DEUTSCHE BAUZEITUNG

delibra.bg.polsl.pl

DEUTSCHE BAUZEITUNG

1922 ausgeschrieben. Es ist bei dem Denkmal mit emerHerstellungssumme von 50 000 M. zu rechnen, die durchSammlungen aufgebracht werden mufi. Zwei Preise von1500 und 1000 M., fur einen Ankauf 500 M. Im Preisgerichtu. a. die Hm. K unstm aler Thuro Balzer, Brt.Dehn, Arch. Korff in Laage, Landbaum str. Schlie,Brt. Wachenhusen und Brt. Y o g t in Rostock.Zur Ehrung der im W eltkrieg gefallenen K rieger derSt. Marien-Gemeinde zu Rostock beabsichtigt der Kirchengemeinderat von St. Marien ein Denkmal in d e r Kirchezu errichten. In A nbetracht der M annigfaltigkeit derMógliclikeiten fiir die G estaltung desselben hat er beschlossen,sich vorlaufig nicht auf eine bestimmte Formder Ehrung festzulegen, sondern durch einen Ideen-W ettbewerbdie in Rostock m it seinem Landgebiet, in W arnemiindeund Gehlsdorf wohnhaften oder gebiirtigenK iinstler anzuregen, ihrerseits dem K irchengem einderat Gelegenheitzu geben, fiir die Aufgabe die beste und m it derW iirde und Schonheit seines Gotteshauses am meisten inEinklang stehende Losung zu finden.Fiir die Form der Ehrung, m ag sie ais Denkmal, Gedenkhalle,Tafeln, i enster und dergl. gestaltet werden,will der K irchengem einderat keinerlei Richtlinien geben aisdie, dafi die Namen der etw a 200 Gefallenen in irgend einerForm angegeben werden. Im Obrigen aufiert er nur denW unsch, ohne ihn ais Bedingung zu stellen, dafi nur dasInnere der Kirche in B etracht kommen moge. Yon denKapellen-Ein- und A usbauten konnen die Kapellen desChorumganges m it Ausnahme der m ittleren, in welcherein Mausoleum steht, die Ztilow’sche K apelle im sudlichenQuerschiff, die Kraemerkompagnie-Kapeile im nordlichenSeitenschiff und die Turmhalle freigem acht werden. Beider W ahl einer dieser Kapellen kann angenommenwerden, dafi die zur Bereitstellung zu ihrem neuen Zweckerforderlichen Arbeiten, also die Beseitigung jetzigerEinbauten, Tiiren, Grabplatten, Gestiihl und dergleichenseitens der Kirchenverwaltung beschafft werden. DieAusgaben hierfiir konnen also bei der Berechnung derK osten fiir das Ehrenmal aufier Ansatz bleiben.Die Entscheidung uber die Ausfiihrung behalt sichder Kirchengem einderat vor. Ernimmt in Aussicht,einen der Preistrager mit der weiteren B e -arbeitung und Ausfiihrung zu beauftra-g e n . —Ein Preisausschreiben zur Erlangung von Entwurfenfiir ein Krieger-Ehrenmal in Hann.-Miinden fiir die imK rieg gefallenen Offiziere und Mannschaften des kurhessischenPionier-Bataillons Nr. 11 w ird mit F rist zum1. Juni 1922 fiir Bewerber der Provinzen H annover undHessen-Naąsau, sowie aus dem Kreis der ehemaligen kurhessischenPioniere 11 erlassen. 3 Preise von 3000, 2000und 1000 M. Im Preisgerieht u. a. die Hrn. Arch.K. B e r 1 e p s c h in Hann.-Miinden, B aurat Dr. H o 11 -m e y e r , Konserwator der K unstdenkm aler von Hessen inCassel, Prof. H u m m e 1, A rchitekt in Cassel, Stadtbrt.L a b e s in Cassel, Stadtbm str. Schneidewind inHann.-Miinden, sowie Arch. Fr. Schutte in Barmen.Unterlagen gegen 30 M. durch Hrn. Friedr. Schneidewindin Hann.-Miinden, Lange-Strafie 42. —Ein Preisausschreiben der Sektkellerei J. Langenbach& Sohne in Worms am Rhein betrifft kiinstleriscke Reklame-Entwiirfe fiir ihre Erzeugnisse. Es gelangen zwei I. Preisevon je 10 000 M., zwei II. Preise von je 6000 M., zweiIII. Preise von je 4000 M., acht IV. Preise von je 1500 M.und acht V. Preise zu je 1000 M. zur Y erteilung. Ankiiufezu je 800 M. sind vorbehalten. U nter den Preisrichternbefinden sich folgende K iinstler: Prof. HugoEberhardt in Offenbach a. M., Prof. Ludw. H o h 1 -w e i n in Miinchen, Prof. F. W. Kleukens in Darm ­stadt, Prof. Bernh. P a n k o k in S tuttgart, Bildhauer K arlS t o c k in Frankfurt a. M. und Prof. E. R. We i fi inBerlin. —Im Wettbewerb zur Erlangung von Entwurfen fiir einKrieger-Denkmal in Miinchen sind 149 Bearbeitungen eingelaufen.Das Preisgerieht fafite m it Einstiinmigkeit denBeschlufi, drei gleiche I. Preise zu je 4000 M. den Arbeitenm it den Kennworten „Hel“, „Siegfried" und „Lowenwacht“ zuzuerkennen. Ais Y erfasser ergaben sich fiir dieersten beiden Arbeiten A rchitekt E rnst Schneiderin Miinchen, fiir die dritte die A rchitekten Thomas Wechsund Eberhard Finsterwalder sowie Bildhauer K arlKnappe, samtlich in Miinchen. W eiter kam en zufolgeMehrheitsbeschlusses des Preisgerichtes zur Verteilungfiinf gleiche II. Preise zu je 2000 M. fiir die Entwiirfe:„Pieita“ von Bildhauer Prof. Fritz B e h n m it Prof. OswaldB i b e r in Miinchen, „Kampf", von Bildhauer Cypri AdolfBermann, „Sehw ert und Stein“ von Bildhauer Joseph152Gangi in Miinchen, „G orgoneion1 von A lfred Muller,nunm ehr S tadtbaurat in Mannheim, „Fiirsorgeheim amG asteig“, von Arch. R egierungsbaum eister John Rosentha 1 und Uli S e e ck in Miinchen.Zu dem im Preisausschreiben vorgesehenen engerenW ettbew erb werden die sam tlichen Preistrager eingeladen.Dieser wird die kiinstlerische G estaltung deir Krieger-Ehrungendgultig bestimmen. —In einem Preisausschreiben des Kraftwerkes Actien-Gesellschaft „Weser“ in Bremen, betreffend Entwiirfe fiirdie Schauseiten eines Kraftwerkes auf demGelande derW erft, beschriuikt auf die A rchitekten Bremens,jedoch unter Zulassung von Auswiirtigen, liefen 89 Bearbeitungenein. Den 1. Preis von 20 000 M. erhielt Architekt A. Baecker in Cassel; den II. Preis von 18 000 M.errang A rchitekt W in d r a tli in Bremen; den III. Preisvon 15 000 M. A rchitekt Tradt in Berlin-Halensee; denIV. Preis von 10 000 M. A rchitekt L a u in Hamburg. Fiirje 7500 M. wurden angekauft die Entw iirfe der ArchitektenB a 1 d a u f in Bremen, B aurat Fritsche in Bremen,K e m p e r in K onigstein im T aunus und K r a u s p e inSchw arzenberg in Sachsen. —Im Wettbewerb Bezirksschule Emden liefen 25 Arbeitenein. Je einen Preis von 6000 M. errangen die Entwurfe„Nordsee“ des A rchitekten G. Sabiel in Hannover-Dohren; „Im rechten W inkel" des A rchitekten Wilh.Uhlit in Latferde (Kreis Hameln) und „Die Jugend" desA rchitekten Louis H e l brecht in Osnabriick. —Chronik.Beschlagnahme des Schlosses Chambord. Der Gerichtshofvon Orleans hat in der Erwagung, daB Prinz Elias von Bourbon-Parma in Osterreich gelebt und gewohnt hat, dafi er dort nochseinen Wohnsitz hat, Staatsangehoriger eines Landes ist, das derFeind Frankreichs war, und daB das Siegerland die Giiter einesBesiegten seąuestrieren darf, die Beschlagnahme desSchlosses Chambord verfiigt. SchloB Chambord, imDepartement Loire-et-Cher gelegen, wurde zu Beginn des 16. Jahrhundertsvon Franz I. erbaut und 1821 nach Ankauf durchSubskription eines Legitimistenyereines dem Herzog von Bordeauxzum Geschenk gemacht, der sich danach Graf von Chambordnannte, nach dessen Tod, 1883, der Prinz von Parma den herrlichenRenaissancebesitz erbte. —Brucke iiber den Delaware bei Philadelphia. Eine neueBrucke, ais Kabelbriicke konstruiert, soli den Delaware beiPhiladelphia (Pennsylvanien) iiberspannen und diese Stadt mitder gegentiber liegenden Stadt Camden in New-Jersey verbinden.Ihr Konstrukteur ist der aus Norwegen stammende IngenieurEinar Bergendahl von der Chicagoer BriickenbaufirmaModjeski & Co. Die Brucke erhalt eine Lange von zweienglischen Meilen, etwa drei Kilometem. Die Hauptspannung hateine Weite vo'n 1750 FuB, 155 FuB mehr ais die Spannweite derBrooklyn-Briicke betragt. Die beiden Kabel werden jedes aus 1650Stahldrahten von 2 cm Durchmesser gewunden. Die Hóhenlageder Brucke wird 380 FuB iiber der W asserflache liegen. Entsprechendder gewaltigen Kabel- und Briickenmasse werden auchdie beiden, auf je einer Uferseite liegenden Turme, worin dieKabel verankert liegen, Bauwerke von 150 FuB Hohe, 150 FuBBreite und 220 FuB Lange bilden. Die Bruckenbahn erhalt inder Mitte eine Fahrbahn von 63 FuB Breite, an dereń Seiten sichvier StraBenbahngleise nebst Weg fiir FuBganger anschliefien.Die Brucke wird 1926 fertig werden und 35 Millionen Dollarkosten. —Ein neues Gebaude fiir eine moderne Galerie in Prag ist durchden Ministerrat der tschecho—slowakischen Republik mit einemAufwand von 16 Mili. tschech. Kronen zu errichten beschlossenworden. Das neue Gebaude soli die Bestande moderner Kunstwerkeaufnehmen, die bisher aus Raummangel auBerhalb derStadt untergebracht werden muBten. Fiir die neue Anlage ist dasSystem eingeschossiger Payillons gewiihlt, die in den Gartenanlagender Moldau-Insel Kampa im Mittelpunkt Prags erbautwerden sollen. —Neue Ausgrabungen in Palastina. In der Pariser „Akademieder Inschriften“ hat das Mitglied des Rates fiir die Alterttimer inJerusalem, Nahum Slousch, einen Bericht vorgetragen iiberdie neuesten archaoolgischen Forschungsarbeiten, die von franzosischerSeite in Palastina vorgenommen worden sind. Die im Jahr1920/21 zu Tiberias ausgefiihrten Grabungen brachten die beruhmteSynagogę von Hamatha ans Licht, die injiidischen und christlichen Chroniken seit dem zweiten Jahrhunderterwiihnt wird. Der Bau erinnert in seiner Anlage anden Tempel von Jerusalem. Zahlreiche Gegeństande des altenisraelitischen Kultus wurden dabei entdeckt, darunter Mosaikenmit geometrischen Figuren, Marmorsaulen und Marmortafeln mitheiligen Zeiehen. Die Arbeiten, die um das Heiligtum herumfortgesetzt wurden, haben zur Entdeckung einer jiidischenGriiberstadt mit Grabinschriften in griechischer Sprache gefiihrt. —Inhalt: Zur Yollendung des siebenzigsten Lebensjahres vonAlbrecht Haupt. — Tote. — Verm ischtes. — Personal-Nachrichten.— W ettbew erbe. — Chronik. —Verlag der Deutschen Bauzeitung, G. m. b. H. in Berlin.Fur die Redaktion verantwortlich: AlbertHofmannin Berlin.W. Biixenstein Druckereigesellschaft, Berlin SW.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine