCM112. Deutscher Wandertag20. bis 25. Juni 2012 im FlämingProgramm vom 10. Juni bis 1. Juli 2012241 Angeboteim Naturpark Nuthe-NieplitzKommen – Mitmachen – Seien Sie dabei !Plau2JüterbogMY198102CY101CMYKNaturpark Nuthe-NieplitzGründung: 7. Juli 1999Größe: 623,23 km 2Leiter des Naturparks:Hubertus MeckelmannBesonderheiten: Wildtierbeobachtungvon Rot-, Dam- und Muffelwild im Freigehegeunter natürlichen BedingungenNaturParkZentrumam Wildgehege Glauer TalGlauer Tal 114959 Trebbin, OT BlankenseeTelefon: (03 37 31) 70 04 60mail@besucherzentrum-glau.dewww.besucherzentrum-glau.deÖffnungszeiten:Januar bis Dezember: Mo-So 10-17 UhrWeihnachten bis Silvester: Mo-So 12-16 UhrAnreise:Bahn/Bus: Mit dem RE4 bis zum BahnhofTrebbin, dann weiter mit dem Bus 751.Auto: A10 Kreuz Ludwigsfelde auf dieB101 bis Trebbin, auf der 246 RichtungBeelitz Abzweig Blankensee; A9 AbfahrtBeelitz auf der 246 über Beelitz bisAbzweig Blankensee.AusflugtippsDer Blankensee bietet mit seinem breitenSchilfgürtel unzähligen WasservögelnDeckung und Brutplätze. Mit dem Fernglaskann man Gänse, Rallen, Kormorane,Reiher, aber auch See- und Fischadlerbeobachten. Empfehlenswert ist einBesuch des Bauernmuseums im Dorf,untergebracht in einem märkischenMittelflurhaus aus dem Jahre 1649. Aufdem Hof wird in jedem September dasMuseumsfest gefeiert. Mitten im Naturparkist der größte Nordic Walking Park Brandenburgsentstanden. Das gute ausgeschilderteRoutennetz hat eine Gesamtlängevon 500 km. Zu den Angeboten zählenKurse, Lauftreffs, Stockverleih u.a.m.Zu Gast bei Wanderfreunden!www.deutscher-wandertag-2012.deEinzel-, Doppel-, Mehrbettzimmer und Ferienappartements,für jeden Geschmack die richtige Unterkunft.Auch Rollstuhlfahrer sind uns herzlich willkommen.Wanderstation, Wanderreitstation, Liegewiese, Spielplatz,Tischtennis, Grill und LagerfeuerZinnaer Straße 18, 14947 Nuthe-Urstromtal OT FelgentreuTel.:033734/60095, www.konsolkes-pension.deglashütte46


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NaturparkDahme-HeideseenIn Pflanzen wie in Büchern lesen und andereGeheimnisse aus der Schatztruhe NaturErkundungen auf dem SalzwegWir sind unterwegs auf dem Salzwegrund um das märkische Städtchen Storkow.Von der Burg im Zentrum führtdieser bei Naturtouristen sehr beliebteRundweg über eine Strecke von 8,5 Kilometer.Er bietet faszinierende Einblicke indie Welt der Salzwiesen. Im Binnenlandsehr selten, zählt dieser Naturschatz zuden Besonderheiten und Attraktionenim Naturpark Dahme-Heideseen. Es isteines seiner Alleinstellungsmerkmale ineinem Gebiet, das geradezu geschaffen istfür Naturtouristen und Aktiv-Urlauber.Nur rund 40 Kilometer südöstlich vonder Stadtgrenze Berlins entfernt kannMichprodukte ausder „GläsernenMolkerei“ inMünchehofe sindnicht nur in derRegion begehrt,sondern auchbei den Naturtouristen.hier gewandert, geradelt oder durch einesder wohl schönsten Wassersportrevieregeschippert werden.Jenny Jürgens und Julia Knipping, die charmanten,fachkundigen Mitarbeiterinnenvom Naturpark-Besucherzentrum, begleitenuns freundlicherweise auf unserer Tour.Wo wir heute wandern, befand sich vor 250Millionen Jahren das Zechsteinmeer, erfahrenwir. Dieses flache Randmeer des Urozeansbedeckte einst große Teile des heutigenEuropas. Als es verschwand, hinterließ esmächtige Salzablagerungen. Größtenteilstrennen dichte Tonschichten diese Salzevom „süßen“ Grundwasser. An einigen Stellenwurden die Tonschichten jedoch durchdas Wirken eiszeitlicher Gletscher zerstörtund die gelösten Salze konnten emporsteigen.Wenn dies über lange Zeit konstantgeschieht, entsteht – wie bei Storkow – dasPhänomen der Binnensalzstellen.Seit Menschengedenken bestimmt das Salzunser Leben. Es führte zu Reichtum undMacht, weckte Begehrlichkeiten. Kriegewurden wegen des Salzes geführt und Straßengebaut, die Kontinente überspannen.Wie das Salz auf die Wiesen um Storkowkam, erfahren wir an der Station BahnhofStorkow. An den „Luchwiesen“ angekommeninteressiert uns die Frage, wiedie dortigen Salzpflanzen zu erkennensind. Uns wird erzählt, dass sich bereitsvor 250 Jahren botanisch bewanderteLehrer und Apotheker für Salzpflanzenim Binnenland interessierten. Sie hattendie Fähigkeit Pflanzen wie ein Buch zulesen. So weisen zum Beispiel Strand-Milchkraut, Strand-Aster und Strand-Dreizack auf salzhaltiges Wasser hin.Salzwiesen im Binnenland sind biologischeund botanische Besonderheiten.Auf ein gutes Miteinander von Menschund Natur sind sie besonders angewiesen.Um überleben zu können, benötigendiese Pflanzen einen hohen salzhaltigenGrundwasserstand und eine regelmäßige,nicht allzu intensive, Nutzung. Dieörtlichen Landwirte haben sich an einenRhythmus angepasst, zu dem auch eineoptimale Wassersteuerung durch Stauegehört. Das Grünland der Binnensalzstellenwird zur Futternutzung gemäht sowiemit Rindern beweidet. Damit werdenSchilf- oder Holzbewuchs vermieden.An der Groß Schauener Seenkette lohnt der Blick in Sielmanns geschützte Naturlandschaft.49


NaturparkDahme-HeideseenEtwas besonderes: Rollernd die Naturschönheit erschließenIm Biogarten in PrierosAuf dem Salzweg erreichen wir GroßSchauen. Vor einer Aussichtsplattformerwartet uns schon der ‚Grüne Lutz’. Sowird Lutz Werner Allerorten liebevollgenannt. Als ausgebildeter Natur- undLandschaftsführer begleitet er die Touristenbei geführten Touren. Außerdem ist erweit über die Region hinaus bekannt undbei Volksfesten auf dem Burghof schlüpfter schon mal in die Rolle des Alten Fritz.Er ist aber auch Unternehmer, verleihtunter anderem Fahrräder und Roller.Einige dieser ‚rollenden Laufhilfen’ hater mitgebracht. Jenny, Julia und Hartmutprobieren sie gleich aus. „Und Sie?“, fragter mich. Etwas zögerlich nehme auchich einen Roller, stoße mich ab und ‚bindann mal weg’! Schnell habe ich mich mitmeinem rollenden Untersatz angefreundetund muss zugeben, dass er eine interessanteAlternative ist, um dieses Naturreichauch auf verschlungenen, schwerzugänglichen Pfaden zu erschließen.Wenig später betrachten wir von einerPlattform in luftiger Höhe SielmannsNaturlandschaft im Gebiet der GroßSchauener Seen. Allzu gern berichtet der‚Grüne Lutz’ uns, wie hier das Vermächtnisdes großen Naturfilmers und Naturfreunds,Heinz Sielmann, durch seineStiftung Erfüllung findet. Auch in diesemBiotop werden Artenschutzprojekterealisiert. Wir dürfen eine unberührteWasserwelt erleben, eine Naturlandschaftmit ausgedehnten Verlandungszonen. Siebieten wertvollen Lebensraum für See- undTeichrosen, Röhricht und Erlenbrüche. Indiesen Gewässern und Feuchtgebietensind seltene Tierarten zu Hause. Der Kranichbaut sein Nest und zieht Junge auf.Fischotter, Moorfrosch und Ringelnatterfinden geschützte Rückzugsgebiete. Fischadlerkönnen reiche Beute machen. Wieauf Kommando steigt ein Kranichpaar auf,zieht über uns seine Kreise, macht deutlich,wer Herr dieses Gebietes ist.Normalerweise führt die Tour auf demSalzweg weiter, entlang der Marstall- undBurgwiesen wieder zurück nach Storkow.Wir wollen aber noch einige andereBesonderheiten des Naturparks erkunden.So ‚entern’ wir einen Jeep. Mit ihmkommen wir nach Prieros mit seinemHeimathaus und Naturpark-Infopunkt.Im Biogarten versorgen wir uns mitfrischgepflückten Bohnen. Durch eineWaldstraße gelangen wir zum Dahme-Wehr an der Hermsdorfer Mühle undvon dort nach Münchehofe. Bekannt istder Ort durch seine Gläserne Molkerei.Bei Rundgängen erleben die Besucherdort, wie aus regional erzeugten Grundstoffenhochwertiger Käse und andereProdukte mehr hergestellt werden. Ausdem Geheimtipp wurde längst eine weithinbekannte Attraktion.Inzwischen sind wir wieder zurück aufder Burg Storkow, dem Mittelpunkt derStadt. Auf dem Hof und in den Räumenfinden regelmäßig Kulturveranstaltungenstatt. Das Naturpark-Besucherzentrumund eine Tourist-Information habenhier ihren Sitz. Wir empfehlen, vor jederTour die Erlebnisausstellung „Menschund Natur – Eine Zeitreise“ in denBurggemäuern zu besuchen. Hier gibt esinteressante Informationen zum besserenVerständnis der Naturschätze, die an undin den Seen und Wäldern sowie auf denBinnendünen zu finden sind.Expertenrat für die besten Wanderrouten im NaturparkVon der Aussichtsplattform hat man den besten Ausblick50


Tipps • Angebote • AnregungenNaturparkDahme-HeideseenKinder- und Jugenderholungszentrum südlich von Berlinwww.frauensee.de Telefon: 033768 989-10Berlin10Fürstenwalde129610KönigsWunsterhausenStorkow246ZossenInfopunkt246179Groß Köris9613Märkisch-Buchholz179Klassen-, Kitafahrten, Trainingslager,Ferienlager, Familienerholung ...BaruthLübben87Hölzerner SeeKinder- und Jugenderholungszentrum südlich von Berlinwww.hoelzerner-see.de Telefon: 033763 63239Naturpark Dahme-HeideseenGründung: 19. September 1998Größe: 593,75 km 2Leiter des Naturparks: Gunnar HeyneBesonderheiten: Erlebnisausstellung„Mensch und Natur – eine Zeitreise“,Sielmanns Naturlandschaft Groß-Schauener SeenBesucherzentrum Burg StorkowSchloßstr. 615859 Storkow (Mark)Telefon: (03 36 78) 7 31 08Fax: (033678) 7 32 29tourismus@storkow.dewww.storkow.deÖffnungszeiten:Januar bis Dezember: Mo-So 10-17 Uhr(letzter Einlass um 16 Uhr)NABU/E. NeulingMacht Spaß.Macht Sinn.Für die Natur anpackenmit dem NABU. Mach mit!NABU BrandenburgTel. 03 31.2 01 55 70www.NABU-Brandenburg.deAnreise:Bahn: Mit der ODEG 36 direkt bis zumhistorischen Bahnhof von Storkow (Mark).www.odeg.infoAuto: Autobahn A10 in Richtung Frankfurt(Oder), Autobahndreieck Spreeau aufdie A12 in Richtung Frankfurt (Oder) bisAbfahrt Storkow. Dort abgefahren linksabbiegen auf die L23 in Richtung Storkow.AusflugtippsRadfahrer erleben die Region besondersgut auf der etwa 32 km langen Tagestourum die Groß Schauener Seenkette. Aufder Strecke liegen das Rundlingsdorf Bugkmit seiner alten Friedenseiche, der fürBadefreuden geeignete Dobrasee und derAussichtsturm in Kehrigk.Wie die ältesten Siedler im Dahmelandlebten, zeigt die Ausgrabungsstätte einergermanischen Siedlung aus dem 2./3. Jh.bei Klein Köris.Im Haus des Waldes in Gräbendorf ist derWald mit allen Sinnen erlebbar. Das Arealbeherbergt eine Umweltbildungseinrichtungmit Bibliothek, Werkstatt, Streuobstwiese,Spielplatz und Walderlebnisgarten.51


NaturparkHoher FlämingRabensteiner Cache – auf Schatzsucheim Naturpark Hoher FlämingGPS geführt die vielfältige Fauna und Flora entdecken, erleben und genießen„Hurra, wir haben den Cache“, das meinen Juliane,Silke, Hartmut, Monika und Vera (v.l.n.r.) vomNatur-Schatzsucherteam.Ein Spätsommertag im Hohen Fläming.Petrus meint es besonders gut, schicktSonnenstrahlen vom leicht bewölktenHimmel. Wir stehen vor der „Alten Brennerei“.In diesem Gebäude, inmitten desFlämingdorfes Raben, befindet sich derSitz des Naturparkzentrums. Der Grundunseres heutigen Besuches: JulianeWittig und ihr Team vom Besucherzentrumhaben uns zur Schatzsuche in denNaturpark ‚Hoher Fläming’ eingeladen.Da wir uns im Zeitalter von Computernund GPS befinden, erhalten wir natürlichkeine konventionelle Schatzkarte. UnsereBegleiter werden vielmehr ein kleinesNavigationsgerät und ein Hinweiszettelmit Koordinaten sein. Drei Stationenmüssen wir auf der Suche nach dem„Rabensteiner Cache“ passieren. „52°02.478 N, 012° 34.670 E“ – so lauten dieKoordinaten für unser erstes Ziel. Hiererhalten wir nach dem Lösen eines kleinenRätsels die Koordinaten für StationNummer zwei. Spätestens dort gibt esdann die elektronischen Hinweise für dasFinale, für den Weg zum Schatz.‚Geocaching’ nennt sich diese moderneSchatzsuche, die sich hervorragendeignet, die Schönheiten des „HohenFläming“ und anderer nationaler Naturlandschaftenzu erschließen. Immermehr Touristen nutzen dieses Angebotdes Naturpark- Besucherzentrums, weißJuliane Wittig zu berichten. Nicht nurdas junge Publikum schätzt das elektronischgestützte Suchspiel als spannendeErgänzung zum Naturausflug.„Auf Schatzsuche geht man am bestenalleine. Wer will sich schon beim Wegzum ‚Rabensteiner Cache’ in die Kartenschauen lassen?“, meint sie. Mit uns hatman aber Mitleid. Damit wir uns nichttrotz GPS in der herrlichen Mittelgebirgslandschaftverlaufen, begleitet unsein Team erfahrener Naturparkführer.Schließlich ist der Hohe Fläming unteranderem bekannt für seine dichten,unzerschnittenen Wälder und die laby-rinthartigen Talsysteme, die von den Einheimischen‚Rummeln’ genannt werden.Gemeinsam mit Juliane Wittig, SilkeHelbig und Monika Günther machenwir uns auf den Weg. Unser Naviund das Überprüfen der Koordinatenüberlassen wir aber Vera Loetz, derJüngsten im Team. Die Praktikantinnutzt die Pause zwischen Abitur undStudium, um sich bei einem FreiwilligenÖkologischen Jahr ein ganz speziellesWissen anzueignen. Auf demNaturerlebnispfad geht es direkt zurBurg Rabenstein. Auf einer kurzenStrecke sind rund 50 Höhenmeter zubewältigen. Dort oben auf etwa 150Meter Höhe soll irgendwo unsereSchatztruhe versteckt sein.Zunächst erblicken wiram Wegrand Gestellemit TrichternausMetall. Es ist einAngebot an die Touristenin die Naturhineinzuhören. Dann stehen wir voreiner hölzernen Treppe. Sie führt stetignach oben. Ihr Ende ist für uns zunächstnicht sichtbar. ‚Himmelsleiter’ nenne ichsie spontan und beginne die Stufen zuzählen. Irgendwo bei 60 gebe ich auf.Gut, dass es Absätze gibt. So bleibt Zeitzum Verschnaufen für ungeübte Wandererwie mich. Die anderen sind schonweit voraus, auch Vera mit unserem Navi.Dieses versichert uns, dass wir auf demrichtigen Weg sind. Aus dem dichtenBlattwerk der riesigen Baumkronentaucht vor uns die Burg Rabenstein mitihrem Turm und den gewaltigen Mauernauf. Sie liegt oberhalb des Dorfes Rabenund ist eine von vier intakten Burgen desHohen Flämings. Irgendwo hier befindetsich also die zweite Station, an der weiterewichtige Hinweise auf das Versteckdes Schatzes zu finden sein sollen. Wirgenehmigen uns aber zunächst einenEinen imposanten Anblick bietet die Burg Rabensteinmit gewaltigem Turm und Mauerwerk. Sie isteine von vier Burgen des Flämings.52


Abstecher durchs Burgtor in den Innenhof.Die alten Gemäuer beherbergen unteranderem eine Herberge mit Gastronomie.Wir streben aber direkt zum Rittersaal.Er ist das Zentrum jeder Burg, ist auchOrt von Gelagen und Tafelfreuden. Wirnehmen kurz an der Rittertafel Platz undfühlen uns unter den Wappen der einstHerrschenden wie im Mittelalter. Heutegehören zum Burgensemble auch einBackhaus sowie eine Falknerei.Durch einen schmalen Seiteneingang verlassenwir die Burg und gelangen auf denRundweg entlang der gewaltigen Außenmauern.Allzu weit weg trauen wir unsnicht von dem Wall, denn auf der anderenSeite des Weges geht es steil bergabin eine der Rummeln. Vorbei an uraltenabgestorbenen Baumriesen mit bizarremWurzelgeflecht entfernen wir uns von derFestung. Aufmerksame Leser fragen sichnun sicherlich, ob wir auf unserer Suchenach dem nächsten Geocache tatsächlichfündig geworden sind. Wir sind! Wogenau die kleine Flaschenpost mit dementscheidenden Hinweis liegt, wird hierallerdings nicht verraten.„Die Tour ist eine Rundtour, die langeTreppe muss nur einmal begangen werden.Der Cache liegt da, wo man gern Geschenkehinlegt“, lesen wir auf einem Stück Papierund richten das Navi fürs Finale aus.Entsprechend des Hinweises sind wir unseinig, dass unsere Schatztruhe unter einemNadelbaum verborgen sein muss. Ob wirmit dieser Annahme Recht behalten,muss der Leser bei seiner persönlichenSchatzsuche schon selbst herausfinden. Inunserem Fall ist es Silke, die als erste denrichtigen Platz erreicht. Triumphierendhält sie die Schatztruhe in die Höhe, diesich als ein festverschließbarer Plastikbehälterentpuppt. Sein Inhalt besteht auseiner bunten Mischung kleiner Überraschungen.Nachdem wir ihm ein weiteres‚Schmuckstück’ hinzugefügt haben, legenwir den Behälter wieder an seinen Platzzurück. Mit Sicherheit werden sich nachuns weitere Schatzsucher auf den Wegdurch die herrliche Natur machen, um den‚Rabensteiner Cache’ zu finden.Auf der Rücktour zum Dorf Rabennutzen wir auf einem Naturrastplatz dieGelegenheit, mit Hilfe eines 25 Meterlangen, am Boden liegenden Baumstammeszu telefonieren und einigen Klanghölzerneine Melodie zu entlocken.Eigentlich haben wir mit dem Auffindendes Caches unsere Aufgabe erfüllt. Allzugern nehmen wir aber das Angebot deruns begleitenden Naturparkführerinnenan, den Hohen Fläming auch von seinerbesonders ursprünglichen, wilden undnassen Seite kennen zu lernen. Alsobegeben wir uns ins Tal der Plane, demHauptfluss des Naturparks. Direkt amDorfrand von Raben fließt das Gewässervorbei. Gut einen Kilometer von ihrerQuelle entfernt zeigt sich die Plane hiernoch als Bächlein. Trotzdem offenbartsie schon die typischen Eigenschafteneines Gebirgsgewässers. Klar, rein, wildund ungezähmt überwindet der BachStock und Stein. Auf ihrem 50 Kilometerlangen Weg bis zu ihrer Mündung in dieHavel bei Brandenburg überwindet diePlane große und kleine Wehre. Frühertrieb sie Mühlenräder an. Ihr Lauf undihre Uferzonen bieten Lebensraumfür eine vielfältige Flora und Fauna.Eine Touristenattraktion – die Falknerei auf demBurggelände.Bachneunauge und Forelle fühlen sichhier genauso wohl wie der Bergmolch.Wir beschließen unsere Naturerlebnistourdurch den Hohen Fläming imBesucherzentrum in der Alten Brennerei.Nach einem Spaziergang durch den Sinnesgartendes Naturparkzentrums entspannenwir auf einer Kräuterbank, begebenuns ins Reich der Düfte. Auch denAngeboten des Flämingladens könnenwir nicht widerstehen. Im attraktivenKellergewölbe des Gartenhauses hat ersein Domizil. Die Besucher werden miteiner Vielzahl flämingtypischer Produkteverwöhnt. Töpferwaren, handgearbeiteteTeddybären und Kerzen zählen ebensodazu, wie Obstbrände und Naturkost.Eigentlich hatten wir für dieses Natur-Schau-Spiel im Hohen Fläming zweiStunden eingeplant, Schatzsuche einbegriffen.Die Natur hat uns jedoch mit ihrerVielfalt über sechs Stunden verwöhnt.Wir versprechen unbedingt wieder zukommen – vielleicht schon 2012 zumDeutschen Wandertag, der bekanntlichim Fläming stattfindet.Ein herrlicher Panoramablick – das Flämingdorf RabenWild, ungezähmt und artenreich – die Plane hat bereits Gebirgscharakter53


NaturparkHoher FlämingTipps • Angebote • AnregungenDWT_ANZNaturschauspiel-FL-115x12Page 1 30.11.2011 12:17:14 Uhr2DömitzNaturparkHoher FlämingZiesar107246GolzowWollinWiesenburg/MarkBad BelzigRaben102102KlosterLehninBrück246CMTreuenbrietzenYCM112. Deutscher Wandertag20. bis 25. Juni 2012 im FlämingProgramm vom 10. Juni bis 1. Juli 2012492 Angeboteim Naturpark Hoher FlämingKommen – Mitmachen – Seien Sie dabei !Plau1981072MY9BoßdorfCYCMYKNaturpark Hoher FlämingGründung: 22. Dezember 1997Größe: 827 km 2Leiter des Naturparks: Karl DecruppeBesonderheiten: dichte, unzerschnitteneWälder mit labyrinthartigen Tälern, Reliefmit MittelgebirgscharakterNaturparkzentrum Hoher FlämingBrennereiweg 4514823 Rabenstein/Fläming, OT RabenTelefon: (03 38 48) 6 00 04info@flaeming.netwww.flaeming.netÖffnungszeiten:Januar bis Dezember: Mo-So 9-17 UhrAnreise:Bahn/Bus: Bahnhof Bad Belzig (stündlichaus Berlin in 58 Min.), von dort 15 km mitdem Fahrrad auf dem Europaradweg R1.Am Wochenende und an Feiertagen fährtder Naturparkbus um 10:15 Uhr ab BahnhofBad Belzig nach Raben (Apr-Dez).Auto: Über die A9 Abfahrt Klein Marzehns.Von dort 3 km, Naturparkzentrum istausgeschildert.AusflugtippsEin besonderes Erlebnis bietet der KunstwanderwegHoher Fläming, dessen 2007eröffnete Nord- und die im Mai 2010 hinzugekommeneSüdroute die Bahnhöfe Bad Belzigund Wiesenburg/Mark verbinden. Insgesamt28 Kunstobjekte, größtenteils aus zwei Wettbewerbenausgewählt, werden entlang desKunstwanderwegs präsentiert. Ihr Spektrumreicht von raumgreifenden, mehreren Meternhohen Installationen bis zu zarten Objekten.Empfehlenswert ist die Audiotour. Die Audioguideskönnen in der Tourist-Info Bad Belzig,dem Fläming-Bahnhof Bad Belzig, auf derBurg Eisenhardt, im Restaurant Flämingrose,dem Töpfer-Café Schmerwitz, der SchlossschänkeZur Remise und dem FamilienhotelBrandtsheide für 4 € geliehen werden.Zu Gast bei Wanderfreunden!www.deutscher-wandertag-2012.deSchloßschänke „Zur Remise“Ihr Ausflugsrestaurant in der „Perle des Flämings“- Täglich ab 11.00 Uhr geöffnet.- Gutbürgerliche Speisen aus dermärkischen Küche.- Direkt am Burgen- und Kunstwanderwegunmittelbar am Wiesenburger Schlosspark- Ideal für Wanderer, Biker, RadfahrerSchlossstraße 2a, 14827 Wiesenburg MarkTel. 033849/50095 Fax: 033849/90505www.schlossschaenke-wiesenburg.deDie Falkerei ist ein Höhepunkt im Besuchsprogramm der Burg Rabenstein54


Tipps • Angebote • AnregungenGenießen Sie nach einer erholsamen Wanderung odereiner Radtour durch den Hohen Fläming die regionaleund gute Küche in unserem Haus. Ausgezeichnet durchdie Fachzeitschrift „DER FEINSCHMECKER“ und mithausgemachter Sülze bei „AUSSENSEITER SPITZEN-REITER“ prämiert, laden wir Sie ein, auf unserer Garten-terrasse, im Restaurant mit Kamin oder in der Jagd EckePlatz zu nehmen. Direkt im Waldgebiet der Brandtsheidegelegen, haben wir freundlich eingerichtete Zimmer,auch behindertengerecht sowie Ferienwohnungen. GenießenSie die Ruhe des Flämings. Entspannen Sie inunserer Sauna oder im Kneipp - Kräutergarten.Familienhotel Brandtsheide | Bahnhofsallee 8 C, 14827 Wiesenburg/Mark | Tel.: 033849 / 79 60 Fax: 033849 / 79 64 5info@brandtsheide.de | www.brandtsheide.deEine Perle des NaturtourismusLandleben genießen im Hohen FlämingHerzlich Willkommen im Landhaus Alte Schmiede in LühnsdorfUnser liebevoll restaurierter Vierseithof mit historischer Schmiede isteingebettet in die wunderschöne Landschaft des Naturparks Hoher Flämingsüdlich von Berlin. Vom gestressten Alltag Abstand nehmen, in unberührterNatur tief durchatmen und in den ruhigen Rhythmus des Landlebenseintauchen – dies sind die Anliegen unseres idyllischen Landhauses in derUmgebung von Bad Belzig.Landhaus Alte Schmiede | Dorfstraße 13 | 14823 Niemegk-Lühnsdorftel: 033843 922 0 | fax: 033843 922 10 | www.landhausalteschmiede.deMoritzGasthof – Pension – Bibliothekwww.moritz-raedigke.deÖffnungszeiten:Mo-Fr 11.00 - 14.00 Uhr und ab 16.00 UhrSamstag, Sonntag und Feiertag ab 11.00 UhrRuhetageSommerzeit: MittwochWinterzeit: Mittwoch und DonnerstagGasthof MoritzHauptstraße 4014823 Rabenstein/Fläming OT RädigkeTel.: 033848/60292 – Fax: 033848/9098455


NaturparkNiederlausitzerLandrückenBergbaufolgelandschaftenerblühen zu neuem LebenWie die Natur sich zurückholt, was ihr vor Jahrzehnten genommen wurdeEs war ein perfekter Tag um einen Einblickin den Naturpark NiederlausitzerLandrücken zu gewinnen. Ein Gefüge auswärmender Sonne, moderaten Temperaturenund einer angenehmen Brise sorgenfür Wohlbefinden. So macht Natur natürlicham meisten Spaß. Auch die Kinder,die sich auf dem Gelände rund um dasHeinz Sielmann Naturparkzentrum Wanninchenbewegen, genießen das schöneWetter dieses Vormittags. Schließlich hatdie hiesige Landschaft, welche aus riesigenKohlegruben entstanden ist, unendlich vielzu bieten. Am heutigen Morgen versuchensich einige Kinder bereits im Fotografierenvon Blumen und Schmetterlingen, währendandere über den Naturerlebnisspielplatzturnen, mit der Lupe nach Käfernsuchen oder probieren mit geschlossenenAugen die unterschiedlichen Untergründedes ‚Pfades der Sinne’ zu erraten.Um die Besonderheit dieser Bergbaufolgelandschaftmit dem neu entstandenenSchlabendorfer See, die ein herausstechendesMarkenzeichen des Naturparks NiederlausitzerLandrücken ist, kennenzulernen,bedarf es dabei keiner langen Wege. Aufeinem Rundgang kann ein überraschendweitreichender Einblick gewonnen werden.Wer, wie die gerade eingetroffene Familieauf einen Tagesausflug in den Naturparkkommt, für den bietet sich eine GPS-Touran. Die elektronische Tour kann in SachenInformation einiges leisten und hat darüberhinaus den Vorteil besonders flexibelzu sein. Erreicht der Besucher einen der imNavigationsgerät gespeicherten Punkte,erklingt nach dem Antippen des Touchscreenseine freundliche Stimme, die interessantesHintergrundwissen vermittelt.Alternativ können die Informationen auchin Textform abgerufen werden – ein StückBarrierefreiheit. Das Angebot wird gernangenommen, weshalb die Geräte auchschon mal ausgebucht sein können. Smartphone-und Navibesitzer sind daher gutberaten, sich den Guide im Vorhinein vonder Natur-Schau-Spiel- Homepage herunterzuladen.Größere Gruppen sollten sichanmelden, dann stehen die Mitarbeiter desNaturparkzentrums auch persönlich fürFührungen zur Verfügung.Wir beginnen unsere Tour am Aussichtsturm.Nachdem wir die drei Etagenerklommen haben, werden wir mit einemwunderbaren Panoramablick belohnt. Inder Ferne ist der Niederlausitzer Landrückenzu sehen. Sybille Hartnick vomNaturparkzentrum, die uns auf unsererTour begleitet, deutet auf das GPS-Gerät. Wir tippen einmal drauf undschon erfahren wir, dass der Höhenzugder einzige der Region ist und ein Reliktder Saale-Eiszeit.Als wir uns schließlich satt gesehen haben,wandeln wir durch den Findlingsgartenin Richtung Aussichtspunkt ‚Dünenblick’.Unterwegs lernen wir durch Tafelnund den GPS-Führer einiges über dieZeitreise der Gesteine sowie die örtlichePflanzenvielfalt. Vom Aussichtspunktaus eröffnet sich ein Blick auf das einstigeBraunkohle-Abbaugebiet, das der Landschaftsein besonderes Gesicht verleiht.Bis 1990 wurde hier aus rund 40 MeterTiefe Kohle gefördert. Heute ist der als„Prärie des Ostens“ bezeichnete Sanierungsbergbauauf dem Weg zurück zueiner lebendigen Naturlandschaft. Inden letzten Jahren ist ein in Mitteleuropaeinmaliger Lebensraum entstanden. Wiedehopf,Brachpieper, Steinschmätzer undUferschwalben haben hier genauso einZu neuen Ufern: Langsam erobern Pflanzen und Tiere die Bergbaufolgelandschaft zurück.56


Zuhause gefunden wie Zauneidechse,Wiener Sandlaufkäfer und BlauflügligeÖdlandschrecke. Weiterhin bietet dieBergbaufolgelandschaft hervorragendeSchlafplätze für tausende Kraniche undGänse, die während der herbstlichenReise in die Überwinterungsgebiete rundum Wanninchen rasten. Pionierpflanzenwie die Sandstrohblume, der Hasenkleeund das Silbergras haben schon weiteFlächen erobert.Die Heinz Sielmann Stiftung hat sichgroßer Flächen der SchlabendorferBergbaufolgelandschaft angenommen, indem sie über 3.000 Hektar erworben hat,um hier den Selbstheilungskräften vonMutter Erde freie Hand zu lassen. VieleBereiche sind derzeit nicht begehbar, dader Boden noch nicht genug verdichtetist und abzurutschen droht. Hier sindnoch Sanierungsarbeiten erforderlich.Auch das ehemals bis auf 40 Meter Tiefeabgepumpte Grundwasser steigt noch an,bis es seine endgültige Höhe erreicht.All das erfahren wir, während wir denWeg entlang des Schlabendorfer Seesspazieren, entlang von Uferschwalbenwand,Hochstand und Überbleibseln desTagebaus. Ziel ist die Vogelwarte, von deraus ein herrlicher Panoramablick über dieNaturlandschaft genossen werden kann.Die überdachte hölzerne Plattform istüber eine großzügige Rampe barrierefreizu erreichen. Sybille Hartnick beginnt zuschwärmen: Im Frühling sind hier zahlreicheMöwen zu beobachten, im HerbstKraniche und Nordische Gänse. Tafelngeben Auskunft über die Landschaft vorund nach dem Tagebau. Wir machen unsauf den Rückweg, der uns an weiterenStationen wie dem Erlebnisweiher, demNaschgarten, einem kleinen Moor unddem Bienenlehrpfad vorbei führt. Getreudem Motto Heinz Sielmanns „Nur wasich kenne, kann ich lieben! Und nur wasich liebe, bin ich bereit zu schützen.“können hier Jung und Alt die vielfältigeNatur erleben.Wer die interessantesten Punkte derGPS-Tour ansteuern will, sollte mindestenseine Stunde Zeit mitbringen. EinenTagesausflug ist Sielmanns NaturlandschaftWanninchen in jedem Fall wert.Deutlich mehr Zeit muss einplanen,wer auch die vielen anderen Seiten desNaturparks Niederlausitzer Landrückenkennenlernen will. Eine abwechslungsreicheUrlaubswoche garantieren Ausflugszielewie die Gartenstadt Luckau,das Freilichtmuseum Höllberghof, derKranichturm Freesdorf sowie FürstlichDrehna mit seinem Wasserschloss unddem Landschaftspark.Wo einst die Schaufelräder rotierten, befindet sich heute eine Seenlandschaft.Wer das Klettern nicht scheut, wird mit einemherrlichen Panoramablick belohnt.Naturparkzentrum WanninchenEin „winziges“ Relikt erinnert an eine Zeit als die Industrie die Natur beherrschte.57


NaturparkNiederlausitzerLandrückenTipps • Angebote • AnregungenDahme102HöllberghofNaturparkNiederlausitzerLandrücken96Luckau87LübbenLübbenau/SpreewaldVetschauFür den besonderen Anlass oder einfach-gut-speisenHistorischer Gasthof G*** „Zum Hirsch“ inFürstlich DrehnaSeit mehr als 14 Jahren begrüßt unser familiär geführterGasthof Gäste aus nah und fern. Unsere Speisekartebietet vor allem Wild- und Fischgerichte unterVerwendung einheim- ischer Produkte, saisonaleSpeisen sowie verschiedene Fleisch- und vegetarischeGerichte. Die Preise liegen zwischen 9,- € und 14,- €.Ob Menü oder Büfett, klassisch oder etwas ganzBesonderes, ob zwei oder 130 Personen - bisher warenalle Gäste sehr zufrieden. In unserem Gasthof haben wirden Festsaal, der einem Schiffsrumpf ähnelt. Von dortgelangt man auch in den Biergarten. Die Gaststube mit50 Sitzplätzen ist im Stil der Zwanzigerjahre eingerichtet,im Obergeschoß befinden sich sieben Zimmer (einEZ, fünf DZ und eine Ferienwohnung). Geöffnet: Di-Soab 10 Uhr - durchgehend warme Küche.8713NaturparkzentrumNaturparkverwaltungCalauGasthof Zum Hirsch | Crinitzer Str. 215926 Fürstlich DrehnaTel./Fax: 035324-7030/70370www.fuerstlich drehna.de – dort finden Sie auchunseren Veranstaltungskalender.PlauFinsterwalde19896Großräschen96Naturpark Niederlausitzer LandrückenGründung: 9. September 1997Größe: 587 km 2Leiter des Naturparks: Helmut DonathBesonderheiten: : BergbaufolgelandschaftSiehlmanns Naturlandschaft Wanninchen,herbstliche Kranich- und Gänserast, WandergebietCalauer SchweizNaturparkzentrum WanninchenWanninchen 115926 Luckau, OT GörlsdorfTelefon: (0 35 44) 55 77 55npz-wanninchen@web.dewww.wanninchen-online.deÖffnungszeiten:April bis Oktober: Di-So 10-17 UhrNovember bis März: Di-Fr 10-15 UhrCafe: Wochenende und Feiertag 14-17 UhrAnreise:Bahn: Bis Bahnhof Luckau-Uckro, mit demFahrrad entlang des Kornradenwegs überLangengrassau - Gehren - Bornsdorf -Beesdau - Wanninchen (ca.18 km)Auto: Von der A13 Abfahrt Calau, überZinnitz-Schlabendorf-Garrenchen-Görlsdorfder Ausschilderung folgen. Von Luckau inRichtung Calau über Garrenchen-Görlsdorf.CMYCMDWT_ANZNaturschauspiel_NL-115x12Page 1 30.11.2011 12:16:47 Uhr112. Deutscher Wandertag20. bis 25. Juni 2012 im FlämingProgramm vom 10. Juni bis 1. Juli 201249 Angebote davon 16 barrierefreiim Naturpark Niederlausitzer LandrückenKommen – Mitmachen – Seien Sie dabei !Ausflugstipps• Gartenstadt LuckauHistorischer Stadtkern, Kulturkirche,Parkanlagen, Museum für Humor undSatire, Niederlausitz-Museum• Freilichtmuseum HöllberghofFreilichtmuseum im Drei-Seiten-Hof mitDarstellungen zum ländlichen Brauchtumund alten Haustierrassen• Wasserschloss und LandschaftsparkFürstlich DrehnaBeeindruckender Landschaftspark amRande der Bergbaufolgelandschaft mitWasserschloss in Fürstlich DrehnaWeitere Infos: www.niederlausitz.comMYCYCMYKZu Gast bei Wanderfreunden!www.deutscher-wandertag-2012.de58


NaturparkNiederlausitzerHeidelandschaftMagazine • Projekte • KonzepteIhr Partner für Naturtourismusund Aktiv-UrlaubWir bringen Ihnen die Umgebung nah!Nebelhorn Verlag UG • Edisonstraße 58 • 12459 BerlinTel: 030/53010710 • Fax: 030/53015668 • info@nebelhorn-verlag.de • www.tours-magazin.com59


NaturparkNiederlausitzerHeidelandschaftDurch altenEichenwaldzur jungenHeideAuf Spurensuche imkurfürstlichen Jagdgebietvon August der StarkeWir sind auf dem Weg zur jungen Heide.Diese liegt inmitten des Naturschutzgebietes„Forsthaus Prösa“ im Naturpark„Niederlausitzer Heidelandschaft“, herausgeschnittenaus uraltem Eichenwald undjahrelang als Truppenübungsplatz genutzt.Für die Entwicklung der Heide war daszum Vorteil. Die militärische Nutzungwurde Anfang der 1990er Jahre aufgegeben.Umso wichtiger ist es die offene Landschaftder Heide als einzigartiges Biotop zuerhalten. Dies gelang nicht zuletzt durchdie Ausweisung als Nationales Naturerbe.Um zur jungen Heide zu gelangen, müssenwir erst einmal durch alten, naturnahenWald. Tino Gärtner weiß das am besten.Schließlich ist er als Ranger der Naturwachtim Naturpark zu Hause. Er kennt(fast) jeden Baum und jede Heidekrautpflanze,jedes Fleckchen Erde zwischenKleiner und Schwarzer Elster, den Wasseradernder Gegend. Mit Jana Kurz undSandra Spletzer vom Besucherzentrumdes Naturparks gehen derRanger und wir auf Tour.Zwei Tage sind für unsereErkundungen eingeplant.Von der Elstermühle inPlessa im Osten duch dieHeide im Zentrum soll unsder Weg u.a. zum geheimnisvollen„Loben“ und zumZusammenfluss der beidenElstern im „Kleinen Spreewald“führen.Während der ersten Etappepassieren wir den Traubeneichenwaldmit seinen mächtigenStämmen und dem Jungholz.Wir erfahren, dass dieser Eichenwald mitseinen 400 Hektar zusammenhängenderFläche einer der größten dieser Art in Mitteleuropaist. Etwas verschmitzt lächelndführt uns Tino zu einer kleinen Lichtung.Genau an dieser Stelle befand sich dasForsthaus Prösa, erzählt er. August derStarke nutzte an diesem abgeschiedenenOrt das Anwesen zur Erholung nach derAuerwildjagd und soll dort vergnügsameStunden mit seinem Hofstaat verbrachthaben. Das Auerhuhn, das Wappentierdes Naturparks, damals noch weit verbreitet,ist leider längst aus dem Waldverschwunden. In naher Zukunft könnesich das aber wieder ändern, verrätTino und verweist auf ein speziellesWiederansiedlungsprojekt.Wir sind nun vom Jeep auf die Räderumgestiegen. Eine schnurgerade Birkenallee,in sattem Sommergrün leuchtend,führt aus dem Wald direkt in die Heide.Die offene Landschaft präsentiert sich imSandra Spletzer und Jana Kurz lieben es per Rad die Heide „zu erobern“.August und September als ein Mix vonherrlich blühender Besenheide, Sandtrockenrasenund Silbergrasfluren. Es gibt vielzu entdecken. Da lohnt es sich, mit wachenSinnen unterwegs zu sein. Wo einstPanzerketten rasselten und tiefe Spurenhinterließen, sind neben dem Pflanzenreichtumauch viele Tiere zu Hause. TinoGärtner gerät ins Schwärmen, wenn er vonseinen Begegnungen mit Neuntöter undBraunkehlchen, mit Wiedehopf, Eichelhäher,Heidebläuling und den verschiedenenKäferarten berichtet. Wir kommen anBienenstöcken vorbei und passieren dieHeidschnuckenherde. Diese Schafsrassegehört zur Heide und ist wichtig, um denBaumwuchs in Schach zu halten. Begehrtauf den umliegenden Märkten sind regionaleProdukte aus der Heide. Wildartiges,gesundes Fleisch, Wurst, Honig, Brot undsogar Bier zählen dazu.Größer könnte der Kon trast nicht sein.Eben noch in trockener Heide, stehen wirnun auf wackligem Grundfast im Wasser. Wir sindunterwegs in einem weiterenKleinod des Naturparks,im „geheimnisvollenLoben“. Hinter dieserBezeichnung verstecktsich eines der letzten weitgehendintakten MooreSüdbrandenburgs, dasnördöstlich von Hohenleipischgelegen ist. DiesesNaturschutzgebiet bietetüber 300 Pflanzenarten,viele davon selten undgefährdet, einen Lebensraum.Dazu gehören der60


Sonnentau, die Glockenheide und dasWollgras. Fischadler jagen nach Beute.Laubfrosch und Moorfrosch versuchensich in ihrer Lautstärke zu übertreffen.Kraniche und andere Großvögel brütenauf geschützten Inseln im Sumpf. Die inHolz geschnitzten germanischen Götterweisen den Weg. Vom Beobachtungsturmam Rand des Zentrallobens ist vieles hautnahzu hören und zu erleben.Etwas später entdecken wir am Ufer derKleinen Elster Spuren der Renaturierung.Bei diesem Prozess zurück zur Ursprünglichkeitwerden unter anderem Altarmedes Flusses wieder geöffnet. Längst fließtdie kleine Schwester der Schwarzen Elsterwieder in ihrem alten, angestammtenFlussbett. Mit dem Kanu lässt sich dieseWasserwelt mit ihren abwechslungsreichenUfern ideal erkunden.Bei unserer Erkundung durch den Naturparksind uns einige Senken und größere,wassergefüllte Löcher aufgefallen. Relikteder Eiszeit oder hat hier die Menschenhandnachgeholfen? Das wollen wir von unserenBegleitern wissen. Tino bestätigte Letzteres.Diese Tagebaurestlöcher sind sichtbareZeichen des Braunkohleabbaus. Der NaturparkNiederlausitzer Heidelandschaftgehört zu den Altmoränenlandschaften.Natürliche Gewässer sind längst verlandet,so dass alle Seen und Teiche hier durch dieFörderung unterschiedlicher Bodenschätzeentstanden sind. Zu einem dieser Grubenführt er uns. Mitten im Wald stehen wirvor einem kargen Abgrund, bemerken aberauch, wie die Natur diesen wüstenartigenLebensraum langsam zurückerobert.Ebenfalls mitten im Wald verbirgt sichein ‚kleines Hochgebirge‘. So wird derRothsteiner Felsen gern bezeichnet. Erbesteht aus uraltem Vulkangestein. Rund20 Meter überragt die Felsenklippe, dieSpitze eines gigantischen unterirdischenGebirgszuges, eine Hügelkuppe.Nach soviel Wald, Heide, Moor, Felsenund Flüssen drängt es uns nun auf dieStreuobstwiesen. Sie liegen bei Döllingenund sind ein weiteres Alleinstellungsmerkmaldieses Naturparks. ImFrühjahr zur Blüte und im Herbst zurErnte ist es in den alten Obstplantagenbesonders schön. Beliebter Treffpunktist der Pomologische Schau- und Lehrgarten.Wir kommen rechtzeitig zumStart der „Niederlausitzer Apfelwochen“.Alljährlich zieht dieser Saisonhöhepunktvon Ende September bis Mitte Oktoberviele tausend Besucher in den Gartenund auf die Streuobstwiesen. Im Festzelterwartet vor ihrer schätzungsweise 20Meter langen Apfelausstellung Jana Reicheldie Gäste. 2010 für eine zweijährigeAmtszeit zur „Äppelmoid“ gekürt, istsie natürlich als Gesprächspartnerinbesonders begehrt. Auch uns steht sie,ausgerüstet mit einem Korb erntefrischerÄpfel, gern für ein Foto bereit.Einen schöneren und stimmungsvollerenAbschluss unserer Naturpark-Tourkönnen wir uns nicht wünschen.Waldgötter unsererAltvorderen weisen zuden Naturschönheitenin Wald und Heide.Tino Gärtner am wiedergeöffneten Altarm derKleinen ElsterStets im Blickpunkt: Äppelmoid Jana ReichelSortenvielfalt auf der „Apfeltheke“61


NaturparkNiederlausitzerHeidelandschaftTipps • Angebote • AnregungenNaturparkNiederlausitzerHeidelandschaftMühlenschänke PlessaGenießen Sie am Kaminofen oder bei Kerzenschein unsere gutbürgerliche Küchemit regionalen Produkten. Die Gasträume und der großeGarten laden zu Feierlichkeiten jeder Art ein.ElbeFalkenbergHerzbergBadLiebenwerdaMühlberg87HohenbuckoDoberlugKirchhainFinsterwaldeLauchhammer96ÖffnungszeitenDienstag bis Freitag11 bis 14:30 Uhr17 bis 22 UhrSa, So und Feiertags 11 bis 22 UhrMontagRuhetagAn der Elstermühle 704928 PlessaTelefon 03533 / 819967619APlauerElsterwerda198Pension WernerDirekt im Naturpark„Niederlausitzer Heidelandschaft“Naturpark Niederlausitzer HeidelandschaftGründung: 24. Mai 1996Größe: 484,3 km 2Leiter des Naturparks: Lars ThielemannBesonderheiten: große Traubeneichenwäldermit Heideflächen,, pomologischerGarten mit Streuobstwiesen, gut ausgebautesRadwegenetzNaturparkhaus Bad LiebenwerdaMarkt 2004924 Bad LiebenwerdaTelefon: (03 53 41) 47 15 94info@naturpark-nlh.dewww.naturpark-nlh.deÖffnungszeiten:April bis Oktober: Mi-So 9-17 UhrNovember bis März: Mi-Fr 10-16 Uhr(Mo, Di auf Anfrage)Anreise:Bahn: Bis Bahnhof Bad Liebenwerda,von dort 12 Minuten Fußweg zumNaturparkhaus.Auto: Von der B101 kommend RichtungTorgau- Riesa auf der B183 Hauptstraßefolgen, Kreisverkehr erste Ausfahrt inSüdring Richtung Torgau auf die B183.AusflugtippsBereits 1420 wurde die Elstermühle Plessaurkundlich erwähnt. Mit der Wasserkraftder Schwarzen Elster wurde zunächst eineSchneide – später eine Getreidemühlebetrieben. Die Zeit, in der sich in der nunüber 300jährigen Wassermühle die Mehlsäckestapelten, ist längst vorbei. Heute istdie stilecht restaurierte Domäne eine vielbesuchteTouristenattraktion. Das Gebäudebeherbergt auf mehreren Etagen einMühlenmuseum als technisches Denkmal.Herzlich WillkommenBerliner Straße 90 | 04934 HohenleipischTelefon (03533) 162464www.pensionwerner-hohenleipisch.deWünscheWildhandelProdukte aus heimischenWäldern und FlurenDorfstr. 51 • 04924 BeutersitzTel. & Fax: 035341 / 13255 • Funk: 0170 / 4498002Brikettfabrik LOUISETechnisches Denkmal im Elbe Elster LandApril bis OktobertäglichNovember u. MärzMo. bis Fr., So.10 Uhr - letzte Führung 16 Uhr10 Uhr - letzte Führung 15 Uhr04924 Domsdorf Tel: 035341-94005 Net: info@brikettfabrik-louise.de62


Vielfalt im schönen Elster-DorfWillkommen in Maasdorf, in unseremkleinen, beschaulichen Dörfchen an derKleinen Elster im Gemeindeverbund derStadt Bad Liebenwerda!Ich lade Sie ganz herzlich zu einem Besuchein. Lernen Sie nette Menschen in einemschönen Ort kennen. Das Besondere anMaasdorf ist die Vielfalt, die sich aus derherrlichen Lage inmitten der Wasser-,Wald- und Heidelandschaft des Naturparksergibt. Unsere Dorfgemeinschaft der464 Einwohner lebt auch in den Vereinen,wie der Freiwillige Feuerwehr, demJugendclub und den Sportgruppen. Nachdem Besuch unseres Ortes und einemStreifzug durch die umgebende Naturwerden Sie von den Gastronomen imDorf gern kulinarisch verwöhnt. Ein ganzbesonderes Erlebnis bietet unser „Elster-Natoureum“. Natur anschauen, erlebenund von ihr lernen lautet hier das Motto.In einer Miniaturwelt können alle Naturbegeistertendas Elbe-Elster-Land mit seinervielfältigen Fauna und Flora erleben.Ich freue mich darauf, Sie persönlich beiuns begrüßen zu dürfen.Eckhard Lehmann, Ortsvorsteher, ehrenamtlicherBürgermeister63


NaturparkNiederlausitzerHeidelandschaftTipps • Angebote • AnregungenLubwartturm- das Wahrzeichen der StadtIst der ehemalige Burgfried und spätereSchlossturm, der nach aufwendiger Sanierungim Oktober 2011 wieder zu besichtigenund zu erklimmen ist. Genießen Sie denfantastischen Ausblick aus 31,5 m Höhebis weit über die Landesgrenzen hinaus.sonntägliche Kurkonzerte am Haus des GastesMai-September 15-17 UhrHerzlich willkommenin der Kurstadt Bad LiebenwerdaMinigolf- und AußenschachanlageBetätigen Sie sich aktiv auf unserer 18Loch Minigolfanlage. Für den geistigenDenksport steht Ihnen die Außenschachanlagezur Verfügung. Verbringen Sie beiSport und Spiel an frischer Luft im Kurparkeinen gemütlichen Familiennachmittag.Dies ist nicht nur der Slogan unserer Stadt,sondern gleichzeitig eine Verpflichtung unserenGästen gegenüber.Im Süden Brandenburgs, direkt an der SchwarzenElster, liegt die Kurstadt inmitten einer grünenOase. Zeitzeugen einer bewegten Geschichtekann man noch heute bestaunen.Bereits seit 1905 werden in Bad Liebenwerdarheumatische Erkrankungen mit Naturmoorbehandelt.Bad Liebenwerda ist staatlich anerkannter „Ort mitPeloidkurbetrieb“ und zieht alljährlich TausendeGäste in ihren Bann und bietet alles was zu einemmodernen Kurstadtambiente gehört.Schwarze Elster RadwegDie Kurstadt Bad Liebenwerda hat direktenAnschluss an zahlreiche zertifizierte Rad-Wanderwege. Entlang des Schwarzen Elsterradwegeserkunden Sie die Artenvielfaltder Flora und Fauna um die Stadt im Park.In der anerkannten Touristinformation „Haus desGastes“ erfährt der Gast neben einem reichhaltigenAngebot an Rad- und Wanderkarten, Souvenirsund Broschüren alles Sehenswerte über diegesamte Region des Landkreises Elbe- Elster.Naturbelassene KurparkteicheHier können Sie entspannen und spürennoch die Kostbarkeit der Zeit. ErfahrenSie Ruhe und Erholung bei einem Spaziergang.Verweilen Sie im Grünen und beobachtendie Gelassenheit der Tierwelt.Öffnungszeiten:Montag - 10:00 Uhr bis 15:00 UhrDienstag bis Freitag - 10:00 Uhr bis 20:00 UhrSamstag und Sonntag - 14:00 Uhr bis 18:00 UhrKontakt:Haus des GastesDresdener Str. 2304924 Bad LiebenwerdaTelefon: 035341/6280Fax: 035341/62828E-mail: info@bad-liebenwerda.deInternet: www.bad-liebenwerda.deElster- Natoureum in MaasdorfEinzigartige Natur-Erlebnis-AusstellungDurchqueren Sie das Gebiet des Elbe-Elster-Landkreises in einer Miniaturausstellung.Erleben Sie, wie mehrere Züge die nachempfundenenHauptstrecken abfahren, wie sichKleine und Schwarze Elster durch die Landschaftwinden. Erklimmen Sie den höchstenBerg der Region und verschaffen Sie sicheinen völlig neuen Gesamtüberblick überBesonderheiten und Sehenswürdigkeiten.64


Mit den Rangern unterwegs zu den natürlichenSchönheiten BrandenburgsIm Auftrag des Landes wichtige Partner der 15 Nationalen NaturlandschaftenDie rund 100 Ranger heißen Besucherin den 15 Nationalen NaturlandschaftenBrandenburgs herzlich und mit vielenInformationen willkommen. Gemeinsammit Partnern sind die Ranger derNaturwacht Brandenburg für den langfristigenErhalt der Naturschönheitenim Land verantwortlich. Mit vielfältigenVeranstaltungen begeistern die „Mittlerzwischen Mensch und Natur“ Besucherund Einwohner für die natürlichen Kostbarkeitenund geben auf Fragen jederzeitgerne Auskunft.Der Auftakt gehört in jedem Jahr dem„Brandenburgischen Konzertfrühling“.Nach langen stillen Wintermonatenbeginnt wieder lauthals das Leben. DieRanger führen ihre Gäste von März bisJuni zu trompetenden Kranichen, zuklingenden Frühlingssymphonien imWald, zu Nachtigall und Pirol ebensowie zu Auftritten der himmelblauenMoorfrösche, zu läutenden Chorälen derRotbauchunken oder nächtlichen Weisender Wechselkröten.Im Hochsommer begleiten RangerBesucher der „Langen Naturwachtnacht“zu aufregenden Nachtreisen. Beim Fangvon Fledermäusen sind sie ebenso hautnahdabei wie bei einer Reise durch denSommersternenhimmel. Wer nachtaktiveFische wie Wels oder Aal erleben willoder heimlichen Eulen auf die Schlichekommen will, ist hier ebenfalls richtig.Unüberhörbare Höhepunkte in jedem Jahrverspricht der herbstliche „Vogelzug“, dermit dem Wegzug der Weißstörche um den20. August längst begonnen hat. Quirliglaut und noch spannender wird es, wenntausende von Gänsen und Kranichen ausdem hohen Norden in Brandenburg bis inden November Rast machen und Kräftefür ihren Flug in den Süden sammeln.Es ist ein Kommen und Gehen. Eins derschönsten Erlebnisse im NationalparkUnteres Odertal oder im BiosphärenreservatElbe bieten sternenfunkelndeWinternächte, in denen Singschwäneweithin hörbar klingen.Zu den vielleicht erlebnisreichstenFührungen in Naturparke, Biosphärenreservateoder den Nationalpark laden die„Ranger-ErlebnisTouren“ ein. Ihr Motto:„Zum richtigen Zeitpunkt am richtigenOrt!“ Unter mehr als 30 Touren könnenGäste etwa die Balz von Ziegenmelkern,die nächtlichen Rufe der Wachtelkönige,eine stille Kanufahrt durch denSommervollmond, eine Wanderung zuÜberlebenskünstlern der Trockenrasen,eine kulinarische Kutschfahrt durch dieblühende Heide oder eine Radtour durchdas geschichtsträchtige Waldreich derSchorfheide wählen.65


Alle diese Naturerlebnisangebote findenSie im Veranstaltungskalender derNaturwacht unter www.naturwacht.de. Doch damit ist längst noch nichtSchluss. Gruppen, die an bestimmtenTerminen Führungen wünschen, solltendies rechtzeitig mit den Rangern inden Schutzgebieten abstimmen. AuchGästen, die auf eigene Faust Naturschönheitenentdecken wollen, können dies tun.Die Ranger haben für jedes der 15Großschutzgebiete mindestens eine ihrerLieblingsrouten in ein Faltblatt gegossen.Die Faltblätter geben Informationen zumLebensraum, dessen Bewohnern undnatürlich Tipps, wie sie möglichst vielerleben können. Diese Tourenfaltblätterfinden Sie in den Besucherinformationszentren.Am besten, Sie starten hier IhrenBesuch, erkundigen sich, wählen aus undlos geht das Naturerleben.Stiftung NaturSchutzFonds BrandenburgNaturwacht BrandenburgHeinrich Mann Allee 18/1914473 PotsdamTel.: 0331/97 16 48 10Fax: 0331/97 16 47 70info@naturwacht.dewww.naturwacht.de66


Letzte Zufluchtsstättenfür gefährdete ArtenVielfalt erhalten, natürliche Wildnis schaffen, dieSelbst heilungskräfte der Natur wecken – das sindwichtige Grundsätze der BUNDstiftung. Washeißt das konkret?Die noch junge Stiftung erwirbt Flächen, die die Natur aufgenau diese Weise schützen. In der Goitzsche-Wildnis beiBitterfeld zum Beispiel hat sie dafür gesorgt, dass aus einerrund 1 300 Hektar großen, kargen Mondlandschaft Lebendigeserwachsen ist. Kristallklare Seen haben Kraniche zu Besuch,lange verschwundene Gras- und Krautfluren gedeihen.Am ehemaligen Todesstreifen zwischen den beiden deutschenStaaten schützt der BUND seit 1989 zudem das damals sobenannte „Grüne Band“. Dank des gezielten Flächenkaufs durchdie BUNDstiftung reihen sich dort mittlerweile wertvolleLebensräume wie Altgrasfluren und Auenwäldern aneinander.Mehr als 600 bedrohte Tier- und Pflanzenarten konnten sichins Grüne Band retten.Informieren Sie sich jetzt über Ihre Möglichkeitender Unterstützung.Ihre Ansprechpartnerin Almuth Wenta ist unterTelefon: (0 30) 2 75 86-474 zu erreichen.Danke für Ihr Interesse!BUNDstiftung · Am Köllnischen Park 1 · 10179 Berlinwww.bund-stiftung.de67


BiosphärenreservatFlusslandschaftElbe-BrandenburgWillkommen in BERLIN und BRANDENBURGÜberschrift, Familienurlaub Überschrift, – Klassenfahrten Überschrift, – SeminareÜber-schrift, Überschrift, Überschrift, ÜberschriftNatur erleben. Geschichtespüren. Zu Gast im Biosphärenreservat Gegenwart Elbe-Brandenburg genießen.BAHNAls Begrüßungskomitee stehenknorrige Eichen Spalier.Romantische Alleen führenzu prächtigen Schlössern.Am Wegesrand träumenDörfer und mittelalterlicheStädte. Hinter jeder Wegbiegungeine neueÜberraschung. Zwischen derUckermark im Norden und dersonnigen Lausitz im Südenist die Vielfalt zu Hause.Willkommen inunseren Jugendherbergen!www.djh-berlin-brandenburg.deFoto: Schüler beim Umwelt-Projekttagin der JH Bremsdorfer MühleDJH-Service-CenterBerlin-BrandenburgInfos und Buchung unterservice@jugendherberge.de 68odertelefonisch unter 030 - 264 95 20

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