CME-Lösungen_Praxis_1-2013_fürs Web

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PRAXIS DER KINDERPSYCHOLOGIE UND KINDERPSYCHIATRIE, HEFT 1/2013Fragen zum Thema »Erziehungsberatung – an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe undGesundheitssystem «Die richtigen Antworten sind rot markiert.1. Multifamilientherapie und Multifamilientraining sind besonders geeignet für Multiproblemfamilienund Multihelfersysteme. Welche besonderen Herausforderungen bestehen für das Verständnis dieser»SystemeSysteme«? (1 Antwort ist richtig)a. die kritische Reflexion von Interaktionsmustern zwischen Helfer- und Klientensystemenb. depressive Gegenübertragungc. riskante Bedrohungsszenarien bei Hausbesuchend. mangelnde Einsicht und geringe Compliance2. Ein zentraler Wirkmechanismus von MFT wird als »MentalisierungMentalisierung« bezeichnet. Was versteht mandarunter? (1 Antwort ist richtig)a. intensives Gedächtnistraining in der Gruppeb. kognitive Trainings durch spezifische Übungsaufgaben, die gemeinsam gelöst werdenc. die eigene und die Befindlichkeit anderer zu erkennen und angemessen auszudrückend. den therapeutischen Umgang mit mentalen Störungen aufgrund von negativen Grübelzwängen3. Was versteht man unter dem sozialpsychologischen Begriff »IdentitätsarbeitIdentitätsarbeit«? (1 Antwort ist richtig)a. die Herstellung subjektiver Passungen zwischen innerem Erleben und sich verändernden sowiewidersprüchlichen gesellschaftlichen Bedingungenb. eine spezifische Methode im Rahmen kognitiver Verhaltenstherapiec. eine neue Therapierichtung zur Behandlung von ADHSd. ein Leitsymptom der multiplen Persönlichkeitsstörung4. Welche Klientengruppen und Arbeitsgebiete te der Erziehungsberatung stellen besondereHerausforderungen für die Erziehungsberatung dar? (2 Antworten sind richtig)a. Menschen mit Migrationshintergrundb. Präventive Angebotec. Mehrgenerationenangeboted. Hochbegabung5. Wie können die Therapeuten am Anfang eines eGruppenprozesses die Gruppenkohäsion fördern? (2Antworten sind richtig)a. Indem die Kinder auf Kärtchen verschiedene Spielszenen betrachten und beschreiben, wo und wieKinder besonders gut zusammenhalten.b. Indem jedes Kind eingangs erzählt, wo es in der vergangenen Woche positive und negativeGruppenerfahrungen in seinem Alltag gemacht hat.c. Indem jedes Kind zur Gefahrenabwehr im Spiel nur eine besondere Fähigkeit besitzt, die sich mitdenen der anderen Kinder ergänzt.d. Einer der beiden Therapeuten inszeniert in der Rolle des »Außenfeindes« auf der Spielebene einebedrohliche Situation, so dass die Kinder angestiftet werden zusammenzuhalten.


6. Stellen Sie sich vor, in einer Kindergruppe gibt es Konflikte um das Baumaterial zum Einrichten derSzenerie. Wie intervenieren die Therapeuten? (2 Antworten sind richtig)a. Sie intervenieren spielerisch in einer passenden Rolle.b. Sie lassen die Kinder den kompletten Konflikt durchleben, um anschließend das Geschehengemeinsam in der Gruppe zu besprechen.c. Die zerstrittenen Kinder werden in getrennte Gruppen aufgeteilt.d. Sie spiegeln den Kindern den Konflikt in deren Rollen.7. Warum können Familienberatungsstellen besonders gut als Brückenglied zwischen der Jugendhilfeund dem psychiatrischen Versorgungssystem system fungieren? (2 Antworten sind richtig)a. In Familienberatungsstellen arbeiten in der Regel auch Psychiater/-innen bzw.Psychiatriefachpfleger/-innen mit.b. Erziehungsberatung ist eine niedrigschwellige Hilfe zur Erziehung, die von den Eltern direkt, ohneAntrag beim Jugendamt, aufgesucht werden kann.c. In Familienberatungsstellen wird systemisch gearbeitet, d. h., es werden die Perspektiven von Kindund Elternteil gleichermaßen berücksichtigt.d. Psychisch erkrankte Eltern können die Kosten der Beratungsleistung bei Vorliegen einer Diagnosevon ihrer Krankenkasse erstatten lassen.8. Wann und warum zeigen sich Effekte von Bindungsmustern beim Menschen? (1 Antwort ist richtig)a. Wenn man mit anderen Menschen zusammen ist, weil man überträgt, was man mit denBindungspersonen erlebt hat.b. Wenn man alleine ist, weil man dann am besten über Bindungserfahrungen nachdenken kann.c. Wenn man mit fremden Personen sprechen muss, weil das eine Fremde Situation ist.d. Wenn man intensive negative Emotionen erlebt, weil dann die Bindungsmuster alsEmotionsregulationsmuster wirken.9. Eine unsicher-ambivalente Bindung ist im Bindungsinterview für die Späte Kindheit (BISK)gekennzeichnet durch … (3 Antworten sind richtig)a. eine Repräsentation der Bezugsperson als emotional regulierendb. hohe Kohärenz.c. indirekte Kommunikation von Emotionen gegenüber der Bindungsperson.d. emotionale Offenheit.e. bizarre Äußerungen.f. Themenwechsel und indirekte Aussagen im Interview.10. Die Diagnostik der Bindungsrepräsentation in der mittleren und späten Kindheit mittels einesBindungsinterviews (BISK) mit dem Kind umfasst u. a. folgende Dimensionen (3 Antworten sindrichtig):a. die Strategie des Kindes von Nähesuchen oder Vermeiden gegenüber der Bindungsperson inerfragten emotionalen Belastungssituationen, z. B. Vermeidung der Bindungsperson oderBeziehungsorientierung.b. die Interessen des Kindes in Schule und Freizeit.c. das Ausmaß der wahrgenommenen emotionalen Unterstützung und Verfügbarkeit derBindungspersonen in bindungsrelevanten Überforderungssituationen.d. die Kohärenz der Aussagen des Kindes im Interview, z. B. Widersprüche, Klarheit und Offenheit beiden bindungsrelevanten Themen.

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