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InhaltZeit der Chrysanthemen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2Hagebutten – die Früchte der Rosen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8Asia-Salate: Frische Vitamine aus Fernost . . . . . . . . . . . . 10Amaryllis – Blütenwunder am Stiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12Serie: Zimmerpflanzen zum Wohlfühlen . . . . . . . . . . . . . 14Allerheiligen – stilles Gedenken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17Garten- und Mondkalender für den Winter . . . . . . . . . . . 22Kohlgemüse: Iss dich gesund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26Winterschnitt des Apfelbaums . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30Weihnachtssterne, Klassiker neu entdeckt . . . . . . . . . . . 32Der Adventkranz – Bedeutung und Geschichte . . . . . . . 38Blüten in Schnee und Eis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40Buchtipps: Gartenliteratur, für Sie entdeckt! . . . . . . . . . 46Online Pflanzendatenbank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48Liebe Leserin,lieber Leser,wenn die Tage kürzer werdenund das Gartenjahr zu Endegeht, ist es an der Zeit, Gräberzu dekorieren und auch imHaus gärtnerisch tätig zu sein.Auf der Fensterbank wird Salatherangezogen, und mit Weihnachtssternenund Amaryllisholt man sich direkt vomGärtner Farbe ins Heim.Es ist auch die Zeit von Tradition,Besinnung und Einkehr.Doch dauert es gar nicht lange,bis man die ersten Blüten imGarten schon wieder entdeckenkann …Viel Freude beim Lesen wünschtIhr persönliches Gärtnerteam!Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49Fotos: links: ajking, Mitte: eme, rechts: Creatix / alle fotoliaM A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R 35 1


F A R B E N P R A C H T I M H E R B S TSie sind Tausendsassa unter denHerbstblüten – üppig undgrellbunt, einfach und schlicht,mit vielen kleinen Blütensternen odergroßen Blütenballen strahlen sie inBeeten und Töpfen um die Wette undfaszinieren auch als Schnittblumen.Chrysanthemen passen einfach fürjeden Anlass und sind auch deshalb sozeitlos geblieben.Blütenmit GeschichteIn China, ihrer Heimat, schätztman die Chrysantheme seit überzweitausend Jahren als Sinnbild fürStärke und ein langes Leben – keinWunder, zeigt sie ihre Blüten dochdann, wenn die Tage kurz werdenund sich alle anderen Blumenschon verabschieden. Sie wurde vonchinesischen Gelehrten neben demBambus, der Kirsche und derPflaume als eine der „Vier Edlen“ausgewählt. Jeder dieser Pflanzenwird eine wertvolle Tugend zugeordnet,im Fall der Chrysanthemeist es die Beständigkeit. „Die VierEdlen“ sind noch heute ein beliebtesMotiv in der chinesischen Tuschemalerei.Im frühen Mittelalter gelangtedie Chrysantheme – zunächst alsHeilpflanze – von China nach Japanund wurde hier die Symbolblumedes Kaiserhauses. Auch die höchstejapanische Auszeichnung, derChrysanthemen-Orden, ist nachihr benannt. Erst 1862 fand diebesondere Blume ihren Weg nachEuropa, obwohl sie unserenVorfahren als Motiv auf chinesischenBildern, Tüchern, Porzellanund auch aus der Literatur bereitsbekannt war.Die liebeFamilieChrysantheme ist nicht gleichChrysantheme, denn es gibt vieleverschiedene Formen. So präsentiertsich das bekannte Mutterkraut(Tanacetum parthenium) als starkduftende, altbewährte Arzneipflanzemit weißen Blütenblättern undgelber Mitte. Ebenso zu den winterhartenStauden zählen auch dieMargeriten (Tanacetum coccineum)Wer kräftige Farbkontraste mag, wird bei den Chrysanthemen fündig.4 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


F A R B E N P R A C H T I M H E R B S TChrysanthemenblühen lang und reichChrysanthemen sind „Starkzehrer“ –regelmäßiges Düngen mit Gärtnerdüngerist besonders wichtig.Für ausreichend Feuchtigkeit sorgen,der Ballen soll nie austrocknen.Stauende Nässe aber vermeiden.In der Wohnung blühen die Blumenlänger, wenn sie kühl stehen.Auch sanfte Pastellfarben stehen zur Auswahl.und Sommermargeriten (Chrysan-Die Strauch-Margerite (Chrysanthe-Rosa über Purpur bis Rostbraun, inthemum maximum), die schon immum frutescens) ist ein bei uns nichtden schönsten Bronze-, Goldgelb-Mai und Juni blühen und lang halt-winterharter Halbstrauch, den wirund Orangeschattierungen und inbare Schnittblumen in unzähligenalle als Bäumchen-KübelpflanzeWeiß, Pink oder Lila schmücken sieSorten und Blütenfarben liefern.und als Balkonblume kennen.draußen den Garten ebenso wiedrinnen herbstliche Arrangements.Eine Spezialität für den Steingartenist die Grönland-Margerite(Chrysanthemum arcticum), weil sieleichte und sandige Böden bevorzugt.Sie wird nicht höher als 30 cm,Herbst-Schmuckstückebildet polsterartige Büsche underfreut im September und Oktobermit zahlreichen weißen Blüten aufEs sind ihr charakteristischer,kurzen Stielen.leicht bitterer Geruch und dieintensiven Blütenfarben, die sountrennbar zum November dazuge-Fotos: S. 4: kiyanochka / Stockphoto, S. 5 oben: phillipschip / Stockphoto und unten: Kienzler„Der Name Chrysantheme kommt ausdem Griechischen und bedeutet Goldblumeoder Kronenblume. Die Griechen undRömer verwendeten die jungen Triebeauch als Gemüse.“Ein Symbol des Sommers und derunbeschwerten Kindheitstage sinddie Wiesenmargeriten (Chrysanthemumleucanthemum), die grüneWiesen bis in den September hineinmit ihren typischen weißenStrahlenblüten aufleuchten lassen.hören wie das Allerheiligenfest. DieChrysanthemen zaubern ein letztesLeuchten in die Zeit des Nebels undder fallenden Blätter.Während die Frostempfindlichkeitder Pflanze in China und Japan nieeine Rolle spielte, hatte sie mit demmitteleuropäischen Klima dochSchwierigkeiten. Erst unter denvielen Neuzüchtungen fandensich auch winterharte Formen, wiedie Chrysanthemum x koreanum undC. indicum, beide heute weit verbreiteteGarten-Chrysanthemen, dieman auch als Winterastern kennt.In verschiedenen Rottönen, vonDank ihrer Vielfalt an Formen undFarben hat sich die Chrysantheme vonder „Totenblume“ zur „Kreativblume“entwickelt.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R5


F A R B E N P R A C H T I M H E R B S TBlattstrukturen und -formen inPflanzungen verwendet werden.Aus Chrysanthemen, Efeu, Gräsernoder Eriken und Zyklamen lassensich hübsche Schalen und Kübel fürdie Terrasse und die Wohnunggestalten. Wer mit offenen Augendurch den herbstlichen Gartengeht, findet dort auch rasch daspassende Beiwerk für kreativeSchmuckstücke mit Chrysanthemen:Hagebutten, Fruchtstände derLampionblume, Schlehenzweige,Quitten, Nüsse, Kastanien, Bucheckern,Beeren, Tannenzapfen undbunt gefärbte Blätter sind abwechslungsreichesBeiwerk.Für jeden Anlassdie Richtige• Sie sind zum Essen eingeladen?Dann stellen Sie sich mit einembunten Chrysanthemenstrauß ein –schließlich stehen diese Blumen fürBeständigkeit und ein langes Leben.• Ein gemütlicher Nachmittags-Kaffeetratsch ist geplant? KombinierenSie eine Topfchrysantheme inFotos: S. 6: oben: cglade / Stockphoto, unten links: YinYang / Stockphoto, Mitte und rechts: CMA; S. 7: KienzlerVon kleinen Sternen bis großen Ballen – Topfchrysanthemen bieten eine reicheAuswahl.einem Korb mit ein paar Hagebuttenzweigenoder Veitchii-Ranken undbringen Sie damit eine wunderbareHerbstdekoration auf den Tisch.• Für die Einladung zur Halloween-Feier kombinieren Sie knallgelbeChrysanthemen mit Kürbissen.• Auf dem spätherbstlichen Balkonzaubern kompakte, kleinblütigeTopfchrysanthemen mit dichtenBlütentuffs ein Farben-Feuerwerk.• „Wir denken an dich!“, sagen Blumengrüßemit Chrysanthemen auf demGrab unserer Verstorbenen. Sie sindAusdruck der Verbundenheit undblühende Zeichen der Erinnerung.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R7


H A G E B U T T E NDie Früchteder RosenHagebuttenSie sind gesund, äußerstdekorativ und hängen noch beiSchnee und tiefen Temperaturenan den Zweigen: die Hagebutten.In Kränze bringen sie einenatürliche Note.Spätestens dann, wenn sich aneinem klaren Wintertag dieHagebutten in leuchtendem Rotvom blauen Himmel abheben, entstehtder Wunsch, Rosen im Garten zu haben,die nicht nur hübsch blühen und gutduften, sondern auch reichlich Früchtetragen. Als Hagebutten werden inÖsterreich meist die gesamten Pflanzender Wildrosensträucher bezeichnet,botanisch meint man aber immer dieFrüchte, die „Hetscherln“.Mittlerweile gibt es eine Vielfalt anFormen und Farben von Hagebutten,da in den vergangenen Jahren Züchterverstärkt darauf Wert legten, dass sichRosen am Ende der Saison nochmals inSchale werfen.


H A G E B U T T E NHüllemit FülleFotos: S. 8: S.H.exclusiv / fotolia und S. 9: eme / fotoliaHagebutten sind nicht nuräußerlich schön, sie haben auchinnere Werte. Denn sie enthaltenfünfzig Mal mehr Vitamin C alsZitronen, zehn Mal mehr alsSchwarze Ribiseln und nebenanderen Vitaminen auch nochBiophenole, Kalzium, Kalium,Magnesium und Eisen. Früherergänzte die tägliche Ration daskarge Winteressen und hielt sogesund. Die Wunderfrüchte solltenauch böse Geister vertreiben; amzuverlässigsten würde dies funktionieren,so hieß es, wenn in derNeujahrsnacht vom Vorrat genaschtwurde. Für die Küche nimmt manbesser große Früchte als kleine, dadas Auslösen des Fruchtfleisches beihohem Samenanteil ziemlichWussten Sie, dass …… sich aus gefüllt blühenden Rosenkeine Hagebutten entwickeln? Auchwenn die verblühten Blüten ab gezwicktwerden, können natürlichkeine Früchte reifen. Das Abzwickenist allerdings eine sinnvolle gärtnerischeMaßnahme, um die Blütenprachtzu fördern. Je wilder die Roseist, desto mehr Hagebutten bildet sie.Jede heimische Wildrose und auchviele Kletterrosen bringen zahlreicheHetscherln hervor. Wie viele Kerneeine Frucht in sich birgt, hängt ebenfallsvon der Art ab. Die ChinesischeGoldrose umschließt manchmalnur einen Samen, die Kartoffel-Rosehingegen bis zu hundert.Für Tiere bieten Hagebutten eine überlebenswichtige Nahrungsquelle.aufwändig sein kann. Zu spätblühende Rosen eignen sich auchnicht, da ihre Früchte nicht mehrausreifen. Als Dekoration könnensie trotzdem dienen. Empfehlenswertfür die Zubereitung einer köst -lichen Hagebuttenmarmelade sindfrühblühende wilde Arten wieHundsrose (Rosa canina), Apfelrose(Rosa rugosa), Weinrose (Rosa rubi ginosa)und Bibernell-Rose (Rosa pimpinellifolia)oder die Pillnitzer Vitaminrosesowie die nord amerikanischeVirginische Rose (Rosa virginiana).GesungenesRätselHagebutten erinnern vieleMenschen an ihre Kindheit – entwederdurch die pelzigen Samen, dieals Juckpulver verwendet wurden,oder durch die Melodie des Kinderliedes„Ein Männlein steht imWalde“ von Hoffmann von Fallersleben.Anfangs denkt man an denFliegenpilz, bis das schwarze Käppchenverrät, dass die Hagebuttegemeint ist. Die dritte Strophe fälltoft weg – denn sie sollte gesprochenwerden, und so bleibt das Rätselmeist ungelöst.Ein Männlein steht im Walde,ganz still und stumm,Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.Sagt, wer mag das Männlein sein,Das da steht im Wald alleinMit dem purpurroten Mäntelein?Das Männlein steht im Waldeauf einem BeinUnd hat auf seinem Haupteschwarz Käpplein klein,Sagt, wer mag das Männlein sein,Das da steht im Wald alleinMit dem kleinen schwarzen Käppelein?Das Männlein dort auf einem Beinmit seinem roten Mänteleinund seinem schwarzen Käppeleinkann nur die Hagebutte sein!M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R9


A S I A - S A L A T EFrischeVitaminegewünscht?Fernöstliche SalateMizuna, Mibuna und Tatsoi ernten –kommt Ihnen das vielleicht noch„spanisch“ vor? Dann ist es höchsteZeit, die Vielfalt der Asia-Salatekennenzulernen. Sie alle geben unseinen kleinen Einblick in die Gemüsevielfaltder fernöstlichen Küche.Ein Vertreter der Asia-Salate istin der österreichischen Kücheschon lange ein guter alterDie dem Rucola ähnlichen Blätter desMizuma kann man roh als Salat odergedünstet als Gemüse genießen.Tatsoipflanzen liefern reichlich Blätter,die sich wie Spinat zubereiten lassen.Bekannter: der Chinakohl, nebendem Bummerl- oder Eissalat eintypischer Wintersalat. In der asiatischenKüche wird er alle rdingsniemals roh verzehrt – ebenso wieseine Verwandten mit den exotischklingenden Namen.Einfachausprobieren!Allen Asia-Salaten gemeinsamist ein sehr hoher Vitamingehalt,der in der kalten Jahreszeit willkommene,gesunde Abwechslungbringt. Während wir in EuropaWussten Sie, dass …… asiatische und europäischeKohlgemüse von derselben Pflanzeabstammen?Der „Rübsen“, eine Elternart desRapses, wird seit der Jungsteinzeitkultiviert.Während die Europäer ausdieser Pflanze Speiserüben züchteten,entwickelten die Chinesen darausfeine Blattstielgemüse.unter „Salat“ die rohe Verwendungdes Gemüses verstehen, wird er inAsien gekocht oder gebraten – eineZubereitung, die bekömmlich istund einen Versuch lohnt.Der vielfältige Geschmack derverschiedenen Asia-Salate reichtvon mild bis scharf: Der SchnittkohlMizuna Early wird auch „JapanischerFederkohl“ genannt, weil erim Aussehen an Friseesalat erinnert.Er schmeckt mild und kohlartig.Die langen, gezackten, dunkelgrünenBlätter des japanischenMizuma ähneln dem bei unsbekannten Rucola und habenauch einen ähnlich würzigenGeschmack. Tatsoi ist ein zarterSalat aus China, dessen runde,dunkelgrüne Blätter optisch anFeldsalat erinnern. Ein scharfes,senfartiges Aroma steht mit den rotgeäderten Blättern des Asia SalatRed Giant zur Verfügung.VomBlumenkasten indie KücheÄhnlich der Kresse lassen sich Asia-Salate auch im Winter auf demFensterbrett ziehen. Frostresistente10 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


A S I A - S A L A T EArten können Sie auch bei Schnee undEis vom Balkon oder aus dem Gartenernten, denn sie überstehen Temperaturenvon bis zu minus 11 °C. Dazu werden sieim Herbst in Töpfe, Kübel oder Blumenkästengepflanzt bzw. gesät. Mit sinkendenTemperaturen wachsen die Salatelangsamer, unter 0 °C stellen sie dasWachstum ein, nehmen aber keinenSchaden. Die meisten Arten wachsen,sobald es wärmer wird, wieder nachund können mehrfach geerntet werden.Die Samen kommen Mitte September bisAnfang Oktober im Reihenabstand von10 cm ins Freiland oder in Gefäße. Vonder Aussaat bis zur ersten Ernte dauertes ca. 4 Wochen.Asia-Salat-AuflaufZutaten:750 g Asia-Salat nach Belieben1 Ei, 1 Suppenwürfel1 alte Semmel (in Wasser eingeweicht)2 EL Sojasauce2 gehackte Tomaten250 g Faschiertes150 g Sauerrahm2 gehackte Zwiebeln2 EL geriebener Käse20 g Butter, Salz, PfefferFotos: S. 10: oben: matka_Wariatka, unten: AKI‘s Palette, S. 11: Andrea Berger / alle fotoliaZubereitung:Suppenwürfel in 1 l Wasser auflösen undzum Kochen bringen, Asia-Salat in großeStücke schneiden und 10 Minuten darinblanchieren, im Sieb abtropfen lassen. DieHälfte des Asia-Salates mit 2 EL Sojasaucemischen und in eine gebutterte Auflaufformfüllen. Faschiertes, Zwiebeln, Ei, Semmel,Tomaten, Salz und Pfeffer gut vermischen unddarauf verteilen. Mit dem restlichen Asia-Salat abdecken, darauf Sauerrahm streichen,geriebenen Käse streuen und Butterflockenverteilen. Bei 200 °C ca. 40 Minuten backen.


A M A R Y L L I SBlütenwunderam StielAmar yllisSie treiben im Winter aus großenZwiebeln beeindruckende Blüten.Selbst Menschen mit wenig gärtnerischerErfahrung werden sich übereinen raschen Erfolg freuen.12 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


A M A R Y L L I SAmaryllis sorgen am Fensterbrettfür ein rasantes Spektakel.Denn sie schieben,sobald sich die Spitzen der Blütenknospenaus den braunen Riesenzwiebelndrängen, im EilzugstempoKulturfürEinsteigersetzen oder einige Töpfe zunächstkühl stellen, verlängern Sie die Blütemöglicherweise bis in den Frühling.ihre Stiele nach oben, um sichschließlich pompös zu entfalten.Wer einmal ihrer SchönheitAlles, was Sie brauchen, ist eineverfallen ist, wird sie jährlich aufAmarylliszwiebel, ein Topf mitdem Fensterbrett treiben. Und eseinem bis zu zwei Fingerbreitgibt nahezu nicht Einfacheres, denngrößeren Durchmesser, guteschließlich bringen diese PflanzenBlumenerde – am besten gleich inalle Nährstoffe und ihre ganze Kraftder Gärtnerei mitnehmen – undin ihren Riesenzwiebeln mit.natürlich Wasser zum Eingießen.Legen Sie die Zwiebel für ein paarStunden in eine Schale mit warmemSchlichteSchönheit oderFarbenspielWasser, damit sich die Wurzelnvollsaugen können. Danach wird sogepflanzt, dass die Zwiebel noch einStück aus der Erde ragt. Nun geht eslos: Sie können auf dem hellenRote Amaryllis wie die Sorte ‘Ferrari’passen gut in die Weihnachtszeit.Fenster brett bei Zimmertemperaturenmit einer Kulturdauer von etwaDie Auswahl ist groß, und soacht Wochen rechnen. Je nachdem,mancher Blumenfreund entwickeltwann Sie pflanzen, zeigen sicheine Sammelleidenschaft. Da gibt esdie Blüten zu Weihnachten, amdie eleganten einfärbigen Sorten,Dreikönigs- oder Valentinstag odervon weiß über lachsfarben bis zumirgendwann dazwischen. Wenn Siekräftigen, samtigen und tiefen Rot.mehrere Zwiebeln in EtappenBunter und auffallender präsentierensich die zweifarbigen Sorten mitihren verschiedenen Streifenformenund Rändern oder auch solche mitgefüllten Blüten.Wussten Sie, dass …Wer besonders viele Blütenwünscht, sollte die Zwiebeln mitBedacht auswählen. Jene mit bereits… die meisten Amaryllis, die wir imZimmer treiben, botanisch gesehengar keine Amaryllis sind? Sie heißenkräftig ausgebildeten Wurzelnwachsen schneller an. Zwiebeln miteinem Umfang von 30 bis 32 cm(30/32) haben gute Standard-Qualität, Superzwiebeln müssenüber 40 cm messen. Letztereentwickeln mindestens zwei,meistens drei und manchmal sogarHippeastrum, auch Ritterstern, undstammen aus Südafrika. Die EchteAmaryllis hingegen, die Belladonna-Lilie, kommt aus Südamerika undzeigt ähnliche, aber kleinere Blüten.Diese Pflanze wird lateinisch Amaryllisbelladonna genannt und duftet imFotos: S. 12 und S . 13: alle IZBnoch mehr Blütenstiele.Von kleineren Zwiebeln mit26 bis 28 cm lassen Sie lieber dieFinger; sie werden nicht mehr alseinen Blütenstiel hervorbringen.Gegensatz zu Hippeastrum. Die größereSortenvielfalt und das bessere An gebotfindet man in der Gärtnerei aberauf jeden Fall bei den Rittersternen.Steht zu wenig Licht zur Verfügung,wachsen die Stiele länger und verbiegensich fallweise. Drehen Sieden Topf von Zeit zu Zeit, dannwachsen sie gerade.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R13


Z I M M E R P F L A N Z E NPflanzen zumWohlfühlenUnruhig, müde, abgeschlafft? Vielleichtfehlt einfach die richtige Pflanze imRaum! Zimmerpflanzen wirken sich unterschiedlichauf das Wohlbefinden derMenschen aus. Ein wahrer Stimmungsmacherunter den grünen Begleitern istdie Fingeraralie, die Schefflera.14 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


Z I M M E R P F L A N Z E NZimmerpflanzen bereicherndurch ihre optische Wirkungunsere Wohn- und Arbeitsbereiche.Sie sind jedoch nicht nurschön anzusehen, sondern wirkenauch positiv auf Körper und Seele,erhöhen die Leistungs fähigkeitund fördern die Konzen trationam Arbeitsplatz.GuteStimmungDie Finger- oder Strahlenaralie istwegen ihres glänzenden Laubs undStandort und PflegeDie Schefflera bevorzugt einenhellen bis halbschattigen Standortund möchte nur wenig gegossenwerden. Die Blätter sind dankbarfür regelmäßiges Besprühen. WerZimmerpflanzen leisten einengroßen Beitrag zum Wohlbefindendes Menschen, indem sie dieder attraktiv gezeichneten Blättersehr beliebt. Ihren Namen verdanktsie den strahlenförmig angeordneten,ledrigen, glänzenden Blättern.möchte, dass die Pflanze gedrungenund strauchartig wächst, schneidetsie auch regelmäßig zurück.Luftfeuchtigkeit erhöhen, Sauerstoffspenden, Feinstaub binden undSchadstoffe aus der Luft filtern.Die jüngeren Schefflera bilden meistdrei bis fünf, die älteren Pflanzenfünf bis fünfzehn einzelne, länglichovaleund bis zu 30 cm lange Blätter.Im Sommer wird sie alle zwei Wochenmit Gärtnerdünger versorgt, währendman im Winter auf die Düngungverzichten kann. Die Pflanze ist an-Grünhält uns allegesundViele der Schefflera-Arten sindin Asien und dem tropischenAustralien beheimatet. Dort werdensie 25 bis 30 Meter hohe Bäume,und auch als Zimmerpflanzenspruchslos, verträgt jedoch ständigeNässe nicht. Alle zwei Jahre wird derKleinbaum in frische Gärtnererdeumgetopft.zeichnen sie sich durch Robustheitund schnelles Wachstum aus. SieÜber die Luftverschmutzungzählen mit gutem Grund zu dender Außenwelt wird regelmäßigWohlfühlpflanzen in Österreichsberichtet. Durch zahlreiche Maß-Gärtnereien.nahmen wie Filter und Tempolimitswird versucht, die Luft zu verbessern.Über die Luft in Räumenhört man hingegen sehr wenig.Baustoffe, Einrichtungsgegenstände,Kosmetika, Putzmittel, elektrischeWenigerSchadstoffeGeräte und die Bewohner selbstgeben eine Vielzahl an Schadstoffenan die Raumluft ab. Um diese zuDie Fingeraralie ist optimalverbessern, gibt es nur zwei Mög-für Gemeinschaftsräume wie z.B.lichkeiten: regelmäßig lüften undGroßraumbüros geeignet, da sie dasPflanzen anschaffen, die für dieUmfeld des Menschen stärkt undReinigung der Luft sorgen.für positive Energie sorgt. Sie istsehr pflegeleicht und wächst rasch.Damit Pflanzen Schadstoffe ausder Luft filtern können, sind guteErde und gesunde Wurzeln Voraussetzung.Milliarden von Bakterien,Zusätzlich wird sie aufgrundihrer äußerst bemerkenswertenLeistung als Luftbefeuchter undTippFotos: S. 14 und 15: BMAPilzen und Algen, die mit den Zellender Wurzeln in Symbiose leben,verdauen die Schadstoffe undliefern somit wichtige Nährstoffefür die Pflanze, die wiederum überdie Wurzeln aufgenommen werden.Sauerstoffspender geschätzt. Istdie Pflanze gesund, kann siestündlich bis zu 10 µg Formaldehydabsorbieren, und auch Xylol sowieBenzol werden gleichmäßigaufgenommen.Eine Übersicht überalle Wohlfühlpflanzen findenSie unter: www.pflanzen-zumwohlfuehlen.atM A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R15


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A L L E R H E I L I G E NFoto: Aamon/fotolia Foto: S. 17: K.-U. Häßler / fotoliaStillesGedenkenAnfang November, in den Tagen umAllerseelen und Allerheiligen, folgenwir gerne dem Brauch, unserer Verstorbenenzu gedenken. Gräber mitPflanzen, Gestecken oder frischenBlüten zu schmücken, ist dabei liebgewonnenesRitual geworden.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R17


A L L E R H E I L I G E NDer Glaube gibt vielenMenschen Kraft, in schwerenZeiten wieder Mut zuerlangen. Die Möglichkeit, verstorbenenVerwandten und Freundeneine besondere Ehre zu erweisen,hilft über den Schmerz hinweg undlässt Erinnerungen nicht verblassen.Es hat sich daher fest in unsererTradition verankert, die Gräber zubesuchen, Kerzen anzuzünden undBlumen niederzulegen.Totengedenken einst und jetztIn Mexiko glaubt man, dass die Toten die gefeiert. Die Ägypter legten Blumenkränze,meist aus Reseden, auf ihreFarbe Gelb besonders gut sehen können.Daher wird am 1. und 2. November ein Mumien. Auch Mohnblüten wurden inBlütenpfad aus Tagetes (Studentenblumen) einem pharaonischen Grab gefunden.von der Türe des Hauses bis zum Gabentischfür die Toten gelegt. Der November Rosen bepflanzt und wurden deswegenIn der Antike waren die Friedhöfe mitist in Persien der Monat des Todesengels, als Rosengärten bezeichnet. Die Griechenund Totenfeste werden auch bei denbanden Kränze aus Myrthe und streutenaustralischen Aborigines und den Hindus Lilien auf die Gräber.ChristlicheFeiertageAm 1. November begehen wirAllerheiligen. Die Kirche widmetan diesem Tag den vielen eherunbekannten Heiligen, die nichtim Kalender zu finden sind, ihreganze Aufmerksamkeit. DieserBrauch dürfte sich bereits ab dem9. Jahrhundert stark verbreitet haben.Je nach Witterung schlagen die letzten sonnigen Herbsttage bald in die Zeit des Nebels um. Dann trösten die bunten Blumen undzaubern Signale der Hoffnung auf die Gräber.18 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


A L L E R H E I L I G E NAllerseelen hat sich am Folgetag,dem 2. November, eingebürgertund hat seine Wurzeln im Gebet fürdie Verstorbenen. Im Jahr 998 setzteOdilio, Abt des Benediktiner-Klosters Cluny, für alle ihm unterstehendenKlöster fest, dass andiesem Tag die Verstorbenendurch Gebete zu bedenken seien.„Rings liegt der Tag von Allerseelenvoll Wehmut und voll Blütenduft,und hundert bunte Lichter schwelenvom Feld des Friedens in die Luft.“(Rainer Maria Rilke)Blauschwingel bringt Farbe und Harmonie in die Grabgestaltung.Fotos: S. 18: FrankyDeMeyer / Stockphoto, S. 19: oben: brytta / Stockphoto, unten links: JerzyC / Stockphoto, unten rechts: rsester / fotoliaAus dem ursprünglichen Seelenfestwurde auf dem Lande spätereine ganze Seelenwoche, ein Treffenaller Verwandten. Gemeinsamzogen die Menschen in einer Pro -zession auf den stillen „Gottesacker“,um ihre Allerseelenlichter zuentzünden. Das Seelen-Ausläutenbeginnt heute schon am Vortag zuMittag und hat den rein praktischenGrund, dass der 1. November einFeiertag ist, während man am 2.November wieder arbeiten muss.PflanzenmitSymbolcharakterRankt sich Efeu (Hedera helix)oder Immergrün (Vinca minor) überein Grab, so stehen diese Pflanzenfür Treue und Ewigkeit. Die dreigeteiltenBlätter der Goldbeeren(Waldsteinia ternata), einer ebenfallsgut bodenbedeckenden Pflanze,symbolisieren die Dreifaltigkeit.Neben bunten Blumen erstrahlen in diesen Tagen Kerzen und Laternen.Efeu symbolisiert Treue und Ewigkeit. Er ist robust und pflegeleicht.Eibe und Buchsbaum, aber auchZypressen, gelten als Totenbäume.Es gibt hier klein bleibende Arten,die gut beschnitten werden können,was bei Grabbepflanzungen vonVorteil ist.Die hängende Form der Trauerweideist das stärkste Symbol undmacht ihrem Namen alle Ehre. FürGräber kann sie nicht verwendetwerden, aber als mächtiger Bauman einer feuchteren Stelle am Randedes Friedhofs strahlt sie die passendeStimmung aus. Ihre Krone spendetSchatten und Trost.Ziergräserfür GräberTippGräser wie Blauschwingel(Festuca glauca) brechen optischharte Kanten von Grabeinfassungenund verbinden, wennsie sich bogenförmig zwischenBlumen und Gehölze fügen.Meist wirken sie filigran, hellund zart und lassen keineDüsternis mehr aufkommen.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R19


A L L E R H E I L I G E NNarzissen symbolisieren imFrühling Tränen („die weißenEngelstränen“), gleich gefolgtvom Tränenden Herz (Dicentraspectabilis).Was das Vergissmeinnicht(Myosotis sp.) in der Blumenspracheausdrücken will, sagt schon seinName. Frauenmantel (Alchemillamollis) und Mohn (Papaver rhoeas)sind Sinnbilder eines sanftenTodes.Speziell Mohn war in Kriegszeitenauch eine zufällige Grabbepflanzung,wenn die Samen des Klatschmohnsschon bald nach derBeerdigung auf den Hügeln derSoldatengräber aufgingen und sie inrote Farbe tauchten.Kranz,Kreuz oderDreifaltigkeit?Neben der dauerhaften odersaisonalen Grabbepflanzung habenauch die verschiedenen GebindeformenAussagekraft.Der Kranz ist Zeichen derUnendlichkeit und dauerhaftenVerbundenheit, das Kreuz dient alschristliches Sinnbild für Auferstehungund ewiges Leben, und dieZahl Drei bzw. eine dreieckigeGestaltung stehen für die heiligeDreifaltigkeit.Wie immer man die Form wählt –ein besonderer Gruß entsteht, wennman bei den Blumen eine Lieblingsfarbeder Verstorbenen wählt.NachhaltigeGrabgestaltungAuch die Gestaltung des Grabeskann die Vorlieben von Verstorbenenberücksichtigen. Die Erinnerungan liebe Menschen wird dann beijedem Besuch lebendig. NehmenSie sich Zeit dafür; lassen Sie sichvom Gärtner Ihres Vertrauensberaten. Denn das Grab soll inseiner individuellen Gestaltung dasChrist- oder Schneerosen (Helleborus) strecken ihre Köpfchen auch dann noch aus dem Boden, wenn Schnee liegt.20 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


A L L E R H E I L I G E NGefühl stärken, dass die innigeVerbindung über den Tod hinausbestehen bleibt. Nach einer Erdbestattungkann die dauerhafteBepflanzung allerdings erst nachsechs Monaten vorgenommenwerden, da sich die aufgeworfeneErde bis dahin noch absenkt. Dannwird die Fläche mit einer spezielldafür konzipierten, dunklenGärtner-Graberde ausgeglichen.Die Gestaltung eines Grabessollte niemals aus dem Rahmenfallen und darf das Gesamtbildeines Friedhofs nicht stören. Pietätund Würde sind hier oberstesGebot, auch wenn man dabei ganzauf den Verstorbenen eingehenmöchte. Wie bei jeder Beetbepflanzungkommen höher wachsendeGewächse in den Hintergrund,die kleineren nach vorne.Bewährt haben sich ein Rahmenaus dauerhaften, winterhartenStauden und Gehölzen und einesaisonale Fläche, die für Farbe,Fröhlichkeit oder schlichteEleganz sorgt.Wer keine Zeit für die Pflegewährend des Jahres hat, beauftragtdamit den Gärtner inFriedhofsnähe.Auch den Wechselflor übernimmtman dort gerne – dannist auch garantiert, dass zujeder Jahreszeit etwas blüht.Wer das Grab besucht, brauchtnur noch einen Strauß niederzulegen.Geeignete Saisonblumenfür das GrabIm Frühling: Stiefmütterchen,Hornveilchen, Hyazinthen, Tulpen,Narzissen, VergissmeinnichtIm Sommer (nach den Eisheiligen):Begonienarten, Federbusch-Hahnenkamm,Buntnesseln, Fuchsien, Zwergdahlien, Kap-Astern, Sonnenblumen, kleine RosenstöckeIm Herbst: Eriken, Besenheide,Chrysanthemen, Gaultherien, Silberblätter,AlpenveilchenIm Winter: Christrose und Besenheide,Schneeheide, StrauchveronikaFotos: S. 20: Stefan Körber / fotolia, S. 21: Creatix / fotoliaErika und Besenheide kombiniert mit weißfilzigem Laub zählen zum Herbst- und Winterflor auf Gräbern.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R21


M O N D K A L E N D E R U N D T I P P SGartenkalenderfür den WinterDas Gartenjahr neigt sich demEnde zu – trotzdem kann von„nichts los im Garten“ keine Redesein: Denn es heißt, letzte Ernteneinzuholen, die Pflanzen vor Frostzu schützen und den Gartenwinterfest zu machen.22 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


Fotos: S. 22: sandrine chevalier, S. 23: oben: Klaus Eppele, unten: Hubertus Blume / alle fotoliaJetzt noch Obstgehölze pflanzenNoch ist – an frostfreienTagen undsolange der Bodenoffen ist – Pflanzzeit fürObstgehölze. Tauchen Sieden Wurzel ballen vor demPflanzen in Wasser, bis keineLuftblasen mehr aufsteigen.Das Pflanzloch sollte ca. 2 xso groß wie der Ballen sein.Den Grund der Pflanzgrubemit dem Spaten lockern. InWühlmausgebieten schützt ein Drahtkorb die Wurzeln.Das ausgehobene Erdreich zum Auffüllen mit Kom postund frischer Pflanzerde vermischen. 2–3 Gärtner-Düngetabs rund um den Baum in die Erde gedrückt,versorgen ihn für ein halbes Jahr mit Nährstoffen.(günstige Termine für die Pflanzung von Obstgehölzen:23. November, 21. Dezember)Letzte Quitten erntenVor den ersten Frösten sollte die Quittenernteerledigt sein, sonst geht das Aroma verloren.Der intensive Duft der Früchte überdeckt alleanderen Gerüche, deshalb nicht mit anderem Obstzusammen lagern. In verarbeiteter Form – durch dasKochen wird dieGerbsäure abgebaut –ist die Quitte vielseitigverwendbar: alsKompott, Marmeladeund Quittenmus.Hinweise zum Lesen des Kalendariums Wassermann Fische Widder Stier Zwillinge Krebs Vollmond abnehmender Mond,erstes Viertel Löwe Jungfrau Waage Skorpion Schütze Steinbock(günstiger Ernteterminvon Quitten:15. November) Neumond zunehmender Mond,letztes ViertelDie PFLANZZEIT ist mit grünen Balken dargestellt.Begünstigte Tage:BlattFruchtWurzelBlüteM O N D K A L E N D E R U N D T I P P SN O V E M B E R 2 0 1 3123456789101112131415161718192021222324252627282930FreitagAllerheiligenSamstagAllerseelenSonntag 13.51 Uhr, Mond am KnotenMontagDienstagMittwochMond in Erdnähe, St. LeonhardDonnerstagFreitagSamstagSonntag 06.58 UhrMontagSt. MartinDienstagMittwochDonnerstagFreitagSt. LeopoldSamstagMond am KnotenSonntag 16.17 Uhr, Hl. GertrudMontagDienstagHl. ElisabethMittwochBuß- und BettagDonnerstagFreitagMond in ErdferneSamstagSonntagMontag 20.29 Uhr, Hl. KatharinaDienstagSt. KonradMittwochDonnerstagFreitagSamstagMond am Knoten, St. AndreasFrostempfindliche Pflanzen ins Winterquartier bringen.Hohen Herbst-Blütenstauden eine Stütze geben.Kurz vor Neumond besser nicht säen und pflanzen,da wenig Startkraft vorhanden ist.Bei Mond am Knoten ist Säen und Pflanzen ungünstig.Kälteempfindliche Gemüse- und Obstsorten rechtzeitigeinlagern.Obstbaumstämme mittels Lehm-Kalkanstrich vor Frostschädenschützen.23.45 Uhr: Ende der Pflanzzeit!Bei Mond in Erdnähe ist Säen und Pflanzen sehr ungünstig.Wurzelgemüse wie Pastinaken, Schwarzwurzeln undTopinambur können im Beet überwintern und werden beioffenem Boden geerntet.Gehölzschnitt, Laub und Gartenabfälle können jetzt für dieAnlage eines Hochbeetes genützt werden.Rosen mit Erde anhäufeln und mit Laub und Reisigabdecken.Knollen von Dahlien und Gladiolen ausgraben undeinwintern.Wasserleitungen und Garten winterfest machen.Rotkohl und Weißkohl vor dem Frost ernten und einlagern.Junge Obstbäume und -sträucher vor Wildfraß schützen.Fruchtmumien restlos von den Bäumen holen, umSchadbefall zu vermindern.Die letzten Quitten rechtzeitig vor dem Frost ernten undgetrennt von anderen Obstsorten einlagern.Bei Mond am Knoten ist Säen und Pflanzen ungünstig.Hagebutten für Dekorationen kurz nach Vollmondschneiden, damit sie länger halten.Stauden, wie etwa Herbstastern, nach der Blüte bodentiefabschneiden.12.24 Uhr Beginn der Pflanzzeit!Endivie in sehr frostigen Lagen samt Wurzeln ernten undim Lagerraum in Sand-Erd-Beete einpflanzen.Bei Mond in Erdferne ist Säen und Pflanzen ungünstig.An frostfreien Tagen können weiterhin Obstgehölzegepflanzt werden.Butternuss- und Hokkaidokürbisse samt Stiel trocken undkühl einlagern.Feldsalat bei Frost mit Vlies schützen, dann kann frühergeerntet werden.Adventkranz binden und schmücken.Amaryllis pflanzen und gleichmäßig feucht halten.Amaryllis in Töpfen erst gießen, wenn die Blattspitzenaustreiben.Christrosen mit Laub schützen, dann blühen sie früher.Bei Mond am Knoten ist Säen und Pflanzen ungünstig.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R23


M O N D K A L E N D E R U N D T I P P SD E Z E M B E R 2 0 1 312345678910111213141516171819202122232425262728293031Sonntag1. AdventMontagDienstag 01.23 UhrMittwochMond in Erdenähe, Hl. BarbaraDonnerstagFreitagSt. NikolausSamstagSonntag2. Advent, Mariä EmpfängnisMontag 16.13 UhrDienstagMittwochDonnerstagFreitagMond am Knoten, Hl. LuciaSamstagSonntag3. AdventMontagDienstag 10.29 Uhr, St. LazarusMittwochDonnerstagFreitagMond in ErdferneSamstagWinteranfang, Hl. ThomasSonntagMontagDienstagHeiliger AbendMittwoch 14.49 Uhr, ChristtagDonnerstagStefanitagFreitagSamstagMond am KnotenSonntagMontagDienstagSilvesterKurz vor Neumond besser nicht säen und pflanzen, dawenig Startkraft vorhanden ist.Eingelagertes Obst und Gemüse regelmäßig aufSchadbefall kontrollieren und aussortieren.7.51 Uhr: Ende der Pflanzzeit! Bei Mond in Erdnähe ist Säenund Pflanzen sehr ungünstig. Kirschzweige ins Wasser stellen.Blühen sie bis Weihnachten, bringen sie Glück und Segen.Gartenbeete mit leichtem Boden mit Grabgabel lockern,schwere Böden umstechen.Pampasgras, Yucca und Fackellilien zusammenbinden,damit das Innere vor Feuchtigkeit und Fäulnis geschütztwird.Vogel-Nistkästen abnehmen und gründlich reinigen.Kohlsprossen und Grünkohl können weiterhin auf denBeeten bleiben.Lauch, Mangold und Kohlsprossen mit Stroh vor extremenMinusgraden schützen.Leimringe an den Obstbäumen kontrollieren und beiBedarf erneuern.Fruchtmumien restlos von den Bäumen holen, um derAusbreitung von Monilia vorzubeugen.Bei Mond am Knoten ist Säen und Pflanzen ungünstig.Eingelagertes Wurzelgemüse regelmäßig auf Schadbefallkontrollieren und aussortieren.Futterplätze für Vögel so aufstellen, dass diese vorKatzenbesuch sicher sind.Kübel- und Balkonpflanzen im Winterquartier nur mäßiggießen und an warmen Tagen lüften.19.18 Uhr: Beginn der Pflanzzeit!Chicorée- und Löwenzahnwurzeln zum Antreiben inlockere, sandige Erde pflanzen und dunkel stellen oderabdecken.Schnittlauchballen einmal durchfrieren lassen, danach zumAntreiben ins Haus holen.Bei Mond in Erdferne ist Säen und Pflanzen ungünstig.Bei offenem Boden können weiterhin Obstbäumegepflanzt werden.Keimsprossen regelmäßig ziehen. Diese sind im Winterwertvolle Vitalstofflieferanten.Von Herzen gesegnete Weihnachten!Weihnachtssterne nur mäßig gießen und vor kaltemLuftzug geschützt stellen.Bei Mond am Knoten ist Säen und Pflanzen ungünstig.Eingelagerte Kürbisse in der Küche regelmäßig einplanen.Ende der Pflanzzeit!Ein glückliches Neues Jahr 2014!Den Boden bearbeitenLeichte Bödenbrauchen nurwenig Lockerung,etwa mit derGrabgabel, die mandazu alle 20 cm indie Erde sticht undruckartig hin undher bewegt. Beidieser schonendenBearbeitung wird die Erde belüftet, ohne die Bodenschichtendurcheinander zu bringen. Für schwere,stark verdichtete Böden ist das Umstechen zielführend.Man kann dabei auch den Frost für sicharbeiten lassen: Die groben Schollen bleiben unzerkleinertliegen – der Frost lockert sie mit seinerSprengkraft. Im Frühjahr verhindert eine Mulchschichtaus Rasenschnitt oder Laub, dass der frischgelockerte Boden durch die Einwirkung von Regenund Sonne wieder hart und verkrustet wird.(günstiger Zeitpunkt zum Bodenlockern: 5. Dezember)Schutz vor zu viel FeuchtigkeitDer Rückschnitt erfolgt bei Gräsern erst imFrühjahr, denn das eingetrocknete Laub bietetdem Horst einen Winterschutz, und derRaureif, der sich über Blätter und Fruchtstände legt,sorgt für schöne Winterbilder. Stauden und Gräser ausSteppengebieten (z. B. Pampasgras, Fackellilie oderYucca) leiden hierzulande aber unter feuchtenWintern. Binden Sie den Blattschopf dieser Pflanzenim oberen Drittel zusammen, um das Eindringen vonFeuchtigkeit in den Blatthorst und den Wurzelstock zuverhindern. Eine etwa 20 cm dicke Schicht austrockenemLaub oderRindenhäcksel,um diePflanzeherumausgebracht,schützt vorFrösten.(günstiger Zeitpunkt für den Winterschutz von Gräsern:6. Dezember)24 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


Fotos: S. 24: oben: johnbraid / fotolia, unten: www.verlagsbuero-garten.at, S. 25: SG-design / fotoliaChristbäume vom Topf nachdraußen setzenLebende Christbäume,die imTopf gekauftwurden, müssen nachdem Weihnachtsfestrasch in den Garten.Wenn sie länger alsetwa 10 Tage imwarmen Zimmerstehen, wird ihreWinterruhe unterbrochenund siebeginnen mit demAustrieb. Die zartenKnospen erfrieren dann sofort, wenn der Baumzurück in die Kälte im Freien kommt. Man kann denBaum auch an einem kalten, aber frostfreien Übergangsstandortabhärten, ehe er nach draußenkommt. Sobald die Frostperiode vorbei ist, könnenSie ihn dann an seinen endgültigen Platz in denGarten pflanzen. Dazu ein genügend großes Pflanzlochgraben, die Erde mit reichlich Kompost mischenund die Wurzeln gut eingießen, so wird sich Ihrehemaliger Christbaum auch im Garten zu einemPrachtstück entwickeln und kann in den folgendenJahren zur Weihnachtszeit auch draußen mit wetterfestemSchmuck erstrahlen.(günstiger Zeitpunkt, um bei frostfreiem Wetter denChristbaum in den Garten zu pflanzen: 14. und 15.,17. bis 23. und 25. bis 27. Jänner)Winterschnitt kann beginnenZiersträucher, die im Spätsommer blühen,z. B. Strauchhortensien und Spiersträucher,können jetzt ausgelichtet werden, frühjahrsblühendeaber nicht, sonst schneidet man die bereitsangelegten Blütenknospen weg. Ein regelmäßigerSchnitt hält Obstbäume gesund und sorgt für guteErnten. Bei frostfreiem Wetter kann jetzt ein „Verjüngungsschnitt“durchgeführt werden. Fruchtmumien,die noch an den Bäumen hängen, werden dabeientfernt.(günstiger Zeitpunkt für den Schnitt auf Holzwachstum:2. Jänner, auf Fruchtansatz: 17. Jänner, zum Auslichtenvon Beerensträuchern: 27. Jänner, für das Entfernen vonFruchtmumien: 14. November und 12. Dezember)M O N D K A L E N D E R U N D T I P P SJ A N U A R 2 0 1 312345678910111213141516171819202122232425262728293031Mittwoch 12.14 Uhr, Mond in ErdnäheDonnerstagFreitagSamstagSonntagMontagDreikönigstagDienstagMittwoch 04.39 UhrDonnerstagMond am KnotenFreitagHl. AgatheSamstagSonntagMontagDienstagMittwochSt. HabakukDonnerstag 05.52 Uhr, Mond in ErdferneFreitagSt. AntoniusSamstagSonntagMontagSt. Fabian u. St. SebastianDienstagHl. AgnesMittwochSt. VinzenzDonnerstagFreitag 06.19 Uhr, Mond am KnotenSamstagSonntagSt. TimotheusMontagDienstagMittwochDonnerstag 22.39 Uhr, Mond in ErdnäheFreitagSt. VirgiliusNeujahrstag.Bei Mond in Erdnähe ist Säen und Pflanzen sehr ungünstig.Den zunehmenden Mond (bis 15. 1.) für Gehölzschnitt aufHolzwachstum nützen.Zimmerpflanzen regelmäßig gießen und im Winter nursparsam düngen.Kübelpflanzen im Winterquartier nur mäßig gießen.Blattpflanzen während der lichtarmen Winterzeit nichtdrehen, da sie durch ein Neuausrichten der Blätter vielKraft verlieren.Edelreiser schneiden und an einem schattigen Platz infeuchtem Sand einschlagen.Größere Wunden beim Obstgehölzschnitt mit Wundpasteversorgen.Bei Mond am Knoten ist Säen und Pflanzen ungünstig.Die ruhige Winterzeit ist ideal für eine gezielteGartenplanung für das kommende Vegetationsjahr.Saatgutbestände erfassen, Saatgut mittels Keimprobetesten, eventuell neues Saatgut bestellen.Kaltkeimer wie Himmelschlüssel, Eisenhut, Tränendes Herzjetzt aussäen.1.26 Uhr: Beginn der Pflanzzeit!Keime und Sprossen auf der Fensterbank ziehen.Bei Mond in Erdferne ist Säen und Pflanzen ungünstig.Abnehmenden Mond (17. – 29. 1.) für Schnitt anObstbäumen, -sträuchern und Weinreben aufFruchtansatz nützen.Ruten von Herbsthimbeeren bodennah abschneidenund mit Kompost und Steinmehl versorgen.Eingelagertes Wurzelgemüse regelmäßig verbrauchenund auf Schadbefall kontrollieren.Bei offenem Boden können Schwarzwurzeln, Pastinakenund Topinambur geerntet werden.Viele Vögel freuen sich über verschiedene Samen, Nüsseund Körner.Räume mit eingewinterten Balkon- und Kübelpflanzen anmilden Tagen ausreichend lüften.Bei Mond am Knoten ist Säen und Pflanzen ungünstig.Wurzeln von Chicorrèe zum Antreiben in Kübel pflanzenund abdecken.Auberginen und Paprika im Warmen säen.Beerensträucher bei milder Witterung auslichten.06.05 Uhr: Ende der Pflanzzeit!Sellerie im Warmen säen.Kurz vor Neumond besser nicht säen und pflanzen,da wenig Startkraft vorhanden ist.Bei Mond in Erdnähe ist Säen und Pflanzen sehr ungünstig.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R25


Fotos: S. 26: Rudolf Ullrich / fotolia, S. 27: AbbieImages / StockphotoK O H L G E M Ü S E26 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


K O H L G E M Ü S EVon kleinenKnospenund großenKöpfenIss dich gesund!Kraut, Kohl, Kohlsprossen und Co sorgen beider Ernte für einen Augen- und in der Küchefür einen Gaumenschmaus.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R27


K O H L G E M Ü S EVom Kraut über Karfiol bis zumChinakohl – sie alle sindZuchtformen des Gemüsekohls(Brassica oleracea) und ebensovielfältig wie gesund. Gerade imWinter, wenn das Angebot anheimischem Frischgemüse spärlichist, sorgen sie für Abwechslung aufdem Teller.KrauthapploderKohlkopf?Kraut und Kohl waren einst dasWintergemüse der einfachen Leute –der Krautstrudel wurde mit Speckzubereitet, der Kohl mit „Einbrenn“zu deftigen und sattmachendenGerichten verkocht. Johann Nestroynannte den armen Bauern in seinemTheaterstück „Der Zerrissene“ nichtumsonst „Krautkopf“ – wahrscheinlichaber eher, um dessen schlichtesGemüt schon im Namen anzudeuten.Während Kohl allgemein dieBezeichnung für eine ganze Gemüsegruppeist, meint man in Österreichdamit den Wirsing mit seinenlockeren, dunkelgrünen, gekräuseltenBlättern. Weiß- und Rotkrautdagegen bilden glatte, sehr dichteund feste Köpfe aus. Bis ins 16. Jahrhundertsaßen die Blätter nochlocker über die Stiele verteilt. Erstdurch den erwerbsmäßigen Anbauänderte sich das: Ein fester Kopfbringt mehr Blattmasse und damithöheren Ertrag; zudem ist er besserlagerfähig. Heute weiß man allerdingsauch die die alten Formenwieder zu schätzen und sucht siesogar im Angebot.Das Kraut kann mit dem höchstenVitamin C-Gehalt aller Kohlartenaufwarten. Ob Krautsuppeoder Krautfleckerl – Krautgerichtewärmen herrlich und stärkenobendrein das Immunsystem.Rotkraut schmeckt warm besondersgut in Kombination mit Äpfeln,Zwiebeln und etwas Zucker – so wieman es auch zum Martiniganslschätzt.Sauerkraut ist milchsauer eingelegtesWeißkraut und war einstdie wichtigste Vitaminquelle„Heute schätzt man alle Arten desKohlgemüses wegen ihrer gesundenEigenschaften und des figurfreundlichenKalorienanteils.“während des Winters. Auf langenSchiffspassagen schützte es vor derVitamin C-MangelerkrankungSkorbut.Blütenknospenals GemüseNicht den Blattschopf, sondernden Blütenstand verspeisen wir,wenn wir Brokkoli und Karfiol zubereiten.Brokkoli hat als leichtverdauliches und gut bekömmlichesGemüse an Beliebtheit seinemblassen Bruder, dem Karfiol, bereitsden Rang abgelaufen. Was wiressen, sind die fest verschlossenenKnospen. Werden diese gelb – wieDer Romanesco ist besonders attraktiv und im Geschmack etwas würziger als derweiße Karfiol.Rotes Kraut enthält reichlich Anthozyane,die unsere Immunabwehr stärken.28 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


K O H L G E M Ü S Emanchmal im Handel der Fall –,enthalten mehr Vitamine undAlle Kohlarten sind Starkzehreröffnet sich die Blüte, der Brokkolisekundäre Pflanzenstoffe als weiße.und brauchen im Garten einen gutist dann nicht mehr frisch. WirdEine bekannte hellgrüne Sorte istmit Kompost versorgten Boden.Brokkoli im Garten angebaut, kannder ‘Romanesco’ mit einem spitzman nach der Ernte des Haupttriebeszulaufenden Kopf.auch noch die kleinen Nebenköpfeernten, die sich in den Blattachselnbilden.Im Gegensatz zu Brokkoli sindbei Karfiol die Knospen noch nichtKugeligeSprossenvoll entwickelt, wenn es an dieErnte geht. Damit die Köpfe schönweiß bleiben, werden vom GärtnerDie Kohlsprossen sind in ihrervor allem Züchtungen angebaut, beijetzigen Form eine eher jungedenen die Blätter den Kopf umhüllen.Gemüseart. Eine Vorstufe davonWeil die Karfiolrose dann nichtwurde zwar bereits im Mittelalterdem Sonnenlicht ausgesetzt ist,kultiviert, aber erst im 18. Jahrhun-bildet sie kein Chlorophyll. Tatsäch-dert züchtete man in der Gegendlich sollte man aber durchaus auchum Brüssel die Gemüsepflanze, diezu grünen Sorten greifen, siewir heute kennen. Im Englischennennt man Kohlsprossen daherFotos: S. 28: links: ajking, rechts: victoria p., S. 29: Doris Heinrichs / alle fotoliaRezepttippKrautsuppeZutaten:1⁄2 kg Weißkraut, 2 EL Pflanzenöl,1 l Gemüsebrühe oder Rindsuppe,Kümmel, Salz, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren,3 Erdäpfel, 3 Paradeiser (frischoder aus der Dose), etwas Sauerrahmoder Schlagobers, 1 EL gehackte oderein TL getrocknete KräuterZubereitung:Das Kraut fein schneiden und in Ölanrösten. Mit Suppe aufgießen,Kümmel, Salz, Lorbeer blatt undWacholderbeeren dazugeben. Erdäpfelschälen und reiben, zur Suppe gebenund mitdünsten. Geschälte, entkernteund gewürfelte Paradeiser dazugebenund mitköcheln lassen. Zum Schlussnoch etwas Sauerrahm oder Schlagobersund die Kräuter dazugeben undservieren.„Brussels sprouts“, im Französischen„chou de Bruxelles“, alsoBrüsseler Kohl.Im Gegensatz zu den anderenKohlarten können Kohlsprossennach der Ernte nicht lange gelagertwerden. Sie sollten rasch verbrauchtoder tiefgefroren werden.Ein bisschenAsienMit einem milderen Aroma alsdie anderen Kohlsorten hat auchder Chinakohl seine Fans gefunden.Die Köpfe vertragen zwar Frost,müssen aber geerntet werden, ehedie Temperatur unter minus 5 °Csinkt. Chinakohl hat als Salat einengroßen Vorteil: Er bleibt auchmariniert lange knackig!Pak Choi, ein asiatisches Gemüse,bildet keinen Kopf, sondern dickeBlattrosetten, die an Mangolderinnern.Was wir als Kohlsprossen ernten, sindbotanisch gesehen Knospen.Tipps für die Lagerungund Zubereitung• Roh sind alle Kohlarten nur schwerverdaulich, sie werden als Beilagegedünstet, in Aufläufen geschmortoder in Suppen gekocht. Das ist gut so,denn das Vitamin C liegt in gebundenerForm vor und wird erst durchErhitzen für den Körper verfügbar.• Kohlsprossen munden nach demersten Frost am besten, weil derGeschmack feiner und intensiverwird. Dann sind sie auch leichterverdaulich.• Kraut ist das ideale Lagergemüse;auch Chinakohl hält sich im feuchtenund kühlen Keller einige Wochen.• Durch Beigabe von Zitronensaftbehält Kohlgemüse beim Kochenseine frische Farbe.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R29


O B S T B A U M S C H N I T TWinterschnittdes ApfelbaumsWer gesunde und großeÄpfel ernten möchte, sollte jetztzur Baumschere greifen. DerWinterschnitt findet von Jännerbis kurz vor dem Austrieb derObstbäume statt. Vor allemKernobstarten werden imWinter geschnitten. Damitlässt sich ihr Wachstumgezielt fördern.Eine Grundregel besagt: Jekräftiger und früher geschnittenwird, desto stärker ist dasWachstum. Mit der Wahl desSchnittzeitpunkts können Siedaher einen stark wachsendenBaum zähmen, einen schwachwachsenden anregen.Ist die Baumkrone zu dicht,kommt zu wenig Licht ins Innere.Die Äpfel darin bleiben klein,bilden keine schöne Farbe aus undsind wenig aromatisch. Dann istAuslichten die Devise! Bei allenObstbäumen gibt es verschiedeneSchnittphasen: einerseits denErziehungsschnitt, um beim jungenBaum eine natürlich wirkendeKrone aufzubauen, und andererseits30 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


O B S T B A U M S C H N I T Tden Verjüngungs- bzw. Erhaltungsschnitt,um einen älteren Baumwieder in Form zu bringen.Mit einer Baumsäge werden danndie überzähligen Leitäste dicht amStamm abgesägt. Entfernen Siesolche, die in einem spitzen WinkelTippErziehungsschnittzur Stammverlängerung stehen,also steil nach oben wachsen. Steilnach oben gerichtete Äste setzenkaum bis wenige Blüten an. Es kannsich später kein Fruchtholz bilden.Äpfel sind einwunderbares Lagergemüse.Überprüfen Sie aber regelmäßigden Bestand undIn den ersten sieben Jahren einesApfelbaums muss unbedingt regel -Danach nehmen Sie sich diegrößten Seitenäste der Leitäste vor,drei kräftige pro Leitast genügen.sortieren Sie schlechteFrüchte aus. Der Raum solltemäßig geschnitten werden, um eineentsprechende Krone zu erhalten.Ziel ist es, diese locker aufzubauen,damit Sonne in die Krone kommtund die Blätter nach dem Regenrasch abtrocknen können. Das beugtPilzkrankheiten und BakterienbefallDer erste Seitenast sollte immerdeutlich vom Stamm entfernt ausdem Leitast kommen (etwa nach80 cm). Am Ende der Leitäste undSeitentriebe wird nur ein verlängernderAst belassen. Dort wachsenoft 2–3 gleich kräftige Triebe,kühl gehalten und die Äpfelmüssen separat gelagertwerden, um nicht die Reifungvon anderem Gemüse und Obstzu beschleunigen.vor und hält die Bäume gesund.über zählige kommen daher weg.Dabei werden alle zu dichtWächst Ihr Apfelbaum schwach,stehenden Triebe entfernt. Einekürzen Sie die Spitzen aller Triebeideale Krone besteht immer ausum ein Drittel bis zur Hälfte ein.einem Mitteltrieb und 3–4 starkenSchneiden Sie dabei immer dichtLeitästen. Steht ein Seitentrieb zuüber den Knospen ab, die nachsteil, kann durch Herunterbindenaußen stehen. Haben Sie ohnehindas Wachstum gebremst und dieeinen stark wachsenden Apfel-Blütenbildung angeregt werden.baum, lassen Sie die ZweigspitzenEin schwach wachsender Mitteltriebunberührt.wird nur gekappt, ein stark wachsenderkräftig zurückgeschnitten.Alle jüngeren Triebe, die amJeder Schnitt erfolgt immer überStamm wachsen, werden kompletteiner Knospe, die nach außen zeigt.abgeschnitten. Ebenso jene, dieBricht man zusätzlich die zweit-nach innen wachsen. Man sollteoberste Knospe aus, kann verhindertletztendlich einen Hut durch diewerden, dass sich aus ihr einKrone werfen können!Konkurrenztrieb entwickelt.Fotos: S. 30: LianeM / fotolia, S. 31: schnappschuss / fotoliaVerjüngungsundErhaltungsschnittWurde länger nicht geschnitten,stellen sich vor allem folgendeFragen: Wo ist die Krone noch luftiggenug? Wo stehen Äste und Zweigezu dicht?Wussten Sie, dass …… nicht alle Triebe des Apfelbaumsfruchten? Im ersten Jahr wachsenlange Triebe, die nicht blühen. Aufihnen bilden sich im zweiten Jahrkurze Seitenzweige, die dann imdritten Jahr Blüten tragen undFrüchte bringen.Richtig geschnittene Apfelbäumeentwickeln viele Früchte, oft reichtdie Ernte bis ins Frühjahr.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R31


Fotos: Stars for EuropeW E I H N A C H T S S T E R N32 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


W E I H N A C H T S S T E R NHolen Siesich dieSterneins Haus!Die beliebteste blühende Zimmerpflanze in Europa ist derWeihnachtsstern: Es gibt ihn in vielen Farben, Formen undGrößen. Dies war nicht immer so, denn erst in den 1950erJahren gelang die Züchtung von Varianten, die sich alsZimmerpflanzen eigneten. Wild wächst der Weihnachtssternin Mexiko und wird dort bis zu vier Meter hoch.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R33


W E I H N A C H T S S T E R NDie Weihnachtsstern-LegendeEin mexikanisches Mädchen wollte demJesuskind in die Weihnachtsmette etwasmitbringen und pflückte am Wegesrandein Büschel Pflanzen, das sie für Unkrauthielt. Vor der Krippe legte sie die Pflanzenieder – und siehe da, an den Triebenöffneten sich rote Blätter. Seit damals trägtder Weihnachtsstern auch den Namen„Flores de Noche Buena“, „Blumen derHeiligen Nacht“.Kennen Sie den unvergessenenSatz aus der Feder desHumoristen Loriot: „Früherwar mehr Lametta“? Er bringt vielesüber das familiäre Weihnachtsfestauf den Punkt: Ob mit oder ohneKirchenbesuch, mit Karpfen,Bratwürstel oder Fondue amHeiligen Abend – in jeder Familiegibt es andere Gewohnheiten, dasWeihnachtsfest zu begehen. Diealljährliche Weihnachtsdekorationmit Pflanzen darf aber nicht fehlen.Neben Tannengrün und Mistelzweigenzieren vielerorts auchWeihnachtssterne die Wohnungenund Häuser.SaisonalePflanzen derRegionIn den spezialisierten heimischenGärtnereien stehen – je nachGefäßgröße und gewünschterPflanzenqualität der Weihnachtssterne– 9 bis 25 Pflanzen proQuadratmeter. Die Topfgrößerichtet sich nach der Verkaufsgrößeder Pflanze und liegt zwischen 5,5Zentimetern bei den so genanntenÜber 70 % der in Österreich verkauften Weihnachtssterne kommen aus heimischen Gärtnereien.34 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


W E I H N A C H T S S T E R NWussten Sie, dass …• der Weihnachtsstern als Strauchbis zu 4 m hoch wird?• die Azteken den Weihnachtssternbereits 1400 vor Christus züchteten?• der Name „Poinsettien“ vomamerikanischen Minister JoelR. Poinsett kommt, der denWeihnachtsstern als Zierpflanzeförderte?• Weihnachtssterne ungiftig sind?Nur Kontaktreaktionen durch denMilchsaft sind bei allergischenPersonen möglich.• der Weihnachtsstern die beliebtesteTopfpflanze in Österreich ist?• die roten, rosa oder weißen Blätterkeine Blüten-, sondern Hochblättersind und „Brakteen“ heißen?Das Lichtist für die BlüteentscheidendAls Kurztagspflanzen entwickelnWeihnachtssterne nur dann Blütenund farbige Hochblätter, wenn übereinen Zeitraum von mindestens 50Tagen wenigstens 12 Stunden proTag Dunkelheit herrscht. In unserenBreitengraden beginnt der natürlicheKurztag um den 5. Oktober. VorEnde November stehen daher keineWeihnachtssterne zur Verfügung,die unter natürlichen Lichtverhältnissenherangewachsen sind. Da dieVerkaufssaison jedoch bereits EndeOktober anläuft, wird die Tageslängein den meisten Gärtnereienkünstlich gesteuert. Circa sieben bisneun Wochen vor dem angestrebtenVerkaufstermin beginnt dort dieVerdunkelungsphase. Mit Hilfevon schwarzem Gewebe und unterEinsatz von Zeitschaltuhren wirddie Blütenbildung nach vorneverlagert. Auf diese Weise könnenwir uns schon Ende Oktober anden ersten farbenfrohen Sternenerfreuen.Minis und 22 Zentimetern beiGroßpflanzen wie Büschen oderHochstämmchen.Auch der genaue Topfterminhängt von der endgültigen Pflanzengrößeab. Großpflanzen werdenim Mai eingesetzt, „normale“Weihnachtssterne zwischen Juniund August und die „Minis“ abSeptember.Fotos: S. 34: Stars for Europe, S. 35: floradaniaDie Temperaturen in denProduktionsbetrieben liegenzwischen 16 und 20 °C. GleichmäßigeFeuchtigkeitszufuhr undregelmäßiges Düngen sorgenfür optimale Wachstumsbedingungen.Durch Stutzen wirdein verzweigtes Wachstum erzielt.Auch wenn es heute Weihnachtssterne in vielen Farben gibt, so bleibt der rot-grüneKlassiker doch mit Abstand am beliebtesten.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R35


W E I H N A C H T S S T E R NWie wirdder Weihnachtssternwieder rot?nur dann wieder um, wenn diePflanze etwa 7 Wochen langmindestens 12 Stunden täglichdunkel gestellt wird. Dabei ist auchauf künstliche Beleuchtung zuverzichten.KeinWeihnachtenohne „Stern“Der Weihnachtsstern zeigt sichin voller Farbenpracht von Oktoberbis Januar. Im Sommer werden dieHochblätter grün, sie färben sichAm einfachsten wird der Weihnachtssterndazu für mindestens12 Stunden in einen dunklen Raumohne Beleuchtung und Fenster oderunter einen Karton gestellt.Für 60 % der Europäer sindWeihnachtssterne zu Weihnachtenunverzichtbar. Nach den erstenerfolgreichen Züchtungen alsWeihnachtliche Vorfreude ohne Weihnachtsstern? Undenkbar!36 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


W E I H N A C H T S S T E R NZimmerpflanze wurde der Winterblüherschnell zu einem festenBestandteil der weihnachtlichenSymbolik und Dekoration. Beieiner Befragung im Jahr 2010 gaben84 % der Menschen in Europa an,in der Adventzeit einen Weihnachtssternim Haus zu haben.Der Grund für die große Beliebtheitder Pflanze liegt auf der Hand:Mit ihren sternenförmigen Hochblätternpasst sie ideal zur Weihnachtssymbolik.Zudem sind dieklassischen Farben des Weihnachtssterns,Rot und Grün, zugleich auchdie christlichen Symbolfarben vonAdvent und Weihnachten undhaben in der weihnachtlichenDekoration große Bedeutung.Tipps zur PflegeStandortDer Weihnachtsstern schätzt einenhellen und warmen Standort bei 15bis 20 °C. Auf sehr niedrige Temperaturenreagiert er empfindlich. BeimTransport muss die Pflanze deshalbbesonders gut geschützt werden.GießenPoinsettien reagieren empfindlichauf Staunässe, daher am bestenregelmäßig, aber sparsam gießen.Überschüssiges Wasser muss ausdem Übertopf oder Untersatzentfernt werden.DüngenWährend der Blüte alle 14 Tage, sonstalle 4 Wochen mit Gärtnerdüngerdüngen.Fotos: Stars for EuropeUmtopfenIm April in frische Zimmerpflanzenerdeumtopfen.Weiße Weihnachtssterne wirken in Kombination mit der Farbe Silber besonders edel.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R37


A D V E N TAdvent, Advent,ein Lichtleinbrennt …Es verkürzt so schön die Zeit,Woche für Woche eine der vierKerzen zu entzünden. Dannnämlich darf das Christkindkommen und wir feiern Weihnachten.Die Tradition des Adventkranzesgibt es schon bald 200Jahre, und so mancher Brauch istuntrennbar mit ihm verbunden.Wenn die letzte Novemberwochenaht, heißt es,entweder schnell selbsteinen Kranz zu binden, einenfertigen Rohling zu dekorieren odereines der Prunkstücke einfach beimGärtner zu erwerben. Die Auswahlan Kränzen ist groß und hat auchmit der dahinterstehenden Symbolikzu tun. Während mancheMenschen schlichte Naturstückelieben, wünschen andere traditionell-bäuerlicheoder eleganteAusführungen mit viel Goldund Silber.


A D V E N TErfinder desAdventkranzesFotos: S. 38: Bildagentur Waldhäusl / Imagebroker / Dr. Wilfried Bahnmüller, S. 39: rotofrank / StockphotoGenau lässt sich heute nichtmehr belegen, wie es tatsächlich zuunserer Tradition des Adventkranzeskam. 1839 wurde er in Hamburgvom evangelisch-lutherischenTheologen Johann Hinrich Wicherneingeführt. Knapp hundert Jahrespäter breitete sich dieser Brauchauch in katholischen Gegendenaus. Erzählungen zufolge hatte derErzieher Wichern ein Herz für armeKinder und betreute sie in einemalten Bauernhaus. Das Warten aufWeihnachten war schon damals fürjedes Kind schwer. So nahm derfindige Ziehvater ein Wagenrad undmontierte darauf für jeden Tag eineKerze: vier große Kerzen für dieSonntage und dazwischen 18 bis24 (je nachdem, auf welchen TagWeihnachten fiel) kleine für dieWochentage. Jeden Tag durften dieKinder eine Kerze anzünden undkonnten somit sehen, wie lange esnoch bis Weihnachten dauerte. Ausdieser Idee entwickelte sich späterunser heutiger Adventkranz mitvier großen Kerzen, der schon baldbevorzugt aus Tannengrün gebundenwurde.Bedeutungder KerzenfarbenSchon der Kranz an sich hat eineBedeutung. Die runde Form mit viermarkanten Stellen nimmt Bezug aufden Erdkreis und die vier Himmelsrichtungen.Außerdem symbolisiertdie geschlossene Form die Ewigkeitdes Lebens; unterstrichen wird dasHonigfarbene Kerzen passen gut zu getrockneten Orangenscheiben und kleinenBockerln.noch durch die Farbe des Tannenreisigs,da Grün für die Hoffnungsteht.Mit jeder weiteren Kerze, dieentzündet wird, strahlt der Kranzheller – ein Symbol für das kommendeLicht, das in der Weihnachtsnachtdie Welt erleuchtet.In der katholischen Kirchewerden immer drei violette undeine rosa Kerze verwendet. Die rosaKerze wird am dritten Adventsonntag,dem Sonntag Gaudete („Freueteuch!“), entzündet. Violett ist dieliturgische Farbe des Advents. Rosawird ebenfalls als „Violett“ angesehen,durch das festliches Weißhindurch scheint.In Irland kommt dazu noch einefünfte Kerze in die Mitte des Kranzes,die am Heiligen Abend entzündetwird. In Norwegen hingegenschmücken vier violette Kerzen denAdventkranz, in Schweden ist wiederumdie erste Kerze weiß, diefolgenden violett. Abseits derreligiösen Kerzenfarben gibt es auchviele Kränze mit Kerzen in Rot,Gold, Honiggelb oder anderenFarben – je nach Stil und Dekorationdes Adventkranzes.Immer ein Lichtlein mehrim Kranz, den wir gewunden,dass er leuchte uns sehrdurch die dunklen Stunden.Zwei und drei und dann vier!Rund um den Kranz welch ein Schimmer,und so leuchten auch wir,und so leuchtet das Zimmer.Und so leuchtet die Weltlangsam der Weihnacht entgegen.Und der in Händen sie hält,weiß um den Segen!(Hermann Claudius)M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R39


Fotos: groß: Douglas_Freer / Stockphoto, klein: Bildagentur Waldhäusl / McPhotoW I N T E R B L Ü H E R40 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


W I N T E R B L Ü H E RBlütenin Schneeund EisWundersträucherund WunderblumenDas Thermometer zeigt Temperaturen unter demGefrierpunkt an, und obwohl im Winter fast alle Bäumeund Sträucher ihre Winterruhe halten, gibt es ein paargewitzte Ausreißer. Sie blühen frech auf kahlen Zweigen,als wär’s ein Irrtum der Natur.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R41


W I N T E R B L Ü H E RDer Atem gefriert in der Luftzu weißen Schwaden, dieHände suchen tief vergrabenWärme in den Manteltaschen unddie Winterlandschaft präsentiertsich strahlend weiß oder manchmalauch grau in grau. Die kuriosenBlütensträucher der Winterzeit siehtman oft nicht auf den ersten Blick.Ihr Auftritt gleicht so ganz undgar nicht jenen der Sträucher imSommer, denn ihre Blüten sindklein, manchmal sogar unscheinbar.Die Winter-Schneebälle aberverraten sich bei sonnigem Wettermit ihrem feinen Duft. Seltsam undfaszinierend zugleich verströmenihre Blüten einen vanilleähnlichenWohlgeruch. Wer nicht weiß, dasshier alles mit rechten Dingen zugeht,kann dieses Naturschauspiel anfangsgar nicht glauben.DuftenderSchneeballEs gibt viele Arten „Schneebälle“(Viburnum), die hauptsächlich imSommer in belaubtem Zustandblühen. Nur zwei Schneeball-Arten haben jetzt Saison: DerDuft-Schneeball (Viburnum farreri)und der Bodnant-Schneeball(Viburnum x bodnantense). Derreizvolle, aus China stammendeStrauch wagt es tatsächlich, inder kalten Jahreszeit seine rosafarbenenKnospen zu öffnen.Unterbrochen von Kälteperiodenerstreckt sich die Blütezeit bisin den April.Eine Besonderheit ist derBodnant-Schneeball auch deswegen,weil seine Blüten von denletzten Insekten im ausgehendenJahr genauso wie von den erstenim neuen Jahr besucht werden.ZaubernussoderHexenhaselNicht minder ungewöhnlich istdie Zaubernuss (Hamamelis sp.). InNordamerika wird das Gehölz mitden elfenzarten, wundersamgekräuselten und dennoch robustengelben, manchmal auch rotenBlüten Hexenhasel („witch-hazel“)genannt. Die Blätter der Zaubernüssesehen jenen der Haselnüssedurchaus ähnlich.Die Blütezeit erstreckt sich übersechs Wochen zwischen Dezemberund Ende März. Auch die skurrilenBlüten der Zaubernüsse verströmeneinen Duft, vor allem jene derasiatischen Arten. Hamamelis mollisaus China riecht schwer und süß,H. japonica ‘Zuccariniana’ hingegenfrisch nach Zitrone.An günstigen Standorten zeigen sich die Blüten des Duftschneeballs schon imNovember.Und im Herbst? Da haben sieauch noch etwas zu bieten: IhreBlätter färben sich leuchtend inGoldgelb, Orange und Rot.42 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


W I N T E R B L Ü H E RWussten Sie, dass …… die feinen Blütenfäden derZaubernuss einen speziellenMechanismus entwickelt haben,der Kälte zu trotzen? Sie rollen sich beiMinusgraden ein und entfalten sicherst bei freundlicheren Bedingungenwieder. Bis zu vier Mal kann jede Blütediesen Trick wiederholen. Fröste bisminus 12 °C werden damit problemlosüberdauert – pflanzenphysiologischauch eine Maßnahme, um die Samenzu schützen.Die Bestäubung und Befruchtung derZaubernuss-Blüten erfolgt nämlichzeitverzögert; die Entwicklung einerFrucht ist erst nach einem Jahrabgeschlossen. Dann platzt dieholzige Kapsel mit lautem Knackenund schleudert ihre kleinen schwarzenSamen in die Umgebung. Bei vielenSorten blühen zu diesem Zeitpunktbereits wieder neue Blüten.Der botanische Name der Pflanze„Hamamelis“ bezieht sich genauFotos: S. 42: Douglas_Freer / Stockphoto, S. 43: oben: LianeM / fotolia, unten: azndc / Stockphotodarauf. „Hama“ (griechisch) bedeutet„gleichzeitig“ und „melon“ ist dieFrucht.StrahlenderWinter-JasminDer Gelbe oder Echte Jasmin(Jasminum nudiflorum) hat nichtsmit dem im Frühsommer weißblühendenPfeifenstrauch (Philadelphussp.), der auch als FalscherJasmin bezeichnet wird, gemein.Die Zaubernuss beeindruckt mit ihren skurrilen Blüten, manche Arten duften.Neben den gelben gibt es auch rotblühende Sorten.M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R43


W I N T E R B L Ü H E RBei uns kennen die meisten eherzweiteren – ein dichtes Heckengehölzmit intensiv duftenden Trieben.In der kalten Jahreszeit beeindrucktnur der Echte Jasmin, denn da zeigtder andere außer kahlen Zweigennoch gar nichts. Der Winter-Jasminschmückt sich mit intensiv grünen,langen, schlanken Trieben und überraschtmit zahlreichen leuchtendgelben Blüten. Diese erscheinen beimilder Witterung schon im Dezemberund blühen ausdauernd bis inden März hinein.LilaSeidelbastFrost und klirrende Kälte sind zwar Feinde der gelben Sternchen des Winterjasmins,aber da sich ständig neue Blüten bilden, ändert sich das Bild auch nicht, wenn einpaar erfrieren.Zu guter Letzt, aber doch noch zuden Winterblühern zählend, ist derSeidelbast (Daphne mezereum) an derReihe. Die bei uns heimische Pflanzeentwickelt von Februar bis Aprilsüßlich duftende Blüten, ist aber inallen Teilen giftig. Es genügt, dieRinde oder den Pflanzensaft zuberühren, um die Haut zu reizenoder mögliches Erbrechen herbeizuführen.„Mit den Augen schauen“ istdaher oberstes Gebot. Was für unsMenschen eine Gefahr bedeutet,ist unseren gefiederten Freundenscheinbar gleichgültig. Rotkehlchen,Drosseln und andere fressengenüsslich die sich später bildenden,leuchtend scharlachroten Beeren.Blüten zuebener ErdeWunderschön, aber giftig ist der Seidelbast. Tragen Sie beim Rückschnitt Handschuhe!Mitten im Schnee blühen nebenden Gehölzen auch Blumen, die sichmanchmal richtiggehend aus derSchneedecke kämpfen. Schon ihreNamen verraten die ungewöhnliche44 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


W I N T E R B L Ü H E RFotos: S. 44: oben: PdM, unten: Bildagentur Waldhäusl / Hauser Steffen, S. 45: oben: Pavlo Vakhrushev / fotolia, Mitte: Bildagentur Waldhäusl / Hauser Steffen, unten links: LianeM / fotolia, unten rechts: mdorottya / fotoliaBlütezeit: Schneerose oder Winterlingzum Beispiel. Allen voran istdie Schneerose die erste, die mutigihre Blüten in den Winterhimmelstreckt. Der lateinische Name„Helleborus“ kommt vom griechischenWort „helleboraio“, was„verrückt“ bedeutet. In der Antikedachte man, dass ein Pulver aus denWurzeln Wahnsinn heilen könne.Die Krankheit sollte herausgeniestwerden, was der Pflanze auch denNamen „Nieswurz“ eintrug. Eineweitere Bezeichnung ist Christrose,weil die Stauden bereits im Dezemberin Weiß, Rosa und Rottönen zublühen beginnen.Ab Ende Jänner schiebt sich dasSchneeglöckchen (Galanthusnivalis), dann der sympathischekleine, gelb blühende Winterling(Eranthis hyemalis) aus dem Boden.Das duftende Gewächs gleicht einerButterblume mit grüner Halskrauseund löst erste Frühlingsgedankenaus. Robust, langlebig und frühblühendheißen auch die Tugenden desRiesensteinbrechs (Bergenia cordifolia).Im Frühwinter sieht man noch dierot -braunen, riesigen Blätter, imMärz leuchten dann die purpurrotenBlüten.Schneeglöckchen sind neben Schneerosendie ersten im Jahr.Der robuste Riesensteinbrech zählt zuden letzten Winterblühern, noch imMärz leuchten seine Blüten.Der gelbe Winterling tritt oft flächendeckend auf, gern unter Gehölzen.Winterblüherim ÜberblickSträucherEchter Jasmin(Jasminum nudiflorum)Schneeball (Viburnum farreri undViburnum x bodnantense)Seidelbast (Daphne mezereum)Zaubernuss (Hamamelis sp.,duftend: Hamamelis mollis undHamamelis japonica ‘Zuccariniana’)StaudenRiesensteinbrech (Bergenia cordifolia)Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)Schnee-, Christrose und Nieswurz(Helleborus sp.)Winterling (Eranthis hyemalis)Stauden wie Schneerose undSchneeglöckchen werden vonden Gärtnern gerne vorgetrieben.Sie sorgen für einenBlickfang in der Wohnung undsind besonders attraktiv auf demFensterbrett, wenn draußen nochalles kahl und winterlich ist!M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R45


G A R T E N B Ü C H E RBuchtippsGar tenliteratur – für Sie entdecktWenn Du ein Gärtchen hastund eine Bibliothek,so wird Dir nichts fehlen.Cicero, Marcus TulliusGärten neu inszenierenmit Pflanzen, Wasser, Steinen,FarbenInspirierende GestaltungenGärten, die in die Jahre gekommen sind,verlangen nach Veränderung. NeueSitzplätze, ein frischer Wegebelag oder einattraktives Wasserelement wirken Wunder.Die in Hamburg lebende GartenarchitektinAndrea Christmann präsentiert eine Fülle anGestaltungstipps für die Neuinszenierungvon Gärten. Unzählige Ideen für alte undauch neue Anlagen geben Inspiration,bewährte Tipps der Landschaftsarchitektinhelfen bei der Umsetzung, und brillanteFotografien aus eindrucksvollen Gärtenzeigen, dass es wirklich funktioniert! Einwundervolles Geschenk für alle, die frischenWind in ihren Garten bringen wollen!Andrea ChristmannGärten neu inszenierenDVA 2013, 160 SeitenISBN: 978-3-421-03896-8Gräber schön gestalten:Mit Pflanzideen für alle JahreszeitenZum Nachgestalten:Bepflanzungen für jede JahreszeitWer die Aufgabe hat, ein Grab zu betreuen,macht sich Gedanken über dessen Gestaltung.Dieses Praxisbuch zeigt viele Pflanzideenfür Gräber und Urnengräber – und es berätbei der Auswahl der geeigneten Variante.Zu sehen sind stilvolle Gestaltungsmöglichkeiten,von klassisch bis modern, mitPorträts der verwendeten Pflanzen. Diegezeigten Saisonbepflanzungen im Wechselder Jahreszeiten helfen bei der Auswahl undEntscheidung. Dazu gibt es eine Fülle vondauerhaften Gestaltungen mit Gehölzenund Stauden. Konkrete Pflanzpläneermöglichen das einfache Nachgestalten.Christiane JamesGräber schön gestaltenblv 2011, 144 SeitenISBN: 978-3-8354-0812-8Die Pflanzen im HausDer Zimmerpflanzen-Klassikerin neuer AuflageDas Handbuch für die erfolgreiche Pflegealler Zimmerpflanzen mit über 3500 Artenund Sorten von A bis Z verbindet altegärtnerische Erfahrungen mit neuenErkenntnissen.Es bietet ausführliche Antworten auf alleFragen zu Standort, Pflege, Pflanzenernährung,Versorgung mit Wasser, Wärmeund Licht und zum Pflanzenschutz. Auchbereits erfahrene Pflanzenfreunde findenHinweise auf eine Fülle besonderer undauch anspruchsvoller Pflanzen.Der Autor Karlheinz Rücker ist passionierterZimmerpflanzengärtner und war jahrelangChefredakteur der Zeitschrift „Gartenpraxis –Ulmers Pflanzenmagazin“.Karlheinz Rücker, Die Pflanzen im HausUlmer 2012, 484 SeitenISBN: 978-3-8001-4905-646 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


G A R T E N B Ü C H E RFrische GartenkücheBodenständige Rezeptefür eine kreative KücheUnsere heimischen Gartenschätze sind anAroma, Nährstoffen und Vielfalt nicht zuüberbieten! Die Autorin hat die bestenRezepte zu Frühling, Sommer, Herbst undWinter mit viel Liebe ausgewählt, in ihrerFamilie ausprobiert, zum einfachenNachkochen daheim beschrieben und mitwunderschönen Bildern der Fotografin RitaNewman illustriert.Zusätzlich bietet sie viele Ideen für eine gutgefüllte Vorratskammer und zahlreichepersönliche Tipps und Anregungen.Andrea Schabbauer stammt aus einerGärtnerfamilie, die seit Generationen alsNahversorger am Stadtrand von WienGemüse und Blumen anbaut. Für ihreFamilie kocht sie täglich frisch und legtgroßen Wert auf regionale und saisonaleProdukte, am besten direkt aus dem eigenenGarten. Mit ihren kreativen Rezepten hat siebereits an mehreren Kochbüchernmitgewirkt.Andrea Schabbauer, Frische Gartenküche,Rezepte für jede JahreszeitLöwenzahn Verlag 2013, 256 SeitenISBN: 978-3-7066-2529-6So werde ich Biogärtner12 Projekte für natürlichesGärtnernSchritt für Schritt zumnaturnahen GartenDer beliebte TV- und Radio-Gartenexpertestellt 12 Gartenprojekte vor, mit denen IhrGarten im Handumdrehen zum Naturgartenwird. Dazu braucht es gar nicht viel –schon eine kleine Urwald-Ecke genügt, umzahlreiche Nützlinge in den Garten zulocken.Holen Sie sich das Paradies in Ihren Garten –eine Kräuterspirale sorgt für die Würze, einStaudenbeet für die Farbe und eineNaschecke für den Genuss. Schritt für Schrittund mit vielen persönlichen Tipps des Autorsverwirklichen Sie Ihren grünen Traum.Karl Ploberger ist Journalist, TV-Moderatorund DER Biogärtner Österreichs. Er ist seitseiner Kindheit enthusiastischer Gartenliebhaber.Mit seinem Bestseller „Der Garten fürintelligente Faule“ wurde er im gesamtendeutschsprachigen Raum bekannt. Seit2006 moderiert er im ORF die erfolgreicheSendung „Natur im Garten“.Karl Ploberger, So werde ich BiogärtnerUlmer 2013, 159 SeitenISBN: 978-3-8001-7677-9Gartenexpertinnenund ihr grünes WissenIm deutschsprachigen Raum entstehtderzeit eine Gartenbewegung wie im19. Jahrhundert in England. Die vorwiegendweiblichen Gartenexpertinnen haben einenfrischen neuen Blick auf Gärten und siegewinnen zunehmend an Einfluss, auchim Ausland.In diesem Buch gewähren Viktoria von demBussche, Anja Maubach, Angelika Ertl undviele andere Gartenfachfrauen zum erstenMal gemeinsam Einblicke in ihre ganzpersönlichen grünen Geheimnisse.Das Buch wirft einen Blick in die Gärten derFrauen und in ihr Leben; es verrät nicht nurDetails über die Liebe zum Garten und zumGärtnern, sondern auch, wie das Gärtnerndas Leben der Expertinnen beeinflusst undverändert hat, welche Rückschläge siehinnehmen mussten und was sie darausgelernt haben. Durch die zahlreichenPflanztipps und Lieblingslisten derFachfrauen erhält das Buch auch einesehr praktische Note.Kristin Lammerting (Hrsg.), Gartenexpertinnenund ihr grünes WissenCallwey 2013, 176 SeitenISBN: 978-3-7667-1989-8M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R B E E T G E F L Ü S T E R47


I N T E R N E TOnline PflanzendatenbankAnregungen und H ilfeIm Winter hat man Zeit, sichGedanken über die Bepflanzungdes Gartens zu machen.Eine Lücke beim Zaun mussgefüllt, ein Blickfang für denVorgarten oder ein duftenderStrauch ausgesucht werden.Die Auswahl an geeignetenPflanzen ist enorm. Aber wofindet man den Baum, der4 Meter hoch wird, bunteBlätter hat, duftet, Früchteträgt und Schatten verträgt?Die österreichischen Baumschulenbieten auf ihrerHomepage www.baumschulinfo.ateine Datenbank mit über1.600 Pflanzenportraits vonBäumen, Stauden, Rosen undObstgehölzen. Entweder überPflanzengruppen oder anhandverschiedener Suchkriterien kanndas Programm genau jene Pflanzeanzeigen, die für den speziellenPlatz im Garten geeignet ist.Alle Pflanzen sind mit Namenund Informationen zu Wuchshöhe,Blütezeit und -farbe, Reifezeit (wennfruchttragend), Standort, Duft,Immergrün, einer Beschreibungund einem Bild versehen.Man kann sogar direkt vor Ortim Garten mit Hilfe einer App dierichtigen Gewächse finden: Einfachden QR-Code einscannen oder aufwww.baumschulinfo.at/app überdas Smartphone, Tablet o.ä. suchen.Über GPS bzw. über Postleitzahlensuchefindet man auch gleich dieBaumschule in der Nähe.48 B E E T G E F L Ü S T E R M A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E R


Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2014!Ihr persönliches GärtnerteamFoto: IZBImpressumHerausgeber und Medieninhaber: Blumenmarketing Austria, Schauflergasse 6, A-1014 Wien,www.beetgefluester.at I Konzept und redaktionelle Leitung: Ing. Elke Papouschek, Ing. VeronikaSchubert, Verlags- und Redaktionsbüros Wien, www.verlagsbuero-garten.at I Fachredaktion:DI Karin Weigel, DI Gerhard Six, DI Gabriele Schrott-Moser, Franz Sattler I Lektorat: Doris Korger,Wien I Gestaltung und Satz: GSB - Grafikdesign Smitty Brandner, www.smittybrandner.at ICoverfoto: IZB I Druck: Druckerei Niederösterreichisches Pressehaus Druck- und Verlags GmbH,St. Pölten I gedruckt auf 100% PEFC-zertifizierten Papier I Verlagsort: Wien I Anzeigen: MedienpointWerbe- und VerlagsgesmbH, Gabriele Gaukel, Tel. 02731/8020, E-Mail: g.gaukel@medienpoint.at IErscheinung: 4 x pro Jahr, Februar, Mai, August und November I Vertrieb: Der Vertrieb erfolgtausschließlich über österreichische Gärtnereien, Baumschulen und Gartenbaufachhandel.Offenlegung gemäß Mediengesetz § 25: Informationen zum Medieninhaber sind ständig undunmittelbar unter folgender Web-Adresse auffindbar: www.gartenbau.or.at I GrundlegendeRichtung des Magazins: Periodisch erscheinendes Informationsblatt für Gartenbaubetriebe mitEndverkauf, mit unabhängiger Berichterstattung über aktuelle Themen der Bereiche Garten,Pflanzen und Lifestyle.Hinweis: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verzichten wir auf geschlechtsspezifischeFormulierungen.Das Werk ist einschließlich aller seiner Teile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendungaußerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Herausgebersbzw. der Autoren unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen,Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischenSystemen. Für die Richtigkeit der Angaben wird trotz sorgfältiger Recherche keine Haftungübernommen. Abdrucke, auch nur auszugsweise, sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung desHerausgebers und des Autors gestattet.PEFC/06-39-28PEFC zertifiziertDieses Papier stammt ausnachhaltig bewirtschaftetenWäldern und kontrolliertenQuellenwww.pefc.atBeetgeflüsterM A G A Z I N D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E N G Ä R T N E RIn dernächstenAusgabe:Die Geschichteder TulpenFrühen SalatpflanzenPelargonien –Farben, Sortenvielfaltund DuftAb Februarbei IhremGärtner!


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